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Am IS,^ Juni ist iq Venedig von dem Reichmhilster des Auswärtigen von Ribbentrop, dem könlp^Hch italienischen Mkite^ des AiiBeren Graf Clano utid dem kakerilch japanisdien Botschafter in Rom Horikiri einerseits und dem kroatischen Staatsftihrw Dr. P a v e 1 i c andrerseits ein Protokoll über den Beitritt Kroatiens zu dem am 27. September 1940 zischen Deutschland, Italien und Japan abgeschlossenen Dreimächtepakt iMiterzcJchret >vorden. Dis Bäirittsprotaksll Das Protokoll hat folgenden Wortlaut: »Dte Reglerutigea von Deutscliiaiid, ItaÜMi und Japan einerseits und die Re-glMung von Kroatien andrerseits stellen diirdi ttire imterzas und Asiens be-see!en. Dieser Akt ist für das kroatische Volk von großer und entscheidender Bedeutung. da es uns zwei Monate nach Anf-erstelning aN Staat und Nation ermöglicht wird, in die Gesellschaft der Staaten einzutreten. die, erneut durch soziale und piolitische Revolutionen, von der Genialität ihrer Führer beseelt und von der Zustimmung ihrer Völker getragen wer-den. Wir sind stolz, in dieser Vereinigung von Mächten mitziiv-i'-i-en, luichdem der Unabhängige Staat Kroatien bereits durch die Tat seiner Vufers'ehiüig sich t>ewtißt an die Seite iener Staaten gestellt hat, die die alten demokratisch-parlamentarfschen Syslenie verwerfen nnd mit nmfasseniJem Gerechtigkeitsire-fühl ihre hfihen politischen AtDanieli« wurden dein kroatischen Staatsführer von der Bevölkerung lierz-Üche Ovationen zuteil. An den Ufern des Catial Grande iiatten Formationen der faschistischen Verbände und der faschistischen Jngend Aufstellung genommen. Im Laufe des heutigen Vormittags trafen auch der japanisclie Botscliafter in Rom Jlorikiri sowie die in Rotn akkreditierten (iesandten Ungarns, Rnmiiniens, i:iulgariens und der Slowakei in der Lagunenstadt ein. In geschlossenem Zuge begaben sich zu Mittag die Abordnungen der zu dem Beitrittsakt eingetroffenen Mächte iiacli dem Dogenpalast, an der Spitze Rcichs-außenniinister von I^ibbeiitrop, Außenminister (iraf Ciano und der Staatstührer Kroatiens Dr. Ante Pavelic. in Begleitung des Reichsaußemninisters sali man die Gesandten von IBisniarciv, von Rin-telen. den deutschen Gesandten in Kroatien Kasche, den Leiter des Ministerbüros Gesandten Dr. Schmidt und den Leiter der Presseabteilung Gesandten -Dr. Schmidt. Der Zug bewegte sich durch ein Spalier von Schwarzliemden-Forniationen. I'jne vieltausendköpfige Menge bereitete den Vertretern der Mächte einen stürmischen. jubelnden Knipfang. In dem historisciien Senatorensaal nahmen sodann auf der Tribüne in der Mitte (iraf Ciano, rechts neben ihm Dr. Pavelic, der Marschall von Kroatien Kvaternik und der kroatische Aulienmi-nister Lorkovic, links neben dem Gastgeber Graf Ciano Reichsaußenminister von Ribbentrop, der japanische Botschafter Horikiri sowie die Gesandten Ungarn, Bulgariens, Rumäniens und der Slowakei Platz. Graf Ciano begrüßte in einer kurzen herzlichen Ansprache die Vertreter der Mächte, worauf das Protokoll über den Beitritt Kroatiens zum Dreimäditepa'kt verlesen wurde. Es folgte sodann der feierliche Akt der Unterzeichnung -der f^rolokolle durch die anwesenden Vertreter der Mächte. Danach erhob sich akt. Damit war der feierliche Beitritt Kroatiens zu dem neuen Ordnungshlock offiziell vollzogen. Bevollmächtigter des Reiclis-jugendführers Berlin, 15. Juni. ReichsjUKendführer Axmann Ist, wie NSK ineidct, wieder zur Wohrniacht ein-tlLTürkt und hat zu srinotn bevollmächtigten Vertreter den Stabsführer Hehnut Mockel ernannt. R o in, 15. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt! In der Nacht zum 14. hat die italienische Luftwaffe den Flottenstützpunkt Alexan-drla 'bomb'ardiert. In Nordafrika haben Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe zu wiederholten Malen die Befestigungen von Tobruk bombardiert. Es entstanden große Brände. Zwei Hurricane wurden über Tobruk abgeschossen. Der Feind unternahm Luftangriffe auf Bengasj und auf andere Ortschaften der Cyrenaika. Zwei englische Flugzeuge wurden von deutschen Jägern abgescliossen. Ein weiteres Flugzeug wurde von der italienischen Flak abgeschossen, der Flugzeugführer wurde gefangengenommen. Im Gebiet des Ägäischen Meeres warfen englische Flugzeuge Bomben auf die Insel Rhodos. In Ostafrika haben wir aiii Abend des, 10. Juni einen feindlichen Angriff am Baro-Fluß (Galla und Sidaino) abgewiesen. Das schlechte Wetter und der sehr schlechte Zustand der Verkehrswege hindern unsere und die feindlichen Bewegungen. Im Gebiet von Gondar be-, schränkte Tätigkeit der feindlichen Artil- ! lerie, die von unserer Artillerie bekämpft 1 wird. Im Mittelmeer hat ein italienisches j Unterseeboot ein Sunderland-Wasserflug-! zeug abgeschossen. Während der Kämpfe um Kreta hat, wie sich jetzt herausstellt, das unter dem Befehl von Korvettenkapitän Gustavo j Lovatelli stehende Unterseebot einen I feindlichen Flottenverband angegriffen , und mit zwei Torpedos einen Zerstörer j versenkt. Bomben auf Gibraltar Rom, 14. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum t3. Juni wurde die Festung Gibraltar bombardiert. — In Nordafrika haben italienische Kampfflugzeuge die Angriffe auf Tobruk fortgesetzt. Deutsche Flugzeuge haben einen feindlichen Flugstützpunkt erfolgreich angegriffen. In Ostafrika hat der Feind in dem im gestrigen W^ehrmachtsbericht gemeldeten Kampf um Dobra Tabor beträchtliche I Verluste erlitten und Waffen sowie Ge-1 fangene in unserer Hand gelassen. Gegen Englands Sfid- ond Oslknsle HAIFA ERNEUT VON DER DEUTSCHEN LUFTWAFFE ERFOLGREICH ANGEGRIFFEN 13 c r 1 i II, 14. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: »Die Luftwaffe bombardierte in der letzten Nacht Hafenanlagen in der Then\-semündung und an der britischen Süd-und Ostküste sowie zahlreiche Flugplätze vorwiegend in Ostengland. — In Luftkämpfen über der Nordsee und über dem Kanal wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen. Im Mittelmeerraum griffen Verbände der deutschen Luftwaffe die Hafenanlagen von Tobruk und Haifa wieder mit guter Wirkung an. Deutsche und italienische Batterien bekämpften erfolgreich britische Geschützstellungen im Festungsgeblet von Tobruk. Der Feind warf in der letzten Nachl an einigen Stellen in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung halte Verluste an Toten und Verletzlen. Militärischer oder welirwirt-sehaftlieher Schaden entstand nirgends. F-Iakartillerie schoß zwei der angreifen-tlen britischen Flugzeuge ab. Die Besatzung eines Aufklärungsflugzeuges, Oberleutnant Buden, Leutnant Möller, Unteroffizier Schlichting und Unteroffizier Kühne zeichneten sich durch vorbildliche Durchführung ihrer Aufg-iben besonders aus. Japans entschlossene Haltung TOKIO, WENN NÖTIG, AUCH ZUM KRIEG BEREIT R o m, 14. Juni. General Y a m a s h i t a, der Führer der japanischen Militärmission, die dieser Tage Italien verließ, erklärte bei einem zu Ehren der italienischen Militärbehörden gegebenen Abschiedsessen; Japan wird den Beweis seiner Kameradschaft geben, die es mit den Soldaten der Achse verbindet, sei es durch Fortsetzung seiner gegenwärtigen wachsamen und warnenden Tätigkeit gegen jedes feindliche Manöver in der ihm vom Dreimächtepakt anvertrauten Zone, sei es durch ein Eingreifen in den Krieg an der Seite der Achsenmächte, sofern dies als notwendig erachtet werde. Wie der Oberbefehlshaber der japanischen Seestreitkräfte in den chinesischen Gewässern, Admiral Schimada, bekanntgab, zieht sich der Hlockadering um China immer fester zusammen. Nach dieser Verlautbarung werden ab Montag mittemacht die Küstengewässer etwa htindert .Seemeilen nördlich und südlich von Swatow in der Provinz Kwan-tung einschließlich der Buchten von Hai-mun Hope, Chelhi Chaoan und Tongsang Hutau für die gesamte Schiffahrt gesperrt. Die auslän'dischen diplomatischen Vertreter sowie die Seezollbchörden sind durch den japanischen Generalkonsul von 'dieser Maßnahme in Kenntnis gesetzt worden. In unerschütterlicher Treue zum Dreierpakt T o k i 0, T5. Juni. In einem Konmientar zur Mussolini-Rede erklärt »Nitschi Nitschi«, Japan sei tiberzeugt, daß die feste Zuversicht Mussolinis in den gemeinsamen Sieg Deutschlands und Italiens und die FrrichtunK eines neuen Kuropa unbedingt verwirklicht werde. Churchill selbst habe die großen englischen Niederlagen auf Kreta und der Cyrenaika zugegeben. Japan hoffe, daß die Achse im Nahost-Feldzug | weiterhin so erfolgreich sein werde. [ Wie Matsuoka dem italienischen Volk i in Rom mitgeteilt habe, sei Japans Ent-' Schluß zur Mitarbeit bei der Schaffung der neuen Ordnung unerschütterlich. Ebenso treu wie Deutschland und Italien zum Dreierpakt stehen, halte auch Japan zum Pakt. Abschließend erklärt das Blatt: »Wir benutzen diese Gelegenheit, um nochmals zu ..betonen, daß Japan seine ganze Kraft zur Schaffung der Neuordnung im Osten und Westen im Sinne des Dreierpaktes einsetzen wird.« In Kairo verschwunden Vor dem Intelligence Service In Sicherheit gebracht Rom, 1'5. Juni. Der Bruder Raschid Ali el Kailauis, Geschäftsträger des Irak bei der ägyptischen Regierung, isSt, wie »Messaggero« über Beirut aus Kairo erfährt, aus der ägyptischen Hauptstadt verschwunden. )Er soll ,von Freunden vor einem Sciilag bewahrt worden sem, den der Intelli-gence Service gegen ihn yu führen be-aibsichtigte. Sein Verschwinden, so heißt es in der Meldung, habe in Kairo gtofien Eindruck' hervorgerufen, wo man nicht wisse, ob es ihm gelungen sei, zu entkommen oder aber von der britischen 'Pohzei veriraftet worden sei. Auf der Suche noch „Freunden" TätiTkeiteberloht des brittectoen Siaats-ra4es Genf, 16. Juni, »T'imes« bringt einen längeren Bericht f'tber eine Sitzung des britischen Staats-, rates, dem bekanntlich der englische Secret Service und ein großer Teil der britischen Ausiandsagitation unter$telit sind. In seiner Eröffnuiigsamsprache habe, so berichtet das Lortdoneii Blatt, der stellvertretende Vorsitisendft Lord' Ri-verdales u. a. bekanntgegeben,-der griechische General Metaxas habe kurz vor seinem Tode an den Staatsrat eine Botschaft gerichtet und darin gesagt, die Arbeiten des Staatsrates hätten in Griechenland »in hohem Maße zu der Entwicklung eines englandfreundlichen Geistes in der griechischen Bevölkerting beigetragen«. Nachdem RIverdales AgyiHen, die Türkei und Spanien als hervorrasende Aufgabengebiete In Europa bezeichnet hatte, fuhr er fort: Ganz besonders wichtig aber sei das südamerikanische Betätigungsfeld. Hier entwickle sich die Arbelt des britischen Staatsrates sehr > schnell. Im weiteren Verlanf der Sitzung et-griff, wie »Times« meldet, auch Lofd Snell das Wort und sagte if. a.: »Man wisse im Staatsrat, daß es viele Dljtxe in der Welt gebe, die man gern englischerseits »ändern und verbessern« möchte, doch seien das Dinge, an d^en Völker hängen, well sie für sJe wertvoll, tugendhaft und nützlich seien. Deshalb sei es eine der wichtigsten Aufgaben des britischen Staatsrates, die "Übrige Welt mit der Lebensweise, wie England sie liebe, vertraut zu machen.« Dieser Blick hinter die Kulissen der britischen Agitatiönsarbeit zeigt deutlich, daß die Schlagworte von »fünfter Kolonne« und »Naziagenten« von den englisdien »Weltverbesserern« so .•^erne in den Mund genommen werden, um dahinter skrupellos zu verstfchen, .die Völker den britischen Mamniongelüsien" gefügig zu machen, i • j Ein Amerikaner sieht London Der Wiederaufbau wird Jahrzehnte dauern N e w y o r k, 15. Juni. Der Korrespondent des USA-Nachrichtenbüros Associated Press Drerw Middle-ton, der kürzlich .von ehern ?,Aijierikaur-laub nach London zurückkehrte, schildert nun seine Eindrücke, die er jetzt in London sammeln konnte, folgendermaßen: In den letzten drei Monaten hätten sich die Zerstörungen in der tVritischen Hauptstadt verfünffacht. Im März sei es noch möglich gewesen, an fünf b|^ zehn Häuserblocks verüberzugehen, ohne einen Schaden zu bemerken. Heute lägen an Jeder Ecke gewaltige Schuttha:ufen. Oas Herz Londons sei schwer getroffen. Tausende hätten ihre Wohnung verloren, Tausende ihre Lebensweise ändern müssen. Lomlon habe, so fährt Middleton fort, jetzt einen gewaltigen Respekt vor der deutschen Luftwaffe, In Vollniondnächten wagten es nur wenige Menschen, in ihren eigenen Betten zu schlafen. ^ Ein großer Teil der Bevölkerung lebe 'buchstäblich unterirdisch. Die Wirkung der Ruinen in der britischen Hauptstadt auf Besucher, die nach wenigen Wochen wieder nach London kämen, sei schrecklich. Im letzten Winter habe man noch versucht, den Schutt wegzuräumen und die Fenster mit Pappe zu verschließen, letzt, so schließt Middleton seinen Bericht, würden Monate, vielleicht Jahre nötig sein, nur um die Schäden festzustellen. Der Wiederaufbau Londons aber würde Jahrzehnte dauern. „In ihren Leistungen noch Ubertroffen!" Ueorg der Flüchtige macht einen KniefaU Stockholm, 15. Juni. Der frühere Griechenkönig Georg, der sein Volk kaltblütig an die Engländer verriet, hat jetzt auf die »Botschaft« des Königs von England, in der die Opfcrutig auch der letzten Griechen verlangt wurde, eine Antwort erteilt; die mehr als bezeichnend für die Geisteshaltung ihres Verfassers ist. Es lieiüt laut Reuter darin; »Die großartige Tapferkeit der britischen Truppen M ar uns aHen bekannt. Im Verlaufe des Kampfes in Griechenland und der Endepisode au! Kreta haben sich Jedoch die Truppen Ihrer Majestät in iiiren Leistungen noch übertroffen. Diese Leistungen werden In goldenen Lettern ewig im Buche der Geschichte unserer Regierung stehen.« Der iammervolle Erguß schließt mit der üblichen Beteuerung der Entschlossenheit, den Kampf bis zum Siege fortzusetzen. »Leistungen in öriecheniand und Kreta noch ülxJrtroffen« — wie stoiz Ikönnen doch die »siegreiclicn« Rück-züglcr von Andahaws und Dünkireiten sein, ehi sofches Lob über ilir Verhalten bei der Fhicht aus dem letzten britischen Schlupfwinkel auf dein Kontinent gerade aus dem Munde des Mannes zu hören, der sein Volk feige im SticJi ließ und die griechischen Soldaten für eine schleciit > und verlorene Sache kämpfen und ver-bhiten liefi. Itfummer 1*37 i^Martiuiiger ZeHung« W. J«Äi Seile 3. Ehemalige Bundesgenossen als Gefangene Englands Brutalitäten g«gm framöiitch« MariMsoldatM — Weil sl« tich weigertM, g«g«n Ihr Vaterland zu kämpfen Madrid, 15. Juni. Die in Oraii erscheinenile Zeitutis »L'Echo de Orati« veröffentlicht einen Artilcel: »französische MarinesoWaten als Gefangene der Engländer«. Der Verfasser Stephan Lauzane erinnert daran, daß zu Be^htn des ^Vaffen-stillstandes 10.000 französische Marhie-offiziere und Soldaten, die sich in englisch^ Häfen befanden, in Konzentra-tlonsiaKern interniert wurden, weil sie sich weiserten, an Enelands S^e gexen ihr Vaterland zu kämpfen. Sie wurden zuerst in ein KonzenirathmslafEer nach Liverpool eebracht, wo sie ohnoMrgcnd-wetche SchutzroaBnahmen den deutschen FHegeranKriffen ausgesetzt waren. Dann brachte man sie in der ehemaligen Reitbahn von Aintree unter, wo sie schlechter behandelt wurden als Kriegsgefangene. Sie mußten auf bloßer Erde schlafen und sich Gräben zum Scfnitze gegen die deutschen Luftangriffe herstellen und erhielten weder Post nocii Zeitungen, noch sonst irgendweiche Nachrichten von der Außenwelt. Wenige Tage vor dem Zusammenbruch Frankreicbs waren sie noch von der britischen Admiralität mit allen Ehren empfangen worden. Dann aber erklärte dieselbe Behörde, sie habe keinerlei Ver-pftichtungen gegen Leute, die sich weigerten, für die Sache der Demokratie zu kämpfen. Mmi tue gut daran, so bemerkt Lau-zane. sich stets ni vergegenwärtigen, was England unter Demokratie verstehe. Im Namen der Demotcratie aber seien in England dfe Posten im Oberhaus sowie ein Teil der obersten militärischen Stellungen erblich. Im Namen der Demokratie aber lasse es seine ehemaligen Bundesgenossen und Waffenbrüder in Kon-zentratk)nsiagern verhungern und bombardiere dessen offene französische Städte und Krankenhäuser. In Syrien die militärische Lage unverändert B e i r u t, 15. Juni. Die militÄrische Lage in Syrien ist unverändert. Die von Är britischen Flotte unterstützten Angriffe gegen Saida wurden, wie schon gemeklet, zurückgeschla-gen, et)cnso Angreife gegen Sueida, das weiterhin in französischer Hand ist. Die cnßlischc Flotte beschießt läfjiicli die Kiistenlinic. Unter cIlmii Eindruck des Bombardements von Haifa und der schwierigen Lage der cnglischcn Truppen in Palästina haben sich weitere arabische Stämme den Franzosen angeschlossen. Feldzug „im Blitzkrieatemoo" (j e n f, 15. Juni. Der enf^lische Militärscliriftstellcr Hauptmann Liddei Hart befaßt sich in einem 1 längeren Aufsat/i in der »Daily Mail« niU i dem englischen Syrien-Feldzug und Klßt I dabei allerlei Besorgnisse laut werden. I Er setzt sich dafür ein, daß Syrien mit allergrößter Gescitwincttgkeit von defi Engändem besetzt werden soll, denn, so schreibt er, der politische Moment spiele hierbei eine große Rolle, er basiere aber auf dem militärischen. Die lange Reihe der deutschen Erfolge hat>e natürlich auch in Syrien tiefen Eindruck hinterlassen. Der französische Widerstand in Syrfcn müsse also, wolle man der dortigen R^ie-rung imponieren, in einem »Blitzkriegs-tempo« gebrochen werden. Wenn der englische Vormarsch auf Widerstand stoße, der stark genug sei, ihn aufzuhalten, »dann werde die Lage häßlich . . .« Das „schlaftrunkene" Ministerium G e n f, 15. Juni. Die Londoner »Daily Mail« wendet sieh mit größter Schärfe gegen das Flugzeug-beschalfungsininisteriuni, ilas bis zum 1. Mai unter der Leitung von Lord Bea-verbrook stand und für das jetzt Oberst Moore-Brabazon die Verantwortung trägt. »Wir haben tausendfältige Beweise«, erklärt das Blatt, »daß in diesetn Ministerium jede Initiativkraft fehlt. Es befindet sich vollständig in Schlafrunkenheit, was für viele Ämter Whitehalls typisch ist. Die Produktion nach modernen wissenschaftlichen Grundsätzen läßt außerordentlich zu wünschen übrig, obwohl wir bisher jeden Feldzug gegen die Deutschen durch den Mangel an Flugzeugen verloren haben.« Kurze Zeü: später fand das deriehter H. B i a 11 a s f Fünf eigllsche Torpedos gingen fehl DEUTSCHES VORPOSTENBOOT VERNICHTET IM KANAL ENGLISCHES SCHNELLBOOT PK. Auf befohlener Route marschiert eine Rotte deutscher Vorpostenbootc entlang der französischen Kanalfcüste. Die See ist bewegt und eine kräftige Brise weht. Aber das macht ihnen nichts, da muß es schoi) ganz anders komm'cii, wenn die seetüchtigen Boote und kampferfahrenen Besatzungen davon etwas sfjürcn sollen. Eine viel unangenehmere, ja ge-fährlich'e Sache droht, eine Nebelwand so dick wie Milchsuppe — breitet sich über dem Kanal aus. Immer neue und dichtere Wolkenbänke schieben eich vor und zwischen die Vor-postenboote, kein Land ist mehr zu sehen. Alles ist nur eine weißicucmtende Wand, Nebel, nichts als Nebel! Er verbirgt alle Ansteuerungspunkte und sonstigen Markierungspunkte. Auch die Heulbojen der Töne verschluckt er ebenso wie die dumpfen Laute der Damipfpfeifen, mit denen die Boote Verbindung aufzunehmen suchen, als jetzt plötzlich die Verl)indung abreißt. Das Führerboot'verschwindet in eine Nebellbank, die so undurchdringlich wie Watte ist. Sogar die Blinksignale kommen nicht mehr durch. In gefährlichem Fahrwasser Nun ist das zweite Boot, der Rotten-knecht, ail'>gehängt und muß seinen Weg ständig suchen. Vorsichtig tastet er sicli voran. Der Kommandant läßt die Fahrt vermindern und schließlich ganz stoppen, um nicht irgendwo an- oder aufzulaufen. Die Ausguckposten starren in die grelle Weite und sehen sich fast die Augen aus, aber ihre Wachsamkeit läßt nicht nach. Sie wissen alle, hier nahe der englbchen Küste ist das Fahrwasser gefährlich. Schatten tauchen auf... Da! Was ist das? Backbord achteraus tauchen eins, zwei, drei Schatten auf. Kaum, daß man sich sehen kann. Freund oder Feind? Entschluß und Tat müssen in dieser Situation eins sein. Der Kommandant läßt im Augenblick Erk'ennungssig-nal schießen. Als Antwort aber, ja zu gleicher Zeit, rattert von dort MG-Feuer, Der Feind ist schon erkannt. Drei engli-,sche Schnellboote, mit rascher Fahrt anlaufend. Der geschulte Bliak des Kom-mandanlon irrt sich keine Sekunde. Auf dem Vorposlenboot sind alle WiaTfcn klar. Auf der Hack ist sogar gerade GescWitz exerzieren. Alarm, Feuerbefehl und di^ erste folgt schlagartig. Schon donnert das Ge«chülz und hämmern die Maschin-L'ngewehre. Pausenlos folgen die Salven und liegen dcdarji's wird jedocli nichts nrjhr. Die l>bciTa«chun4i; bei den Tomniies: ein wohl- durchdachter Angriff ist schon /crsprcngt. Da kommt der erste Torpedo. Deiif' eli sehen sie die Blasbahn auf ihr Boot zukommen. Hier aber ist alles auf dem Posten. Präzise arbeiten Maschine und Ruder. Das Vorpostcnbout dr-dM hart back-bord mit äußerster Kraft auf den Geg'ier zu. Der erste Torpedo geht vorbei. Schon kommt vom zweiten Sehnellboot der nächste Torpedo. Auch ihm wird mit gleich glänzendem Manöver begegnet. Ein Zurückweichen gibt es nicht iTir dieses Vorpostenboot. Es hält kühn auf jeden neuen Gegner drauflos und überschüttet ihn mit einem Hagel von Geschossen. Die Männer an den Waffen arbeiten wie rasend, trotzdem aber kaltblütig wie beim Exerzieren. Eine solche Abwehr hätte der Feind wohl nicht erwartet. Wer irgendwie kann, hilft nüt. Aus dem Maschinenraum kommen Kameraden, rennen umher und schleppen Munition. Eine riesige Detonation Ein dritter und vierter Torpedo werden abgeschos.^en. Geschickt weicht da--Boot immer aus, plötzlich ertönt auf einem Schnellboot eine riesige Detonation. E« ist verschwunden. Nur noch wirbelnde Teile erfüllen die Luft. Der Tommy h;it einen Volltreffer bekommen und ist in Atome zerplatzt. So gewaltig ist der Druck der Detonation, d/iß er las. die Soldaten auf dem Vorpostenboot umwirft. »Ich dachte schon, wir fallen von der Brückc41 Sollum und Captiz/o. D;=' s, hnelle Eroberung dieser lieiilen für di«.' Opera tionen des Afrikakorps wiclitie.'n Punk.-ist nur iler energischen und iniisiclitigop Führung des Oberstleiitn.ints Knahe /-i verdanken. Die folgonileii Abwehrkänipf -gestaltete er ilurch angriffsweises Vor gehen zu einem vollen r.rfidg iler -letii sehen Wallen, .-\l\gesehen von -^e.neri persönlichen auRerordentlichen l.iiisat ■■ und si'iner Tapferkeit hat er rti: der rkU-tigen Erkenntnis der (lesamtlaje h-rr.ii mit alUii Mitteln d-'n \'orst(-ß auf S.iilun beschleunigt dnrch;u'füh'-t. di ii n -t 'i die wiederhnitcii Angriffe d'-T rnL'''iiu' üvhalten inul dadurcii die • n - anitl !-■■ di-Korps sehr eii.1^t•'J 'leeinHufM. Die SchriftSi^ftMnc; der „!51lorJ>urner 3fitunö" ist ab 17 Uhr nur auf Fernruf Nu mm er König Tomislav der ehemalige Herzog von Spuletn. hpsuclito 'iiee in der Uni\i !- \'t'r\\ uu'ii'li .St i'|.it-- n iUt it;diemsi Iu'h \r it.ilsstadi in Kern Seite 4. »Marburger Zeitung« 16. Juni 1941 Nummer 137 WIRTSCHAFT Die künftige Altersversorgung Dr. Ley lext ihr© (irundsätzc dar In der Zeitsdiriit »Der Vicrjaliresplan« vom 15. Juni stellt Dr. Ley eine Reihe von jjrundsätzlicheii BetraclitunKcii zur zukünitiKCii Alterjsver.soriiunj>c des deut-Nchen Volkes an. mit deren Ausarbeitung iiin der Führer im Februar vori^ren Jahres beauftragt liat. In diesem Aufsatz des RcichsorKanisationsleiters heiUt es u. a.: Die kammende, alle Schaffenden umfassende Alters- und Beschädigtcnver-^orguns ist ein wichtiger Bestandteil der iieueii Suzialverfassung und wird eine wirklich ausreichende und großzügige soziale Sicherung der Schaffenden verbürgen. Diese Altersversorgung ist keine Reform oder bloße Erweiterung der bisher auf diesem Gebiete bestehenden Institutionen. ^ sondern eine Neuschöpfung aus dem üeiste der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Jeder Schaffende hat das Recht, auf die Leistungen der Kameradschaft zurückzugreifen: er kann aber nicht ver-langcfi. daß diese Leistungen in allen Italien der Summe seiner eigenen »Beiträge« entsprechen. Demzufolge ist für die »Beitragspflicht« grundsätzlich das Leistungsvermögen des einzelnen und nicht die zu erwartende Versorgungsleistung ausschlaggebend. Eine HoticitsaufKabe des Reicliiis Die Versorgung der alten und beschädigten Volksgenossen ist eine fioheits-aufgabe des Reiches, der Versorgungsaufwand ein Posten des allgemeinen Reichshaushalts, der wie alle anderen Staatsaufgaben aus dem allgemeinen Steueraufkonnnen zu bestreiten ist, zu dem jeder nach seinem Leistungsvermögen beiträgt. Jeder Schaffende muß die Hewißheit haben, daß — komme es, wie CS wolle — die Volksgemeinschaft ihm das Nötigste sichert, wenn er seine Pflicht dieser Gemeinschaft gegenüber erfüllt hat. Vor Not schützen heißt aber nicht die Faulheit fördern. Jeder Volksgenosse, der seine Pflicht tut, hat in gleicher Weise Anspruch auf eine soziale Sicherung. Diese kann aber nicht so bemessen sein, daU sie die persönliche Ver-antwortuiig für das eigene Schicksal und den Willen zur Leistungssteigerung überflüssig macht. Die aus der Versorgung fließenden Leistungen dürfen stets nur so bemessen sein, daß sie eine persönliche Vorsorge nicht nur nicht überflüssig, sondern sogar in gesteigertem Grade erstrebenswert erscheinen lassen. Die Versorgung wird hoch genug sein, um ieden Volksgenossen, gleichgültig, welchem Schicksal er unterworfen war. vor einem ungerechten Absinken seijies erarbeiteten Lebensiiix'caus zu schützen. Die Versorgung wird unter keinen Umständen ein arbeits- und müheloses Finkonnnen begründen. Fs ist kfar, daß die soziale Sicherufig in jedem Falle ein gewisses Mininunn erreichen nniß, auf der anderen Seite aber nach oben den Rahmen der für die Masse der Volks- genossen typischen Lebenshaltung nicht überschreitet, da die Sicherung von darüber hinausgehenden Lebensansprüchen keine elementare sozialpolitische Aufgabe mehr ist Arbeit «elit vor Versorgitnjs Fs gilt für das Leistungssysteni als oberster Grundsatz, daß Arbeit vor Versorgung geht. Die Alten werden vor die freie Wahl gestellt, sich entweder zur Ruhe zu setzen und die volle Versorgung in Anspruch zu nehmen oder weiter beruflich tätig zu sein, in welchem Falle die hierfür vorgesehene Versorgungslei-stung eine Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft und zugleich einen Ausgleich für eine unter Umständen eintretende, biologisch bedingte Verdienstminclerung darstellt, die den Weiterarbeitenden besser stellt, als wenn auf weitere Be-nifs(iiti$rkcit verzichtet wird. Die ßeschädlgtenversorKung ist in erster Linie ein Problem des Arbeitseinsatzes, Den Beschädigten müssen bevorzugt solche Arbeitsplätze zugewiesen werden, an denen sie trotz ihrer Schäden Nützliches leisten können. Kraß ausgedrückt darf eine Beschädigung oder vorzeitige Arbeitsunfähigkeit nicht zu einem »Glücksfall« insofern werden, als auf diese Weise ein müheloses Einkommen erzielt werden kann. \\''em ein geeigneter ArbeitS'Platz nicht nachgewiesen oder eine Berufsausübung nach der Art seiner Beschädigung nicht zngenmtct werden kann, erhält selbstverständlich -die volle Beschädigtenversorgung, die im Grundsatz der vollen Altersversorgung gleicht. Bei geminderter Arbeitseinsatzfähigkeit wird die Verdienstverminderung des Beschädigten durch die Versorgung ausgeglichen. Efir^nsold Eine grundlegende Besonderheit des Versorgungswerkes stellt der Ehrensold dar, der unabhängig von sonstigen Versorgungsleistungen usw. jenen gewährt wird, die bei aktivem Einsatz ihrer Person im Dienst oder Beruf — nicht durch passives, wenn auch vielleicht tragisches Schicksal — zu Schaden gekommen sind. Es ist die Abtragung einer Dankesschuld der Gemeinschaft vor allem an die Kriegsbeschädigten, die Opfer der Arbeit und die Volksgenossen, die sonst im öffentlichen hiteresse Beschädigungen erlitten haben. Die FaniilicnversorRunK soll die Hinterbliebenen vor Not schützen, jedoch steht bei der Witwenversorgung der Arbeitseinsatz ebenfalls im Vordergrund. Die junge kinderlose Witwe ist sichergestellt, wenn »hr ein ausreichender Arbeitsplatz vermittelt wird. Mütter kleiner Kinder, ältere oder arbeitseinsatzunfähige Witwen kommen dagegen ohne weiteres in den Genuß der Versorgung, die im übrigen ähnlich wie die Altersversorgung gestaltet ist. — Wie die Kriegsbeschädigten eine bevorzugte Behandhing erfahren, so gelten auch für die Kriegerwitwen vom allgemeinen abweichende Bestimmungen. Die Waisenversorgung wird unabhängig vom Versorgungsanspruch der Witwe gewährt. Kinderreiciie Mütter Besondere Berücksichtigung in einem nationalsozialistischen Versorgungshilfswerk müssen auch die kinderreichen Mütter finden; die hierfür vorgesehene Leistung schließt sich an die vordem I'K.-Habcdank-Wcitbild (M). Der Oberbefelilsliaber des Heeres auf BesiehtiKiinKSiahrt (jci.cralfcUlmarsclK'ill von Braiichitsch, der iii elircio Tage zw 'rruppcnbesiichcii in dfn bc-set/ten Westgcbietcii weilte, im Gespräch mit einem Gefreiten, der sich bei den Westkämpfen besonders ausgezeichnet hat durch Steuerermäßigung, Kinderbeihilfen und Waisenversorguti? gewährte Unterstützung der Gemeinschaft au. Die erhöhte Sicherheit, die dem einzelnen Volksgenossen zuwächst, wird sicji für das Volksganze in jeder Hinsicht in erhöhten Leistungen auswirken. Das Versorgungswerk wird so im wirtschaftlichen Bereich zu einer Leistungssteigerung und im politischen zu erhöhtem Be^ hauptungswillen des deutschen Volkes führen. Der gefestigte soiziale Friede und die soziale Sicherung der Schaffenden sind das Unterpfand für die Bewahrung und Stärkung der politischen Macht und Größe des Reichcs. X Europäisclie Zuclterr üben-Anbaufläche 3,24 Mill. ha. Die Zuckerrüben-Anbaufläche Europas einschl. Sowjetrußland entspricht nach den dem internationalen landwirtschaftlichen Institut in Rom übermitteten amtlichen und privaten Angabe^ mit 3,24 Mill, ha ungefähr der Anbaufläche des Vorjahres. X Agramer Herbstmesse 1941. Da die Durchführung der Agramer Frlihjahrs-messe, die vom 26. April bis 5. Mai 1941 geplant war, wegen der kriegerischen Ereignisse aulgegeben werden mußte, hat die Messeleitung nunmehr die Vorarbeiten für die 35. Internationale Allgemeine Herbstmesse in Angriff genommen. Si«i findet vom 13. bis 22. September 194 statt, also zwei Wochen später als ursprünglich festgesetzt. Die Messeleitun;; steht bereis mit d'en kroatischen und ausländischen Behörden In Verhandlungen, so daß mit der Gewährung der üblichen Vergünstiigungen für die ausländischen Aussteller und Besucher wohl zu rcchncMi ist. X Ver8tärl(ter Flachs- und Erbsenan-bau in Holland. Die holländische Landwirtschaft hat sich in die europäische Ernährungsfront eingeordnet. Sie hat bereits zu einem erheblichen Teil die Umwandlung von Grünland in Ackerflächen vorgenommen und diese mit Sommerfrüchten bestellt. Obwohl zuzeit noch keine genauen Zahlen über das Ausmaß der Kulturarten und Antoauverschiebun-gen vorliegen, schein u, a. eine beträchtliche Ausdehnung des Flachs- und Erbsenanbaues erfolgt zu sein. Das trifft vor allem für das der See abgerungene 22.000 ha umfassende Wieringer Meer zu, in dem besonders der Anbau von Speiseerbsen gegenüber dem Vorjahr gesteigert worden ist. Auch der Flachsbau ist hier erweitert worden. Die Flachsund Erbsenflächen weisen im ganzen Wieringermeergebiet einen ausgezeichneten unkrautfreien Stand auf. X Die Welt-Kunstseideproduiiticn. Das Textile Economics Bureau (Newyork) beziffert die WeHerzeugung von Kunstseide im letzten Jahre auf 1144 Mill. (1145) Mill. Ibs, Die We^^erzeugung von Zellwolle wird für das verg-angene Jahr auf 1236,9 (1082,0) Mill. ilbs geschätzt. — Der Anteil Deutschlands, Italiens und Japans an der Wellerzeugung von Kunstseide stieg von 45 auf 51 Prozent und an Zellwolle von 87 auf 89 Prozent. Der Bericht schildert die wachsende Kontrolle Deutschlands über die europäjsche Kunstseideproduktion, welche zunehmend den europäischen Markt von der Notwendigkeit einer Einfuhr von Wolle und Baumwolle befreit. Die schwarzen Pferde Roman von Tar|ei Vesaas (19. Forlselziing) K.iell zieht sie mit sich fort in eine Ecke und fragt so, daß Multers Lächeln mit einem Schlag verschwindet. Ist es schlimm, den \'atcr nicht gern zu haben?« Lisle findet darauf nicht gleich eine Antwort. >Wer tut dcmi das nicht?« fragt sie mit unsicherer Stimme. »Ich«, flüstert er. Das kann man nicht laut sagen. Jetzt sprichst du Unsinn«, sagt die Mutter zitternd, »Überleg dir's bis mor-v.cn. dann meinst du es sicherlich nicht iiielir. Hörst du. Kjell?« Kicll schüttelt den Kopf. Warum ist deim Vater böse auf mich, w enn ich ihm nie ein bißchen was getan habe.- Überleg es dir bis morgen!« Aber Leiv und Viv bckonnnen immer alkvs!' ruft Kicll, die Mutter unterbre-f'iind. und vergißt, daß er leisj spre-ch-'M muß. wenn die im Nebenzimmer es nicht hören sollen. Die Mutter nimmt ihn schnell und ilriickt Hill mit dem (iesicht an sich, daß ■ r iHolits nii'hr k.imi.führt ihn so zur Tüie, Kjell darf k\ ;iii--'Ii nl>:ht ''-'heu. wie iie mit bicli selbst kämpH. Draußen im Flur läßt sie ihn los. .»Man darf nicht so schreien.« »Ja, aber es ist wahr, Mutter!« vl~)u bekommst ja auch vom Vater. Kjell. nicht?« »Ist es so schlinmi, den Vater nicht —?« »Schscht, schscht, du hast den Vater gern.« Die beiden seilen einander in die Augen. dann weicht die Mutter mit den ihren aus. Setz dich da hin, K'iell!« Jemand ruft von drinnen: »Lisle!« Ambros' Stimme. Es ist wohl um Pragers Kaffee. Sie eilt hinein, nachdem sie Kjell lange und zärtlich übers Haar gestrichen hat. Aber Kjell ist außer sich. Viv hatte ihm den Rücken gekehrt und die IVlnt-ter will ihm auch nicht antworten; diese beiden einzigen, denen er sich anzuvertrauen wagte, wollen nichts von ihm wissen. Und da trifft er den Entschluß, daß er es hier nicht mehr aushiilt. Er will von Förnes fort. Er setzt den Gedanken sogleich in die Tat um. Geht, wie er liegt und steht, barfüßig und ohne Mütze, fort von Mutter und Malib und Viv und allem, würde sie nie mehr wiedersehen auch den Vater nie n\elir. Man hält sich am besten im die gros-en ^trallen. wenn man in die Welt hin-aiis/ielu K.ioll tut e-. er reht gegiMi Norneü zu. Die Straße ist weich vor heißem, lockerem Staub, labb, labb! macht CS, wenn man mit den bloßen Füßen dareintappt — und die Zehen hinterlassen komische Zeichen. Auf halbem Wege bleibt Kjell stehen und blickt auf das Heim seiner Kindheit zurück. Nein, dann geht er wieder weiter. Die Straße ist heute menschenleer, alles ist auf dem Feld, und Fuhrwerk ist keines unterwegs. Kjell kommt nach Nor-nes, aber weder Henrik noch Frida sind da, und auf dem Hof ist sicherlich kein Mensch. Die Svehisonleute sind irgendwo auf Förnes drüben. Niemand ruft Kjell an, er geht vorbei. Neuem und Besserem entgegen. Die Hände hält er noch immer fest entschlossen geballt. . Ein paar Stunden später fragt jemand nach Kjell. »W^o ist Kjell?« fragt dieser oder jener. Ja. dann erinnern sie sich, daß sie ihn nicht gesehen haben. Wo ist Kjell? Er ist nicht bei Sveinson. Falte Sveinson ist soeben zu Hause gewesen. Kjell ist nicht dort. Dann wird gesucht und gerufen. Mutter und Viv und Inger fiel es ein, wie mitgenommen er ausgesehen hatte. Die zwei ersteren bekommen Angst, sie wissen, was ihn bedrückt hat. Zuerst denken sie an den Fluß, ob er da hinaus war. Viv läuft hinunter, das Ufer entlang. Da darf niemand sein. Ist (»uch niemand. Mabh geht auiMi liermii. und sif is; die erste, di(' unten beim Stall um* die Si)n-ren auf der SlraUe aufmerksam wird. Sie kennt diese Fußtapfen, trabt zu Inger in die Küche und erzählt stolz: »Jetzt habe ich seine Zehen gefunden!« Also ist er doch auf Nornes. Viv rennt davon, um ihn zu holen. Aber die Zehen laufen vorbei, die graue, gewundene Landstraße weiter. Dann kehrt Viv um, erzählt und spannt Kane ein. Leiv fährt mit Sankerib. Ambros kommt, sein Gesicht ist ein wenig anders als s^st, und sagt, daß er fahren werde. »Ich glaube, ich werde lieber fahren«, sagt Viv, daß es dem Vater einen Stich gibt. Vielleicht hat er gehört, was Kjell heute nbenan herausschrie. Aber er fragt nicht, sondern geht hinein zu Prager. Jetzt ist Kaue auf den Beinen. Der Gute macht große Schritte, viele von den Labb-Labb-Schritten gehen auf je-» den einzelnen von den seinen. Ah und zu hält Viv ihn an, um die Straße abzusuchen. Jawohl, die Zehen sind da. Immer weiter fort auf der freien Straße. Kjell ist davongelaufen. Viv denkt, jetzt finde ich ihn da hinter dieser Biegung und jetzt hinter jener. Aber immer sind es nur die Spuren. Zu beideii Seiten der Straße ist Wald und Berg, von denen Wegabzweigungen zu den H()fen führen, die näher am Flusse liegen. Viv gehen diese armseligen Spuren, Kii'll . /rliLMi. zu Herzen, und Kand rennt. Wie es ihn freut! Nummer 137 »Mait)UT^;er iTelfunf?« 16. Juni 1941 AUS STADT UND LAND INIilllllllM1lllillllllllllllllllllllltlMIII|||||||||]||{||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||H|||||||||||||||||t||||||||)||||||)||||||)t|)|||||||||f|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||fllllllllllllllllllllllll^ Die Aofgaben der WehrmaHnscIiattsnihrer BuiK}«sftihr«r Stelndl »prach zu den f ührern der Wehnmmnscluilt Jm Steftrlscheii Heimatbund Im Rahmen einer Tagung vier F-Dhrer der Wehrmannscliaften des Steirisohcn Heimatbtndes auf :1er F!.ihrf:rschnle der Wchrmannschaften in Rohitsch-Sauer-brunn sprach Bundesführer S t e i n d 1 in grundlegenden Ausführungen zu den iintersteirischen Führern. Er umriß in großen Zügen das Feld dor politischen Aufgabe, die den Führern in der weltanschaulichen und wehrhaften Erziehung der Wehrmannschaften erwachsen, und stellte den Begriff des politischen Auftrags, der durch jeden einzelnen zur Erfüllung streben muß, in den Mittelpunkt seiner Forderungen. Der Befehl des Führers an den Gauleiter »Machen Sie mir dieses Land deutsch!« sei, wie Bundesführer Steindl hervorhob, das Symbol der Arbeit, die hier _im besonderen Maße von den Wehrmannschaftsführern — zu leisten sei. Im weiteren Verlauf seiner Rede an die versammelten Führer skizzierte Bunde:^- führer Steindl den gewaltigen Arbeitsplan, der zur Erfüllung des Führerauftra-ges verwirklicht werden muß, und klärte grundsätzliche Fragen der Durchführuni;. Mit der Aufforderung an die Männer, sich — im Bewußtsein der Last der Aufnj.'.jen und damit der Verantwortung, die sie mit ihrer Berufung übernoirimen hab'^n _ mit allen Kräften für das große V/erk, das hier erstehen soll, einzusetzen, schloß Bundesführer Steindl seine Ausführungen. Im weiteren Verlauf der T;'.^'unf» fand eine interne Führerbesprechung und eine Besichtigung der Führerschule, ihrer Em-nchtungen und des laufenden Lehrcan-ges durch den Bundesführer statt, ölrer üie Schule selbst, die nach Lage, Ausgiv staltung und baulicher Zweckmäßigkeit als die schönste des gesamten Großdeui-schen Reiches bezeichnet werden muß, werden wir in den nächsten Tagen ausführlich berichten. Arbeilsnaiden im befreiten Hnferland Eilebnisrelche Fahrt durch Städte und Dörfer Nun sind wir wieder /m unserer täglichen Arbeit zurückgekehrt, wir vierzig Arbeitsmaiden und Führe rinnen, und die h'ahrt in die Untersteiermark Hegt als ein sechzehn Arbeitsniaiden in den hallen, schönen Tanzkleidefn, um zwei beschwingte Tänize zu zeigen. Das Mür-chenspiel »Die goldene Qans« beschloß. großes Erlebnis hinter uns. Wir haben den Abend. Noch nie hatten wir so nette es in den Berichten der »Marburger Zei. und begeisterte Zuschauer und Zuhörer, und wir glaubten, die Friedauer seien ganz besonders aufgeschlossen. Aber tung« gelesen, daß wir den Menschen, bei denen wir waren, Freude bringen konnten. Aber die Dankbarkeit, die wir dabei ■ empfinden, wenn wir an die schönen | Tage zurückdenken, ist sicher noch grö-! Her — und darum soll dieser Bericht ein Dank sein und allen sagen, daß wir die i Stunden mit ihnen nicht vergessen wer-' den. In Friedau ^ In München, der Hauptstadt der Be- Wie schön war schon der Beginn der I wcgung, trafen am Donnerstag abend 80 Fahrt! In Friedau erwarteten uns unsere i Sänger aus den befreiten deutschen Städ- dann erlebten wir denselben Beifall und dieselbe Gastfreundschaft auch in allen anderen Orten. Morgeofeittr in Pettau Am anderen Morgen empfingen uns Jungmädel am Marktplatz in Pettau und überreichten uns Rosen zur Begrüßung. Wieder wurden wir in unsere Quartiere geleitet, um uns dann zur Morgenfeier im »Deutschen Maus« zu versammeln. Diese Feierstunde galt den deutschen Müttern, und die Ergriffenheit der vielen Menschen im Saal sagte uns. daß die Worte so verstanden worden waren, wie wir sie gemeint hatten. Der Politische Kommissar von Pettau-Land, Pg. Bauer, fand in seiner Ansprache schöne Worte für die Bedeutung der Mutter für die Zukunft unseres Volkes und für den weihlichen Reichsarbeitsdienst, der die Aufgabe hat, die Maiden zu solchen Müttern uikl Frauen zu erziehen. Froher Naohmlttax in St. Veit Der Nachmittag brachte uns etwas besonders Schönes. Wir fuhren nach St. Veit bei Pettau, einem kleinen Dorf, in dem außer dem Lehrer und dem Bürgermeister kein Mensch deutsch sprechen kann. Zuerst war es uns ein großes Rätsel, wie wir uns verständigen würden, denn wir konnten ja kein Wort slowenisch. Aber lustige Spiele, Tanzen und die Zieharmonika ließen uns bald zueinander finden, und als wir nach zwei Stunden Abschied nahmen, da winkten uns die Burschen und Mädel, die Männer imd Frauen noch lange nach, und ihre frohen Gesichter sagten uns besser als viele Worte, daß ihnen dieser Nachmittag Freude gemacht hatte. Am Abend erzählten, tanzten, sangen. Gastgeberinnen am Autobus, um uns in die Quartiere zu führen: wir fühlten uns ffleich ganz heimisch. Nach dem Abendessen durften wir uns Dr. Brodars herrlichen Rosengarten ansehen. Dann mußten wir aber an unseren »Frohen Abend« denken, zu dem wir die Friedauer eingeladen hatten. Als uns der Ortsgruppenführer des Steirischen lieimatbundes begrüßte, hörten wir, daß es nach 23 Jahren die erste deutsche Veranstaltung sei. die wir hier durchführen durften. Wenn j der Untersteirer in der Haupstadt gleich-noch ein Ansporn notwendig gewesen sain ein Symbol, da München es war, wo wäre — dtese Worte hätten uns zum der völkische Oedanke emporwuchs. Ein besten Einsatz begeistert. Und nun be gannen wir. Unsere Lieder umrahmten Erzählungen der Kameradinnen von der Arbeit beim Bauern, der Ernte und vom Leben im Lager; der FHm »Arbeitsmaiden helfen« vertiefte den Eindruck. Unsere Musi-k si>ielte, und dann kamen iiiniiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiifiitiiiiiiiiiHiNiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMinHiiiiNiiiiiiiNniiiHiiiuiiHiiiiHiHiimiimiHiniiiiiiuiiiHiiHiimiiiiHi Unsere Sänger in München Oberafus herziicher Empfang in der Hauptstadt der Bewegung die untersteifischen Sänger, überglücklich über die Befreiung ihrer Heimat, bewegten Herzens für diese Einladung in der Hauptstadt der Bewegung dankten, die sie als Anerkennung für ihre kulturelle Arbelt und für ihren Kampf um die Erhaltung ihres deutschen Volkstums empfänden. Unendlich groß sei ihr Dankgefühl für den Führer, der die Befreiung ins Werk setzte. Ihren Dank durch Leistungen zu beweisen, soll die erste Aufgabe der Untersteiermark sein. freitag nachmittag sangen die Untersteirer im Kolosseum als Zeichen des Dankes für die Wehrmacht, vor allem für die Verwundeten. Samstag und Sonntag veranstalteten sie im Löwenbräukellcr südsteirif!che Unterhaltungsabende, bei denen die Spielgruppe der in München befindlichen steirischen Umsiedler Volkstänze und Volkslieder zum Besten gab. Am Montag erfolgt, die Rückreise der unterstefc-ischen Sänglr in ihre Heimat. ten der Unterstelermark, Cilli, Marburg und Pettau, ein. Die Gäste wurden in Vertretung des verhinderten Oau-verbandsleiters des VDA Qauamtsleiter Dr. Müller von Referent A r n t z auf das henlichste begrüßt und wjltkommen geheißen. Parte'rgenosse Amtz betonte in seiner Ansprache,, daß die Steiermärker die ersten waren, die im Voikstumkampf um die Erhaltung Ihres Deutschtums gestanden hätten. So sei jetzt der Besuch Repräsentant dieses Ringens sei der Träger der Blutsfahne, Rat^err Griinminger, der ebenfalls zur Begrüßung der Gäste erschienen war. Der Führer der Untersteirer, Dr. Kieser aus Marburg, erwiderte die Begrü-ßungsworte mit de;- Versicherung, daß StadUheatet JiwAwtq. (»Die vier Gesellen«) Emc Reihe bester Lustspiele — »Himmel auf Erden«, »Der goldene Kranz«, »Ultimo« usw. — haben Jochen Huth zu einem der bekanntesten und beliebtesten Autoren gemacht. »Die vier Gesellen«, die erfolgreich über alle deutschen Bühnen wandern und überdies verfilmt wurden, fanden nun auch mit dem Steirischen Landestheater Graz den Weg zu uns. Dem launigen Werk liegt die Idee zugrunde, daß für eine Frau, die Liebe und Herz vollkommen ausschalten und unabhängig voin Mann ihr Leben aufbauen will, dies einen Kampf bedeutet, der — als der Natur widerstrebend — vom Beginn an das Fiasko in sich trägt. Viel gesunder Sinn liegt in dem Stück, dem das für jedes gute Lustspiel unerläßliche Element der Rührung diskret beigemischt ist. Die vier Ciesellen sind weiblichen Geschlechtes. Vier Mädel von heute, die als ausgebildete Kunstgewerblerlnnen ein Atelier für Reklameentwürfe gründen und über alles den Schwur zu gemeinsamer Arbeit stellen: »Geschäftsinteresse geht vor Privatinteresse, wir sind vier!« Je nach 'hrer von einander sehr verschiedenen Individualität wer-di^n die vier OesclU'n \nit mehr oder weniger Hetiirnimgen falineiiflüchtig. Drei (•nter ihnen enldeckoii ihr Herz und fin- den den Mann fürs Leben, während die vierte, Franzif)ka Ellem, durch hohe künstlerische Begabung zu selbständiger Stellung gelangt. Unter der Inszenierung von Dr. Oskar V. Xylander wurde mit Tempo und Humor gespielt. Pointen wurden kräftig unterstrichen, witzige Aussprüche flott hingeworfen, zur Erhöhung der Heiterkeit, die dem Werk schon an sich innewohnt. In feiner Schattierung wurde Marianne Krug, die ideenreiche Gründerin des Unternehmens. von Lisekjtte Hoff mann dargestellt: jedes Privat- und Herzens-interesse streng ablehnend, nur der Arbeit lebend, steht sie zuletzt von den Freundinnen verlassen da. Immer schwerer wird ihr der Kampf gegen den Mann ihres Herzens, mit dem sie nur geschäftliche Verbindungen aufrechterhält. Und endlich sucht auch sie in der Liebe und Ehe ihr Glück — wenn auch gelegentliches »Sookenstopfen« dazu gehört! — Mit viel Frohsinn, Energie und leichtem Spott gestaltete Gerda Bundesmann die für ihre Arbeit ehrlich begeisterte Franziska, die gottbegnadete Kilnstlerin. Gefühlvoll spielte Helga Loos den »guten Hausgeist« Käthe, die über alle Herzensneigung hinweg ihrem Schwur treu bleiben will und darüber beinahe ihr Lebensglück verliert. Lotte, die vierte im Runde, die. sehr praktisch denkend, dem gemeinsamen Streben am raschesten untreu wird, wurde von Edith Raab klar und sicher gezeichnet. Oerniaine R u- movi schuf eine in Mimik und Bewegung köstlich charakterisierte Sekretä-rin. Allen Stimmungen von Spott, Ärger, geschäftlicher Sachlichkeit und jäh her- j vorbrechendem Gefühl gerecht werdend, gab Herbert K ö c h 1 i n g den Stefan Kohlund, Mariannes Gegenspieler. Oskar v. X y 1 a n d e r war ein Professor Lange, der,'erfüllt von echter Herzenswärme und gütigem Humor, an Kan*pf und Not seiner einstigen Schülerinnen stets aufrichtigem Anteil nimmt. Von besonderer Wirkung seine Art, bei sparsamstem Dialog herzlichen Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Der ältliche Regierungsrat Hintzc wurde von Walter S i m m e r 1 prächtig dargestellt: ein verstaubter Büro- und Aktenmensch, schüchtern und umständlich, den eine späte Liebe noch unbeholfener macht. Voll Komik der Martin Bachmann des Heinz L i e f e r s , dessen ausgezeichnet gespieltes Phlegma größte Lacherfolge buchte. Durch den Bühnenbildner Karl Brousek fand das Reich der »Vier Oesellen« seine sinngemäße Gestaltung. Mit dieser Aufführung voll sprühender Laune schenkte uns das Steirische Landestheater angenehme Stunden der Entspannung. Der dankbare Beifall der Besucher war in reichstem Maße verdient Marlanne v. Vesteneck Varlangat Überall di« „MARBURGER ZEITUNG" Seite 5. Ehrenpatenschaft Marburgs für ein U-Boot Die Geburtsstadt TegetthoHs beknndeit ihre Verbuodenlieit mit der ruhmreiclieii deutschen Kriegsmarine Die Stadt Marburg hat die Ehrenpatenschaft für ein demnächst in Dienst zu stellendes U-Boot unserer Kriegsmarine übernommen. Der Politische Kommissar der Stadt Fritz Knaus hat bereits ein Bild der Stadt und ein Bild des Stadtwappens abgesandt. Durch die Übernahme der Ehrenpatenschaft schließt sich Marburg an die Reihe jener deutschen Städte an, die dadurch ihre Verbundenheit mit der ruiiT.-reichen Kriegsmarine bekunden woliie. Für Marburg ist diese Verbundonhcrt dadurch ganz besonders gegeben, daß in seinen Mauern der große Seelield Tegetthoff geboren wurde. spielten und musizierten wir vor der Pettauer Bevölkerung — und es war ebenso schön wie am Vorabend in Friedau. Durchs Jeru&alemer Weingebiet Als wir am nächsten Morgen erwacii-ten, schickten wir besorgte Blicke 2um Himmel. Heute wollten wir doch durcii das Jerusalemer Weingebiet wandern! Aber als wir über Friedau (natürlich mußten wir dort erst einmal aussteigen und unsere Gastgeber vom Samstag besuchen!) nach St. Nikolai kamen, da lachte die Sonne. In St. Nikolai spielten wir eine Stunde mit den Kindern, die jetzt eifrig dabei sind, die deutsche Sprache zu erlernen. Wir haben uns zwar mit Worten ebenso wen'.^ verständigen können wie in St. Veit — aber spielen konnten wir gut miteinander. In Luttenberg und Radein Aber in Luttenberg warteten ja die Menschen schon auf uns. Wieder dasselbe wie an den anderen Abenden: Ein zum Bersten voller Saal und jubelnder Beifall. Manchmal mußten wir denken: Was tun wir denn so Besonderes, daß sich die Leute so über uns freuen kcin-nen? Und dann ahnten wir, was es für sie bedeutet, nach so langer Zeit die Grüße der großdeutschen Heimat durcii frohe Jugend überbracht zu erhalten. In der Nacht noch fuhren wir nach Radein: dort übernachteten wir und fühlten uns völlig als »Kurgäste«, ehe wir am nächsten Morgen nach Marburg aurbrachen. Aber erst gab es noch eine kleine Unterbrechung In Ab st all. Auf dem Marktplatz, dort wollten wir nur zwei oder drei Lieder singen, da kamen die Soldaten der dort liegenden Schwadron in hellen Scharen herbei — und nun gab es ein frohes Wett- und Miteinande:-singen. Der Abschied fiel uns richtig schwer. Der letzte Abend in Marburg In Marburg empfingen uns Mädel der »Deutschen Jugend«, um uns unsere Wenn die Sonne brennt Zwölf Gebote zum Schutz der Gesundheit Das Gesundheitsamt des Großdeut-) sehen Reiches hat folgende Ratschläge über das Verhalten bei großer Hitze zusammengestellt: 1. Die Kleidung sei leicht, nicht rn eng anliegend und nach Möglichkeit hell. 2. Der Kopf soll im Freien bei greller Besonnung bedeckt sein. 3. Es ist nicht ratsam, sich zum Braunbrennen stundenlang in die grelle Sonne zu legen. Stets ist jedoch der Kopf vor praller Sonnenbestrahlung zu schützen. 4. Früh und abends kühl abwaschen, nach Möglichkeit duschen oder baden. 5. Beim Baden nicht sofort ins Wasser springen, sondern erst abkühlen. Herz-und Nackengegend vorher naß machen. Vor dem Schwimmen den Kopf untertauchen. 6. Die Nahrung sei flüssigkeitsreich. Kühle und fettarme Speisen sind zu bevorzugen, ebenso Obst und Fruchtsäfte. Alkoholische Geträrrke sind zu meiden. 7. Verderbliche Nahrungsmittel, vor allem Milch und andere Molkereiprodukte sowie Fleisch, sind kühl und fliegensicher aufzubewahren. 8. Durststillend wirken unter Umständen auch warme Getränke, wie dünner Tee imd dünner Kaffee 9. Die Wohnungen sind nach Möglichkeit durch Vorziehen der Vorhänge oder ] Seite 6. »Mai+>urger Zeitung« 16. Juni 1941 Stadt weilte, gab der Agrainer Bürgermeister Werner einen Empfang, an dem zahlreiche kroatische und deutsche Persönlichkeiten teilnahmen. Lichtbilder von Keschichti'chcm m. Wert. Bei den Truppencinmärschen in Marburg wurden auch von Amateurpho«! toijraphcn zahlrcichc zum Teil sehr Kulc Aufnahmen gemacht.- Diese Lichtbiidcr haben geschichtlichen Wert und sollen gesammelt und so der Nachwelt erhalten bleiben. Wir verweisen auf die Ankündigung im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes. Dorfsippenbücher in Steiermaric Die ersten steirischen Dorfsippenbücher in Arbeit fall wird auf eine Karteikarte übertragen. Die Kartei wird am SchluU geordnet und auf Familienblätter übertragen, die zusammengefaüt das Familienbuch ergeben, das dann zum Dorfsippenbuch umgearbeitet wird. Herausgeber der Ctorfsippenbücher ist der »Verein für bäuerliche Si'ppenkunde und bäuerliches Wappenwesen«. Im Bereich der Landcsbaucrnschaft Südmark wurden eine ganze Anzahl von Kircheirbüchern durch ehrenamtliche Mitarbeiter bereits verkartet. Im ganzen sind etwa 3.5 Millionen Karten zu schrei-'ben. Bald nach der Machtübernahme wurde in der Landesbauernschaft Südmark eine Arbeitsgemeinschaft für »Si-ppenkunde und Sippenpflege« gegründet, die sich aus den Vertretern des rassenpolitischen Amtes, des NS-Lehrerbundes und des Reichsnährstandes zusammensetzt. Die große Aufgabe ist es, eine blutmäßige Bestandsaufnahme des deutschen Volkes durchzuführen und die sogenannten I>orfsippenbucher anzulegen. In diesen kann jeder in dem l>etreffenden Ort wohnende Bewolmer seine Ahnen feststellen. soweit sie iii den dortigen Matriken auftreten. Die Grundlage für das Dorf-sippenbuch ist das Familienbuch, das der Allgemeinheit nicht zugänglich ist. Fs enthält vor allem auch amtliche Vermerke über Todesursachen, die in das Dorfsippenbuch nicht aufgenommen werden. Das Familienbuch stützt sich ausschließlich auf die vorhandenen Matrix kehl der Pfarreien. Zur Ergänzung werden nach möglichkeit Bürgerlisten, Höfelisten, Personenstandsverzeichnisse und ähnliche Urkunden, die das Bild des Oorfsiptpenbuches abrunden können, ausgewertet. .ledes Kirchenbuch muß zuerst verkartet werden, d. h. jede einzelne Eintragung über Geburt, Heirat und Todes- Zum ersten Dorfsippenbuch wird zur Zeit das Familienbuch der Gemeinde Röthelstein, Kreis Graz-Land, umgearbeitet. Ferner sind die Dorfsippenbücher von St. Pankrazen am Gschnaid und Stiwoll, Kreis Graz-Land, in Arbeit. In Vorbereitung stehen Tristach, Kreis Lienz, Kleinkirchheim im Kreis Spittal a. d. Drau und Haus im Kreis Lienzen. Da Kirchenbücher vielfach bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts oder sogar bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, wird CS möglich sein, die Blutslinien durch zehn und mehr Generationen zurückverfolgen zu können. VOLK und KULTUR iiiiiiiHiiiifiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiHHiiniiiHitiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiHiiiHiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiHiniimiHiinHi Ouarticre zu zeigen. Und dann kam der letzte Abend unserer Fahrt. Der Saal war so groß, daß wir doch etwas be-dcnklicfi waren und im Geiste schon die leeren Stuhlreihen gähnen sahen — aber es wurde ganz anders. Viele Leute mußten noch stehen, und es wurde wieder so herzlich gelacht und mitgetan wie immer. Nun sind wir wieder im Lager und gehen hinaus zu unseren Bäuerinnen, denn jetzt ist gerade viel zu tun; wir haben mit dem Heuen angefangen. Aber in uns ist noch immer die große Freude und die licrrliche Erinnerung an die Tage im Unterland — und^der.Dank an alle Mcnsclien. die wir dort trafen. Cliarlottc Zieglcr Maidenhauptführcrin Vorschulung für das IMädel-werk in der Untersteiernnark Das BDM-Werk »Glaube und Schön-lieit«, das die 17- bis 21-iälirigen Mädel im Rahmen der Hitlerjugend erfaßt, wird in der Untersteiermark innerhafe der Deutschen Jugend als Mädelwerk aufgebaut, und zwar für die Mädel von 18 bis Jahren. F^ür die erste Zeit werden die praktischen Arbeitsgemeinschaften, wie Kochen, Nähen, Sport und Gesundheitsdienst aufgestellt. Auf Schloß Witschein fand bereits die erste Vorscliulung von 40 Fachkräften unter Leitung der Ober-gaubeauftragten Elfi P r i m i g statt. Lehrerinnen aus der Altsteiermark, sowie Volksdeutsche Bauernmädel, die über liauswirtschaftHche Kenntnisse verfügen, wurden mit dem Erziehungsgedanken des MädcKverkes vertraut gemacht, in dem über der fachlichen Ausbildung immer die Charaikterbildung steht. Sport, politische Schulung und Singen wird in den Arbeitsgemeinschaften genau so betrieben, wie im Heimabend mit den jün-«eren Mädeln. Während des Lagers hielt Frau Dr. Tritthart ein Referat über Gesundheitsführung und erläuterte den l^lan für die Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsdienst. Dr. Adi Weiss vom Steirischen Volkskundemuseum erzählte den Mädeln von heimischem Brauchtum im Jahrlauf. Im Rahmen der Erziehungsarbeit fällt dem Mädelwerk in der Untersteiermark' eine besonders große Aufgabe zu, denn die Mädel dieser Altersstufe müssen für die übrigen Vorbild sein und werden schon in wenigen Jahren im Kreis ihrer Familie oder im Berufsleben das Gedankengut des Nationalsozialismus zu verwirklichen haben. * m. Todesfälle. In Pobersch bei Marburg verschied am 14. d. die Private Marie P ra t e r im Alter -von 60 Jahren. In Brunndorf bei Marburg ist am 14. d. Frau Maria F i n d e I s t e i n geb. Kastl gestorben. Ferner starb am selben Tage in Mahrenberg der 68jährige Besitzer Franz H u b e r. m. Oberbürgermeister Dr. Kaspar in Asxatn* Zu Ehren des Oberbürgermeisters von Graz, Dr. K a s p a r, der mit dem Generaldirektor der Grazer Stadtunterneh-iiiungen Dr. Gratzhofer zu Besprechungen m-it Agramer Kommu-naltbehör-den zwei Tage in der kroatischen Hau.pt- Herunterlassen der Rolläden vor unmittelbarer Besonnung zu schützen und kühl zu halten. Nachts sind, wenn irgendv^ia durchführbar, die Fenster geöffnet zu halten, morgens und abends empfiehlt sich kräftige Durchlüftung der Wohnung. HJ. Pflege und Ernährung des Säuglings müssen in heißen Tagen besonders sorgfältig durchgeführt werden. Zu warmes Einpacken oder Betten fördert das Auftreten des sommerlichen Brechdurchfalls. Flaschenkindern Nahrung einschränken. Durst mit abgekochtem Wasser oder leicht gesüßtem dünnen Tee stillen. Tiermilch verdirbt leicht bei Hitze, deshalb kalt aufbcwaren. Vor Verabreichung Nahrung auf Verderbnis prüfen. Säugling öfters, aber nicht kalt oder kühl, abwaschen. Im Freien vor der prallen Sonne schützen. 11. Bei Hitzschlag, Sonnenstich oder sonstigem Übelbefinden Kleider öffnen, damit freie Atmung gesichert wird. Liegt keine Ohnmacht vor, so gebe man dem Kranken in kleinen Schluckcn Kühles zu trinken. Bei Ohnmacht kühle nasse Tücher auf den Kopf. Falls Atemnot eintritt, künstliche Atmung einleiten und är/^tliche Hilfe herbeiholen. Auf ieden Fall den Betroffenen in den Schatten legen. 12. Die Kraftfahrer sollen kein zu rasches Tempo fahren, da durch Hitze und grelle Besonnung die Aufnahme- und Entschlußfähigkeit herabgesetzt sein kann und d«tlurch das F.ntstobrn von Verkehrsunfällen erleichtert wird. Heimatgesclilchte in Zeitungsaufsätzen Zur Einrichtung de« neuen Stadtarchivs in Blankenburg Die Stadt Blankenburg im Harz legt ein neues Stadtarchiv an. Über die Grenzen Blankenburgs hinaus ist dabei von Inter-'e5se, daß in diesem Archiv auch alle Zei-tungsaufsätze und Veröffentlichungen in Fachschriften Aufnahme finden werden, die zur Geschichte der genannten Harz-stadt in irgenidwelcher Beziehung stehen. Blankenburg weist mit diesem Schrlü zur Ausgestaltung eines Stadtarchivs entschieden einen Weg. Mehr denn je erscheinen heute, im Kriege, in den Zeitungen, aus den verschiedensten Anlässen Aufsätze geschichtlichen Chara'kters. Es ist klar, daß eine Sammlung solcher Zeitungsaufsätze eine wertvolle Quellen-samnilung darstellt, die der späteren Forschung reiches Material zur Verfügung «teilt. Das Blankcnburger Beispiel sollte Schule machen. Zigeunermusil( — Iceine Volicsmusitc Feststellung eines ungarischen Wissenschafters Ober »Ungarische Volksmusik, Brauchtum und Weisen« hielt in der deutsch-ungarischen Gesellschaft in Wien der Professor des Budapester etlnographischen Museums, Dr. Denes von Hartha, einen Vortrag, in dem er sich gegen den v-eit-vcrfbroiteten Irrtum wandte, daß Zigeunermusik nationale ungarische Musik sei. Er hob mit Bedauern hervor, daß auch große Komponisten, wie Brahms und Liszt, in diesen Irrtum verfallen seien, weil sie nicht bis zum ungarischen Bauerntum vorgetlrungen wären, denn dort allein sei sie bewahrt worden. An Hand von Schallplattenaufnahmen logte der Vortragende Beispiele der stets einstimmigen- ungarischen Volksmelodie dar. * + Eröffnung der Weimar-Festspiele der deutschen Jugend. In Weimar wurden am Donnerstag abend die Weimur-Fcstspiele der deutschen Jugend 1*^41, die bis zum 14. Juli dauern, mit einer großen Kundgebung in der Weimar-Halle in Anwesenheit von führenden Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehr-maclit, der ausländisciien Gäste aus den nordischen Ländern, aus Italien, Japan utid Thailand eröffnet. •f Spätgotisches Gemälde entdeckt. Bei iler Erneuerung der alten Pfarrkirche des Dorfes Piding nahe Reichenhall stieß man auf neun lose Bretter mit alter Benia-lung. Die Untersuchung ergab die Dar-'itellung eines auferstandenen Chri-^tus, sit/onil am offenen Graho, von dcfn Sal^-i burger Meister Rueland Frueaui dem Älteren. + Neues Hematmuaeum am Boden-see. An den Ufern des Bodensees wird ein Heimatmuseum in dem einstigen Schloß Montfort in Langenargen errichtet. In diesem werden Sammlungen aus dem ganzen Boden'seegebiet untergebracht. Das Langenargener Museum wird zugleich auch eine Gedächtnisstätte der einst mächtigen Grafen von Montfort bilden. - Ausklang ni4t »Walküre« in Detmold. Krönender Abschluß und Höhepunkt der diesjährigen Richard-Waigner-Festwoche in Detmold war eine Festaufführung der »Walküre« in der Bayreuther Besetzung mit Staatskapellmeister Karl Elmendorf am Pult und in der Regie von Staatsrat Heinz Tietjen. Am Vorabend war zur Einführung eine Veranstaltung vorausgegangen, in der • Asta Südhaus (Berlin) ihre oft gerühmte Sprachkunst mit Abschnitten aus der Edda erneut kundtat. Musik aus der »Ring«-Trilogic, gespielt vom Bielefelder Orchester unter Leitung von Dr. Hans Hoffmann, schlug die Brücke zur Wagnerschen Nibelungen-Dichtung. '-f Bach und Dresden. Aus den Veranstaltungen des Dresdner Musiksam-mers ragten die Bach-Tage hervor. Unter dem Moto »Bach und Dresden« hatte der Kreuzkantor Professor Rudolf Meu-ersberger eine Anzahl Werke ausgewählt, die des Meisters rege Beziehungen zu Dresden veranschaulicliten. '+ Olasmalerin Elis'abeth Coester gestorben. Die bedeutende Glasnialerin Elisabeth Coester, die 1038 in 'einem Wettbewerb für die Entwürfe zu einem Fenster der Hamburger Nikolaikirche gewann, ist im Alter von 41 Jahren in Detmold gestorben. Elisabeth Coester, deren Kunst sich in der Ausgestaltung vieler Kirchen, vor allem in Soest, Würzburg, Dortmund, Marburg, Stolp, Eisenach und Köln zeigt, hatte hervorragenden .Anteil an den Bestrebungen, die GlasmaVefei wieder zu einer wirklichen Monumentalkunst zu erheben. + Italienische Darsteltorin in einem deutschen Filniliistspiel Die Deka-Lsar-Filmgesellschaft dreht in der römischen Fihustadt Cimecita gegenwärtig das Filmlustspiel »Alles für Gloria«. .k>liannes Ricinann, Lizzy Waldnuiller und Leo Slezak gehören zur deutschen Darstellergarde dieses Bildstreifens. Zu ihnen gesellt sich die junge, aber sehr begabte italienische Filmscliauspielerin Laura So-lari. die zu den beliebtesten italienischen FiliMkinistlerinnen gehört. '-I Alemannengrät^r In Friedrichshafen entdeckt. Bei Grabungsarlieiten in Friedrichshafen wurden alemannische Reihen-L'räber entdeckt. Bisher wurden sechs ^la'K.'ttj in der Stellung altmannisrher " fi'nden, jcdf>ch keine P"'-li;al"jn wie Waffen oder Schmuck, >o daß anzunehmen ist, daß es sich um Grabstätten aus der Zeit nach der Einführung des Christentums handelt. -f Paris steht deutsche Filme, l/i r deutsche Film wird in Paris liemiiscli. Von den zurzeit in Betrieb befindlichen 150 Filmtheatern von Paris soiclin 77 deutsche Filme. -f- Vor einer bemerltens^icrten Kunst-versteigenifix In Wien. Ein bekannU s Wiener Versteigerungshaus veranstaltet vom 17. bis ?0. Juni eine Kunstauktion Der erste Tag ist den Ölgemälden vorbehalten, am zweiten Tag kommen E!-fenbeinminiaturen, Skulpturen usw. unter den Hammer, während um dritten und vierten Tag B^yock- und Bicdermc -ermöbel. Bildteppiche, Porzellangegcn-stände u. a. angeboten werden. Untcr den Ölgemälden befinden sich Werke von Amerling. Waldmüller u.a. + Der einzige Ordinarius für Spreng-stoffchemJe, Dieser Tage hat Prof. Dr. Otto Poppenberg sein TkS. Lebensjahr vollendet. Poppenberg ist der einzige Ordinarius für Sprengstoffchemie im Großdeutschen Reich. Der Jubilar gehörte schon vor dem Weltkrieg der da-ligen Miiitärtechnischen Akademie als Lehrer an. Der Führer berief diesen außerordentlich befähigten Gelehrten dann in die Wehrtechnischc Fakultät. Poppenberg hat einer beträchtlichen Anzahl von Offizieren und Zivilstudierenden eine gediegene Ausbildung mit auf den Weg gegeben. VOR DEM RICHTER Sühne nach 18 Jahren Nach 18 Jahren findet jetzt ein Mord seine Sühne, Am Donnerstag tagte das Sondergericht beim Landgericht Rostock in Güstrow und verurteilte zwei Polen, die am 13. November 1923 nach Raubzügen durch Mecklenburg den Gendarmeriekommissar Hild'ebrandt gemeinsam in roher Weise in der Nähe des Mecklenburgischen Bahnhofes Malchow erschossen hatten, zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Mörder waren nach der Tat geflohen und hatten im ehemaligen polnischen Staat Schutz gefunden. Nach dem Siegesmarsch unserer Truppen wurden sie im heutigen Generalgouvernement ausfindig gemacht und nun der gerechten Strafe überantwortet. Die sich über den ganzen Tag erstreckende Sondergerichstverhand-lung gab ein erschütterndes Bild von der Skruppellosigikeit dieser beiden polnischen Untermenschen und Gewaltverbrecher, die den pflichtgetreuen Beamten, der sie als verdächtig anhielt, mit ihren stets mitgeHihrten Revolvern niedergestreckt hatten und den Schwerverletzten dann den Rücken schössen. Volksschädlinge hingerichtet Am 7. Juni ist der am 1. September 18«3 in Bcrgtheim geborene Peter Schmitt aus Westfalenhof (Krs. Deutsch^Krone)- hingerichtet worden, den das Sondergericht in Schneidenmühl , wegen Kriegswirt-schaiftsverbrechens. ^ als Volksschädling zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer verurteilt hat. Schmitt hat afs Inhaber einer Kantine eines Kriegsgefangenenlagers in außerordentlichem Umfange als übelster Kriegsschieber und Kriegsgewinnler leibcnswich-tigc und verknappte Waren der deutschen Vol-ksgemeinschaft • entzogen und sie Kriegsgefangenen zugeschai>zt. Ferner ist am 12. Juni der am 25. Oktober 1915 in Leer in Ostfriesland geborene Hans Klock hingerichtet worden, den das Sondergericht in Oldenburg als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Klock, ein mehrfach vorbestrafter, gewalttätiger Mensch, hat ein neunzehnjähriges Mädchen zu vergewaltigen versucht und erstochen^ AUS AUER WEIT a Verkehrsprüfung für dänische Schulkinder. Nach Beendigung einer das ganze Land umfassenden Verkehrskanipagne für Radier imd Fußgäi^er wird jetzt die Verkchrslchre zum festen Bestandteil des Schulunterrichts in Dänemark erhoben. 'Das Kopenhagener Kultusministerium hat durch einen besonderen Verkehrsausschuß regelrechte Schulungskurse für zehn- und mehrjährige Kinder ausarbei-teii lassen, die nach Abschluß der diesjährigen Sommerferien in sämtlichen Schulen des Landes abgehalten werden sollen. Dem theoretischen Unterricht wird eine praktische Schulung folgen, und zum Abschluß wird die Verkehrspolizei eine Prüfung veranstalten. Die besten Leistungen in der Verkehrsprüfung werden mit einem Diplom und e'^ior dar'.i-gciiörigen Nadel belohn! werden. TfJ, Jutif 1^1 TURNEN UND SPORT Sportler Marburg und CjUi kämpien erfoitereich Im sroBen StaÜellauE »RimkI um den SdiloBberg« Land mit 4:19 und drei weiteren Mann- Q r a z, 15. Juni. Zum ersten Mal nahmen die Sportler aus der Untersteiermark an einer Veranstaltung im Heimatgau teil. Anläßlich des großen Staffellaufes »Rund um den SgiiloUberg« starteten am Sonntag in Oraz, wie bereits«angekündigt, verschiedene Männer- und Jugendmannschaften aus der Untersteiermark, die sich gegen starke Gegnerschaften aus dem Gau Steiermark hervorragend hielten, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Teihieh' mer aus dem Unterland infolge Zugverspätung unausgeruht an den Start gingen und sich überdies zurzeit nicht im Training befinden. UnteV diesen Umständen gewinnen die Erfolge noch an Bedeutung und man darf mit Recht ihrem künftigen Abschneiden bei den weiteren 'Kämpfen in der Steiermark gespannt entgegensehen. f)cn Sportleni aus Marburg und Cilli wurde in der Gauhauptstadt ein herzli-ciicr Empfang zuteil, üausportführer (T^rof. (j e i ß 1 e r begrüßte ganz besonders die Kameraden aus der Untersteier-markf die er einst yo.r 30 J^ahren führte. Biiiidesführer S't e i n d I', d€fr neben Vertretern von Partei, Staat und Wehrmacht hei der Veranstaltung anwesend war, wird von dem hervorragenden Abschneiden der untersteirischen Sportler besonders erfreut gewesen sein. Der Wettbewerb gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung für die Sache der Leibesübungen. Wenn man bedenkt, daß 49 Männer- und 48 Jugendmannschaften daran teilnahmen, so wird die ungebrochene Zukunftsreichskraft des deutschen Sports daraus deutlich , ersichtlich. In allen Klassen entwickelten sich heftige Kämpfe, die bei den die Strecke umsäumenden 25.000 Zuschauern lebhaften Anklang fanden. In der Hauptklassc war mit doni OAK der vorjährii^e Sieger utid Rekordhalter nicht am Start. In der Abwesenheit des 17niangofrGeernominen halte, hatte für ein ausgezeichnetes Rahmenprogramm gesorgt. Der Gebietsmusikzug der HJ und BDM bestritten den musikalischen Teil. Sehr eindruckvoll verlief der Werbelauf vom Freiheitsplatz bis zum Opernhaus, an dem 2500 Läufer teilnahmen. In der Pause sah man Vorführungen im Kunst-radfahren des steirischen Meisterfahrens der Frauon. Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied klang die Veranstaltung aus, bei der die untersteirischen Sportler bewiesen hatten, daß auch künftig mit ihnen zu rechnen sei. Bei den steirischen Leicht-athletik-Meisterschaften, die am Wochenende in Graz stattfinden, werden sie erneut Gelegenheit haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Wir sind überzeugt davon, daß sie auch dort die IJntersteier-niark ehrenvoll vertreten werden. Deutschland-Kroatien 5: Der W^en©^ Prater im Zeichen des FuBball-Länderspieles Wien, 15. Juni. Wieder einmal bot das inmitten des sommerlich satten Pratergrüns gelegene Stadion den gewohnten Anblick eines großen sportlichen Ereignisses. Von den Rängen grüßten unter den zahlreichen mächtigen Hakenkreuxbannern erstmals die rot-weiß-blauen Fahnen des junjcen Königreiches Kroatien. Schon während des Vorspieles hatte sich die Kampfbahn mit etwa 40.000 Zuschauern gefüllt. Da der Schweizer Schiedsrichter Wüthrich nicht rechtzeitig erschienen war, betrat der Wiener Miesz zusammen mit den «Mannschaften das Spielfeld. Die Nationalhymnen erklangen und dann schritten die Mannschaftsführer Glaser und Hahnemann zur Seitenwahl. Mit -dem kroatischen Anstoß nahmen folgende Mannschahen den Kampf auf: Deutschland: Jahn, Sesta, Urbane k, Mock, Hanreiter, Lelmcr, Halmemann, Walter, Willimowski, Fiederer. Kroatien: Glaser. Brozovic, Dubac, Kokotovic, Jazbinsek. Djanic, Cimernian-cic, Kacijan, Pogacnik, Plese. Rasch hatte die deutsche Mannschaft sich im Angriff gefunden, aber auch die Wiener Abwehr kam bald ins (lefecht. Schon in der fünften Minute ergab sich eine Gelegenheit für uns, als Hahneman.i nach einem Paß von Walter nnt der.i Ball davonpreschte, den Schuß von 'A'ii-limowüki wehrte jedoch Glaser ab imd den zurückkommenden Ball köpfte Mahnemann über die Latte, Der deutsche Sturm entwickelte nacheinander glänzende Aktionen. Aus der ersten Ecke gegen .Deutschland fiel dann in der 16. Minute" Kroatiens Führungstor. Jahn faustete den vors Tor kommenden ßnll weg, das Leder kam jedoch in den Besitz von Wölfl, der es kurz entschlossen unter dem etwas zu spät zu Boden gehenden Berliner in die Ecke jagte. Walter leitete in der 30. Minute wieder eine Aktion ein. Willimowski erhielt ,*reie Bahn und Dubac mochte nur durch ein ret- Vergehen den sicher scheinenden ____ fer abzuwenden. Den Freistoß von der Strafraumgrenze hob jedoch Lehner ^ ■ schickt über die »Mauer« in das linke Toreck, wodurch der verdiente Ausgleich erzielt war. Knapp vor dem Pausenpfiff war Willimowski dicht vor dem ersehnten Ziel, aber erneut paradierte der ausgezeichnete kroatische Tormann Giaser in meisterlicher Art, Sofort mit dem Wiederanstoß befand sich der deutsche Angriff in der Hälfte der Kroaten und schon in der fünften Minute mußte Dubac den vorstürniendo:! Walter glatt umlegen, um ein sonst kaum vermeidbares Tor zu verhindern. Wieder war es Lehner, der den Strafstoß zum 2:1 verwandelte. Allmählich entwickelte sich eine klare deutsche Überleg(yiheit. die in der 19. Minute zum dritten und schönsten Tor des Tages führte. Fiederer war nach gutem Zuspiel mit dem Leder davongezogen und seinen Flankenball beförderte Walter mit herrlichem Kopfstoß unter die Latte des kroatischen lores. Nur sechs Minuten später war der vierte deutsche Treffer fällig. Diesmal brannte Hanreiter durch und kämpfte sich bis in die erste Linie vc?''. Den rechtzeitig inid geschickt abgeue-benen Ball erwischte Willimowski. der unhaltbar cinsclioß. Nur riesiges Schuß-pecli Hahnenianns. der Glaser einfach niclit überwinden komite, und einmal hart neben dem Pfosten in das Seitennetz trat, verhütete neue Verlusttreffer ücr Gäste. In der 34. Mitnite gab Schmaus einen Freistoli mit weitem Abschlag vor das Tor des Gegners. Willimowski täuschte einen Verteidiger und so konnte Walter in idealer Weise zum Schuß konnnen, gegen den selbst ein solcher Klassemann wie Glaser machtlos war. Zun> Schluß setzten die Kroaten noch zu heftigen Vorstößen an, aber sie trafen auf einen gewappneten Jahn und nach einem mündigen Lattenschuß von Kacijan endete der große Kampf mit 5:1 für unsere Elf. Radrennen im Reicli Am dritten Juhi-Sonntag gelangten zahlreiche Radrennen zum Austrag. Eter Augsburger Linder verteidigte sei-nenTitel mit Erfolg und gewann den 133.5-Kilometer langen M e i s t e r s c h a f t s-wettbewerb von Bayern mit Start und Ziel in München durch einen Spurtsieg in 3:33.20. Im Rennen »R und um B r e s 1 a u« fuhren Preiskeit und Keßler, nachdem sie die lO-MinutenTVorgabe der B-Gruppe schon nach 70 km gutgemacht hatten, ein Rennen für sich und trafen 20 Minuten vor den übrigen ein. Nach 7:30.38 gewann Preiskeit überlegen vor Keßler. Gayk gewann das über 75 Kilometer führende Rundstreckenrennen »R u n d u ni B r e m c n s H ä u s e r m e e r« in 2:02.21. Das Rennen »R u n d u m Soli n-g e n« über 80 Kilometer schloß mit einem Überraschungssieg von Süß in 2:38. » Ostmark-Bereichsmeister wurde am Sonntag der junge Nationalfahrer Chylik (Wien), der im Endspurt des über 176 Kilometer führenden O s t m a r k - M e i-sterschaftsrennens seine Lands-leute Valenta und Kühn in 5:04.44 schlug. Valenta hatte schon fünf Minuten Vor^ Sprung herausgefahren, den er jedoch durch einen Sehaltungsdefekt wieder verlor. (Schir ncr-.M.I Von 4,64 auf 4,75 Meter Nach einer Meldung aus Los An^fties soll dort der bekannte Stabhochspringer Cornelius Warmerdam den Weltrekord im Staii-hochsprung auf 4,75 m verbessert haben. K.r hätte damit seine erst im April dieses j.'iincs erzielte Weltrekordleistung von 4,64 m gleich um 11 Zentimeter überboten. Jungen, in deren Reihen nicht weniger als sieben deutsche .lugendmeister standen, einen großen ErioK' feiern, denn alle elf Kämpfe wurden von ihr gewonnen. Für die technisch beste Leistung des Abends wurde der .lugendmeister im Weltergewicht Horst Garz ausgezeichnet. : Wiener Soldaten besiegen die slov* a-kische Heereself. Im Vorspiel zum Län-derkanuif Deutschland—Kroatien trafen die Wiener Soldatenelr und die slowakische Heeresmannschaft aufeinander. Die Slowaken konnten der deutschen Solda-temnannschaft. die sich ausschließlich aus bekannten Wiener Spielern zusammensetzte, nicht alles abfordern. Sa entsprach auch der Sieg mit 7:0 (3:0)-Toren durchaus dem Spielverlauf. Fünf Tore schoß allein Gefr. Reitermaier. die beiden weiteren erzielten die Oberkano-niere .Artinann und Durek, : Tennis-Dreiländerkampf vom 18. bi:i 20. Juli in Berlin. Ks steht nunmehr fest, daß der Tennisdreiländerkampf, das f:r-eignis der Sommerspielieil, vom 18. bis ■ 20. Juli in der Reichshauptstadt durchge- ' führt wird. Die beiden iapanischen Spie ler Jiro Kumamaru und Goro Fujikur stehen übrigens unter Führung des Alt meisters R. Miki, der in früheren Jahrein Deutsehland wiederholt aktiv zu sehen war und vielen deutschen Tennisspielern , und Zuschauern kein Unbekannter sein dürfte. Im Anschluß an die Deutschland-reise unternehmen die japanischen Gästv : HUIer-Juiigen boxen in Holland. Das'auch noch Abstecher in andere Länder erste Freundschaftstreffen der Hitler-j So werden sie in Ungarn, Kroatien und Jugend mit den jungen Boxern der Nie- Italien ihr Können zeigen, über die wei derlande in der Stadthalle zu Hagen hat' '«Ten Mannschaftsaufstellnnijien für diesen alle Erwartimgen erfüllt. Erw.irtungSKe-j Dreilnnderkanipf ist da noch reichlieh mäß konnte die Mannschaft der Hitler- Zeit /.ur Verfügung steh! — noch nicht> von den zuständigen Stellen gesagt worden, inmierhin dürfte es naheliegend sdii, auf wen die Wahl fallen wird. Der deutsche Tennissport wird sicher aus dcnt Quartett fL Henkel, Gies, Göpfert, Koch seine Wahl treffen, während Italiens .Mi-gesandte unter Ronianoni, Cuccelli, O-jI Bello, Bossi, Canepele und Sada zu üi-chen sein werden. : Deutscher Sieg im DreiländerseKolii. Der Dreiländer-Segelkampf in Triest endete mit einem Sieg der deutsciien Segler, die 29 Punkte erzielten, Italien fol^t mit i4 und Ungarn mit 9 IHmkten. : Die Triester Segelwoche wurde nui eini'r Wettfahrt der Olympiajollen einge-leifol, bei der sich die 'reiinehmer iles Drt'iländerkaiTipfes Italien .Deutschland--Un^farn erstmals gegenübcrtratm. Sieg.r wurde der Ilaliener Cernusrhi auf '•>Naia-dc vor seinem Lanilsmann l^'lla^t-hicr miii deni Berliner Pohl, tlessen Jolle vor ilem Start auf den Namen Alagi 'u Ehren des Herzogs von Aosta und /'ir Erinnerung an die Kämpfe an> Amb'^ Alagi getauft wurde, : Engländer erschossen belgischen Rennfahrer. Eine neue Greueltat englischer Soldaten in Belgien wird jetzt bekannt. Der belgische Slraßenfahrer liilie;i Verwäcke wurde im A^ai vorif^en Jahre: als Zivilist wegen angeblichen Spionage-verdachtes von englischen Soldaten erschossen. Verwäcke geuann viele große Radrennen, tlarimter die Radrundiah'-i durcli Belgien. : Hollands Schw'mmerinnen werden in ejnigen Städten Westdeutschlands an dej Start gehen. Die Holländerinnen starten am 27. Juni in Bonn, am 20. in München, am 1. Juli in Grevenbroich, am 4. in Bochum und am 6. Juli in Essen. : Jockey .Wämecko ge^tiirben. Beim Jambus-Jagdrcimen kam der sechsjäli-rige \\ allacli Cid Campeador zu l'all unü ging schon kurz darauf ein. Am S in\ta,vi-niorgen verschicd aucli sein Reiter Jockcy R. Mämecke iin den Folgen der erlittenen ("ienickverlet/.ung. : Handball-Endspiel in Kassel, Di,-Wahl des .Austragsortes iür tlie lindrunde um die deutsche Handhallmeisterschal! ist auf Kassel gefallen. Der Schlußkampf führt dort am 20. Juni den Polizei SV Hainburg und .V\SV Hinvlenbuig zusammen. : FC \cnedig Italiens Pokalsieger. In Rückkampf der Schluürun.le um Italien? Fiil,>ballnokal siegte der l'C \'encdig vor 15.000 Zuschauern über AS Rom mit 1:0. Das einzige Tor des Ta.v;es schoß L:>ick in der 27. .Mijnite nach dem Seitenwecli-scl. Da der 1"C Venedig im ersten Kampi in Rom ein 3:.^-Uiientschieden erzielt hatte, fiel 'hm mm die huhe 'I ro,ihiie zu ; Dänemarks Schwimmerinnen vor Holland. Zum zweiten AAale gingen die hol-ländischen Schwimmerinnen in Kopen-'lagen an den Start. Lediglich Cm- Kiif -ierte über 200 AAeter Rücken in 2:45 ncn holländischen Sieg mit sechs Meter \ orsprung vor der Dänin Gerta Tild» '«■»rgensen in 2:50,7. Die 2(X1 Meter Brust wurden von der lutropameisterin Ing'' S()rensen in der neuen dänischen Rel;or(l-/eil von 2:50.2 (iriiher 2;5i» M in wonnen lopie Wa.dberg \Mnile in 3:03.8 Z\\eite Ragnhild Hveger ilnrchsctn« .-imui die M): Meter Kraul in 1 O. Petersen. Kirsten Petersen und Alice St'" bel'"^ten i'i 1 :('0.2 im toten Rennen di<' nächsten Plätze. Seite 8. »Marburger ZeitunR« 16, Juni 1941 Nummer 137 Sladttlieatcr Marimra a^lBrau fiastspiel der „Slddtisdien Bühnen Graz** DonnerstaK. den 19. Juni 1941 20 Uhr Das Konzert I-ustspiel von Hermann Balir DonnerstaK, den 26. ,|uiii 194! 2« Uhr Oer Wildlschüiz Komis.che Oper in 3 Aufzügen von Albert Lortzinß Kartenvörverkaul täglich von 10 bis 12.30 und von 15—17 Ulir an der Theatertageskasse, Burggasse 27 28fil ScMMIfskraft für ständig wird vom GemeindeMnt in St. Ruprecht In W.B. gesucht 3656 Anzeigen werden täglich für die nächste Ausgabe nur bis 17 Uhr entgegengenommen. „Marburger Zeitung" Anzeig«n-Abt«ilung Kleiner Anzeinet IBm* hon Htufi ¥etsthiedtlUs 12i» mitUk ftiftttkt Inhaber der Lastkraftwagen A^arlcr sSniin-r«, Tvpe 5 P, T l). V. S . P Motor Nr. O. T. W. 177. Wagen Nr. 2693 und L. K. W- Mercedes Evid€nz-Nr. 2—1342, welche Interesse haben, ihre Wagen zurückzubekommen, sollen sich hei der Fa. Kovaf in Neumarktl melden. 36«8-l 2i# tflwAw (flitoiWV Weiche Kästen zu kaufen gesucht. Anträge unter y-R^in« an die Vcrwflitung. 3689-3 Ekktrischer Kühlschrank für Privathaus, put erhalten, zu kaufen gesucht. 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Anzufragen bei Frau Langersek, Mißling. 3695-5 Vom tiefsten Schmerze gebeugt, geben die Unterzeichneten allen f reunden und Bekannten die betrübende Nachricht, daß ihre vielgeliebte, unvergeßliche Gattin, Alutter, Schwester, Schwiegermutter und Tante, Frau Maria Findelslein geb. Kasll Samstag, den 14. Juni um V22O Uhr nach langem, schwerem, mit bngels-geduld ertragenem Leiden sanft im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis der teuren, herzensguten Dahingeschiedenen findet Montag, den 16. Juni um 17 Uhr (5 Uhr nachm.) von der Leichenhalle des Bnmndorfer Ortsfriedhofes ;ius statt. Die hl. Seelenmesse wird am Dienstag, den 17. Juni um 7 Uhr in tlcr St. Magdalena-Pfarrkirche gelesen werden. Marburg a. d. Drau, Wien, Graz, den 15. Juni ItHl. Franz Findelstein, Gatte. Marie Wagner geb. Findelstein, Hilda Romich }?eb. Findelstein, Töchter. Ludwig Wagner, Anton Romich, Schwicgersv>hne. Zvonko Romich, Enkelkind. Suche möbliertes helles Zimmer oder kleine Wohnung m Villa. 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Spielleitung: Arthur Maria Rabenalt. Ein Film vom Leben und Kampf jenes vorbildlichen Mannes, Frhr, von Langen, der .sich trotz jahrelangen Siechtums, wirtschaftlicher Not und nationalen Ohnmacht an die Spitze der Turnlerreiter aller Welt setzte. Fjn großer Film der Ufa, der ein leuchtendes Beispiel deutschen Mannestums vermittelt. NeucBte Deutsche Wochenschau - Kulturfilrti 3556 Tnchtige Stenotypistinnen werden für meine Dienststellen in Marburg, Cilli, Pettau und Rann aufgenommen. Bewerbungen mit kurzer Lebensbeschreibung sind zu richten: An den Beauftragten für Ernährung und Landwirtschaft, Marburg, Obere Herrengassi» No. 2/Ii. 37ü.i i Wie Geburts-Verlobung«-Trauuhgs- und Todesanzeigen gehören in die der einzigen Tageszeitung des Unterlandes! AufruffI Anläßhch des Einmarsches von Truppen in Marburg wurden Aufnahmen gemacht. Die Amateurphoingraphen werden ersucht, je einen Abzug — Postkartenformat — gegen Entschädigung in der Bundesführung des Steirischen Heimatbmidos, Bürgergass* 12/1. Zimmer 28, abzugeben. Meine innigstgeliebte Gattin, unsere herzensgute, unvergeßliche Aluttcr, Schwiegermutter, Großmutter und Tante, Frau Marie Prater hat uns Samstag, den 14. Juni 1941 nach langem schweren Leiden allzufrüh für immer verlassen. Wir betten die teure Verstorbene am MontaK, den lü. |uni 1941 um 3 Uhr nachmittags auf dem Poberscher Friedhof zur letzten Kühe. Marburg a. d. Drau, den 14. Juni 1941. In tiefster Trauer: Heinrich Prater, Gatte. Mltzi, Käthe und Franzi, Kinder. Alois SchnWerltsch, Schwiegersohn. Stanko und Mitzerl, Enkelkinder, und übrige Verwandte, Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneteu allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daft ihr innigstgeliebter, unvergeßlicher Gatte, Vater, Großvater, Onkel und Schwiegervater, Herr FRANZ HUBER Besitzer am Samstag, den 14. Juni 1941 um 13 Uhr plötzlich im 68. Lebensjahre verschieden ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet am A\ontag, den 16. Juni 1941 um 17 Uhr vom Trauerhause aus auf den t^rtsfriedhof AAahrenbcrg statt. Mahrenberg, Graz, Radkersburg, den 15. Juni 1941. 3705 Die tieftrauertid Hlnterbliet>enen. llauptsclirifllciler Anlon Gerschaclt, StcllverlrelendtT Ilaiiplscliriftieiler ÜU« Kw^pcr — Druck der „Marburger üruckerci