Lmlmtl)trZeifunH. ^6 «»» Hamstag am HJ. Dezember »8K« «. v^N'iclier ^cituna" erscheint mit Ausnahme der Sonn- und sseiert^c. Niglich, uno sottet sammt den ^nla.^en im ,a»z jährig ' l fl., halbj.ihrig 5 ft. .'lo lr.. mit «renlbanb im (lompwir ganzjährig 12 fl.. halbjahriq «st. ^„>- die ^ellung in's Hans si», halbjä hric, !!<» fr. mehr ,u entrichten. Mit der Post portofrei a a nliäl, r ia unter Krenchand und gedruckter Adresse «5 „ hr inr eine Spalt,l,,eile ober den Manm derselben, ist für einmalige <«l».'l1'ilt,ma 'l'lr snr iu'cimaliae ^ f'.. siir drciinaliqe 5» lr. (5. M. u. s. w. Z» di.'se» Glbilhs^, iü ü^'ch dcr Inscrtionsstämpel pr. lO k,-. sin- cinc jidls.il^ligc Einschalluna hinn, u l '!ts» l '1 10 lr. mr :< M^nMä»N'.ls).______________________________' Amtlicher 3ljeil. <,3e. k. k. Apostolische Majestät habe» mit Aller» höchster Entschließung vom 13. Dezember d. I. den Statthaltcrcirath nnd Krcishauptmann zu Rzcszow. Apollinar Manthncr. die angesuchte Versehung in gleicher Eigenschaft nach Sanok allcrgnädigst zu bc« willigen und den Ministcrial>Sckretär im Ministerium des Innern. Viktor v. Abrahamsberg, zum Statlhaltercirathe und Krciöbauptmann in Rzeözow allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 13. d. M. den Krciskom« inissär erster Klasse, Anton Mravincsics. zum Statlhaltercirathc bei dcr Landesregierung in Krakau allergnäoigst zu ernennen geruht. Das k. l. Finanzministerium hat im neuen Or< ganislMls dcr Finanz «Bezirks «Behörden im Vcrwal« lungsgcbirte der k. k. Finanz > Präfektnr in Venedig zu Finanz>Bezirködirektorcn mit dem Titel und (5ba> raktcr von Finanzräthen ernannt: die bisherigen Fi« nanz«Intendcnten Hicronymns Varon de Eatta> nei di Momo für Treviso. Peter Piacentini für Padua. Ludwig Luzian Gaspari für Rooigo. Johann Pastori für Uoinc, dann den Finanz«Bc» zills'Dircktorc zu Ragusa. Franz Po hm, für Vi< ccnza, und den Präfekturs.Sckretär August R'tlcr v. Qnestiaur für Belluno. Dcr Minister des Innern hat den Statthalterci. Hilfsämts^ldjnnücn, Ferdinand Zworcn, znm Di> rektor der Hilfsämtcr bei ccm k. k. Gemral'Gouve» nlment von'Ungarn ernannt. Der Iustizministcr hat dem Staatsanwalts' Substitulen zu Ncusaß. Paul Macsva'nSkn. die beim dortigen k. k. Krcisgcrichic erledigte StlUNsan. waltsstelle verliehen und dem Rathsscttcta'r des k. k. Laudcsgcrichtcs Tcmesvar. Franz Gartner, dann die Staatsanwalls'Snbslitntcn, Mathias Pochmül« ler zu Temcsvar ul,d Ioscf Jordan zu Lngos. zu Kreisgcrichtsräthcn, und zwar den Ersteren für Zombor. dic beiden Lctztcrcn für Neusah ernannt. Mhtamllicher Theil. Oesterreich. Venedig, 19. Dezember. Am 16. haben Se. k. k. Apostolische Majestät, begleitet von Ihren Exzellenzen dem Militärgouvcmcnr FZM. Ritter von Oorzkowski und dem ersten Gcncraladjntautcn FML. Grafen Grünnc, die auf dem Campo di Märte anf-gcstclltcu Truppen Revue passiren und verschiedene Evolutionen vornehmen lassen, worauf Allerhöchst-dieselben über die Haltung, das Aussehen und die Leistungen dcr Truppen dic kaiserliche Zufriedenheit auszusprcchcu geruhten. Der Rest dcö Tagcs wurdc dcr Vcslchtiglmg mehrerer merkwürdigen Kirchen gewidmet, woruntcr die von Palladio erbauten Kirchen S. Giorgio mag giorc und die dcs h. Erlösers auf der Gindccca, die Kirche S. Sebastiano mit den viclcn herrlichen Gc> mäldcn von Paul Vcronrsc, Tizian »md andern al> tcn Meistern, so wie mit Skulpturen von Vittoria und Sansovino. die Kirche S. Salvatorc, ein Mci° stcrbau des Tullio Lombardo. die schöne Kirche S. Maria dc' Miraeoli. von Pictro Lombardi gebaut, an deren Styl und Ausschmückung Se. Majestät besonders Wohlgefallen fanden, dic Komthurei des Maltl)eser>Ordens, in welcher Sc. Majestät die Grabstätte weiland Sr. k. Hoheit dcs Erzherzogs Friedrich besuchten, dic Kirche S. Viaglo, dic dcr k. l. Ma> rine gchört und in welcher das Hcrz Sr. k. Hoheit aufbewahrt wird, endlich noch die Kirche S. Zaccaria, in dcr Se. Majrstä't die schönen Vildcr Palma's, Salviati's und Giambcliino's u„d die Statuen Vit-toria's betrachteten. (Gazz. di Vcnezia.) Dic Handels« und Gewerbekammer von Venedig hat als Zeichen ihrer Dankbarkeit für dic neucstcn kaiscrlichcu Gnadenbezeigungen, wic überhaupt zur Eriuncumg an dcu Vcsuch Ihrer Majestäten, zwei jährliche Prämien von 400 und 200 Lire für ausgezeichnete Schüler dcr k. k. Obcrrcal' und nautischen Schule bestimmt. Die Handels« und Gewerbekammer von Padna hat auf Anlaß dcs bevorstehenden Besuches Ihrer Mjcstätcn lw00 Lirc zur Verthcilung an lii unbemittelte Mädchen (14 christliche mid 1 jüdischcö) bc> stimmt, dic sich im Laufe des Jahres 1857 ver» hciralhcn. — Dcr Mumzipalrath der Stadt Padua wird. wie aus dem amtlichen Programm ersichtlich, den be» vorstehenden Besuch II. MM. dcs Kaisers und der Kaiserin nicht nur mit mannigfachen Frcudcnbezeu» gnngcn. sondern auch mit Woklthätigkeitsakten feiern. So sollen den im k. k. Invalioenhause befindlichen alten Kriegern und den im Armcnhause untergebrach» ten Individuen je 400 L., den im Arbeitöhausc be« schäftigtcn Personen 300 L., drei Wohlthätigkeitöin» slitlitcn jc 200 L. und den Kindcrbcwahranslalten dce Ertrag dcr Eintrittögcbühren. welche für die Logen bei dem zu veranstaltende!, Carroussel eingehen wer« den, zugehen. Wien, 23. Dezember. Es liegt uns abermals cin ziffcrmäßiger Ausweis vor über die erfolgreiche Thätigkeit, welche die k. k. Landesgendarmerie in dein vierten Militärquartal 18i)U entwickelte. Das Insti. tut hat. wic in früheren Perioden, so auch dicßmal sowohl in Bezug auf die Entdeckung und Vcrhin» dcrung von Verbrechen, Aufgrcifung von Verbrechern und Vagabunden, Forderung dcr öffentlichen Sicher« hcit, als auch durch rasche und energische Hilfe bei Unglücksfällcn, Fcucrsbrüustcu, Elemcntarereignissen. Rettung von Verunglückten u. s. w. zahlreiche Pro« bcn seiner wohlthätigen und ersprießlichen Wirksam» kcit abgelegt. Wir notircn folgcnoc Datc». Es wnr> dcn in dcr erwähnten Periode von dcr k. k. Landes« gendarmerie vorgenommen: 418.841 Patrouillen, 2ü.li03 Arrestanten. Es» loNirnngcn. 2923 Begleitungen von Reisenden und Knricren. 41 l0 Assistenzen bci Gerichtsvcrhandlun« gen. 701 Bcgleitnngen von Dampfschiffen; Aufgrci» snngcn wegen Hochvcrrath li. Beleidigung der Majestät nnd der Mitulicdcr des kaiserlichen Hauses il4, Verbrechen wiocr dic Kriegsmacht dcs Staats, Ausjpählma.. F^lschwerbung lmd Verleitung zur Ver> lcpung militäiischcr Dicnstpfiicht ü, Störung dcr öffentlichen Ruhc. Aufslauo und Aufruhr 38. öf» fentliche Gewalt 041. Mißbrauch der Amtsgewalt 72, Verfälschung öffcnllichcr Kreditopapierc und Münzvcrfälschung .^lä. Rcligionsstörung 10^, Noth« zncht, Schändung nnd andcre Verbrechen dcr Unzucht 249. Mord nnd Tootichlag 272. Abtrci« bung dcr Leibesfrucht und Wcglegung cines Kindes Feuilleton. Vater Matthew. ^as Hinscheiden eincs großen nnd guten Mannes, dem seine Aufopferung und Mildthätigkeit cincn mchr als curopäischcn Nlif erworben, vcrdicnt wohl von Seiten dcr Ucbcrlcbcndcn cinc liebreichere Erinnerling als eine kurze Zeitungsnotiz, zumal wenn die Gc» schichte dcs Verstorbenen so seltsam, ja so romantisch ist wie dic dcs „Vater Matthew." Theobald Matthew stammte, nach dcr „Times", von cincr uralten Walliscr Familie ab, deren Stammbaum in den An» nalcn von Wales bis auf Gwauthoocd. den König von Cardigan, zurückreicht. In direkter Linie von dcm Fürsten war Davio Matthew, dcr Bannerträger Edward's IV., entsprossen, dessen sechster Nachkomme um 1.i90 Obershcriff von Glamorgan war. Die bei« dcn Söhne dcs Lcßtcrcn wanderten unter James l. nach Irland aus, wo dcr ältere dic Mntter dcs »großen" Herzogs von Ormond hciratbctc. Einer seiner Enkel ward als Earl von Llandaff zur irischen Pcerswürde erhoben nnd hinterließ 1806 bei scincm Tode cincn Güterkomplcx mit cincm Reinerträge von 400.000 ft., dcr 163 Theobald war am 10. Oktober 1790 in dcr irischen Grafschaft Tipperary geboren und nach dem frühzeitigen Tode seiner Eltern von ver oben erwähn« tc„ Lady Elisabeth an Kindesstatl angenommen wor> dcn. Er widmete sich dcm geistlichen Stande und cmpsilig 1614 zn Dublin die priestcrttchc Weihe, zu^ der später Gregor .XVI. das Diplom eincs Dr. thcol. fügte. Von dem Angenblicke an, wo er seine kirch» liche Lanft'ahn zu Eork beganf, zeigte cr sich als cincn Charakter von cchtcm Schrot nnd Korn. Em« sig auf der Kanzel, im VcichtstHIc nnd am Kranken« bette, widmete er seine ganze ftcic Zeit den wclt« lichen nnd geistigen Bedürfnissen dcr Armcn, dencn cr als Nathgcbcr und Freund, qls Scckclmcistcr nnd Tcstamcntsvollstrttlcr zur Scite stand. „Er fungirtc unter seinen Hfarrkindcrn - - Mcibt cincr scincr gc» naucstcn Bckuiintcn — als Seelsorger und als Rich« ter, legte ihre Streitigkeiten l»«, half Unterdrückten zn ihrem Rcchlc nnd stellte in ft» manchen Familien dcn zcrrültctcn Frieden wieder her. während seine Mildthätigkeit keine andern Grenzen kannte, als dic. jenigcn. welche ihm seine Mittel zogen. So kanftc cr. als dic Fricdhöfc Cork's übcrfüllt warcn, dcn dortigen botanischen Garten an und verwandelte ihn, ohnc scinc schönen Anlagcn und Spazicrgängc zn zer« stör?li, in cinc Bcgräl»niWätte, wo dcr Arme sein Nuhcplähchcn umsonst erhielt: das Geld. das dcr Wohlhabende zahltc, ward dann wicdcr zur Unter» stütMng dcr Bedürftigen verwandt. So spendete er drm Krankenhause in Cork lange Jahre hindurch all« wöchentlich 20 fi. ans scincr Börsc. So begann er dcn Bau cincr schöncn gothischen Kirche, die anf 160.000 fi. zu stehen kam.« Langc chc die Mäßigkcitsbewcgnng bcgann, war «Vatcr Matthcw" dcm gcsammtcn Süden Irland's bekannt. Scinc Zngänglichkcit. seine Bereitwilligkeit, jcdcm Kummer scin Ohr nnd. wo möglich, anch scine hilfreiche Hand zn lcihcn; dcr rcine. aufopfernde Geist der scin ganzcs Wcscn durchwehte, warcn wic ge> schaffen, ihm die Sympathien dcr warmherzigen beiß« blütigcn Iren zn crwcbcn nnd scin Wort unter'ihnen zum Gcschc zu machen. Rnn grassirtc vor 20 Iah« rcn. wie alle Wclt wciß. das Laster der Trunken, hm in Irland auf gräßliche Wcise. Es trohtc allen Vcrsuchcn dcr Ausrottung -. Parlamcntsakten. die ihnt cntgcgcnzutrctcn beabsichtigten, blieben ein todter Buchstabe — und man hatte sich endlich in das scheinbar Unabänderliche ergeben, weil. wie es hieß. „dcr Irländcr eher von seiner Natur als vom Whisky z) «I»«; 111, schwerer körperliche Veschädigung 1437, Brandlegung 403, Dicbstahl. Vcrlmttcnnng und Betrng 27.31«. Ralib iit>2. zweifacher Ehc 11. Verleumdung 33, Desertion 347, dcn Verbrechern geleisteter Vorschnb 144!i, wörtliche odcr thätliche Vcleidigling cinrö öffcnlllchcn Bcamten oder Dieners oder der Wachc (i27, Widcrsenlichkeit gegen die Gendarmerie, Beleidigung derselben 904. Ätnhestörer, Ej'zedentcn. Bctrnlikcne. Nachtschwärmer 13.291, SelbstvcrstnmM' win-, 30, Bettler, Vagabunden, Paßlosc Patentes 1372, Ucberlrctnngrn des Postgesälls oder sonstiger Gefalle 7.^13, sollstige in »en vorstehenden Rubrikcn nicht l'czcichnetc strafbare Handlungen gegcil dir öffentliche Sicherheil, gegen Sicherheit einzelner Menschen und gegen die öffentliche Sittlichkeit 228.932. Auffindung von li4!! deichen, 287 VerwlUldeten und Kranken, Hansdurchsuchnngen aller Art. 10.li»)7, Gcrichtsvorladungrn als Zeugen 396!), Gemeinde« Tagsatmngen 81, Urtheils. Erellitionen 32, bei 238k Feucrsbrünstell, 13 Ueberschwennnnngen, bei 2 Konskriptionen und Asftntirnngcn, Tödtnngssällc bei Anwcndung von Waffen gegen gewaltsamen Widerstand oder Fluchtversuch fanden 11 Statt. (Wiener Ztg.) — An der Vollendung der Ausrüstung der „No> vara". die sich gegenwärtig noch in Pola befindet, wird sortgcarbcitet. so das; der Abgang der Erpedi' tion wohl gegen Endc Februar stattfinden kann. Um die Fahrt der k. k. Fregatte im Miltclmeer abzul'nr> zen. wird dieselbe vielleicht während des gröberen Theils dieser Reise von einem k. k. Kriegsdampfer bngsirt wcrden. Zugleich heißt es, daß die l. k. Eor> vettc „Karolina" die „Novara" bis nach Rio dc Janeiro begleitet- — Aus Szamos > Ujuar irird Ende Novcm-l'ers geschrieben: Hier ist ein so fühlbarer Geldmangel cingetre« ten, daß man lhcilwcise scinc Znsincht zll einem pa> lriarchalischcn Tauschhandel zu nrbmcn genöthigt ist, und die benölhigten Gewerbegegenstände mit Getreide oder andern ^cbensmiltsln bezahlt. Wic sehr die Preise des letzteren gefalln, ersieht inan daralis, daß auf dem lehten Wochenmarktc des vorigen Monats die sicbcnbürgen'schc großc Vcka reiner Weizen um 1 fi. 30 r.., Korn uiu 40, Klikuruz lim 24. Hnfrr linl 111 nnd Kariosstlu um 20 kr. EM. zll habcn war. ilnd daß das Pfund Rindfleisch nlir 4 kr. E. M. kostet. (Krönst. Ztg.) Acvn, Ili. Dez. Gestern hat dic Anklagekam-mcr ihrc Verhandlungen geschloffen; die, Mitglieder haben die Vnndcsstadt verlassen. Hente ist der Gc-neralamvalt der Eidgenossenschaft nach Ncuenbnrg abgereist, nm den Angeklagten dic Anklageakte niit-zutheilen und die, nöthigen Anordnungen für Abhal-tnng der gerichtlichen Verhandllingen zu treffe»:. Das Appellationsgericht von Ncneuburg nimmt die Anö-losnug der Geschwornenliste vor. Die, Anklage geht ans Landcsverrath und stutzt sich anf die Artikel 37, 43 und ll2 des BimdcsgcsctM über das Bundes« strasrecht. Der „Nord" bringt Leitartikel über die Neuen« burger Angelegenheit, nach welchen es scheinen möchte, daß Rußland weniger die besonderen Streitpunkte zwischen Preußen und der Schweiz in dieser speziellen Frage, als die Stellung der Schweiz inner» halb des enropäischcn Staatcnsvstcms übcrhanpt im Auge hat. Nach dem „Nord" sei dieselbe eine völlig anomale (?). die Schweiz sci in allen Epochen der neueren Geschichte fnr die europäische Diplomatie ein Gegenstand des ernstesten Anstoßes gewesen (?). Die Wirren in den kleinen Staaten der Schweiz, die Verschiedenheit ihrer Institutionen und das Asyl. welches die unruhigen Köpfe anderer Bänder hier fan> den. verursachten den benachbarten Großmächtcn fort» währende Besorgnisse nnd Verlegenheiten. Der „Nord" ist der Meinnng. daß. wenn oic Schweiz nicht in allen Pnnklen anss Strengste die Slipulalioncn der Verträge von 18 ll» erfülle, sie dadnrch die, Grnnd» läge des öffentlichen Rechtes übcrhanpt verliere, anf der sie damals konslilnirt worden sei, und daß En-ropa dann der Vcrpflichtnngcn entbunden sei, die ihrc Eristcnz verbürge». — An einer anderen Stelle erinnert der „Nord" daran, daß schon in der Zeit des Sonderbnndcs FiDst Melternich sowohl, als Herr Gnizot in formeller Ncisc es als unangemessen be< zcichuctcu, eine Nepnblik innerhalb monarchischer Staaten fortbestehen zn lassen. Itttlienische Stnnten. Ans Neapel. 10. Dezember, schreibt man der „Allgem. Ztg." folgrndc Details über das Attentat: „Der Soldat, dcr das Attentat gegen die Per> son Sr. Majestät des Königs verslicht hat. Agcsilao Milano. besuchte bis znm Ansbrnch der Ncvolntion iiu Jahre 1848 das italienisch > griechische Kollegium in Coscnza. Wegen schlechter Aufführung ward er aber ans demselben entlassen nnd schloß sich dann den revolutionären Banden an, dic damals Calabricn brlinrnhigten. Nach Zerstreuung nnd Unterdrückung derselben lebte er verborgen. Die königliche Amnestie vom 8. Februar 18!!2 kam ibm zu gnt. Paid aber grricth er in eine Kriminalnntersnchnng ivegcn Aen' rlingeu, die einen Mordanschlag gegen den König vcrmnthen ließen. Ans Mangel an Beweisgründen ward dieselbe nicht fyrtgesettt. Später fand er cine Vesehäftignng bei der Gesängnißverwaltnng in Eo> sen;a llnd meldete sich Enoe Mai d. I. al^ ?vciwilli. ligcr für dcn Militärdienst. In den Zeugnissen, die lr zn seiner Ansnabme beibringen mußlc. lvar die übcrstandenc Kriminalunlcrslichnng nicht erwähnt wor> den, die natürlich ein Hinderniß bätte bilden müssen. Anch battc cr sich, um keinen Verdacht zu erregen, als gemeiner calabrcsischer Gebirgsbewohner gekleioel. Dann gab er anch v^r. er könne weder lesen noch schreiben, damit er nicht dcr Gendarmerie zngetbcüt, wozn seine Stalnr kannte — einer Trnppcnablhcilnng anzugehören, die entweder in oder doch nahe bei Neapel ihre Garni' son habe. In den sechs Monaten, die er gedient hat, war seinc ^cbenöwcisc stets vereinsamt, cr suchte mit Beharrlichkeit die Annähernng und die Gcscllschaf seiner Kameraden zu vermeiden; übrigens gelang c ihm. alles Dasjenige. war dcr junge Soldat notl wendig erlernen mnß. leicht anfzufassen. In dem el sten Verhöre, dem er unterworfen worden, hat e offen erklärt: cr habc bereits vor acht Jahren de Vorsatz gefaßt, dcn König zu ermorden, und nur dii ser Vorsat) habc ihn veranlassen können, sich als So dat anwerben zn lassen. Er ist cm Anverwandte des calabresischen Emigrirten Mosciaro. der zur Ze, in England verweilt nnd einer dcr vertrautesten 'Gl iwsscn Mazziui's sein soll. Dieß nnd mehrere Nebe,, umstände lassen mit ziemlicher Bestimmtheit vcrmnthcr daß auch cr ein Mitglied jener geheimen Gefeilscht sei, die den Meuchelmord predigt nnd dcn Königi mord als das uerdiciistüchstc Werk lebrt. Es wa die erste größcre Waffenübung oder Parade, dcr c beigewohnt hat. Anfangs war cr gewillt, wic e anösagt, den König zn erschießen. Da nun abcr di Gewehre beim Ausrücken ans der Kaserne nach mi! tärisehcm Brauch untersucht werden, ob sie nicht gc laden sind. und er nnter den Waffen seine Büchs mit ciuer gcn,'öbn!ichen Palronc unbemerkt nicht mrh hätte zu laden vermocht, hatte cr sich cinc blcchcrn'c mit ciner Kngel versehene Patrone zn verschaffen gc wußt. die rr nubemerkt in den Lauf hinnnterglcite zn lassen gedachte. Die Vorsehung wollte es abei daß er dicsc Patrone zwar bei sich führte, sie abc nicht wieder aufzufinden vermochte. Er glanbtc dahe sich dcs Säbelbajounets. das nach hiesigem Gcbrane während dcr ganzen Parade aufgepflanzt bleibt. l>< dienen zn müssen. Uebrigcns bat er dcu ersten Sto! mi! einer solchen Heftigkeit'geführt, daß das Säbel bajonnet nahe an seinem Griffe krumm gebogen wo, den ist. Es hat sich dic größte Entrüstung untc allen Truppenkörpcrn, sowohl in Neapel als in dc Umgegend allgemein geäußert. Ja es ist eine Tha< sache, die rühmliche Erwähnung verdient, daß da Vataillon. dcm dcr Verbrecher angehört, bei seine Zurückknnft in dic Kaserne einstimmig seinen Kon, mandauten bat, cr möchte das zubereitete Mittagessci dcu Armen austheilen lassen, da Keiner, vor Schn'.erz daß ein solcher Answnchö dem Bataillon angehör habe, essen könne. Der Kommandant mnßlc den dringenden Ansnchen willfayrcn. Die große Vcrcl'. rung, dic dcr König in dcr ganzen Armee genieß! hat sich l'ci dieser traurigen Veranlassung glänzen lind bci einigen Truppcnkörpcr>, auf die rührcndsj Weise geäußert. Aber anch die z.'icbc dcs Volke, gibt sich mil jcner Eiqrnlyümlichlril, »ic dcii süoli chen Volkscharaficr bcl'nndet, anf's Unzweideutigst, überall zu erkennen. Fast nur ein Wunder hat de> König zu erhalten vermocht." Das „Univerö" bringt Folgendes übcr das At tentctt auf Se. M. den König von Neapel: «In Angcnblickc, wo dcr Mörder niedergeworfen wurde halte cr scincn crstcn Stoß gethan niw slüvztc ii Wuth vorwärts, um cincn zweiten zn thlln. AIs e, wieder alifstand, sagte er: „Es ist mir nicht geglückt, aber ich habe meinen Anftrag erfüllt!" Der Könis beruhigte scinc Uingcbung nno gab Vcfehl zlir Fort seynng dcs Parademarsches dcr Truppcn. Allcs dac geschah so schnell, daß die Königin gar nichts davon gemerkt hatte von der Gefahr, in welcher sich dc, König befand, Ein Stabsoffizier sagte ihr. laß dc, lassen könne." Da wandtc sich cinc kleine, ans Protestanten bestehende Assoziation znr Unterdrückung dcs Saufens, in ihrcr Vcrzwcifinng an unseren Mann: „Mr. Matthew — sagtc ilnu cincr dcr Vitlstcllcr, — hier ist cine Mission, die Eurer würdig ist; weiset sie nicht znrück!" Auch Vater Matllttw arbeitete achtzehn Monatc lang umsonst gcgcn dic tiefgcwnrzelte Versnnkcnhcit dcr Eorker „Bnrschcn": schließlich jedoch fing daü-Eis ail zu schmelzen und auf feinen Meetiilgs, dic cr wöchentlich zwei Mal hielt, traten Einige der notorischesten Trunkenbolde seinem „Enthaltsamkeitsvcrcin" bci. Im Angnst 1639 nahm dic Bewegung zn ^i-merik. wo M. auf dcn Wunsch dcs Bischofs prcdigte, großartige Dimensionen an: dcr Major der Stadt yattc erklärt, daß in der Grasschaft binnen zehn Monaten 75» Todesfälle an Trunksucht vorgekommen warm. Zll Tausenden strömte das Landvolk herbei, um Vatcr M. zu hören: so furchtbar war das Gc> drängc, daß einige Schock Menschen in dcu Sl)an> uonflnß fielen lind die Eiscngclander umgestürzt wnr> den, wclehc dic Wohnung dcs „Mäüigkeilsapostels" uiugabcn. Mehrere dcr schottischen Garden, dic in den Straßen Wacht hicltcu, wurden buchstäblich vom Vodru aufgehoben, und so dicht standen dic Massen, dasi Einzclue rnhig übcr dic Köpft und Schultern dicscs vicigNcbrigcn R'iesen hinwcglanfen konnten, um dcn ^aum von M.'s Gewand zu bcrührcll. Zu Par-sontoiun mllßtc ein Schüpendctachemcnt das Bajonncl sillfstecken und fällen,, »>.m so eilten halblcbcildigcn, halbciscrucn Wall gcgcn dic hcranstürmcndc Mcngc zil bilocn vor dcr KMllc, in welcher dcr milde, nn- sprilchlosc Mann sein Wort ertönen ließ. M. auf seinen Trinmphzügen zli begleiten, ist lins natürlich nn-niöglich, doch von seineu Erfolgen wird mail sich ein Bild entwerfen können, wenu man hört, daß zu Nc-nagh 20.000 Personen an Einem Tage das Enthalt-sanlkcitsgclüboc ablegten; zn Gallvay 100.000 in zwei Tagen; zn ^onghrea 80.000 hinnen derselben Zrist; von da bis Portumna 200.000; zu Dublin 70.000 in fünf Tagcn. Es gibt wenige Städte in Irland, wo M. nicht gleiche Resultate crrnngcn, und mit demselben Enthusiasmus ward cr 1844 iu Liverpool, Manchester lind Vondon anfgcnommcn. Erklärlich werden dem ^eser diese Snkzcsse, ivenn er aus einstimnllgcu Hcngnisscn lernt, daß iil Vatcr Matthew dcr Elcrikcr völlig in dcm Ehristcn, in dcm Wohlwollen gcgcn allc Mitgeschöpfc aufging. Er gab nicht nur sein ganzes Vermögen für dic Armeil alls, sondern war auch die unschuldige Ursache von dcm Bankerotte seines Brnders, cincs Vrannlwein-brcuncrö im Süden vou Irland, dcr dic schwcrcn, ihm durch dcn „Enthaltsamkcitstrenzzng" beigebrachten Verluste nicht langc übcrlebtc. Trol)dc>n crtrugcn cr und andcrc Mitglicdcr der Familie, die sämmtlich in ansgcdchntcr, Neisc bci dein Handel mit Spiritnosen bcthciligt waren, diese Einbußen nicht bloß ohne Mlirrcn, Mdcrn sie steuettcn zlir Errciehulig dcs cdlcil Zweckes noch beträchtliche Smmuen bei. Vatc^ M. sclbcr erhielt vor mehreren Jahren durch dic Gnadc dcr Königin als Ancrkennnng seiner Dienste eine Iahrespcnsion von 3000 fl.; ab^r anch dicsc Summe soll, wic die „Times" hört, saust ganz in dcr Bczahlung großer ^ebcnsvcrsichcrungspolizcn dar- aufgegangen sein, dic cr sciucr Gläubiger wcgcn aufnehmen mußte, und erst vor vier Jahren wurden in England neuc Sammlungen zll Gunstcu Matthew's vcraustaltct. M. war — das sei zum Schlüsse bemerkt — cin Mann von ausnahmsweise milden und angenehmen Zügen; von gcwinnruden, einfachen und leichten Manieren; demüthig ohne eincn Schatten von Ziererei; mit klangvoller, musikalischer, zum Herzen dringender Etimmc; von kräftiger, ctwas mchr als mittelgrokcr Gestalt, mit cincm cbcn so schöllen, als ausdrucksvollen, von Gesundheit sttahleudcn Anllitzc. Allf dcn crstcn Blick sah mall ihn, an, daß cr bei dem Werke, dein er sich unterzogen, nur von angeborenem Wohlwollen lind von keinerlei Ostentation beseelt war. Schweres Unrecht würde also dcm Verstorbenen thu», wer ihn mit gewissen koncincntalcn Mäßigkcits» apostclil in Einc Kategorie werfen wollte, wic sic namentlich in dcn junkerlichen Kreisen Preußens in nenester Zeit aufgetaucht siud — Lcutchcn, die anch gar beweglich lind kläglich über die Vcrsnnkcnheit dcr nntcrcn Klassen zn perorircn wisscn, aber noch im ucrgangcncu Iahrc in dcn Bcrlincr Kammcrn cincn Heidenlärm übcr „Einbruch in ihrc Privilegien" cr-hoben, als die Zcitumständc dcn Finanzininistcr zur Vorlage cincs Gcseyentwnrfcs veranlaßten, heften Annahme diesen Rittern der Neuzeit, die Handhabung des DcstillirkolblM gnf ihren Gütcrn wcnigcr ci,u-träglich gcnmcht haben würde, Von Matthew <>n Gcgcuthttlc gilt rceht cigciitlich des Dichters Wort: „des Gerechten Thaten duften süß und trcibcu Vlü» then aus dcm Staub dcö Grabcö!" (Pcsthcr Lloyd.) «»»V Tumult nur von der Verbaftuug eines Soldaten hcr> rühre, welcher Reih' und Glied verlassen l>abc. um drm Könige cinc Bittschrift zu überreicheu. Nach dcm Defiliren begleitete dcr König das IägerbataiUon. um il)m zli zeigen. daß cr. cs nicht für die That eines jeincr Kameraden verantwortlich mache." Ans Neapel wird unterm <0. d. geschrieben: Se. Majestät der König hat zwei wegen Hochverrates zu je 2U. und 19jähriger Haft in Eisen verur« theilte Individuen, dercu Strafe bereits auf je 18» und Illjätirige Verweisung herabgesetzt worden war, nun gänzlich begnadigt. Dcr Prozeß, den Professor Melcgari gegen die „Armonia" wegen angeblicher Diffamation erhoben l)al, ist in Turin suspcudirt worden; der Vcrtbeidi» gcr des verklagten Plattes wollte nämlich das Tri« l'nnal. vor welchem die Sache anhängig geworden, nicht als kompetent anerkennen und erklärte, darüber vom Appcllationsgcricht eine Entscheidung einholen zu wollcu. Mittlerweile sind die von der „Armonia" als Zeugen zitilten Herren Gallcnga und Saui we< gen Nichterscheinens zu jc 10 Lire Geldstrafe verur. theilt worden. Das Kriegsmarine. Oberkommando stcn dcr Witwen und Waisen ocr Orient»Armcc. Man hatte vor dcm Anöstcllnngshause alle militärischen Polizei.Maßregcln getroffen, um mißliche Folgen dcs Gedränges zu vermeiden. Marschall Pelissicr prän» dirtc dcr Kommission. Zur bezeichneten Stunde für dcu Anfang warcn bloß drci Personen zugcgcn, und man wartete noch eine gutc Weile, in dcr Hoffnung, ein größeres Publikum zu erhalten, aber cs wollte sich Kcincr cinstcllm. Da crhob sich cndlich Marschall Pclissicr und sagtc i „Mcinc Herren! Da Sie nur Ihrer drci sind, so will ich meine für eine größere Anzahl von Znhörcrn berechnete Nedc an Sic rich« ten!" was er denn auch that. Die Ziehung wird wahrscheinlich 14 Tage dauern. Unter dcm Titel: „Dle Persische Frage", vcr. öffentlicht das „Pays" cincn Artikel, worin es be> yauptct, daß die Russen im Golf von Araba, an den Ufern dcs kaspischcn Meeres uuo in dcr Nähc dcr persischen Grenze cinc Armee versammeln, die man anf 40.000 Mann schätzen könne. Bezüglich dcr öftcr erwähnten, obwohl noch ci> nigcrmaßcn in Dunkel gehüllten Expedition gegen China, an der sich angeblich neben Frankreich auch Eugland und die Vereinigten Staaten bcthciligen werden, verlautet hicr, daß mit der letzten Post dem mit der Vertretung dcr französischcn Interessen in China betrauten Herrn dc Courcy die Instrnltioncn übersandt worden sind, nach denen er von der chinesischen Regierung zu verlangen hat, daß sie dem Mandarin dcr Provinz Tschangton eine exemplarische Züchtigung auferlege, der dcn französischen Missionär Chappcdcwiiic grausam zu Tode foltern ließ. Wir wollen hoffen, daß sich diese Nachricht bestätige. Ein Artillcrickapitän, Mo/isson, welcher kürzlich eine Geschichte dcs Kaisers Louis Napoleon geschric» bcn, hat folgendes Schreiben von Seiner Majestät erhalten: Mein Herr! Da die Wahrheit so oft entstellt wird, so ist cs tröstlich, einem Schriftsteller zu begegnen, dcr ohnc Inlcrcssc und Leidenschaft sich mit der Sammlnng der Dokumente bemüht, die dcn Thatsachen ihre Sicherheit, dcn Absichten ihce Reinheit zurückgeben. Sie haben diese delikate Anfgabc zn meinen Gunsten uütcruehmen wollen und. wie ich in mehreren Stellen Ihres Werkes bemerkte, scheinen Sie die» selben auch ausgeführt zn haben. Ich bin Ihnen deßhalb sehr rrkenntlich. Es steht mir ohne Zwei» fel nicht zu. ein Buch zu loben, welches mein Lc> bcn erzählt; aber cs wird mir doch erlanbt sein. Ihnen zu sagcu. wie sehr mich der Beweggrund rührt, dcr cs inspirirt hat. Genehmigen Sie da» bcr, mein Herr, mit meinen aufrichtigen Danksa« gungcu die Versicherung allcr meiner Gefühle. Palast dcr Tuilericn, 6. Dezember. Napoleon." Großbritannien. Loudou, Ili. Dezember. Am 1 November cr. schien folgende Proklamation der indischen Regierung, die vom Telegraphen uud heute auch von dcn cngli> schcn Ionrnalen eine Kriegserklärung — u pi-cx-Ianm lion <»l" nm- — genannt wird, die aber diesen Titel kaum verdienen dürfte, da sie leine Kriegserklärung in vorgeschriebener Form, sondern mehr eine Ansein» andersetznng der Nechtsgründe ist. durch welche sich die Regierung zu einer kriegerischen Expedition gegen Persien bewogen findet. Das Aktenstück lautet voll» ständig: Proklamation. — Fort William. Auswärtiges Amt. 1. November 18«6. „Nachdem der sehr ehrenwerlhe General »Gon» verncur von Indien, unter Anweisung uon^brer Ma> jestät Regiernng. die Ansammlung cincr großen britischen Macht in Bombay znm Dienste im persischen Golfe, mit Beihilfe des Konscils. anbefohlen hat. hält er cS für angemessen, die Gründe, welche diese Maßregel nöthig gemacht haben, zu veröffentlichen." „Im Monat Jänner des Jahres 18!!3 waren zwischen dcm Oberstlieutenant Shell. Ihrer Majestät außerordentlichem Gesandten nnd Bevollmächtigten am Hofe des Schah von Persicn, und Sr. Hoheit dcm Sndr Azim. oder Premicrmiuistcr dcr persischen Re> qicrung gewisse Artikel eines Uebercinkommens festge« stellt worden." „Kraft dieser Artikel verpflichtet sich die persische Regierung, unter keinerlei Verhältnissen Truppen nach Herat zu senden, cs müßte denn dieses dnrch fremde Truppen, d. h. durch solche, die von Kabnl oder Kan> dahar oder einem andern fremden Lande ausgeschickt würden, angegriffen werden. Wenn in eincm solchen Falle Pcrsicn Trnppcn absendet, verpflichtet eö sich. diese nicht in die Stadt Herat einrücken zn lassen und dieselben ohne Vcrzng aus der Umgebung von Herat auf pcrsischcs Gebiet zurückzuziehen, sobald die frem> den Truppen sich anf ihr eigenes Gebiet zurückge» zogen haben sollten." «Die persische Regierung macht sich ferner anheischig, sich einer jedweden Einmischnng in die inneren Angclcgcnhcitcn von Herat zu entHallen, sowohl im Vesipergrcifen oder Otkupiren, oder im Annehmen von Souvcrainitä'ts »Rechten, oder im Regieren, mit Ausnahme jener Einmischung, wie sie zwischen dcn beiden Parteien zu Lebzeiten bcS verstorbenen Schah Mahomed bestanden hatten." „Und schließlich verpflichtet sich die persische Ne> giernng, allen Forderungen nnd Ansprüchen anf die Münzprägung, das Lesen des Khootbeh, oder sonsti» gen Beweisen von U,,tlrtl>m,enpflicht nnd Unterwerfung von Scitcn dcr Bewohner von Herat gegen dic persische Regierung, zu entsagen." „Es war gleichzeitig festgestellt worden, daß. so lange keinerlei Einmischung in die Angelegenheiten Herat's von Seiten der britischen Negierung statt» fände, dic von dcr persischen Regierung eingegangenen Engagements, die oben erwähnt wurden, in voller Kraft und Wirksamkeit bestehen sollen. Und wurde auf dcr andern Seite von dcr britischen Regierung zugestanden, daß, wenn cinc fremde Macht, die Afgha« nen oder ei»e andere dcn Wunsch haben sollten, sich cinznmischcn oder von Herat Besitz zu ergreifen, die britische Regiernng auf Verlangen des persischen Mi> nisters nichts dagegen haben würde, cinc solche fremde Macht durch frcnndlichen Rath zurückzuhalten, so daß Herat in seiner eigenen Unabhängigkeit erhalten werde." „Während mm die britische Regierung dcn nnter dem Uebercinkommen vom Iä'nncr 18ll:l übernom» mencn Verpflichtungen getren und beständig nachge. kommen ist, hat die persische Rrgicrnng cine absicht» liche uild hartnäckige Mißachtung der gegenscitigen Verpflichtungen an den Tag gelegt, kraft deren sie sich gcbnndcn hatte, und bemüht sich jetzt, die Unab< hängigkcit von Herat, den erklärten Gegenswnd dcr dctrcffcndcn Konvention, mit Gewalt zu vernichten." „Schon im Dezember 1866 hatte die persische Regiernng in einem Artikel der offiziellen Zeilnng von Teheran ihre Absicht, eine Trnppcinnacht nach Herat zu senden angekündigt, gestützt anf die Angabe, daß Dost Mahomed Khan, der Hcnschcr von Afgl>!» nistan. durch seine «Nachbarn" angestachelt worden sei, sich >n den Besitz von Kandahar zn setzen; daß ihm mit deren Beistand dieses Unternehmen gelungen sei. daß cr einen Zug gegen Herat beabsichtige, und daß zur Aufrcchthaltung dcr Ruhc in Khorassan cinc bcwaff»etc Demonstration in dcr Richtung von Herat nothwendig geworden sei." „Diese Behauptung, daß der Herrscher von Afgha« nistan durch seine Nachbarn angestachelt worden sei. sich in den Besitz von Kondahar zn setzen, oder daß ihn, diese bei dcr Besitzergreifung jener Stadt beige« standen halten, oder daß er von diesen zn einem Zuge gegen Herat Rath und Aufmunterung empfangen halte, war. wofcrne unter diesen Nachbarn die englische Regierung verstanden werden soll, vollständig nnwahr. Die britische Regierung hat weder mittelbar noch unmittelbar Theil au cincr derartigen Aufstachclnng, Beihilfe oder Aufmunterung, noch auch lag, so viel die britische Regierung weiß, znr Zeit. als jene Ve< hauptnng ausgestellt wurde. irgend cine Handlung von Scitcn des Armcer Dost M^omcd Khan vor. Die auf seine Absicht gegen Herat zu marschiren schlie« ßen lassen konnte." „Nichtsdestoweniger bat die persische Regierung ihre Absicht ausgeführt. Nicht allein haben persische Truppen einen Einbruch auf Herat's Gebiet gemacht, obwohl die einzige rechtfertigende Veranlassung dazu fehlte, sondern sie belagerten die Stadt und mengten sich in ihre innern Angelegenheiten, während die Re» gierung von Teheran, nicht zufrieden damit, sich das Recht, einen Herrscher für Herat zu ernennen. anzu» eignen, in einer Ansprache an das gegenwärtige Ober» hanpt dcr Sta^t Herat sogar als persischen Gebiets» theil erklärte." „Die Belagerung Herat's durch persische Trnppcn dancrt schon mehrere Monate. Bei Beginn derselben und wälirend ihrer Dauer sind die unfrenndlichen Ge> sinnungen Persiens gegen die britische Regierung kaum verschleiert worden und die Truppenbewegungen in verschiedenen Theilen Persiens haben nach neuester Zeit Anzeichen von der Entschließung geliefert, auf einem Angriffe zu verharren, der dnrch nichts hervor« gcrnfcn wurde und aller Trcnc Hohn spricht." „Das Benehmen dcr persischen Regierung ist von Ihrcr Majestät Regierung als ein Akt offener Feind« seligkeit erklärt worden. Vergebens wurde Genug« thuung gefordert. Als Präliminarc zu der Ausglei« chung dieser Differenzen, die lediglich aus der Hand« lungsivcisc Pcrsicns entstanden sind, wurde das Vcr» langen gestellt, daß die persischen Truppen aus der Umgebuug Herat's auf persisches Gebiet zurückgezogen werden sollen; aber man wich dieser Forderung aus und nach den neuesten Berichten wird Herat noch immer von persischen Truppen belagert." „Da freundliche Vorstellungen nicht fruchteten und cinc billige Forderung bei Seite gelegt oder venvor« fcn worden ist, wird cs für die britische Regierung nothwendig, Maßregeln zu ergreifen, durch welche die persische Negicrnng überzeugt werden soll. daß feicr« liche, mit Großbritannien abgeschlossene Vertrage nicht nngcstraft verletzt werden dürfen nud durch welche wirksame Bürgschaften gegen fortwährende Treubrüche erlangt werden sollen." „Zu diesem Zwecke hat eine Truppenmacht dcn Befehl erhalten, sich in Bombay zu sammeln »inv wird sich dieselbe, so wie die nothwendigen Vorbereitungen beendigt sind. einschiffen. Ihre weiteren Operationen nach ihrcr Anknnft im persischen Meerbusen werden von den Wcisungcn abhängen, die aus dem weiteren Verlanfe der Begebenheiten und der Politik dcr bri« tischen Regierung entspringen werden." „Auf Befehl des sehr ehrcnwertben General« Gouverneurs von Indien, gegeben im Rathe." . I. F. Edmonstone, Sekretär dcr indischen Regierung. Beigefügt sind zwci weitere Dokumente, d^s cinc gestattet persischen Kanffahrern in Häfen der britisch« indischen Gebiete eine Frist von 30 Tagen zur sichern Abfahrt, mit Ausnahme derjenigen, die persische Offi« ziere und Kriegskontreban?c an Bord baben. Ferner ' sollen alle vor dem 1. November ans fremden Häfen abgelaufenen Schiffe ungehindert ihre Fahrt nnd Lan« dung ansführcn können. In einem zweiten Doknment wiro allen persischen Unterthanen, mit Ausnahnc von Konsuln uud Konsularagcntcn. die sich auf brilisch« indischem Gebiet bcfinden. der weitere Anfenthalt gc« stallet und Schutz zugesagt. Loud on, 18. Dez. Dic Königin hat den Ma> lroscn der „Resolntc« l00 Pfo. St. znm Geschenk gemacht; zn Ehren dcr Offiziere finden im Lanfe der nächsten Tage in Pottvnwutl, zwei Bankette Statt. Die persische Erpeditwn wiro aus thcilwcise vcr» schiedenen Bcweggründl-u von allen Seiten angegrif. fcn. Auf dem Lande scheint eine Agitation darüber im Entstehen. In Bradford (5riminal Coun" (Newgate) in Anklagestand zu versetzen. Rnßland. Die „Schlcsische Ztg.« hebt hewor. daß in den rn, sischen Zeitungen noch immer mit dcr schärf, stcn, Bitterkeit gegen England und Ocstcrrelch gcspro« chcn werdc. Allen andern gehen darin die »Peters« burgcr Nachrichten" voran, deren politischer Theil sich ausschließlich auf Ausfälle gegen die beiden Staaten beschränke. 1H»8 ;,',„ .Die Vczichungc» Persicns und Rußlands bcr». hen, außer auf de» drei Konventionen von 1723. 1732 und 1783. alls den bcidcn Vcrirägen von Gn-listan >l»d Turkmanlschai vo», 12. Oktober 1813 u,^ 22. Fcbrnar 182«. In, Artikel 4 drö Gnlistancr Friedens heißt es: „Se. Mai. der Kaiser von Rnß. land verpflichtet sich. zum Beweise seiner Gefühle für Se. Moj. dcn Schah von Persie» nnd um dcm< selben seinen anfrichtigen Wunsch zu zeigen, die A»< tokrotie und souvcrä»e A»lorität iin persischen Ncichc auf solider Basis begründet zu scheu, feierlich für sich und sciuc Nachfolger, iin Nothfälle demjenigen der Söhne des Schah uo» Persic», de» cr znm Er» l'eu des persischen Äicichcs ernennen wird, Hilfe zu leisten. damit kein auswärtiger Feind sich in die per» sischen Angelegenheiten mischen könne und der Hof uo» Persian dnrch den Beistand drö Hofes von Rußland geschüttt werde." Eine, wie man sieht, anf den gegeiuvärlige» englisch'persischen Streit laum anwendbare Bestiminung. Türkei. Ueber die Instruktionen dcs türkischen Gcsand> ten für die Pariser Konferenzen schreibt man der „Tricstcr Ztg." aus Ko n st a » ti » ope l. 12. Dezem» l'er - Mit dem gestern vo» hier al'gcgangcncu Schiff der „Mcssageries imperialcs« bcgali sich der Sohn Rcschw Pascha's als Kurier zu seinem Bruder, dcm Gesandten in Paris, mit den anf den Kongreß be> züglichen Instruktionen. Diesclbeil enlhalleu vorzüglich den Vefll'!, nur nnler der Bedingung irgend Etwas 5,n nntcrschrcil'en, daß Bolgrad der Moldau cinver-lcibl ivürdc. nnd die SchlangciuiN'rl nnd das Donan-Delta unler der unmitlelbarcn Herrschaft der Pforte l'lcibcn, Auf die N'ichtcinverleibuug lcs Donau-delta's in die Moldan soll von Seile der Pforte ein ganz besonderes Gewicht gelegt werden. In Damascus (27. November) sind zwei ösicrr. Militärs mit den von der österr. Kommission im Libanon axgekanfte» Stnlcn a»gcko»u»e». Der Chef der Kommission, Oberst Brudermann, hat sich mit seiner übrigen Begleitnng am 20. von Saida uach Jerusalem gewendet, nm bei den Stämmen in der Umgegend arabische Pferde anznkanfen, nnd wird sich über Naplns nach Damascus begebeu, wo wäh° rend seiner Erknrsio» nach dem Horan nnd dem nord> östlichen Theile der Provinz die feste Station für dic Pferde scin wird. Da die arabischen Stämme jedoch während des Winters sich fern von Syrien aufhalten, so dürste die Kommissio» mit >l)re» Ankäufen wohl bis znm Frühling warten müssen. Dic östcrr. Rei< senden Vagaini und Ghidelli haben sich vereint mit einem belgischen Mönch, unter dem Geleite des Beduinen Mcgincl (Gatten der Lady Digby Elleuborough-Tbeotoki), dem sic fi. 6000 zahle», nach Palmyra begeben. (Tr. Ztg.) Tngsnenigkeiten. — Aus Ali > Orsova wird der „Tem. Ztg." über ciuc» archäologischen Fund berichtet,' der, obgleich von keiner außerordentlichen Bedeuiung, doch dic oft aufgestellte Behauptung erbärtet. daß jener Ort anf einem klassischen Bodeu stcht und eine bedeutende römische Nicd^lassuug gewesen sein mag. Der Be> richtcrüattcr schildert bei dicscm Anlasse gleichzeitig die schreckliche Indolenz der Arbeiter. welchen die Schäpc unter dic Hände kamen. Am 6. d. M. wurde nämlich gelegcuhcillich eines Baues ein römischer Bleisarg qcfnndcn. Dic Arbcitcr nahmen ihn mit wenig Vor-sicht heranö und wühlten in dessen Inhalt, bis sie Alles zcrln'muncrtc». Namentlich war der untere Theil des Sarges gut konscvvirt und konnte mit wenig Mühe und Zeitaufwand ans der Erde gehoben werden, nichtsdestoweniger wurde der Fund mit Gewalt zerschlagen und stückweise vertheilt. Iedc Mühc, dcn Sarg zu rcttt-». 'war vergeblich. Iu dem Sarge wurdc nebst cincm Kinderschädcl gefunden: cine dünne Platlc vou elliptischer Forin, und noch zwci Stücke, welche als Ol'rgchängc oder sonstiger Schmuck gedient haben. Sämmtliche anfgefuudcuc Gcgcnständc sind uon Gold und gut erhalten. Dic in dcn Ring gra-virten 5) Buchstaben sind deutlich und haben ganz die heutige Form. Auch eine Kupfermünze wurdc in dem Sarge gefunden, wclckc wahrschcinlich der Ouadraus (Virx. ^< il. VI, 298, .Il>v<>». X!. 267) gewesen ist. dcr bci dcn Röincr» in den Mund des Todten gelegt wurdc. — Aus Troppau, 16. d. M. schreibt man: Hcuie Abends 9'^ Uhr haltcu wir den seltenen An> blick cincs Phänomens. Der ganzc Horizont wurde plötzlich wie von einem starken Blitze erhellt nnd cinc leuchtende Kugel in dcr ailschcincilde» Größe des Monies fiel in der Richtung von Wcst »ach Ost. Dic ^llft ivar ruhig „up dcr Himmcl fast unbewölkt, — Das Archiv in Vcucdig ist das größte der ganzen Welt. Bedacht durch die Frcigcbiglctt dcr Kaiser, ist cs außerordentliä, bereichert und mit der bcwnndcrnöwcrthcstcn Ordnung eingerichtet worden. Es umfaßt 298 Sälc, deren Wänoc mit Gcstcllc» bedeckt sind. Würden dicsc lcttterc» neben einander gcstcllt. so bildeten sic cinc ^inic von 20.000 Mctcr oder 7^ Licucs. Dieses Raunies ungeachtet ist dcr-sclbc »och uugcuügcud gewcseu, um die 8,664.700 Hcflc aufzunehmen, welche dic ganzc Massc dcr hicr gcsammcllcn Doklimcutc bilden. Ein Venezianer hat bcrcchnct, daß tausend Schreiber, wclchc täglich acht Stundcn ununterbrochen arbeitete», nicht wcnigcr Zeit brauchen würden, als 734 Icchrc, um das ganzc Archiv zu kopirc». Es würden also tausend Schrci-bcr. wclchc dicsc Arbeit begouncn hältci,, als dic Kreuzfahrer ihrc Fahnrn auf den Wällen von Icru> salcm cittfaltctc», jci)t kauin damit zu Endc sci». — Vlus Kronstadt in Sicbenburgrn wird die natlirhistorisch'iutcrrcssantc Mittheilung gemacht, daß dic kohlcnsäurchaltigs Sprndelgucllc (Pokolsar) in Kovaßna seit cinigcr Zeit in so lebbafter sprudelnder Bcwcguug ist, daß sic in dieser Hinsicht dcn Karlsbader Sprudel beinahe übertrifft. Der Plap iu Ko> vaßna soll ga»z übcrschwcmmt, das Wasser des Pokolsar schwärzlich scin und Asche mit sich führen. Nach Aussage ältcrcr Vcwohucr dcs Orts siuo schon früher ein Mal solche gcwaltigc Ernptioncn bcobachlct wordcu. — Wie man ciucm rheinischen Blatte schreibt, ist den im Anölandc und namentlich iu den nord> amerikanischen Freistaaten akkrcditirtcu k. l. östcrreichi' schen Konsuln und Kouslllaragcutcn von Seiten .hcs Ministcrilüns dcs Acußern der Auftrag zugegangen, Gesuche ungarischer Emigrirten, um Erlaubniß zur strafsreicn Rückkehr iu dic k. k. Staaten und um Wicdcrcinscnung in die bürgcrlichcu R'echtc zur Wei> tcrbcförderung an Sc. Majestät den Kaiser zu übcr-nchmcn. > Der nächste Sccwcg vom schwarzcn Mccre nach Ocsterrcich durch dic — Norosce. Mau hat sich iu den Kreisen dcr Bauunternehmer bcdentcno gewundert, wic cs dcn beiden Engländern, welchc cinc Slrccke ocr Wcstbahn zum Ball übernommen, möglich gewc> sen, so änßcrst billige Bcdingnngc» zu stelle». Die Sachc klärt sich luin einfach aber cbc» so pikant als englisch praktisch auf. Dicsc beiden Unternehmer sind die,elbcn, wclchc die Balaklava» Bahn iu dcr Krim baute». Nach Beendigung dcs Krieges wurde sammt« liches Material dcr Vahn bis auf dic Schienen herab dcn Unicrncbmcrn wieder zur Verfügung gestellt und diese Veteranen des Kmnfclvzugcs sollcn nun jetU »ach Oesterreich überficdcln. Bezeichneur für dic östcr» rrichischc Schifffayrt oüvftr nlicr folgendes sein. daß oi».' Unlcvnlhlnrr wegen ocr hohen Flacht dcr öster-veichischen Fahrzeuge das gaiizc Material statt alif dem kürzeste» Wege über Tricst auf dem enormen Weg mil halb Europa hernm auf cnglischcu Schiffen i» einen nordischen Hafen gehe» lassen und uon dort per Eisenbahn uach Oesterreich führe». > Die stcts wachsame Industrie iu London, die, ans jedem Ercigmssc Kapital mache» mochte. hat augcfangc» auch die i» dcr letUcn Zcit so häufig vorgekommenen nächtliche» Ra»ba»fällc (^ln-,»llo iiol>l»cl i<,^) speknlativ ali^z»bcl>te», nnd wenn die Polizei diese» Räuberticn nicht bald ein Endc macht, ircrde» dic „Anli'Garottc'Erfindungen" balo eine hohe Stelle in der Industrie cin»chi»e». Man findet in dieser Sphäre schon cinc Menge wimdcrbarcr Anzci-gcil i» de» Iolirnalen: uon Taschcnincsscr», die eine» eigenthümlichen Haken in sich schlicßcn, um dem Garottcur bequem de» Bauch anfzuschlinc» , wenn er sci» Opfer von hintc» gepackt hat; vo» Dolchen, die ma» in der Westentasche, tragen kann. dic ma» aber im Angcnblick dcr Nolh dnrch dcn Druck an ci> ner Fcder nach Belieben verlängern kann wic ei» Teleskop, und dic in friedlichen Zeile» die Stcllc eines unschuldige» Falzbeins vertrete» kö»»c»; von kleinen Lärinkanone». die man in dcr Rocktasche ttägt. mid wclchc die Polizei mcilcnwcit anf die Bcinc bringe». wc»n Gefahr droht; c»dlich vo» Auti'Oal'otte. Halvdindcn, dic sich Icder. dcr spät i» dcr Nachl nach Hanse geht, umschnalle» kaun, u,io dic dem Halsbande eines Bulldogs alls ci» Haar ähnlich si»d. Daö allcrnclicstc Verihcimgnngö'Instrlimcnt abcr wird vo» cincm Schuster angekündigt. Er cmpsich!t scinc Anti'Garollc-Siiefcl dri»gc»d; es si»d ga»z gewöhn» lichc Siicfcl mit cincm kleinen, harmlos ansschcndc» Spor». der aber, wcn»'ö Nolh thut, durch dcn Druck einer Feder in cinc» ganz respektable» Bajo»»ct schl» Bank 20 Millionen Piaster Anlehen konlrahirl, Vcro » a, 2^. Dez. Die Prooinzialkongregation vo» Pavia hat bezüglich der Allerhöchsten Gnaden« aktc an Se. k. l. Apost. Majestät eine Dankadresse gerichtet. Gen na, 22. Dez. Dcr Herzog von Anmale, von Barcelona kommend, begibt sich anf feine Güter i» Sizilie». Mailand, 22. Dcz. In Piemont. Parma »md Piacenza ist die Lungenseuchc unter dem Rindvieh vorherrschend aufgetreten. B crn, 22. Dezember. Nach ciucr Depesche des „Franks'. Iourn." gewinne» die Friedc»shoff»»»' ge» die Oberhand. Es zirknlire» Gerüchte über di< plonlatischc VcrlttilU»»^^'.'^^)!«^^ u»d Leitung der« selben nach Berlin. Zahlreiche diplomatische Konfc« rcnzc» finden bci dem B»»dcspräsidc»te» Stalt. Handels- und Geschäftsberichte. Vcrlos»»g. Vcrzeichiliß dcr am ^. u»d 1<>. Dczcnibcr bci dcr 40. Verlosilug der fürstlich OsterlMy'sche» Aulcihc gczogclic» ljU00 Stück Schuld' vcrschrcibungsiiummcr» sannnt ihrc» Gcwinnc»: (Fortsttzung.) «0 fi. gcw. fcrncr: Nr. 21180, 21326, 21333, 21338, 21420, 21Ü2«, 210, 24728, 24872, 24922, 2!!03l, 2Ü112. 2.'il21, 2.'!l81 . 2319«. 2K217, 2li247, 2i)202, 2Ü204. 2.'i3:i0. 2^37!>, 2.')li29, 2^ll7l, 2l;l)70, 2^099, 2K702, 2ii704, 2«7«3, 2!l813, 2Ü934, 2Ü944, 2i>982, 2ttl0ü, 2Ü173, 20209 20239 26304, 20320, 2047«, 2l^0ii, 20549^ 20013, 20017, 2671Ü, 20772, 20817, 20322, 20832, 20808, 20893, 26910, 20926, 27001, 27008, 27049, 270^7, 27060, 27066. 27128, 27147, 27386, 27423. 27431, 27467, 27ii76, 27^82. 276(10, 27620, 27720, 277.iü, 27808 27877, 27806. 27920, 279.'^, 2807.'), 28087, 28121, 28148, 28208, 28397, 28423, 28!l03. 28.'l87, 2804!,!, 280?i2, 28076, 288.'i4, 29066, 29091, 29124, 29Nil. 29103, 29199, 292.';7, 29293, 29298, 29326, 29348, 29361, 29414 29481. 296.';.'i, 296.'57, 29730, 29813, 29833 29844, 29927. 29929. 30004,30091,30099. 301!>4, 30198, 30207, 30327, 30340, 30463, 30484, 30.'il4, 30i'i20. 30619. 30689, 30730, 30748, 307!i4, 30790, 30871, 31000, 31127, 3l168, 31496. 3l499, 31619, 31690, 31702, 31790 318^9, 3190Ü, 31907, 32043, 32161. 3216!) 32191, 32296, 323.^8, 3239.'), 32428. 32468' 32498, 32!l38, 325)61, 327^1, 32760, 32839, 3306?;, 33100, 33.'!14, 33632, 33639, 33674. 33689. 33773, 33796, 33811. 3388»,, 33916 33939, 3403,'l. 340.'i2, 34l24, 34224. 35228. 34230. 34231, 3';327, 34810. 34832, 348.)3, 34899, 34936, 34973. 3.':i70, 3.')208. 3.l216, 3!)218. 3!i2!,6. 3^304, 3^3.'i3, 3^397. 3.'!4l9, 3.'i429. 3^446, 3.'i448, 3ll49^, 3.')^i40. 3^93. 3.')7l!:, 3!)7i^7, 3/)829, 3^891, 36974, 360U, 36126. 36209. 36211. 36240, 36248. 362^2. 36263. 36346. 36377. 36403, 36410. 36413, 36421, 36616, 36664, 36693, 36720, 36766 36794, 36834, 36876, 36882, 36896, 36901 36902, 36946, 36970, 37002, 37023, 37029. 37043, 37118, 37130, 37177, 37220. 37326. 37361. 37460, 37607, 37609. 37670, 376l6, 37760, 37766, 37863. 37887, 37973. 38119, 38180. 38202, 38238, 38374, 38438, 38499, 38676, 38716, 38719, 38734. 38787, 38866, 38877, 38867, 38939, 38966, 39039, 39102, 39166. 39237. 39266, 39370, 3943i». 39440. 39462. 39603. 39728, 39921. (^ortschiiüH folgt.) Dvuck ml? Vcr'.aa. vo» Ignaz v. Klcinmayv H F. Bamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Vamberg.