Nr. 265. Dienstag, 17. November 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Mung »" ^l"ä °i» n ^ .-für d" Zuftellun« tl ' st« Milloiicstlo^ Nr, ln- blc Redaktion Do'maNn^^ Nr, 10, ,-plsM,»,^. hsr ^dolt.on °m, ^ b„ w Uhr bi« "« i )zcilsn 5° k. gr«ß«s per «5ll, ,« l,' be! 0,te«n Wiederhol un«lter. lSchluh.) Mit stiller, blasser Mondeshclle war endlich auch der von Hagenau fieberhaft erwartete Abend hereingebrochen, an welchem das Äallfest am Gutshufe des Ortes, das man zu Ehren des Offizierskorps gab, stattfinden sollte. Voll brennender Erwartung schlenderte von Hagenau die lange Parkallee entlang, welche zum ehrwürdigen Gutshause führte, das heute so viele fremde Gäste zwischen seinen Mauern bergen sollte, als sich plötzlich der Arm des Rcgimentsadjutantcn unter den seinen schob. ,,Nu, endlich finde ich dich! Ich suche dich bereits wie eine Stecknadel überall, Hagenau. Denn soeben hat unsere neue Frau Obcrstin den Wunsch geäußert, mit dir den Neigen eröffnen zu wollen — du Glücklicher!" Hagcnau starrte den Sprecher eine Sekunde lang buchstäblich mit offenem Munde an. „Bernhard — Mensch, treibe keinen grausamen Echerz mit mir! Das kann doch nicht Wahrheit scin! Ich kenne die ,Neue' ebensowenig als sie wi!" rief er endlich, mühsam nach Fassung nngend. „Woyl, wohl! Wenn ich dir aber mitteile, was wir ebenfalls erst jetzt erfahren haben, daß Ministerium Dr. Anton Koblitz Freiherrn von W illmburg und Dr. Anton Ianiczek den Titel und Eharakter eines Sektionsrates mit Nach« ficht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Derschatta m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung von, 14. November d. I. den Scktionsrat Dr. Albert Geutcbrück zum Ministcrialrat im Eisenbahnministerium u<1 persnuÄm allergnädigst zu ernennen geruht. Derschatta iu. p. Den 14. November 1908 wurde in der l, l. Hof« und Staats-druclrrei das I.XXXVI. Stück der lroatischen, das X0V. ,md X('VIII Stück der nimäiiiichcil und das (^. und (M. Stück der kroatischen Ausgabe des Neichsgesehblattes des Jahrganges 1908 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 14. No» vember l^>08 (Nr, 264) wurde die Weiterverbreituna. folgender lireber^cussnisse verboten: ?lr. 45 <8Inveu8ki 6c>l,po6ar» vom 5. November 1908. Nr. 4b «Xilsndui Ii8t. vom 5 November 1908. Nr. 2'>4 .«laveu<>c» vom 4, November 1908. Nr.44 «Lustige Blätter» (Äallannummer!. Nr. 10 «I! H,»»!-ll0lo> vom ^l>, Oliober 1908. Nr. 258 .6u8k6 i^Iovo- vom 6, November 1908. Nr. 4« .ks»j» vom 7. November 1908. Nr. 41 «Äilivk» vom 6. November 1908. Nr. 44 «Deutjchböhmischer VollslUizeigec« vom 6 No> vcmbcr >906, Nr. 90 »Kaabner Zeitung» vom 7, November 1908. Nr. 46 «Kträi öenllelw govern» vom 7, November 1908 Nr. 4b «Komotauer Vote» vom 7. November 1V08. Äm 14. November 1908 wurde das XIII. Stück des Lan» desqcsehblattes für das Herzogtum Krain ausgegeben und vcr> sendet. Dasselbe enthält unter Nr. 18 die Kundmachung der l. l, Landesressisriiüss für Krain vom 10. November 1908, Z. 25,858. mit welcher das zwischen der Staatsverwaltung, den, lrainischen Lmidee. au?schu"e und den Gemeinden Krainburg. St. Georgen, Predassel und Vjinllcrn in l'etrrff det W>,ssrrvcrsor, amme jedem ein seidenes Band um den Hals, und zwar der Erstgeborenen ein weißes, der zweiten ei» rotes, der dritten ein grünes. Vei der Taufe erhielten die Kinder die Namen: Santa, Maria, Magdalena. — lDic Frau der Zukunst.j „Was für ein Wesen die Frau des Jahres 2000 sein wird, ist eine Frage, die mich geradezu fasziniert" — so äußerte sich jüngst die berühmte Sängerin Madame Melba. In einer Dis« lnssion über die Zukunft der Frau, die von der Frauen» frage ausging, verkündete die Künstlerin dann auch, wie sie diese Frage beantwortet. „Mein Instinkt," so führte sie aus, „sagt mir eines als ganz sicher: Die Frei» heit, zu der die Frau sicherlich gelangen wird, wird in ihr nicht die Liebe zur Häuslichkeit verdrängen' im Gegenteil, die Frau wird immer Weib bleiben und noch weiblicher werden, als sie jeht ist." Auch das Äußer? der Frau der Zukunft sieht die Melba deutlich vor Augen: „Ob nun die Schönheit der Frau zunehmen wird? Oder sollte sie schon den Höhepunkt ihrer Schön» heit erreicht haben? Ich glaube, daß die Frauen sich verschönern werden und dah in hundert Jahren der Frauentypus die größte Zartheit ausweisen wirb. Auch die Intelligenz der Frau wird sich entwickeln, so das; das Antlitz der Frau der Zukunft geradezu von Intel» ligenz leuchtet." Zu einer anderen Ansicht über die Frau der Zukunft ist ein bekannter englischer Maler, John Hassall, gelangt. Nach seiner Ansicht werden nach hundert Iahreu die Frauen wahre „Enaksl lichter" sein. In der Znkuust nämlich wird die Technik so weit fort« schreiten, daß sie die Franen qanz d'r häuslichen Arbeit enthebt' so kann die Fran iHre ganze Zeit der Kultur des Körpers widmen, die durch Spiel und Sport gesör» dert wird. Der Erfolg wird ein prächtiger Frauen« „Du, Lena", rief Laura, scherzhaft drohend. „Verdirb es nicht mit Eginhard. Sein Erziehungs-Produkt zu tadeln. Sich dich vor, Mädchen." „Ich spreche nicht vom Menschen, durchaus nicht", sagte die Baronesse lächelnd. „Nur von dem zukünftigen Ehcherrn wagte ich laut zu denken, lieber Eginhard." Sie bot ihm Frieden schließend ihre weiße Hand. ^ ' ^ Nechting hatte sich fest vorgenommen, noch am Spätnachmittag seinen Bruder, welcher als Vertreter des Landrats für einige Zeit zu amtieren hatte, aufzusuchen, um ihm seine Gründe auseinanderzusetzen gegen ein Bündnis, welches ihm zu schnell geschlossen dünktc. Daß Eva kein Vermögen besaß, fiel nicht ins Gewicht. Aber vor dem Gedanken scheute Nechting zurück, daß Lauras Fürsorge um ihres Mannes Karriere halber einer verliebten Ncgung seines Bruders Vorschub geleistet haben könnic, ihn also zu cincm unüberlegten Entschluß drängend. Indessen gerade heute, nachdem Wechting den vorgeschriebenen Gang zum ältesten Hauptmann behufs Anbringung seiner Beschwerde getan, fand cr keine Gelegenheit mchr, seinen Bruder in dessen Wohnung aufzusuchen. Tagegen überbrachte ihm der äliestc Hauptmann die Erklärung des Majors, daft seinerseits an eine persönliche Beleidigung gar nicht gedacht worden sei. Er habe lediglich im Interesse der Verantwortlichkeit des Hauptmanns von Wcch' tmg bedauert, diesen so wenig zwischen gutem und schlechtem Wetter entscheiden zu sehen. Dieses Bedauern halte er aufrecht. Laibacher Zeitung Nr. 265). 2475 17. November 1908. schilp sein, und Frauengeftalten von sechseinhalb Fliß Höhe werden nach hnndert Jahren der Durchschnitt sein. Dementsprechend wird der ganze Körperban statt, licher werden; Glieder nnd Muskeln werden kräftiger, »nd vor allein entwickelt sich der Brustkorb und danul die dunste so, daft itach hnndert Jahren die Tuberkulose erloschen sein wird. Der Maler geht anch auf die Klei» dung der Fran der Znknnst ein und behauptet anss be-stimmteste, das; z. V. die Nöcke vollständig verschwinden würden, Zwar verriet er nichts Näheres über die Form der Kleidung der Zukunft, jedoch versicherte er, daß nach hundert Jahren unser Farbensinn viel entwickelter sein würde, so daß zu jener Zeit die Irauenkleidung die größte Pracht zeigen würde. — Mftschlanqcn in Nengalcn.) Im Laufe des Jahres 1900 sind i 2.700 Menschen allein in der Pro-vinz Vengalen den wilden Tieren znm Opfer gefallen. Sieben Achtel dieser Zahl fällt den Schlangen znr Last, während nur ein Achtel dieser Todesfälle dnrch Naub» tiere verschuldet war. Die Anzahl der lchteren ist über-Haupt im Abnehmen begriffen, während die Reptilien fich in erschreckendem Maße vermehren. Die Negiernng setzt auf die Vertilgung beider Tierklassen angemessene Prämien aus; doch sinden sich weit mehr Liebhaber der frischen, aufregenden Jagd auf Tiger, Panther und an-dere Raubtiere, als solche, die den weit schwierigeren, gefährlicheren Kampf mit den Giftschlangen aufnehmen. So kommt es, daß im Jahre 1906 die Regierung an Prämien für Ranbtierjäger 6166 Rupieu, für Cchlangentöler nnr 300 Rupien auszuzahlen hatte. Und doch wäre es dringend zu wünfchen, daß die anglo-indische Regierung auch noch andere Maßnahmen zur Vertilgung der Reptilien ergriffe. Denn der acsähr» lichste'Feind der Menschen ist in Indien stets die Schlange. — Din Trust der Toreros) ist das Neueste auf dem Gebiete der Verteidigung der Klasseninterejsen. Die einzigen Stiere, die heutzutage noch einigermaßen die Ansprüche erfüllen, die das fachverständige Publiknm Spaniens an Größe nnd Kraft stellt, stammen ans der Züchterei von Minra. Sie sind aber meist fehr schwel' zu behandeln und daher gefährlich, denn sie lassen stch nicht durch das rote Tuch blenden, sondern gehen ans den Mann. Die ersten Matadore, an ihrer Spille „Vom-bita", haben sich nnn zusammengetan nnd verlangen eine Verdoppelung der Honorarsähe bis 10.000 Pe» setas für jedes Stiergefecht mit Miuraftieren. Diese Nachricht, die beinahe einem Voylotl der letzteren gleich» kommt, schlägt allenthalben bei den „Asieionadas" wie eine Vombe ein, nnd sie veröffentlichen Erklärungen mit Hunderten von Unterschriften, worin fie fich verpslich-tl'n, keinem Stiergefecht mehr beiwohnen zu wollen, wenn die Espadas ihren Beschluß nicht zurücknehmen und weiterhin Sliergesechle mit Minras zu den bis» herigen Preisen stattfinden. — Wenn dnrch diesen son» derbaren Konflikt der ganzen Einrichtnng Abbruch go tan werden könnte, so würde das Land jedenfalls nur gewinnen. — sDic Puppe.) Mutter: „Was machst du denn da mit deiner Puppe?" -^ Kind: „Ich will sie zu Vett bringeil, Mammi. Ich habe ihr Haar schon abgemacht, aber ich kann ihre Zähne nicht 'rauskriegen." „Es ist allerdings strops Wohlwollen von feiten des Herrn Majors", erwiderte Wechtina. mit herbem Lächeln, „nnr die Grade meiner Verantwortlichkeit klarzulegen. Und ich erkenne diese Bemühung nut pslichimäßigem Danke an. Aber tioh des mir vorgehaltenen Mangels an Einsicht muß ich behaupten, das; seine Worte: „So tut mir dies leid für Sie!" eine stark persönliche Anzüglichkeit enthielten. Nnd so bitte ich, meine Beschwerde höheren Orts zur Entscheidung zu bringen." „Ganz wie Sie wollen", sagte der andere, grüßte und ging aus der Tür. — — Die Gefahr, welche den allwöchentlichen Quai» tettabend im Hause des Obersten von Solden durch Erkrankung des Eellisten bedroht halte, war durch die Heranziehung des Assessors von Wcchting glücklich abgewendet worden. Der Diener rückte demgemäß im Musikzimmcr bereits die Stühle und Pulte zurecht, während iNau von Soldcn eine lehte Unterredung mit der Köchin pflog, als die Stimme des Hausherrn Eva aus dem heitersten wachen Traume aufschreckte. „Wo ist die Mama? Rufe sie!" „Gleich, Papa!" Ihr ganzes Herz hatte soeben bei der Vorstellung gclachl, Richard von Wechiing an Stelle des alten Landgerichtsrates heute den Vogen führen zu sehen. „Luise!" rief Herr von Solden verdrießlich seiner Gattin entgegen. Wir werden die Geschichte für heute nun doch absagen müssen." Der Oberst war ein vortrefflicher Klavierspieler und entbehrte die Nlusikalischcn Abende fehr ungern. „Die erste Geige, wollte sagen, der Stabsarzt hat stch in den Finger Ncschnittcn." (Fortsetzung folgt.) Land- und Stiidtcbildcr aus Syrien und Palästina. Reiseerinnerunaen von Johann Pctlovüel. (Fortsetzung.) III. Karmel, Nazareth, Tabor und Tiberias. Am nächsten Tage schifften wir uns in einem so. genannten Küstendampscr nach Haifa ein. Die Ein« schiffnng ging ziemlich gefahrlos und rasch vor sich. Die ruhige Fahrt, der schöne Anblick der Küste mit dem Libanon im Hintergründe, die reizend geleaenen Städte nnd Dörfer, das alles versetzte uns in ein? angenehme Stimmung. Die Städte Saidon, das alte Sidon, Tyrus iSur) und Akka liegen sehr malerisch an der Küste. Leider konnten wir diese allhistorischen Orte nur wäh» rend der Fahrt besichtigen. Der Handel in diesen einst so berühmten Städten ist so gering, daß nicht einmal nnser kleiner Küstendampfer hier Halt machte. Gegen Abend war das Meer fehr bewegt, weshalb wir eine bcdeutende Verspätung hatten. Gegen 10 Uhr kamen wir an. Eine Anzahl von Pilgern mußte sich noch in der Nacht auf den Verg Karmel begeben, wo wir ziem» lich gnt untergebracht wurden. D e r K a r m e l, Verg des hl. Elias, hängt mit dem Nerglande von Samaria durch eine Reihe von Hügeln zusammen, welche die Ebene Iesreel von der Ebene Saru n scheiden. Er ist reich bewaldet und reich an Wild (Bären, Hyänen, Wölfen, Leoparden usw.). Eine besondere Bedeutung erlangte dieser Verg durch den Propheten Elias. Zahlreiche, noch jcht gnt erhaltene Höhlen an der Westseite des Karmel dienten den Ver-folgten und Propheten als Aufenthaltsort: auch Pytha» goras soll hier geweilt haben. Der Orden der Kar» meliter, der später auch nach Enropa übersiedelte, enl» stand im 12. Iahrhnndert. Im Jahre 1821, znr Zeit des griechischeil Ansstandes, ließ der Pascha von Alla Kloster und Kirche zerstören; doch wnrde beides 1628 wieder erbant. Das Kloster im italienischen Stil und mit weithin sichtbarer Knpvel liegt ans dein weit ins Meer ragenden Vorgebirge nnd gewährt von« Dache ans eine prachtvolle Aussicht. .5) a i f a macht ganz den Eindruck einer modernen Sladt°. Wahrscheinlich trug wesentlich dazu bei die 1868 von der württembergischen Tempelczenossenschast ange-legte deutsche Kolonie, die zwischen dein Karmel und der Stadt Haifa sehr saubere, villenarlige Häuschen angelegt hat. Diese Kolonisten, Anhänger einer freien Neligionsgenossenschaft, haben zwei eigene Schulen und nnlerhallen zwei Hotels, wo man gnl und billig unter» gebracht werden kann. Die Bewohner dieser deutschen Kolonie besassen sich mit Ackerbau und Handel. Einige Kolonisten betreiben unch Fuhrgcschäste und Frachten, verkehr auf der neuen Straße' nach Nazareth. Haifa ist lieblich und anmutend, wenn man sich nach einer Wanderung durch die türkischcu Straßen aus einmal in einem reinlichen schwäbischen Orte ergeht, wo blond» haarige und reinlich gekleidete Kinder spielen und sich ernste Männer mit Landarbeit beschäftigen. Zwei Wiirl» temberger dienten uns fpäter als Vegleiler uud Führer. Haifa war den nächsten Tag der Ausgangspunkt für die sehr beschwerliche Landreise in das Innere von Palästina. Die direkte Fahrstraße, ans der man Naza-reth zu Wagen erreichen kann, ist etwa 38 Kilomeier lang. Sie führt über den biblisch bekannten Vach Ki'son in die Ebene Iesreel und von hier in ein Seitental der letzteren. Hier ist eine Anzahl von Vächen zn überschreiten, welche die Ebene im Frühjahre sehr sumpfig machen. Die Ebene Iesreel, die Wiese des Soh» nes Ainir, ist sehr fruchtbar, leidlich bebaut und häu» figer Lagerplcch von Veduincnstämmen nnd Militär» garnisonen des Landes. Seit den ältesten Zeilen war sie das große Schlachtfeld von Palästina. Die Vibcl zählt mehrere Schlachten auf, die hier geschlagen wur» den, die Kreuzfahrer fanden daselbst starten Wider-stand uud Napoleon schlug in dieser Ebene nach der ver» geblichen Belagerung von Akka ein weit überlegenes türkisches Heer. Endlich zogen wir nach einer siebenftündigen Fahrt in Nazareth ein. Wir wurden von den Geistlichen im Kloster der Franziskaner gut anfgenommen, wo alles beanem nnd räumlich eingerichtet ist. Noch am felben Abend besuchten wir die berühmte Verkündigungs-lilche. Nazareth ist von drei Seiten von Bergen ein» geschlossen, über welche sich steile Wege höchst malerisch an den Abhängen hinanfwinden. Nur eine Seite ist ossen und bildet ein anmutiges Tal, dessen Breite das wirklich schöne Kloster mit dem dazu gehörigen Fremden» hause lEasanova) einnimmt. Man sührte uns den nächsten Tag in die große Kirche, die in baulicher Ve» zirhniu-, nichts Ansgezeichnetes hat. Von den ursprüng» lich ansgesnhrten Banlichleilen ist, wenn wir die dre, Glanilsäulen ansnehmen wollen, keine Spur mehr vor-Handen. Znm Hochaltar führen anf zwei Seiten Mar» mortreppen hinauf; unter dem Altar liegt die Grotte der Verkündigung. Zn dieser steigt man aus eiuer Mor» morlreppe hinab und gelangt znnächst in die Engels» lapelle und weiter in die Verlündiguugskapelle. Veide machen den Eindruck einer künstlich in Felsen ein» gehnnenen Grotte. Eine Granitsäule, welche die Türken entzweigebrochen, so daß das obere Ende srri von der Decke herabhängt, und zwei Granitfänlen hinter einer Tapetentür waren wahrscheinlich Stichen der früheren Kapelle. Die Nüclseite dieser Felsgrolle diente den Eltern Jesu znr Wohnung. Einige Stufen höher ge» langt man in eine andere Höhle, wo die Nachbarin wohnte, welcher Maria die Hut des Hauses übergab, wenn sie ansging. lFvrlset'.ung folgt.) Mal- und Prouinzial-Nachrichten. sTcclcnamt.j Zum Andenken an weiland Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth wird Donnerstag, den 19. d. M., vormittags um 11 Uhr in der Kirche des Teutschen Ritterordens eine heilige Messe gelesen wer» den, zu der die Mitglieder des Vereines zur Erhaltung des Elisabcth.Kinderspitales und die Freunde dieser Wohltntigkeitscmstcilt eingeladen sind. ^ laut der vorher» gegangenen Ausweise, im ganzen 8863 X 50 Ii. Ferner schickten im gleichen Sinne: die Fabriksfirma Glanz» mann u. Gaßner in Nenmarlll nebst den bereits ver» öfsentlichten 200 X ein großes Stück Vaumwullzeug für Bettwäsche; die Herren Malli u. Demberger sowie Müller u. Goelen in Neumarltl je 30 Paar sehr gute Kinderschuhe; die Herren Gebrüder Kurzthaler und P. Ladstälter in Domicile sowie G. Mellitzer in Manns» bürg je 20 Stück schöne Strohhüte. — Die Krainische Industriegesellschaft in Aßling.Hütte hat sich bereit er» klärt, das gesamte erforderliche Eisen für den in Aus» ficht stehenden Znbau unentgeltlich zu liefern. — jPcrsonnlnachricht.j Seine Exzellenz Feld» marschall.Leutnant Anton Marsch ist gestern nach» mittags zur Vornähme der Inspizierung beim lHrgän» znngsbezirkskonitnando Nr. 17 in Laibach eingetroffen und im Hotel „Union" abgestiegen. Seine Erzellenz wird hente nachmittags um 3 Uhr 45 Minuten ab» reifen. — lLohnerhöhunq bei der Gendaimelie.j Vom I. Dezember an sollen alle jene Gendarmen, welche die Ehargenschnle absolviert haben und Poftenlummandcm» ten sind, ein doppeltes Kragenbörtchen und eine weitere, noch nicht bestimmte Distinltion erhalten. Weiters sol» len vom 2. Dezember an jedes Jahr hnndert Posten» sührer und Titnlarwachtmeister eine Lohnerhöhung von 200 X erhalten. Die Ansteilnng auf die einzelnen Lan» drsgendarmerielommandos wird prozentuell nach dem Mannschaftsstande innerhalb des Landesgendarmerie» tommandos nach dem Dienstalter erfolgen. — lStaaisstipcndium.j Seine Eizellrnz der Mini» sler für öffentliche Arbeiten Dr. A. Geßmann hat behufs Verleihung von Staatsstipendien für die Mo» nate Oktober, November und Dezember 1908 an Schü» ler der Fachschule für Holzbearbeitung in Guttschee 360 X bewilligt. * ) über das Gesuch der l^äcilia PodlraM nm Unterzeichnung der Lö'schquittung der lieiin Grnndstücke Nr. 37 der Katastralgemeindc Gra» di^e intabuliertcn Gemeindeforoerunnei, sReferent Dr. Majaro n); b) über die Wahl zweier Mitglieder aus dem Gemeinderate in die Wahltummissiun für die Landtagswahl ans der allgemeinen Knrie sNeserent Dr. Majaron); ) über den Antrag, betreffend die Abänderung einiger Paragraphen der Statnten der städtischen Spar» lasse sowie die Errichtung eines Krrdilvcreines bei dieser Sparkasse 66 sMilitärtarif für Eisenbahn-transporte) dnrch den mit 1. Oktober l. I. in Kraft gc-tretenen zloeiten Nachtrag unter anderem abgeändert, daß Widmungs-Militär- oder Landwehrfcheine, zur In-ausprnchnahme des Militärtarifes nur dann berechtigen, wenn sie die Klansel tragen: „Gültig an Stelle der Ein- berufnngslarte für die Einrückung nach......." Diese Klausulierung ist seitens der G e m e i n d ev o r -st eher des Aufenthaltsortes nur in jenen Ausiiahmsfällen vorzunehmen, in welchen für den be-treffel'den Rekruten, bezw. Ersatzreservisten eine Ein» bernfnngMrte bei der betreffenden Gemeindevor» stehung nicht eingelangt ist. —?. — lÄrainische Industriegcsellschast.j Man schrcilu uns aus Wien- In der am 16. d. M. unter dem Vor-sitze des Obmannes, Hngo von Noot, abgehaltenen Gcilcralversamlnlllng wurde der Rechenschaftsbericht über das Geschäftsjahr 1907/1908 erstattet, die vor-gelegte Bilanz genehmigt und beschlossen, den Dividen» denschein pro 1907/1908 mit 100 Iv vom 2. Jänner 1909 ab zur Einlösung zu bringen. Die infolge Ab-laufes der Funktionsdaner ausscheidenden Verwaltllngs-rate Baron Dr. Karl Born, Hermann Bührlen, Emmerich E. M aycr und Dr. Alezander von Peez wurden wieder gewählt. — lKasinovereiu Laibach.j Sollte eines oder das andere Mitglied die Einladung zur Kaiscr-Jubiläums-feier nicht 'erhalten haben, so diene zur gefälligen Kenntnisnahme, daß die Direktion an sämtliche Mitglieder die Einladung zn dieser am 21. d. M. statt, findenden Kaiserseier und dem Festballe durch die Post versendet hat. — lMartinifeier.l Die vom hiesigen lathol,,chen Gesellenvereine am 15. November veranstaltete Martini-fcier gestaltete sich zn einem in jeder Hinsicht gelnn^ gcnen'und sehr gut besuchten Familienfeste der Mit-glieder und der zahlreichen Gönner des genannten Ver» eines. Vom reichhaltigen Programm verdienen beson-ders die drei Gesangsstücke, von den Vcreinssängern mit Verständnis vorgetragen, sonne das Lustspiel „Dva no<>n-l c-uvll.sn" »Zwei Nachtwächter), init Eifer einstu-diert nnd flott und frisch wiedergegeben, hervorgehoben zu werden. Vor allem haben die Tarsteller der beiden Titelrollen für ihre urwüchsige Komik lauten Beifall gefunden. Vor der Aufführung des Lustspieles beleuch-tete der Vereinspräscs in einer Ansprache die Vedeu-tung des neuen Gesetzentwurfes, betreffend die Schaf-fung der Alters- und Invaliditätsversichernng, für den Handwerkerstand. Nach Absolvierung sämtlicher Pro-grammpnnlte verblieben noch eine geraume Zeit viele Gäste in den gastlichen Räumen des Handwerterhcimes in ungezwungener Unterhaltung beisammen. — fDas Lcichenbegängnisj der Frau Maria Vau -potiö, Gemahlin des t.' l. Oberbezirlsarztcs Herrn Dr. Johann Vaupoti^ in Rudolfswert, gestaltete sich Nl ei^'M imposanten Trauerzuge. Die große Beteiligung der Beamten aller Kategorien mit ihren Amtschefs, dann der Bürger, insbesondere der Frauen am Lelchen-zuge, der vom'Propste Herrn Dr. Elbcrt unter sehr zahlreicher Assistenz geführt wurde, bew.es, welcher Hochschätzung und Beliebtheit sich die nnn Verdllchene in allen Gesellschaftskreisen zn erfreuen hatte. D,c Ver-blichene war eine musterhafte Fran und Mutter Mue eine Beschützerin und Wohltäterin der Armen und Wa,-sen. __ Das Leichenbegängnis des Kanonikus uud^Se-niors des Rudolfswerter Kollegiatkapitels Herrn Josef 5^o^evar fand unter zahlreicher Beteiligung der Beamten und Bürger, dann geistlicher Kollegen des Verblichenen am 13. d. M. statt. ^- — lGeschworcnenauKlosun.q.j Beim k. k. Kreis» gerichte in Rudolfswert wurden für die vierte Schwur» gerichtsperiode ausgelost: als H a u P t g e f ch w o r e n e-Ferdinand Sterbeiiz, Besitzer in Roßbüchel; Franz Drobni<">, Besitzer nnd Bäckermeister in Reisnitz; Io-hann Samida, Besitzer in Kleinrigl; Martin Ambro/.i6, Vcsitzcr m 7.erjavin; Anton Kresse, Besitzer und Kauf- mann in Schaltendurf; Alois Vehovee, Besitzer in Seiscnberg; Janlo Puhcl, Besitzer und Kaufmann in Tschernembl; Franz Prijatci^, Besitzer und Kanfmann in Trxi^'e; Franz Smoli6, Besitzer in Grafendorf; Andreas Spilek, Besitzer in Prilipe; Johann Kramar, Besitzer und Lederer in Zabrdje; Johann Sichert, Ne» sitzer in Unler-Brezoviea; Jakob Kambii-, Besitzer in Kcrschdorf; Anton Tejak, Besitzer in Niederdorf; Anton Schuller, Besitzer in Neudcgg; Ivan Prijatelj, Besitzer und Gemeindevorsteher in Johannistag Franz Ruech, Besitzer und Spengler in Landstraß; Franz Maußer, Besitzer in Untcr-Warmberg; Alois Maru^is", Besitzer und Wirt in Unter-Radulje; Franz Vaje, Besitzer und Kaufmann in Kleinwurzen; Igna,'^ Mitliö, Besitzer in Lntovet; Josef Bu^ar, Besitzer'in St. Narthelmä; Karl Govance, Besitzer nnd Handelsmann in Mottling; Jo» hailn Simonis, Besitzer in Podreber; Franz Pec'-jak, Kaufmann in Hrib; Leopold Weiß, Besitzer und Lede» rer in Mottling; Franz Picek, Besitzer nnd Kaufmann in Neifnitz; Juan Me5nar5iö, Besitzer und Wirt in Mottling; Josef Pire, Besitzer in Großdorn; Jakob ,^onda, Besitzer in Gradnik; Johann Nooak, Besitzer nnd Bäckermeister in Reifnitz; Johann Kra^evec, Be-sitzer in Ober.Lukviea; Adolf Pc^jat, Besitzer und Wirt in Tüplitz; Anton Vidmar, Wirt in Neudegg; Alois Kirar, Besitzer in Sleme; Josef Fink, Besitzer in Schal-kendorf; als E r gä n z ll n gs ge sch w u r e n e! Josef Libert, Besitzer'und Schlosser in Froschdors; Johann Vurgar, Besitzer in St. Michael; Vinlo Umek, Äe° sitzer und Tischler in Rndolfswert; Anloil Kali, Besitzer und Wirt in Rndolfswert; Josef Vovt, Besitzer nnd Wirt in Kandia; Josef Bergmann, Besitzer und Apolhe» ker in Rudolfswcrt; Alois Windischer, Besitzer und Kaufmann in Rndolfswert; Anton Osolnit, Besitzer in Mnhabcr; Johann Pintar, Besitzer nnd Maler in Ru-dolfswert. ll. — sZu den Tcharlacherlranlungen.) In mehrereil Nachbarstädten herrschen ausgebreitete Scharlachepide-mien, so in Graz , (5 illi, wo sogar mit der Sper-ruilg einzelner Schnlklasseil vorgegangen werden mußte, und in T r i e st. Bekannt ist auch, daß in Guten» fcld in Unterlrai» eine schwere Epidemie herrscht, die schon zahlreiche Opfer gefordert hat. Mit Rücksicht dc,r° anf ist es nicht ausgeschlosseil, daß es auch in Laibach zu einer Epidemie kommen könnte. Hier sind seit Ae^ ginn des Schuljahres 1? Scharlachsälle gemeldet wor-den, von denen jedoch 3 scholl genesen sind. Bedroh-lichcr ist der Umstand, daß sich die gemeldeten Fälle aus nahezu allen Laibacher Schulen rekrntieren. Da der Scharlach eine der gefährlichsten nnd ansteckendsten Kinderkrankheiten ist, wird dem Publikum die größte Vorsicht ans Herz gelegt. Jeder Erkrankungsfall ist sofort dem Sladtmagislrate zu melden. Das scharlach. kranke Kind muß durch sechs Wochen strenge isoliert bleiben. M it Na ch drnck m uß betont wer» den, daß in den sogenannten leicht c n Fällen gerade so vorgegangen werden m u ß w ic in den s ch w e r e n. Ja die leichten Fälle sind die gefährlichsten, weil sie die Angehörigen und Pflegepersonen leicht zu Unvorsichtigkeiten verleiten und so aiil meisten zur Ausbreitung des Scharlachs beitragen. Auch muß erwogen werden, daß ein leichter Scharlach, auf einen anderen übertragen, bei diesem eine schwere tödliche Scharlachertrankung hervorrufen kann. Gleich vorsichtig müssen die Pflegepersonen sein, die am besten mit dem Erkrankten isolier! bleiben, denn der Schar-lach kann durch gesunde Mittelspersonen Weiler ver-schleppt werden. — Geschwister und Wohnungsgenossen des Erkrankten müssen sofort vom Schulbesuche aus» geschlossen werden, selbst wenn sie den Scharlach schon liberstanden haben. Sie werden jedoch nur für ll) Tage lontlimaziert, wenn sie vom Erkrankten erfolgreich iso-liert sind. Die beste Isolierung ist die Abgabe des Kranken ins Spital. Wo diese nicht durchgeführt wird, muffen die schulpflichtigen Geschwister nnd Wohnnngs» genossen zu einer anderen kinderlosen Familie über-wacht werden, da sie sonst gleich dem Kranken einer sechswöchentlichen Kontnmazierung unterworfen werden müßten. — Erwägt man, daß der Scharlach die gcfähr-lichste Kinderkrankheit ist, die oft den Tod oder dauern-des Siechtum zur Folge hat, und daß der Erkrankte einer außerordentlich langen Schulbeschränkung nnler» worfen wird, so ist gewiß die höchste Vorsicht am Platze. Kommt in einem Hause ein Scharlachfall vor, so Möge an die Möglichkeit der Übertragung dnrch Stiegen-geländer und Türklinken gedacht werden, die jedermann angreift. Man berührt diese am besten gar nicht nnd läßt sie überdies täglich mit einer Lysol» oder Lysoform» lösnng cibwaschen. " l^enosscnschaftslvcscn.i Die t. l. Landesregiernng sür Krain hat die abgeänderten Statuten der Gehilfen-Versammlung der Genossenschaft der Schriften-, Zim-mermaler nüd Anstreicher in Lailiach genehmigt. —r. — . d. M., vormittags machte sich nnler den hiesigen Jägern eine starte Aufregung bemertbar; sie krabbelten herum wie aufgestörte Ameisen, Hollen ihre Flinten, prüften sie mit peinlicher Sorgfall nnd sam-melten sich dann wieder. Neuschnee war gefallen; ein Naner halte auf seinem Gange in die Stadt im Malgerer Reviere frische Värenspuren entdeckt und die Nachricht davon nach Gottschee gebracht. Ganz gegen jedes Her-kommen bestätigte sie sich diesmal wirklich; unsere Nim-rode zogen denn auch gerüstet und gegürtet mit ernsten Mienen in den Kampf gegen Meister Petz. Der Zufall fügte es, daß dieser gerade mit seine», Weibchen und zwei Jungen einen Ausflug unternahm, vielleicht um ein Winterquartier zu suchen. Die Jäger vernahmen mit gespannler Ausmerlsamteit das Nahen der wackeren Familie au, Knacken der Äste und des Reisigs auf dem Boden sowie am zeitweiligen gemütlichen Knurren, hatten aber leinen Ansblick, weil der schwere Neu» schnee alles verhängte. Indessen wnßle Herr Adolf Kraus doch eine kleine Lichtnng zn finden, vor der er sich ausstellte und das Glück halte, das Weibchen mit den beiden Jungen vurübertrotte» zn sehen. Der alle Bär hatte sich schuss früher seitwärts in die Büsche ge» schlagen; Herr Kraus zielte, drückte los und halte einen Kernschuß getan; einer der jungen Bären, ein Weib-chen, wälzte sich im Blute, stieß noch ein martdurch» schulterndes Geheul aus und verendete. Die beiden an-deren beschnüffelten es, grunzte», dabei ganz fürchterlich, stellten sich anf die Hinlerbeine und lalen, als witterten sie den verborgeilen Feind. Der aber, in begreiflicher Aufregung, konnte die abgeschossene Patrone nicht schnell genug anS dem Lause ziehe» und ließ dadurch den „Über» lebenden", die noch ei»ige>»al kläglich brüllten, Zeit, sich nnbchelligt zu entfernen. Unter günstigeren Umständen oder bei ruhigerem Blut hätte Herr Kraus wohl noch einen oder den anderen Bären zur Strecke gebracht, trotzdem kann er mit dem Erfolge höchlich zufrieden sein. Von Dr. Schreyer, der auch an der Jagd teilnahm, wird erzählt, er habe einen Schrolschnß einem der fliehenden Bären nachgeschickt, was letzterer mit einigen Blultropfen quittierte, ohne sich weiter darum zu schere». Eine weitere zweitägige Verfolgung der Ausreißer sührte zu keinem andereil Ergebnis, als daß einige Wirte große Zechen ein-streichen konnten. Es ist auch besser so; die Gesamtzahl der Bären in den Goitscheer Revieren wird ans etwa zehn Stück geschätzt, die nicht dem Untergange preis» gegeben, sondern vielmehr geschont werde» sollte», um sie vor der Ausroltuug zu bewahren. Es ist anch etwas wert, wenn sich Gottschee rühmen darf, Bären als Standwild Zu heherbergen. — lFür Jägcr.j Herr Baron Friedrich Born stellt auf seinem Gamsrevier St. Anna am Loibl zwei Bartgamsböcke zum Abschuß n 250 lv zur Verfügung, welche Summe dem Vereine zur Hebung des Fremden» Verkehres in Krain zufließen soll. Ansnchen sind an die freiherrlich Äurnsche Gutsverwalllüig in St. Anna, Obertrain, zn senden. > — ' worden. Diese vergangeile Epoche birgt allerdings so reiche noch unbehobene Schätze, daß die Philharmonische ^e-sellschaft im knappen Rahmen ihrer fünf Mitglieder-konzerte noch aus lange Zeit hin damit haushalten lann, wobei sie ja immerhin, wie ihre Konzeriprogramnn' zeige», auch hervorragendere Werte von Komponisten d^r Gegenwart berücksichtigen tmm. Alls der alleren Epoche harren beispielsweise »och manche schölle Werte von Liszt und Berlioz der Vorführung; ei» besonderer V". zug der Philharmonischen Gesellschaft ist jedoch daö Versagen jeder einseitig.parteiische» Musilrichtnng, den" ihre Konzertaufsührungen find nicht für eine» 6")"")' kreis bestimmt, der nurSinn für geistreichelnde, "st r" geanälte Werte besilU, vielmehr für ein Publitum, de,,l> Geschmack und Verständnis sür die Meislerwer e 0" Kunst überhaupt geweckt und gefördert werden ""l^.^ Philharmonische Gesellschaft erfüllt i» d,esem <^' ihre tünstlerische Mission und daß sie h,ebe, dem von Verstäildnis des Publikums begegnet, beweist der zay reiche Besuch ihrer Konzerte. 2aibad)er Settling SRr. 265. 2477 17. Member 1908.____ Auch zum ersten Mitgliederwnzerte kamen die Musikfreunde iu hellen Scharen und füllten den «.rußen Cci^l der Tonhalle, um den erhabenen Ossenbarnngen menschlichen Geistes z» lauscheu uud die Leistungen des Philharlttunischeu Orchesters voll auf sich wirlen zn lassen. Der sauber der Nomantil wurde uiit ihres Schöpfers herrlicher Ouvertüre zur Oper „Euryanthe" gdvectt, die zu den Erfolgen unserer Tage in Leben lind >,lnnst führte und den wichtigsten Dnrchgangspnnkt der deutschen Oper bildete. „Wie der Morgenstern der Souue, geht Weber Wagner voran!" Herr Mnsildireltor Z ö h r e r , die Triebfeder aller echter mnsilalischer >tunsl gelueihten Verauftal. lnngen, beiHt die GotteSqabe eines Dirigenten, der nie das große Ganze über Einzelheilen verlümmeru läßt, der es versteht, iu den Geist des Werles zu dringen und es zu stilisieren; am zntresfendsten lann man seine Leitung großzügig bezeichnen. Diese wertvolle Eigen» schaft detundete sich schon bei Wiedergabe der tiefschonen Ouvertüre, die llar, mit edlem Schwuug und wirksamen Steigeruugeu ausgeführt wurde. Besonders deutlich uud scharf trat die kräftige Steigerung beim Fugalo durch die richtige Verteilung des M'ästemaßes hervor. Die Entfernung des Vorhanges, der als Schall-oämpser den Hintergrund des Podiums deckte, scheint nicht vorteilhaft. Die ausgezeichnete Alustil des Saales läßt cillzuleicht der Vlechharmouie das Übergewicht, die vielfach die Streicher deckt. Die schwungvoll.feurige Ausfilhrung der Ouvertüre versetzte die Zuhörerschaft gleich vom Anbeginn in die richtige mufilbegeifterte Stimmung, die in herzlichen Veifallslnndgebungen und Wiederhollen Hervorrufen des Dirigenten zum Aus» drucke kam. Vom reiu musikalischen Standpunkte sind die „^eslllnnge" von ^iiszt nicht die klarste und erfindungs» reichste seiner sinfonischen Dichtungen. Wir vermissen in ihnen vor allem jene musikalische Gedaukenentwicl. lung, die wir iu seinen anderen Werken finden. Der Drang, jeden Augenblick mit etwas Neuem, Ilberrafchen-dem zu kommeu, bringt eine gewisse Unruhe in das Ganze, die allerdings der Dirigent durch Verständnis' volle Phrasierung maßvoll milderte. Demungeachlet interessierte das Werk, iu dem Liszt wie immer ent> züctende instrumentale Farben aus seine mnsikalische Palette zu mischeu wußte, in dem alles glänzt und klingt. Von reizender Wirknng ist die Zusammenstel' lung der Klangfarben, eindrucksvoll der edle, von Oboe taisermarsch". Durch die richtige Modifizierung des Zeilmaßes, die rechtzeitige Voi-bereilung der großen Steigerungen wnrde der klare, feierliche Eharatkr in seiner Großzügigkeit mit seiner vollen, großen Wirlung herbeigeführt. Besonders mäch-lig gestaltete sich der archileltonische Aufbau bis zu deu feierlichen Klängen des Hymnus: „Eine feste Burg". Die Ausführung lieferte einen überzeugenden Beweis von der hohen Leistungsfähigkeit des Orchesters. .1. "" lDcuische Vühnc.j Der besteu Vollsoper der neueren Zeit, dem „Evcmgelimann" von Kienzl, hastet gleichwie Webers „^reischül^" die Tragik des Erfolges an, d. h sie hat mit ihrem Nnhme alle anderen Opern des Komponisten einfach erdrückt und wie das Volk Weber uur als Komponisten des „Freischütz" kennt und liebt, kennt und verehrt es >l!enzl nur als Tondichter des „Evangelimann". Besonders sind die großen Episo» den an der Klegel» und Tanzszene, die Szene des Evan-gelimannes mit den bindern, die Erzählung des schuld» los verurteilten Matthias ins Volk gedrungen, werde» dcmcrnd ihren Wert beHallen und üben stets von nenem wußc„ Eindruck. Die gestrige Wiederholung war in mcmch^- Beziehung gerundeter und es bewegte sich auch der Eindruck in aufsteigender Linie. Ehrende Anerlen-uilng verdient wieder Herr I ö ch l, der den Titelhelden schauspielerisch und gesanglich ergreifend gestaltete; er kennt das Gesetz der Steigerung nnd weiß es wirksam vorzubereiten, ssrau Sen'bert spielte und sang die unglückliche Martha mit sanfter, zu Herzeu gehender Hingebung und Empfindung. Beide Künstler fanden warmen, verdiente» Beifall. Der schlimme Johannes ist eine scharf ausgearbeitete Eharalterrolle, in der die gefangliche Leistung zugunsten der schauspielerischen sasl zurücktreten muß, und dieser Ausgabe lonule Herr I u -rawetzti) in letzlerer Hinsicht nicht ihrem ganzen In-halle nach erschöpfen; seine Darstellung entbehrt Haupt-sächlich der Natürlichkeit. Fräulein M i ch a j I o v i ch liegt die Parlie der Magdaleua stellenweise, namentlich uu Liede vou der entschwundenen Jugendzeit, zu tief und ihre Tiefe ist — wie wir schon bemertteu — matt uud farblos. Zudem war sie nicht gut disponiert, das Lied wurde verschleppt und verzogen und die Stimme flackerte bedenklich. Gegen ihre jüngste erfolgreiche Azucenaleiflung siel die gestrige stark ab. Herr B o r -kowsky fand fich mit dem tyrannischen Iusliziär gut ab, die Episodenrollen wurden dnrch die Herren Har -den, Snmwald und Binder srisch und uatur-wüchsig gegeben. Die Kegelszene wurde recht schneidig und vollslümlich gebracht; sehr brav hielt sich der Kinderchur. Der orchestrale Teil kam unter Leitung des Kapellmeisters Herrn M üller » Pre m im ganzen und großen eindrucksvoll bis auf das Noeturno im ersten Akte, das recht zerfahren klang, zur Geltung. Das Blech wäre wohl hie und da zu dämpfen. Der Mond ging im ersten Akte zn spät auf und zu früh unter. Die ^eueNvehreinrichtungen dürften selbst in der vor-märzlichen Zeit kaum so primitiv gewesen sein. — Das Theater war mäßig gut besucht. ^. Telegramme des k. k. Teleyraphen-Korrespondenj-Bureaus. Istrianischc Landtassswahlc«. Pisino, 16. November. Bei den heuligeu istria-nischen Landtagswahlen aus den Landgemeinden wurde im Wahlbezirke Pisino, Pingueule und Hianona der Pfarrer Anton Zidarw mit allen 229 abgegebeneu Stimmen znm Landtagsabgeordneten gewählt. Lussinpiccolo, 16. November. In' der Städtelurie Lussinpiecolu und Lnssingrande wurde Alexander Nieolich mit 154 von 158 abgegebenen Stimmen zum Landlagsabgeordueten gewählt. Tricst, 16. November. Bei den heutigen Istrianer Landtagswahlen aus deu städtischen Indnslrinlorten werden folgende Nesultate gemeldet: Im Wahlbezirk Eapodistria' wnrde Dr. Nikolaus Belli, Advokat (,'<«. lieuisch.liberal), im Wahlbezirke Pareuzo wurde der Ilalienischliberale Dr. Tullio Sbisa, im Wahlbezirke Eherso-Veglia-Albona Dr. Innozenz Ehersich litalie-nisch.liberal) gewählt. Im Wahlbezirk Isola-Muggia ist eine Stichwahl zwischen dem chrisllichsuzialeu Pfar-rer Mujesian und dem Sozialdemolrateu Franz Zor» zenon erforderlich. Ziehungen. Wicn, 16. November. (Prämien der dreiprozen» tigen Boden kreditlose, erste Emission vom Jahre I88l>.) Der Haupttreffer mit 90.000 lv fiel aus Serie 1921 Nr. 69, der zweite Treffer mit 4000 X auf Serie 3004 Nr. 60, je 2000 X gewiuneu Serie 413 Nr. 17 und Serie 810 Nr. 32. Budapest, 16. November. ^Ungarische Prämienlose.) 300.000 X Serie 2591 Nr. 8, 20.000 X Serie 767 Nr. 48, 10.000 X Serie 5169 Nr. 46. Das Priesterjubilällm des Papstes. Aiom, 16. November. Heule vormittags wurde in der Peterskirche das Jubiläum des Papstes feierlich be» gangen. Der Feier wohnten die Spezialmissionen der auswärtigen Souveräne uud Staatsoberhäupter^ die Mitglieder des diplomatischen Korps, die Augehörigen des Papstes und zahllose Pilger aus Italien und dem Auslande bei. Der Papst, dessen Einzug in die Basilika unter Trumpetenfanfaren erfolgte, wurde auf dem Wege bis zum Hanplaltar vom Publikum mit Tücher-schwenken begrüßt. Er verfügte sich zum Altar, wo er uuter Assistenz der Kardinäle, Diakonen uud übrigen Prälaten das Hochamt zelebrierte, bei welchem die sirli-»ische Kapelle den mnsilalischen Teil besorgte. Nach Be-endignng der Messe erteilte der Papst den Segen. Um halb 1 Uhr war die Feier zu Ende. An der Feier nah. men insgesamt 28 Kardinäle, 280 Bischöse und meh-rere Erzbischöfe teil. Die Menschenmenge, die der Feier iu der Kirche beiwohnte, wurde auf über 50.000 Per-soueu geschätzt. Nom, 16. November. Deu Abschluß der Festlich!e<> teu anläßlich des Priesterjubiläums des Papstes bil-dete eine großartige Illumination. Die Fassaden der Glockentürme der Basilika sowie der Klostergebäude er-strahllen im elektrischen und bengalischen Li'chle. Eine,', feenhaften Anblick gewährte der Petersplatz durch die bengalische Beleuchtung der Kolonnaden wie der Fas. faden der Basilika selbst. Trotz des herrschenden Regens bewegten sich große Menschenmassen in den Straßen, nm das herrliche Schauspiel zu geuießen. Die Illumi. nation des St. Peter-Domes mußte iusolge der un-sNmstigen Witterung verschoben werden. Serbien. Wien, 16. November. Im Lause der Börse machte der laudessürstliche Kommissär Hofral Pöschl aus Grund authentischer Informationen die Mitteilung, daß die von der „Zeit" gebrachten Nachrichten über be-vorstehende militärische Maßnahmen deu Tatsachen nicht entsprechen, daß die Sitnation vielmehr eine ruhige, die Stimmung in Serbien eine ernüchterte sei. Äel.qrnd, 16. November. lImllich.) Die in Wiener Blättern'verbreitete» Gerüchte über die Abberufung des serbischen Gesandten Simiä sind mit allen daran ge-knüpften Kombinationen vollkommen unbegründet. , -------------- Revolvcrschiisse gegen ein Richterkollegium. Leipzig, 16. November. Als heute nachmittags der vierte Zivilsenat des Neichsgerichtes eine Erbauspruchs» klage des Kaufmannes Grosser aus Berlin abgewiesen halte, zog der Kläger einen Revolver hervor und seu-erte gegen die Nichterbank zehn Schüsse ab. Reichs» gerichlsrat Männer wurde schwer verletzt und der Schriftführer, Nechnungsrat Strahburg, durch einen Schuß in den Unterleib getötet. Deželno gledališèe v Ljubljani. Št. 2G. Nepar. V torek, dne 17. novembra: Drugiè: IVetopii*. Opereta v treli dejanjih. Spisala C. Haffner in R. Gen6e. Uglasbil Ivan Straus». Zaèetek ob V»H- KoDec ob 10. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Nm 12. November Ma>ia Kumar, sseuschlerStochter, 21 I., Radehllisttaße II. 1>emeiiti». Am 14. November. Elisabeth Volit, Inwohnerin, 83 I,, ttarlstädterstrasze 7, Ukl-kkinu» »enili». — Lulas Vodnil, Inwohner, 6? I,, Iapcljgasse 2, Hrrzschlag. Meteorologische Veobachtunsscn in ^aibach. ^eenöhe ^0« 2 m Mittl. Luftdruck 73« <» u»w, > i !^H Z^______ ^ 1^^ 1^ U73l. ^52 <^^3^ss^V7schwiih hsst« > 'v 9 U. Ab. 751 9 -7 4 NO schwach ^ .____ 17 l ?U.F, s 748 8^13 3! S. mäßig s bewüllt ! 0-0 Das TageSmittel der gestrisscu Temperatur -b 0°, Nor» male 3 b°. ________ W'/ttecvorau« >a«e für den 17. November für 3le,«r» >!lschl'!r.) ^'ci«!»: ^iördl, Breite 46°> >ml> >„rt>eu ,<»! Mlüflilnch! l>i» W,«fs!,<,ch! n U!,, t>ie i!4 Nbr n^cih!» " Dir ltt n d f » » » r l> t! f «liilt, !» !»>«<->,l>r,, >i-laill«snds» lla!Iziell.' ,'!»«!tt!läNs <>ie z» l MilliülNfr .ji-lii jchwnch», m», > !'il « W!N!»>e!« «jchwnch', vui, ü bi« 4 Milllms,fl» »niüßif, s!n,l», »n„ -: hie / ^ilii!»f!,ln u» ? bi« lo Millixifil'!» »sshl stall» !>»t> ühss w Mil!!,»f!s> »„»her» oidfüNich Ncirl», - ^Un>'!»si,,s iftodr,>>>«'-»!>,» l>,l>r,,!s> «l«>ich^fi!i« »üttl,»,«!)« Nlllltllüe 3lebtl behMl ks Ftld M^W und dir schlimmste Zeit des Jahres, der November, ist yrtommen. Da sind die Menschen mehr tränt als griimd und inimer ist's dasielbe: Nawrihe. Husten, i^^W rauhcr Ha!s. Schlingbeschwerden, Attmiiot :c. Aber ^^^ cu'tl'ost: Fans echte Sode er Mineral Pustillen lassen alle diese 'Beschwerden nicht hochtomni'ii und sie sind dabei so brqm'M und angenehm ^u gebrauchen, daß man seine Ertaltuna, los wird, ohne recht zu wissen, m^» wie., Wer's noch nicht probiert hat, mache enien Ver» ^^^ (477) such. Die Schachtel für X 1 iib 22 ^^ ist in sämtlichen Apotheken, Drogerien MW und Miucralwasjclhandlungcn erhältlich. ^^^ General Repräscnlanz sür Österreich-Nngarn: WW W 3H. «"unwert. Wien IV.. Troste Nnigassc 17. Ferdinand Schrey, H WIEN1: KQLPWRATRIN^14. J Intelligentes Fräulein BQOht Posten als GcscllBchafterin, Stütze der Hausfrau, event, zu einem größeren Mädchen, kann Klavicrelenvntar-untmricht erteilen, geht auch ah Arztgehilfin, und ist fleißig und tüchtig. Briefe erbeten unter „Einsam" an die Administration dieser Zeitung. (4000) Saibacfjer geitung SKr. 265. 2478 17. Mobem&er 1908. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrslilatte) vom l6. November l9W. Lie notierten Kurse verstehen fich in Kronexwährung Die Notierung sämtlicher Altlen lind der ,NiverIen iiole" «ersteh» sich ver Stücl «eld Oare Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche «ente: 4°, lonver, steuerfrei, Kronen per Ku»e . , 95 75 35 9K detto lIa»n.-Iul<) per Nasse 957« 95 90 »2"/„ ü, W. Note» (Febr.-«ug.) per Kasso......98 75 98 9b 4 2«/„ «, W, Silber («lpril-Olt. per «ass«......s» 7b 989», i8S0er Ltaatslose 500 fl. 4"/, 153 3>'>5? 3>) I8«oer „ ioo fl. 4"/,.2l» - 223 <8«4ei ,, 10« st. . . !l«8 ii«7-. l8«4ei ^, 50 fl. , . 2«3 2«?-- Dom. Pfandbl. l^ 120 fl. ^,288- 291'. Staatsschuld d. i. «eichs- rate vertretenen König» reiche und Lander. ^sterr. Goldrentc struerfr., « old per «»sie .... 4°/„lib >», ,,ü »5 l7s!err. Rente in Kronenw, stfr., per Nasse.....4"/o »Ü 85 9S Ob detto per Ultimo . , 4"/„ 95 sb 9« 05 Cft, Inveslilioi'«.«ente. stfr.. Kr. per Kasse . . »>/,°/.' 8» IU 85 50 Glsenb«HN'Zt». »tllchreibnnge». Flisabeth-«ahn i. «., ftruerfr-, zu lo.<»»0 fl.....4"/„ — — —>— ffranz Iosepv-Äahn in Silber . , . . zl/«°^ns 2« >l9-«o Galiz. Kar! Ludwig-Bahn (div. Glücke > Kronen , . , 4"/„ 955, »«10 97 1l> «orarlberger Bahn, stfr.. 4<>0 und 2«X) Kronen . . 4°/„ 9b «ü »« «5 Hn Slll»t»schnll!»«schleibnng»u »bglftlmpelt» FistntllliN'zilll»« tlisabeth-V 2//V„ .... 427 - 48t, -detto Nalzvurg-Iirol 200 fl ö. W. S. 5"/„ . . 422- 424- »remstal Vahn ««»0 u, «000 Nr. 4"/«.........192 1"4' Geld War« P»« Staate 1« Zahlung 2i«» n«»»»nl Eisenbahn > Pllolttili»- Pbligatlonen. Vöhm, Westbahn. Gm, 1895, 40«, 2U« u, »000 M- < ab !0"/„......114-90 Nü 9« !tli!abeth.Vah» 400 u. 2N00 Vl, 4"/„........I12 80!'»»,b«.Nurdbllhn Gm. !««« 9« - 99 — detlo Em. lW4 9s-?f> »9 7b zranz Ioseph-Pahn <^m 1»«4 ,div. Ct.» Silb. 4"/n. , . 9«80 9?«0 Galizisch», Kai! Ludwia. - Bahn 'diu. St.) Lilb. 4"/„ . . . 9b'?0 9»'?0 U»g. galiz. Bahn 2(X! sl. S, ü"/„ 10» ?b,04 7b 0<>/,"/n «b öl» «L 60 Vorarlberg« «ah» . . «s,« «6 4b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Golbrentt per Nasse . 110-80 >!« b»i 4«/„ ditto per Ultimo 110'üo l,0üU 4"/, ungar. Rente in Kronen- währ. stsr. per llasft , . 91'«0 92-4"/„ deito pcr Ultimo 9! «0 «2-- 5>/,"/„ bett» per »asje »1 bb »l ?b Ungar. Prämien.NnI. k 100 fl. —^ - -delto i^ «1 fl ^- --- !heif!-Neg,-Lo!c 4'Vn - . 1 uu-.>>o 4"/n kroat. u, slav, Grdentl.-Obl, 93 bu »4 b0 Andere öffentliche Nnlehen. Bosn. LandeK-Anl. /,"/„ , . 97 15 98 1b 5"/„ Tonau Reg.-Anleihe »87» >02 b« 103 b« Wiener Verlehrs-Anl. . , 4°/„ 9b ec Äß-e>' detto 190<» 4«/, 95 4» 9« 4« Änlehfn der Stadt Wien . . 100 «l> >0l>b dclto (V. oder H.) 1«74 120' 121 delto (1«94).....9ÄKc S4 5l1 detto lOas) t>. I, 1»»» . 9b do 9U sl! drtto lEIcltr.) v. I. IW<) 9b '.'« «b detto sInv.-Ä.) v I.1902 9b 4b 9« 4b Vürsebaii-Anlchen verlosb. 4"/„ 9« i« «? 20 Russische Staat«anl. 0. I. IM« f. lOO Nr. V. K. . . 5°/n 971« 9782 drtto per Ultimo . . ü"/» 97 0b 9? bo Vulg. NtaaiK-Hypothekar.Inl. '892 , , . ««/« ,18^0 >19 1^ Geld Na« Nulg. Staat« - Ooldanleihe »307 f. 100 Kr. . , 4>/,>'/<, 84 «> 85 50 Pfandbriefe nfw. Vode»lr,,ally,öst.i 5NI.vl.4"/s, 9460 «k»'N0 Böhm, Hupothclenb. ocrl. 4°/„ 9», 90 9?'9u Zentral «od.-«red.-Vl., osterr., lb I. vcrl.....4>/,«, 102-- — - detto «5 I. verl. . - > ^°/>> s?-- 98'— «red. Insl.. üslerr., f.Verl.-Unt. ü, äffcntl. Ärb. Kat, ^. 4"/„ 949b 9b'9b z.'andeßb, d. ilün. wali^ien und Ludom. 57>/, I. ructz. 4°/„ 92 2b 94-2b Mähr. Hnpothelenb. verl. 4°/„ 9« 0b 97 0b N.-österr Lllttdes-Hup.-U»sl. 4"/« 97- 98'— dctto inll. 2"/„ Pl. verl. 2V," ° 8« 2b 89 2b detto lt.-Schuldich, ucrl. 3>/,"/„ 882b 89'7b detto verl......4"/„ 9«-7b 97-75 Osterr.-ungar. Van! b« Jahre verl. 4"/„ 5, W..... 98>Ü0 99'b« detto 4"/„ »r...... 99» 100 Zvarl., Erste öst.. K0I. ucrl. 4"> 99'50 100 - Eisenbahn-Prioritäts. Obligationen. Osterr. Nordweslb. 200 sl. L. . I03'l>« :«4'd» staatsliahn «0 ssr..... 400- 4'>b'— Liidbahn i» »"/„ Jänner - Juli 5>0« ssr. iper Lt.) . . . 2«8>2^ 2?» 2N Züdbahn k ü"/a »00 fl. S. 0. G I19'10 12U-1« Diverse Lose. D«riü<> Ofrncr Luse 40 sl...... 215-- 2iib' Palsft, Lme 4« sl. «M. . , . löü- 20b Noten Nrrnz, öst. Ges. v. IN fl. bO'b" 54^0 Noten Kreuz, nna. Ges. v. 5 fl, 2S »0 2» so '«udolf-^ole 10 !l...... «7> 7i> 2a!m iiule 40 !!. KM . , . 220-- 24«-luil. li.V. «nl Präm.-Oblig. 40« Fr. per K^sse . , . 17»-- - 180 - detto per Medio . 178'b, !?9'bU «elo Ware Wiener Komm.-«o!e v, I 1874 4 0- b«0 -Gew,>Nch. d. 3"/° Präm. Schuld d. V°denlr,-«nst, !tm, »88« ?2'— 76- Altien. Hl»n,pl>rt»Dnlenlt>!n>nng,n. AiissillTepIiyer «tisenb, 50« fl, 23b0-- ^>,b« - Äühm ische Nordbahl, 150 sl. 402'— 404- > ^ulchtichradel 00 sl, NM !<87l)- ! 2«,^<»' det!° füt tt 200 fl. per Ull, >04b- 10b« !ona» - LllMvüchissahlt«. »r!,, I,. l l, Pliv., k>«0 II NM 9bb' - 9N< . ^uxBlldenbachel lt.-A. >0N!»r 5,«0'— s>65 sserdinand« Nordb. !000fl i,M s><:4«' l,U70 tlascha» - Oderbrrger (tiseübali,, 200 II. S...... 3d? — ?SU - i^eml!. > Ezer» - Iassy Welell!chalt, 2»0sl, L . bb^ 50 556- loud, üs!.. Tries», 5<>N II., KM. 4< » - 4"8 Österr Nordwestbahn 200 sl, E. 448- 450' dello süt. Ij) 200 s! T. p U>>, 44«-. 4<8 - ^jrassTuxer Gisenb KX'fl.abgst 2>9'— 222- 2iall!«ei!rlib, ^«»0 fl, N, per Ul», «8« 25 ««125 3iibblll!!! 200 II, Silber per Ult. i i9'7b 120 75 Tiidnurbfteulsche Vrrbiüduugsb. 200II, NM...... NU8-Ü0 3ö» b» Trauiport Wej., iniern,, N.-V 200 Kl........ 118 123 — Ungar. Westbahn (Raab-Eraz' 200 fl. S...... 404'- 40«' «r. Lolalb.-Altlen-Ve!. »no fl 20b - 215-— Vanlen. Xuglo-tsterr. Vanl, 120 !I. , 292 L0 293 50 Baiiluerein, Wiener per Kasse —--. >— detto per Ultimo big-.- 518'- Vode!,lr,-Änsl. üst., üou Kr. , 10<«'— io5-)-- »— —'— detto per Ultimo «,'»l— 632' ^redttbanl, ung. allg., 20«» fl. ?»«-— ?87'- Depositenbanc, al!c>., — 454'-lielompte - Gesellschaft, nieder- «slerr., 400 Kr..... 58!-— 5^5- Giro- u, Nassenverein, Wiener, 20« sl....... 44b- 448' Hvpolhelenbanl, üst. 2«0 »r. b"/„ 285'— «89-i^änderbanl, Usteri., 200 fl., per Kasse....... --- ^'- detto per Ultimo 43'. 2b 4»22b ,Merl»r", Wechselstuv.-Altien- Wcsellschail, 2«», fl. . . . 599- - «03 Österr,-unssar. «a„l 1400 «,r. 17bl-— i?«u - <«e>d Ware Uuionbanl 200 fl...... 5«b b0 b«e 50 Uniouba»!. böhmische 10N fl. . 24k- 246- Verlehrsbanl, allg »4« fl., 34l - 341 b0 inouNllt'ßntenltlinmngeu. Vaugeielüch,, allg «st., »00 fl. «49— »54 — Vn!i,rr KoliIe»ber!,b.-<»e!, wofl. 708-- ?t2 — ltiseiibahnuerlehrs-^nslllll, üst., 100 fl........ 39« - 3U7'- ltilenbahnw.-lleihg..erst», loofl, 204- 2ub 50 ,ltlbemühl". Papleif, u. V.-G. wo fl........ 189 194 — Eleltr «es, allg üsterr.. 200 fl. 39» »»3^ lzieltr.-Gesrllsch., intern. 200 fl. «14 «15- !i!rlt,..Oelellsch,. Wr. in iiiau. «09- - ^12-Hirtenbrrger Patr-, Zündh. u. Mel.-stabril 4»n Kr. , , I0<7- 10x2 — ^iesiiiger Brauerei 10» fl. . . »21— 2l^ö - Mouiaii-^es,, vst, alpine ,00 fl. «415« «4^50 ..Poldi-Hülte", Tiegelgulistahl- ss.-A.-W. 200 fl..... 43«- 435 — ^ranerltisen-Industiie-Gefcllich. 2»« fl........ 2430' 2439 - llima- Miiranl, - Salgo-Tarjaner Eiseuw, 100 sl..... 532 50 533b« äalgo-Tari. Lteinioblen 10« sl. 582' 585 — ,,2ch!önIM!»HI", Papiers,, 2«0sl, 300'- 2w -,Schod»ic-ll". »l. ssens..«el , »slcrr,, 100 fl, , «09- »12- Wr, Vllugfscllschaft, l»0 fl. . . 14.'- 148 — Wienerberge «icgelf.-Alt.-Gef. «92>- s^b — Devisen. Kurze Hichll» unl> Scheck». slmslerdain....... 19870 ,«»»5 Deutsche Vanlplüve .... 11? ic> ,17 35 Italienische ^anlplävr . . . 95'2l> »f. 40 London........ 23945 23" 70 hör,«......... 9b 42> »f> 57' Vt. Petersburg...... 251 - 25« 50 Zürich und Basel..... 95 40 9b!>2-'' Valuten. Lufate»........ I«ll3 il-37 2« ssranlen-Stilll?..... 19 1! 19 14 2<>Marl Stilcle...... 23-4,! 2» 50 teutsche NeichKlmnlüoten , . 11? >0 «1730 >1ta!ieni!chl' Ba,!luu!e,i . , . 9b 20 95'40 «ubel-Noicn..... 2'51 25» Ltm «(e., D«TtM« and Vkli(«l. I B«t33.1c- ^iÄ-d. TTŠ7"e chsleTfe 6 c!h.fi,ft II! "«.»tor olg»n>m Vttrnchlua« A«r P*xt«i ¦ LO«-V©f-sicherunfr. (U) l^ub»r-li. HlrUnrKi»««. V»r7ln*Dnfi »o» Ruritnlaoea Im Kaitto-K»rr«9t art lit Blr»-««»ti I