Snorburaet Rettung AmtMchos Organ d«s Verlag und Schriftlcltunf: Marburg a. d, prau, Uadsasso Nr. 6, Pornrut: 25-€7, ?5-68, 25-69, — Ab 1$ Uhr (6 Ulu abfnds) ist die Sehrittleitung nur aut Fernrui Nr. 28-67 errtichbar, Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgcsandt. — Bei Anfragen KücVpoftq beilegen. — Postacheckkonto Wien Nr. 54.60% Steirischen Heimatbund^s t^rseiiemt wüch^ntUcli sechimal als Morgonzeitung ^mit Ausnahme der äonn> u. l-eierta^je). Bezugsp'ei« (im vor?M8 zahlbar) mon^thch KM 2-10 eipschl Zustellgebühr; bei Lieferung im Streifband ?uzilglich Porto; bei Abholen in der üe-sch^ftsstelie RM 3-—• Anzeigen» und Bezugsbestellungcn in der Verwaltung. 5lr. aii_Oltorburg a. g)rflu, Difn(ember. Flnni&che Kampf- und Bombenflugzeuge haben in Ostkarelien feindliche Schützengräben, tager, Artllleriestelhin-gen. Unterstände und Lastwagenkolonnen bombardiert, wobei d^m Feinde schwere Verluste zugefUgt wurden. Aus (Jem südlichen Abschnitt der Murman-itahn wurden auf einen feindlichen Trans-Portzug Volltreffer erlieft und ^In Bahn« hol bonibardfert« I ifc I I - r'*T^ UnnianP ^Uiham =Je (Sm)7ire «nb Riffe Von K. V« Ungern-Si^rnbersr ßs sind wirtschaftliche und politische Schwierigkeiten, die tlen Empire-Verband zu ßefflhrden beginnen. Australien und Neu-Seeland wissen nicht, was sie mit den Überschüssen ihrer Agrarproduktion tiiifangon sollen. In Australien lagern z. B. 25 Millionen Hektoliter Weizen vom vori-fjen Jahr, zu denen noch die (iiesjährif^e Rute Hrnte kommt, die ^gleichfalls unverkäuflich blciiit. Dicüberschiisse an Obst und Fleisch verdorben in den Lagerhäusern. In seiner wirtschaftlichen Bedrängnis hatte AiistraliiMi versucht, im Rahmen seines (jrnfkaumcs einen Auswej^ zu finden, und halte mit Japan ein Kompcnsationsnb-koinini'U ab;;eschlosscn, dem zufolge australischer Wci/cn und aiisfrnlischc Wolle gcj^en japanische Industrieproduktc ausi^elauscht werden sollten. Aber es iic-lanu l'iiiiland, diu- AnsfliliruHK dieses Abkommens zu liintertreibcn, ohne jedoch einen MrsaU zu bieten. Nun wandten sich Australien und Neu-Seeland lidfe suchend an die VereiniKtcn Staaten von Nordamerika. Aber dort hat mau seine eigenen Sorgen um den eiuenen Absatz und um die Aufnahme südamerikanischer Überschüsse. So droht denn die Lage immer unhaltbarer zu worden. • Mit der wirtschaftlichen Krise fiel nun auch in Australi^Mi eine politische zusammen. Der Krstminister, Robert Gordon Menzies, bekannt als rücksichtsloser hin-peitscher der Empirepolitik Churchills, hat von der Kommandobrücke her;:b-steiyen und meinen Abschied neiun^..! mtisen. Ks wird jetzt Mulie finden, die Bilanz aus dein Soll und Haben seines Nykyrkd 94'fn in9i>fpr ■«».« y, UIMl I "X - 'oörp«* % y 'i *'1^, Wfilui« -v vV f rK.......,, , " ■ Kall IC: Ai clllV SI4F. KtJ«»« Fünf Britenilaiiipfer versankt Von Schnellboolen smb stark gesIcheKQin Oelgitiu^ h^raui-getchosten — England verlor wiedor 27 F.ugieugo l-ührerhanptüuartier, 8. September, i Britische Flugzeuge flogen In der letzten Das Oberkommando der W'chrmaclil 'Niicht über Nord- und W estdeutschlaiid j^ibt bekannt: Uie oitwtirts des Ladogs^Scea angrei. fcndsn finnit»chen Truppen hal>en den SwIr erreicht. in den Raum um Berlin ein. Starke Abwehr licli den Angriff auf die Reicl\s-hauptütadt nicht zu voller Wirkung kommen. Die ZivilbevölUerung hatte durch Im Kampf gegen Großbi »tsnniün be.; Abwurf von Spreng- und 13randbcmben legten stärkere Verbände der Luftwaffe Verluste an Toten und Verletzten. Nacht- in der vergangenen Nacht midtäriscbe läger und Flakarliilerie schössen 14, Ma- Anlagen am Tyne und llumber sowie Hä- rineartillerie drei d- angreifenden Born. ! fen an der britischen Ostküste und Flug- ' plaiiie der Insul mit Bomben 8cl\weren |und schwersten Kalibers. Briinde und E\plosionen ließen den Urfolg dieser An griife erkennen. Schnellboote griffen vor der britischen Küste einen sta^ gesicherten Geleitzug Veroi!blicl>« tigenKngrine Kompanie auf Kompanie ins Vorderljen geschickt Berlin, 8. September. In mehreren erfolglosen Angriffen ver-an und versenkten fünf bewaffnete Han- suchten am 7. September die Sowjets, duls&ch;ffe mit zusammen 13.500 brt, einen von den dcusschen Truppen im mltt-Pte Luftwaffe vernichtete am gestr gea leren Abschnitt der Ostfront gebildeten Tage und in der letzten Nacht vor d?v McUenkopf zurilckzn^^ewlnnen. Ungench-britiacUen 0«tküate und bei den Faruer. tct des vernictitenden Feuers schickten die Inseln drei Handelsschiffe mit zusamnist' Bolschewisten eine Konipunie nach der 12.000 brt, anderen ln> Verderben. Alle bolscbewisti- Ini KnnJ»lriti- fen um d'csen Brückenkopf 732 Sowjet-scbe Bomber ab. I Soldaten als Gefangene eingebracht. Wirkens zu ziehen, llnfj er wird dann zu der Erkenntnis des Unheils kommen! das seine Premicrschaft über sein Land gebracht hat. Mcnzies seihst mußte bei seinem Abgang erklären, daß er das Gefühl habe, unpopulär ijeworden zu sein. In Wirklichkeit ist er, seit er 1039 die Nach-folj^TSchaft von Lyons übernahm, in Australien niemals populär i^ewesen. Auch im Parlame.it verftigto sein Anhang nur über ilie Mehrheit von einer einzigen Stinnne, Hie Krise, über die Menzies stolperie, wurde durch die Erklärung aufgelöst, daß er sich wieder, zwecks einer besseren Verlrctunji der australischen Interessen, nach London zu bo^reben ^'-'''lenke, Ge^^en d'csai Rciseplaii crh(»ben sich die schärf-sten IVotesIc -der Opposition. Hier und nicht iii London IH^en die vitalen Interessen Australiens, der Prennerminister habe die IMllcht, auf seinem Amtssitz zu bleiben, gerade jelzt in der Zeit der Hochspannung ijn Pazifik. Auch lägen die Grenzen des fünften Erdteils nicht am Nil oder im Vonierasien, wo man von den .Xustraliern so furchtbare Blutopfer geior-ilert habe. Der äußerste Punkt, an dem australische Soldaten eingesetzt worden dürften, sei Singapore. Menzies muRte die Konsequenzen aus dor Stimmung im Lande ziehen und zum Arger Churchills seine Demission einreichen. Wenn auch Australien weiter dem Empire treu bleiben wird, so hat es doch auf;;ehört, ein bedinguniislos gehorsamer Blutspender für London zu sein und Churchill hat eine seiner dekorativsten Propagandifiguren verloren. I^aran ändert auch die Tatsache nicht viel, daß Fadden, der Nachfolger Menzies, dessen Gefolgsmann gewesen ist und voraussichtlich auch weiter bleiben wird. Ähnliche Krlsencischeinungcn wie in Australien machen sich auch in der Südafrikanischen Lhnon bemerkbar, obwohl diese auf Grund ihrer Goldmlnen eine etwas anders gelagerte Stellung einnimmt. Im Grunde genommen gibt aber die Golderzeugung dem Lande nur wenig praktische Vorteile, denn das Gold Süd-«ifrikas geht fast restlos nach den USA. Der Erlös wird den Südafrikanern "m blockierten Pfunden gutgeschrieben, die aber nur in England selbst verwendet werden können ued demnach allein den Minenbesitzern in London einen Vorteil bringen. .Andererseits hat England nur eine sehr begrenzte Möglichkeit, Industriewaren nach Südafrika lu verschilfen, so hleil>en denn auch In Südafrika die großen Vorräte an Mals und Weizen unverkäuflich in den Häfen lagern. Die Weizen-farmer Südafri.kas müssen eine staatliche Linterstützung in Anspruch nehmen, die Orangenernte von 4 Millionen Kisten verdirbt, da sie nicht verladen werden kann. Mitn denkt daran, die Orangen zu trocknen und sie als Viehfutter zu verwenden, aber es ble'bt fraglich, ob sich dieser Versuch durchführen lassen wird. England hatte ferner großsprecherisch die Abnahme der gesamten Wollschur In Südafrika versprochen, ohne sich be' diesem Versprechen an den sehr problematischien Verschilfungsmögüchkeiten zu stoßen. Das Versprechen konnte natürlich nicht eingehalten werden und die Hammel Züchter geraten im^mer miehr in die Sklaverei der Hypothekengläubiger. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, daß die Unzufriedenheit in Südafrika mil dem Londoner Kurs zunimmt. Man sieht sich in England inimier mehr gezwungen, sich an die Person des Diktators und neugebackenen Feldmarschalis Smuts zu klamimern, an dessen Englandhörig-kit keine Zweifel bestehen. Aber Smuts ist nicht Südafrika! Das we'ß man in London sehr wohl, und auch Churchill weiß es. Sollte die Opposition die Abhaltung freier Wahkn durchsetzen können, so würde Smuts mit seinem Terrorregime binnen 24 Stunden erledigt sein. Was nun das l>ominio'n Kanada betrifft, so steht es auch dort nicht zum besten. Es fühlt sich in der Prange der "Weizenvorräte von seinem Mutterlande verlassen. Kauft England, wie versprochen, 35 Millionen Hektoliter Weizen, und kann es diese auch wirklich abnehmen, so bleiben von den Weizenvorräten Kanadas noch immer übor 220 Millionen Hektoliter übrig, die praktisch unverkäuflich sind. Aucfi die Vereinigten Staaten kommen für die Abnahme dieser ungeheuren Menget> nicht !n Betracht. Kanada will nun den Versuch machen, sich stärker zu industrialisieren. Dazu aber braucht es einen noch engeren Anschluß an die benachbarten Vereinigten Staaten, zu denen es immer mehr in ein wirtschaftliches Hörigkeitsverhältnis gerät. Man spricht bereits recht offen von einer unvermeidlichen Währungs- und Zollunion zwischen oen Vereinigten Staaten und Kanada, man träumt von einem großen nordamerikanischen Raum, ih dem Chicago sowohl über den Hudson als auch über den St. Loren^strom die Rolle eines großen Seehafens zugeteilt wird. Es läßt sich natürlich nicht voraussagen, wie sich die Dinge nach Kriegsende gestalten werden, es sind gewiß auch nicht nur wirtschaftliche Probleme, diy in den Wechselbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Dominion eine Rolle spielen werden. Aber sicher ist es, daß die Dominion-Anhängigkeit Kanadas vom Muttorlande einen starken Riß bekommen hat, der sich nicht so leicht überkitten lassen wird. Riff^kreoz fOr heMenhalleii Einsah Das Leben für den Erfolg hochbedeutsamer Aufgaben hingegeben Berlin, 8. September. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Überbefehlshabers der Luftwaffe Reichs-marschail Qöring das Ritterkreuz des Kisemen Kreuzes verliehen an Oberst-ieutnant Emig, Kommandeur einer Kampfiliegertru'ppe. Oberstleutnant Hans Rinis: fand am ?8. Juni 1941 in höchster Erfüllung seines vorbildlichen Soldatentums im Kanüpf regen den Bolschewismus den Heldentod. Stets an der Spitze sein3r Gruppe fragend, hatte er seine Besatzungen m harter Kampfgemeinschaft gegen England ijusanimengescliweißt und in zahlreichen Flügen gegen die britische Insel dem Feind schv^erste Verluste zugefügt. Im Osten eingesetzt, führte er erfo-lgreiche Verminungen durch und beschädigte in kühnem Sturzangriff einen sowjetischen Kreuzer. Die Krönung seines heldenhaften Einsatzes ist ein Angriff auf die Schleusenanlagen des Stalin-Kanals. Fr führte den Angriff im Tiefflug durch und zerstörte durch Bombenangriff das Schleusentor, vernichtete jedoch zugleich das eigene Flugzeug. Ein verdienter U-Boot-Kommandant Ferner hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarme Großadmiral Raeder das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant zur See Adalbert Schnee verliehen. Oberleutnant zur See Schnee versenkte als Kommandant eines kleinen Unterseebootes auf drei Feindfahrten 40.000 brt feindlichen Handelsschiffsraumes. darunter einen Dampfer der »Otranto«-Klasse von 20.000 brt. Später erhöhte er die Versenkungsziffer auf U Schiffe mit 95.000 brt. Der Fflhrer der denlschen Volksgruppe In RnmiinieR aasgezelchnel Bukarest, 8. September. Der Führer der deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schmidt, der sich in freiwilligem Fronteinsatz befindet, wurde in den Kämpfen um Odessa mit dem Orden »Virtutea Militara«, der höchsten rumänischen Auszeichnung, die im MannschaftsstanJe für außerordentliclu* Wif'entaten verliehen wird, aiisgezcich-neL Roosevelt verfängt sich in seinen Liigen ümr Provokateur hält an don unwahron Bohauptungon Im Fall »Oroor" fast und möchta salnan dar USA-Flotta gagabanan Angrlfftbafahl abttralfan Berlin, 8. Se»ptember. Die fieimtückische Provokatfon Roosev^ts im Fall des Zerstörers »Qreer« ist durch die deutsche amtHche Feststellung vom Sonnabend festgenagelt worden. Nunmehr glaubt der Kriegshetzer jenseits des Atlantik durch eiine Eridä-rung seines Marine- und Kricgsdeparteraents den neutratftätswidrlgen Angriff des USA-Kriegsschiffe« auf das deutsche U-Boot hinwegdisputieren zu können. Diese Verlautbarung besagt: »Trotz der in der Presse erschienenen deutschen Behauptungen, daß die »Qreer« in dem Gefecht mit dem deutschen U-Boot der Angreifer war, sind die Tatsachen so, wie sie urs.prünglich' vom Marine- und Kriegsdepartement angegeben wurden, daß nämlich der erste Angriff bei diesem Zusammentreffen von dem U-.Boot ausging, erst dann und nicht vorher ging die »Qreer« zum Gegenangriff über.« Der jüdisch-freimaurisch versippte Präsident macht sich die Sache zu leicht, indem er an seiner Lüge festhält, ob-\Wihl dies den agitatorischen Grundsätzen jener Art moraltriefender Ehrenmänner durchaus entsipricht. Die deutsche amtliche Veröffentlidmng hat hieb- und stichfest Ort, Zeit und genauen Hergang des Zwischenfalls festgehalten. so daß sich die nordamerikanische Absicht, einen Kriegsgrund zu provozieren, einwandfrei ergab. »Der Angriff selbst ist der Beweis dafür«, so Ifieß es in der amtlichen Meldung, »daß Herr Roosevelt entgegen seinen Behauptungen schon früher den amerikanischen Zerstörern allgemein den Befehl erteilt hat, den Standort deutscher Schiffe und U-Boote nicht nur neutralitätswidrig zu melden, sondern darüber hinaus diese selbst anzugreifen.« Seit Monaten läuft Präsident Roosevelt förmlich hinter dem Krieg her und benutzt jede Möglichkeit, die Achsen^ mächte- herauszufordern. Seine Absicht, einen Zwischenfall zu schaffen, der es ihm erleichterte, seine Kriegshetze so zu verstärken, daß es ihm gelingen könnte, da-s USA-Volk in den Krieg hineinzutreiben, ergibt sich ans zahlreichen Äußerungen der amerikanischen Presse und politischer Persönlichkeiten *der Staaten. »Wann endlich kommt der Schuß, den wir brauchen?« Diese Frage klingt aus allen Leitartikeln itnd Reden dieser der Zahl nach zwar kleinen, aber umso bedenkenloser hetzenden und mit den reichen Geldmitteln der Newyorker Wallstreet gest>eisten Verhrecherclique um Roosevelt heraus. Nach diesem Muster soll auch der Fall »Greer« aufgezogen werden. Mit dem unentwegten Festhalten an der verlogenen Behauptung,' das deutsche U-Boot habe zuerst seine Torpedos abgeschossen, will man dem allen Regeln des Völkerrechts hohnsprecheivden Angriff des Zerstörers wenigstens den Anschein eines Rechtes verleihen und das nord-ameri'kanische Volk hinters Licht führen. Roosevelts Angriffs- und Provokationsabsicht liegt aber klar zu Tage. Ein ähn^ lieber Fall hat sich erst im Juli d. J. in den Gewässern um Grönland zugetragen. Der USA-Marineminister Knox macht« darüber am 30. Juli vor dem Marineausschuß des Senats die Mitteilung, daß ein nordamerikanischer Zerstörer auf die bloiße Vermutung hin, ein d^tsches U-Boot könnte in der Nähe sein, Wasserbomben geworfen habe. »Indem der Kapitän dies tat, übte er das Recht der Selbsterhaltung aus: denn wenn ein U-Boot dagewesen wäre, hätte der Zerstörer versenkt werden Icönnen.« Das also ist die Auffassung Roosevelts über die Freiheit der Meere! Kriep-sdiiffe eines Landes, das sich offiziell immer noch als »neutral« bezeichnet, erhalten die Berechtigung zum Angriff auf die bloße Vermutung hin, daß sich ein deutsches U-Boot in der Nähe befinde! Herr ^osevelt lügt, wenti er jetzt behaupten will, im Fall »Oreer« habe es sich anders verhalten. Tleffluiangriff auf Slil Barani Bomban auf Bafattigungsanlagan und Battarlan von Tobruk R o m, 8. Septemtber. Der italienische Wehrmachtbcricht vom Montag hat folgenden Wortlaut; Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika an den Fronten von Sol-lum und Tobruk Tätigkeit der vorgeschobenen Abteilungen und der Artillerie der Achse. Anlagen und Depots des Hafens von Tobruk wurden von den deutschen Batterien unter Feuer genommen. Unsere Luftwaffe war sehr tätig. Jagdverbände haben in einer glänzend^ Aktion im Tiefflug den feindlichen Luftstützpunkt von Sidi Barani angegriffen und fünf Flugzeuge am Boden sowie zahlreiche Kraftfahrzeuge in Brand gesteckt. Andere Flugzeuge und Kraftfahrzeuge wurden wirksam mit Maschinengewehrfeuer belegt. Bomberverbände belegten wirksam Befestigungs. und sonstige Anlagen sowie Batterien von Tobruk mit Bomben und verursachten ausgedehnte Brände. Alle italienischen Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück. Deutsche Bomber führten wirksame Unternehmungen gegen vorgeschobene Flughäfen und bedeutende Ziele von Marsa Matruk durch. Deutsche Jäger schössen bei einem Zusammenstoß mit einem feindlichen Verband eine Maschine vom Muster Curtiss Englische Flugzeuge unternahmen neuerdings Hinflüge in Barce und Bengasi und bombardierten einige Kolnnistensied-lungen des Cyrenaika-Dschebel, ohne daß Opf^'r zu beklagen sind. Zwei Maschinen wurden von unserer Bodenabwehr abgeschossen. Die Besatzungen der beiden Maschinen, von denen eink.* sich aus einem OÜizier und fünf Unteroffizieren zusammensetzte, wurden gefangen genommen. In der vergangenen Nacht griffen feindlichen Flugzeuge in aufeinanderfolgenden Wellen Palermo an. 16 Tote und 25 Verwundete unter der Zivilbevölikerung, unerhebliche Sachschädtm. Ein von unserer Luftabwehr getroffenes feindliches Flugzeug stürzte brennend ins Meer. In Ostafrika boinbardierte die englische Luftwaffe in Verfolg ihrer Angriffe auf unsere Lazarette aus niedriger Höhe das Hauptiazarett von Gondar, das aus abseits liegenden Komklexen von Gebäuden besteht, die sichtbar mit dem Zeichen des Roten Kreuzes versehen sind. Man beklagt Insgesamt tinen Toten und 17 Verletzte unter den Aerzten und Krankenhaus-Insassen. Bei Uokhelit wurde ein Angriffsversuch des Gegners durch die unmitteiba-ren Eingriffe unserer Truppen zunichte gemacht. Eine starke Al^teilung nationaler und kolonialer Truppen der Garnison von Culquabert untemahm - unter dem Befehl von Oberstleutnant Augusto Ugo-lini einen kühnen Vorstoß in die feindlichen Stelhingen des Massivs von Den* ghel. Der überrumpelte Feind wurde nach kurzem Widerstand aus seinen befestigten Stellungen vertrieben und ließ auf dem Kampfplatz an die Hundert Tote zurück. Große Mengen an Munition und Waffen aller Art, darunter l)eträchtliche Lebensmittelmengen, fielen in unsere Hände. Der Angriffsgeist unserer nationalen und Askari-Truppen ist ausgezeichnet. führte Massentagung der sowje-tischjn Frauen, üt)er die Elerichte aus Moskau in englisclier Sprache übermittelt wurden. In der britischen Begrüßung heißt es u. a.: »Wir Frauen Großbritanniens begrüßen die sowjetischen Frauen als unsere Kameradinnen in dem Kampfe aller freien Völker. Wir sind durch Euren Heroismus und Eure Beständigkeit bewegt und ermutigt. W'w erwarten den Tag, wo die Frauen der Welt an dem Aufbau der zukünftigen Freiheit und Ge-rechtigkeit für die gesamte Menschheit mitarberten werden.« Manikürte Ladies und verlauste Flintenweiber fallen sich gerührt in die Arme! Und alles im Zeichen der »Freiheit« und »Oerechtigkeit«. Die Verbrüderungsorgie zwischen iPlutokratie und Bolschewismus treibt wahrhaft groteske Blüten. Dlelnteniaiionale auf derRirchenorgel Sowjatbotschaft baim BIttgottasdianst — Hauchalal und Schamlosigkeit kanniafchnan das brltlsch-bolschaw^stltcha BUndnlt Stockholm, 8. September. Der vergangene Sonntag war für England der Tag des nationalen Gebetes. Es war eine Selbstverständlichkeit, daß die Briten an diesem Gebettage in ihren Gottesdiensten auch ihrer treuen bolschewistischen Bundesbrüder gedachten. Allen voran betätigte sich in diesem Chor der Gläubigen der Erzbischof von Canterbury, der sich mit seinem wiederholten Bekenntnis zum Bolschewismus, zur Kirchen Schändung und zum Priestermord als ein Streiter Gottes von recht fragwürdigem Rang bisher schon genügend selbst charakterisiert hat. Wie Reuter meldet, sprach dieser heuchlerische Priester auf besonderes Ersuchen (!) ein Gebet für die Sowjets und für die bolschewistische Armee, die »in enier schweren Prüfung« stünden. Wie »Sveiiska Morgenbladet« aus London berichtet, weilte die Sowjethotschaft während der Bi-ttgebete für den Sieg der Bolschewiken in einer Londoner Kirche. Während der Gebete sei, wie das schwedische Blatt hervorhebt, auf der Kirchenorgel die Internationale gespielt worden. Die Sowjetbotschaft beim Gottesdienst und die Internationale auf der Kirchenorgel! Heuchelei auf der einen und Schamlosigkeit und Krrchenmißbrauch auf der anderen Seite! Die moralische und geistige Fäulnis des plutokratisch-bolschewistischen Konkubinats kann kaum abstoßender in Erscheinung treten. Plulokralenladv uad Flinlenwelb Stockholm, 8. September. Britische Frauen aus allen berufstätigen Kreisen und religiösen, politischen, sozialen und sportlichen Gemeinschaften sandten Reuter zufolge eine Begrüß,i.i.js-botschaft an eine am Sonntag durclme- Biotzeigen liir den Lefeens-willen des deutschen Volkes Die Zahl der Todesopfer feindliclier Bombenangriffe auf das Reichsgebiet Berlin, 8. September. Die Zahl der durch feindliche Bomben-t-ngriffe auf deutsches Reichsgebiet hervorgerufenen Todesopfer betrug seit Kriegsausbruch bis zum 2. August 1941, also zu einem Datum, bis zu dem amtliche Unterlagen vorliegen, .3853. Diese beklagenswerten Opfer des englischen Krieges sind in der Hauptsache von wenigen Städten und Gauen gebracht worden. Sie wurden damit zu Blutzeugen für den Lebenswillen des deutschen Volkes, der sich in diesem Kriege an der Front und in der Heimat bewährt. Von englischer Seite werden die durch die deutschen Vergeltungs-angriffe auf Rüstungsanlagen und wehrwirtschaftliche Betriebe entstandenen Todesopfer mit 41.900 amtlich bekanntgegeben. Die wahre Zahl dürfte wesentlich höher liegen. Aber die Zahl von 41.900 ist mehr als das Zehnfache der Opfer, die die zum Zweck der Unter-höhlung der Widerstandskraft der deutschen Heimatfront durchgeführten englischen Bombenangriffe in Deutschland zu erzielen vermochten. Zum Vergleich mag In diesem Zusammenhang interessieren, daß die Zahl der Todesopfer durch Verkehrsunfälle im deutschen Reichsgebiet Im Jahre 1938 sich auf 7354 belief. Die englische GesandtsciiaH ans Helsinki abgereist Helsinki, 8. September. Die Mitglieder der englischen Gesandtschaft und das Gesandtschaftspersonal haben am Montag vormittag die finnische Hauptstadt verlassen. Die Weiterreise nach England erfolgt von Turku über Lissabon. Die finnische Gesandtschaft tritt ihre Heimreise ebenfalls über Lissabon an, wo auch der Austausch der beiden üesandtschaften stattfindet. Das neue NorwegiHi und seine Nachbarn Quitling r«€hn#t mit d^r schwedischen Lügenpropaganda ab Oslo, 7. September In seiner großangelegten Rede, die Vidkun Quisling bei einer Massenkundgebung im Osloer Colosseum hielt, belian. delte der Führer der Nasjonal Sämling auch innerpolitische Fragen und rechnete anschließend mit den früheren Machtha-bcrn ab, die Norwegen in das Unglück gestürzt hatten. Quisling kam dann auf die Stellung de« neuen Norwegen zu Europa und beson. ders zu seinen Nachbarstaaten zu sprechen. Wie es die innere Aufgabe des Na. sjonäl Sämling sei, die Neuordnung in Norwegen durchzuführen, »o sichere sie gleichzeitig Norwegens Platz im neuen Europa. Diese Aufgabe bringt es mit sich, daß das neue Norwegen eine feindliche Haltung sowohl England wie den Bolschewisten gegenüber einnehme, was natürlich und selbstverständlich sei. Den anderen Ländern gegenüber habe ilas neue Norwegen stets eine strenge Neu. tralität beobachtet. Das gelte in erster Linie gegenüber den nordischen Nachbar, ländern und nicht zuletzt gegenüber dem schwedischen Brudervolk. »Wir sind aber«, so fuhr Quisling fort, »mit wachsender Verstimmung Zeuge einer unwürdigen und gehässigen Agitation, die in der schwedischen Presse gegen das neue Norwegen unaufhörlich betrieben wird. Unsere Verstimmung wird zu Erstaunen und Verachtung, weil wir leider feststellen müssen, daß es sich hier meistens um eine gemeine Lügenpropaganda handelt, die augenscheinlich darauf gerichtet ist, dem schwedischen Volk eine falsche Vorstellung von den Verhältnissen in Norwegen, von unserer Bewegung und von dem Auftreten der Deutschen zu geben. Es sind nicht nur tendenziöse Beschreibungen von den Verhältnissen, es handelt sich um bewußte und klare Verdrehungen und Unwahrheiten, oft um lä. cherliche Lügengeschichten.« Es sei etwas ganz Unerhörtes, so fuhr Quisling fort, daß ein Land, das täglich auf seine Neutralität poche, seiner Presse ein derartiges Auftreten gegenüber der Staatsgewalt in einem freundlich gesinnten Nachbarvolk gestatte. »Außerdem ist es nur allzu deutlich, daß sich diese skandalöse schwedische Lügenpropaganda, wenn sie sich auch direkt an Norwegen wendet, indirekt gegen Deutschland richtet. Die Schweden 'sollen sich merken, daß es das neue Norwegen ist, das sie auf diese unwürdige Weise verleumden, aber auch das Norwegen der Zukunft, mit dem Schweden zu rechnen genötigt sein wird. Schweden braucht Norwegen mehr als Norwegen Schweden. Wir mischen uns nicht in schwedische Verhältnisse, und wir müssen daher verlangen, daß sich Schweden nicht in unsere Verhältnisse einmischt. Wir, das neue Norwegen, schulden den Schweden keir»e Entschuldigung für unser Dasein und für unsere Tätigkeit zum Wohle un. scres Vaterlandes. Wir erkennen Schweden auch nicht als die führende Nation im Norden an. Schweden bleibt an seinem Frühstückstisch sitzen, während das Schicksal Europas und des Nordens unter Stahlhelmen auf den Gefilden und in den Wäldern des Ostens entschieden wird.. Trotz seiner eingeschlossenen Lage bildet es sich ein — ebenso kurzsichtig wie die Schweiz —, daß er sich außerhalb der Bewegung im ganzen europäischen Kulturkreis halten könne.« »Wir erstreben für Norwegen keine Führerstellung im Norden«, führte Quisling weiter aus. »Wir wünschen im Norden nur zusammenarbeitende, ebenbürtige und gleichberechtigte Nationen, jede in ihrem natürlichen Lebensraum, und wir haben das Recht zu verlangen und wir verlangen, daß Schweden seine Lügenpropaganda gegen das neue Norwegen emstellt, ebenso wie seine Unterstützung von norwegenfcindlicher Tätigkeit, und daß wir Norweger im Frieden unser eigenes Land frei von schwedischen Schikanen bebauen und ordnen können. Wenn bestimmte schwedische Kreise glauben, diesem billigen Verlangen, das schon allgemein menschliche und politische Anständigkeit fordert, nicht nachkommen zu können, so wird das eine Verbitterung in Norwegen hervorrufen, mit der weder Norwegen noch Schweden gedient ist. Das könnte leicht zu einem Wiederauslehen des Jahrhunderte alten Gegensatzes zwischen unseren Völkern führen, der nach dem lahre 1005 so glücklich überwunden wurde.« »Wir können uns aber nicht länger tik'ichgültig verhalten gccenüber der gehässigen und maßlosen Agitation, die in Schweden gegen uns getrieben wird. Es ist des schwedixschcn Volkes "eigene Sache, in seiner Presse objektive und wahrheitsgetreue Berichte über 'die Verhältnisse in Norwegen zu verlangen. Wir verlangen nur, daß man nicht über uns lügt und uns verleumdet und gegen uns und unsere gesetzlichen nationalen Interessen arbeitet«. Quisling ging dann auf die militärische:! Erfolge Finnlands und auf die Neuordnung ein, die innerhalb 'des geschlossenen nordischen Kulturgebietes des europäischen Raumes bereits gesichert sei und von Tag zu Tag mehr gefestigt werde. Norwegen, der Schlüssel zum ganzen Norden, sei fast ein Jahr lang in den Händen der Erneuerung. Die dänische nationalsozialistische Bewegung sei im ständigen Wachsen. Dies:«; Entwicklung bringt notwendigerweise auch allmählich eine innere Umstellung mit sich. Die steigende Flut der neuen Zeit habe, wie Quisling sich ausdrückt, unwiderruflich die drei Länder dos Nordens, Norwegen, Dänemark und Finnland, überschweniiiit und umflute auf allen Seiten Schweden. »Zweifle jemand daran, -daß der Strom der Zeit, der bereits elf von siebzehn Millionen Menschen des Nordens ergriffen hat, unweigerlich eines Tages auch Schwedens sechs Millionen erfassen wird! Ist es nicht gerade wegen dieser unabweml-baren Perspektive, daß die schwedische System- und Judenpresse so hitzig und unabgewogen Jiegen Norwegen ist. Sobald die Länder des Nordens von der internationalen Judenhetze befreit und vom Druck Englands und der US.A entlastet seien, würden sie sich zu ihrem eigenen nordischen Wesen wiederfinden, um in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem deutschen germanischen Brudervolk einer großen Zukunft entgegenzugehen. Die natürlichen Voraussetzungen der nordischen Völker eröffneten ihnen innerhalb des Rahmens eines neuen Europas die größten Möglichkeiten. „Sind auf der Stelle zn ersctiiessen" Ein neuer Biutbefehl Stalins — Die Schuld an den ständigen Niederlagen erneut auf die militärischen Befehlshaber abgewä xt Helsinki, 8. September. Den finnischen Truppen ist ein Befehl des sowjetischen obersten Verteidigungsrates mit der Unterschrift von Stalin, Molotow, Woroschilow und Timoschenko in die Hände gefallen, der die Nummer 270 vom 16. August 1941 trägt. In dem Befehl wird die Flucht dreier hoher Sowjetgeneräle, und zwar des Kontniandeiirs des XXVllL Armeekorps, Generalleutnant Katschalow, des Komandeurs des XIL Armeekorps, Generalleutnant Rondel, und des kommandierenden Generals des VIII. Armeekorps, Generalmajor Ki-rok)v, die sich in Gefangenschaft begeben hätten, auf das schärfste Retadelt. Diese Generäle werden als Feiglinge und »böswillige« Deserteure bezeichnet. In diesem Zusammenhang wird in dem Befehl angeordnet, daß aÜe politischen Beauftragten und vorgesetzten Kommandostellen aller Art »Deserteure und Feiglinge«, die sich im Kampf drücken, Schwierigkeiten aus dem Weg gclun und sich vom Kampffeld entfernen, als Verräter zu behandeln, festzunehmon bzw. sofort zu erschießen haben. Familienangehörige dieser Deserteure sind so zu behandeln wie die Landesverräter, das heißt, sofort zu verhaften. In dem Befehl heißt es weiter, daß die politischen Beauftragten und Kommandeure bei der Truppe auch darauf zu achten haben, daß keiner der Befoli's-habenden die Abzeichen entfernt, hinter die Front flüchtct, sich dem Feind ergibt oder sich, wie es in dem Befehl heißt, in Löcher vcrkriecht. Jede Miliiärpersoii ist verpflichtet, wenn eine Truppcncn-heit unizinselt ist, ungeaclitct des Dienstgrades ihre Vorgesetzten aufzufordern, sich mit äußerster Anstrengung zu d'en eigenen Truppen durchzukämpfen. Wenn ein solcher Vorgesetzter oder einige Soldaten der Sowjetarmee vorsclilajren. sich dem Feinde zu ergeben, so sind diese sofort mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu vernichten. »Die Divisionskommandeure und Kommissare sind verpflichtet«, wird weiter gesagt, »die unzuverlässigen Führer von Bataillonen, Regimentern und sonstigen Dienststellen sofort zu entfernen oder /.u gemeinen Soldaten zu degradieren oder erforderlichenfalls auf der Stelle zu erschießen und durch tapfere und mutige Männer aus der Mitte des Unterbifehls oder der Mannschaft zu ersetzen. Der Befehl ist allen Truppenteilen wie Kompanien, Schwadronen, Batterien und Truppenkommandos und Stäben zu verlesen.« Die Sowjets schreien nach JUaminiuni Dringende Hilferufe an die USA — Zwei Drittel der gesamten Akiminiumerzeugung ausgefallen Washington, 8. September. Trotz aller Ableugnungsversuche ist der Schaden, den die deutschen Operationen im Osten in der bolschewistischen Rüstungsproduktion angerichtet haben, so groß, daß sich jetzt die Sowjetunion genötigt sah, einen dringenden Hilferuf nach den Vereinigten Staaten zu richten. Nach Angaben der USA-Rüstungsbehör-den ersuchte die Sowjetunion die Vereinigten Staaten von Nordamerika um Liefe- werden soll, könne das nur zu Lasten der englischen und nordamerikanischen Versorgung geschehen. Man mlssle den Bolschewisten helfen — aber wie? Stockholm, 8. September. Die britische Wochenschrift »New Statesman and Nation« beschäftigt sich in einem Artikel sehr l>esorgt mit den rung von Aluminium und begründete das damit, daß der größte Teil der Sowjet-' Möglichkeit eines Aluminiumindustrie »zerstört« oder »im- ^"^-cheidi\iden deutschen Sieges über die mobilisiert« worden sei. i i"* wird«, so fragt das nv- I. i K i.r i. 1 j • e II Blatt, »nach einein so chen deutschen Fr- dif SährncT 7rs!.'en I ^0'« ''Ä 'nr"' r ^ nium herstellte, sei nach dem Ausfall des . ^ ^ n-. Rt Kraftwerkes von Dnjepropetrowsk ver-1-' i! ^ siegt. Die Petersburger Aluminiumfabrik I ^ vr mit einer Jahresbestleistung von 30 Milli- ^V . * Ff onen Pfund sei durch die deutsche Ein- i anzugeben wie diese Unterstützung Schließung der zweiten Sowjethauptstadt: bekümmert stellt es nicht mehr produktionsfähig. Zudem, so weiten englischen Kreisen heißt es in der Klage der Sowjetunion, Moskau erwartete englische wären die besten Bauxitlager durch die gegen den Kontinent, während Finnen besetzt. Das bedeute zusammen i Osten beschäftigt seien, den Ausfall von zwei Drittel der gesamten I nicht durchführen lassen, weil Sowjeterzeugung, die jährlich etwa 150 die englische Produktion und die englische Millionen Pfund betragen habe. | Armee einer solchen Aufgabe zurzeit nicht Ein endgültiger Beschluß über die Alu. R'^^^'^chsen seien. miniumhilfe für die Sowjetunion dürfte jedoch erst, so betont man in Washington, nach der Ankunft der USA-Mission aus Moskau zu erwägen sein. Das Problem sei dadurch ungemein erschwert, daß die Vereinigten Staaten ebenfalls starken Mangel an Aluminium leiden und nichts entbehren könnten. Falls der steigend-' sowjetische Bedarf schnell befriedigt Sowjetischer Blutterror in Iran Zahlreiche Hinrichtungen antit)olsche. wistischer Iratiier N e w y o r k , 8. September. Wie »Sunday News« aus Teheran meldet, sind zahlreiche antibolschewistische Iranier durch Sowjeitruppen hingerichtet worden. In den meisten von den Sowjets besetzten iranischen Orten seien Bürgermeister, Polizeichefs und sonstige Beamte sofort verhaftet worden und dann spurlos verschwunden. Nach Aussagen von in Teheran eingetroffenen Personen sollen neuerdings allein im Täbris 15 und in Zenjan 22 Personen vnn den Bolschewisten ermordet worden sein, Die Biotherrschalt der Bolschewisten in Bessarahien Leichen von fiO führenden Rumänen in KIschinew gefunden Bukarest,». September. In Kischitiew, der Hauptstadt Bessura-biens, stielicn die rumänischen Unter-suchungsbeliörden erneut auf blutige Spuren des Sowjetterrors. In einein Keller wurden über seclizip; Leichen Refundeü. die nur notdürftig im Sande versch.urt waren. Unter den Frmordeten erkannte man führende Persönliclikeiten des bcs-sarabischen Runiänentunis. Sie hatten ihr Todesurteil erst im Auwenblick der Kxekution ausgehändigt erhalten pind hielten die Blätter zum Teil noch in den verkrampften Händen. Obwohl den 'ui-glücklichen Opfern des einiälirijjen '^ow-jetreginies in dieser rumänischen Provinz bei der Urteilsfällung eine Berufungsfrist von fünf Tagen zu;;estanden worden war. wurde die Frscliicßun,;' vom gleichen Bluttribunal sofort an Ort und Stelle vorgenommen. Pierre Laval wieder hergesleltl Paris, 8. September. Pierre Laval, auf den kürzlich ein britisch-kommunistischer Söldling einen An. schlag verübte, ist so weit wiederhergestellt, daß er am Sonntag zum ersten Male sein Krankenbett verlassen konnte. Sein erster Besuch galt Marcel Deat. „Ein Deutschland giht es nicht 1" »Daily Telegraph« gibt die wahren Phitokratenpläne eindeutig bekannt Stockholm, 8. September. Der Londoner »Daily Tele,ü:rapli« droht den Deutschen wieder einmal dij '/a-y-stückelung ihres Landes mi Falle eines englischen Sieges an. Ein Mitarbeiter des Blattes erklärt, die Worte »Deutsciil uid-f und »deutsches Volk« seien ledijilijh Fiktionen. Es gäbe zwar juristisch e,n »Deutschland«, aber vom biologischen Standpunkt aus könne niemand von einem »Deutschland« sprechen. Das Gebiet des juristischen »Deutschlalld^^ werde von einer sehr verschiedenartigen Gruppe einzelner \'ölker bewoimt. Es gäbe zwischen diesen einzelnen \'öl-kern nur ein einziges einigendes Band und das sei der Militarismus. Deutlicher kann man die Kricir^^icle des englischen Iniperialisnuis nicht umreißen. Und dümmer als der »Daiiy Telegraph« kann man sich kauiit mehr stellen. „Sehr bedauerlich .. Der »Daily Herald« findet ein Haar an dem ewigen Gejammer nach USA-Hilfe N e w y o r k, 8. September. Das ewige Gejammer nach Hilfe aus den Vereinigten Staaten scheint jetzt sogar in England selbst BedenkL'n hervorzurufen. So meint der »Daily Herald :, es sei sehr bedauerlich, daf^ F.ngland seine ganze Energie darauf verwende, das USA-Volk in den Krieg zu zerren. Man sollte sich mehr darum bemühen, das englische Volk zu größeren Anstrengungen für die Durchführung des Krieges zu begeistern. Schalherden und Frauen als Minen-futter vor den Linien R o in, 8. September. Aus Angst vor den MinenlelJern, die vor den italienischen Stellungen im Kampfgebiet um Gondar angelegt sind, pflegen die Engländer bei ihren Angriffen Schafherden vor sich her zu treiben. In den letzten Tagen jedoch haben sie zu diesurp;er ZeHuni?« Q. Sepfember 1041 ^elte 5 AUS STADT UND LAND Fröhliches Singen und Klingen !n Trifail Besuch einer Spielschar der Grazer Hochschule für Musikerziehung Zehn junge Studentinnen und Studenten unter Führung des Pg. Eduard Stock 1 begannen am 2S, Auijust ihre Vortragsreihe hi der Untersteiermark mit einem Kindernachmittag auf dem uroßen Sportplatz in Trifail. An die tausend Mädeln und Buben waren durch zwei Stunden bei frohem Spiel und San-^ beisammen. Für Erwachsene fand am Abend eine volkstümliche Veranstaltung im Saal der Kreisführung statt, an dem auch der Kreisführer, der Bürgermeister und Vertreter der Behörden teilnahmen. Lange vor Beginn war der Saal schon voll besetzt und als der Führer der Spielschar in seiner Begrüßungsansprache Sinn und Zweck der Vorführungen erliiut^rt-:, war d^jf Kontakt mit den Zuhörern bereits hergestellt. Ernste und heitere Weisen In bunter Reihe ließen die. Zeit rasch vergshcn. Die Zuhörer gingen begeistert mit und frohes Lachen unterbrach minutenlwing die Voisteliung. Die einfachen, schönen Lieder vvurden so mitreiücnd gebracht, daß bald aus den Zuhörenden Mitwirkende Würden. Wie musikalisch die Bevölkerung ist, zeigte sich in dem raschcn Erlernen der Lieder, die dann fröhli^;!! mitgesungen wurden. Die zarten Klänge echter deutscher Hausmusik, die dio jun-g^üu Künstler auf Blockflöten, Geigen. Cello und Akkordeon zu Oehör brachten, wurden mit lautem Beifall belohnt. Es war eine Freude zu erleben, wie dio Musik cjn unsichtbares Band um Künstler und Zuhörer schlang. Allzu rasch vergingen die beiden Tage, die mit anstrengender Arbeit der jungen Künstler ausgefüllt waren. Beso'id'-'rs die Veranstaltungen für die Jugend mit l'as-perltheater und Spielen fanden großen Ankiang. Nach einer elndrucksv->l!en Morgenfeier vor dem Gemeindeamt in Trifail nahmen die lieben Oflste Abscired und fuhren weiter nach Hrastnigg, wo dßr Erfolg ihres Gastspieles gleich groß war Der Abschiedsabend in Mrastnigi; brachte als Überraschung ein invprovi-sjertes Märchenspiel in Kostümen, die sich die Spielschar selbst angeferiigt halte. ni. Mütterberatung In Erlachstel'* '^:is Amt Vol'kswohlfahrt der' Ortsgruppe Er-lachstein hielt kürzlich eine Mütterberatung ab, bei der 127 Kinder ärztlich untersucht wurden. Der Gesundheitszustand der Sätiglinge und Mütter ist zufriedenstellend. Die Bevölkerung, um die sich früher niemand gekümmert hatte, weiß diese Fürsorge zu schätzen und empfindet es dankbar, daß man sich ihrer Kinder annimmt. Du liebes, alles Marknrger Sladtthealer I Erinnerungen an Das liebe, nltc Marburger Stadttheatcrl Weit gehen meine Gedanken zurück! Jugend- und Kindheitserinnerungcn werden wach. »Als ich noch ein Knabe war, rein und o-hnc Faltvn . . .« Ich sehe mich als Kind ungeduldig vor den noch verschlossenen Toren wartt'n, durch die ich In ein Hi-mmclreich «inziehcn sollte. Taßclan^; beschäftigte mich nur ein Gedanke, erflillte mich nur eine namenlose Sehnsucht: der kleine Musen-tempel und seine geheimnisvollen und rätselhaften Zauberdinge . . . Wie trägL-rann die Zeit! Minuten wurden zu Ewigkeiten — bis sich endlich der Vorhang hoib und das Spiel begann. Aber zuvor ließ schon der eigenartig berauschende Duft, der von der Bühne zum Zuschauerraum strömte, das Herz höher schlagen und brachte eine völlig wunschlose Stiiminung höchster Glückseligkeit. Die Wangen brannten, wenn das Stimimengewirr des Orchesters, von der sich iimmer wieder das durchdringende »a« der angebenden Oboe abhob, mich in einen rauschartigen Zustand versetzte. Die Gestalten, die div Bühne bevölkerten, waren für mein KinJerhcrz lauter übermenschliche Wesen. Meine Theatersehnsucht nährte und schürte mein älterer Bruder Julius, in Marburg wegen seiner Napoleonbegeistorung allgemein »der Napoleon« genannt, der Theaterkritiker war und mir als erster die W^Mt der Bretter erschloß. Mit ihm Im Theater zu sitzen, war mir höchster Genuß. Denn einmal hatte ich in ihm einen prächtigen Frklärer, der jedes Stück genau kannte, und dann behandelte ihn alles mit respektvoller Hochachtung und die meisten Theaterleute warben um seine Freundschaft. Durch ihn lernte ich auch einen Teil me'-ner Abgötter im täglichcn Lebe.i kennen. Das brachte einige Verwirrung hervor. Denn meine Götttr benahmen sich im Privatleben ganz wie andere gewöhnliche Menschen — und am Abend im Theater waren sie dann Grafen, Könige, Helden und Millionäre. Hier ging e* mir wie mit dem Krampus, in dem ich einmal^ trotz seiner Vermummung einen guten Freund erkannte — abor ich glaubte dennoch ai den Krampus! Zahlreiche frühe Theatereindrücke ver-dr.nke ich auch der schweren Erziehbar-keit eines meiner Mitschüler in der Volksschule. Wenn man zuhause mit ihm nicht mehr auskam, so wurde ich geholt, um ihn durch mein, von seinen Eltern als »sanft« anerkanntes Wesen zu bändigen. Gelang mir das wieder einmal, so durften wir in der Woche einmal am Nachmittag das Theater besuchvMi. So lernte ich schon in meiner Volksschulzeit alle die alten Operelten und auch viele heute schon vergessene l.ustspiele und Possen kennen. Dieso Theaternachmittage in Mar- die Jugendzeit bürg gehören zu den schönsten Erinnerun. gen meiner Kindheit. Daß ich auch selbst einmal gerne auf der Bühne gestanden wäre, läßt sich üemken. Mein erstes Auftreten hätte aber allerdings bald üble Folgen gezeitigt. Als Student statierte ich und emige meiner Mitschüler in »Altheidclbcrg«. Als wir die Bühne betraten, scholl es plöztlich durch das Theater2 »Der Wanilek«. Der Anwesenheit eines meiner Professoren verdankte ich dann einen strengen Verweis durch unseren Direktor. Zu Beginn der neunziger Jahre, als Gerhard Hauptmann noch s'ehr umstritten war, gründeten ein paar Marburger Mittelschüler einen »Gerhard-Hauptmann-Bund«, der sich zur Aufgabe machte, jedes neue. Buch des verehrten Meisters zu kaufen, um es dann gemeinsam zu lesen. Eines Tages erschien ein^e Abordnung dieses Bundes beim Theaterdirektor mit der Bitte, ein Stück Hauptmann« aufzuführen. Der Direktor war gerührt und die Marburger erlebten die Sensation einer frühen Gerhart-Hauptmann-Pre-mierc . . . Gerne denke ich auch der 'Zelten, da ich bei Opernaufführungen im Orchester mitsipielte. Da konnte mir ke'ne Probe zu lange dauern und da lernte ich die »Carmen«, den »Troubadour« und viele andere Opern von Grund auf kennen. Zwei Gege.istände, die in meine-ni Leben eine wichtige Rolle spielten, ver-bind^'n mich noch heute mit dem Marburger Stadttheater: mein altes Klavier, das ich mir als Stud^'nt um fünfzig Kronen, zahlbar in zehn Monatsraten, kaufte, und mein Matura7ylinder, an den sieh weniger poetische Erinnerungen knöip^^«'^' Sic beide gehören seit Jahren zum Inventar des Marburger Stadttheaters! Nun eröffnet das Marburger Stadtthea-ter wieder mit eigenen Kräften seine Tore. Möge es vielen Menschen das werden, was es mir "einst wurde: die Stätte froh-beglückenden Erlebens und unverwelk- barer Erinnerung. Hans Wanilek. * Grosser Dienstappell In Mehrenberg Sonntag, den 6. September fand in der Ortsgruppe Mahrenberg des Steirischen Heimatbundes ein großer Dienstappell statt, an dem rund 2CH) Personen teilgenommen haben. Der Leiter des Führungsamtes H in der Kreisführung Egg er sprach über die Arbeit in der Ortsgruppe und wies be. sonders auf den notwendigen inneren Ausbau hin. Der Leiter des Hauptarbeitsgeb'etes Propaganda in der Bundesführung T u t-ter erläuterte ausgehend von den firund. siltzen der nationalsozialistischen Weltanschauung die Aufgaben des Steirischen Heiniatbundes. Die Jahrhunderte alte wirtschaftliche und kulturelle Verbundenheit der Untersteiermark mit dem deutschen Volke, die durch 23 Jahre künstlich unterbrochen war, ist nun wieder In vol. ier Entfaltung. Der Volksdeutsche hat die verantwortungsvolle Aufgabe, den bodenständigen Unterstcirer in die deutsche Volksgemeinschaft einzuführen. Als Mitglieder des Steirischen Heimatbundes ! müssen die Unterstcirer, geführt von den I Volksdeutschen, den Weg ins Volk finden. I Mit der Führerehrung schloß der Appell. Verdunkelungsvorschrifien bleiben aufrecht! Da es noch immer Leute gibt, die die Vc'rdunkelunKsvorschrifien nicht ernst nehmen, sah sich der Polizeidirektri-r in Marburg genötigt, die Bevölkerung der Stadt erneut auf die Einhaltung der Ver-dunkclungsvorschriften aufmerksam zu machen. Der Polizeidirektor richtet iu einer, im Anzeigenteil der heutigen »Marburger Zeitung« veröffentlichten Verlautbarung an alle Bewohner der Siadt den nochmaHgen Aufruf, Wohnungen. Geschäfte, Gaststätten und sonstige Lokale derart abzudunkeln, daß kein Licht nacli außen fällt. Ferner sind die Scheinwerfer der Kraftfahrzeuge und der Fahrräder den einschlägigen Vorschriften entsi>rech:nd abzudunkeln. Die Schutzpolizei ist angewiesen, in nächster Zeit Verdunkelungsüberprüfungen vorzunehmen und Fälle von Mißachtung zur Anzeige zu bringen. Die älteste Urkunde im Prassberger Marktarchiv Im Praßberger Marktarchiv werden zehn Urkunden aufbewahrt, die dem I Markte von verschiedenen österreichi-' sehen Herrschern verliehen worden sind. ' In diesen Urkunden wurden den Praß-bergern Privilegien zuerkannt und Markttage bewilligt. D;e älteste dieser Urkunden stammt vom 2\. Februar 1581 imd wurde in Graz von Erzerzog Carl eigenhändig ausgo->:lellt. Für Praßberg hat sie einen besonderen historischen Wert, denn sie zeigt das Marktwappen in Farben abgebildet, die noch heute recht frisch und lebendig sind. Jedoch auch die Schrift des Dokumentes ist sehr gut und leicht leserlich, trotzdem das Pergament vo.i der Nässe stark angegriffen worden ist. Das Wachs-siegcl hat einen Durchmesser von 12 cm, tragt das erzherzogliche Wappen und 'St gut erhalten. Es ist mittels einer silberroten Schnur der Urkunde angeluinüt. Der Inhalt der Urkunde umtaßt folgende Punkte: Die Praßberger haben das l^echt, sich einen Marktricliter zu wählen. Dieser Richter ist berechtigt, die Hof-zmse und die Steuern von den Prallber-gern für die Herrschaft Sannegg einzuhe-be:i. Dem Richter steht das Recht zu, die bürgerlichen Händel zu schlichten, die »Malefiz-Personen« aber der Herrschaft Sannegg auszuliefern. Der Herzog gibt dem Markte das Wappen. gfaeggfeBl JTT -fss—S=lsSSSm^ TtUdtke eeisl UtkaqHUa Von F. 0. H. Schulz Am 20. Juli 188! erhielt der Leulnaiit Hehnuth von Moltke von seinem Onkel, dem Feldmarschall Graf Helmuth Moltke, die Aufforderung, zehn Tage Urlaub /u ijelnncn und mit ihm eine Reise in das ratia-Geb'rge zu machen. Einige Tage Jipäter waren Onkel und Neffe bereits unterwegs. Der Neffe hatte gerade noch Zeit gehabt, einige Hemden nno e'n Paar Strümpfe zusammenzuraffen, die In einen kl(»inen Handkoffer des l^eldmar-schaas wanderten. Mehr Gepäck durfte nicht tnitgenoimmen werden. Denn Onkel nelmuth war fest entschlossen, inkognito zu reisen. bis Ratibor. Pas Köfferchen wurde In einem kleintn notelzimmer, das zur Übernachtung gewählt worden war, abgestellt, Onkel und Neffe gingen inkognito auf die Straße, um Sich die Wunder Ratibors im Scneln der Abendsonne einmal anzuschajcn. Im Handumdrehen hatte sich die Anwesenheit des Siegers von Königgrätz Mrd Sedan lierumgesurochen, und als der F'cldmarschall den Rückweg ins Hotel antreten wollte, kam ihm der Bürgermeister mit Frack und weißer Rinde entgegen und bat um die Fhre. ihn bis ms begleiten /.u dürfen. Als der Feldrnnrachall am nflch^ten Morgen unerkannt abreisen wollte, fand t.*r auf dem Bahnhof eine Volksversamm- lung vor. Die Eisenbahnverwaltung hatte einen Salonwagen für ihn einstellen lassen. Alle Bahnbeamten waren bis zur österreichischen Grenze bereits telegra-nliisch auf das Nahen des berühmten Fahrgastes aufmerksam gcmacht worden. Und damit nicht genug: Auch die österreichische Bahnverwaltung war benachrichtigt worden und Heß den Salonwagen durch österreichisches Gebiet weitergehen. Überall wurde der Feldmarschall zu seinem großen Leidwesen bewundert und angestaunt. In Rat Ick verließen Onkel und Neffe die Pestcr Bahn und fuhren nach Po-prard, wo übernachtet werden soHte. Da aber der Abend schön war und zahlreiche Landwagen am Bahnhof bereit standen, um reiselustige Ankömmlinge weiter in die Hohe Tatra hineinzutragen, setzte sich Onkel Helmuth mit seinem Neffen in eins der Gefährte, um nach dem Badeort Schmeks weiterzufahren, wo einige Tage Station gemacht werden sollte. Seinem erstaunten Neffen begründete er die Relseplanänderung folgendermaßen: »Wir haben den Vorteil, daß wir ganz itikognilo ankonnnen.« Abends halb zehn Uhr kam man wirklich inkognito in Schmeks an. Die Folgen des Unerkanntschis machten sich für den 81-jährigen Eeldmarschall in der niannlgfaltlgsten Weise bemerkbar. Auf di»; erste Nachfrage nach einem Zimmer hIcR es. daß Zimmer wahrscheinlich .licht mehr frei «;eien, Per Hoteldirektor winkte ab. nachdem er gehört liatte, die beiden Herren würden nur wenige Tage In Schmecks bleiben. In zwei anderen Häusern wurden die beiden großen Herren niit den> kleinen Koffer ebenfalls abgewiesen. Endlich bekamen sie ein kellerartiges kleines Gemach mit einem Bett, das für den Onkel viel zu kurz und mit einem Sofa, das für den Neffen viel zu hart war. Der Feldniarschall schäumt: x'Das soll tum das erste Bad Ungarns sein!« .Ms der Feldmarschall seinem Zorn Genüge geleistet hatte, stellte er fest daß sein Magen iiac-h Speise verlangte. Oiikc' und Neffe gingen in das benachbarte Speischaus. Aber Gäste und Persora! dieses Hauses waren um ein Tombolaspiel versammelt. Die Kellner standen mit Lottokarten herum und kümmerten sich nicht um die hinzukommenden Gäste. Erst nachdem der Neffe Helmuth gewaltigen Lärm gesch'age-i hatte, wurde ein Backhuhn aufgetragen, welches die beiden bis auf die ibsolut un-genicRbaren Knochen verzehrten. Mehr war an Speise in diesem Hause nicht zu erreichen. Nachdem sich am folgenden Inge die Latre für die beiden Moltkes n»)ch weiter verschlechtert hatte, faßte Onkel Helmuth den Entschluß. Schmeks zu verlassen. Das betrtlbtc den Neffen sehr.. Penn er hatte sich fest vorgenommen, den Komm der Hohen Tatra zu besteigen. Da half nur eine Kriegslist, um den erbitterten Onkel zu einer Verlängerung des Aufenthalts zu bewegen. .Ms beide am Vorabend der vom Onkel angeordneten Abreise zum Abi^ridesseu ins Speisehaus gingen, blieb der Neffe etwas zurück und fragte einen Kellner, ob er nicht den Grafen Moltkd hätte hineingehen sehen. Die nun eintretende Wendung besclireibt der Neffe in einem Brief an seine junge Frau u. a. folgendermaßen: »Wer? Der Graf Moltke? L>er Feid-marschall? Der berühmte — oh!« Und von Mmid zu Mund ging die Kunde. Auf einmal waren alle Kellner geschmeidig und aufmerksam, auf einmal stürzte der Wirt herbei und wies uns Plätze an, auf einmal hieß es: Vv^as befehlen Exzellenz? Ich werde eigens für Euer Gnaden kochen lassen, bitte. Exzellenz hier Platz zu nehmen, hier Ist ein gepO'lsierter Stuhl, hier zieht es nicht... Da stand plötzlich hinter jedem Stuhl ein Kellner, ihn zu recht zu rücken.« Der Feldmarschall flüsterte seinem Neffen zu: »Es muß mich doch jemand erkannt haben.« Der Trotz des Onkels war gebrochen. Per Neffe konnte am nächsten Tage den Kamm besteigen. Dann ging es wieder nach Deutschland zurück. Aber inkognito ist der Feldmarschall Graf Moltke nicht mehr gereist. V«rlang«t Überall dl« „MARBURGER ZEITUNG' Er bestätijjt den {^raliberncrn den Kirclitas: für den Sonntas: nacli (jeorgl und bewilligt ilinen einen neuc;i für den Sonntag nach Maria Geburt. In der Url^unde lieiüt es 4usdrüci\lich, daß der F.rzlierzos dem Markte die alt.'ii Privilegien erneuere, da ihm die alte Urkunde durch eine h'euersbru ist vernichtet worden ist. Wann und von wem Praliberj; zum Markte erhoben wurde, ist nicht bekannt. Bestrafte Preistreiber Trotz der bereits mehrfach veröffent-licliten Verordnungen über die Einhaltung der Höchstpreise können sicli manche Betri^bsführer des Lebensmittelgewcr-bes und auch anderer gewerblicher Branchen das unzulässige Erhöhen der Preise noch immer nicht abgewöhnen. Die Preisüberwachungsstelle der Polizeidirektion Marburg bestrafte zwei Fleischhauer wegen grober Überschreitung der zulässigen Höchstpreise mit je 1000.— Mark Geldstrafe. Größere und kleinere (jcldstrafen wurden aber auch in Fällen verhängt, wo es sich um die Verabfolgung verdorbener Wustwaren sowie um die Überschreitung des Höchstpreises beim Verkauf von Wurstwaren handelte. Ehie ziemlich hohe Geldstrafe hat ferner eine Marburger Geschäftsfrau zu gewärtigen, die sich erstens nicht an die Höchstpreise hielt und zweitens Lebensmittel gehamstert hatte, die in teilweise auch vollkommen ' verdorbenem Zustand aufgefunden wurden. Sie wird sich aber auch wegen Vergehens gegen die r>e Visen Vorschriften zu verantworten haben. Ein Schlossermeister forderte für die Anfertigung eines Schlüssels anstatt ^.50 Mark gleich den Betrag von 10 Mark und erhöhte damit in unzulässiger Weise das Entgelt für seine Leistung. Auch dieser Fall ist typisch und zeigt, daß die Preisüberwachung sich nicht nur auf den Lehensmittelsektor beschränkt, sondern auch auf alle anderen gewerblichen und kaufmännischen Branchen, * Kleine Chronik m. Todesfälle, im Marburger Krankenhaus starben der 31-jährige kc-mmissa-rische Leiter Alexander Pernat aus Marburg und tltsch redlvlvus. In Belgrad ist d»e erste Ausgabe des neuen Wochenblattes »Nascha Borba« (Unser Kampf) erschienen. Hauptschriftleiter ist der bekannte Publizist Ratko Pareschanin, Das Blatt vertritt die Interessen der Ljotitsch-Bewegung »Zbor« (Zusammenschluß). Der Chef dieser Bewegung, der bekannte Advokat und Volksführer Dr. Ljotitsch, erklärte in einem programmatischen Artikel, das serbische Volk könne nur in dem Fall die heutigen Schwierig- SPORT der Grazer Sportklub in Kapfenberg glattweg mit 5:0 (1:0) abgefertigt wurde. Donawitz und Leibnitz gaben sich mit einem 2:2 (1 :l)_Unentschiedcn zufrieden; auch das Spiel Rosenthal—Reichsbahn Graz blieb mit 1:1 (1:1) unentschieden. : Albert sprang 7,36 m weit. Bei einem Wchrmachtssportfest in Chemnitz erzielte der Leipziger Albert im Weitsprung die beachtliche Siegerweite von 7,36 m. Mit dieser Leistung steht Albert dicht hinter dem Jahresbesten, Meister Luther, mit 7,37 m. : Der Floridsdorfer AC siegte am Sonntag in Klagenfurt vor 2000 Zuschauern gegen die dortigen Athletiker mit 4:2 (2:2). Erst als Dr. Hauser (4. M.) und Prommer (10. M.) den KAC 2:0 in Front gebracht hatten, gingen die Wiener aus sich heraus und siegten dann ziemlich glatt. ; Klagenfurter Leichtathleten siegten. Der leichtathletische Städtekampf zwischen Klagenfurt und Graz in der Kärntner Gauhauptstadt, der am Samstag den Einheimischen eine 39:24-Führung brachte, wurde am Sonntag mit den restlichen Bewerbern abgeschlossen. Die Klagen-furter sicherten sich mit 79:54 Punkten einen überlegenen Erfolg. Fußballänderkampf Slowakei-.Kroatien 1:1. Vor 15.000 Zuschauern trafen die Nationalmannschaften der Slowakei und Kroatiens am Sonntag im Preßburger Stadion in ihrem ersten Länderkampf aufeinander. Das Treffen, dem der deutsche Schiedsrichter Beranek (Wien) in vor. bildlicher Weise vorstand, nahm einen etwas ungewöhnlichen Verlauf, da trotz beiderseits größter Bemühungen zwei Minuten vor Schluß noch kein Treffer gefallen war. Erst bei einbrechender Dunkelheit vermochte der Rechtsaußen der Gästeelf Beda auf Zuspiel Wölfls in der 89. Minute den hervorragenden slowakischen Torhüter Reimann zu überlisten, aber im Gegenangriff spielte Arpas seinen Kameraden V y s o c k y frei und mit dessen Bombenschuß war auch Glaser geschlagen. Im großen und ganzen hatten die kroatischen Gäste die weitaus schnellere Mannschaft zur Stelle. : Ungarns Fußballmeister besiegt. Die ungarische Meisterelf Ferencvaros unterlag im Punktekampf dem FC Szolnok mit 1:2. Die übrigen Ergebnisse der Runde waren: Elektromos—Lampart 6:1, WMFC —Mavaf 4:1, Salgotarjan—Kispest 3:1, Großwardei—Gamma 3:2, Neusatz—AF Klausenburg 1:0, Szeged—Dimavag 3:1, Ujpest—Eisenbahner Szeged 4:0, : Rapid—Bukarest Pokalsieger. Das Endspiel um den rumänischen Ftißballpo. kal gewann Rapid-Bukarest gegen Unirea Tricolor mit 4:3 (1:1). keiten überwinden, wenn es Mut und Kraft finde, sich selbst zu überwinden. Das Blatt bringt eine positive Darstellung über die Aufgaben der neuen serbischen Ref^ierung unter Generaloberst Neditsch. Besonders herausgestellt wird die bekannte Denkschrift, die Ljotitsch am .30. August 1940 an den Prinzregenten Paul gerichtet hat. »Novo Vreme« erklärt dazu, der historisch© Brief Ljotitsch' beweise, daß das Schicksal des serbischen Volkes sicher eine andere Wendung genommen haben würde, wenn damals die jugoslawischen Politiker seine Ratschläge angenommen hätten. o. Neu4iausen Generalbevollmfichtigter für die Wirtschaft in Serbien. Die Belgrader »Obnova« begrüßt -die Ernennung des Generalkonsuls Franz Neuhausen zum Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft in Serbien und stellt fest, daß sie die Gewähr dafür biete, daß die serbische Volkswirtschaft mit größter Energie und eis^T.ier Disziplin ausgebaut werde. Franz Neuhausen sei in seinem arbeitsreichen Leben Ingenieur, Kaufmann, Soldat und Politiker gewesen u-nd vereinige In seiner Persönlichkeit »die Erfahrungen aus all'en diesen Berufen. o. Deutsches Soldatenheini in Bd^frad eröffnet. In Belgrad wurde am Samstag ein deutsches Soldatenheim vom Kom-mandaiTten von Belgrad feiserlich eröffnet. Das alte vernachlässigte Kaffeehaus »Akademie« wurde in ein modernes Heim umgewandelt. o. Wiederherstelhing des Prinz-Eugen-Tore® in Betgrad. Aus Belgrad wird berichtet: Noch im Laufe dieses Monats dürften die auf A-nordnumg des Militär-befehlshabers in Serbien am 19. Juni begonnenen Arbeiten in der unteren Festung^ beendiot sein. Das Triuniiphtor des Prm-zen Eugen und andere historische Gebäude werden restauriert und die Trümmer der früheren Kaserne und der Magazine weggeräumt. Außer Promenaden werden auch Tennis- und Sportplätze arKgelegt und eine große Kaserne aus der Zeit des Prinzen Eugen wird in ein städtisches KeMer-R*?statirant verwandelt. VOR DEM RICHTER Dr. h. c. und 414 fingierte Tote Ein toller Fall von Versicherungsbetrug Mit einem besonders tollen Fall von Versicherungsschwindel, wie er in die. sem Ausmaß wohl selten sein dürfte, hatte sich eine Strafkammer des Hamburger Landgerichtes zu befassen.. Der 34-jährige Kurt Wrangel hat mit Hilfe eines etwas jüngeren Komplizen eine Versiehe, rungsgesellschaft durch fortgesetzte Betrügereien und 'Urkundenfälschungen um rund 450.000 RM geschädigt. Kurt Wrangel war es, trotzdem er im Strafregister kein unbeschriebenes Blatt mehr war, gelungen, in einem Vers'che. rungsverein eine gute Anstellung .zu bekommen und dort bis zum Organisations. leiter mit dem Titel eines Direktors emporzusteigen. Sein monatliches Einkon-men betrug 1000 RM und außerdem bekam er noch Tantiemen. Nun begiiin Wrangel ein Leben auf gnnz großem Fuß. Er suchte Verkehr mit Adligen, nann'e sich Dr. rer. *pol. h. c., ein Titel, den er auf »philotechnischem Wege« in Brüssel bekommen haben will und machte in Gaststätten und Ba'-s Abendzechen von 200 RM. Um dieses kostspielige Leben finanzieren zu können, kam Wrangel auf einen ganz .ausgekochten Schwindel. Er suchte sich aus den Versicherungsbeständen des Vereins geeignete »Objekte« aus, stellte für die betreffenden Sterbeurkunden aus und unterschrieb sie mit dem Namen eines Standesbeamten. Die Versicherungssumme ließ er dann an sich oder auch an seinen Komplizen auszahlen. In 414 Fällen hat der Schwindler auf diese 450.000 RM ergaunert, die er restlos verpulvert hat. ,^cht Jahre lang hat er dieses Treiben fortgesetzt. Das Gericht verurteilte ihn zu 8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, während sein Helfershe'fer. der im we. sentlichen von Wrangel verleitet worden war, mit 2V* Jahren Gefängnis un^l 3 Jahren Ehrverlust davonkam. MMei \ Verschiedene Ameisenarten züchfen Pilze zur Nahrung oder Blattläuse, deren süßen Saft sie abmelken. Sie bauen Ställe für ihre Blattläuse, überbauen ihre Wanderstraßen, weben Gesipinstne-ster und rauben sich, falls sie nicht genug Arbeitskräfte haben. Sklaveiiamei-iten. WIRTSCHAFT iiiiiiiiiiiiiiiiniitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiititiiiiiiititiiiiitiiMiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiimiiiiiiMmniiimnmniHiiiiiMiiiiiiiiiniiiiiiii Europa kann sich selbst erhalten Prof. Dr. Hunke über europäische Wirtschaftsfragen Am Vorabend der Eröffnung der Agramer Messe empfing der Präsident des Werberates der deutschen Wirtschaft Professor Dr. Hunke der zur Messe nach Agram gekommen war, die Vertreter der kroatischen und ausländischen Presse. In einer fessehiden Dar-stelhing gab er einen Überblick über die Voraussetzungen, die der deutschen Wirtschalt ebenso wie der deutschen Wehrmacht den Charakter der Unüberwindlichkeit gegeben haben. Diese bestünden in der Wehrhaftma-chung der deutschen Wirtschaft schon lange vor dem Kriege durch die Schaffung einer bestimmten Rangordnung der Produktion und die Rationalisierung der Versorgung sowie in der Verlagerung des Außenhandels zu einem intensivierten europäischen Warenaustausch. Dadurch sei nicht nur eine europäische Wirt- schaftseinheit schneller entstanden, als man es zu Beginn des Krieges noch annahm, sondern vor allem die Gewähr gegeben worden, dafi Europa sich selbst erhalten kann und Deutschland damit auch wirtschaftlich unbesiegbar ist. Dr. Hunke wies dann nach, daß Amerika niemals für Europa wirklich lebenswichtig gewesen sei, habe doch Europa Jahrhunderte in Wohlstand gelebt, ohne daß es von einem amerikanischen Kontinent überhaupt Kenntnis hatte. Europa könne ohne Amerika leben, sehr gut überhaupt dann, wenn einmal alle europäischen Schätze gehoben sein werden. Auch Kroatien, schloß Dr. Hunke, verfüge über reiche Naturschätze, an deren Erschließung die deutsche Wirtschaft ihre Mithilfe gerne zur Verfügung stelle. Das deutsche Umsatzsteuerrecht In der Untersteiermark Von Steuerinspektor Hans Koblinger W«it«r« St«uerb«fr«lung«n VeriMichlunii und Vermletuntf Sleuerim nach § i ZitTer 10 USIG sind auch die Vcrpachlüngcii und VermicLungfii von Grundstücken, von Herechügunt^on, auf welche die Vorschriften dos bürgerlichen Hechts über Grundstück« Anwendung finden, und von slaatlichen Ilohcilsrechten, die sich auf die Nutzungen von Grund und Boden beziehen. Üio Beherbergung in Gaslstätlen hingegen ist steuerpflichtig. Für die Begriffe Verpachtung und Ver-nüclung sind die Vorschriften und Be-^riffst>cstinimungen des bürgerlichen Ge-selzbiichs maßgelwnd. Miele ist die Cl»er-liissung einer Sache zum Gebrauch gegen luiti'ichtung eines Mietzinses und Pacht die (l)erlassung einer Sache zum Gebrauch lind zur Fruchtnutzung gegen Entrichtung eines Pachtzinses. Die Hau[>llatlH.'stänhngrund. tücken usw. Unler die steuerfrei Ver-fttchtung fallen auch die auf den Abbau TOd die Gewinnung von l^densubstanz.'n (Kohle, Torf, Mineralöl, Kirs, Scholler usw.) f richteten Auslnjuteverlräge. Dagegen fin-t diese Befreiungsvorschi'ift auf die Ver-ttichlung von mit dem Grundstückst'igen-fcm verbundenen Rechten keine Anwen-#ing. i Es ist nicht erforderlich, daß eine wirl-i'haflliche_ Einheil als wilche verpachtet der yermielet wird, die Verpaclitung oder ermieUmg jedes sachlichen Grundslüeks-H'ils für sieh allein, z. Ii. ein Zimiiier, aal, \Verk- oder Lagerraum, Bleiehplalz, eker oder Gurlen, isl ohiie Rücksicht uf die Pacht- oder Mieldauer sti'uerfrei. >ie Slexuerfrelheit wird auch nicht aus-isehlossen, wenn dn Raum eingeriehlel !*sl (z. B. ein möbliertes Zimmer). Steuerpflichtig ist naeli der auisdrücklichen limmung des § 36 IJStDB jedoch die Ver-l)achtung imd Vermietung von Maschinen Imd sonstigen Vorrichtungen aller Art, iIIp m Mnpr Bplripb«ian1a|{e ßeliÄren, auch wenn sie wesentliche Bestandteile eines Grundstücks sind. Die Anwendung der Steuerfreiheit luuigl irtimer von der Beantwortung der l-Yage jii): Nyas wird verpachtet oder vermietet, was ist der wirtschaftliche Gehalt der Leisliing. Wird bloß ein Recht verpachtet — eine (iemeinde gewährt einem Unternehmer das alleinige Recht, Heklametafeln aufzustellen und zu iKMiutzen — oder isl eine „Vermietung" auf einen andemi Zweck als den der Unterbringung gerichtet — l.,agerung eines Gegenstands zur Kühlung in einem Kühlhaus — so 1h'-slehl Steiierpflichl. Zu den ftrimdslücksgleicben Rechten gehören B. das Bergwerkseigentum und die selbständigen Gewerlx'neix'chligkeilen, zu den slaatlichen Hoheitsrcchleii die sogenannten Regalien, z. B. MLneralgewiji-mings-, Brücken-, Fährregalien. Bei Umsätzen aus der Erfüllung gemischler Verträge, in welchen die Pacht oder Miete der wesentliche Vertragsl>e-standleil isl, isl das Gesamten Igelt, ge-gelK.'nenfalls im Wege der Schätzung,• auf die einzelnen IvCistungen aufeiileileji. Die Entgelle sind insoweit steuerfrei, als sie für die Verpachtung oder Vermielunj^ im Sinn dieser Befreiimgsvorschrift gewährt werden, fsl die Tracht oder Miete nur eine wesnitlichc und unselbständige Nel>enab-rode, so l)leibl sie unl>eachtct und leil-umsülzsteuerlich das Schicksal der den Vertragsinhult bildenden llauptleistung,auf die die Steuorfreiheil nach § 1 Ziffer 10 nicht anwendbar ist. Umgekehrt alK'r erstreckt sich die Steiu-r frei heil auch auf die unselbständigen Nebenleistungen. ereil hält. Diese Begriffsbestimmung wird durch Wir suchen Möblierte Zimmer für Angestellte unserer Zentrale in CiUi. Wohnun^sinhaber, die Zimmer zu ver-Sieben haben, werden ersucht, sich an unser BOro in Cllll. Graben^asM 2, 2. Stock zu wenden. Cnergleversorguns SOdsteiermark Körperschaft öffenti. Rechtes Abteilung Kohlenbetsbau einen Erlaß des Rcichsministors der Finanzen aus Gründen der Verwaltungsverein-' faehung erheblich eingeengt, wonach von ' der Besteuerung jener Unlernehmer abge-j sehen wird, die weniger als vier Zimmor oder weniger als sechs Betten zur vor-üt>ergehenden Beherl>ergung liereilhallen und nebe.n den üblichen \«'l)enleistiingen CBeleuchtung, Beheizung, Frühstück) keine Mahlzeiten verabreichen. ni<' Dauermiele, ot» von möblierlen oder nicht möblierten Zimmern oder Wohnungen, ist steuerfrei, * Der Zentralmarkt Europas Die eben zu Ende gegangene Leipziger iferbstmesse war mit ihrem großen deutschen und ausländischen Angebot die am stärksten beschickte Herbstveranstaltung seit Bestehen der Messe, die nach dem Bericht des Meßamtes weit mehr als 100.000 in- und ausländische Besucher aus ganz Kontinentaleuropa aufwies. Der geschäftliche Verlauf der Messe, die großer Nachfrage begegnete, habe den Nachweis erbracht, daß die Reichsmesse schon heute als Zentralmarkt Europas angesprochen werden könne und, wenn in Friedenszeiten die Neuordnung unseres Kontinents verstärkt praktische Formen angenommen hat, eine gleich wichtige Rolle als Treuhänder und Vermittler im deutsch-ausländi-schen Güteraustausch spielen werde. Der kroatische Aussenhandel Nach einer Berechnung der kroatischen Wochenschrift »Neue Ordnung« anhand von amtlichen Aufzeichnungen ergibt sich für die Zeit vom 10. 4. — 1. 8. 1941 eine Ausfuhr Kroatiens im Werte von 4H0 Mill. Kuna, der eine Einfuhr im Werte von 327 Mill. Kuna gegenübersteht. Von der Ausfuhr entfallen (in Mill. Kuna) auf Viehprodukte 116, Holzprodukte 202, Chem. Produkte 43, Bergbauprodukte 50, Obst 10, Verschiedenes 59 und ländermäßig auf Deutschland 262, Italien 129, Protektorat 43, Serbien 14, Holtand 7, Ungarn 7, Unter-steiermark (Sonderregelung) 16, Slowakei 2 Millionen Knna. Die Einfuhr setzte sich artikelmäßig zusammen aus (in Mill. Kuna): Nahrungsmittel 29, Treibstoffe 78, Textilien f)6, Metalle und Maschinen 85, (Them. Produkte 49, Papier 15, Glas 7, Verschiedenes 9. Von diesen Waren wurden (in Mill. Kuna) bezogen aus Deutschland 175, Untersteiermark (Sonderregelung) Gfi, Italien 34, Slowakei 14, Protektorat 13, Ungarn 14, Serbien 5, Rumänien 3, Bulgarien 2 und Schweiz eine Million Kuna. Wirtschaftsnotizen X Deutschland und die Agramer Messe. In der jetzt stattfindenden Agramer Messe, deren Ausstellungsplätze voll besetzt sind, ist die deutsche Industrie stark vertreten. Die deutsche Spezialschau, die im deutschen Pavillon untergebracht ist. ist der Papierindustrie und der Papterkonfektion gewidmet. Zu erwähnen wären ferner Erzeugnisse der Leichtmetallindustrie, Feuerlöschgeräte, Werkzeugmaschinen, Drehbänke, Schreibmaschinen, Rechenmaschinen, Betonmischmaschinen usw. Obwohl die Messe keine Autoschau enthält, stehen unter freiem Himmel wie zufällig vergessen einige funkelnagelneue und nicht registrierte deutsche Lastwagen neuesten Typs zHr Schau. X 24 Pferdemärkte in Kroatien im Monat September. Die kroatische Gemeinschaft für Vieh und tierische Produkte hat die Abhaltung von 24 Pferdemärkten im Laufe des Monats September angeordnet, um den Pferdehandel in Kroatien zu beleben. X SchlachtvertH>t für Schweine unter 100 kg in Kroatien. Zur Sicherung der kroatischen Kett- und Fleischprnduktion wurde vom kroatischen Landwirtscliaftsminister verfügt, daß Schweine unter 100kg Lebendgewicht sowie jungkälber unter zwei Jahren nicht mehr geschlachtet werden dürfen. X Erhöhung der ungarischen Postgebühren. Der ungarische Handelsminister hat sämtliche Gebührensätze der ungarischen Post mit Wirkung vom 15. September um 20 bis 25% erhöht. X Gründung von Radk)gesellschaften in Serbien. In Belgrad wurde mit einem AK von 20 Millionen Dinar die Radio Belgrad AG und mit einem Kapital von 16 Mill. Dinar die Te-leradio AG gegründet. Die erstgenannte Ge- sellschaft wird sich mit dem Betrieb von Rundfunksendern auf mittlerer und langer Welle, die letztgenannte mit dem Betrieb von Sendern auf kurzer Welle befassen. Beide Gesellschaften sind u. a. auch zum Handel mit Rundfunkgeräten befugt. X Verstaatlichung der Elektrizitätswerke des Karpathenlandes. Sämtliche Elektrizitätswerke des Karpathenlandes sind durch Verordnung des ungarischen Industrieministers in Staatsverwaltung übergegangen. Die Enteignung erfolgt auf Grund des Gesetzes über die Landesverteidigung. AUS ALLER WELT Eifersucht bringt Arrest ein Vor dem Landgericht Wiener-Neustadt hatte sich vor einigen Tagen ein Mann zu verantworten, der, durch eine aller, ciings begründete Anwandlung von Eifersucht, sich dazu hinreißen ließ, einen in der Gunst seiner Frau stehenden anderen Mann kräftig zu verprügeln. Er folgt? seiner Frau eines Tages, als sie unt^r t'incni Vorwand o?s l'aus verließ, und mußte zu seinem Ärger feststellen, daß sie ein Stelldichein mit dem besagten Mann hatte. Das sündige Pärchen machte einen ausgedehnten Spaziergang in den Peterswald bei Neunkirchen Die Waldwege. auf denen der Mann seiner treulosen Frau und ihrem Liebhaber folgte, I wurden immer verschwiegener und die I Eifersucht des Mannes immer größer. So t war es unausbleiblich, daß der »rasende Othello«, nachdem sich das Pärchen im I Grase niedergelassen hatte und seine i Liebe gegenseitig vorstammelte, in furcht_ •barer Rachestimmung auf den Rivalen 'stürzte, indem er hemmungslos auf ihn I losprügelte, um dadurch nach seiner Meinung die Ehre seiner Frau wiederherzu. ! stellen. Die Prügelei fiel derart zu Un-I gunsten des Rivalen aus, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte, um seinen stark lädierten Korpus und damit seine Gesundheit wiederherzustellen. Das Gericht hatte zwar Verständnis für di607 D Harburger Zeitung (r e h 9 r t in Imdm rmmlllm m dm% Unimriandmg « Jed«s Won kostet 10 Bpl J41 letuedrucitit «o D«t liU kli m II BucliilajM« H Wtn ...........................................................................£i"*rffbQiki TK^pmwrtO 3' tfpl Ml ?ttllfp«eiucheii 35 R|»t. Ptr •2os«ndii|i| voq McnnwortbrUt*" »«rd«! Bf Rst ^>U h«rwhMI iueliti>Aaii«h«4-Mhltili Am Ta^« voi luchttaM «m IC Ukf: iKIflof ^p-«iged« werden nur cece« ViwflittMMi ItWll*' •*!(»'' MünMCCII MobMtrt^s Kubl- not in Thesen au vermieten. Adr. Verw. !liSSS!äStBSSL El« Blut«pMder für TraHsfii-sion, bis .'iO Jahre alt, vollkum-mcn ßesund, wird dringend pesiicht. Anmelden Kfanken-haus, Interp« Abteilqng. 6.H83-I Ktcifi« LandwIHschaft, ca. 20 Jech, davon ca, .V^ Joch Weingarten, gosucht. Zu« ni:hfiften mit Pr^iaangab^ ßn Krebathi Gr?. Körü^istraß^s Nr. 36. 6594-^ ZM vfraa(:hten gutg^hendtis Gfiohift, eventuell mit Trafik und QaMhaiis in Marburg. Adr, Verw. rt«oa-3 Klav)«r. Flü|d, «r^tkUsRiee Marke, zu Kaqfen g^si^cpt. K^ffOM, Moiartstraße 4?. Ö593-3 Zu MflAfliiAiii ^rw _ ^iH neu«r Klewffhwiw zu verlt?iufen. Mprhqrf a. d. Hfau, Dr^ugas^e 10. 6SÄ8-4 Wir iuchen filr unseren lnf[e<-nieyr große», möbliert., awelr hettiffoa iiinimfr. Anträ«« an die Verwaltung unter »Ab IS., Stadtparknähe«. 6549-6 Wßtiimng Ko«t für ^wei Hauptschülerinnen (12 ur|d 16 jährige), für 15, September, wird für Marburg geBueht An-gctftote an Ing. Hans Gndl, Marburg a. d. Drau. Obew-Herrengasse 4, Fernruf 2405. __6110-6 iiwfi tnöbl. mit Kü- chenbenMt^ung werden ehesten» am reehten Drauufer zu mieten gewicht. Anträge unter »Reinlich* an die Verw. 6610^6 HMTUCHE BEKINNTMICHUNSEN mr Dir Pmtisclii Komipissar dos lawütrelwü Morlwni a. 9m Wlitsckaflunt Bekanntmachung Naicji der im Vertirdnuiig»- und Amtahlfitt Nr. 1 des Chefs der Zivilverwaltung in cter Unterst^ierm^rk vom 14. April 1941 getrofknen Verordnung sjnd alle Kautschiikbereifun-gen beschlagnahmt und ihr Verkauf an die Verbraucher nur naeh gegebenen Weisungen statthaft. Auf Qrund dieser Verordnung sowie nach den im Verordnung»- und Amtsblatt Nr. 30 vonn 27. August 1041 enthaltenen Bestimmungen über die ReifcnabHeferung in der Un-' tei'Bteiermark werden hiemit alle Peraonen beziehungsweise Kraftfphrjfeug^haltar auP dem Bereich de» l.andkreiaes Marburg, welche im Besitze von Bereifungen unti Kraftfahrieiigen ^owie Krafttahraenganhängern, die nicht zum Verkehr zugelassen und bewlnkolt sind, aufgefordert, alle Reifen, welche in die ^m Ende dieser Bekanntmachung enthaltenen Aufstellung fallen, bis xum 13. September 1941 beim znständicen Amtshiirgermeister abzuliefern Von der Ablieferungspflicht ist eine Rcficrvehoreifunp für jedes bewinkclte Krnftfnhrzctip; und Anhänger ausgenommen. A's Bereifung, die der Ablieferungspflicht unterliegt, sind Decken und Schläuche, ferner Felßenbänder und üummiwulstbkncier zu verstellen. Orr AblieferunR unterliegen auch Luftreifen, die auf nicht mehr im Verkehr befindlichen Qe-sp^nnwagen aufgelegt sind. Die der Ablieferung unterliegenden Bereifungen sind ^bündelt abzuliefern, wobei die Schläuche leicht aufjupumpen wnd in die dazugehörigen necken einzuleeen sind, Die Bündelung 'St mit einem Bindfaden vorzunehmen, jedes Bündel ist mit einem Anhängezettel zu versehen, auf dem der Name und die Anschrift des Ablieferers anzubringen sind Mit der Ablieferling der Bereifung hat der Fahrzeughalter eine Frklärung zu unterzeith-nen, daB die abzuliefernden Bereifungen mit jenen wesensgleich sind, die auf den stillgelegten Fahrzeugen aufgelegt waren upd die sich sonst lose in seipepi Besitz befunden nahe«, ferner daß er keine weiteren Bereifungen der abgerufenen Größen mit Ausnahme der auf einem zum Verkehr zugelassenen Kfaftlahrzeug aufgelegten Bereifungen besitzt. Für abgelieferte Bcreifunt'en wird eine ftntschäd'gung gewJIhrt. die das Reichsrcifenlager in Qraz überweist. Bereifungen, die den unten angeführten Maßen nicht entsprechen, bleiben weiterhin heschlagnahmt. Ihre Ablieferung bleibt ftlr einen späteren Zeitpunkt vorbehalten. Wer die hiemit zur Ablieferung aufgerufenen Berci^mgen nicht oder nur teilweise iiblie-fert, wird nii^:h Nr. 0 d«r Verordnung vom 14. April IP41 bestr.ift tmd unterliegen auRer-dew nicht abgelieferte Bercifunizen einer entschädigung»lQ«en Einziehung, Die der Ablieferung unterliegenden Reifengrößen sind: KridrAdrr wn4 kbinwiiK««. Kruft fuhrzeuge 3,50 — (lol 3 00 _ m a5 X 3.00 .1 no — r.oi 3.00 - 10 X M..iO iruj — Ui .YOO 15 - tfi 33.^ — 1« Ol Kr^rtUhr^cugr «.00 — Ö »i OO tfi t^el .130 — 17 .100 — 17 .vno — 17 G«1 .=» 25 ^ 17 B. rpr«0 H.flO — 1« c 30 X fiOO Ö.OO — 30 e 33 X ö.nO ti.00 - 17 « 25 IS 'JÄ X 14 X SO 110 y 40 100 X 10 775 X H5 C. 7 'i"» - JQ c .TiX6 7 tm- iiQ r» — 20 c 31 X 7.r) LantkraHwagMi • |t|ps»nHiN. 0 (K) — 20 e 36 X S H W\ '43 « 7 a'i — ai o 36 X ti 7 .%0 — Ül .'»« X H.l 8 00 — 2 1 0 38 X 7 ^ 21 c 38 X / ■'> t>.00 — V » 40 X I — 1!> Gel 4 00 — 15 ti.Of) r- '^0 Gel 14X 4ä 7«0 X 150 (vOO — ao Tr »0 V 5 H..>0 — 20 Tr 30 X äS 7.(K) - *io Tr ;iO X r>,,*3 :io X 6 p IftO — in fiel aio «r II Gel 210 ^ II ino ^ 210 — 20 330 ^ 20 m — ao C. LiMilkniflwMfjpn - Rlpspnliirt 9 7.'» — 20 o 3() X 8..") in..-)0 — 20 <1 38 >£ n ."V? X 0 Zwillinß U,3ä — 20 c 38 X n.'i »QUO ^ 20 • 40 X 10 12 T.'» — *iO r i:} :)0 „ 30 0 t:/) — it> AI 8.00 — '.>0 .M «nn ^ 2t AI 11 a.'» - 22 c 12 0<^ — 25» <• Vi.U ^ 22 o _ 22 o 0,7.1 — 2t c 40 X S.,"» 10.r»0 - 3U 43 i: 9 42 X 9 Zwilling n. Arkprhift-NHf«4i. 11.2.1 — 21 AI 12 7,'» — 20 AI R.-)0 - .32 AI hl SiHid ergrlinpn. 11.2.1 - 21 13 00 -•m - 20 U70 - 'iO 300 - 20 ;ir»o - 31» .100 - 22 13.i0 — 32 AI 0 00 - 40 AI c 12 X 0 ."> äl c il X 10 Fftr RetfMiCröAMi aufter V«ptfleicl»li«te. S.OO — 15 (iSTO Dtr PoHtliQht K.1-t) Fräulein .sucht Wohnung samt Verpflegiini^. Antr.=ige Tappeinerplat? fi/li r, Nettes, sauberes 1—2-bfttigCS Zimmer von nauermlelcr ge-»ueht, Antr, Hotel »Mer^n«i fi6|2rß Doppelschlaf Zimmer in nur heiserem Hause, mftdlichit NHhe Theater und Stadtpark, sofort gesucht. Angebote un* ter »Stadtoark lOOti« an die Verwaltung. 65i7-6 Breve» Mädchen mit etwa» Kqch- und Nähkenntni»»eH sucht Stelle als Gehilfin im Haushalte bei deut»cher F«-' milie. Josefine Blaf*chit»ch, H«i"' ccnciissc .'iO, Thesen bei M«\r'" burß 6604-7 Kanzleikraft (VolKs^deutscher), war binher in Ob»t» nn^ desproduktcn - F.xpnrtgesrhäft bedienstet, bestens «IngefiiHrt, sucht entsprechende Stelle. Anträge unter »Exportbeamter« an die Verw. 6613-7 Vnr Arb«U» brifttB «il fiiifth«U wpf4«i' Köchin für alle« »sucht. An-r träge unter S'Mit Zeugnissen« an die Verw. (i603^8 Nettes pienstmädctien,deutschsprechend, selbständig im Kochen, gesucht. Adresse in der Verwaltunp. • fiftONB PhQto-OehlUin (OebiifeY nn?l Uhrrtildchen oder l"nge werr den aufgenommen, Photo Elly, Marburg, Tegetthoffstral^c 1. 6600-8 Köchin für Alles ?.u berufstätiger Frau sofort gesucht. Vorspräche nur zwischen i u. ?, oder nach 7 Uhr abends. Ing. Co^ra, Orazerstr. 30 (hin-t t?r der Ucitersberger TextiU fabriU). 6.m« Hausschtieid^fln wird gesucht. Anträge unter j^Sofort M* an die Verw, 6591 t| Tüdiiige Bürohralt selbständia. Stenotypidtin, mit längerer Praxi» »ucht Marbur-der Büro deutscher Qroßfirma. Baldigiter pintritt. Angebote an Inp. Herburger, Hotel Me-ran, Marburg. (^05 HandtlMelmU Kowattoli MARBUf^G «. Drau, Obere H«rr«n(|Mat 14 P«r «&'4 Einjährige Handelticurs kefiimt «m 3tpifmbir 1941 £inichreibv|ig«n täglich. Prospekt f»»l migmrimnrii RAc uoii HKUTl 9^fRG-K9NO ernru I Eine Hans Albers-Produktion der Bavaria- Filmkunst Q, m- b, H- K»rl Peters Hans Altyer», Karl Danneinann, FHts Oftetnar« Tofil von Bukovlea, Hans Laibeft rt47f» Für jHKendl'che zwgelassvnl KwItgrUliiiI Neueste deutsche Wqehensvhaul vorttthnrngfn: Heute lö, laac und 21 Uht Karlep vot) 10^12 und ab 15 Ühi BSPLANADE fernioit 25-^v Sommer, Sonn», Erik« Karin Har^tt. Paul Kllnger, Fritz flonschow, Brika v. Thalmann, W. Dohm, Prlada Richard. Deutsche Wochenschau und Ufa*Kulturfilni! 114^^1 Für jMf«n(tlieiie zMgaitMMnl _ ■ In mienet Detbrtmeff( 1941 21. bis 20. Stptimbcc puiHünfti filtilfn: Pif IDiinrr lUefif-'P. Q.. DJicn. 62Ani., Tnillfpalnll, Sfcniuf: b 3 25 20 fovpie bn Giffhdfteftfllfn Äci tDicnii ITleffc; ücrlin 1155, Corncliuoftia&e 1, S'tnruf; 25 11 41 unk nufnbfrg. Stpmtnonnfltn^f 19, fetntuf: 23324, ftrntt bie Qeoüftipglcn öc; löicnrr lHc||f im pyslonSe unb g^pßfun llfi|cbu?o4 Vtrlissllcker Welmartenlilter mit Waff«nher«ehtigunfr wird sofort aufganommen i<>t Dr. Ernst Reiser, PIcNerndort Perfelcte Stenotypistin tür sofort od«r später sfaiucht. Bauiinternehmunif l«y. Hans Ledl, Dipl. Architekt und Stacl(b«u-moister in «06 SilberfucHs verloren am d. M. von der Aljaichgai^sc bis f,\\r llaltcstetle Thesen. Üvr ohrliche Finder wird j^ebetcn, solben gegen ßut<* Belohnung abzugeben Im Pelügeschäft Schoper, Adolf-Ilitler-Platz ü. 6.'\H6 Ol« SCacfl WliKflfca-felatrlli gibt bekannt, daß djo Viehmärkte nach der vor dem Krieg bestimmten Ordnung regelmäßig stattfinden. Die Besitzer werden d«her eingeladen, den Ruprechtmarkt am 24. September 1941 voll 4U beschicken. Der Auftrieb muP bis (1V< Uhr vpHzügen »ein. • Der Ortsbauernführer: Friedrich MaUy« Der Polizeidirektor SL 5M3/4I, Marburg a. d. Drau, den ö. 0. 1041, BEKANNTMACHUNG Batrifft: Verdunkelung. Trotz der bereits am 25. Juni 1941 er« gangenen öffentlichen Aufforderung zur Einhaltung der Verdunkelungsvorschrlft^jn niw& immer wieder festgestellt werden, daß die Anordnungen seit Einschaltung der Straßenbeleuchtung nicht entspre» chend bcaclitet wcrdon. Diese Erleigbto, runc darf aber nicht zum Maßstab für die iidrigen Verdunkdungsmaßnahmen genommen werden, da im Ernstfälle die ge-t^amte Straßenbeleuchtung ach'süartig ausgelöscht werden kann. Es ergeht daher an »Uq Bewohner der Stadt Marburg der nochmalige Aufruf, Wohnungen, O^HChüfte, G^ststSlt^n, Lo. kale und dergleichen derart abzudunkeln, daft kein Licht nach auftun WHt, Ferner sind die Scheinwerfer der Kraft- lahrieuge so abzudunkeln, daß nur eine waagreohte, 5 bis 8 cm lange und 1 cm breite Öffnung in der Mitte der Abschlu'5i-Scheiben das Licht austreten IMßt. n)ie so abgedunkelten Lichtquellen sollen für '\\u dere Verkehrsteilnehmer In einer Entfernung vun 1(K^ Motor gut »ichtli^r, in einer Entfernung vnn 50C) Meter jedoch nicht mehr wahrnehmbar sein. Ebenso sind die Scheinwerfer der ^uhr-lüder abzudecken, so daß nur eine w.i.ig-rechte, 4cm lange und lern breite (tfl-nung an der unteren Hälfte der .\bschlurt-scheiben das Licht austreten läßt. Die Schutzpolizei ist angewIesMi. In nächster Zeit Verdunkelungsüberpr'.Uun-gen vorzunehmen und FäMe 'von M'ß-achtung zur Anzeige zu bringen. Der Polizeidirektor; gez. Dr. Wallner. iiiHpUclariftleitcr Anton GarichacU. Stellvertrelendpr n.i\iptschriFtl6ifPr IJd« Kaspar — Dnirk der ..Marbnraer Druckcrci"