8t. Jahrgcng Erscheint uöchentUcii Mcliüim (mit AtMiMime Feiertaflo) &hrtftlrltan|, Vcrwihmnii aml Wmckdncker^ Tal S-«7, 2S<68 QMI. Mmtikmt, CoMWia nl. 6 Nr. Dienstag« 18. u. Mittwaeh, 19. MKrz 1941 üMTulen- und Aljonnmirntt-Annuhme In der Verwnituns Heiassprris; \hh()len oder durch die Po«t mAnatlich Din 34.—. bft ZiM^Hunt Din 27.—, lür dfts AnsUnd monaiHrh Din 41.~ FJorpIntimmer Hin 1.5ü und Hin 2—. \iunu»kripte werden nicht reteurniert Bei Anfrnven Uückporto bellefen. Poftnina olafana ? lotovini. Pr«ls Otn V50 lorit onr Vor bedeuisamen militärischen Erelgni» 3liMrUhMill4e Wtr Mt 3V9rli(|iliit tliiM unmi tdt^ar 6rbocflr6rn&tn &rut'oimc. 1905 wurde er zum Professor für Zivilrecht in Jassy und 19t)9 in Bukarest ernannt. 1912 wurde er zum ersten Mal in die Kammer gewählt. Während des Weltkrieges wurde er 1917 Finanzminister. Am Biikarester Friedensvertrag befindet sich die Llnlerschrift Tilulescu, ebenso auch auf dem Friedensvertrag von Trianon. 1922 wurde Tilulescu rumänischer ri<»sandler in London, 1927 trat er als Aussenminister in das damalige Kabinett Jonel Bralianu. Ili28 ging er wieder als Botschafler nach London zurück, um nach kurzer Zeit wiederum als .\ussiMiminisler nach Bukarest zurückzukehren. Tilulescu war einer der sichtbarsten Verteidiger der Ver-sailler slalus quo-Politik. Seil einigen Jaliren musste er sich vollkommen zu-rückziehen und lebte in letzter Zeit in (!nnnes, wo ihn der Tod ereilte. Der Seekrieg. Washington, 18. März. (Avala-DNB). Ein Küstenwacliboot fand in der Nähe der Bermudas-Inseln die Kommandobrücke «und einige Rettungsgürtel des amerikanischen Handelsdampfers »Masu-cana« (3513 Tonnen). Daraus schließt man, daß dieses Schifl untergegangen ist. Von der 35 Mann zählenden Besatzung fehlt bisher jegliche Nachricht. Die 0totHrrtfuotiii(i al« (Ste-ntent Oer JlnegtUOruna Amerikanische Vergleiche zur Stahlerzeugung Englands und Deutschlands — Eng. land erzeugt 25 Millionen Tonnen weniger als Deutschland New York, 18. März. (Avala-DNB) Im »Journal Commerce« erschien ein Aufsatz, in welchem angeführt wird, wie groß die Stahlmenge in England sein müßte, damit die engiieche Stahlerzeugung die Parität mit Deutschland erreicht. In dem Artikel heißt es weiter, daß die deutsche Stahlerzeugung — Frankreich, Belgien und Luxemburg nicht hinzugerechnet — jährlich 45 Millionen Tonnen beträgt. Die Stahlerzeugung Englands im Jahre 1939 betrug 15.1 Millionen Tonnen. Hievon wurden 3 Millionen Tonnen aus dem Britischen Imperium ins Mutterland gebracht. Es erhebe sich heute die Frage, ob England heute mehr als 20 Millionen Tonnen Stahl erzeugt. Das wäre 25 Millionen Tonnen weniger als die Erzeugung des Deutschen Reiches. Die gegenwärtige amerikanische Stahlausfuhr einschließlich der Schiffe und des Aufrüstungsmaterials beträgt 7 Millionen Tonnen. Damit England Deutschland parieren könne, müsse es diesen gro ßen Stahlüberschuß einführen, wobei sich jedoch die Frage nach den Schiffen erhebt, die für die Stahltransporte erforderlich sind. Äurjf !3Va(l^ri(l&trn Jersey City, 18. März. (Avala — DNB.) Gestern ist der große amerikanische Frachtdampfer »Exmouth« mit einer großen Ladung des amerikanischen Roten Kreuzes für das unbesetzte Frankreich ausgelaufen. Der Wert der an Bord befindlichen Waren wird auf 1.2 Millionen Dollar geschätzt. Darunter befinden sich Kondensmilch, Vitamm-Präparate u. verschiedene medizinische Behelfe. Washington, 18. März. (Avala — Havas.) Präsident Roosevelt empfing den französischen Botschafter Andrö H a y e in Audienz. Der Botschafter erklär te nach der Audienz Pressevertretern gegenüber, der Präsident habe die Erklärung abgegeben, daß die Versorgung des unbesetzten Teiles Frankreichs nicht auf sich warten lassen werde. Neapel, 18. März. (Avala — Stefa-ni.) Der General (1er nationalsozialistischen SS-Truppen Klepper hielt gestern in Neapel in den Räumen des Kreiskommandos der faschistischen Miliz einen Vortrag, dem auch Hunderte von Offizieren beiwohnten. Die Anwesenden folg ten mit größtem Interesse den Ausführun gen des Vortragenden. Nach dem Vortrag wurden dem Führer und dem Duce stür. mische Ovationen bereitet. 2)nitf((i-&uloarif(t)e TßrDrmad^tKr&rfidrrunq OENeRALFBLOMARSCHALL UST ALS GAST DES KÖNIGS BORIS. _ BULGARISCHES DEFILEE VOR DEM DEUTSCHEN OBERBEFEHLSHABER. „3f6fö Dolf IW toor öif 3ranr fflnw tdnflfarn Qßrgr« arftriir EINE BEMERKENSWERTE BANKETTREDE DES BULGARISCHEN MINISTERPRÄSIDENTEN DR. BOQDAN FILOV. — »WIR ERLEBEN DIE ZEIT DER WIEDERGUTMACHUNG DER UNGERECHTIGKEITEN« >Jtaf®oner Ntimnn?f Dien^tafi l?', nn ' Mittwoch, 10. März Uortr£ffH(!ie Freunds(!iaftsbezleiiungen zuiisdien Jugaslauiien und Deufsciiland Ottur (Srilärung Der ^il^elmftraße / 2>rr Salfan nocf^ immtr (S^egenftanO bon Kombinationen > 3eriin icDtoeigi fi(D at>er 1)00 ^erDäitnid »u (S^ried^enland aue , Berlin, 18. März. An maßgeblicher Stelle wurde gestern in Berlin eine neue Erklärung im Zusammenhange mit den deutsch-jugoslawischen Beziehungen gegeben. Der Vertreter der Wilhelnistraße erwiilerte auf verschiedentliche Fragen der Journalisten folgendes; »Ich habe der kürzlich abgegebenen Er Klärung nichts hinzuzufügen. Es ist nämlich nicht notwendig, daß ich zu der diplomatischen Aktivität wi eauch zu den vortrefflichen Freundschaftsbeziehungen, die zwischen Deutschland und Jugoslawien bestehen, irgendeinen neuen Stand, punkt einnehmen müßte oder aber dem f>ereits Gesagten noch irgend etwas hinzuzufügen hätte.« Berlin, 18. März. Die Lage auf dem Balkan ist noch immer Gegenstand von Kombinationen. So wurde in Berlin das Gerücht verbreitet, daß seit einigen Tagen VerhandiunRen zwischen Italien und Griechenland zwecks Abschlusses eines Waffenstillstandes geführt würden. Viele Beobachter zogen diese Schlußfolgerung aus der Tatsache, daß der bisherige Athe ner Bürgermeister Kozias, ein großer Freund Deutschlands, zum Gouverneur Ostthraziens ernannt wurde. In amtlichen Kreisen wird demgegenüber erklärt, daß man von solchen Verhandlungen nichts wisse. Es handle sich cinfach um erfundene Versionen. Anderseits herrscht in Derlin starkes Interesse für die Nachrichten über die englischen Truppenlandungen In Griechenland. Berliner offizielle Kreise erklären in diesem Zusammenhange, daß Deutschland seine Beschlüsse lediglich auf der Grundlage eigener Informationen zu fassen pflege. Eigene Informationen weiden aber nicht veröffentlicht. Ebenso erklärte der Sprecher der Wilhelmstraße auf die Frage, wie es um die deutschgriechischen Beziehungen stehe, daß er auf diese Frage keine Antwort geben könne. Budapest, 18. März. Wie die i^ei-tung »P e s t« berichtet, werden die Nach richten über die englischen Truppenlandungen in Griechenland bestätigt. Das Blatt meint Jedoch, daß die englische Hilfe den Griechen nicht viel nützen werde, da Deutschland die Möglichkeit besitze, die Anzahl se'ner Truppen an der griechischen Grenze bis zum Aeußersten zu erhöhen. Berlin, 18. März. (Stefan!). In Berlin ist man hinsichtlich der dort eintreffenden Nachrichten über eine angebl'che englische Truppenlandung in Griechenland vollkommen ruhig. Man erklärt 1e-doch, daß man deutscherseits Jede Bewegung des Gegners in diesem Sektor Europas mit größter Aufmerksamkeit ver folge. Den Bericht über die englische Truppenlandung In Griechenland hat zuerst der amerikanische Rundfunk verbreitet, der zu berichten wußte, daß bereits 150.000 bis 200.000 Man englischer Trup pen und eine größere Anzahl von Tankeinhelten gelandet seien. Die englischen Militärbehörden haben diese Nachricht nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert. Bie Rlarsletaa Fronten ist vollzogen 5>ie I£»ei6cn irieofflfirenöen JSorlftfn 5(fJicfen fiCi) un, iftre ßraf'e in einem Kampf )u meflen, 6er ^ CrOe fo öfter lo Deränöem tolrft / £onöon ertoortei öfP^e Käitiyte im 2l;tantk um We enQlijcö-amerlfanllcden 0(t)lffoort«ioefle Xcw York. 18. Mftrz. Iii aniorika-nisrhcn Kreisen licrrsclil rlic .Vufl'as-siing vor, dass mil doii Picdcn Roose-vo II s iiiKl Hill er s die Klarslollung der i'^roiilen zwisclii ii den beiden grossen kric.'^führriiden Lagern ondgillig rrl'olgL sei. Die Hcdo des l^räsidcnlen Roosevill hedculcl nach Auffassung dieser Ivrcise praklisch die Kriegserklärung an Deutschland, obz^var eine formelle Kriegserklärung überhanpl nienutls folgen dürfte. Die beiden Lager sind siel» darüber Innvussl, dass jelzl das srliieksalhafle Mosseii der Kräfte begonnen hat, von dem das knnflige Antlitz der Well abhängen wird. In London glaubt man anncli-inen zu dürfen, dass der Ilauplkampf zwischen den beiden Lagern zur See beginnen werde, und zwar in erster Jj'nic um die Ucberseewegc zwisclien England und den Vereinigten Staaten. I^s isl vollkommen klar, dass England und Amerika zur See mit einem starken Gegner zu rechnen haben. Niemand bezweifelt es, dass der angekündigte deutsche Tauchboot krieg die grösstc uiul sclnverstc Prüfung im .Messen der Kräfte der beiden l.ager auf dem Allantiselien Ozean sein wird. N e \v y 0 r k, 18. März. (Associated Press.) In der ajnerikanischen Presse Ist bereits eine gewisse Kampflust gegenüber den Achsenmächten zu beobachten. Einige amerikanische Blätter schreiben ungeniert, daß die Vereinigten Staaten praktisch bereits im Kriege seien und daß sie deshalb in allem, was England in seinen Angriffen zur See und in der L^'^Jzu ermutigen vermöchte, eine imme ^^ehr und mehr positive Rolle spielen .^lüßten. Die Mehrzahl der amerikanischen Blätter schreibt im Zusannnenhage mit der Rede Roosevelts, daß das amerikanische Volk bereit sei, Opfer für die Sache der Demokrat'''jn auf sich zu nehmen. Die Nation s'"' sich im vollen Maße der Verantwor. «ting l>cwußt, dif es dadurch übernommen habe, daß die USA zum Waffenarse-nal des demokratischen Lagers proklamiert wurden. Wioscvelts Rede stieß nur bei wenigen ßlÄttern auf Kritik. Schärfere Kritiken brachten die »Chicago Tribüne« und die »Detroit Free Press«. Die »Chicago Tribüne« schreibt. Roosevelst Taktik sei falsch. Der Präsident der USA gebe mit beiden Händen, ohne auch etwas zu nehmen. Die »Detroit Free Press« schreibt indes, das amerikanische Volk «ci zwar bereit, freiwillig Opfer auf sich ru nehmen, es müsse aber auch die Ga. iL5ntie des Wofür haben. Rnosevelt habe <1 seiner Rc V rV Garantien nicht p:e-gcbcn. An d'T Sptl.^- der zur Red.' Roose velts positiv eingestellien Blätter stellen die :;Ne\vyork Times« und die >\Ncv.'york Herald Tribüne«. Berlin, 18. März. y\vala-DNB) In hiesigen politisclien Kreisen hat die IUmIc lioosevells überhaupl kein Llciio hervoi'gerufen. Wenn Koosevell vorsucht, sich an das deulschc Volk zu wenden — so hcissL es hier, — dann wird er auch die onlsprechende Aiil-worl des deulschen Volkes erhallen. In dem Augenblick, wo mit so vielen ernsten und wichligen Dingen zu reeii-nen isl, hat man in der Wilhelmstras-se keine Zeil, sieh mit Diskussionen über ühcrleblc l'Yagen abzumühen. Die „Deutsche Dip]omaliseh-|)olili- I sehe Korrespondenz'" schreibt zur Rc-I de Rooscvells. dass die ge^enwürligc 'amerikanische I^egierung die Absiclit habe, die Monroc-Doklrin zu verwerten. ..Ronsevell — so heisst es weiter — verfüg! nicht über den Mul, offen zu sagen, was er will. Seine .\ngriffs-abslclilen tarnt er mit der Ausrede, dass er tlie demokralischen Staaten vor den Diklahiren bewahren wolle, als Lu'i.>pielsweise Clrieeheidand eine Dcmukralie wäre. I:'s geht Roosevelt überhaupt nicht darum, das demokra-lisehe System In der Well zu festigen, soiulern darum, die Vorherrschaft zu gewinnen. Nach Roosevelts Auffassung hat Amerika die Monroc-Doklrin über- dauert und ist jetzt vor die Aufgabe gestellt, die ganze Welt unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Bei der Erneuerung der Welt würden die USA nach .seinen Worten eine grosse Rolle spielen. Dadurch wird der Plan Roosevelts schon klarer. Er will eine Weltordnung nach seinem Geschmack den Feinden aufzwängen. Dem deutschen Volke wird das Recht an der Führung Europas abgesprochen. Der europäische Kontinent lehnt daher die amerikanische Einmischimg in welcher Form immer ab und es wird daher Europa jeden solchcn Versuch' mit schärfsten Mitteln abzuwehren wissen." :Bie ^riegdfcDauplä^e !£auftnöe toon ©prenodomii>en ouf ®ri ot / 35erbera öon Ben l^nitt COeren ' 3taiienil(t)e« £asaret(t(Di1f lorpeftiert '£)(r t>rltlt(De liormarfcD in Ollafrita öouert fort Berlin, 18. März. (Avala — DNB.) Das Oberkommando der deutschen Wehr macht gab gestern bekannt: In der vergangenen Nacht griff die Luftwaffe verschiedene wichtige Kriegsziele in Südeng land an. Erfolgreich bombardiert wurden die Hafenanlagen und Docks in Bristol und Avonmouth, Auch die Hafenanlagen in P 0 r t s m 0 u t h erhielten Treffer schweren Kalibers. Deutsche Aufklärungsflugzeuge versenk ten während des Tages 350 km westlich von Irland zwei bewaffnete feindliche Hau delschiffe mit insgesamt 4000 BRT. Gelegentlich eines Angriffes deutscher Jagdflieger auf Malta wurde eine feindliche Maschine des Typs »Hurricane« abgeschossen. I>er Feind ist weder während des Tages noch bei Nacht in deutsches oder besetztes Gebiet eingeflogen. London, 18. März. (Avala.) Reuter meldet; Die neuesten Nachrichten besagen, daß der nächtliche Angriff auf B r i- der Nacht zum Montag und Montag frühldaua, von dem im Sonntagsbericht des zweimal Westengland an. Der erste Angriff dauerte lange Zeit. Die Angreifer warfen eine große Anzahl von Brandbom ben ab. Samstag abends fielen in London vier Bomben von starker Sprengwirkung in einen Tanzsaal, wobei ziemlich viel Tote zu verzeichnen waren. Rom, 18. März. (Avala — Stcfani.) Der 283. Bericht des Oberkommandos der italienischen Wehrmacht lautet: Auf dem griechischen Kriegsschauplatz die gewohnte Aufklärungstätigkeit der Truppen und Artillerie. Unsere Luftwaffe belegte feindliche Truppenteile mit lixplosivbomben. Englische Flugzeuge griffen einen unserer Luftstützpunkte an, bei wclcher Gelegenheit durch die rasche .Aktion unserer Jäger ein Welling4on-Bom ber abgeschossen wurde. In der Nacht zum 15. März torpedierte ein englisches Torpedoflugzeug im Hafen von Valona ein dort für die Einschiffung st Ol sehr ernst war. Die Heftigkeit der i Verwundeter bereitstehendes Lazarett- Angriffe nahm ständig zu und es wurden Immer mehr explosive Bomben abgewor. fen. Tausende von Sprengbomben verursachten dank der raschen Tätigkeit der Feuerwehr nur sehr wenige Brande. — Schwere Treffer erhielt ein Zeitungsunter nehmen, aber trotzdem sinii die Blätter heute erschienen. Die Mein zahl der Todes opfer wurde dadurch verursacht, daß ein öffentlicher tuftschulzkcllor einen direkten Volltreffer erhielt. London, 18. AVirz. ('Avain.) Pente" berielitel: Deutsche Fliiy7eu|.',<* griffen in schifL Die verursachten Verluste sind ungewöhnlich klein. Deutsche Jagdflieger schössen gelegent lieh der Aktionen gegen Malta eine feind liehe Hurricane-Maschine ab. In Nordafri ka griffen deutsche Flugzeuge mehrere Autokolonnen an. In 0 s t a f r i k a ist im Abschnitt von C h e r e n abermals ein heftiger Kampf im Gange, wo der'Feind unaufhörlich angreift, jedoch von unseren Truppen überall zurückgewiesen wird. Während eines Feindfluges über Dire- Oberkommandos der italienischen Wehrmacht die Rede war, schössen unsere Jäger zwei feindliche Flugzeuge ab. Weitere zwei Feindflugzeuge wurden im Abschnitt Cheren heruntergeholt. London, 18. März. (Avala.) Reuter meWet: Die Engländer haben Berbera,* die Hauptstadt Britisch-Sonialiens, neuer lieh erobert. Nairobi, 18. März. BBC berichtet; Südafrikanische und imperiale Streitkräfte setzten den Vormarsch von Mogadiscio in der Rkhtung auf Harrar fort. Kairo, 18. März. (Avala.) Reuter berichtet: Das Oberkommando der britischen Streitkräfte Im Nahen Osten gibt bekannt: »In Libyen und Eritrea nichts Neues. Abessinien: An den Operationen, die zur Einnahme von Asosa führten, nahmen auch belgische Truppen teil. In SUd-abessinien haben die aus Somali vorgedrungenen Truppen den Vormarsch fortgesetzt.« Athen, 18. A/lärz. (Avala.) Reuter mel det: Das Hauptquartier der britischen Armee in Griechenland berichtet über Luftangriffe auf Tirana und Valona. Bei Kor-fu wurde ein gegnerisches Flugzeug alv geschossen, während ein englisches Flugzeug vermißt wird. Unterstützet die plntituberkulosenliga! Dienstag, 18. und Mittwoch, 19. iVÜlfz 3 »Marftorcf Zeitung« Nummer 05 Di« Rollt Salonikis (in$t trnd Itizl 5>a< a[u«ron«ior l»«r SoüaiifkKüm }um OleuOiM^efl 0®;er / ©afonliu 3toire Im awilrieae / XruDvtti f «Icii »nito loo JUicmMr »or eatMM Die Haupt8taVre-me« in einem Artilkel darlegte, nur 100 Kilometer von Saloniki entfernt, eine Strecke, di/ beim heutigen Stand der Kriegstechnik allenfalls in kürzerer Zeit zurückgelegt werden könnte, als die Landungsoperationen englischer Truppen erfordern würden. Dazu kommt, daß gegenwärtig als Hinterlano' Salonikis nur ein ganz schmaler Landistrelfen in Betracht käme, der wohl unschwer von der deutschen Luftwaffe beherrscht werden könnte. (»Pe s te r L1 0 y d« Budapest.) Umstrttteae Inseln Je mehr sich der Seekrieg im Atlantischen Ozean intensiviert, desto mehr richten sich die Blicke auf die Inselgruppen, die zwischen Europa und Amerika als Stützpunkte kämpfender Flotten oder für die Blockade in Frage kommen. Die Vereinigten Staaten haben durch das Zerstörergeschäft eine Reihe westatlantischer Inseln aus englischer Hand übernommen. England hat seinerseits durch die Besetzung Islands und der Faroer-Inseln den östlichen Teil des Nordatlantik zu sperren versucht, ohne jedoch dadurch den deutschen Luftkreuzer- und U-Boot-Krieg beeinträchtigten zu können. Im östlichen Südatlantiik zeigte die englische Admiralität durch Ihren mißlungenen AngrMf auf Dakar, welches Interesse sie an einer Sicherung der Verbindungen um das Kap und nach Südamerika besitzt. Eine Festsetzung auf den spanischen bezw. portugiesischen Inselgruppen dieses Raumes, den Azoren, Madeira, sowie den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln, würde England als eine große Erleichterung seiner maritimen Aufgaben betrachten. Glekshzeitfg richtet man, wie amerikanische Zeitungen und Kartenbilder beweisen, in Washington seine Augen auf diese Insefgruppe, welche nach Ansicht der amerikanischen Imperialisten im Falle eines Krieges einen wichtigen amerikanischen Vorposten gegen Südeuropa und eine ^errlinie zwiischen Europa und Süd-ameriika darstellen würden. Immerhin ist es eine völkerrechtliche Tatsache, daß diese Inselgruppen nicht den kriegführenden, sondern zwei neutralen Mächten g'e-hören. • Rom, 18. März. Die Zeitung >■>11 Re-sto del Carlin 0« schreibt in einem Bericht aus Lissabon, daß in der portugiesischen Hauptstadt Gerüchte über einen bevorstehenden oiplomatischen Druck Englands auf die portugiesische Regierung im Umlauf seien. Wie man hört, wünscht England die Abtretung gewisser See- und Luftstützpunkte an der portugiesischen Küste. Die portugiesische Regierung soll entschlossen sein, ihre Neu-tralilät zu verteidigen und werde deshalb jedes Ansinnen, das geeignet wäre, die Neutralität Portugals zu kompromittieren, energisch abzulehnen. England ist angeblich entschlossen, auf Irland gemeinsam mit Amerika einen Druck weoen Überlassung von Flottenstützpunkten auszuüben. Parallel hiezu soll auch ein amerikanisch-englischer Druck auf Portugal ausgeübt werden. Es ist daher die Möglcihkeit englischer Truppenlandungen auf den Azoren und an den Küsten der portugiesischen Kolonien Angola und Mozambique nicht ausgeschlossen. AZOREN II KANARI, IN. "wüire. . WESIAFRIKaX ,X ^ X :, If9th:wn •■.'•li-'Y, 6NtFE RNUNOF.N IN MGlLtN 3u0oflaU)fen0 $rieDen6- unD ^bturOrbereitfcDaft 3ugoHatDinM Slulkcnpolitil im epfcorl öer Beograd, IR. März. Im führenden Beograder Blatte »P o I i t i k a« erschien ein offenbar aus maßgebenden Kreisen stammender Leitaufsatz, der die gegenwärtige Lage Jugoslawiens und die Rieht linien seiner Außenpolitik bespricht. Der Aufsatz hebt den absoluten Willen Jugoslawiens hervor, dem gegenwärtigen Krieg fern zu bleiben und den Frieden zu bewahren. Zugleich weist er at>er auch auf die Entschlossenheit Jugoslawiens hin, sich zu wehren, wenn die Grundinteressen des Staates bedroht werden sollten. Der beachtenswerte Aufsatz lautet; »Die letzten Ereignisse auf dem Balkan haben begreiflicherweise auch bei uns großes Interesse hervorgerufen. Der Beitritt Bulgariens* zum Dreierpakt und die ?llQtfuota reift in 0Dnöer)ug Der eotDKtreoirrung Schanghai, 18. März. (Stefani.) Von der russisch.mandschurischen Grenze ist die Nachricht eingetroffen, ilaß der japanische Außenminister Josuke Matsuo ka auf seiner Reise nach Deutscliland gestern sowjetmssischen Boden betreten ha be. In der sowjetrussischen Grenzstation wartete ein Vertreter der Sowjt'trcgie-rung, um den japanischen Außeimiin'>ter, dem die Sowjetregierung einen Sonderzug zur Verfügung gestellt hat. bis Tschi-ta zu begleiten. Folgen dieses Schrittes haben die Grundlage für viele Vermutuogen geschaffen. Hiezu kam — um die Lage noch verwik-keltcr zu gestalten — die ausländische Propaganda, die es für angebracht fand, die Ereignisse in einer Weise zu deuten, die keineswegs der Wahrheit entspricht. Daher stammen die in der Oeffentllchkeit absichtlich ausgestreuten Gerüchte, die dann als »Originalberichte« und »authentische Nachrichten« aus Jugoslawien Ins Ausland gelangen. Indessen ist als erste Tatsache in det heutigen Lage hervorzuheben, daß unser Land heute noch niemand bedroht. E? gilt gefaßt zu sein, man muß fremde Wünsche unbeachtet lassen und nur die wahren nationalen Interessen im Augf behalten. Unser Volk tritt mit Ueberzeugung für den wirklichen Frieden ein und zwar nicht nur heute, nicht nur in *der gegenwärtigen Lage, sondern seit ieher. Insbesondere aber ist dies der Fall, seitdera sich der letzte Kunllikt zwischen den großen Mächten angebahnt hat. Unzählige Male hat unser Volk Beweise seines Frieden?\s illens und seiner Ideale der Freiheit und der Unabhängigkeit gegeben und stets über die Staatsgemeinschaft gewacht. Seitdem zwischen den großen Mächten dit Abrechnung begann, hat unser Staat deshalb den Standpunkt der strikten Neutralität eingenominen, weil diese Politik zur Gänze den tatsächlichen Wünschen und Bestrebungen unseres Volkes entspricht, will es doch in Frieden leben lind den Abrechnungen anderer fern blel-iicn. Diese Haltung Jugoslawiens hat bei (icn kriegführenden Mächten volles Verständnis und Anerkennung gefunden, da sie in dieser Haltung auch eine Garantie für ihre Aktionsfreiheit erblicken. Derartige Anerkennungen und Aeußerungen, die das Verständnis für unsere Lage beweisen, kamen aus den Lagern der beiden Gegner im Kriege nicht bloß einma'j und öfter schon wurde die strikte Neu Iralität Jugoslawiens als ein ideales Beispiel des internalen Völkerempfindens und als ein Beitrag für die Gemeinschaft der Völker hervorgehoben. Der Friede, den unser ganzes Volk so aufrichtig anstrebt, ist jedoch nicht ein bloßer Vl'unscli ohne reale Grundlage^ er beinhaltet auch die Entschlossenheit, sich zu verteidigen, sowie aucli die nötige Wachsamkeit um das Land — wenn es bedroht werden sollte — zu schützen. Un sere Neutralität und unser Desinteresse-nient für fremde Abrechnungen dürfen des halb nicht ohne Wehrvorbercitungen bleiben für den Fall irgendeines Versuches, sich einzumischen, von welcher Seite er auch kommen mag. Wir siÄl überzeuge, daß eine derartige Auffassung unserer La ^e dem Gefühl aller Staatsbürger unseres Landes enspricht und nicht minder sind wir davon überzeugt, daß die wirklichen Interesse des Staates und tlie nationalen Wünsche niemand auf die leichte Achsel nehmen, sondern darüber eifersüchtig wachen wird. Die Haltung, für die sich unser Volk mu gegenwärtigen großen Konflikt entschieden hat, die Wahrung der Neutralität und des Friedens, will das Volk nicht durch irgendwelche Versprechungen von anderer Seite in Frage gestellt wissen. Des. halb lehnt es auch alle Vefsuche ab, die auf ein Abschwenken von dem ehrenhaften Weg. den es heute tatsächlich geht, abzielen. Im Bewußtsein seiner Rechte u. internationalen Pflichten kann unser Volk gerade so wie bisher auch heute keinen Versprechungen, keinen Vorspiege'ungen noch irgendwelchem Druck von außen un tcrnegen, liin solches Vorgehen wiirde das Volk auch vor seinen Augen erniedrigen, weil unser Volk seine Freiheit und Unabhängigkeit nicht nur zu achten und 7M schätzen weiß, sondern trotf dem Wunsch, in Frieden zu leben und für sich und seine Nächsten zu arbeiten, seine höchsten Güter auch zu verteidigen versteht und verstehen wird. fn diesem Glauben und in diese:* Entschlossenheit blickt unser Volk trotz allen grauen Wolken, die über dem Kontinent schweben, voll Ruhe in die Zukunft, ebenso bereit, sich ruhiger Arbct zu wid men, als auch seine Rechte und Interessen zn schützen.« Hcitcce feite IforiHS Freiiiid Frau Hayner fragt ihrr llnusiuige-stclltc: .,Nun. Herta, ich höre, Sie liaben einen Freund? Ist er denn nucb recht versclnviegcn?" — solir, gnädij^c F>au. leb gehe nun schon vier Wochen mit ihm, und er hat mir noch nicht einmal seinen Namen gesagt." • • Gonü|{'|anaer ^ammertrio fon^ertfrrt Klavier: Dr. Lipov§ek. Am Donnerstag, den 20, d. gibt das schon wiederholt erfolgreich hervorgetretene Ljubljanaer Trio im Mariborer Theater einen Kammermusikabend, der ein erstrangiges Musikereignis im Kultur leben unserer Stadt zu werden verspricht. Schon vor einiger Zeit haben sich die hochbegabte Violinvirtuosin Frl. Franzka 0 r n i k sowie die schon von mehreren selbständigen Konzerten her bekannten Künstler Prof. Dr. L i p o v § e k (Klavier) und ProL Sedlbauer (Cello) zu einem Trio zusammengeschlossen, um aus- Cello; Cenda Sedlbauer. Violine; FranzKa Omik. schließlich Kammermusik zu pflegen. Der Mariborer Konzertabend des Trios am 20. d. wird der jugoslawischen Musik ge widmet sein, wobei die Tonschftpfungen von Osterc, Skrjanec, ArniC, Mirk und Pahor tonangebend sein werden. Dem Konzert sieht man schon deshalb mit' umso größeren Interesse entgegen. Die Eintrittskarten sind an der Theaterkasse bereits im Vorverkauf erhältlich. 5?fier Cer 6^i?tD?rbe(reff>fn6eii EHRUNG VERDIENTER FUNKTIONÄRE DER GEWERBEINNUNG FÜR MARI- BOR-UM GEBUNG. Die Vereinigung der Gewerbetreibenden aus der Umgebung der Stadt hielt vorigen Sonntag im Gasthaus Sabeder in Tezno eine Zusammenkunft ab, in deren Rahmen einer Reihe verdienter Funktionäre eine besondere Ehrung für ihre 15jährige Milarbeit zuteil wurde. Aus diesem Anlaß wurde ihnen eine besondere Urkunde überreicht und zwar erhielten dieselbe die Mitglieder Lee, Grasic, Luznik, Granda, Lorber, Pfeifer, Beribak, Gobec, .Moisie GraSic, Jevsak, Vokae, Pe-ruSek, Lorencic, Sinic. Verhovsek, Rutart, Raner, German, Stern, Zupan, Gor- nik, Babic, Jelen, Krajnc, Ratejc, Rener, Ortan, Fras und Kaf. Der langjährige Vorsitzende J. Sabeder sowie der Vor sitzende der Prüfungskommission Lehrer F. L u k n a r erhielten Ehrendiplome. Ein leitend berichtete Obmann § a b e d e r über die wichtigsten laufenden Angelegenheiten, wobei er namentlich auf den Kampf gegen das Pfuschertum und auf die Bemühungen um die Fachausbildung des Nachwuchses verwies. Die Vereinigung zählt gegenwärtig 324 Meister, außerdem' gehören ihr 334 Gehilfen und 221 Lehrlinge an. 3IC>ft(mJDe!uP0 öer OUfTul-unö ajrotforlfti öur(f» Dif iptlt Nach einer Mitteilung des städtischen Apiprovisionierungsamtcs in Maribor sind die Mehl- und' Brotkarten für den laufenden ."'onat März (in grüner Farbe) vor dem Umtausch gegen die Aprilkarte dem Kaufmann, hei dem Alehl bezogen worden ist, aber nicht dem Bäck 'j r-m eist er, vorzulegen, damit dieser auf der Rückseite des Talons seine* Stampiglie aufdrückt und auf diese Weise die Karte vidiert. Die pünktliche Einhaltung dieser Bestimmung liegt im Interesse eines jeden Konsumenten. Die Märzkarte wird gegen die Aprilkarte nur dann umgetauscht werden kcinnen, wenn die gegenwärtige Karte vorschriftsmäßig abgestempelt sein wird. In Verbindung damit werden die Kaufleute eingeladen, im städtischen Appro-visionierungsamt in der Oroznova ulica 2/f zu erscheinen, wo sie hinsichtlich der K n rt en abs' cm peUi ng 11 ie en I p ret'Ir ü ; Ien AnweisunjiJn erhalten. ni. Die nächstc Nummer der »Mariborer Zeitung« erscheiiit wegen des morgigcti Feiert? (res erst Donnerstag, den 20. d. M. m. Festwoche des deutschen Kulturfilmes in Zagreb. Die S v e 11 o t o n-Film (Inhaber Josef K1 'e ni e n t) und die Zagreber Filiale der Mlinchener Akademie veranstalten im C a p i t o l-Kiino eine Festwoche des deutischen Kulturfilmes, und zwar in der Zeit vom 21. bis 28. März. Zur Aufführung gelangen: am 21. d. M. »Das ist die Welt!«, am 22. und 23. März '^as neue .^sien«, aan 24. März »Sehnsucht nach Afrika«, am 25. März :^Kampf um den Himalaya«, am 26. und 27. März »Michelangelo, das Leben eines Titanen« und 28. März »Heldisches Geschwader«. m. Der Banatsausschuß des Rotkreuzes in Ljubljana wählte in seiner Sonntag abgehaltenen Jahrestagung den bisherigen Vizeobmann Rechtsanwalt Doktor Otto F e 11 i c h zu seinem Präses. Der l i-her'ge Präses di"=^ Banatsausschusses Dr. Wilhelm Krejci wurde zum Vize- präsidenten des Beograder Hauptausschusses des Rotkreuzes bestellt. m. Der Amtstag der Handels- und Industriekammer in Maribor findet, da der morgige Mittwoch auf den Josefitag fällt, erst Donnerstag, den 20. d. vormittags in den Räumen der Kaufleuteinnung für Maribor-Stadt in der Juröiöe-va ulIca 8, I., statt m. Den Bund fürs Leben schlössen der bekannte Sportsmann und Zahntechniker Herr Erich Flack, einer der besten und verläßlichsten Spieler der !i>Rapid«-Fuß-ballmannschaft, und Frl. Franzi Stal-zer. Dem insbesondere in unseren Sportkreisen hochgeschätzten jungen Ehepaar unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Der Verein der Altpensionisten der ehemaligen Süd'vahn in Maribor teilt mit, daß die für den vergangenen Sonntag angesetzt gewesene Jahreshauptversammlung aus technischen Gründen verlegt werden mußte und daß sie kommenden Sonntag, den 23. d. um 15 Uhr im G^ist-hof »Zum goldenen Roß« in der Vetrinj-ska ulica 4 abgehalten wird. Da in der Tagung sehr wichtige Angelegenheiten zur Sprache gelangen, werden die Mitglieder ersucht, sich zuverlässig einzufinden. m. In den Ruhestand wurde der Hauptarchivar des Steueramtes in Maribor Mi-loS Krämer versetzt. m. Der Banus als Taufpate. Im Mariborer Krankenhaus gebar dieser Tage die Kleinbesitzersgattin Maria Polen-§ak aus Kozjak ihr 16. Kind, einen Knaben. Da die Eltern in ärmlichen Verhältnissen leben, hat Banus Dr. NatlaCen die Patenstelle übernommen. Der neue Erdenbürger hat nach seinem Paten den Namen Marko erhalten. m. Eine Erhöhung der Fleisch- und Fettpreise hat die Banntsverwaltung in Ljubljana bewilligt, da in den letzten "Wochen die Viehpreise stark ang^ezogen hatten. Die Preiserhöhung geht bis zu 3 Dinar pro Kilo und gilt nur für den Bereich des dortigen MarktinspeWorafes, d. h. für das Gebiet der Stadtgemeindi Ljubljana. Eis ist damit zu rechnen, daß eine Revision der Fleisch- und Fettpreise auch in den übrigen Orten Sloweniens angeordnet sein wird, da die neueste Verordnung des Ministeriums über das Verbot jeglicher Preiserhöhung bis 1. August d. J. nur auf der Grundlage der Preis anpastsun-g der Artikel a.n die Rohstoffpreise möig'lich ist. ♦ Kaufe Gold zu höchsten Tagespreisen 0. Kiffmann, Aleksandrova ces4a 11. 778 m. Eine PreSeren-Feier findet heute, Dienstag anläßlich des 140. Todestages des slowenischen Dichterfürsten statt. Das wechselvolle Programm des Abends umfaßt Rezitationen, vorgetragen von den Mitgliedern des Theaterensembles, sowie Chor- und Solovorträge der »Olas-bena Matica«. Die Festrede hält der Schriftsteller Prof. Dr. D o r n i k. m. Joeefi im Theater. Anläßlich des morgigen Josefitages finden im Theater zwei Vorstellungen bei stark ermäßigten Eintrittspreisen statt. Am Nachmittag wird die Komödie »Ein verdächtiges Individuum« und am Abend der Lustspielschlager »Hat)akuk« gegeben. m. Den ärztlichen Inspektionsdienst versieht am morgigen Feiertag für Mitglieder des Kreisamtes für ArbeiterversL |cheung und in Abwesenheit des Rayons-aztes Dr. Stanko P o g u ] c, Preäernova ulica 18. m. Kranzablöse, Anstatt eines Kranzes auf das Grab der Frau Olga Posch spendete die Familie Dr. Stopar 100 Dinar für den Asylfond der AntituberkuIosenH-ga. Herzlichen Dank! m. Todesfahrt mit dem Motorrad. In Kamnik verlor Sonntag abends der 28-jährige Faßbinder Franz Zanoäkar aus Kolifevo, als er mit großer Geschwin digkeit durch die Stadt fuhr, die Gewalt über das Kraftrad, das mit größter Wucht gegen einen Telegraphenmast Uienstag, I8. und Mittwoch, 19. März ■»MariTjorer Zeitunß« Nummer stieß, iianoskar wurde auf der Stelle getötet. Sein Mitfahrer, der ebenfalls 28 Jahre alte Chauffeur Franz P o d b e v-sek aus Donizale, erlitt scliwere Verletzungen. m. Josefifeier der Gewerbetreibenden. Die Gewerbotreihenden begehen am mor-Rigen Josefitag den Namenstag ihres Patrons. Aus diesem Anlaß findet morgen, Mittwoch nm 9 Uhr im St. Barbarakirch-^ein am Kalvaricnberg ein Gottesdienst stan. m. Als Ausflüglerzüge werden auf Gru.id eines Ansuchens des Mari'tK)rer Frenidenverkehrsverhandes und des städtischen Fremdenverkehrsamtes der Mor-i]:cn- und der Abendzug auf der Kärntner-linie am Josefitag, den 19. d. sowie am Marientag, den 25. d. erklärt werden und gelten demnach die Wochenendkarten für diese beiden Züge. Um dieselbe F.rmäßigung wurde auch fUr die Osterfei-ertage angesucht. • Mit neuen Frisurmodelten und modernen Apparaten ist heute Frl. Paula Hictaler, die Inhaberin des »Salons Pavia«, aus dem Auslande eingetroffen. Der Salon wurde von fünf auf neun Abteile vergrößert. 1423 m. Wetterbericht vom 8. d., 9 Uhr: Temperatur —3 Grad, Luftfeuchtigkeit 82%, Luftdruck 745.8 Millimeter. Nordostwind, — Gestern Maxiimaltemperatur —5.5 Grad, Niederschlag seit gestern 3 Millimeter. • Hornhaut und Hühneraugen entfernt schmerzlos »Bata«c Maribor. 19 • Schnittnelken zu 2.50 Din für Josefi. Gärtnerei Jemec, PreSernova. 4ttf yylly £(6t(r :2Dinltrlonntag Ce 1 j e, 17. März. Der letzte Sonntag lud zu Spaziergängen und Ausflügen ein. Als letzter Sonntag im kalendermäßi'gen Winter hätte er sich eigentlich nicht so freundlich zeigen dürfen, so sonnig und frühlingshaft. Nach reicht auf manchen Bergen der Winter am Nordhange bis ins Tal, noch gibt es hier Gebiete, in denen der Winter das Rückzugsgefecht erfolgreich besteht. Auf der Alm von Mozirje finden sich noch starke Bastionen des Winters und auch der Kraincr Kuniberg hatte am Sonntag zahlreichen Ski fahrerbesuch. Auf der Sve-ta planina aber lenzt es schon ganz mächtig. Dort ist der Frühling schon bis auf den Almrücken vorgestoßen. Allein die Gräben stecken noch voll Schnee und mürbem Eis. Die SchneercHse blüht und das Schneeglöckchen, auf den Wiesen entfalten die Krokusse ihre Kelche und der Haselnußstrauch verstäubt bei günstigem Wind die staubfeinen gelben Pollen auf die roten Narben der Fruchtknos-pen, ehe hinderndes Blattwerk die Fernhochzeit im eigenen Hause erschwert. Der Himmel — er ist so blau, wie man es keinem Maler glauben würde, selbst wenn er ein so strahlendes Blau überhaupt auf seiner Palette hätte. Droben auf der Höhe im ausgezeichneten Touristengasthaus, einer für jeglichen Geschmack behaglichen Unterkunftsstätte n>it großen Veranden, genießen wir das prickelnde »Rösten« der Haut und die mittäg ge Stille. Herrschaft, tut das wohl! Vor dem Hause in schnecbedeckter Mulde gruppieren sich Liegestühle mit. halbnackten sonnenbraunen Gestalten. Drüben aber stehen, scheinbar ganz nahe, die Sanntaler Alpen wie mit weißer Kreide ins Himmelsblau gezeichnet... Spät am Nachmittag steigen wir zu Tal, hinab nach Trbovlje, das friedlich im Scheine der untergehenden Sonne daliegt. Immer mehr Föhnwolken rudern das Saveta! herab. Taiiscnde ins Abendrot getauchter Schäfchen treiben im Blau. Frau Amanda memt, die>i bedeute Regen. Und wirklich: ^'"'•te Nachmittaj.' hat es bereits geregnet, H. P. S c h a r f en a u. ®rö0ffr ffoai.iitfr Csäncer- (TiDr m ^4üi-i&or AM SAMSTAG GROSSES VOKALKONZERT DES ZAGREBER »KOLO« IM SOKOLHEIM. Die heurige, überaus reichhaltige Konzertsaison erreicht kommenden Samstag, den 22. d. mit dem Auftritt des Zagreber Kroatischen Sängerchores »K o 1 o« seinen Höhepunkt. Der Chor stellt das groß te Sängerensemble Kroatiens dar und zählt zurzeit 90 Sänger und Sängerinnen, die schon wiederholt von sich reden mach ten. Der Chor wählte für sein Mariborer Konzert ein erlesenes Programm kroati- scher Kunst- und geistlicher Lieder, das einen Einblick in das Musikschaffen der Kroaten gewähren wird. Der artistische Leiter des Chors ist der hervorragende kroatische Tondichter Boris P a p a n d o-p u l 0. Die Karten für dieses vielversprechende Konzert sind in der Papierhandlung Koren in der Gosposlia ulica 0, Telephon 2941, im Vorverkauf erhältlich. GRAJSKi KINÖ Nur Mittwoch und Donnerstag „die JUise Muk lHäi" Ein Film voll wunderbaren Inhalts! Heute zum letzten Mal ii n mit Wflh Forst bcitet, bis er 1922 iu die Heimat seiner Väter zurückkehren nmssle luid fortan im Werke lludajaiiia bei Lasko latig war. Vor Jahren ist er in den Ruhestand getreten, war aber noch immer berufstälig, bis ihn ein unheilbares Leiden zur Ruhe zwang. I^in jäher Tod hat ihm Erlösung gebraehl. Bei seiner Beisetzung am 1(1. März auf dem Ortsfriedhof in Zalec erwiesen ihm zahlreiche Berufsgenossen u. Bekannte die letzte Klire. Schier Wil-we, die aus Freiberg in Sachsen stammt, unser herzlichstes Beileid. c Tode fall. In den früh(Mi Morgenstunden des 1.-). März slarb in seinem Hause in Petrovi'e hei (^elje im Aller j von (if) .lahren der i>herslc:ger i. IV Anlon K o k a ! j F.r war in Leohen gehören, hal lange Jahre in Orslt-r- reich, Deulsehland und ilali/u 1 überlreffliehen „Ker .'ntitiucriuloien'lUnn Ivmn Sie vergessen Sie nicht darauf zu achten, dass jede Packung und jede einzelne Tablette das Bayerkreuz tragen nnüssen. Es gibt kein Aspirin ohne Bayerkreuz! OjP»t rog. dOd S. Or. 7357 oO JJ. irjrt» l»40. MaciaMnc^r Xlisatee Diensla{<, 18. März um 20 Uhr: Pre- seren-.Vbend. Ausserhalb des Ab. Mittwoch^ 19. März um 15 Uhr; »Ein verdächtiges Individuum«. Ermäß gte Prei se. — Um 20 Uhr: »Habakuk«. Ermä*^-sigte Preise. Donnerstag, 20, März um 20 Uhr: Konzert des Ljubijanaer Kammertrios Qr-nik-sedlbauer-Lipovsck, lon.jilsso E3planade-Tonlcino. Der größte Lacli-schtager der Saison »7 Jahre Pech« mit Hans iWoser, Theo Lingen, Ida Wüst, Oskar Sima, W. A. Retiy in den Hauptrollen. Die lustige Geschichte eines Mannes, dor sich einbildet, wegen eines zerbrorhcncii Spiegels 7 Jahre vom Pech vcrfol!j;t au sein. Ein Film von ununterbrochener grotesker Situationen und Humor, wie noch in keinem Film zuvor. Hans Moser die>-mal als weinfroher Tierarzt und Löwenbändiger, Theo Lingen als Diener, der viel Verwirrung stiftet. Wer da nicht mitlacht, dem kann nicht mehr geholfen werden! Rurg-Tnidiino. Heule, Dienstac, nun Iflztcn Mal der Schlager der Saison „üpereüe" mil Willi I'-orsl. — Nur Mittwoch mid Donnerstag der wunderbare Sudermann-Roniiin „[>ic Brise nach Tilsil". Union-Tonkino. Bis emschließl ch Freitag »Zirkus der Brüder Alarx« ist nicht nur das grüßte Unternehmen dieser .\n, sondern auch das unterhaltendste der Welt. Treten Sie ein unter das Riesenzelt und schauen ?ie sich die glänzende Clown-Nunniier der bcriiliinten Brüi^-^r Ritz an. Sie werden sich g'.inzend unterhalten, Sie werden über fi.e großartigsten Finfälle staunen und Sie werden vom Herzen lachcn! — Unser nächstes Pro-grannn: »D'e *'*lndenbrigade«. Tonkino i'i)lMT>.ie. Am IS. und 20. d. „Ilänsel und jtirell" und „RolkHp{7-elien" für Kinder, am t5V d. für Er-v^aelisene. Kino Studenci. Vom 18, bis 20. Mar/. »Razzia im Express«. Ein Film voll Span nung und Abenteuer. .-Ms Vorspiel ^'^Bu-ster Beaton als Zauberer -. Der inende Film: »Zwei Frontcnc^ o ef f n n a if»f Wen ■( Bis 21. .März versieht die Stadt-apotheke (Mr. Ph. Minarrik) am Mauptplatz 12, Tel. 25-85, und die St. R 0 c h u s - A p o t h e k c (Mr. Ph. Rems an der Ecke .Aleksamlrova-.Vleljska cesla, Tel. 25-32, den Nachtdienst. Wettervorhersage für Mittwoch. Geringe Bewulkung, lieständigos Wetter. ♦Mariborer Zeitung« Nummer 65 6 Dienstag, 18. und Mittwoch, 19, März IWrtfffhfrffHffhf Wiinflffhnn UnUr OlcK«' dDoron? d^log 1941 WESENTLICHE TECHNISCHE VERÄNDERUNGEN — OLEICHSCHALTUNG MIT DEM KALENDERJAHR — EINFÜHRUNG DER EINKOMMENSTEUER? Im Finan2niinisteriuni in Beograd ist man mit der Ausarbeitung des neuen Staatsvoranschlages für das Jahr 1941 beschäftigt und täglich finden Konferenzen mit den Vertretern der einzelnen Ressortministerien statt. Man versichert, daß der Voranschlag der Ausgaben strenge auf der Grundlage der zu realfsierenden Einnahmen ausgearbeitet werden wird. Vor allem wird der neue StaatsVoran-schlag auf Grund des neuen Oesitzes über die staatliche Rechnungsführung in technischer Hinsicht zwei wesentliche Abänderungen erfahren: erstens wird das Btidfetjalir fMch dem Kalenderlahr vom 1. Jinner bis 31. OezonlMr dauern und wird also der Voranschlag für 1941 nur für 9 Monate (vom 1. April bis 31. Dezember) vorgesehen werden; zweitens wird der Voranschlag In einen lolchen der Staatsadministratlon und In einen zweiten für selbMändlge Staatsunternehmen (Staatsdruckerci, Nationaltheater in Beograd und Zagreb, staatliche Hypolhe-karbank, Postsparkasse, Staatsgut Belije, staatliche Zuckerfabrik Cukarica, Verwal-UTig der Staatsbahnen, Direktion für Flußschiffahrt, staailiche Klaissenlotterie usw.) geteilt werden. Das Finanzministerium hat die Ausicht, mit möglichst großer Sparsamkeit vorzugehen und alle Ausgaben, welche heute nicht unumgänglich notwendig sind, zu streichen oder wenigstens möglichst ein-zuschränen. Dies bedeutet aber nattlrlich keineswegs eine Verkleinerung des Voranschlages, wclcher für das Jahr 1940-41 rund 14.700 Millionen Dinar ausgemacht hat. Dieser Voranschlag wurde vor einem Jahr ausgearbeitet, unter ganz amleren wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnissen und in einer noch etwas klareren internationalen Lage wie heute. Dv;r ungeheure Preis&prung im Laufe der Zeit, welcher sich nicht aufhalten ließ, wird natürlich auch auf die Vergrößerung des Staatsvoranschlages einwirken. Der Preisindex ist im Vergleich mit demjenigen im April 1940 umi mindestens 20 Prozent gestiegen, was jedenfalls die Verfassung des neuen Voranschlages beeinflussen wird. Andererseits hat das Finanzministerium im Laufe des jetzigen Budgetjahres außerordentliche Kredite für Beamtenzula^en bewilligt, welche Summe nunmehr unter die ordentlichen Ausgaben wird aufgenommen werden müssen. Auf Grund dessen rechnet man mit einer Erhöhung des Voranschlages um rund 20 Prozent und folglich mit einer Summe von 14 Milliarden Dhiar für die restlichen 9 Monate des Jahree 1941. Im Zusammenhang damit stehen auch die Gerüchte über die Reformen in der Steuergesetzgebung, brw. über die Ein-fühniflf der Einkommensteuer. Man erwartet davon zwar keine wesentliche Erhöhung der Steuereinnaerf#lv Ljubijana, 17. d. Devisen: London 1M.57—177.77 (im freien Verkehr 215.90—219.10), Newyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 1028.64—1038.64 (1271.10—1281.10); Berlin (Privatclearing) 1772—1792. Zaifreb, 17. d. Staatswerte: 2J^% Kriegsschaden 477.50—478, 4% Agrar 0 —56.50, 4% Nordagrar 56—0, 6% Beg-luk 0—85, 6% dalm. Agrar 0— 79.25, 6% Forstobligationen 0—78,50, 7% Stabili^a-tionsanleihe 97—100, 7% Investitionsanleihe 99—100, 7% Seligman 101—0, 7% Blair O-lOO, 8% Blair 103—0; Prlv. Agrarbank 0—205, X Nur noch bis Ende Mftrz d.J. können die Rechnungen für die bis 25. September V. J. aus Deutschland bezogenen, aber noch nicht bezahlten Waren zum alten Kurs von 14.80 Dinar beglichen werden, worauf Interessenten von der Nationalbank besonders aufmerksam ge- Ut^r 800 SSrtidFrn 5u^ Me Orgoirifalion XdM im 3D(flen tvIrOrr (tergment (Von unserem Fa-Mitarbelter) Berlin, März. Im Rahmen der umwälzenden Neuerungen der gegenwärtigen deutschen Kriegsführung hat sich der Einsatz der Frontarbeiter der Organisation T 0 d t ebenf. hervorragend bewährt. Welche gewaltige Leistungen hierbei erzielt wurden, ergibt sich aus einem ersten zusammenfassenden Bericht, den Dr. von K 0 h a r y vom Ministerium Todt In der Zeitschrift »Der deutsche Baumeister« veröffentlicht. Danach ist in den vergangenen Jahren die Organisation Todt im In- und Auslande als eine Einrichtung bekannt geworden, die technische Aufgaben größten Ausmaßes in kürzester Frist im Dienste der deutschen Wehrmacht erfüllt. In Ihr verbinden sich staatliche Führung und private Inizlative. Das Jahr 1941 sieht die Organisation Todt nach Beendigung der bisherigen Arbeitsprobleme vor drei neuen großen Arbeitseinsätzen, die dem Kampf gegen England dienen. Außerdem wurde sie beauftragt, in fünf Arbeitseinsätzen außerhalb des Front- und Etappengebietes im Westen, die im Bereiche der von Deutsch land besetzten oder mit Deutschland arbeitenden Ländern liegen. Die Organisation hat inzwischen zur Verstärkung ih- res Arbeitskräftestandes und andererseits zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in den besetzten Gebieten in steigendem Maße auch fremdvölkische ArbeitskMfte herangezogen. Die Entlohnung und Betreuung dieser fremdvölkischen Arbeitskräfte, die dort, wo sie von ihren Wohnsitzen entfernt verwendet werden, auch in Lagern nach dem Muster der Frontarbeiterlager zusammengefaßt sind, geschieht nach deutschen Grundsätzen. Die Frontarbeiterkolonnen, die mit den deutschen Truppen ins Feindesland gerückt waren, haben Qewaltleistungen voll bracht. Im Zuge des Vormarsches und der ihm folgenden Aufbauarbeiten im Westen wurden 807 Brücken mit einer Gesamtlänge von 24.100 Meter gebaut, 6.000 km Straßenzüge in Ordnung gebracht, rund 550 ^rengtrichter aufgefüllt und rund 70 Ortschaften aufgeräumt. Es wurden 1500 km Kanäle wieder schiffbar gemacht. Ueber das Ausmaß etwa dieser Kanalräumungsarbeiten bekommt man einen Begriff, wenn man hört, daß eine einzige der Oberljauleltungen 60 Schleusen In Ordnung brachte, eine andere 25 Kanalsperren beseitigte und noch eine andere einen Schlammaushub von 38.000 Kubikmetern verzeichnete. Auch Eisen- und Sägewerke, ElektHzitäts- u. Wasserwerke sowie Steinbrüche, die still lagen, wurden in Betrieb gesetzt. Dazu kommt der Bau von 4 Hauptquartieren, was allein bedeutet, daß 12 Ortschaften mit 300 Häusern in Stand gesetzt, daß an die 80 Baracken aufgestellt, 45 Betonbauwerke gegossen, daß 25 km Straßen in Stand gesetzt oder neu gebaut wurden u. daß schließlich noch eine ganze Anzahl von Kilometern Kabel gegraben und Kana lisation zu schaffen war, ebenso wie elektrische und Heizungsanlagen, eine Pumpstation usw. Ein weiteres ihrer Arbeitsgebiete war die Straßenbeschilderung im Westen, ein einziger Straßenbeschilderuncrstrupp z. B. hat 34.000 Schilder aufgestellt. Endlich muß noch der Frontarbeiterkolonnen gedacht werden, die wirksame Splitterschutzanlagen für hefmliche Betriebe schufen. Nur in einem kleinen Teilabschnitt dieses Einsatzes wurden 90 Tausend Kub'kmeter Holzwände mit ZwI schenfUllunpr, 7500 cm Ziegelmauerwerk und 10.000 Kubikmeter Eisenbetonplatten angebracht. Guter Rat „Was soll ich nur machen, dass mein Mann nicht mehr so viel aus-geht?" „Ihn begleiten." * • « Der Stotterer „Wer war Madam« Pompadour?" „Eine Rokokokokotte" „Nanu, ist doch kein Grund zum Stottern." UkJtw ftucMpudfitUlt S(||Qli'iiii(|li((i Von Clav Alf war beschwipst, aber doch nicht so sehr, um nicht sogleich zu erkennen, daß seine Frjau abwesend war. Etwas wankend war er eingetreten, hatte seine Jacke über die StuhHehne geworfen und als er geräuschlos seinen Schuhe ausziehen wollte, da merkte er, daß sie nicht da war. Um aber ganz sicher zu gehen, drehte er das Licht an, tatsächlich, beide Betten waren leer. Die elektrische Uhr über der Tür des behaglichen Hotelzimmers zeigte nn Viertel nach vier Uhr. Als er ihr Bett Wirlcllch leer sah, wurde er völlig nüchtern. Wo war sie? Je klarer sein Kopf wurde, um so größer wurde seine Besorgnis. Sie hatte hier in der Stadt keine Freunde, keine Bekannten! Sie kannte ja kaum die Straßen und Plätze. Was konnte geschehen sein? Mein Gott, wärr er doch etwas eher zurückgekommen I Er wanderte auf und ab im Zimmer, von Ungewißheit, von Argwohn gequält. Er öffnete die Türen zum Badezimmer, iidiii »ölmu nd seft>st zu dem langen, matt erhellten Korridor. Vergeblich I Was sollte er tun? Wo konnte er nach ihr suchen in dieser großen Stadt, die ihnen ja beiden nicht genau bekannt war, nur etwas von den gelegentlichen Besuchen, die sie jährlich einmal hier machten. Er faßte sich stehen bleibend an den Kopf. Da unterbrach ein leises Geräusch seine Gedanken, Die Tür öffnete sich — und da stand sie, gänzlich verändert, eine liebliche Erscheinung in blauer Seide, ein zarter Duft strömte von ihr aus und auf ihren Li/ppen lag ein rätselhaftes Lächeln. »Oh, da bist du schon!« sagte sie und schloß die Tür hinter sich, »war es ein netter Abend, Liebster?« »Wo, wo zum T'eufil bist du gewesen?« brüllte er zornig heraus, und sein Kummer wandelte sich in eine Art von Wut. Sie zuckte die Achseln und lachte nur spöttisch auf. »Was kümmert das dich schon, wo ich gewesen bin!« sagte sie dann leichthin, »außer, daß ich mich blen- dend amüsiert habe!« Das war so völlig wider ihre Art, daß er zunächst einen Augenblidk ungläubig Luft schöpfte. Als er aber seine Stimme wiederfand, überstürzten sich seine Vorwürfe. Er habe ein Recht zu erfahren, wo und mit wem sie zusammen gewesen sei, das sei ja noch schöner, daß seine Frau die ganze Nacht draußen verbringe und nicht einmal Rechenschaft darüber ablege, daß so etwas ein Scheidungsgrund sei, jawohl, ein Scheidungsgrund! Sie unterbrach ihn mit einer kleinen Bewegung und lächelte immer noch dabei. »Höre, Lieber! Jedesmal, wenn wir zur Stadt kamen, hast du mir das angetan. Gingst hinaus, ohne mir zu sagen, wohin und schlugst dir eine Nacht um die Ohren. Jedesmal hast du mir dann versprochen, es nie wieder zu tun. Das machte mich langsam verrückt, und jedesmal, wenn es geschah, lag ich wach und fühlte mich gedemütigt...« »Schweig!« stieß er hervor, »darf ein Mann nicht...« »Eine Frau beansprucht dasselbe! Du gabst mir den Nachtkuß und sagtest, du wolltest nur für einige Minuten herunter zur Bar gehen. Um halb zwei erwachte ich, du warst noch nicht da. Daher stand ich auf und ging auch hinauis. Das ist alles!« »Verflucht noch einmal, das ist noch lange nicht alies!« rief er wütend, »ich sorgte mich, es könnte dir ein Unfall zugestoßen sein, du könntest Verbrechern in die Hände gefa-Hen, oder... oder.. « »Du meinst wohl, ich wüßte nicht, wie das tut?« sagte sie liebevoll, »sicher besser als du, und darüber wollen wir hoffentlich nicht streiten. Ich habe aber sicherlich auch ein Recht darauf, mich zu vergnügen!« »Ich verlange zu wissen, wo du gewesen bist!« »Und das, mein Lieber,« lächelte sie, »üst etwas, das du nie erfahren wirst. Und nun genug: Ich bin müde und froh, daß du nicht dabei warst!« »Ich werde es schon herausbekommen, wo du gewesen bist,« sagte er heiser. Zum ersten Male nach all den Jahren der Ehe fühlte er Eifersucht in sich brennen, »das will ich herausbekommen, eher kom-m'e ich nicht zurück!« Bumm, schlug die Tür hinter iihm zu. Unten fragte er den Nachtportier: »Wann ist die Dame hereingekommen?« Nun, die Dame war vor wenigen Minuten zurückgekehrt. Er hatte sie nicht ausgehen sehen. Zu der Zeit war vielleicht sein Kollege im Dienst, Alf wandte sich von der Portierslogc mit einem unartlikulierten Laut fort und ging zum Hoteleingang. Draußen fiel ein dünner, kalter Regen. Er schüttelte sich, als er langsam hinausschritt und den Wächter fragte, der am Eingang auf und Dienstag, 18. und Mittwoch, 19. März ;>V»arTborer Leitung« Numnier 65 Snocl eine alpine TReitlerfc^atl wurde am vorigen Sonntag zur Entscheidung gebracht. Auf der Kofce.Alm i<ämpf ten die oberkrainischen Klubs um die Mei sterschaft ihres Unterverbandes in der alpinen Kombination. Im Abfahrtslauf, der über eine 17CX) Meter lange Strecke führte^ trug Lukanc (Trziö) in 1:45 den Sieg davon. Ihm folgten 2van (Gorenjec) in 1:56.2, Carman (TrüC) in 1:57, An-kele (TrziC) in 2:03 und Mulej (Ilirija) in 2:09. Beim Slalom, dessen Strecke eine Länge von 500 Meter bei einem Höhen unterschied von 120 Meter aufwies, lautete die Reihung: 1. Lukanc 1:33.5, 2. 2van 1:34.3, 3. Carman 1:41.9, 4. Ankele 1:43.8, 5. Mulej 1:52. Kombinationssieger wurde somit Lukanc aus Trziß. Jedinstvo 17 8 2 7 20:21 18 2AK 17 7 4 6 32:39 18 Vojvodina 17 6 5 6 33:28 17 Bata 17 8 1 8 38:32 17 Jugoslavija(J) 17 7 2 8 27:40 16 Gradjansiki 17 5 4 8 24:37 14 Slavlja 17 2 6 9 34:40 10 BASK 17 1 4 12 21:56 6 : Der Radfahrer-Unterverband hält 3toeinial im iCitd^iennitf gegen (Seile Zwischen Celje und Maribor wurde am letzten Sonntag ein Tischtenniskampf ausgetragen, der mit 44:5 haushoch von Celje gewonnen wurde, dessen Vertreter auch Im ersten Treffen mit 31:5 als glatte Sieger hervorgehen konnten. Maribor war durch Sumer, Angleitner, SuSnik, Kompara, Ljuban, Francl und Kampl vertreten, während Celje mit Coh, Rebeii-schegg, VreCiC 1 un^d 2, Zorec, 2c!jko und Milan angetreten war. .W* WlJi Uli Kino-Cafe eine wichtige Sitzung ab, zu der sich alle neuen und früheren Ausschußmitglieder einfinden mögen. : E*nen Waldlauf brachte vorigen Sonntag auch der Sokol I, in Maribor zur Durchführung. Unter den 55 Teilnehmern siegten in ihren Kategorien SreSko Koren (Maribor), DuSan Stania (Maribor), Zlatko Stritof (Slov. Bistrica), Franz Mu-ravs (Maribor) und bei den Frauen Bet-ler 0toii& in &tn Sigen In der Kroatischen L ig a lautet der Stand nach der sonniägigeii Runde wie folgt: Hajduk 1 13 3 1 66:17 29 Gradjanski 17 10 7 0 69:16 27 Concordia 17 12 2 3 60:21 26 HA5K 17 7 6 4 40:28 20 SpHt 17 6 4 7 21:41 16 Slavija (V) 17 5 3 9 27:47 13 SASK 17 5 3 9 16:38 13 Äelezniear 17 2 6 9 19:41 10 Slaviia (0) 17 3 4 10 22:51 10 Ba^ka 17 1 4 12 27:56 6 Am niorgiig^en Feiertag geht die letzte Runde in Szene und zwar spielen in Zagreb »Graidjanski«—SASK und »Concordia«—»2eli<;zniear«, in Split »Hajduik«— 2>SpHt«, in Varazdin »Slavija«—HASK Uind in Osi.jek »Slavija«—»Baöka«. In der Serbischen Liga wird die Abschlußrunde erst am 30. d. absolviert. Die Gegner sind in Bdograd BASK— »Gradjansiki« und »Jedinstvo«—»Bata«, in Sarajevo »Slavija«—BSK, in PaniSevo »Jugcns-lavija« (Jabuka) — »Jugoslavija« (Beograd), in Subotica 2AK—»Vojvodina«. Die Rei h u ng in der Tabelle gestaltet sich gegenwärtig wie folgt: ßSK 17 14 2 1 32:17 30 Jugoslaviija 17 10 4 3 40:21 24 ^eilDafen un5 3n5utlrie-jenlrum (S)ki^oio ZU DEN JÜNGSTEN GROSSEN AKTIONEN DER DEUTSCHEN LUFTWAFFE GEGEN ENGLANDS KRIEGSINDUSTRIE Glasgow, mit rund 1,1 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Englands, ist das wirtschaftliche und besonders das industrielle Zentrum Schottlands, bzw. Nordenglands. Diese Stadt ist sowohl als Ein- und Ausfuhrhafen von großer Bedeutung, als auch als Standort der eisenschaffenden Industrie Englands. Ueber den Hafen von Glasgow wird ein Industriegebiet von rund zwei Millionen Einwohnern versorgt. So wurden im letzten normalen Friedensjahr über diesen Hafen rund 700.000 Tonnen Getreide und Mehl, rund 100.000 Tonnen Frischobst und Gemüse sowie rund 80.000 Tonnen Futtermittel eingeführt, ferner Schlachtvieh, Fleisch, Speck, Butter und andere Lebensmittel. Für die Industrie wurden über Glasgow besonders Eisenerz und Schrott __ im Jahre 1937 rund 650.000 Tonnen — sowie Holz und Mineralien importiert. Ausgeführt wurden über Glasgow besonders Kohle, Eisen, Stahl und Eisen- u. Stahlerzeugnisse sowie Maschinen und Metalle. Die Größe und Bedeutung des Hafens von Glasgow kann man schon daran erkennen, daß er über rund 190 Kilometer Kailänge verfügt. Daß Glasgow ein sehr wichtiger Stapelplatz für Lebensmittel, Verbrauchsgüter und industrielle Rohstoffe und Erzeugnisse aller Art ist, ersieht man aus dem großen Umfang der ab ging. Aber auch der Wächter wußte nichts. Er hatte eine Dame vor einer Weile in das Hotel gehen sehen. Sie sah sehr Äut aus, deshalb hatte er ihr wenig Auf-/nerksamikeit geschenkt, obwohl er ja zuweilen dem Portier einen Wink gab, wenn eine etwas eigenartige Dame sich dem Hotel näherte ,beisonders zu solch einer Stunde. Aber'die Dame, die war völlig in Ordnung gewesen. Ja, eine Dame in blauer Seide mit einem sehr erlesenen Parfüm. Hatte er sie ausgehen sehen? Nein, darüber konnte er nichts Bestimmtes sagen. Es gehen ja so vrele Leuie ein und aus vor und nach Mitternacht. Alf war rasend vor Zorn. »Sind Sie sicher, daß die Dame allein kam?« Der Wächter kratzte sich den Kopf: »Jenun, ich denke doch, aber wie kann ich es bestimmt sagen? Sie kam aus einer Taxe. Da konnte wohl möglich noch jemand drin sein!« Ein Taxi! Aber wohin in aller Welt sollte sie hier in der Stadt, wo sie unbekannt war, mit einer Taxe gefahren sein! Plötzlich entsann er sich einer früheren Gelegenheit, erinnerte sich an das Nachtlokal, wohin er sie geführt hatte. Das war ein .Fingerzeig, ein kleiner nur, aber er -nuß-te ihm folgen. Er stürzte voran an den Rcfrcn ''iif eine nn der Erke haltenden T-'xe /n. i).'r F.ili-rer öffnete die Tür. Alf stieg ein. »Wohin?« fragte der Fahrer. Aber Alf antwortete nicht sogleich. Etwas in dieser alten Taxe kam ihm bekannt vor, etwas, was er, ja richtig..., der Duft, das Parfüm... Ihr Parfüm! Dann berührte seine Hand etwas auf dem Sitzipolster, ein kleines, noch feuchtes Tüchlein. Hastig hielt er es vor das Licht. Ja, es war ein Taschentuch, ihr Taschentuch, da, ja, da stand auch ihr Zeichen, eingestickt in einer Ecke. Alf wandte sich an den Taxifahrer und stieß einen Frage heraus. Des Fahrers Erinnerungsvermögen war ausgereichnet. Eine Dame in einem blauen Seidenkleid? Er hatte sie nicht gefahren und gerade deshalb eri.nnerte er sich ihrer gut. Sie war so um halb zwei aus dem Hotel gekommen. Es war sehr stark am regnen. Aber sie hatte einen Wagen abgelehnt und war in der Nähe langsam auf und ab gegangen, sah etwas vergrämt aus dabei. War dann nach einigen Schritten zurück gekommen, hatte seinen Wagen gemietet, wollte aber nicht fahren. Hatte ihm Geld gegeben, um still in einer Ecke '?s Wagens zu sitzen, um den Ho-teleingang beobachten zu können. Wie lange sie da gesessen hatte? Oh, sehr lange, eine Stunde, zwei, drei, vielleicht noch länger. Dann war sk? wieder ausgesi en, war hin und lior gi'fiTngen ' hatte d^.nn w'ediT Platz f*ctinmineti. War sehr, sehr traurig, weinte vor sich hin. Blieb aber ruhig in ihrer Eckc sitzen und sah zum Hotel hinüber. War seltsam, ■sehr seltsam. Endlich aber machte sie sich zurecht, hab es deutlich beobachtet, dann gab sie mir wieder Geld und ging aufrecht zum Hotel hinüber, das war so etwa fünf Minuten, bevor sie hleherkamen, Sir!« .\lf war erschüttert. Er empfand im Innern c Beschämung und war zugleich froh, konnte gar nicht sagen, wie ihm war. Er sagte dem Manne etwas, gab ihm Geld und schritt eiligst zum Hotel zurück, die Treppe hinauf zu dem nun im Dunkel liegenden Zimmer. Als er die Hand an den Griff legte, zögerte er. Ein t'efes, glückhaftes Geflihl erfüllte ihn. Wenn es ihre Absicht gewesen war, ihn einmal nur all das fühlen zu lassen, was sie in solchen N"ohfen ausge<;tanden hatte, dann war es ihr gelungen. Er wußte es nun! Nie, nie wieder, sollte sie wieder so etwas durchmachen. Er nahm tief Atem, dann trat er ein. vL!e'-''ng!« sa<7te' er, M'erze'h deinem dummen Gatten! X'erTcih ihm! Nie wici.-r werde ich eine Nacht forthie bt n. Ich wo du warst, will "uch ni'"-erfahren — aber e'nes weiß ich, die nächsten Abende draußen, die verbringen wir beide gemeinsam!« Die Frau lächelte das kleine heimliche Lächeln, das nur Frauop lachen, wenn ^.ie ges'cgt h.ibt^n und sie bot Alf ihre Arme und Lippen dar. iiaii Uli! Speicheranlagen, die sich über dreißig Hektar erstrecken. Neben diesen Speicher anlagen sind im Hafengebiet noch ausgedehnte Lagerflächen vorhanden, die nicht überdacht sind, zum "Beispiel für Holz mit zehn Hektar. Wehrwirtschaftlich besonders wichtig sind die großen Tankanlagen für Erdöl im Glasgower Hafengebiot. Im Hafen gibt es große Verladeanla-gen, die an die zahlreichen Eisenbahnverbindungen zweier Eisenbahngesellschaf-ten angeschlossen sind. Von besonders wehrwirtschaftlicher und rüstungswirt-schaftlicher Bedeutung sind die Werften und Dockanlagen von Glasgow. Diese Werften sind so groß, daß auf ihnen neben Zerstörern, Minenlegern und Kreuzern auch Flugzeugträger und sogar Schlachtschiffe gebaut werden können. Die Dockanlagen von Glasgow sind modern ausgerüstet und verfügen über Dampfkräne u. elektrische Kriine großer Leistungskraft, so gibt es im Hafen von Glasgow Kräne mit einem Hehevcrmögen von 175 Tonnen. Im Glasgower Industriegebiet sind zahl reiche Hochöfen. Stahlwerke konzentriert. Rund ein Fünftel der eisenschaffenden Industrie Englands Ist hier vertreten. Die Schwerindustrie der Stadt stützt sich auf die Kohle- und Eisenvorkommen im Glasgower Revier, sie stellt das Material für die auf den Glasgower Werften gebauten tiih 'Ii' Ji;«! Kriegsschiffe, besonders schwere und schwerste Panzerplatten, zur Verfügung. Nach der Schwerindustrie ist die Schiffsmaschincnbauindustrie charakteristisch für diese nordenglische Industriestadt. Rund ein Viertel der gesamten englischen Schiffsmaschinenbaulcapnzität ist in Glasgow vertreten. In dieser Industrie werden Schiffsmaschinen aller Arten, vom U-Boot bis zum schweren SchlachtschlW, hergestellt. Am Rande der Stadt und in allen Stadt gebieten verstreut befinden sich z.ihlrei-che wichtige Werke der englischen Rü-stun^csindustri-, 7nni Heispiel Werke der Kampfwagen-, Munitioiissprervgstoff- und Flugzeugindustrie. Die Fhinzeug=ndustrie verfür^t auch üt>er mehrere A^ntorenwerkc die teilweise zu den größten Enfrlmd^-fTeh'tren. Von wehrwirtschaftlichor BrdeiJ 1un<> ist :uich dio opti i'he lndn«;lrie. in ;io,- l-f-f.Mi 7e=t f-'St aii-'*• WM»«, f tm MitM» «an . »ta »!%•■ U* M* !• nr 41* I «MtohM. - M Ae*eeee Mit LIGUSTERPPLANZÜN eincesetzte Umiäununs ist d. schönste und danerhafteste-Dieselben bietet Gärtnerei jMaeCf Maribor, PreSeraova alica. 1343-1 2ii Mmdbi KAUTE ALTES GOLD Sflbcrhrofim. fatoche IJttm zu HScbtSerelMn. A- StonH Ootdarlidter. Koroili« cwta 1 FLASCHEN Va and Yi Ut«r. kauft Dr*-lerlt Kaac 1130-3 Gold und Silber Brinantea VersatndMtBt drtBfend ru kanfeit ffttnckt IL Rgerlev siR Marfbor. 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Das Hänsli werde gewiß denken, es komme in den Himmel, »— und ich habe eine Sorge weniger, Emma.« »— und ich trage eine Bergeslast mehr«, weinte Klothilde in sich hinein. 3. »Ach Gott, ach Oott, wie hast du dich verpkmpert, Waldine«, sagte HÄnsU Rizius zu der kleinen Dackelhtindin, die an-klaßcnden Auges vor der Schütte Stroh saß, auf der ihre vier Junten in die Weit schnupperten. Es war erscblHternd. Sie nach. »Habe ich dich nicht immer gewarnt?« schimpfte sie und nahm eines der aus der Art ^schlagenen Kinder auf den Schtß. ?>Habe ich dir nicht immer gepfiffen, wttin du durch den Zapn geschlüpft bist, um mit dem häßlichen Bullenbeilier ein Stt'ldichein zu halten? — Jetzt hast dü s! Jetzt können wir sehen, wer un« den Durcheinander abnlmmt.N!nm dir's aber n'cht zu sehr zu Herzen, Wal^ine«, fö-stete sie, das Fell der Vten streichelnd, uch werde schon sehen, was sich tun mu »Ertranken! Samt und sonders!« bestimmte der Bauer, bei dem sie ihr Land-jtihr abdiente. >Veiechenken!« hieit Johanna Rizius dagegen und erntete e'n 0? achter, das s'ch biS in die Gesindestubj foitsetzte. D.ci Höfe lief sie ab. Drei Scherenschlei fcr und ein Kesselflicker iankten mit he-(ICji.irdem Grinsen. »Welch eine Ras«#!« brMite der Tier- arzt erschüttert hervor, der wegen des Rotlaufs der Schweine auf den Hof kam. Ein Glück, daß zwei der Bullenbeißerchen es vorzogen, Selbstmord zu begehen Sie waren vorschnell aus dem Stroh horvorgekrochen und untur nie Mähmaschine gekommen. Der Ochse, der sie zo^, spürte kaum etwas uiUet den Hufen, V/as v'ill man auch vcn einem Ochsen? — Was nicht aus dem Wege geht, zertrampelt er. Von den anderen beiden :rug sie das eine zum Dorfwirt, dort kam es nicht auf ein psar Knochen an. Das andere nahm sie mit sich — denn Frau Tandor hatte es durchgesetzt, daß ihr der Rest des Landjahres erlassen wurde und die zu ihr übersiedeln durfte. Es war Sonntag, als sie auf dem Fan-dftrhof ankam, der ihrer Mutter Heimat gewesen war. Sie hatte ihre Ankunft mitgeteilt, und Frau Fand«r kam selbst mit dem Gespann an die Station. Sie war ganz das, was Frau Emma brauchte: Ein hübsches blühendes Gesicht, von Wind und Sonne satt gebräunt. Ein kräftiger, gut durchtrainierter Körper, zwei offene freimütige Augen und eine Stimme, die ihr wie Glockenläuten ins Ohr drang; denn sie erinnerte an die Stimme ihres Sohnes und schwang in einem weichen tiefen Laut. »Du bemühst dich selbst, Tante?« gab Johanna Rizius ihrer Verwunderung Ausdruck, als sie deren Willkommengruß empfangen hatte. »Ich getraute mir das wirklich nicht zu erwarten. Aber ich freue mich!« »Ich auch«, erwiderte Frau Fandor und hielt die fes-te warme Hand in ihrer schma len knöchernen. »Kannst du kutschieren, Kind?« »Gewiß, Tante! Und Reiten! Mit und ohne Sattel! Und Kälber großziehen und melken und alles, was eben dazugehört. Auch Gemüse bauen, wenn du das gern hast. — Erlaubst du, daß ich meinen Hund mitbringe?« »Den hier?« rief Frau Emma lachend aus und blickte auf den rasselosen Köter, der keinen Schritt von Johannas Füßen wich. »Liebst du denn ausgerechnet das Häßliche, Johanna?« »Er sollte ertränkt werden, Tante! Was kann der Tropf für seine Häßlichkeit?« Frau Fandor meinte, da hätte sie recht. Die Nichte gefiel ihr immer mehr. Es gab ihr einen leisen feinen S^ich, als sie daran denken mußte, was Joachim ihr wohl einmal für eine Schwiegertochter ins Haus bringen würde. Sicher keine dieser Art! Schade! Aber in seine Liebe sollte man keinem darein reden — so wenig wie in seine Ehe. Es war irrig, wenn man glaubte, man könnte da mitreden und raten. Man stiftete nur Unfrieden. Man machte nur schlechter, nicht besser! Jeder nahm schließlich doch den Menschen, zu dem er sich wechselseitig innerlich gefunden hatte. — Und Klara Rizius hatte es genau so gemacht. Es schüttelte ganz gewaltig auf dem ungleichen kleinen Kopfpflaster des kleinen Städtchens. Die Straßen waren vollkommen aufgestorben. Die Ensweiler Bür ger liebten die schattigen Bierkeller mehr als ihre Wohnungen, die sie ohnedies eine ganze Woche zur Genüge kosteten. Das Jungvolk aber hatte so viel zu tun, daß der Feiertag nie reichte. Und was am Morgen beim Frühmesseläuten mit Ge sang und Trommelklang auszog, sang und trommelte erst bei Lampenschein und Mondlicht wieder in das Städtchen zurück. So war man beiderseits zufrieden. Aufregende Ereignisse gab es nur höchst selten. Geburt und Tod vollzogen sich na türlich im ruhigen Qi^chmaß geordneten, landnahen Lebens. »Das ist ein Krankenhaus«, sagte Frau Fandor, alfi sie an einem langen einstöcki gen Bau vorüberfuhren, Uber dessen Hän gegeranien hie und da ein blasses Gesicht spähte. »Der Oberarzt ist sehr tüchtig. Er ist mit meinem Joachim zur Schule gegan gen.« Das Hänsli fragte sehr höfHch, ob e« dem Vetter gut ginge. Sehr gut, ja. Aber im stillen seufzte Frau Emma. Sie hoffte wenigstens, es möchte ihm gut gehen. — »Hier kaufen wir ein, was wir so für den KüchenBedarf brauchen«, wies sie das junge Mädchen hin, als sie an einem großen vielfenstri* gen Geschäft vorUberkamen. »Es ist alles gut und preiswert. Wir haben schon hier eingekauft, als mein Mann noch lebte. — Und das ist die Apotheke.« Zwei geringelte Schlangen Uber dem Eingang zeig, ten ihre spitzen Zünglein. »Kannst du die Pferde einen Augenblick halten, Kind? Ich möchte nur rasch guten Tag sagen.« Johanna Rizius sah einen Herrn in wei* ßem Kittel aus der Tür treten und die Tante begrüßen. Dann verschwanden bei de in der dämmerigen Kühle. »Ah!« sagte Frau Fandor und trank die Kühle des gepflasterten Raumes in sich ein, Sie nahm dabei auch den Geruch von Tee, Salben und Medizinen mit In Kauf, der ihr im Grunde genommen widerlich war. Aerzte und Apotheken erinnerten sie immer an Krankheit, und sie war in ihrem ganzen Leben noch nicht einmal krank gewesen, Ueber dem geschnörkelten Treppengeländer, das zum ersten Stock führte, tauch te eine weiße Schürze auf und verschwand sofort wieder. Dafür wurde ein blaues Tuchkleid sichtbar. »Melanie«, rief der Apotheker, »Frau Fandor möchte dir guten Tag sagenl« r*Fortsftzung folgt,) Chafredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO RASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna" in Maribor, — Für den Herausgab«- und den Druck rerailwörtlich K.\.|IL FRIEDWCII. —• fi«Me w^kahaft in Maribor«