VrSllvmrraii»il§ - prri>c: Für Laibach B^uziährig . . . 6 ft. — kl. H-lbjährig . . . S „ — , Bierteljährig. . . 1 , S0 , Monatlich . . — „ io „ Mit der Post: «San,jährig . . . 9 fl. — kr. Halbjährig . . . 4 „ Sa , vierteljährig. . . 2 „ iS , Für Zustellung ins Hau« vierteljährig 2S kr., monatlich S kr. Einzelne Nummern 5 kr. Laibacher Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. vedatition Lahuhosgaffe Nr. r»2, LrpcLitioa uni Jultratru «urtau: jkongreßplay Nr 8>tellnng in Deutschland wieder erkämpfen wolle, bemerke ich mir, daß in allen maßgebenden Kreisen die Ansicht herrscht, ein solches Bestreben wäre nicht nur unnütz, sondern schädlich. Was die Frage der Herren Madarasz nnd Genossen betrifft, ob wir Ungarns Neutralität bewahren wollen und können, io antworte ich, der Wille wäre schon da; dics aber im voraus zu bestimmen, vermag kein Mensch in Europa. Uebrigcns glaube ich. daß der Ausdruck „Ungarns Neutralität" nicht so verstanden ist, daß Ungarn die Neutralität allein bewahre, denn unsere Gesetze und Interessen gebieten uns, stets vereint mit Oesterreich vorzugehen. — Die Erklärung wurde von allen Seiten des Hauses beifällig ausgenommen. Der Ministerpräsident legte dem Unterhause zwei Gesetzentwürfe vor, betreffs eines Ergänzungskredits von 5 Millionen für das Landcs-vertheidigungsministerium und der Ermächtigung, noch vor Oktober die Konskribirtcn von 1870 einzuberufen. Die ungarische Landwehr, die Honved, werden in der Stärke von 50.000 Mann mobilisirt. Die diplomatischen Enthüllungen sind mit den bereits veröffentlichten Mitteilungen noch nicht abgeschlossen. Die „Nordd. Allg. Ztg." kündigt weitere Publikationen an. Dieselben be- treffen diesmal die Schweiz und Italien. Prinz Napoleon gab zu verstehen, daß sein Vetter sich gerne über die Annexion der französischen Kantone der Eidgenossenschaft und der piemontesischen Alpenthäler mit dem preußischen Kabinett verständigen möchte. Diese neuen Enthüllungen sind bestimmt, die Allianzgelüste in Florenz abzukühlen. Die telegrafische Note, welche Gras Bismarck an den norddeutschen Gesandten richtetete, um den englischen Ministern vorläufig die erwarteten Aufklärungen zu geben lautet: „Exzellenz wollen dem Grafen Granville folgendes mittheilen: Das von der „Times" veröffentlichte Aktenstück enthält einen der Vorschläge, welche uns seit Veginn des dänischen Streites durch amtliche und außeramtliche französische Agenten gemacht wurden, um zwischen Preußen und Frankreich ein Bündniß zu gegenseitiger Vergrößerung herbeizuführen. Ich werde den Text des Anerbietens von 1866 schicken, wonach Frankreich 300.000 Mann gegen Oesterreich und 6 bis 8 Millionen Vergrößerung für Preußen gegen Abtretung des Landstriches zwischen dem Rhein und der Mosel anbietet. Die Unmöglichkeit darauf einzugehen, war jedermann klar, außer der französischen Diplomatie. Nach Ablehnung dieser Vorschläge begann die französische Regierung auf unsere Niederlage zu rechnen. Frankreich hat nicht aufgehört, uns durch Anerbietungen auf Kosten Deutschlands und Belgiens zu versuchen. Im Interesse des Friedens bewahrte ich das Geheimniß. Nach der Luxemburger Asfaire wiederholten sich die Vorschläge, Belgien und Süddeutschland umfassend. In diese Zeit fällt die Mittheilung des Manuskripts Benedetti's. Daß Benedelli ohne Genehmigung des Kaisers gehandelt habe, ist unwahrscheinlich. Die schließliche Uebcrzengung, daß mit nns keine Grenzerweiterung erreichbar sei, wird den Ent- schluß gereift haben, eine solche zu erkämpfen. Ich habe sogar Grund zu glauben, daß wenn die Veröffentlichung unterblieben wäre, nach Bollendung der beiderseitigen Rüstungen Frankreich uns angeboten hätte, dem unbewaffneten Europa gegenüber gemeinsam Benedetti's Programm auszuführen und auf Kosten Belgiens Frieden zu schließen." Die „Nord. Allg. Ztg." bemerkt gegenüber dem Vorwurfe, warum die Enthüllungen nicht zur Zeit der Luxemburger Affaire geschehen, daß eine derartige Publikation zum Kriege geführt hätte; der Friede sei aber für Deutschland zur Erstarkung nöthig gewesen. Wenn die französische Diplomatie unwissend genug war, zu glauben, ein deutscher Minister werde auf derartige Vorschläge eingehcn, so mußte sie sich gefallen lassen, daß man sie mit der durch solche Unwissenheit cingeleiteten Politik amüsirte und so lange im Wahn ließ, als die« zur Verlängerung des Friedens nützlich erschien. Von dem endlichen Durchbruche der Erkenntniß, einem Fantome nachgejagt zu haben, rühre die KriegSstimmung der französischen Hoskreise her. Der Vertragsentwurf in Betreff Belgiens und Luxemburgs, von Benedetti's Hand geschrieben, wurde, wie der „Pr." gemeldet wird, au-tvgrafirt und in genauer Wiedergabe der Handschrift den Vertretern der Mächte mitgetheilt. Einem Stuttgarter Telegramme zufolge soll die Allianz Italiens mit Frankreich bereits Thal-sache sein. Italien stellt 50.000 Mann, wosür Napoleon 100 Millionen Franken zahlt; er schätzt also dcn Italiener auf 2000 Fr. Bekanntlich ofserirte er Bismarck rrmio 66: 300.000 Mann gegen seiner-zeitige Unterstützung bei Eroberung Belgiens. Wenn nun Napolon einen seiner Franzosen mindestens 2 Italienern gleichgestellt, so kann man den Werth, welchen Belgien für Napoleon hat, leicht berechnen und erhält als Resultat die Summen vor 6000 Millionen Fr. Lokal- und Provinzial-Angelegmheiten. Lokal-Chronik. — (Klerikale Empfindlichkeit.) Das in Wien vom flovenifchen Literaten Leustek heraus-gegebene Witzblatt „Pavliha" hat sich schon etliche male in Dialogen und Illustrationen an dem Nimbus der slovenischen Volksführer und ihrer Trabanten versündiget. Man sollte nun glauben, daß sich diese, als ergraute Kämpfer im öffentlichen Leben, über jene Nadelstiche hinwegsetzen würden. 1^60 iwu eaxit mus--i« A- Die beste» Weine und die billigste» Lpeisen sind in der Ki-n,li8vl>» im (297) Gajlhmlse zur „Molfsquellc" (166—29) S8SLÄVIL - LöpL«. Lei (296—1) . r. «F. T I<,in»l80liatl8i»l!Vtrl 222. Pergament - fspien zum Obsteindunsten per Elle 24 und 30 kr. bei (286—4) .Iv8i;t littl'LIIKM'. Die Linritz'sche Waldwoll-Mchtwatte, das Oel, die Unterkleider, besonders aber das Extrakt zur Selbstbereitnng der so überaus heilsamen (149—4) Knndschastsplatz sogleich ausgenommen. 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