(PoStninm piacana t gotoriai.l : Donnerstag unyen werd Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. Schr ifrlntnng und Verwaltung: Prekrnova uiica Nr. S. Telephon 21. — A>kündigunaen werden in der Verwaltung gegen Berechnung billigster Gebühre» entgegengenommen. Be zvgspreise: Fiir daS Inland vierteljährig Din »V-. halbjährig Tin «o-—, ganMrig Tin IS« —. Für das Ausland entsprechende Erhöhung. — Einzelne Nummern Tin l SS. 52. Jahrgang Nummer 2 Sonntag, den 9. Jänner 1927. Eine verhängnisvolle Auffassung. EZ ist bereit« eine politische Binsenwahrheit geworden» daß da« MinderheitenpiMi» eine der wichtigsten, in allen ihren Beziehungen und Möglich-ketten wahrscheinlich die wichligste aller emopäische» G oßsra^en ist. Boa dieser Tatsache nimmt der U«-stand »ich!« weg, daß sich die interessierten europäischen Regierungen btfhtr zu einer Lösung dieser Frage »Well roch nicht verstehe» tonnten, im Gegellteil, gerade da« anscheinend ratlose Abwarten avgesichi« einer allgemein anerkainie» brennenden Dringlichkeit ze^gt, von welch peinlicher Wichtigkeit da» Problem der nationalen Minderheiten ist. Fast i» allen europäischen Ländern strengen die besten Männer hre besten (tröste an, um iite vernünftige und gerechte Lösung dieser Frage vorzubereite«. Die Minderheiten selbst treten alljährlich zu einem Kongreß zusammen, aus dem sie — lal müssen selbst vervagtlte g-irde der Rationalitäten rückhaliSlo« anet kennen l — den Mehrheittvölkcrn goldene Brücken d-S EivvernehmtnS und de« Rückzöge« au« den bisherigen Fkirdstellun^en bauen. Unter den Böllern, die ein ganz besonder! innige« Interesse für jede Art der Lösung d,L Min-derheiterproblemS hegen müssen, steht da« slowenische Lolk bekanntlich an erster Stelle do. Ohnehin schon Nein, muß e« zum vollen dritte» Teil al« nationale Minderheit i» anderen Staate» aus do« R-iswerdea de« Mmdnheite,Problem« harren. Die übrigen europäischen Nationalitäten haben die Priorität de« 'lo-wenischen Mindeiheitenleid« auch dadurch arerkannt, daß sie zu» ständigen Präsidenten ihre« Kongresse« einen S o»«ne», nämlich de» slowenischen Abgeord-neten im italienischen Parlament Dr. Zofip Wilsan, wählten. E« versteht sich daher von selbst, daß im freien kell de« slowenischen Bolki« diese« sorgenvolle In- Aus dcm WarVurg vor 100 Jahren. Zum 98. Todestag de« ehemalige« Marbnrgcr Kreisdechanten Mathias Löschnigg. Da fiel mir unlängst ein Büchlei» in die Hand, gedruckt 1832 bei den P. P. Mechitaristen »u Wien, alS dessen Verfasser der Professor am ehemaligen 1.1. Gymna-finrn ,u Marburg Johann »nton Evppintfchitsch zeichnet »nd da« den bescheidenen Titel führt: .Biographie de« Mathias Läschnigg, KreiSdechant und Stadtpfarrer in Marburg." Mich fesselte nicht bloß die herrlich« Sprache de« Verfasser«, der die Schrift feine» Schülern zu lo »»«werter Nachahmung de« vorbildlichen Leben« und Wirken« seine« Freunde« Löschnigg gewidmet hat, ich entdeckte bald »n metner Freude, daß mir der Zufall eine geeignete Gelegenheit in die Hand gespielt habe, die Verdienste eine« in dieser Gegend einst sehr ver-ehrten Manne« der Nachwelt tn die Erinnerung zu rasen. WaS im Folgenden erzählt werden soll, ist aber nicht bloß wegen de« Manne» interessant, dem »u seinem 98. lodeStag am 9. Jänner et» Memento ge« halte» werden soll, für die heutigen Tage bieten die Streiflicht« über die Verhältnisse de« alten Marburg auch sonst viel historisch Bedeutsame». Ei» stetriicher Abraham a sar cta Clara tritt uns »ul den knapp skizzierte» Zügen Löichoigg'S entgegen. Er war der Sohn gnt bürgerlicher Eltern, sein Bater Jakob war Hau»befitzer und Fleischhauer, und erblickte das Licht der Welt tn Marburg am 9. September 1771. teufje it.. wichtigsten Bestandteil d-s Begriff-? „National oder Nationalistisch* einnehmen »uß und doß daher eine politische Brupp-, welche die Lösung oder Behandlung der Minderheitenfrage für die Slowene» ungünstig beeirstußt, clS i» eigen t-lichsten Sivre volksfeindlich gebrandmcvkt zu werde» »erdievt. Al» konsequente Feindin de« slowenischen Volke« vom Umsturz her biS auf den heutigen Tag hatfichin diesem Sinne die selbständigdemokra. tische Partei in Slowenien erwiesen. Ditse Behauptung klingt fllr bei» ersten Moment vcr» ff-n und übertrieben, weil fa einen größere» Aufwand an rationalistischen Äußerlichkeit« und nationaiistischeu Phrasen keine einzige Partei betreibt al« gerade die felbständigdemokratische in Slowenien. Sie klcmmeit sich an den Ral'oaali«»»!« an; sie niwmt ihn al« ihr Moropol in Anspruch; er be» deu'et ihre Existenzberechtigung; sie hat sich znr Larnerlrigerin und Schiettrichi-rin aus diesem äußerl-chflen Gebiet unser-« iffcutiiche» L.benS aufgeworfen. U,d trotz»,» soll sie volksfeindlich fein? Jawohl! Wir wollen diese Behauptung »a türlich beweisen und wir fordern die selbständig, dewokratischen Blätter, vor olle» den „Jntto" und die .Nova Doba", auf, unsere» heutige» Artikel soweit ihre Ansmnksawkeit zu schenken, daß st: in sachlich im Eingehen dc« Gegenteil unserer Bc» haupiung dartun. Geschieht die« nicht, trotzdem sie während diese« Wahlka»pse» sogar unsere Schlosser-lehrbubea »it Leitartikeln bedenken, da» gebe» diese Blätter die Richtigkeit unserer wichtigen Bc-havpiurg zu. welche, n» sie nochmals zu wieder-holen, lautet:Die selbständigdemokratische Partei iu Slowenen handelt al« Feir-din de« slowenischen Volke«. Sie hindtli« al« Feind!» de« slowenischen Gc« somlvolke«, weil ste urerhörte Schädigungen der nationalen Minderheit i» eigenen Lande durchfühlt,, Er «bsolvierte da» Gymnasium setner Vaterstadt, dessen Stiftung durch den Iesutte» Graf von Pargstall der Verfasser besonder« hervorhebt, und bezog dann da» k. k. Lyzeum in Brätz (Gra»), um dortselbst de»philo» sophtsche» und theologische» Studie» mit großem Eifer «u obliegen. Mit einer Alter«nachficht »o» 13 Monaten empfing er, kaum 23 jährig, die priesterlichen Weihen, kam zuerst al» Kaplan nach Müregg (Mureck) und Nbstall nn» erst 1793 »ack Marburg. Hier wurde er tn Kürze Curmeister und 1807 provisorischer Pfarr-Verweser der Stadtpfarre. S-ton nach 3 weiteren Jahre» war er wirklicher Siad'pfarrer von Marburg. E» wird wohl Heu'« kaum jemand mehr leben, dem seine Elter» von dem tiefen Eindruck erzählte», den die Predigte» Läschnigg'« auf feine Gemeinde machte». Wie ergreifend er tn feinem geistlichen Amte zu reden verstand, da« schildert Suppantfchitsch mit folgenden Worten: » Zum Redner schien ihn die Nrtur eigen« geschass,» zu haben; denn er wußte auf der Kanzel de» Verstand z» unterrichten und die Gemüther donnernd zu erschüttern, im Beichtstühle zu belehren «nd zu besser», am Sterbebette zu triste» und Be-ruhtgung noch tn'« brechende Her, zu flüstern." Lider ist vo» seinen Kanzelreden nur die eine im Drucke erschiene», die er bei der Einweihung der Fahne de« Marburg» Landwehrbatatllon» im Jahre 1808 hielt. Bescheiden, wie Lölchntgg war, vernichtete «r aber alle Exemplare dieser Rede, die er b, kommen konnte. Unter setner p »testerliche» Tätigkeit nehmen zum Beispiel die dadurch Beispiele von europäische? Berüchtighit ausstellend, und so de» gerechten Klagen der flotre» vischen Minderheiten !» Ausland von vorreherei» ten Boden wegzog. Sie handelt soctgesitzt als größ'e Feindia hre« Bolle«, isde» sie nach so v'elsältigm Schädigungen der nationalen Minderheit im eigenen Lande da« Beispiel der verbrecherisch einfachsten Lösung der Mivderh'.itenf'age rundum iu der Welt feilbietet: ihre Presse leugnet die Existenz der so schirer geschädigten nationalen Minderheit ganz einfach ab. Richt nur daS: sie erkennt den Mitglieder» dieser Minderheit sogar die in der Bkrfoffang verankerten Bürgerrechte ab. Da« fähre-de Organ dieser Partei, der Ljnblj:-»aer „Jutro", lii t in seiner Folge vo« 17. Dez. v. I. für die Gloweven in Kirnten ei«, iode» er der „Korrika Dowooina', welch- erzählt, daß der slowenische Schulverein in Klag-nfmt da« Ersuche» d.e Semeinderat« von S'. Jikob i. R. um Pacht-weise Ueberlaffung de« dortigen leerfleher den Schul« gebäud S behnsS llslerbriugmig der slowenische» Landesschule abgelehnt habe, mit den stolz?» Worten entgegentritt: „Die Volksschule in St. Jakob !« Ro'evtal wu de mit unserem Geld gebaut und ste wird nur ihre» Z,eck zur »u«b l»uvg de« slowenischen Rosental« dienen l" Dieser AnSspruch ist ein Schaden für die slowenische Sache, weil in «hm zum klaren Ausdruck gebracht wird, daß alle«, wai mit de» Seld einer nationalen Minderheit gebaut wurde, auch dieser Minderheit i»« »»verkürzbare Eigen-tum gehört. Da nun i» Kirnten der dortizen nationalen Minderheit nicht einmal ei» Ziegel-stein wegz»o»»kn ward«, so kann bei den Deutsch-kärntner» oder sonst überall, wo dieser sehr richtige Grundsatz der selbständigen Dimokra» teu, den si« aus ihre Minderhiit angewendet wissen wollen, bemerkt wurde, nur der eine Gedanke an«, gelö^ werden: Ist vielleicht irgendwo ander» da«, Ehescheidungen so ab, daß man t» Marburg tn 33 Jahren »ur ihrer zwet zählte. Diese »efoadere» prtesterltche» Fähigkeiten wurden vom Fürstbischof »on Seggau kurz nach der Bestellung zum wirkliche» Stadtpfarrer von Marburg durch die Ernennung zum getstl. Rat, zum Dechant und »um KreiSdcchant anerkannt. Und KreiSdechant Ist der Titel geworden, unter dem Löichnigg populär wurde und e» »lieb. Aeltere Bürger von Marburg werden fich sicher noch de» Bildc« vom „KreiSdechant LSichnigg* erinnern, ta« tn ihrer Jugend tn jedem Klafenzimmer hing. Er war aber auch bei der Regierung sehr beltebt und wuede anläßlich der Gründung der steiermärklsche» Landwirt-schaftSgesellfchaft in Jahre 1819 al» Ausschußmitglied in dieselbe ausgenomme». In dieser Stellung machte er sich für die heimatlich« Landwirtschaft sehr verdienstlich und förderte mit großer Umsicht ihre Snt-Wicklung. Ebenso anerkannt war sein Wirke» al« Schulmann und bei der Einführung des neuen G»m-vasial Studier planes wurde er zum Vizedirektor de« E»«nasiumS ernannt. Sein energisches uad zielbe-wußte« Auftreten bei mehreren Elementarereignisse» verichasste ihm schließlich jene» Grad vo» Bolkaiüm-ltchkeit, mit der er i» der Seele jede« geringster; Ein-wohner» ta Marburg und Umgebung wurzelte. So unterbrach er 18l6 eine italienische Reis« und kehrt« auf dem kürzesten Wege au» Oberitalten in die Heimat »»rück, weil thu die Nachricht ereilt hatt», daß über Marburg ein furchtbare« Hagelwetter viedergegaage» •cm 2 tillier Zettung Nummer t Wasche Wäsche ohne zu waschen! Durch einfaches Kochen mit „RADION" wird die Wäsche in einer halben Stunde rein und schneeweiß. tvcSjnit unserem Gelb (nämlich «it dem Geld kcr nationale« Minderheit l) gebaut wurde. nicht respiktiert worden? Und da c« die ga 'je Welt weiß, was ia dieser Hnficht it Slowenien geschah. so sällt der vocwurs mit vielfacher Wucht auf diejenige« zurück, die ihn erheben; da' Gold bei Eintreten« für die slowenische nationale Mmderhrit i« Kärnien verwandelt sich sofort zu Dreck l Denn ia lkärnten, iu Zkalie», in Deutschland, in G:us. iu der ganzen Welt w:iß man es. daß es bloß ein Land in Europa gibt, wo einer nationalen Minderheit ihr gesamter öffentlicher Bautendesttz uad auch sonstig» Besitztümer, die all» nicht mitdtm Geld der Majorität errichtet worden waren, weggenommen wurden! Und wen» je einmal Vertreter bet slowenischen Volk«« vor einem international«» Forum für ihre Minderheiten feierliche Beschwerde» vortragen sollten, da»» kann eS passieren, daß ihnen die Italiener oder d'e Österreicher mit Vncusung dieser Dinge ins Geficht lache» werden. Das würde «in großer Schaden für das slowevi che Volk sei», daS all solche» daran ja mschuldig ist. Di«s«n Schad«» habe« ihm aber die selbständige» Demokraten zugefügt, den» sie wäre» eS, die der hiesigen Minderheit das „Deutsche HauS" in Tilli, die Häuser i» Marlurg und Laibach, da« Studentenheim ia Gctischee u. s. w. weggenommen haben. Sie schreien diese Divge a>» »nationale Errungenschasten* au«, aber im stillen Kämmerliin wissen sie sehr wohl, daß ste damit ihrem voll eine giftige Suppe eingebrcckl hab«», die ei»e« Zage* — niemand zweifle dran! — ja doch wird ausgelöst lt werde» müssen. Sie suchte» darum «iue» AuSweg! Der, den ste gesunde» habe«, wäre traurig genug für ei» große« Volk, daS keine Rückflcht auf eigene Minderheiten und auf die Rückwirkung bei Beispiels auf ditse Minderheiten zu üben braucht, für die nationale Partei «iueS kleine» Volk.» aber, das «in Drittel f«i««r Angehörige» im Ausland sitzen hat, ist er eine Schmach und «in« Schande! Di« selbständige» Demokrat«» leugnen die Minderheit, der ste soviel Urbl«» täte», ganz einfach ab! Nicht sosehr weil ihn«« die» parteipolitische Gründe al« Sampsmaß-regel empfehle». De»» wen» di« Minderheit schwach ist, da«« steht sie zum Verhängnis einer solche» Formel iu keinem oder rur i» einem irrst»ig«u ver-hält»,», ist st« aber stark, dann besteht dir A»«r-tennung und bit Berechtigung ihrer politischen Existenz «den tn ihrer Stärke. Die selbstäntzi g«v Demokrat«» leuguru vielmehr die Existenz einer »ationalen Minderheit i» Slowenien ab, »til sie hoffe», daß damit auch ihr, a» dieser Minderheit verübte» Schandtat«» abzuliug»«« sein w«rd«n. Sie dränge« den sei und Saaten und Weingärten fast gänzlich vernichtet habe. Seiner hilfsbereiten Fürsorg» war vt»l Linderung M Elend» ju danke«. Bei einem Brande, der die Nachbarstadt Leibnltz fast ganz verheerte, unttrstüdte er di« Heimgesuchten nach besten Kräften uad sorgte unct müdlich für rasch« werktätige Unterstützung. Alle« ia allem war »r »tn Mann der Tat! Sein letzte« Werk »or seinem frühen Tod» waren di» Vorbereitungen »ur Anlegung de» alten Stadt-fitedhoft«. Seinen sehnsüchtigen Wunsch, aus dem Fried Hofe die Kapelle selbst ein,»segnen, der»» Bau er so tätig gefördert hatte, erlebt» «r nicht mehr. Al» »r am 9. Jänner 1829 im Alter von erst 58 Jahren starb, tvurte er wohl hinter der Kapelle beerdigt, die JtaprQe selbst wurde aber erst »tn Jahr später eingewcih. Professor Suppanlschtsch beschreibt mit ergreifenden Worten, wie schmerzlich Löschaigg» Heimgang betraue,» wurde: „Dies» unglaublich» Meng» von Menschen, dieser feierlich» Ernst, diese« untröstlich» Schluchzen und Weinen von so viele» Hunderten macht» j.nrn Tag zu einem Trauerseste, wie Marburg i« dem langen Jahrtausende, seitdem »S besteht, sehr wahrschetnttch »och keine» erlebte.* Gerade heut», da man darangeht. d»n alt«br-würdigen Frierhof nach 100 jährigem Bestände auf,u-lassen, ist die Elinnernng aa seine Entstehung wohl sehr zeitgemäß. Wir erfahr«» au» unserem alten Büch Italiener« und de« Kärntner« die denkbar einfachste, aber auch verhängnisvollste Lösung der Minder» heitensrag« in den Mund: „Wir erkennen die Minder» heit «ich! an! Daher gibt e» keine Minderheit I ES gibt also auch keine Beschädigungen dieser Minderheit !" Die geradezu verbrecherische Gleichgültigkeit gegenüber bet Auswirkung solcher Erkläruvgm auf bie eigene« Minderheiten wird hohnvoll dadurch illustriert, daß da» Hauptorgau der selbständigen Demokraten, der .Jatro", in feiner NeujahrSnummer auf der gleiche» Seite (2) einen Kärntner Brief bringt, der «it de« Worte» beginnt: „Wich de» klare» B.stimmuegeu de« Frieden«, vertrage« von St. Germain hat Oesterreich die Pflicht, für da« slowenisch« Volk i» gleicher Weise Sorge zu tragen wie für feine beutfcheu Staatsbürger*, und daneben eine Erklärung t» bezug aus unsere deutsche Minderheit hierzulande, welch: lautet: ES ist u»sere Pslich t, noch einmal deu Standpunkt und die Taktik der Selbständigen demokratischen Partei im Marburger verwaltungSgebiet bezüglich der Deutscheu festzustellen, wir erkenne» bie Eristenz einer deutsche« Minderheit in diesem ver-waltuugSgebiet, da« reiu slowenisch ist und niemal» zweisprachig feiu wird, nicht an und werden sie «iema II anerkenne». Die richtigen Deutschen, die dort al« Dia«spora wohnen, sind lein, daß der Grundstock zur Baulnmme von der Marbnrger Bürgerltochtrr Elisabeth &bini|g testamentarisch gestiftet worden ist. Zu« ewige« »edächtnt« wurde nach der Vollendung der Kapelle tn den Knopf de« TürmchenS »ine lateinisch« Schrift verschlösse», die zu deutsch lautet: »Jungfer Elisabeth Ledi »igg v.rm achte vor Ihrrm Tod» vierhundert Silbergulden für dielen Friedhof, damit auf ihm diese Kapelle errichtet werde. Die Geldsumme, di» zu ihcrr Ei bauung noch fehlte, steuerten ander» fromm» Gläubig» freudig zu« sammen. Da« Sötte«hau« wurde am 13. Mai de« Jahre« 1829 zu bauen begonnen und Ende August de« gleichen Jahre« vollendet von dem Architekten dieser Stadt Herrn Anton Wagner. Während de» Baue» der Rapefle beaufsichtigte mit der gewohnten Sorgfalt Herr Mathta« Brauner die Arbeiten. In diesem Jahr» waren im Stadtrat von Marburg: Der Pfarrer und KreiSdechant Mathta« L ö s ch n i g g. Der k. k. KreiShauptmann und Gouvernialrat, der ausgezeichnet» H:rr Christian Friedrich Otto. Stadtvorstand war der angesehene Herr Binz«nz Tauts cher. unS gleichberechtigt« Staatsbürger, denen wir aber briuge»b rate», sich politisch »icht zu organisieren undbel den Wahlen, soweit sie sich dara« beteilige», »icht als nationale Einheit auszutrete». Jede» solche Auftrete» werde» wir al» Feind-seligkeit gegenüber der Idee de» trachte», auf welcher der national« Eharakter unserer engere» und weiteren Heimat ausgebaut ist." Freut euch, ihr Slowenen in Körnte» trab i» Italien! Eure Odernationaleu in Slowak» Haien die einfachste Formel der Lösung d«t Minderheitenfrage erfunden l Wenn «och euch heute oder morgen die Deutsche» oder dir Italiener,dri»« gend" davon abraten sollten, baß ihr euch al» »«-tio»ale Minderheit organisiert, weil sie die» al« .Feindseligkeit* gegen den natio,alen Charakter ihrer Länder ansehen, wenn sie auch euch bie bürgerliche» Ehrenrechte aberkennen, dann schweigt schön stA, denn eure Odernatio»ale» haden dies« einfachste Formel erfunden l Was hören wir da gleich vo» Laiiach her? Wir dürfe» (einen vergleich zwischen deu Slowe»«» iu Kärnteu uad i» Italien und den Deutsche» i» Slowenien ziehen? 92a, gut 1 Wir dürfe» ch» nicht zieh«», die Herren in Laibach wollen ihn nicht ziehen, aber die Deutschen und die Italiener «erden ihn zieheul DaS ist doch da» allein Maßgebende. Im Übrigen erreicht unsere Zahl die der Stadtverordnet« wir»« di» angesehenen Herr«» Josef Krodath und Anton «amilsche,«. Den Altar aber zusammen «tt dem stlternr» vergoldeten Kelche widmeten die folgenden Bürger: Herr Franz Xaver Bog! mit setner Sattt« Regina. Herr Jakob Kaufmann mit feiner Schwest« Anna Purkhart. Herr Michael Stampf! mit seiner Eatti» A na a. Wahrlich die Seele» der Gläubige», deren Ge« deine auf diesem Friedhof die Auferstehung zu« ewigen Leben erwarten, mögen durch Solle» Bar«-herzigkett ruhen in Frieden. A. A. A." Heute finden wir noch den Grabstein Löschnigg'« auf der Rückseite der Kapelle unter dem große« Kruzifixe. Leider hat Pietällostgkeit da« Grab de« ver-dienstoilen Manne», dem etn Platz in der Kapellen« kihvta gebührt hätte, ganz verfallen lassen. Ebenso find von den Gräbern der übrigen Frtedhofstister Franz Xaver Bogl und Mathia» Brauner nur m,hr die Ltetue an den Kapellenwändeu übrig geblieben. Jetzt werde» vielleicht auch diese letzten stummen Zeugen vergangener Zeiten bald verschwinden. Aber da» Andenken soll wenigsten» lebendig bleibenl Leodagger. s Hummer 1 füllet Zettung Seite 8 Kärntner Slowenen, Wr die der »Jutro" »it rüh» reibet Selbstverständlichkeit alle Rechte ei« er natio-nalen Minderheit sorde-.t, unsere wirtschasiliche und kulturelle Bedeutung ist sogar erklecklich höher. Wa» aber die Bodenständigkeit (Autochthouie) an-belangt, legen die uralte» Stein'aseln in allen K r-che» de« Lande« nsk alle AllerSdeukmäler beredte» Zmgni» ab roi unserem tausendjährigen Heimat» recht. Zu» Schluß: Die selbständige» [CfnottcUa find Schädlinge ihre« Gesamlvolke», wenn sie solche Lösungen der Minderheitenfrage bei sich zuhause verkünden. Sie find Schäolivge ihre» Volke«, wevn sie glauben, daß die Ableuznung unserer Existenz sie der Verantwortung für ihre EigentumSzuge ff- und alle« andere U»iecht jemal» entheben kann. D «u ihr Hnren, e» ko»«t j, nicht darauf an, ob eine Z »erspartet, die bei den vorletzten Pailamen!«-wählen i» Maidurget Gebiet weniger Stimmen zählte al» unsere „nicht ixstiereude* Minderheit»-pattci, unsere Exsteuz anerkennt oder »ich! aner-kennt. Daraus allein kommt e« an, nur da» wird eine« Tage» eine Rolle spielen und den Schaken, den die selbständigen Demokraten ihrem Volk zogt-fügt habe», erschreckend freilegen: ob uns da» große deutsche Volk un> die übrige Welt al» Minderheit anerken ne v. Und die werden ur« anerkennen! Die Ableugnung unserer Existenz von Seite der Demokraten ist also alle« eher al« national, sie brauchen sich nicht im ge» ringsten darüber aufzuregen, daß andere g'ißere Parteien unsere Existenz anerkennen und die nat o-Mit Minderheit füc sich gewinnen wellen. E» ist die« nicht nur kein „Na'iovalverrai", wie >« die Selbständigen nennen, so»der» im Gegenteil eine nationale und patriotisch e Tatl Wenn ,» heute der größten Partei in Slowenien und der größten ReichSpsrtei gelungen ist, mit un» ein erst» malige» Uebere!nko»u-en für «ia gemeinsame« Lot gehen bei einet Wahl ia eine Wirtschosi»Vertretung, also eine Alt von Annäherung zu erreichen, dann haben diese Parteien wahrhaftig natio-nal gehandelt. Die felbständigdemokratifcheo Phrasendrescher nnd Volksschädling« werden sich bei ihnen zu bedanken haben, daß einmal die Ab rechnn nz über die selbständigdemokratischen Schandtaten vielleicht gelinder au«sallen und der Schaden tteiaer sein wird. Wenn die Laibacher Obernot'o-nalen un» den Rat g>b:n, wir wözeu von unseren Bürgerrechleu keinen Gebrauch wachen, dann geben wir ihnen einen anderen, im besten Sinne f I o* »eaischnationalen Rat zurück: Tut eure volksfeindliche Ansscssnng über eure Lösung der Mindnheitevsrage uiemal« wieder an den Tag bringen, denn ste ist verhängnitvoll, nicht für un», sondern für eure eigenen Land«leute im >u«land l PolUische Rundschau. Inland. Sie schieße» aus Weinflaschen! Um die steirischen Weinbauern gegen die Rad 6-Partei aufzubringen und sie in da« „reitende" selbst stLndigdemokratische Lager zu führen, läßt der „Jutto" groüe sravjvsischc Wein flachen knallen, an« denen nich dem neue« Handelsvertrag a»geblich zolis ei stonjöfischer Wein Jugoslawi,» iibei strömen wird. Dazu muß bemerk! weiven, daß der verlrag über-tzavpt roch nicht abgeschlossen ist nnd wohischeinlich noch lange nicht abgeschlossen werden wird. Da der klerikale ,vo!k«verrai* nicht «ehr zieht, müssen die französische» Weine her! Aeiertagsrnye Z' veograd herrscht die weihnachtliche Ruhe der orthodoxen Feiertage. Die Z-ttuvgeu besassen sich daher da«it, die neue Regierung zu zeipsücken »ad die Nevjihr«orakel unserer tihößen, wie Radiö »ad Pribii.vit, zu brirgen. Ueber die Weihnach «-betrachiung de« letztnen schreibt der „Slooeiut*: Die heutige (Beograiet) „Ät£" bringt einen L«>tat tifcl Pndiitviö, in weiche» gejagt wir», daß der seit. ständigen de»okratischln Partei die Gegenwart gehöre. Die politischen Kreise «achten daran» einen Witz. Pribicev'c hatte nämlich im vorjährigen Weihnach oaUilel der .Re!^ geschrieben, daß den selbständigen Demokraten die Z u k u u s t gehöre. Dethalb sagen j'tzt die Politiker, daß, weil im vorigen Iaht deu selbständige» Demokraten die Zu» kunft gehörte, weil sie Heuer die Gegenwart für sich reklamiere», zu deu rächkea Weihnachten der selbständigdemokratischeu Partei die Vergangenheit gehören wird. Ausland. Knde der faschistischen Aewakttätigkeiten. Ministerpräsident Mussolini hat al« Innenminister einen Runderlaß herausgegeben, iu dem die Päfekten al« die ausschließlich höchste Behörde jeder Provinz bezeichnet weiden. Ferner heißt e» im Rnndschreiben: Jetzt, wo der Staat über alle »bwehrwittet verfügt, muß auch der Squadri«mu« (faschistische» Bandenwesen) der noch da und dort besteht, und der im Jahre 19Z7 unnotwendig geworden ist, verschwinden. verschwinden müssen nicht nnt die schmutzigen und nicht»würdigen lokalen Terrorakte, sondern auch jene Gewalttätigkeiten, die sich nach schweren Ereignissen einstellen. Mag geschehen, wa« da wolle, mag mir wa« immer zustoßen, Gewalttätigkeiten und Verwüstungen dürfen sich nicht mehr wiederholen und die Präsekten müssen sie mit allen Mitteln verhindern, vor allem müss>n sie schon im Keim alle feindlichen Demonstrationen vor den S tzm fremder Vertretungen verhindern. — Die italienische Presse nennt diesen Erlaß ein hochwichtige« historische« Dokument. vorzeitige Wäumung des Meinlandes. Die Blätter meldeten schon vor einiger Zeit, daß der englische, deutsche und frarzösiiche Nuß n-miniSer bei ihrer letzten Betprechnrg beschlossen, da» 32.000 Quadratkilometer große besetzte Gebiet mit lachen, Hoble»». Mainz und anderen Zentren di« 31. Järnet 1927 zu räumen. Nan vttöffeotlicht der dem Pariser Außenministerium und besonder» Briand nahestehende „Qi>o!idi«n" einen anfiehenenegevde» Artikel, worin unter ausdrücklicher Berufung auf die Elklärungeu Briand« die varzeitig« Räumung der Rheinlande angekündigt wird. E« heißt in dem >r> UM, daß da» Protokoll von Lccarvo sich mit der weiteren Besetznng der Rheinland schlecht vertrage. Sine Entscheidungsschlacht Sei Syanghai. Ja der Nähe der Hzseustadt Shanghai, deren Arkeiterfchaft sich für die rote Kantonregierung an«ge« sprechen hat, ist eine Schlacht zwischen den Kanton-truppm und den Truppen de» Generalgonverneur» to:i Shanghai im Gange. In Havkau haben die Chinesen die englische Konzession besetzt und die Engländer daraus vertrieben. Im fernen Osten gehen große Dinge vor. Die aussaugende Bevormundung eine» 200 Milliocervolfiä dmch die Weißen geht endgültig zu Sode, vielleicht wird dort da« Furcht« bare eiuer neuen Zeit gerade jetzt geboren. Aus Stadt und Land Evangelisch« Gemeinde. Soantag, den 9. Jänner, findet der GemeindegotteSdienft um 10 Uhr vormittag» im Gemeindesaale statt. Tauzkränzchen der Hanbetsange« stellten tu Wie wir bereit» mitteilten, findet ont S^mStag, dem 8. Jänner, unter bet Patronaz von Frau Javica Stermeckt, Gemahlin de» GeoßkanfmanneS und Vorstände« de« Handel»« gremiuwS, Herrn Steimecki, Im .Narodvi dom" da« Tri^kcanzcheu der Handelsangestellten statt, auf welche« da« vollständige Salonorchester de« «E'ljkko godbero diuivo' spielen wird. Die vetonstaliung wurde vom hiestgen Handel»gehilfenan«schnß arran-giert, der eS stch zum Ziel gesetzt hat, sie auch in deu nächsten Jahren zur stehenden Einrichtung zu ge-kalten. Für die heutige Veranstaltung verbrich? »an sich einen regen Besuch, der dem wieder tätiger gewordenen verein auch für die folgenden Iahte zu wünschen wäre. Das Unteroffitier«kränzchen, des vom husijen Uitero fiz!er«toip» am Mitiwoch im „Na« iosri do»* gegeben wurde, wie» einen recht guten Besuch ans. Aufgefallen ist bloß, daß von de» hie> si^en Moropo'pa riotea fast niemand vertreten war. E» ist ja bekannt, daß dies« -Herren alle» durch ihre Partkiblille betrachten; aber gerade dethalb ist ih.e gänzliche Ibwkle, hm unliebsam bemerkt worden, weil die Uaterofstziere unserer braven Garnison »it Partei und Politik ja gar nichts zu tun habe». Oder sind sie den hohen Movopolpattioten vielleicht gesellschaftlich zu geringk „Die jugendliche TSozerin Meta Vldmar» eine Schülerin der weltbekannten Tanz» schule Mai y Wig»an» in Dre»den, wird a» Montag 10. b. M. «» Nationaltheater zu Maribor verschiedene Tänze noch Motiven der südsln»ischeu n»d speziell der slowenischen votk»poesie zur Anfithnwg bringen. Für diesen Abend herrscht allgemein«* Ja« teresse. N ■ CCOlAOA KAKAO BONBONI Zum Schaden des Gemelndesäckats in de» d,m vernehmen nach auch die sonst nicht anerkannte .deutsche" Minderheit fleißig zu blecht» hat, (die Fima behauptet, d«ß sog« der größte Teil diese» Säckel« von ihr gefchw'tzt werde« mnß l). muß mau nicht immer „patriotisch" sein, besonder« wenn e» nicht absolut notwendig ist. E» gäbe dann unterschiedliche Blamage» weniger. Al» seinerzeit die Marburger Stabtväter Über den Ankauf von Autobussen zu Rate saßen, lehnten sie die Stetzc-Autobusse, die bekanntlich unseren Straßen ans den Leib erzeugt werden, und Autobusse au» Deutsch, land, die von welttekannter Qualität sind, ab, weil ei, wie damal» der »Jatro* ganz begeistert berichtete, „patriotischer" war, französische Autobusse zu kausen. Wir äußerten schon gleich da msl« unsere Bedenken, hören wir nun, wa» derselbe „Jutro' heute zu den „patriotischen" Autobussen süßsauer sagt: „Vorgestern wurde wieder der zweite Autobus der Firma Renault verdorben, als et nach Dravogtad j h en sollte. Ans einmal versagte der Motor und die Gemeinde mußte süt die wartende» Passanie« einen Pcivatautobu» (!) bestellen. Während de» Tage» wurde der Autobu» zwar wieder tepa-iiert und der ve,k-ht gegeu Dravogtad w'ckelt sich regelmäßig ab. Ja der Rich'ung gegeu Draoegrad ist der Verkehr viel lebhafter als gegen Korjee und Eelj» und ist schon akiiv. Wohl ist aber nach immer der dritte AutoduS unbrauchbar, der an» Paris gekommen ist, und so besttzt die Genuisd« keine sür den Verkehr dringend notwendig« Reserve. Die Fu ma Renault hat zwar einen Mechaniker ans Frankeeich nach Maribor gesch ckt, damit er de» Au'obuS repariere. Der fidele Franzose repariert« etwas daran herum, da»» macht« er eine Piobesahrt mit seinen Freundinnen nach Lt Zij; der Autobu« kehrt« aber ohne Räder und mit verdorben«» Motor heim. Am nächsten Tag setzt« fich der Mechaniker ans den Zug und dampst« nach Pari» ab, da» Aulo steht aber zerbrochen i» der stä»tischeu Garage der Gasanstalt. Die Gemeinde wird jetzt die Firn» auf Schadenersatz klage». Sonst sind die neuen Autobuss« fchöa anzusehen und die breite» K«»ft«t bieten während bet Fahrt ein«» herrliche» AnSblick aus das verschneite Land. Für unsere Straße» und Berge find aber di« Autobusse fast zu sein.* — Um trotz der französi chen Enttäuschung noch weitet-hiu .patriotisch" bleiben zn (innen und um »m richt im benachbarten deutschen Ausland bestelle» zu müssen, beabsichtigt man, wie der .Sloven/c' meldet, die nächsten «uiobusse in — London (?) zu b,st llen I I» H nkanft werden also (vielleicht wird man ste gegen Eattee besichtige» lasse»!) Mont'ur« (Ktchanikei) au» L o n d o » »ach Marburg o. d..D:au kommen! DaH wir uns über d«u Wie der auf« stieg des großen germanischen Volk»« s euen. und zwar »u letz er Zat »anz offen un» ohne Wi, kelzüge, sällt dem Tllier Nvt'zen,chre>ber »«» giosen „Jui,o' so auf, daß er tn t»nurz««re»det Absicht in seiner Z'ttung datanf hinweist. Damit ihm in Zukunft jeve D nonziatio» dieser Aet erspart bleib», e> klären wlr grrz offen und ohn« Winkel,üge t Gewiß, wir freuen not vom H«rz«u übet den endlichen Wi«dera»fstt«g de» graße» deutschen Volke»! Wir freu«» »»«ebensosehr darüber, wie fich bie Leute vim Schlag diele» Rv» tizevschreiber» Über den ung«hear«n Wiedirausstteg ärgern! Wir derk.n, daß diese ßceute genau so wenig verboten ist w!« der Aerger. Jede» sein Teilt ua» di« Freud«, ih» den Aeiger. vor karzn Z i Weite 4 Cillier Zeitung ftaanur t noch war e« »»gekehrt, da gab es für uns voch weniq Freude, unser Teil war die ga»z efftue Trauer, der Teil »e« ,Jutro- hingegen die offene Berspiltetung deL gefallenen Rieten und die Freud« über fei»«« Sturz. Wohl die^ lächerlichste Posse räch de« Welt» kl lege war die, alS fich solcherart der Ljabijaaaer »Jutta" als .Eieqer" über Deutschland qcbäibete 1 Umsonst ist nick'«, »eint der Ljub>ja»aer „Zwo" va» au« unserer Noiiz worin wir uv« darüber verwunderten, daß dir Ra» ciaoer ia Maribor au der selbpisdigdemokratische» H-tze geoen dir Deutsche« teilnehmen, trotzde» sie I» Bezirk Pcevalj« einen deutschen ftanbldaren aus ihrer Liste habe» und deutsch« Stimme» erwarte», schließt er, wi« teuer uvser« Siiwmen tu Celje und In Maribor vo» d«» Klerikale« und Radikale» wohl bezahlt worde» fei» müsse». Damit die Herren selbständige» Demo» ftaten autrottsch ivformiert find über die Bezahlung und sich deu Kopf »:cht weiter zu zerbreche» brauch«», wöge» sie doch nachfolgend«» zur S««utviS nehme»: Di« Slertkale» und Radikale» habe» UV« für unsere S immrn gar »ich'B z» bezahl«» g«braucht. Da« eine, daß sie uicht selbständige Demokraten find, war genügend. Daß die Radiiianer iu Maribor mit de« selbständigen Demokraten gegeu uns hetze?, im Bezirk Prevalj« aber unsere Stimme» haben wolle», da« geht dev» doch, denken wir, über das „Umsonst" etwa« hinaus, oder nicht? Wen« e« beim bloßen „Umsonst" geblieben wäre, hätte» wir uv« ohoedie« nicht geärgert, deu» auch die Radiimuer besitz n schließlich da« eine, daß ste «icht selbständige Demokraien find I • Erneuerung der Waffenpässe für da« Jahr 1S27. Der Siad magtst al (Stil- vei-lautbari: Aus Grund de« Randichreibens d<» v<-zirkshauptmaon« t» Telje br. LV.223/1 rom 22. Dezember 1926 wird kurdgemocht: N ch Artikel 18 der Bor ch ist über die Durchführung de» S.setze« über de« Bsitz uad da« Trogen vo » W> ffen, Amt» blait 257/31 ex 1924, müsse» d»e Znh b«c der schon ars^egibeven WrfferpZfse diese Dokumente bi« 15. Jä-mr jede« ),hre« der Bchö-de vorlegen, damit sie verlängert werde». Die Besuche um v-riä'ge-rung der Waffe?päsie für da« Tragen vo» Wessen sind mit einrm Stempel von 5 Di« (latifpost 1) zu versehen und e« ist die jährliche Stempelgebühr für jede im Wzffenpaß bezeichnete W:ff: vsn fe 50 Din (Tarifpost 97 d) betz»leqe«. Die Gesuche um die Verlängerung der Wosferpässe für de» Besitz vo» Wcff'N sind mit einem Stewptl vo» b Di» zu versehe« vod eine Gefamljohre«trx- ron je 20 Dinar (Tarifpost 3 »ad 4) beizulegen. ES wird jeder »ach de» Voistehende» in Betracht kommende Einwohner im Bereich der Gtavt Clje aufgefordert, sich diesbezüglich prlönlich bi« ein-schließlich 15. Jä»»er l. M beim B ^irk«haup!ma»n i» C lje zu mlden, wo schon Dlvck!or!en für die Einrerchung der genannten Gesuche erhältlich fi»d. Wer bi« zum avgesührte» Termin diefer »dffsrderurg nicht Folge leiste«, verfällt der strengsten Strafe nach dem T xeigefitz. Ueber die Not, in welche das slowenische Theater in Ljabljana gera'ea ist, läßt fich der Ljab lsanaer „Slovevic" u. a. folgendermaßen ans:> Dadurch, daß im Nationaltheater 40 Leut« redu ziert würd«», muß e« jedem durchschnittliche» Kenner der Verhältnisse klar fei«, daß eine normale künstle- risch« Entwicklung »»möglich ist. Weniger Personal mehr Vorstelligen. Weniger Zeit für die P-obe« — schlechtere Vorstellungen. Uad schließlich voch di« große Besch'änkung bei der «»«wähl de« Reper« toir«. Ei» Theater aber, daß an ein begrenzte« R'pertoir gebunden ist, ist eine« lange« Lebens nicht fähig. Kurz, unser Theater würde zu einer „staatliche» Schmiere" werden. Dann: 40 Leute mitteu im Winter aus die Straße l Wo führt das hi»? Darunter Leute mit Familie», alte, um u»sere Bühne verdiente Mitglieder. Wo ist da die Ge-rechtigk.it? Wo ist da- soziale Gesühl? ES ist kein bloßer Zufall, daß »ach der Univer st'ät das Theater i« d!« Presse kommt. Nach dem verfall u»serer Industrie und unsere« Handel«, »ach der materiellen Vernichtung will un« der Zentralismus roch kulturell auf den Beltelstab bringen. Das ist System. Wer das uicht einsteht ist blind. Astrometeorologifcher Wetterbericht für den Monat Jänner >927. Herr Major Joses Scheffter au« Oderwölz schreibt uns: Mit dem hentige» Bericht beginnen wir mit deu vorhersagen sür ein neue« Jahr. Mit Rleseuschritie» hat meire Wet e vorhersage im abgelaufenen Jihre in gavz Mitteleuropa Verbreitung und Ineikevnnng gesunden, wie aus zahlreichen Zuschriften vo» Person«» aller Beruft stände u«d au« Orte» vo» ganz Mttleleuopa zu erkeuaeu ist. Fest uod klar stelle ich nenerding« die Behauptung hin: Die Zukunft der Meteorologe liegt in der Istiopjhsik und Astromeieorologle. Ich habe Neues uud Bedeutungsvolle« gifuvde» und konnte es im Entwurf sür deu Aalender 1927 auch »och verwenden. Welch«» Wetter vor hersagen tatsächlicher und praktischer Wert zukommt, werde, die verehrte» Leser schon selbst längst erkannt haben. Auch die letzten bed«uluug«volle» vorhersage» für da« Weinachlswetter liefert?» Material hiezu. Die StaatSmeleorologie greift dabei so danebe«, wie «« für fie wohl kaum ärgerlicher sein konnte. Meine Wei»achl«welteroorhersage« sind wie die z« te« Übrige» Festzeile» des Jihret gemachte«, genau t» Erfüllung gegangen, zu de, Weihvachtsfeiertage» wirklich zur Freude von groß und klein. Die vor-hersage sür de« Movat Jänner läßt sich iu kurzen, aber desto erfreulichere» Worte» zusammensaffe»: In Niederschlug uod Temperatur ideal winterlich Temperatur«, stiege bringe» de» Anfang des Mooate« u»d die Zeiten um de» 11., 12., 20., und 21. Jänr«'. Stärkere Luftströmungen sind um de« 9. und 17. Jänner zu erwartev. ,, ITO" die beste Zahnpaste. 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Dalmatieu und da« Banat war etwa« xüistign daran al« Slowenien, wo der Vo» tiefem Leid erfüllt, bringe ich im eigenen und im Namen der übrigen Verwandten die Traoerkunde, dass meine liebe, gute Tante und zweite Mutter, Frau Marie Peer geb. Guttmann am 6. d. M. um Vi2 Uhr nachmittags nach längerem Siechtum im 92. Lebensjahre aus dem Leben geschieden ist. Die irdische Halle der teuren Verblichenen wird am Sonntag, dem 9. d. M. um 7*£ Uhr nachmittags von der Leichenhalle des städtischen Friedhofe« aus, nach feierlicher Einsegnung, zur letzten Buhe gebettet werden. Die heilige Seelenmesse wird am Montag, dem 10. d. M. um '/,7 Uhr früh in der Stadtpfarrkirche St. Daniel gelesen werden. § m a r j • t a bei C e 1 j e, am 6. Jänner 1927. Marie Gottmann, Nichte. oooooooooooooooooooooooooo Q Wer sparen will, verwendet ~ SSI Solifaire" o das beste Putz- und Glanzmittel für Schuhe! „SOLITAIRE" gibt einen außerordentlichen Qlanz, schützt gegen Staub und Wasser, hinterlässt auf dem Leder keinen Ansatz wie andere minderwertige Putzmittel. Ist das billigste Futzmittel, weil es für Schuhe verschiedener Farben nnd Ledersorten verwendbar ist. Es genügt vollkommen, Schuhe nur jeden dritten oder vierten Tag mit „Solitaire* zu reinigen. Eine Flasche »Solitaire" ersetzt 4 bis 5 andere Schuhpasten. Erhältlich in allen führenden Schuhgeschäften. 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Erhältlich in allen gut assortirten, Köhnialwarenfiandlungen. Eruteousfall etwa zwei Drittel vo« Vorjahr betrug. Zum Beginn der Weinlese herrschte iu Slowenien rege N-chfrage. Während kleinere Posten noch ver-hältnit mäßig günstig gisauft merken konnten, waren die Pre »svldeiungen der Sg"er sür giößere Posten schon zu« Lesebe^ian sehr hoch. Die Absotzv:rhält-v'sse waren ia der H rbstjeii in Slowenien nicht ungünstig. Derzeit notiert Slowenien süc leichtere W:iue 6 Dinar, sür bessere Oua bäten 7 b!« 8, sür Lailerb iger leich's sauere Wune 6, bessere Sorten 3 b S 9, während 12 Divar erhäl'l'ch sind. Auch we-deu P?e S-fo,diru»geo bi« 14 D nar g stell«, doch link Weine zu diesen Preisen c'dj' plizi«rbar. Im Varia! schwanken die Pseike zwischen 2.7b bis 3 Dinar für lOpozentige, 3 25 bit 3 50 sür 10 bS 11 p?ozen» «lge W^ißweiue. während Odelo m:t 2.50 bi« 2 75 bezahlt werden. Inzwischen mach! sich infolge stärkerer Nichsrage eine festere PreiStendenz geltend. B sfere II bi« 12prozentige Weine werden heute im Oberbavat «it 5.50 bi« 6 Dinar bezahlt. Die Hopfev preise haben seit Beginn der heurige r H pseniaison tn Saaz nachfolge,de Schwan-kung' n auszuweisen: 26. August Ki 2 800 bi« fle 3.200 30. „ n 3.200 „ 9t 8 500 1. September 0 4 000 . m 4 200 15. 4 000 „ w 4 350 1. Ok ode? m 3.700 , 9 4 300 15. . * 3 400 , 4.100 1. November 3900 . m 4 400 15. „ 3 800 . chr 4.400 1. Dezember m 3.800 „ m 4,300 Ib. . 9 3 700 „ jr 4300 1. Jänner m 4 000 . 4.350 Verkehrswesen ohn« Politik. D.r neue verkehrtminiftec General Soetlslav Milojav'j v ö hat anläßlich der ll bernohme eine« neuen ttnit« an ksl« gesamte E fenbah pnsonal eiu Rundschreiben gerichtet, iu welchem e« unter andere« heißt: Di«tt unser Verkehr, der i« wntschafllichen wie im gesa«ten übrigen ösf »tlicheu L ben eine der wichtigsten Ausgaben zu e> fällen hat, seine Ausgabe erfüllen kann, «st Grundbedingung unbedingte Pänkilichk'i» in der Ausübung jegliche» Dienste«, a»ge«essene O.d»u»g, sowie Hebung der allgemeine« Moral auf j ne Höhe, wo jeder Beamte und Arbeiter eine gewissenhafte, * Jaul Kammrrfjeld. Eine Geschichte au« der Zeit bei Dreißigjährigen Kriege». Bon Anna Wambrechtsamer. »Die Friedländischeu rüsten »um Abzug, käibel," sagte Meist« Thema« eine« Tage« zu seinem Weibe. 4fr stand in der offenen Äüctmlür und lehnte sich •«-Haglich an den braunen Tür stock. Die TOSrjfonn« leuchtete in breiten Strahlen »um Fenster herein und machle d«r Meerschaumin »innerne« Küchengeschirr blivken wie eitel Silber. »Höchst« Zeit, daß die Unfriedenstifter einmal »um Tor hinautkommtn," nahm ste da« W»,t. „«« Ist j« wahilich eine Schmach und ein« Schande, wa« stch die roh«, Gesellen all«« herautgevommen haben. Nicht mehr ans die Straße hat unsercin« schon gihen können, ohne angeftänkt und behelligt »n werden." Der Meister nickte tn beschaulichem «rnste. »Da wa,« ja gut. daß unser Mädel den gan^n Win,er schier gar nicht vo,« Hau« gekommen ist." So vollendete «r auf seine weise deu Gedarkengang seiner «beliebst«». «in Leh.bub ,ies den Meister in die Werkstatt. Dort stand ein großer, vo» vielem Wtngenuß aufg«. schwlmmter Bursche in verschossener Reite,tracht. Doch trug er statt d« Federhute« eine ,und« Mütze über dvv«n und begann: „Idr kennt mich doch noch, Meiste, ?" Dt«s«r schüiielte d.a «ovi. .Ich bin doch d«r Treßknecht von der Ma'janka." Er schi.n ve,wunde,t, daß man ihn nicht bester im Gedächtm« ordentliche und produktive Arbeit al« seine Threnan. aelegenheit betrachtet. Jede« Bolitiesleren im Dienste ist verboten. Projektionen und B:r«itt. lungen, von welcher Seite immer, »öge »an nicht erwarten. Ich werde stet« nur in jder H'.nsichl ordnungsgemäße Arbeit, bie ord»ung«ge»äg begutachtet und mir ordnungsgemäß vorgelegt wird, einzuschätzen w'st'N. Ich sorbere da« gesamte Personal aus. alle Kä'te a,zuspznnen, damit in unserem Verkehr«, »«fei, auf der «rundlag - st enger D szipliu, Beachtung der Gesetze und Borschristen, Ordnung und produktive Arbeitsleistungen erreicht we»dm, b!e auf der Höhe der Zeit stehe». Jugoslawien und der Durchbruch zwischen Rhein, Main und Donau. I, einer der l tz en Sitzungen hat sich hie Handelskammer in B-ograd «it der Bedeutung bei genannten Dnrchdruche« besaßt. D.r vizp äfideut der Kammer Herr Slavoj^viö hob ia 'e'uem Referate hervor, daß Jugoslawien mit der Ecöffmng der ordemlichen Schiffahrt zwischen Possiu und RegenSburg die direkte Verbindung mit Rotierdam und Um beko«m, wa« geradezu einen Unstarz in ben v.-rkehr«oerhälin'fsen bedeut,. Gerade sür Jugoslawien wäre diese ver» bindung von unschätzbarer Bedeutung, weil ei dadurch in die Lcage verhetz' wird, seine Produkte aus dem Nasse«- schnell, billig und oh'k Umladung nicht nur nach D mtschlaad, sonbern auch i« die Schmelz, nach F-aokreich uub »ach Holland »u befördern, «it dem Unterschiede der Kisten sür den j tzlgen Weg über behalten hatte. »Wißt, von der Merketendert», di« Euch damal« den kranken Schweden dagelassen hat. Der ist wohl schon gestorben?" »Da« nicht, «ott sei Dank*, erwiderte der Meister. »Wohl haben wir gemeint, er wird« nicht mehr der machen. Er ist ja auch noch schwach genug. Doch wird ihn, d«vk' ich, da« Frühjahr wieder vollend« auf die Beine bringen." „Die Wunde ist ihm ,»geheilt ?" Der Knecht vergaß den Krug an die Lippen »u heben und riß die blöden Augen weit auf. .Da« hätt' ich nicht gedacht, weil die Merketendert» ihm ei» Gift hinein,etropft hat. So Sache» führt ste immer mit »nd, wenn ihr einer wa« tut, so wird ihm h«i Gelegenheit dergleichen ein gegeben, damit er seinen Bock kriegt. Beim Schweden hab' ich« auch gan, gut gesehen; ja.' .Die Marketenderin? Da« gibt» doch gar nicht, Bursch l" »weiselte Ihoma«. Aber unbekümmert erzählte der Knecht weiter. »Wißt, dt« Ma,janka ist gestern mit einem Gutteil unsere« Trosse« nach Gra» hinausgefahren. Bon dort au« »teht ste dann mit einem andern Regiment hinan« nach Böhmen. Mich hat ste aber davongejagt, weil ich jeden Tag besoffen bin. Aber wenn ich einen Rausch hab', bin ich lustig; sonst freut mich da« Lebe» »it. Doch hat ste da« nit gelte» lasse» wollen. Macht uicht«. So Leute wie ich bin, brauchen die Fiiedlä.dischen immer im Troß. Wer gibt sonst auf die Bagage acht, wen» alle ander» schlafen?" Dem redseligen Knecht wurde die Zunge schon ein wenig schwer. .Aber weißt, ich hab' mich an Euch e, innert und an de» Schw den. Ich hab' übe, Haupt ei» sehr gute« Gedächtnis; o ja. Und weil mich die Marjanka fortgejagt hat, erzihl' ich Euch j'tzt grad ,u Fleiß, wie'« mit d-m Schwede» war. Ihr mühl mir nur nachher noch «inen Wein einschenke». •iH\t dem da bin ich schon gleich fertig." Sprach« und goß den Rest au« dem schweren StetnklUg tn einem Zuge htater di« Binde. Der Meister ließ den Kruz von neuem füllen und schickte dann die Buben tn den Galten, damit ste dort umgrabe» sollte». Al« guter HauSwtrt h elt er t« für übe,flüssig, daß ste hört«», wa« der halbtrunkea« Pack-kaecht noch etwa vorjnbringen haben würde. „Der Schweb ist auf gan» sonderbare Art »u un« gekommen", nahm dies«, nach dem Wenkiug lanaend, wieder da« Wort. „Da« war im Herbst, weit draußen BcaUa und dem zukünftigen läng« der Donau nach Holland allein wn^den dem SHS- Staate einige Hundert M llionen Dn» erspart bleibe». Jtgosla-Wien sührt jetzt einen gr»ß>n Teil seine« eigene« Getreide« über Braila nach Rotterdam. Der Weg dorthin dauert samt Be ladung über 60 Tagt, während läng« der Dona« der Weg viel kürzer sein wird. Ueberdie« kommt Jugoslawien ia direkte Verbindung mit den Kinsvmenle», während e« sich aus de« W?ge über Braila mehrerer Vermittler bedienn» muß. Die jugoslawische Flußschiffahrt muß sich recht« zeitig vorbereite«, um de» eigenen verkehr auf der Doaau übernehmen und «it gegenwärtige» uod zu» künftigen Sch ffthrtgesellschasien auf diese« Floffe konkurieren zu könne». Der jugoslawische Sch fftpark aus der Danau ist j tzi der größ'e, hat aber auch die ältesten Sch'ffe, die reparatioaibedürftig sind. U« diese AuSbefferuug n'cht i« Ar« ande oornehacR lassen zu «üssen, wird e« g»ö igl sein, i» kürzester Zeit eine neue Schifftwerfte und neue Häsen z» bauen, denn die Baukosten weide» die Reparatur«« taten i« Auslande nicht übersteige». Der gegenwäc« tige Hifen an der Saoe ist sehr primitiv, a» ber Donau besitzt e« überhaup: keinen. Häsen aber braucht e« zur Förderung bei Aus- und Abladen« sehr dringen». Der jugoslawische Bei kehr auf der Donau. Aulsuhr und E »fuhr, beträgt schon jetzt üb:r 100 555 Waggon«. Wenn der vsrerwähute Durchbruch eröffaet wird, wird sich der Verkehr ans der Donau wenigsten« verdreifachen. im Reich, wo st« di« große Schlacht geschlagen habe»» Ihr wißt ja hier alle ein bissel wa« davon. Wir Troß» l«ut' lagen da»umal in einem Föhrenwald nicht weit vom Schlachtfeld. Da koante» wir freilich nicht viel seh«». Aber »u höre» gab« genug. Ein mörderliche« Tob«» und Schieß«» dra»g den gan»«n Tag »u »»« herüber. Der Nebel war so dicht, daß man k«in« dreißig Schritt weit seh«» konnte und bi« »um Abend hatt» wir auch nicht mehr lange. Mir war recht schlimm », Mute; ich dachte auch ein wenig an« davonlaufen. Doch ließ «ich die Marjanka nicht au« den Augen »nd schauen kann die wie der Teufel selber und dann Hits ich wich im Nebel gar nicht au«gekannt und wär' »»-letzt noch »u den Schwedischen gelaufen. Dort, heißt«, muß man etn Ketzer werden uod »u trinken gibt« auch »icht viel. Da« hätt' mir nicht g«taugt,' drum tlietz ich still auf w«in«r Wagenstang« hocken. Ans einmal brechen grad vor un« drei Gäule durch« Gestrüpp, daß stch die Ruten biegen und da« Reistg knackt. Auf »weie« davon fitzen Reiter; auf den mittleren ist einer ange« bunden, der stch gar nicht rührt. Aber einen blau» Soldatenrock hat er an, wie die andern zwei. Ich kriech' geschwind unter den Wagen. Bor den Schweden ha»' ich mich »war nie gefürchtet; doch man kann nit wisse». St« parieren dicht vor un« die Pf«rd«, heben de» Mittlern, von s«inem Gaul h-runt«r, sagen, «r sei ihr Fr«und, den ste »ur Pflege bei der Marjanka lasse» wollten, damit er an feiner Wunde nicht »u Gruode gehe. Auch einen schweren Beutel voller Talerstücke hat «wer von ihnen der Marjanka gegeben. Wie st« da« viele Silber und den schönen jungen Schweden gesehe» hat, war ste auch gleich dabei und half, ihn m.t den eine» Soldaten, der dem Kranken ein wenig ähnlich sah, a»f unsern Wagen unter die Plache heben. Wir sollten ih» ja recht gut betreuen und ste wollten ihn bald wieder abhole», sagten ste »och. Da»» warfen ste stch anf ihre Gäule und jagten davon. Kaum war ich unterm Wage« he, vorge krochen, so kamen auch schon die Fri«dlindische« dahergefahren wie die wilde Jagd. Etaer schrie herüber, ob wir nicht drei Schweden gesehen hätten. »Ja', »eiterte die Marjanka. „Da hinan« 1* Und wie« ste gan» wo ander« hl», al« wo hinau« vi« Blaue» geritten waren. Den Gaul de« Frenrden, welchen die ander» »ivei »uisltfgelassen, e« wir ein schöner Scheck, v rkaufte ste am nächsten Tage unjerm Obersten. 6rite 6 Eillier Zeitung Nli«wkr 2 Köchin uad Stubenmädchen, deutsch sprechend •nd vertiert in Schneiderei, anständig und vertrauen*«ttrdig, können auch Mutter und Tochter »ein, werden in I>auerstello zu kleiner Familie sofort aufgenommen. Direktor 8andor, Zagreb, Berialaviceva 11, __I. kat. Sehr guter Genuisegärtner der sich auch bei Bäumen u. Blumen versteht, wird gesucht. Reflektiert wird auf alleinstehenden, selbständigen Arbeiter mit guten Zeugnissen und ein t & e h 11 g e r Span für Viehzucht und Futterbau mit guten Empfehlungen, ledig. Anzufragen mit Zeugnisabschriften und Gehalts-•nsprücben an Selch warenfabrik K. Rabus i sin, Zagreb. 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Mit dem Posten sind folgende Obliegenheiten verbunden: Verrichtung sämtlicher mit dieser Stelle verbundenen kirchlichen Funktionen, Erteilung des Kirchengeaangunterrichtes in den Schulcn und Leitung des Kirchengesangvereines. Bewerber röm.-kath. Konfession und deutscher Volkszugehörigkeit mögen ihre Dokumente über Befähigung und bisheriger Wirksamkeit nebst ihrer Ansprüche sofort an die VrSacer röm.-kath. Kirchengemeinde einsenden. Vr&ac, am 29. xii. 1926. Der röm.-kath. Kirchenrat zu YrSac. Tvornica „Penkala" k anst Linden, Ahorn-, Birnen-, Silberpappel- und Erlenklötze. Austro - Daimler Type A. D. M 6 Zylinder, Vorfiihrungawagen, wie neu, hochelegant, rassig, nur wegen Auflassung der Vertretung äusserst preiswert zu verkaufen. Zu besichtigen Donnerstag den 13. d M. in Celje vor dem Cnfä „Merkur" (Jicba). Anzufragen: Aug. Stoinschegg, Rogaäka Slatina. Chemisches Laboratorium sär Industrie, Landwirtschaft und Handel. 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