LMllchelWMtllng. Ä5^ I k»7A^ Prän>üi!i:ratlon»prei»: Im < X kl. li. !.''U^. n. 5.50. »für vieZuftell'/ng lüs HüU? Samstag, 3!. Juli Insert! onagevühl bis lu Zellen: imal «u lr., ^ t^4»L5 ^M.«utr.,3m.iN.;lonttpi.^i:!le1m.«Ir..2N!.«li,, >^N^D Mit 1. August ^ beginnt ciu ncncs Abonnement anf dic „Lailiacher Zeitung." ! Der P rän nmcr ati ons - Prei s beträgt für ^c Zeit vom I. August bis (5ndc December I^lil): ^ln Comptoir offcn.......4 fl. 00 kr. ^ Comptoir nntcr Convert . . . . 5 „ — „ uür Vaibach ins Haus zugestellt . . . 5' „ — .. -"it Post mttcr Schleifen.....6 .. 25 „ Aintlicher Theil. z. ^c. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 24. Juli d. I. die n'ulil des bisherigen Viccpräsidcntcn Hofrathcs Dr. M Nokitansky zum Präsidenten der kaiserlichen Mcinie der Wissenschaften in Wien allcrgnüdigst zu bc-^'M und jene des Hofrathcs und Directors des ^">s-, Hof- und StaatSarchivcs Dr. Alfred Ritter ^lncth znm Piccpräsidcntcn dieser Akademie zur "lnuluß zu nehmen geruht. Giskra m. i>. !,,. Sc. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Entschließung vom 24. Juli d. I. zu ,!^ichcn Mitgliedern der kaiserlichen Akademie der ^scuschnslcn in Wien, nud zwar für die philosophisch-/°l>schc blasse den Professor für Sanskrit und vcr> ^,'chcnde Sprachwissenschaft au der Universität zn w'? Dr. Friedrich Müller, und den Professor der i/, osophic an der Universität zu Wien Dr. Robert ^^Ui ermann, dann für die malhematischnaturwis- ' »F^ftlichc Classe den Professor der Physiologie an der « ^^nisch.chi^irgischcn Josefths-Akadcmic in Wien Dr. R ^° Hering allcrgnädigst zn ernennen geruht. > Giskra m. p. ^. ^e. k. und l. Apostolische Majestät haben mit <"Mtcr Entschließung vom 24. Juli d. I. dcu ?i>t^ kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien j^ Wlcn Wahlen, nud zwar des Professors des römi-^ "^chtcs an der Universität zu Wien Dr. Rudolf ^v,'!^, des Professors der classischen Archäologie au ^^'versilät zn Wien Dr. Alexander Conzc und ^N ^?sessors der deutschen Sprache und Literatur an ^r^nsität zn Wien Dr. Wilhelm Schcrcr zu ^jch.?.^enden inländischen Mitgliedern der Philoso-"ü lVs i Aschen Classe, des Professors der Chirurgie "üb . Universität zu Wien Dr. Theodor Ä ill r o ih ^tll^ ^l'ivatdoccntcn an der Universität "l Wien Dr. >^^^ ^>ppolzcr zu corrcspondircndcn inländischen Mitgliedern der malhematisch-uaturwissenschaftlichenClasse, dann des ProfcssorS der Theologie an der Universität zu München, Propstes Dr. Johann Joseph Ignaz Döl -linger und des Professors der Geschichte an der Uni-versität zn Göllingcu Dr. Georg Waitz zn correspou-direudcu ausländischen Mitgliedern der philosophisch-historischen Classe, endlich des Arztes Dr. InliuS Robert Mayc r zu Hcilbronn, des Piofcssors der Chemie an der Universität zn Bonn Dr. August Kekul. Se. k, und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Juli d, I. dem Scctioi'Srathe im Finanzminisicriun, Friedrich Elsner in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung dcu Titel uud Charaltcr cincs Aiiuistcrialralhcs taxfrei allerguädigst zu verleihen geruht. Plener m. i>. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 30. Juli. Eine Venedigcr Correspondenz der „Presse" erzählt von Versuchen Rußlands, in den Archiven Venedigs Schriftslücke aufzufiudcn, die ein „Recht" RußlaudS auf die süd s la o i s ch e n Provinzen O c st c r r c i ch s, namentlich Dalmatien und Ragusa darthun sol-leu. Dic russischen „Kronjuristcu" macheu sich wieder einmal unuöthige ^lühc. Dem Mißbrauche geschichtlicher Document«: hat Oesterreich glücklich vorgebeugt; namcut-lich war es die uugarischc Rc^iernnq, welche den Zweck und die Tendenz der „russischen Gcschichtsstudicn" in Venedig erkennend, dieser neuen russo - slavischen Propaganda energisch entgegenarbeitete, indem sie den (Geschichtsforscher Herrn Mircse mit dcm Auftrage nach Italien entsendete, im Venezianer Gcncralarchiu sämmtliche ans die südslavischc Geschichte nnd auf Dalmatien und Ragusa bezüglichen geschichtlichen Dutcn und diplomatischen Actcnstückc zu sammeln und zu codificircu, uud hat Herr Mircsc seine dicsfülligc Aufgabe iu der gclun-gcnslcn Wcisc gelöst uud sind die Resultate seiucr h,sto-. rischcu Forschungen ganz da;u angethan, dcn russischen Propagauda-Oclüstcu dcn Todesstoß zn geben, und die angeblichen wichtigen Entdeckungen der russischeu Geschichtsforscher llä uwm'äum zu führeu. Dr. Thomas nnd Tafel in der deutschen, Schaffrik in der süd-slavischcn und nun Mircsc in der uugarischcu Oe-schichtslitcratur habcn allcs jenes sür die slavische Geschichte erschöpft, was man in Petersburg znm Zwecke einer russo-slavischen Propaganda zu verwerthen bemüht ist, nnd die Russen kommen mithin mit ihren südslavi-schcn GcschichtSstudien im Venezianer Gcncralarchiv einigermaßen zu spät. Als Termin für dic Auswechslung der Ratification s n r k n n d c n, womit der erste Theil der Arbeiten der ^iquidationscominission wegen der ehemaligen deutschen Almdcsfestungcu seinen Abschluß finden soll, wurde der (l. August festgestellt. Die ..A. Abdztg." hört, daß von Berlin ans keinerlei Einsprache gegen die Beschlüsse der Commission crhobcn wurde, uud da die gleiche Nachricht auch von den anderen verhandelnden Rcgieruugcu erwartet wird, dürfte dem baldigeu Austausch der Ratificalionsurkundcn kein Hinderniß im Wege stehen. Die ..France" und „Patrie" versichern, daß der Kaiser Napoleon dcn 15. Angnst d. I., dcu hundertsten Geburtstag Napoleon's !., der bekanntlich in ganz Frankreich gefeiert werden soll, nicht zu Paris, sondern im ttagcr zn ChalonS znbringeu werde, um die dort uutcr dem General Bonrbaki stehenden Truppen zu besichtigen. Die Frage, wo sich der spanische Throlift ratende nt Don Carlos in diesem Moment befindet, scheint bis zu diesem Angcnblick noch nicht end« giltia, aufgeklärt zu sein. Die Zeitung „Paris" versichert zwar, daß der Prinz in Chantilly bei Paris rc-sidirt, wo einer der Anhänger seiner Sachc ciuc elegante Villa zu seiner Verfüguug gestellt habe, und wo er zur Stunde noch mit englischen Hänscrn über ein Anlchen uuterhaudlc, um seinen Fcldzug beginnen zu können. Andere autorisirtcre Stimmen bleiben dabei, daß der Prinz sich noch oder doch wicdcr in Fontaiuebleau be» finde und vou der französischen Regierung bedeutet worden sei. man wcrdc cö zn verhindern wissen, daß er die spanische Grenze überschreite. Mittlerweile hat freilich in der Nähe von Ciudao-Ncal, wie die Dcpeschcu melden, ein Zusammentreffen an dcm kleinen Flüßchen Man'/anaris in der Mancha stattgefunden. Die Car-listen seien, fünfhundert Mann stark, vom Brigadier Sabaricgu commaudirt worden. Andere Nachrichten besagen, daß dies Rencontre zu keinem Blutvergießen Anlaß gegeben, da die Insurgenten sich beim Erscheinen der regulären Truppen sofort zerstreut hätten. Wie immer bei solchen spanischen Bewegungen spielt die Unterbrechung des Telegraphen uud das Anhalten der Ciscnbahnzügc eiuc große Rolle nntcr dcn ausstäudischen Kuudgcbuugcu. Die Nachrichtcu des „Monitcur Dalloz" anS Madrid besagen, daß die Regierung von allen Plänen ihrer Feinde aufs Genaueste unterrichtet uud entschlossen sei, die Anhänger des Absolutismus aufs Strengste zn bestrafen, wenn fic ihre Projecle auszuführcu wagtcu. Dcunoch scheine der ClcrnS die Seele dieser Bewegung M, cselM'llill. __ Militärisches Zdl)llcn-Lewl. * 11. WM Du cine« Mensche» wahvm Wcttl, untersuchen, Muß!, weil» unbeachtet er sich wähnt, ihu M^ ^. I'eilichen! ^l ^tidc,, -^! ^ 'ücht abgeneigt, nns Soldaten aller t^'t. D Ä 5" falten, "'it' Anönahmc der Spar- U ^ "''s . . ""lilcndctc weis nicht, welches große Un- l ^ ^urch angcthan wird. »t^gcfuii^ ^'Geschichte gcnancr nachgeblättert, der » tzMczcn (^, ' ^m. daß die Soldaten stets dcn allein »^Nchlic."'^^ ^l°lgt: ..Leben und leben lassen." »'s 'Nit irk!^ < "'°c kann es gar uicht geben; denn »li^ GeiA'! ^Ucrn begabt ist uud nicht geuiestt. >" dnuioch sf ',s^/^'' welcher ohne etwas zu bc- ^ ^"' Und 5/ '! ^°^ "on j)1u. ultm eines Ocko. l'^^r höcksi.n ^ Soldaten die letztere Oekonomie l'^"' geübt, kann Niemand ' ^' üln ^?^" F^t. in nusere wirthschaft- » y, Vin N ^ '"' ^'""ick z" thun. > <" "an eimn'M/.Ä"'^'! ^""'pn'ch gethan haben.- > 'l)n da. «/... ^7' ^""" l""cn, so beobachte » °"'' "''U' er sich ^beobachtet glanbt." Ich glaubte vorstehenden Satz anführen zu müssen, weil ich die geehrten Leser, wenn sie nur folgen wollen, in den ^cbcnstreis von Mänueru, dic sich unbeachtet wähnen, zu führen gedenke, um zn zeigen, wie falsch dieselben beurtheilt werden. Wie alle Menschen entweder schlafen oder wachen, so thnn es auch wir, nur mit dcm Unterschiede, daß wir zeitlich in der Friih aufwachen und aufstehen müssen, während cS Menschcn gM, dic beim Sonnenanfgang sich erst auf dic andere ^citc wenden. Hat man nach dcm Aufstehen ein tüchtiges Stück Arbeit vor sich, so muß mau den Körper durch ein Frühstück dafür traf' tigcu. Ich speciell mrrichtc diesen wichtigen Act des ^cbcus in ciucm Wirthshnusc, dem einzigen Vocale, wo man noch etwas Genießbares bekommt, und bevor ich das Frühstück erhalte, was gewöhnlich erst nach längerem Warten geschieht, nehme ich z^- Hand die Biographie cincs Heiligen, der wegen seines heroischen Duldcns heilig gesprochen wnrdc, und lese dcu Titel und das InhaltSverzcichniß dcS erbaulichen Buches. In letzterer Zeit jedoch habe ich das Vcscn dieser interessante,, ^ec-lürc aufgegeben, weil ich sie sch»,, auswendig weiß und ans dem Gedächtnisse wiederhole. Nun kommt der eigentliche Dienst. Wie dieser geübt wird uud welche Rolle wir dabei spielen, habc ich bereits die Ehre gehabt zn besprechen. Ist der Dienst vorüber, so begibt man sich in sein stilles Kämmcrlein, zündet eine Tabakspfeife au und sendet in die ttufl mit den aufsteigenden Rauchwolken die Seufzer, die uufercr gepreßten Brust sich cutriugcn, trünmt vielleicht, daß die Wolken, von den Winden getragen, küsse» werden Mund und Wangen jenes lieblichen Wesens, das für unsere Sehnsucht zu ferne von uns weilt, und schickt mit dcn Wolken eine Unzahl Küsse in die Lnft. Hat man anSgctränmt und ausgeruht, dann uimmt man ein Buch zur Hand und liest, bis die Sonne ihren CulminationS-pnntt nngcstnmcr Mahnung erreicht hat nnd den Mittag anzeigt. Jetzt gcht man cssen, speisen, dinircn, odcr wie sonst die Menschcn die mittägige Befriedigung des Magens zu ncnncu belieben. Man denke sich unter diesen Mahlen ja nicht lu-cullischc Festmahle, sondern eiuc einfache Hausmannskost; aber was ihr sonst an Würze und Reichhaltigkeit abgeht, das ersetzt der leichte Humor gntcr Kameraden uud der gesunde Appetit. Dicsc Mahle sind nicht zu vergleichen mit dcu ernsten und stillen Familicnmahlcn, wo der Hansvatcr nach gesprochenem Tisch - Segen mit dcm Vorlcglöffcl nud mit strenger Ciuhaltung der üblichen Familien - Rangsordnung Jedem seine Portion darreicht, wobei ihn die besorgte Hausmutter uuterslützcn zn müssen glaubt durch milde Ermahnungen an dcn Jung« slen. ja nicht unaitig zu sein, oder wenn der Kleine seine ^icblmgöspcisc schneller verzehrt, um noch zu cincr zweiten Portion zn gelangen, ih» auf die Schädlichkeit des vielen nnd schnellen Essens aufmerksam macht, welche Ermahnung er mit einem schnell impromsirtcn Geplärr erwidert; nicht mit dcn steifen Gastmahlen, bei denen es wicdcr nach der socialen Rangsordnnng hergeht uud der Gast slcts versichert, er habe bereits genug, sich aber tummelt, so bald als möglich fortzukommen, um seinen Hunger nnd Durst im ersten bcstcn Gasthansc zu befriedigen; auch nicht mit den Zweck- und Festessen im 1284 zu scin, was ihr einen Charakter besonderer Wichtigkeit beilege. Eine große Anzahl von compromittirtcn Pric stern ist bereits in Haft und tagtäglich erhalt die Regierung ncnc Denunciationen. Wie bereits bekannt, hat der Ministerrath beschlossen, zunächst den Regenten aus Lagranja, wo er seit einige!! Tagen weilte, zurückzuberufen nnd sodann das Gesetz vom Jahre 1821 wider bewaffnete Ansrührerbauden wieder in Wirksamkeit zn setzen, d. h. also das Land in Belagerungszustand zu erkläre». Die zahlreichen, bereits längs der französischen Grenze aufgestellten Trnppcu wnrdcn bekanntlich verstärkt. Die „Times" berichtet ans Madrid über die feierliche nnd öffentliche Bcisctznng des Leichnams einer protestantischen Dame Donna Panlina Gomcz ans dem allgemeinen slirchhofc. Der katholische Elerns verweigerte die Beerdigung, weil der allgemeine Kirchhof mir für Katholiken fei, -- der britische Kirchhof, der ist nicht für Spanier bestimmt. — Da befahl der Alcadc von Madrid, Don Nikolas Maria dc Rivcro (zugleich Präsident der Cortes, anf Gruud des von den Eor« tes erlasfcucu Gesetzes dcr Freiheit der Culten), sofort dein Gcncraluicar, dic bezüglichen Anordnungen zur Beerdigung der deiche der genannten spanischen Dame aus dem allgemeinen Madrider Kirchhofe ,zn crlaffcn.! Bon drei Alguacils begleitet, welche Befehl hatten, Jeden, der deu Zug störe, zu verhaften, wurde dann Donna Paulina, gefolgt vom Pastor Ruet und zweihundert fpn-nischen Protestanten, beerdigt. Die Geistlichkeit begnügte sich, ciueu Protest schriftlich einzusenden. Jus >cr rcichöriithlichen Delegation. (Sitzung dcs Budgcta usschn sses vo Nl 2 5 tc n I u l i.) Vorsitzender: Ritter v. Hopfen. Von Seite der Regierung waren anwesend.' Ihre Excellenzen Reichskanzler Gras Bcnst, CcctiouSchcf von Hofinann, Scctionsrath v. Nadhcrni. Sc. Erc. ^Iteichs-fiucmzlniuistcr Freiherr v. Bcckc, Sectionschef v. Lackenbacher nnd Scclionschcf v, Wcninger, Hofrath u. Bccke und Hofsecrctär Weiß. Iu dieser Sitzung wurde der Etat des Ministeriums des Acußeru zu Eudc berathen und sofort der Voranschlag des gemeinsamen Finanzministeriums in Vc-rcithnng gezogen und gleichfalls seiner Erledigung zu-gcführt. Berichterstatter Dr. van dcr Str, aß rescrirt iibcr die noch rückständige Post betreffend die Subventionen für den österreichischen Lloyd, wobei er beantragt, die Postcinnahmen seien nicht mit 80.000 fl., sondern dein wirtlichen Ergebnisse entsprechend uut (^5.000 fl. einznstcllcn. Dieser Antrag wird bei der Abstimmung angenommen. Weiter stcllt der Rescrci't den Zusatzantrag, die Post-einnahmen seien nur mit dem Borbehalte zu gcnchmigcn, daß dadurch den rcichsräthlichcn Beschlüssen in keiner Weise vorgegriffen werde. Auch dieser Antrag des Referenten wird zum Be-schluß erhoben. Ueber die Frage, ob die Einkommensteuer des Lloyd abzuziehen sei oder nicht, entspinnt sich einc längere Dc battc, an welcher sich außer dem Referenten noch die Delcgirtcn Dr. Klier, Dr. Zicmialtowski, Dr. Ban-hanS, Dr. Ritter v. Dcmcl. Scctionschcf u. Lackenba-chcr. Dr. Stnrnl, Dr. Ncchbancr, Fürst Iablonowski, Ritter v. Wintcrstcin und der Finanzmiuistcr Baron Bccke bcthciligtcn. Schließlich wird der Antrag des Referenten, die Einkommensteuer dcs österreichischen Lloyd nicht abzu- ziehen, angenommen uud die Gcsammtziffer der Subvention des österreichischen Lloyd mit 1,815.000 fl. eingestellt. ! Es wird sodann zur Wahl eines Berichterstatters für die Plcnarberathnng der Delegation geschritten und der bisherige Referent, Dr. van der Straß, einstimmig zum Berichterstatter für den Voranschlag des ge-imiusamcn Ministeriums dcs Aeußcrn gewählt. Del. Ritter u. W iutcrslei u refcrirt sodauu über das Budget dcs Reichsfinanzministcriums und dcr Rech-nungscontrole nnd beantragt, das; bei Titel 1, „Ern-tralleitung" (iu dcr Rcgicrnngsvorlage eingestellt mit 0!).024 fl.), die Sninmc von 5880 fl. als dcr Bezug eines Ministcrialralhcs anf da3 Extraordinarium gestellt werde, womit angedeutet wcrdcn soll, daß dieser Posten im ErlcdiguugSfalle nicht mehr zu besetzen sei. Del. Dr. Rechbauer beantragt einen Gesammtabstrich von 10.000 fl., Dr. v. Figuly einen Gc-sammtabstrich von 11.000 fl. ^ Bei dicscin Titel, der sich auf die Ecntrallcitung l bezicht, brachten die Dclcgirten Dr. Ritter von Dcmcl und Dr. Rcchbaucr gleichzeitig die Frage in Anregung, ob es nicht thuulich sei, daß das gauze Rcichsfinanzmi-nisicrinm aufgehoben nnd die Functiouen desselben einem Cassicr übertragen werden können. Au dcr Debatte über diesen Gcgcustauo bcthciligtcn sich die Dclcgirten Dr. Sturm, Dr. Kaiser, Dr. von Figuly uud Ritter v. Winlerstciu. Dic gcnauntm Dclcgirtcn sprechen sich durchgehende mehr oder weniger gegen dic Aufhebung dcs Rcichsfinanz-ministcrinms ans, insbesondere betont Dr. v. Figuly, daß das Vorhandensein von drei RcichSminisicru eine collegiate Behandlung aller Angelegenheiten erst ermöglicht. Zum Schluß nahm Sc. Excellenz dcr Herr Reichskanzler Graf Beust das Wort, um die unbedingte Nothwendigkeit und Nützlichkeit des Fortbestandes dcs Rcichsfinanzministcrinms in ausführlicher Rede zu entwickelt!, und zwar theils vom Standpunkte dcr gegenwärtigen staatsrechtlichen Gestaltung dcr Monarchie, theils vom Standpunkte dcr von ihm im Laufe dcr letzten zwei Jahre gemachten praktischen Erfahrungen, welche ihm hinreichend Gelegenheit bieten, der sehr verdienstlichen Wirksamkeit dcö Rcichsfinanzministcrö Barou Beckc Anerkennung und Gerechtigkeit zu zollen nnd ans derselben den Nachweis zn liefern, daß die Thätigkeit des Reichs-finanzmimstcrs nicht nach dcn allerdings jetzt sehr rcducirten Agenden bcmcssen uud beurtheilt wcrdcu dürste. Schlichlich machte Se. Excellenz darauf aufmerksam, daß cö wünschenswert!) wäre, mit dcr Zeit darauf zu denken, eine dcr nngarischcn Rcichshälftc angchörigc Persönlichkeit ius Reichsmiuistcrium eintreten zn lassen, weshalb es auch nicht angezeigt erscheine, die Zahl dcr Rcichsministcr zu schmälern. Hierauf wnrdcn die einzelnen Positionen dcr Titel 1 und 2 nach dem Antrage dcs Referenten äuge«-nommcn. Was die Titel 4—U (Ruhegcnüsse, Gnadengchalte:c.) betrifft, so stcllt dcr Referent zn denselben nachfolgende Anträgen 1. Seien von dcr Pension dcs Herrn Baron von Mcysmbug 1050 fl. auf das Extra ^ Ordiuariuiu zu stellen. 2. daß 2053 si. 18 kr. als Rechnungsfchlcr zu streichen seien. 3. daß 300 fl. als Gnadcngabc für die Waisen dcs verstorbenen Hofratheö Fcrstl gestrichen und dicsc so wie 4. 4250 fl. 20 kr. Gnadcugabcu für im Auslande erwiesene Dienste anf den Dispositionsfonds dcs Ministeriums dcs Aeußcrn gestellt werden. Im Laufe dcr Debatte zicht dcr Referent den Antrag Pnnkt 3 zurück. Die übrigen Anträge werden angenommen uud die Ausätze des Voranschlages mit deu diesen Anträgen entsprechenden Abänderungen angenommen. Zu Capitel 4, „Rechnungscontrolc." Titel 1 „Oberster Rechnungshof", beantragt Rcfereut nach den, Vor' anschlage die einzclucu Posten unverändert im Gcsammt-betrage von 104.095 fl. auzunehmcu. Dcl. Dr. Rcch b au cr beantragt cineuAbstrich von l3.500 fl. als den cingcstclltcn Gehalt für deu Präsi dentcn dcS Obcrstcu Rechnungshofes. Dcl. Dr. S t u r m beantragt folgende Resolution: Die Bewilligung der eingestellten Posten erfolgt vorbehaltlich dcr im gesetzlichen Wege festzustellenden Organisation dcs Obersten Rechnungshofes nnd die Regierung wird zur Vorlage dcs Organisationsstatntcs aufgefordert. Bei der Abstimmung bleibt dcr Antrag des Dr. Rcchbaucr in der Minorität, dagegen wird der Autrag des Referenten so wie die von Dr. Sturm beantragte Rcsolutiou augcnommcn. Der Referent beantragt weiter die Ziffer der Zoll-einnahmen statt mit 10.500.000 mit 12,000.000 anzunehmen. Dcr Vndgctausschuß stimmt diesem An trage bei. Ferner wird vom Referenten die Wiederaufnahmt folgender Rcsolntioneu beantragt. Es wird das Mini- ! sterinm aufgefordert, feinen ganzen Einfluß aufzubieten, damit endlich: :>. Die Ausgleichung bcireffs jener Snmmen stall" finde, welche sich nach den Liquidationöactcn vom 31tcü December 1867 in der mit diesem Tage an den gemeinsamen Finanzministcr übergegangenen Staatsccntral-eassc befunden haben; l». die gesetzliche Regelung der Vcitragspflicht zü j den in den Regicrnngsvorlagcn für 1868 als gemein-sam bezcichnclcn Pensionen erfolge. Ferner wurde das Ministerium aufgefordert, Sorgt zu tragen, daß baldigst ciue Regierungsvorlage iu Bc-trcff dcr Rcgclnng dcs Rechnungswesens nnd der Reck' nungscoutrole dcr gemeinsamen Angelegenheiten erfolge. ! Dnsc Anllägc wcrdcn angenommen, lctzlcrer mit dc:u Vorbehalte einer Eumnlirnng mit dem ähnlichen Antrage dcs Del. Dr. Sinrm. Rcfereut beantragt schließlich, cS sci an dem i>n ^ Vorjahre gefaßten Beschlusse, daß die Bewilligungen ! noch 0 Monate über das laufende Jahr fortzudauern haben, f.'stznh^ltcu. Auch dieser Antrag wi>.d zum Be< schlusse erhoben. Es wurde sodann zur Wahl eincö Berichterstatters iibcr day Budget dcs Finanzministeriums und dcr Rech' nnmisconuole gcschriltcn nnd die Wahl fiel einstimmig auf den bisherigen Referenten Ritter v. W int er st ei»- Hicranf wird die Siyuug geschlossen. ?tächste Sij' zung morqen.____________ _________^. Dcr Kirchcllkill-CmnplMiß vor >cm cnglischlN Unlcrhlmsc. L ondo n, 24. Juli. Dcr Eomftromiß des cngli-! scheu Ministeriums mit dem Obcrhausc bezüglich del irischen Kirchcnbill wurde am 23. d. Abends von Glad' stone auch dem Unterhause vorgelegt. Der Premier wurde von einem minntcnlangcn Iubcl empfangen. Er legte die sechs Ansglcichspnnktc dar und charattcrisirtc sie in offe^ ster Weise. Frack, bei welchen politische oder unpolitische Reden gehalten wcrdcn: nnserc gcmeinschafllichcu Mahle sind ein Gemisch von allem diesen, gewähren die Freuden uud Leiden aller; Freuden dann, wenn man an der Tour dcr Erste ist und den Tag zufällig die „Lcibspeis" auf dcn Tisch kommt, denn ohne Rücksicht auf die Andern - -unfcr erstes und besles Princip, das bis zu dcn äußersten Grenzen verfolgt wird — nimmt man so viel, als es nur beliebt; Leiden aber, wenn mau der Letzte oder Vorletzte ist, nnd mit schwerem Herzen sieht, wie das Gute immer mehr und mchr untcr den kühnen Griffen dcr glücklichen Vorgänger schwindet und nichts Anderes übrig bleibt, als sich an dem minder Guten zu entschädigen. — Welch cine problematische Entschädigung! Durch die örtlichen Vcrhaltuissc gcnöthigct, führen wir eigene Wirthschaft, mit welcher Einer aus der Gesellschaft betraut ist; seinen Anordnungen ans dem Gebiete dcr Wirthschaft sind alle Ucbrigcn uubcdiugt un-terworfcu. Einer dcr Kameraden hat scin Zimmer zur gemeinschaftlichen Benützung übcrlasfen, wo mau sich so bequem und nngcnicrt macht, wie in dcr eigenen Woh-nnng. Um einzutreten, klopfen wir auf eine ziemlich ungestüme Art an, nnd ein gleich nngcstiunes, Herein!" schallt von Innen uns entgegen. Mit einem mehr als vernehmlichen ,,8(jrvn«!" das ebenso vom Zimmerherrn crwidcrt wird, treten wir ein, wcrsen Kappe und Stock anf das Sofa uud scndcn das ansgezogenc Obcrklcid' nach. In einigen Minuten ist dic lnstige Gesellschaft versammelt, nimmt unter lebhaften Gesprächen ^ärm, würden Nneingcwcihctc sagen — die bestimmten Plätze ein, worauf die Suppc untcr dem harmonischen Gctrom-mcl von Mcsscru uud Gabeln anfgctragcn wird. Wie. die Suppc beinahe verzehrt ist, wird die Thüre aufgerissen uud untcr lautem Hodoro-to-to-to! kommt woch Eiuer von der Gesellschaft, dcr sich verspätet, Dieser Eine verspätet sich säst täglich, weswegen cr immer, wenn ihn die Tour trifft, scin Recht verliert, dcr Erstc die Suppc zu nehmen. Man solltc mm glaubn, daß jetzt, während «egcs-scu wird. Ätuhe herrsche, damit die Spciscu gcmülhlich z>,l Verdauung vorbereitet wcrdcn können; aber in solcher Gcscllsa'iaft, wo alles eher. nur keine Ruhe möglich ist, kann dics »ur ein Köhlerglaube scin. Kaum ist die Srppe unter „Donnciwttlc!,!" und ,/Vatraineut!" — Emer hat M beim schnellen Ess.'" an der hci^n ^nftpe den Mund vcrbr^nnt - i„ dcn Leib gebracht, so steht dcr Sakrament-Schreier anf, dcnu cr muß nach jedem Gerichte im Zimmer spazieren nchcn; sein linker Nebenmann, dcr Spätling, bcnntzt dic Gelegenheit uud folgt seinem uuwiderstchlichcu Vcrlansscu nach dem Weine dcs Spaziergängers, grcift nach dcsscn Wcinglase, dcr Bc-weM-ngölnstige bemerkt dcn Frevel, spimgt hmzn lim ihn zu hindern, wirft dabei seine Weinflasche um, ans dcr cin guter Thcil ausrinnt, greift jetzt nach dieser und slößt dic Flasche sciucö rccklcu Nebenmannes um, ohne da« Leeren seines eigenen Minglascs gehindert zu haben. Seit dieser Zeit hält cr beim Sitzen die Flasche zwischen den Füßm, und anf dem Glase ruht ununtcr-bruct,cii die lintc Hand; während dcr Promenade — die nute,läßt cr nie — ist dic Flasche unter dcm Arme ui'd daö Glas in dcr Hand, was aber nicht hindcit' daß ihm dcr bcntclusligc Nebenmann dann und wa>u' dcn Wein unstrinkt. Diese nnd ähnliche Sccncn, die sich fasl tägli^' wiederholen, stören nicht das gute Einvernehmen t>cl lIlMgqcsclleu'.Gescllschaft, sondern würzcu uoch das fl^ gale Mahl uud erhalten die Tischgesellschaft immer bt' gutem Humor. Nach beendeter Mahlzeit werden die „Friede^ pfeifen" angezündet und Siesta gehalten, aber nicht ^ behäbiger Ruhe dcs dickwanstigen Gourmand, sond^" als Foitsctzuuss in dcr Manier dcs Mahles. Der H"^ doro to to-to-Mann, der stets Verlangen nach fremde'" Wein hat, hat solches auch nach fremder Pfeife "" fremdem Tabak. Er vergißt regelmäßig feine Ral'chr qnisitcn; wcnn daher Andere gemüthlich die Na»^ Wollen in die Luft blasen, so läßt es ihm keine N""^ bis cr nicht von Eiucm Pfeife und Tabak crh^lc, Gewöhnlich erficht cr wicdcr dcn unermüdlichen Sp zicrgänacr zum Opfcr scincr Vergeßlichlcit, ncckt '^ so lange, diS er ihm bcideö anöfolgt, sonst läßt cr >^ keinc rnhige Minute. ^ Haben wir Besuch, so ändert sich nichts wen» als daß cS um einige Grade lebhafter geht als >^ und der Gast sich iu unsere ungezwungene Lcbenstv fügen mnß. ^. Nach ein bis zwei Stnnden geht die luMe ,^ sellschafl traurig auseinander, uud Jeder sucht ! ,< stille Klause auf, um ilbcr dcS Lewis En,st "^o denken. 1285 Als schr einschneidend in den ursprünglichen Entwurf und als einigermaßen seinen Grundsätzen widcr-Hlechend bezeichnet der Premier die Erhöhung der Vcili-^>tc der Geistlichen um 5) Percent. Doch sei dies als ^ nach allen Seiten befriedigender Sühnevcrsuch zu ""lochten. Gladstone spricht ferner seine Befriedigung ^, daß betrefft der Verwendung des UcdcrschusscS die Aerc Gesetzgebung zu verfügen habe. So konnne die Mt der Regierung zur Ausführung, daß eine so große ^ülnnc nicht zum Spiclballe von Ränken und Vcr-schlingen bei künftigen Parlamcntswahlcn in Irland Der Premier crniahutc alle, die gefallenen harten "orte in Vergessenheit sinken zu lassen. Er selbst gab !e>nml früheren Bonmot: „Die Peers schweben hoch °.°n in einem Luftballon/' die milde Deutung, daß ">e Peers sich über die Beziehungen und Verpflich-l""gen der Unterhausmitglicdcr zn den Wählerschaften "uturlichcnvcisc manchmal in Unwissenheit befinden Nliißten. Während der Ovationen, die nun dem Premier AThcil wurden, rief der irische Katholik Sir Patrick ^Vricn voll Begeisterung: Dieses Gesetz sei nicht ein "Meisieg, sondern sei als der „Abbrnch der Schranke iu betrachten, welche bisher die Katholiken von den Pro-Mntcn getrennt habe." ^ . Disraeli, der verbissene Gegner Gladstone's, schloß 'ch dem Jubel an, äußerte aber schlauer Weise, er wisse ! Mt nicht recht, welche Seite sich denn eigentlich den ?'^ zuschrcilxn dürsc; wenn er es aber auch wüßte, ^,scheine es ihm das Klügste, cs zn verschweigen. Wenn kldc Parteien triumphirt zu habcu glaubten, so sei dies "»euer Beweis für die Billigkeit des gefundenen Aus- ^'chcs. Die Amendements des Oberhauses wurden nun Mn genehmigt. , Wohl am richtigsten ließe sich der ganze Vorgang ^ dem Worte bezeichnen: das Oberhaus hat die goldc- ^ Brücken acccptirt, die ihm das Unterhaus gebaut. «ft l V3ieu. 29. Juli. (Für die Einberufung n ^.^""^"ac) ist die Zeit zwischen dem 9. und 21. > pleinv^ in Aussicht genommen. Die Festsetzung dcS ' Kn?^ ^üngt noch von der Erledigung einiger Zwischen- s^ 7^ Wie die ..Nar. ^isty" berichten, hat der A u s-'' ^ ^r Slov. Lipa in seiner letzten Sitzung fol- ^^,^solutioncu angenommen: „1. Als böswilliger ^ ^ >ei l "^' ^ccins^"' Station soll nicht allein Jeder ^hl ^" werden, der bei den bevorstehenden Landtags» ^ l>tl ^' dem, waö daS Eomil^ der Vcrlraucnömäuucr ^ s'.ii^clnschcn Abg ordneten beschließt, sich nicht uoll- ^ ^»'tcrwirft, sondern auch Jeder, der cö uutcrläßt, ^^'"Ul Kräslen zu Gunsten der heiligen Sache dcr li^ ^Ni^ Wirten, säumige Kreise zu w.'ckcn und gegen ,el ^b ^ Agitationen zu arbeiten. 2. Es ist wichtig, id- , "g ^>escm Ende und Ziele an demselben Tage in >t>t ^'b^.' in allen Wahlbezirken Voltsuersammlnngcu di< ^^ /^ werden, wclchc sämmtlich über dieselbe Frage: >n« ^'dii, ^' wir bei den bevorstehenden Wahlen in den ^lis^ Wählen? zu bcralhcn halten. F.rucr, daß zu ?^t ^ Zwccke überall die Wählcrvcrsammlungcn bc^ ^ ^'lichc ^" sollen". Diese Resolution soll in den öf< 'lt, . °>»ils. ' ^lätlcrn verkündet und gleichzeitig foll ein i»" ' Ac>l^"°"" werden, welches für die Vciaustallung !lis z,, usoersammlungcn zn sorgen hällc. Als Tag B ^>>N>nt ^°llsvclsammlul!geu wurde der 15). August i»' ^ln js^^"lllich dcr S t e ucre i nt r c i bung in Un-hc> ^ t>ic n,.s'" ^lluß des ungurlschcu Finauzministcriums ^ y^^'lcr Stadlbchörde und wahrscheinlich cmch an ü- ^'^ w^'^ ^'"icipien gerichtet worden, in welchem i» ^»te ^.^^"' daß die Stcucrrückstäudc tiotz dcr guten ^" ^'Uli^ ^ ,°" Üünstigcu gewerblichen Vnhälluissc nicht ^^ l^'^^l a ll!"' ^'^ Ursache davon liege nicht an dem ye"' ^'llci, ^ ^^'^, sondern il, dem Mangel au gutem "»' ^^'dc>, .,'!""i"liler, und in der Nachlässigen der ^^ w^ll'lNcn ^^ ^'^ U°l1chl!ftömäßiae Einlreibui'g nicht >^ d!< "icht l^ Fmanzminislcr crllärt, diesl,' iitachlas' >il>^ ,^°Is ki,","" ^"'^"' ^' rollen, und fordett daher tc" ^. °"lich°j. ^lrcfftudeu Bchördeu unlcr ih.cr Vci 'p"', '"za^/^z'U" Wuacn Verfahren gegen säumige ^^ UuIlVnd. Oc ei>'.ng öw "ckis^"'".^^' da kein Schritt, keine L,c^^ttn3heu "'V"'nts bekannt siud, welche auf ch/ i>ttden . "^rc Beziehu.gcn z/Preußen,e' ^ ^chnngcn v°» ^ s?"^'" w.edcrholt «mllichc Vcr-" v°" Oesterreich ausginacn, welche cincm derartigen Bemühen zu widersprechen scheinen. Preußen enthielt sich auch solchen Kundgebungen gegenüber jeder Acufzcrung, wclchc die Beziehungen zu Oesterreich halte bccinliächtigcn können. Die Erklärung des Reichskanzlers sei daher nicht geeignet, das beiderseitige Vcrhaltcu richtig zu beurtheilen. Einem offcncu und ernsten Bc> mühen würde daS Entgegenkommen Preußens gewiß nicht fehlen. Paris. Der „Constitntionnel" enthält folgende Mittheilung übcr den Scnatusconfult: „Die Minister treten fast täglich im Miuislcrium des Innern zusammen. Man versichert, daß die Baseu des Scnotus-cousults festgestellt siud, uud wir haben allen Grund anzunehmen, daß man nicht übertrieb, als man versicherte, daß sie äußerst liberal seien. Man versichert, daß nur ein einziger Entwurf in 554 Artikeln ausgearbeitet werdcu solle. Der ScnatuSconsult stellt u. A. solgcude Veränderungen in Aussicht: „Dcr Präsident und die Vu'ep-äsidcnlcn dcr Kam. mcr werden von den Dcuutirtcn am Anfang jeder Session gewühlt; die Präsidentenwahl jedoch bleibe dcr Äcsläliguna. durch dcu Kaiser vorbehalten. Die Minister können Dcpnlirtc sein, ebenso die UntcrstaalSsccrctüre uud die richterliche» Beamten höheren Ranges vom Eassationöhofc uud dcu kaiserlichen Gerichtshöfen erster und zweiter Instanz. Das Amcndirungsrccht wird voll> ständig sei», uud zwar sollen in dieser Beziehung die Bräuche dcr l'oustitutionellcu Monarchie uud der zwcilcu Republik wieder aufgcuommcn werden. Dasselbe ist mit dem Inteipellationsrecht und dcr Äefnaniß, moti« virtc Tagesordnungen abzugeben, der Fall. Es scheint nicht, daß für den Augenblick clwaö in dcr Einlheilung Frankreichs in Wahlbezirke geändert werden solle, obgleich das Ministerium dcr Ansicht beipflichtet, daß cS! zeitgemäß wäre, auf die Eiulhciluug nach ArrondissementS zurückzukehren. „Dcr Iustizministcr wird am 2. August den Sena-tuscuusult dem Senate vorlegen. Die Verhandlungen im Schooßc der hohen Versammlung dürften ficher von großem Interesse sein; aber, was auch immer gewisse Blätter sagen wollen, übcr die Annahme dieser consti-tutioncllcn Reformen braucht kein Zweifel obznwalten." Bern, 28. Juli. Heute fand dcr Schluß dcr Bundesversammlung ohne der üblichen Präsidialrcdc statt. Die Session wird bekanntlich im September oder October zur Behandlung dcr Alpenbahnfragc fortgesetzt werden. Ueber die Krakauer Klostcrgeschichtc liegen heute keine besonders erwähncnSwcrtheu Details vor. Mit Vergnügen nehmen wir Akt, daß auch der „Voltsfrcuud" entschieden gegen die Kratancr Earmclitc« rinnen auftritt. „Es ist leider," bemerkt er, „kein Zweifel mchr, daß die Nonne Barbara Ubryl in cincr durchaus zu mißbilligenden Weise gefangen gehalten und auf eine ganz unwürdige Art behandelt wnrde, und wir beklagen das um fo tiefer und um so aufrichtiger, als das Verschulden hier eine Ordcnsgcmcinde trifft, welche ganz besonders berufen wäre, die christliche Nächsten« liebe selbst gegen eine gefallene Schwester walten zu lassen. Die „Deb." schreibt: Man erzählt sich jetzt wieder einen Umstand, dcr bei dcr Untersuchung von Wichtigkeit sein dürfte. Vor zwci Jahren kamen aus Warschan zwci Hcrrcn, um sich im Earmclitcrinnen-Klostcr nach dcr Barbara Ubryk zu crtuudigcn, da die Schwester der Ubryk, in deren Auftrag sie gekommen waren, Nachricht übcr dicsclbc haben wollte. Sic erhielten nuu vou den Nonnen zur Antwort, daß sie zwar im Kloster sci, aber im Zustande dcr gräßlichsten Raserei, so daß sie nie mchr zu Verstand werde kommen können, und daß man mit ihr auch ^ichl sprechen könne. DaS Benehmen dcr Ubryk im Spital zeigt nun recht deutlich, wie gewandt die Nonnen im ^ügen waren. Dcr Bürgermeister Dr. Dietl hat nachfolgende Proclamation an die Bewohner der Stadt Krukau gerichtet : „Eiu entsetzlicher Vorfall, welcher daS Humaniläts-gefühl mit Grausen erfüllt, Hut unsere Stadt in Unruhe versetzt. Die Entrüstung ist allgemein aber auch gerecht, sie soll aber nicht die Grcuzcu überschreiten, wclchc uuö das edle Mitleid für das unglückliche Opfer uud die Verachtung für die Vollführer deS Verbrechens vor^ zeichnen. Die ganze Stadt hat auch eiuslimmig ihr Mitgefühl uud ihre Eutrüstuüg offenbart, ullc Stände und alle Journale offenbarten dicfclbe. Auch ich verberge den tiefen Eindruck nicht, denn dieser schreckliche Vorfall in meinem Herzen zurückgelassen. Die Schuldigen werden bestraft werden- Die Ge> richte habcu nämlich mit der größten Strenge u»d Gewissenhaftigkeit die Sache in ihre Hand genommen, und die Vertretung der Stadt wlrd lhunlichst Sorge tragen, daß ähnliche Werke der Schande sich nicht wiederholen nnd den Glanz der Stadt nicht trüben, in dcr stets die Liebe des Nächsten und dic Sorgfalt jür den Be-drückten alle audercn Tugenden überragte. Seid deshalb ruhig und geduldig. Möge diese heillose Affaire nicht mehr Enre Ruhe stören und namentlich lasset Euch nicht durch die Einflüsterungen dci Unbcdächtigcu und vielleicht unserer Stadt Übelwollenden verleiten. Seht deshalb mit Würde dem weiteren Verlauf der gerichtlichen Uutcrsuchuug eutgc^rn, vermeidet Auflaufe, uud auf diese Weise einen Conflict mit dem Mi« litär, welches unsere in Trauer versenkte Stadt in neue Uuglücksfällc stürzen müßte. Ich fordere schließlich alle unser Land liebenden Bürger auf, daß sie mir bei Aufrechthaltung der Ord' nnng au den bedrohten Stellen behilflich fein mögen." Ueber das Vorleben dcr ans ihrem Kerker befreiten Barbara Ubryk erfährt man Folgendes: Geboren im Jahre 1817 in Wcngrow (in Russisch« Polen) genoß sie cine schr gutc Erziehung im Hause ihrer Eltern in Warschau, verliebte sich daselbst in einen jungen Studenten, uud als die Eltern in die Partie nicht willigen wollten, nahm Barbara den Nonnen-schleicr, dcr junge Mann hingegen ging ins Auslaud. Barbara war damals eine wunderbare Schönheit, uud Personen, welche ihrer Einkleidnng als Novice beiwohnten, erinnern sich noch heutzutage ihres prachtvollen Haares. Die Einkleidung geschah im Anfange der Vicrzigcrjahrc; nuu geschah es, daß ihr einstiger Anbeter im Jahre 1848 mit vielen anderen Emigranten in Kratau eintraf, und wie ein Gerücht wissen will, mit der nunmehrigen Nonne Barbara Ubryk zu corre-spondiren begann. Die Eorrcspondeuz soll so weit gediehen sein, daß sie flüchten wollte. Wie viel daran wahr ist, dürfte die Uutersuchung zu Tage fördern. Thatsache jedoch ist. daß im Jahre 1848 aus dein Kloster der Earmcliterinnen in Krakau eine Nonne flüchten wollte-Ob diese Nonne und Barbara Ubryk identisch sind? Höchst wahrscheinlich. Dic inhaftirtcn Klosterfrauen haben sich einstweilen in ihrem Kerker hänslich eingerichtet. Sie werden strcng-^ stcns bewacht, der Zutritt zu ihnen ist Niemandem gestattet, und die ärztliche Behandlung der kränklichen Acbtissin mit Umgehuug dcr Hausärzte, dem Gerichtsarzte uud Docenten Dr. Blumenstock anvertraut worden. Als Fräulein v. Wenzyk, die beiläufig .W Jahre zählt und schwächlicher Constitution ist (Fräulein von Wcnzyk ist leine Verwandte des Rcichsrathsabgeordneten gleichen Namens), in ihren Kerker gebracht wurde, äußerte sie, wie dem „Wr. Tgbl." gemeldet wird, dem Untersuchungsrichter Gebhardl gegenüber: „Nur zur Zeit dcr französischen Revolution habe man Klosterfrauen eingekerkert und gezwungen, vor dem weltlichen Richter sich zu vcrautwortcn," worauf Letzterer treffend bemerkte: „Beglückwünschen wir uns somit, daß wir ohne Revolution .zu diesem Zustande gelangt sind, und seien Sie froh, daß Sie Bürgerin cincS Landes find, in dem die dcr christlichen Lehre so schr entsprechende Gleichheit Aller waltet." Mgesnemsskeiten. — Sc. t. und k. apostolische Majestät sind Donnerstag Morgens vun Ischl in Wien angekommen. — (Explosion.) Ein gräßliches Unglück ereignete sich am 27. d. in FUnfhauö bei Wien, Nachmittags 4 Uhr, in der Kapselfabrik des Dr. Habranek. Durch Reibung entzündete sich die Kapselmasse, explodirte und richtete einc gräßliche Verheerung au. Der Plafond des zweiten Stuckes, sowie dcr Dachstuhl wurden gehoben, sämmtliche Fenster des Hanfes zertrümmert. Der Dienstmann N., der sich in der Fabrik befand, blieb allsogleich todt am Platze liegen. Die bedauernswert!)«: junge Frau dcö Fabrikanten, welche bei der Thüre stand, als die Explosion stattfand, und der Arbeiter sind gräßlich verstümmelt nnd wurden in das Nudolphsspital übertragen. — (Exceß.) Ueber emeu am 26. d. in der Joseph-stadt in Pest stattgcfundcnen Vxccß berichten die Pester Blätter Folgendes: Der Maschinist Anton Strobcl aus Baden-Baden war hier iu der ersten ungarischen Waggonfabrik nächst der Etcinbrucher Linie in Arbeit. Da er aber durch lä'ugerc Zeit unausgesetzt aufwieglerische Ideen predigte nnd die anderen Arbeiter aufwiegelte, so wurde er kürzlich entlassen. Trotzdem pflegte er die Fabrik täglich zu besuchen und die dortigen Leute zu harcmguircn und in ihrer Arbeit aufzuhalten. Um diesem Treiben ein Ende zu machen, wurde Strobel am 26. Vormittags durch den Feld« hauptmann auf das Iosephstädtcr Stadthauptmaunamt gebracht, um sich über sein Treiben zu verantworten. Da er die ihm zur Last gelegte Verkündigung aufwieglerischer Ideen leugnete, so wurden auch die Directoren der Waggonfabrik vovgeladeu uud diesem falschen Freiheitsapostcl gegenübergestellt. Die Vertreter der Waggonfabrik erwirkten gegen Sicherstcllnng durch eine Caution dic Freilassung des Strobel. Pevvr jedoch diese erfolgte, verweigerten die Leute iu der schweizerischen und ersteu ungarischen Waggonfabrik die Arbeit und begaben sich Nachmittags zwischeu !i uud 4 Uhr, etwa 250' bis 300 an der Zahl, zum Joseph-städter Stadthauptmaunamte, wo selbe zu toben uud schreien begauueu uud die Freilassuug Strvvelö Verlangleu. Diesen: Begehren wurde natürlich nicht Folge geleistet, sondern man ermähnte diese Arbeiter, ruhig aus e'iuander und an ihre Arbeit zu gehen. Die Volksma'sse wuchs jedoch durch das Hinzuströmen des Pöbels immer mehr an und begann eine drohende Haltung anzunehmen, ja einzelne Tumulcnanten schleuderten Steine nach dcu Fenstern des Gebäudes; dies veranlaßte den Stadthauptmaun, das Stadt-commando um Militärassistenz zu ersuche», welche auch bereitwilligst gesendet wurde. Gegc» -1 Uhr trafen !10<) Man» Infanterie und zwei Züge Cavalerie in der Stationsgasse 1286 ein und verdrängten die Ercedenteu. Obgleich das Militär von den aufgehetzten Arbeitern mit Steinwürfen empfangen wurde, hat selbes die größte Mäßigung bewahrt und sich nur darauf beschränkt, gegcn die Ercedentcn anzumarschircn und dieselbe ohne Gebrauch der Waffe zu verdrängen. Allein spät Abends, etwa um 9 Uhr, wiederholten sich die Scenen von Nachmittag, nur in verstärktem Maße, weil jetzt die ganze Arbeiterbevölkerung der Franz- und Ioscphstadt auf den Beinen war; Äuhe trat erst ein, als Strobel, gegen den übrigens die AmtShandlnng bereits eingeleitet wurde, freigelassen und von der ganzen Mcuge unter stürmischem Gejohle nach Hause begleitet worden war. Die erste ungarische Waggoufabrit war am folgenden Tage genöthigt, die Arbeit einzustellen. — (Der berühmte Physiolog Professor Purkyne) ist am 28. Juli zu Prag im 82. Lebensjahre gestorben. Die Kessel ^rplosion in Tt. Kilian. Ueber die vielbesprochene Dampfkessel-Vrplosion in der Haase'schen Papierfabrik zu St. Kilian nächst Dcwle wird der „Präger Ztg." aus verläßlicher Qnelle folgendes Nähere mitgetheilt: Das Unglück geschah in der hart an d^r Mol-dau liegende» Ealbzcugfabrit der Firma Nudolph Hanse Söhne uud Neffe. Dieselbe beschäftigt höchstcus 30 Mensche» und hat blos den Zweck, die Hadern zu reinigen und zur Papiermasse zu verarbeiten, worauf sie erst in die eigentliche Papierfabrik nach Wran transportirt werden. Am 22. d. M. nach 9 Uhr Vormittags wurde nun in der in dieser Fabrik befindlichen Hadcrnküchc, wo sich drei Ha-derntochtessel befinden, in welche die Dämpfe aus einem für sich bestehenden Dampfkessel geleitet werden — an dem ersten, bei der nördlichen Stirnmauer befindlichen Hadern-tochtessel der Vcrschlußdeckel (die sogenannte Stirne dieses Kessels) sammt der in demselben befindliche» Trommel oder dem Drcchtkcsscl l)cransgcschleudcrt. Gleichzeitig wurden durch den bei dieser Erplosion ausströmenden Dampf sämmtliche in diesem Momente in der Hadernküchc befindliche fünf Arbeiter ganz, dann ein in weiterer Entfernung beschäftigter Schlossermcister aus Wran an den beiden Armen minder bedeutend verbrüht. Als mulhmaßlichc Ursache dieses Unglückes wurde keineswegs eine Kesselsprengung, sondern Schadhaftigkeit in den Berschraubungen der Stirne diescö Haderntochkessels constatirt, durch welchen Umstand allein bei der bekannten Erpcmswnskraft des Dampfes das Wegschleudern des ganzen Deckels zu erkläre» ist. In Folge dieser Erplosion stürzte auch das Gewölbe in dem znuächst dem Kessel befindlichen Theile der Haderuküche ein. Was nun die in der Küche zur Zeit der Explosion anwesend gewesenen fünf Arbeiter betrifft, so waren drei derselben ver^ heiratet uud Vater von mehreren Kindern, von den übrigen zwei war einer beurlaubter Feldjäger. Alle füuf wurden iu jämmerlich verbrühtem Zustande sofort auf einen Kahn geladen und nach Prag ins allgemeine Krankenhaus transportirt. Leider sind jedoch wie bereits gemeldet, vier der Unglücklichen gestorben und für den fünften sind gleichfalls nur wenig Aussichten zur Genesung vorhanden. Der gleichfalls verbrühte Schlossermeister befindet sich in häuslicher Pflege und dürfte wol bald wieder hergestellt fei». Für die bedauernswerthen Familien der unglücklichen Opfer dieser Katastrophe gab der kurz nach der Explosion in der Fabrik erschienene Mitbesitzer, Herr Ernst Haase, die Versicherung, nach Kräften forgen zu wollen. Auch der Herr Statthat-terei'Leitcr Äaron Koller hat zur Linderung der augeublick-lichen Nothlage dieser Armen fünfzig Guldeu au den Gemeindevorsteher von Davle überfcndet.__________________ Locales. — (Priesterweihe.) Heuer werde» folgende Alumnen zu Priest«» geweiht: Bcrlic Johann aus St. Veit bei Laibach, Hla^nit Johann aus Kreuz bei Neumarktl, Kalan Jakob aus Nadovice, Korcu Ignaz aus St. Ruprecht, Luöin Anton alls Ncifuiz, Pckovcc Josef aus Höflein, Pogorelc Adolf aus Laibach, Prijatel Mathias aus Laöic, Prijatcl Peter aus Ncifniz, Eajc Michael aus Prcciu, Speudal Franz aus St. Veit bei Sittich, Stupar Iohauu aus Komcnda; als Presbyter: Brulcc Franz aus Stopic, Habjan Peter aus Bifchoflack, Pajer Anton aus Senosetsch und Onuöic Franz aus Altenmartt bei Laas. -^ (Schulschluß.) Gestern wurden mit dem hl. Geistamte die hiesigen Mittelschulen geschlossen, uud es erfolgte uach beendigtem Gottesdienste die Pcrtheilung der Zeugnisse. Die Maturitätsprüfung im Gymnasium wurde vo» 44 Schülern, davon I! auswärtigen, abgelegt. — (Dr. Dominik Bloch), absolvirter Militärzögling der Iosefs-Atademie wurde von Sr. k. k. apostol. Majestät zum Oberarzt mit der Eintheilung beim Garni-sonsspitale zu Laibach ernannt. — (Nächtliche Ruhestörung.) Gestern Nachts haben sich, wie das „Tgbl." meldet, einige Schüler des Gymnasiums und auch ein Realschüler das Privatvergnügen gemacht, die Fenster von Professoren der liberalen Partei zum Gegenstände von Attentaten auszuerwählen. Die Eicherheitsbehördc hat die nächtlichen Ruhestörer bereits inhaftirt. — (Denkmal für SlomZek.) Wie „Danica" mittheilt, verfügt das Comit^ für das ElvmZek - Denkmal, bereits über ein Eapital von 4004 fl. 34 tr. — Morgen Sonntag ist Musik im Schweizerhause in Tivoli. — (Zum Bcrfassnngötage in Eilli) wird der „Grazer Tagespost" aus dem Eannthale unterm 27. d. M. geschrieben: Vorigen Sonntag fand in Greis, nnweit Sachseufcld, eine vertrauliche Besprechung slovenischcr Parteiführer über die dem Vcrfassuugstage von Eilli gegenüber einzunehmende Stelluug statt. Entgegen der früher ausgegebenen Parole, sich von demselben fernzuhalten, sprach sich die Eonfercnz, an welcher auch ciuigc slovcuischc Land-tagsabgeordncte Theil nahmen, für die massenhafte Beschickung des Eillicr Perfassungstages von slovenischer Seite aus, und haben sich iu Folge dessen bereits cimge Redner einschreiben lassen. Dnrch diesen anertennenswcrthen Entschlnß der flovcnischcn Führer wird der Verfassnngstag von Eilli als erster „deutsch-slovenischer Tabor" eine erhöhte Bedeutung erhalten, und dies nm so mchr, als man dem Vernehmen nach alles aufbieten wird, um bei der anzuhoffen-dcn imposanten Versammlung — man spricht hier schon von Zehntausend — jede Störung fernzuhalten, und den Kampf der Meinungen auf de» streug parlamentarischen Boden zu beschränken. Gelingt es, diese Versammlung in der beabsichtigten Weise durchzuführen, so wird man das Ergebniß derselben allerdings als ein beachtcnswcrtheö Simvlom der zunehmenden politischen Reife des Unterlandes und als den Anfang einer wahrhaften nationalen Verständigung begrüßen können. -- Donnerstag Abends — meldet die „Triester Ztg." -- versammelten sich auf dem Holzplatze in der Nähe der sogenannten Ecala dei Giganti, die zum Kapuzinerlloster führt, gegen huudert Personen, aus deren Mitte einzelne Rufe, wie „Nieder mit den Mönchen" u. dgl. ertönten. Zu weiteren Demonstrationen kam es jedoch nicht. In der Nähe des Klosters selbst waren einige Soldaten der Militärpolizeiwache aufgestellt. — (Die Eurliste Nr. 14) des Bades Krapina-Töplitz in Croatien vom 21. Juli weist IZllL Personen aus. Neuckr Post. ^ Wien, 30. Inli. Dcr VudgctauSschuß d?r NeichS-rathsdclegalion nahm die Kosten für die Ccntrallcilnna, dcs KriegSminislcrimns mit 2,850.000 statt mit 3 Mill. 27.000 Gulden und die Resolutionen an: Sämmtliche Armeegemlsse sind eincr Revision zu unterziehen und die Ncot-ssanisilling dcr Armeezweige, wclchc höhere als die bewilligte» Snmmcn erheischen, ist der Delegation vorzulegen. Paris, 29. Juli. Dcr..Constitntionncl" schreibt: Dic Regiern»«, hat beschlossen, die in dcn Jahren 186!) und 1870 frciwcrdcndtn Classen in ihre Heimat zn entlassen und dcr yvcitcn Abtheilung der in dcn Iahrcn 1871 und 1872 freiwcrdcndcn Classen cincn unbe« schränkten Urlaub zu bewilligen. Diese Maßregel entspreche eincr Entlassung von 50.000 Mann. Paris, 29. Inli. Die lithographirte Correspon-denz „L'Espannc" versichert, der (artistische Aufstand nehme beträchtliche Dimensionen an. Vom heutigen Tage ist kein Telegramm aus Madrid in Paris eingetroffen. Madrid, 28. Inli Abends. Dcr „Impartial" sagt: Die Banden, welche die Waffen ergreifen wollten, haben nach der Schlappe bei Ciudad Real auf ihr Porhaben verzichtet: dicfclbcn erhielten wahrscheinlich hiczn dcn Befehl. In den Umgebungen dcr Citadelle von Pampclnna wnrdcn einige Schüsse abgefeuert. Alcxandricn, 29. Juli. Der Picckünig wnrdc > bei seinem gestern erfolgten Eintreffen warm empfangen; ' zahlreiche Provinzbcwohncr eilten herbei, um ihn zu bc ^ grüßen. Die Stadt ist festlich geschmückt. ^ Telearapliiscko Wechselcourse vom 30. Juli. 5pcrc, Metalliqur« 63.65. - 5perc. MtaNiqucß mit Mai- li»d November-Zinsen 63.65, —5verc. Natioiml-Äulchen 72.90.—l860cr StaatSanlehcn 104.50 — Vantaclien 758. - Crcditattieu 312.7». — Lulldoll 124.70. — Silber 121.50. — K. t Dncateu 5.90. Handel und Golkswirthschastliches. vesterreichischer Uloyo. Dem Vernehmen nach beabsichtigt der VerwaltnmMalh des „Lloyd" rille außerordentliche Oeneralucrsammlnng einzuberufen, welcher der Vorschlag gemacht werden soll, eine Einzahlung per 75 fl auf jede Acüe, miihm eine Erhöhung des Numinalwcrthcö auf 600 fl. zu bewilligen, „in auf diese Weise da« Capital znr ÄctriebScrwciternng herbei' zufchllffril. Gleichzeitig soll dem Rrichöfinauzmiuislcriiim l'iue Pc titiou um Erhöhung der Staatvsublicnlio» unterbreitet werden ^Uochel»!i»sweis dcr Natiol,all»a«t. Der am 26teu d. M. aufgegebene Wochen-Answeii« beziffert dcu Panknolennin: lauf mit 302,521,650 ft., dem zur Vcdecluug die solgeudcn Posleii gegcuüberstchcu: Metallschnl) 109.209.815 fl.. ill Metall zahlbare Wechsel 38,455.543 sl., Si3.? ^oindW heller" ^ ^ 30. 2 „ N. 328.5l »25.2 windstill weuia licw. 0.o18.7 O, schwach sterueuhcll ^ Heiterer, somuger Tag. Große Hiyr. Nachmittag Gnuiüe»' wo,lei! in West, gegen Abend sich verziehend. DaS Taacömitlcl dcr Wärme > 1!» 2". nm 3 5° über dem Normale. Veranlworllichcr «tsdacleur: Illna, v. R l c l lsUa^rT^" ^<^lott^l»^iri,t Wien, 2l». Juli. Die Börse crösfucte in lebhafter Stimmung, durch wrlche Credit bis 310.50, «üdbahn bis 282, Staatöbahn bis 430 stiegen, Spilier trat cine M Illl^tllV^lU)^. bare Ermattung cm, nnler welcher fo ziemlich alle Effecten litte». Ganz zum Schluß bcwirltc eine Pariser Depesche, wonach eine Armeereductiou um 50.000 Mann versilg' wurde, ciucn neucn trästigcu Aufschwung. Unter diesem Ciudrucl uolirtc mau dei Schluß des Verichics: ^U. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. Geld Waare Eiuheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Noten verziuöl, Mai-Nor.embcr <;3,......250.50 251.50 „ „ 1854 (4«/..) zn 250 si. 93.- 93.50 „ I860 zu 500 ft. . . 104.10 104,30 „ „ 1860 zu 100 fl. . . 106.25 106,50 .. „ 1864 zu 100 fl. . . 122.- 122.20 StaatS-Domäucn-Pfaudbriefe zu 120 fl. ö W. i'l Silber . . 122. - 122,50 «ß. Grundentlastullas-Vbligativncn. Fllr 100 sl. Grld Waare Vübmen .... « 5pCt. ^3,25 9^.75 Galizien .... .. 5 « 75.1" 75.60 Nicdcl'Oesterreich. . „5 ,, !)2.?5 93.25 Ober-Oesterreich . . „ -' « l)3.- !^4.-Siebenbilrqeu . . . ,. 5 „ 79 75 79.75 Steiermaü ... ,, 5 „ 92.75 93.25 Ungar».....,, 5„ ^- «2.40j v. Actien von Bankinstituten. l Geld Waare Anglo-österr. Baut.....397.50 398.^ Anglo-uilgar. Baut . . . .119,-119.50 Äodcn-Creditllustalt .... 293.— 296.— Creditaustalt f. Haudcl u. Gew. . 311,50 31170 Credilaustalt. allgem. uugar. . . l09 — 109.50 Escompte-Gesellschaft, >i, ö. . . 918.- 922.^-ssranco-östcrr. Vaul . . . .140 50 141.— Geucralbaul.......83,50 84. Nallonalvnltt.......757.— 75!» ^ Vcrciusbaut.......126 - 126.5" PcrkehrSbaul.......142. - 143. - «». Actien von Transportnuternel,-muuae». Geld Waare Alföld-Fiumaner Vahu . . . 181.25 181.75 VÜhm, Westbahn.....228.^ 228,50 Carl-^udwig-Bahu.....254.- 254.50 Doucm'Dalüpfschifsf. Gescllsch. . 628.— 630,— Llisabeth-Westbahu.....1«9.50 200.-- Ferdiulludö-Nordliahn . . . 234.5.-2350.-ssi!l>flnchcu-Barcser-Allh!i . . 194.50 195.-Flanz-Ioscphs-Bahu .... 190.-- 190,50 ^emberg-Czeru.-Illssyer-Vahll . 210.- 210.50 Lloyd, üsterr........390,- 400.— ! j Gelb Wllarej Omnibus lcrste Emission). . . 275.— 277,— Riidolfs-Bahu......17«>— 178.50 Sicbeubürger Vahu .... 179.— 179.50 SlllatSbahil.......431... 432.- Tüdbahn........288.60 282.80 Süd nordd L>crbiud. Vahn , . 176,— 176.50 Theiß Vahu.......271 50 272.- Tramway........196.50 19?.— «. Pfandbriefe (für 100 fl.) Mg. üst, Bodeil-Crcdit-'Austal« Geld Waare verlosbar ,u 5 pCt, in Silber 109.50 110- dto.in33I.riIckz.zu5pCt,iuö.W. 91.60 9180 National!,, auf ü. W. verlosb. zu 5 pCt........95.40 95,70 Ocst. Hypb. zu 5'/, p6t. rilct;. 1878 98.25 98.75 Ung. Bod.-Cred.-Anst. zu 5'/, pEt. 92.— 92.50 »'. Prioritätsoblissationen. i> 103 fl. ü. W. Geld Waare Ells.-Wrstb. in S. vcrz. (I. Emiss.) 92,k>0 93,-Fcrdiuands-Nordb. in Silb, verz. 108.— 108.5« ssrauz-Iosephö Bahu .... 93.75 94.-G.Earl.Ludw.B.i.S.verz.ICm. 102.50 103.— ! Geld Waa" Oesterr. Nordwestbahn .... 9:^.25» 93..^ Siebend. Vahn in Silber verz. . 92 50 93."" Staatsb. G. 3"/, ü 5.00Fr. „I. Em. 141 50 14^" Südb.G.3^i.500Frc. „ . .121.^121^ Südb.-Bons 6 °/^ (1870—74) i. 500 Frcs......247.- 248-^ «. Privatlose (per Stück.) Ereditaustalt f. Handel u. Gew. Geld M"^ ,n 100 fl. ü W......16350 K'4^ Niidolf-Stiftniig zu 10 fl. . . 15.- i5.b" Wechsel (3M°n.) Geld V< Augsburg für 100 fl, südd. W. 103,70 iW-A Franlsurt a.M.100 fl. detto 103.80 M^ Hamburg, für 100 Marl Banco 91.80 l'^H Loudon. für 10 Pfund Sterling 124 75 1^'^ Paris, für 100 Francs . . . 49.65 4^ <5ourS der (yeldsorten Geld Wa°",. K. Münz-Ducater. . 5 st. 92 kr. 5 fl. -^, ' Napoleonsd'or . . 9 „ 98 „ 9 " ^' , Vercinöthlllcr ... 1 „ 82 „ 1 ,. s'' Silber . . 121 „ 50 « 122 « ^ Krlliuische Gnmdelltlalluug«-Obligatione«. '^ oatnotlruug: 86 50 Oeld, 90 Waarc