9ci« ««ritttous-Preise Sät Laibach: '•«qtöttig • • 8 fL 40 k. -S«lbj!chrig • • • 4 „ 20 „ «tkrttltlihrig . 2 * 10 „ «„attich . . . — „ 70 „ Mik der Post: «c«,jährig.............12 fl. S*lWhr1g............... 6 „ ««lelMrig 3 „ 9ttr jcßtUung in) Ha«I" «Krtelj. $5 St., monetl. 9 fc. •hqtiet Ru««ern 6 tr. Laibacher 1 Lflgblfltt Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Mannscripte nicht zurückgesendet. ♦ Redaetisn Babnhosgafle 9ir. 132. Expediiion- & Inserate»-Bnrran: Tongreßplatz Nr. 81 (Buch-tianblunq von Jgn r Klein, mayr & geb. Äamberg.) Jnsertionspreise; , Für die einspaltige PeM L 4 kr., bei zweimaliger schaltung ä, 7 kr., Steffl k 10 fr. t; Kleine Anzeigen bis f-i 20 fr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 162. Montag, 20. Juli 1874. — Morgen: Praxedes. 7. Jahrgang. Dn Gesammtverband der österreichischen Genossenschaften. Das Gesetz über die Erwerbs- und Wirth-schaftsgenossenschaften hat bekanntlich am 9. April 1873 die Genehmigung des Kaisers erhalten. Einen nicht minder wichtigen Gedenktag für das österreichische Genossenschaftswesen bildet der 29. Juni dieses Jahres, von welchem die Constituierung des Ge--sammtverbandes aller Genossenschaften Deutschöster-reichs datiert. Der Versuch, auch das österreichische Genossenschaftswesen gleich dem deutschen in einen Gesammtverband zu einigen, wurde schon vor zwei Jahren gemacht. Man hat jedoch, wie es leider in Oesterreich nicht selten der Fall ist. auch in allgemein wirtschaftlichen Fragen zu sehr das politische und persönliche Moment in den Vordergrund gestellt und entstanden statt eines zwei Verbände: der österreichische und der deutschösterreichische, obwohl das ganze Genossenschaftswesen seinem Ursprünge und seiner Entwicklung nach ein echt deutsches Institut lst. Als solches hat es von allem Anfänge die Aufgabe verfolgt, eine Vorschule der Selbstregierung und Selbstverwaltung im Staats- und Gemeinde-Itben zu werden, eine Pflanzstätte, in welcher das Bewußtsein der eigenen Kraft, der stolze und zugleich hingebende, opferbereite Bürgersinn großgezogen wird. Die Genossenschaft soll dem Staate tüchtige, selbstbewußte und pflichttreue Bürger zuführen, welche berufen sind, das staatliche Leben mit dem genossenschaftlichen Geiste zu durchdiingen, die Reste des bevormundenden Patrimonial- und Polizeistaates mit den Privilegien bevorzugter Stände zu beseitigen, das gleiche Recht für alle zur Geltung zu bringen und durch Bildung und Wohlstand der großen Massen neue dauernde Grundlage für die staatliche Ordnung zu schaffen. Soll aber die Genossenschaft diese hohen Zwecke erreichen, den Staat gewinnen und umbilden, so muß sie vorher unser ganzes Wirtschaftsleben erobern ; dazu aber ist vor allem noihwendig, daß die Genossenschaften auf dem ihnen eigentümlichen Gebiete gepflegt und gefördert und daß von ihnen alle Störungen ferngehalten werden, welche von fremden Gebieten in sie hineingttragen werden. Die Ge> nossenschasten, dem Geiste des Volksthums entsprossen, werden ihren volksthümlichen Charakter hochhalten, ihn schützen und zu Ehren bringen; sie werden ein-stehen für alle Errungenschaften des modernen Stats-lebens; ist doch die Freiheit allein der Boden, in welchem sie gedeihen und ihre Früchte zeitigen können. Dagegen werden und müssen sich die Genossenschaften fern halten von den politischen Tagesstreitigkeiten, sie dürfen niemals den Bestrebungen einzelner poli- tischer Fractionen dienstbar, niemals dazu mißbraucht werden, die Kluft der Parteien zu erweitern. Die Genossenschaften haben sich gebildet,' ohne auf Parteiunterschiede Rücksicht zu nehmen: sie wählen ihre Functionäre nach Maßgabe des Ver-trauens, welches sie in die geschäftliche Tüchtigkeit der einzelnen Mitglieder setzen. Sollen dagegen die Zwecke einer politischen Fraction das oberste Ziel der genossenschaftlichen Thätigkeit bilden, dann muß vor allen Dingen der Einfluß innerhalb der Genossenschaft in die Hände derjenigen Personen gespielt werden, auf deren Mithilfe in diese Richtung mit Sicherheit gerechnet werden kann: nicht mehr die wirtschaftliche Thätigkeit, die geschäftliche Tüchtigkeit, nein die untadelige „politische Gesinnung" oder was man so dafür ausgibt und was nicht selten in urtheilsloser Verranntheit in den Anfchaaungen einer persönlichen Clique besteht, — gibt dann de-r Maßslab bei den Wahlen der leitenden Persönlichkeiten ab. Diese Tendenz, wenn sie einmal vorherrscht, wird auf halbem Wege nicht stehen bleiben, sondern endlich das ganze Genossenschaftsleben beherrschen. Bei der Gewährung der genossenschaftlichen Hilfe wird man zunächst auf die politische Haltung der Mitglieder Rücksicht nehmen, die „Guten" belohnen und die „Bosen" bestrafen. Die Geioer der Genossenschaft, die Ersparnisse der Arbeit und des Feuilleton. Die siamesischen Zwillinge. (Auf Grund einer wohlverbürgten Anekdote ans dem Jahre 1830.) (Schluß.) Die Herkulesse, XIV., XV. und XVI. Ludwige, «fohren von Venedig, Indianer, Nostradamusse rc. "«eben respektvoll zurück und mancher schwere Seufzer erstickte in dem bedeutsamen Gewisper und Gezische!, begleit ®ntfcrnun9 -Omphalens und der Siamesen In einem dichten Tropengebüsch des Wintergartens nahmen die Drei auf einer Ottomane'Platz. «Königin, wir sind allein", sagte der eine Mund der Zwillinge." « . das auch ganz gewiß, Mylord?" frug »mig", das alle 14 logt erscheint und dessen zuletzt erschienen Nummer» uns vorliegen, bringt die Fortsetzung eines Äivmaiies von Vivb. !kyr: „Nachruhm," eine Skizze von Kart Zettel: „Hans Sachs," mit Porträt und Denk" mal des Dichters in Nürnberg, „Zur Reisesaison" von Oskar Blumeutbal mit Illustrationen von G. Guthkrrecht, eine weitere Abtheilang der „Bilder zur Geschichte des Tanzes" von Lakowitz mit Illustrationen von C Rohling, „Wirtschaftliches," „Mathilde Mallinger" von S. Fiege mit Porträt. „Berliner Thiergartenbilder," von SB. v. Dünheim mit Illustrationen von Hermann Silbers, „Die Herberge sür Fabrikarbeiterinnen in Stuttgart," von Emma Laddey mit Illustrationen und Grundrissen, „Verschiedenes," „Briefmappe." Unter den angeführten Namen der Mitarbeiter finden wir die bewährtesten Namen der deutschen Schriftsteller, wie Rodenberg, Julius ®rosse, G. Hiltl, Oskar Blumenthal, Theod. Fontane, Adolf Strodtmann, Feodor Wehl, Hermann Uhde, Emil Rittershaus, Alfred Meißner, Robert Schweichel, Max Ring. Herrn. Kletke u. s. w. — („Neue illustrierte Zeitung" Nr. 29.) Illustrationen: Eduard von Engerth. — Francesco Petrarca. — Der Meisterschuß. (Original - Zeichnung von Fr Specht.) — Gestörtes Liebesglück. — Weyer. (Nach der Natur gezeichnet von I. I. Kirchner.) - Die Marineakademie in Pola. (Nach einer Photographie gezeichnet von W. Frey. — Hans Gasser's Geburtshaus. (Nach der Natur gezeichnet von I. I. Kirchner.) — Tschitschen (Bewoh ner des Karst) auf dem Wge nach Fiume. — Texte: Wiener Wochenchronik. Eduard von Engerth. — Tschitschen. : — Vision. Von Murad Efendi. — Thal und Höhe. Von Dr. Märzroth. — Sommerbriefe aus Steiermark. — Ge-, störtes Liebesglück. — Der Meisterschuß. Grazer Briefe. I — Ein Abenteuer in Italien. Ans dem Tagebuche eines ! Invaliden, mitgetheilt von B. M. Kapri. (Fortsetzung.) j — Auf Irrwegen, Original-Roman von Ernst v. Waldow. , (Fortsetzung.) — Das Wasser. (Eine kleine naturwissen schaftliche Plauderei.) — Hans Gasser's Geburtshaus. — Die Marineakademie in Pola. — Weyer. -- Francesco Petrarca. — Das Bettelmandel. Eine Geschichte aus dem Hochgebirge, von P. K. Rosegger. (Fortsetzung.) — Kleine Chronik. — Schach. — Correspondenzkasten. Witterung. Laibach, 20 Juli. Anhaltend heiter, sehr schwacher Ostwind. Wärmet morgens » lUr 4 12'8“, narr mittags 2 Ubr 4- 26 6" C. (1978 + 21-8,1872 25-3»C. Barometerim Fallen 735 36 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel + 20 3", das gestrige + 18 6° beziehungsweise um 1-0* über und 0.8' unter dem N rmale. Begdüminene ^remve. Am 20. Juli. Hotel fltndt Wlfn. Ressiiiger. Eisuer, Leilner und Rauh, Reisende, Wien. — Rudolf, k. k. Hauptm. — Staie, Mannsburg. — Gorjup, Privatier, und Effendi, Generalconsul, mit Familie, Triest. -- Krouig, k. f. Fi nanzsecretär, Graz. lioifl Klrfnnt. Graf Lichtenburg uud Hajek, Jurist, Wien. — Schmidt, Fiume. — Litschan, Feistriz. — H v. Troyer Adamich, k. k. Oberstlieutenant, und M. von Troyer Adamich, Fiume. — LipuK, iijui., Sissek. — Rau, jiöln. — Pibroutz, Krepp. — Nakas, Planina. — Paris mit Frau uud Furlan, Triest. Hotel Kiarogu.. Bregant, Oberlehrer, Reifuiz. HalerImelier Hol'. Blasuik, Trieft. Hntier von Orsterrelcb. Weutsche fammt Schwester. Sternwarte. Hotschewa/, Wirth, Großlaschitz. — In dikar. — Kunst, Secretär, St. Martin. iflnlaren. Neumann, Orgelmacher, Pnca. — Schamei, Diurnist, Wien. Bcrporvem. Den 18. Juli. Anna Znvaii, f. k. Telegraphen-onffehretinb, 9 Jahre, 11 Monate, 24 Tage, St. Peters; Vorstadt Nr. 80, Lungenschwindsucht. — lliaria Vibmar, Viertelhitblerskind, 3 Monate, 14 Tage, Moorgnmb Nr. 25, Durchfall. — Johann Rnper, Bahi>ans>eheraspiraiiteiiSki,id. 2 Monate, 24 Tage, Gradischavorstadt Nt 84i, Atrophie. — Josefa Schnrbi, DienstmaniiStochter, 8 I., St. Peters Vorstadt Nr. 51, Aus^hriing. Den 19. Juli Johanna Jakopii, Ofeufabriksarbei-tcrekind, 4 Jahre 2'/, Monate, Tirnauvorstabt Nr. 16, Diphteritis. Lebensmittel Preise in Laibach am 18. Juli 1874. Weizen 6 fl. 20 kr.; Korn 3 fl. 60 kr.; Gerste 3 fl. — kr.; Hofer 3 fl. 20 kr.; Buchweizen 4 fl. 90 kr., Hirse 5 fl. — kr., Kukurutz 4 fl. 80 kr., Ertäpse! — fl. — kr., Fisolen 7 fl. 20 kr. pr. Metzen; Rind-schmalz 54 kr., Schweinfett 42 kr., Speck, frischer, 44 kr., Speck, geselchter, 42 kr. pr. Psund; Eier 2 kr. pr. Stück; Milch 10 kr. pr. Maß; Rindfleisch 30 Ir., Kalbfleisch 24 kr., Schwein fleisch 36 kr. pr. Psund; Heu 1 fl. 20 kr., Stroh 75 kr. pr. Zentner; hartes — ..yun» um ymmu m.* Holz 6 fl. 30 kr., weiches Holz 4 fl. 50 kr. pr. Klafter. v. «leinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Gedeuttafel äber die am 23. Juli 1874 ftattftabcnben Äci-tationen. 3. Feilb., Wolf'sckie Real., Sürgcrn, BG. Gottschee. — Feilb., Belan'sche Real., Verch, BG. Gottschee. Lottoziehung vom 18. Juli. Triest: 22 75 76 80 51. Linz: 24 7 45 16 72. Anzeige. Die für Mittwoch den 22. d. M. angekündigte freiwillige Licitation im Haus-Nr. 240 am Hauptplatz findet am Dinstag den 21. d. M. statt. Dicnstgeftich. Ein bleibend beurlaubter junger Mann.Mauufactn-rift, des Deutschen und Slo-venischen in Schrift und Sprache vollkommen mächtig, sucht entweder als ($onintid oder in irgend einem Schreibfache eine Stelle. Geneigte Anträge unter A. B. poate restante Laibach. (431) Eine ganz neue 9$'“ VVlieeler & Wilson XiilimuNelilne ist sogleich billig zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. „Hotel Elefant“ in Lack des Herrn Georg Deisinger besuchten gestern mehrere Vergnügungsziigler aus Laibach und türmen dasselbe in Bezug auf ausgezeichnete billige Bewirthnng jedermann bestens empfehlen. (432) Conms-Ausschmliuiig. Im Schulbezirke Rottenmann sind nachstehende Lehre» und Unterlehrerstellen zu besetzen: 1. Die Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Döllach mit dem Debatte jährlicher 700 fl. und freier Wohnung; 2. die Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Selzthal mit dem Gehalte jährl 700 fl. und freier Wohnung; 3. die Lehrerstelle an der zweiklassigen Volksschule in Kafling mit dem Gehalte von 700 fl.; 4. die Unterlehrerstelle an der vierklassigen Volksschule in Rottenmann mit dem Gehalte von 640 fl.; 5. die Unterlchrerstelle in Gaishom mit dem Gehalte von 560 fl. Gesuche uui eine oder die andere dieser Stellen sind ordnungsmäßig belegt int Wege der Vorgesetzten Behörde bis 15 August 1874 an den betreffenden Ortsschulrath einzubringen. Bezirlsschiilrath Nottenmann am 3. Juli 1874. (394-3) Wiener Börse bom 18. Juli. Staatsfonds. 4Vlb Wav Sperc. Rente, öst.Pav. 70 30 70.40 kto. bto. öft. in 6U0. 75 40 7 60 Lüse vou 1854 ... 99 75 100.25 jofe vou ..860, aaiis- l(9.5«i 110.- i!ojc von 1860, Fünf 113 fO 114.- ^rämrensch. v. 1864 133 26 133 75 ^rundentl. - Obi LreSenbärg. 73 2* 73.75 Ungarn zu. . 76 25 37.— Actien. 4ngIo>Banr 156.- trebitanjlalt .... ?33.75 >34.— Depositenbank . . . . 155.- !C6.- ixScomple-Anstalt . . ^00. - 910. 5ranco.Bank . . . 63.25 63 75 Handelsbank 7 >>.50 80- ^anonalbant .... V77.— 979. Oesterr. allg. Bank . 5 \— 18. Oest. Bankgesells. . . 190 191 — tlnion - Bank .... 1S3.60 ijf4 - LereinSbank 9 25 9.60 >verkehrSbank 1(3 104 — »lföld-Bavn 145 50 146. Skarl-Ludwtg-Bahn. . *47.— y47.&) ftatf. Elisabeth-Bahn. 208 60 209 - rrais. Franz-IosefSd.. 197 - 196 VtaatSbahn . . . . 916 — 316.00 Südbahv 137.25| 137^0 Pfandbriefe. Mg. öft.«sd..»ndtt. d:». in 33 .1. . . . tmon. o.üB.......... io,j. Lod.-Errditanst. Priorit&ts-Obl. iTran»»3o[ef»=$)at>n . Oest -Nordwestvahn Siebenbürg«......... EtaaiSbad».......... Eüdd.-ISes.zii 800 fft. Mo. Sone Lose. tfoeblt. 8. . . Wechsel (äiöiois.)