Etristlcitong: WathsluOfistfit Nr. & (thgcur» CticAflnate: Täglich sait iglnlat bei So»,.», ftrin- !«|f) »»» 11—11 Uhr «cmu H»ai>tchrnd«» Bett» niAt lirtilgcgcloi. r»«k»I«I» #in-ltr.»an*m mtfil bmiSfichligt. a«tlntl|iif tn mmm I» Vamltang |t|nt »et d llijS fest-»«stellt»» lSk^.drr» «ni»ezcn. — Sri nttRhriaiid tnii* »»«laß. ti( .Tratsche Wacht» n scheint lei«t»z m«rgr»t. »0 «90 <'kr»7>mny: StathaaSgass» Nr. > «n>e» Hau«.) Ve,a»Sdkdii>ftll»gr»i r«>» »>e V«» »q»,ni i mrtKMQri« . . . I 3*f0 . . . K « «• «•miikh« . . . . K It-M 3 tft • i 111 im ».uBfGtnj in# tut' WonatltA . . . , K l io HoMjUri| . . . K t'— H»ldt«br>» ....»« — «asjjiihri) . ; . . K \r— fflti« flulian* rttibm iich IV f M3'i»s|(b Jticriim[ite höher«, Vcrintan, «-»-düdrrii *imtl«iLtte gste«srüdling mit roher Gewalt und mit Feuer und Schwert ein jähe» Ende. Wie mögen die Augen der getreuen Christen-menschen in ihren Höhle» gebrannt haben in heißem Schmerz und zuckendem Weh, al» da« Gotte»hau» in Scharsenau von Pulver gesprengt in Schutt und Trümmer sank und von der Trümmerstätte her da» tierische Geheul der tobenden tollwütigen Zerstörer klana. Die Nacht breitete ihre Fittiche Aie heilende Kraft des Sonnenbades. Während man srüher die Wirkung der Luft-und Sonnenbäder für gleichwertig gehalten ha», weiß man heuie durch Erfahrung, daß da» Lust» bad vorwiegend der Abhärtung dient, da» Sonnen« bad dagegen al» natürliches Schwitzbad zu be-»rach'en ist und vor allem ein kräftigende» Mittel darstellt. E» steht fest, daß bei halbstündiger Dauer de» Eonnenbade» die Pultfchläae sich um 5 bi» 10 vermehren, e» steigt der Druck sowohl in den Schlagadern al» in den Blutadern, die Zahl der Atemzüge nimm« zu, ebenso die Röiper» wärme, da« Gewicht nimmt ab. Diese Verände-rungen dauern noch etwa !5 Minuten nach dem Bade. Bemerkenswerte Heilerfolge erzielte Dr. Guhr mit den Sonnenbädern bei der Schuppen-flechte. Er beobachtete zufällig einen Knaben, der an Schuppenflechle litt. Dieser nah« öfter» kalte Bäder von kurzer Dauer im Flusse und ließ sich al»dann von der Sonne eine Stunde lang bestrahlen. Al» er da» mehrere Wochen lang getan hatte, fielen die Schuppen ab und die Haut heilte. Die Wirkung ka« in der Weise zustande, daß der Schweiß die Schuppen erweicht« und deren Ab» stoßung bewirkte. Al» Dr. Guhr die Sonnenbäder daraufhin öfter» bei Schuppenflechten anwandte, blieb der Erfolg nicht au». — Die Sonnenbäder über da» unglückliche Land au» und finstere Wolkenschatten huschten darüber hin. Doch nicht lange währt «», da wird ein Licht angesteckt, da» ansang« nur mühsa^t da» Dunkel zu durchdringen vermag, nur matten Schein um sich verbreitend — Josef II., der Volk»kaiser. Und wieder in einer Weile, da bricht ei siegha t herein wie SturmeSwihn, eine neue Befreiung»zeil, die der Welt ein neue» Angesicht verleihen soll, fie tet Wahrheit und dem Lichte einen Schritt näher» bringend. E» will wieder hell werden im Klöiter» reich. Und im Morgenlicht steht iv e?erua> auf den i Fluren Cilli» eine schmucke Kirche, in der der I Deuische in seiner Muitersprache mit seinem > Herrgott spricht. Den EinweihungSseieilichkeiien ging am Sonn« abend ein Atgrüßungsaöend voran, zu dem sich außer dem Pre»bylerium, und dem Kirchendauverei^e auch viele andere Mitglieder der evangelischen Gemeinde und Freunde der evangelischen Sache eingesunden hallen, um den femden Festgästen den ersten Gruß zu entbieten. Namentlich die Festgäste au« dem fernen Halle und der allen Han.astavt Lüdeck waren Gegenstand herz-licher Beg'üßung. Der Kurator der «vang. Gemeinde, Herr Adler begrüßte im Namen der evangelischen Gemeinde Cilli alle erschienenen fremden Festgäste aus da» herzlichste. Vor allem dankie er den Hallensern, daß sie abermal» die Cillier Glauben»» genossen mit ihrem Besuche beehrten, um mit ihnin ein hohe« Fest zu feiern. Er sprach den Wunsch au«, daß diese Frier einen schönen und würdigen Verlauf nehmen möge, fodaß die fremden Gäste einen günstigen Eindruck von Cilli mitnehmen könnten. Herr Justizrat Elye au» Halle erwiederte in ebenso herzlicher Weise und versicherte, daß die Hallenser nur einem Herzen»drange folgten, wenn müssen an einem aegen Wind und kühle Luft-stiömungen geschützten Ort? vorgenommen werden und sollen 20 b>S 25 Minuten dauern. Den Abschluß de» Bade» bildet eine kühle Wasseran-wenduna, eine Dusche, Abwaschung und Abrei» bung. Darauf hat eine etwa halbstündige Wanve-rung zu folgen. Fiebernde, entkräftete, herzleidende, zu Blutunoen neigende Menschen, sowie solche, die große Hitze überhaupt schlecht vertragen, dürfen Sonnenbäder nicht gebrauchen. ' Jenen vielen, die noch in Unkenntnis über die Art der Anwenbuna sowohl als über die segensreiche Wirkung der Lu't» und Lichtbäder dahinleben, sei die aufklärende Schrifi. Da» Luft» und Sonnenbad von Dr. Walser (2. Aufl. Verlay von Edmund Demme zu Leipzig. Prei« : 1 Mark) aus da« wärmste empfohlen. „5er Heist im Kausgestühl" Kürzlich ist unter dem Titel »Der Geist im Hau»g«ftühl" ein Büchlein erschienen, in welchem der bekannte Kunstschriftsteller Archt kl F. Naumann die Kuvst, sich ein behagliche» und individuelle» Heim zu schaffen, in ebenso geistvoller wie prak-lischer Weise behandelt. Er gibt in zwölf Briefen ein plaudersame» Frag» und Antwortspiel zwischen eine« jungen Brautpaare und einem allen Herrn sie nach Cilli kämen, und daß sie ja nur ihr bei der Grundsteinlegung gegebene» Versprechen ein» lösten. Herr Superintendent Schack au» Wie» begrüßte Cilli und die Glaubensgenossen daselbst. Hieran reihten sich auch noch einige andere An» sprachen, in welchen die freundschaftlichen Gefühle, die alle Festieilnehmer verband, so recht zu« AuS» drucke gelangten. Pas Hinlänten. Am Sonntag Morgen «achte den Beginn de» Feste» die „Artillerie der Kirche-, wie Josef II. «reffend die Glock-n genannt hat. Schüchtern und zaghaft erhob zuerst die kleinste der dre« ehernen Glocken ihre Stimme, bald gesellte sich ihr zuver» sichtliche» Geläut der minieren hinzu und endlich dröhnt auch da» Metall der dritten, mit kräftige« Schall die neue Zeit einläuten». Die Landhäuser der Insel hauen der anmui»oollen Nachbarin zu Liebe, die dem Villenviertel zu so hoher Zierde gereicht, gleichsam wie au» Erkenntlichkeit Flaggen-schmuck angelegt, denn wenn die Rose selbst sich schmückt, schmückt sie auch den Garten. Von hohen Masten, die untereinander durch Eichrnlaubgewinde verbunden waren, wehten Banner in den Farben de» Staate», de» Lande« un> der Stadt und zur Rechten wie zur Linken flattert da» völkische Dreifarb lustig in die Winve, verkündend, daß hier eine Stälte deutschen Goile»dienste» ist. Deuisch sind auch die Fahnen der Landhäuser; kein Zweifel, hier begeht man ein deuische« Fest. Im Turme werden Choräle geblasen. Zuerst Nikolai»: .Wachet aus, ruft uns die ©limme" und dann da« alte Latherlied: „Ein' feste Burg ist unser Gon." Eine eigene Stimmung geht von den Klängen di>se» Liede» auS. Sie zaubern da» Bild vor Augen, da die Vorväter, bettelarm geworden um ihre» evangelischen Glauben» willen, zum Wanderstabe greisen und der grünen Mark über die Au«stattung«frage. Soll da« HauSaestühl — da« Wor, ist gut geprägt — Fabrikplunder sein oder soll eS dem augenblicklichen S»l entsprechen oder aber soll e« in seinen Formen dem Charakter der Leute, d»e et benügen sollen, angepaßt sein? Wer'« dazu ha», der kann sich von einem berühmten Hersteller von Hausgestühl (Möbel) Entwürfe machen lassen und Gestaltung liebgewonnener Formen ver-langen. Aber wer'« nicht dazu hat — und für die schrieb Naumann diese Briefe — der muß eben zusehen, wie e« in anderer Art anginge, sich nicht Möbel, sondern oertruute« Hau«aestühl zu schaffen, Sachen, in die wir un« eine Seele hineindenken können, die un« erzählen, die un» vertraut sind. Und dazu müssen wir un« Zeit nehmen; da», wa» un» dreißig Jahre lang oder länger im L-ben begleiten soll, da» müssen wir lieben. E» muß unserem Cdarokler angepaßt sein wie unsere Hand» schris». Kostet da» mehrt „Der arme Mann", so schreibt Nau«ann, »kaust im Grunde teurer al» der Reiche, weil er zu wenig Mittel in Händen hat." Aber »auch der kleine Mann kann solid kaufen, wenn er in den Jahren vor der Heirat bereit» stückweise anfängt, sich etwa» lebenslängliche» zuzulegen." Naumann betont diese» „stückweise"; r« wird kein Kunterbunt von Hau»gestühl entstehen, wenn der Geschmack da ist, die Wahl au» viele« zu treffen unv in der Zusammenstellung de» Ganze« ohne Berücksichtigung von Stil oder Mode «in Zusammengehören zu erzielen. Wer hat nicht vo« » Seite 2 .z>L?tfche Ztuinmer 57 und der schönen Tillier Welt blutenden Herzen« Ade sagen und in« Elend ziehen mußten. Mit diesem L«ede habfn auch die deutschen Heerscharen im deutsch-französisch«» ftriepe nach geschlagener Schlacht ihren Dank zu« Himmel gesandt und ein Franzose hat, die Feder in sein Herzblut tauchend, in Erinnerung an jene feierlichen Klänge geschrieben: er erflehe von Gott »inen Glauben für sein Volk, der »« dem deutschen Volke an Stärke und sittlicher Kraft gleich machen würde. Abschied vom alte» Hotteshause. Um */«4 Uhr nachmittag« versammelten sich die Mitglieder der evangelischer: Gemeinde und die geladenen Festgäste in dem alten evangelischen Andrea«kirchlein. um von der liebgewonnenen Stätte, in der die evangelischen Slaudeu«genosstn seit dem Jahre 1857 dem Worte Gotie« lauschten und Trost und Erbauung fanden und in der auch der gewaltige Primu« Trüber in der R,formaiion«z«it die „reine Lehre' verkündet hatte, Abschied zu nehmen. Die Gemeinde sang da« Lied: „Unsern BuSgang segne Gott und Herr Superintendent Scharf hielt eine weihevolle Abschied«rede. Nun ordnete sich alle« zum Ieeftzuge ;«r neue« Kirche. Den Zug eröffnete die Musikv«rein«kap. Scharf au« Wien. Senior Schwarz au« Meiern in Kärntm. der altkatholifch« Pfarrer Ferk und die evangelischen Pfarrer Mahneri-Marburg. Holz-Pola, S,mon-Stainz und Vikar Sapper-Graz. An sie reihte sich der Kirchrndauoereintvorstand und da« Pr««by>erium, sodann die Ehrengäste, darunter die Hallenser Herr Justizrat Eltze uns Herr Ernst Lehmann. weiter« Amt«vorstand Dr. Ambroschitsch al« Vertreter der ktadtgkm«iad« Cilli. die Vertreter der evangelischen Nachbargemeinden Marburg, Graz. Laibach, Trieft und vieler anderer Orte, die Vertreter der deutsch» völkischen Vereine Cilli« und endlich die evangelischen Familien Cilli« und der weiteren Umgebung, sowie viele Freunde der evangelischen Sache. In allen Straßen, durch die sich der Zug bewegte, ward er von einer großen Volksmenge erwartet, die ihm auch da« Geleite zum Fiftplatzi gab. Auch hier drängt» sich bereit« Kopf an Kops. Per Kiozug in die Kirche. Vor d»m Tor» der Christu«kirch» angelangt, stimmt» di» Kinderschar da« Lied: »Tut un« auf Großvater her einen Schrank, einen Tisch, einen Stuhl — Dmg». von denen er sich nicht trennen mag? Man soll diese alren Ehrenstürfe behalten; in diesem HauSgtstühl steckt ein freundlicher Geist für un«. Wir können Neue« kaufen, in dem wir ähnlich» Form wi»d«rfinden unv in da« wir den Geist unsere« alten Ha»«gestühlt« hineinsind»» können. Da« Werkchen ist e«n vorzüglicher W»g-weiser, der allen zur Hand gehen sollte, die vor der Au«stattung«frage stehen und in den neuen Leben«abichnitt auch nach dieser Seit» hin nicht planlo« übersiedeln wollen. E« ist i« Verlage der Dr»«dener Werkstäitm str Handwerkskunst erschien»». Aer Krieg der Zukunft. Völk»r Europa« . . .! Der Kri»g der Zukunft von j Verlag von Rich. Bong, Berlin. W. 57 Prei« M. 5.—.) Unter den vitlen Erscheinung»» der letzten Zeit, welch» die Frag» »in»« Weltkriege« bthandeln, wird zweifello« diese« Buch ganz bc sondere« Interesse erwecken, weil »« zum »rst»n Male d»n Zusammenstoß dir gesamien Kultur-Völker zur Darstellung bringt. Der ungenannte Verfasser kann nur eine Persönlichkeit sein, welche in die militärischen Machtverhältniss» der europäi» scheu und außereuropäisch»» Staaten, sowie ihre politischen Beziehungen auf« Allergenaurst» und di« die schöne Pforte, laßt in« Gotl»«hau« un« ein" an. D«r Architekt Herr Steinhofer au« Wi»n über» gab nun die Schlüssel zur Kirche d»m Kurator der evangelischen Gemeinde in Cilli. Herrn Georg Adler, der sie mit einigen seierlichen Worten dem Pfarrer Herrn Fritz May einhändigte. Nach dem Spruche: „Hier stehst du nun zu Gotie« Ehre, — Sollst Hilf' un« sein in Not und Spott, — In Trübsal Trost, im Kampfe Wehre, — Ein' feste Burg ist unser Gott!* schloß Pfarr»r May die Pforte auf und alle« strömte in di« Kirche. Der sich darbi»t»nd» freundlich« Anblick di« lichten hellen Innern nötigte allen Beschauern Bewunde» rung ab. Während vor der Kirche Herr Vikar Sapper au« Graz für j»ne, die nicht mehr Einlaß finden konnten, im Freien eine Festpredigt hielt, fand im Innern der Aellgottesdievl! statt. In der dichtbesetzien Kirche, die einen über» raschend großen Fassung«raum aufweist, nahmen die Ehrenplätze di« geladenen Festgäste «in. Unt«r diesen bemerkt«» wir Abordnungen d«r Offizier«-korp« de« hier garnisoni«r«ndkn Jnfant«rie» und Landwehrbataillon«, Vertreter de« Gemnnderate«. der BezirkShauplmannschaft, de« Kreis- und d«« Bezirksgerichte«, de« StiueramuS, der Post, der Südbahnstation u. a. m. Nach einem Gelang» der Gemiinse hielt der Superintendent Herr Schock, die von edler Begeisterung getragen« Weihered«, die in eine» Seg«n«wunsch für die n«ui Christ»«-kirche, für Cilli. da« Land und unser deutsche« Volk auSklang. Die beiden Cillier Männerfang«» veriine, die aus dem Chor« Ausstellung genommen hatten, fangen mit Orgelbegleitung zunächst eine Motette: „Prei« und Anbetung s«i unserem Gott", und späterhin da« ungcmein stimmungsvolle „Alt-niederländisch« Dankgebet". An Stell« d«« erkrankten Pfarrer« Herrn F. May hi«lt Herr Pfarrer M a h n «r t di« Feftpredigt, der da« Wort: „Gott ist die Liebe" zugrunde lag." Wir «ntnthmen der packend«» Predigt, die tiefe» Eindruck hinterließ, folgende Stellen: „Wa« soll do« erste Wort sein, da« deut» aus di»!«r Kanzel an diesem Festtage erschallt?" ES soll ein Wort de« Danke« sein gegen drn Herrn unseren Gott, der un« diesen Tag g«g«b«n. der an dieser Gemeinde da« Wort srine« Propheten wahr-gemacht hat: „Ich will mein gnädig Wort über euch erwecken, daß ich euch wi«d«r an diesen Ort bringe", der da« blanke scharfe Schwert de« Evangelium« lo viele» tapferen Streitern landaus. in« Kleinste uniernchiei, iodaß da« vorliegende Werk völlig neue GesichXpunkie eröffnet und den Beitall aller Eingeweihten finden muß. Mit dieser durchdringenden «enmni« verbindet der Verfasser eine Dichlergabe, deren großartige Gestaltungskraft den gewaltigen Stoff gleich einem grandiosen, de-gtist«rnd«n und blutig«» Panorama mit sein«» Schlacht«» zu Wasser und zu Land« und seinen diplomatischen Kampf«» vor uns ausrollt. Wir sehen d«n Zündstoff, der sich zwischen den euro-päischen Völkern angehäuft hat, Feuer fangen und »n den Flammengarben eine« weiter und weiter um sich greifenden Krieges zum Himmel empor-schlag»»,. Dabei verschiebt sich die ganz» Wtttlag» mit zwingender Notwendigkeit, biS die außtreuro» päischen Siaaie» den Augenblick für gekommen erachten, über bo« stolzeste Festland herzufallen »vd diese« im Hinblick auf die drohend» Gefahr seine Glieder zusammeMchlitßt. So ist e« ein her» vorragende« Verdienst de« Buche«, nicht um der Sensation willen geschrieben zu haben, sondern d-n Völkern Europas als ein» Warnung im Sinne des Kaiserworte« die Hülle von d»m gähnend»n Abgrund hinwegzurrißtn und mit mächtig« Stimm», die weil über Deutschlanv hinau«hallen wird, zum Frieden und zum brüderliche > Zusammenstehen zu mahnen. Da dem Werke vier Karten betgegede» sind, schwankt dem Leser gegenüber den von den Wirklichkeit durchtränkten Schilderungen oft der Boden unter den Füßen, al« handle e« landab in unserer grüne« Mark in |di» Hand g»drückt und ihr» Seelen nestärkt bat zu mutige« treuem Kämpfe« gegen den alt' bösen Feind «il der großen Macht uns vielen List, der mit starke« Finger an taufend» von M»nsch»»herz«n angeklopft hat in unseren Tagen und sie wieder froh und fr«, und glücklich gemacht hat durch seine« Sohne« Trostbotschast. daß sie wieder singen und b«t«n und danken können au« voller Brust, ihm, der nach langer banger Leiden«z«it ü»»r uns«r« evangelische Kirche in der deutschen Ostmark die Sonne seiner Gnade wieder leuchten läßt und sie auf einer Bahn stolzer Siege einer oerhelßung«oollen früchlereichen Zukunft entgegenführt, der au« den Ruinen von Scharkrnau neu««, frische« Lebe» in der schönen Sannstadt blühen läßt, der heute die rohe Ta« de« Drescher« von Sachsenfeld, der in blinder Wut mit der Holzhacke die erste evangelische Kanzel von Cilli in Trümmer schlug, dadurch sühnen läß, daß er heut« aus der Kanzel dieser schönen Christ»«» kirche feinem lauschenden Volk» verkündigen läßt: „Gott ist di« Liebe!" Ihm soll der erste Dank erschallen, dem Goit der groß un» wunderbar, nach langer Schande Nacht un« allen, im Flammen-glänz erschien«« war, der unserer Feinde Trotz zer-blitzet, der unsere Kraft un« schön erneut, der auf den Sternen waltend sitzet, von Ewigkeit zu Ewig-teil. Wohl steigen der M«nschenschatten heute viele vor un« aus in dieser heiligen Feste«stunde. Wir grüßen euch, ihr topseren Väter au« Luther« Zeit, ihr Prädikanten und Lehrer und ihr Streiter alle, ihr streift« Rom« Fesseln von den sehnigen Männer» armen und schmiegte« euch dann mit vertrauendem Kinderherzen an de» himmlische» Vater« treusorgende Brust. Wir grüße» euch ihr Männer von Scharienau, die ihr mit blutendem Herzen die Marmorsäulen eurer Kirche sinken und ihre Ma» rn und Türme im Palvrrdampf stürze > fahi. Dem Charsreitag. den ihr erlebt, sol^t deute da« glorreiche Oftersest und Siegesglocken klingen durch da« Tal der Sann l Wir grüßen dich Joses II., ru edler Kaiser, unser Kaiser. Wir senken grüßend unsere Degen vor deiner Asche, stolzer Fr«ih«liSheld. Dieser Tag ist auch dein Tag, wir danken dir! Wir grüßen euch deuische Brüder im deutsch»» Norden, besonder« ihr auS der lieben Saalestadt, di« ihr mit frohem Herzen und offenen Händen da« Werk gefördert babt, das wir brüt» krönen. Heut dürfen »ur» Augen leuchten und eure Wangen glühn und eure Herzen schlagen vor Stolz, wenn ihr hinblickr auf daS Werk «vang,lifch«r Bruderliebe unv Bruder-treu«. Wir prüß«n euch all« Volks- und Glaub«»«» genossen, reich und arm und jung und alt. die ihr in lebendiger Teilnahme den Schritt Hieher gelenkt, um mitzufeiern mit der feiernden Gemeinde und mit ihr die Herzen und Hände zu unserem Gon zu erveben und ihm h«rzinn>glich zu danke». Wir grüßen dich, du evangelisch« Gemeinde Cilli und wünschen dir Glück zum heuiige» Tag; «S ist «in Taa d«S Sieges für dich wie jener, al« zum ersten-mal hier wieder Gotie« Wort verkündtt ward, wie jenrr. al« wi«d«r d«r erst« «oangelische Pfarrer hier seinen Einzug bielt. o laß diesen Tag de« sich hier nicht um die Zukunft, sondern um die Gegenwart, die er erschünert «»erlebt. Wahrlich, jedem dem da« Heil unsere« Vaterlande« am Herzen liegt, muß diese«, auf ernstester wissen-schaftlicher Arbeit beruhende unv gleich einem großartigen Drama spannende Buch dringend em» pfohlen werd«». Wieder ein Znvastonsroman. Die Literatur der künftigen Kriege will kein Ende nehme». Besonder« in England beschäftigt die Idee eine« Einfalle« fremder Truppen in da« Jnfelland mächiig die Phantasie. Kurz nach der „Invasion von 1910" erscheint «in neue« Buch dteser An. E« führt de» Titel: „Mene Mene Tekel Uobarstn, England? Ueberwältigung durch Deutsch» land." D r Versasser, offenbar «in gebildeter Offizier, nimmt den Kall an, daß «in großer Teil der englischen Flott« irg«ndwo in der Ferne «»vagieri sei. Diesen Augenblick benützt Deutschland, um «in Heer von 250.000 Mann nach England zu werfen. Lediglich Infanterie, von der aber die Hälfte mit Fahrrädern versehe» ist, die, in Bl«ch» listen vtrpackr, bei d«n Boat«lc>ndung«n leicht an« Ufer zu schaffen find. D>« englischen Küstentruppe» werden überrumpelt, Pferde requiriert, einzelne kleine G«f«cht» bringen die deutschen Truppen in den Btsitz von Geschützen, die si; ob der Schwierig» Nummer 57 Siege« für dich auch einen Tag de« Danke« sein. Ja. dir besonder« gilt heute die Mahnung: .Lar sum corda": Die Herzen himmelan: dir besonder« gilt heute da« schöne Johanne«wort: .Sott ist die Liebe unv wer in der Liebe bleibt, der bleibet in Sott und Sott in ihm.' Den Chorgesang leiteten abwechselnd die Herren LandeSbürgerschullehrer Freyberger und Eckl; da« Orgelspiel besorgte in künstlerischer Weise unser rühmlichst bekannte Herr Jnterberger. Am Schluß de« FestgotteSdienste« wurden neun Uebertreiende, darunter solche, deren Scheue! ,chon schneeige« Weiß deck», vom Senior Schwarz ,n die evangelische Kirche aufgenommen. Herr Senior Schwarz ist jener Menschenfreund, von dessen werklä'iger Menschenliebe die großen Liebe«-anstauen in Weiern bei Feldkirchen und Klagenfurt zeugen. Hroßer Iamikienaveud im Waldßause. Am Abend sand in sämtlichen Räumen de« Waldhause« ein Familienabend statt. Der Andrang hi»zu war ein sehr starker, denn nicht nur von der Cillier Stadt und vom Sann-, Trau- und Save-strand, von allen Orten de« Unterlande« kamen sie gezogen. Die völkischen Vereine Cilli« waren durch starke Abordnungen vertreten; die beiden Gesangvereine erschienen vollzählig, ebenso der Verband deutscher Hochschüler Cilli«. In starker Abordnung war auch noch der Beteranenverein und die freiwillige Feuerwehr vertreten. E« würde zu weit führen, wollte man all die Orte de« Unter-lande« und der Nichbarkronländer auszählen, die hier vertreten waren. Den Willkommengruß entbot Herr Ingenieur Fritz Wehrhan. Herr Kurator Georg Adler ergriff nunmehr da« Wort zu folgender Ansprache: „Liebwerte Glauben«- und Volk«genoffen! Trotz glühenden Sonnendrande« kommt mir der heutige Tag wie ein echter Frühling«tag vor. wo an einem einzigen Morgen der linde Südwind da« Ei« auf Flüssen und Seen zum Brech«n und Schmelzen dringt, wo ein durch die lange Winter«z-it fast eingefrorene« Menschenher» laut in den Jubel au«-zubrechen vermag: Wie ist doch die Erde so schön! O möchte doch dieser heutige Festtag auch sür unsere evangelische Gemeinde »in echter und rechter Frühling«tag werdtn. wo all» zu ©«klumpen gewordenen Herzen auftauen, wo alle« Faule und Morsche hinweggefegt und hinweggeschwemmt wird. Ein neue», ein regere« Leben soll sich nun entsalten, nicht mehr verstkckt ließt unsere neue, schmucke Kirche; wo wir gehen und stehen, mögen wir nun aus unsere grünen Berge steigen oder mögen wir im Tale wandeln, fast überall werden wir die freundliche Kirche oder wenigsten« den schlanken Turm derselben erblicken. So wie unsere Kirche nun offen vor aller Augen dasteht, so wollen auch wir selbst uns al« Protestanten nicht mehr verstecken, sondern frei und offen wollen wir e« nen. daß Christi Kirche die unsere ist. Ich hege ober auch die felsenfeste Ueberzeugung, daß jetzt so mancher, der im Herzen der Romkirche schon längst entfremdet war. nicht mehr länger pudern wird, sondern un« zurusen wird: .Von heute an bin ich der eure!" Wenn unsere Christu«kirche in recht kurzer Zeit zu eng für die Zahl der Evangelischen würde, da« wäre der schönste Lohn für unsere lieben und hoch-verehrten Freunde au« Halle, die e« sich nicht haben nehmen lassen, unser heutige« Freudenfest wieder in unserer Mitte zu verbringen, wie sie zum Teil wenigsten« schon der Grundsteinlegung beigewohnt haben. Meint hochverehrten Herren au« Halle! Daß .wir glücklich, von ganzem Herzen glücklich find, daß wir Sie hier begrüßen können, dessen brauche ich Sie ja nicht ausdrücklich zu versichern, bedauern müssen wir nur da« eine, daß nicht der ganze Hils«au«sch»ß am heutigen Tage cnwesend sein kann, am meisten bedauern wir aber da« Fernbleiben der Herren Baumeister Friedrich und RechnungSrat Stade, die un« neben Ihnen. Herr Jnttizra«. am meisten bekannt sind unv daher auch unserem Herzen am nächsten stehen. Ich bin dessen versichert, daß alle Herren de« Halleschen Hils«au«schusse« den heutigen Tug im Geiste mit un« verlebt haben, wie wir, die panze evangelische Gemeinde Cilli, in doppelter Dankbar-feit heute ihrer gedenken. Damit Sie nun aber, wenn Sie zurückkehrt» an den hellen Strand der Saale, auch ein kleine« Erinnerungszeichen vom heutigen Tage mitbringen, so hat ein Künstler au« der Mitte unserer Gemeinde ein Gemälde der Chriftu«kirche hergestrllt, da« ich Ihnen im Namen der Gemeinde hiemit überreiche und Sie, meine Herren, bitte, die« al« ein kleine« äußere« Zeichen unserer Dankbarkeit anzunehmen. Hängen Sie diese« Bild in Ihrem Bera«ung«zimmtr aus, t« soll Ihnen täglich die Dankbarkeit der Cillier Gemeinde vor Augen halten." (Heilruft. Redner überreicht da« von Herrn O. Blüthgen ausgeführte Aquarell, da« allgemeine Anerkennung findet.) Der Antwortrede des Herrn Justizrate« Eltze. einer ungemein sympathischen Persönlichkeit, ent-nehmen wir folgende Sätze: „Meine vielgeliebten Freunde von Cilli! Beschämt stehe ich vor Ihnen, denn daß Sie uns wiederum »in so schöne« Bild überreichen würden, daran konnte ich nicht denken. Aber seien Sie versichert, da« Bild ihrer schönen Christu«kirche soll neben da« Bild Ihrer schönen Stadt Cilli gehängt werden und unsere Freunde und Verem«mitglieder in Halle werden diese« Bild stet« in Ehren halten und wenn wir, die wir mitgeholsen haben an di»s»m Werk», nicht mehr sind, dann sollen unsere Nach- fett ihrer Landung zu Haufe gelassen haben, unv so steht ihnen am Ende der Weg nuch London offen, da« sie einnehmen und brandschatzen. Die Einnahme von London gestaltet sich einfach. Die Gegenmaßregeln de« englischen Oberbefehlshaber« sind gescheitert. .Um die Mittagsstunde des 12. Juni rückten mit allen vorgeschriebenen militärischen Vorsichtsmaßregeln je 4000 Radfahrer von Sutton und von Kingston aus London vor. Da die Bekannt« «achung erlassen war, daß ein dem Vorrücken geleisteter Widerstand nur unnötige» Blutvergießen verursachen würde, erreichten sie die Stadt ohne Behindernng. Bei ihrer Ankunft dort begannen sie den Teil von London mit einem Kordon zu um-geben, der von den folgenden Straßen eingeschlossen wird: Cheapside, King William Street, Cannon Street. St. Paul« Church Yard. Nachdem die« geschehen war, wurden alle Einwohner aufgefordert, d,ese .Enklave" zu verlassen, aber e« wird ihnen nicht erlaub«, irgend etwa« mitzunehmen. Dann suchte man die Häuser ab, um zu sehen, ob auch keine Menschen zurückgeblieben waren. E« wird erzählt, daß ein deutscher Soldat, den man dabei angetroffen hatte, wie er einige silberne Löffel in die Tasche steckte, vor'« Krieg«gericht gestellt und nach einer halben Stunde erschossen wurde. Sresham Street. St. MartinS-le-Grand. Newgate Street, Queen Victoria Street. Upper Thame« Street, Eastcheap wurden in gleicher Weife abgegrenzt. Die Polizei wurde dann benachrichtigt, daß der kommandierende General der Deutschen den von ihm abgesteckten Teil London« bi« aus den Erdboden niederbrennen lassen wolle; zugleich wurde sie ersucht, die Feuerwehr von diesem Vorhaben in Kenntni« zu setzen, da er ihr gern gestatten wolle. Hilfe zu leisten, um da« Umsichgreifen de« Feuer« aus Häuser, deren Zerstörung er nicht angeordnet habe, zu verhindern. Einmal an Ort und Sielle angekommen, dauerten die nötigen Vorkehrungen nicht lange, denn um 4 Uhr nachmittag« stand dieser Häuserkomplex. einer der reichsten und wichtigsten der Altstadt von London, in Flammen. Um 7 Uhr abend« war tatsächlich alle« zerstört; die Trupp,n wartn abgerückt und nur der Feuer-wehr war e« gestattet, da« wenige, wa« noch zu retten war. möglichst zu retten." Deutschland erlangt schließlich zehn Milliarden Krieg«entschädigung und di, Garantie für den ungehinderten Rücktransport der Armee. Der Ver-fasser zitiert einen AuSspruch MoltkrS, wie er eine Armee nach England Klingen könne, wisse er wohl, nur wisse er nicht, wie er sie nach Deutschland zurückbringen solle. Wie alle Bücher dieser Art, so basiert auch da« besprochene aus imaginären politische« Vorau«setzungen. Eine Art Wikinger-zug, wie ihn der Verfasser schildert, kann im «0. Jahrhundert nicht ohne weitere« unternommen werden. Seile 3 kommen sich dtsstn entsinnen, daß da« Evangelium und da« Deutschtum keine Grenzen kennt; e« erstreckt sich von der Saale Strand bi« an den Sannstrand und ei« Geist und »ine Seele erfüllt die Bewohner von Hall» und Cilli." Redner entschuldigt sodann da« Fernbleiben der Herren Friedrich und Stade. den großherzigen Sönnern der evangelischen Gemeinde, die so gern dem Zuge de« Herzen« gefolgt wären und die herzlichste Grüße entbieten, llngemein rührend war seine Erzählung, wie die Kinder von Halle, darunter solche au« den ärmsten Volk«schichten. ihr Echerflein beigetragen haben, um die Christu«kirche mit schönen Gla«senstern auszustatten. Nach der mit großem Jubel und stürmische» Heilrufen aufgenommenen Rede deS Hallenser Freundes hielt Herr Kurator Adler folgende An-spräche an Herrn Pfarrer May: „Sehr geehrter Herr Pfarrer! Ich als Kurator der Gemeinde bin vom SestauSschusse sowohl wie auch von der Gemeinde beaustragt, Ihnen öffentlich vor dieser großen Festoersammlung unser Aller herzlichsten und ausrichtigsten Dank aufzusprechen. ES hätte mir keine größere Freude bereitet werden können al« dieser Auftrag, weiß ich ja doch, mit welcher Liebe und Begeisterung Sie sich de« Baue« von Anfang an angenommen, weiß ich doch, daß die Ausbringung der nötigen Geldmittel zum aller» größten Teile Ihr Werk gewesen ist, sei e« nun durch Reisen im Au«lande. sei e« durch Ausrufe in den Zeitungen, fei e« durch Briefschreiben. Ich weiß ober auch, mit welchen Widerwärtig-leiten und Unannehmlichkeiten Sie nam« nilich am Ansang zu kämpfen gehabt haben. Aber al« echter deutscher Mann haben Sie immer vorwärt« gestrebt, haben un« Kleinmüligen ost den Mut gehoben und da« nötige Vertrauen auf de« Heiland« Fürsorge wieder geweckt. Ich spreche e« de«halb auch rückhaltlo« vor allen versammelten Festgästen au«: Ohne Ihre Arbeit, verehrter Herr Pfarrer, wären wir heute noch lange nicht so weit, und darum tausendfachen Dank. Damit Sie nun täglich an diesen Tag und diese Stunde erinnert werden, wollen wir Ihnen auch ein fichtbare« Zeichen unsere« Danke« und unsere« Vertrauen« überreichen. Ich habe Ihnen hier im Namen Ihrer Semiinde einen Brillantring zu überreichen, aus dem der heutige Tag zur Erinnerung eingraviert ist. Wir haben kin»n Ring gewählt, um damit schon äußerlich ein Bindeglied zwischen Pfarrer und Gemeinde herzustellen, da« hoffentlich noch recht viele Jahre halten soll. (Stürmische Hochrufe.) In schön angelegter Rede spricht sodann Herr Pfarrer Holz (Pola). der den Cilliern ein lieber Bekannter ist. In feiner Rede verweilt er bei dem Andenken de« großen Niederdeutschen Rembranbt, dessen Stern heute über der Christuökirche strahle. In markigen Worten, von denen jede« echten Manne«mut und glühende Begeisterung atmet, sprach sodann der gefeierte Kampfer sür Gewissen«-freiheit, Herr Postoffizial Pogatschnigg au« Trieft. Seinen Worten folgt» der Jubel der Begeisterung. E« sprachen weiter« noch die Herren Psarrer Ferk, der im Namen der altkatholischen Land«leute beglückwünschende Worte sprach und den Protestanten die Bruderhand entgegenstreckte, sodann der Holländer Herr Suringar, der «ine Spende von Triester deutschen Volksgenossen überbrachte, und endlich noch Herr Superintendent Schack und Herr Pfarrer Simon au« Stainz. der die Grüße und Glückwünsche der Protestanten der Weststeiermark übermittelte. Nach einer zur Verlesung gelangten Liste waren folgende Spenden für den Kirchbauschatz eingelaufen: Vom Hallenser Hilf«verein, überbracht durch Herrn Justizrat Eltze, 6000 Mk., »on Herrn Bau-meist» Friedrich 500 Mk. und je 200 Mk. al« Grundstock für die Erbauung eine« neuen Psarrhause« sowie einer Kapelle in S t o r 6. vom Zentralvorstand der Gustav Adols-Stistung 500 Mk.. vom Schwei-zerifchea HilsSverein 500 Fr., von der evang.Semeind« Laibach 400 K. vom Sustav Adols.Zweigverein in Halle 235 K. von Frl. Busse in Hamburg 293 K, Seite 4 von Herrn v. Guggenthal für da« Pfarrhau« 200 K, vom Gustav Adolf-V?rein in Essen 117 K, von Herrn Juliu« Prym, Heilenstein 100 L. von Herrn Dir. Krau«. Trisail 100K, von Herrn Dr.Ech ellander, Trieft 50 X, vom Gustav Adolf>Verei« in Lange«-berg 47 X. von Herrn Emil Schleicher,Stolberg 35 X, von Frl. Kröner, O«nadrück 12 K und von den Herren Oberinspektor Biberauer, Otto Klusemann und Joses Eikoscheg in Bad Neuhau« je 10 K. Mit grober Freude ward besonder« die Kunde von dem neuer» lichen reichen Geschenke der Hallenser Freunde ent« gegengenommen. Herr Kurator Adler gedachte dankbar auch einer hohen Göanerin, der Frau Gräfin Bafsewitz, die der Gemeinde t« wenigen Jahren bereit« 6000 Mark zum Geschenk gemacht hat. Außerordentlich groß war di« Zahl der ein» gelangten Drahtgrüße und Btgrüßung«schreiden. Au« der Füll» der Grüße, 74 an der Zahl, heben wir folgende hervor: Giessing«.Hoele (Norwegen), „Lo« von Ro«"-Co«mittee. Reo. John Batn» Loidon, Pastor Ekog-Ramsele (Schweden), Ganten-wein-Chur (Schweiz), R»ichrai«-Abg. Dr. Pommer-Wien, Reich«rat«-Abg. Wastian-Wie«, Dr. Negri-Janichen, Hugo und Gabriel« Müllrr-Riga, Baron Bay-Gonobitz, Familie Baron Urban-Röm«rbad, Martiny-Marburg, Dr.Ech?lland«r-Tri«st,Hegemann« Laibach, »Trutzburg'-Laibach, Göderer-Gottschee, Pirzl-Marburg, Szeher, Kuchar-Graz, Predigtstation Pettau, Leiaert-Trifail, Franko Heu-Leoben, Aureliu« Polzer-Graz u. a. m. Z»ie Nachfeier auf dem Schloßverge. Am Montag nachmittag ward von den Fest« teilnehmern ein Autflug auf den Schloßberg un» ternommen, um von hier den entzückenden Rund« blick zu genießen und zugleich noch eiaige Stunden im trauten Beisammensein mit den von weither zugereisten Festgästen zu verbringen. Begünstigt vom herrlichsten Wetter entwickelte sich bald um die Ruinen der alten, sagrnumwobrnen Feste derer von Cilli »in munter»« Tr»ib«n. Unter tintm gastlichen Dach« hatten di» Frauen und Mädchen alle nur «rdknklichen Leckerbissen und Taumenkitzel zur Bewirtung der Festgäste au«gebrettet. E« walteten hier ihre« gastfreundlichen Amte« die Frauen: Berta Achleitner, Amalia Bayer, Emilie Bayer, Thea Gutmann, Anna May, Anna Mohr, Therese Patz, Hilda Pinler, N. Schellander, Mitzi Walter, und Rosa Wehrhan. Ihnen zur Seite standen die Fräulein: Grete Gutmann, Fanni Koller, Annie Mohr, Josefine May, Marta und Paula Säger, Elfe Schröder und Isolde Stepischnegg. Herr Pfarrer Mahnert, der begnadete Redner, de« eine wunderfam schöne Sprache zu Gebote steht, hielt hier eine Anspracht, in der er zu« treuen Zufam«enst»h«n aufforderte. Tosender Bei« fall folgte seinen Worten. Wie sehr die Sannstadt den Brüdern auS de« deutschen Norden an« Herz gewachsen ist, ersah «an so recht au« der Rede de« Herrn Justizrate« Eltze. der einen warmen und innigen Gesühl«ton fand. In feiner Art, die sich mehr auf da« rein Religiös« zurückzitht, sprach serner Herr Senior Schwarz, späterhin auch Herr Superintendent Schock, der den Frauen und Mädchen von Cilli sür die lieben«würdige Bewir« tung den herzlichsten Dank au«sprach. Eine überall« freundliche Aufnahme fand auch die Rede de« Herrn Karl Mohr, in der er im Namen der akademischen Jungmannfchaft die Liebe zu« deutschen Volk«tum» und zu« evangelischen Glauben zu« Au«drucke brachte. Wie »inst altger» manische Jünglinge sich auf die erste Schlacht freuten, so brenne auch die heutige deutsch« Jugrnd darauf, für ihr Htiligste«, Religion und Volk«tum ihr alle« einzusetzen. Um die freudige Stimmung zu erhöhen, ward späterhin musizirrt. Für «inen guten Labttnmk hatt« d«r Burgwart, H«rr Eckschlager Sorgt getragen. Ungern folgte «an der Mahnung de« sinkenden Tage«g»stirne« endlich aufzubrechen und sich den Scheidtgruß zu geben. E« waren ein paar froh» verlebtt Stundtn, dtren ang»neh«t Erinnerung alle Teilnehmer gewiß noch in den fpäten Tagen gern» pflegen werden. Die Erinnerung, sie wird in Sonderheit den fremden Festgästen freundlich zu» rückleuchten zur Hochburg von Cilli und den gast» freundlichen Burgfrauen und Burgsräulein. politische Rundschau. X>aa siebente Mandat. „Sloven»c" berichtet von Unterhandlungen m» de« Italienern, die. dahin geführt haben sollen, daß diese für da« siebente slooenische Mandat in der Steiermark stimmen, doch erscheint dies« Nachricht wenig glaubwürdig. Dem Vernehmen nach wird der Ausgleich «un doch in Krain gesunden werden. Soviel steht fest: In d«r Steiermark darf e« unter ktintn Umständen zu einer weiteren Mandat«oerm«hrung der Slooenen, die ohnedie« von 4 auf 6 «estitatn sind, komm«n. . Bei der Zusammenstellung der Studienerfolge der Zöglinge de« Deutschen Studentenheim« in unserer letzten Blanfokge ist un« leider «in Irrtum unterlausen. indem die Zahl der Vorzug«schüler mit 13 statt richtig mit 14 angegeben war. Bei der Auszählung war der Name Rudolf v. Meyer au«gedlieben, wa« wir hiemit richtig» stellen. Attloren wurde am Montag 16. d. M. eine goldene Busennadel in Form eine« Kleeblatte« mit einer Perle und 4 Diamanten. Der Finder wird «rsucht, di« Nad«l geqen Finderlohn in der Wachstube in Cilli abzugeben. Aeim Waden ertrunken. Der elfjährige Knabe O«kar Teichtmann. dessm Baier in der fernen Schweiz weilt, wollt« Dien«tag nachmittag in der infolge der anhaltenden Regenoüße der letzt«» Zeit noch immer hochgeh«nde« Sann «in Bad nehme«. I« Gesellschaft von anderen Knaben ent-kleidete er sich bei der ersten Eisenbahnbrücke, stürzie sich dann munter in die Fluten, geriet jedoch in eine reißend« St'ömung. die ihm einen frühen Tod bereitete. Er stieß noch einig« SchreckenSruk« au«, doch sein« Kameraden war?» vom Schreck ganz gelähmt und wagte« e« nicht, ihm nachzuschwimmen. Endlich ward «in Land-wthrsoldat d?« v«rzw«iftlt mit d«n Welle« Ringenden qewahr und stürzte sich ihm nach, doch wenig« M«t«r vor ihm, schon w«it abgetrieben, versank d,r Knade in den Wellen, ohne wieder aufzutauchen. Alle« Suchen erwie« sich bi«her al« vergeblich. Da« traurige End, de« sonst so lustigen und gutdtrzigen Knaben wird allgemein beklagt Städtische ?^üöcheu-Potkslchule. Auch an dieser Schule wurde der Schulschluß an, 14. d. M. festlich begangen. Nach dein Dankgottesdienste ver« sammelten sich die Schülerinnen unter Führung der Klassenlehrerinnen in dem mit Kaiserbüste, mit Eichen-kränzen und entsprechenden Fahnen geschmückten Zeichensaale der Mädchenbürgerschule. Zur Feier hatten sich die Eltern der Schulkinder und Schul-freunde sehr zahlreich eingefunden. Der Leiter der Anstalt, BolkSfchuldirektor Herr Weiß, begrüßte die erschienenen Eltern und Festgäste und erstattete den Jahresbericht, welchem zu entnehmen ist, daß die 456 eingeschriebenen Schülerinnen in fünf Stamm-und drei Teilklassen unterrichtet wurden. Mit herz- SiumiHfr 57 »VentUbe Wmpektor« Herrn Joses S u p a n « f statt. Trotz der Ungunst de« Wetter«, waren fast alle Lehrer der beiden Schulbezirke Cilli und Et. Marein erschienen. Der Vorsitzende ernannte zu seine« Stellvertreter den Senior der Lehrerschaft Herrn F. S ch u « e r. In feine« eingehenden, fast zwei Stunden dauernden Mitteilungen erwähn«« er unier andere«, daß der Vorsitzende des Bezirksschulrates Siattbaltereirat Herr Baron A p s a l t r e r n mit dem Orden der eisernen Krone III. Klasse dekoriert worden war. Oberlehrer Herr G r a d i S n i I beantragte deshalb. demselben durch eine Abordnung der Lehrer« schast hiezu zu beglückwünschen. Herr Jnspek or Supanek erntete sür seine praktischen Ratschläge und Weisungen großen Beifall. Hierauf behan-dell, Lehrer Herr Franz Ferlinz (St. Marein) da« Thema: „Da« Recht de« Kinde« und dessen Rechtsschutz mit besonderer Rücksicht auf die Schuljugend*. Seine umfassenden uab lehreichen Au«sührungen fanden allgemeinen Beifall. Herr Oberlehrer Mathias H ö t z l (Store) sprach über »Die erziehliche Kraft de« Sprachunterrichtes" und es wurde auch ihm lauter Beifall zu teil. Ueber das Thema »Welche noch nicht aprobierien Volks» un» welllichen Lieder wären geeignet zum Ge» brauche in der Volksschule" sprachen die Herren Ludwig Cernej und Raimunv Brecer, welche sich dtr zeitraubenden und mühevollen, drei-jährigen Arbeit mit besonderem Eifer unterzogen hatten. Für die Au«wahl der Lieder wurde ein Au«schuß von 6 Herren gewählt. Der schöne Verlauf der Konferenz ist wohl vor alle« den taktvollen und unparteiischen Vorgehen de« Schulinspektor« Herrn Supanek zuzuschreiben. Unter den Anträgen ist besonders einer hervorzuheben, welcher mit großem Beifalle und einstimmig ange-nommen wurde. Er lautet: „Die heute tagende Konferenz wolle Schritte unternehmen, daß ev strenges Gesetz werde die Ausstellung von Arbeits- und Dienstbotenbücher für jugendliche Arbeiter und Dienstboten nur gegen Vorweisung von Entlassungs-eventuell Abgangszeugnissen aus der Volks oder Bürgerschule vorzunehmen und daß Lehrlinge nur, wenn sie im Besitze solcher Zeugnisse sind, ausge-nommen werden dürfen. Frtfaik. Die Bruderladewahl vom 15. Juni brachte den Sozialdemokraten eine arge Nieder» läge indem von 3f> gewählten Wahlmännern nur zwei der zerrütteten sozialdemokratischen, die übrigen 33 aber der neugegründeten werkSfreundlichen (?) Arbeiter» Partei angehören, waS wohl in erster Linie deren reger Agitation zuzuschreiben, alS auch darauf rück» zuführen ist, daß bei dem letzten Strikt die ärgsten Rädtlführtr der Sozialdemokratin entlassen wurde» und deren Partei fast führerlos sich selbst über-lassen blieb. Krakaigz. (Einbruch.) In der Nacht vom 14. auf den lö. Juli ist in der Kanzlei des bistroer Kohlenbergbaues neuerlich eingebrochen und daS Schloß der dortigen Kasse auf die gleiche Art, wie am 30. Mai d. I. aufgesprengt worden. Den Um-ständen nach zu schließen, dürfte maneS hier mit einem Komplizen d,S Einbrechers vom 30. Mai oder mit einem fingierten Einbrüche zu tun haben, was dadurch an Wahrscheinlichkeit gewinnt, daß der Täter zuerst in der Werkstälte einbrach um sich das nötige Werk-zeug zu verschaffen und dann erst den Einbruch in die Kanzlei verübte, ohne jedoch etwaS an Geld oder GeldeSwert vorgefunden zu haben. Ans Aohttsch-Sanerbrunn E« war kein lärmende« Fest, ober dennoch ein für den Kurort Rohitfch-Sauerbrunn höchst bedeutungsvoller Tag. al« am 7. Juli 1900 Se. Exzellenz der Landes-hauptmann Edmund Graf Altem« und LandeS-ausschußdtisitzer Moritz Stalln« die von 1905 auf 1906 In der LandeSkuranstatt hergestellten Neuerungen offiziell übernahmen und al« eröffnet erklärten. Se. Exzellenz der Landeshauptmann traf am bezeichneten Tage Vormittag im Kurorte ein unv wurde von de» Direktor und den Beamten der Kuranstalt, den Brunnenärzten und dem Kom-Mandanten de« MilitSr-Kurhause», Major Gajsek v. Sotladol, feierlichst begrüßt, worauf sodann die Besichtigung der neuen Anlagen begann. Mitten am Kurplatz« erhebt sich zu imposanter Höhe der von der neuen Hochq»ellenleilung gespeiste Spring-brunnen, der allgemeine» Staunen erregt. Vom Korplatze aus gelaugt man auf einer Freitreppe 3 Worte . .. „Altvater" Gessler Jägerndorf. und sodann in sanften Serpentinen zu dem etwa 20 Meter über dem Kurplatze sich erhebenden Hotel „Erzherzog Johann", da« sich al« iwpo-sanier Bau von dem grünen, vorgelegten Partrasen herrlich abhebt. Diele« Hotel bildet ein» schöne Zierde de« Kurorte« und verdient besonder« be» achtet zu werden. Vor dem Haupteingange plätschert ein zierlicher Springbrunnen, da« Vesti-bul ist geräumig, da« Stiegenhau« hell und freundlich. Eine besondere Neuerung sür den Badeort ist di? Anbringung eine« List mit Wasserbetrieb. Da« Hotel „Erzherzog Johann" besteht au« Parterre und zwei Stockwerken mit lichten und breiten Korridoren und geräumigen, schönen Zimmern. An der Ostfront hat jeee« Zimmer eine modern gehaltene Loggia, von der au« man eine herrliche Au«s>cht aus oen Kurplatz, den gegenüber gelegenen Janina, nach der Psarr» kirche Heiligen-Kreuz, den sanften Rebenhügeln und dem imposant sich abhebenden Donatiberg ge» nikßt. Sämtliche Zimmer sind geschmackvoll au«-gestatte» mit bequemen, modernen Möbeln. An da« Hotel schließt sich, durch einen Korridor ver« bunden, da« Restaurant, da« vornehmlich für Magen- und Zuckerkranke bestimmt ist, und mit der modernsten Kücheneinrichtung und 'onstigem Komfort «»«gestaltet ist. Bilvet nun da« Hotel „Erzhnzoa Johann" eine der schönsten Zierden de« Kurorte«, so muß andererseit« hervorgehoben werden, daß durch die Errichtung der neuen Wasserleitung au« dem Woischgebirge, die zu Ehren de« jüngst verschiedenen Reich«rat«- und Landtag«abgeordneten Walz „Anton Walz-Quelle" benannt wurde, für den Kurort «in Werk von allergrößt«? Bedeutung geschaffen worden ist, durch da« dem schon seit dem Bestände de« Kurorte« herrschenden Mangel an gutem Trinkwasser ein-für allemal ein Ende gemacht worden ist. Der Quellenursprung ist 3'/, Kilometer vom Kurorte in dem bewaldeten Höhenzuge de« Wotschgebirge« gelegen und überhöht den Kinort um «ehr al« 300 Meter. Durch di« neue Wasserleitung werben all« landschaftlich«» Objekt«, Gast- und Kaff««-Häuser, sowie Badehäuser mit gesundem unv frisch«« Trinkwaffn verseht» und e« sind außer-dem zu« Schützt g«g«n FeuerSgtsahr «in« reich-liche Anzahl von Feuerhydranien im Kurorte aus-gestellt. Ferner erhält auch die Kaltwafser-Heilan-stall „Kaisnbad" in Zukunft von dieser Leitung da« erforderliche Betriebswasser. Die Erbauung der Wasserleitung wurde Mut« Februar 1906 begonnen und ansang« Juli zum festgesetzten Termine fertiggestellt. Am Vormittage desselben Tage« wurde noch die vergrößerte Acetylenga«-Anlage, dann da« „Kaiserbad" und da« n«u adap-tierte „Styriabad", da« in der Saison 1906 mit Kohlensäurebädern au«gestatte» worden ist. besich-tigt. Nachmittag besuchte b«r Land««hauptmann den VL Gehstunden vom Kurorte entfernt gele-genen Quellursprung am Wotsch, wobei die ganze Trasse der Leituna begangen wurde. Nach Besich-tigung der Quellensassung nahm der Lande«-haupimann nochmal« Gelegenheit, dem Wasser-leilung«-Baikunl«rnehmer Ingenieur Dirntöck für die exakte Au«führung des gesamten Wasser!«-tunsttwerke« die vollste Anerkennung au«zusprechen. Gleichzeitig spendete der Landeshauptmann dem Bauleiur d«« Hotel« „Erzherzog Johann". Lande«-Oberingenieur Heider, nochmal« volle« Lob und auch den übrigen, die an diesem Werke Amiil genommen haben. Am Abend blieb Se. Exzellenz »och im Kurorte und nahm die von der Bauunter-nehmung Ingenieur Dirnböck erweiterte Acety-lenaa«-AnIage in Augenschein. Auch diese« Werk muß al« gelungen bezeichnet werden und di« Herr-liche Beleuchtung, insbesondere der Kurhau«räume, findet ungeteilten Beifall. Seit 1. Juli sind die Straßen de« ganzen Kurorie« hell beleuchtet und e« ist auch in dieser Richtung ein bedeutend«? Fortschritt zu verzeichnen. So schloß diese er« hebende Feier, di« gewiß sür den Kurort Rohitsch-Sauerbrunn einen bedeutende» Wendepunkt auf der Bahn der Fortentwicklung bedeut«!. AnrNlke Aoyitsch Sannörnnn. In der Lande«»Kuranstalt sind bi« zu« 12. Juli d. I. ..D-tttfche W«qi- 1157 Parteien mit 1751 Personen zu« Kurge-brauche eingetroffen. Knrliste Aad Aenhans. In der Lande«- Kuranstalt sind bi« 14. Juli 286 Parteien «it 495 Personen »um Kurgebrauche einaetroffen. Knrlifte Nömerbad. In der Kuranstalt sind bi« 9. Juli 156 Parteien mit 370 Personen zum Kurgebraucht eingetroffen. Herichtssaal. l Schluß.) Gründ«. Am 13. Mai 1906 unterhielten sich im Gast« Hause de« Johann Nendl in St. Georgen a. d. Edb. unter anderen die Handlung«aehilsen Martin Hrvvat, August Jerin, Adalbert Sulzer und Karl Sku.^ek auS St. Georgen a. d. Sdb., Johann Ko«, Johann Pajk und Josef SabukoZek au« Cilli, bi« endlich zwischen den beiden St. Georgner Kommi« Sulzer und SkuZek ein Streit entstand, in welchne sich Martin Hrooat einmischte. Al« nun auch noch Johann Ko« hinzutrat, stieß ihn Hrooat zur Seite, worauf Ko« im Zorne nach seinem Revolver griff und denselben hervor-zog, über Aufforderung de« Johann Pajk aber wieder einsteckte. Bald hierauf traten die Cillier Kcmmis den Weg zum Bahnhose an und in un-mittelbarer Näde de» Gasthause«, sowie später schoß Johann Koß zweimal seinen schars geladenen Revolver ab, Passanten und fremde« Gut gefährdend. Hierüber wurde die Anzeige dem k. k. Gen-darmerieposten Sr. Georgen a. d. Sdb. erstattet, welche« durch den k. k. Titularpostensührer Pan-kraiiu« Schwaiger den Eachverhalt erhob und bei dem Umstand», als ein verbrecherischer Angriff gegen Martin Hrooat anzunehmen war. im Wege der SiaaXanwaltschaft den Bericht vorlegte. Gelegentlich der nun vom k. k. Krei«- al« Unter» suchung«gericht gegen Johann Ko« ob § 99. beziehungsweise §§ 8, 152. 155a St.»G. unter Vr. 401/6 eingeleiteten Erhebungen wurden die Beteiligten für den 21. Mai 1906 zu Gericht» vorgeladen und stellten hiebei die al« Zeugen ver-nommenen Martin Hrooat, Johann Pajk, Augustin Jerin und Adalbert Sulzer den Sachverhalt so dar, als ob der ganz» Gendarmeriebericht auf einem Mißverständnisse beruhen würde; Mariin Hrooat stellte ausdrücklich in Abrede, mit Ko« in Berührung gekommen zu sein und denselben ge» stoßen zu haben; Johann Pajk sagte, daß Ko« »in» Waffe überyaupt im Gasthaus» nicht hervor« gezogen, noch weniger auf Hrooat angelegt, wohl aber, daß Ko« auf dem Wege zu« Bahnhost au« einer Flobtrtpistolt geschossen, niemanven gefährd«, endlich einen Revolver überhaupt nicht bei sich gehabt hab«. Augustin J«rin schützt« vor, baß «r angeheitert war, sich an nicht« «rinnrrn könn« und nur btstätigen könne, daß Ko« aus dem W«g« zum Bahnhof» wohl einen Schuß abgegeben habe, doch wisse »r nicht, ob au« »in»m Revolver odrr au« einer Flobntpistole; auch Adalbert Sulzer wußle nur von einem Sireile zwischen Ko« und Hrovat, hatte jedoch nicht bemerkt, daß Ko« eine Waffe hervorgezogen und gegen jemanden angesetzt hatte, fügte aber besonder« bei, er könne im Gegen-stand« nicht« angeben, weil er im Gasthause zurück-geblieben war. Di«s« ausfallende» Widersprüche bedingten weitn«'Erhebungen, in deren Verlaus sowohl durch Angaben der Beschuldigten al« durch Zeugen n» wiesen wurde, daß der Sachverhalt, wie ihn der ursprüngliche Gendarmeriebericht darlegte, der Wahrheit entspricht, daß Johann KoS und Johann Pajk am 13. Mai 1906 jeder mit einem Revolver bewaffnet waren und diese Waffen voch vor dem Betreten deS Nendlschen Gasthause« einander zeigten. Al« nun Ko« und Pajk «fuhren, daß der Auftritt im Gasthaus» zu Et. Georgen, sowie da« Schießen auf offner Straße Gegenstand behördlicher Erhebungen geworden, kamen sie überein, die Fest, stellung der Wahrheit zu verhindern, indem Johann Ko« den Revolver seinem Genossen Joses SabukoSek übergab, damit ibn diesn verstecke, während sich Pajk erbot, de« Ko« »in» Flobtrtpistolt zu kaufn». Damit wär« di« Gefahr beseitigt, daß bei Ko« di» Waffe gesunden wurde, außerdem konnte Ko« auch die ungefährliche Spielwaffe vorweisen und so einn allfälligen Beschuldigung wegen einer strafrechtlich vnsolgbaren Tat begegnen. Joses SabukoSek beka« auch d«n Auftrag, a« 21. Mai die von Et. Giorgrn Stummer 57 einlangenden vorgeladenen Zeugen anzuweisen, sich bthus« Besprechung »it Ko« i« Narodni vom in Cilli »inzufindrn. Ditst« wohldurchdachten Plant »ntsprtchend fanden sich nun di» süns erstgenannten Beschuldigten am 21. Mai 1906 morgen« in der Gastwirtschaft de« Narodni dom zusammen und hier wurde nnn unter allgemeinem Einverständni« beschlossen, vor dem Gerichte den Austritt im Gasthaus» d»« Nendl fo darzustellen, daß Koß nicht bestrast werden könnt« und besonder« zu verschw»ig»n, daß Frauen damals zugegen waren. Aus dem Wege zu einem anderen Gasthaus» überbrachte Pajk dem Ko« — wie schon srüher besprochen — die Flobnipi^ol», und uni»r allseitiger Zustimmung wurde beschlossen, zu bestätigen, baß Ko« damal« keinen Revolver, sondern nur eine derartig» Pistol» bei sich hatte. Au« den wetteren Erhebungen ging aber auch hervor, daß di« am 21. Mai 1906 al« Zeugen einvernommenen Beschuldigten, w»nn sie auch nicht unmittelbar den Austritt zwischen Kos und Martin Horval gesehen hallen, fo doch au« den Aeußerungen dieser sowie andern Augenzeugen schon vor ihrn Vernehmung al« Zeugen Kennlni« vom wahren Sachverhalte erhalten Hatten. Hiernach erübrigte auch den Beschuldigten nicht« al« zuzugeben, daß sie om 2l. Mai 1906 wissentlich teil« salsch aussagten, teil« ihnen bekannt» Umstand» verschwiegen, so daß ein Zweifel an ihrer Schuld nicht möglich ist. Johann Ko«, Johann Pajk und Jos«s SabukoSek haben j«doch auch al« Mitschuldig« die falschen Zeugenaussagen bei Gericht eingeleitet, denn ab» gesehen davon, daß die beiden ersteren der Besprechung im Narodni dom anwohnten, sich an derselben beteiligten, erscheint schon da« Verstecken der Waffe vor dn Obrigk.it, die Herbeischaffung der Flobert» pistol« in der Absicht, sie den Augenzeugen al« jene Waffe vorzuweisen, welche zur Tatzeit verwendet wurde, ferner« feiten« be« Jos«s SabukoSek die Abholung der mit der Bahn angekommen«» Z«ug«n zu drr Besprechung al« Handlungen, welche nur Einleitung und Vorschubleistung eine« falschen gerichtlichen Zeugnisse« zu« Zwecke baden konnten. Da auch Joses SabukoSek am 13. Mai 1906 am Tatorte anwesend war. kann b-züglich keine« der Beschuldigten in Zweifel gezogen werken, oaß sie in KeontniS de« Zwecke« v.r geplante» Ver» abredung und aller übrigen Vorkehrungen handelten. Die Behauptung der Anklage, daß da« Hnvorziehen und Hantieren mit ein«» scharfgeladenen Revolver in ein«» btfetzttn Gastlokale sowie da« Schi«ß«n au« einn solchen Waffe aus offtnn Straße und in der Nähe von Gebäuden di» Kriterirn dn Ueber-tretungen nach § 431 und 459 St.-G. enthalten, bedarf keiner weiteren Begründung. Sämtliche Angeklagt« n werden verurteilt und zwar: Johann Ko« zu 6 Wochen, Johann Pajk zu 1 Monate. Horoat, Jerin, Sulz» und Sabu-keöek zu je 14 Tagen schwnen Kerker«. Briefkasten der Schriftleitung. St. Javert. Besten Dank sür Einsendung. Keil's Iuhbodenlack ist dn vorzüglichste An-strich sür weiche Fußböden. Dn Anstrich ist außn-ordentlich daunhaft und trocknet sofort, so daß die Zimmer nach einigen Stunden wieder benützt werden können. 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Außerstande, Einzelnen danken zu können, bitten wir auf diesem Wege die verschiedenen Behörden und Aemter, das geehrte Offizierskorps von Cilli, die deutschen Vereine und Körperschaftei, insbesondere die beiden wackeren Männergesangvereine und sonstigen Förderer unseres Werkes, die Versicherung unseres aufrichtigen Dankes entgegen nehmen zu wollen. Das Presbyterium der evangelischen Gemeinde CtUt. Verloren wurde eine Geldtasche mit Schriften am Wege vom Grenadierwirt bis zur Koschnitzstraße. Der Finder wird ersucht, dieselde gegen gute Belohnung in der Verwaltung dieses Blattes abzugeben. „Germania" Leb e»s-Versich er« n gs-Aktien - H eselksch aft j» Stettin. 3» CcftcmtA z»m Wclftifubetrlrtt lustlnfltn |«lt 1873. «■tenui in Wie»: I., Ar. 1 und $omiHtfrs$«asst Ar. 1 in »en cigcnen M»s«n der Hestilschatt. »rrsichernnasdeNavS Ende IS04 ............ 852-1 Millionen «roneu Sichcrhriissoaös...................171-6 Millionen Kronen Z»r vcrlrUuuq von Vividrndrn vorhandene Grwinnrescrve der verstchrr-ten................25 k Millionen Kronen Niedrige Prämien und hohe Dividende an die mit Gewinnanteil Versicherten. %en mit Gewinnanteil Bersickerien wurden seit >371 an Gewinnteilen und Zinsen rund 106*8 Millionen Kronen zur Verleitung von Dividenden überwiesen, davon im Jahre 1905 allein mehr als 8-2 Millionen krönen. Unanfechtbare und nnverfallbare Zveltpolice. Di« Versicherung aus den Tode»- und Invalidätssall sichert neden der Zahlung der vollen Versicherungssumme die Befreiung von der Prämre und Gewährung «iner Rente von 5*/. oder 10°/, der versicherten Summe bei l?rwerb«un< fähigkeir durch Krankheit oder Unfall. Prospelte und jede weitere Auskunft toftenfrri durch Herrn Fritz Skasck, Buch-Händler ia Cilli. 12037 Kundmachung. Vom Stadtamte Cilli wird hiemit bekannt gemacht, daß der Besitz von Hunden in der Zeit vom 6. August bis zum 15. August 1906 im Sta ltamte (erstes Zimmer) in den Vormittagsstunden anzumelden ist, wobei gleichzeitig die Jahresauflage ?on 10 K pro Hund gegen Empfang der für die Zeit vom 1. August 1906 bis 31. Juli 1907 giltigen Hundemarke und einer Quittung zu entrichten ist Vom 16. August 1. J. an wird jeder ohne Marke herumgehende Hund vom Wasenmeister eingefangen und nach Umständen sogleich vertilgt werden. Jene Hundebesitzer, welche nicht in Cilli wohnen, oder nur Durchreisende, können Fremdenmarken gegen Erlag der Auflagegebühr per 4 K für obige Zeit ebenfalls im Stadtamte beheben. Die Umgehung der Auflage-Entrichtung durch Verheimlichung des Hundebesitzes oder Benützung einer ungiltigen Marke wird außer der Jahresrente mit dem doppelten Erläge derselben als Strafe geahndet. Stadtamt Cilli, am 13. Juli 1906. Der Bürgermeister-Stellvertreter: 12074 Dr. Gregor Jesenko. Pfaff-Nähmaschinen für Familiengebrauch und gewerbliche Zwecke unübertroffen, sind auch zur KlinMtüitIckerel hervorragend gut geeignet. Lager: Anton Neger, Mechaniker in Cilli, Herrengasse 2. «THE GRESHAM" Lebensversicherung • Gesellschaft in Londou M Filiale für Oesterreich Wien, I. Giselastrasse Nr. , im Hause der Gesellschaft. Aktiva der Gesellschaft am 31. Dezember 1904 . . K 216,505 8^1.39 Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen im Jahre 1904 „ 3. ,39\3II.5 Auszahlungen für Versicharungs- u. Renten-Verträge und Rückkäufe etc. seit Bestehen der Gesellschaft 1848 .............. 491,748.857.43 Als Sicherstellung für die in Oesterreich Versicherten wurden nachstehende Werte von der Regierung anerkannt: Das Depot der Gesellschaft bei der k. k. Staats-Zentrat-Kasse in Wien betrug am 14 April 1904 K 26,416.93810 Nom. Realität Wien............. 1,050.000 — Realität Prag............. 490.0C0*— Ausbezahlte Darlehen an Versicherte . . . 3.840 249 38 Summe . . K 3l,'/97.>87*48 Prospekte und Tarife auf Grund welcher die Gesellschaft Pulli-an aus gestellt, sowie Antragsformulare werden unentgeltlich ausgefolgt iiut\jn die General-Repräsentanz fflr Kram und Südsteiermark in Laibacb, Franz Josefstrasse Nr. 17, Cwuftdo ZetiChko. NB. Dortselbst werden auch tüchtige leistungsfähige A-enlen und Vertreter akzeptiert. i 991 Cu Rlllll|iel9 Ingenieur Bauunternehmung nnd technisches Bureau für Wasserleitung-, Gas- und Kanalisations-Anlagen Wien, XIX., Colloreriogasse Nr. 38 übernimmt di« Vorarbeiten, Projektierungen, Gutachtenu Bauausführungen Ton Wasserleitungen, sowie WanserheNchatTang durch H»chuuell-, Ties<|ueil- und GriindwasuerfausongenfitrStÄdti', Gemeinde», Gotshemcbaften.Bfhi-irden, Prirateetc. Projektierung und Ausführung von WaBaerleftungs-Instaliationen fstr alle Zweck«. Uebernahme von \Va8»erbehebungsan lagen mit Puinpmusebinen, Turbinen, 'Wasserrad- und elektromotorischen Pampbetrieb. Wasserenteisenung»- and Waaaerreinigunga-Anlagen. Uebernahme von üetonreservoirs und Kl&ranlagen, ßohrkanali*ierangen. Oaeanataltabanten Jeder Qrösae nnd jeder Art. Die Kinder gedeihe« vorzüglich dabei und leiden nicht an Verdauungsstörung Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall, Darm« katarrh, Diarrhöe etc. Von Taueenden von Aerzten des la- und Auelaiides empföhle«. I I/mdßP; ■\mehl Beste Nahrung für gesunde ^ und magenkranke Kinder. Käuflich in Apotheken und Drogerien. Fabrik diät Nährmittel R. KUFEKE, Wie«, I. und Bergedorf - Hamburg. ufet(es Sntf 8 ch- ttrtrt)!' Nummer 57 TT O 12,02 Hopfen ans der Stange zu verkaufen. Auskunft Karolinengasse 11, Tür 2. Aufgebot. Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß 1. der Bergmann Viktor Palzcnberger, Witwer, wohnhast in Holthausen Nr. 61 f, Sohn der unverehelichten Magd Susanna Palzenberger, jetzt verehelichten Bergmann Andreas Wranz, wohnhaft in Holthausen; 2. die Haushälterin Anna Hasner, wohnhaft in Holthausen Nr. kl k, vorher in Sillweg, Bezirkshaupt» Mannschaft Judenburg in Oesterreich, Tochter der verstorbenen, unverehe-lichten Maria Hafner, ohne Gewerbe, zuletzt wohnhaft in St. Marein in Oesterreich, die Eh« mit einander eingehen wollen. Die Bekanntmachung des Aufge« botes hat in der Gemeinde Holthausen und in einer in Oesterreich erscheinenden Zeitung zu geschehen. S o d i n g e n, am 10. Juli 1906. Der Standesbeamte In Vertretung Graute. 12099 I. Stock, 7 Fenster Front, Balkon, Erker, Gasbeleuchtung, Vorgarten, ist an ruhige Partei zu vergeben. 12094 Karolinengasse 11. mk besserem Haut« finden gewissenhafte Pflege and Aufriebt. Klarier steht zir Benützung. 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