Nt. 89. Montag, 28. März 1898. Jahrgang 117. Macher Mmg. "Mhria 5"°"P«is: ^l't Postversendung: ganzjährig fl, 15. hlllbjihrlg fl. 7 50. Im Compto.r: lltlne^nl' ' l>5!bl2wg fl. 5'b0. ssür die fjuttellunss in« Haus ganzjährig fl. l. — InsertionSyeblir: Für bl« zu i Zeilen 85 lr,. llröüere per Zeile 0 Ir,- bei üstercn WirbecholuniM per Zeile 3 lr. Di« «üaib. Zta,» erscheint täglich, mit «lusnahme ber Tonn« und sseicrtage. Ple Ubm<»lftr«tlo» befindet sich Co»Lrel,splah Nr. 2, ble siedaclion Äarmherzigergasse Nr, 15, Sprechstunden der Redaction von 8 bi» 1l Uhr vor. mittags, UnstllilNcrte Äricse werden nicht angenomme», Manuskripte nicht zurückgestellt. Mit 1. April egmnl ein neues Abonnement auf die Laibacher Zeitung. °nver«,?^""l"erationS-Vedingungen bleiben "ndert unb betragen: gan^'°"'"s""unz- M z°il>ach: ^Hh? " ^5 fl. - kr. ganzjährig . . RI fl. - lr. dierttlNi ' ' ^ »0 . halbjährig . . » » »« » «nonV ° ' " ' 7» . vierteljährig . « » 7» « ^ ^- > - » > 2« » monatlich. . . — » V2 « "b°nnVn.° Zustellung ins Haus für hiefige 2^ l°n per Jahr 1 Gulden. pvttvfr^ » Pränumrrations - Betrage wollen "n zugesendet werden. .^^^^Ig. v. ßleimnllyr se Fed. Hamberg. Amtlicher Theil. ^ller^ ^ ^"b k- Apostolische Majestät haben mit ^chant I I?^liehung vom 11. März d. I. den zum El)r^ ^>"rer in Seisenberg Michael Tavcar "lerqiM?"^^" des Kathcdral-Capitels w Laibach ""'git zu ernennen geruht. ^UerhiH ^' ""d k. Apostolische Majestät haben mit und Com« """zelchuetem Diplome dem Generalmajor der 9. Infanterie-Brigade Adolf selt>> all"^„den Adelstand mit dem Prädicate «Heß- "ergnadlgst zu verleihen geruht. MerhiX ^ ""d l. Apostolische Majestät haben mit Diplome dem General- ^"chs-K'i^^" Vorstände der 12. Abtheilung des F""z 6"ucig in er- ^nstleistnn ! "ll '""^ langen und hervorragenden '^ler. all " Adelstand mit dein Ehrenworte "ungnädigst zu verleihen geruht. ^"hochste^/^.'- Apostolische Majestät haben mit MikH^7"ichl,cßung vom 20. März d. I. dem "dienstk"? ^ Hlava in Brunn das goldene ruz allergnädigst zu verleihen geruht. ^l"h^chste/c"'^?' Apostolische Majestät haben mit ^"N'ann N'l/^^ung vom 21. März d. I. dem ?Mwreuen ,.,.^" Anerkennung seiner vieljährigen, ^caturs Q ^'- zufriedenstellenden Verwendung als ^Kione M """ das silberne Verdienstkreuz mit zu verleihen geruht. Seine k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. März d. I. dem fürstlich Lobkowitz'scheu Schloss-Verwalter Franz Triebe in Raudnitz das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst die Uebernahme des Obersten Friedrich Wimmer Edlen von Ebenwald, Commandanten des Infanterieregiments Freiherr von Appel Nr. 60, auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und demselben bei diesem Anlasse den Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei zu verleihen; den Obersten Heinrich Ritter von Schwarz, des Infanterieregiments Ritter von Kecs Nr. 85, zum Commandanten des Infanterieregiments Freiherr von Appel Nr. 60 zu ernennen; die Uebernahme des Oberstlieutenants Anton Brill may er, des Infanterieregiments Erzherzog Friedrich Nr. 52, auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen; die Uebernahme des Oberstlieutenants Wolfgang Semmelrock, des Corpsartilleric^Regiments Prinz von Loblowitz Nr. 13, auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und demselben bei diesem Anlasse das Militär-Verdienstkreuz zu verleihen; ferner zu verleihen: in Anerkennung besonders verdienstlicher Leistungen bei der jüngst stattgehabten Typhus-Epidemie iu Fogaras: das goldene Verdienstkreuz mit der Krone: dem Regimentsarzte erster Classe Dr. Georg Moga, des Infanterieregiments Friedlich Wilhelm Ludwig Grohherzog von Baden Nr. 50, und dem Regimentsarzte zweiter Classe Dr. Friedrich Hoorn, des Infanterieregiments Ludwig Prinz von Baiern Nr. 62; das silberne Verdiensttreuz: dem Corporal Martin Gockel, der Sanitäts-Abtheilung Nr. 22; die provisorischen Corvetten-Aerzte Dr. Wladimir Werbe nec und Dr. Raimund Oavrda zu effective« Corvetten-Aerzten zu ernennen; dem Infanteristen Titular-Corporal Johann ! Thiel, des Infanterieregiments Freiherr von Ioelson , Nr. 93, in Anerkennung der mit eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung eines Knaben von dem Tode des Ertrinkens das silberne Verdienstlreuz zu verleihen. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat die Officiate Wilhelm Krombholz und Johann Vittner zu Hilfsämter-Directions-Ndjuncten im Ministerium des Innern ernannt. Den 24. März 1898 wurde in der l. l. Hof» und Staats» druckerei das 5.. 0XVI. und 0XVIII. Stllck ber italienischen Allsgabe des Reichsgesehblattes vom Jahre 1897 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Abberufung der österreichischen Truppen von Kreta. DaS k. und t. Ministerium des Aeußern hat, wie bereits gemeldet, die k. u. k. Vertreter bei den Großmächten durch ein Rundschreiben beauftragt, den betreffenden Cabinetten mitzutheilen, dass die österreichisch-ungarische Regierung das auf Kreta befindliche Contingent t. und k. Truppen bis zum 15. April von dort abzuberufen gedenke. Von den Schiffen Sr. Majestät werden in den kretischen Gewässern nur diejenigen verbleiben, welche zum eventuellen Schutze des t. und k. Consulats und der Staatsangehörigen nothwendig sind. Zu dieser Meldung gibt das «Fremdenblatt» folgenden Commentar: «Diese Maßregel soll naturgemäß weder ein Ausscheiden Oesterreich-Ungarns aus dem europäischen Einverständnis bedeuten, welches sich zur Eindämmung der zeitweilig im Oriente auftauchenden Wirren als heilsam und nothwendig erwiesen hat, noch involviert sie ein Abweichen von der Linie jener Politik, welche die Monarchie in der kretischen Frage sich von Anfang her vorgezeichnet hat. Es ist dem europäischen Concert, in dessen Nahmen sich auch unsere Politik bewegte, gelungen, einen Handstreich Griechen» lands auf Kreta abzuwehren und damit, wenn auch nicht den Krieg zwischen Griechenland und der Türkei, fo doch die verhängnisvollen Folgen hintanzuhalten, von welchen das Gelingen eines solchen Angriffes für die uns näher liegenden Gebiete der Türkei begleitet gewesen wäre. Nachdem dieser Zweck erreicht und der Insel unter Wahrung der türtischen Oberhoheit eine vollständige Autonomie gesichert war, deren Grundzüge durch die Vertreter der Großmächte einverständlich festgestellt wurden, trat an die Mächte die Aufgabe der praktischen Aclivierung des neuen Statuts heran. In dieser Phase der Angelegenheit, speciell in der Frage der Bestellung eines provisorischen oder definitiven Gouverneurs hat sich — ohne dass eine Divergenz der Interessen zutage getreten wäre — eine Verschiedenheit Feuilleton. Die Hässlichste. Lichts ""loman Milozath.* ^>r U^!"" komischer an dem großen Volksfeste, Ae"'"en st ^ bes Schlachtochsen, dem die wackere.. ^?"e gaben? ^chwtes, mit gezückten. Säbel das ^^^n. wle elnem General. der beliebteste und <^°" »«uz e?n'V Seine Erzählungen. Hens^" "bine Sli»'"n Weh st.id, verdienten gelesen zu wer. dem Bändchen: «Intimes aus dem °Ntn°n!" autorisierte Uebersetzuug ^«^"' "b das"di ^°"' Julian Grasen ZamoM 5?°^ '°gt: gierte Dichterin Varonin Ebner» U,V°l>e>' zu H,.^ d"luck, nur loben, aus vollstem ift "m°°" ^Miche""-,^«"einen Erzählungen bringen 5t°i3 "3 «"sge eN V"""ffl'cher Form. die Uebersehung !"als ^"sse. vom 14 ^"""^ Thaler schreibt in der.Neuen '5. da?«^ v°nM,s^?^mber 1897: «Ich habe bisher nie» ^'2 '5 den ersten Seiten wusste li«Ht kmer Fasel wd"? 5^^" lennen lerne, der M >ei« " l°ustisch " d T"f' des Meuschenherzens hinein-?°''ch F'l '"dem' 7 s?in7 5 "^ "a' und seinen überlegenen -""N e^^'lcheillbar Mckti« ?''^""' schonungslos geihelt. "Ntz Fbes N s "s5 M,g Mgeworfenen Erzählungen, in '^Ns°Q °"s u^w e'?e^«blt ist. haben kaum die Lange ^trN^. er wird s?« ^°"de au. Milszath schreibt für Deutschland lwen dankbaren ^l'lbst suchen " oblgenTlizzt möge nun der Dichter Zu beiden Seiten des Veteranencorps lief die gesammte Dorfjugcnd her, nicht wissend, wen sie mehr bewundern sollte: die Veteranen oder den Ochsen, der bestimmt war, in seiner ganzen Größe an. Spieße gebraten zu werden. Aber die Kinder konnten nur bis zum Cordon gelangen; dort musste jedermann 40 Kreuzer zahlen — nur die Veteranen und der Ochse nicht. Da entstand denn cm großes Gemurre unter dem jungen Volke. So mancher Blick haftete voll Sehnsucht auf dem abgesperrten Zaubergarten; denn als solcher erschien der kindlichen Phantasie die grüne Au niit den schattigen Bäumen, zwischen deren Aesten hier und dort ein buntes Zelt. eine Bretterbude durchschimmerten. In manchem Krausköpfchen mag der Gedanke herumrumort haben: «Hundert Gulden gäb' ich für vierzig Kreuzer!» Und wie sie sich dann drängten und berathschlagten, ob das unzureichende Stammcapital nicht etwa durch Veräußerung des Federmessers oder einiger Westenknöpfe zu ergänze., wäre - kam eben ein höherer Stabsofficier mit feinen beiden Kmdern des Weges daher; während der Vater d.e Billette löste, mengten sich die zwei Herrentmder unter die Bauernjugend — begreifliche Sympathie fur Alters- ^ «He, Pista! Biri!» so rief derStabsofsicier; «was treibt ihr? Wa« habt ihr dort bei den Bauerntindern zu suchen?» «Wir sehen ihnen zu,> erwiderte die kleine Bin traurig; «die Armen können nicht hinein.» «Warum denn nicht?» frug der Vater — vielleicht nur, um etwas zu sagen. «Weil sie keinen Papa haben» — war die naive Antwort Biris. «Wie du dumm bist, liebe Bin,» belehrte Pista; «sie können nicht hinein, weil sie kein Geld haben.» «Nun so nehmen wir zwei mit,> proponierte der Vater, und schob die acht Zehnerln, die er zurückerhalten hatte, dem Cassierer für zwei Eil.trittskarten hin. Jedem seiner Kinder reichte er eine Karte: «Vertheilt sie nach Belieben.» . Die kleine Biri näherte sich zaghaft einem bildhübschen Mädchen in blauem Kleide, steckte in dessen Kragenfalten das rothe Billet und lief hocherröthend zu ihrem Vater zurück. ., , ,, ^ . «Ei, ei,» sprach dieser, «,hr sucht euch muner nur die Hübschesten aus. Was würde aus den Hässlichen werden, wenn die Vorsehung auch so vorgienge? Du, »nein Pista, geh jetzt hin, suche aus dein ganzen Rudel die Hässlichste heraus und beschenke diese.» Diese Worte wurdeu laut und vernehmlich ausgesprochen. Ein leises Gemurmel lief durch die Reihen der Kinder; sie beguckten sich gegenseitig: welche wohl die Hässlichste sei. Der kleine Pista trat leck mitten zwischen sie, die Kinder zogen sich scheu zurück und folgten doch jeder Laibacher Zeitung Nr. 69. 536 28. Milrz"1698. der Ansichten zwischen den Cabinctten ergeben und es ist eine Anzahl von Vorschlägen aufgetaucht, von welchen keiner die Billigung aller Cabinette finden konnte. Dieser Zustand besteht nun seit geraumer Zeit, ohne dass ein baldiges Einverständnis und ein prompter Abschluss der Action, welcher die Abberufung der europäischen Besatzungstruppe in nahe Aussicht stellt, bis heute abzusehen wäre. Unter solchen Verhältnissen erachtet es Oesterreich-Ungarn, welches an den Detailsragen der Pacification Kretas über den Nahmen der europäische« Bedeutung dieser Frage hinaus nicht uäher interessiert ist, für angemefsen, sich diesbezüglich auf die diplomatische Mitwirkung bei den europäischen Beschlussfassungen zu beschränken und mit der materiellen Cooperation sowie den mit einer solchen verbundenen Opfern seinerseits abzuschließen." Die parlamentarischen Verhandlungen. Die äußeren Vorgänge im Abgeordnetenhause sowie die über das ministerielle Programm abgegebenen Erklärungen der Vertreter der verschiedenen Parteien werden als günstige Symptome für die Beurtheilung der inneren Lage, theilweise auch als ein Erfolg des Cabinets Thun aufgefasst. Es wurde ruhig verhandelt, es kam keine Obstructioustaktik zum Vorscheine und in den Reden gab sich trotz Betonung der oppositionellen Haltung, respective der freien Hand, doch ein nicht unfreundliches Verhalten gegen das Ministerium kund. Diese Stimmung spiegelt sich in allen Artikeln und Berichten wieder, welche die Blätter über die gestrige Sitzung des Abgeordnetenhauses veröffentlichen. Das «Fremdenblatt» gibt dieser Stimmung in den Worten Ausdruck, «es gieng ein Hauch durchs Haus, wie ein tiefes Aufathmen, nachdem ein schwerer Druck von der Brust sich gelöst hat.» Die Reden haben nach der Auffassung dieses Blattes in keiner Weise dem Inhalte der ministeriellen Erklärung widersprochen, ja in der Rede des Abg. R. von Iaworski sei eine vielseitige positive Uebereinstimmung mit dem Grundgedanken der Regierungspolitik zu erkennen. Der Erklärung dieses Abgeordneten zu Gunsten kraftvoller Ausgestaltung der staatlichen Verwaltung in den Kronländern dürfe wohl nur die beste Absicht unterlegt werden. Die «Neue freie Presse» betont, dass Polen und Czecheu deutlich gesagt haben, was das Ministerinn! von ihnen zu erwarten hat. Angesichts der Berufung auf die landtäglichcn Adressen und mit Rücksicht auf die Interpretation, welche der Abg. R. von Iaworski der Uebereinstimmung mit der Regierungserklärung gc< geben hat, fordert das Blatt, dafs die Regierung sich an der Debatte betheilige. Das überhaupt wieder in aller Ruhe Redeu gehalten werden, wird als ein Erfolg der Erklärung des Grafen Thun bezeichnet. Wenn das Abgeordnetenhaus bei dem angeschlagenen Ton bleibe, so wäre die Wiederherstellung geordneter Zustände als erreicht anzusehen. Das «Neue Wiener Tagblatt» weist als anf ein markantes Symptom der Lage hin, dass selbst aus dem Munde des Sprechers der Schönerergruppe ein äußerst verbindliches Wort für den Cabinetschef kam. Ein positiver Erfolg der Regierung sei der Tag ohne Obstruction, allein man stehe noch immer fragend und zweifelnd dcr Regierung gegenüber, weil alle Parteien abwarten wollen, welche Thaten sie ihren Worten werde folgen laffen. Das «Wiener Tagblatt > nennt die Sitzungen einen guten Anfang und findet darin Zeichen der Zeit, dass Türk den Grafen Thun in einer Weise apostrophiert hat, wie es nur die allerbesten Freunde thun können sowie dass R. v. Iaworski kein sehnlicheres Streben bezeigt hat, als die heurige galizische Landtagsadresse so in den Rahmen des Regierungspro-grammcs zu spannen, dass alle den Einklang bewundern nnd preisen mnssten. Politische Uebersicht. Laibach. 26. März. Das Abgeordnetenhaus hat aus seiner Mitte die Mitglieder für die Quo te udcp utat iou gewählt, welche sich noch durch die Wahl von Mitgliedern des Herrenhauses zu verstärken hat. Die ungarische Regni-colar-Deputation steht gleichfalls vor ihrer Con-stituierung. Nach dem Ansgleichsgesetze haben die beiden Deputationen einen mit detaillierten Daten belegten Vorschlag bezüglich des Aeitragsverhältnisses der beiden Neichshälften zu den dosten der gemeinsamen Ausgaben zu erstatten. Zu diesem Zwecke wird den Deputationen von den Regierungen statistisches Material znr Verfügung gestellt. Die österreichische Quotendepulation wird sich Mittwoch versammeln, um sich zu constituieren und das Material der Regierung entgegenzunehmen. Den Delegationen wird ein Entwurf über die Reorganisation der orientalischen Akademie zugehen. In diesem Entwürfe ist insbesondere die Nothwendigkeit der Ausbildung commerzieller Vertreter betont nnd soll für diesen Zweck eine eigene Lehrkanzel vom nächsten Schuljahre an errichtet werden. Die «Hamburger Nachrichten» schreiben im Hinblicke auf den ruhigen Verlauf der Sitzungen des österreichischen Abgeordnetenhauses, die Schönerianer scheinen vorläufig davon Abstand genommen zu haben, den Präsidenten zu insultieren, nachdem sie erkannt haben, dass keine andere deutsche Partei gewillt ist, ihnen Heeresfolge zu leisten. Immerhin sei also ein guter Ansang gemacht, welcher beweise, dass die Opposition auch ohne Lärmausbrüche und Schimpfereien geführt werden kann. Man werde der neuen Rcgicruug in Oesterreich nicht Unrecht geben können, wenn sie sich mit möglichster Vorsicht und Reserve über die Schritte vorbereitet, die ihr zur Lösuug der innerpolitischen Wirren zunächst nothwendig erscheinen. Das ungarische Abgeordnetenhaus verhandelte am 24. d. M. wieder über das Budget-Gesetz. Es wurden die Schlussredeu gehalten. Der deutsche Reichstag nahm den Paragraph 1 der Flottenvorlage nach der Commissiuns-fassuug au. In dcr italienischen Kammcrsitzuug theilte der Präsident mit, er habe einen Brief Crispis erhalten, worin dieser sein Mandat niederlegt und die Kammer bittet, die Demission anzunehmen. Die Kammer nahm die Demission ohne Debatte an. Ein Gerücht besagt, Crisvi werde in Palermo candidieren. Vom «Figaro» interveniert setzte der französische Minister des Acußcrn Hanotaux auseinander, dass Frankreich zu alleu Nationen, selbst zu Eugland, in guten Beziehungen stehe. Nur unvorher gesehene Schwierigkeiten würden eine Gefahr onu < -Er versicherte, Frankreich würde alles thun, um eim Conflict wegen Cnbas hintanzuhalten, da Franirrlu, aus allen Kräften den Frieden wünfche. Das englische Unterhaus nahm ou Veschlussantrag an, durch welchen die Regierung r »nächtigt wird, die griechische Anleihe zu 9"'"'""^ In maßgebenden serbischen Kreisen erklärt M die Vehanptnng der Belgrader Corresponded" «Peterburgstija Wjedomosti., als ob an du' 1"M^ Regierung von Seite derjenigen Oesterreich - Ul'M eine Note bezüglich der Haltung Serbiens Zege""" Russlaud gelangt wäre, für eine jeder Munowu entbehrende Erfindung. Ebenso sei die """" " hauptung desselben Blattes, dass die serbische Mgun' » beabsichtige, den Exregentcn Ristic oder den ^" politen Imwcenz in einer Mission nach Russia," s entsenden, vollständig aus dcr Luft gegriffen. Nach einer aus Petersburg M"),' , Meldung hat die von den persischen Ne,tmm"^. dahin entsendete Deputation, die vom Oberprocuroi ^ heiligen Synode, Pobedoneszew, und vom MlM" ^ Acußcrn, Grafen Mnrawiew, empfangen woroen ^ die Zusichcruug erhalten, dass der Ucbertuli Nestoriancr im Gebiete des Wan-Sees von ru,,^ Seite auf jede mögliche Weise gefördert werden » Die heilige Synode hat beschlossen, A / Behufe in Urmia eine ständige geistliche Ml""' errichten. . < A Aus Constantinopel wird vom ^- "^, gemeldet: Die in Petersburg geführten ^ Handlungen über die Art dcr Deckung für . z,-einbarte Anzahlung auf die Rückstände der t u ^^ scheu Kriegsentschädigung haben zu ^ principiellen Entscheidung darüber geführt, "H" c^c Anzahlung durch Auweisungen auf die ^H > ^. einiger Vilajets erfolgen sott. Für die EinMem' ,^ Verhandlungen sind dem türtischen Vot,cIM ^. Petersburg erst gestern Instructions zugcg"M! ^ Botschafter Italiens, Frankreichs und ^"sslanos ^ ^ reichten der Pforte identische Verbalnoten, '" ^.„qen die Bezahlung der Entschädigung für die Pl"'"" ^, bei den respective» Unterthanen während b^. ^isM scheu Wirren im Jahre 1896 aus der 3"^'^, Kriegsentschädigung verlangt wird. Wic ^ ^^^,, werden Verbalnoten der übrigen Botschaft".! ^. Es wurde ein Irade erlassen, durch >" ,^,,'M Regierung zum Ankaufe von 1,250.000 Kru^' Shrapnels und 20.000 Granaten ermächtigt ^^„,1 Die «Times' melden ans Peking: ^ ^, nahm sämmtliche russische Forderung ,^,g Die Zugeständnisse sind folgende: 1.) Die ^f"^ ii,c" Port-Arthurs auf 25 Jahre als befestigten ^ ^ stützpuutt; 2.) die Verpachtung Ta-Licu-^«'^.^^ offenen Hafen und zugleich Endstation f"l ^ ^,^ Mandschurei'schc Eisenbahn für eine ^^^?s.iallNg! Zeitdauer und mit dem Rechte auf ^',,, v"» 3.) das Recht für Russland, eine ElseMU)' ^^, Petuna nach Ta-Lien-Wan uud Port-Artl)"r ..^,. denselben Bedingungen wie für die malM)" ^Z Bahn zu erbaueu. Das Telegramm fügt l)'"A, ^l" China seine Stellung durch die Beibehaltung n" ;,„ , Hohcitsrechte wahre, dass aber die Verp"")""" ^ übrigen mit dcr Ableitnng gleichbedeutend scl-________^. seiner Bewegungen mit gespannter Aufmerksamkeit. — Endlich hatte er sie gefunden; dort stand sie, ganz hinten; das Gesichtchen schien zusammengequetscht und war überdies blatternarbig; die kleinen stechenden Augen irrten unstet umher; die uledere Stirn hatte schon Falten auszuweisen; nicht ein sympathischer Zug verschönte dieses Antlitz. Pista reichte ihr das Billet hiu: «Dies gehört dir, damit kannst du aus den Festplatz.» «Die Hässlichste, die Hässlichste!» erscholl es von allen Seiten. «Marie Lakatos ist die Hässlichste! Es lebe Marie Lakatos! Es lebe die Hässlichste!» Und nicht enden wollende Heiterkeit bemächtigte sich des jungen Volkes. Die kleine Marie freute sich indes derart ihres Geschenkes, dass ein Schimmer von Schönheit ihr Gesichtchen verklärte. Was lag daran, dass sie die Hässlichste war, wenn sie nur dem Zanberfeste aus nächster Nähe anwohnen konnte. Ich war zufällig Zeuge dieses Auftrittes und nahm mir vor, den Erlebnissen der Hässlichsten zu folgen, da es mir voraussichtlich versagt bleiben würde, die Wege der Schönsten zu krcnzen. Die kleine Marie gieng aber nicht gleich nach dem Festplatze, wie ich erwartet hatte, sondern «nach Hause, es der Mutter zu erzählen.» Ich folgte ihr von weitem; aber schon nach wenigen Schritten sollte sie ihr Schicksal ereilen. Ein krausköpfiger Knabe kam ihr heuleud ent-ü«iM — m der Hand einen abgebrochenen Henkel, d^en Ior^chuug ein Milchwpf gewesen zu seiu «Was fehlt dir deun schon wieder?» fragte sie sanft. «Ich habe den Topf zerbrochen — und er war voll Milch» — und eine neue Strophe von Lamentationen gieng los; «die Meisterin schlägt mich gewiss todt — gewiss!» «Armer Gynszi! Aber — wie wär's, wenn ich dir helfen könnte?» «Wie solltest du helfen können,' erwiderte er traurig. «Weißt du, ich habe ein Billet; wenn ich das verkaufeu köuute.---------Erwarte mich hier — die Herren werden es mir gewiss abnehmen.» Ich trat dazwischen: 'Ich kaufe es dir ab.» «Wirklich?» starrte sie mich an; «was geben Sie dafür?» «Einen Gulden.» «^ «Du mein gütiger Heiland! Das ist ja sehr viel Geld: Aber--------------------ist es kein falscher Gulden?» «Sei unbesorgt, mein Kind, da — ich zahle es dir in lauter Zehuerln.» Außer sich vor Freude, uahm sie Gynszis Arm, und nun liefen sie in fieberhafter Eile, ihre Einkäufe zu macheu, bestehend in einem neuen Topf und frifcher Milch. «Siehst du, mein Gynszi,» sprach sie dann mit würdevoller Ueberlegenheit, «es schickt sich nicht, dass du mir immer nachrnsst, dass ich hässlich sei, wie du es noch gestern gethan hast. Wir wären nicht zu dein Gelde gekommen und die Mcisteriu würde dich gewiss fest durchbläuen, wenn ich schöner wäre.» Mm seinetwillen Roman von M. Lichtenberg. (52. Fortsetzung.) ^loss^' So schaffte Graf Steinfels sich, rasch em ^ des Rath, indem er ohne Zaudern eine F^cherP) ^ Erdgeschosses eindrückte, das Fenster auf"!» " ^g. erschrocken in das ihm völlig fremde Haus ^^ Dass es das Verhängnis war, welches ^ ^ in die Schranken forderte und durch "" Wed^ Seraphiues düstere Ahnung am Tage lhre» .^el« fchens zu erfülle» drohte, wie hätte er es v^" Mm! . „,t s"O In das Zimmer des Erdgeschosses ge""" ^M Graf Steinfels sich, dass er so schnell wie ntt^ ^y das obere Stockwerk erreichen müsse, um ^. ghü^ des Feuers überblicken zu können. So "^ B^ Verzug die Treppe hinauf und fah, oben ?"6 ^^g' wie aus deu Ritzen einer Thür Rauch he" AiN Hastig riss er die glücklicherweise unverschww ^ell-auf, u,id die hellen Flammen schlugeu lhin ^t»^ Das mit leichtem Satin-Stoff drapierte ^ ge-sammt den darin befindlichen Möbeln hatte «5 < ho? fangen und dcr frische Nachtwind, welcher ^" iN^ geöffnete Fenster hereindrang, fachte d>e " f e^ immer heller an. Da plötzlich fiel sein iü^ ^^ee dichte Sammtportiere, hinter welcher noch " ^^ Gemach liegen musste, das nur durch 0^ i^ ^ Vorhänge von dem brennenden Raume 9" ^ ^at'' Resolut schlug er dieselbeu deshalb zurück in ^0" ein durch eine Häugelampc erleuchtetes, evci 1 von Rauch erfülltes Gemach. Laibacher Zettung Nr. 69. 537 28. März 1898. Tagesneuigleiten. — (Vom deutschen Kaiser Hofe.) Aus Berlin wird gemeldet: Die jüngste Tochter des Staats-secretärs Grafen Pofadowsly hat ihr Staatsexamen als wissenschaftliche Lchrerin bestanden. Sie ist in Aussicht genommen, später die Erzieherin der einzigen Tochter des Kaiserpaares, der jungen Prinzessin Victoria Louise, zu werden. — (Medaillen-Zulagen.) Ueber die Medaillen-Zulagen wird, wie die «Neue Armee-Zeitung» meldet, schon in den nächsten Tagen eine kaiserliche Entschließung erwartet, nach welcher die für die goldene und große silberne Tapferketts-Medaille gebürende Zulage den Besitzern auf Lebensdauer gewährt werden soll. Bisher empfiengen die Besitzer dieser Medaillen die betreffende Znlage nur so lange, als sie im Genusse staatlicher Gebüren standen. Von nun ab wird aber die Zulage für die Tapferkeits - Medaille eine lebenslängliche Rente des Besitzers bilden, ohne Rücksicht auf den Umstand, ob derselbe im Militär« oder sonstigen Staatsdienste oder im bürgerlichen Verhältnisse steht. Ucbrigcns ist die Anzahl der Medaillen-Besitzer schon sehr zusammengeschmolzen, da seit sechzehn Jahren keine kriegerischen Actionen mehr stattgefunden haben. Das Heer zählt noch «8 Besitzer der goldenen und 329 Besitzer der silbernen Tapferteits-Medaillc erster Classe, die Kriegsmarine fünf goldene und zehn silberne Tapferkeits - Medaillen erster Classe, die beiden Landwehren und Gendarmerien sechzehn goldene und 70 silberne Tapferkeits - Medaillen erster Classe. — (Zwei Theaterprocesse.) Aus Budapest wird gemeldet: Die königliche Curie hat als letzte Instanz zwei Theatcrprocesse erledigt. In dem ersten war die Oper Klägerin gegen den ehemaligen Director Arthur Nitisch; derselbe wurde wegen Eontractbruches zur Zahlung von 12.000 fl. vcrurtheilt. — In dem zweiten Processe wurde die Oper über Klage des Tenoristen Broulit in die Zahlung eines Pönales von 10.000 fl. verfällt. — (Steinerne Kleider.) Kleidungsstücke ails Kalkstein sind das Neueste auf dem Gebiete der Be-lleidungskunst. Im Besonderen handelt es sich um Unterkleider für den Winter und nun soll man auf diese Weise bisher noch nicht Dagewesenes erreicht haben. Die Erfindung wurde durch Zufall gemacht. Beim Glühen von Kalkstein machte man die Entdeckung, dass ein Theil desselben in eine lavaartige Masse sich verwandelte. Da man von der Schlackenwolle her weiß, dass sich eine der» artige Masse in Fasern zerstäuben lässt, machte man mit diesem für solche Zwecke unbekannt gebliebenen Material ähnliche Versuche. Die letzteren fielen befriedigend aus, dass man mit der Faser, und zwar mit Erfolg Kleidungsstücke herstelle, welche die eingangs erwähnten Eigenschaften aufweisen. Die Königin von England und eine berühmte Schauspielen« sind nach einer Mittheilung des Patentbureaus von Richard Lüders in Görlitz die ersten, welche mit einem Kleidungsstücke, nach dieser neuen Methode hergestellt, bedacht worden sind. Local- und Promuzial-Nachrichten. * Populär-wissenschaftliche Vorträge. Am zweiten Vortragsabende zu Guusteu des Unter-stützungsfondes für arme Studierende der Staats«Ober-realfchulc, der Samstag im Chcmie-Lehrsaale vor einem zahlreichen Publicum stattfand, schilderte Herr Professor Albin Velar in ebenso fesselnder wie lehrreicher Weise die Mikroorganismen im Haushalte der Natur uud in» Dienste der chemischen Industrie. Der Vortragende erörterte in allgemeinen Zügeu das Wesen der Mikroorganismen, die zu den Pilzarten gehören uud wies darauf hm, dass Gegenstand seiner Betrachtung insbesondere jene Pilzarten sein werden, welche aus der uutersten Stufe stehen, einzellig sind, sich durch Zweitheilung mehren, deshalb den Namen Spaltpilze — 8otii20in^out68 — führen. Der Vortragende schilderte die Formen dieser kleinen Pflanzengebilde — Aacterien — die Größen derselben, wobei ganz erstauuliche Zahlen zum Vorscheine kommen. Nach Cohu benöthigt man beispielsweise sechshuudertscchsundorcißig Millionen Heu-bacterien, um einen Kubik-Millimeter auszufüllen. Allerdings entspricht diesen Zahlenverhältnissen auch die Vermehrung, die sich nach einer Berechnung auf sechzehn-einhalb Millionen in 24 Stunden beläuft. Verfolgt »nan diese Zahlen, so müsste man erwarten, dass die Aacterien mit der Zeit die ganze Erdoberfläche mit einer dichten Schichte bedecken müssen. Das verhindert jedoch der Kampf ums Dasein — die Bekämpfung der Arten untereinander, die eigenen Stoff-wechselproducte. Herr Professor Belar demonstrierte das durch mehrere interessaute Versuche, so mit einer alten, mit Aacterien überzogenen Visitlartc, verdorbener Nährgclatine u. dergl. Batterien sind überall, in der Luft, im Wasser und im festen Erdboden in wechselnder Menge, am reichsten im Straßenschmutz, iu der Gartenerde! hierüber führt der Vortragende interessante Zahlenergebnisse an. Er .bespricht sodann an der Hand von Beispielen den Einfluss der Temperatur auf das Leben der vcrschiedeuen Batterien, deren Anpassungsvermögen bei allmähligem Uebergange. Am schädlichsten wirkt auf sie das Licht, iusbesouderc tödlich auf Krankheitserreger die Sonne. Sehr interefsant ist das Erzellgen von Farbstoffen, das Leuchten, das Fluorescenzerzeugcn der Batterien. Professor Belar besprach mm die Wichtigkeit der ' Mikro-Organismen im ewigen Kreisläufe der verschiedenartigsten Stoffe und die hervorragende Rolle, die sie in» Haushalte der Natur spielen. Eilte uicht gcriugere Rolle fällt diesen kleinsten Pstanzenorganismcn auch in der chemischen Iuonstric zu. Der Vortragende wendet sich dieser wichtigen Abtheilung seines Vortrages zu, schildert die Rolle der Vermittler, welche den Batterien hiebei zufällt, weist an der Hand von Beispielen nach, dass ihre ! Anwesenheit in vielen Fällen unbedingt nothwendig ist, uud wie der Begriff «Gährung» sich auch auf alle jeue Vorgänge ausdchut, die sich in der sogenannten nicht ^organisierten Welt, also im Gebiete des Mineralreiches abspielen, die als Oxydations - Gährungen bezeichnet cuerocn. Professor Aelar führt sodann die Mikroorganismen, die für die chemifche Industrie von Bedeutung sind, an, ^ ihren nützlichen und schädlichen Einfluss und bespricht die Einführung von lebenskräftiger Rcincultur bei degenerierten Nassen und die Forschungen auf dem Gebiete der technischen Gährungsphysiologie. Nach Beendigung seines fesselnden Vortrages, der durch die Vorzeigung zahlreicher, sorgsam präparierter Culturen uud Colonueu auf Platten und in Rühren veranschaulicht wurde, demoustrierte Professor Belar mittelst eines Projettionsapparatcs die Resultate der von ihm vorgcuommenen batteriologischeu Untersuchungen von Luft, Hier fiel sein Blick auf zwei friedlich schlummernde Frauengestalten, welche wahrscheinlich durch den Qualm schon so betäubt waren, dass sie von selbst gar nicht mehr aufgewacht wären und ohne die Dazwischenkunft des Grafen Steinfels hätten verbrennen müssen. Die eine, eine alte Dame, ruhte regungslos auf ihrem Bette. Die andere, ein noch sehr junges Mädchen, lehnte fest schlummernd in einem Armswhl, während ein aufgeschlagenes Buch anf ihrem Schoße lag. Auf einen Blick sah Bruno, dafs keine Secunde zu verlieren fei, wenn er die beiden Frauen unversehrt durch den brennende«, Raum bringen wollte, denn dieses zweite Gemach hatte leinen andern Aus-gang, als den durch das vom Feuer heimgesuchte erste Zimmer. So ergriff der Graf des fchlummernden jungen Mädchens beide Hände und rief, dasselbe fast gewaltsam aus der sie umfangenden Lethargie aufrüttelnd: «Ermuntern Sie sich! Sie sind in der höchsten Gefahr, zu verbrennen!» Staunend schlug das junge Mädchen die Augen zu dem Sprecher cmpur, welcher sich plötzlich mit so gebieterischer Gewalt in ihr Leben drängte, und wie durch Märchenzauber gebannt, blieben ihre großen, blauen Augen auf dem hohen stolzen Manne in der reichen, fremdartigen, fpanischen Generalsnniforin haften, dessen vollendete Schönheit wohl danach angethan war, die Phantasie eines excentrischen jungen Mädchens so ganz gefangen zu nehmen, dass dasselbe darüber sogar die dringende Gefahr völlig vergaß und nur wie auf em Wunder auf ihn sah, der jetzt ebenso resolut an IM Lager der alten Dame trat und dieselbe in gleicher Weise hastig weckte. Mum aber hatte diese mit einem Blick die Situation erfasst, fo schrie sie entsetzt auf und sank dann in tiefer Ohmnacht zurück. So oblag es dem kühnen Eindringling nun, die beiden gänzlich fassungslosen Frauen gewaltsam zu retten. Ohne Verzug hüllte er zu dem Zweck die ohnmächtige alte Dame bis über den Kopf in die große Decke ihres Lagers uud nahm sie su in den rechten Arm; dann schlang er rasch den linken Arm fest nm die schlanke Gestalt des jungen Mädchens, hob dasselbe ebenfalls empor und flüsterte ihr athemlos zu: «Halten Sie sich fest an mir und bergen Sie Ihren Kopf mit unter der Decke!» Schreckensbleich und völlig willenlos gehorchte das junge Mädchen ihrem Retter und so eilte dieser, mit schier übermenschlicher Kraft seine doppelte Bürde festhaltend, im Sturmschritt durch das in hellen Flammen stehende erste Gemach und hierauf die Treppe hinab in jenes Zimmer des Erdgeschosses, in welches er durch das von außen geöffnete Fenster eingedrungen war. Da die Hausthür verfchlossen war und er keinen Schlüssel dazu besaß, so holi er erst die alte Dame, welche sich eben zu erholen begann, und dann das junge Mädchen zum Fenster hinaus und athmete erst beruhigt auf, als er beide in einer Laube des Gartens wohlgeborgen hatte. Aber damit war seine Aufgabe noch nicht beendet. Nach seiner Frage nach den Schlafräumen der Dienerschaft eilte er ohne Zeitverlust uach der Villa zurück, um auch die glücklicherweise im Hintergebäude schlafenden Domestiken von der drohenden Gefahr zu benachrichtigen. (Fortsehmill folgt.) Wasser und Erde im Gebiete der Stadt Laibach, von menschlichen Organismen, ferner gährungsfthysiologische Bacterieu u. s. w. Da wir mit Rücksicht auf den^Wert, den der Vortrag im allgemeinen Interesse hat, denselben ausführlich veröffentlichen werden, begnügen wir nns mit diesen aU^ gemeinen Andeutungen lind bemerken nur noch, dass die Zuhörer ihren Dank für die Anregung, die ihnen del> selbe bereitete, durch langandauernden kräftigen VeisaU ausdrückten. — (Standerhöhung bei den Sanitäts-Abtheilungen.) Mit Allerhöchster Genehmigung Sr. Majestät des Kaisers wird der Friedensstand del Sanitäts-Abtheilungen Nr. 25 und Nr. 26 mit 1. VW 1898 um je einen Lieutenant und je einen Officiers^ diener erhöht. — (Ernennungen.) Der k. k. Landespräsident hat den Landesregierungs-Concipisten Frauz SchitnU zum provisorischen Vezirkscommissär und den Landes-regicrungs-Conceptspraktikanten Hngo Hofbauer Edlen von Hohenwahl zum provisorischen Landesregierung^ Concipisten ernannt. .. — (Sa veüb erfuhr.) Wie uns mitgethelU wird, hat die k. k. Landesregicruug im Einverständnisse «lit der k. k. Statthalterei in Graz dem Besitzer Anton Urbajs aus Savedörfel, Bezirk Gurkfeld, die Bewilligt zum Betriebe der bcmauteten Kahnscilüberfuhr über die Save zwischen Savedörfel uud St. Leouhard ertheilt uno nachstehenden Ueberfuhrstarif: Bei niederem und mittleren« Wasserstande für jede Person mit 2 kr., für M Stück Rind mit 10 kr.; bei hohen, Wasscrstande l^ jede Person mit 5 kr. uud für jedes Stück Rind «m 30 kr. genehmigt. —"' — (Entscheidung in Thierseuche"' Angelegenheiten.) Ueber eine einschlägige Nichtigkeus' beschwerde hat der k. k. Oberste Gerichts- und Cassations^' entschieden, dass die Wirksamkeit eines Einfuhrverbots nicht mit dem Erlöschen der Thicrscuche endet, auf welch es sich bezieht, sondern mit seiner formellen Aufhebung Der Zuwiderhanoclude kaun sich sonach nicht daunt eni' schuldigen, dass er wegen Erlöschens der Seuche da Verbot für aufgehoben ansah. - Das bei SeuchengM von der politischen Landesbehörde erlassene Verbot de^ Hausierhandels mit Schweinen steht als auf Grund °e" Thierseuchengesetzes erlassene Auorduung unter dem Sch"» des Art. I, 8 45, des Gesetzes vom 24. Mai 1^ N. G. Bl. Nr. 51. -^o- — (Aus der Central-Commission f" Knust- und historische Denkmale.) In der am 25. Februar 1898 unter dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn Präsidenten Dr. Josef Alexander Freiherr» von Helfert abgehaltenen ersten Sitzung des Plenums t»e k. k. Centralcommission für Kunst- und historische Den^ male wurden nachfolgende, Krain betreffende Oege^ stände verhandelt: Das t. k. Ministerium für Cultus n^ Unterricht eröffnet, dass es die Uebernahme eines ^s träges von 61li1 fl. auf den Religionsfonds fnr v' Restaurierung der Maria Verkündigungs- (Franciscans Kirche in Laibach genehmige. (Vorgetragen ini Auftrag Sr. Excellenz des Präsidenten.) Conservator Lehl Konrad Crnologar berichtet über die geplante ErweiteruW der Pfarrkirche St. Cantian bei Auersperg. Dieselbe e weist sich als nothwendig. Außerdem sind eiMS Reparaturen, namentlich am Thurmhclme, beabsich^ Die Centralcommission beschloss, hicgegen eine ^. Wendung nicht zu erheben. (Referent: Professor Lun^ Dr. Josef Mantuani, Amanuensis der k. t. HofbibliotY« < legt eiu vom Pfarrer in Ratschach Josef LauWr ve^ fafstes interessantes Buch vor: «^oäoviu«. ^upwi Lvonovi v ä"^ jedoch nur kurzes Erdbeben verspürt, das kaum "ne .^, cunde währte. Die meisten Beobachter schildern den ^^ druck, den sie empfiengen, als den eines starken, 5^^. Falles, etwa wie den Einsturz eines großen Oeba" ^aibachergeitung Nr. 69. 538 28.März^1698. ^,5? bemächtigte sich eine solche Aufregung, dass sie »in O Häusern liesen in dein Glauben, es würde zu Ms."^oph^ ähnlich der imIahre 1895 kommen. Diese "esurchtung erwies sich glücklicherweise grundlos, denn 2 folgten keine weiteren Erschütterungen. Weil weder in Er2 "°^ '"' ^""'" ^^ Kilometer entfernten Reifnitz zu x f wahrgenommen wnrden, neigt man der Anficht °u, dass man es hier mit einer rein örtlichen Erschei-ung, vielleicht thatsächlich mit dem Einstürze einer " vielen Höhlen, zu thun hat. Der Stoß pflanzte !^ in der Richtung von Nordwest gegen Südost 9^ ^ "chlele keinerlei Schaden an. — Die ^wacher Erdbebenwarte verzeichnete seit 11. März UM belanglosen mikroseismischen Bewegungen keine E?^" Erschütterungen. Das aus Gottschee gemeldete ^rodeln gibt sich am 23. d. um 8 Uhr 32 Min. und km,k ^ ^"' "bends durch mikroseismische Deutungen eine V " ^' b' M- war jedoch um 2 Uhr 13 Min. , Etliche seismische Bewegung am Instrumente wahr-eil'^o"' ^ ungefähr eine halbe Minute in Form sell/ ^"lm's dauerte. Der Ursprung des Bebens war w m ""^' ^" ^ ^i^ ^ Min. abends war die Be-gung heftiger. Viaximalausschlag 3 mm am Mikro-' ^nographen; Richtung 80—NW. Das Beben wurde "°" wenigen Personen bemerkt. G«_^.Genossenschaft der Friseure.) Die am p 1^"^ ^^ Friseure nnd Naseure in Laibach hielt diesi f.' ^' "^ ^^ Restauration «Zur Krone, ihre wu/k ^ Vollversammlung ab. Bei dieser Gelegenheit auch >> Protokoll der letzten Vollversammlung sowie nelmi' . ^chnungsabschluss pro 189? einstimmig ge-ausick n ""^ ^^ Thätigkeitsbericht des Genossenschafts-nomm^ o ^"^ ^"^ verflossene Jahr zur Kenntnis go wabl 9l ^" Ausschuss der Krankencasse wurden gestellt z ^"^ "^ Obmann, Stefan Kostanjec, Obmann-ier m>" ' Engelbert Franchetti, Schriftführer und Cas. ltu^n, "" Nchc, Dragntin Kreutz, Vilko Nasi', Josef als 5 ?" ""^ M°"'" Steiner als Ausschussmitglieder' Ih^^vmänner: Otto Fettich-Frankheim, Josef Milkovic, aussck.i l ""b Josef Cauki. In den Ueberwachllngs-PH"'^ wurden gewählt: Bernhard Dolezal, Mathias w ^ ^ !^"' Vrauninger und Bouifacius Borosic; IranX ^' Alexander Ojud, Obmann, O. Fettich-Echriff ^bmannstellvertrcter, Engelbert Franchetti, Hubjeno, Josef Eanti und Vilko NM "'Schusse; Ersatzmänner: Stefan Kostanjec, Mijo schaftsau^^'"" ^""b und Georg Zu^'ic; Ge.lossen-Giud n^"^' ^"o »Nie-, Obmann llnd Cassier, Alex. sübrer ^!""""^"lwer, Engelbert Franchetti, Schrift- Podkräii » ?^"^'3rankheim. Stefan Kostanjec. Mathias Dolel"s ' ^"sschussmitglieder; Ersatzmänner: Bernhard und A"s", I°sef Milkovic! Delegierte: Alexander Gjud ^geldert Franchetti; Ersatzmann: Stefan Kostanjec. Ortsch«s. ,S " " itäres.) In letzterer Zeit brach in der Von d! ^."9°izd, Bezirk Littai, der Typhus aus. storben >>- ^ erkrankten fünf Personen ist eine ge-Behand'lu ^ "^'^" befinden sich in officiöser ärztlicher fünfte mv)),^armonisches Eonc ert.) Das gestrige bedeutete - """ ^^ Philharmonischen Gesellschaft Mitali^ """' glänzenden Abschluss der erfolgreichen stylen ., ?^"e ^^er schönen Concertzeit. Die orche-Beifall f Auftischen Leistungen wurden mit stürmischem philhar,, '^"°"""k"' ^^ Saal war wie bei allen setzt u k° ^"' verteil bis aufs letzte Plätzchen be-Landesvr^"^ ^"^"ete dasselbe Seine Excellenz Herr aus Vi« ' ? ^"^" Hein dnrch seine Anwesenheit ^n ausführlicher bericht folgt. Darbictim "^^^ Bühne.) Wie nach den bisherigen Früden s' Künstlers zu erwarten war, bot Herr der das N s <- ^"'^ Martin eine meisterhafte Leistung, brachte ? !""" die empfänglichste Stimmung entgegen-^chlllkliast f -^ ""^ ^^^""' ^^e bei aller behaglichen daher ^. ^" 'ue die Gemüthsinnigkeit verleugnet, die lächelt ^ 5"'? ä" sagen pflegt, auch unter Thränen türlich n,?ql streben des Künstlers, lebensvoll und na-su char«f ^""'"dung aller traditionellen Komikcrmätzchen Herr ^. ^ ""'' ^'^^ sich wieder im schönsten Lichte. Ganzes «,./" ^^" durch Ucbcrreichuug eines Lorbeer-eh" Vms"V?6Mt lmd durch rauschenden Beifall ge« gliche .." 7 ^"' wieder Fräulein Porth als be-seller di/ä!'^"^^ Stanzi, während die anderen Dar« heater war auHauft" ""'^" "'^ "^"' ^ "det Herr^ls^" Theaterkanzlei.) Heute be-" Victor s" ' Fr öden als Commerzienrath Müller NlensHp. ^.^^em Lebensbilde . Gebildete saw Iu ^.'l ^'^ Gastspiel; auch diese Rolle Am Mittw^ hervorragendsten Leistungen des Künstlers, ^retten „,? Klangt zum Vortheile der verdienstvollen ^wdistisH'^!" Fräulein Hcrmine Koll in Offenbachs ^uf'Arung und"bi /, ' D" schöne Helena . zur ^"a Ge ea^ ^ ^^'^ letzte Operettenvorstellung der '"falten. P. ^..? '. "^' künstlerischen Vorzüge zu heute bereits cröss?^ ^"^ ^"ch Vorstelluug wird den 26 d M ^"!Polizeirapporte.)Vom25.auf "nd zwar'^' ^" ^lhs Verhaftungen vorgenommen, 5"" drn wegen Vacierens, zwei wegen Excesses und eiue wegen Bettelns. — Vmn 26. auf den 27. d. M. wurden acht Verhaftungen vorgenommen, und zwar drei wegen Excesses, drei wegen Herumstreifens in der Stadt, eine wegen Bettelns und eine wegen Trunkenheit. — Gestern nachts erschoss sich in der Landwehrlaserne der Infanterist Franz bewöllt > 4-4^ DaS Tagesmittel der Temperatur vom Samstag und Sonntag 5-8° und b b °, beziehungsweise um 02° über und 0 3° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschywsly Ritter von WWr»d. jacher Zeitung Nr. 69. 539 28 März 189«. Verstorbene. Cascara-Sagrada-Wein beft Td deslialb »unmehr in aneStecS Abführmittel, wird lode le(n.^llenvon Verstopfung »endet 8em Stuhl8anB ange- ^L!!jsämmtlichen Kliniken ^JH^HiAusl^de8 und mit ¦^gj^emjrfoig ange^n^t Uttr>,üln bis zwei Esslöffel auf fernen Magen einzunehmen. eine „ n kleine Fische 25 kr., huh &T FlÄ^e, >/« Liter In! PloftAii .""¦ Voin Apotheker cuum U In Laibaoh im Va- Um er«ugt. (458) 10-9 AusWärtige Auftrage gegen j^__ Nachna hme. Vanksagung. uns!!"^^'^ ^^ schweren SchicksalM)llla.es. der beziehVw^e VudÄ"^ "'«''^"ebte.l Sohnes, Julius Decking v°ez " actroffen hat, ist uns von allen Seiten so worden ?'^' ^arniclnpfundene Tl,eilnahme brzcusst zelnenl-c^^ nicht imstande sind, jedem ein« die,.«, ^'"^ "nnlittelbar zu danlen, daher wir auf c>«0 ' -lUM allen jenen, welche dnrch ihr Mit-hie,.-" ""leren Schmerz zu lindern bestrebt waren, lprechei, "" ^efsta^sühlten, innigsten Danl aus. Laib ach am 26. März 1898. Die trauernde Familie. DW^ Meilage. "Wtz ("59) Der heutigen «Laibacher Zeitung» ist eine Pränumerations-Einladnng auf .Hie Wodenwelt" (33. Jahrgang, Franz Lipperheide, Verlin) beigelegt. — Abon» nements übernimmt gefertigte Buchhandlung, woselbst auch Probenummern abgegeben werden. Jg. V. Kleimnayr K Fed. Kambergs Prostovoljna javna dražba Fidrove hise ho v ponedeljek, dne 4. aprila, dopoldne ob 11. uri, pri c. kr. okrajnem sodišèu v Kranji v kateri hiši je že mnogo let dohro obiskovana gostiloa, in vsega zraven spadajoöega posestva. (1169) 3—1 Danksagung. Die freiwillige Feuerwehr zu Dolsko erlaubt sich hiemit der löblichen Direction der krainischen Sparcasse für die großmüthige Unterstützung im Betrage von achtzig Gulden den wärmsten Dank auszudrücken. Für die freiwillige Feuerwehr zu Dolsko am 25. März 1898 (1163) Ivan Zupan in. p. Franz Zupanöiö m. p. Schriftführer. Commandant. Casino ¦Verein. i — Dienstag, den 29. März d. J. Qcscllschajtsabcnö. Progriarara: finz aus 9er Oper „Das Glöckchen des Cremiten" von >Iime jtfaillart. Hierauf: Das Pensionat Komische Oper in 2 Auszügen von Franz v. Suppe. Beginn um 8 Uhr. IDie IDirection.. ZE3Cexre3n.gra,sse ÜSTx. S, ZEPa-xterre xecli-ts. Erstes und ältestes Wohnungs-, Dienst- und Stellen-Vermittelungs-Bureau (behördlich bewilligt) empfiehlt und placiert Dienst- und Stellensuchende aller Art für Laibach und auswärts. Gewissenhafte, möglichst rasohe Besorgung zugeaiohert. (856) 25—19 Anna Kump 2vLocLIsti:n. a,*u.s "Wien Rathhausplatz Nr. 12, I. Stock beehrt sich den P. T. Damen höflichst anzuzeigen, dass die neuesten Wiener Modelle bereits eingelangt sind. Leere Strohformen jeder Art sind stets am Lager und werden Modernisierungen sowie Trauer-httte nach den aufliegenden Modellen promptest ausgeführt und billigst bereohnet. (1146) 3—2 Ein Lehrmädchen und Lehrfräuleins werden aufgenommen. Dantsagllug. Für die Beweise inniger Theilnahme anlässlich des Hinscheiden» unseres innigstgeliebten, unvergess-lichen Vatcrö, des Herrn Domiuik Gaspari Besitzers in Adelsberg, sowie für die Betheiligung an dem Leichenbegängnisse, spreche ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen hiemit allen Frenndeu und Bclannteu den tiefgefühlten und wärmsten Dank nus. Adelsberg am 24. März 1898. Ferdinand Gaspari, l. l. Nezirksthierarzt. ,3 . s-""b- Mi« ^i ^""""'llchung. ,^'t duvch V^'t dara.if, dass ,n der letzten ^" Vlard«? '""' ""s den politischen Vezir. ^wrin^ss'.a. Pctian und lNa„n die ".ch rine, ^' ""d eine solche Eiuschlepft.N'g ^'"»narl , .?"ellletrausport ailo Nnter< ^u»d,n l,as ^^" ^cit auch in Krai» statt« ^ . "e der s,!..^^" ^ie Landesregierung zum l" die ^""nhaltung weiterer Einschl?ppun. L'U'schen N'/^ "°" Echwcinen aus den "«Nn/Frlm Marburg. Pettau und "^s zu u»?"'"k «ach Kraiu bis aus Dieses N«/"lagen. ' ^ ^"bot tritt mit dein !" Nirlw..., , ^ März 1898 ^lbe" nach 5 '"'!! werden Uebertretungen des-^^ W- Nl. 3ir ?'i ^'lctze uo>n 24. Mai 1882, y "-«1, geahndet werden. ^'., "^rcaimmn fiir Kraiu. ^^-"bach am ^ ^^.^ ^<^g St. 4406. Razglas. Z ozirom na to, da se je zndnje case svinjska kuga s prašièi v/. politisinili okrajev Maribor, Ptuj in Brežloe zanebla v veö okrajov na CedbO in s prašièjim transpor-tom s Spodnje ^tajerske tudi naKranJ-ako, je deželna vlada v ta namen, da se svinjska kuga ne razširi dalje v naši drželi dotlej. dokler se ne ukaže drugaèe, prepo-vedala uvažati prašièe iz j5tajerskih poli-Jènih okrajev Maribor, Ptuj in Brežioe na KranJBko. Ta prepoved stopi v veljavnost dne 30. mar ca 1898 in nje prestopki se bodo kaznovali po za-konu z dne 24. maja 1882. 1., drž. zak. št. 61. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. V Ljubljani, dn6 26. marca 1898. VERSICHERUNG I r Prämie ({I gegen Verlosungsverluit! .« " ^ Prämientarif für nächste Ziehungen. N fl. ä. Rudolf-Lose................ l.April —-50 per Stück 16- — 4% Theiss-Lose.............. 1. » —-35 » 22- — 6% Donau Dainpfsch.-Prioriläten...... 1. > — -35 p. fl.lOON. 10- — 4% Franz Josefsbahn-Prioritäten...... 1. > —'05 > l'~ 4% Kaschau-Oderberg Gold-Prioritäten ... 1. > —-05 * 2'— ' 5°/0 Prager Eisenindustrie......... 1. » —'45 > 31 — 5«/0 Ung. Westb.-Prior., I. Em......... 1. » —-10 » 8 — Actien-Gesellschaft „McRÜUR , WIEN L, Wollzelle 10 u. 13. (U65) Course an der Wiener Börse vom 26. März 1898. N^ dem oMenen Coursbia«« ^°"n"n, Staatsschuld. ^ ««a« P^^".V" . . 102,,5 102-25 ^ ^ .....100 25W0«« Veld Ware Vo« Stau«« zur Zahlung Abernonlment Oisenb.'Prlor^» Obligation««. Wlsabcthwh» LU<> u, 3«N« Vl. 4«/^ ab 1o^/„ E, St. . . . Iia-Uü 117 85 »llsabcthbahn, «X) u. 2U0« M. 2W M, 4°/„...... 1Ü0 «5 I2l'85 ßia»z.Iolef>Ä., Cm. 1»N4. 4°/, lW'- ,„»'80 Galizische Karl. «ubwlg - Vahn, biveile SlNile 4°/„ . , . . U9 7U 1,» ?u Vorarlberg« Äahn, ltu,, l»84, i°/n (dw. El.) S., f. KW f>. N. 100 2N iol 20 Ung, Voldrente 4«/<, per Cass« 121 45 121U5 bto. dto, per UlÜmo , . . . 12l'45 121'45 dlo. Neiite i» Nvom'nwähr,, 4"/,, steuerfrei!üv ^>«> «roür» ')iom. W 20 99 4U 4"/n dto, dw, pcr Uüim!) . , u>.> 20 9<, 40 dto,St,E,Ä>,Gu!di'^,l,,!'/,"/, li9 ^n 12a /,"/> iuo U<> iul-3N dt°, Elaals Obüss, Mög. Oslb.) v, I. l«7«, b"/„..... 122 i«, ,2-! — dto,^>/^7„Zcha!iln's,nl^Abl Obl. Kl,-«« un 5>u dto, Präm.-Anl, k 1»N fl, ü, W. i<>» — iW 75 dto, dtll. ^ b»fl. ö-U. 15!» 50 160 c><1 Thtih>«t«,.2°!l»!s!!,be Wien IU4-40 l/,°/°vl. ,0150 — — ßriorltät».GbligaNonen (lül 100 il.). F«binanb«-N°rdhahn Em, 188« 100 75 101 ?b Oeslerr, Nordweslbahn . . . 111 3<,!i12'80 Staa<ölmh!>!j"/„u^«s,50NP,St. 22350 224U1 Lüdliah» «"/»ilssrcö, ü»0 p, Tt. l«K — 185-75 dto. 5"/„ü,200fl, p. inofl. 126-60 I27i!0 Ung,-ga:lz, Nahn..... 10880 i<,8-8<> 4»/« Unterlrain» Nahn» . , 9» 50 inn-— ßank^ttl» (per «tky. «nalo ««„luercin. Wiener, K'U fl, . 2?1 !ib27>-75 Vudcr„«„sl,.Orst..200fl,S,40"/, .t.N- 4Ü8 - llrbt-Anst. f, b<» ft.-------—-^ bto dto per UltimoSeplbr. 382—3<^2 5>c, llrediiliaül.Älll,, un«, 2U0N. . 38t - u«2 ^ Depusitenlianl. «llg,, «00 fl, . 2ll» 80 22040 Escvn»'!!' («ef,, Ndröst,, 500 sl. 751 — 71,2-" Giru.»llasse»u,Wiener, 20«N. ljNl — 2K5 b^^iirlu^Oest.LWfl,'^«/«.«. »z,- g-,,. Zänbcrbant, Oest., 200 sl. . . 2I8-75 218 25 Oesterr-ungar. Vanl, SO» st. . 921 _ ^^4- Unionbanl 200 » 257 «» Biischtiehrader Eis, 500 fl. 5<' Dul.Äudcnl,ncher<3,'.Ä,2!)0fl,3. U9— «9 50 Ferdinand« Nurdb, 1000 sl. CM, ^ 3450 »455 Uemb,-Czeriiow, Iassl,-Eisenb.» > Oeiellschaft 200 fl, 3, . . 29!»- »nu — Lloud, Oest,, Tviest. 5.00 fl, CM. 424 - 42»!- Ostelr, Nordwestl,. 2UU fl, 2. 245 50 240- dlo. dto, (lit. U) 200 fl. 3. 25!»— 2ü!»-5<' Prass-Dnzer Eiscnl,. 150 fl. A, . 95 25 « ,l, T. . 3Ü9-1" »»9-«,'» ß3!H"H«2»,.,,^ ^«?« Tra!nway-Gel„NeneWr„Pr<». rita!««c!lt!i 100 fl, ... <28'-»30-- Unn aaliz, cti,c„b, 2<"'!>, Silber 212 - 213- Wien« üacalbahnen Act, »el. — — —'— Induslrie.Aclien (per EMct), Vanges,, «N«, «st„ 100 sl. , . 1,4-40 1lb4U Vgybier clllen» n»b Siahl'Ind. <„ Wie» l0N sl..... 82 — 83 50 Vlsc!!l>al!»w,'2e«ill,. lirste, «0 sl. 13325 18350 „Ctt'smiW". Papiers, u. V„«. „« — 9« 5U Lieliüsser Vranere! 0 «ienerbergrr Ziegel «ctien^»«». »8» ?b »»« üu Diverse zss» (per Vtilck) V«v«pesl.»asilic<> (Dombau) . 6 70 ?-,5 Lredltluse tU>» fl. , , - - 204— 205- Clan, Lose 4<> fl, , U"lc " fl. TM, . . . «7-- «» — «»tlieii Kreuz, Otst,«es,v,. 10 sl. 2025 20-75 »lolhe,, >>n'!,z, Uon, Ges, v,, üll. 10-20 1« i><> Mndc'lp!! Lole ><> fl..... 2^50 i!«-50 Valm tt»!e 40 fl, «M, . . . 8»— 8^,50 St, Gl'ioi« ^"le 4<> fl, CM. . 7«,75 no-75 Waldilei» Lose 20 fl. TM, . . 5g _ «^ _ G!>,l!>i,stjch, b, 3"/, Pr, Schuld». d, Äobencreditanstalt, I, «». 17.25 ^..^5 d», dt«, II Em, 1»»» . 25 50 2« 50 L«ib«cher ü»fe...... LZ 75 2»l,0 Devisen. ««sterbain....... 89 50 99 UU Deutschs Plätze ...... 5872, 58-8L» London........ 120 30 IllO-45 P«ris ........ <,?!»?. 47 Ü2. Lt. Petersburg ..... —— — - Halulen. Ducaten........ 5.H9 571 »N.Francs Stücke..... g.zg ^,.54 Deutsche ReichsbanInoltN . . ^» 72.!58?7. It°llt!ü,ch« Vllntmlttn . . . 45 05 «1b P«pier siutztl . . . ^ . i l-!i?u'!i-»?u'