ElNZBLFÄEISi irwleUttii M Ipl ^anstag-SoDiitag 13 Up! m ^anstag-SoDiitag 13 Rpl »iarlinnitt geituna Amtliches Organ des Verlae und Schriftleltune: Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr. Ä. Fernnif; 25-67, 25-68. 25-69. Ab 18.30 Uhr Ist die Schriftleitung nur auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlanete Zuschriften werden nicht rücltgesaudt. — Bei Anfraeen ist das Rückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54,6Ut Steirischen Heimatbundes Erscheint werktäglich als Morgenzeitung. Bezugspreis (im voraus zaJilbar) monatlich RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. PostzeitungsjrebQhr; bei Lieferung im Streifband zuzügi, Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2,—. Altreich durch Post monatl. RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. Postacitungsgebülir u. 36 Rpf. Zustellgebühr OTr. 323 jn:or&urg-a)rou, g)onnerSeeschlachtt bei den Mldway-Inaeln und Vorstöße gegen dio Marschall- und Gilbert-lnseUi einen Of-fen.Hivwillen vorzutäuschen. In dieser Lage entstand der amerikanische Plan zu einem Angriff auf die Salomon-In-j sein, be.sondera auf Guadalcanar, mit dem I Ziel, den Japanern hier die beherrschende Stellung vop der Korallen-See zu entreißen« und die unangenehme Flankierung des Sce-und Transportweges Hawai—Sydney aufzuheben. Aus den offenen gegenseitigen Be-schuldig^mgen der BefehKshaber entnimmt man, daß die USA-Marine imter Admiral Ghormley sich vorgenommen hatte, dieses Unternehmen mit eigenen Mitteln durchzuführen, vor allem mit der Marine-Infanterie, dio von ihren wenig riskanten Erfolgen in Mexiko, Haiti, Cuba, Nicaragua u. a. in der naiven Öffentlichkeit der USA einen Ruf genießt, wie etwa die Garde Napoleons oder die Triarier im alten Rom. Das Ergebnis war niederschmetternd: in drei blutigen Gefechten um die Salomon-In-seln verloren die Amerikaner bl.iher 16 Kreuzer, 14 Zerstörer, ein Schlachtschiff und fünf Flugzeugträger, und die Japaner sorg-" ten durch Bekämpfuivg dea Nachschubs da-" für, daß die gelandeten und dezimierten Marine-Truppen gezMTingen wurden, »aus dem Lande zu leben«, wobei wohl Kokosnüsse als wichtiger Bestandteil der Diät anzusehen sind. Die von australischen Flugplätzen beigesteuerte Luftwaffe vermochte an dem Zusammenbruch des amerikanischen Salomonen-Unternehmens wenig zu ändern, die japanischen Verluste blieben gerüig. Roose-velt entschloß sich bisher, In der bekarmten homöopathischen Dosierung den Verlust von zwei Flugzeugträgem und einem Zerstörer z^izugeben, mid General Mac Arthur, Befehlshaber tn Australien, beklagte sich bitter über die mangelnde Zusammenarbeit. Der Versuch dej USA, vom äußersten Flügel her die japanische Stelhmg aufzurollen, ist daher stecken geblieben. Der Oberbefehlshaber der Marine, Admiral King, beklagte nicht umsonst die Verzögerung Im Bau der rZwei-Ozean-t^otto«, auf die man für 1942 gerechnet hatte. Auf Neu-Gumca geht der Se?fe 2 »MarlStfrger Zeltunj^« N'rj\'«mf}eT 1942 Tfwtinwr 323 Kampf um den beherredienden SWtspimkt Port Moreflby weiter. Japanische Marlneaprecher haben mit Recht featffestellt, daß mit diesen Ergebnia-spn die amerikaniache »Offensive« vereitelt wurde, daQ Australien in erhöhter Gefahr srhwebt und fast isoliert ist Nachdem deutsche U-Boote, über das Kap Agulhas von Südafrika hinausgreifend, im Süden des Indischen Oüeans 52 518 brt versenkten und sich damit mit den japanischen Operationen i>egeg7ieten, wurde hier gleichfalls die Nach-achublinle für Australien-Neuseeland in die genommen und die Lage für die Feinde verschärft. Als einziges Gegengewicht konnten dies© nur den Überfall auf Madagaskar buchen. England läßt verlauten, daß es drei Schlachtschiffe und .einen Flug-/»eugträger >im Indischen Ozean« postiert hat; ea kündigt Offensiven an der Burma-^trenze an, um eine japanische Ablenkung von dem Kampf um die beherrschenden Stellungen im Norden Auirtraliens zu erzwingen, i§doPh ohne Erfolg. In Indien selbst gehen die Unruhen weiter imd zersplittern den militärischen Aufwand zwischen der Iranfront, Xordwest-Indien und der Burmagrenze unaufhörlich. Nicht.s könnte sinnfälliger sein als der strategische Zusanimenh.ang zwischen den weit voneinander entfernten Hauptschauplätzen des Krieges. Die unablässige Schlacht im Allantik« wirkt auf allen Fronten. von der Munnanküste bis nach Südafrika. Die Sperrung des Mittelmeerweges zwang England zur dritten Großoffensive in Nordafrika, nachdem schon die vorige die Entblößung Malayas und Singapurs von ausreichender Verteidigung zur Folge hatte. japanische Seekrieg zersplitterte die USA-Wehnimcht in zwei Fronten, völlig entgegen den Plänen Amerikas; er entzog den USA und England die Rohstoffschätze Südostasiens, zwang zur erhöhten Bedarfsdek-kung in Zcntralafrika, wo sich alsbald wieder die U-Boot-Waffe mit ihren neuen gix>-lien Ei-folgen, die jetzt die Küsten dreier Kontinente be.streichen. dem Verkehr und Transportbetrieb in den Weg stellt und ihn schwer trifft, zimial der englisch-amerikanische Überfall auf Französisch-Nordafrika zum Einsatz starker Tran.sportflotten zwingt. Unter die.son Schlrigcn entwickelten sich die schweren Differenzen im feindlichen »Obcrbefehk: Hier die amerikanische Armee, die auf 13 Millionen aufrüsten will, dort die Marine und der Schiffbau, die dabei zu kurz kommen und bei aller Reklame feststellen müssen, daß für jene Armee niemals der notwendige Schiffsraum vorhanden sein wird. Und weit im Hintergründe England, das sich •sagen lassen muß, man kämpfe »nicht für die Erhaltung des britischen Empire« oder Sowjet rußland, das zu den letzten agitatorischen Mitteln greift, um eine Ändenmg der Strategie und besseren Nachschub zu erreichen, und schließlich Tschungking, der i.so-lierte Bauer im Schachbrett, der nur noch mit Hoffnungen gespeist werden kann. Man hi\t lange den Stillen Ozean das »Meer der Entscheidungen« genannt. Die Stunde ist gekommen, daß er seinen Beitrag hierzu leistet, und die Entscheidungen beginnen dort ebenso sichtbar zu wenlen wie inti Atlantik. In beiden Seegebieten wurde die >Seesrh]acht« der Gegner zur Legende, während die verbündeten Dreierpaktmächte «len Ausgang dienes Krieges formen. Bulgarien gehl mit der Achse Sofia. IS. November In Sobraiije wurde am Dienstag die Aus-MJraclie über die Throiirede des Königs ah-wsclilosseii. Minisierpräsident Piloff führte iiabei u. a. aus: r)ie bulgarische .Außenpolitik ist so klar und eifidciitig, did.{ es keiner \yeitcreii Krörterunir mehr bedarf. Unser naupt/iel ist einen mächtigen sozial gerechten nationalen l)ulKar\sclien Staat zu scliaf-ren, der im l-invernclnneii mit den Prinzipien des neuen Kuropa steht. f!s ist iiiibestreilbar, da« \x ir diese Aufgabe nur in eiitcer nnJ aufrichtiger Zusanienarheit mit den Achsett-iTiächten. die lieute die X'erkörperuntj der neuen Ordnung in Kuropa darstellen, bewältigen können. Unsere Außenpolitik gründet sich daher vor alletii auf die anfrichtis;e und freundscliafthclie .Hitarbeit mit den '\ciisen-niächten und deren Verbündeten. In \erfolg die-^er T^olitik wird Bulgarien bei seinen Ver-Hiindeten und f reunden bis zum Knde ausharren. Arabiscbe Prolesiß Rom, 18. November Eine in Jaffa erscheinende arabische Zeitung wendet sich in heftigen Worten gexen \uslassun;;eii der .ludenfreunde Smuts und Willkie, die vor kurzem anläßlich des 25. lahresta^es der lialfour-hrklärung, dieses Musterbeispiels britischer Perfidie, erneut für einen .ludenstaat Palästina plädierten. Auch eine Anzahl arabischer Verbände und Stadtver\va!tun;ien protestieren biegen diese Erklärungen. Die pluokratischen Husenfreunde machen sich indessen in Palästina inmier breiter. So sprach sicli der Inncnausscliuß des Allgemeinen Zionistenrates in Jeru.salem« in einer geheimen Sitzung für die soRcnannte lült-r»iore-l rklärung aus die im März auf einern .ludenkonKre« in Newyork abucKebeu wurde, wonach l'alästnia ein utiabtiängiger jüdischer Staat ir der neuen demokratischen Welt« werden soll. Weiter wies der Zioni-stenrat drohend darauf hin. daß iede f:in-schränkun's' der von der britischen Regierung im Mai l9.^9 veröffentlichten Dokinnente, die bestimmten, daß jälirlicli T-SOfif» .luden nach f\ilästina einwandern können, einer Aufhebung der iüdisclien Pecitte in Palästina gleichkäme. Roosevelt entschuldigt seine Lügen US A-Verlust* werden auch fernerhin verschwiegen - Das Recht des «ifrelen Menschen auf Arbelt" im Lande der Massenarbeitslosigicelt — Nationalsozialistische Grundsätze setzen sich durch Stockholm, 18. November Der WeltkriegBverbrecher Roosevelt hat erneut eine Rede gehalten. Es war eine reine Verteidigungsrede, gehalten zu dem Zweck, die Versehwelgetaktik nach dem Muster Churchills zu rechtfertigen und darüber hinaus dem USA-Volk schonend beizubringen, daß die Washingtoner Regierung auch fernerhin gamicht daran denkt, der öffentlichkeit reinen Wein über die Verluste einzuschenken, den der von Roosevelt so leichtfertig vom Zaun gebrocheaie Krieg bisher ^fefordert hat und auch weiter fordern wird. In langatmigen Ausführungen vor dem sogenannten Forum der »Herald Tribüne« glaubte Roosevelt darlegen zu mü-ssen, wie notwendig es sei, solche Nachrichten zurückzuhalten, »für die der Feind gern seinen Augapfel geben würde«. Der USA-Präsident vergaß dabei allerdings hinzuzufügen, daß der Gegner in der großen Mehrzahl der Fälle sehr genau über die Folgen der von ihm ausgeteilten Schläge unterrichtet ist. Es Ist aber immerhin bezeichnend, wenn Roosevelt sich heute, nach nicht ganz einem Jahr Krieg, dazu gezwungen sieht, dem Druck der langs^ir" hellhörig werdenden öffentlichen Meinung der Verelnigften Staaten nachzugeben, wenn auch nur insoweit als er eben den Versuch unternimmt, seine Handlun|?s-weise als die einzig richtige darzustellen. 'Da,s ändert nichts an der Tatsache, daß in der verhältnismäßig kurzen Zeit seit dem Kriegseintritt der USA nicht nur die nordamerikanische Kriegsmarine, sondern auch die Landstreitkräfte und nicht zuletzt die Versorgimgaschlffahrt ungewöhnlich harte Schläge hinnehmen mußten, mit denen allerdings Roosevelt nicht gerechnet hat, als er das USA-Volk vor einem Jahr durch einen wahren Wust von Lügen und Verdrehungen in den Krieg hineinzog, Wellei» macht Witz« Der USA- Unterstaatssokretär Welles nahm kurz vor den oben geikennzelchneten Darlegungen seines Herrn und Moistws Roosevelt vor dem .sogenannten Forum der »Herald Tribüne« das Wort, um der erstaunten Mitwelt wieder einmal darzulegen, wie selbstlos doch die Absichten der USA-Kriegsverbrecher sind. Welles jonglierte als gelehriger Schüler des Kamtnplauderers in allen nur möglichen Formen mit dem Schlagwort von der »freien Welt«, wobei er nur so nebenbei die USA erneut als den gegebenen »Weltpollzi-sten« hinstellte. Wie etei schlechter Witz mutet es an, wenn Welles welter betonte, daß »alle Menschen, die arbeiten wollen, in der Lage sein müssen, eine nützliche Beschäftigung zu finden, nicht nur in guten Zeiten und in guten Jahren sondern 4mmer«. Das sagt der Handlanger Roosevelts, der nicht einmal in der Lage war, unter normalen Verhältnissen auch nur einem geringen Teil der vielen Millionen Arbeltslosen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Arbelt zu geben und der, gerade um dieses Unvermögen zu verdecken, nichts besseres wußte, als das USA-Volk in einen völlig überflüssigen Krieg zu ziehen. Mit scheinheiligem Augenaufschlag .sprach Welles auch von den Leiden und dem Elend von Mülionen hun- | gernder Menschen, die es zu lindem gelte, i »wenn die Zivilisation vor einer jahrelangen Periode dee sozialen und sittlichen Verfalls bewahrt werden soll«. Auch hier können wir nur feststellen, daß »unseren Gegnern nichts übrig bleibt, als nach und nach die Grundsätze des Nationalsozialismus im eigenen Lande aiizuerkennen. Allerdings erhebt sich auch hier wieder die Frage, warum der Herr des Weißen Hauses und seine Clique nicht schon längst den Vernich unternommen haben, die Leiden und das Elend von Millionen nordameri-kauischer Staatsbürger zu nilldern. Die einaig richtige Antwort würden weder Roosevelt noch Welles jemals geben, da sie ja dann all ihr eigenes Tun und Lassen verdammen müßten. Sie lautet: Die im Dienst des Weltjudentums stehende Roose- Nur Roosevelts Wericzeug Der Piäsident über die Rolle des Verräters Dailan — Für dauernce Vereinbarungen nicht geeignet velt-Reglerung hat nur das eine Ziel, alle Völker der Erde unter die Knute des Dollar-Imperialismus und der unumschränkten jüdisch-bolschewistischen Blutherrschaft zu bringen. Die Dreierpaktmächte und ihre Verbündelen werden dafür sorgen, daß dieser te\if-lische Plan zu Schanden wird. Weitere Briolge bei fiuadalcanar Tokio, 18. November Zu den Kämpfen bei der Insel Guadalcanar gibt das japanische Hauptquartier am Mittwochnachmittag bekannt, daß in Fortsetzung der am 12. November begonnenen Kampfhandlungen am 13. November feindliche Luftbasen angegriffen und die militärischen Einrichtungen stärkstens beschädigt wurden. Ein feindlicher Angriff am 14. November auf eüien von japanischen Kriegsschiffen sen. In der Nacht des gleichen Tages griff sen .In der Nacht des gleichen Tages griff die japanische Flotte nordwestlich von Guadalcanar eine verstärkte Feindflotto an, der u. a. zwei Schlachtschiffe und vier Kreuzer angehörten. Nach heftigen Kämpfen wurde der größte Teil der feindlichen Schiffe vernichtet und zwei Schlachtschiffe schwer beschädigt. Das Gesamtergebnis der Kampfhandlungen bei Guadalcanar vom 12. bis 14. November ist folgendes: Versenkt; Acht Kreuzer, vier oder fünf Zerstörer und ein Transportschiff. Schwer beschädigt: Drei Kreuzer, drei oder vier Zerstörer und drei TramrportBchiffe. Mittelschwer beschädigt: zwei feindliche Schlachtschiffe. Außerdem verlor der Feind 73 Flugzeuge. Die japanischen Verluste betragen: Gesunken: Ein SchlachtBchiff und drei Zerstörer. Schwer beschädigt: Ein Schlachtschiff, sieben Transporter. Außerdem gingen 41 Flugzeuge verloren. Brneoler Pro'est in Londoo Stockholm, 18. November Wie Reuter aus Washington berichtet, gab Roosevelt in der Pressekonferenz Erkläiun-gen ab über die Haltung der USA zu Darlan, die die Rolle dieses Verräters eindeutig kemizeichnen. Gleichzeitig zeigen sie aber auch, daß bereits »der Mohr seine Schuldigkeit getan« hat. »Ich habe die politischen Abmachungen gebilligt, die General Eisenhower vorläufig in Nord- und Westafrika getroffen hat«, sagte Roosevelt. »Ich verstehe und billige vollkommen die üi den Vereinigten Staaten, Großbritannien und allen anderen vereinigten Nationen herrschende Auffassung, daß angesichts der Ereignisse der vergangenen zwei Jahre keine dauernde Ve-'*inbarting mit Darlan getroffen werden soll. Wir stehen den Franzosen feindlich gegenüber, die Hitler und die Achse unterstützen. Die künftige französische Regierung wird nicht von irgendwelchen Einzelpersonen im französischen Mutterland oder in Frankreichs überseeischen Gebieten errichtet werden. Die gegenwärtige zeitweilige Übereinkunft in Nord- und Westafrika ist nur zeitweilig angebracht und wird nur durch die Bedingungen des Krieges gerechtfertigt. Sie diente dazu, zwei militärische Ziele zu erreichen: Erstens galt es, amerikanisches und britisches Blut zu sparen. Zweitens galt es, kostbare Zeit zu gewinnen. Die vorläufigen Vereinbarungen haben es ermöglicht, In Algerlen und Marokko Säuberungsaktionen zu ersparen, die sonst ein oder zwei Monate gefordert hätten. Jeder Tag Verzögerung würde uns gewaltige Operationen aufgezwungen haben. Es ist ferner zu beachten, daß französische Truppen unter dem Befehl des Generals Giraud schon Seite an Seite mit Amerikanern und Briten gekämpft haben. Darlans Aufruf trug dazu bei, die Zeit der Säuberungsoperationen unnötig zu machen. Die zeitweiligen Vereinbarungen mit Darlan beziehen sich ausnahmslos nur auf die gegenwärtige örtliche Lage.« Eleanor wieder daheim Madrid, 18, November Eleanor Roosevelt, die im Auftrage ihres Mannes die britische Insel drei Wochen lang Inspizierte, ist nunmehr wieder in Washington gelandet. Der britische Nachrichtendienst, der ihr pflichtgemäß einige Nachrufe auf den Weg gibt, scheint im Grunde doch zufrieden, diese »dynamische Persönlichkeit« endlich wieder losgeworden zu sein. Ausgerechnet In einer Sendung nach Australien, dem besonders begehrten Lieblingskind des Weltpräsidenten, heißt es z. B,: Am Ende ihrer'Reise, als alle ihre Begleiter dahinwelkten, sagte einer: »Ich bin nicht müde geworden, tlieser zähen Alten zuzusehen«. Gewiß ein zweideutiges Kompliment für die geschäftstüchtige »erste Dame der USA«, die sich in England die Hacken ablief, um in den »Außenunternehmen« ihres Mannes nach dem Rechten zu sehen. Vielleicht hat sich der englische Betrachter der ledernen Lady im stillen gedacht, daß Großbritannien nicht so »dahinwelken« würde, wenn dieser USA-Besen und ihr Franklin Delano statt in England und im britischen Weltreich lieber im eigenen großen Lande hcrumfegten, wo genug Unrat zu beseitigen wäre. Tokio, Ifi, November Die japanische Regierung Heß am 7. November durch Vermittlung der Schweiz in London erneut Protest erheben gegen die uninen.schlicihe Behandlung von japaiiiscben Internierten. Den Anlaß hierzu gaben diesmal Vorgänge in Britiscli-Imlien, wie sie nach Rückkehr des Evakuierungsdampfers »Ka-makura Maru« in Tokio bekannt wurden. Durch Schweden .sind außerdem direkt bei der indl.schen Regierung entsprechende Vor-, Stellungen erhoben worden. j Japanische Internierte in Indien wurden, wie es heißt, teilweise in Zelten u?itergc-braciit, die keinerlei Schutz gegen die Unbilden der Witterung boten. Andere wieder I waren schutzlos der furchtbaren Hitze aus-j gesetzt. Die Ffrnahrung sei nicht nur schlecht, sondern es herrsche auch Mangel an Medikamenten. sodaß zahlreiche Krankheitsfälle zu verzeichnen seien. Spanien bleibt wach Militärische Vorsichtsmaßnahmen — Ein Dekret Prancos Madrid, 18. November Cicneral Franco hat die Minister der drei Wfhrmachtgattungcn durch Dekret ermäcli-tipt, nach eigenem Ermessen eine Teilmobil-macluing durchzuführen, um die Einheiten von Herr, i.uft und Marine auf Kriegsstärke zu bringen. Außerdem werden alle in Reserve und Ruhestand befindlichen Offiziere und Unteroffiziere im Rahmen der bestehenden Notwendigkeiten einberufen. In dem Dekret wird die Maßnahme mit der Zuspitzung der internationalen Lage und der Tatsache begründet, daß der Krieg jetzt in die unmittelbare Nähe der spanischen Ho-heits- und Protektorats- sowie Kolonialq[c!iiete gerückt sei. Es r.andele sich, so heißt es in der Verordnung, um eine elementare Vorsichtsmaßnahme, um Spaniens Unnhhängig-!'eit und l'jnheit zu gewährleisten. »Die zehn Gebote eines guten Spaniers« Die spanische Falange hat ein FliigbUitt herausgegeben, das folgende »Zehn Gebote oinos fluten Spriiiicrs in seiner Slellunti-nahme zum Krieg auf/.ähll: 1. Gehorche dem Candillo. 2. Denke daran, daß Spanien und die totalitären Staaten m dieser Stunde ein gemoiiisaraes Ziel, nämlich den Triumph der Gerechtigkeit, haben. 3. Vergiß niemals, daß der beste Spanier der ist. der in der Sowjetunion kämpfe. 4. Verbreite keine falschen Gerüchte und Verleumdungen, denn sie werden in verbrecherischer Weise vom englischen Geheimdienst in die Welt gesetzt. 5. Vergiß nicht, daß für alles schlechte, das dein Vaterlnnd erdulden mußte, allein Großbritannien verantwortlich ist. 6. Denke täglich an Gibraltar und schwöre daß du es \yicdergewinnen willst. 7. Überzeuge deine l'rciinde, daß der englische Kapitalismus und ilcr Kommunismus die gleiche Sache sind, nünilich Abchcn?'.liaften des Judentums. 8. Wenn mnn in deiner Gegenwart den Marxismus und die Demokratie zu verteidigen sucht, so tritt solcher Verfäl.schung mannhaft entgegen. 0. Sorge dafür, daß deine Kinder nicht auch in solch schmachvoller Zeit leben müssen, in der Spanien eine Kolonie der Juden und Freimaurer war, und 10. Hasse England und bedaure die Engländer. HümlloiktUhieH I Portufi^l protestiert. In einer amtlichen por-^ tugiesischen Eiklärung wird bekanntgegeben, daß die portugiesische Regierung gegen das I Ül>erfliegen portugiesischen Gebiets durch amerikanische und britische Flugzeuge bei den Regierungen Englands und der USA pro-, testiert hat. I Meldeplllcht für Juden in Norwegen. In Norwegen wurde durch Gesetz eine Meldepflicht für Juden eingeführt. Das Gesetz erstreckt sich auf Voll-, Halb- und Vierteljuden undjegt diese Begriffe fest. I Riesenbrand in einer südbrasUianlschea I Stadt. In der südbrasilianischen Stadt Estrella I wütete ein Riesenbrand. Die Gebäude des ' Militärschießplatzes, die Werkstätten für den j Bau von Segelflugzeugen und mehrere Industrieanlagen wurden völlig zerstört. Explosionsunglück im Stocitholmer Freiha-fen. Am Mittwochvormittag gegen 9 Uhr ereignete sich ein größeres Explosionsunglück im Stockholmer Freihafen, Ein dort befmdli-ches Azetylen-Gaswerk der AG-Metallise-rings-Werkstätten flog in die Luft. Dabei wurden zwei Arbeiter schwer und zwiilf leichter verletzt. Britische Admiralität gibt U-Boot-Verlust bekannt. Einer ReuternieldunR zufolge gibt die britische Admiralität den Verlust des Unterseebootes »Talisman« bekannt. Das U-Boot »Talisman« gehörte zu einer Gruppe von Unterseebooten, die in den Jahren 19:^7 bis 1940 fertiggestellt wurden und die eine Was«?er-Verdrängung von 1090 bzw. 1575 Tonnen haben. -Geheimsender ia Bombay. Die britische Polizei In Indien hat in der Provinz Bombay einen geheimen Rundfunksender festnestellt, der illegale Propaganda der Koiigreßpartei ßussandte. Die Polizei fand eine f^^enge Pro-pagamlasctiriften und Flugblätter der Kon-greßpartei Gleichzeitig wurde im tlafcn von Ijonibay ein Motorboot be.vrhiagiujhint, das bis zun' Rande mit I''lii!4:blältern beladen war. Hriick lind VerliiR- Marhiirf:er Verl.iRs- unü Druckcret-Oes. m. b t1 — Verla>:slcitiiiie iRon l',aiimj;ari"cr; Haiiptscliriftleüer* Anton O.TScIinck nllc 'n M.irburp a d. Drnii I3adca»t( (> Zur Zeit für AnzeiciMi die l'rcisllsie Nr. 2 \orti I Juli 1042 KÜltiji, Au.sfall dci I.ieleruiiK des Blaues hei höherer riL'wait oder Uctrleb^?iöriinK clbt keinen Ansrirncli aiij Rückzahluas des ''ic/uuSKCIdc.'- Nummer 523 yMafbmoef Zeltnrtg« 1§. Movember 1942 5€lte 3 die vom Heeres von der Ostfront zur Hitlerjugend entsandt worden waren. Relchsrai-nlster Dr. Ck>ebbels begrüßte in den Räumen seines Ministeriums die Ritterkreuzträger mit Worten herzlicher Freude und dankbarer Anerkennung. In einer Ansprache legte er dar, trotz aller Technisierung habe sich auch in diesem Kriege wieder erwiesen, daß die Infanterie die Königin der Waffen sei und bleibe. Erst wo ihr Fuß stehe, könne die Front als wirklich fest und endgültig in unseren Händen gelton. Die Infanterie habe sich die Waffen modernster Technik in einem Maße zu eigen gemacht, daß sie stoß- und feuerkräftig wie noch nie geworden sei. Das Führerwort: »Über allem aber steht m seiner Leistung der deutsche Infanterist, der deutsche Musketier«, bekräftige all die tapferen Taten von Hundertausenden von braven deutschen Männern der Infanterie. Durch den herbstlichen Kiefernwald leuchtet die rot-welß-rote HJ-Fahne vom Tor des Wehrertüchtigungslagers. Davor steht die lAgermannschaft in ihrer grauen Geländeuniform zu beiden Seiten des Weges kerzengerade ausgerichtet, unbeweglich, wie aus Stein. t Abgeeuuidter der Front Als der Ritterkreuzträger, ein Oberleut- über Berge und Schluchten imd gibt dab€;> den Jungen aus seinen reichen Erfahrungen interessante Ratschläge. Die Jungen sind begeistert und lösen ihre Aufgabe mit großem Erfolg. Wenn sie einst ^Idaten werden, bringen sie schon gute Grundlagen mit und sie werden dann mit Stolz an ihre vormilitärische Ausbildung zurückdenken, bei der ihnen ein Ritterkreuzträger seine besonderen »Kniffe« verraten hat. ItMUekteuaUäfet 4ei HtKeejuH^ Grosser Tag im WehrertUchtigmigslager — Kamerad unter jungen Kameraden — »Zur Infanterie, Herr Oberleutnaiit!« — Dfe Königin aller Waffen . ^ Tagen erleben die Wehrer- i Viele dieser Jimgen gehören der Nachrich- t chtigungslager der Hitlerjugend den I ten-HItlerjugei»d an und bringen schon gute Besuch der 30 Ritterkreuzträger der In- i Kenntnisse mit, so daß sie schnell voran f^terie, die vom Oberkommando des ■ kommen. Während hier tiefste Ruhe herrscht, die dann und wann nur von Fragen und Antworten des Oberleutnants unterbrochen wird, herrscht nebenan ein riesiges Stimmengewirr; die Telephonisten bedienen ihre Apparate. Am Klappenschrank ist Hochbetrieb, es gehcrt viel Geistesgegenwart imd Beweglichkeit dazu, alle geforderten Verbindungen herzustellen. l>er Oberleutnant im-terhält sich mit Jungen, die Bordfunker werden wollen. Er erzählt ihnen, wie ungeheuer wichtig die Nachrichtenübermittlung im Kampf ist. Theorie wird klein geschrieben Draußen Ist unterdessen eine Gruiipe bei Zielübungen, Der Oberleutnant geht von Gewehr zu Gewehr und kami feststellen, daß die Zielergebnlsse der Jungen recht gut sind. Sie stehen auch nicht zum erstenmal am Gewehr, sondern haben in ihren Gefolgschaften schon längere Zeit mit dem KK-Gewehr geschossen. Dann geht es hinaus ins Gelände, wo einzelne Gmppen mit Spähtruppaufgaben beschäftigt sind. Hier sind die Jungen in ihrem Element, denn was würden sie lieber tun, als sich wie Indianer durch das Gelände zu schleichen und alles das praktiach anzu wenden, was sie vorher theoretisc» kennen- | gebracht hat. Im Sumpfwald des Ilmen-Sees Wenig später sitzt der Oberleutnant im Eßraum mitten unter den Jungen und ißt mit ihnen gemeinsam Abendbrot. — Und dann ist es soweit. Den ganzen Tag über haben sich die Jungen auf den Abend gefreut. Der Ritterkreuzträger Sipricht. Klar und einfach sind seine Worte. Vom Einsatz und Kampf im Sumpfwald des Ilmen-Sees erzählt er und läßt eine der härtesten Bewährungsproben seiner Kompanie, die den in die Front im schwierigsten Sumpfgelände eingebrochenen Feind einkesseln mußte, vor den Jungen lebendig werden. An Hand von Skizzen macht er ihnen diesen Einsatz so klar plastisch, daß man glaubt, selbst dabei zu sein. Die Jungen sitzen aufrecht mit leuchtenden Augen da und lauschen den schlichten Worten, die ein Mann spricht, der mit seinen tapferen Soldaten fast Unmögliches zuwege lernten. Theorie wird überhaupt im Wehr-ertüchtigungslager klein geschrieben. Die Jimgen sollen in erster Linie »geländegän-nant, aus dem Wagen steigt, erheben sie die j gig« werden und lernen, sich im Gelände un-Arme zum Gruß; es ist, als ob nur ein Arm sichtbar zu machen, sich unbemerkt an- emporgerlssen wird. Der Lagerleiter meldet Ihm: die Jungen des Lagers angetreten. Aus 200 Jungenkehlen hallt die Antwort auf das Heil Hitler! des Oberleutnants wie ein Schlag zurück. Fest sehen ihm die Jungen in die Augefi. Sie wissen, daß er sich noch vor wenigen Tagen im Sumpfwald am Ilmen-See von Bunker zu Bunker vorgekämpft hat. Er ist für sie der Abgesandte der Front, mit der sie sich seit dem Tage ganz besonders eng verbunden fühlen, an dem sie sich im Wehrertüchtigungslager unter den Befehl von Offizieren und l/titeroffizieron gestellt haben. Am Lagertor meldet ein Feldwebel die angetretenen Ausbilder. Alle tragen sie Aus-zeichnimgen dieses Krieges und viele von ihnen das Goldene HJ-Ahzeichen oder das Abzeichen des ersten Reichsjugendtages von Potsdam. Es sind fast alles ehemalige HJ-Führer, als Soldaten vielfach bewäiirt, die von der Wehrmacht den Befehl erhalten haben, Ihre jungen Kameraden der Hitlerjugend \ wehrmäßig vorzubereiten. Zu welcher Waffe? Der Oberleutnant besichtigt dann die verschiedenen Ausbildungsgioippen. Es ist keine übliche Besichtigung, er verbringt den ganzen Tag im Lager und beteiligt sich am Dienst der Jungen, spricht mit ihnen längere Zeit und ist wie ein Kamerad unter Kameraden. Das ist kein Wunder, denn noch vor wenigen Jahren stand der Oberleutnant selbst in den Reihen der Hitlerjugend und führte eine Gefolgschaft. Eine Gruppe sitzt am Tisch über die Karten gebeugt und übt sich am Planze'ger, Der Oberleutnant läßt sich von einem Jungen die Karte einordnen. Tief beugt er sich über dessen Schulter, so daß das Ritterkreuz die Wange des Jimgen streift. Er zeigt ihm, wie man es noch einfacher machen kann. Dann fragt er den Jungen, zu welcher Waffe er später gehen werde. »Zur Infanterie, Herr Oberleutnant!«, ist seine Antwort, der man es anmerkt, daß er sich schon seit langer Zeit entschieden hat. In einem Übungsraum sitzen die kommenden Funker an ihren Geräten und schreiben die Buchstabengruppen, die ein Unteroffizier gibt. Der Feldwebel macht eine weitausholende Handbewegung über die tief gebeugten blonden und schwaizen Schöpfe; »Das üt unsere Intelligenz!« Da ist schon etwas Wahres dran, denn von einem Funker wird schon eine hohe geistige Beweglichkeit verlangt. schleichen, nach einer Marschzahl marschieren zu können! Der Oberleutnant begleitet einen Spähtrupp durch Wald und Wiesen, Die Jungen danken dem Ritterkreuzträger mit einem frischen Lied. Und wenn sie dann auch müde wie an jedem Abend ihre Stuben atifsuchen, so finden sie heute doch lange Zeit keinen Schlaf. Lanere noch sprechen sie über das Erlebnis dieses Tages, der zu den schönsten Uires jungen Lebens gehören wird. Ernst Grüder € Ritterkreuzträger der Infan Zu einer einzigarliqen Kundgebung, die der und Jugend wirltungsvollon Ausdruck verli jugendtührung in der Berliner Deutschlcuulhri kreuzlidger sprechen zur Hitlor-JiK)end und Mädel und Tausende von Elternpadren woh links zeigt: Rittcrkieuzlrätier Oberleutndnt nichtungsnbzeichens, spricht über den Ndhk ruhmreichen Infanterie und der Hill terie sprechen zur Jugend engen Verbundenheit von Wehrmacht eh, gestaltete sich die von der Reichste durchgeführte Großkundgebung ,,Ritter- Elternschaft". Uber 18 000 Jungeii und nten dieser Kundgebung bei. — Unser Bild iCiesgcn, fünffacher Träger des Panzerver-ampf mit Panzern. Rechts: Fahnen unserer er-Jugend umsäumen die Tribüne Begegnung in Tunis rVhmidou, der Schufiputzer — üie Starft an dur i.aKunc - Aui den I riimmcrn vnii Karthago SuK't iliclits .itegcii Ahniidou. der unter den dicksäulisieii Faltneii der Katlicdrale von Tunis hockte, braun und buckli«. Sa^t niclits KCMeii ihn. l:r hat niclit.s als eine Schuhbürste, ein llxcniplar der »L' Unione« tind eitien Kse]. Aber er wird einmal reicii werden, wie d(^r Hey und .soviel Krauen liabeii, wie der Koran es jjestattet Die »L' Unione« reiciite Strailenbild aus Tuuis Auinaliincn: Sciicrl-Bilderdieust er mir wie ein verbotenes Munlilait. Dann machte er sich iil)er ineine Schuiie her. Die (jazette war jjelh und zerknittert, eine .Matrone von ZeituM^:, und ich wollte sie ihm wieder In den zerUnnpten linrnu.s werfen. Aber er sali mich an. als wiese icii einen (joklscliniuck zurück Des Schuhputzers kostbare Zeitung Da las idi uIüo das wocheiialte HIatt, und Ahniidou der sich heim IJclit der Alondsi-cliel irjjtndwo in einem stauhi;;en (läljchen der Medina, der r'injjeburenenstaJt. mit den zerlesenen Ik)sen zuzudecken pile>:t und sie datui itn I'rührot des Tages als Tisclitucli entbreitet. lobte mit nickendem Turban mein Tun. Icli durfte die Ciazette, die einst dem weiü!>ärtijjen Märchenerzähler im Schatten der Moschee nestolileii worden war, aber nicht etwa in mein Hotel trafen, die Zeitunv; blieb Ahmidon. ich nudJte sie ihm wieder kc-l'cn. nachdem ich sie bezahlt hatte. Denn der weiCgekleidete r.ffendi dort drüben, der solange in der diinimerinen Kathedrale verweilte, würde sprühen wie ein Schirokko, weim ihm AInnidon nicht zeiueii komite, was auf dem unruliiv: treibenden lirdhali ),'e-scliah, während der Kffendi sich vor der weihrauchumschwelten Madonna vernei.iite. j Ja, die Welt steht nicht still im (iebet. l*in i \'ulkan briclit aus, ein Dampfer versinkt ode/1 AI Onuir verprügelt seine l'rau, die VW'ft steht nicht still. Wenn man von Alifier nach Tunis führt . . . Saut nichts gcßetj Alimidou. Kr ist ein Qe-iiie. Was hat er aus meinen Schuhen gemacht, Auch Wien ehrt Gerhart Hauptmann Reichsleiter Baidur v. Schirach überreicht dem Dichter den Ehrenring der Stadt den verstaubten, zerwanderten. Blank sind sie wie ein Spiegel. O — hätte ich mich darin betrachtet! Mir wäre das plusternde I.achen des Motelportiers erspart geblieben und die gereckten Hälse im Poyer. Denn ich war schwarz wie der Leibhaftige. .Aber nicht ich allein war es. Alle, die mit mir jetzt im Zu,2: angekonunen waren, sahen jetzt so aus: der wortkar,ge Weinbauer aus der Mihdia, der sprudelnde Makler ai:s Oran und auch der dicke Abbe aus Cliciian kHcIi jetzt dem «e-hürnten Schreckgespenst, das er so oft vor den erschreckten Augen seiner üemeinde beschwor. Denn der arabische Melzer warf .Aleppo-^'ichten und gepreßtes Haifa-Gras unter den Kessel. Kohle ist knapp. Cr hatte «ewiß seine Freude an der gewaltigen Rauchialine. die in Algier begann und in Tunis endete, ytKt Kilometer. Uns aber Sthwärzte es die Gesichter. als seien wir Banditen. Und da der Zu.^ kein Wasser führte, kletterten wir nach drei-ßiü: Stunden aus dem Abteil, wie uns Salem, der Heizer, geschminkt hatte. Orient und Okzident Tür an Tür Es war keine Lu.xusreise. Hin höllenlieiüer Tag. vorbei an grünen Weingärten und ausgetrockneten Teichen, eine keiierkühle Nacht, verplaudert im Anblick mondtröpfeindcr Oliven und silbern gezogener Berggrate, ein paar azurne Stunden des neuen Tages und dann kreischten die Bremsen zum let/.ten Mal: Tunis, Die Stadt ist wie alle hier am .Meer, Niciit so elegant wie Algier, nicht so turbulent wie Oran. ein bißchen provinzieller und mit dem Merkmal des kolonialen Stiefkindes, aber Kathedralen, Moscheen und Minarette, Sakkos, Burnusse und Schleier mischen wie überall, wo Orient und Okzident Tür an Tür nebeneinander wohnen, ihre Farben zu einer bunten, exotischen Palette. Cbcrall Italiener Tunis las: nicht immer atn Meer, tiine versumpfte, stinkende Lagune mit einer schmalen Landzuiii^e störte wie ein Gcscliwiir die volle wirtschurtliclie Lntialtung der Stadt, hrst als ein Kanal Kestochen wurde und Stadt und Meer verband, blies die Brise der Welt in den Hafen \-on 'l'unis, den mittagsstilieii. verschlafenen. Dampfer scheucliteu den Schwärm der Fischerboote in entlegenere Buchten,^ löschten Traktoren. Pflüge, Spaten, luden tietreide, Weine, Lrze und führten nicht Selten italienische Namen um Bug. K!in>(elte icli im Hotel dem Hausdiener, so hiul! er Pietro, trank ich am Boulevard Ferry meinen Aperitif, so war der Cafetier aus Palermo, fuhr ich mit dem la.xi. so pfiff der Chauffeur leise die (iioveriezza. Selb'Nt die L' Unione, die mir Ahmidou zur l.ektüre reiciite, ist ein italitiiisches F^latt, sehr irut reJiKieri übrijieiis und selir aktuell, wenn "«.ie frisch aus der Rotation fliegt und noch n'cliis ahnt von .Ahmidou. dem buckli.nen Stieiei-putzer am Platz vor der Kathedrule . . . nie Stadl, für die Hannibal starb Sa:-;t nichts vi:e;:eii Alunidun. der aus einer vergilbten (ia/^ette mehr Profit zieht als ein Kolonist uns hundert Hektar. Sa',;t nichts gegen ihn, Seilt — er hat schon einen Msel, motten/erfressen und alt,- aber das Tier hat noch vier Beine und trottet durch den Son-neiiglast des Mittas^ zum wirren Ruinenfeld des alten Karthago. Und immer sit/t ein Li-fenji darauf. Heute bin ich das. Ivs ist kein gewöhnlicher Lsel. Lr trägt ein Schild, das vor der Ladentnr eines jüdischen Händlers baumelte, che es Ahmidou sah; üinilish spoken!« hs ist kein gewühiiliclier t"sel, o Allah! Das alte Karthaijo ist heute ein Dorf, dessen Hütten man aus den gemeißelten Steinen i:nd verzierten Kapitalen einer verbliclienen Kpoche schichtete, Schafe Rrasen zwischen zerborstenen .Marmorsäulen, Oliven streuen karireii Scliatten. Kin verwüstetes .Amphitheater. ein zerstörtes Odeon: es blaut das Meer so «reifbar nahe, daß man sich kopfschüttelnd fragt, weshalb die Architekten ISvSl Tunesiens Metropole an die lieiß brütende l..»gune lenten, statt an den Saunt dieser von kühlen Winden neiachelten Bucht, in der schon punische und ri)mische (.iaieeren den Anker warfen Sagt nichts «eyen Ahmidou. der die antike rnimniersaat nach einem .Andenken« für dJe Basare von Tunis durchstöbert, die solche KleiniKkeiten «eriie bezahlen. Sa>it nichts gegen ihn. Lr will einmal reich werden wie der Hey von Tunis, f:. W SHte 4 »Marhurfer feftunf« Nemtnt)« 1942 PtummcT 52ö Doik und JiidUu Ein Kunsiier von WHliruhni in Cllii Der Celli«t Cavpar CaMado apiclt Wer.n am 22. November Im Saal da« Deutschen Hauaes der spanlBche Meuiter Cafpar C&uado aplelt, bekommen die Cllller einen begnadeten Künitler *u hören, dessen Lel-■tungen verdientermaßen Weltnihm genießen. Casaado Ut em Celllat von höchster Mufllkalität, die «ich in der AuMHchÖpfung tlea Qehaltea und der vollendeten Gestaltung der Tondichtungen bezeugt. Seine Be-hefrachung der Technik ist geradezu unvorstellbar und mutet wie Zauberei an. üleich vollkommen ist bei ihm rechte und linke Hand ausgebildet. Caaciadai Spiel ist eine der seltenen Gipfelleistungen musikalischer Kultur; in ihm verbindet sich echte große Kunst mit phantastischer Kunstfertigkeit. Die Werke Hände^, Beethovens und Weber, die auf seinem Cillier Programm »tehen, sind große ewige Kunstwerke. Die Fantasie und Passacaglia, die sein ausgezeichneter Begleiter Karl Hammer für Ca^i-sado schrieb, bringt sein ganzes virtuosea Können zur Entfaltung. Und des Havanne-sen Joaquin Nin Vier spanische Volkslieder werden, von dem apanischen Meister gespielt, zu einer Offenbarung des Wesens Beiner Heimat (Kartenvorverkauf Im Amt Volkbildung.) Ualerhandwerh und Meisler-NachwnchsiOrderuno Kine Ausstellung des ReichsiimuiiKSverbandes Itii Haus des Handwerks in Berlin wurde eine AusstelUuiK der Arbeiten von 16- und 17jährlKen Lelirlingeii des 2. und 3. Leiir-jalircs des ReiclisinnunKSverbandes des Ma-ierliandwerks eröffnet. Uaniit ist ein interessanter Kinblick in die Meister-Nacliwuclis-förderung KCKeben, wobei anscliaulicli zum Ausdruck koinint, wie bereits während der Lehrzeit die Junten durch SoriderausbildiniK dahingehend erzoRcn werden, daU sie später tiichtlKe Helricbsfillirer im Hajidwerk werden können. Pie Ausbildung richtet sich nach tineni Reichs-Rahinen-I.ehrplan für Meister-iiachwucfisklassen. Küi das erste Semester iy41'43 wurden derartige Klassen in lierlin und Haniburg, in Magdeburg und München gebildet. Itn /weiten Seinester wird die Meister-Nachwuchsförderung in l.S Städten durchgeführt, hn ersten Semester wurden .^00 l.ehrlinge einberufen. Jetzt ist ihre Zaiil auf 3iM) gestiegen. f>ie Meistcr-Nacliwuchsförde-rung wird getragen vom Reichsinnungsver-büTid des Malcrliaiidwcrks zusanuiien mit der racligruppc Bniihandwcrk des f'aclianits »i)as deutsche Handwerk« in der Deutschen Arbeitsfront. + Oerhart Hauptmann-Ausstellung hn Burfjtheater. Im I ORcnfoyer des Wiener Burjj-Iheaters ist zu Uhren (lerhart Hauptmanns eine umfangreiche Aussteliunn von Urschriften und eigenhfindiifen Briefen des Dichters, von Bildern, von P>stdrucken und seltenen Atisfjaben, von Theaterzetteln und Repiebii-chern nufgehaut. Wir erblicken mancherlei Kostbarkeiten aus dfu Beständeii der Natio-nalbibliothek, des Reichsarchivs und des Hiirgtheaters. Hiner reizvollen Zusammen-8teHun}T bepefinen wir in einer Gruppe von Vitrinen mit Szenenbildern und interessanten Proben aus dem Briefwechsel ( j^rhart Hauptmanns mit den Direktoren Burkhanlt, Schlen-ther und TliimiR. wodurch zujjleich die enge Verbundenheit mit Der Krieg im Bilde« feierlich eröffnet worden. Die eindrucksvolle Ausstellung von Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden deutscher Kricgsmaler wurde in Sofia ergänzt durch eine sehr interessante Schau bulgarisclier Kriegsbilder aus der Zeit des Balkankrlegeß, des Weltkrieges und des Balkanfcldzuges 1940. Bei der Eröffnung der Ausstellung war die bulgarische Regierung vertreten durch zahlreiche Minister, Kriegsminister Michoff gab in seinen Qrußworten der Bewunderung des bulgarisdien Volkes darüber Ausdryck, daß Deutschland mitten im schwersten Ringen Zeugnisse eines starken künstlerischen und kulturellen Qestal-tungswlllens geben kann, wie er sich in dieser Ausstellung dokumentiert. Der deutsche Gesandte SA-Obergruppenführer Beckerlo wies darauf hin, daß diese Bilder unvergängliche Denkmäler eines einzigartigen Zeitgeschehens und einzigartige Leistungen der deutschen Soldaten und ihrer Verbündeten sei. Durch die zugleich gezeigte Schau bulgarischer Kriegsbücher werde die Ausstellung zu einem liekcnntnis der deutsch-bulgarischen Freundschaft. 0. Slowakei schreitet gegen Arbeitsscbeuo ein. Die Erfassung der asozialen Elemente in der Slowakei nimmt welter ihren erfolgreichen Fortgang. So wurde in diesen Tagen Im Gau Neutra ein Lager für Säufer und andere arbeitsscheue Elemente errichtet, die zu Arbeiten in einem Steinbruch herangezogen werden. 0. Kazzien gegen jüdische Hetzer in Ungarn. Die Budapester Polizei |ührte wieder große Razzien gegen jüdische Greuelmärchenverbreiter und Defaitisten sowie gegen illegal aus dem Ausland nach Budapest geflüchtete Juden durch. Allein aus acht bekannten Budapester Kaffeehäusern und den Empfangshallen zweier großer Hotels wurden etwa 50 Juden herausgehpit. Außerdem wurden viele Juden verliaftet, die sich ohne Aufenthaltserlaubnis in Ungarn befanden. Die Polizei konnte gleichzeitig feststellen, daß auf einem Budapester jüdischen Trödelmarkt für entsprechendes Geld schon seit längerer Zeit Lebensmittelkarten von jüdischen Händlern verkauft wurden. Wie sich herausstellte, stammten diese Karten von 200 Zöglingen einer Talmudschule in der ungarischen Provinzstadt Papa. Auch in dieser Affäre wurden zalilreiche Verhaftungen vorgenommen. ken Abwehrkraft der Atlantikküste. Verschiedene Male war den Dichtern bei Besichtigung der U-Boot-Stützpunkte und bei Besuch von Truppeneinheiten Gelegenheit gegeben, aus ihrem Schaffen zu lesen. Diese Fühlungnahme war für die Dichter wie für die Soldaten ein großes Erlebnis und eine tiefe Bereicherung. Die Fahrt entlang der Atlantikküste erwies sich für die teilnehmenden Dichter als eine eindruckstarke Anregung für ihr schriftstellerisches Schaffen. liMeMtet! Das Glüek Angehöriger des grossen deutschen Volkes sein zu äürten verpf/'c^fef d/cfi, ausscMlessl/cfi die deufscfie Sprache zu gebrauchen! DIE SCHULD 16 INGE TOLMAiN ROMAN VON M. BERGEMANN Urteher-Pechtstchuti: Drei Ouellen-VerlaE. Köniifshrnck „Dd bin ich wirklich neugierig, Herr Kommissar", kam es. gedehnt zurück. Frau Hertel war eine nette alte Frau, hoch in den fünfziger Jahren mit schon beinahe schneeweißen Haaren, die sich sehr voiteilhalt vcm ihrem etwas dunklen Teint abhoben. ^Aber nehmen Sie doch bitte Pldtz." Agsten dankte und zog sich einen Stuhl herdn. „Es handelt sich um die kürzlich in Ihrem Hause verstorbene Helga TolmainI" Der Kommissar machte eine kurze Pause und sah scharf in das schon faltige Gesicht der Alten, um festzustellen, welche Wirkung der Name Tolrnain auf sie ausübte. Doch bewegte sich kein Faltchen in ihrem Antlitz. „Fräulein Tolmain starb am 26. Mai und wurde vier Tage darauf, also am 30. Miü, auf dem Süd-(riedhof beigesetzt, nicht wahr?" „Ja", antwortete die Frau und hob den Kopf. „Also auch die Polizei interessiert sich für Helgas Tod?" „Auch die Polizei?" wcirf Agsten schnell ein. ,,War denn vor uns schon jemand hier, der an Fräulein Tolmains Tod Interesse hatte?" ,,Ja natürlich. Erst vorgestern erschien Holgas r'hef, ein Professor aus München, und stnlllo mir allorhnnd snltsaine Fragen. Was bcit dtis alles zu bedeuten?" „Afb, Sie meinen Professor Rnrnholm?", sagte Aristi-n l;lfhe)nd. „Ja, vorr-hrle Frau Hertel, versrt ; n Sie sirh Hoch oinmnl in des Professors Lage. Cr hat mit Hcl^a Tol- main eine wertvolle Kraft verloren. Er kann alles noch gar nicht fassen, und ist untröstlich darüber, daß es ihm nicht einmal vergönnt war, seiner langjährigen Mitarbeiterin die letzte Ehre zu erweisen. Er kam eigens deswegen hierher. Weshalb ist er denn erst so spät von Ihnen benachrichtigt worden?" „Darüber habe ich mir auch schon große Vorwürfe gemacht, Herr Kommissar. Aber wir waren so kopflos, als Helga so plötzlich von uns ging, d.'ß wir in unserem Srbmerz nicht daran dachten, dum Professor Helgas Tod anzuzeigen. Und als es uns dann endlich einfiel, war es schon zu spät. Ich sehe natürlich ein, daß Herr Professor Rarnhelm berechtigt ist, uns heute Vorwürfe zu machen, aber deshalb hätte er doch nicht gleich zur Polizei zu gehen brauchen. Es war wirklich nicht mit Absicht qesrhehon oder gar bös von uns gemeint. Ifnd weshalb auch? Wir kannten ja den Herrn Professor persönl'rh nicht einmal." Der Kommissar warf Jankow einen verständnisinnigen Blick zu. War die alte Dame wirklich so harmlos wie sie tat? Wenn nicht, so mußte sie eine atisgezeichnete Schauspielerin sein! ,,So schlimm ist es ja nun auch wieder nicht, Frau Hertel. Ich glaube, Sie gehen von einer ganz falschen Voraussetzung aus. Die Polizei hat mit der zu späten W»>nncT'irhM-gung nicht das geringste 7u tun. Wir haben andere Sorgen, als uns um die Privatangele-nenheit unserer Mitmenschen zu kümmern Aber wie lange war Fräulein Tolmain denn eigentlich krank?" Frau Hertr. zurkfe die Achseln. „Das weiß irh selbst nicht genau, Herr Knmmis"=ar, Als sin bei nns eintraf, sah sie jnflpnfiills zum Gotteibarmen aus und knrmle .\h kinrn r.orh ^uf r^-n Tin i f''i war zu Tode erschrocken, als ich Ihr die Tür fi£- .......... öffnete. Um ein Haar, und sie wäre schon draußen im Hausflur zusammengebrochen. Ich glaube, die lange Bahnfahrt hat ihr erst noch den Rest gegeben." „Dann war sie also schon krank, als sie von München kam?" „Ja natürlich, Herr Komraissarl , Todsterbenskrank war siel" „Und wann traf sie bei Ihnen ein?" "Am 25. Mai kurz nach zwanzig Uhr." „Das wissen Sie genau?" „Ganz genau, Herr Konimissarl Aber weshalb fragen Sie überhaupt danach?" „Und am 26. Mal war sie bereits tot?" überging Agsten die letzte Frage. „Dann muß sie allerdings sehr schwer krank gewesen sein." „Das war sie auch. Mit einer doppelseitigen Lungenentzündung, die Doktor Klaus kurz vor ihrem Tode bei ihr feststellte, ist nicht zu spaßen." ' „Da haben Sie allerdings recht, Frau Hertel. Daran Ist schon manch blühendes Menschenleben zugrundegegangen. Aber weshalb haben Sie nicht noch am gleichen Abend den Arzt geholt? Bei einer solch schweren Erkrankung wartet man doch nicht erst, bis es zu spät ist?" ,.Da8 wollten wir ja. Aber Helga lehnte es ab. Gleich nach Mitternacht überfiel sie dann eine tiefe Bewufitloslgkoit, die bis zu ihrem Tode andauerte." „Dann wundert es mich eigentlich, daß das junge Mädchen es fertig brachte, sich vom Hauptbahnhof bis hierher zu schleppen? Zu Fuß) kann man doch Immerhin QUt zwei' Stunden rechnen." „Zu Fuß? Wo denken Sie hin, Herr Kommis-stirl Sie nahm sich natürlich einen Wagen." Ansten lächeltö ifriCht. ,,D(13 Uißt sich la denken Ab^r ich von Ilorrn Prolcssor Barnbelm erfuhr, soll i auch dio Schwester der Verstorbenen zur Zeit sehr krank gewesen sein?" „Frau Ferchland? Na ja, Herr Kommissar, krank war sie schon, was man bei Künstlerinnen eben krank nennt" „So so, ich verstehe", antwortete Agsten. „Aber weshalb teilten Sie dann der Verstorbenen telegrafisch mit, daß ihre Schwester schwer erkrankt sei? „Es geschah auf Inges Wunsch. Sie hatte einen starken Katarrh und fürchtete ihre Stimme zu verlieiien. Sie wissen wohl, Uai^ Frau Ferchland Sängerin ist?" Agsten nickte. „Das ist durchaus verständlich, Frau Hertel. Wo hatte die Künstlerin sich denn den Katarrh zugezogen?" „Ja. das ist eine etwas eigenartige Geschichte." Als Frau Hertel die Vorgänge in Wiesbaden so erzählt hatte, wie sie von Inge Tolmain informiert worden war, fragte Agsten welter; „Und was machte Frau Ferchland, als sie in völlig durchnäßter Kleidung auf dem Vor-ortbahnhof ankam?" „Sie löste sich eine Karte und fuhr hierher zu mir. Wo sollte sie auch anders hin? Sie lebt seit drei Jahren von ihrem Gatten getrennt." „Aber geschieden ist sie doch nicht?" „Nein." „Das ist wirklich eine eigenartige Geschichte, Frau Hertel. Weshalb verständigte Frau Ferchland denn nicht die Polizei? Das war doch immerhin das nächstliegendste, was jeder andere Mensch in einer solchen Lage auch getan hätte?" ,,Sie fürchtete Unannehmlichkeiten zu bekommen Sie glaubte ja immer, sie hätte den Einbrecher erschossen. Wie sollte sie denn beweisen, daß sie tatsächlich aus Notwehr zur Waffo (jegiiifcn halte?" Wumm«r 30 M* 3 Untorm lau^rndach wieg« d«vtsch«r Bbuermfeschleckter — 70 veischla^aK« l«a«ffBk«ftyp«a — WIW gcftunduag bodeastandiger Bau- und Wohnkultur Von Regienimgirat Grtbe, Reichsminis terJum für Ermahrung umd Lamhrirtsrkaft In unseren Bauernhöfen besitze« wir Wert« von großer volkstümlicher und geschlchtlf. rhar Bedeutung. Diesen kostbaren Besitz TO pflogen und zu erhalten, ist eine Aufgab« Untersteißimark: Eine geschlclitliclie Aoigabe Der Gaulttitar sprack in elnar Mitglieder-Grofiver'tammluag der NSDAP i« Graz umd Sinnbider in den kräftifen dunklen Fachwerkstielen, Streben und Riegeln iwi-schen weiße« Gefache. In den Ostprovinzen begegne« wir deai umd stammt aus den frühen preußischen Ko-}«nisatioajzelten. Herrlichen Vorlaubenhau-sern begegnet man vielerorts) Wohnhaus, Stall und Scheune sind hier grundsätzlich Je für sich um einen Hof in einstöckiger Bauart gruppiert. Wledergesundung dftrBlcke« Bauschafleni Rund 70 verschiedene Bauemhoftypen ha der ganzen Nation. Wie unsere Sprache, so «stdeutschen Gehöft. Es ist jüngere« Datum« hat auch die deutsche Baukunst landschafts- " " bedingte Prägung. Die landschaftsgebundenen Eigenhelten treten uns in der wohlgeordneten Vielgestaltigkeit unserer Bauernhöfe klar und eindrucksvoll entgegen. Am Anfang war der Bauer auch sein eigener Handwerker. Das Herrichten der Wohnungen. Stallungen und Speicher war also ursprünglich ausgesprochene Bauernarbeit. — Schritt haltend mit der Verbesserung der Ackernulzung wurde auch das Bauernhaus entwickelt und ständig verbessert. Bis etwa 7.ur Mi^te des vorigen Jahrhunderts entwik-kelto sich das Bauen auf dem Lande zu voller Blüte. Auf der Grundlage und den Erfahrungen der tn Jahrhunderten „gewachsenen" guten Bauernhöfe und Dörfer wurden dann'auch fila Städte erbaut. Das breite Niedcrsachsenhaus Die ungefähren Mundartgrenzen stimmen mit den Grenzen der deutschen Bauernhauslandschaften überein. Innerhalb des niederdeutschen Raumns kennen wir die Gruppe der niederdeutschen Gehöfte mit dem eigentlichen Niedersachsenhaus als Stammhaus, Da« Verbreitungsgebiet des Niedersachsenhauses reicht von der holländischen Grenze dem Verlauf der Küste folgend — nach Osten schmaler werdend — bis über die Danziger Niederung hinaus. In großen, breiten Gebäuden mit mächtigen Giebeln, oft mit reichem Fachwerk, Ist viel der Haus- und Hofarbeit unter einem Dach vereinigt. Abarten des Die gewaltige Aufbauarbeit, die in der Un-tersteiernark schon an jenem denkwürdigen Ostementaf das Jahres Uyi einsetzte, an deni der Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Uiberreither das befreite Land als Chef der Zivilverwaltung im Auitrag de» Führers für immer i« die Obhut des Reiches nahm, ist VC« Anfang a« in ihr«r ganzen Planung und Zielsatxung durch den Befehl des Führers bestimmt; „Macht dieses Land wieder dfiutsj:hl" Et galt, einen unanfechtbaren deut* sehen Besitztitel, der hier seit mehr als tausend Jahren gegen feindliche Gewalten verteidigt worden war, nun für alle Zukunft zu aichern, vor allem durch zielbewußte Erneuerung und Festigung deutschen Volkstums ken sich im Laufe einer langen Ontwicklungs- i« diesem Raum als vordringendsle Aufgabe geschichte aus den Grundformen entwickelt. ' zu lösen, Diese Entwicklung Ut jedoch bereits seit fast ' Di« ganze Größe dieser geschichtjichen einem Jahrhundert zum Stillstand gekommen, Aufgabe eines Auftrages von wahrhaft säku-ein schneller Niedergang und eine Mißach- ' larer Bedeutung wurde, klarste Erkenntnis tung überlieferter Baugewohnhelten hat sich ' daran angeschlossen. Viele häßliche Bauten sind Zeugen dieses Niedergangs, Mit der Machtübernahme beganu auch auf diesem Gebiete wieder eine bewußte Hinwendung zum Guten. Partei, Reichsnährstand und Staat sind mit Erfolg bemüht, dl« überlieferten Bauwerte unserer Bauernhöfe zur Grundlage und zum Vorbild für die Wleder-gesundung und Neuausrichtung des dörflichen Bauschaffens zu machen. Da» Reichserbhofgesetz ist eine wichtige Voraussetzung für diese Bestrebungen. Die Begriffe Bauer, Landvolk, Boden und Sippe sind wieder mit neuem Inhalt erfüllt und der Bauernhof wieder als Kraftquelle gewertet. Die Reichsju-gendführung, die Dautsche Arbeitsfront, der NS Bund Deutscher Technik, die Relchskam-mer der bildenden Künste, der Reichsstand des Deutschen Handwerks haben sich seit Niedersachsenhausea sind das westfälische," Jahren für die Wiedergesundung der ländli- ostfriesische und das nordfriesische Bauernhaus. chen Bau- und Wohnkultur eingesetzt, j Wettbewerbe aM Film« Im Alpen- und Donauraun | Bautrnhof-Wettbewerb 1941/42 Im Alpenraum kennen wir die stohen 4«g Relchs«rnährung»minlsterlum8 diente Berghöfa in reicher Mannigfaltigkeit. Ähn- «benfall« dem Ziel, In den genannten vier lieh wie beim Niedersachsenhaus wird auch Groflräumei zunächst die aligcmalngültlgen hier ein Großteil der Haus- und Hofarbeit Grundsätze für die Hofplanung herauszustel-unter eliieu Dach verrichtet. Man unterschei- len. Da» Ergebnis Ist In Jeder Hinsicht gut det u. a. das / "läuor, das Tiroler, das Körnt- ^ und ein großer Schritt »ach vorn» es lelgt ner, das stelrls» das Inntaler und das -Inen Ausweg aus der Krise. Die besten wuchtige Schwarzwalder Bauernhaus, , | Arbeiten lassen deutlich erkennen, daB ea Reiche Holzschnitzereien, gute Holzmale-; sehr w«hl möglich Ist, die überlieferte« Bau-reien und kräftiges Farbenspiel können wir j weisen auf der Grundlag« des gesunden Fortan den vielen Berghöfen In der oberdeut- i schrltts der heutigen und künftigen betriebs-schen Bergwelt bewundern. Die Farbenfreude und dlo Vielgestaltigkeit der Trachten der Bergbewohner spiegeln sich In den schmucken Hfiusfronten der Bauernhöfe im Alpenraum wider. Ira Donauraum sind es die wehrhaften Vierkanthöfe, die kraftvolle Zeugen einer einst hochstehenden Baukultur des Landvolks sind. Mittel- und ostdeutsch« Höf« Von der Westgrenze bis etwa zur Oder Im Osten, zwischen dem niederdeutschen und dem Alpenraum — mit Ausläufern In süd* östlicher Richtung nach Schlesien, Böhmen und Mähren, entlang der Donau bis nach Siebenbürgen — reicht das Verbreltimgsge-biet der mitteldeutschen oder fränkischen Hofanlage, Um einen inneren Hof sind hierbei Wohnung, Stall und Scheune gruppiert. In den Hof gelangt man durch Hoftore, die oft reich gestaltet sind. Diese Hauslandschaftsgruppe ist recht vielgestaltig. U. a. kennen wir In diesem Raum das Thüringer, Egerländer, Hanauer, das Harser-V«rland-, das hessische und das Lausitzer Bauemge-höft. W eitere Abarten sind das Spreewälder und Vogtländer Haus. Reichgestaltetes Packwerk auf massivem Unterbau Ist vorherrschend. Oft erkennt man Runenschriltzelchen wirtschaftlichen Erfordernisse fortzuentwlk-keln. Der soeben fertiggestellte Film „Deutsche Bauernhöfe — früher und heute" soll dem ganzen Volk die Schönhelten unserer alten Bauernhöfe nahebringen und das Verständnis und Interesse für dl« großen künftigen Bau aufgaben auf dem Lande fördern. Wenn nun am 21. und 22. November für das Kriegswinterhilfswerk dl« Plaketten mit Bildern deutscher Bauernhöfa angeboten wer» den, dann ist sich Jeder Deutsche, auch wenn er in der Stadt wohnt, bewußt, daß die Wiege seiner Vorfahren litt Bauemhof oder im Dorfe gestanden hat, Das verpflichtet, freudig zu spenden, denn jede Spende ist ein Bekenntnis zum Kampf und Sieg unserer Waffen, gleichzeitig aber auch ein Bekenntnis zum gesunden deutschen Bauerntum. Da« deutsche Bauernhaus aber soll Im nationalsozialistischen Deutschland wieder das sein, was es war: Wiege für viele starke Bauerngeschlech-ter. aller Probleme vermittelnd und andeutige Antworten auf alle Fragen gebend, in den Ausführungen des Gauleiters sichtbar, dsr am Donnerstagabend In einer Mitqlieder-Großversammhing der NSDAP in Graz über die Untersteiermark sprach, Wenn die Parteigenossen, unter denen man das politische Führerkorps von Groß-Graz sowie Vertreter von Staat und Wehrmacht sah, nicht nur don DAF-Saal, sondern auch alle Nebenräume füllten, in die die Rode d«s Gauleiters durch Lautsprecher übertrage« wurde, so war das ein Baweis dafür, daß die Auseinandersetzung mit einem Geschehen im befreiten Unterland nach wie vor unvermindert wachsendes Interesse in weitesten Kreisen findet. Nachdem K-Kreisleltar Candussl die Mitgliederversammlung eröffnet hatte, ergriff der Gauleiter das Wort, um zunächst in umfassender historischer Rückschau die geschichtliche Kenntnis und Erkenntnis zu vertiefen und daß wir nicht nur die Rechtfertigung der heutigen Maßnahmen, sondern vor allem dlo Verpflichtung ^ur klaren Lösung aller Probleme des Unterlandes gewinnen. Mit wachsender Spannung wurden dann die grundsätzlichen AusfOhrungen über die Verwirklichung der helligen Aufgabe, dcfitsches Blut, das in mehr als einem Jahrtausend in diesen Raum eingeströmt Ist, wiederzugewinnen, von den Parteigenossen aufgenommen, die wiederholt ihre stürmische Zustim- mung bekundeten, vor allem, als der Gauleiter mit leichtfertigen od«r böswUligao Kritikern und Gerüchtftabrikanten abrechnete. Die Rede des Gauleiters, auf die wir noch ausführlich zurückkomman werden, »chloQ mit einem von höchster innerer Sicherheit getragenen Bekenntnis zu dem unbeirrbaren Entschluß, unbeküm.mert um den Bdfall von unbelehrbaren Spießern, alles zu tun, um an „des Reiches Hofzaun" ein festes Bollwerk von deutschen Menschen zu erridaten und kommenden Geschlechtern den Segen des gegenwärtigen Schaffens zu sichern. Mit dem Gruß an den Führer und den Hymnen der Nation fand die Mitgliederversammlung ihren Abschluß. m. Zum Koniert der Beritner Kolontia^iB-gerin üli^tabeth Schwarzkopf In Marburg. Wer sich für wenig Geld einen wirklich feinen und genußreichen mnsikaüsclien Abend verschaf-« fen will, versäume nicht, Freitag, den 20. November, um 20 Uhr, das im Saale des Steiri-sclicn Heimathundes stattfindende Konzert der KoloratiirRancerin Eli.saheth Schwarzkopf vom Deutschen Opernhaus in Berlin ?u beaii-clien. Über die junge, charmante Künstlerin schreibt die deutsche Presse wahre Lohes-liymnen. Außer ihren »herrlichen Stimmitleln und ihrer einzißarligen VnrtraRsktmst« wird besonders auch die reizvolle Wahl ihrer ungewöhnlichen Programme hervorgehoben, die, um die >BZ am Mitlag« zu zitieren, »jedeti ihrer Abende zu einer wahren Sensation mit endlosen Da capos und Zugaben stempeln*. Auch das Marbiirger Programm enthfilt allerhand musikalische Kostbarkeiten, die, wie z. B. die alten, ewig jungen >0'schichten au? dem Wicnerwald« von Johann Strauß d;is heilste Entzücken unserer Hörerschaft erwecken werden. Der Klavierpart liegt in den bewährten Händen des Meistcrbegieiter.s Prof. Dr F.gon Kornauth. — Karten im Vorverkauf der Dienststelle des Amte« Volkbildung (Ecke Tegetthoffstraftc-Gerichtshofgasse) zum Preise von 2 bis 4 RM. Mitglieder des Musikringes rahlen die Hälfte. m. Da« StandeAarat Fraßlaa nneldet. Vor dem Standesamt achloflsen Johann Rolschelc aus Rakole und Marie Praprotnik aus Lobem den Bund fürs liCben, — Gestorben lat der f)7jHhrlge AuszUgler Lorenz Plaskan au« Fraßlau. Deutschland ist unbesiegbar Großer Erlolg der Versammlungen im Kreis Rann Im Zuge der großen Versammlungswelle des Stoirischen Heimatbundes kamen am Sonntag, den 15. November, auch in den Ortsgruppen Hörberg, Peilenstein und Montprels des Kreises Rann vier stärkstens bcsuchta ^Versammlungen zur Durchführung, in dichten Scharen wanderten untersteirische Bauern zu den Versammlungsorten. Die Stürme der Wehrmannschaft, Jungvolk und Jugend marschierten auf, Fahnen grüßten von den Ver-sammhingsgebäuden die Volksgenossen. Wieder hat es sich an diesem Tage bewiesen, mit wie großem Interesse die untersteirische Bevölkerung den Versammlungsaktionen des Steirischen Heimatbundea gegenübersteht, Von Versammlungswelle zu Versanunlungswelle wächst die Zahl der Besucher ständig. Dem Redner ist es die schönste Entgeltung, daß ihm immer wieder von neuem Jubei und Zustimmung entgegenschallt, wenn er zu den Leuten spricht, die G Ib tImiM Spend« so, dass du dich nUM tu Mhämen häUmst, wenn dir unsere front-kampier dabei auf die flnger$ehen würden! wollte. man noch vor knapp 1 i4 Jahren Deutschland in den Krieg schicken Die Redner sprachen von dem Deutschland, daß nach Niederwerfung der letzten Bollwerke Englands in Europa nun auch bis zur Wolga vorgestoßen ist, von jenem Deutschland, daß sich hledurch gegen jede Hungerblockade gefeit gemacht und auch für ffoiu Europa seine Kornkammer zurück erobert hat. Mit jubelnder Begeisterung wurde dabei die Tatsache zur Kenntnis genommen, daß oa nur deutschem Organisationsgeist zu verdanken ist, daß die von deutschen Soldaten eroberte russische Schwarzerde in solchemi Maße zu Erringung des Endsieges beitragt. Im besonderen wurden ^ene Elenente ba-handelt, die gerade den Volksgenossen aus den Ortsgruppen Montprels, Pellenstein, Drachenburg und Hörberg in übelster Erinne-ning sind. Die h^imattreue Bevölkerung haf es mit besonderer Genugtuung empfunden, daß dem kommunlstisch<2n Mordgeslndel häF-tester Kampf angesagt wurde. Di« Versammlungen klangen in dem stolzen Glauben aus, der heute alle Getreuen des Führers beseelt# Deutschland Ist unbesiegbar. mmmmm Die Heimgartengurke Von Hans Auer Am Anfang war der Helmgarten. Nicht groß, aber immerhin ein Stückchen bracher Erde, das ich und meine Frau urbar machen und zu reichen Segen bringen wollten. Ich suchte die neue Wohnung am Stadtraad mit dem Heimgarten «igantllch meiner Frau zu-lleb« aus. Sie überzeugte mich, wieviel billiger wir leben würden, wenn wir uns das Gemüse gratis und franko selbst pflücken können, statt es auf dem Markt für teures Geld zu erstehen. Wir bezogen als« das nette Hiuschen, u«d eines schönen Vorfrühlingstages beschloß Ich, mit dem Umstechen zu beginne«. Als Ich mit dem Spaten Im freien Gelände sichtbar wurde, liefen alle Siedlungsnachbarn zusammen und versammelten sich an den ZÄunen. Sie machten alle Gesichter, als ob sie eine große Lustbarkelt erwarteten. Ich begann. Nach elnstündlgem Mühen hatte Ich ein Dutzend Ziegelsteine, fünf rostige Sardinenbüchsen, ein verbeultes Blechgefäß und ungefähr zwanzig Kilo Knochen ausgegraben. Aber die Zuseher haben sich köstlich unterhalten und gingen befriedigt weg. Ich fragte den Hausverwalter freundlich, ob unser schöner Heimgarten etwa früher ein Hundefriedhof gewesen sei und wo denn die Erde bliebe Er sah mich streng« an und sagte, im Mietvertrag stehe lediglich etwas von einer Gartenbeniitzunf. Die Erde müsse Ich mir selbst beschnffcn. ' Schön. Ich beaötigte drei Fuhre« und rechnete mir aus, daß Ich ralch für das Geld, was sie kosteten, auf drei Jahre mit Gew^üse eindecken und außerdem noch eino Speiiio- halle für Vegetarier aufmachen h&tte können. Dies verschwieg ich aber meiner lieben Frau, dean Ich wollte ihr die Freude des Bratens »lebt nehme«. Dana kam die Frage des Säens. Meine Frau war für Veilchen, Stiefmütterchen und Rosmarin Drei Tage waren wir böse aufeinander, weil ich mich entschieden dagegen wehrt«. Dann aus Stiefmütterchen Icann man keinen Salat machen. Endlich einigten wir uns. Ich gestattete meiner Frau, die Ränder unseres Heimgartens mit Blumen zu zieren, während Ich nach Belleben Gemüse In der Mitte anbauen könnte. Mlttlarwell« grünte ia de« Nachbarsgärten schon der Schnittsalat. Also hieß es sich sputen, Auf den Rat eines Samenhändlers süte Ich frühen Sj^lnat, Kohlrabi und rot« Rüben aus. über Nacht fraßen ihn, zum Gaudium der flachbam, die Vögel. DI« grünen PflÄnz-chen, die Ich dann setzte, wurden die Beute unbekannter Tiere. Ein Wohlwollender aber schlich sich eines Abends zu mir und sagte: „Verratens mich nicht, sonst helBt es. Ich habe den Nachbarn die Freud' verdorbenl Aber in Ihrem Garten können's nur Gurken anbauen, nichts wie Gurkenl" !>ie Gurken gediehen prächtig. Sie wuchsen unheimlich schnell. Es schien, als ob eine grüne Sintllut ausgebrochen wSre. Das Beet qrünte herrlich. Und dann begann es zu blühen. Lauter felbe Sternche« mitten In dem grünen Meer. „Das werden alles Ciurkenl" schrie meine Frau entzückt. „Wohlanl", erwiderte ich, ..wir werden eine GurkengroBhandlung er-öffn<"nr' Eines Morgens stürzte meine Frau schrei- end vom Fenster, aus dem sie sich den blauen Himmel angesehen hatte, zu mir in das Zimmar. „Hllfei" schrie sie, ,,Milfel Man verwüstet unsere Gurkenkulturl" Im Schlafanzug stürmte ich, die Treppe herab. Mitten In unserem Gurkenbeet stand Franzi, des Nachbarsiedlers Sohn, und zupfte kaltblütig eine gelbe Gurkenblüta nach der anderen ab. Ein ganzer Haufen davon lag schon am Boden. „Mörderl" schrie ich, „Gurkenmörderl Du — du Lausbub, dul" Und versetzte ihm eine. Abends erschien Metzgermelster Kullke bei mir. Franzis Vater. Er pflanzte sich mit seiner weißen Schürze, unter der ein wuchtiges Metzgorbell baumelte, vor mir auf. „Mein Sohn Ist kein Lausbub nicht — verstanden?" Ich sah mich schon ausgeweidet an einem Haken In seinem Laden hängen und entschuldigt« mich. Die Gurkensach« war aämlich so: Nicht alle Gurkenblüten werden Gurken. Die Männchen seien nichts wert, die müssen vernichtet werden, damit die Weibchen besser gedeihen können. (Mein« Frau warf mit dabei einen triumphierenden Blick zu.) Schön. Also ließ Ich Franzi zupfen. Er zupfte Jeden Tag alle Blüten weg — mir brach schier das Herz. „Noch immer kein Weibchen, Franzi?" fragte Ich eines Tages, als der Hochsommer schon vor der Tür stand und man auf dem Markt die Gurken fast geschenkt bekam, des Nachbarn Söhnchen. „Binel" strahlte er und reigte mir die Wunderblüte. Es blieb bei der einen. Es kamen keine anderen, Ich gab um die Blüte einen Stacheldraht. Und dann wurde eine Gurke daraus. Meine Frau saß stundenlang daneben, starrte sie an und hütete ihr Wachstum Als das Gürk-chcn zur Welt kam, sab es ungefähr so wie ein Blinddarm aus. Damit dieses Würmchen kein unvorsichtiger Fuß zertrete, stellte ich vor unserer Holmgartenfrucht eine große Tafel auf: „Achtung — Gurkel" Wir hatten viel Sorge und Kummer mit ihr, bis wir sie großgezogen hatten. Eine« Tages kam ein Wolkenbruch und setzte urn seren Garten unter Wasser. „Unsere Gurka ertrinktl" entsetzte sich meine Frau. Abel ich zimmeite ihr einen Kahn und rettete sia, bis das Wasser abgelaufen war. Aber dann wuchs sie. Und wie sie wuchs! Wir maßen sie jeden Tag ab, Bs wurde ein Monstrum daraus und ich beschlofi, itoli auf meine Zuchterfolge, das Gurkenwunder einem Museum zu verkaufen. Endlich kam der große Tag, an dem wre unsere Helmgartengurke pflücken wollten. Ich hatte ein kleines Erntefest vorbereitat und Freunde eingeladen. Aber am Morgen war die Gurke nicht mehr da. Gestohlen, entführti Wahrscheinlich wollte man mir Lösegeld erpressen! Doch nichts geschah. Ich mietete einen findigen Privatdetektiv und übergab ihm den Fall meiner gestohlenen Hoimgartengurke. Am dritten Tag überreichte er mir im-glelch mit einer Rechnung voo hundert Mark die Gurke. Wie sah sie aus! Br hatte sie auf einem Misthaufen gefunden. Sie war mausetot, ein verschrumpftes armes Hascherl. Ein Anblick zum Erbarmen! Nun wohnen wir wieder 1« der Stadt. Wir haben das Gemüsezüchten aufgegeben. Aber die Gurke hängt In unserem Empfangszimmer als Tiophäe an der Wand. Ich hatto sie nämlich, um meiner Fra« Trost zu verschaffen, zum Andenken — ausstopfen lasscnl Scfte 0 »Marburger Zeltungc 19. Novemlier IMß rfumflier 323 Der Müller mahlt, der Maler malt..." Unterateirer auf dem Weg zum deutschen Sprachgut — Die Betriebssprachkurse von vollem Erfolg begleitet Im Extrazimmer des Gasthofes sind sie beisammen. Der Herr Ober und der Schank burscfi, die Kassierin und der Speisenträger. Kocfi und Ahwaschmädel, kurz das gesamte Personal einer yröUeren Gastwirtschaft. Die Tische sind schuhnä-ßig in Reihen aufgestellt und statt Weinflaschen und Speiseteller sieht man Schulbücher und Schreibzeug. Der Lehrer vergleicht die Aufgaben, unterstreicht die Rechtschreibfehler, macht auf die Grundregeln der deutschen Sprache aufmerksam, lüLU einfache Satze wiederholen und überzeugt sich, daß das geschriebene Wort auch verstanden wurde und seinen Platz im noch etwas mageren Wortschatz des einen oder anderen Kursteilnehmers gefunden hat. Die letzte Schranke zum Deutschtuni muß fallen Es ist ein Betriebssprachkurs, den wir beobachten. Einer der vielen, die in allen Betrieben mit einer gewissen Zahl von Gefolg-.'icliaftsniitgliedern im Sinne des Befehls des Bundesführers, das in den Wintermonaten v eitgehendst die letzte Schranke, die den Untersteirer vom Deutschen nocli trennt, die Schranke der Sprache, beseitigt werden muB, durchgeführt werden. Freude vom Ober bis zum Piccolo Nicht iinmer herrscht eine so ernste Stimmung in der Runde. Oft erklingt ein fröhli-ciies Lachen durch den Raum, ein Lachen, das schon als Schadenfreude bezeichnet werden könnte. Es ist ja auch verständlich, daß das Abwaschmädel kichern muB, wenn der sonst so gestrenge und alles wissende Küchenchef nun etwas falsch sagt. Und auch der Piccolo hat seine Freude, wenn der redegewandte Herr Ober sich einmal verhaspelt und sich nicht richtig auszudrucken versteht. Meist dauert diese Freude aber nur kurze Zeit, denn nur zu bald muß der scliadenfrfjie l-iicher erkennen, daß auch er mit gleichem Recht oft belächelt werden könnte. Der Lehrer — ein Führer und Freund Der Lehrer ist der ruliende Pol, der inuner ^^■ieder ausgleicht, den Lerneifer anspornt und den Unterriciit so gestaltet, daß alle mit Lust und Liebe I)ei der Sache sind. Im Laufe der Monate hat es ja ein jeder von ihnen >clion oftmals erkannt^ daß gerade in diesem Beruf das Beherrschen der deutschen Spra-clie sclion aus egoistischen Gründen eine dringende Notwendigkeit darstellt So wächst von Stunde zu Stunde das Wissen, der praktische Gebrauch während der Arbeitszeit vertieft und erweitert dauernd das Erlernte. Darüber hinaus wird in den Sprachkursen noch eme Gemeinschaft gebildet, die Qefolg-bchaftsmitglieder finden zueinander, es entsteht jenes Zusammengehörigkeitsgefühl, das den Betrieb zu einer idealen Einheit schmiedet. Verstärkt wrd dieses Zusaimiienwach-sen noch bei jenen Sprachkursen, an denen auch der Betriebsführer als Lernender unter Lernenden teilnimmt. Hetriebsführcr und Gefolgschaft auf einer Schulbank Wie ini Gastgewerbe werden auch in allen anderen industriellen und gewerblichen Be-triel)en derartige Betriebssprachkurse durch-feführt. Der Zufall führte uns an diesem Tage tioch, in den Gerneinscliaftsraum einer Holzindustrie. Auch iiier sind alle üefolgschafts-mitglieder, die ihre Sprachkenntnisse erweitern wollen, versammelt. Der Betriebsführer .Sitzt mitten unter ihnen. Hier haben wir es n»it Fortgeschrittenen zu tun. Oesülilossen haben sie bereits im Vorjahr an dem Kurs teilgenommen, geschlossen haben sie sich wieder gemeldet, nur mit der einen Bitte, man möge ihnen wieder den vorjährigen Lehrer geben.. Die vorjährigen I3emühungen sind niciit erfolglos gewesen. Der Grundstein \ntrde festgemauert, über den Sommer hat ii an noch so manches dazugelernt, so daß der Lehrer sich schon an schwerere Dinge heranwagen kann. Der Müller tnalilt das Getreide, der Maler malt das Bild«, steht auf der Tafel. Sie haben es aber auch richtig verstanden, denn sie können die beiden Sätze in die Zukunft und in die Vergangenheit setzen und verwechseln dabei nie die für das Ohr fast gleichklingenden Wörter. Auch sonst beweisen die Schüler, daß der Lehrer seine Zeit nidit vertrödelt hat. Leichtere Erzählungen werden schon ganz verständlich nacherzählt, auf Fragen bekonmit man durchweg zufriedenstellende Antworten. Schon nach einigen Minuten hat man den Eindruck, daß diese Gefolgschaft bereits über das Schwerste hinweg ist. Und dadurch haben sie die richtige Freude für das Weiterlernen erhalten. Die Tageszeitung, der Film und das Theater bieten ihnen neben den« täglichen Gebrauch der Sprache wertvolle Lernbehelfe, die auch weiter möglichst ausgenützt werden. Sprachkurse — eine gewissenhafte Kielnarbelt Der willkürhche Besuch der beiden Sprachkurse hat sich gelohnt. Die Sprachkurse gaben einen Einblick in die gewissenhafte Kleinarbeit. die in 4^r gesamten Untersteiermark fast unbemerkt vollbracht wird. Über hunderttausend Untersteirer lernen auf diese Weise Deutsch. Über hunderttausend Menschen übermittelt der Steirische Heimatbund durch seine Sprachkurse ssusätzlich die Möglichkeit, Deutsch zu lernen. Auch die Deutsche Jugend lernt ftelBis Neben den allgemeinen Sprachkursen, die jedem Mitglied der Organisation zugänglich ist, hat die Deutsche Jugend in allen ihren Einheiten Sprachkurse eingeführt, ebenso die Wehrmannschaft, die Frauen finden sich zusammen und in den Betrieben hat wieder jedes Gefolgschaftsmitglied Gelegenheit, die letzte trennende Schranke zu sprengen. Die deutsche Untersteiermark ist Tatsache geworden. Restlos deutsch wird sie iedoch erst sein, wenn auch dae letzten Reste eines artfremden Wesens entfernt sind. Der erste Schritt dazu ist getan, und weitere folgen. 1d der Gefolgschaft eines Marburger Betriebes findet der Deutschlehrer aufmerksame SchHIer Der Siegesbeitrag dör Hofrainer Frauen Bei den Arbeitsgemeiiwchoflen wüi iiieimind fehlen Die OrtflgTUppe und Gemeinde Hofrain gehört zu den ärmsten Ortsgruppen des Kreises CiUi. Die Bevölkerung setzt sich zum Großteil aua Kleinbauern zusammen, die auf dem verhältniÄmäßig kargen Boden alles daransetaen müssen, um mit ihren im Durchschnitt zahlreichen Familien bestehen zu können. Und doch zeichnet die Hofrainer eine richtige Lebenslust aus, die sich besonders bei der Arbeit, aber auch in der Gemeinschaft bewährt. Wer in diesen Tagen in Hofrain weilen konnte, dem fiel unter den Frauen und Mädchen der Ortsgruppe eine recht freudige Emsigkeit auf. Im Heim der Frauen waren ununterbrochen an die 60 Frauen und Mädchen an der Herstellung von Pantoffeln für die Soldatenlazarette beschäftigt. Viele Frauen hatten von ihren einsam gelegenen Gehöften zur Nähstube gute zwei Stunden Gehweg und noch mehr zu bewältigen und trotzdem wollten sie dabei sein, wenn es galt, unseren Soldaten Liebes zu erweisen. Wenn eine Bäuerin nicht in (ier Lage war, infolge zu grotter Inanspruchnahme im eigenen Haushalt, an der Gemeinschaftsarbeit teilzunehmen, so mußte selb.stverständllch Ihre Tochter dabei sein. Bei vielen schönen Liedern und lustigem Spaß verging die Zelt wie im Fluge und beim Abschluß konnte eine aufler-gewöhnlich große Anzahl von warmen und haltbaren Pantoffeln ihrem Bestimmungsorte zugeteilt werden. Das Beispiel der Hofrainer Frauen Ist unter anderem der eindeutigste Beweis für die Aufgeschlossenheit der untersteirischen Frauen imd ihrer Dajikbarkeit dem deutschen Soldaten gegenüber. Schon stehen auch ihre Söhne mitten unter ihren deutschen Kameraden im Kampf gegen den Fekid und geben Ihr Bestes für Ihre, die deutsche Zukunft. m. TodesfAlle. Im Marburger Krdnkenhaus starb der Schneidermeister und Wehrmann Konrad Strotz aus Fraßlau, 53 Jahre alt. — Im 60. Lebensjahr verschied Theodora Hri-bar, deren Beisetzung in Graz erfolgte. — Ferner verschieden in Petersdorf die Private PauWi Prlwoschnik geb. Scherdoner; in Dreschendorf bei Sachsenield im Alter von 67 Jahren Theresia Schribar geb. Gorschek und in Cilll das Gefolgschaftsmitglied der Brauerei A. G., Tüffer, Max Godler. m. Drei Gewinne von 50000 RM Kezogen. In der heutigen Nachmittagszleftung der zweiten Klasse der achten Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 50IMX) RM auf die Nummer 36177. Berge and Henschen in Lande der Adlersfihne Zum LichtbiidervortraK des Steirischen Helmatbundes in Marburg Der Steirische Heiniatbund bringt, wie schon bekannt, Samstag, den 21, November, im Lichtspielsaal am Domplatz einen interessanten Lichtbildervortrag über »Albanien«. Dipl.-Ing. L. C. Mazzoni aus Berlin wird dabei über Berge und Menschen im Lande der Adlersöhne sprechen und seinen Vortrag m't zahlreichen Lichtbildern begleiten. „Erlebnisse in Kameran** Lichtbildervortrag In Windischgraz In seiner weiteren Veranstaltungsfolge bringt der Steirische Heimatbund Samstag, den 21, November, in Windischgraz einen interessanten Lichtbildervortrag unter dem Titel »Erlebnisse in Kamerun«. Sprecher ist Gustav Moog, Berlin. In Verbindung m/i einer kleinen Ausstellung kolonialer Gegenstände schildert Dir. Moog Land und Leben, die klimatischen Verhältnisse tind den wirtschaftlichen Wert Kameruns. In seinen lebendigen, oft humorvollen Ausführungen versteht es der Redner die Zuhörer zu fesseln. Ob er über die Eingeborenen spricht oder von der Jagd, ob (H" von den Waffen der Neger erzählt und ihre Musikinstrumente erläutert, oder in launigen Worten vom Aberglauben und seinen Bräuchen redet, immer erweist sich Dir. Moog als ein ausgezeichneter Kenner dieses Landes. Sein Vortrag wird durch viele Lichtbilder anschaulich ergänzt. Cillis Oealsche lugend bei der ilrbeli Am Montag fanden sieh sämtliche Gefolgschaftsführer de« Bannes Cilll zu einer Arl)eitstagung Im Haus der Jugend In Cilli zusammen. Die Tagung hatte den Zweck einerseits einen Überblick Uber den Stand der Arbelt In der »Deutschen Jugend« in den einzelnen Standorten zu bekommen und andererseits die Einheltaführer ih ihren Auf-gabenkrels für die kommenden Wochen anzuweisen. Am Vormittag sprachen die e'n-zelnen Hauptstellenlelter über verschiedene Fragen, die • in ihrem Arbeitsbereich liegen und gaben neue Anweisungen. Nachmittag hatte dann jeder Gefolgschaftsführer einen klaren Bericht über den Stand seiner Arbelt zu geben. Das Hauptthema bildete die Werk-arbeltsaktlcn. Die Erfassung der Jungen in den Standorten wurde restlos durchgeführt. Der Wlnterdlenstplan gelangte auch zu einer genauen Besprechung, damit jede Einheit das darin gesteckte Ziel erreichen könne. Die Sprachkurse wurden weiter gefördert und die Jugend hat Ihre Bedeutung erkatmt. Worte des Bannführers bildeten den Ab-schhiB der Tagung. m. Ins Marburger Krankenhaus wurden eingeliefert: Die 14jährlge Grundbesltzers-tochter Rosina Haischek aus Buchberg bei Oberpulsgau, der beim Essen ein Knochen im Halse stecken blieb; die 16jährige Fabriksarbeiterin der Firma „Sana", Rosina Golorb, die sich vier Finger der linken Hand verletzte? der 26 Jahre alte Maschinenschlosser Franz Jartschltsch aus Brunndorf bei Marburg, der bei der Arbeit mit dem Kopfe zwischen Mauer und Maschine geriet und dabei schwere Hautabschürfungen erlitt; ferner Willy Gradischnik aus der Draugasse 6 In Marburg, der sich bei einem Fall Kopfverletzungen zuzog und die 18jährige Aloisin Ersehen a\i8 der Hlndenburgstraße 5 In Thesen bei Marburg, die von einem Hunde gebissen wurde. m. Kein Geld im Einschreibebrief. Das Reichskriegsschädenamt hat in einer Entscheidung klargestellt, daß wegen des Verlustes von Geldbeträgen, die im eingeschriebenen Brief versandt wurden, neben der Pauschalentschädigung nach den postalischen Bestimmungen in der Regel kein Entschädigungsanspruch nach der Kriegssachschädenverordnung besteht. Im Verfahren ging es um einen Einschreibebrief, der nach Angabe des Absenders r>00 RM enthielt und der infolpe Feindeinwirkung beim Brand eines Postge-bäudes vernichtet wurde. In der Entscheidung heißt es, im Verkehr sei es nicht üblich, größere Geldsummen im eingeschriebenen Brief zu versenden. Die Heldentat des Unteroffiziers Theodor Kriiger .. muU, müsüitn und Lieschen Aiifti.iliini'n: Stcffen-i-iclilbild, lira/. (1), Wuilii-nstcincr, Murbiir« II) — wie einfach ist doch das Erlernen der deutschen Sprache Erinnerung an die Tanlcschlacht Im Herbst des Jahres 1036 wurde in Köln das EIhrennial der deutschen Feldartillerie enthüllt, das dem bleibenden Gedenken an die im Weltkrieg gefallenen 150 000 Feldartilleristen geiwidmet Ist. Das Denkmal zeigt die hocl^ufragende Gestalt eines Artilleristen, der allein an seinem Feldgeschütz steht und in der zum weit ausholenden Wurf ausgestreckten Hand eine Stilhandgranate häü. Leere Kartuschen zu den Fü-iien des Handgrarmtenwerfers lassen er-kermen, daß ihm die Geechützmimltlon ausgegangen Ist. Die Darstellung dieses letzten Mannes am Geschütz geht zurück auf die Tankschlacht bei Cambrai vor 25 Jahren. Am 20. November 1917 führten die Engländer den ersten Tank-Geschwader-Angriff der Weltgeschichte durch. Auf einer Breite von 10 Kilometern stießen 362 Tanks unterstützt von 1000 Kampffliegern und starken Kavalleriemassen gegen den Cambraibogen der Slcgfrledstellung vor. Viele dieser Tanks blieben, obwohl sie als neuartiges Kampfmittel überraschend zu wirken vermochten. Im deutschen Abwehrfeuer liegen. Allein 60 gerieten nach erfolgreichem Gegenstoß In deutsche Hand« von Cambrai vor 25 Jahren Besonders wirksam war die deutsche Abwehr auf der Höhe des Dorfes Flesquiöres. la seinem amtlichen Bericht vom 20. November 1917 sehreibt der britische Oberbefehlshaber Douglas Haig: »Viele von den Treffern auf unsere Tanks vor Flesquiöres erzielte ein deutscher Artillerieoffizier, der als Letzter seiner Batterie allein ein Feldge-achüta bediente, bis er an diesem getötet wiu*de, Die große Tapferkeit dieses Offiziers wurde von den ^Idaten aller Ränge bewundert« In Wirklichkeit war dieser heldenmütige Panzerjäger der Unteroffizier Theodor Krüger aus Garwltz (Kreis Parchim). Schwer verwundet geriet er In Gefangenschaft und starb am 10. Dezember 1917. Die heldenmütige Tat des Unteroffiziers Theodor Krüger ist durch die Darstellung atif dem hohen Stelnsockel des Ehrenmals der deutschen Feldartillerie in Köln für alle Zelt lebendig erhalten worden. Sein Vorbild lebt in unserer Panzerwaffe, die auf allen Kriegsschauplätzen schlachtentscheidende Heldentaten vollbracht hat. Immer aber bleibt Theodor Krüger der erste beispielhafte Panzerjäger der Kriegsgeschichte. hes. Numtn^ 32'. ^»Mafbirfger ZeMung« !9. Novenihpr 1942 Seite 7 Unaoiasibare Soldaienehre erweiterter Ehrenschutz für gefsllene Helden Bereits im Sprichwort gebietet die Ehrfurcht vor dem Toten, über ihn nichts Schlechtes zu sdgen. Auch das Strdigesetz-buch schützt die Ehre des Toten. Wer wider besseres Wissen über einen Toten unwahre Tatsachen verbreitet, wird bestraft. Die Beschränkung des Schutzes auf böswillige Verbreitung von Unwahrheiten genügt aber nichL Angesichts der besonderen Herausstellung des Ehrenschutzes durch den Nationalsozialismus muß es, zumal Jetzt im Kriege, möglich sein, auch die üble Nachrede über einen Toten zu bestrafen. Kürzlich kam über einen im Osten gefallenen Soldaten in seiner Heimatgemeinde ein Gerücht in Umlauf, in dem die soldatische Haltimg des Gefallenen vor dem Feinde in Zweifel gezogen wurde. Als ein Ortseinwohner dieses Gerücht einer Verwandten des Gefallenen, wenn auch mit dem Zusatz, er glaube das Gerede nicht, weiter erzählte, um es an die Witwe des Toten heranzutragen, hat das Amtsgericht in Ingelheim den leichtfertigen Schwätzer zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. In der Urteilsverkündigung MTurde betont: Der tote Soldat ist ebenso wie der lebende Träger der Soldatenehre, was niemals sinnfälliger als durch die Verleihung von Tapferkeitsauszeichnungen an gefallene Soldaten zum Ausdruck kommt. Wer ein«i gefallenen Soldaten beschimpft, verletzt die Ehre seiner Familie nnd muB genau so bestraft werden, als wenn der Beleidigte noch lebte und ihn selbst zur Rechenschaft ziehen könnte. Der Raopl nm die NabmigslrelMeit ist BhinpIlicM Ein beachtlicher Denkzettel In seiner großen Rede an das deutsche Landvolk am Erntedanktag hat der Reichs-marschall erneut auf die außergewöhnliche Bedeutung der Erzeugungsschlacht jetzt im Kriege hingewiesen. Voraussetzung hierfür ist, daß der Bauer nach den Grundsätzen neu-leitlicher Wlrtschaltsführung den bestmöglichen Ertrag aus seinem Grund und Boden heraus wirtschaftet. Wer nun meint, das gehe ihn alles gar nichts an, der darf sich nicht wundem, wenn er sehr deutlich eines besseren belehrt wird. So hatte ein älterer Erbhofbaucr in Sachsen sich noch bis heute, neun Jahre nach dem Erlaß des Erbhofgesetzes und der wichtigsten Agrargesetze damit begnügt, aus sei-sem fast secluig Morgen großen Hof gerade eben das herauszuwirtschaften, was für seine dreiköpfige Familie zum Lebensunterhalt ausreichte. Der Erzeugungsschlacht gegenüber zeigte er sich starrköpfig und einsichtslos. Dadurch blieben die Erträgnisse seines Hofes in der Milchwirtschaft, der Vieh- und Ackerwirtschaft weit hinter dem Mindestgefordertem zurück. Das Anerbengericht Zwik-kau hat dem Bauer das Verfügungsrecht über den Ho# entzogen. Es ging hierbei davon aus, daß im Interesse der Volksgesamt-heit und der Ernährungswirtschaft Maßnahmen getroffen werden müßten, durch die in Zukunft der Erbhof in der erforderlichen Welse voll in den Dienst der Volksernäh-lung gestellt wird. StrailMrer. JMick Ib die Znkmli'* Daa Sondergericht Kassel verurteilte die 45jährige Jolianaa Appel aua Haiiau wegen Zersetzung der Wehrkraft unter Ausnutzung der besonderen Kriegsverhältnisse zu drei Jahren Zuchthaus. Die A. ist seit langen Jahren gewerbsmäßige Kartenlegerin. Jetzt im Krieg hatte sie besonderen Zulauf, vornehmlich an weiblichen Kunden, die irgendetwas über die Schickaale ihrer im Felde stehenden Angehöngen wissen wollten, Sie sagte, je nachdem sie rote oder schwarze Karten auslegte, Gutes (Leben, Gesundheit, Urlaub) oder Schlechtes (Tod, Vermißtwer-den, Verwundung, Krankheit) voraus. So hatte sie einer Frau aus den Karten »geweis. sagU, ihr Ma.in werde fallen oder ala Krüp-p®i heimkomnicr., e'ner anderen, ihr dessen Tod amtlich festgestellt war, sei CanäwinscöQfi Die beste Kuh im Stall Besuch beim BetchsHieger Im Milchleistunip} Wettbewerb — 83 v. H. der gesamten Mileh-menge abgeliefert — Spitzenleistung in der Erzeugung«, und AUiefeningnschlacht Seit einer Reihe von Jahren führt der Reichsnährstand den Milchleietungswettbe-werb durr Billroth den jungen Sudetendeutschen als Assistenten. ' Im Jahre 1871 habilitierte sich Vincenz! Czerny in Wien, um bald danach schon einon Ruf als Ordinarius nach Freiburg anzunehmen. Im Jdhre 1877 kam er dann nach Heidelberg, wo er fast 40 Jahre gelebt und gewirkt hat. Vincenz Czerny, einer der glänzendsten international berühmten Operateure seiner Zeit, erfand auch eine Reihe ganz neuer Operationsmethoden. Im Jahre 1905 trat er freiwillig von seinem Lehramt und der Leitung der chirurgischen Universitätsklinik zurück, um sich ganz der Erforschung der Krebskrankheit zu widmen. Das Heidelberger Institut für Krebslorschung war auch sein eigenes Werk. Im Jahre 1910 wurde er auch Präsident der Interndtionalen Vereinigung für Krebsforschung.. Im Oktober dieses Jahres gelang es der Grazer Krüninalpolizel eine gefährliche Diebesbande aufzudecken und festzunehmen, die gewerbsmäßig und in großem Umfange in Graz zahlreiche Einbruchsdiebstähle verübte. Bei diesen Verbrechern handelte es sich um den Konrad Parcher, 43 Jahre alt, Ivan Prapotnik, 24 Jahre alt, beide aus der Untersteiermark, Giovanni Papin, nach Italien zuständig, und Anna Grubmüller, 56 Jahre alt, aus Bruck a. d. Mur, die sich nun ebenso wie die wegen Begünstigung und Hehlerei milangeklagten Susanne Krakolinig, 49 Jahre alt, aus Aflenz, Maria Janzekovic, 36 Jahre alt, aus Gratkorn, und die 61 Jahre alte Amalia Schanza aus Graz vor dem Sondergericht Graz zu verantworten hatten. Im »Kloster zum rinnenden Tropfen« Wiener Fasselrutschen wie einst Seit urdenklichen Zeiten steht der „Leo-polditag" tür die Wiener im Zeichen des Klosterneuburger Fasselrutschens. Das ganze Jahr kümmert »ich keine ^Menschenseele emen Pfifferling um Klosterneuburg samt seinem herrlichen barocken Stiftsbau, der einst der Deutsche Escorlal hätte werden sollen, oder gar um Markgraf Leopold den Heiligen. Aber wenn der Kalender seinen Gedenktag anzeigte, da konnte das Wetter noch so hundsmiserabel sein, es war kein Hindernisj galt es doch den lustigsten Tag des Jahres zu feiern, und selbst Prinz Karneval mußte sich vor dem „Pöldi" verstekken. „Aut zum Fasselrutschenl" hieß also die Losung, wobei sich die Wiener nicht einmal sonderlich über das ernste philologische Problem den Kopf zerbrachen, ob dieses merkwürdige Zeltwort in der Ichform „Ich fasselrutsche" oder „ich rutsche Fassel" zu lauten habe. Die Hauptsache war einfach, daß es so eine Hetz auch In der guten alten Zelt nicht alle Tage gab. Stolzte doch halb Wien in bunten Papiermützen über das Klosterneuburger Katzenkopfpflaster, so daß man vor den Ringelspielen, den Schieß- und Schaubuden richtig Schlange stehen mußte. Dazu gab es Im Stiftskeller einen „gesegneten" Tropfen — nicht umsonst nannte man das Stift durch lange Jahre das „Kloster zum rinnenden Zapfen" — und zu alledem kam noch als Spezialität das weltberühmte Fasselrutschen, das für den Zuschauer ein weit köstlicherer Genuß war als für die aktiv daran Teilnehmenden. Da stand nämlich In der ehemaligen Stiftsbinderei ein Riesenfaß, das es getrost mit seinem Heidelberger Kollegen aufnehmen konnte. Auf den Scheitelpunkt dieses Fasses durfte man nach Entrichtung eines Vierkreu-zerstürkls über eine hölzerne Treppe empor-klettern, um dem bauchigen* Ungetüm auf der anderen Seite den Buckel herunterzurutschen. Eine Zeremonie, die schon in garantiert alkoholfreiem Zustand keine ganz leichte Sache ist, wenn man aber, wie der Wiener sagt, ein kleines ,,Schwipserl" mitbringt oder gar einen ausgewachsenen „Affen", dann soll man bei dieser turnerischen Prozedur nicht eben das machen, was man eine „gute Figur" nennt. Nun, ihr „Leopoldlfest" durften die Wiener auch heuer feiern, in den vom Ernst der Zelt gezogenen Grenzen versteht sich, der Nutznießer ihres Vergnügens aber war diesmal die rote Sammelbüchse. Ümso eifriger waren die Fasselrutscher, keine Ausgabe, ja nicht einmal die Gefahr scheuend, sich „am Ende" Irgendwo einen Schiefer einzuziehen . . G. Die wegen Einbruchsdiebstahl schwer vorbestraften Parcher, Papin und Prapotnik spähten Gelegenheiten zu Einbrüchen aus und verübten unter Ausnützung der Verdunkelung Diebstähle, wobei sie Gastwirte, Fleischhauer und Solcher schwer schädigten. Bei einem Einbruchsdiebstahl in ein Einfamilienhaus fielen ihnen in Abwesenheit der Wohnungsinhaber eine Kasse mit über RM 11 000 Bargeld, ferner verschiedene wertvolle Schmuckstücke, Bekleldungs- und Gebrauchsgegenstände im Gesamtwert von über RM 18 000 in die Hände. Das Diebsgut teilten sie unter sich und beteiligten bei der Beute die beiden Frauen Grubmüller und Krakolinig. Die ebenfalls wegen Diebstahl vorbestrafte Anna Grubmüller war als Anstifterin und Hehlerin bei diesen Einbrüchen besonders schwer belastet, Maria Janzekovic erhielt von Prapotnik einen Anteil, der aus den Diebstählen stammenden Lebensmittel, während Amalia Schanza einen Teil der Lebensmittel, deren bedenkliche Herkunft ihr bekannt sein mußte, von PrapotnUc und Ska-kin kaufte. Nach der Volksschädlingsverordnung wurden als Gewohnheitsverbrecher Konrad Parcher, Ivan Prapotnik, Giovanni Papin und Anna Grubmüller zum Tode verurteilt. Susanne Krakolinig wurde als Hehlerin zu einer Zuchthausstrafe von 5 Jahren verurteilt. Maria Janzekovic erhielt 1 Jahr Gefängnis und Amalia Schanza eine Gefängnisstrafe von 114 Jahren. Mit der schnellen Aufklärung und Aburteilung ist eine gefährliche Diebesbande zum Schutze der Volksgemeinschaft unschädlich gemacht worden. Sißoet and 3-umm FoBball der Dentsciien lugend Die Vorrunde um die Meisterschaft des Bannes Marhurg-Stadt beendet Die Vorrunden der ^'ußballmei^tcrsclla^ts-splele der üefolüscliaiteii des Bannes .Marburg-Stadt fanden am Sonntag ihren h'ort-igang und AbscIiluM. Ks stellten sidi uLs letzte I Mannschaften die Gefolgscliafteii und J, wobei die Gefolgschaft 3 mit .^:0 eriolgreicli I blieb, sowie die Gefolgschaft S, die mit 1:0 ' über die tiefolg^cluift 3 die Ubi'rliaiid bc-' hielt. Da alle nicht aiigetreteiieii Gefolgschaften selbstverständlich ilirc Spiele verloren haben, stehen für die Zwischenrunde folgende Mannschaften fest: GefolKschaft 3. 4. S. 10, 21. 22, 23 und die Singscliar, Die l'aaruii;; der Gegner sowie Ort und Zeit der Spiele werden rechtzeitig bekanntjiejieben werden. ; Von der Sportgemeinschaft Cilll. Al-i Vorbereitung auf das kommende Eislaufen hat die Sportgemeinschaft Cilii Gymnastikstunden eingeführt. Interessenten für den Kunsteislauf mögen sich im Amt Volkbildung melden. — Die S. G. Cilli veranstaltete am Sonntag, den 22. November, um 11 Uhr vormittags einen Geländelauf über 3 km nit Start und Ziel auf der Festwiese, oswcrtet wird in drei Gruppen: A von 18—28 Jahren, B von 28—33 Jahren, C über 33 Jahre. Start-berechtigt sind alle Mitglieder der Sportgemeinschaften und Betriebssportcjinnein-schaften, Anmeldungen nimmt bis zum 20, November die S. G. Cilli, Sachsonfelder-straße 1, entgegen. Verkäufer und Verkäuferinnen der Spezereibranche und Bürokraft werden von großem Provinzhandelsunternehmen gesucht. Wohnung und Verpflegung im Hause. Offerte unter »Sofortiger Eintritt« an die Verw. 11947 Kanzleikräfte männliche sowie auch weibliche, erfahrene, auch ältere, von hiesiger Dienststelle per sofort gesucht. Vorzustellen bei der Zwischenbewirtschaftung, Marburg, Tegetthoffplatz 1, Zimmer 27. 11 ps7 Setfe 5 jJWartrorgcf Zrttwng« 10. Norembef 1W2 Nummer 323 Stadllhealer Marnurg a. d. Drau Donnerstag, den 19. November GkActaloMene Vorttellung für dJe Wehrmacht MASKE IN BIAU Operette In sechs Bildern von Fred Raymond 5 Bogrtnn; '£0 Uhr Ende: 23 Uhr 2 Rondllorei Grossmann, Marburg, Burggatt« 20 ab Samstag, den 21. Nov. wieder geöffnet Textilbetrieb in Marbaro sudit Expedienten u. Leiter der Versandabteilung Bewerber, die an ein gewissenhaftes Arbeiten gewöhnt sind, wollen sich bitte bewerben unter «Versandleiter« an die Verw. 11975 dee Cdtiee fkäkktt^ßsakfveteiH beabsichtigt den Männer- und Frauenchor wesentlich zu verstärken und fordert alle sangesfreudigen Volksgenossen auf, dem Vereine beizutreten. Anmeldung^en schriftlich an die Vereinsleitung. 11974 Kleiner nnzeiger Jedift Won koitei tOt Stellenxesiich« 6 Rpt da* feltsedruckte Wort 26 RdI fOr üeld- Realltl-(«nvarkehr Briefwechsel and Heirat 13 Rpf dti fcitteüruclite Won 40 Rpt IQr alle Qbriseo WortanzeiECO 10 Rpt da* leitKedruckte Wort 3U Rpl Df Wortprel» eilt bl* lo 12 Buchstaben le wort KennwiiMRebDhr bei, Ahholun» der AnRcbote IS Rpl. bei Zu*en-dun« durch Post oder Bütflp TU Rpl AutkunftSRebOhr lör Anieigen mit dem Vermerk; tAuskunlt In der Verwaliunij oder Oeschfttiittelle« 2ii Rpl AnzolKeo AnnahmeschluO: Ani Tage vor Rrichelneo am 16 Uhr Kleine AnieUtn werden nur teeea VoreiniendünK de» BetraRe« (tncb vflItlKe Rtieftnarken) antcennmiffen MlndestKebOhr fQr «Inf Kleine Anzetse t RM Wolinori- und Ansciirlttünderung müssen unsere HL^aibezieher solort dem zustänüi gen Postamt (nlcnt dtm Verlai?) melden. »Marbiirjrer Zeltung«. Vertrlebsabteihinc Gut erhaltenen Teppich, 3x4 und größer, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter »Teppich« an die Verwaltung. 11996-4 Jede ' 'engt Kernobst, Kasta* nien, Nüsse kauft zu hrtch-F i Tages,-leisen A. Kozmut, p "'In " ."^1, Marbur?. 11553-1 Drlnzcnd zu kaufen eesuclit: Rundfunkapparat. Damenarmbanduhr, elegantes Kleid. Wintermantel, Orftfie 42 und Handtasciie. Anträce unter »DrinRend 42« an die Verw, 11866-4 Kaufe gut erhaltene Harmo* nika, pewt'Minliche, mit 4 Reihen. Wilhelm Kaiit-^rhitsrh in Mtmkendorf IR, Rann. 11699-4 iUtUk^^esuäie FrfiuIeJn, die im Geschäft mithelfen würde, sucht entsprechenden Posten. Anfragen in der Verwaltung. 11998-5' Mädchen, gesund, 8tar\k sucht Lelirplatz in Gemischtwarenhandlung. Anträge erbeten an Oswald Gorogranz, Griihenvorsteher, Schwarten-bach, Kärnten. 11782-5 OtfeM Heften Für den Wachdienst in Marburg werden Pensionisten, Rentner und andere unbescholtene Männer täglich aufgenommen. Bewachungsgesellschaft, Marburg, Herrengasse 43. 12002-6 BUkG'Kl ftO rcriirui 22-19 Heult Iti. 18 30. 2! Uh. Eir<>r tiir l'ür lufendliche zugelabsenl E5PLANADB ' ernrui 2f>-29 Heute 16, 18 30, 21 Uhi Die barmherzige Lüge Für jugendliche nicht zugelassenI Perfektes Stubcnmfidclien od. Mädchen zum Anlernen in großes Haus gesucht. Unter »Cllli« an die Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung« in Cilli. 11461-6 Wirtschafterin od. Hausdame für einen Herrn wird per sofort gcsncht. Intercssentinnen, die Sinn für Häuslichkeit besitzen, werden gebeten, Zuschriften mit !-ichtbild unter »Untersteiermark« an die Verwaltung zu richten. 11957-fi Metropoi-Lichtspiele Cilli Vom 13. bis 19. November Geheimakte W. B. f. ; Für Jugendliche zugelassen!_: ON-LiCHTSPiELE PETTAU I ' Ji '■ Mittwoch und Donnerstag: p Sonnfagslcincler Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassenl KMtUoteH und ^esätäßsvetkelie Zu kaufen gesucht Kleiner Besitz oder Villa in Marburg oder in nächster Nähe von Barzahler zu kaufen gcsucht. Anfragen in der Verwaltung. 12015-2-b Suche Einfamilienhaus mit allem Komfort, in schöner Lage, mit 4 Zimmer, Küche, Bad und event. Garten, bis zu r)fKW) KM. Vermittler ausgeschlossen. Nur enistgeineinte Angebote unter .^Familien-haus« an die Verwaltung. 12017-2-b Kaufe sofort kleine» Fami'ien-haus mit etwas Garten, Unf-pebung Marburg oder Cilli. Zuschriften unter »Bar I5 0(K) bis 20000 RM« an die Verw. 11028-2-1 Zu verpachten Besitz mit 10 Joch samt lebendem und tütem Inventar, auch vier Melkkühe, wegen Krankheit zu verpachten. Anfragen in der Verwaltung, 11960-2-c Zu pachten gcsucht Gasthaus in Marburg zu nachten gesucht, Anträge an Willy Arbe«, Burgkei'er, Marburg ll91K)-2-d Tausch Tausche größeres Haus mit (iarten in Trifail, günstig für ficscliäft, gegen gleichwertiges in Umgebung Marburg. Anschrift in der Verwaltung. 11991-2-c in vetkau^ Freiton-Harmonika mit 11 Bässen um 300 RM zu verkaufen, Zu besichtigen Lendorf 136 bei Marburg, 11993-3 Vor Einatelluni vua Arbeit*-itrüften muU die Zn*timinung dca tmtäodisrD Arbeileimiri. eingeholt werden. Schwarzer Pelzmantel um 2(K} RM zu verkaufen. Pas- j send für Kraftwagenlenker, j Kutscher oder Portier. Anzu-I fragen in der Verw, 11992-3; Briefmarken Groß-Deutsch-' land liefert im Abonnement.! Verlangen Sic Prospekt von Hans Korenjak, Briefmarken-Versand, Brücki-Kärnten, Postfach. Ankauf von Briefmarken und Sammlungen, 11049 3 2 Schul-Aufräumerinnen werden für die Nachmittags- od. Abendslimden aufgenommen. Lehrerinnenbildungsanstalt in Marburg, Schftnerergasse 4. 12018-6 Suche per sofort Hausgehilfin | 20 bis 35 Jahre alt. Gute Behandlung. Zdolschek, Fleischhauer, Cifli, Grazerstraße. 11738-6 F^raves, ehrilchcs das perfekt kochen kann, gesucht. Anfracen In der Verwaltung. ' 11R94-6 Tiichtixe Verkäuferin wird sofort aufKenomtnen. Radio Starkel, Marbure-Drau, Sophienplatz 6. 11839-6 KInokasslerln, wohnhaft in Pettau, wird sofort aufgenommen. Vorzustellen; Tonlichtspiele in Pettau. 12022-6 Zur Anicfjunij einer Kartei wird für Nachmittag oder Abend eine verläßliche Kraft für Schreibmaschine od. mit schöner Handschrift gesucht. Angebote unter »Kartei» an die Geschäftsstelle in Cilli. 12019-6 Zur Mitliilfe im Laboratorium wird ein verläßliches Fräulein gesucht- Vorstellung in der Molkerei in Cilli. 12020-6 2i» vetmiifeH Vergeben wird Wohnung mit Garten gegen Mithilfe in der i.andwirtschaft. Anfragen in der Verwaltung. 12005-7 " --------Als Hersteller von Oualilätserzeuqnlssen bekannt Mädchen. j,^ Deutschland tlind vielen S+aa1en der Welfi 210- HAMBURG-BEF^6EDÖRF1 Am 16. November wurden im Geschäft ^ uppaturcliitsch, il rengasse, sämtliche Lebensmittelkarten für 5 Personen der 43. Zuteilungsperiode und 4 Stück Kleiderkarten auf die Namen: Adolf, Angela, Sophie und Adolf-jun. Kotzbeck sowie 2 Raucherkarten: Angela und Adolf Kotzbeck, und Kartoffelbestellschein für 450 Kilogr. verloren. Der ehrliche I'i'.iücr wird dnngenJ beten, alles beim Fundamt in Marburg oder Gottschalkgasse 11 gegen gute Beloh-ni ng abzugeben, 12009-13 Tausche sehr schweren, schönen Tirolerloden für Winter-ni: itel gegen guten Rundfunkempfänger. Zuschriften unter s-Tirolerlodcn« an die Verwaltung. 12013-14 Tausche hohe Damenschuhe (fiislaufschuhe) Nr. 38 gegen Damengoiserer Nr. .39, 1 Paar ilerrenschuhe Chevreau Nr. 41 - gegen Herrenschuhe Nr. 42, beide fast neu. Schreiben an Willkommhof, Wachsenberg. 12011-14 Arbeitsgemeinschaft deutscher Viehkaufleute, Vertei- Gasthausbiliard um 100 RM verkauft Magazineur, Marburg. Mellingerstraße 23, 11773-3 iulutufetifesuefU Schlafzimmer, ein- oder zwei-bettig, zu kauten gesucht, Anschrift in der Verwaltung, ____J2016-.1 2 Aluminiumflaschen, 1—p/t Liter, zu kaufen gesucht. Anschrift in der Verw. 11997-4 Hausgehilfin gegen Bezahlung und ganzer Verpflegung wird sofort aufgenommen. Ziischr. unter »Llirlich« an die Verw, 12001-6 Zeichncr und Schönschreiber für einige Tagesstunden gesucht, Zeichen- und Schreib-proben unter »Zeichner« an die Venvaltung. 11999-6 Mädchen für alles, selbständig im Kochen, für sofort od. 1. Dezember gesucht. Hutgeschäft Leyrer in Marburg, Herrengasse 22 , 11981-t) Kassierin per sofort gcsucht. M. Ilgers Sohn, Juwelier in Marburg-Draii, Herrengasse 15. 11912-6 Schlafstelle wird an 2 Herren abgegeben. Anfragen in der Verwaltung. 12003-7 Tausche Einzimmerwohnung Herren«Fahn"ad, Marke Hoch-j Schlachthof. — land, grcißtentchls verchromt, Nr. UKi790ö, wurde am 6. No-veniber d. J, abends in der Herrengasse 2 entwendet. Der Zustandebringer erhält hohe Belohnung, Auskunft in der Verw. 12021-13 JitstlU«de:4es etiirmrvT »atraHBM Neuer f'ilmapparat, 6X9, Xenar, 1:4,5, Compur Rapid, gegen besten Herrcnv/iiiter-mantel einzuluuschen. Zuschr. unter »Größe 170« an die Verwaltung. 12012-14 Übernahme und Ankaut von Schlachtvieh und Kälbern. — Hinlieferung Montag und Dienstag nachmittag, 10674-14 Besichtigen Sie jetzt die in der Kunsthandlung Karbeutz, Herrengasse 3, ausgestellten Bilder der Marburger Maler Peteln und Prof, Jirak. 11970-14 Kaufe Pelzmantel oder Wintermantel, Pelzlacko sowie Herren winteruiantul. Mittelgröße. Karte ßenüst, Lipej, MarburR-Pr., BankalaricRasse Nr. 6 im Garten. 11821-4 Wiidkastanien kauft w;ie all-ährlich Arbeiter, Marburg, raugasse 5, Tel. 2623. 10192-4 Freiwillige für den Wachdienst in den besetzten Gebieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsatzfähig, im Alter von 24 bis 60, zu sotoriigem P.in-tritt gesucht. Auskunft bei allen Arbeitsämtern und bei der Werbeleitung füt die Osi mark: Thiel Rudoll, Werbeleiter, Graz, Sackstraße 27 Tel. 42.42. 2609-6' Ariernachweis beschattt Fa- am Adolf-Ilitler-Platz treircn " Institut, am Acioii linier riaiz (iroy GripsWii fiO Pul fi7 O'S größeres Zimmer evcnt. mit, Küche außer der Stadt. An-___ fragen in der Verw. 12007-91 11745 Wohhnungstaüsch Marburg Innsbruck. Neubauwohnung, bestehend aus 2'/» Zimmern Bad und Zubehör in Ir.is-bnick, i i . ^L'n . ,.,!jich-wertige Wohnung in Marbiirj^ zu tauschen. Auskünfte heim V' irungsamt, KeriiL-tockg. 6/1. 11938-9 ^umU s Am 18. November wurde am .\dolf-Ilitler-Platz schwarze lederne Brietlaschu mit zirka 2.'iO RM, und silberne Dn-menuhr mit langer, goldener Gliederkette verioren. Der ehrliche Finder wird gebeten, alles beim Fundamt oder in Gutendorf 125 bei Marburg ( abzugeben. 12010-13 2104 FERKEL und LAUFERSCHWE.NE von 4U bis 60 kg lauf, lieferbar. Anfragen an Felix Müller, Landshut/Isar. 8184 Schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere herzensgute Gattin, Mutter und Tante, Frau Paula Priwoschnik geb. Scherdoner Dienstag, den 17. November 1942, nach langem Leiden für immer von uns geschieden ist. Das Begräbnis findet Donnerstag, den 19. Nuvember 1942, um 1.'^ Uhr, vom Frauer-liause aus auf dem Petersdorfer Friedhofstatt f^etersdorf. den 17. November 19-12. In tiefster Trauer: Franz Priwoschnik, Gatte, Franzi. Sohn, Familien Jugowitsch, Scherdo- ner und alle Verwandten. 12023 Allen Verwandten und Bekannten geben wir die traurige Nachricht, daß unsere liebe Verwandte, Kusine, F'rau Theresia Schribar geb. Gortchek am 17. November 1912, um 19 Uhr, nach schwerem Leiden im 67. Lebensjahre verschieden ist. Die Beisetzung unserer IJeben findet am 19. November 1942, um 15,30, vom Trauer-hauj'e I)v ■ luMidorf :ims, auf den Sachsen fi Ider Friedhof statt. Drcschendorf, den 17. November 1942. Die trauernden Verwandten. Wir geben die traurige Nachricht vom Hinscheiden unseres treuen Mitarbeiters und Arbeitskameraden, Herrn Max Godler welcher Dienstag, den 17. November 1942, verschieden ist. Das Begräbnis findet Freitag, den 20. November 1912, um 14.30 Uhr, auf dem Stadi-friedhof in Cilli statt. Wir werden sein Andenken stets ehren. Cilli, den 19. November 1942. 12024 MetrtebsHihrer und Gefolgschaft der Brauerei A, G., Tüffer.