Nr. 137. Samstag, 19. Juni 1909. 128. Jahrgang. Mbacher ^ Zeitung Vlänumcrationsprciö: Wi! Pos K, Im Nmtti'r: na»zjährin ^ «2 K. halbjälirif, N li, ^iir die Z»stell»»n ms Ha»« nnnzjnl,ri<, 2 «. — Insertillnsgebühl: ssür lieixe I»Ierate ! bis z» 4 Zeile» l>o li, größere per Zeile 12 l,; bei öftere» Wiederliollmne» per Zeile 8 l>. « Tie «Laibacher Zeiiui'n» erscheint tüsslich, mii ?lu«!!lllime der Lonn- >mb sseierlage. Tie Administration befindet sich Mii!l,ziöslrafte Nr L0: die Mcdaltlon M>lloi!<'«raste Nr, 20. LvrecliNünbe» brr Meballio» uoi, « bi« lo Uhr vormitlasts, Uüfrnnlierle Briefe werden nichl aiisseiiommeü, Vianuüripie »ich! zurnclgcllell!. Telephon-Nr. der Nedattion 52. Amtlicher Heil. Seine t. und k. Apostolische ^iajestät haben mil Allerhöchster Eiitschließuilg voill 2^. Mai d. I. den Vizedirektor des Österreichischen Mu,eums für Kunst und Industrie in Wien, Regiernngsrat Dr. Eduard Leis ch i n g zuin Direktor dieser An stalt allcrgnädigst zu ernennen geruht. R i t l >>>. >'. Nach dem Amtsblatte zur «Wiruer Zeitung» vom 17. Iuui l9<>9 (Nr. 1^l>) wurde die Wciterverbreitung folgender Preh. erzeuguisse verboten: Flugschrift «I^o »ciopl-rn dß^i «tettori». Nr. 23 .I.'Nlugtlllüion« pupol»ro. ^orriere illu8tr»,tn«xin> vom 6. Iuui 1!»<»<.» und Nr. 23 «I.a '1'ridlin.^ 1!I„8trL7» vom lii. Iuui 1909. Nr. 2l> «5ikrc> rung. (Zwischenrufe.) Der Ministerpräsident tonnte mit großer Befriedigung der gestrigen Rede des Abgeordneten Glabinski entnehmen, daß sich seine Anschauungen in vielfacher Beziehung mit jenen der Regierung FeuMewn. Am ssranzoscnstein. Original»Roman vou Erich Vbenstein. (47. Fortsetzung.) (Nnchdruct vell'0>e»,> Das brachte Hans, der ihr wie versteinert zugehört hatte, zu sich. Und während er ihr instinktiv den Weg vertrat, schrie eine wilde Angst in ihm auf, er könne sie verlieren. Wie Schuppen fiel es ihm Plötzlich von den Augeu: Das ist dein Glück, laß es nicht von dir! Halte es mit tausend Armen und mit ganzer Xlraft, denn all der Haß, den du dir eingebildet hast, ist nichts als brennende Liebe. Bebend wie ein >tnabe stand er vor ihr. Alles andere war ausgelöscht in ihm bis auf das eiue: du darfst sie nicht gehen lassen, du mußt ihr sagen, was in dir ist, mußt sie fragen. Und dann rang es sich stockend von seinen Lippen: „tt'onstanze — was ist das? Ich hätte Sie verhöhnt?" ^ Etwa^ im Ton seiner Stimme lie^ ne anblicken. Gleich daraus senkte sie tief betroffen den Blick nieder. In seinen Augen stand eine Sprache, die ihr das Blut jäh znm Herzen trieb: auf seinem Antlit? lag ein strahlender Glanz, der ste blendete. Da nahn, er ihre Hände in die seinen nnd sagte weich: „Konstanze, was reden Sie von H"N? Einmal sagte ich: Solange ein Atemzug in mir ist, brauchen Sie nur zu rufen - das Wort gilt heute so gut wie damals — und tausendmal mehr -'"usendmal mehr als damals!" „Damals!" wiederholte sie verwirrt, faszinicrt durch seinen unverwandt auf ihr ruhenden Blick, „damals —" Dann raffte sie sich auf und sagte, Nch gewaltsam zur Festigkeit zwingend: .Seitdem ist so vieles geschehen! Und über alles wäre ich ja hinweggekommen, aber jener Brief nach Richards Tod — daß Sie d e n schreiben tonnten —" Er schüttelte verständnislos den Kopf. „Welcher Brief? Ich habe doch nie an Sie geschrieben." Konstanze nestelte an ihrer Uhrl'ette herum, wo sich nebelt anderen Dingen das Medaillon mit dem Brief befand. Mit bebenden iviitgern »nachte sie es los und reichte Hans den Brief. Sein Gesicht wurde sehr bleich während des Lesens. Auf den ersten Blick hatte er die, wenn auch verstellte Schrift seines Vaters erkannt. Dann wnrde sein Blick finster. „D a s also haben Sie m i r zugetraut, Konstanze? Darum haben Sie nicht einmal meine Blnmen neben dem Toten geduldet, den ich doch ehrlich und von Herzen betrauerte —?" Er verstummte nn-willkürlich. Konstanzes Angen leuchteten plöylich in wundersamem Glanz, und über ihre vorher so traurigen Züge breitete sich langsam Licht. „Also nicht —! O, mein Gott, ich danke dir!" murmelte sie leise. Dann streckte sie Hails die Hand hin: „Verzeihen Sie mir, wenn ich Ihnen unrecht tat. — Niemand hat bitterer darunter gelitten, als ich, denn nie habe ich an einen Menschen geglaubt, wie ich an Sie glanbte!" Halls hielt ihre Hand fest. „Und das andere, was Sie mir noch zu verzeihen habeil?" Sie er rötele über und über und schwieg. Er nahm ihre zweite Hand, beugte sich etwas nieder nnd blickte ihr tief in die Augen, minutenlang, selbstvergessen, von tiefer Zärtlichkeit erfüllt. Und Konstanze erwiderte seinen Blick, ebenso tief, voil unbewußter Zärtlichkeit. - Ein großes Staunen kam über beide, als hätten sie sich zum erstenmal im Leben gesehen. Und als müsse es so sein, legte Hans den Arm um Konslanze und führte sie zur Bank zurück, wo er sie lieben sich niederzog. Dann sagte er weich: „Es war eine törichte Sache — der Haß zwischen nils, Konstanze — nicht wahr?" Konstanze nickte und Plötzlich brach sie in Tränen aus. „Konstanze?" ries Hans erschrocken. „Was ist - habe ich Sie beleidigt?" Sie schüttelte den Kopf und lächelte unter Tränen. „Nein — aber es war so schrecklich, die laiige, finstere, einsame Zeit, wo ich dachte — und jetzt ist alles so schön, jetzt sind wir wieder die alten freunde, und ich bin so glücklich!" Er lag Plötzlich zu ihren Füßen, schlang die Arme nni sie und drückte sein Gesicht auf ihre schlanken Hände. „Nein nein — nicht die alten Freunde — etwas viel, viel Schöneres — ich liebe dich, Konstanze! Und nun lasse ich dich nicht mehr! Der alte Haß zwischen Herzog und Paur soll ertränkt werden in unserer sungen Liebe — Kon-stanze. liebe, teure - sage mir — nein, sage nichts, blicke mich nur noch einmal so an wie vor-bin, anf daß ich wieder lerne, an das Glück zu glauben--------!" Konstanze saß regungslos da und wagte nicht, sich zu rühren. Ihr war, als habe sich plötzlich ein Traum erfüllt, den sie oft geträumt in tiefer Nacht, wenn der Körper schlafgebannl lag und die Seele emporwanderte zu lichten Sternen. Ein Traum, den sie im Wachen nie zu denken gewagt hatte. Ganz leise und ängstlich glitten ihre Fmger über das blonde Haar des Mannes, dessen Augen fragend an ihrem Antlitz hingen, und um den feingeschnittenen Mund erstand wieder das sonnige, glückliche Lächeln vermmacner Tage. Vernmlen Laibacher Zeitung Nr. 137.___________________________________1242__________ 1U. Iu„i. i9l)9 auf gleicher Liltie bewegen. Niemalld anerkennt vorurteilsloser als der Ministerpräsident die Bedeutung des böhmischen Volkes. Selbst von ezechischer Teile wurde die Objektivität des Ministerpräsidenten in seiner früheren Stellung anerkannt nnd volt eincln ernsteren Manne dürfe man nicht annehmen, das; er seine langjährige Objektivität Plötzlich fallen lasse und einen vollständigen Gesinnungswechsel vornehme. Nicht nur aus Äußerungen im Parlamente, sondern auch aus solchen der national sehr empfindsamen ezechi scheu Presse wird fortwährend die Behauptung wiederholt: das System ist uns feindlich, es wird gegen uns regiert, (Zwischenrufe.) 'Auf diese Art entstehen falsche Bilder und so tonnte es auch kommen, daß die jetzige Negierung als ezechischfeindlich bezeichnet wird, was ihrem wirtlichen Wesen gewiß nicht entspricht. Der Ministerpräsident wiederholt gegenüber dem Abgeordneten kilinger. daß die von ihm angenommene Vorherrschaft des Ministers Schreiner schon an sich unmöglich ist und auch wirklich nicht besteht, erklärt, das; die Negierung den Südslaven und den Nu-thenen mit voller Sympathie und Wohlwollen gegenübersteht, unt bemerkt, wenn auch zwischen den Tozialisten und einer bürgerlichen Regierung eine breite Kluft liegt, so ist sich die Negieruug doch keiner Feindseligkeit gegen sie bewußt. Gegenüber dem Vorwurf, daß die Negierung das Haus nicht führe, bemerkt der Minister, daß sich logischcrweise nur die der Negicrung anhängenden Parteien führen lassen, nicht aber die Opposition. Dankbar anerkennt die Ncgicrung, daß sie sich der wohlwollenden Unterstützung großer und auch kleiner Parteien erfreue. In dem Bestreben, das Interesse der Volksvertretung und der staatlichen Gemeinschaft zu wahren, haben die Parteien bei der Negierung die angelegentlichste Unterstützung gefunden. Ein gesundes Parlament kann schließlich der Selbständigkeit und der Initiative entbehren. Aber die Gewohnheit, alles von der Ncgierung zu erwarten, ist bei uns nachgerade schon ein Übel geworden. Eo wenig sich die Ncgierung auf beschauliches Zuwarten beschränken darf, möchte sie der Ministerpräsident doch nicht als eine Art politischer Vorinnndschaftsbehörde für das Parlament betrachtet wissen. (Zustimmung.) Wenn ker Ncgierung der Vorwurf gemacht wird, daß sie nicht über eine feste Majorität verfügt, so verweist der Ministerpräsident darauf, daß es'nicht seine Schuld ist, daß seine Bemühungen zur Bildung einer Parlameutskoalitiou nicht zum Ziele führten. Ohne aber die Zusammensetzung der Opposition nach ihrem Gcfüge zu analysieren, bestreite der Ministerpräsident die Berechtigung einer Opposition um der Opposition willen, also ohne positive Grundlage. Der Ministerpräsident betont gegenüber dem Abg. Kraiw'r bezüglich des Standes der Neichs-und Landesfinanzen, daß die Beratung des Finanzplanes Gelegenheit genug bietet, sich in wirtlich positiver ersprießlicher Politik zu betätigcn. Er verweist auf die Notwendigkeit der Ncform der Steuergesetzgebung, bei der man sich vor Augen halten müsse, daß die Steuer dem Staate für das Volk bewilligt werde und daß gerade das Voltshaus dies nicht aus dem Auge verlieren dürfe. Mit unserer Politischen und wirtschaftlichen Großmachtstellung sind Pflichten verbunden, die keine Einengung zulassen. Wir wollen und müssen bündnisfähig und bündnislräftig bleiben, damit den Völkern die Seg-nungen des Friedens erhalten bleiben können. (Beifall.) Tie Wahrung des Friedens durch eine kraftvolle Bündnispolitik, das Interesse der Monarchie, der Länder und der Bevölkerung, deren geistige und materielle Bedürfnisse im Staatsvoranschlage ziffernmäßig Ausdruck finden, verlangen die ordnungsmäßige Erledigung des Budgets, in der keine Bekundung des Vertrauens für die Negicrung erblickt werden müsse. Der Ministerpräsident erinnert daran, daß er das gegenwärtige Kabinett selbst als einen Steg bezeichnete, der im gegebenen Angen-blicke durch eilte Brücke ersetzt werden soll. Sie selbst, meine Herreu, fährt der Ministerpräsident fort, geben mit seltener Einmütigkeit zn, daß diese Umwandlung nur auf Grund bestimmter, sachlicher Bedingungen erfolgeil kann. Die beste Bürgschaft für ein ungestörtes ^usammeltwirten der großen Parteien im Parlamente und ihrer Beteiligung an der Negicrung wäre ein Modus viveudi im dcutsch-czcchischen Widerstreite. Auch die Negierung Pflichte dieser Anschauung bei. Da sollte mall doch meinen, daß diese einmütige Auffassung nicht unschwer auch eilte schlichtende Formel finden werde. Tie Negicrung hat durch die Sprachcngesetz-cntwürfc Gelegenheit zur sachlichen Äußerung gc-boten. Sie wird trotz aller Schwierigkeiten fortfahren, auf eine Verständigung hinzuarbeiten und sie wird nicht müde, darauf zu hoffen, daß die in der jüngsten Zeit sich kundgebenden vereinzelten Altzeichen, die einen Wunsch nach Annäherung und Verständigung erkennen lassen, sich in der Nuhe des Sommers zu festeren Erscheinungen verdichten werden, so daß dann weitere Schrille »lit größerer Aussicht auf Erfolg gemacht werden könnlen. Sie wird sich dieser schwierigen aber freudigen Pflicht nicht entziehen und sie schöpft eilte Ermutigung aus den diesbezüglichen Bemerkungen der Abgeordneten Ehiari und Stelzt. Der Ministerpräsident versicherte schließlich, daß der Negierung das Wohl der landwirtschaftlichen Bevölkerung gewiß am Herzen liege. Sie suche die richtige Mitte im Widerstreite der landwirtschaftlichen Interessen. — Mit aller Entschiedenheit wendet sich schließlich der Ministerpräsident gegen die Bemerkungen, die an die jüngste offizielle Mitteilung über seine Audienz beim Monarchen geknüpft wurden. Es falle ihm gar nicht ein, sich hinter der Autorität der Krone zu verstecken, wie er es auch geradezu für eine Gewisscnspflicht halte, die Krone mit lückenloser Objektivität zu infornlie-ren. Übrigens sei die Stellung der Krone Österreichs glücklicherweise derart, daß es ihr freistehen müsse, eine Äußerung über die jeweilige Negierung und ihre Amtsführung abzugeben. (Beifall, Widerspruch bei den Ezcchischradikalen.) Der Ministerpräsident bittet, die Staatsvor-anschlagc nicht als Akt des Vertrauens für die Ne- waren Schmerz und Enttäuschung, Vergangenheit und Zukunft. Sie atmete tief auf — wie hehr die Welt ringsum dalag im Frieden des Abends! Tie Winkel rauschte uud in den Erlen flüsterte leise der Abendwind. Ein Stern begann zu funkeln am blassen Himmel, und unter den alten Buchen schlich die Dämmerung hin. „Konstanze," sagte Hans weich, „nun ist das Glück gekommen — fühlst du es? Mir ist, als sei nichts mehr auf Erden als du und ich — du und ich — wie ein Märchen ist's!" Da kam es plötzlich über sie mit brausender Gewalt, ein wildes Sehnen nach Glück erfüllte sie, das alle Gedanken auslöschte. Sie beugte sich nieder und küßte ihn. „Das Glück — ja — du mein Glück — Hans!" murmelte sie, „o könnten loir's halten!" Dann erhob sie sich rasch und strich sich mit den Händen über die Stirn. Ihre Stimme klang auf einmal verändert, als sie sagte: „Ein Märchen ist's, Hans, du hast recht und als schönes, schönes Märchen wollen wir die Stunde immer im Gedächtnis halten. Und nun komm---------" Verwundert blickte er sie an. „Was meinst du, Konstanze? Das Märchen ist uns zur schöneren Wirklichkeit geworden!" Konstanze vermied es, ihn anzusehen. „Märchen können nicht Wirklichkeit werden," murmelte sie naurig. „Wenn wir die Erlen hier hinter uns lassen, dann tritt all das wieder zwischen uns, was uns trennt!" „Was sollte — was könnte uns jetzt noch trennen?" rief Hans heftig. „Dein Leben und das meine sind fortan eins." „Und deine Braut? Und dein Vater? O, Hans, du siehst wohl, daß es immer ein Märchen bleiben muß!" Hans schüttelte den Kopf. „Nein," sagte er, und etwas von der starrköpfigen Energie seines Vaters klang aus seinen Worten. „Das sehe ich nicht. Meine Braut und mich verbindet bloß kameradschaftliche Sympathie - ich werde dir das später einmal in Nuhe erzählen. Sie wird mich gern freigeben. Und mein Vater? Es gibt keine Gewalt auf Erden, Konstanze, die stärker wäre als echte Liebe! Sei nicht traurig, noch unruhig, voll heut' an liegt dein Schicksal ill meinen Händen, und ich denke wohl, daß ich Mann genug seiu werde, es zu einem guten Ende zu führen." Sie blickte zu ihm auf mit einer leisen Hoffnung. Er kam ihr so stark uud sicher vor iu seiner Zuversicht — wär's möglich? Würde er es vollbringen? Er zog ihren Arm in den seinen, und so gingen sie langsam den Pfad gegen Winkel hin. Vor den ersten Häusern trennten sie sich. „Vertraue mir," bat er noch einmal beim Abschied, „nicht bloß mit unserer Liebe, auch soust soll nun alles gut werden. Das Schicksal selbst hat uns den Weg gewiesen, der zum Frieden führt. Und wenn du deinem Sohn heute abends den Nachtkuß gibst, dann sage ihm, daß von jetzt an einer für sein Necht eintritt, der ihm allezeit eilt wahrer Vater sein wird. Du aber, liebe Seele, schlafe ruhig und sorglos und denke meiner!" Noch einmal küßte er sie zum Abschied, dann blieb er stehen und sah ihr so lange nach, als ihre schlanke Gestalt im Dämmerschein sichtbar blieb. lRortsehuna folat.) gierung, sondern als Bekundung des Vertrauens ill die eigene, ill die Sache des Parlamentes, zu bewil-ligen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Politische Uebersicht. Laib ach, 18. Juni. Wie die „Zeit" gegenüber englischen Zeitung^ Meldungen erfährt, ist nichts von einer .Combination bekannt, in der eine Entrevue Kaiser Franz Josef-Zar Nikolaus irgendeine Nolle spielen würde. Zn der ini österreichischen Abgeordmelenhause vorgebrachten und in einer Zuschrifl an das „Neue Wiener Tagblatt" neuerdings nufrechtgehaltenen Behauptung des Abg. Masaryk, Fürst Nikolaus von Montenegro habe die Broschüre „Filiale" des G. Nasti'- vor deren Erscheinen gelanut und das in derselben Publizierte „revolutionäre Slatul" an die österreichisch-ungarische Negierung ausgeliefert, bemerkt das „Fremdenblatt": Ob Fürst Nikolaus das revolutionäre Statut vor defsen Veröffentlichung von Nastil' erhalten hat, ist uns nicht bekannt. Das montenegrinische Amtsblatt hat übrigens vor einiger Zeit dieser Behauptung auf das entschiedenste widersprochen. Was aber die weitere Behauptung anbelangt, daß der Fürst dieses SW tut all Österreich-Ungarn ausgeliefert habe, veranlassen uns die hieran geknüpften Erörterungen einiger czechischer und südslavischer Blätter zu der Feststellung, daß sie absolnt unbegründet ist. Allerdings mag die großserbische Bewegung sich seiner zeit ebenso sehr gegen die Interessen der lnontene-grinischen Dynastie, als gegen den territorialen B^ sitzstand der Monarchie gerichtet haben. In dei' Angelegenheit des Status standen wir jedoch mit dem Fürsten von Montenegro in keinerlei Verbindung, und es kamen uns überhaupt von montene-grinischer Seite keinerlei Mitteilungen des erwähnten Eharatters zu. Aus London wird gemeldet: Nach ansang licher Beunruhigung über die Kaiferbcqegnunq m der Ostsee beginnt sich die öffentliche Meinung'von England anscheinend zu jeuer ruhigen Auffassung derselben zu bekehren, welche in den maßgebenden Kreiselt voll Anbeginn herrschte und noch herrscht. Es bricht sich die Überzeugung immer mehr Bahn, daß die Ententen und Allianzen in Europa durch Freundschaftskundgebungen der Staatsoberhaupt er nicht beeinflußt werden, daß somit die Unterredungen in der Ostsee die anglo-rnssische Interessengemeinschaft und die auf sie aufgebauten oder noch aufzubauenden Verständigungen zwischen Nußland und England schwerlich berühren können. Die Duinainitglieder werden ill England allerwarinsten Empfang finden, denn man enifaltei für sie eine größere Tätigkeit, als für irgend einen anderen Besuch von Vertretern fremder Nationen in diesen» Jahre. „Nußland" ist jetzt das magische Wort für fast alle Kreise und wenn gegen den Zaren von Sozialisteu und Nadikalen agitiert wird, so tuen auch sie demonstrativ mit, was die Duma betrisfl-Die Politischen Kreise Englands wenden auch der Tatsache große Aufmerksamkeit zu, daß der Zar auch in Italien einen Besuch abstatten will. In dei Skala der Popularität nimmt Italien, etwa zusammen mit der Türkei, jetzt in England gleich nach Nußlaud den zweiten Platz ein. In einem begegnen sich alle Auffassungen: daß die bevorstehenden Entrevuen und Aussprachen zu besserem gegenseitigem Verstehen führeil dürften, somit nur größere Friedensaussicht bedeuten. Nach einer der „Pol. Korr." von der laiserliä) ottomanischcn Votschaft zugehenden Mitteilung, sind die Meldungen von einem angeblichen, seitens des Ersultans Abdul Hamih unternommenen Versuche Talonichi zu verlassen, absolut unzutreffend. Tagesnemgleiten. lSamson.Umzüge.) Zu oen Sehenswürdigkeiten des oberen Murtales gehören die „Samson-Umzüae"' die im Sommer in den Pfarrgemeinden des Lungc>n und in Krakaudorf stattfinden. Einen solchen SamsoN' Uniznq, der am Sonntag nach Fronleichnam s13. d.< wir alljährlich in Tamswea. stattfand, schildert I^-Sleinev-Wischenbart in seinem in Tamsweg ersch^' »ende» Wochenblatt „Tauernpust". Wir dieser Sch'l' oernmi, zn entnehmen ist, beträgt „die Höhe des SaM» son ungefähr drei Klafter, so das; er über den ersten Stock der Häuser hinausragt. Am Leibe trägt cr cilu'N langen, lichtgelben Untervock mit einer lichtblane» Jacke, über die linke Schuller ist ihm ein Mnnu»-säbel umgehanqen. über den, Gesichte glänzt cin Kriegshelm, von bunten Schwungfedern umwallt. ^»" der einen Hand hält er den Schaft der Lanze, i" .del anderen den Kinnbacken eines Esels" nsw. Z» bc«oen Seiten gehen seine Edelsräulein, weibliche Zlvcrge nm ungeheuren Köpfen. Das; den abenteuerlichen Zug s)^ Musikkapelle begleitet, ist fast selbstuerständlich. ^u Weschichle der Samson.Umzüge wurzelt »ach W'scl>'N' Laibacher Zeitung Nr. 137.___________________________________1243____________________________________________19. Juni 1909. bart in der einst bestandenen reichen fronleichnams. bruderschast zu St. Leouhard in Taiusweg und in dem Bestreben der Tanislveger Kapuziner, im 17. Jahr» hundert, gleich den Jesuiten >n Indenbnrg, den reli» giöseii Geist dllrch theatralische Festlichkeiten zn be» leben. iaus des Andreas Nemet ein nnd tötete dessen Gattin Eva. - ende angebracht, da die Ersah, rung mit diesem neuen Beförderungsmittel noch nichl srhr groß ist. Die zehn siegeln lanien: 1.) Habe feine Angst vor Unfällen, das Luftschiff ist sicher nnd Enl-gleisnngen sind ausgeschlossen. 2.) Gebärde dich nichl vor frende zu wild, denn die Lnfl hat keiue Valseu. .^.) stauche »ichl. 4.) Zünde leiu feuer au. 5.) Rühme nicht die fortschritte der Technik, die jeder kennt, sonst wirst du langweilig. 6.) Richle deine Ausrüstung der-nünflig eiu. 7.! Alle unnützen Sachen laß aus dem Koffer, denn das Notwendigste ist schwer geuug. ft.) Ziehe dich vernüuslig au, denn hoch in den Lüsten weht ein frischer Wind. 9.) Sei nicht entrüstet, wenn d» »och seinen Speiselvagen findest. U>.) Weise nicht mil Verachtung aus weniger glückliche Sterbliche, denn du hast oen fortschritt nicht bewerlslelligt. Mit diesen Vorschriften soll allen Kinderkrankheiten, die junge ^nslschissreisende selbstverständlich habeil werden, ver» üünftigerweise vorgebeugt werden. So vernünftig wie diese Ermahnung"! ist der ganze Luslfchiffloffer ein. gelichtet. Er ist ans dünnen Alumininmrohrplallen hergestellt, wodurch er leicht und sest ist, und hat eigen-ailige Riemen, mit denen er an die Luflfchiffgondel befestigt werde» kann. Einrichtungen für große Dame», hüte fehle» »och, sind aber auch wohl nichl notwendig, lagegen enthält er eine kleine, eigens für Lnflfchisf-zwecke hergestellte Taschenapolheke. Die Verzlernngen weisen aus den Luftschisfverlehr hin. __jWjs man Kindern die Gcwittersnrcht nimmt.! Es ist eine Tatsache, daß lrotz der Abnahme der furcht im allgemeinen die Gewilterfurchl bei Kindern außer, mdenllich stark verbreitet ist. Mau nimmt ja wohl an, daß das fürchten vor Nalurkräflen und Natur, formen, vor feuer, Wafser, vor Höhlen, Schlangen und Kriechtieren nsw. ein Erbe aus allen feiten mit ein-sachere» Lebensbedingunge» ist, das durch Vererbung den nachfolgenden Geschlechtern überliefert wird. Hat ein Vorgang bei seinem erstmaligen Austrele» beim Kinde fin'chl erregt, so helfen Auflläruugeu uud gün-sligere Erfahrungen, nnd zwar je eher, desto besser. Wie das beim Gewitter geschehen kaun, wird in dem loeben vom Institut des leipziger Lehrervereines sür erperimeutelle Psychologie uud Pädagogik übersetzten interessanten Buche von Kirkpalrict „Grundlagen der kinderforschuug" an folgendem Beispiel gezeigt: Ein ,'.weijähriger Knabe wurde durch ein Gewitter erschreckt, l'eim erste» Aufschrei des Kindes wandte sich der Vater chm zu, verglich das Leuchlen der Blitze mit den, Brennen großer Streichhölzer und bewunderte mit dem Kinde gemeinsam die Schönheil des Gewitters. Der Knabe Hal sich nie wieder vor einem Gewitter gefnrchtet. - llfn.qlische Tiräflinqsarbcit.) Daß die Insel Malta in der Lage ist, eine zehnjährige Blockade aus-'.»hallen, ohne der Gefahr einer Hungersnot ausge,etzt ',» sein, dürste nnr »venigen bekannt sein. Die Eng. >nnder haben in der Tal i'n die natürlichen feigen nn-lV'henre unterirdische Kornkammern gehaneu, die ge» nügend Vorräle an Lebensmilleln fassen könuen, um >^>e gesamte Bevölkerniig der Insel länger als zehn ^"hre zn ernähreil. Der Rie>enba» dieses bomben» s'cheren ProviantmagaziiiS ist ausschließlich vo» ^)»cht' ^aussträsliugeu ausgeführt worden, denen man anch l'as wunderbare System der Verteidignilgsterrassen ver. ^nlt, die Gibraltar zu eiuer uneinnehmbaren strata fischen Positioi, gemacht haben. In England wird eben du' Arbeitskraft der Strafgefangenen fast ausfchließ. l'ch zu Arbeite,, benützt, die den, Wohl der Gesamtheit zugnle kommeil. Wie die großen Docks von Ehalean uud Portsmonlh sind auch die forlisitalionswerke, Haseiibanlen und Kulturarbeiten im englischen Kolo-ninlbesitz durchgehends von Galeerensträflingen alls-geführt worden. Die staunenswerteste Arbeit haben sie aber zweifellos in der Grafschaft Darlurow geleistet, die zumeist ans unfruchtbarem Qdlaud uud Moor be. stand, in zielsicherer Kulturarbeit zn einem blühende» Garten nmgeschassen worden ist und ein malerisches fleckchen Erde z» werden verspricht. Das Wunderwerk wäre nicht möglich gewesen, wenn man dabei ans die Hände von Lohnarbeitern angewiese» gewesen wäre. Die feuchte, schwammige Morasterde mußte zunächst trocken gemacht und klumpeil sür klumpen dnrchgear. beilel werden, dann wurde sie mit ungelöschtem Kalk vermischt, von dem ans den Acker Land nichl weniger als fünf Tonnen verbraucht wurden. War das gr-schehen, dann begann erst die langwierige nnd müh» selige Arbeit des Umgrabens nnd Pslügens. Anch das gesamte Gerät, das für die Ansführnng des Niesen» Werkes gebraucht wurde, ist von der Hand der Sträs. linge angefertigt worden. Selbst die Wagen, die die Aiifsichlsbeamten auf ihren Rundfahrten benutzten, sind Znchlhansarbeit, und die Ponnys, die sie ziehen, sind ans der Zncht der Strafanstalt hervorgegangen. — Din mertw«rdiqe5 Urteil.> Der „Temps" er» zählt von eine», merlwürdige» Urleil des Gerichts-Hofes zu Reims: Im Maine.Departement starb kürzlich der Bürgermeister von Aveneli nnd hinterließ dei Stadt Eperna», sei» Vermögen im Betrage von zwei Millio-neu franke». Die Neffen des Verstorbenen, die leer ausgingen, fochten das Testament cm und behaupten, ihr Oheim sei bei der Abfassung geisteskrank geweseil. Beweis: Der Herr Bürgermeister habe sich damit ver. gnügt, im Gewand eines Kardinals trommelnd dnrch die Straßen seiner Gemeinde zn ziehen; er habe sein Dienstmädchen nachts dnrch Pistolenschüsse geweckt, habe lagelang in seinem Garlen Drehorgel gespielt nsw. Anch wnrde nachgewiesen, daß der Erblasser mehrfach in der Irrenanstalt zn Ehalons untergebracht werden ninßle. Die Stadt Epernay dagegen ließ durch zahl-reiche ^eugeil bekunden, daß der Verstorbene „zwar ein Original gewesen ist, daß aber die oben berichteten Er-zeutrizitäten nicht über die Tollheiten »nd Späße hin. ausgegangen seien, wie sie alieil Junggesellen eigen zn sein pflegen". Der Gerichtshof von Reims hat sich die-ser Meinung angeschlossen, nnd Eperncni hat die zwei Millionen sür seinen Sladlsäckel geretlel. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. ^aibnch in Ziffern. I. -- Wie bereits mitgeteilt, ist kürzlich der zwölfte Band des „Österreich!scl'ien Städlebnches" erschiene», der die zwei Berichtsjahre W05 nnd 1906 nmsaßl nnd sich mil einschneidenden, vorteilhaften Veränderimge» seinen Vorgängern würdig anreiht. Während bisher im „österreichischen Städlebnche" die eingelangten Beiträge, sür jede der mitarbeitenden Städte zn einem einheitlichen Ganzen vereinigt, znr Veröffentlichung gelangten, ist uunlnehr in wichtigen Gebieten der Kommnnalstalistit nn Stelle der Einzeldar. slellnng eine Darstellung in synoptischen Tabelle» und eine monographische Besprechung dieser Gebiete getre» teil. für eine Reihe von Materien wurde allerdings die bisherige Darstellungsform noch beibehalten, doch soll anch hierin allmählich Wandel geschaffen werden. Der vorliegende zwölsle Band' zerfällt demnach in zwei Teile, i» deren ersten, die auf der Koiisere»', für Slädtestalistik ausgewählte» Materie« synoptisch zusammengefaßt und tertlich erläulerl werde». An erster Stelle steht „Gemeindegebiet, Bodenbenütznng nnd Gemeindegrundbesitz" von Dr. Wilhelm Hecle. Wiewohl der Verfasser bei der keineswegs ausnahms-losen Beteiligung der Städte in der Ausstellnng all-gemeiner Resnltate mit Recht zurückhält, vermag er doch anch schon aus den eingesendeten Berichten so manchen fortschritt österreichischer koinmnnaler Boden» polilik zn konstaliere». Anch die Nevölkernngsbewegnug erscheinl diesmal in synoplische» Tabelle» dargestellt. Eine synoptische l'lbersichl über die Bewegnng der Bevölkerung wnrde zwar schon im nennten Bande des „österreichischen Städtebnches" veröffentlicht, jedoch auf Grnnd der Tabelle» der „österreichischen Stalistik", während dieS-mal die von den Städten sür Zwecke des Ctädtebuches gelieferte» Nachweisungen im Bureau der f. s. slali° stischeu ^enlralkommission synoptisch zufammengesaßt nnd sodann von Dr. A. Maria» textlich besprochen wiirden. In diesem Abschnitte wurden übrigens minder wichtige Tabellen durch ueue wertvollere ersetzt. So wnrde namentlich der Slatislik über die Eruährungs° Verhältnisse der im ersten Lebensjahre Gestorbenen besonderes Angenmerl zugewendet, indem an Stelle der bisher hierüber publizierten Tabelle drei ueue lraten, die über die Ernährnngsverhältnisse der ge-slorbene» Säuglinge nach ^ebeiismonalen, Kalender, monale» u»d Todesursachen Ansschlnß gebeil. In dem gewonnenen Material »vird der modernen Säuglings, fürsorge mancher fingerzeug für den kausalen ^usam. meiihang zwischen SänglingSernährung nnd Säuglings, slerbüchleil gegebeu. Der letzte ter.llich erläulerle syuop. tifche Abschnitt behandelt das städtische Neleuchtungs. wesen. Eine Übersicht über die finanzen größerer Slädle, i» aiialoger Weise »vie in den Vorjahren ans Grnnd der Rechnnngsabschlüsse zusammengestellt, biloet den Schluß der synoptischen Darstellung. Der erste Teil des vorliegenden Bandes bedeutet demnach einen großen Schrill nach vorwärts auf dem Wege, das gefamte Material für das Städtebuch Mop-lisch zn veröffentlichen und somit einer leichteren Ver. gleichbarteil zuzuführen. Aber auch die EinzeldarsteL lungen des zweiten Teiles weisen durch Einsügung neuer Tabellen manche erfreuliche Verbesserung aus. So er-snhr der Abschnitt „Gebändeslalislil" eine Ansgestal-lung durch die Aufnahme zweier Tabellen, loelche die Häuser mit gesnnden nnd billigen Arbeitcrwohnungen uach den Erbannngsjahren nnd nach Kategorien zur Darstellung bringeil. Es würde allerdings zu weit führen, wenn wir anf das statistische Material der im Slädtebuchr ver-tretenen Kommnnen naher eingeheil wollten. Wir wol-len uns daher iu den nachfolgenden Ausführungen nur auf die Einzeldarstellung, betreffend die Stadlgemeinde Laibach beschränken lind auch den synoptischen Ta-bellen nur jene Daten entnehmen, welche anf die krai. nische Landeshauptstadt Bezug haben. Das gesamte Material wurde, wie in früheren Jahren, so anch sür diese beiden Berichtsjahre von Magistratsral Engen Lah gesammelt nnd übersichtlich geordnet. ^Fortsetzung folgt.) lVom Horsidirnftc.j Seine Eizellenz der Acker-baumiuisler hat im Stande der forsttechniker der poli-tischen Verwaltung den furslinspetlions.Kommissär erster Klasse Otto Paul in Adelsberg zum Obersorst. kommissär ernannt. " lMhaltllnq eines frriallnrsrs znr Heranbildunss von Lehrern im Zeichnen uach freien Methoden.» Wie man uns mitteilt, hat der s. l. Landesschnlral für Kram die Abhaltung des ferialkurses znr Heranbildung von Lehrern im Zeichnen nach freier Methode in der Zeit vom !^<. August bis 10. September l. I. an der f. l. Lehrerbildungsanstalt in Laibach durch" den Professur der vorgenannten Anstalt Herrn franz Snher ge» nehmigend znr Kenntnis genommen. Den Kurs werden nachbencmnle Lehrpersonen besuchen, bezw. haben sich znr Ansnahme i» deoselbe» bisher gemeldet: franz Schis s r e r , definitiver Lehrer in Laibach; Theresia Sknl, definitive Lehrerin in St. Marein; frnnz flere, Oberlehrer in Gereut; Iofef Noval, defi-nitiver Lehrer an der k. k. Werksvollsschule in Idria; Anna Zevnil, definitive Lehrerin in Obergorjach-Karl Perko, provisorischer Lehrer in Stopi5<^ Ru-dols Dengg, Oberlehrer in Lenzing bei Taalfelden, Bezirk Jell am See; Karl R ostohar , provisorischer Lehrer in Landstraß; Marie Arselin, Volontärin, Milena R o h r m a n n , provisorische Lehrerin, nnd Albina Svetel, provisorische Lehrerin, sämtliche drei an der städtischen sluvenischen achlklassigen ^Icädchen-schule bei St. Jakob in Laibach; franz P i r n a,, Oberlehrer in Obergurl; Rosa Ermacora, desi-nillve Lehrerin in Lienfeld bei Gotlschee; ft. Alsonfa franko, Lehrerin in St. Michael bei Rndolsswert; Thekla Schitnif, Lehrerin in Mariazell, nnd Emm,-l S ch n, i d m a y e r , lehrbefähigte Lehramtslandidatin ,n Laibach. ^,-. ^ lAn der t. l. Lehrer, und Lchrerinnrnbildunqs. anstalt in Laibachj »vurde das Schuljahr 19l»8/t9<»9 am heutigel, Tage geschlossen. Die l. l. Lehrerbildnngs-anstalt zählte im abgelaufenen Schuljahre in den nute-ren drei Jahrgänge» 98 Zöglinge, von denen «8 Zog. linge einen günstigen fortgang l7 mit Vorzug) nnd 12 Zöglinge einen ungenügenden forlgang aufwiefen, »vähn'nd !8 Zöglinge eine Wiederholungsprüfuug >,ach den ferien abzulegen haben lverdei,. ^ Die k. k. Leh-rerinnenbildnngsanstalt wurde im ersten, zweiten nnd diilten Jahrgange von 127 Zöglingen besucht. Der fortgang war bei 121 Zöglingen günstig ldnrnnler bei -^ Zö'lilingen mit Vorzug), bei I Zöglinge nngenügeno; 5 Zoglmge erhielten die Vewillignng, eine Wieder, holungsprüsung nach den ferien abzulegen. - Die Reifeprüsuugeu begiilneu Ätonlag, den 21. Inni, denen sich an der l. k. Lehrerbildnngsanstalt 36 Zöglinge des vierten Jahrganges nnd 1 Privalist, an der Lehrer, innenbildnngsanstalt 43 Zöglinge des vierten Jahr. ganges nnd 23 Privatistinnen unterziehe» werden. lPfleqr von Inqendspielcn nn Polls, und Vür» .qerschulen.» Seine Exzellenz der Minister sür Knltns „lid Unterricht Gras Stürgkh hat neuerlich an die Landesschulbehörden einen Erlaß gerichtet, in »velchem die Pflege von Iugendspielen nnd von für die Jugend geeignetem Sport auch an den Volks- und Bürger-schulen angeordnet wird. In dem Erlasse wird gesaat' Allenthalben 'vird der Wunsch lant, der körperlichen Ansbildung der Schnl,ngend seitens der Schule eine größere Anfmerksamkeit zuzuwenden, als dies bisher ge,chehen ,st und es kann der Wert einer solchen Aus-b.ldnng für die gedeih!icheEntwictlung der heranwachsen, den Generalion auch von feiner Seiie verkannt werden. Das Mmistermm hat deshalb anch wiederholt oie P,!ege des ^ngendspiels und die förderung jeglichen an-gemefsenen Sports, insbefondere auch des Schwimmens, dnrch die Schule ailgeregl nnd anch einzelne Veraustnl. liingen zur förderuug solcher Einrichtungen subventio-»ierl. Nichlsdeslolveniger ist der Erfolg dieser Anregung bezüglich der allgemeinen Volss- nnd Bürgerschulen noch wenig befriedigend, was wohl in erster Linie dar» auf zurückzuführen ist, daß vielen Lehrkräften der all-gemeinen Volks- und Bürgerschulen während ihrer Bildnngszeit keine oder doch nnr eine ungenügende Gelegenheit zur Ausbildung in, Ingendspiele und in elitsprechenden Sports geboten wnrde, so oaß sie trotz Laibacher Zeitung Nr. 187. 1244 19. Juni 1W". besten Willens die Leitung solcher Spiele und Spurts nicht übernehmen können nnd daher auch nicht in der La^e sind, im hinreichenden Maße die Pflege derselben zu fördern. Mit Rücksicht hieraus dürfte es sich empfeh-lcn, die Einführung von Spielnachmittagen au den Lehrer» nnd Lehrerinnenbildnngsanslallen, wozn sich füglich die zwei schulfreien Nachmittage der Woche am besten eignen werden, in Erwägung zn ziehen, »vobei ich bemert'e, das; ich bereit wäre, den Spielleitern entspre» chende Remnnerationeit zu gewähren uud auch zur Au« schaffnng und Instandhaltung der notwendigen Spiel» geräre augemesseue Subventionen zu bewilligen. Um aber anch an den allgemeinen Volks» uud Bürgerschulen eine raschere Verbreitung der Pflege der körperlichen Ausbildung der Schuljugend zn erzielen, dürfte es an» gezeigt erscheiueu, die Lehrerschaft dieser Schnltate-gorieu neuerdings auf die hohe Bedeutung körperlicher Übungen aufmerksam zu macheu und mit den schul» erhaltenden Halloren sowie mit solchen Vereiuen, die ähnliche Zwecke verfolgen Uhr erste Gesangs» probe für die gemeinsamen Ehöre im großen Saale des „Narodni Dom". Um halb 12 Uhr Umzug durch die Stadt. Nachmittags: Um 2 Uhr Festbankett im großen Saale des Hotels „Tivoli" lSchweizerhaus). Um 4 Uhr Volksfest in der Stcrnallee und aus dem Kongreß» piahc. — Monta.q den 28. Juni vormittags.- Uni 8 Uhr gemeinsames Frühstück im Garten des Hotels „Tivlili". Um li Uhr Festverfammiung im qroßen Saale des „Narodni Dom". Nachmittags nm halb ^ Uhr zweite G^cmaspiode stn die gemeinsamen Nsore im groszen Saaie des Hotels „Union". Uni '^>I Uhr Mittagessen gemeinschastlich und in den einzelnen Re» stauralionen.' Um 3 Uhr Besichtigung der Stadt, des Museums usw. sowie der Umgebung vom Schloßberge. Um 8 Uhr Festkonzert im großen Saale des Hotels „Union". Nach dem Konzerte Kommers uu Garten des Hotels „Union". — Dienstag den 29. Juni: Um 6 Uhr 2 Minuten früh Ausflug nach Adelsberg, um 3 Uhr 4 Minuten nachmittags aus Adelsberg nach Trieft. Am 30. Iuui Besichtigung der Stadt und ^ahrt nach Miramare. Am l. Juli nm 7 Uhr 48 Minuten vormittags Ausflug aus Triest nach Veldes, Teefahrt, Ausflug iu die Rolweinklamm, abends Verabschiedung. — lLaibachcr Deutscher Turnverein.) Morgen sin-det in der Turnhalle das Welturneu statt. Die Stamm, riege beginnt um 7 Uhr, die Zügliugsriege um halb l0 Uhr vormittags zu turnen. Mittags erfolgt im Kasino die Preisverteilung. — lVermächtnissc.) Der unlängst in Graz verstor» bene Hausbesitzer Herr Franz Lavren5-i5 hat der „Glasvena Matiea" in Laibach, »veiters den Stadt» armen in Laibach, Graz und Adelsberg sowie den Armen iu Unee Beträge von je 10.000 !< testiert. — sTodesfall.) Gestern ist in Eisnern der dortige Oberlehrer, Herr Anton Sonc, nach längerer Krank» heit im 4l. Lebensjahre gestorben. Die Leiche wird morgen vormittags nach Laibach überführt werden, wor» auf um 5 Uhr nachmittags vom Manlhause au der Maria Theresia»Straße aus das Leichenbegängnis ans den Friedhof zum Hl. Kreuz stattfindet. li. — ftliückkchr dcö Infauterieregiineuts Nr. 2 7.) Das Infanterieregiment Nr. 27 ist gestern abends mit klingenden! Spiele nach l7tägiger Abwesenheit zn Fuß von den Bataillons» nnd Schießübungeu aus Wigann uuo Vezuljak eiugerückt. Nach der Einrückuug iu die Kaserne spielte die Musik das „Gebet während der Schlacht" uud schließlich die Vollshymne. Genau nm 10 Uhr bezog das Regiment seine Ubikalionen. — sLine bemerkenswerte Leistung iu der Mailäser' Vertilgung) wurde im heurigen Jahre im Tchulspreugel Podzemel'i des politischen Bezirkes Tschernembl erzielt. Nicht weniger als 28-5 Hektoliter dieses Kullurschä^» lings sind durch Schulkinder eingesammelt worden. Dieses schöne Resultat ist hauptsächlich der Schulleilnnq daselbst zn verdanken, die in mustergültiger Art auf dlV Schuljugend einzuwirken wußte, um sie trotz des passiven Verhallens der Bevölkerung zn eifrigem Sammeln anzuspornen. Bemerkt mnß überdies werden, daß in einigen Örtlichkeiten des Schulspreugels die Maikäfer nnr sporadisch aufgetreten sind. —<'. — sVom hiesigen Fischmarktc) kann nicht viel gesagt werden, da er sich nnr in ziemlich engen Grenzc-n bewegt. Es werden wohl Hechle, Flnßbarben, Äschen sowie Karpfen lind sonstige Fischsvrten feilgeboten, doch find die Preise beständig sehr hoch, so daß sich nnl,' reichere Familien am Freilag Fischspeisen vergönnen können. Auch Krebse kommen in größeren Mengen auf den Markt, erzielen geradezu horrende Preise und werden meistens von Zwischenhändlern partienweise er-staudeu und nach Wien geliefert. Gestern kostete z. B. ein Suppeukrebs 20 bis 24 l>. Frösche, die iu Laibach eiu beliebtes Fastenessen bilden, gelangen ebenfalls in ziemlichen Quantitäten zum Verkaufe. Die Preise der Frösche schwanken zwischen 6 bis 10 !> per Stück. Es ist also ersichtlich, daß uur weuige berufen siud, sich ihre Fasteuspeisen vom hiesigen Markte zu holen. >«-—. " Mitteilungen ans der Praiis.) Eine der Ehe» sra» gewährte Ärmennnlerstüt'.uug aus öffentlichen Mitteln zieht den Verlust des' Wahlrechtes des Ehe» mannes uur lütter solchen Umständen nach sich, die die Unlerstütznng der Frau zugleich als eine Unterstützung des Ehemannes erscheinen lassen. - <-. — („1> i- <. tt ! c, , l i u ., »^ (! nll> !) i- i :>."j Achter Answeis des Apothekers G. Pieeoli in Laibach! Apol» lonia Ktrutelj, Geschäftsinhaberin, 2 K; Josef Sedanel, Pfarrer, Diva5a, 4 I<; Alllou Stare, Gutsbesitzer, Maunsburg, 50 X^ t. k. Bezirksgericht iu Treffen 3 I<-Bürgermeisteramt in Saloch 18 K; Anna Gerber, Ge» schäftsinhaberin uud Hausbesitzerin, 4 I<- Ungenannt l K- Fr. Matkovw. Trsato, 2'l<- Ul^ar 2 X; Pirker, k. k. Profefsor in R., 2 X- Ungenannt 2 X 7l> !,-Aiirgermeisteramt in Trsein 7 1< 10 l>; Ios. Kelene, Bürgermeister in Formin, 3 X 20 !>; Bürgeruieister» ault in Mlaka 23 lv 10 I,; Gemeindeamt in Lahovu'e 1 l<- Bürgerincisterault in Hünigsteiit 4 I< 6l» !>-Gemeiitdeamt in Veldes 25 !<- Gemeindo in Supole 3 l< 7l» !>- Franz Pov^e, Koni»lerzialrat, 10 !<. Zu» sammen 168 I< 4l> i<- zlizügüch der bereits ausgewie» seneu 5675 l< 41 I, beträgt >ie Summe 5843 X'81 !>. " s.Krankenliewegung im Monate Mai.) Iiu Lau» dessvilale in Laibach'sind inl Monate April 456 kranke Personen, nnd zwar 209 männliche uud 247 weibliche Personen verblieben. Im Monate Mai wurden 938, und zwar 478 männliche und 460 wc-idNche Personen ausgenommen. In Abqmi.q wurden gebrach!, und Mal.' als geheilt 215 männliche und 228 weibliche, als c^e» bessert 177 männliche uud 173 weibliche, als unqeh^ilt 27 männliche nnd 18 weibliche,- transferiert wurden 31. männliche und 44 weibliche Personen. Gestorben sind 27 männliche nnd 16 weibliche Persoueu. Mit Ende des Monates Mai verblieben daher noch 210 männliche uud 228 weibliche Personen in ärztlicher Behandlung. — >-. * scheues Pscrd.) Vorgestern nachmittags scheute auf dem Nodnikpialje ein einqejpmmtes Pferd uor einem elektrischen Straßenbahnwagen und rannte durch die Kopilargasse bis znr Jubiläumsbrücte, wo es zu Vodcu stürzte uud stehen blieb. Der Fuhrmauu siel veuu Mählichen Hcwse Umn Wagen und erlitt an bei» den Händen einige Haulal'/'chürfungen. " Mnc betrügerische und diebische Maa.d.< Die !884 iu Strovuik, Gemeinde Tr/.i,^e bei Nassenfns;, geborene Magd Theresia Ho^evar diente bei einer Krämerin am Allen Markte. Da man gegen sie Ver» dacht schöpfte, daß sie nicht ehrlich sei, wurde bei ihrem Tienstaustritte ihr Koffer unlersnchl, wobei mehrere Seidenreste, Damenlieiukleider, verschiedenfarbige Schürzen, Strümpfe, seideue Bänder, Spitzen usw. vor» gefunden wurden. Das Mädchen hatte überdies Betrü» gereien verübt nnd auf den Namen ihrer Dienstgeberiu iu mehreren Geschäften verschiedene Waten entlock!. Die Polizei nahm die Magd in Hast und lieferte sie dem Laudesgerichte ein. " lLcichcnfnnd.) Zu dieser gestern gebrachte» Notiz wird uuS mitgeteilt, daß es sich um keiuen Unglücksfall, sondern nm einen Selbstmord handelt. Der 66jährige, dienstlose Knecht Franz Kavi^ sprang gestern morgens von der Tirnaner Lände ans ill den Laibachfluß. Ein Arbeiter, der dies sah, meldete den Vorfall der Sicher» heilswachtstube au der Karlstädter Straße. Unterdessen fuhren zwei Hafnergehilfeu mit einem Kahne dem Selbstmöroer uach, erreichten ihn jedoch erst dann, als er schon tot war. Kavstmord.) Zu den unter dieser Spitz» marke gebrachten Notizen sei anfklärend mitgeteilt, dast es sich nicht nm einen Doppelselbslniord handelt, son-dern oaß ein Mord und ein Selbstmord verübt lvurd^. Wie die gestern morgens erfolgte gerichtliche Leichen« seklion ergab, waren die beiden unglücklichen Opfer zur Zeit der Tat unznrechnungsfähig gewesen. Sie ver> üblen den Mord und den Selbstmord iu eiisem Anfalle von Irrsinn. Das Begräbnis fand gestern nachmittags um 4 Uhr vou der Tolenkammer zu St. Ehristoph aus auf deu Friedhuf zum Hl. Kreuze stall. in der Zolnlnrche. Tonntag den 2!!. Inni lhl. MärMer Prothus! nm l<» Uhr Hochamt- Preismesse ^ü!v<> li,«^,!!-» oon G. Ed. Stehle, Graduale 1i<>llsi,^ vi,° von Ferdinand Schaller, Offertorium <»>-,',> <>< 1,<,,,<>,'<' von llüo Kornmiiller. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, !8. Julli. In fortgesetzter CpezialoebaUe über die zweite Gruppe des Budgets weist Justizmiui» ster Dr. R. v. H u ch e n b li r g e r die Uuslichhaltigleii der gegen die Justizverwallnug iu nationaler Beziehung erhobeneu Vorwürfe nach und erklärt, solange er an der Spitze des Justizressorts stehe, werde» sür die Richter« ernennungen ausschließlich die sachlichen und sprach» lichen Eigenschaften der Bewerber maßgebend sein-Handelsgeschäfte über Instizdienstslellen sind aus-geschlosseu. lLebhaster Beifall.) Der Minister nimmt den österreichischen Richterstand gegen verallgemeiutt' Augriffe iu Schutz, gedenkt wärmstens des Anwalt» staudes uud küudigt eine neue Advokalenordnuug so» »vie ei» neues Tisziplinargesetz sür de» A»wallsta»d an. 8. Inni. Die gestrige Abendtasel sa»o »vieder an Bord der „Standard" stall. Während oer Tafel brachte Kaiser Nikolaus folgende» Trink' spruch aus: „Ich bin glücklich, Eure Majestät iu unse« rer Mitte begrüßen zu könuen uud Euie Majestät willsotlmien zu heißen in Erwiderung der Gaslfreund' schasl, die mir vor zwei Icchren in Ewiinmünde da'' qebolen »vurde und die zn meinen wertvollsten Erimu'-runden M)lt. Ich neh»ne diese glückliche Gelegenhe'l wahr, um Eurer Majestät zu versicher», daß ich den ausrichlige» und unveränderliche» Wunsch hege, d^ lraditioilelle» Veziehungelt herzlicher Freundschaft n"d gegenseitigen Vertranens dauernd zn erhallen, d"' linsere beide» Häuser stets verbunden haben uud dn' zu Pflegen nicht bloß als ein Unterpfand der gnlen Ä'" ziehnngen zwischen unseren beiden Ländern, sondern auch des allqeiM'inen Friedens ich lebhaft wünsche. ^ erhebe ulei>t Glas nnd trinke von ganzem Herzeil a»^ die Gesundheit uud das Glück Eurer Majestät, aM die Gesundheit Ihrer Majestät, aus das Wohlergw'" der lcnserUcheu Familie und aus die Wohlscchrt ocs Deutschen Reiches." — Kaiser W i / h e l «> erwio/r"' mit solgeudem Trinksprnch- „Die so lieoenswürdig^'» Worte, lvelche Elire Majestä! au mich soebe» richl/'^',', habe» mich lebhaft gerührt. Ich danke Euret Majc'sta dafür und spreche zugleich meine liese Dantbarten Eurer Majestät uud Ihrer Majestät der Kaiserin !>" den so herzlicheil Empfang aus, der mir auss >'"" Ivieder an Bord der ,Staudard' bereite« worden '!'-Gleich Eurer Majestät sehe ich mit Freude» M dn-sem Empfange eine neue und wertvolle Bestätigung "^ engen uud aufrichtigeu Freuudschaft, welche unsere 4 fioibodjer ^citiing Wr. 137. 1245 19 gluli 1909 sonen lind uusere Hliusev deroindet. Ich sehe dcnin ^» qleichev Zeit eine neue Nesliitiquitss der tradilil,i!lelle>t Ve^iehnnqell herzlicher ^renildschasi und des Ver» Irenens, die, den vie>lseil>qen Iilteressen imd den durch» ons friedlichen Gesinnungen unserer Länder gleicher» üllißcll entsprechend, Mische» un>eren Negierungen be> slehl-n. Ich trinke ans das Wlihl Eurer Nilijestcit', Ihrer ^«djestät der Kaiserin und der ganzen laiserlichen ^a» ,nilie und ebenso aus das Gedeihen des qanzen russischen 'lieiches i» den Vahnen, welche die h^'he Weisheit (5urer Maiesläl ihin ^orgezeichnet hat." Scharfe Schüsse sscsscn einen cnsslischcn Dampfer. ^lockliolm, I^. >»u!li. Das Svensla.Telegraphen, l'iireau »leldel aus Helsings^rs.' Äl^ Miltnwch l.xn>ni<. lags ein englischer ^cistdainpser den» russischeil l^esclpoa' der begegnete, wnrde von dieseni zuerst ein blinder 3chlch und sünf Minuten daraus wnrden zwei scharfe Schüsse abgegeben, die das Schiff trafen, den Tamps-vessel zerslmlen und einem Maschinisten ein Nein ,',er» schmetterte». Stockholm, 18. Inni. Der Dampfer, der 0m> dem '»isischen (Geschwader beschissen wnrde, heißt „Wort-b»rg", der >iapilän ^»'^berls^n. Nachdem der Dampfer Den Schade» aufgebessert halle, ging er nach d'»g!a»d ab. Der verwundete Maschiilist wnrde in das H ran sen» Iiaus »ach Wiblng gcbraclil. Der Dal»pser hatte rich-ligen >t»rv, Helsinssfors, ltt. Inni. ^»»r Veschiesiung des eng. üschen ^rachleiidaiupserv „Wartburg" durch ein rus. sisches 30rped>.'bool n.nrc> iwch folgendes belnnnl' Mitl° >ooch abends wnrde das mil Bauholz nach England gehende Schiff im Fahrwasser des russischen Kaiser« geschwaders wegen Verlel.nmg der erlasseneil Best im. mungen durch Signale ansgesordert, stehen zu bleiben. Als die Aufforderung nicht befolgt wnrde, feuerte das Torpedoboot zunächst drei blinoe und dann erst oier chnrfe Schliffe gegen den Dampfer ab. Die Bessessnunss zwischen Nikolaus li. „nd Falliörcs. Parici, 18, Iulli. Aus Cherbourg wird gemeloei: Tie Vegegnnilg zwifche» Kaiser Nifolans und dem Prä» fidenten 7^alli^res >r>ird a» Bord des Kriegsschiffes ..^eon l^ambeXa" erfolgen. Im Arsenal wird diesmal, im ttegenfatze zn früheren ^llfammentünfle», weder ein Empfang »och ei» ^esl stattfindeil. Die ganze Beg^g° llnng »oird sich auf der Reede abspielen. Mehrere Bläl-»er glauben, das; dies mit angedrohten sozialistische» >! »nogebungen zniainmenhänge. Die englischen Flottenmanöver. London, !8. Iulii. Heilte ist die Nereilslellung der englischen flotte zu den Manövern beendet worden. (5's hnndell sich dabei in erster ^iuie nm die volle Indienst, slellnng der 3. und 4. Division der Heimalflolte, zu dene» n. a. K» Linienschiffe, 9 Panzerlrenzer, 22 ge» slliü^le Kreuzer »nd Seouls, sowie 60 3orpedoboolzer> störer gehöre». Insgesaml nehme» an den Manöver» leil: 4 ^iliienschisfe, 27 Panzerlreuzer, 26 geschi'chle Kreuzer, 16 Seouls n»d Kanonenboote, 114 Torpedo-lnotszerstörer, 79 Torpedoboote, 26 Unterseeboote, !i Minenleger und 16 Hilfsschiffe. ^)Nsammell nicht weni° ger alc? :^47 Schiffe und Fahrzeuge. Die Ärcta-Fragc. Pario, !^. ^»lüli. Beziiglich der lretischen Ange> legenheil erllärt „Petit Parisien", daf; oie Tchul^nächte »och leine (5»lsche!d>mg über die ^rage der Abberufung ihrer Truppen gelroffe» habe». Vor !4 Tagen sei dem französische» koüsnl i» Ka»ea der Befehl erteilt »vor-dl», die Näil!»li»g vorznbereite». Hierauf sei das besuch der tiirsische» ^l'egieruiig »m Bela>sn»g der ^ruppenableilungen erfolgt, »vorüber man gegenwärlig »oll) Veratnnge» pflege. England neige allerdings enl-schieden zn der Ansicht, das; man Kreta sich selbst über-lasse» mnsfe. Hcnschrcckcnschwärme in Ungarn. Zzolnok, l^. III»!. In der Gemarluiig dev w^. ^neinde Kör» haven sich Schwärme von marottamsche» Hcilschn'sft'ii in einer uni/liel/'chbaren Menge iiieoer-gelassen u»d sämtliche Saaten v^nichtel. Hellte lvesfen !^i< Ansrotiungsmaschine» ein. Die Cholera in Petersburg. Petersburg, 18. Juni. In den letzten 24 Stunde» l'nd A4 „em' ^hl'il'lafäile zll t'crzeichlll',,, w„ denen N» einen tödlichen Aus^ana, nahmen. Verantwortlicher Redakteur.' Anton Funtel. Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden und Gicht, bei Zuckerbarnruhr, bei Catarrhen der Athmungsund Verdauungs-Organe wird die Bor- und Litilium-hältige Heilquellt SAIfiWffOE mit ausgezeic.hnel.prn Krsnlg angewendet. gZfc Wirksames Präservativ gegen E9 bei Schärlach auftretende |V| Nierenaffectionen. IH ¦"'" ÄBI Harntreibende Wirkung. m^S^^ Eisenfrei. H^l^ffl Leicht verdaulich. jj^^B^M Angenehmer Geschmacks 1 TT Absolut rein. Vv-'j'^, Constante Zusammensetzung. tfTsèz^ M Besonders jenon Personen ^aior 8) von Samstag:, 19- Juni bis Dienstag:, 22. Juni: 1.) Der begrabene Trunkenbold (komisch). — 2.) Manöver der italienischen Gebirgsartillerie (interessante, nach der Natur aufgenoinmeuo Projektion). — 3.) Die vier Pfeile Amors (prachtvolles, phantastisches Bild, iu Farben). — 4.) Sappho (historisches Drama in 20 Bildern). — 5.1 Und die Katze ist zurückgekommen (sehr komisch). [leklroradiograpli „Ideal" (Im Hotel „Stadt Wien"). Piog-iamra (11)8:")) von Samstag, 19. Juni bis Dienstag:, 22. Juni: 1.) Kin dickes k'cll (komisch). 2.) Stapellauf W^ft*- epslen Ranqes und als ff MMi ^ü Heil Wasser qegen die Leiden der ?ö ^^^Alhmungsorgane des Magens und der Blase bestens empFoiden & Hauptdepot in Laibach: Miohael Kastner. Eine Bemerkung zur Modefarbe. Wie aus allen Modeberichten hervorgeht, wird die weiße Farbe bei den Damenkleidem vorherrschen. So sehr diese helle, freudige Sommerkleidung zu begrüßen ist, so sehr ist darauf zn achten, daß sie dauernd ihre volle Wirkung beibehält, denn ein weißes Kleid ißt nur dann schön, wenn es blendend weiß ist. Daruin empfehlen wir ganz besonders in dieser Saison die strikte Anwendung von Schwanseife iSchichts feste Kaliseife). Diese köstliche, absolut zuver-läsBige Seife reinigt selbst die allerzurtesten Stoffe ohne sie irgendwie anzugreifen oder unscheinbar zu machen. Ob Leinen-, Woll- oder Seidengewebe, Schwanseife verleiht ihnen den Schimmer und den Glanz der vollen Neuheit. Man beachte die Gebrauchsanweisung auf der Packung der Schwanseife. (2181 a) Ob schön! Ob Regen! Kasino-Restauration. Heute Samstag den 19. luni 1909 Barten-Konzert ausgeführt von der Musikkapelle des k. u. k. Ins.-Reg.Nr. 27 König der Belgier unter persönl. Leitung des Herrn Kapellmeisters Christoph, .A_"a.sg e'W&li.ltes I?xog-ra,m.in. Das Reinerträgnis fließt dem Vereine für Armenpflege zu! Anfang 8 Uhr abends. Eintritt 60 Heller. Zu zahlreichem Jicè>ucli ladet höflichst ein (2189) August Eder, Restaurateur. Bai KINDERKRANKHEITEN irztlloharsalta mit Vorllab« «mpfohUn. SS» S Ürü Soropheln, Rtohitit, jj IS 9B DrDienanaohwellung, 5 E ran Katarrhen, Irf itgjf Keuchhusten. \ JViederl&ge hc\ d5,l'enzwnen^H. ? 2eutraiS2, <5. m. d. «., ^Vie,», I., Studsurlllx — nur echt, wenn direlt von mir bezoa,en — schwarz weiß und farbig vou K 1 3b , an dis l< 24 s,0 per Meter — glatt, gestreift, tariert, aenüiften, Damafte ?r, s 8eiM'lM28le von X 185bis l( ?4>5y 8söuf-8e!lle von«(1'35 bis X 24 50 5lMn-LMle!lw p.Robe. !i 1350 « K 8550 8sl< 8eille » li 1 15 . K 2450 fl>lll2s«j8ellle bedruckt . X 115 . X 835 8llMN'5e>6e . i(1 15 . X245ll per Melcr Ferner «el«I. V«»«««.». F,^«^»li«^. ^»«,«,<»«»»«. «»»-»»» usw, franko und schon verzollt ine tzaus. Ätufter umgehend, Duppellrs Viirjpolw nach der Schweiz, ^8,. 6-3 Zoillon-falirikt. HS,»«»«kSv^ IiR^»QlR. Hoflief. I, M. der deutschen Kaiserin. Laibacher Zeitung Nr. 137. 1246 19. Juni 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 18. Juni 1909. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwahrung Die Notierung sämtlicher Ältien und der ,.Diversen kose" «ersteht sich per Stück, Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: »<", konver. steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per Kaue . . 96 3« 96 5« detto ^Iänn.-Iuli) per Kasse »6^0 96 4« 4 2«/, ö. W. Noten (Febr.-Aug., per Kasse......9« 2« 99 45 »««/, ö, W. Silber («pril-lllt.) per Kasse......s9 25 99 45 18Sver Etaatslose 500 fl. 4°/« 160 >«4 — 18Sser ,, ,«0 fl. 4°/n2ii0--^«-- l8S4er .. I«0 fl. . , «»3 - 2W-- I8S4er ., 50 fl, . , ü»3 - 299 — Dom.-Pfandbr. k 120 fl. 5°/„ «88 25 29025 Staatsschuld d. i. Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. üsterr. Guldrent« fteuerfr., G old per Nasse .... 4°/„ N? 4« N7 «n üsterr. Rente in Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/<, 9« 20 96 4b detto per Ultimo . . 4«/« SL 2» 96 45 bft, Investition«-Rente, stfr., kr. per Kasse . . ,'/,°/. 8b 80 86 - GlstNl!a!!n>Si»llt»schnld> »«sch«U>»ngtn. «lisabeth-Bahn i. G., fteuerfr., zu inooofi.....4"/„ -- - - Franz Ioseph-Bahn in Silber (div. St.! . . . . 5'/.°., 118 45! 10 4b Valiz. Karl Ludwig-Äahn (div. Otücle) Kronen . . , 4°/„ 36 »d 96 85 ckudolf-Bahu in Kronenwähr. steuerfr. (div. St,) . . 4"/« »6 05 8? -«jorarlbergrr «ahn. stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4",„ 96 - 9? - Hn zta»t»schnldn«lschilibnngn, »bgeft»«p«lt« GilenbahN'Allsiln «lisabelh-B. 20« fl. KM. 5'/.°/, von 400 Kr.....4k>1 - 450 — detto i'inz-Äudweis 200 fl. i. W. S, 5>,/>/„ . . , .428—432-dett« Salzburg-tirol 200 fl, ö. U, 2. 5"/n .... 421-424-«lremstal^ahn 2<»<> u. »000 Kr. 4°/".........191 - lü2 - Gelb Ware Po« Klaut« zu» Zahlung 2b«> n«>«»tn» Ulstnbahn' Priorität»» Pbligatioutn. «öhm, Westbah». Em, 1835, 400, 2000 u. 10.000 Kr. 4" „ 96 35 97 35 Elisabeth-Äahn 600 u. 3000 M. 4 ab 1«"/„......116 15N7 lo Elisabeth-Nahn 400 u. 2000 M, 4"/n........,1615,1? 15 Zerbinauds-Nordbahn Em. I886 97 3b 98 «5 detto Em. 1904 9« ?l> 9? ?b Franz Ioseph-Hahn Em 1884 (div. Et.) Silb. 4"/„ . . . 9s S5 97 65 Galizische Karl Ludwig-Bahn (div. St.) Lilb. 4"/^ ... 9b 90 96 90 Ung.-galiz. Bahn 200 fl, S. 5"/° 104-2U !0b 20 detto 400 u, 5000 Kr. »'/,"/„ 88 75 89 75 Vorarlberger Bahn Em, 1884 ldw. St.) Eilb. 4"/„ . . 96 6b 9? 6b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Golbrente per Kasse , 113-80 11^'-4°/„ detto per Ultimo 113'80 114 - 4"/<> un«ar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 93 10 93-30 4"/„ delto per Ultimo 93l>z gi; 2ü 5'/,»/„ betto per Kasse 82-85 8^ <>b Ungar. Vrämien.Anl. ^ 100 fl. 20/2t> 20 20S 25 Iheiß-Rey.-Lole 4"/„ . . . . 144 <« l48 /,"/n . . 99 20 l00-20 5"/„ Donau-Neg.-Anleihe 1878 t03'20 .--. Wiener Verlchrs-Anl. . , 4"^ 96 05 97-o.°> detto 1900 4°,„ 96 05 97 Ob Anlehcn der Stadt Wien , . 10t - W2- -detto (T. oder G,) 1874 «20- - >21 — deno (1894).....83 50 94 b0 delto (Gas! u. I. 1888 . S5-U« 9« !«, detto lEleltr.) v. I. 1900 96 2« U7'20 detto sInv.-N.)v,I.19O2 HU S5 97 15 Äörsebau-Nnlehen verlost». 4"/„ 97- 98 - Nuisischc Staatsanl. u. I. 190« f. 100 Kr, p, K, . 5«/„ — — —-^ detto per Ultimo . . 5"/„ 9940 99-90 Vulg. Etaati-Hypothelar Änl. l892......6"/n !22 6<1 !23<',0 Geld Ware Nulg. Staat« - Voldanleihc 1907 f. 100 Kr. . . 4'/»°/° 92-- 92 - Pfandbriefe usw. Vodentr..alla.0st. i.5NI.vl.4°/n 95-N0 9S>»<» Bühm. Hnpothelenb, verl. 4«/<, 9? -?5 Zentral Aod.-Krcd.-Vl., üsterr.. 45 I, verl.....4>/,«,„ 101'kl, 102-b» detto 65 I. uerl. . . . 4°/„ 972b 9« 25 Kred.-Inst., üsterr,, f.Verl.Unt, U. öffcntl. Nid. Kllt. ^.. 4°/^ 9540 96-40 Landesb, d. Kün. Valizien und Lodom. 57>/, I. ruclz. 4«/„ 94 b0 95-2U Mähr. Hupothclenb. verl. 4°/„ 96 25 97 2b N.'üsterr. Lanbes-hnp.-«Inst. 4"/« 9?l><> 9«-50 bctto iull. 2"/„ Pr. uerl. 3V,"/<> 87b« «8-50 dctto K,-Schuldsch. veil. 3'/,"/° 8?b0 88-50 dctto uerl......4"/» 97- - 9«-- Österr.-ungar. Vaill 50 Jahre ucrl. 4"/„ ü. W.....98-30 98-»« betto 4"/n Kr......98-b0 98 3ü 2varl., Erste üst., 60I. verl. 4"/» h»>io i„o l« EisenbahnPrioritllts-Obligationen. Östcrr. Nordweslb. 200 fl. S. . i«4-2ö 105-25 Ltaatsbahn k<>0 Fr..... 4^3- 405'— Tüdbahn a 3"/„ Jänner-Juli 500 Yr. lper St.) ... - -— —-- Südbahn ^ 5°/„ ^00 fl. S. 0. 119-20 120-20 Diverse Lose. Dtlzinlliche fos«. 3"/„ Bodeiilrebit-Lose Em. 1880 27?'- 25» - detto Em. 1889 268— 274 - 5"/n Tonau-Negul.-Lose 100 fl, 2«4?k 270 7b Serb. Präm.-Anl.p. 10UFr.2"/„ 95- iu<-- Plu>erzin»lichl Lose. Vudap.-Basilila (D°mbau)5 fl, 2130 23 3« ^rcdülllse 100 fl...... d«i'?b 5«,,7b Clary-Luse 4<» fl, KM. . . . ,65'- 175- Osener Luse 4« fl...... --- --- Plllsfy-Loic 40 fl. KM. . . . 21«-- 223- Noten Kreuz, öst, Ges. v. 10 fl, bl'75 55-75 Roten Kreuz, una. Ges. u. 5 fl, 3040 3 4» Nudolf-Lüse 10 fl...... 67-50 ?6-k<> Salm-Lose 40 fl. KM- . . . 254-5» 26450 Tlirl, E,Ä..Anl,-Präm.^)bl<8. 40« ssr, per Kc>sse . . , 18»'50 ,84-5« detto per Medio . . . it,»'?.») ,X4>75 Gelb Ware Wiener Komm. Los« v. I. 1874 bl°'4 - 534 — Gew,-Sch. d. 8"/l,Prüm,»Schuld d. Vodenlr.-Nnft. Em. 1889 «1-— 85-— «ktien. Hlan»P»rl»ssnl»n»lh«nngen. «ussia-Tepliver Eisenb. 500 fl, 23b0-— 2.560'- Böhmische Norbbah» 150 fl, , 40?-— 4'N'- Äuschtirhrlldcr Eisb, 500 fl, KM, 284» — 2>>60'- bettu (lit, >i, 200 fl. per Ul». «»30 — 1035'-Don«u - Dampfschiffahrt«-Ges., I., l. l, priv.. 5>«0sl, KM, ?:,8-— 944- DuxVudenbachei E.-V. 400 Kr. b?0>— l.?k-- sser'dinand«Nordb. 1000fl,KM, 546«-- l>500--Naschau - Oderberaer Eisenbahn 200sl.S....... 362 b0 363 d» Lemb. > Czern,- Iassy-Eisenbahn- Gesellschaft, 200 sl. O. , . K66— b7U — 'lo»b, üst., Trieft, 500 fl., KM, 464 - 466«<> Österr, Nordwcstbahn 200 fl. S. 462— 464 3a detto (lit, ly 200 sl, S.p. Ult, 4«2— 4S4«<> Pian-Du^r Eisenb. 100 sl.abgst 227-— L28-— Ltaatseiseub, !j«o fl, S, per Ult, ?2l 60 722 «c> Zndbahn 200 sl, Silber per Ult, ><>9-9o 110-9« Ziidnorddeutsche Nerbinbungsb, 200sl,KM...... 404 Ü0 40550 Transport Ges,, intern., N.-G. 20« Kl........ — - 92 — Ungar. Westbahn (Raab-Graz) »00 fl. S....... 408-- 4«2-- Wr. Lolalb,-«liiien-Ves. »0«fl. 180— L20-- Vanlen. Änglo-Österr. «anl. 120fl. . 298 7b 299 7b Vanlverein, Wiener per Kasse —-- --— detto per Ultimo 52<> - b27 — Bodenlr. Anst. öst., 300 Kr. . «097'— 1100'— Nentl.-Vod.-Kredbl. öst,, 200fl. b«a-- b9u'-kreditaustall für Handel und Gewerbe, 820 Kr., per Kasse —>— —-- detlo per Ultimo 6l!7 50 «38'50 Kreditbanl, ung. allg., 200 fl, 750— 75>- Depositenbank, allg., 200 sl, . 454' - 45,6 — ltölompte - Gesellschaft, nieder- üsterr,, 400 »r..... 6,>1'- 605 — Giro- u, Nasseuvereiu, Wiener, 200 sl........ 450 - 4b4 — Hypotheleubanl, üst. 200 Kr. 5"/„ 2U2'— L93--Länderbant, österr., 200 sl., per Kasse....... —- —- detto per Ultimo 45150 452-50 „Mrrlnr", Wechselstub.-Ultiril- Gesellschaft, 20« sl. . . . 6l2 — 6I6-- Osteri-ungar. Vanl 1400 <»r, 17»2-— 17M-— Veld Ware Unionbanl L00 fl...... b48'2t» b492b Unlonbanl, böhmische 10«, fl. . 244 50 24b-5N Verlehrsbanl. ally.. 14« fl.. , «40 «5 »" 2b znl>«stlie»BnttlNlh»m»««n. Bailgesellsch.. allg. «st., 100 fl. 167 — '69- — Äriilerttohlenbcrgb.-Ges. 100fl. 72l> — 7iib'— Eisenbahiwerlehr«. Anstalt, öst„ 10« fl........ 4,4— 41580 ltisenbllhnw,-Lcihg., erst«, 100 fl, 204— 80ti-50 ,,Elbcmiihl". Papierf, u. V.-V. 100 fl........ 19!)— 19» - Elcltr.-Ges, allg. östcrr., 2N0fl. 38s— »ö8 — Eleitr.-Gesellsch.. intern. 200 fl. —'- -- - Eleltr.-Gesellsch., Wr. in Liq». L2i'- L2b — Hirtenberger Patr.-, Zünbh. u. Met.-ssabril 400 Kr. . .,048-1054— llieslnsser Arauerci ,00 sl. . . »l?- »20- - Mui!ta»-«el., üsl. alpine 10« fl. 644 75 64574 ,,Poldi-H>ltte", Ticgelgnhstahl- ss..N.-(i>. 20« fl..... 44»- 44S- PrllgeiEiltn.Industrie.Vesellsch. 200 sl........ 2550 -- «561 - Nima- Muranv, - Salgo-Tarjaner Eisenw. 100 fl..... b? 75 573?» Salgo-Tarj. Elelnlolilen lON sl. b72-> 576 — ,,Sch!öglm>lhl", Papiers.,200fl. goa— 322" ,,Schoonica", N.-V. f. Petrol.- Indnstric, 500 Kr. . . . b'2 - 52ll— „Sle»irernml,l",Papiers.»,«.O. 44,-- 446 — Trifailer «ohlc»w.-G. 70 sl. . 289 — llsi'-Türl. Tabalregie-Ges. 200 ffr. per Kasse..... -- — — detto per Ultimo . , . 375 — »77 — Wasfens.-Ges., üstrrr., 100 fl, , «40— 64b — Wr. Äaugcsellschast. 100 fl, , . 16» 164'— Wienerlicrge jjiegclf.-Nlt,-Ves. 732- ?3b— Devisen. z»lZl zlchlln und Kchtck». Amsterdam....... 198 80 19915 D,ntsche Äanlplä^e . . , . 11? bo n?70' Italienische «aulplähe . . , 95'<»5 95 20' London........ 2^0 10' 24U'üN Pari«......... 8527 8Ü47 Nt. Petersburg...... 25» 5» 254 2t> Ziirich und Äasel..... 95 i»<> 85'3b Valuten. Dulatcn........ ii:>5 ,i»9 20-ssranlen-Ttiiclc..... 19 l<5 190? 20-Mart-Stüclc...... 2»-bc 2» 54 Deutsche Reichsbanlnoten , .117-50 ,17 70 Italienische «anlnulen . . . 94 90 9ül« Nubel-Äioten....... 2'ül>' 2 54' Lvon Renten^nptandbrlcfcS"fprlontatent 0 J. C MaVer Q Psivat-Depots (Safe-Deposits) I Aktien, Losen etc., JJevlsen und Valute»,. -9~ Banlt- und Wechslergeschäft "X" untcr *l**nem VtnchluB tier Parttl. 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