^ 144. Donnerstag, 25. Juni 1908.________________127. Jahrgang Mbacher Zeitung ^r^^D^W^^-««^ Dir «l/aibachrr iisitunll» erscheint läßlich, mit Nulnahme der Con». u»d ssriellage. Tie «bminiftiati«« befind,' Nck Milloöi^sliahe Nr 2U: die Sledaltion Dalmalixgafie Nr, ,0, Eprechstunben der Rrduttinn von « bi« <0 Uhr vrlmittage. Unfraillirrte Briefe werden nicht angenommen, Manuslriv^ nicht zurückgestellt. Xelephon-Nr. der Redaktion 32. Amtlicher Heil. Seine k und k. Apostolische Majestät geruhte,, allergnädigst die nachstehenden Allerhochsteii Hand schreiben zu erlassen: Lieber iveldzeugmcister Ritter von S ch lv i n e r! Ich enthöbe Sie cmf Ihr and Gesnndheits-rücksichten gestelltes Anstichen von Ihrem Dlenst-p often. Wien. mn 17. Inni 1908. Franz Joseph m. p. Lieber Feldzeugmeister Fiedler! Ich ernenne Sie zum General-TrnpPen-^n-spektor. Wien. am 17. Inni l008. Den 23 ^uni 19(18 wurde in der l. l. Hof. und Staats, drucks? das l"v. Stück des Rcichsgescplattes .n deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung. v°m ^. Juni 1908 (Nr. 143) wurde die Weitcrverbrettung folgender Preß. erzeugnisse verboten: Nr 19 .«»eit8ll6 Npi8w!> vom 17. Ium I^UU. Nr. 12 «rroletHr. vom I«. Juni 1908._______^^^ "" MchtamMcher Teil. Militärische Vorbildung der französischen Jugend. Das französische besetz '"in 2l. März lM> über die Einführung der zweijährigen M, x Dienstzeit hat die spätere Erlahmn e.nes Gesetzen i^er^die Vorbereitmig der nämlichen Iiigen sur den Heeresdienst vorgeseheii. Nuumehr ist der ftan^ ö scheu Kan er der bezügliche Gesetzentwnrf zn-ge äugen Da.iach haben alle körperlich geeigneten jung'.? Franzosen die Verpflichtn^, s^ vor chrei Einstellnng in die Armee nr den Heeresdi n t vo^ znbereiten. Diese Vorbereitung ae «^ 1 ob^ga-torisch in sämtlichen Schuleu des Lande^, 2.) dmch Verewe oder Gesellsckafteii, die von, Kr.egsm,n> sterium dazu autorisiert sind nnd dessen Aufficht unterstehen Tie Communen s,nd verpflichtet, solchen Vereinen nnd Gesellschaften auf ihr Verlan-aen Schiilränine nnd Ueblingsplatze ohne Entschädigung beizustellen. Die obligatorische militärische ^orbereitnng der Jugend auf allen Schule,! des "ande^ ist Sache der TchlllveNvaltiing, aber sie kann unter deren Iustinnnung Gesellschaften anvcr-trant werden. Die militärischen Behörden stellen deii Schuleii nnd den vom Kriegsmiuister anerkannte, Vereinen nnd Gesellschaften die persönlichen, nnd sachlichen Lehrmittel znr Verfügung, soweit, dies mit den dienstlichen Interessen in Uebereiu-stimninng gebracht werden kann. Die jnna.cn Leute, die nach'dem Bestehen eines Hamens beim Truppenteile das „Diplom der militärischen Brauchbarkeit," erhalten haben, genießen folgende Vorteile: l )'Sic können bereits nach vier Monaten aktiven Dienstes ",n Korporaleii ernannt werden; ä.) nach Ablcistnng ihrer aktiven Dienstzeit können sie von den Uebungen in der Reserve nnd in der Territorial-Armee enthoben werden, falls sie den Nachweis sichren das; sie aktive Mitglieder jener Vereine nnd Gesellschaften geworden sind; 8.) es steht, ihnen die N'ahl des Truppenteiles frei, bei dem sie dienen wollen- 4 ) falls es die dienstlichen Interessen Zn-lassen 'kann ihnen vom Trnppenbefehlshaber ein Gesamtnrlanb über den gesetzlich bestimmten Go-samtnrlanb von dreißig Tagen wahrend ihrer Dienstzeit gewährt werden. Um die in diesem Gesetze vorgesehenen patriotischen Dienste ^u belohnen, wird die jährlich der Negiernng znr Verfngnng gestellte ^ahl von Dekorationen nm zwei Offiziers-kreine und zehii Ritterkreuze der Wrcnlegion ver-inchrt ^Ministerielle Verfügungen haben festzustellen- die finanziellen Unterstützungen, die den Vereinen nnd Gesellschaften, die vom .Miegsmimster anerkannt worden sind, zuteil werdeu sollen-, ferner die Art der Velohnnngen, die von den verschiedenen Vehörden den Personen zu gewähren sind, die sich bci der Leitung der Vereine nnd Gesellschaften besonders hervortun. Abessinicn. Der 08jährige Negns Menelit von Abessinien hat seinen zwölfjährigen (5nkel Lidi Eyassn, den 3ohn feilier mit .'lias Mikael verheirateten Tochter, zum offiziellen Thronfolger von Abessinien ernannt. Mit der ^ragc der Thronfolge beschäftigt man sich in Abessinien schon seit Beginn des Jahrhunderts. Menelik, der die anseinanderstrebenden und zum Teil gegen die ^entralgewalt revoltierenden Generalgouvernenre lNas» init fester Hand zufammcngchalten und erst auf diefe Weise einen kräftigen Einheitsstaat gcfchciffen hat, möchte seine Tchöpfnng lMcn Zerfall sichern, wenn er dereinst die Angen schließt. Eine solche Gefahr liegt nahe angesichts des Ehrgeizes der Generalgouvernenre, die einander den erledigten Thron sofort streitig inachen würden. Einer der tatkräftigsten der auf den Thron spekulierenden Großen des weiches war der Nas Makonnen, der im Jahre 1 !)()<: gestorben ist. Er hat einen jetzt ^jährigen 3ohn hinterlassen, von dem mcm annimmt, daß er sich berufen fühlt, die Ansprüche seines Vaters für seine eigene Person geltend zn machen. Aber anch Nas Tessama wird fiir einen gefährlichen Thronwerber gehalteil lind anderseits steht fest, dnß Nas Wolie, der mit einer Tchwester der Kaiserin Taitn verheiratet ist, sowie Nas Mikacl, der Vater des jetzigen offiziellen Thronfolgers, alle Versnche von anderer Seite, die Oberherrschaft an sich zn reißen, mit den Waffen bekämpfen würden. Die Ernennung des Lidi Eyassu zum Thronfolger ist, so ineint die „V. Z.", offenbar nach entsprechenden Verhandlungen Me-neliks mit den Generalgouvernenren erfolgt. Ob nicht nach dem Ableben des Baisers trotzdem ein Bürgerkrieg ansbricht, kann erst eine spätere Zeit lehren. Vorläufig ist Nas Mikael, als Vater, in erster Linie berufen, in kritischen Augenblicken den Tchild über, den jüngeren Thronfolger zu halten. Politische Ueberlicht. Laib ach, 24. Juni. In deutschen parlamentarischen Kreisen tritt mau dafür ein, daß einige krasse Widersprüche ans Feuilleton. Der alte Komödiant. Slizze nach dem Leben von Adolf Ktark. Marienbad. (Schluß.) „Der meiute. die Sache ließe sich schon durchfechten, aber Geld koste sie, viel Geld. Und ich habe keinen Groschen mehr. Dann bin, ich noch znr Polizei gegangen, aber man hat mich nicht einmal angehört. Ein Landsmann hat mir geraten, mich ans Konsulat zn wenden. Anch dort hat man die Achseln gezuckt. Es sei Sache des Käufers, sich vor Abschluß die Ware zu beschauen. Der Grund, den ich gekauft IMte, sei ja wirklich da, wenn es auch Sumpfgrnnd sei- also liege kein Betrug vor, da im Kaufvertrag nnr das Ausmaß, nicht die Onalität des Bodens garantiert werde. Höchstens könne ich mich auf einen Zivilprozeß einlassen." Der Alte nickte grimmig. „Gut so, sehr gnt! ^lnn, und jetzt sagen Sie mir, was würden Sie tun, wenn Sie das Geld hätten?" „Was ich tun würde? Znrück fahren, mit dem nächsten Schiffe. Ich habe genug von diesem Lande der Freiheit. Übrigens, ich habe in DentMand drüben wohlhabende Geschwister. Um meine Zukunft braucht mir nicht bange zu sein. Sie wollten ohnehin nicht, daß ich anßer Landes gehe. Aber —" D>er Komödl'ant ließ das Kinn ans die Brust herabsinken. „Ich habe niemanden drüben, nieman- den auf der ganzen Welt. Und doch! Die Heimat, die Heimat! Noch einmal Deutschlands Boden betreten, nein, uur seine Küste sehen, lind ich wollte gerne sterben." Es lag soviel tiefer Schmerz in diesem Heinis weh des Greises, daß sein, Gast darüber beinahe den eigenen Knmmer vergas;. „O, wenn ich nur mein Geld wieder hätte, dann müßten Sie mit und —" Der Schauspieler fuhr enipor. „Das wollen Sie tnn, mich mitnehmen nach Dentschland? Ich habe nie ein Geschenk angenommen, aber das, ja das nehme ich an. Topp, es gilt! Ich verschaffe Ihnen das Geld wieder, nnd Sie nehmen mich mit hinüber. Machen Sie kein so erstauntes Gesicht. Ich fasele nicht, ich weiß, was ich sage. O, der alte Komödiant ist auch nicht auf dos Hirn gefallen. Lassen Sie mich nur machen. Ich habe schon meinen Plan." Aufgeregt stürzte er davon, um nach einer Stunde zurückzukehren, mit verschiedenen Paketen beladen, deren Inhalt sich als eine Perücke und diverse Schminktöpfe enthüllte. Dann begann er vor dem kleinen, halberblindeten Spiegel fieberhaft zn arbeiten. AIs er sich nach geraumer Zeit umkehrte, starrte dem Gaste ein ganz verändertes Gesicht entgegen: eine typische Aankeephysiognomie. Der Alte weidete sich an seinem Erstaunen. „Gelungen was? Ja, ich habe meine Kunst nicht verlernt. Kennen Sie Mister Macpherson, den berühmten, Detektiv? Nicht? Schade! Nun, Sie können mir glaubeu, seine besten Freunde würden mich in diesem Augenblick für Macpherson halten, fragen Sie nicht lange. Sie können mitkommen. Da, ziehen Sie diese alte .ttvnstableruuiform an. Aber sprechen Sie kein Wort und bleiben Sie an der Tür stehen. So, und jetzt gehen wir, direkt zu dem Haifisch, der Sie beschummelt hat". Der ehi-same Bill Smith, Gütermaklcr, wie er sich nannte, rückte ein wenig unruhig auf seinem Sitze hin imd her, als die beiden seme Office be traten uud der falsche Konstabler, seiner Weisung gemäß, an der Tür stehen blieb, während der andere auf ihn zuschritt. „Guten Tag, Mister Vöacpherson! Was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?" Der Angesprochene lachte. „Kalknliere, Mister Smith, wird euch mehr Ehre als Vergnügen sein. Habe keine Zeit zu Umschweifen. Also bitte, nehmt euren Hut, und kommt mit. Ihr icid verhaftet!" Der Schwindler erblaßte. „Verhaftet? Ich? Weshalb?" Macphcrson grinste. „Kalknliere, Bill, ihr werdet es nicht recht wissen, für lvelchc von euren Schwindeleien ich endlich den Beweis gesunden habe, der genügt, euch für ein paar Iährchen hinter Schloß und Niegel zu sehen. Habt wohl zuviel auf dein Gewissen? Nun, das hier" — er klopfte auf die Brusttascl)e, wo ein Papier raschelte — „das hier genügt als Beweis. Also, macht keine Umstände und kommt!" Smith überlegte blitzschnell. „Habt ihr, riel-leicht einen Wechsel cms mich, Mister Macpherson? Laibachcr Zriiung Nt. 144. 1358 25). Juni lilW. der (^' e s ch ä ftsord n II I! g des A I) si e o r d II e-r e n b a u f e s beseitigt werden. To lvird nament-lich die Einführung des schriftlichen Verfahrens für Den ganzen Einlanf, wohl anch für Interpellations-beantivorlungen in Aussicht genommen. Werner lvären die Debatten über Dringlichkeitsanträgc abzustellen, so das; nur der Aluragstellor sprechen und dann sofort über die ^rage der Dringlichkeit ab-gestimmt würde. Auch dafür soll vorgesorgt werden, das; Negierungsvorlagen und -Anträge sofort deii betreffenden Ausschüssen zur Beratung zugewiesen werden können. Es wäre dabei der Vorschlag in, Erwägung ')ii ziehen, Negierungsvorlagen und Anträge dann ohne erste Lesung dein Ausschusse sofort zuzuweisen, wenn dagegen kein Einspruch erhoben wird. Dieser Einspruch dürfte aber nicht durch einen einzelnen — aus meist ganz unzureichenden (Gründen — eingebracht werden, sondern er müs;te sich auf eine Zahl von ü?l> oder 25 Abgeordneten stlwen. „Rar. L." melden, der b ö h m i s ch eLand -tag lverde am l.">. Juli zu einer fünftägigen Tagung zusammentreten, falls bi5 dahin der Ncichs-rat nachHause geschickt sein sollte. Tollte der Neichs-rat jedoch bis zmn 20. Juli dancrn. ivird der böhmische Landtag erst im Herbst zusammentreten. In deutschböhmischen Abgeorduetenkreisen hingegen wird erklärt, das; eine Tagung des böhmischen Landtages Mitte Juli überhaupt nicht in Aussicht genommen sei. Der Petersburger Korrespondent des „Daily Telegraph" erklärt auf Grund von Angaben aus autoritativer Quelle, daß die Version, die eng-l i s ch-r n s f i s ch e n N e f o r m vors ch läge für M a z e d o n i e n seien vom Minister Izvolskij nnd Tir Eharles Hardinge in Neval unterzeichnet und den anderen Mächten unterbreitet worden, den Tatsachen nicht entspricht. Während Tir Eharles Har-dinge und Herr Izvolskij der Lösung näher kamen, gelang es ihnen nicht, einen Neformplan auszuarbeiten, den sie beide unterzeichnen konnten, und selbst jetzt noch wird über einen Punkt verhandelt. Ans Petersburg wird gemeldet: Die Finanz-konunission des Ncichsrates hat die Beratung des aus der Neichsdnma eingelangten Gesetzentwurfes, betreffend das V u d g e t des M arin e m ini ->'t e r i u m s für das Jahr IWtt, abgeschlossen. Dieses Budget wurde von der Finanztommission ans ungefähr ^ Millionen Rubel festgesetzt, das heißt um elf Millionen höher als die von der Reichsduma bewilligte Gesamtsumme. Diese elf Millionen sollen zum Bau neuer Kriegsschiffe dienen sowie ',ur Auszahlung von Vorschüssen an die >iron-werften. Nach den Ereignissen von Tamos war der Wali des Archipels, Nasim Pascha, von der Pforte beauftragt worden, schleunigst Kundgebungen der Loyalität der Inselgriechen zu veranlassen. Msim Pascha übermittelte heute eine solche Loyalität?-kundgebung aus Ehios, die auch in den türkischen Blättern veröffentlicht wird. In einem .Kommentar sür den Sultan fügt er aber hinzu, die Sache mache große ^chunerigkeilen, weil auf allen Inseln — namentlich aber auf Ehios — eine starke p a n -hell e n i s cli e Agitati o n herrsche, die zn Ansbrüchen neuer Ausstände dränge. Der persische Botschafter hat der Pforte eine selir energische Note überreicht, die sich ans Te peschen aus II r »n i a stiitzt und die Einstellung der >t u r d e n ansschrci t n n g e n verlangt. Der Botschafter wird diesbezüglich und wegen des neuerlichen Vormarsches der Türken Freitag eine Audienz verlangen. Tagesnemgleiten. — (15 0 .N r o n c n f ii r eine Zigarre!) Die teuersten Zigarren der Welt wurden bisher — so las man oft — für den König Eduard VII. von England und für einen der Varone Rothschild hergestellt. Wahre Wunderwerte der Fabrikation und aus dem erlesensten, edelsten Hlraut geformt. Diese Zigarren losteten nach den Versicherungen Eingeweihter ungefähr 24 X das Stück, immerhin schon ein ganz netter Preis für einen recht flüchtigen Genuß. Doch dieser Preis erscheint einfach lächerlich niedrig, wenn man l/iner Kunde Glauben schenkt, die aus den Vereinigten Staaten, aus dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten, über den Ozean zu uns dringt. Das Syndikat der nord-amerilanischen Pianofortefabrilanten hat, so lautet die Nachricht, aus irgend einem Grunde dem Sprecher des Repräsentantenhauses der Union, Josef Cannon, eine Aufmerksamkeit bereiten wollen, und da Cannon ein leidenschaftlicher Raucher ist, so beschloß man, ihm eine besonders schöne Zigarrensorte bereiten zu lassen. Also geschah es. Und die einzelne Zigarre dieser Sorte ist 30 Dollar, in unserem Geld also 150 Kronen wert! Wieviele solcher Zigarren Josef Cannon als Präsent erhielt — darüber verlautet leider nichts. — (Warum Frauen sich scheiden lasse n,) Einen Mann zu bekommen, ist für eine Frau schwer; ihn wieder los zu werden, nicht, wenigstens in den Vereinigten Staaten. Was di< Scheidungsgerichtshöfe dort für Schei-dungsgründe zu hören bekommen, ist recht seltsam. Vor kurzer Zeit ließ sich zum Beispiel Frau Richards in Chicago scheiden, nxil der Fußballklub, dessen Vorsitzender ihr Mann war. zu viele Wettspiele verlor. Eine andere Frau war mit der Behandlung, die ihr Mann ihr zuteil werden ließ, nicht einverstanden. Gegen dlesen Grund wäre ja eigentlich nichts einzuwenden, aber ihr Mann behandelte sie nicht etwa zu schlecht, sondern zu gut! Sie llagte dem Richter darüber ihr Leid und sagte, sie hätte gehofft, in ihm eine „starke Eiche" zu finden, an der sie einen Halt finden würde, nun aber täte er alles, was sie nur wollte. Der Mann behauptete zwar dagegen, er sei seiner Ansicht nach ein Muster von einem Ehemann, aber das half ihm nichtZ: die Scheidung wurde vollzogen. Es ist nicht mehr als gerecht und billig, auch festzustellen, weswegen sich Männer scheiden lassen. In einem Falle, dcr auch in den Vereinigten Staaten vorgekommen sein soll, wird man demEhemann ohne weiteres beistimmen. Er entdeckte nämlich eines schönen Tages, das; seine Frau erstens ein gläsernes Auge. zweitens ein hölzernes Vein hatte. Der Richter aber war anderer Ansicht als er und sagte in dem Urteil, es wäre das gute Recht der Frauen, die Männer durch derartige Verschönerung des Körpers zur Ehe zu verlocken. — (Zeuge von 5000 Trauungc n) Auf sclt same Weise erwirbt sich ein alter, stets sehr elegant und korrekt gekleideter Mann, der unter dein Spitznamen Old Teddy weit und breit in- London bekannt ist. seinen Lebensunterhalt. Sein wahrer Name lautet Henry Vowie, Er begibt sich an jedem Morgen nach dein Standesamt seineö Bezirke»:', erkundigt sich nach den Trauungen und fungiert als Zeuge, Das Geschäft geht außerordentlich gut. Alle Tage sind Pärchen vorhanden, denen noch ein Trauzeuge fehlt. Dann präsentiert sich 5>enry Bowie und übt gegen ein Entgcl! die gesetzlich vorgeschriebene Funktion der Zeugcnschaft aus. Zu seinen „Kunden" zählen Mitglieder aller Gesellschaftsklassen. Vald erhält er für seine Dienste ein paar Mark. bald ein Goldstück. Die originellste Heirat, der er als Trau zeuge beiwohnte, war wohl die Hochzeit eines Ehemannes, der weder Nein« noch Arme hatte. Old Teddy hat bereits bei 5000 Trauungen als Zeuge mitgewirkt. — (Ein genialer Schwindlertrick.) Im Londoner Royal-Hotel stieg kürzlich ein eleganter Fremder ab, der cin ziemlich umfangreiches Gepäck mit sich führte. Kurz nach seiner Ankunft erschien in verschiedenen Zeitungen folgende Anzeige: „Senden Sie Namen und Adresse, sowie zwei Penny-Marlen an Augustus Brown, Gsq,, Royal-Hotel. London, Sie werden postwendend einen ganz vorzüglichen Gegenwert erhalten." Da es immer neugierige Leute gibt, regnete es in den nächsten Tagen Briefe mit den gewünschten Penny-Marlen, Groß war das Erstaunen der Absender, als sie einige Tage später in einem Kuvert einmal die von ihnen eingesandten zwei Pcnny-Marlen und außer dem zwei weitere Penny-Marlen zugesandt erhielten. Das Geschäft war lein schlechtes, und alles erkundigte sich erstaunt im Hotel nach dem eigenartigen Fremden. Da dieser seine Hotelmiete pünktlich bezahlte und gute Trinkgelder gab. war die Auskunft nicht schlecht, und so nahm man denn an. es mit irgend einem amerikanischen Millionärssonderling zu tun zu haben. Kurze Zeit danach erschien wieder eine Annonce in den Tagesblättern, ziemlich desselben Inhaltes, nur mit dem Unterschiede, daß Augustus Brown jetzt um Zusendung von Briefmarken im Werte von 6 Pence aufforderte. Die Einsender machten abermals ein gutes Geschäft, denn Augustus übersandte jedem von ihnen einen Schilling, und als der Sonderling in einer dritten Annonce 2 Schilling und 6 Pence einforderte, mußte das Postamt, in dessen Bezirk das Hotel liegt, vorübergehend zwei Beamte neu anstellen, um die Masse der Sendungen zu bewältigen. Aber nun kam, was kommen mußte! Die allzu Vertrauensseligen erhielten keinerlei Antwort mehr. und als mehrere von ihnen im Hotel nachfragten, wurde ihnen der Bescheid, daß Augustus Brown, Esq,, unter Hinterlassung mehrerer leerer Koffer spurlos verschwunden sei. — (Das m e r l w ü r d i g st e Wunder dcr Physik) beherbergt Taudil, eine Ortschaft in der süd-amerilanischcn Republik Argentinien. Dortselbst befindet sich auf dem Gipfel eines Felsengebirgcs ein kolossaler Stein von der Forin eines riesigen Dreispitzes von 1K Fuß Länge und 24 Fuß Höhe. Sein Gewicht beträgt annähernd 12,000 Zentner, Schon aus einiger Entfernung bietet der Stein einen merkwürdigen Anblick, er liegt so auf der .Kante des Felsens, daß man meint, er müßte jeden Moment her untcrstürzen. Ist man aber oben, so steht man wieder vor einem neuen Wunder; man kann nämlich mit leichter Mühe den Koloß durch geringen Druck in Schwingungen versetzen, und auch schon cin einigermaßen starler Windstoß l^ebt her, ich löse ihn ein." lind er zwinkerte dem vermeintlichen Detektiv schlan zu. Dieser zog ein entrüstetes l^esicht. „Oho. ihr wollt mich bestechen? Das gibt es nicht. Übrigens" — er wandte sich zn dem Polizisten — „Tam, warte einmal vor der Tür!" Als sich der falsche Macpherson wenige Mi nuten später entfernte, blickte ihm der Tchwindler '>ufrieden nach. „Bah, diefer grosse Detektiv ist ebenso bestechlich wie die anderen. Nnd dabei ist er ein Dummkopf. Ich hätte ihm das Zehnfache gegeben." Zu gleicher Zeit sagte der .Komödiant, seinem Begleiter einen Pack Banknoten einhändigend-..Da habt ihr euer (^eld. Der Bursche ist richtig hineingefallen. Manbte, ich sei ein Detektiv und ',alilte ohne Wimperzucken, was ich verlangte. Der wird Angen machen, wenn er sieht, das; das an geblich belastende Dokument, das ich ihm aus. lieferte, nichts anderes ist als dcr schwindelhaftc Kaufvertrag." Am nächsten Tage. kaum das; die beiden sich eingeschifft halten, verfiel der alte .^omödianl in ein schweres Fieber. Das kalte Bad hatte ihm doch wehgetan. In seinen Phantasien sprach er nur von Deutschland nnd seinen Bühnenerfolgen. Angesichts des Hafens von Hamburg erwachte er nochmals, mir um nach einem kur'.en Blick auf die heimische >tüste die Augen für immer ',n schlies'.eu. In dent scher Erde liegt er begraben, lind anf seinem l^rab-nein - denn der andere wus'.te keiueu ?lamen 'tebt nur: „Hier ruht ein alter Komödiant." Die (kaireaudame. Roman von ?l. No8l. (41. Fortsetzung.) (Nachdruck vcibolrn.) „Wenn ich heute an jenem Scheidewege stünde, an dem ich vor zwei Jahren stand, so fiele meine Entscheidung anders aus. Aber jetzt ist alles zu spät." Hermann starrte finster zn Bodcn. „Es bleibt mir jetzt nichts mehr übrig, als Tie zu meiden. . . . Nelly, wir sollen uns nicht wiedersehen, hören Tie? Sie sollen mich nicht mehr rufen, denn jetzt wissen Tie. in welche Gefahr Tie mich nnd sich slürzen . . . Wir müssen jedes" unseren eigenen Weg gehen und uns in das Los fügen, das wir nns geschaffen haben. Lassen Tie mich hoffen, das; ich Ihrcit frieden nur flüchtig gestört habe." Tie war ihm unterdessen wieder näher geire ten, und sie starrten einander an. In seinen Blicken lag der Heis;hnnger desjenigen, der für immer» scheidet und sich noch einmal an dem geliebten An^ blick sättigen will, in den ihrigen eine ratlose Befan genheit. Man sah, sie wusste nicht, was tun. was sagen. „Leben Tie wohl,, Nelly!" Er stürzte zn ihr hin und ris; sie in seine Arme, zerquetschte ihr die Lippen in einem heis'.en Abschiedsknst. dann lies; cr sie los. obgleich er fühlte, das; sie ihn zurückzuhalten suchte, nnd stürmte hinaus. Nelly stand aufrecht neben dein kleinen Tisch chen, das er in seinem Ungestüm beinahe umgewor sen hätte, nnd lauschte seinen verhallenden Tchritteu. Plötzlich verzog sie leicht dic Lippen zu einer ^'»riinasse nnd machte eine nnqednldige >topfbcwe gnng. Nnn rannte der richtig davon. !i7b er wirklich nicht wiederkam? Ihm N>ar es wohl zuzutrauen. Nnd sie warf sich verdrießlich in den ^anteuil, in dem sie vorhin gesessen hatte. 10. Hermann rannte in seiner Errcgnng zum Hanse hinaus und die Ttras;e hinunter, ohne z» wissen wohin. Doch trieb ihn ein Instinkt, Menschen zn vermeiden, nnd so fand er sich Plötzlich am Ein gang des menschenleeren Augartens. Hier war os ausgestorben genug, und der Tturm in seinein Inneren fand Naum, sich aus zutoben. Der Augarten war beinahe immer wenig besucht, selbst im Tommer zn den schönsten, Zeiten. . . . Jetzt lagen die breiten Alleen mit den gc lchorenen Bäumen, die statt der grünen Wände fahlbraune, durchsichtige bildeten, die das Einfallen des Märza.bendlichtes nicht hinderlen, ganz einsam, nnd nur Tvatzen hüpften über die Wege. Anf dem fahlen Nasen der Wiesen lagen hin nnd wied"' noch Tchneeresle, Dämmerschatlen verdichteten su'l) in den Bosketts. nnd nur die Lichtungen schimmer ten noch ganz hell. Hier beobachtete ihn niemand, hier konnle er sich fassen. Aber je mehr er zu sich kam, desto nnwil liger wurde er auf sich, das; er sich derartig halle vergessen können, dieses junge Weib eines anderen Üaibacher Zeitung Nr. 144. 1359 25. Juni 1908. bringt diese Schwingung zustande, Trotzdem gelingt es nicht, ihn auch nur einen Zoll von der Stelle zu rücken. Selbst der argentinische Gesandte Rosas mußte vor diesem Naturwunder seine Ohnmacht eingestehen; obwohl er den ganzen Stein mit Tauen umschlingen ließ und gegen 800 Pferde vorspannte, wich und wankte er nicht von der Stelle. — (Sarah Bernhardt und ihre Schülerinnen.) Sarah Bernhardt hat also auf ihre Professur im Pariser Konservatorium resigniert. Die Gründe zu diesem Schritte, der verwunderlich ist. da doch die große Sarah sich lange Jahre um diese Stellung bemüht hatte, bilden Demonstrationen und eine Katzenmusik, die ihre Schülerinnen vor ihrem Hotel auf dem Boulevard Percire ver^ anstaltet haben. Als Sarah Bernhardt die Professur fur dramatischen Unterricht betam. da ging sie mit Feuereifer vor und widmete sich mit Leib und Seele der Aufgabe, kleine Sarah Bernhardts großzuziehen. Nach ein paar Monaten wurde ihr einerseits die ganze Geschichte zu lang^ »veilig. anderseits wurde sie auch wirklich von ihren Engagements und Theaterunternchmungen allzusehr abgelenkt, so daß sie schließlich den ganzen Krempel Herrn Lcitner von der Com<>die-?5ran<.aise übergab. Das wollten stch "UN d,e Schülerinnen nicht gefallen lassen, und kurz vor den Schiilervorsiellungen im Konservatorium zog die junge Schar vor das Haus der Sarah Bernhardt, wo sie ihr eme greuliche Katzenmusik darbrachten. Dies bewog die Künstlern', ihre endgültige Resignation als Professorin zu überreichen. LoM ilndHlovinzial-Nachnchten. Eine Triglavliahn. Projelt von In«. Dr. Fritz Steiner und Ing. Planinsll. (Fortsetzung Vier Alpenhäuser unter der Spitze, das Krebailcahaus. 2515 Meter (Slovenischer Alpenverein), die Maria Theresia-Hütte. 2404 Meter, das Deschmannhaus. 2324 Meter (Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein) ^ das 'M Velo Polje-Kessel gelegene Vobnilschutzhaus, 1698 M ter über dem Meer (Slovenischcr Alpenverein), gewahren Unter-tunft. Von den derzeit begangenen Aufstiegen, von denen bemerkt sei. daß sie. abgesehen von emer 7^ b,s Hst""^' ^us'.tour bedeutende Kosten verursachn, waren "aM^nde ;u erwähnen: Von Norden führen von Lengenfeld (d.7 Mcter) die Täler Vrata. Kot und Krma zur Hohe. wow die Luftlinicndistanz etwa 18 Kilometer beträgt: im Osten geht der Pfad von Veldes (501 Meter) über das Pollula-Plateau mit einer Länge von ungefähr 21, Kilometern zur Spitze- von Süden aus gelangt man. von Fe.siritz aus-Icnd durch das Vojetal. etwa ^.Mo^er Luftlim. nach dem Ziele. Der besuchteste Aufstieg .st der durch das Kottal an dessen Ende das Deschmannhaus steht; am seltensten wird jener über die Polluta begangen. D,c Stege aus dem Trenta- und dem Isonzoiale kommen ihrer schweren Zuqänglichleit l>alber weniger in Betracht- eeno ist der Weg von St. Johann über die Sieben Tr.glavse n von geringerer Bedeutung und nur als Abstiegstour beliebt Aus dem Vorgesagten geht die Bedeutung emer Ba n in das Triqlavgebiet. ihr immenser Einfluß auf die Hebun des Fremdenverkehres und damit auch auf die Hebung d s Wohlstandes der berührten Gebiete, deutlich hervor. Als gunstiger Ausgangspunkt für die projektierte Triglavbahn wurde Wocheincr Fcistritz, ein selbst inmitten der herrlichsten Alpen-welt gelegener, durch seine Eisenindustrie früher wohl-l>elannter Ort gewählt. Für die Wahl dieses Punktes war nicht nur seine Lage an der neuerbauten Hauptlinie maßgebend, sondern es erschien auch ein bedeutender Anzichungs-punlt/der einer großen Zukunft entgegensehende Wocheiner See, in die Bahn leicht mit einbeziehbar. Die voraussichtliche Äesuchsziffer wurde zunächst auf Grund heute bekannter Angaben ständiger Sommergäste und durchziehender Touristen der in der Nähe des Triglavs befindlichen Sommer, frischen bestimmt. Insbesondere gestattet die stets wachsende Beliebtheit der vorgenannten Kärntner und Krainer Seen die günstigste Prognose bezüglich des Besuches. Eine Bergbahn muß in der Nähe eines Zentrums des Fremdenverkehres liegen, die Lage in einer verkehrsreichen Bahnstrecke allein ist nicht maßgebend. Ein Beispiel verwandter Art ist die einzig in der Welt dastehende Abelsberger Grolle, die trotz ihrer Lage an der Sübbahnstreckc Wien — Trieft nicht jenen Besuch ausweist, den man erwarten sollte. Für die Trigladbahn werden die genannten Seen in Hinsicht des Besuches naher Zentren par excellence sein. insbesondere die Kärntner Seen. An allen diesen Stätten und der fast noch in der Nähe in Betracht kommenden Sommerfrischen, d. h. also in den Orten, die an den Linien Millsiatt-Klagcnfurt. Klagenfurt-Noscnbach. Villach-Roscnbach. Nofen-bach-S, Lucia. Villach-Tarvis und Tarvis-Nischoflacl liegen, wurden in den letzten Jahren 25.000 gemeldete Fremde gezählt, die sich längere Zeit aufhielten, von den sich nur vorübergehend aufhaltenden Touristen ganz abgesehen. Diese Umstände sowie die durch den Ausbau der Alpenbahnen nahe gerückten Hauptstädte: Trieft. Görz, Laibach. Klagenfurt und Villach, und endlich die Attraktion einer erstklassigen Bergbahn auch auf große Entfernungen, der einzigen südlich der Zentralalpcn zwischen der Mendel- und Rittenbahn Tirols und der Zahnradbahn Triest-Opöina und einzigen von solcher Bedeutung in Oesterreich überhaupt, rechtfertigen gewiß die Annahme einer Mindcstfrcquenz von 15.000 Personen. Es ist! dies eine Zahl die sicherlich nicht den Vorwurf optimistischer Erwägung erfahren kann. denn es ist schließlich nicht zu vergessen, baß nach Eröffnung der Taucrnbahn der Besuch dieser' Gegenden noch ganz anders zunehmen wirb. Ebenso macht sich bei uns in letzter Zeit ein erfreuliches Interesse für die Hebung des Fremdenverkehres kund; die Bildung von Vereinen mit diesem Ziele, die Verbesserung der Eisenbahnverbindungen und anderen Einrichtungen haben schon Früchte getragen, die sich auch hier mächtig bemerkbar machen werden. Sicherlich wirb die Tauernbahn auch eine Touristenbahn ersten Ranges sein! Nachstehend sei die Zahl der Reisenden einiger Veignügungsbahnen vergleichsweise vorgeführt. Obwohl sich insbesondere bei den zwei erstgenannten die Aussicht mit jener des Triglavs nicht entfernt vergleichen läßt. übersteigt die Äesuchsziffer die angenommene Zahl um das Doppelte. «. .5 . . Reisende un ' Nahn I' 1903 Aachcnseebahn (Zahnrad 6-4 Kilometer lang) . 38.824 Gaisbcrgbahn (Zahnrad 5-3 Kilometer lang) . 23.475 Stanserhornbahn (Drahtseil 3-913 Kilom. lang) 19.328 Veatenbeigbahn (Drahtseil 1-695 Kilom. lang) 50.411 Salvatorebahn (Drahtseil 1'633 Kilometer lang) 48.570 in wine ArmV^u reißet Er hätt.' Verslaud und mft ftir w de^habei, sollen, denn Nelly in . rer Abgrund sic gestauden hatte, ^onst ha e ye cut ctzt töruug gesehen: Sic war m"s rücksichtslos ist. Der schuldige er eu,l> ter sich die Brust, während der andere ^ l die "at de^ Bekenntnisse» trägt. Und dann hatte er eine Ähnnng, daß Hedwig nngerecht sein und die Tchuld der jungen Frau in die schuhe schieben würde. , ,. l. ss -- Nein, nein. e5 war besser, er behielt alles sur sich. Ein Blatt ans seinem Notizbuch reißend, schrieb er ein paar Zeilen an Hedwig, mn ihr mitzuteilen, daß er erst später nach Hanse kommen werde, nnd verließ dann den sich immer mehr in Duukelheit hüllenden Augarten, der ihm von nun an ein freund sein nuißte, dem er eine Beichte abgelegt hatte. , . ^>. ^ "ln einer Straßenecke gab er emem Dienst-maun das Vlatt für Hedwig, wahrend or selbst es wieder mit seinem alten Mütel, der flucht ms ^reie, versuchte. Die Tonan entlang eilte er an den Holzstößen längs der Lände hin, immer dem Kahlenberg entstehen, dessen weiße Häuser noch durch das Abeuddunkel nickten. Er mnßte gegen den Wind an- kämpfen, der zwischen den Bergen dnrch die Flnsi-senfung in das Wiener Becken einbrach. Spät abends saß er dann in einem Nußdorfer Beisel allein in einem Extrazimmer an einem Tisch, von dem Kellner, mit dein fleckigen Frack nnd der schmichigen Serviette mit Auszeichnung bedient, denn die sonstigen (^äste des Lokales gehörten einer niedrigere», (^esellschaftoschichte an. In, dem kleinen Zimmer mit der niederen Decke lind der grellen Tapete, beim Sausen der (5kls-slammen imd dem ans dein Nebenzimmer dringen-den Lärm, den die waste drin machten, kam er allmählich wieder zu sich. Er verspürte Hnnger und Durst, aß eiu >talbsgnllasch nnd trank Heurigen dazu. während er seiner lebten Erregung Herr zu werden strebte. Mißbilligend blickte er auf sein Benehmen der letzten Zeit. Wie hotte er sich daranf einlassen können, dieses junge Weib zu besuchen, von dem er wußte, daß es ihm gefährlich war? . . . Sie hatte ihn gerufen. Aber er hätte dann erst recht nicht gehen dürfen. Zum erstenmal mißfiel es ihm, auch, daß sie ihn so dringend zu, sich bestellte, ihn sogar gcqnält hatte, sie zu besuchen. AhlNlngslosigkeit, gewiß! Aber er sagte sich nun doch, daß sie mit dieser Ahnnngslosigkeit sehr schlecht verteidigt war. Wie weit hätte er gehen können, ohne Widerstand zu finden? Der Gedanke überfiel ihn wie ein kalter Luftzug . . . Noch war keine Fiber in ihm, die Nelly tadelte. Aber es lvar anch nicht mehr die frühere schrankenlose Bewunderung. Er sorgte sich u>n sie. Mcyer-Krcmbitt ga,b nicht genug anf sie acht, niid man hatte sie zu jung verheiratet. (Fortsetzung folgt.) Daß die Aussicht auf eine große Entlvicklnng de5 Fremdenverkehres gerade im Ausgangspunkte der projektierten Triglavbahn vorhanden sind. beweist der Umstand, daß bereits im Sommer der Jahre 1906 und 1907 an einem Tage häufig Hunderte von Passagieren in Feistritz den Zug verließen. Endlich aber stößt auch die Linienführung einer Bergbahn über St. Johann am See. Althammer und den Velo Polje-Kessel auf leine übermäßigen technischen Schwierigkeiten und dementsprechend müssen die Anlagen und Er-haltungslosten verhältnismäßig günstig weiden. Die Lösung der gestellten Aufgabe, Wocheiner Feistritz mit der Spitze zu verbinden, ist keineswegs auf einem einzigen Nege möglich. Erwägungen mancher Art ließen es ratsam erscheinen, Varianten aufzustellen und nach den gegebenen Gesichtspunkten die technischen und finanziellen Seiten zu untersuchen. Uebcrbliclt man das Terrain, so ergibt sich der Wunsch nach einer Zweiteilung der Bahnstrecke. Der zunächst von den Projektanten im Savetale gegen St. Johann am See und von bort über Althammer durch das Mostnica- und Vojetal gegen das Velo Polje gegebene Weg weist, trotzdem er unmittelbar dem Ziele zustrebt, in mehr als zwei Dritteln seiner Länge leine übermäßige Steigung auf. Erst di« Lehnen, die das Vojetal abschließen, verlangen eine Steilbahn; letzteres gilt in erhöhtem Maße vom restlichen Teile der Strecke zwischen dem Velo Polje und der Spitze. Es ist demnach unter der Beibehaltung der in großen Zügen gegebenen Linie die Möglichkeit vorhanden, mittels einer Adhäsionsbahn den größeren Teil der Strecke zu überwinden und die Steilrampen mittels der Zahnstange ober des Drahtseiles zu bezwingen. Im weiteren aber fand sich die Idee, an Stelle der schmalspurig aufzubauenden Bahnstrecken zwischen dem Velo Polje und der Talstation eine lediglich für einen geregelten Automobilvertehr einzurichtende Straße herzustellen, leicht durchführbar. Eine derartige Anlage zeigte bei näherem Studium, abgesehen von der großen Billigkeit, so viele Vorteile, daß ein in dieser Richtung ausgearbeitetes Projett von Interesse sein dürfte. Es seien daher im folgenden in aller Kürze zwei Projekte einer Triglavbahn behandelt, die sich unter den gegebenen Verhältnissen als die für eine Ausführung empfehlenswertesten fanden. (Fortsetzung folgt.) * (Ständige S te l lu n gs to m m i s si o n e n 19 0 8.) Das l. t. Ministerium für Landesverteidigung hat , im Einvernehmen mit dem t. und l. Reichslriegsministerium mit Rücksicht auf das Entfallen der Nachstellungen im Monale Mai 1908, welches durch die Verschiebung der diesjährigen Hauptstellung bedingt war, genehmigt, baß im Monate Juli des laufenden Jahres die ständigen Stellungs-lommissionen außer an den vorgesehenen zwei Tagen noch an weiteren zwei Tagen amtieren und sohin im Juli 1908 Nachstellungen am 6., 18.. 20, und 27. stattfinden werden. —r. * (Große Ge n c r a l st a b sr e i s e.) Wie man uns berichtet, dürfte die in der Zeii vom 3. bis 16. Juli unter Leitung des l. und l. Chefs des Generalstabcs, Feld-marschalleutnant Konrad von Hö'tzendorf, stattfindende große Gencralstabsreise auch die l. k. Bezirlshauptmann^ schaften Laibach. Stein, Krainburg, Littai, eventuell auch Rudolfswert, berühren. Zwecks Veistellung von Unters lünsten und Vorspann werden von der Uebungsleitung an die vorgenannten Behörden jeweilig die Anforderungen ergchen. —1-. " (Industrielles.) Ueber Ansuchen der t. l. Be-zirlshauptmannschaft Laibach Umgebung findet am 26. d. um 3 Uhr nachmittags eine Lolalverhandlung wegen Erbauung eines neuen Fabrilsschlotes in der Bierbrauerei in Oberlaibach statt. Als technischer Sachverständiger wird ein Staatsbautechniler der k. t. Landesregierung intervenieren. —r. — (Die Feier des sechzigjährigen Re-gierungsjubiläums durch die Wivpacher Schuljugen d.) Am 21. d. "N. wurde in der aufs festlichste geschmückten Schloßlaube des Grafen Karl Lanthieri von der Wippacher Schuljugend die 60jährige Jubiläumsfeier Seiner Majestät des Kaisers bei sehr zahlreicher Zuhörerschaft begangen, worunter auch Graf Karl Lanthieri. l. u. l. Oberst Baron Johann Maasburg samt Gemahlin, der Hcrrschaftsbesiher Karl Mayer samt Gemahlin, der Gemeindevorsteher Josef Pctiovöiö mit den Gemeinderälen, die l. l. Beamtenschaft und andere bemerkt waren. Feierliche Stille herrschte, als der Schüler der ?.. Klasse Eduard Ferjan^ auf der Bühne vor das Kaiser-bild trat und einen Prolog sprach, den man mit großem Veifalle entgegennahm. Hierauf wurde das von August Zden<:llr verfaßte Spiel „Cesarjeva podoba" (Das Kaiserbild) ebenso zur vollsten Zufriedenheil vorgetragen. Dann kam das Liederspiel „Oesterreichs Iubeltlänge" zur Ausführung. Die patriotischen Lieder, die zweistimmig zum Vortrage gelangten, wurden mit Gefühl zum Ausdrucke gebracht, ebenso der deklamatorische Teil des Liederspieles. Mit großem Beifall wurde das Defilee der Schulsolbaten vor dem Kaiscrbilde aufgenommen, und rührend war die Szene: Die Opfergabcn der Kleinen. Die Tchülerpro^ul-tion bei der Kaiser-Jubiläumsfeier gereicht sowohl den Laibacher Zeitung Nr. 144. 1360 25. Juni 190«. Schülern als auch dem Wippacher Lehrkörper zu großer Ehre. Allgemein wird der Wunsch geäußert, die Kaiser-Jubiläumsfeier zu wiederholen. —u. — (K rainische Handels- und Gewerbe-ta mm er.) Seine Exzellenz der Herr Handelsminister hat die Wahl des Herrn Ivan Meja<" zum Vizepräsidenten der Handels- und Gewerbelammer in Laibach an Stelle des verstorbenen Vizepräsidenten Herrn Franz Kollmann für die restliche Dauer des Jahres 1908 bestätigt. — (Die Studienreform in den Mittelschulen.) Das ..Neue Wiener Tagblatt" schreibt folgendes über die neue Verordnung, die das Unterrichtsministerium zum Zwecke der Erleichterung der bestehenden Piüfungsvorschriften an den Mittelschulen herausgegeben hat: Diese Vorschriften involvieren eine tiefgehende Studienreform, deren leitender Grundsatz es ist, dem Unterrichte neue, dem modernen Geiste entsprechende Formen zu geben und zu verhüten, daß auch künftig unter gewissen generalisierenden Grundsätzen die große verschiedenartige Menge von Mittelschülern herangebildet werde. Vor allen Dingen werdeil Prüfungswesen. Klassifikation und Beurteilung der Reife auf eine andere Grundlage gestellt, und überall merkt man das Bestreben, den Lehrer in eine Lage zu versetzen, die es ihm ermöglicht, die individuellen Anlagen des Mittelschülers mit den Anforderungen des Studienplanes in Einklang zu bringen. Das Addieren der „Noten", wie die Division durch die Anzahl der erfolgten „Prüfungen" werden aufhören, ihren gefürchteten Wert zu besitzen, sobald einmal die neue Verordnung Leben und Wirksamkeit gewonnen hat. Es mag ja sein. daß die ausübenden Fachleute — in diesem Falle die Lehrer — sich manches in der Reform anders vorgestellt haben, manches vielleicht nicht ganz für zweckmäßig oder durchführbar halten, aber das Wertvollste an dieser Reform, wirklich Gutes in neue Form bringen zu wollen, wird wohl von niemand bestrittcn werden, auch nicht von jenen, welche auf das alte System eingeschworen sind. Die Verordnung selbst verweist darauf, daß, lvenn man den Schulunterricht von überflüssigem Prüfungs- und Klassifilationsbureaulratismus befreit, dem Lehrerstande ein erkleckliches Plus an Arbeit zufallen wird. Doch der gute Wille unserer Mittelschullehrer, die in überwiegend großer Majorität erkennen, daß der Unterrichtsplan in den Mittelschulen einer wesentlichen Auffrischung bedürfe, werden über die Schwierigleiten des Uebergangsstadiums rasch hinwegkommen. Auch eine Verstärkung des Lehrkörpers für die staatlichen Mittelschulen mag sich in Bälde als unabweisbar herausstellen und so wird die Reform, die in erster Reihe zum Besten der Schuljugend geplant ist, auch dem Lehrerstande selbst zugutekommen. — Aus dem Erlasse seien noch folgende Einzelbestimmungen nachgetragen: Als Noten für die Leistungen in den einzelnen Gegenständen haben zu dienen: sehr gut. gut, genügend, nicht genügend. Das Urteil über den Gesamterfolg hat zu lauten: „Der Schüler ist (vorzüglich, . . . ., nicht) geeignet, in die nächste Klaffe aufzusteigen." Hat ein Schüler wenigstens in der Hälfte der obligaten Gegenstände die Note „sehr gut" und in keinem dieser Gegenstände die Note „genügend", so ist er bei mindestens entsprechendem Betragen als „vorzüglich" geeignet zu erklären. Zur gleichmäßigen Bewertung der Schlllerleistungen wird folgendes festgesetzt: Die Bezeichnung „sehr gut" ist für Leistungen bestimmt, die sich über das durchschnittliche Maß der Anforderungen erheben, ohne deshalb über die von Schülern Nl erwartenden Leistungen hinauszugehen. Ueber dieses Maß beträchtlich hervorragende Leiswngen können jedoch nur auf begründeten Antrag des Fachlehrers und nach Beschluß des Lehrkörpers durch einen besonderen Beisatz zur Note „sehr gut" hervorgehoben werden. Als „gut" ist eine Leistung zu bezeichnen, die sich als durchaus entsprechend, gemäß den an den Durchschnitt der Schüler zu stellenden Forderungen darstellt. Als „genügend" hat eine Leistung zu gelten, wenn das Ziel des Unterrichtes noch als erreicht angesehen werden kann. der Schüler also nicht in allem das für den Durchschnitt der Schüler Geforderte geleistet hat. Leistungen, die unter diesem Mindestmaß liegen, sind als „nicht genügend" zu bezeichnen. Bei der Beurteilung des Betragens ist das Verhaltn, in der Schule gegen Lehrer und Schüler, das Verhalten außerhalb der Schule aber nur insoweit, als sich die Disziplinarvorschriften auch darauf erstrecken, zu berücksichtigen. Auch die Behandlung der Hefte. Bücher und dergl., die Pünktlichkeit in der Lieferung der Arbeiten, der Schulbesuch, sind dabei zu beachten. In allem ist auck, dic Eigenart des Schülers entsprechend anzuschlagen. * (Fahrbegünstigungen für freiwillige Rettungsabteilungen auf den Linien der l. t. ö st err. S t a a t s b a hn e n.) Nie man uns mitteilt, hat das l. k. Eisenbahnministerium zugunsten der öffentlichen Sanitätspflege mit Wirksamkeit vom 1. Mai 1908 nachstehende provisorische Verfügungen getroffen, deren Durchführung mit nächstem Nachtrage zum Lokal-personentarife, Teil II. erfolgen wird. Mitglieder von Vereinen, welche sich sahungsgemäß in Ausübung freier Liebes-tätigleit der öffentlichen Sanitätspflege widmen (freiwillige Rettungsabteilungen. Sanitätsabteilungen vom Roten Kreuze, der freiwillig 7?,'u^w^r^„ u, dgl,), werden bei Hilfeleistung in Unglücksfällen auf Entfernungen bis 50 Kilometer auf Grund der nach dem vorgeschriebenen Muster ausgestellten, mit dem Vereinsstempel versehenen und von dem jeweiligen Vereinsvorstande oder dessen Stellvertreter unterfertigten Legitimationen in der zweiten und dritten Wagenllasse der Personenzüge zum halben Preise, in Schnellzügen außerdem gegen tarifmäßigen Zuschlag, befördert. Bezieht sich die Hilfeleistung auf einen Eisenbahnunfall, so findet der Hin- und Rücktransport auf Entfernungen bis 50 Kilometer gebührenfrei statt. Diese Legitimationen, welche gemäß H 12, nl. 3, lit. c des Gesetzes vom 10. Juli 1902, R. G. Bl. Nr. 153, stempelfrei sind, haben zu enthalten: Name und Stand der Reisenden, Zweck und Ziel der Reise, die zu benutzenden Wagenllaffen, die Zeit, für welche sie gelten. Die Legitimationen werden von den Per-sonenlassen bei Lösung der Fahrkarten abgestempelt und dem Führer der Ausrückungsmannschaft zurückgegeben, der sie dem Revisionspersonale auf Verlangen vorzuzeigen hat. Sie sind mit den Fahrkarten bei Beendigung der Fahrt und, wenn sie zugleich für die Rückreise ausgestellt werden, bei Beendigung der Rückfahrt abzugeben. Vereine der gedachten Art, welche für ihre Mitglieder auf diese Begünstigung Anspruch erheben, haben bei jener l. l. Staatsbayn» direltion. bezw. der l. l. Nordbahndireltion oder Betriebsleitung Czernowitz, in deren Bereiche sie ihren Sitz haben, unter Vorlage ihrer Statuten um die Ermächtigung zur Ausstellung der obgenannten Legitimationen anzusuchen, welche bis auf beliebigen Widerruf erteilt wird. Die Legiti-mationsformularien werben von den l. l. Staatsbahn-direltionen (t. l. Nordbahndireltion oder Betriebsleitung Czernowitz) aufgelegt und an die Vereine gegen Kostenersatz überlassen. Die gebührenfreie Mitnahme von leicht unter-bringlichcm Hilfsmaterial in die Nagenabteilungen ist gestattet. Tragbahren und andere Hilfsgeräte, welche in den Wagenabteilungen nicht untergebracht werden können, wer. den im Gepäckswagen unentgeltlich befördert. Die mißbrauch, liche Ausstellung einer Legitimation macht den Verein der Vahnanstalt gegenüber schadenersatzpflichtig und behält sich letztere in solchen Fällen, abgesehen von dem sofortigen Entzüge der Legilimationsberechtigung. die gerichtliche Verfolgung vor. Gegen die Betroffenen selbst wird nach H 21 des Vetriebsreglements vorgegangen. Die Üandesstelle hat über Note der l. l. Staatsbahndireltion in Tricst behufs Verständigung der interessierten Vereine und Körperschaften hievon die politischen Vezirlsbehörden in .Kenntnis gesetzt. —r. — (Vom Ve t e r i n ä r d i e n ste.) Der Tierarzt in Wippach, Herr Leo Simenthal. der vom Landesausschusse über sein Ansuchen nach Idria versetzt wurde, hat auf diesen Posten Verzicht geleistet. —». — (D i e „G l a s be n a M a t i c a") hält Donnerstag den 9. Juli um 8 Uhr abends in ihrem Vereinshause die diesjährige ordentliche Hauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — (Der Elite-Biograph) bringt seine Lichtbildervorführungen in buntem Wechsel in der qualitativ bereits letzthin lobend anerkannten Weise bei gutem Besuche zur Schau. Das Unternehmen war bestrebt, den Besuch der Vorstellungen durch Etablierung einer entsprechenden ständigen Musikkapelle möglichst angenehm zu gestalten und hat in der laufenden Woche bereits eine Wiener Damen-lapelle, die bisher mit dem besten Erfolge im Hotel „Milano" in Trieft konzertiert hatte, im Elite-Biographen ständig engagiert. l^. — (Der G e sa n g s ve r e i n „L j u b l j a n s l i Zvo n") wird Sonntag, den 28. d M., seine Fahne entrollen. Aus diesem Anlasse findet am Vorabende um 9 Uhr ein Fackelzug sowie eine Serenade zu Ehren der Fahnenpatin. Frau Marie von Trntäczy, dann eine gesellige Zusammenkunft im Garten des „Narodni Dom" statt. Am Sonntag um 9 Uhr versammeln sich die zur Feier erschienenen Vereine im Garten des „Narodni Dom", worauf um 10 Uhr vor dem „Narodni Dom" die eigentliche Feier erfolgt, an die sich ein Umzug durch die Stadt anschließt. Um 1 Uhr nachmittags wird im großen Saale des „Narodni Dom" ein Bankett (Kuvert ohne Getränk 5 X) und um 4 Uhr ein Volksfest im Garten des „Narodni Dom" stattfinden. Am Volksfeste wirken nebst der Laibacher Vereins lapelle verschiedene Gesangsvereine mit. Eintrittsgebühr 60 !,. Im Falle ungünstiger Witterung wird das Volksfest in allen Lokalitäten des „Narodni Dom" veranstaltet weiden. -^ (Plahmusil.) Programm für heute (Sternallee): 1.) Lalal: „Immer fidel", Marsch. 2.) Meyerbeer: Ouvertüre zur Oper „Robert der Teufel". .''.,) Lehar: „Gold und Silber", Walzer. 4.) Marenqo: Phantasie aus dem Ballett „Exzelsior", 5.) Smetana: Seitett aus der Oper „Die verkaufte Braut". 0.) Komzal: „Wiener G'schichten". Potpourri. " (Kollaudierung der Pfarrkirche in 5 a g o r.) Ueber Ansuchen der l. l, Nezirlshauptmannschaft in Littai findet am 27. d. M. um halb 10 Uhr vormittags die Kollaudierung der Pfarrkirche in Sagor durch einen Staatsbautechniler der k. t. Landesregierung für Krain statt. —1-. — (P fe r de z u ch t s e l t i o n.) Am !». Juli um 4 Uhr nachmittags findet im Neratungszimmer der l. l. Landwirtschaftsgesellschaft in Laibach. Auerspergplatz Nr. 3, die Generalversammlung der selbständigen Pferdezuchtscltion statt. — (Schadenfeuer.) Man schreibt uns aus Wippach unter dem gestrigen: In dem acht Kilometer von Wippach an der Landesstraße im Vranicatale gelegenen Anwesen des Gastwirtes Lulas Glaxer entstand nach 1 Uhr nachts ein Feuer. Es wurde nicht gleich bemerkt, weil im Hause alles schlief. Erst als der Schweincsiall Flammen fing und die Schweine unruhig wurden, erwachte der Hausherr und sah sein ganzes Wirtschaftsgebäude in Flammen stehen. Rasch weckte er seine Gattin sowie seine beiden Töchter und begab sich eilends zur Stelle, wo sein Kuhhirt, der 9jährige Anton Fabjan sein Nachtlager hatte. Leider konnte er nicht mehr dahin gelangen und der arme Knabe wurde ein Opfer der Flammen. Die Familie Glaxer konnte nur die Kleider und einige Wäschestücke retten. Es verbrannten drei Schweine, eine Kuh, ein Oechslein, eine Stute, ein Lamm, das ganze Federvieh, alle Wirlschaftsgeräte. Möbel und sonstige Einrichtungsstücke, das schon eingeheimste Heu sowie das Haus mit dem Wirtschaftsgebäude. Der Weinkeller, worin sich noch viel Wein befand, und das Nachbarhaus wären auch ein Raub des Feuers geworden, wenn nicht mittlerweile die Feuerwehr und vier Gendarmen aus Wippach gekommen wären, die den Brand gegen 0 Uhr lokalisierten. Der Schaden beträgt 7000 K, die Versicherungssumme ist nur gering. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt; man vei' mutet, daß es durch Funken, die von einem in der Nähe angezündeten Iohannisfeuer absprangen, entstanden sei. —a. — (Versuchter Einbruch,) Am 21. d. M. gegen 10 Uhr nachts haben zivei Burschen in die nächst dem Schulbaue Unter-Ki^la befindliche, aus Brettern hergestellte Werlzeugsbaracke des Maurermeisters Batollino einzubrechen versucht. Die Einbrecher wurden jedoch von dem beim Batollino bediensteten Nachtwächter verscheucht, gerade wie sie die Tür und das Schloß der Baracke ge< waltsam aufbrachen. Der Nachtwächter erkannte in den Einbrechern die früheren Arbeiter des Varackenbesitzcrs Franz IelW aus Dobravlje, Gerichtsbczirl Görz. und Franz Rebel aus Gojace des nämlichen Gerichtsbezirles. Die beiden Täter leugnen den Einbruch. Weaen Fluchtverdachtes wurden sie dem Landesgcrichte Laibach eingeliefert, —n— — (Neue Früchte,) Seit zwei Tagen werden hier auch schon Marillen verlauft. Das Kilogramm lostet 1 X 20 I,. — Auch schwarze Beeren werden in großen Mengen zu Markte gebracht und zu annehmbaren Preisen abgegeben, s). * sV a h n u n f a l l.) Gestern brachte man ins hiesige Krankenhaus den 39jährigen Arbeiter Mariin Viderqar aus Niböe bei Moräutsch. der auf der Strecke bei der Station Läse gearbeitet hatte und vom Schnellzuge mit solcher Wucht zur Seite geschleudert worden war, daß er mit gebrochenem linken Beine liegen blieb. * (Zwei raufende Agenten.) In der Latter-mannsallee überfiel gestern abend ein hier wohnhafter Rei-sender aus purem Brotneid einen Wiener Reisenden mit seinem Stocke und mißhandelte ihn. Es entstand eine Prügelei, die einiges Aufsehen erregte. * (Eine tote Brieftaube.) Diesertage morgens fand Herr Josef Sedej im Laibachflusse eine tote Brieftaube, an deren einem Beine ein Aluminiumreifchen mit den Buchstaben P. Z. L. befestigt war. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 24. Juni. In fortgesetzter Verhandlung des Budgets erörtert Abg. V a ge le die Sprachenfrage in Kärn-ten. wobei cr sich gegen die verletzende Agitation der Slo-vcnisch-Klerilalen in Kärnten wendet. Abg. Wagner (Ehristlichsozial) bespricht eingehend die Flußiegulieiungol und das Meliorationswesen in Tteiermarl und spricht dem Ackerbauminister für das von ihm eingebrachte Meliorations^ gcfetz den verbindlichsten Dank aus. Abg. Lulsch (deutscher Agrarier) spricht sich auf das entschiedenste gegen den Bau des Donau-Oderlanals aus. welcher für Oesterreich direlt einen Selbstmord bedeuten würde. Abg. Dr. Mühlwerth sdentsch radikal) erklärt, von allen Ministern habe lediglich der Ackerbauminister, die Deutschen vollauf befriedigt. In Eifenbahnangelegenheiten haben die Deutschböhmen eine Anzahl schwerer Gravamina vorzubringen. Vom Unterrichts-minister müsse man anerkennen, daß er seinen freil)ur 1o rc>i cw, 1'ru^!" Abc,, Dr. Herold: „Schweigen Sie, mit diefer unverschämten Verdächtigung. Sie Schuft!" (Anhaltender Lärm.) Der Präsident ruft den Abgeordneten Herold zur Ordnung. Abg. .Herold: „Sie verdächtigen und wollen die Verantwortung für folche Verdächtigungen nicht übernehmen. (Stürmische Protestruft links.) Im weiteren Verlaufe seiner Nedc konstatiert D-r. .Herold unter andauerndem Widerspruch der Czcchcn. bah im deutschen Sprachgebiete zahlreiche czechische Beamte angestellt sind. während in czechisä)en Sprachgebieten mit kolossalen deutschen Minoritäten eine ganz verschwindende Anzahl deutscher Beamten fungieren. Das werden und können sich die Deutschen nicht gefallen lassen. Die Deutschen verlangen die nationale Autonomie; dann wird Friede werden, früher nicht. Die Deutschen sind verpflichtet, ihre deutsche Heimat bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen, (Lebhafter Veifall.) Die Wirren in Persien. Teheran, 24. Juni, Der Schah hat einen, Teil Teherans bombardieren lassen, nicht um die Verfassung aufzuheben, sondern um sich einer ihm persönlich feindlichen Gruppe, die ihn absetzen wollte, zu bemächtigen. Auch seme Gegner in den Provinzen hat er niedergezwungen. Die Tätigkeit des Parlamentes ist nicht aufgehoben. Es hecht sogar daß einem Teil des Parlaments das Vorgehen des Schah nicht unsympathisch gelvesen sei. Die Europäer ,n Teheran sind an Leben und Eigentum nicht gefährdet wohl aber in Täbris und Urmia. In letzterem Orte durch d.e türkischen wurden. ^ , , , - Teheran 24. ^uni. Es bestätigt sich. das; w der gestrigen Beschießung des Parlamentsgebäudes die ersten' Schüsse von den politischen Klubs abgegeben wurden. Die Nationalisten zogen sich. als Trupftenverstärlungen eintrafen, zurück und besetzten die geschützten Stellungen auf den Dächern. Sie hatten einige Verluste, wie v'ele ist unbekannt. Die Kosaken verloren 15 Mann und 1« Pferd -Drei höhere Offiziere und 20 Mann wurden verwundet. Die Verluste der Infanterie sind nicht bekannt. Das Par-lamentsgebäude wurde von den Soldaten vollständig geplündert. Auch mehrere andere Häuser und Leute auf der Straße wurden von ihnen ausgeraubt. Die Versammlungsräume zweier Klubs wurden von der Artillerie zerstör T^r Präsident des Parlaments und v.ele beliebte Parte.-fthre. Mitglieder der politischen Klubs und Redakteure wurden verhaftet und 80 Personen wurden m K t n gelegt. Der Führer der Opposition und zehn Redakteu e flüchteten in die englische Gesandtschaft. Der englische u. russische Vertreter ersuchten den Schah, sofort Schntte zur Wiederherstellung der Ordnung zu ergreifen und w.esen dar. auf hin. daß ihre Regierungen ihn für alle imliel^m n Zwischenfälle verantwortlich machen würden. Der Schah gab weitergehende Zusicherungen. F r a n l f u rt. 24. Juni. Die Frühblatter melden aus Teheran: Der Schah hat den General Darios ^,m Befehlshaber des Heeres ernannt. Darios hat m Tehran d Standgericht proklamiert, das heute we ersten Todesurteile fällen wird, Lemberg. 24. I^Wi7 die „Gazeta Lwowsta" erfährt, hat dem im Iustw'um enmn vorbereiteten Gesetzentwurf über Fürsorgeerziehung m d n letzten Tagen zugestimmt. Die Fürsorgeerziehung soll vom GeMte angeordnet! aber von den ^ndeslommisstonen durchgeführt werden, teils durch Unterbringung dc 2^ einer Familie oder in einer Besserungsanstalt. >» alle', 5 u ändern die durch die Entwicklung der sozialen Ver-ä ^!!at sind. der zunehmenden Verwahrlosung der fugend entgegenzutreten, gilt die Fürsorgeerziehung als das die Zunahme der Kriminalität zu e-lämpfen und die Allgemeinheit vor dem lnwacksen Lasten zu schützen, die aus der Fürsorge fur Physisch, geistig und moralisch verkommene und deshalb hilfsbedürftige Per- sonen entstehen. _, . Budapest. 24. Juni. Dem in München erscheinenden „Snnplicissimus" wurde das Postdebit für Ungarn ent-'.ogen, Belgrad, 24. Juni. Der mit der Kabinettsbildung lxtrautc Vizepräsident des Staatsrates. Velimirovu-. i)at gestern abend die Führer der jungradilalen Partei zu einer Beratung in das Ministerium des Acuhern bcrnfen. Der Parteichcf der Jungradilalen Ljuba Stojanovw erklärte, daß seine Partei einem Kabinett VcNmirovi6 gegenüber du gleiche Haltung wie gegen das Kabinett Pasi.' einnehmen würde, weil sie in einer derartigen Lösung der Krise keme Garantie für einen Systemwechsel erblicken konnte. D.e heute vormittag abgehaltene Versammlung dcr inngradilalcn Partei billigte die gestrige Erklärung Ljuba Stojcmov^ »nd sprach sich entschieden gegen ein Kabinett Vel>m,rob.c. aus. Infolge dieser Haltung der Iungradllalcn erscheint die l'cission Velimirovn'' gescheitert. Rio de Janeiro. 28. Juni. Aus Para eingelangte Depeschen melden die Aufdeckung einer über das ganze Land verteilten Verschwörung gegen die Staatsregierung, an der auch mehrere Offiziere beteiligt sein sollen. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 13. bis 20. Juni 1908. Es herrscht: die Räude bei Pferden im Bezirke Adelsberg in den Ge. meinden Grafenbrunn (4 Geh.), Dornegg (1 Geh.), Killenberg (1 Geh), Iagorje (1 Geh.); im Bezirke Littai in der Ge-meinde Dednidol (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Neudegg (1 Geh.); der Notlauf der Vchlveine im Bezirke Gotisch« in der Gemeinde Iurjowitz (1, Geh.); im Bezirke Gurkfeld in den Gemeinden Savcustein (1 Geh.), TrMe (1 Geh,); im Be. zirte Laibach Umgebung (7 Geh.), im Bezirke Radmannsdorf in der Gemeinde Görjach <2 Geh.); im Bezirke Nudolfswert in den Gemeinden Großlack (1 Geh.), Hof (1, Geh.), Precna (i Geh.), Sagraz (1 Geh.); die Gchweinepest im Bezirke Gotischer in den Gemeinden Ebental (l Geh.), Göttenitz (11 Geh.), St. Gregor (3 Geh.), Großlaschitz (2 Geh.). Iurjewitz (1 Geh.), Kotschen (1 Geh.), Luzarje (1 Geh.). Niederdorf (I Geh.), Reifnih (8 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Tomiselj (1 Geh.); im Bezirlc Littai in der Gemeinde Obergurl (1 Geh.); im Bezirke Rudolsswert in der Gemeinde Honig« stein (1 Geh.); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Nltenmarkt (2 Geh.), Dragatus (! Geh.),Pobzemelj(17Geh.), Semic opllt>8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scchöhc M«-2 ni, Mittl. Luftdruck 736 0 mm. - B W st Wind d««V.e.sW 2U N 73^-1 8b-7SSO. schwach teilw. bew. 24 yu'Ab. 7341 19 9j O. schwach > 2b. 7U. F. ?36 8 > 15 3> NO. mähig j t«lw. hnter j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 20-3", No,, male 18-7°. Wettervoraussage für deu 2b. Juni: Für Ste,er» mar' Kärnten und das Küstenland: Meist trüb und regnerisch, mäniae Winde, vorerst noch schlecht, dann allmählich Besserung; für Krai«: Abnehmende Bewölkung, warm. vorerst noch schlecht, dann allmähliche Besserung, Niederschlage. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte igsssiimdl'! vuu drr Nrai», Lpcnlasjr !«!>?). (Ort: Gebäude dcr l. l. Staats»Obcrrealschulr.) «lis,e: Nördl.Brrite 46'M'; Östl. Länge von Greenwich !4°3l'. Beginn ^. ^« H«d. KZ. ! Z,z Kss ZKZ «ff -« distanz ^-« j 2,^, .^ 3^ "^! ^ ^^ 2 '3 ^>N ^3? Z" ZA i^? IlM IlM»!lM»NM8UM»dm6? 23 1000 1519 59-----------15 21,53 15 22 54-------L (98) 23- «i^------------------------15 48 44 15 49 38 16 39 N 23 ic00 17 06 23-----------l7 09 48 17 1013 18 00 N (68) Vor«: 23. - 1519N,---------,---------15215?------>V ! Die Warte in Hamburg verzeichnete am 23. Juni ebenfalls drei Fernbeben; Beginn gegen 15 Uhr" 22 Mi» nuten, bezirhlingsweise gegen 15 Uhr 51 Minuten nnb gegen I? Uhr 10 Minuten. * !trurui-bh,,!rr>, V — Milrull'!!?,!w,napl, H«>!,!,! lüiürll'ori'pnücln' >lri! n»d wrids» vu» M>!!n,nicl,! I'i? Wiüi'riiach! 0 U>,r l'io ^4 Ulir nrzäl,Il, Iur Photographie für Amateure! 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M., zu Petri und Pauli grosses Militärkonzert ausgeführt vou der (2636) 2—2 Militärkapelle des Görzer Infanterie-Regiments Nr. 47 Graf Beck. Anfang nm 6 Uhr abends. Eintritt 1 Krone. kiel. Witwe suoht Posten als Wlrtsohafterin bei einem alleinstehenden Herrn. Selbe ist treu und fleißig. Alitrüge uuter „Wirt-sohafterin" an die Admiuißtr. dies. Zeitung. (2683) 2-1 Schmerzerfiillt geben die Geschwister Vattner allen Freunden und Bekannten Nachricht von dem Hinscheiden ihres geliebten Bruders, Herrn Wilhelm Sattner Hanbelsangestellten welcher heute den 2b. Juni um '/<4 Uhr früh nach langem, schwerem Leiden und Empfang der Sterbe» salrameute im 55. Lebensjahre ruhig im Herrn verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Freitag den 26. Juni um 5 Uhr nachmittags vom Leoninum aus auf den Friedhof zum Heil. Kreuz statt. (Statt jeder besonderen Anzeige) Lelchenbestllttungsanstlllt de« Franz Doberlel. Ttationbvorstand August Inglitfch gibt iu seinem eigenen Namen sowie im Namen seiner Geschwister Minca Kovaö ^cb, Ingliisch, Nn« gela Gudera grb Instlitlch, Niltor, Undreav und Hans Inglitjch und der Eutel Wufti, Pepi, Mim» und Hilda trostlosen Herzens die Trauer» Nachricht, das; dcr Allmächtige in seinem nuerforsch» lichen Ratschlüsse die beste und teuerste Mutler, bezw. Schwieget» und Großmutter und Schwägerin, die wohlgeborene Frau Wll >llM B. «M Vahndeamtenswitwe uach kurzem, qualvollem, mit größter Geduld ertragenen Leiden, versehen mit den heiligen Sterbe» sakramenten. im 64. Lebensjahre heute den 24. Juni um V< 9 Uhr vormittags erlöst hat. Die Beeidigung der teuren Unvergeßlichen erfolgt am 26. Juni 1908 um 5 Uhr nachmittags vom Trauerhausc in Unterschischla, ltnezove ulice Nr. 225. aus auf den Fricdhos zum Heil. kreuz. Die heiligen Seelenmessen werden den 27. Juni um 7 Uhr früh in der Franzislanerlirche gelesen. Laibach den ^4. Iu.ü 190«. l2682) Laibacher Zeitung Nr. 144. 1362 25. Juni 1908. Kurse an der Wiener ilörse (nach dem offiziellen ßursblattej vom 24. Ilnni lW8. Die notierten Kurse «erstehen sich in Kroncnwährung. Die Notierung lamllicher Älticn und der ,,T!vrr>cu Lo!c" verstell! >ich per Stücl Veld Ware Allgemeine Staats« schuld. Einheitliche Rente: 4", lonvcr. steuerfrei, Kronen sM»i Nov.) rcr Kuise . . 9? 1b 97 3b d etto ^Iänn.-Iuli) per Kasse 87 10 97 30 ^2°,„ «. W. Noten (Febr. «lu«.) p«r Kasse......99 L« »9 4« 4 2°, «. W, Silber (Npril0lt/ per Kasse......S9 20 99 40 lssner Vtall»«°se 500 st. 4"/„l5»8' 154 30 1««0er ., >0N fl. 4"/„2ie 25l!2'>-2b l»»4«r „ 10> st. . . 2«! - -/,»/. «7'40 8? SO ßlst»b»hn.3!»at,schnll>. ! »tlsch«ii»»grn. tlisabeth Bahn i. «., fteuerfr.. zu IU.000 st.....4"/^ — — —'— Franz I°!epb-Vahn in Silber >/„ l 13 l0>20-l0 «allz. Karl Ludwig Bahn (div. Stücle) Kronen . . . 4"/« «« lü »7 55 Rndolf-Bah» in Kronenwähr. fteuerfr. fl. ö. W. O. b'/<"/n .... 432 - 4»ü-detto Ealzbura.-tirol ^" ^. ö. W. N. 5"/,, - - . ,422- 42k' — nremltal Hahn 2 nlimmtnl kis«nl>»!>n' I>ri»r!tL<« Obligationen. Vöhm. Westbahn, Em. l«95, ^l», 2000 u. 10.000 Kr. 4"/„ 86'70 97 70 «lisabethVahn k<)« u. <«XX) M. 4 ab >0"/n......1^'-- >'6-— Elisabeth Bahn 4«l u. 2, E, ü"/» ,04 l.°> !05 «5 b?no 400 u. 5000 Kr. 3'/,"/„> «6 8« «7 «0 Porarlberger Bahn Em. 1l!»4 (div. St.) Oilb. 4"/„ . . 8« «0 97 80 Staatsschuld der lländer der ungarischen Krone. 4"/„ una,, Ooldrcnte per Kasse . k« - <9« -dclto k 5« f! I«« - <Ä0 - Iheiß «eg.-Losc 4"/° ... 143- - !4? -4"/n ungar. Orundertl.-Oblia. 93— 94 — 4"/« lroat. u. slav. Vrbentl.-Ot,!. »z ho 94 H0 Andere öffentliche Anlehen. No«n. Landes-?l!!l. (div.) 4«/„ 80-75 9,'7.>> «osn.-herceg. Eisenb,-Lande«- «nlehcn (b,v. > 4>/,"/„ . . 9« «z 99 «5 5" „ Tonau Nea.-Nnlohe l«7« ü).», - —- Wiener Verlehrs Anl. . . 4"/« 9« Sl> 97 «o detto 1»on 4°/, 86 55 »7 55 Nnleben der Stadt Wien . . <0l 5u dello 00 9«' detto lIiiv.-«,)» I.1V02 8« 55 97 55 Bürsebau-Nnletien verlosb. 4"/„ 98 l5 !«? !ü «ujsijche Stallieanl. u. I. 190« f. 100 Kr. p. ». . . zo/n 95-en 9S-10 detto per Ultimo . . 5«/, 95 bb 9S «b Vulg, Staats-Hhpothelar Änl. 1892......S"/<> 12l 50122 50 Veld Ware Aul„. Llaal« - Goldanleihe IÜ07 f. ,00 Kr.. . 4'//0 «9 3« 90 3« Pfandbriefe usw. V°dentr..alln.ost.i .io I.vl.4"/^ 95 bb 9«-55 Vöhm. Hvpothelenb. Verl. 4"/« 98 35 99'35 Zentral «od.-Kred-Vl., üsterr., 45I, verl.....4>/,",n 102'- — - drtto »!5 I. Verl. . . .4"/° »l<- 99'-Kred. Inst., öslerr., s.Vcil. Unt. u, bffrntl. ?lrb. Ka». X. 4" „ 9« 50 97'50 Landesb, d, Kö». Galizic» und Lodom. 57>/, I. rüclz. 4"/., 94 75 95-?l> Mähr. Hypothelenb. veil. 4"/„ 97 10 9« in N.-osterr. Lande« Hyp. Nnst.<"» 9»2b 9l»2l> detto ml!, ü«/„ ^r. vcrl. »'/,"/« «9- - - - dctlo K. Lchuldjch, Verl. 3>/,"/° 89- 90-- dctto verl......4"/« 98-1« 99-10 vsterr. unaar. Vanl 5« Jahre vcrl. 4"/n ü. W.....98-25 99-2H bett« 4'Vn Kr......96-75 9!» 75 Tparl., Erste ös«.,«vI.verl. 4"> 89-25 —-- Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Nordwcstb. 20« !l. L. . 108'4« «04-4<< Ltaatsbahn f<0 ssr..... 408 - 4»ü-- ^übbahn «^ 3"/„ Iünner-Iuli 500 Zfl. lper St.) . . . L85'- 2«7-. Südbahn il 5"/n liüu sl. <3. 0. G. 122 «) 12360 Diverse Kose. P«rzin»liche f»s«. 3"/n VobenlreditLosc fl 257-75 2«!i-?>! Eerb. Prim, llül.p. 1«U ssr.2— «lary-Lo!e 4« sl. KM. . . . 14»-- 15« - Osener Lose 4« fl...... 19»-- 205-- ^alsiv'Loje 40 sl. KM. . . . 1UU-- 1»«'— :«otc« «reuz. öst. «es. v. 10 fl. bn-- 54- Roten Kreuz. >ma. Ges. v. 5 sl, 2525 27-25 Nudols-Losc 10 fl...... «7'50 7I-5U Ealm Lose 40 f>. KM . . . L35- 245-Türl. «. «. U»l, Präm. vblig. 400 Fr. per KVssc . . . 185-50 i.''« 50 detto per Medio . . . i«5-80> 1»«»80 Gelb Ware Wiener Komm. Lose v. I. 1874 4S5 50 b«5b<' Vew.-Lch. d. 3<>/<,Prsm,.Schuld d. Vodenlr.-«lüst, enb. 500 sl. 242,»- ^ >l44<>-- Vohmischc Älorbbah» 150 s>, . 402- - 403-5« Buschtichrader ltisb 5,00 sl. «M. 2885--,29!.>>'. betto (lit, li» 20« sl. per Ult, 1058 - >««(,--Donau - Lampüchisfnhrt« - Ges., 1.. l. t. priv., 500 sl, KM l»91'— ,0^1 - Luz Nobenbacher Kr. 555-— 55«-- Ferdinand« Nordb. «00«fl, KM, 5275-- 52^0 — Naschau - Oderbcrsser ltiseübah» 200 sIS....... 36<-- »84- Lemb.-Lzcrn.-Iassn ltüenbahn- GeielÜchasl, 20«sl. 2. . , 562-- 5^,-5,0 ^Iol,d, ös«,, Triesl. 500 f!.. KM, 411- - 413- Österr. Nordwestbal», 200 !l. L, 444 50 44S— dellll(!>t. «)200sl, G. p U't. 443— 444 Prag Dürer «tiscnb. 100 sl,ab<,st. 224- - L)!6^ Llaa!öc!se»b. 00sl. Hilber per Ul», 127 70 «2«'7N Züdnoibbeutschc Berbindungsb, 200!l. NM...... 40l— 402- Tiau«voll Ges., inlcrn., U.-G. 200 Kr........ —— 120 — Unaar. Westbahn (Uaab-Vraz) 2«0 sl. G....... 405— 4'.«-. Wr. Lolalb.MltlniGes. 200 s< 210— 240-— Vanlen. Änalo-Aslcrr. «anl, Iü0 !I. . 29ö-5U 29« 5« Uanlucrei», Wiener per Kasse —-— —-- detto per Ultimo 51750 5IZ-50 Vudeiilr. Anst. öst., 300 Kr, . 1051'— 105«- Zentr.Vod.Krebbf. «st, 200sl. b35-— «2--Kredltanslal! siir Handel und Gewerbe. 160 sl., per Kasse —-— -'— detiu per Ultimo 82050 cll-50 Krrditbanl, unss. allss., 200 sl. 73450 735-50 Depositenbank, alla., 200 sl. . 4bb-- 4b?'-- dello per Ultimo 43«'L5 4»7'25 ,Merlur". Wechselstnb.-Nltien- Gcsellscha«. 20« fl. . . . 594-- 597'-, csterr.-uilyar. Naul 14l« Nr. >?4?-— 1757»-! Velb llaic Unionbanl 200 fl...... K87'— 53750 Unlonbanl, b»hmi!che l«0 sl. . ««'— 24«-— Perlehrsbanl. all» 140 sl.. . ,34'— 336-- Inl>uftlit»Uultl»etMu»gtn. Va»l,elell!ch., alla ösl., 100 sl. iz?'- 129-— Bnixer NohIciibergb. Gc!. >0Nfl. 7o«'— 7l0 — Eilcubal,nvcrlrl,r«.Anstalt, öst., 100 fl........ 388- 8sl!-— ltisenbahnw Leiha.,erst«, 100fl. 208— 205 — ,,(tlbcm«hl", Papiers, u. V. E. 100 sl........ 19« 5« 19» — ltleltr, Mes. allss «slerr., 200sl. 89«^ 397 50 Olcltr.Ge!ell!ch.. intern. 200 sl. 580-. 588'— ltleltr.Ossslllch,, Wr. in Lia«. 220'— 223'-Hirtenberner Patr -, Zündh. u, Met. ^llbril 4»0 Kr. . , 940- 950 — Liesi»aer Brauerei I0l> fl. . . 259'— Lö3 — Montan Ges., öst. alpine 100 sl. «4l'?5 »42-75 „Poldi-Hüttc", Ticnelanhstahl- ss.-Vl.M. 200 sl..... 421-— 425 — Araaerltilen-Inbustrie.Eesellsch. 200 sl........ 2«44'-?«l>4-- >>!ima- Mnrant, - Lalao-Tarjaner Elsrnw. WU!!..... 542 50 543 50 Talao-Tarj. S3'- ?l«' — Devisen. Kurze zlchltn unl> Scheck». Amsterdam....... I98»ö 198 K» Deutsche «anlpliihe .... ,17-5?» 117-7?' Italienische ^anlplähe . . . 95-55 95'?« London........ 239 85 24015 Pari«......... 95 42' 95 55 St. Petersburg...... 251 ü5 252 — Zürich »nb Va!el..... 954^' 95 57' Valuten. Dulalen........ 11-35 11-38 20 Franle» Nlücle..... 19 »2 19 lb 20 Marl Stlille...... 235! 23 55 Deutsche Reichibanlnoten . . 117'52' 1177«' Italiruische Banlnoten . . . 95 45 9565 >>>»bel-N°!en....... 2-51»° 2 52» von Renten, Pfandbriefen, PriorItüten, Aktien, Losen etc., Devi »en nnd Valnten. Los-Verslcherurtff. fM) I «JF. C+ Mayer I^nlbach, NtrltnricnNNe. Privat-Depots (Safe-Deposits) Verzintang von Barelatagen Im Konto Kerrtnt vnl aut Slro-Knto.