Deutsche Macht (Iirüyer „Mier Zeitung"). n» tostet flti (Mi »U Mi H»u» b.miIM ». —M, N«1cf|l)ri( I. l.M. >g ff. I. . «u »«klttllthr», I> > ««. L U*. V. t.4«. Bit mhIm *ummn T to. 3«k«t« M Kattf; M tftma ai(*tr).[aa«e* «iktl. liMn) «|n 9sfn*U II» iik< Matt »ll- Ktotnila «• AebOclt»» {ma(. ». UsliltnllM ^xrtmg. «. Ct«4lln*a M lilxtni* l»»I>ch. att kn Cnc nt i^nrxtm|e, «,» I—11 oh» »*■ a* b—« — RmImiimmi »Mt.fr«. — SUtuforiMt Mrtri »ich» iuTlltfjt<(nKi. — A»»»«» jafnbMtcm «ich» taildffiktUct Nr. 50. Cilli, Sonntag, den 21. Juni 1885. X. Jahrgang. 3>i< Kbgeordneten-ßonferenz. Unsere innere Politik dulde» keine Ruhe» pausen. Der Wettkampf um die führende Stel-tan; währt ununterbrochen fort. „Rast ich, rost ich" lautet die Parole fast sämmtlicher Parteien. Eine tobte Saison existirt gar nicht. Zwar sind die Wahlen, welche einem erfrischenden und nungenden Ungewitter glichen, glücklich über-taucht, allein ihre RemimScencen zittern an-dauernd nach, und die Welleakreise, welche sie schlugen, wollen nicht verlaufen. Der Unmuth über so Manches, selbst in unserer Heimat, läßt sich gleichfalls ersticken, hätte ja doch Vieles not besser ausfallen können. Wir finden eS daher begreiflich, daß die bisherigen Führer der Opposition ihre ganze Kraft einsetzen, ein« Par-«wrganisation zu schaffen, welche, ohne die Einigkeit zu gefährden, den verschiedenen Par-lnichailirungen und Abstufungen der Linken Aichnung Nagen soll. ES ist dies gewiß eine schwere, wir möchten sagen, säst unlösbare Ar« tat, denn die Mattherzigkeit der gewesenen Vereinigten Linke« in wirklich deutschnationalen Fragen hat überall, wo daS deutsche Empfin-den lebhafter pulfirt. nachhaltig verstimmt, und ga: mancher Abgeordneter murde mit der stric-tftt Weisung gewählt, einem Club, wie die Bereinigte Linke eS war, nicht mehr beizutreten. Gewiß wird Jederman in einer großen Lpposilion daS wirksamste Instrument zur Be-lämpsung des herrschenden System? erblicken, allem eine Opposition muß auch die Sympathien sämmtlicher Wahlkreise besitzen, deren Vertreter ihr angehören. Und dieS ist «ach unserem Da-firhalten nur dann zu erreichen, wenn die bis-Hertoe Linke sich in zwei Theile trennt, wenn der deutschnationale und der deutschliberale Flügel sich selbstständig etablirt. Diese beiden Flügel haben dann ein Executiv-Comits zu »ahlen. welches bezüglich eine« gemeinsamen BorgehenS daS Erforderliche zu veranlassen hat. AVer bewerbe und Kandel der Hermanen. Don A. Gubo. In dem schmalen Landstreifen am rechten Zideinufer und im südwestlichen Theile Germa-meus. wo die Römer früh ihre Herrschaft auS-dreitettu. Besatzungen unterhielt-n und sich an-siedelten, sind auch die ersten Spure« germa-lischen GewerbfleißeS zu suchen. Am meisten scheint die Töpferei betrieben worden zu fein. In Riegel, einem Marktflecken im Breisgau, zei-gen die ausgegrabenen Gefäße und Gesäßscher-den die Namen von S5 Leuten dieses Hand-mrkS. darunter einen, der in der Gegend noch desteht: Lösch auS dem alten LoSciuS. althoch-deutsch loSki, ein feineres, rothgegerbtes Leder. JeneS Germanien aber, daS von römischer Herr-schift frei blieb und Sitten und Lebensweise rein bewahrte, stand ursprünglich jeder GewerbS-thätigkeit in unserem Sinne fremd gegenüber. Tie natürliche Einfachheit und Schlichtheit, welche tut das Nothwendigste forderte, die Entfernung «>d Abgeschlossenheit der Wohnsitze Hinderten schon die Entwicklung des Handwerkes und mach-ten den Kauf unmöglich; die einzelnen Haushaltungen bereiteten sich das an Kleidern und Geräthen Nöthigste selbst. Für die leiblichen Man glaube ja nicht, daß die Opposition, wie sie bisher bestand dem Grafen Taaffe impo-nirte. Wenn also ihr Einfluß in den letzten Versöhnungsjahren schon ein ziemlich Problems-tischer war. so wird derselbe angesichts der stär-keren Majorität ein noch fraglicherer werden. Nicht die Stärke, sondern die Tonart fürchtet man. Die deutsch-nationalen Wähler aber, welche bisher schon mit Widerwillen die durch Club-dictate aufgezwungene Enthaltsamkeit ihrer Ab-geordneten verfolgten, würden, ob die kommende Opposition nun Bereinigte Linke, deutfchöster-reichischer oder deutscher Club hieß«, vollkommen apathisch werden, sie würden sich neuerdings getäuscht sehen und bei ev ntuellen Neuwahlen sich ziemlich indifferent verhalten. DaS deutsch« Empfinden des Volke«, da» heute sich überall so mächtig zeigt, fordert gebieterisch seine Rechte, es darf nicht mehr calmin werden. Und in einer Gesammtoppofition, in der auch fast mit-telparteiliche Männer sich befinden, Männer, die national geschlechtslos sind, die nicht so sehr die Bedrängniß des deutschen Volkes, als die Sonne der Hofgunst vor Aug«n haben. — in einer solchen Opposition wird und muß der deutsche Gedanke erstickt werden. Wenn jedoch dieDeutschliberalen ein Schutz-und Trutzbündniß abschließen, wenn sie getrennt marschieren und vereint schlagen, dann kann auch beiden Theilen, ohne daß die Gesammt-opposition die geringste Einbuße erleidet volle Rechnung getragen und gleichzeitig den Wü»-schen der Wähler entsprochen werden. So aber wie bisher würden die Jungen in den Altver-fassungStreuen nur Bleigewichte erblicken, die zum Schneckengang verdarben, was Adlersflug geworden wäre. Die Alten dagegen brauchen aber auch nicht zu bangen, daß ihre Reihen wegen der exclusiv deutschen Haltung von liberalen Elementen anderer Nationalität gemieden werden. Und gar mancher Abgeordnete, der heute gan» unbehaglich nur der Noth und Bedürfnisse sorgte am meisten die Gattin, ihr zur Seite die Töchter und die alte Mutter, wie überhaupt im Orient und Oecident sowohl früher als auch später die Bereitung de« Ge-wände« dem weiblichen Geschlechte zugehörte und selbst auch königliche Frauen sich damit beschäftigen. Neben Eva. die in den Legenden und bildlichen Darstellungen de« Mittelalters mit einem wolletragenden Schafe oder einem Rocken abgebildet wird, neben Andromache und Penelope, Caia Cecilia der Gattin de« alten Tarquiniu«, nach der sich jede römische Braut bei der Vermählungsfeier Caia nannte, neben dem tugendhasten Weibe der Sprüche SalomonS steht die herrliche Kriemhilde, die mit Hilfe von 30 Jungfrauen ihrem Bruder und dessen Ge-fährten gelegentlich der Werbung um Brünhilde sieben Wochen lang herrliche Kleid«? bereitet. ES heißt nämlich im Nibelungenliebe: „Da berief der Jungfraun Kiiemhild bie Königin Aus ihrer Kemeuat dreißig Mägdelein, Die gar sinnreich mochten zu solcher Kunst- Übung sein. In arabischer Seide so weiß wie der Schnee. Und gute Zazamanker.*) so grün als der Klee, ')Zazamanla ein mythischer Ort des Orients für Sei-denproduction. nicht dem eigenen Trieb gehorchend seinen Platz auf den Oppositionsbänke« einnimmt, würde erleichtert aufathmen, wen« er Männer von der Farbe Knotz und ConfoNen nicht zu feinen Clubgenossen zu zählen brauchte. Die Furcht regierungsunmöglich zu «»erden, wäre dann ge-banut. Wir glaubeu daher zu der Annahme be-rechtiget zu sei«, daß auf der morgen stattfin-denden Abgeordneten-Conferenz in diesem Sinne Entscheidungen getroffen werden, wir glauben, daß dem Ernst der Thatsachen sich diesmal der Ehrgeiz der bisherigen Wortführer der deutsch-liberalen unterordnen werde. DaS wirklich deutsch-fühlende Volk verträgt keine Enttäuschungen mehr, und gerade der hervorragendste Debatter der Vereinigten Linken, Seine Excellenz Dr. Herbst, mußte bereit« in seinem alten Wahl-bezirke die Erfahrung machen, daß die glän-zendste« oratorischen Leistungen und der klingendste Name deutsche Wähler nicht so »u bestricke« vermögen, wte offene und unverfälschte nationale Ueberzeugung. Z»ie Aröeiternnrnhen in Arünn. Die traurigen Ereignisse in Brünn bilden begreiflicherweise den fast ausschließlichen Gegen-stand der öffentlichen Discussion. Daß in den Erörterungen, welche sich an dieselben knüpfen, der Partei-Standpunkt zum Ausdrucke gelangt, ist nicht minder begreiflich. Wer hätte eS denn auch ander« erwartet, als daß zumal die offi-uösen Journale de« k. k. Preßbure.iu« förm-lich überfließen von salbungsvolle« Phrasen der Beschwichtigung, der Besänftigung und der Ver-söhnung? Das ist ihr Geschäft, ihre Aufgabe. Sie sind hiefür besoldet und wenn sie ihrer Aufgabe in nicht gar zu plumper Form nachkam-wen, wenn sie insbesondere nicht die Betise be-gehe«, selbst so traurige Ereignisse al« geeigne-ten Anlaß zu lobhudlerischen Reklamen für das Legten sie Gesteine : das gab ein gut Gewand ; Kriemhild die schöne schnitt« mit eigener Hand." Diesem entsprechend hat auch E. Gei-bel im vierten Acte snner Tragödie „Brunhild" eine herrliche Scene eingewoben. Kriemhild ist am Webstuhle beschäftigt. Sie verfertigt ein Bild, welches den frühen Tod des Lichtgotte« Balder (Siegfried), fein klagende« Weib und den ganzen trauernden Kreis der Götter dar-stellt. Da« Bild macht auf Kriemhilde solchen Eindruck, daß sie e« von ihrem Schicksal nicht mehr scheiden kann. „So wird die Welt um Siegfried weinen, Gerda!" sagt sie zu ihrer Gespielin. Und im Gudrunliede heißt e« von Gudrun und ihren Genossinnen: „Alle mußten spinnen und bürsten ihr (Ger- linde) den Har, Auch die vom hohen Stande dahergekommen war; Und die wohl sticken konnten da« Gold in seiden Mit Edelsteinen, die mußten große Arbeit leiden." Spinnend durchritt noch Bertha von Bur-ßund ihr Königreich, und Karl d. V. ließ seine Töchter im spinne« und weben besonder« unter-richten. Die Wolle bezogen die Germanen von den Schafen, die sie auf ihren Tristen weideten, wie 2 herrschende System zu benutzen, so bars man ihnen dies lucht verübeln. Man kann billig nicht verlangt», daß sie sofort gestehen, -die h. Regierung habe sich in einem vcrh ingnisvollen Irrtet« befunden, als sie dem Dränget der clencale» und feudalen vocial-Reformer ujdj» gebend den Boden der I55v«r Gesetzgebung ver-ließ. Ei« derartiges Geständnis war schlechter» biitg« nicht ja erwarten, und HStte wohl auch keinen praetischen Werth. In dem Stadium, in welchem sich die Arbeiterbewegung derzeit in Brünn befindet, hätte dasselbe die erregten Ar-beitermassen durchaus nicht zu beschirichligen vermocht. Jeder biMä Denkende wirt) sonach eimrhcn, daß unter den obwaltenden Verhält-niffen die officiösen Organe der h. Regierung uicht autetä mufttheii totuileu, als sie vorgegangen sind u»d wenn es auch kaum bezweifelt werden kann, da^all« derartigen Beschwichti--flUBge»» keinen prak«i»chen Erfolg haben können, so dars man immerhin zugeben, daß dieselben nicht schädlich sind. So «venig man es den officiösen Organen verübeln dars, daß sie sich in beschwichtigenden Phrasen ergehen ^ so wenig dars man es aber auch der oppositionellen freisinnigen Journalistik verdenken, daß sie aus den Vorgängen in Brunn das Recht ableitet die WoblfahrtSgeietzgebung der Soclaltheokraten, al» eine unheilvolle und verderbliche zu bezeichnen. Wen» dieselbe über-dies auch noch daS Bestreben an den Tag le.t, durch maßvoll«, sich jeder Provocation der Leidenschaften enthaltende Sprache das Jhrme dazu beizutragen, die Wiederherstellung der Ruhe zu ermöglichen und zu erleichtern, dann dars ihr kein Unbefangener das Zeugniß versagen, daß sie ihren Pflichten gegenüber dem öffentliche» Interesse vollkommen entspreche. Sie wegen ihrer Kritik der socialtheokrauschen Miß. gesetze beschuldigen, daß sie die Brünner Tu-multe „fructificire" ist ungerecht uuo frivol. Geradezu empörend ist jedoch die Haltung, welche das von dem welfischen Agenten Baron C. v. Vogelfang geleitete Organ der „tschechi-schcn Feudalherren das „Vaterland" in der gegenwärtigen ernsten trllben Zeit beobachtet. Di-' Sprache, welche das „Boterland" führt, ist die der ingrimmigsten Demagogen; hesti«, blut-rünstip, an die niedrigsten Jnstincte aufgeregter, roher Massen appellirend. Wir zählen die adeligen Herren, welche sich von der dreisten Süffisance dirseS Herrn von Vogelsang imponireu ließen, los von der blutigen Schuld an diesem srevelhaften Treiben. Es kann unmöglich ihrem Wunsch« entsprechen, daß ihr Organ, daS „Vaterland" Oel in das F«u«r gießt, um den zur Zeit localisirten Brand zu einem verheerenden allgemeinen Bürgerkrieg zu machen. Wer auch nur einen Funken von Liebe für daS Gemeinwesen hat, in dessen es von den Eueven (Schwaben) besonders be-zeugt ist. Auch fehlte ihnen der Flach» (der Har) nicht auf den Feldern; haben doch die Heruler. als sie einmal m arger Verwirrung vor den Langobarden flohen, ein blühendes Flachsfeld für Wasser angesehen und wollten hindurchschwimmen. Aus der Wolle wurde der ein» und mißfarbige Ueberwurs der Männer, den man über den Rock trug, gemacht, aus Lein bereitete man die ärmellosen, leichieren mit einem rothen Saum verzierten Kleider der Weiber. So erschienen die weissagenden Frauen der Cimbern mit Leinwand angethan, bei den Langobarden und Angelsachsen auch di« Männer Die Webstuhle waren, wie eS auch jetzt noch hie und da geschieht, in der Erde befestigt. Bei den Skandinaviern ist uns di« Bildwirkerei und Stickerei aus der Sage bezeugt; bei den Germanen des Festlandes haben wir für die ältere Zeit keine Nachricht. Wie nun infolge dieser Beschäftigung in deu alten Gesetzbüchern der Germanen das Wort Spindel bildlich auch für Weib erscheint, so das Wort Schwert für Mann. Während die Frauen sich neben t en gewöhnlichen HauSange-legenheiten: backen, brauen, kochen, waschen, mit der Anfertigung der Kleider beschäftigten, die Sclavinnen den Mühlstein trieben, der Leib-eigene da« Land bebaute, hatte der Mann ganz jc» nl ltyrrti b ??' •*itJ " „ZXntsche Macht." Mitte er sein Leben fristet, der hält es in so ernster Seit für seine Pflicht Alles zu. thun und zu fördern, wa« zur Wiedetcherstelliwg der Ruh« führen kann. Wie verschroben auch seine Ansichten über die Gesellschaü. den Staat und insbesondere über daS Wesen der yroserneu Pro-duction sein mögen, wie sehr er auch von dem Wahne besangen ist, daS sociale Elend mit ftotnmett Redensarten beschwören Ju können. Mvon.find wir dennoch Wxrzeugt. daß der österrreichische Feudcladel zu patriotisch fühlt, als daß «e m Oesterreich einen Bürgerkrieg ent-fesseln wollte, um aus diesem Vortheile sür sich herauszuschlagen. Di«se» Hetzen und Schüren ist offenbar nur ans das Kerbholz des Herrn v. Vogelfang zu setze«, welcher die Stirn« hat di« Liberalen zu verdächtigen, sie hätten die Arbeitertumulte in Brkit«-angezettelt, um die Durchführung der Ardeiterfchutz-Geseye durch die- Arbeiter selbst zu verhindern. Gibt es denn kein Mittel, einem o gefährliche»» Demagogen das Handwerk zn ^gen?_ Korrespondenzen. Gonobitz, im Juni. (O -C.) sA 11 e r l e i.) Die Reichsrathswahlen sind vorüber und daS Resultat in Gonobitz war. wie bekannt, 39 Stim-men sur Hr. Dr. Foregger und sür Jerman. Dieses Stimmenverhcltniß zeigt wohl klar, in welch verschwindender Zahl sich die Nationalen hier befinden und daß Gonobitz kein Boden für ihre nationalen Capriolen ist. Trotzdem, daß der hiesige Caplan noch knapp vor der Wah» versuchte. Stimmen zu gewinnen, so ge-> lang eS demselben, — Dank der strammen Haltung unserer Parteimänner. — nicht, auch nur eine Stimme uuserer Partei abwendig zu machen. Wir zweifele, daß dem Herrn Caplan und d«n übrigen „7" diese Lection genügt; doch wir hoffen, ihnen in Kurzem, bei der Nmwahl im III. Wahltörper der Gemeindevertretung eine zweite in verbesserter Auflag« v«rabr«icheu zu können. Natürlich waren die „8" über den Aus-gang der Wahl in Gonobitz sehr erbittert und der Kaufmann und „Pofojilnica-Jnhaber" Sche-pitz, welcher vor nicht gar langer Zeit noch ein eifriger Anhänger der liberalen Partei war. konnt« seinem Grolle nur auf diese Weis« Luft machen, daß er gegen -wei seiner einstigen G<-sinnungsgenossen und Freunde sofort seine Gut« habungen einklagen ließ. Aus die Wohlthaten, die er von diesen zu «mer Zeit genossen, wo er noch nicht mehrsacher Hausherr und Kauf» mann war, hat er ebenso wie auf seine frühere liberale Gesinnung vergeffen. DaS sind so die richtigen Anschauuugen. die ein echter Pervake haben muß. — Gonobitz hat nun auch seit eini-ger Zeit eine Posojilnica und hiemit wäre dem dringenden Bedürfnisse — nicht etwa der Be- andere Sorgen. Wa« Krieg. Volksgemeinde. G«lage und Schlaf an Z«it übrig ließen, wandte «r der Beschaffung von L«denSmitt«ln durch Jagd, Fischfang und im äußersten Falle durch dem Ackerbau zu. War er ein Adeliger, so war ftneg der einzige Beruf. Die Ackergeräthe, Helm-zier und die Silberbeschläge auf den Trinkhor-uern, besonders die Waffen bereitete sich der freie Germane selbst. Wenn Knechte und Skla-ven ausnahmsweise zur Gieß- und Schmiede-kunst zugelassen wurden, so waren sie höher geschätzt als ander«, und ihre Tödtung wurde mit viel größerer Summe Geldes gebüßt, besonders die eines Goldschmiedes. Auch Edle und Fürsten übten mit großen Ehren diese Kunst«, wie uns di«S Sage und Geschichte bezeugen. So haben die Vandalen vor allem hohen Werth ans kunstvolle Metallarbeiten gesetzt, uud König Geiserich. der die Kunstschätze RomS fortschleppte, (i. I. 455 n. Gh.), hat einen geschickten Schmied zum Grafen erhoben. Wieland, der Vulcan und Dädalus der Germanen, ist ein Königs« söhn und zugleich von halbgöttlicher Abkunft, und sein Sohn Witige fuhrt den Vater zu Ehren, Hammer und Zange in seinem Wappen-schilde. Auch der junge Siegsried muß nach der späteren Gestaltung der Sage die Schmie-dekunst lernen, und seine Lehrmeister sind Zwerge. Ja. nach der nordischen Sage haben 1885 völkerung, Gott bewahre — sondern der hiesigen Pervaken abgeholfen. S» ist auch m»der« bar. wie schön sich io eine Pososilmea w %• tationviwe^n eignet. Kommt nun ein Baun um ein T-riehen,svjist nicht so ehr t ss» Medil'ähi ileit, als m'ffeu Gesi innig M^ze-betid. Wie c»efe humane Anstalt h»er ardeun möge aachftehenv.s darthu», Be, der tzhie, Gen,eil d«> merkt«, daß er auch da« Capital zuruckzuiaAeit habe, er solle dasselbe nur bei deu Liberal«, mit welche» er gewählt hat, holen. Der in it: Posojilnica eben anwesend gewesene Ufat«: Modic konnte dies?» Moment natürlich lllch: uubenütz» verstreichen lassen und hielt dem Bailer «ine Pr«digt, die darin gipfelte. derselbe moze diesen sündbasten Pfad schleunigst verlassen miQ reuig in den Schooß der Posojrtnica )uru ten, deren Casse sich ihm sodann sreuvig und zur Disposition stellen wird. .Hier wunden sich Über ein solches Borgeheu Niemand, denn der eigentliche Zweck der Posojilnica ist j»Ie-derman bekannt. Unser hyperuationaler ÜJtetuciri Dr. Dragotin Pruß „curirt" auch nach leinet Art und zwar mit besonderer Borlieb« so'te Patienten, die bei den Wahlen mit denNaioialn gestimmt haben. Obwohl eS für Manche» mir-lich ist, sich von Dr. Pruß behandeln zu lasten so giebt es doch Fälle, wo ein Arzt — und wäre er auch Dr. Praß — zugezogen werde» muß. Doch der liberale Wähler denkt — in» Dr. Dragotin Prug lenkt. Ein solcher Wähle: war eS, der den genannten Dragotm da», ji seinem Gehilfen zu kommen, welcher sich den Fuß schwer verletzte; Dr. Pr»ß kam iclodj nicht und die Gründe, die ihn hiezu bewogen, sind unschwer zu errathen. Ein so nickilchtib ses Vorgehen verdient um io mehr an Pranger gestellt zu werd ». als Dr. Draz-rni Pruß leider der einzige Arzt in Gonodm ist. Es wäre Sache der Gemeinde, ein solches $r» g«h«n der competenten Behörde zur tfenntiü zu bringen, damit diesem Herrn begreiflich ge-macht w«rd«, baß auch liberale Wähler seine ärztliche „Hilf«" in Anspruch zu nehmen berech-tiget sind. Gottschce. 18. Juni. (O.-C.) sZ u den Reich«rathswahlen.j Ich bedaure leb» haft daS Malheur und den pecuniären -chitin. der Ihnen aus dem Abdruck meiner Correspoi-denz erwuchs. Um nicht neues Unheil über c.t heraufzubeschwören, will ich mich künftig vor- auch di« Götter »ach der Erschaffung de« Weh-all», bevor noch d«r Mensch war. Essen ge-baut und Erz geschmiedet. Wenn nun die Germanen auf diese werbe so viel hi-lten, sie mit solcher sorzfa» pflegten, so begreift man. was in Geschichte uiü Dichtung schon von der vorzüglichen Bewaffiuuig der Cimbern und Suoven, des Königs Änowi'i erzählt wird. Und die Ausgrabungen zeigen »eben der Zweckmäßigkeit die Schönheit 9er Gesammtform und der einzelnen Linien luiZ Verzierungen. Die Nachahmung der Mensche» und Thierwelt ist hier, wie überall im B«Hnni der Kunst, noch selten und roh. DaS zeigen auch die Götterbilder auS der Zeit deS üiite«»« HeidenthumS, wie sie auch nur von Mällnern gemacht und in hölzeruen Häusern und lern» peln, deren Wände buntbemalt waren, aufge-stellt wurden. Der reinen Andacht genügte» ur» sprunglich Sinnbilder, die weitab oo» aller Vermenschlichung lagen, wie daS Schwert »ei Kriegsgottes Tor. Sie Eberbilder der Aestier, der eherne Stier, welchen die Cimbern >» Kriege mitsührten. Zu Ende der germanischen Völkerwa»de> rung im 7. Jahrhunderte ist bereit« vom werbe in unserem Sinne die Rede. Cs erscheine» Knechte, die Schmiedekunst als Gewerbe detra-den. nämlich auf Kauf und Bestellung; ri 1885 sichtiger fassen, allerdings nicht so zahm, wie die Ziudolfswerther in Nr. 253 des „Laibacher VocheablatieS", die berücksichtigen sollten, daß auf groben Klotz ein grober Keil gehört. Daß «an 'nlschikden mehr wagen kann, beweist die kmespondenz in der «Deutschen Zeitung" vom U.Juni, die anstandSlo« passirte, wenn sie auch, me ich höre, einig« „Berichtigungen" zur Folge fcabe« dürste. Ich H Ute meine Angaben nichts-dejloivtniger ausrecht. Die Bewegung hat sich »ich nicht gelegt, da man stets noch neue, über-r-schende Details dieser Wahlcampagne erfährt, lltdn die Betheiligung der Gerichtsbeamten jmmelt ein höherer Justizbeamte Daten; man «mulbct sogar, daß er blos deßhalb die Be-'.ckgerichte inspicirte. Unter Anderem soll er «ich ein Telegramm saifirt haben, worin eine iir einflußreichsten Persönlichkeiten Krains einem ?tjirksrichler ihre Unterstützung bei Besetzung kmchsttn LandesgerichtSrathSstelle zusagt, wenn nvullje wähle und seinen Einfluß sür dessen T-Hl geltend mache. Man »rieb eben die Agi-Utiin mit wahrhast verblüffender Offenheit. Aach einer Correspondenz des „Narod". der »ixhalb nicht confiScirt wurde, erkor sih in SuDolssiomf) Bezirkshaplmann Ekel die Schän-In, ÄezirkScommissür Bestkneck (der Bruder de« v!gc» seiner deutschen Gesinnung gemaßregel-n NezirkshauptmanneS) die Privathäuser, um m suklje Proselyten zu machen. Besonderes !Men erregt in Rudolfswerth der Absall gewissen Gustin. der für einen der enra-zinlstt» Parteigänger der dortigen Deutschen B und t-is zum letzten Moment ihren Bera-tJEn^en beiwohnt«. Welche Dimensionen hier t« Agitation annahm, ist durch die „Deutsche Zei-Mg" bekannt. Die Rolle Besteneck's spielte hier foinmiffär Cop, während die benachbarten Reif-iitzer Professor Kragel zu bearbeiten suchte, keide jedoch haben nur einen geringen Erfolg -chuivnsen. Kragel in Reisnitz sogar einen nega->Rn. denn dort wurden beim zweiten Wahl» ienz« zu Gunsten Marghen's »i Stimmen mehr eiMbe». als beiui ersten Man erzählt, daß kgcr «in sterbender ins Wahllocal gebracht nrde! Die Entscheidung fiel auch nicht hier, iwbtrn in Möttling, wo die ganze Steuerge-«lud«, nicht blos die « .Laibacher Zeilnug" in einem gewundenen, mit drlnbunten Paragraphen durchsetzten Artikel i 3 des Gewinnes willen, beinahe nur im Ber-ln mit den Fremden; im inneren Verkehr i-lin sie nur von Kauf, d. h. vom Güter-int um des Besitzes willen und zur Befrie-lug der nächsten Bedürf»sse. Letzteres wollen l Mächst betrachten Tie Veräußerung von Grund und Boden » bei den Germanen häusig vor. Von be-Wichen Gütern wurden besonders in den ilf gebracht: Waffen, Vieh und auch Weiber, km das unfreie Weib galt auch als Sache, t Als- Jungfrau Eigenthum des Vaters, als kjiu Eigenthum des Mannes. Der Vater Acht, der Gatte kaufte sie. un*» auf dieselbe pi' «ntaußerte sich in Dänemark der Mann ^ ttiulosen Weibes. Bei den Alamannen M dir Entführer, wenn er dem Gatten daS w Mckgab. al« Bußgeld 30 Solidi zahlen, m nicht. 400, den gesetzlichen Kaufpreis der M> AlS einmal die Prielen eine nnn den „Deutsche Wacht." beabsichtigen die Praßberger» ober soit disant Sannthaler Falken am 28. oder 29. d. ihren diesjährigen Hauptausflug nach Franz zu un-ternehmen. Darüber wäre nun nichts zu sagen, und wir würden uns auch nicht im leisesten wundern, selbst wen« sie nach ihren Producti» nen den Ballon steigen ließ?». Aber der Aus-flug hat eine vorwiegend politische Ursache. Der Marti Franz. in dem leider früher einige halb-verrückte Lärmmacher ihr Unwesen trieben, hat bei der letzten Reichsrathswahl 13 Stimmen für den deutschen Candidaten abgegeben und dieS ist wohl ein erimvn laeeae majest-atis gegen den slooenischen Character des SannthaleS. Man mußZdie vermeintlichen Halben wieder et-was bearbeiten, denn der neue Funktionär der Bezirksvertretung, der seit seiner Anwesenheit in Franz die denkbar größte Anstrengung für nationale Götzendienern macht, erweist sich zu schwach. Und so werden die Praßberger Vö-gelein auf Eommando des JmpressarioS Joza PirS ihren Flug in gedacht-n Markt nehmen, unt gymnastische Politik zu treiben. Nun, wir wünschen den Fahrenden, auch wenn keine Triumphbögen mit obligaten slavischen Trico-loren sie begrüßen sollten, eine gute Verrichtung und einen besseren Erfolg als im vorigen Jahre zu Wöllan, wo einige Sokolzen vorzeitig fortflogen. Kteine Mronik. sFeldmarschall M a n l e u f f e l f.] Noch war das Grab über den sterblichen Ueber-resten des FeldinarschallS Prinzen Friedrich Carl nicht geschlossen, als am verflossenen Mittwoch der Telegraph auS Carlsbad die Kunde brachte, daß daselbst Baron Edwin Manteuffel. Feld-marschall und Statthalter der Reichslande Elsaß-Lothringen plötzlich sein rühm- und thatenreicheS Leben beschloß. In dem Verewigten starb nicht nur ein hervorragender Feldherr, sondern auch ein ausgezeichneter Diplomat und Dutzfreund des deutschen Kaisers. Auch sein Andenken wird im deutschen Volke nie verlöschen. fConfiScirte Amtsdepesche n.] Die römische „Capitale" erzählt folgende« lu-stige Censurstückchen: „In der vergangenen Woche fand in der italienischen Deputirtenkam-mer eine wichtige Abstimmung statt und berief daher der Minister Grimaldnebst mehreren seiner politischen Freunde, auch 79 Oppositio-nelle, die zugesagt hatten, diesmal für die Re- tierung zu stimmen, telegraphisch nach Rom. >er UnierstaatSsecretär im Ministerium des Innern. Commandatore Morana, der von dieser Zusage der Opposition nichts wußte, ließ nun die an dieselbe gerichteten 79 Telegramme con-sisciren, da et glaubte, daß irgend ein Oppo-silioneller mit den Namen deS Minister Scherz treibe, um so seine nachlässigen Kollegen nach Römern auferlegte Steuer nicht zahlen konnten, verkaufte sie ihre Weiber und Kinder; und in dem mittelhochdeutschen Gedichte: „Die gute Frau" verkauft der Mann in der Noth seine Frau. Selbst in der Sprache deS spätern MittelalterS heißt die Redeweise: „ein Weib kaufen" so viel al« Heirathen; auch von Köni-gen wirb das gesagt. Die Engländer verkauften noch in diesem Jahrhunderte ihre Weiber auf offenem Markte; so wurde i n Jahre 1843 zu Nottingham ein Weib um 36 Kreuzer verkauft. Der Handel der Germanen in jener alten Zeit war durchaus Tauschhandel; denn eigenes Geld besassen sie nicht; sie nahmen eS später entweder von den Celten oder Römern. Am häufigsten dienten als Kaufmittel Rinder, Pferde und anders Vieh. Großer Viehstand und Reich-tnm war gleich. Mit Pferden und Waffen wur-den auch Geschenke dargebracht, damit auch die gerichliche Buße entrichtet und ein Weib ge-tauft. Selbst König Theodorich d. G. erhielt für seine Nichte Amalaberga, die er dem Thu-ringerkönige Herminofried zum Weibe gab, einige weiße Pferde; noch im 9. Jahrhundert wird um Pferd, Schild und Lanze eine Sclavin ge-kauft. Ein andere« Zahlungsmittel waren eherne und goldene Ringe, die man als Schmuck um Arm nnd sliirf» nnrfi im fttfiten OTitMnftfr 3 Rom zu locken. Minister Grimaldi war daher wenig überrascht, als es zur Abstimmung kam und bei derselben olle von ihm geladenen 79 Oppositionell« — gänzlich fehlten. [Katholische Mifsionäre.j Die Gejammtzahl "er katholischen Missionäre wird, der „Germania" zu Folge, auf 6700 geschätzt; davon sind 2500 Franziskanner. 1500 Jefui-ten. 1000 Capuziner, 700 Priester der au«-wärtigen Missionen, 500 Dominikaner. 300 Ob-laten und 200 Lazaristen. [Von Europa nach Indien in acht T a g e n.j Wie au» Petersburg geschrie-den wird, hat die russische Regierung die Ent-scheidung getroffen, daß der Ausbau der großen, von General Annenkow seiner Zeit vorgeschla-genen transkaspischen Eisenbahnlinie sofort in Angriff genommen werden soll. Da« großartige Projekt, welche« Marqui« Harttngton im engli-schen Parlamente seiner Zeit mit mitleidigem Lächeln al« eine Utopie bezeichne» hatte, soll binnen einigen Jahren durchgeführt sein. Ge-neral Annekow hat seinen Plan in einem statt-lichen Bande unter dem Titel: „Die Oase von Akkal-Tekke und die Wege nach Indien" dem Lesepublikum übergeben. AuS diesem Werke wird ersichtlich, daß die Verbindung Europas mit Indien bisher durch den Seeweg von Aden (6000 Meilen: vierundzwanziz Tagereisen) und den Kapweg (10.400 Meilen : zweiundzwanzig Tagereisen) hergestellt war. Die neue indische Route wird folgende Trace haben: Warschau-MoSkau-Baku (an der Ostküste des taspischen Sees). Nach zwölfstündiger Uebersahrt geht die Route über Michailowsk-Kizil-Uvral-Saraks-He-rat-Kandahar-Quetta mit dem Anschluß an die englisch-indische Linie von Bolau. welche bis an des Ufer de« JnduS führt. Demnach wird man in der Zukunft von Petersburg nach Kizil-Avrat in acht Tagen zu reifen, beziehungsweise Güter zu befördern im Stande fein. sBefchenkung von Harem S-D a-m e n.] Indischen Blättern wird auS Kabul ge-schrieben: „Gleich nach der Heimkehr unseres EmirS von seiner Begegnung mit dem Bicekö-nig von Indien in Rawal-Pindi berief er seine sämmtliche Frauen, sechsundachtzig an der Zahl, zu sich in da« Audienzzimmer, um ihnen hier die für sie in Indien eingekauften Souvenir«, Schmuckgegenstände und Toiletteartikel. ;u über-geben. Die Frauen ordneten sich im Pavillon der sieben Planeten zu einem Zuge, worauf sie sich in den Audienzsaal begaben. An i^rer Spitze schritt der Oder-Eunuche mit seinem Stellver-treter. Ersterer in rother. Letzterer in grüner Seide gekleidet, beide mit silbernen Stäben dem Abzeichen ihrer Würde, in der Hand. Hinter ihnen kamen zwölf in weißer Seide gekleidete Eunuchen, denen vierzig gleichfalls tu weißer Seide gekleidete Sklavin- trug ; das bezeichnet den Uebergang vom Tausch-zum Geldhandel. Zunächst wurden solche Ringe als Geschenke gegeben, als Buße gezahlt und Weiber dafür gekauft. Der eigentliche Handel bestand anfangs darin, daß Gallier aus dem Weste» nach Ger-manien kamen und die einheimischen Produkte holten, besonder« den Ueberfluß an Kriegsbeute. Anderseits waren sie auch gezwungen, von die-sen Fremden Gold, Silber und Eisen gegen um Waffen und Schmucksachen einzutauschen; sehr geschätzt war die Färberröthe, womit die Weiber den Saum der Kleider roth färbten. Zu der Kaiserzeit wurde die Ausfuhr bedeutender und manigfaitiger. Die Einfuhr de« Eisens wurde jedoch durch die Römer verboten, sie trachteten ja da« so starke Volk zu entwaffnen und durch Ueppigkeit und Schwelgerei zu entnerven. Eben deshalb begünstigte man die Änfuhr de« Weine«, und durch Kasser ProbuS kam um da« Jahr 280 n. Chr. die Weinrebe an den Rhein. Die Germanen der früheren Zeit wehrten nämlich die Einfuhr des Weine« aus Galten ab. Auch Germanien sandte jetzt den Römern Produkte, die das weiche Leben nur förderten. So ließ sich Kaiser Tiberiu« Zuckerrüben für seine Tafel au« Germanien kommen, und später kamen auf die Tafel der Ostgothen- fiinin>'. ^fcitrii» /»na «■«>» • fflnn 4 ntn folgten. Unter einem von Eunuchen getra» tragenen Baldachin schritten dann die vier recht-mäßigen Frauen de» Emir», jede mit einer gol-denen Krone aus dem Haupte, worauf die übrigen Frauen folgten. Beim Eintritte in den Saal wari sich Alles. Frauen und Eunuchen, vor dem Emir zur Erde nieder. Hierauf vertheilte der Emir eigenhändig die Geschenke an die Frauen ; an jedem Geschenke war ein Zettel befestigt, der eine Widmung an die Beschenkte in persischer Sprache enthielt." Die HaremSdame« sollen mit dieser Entwickelung der afghanische» Frage vollkommen jusrieden sein. [Ein Mittel gegen Taubheit.] M. Bomone de Eaillend berichtet über die Wirksamkeit eines neuen Mittels gegen Taub-heil. Der Abtä Huc lernte als Missionär in China einen Schüler des SemiuarS in Macao kennen, der durch einen einfachen Bauern von einer unheilbar scheinenden Taubheit befreit wur5>e. Der Mcnn träufelte ihm den Blattsast der Pflanze Kin-the - Goie inS Ohr. Nach einiger Zeit erfolgte ein Abfluß und der Schüler hörte ohne alle Schwierigkeit. Seitdem haben die Botaniker festgestellt, daß die betref-sende Pflanze mit da in Frankreich längst accli» matisirlen saxifraga aarnientosa, einer Art EiS-pflanze, identisch ist. Die Blätter müssen frisch in einem Morser gestampft werden; ein Tropfen deS so gewonnenen Saftes soll genügen, um die auf daS Trommelfell drückenden AuSsonderun-gen Ohrmuschel zu zersetzen. [Ein entsetzlicherKindeSmord] hat sich in Polotzk, Gouvernement WitebSk. zu-getragen. Eine Bürgersfrau Namens Nastja G—bow begann plötzlich ihr zweijährige» Med-chen zu benagen, zuerst riß sie dem Kinde mit den Zähnen den Unterleib auf und fraß, de» Wehklagen» ungeachtet, auch die Wangen ab. Das unglückliche Opfer dieser Hyäne in Wei-dergestalt gab bald darauf den Geist aus. Das Weib brachte die Leiche nach Hause und begann mit immer erneuerndem Heißhunger ein zweites Kind, einen fünfjährigen Knaben, zu benagen. Da» Angstgefchrei des bejammernSwerthen Kna-den weckte den Vater aus dem Schlaf; er versuchte dem Weide das Kind zu entreißen und als ihm dieses nicht gelang, versetzte er der Ra-senden einen so kräftigen Hieb auf den Kopf, daß sie zu Boden stürtte. So gelang e» ihm, das gemarterte Geschöpf dem Tode zu entreißen. Da» Kind war jedoch so benagt, daß an seiner völligen Genesung gezweifelt wird. Die Mutter wurde gleich verhaftet und TagS darauf inS Irren« haus transportirt. „Dem Vernehmen nach soll dieselbe von einem Zauberer verhext worden sein." So schließt sehr charakteristisch der Bericht de» russischen Blattes, dem wir diese Mitthei» lung entnehmen. [Glück im U nglück.] Aus Wien wird geschrieben: Die 16jährige Hermine M., Toch- „Pfldf* 8N4V_ ter des f. f. Hauptmanne« Johann M.. stürzt« am 7. d. M. au« ein«m Fenster de» dritten Stockwerkes in dem Augenblicke, al» sie sich über die Brüstung etwa» zu weit vorgewagt hatte, um einen in einem Käfige unterhalb de« Fensters an der Wand im Freien befindlichen Kanarienvogel zu füttern, sechzehn Meter tief in den gepflasterten Hofraum hinab. Der Hau»-arzt. der die erste Hilfe leistete, fand die erlitte-nen Verletzungen in gar keinem Verhältnisse zu dem Sturze von fo immenser Höhe und dem Körpergewichte de« sonst sehr gesunden und kräftigen Fräuleins. Außer einer Lähmung des linken oberen Augenlide« bei intaktem Sehver-mögen beider Augen, einem einfachen Bruche de» rechten RadiaUnochen« wurde weiter kein inneres Organ verletzt. DaS Mädchen, dessen Bewußtsein kurz nach dem Sturze nur etwas getrübt erschien, war schon am anderen Morgen bei voller Besinnung. Würde die Lähmung deS linken öderen Augenlides nicht zur Borficht bei Stellung der Prognose gemahnt haben, da es bekannt ist, wie leicht und oft, selbst nach we-niger heftigen Erschütterungen des Organismus, sich plötzlich die Scene ändert und die schwersten Gesundheitsstörungen zum Vorscheine kommen, so hätte man schon bald nach eingetretenem Sturze eine günstige Vorhersage machen können. Gestern, am 16. d. M., also am zehnten Tage nach dem Unglücke, welches für die höchst achtbare Familie so verhängnißvoll hätte werden können, war freilich nach fo manchem Sturme in dem Verlaufe der Krankheit da« Befinden ein vor-züglicheS. das zu den besten Hoffnungen berechtigt. Locates und Arovinci ales. Cilli. 17. J»n«. [Todesfall] Gestern Abend starb nach längeren Leiden der pensionirte Landesgerichts-raih Johann Stuchetz. In dem Vere.uigten ver-liert die slovenijch-nationale Partei einen der treuesten und aufrichtigsten Gesinnungsgenossen, der mit ganzer Seele an seinein Volke hing. Er war ein reiner integrer Charakter, sreund-lich, liebenswürdig und zuvorkommend; sein Tod erweckt auch bei den politischen Gegnern, deren volle Hochachtung er ja immer besaß, aus» richtiges Beileid und Trauer. Ehre seinem An-Andenken! DaS Begräbniß sinket Sonntag, den 21. d. 5 Uhr Nachmittag aus dem Friedhofe der Gemeinde Umgebung Cilli statt. [Beeidigung des Bürgermeisters.] Morgen Vormittag um 11 Uhr wird in An-Wesenheit des neugewählten Gemeinderathes die Beeidigung des Bürgermeister«, kais. Rathe« Dr. Neckermann, durch den Statthaltereirath HaaS vorgenommen. Nach der EideSleistuna de« Bürgermeisters erfolgt die eidliche Angelvbung des Bürgermeister-Stellvertreter» Franz Zangger. [Dersteierm. LandeS-AuSfchuß] hat dem diplomirten Thierarzt in Ungarisch- dern wurden von den Römern theuer bezahlt und zur Zeit deS Friedens ganze Cohorten im Lande zerstreut, um Gänse zu fangen. Sehr geschätzt war in Rom die Laugenseise der Ba-taver und Manioken; man bediente sich derfel-den, um sich die Haare roth zu färben. Ger-manische» röthlicheS Haar war ein besonderer Modeartikel in Rom. bei den Frauen sehr be» liebt; ein Aufsatz von ganz echten röthlichen Germanenhaar wurde sehr theuer bezahlt. Während die germanischen Kaufleute ge-legentlich nur fei» Augsburg kamen, kamen die römischen mit ihren Waaren tief ins freie Ger-manien und ließen sich mit ihrem Kram häus-lich nieder. Die Germanen gewöhnten sich ge-mach an da» Geld, so daß die römischen Sil-der- und Goldmünzen im Lande immer mehr und mehr sich verbreiteten und an Werth und Einfluß auf die Verhältnisse gewannen. Nach dem Beispiele der Romer bildete sich auch un-ter den Germanen im Lauf« der Zeit ein eige-ner Handelsstand, der die Waaren durch da» ganze Land zu Markte brachte. Von deuWaa» ren dieser fahrenden Handelsleute ist in erster Linie daS Pferd zu nennen. DaS germanische Pferd war unansehnlich, aber ausdauernd und wurde von den Römern gern gekauft. Den, Vieh mehr oder weniger gleich gehalten waren die Sklaven, Leibeigenen, Knechte und Mägde und deshalb auch in den Handel gebracht. Der Skla-venhandel konnte selbst da» Christenthum nicht sofort ausrotten; er wurde nur dahin gemil-dert, daß keine Sklaven an Heiden oder \u heidnischen Menschenopfern verkauft wurden. Zu den Pelzen bezogen die Germanen de» Binnen-lande» daS Pelzwert von Schweden dazu auch Fischhäute, wie deren als Kleiderfutter, und mond- und strahlenförmig in Pelzwerk eingesetzt, noch das Nibelungenlied und Parzival von Wolfram von Eichenbach kennen. Von den Ger» manen kamen die glänzend dunklen Zobelfelle zu den Romer«. Da der giechifche und lateinische Name für Perle .rnargarita* entlehnt ist und an da» altdeutsche anklingt, die Germanen die-fen Schmuck ebenso wie die Grieche« und Rö» mcr schätzten, überdies in den Flüssen und Bächen Baiern». Sachsen« und Böhmens Süß-wasserperlen vorkommen, so erscheint als wahr-scheinlich, daß die Völker Südeuropas die Per» len durch germanischen Handel bezogen und auch die Bezeichnung dafür angenommen haben. Echte und nachgemachte Perlen aus Glas, Metall und gefärbtem Ton finden sich inGermanengräbern häufig. Der Hauptgegenstand de» germanischen Handels war der Bernstein, jenes Baumharz einer frühere« Welt, das an den preußischen Küsten di« 1885 Brod. Jostph Mayer, die landschastl. Bezirk«-Thierarzt »Stelle in Winbischgraz verliehen. [Cillier k. k. Obergymnasium.] Die diesjährigen schriftlichen MaturitätSprum»-gen an genannter Anstalt wurden am 15. d. begonnen und heute, den 20. d. beendet. [DieBahnSpielfel d—R a d kerS-burg] soll am 5. Juli eröffnet werden. [OffertauSschreidung.] Am 3. Juli wird im Mardurger VerpflegSmagazin die öffentliche Verhandlung, betreffend die Üitfe» rung von Brod, Hafer, Heu und Stroh für d,e Militärstationen Marburg. Windisch-Feistrih. Straß, RakerSburg, Pettau und Cilli staun»» den. Diese Lieferung gilt für die Zeit vom 1. September 1885 bis Ende August 1886 mit Ausnahme des Brode«, für welches die am 1. Jänner 1886 beginnt. (R a it b.] Der Inwohner Oswald Schi»!-hofer wurde von zwei HandwerkSdurfchen räude-risch angefallen, gewürgt und feiner silberne« Spindeluhr beraubt. [Niedliche Geschichten auS de» pervakisch-n St. Georgen a. d. Z.j Ein Freund unseres Blattes, welcher Sonntag den >4. d. M. St. Georgen a. d. Süddah» passirte, berichtet uns über einen neuerlicdeii Scandal von dort. Abends gec»en 9 Uhr saß im Gastgarten des Herrn Welley eine kleine Gesellschaft, als eine Rotte ausgearteter windi-scher Straßenjungen vorbeizog, unter welche» sich auch ein Lehrling aus Cilli (in der Um-gebung von St. Georgen zu Haus«) bekind. welcher unter dem Geschrei »sloveuci newc» itivijo, pa »s nernec slovenca* mit aller Gewalt einen Stein mit der entschiedenen Absicht warf, die Gesellschaft zu treffen. Glücklicherweise prallte las Geschoß am Gartenzaune ab, un» so kamen die bedrohten Gäste nur mit de« bloßen Schrecke» davon. Wie immer, bei aha-lichen feinen nationalen Kundgebung«», war die Ortspolizei nirgend« zu erblicken, jedoch nw» den in geringer Entfernung einige bekannte Pervaken bemerkt, die dem Treiben der robea Burschen stillvergnügt lächelnd, zusahen. W-n» es in diesem niedlichen St. Geor> en so fort» geht, ruhige Gäste und anders al« die dortige» Nationalapostel Gesinnte, schutzlos dastehend, von dem unverkennbar aufgehetzten Straßen-mob beschimpft und angefallen werden, so eS im Interesse der Sicherheit hoch an der Zeit, daß da die brave und tüchtige k. k. Ge» darmeric mit der Handhabung der Localpolizei betraut werde und erlauben wir uns an der Hand der jüngsten Vorfallenheiten. da« Augen-merk der k. t. Bezirkshauptmannschaft besondr« dahin zu richten. [Wem gehört daS Pferd?] Vn Großionntag wurde ein Pferd, welche« über da« Bahngeleise getrieben wurde, von der Maschine des eben heranbrausenden PostzugeS erfaßt un» Ostsee auSwirst. Die Sage der Alten ließ den Ber» stein aus den Thränen, welche die in Papelu verwandelten Heliaden über den Sturz ihre« Bruder» Phaeton weinten, entstehen. Zchsn Pythea«, ein Handelsmann aus Massilia seille) hat b«i einer Umichiffung Europa» >» 4. Jahrh, v. Ch. auch die Ostsee besucht and daselbst den Bernstein kennen geler»». Wie die Germane», so verwandten auch die anderen Völ-ker Europa« wie Asien« selbst die alten Egyp-ter den Bernstein hauptsächlich als Zchmuch wie die Ausgrabungen hinlänglich zeigen. Doch diente er auch dem Aberglauben, indem man besonoerS Kindern Amulette aus Bernstein an-hängte, um sie gegen Uebel aller Art zu schützen. Für den weithin sich erstreckenden Handel gingen drei Hauptstraßen von der Ostsee aa4, aus denen di« Kaufleute den Bernstein de» i3a> manen des inner» und entfernteren Lande« an» den ausländischen Böllern zuführten. Die eine lies südwärts bei Carnuntum, in der Nah« d«< med erösterreichischen Hainburg, über di« Donau dem adriatischen M««r« zu. Eine zweit« mhtte südwestlich zu den Teutonen an ten Mündun-gen deS Rheins, dann quer durch Germame» und Gallien an die Mündungen der Rho»e nach Massilia, der Heimath jene« Pythea«. Ea« dritte wandte sich nach Südosten läng« de« D»iepr 1885 förmlich zerquetscht. Ter Eigenthümer, welcher »ahrschtinlich eine Strafe befürchtet, konnt» bis-der nicht eruirt werden. ^Aufgefunden« Leichen.^ Am 15. t, wurde die Leiche eines circa 40jährigen Man-,ej bei Mogau aus der Trau gezogen. Ei-nigt Tage vorher fand man in der Mur bei Ziagmtz die Leiche eines 70jährigen Greifes. ^Verunglückt.! In Trifail wurde der Bremser Jacob Seme beim Herabschleudern einer Schale lebensgefählich verletzt. IS x t r v n f e n-l Am 19. b. ertrank in der rrau bei Voglitfch der GrundbesitzerSfohn Joses Lach. sErhenk t.J In Lechen, Gerichtsbezirk Lind.-Graz, wurde feit drei Wochen der sech-jehnjährige Hirtenknabe deS Grundbesitzers P. Leitler vermißt. Dieser Tage fand man den Gesuchten im Walde an der Bezirksstraße er-heult, doch ko»nte man Spuren von Gewalt-ihäligkeit nicht entdecken. sD i t b ft o h L] Dem Grundbesitzer Bergl» moser in St. Veit wurde dieser Tage ein Pferd Wallach. 16 Faust hol) gestohlen. Der That «rdächtig ist ein vierzehnjähriger Knabe. Herichtssaat. sSchwurgerichtsrepertoire. ] Außer den bereits gemeldeten Straffällen kom-Mln IN der nächsten Woche noch folgende zur ZerHandlung: Montag. 22. Juni; Vorsitzender Hosts. Heiimcher: Carl Vojvvda. schwere körperlche Beschädigung, Verth. Dr. Glantschnigg. Franz Wiecer, Raub und Diebstahl, Vertheidiger Dr. Tlantschnigg. Dienstag. 23. Juni; Vors. L.-G.-R. Aiaric: AlsonS Weskamp v. Liebenburg. Ver. uutteuung. Betrug, 2fache Ehe. ReligionSstö-ruiig; Verth. Tr. HigerSperaer. Mittwoch. 17. Junt. fM o r b.] Vorf. Hofraih Heinricher: Öffentlicher Ankläger St.-S. weiter: Vertheidiger Dr. HigerSperger. — Der Miuadjwanzig Jahre alte Knecht Franz Fe-tonja aus Janfchendorf hatte mit der beim zleichen Dienstherrn. Josef Puksic bediensteten Magd AgneS Klinar ein Liebesverhältniß. Als du Folgen dieses Verhältnisses fichtbar wurden, begann Fekonja seiner Geliebten zuzureden, ihrem Leben «m Ende zu machen. Um einen solchen Entschluß bei ihr zu fördern, entwendete er ihr die gesammten Effecten sowie ein kleines Geld« ersparniß. Erstere vergrub er dann im Stall» mter dem Kuhstande, wo sie denn auch infolge Einwirkung der Feuchtigkeit verdarben. Als ipäter ÄgneS Klinar über diese ihr zugefügte Entwendung außer sich gerieth, nahte ihr wieder Fekonj i und versuchte ihr neuerdings einzure-de». sich daS Leben zu nehmen, indem er bei-fügte: „Wenn mir so etwas geschehen würde. an das schwarze Meer; von da kam der Bern-stein nach Griechenland und Asien; im östlichen Theile de» letzteren traf er mit dem auS Indien zusammen. Auf diesen Handelsstraßen sind zu-flächst germanische Kaufleute, aber auch die anderen Völker, besonders die Römer, hin« und hergewandert, Bernstein und andcre Waren ein-und auslauschend. Nur daraus erklärt sich, daß >. L. in Schlesien römische Gräber, in Preußen Münzen aus der Zeit Antonine und des Sep-linius Eevorus (2. und Anfang des 3. Jahrh. ». Ch.) gefunden wurden ; es muß demnach auch der Handel von und nach dem Süden seit der Mitte des 2. Jahrh, geblüht haben. Wie der Handel überhaupt auf die gei-stige Cultur der Völker einwirkt, so läßt sich dies auch hier wahrnehmen. Von Massilia kam die griechische Bildung zu den Gallier«, von diesen zu den Germanen, und es erscheint sicher gestellt, daß das germanische Runenalphabet aus dem dorisch-äolischen Alphabete beruhe. Aber nicht allein zu Land auch zu Wasser, a»f Flossen und zur See trieben die Germanen Handel. DaS war gleichsam eine Vorschule und ein Vorbild dessen, was die germanischen Völker im Eeehandel und zur See einstmal noch wer-den sollten. Die Schiffahrt der Germanen ist überhaupt so alt. wie deren Ausenthalt auf deutschem Boden. Bon Skandinavien, wohin die .,?e«t,che ÄSacht." ich würde mich vergiften." Als jedoch Agne« Klinar nicht Hand aa sich legen wollte, faßte er den Entschluß sie zu tödten. Am 8. April l. I. als sie im Keller mit Kartoffelschalen be-schäftigt war, kam Fekonja herangeschlichen, faßte die nichts ahnente Magd an ver Kehle und würgte sie so lange, bis ihr Leben entfloh. — Bei seiner Verantwortung sagte Fekonja. die Klinar habe nicht geschrien, sondern nur mit den Händen herumgeschlagen. Er gestand übri-genS in allen Punkten die That ein, ohne wirk-liche Reue zu zeigen. Die Geschwornen (Ob-man Dr. Kornfeld) bejahten einstimmig die aus Mord lautende Schuldsrage, und der Gerichts-Hof verurtheilte fohin Franz Fekonja zum Tode durch den sträng. Donnerstag, 18. Juni. [Kindes« mord.j Die 24jährige ledige Dienstmagd Slpol» lonia Lorger hatte am 3. Mai l. I. ihr le-bendgeboreneS Kind männliches Geschlechtes gleich nach der Geburt mit, dem Kops zuunterst in einem großen Topf gesteckt und die Nachgeburt darauf gelegt, so daß das Kind bald daraus an Gehirnlähmung starb. Sie ge-steht selbst, daß sie den diesbezüglichen Ent-schlnß schon vorher gefaßt habe, weil sie sich vor der Schande und den Vorwürfen ihres Vaters fürchtete. Den Topf mit der Kindes-leiche hatte sie nach der That vergraben. — Die Geschwornen (Obmann Zisel) bejahten einstimmig die an sie gestellte 'Schuldfrage, und der Gerichtshof (Vorsitzender L.-G.-R. Tr. Galle) verhängte fohin über Apollonia Lorger eine schwere Kerkerstrafe in der Dauer von fünf Jahren, ergänzt mit einem Fastage in jedem Monate und mit Asperrung in dunkler Zelle am 3. Mai eines jeden Haftjahres. [Pferdediebe.) Am 10. August 1884 verendete im Stalle des Grundbesitzers slacel in Stainzthal ein 1'/,jährige« Fohlen int Werthe von 125 fl. und vier Tage darnach wurden auS demselben Stall« zwei Stuten im Werthe von 500 fl. entwendet. Die hierüber eingeleite-ten Recherchen ergaben, daß beide Thaten durch die Wasenmeifter Andreas Winkler von Novi-Maruf und Anton Winkler von Czakathurn verübt worden waren. Die Genannten hatten daS Fohlen nur deswegen vergiftet, um di« Stuten leichter stehlen zu können. UeberdieS wurde dem Anton Winkler noch zu Last gelegt, daß er am 22. September v. I. am Markte zu Ljutenca in Croatien, einen ämtlichen Auf» trag vorschützend und sich als Wasenmeifter vorstellend, dem Johann Behur unter der Vor-ipiegelung, daß eines seiner Pferde seuchenkrank sei, ein« Stute im Werthe von 35 fl. und einen Geldbetrag von 4 fl. herausgelockt habe. Bei der wider die Genannten durchgeführten Haupt-Verhandlung wurden sie trotz ihrer lügenhaften Verantwortung in Folge der Erhebungen und Germanen von Osten her zunächst zu Land vor« drangen, breiteten sie sich südwärts über die See aus dem Comment aus, wie solches alle Sagen bei den Gothen, Sachsen, sogar bei den Franken bezeugen. Auch die GeschichiSanfänge mehr als eines germanischen Volkes zeigen unS da» nordische Meer durchschnitten von den Schiffen der Germanen, und die Skandinavier und die Küstenvölker Norddeutschlands sind von da an stets kühn und rüstig auch zur See ge-wesen und in die See hmanSgetrieben worden, theils von Beutelust, theils von der zuversicht-lichen Ahnung, daß jenseit« der großen Wasser-wüste und der Wogengebirge erst recht eine Welt der Wunder und de» Reichthums sich befinde. Sogar auf Flüssen, besonders Maas, Ems und Rhein, rüsteten germanische Völker gelegentlich Kriegsflotten und stellten sich den Römern ent-gegen. Diese Fahrzeuge waren selbstverständlich sehr einfach. Ausgehöhlte Baumstämme, nament-lich die Esche, dienten zur Fahrt aus Flüssen und längs der Küste; statt der Segeln hatte man bunte Mantelchen. Solche Fahrzeuge faß-ten 30—40 Menschen. Freilich waren die Ger» manen auch sehr gute Schwimmer und mit dem Elemente aufs beste vertraut; find doch die Alamu-nen einmal in Ermanglung von Schiffen auf ihren Schildern üter den Rhein geflohen. Zur Zeit der Völkerwanderuug bedienten sich beson- 5 Zeugenbeweise schuldig erkannt und beide zum schweren Kerker u. zw. Andreas Winkler wegen des Verbrechens des Diebstahles und dec öffent» lichen Gewaltthätigkeit 5. Falles zu 5'/, Jahren und Anton WinNer wegen der gleichen Delicte und wegen des Verbrechens deS Betruges zu 7 Jahren verurtheilt. Freitag, 19. Juni. sD i t b st a h I.] Der Fabriksarbeiter Jacob Gusej hatte am 18. Mai l. I. dem BlaS Fiedler auS dessen verspertem Wohnhause zu Podgrad mittelst Ein» brucheS durchS Fenster aus dem gleichfalls ver-sperrten Kasten ein Portemonnaie, in dem sich 14 fl. 45 kr. und ein alter Silberzwanziger be-fanden, sowie einen Lodenrock, ein Gebetbuch, zwei Rasirmcsser und eine Cigarrenspitze entwendet und sich zugeeignet. Als Blas Fiedler den Diedstahl bemerkte, setzte er in Vereine mit dem Knechte Anton Ko!el dem Thäter nach. Sie fanden Jacob Gusej im Walde und als Anton Ko!el an denselben herantrat und ihn fassen wollte, ergriff Jacob Gusej die Flucht, worauf ihm KoZel einige Prügel nachwarf. Blas Fiedler bemerkte zugleich, baß der Died seinen Rock trage, die beiden setzten daher die Verfolgung fort. Nun zog aber Jacob Gusej sein Taschenmesser hervor, öffnete eS und mäßigte seine Schritte. Gleichzeitig richtete er an Kozel die Frage: was willst Du denn," und als KoZcl erwiederte: „Du wirst bald sehen, was ich will" lief er wieder davon, bis zu einem Steinbruch, wo er di« Verfolger mit Steinen zu bewerfen begann. Sodann lief er wieder weiter, und die Jagd begann von neuem. Als Gufej sah, daß seine Verfolger nicht nach? ließen, blieb er wieder stehen und schleuderte zwei Steine gegen KcHel von denen ihm ein»r derselben am Oberarm traf. Nun gesellte sich noch ein dritter Verfolger dazu, AloiS Ar-zenöek. Als Letzterer dem Gusej nahe kam, holte dieser die linke Hand, in welcher er einen Stein hielt, zum Schlage aus. denn jener jedoch pa-rirte nun aber führte er mit der rechten Hand, in welcher er fein Messer hatte, einen Stoß gegen die Brust des Arzensek, dessen Wirkung jedoch glucklich KoZel, der gerade in diesem Momente herbeigeeilt war, vereitelte. Jacob Gusej wurde sohin festgenommen und der Gen-darmerie übergeben. Heute ist der Angeklagte geständig. Die Geschwornen (Obmann Dr. Kornfeld) bejahten nach einem klaren Resum6 und der Rechtsbelehrung die Schuldfrage einstimmig, worauf der Gerichtshof (Vorsitzender Hvfrath Heinricher) über den Angeklagten eine zweijährige ichwcr« und verschärfte Kerkerstrafe verhänqte. sB e r i ch t i g un g.j Die Dienstmagd Anna Tofant wurde wegen Verbrechens deS Kindes» mordeS am verflossenen Dienstage nicht zu d rei Monaten, sondern zu drei Jahren schweren KerkerS verurtheilt. der» die Franken und Sachsen schon größerer gezimmerter Schiffe. Ein« Sage erzahlt, daß die Franken schon zu Ende deS 3. Jahrh, n. Ch. sich die höhere Schiffahriskunde der Römer angeeignet haben. Am meisten entwickelte sich die Schiffahrt bei den Normanen, die sich aus ihren großen mit Masten. Segeln und gewalti-gen Rudern ausgerüsteten von Raben an Stelle des CompasseS geleiteten Schiffen schon in die offene See hinauswagten. Ein Bild dieser küh-nen und gefährlichen Normanenfahrlen gibt das Gudrunliet. Wie die Vandalen von Car-thago aus die Herrschaft auf dem Mittelmeere übten, die Angeln und Sachsen Britanien besetzten, so segelten die Normanen durch die Nord» see über den Ocean, kamen nach Island, Grön-land und um das Jahr 1000 nach Amerika. Diesen folgten nun später die Städte der Ost-und Nordsee, der mächtige Hansabund, die Ni«» derländer und endlich die Engländer, die Nach-kommen j«ner Ang«ln, die um die Mitte deS 5. Jahrh, aus 400 Schiffen „kühn mit der Woge" auf daS Eiland kamen. — Und wenn heute die Flaggen deS deutschen Reiches im fernen Weltmeer wehen und an fremden Küsten aufgehißt werden, fo ist das ein weiteres, festes Glied jener großen Kette — hoffentlich nicht das letzt«. «vtutsche Wacht/ 1885 ft J. Knpferscniä, Apotheker, Trau & Stijer, Alois WaJIaid, F. Zaitpr in Cilli empfehlet! Ihren P. T. Kilnden Ao-cherlS neueste au»erwählte Specialität: „Jacherün" ;ur totalen Vertilgung und Ausrottung aller schädlichen und lästigen Jnsectcn. All« bis heute bekannten Infecteu pulvcr oder sonstigen Mittel gegen daö Ungeziffer werden von dieser Specialität an intensiver Kraft, Schnelligkeit und S ch.rhcit übertreffen. Besonders muß davor gewarnt wer-dr»z; „Zacherlin" fa nicht mit dem ^ gewöhn! chen Iusectenpulver zu veuvech-seln! Tas „Zach erlin" wird nur in Originaifl^fchen — nie aber in losem Papier verkauft oder offen ausgewogen! Die OriginalfUschen müssen, um echt zu fein, die Namcnefertigung und die Schutz mar?e tragen. 48&-I2 MARKE ,Ä > Ä51 S C N U T Zur Erlangung und Erhaltung der Gesundheit hat sich seit jeher besten» bewährt eine ßhtreinigHgs-Cur im Krühjahre, "WU weil durch eine solche mancher im Kärper schlummernde Keim schwerer Krankheiten aus demselben entfernt wird. Das ausgezeichnetste und wirksamste Mittel hiezu ist J. Ilerhabnj a rerstirkter NariHparillaSyrup. J. Herbabny's verstärkter Sarsaparllla-Syrup wirkt gelinde auflösend und in hohem Grade blutverbesserrifl, indem er alle scharfen ___und kraukhaften Stoffe, fe;Jü£i-ja NtwsABNT.wüiw^ die daa Blot dick, faserig, zur raschen Circulation untauglich machen, au« demselben entfernt, sowie alle verdorbenen u. krankhaften Säst«, angehäuften Schleim und Galle — die Ursache vieler Krankheiten — auf •■schädliche und schmerzlose Weise aus dem Körper abscheidet. Seine Wirkung* ist deshalb eine ausgezeichnete bei Hsxtleibigkeit, bei Blutandrang nach dem Kopfe. Ohrensausen. Schwindel. Kopfschmerzen, bei Gicht- und Hämorrhoidal-Leiden, bei Magen-verschleimung. schlechter Verdauung, Leber- und Milz-Ansch «Teilungen, ferner bei Drüsen-Anscbwel-langen, bösen Fleehten, Hant-Ansschlagen. Preis einer L'riginat-Ftasch« sammt Broschüre 85 fr., per Post 15 fr. mehr für Emballage. MM" «/«•##«• Flttarhf muss obenstehende iVAHftmnrA'e als Zeichen der fCehttlfit tragen. C knlral Versend unzs^Depst für dieProviiyrn: VA Apotheke „zur Baraksriiilat" des J. Merhaltn;. Neubau, Kaiserstrasse 90 Depots ferner bei den Herren Apoihetern: tkiUi: I. «upferschmid, Baumbach'S Erbe», Apoth. Deutsch vandSberg: H. Miller. Feld« dach: I. König. Konobitz: I. Poepiichil Gra;: Mton Nedwed Leibnitz: O Ruhheim. Marburg: G. Bancalan Pettau: E Behrdalt, H Etiasch. NadferStmrg: C.. Andncu WolfSderg: A- Huth Selbst die langjährigsten Leidenden dürfen mit Vertrauen aus Genesung hoff?n, da» zeig« die Broschüre Magen DarmklUarrh welche gratis zu belieben ist von J. J. Popp's Poliklinik in Hei de (Holstein). J. F. Reparaturen von Nähmaschinen slIIox Systeme werden prompt und aolid ausgeführt von Carl Wekrhss ju#., Cilli, Hauptplatz 109. L Stock. 2+3—1 Ueber die Heilkraft des echten "W> Dr.- 'opps Anatherin - Mundwasser gegen le cht blutendes Zahnfleisch, lockere Zähne snd iblen Geruch ans dem Müde Nachdem Ich das Anatherin-Mundwasser von Dr. J. G. l'"pp. k. k Hofzahnarzt in Wien, einige Zeit (."brauchte und die wohlthätige Wirkung desselben ; nf mein krankhaftes, leicht blutendes Zahnfleisch und Mkere Zahne, welche wieder ihre Festigkeit erhielten, empfanden habe nnd auch den üblen Geruch im Munds beseitigt sehe, so fühle ich mich angenehm veranlagst, .lin un» mit dem aiuschlieaslichem Allein-Verkaufe unserer Fabrikate ftir die erwähnten Provinzen betraut ist. Röhrenwalzwerk Witkowitz. D i o ft r s I e österr. Thüren: Fenster-nnd Fussboden- 200-12 WIEN, IV., Heumühlgasse 13, etablirt 1817 unter der Leitung von M. Markert, yon weichen empfiehlt ihre grossen Waarenlager von fertigen Thüren und Fenstern inclusive Beschläge, sowie Schiffböden und eichenen amerikanischen Pries- und Parqnetbäden- Die Fabrik ist durch ihre grossen Lager von trockenem Holzmaterial, sowie durch ihre Vorräthe an fertigen Waaren in der Lage, jeden Ledars dieser Artikel in der kürzesten Zeit zu effectuiren. Dieselbe übernimmt auch die Herstellung von Portalen, von Einrichtungen für Kasernen, Spitälert Schulen, Comptoirs etc. etc., ausserdem alle wie immer gearteten mit Maschinen zu erzeugenden Holzarbeiten nach vorgelegten Zeichnungen und Modellen mit Ausnahme von M ohnungsmöbeln. I •< . ii fa* 1885 XtuJi Amerika *ra "bwntisx -cutd ■fcUlig-aten Ä-ujrcls. Ai'nol«! Ut-Ii; Wien, L, P c s t a I o x z i g a s » e l, älteste Firma dieser Branche. — Auskunft nnd Prospecte umsonst. 744—SO V Laiidscliafl] It keriebei bei du Herr«» TRAITS I ST1GER, fRAXZ IA3GGER, J. WEISER ui illti rtraiirtoi lutiagu ii CSIli ui Hageln;. 155-24 Anlässl. des Feiertages Peter u. Paul verkehren Samstag den 27. Juni I. J., resp. am 28. Juni Vergnügungs-Züge D4t* mit b<'Sop(i-TS «• rmäs*i^ten Fahrpreisen -Wlg X yon Cilli naen Wien. Abfahrt 5 Chr 42 Minuten Nachmittags. dann nach Triast, Finme nnd Venedig. Abfahrt am 28. Juni ■10 Ohr 30 Min. Vormittag. Fahrpreise von C 511 i nach Wien nnd retoor II- Cl. 18 fl., III. Cl. 12 tl. Nach Triest oder Fiome und retour II. Cl. 12 fl., II . Cl. 8 fl. Nach Trieit und Venedig und retour II. Cl. 24 fl.. III. Cl. 16 fl. •r>0 kr. Auf der Hinfahrt nach Triest erfolgt der Besuch der weltberühmten, elektrisch beleuchteten Adel», berger Grotte. s Alks Näher« enthalten "iäe utn ra. Für CapltallHtM'u! "WA lV UtphWhranfrwai Efleeten-SpecuUtionen in drn von mir einpfolilelnefi Papieren, sowie zur Anlage von Capitalien in W ertbpupiereu gegen sofortige Capitals- und event Oewinnst-Auszahlang empfiehlt xich das prot. Bankhaus II. Knöpllinacher, Wien, I., Wallnerstrasse 11. , --Firma bestand »«it 7, '''-'1* " r « «« h'r-s"f r1"',:l",i"lunJrme Anfrage stehen in discr-.ter Weise W Speclal-Bureau Tor alle Gattungen im öffentlichen Coursblatte nicht mehr oder selten notirte exotische Werthpapiere. 407_10 Arbeiterinnen, m,.- :• j ir wi ledige, finden Beschäftigung in der Cellulose-Fabrik Gratwein. || Die Arbeit ist eine leichte und angenehme. Accord guter. Quartiere frei. 428—3 Princessen-Wasser] von August Renard in Paris. Dieses rühmlichst bekannt« Waschwasser gibt der Haut ihre jugendliche Frische wieder, macht Gesicht, Hals nnd Hände blendend weiss, weich und zart, wirkt kühlend und erfrischend wie kein anderes Mittel; entfernt alle Hautausschlige, 8ommer»prossen n. Falten u. erhält den Teint u. eine zarte Haut bis in» ipäte Alter. Per Flasche sammt Gebrauchsanweisung ä 84 kr. ö. W. Princessen-Seife. Diese dorch ijjre Milde selbst für die zarteste Uant wohlthätig wirkende Seife per Stück nebst Gebrauchsanweisung 35 kr. ö. W. Die beiden dorch ihre Solidität so beliebt gewordenen Präparat« sind allein echt in haben bei j A. Baumbach's Erben, Apotheke, '84-20 "WW CILLI. wwv Philipp Baas 27^37 ■ GRAZ, »stj» HßrrcBfa&se. Laodbsns, empfehlen ihr reichhaltig »ortirtea Lager neuester Tapeten uebst ollen dazu gehörigen Oecc-1 rations- Gegenständen für Wände und Plafonds, wie auch alle Sorten ! gemalter Fenster-Rouleanx zu streng reellen Fabrikspreisen. I Tattetw Muster kar ten werden ans Wunsch gesandt. Kostrtiflhcr» schlüge nach Bekanntgabe der Diman- [ sionen bereitwilligst Ein junger Landwirthssohn, gebildet, init mehreren tausind. Gulden Baarventtfgeo, ler besonders Luat aam <;<■«> hafta- und njeh ein bedcaliffcnililrbo inztihofTn hat,* wfinsclit Wiegen Mangel an passenden Partien ein brave» Mädchen oder junge Witwe, welche ein gutes Geschäft besitzW-.xu verehelichen.&K ;• • Ernstgemeinte Anträge unter K. IM. \r. 20 an die Expedition dieses Blattes erbeten. .Verschwiegenheit Ehrensache. 440—1 Den in da« Heilbad Krapina-Tüplitx reisenden Landsleuten können wir die dortige II. Kestauration im Betriebe des Herrn J. A. WESIAK hinsichtlich der vorzüglichen Köche nnd exquisiten Getränke, sowie dessen Gasthaus „Zum Steirer" rücksichtlich billiger Quartiere, schmackhafter Köche nnd »ehr guter Getränke, bei zuvorkommendster Bedienung, auf das Wärmste anempfehlen; sie werden bei ihrem steirisehen Landsmanne gewiss am bestemwufgeb«bm sein. Mehrere Curgüat« an« Sfaiermark 445—1 in Krapina-Töplitz Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr. I und 2 __8C ▼to-A-vi* dem Landfütheuter, »ML oSe lfW5rr .u41lP*taHl"«»'-«arrtl«rei. aus Nusi- nnd F.ichenhoU. Salon KKaten, Credenaen mit *"*yn>»att«aa. Spiegeln, Karniewen. Reiche Anawakl tob Salon-Garnituren von *0 fl. anfwärt«, Schlaf Divan», Ottomanen nnd ttnhe^ «UerTa^er-Arbeiten eigener Kmeogung billigt Au*Uttnngen nnd MUblimngen von Land- und B*de(Unae"werd« Hochachtungsvoll , .i^n i; "5k,.. HElilCATESSEN „Deutsch, Wacht. 1885 jeder Saison entsprechend ^LlOlS empfiehlt Hauptplatz „zur Kirche" n. Postgasse 34. Diurnist für ein hiesige« Amt zu sogleichem Eintritt« gesucht. Nähere» zu erfragen bei der Expedition. 436-3 Kärntner Römer-Quelle, MM- dar alpin« Gleashfibler, ein rein alkalischer Alpensiuerling. vollkommen frei von Schwefelverbindungen, Jod-, Brom- und IJors&l-zen, «ohwirrt den Wein nicht und repräsentirt ein hochfeines Tafelwasser. Best bewährter Gesnndbrunnen bei Katarrhen, namentlich der Kinder (mit gewannter Milch oder mit Zocker 10 reichen), bei Magen- & Blasenleiden. Zu beziehen durch Herrn Aloit n nM«nrf in (VW. 364_ Specereiwaaren, Delicatessen und Mineralwässer empfiehlt zur geneigten Abnahme en gros & en detail Eduard Faninger, Cilli. Hauptplat* iVr. 77—52 Weingarten in reizender Lage, eine halb« Stunde von Cilli. mit schönem Wohnhaus, 3 möblirten Zimmern, Sparherdküche, Altane, billig zu verkaufen. — Auskunft bei Frau Lang, Mpbelhandlung. Herrengasse. 437—3 Weinstein nni [etroetnete Weiltest (Glepr) kauft zu, aehr guten Preisen jedes Quantum gegen prompte Cassa Gustav Candolini in Pöltschach. Um bemusterte Offerten nebst Angab« der Quantität 320— wird gebeten. In meinem Kurzwaaren-Geschäft« wird ein der slowenischen und deutschen Sprache mächtiger gl Lehr junge sofort aufgenommen. 4ZV—1 Emil T7"oiilc, Pettan. vorzüglicher Qualität, per Kilo 75 kr., sowie circa 20 Starün Wein, 1884er. au* der Gegend von Plankenstein, hat zu billigem Preise im Verkaufe Ce«rg Lerne»«h, Culi, Postgasse Nr. 30. 425—2 JUL. JOHAKNSEN, Kaotgchok Stampiglien ErzengmnK * Gravieranstalt Graz, JungferngassO Nr. 2. Alle Neuheiten. — Lieferzeit 1 bin 2 Tage. — Agentur für Cilli: A. Almoalecimer. 424-52 Ein Coiiimii* und ein Lehrling:, beide d«r slowenischen und deutschen Sprache .nächtig, finden in einem Speeereigeschäfte sofort Aufnahme. Anträge mit Attestabschrift befördert gab „Hr. 679" Rudolf Mosse, Wien. 435—2 Victor Nasko, Hmi- ittxl 9föbeltia<>hler, Cilli, Herrengasse 16, empfiehlt sein Lager fertiger neuer Möbel, Schlaf-divans und Betteiosätje. Daselbst sind auch stets Holzsärge von fl. 5 bis fl. 30, sowie auch pa-tuntirte Mineralgusssärge von fl. 40 bis fl. tiO 415—6 vorrithig. Notariatsbcamter mit langjähriger Praxis, laut letzten Zeugnisses vorzüglicher Arbeiter, der deutschen und slowenischen Sprache in Wort und Schrift mächtig, im Manipulation»- u. Conccptfache vollkommen bewandert, wünscht in einer Notariats-, Advocaturs-, Gerichtskanzlei oder bei einem Gemeinde-Bezirksamte einen seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechenden Dienstposten. Demselben stehen die besten Referenzen erster deutscher Männer zu Gebote. Hochgeneigt» Zuschriften werden an die Redaction dieses Blattes unter „Ehrlich währt an längsten" erbeten. 420— An die Direction der hochlöbl. Sparcassa in Cilli. Das Comite des hiesigen Frauen verein«« für Unterstützung verschämter Armer, spricht d«n wärmiti-n Dank au* auch im Samen der Armen für die empfangene Gnadenspende von 50 fl. 0. W. Cilli, IS. Juni 1885. 44!)— 1 Das ComitA. Beat« nnd billiget« Bezugs - Quelle I Kaffee — Thee | ETTLINGER & C°- Hamburg, W eltpost-V ersand, empfehlen, wie bekannt, nur 1b feiasehmneknadtr Waare per Po«« portofrei lad. Verpnakna*. gegta Nachnahme oder Voranstahlnng In Saekchen »»» — 5 Kilo = « « * Gesinde Kaffee, guuchineekend .... U| Köslcr's 234-13 Kahn-Mundwasser ist unstreitig das beste Mittel gegen Zahnschmerz und dient auch gleichzeitig zur Erhaltung und Reinigung der Zfthne. Dieses seit Jahren bewährte und rühmlichst anerkannte Mundwasser benimmt dem Muude vollkommen jeden üblen Geruch. 1 Fl. a5 kr. H. Tfieliltr, Apotheker, W. Rösler's Nachfolger, Wien, I, Eegierongsgasse 4. Depöt in Ollll bei J. Kupfereohmid, Apotheker, Baumbaoh's Erben, Apotheker. Ria, fein kräftig »antos, ausgiebig rein . . » Cnka. urlln, kräftig. brillant . Perl Im« afr., mkl f««rl( • bomingo, hochfein milde , -Camplna*. allerseliwtar ergiebig » Ceylon, biaugrün. kräftig . . Java grün, kräftig delleat Knliljava, extrafein mild« Portorleo. »roirat. kräftig Perlkaffee, hochfein grün Java, groasbohnlg, hoe.hseln deiieat Plantage, aromatisch brillant Mrnado. »«persein braun Arab. Morea, edel fenrig . Ornasthee, chines.. ff per Kilo Coago, extrafein, per Kilo . Sonrhong. »»perfein » . . Peceo-Snnrhong. extrafein, per Kilo Kaiseratelaog« Thee La. per Kilo Tafel reis, extrafein ner i Kilo I Jamalca-Kum la, « Liter paviar, la ^ milde gesalsen U atjes-Heringe m neue Dellcateaae, »45—1» Ausführliche Preialiate gratis ftaneo. i. » - \ t Kilo Inhalt -») 1 halb Kilo Inhalt \ i Kilo-Haas e/ nnd ,4» 1,7» 4,11 4.-'S *,70 l.«0 4.» 5, IS US 5.S5 3 »5 «.» *.30 7.S0 1.70 1.» 3.70 4.M 4.10 1.4« 4,10 4.15 L« lati l.fiO Tiefgebeugt vom namenlosen 8chmerze geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Bekannten und Freunden die sie tief betrübende Nachricht von dem Tode ihres innigst geliebten, theuren Gatten und Vaters, des Herrn JOHANN STUCHETZ, k. k. Landesgerichtsrath in Pension, welcher Freitag den 19. d. M., 6'/, Uhr Abends, versehen mit den heil. Sterbe-sacramenten, ruhig und sanft entschlummert ist. Die irdische Hülle des theuren Verblichenen wird Sonntag, den 21. d. M., um 5 Uhr Nachmittags, im Sterbehause feierlich eingesegnet und sodann auf den Friedhof der Gemeinde Umgebung Cilli übertragen und im eigenen Grabe beerdigt werden. Die heil. Seelenmessen werden Montag, den 22. d. M., um 8 Uhr Früh, in der Abtei-Stadtpfarrkirche zu St. Daniel gelesen. CILLI, am 19. Juni 1885. Anna Stuchetz. > lnin tilfi'H'ii HU' l>| IumI Bela Stuchetz, Sohn. DANKSAGHJNG. Für die so vielen Beweise herzlicher Theilnahme sowohl während der Krankheit als auch bei dem Hinscheiden unseres nun in Gott ruhenden Gatten, beziehungsweise Bruders, des Herr» ■ ■ v k. k Major I. R.,' " für di« so zahlreichen Kranzspenden und d!» überaus grosse Begleitung zur letzten Ruhestatt« sagen Allen, insbesondere dein i»bl. k. k. Oföcierscorps der hiesigen Garnison, dein « illter •ScLutienverein und dem lobl. Veteraneaverein den innigsten Dank CILLI. 19. Juni 18S5. J ... . Die trauernden Hinterbliebenen. Eigenthum, Druck und Verlag von Johann Rakosch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Besozxi.