Nr. 121. Samstag, 29. Mai 1909. 128. Jahrgang. Mbacherß Zeitung ^ranumeratiunSvltlS: Mi! Posluerirüd»»!,: WnzMrin »o «. l,a!l'jäl,rin ,s> K, Im Nontor! nnozjähriss ^ « X, ljalbjnlirin l< X, ssür dir ^»stlNu»« >»« Hc»>« „anzjährin 2 X. — Inscrlionestcbühr: sfür llcms Insrra!e ? ^ Tir «Lail'nchr! ^riNüiN' f>!H>'i»> <än!ici! Vlüöünlnnr drr Eonn- und ^risrlage. 3)>f Ndminiftlatlon l'ffmdet sich Milluiliöftrüs!«' Nr ^l>: die Vlrdnllion Milloti'ftrasic ^cr, W, Ll'lsclisNü^cn drl Rebulüo,, l>c,>, « l>ie 10 Uhl ^ di'rmitias,e, 1I„sra!!licle>ner Stüße dem Militarismus!» Nr. 80 «1.U, '1'ribunu. illiinti-Ht».» bdo. Rom, 16. Mai 1909. Nr. 21 .8micnnv8li6 I.i»^, vom 22. Mai 1909. Nr. 21 «N^omnik» vom 22. Mai 1909. Nr. 20 «V^l»0(w«L8k/ 01)/.<>r. vom 20. Mai 1909. Nr. 1 «liu'nwr» vom 15. Mai 1909. Nichtamtlicher Geil. Ungarn. Das „Fremdcnblatl" ist der Ansicht, daß, wcnn lMsmhlich, lvie behauptet loird, die Frage des Aus-^l'ichs mit Österreich in deil iteuesteil Entwirrung^ ^'lan des Dr. Wekerle einbezogen ist, dadurch uicht ^^ß dem künftigen nligarischen Reichstag — das ^>ßl deu Rechteil derjenigen, die jetzt noch vom -^^hlrechte angeschlossen sind — unnötigerweise vorgegriffen, sondern auch die wertvollste Leistllng ^Uw^k't »vürde, die dem Koalitionsregiüie gelun-^'» ist. Es habe durch einen gerechten Ausgleich die Nihil^' Enlwicklung des loirtschaftlicheil Lebens in >»lM'„ für ein Jahrzehnt gesichert. Dieselbe Sicher-!^>t haben auch loir in Österreich beim Ausgleich ge-^cht, dafür haben loir Zugeständnisse gemachl. Und 'wn soll dieser Ausgleich, ander!halb Jahre, ,mch-"'m er in Kraft gelrelen ist, wieder, in Frage ge-^cn loerdell dürfen? Da gibt es einen Stand-, ^tnlt, von dem leine österreichische Regierung sich "^drängen lassen kann: Ob Ungarn das Paltuin ^uhalteil loird, das ist eine ungarische Frage, in .'k wir nils nicht einmengen dürfen. Ob aber an ^nem Vertrag zwischen Österreich und Ungarn ""derthalb Jahre nach seiner Inkraftsetzung, acht-^uhalb Jahre vor seineni Ablauf gerüttelt werden "'U'f, das ist unsere Sache, nnd unsere Antwort auf ^Wrischc Anregllilgeil bezüglich eines Planes, wel-'^^' die Ausgleichfragen gegenwärtig wieder auf die Hcöordnung seheil loollte, würde nicht durch Rück- sichten auf die innere Politische Situation Ungarns bestimmt werden, sondern durch unsere eigenen Interessen und durch unser Vertrauen ans den Wert von Verträgen. Lag doch der Wert des Ausgleichs für uns gerade darin, daß er einem mehr als zehn» jährigen Streit für mindestens acht Jahre — bis 1!)1.'), wo die Vorbereitung des neuen Ausgleichs beginnen würde — ein Ende machen sollte. Auch die „Neue Freie Presse" bekämpft den Plan eines langfristigen Ausgleichs in der Form, wie er in der jetzigen EntwirrungSaktion voll der ungarischen Regierung vorgeschlagen loird, weil er die Stabilität der Verhältnisse nicht sichern, sondern dieses schwer gewonnene Gut uur erschüttern würde. Der ungarische Ausgleich habe seine Verbeugung vor den Prinzipien der Uimbhängigkeitspartei gemacht nnd ill dell uugarischen (besetzen wurde in-artikuliert, das; Ungarn sein selbständiges wirtschaftliches Verfügungsrecht hat. Damit möge es für jetzt genug sein. Eine neue staatsrechlliche Formel, welche eine Zwischenzollinie festsetzt, tonnte nur zur Schlinge werden, alls der es dann ein Entrinnen nicht gibt. Österreich müsse den heute schon aufs Tapet gebrachte!» langfristigen Ausgleich mit einein unerbittlichen Nein beantworten. Italien. Zwei zur äußersten Linken der italienischen Kammer gehörende Abgeordnete haben bekanntlich die Forderung erhoben, daß die Regierung eine ausgesprochen antiklerikale Richtung einschlage, das Gesetz, betreffend die geistlichen .Kongregationen, in strengster Weise zur Anwendung bringe und der Kammer einen Gesetzentwurf vorlege, nach welchem iil ^ukunst bei Eheschließungeil die ^iviltrauung der kirchlichen Trauung unbedingt vorausgeheil soll. Justizm in ister Orlando hat diese Forderungen mit aller Entschiedenheit abgelehnt und erklärt, daß die Regierung entschlossen sei, gegenüber der Kirche bel ihrer bisherigen Politik der Freiheit und Toleranz zu beharren und ihrem Programm treu zn bleibell, das weder klerikal, noch antiklerikal sei, sondern auf möglichste Ausgleichung der Rechte der Kirche mit denen des Staates abziele. Diese Äußerungen des Justizministers haben, wie aus Rom ge-meldel wird, im Vatikan lebhaften Beifall gefunden. In hohen kirchlichen Kreisen wird anerkannt, daß die von Orlando verkündete Politik die einzige sei, welche die jetzige Lage gestatte. Dieses Programm, das auf deill Grundsätze „Ouieta non moverc" bc-luhe, entspreche in Italien gegenwärtig am besten dem Staate sowie der Kirche. Im Vatikan könne man nur wünschen, daß in Italien der Status quo der Religionsfreiheit im Gegensatze zu dcn Bestrebungen des Antitlerilalismus aufrechterhalten werden möge. Erfreulicherweise könne man aus den Erklärungen des Ministers Orlando die Überzeugung schöpfen, daß die italienische Regierung durchaus nicht geneigt sei, diese Bahn einzuschlagen. China. Man schreibt aus London: Die Ausführung der neuen Floltenvorschläge, welche der chinesische Admiral Sah entworfen hat, loird, sobald sie die Zustimmung des Prinzrcgenten erhalten, voraussichtlich bald in Angriff genommen werden. Sie sind von dem Marinetomitce begutachtet und gebilligt worden, das aus den Ehess des Kriegs- und des Finanzdepartements und anderen höchsten Beamten zusammengesetzt ist. San-Ten-wan in der Provinz Ehe-tiang ist zuin Hauptkriegshafen nuscrsehen. Man wird für genügenden Bahnanschluß, für Arsenal- und Werslbamen, für Errichtung von Depots und Leuchlhäusern, kurz für alle modernen Erfordernisse eines Kriegshafens sorgen. Wahrscheinlich wird nach der Rückkehr der m das 'Ausland gesendeten Marinezöglinge auch eine Marineakademie errichtet werden. — Eines der Mitglieder der chinesischen Kommission, die zu Ttudicnzwecken nach Europa entsendet worden war, Tai-Hung-tse, hat den Auftrag erhalten, dem Mangel an einer militärischen Gesetzgebung abzuhelfen. Tai-Hung-tsc wird demgemäß all die Ausarbeitung neuer Kriegs-gesetze für Heer und Flotte und an die Einrichtung eines entsprechenden Gerichtswesens gehen. — Den sanitären Maßregeln für Heer und Flotte sowie Feuilleton. Pfinssstmaien. Von I. Aeutyc'ld. (Nachdrull vrilwlt» ) . Eeit Jahren scholl, gerade so lange, wie er ^"l Erden ist, liegt der kranke Knabe auf seinem l^'s-' ^'^'" binnen nicht weißer sind, als das schmale ^!l.cht mit den übernatürlich glänzenden Augen. I,^ '^ uie draußen in Wald nnd Feld gewesen, er s^ ,, "oil der Welt nichts gesehen, als sein enges ^uchclM, i,t j^„, die Mutter von, frühen Morgen .'' >n die Nacht bei der Nähmaschine sitzt. Die lange ^,'Uie Mauer dort drüben verbirgt ja alles, was jen-M in der Well vorgeht. Keinen Sonnenstrahl ^"u sie hervorkommen', und leise nur wie fernes ^"rcsrauscheil dringen hinter ihr die wechselvollen ^"Mlsch? der Großstadt zu den Bewohnern der "n ichen Dochwohnung herüber. Dennoch schaut ,^ Kimben Auge gespannt und sehnfüchlig durch die l'^'Ml,, altersbliudcn Fenster, denn dort oben Ai!< ^'" l'm winziges Stückchen Himmel hervor-^' "schont zuweilen etwas Lichtes, Grünes, k.'"'l der Wind über die Dächer streicht, weht er ,^, Zweige der alten Linde über das düstere Ge-de, ^' ^'"ch viele, viele solcher Bäume soll's in rr ä'si^ «eben — so hat's die Mutter dein Kleinen ^r s^ "^' ^ schön muß doch die Welt sein! d'ln r - ^ "' s" nie sehen wird, und hat sich cch<> '^ '" bas Unabänderliche ergeben, heute " mn Sonnabend vor Pfingsten bricht's plötzlich und unvermittelt aus ihm hervor: „Ach Mutter — könnt' ich nicht zu morgen einen grünen Zweig haben?" „Wie kommst du darauf, mein Liebling?" fragt die blasse Frau, erstaunt voll ihrer Arbeit aufblickend. „Sieh, Mutter — der Baum drüben wird gerade zu Pfingsten stets so schön grün, und an einem Fest will man doch etwas Besonderes haben." Die Mutter antwortet nicht, sie überlegt im stillen, wie sie es wohl ansangen könnte, dem kranken Kinde seinen Wunsch zu erfüllen. Jetzt während des Tages darf sie sich nicht entfernen, denn die Wäschestücke, an denen sie arbeitet, müssen heule uoch fertig werden, uud wenn sie ausgeht, um sie an das Geschäft abzuliefern, dann sind die Leute mit den Birken fchon fortgefahren. Indes sie noch so trübe sinnt, wird die Tür aufgerissen und eili kleines Mädchen mit frischen rosigen Wangen und offenein Blondhaar stürmt herein, einen grünen Baum hinter sich auf den» Boden schleifend. „Maien," — ruft sie fröhlich — „hier, Heini, bring' ich dir Maieil. Wir waren im Walde, Vater, Mutter, die Geschwister, loir alle — mit dem Wagen haben loir sie geholt — fovielc! Hier nimm, wir haben noch genug!" Sie hat die Birke dem Knaben ans Bett geschleppt. Der streicht liebkosend mit den abgezehrten Händcheil über das grüne Gezweig. Ein glückliches Lächeln spielt um seinen Mund, über das Gesicht hat sich ein heller Farbcnschimmer ergossen. So sehr beschäftigt ist er mit seinem neuen Besitz, daß er qanz die kleine Gebcrin vergißt. Endlich erinnert er sich ihrer wieder. „Wie gut du bist, Mieze," sagt er mit zitternder Stimme, „ich danke dir." Und aber- und abermals wiederholt er: „Ich danke dir." Mieze aber steht verwundert da. Sind das nicht Tränen, die in ihres armen kleinen Spielgefährten Angell glänzen? Daß ihr Geschenk solche Freude hervorrufeil würde, darauf hat sie nicht gerechnet. Ein uuklares Ahnen, was dem kranken Knaben ihre Maien bedeuten, zieht durch ihr Herz, aber mit der ganzen natürlichen Scheu eines gesunden Kindes gegen alles, was mit Krankheit und Leiden im Zusammenhange steht, wehrt sie sich gegen die iil ihr aufsteigende Rührung. „Ich muß nun nach Hause — " ruft sie „unsere Fränze hat sich verlobt, und da wird der Kuchen heut' schon angeschnitten." Dann läuft sie zur Tür hinaus, kaum sich Zeit nehmend, dem kleinen Freund und seiner Mutter Adieu zu sagen. Erst daheim bei den Geschwistern wird sie die unbequeme Empfindung von vorhin wieder los. Die freueil sich auch über die Maien, aber weinen tun sie deswegen doch nicht — ach nein. Jubelnd tanzen sie um sie herum/indes die erwachsene Schwester und ein großer junger Mann die kleineren Zweige hinter Spiegel und Bilder stecken und die größeren Stä'mmchen in Tönnchen mit Wasser stellen. 'Aus den letzteren wird dann in einer Zimmerecke eine Art Laube gebaut, in der die beiden, nachdem sie mit ihrem Werk fertig sind, Hand in Hand sitzen, sich küssen und darüber icher-zen, wie seltsam es doch sei, daß gerade beim Abschneiden der Maien ihre Herzen stch gesunden. Laibacher Zeitung Nr. 121. _____________ 1 «96 29. Mai 1909. für die ganze Bevölkerung will die chinesische Negierung von nun an besondere Sorgfalt widmen. Auf diesem Gebiete ist eigentlich alles neu zu schaffen. Es sollen nun Sanitätsverwaltungsbchörden im ganzen Lande eingesetzt und eine große Anzahl von Spitälern gegründet werden. — Auf dem Gebiete der Industrie ist die Gründung eines Vaumwoll-und Garn-Syndikats in M-Yao, einer aufstrebenden Stadt bei Ning-Po, zu verzeichnen. Man sammelt ein Kapital von 800.000 Dollars, von denen W0.000 schon gezeichnet sind. Die Gegend soll sich für die Baumwollkultur vorzüglich eignen. Gelingt dieser Versuch, so sollen weitere gleicher Art in großer Zahl folgen. __________________ Politische Uebersicht. Laibach, 28, Mai. Die „Rcichspost" erhalt von einer „in wichtiger Stellung befindlichen Pariser Persönlichkeit" Mitteilungen, in welchen ausgeführt wird, daß Serbien seine Aspirationen auf Bosnien und die Hcrceqo-vina und die übrigen in Österreich-Ungarn einverleibten serbischen Gebiete nicht aufgebe. Es stelle sich die Aufgabe, der Sammelpunkt des Valkanslavcn-lum5 zu werden und sich für die Zeit zu rüsten, wo Nußland zur Wiederaufnahme einer aktiven Politik im europäischen Osten fähig ist. Indessen seien die äußeren 'Beziehungen Serbiens zu Österreich-Ungarn ill Peinlich korrekten Formen zu halten und die Verbindungen mit den bisherigen Agitationszentren im Süden der Monarchie aufzulassen. Die Bearbeitung des Bodens für die großserbischen Unternehmungen soll fortan von Prag aus erfolgen. Es bestehe ein Vertrag zwischen Nußland und Serbien, der hiefür von feiten der großen Ostmacht bestimmte Direktiven erteilt. Ferner bestehen aus dem Jahre 190U und dem Jahre 1908 zwei Geheim-verträgc zwischen Serbien und einer anderen europäischen Macht — nicht Nußland — welche die Spitze der serbischen Politik darauf richten, vom Süden herauf die Tripelallianz zu beunruhigen. Wie man aus Äonstantinopel schreibt, äußert sich der „Levant Herald" in einem Artikel, der auf den Besuch des deutschen Baisers in Wien zurückkommt, sehr anerkennend über die Fricdenstenden-zen des Dreibundes. Der Verlauf des erwähnten Besuchs habe neuerdings die Festigkeit dieser Allianz bewiesen, die eine mächtige Bürgschaft für den Weltfrieden bilde. Dies sei auch in der jüngsten Valkan-krise zutage getreten. Auch im Hinblick auf die Tripelente'nte' erscheine der Dreibund als ein Friedensfaktor. Diese Ausführungen des genannten Blattes seien um so beachtenswerter, als dasselbe bekanntlich im allgemeinen sehr englandfrcundlich ist. Den „Narodni Listy" zufolge hat die Slavische Union beschlossen, bei den Verhandlungen über das Nessort des Unterrichtsministers keinen Nesolutions-antrag einzubringen, und zwar weder wegen der Universität in Mähren, noch wegen der slovenischcn Universität in Laibach. Dieser Entschluß wurde da- mit begründet, daß die Slavische Union die vorjährige Entscheidung des Vudgctausschusses wegen Errichtung der mährischen Universität für bindend hält und weil sie es vermeiden wolle, die Mitglieder des Polenklubs um eine neuerliche Unterstützung anzugchen. Durch diesen formellen Beschluß seien die diplomatischen Beziehungen zum Polcntlub sozusagen abgebrochen. Die „Zeit" kommt nochmals auf die Frage der Beschickung der italienischen Jubiläumsausstellung durch Österreich-Ungarn zurück. Die Politik des Dreibundes beruhe auf dem vollständigen Vergessen und Vergeben unserer Vergangenheit in Deutschland und Italien. Die Italicner haben gewisse sentimentale Nücksichten unseres Hofes gewürdigt und sich damit abgefunden, daß der Besuch König Humberts bci unsercm Kaiser bis hcutc unerwidert blieb. Aber wozu diese Differenzen gefühlsmäßiger Art noch vermehrend Wozu Schwierigkeiten schaffen, wo keine sind? Jedenfalls würde das Fernbleiben Österreich-Ungarns die Erinnerung an die Vergangenheit viel stärker akzentuieren. Wir leben in der Gegenwart, haben eine Zukunft und dürfen diese nicht durch unnütze Erinnerungen an die Vergangenheit gefährden. Tagesneuigleitcn. -^ lTer billige Hut.) Nach 7 Uhr abends trat diesertage in Wien ein ungefähr ^Ojähriger, Vorstadt» mäßig gekleideter Mann »nil Nadsahrerlappe in den Hulladen Labiner, VI., Gumpendorserstra>,;e 49, und verlangte einen Hut bester Qualität. Dem Verlänser war dies Begehren mit Rücksicht auf den Anzug des Kunden auffällig, doch kam er dem Wnnsche nach und zeigte mehrere Hüte. Nachdem sich der Käufer mit dem soundsovielten Hute in dem an der Tür hängende» Spiegel besichtigt hatte und eben wieder mit einem neuen Hute hintrat, rief ein Junge von der Straße in den Laden: „Sch^n, di net so viel in Spiegel, schaust eh cms wie a Uff." — „Wer schaut cms wie a Äff?" rief der Verhöhnte, stürzte auf die Gasse und lief dein davoneilenden Jungen nach, bis schließlich beide in die Kasernengasse einbogen nnd dort verschwanden. Znr Versolgnng des Vnben hatte der knmde eineil neuen Hut aus defn Hutladeu aufgesetzt; die Radsahrerkappe halle er beim Eintritt in die Tasche gesteckt. Das; der Junge ein Gehilfe des Diebes war, braucht eigentlich wohl nicht erst gesagt zn werden. — lDie Entlassung von Ttössel und Neboqatov aus der Haft.j Über die Enlhaslnng des Generals Stössel nnd des Admirals Nebogalov schreibt der Pe> lersburger Korrespondent des „Pester Lloyd": Der ^estungskommaudaut General Komarov hatte bereits am 18. d. Stüssel uud Nebogatov mitgeteilt, das; sie am 19. d. ans Anlaß des Geburtstages des Zaren in Freiheit gesetzt werden. Am 19. d. befand sich Gellerat Stüssel in der Feslungskirche, um dem Gottesdienste beizuwohnen. Er stand anf seinem gewöhnlichen Platze neben den Gräbern der Großfürsten. Neben ihm be» fand sich seine Gattin. Als der Kanonensalut nach der Litnrgie ertönte, erschien General Komarov in Veglei» lung seines Adjutanten, ging anf Stössel zn und teilte ihm die Botschaft mit. Stössel konnte vor Erregung nicht sprechen, er brach in Tränen aus uud fiel Koma» rov um den Hals. Frau Stössel weinte lant. Als Stössel sich beruhigt hatte, ließ er durch deu Priester Namov ein Gebet für das Wohl des Zaren verrichten. Sodann betete er am Grabe des Großfürsten Vladimir. Die Festung verließ Stösse! unter Hurrarufeu einer tansend» töpsigen Menge, die erschienen war, um Stössel zu begrüßen. Die Enlhasluug Nebogatovs vollzog sich in voller Stille, da Nebogatov schwer franl ist. Ihn, teilte General Komarov die freudige Botschaft iu der Zclle mil, worauf Nebugatuv in Negleitnng seines Sohnes unbemerkt die Peter» und Panlsestnng verließ. — schlnß gefaßt, die Kenntnis des Eisenbahnlursbuchcs als Lehrgegeilstand in den Unterricht anszunehinen. Dem Vernehmen nach wird der Unlerrichl derart gestallet, daß den Cchiilern gewisse Neiseausgaben gestellt werde», die sie dann an der Hand des Kursbuches lösen müsse». Da die Unterweisung iu der Kenntnis des Kursbuches gewiß allseitig als durchaus notwendig anerkannt wer« den wird, so ist zu hofseil, daß sich sehr viele Nachahmer dieses Planes finden. Es wird dann ficher nicht mehr Reisende geben, die, wie man heute tagtäglich beobachten kann, mit dem Kursbuch iu der Hand nicht wisse», wann und wie sie am besten reisen sollen. — l„3iasiermcsserquartctt."j Bei seinem ersten Ne-suche in London wohnte Haydn in dem Hanse des Musik» Verlegers Bland, der folgende Aneldole von dem Koni' ponisten zn erzählen pflegte: „Als ich aus das Fest» land ging, nni Haydn zu uus einzuladen, wurde ich bel ihm eingeführt, als er sich eben den Bart abrasierte, was leine angenehme Sache ist, selbst wenn man ein gutes Messer hat. Haydn besaß aber ein sehr schlechtes lind sagte zn mir: „Ach, Herr Bland, wenn ich nur ein englisches Rasiermesser hätte, ich wollte eine mciln'r besteil Kompositionen dafür geben." Ohne etwas zu ent» gegneu, eilte ich in meinen Gasthos zurüct und Holle mein bestes Paar Messer. Als ich sie den, großen Man'ic überreichte, revanchierte er sich nnt einem seiller Quar» lelle im Manuskript. Ich gab es später heraus und benannte es „Rasiermessergnarlett". Am Franzosenstein. Original »Roman von Erich Ebenstein. (31. Fortsetzung.) (Nachdruck ucrbo!en.) „Las; nur gut fein und sei mutig! Man hat uns überrumpelt und in den .Uäfig gesperrt, aber wir sind duch deshalb noch nicht verloren. Vielleicht läßt uns die Zeit einen Ausweg finden. Eins mußt du mich dir heute versprechen lassen, und darum bin ich hergekommen: Nie sollst du mein Weib werden gegen deinen Willen, Ina. Gehe jetzt ruhig zu deinen Freunden nach Wien, zerstreue dich dort, singe und vergiß alles Traurige. Willst du mir das versprechen, lieber Kamerad?" Sie blickte bnruhig zu ihm auf. „Aber Hans — wenn ich hier meine Stellung aufgebe — und ich muß es ja — dann bin ich mittellos, und dein Vater will alles für mich bezahlen. Nnd das ertrage ick nicht!" rief sie heftig. „Nein, ich ertrag's nicht! Tie ganze Nacht hab' ich darüber gegrübelt — ich kann's nicht!" „Das sollst du auch nicht. Tu sollst innerlich ganz frei sein mir gegenüber. Aber würdest du etwas dagegen haben, wenn ich dich bäte — nicht als dein Bräutigam, Ina, sondern als dein getreuer Kamerad, daß du in Wien deinen eigentlichen Beruf wieder aufnimmst! Deine Stimme ist ungewöhnlich schön — ich bin überzeugt, daß du Erfolg haben wirst." „Aber —" „Laß mich zu Ende reden. Ich weiß, daß du dazu Geld brauchst, und doch keins hast. Würdest du es wirklich drückend empfinden, es leihwcife von mir zu nehmen? Du könntest es mir bei Heller und Pfennig zurückzahlen, wenn du dir als Künstlerin deinen Platz erobert hast." Sie blickte lange vor sich hin. Endlich sagte sie leise: „Und unsere Verlobung?" „Bleibt äußerlich bestehen, bis du dir eine sichere Existenz gegründet hast. Sie wird dir immerhin vor der Welt einen gewissen Schuh gewähren." „Und wenn es mir nie gelingt, mir eine Existenz zu gründen?" „Dann ..." — Hans blickte an Ina vorüber ins Leere — „wirst du dich vielleicht daran gewöhnt haben, in mir einen Kameraden fürs Leben zu schen, und es wäre dir dann vielleicht nicht mehr so schwer, meine Frau zu werden. Aber daran brauchst du heute nicht zu denken. Fasse nur wieder Mut vor allem, und sei meine tapfere Ina — ja?" Sie reichte ihm die Hand. „Du bist ein guter Menfch, Hans. Ich danke dir!" „Und nun komme. Mein Vater wartet, daß ich dich hinüberbringc. Heute noch mußt du dir die kleine Komödie hier gefallen lassen. Ich werde trachten, sie dir so leicht wie möglich zu machen." So voll Ruhe und männlicher Sicherheit war sein Wesen, daß Ina Landi unwillkürlich aufatmete und wieder Mut zu fassen begann. Ehe sie die Stube verließen, drückte sie ihm noch einmal dankbar die Hand. „Und nicht wahr, Hans, du bist mir nicht böse? Wir bleiben trotz alledem gute Kameraden?" „Aber gewiß! Jetzt doch erst recht!" Die Verlobung des jungen Paur mit der Ninkler Unterlehrerin machte im ganzen Orte das ungeheuerste Aufsehen. Es wurde kaum von etwas anderem gesprochen an jenem Sonntag. Konstanzc erfuhr es erst am Nachmittag. Sie war mit Richard und Ren/' an diesem Tage zu Sabine geladen, wohin auch der alte Herzog gekommen war. Das etwas magere Mittagessen war vorüber, und man saß plaudernd im „Salon", einem altfränkisch eingerichteten Eckzimmer, das selten geheizt wurde, und das deshalb auch nicht recht warm geworden war, trotz des im Ofen hell brennenden Feuers. Da sagte Sabine plötzlich: „Und was sagt Ihr denn zur Verlobung des jungen Paur? Da sieht man wieder: Art läßt nicht von Art! Der niedrig Geborene strebt zum Niedrigen. Obwohl ich dem Alten eigentlich eine solche Dummheit nicht zutraute. Der ist 1" immer hoch hinaus gewesen!" „Wovon sprichst du?" fragte Richard verwundert, „der Hans Paur hätte sich verlobt?" Sabine schlug die Hände zusammen. „Davon wißt Ihr nichts? Ganz Winkel spricht doch davon! „Ich kam direkt von Mitterbach zu dir hs^ wie sollte ich etwas gehört haben? Wer ist es denn? „O — keine Gräfin natürlich! Eine ganz o>> sture Person — die Unterlchrerin im Schulhau.' draußen." Richard machte ei lie heftige Gebärde. DanN lachte er spöttisch. „Hm — der Witz ist gut. Uno heiraten, sagst du, will er die Person?" „Iawo'hl. Heiraten. Ich wollt's ja anfangs gar nicht glauben, aber die Rosenauerin hat selber gesehen, wie er heute morgens Arm in Arm nnt »hl in die Villa gegangen ist, und wie der altc PaM und Barbara sie feierlich auf der Schwelle erwartet und umarmt haben!" ^ Jetzt mengte sich auch Peter Herzog ein. ,,.^' ist das erste, was mich von dem alten Paur ub"^ rascht. Die Leute reden ja schon seit einiger Zelt uul.r die Geschichte. Der und jener wollte die beiden ^ sammcn gesehen haben, aber nimmer hätt' '"),". dacht, daß der Alte so viel Rücksicht nehmen N'U" auf die Gefühle seines Sohnes!" , .„„t „Vah, Rücksicht!" lachte Sabine. „Er bekomm eben keine andere als Schwiegertochter!" Laibacher Zeitung Nr. 121. 1097 29. Mai 1909. Lotal- und Provittzial-Nachrichtcu. Reisc dcs Herrn Landcspräsidcntcu nach Vcldcs. An, 27. d. M. fand über Veranlaffung dcs Herrn ^ai'despräsidenlen Baron S ch N'a r z in Veldes eine <'crc,tung statt, nni einen Meinnngsauslausch über alle !^'»e Momente zu ermöglicheu, welche zur Hebnllg des l)"'rlichen Kurortes Veldes beitrage» würden. In Ne> Heilung des Herrn Landespräsiden ten befanden sich die Herren Landesregieruugsrat und Landessailitälsreserent ". Z u pa n e/Oberbanrat Völtz und die Bezirks» 'in»perlreter der Krainischen Indnstriegefellfchaft Herrn 'lnlun Luck m a n n ehrfurchtsvoll begrüßt. Am Bahnhöfe in Veldes erivartelen den Herr» ^andespräsidenten die Gemeindevorstellungen von Vel> bl'S, Görjach und Reife», die hochlvürdige Geistlichkeit, ^' Klirlommissio», geführt von Herrn Major i. R. ^ l n ch I y , ,i„d der'Ortsschnlra! von Veldes. Nachde», ^'r Hci^ Gemeindevorsteher von Veldes den Herrn ^andespn'isidenten niit einer Ansprache begrüßt halle, "lirde die Fahrt in den festlich beflaggten Kurort an-^'lrelen. ^ Während der Fahrt lvnrde in erster Linie die ^>nch die Vrandlatastrophe des vorigen Jahres zer. ^^le, min.m'hr aus ihren Trümnierii nen erstehende ^lljchlisl Grad in Augenfchein genommen. Beim Knr» ^»se angelangt, wnrde der Herr Landespräsidenl von ^'» dort korporativ versammelten Gemeiildeaiisschüsse» "^ drei früher genannten Gemeinden, der K»rfom° ">>!sio„, der Lehrerschaft n»d der Schuljugend empsan-m"' ^^bei ihm ein Schlilmädche» nach einer feierlichen "^V'üßnngsaiisprache ('ixen großen Strauß Maiglöckchen ^lern'ichle. Nacl)dem ein gemischler Sängerchor in alter ^itionaltracht die Volkshnnlile und einige Volkslieder ^'Ilendet zum Vorlrag gebracht hatte, ,vnrde eine Fahrl l^l^ Iilselkirche angetreten. Nach Rückkehr zum Kurhause wurde dort iu einc ^>«'llierte Besprechung aller den Kurort Veldes be-^Inenden fragen eingegangen. An der Versammlung "uhüien teil: der Herr Reichsrals» und Landlagsabge. "^»ele Poga<>nik, der Herr Landlagsabgeordnete parier P i b e r , Herr Pfarrer Oblak voii Veldes, b('r H^>i^ H>.isllii i. R. Dr. F e r j a u <' i <', die Gemeinde^ "»sfchiisf/^m Veldes, Görjach nnd keifen, der Ctra-^'nausschus;, die Knrkominission nnd Vertreter des 'Urmdenverlehrsvereiues. , Die Verhandlungen leitete der Herr Landespräsi-^M durch einige Worte der Begrüßung ein, in welchen ^' den AiNvesenden für ihr zahlreiches Erscheinen dankte !'"d d^- Versicherung Ansdrncl lieh, das; er, so>vei< e? " seinen Kräften liege, gerne bereil sei, au der Ho "Ug des herrlichen Kurorles mitzuwirken nnd die be» ^hligten Wünsche, die vorgebracht würden, an maß-M'ender Stelle tunlichst zu' unterstützen. ; Der Herr Bürgermeister von Veldes brachte sohin ^längeren Ausführungen jene fragen vor, die eine 7"!»>!g dringend erheischen, so die Frage der Wasser-^l»ng, der'elektrischen Beleuchtung, der Verfassung ^ieg Regnliernngs» und Banplanes für Neldes, Her-'^lilug vo» Straßenverbindungen, die Errichtung eines l'Ueu Bades soivie einige Poslnngelegenheilen. ,. Namens der Knrlommissio» in Veldes ergriss Herr '^ttctt i. R. Dr. F e r j a n <"- i <' das Wort, mil Wünsche ^')>> Ausdrucke z» bringen, deren Ersüllnng der Kom-^lswn es ermöglicheil würde, Einrichtuugeu zu treffen, „Tas ist's wohl nicht." . Herr Peter fchüllelle den Kopf und versank " "'achdenken. „Da steckt sicher etwas dahinter." , >,m'll uns ist's eigentlich recht unangenehm," ^lnte ^Itichard, „wenn die jnnge ^rau ein Haus '"l'lit, wird sü' uns natürlich überall zu nber-^"ilpfen suchen. Vis jetzt waren wir der einzige ^lNninelpunlt der Intelligenz sozusagen, und wenn '^"M eine ^rau aus guter Familie geheiratet hätte, ^'^' slch aln Ende aucl) dlllch die grauen eine '.'Ins ^'>chung dl'r immer peinlicheren Spannung hofsen. f.,s ^^"' ^rau taun inan natürlich nicht in '^er-^^' treten, ja, man wird es sogar den näheren f!, 'l.^u unseres Hauses zur Pflicht inachen müs-!'o/s s ^'ll" äu »neiden, wenn sie weiter mit uns "lehren wollen. Es ist wirtlich recht peinlich." Herr Peter sah seinen Sohn lwn der Seite l, ''^l'un, nun, du warst ja sonst immer des kobeS 'U über diese Landi! Und nie hast du so viel ,inspi-^lt ln der Schule, als im letzten Jahre!" ^ '"llh was" — Richard wurde dunkelrot — „als "Mn, das ist etwas ganz anderes." ^ . Constanze halte lein Wort gesagt. Sie lehnte >vr s'' !',^ "'" Fcnster und blickte hinaus in die zin' ^uuerlandschaft. In ihr war nur ein ein-^ , ..^'oanle, den sie immer wieder dachte, ohne ich 'lscn. warum: „l^olt sei Danl, jetzt brauche . n,e lvieder mit ihm zu sprechen . . . nie wie- lFortsetzung folgt.) die für einen Kurort in den modernen feilen unerläßlich sind. Noch eine Neihe von Rednern meldete sich zum Worte; die einzelnen Fragen wurden erschöpfend er> örlerl und die zu ergreifenden Schritte im Detail be. sprocheu. Nach zweistündiger Beratung schloß der Herr Lau» despräsidenl die Verhandlung, neuerlich sein warmes Iuteresse für Veldes versichernd, mit dem Danke an die Anweseilden. Einer liebenswürdigen Einladung der Gemeinde und der Kurkommission folgend, wurde an einem Diner im Kurhause teilgenommen, in dessen Verlause der Bürgermeister von Veldes, .Herr ^ranz N u s, ein be> geistert ansgenommenes Slava ans Seine Majestät aus. brachte. Iu einem weiteren Trinlsprnche begrüßte er den Herrn Landespräsidenten nnd dankte ihm für sein Erscheinen sowie für das Interesse, daS er am Ausblühen von Veldes nehme- der Trinlsprnch klang in ein Aivio aus den Herrn Landespräsidenten aus. In seinen Dan-le^worteu lieh der Herr Landespräsident dem Wunsche aus das Gedeiheu von Veldes beredteu Ausdruck nnd brachte ein Nivio auf Veldes und seine Vertretung aus. Nach Beendigung des Diners wnrde unter ^üh. rung des hochwürdigen Herrn Pfarrers die herrliche nene Pfarrkirche besichtigt und hierauf die Nücksahrt aus die Station Lees angetreten. Dort begrüßte den Herrn Landespräsidenten eine Abordnung der Gemeinde Nadmannsdors, welche hiebei die Gelegenheil wahrnahm, nm einige die Interessen der Stadt lebhaft berührende fragen zu besprechen nnd Wünsche vorzubringen. Nachdem sich der Herr Landespräsident von den zur Begleitung ans den Bahnhof in Veldes erschienenen Herren: Pfarrer Oblak, Bürgermeister Rus nnd Major S < n ch l Y dankend verabschiedet hatte, wurde die Nüctfahrt nach Laibach angetreten. — lDic Hirmull.q in Laibach.j Das Sakrament der hl. Firmung wird in der hiesigeil Domlirche am Psingst-senillag nnd am Pfingstmontag gespendet werden. Am' Psingslsonntag findet das Ponlifilalamt um halb l<> Uhr statt; darnach wird der hochwürdigste Herr Fürstbischof das Sakrament der hl. Firmnng spenden, ebenso »m A Uhr nachmittags nach der feierlichen Vefper. Am Pfingstmontag beginnt das Hochamt um 1!» Uhr, hieraus HI. ^irmung. — lPcrsonalnachrichl.j Der Präsidialist des Mini-slerinms sür öffentliche Arbeiten, Herr Ministerialrat Joses Khoß von Khoßen zu Sternegg ist zu mehrtägigem Aufenthalte hier eingetroffen nnd beim Kommandanten des Staatshengstendepols in Selo, Hcrrn Hlitlmeister von Glaser, abgestiegen. Hofrat von Khoß entstammt einer alten Krainer Familie. jEinlierufllnq von Lchrpcrsonen in den Lchrturs für schwachsinnige klindcr.j Seine Exzellenz der Herr Minister sür Kultus und Unterricht hat zn dem am 3. Inili ill Wien beginnenden Lehrkurse zur Uulerwei-sung von Vollsschullehrkräften in der Methode der Er-ziehnug nnd des Unterrichtes schwachsinniger Kinder „achbenannte Lehrpersonen ans Krain eiuberufen: Heirn Johann Krnlec, Nbungsschullehrer an der l. t. Lehrerbildnngsanstall in Laibach, den städtischen Lehrer in Laibach Herrn Joses P a v 5 i <-, nnd die städ-tische Lehrerin Fräulein Emilie Noje, beziv. sür deil ^all der Verhinderung dieser Lehrpersunen den städ-tische» Lchrer Herrn Andreas Nape und die städtische Lehrerin Fräulein Anna L e b a r. —r. * »Ms dem Pol^schuldicnstc.j Der t. l. Landes-schlilrat sür Krain Hai an Stelle des in den Lehrlurs sür schwachsinnige Kinder einberufenen t. l. Üblings-,chnllehrers Herrn Johann K r u l e e die geprüfte Leh-rerin Fränlein Anna Kilar zur Supplenlin an der llbnngsschule der t. t. Lehrerbildungsanstalt in Laibach bestellt. ^ Der l. l. Bezirksschulrat Laibach Umgebung hat die geprüfte Lehrsupplenlin Fräulein Emilie Ka-ligar zur provisorische» Lehrerin an der auf zwei Klasfeu erweiterten Vollsschlile i» Nndnil ernannt nnd an Stelle der krankheitshalber benrlanblen Lehrerin Fräulein Amalia Komotar die nnenlgellliche Schnl-Praktikantin in Waitfch Fränlein Panla Zava^nil zur Snpplentin an der Volksschule in Oberlaibach be- stellt. -^'-. " lVlilckcnbau lici Taccn.j Nber Ansuchen der l. l. Nezirsshanptmannschasl Laibach Umgebuilg findet am 4. Inni um 8 Uhr früh die lommissiunelle VerHand, lung über das Bauprojekt einer neuen Brücke über die Save bei Taeen an Ort und Stelle statt. Hiebei wird anch ein Staatslechniler der l. k. Landesregierung intervenieren. —?. — .! der kroatische Arbeilergesailgsverein „Sloboda" in Aaram ltorporativ); 41.) der Gesangsverein .,!)..!<>,>.,'. ^o ,><>v^<' llrn^vo" in Nndolsswert s^» p<») der ^entralverband der böhmisch, slavisclieii Gesnngsvereine in Prag: Dr. Karl Motejl in Prag, Schnlrat Prof. Anton A d » m e s in Prag lind Sclinldireklor Franz Smitt in .^uttenberq l<) der Verband der kroatischen Gesangsvereinr in Agram: Handelskammerssfretär Milan Kre^i<' in Agram, Dr. Anton I avand in Agram nnd Professur Dr. Nndolf Horvat in Agram; <>) der Verband der slovenischen Gesangsvereine >n Laibach: Dr. Vladimir !?i a v n i h a r , Dragolin ^ebenik nnd Prof. Dr. Panl Kozina; einigllng in Lnibach: Oberingenienr Inlins Hilbert nnd V. Hejnic; 2.) aus den Mitgliedern des „Sla. vec", nnd zwar: «>) der Vereinsansschuß; !») das ver. stärkte Koniitee der Vereinssänger; <-) das Hilfskomitee der unterstützenden Mitglieder; 3.) aus Lofalausschüf. sen in Adelsberg, Trieft und Veldes, wohin die gemein» sanien Ansslüge stattfinden sollen. *" lTchülerkonzcrt.j Die Mnsilschnlen der Phil-harmonischen Gesellschaft waren seit jeher ein Hort ge. diegenen Unterrichtes, die Lehrer nicht »ur Unterrichter, sondern auch Erzieher, die Entwicklung der Schüler envies sich als durchaus harmonisch, einheitlich, nnd so ward die ideale Forderung einer guteu Musikschule erfüllt: die Erziehung wirkte unterrichtend, der Unter» richt erziehend. Der Vortragsabend, den die Philhar» monische Gesellschaft mit den Zöglingen ihrer Musil» schulen am 27. Mai veranstaltete, erbrachte hauptsächlich den erfreulichen Nachweis, daß sich die Lehrer liebevoll in die Individualität des Einzelnen versenken, jede Eigenart pflege», kurz, daß nichts verabsäumt wird, was zur gedeihlicheil Erziehung jnnger Talente nötig ist. Besonders tritt das Bestreben znlage, den Geschmack, die Knustanschauung au de» Werke» von Meistern zu bilden, die der Individualität des Schülers eutsprechen. Daher boten die Vorträge der Zöglinge auch durch. Wegs ein Bild gesnnden, gediegene» Kö»»e»s. — Die Schülerinnen der Gesaugslehreriu Frau N e b e n süh > rer, die sich mil zwei Ehören aus dem „Sommer, nachtstraum" vo» Mendelssohn anmutig einführten, singen geschmackvoll, mit reiner Illtonatio» und kor» rekter Tonbildung. Die Solis trugen die Fräulein Giete Viditz , Holdi Lilpop nud' Tim D z i m s l i zart nnd eiudrucksvoll vor. Erfreuliche Fortschritte wies Fränlein Gisa Kulavies sowohl hinsichtlich der Climmbildnng wie des Vorlrages auf. Sie besitzt ei»en llaiigreicheil Mezzosopran von schönem Umfang, der in dem geschmackvollen, verständnisinnigen Vortrage der Lieder „Asra" von Nnbinstei» u»d „Die Lorelei)" vo» Liszt wirksam zur Geltung kam. Fränlei» Maja Weiß, die über eine schmiegsame, llanghelle Sopran» stimme verfügt, überraschtc dnrch die schöm- Schulung im ^iergesange, die reine und anmutige Tougedung, im Vortrage einer Arie aus der Oper „Robert der Teufel" von Meherbeer. Das dramatische Empfinden würde sich im Ernstsalle voraussichtlich einstellen. — Die Säulen des Musiklebens der Philharmonischen Gesellschaft, die Herren Musikdirektor Joses Zöhrer und Konzert, meister Hans G e r st n e r, löunen mit froher Ge> nngtnung auf ihr segensreiches Wirken als musikalische Erzieher und Unlerrichler einer ganze» Generalion zurückblicken, unter der sich beachtenswerte Talente en<. wickelten. Die Vorzüge ihres zielbewußte», streng metho» dischen Unterrichtes traten in den Darbietungen ihrer Schüler hell zutage. Schöne Anssassung, verbünde» mit den guten Eigenschaften beaabter fleißiger Klavier» fpieler, bewiesen Fräulein Marie G e r st n e r in dem Vortrage des Impromptu in ^«^ur vo» Schubert, Fränlein Marie Gatsch iu der saubereu Aussich» rung der technisch schwierigen Eaprice über die „Forelle" von'St. Heller. Zudem erwiefen sich Fräulein Gatfch sowie Fränlein Grete Pribofchitz als verständige Begleiterinnen von Geigensolisten. Schönes Talent, g'e» paart mit reiferem Können in Anffafsung, Technik, Phrafiernng und Rhythmik bewies Fräulein Irene Landan in der eindrucksvollen Ausführung des eisten Satzes aus dem Klavierkonzerte <'i». l5 vo» Beethoven mit der Kadenz von Reinecke. Die Beglei» tnng all, zweiten Klaviere besorgte meisterhaft ihr Leh» rer, Herr Z ii h r e r. Dem Geiste der Komposition angemessen, trng Fräulein Grete Pölz ^le i.'!,'" R nt < ershei m , Schülerin des Oesellschastslehrers Herrn Paulus, mit zartem Empfmden n»d re,i>er Technik die I1.n«.lIPl,a»tasie von M"zaN vor. --Fast jedes Jahr überrascht konzertme.ster H^.Hans G erst n er dnrch Vorführung e.nes neuen Ta entes. So anch die^nal, "dem der ingendliche Ge.yer R.chmd Lorant in de. herzhaften, vom V.rtno,engelnnstel fr ie» W ederqade der Ron.anze von Tvend,e» uild e.ner Laibacher Zeitung Nr. 121. 1098 29. Mai 1909. Serenade von Franz Trdla voil eiiler wertvollen Be» gabuilg überzeugt, die bei wcilcrcr gediegener Ausbil» dung schöne Hoffnungen verheißt. — Herr Josef K l a u e r spielte die Ballade und Phantasie von Vieur» teinps mit dein technischeil Rüstzeug eines weit vor» geschrittenen Geigers und fand besonders warme An» erkennung. — Den Abend beschloß in sinniger Weise die lieblich.fröhliche Kindcrfinfonie fiir Streichorchester und sieben Kinderinstrumcnte von Josef Haydn, aus» geführt von den Schülern des Herrn G e r st n e r nn» ter seiner Leitung. Das stramme Zusammenspiel — wie aus einem Guß — zeugte von der trefflichen musi-wüschen Disziplin seiner Schule. .7. — lVhrung.) Unserem geschätzten Mitbürger Herrn Franz Doberlct, dem vielverdicnten eigentlichen Begründer nnd unermüdlich eifrigen Förderer des frei» willigen Feuerlöschwesens in uuserem Heimatslande, Obmann des Landesverbandes der krainischen Feuer» wehren, ward gestern aus Kameradentreisen eine sel» teue Ehruilg zuteil. Es crschieu bei ihm eine Abord» nnng der freiwilligen Feuerwehr von Oberlaibach, aus dem Hauptmann Herrn Mayer, dem Schriftführer Herrn B r e n 5-i « und einem der ältesten Mitglieder bestehend, nnd überreichte Herrn Dobcrlet unter Wor-ten herzlichen Danles nnd hoher Verehrung die tünsl» lerisch ausgestattete Urkunde eines Ehrenmitgliedes der Oberlaibacher freiwilligen Feuerwehr. Herr Doberlet, der wegen Unwohlseins die Abordnung leider im Nette liegend empfangen mußie, dankte für die ihn hoch» erfreuende Ehrung in bewegten Worten nnd versicherte, daß er auch weiterhin, so lange seine Kräfte reichen, diese wie bisher bereitwillig in den Dienst des für die Vollswohlfahrl so überaus wichtigen freiwilligen Feuer» löschwesens stellen werde. —>,— — ^Leichenbegängnis.) Gestern nm 3 Uhr nachmit» tags fand unter großer Teilnahme das Leichenbegängnis des am 26. d. verstorbenen Oberstleutnants des Ruhe» standes Ignaz Leyrcr vom Garnisonsspilale ans statt. Zu dem Trauerakte war der Leichenlondukt vom Infanterieregiment Nr. 27 sowie die Musik dieses Rc» giments ausgerückt. Außer zahlreichen Freunden und Bekannten ans Zivilkrcisen erwiesen dem Dahingeschie» denen militärischerseits die letzte Ehre die Herren: Landwehrbrigadier Moritz G h e r hardini, Oberst Martin Na di 5 evi <^, Oberstleutnant Wilhelm Soppe, Stabsarzt Dr. Baß, die Oberstlcutnantc D i sch c n d o r f c r und We lley, Mililärintendant Franz F e st l, die Majore S ch ö p f e r und B r c i n d l sowie zahlreiche Oberoffiziere der hiesigen Garnison. Den Leichcnkondukt in der Stärke eines Bataillons tom. mandicrte Herr Oberstleutnant K. Weber des Infan» teriercgiments Nr. 27. An der Kreuzung der Martins» straße und der Sonnengasse nahm der militärische Kon» dukt Aufstellung und gab die vorgeschriebene Ehrensalve ab. — (Tie Laibachcr Studenten» und Volksküche) hält am 16. Juni nm 5> Uhr nachmittags in den Lokali» täten des slovenischen christlichsozialen Verbandes jHotel „Union") ihre ordentliche Hauptversammlung ab. Die Tagesordnung umsaßt neben den üblichen Be» ratnngsgegenständen die Ergänznngswahlcn zweier Aus» schußmitglieder sowie die Wahl von 5 statutenmäßig neu-einzutretenden Ausschußmitgliedern. — Mne Imkerversammlung) wird am Pfingst» montag um 3 Uhr nachmittags im Schulhause iu Sankt Martin bei Liltai stattfinden. Allf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Herrn Oberlehrers L i k o z a r aus Laibach. — lMeisterschaftsringen im Zirkus Zavatta.) Das Ergebnis der gestrigen Konknrrenzringkämpfe im Zirkus Zavatta, die vor ausverlaustem Zuschanerraume slalt» fanden, ist nachstehendes: Der Wettkampf des Cham» pious H e rman n aus Deutschlaild gegen den Meisler» ringer Hansen aus Dänemark wurde nach Ablauf von dreißig Minuten als unentschieden erklärt und wird an einem der nächsten Tage seine endgültige Enlschei» dung finden. Beide Ringkämpfer erwiesen sich als valcnte, technisch wohlrontiniertc Champions nnd ern» teten vielen Beifall. — Äußerst interessant begann sich der Revanchekampf A nnonis gegen R a > <" e v i 5 zn gestalten, fand jedoch infolge wiederholter Reglement» Widrigkeiten seitens des ersteren einen baldigen Abschluß, ilbcr stürmisches Verlangen des Publikums sah sich der Kampfrichter nach 27 Minnten genötigt, Annoni, nach» dem die diesbezüglichen Mahnnngen nichts gefruchtet hatten, für diesen 'Kampf als disqualifiziert und Rai» <^ evi <5 als Sieger zu erklären, dem somit auch die von Annoni ausgesetzte Prämie per hundert Kronen znfal» len sollte. Rai5evi<> erklärte jedoch, für einen ihm derart zugesprochenen Sieg eine Prämie prinzipiell nicht an-nehmen zn wollen. Das Publiknm feierte Rai5evi<'' durch stürmischen Beifall. — Hente abends kämpfen die Ringerpaare Pamburi Mailand) gegen Annoni und 5) er m a n n »Deutschland) gegen M. R ai 5 evi <'. — ftllpineö.j Wie bereits gemeldet, wird die Kadil» nil'Hütte auf der Golica zu den Pfingstfeiertagen er» öffnet werden, während das Tonristenhaus an der Stei» ner Fcistritz bereits seit einer Woche den Touristen zur Verfügung steht. Die sonstigen Hütten des Slove» nischen Alpenvcreines gelangen am 27. Juni zur Er» öffnung. — Mne große Veleuchtung der Grotten von Tankt Kanzian) wird Sonntag den 6. Juni von l Uhr bis 3 Uhr nachmittags durch die Sektion „Küstenland" des T. und Q Alpenvercines veranstaltet werden. Eintritts-preis in die Grotte 1 K 20 >>. — e lSittlichteils-dclikl); 3.) am 3. Juni: n) Valentin Verov^el, 25 Jahre all, ledig, Hoteldiener aus Vol<'ji Potol, znletzt in Lai» bach lSitllichkeilsdelikt); d) Martin Zadnilar, 16 Jahre alt ans Kozarje bei Dobrova, znletzl Knecht in Waitsch lSittlichkeitsdelitt); 4.) am 4. Juni: ->) Alois Kepiv, 35 Jahre alt, Besitzer in Rudnil lVetrug); !>) Michael Wohlgemut, 25 Jahre alt, aus Spodnji Bernit bei Zirtlach, znletzt Arbeiter in Imcno bei Hra»e sTot» schlag). —<>— * sZur Volksbewegung in Krain.j In» politischen Bezirke Gottschee <42.306 Einwohner) fanden im eisten Quartale des laufenden Jahren 90 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich anf 455, die der Verstorbeilen auf 268, darunter IN» Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 55, von über 70 Iah» reu 52 Personen. An Tuberkulose starben 38, an Lnn» gcuentzündnng 23, an Tiphtherilis 10, an Kenchhnsten 3, an Masern l, an Scharlach 1, durch zufällige tödliche Beschädigung 2, durch Selbstmord l und durch Tot» schlag l Person; alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheilen. —r. sDer Neichsvercin für Kinderschutz) in den österreichischen Königreichen nnd Ländern, gegründet im Jubeljahr 1908, zur Erinnerung an die Herrscher» zeit unseres geliebten Kaisers nnd zum Nohle der Be» drängten, bringt in fünf Farben und fortgesetzter Reihenfolge Ansichten von Wien, allen österreichischen Provinzen, auch Bosnien und der Hereeguvina, in Form von Wohlfahrtsmarken, znm Versand. Diese sind nicht nur dazu geeignet, die Schönheiten des gesegneten Reiches, den Rnhm unserer heimischen Künste in die Welt hinauszutrageil und unser herrliches Österreich znm ständigen und gesuchten Reiseziel aller Frennde großer Natnrschöilheit, aller Bewunderer von hoher Kultur und Kunst Hu erhebeil, sondern es wird anch der eminent wohltätige Zweck damit verbunden, aus den Ertrag» nissen nnd Spenden das Los der Ärmsten der Arme», der hilfslosen Kinder, zn verbessern. Diese Marken, ge» setzlich geschützt, in künstlerischer Ausführung, werden znm Preise von 2 Heller per Stück abgegeben, sind in allen Tabaktrafiken, vielen Papierhandlungen - hier und in der Provinz — und auch beim „Reichsverein für Kinderschntz" Wien, Mitlersteig, 2. Bezirk, er» hältlich. — sErste internationale Hagdausstellung Wien 1!>10.) Von dem Komitee der Klasse VII „Der Jagd dienende Ubitationen" ergeht an alle Industrie» lind Gewerbetreibende Österreichs der Aufruf, sich beim Wettbewerbe, bei welchem infolge seines internationalen Eharakters die beste Gelegenheil geboten ist, ihre Er» zeugnisse bekannt zu machen und abzusetzen, durch An» Meldungen über ansznslellende, feststehende oder zerleg» bare Jagdhäuser, Jagdhütten und deren Einrichtung recht zahlreich zu beteiligen. — Anmeldungen sind an das Gcneralkommissariat der Ersteil internationalen Jagdausstellung Wien 1910, III., Lothringerstraße 16, zu richten. — sMilitärkonzert.) Morgen findet in der Kasino» reslanratiun ein großes Mililärkonzerl statt. Anfang um 8 Uhr abends, Eintritt 60 I,. — sKonzerte der Slooenischen Philharmonie.) Hoite konzertiert die „Slovenska Filharmonija" unter Llilung des Herrn Kapellmeisters Fr i sel bei der Abendvorstellung des Elektroradiographen „Ideal" im Garten des Hotels „Stadt Wien". Anfang um 8 Uhr abends. — Morgen nachmittags konzertiert das Orche» ster von 3 bis halb 7 Uhr im Schweizerhause bei freiem Eintritt. Abends veranstaltet es ein großes Vultstonzert im Garten des Hotels „Ilirija" nnter Leitung des Herrn Kapellmeisters Frisek. Anfang um 8 Uhr. Eintritt 60 1>. — Am Pfingstmontag konzer» liert die „Slovenska Filharmonija" nachmittags von 3 bis halb 7 Uhr im Schweizerhanse bei freiem Ei»' tritt und nm 8 Uhr abends bei der Vorstellung des Elettroradiographen „Ideal" im Garten des Hotels „Stadt Nieii". Dirigent Herr Kapellmeister Frisck. '" lVoshafte Beschädigung.) Dieserlage wurde dem Schuhmacher August Male an der Petersslraßc ein Fensterflügel weggetragen. Vorgestern nachts haben zwei Individuen an der Wohnung eines Steuerbeamten mehrere Fensterscheiben zertrümmert. Ebenso wuroen einem in der gleichen Gasse wohnhaften Eisenbahn« bedieustelen mehrere Fensterscheiben dnrch Sleinwürfe eingeschlagen. Die Polizei forscht nach den Tätern. " lDcn Brandwunden erlegen.) Gesteril ist im hie° sigen Krankenhause die beim Brande i» Vrblenje ver» »nglückle Maria Moöel den erlittenen Brandwuuden eUegen. " ^Zusammenstoß zweier elektrischer Straßenbahn» wagen.) Gestern nachmittags fand anf der Haltestelle der elektrischen Straßenbahn zwischen zwei Wagen ei» Zusammenstoß statt. Es wurden glücklicherweise nm einige Scheiben zertrümmert. " lArbeitcrtransporte.) Dieserlage sind vom hie» sigen Südbahnhofe nach Amerika 19 Krainer lind Kroa» ten, nach Finme 14 Kroaten nnd nach Villach ebenfalls 9 Kroaten abgegangen. " sGefundcn) wurde eine silberne Taschenuhr. " sVerlorcn) wurde: ein Sparkassebuch der städ» tischeil Sparkasse mit einer Einlage vo» 300 K, eim' silberne Taschenuhr, ein schwarzseidener Regenschirm, eine goldene Taschenuhr u»d drei Paar Handschuhe. — lKurliste.) In Krapina»Töplitz sind in der Z"l vom I I. bis 18. d. M. 235 Personen zum Kurgebrauchl' eingetroffen. Illusion, »»or». in der Zomkirch,,'. Sonntag den :l«. Mai lPfingstsoiiittag) um halb 10 Uhr Ponlifilalamt: Neunte Instrumentalmesse voü Moritz Brosig, Alleluja: I^i>>iu<> !>!,ii'!<,ii!> > und Offertorium ('ontii'iül, !,<>ni ^.incw ttpii'iNl^ von Moritz Nrosig. In der Ktadtpfarrkirche St. Jakob. Sonntag den :!<». Mai lPfingslsountag) nm 9 Uhr Hochamt: Vierte Messe in 1^i»<»Il und I''-<' leier. Pfingstmontag den :t1. Mai um 9 Uhr Hochamt iVli^N !!! !> <'ll< < ! IIll<> IN 1^'^ Dr. I. V. Benz, Graduale Alleluja. I.ociiK'l.nnln,' M't Sequenz von Anton Foerster, Offertorinm loionuit ' l!<>»>i<» I)<),!!inn>! von I. N. Tresch. Das Unglück. Nach dem Russischen des Sologub von Pavlovna Gordon. Machbrück urrbotr» > Boris kam ans der Schnle. Gemüllich sshlenderll' er seines Weges und freute sich des Sonnenscheins' Plötzlich hörte er über sich ein leises girrendes ^achc" nnd das Lallen einer Kinderstimme. Er blickte aus. ^ lag auf einen, Fensterbrett der dritten Etage ein tlei' nes Mädchen von etwa drei Jahren. Mit lachende" Augen blickte es hinunter aus die Straße, wo mehren' Mädchen „Fangen" spielten. Das kleine Ding da obcn, dessen goldblondes Haar in dem Slrahlenschein dl'r Sonne flimmerte und leuchtete, bog sich zu den Spu" lenden hinans, während die kleinen Händchen sich "'" Feusterlreuze hielten. Boris zitterte vor Schreck. Im ersteil Augenblick wußte er nicht warnm. Aber dann befiel ihn Angst, t"s Mädchen dort oben könnte herunterfallen. Kaum, d"si er sich über den Gedanken klar wurde, da erscholl obc» ein zitteriger Schrei. Das Mädchen schwankte, überschlug sich und sauste herab. Der Hinlerlops des Kindes stieß auf das Trottt'N aus. Es gab ein häßliches Geräusch, als »nenn ein rohco Ei zerschlagen würde. Dann lag der Körper rnhig, "M uahe vor Boris. Unter dem goldenschimmernde» H^' kroch langsam Blut hervor iind rann dann weiter. Zitternd standen die Mädchen, die vorhin l'l!,U!i spielten, im Kreise nnd starrten erschreckt anf die lle>w Tote. Mit schweren gemächlichen Schritten stapfte d" Portier herbei. Er schaute das gestürzte Kind g"''"'' gill tig an. '„Da Hal die Mutter einmal wieder nichl ""s-gepaßt", sagte er achselzuckend nnd ging dann, e>>u Schntzmann zu holen. , Ans dem Hause scholl lautes Weinen und Sch>"^ zen. Die Tür wurde ausgestoßen und heraus M ^ bleiches Weib, die Haare wild um den Kopf flatni' Die Mutter. ,f „Dunja, mein Liebling. Dnuja!" schrie sie >""" .,^ N'ähreild sie bei der Leiche in die Knie sank ">w kleine» Händchen mit Küssen bedeckte. <>h»i Boris vermochte nicht länger zuzusehen. »'^ stürzten die Tränen in die Augen. Er rannte '" ' ^' Als Boris i» die Küche trat, scholl ihm.d'e'^ ^^ Slimme seiner Mutter, der Köchin bei '^,'1"^^^. gegen. Das war Boris nichts Fremdes. T>>e ^ Laibacher Zeitung Nr. 121. 1U99 29. Mai 1909. !ch>»'l'fle fast immer, über das schlechte ^eben der Dienstboleil oder über das gute der Herrschaft, über die teuren ^ebensmiltel oder >oas ihr gerade des SchiinpfenS wert schien, kanm daß sie Boris erblickte, fuhr sie ihn Ml! ,,^ia, dn Schlingel. Wo hast du denn so lauge ge» steckt? Denkst wohl: komm' ich heilte nicht, komm' ich »'Mge„." Voris antwortete nicht. Gleichmütig blinzelte er ill ocis rote Herdfeuer und setzte sich ans den niedrigen Stuhl, der ihn, zunächst stand. „Du Mutter," fagle er dann lind blickte ill das ^r Hitze und Zorn rote Gesicht. „Ich habe da was Schreckliches gesehen." ..So! — Was denn?" ..Weißt dn, bei ^jnbovs. H)a ist ein kleines Mäd» ^'n heruntergefallen. Üben hoch aus dein Fenster." ..Was dli sagst?" rief erschreckt die Mutter. „Was war's denn?" „Ich weis; nicht," meinte Voris, und er erzählte, wie er seines Weges gegangen und wie dann plötzlich ^W Kleine hernntergevlumpst sei lind toi dagelegen habe. „Das arme Würmchen," >oars die Mutter ein. «Gült hat's zu sich genommen." Boris aber sah wieder das guldloctige Kiud vor s'ch liegeil, er sah den zerzausten Kops der ^rau au3 ^'r Hanstür auftauchen, er hörte den wilden Aufschrei. ^» der C'rinnerung lvar ihm das spaßhaft und er lachte leise aus. Boris lag ans seinem ^ager und wartete aus den "chlaf. Nebenan in der Kiiche hantierte noch die Mutter >>»>her, deuu es »var ein Nachtinahl zu bereite,, für ">e Gäste der Herrschaft. Boris hörte das Tellergeklap» ^'r, das Sunlinen des Feuers und das Zischen der Speisen auf dem Herde. Durch die Tür zitterte eiu filier ^ichtstreis hin bis zur Wand, vou der aus dunkle Spulqestallell llmherzuhnschei, schiene!,. Der Knabe Wnhtele sich. Sonst hatte er vor dem Einschlafen meist oon aller» ^'> Wünschen geträumt. Seine Gedauleu lualteu ihm lwr, c^ st.j ^i„ feiner Herr, mit unendlich vielem Gelde, ^cnnl wollte er sich einen großen Palast bauen, wie ihn ^'l ^ar hatte, und einen wunderbar großen Garten au» I^cn, „lit den herrlichsten Blnmen der Well. Oder aber er sah sich im Geiste als großer Feldherr. Nichm. ^deckl und reichgeehrt. Heute konnte er nicht solche Minlasien spinnen. Seine Gedanken beschäftigten sich ''Ulnerzu mit den, kleinen Mädchen, das so plötzlich ans ^'M Fenster gefallen war. Tentlich sah er die kleine -estal» so regungslos auf den Steinen liegen. , In der Küche wetzte die Mutter das Mefser. Das ,!'urschen des Stahles schnitt Dunja in die Ohren und 1'l'ß ihn nicht einschlafen. „Mutter! Mutter!" rief er leife. ..Ja, was willst du?" , ..Die Mutter des kleinen Mädchens stirbt doch '"chl?" snil^' der Knabe ängstlich. ..Weshalb sollte sie sterben?" „Aus Kummer und Schinerz." , ..Dn bist ein Dummkopf. So schnell flirbl fich '"cht. Schlafe!" Und Boris schlief ein. . ^acl, einer halben Stnnde etwa znpste die Mutter l'" schlafenden Knaben am Ärmel. ..Wach' aus!" Boris brummte nnwillig und drehte sich ans die "»dere Seile, ohne die Augeu zu öffnen. Da nahm ihn die Mutter bei beideu Ohren und >^Ne ihn solange daran, bis er sich ermunterl halle. ^, ..Steh flink ans, dn Schlasmütze, du sollst zur Guä-^'n kommen. Von den, Kind sollst dn erzählen. Spute . Hastig schlüpfte der Knabe in die Kleider und ging ^"." über den Korridor zum Speisezimmer hinüber. ^!!! sein schüchternes Klopfen öffnete der Diener die ^"r. Boris trat ein. Das helle Mit machte ihn blin. ''l"l und er stolperte ein paar Schritte voran. <> An der Tasel faßen wohl zehn Gäste. Herren und . "Men. Alle blinkten nengierig zu den, Knaben hin, d/. !'"lisch „nd ul,beholsen zur Heiterkeit heranssor» , ..Ach Boris," sagte die Gnädige. „Nun erzähle mal, ""5 dn g,s^.„. ' ^, Stuckend begann der Knabe seine Erzählung, ver» !i<>^! "^' ^^'^' fremden. Aber bald vergaß er alles um "'> ^ernnl. Er sah das kleine Mädchen lachend oben „.' Fenster sitzen, sah ihr Schwanken nnd erlebte anss w'^ ^" ^odesstllrz. Boris schrie ans, wie das kleine . "dshc,, ^schrien hatte, saftig slosseu die Worte von ^"'rn kippen. ' Dl,,ch die ausdrucksvolle Mimik seiner Züge wirkte ^.^"»"uschast mit den linkischen Newegnngeu anster» „ ^'Ulich lmilisch. Die Gäste und auch die Gnädige 'Men lachen, so daß Duuja plötzlich verwirrt abbrach. ^, ,,,",^"s hast du brav gemachi, Kleiner," sagte die ^d'ge nnd Neß ihn, Konfekt geben. „Nuu lauust du rid ^.""6 überlegte, »vährend er wieder über den Kor- „^' Ichritt, was denn so Lächerliches an dem Gescheh. »^.^""l'seil sei. Ihn, kam der Gedanke, die Gnädige- st,",, /"" '^'^' '"^ ^^' ^ goldlockige Kind herab- ä^> lasse», ihren Gästen ein Bergniigen zn machen. l)c,s< ^' ^'UU'm Ziinmer angelaugt, entkleidete er sich sei,' ^"!/'^' Tninen schlief er bald ein nnd fah in o^/^5 Träu,,,^',, immer das Kind nnd die Gnädige '' Hexe. Und die ^remdeu staudeu umher uud lachteu. Geschäftszeitung. — Wintelausstellunqen.j Im Jahre 1910 follen angeblich zlvei bekanllte Änsstellungsunternehmer eine zweite Ansstelluug in Brüssel plaueu, die neben der dortige,, Weltausstellung stattfinden und ähnlich wie eine derartige Veranstaltung in Paris 19M1 lediglich den ^weck haben soll, Ausstellungsauszeichuungen zn verlaufen, die mit den Auszeichnungen der gleichzeitig stattfindenden Weltansstellung Vrüsfel 1910 verwechselt werdeu können. Dergleichen sollen in Amsterdam 1909, Antwerpen 1909, Paris 1909, Rom 1909, Turin l9"9, Nancy 1909 und Haag 1909 internationale Ausstel-lungeu stattfinden. Es sind Privalnnteruehmuugen, die es hauptsächlich auf den Vertrieb wertloser Änsstel» lnngsanszeichnungen abgesehen haben. Vor der Be-schicknng der geilaunten Veranstaltungen wird gewarnt. — ^Permanentes Musterlaqer österreichischer und unqarischer (f?portartitel in Warschau.! Der Handels» und Gewerbelammer ill Laibach wnrde mitgeteilt, daß in Warschau ein permanentes Musterlager österreichi» scher nnd nilgarischer Exportartikel errichtet wurde »ud am 1. September 1909 eröffnet >verden wird. Das dies» bezügliche, die näheren Details enthaltende Zirlnlar liegt im Bnreau der Handels» und Gewerbelammer in Laibach znr Einfichtnahine anf. — sLiescrunsssausschrcibung.j Das k. u. l. öfter» reichisch.ungarische Konsulat für Pliräus.Alhen über» mittelte der Handels» nnd Gewerbesammer in Laibach den französischen Ter,t einer Ausschreibung, betreffend die Lieferung von verschiedenen Werkzeugen für die griechische Armeeverwallnng. Diese Lieseruugsausschrei» bnilg liegt im Bureau der genaunten Kaiumer znr Ein» sichlnahme aus. — ^Konkurse in Port»Taid.> In, Nnrean der Hai,-dels» nnd Gewerbesammer >» Laibach liegt de>, Illter» esslnten eine Liste aller jener Kaufleute iu Port-Said zur Einsichtnahme anf, welche fe,t 1. Iäniler 1908 sallil geworden sind oder gerichtliche Ausgleiche erzielt haben. — il5rqeb»isse der Postsparkasse.) Diesertage ist der Geschäftsbericht der Postsparkasse für 1908 erschienen, der die Resultate der Geschäftstätigkeit des Postspar» lassenamtes als durchwegs güustig bezeichnet. Im Spar-vellehre betrug die Anzahl der Teilnehmer bei einen, Zuwachse voll 42.136 am Jahresschlüsse 2,106.539 und das schließliche Guthaben 226,649.741 .Kronen gegen 218,074.992 Kronen zn Ende des Jahres 1907.' ^.m Scheckverlehre sind im Berichtsjahre 6849 Konti znge-wachsen und es betrng deren Anzahl schließlich 86.560, wovon 85.257 dem Clearingverkehr angehörten. Der Gesainlnmsatz im Scheckverkehre betrng 23.487,423.439 Kronen, das Guthaben der Kontoinhaber am Schlüsse des Jahres 322,455.946 Krouen. Im ausländischeil Überweisnngsverkehre, der durch ein Übereinkommen mit der Soci^ G^nmale pour favoriser le developpe» meul du Commerce et de l' Industrie ans Frankreich ausgedehnt wnrde, erreichte der Uuisatz die Höhe von 103,819.700 Kronen. Die Anzahl der Nentenbücher stieg nln 776 aus 25.276 und die Summe der anf ihnen erliegenden Depots von 171,653.871 Kronen zu Ende des Jahres 1907 auf 186,068.517 Krouen. Das Brutto-Ertragnis belies sich anf 15,527.258 Kronen und der Reingewinn anf 8,098.981 Kronen. Telegramme des k. k. Telcgraphen-Korrejpondenz-Vurmus. Wien, 28. Mai. Der Instizminisler hat in« Herren-Haufe eiueu Gesetzenlwnrf, betreffend die zeitweise Ab» kürzung des richterlichen Vorbereitungsdienstes ans zwei Jahre, eingebracht, um dem seit längerer Zeit in ein» zelnen Oberlandesgerichtssprengeln sich fühlbar inachen, den Abgänge von richterlichen Beamten zu steuern. Wien, 28. Mai. Über Veranlassung des Eiseubahn. miliislerinms werden die seit einer Reihe von Jahren im Interesse der österreichischen Mühleuindnstrie so» wie der Zuckerindnstrie gewährten ^rachlbegünstignngen für Getreide »nd Mahlprodnlte, für Znckerrüben, Znckerrübenabfälle usw. für die ^eil bis zum Julrasl-lnlen des neueu Lolalgütertarifes der l. l. Staatsbah» uen, bezw. bis Ende Dezember l. I. erneuert werden. Die bezüglichen Verlantbarnngeu im Verorduungsblalle für Eifenbahnen und Schiffahrt werden nach Abschluß der diessalls mit den beteiligten Privalbahnverwal-tnngen zn pflegenden Verhandlungeil erfolgen. ' Wien, 28. Mai. In der heutigen Sitznng des Ge» uieinderateS unirde der bisherige Vizebürgermeister Dr. ?!'eumal)r mit 124 Stimmen zum siebenten Male wiedergewählt. Wien, 28. Mai. Hente vormittags »vnrde das Haydn-Denkmal in der Mariahilserstraße in feierlicher Weise bekränzt. Bürgermeister Dr. Lueger hielt eine Allsprache, iu der er Haydn als großen vaterländischen Komponisteu, als Wiener Bürger und Wohltäter feierte. Wien, 28. Mai. Heute mittags fand zwischen den Abgeordneten Malik nnd Rolsberg ein Pistolendnell statt. Nach dem ersten Kngelwechse! erklärten die Se-knndanten infolge eines Defektes der Pistole Malils das Dnell für beendet. Keiner wurde verletzt. Die Geg-ner schieden unversöhnt. Budapest, 28. Mai. Der Zenlralausschuß der Ver-eine der Unabhängigkeitspartei veröffentlicht einen Anf. Nls zur Abhaltung einer Parteikonferenz iu Angele-geuheit der Errichtuug der selbständigen Bank. Die Parteikonferenz wird am 6. Iuui im Hofe des Stadt-Hanfes stattfinden. Paris, 28. Mai. Über d>e Beschlüsse des höheren Marinerales werden noch folgende Einzelheiten berich-let: Frankreich wird in den Jahren 1910 bis 1920 33 Panzerschiffe zu je 22.500 Tounengehalt bauen und die sechs Panzerschiffe nach der Type des „Dauton" voll-enden. Dazu kommeu noch die sechs Schiffe der Type der „Patrie", so daß die französische Trolle im Jahre 1920 45 Panzerschiffe besitzen würde. Als Ausrüstung werden zu jedem Panzerschiffe zwölf 30-Millimeter'. Kanonen nnd achtzehn 45»Millin,eter.Kauonen vorge» schlagen. Die gesamten Kosten werden auf 1.450,000.000 Franken veranschlagt. Petersburg, 28. Mai. Der Slaventag faßte den Ne» schluß, eine allslavische Ausstellung in Rußland, und zwar uicht später als im Jahre 1912 zu veranstalten. Die Statuten der projektierten russisch.stavischeu Bank wurden angenommen. Gestern fand die erste Sitzung der neuen Gesellschaft slavischer Gelehrter statt. In einer Sitzung des Klubs der Politiker, an welcher die slavi» scheu Gäste teilnahmen, wurden die Zi^le und Anfgaben der flavifchen Newegnng beleuchtet. Die Redner betonten die Notwendigkeit eines Zusammcnschlnsses der Slaven zum Kampfe gegen den Germanismus uud die Notweu» digleil der Demosralifierung der flavischen Idee. ttonfiantinopcl, 28. Mai. Hente hat nnter großer Teilnahme des Publikums die erste Probefahrt nut dem für die Kriegsverwallnug bestinnuleu Ballon stattgesun» deu. Der Vallou wurde von einem Mitgliede des Pariser Ärollubs geleitet nnd landete glatt in der Umgebung. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Verstorbene. Am 87. Mai. Ursula Pirlovic. Inwohnerin, 73 I., Gradier 8, Lungenentzündung. - Maria D'/zman. Verzeh» rungsstcuerbrstelltenS'lYattin. 34 I., Nnirr/ramerstrahr 17. Tu« berlulose, - Anton Schlechta. Einjährig.Frriwilligrr, iiL I., INyrische Gasse 1^, ?»i-ul)'8i» curcii». Im Zibilspiiale: Am 2«. Mai. Theresia Gosur, Gastwirtin, 7« I., ?»rlll)'8i8 eol-ili». — Maria Mozrl, Magd, bii I., Combustio. Am -^7. Mai Juliana Iuhart. Lotomotivführers» tochter, 3 I., Diphthcritis. - Johann Omahen, Heizeissohn, 1 I,. Fraisen. Meieorologische Beobachtungen in Laibach. Ecrhöhe 300 ^i m. Mittl. Luftdruck 73t! 0 mm. ^ ^ ß^t ^L ^«Himmel. !^ß ^ ^ !^K>Z^__________^ '-5 2« 2" Ü7K^'7M^^U 8 ^O^mahi^lMUMtM^^ ^' 9 U.Ab. 7310 13 4 S. schwach ! bewölkt ^.l7U,F. 7331 112, ^ Ne^l ^Ü' Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur oetraat 15 ?,« Normale 15 ««. , » , Wettervoraussage für beu lit). Mai: Für Steier. marl und Kärnten: Trüb. mcißigr Winde, zunehmende Tem. vcratur. vorerst noch schlecht, sodann allnmtilichr Blsserung; sür Krain und das !lrüsleulc,ud: Schönes Wetter, mahige Winde, zunchmlnde Temperatur, unbestimmt, herrschender Wit» teruuyscharatter anhaltend. 3ci5>üischc Berichic ,l„d Beobnllit>>»s,e,l der ^aibacher lfrdl>ll,enwarte »Ort: Gebnilde der l l. Staats.Oberrealschnle.) ^«Nr: Mrdl.Breite 4«" 03'; Östl.^nnne von («reenwich 1<«31/ Nebcu beri ch te: Am 24, Mai gegen I« Uhr* 15 Mi' nuten Erdstoß V, Grades m Messina; am 2«. Mai um 1 Uhr 32 Minuten leichte Erschütterung in Leobru, welches fich um 4 Uhr 4 Minuten in stärkerem Maße wiederholte; um b Uhr 2 Minuten, 5 Uhr 20 Minuten u„d 11 Uhr ziemlich starlc wellenförmige Erschütterung ebendort; diese Erschütterungen wurden auch in Nillasdorf und Seegraben lftarl ver-spürt. Vodcuuuruhe unverändert. * Nir ilfltaxnab»» blzi,!,!',! lict, a»I mills^isopnuch» ^ „'s,!,,, »l,»! MlXflüocW li!« MiUsiülllVl 0 lNir !',«< ,i4 Nd,- l,fz«l,>!. «iiimztligsiliill?M lll'lllil!!' lllilllili. (4368) l ^,'<,^l-i^,i,»n von Z«2»t«!.x, 29. n«.1 dl« Httt^Vo^, 2. ^nnt 1,) I)mi»e,l,). — 2) 8tUsmi8cl!y 8vy (^Ltiil-Niilnllllmo). - 3.) Di« b«Iku«ellten .louruu,!,»^« ill». m>»c,l)), 4.) Oiv ^vll)« u.I<>iyl io l,"»« kteiuv ?l-iu2rll ^izrcbvn). — 4., Ijslllivi-Ilcl!« Nllv^ocln (itun^t. tilm, Di-iiinu,), — 5 ) D^s ^illllvi' (>l»«ur«!^lllll,l,>e) — «,) Ii»,cli8ücl>ti^^ I.iedlmLer (ll<»ini»el,). - v" letales ^l.sil.^-v0l^l>,Nuu^ ^it)t «8 ei« pk»r Uil5«jfs»min, Hinweis. Uuscrtr heutigen ^!i!iimer(Grsamtnuflngr) liegt ein Prospelt Mützl'iche Mücher bei; wir empfehlen den Prospekt einer gefälligen Durchsicht Llliwchcr Zeiümz, !1!>, ! 21, l INi> 2», M», INW, Kasino-Restauration. Morgen Pfingstsonntag den 30. Mai grosses Militär-Konzert mit ausgewähltem Programm ausgeführt von der Musikkapelle des k. u. k. Inf.-Reg. Nr. 27 König der Belgier unter peraönl. Leitung des Herrn Kapellmeisters Christoph. Anfang 8 Uhr abends. Eintritt 60 Heller. Zu z.ihlreioliom Besuch l;ul<:t höflichst ein (1954) August Eder, Restaurateur. ! ^ seil Jahrhunderten bekannt ^ Ul m mm alkalischer i r~ ^^% als unterstützendes Hittel M bei Csrsn in Euflsbad, "2 ih-'.¦:.,{ Harienbad. Fracscnsbad etc. 3 : sfc;." t:":i-.:s:l bewährt. Niederlage l>n den Herren Michael Kastner, Peter Lassnik umi A. Šarabon in Laibaoh. (1201; ^r ^k Natürliohes Arsen-Eisenwasser. ^^H St;'irksli:s ii Arsenik. KH'ol^rcii'liKt bei Blut-, ^^H Nerven-, Haut-, Frauenleiden, Malaria ^k ^H iinil Fieber. Ärztlich cmpfohl"ii. /u h.iuslichcn H| ^M Bade- und Luftkurort Koncogrno iSO^tirol: ^m ^ 5:J5 in. Kurhaus. Orand-Hotels I. R. l'ark ^K ' 1 150.000 m*. Subalpines Klima. Dolomitonpanoram.i. ¦¦¦¦¦¦ (1125) Mai-Oktober. F'rospekte grnti«. 2i 15 Eingesendet. Verschiedene Blätter kolportieren das Gerücht, daß wir eine Börsendifferenz von K 90.000-— unter dem Einwände von Spiel und Wette verweigern. ' Wir erklären ausdrücklich, daß dieses Gerücht eine böswillige Ausstreuung eines Budapester Agenten ist, der von uns eine Differenz von K 14-000-— fordert, deren Richtigkeit wir anfechten. (1971) Brüder Pollak. Tas Reinigen von Leinenstittereien und Tpiyen. Mach dir eine Lösung uon Tchnianseife (Tchichts feste «ali» seife), gib, wenn sie lalt geworden, einige Tropfen Salmiak-gcist und Terpentingeist hinzn. Darin wasche den (Gegenstand rein. spüle ihn in lattein Wasser, lege ihn für einige Stunden Mischen trockene Tücher nnd bügle ihn, mit feinem Leinen bedeckt, vollständig trocken. — Spitzen wäscht man bekanntlich, indem man sie nin eine mit Flanell bezogene Flasche wickelt, diese mit weihem Mull überzieht und in warmem Scifen-wasser ans «Tchwcmseifc» hin« und hcrrollt, dann in lauem Wasser und schließlich mehrercmal in taltem Wasser schwemmt. Soll die Spitze gelblich aussehen, dann gibt man in das letzte Wasser einen dünnen Teeaufguß, Ebenso werden die jetzt wieder modernen Scidenspitzen behandelt; schwarze Spitzen wäscht man in Tee, den man einigemal erneuert, (l'VA«,) Der Hausfrauen Frende und Frohlocken heiszt Persil, ist doch blendend weine Wäsche seine Folge und durch grusze Arbeitsersparnis Uiel Zeit im Hanöhalt gewonnen, Persil ist ein uortresfliches, modernes, ga auticrt chlorfreies Waschmittel. M^^ l«':^^!«,^'''^ ^"^»^,'''', !>,^/,'°',e'> ^n>", „ 0,-^''^» >^,r' ^,ü»>n,V,u,', u ^ (^V1o»w3sr»1irl>>üo 3). (130^) li 4 I>ilIi« l«t/t« ülili ^rülit« 1'!rr»»«s'!^c!u,,ft, «,if !t,0>! N'ir l><)80ll! lülivv !!»!!!>. I^!!t><:r l'0/»0rt«ir ondll-Ul, 2V.O0N I^iiinm^l'l! <)l»t,II<>r I.ü,ixl,!i-, rl!i, Wi«!o veicl, nuü iu voller ^Ulirlielikoit /lli- U^Kü»^ Kommt. >>in ?>atto» «iu8 /„ 1000 m:>! «^»«ildur, «atil,!"^ ki-u,t,,n, ?2.tliö rr^re», t;lAl»<ül ln, Wie», I. ll^'i) 1^8 (Häuseranstriche.) Mit Beginn der schönen Jahreszeit wird für Hausbesitzer, Baumeister :c. die Frage atut, welche der in Menge angepriesenen Fassadefarbcn wohl die geeignetste sei Die seit Jahrzehnten in der Branche führende Firma Carl Kronsteiner, Wien III., Hauptstraße IW, empfiehlt für alte schon gcfärbelt gewesene Ol'jclte ihre patentierten, von den meisten Behörden bevorzugten Kaltfassadefarben, während sich für den Anstrich von noch nngefärbclte» Facaden, Rohbauten nnd ganz besonders auch Holzbauten, wie Ansstellungsobjette, Pavillons, Schuppen, Zäune :c,, deren gesetzlich geschütztr, »icht abfärbende Vma il. Fass ade. Fa rben des besten Rufes er' freue». Vor Vcrwcnduug von Xrallwasserfarbcn auf schon ge> färbclte Facaden wird wegen des nnvermeidlichm Abblättern» eindringlich gewarnt. Mit Musterbuch, Strichprobc ?e. dient die Firma über Vcrlaugeu gratis und franko. (1!>,''7u,) Gin kostbarer Hchatz. Der Photograph ha! m"» großen Vorteil vor anderen. Denn in seinen Lichtbildern be» wahrt er die freundlichen Lichtblicke der Gegenwart für spätere Zeiten anf, um fich noch oft daran zn ergötzen, und schafft siÄ so einen kostbaren Schatz, einen Iungbrnnncn fürs ^ebcn. Diesen herrlichen Erfolg kann er leicht erzielen, aber er muh gnt beraten sein. Sonst kommt es vor, das; er Zeit und Geld unnütz veransgabt, und Täuschung nnd Schaden bleiben itM nicht erspart. Wer ist nnn der bernfenc Berater in dieser Sache. Eine vernünftige Überlegung läßt als solchen ausschließlich den wissenschaftlich gebildeten Fachmann erkennen, wie er in erst» tlossigcn Photoiuannsnttnrcn znr Verfügung der Niniden steht-Nur dieser hat einerseits Gelegenheit, die Wünsche nud Äe» dürfnisse der Kunden und demgegenüber die durch die Tech»» gebotenen Möglichkeiten bis auf den neuesten Stand zu lciincil, nnd ist anderseits vermöge seiner Bildung bcfähigt, jeden Fall nach seinen Besonderheiten zn behandeln. Da er aber bestrebt sein inns;, feinem Hanse zufriedene Kunden zn schassen. !" nötigt ihn sein eigenstes Interesse, jediin zn dem für ihn Besten zn verhelfen. Die k, n. l. Hof-Mannfaktnr für Photograph" R. Lechner (Nilh. Müller) I. Graben t' arbciter gewonnen nnd hat sich dieser mit seinem Rate mündlich und schriftlich den Platz- und Prouinztmiden des Hauses zur Verfügung gestellt. sux;-')») WM U HM/KM'^ eilten «2ng«5 ^cj 3<5 2, ', !l!l„i>u!l!i«>t, ül I«».»bÄ>o^: Mlob2.o1 x»,l»1:nsr. Kurse an der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Kursblattes vom W. Mai >909. Die notierten Nurle vrrstl>l)cn sich in illll!i>'nwähr»ny, DIc Notierung sämtlicher Altien inid dcr ,,Tiver'U'!i> Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4'", t«nvcr. steuerfrei, Krune» (Mai-Nov.1 rer itune . ««55 u«'?l> ^ctto sIänn.-Inli) pcr Nasse 9S 4b 9««z »-V/, ö. W. Nllle» (ffebr.-«,ig. per Nasse......«9 65 ö« »5 »««/„ö. W, äilbcr (Nvril vlt.) per »llfic......i>9 ?o !>!>-«<> l«s<>er Staatilose 500 fl. 4"/,^s- fl. 4"/„^-o - ^2« — !8«4cr .. 10« st. . . 2U7 - 2ijll - ,»«4er „ 50 fl. , . 2"?'- Ä','3 - vom.Piandbl. ,^ «20 n. b" „2«7 k>s. i«9-!><> Staatsschuld d. i. Reichs- ?ate vertretenen ilönig- reiche und Münder. Dsterr. Geldreil!,' strm'rfr., ^ uld pcr ilassc , . . . V. l!7 3»ll?'L0 üstrrr. Neittc i» Nrunrnw, stfr., per Küssr.....4"/< l>s >»o »« 6„ detto pti Ultimo , 4"/s 9N g.' »8 1)5 ^st, Iiiveslttiu»«-Rente, stfr.. «,r. oer Nasse . . »V,°/i» l<6 »0 »? 10 <»<>n.Slllat,sämld' nerschitibungtn. jlisabetl).«ai,n i. O., strxersi., zu l,»,,„Xl st.....4"/« >l« 3« ü?'»» iranz Iu/,"/,. ,,5 5,,,,95^ ^al!z. «arl Undwiq-Vat,!!
i«, 97'><> Rudolf Bahn i» Nruncl!wä!>r, Neuerfr. n, stfr,, 4<«> nnd 2»)«0 nroilen . . 4»/, gg .. . ^ 'n zt»al«schulzverschre!bnnq«!i iglllempeltt Aillnl,«!>n.Äktitn ^iisabetti-B, 20« fl, ,«M, 5"<"/. vun ^00 wr.....458 - «!^—. netto i'in^Vüdireii 20N fl, ü, W. s, 5'."/, .... ^4-4!,«--vetto LlllzbnrgLirlll 20N sl, °, U. 3, .>,"/......^"^ "S bc> ^em«al-öat,!l ll«0 u, i!0Ua Kr. 4«,«........l!)3-—1!G- Vom Zlaall M Zalsiung iil,»» n«mmlllt kiltnbl>!>N'l!rwlilät» ßbllgatlouen. Buhm, Wl-stbühn. Lm, tftüb. ^00, 2N0» ll. «!. i« 7> ,7 7, ltlisabeih Bai,!, l!'»a >l. 8000 ^>i. i ali 1,„......lie »l 117 s< ülifnl,!'!!, Äahü 400 n, ÜOU0 M, 4",„........I10-/5 !I? 7.', ^erdilmiwö-Norbbah» Em. »8«K 97 5<» '.!» 5,1 drttu lim, 1804 ?« 95 9? 9?> Franz Iusepli-Pah» Em 1884 ,d!ü. Tl., Hilb. 4"/„ . , . l«!'!"' »7 <»,: ^al!,zischl >^arl Lndwia - Äayn 'div. 3t.) Silb. 4"/„. . . »«-:'" ft7 !^n Ung.-aciliz. Bay»! L0l, sl. O. 5'/^ ,04-05,105 '»,', ootio 400 u. 5000 Kr. 3'/,"/„ 88 »s »>,-!,>! Vorarlbergcr «ahn Ein. 18»4 13 70 113 «1 «^->s! 4^ „ deito per Ultimo 9»'2l, «^4, 5»'/,"/,, drttu per Kasse 83'2b 83 4', Ungar. ^iiämien.Änl. ^100 !>. 20» 5" 207 f>ü drtlll il l>« fl 20!1 2l> ^07 2l> Tl,ei« Neg.-Lof«! 4"/„ . . . , 145. 2^ l49 25 4"/„ imssar. Orundei tl.-Obli«. 9!!«<» 94^0 4"/„ lroat. li, llav. Grdentl.-Obl. 94 »K 9b ?/> Andere öffentliche Nnlehen. VoOn, ^anbes-'Aül. /,"/n . . 99 2s>100'2b ,°>"„ Vonau-Ness. Anlelhe l«78 in»-2l! >-- Wiener Aerlelirö-Anl. . , 4"/„ 9« ?s> 97-?s, dettll lWl> !"„ 9», 75 L7-?b ^»lelien drr «ladt Wien . ,21 8» »e>:o (I8U4).....9Z "0 «4 " detti) <>'«s> i««-!»s> t'rtto sInU.'A,^U,I,1'.«)2 ><7 2i, 97'/8 »«»isilche Etaalianl. u. I. I9X)« !, 'N0 Nr. p. ft, . . z»/„ — - - -dettu p«i Ultimo . . 5"/„ 99 30 99'l<> Vul». Staaiil.H^pothclai )l>i>, ^^l!..... tt"/s «23 !!l I24-Ü' Veld Wa« <'Nl^, ^laai« Holbanleihe l!'07 i, 100 Nr, , , 4>///„ l>2 l! ^! li> Pfandbriefe usw. Vudculr., all«, öft. i, 5» I. ul. 4"/„ :,n i>, !,<-,> !)!i)t!m, H»po.,? ««, <<^,.«o ^,'iina! Bos>,-«red,-Vl., üsterr., z/,",n «oi'K« l<'2b» detto «5 N, veil, . . . 4"/„ ^,7-2! «' N,ed.-I>is<., iisterr,, s,«erl, Uni, u. öfjentl. Arl>, «at, ^, 4"/., ,!.« «f,-2<> ^andesn, d. Nön. Gali^ieü imb Lodom. ?>?>/, I. rüclz, 4",„ «4 s» «s>-!« Mähr. Hupothelrnb. oerl. 'l"/, ^: f> 97 b<> i'i.-östcrr, iiandci'.Hl,p,'.'!»sl, l"/« ^7-,-,«' ',>«.f,<, deüo inll, 2"/n Vr, veil, »'///>, 8^bN 89 5><> detlo K,-Schuldich, vrrl, 3>/,"/n 88h, 89'b<> detlo veil. , , , , 4",„ u?> >>'!> Österr.-nnnar. Baul 5><> Ialire vcrl, 4"/n ö, W.....98>s>< 99's>0 detto 4"/„ Nr..... l»8'sl> 99 5« ^vart., Erstr usl.,'>l>^,vrr>, 4"' ,w-2ft l,«^b Ciscnbahn-PrioritätS-Obligationen. Ös!>rl, ^,'ordweslb, 20« fl. S. . 104'— i05>- 2>ac!!il>ati» »0 ,^1..... 4^3' 397'— 3i,t,l!al,n K 3",„ Jänner Juli 5>— —>— 3>,dbal»! ü 5"n .W s>. G. °, G. ii8-8<> 119'80 Diverse z!ose. Pti?w,lichl i'oll, :^/n Bobenlredil ^ofe - ü7ü — ^'Vü Tona»-Renul,-Lole 100 fl,! 2«b'90 i!7,-90 Nerb. Präm,-«nl.p. >0« ifr. 2"/„ »4 7s, tlnoerzwülicht?osl. Äudap.-Vasilila iT°müa»>5 fl, 21 IN 23: bNüüO Clar^uje 40 fl. KM. , , , 1K9-- 1«!' Ofc!,,', ^lijr i« fl...... 22«' - 2!!!)' - Pc>!nn-i:u,^l<, II, KM, , , , 2»4-> 214' Role» nrei-z. üst, «ei. U, 10 fl, f>>','!0 5f,'8l, Nuten k"e»z, »na,, l^e!. v. .', fl. 8N'7<> I '7<> Nndu!f-Lu!e 10 fl......«7-ko 7« .>><» Lalm Lo!e »« fl, llM , , . 2K4 5« 2<>4 s.0 Inrl. E. !». «nl, Präm.-llblig. 400 ssr. per kc>snl 188 05 dMo ver Medio . . . 1»>- 188'- Geld Ware Wiener Komm.-Uofe v, ^ <874 l>r5> - t>3^-Gew. L6,. d. 3"/« Prä,». Schuld d. Bodenlr.-Anst. ltn,. 188» 79- 83 — Nltien. tzr»n»p»l<»ynt,nll!!nmng«!,, > ','lnssia-TepIii^r Cüenb, 500 fl. xü > 4> . ftnschtiel,rader(z!sli ,'ON fl,,«W ?82" ?8 delto lüt !l) 200 sl. per Ul», ,01c» - io,S — Ion«» - Lampischiffnhrti! - Oei., 1., l. t. priN,, 5,00 sl KM ?2k- !!!8«'- s,^^- ^> rdinnüds-Nm'db. 1000 fl, KM, b,<<»»' ^4«!> Naschau-ilderbergcr ltilenuahn 200Ü.H....... «61 75 n«lü?s. ^emd.'Czevn,-Jasjy-Clssnbah» Oesellichaft, Ü0N fl. H, , , b!>9 s>!!>, 8<, lul,b, us».,Tries<. !><>0sl.. KM, 44^> - 4!«^>o i^sierr, Nordwestbahn 2<»0 fl, 2, 4«4 4K,vl>o del!o (lit, l!) 2t, 4«« s», 4<«f> ül> l-ran-Tllxi! Eilend, 10«fl.abssst 222- 2<'3'n0 ^milvsilenl','^00 sl, 3, per Ull, 72V 70 7N«'7s> ^iidlmliil 200 sl Silber per Ull, l 1 > 20 112 2« ^ildiiurddeiUfche Verbindnüssilb, 20N fl, KM...... 40S-- 407 50 Trn!,«portWrs,, littern., N.-O. 200 Kr........ 88 92 — Unaar. MrNbahn (»«aab-Graz) 200 fl, S....... 4I. 200 sl. I«l, 220-' Vanlen. Ang'.o-Öslcri. «anl. l20 II, , 2!'!»— 300'— «anlliercin, Wiener per Kasse . > -. >— detlo per Ullinw s,27 ?s> 5 >8'7b «nbenlr,-^lnst. öst,, 300 kr, !l»>,8' <>02'- iientr,-«od.-Kredbl. üsl, 200 ?L' b79'— Nreditcinstnl» fiir Haüdrl nnd bewerbe, 320 Kr., per »ass? > - —>. detto per Ultimo «:»!! 7^ 04<»'75> »reditlinül, >mn, all«,, 2U<> sl, 752 7b ?f>!j'7>'> Tepositrnlianl, alla, ^'00 fl. 457' 4««' lislompte - MeseNschast, niede,- »f««r,, 400 Nr..... S^-" ,8' ^iro- », Nasieüvere!», Wiener, 20» il........ 4b«'- 46»ÜU Hupothclenbanl. öst. 2N0kr. 5"/s, 891-b0 292'' ^änderblinl, ostcrr., 200 II,. per Kasse....... —'- - ' betto per Ultimo 4b8'7b 4537b .Merlnr". Wechselstül, -slltien- Gcsellscha't. 2 fl, . . . r,^, i?^,. ,?«<,'- UnimiNüNl 20<»sl, . , s>4n - l,^l»^ Unioiibunt, dülimijchc lM II. . 244b«> ">^°< «,'rtehrtümnl, allst l40f!,, °ss,7b »"'" Zndustlle'ZlnierntlimnnLln. Vniisscsellsch,, all„, Ust,, 100 sl, ,<^ ^ 6» ' «sill:erko>>leiil>srnu. Gef, <<»0fl, 7>« ^l«^"' Ii!le!!ba>»nverlehr«'V!nstall, üsl., lnusl........ 4,2 ""'^ IVisexbahnw-1!eihn,,erst«, WOfl, 2«»4 2"° ?" ,.l Met.-.sabril 4<>!> »r. . . 104»'- l0<»^ i.'iest,!s,er «ranrrr! 100 sl. , . 2lb'— '""« Monlaü-l^es., öst. alpine 1'»0 sl. «4N 4" «^^ ,,^uld!-H>ltte", Tiene!a,ukstal>l- .<. ^ ss.-A.-«. .iNU fl..... 45'!' - ''^' PrasserEileii-Inbustrie-Oelellsch. .. . 200 sl........ 2s»7b'- ^l'"" >iima- Mliranli - Lalgo-Tarjaner .^,<> kr, , . . 4b7'- "' . ,.2!el,lcr!N!!<»l".Papirr!,»N.G. 4.^N - ""^ Trifaile, Kol'lenw'G, 7N f>, . 2!"'' " Tlirl, Talialresiie-Ocf, 200 /fr. ^,^ per Kasse..... ' ^ ,^ di'llo per Ultimo . . . »"^ ' "^ ^ Waffei!<,Wei.. »sterr.. ,00 fl. . «<" "' "7 ho Wr. «auaesellschaft, l00 fl, . . 1b?— '°' . Wlenerberae Ni»'ntt!..!,'llt,-Oes, ?2u'- "' Devisen. Aul,, Kichlen nnd zcheck». Amsterdam....... 1»«!" ^7.5/' Ie»l!ch^ Bnülplävc , , , , "7'!^'«^,7?' ^lalienilche Banlvläne , , l"''^" „,,'»!> «ondon........ 2" <'s ^.Z.-, Pari.'......... 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