LmlmchcrMMtung. Nr. 278. ft. ll. h«lbj. N. ».»o. F«r blc ZufteUuna in» Hau« halbj. l0 tl, Mil bgr Post «anzz, ^ >5, lžolbl. si. 7.5l> TienStag, 3. Dezlmber V»l«rtl,»»«e»«.»tl., «m. 10 ti. u. s. ». In!eit>»»»Ven,p«l ,eb«»»>. 30k. 1872. Amtlicher Theil. 3e. t. und l. Apostolische Majestilt haben über «llts«g des Ministers des kaiserlichen Haxses und des «ußern mil Allerhöchster Entschließung oom26. Novim-«r d. I. die Legationsrüthe zweiter Kategorie Gabsiel Meiherrn v. Herbert. Rathkeal, Karl Grafen Za» uski und Anton Grafen Wollenste in zu ttega-tionsrülhen erster Kategorie allergnlldigst zu ernennen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller-^chfter Entschließung vom 28. November b. I. die beiden uUt dem Titel und Eharalter von Sectionsrälhen bc. ladeten Hoffecretäre des Obersten Rechnungshofes für °»e im Reichsrathe vertretenen Ksnigreiche und Länder Miedrlch Fischer und Ioftph Freiherrn v. Lichten, tllurn zu wirklichen Sect,onsrulb,en daielbst allergnü-"gst zu ernennen geruht. St. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller, ^chsler Entschließung vom 26.. November d: I. dem Aberingenieur lm Minister,um dl«< Innern He»mann kehren fen nig bei seinem Austritte aus dem Staats, ^tnste in Anerkennung seiner oieljährigen, treuen und Ausgezeichneten Dienstleistung taxfrei den Titel eines ^auralhes allergnüdigsl zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestilt haben mit Aller, höchster Entschließung vom 26. November d. I. den Rech. ^l,««olficialen im l. l. Ministerium für ttandesoerlhei. Ä«ng Glnrg Seldl und Pincenz Obs, eg er den "l«l und Charaller von Rechnungsrüthen allergnüdigst ^ verleihen geruht. Horst m. p. Se. l. und l. Apostolische Majestät geruhten aller, gnädigst im Nachhange zu dem gelegentlich des NovlM' btr°Vei0rderu»aslermil,ee erlassene,, Allerhöchsten Vcfchl» schreibt!, vom 3l. Ollooer 1872 den bei Sr. l. l. Hoheit de« Herrn Feldzeugmeisler Erzherzog Wilhelm als Kam» meroorsteher in Dienstesoerwendung stehenden Obersten Johann Koblitz. deS Artllleriestabes, zum Gcncral-, Major, mit Belassung in seiner Anstellung, zu ernennen (Allclh. Entschl. vom 24. November 1872) und die Uebernalmie des mit Wartaebühr beurlaubten Obersten Moriz Rltter o. Ioiilson, des Infanterieregiinenls 3reih. o. Kühn Nr. 17, nach dem Ergebnisse der Super-arbltrierung ats ganzinoalid in den definitiven Ruhe« stand (AUerh. Entschl. vom !7. November 1872) anzu. "bnen. Der Minister des Innern hat auf Grund der "hlllllnen Allerhöchsten Ermächtigung und im Einver« Nehmen mit den bclheiligten anderen l. t. Ministerien "N Herren Dr. August Wiesner, Johann Berutl^ "ud Heinrich Weidholz die Bewilligung zur Err>ch-l l"ng einer «ctiengesellschaft unter der F„ma ^Ocster< ^ichischer Vollchußlassenoertin" mit dem Sitze in Wien ^theilt und deren Statuten genehmigt. Der Minister des Innern hat auf Grund der ^hultenen Alle, höchsten Ermächtigung und im Einver-^hmen mit den bethelliglen anderen l. l. Ministerien dem 3"l», Sigmund Schlesinger die Bewilligung zur ^llchlung einer Actiengesellschaft unter der Firma ..Wiener ^lndlirdverein" mit dem Sitze in Wl«n «theilt und eren Statuten genehmigt. ^llzugsvorschrift v. R5. November in dem Gtsehe vom 13. November 1872 über den zeit. 18?!?" ^?"V ^" ""l "" Weltaussltllung des Jahres ^ in Wien zur Ausstellung gelangenden Gegenstände, ein ^" ^^^ !- ^tvor ein Gesuch um Nusfolgung ^.^ Schuhcertificatcs von dem Generaldirector der ^ !'°u«slrUung in die Amtshandlung übernommen wird. b '"Gegenwart des Uederreichenden zu untersuchen, ob h. '"be mit den vom Gesetze geforderten Beilagen, d. i. »ens ^ Parim der Beschreibung des betreffenden Ge. U»' ,"^s. rücksichtlich mit zwei Parier, der betreffenden Ulk te °^" l>" betreffenden Musters oder Modelles, Nens, ^" ^n gesonderten Umschlägen, worauf der Ge« ^ 'and und der Name deS Glwcrbers ersichtlich ge. til,.. " loll, und im Falle die Uederreichung durch '' "^'^flmiNhtigten geschieht, mit der dem lehtern NMlltm Vollmacht versehen ist. ^«idl sich die«fall« eln Mangel, so ist da« Oe. such. ohne es in eine Amtshandlung zu nehmen, dem Überreichenden unter Angabe de« Grundes einfach zur Ergänzung zurückzustellen. Auf Gesuchen hingegen, welche in obiger Beziehung in Ordnung befunden werden und daher in die Amls> Handlung zu Übernehmen sind, ist auf der Außenseite tag und Stunde der geschehenen Uebe,reichung elsichllich zu machen. Mit einem Schuhcerllfiratt kann selbstverständlich stets nur eine Art des gesetzlichen Schuhes, nämlich ent» nieder der Psiuilegiums« oder der Marken, oder der Musterschutz erworben werden, je nachdem siH der be» lreffmde Gegenstand für eine oder die anoere Art de« Schutzes eignet. Ob diese sachliche Eignung vorhanden ist, kommt nach dcn Bestimmungen der im Art. l citierten einzcl. nen SchutMsehe, und zwar was den Privieglumsjchuy betrifft, nach dcn Gesllmmunaen der ß§ l, 2 und 5 des Gesetzes vom 15. August 185)2 (R. G. Bl. N». 184). was aber den Marken, und Mustt'schuy betrifft, nach den Bestimmungen der §§ I und 3 lm beiden Ges'he vom 7. Dezember 1858 (H. O. Bl. Nr. 230 und 237) zu beuttheilen. In dieser Richtung hat demnacl» ein« Prüfung de« Gegenstandes, für welchen ein SHutzceNlficat angesp'0> chen wird. stattzufinde,,. wobei jedoch, injoweil es sich um den Prlollegiumsst'uh handelt, mit Rucksicht au» die V stimmung des § 17 des Gesetze«, vum l5. August l852 jede wie immer geartete Untersuchung über die Neuheit oder die Nühlichlclt des Oeglnslandes ausge» schlössen bleibt. Bei dieser Prüfung wird >n beide Varien der Ve» schreibung, rücksichllich der Marke, des Muster« oder Modelles, es mag die Geheimhaltung angejucht worden sein oder nicht. Einsicht genommen. worauf diejelben. insofern sie versiegelt überreich! wurden, mit dem Amts» ficgel wieder zu verschließen sind. Gelegentlich dies«r Eilisichl wird sich auch die Ueberzeugung verschuff», oo zwischen beiden Parien der erwähnten Belege die vom (Hesetzc geforderte voUtom« mene UebereinsliMlnung vorhanden ist, und wird im Falle einer wahrgenommenen Disparität deren B»h ber durch dcn Bewerber sofort und jedenfalls vor der Aus fcrligung des betreffenden Schutzce,llficate» veranlaßt. Behufs der entsprechenden Vornahme der oben er. mühnten Prüfung wird sich der Herr Generaldneclor der Wcltausstrllung mit einem ComlXi von Sachoer ständigen, deren Bestimmung seiner im Emoernehmen mit dem Vertreter des lön. ungarischen Ministeriums zu treffenden Wahl überlassen bleibt, umgeben, in welchem liamen'lich die Mechanik. die Chemie, die Heil» und Arznetunde, die Baukunst, die Ptchsit. die Vand. wirthschaft, die mechanische ebenso w>e die chemische Technologie und die Warenkunde eine entsprechende Vertielung finden sollen. Diese Sachve«ständigen sixd, insoferne sie nicht als l. l. BtaalSdcamle ohnehin in Eidespfllcht stehen, auf die gew'ssclihaite Abgabe ihrer diesfäll'gen Gutachten so wie auf Verschwiegenheit vom Genera!t»rrclor in Eid zu nehmen und.pem Hanbelslninisler unter Vorlage der! belrcss'Nden Eill^urtunden namhafl zu machen. Für Gegemlände. welche bei obiger Prüfung nach drn oben citierten Bcstimnnmgen der betreffenden Spe« cialgesehe weder für den Pllvllcgiutns-, noch für den Marken-, noch für den Musterschutz geeignet erkannt werden, kann auch ein. Sckutzcerlificat nichl erlhe,lt werden und kommen sonach die betreffenden Gesuche ab» weislich zu erledigen. Ebenso sollen, und zwar ohne daß weiter in eine Prüfung über die sachliche Eignung der bclr.ffenden Gc. genstände eingegangen u>ird, jene Gesuche um Aussol-gung von Schutzccrtiftcalen einfach abgewiesen werden, welche erst nach dem für die Ueberreichung vom Gesetze bestimmten Zeitpunkte, d. i. erst nach dem Zeilpul'lle. der Eröffnung der «uSstllluna oder im Falle der nach. träglichen Einbringung des betreffenden Gegenstandes in dieselbe erst nach dem Znlpunlle dieser nachträglichen Einbringung bei dem Generaldireclor überreicht werden. (Schluß folgt.) Nichtamtlicher Theil. Vom Cage. Die „N. Fr. Pr." begrüßt an leitender Stelle die ! Einberufung des österreichischen Reicher atheS für !den 12. d. M. Die öffentliche Meinung — erllürt das genannte Blatt — sehe der Wiederaufnahme der TlMyte«! deS Rtlchsralhes freudig entgegen. Der Wleoerzusammm. lrltl der Reichsoeltretung sei für den 0sl,rrelchijchen Patrioten unter allen Umstünden ein Symbol der Ein» he,l und eine Bürgjchafl des festen ZasamVcnhaltes des Reichs^anzen. Diesmal sehe die Bcobltcrung der Wiederaufnahme der relcheralhlichen Thüllgleil überdle« ohne jede Beforgnis und geliaftl^l duich de«, Umstand entgegen, daß bmnen Jahresfrist sich em FoitichrlU des Sllllllsgtdlll,lesls vollzogen habe. Das Mlmslrlium habe Beweise von Klugheit und itraft gegeben und ein Geschick erwiesen, weiches dos BcrtlaulN in die welle« Führung desselben rechtfertige. D>e Ielsplilleruria der Vertassung«uegl,er trete mimer mehr zu Tage. Auch die epremen Fiaclionen der Velfussungspallel seien ^ulück» gedrängt und die Hoffnung ill gerechlferligt, daß b« «„Hänger der Vclfasjung auch in der bevor stehen den Sejsion jene Tugenden erweisen werden, welche »Uem zum Ziele führen, daß sie mit blsonnenem Ernst an die wichtigen Arbeiten treten »erden, welche fte i« Relchoralhe erwarten. — Dle „Pr.sse" äußert ftch inbetress der Vorlaae consejsioneller Gejetzent würfe, wie folgt: „In lttztcrer Zot befchüfligen sich klericule und andere Organe angelegentlich mit den anaelündiglen Vorlagen inbitreff oer coofessionlUen Gcjehc, A« mancher SlrUe wurde hltbei die Al'slcht aue^liprochel,, die Rcg'eung werde die Eiubrmgung der genannten Voilagen >n dieser Session des R.lchsralhes unleilussen. Dle huffnungen oder Befürchlun^en »n dieser Rlchiung sind schlecht am i/lahe. Im Unterrlchlswlnlslcilum arbel'ct man zwaF noch immer an den vclichleoenen Molivenberichlen zu den einzelnen Vorlagen; ulleln ein großer Theil der-jelben ift bereits oollslündi^ zur Einbringung »m Nclchs-ralhe fertig. Wiedelholl wurde bere'ts daiaus verwitsen, daß b»e Zahl der zur gänzlichen Oervollflänolgung un-fercr conlejsionlll n Oefrtzgeoung ersolderlichen Enlwürfe eine lluheroroentlich grohc »st. Um duft »nsgejummt und mil emem mnle zu elleoigen, würde unjerl ^egls-lalioe einen F ilraum blnülhi^en. der >hr für ihre Be» »alhungen nicht elnge'üuml werden tonn. E,n Tyeil der ausgearbeitten Maler,« wi,d jedoch dkm Reich«-rathe baldigst zugehen, und die Regierung i» bemüht, durch Andauer m den betreffenden len so oi«l al« möglich zur Vorlage bereit zu stellen. Zu den noch nicht abgeschlossenen Elaooraien gehurt unter anderem auch die Palroxalsfraze. die noch lu,mcr O<^enslano der eingehendsten Studien ,st." Das genante Blatt äußert sich an anderer Stelle über die zunächst blvolstehende Action de» Reichs-rathes: „Wänrend die Landtage noch in vollster Ge-schäsligllit siH blfiiiden, versendet da« Prasixum de« Uo-aeordnetcl'hlluses bereits folgende Taae?ordnung für die fünfziglie S>tzung de« Haues am >2 Dezemver: Beginn der Giyüng 11 Uhr oomillage; 1. Mitiheilun» gen nach § 25 der O.ichaflooldnulig; 2 Än^elobung .neu elnaettelener Mllglledel; 3 Er^äozungswahlen für Ausschüsse; 4 zweite Lesung der Reuierungsooilag^ be» lr.ffmd den Gestz ntwu'f über die Pscix « der Wundärzte. Zu den M'llheilungen nach § 25 der G.fchaflS-vrdnung o/ljö.'l auch die Anzeige uller von der R'U't'ung eingevrachten Vo>lagen, unter denen >n der llsten E'tzung des Abalorbl,eltt,hll»^se« nach d.ssen Wiederzufamme, lull der Gcslyentwuif über die Bestiei'ung des Siaali'lluf-wandes und t>ie Forlerhibung der Sl«uern und Hb^ab»n vom l. Jänner bi« 31. März 1872 und die veal'spluchte storlbewUl^ulig der Thruerun^l'^utagt für d»e i^eum en, w,e schon heule bestimmt, sich b,fint>en werden. Ob ouch d,e Wahlresvlm bereits m tmser S'huna e>naeblachl w>rd, stchl noch sehr in Fmge. doch ist hre Vorlage jedenfalls vor Eintritt »er W ivnachlsfcrien zu erwar« ten ist. Bei ditser Gelegenheit se> blmerll. boß dei vom Abueordnelenhause nieberaelltzle Veis^ssungsaueschuß als-bald in der Hnglllgei'b/il des von >hm lilfchlosseiien Ela» borals über den galizischen Ausgleich wild Slcllung neh. men müssen." Die „Bohemia" erhielt bezuglich des am 28. o. M. stallgesundll'tn M'Nifterralhe« drei Telegramme; dieselben lauten: I. «l'ie Meldungen über den Mi-nistcrrath sind bloße Conjecluren. dagegen verlautet h«. stimmt, daß «ll. Neg'erungsanlräge genehmigt worden sind." 2. ..Zuverlässig kann versichert werten, daß der Kaiser gestein sämmtlichen RigieruiMvorlagen und specilll der WahlresolM in der vorgejchlagenen ssvlM seine rückhaltslofe Zustimmung ertheilte. Alle hieran millelnden Darstellungen ebenso wie die Meldung von 1970 Sasser« angeblicher Verufung nach Pest behufs Bericht» erstattung über die Nahlreform entsprechen der Wahr« hclt nicht/' 3. Der gestrige Minifterrath beschloß, den Wahlreformentwurf zunächst einer enger n Eonferenz der Führer der Abgeordneten vorzulegen und sodann dem Dcrfassungsclub mitzutheilen. Das Abendblatt der „N. Fr. Pr." meldet, der Regierung seien für den Neichsralh unannehmbare Aenderungen des WahlreformentwurfS be» zuglich des Großgrundbesitzes aufgedrungen. Die Mel< dung ist total erfunden." Da« ..Fremdenblatt" meldet unterm 28. November: . Oie Minister versammelten sich heute vormittags im Vureau des Ministerpräsidenten zu einer Vorberathung und begaben sich um 12 Uhr in die Hofburg, wo unter dem Vorsitze Sr. Majestät des Kaisers der Minister-rath stattfand. Den BerathungSgegenstand bildeten die für den Re,chsralh bestimmten Vorlagen, vor allem die Wahlrcform und die Frage, ob dic dlreclen Wahlen auch auf Oalizien auSqedehnt werden sollen. Nachdem nun die hochwichtige Angeleaenheit definitiv entschieden ist. dürfte der WahlreforM'Entwurf in den nächsten Tagen! den Parteiführern mitgetheilt und dem Abgeordneten« hause sofort nach Wiederaufnahme der Verhandlungen vorgelegt werden. Da der Rcichsrath bereits für den 12. Dezember einberufen ist, wird wohl der Schlnß der Landtage früher erfolgen, als bisher angenommen wurde. Es verlautet, daß der Schluß der Landtage a»n 5. Dezember erfolgen soll." — »Pesti Naplo" schreibt über die Stellung des u n« ßarischen Eabinets unter anderm: „Was Graf Lonyay Seiner Majestät über die Lage vortragen wird, d,s tonnen wir natürlich nicht wissen, wahrscheinlich ist «o aber, daß nicht einzelne Minister, lond.rn das ganze Cabinet demnächst der Eventualität gegenüberstehen wird, ül'er seinen längeren Gestund ernstlich zurathe zu gehen I'ie jüngsten Vorgänge des Abgeordnetei'hanses spielen t>! der Veschleunigung dleser Eoe»tualilät ein« unter-^ordnete Nolle. Die Regierung tonnte sich vielleicht prade bei dieser Gelegenheit überzeugen, wie bedeutend derjenige Theil ist, der unerstütterllch fest an ihr hält. Die Gesammtheit der Situation liege aber darin, baß im Eabinete selbst die innere Festigkeit, öie vollständige Solidarität nicht vorhanden sci. Das müsse den Stand emer Regierung aegenüber einer solch rücksichtslosen Opposition, wie die gegenwärtige, bedeutend e,schwere. Die verschiedest, Ausschüsse, in erster Reihe der für Vauanqclegenheitcn. Hal« ten Sitzungen. ^ Eilisühlu:.^ oeS SchlachlhauSzwa.l^cs wird beantragt Obers st erreich. De» Gesetzentwurf betreffend die Zuweisung der neuen Gezillsstraßen wurde debalte-los. der Gesetzentwurf betreffend die grundbücherliche Böschung der durch das LandeSgcsetz von 23. Jänner 1870 aufgehobene« slbullehr ^ammiuugen nach längerer Debatte angenommen. Böhmen. Die czechischen Abgeordneten Ezizet und Ierzabet erscheinen im Lani>tage uud nehmen ihre Plätze im Centrum cin. — Ovcrstlondmarfchall: „Ich werde zur Angelobung der zwei ncueingcttelenen Abgeordneten Ezi^ek und Ieczabet scheiten. Ezizel (erregt): Ich habe vor der Zitzung eine Interpellation eingebracht und selbe muß nach 8 73 der Geschäftsordnung sogleich verlesen werdcn. Ich bitte daher um Ve'lesung. Oberst« landmarschall: S'e sind nicht hier als Gast, sondern als Abgeordneter, lli) k>tln, Sie als solcher hier find, müssen Sie da« Gelöbnis leisten. Ezizel: Ich bin nicht als Gast hier; ich bin hicr als Zugeordneter und zwar, ohne Gelöbnis; ich habe ^uhtl das Recht, zu verlanden, daß melnc Interpellation vcrlcsen wer^, (Oho!) Oberst« landmarschall: Die Ansehung der Tagesornnung ist me>n Recht und ich wiederhole, daß, wenn Slc nicht das An« gelöbnis leisten, ich Sie nicht alS Abgeordneten betrachten kann. Ezizet: Ich wxderhole nochmals, daß ich hiet kein Oast bin. Ich weiß, daß Ihnen w>:nig daran ge> legen lst, dic Gesetze zu halten, >ic Sie selbst gebcn. (Stürmisches: Oho!) Ich erklär, «c,,en das Vorgehen oes Herrn Oberstlandmarschalls Protest einzulegen. (Oho !) Gelde czcchlschcn Abgeordneten tntsernen sich. — Der Oberstlandmarschall verliest eine sehr umfangreiche Er, tlärunq d?r czechischen Abgeordneten als Antwort aus die Aufforderung des Oberstlandmalschall«, ihre» Pftich» ten als Abgeordnete nachzukommen. D.<: Erklärung wird einer auS ncun Mitgliedern bestehenden Eom« mission übergeben. Oer stalthaltel beant»?yrtet die In-lerpellction von Weeber un" Genossen bezüglich deS leitmtlitzer Pädagogiums. Hierauf werden Commission?« mahlen vorgenommen. Waldert erstattet schließlich de« Oericht des LandeSauSschusseS über das Vorgehen des» selben gelegentlich der Mai-Ueberschwemmung. Dieser Bericht wird 5em Gudgelausschusfe zuqewieslN. Mähren. Der Gesetzentwurf betreffend das Auf« sichtsrecht des LanoeSausschusseS über die Herstellum, und Erhaltung der Bezirkostraßen und über die Ge ! barung der Straßenausschüsse passierte die dritte Le-^ »ung. — Die Trennung der ehemaligen lsrealilischen^ Gemeinde von der bisherigen Gemeinde in Groß'Mese^ ritsch untz die Conftitulerung derselben al« eine selbst-ständig« Gemeinde »umbe bewilligt Hiernach wurden mehrere Adminiftrationsangelcgenheiten erledigt. Abg. van der Straß, welcher zum Landesausschuß gewählt wurde, legt deshalb sein Reichsrathsmandat nieder. Schlesien. Der Antrag des Abg. Menger und Consorten auf Revision der Landes« und Landeswahl' ordnung wurde angenommen. Die Wahl des polnischen Abg. Swi-cy wurde nach langer u>'d heftiger Debatte, in welcher die Nationale»! für m:<» u.lö^c Abgeordnete gegen die Änerkennnng derselben gesprochen haben, für glltig nlla s. Ät'Mich dtt- noch >>, erledigenden Vor« lagen wird die Anwendung eines abgekürzten Verfahren« beschlossen. Dr, Kotet erklärt im Namen der slavischen Abgeordneten sich der Reichsrathswahl zu enthalten. Zum Reichsrathsabytordneteli würd? Hiwrm: ssewiib.lt. Der Commmml-Nealschule >n Teschen wird eine Subvention öci: 4000 fl. wvilligt. las organische Statut für d°« LandeslranlenbZus wird genehmigt. Galizien. Der Statthalter fordert den Land» marschall auf, die Ergänzungswahleu sin oeu Rci' naozmilüstcl di? ursprüngliche Ai,»rdnung modicificiertt! er beabsichtige, der Landessprache kundige Referenten nalll Wen einzuberufen. Oic Szaszt'ewi'schc Interpellation vean'worlcnd. bemerkt der R^zierunascommissär, daß nach del iftcschi'ng des przemysler VlschofesitzcS die Gesetzunst der Domherrinstellen im lember^er Metropolitanlapitel eilier Verzog rung nicht unterliegen dürfte. Ezerlawsl« und 26 Deputierte interpellieren die Regierung wege" des Zeitpunktes der Einführung del polnischen Amls' spräche am lemberger Hauptschul-Äureau. Iendrzcjewott beantragt die Ausübung d:^ Erbschaftssteuer. Pawlllow beantragt die Einführung der rmhenischen Unterrichts' spräche an ciiler Musterschulc und am akademischen Ovel' gymnasium m Lemoerg. Das Zchublostcngesetz wird anyenomlnm unter Verwahrung qegen d^ Relchsratlls« Ingerenz in Orlspolizeisachen. Gut owlna. Schönbach «nterpellierl den ^an< deSprüsioenten wegen Errichtung eines eigenen Oder» lanoesgcrichtes für die Bukoivina in Czernowltz. ^tl La^deeplästdent sichert die Veantivorlllng der Inlel< peUatlon in einer der nächsten Sitzungen zu. Slockeca beantragt im Namen des Landesausschusses die Aul' Hebung der Gezirksoertretungen, Aenderung des s ^ der Oetmindeosdrmng ,,„d del! Z 22 des Straßen«"» currenzgesctzes. Der Gesetzentwurf, wegen einer Präcis siofrist bei Arunbentlastung«.Anmeldungen wird in zwe>< ler Lesuull angtilvmmen. Wojnarowi».^ als Oerlchl' erstatter für den Gesetzentwurf betreffend die Errichtung dcr Valtsschlllen. verliest den Gericht und hebt als ltl< tende Grundsähe den obligatorischen Unterricht, die Ul>' entgeltlickkeit desselben und die Tragung der KoM durch dlc Gemeinden (bis 10 Perzcnt der dlreclen steullschuldiglelt) mit Zuhilfenahme des Schulfond« hervor. TomaSzczul plaidlert sehr warm für die An' nähme des Gesetzentwurfes im allgemeinen, behält slü jedoch Amendemenls bei den einzelnen Paragraphen o»l Der Entwurf wird von tz 1 bis inclusive 37 unvtl' ändert nngenomnicn. ! St < i <: lmarl, Dtr Landtag verhandelte in füns !stündis,er lebhafter Debatte über die Aufhebung dl« ^ Tchul^ldcs. Abg. iiohninger beantragte die Vertag«"? ' des Gegenstandes, welchen Antra? auch der Stalthaltel Ritter Planbart. Novelle von Albert Reinhold. (Fortsetzung.) Das »« ;H ganz genau dieselbe Stimme, mit welcher Herr o. Werden zu der Frau geredet hatt?. Ach, die Frau war auch gewiß «ine jener zarten Pfian» zen. welche er nicht lieble. Ob er sie wohl geliebt hatte? .Erwarten Sie jemanden, mein Fräulein?" fuhr er mit leiser Ironie fort, als er sah. wie Lenore so augstooll sich umblickte. ..Ich habe nicht gedacht, daß Sie sich in diesem Sturme hinauswagen würden." Lenore sah in plötzlich erstaunt, fragend an. Hatte «r sie denn üoerhaupt schon gesehen? Er hielt sie auch ^ »ohl für so schwächlich und weichlich, für eine so zarte Pflanze. ..Ich — kennen Sie mill, derm?" fragte sie fast un« be» ußt. Ueber sein Antlitz glitt ein heller, sonniger Schein. „Sollte ich Sie nicht kennen — meine nächste Nach» barin? O. mein Fräulein, ich sah Sie oft im Garten herumlaufen, so le'cht und froh, dc>ß man Sie fast darum hätte beneiden sollen. Nur seitdem es kälter wurde und der Herbstwind über die Stoppelfelder fuhr. seitdem sah ich Gie nicht mehr." »Und da dachten Sie, ich fürchte den Wind?" fragte Lenore lebhaft. „Nun allerdings, mein Fräulein, ich fand keinen anderen Grund in Ihre» plötzlichen Nichterscheinen." „Da haben Sie sich do'st war aus den regelmäßige«, schönen Zügen verschwunden, es strahlte oor Lust und Heiterkeit. Mit Entzücken und Gewunderung ruhten seine Augen auf dem liebliche > Mädchen, welches ganz u„d gar seine Schüchternheit abgelegt hatle und ihre Furcht verloren zu haben schl,!i und nicht mehr wußte, wen sie vor sich stehen sah. „Allerdings, sehr gewichtige, mein Herr", plu.i« derte sie mit kindlicher Offenheil. „Gründe, die sich gewiß nicht widerlegen lassen. Morgen ist die Hochzeit cinrr meiner Freundinnen, und da gab es Arbeit in Hülle und Fülle. Dies trieb mich auch heute in den Garten, ich hoffte noch einige Blumen zu finden, da der Gärtner mich im Stich gelassen, leider hat der er» barmungslose Herbst mir alles geraubt und ich werde nicht einmil eine einzige Vlume mein nennen zu diesem Tage." „Mein Fräulein, ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, baß Ihnen mein Garte > mit dem Wenig-n, was noch vorhanden ist. vollständig zur Verfügung stcht. Glauben Sie etwas zweckentsprechendes zu finden, so würden Sie mir die größte Freude bereiten, wollten Sie davon Gebrauch machen." Lenore errüthete über uid über. Diese Worte raub» ten ihr plötzlich vieder ihre ganze Unbefangenheit und mit einem male sah fte, welche große Unbefonnenheit sie begangen, als sie sich mit Herrn von Werden in tln Gespräch einließ. die Folgen standen in schreckenerregender Klarhe»' vor lhr. Was wüidc die Tante sagen, was solle al«' allem werden, wenn sic jcmals von diesem Ungehorsam chrer Nichte erfuhr? Lenorens Aotlitz wurde bei diese»' Gedanken von einer jähen Glässe bedeckt und ihre U" ruhe konnte dem Herrn von Werden unmöglich oerb0> gm bleiben. Angstvoll blickte sie sich um, als fürchte l"' die Tante bereits hinter sich stehen zu sehen. „Ich danke Ihnen, mein Herr." stotterte sie ''' peinlichster Verlegenheit, „Sie sind sehr gütig und <" muß Ihnen meinen Dank für Ihr freundliches Anert," ten aussprechen, aber — aber. ich habe bereits so lang gezögert---------" . Lenore hielt erschrocken bei dim drohenden AuSblU"/ den seine Züge annahmen, inne. und die Worte erstal ben ihr auf den Llppcn. ^. „Ich verstehe Sie. mein Fräulein, ich weiß. was^ sageil wollen, und eben darum möchte ich Vie bitten, "»^ fortzufahren. Ich bin ein entschiedener Feind jeder U"' wahrheit und Ihre Lippen sollen am wenigsten dm meine Schuld von einer solchen entweiht werden. 2"" Worte waren offen und ehrlich gemeint, aber es wohl nicht Ihre Schuld, ich ahn« die Verhältnisse. V"' sie wohl. ich hätte ihnen gerne einen Dienst gele«»' < nu», will lch Sie ade? nicht länger zurückhalten." ^ Lenore stand wie betäubt, aber noch ehe st« ^ von ihrem Schrecken erholt halte, war Herr von V"" um die Ecke gcboacn. Noch einen Moment sah sie >" hohe. s.olze Gestalt, und dann war er verschwunden. Lenore athmete lief und schwer auf und es °>« unmöglich, alle oie Gedanken zu elralheu, welche aus , einstürmten. Vie ärgerte sich Über lhr tattlose«, «no"» 197! ^I- «../. ^" Ver agungsantrag wurde bei nammt. cher Abst.mmung mll 29 gegen 25 Stimmen ange- «n^.l"""'^"^^ be« Rectors der Universität und Anempfehlung seller des Staathalters wurde bt. Ein. fuhrung von PhystlatSprüfunaen beschlossen ...^, ^!«'"/"- ^'n '"ntrlltz wird angenomn.m, wor< ".°ch dgt die Ar-lieitseinstellung!,, und prottst>ert geqen den Atheismus; er erläutert die Politik der Regierung in ihren Oezie« hungen zum heiligen Stuhle, und tadelt die Politik des Kaiserreiches aegenübcr dem Papste al« unklug und dynastischen Interessen ergeben Thiers gibt seiner Entrüstung darüber Ausdruck, daß man sein politisches Verhallen nach allen den Gewelsen. die er stets der Ort., nungsparle, gegeben, verdächtige. Thier« glaubt nicht, daß di Monarchie möglich sei. „Wenn Sie dieselbe für möglich halten, sagt Thiers, so veranlassen Se mich, von dieser Tribune noch diesen Abcnd hinadzustei-gen; ich werde dann nicht mehr an Ihrer Spitze stehen, abcr mein Gewissen beruhigt haben." Thiers halt die conservative Republik für lnsscr. als die Regierung des Kampfes, welche der Gericht Galbie's anrühmt. Th'ers schl'lßt, e« handle stch nicht mehr um die Ministerverantwortlichleit. sondern um die Vertrauensfrage. Wenn er das Vertraue« nicht ganz und vollständig t, sitz«, so werde er gerne zur R..hc zurückkehren. -- Der Antrag der R a'erung w,ro von 704 Abstimmenden mit 370 gegen 334 Stimmen an. genommen. Die Pinke begnißt das R sullat der «bstim« mung mit dem Rufe: Es lebe die Republik! — Dle „Agence Havas" meldet: ..Die Abstimmung wird als em entschtldender Sieg der Regierung betrachtet, der d,e Organisierung der conseroalioen R'puvlil sichert. Die Vureaux werden Montag die Commission wählen, die mit dieser Organisierung betraut wird." — Telegramme aus dem Departements c onsialieren, daß die gestrige Ab-stimmuna allenthalben llbhatle Vefriediquna helvorae-rufen hat. ? ° -, » Der Ausstand in Malaaa wur^e unlerdriick,. Eine rlpl,blilan,sche Gandc ist bli Vilbao aufgclauchl. ..«e Monde Russe" proponiert der russischen Re' gierung gelegentlich der vorzunehmenden Reorganisation dcs KirchcnrechtS, die ri.s'ger Rcoenucn der Klösler einzugehen und dafür Volts- uno Abeilerschulen zu er-richten. Die griechische Regierung hat sich abgeneigt geäußert, einen SchiedSiichler für dic Vaunoii.Fiage zu» zulassen, ist dagegen crbölig. den Strei'fall einer neu. tralen Commission, aus Fachmännern aevlldet, zur Ge' urlheilung vorzulegen. Kagesneuigkellen — Wie di« ofeuer „L.-C/ »eloet, wlrb der lal-serliche Hof, nachdem sich die Eholera in Ofen bereits i« Eilöschlmgsstabium befindet, a« 10. d. in die töaigliche Burg nach Ofen übersiedeln. — (Das Maria The re fia-M o nu «ent) ist bereilS in Klagenfurt angelangt; der Kunstler Pöu-ninger ist gleichfalls bereils dort eingetroffen, u« wtH« UeberfUhrung deS Monuments in d« S»adt und wegen der Aufstellung desselben mit dem Vürgeimelstn Iesseinigg das Nöchlge zu vereinbaren. — (Für Geiger.) Der Streichinstru«enten-Fa» brilant Biltuer in Wlen besitzt gegenwiiillg lider 24 vlo-linen uno Blolen, echte Melsterinstrumenle der aliehlwilr-dlgen Firmen SlraduariuS, Ämatl, «Buainieri. Quadag» mini lc., deren Preis von 1000 bi« 4000 st. oarliert. Die seltenen Instrumente werden von Vrnuosen und Kunst»' freu»den fast lägllch besichtigt. — (Die Telegraphen-Marken) zur Vnt-richtung der GebUhren für Telegramme soUen schon von Neujahr ab eingeführt weiden. — («. t. Telegraphendienst.) I« Laufe dieser Woche werden zu Weltz, Vilkfelb, PSUau. Vorau, Friedberg und Murau «n Vleielmarl und zu Glelburg und ltölschach in Kärnlen l. k. Tele^raphen-Slatwaeu mit beschrünller Dienstzeit dem Velriebe Ubeigeben. ^locales. Alllinischtl Landtag. VIII. Sitzung. Laibach, 2. Dezember. Landeshauptmann Dr. v. Kaltenegger ervffnet die S'hung um 10 Uhr 25 Minuten vormittag«. D«« hohe Haus ist beschlußlilhig. Al« Vertreter der kaiserlichen Regierung anwesend: die Herren l. t. ^andespliistoenl Allfander Oraf H u er«-perg uno k. l. ^ande^gerichlSralh llaprez. Das Protokoll über ble letzte «anolagssiyung wird vorgelesen und verlsiciert. Abg. Dr. Coil a bemerkt: bei namentlicher Ab-st'mmung seien »n der Folge die Namen der mll ,.j»" ooer „neln" Stimmenden »m P,olololle aufzusütlren. Aog. Kromcr «nlelp lll^rl d»e Nl^lerung i» Betreff der Intammerierung und Hlstcllung der 2o«l« currenzstraße von ^albach über Glvhlajchltz, Uc«snltz, Gottschec nach Ku»lstllbl. Der Heir ^ a n b e «pril s i be ut wird diefe In« ttlpellaüon m elner der nächsten Sitzungen beant» N!0lllN. Die Petition der Gemeindevolstehuny Neuttabtl, betslffcnd b,e Führung der Oalmllme ^aibllch'K^llslavt nilchil Neustadll, wird t>cm o^se>lvstlbt wird dem Flnanz-ausschusse zur Ueberprüiung zu^ewirsen. (Oer Rechenschllsleberichls-, Finanz». Schul- und GlMeindeauejchuß hallen morgen Eihunuen.) Hiernach w»rd zur Tagesordnung abschritten, l^er Hcrr ^andesprasidenl sttllt dem hohen Hause den Herrn t. l. VandeSgtlichlSlath E a p r e z ' vor. der die Regierung infolge von El lassen dcr hohen Mm'stel ien der Justiz und des Innern be, Veralhuna der Regierung«, vorläge wegen Einsührung der autonomen Vermittlung«, ümler vertreten wird. Erster Gegenstand: Der Gericht de« Gchulan«. schusse« über die Gesetzentwürfe der Regierung und de« ^andesausschussce!, belr.ssend dic Regelung der Recht«, oerhallnissc der Bolksschulleh,er. wird über «ntrag Eofta'« nicht vorgelesen, jedoch sei es gestaltet, Amendemenl« zu stellen. Abg. Varon Äpfaltrern als Verichterstatter stellt einige Druckfehler richtig und vertheidigt die «n-lriige des Schulau«schusseS. In der Oeneraldtbalte ergreift niemand dl»S Wort. In der Specialdedalle werden die Abg. Dr. Zarnik ,u Paragraphen 42 und 52, Dr. Razlay zu Parnurliphen 8l und 87. Soetec zu § 70 und der Verichlerftaller Varon Upfaltrern zu g il8 das Wort ergreifen. sichtiges Oenehmen, sie sürchtete die Tante, denn un-^^I,ch lonnte sie derselben ihre Unterredung mit dem -^achliar verschweigen, e« lonnte einmal eine Gelegen-^tit kommen, welche ihr dieselbe verrieth, und dann wär's Appell schlimm. Bon der quälendsten Unruhe gefoltert, trat Lenore ^tn Heimweg an. Sie fühlte den Wind nicht, der ihr ^ trockene ^aub ins Gcsicht trieb, noch die zuneh-""not empfindliche Kiille, taufenderlci Gegenstände "ahmen alle ihre Gedanken in Anspruch, «y Sie wiederholte sich jedeS Wort, da« Herr von ?k eri mil ihr gesprochen, und sie fand. daß sie sich 'tyr kindisch und ungeschickt benommen habe. Was mochte /"on ihr denken? Sie lonnte nlcht leugnen, er hatte 'yrsanft und freundlich mit ihr gesprochen, und sic be-do der — Trieft ausgenommen — haben sich gegen tue Nachstunden ertlärt. und selbst in Kram sind selbe nicht mehr in Uebung. Der Herr LandeSpräsldent schließt sich der Ansicht Soetcc. an, und stellt für den Fall. als dieser Passus nach Alltrag Zacnils gestrichen würde, in Aussicht, daß dieses Gesetz die Sanction der Kione nicht erhalten dürfte. Die Abg. Zarnlt und Svetec polemisieren über diese Frag«; Abg. Pintar unterstützt den An-ttag Zarnil» mit dem Vemeltet', daß der Voltsschullehrer auf dem Lande sich mit der Unlerrichtsertheelchtlahm>. Vel namentlicher Abstimmung wird der Antrag Zarnit angenommen. «by. Dr. Zarnll beantragt zu §52: der Schlußsatz: „Vollsschullchrcr lönnen weaen ihrer staato« bürgerlichen Haltung aus dem Dienste entlassen lverden , sei zu stielchen. Der Redner erdllckl in diefem Schlußsätze eine sehr verfänallche Falle für nationale Voits-schullehrer. Die Auslegung des Geariffes „slaalsbürger« llche Haltung" lümile von den oerfchiedentn schulrälh«n auf oeischiedenc Arten ltNtlprltielt werden. Die Volts» schullehrer scien vom polllijchen ^eben nichl ferne zu halten; jedem Staatsbürger slehe es frei, sich mit Po lil,k zu befassen; Richter. Aooolat, Schufte und Schneider tieibtn Politik, jeder nach seiner Art. Abg. Kromer bemerkt: ähnliche Beisätze oder Kauteler best.h:i <ür alle öffentlichen O'ganc. Al?,^-ordneter Zarnit entgegnet: das Strafgesetz sei ausreichend. Hiernach wird die Debatte geschlossen. Der Ger.chltlslalttl Bai-on Apfaltrern plai-die« für eine blsümmtcle Fcissuilg des fraglichen Passus, warnt aber vor ve» streichimg desselbm. — Bei namentlicher Abstimmung wild der Antrag Zarnil mit 24 gegen 12 Stimmen angenommen. Abg. Soetcc beantragt zu ß 70 eine stylistische Aenderung, welche angenommen wird. Mg. Razlag beantragt zu g 81: der Passus, „die Gehalte der Lehrer haben zum Penstousfo'de bei» zusteuern," sei zu streichen. (Wird abgelehrt.^ > Abg. Dr. Zarnil stellt zu § 87 ein Amende-ment: die Wohlthat der Quinquennalzulagen habe sich auch auf die Lchrer aus älterer Zeit zu erstrecken. Abg. Varon Apfaltrern sieht in diesem Amen» olmcnt einen Appell an die Großmuth des Hauses; das Landesausgalisbudget würde durch Annahme dieses Amen-dements nur !ioch vergrößert. Der Redner als Gericht-erstalter empfiehlt dic Annahme des Ausschußantrages. (Wird angekommen.) Hiernach wird das Gesetz in! zwetter und dritter Lesung angenommen. — ! Zweiter Gegenstand: Äencht des Gemeinde-l ausschusses über die Regierungsvorlage betreffend die> Bestellung von Vermittlungsämtern zu Vtrglrichsver^ suchen Mischen streitenden Parteien. > Abg. Irtic erklärt daS Eingehen in die Ar«! Irathung dieses Gesetzes als verfrüht; er würde für Friedensgerlchte stimmen. Abg. Kramaric plaidlert für die Regierung« vorlade, ^rtl,usscs inbetilff de« landickaftliche, sogelialinlen Gallhauscs (Berichterstatter Abg. Murnit.) Fünfter Gegetistaxd: Desgleichen der Gericht des LandeSausschusseS we^en tttewilligutlg einer weite en S ten Chors. Das volle Haus war mit der gestrigen Auf» führung sehr zufrieden. — (Schlußverhandlungen beiml. l. Lan» jdesgerichte in Laib ach.) Am 4. Dezember. Io» ! hann Jauch: öffentliche Gewalllhälizleit; Franz uud Maria ! Zan : DiebstahlStheilnehmung. — Am 5. Dezember. Franz Volölö: und 2 Genossen: Diebstahl. Am 6. Dezember. ! Josef Pavlovc: schwere körperliche Beschädigung; Johann Aulec: schwere körperliche Beschädigung; Blas Noi: üffent» liche Gewaltthätigteit. Veucste W. Gerlln, 1. Dezember. In Gctrcff des Pairschu-bes in das preußische Herrenhaus glaubt die ..Gresl. Ztg." aus einem Attitel der offlciüsen ..Provinzialcorresponbenz" darauf schließen zu sollen, daß deiselbc nur behufs Durchsetzung der ttrcisordnung. laum aber zum Zwecke der Reformierung des Herrenhauses erfolgen werde. !elearapl»is«her Wechselkurs vom 2. Dezember. Papier-Rente ««.25. Sllder-Rente 70.40. iglNtl s''^,«-N,'l>t)-„ t0s.5N. Vnl.s'Ac»»,« 976. «redit Ncten 3s9.»5 ^'nndon l«8 80. — «5il»", 1,)tz. . Kl VtUm D»" cc,!-,! 5.19. N<,t!nl»>ni,«!,'i,l y 68 Angekommene Fremde. «m 2. Dezember. ««»-!!...««. Pajmoll, Kavlan. — Zirjat. — Wodnller sam.nl Tochter, Kaufml>l!!!sw,twt, Graz. ^ Schülermann, Taaz v. Zllbrovsly mit Frau und Alfieri, Ingenieure. Wien. Marchelti, An<.on««,>»e». Zlojan. Haüdrlsmann, und Kollarii, Weinhllndle», Eilli. Scarpe, Beamte, Trieft. Iofse. Veamle dcr Vüd-bahn, Wien. Theater. Heute: Zum Vortheile d»5 Schauspielers .ssarl E a r 0 d l zum ersten male: Ein Vruderzwist im Hause Habüburs Dramalifches Gedicht in 5 Attrn von Grillparzer. Melemululiis Äealluchlilnllss,l in Laihach. 6l5Mg. '733.4° ^-9« ^TW. schwach gan, bew. 2. 2 „ N 7i<2.,7 »14» SW. schwach ganz bew. 0^«?' 10 „Ab, 732.5. -<-12.s SW. schwach ganz bcw. Angsnchme. milde Luft, schwacher Sildwcst, Rcaenwolle« mit Sonnenschein abwechselnd. Das Tagesmillel dcr Wärmc s 12 2". um 10 8" «ber dem Normale. ^'-<"nmnrtlick,'5 ^,'^,-.>.!, - '.^!'^ u. ssleinmanr. ^Ülll'!tn!ltl'll1^ s^i^'il, 3N. November. Infolge der Nrranycmentsuerhältnisse mußten fasi alle Schliissc in Eoulissenpapicren per Mittwoch, das ist Kasss Freitag gemacht werden Dies s^ . « » ^ u"l» der Ultimo drückten auf die Curse, da man nicht nencigt war. sieben Tage zu creditiereu. und llkber eine weitgehende Enthaltung von Geschäften üble Scklranle.nuerlbe waren fest, Mit Ausnahme von Vanlactien nnd Dampischlff. "«,lu,.lcn,v».v «mheltliche Staatsschuld „n h pGi. in «ot:>> oer:i,!al zeiai-Niolinbfr 6530 6540 , ^ stebruar-Au^ft 66 30 «6 40 . 3ill.er ^ . Illuner-Iul, 7<»50 70,60 ^ » ^ Npril-Oct«,«,^' 7059 7^^ Syss v ? 1839 . . ^.^ - . „ 1854 (4'/«) zu z<5X'ft. 96 25 9,j75 . I860 zu 500 si. - - 102- 102,50 '860 z:: 100 ss. 126- 126 50 1864 zu 100 st. "7 - 147,25 5l» 95- ^«. c>b«..Oefte«eich . . ^ 5 , 9150 92 50 ^«dtudürger . , , . 77— 7750 GteUrvwg, Prämienanlehm zn 100 ft. ; Hl. 7ii>-sw«ahl.l?l.«t^ 101.35 1017ö Wiener unl ijc?^ ^ll^ <Ä?^ W«>»le zahlbar h p«t. fNr 100 fl. 8« 80 84.— Ail^ !..uftrir. V, ! 332.k>0 3^3.— «anlotieiu . . 3«2.— 384,— ^ ^ndln-^r^nanftalt ., .284—285.— Cr-dnauftllll s ^anbtl u. Her« 340 50 340 50 , ltrednonft^i, aNgem. ungar. l35.— 136 — Drpositenbanl ..... 136.— 13?.— ^ Kecon-pte-^c'ill^chast. ,,, " , N20 1125—! Fro.uco-Lft5rr <>,^l , 1:^3 50 134.— Handelsban. 3l»7 50 303,- - Nanllualil^ 97^ — «,80 — Unibubaui 279 50 280 — «ercinsbo.v . 20« 25 206.50 Vkrtchisbüu . . 252.— 253.— »?. ??5tt5n von ^r.,nSros„, ,tt«nei,» '.^'»:g-'', ^ld Walls? Nlfölb-FiumllNtl V«h:. 174.— 174 50 VShm. Westbahn . . .— -.— «and«'N«,r!,b«chn . . 2120—2130 — f >.«< . ^oitv».^« l^: 220 — 221 - ^'.'^^„««i,»,',^.,^^^,-,.^^: , 153.— 154 - ^ add, «iiltr^. .... 576 — 580 - Oksserr. Nordwestbahu 218-219 — K ildolfs-Vahn..... 173 50 174 50 >' ^«Mra/r N-<, ------- —... / «^^«f'^bn A40 — 341 — <^ l!dl:'ld'!,urdd, V-rbmd. ^uyu 171.- I7H.-- Thi^-Vahn .. 249—250 — Uligünsche Norbofibah,' 160.- 160,5,0 >Ul«»r,sche Oftbahn , 140. - 141.- .! ram«»», . . 386.— 388.— . ^. i»st , vtät«nbllgati»nei! kul.«Ueftb.!u S.ver,. (i. 102 102 25 z'l'Nj.Io'fph^V'b?' , 99.80 100.— h.«»«l.zindw ».».«>- . 10)50 101 — ! 0«st^l. z^s'd''..a .:? «tbo 9S.7»! O<>l>, Maalt Blebend. ^n !n Gi" sildb.G. 3 ., 2 500 Frc. pr. Stiick 108 50 I'»9.-Gildb.-O.i.200N.z.5°„fllr100fl. 92.50 92.7^' Küt>b.-Vou«> 6 , (1870 74) > 500 Frc? pr. ^liis , — -. —.-Iinn Vfthyhn Mr 100 ft . 7650. 76 7Ü «. t/rlvatlos, lper Gluck). :>.tfurt a M. NL> si, r, a 9! 30 91 4/ Halnbnrg, !är 100 Mari waneo 79 30 ?s b< L"u> ^üp..'i-.i,:'.üd'5? . , » « V7z « 8 , 6Sj ,' Prruß. Vasleuscktin» 1 „ 62j ^ I 6ü « ?'r t0li „ — ^ io« «b ««inischt Grund«tlaftnug« . Obllaatton«, ^ «^^^i''^' YH.7H D,,^ 8s ^,^'^