Nr. 2W2. Pra n li ni ela tl o ns pre i <»: 3 Lomptoir p^nzj. si. >>, !>,,!!>!. N. s>,5U. stiiv di^- ^!lslellu!l,i in« Ha^s h.ill'i, 5», lr, Mi! dcr Post l!»!iz!. si, 15, hlllbj. f«. 7.!-,(), Montag, 4. Scptclnbcr Iaserti°n«gebühl l»i« ,(» Zeilen : ,mal ll0ll.< ^«!. !'l) lr., .^III. , st.! sonst pr. .^üilv Im. !ii. X sr., «m. le. l. und l. Apostolische Majestäl haben mit Aller-höchst untcrzeichncllm Diplome der KreisgcrichtSpräsi-deniens-Willoc Marin Schrutla und derm Kindern Karl, Maria Anna nnd Emil den Adel^stand mit dcm Ehrenworte „Edler" uil) dem Prädicale ..Rccklrnstamm" allcrgnädigsl z»l verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom ^!>. August d. I. den Ve-zirkshauptmauii zweiter Klasse Vohuslav R'tler vo>' Widinaun zum Statthaltcreirathe zweiter blasse bei der mährischen Statthalterci allcrgnädigst zu ernennen geruht. Hobenwart m. i>. Der Iustizininisler hat den mit Titel und Cha< rakter eines ^andcsgerichlsralhes bekleideten Bezirtsrichtcr Themislolles u. Meng hin in Elcs zum Landeszicrichts-rathe bci dem Kiei^gcrichle in Tricnt ernannt. Dür Ätinistcr und Keiler des Ackcrbauministerinm^ hat den Oergeomilüssär bei der Bcigliauptmannschaft ln Olmütz Joseph Flcischane zum Obcrbcrgcouunissal', dl'n beim Ackcrbauministeriuin in Verwendung stehenden, mit Titel und Charaltcr eines Bergeommissäis betlci-dctcn Berggcschworuen Johann Vhotsly zum Berg' commissar nnd den Rechnungsofficial im Ministcrial-Nechnungsdcpartcment dcS Ackerbauministeriums ^ndwig Iaroljmet zum Berggeschwornen ernannt. Nichtamtlicher Theil. Zic WclMgcn Mischen Frankreich und Deutschland. Berlin, 30. Aug. (Pr.) Mit großer Befriedigung nimmt dasPudlilmu Akt von dcr Besserung dcr Beziehungen zwischen Frankreich und Dcu,schlai,d, Es gibt hicr lcinc Franzosenfrcsser. Die allcrmclstcn möchten, cs ciil'ncrtc nichts mchr an den Krieg, und wenn die Pariser wcni ger leidenschaftlich wären, so halte sich ein leidliches Nebcnemander längst vollzogen. Ich habe Grund zu dcr Annahinc, daß in allcn großen Slädlcn Deutschlands die politischen lingc geiude so licuitheilt wcrdcu wie! hier, und dann kann getrost bel>anpict werde» : unn< sehnt sich allcrwälls aufrichtig »ach Aussöhnung init dcr französischen BcuöltcrllNl«. Ein großcS Olück, daß die offi-c:cUrn Nrcifc hüben und drübcü in gutcm Eiuvcrnehmeu sind Ui>d daß bei dcr Bcrcilwilligtcit Poüycr-Qa^rtlcre, die dritte halbe Viilliardc zu beschuff^n, die diesseitige Neigung, in daS finanzielle Arranicmcltt sich zu fügen, bestehen bleibt. Damit ist dann die Nanmung der Parijcr Forlö nur noch eine Frage der Zeit, und dic baldigc Verringerung der Occnftationöarmee entzieht sich jcdcm Zwcifel. Schon wcrdcn für die von Frankreich ab-^ rückenden Divisionen hicr und anderwärts Quartiere bestellt. Ist aver die U.ngcbung r»ou Paris nicht mehr occuplrt, so trägt vielleicht dieser Umstand dazu bei, daß die Erregtheit dcr französischen Hauptstadt nachläßt. Und nach Paris richten sich die übrigen wichtigeren Plätze in den Dep>nn müssen. 2. Rascheren Alizug dcrOccupatinns-Truppcn vom 10. September an. Eventuell kann auch noch cinc Grenzberichtigung zugestanden werden. Die Assemble hat nun den Gesetzentwurf übcr die Vollmachtsverlängcrung Thiers angenommen, somit ist Thiers nunmehr „Präsident der Republik" und die Rechte hat, so schwer ihr das auch geworden sein mag, nachgegeben. Eiuc Versnmm-lnng aber, die soebcn dem Chef dcr Executive eine Republik, dcr Republik hinwieder eine» Präsidenten gegeben, darf sich mit Fug und Recht als Constituante cvllären nnd das that sie nach den letzte» telegraphischen Meldungen nun auch wirklich; und in Folge dcsjeu wurde dem Quim't'schen Antrag, der auf nichts Geringeres als auf Auflösung der Assembly hinauslief, auch die Dringlich« teit abgesprochen, was ziemlich gleichbedeutend mit Verwerfung desselben geachtet werden darf. Einer M.ldung der „Agence HavaS" zufolge war übrigens ^uch die republikanische Vmkc mit dcm Antrag auf Auflö ü ig der Nalionaluersaiiiüilung nicht einver standen, da derselbe inopportun und bedenklich sei. Auch in der Provinz hat das Votum der National-Versammln,.;, der „Agcnce Havas" zufolge, allgemein befriedigt. DaSsclb: Blatt weiß ferner zu melden, Thiers habe von allen Regierungen Glückwunschtelegramme erhalten. ^ Die Gerüchlc von Cabinetsänderungcn werden demenlirt; die Nationalversammlung wird binnen kurzem chre Ferien amrelen. Die praktischen Preußen habcn mit Befriedigung die Consolidirung der Gewalten Thiers' gcschen, weil die Zahlung der Krieg>?eutichäoigung hiedurch gesichert erscheint. Auch wird ein günstiger Erfolg der Räu-mungsocrhondlungen mit dem Grafen Arnim hindurch erleichtert. Die meisten Blätter begrüßen, wie nicht anders zu erwarten, die Ernennung des Herrn Thiers zum P,ä-sidenten sehr beifällig. Das „Journal des DebatS" z. B. sagt: „Das Ncsultal ist ein entscheidendes. Oie Majorität hat bewiesen, daß ihre Eristcn; sowohl cinc starte und versöhnliche, als auch entschieden conservative und liberale sei; sie Hit das Verdienst vorgezogen, zuerst französisch und nachher erst repnblicanisch oder monarchisch zu sein. Paris wird seines Ranges als Hauptstadt entsetzt, In dem von der Commission einstimmig angenommenen Bericht heißt cs. daß die ungeheuere Arbe iter d e völ tcr u n g einer Stadt von zwei Millionen Einwohnern stets die Regierung beeinflussen und dadnrch die Ordnung des Landes gefährden würde. Dcr ..Constitution»^" verzeichnet das ii< der diplo^ malischen Welt umlaufende Gerücht, wonach eine Bcgcg' nung zwischen Herrn Thiers und dem Fürsten Gor-tschaloff in Aeaurir^c m dcr Schweiz (soll wohl heißen in dem Hottl BcaurivagezuOuchy, wo der russische Kanzler jeden" Sommer zu erscheinci, pflegt) in Perspective sei. Dem General Lefts» gebühre das Verdienst, diese Entrevue zu Stande gebracht zu habeu. — Demselben Blatte zufolge läßt die französische Regierung in Berlin von dem Kriegsministcrinm dic 550.000 Chasseftotgcwehre zurückkaufen, die von den Deutschen im Kriege erobert wurdcn und in Voraussicht eines solchen RückvertaufeS sorgsam vor Schaden geschützt worden wären. Aus Marseille wird vom 26. August telcgra« phirt: Das Kriegsgericht von Constantinc hat drei Eingeborene wegen Theilnahme an dem Ausstände zum Tode vcrurtheilt. El Naddad, Si-Aziz und Si-Muha-mcd. die Hanpturheber der (ömpöruna,, sind den dürszer» lichen Gerichten übergeben worden. Die Rebelleu fahren fort, sich zu ergeben. Die „Mg. Ztg." bringt folgendes Telegramm aus Bern vom 30. August: Nachdem bekanntlich die Frei» lassung des französischen Communemitglicdes Nazoua bereits angeordnet worden, wenn bis gestern kein vollständiger Schuldbcweis erbracht werden sollt.', ist seitens dcr französischen Regierung das Auslieferui^sbegehren zurückgezogen worden, vorgeblich um einen Conflict zwischen dem Bundesralhe und der Genfer Regierung zu vermeiden. Ein Negentschaftsdecret beruft die serbische Skuptschina für den l7. September nach Kragn-jevatz ein. „Tempo" erfährt aus Rom, daß mehrere Dcpu-putirtc der hinken in der nächsten Session des italienischen Parlamentes den Antrag auf Versetzung des Ministeriums Lanza in den Anllagezustand einbringen werden weaen dessen zweideutiger Haltung bei Gelegenheit der Excesse am 24. v. M. in Rom. Die in Rom erscheinende „Liberlü" imldct unterm 27. v, Mts., daß mit dem Poststempel Rom an viele Bürgermeister des Landes Visilkartcn versendet wurde», auf welchen die Worte: „Internationale Gesellschaft der Pclroleurs, Blut und Tod!" sämmtlich gedruckt und nur das Wort „Tod" mit Tinte geschrieben ware:'. Das Blatt gibt der Besorgniß Raum, daß dieser LosungSruf an vielen Orten Wiederhall finden und z»r Zerstörung von Eigenthum führen könnte. Seitens des Ministeriums des Innern ist an 18 Klöster, darunter die dcr Augustineriuneu und dcr Schwestern Mantcllate von St. Marta, die Ausforderung ergangen, sich zur Räumung derselben bcieit zu halten. In Rom herrscht Aufregung über die Nachricht von wiederholten Oh nmach t s - Anfällen des Papstes. Es wird sogar gemelccl das Pius lX. vom Schlag gerührt wordc,, sci und die Cardinäle sich insgesammt nach dein Val^cau begeben hätten. Da ähnliche Gerüchte schon öfters ausgesprengt wurden, bleibt die Bestätigung abzuwarteu. Dcr mcrlc öftlrr. Lchrcttag. In Nr. 200 vom Freitag brachten wir unter den „Tagcsncuigkcitcn" die für den Lchrcrtag zur Verhaus lung vcstimmtcn Themata. Am ersten Verhandlung?-tage nun wurdcn in Bezug auf die Frage: Wie ist dcr Religions Unterricht vom pädagogisch-didaktischen Standpunkte aus zu ertheilen? wer soll ihn ertheilen? folgende Sätze angenommen: 1. Der bisher übliche confcssiouelle Religionsunterricht widerspricht dem Begriffe der allgemeinen Volksschule. 2. Die Glaubenslehre soll die Erkenntniß des Urquells alles Seins und Geschehens an der Hand der Naturwissenschaften und dcr Mcnschengeschichlc immer reiner und geistiger entwickeln. .'!. Die Sittcnlehrc soll durch das an dem obersten Moralprincipe: „Handle nach dcr richtigen Werthschäz-znng dcr Din,e" geläuterte Beispiel des Lehrers durch Gewöhnung und Belehrung sitiliche Charaktere bilden. 4. Nachdem die Glaubenslehre der allgemeinen Volksschule, speciell die Sittcnlchrc. im Allgemeinen nicht confcssioncll sind, fällt die Nothwendigkeit eines confess»«-nellen Neligionslchrers für die allgemeine Volksschule weg. Die Lehrer Obcrüsterreichs protestirten feierlichst aea.cn diese Beschlüsse. Für dcn Ort deS nächsten Lehrer-tagcS wurde Klagenfurt in Aussicht genommen. In dcr zwcilen Hauptversa m m lung des Lehrcrtagcs rcfcrirt Herr Ernst aus Wien übcr daS Thema einiger Abändern,,gcn in der provisorischen Schul^ und Unterrichtsordunng und Herr Weich art auS Sttycr über daS Thema der Verwahrlosung dcr Jugend, letzterer stellt folgende Anträge: Der standee Ausschuß dcr österreichischen Lehrer-tage wende sich im Namen der vierten allgemeinen österreichischen Lehrervcrsammlung in Linz an die hohe Nc-gierung mit der Bitte: 1. Um Vorlage eines Gesetzentwurfes bezüglich der öffentlichen Klcintindererziehung an die hohe Reichs' Vertretung. 2. Um Errichtung von Seminarien zur Heranbildung geeigneter Kindergärtnerinnen oder doch wenig- Fmilleloll. Jum Versailler-Proceß. Ueber den Communisttn-Proceß schreibt man vom 24. August: Die Vorgänge in den letzten Sitzungen konnten nur ein geringes Interesse erregen. D,c Zuschauer und die Journalisten fixirteu ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auf Ferrö, der, äußerlich und wohl auch seinen seelischen Eigenschaften nach der hervorstechendste Charakter, cinc gewaltsame Metamorphose durchzumachen schien. Auf ihn wälzten unverhofft neue Zcu-acn eine gan^c Last von schweren, blutigen Anklagen; eine wahre Todeslasl. Dcr kleine, Hagcrc Mensch nnt dem schwarzcu Barte und dem hervorspringenden geister hast bleichen Gesichte bäumte sich auf gegen die furcht-baren Aussagen und rang zugleich in fieberhaft heftiger Ausregung, in peinlich nervösem Kampfe, um die Herr^ schaff über sich selbst zu erhalten. Die Theilnahme mrrü's c»n den Hinrichtungen von Gefangenen murdc °" den ^ag nelegt. Drei mal ließ der Präsident den zeugen ^eme Aussage wiederholen und dreimal mußte , .. "Ä3^ . ^!!!!'^ ""d unverändert, bestimmt nnd W°rtc anhören. Vergebens wehrte der . ^M ^t m" «"^"'^"'«'n^ d'e Anklage, deren volle Wucht lhm offenbar k^r war ab ^n seinem bleichen Gesichte mit den arbeiteten Na,enfkigeln lag ein erschrecklicher Ausdruck Vielleicht mischte sich u, seinem Geiste die Erinncruna des qcrMschvM" Knatterns der Chassepot-Gewehre mit Gedanken an dasselbe Geräusch bei seiner unvermeidlichen Hinrichtung? Und in demselben Augenblicke scheint noch ein besonderer Entschluß sich in der Seele des Angeklagten gefestigt zu haben, nämlich der Entschluß, ans seine Vertheidigung zu verzichten. Fcrr«, welcher bekanntlich von vornherein dicscs Verhalten vor Gericht beobachten wollte, war im Verlaufe der Verhandlungen cnideren Sinnes geworben, wie aus seinen häufigen Verabredungen mit sm,em Advocate» hervorging. Er konnte sich um so mehr in denselben Ver,hc,digungs-Linien wie Assy, Urdain nnd Billioray halten, als seine Anwcsc». heit bei Hinrichtungen nicht über allen Zweifel erwiesen war. Der Ausspruch des letzten Zeugen al'er, vom Ge- letzten Zeitpunkt aufbewahrt, scheint semen E.t,chsuß defnnt.v geändert und ihn zu einem früheren Veralten zurückgebracht zu haben. Seine kurze mcrkwürd'^, gewaltsame Vertheidigung am folgenden Tage wcn' luchs Anderes als ein Schrei dcr Verzweif lun>i, den c^ im Augenblicke jener furchtbaren Enthüllung untelbücken, niederkämpfen mußte. Und dennoch, es ist äußm't bezeichnend für dcn unfaßbaren Charakter Ferris, lag auch in diesem Ve.zweiflnngscoup cinc gewisse Uebcrlegmlg und Logik. Er übernahm nicht die ganze Verantwortung für seine exaltirten Thaten, sondern umgittg die speciellen Anklagen, indem er sich voll hinstellte als besiegten Vorkämpfer nnd Beamten der Commune. Zugleich aber stellte er das Kriegsgericht als Gegenpartei hin, welche jetzt den Entschluß zu fassen habe, ob sie die Besiegten vom Leben zum Tode befördern wolle. Dahin paßte zuletzt vortrefflich die Drohung mit dcr nachwachsenden Rache. Niemand, der das ganze Verhalten Ferry's beobachtet, der von feiner Grausamkeit durch Augenzeugen gehört hat, glaubt, daß jene gewisse, begeisterte Wildheit, mit welcher er seinen Richtern seinen Kopf anbot, aus seiner ungebändigten Seele kam. Es war ein überlegter Coup; der verzweifelte Entschluß cineS Fanatikers, ler sich unter dem Fanatismus noch Ucbcr-lcgung genug bewahrt Hit. um die Oeffnung zu vcrdct-ken. durch welche er mißlicher Weise dem letzten, dein Todcsstreich, entrinnen kann. Diese Nebengedanken Fcrr^'s glaubt man auch darans zu erkennen, daß er das P"' blicum nicht aus den Angcn verliert und inmitten einer unbeschreiblichen Aufregung scheint er blitzschnelle Blicke hinüber zu werfen in das Auditorium, wclchcS gleichwohl keinem der Angeklagten so feindlich gesinnt ist. Es ist doch selten vorgekommen, daß man die declamatorischen Ausrufes eines Mannes, der um seinen H.ils redet, mit lautem Gcmurmel des Mißfallens begleitet. Weder bei Assy, noch bei Urbain, noch bei Billioroy kann ma" Achnlichcs bemerken. Im Publicum formnlirt man vorgreifend das Urlhcil des Kriegsgerichtshofes dahin: lebenslängliche Deportation für Assy, Urbain und Billioroy; zeltwelligc Deportation d.r Nachfolgenden mit Ausnahme von Courbct. Regere, Parent, Lullier (dem zweifelhafte" Kommunisten), die man bereits als freigesprochen ansehen wlll. Daß Ferr6 ocm Tode entgehen werde, will man nicht annehmen. Von der tiefgehenden Erregung, welche dir Commlinegcschichte in der Pariser Bevölkerung hervorgerufen hat, erhalten wir täglich Belege und traurig Beweise. Die Selbstmorde und Wahnsinnsfällc mehre" sich auffallend; in die Morgue bringt man täglich pichen, bei dencu Selbstmord verschiedener Natur nachgewiesen wurde. 1477 stens um Einführung eines Curses fNr Kindcrgllrtnerei an Präparandien. 3. Um Einflußnahme auf die G'mcinden in Bezug auf die Vcrsorung wahrhaft arm^r hilfloser Kinder. 4. Um strenge Handhabung der Gcsctze bezüglich des ssinderbeltels. Dr. N. Poll at a»s Wien beantragt in warmen Worten die Gründung von Vereinen nach dem Muster dcS in Wicn bestehenden und höchst rühmenswerth wir-tcnden ,,Vcrcius für Kinderfreundc," wodurch am besten der Verwahrl^sima entsscscn^etretcn werde. Der Vorsitzende ctthcilt bierauf dem Referenten E r n st daö Schlußwort. ?l'ach kurzem Neslilü« allcr gehaltenen Anliäge stellt der Ncducr nachfolgende zwei Anträge: 1. „Dic V.rs^minluuq c klärt, eS seien Abänderungen an der provisorischen Schul' und Unterrichtsoidnung nothwendig geworden. 2. Der s:ä„dige ?lu?schuß der österreichischen Llhrcr-tage wolle auf Grund dcr Vcschlüsfc dcS Lchreltages in einer Dei.tschrift dem Unlcrrichteministtrum jme Abänderungen der Schul - und Uulcrrichtsnidnuna. be» ka„nt^dcu, welche sich »ach Erfahrung und Fortschritt 5ck VollsschullvcscnS als nothwendig erweisen." Diese Anträge wurdcr» mit großer Majonlät angenommen. Wcltauöstcllunl, 1873. Das Interesse an der Weltausstellung steigert sich im Auslaudc in erfreulicher Weise und spiegelt sich auch in der zunehmenden Theilnahme ab, welche die auswärtige Presse dcm Unternchmcn widmet. Eine Reihe hervorragender französischer, englischer, süd- und iiorddent» scher Blätter brachte in der lctztcn Zeit längere Arlikcl, wclchc die Vorarbeiten für dic Auostcllung sympathisch begrüßen. Bereits sind ans den verschiedenen Induslrie-districtcn des Auslandes auf die Betheiligung bezügliche Anfragen eingelangt. Speciell im südlichen Frankreich rüstet man sich schon für die Beschickung der AuSslcl-lung. So ist z. B. das t. und l. Generalconsulat in Marseille bereits von den Lyoncr Industriellen um dessen Vermittlung in Auesttllm'gclcmgelcgcnhciteu angegangen worden. Aus den Kronländcru sind in der jüngsten Zeit zahlreiche Fachmänner nnd Industrielle nach Wien gereist, um Berathungen wegen Betheiligung an der Ausstellung mit dem Leitcr derselben zu pflegen, Letzterer hat andererseits mehrere mit dcm AusstellnngSwesen vertraute und durch ihre Mitwirkung bei den früheren Expositionen zu Paris und London bewährte Männer behufs Besprechungen nach Wien berufen. So waren die Secretäre der Handelskammern von Prag und Pilsen, die Herren Dr. Schcluck nnd Dr. Stcpancl. ferner Herr Professor Wilhelm ans Gra; uud Andere in Folge der an sie e>gang!nen Einladungen in Wien anwesend. Das k. k. Handelsministerium hat die Anordnung getroffen, daß die Korrespondenzen und Sendungen der keilung der Weltausstellung 1873 im Sinne der Art. 2, 7 und 8 des Gesetzes vom A. October 1865 untcr den in diesem Gcsctze festgestellten Modalitäten portofrei zu behandeln sind. Die Eorrcspondcuzcn portopflichtiger Covporationen und Personen (Journale, Anstalten) mit der Leitung der Ausstellung müssen, um iu die Porto freiheit einbegriffen zu wcrd.n, nnt der Bezeichnung der Eigenschaft des Absenders und mit dem Beisätze „über amtliche Aufforderung" versehen sein. Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß sich bereits die weitesten Kreise mit der Frage der Fremdcn-Untcrbrin-yung während der Ausstcllungszeit beschäftigen. Zahlreiche, auf die Wohnungsfrage bezügliche uud beachtcnS-werthe Projcctc gehen der Leitung der Ausstellung .zu. Aiclc Hausbesitzer und Private wollen ihre Häuser und Wohnungen zur Verfügung stellen. Die Leitung der Ausstellung selbst hat die Wohnungsfrage ernst ins Auge yefaht und findet in dieser Beziehung allseitig das er freulichste Entgegenkommen. Viele theils leerstehende, theils gegenwärtig unzweckmäßig benutzte Gebäude dins' ten sich trefflich zur provisorischen Verwandlung in mlii-^0N8 lliou!)1668 eignen. So könnte z. O. das alle Opcrn-^us nebst dcm anstoßenden Gcbündc, dcm sogenannten ^leilumtzhause, in welchem die Garderoben nnd Gurca^ °er Oper untergebracht waren, zweckdienliche Verwendung slnden, ersteres als große Spcisehallc, letzteres als Iwwl 3lMn. Vcrhültnißmäßig geringe AdaplirungStoslcn wäicn l"r die Metamorphose dieser Gebäude erforderlich. Kaum e>ncm Zweifel kann es unterliegen, daß das Obcrslhof-lMlsteramt cincm tüchtigen Unternehmer hiezn die Bewilligung bereitwillig ertheilen werde. '---------------^».__________»„,____--------- Mgesneuigkeiten. — Ihre t. Hoheiten der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Karl und die durchlauchtigste Frau Erzherzog.« Sophre habeu aus Anlaß Ihrer jüugsten An. wesenhett u. Aussee für die dortigen Hausarmen und besonders Bedürftigen 300 fl. gespendet — Ihre Majestäten der König «nd die Koni qin von Sachsen st"d am 30. v. M. w Müuchen eiuge troffen und fofort nach Possenhofcn weitergereist «^ ^^' ^Ä^ der König von Belgien ist, Über Ostende und Dover kommend, im strictest«» Incognito in London eingetroffen, um die internationale Ausstellung zu besuchen. — (Allerhöchste Stipendien für die Gürtn er fchule „Elisabet hinu m" in Mooting.) Das k. l. Ackerbauministerium hat für die mit der land-wirlhschafllichen Lehranstalt „Francisco.Iosephinum" in Mödling in Verbindung zu bringende, am I. October l. I. zu eröffnende Gärtucrschule ..Elisabelhinum" in Mödling zunächst auf die Dauer von zwei Iahrescursen zwei Stip.'N-dien zu je 250 st. ö. W. bewilligt uud Se. l. undk. Apo-stolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. August d. I. zu genehmigen geruht, daß das eine dieser Stipendien den Namen Er. Majestät des Kaisers, das andere den Namen Ihrer Majestät der Kaiserin führen dürfe. Ter Anspruchnehmende muß mindestens 15 Jahre alt und kräftig fein und Volksschullenntnisse besitzen. Bewerbungen sind bis 20. September beim Curatorium der Lehranstalt zu überreichen. — (Der Herr Minister fiir Cultus und Unterricht) hat die Anordnung getroffen, daß von den beiden in Mähren befindlichen l. k. Lehrerbildungsanstalten die in Vrünu bestehende zur Ausbildung von Lehrern für die slavischen und jene in Olmlch zur Ausbildung von Lehrern für die deutschen Volksschulen bcstimmt, uud daß beide hieuach bereits mit Veginn des Schuljahres 187l/72 eingerichtet werden. — (Franz v. Schmidt - Zabie ro w 1.) Am 29. August starb zu Hall in Tirol einer der geachtetsten Ehrenbürger der Stadt, Franz u. Schmidl-Zabierow, jubi-lirter k. k. Landesgerichlssecretär, im hohen Alter von «0 Jahren. Dessen ältester Sohn, der k. k. Hofralh und Preßleiter Franz v. Schmidt Zabiercw, war vor kurzem noch auf Besuch bei seineu Eltern, — (Sieben Personen verschüttet.) Aus Stainz bei Voitsberg in Steiermark wird dem „Voltsfr." mitgetheilt: Samstag (26. v. M.) Nachmittags 5 Uhr ereignete sich in dem, dem Eiseuhammerbesitzcr Herrn Adolf v. Kallncgg gehörigen Kohlenschachle „Herminenhülte," iu der sogenannte» ..Trauerschlucht," ein entsetzlicher Unglücks-fall. Von der Adolfshütte wurde iu deu Herminenschacht eine neue „Einfahrt" gebohrt, um die daselbst befindlichen Kohlenadern verfolgen zu töuncu, wobei 4 Vergmänncr beschäftigt waren; im Inueru des Schachtes befand sich der Steiger uud 2 Bergleute. Plötzlich begann sich der Boden unter den Füssen der vier oben beschäftigten Arbeiter zu lockern und die gauze Erdschicht stürzte sammt den Genannten in die Kohlengrube, so daß auch die unten befindlichen Personen verschüttet wurden. Leider konnte nicht ein Einziger mehr gerettet werden; denn bevor von den zur Hilfe herbeigeeillen Bewohnern von Etainz die Ausgrabungen be» wertstelligt werden tonnten, hatten alle Sieben den Erstik-kungsloo erlitten. Erst Sonntags Vormittag« wurden deren Leichen aus dem Herminenschachte heraufbefördert. Fünf von den Verunglückten sind Familienväter. — (Sr. Maj. Fregatte „Novara") ist auf der Fahrt von Gibraltar nach Pola am 28. August im Hafen von Catania auf der Tstlüstc Siciliens eingelaufen. An Bord befand sich Alles wohl. — (Der patriotisch - ölonomischen Gesell« Schaft in Prag) wurden 30,000 ft. Staatssubvenlion zu Landeöculturzweckcn angewiesen. — (Der badische Gesandte, Robert von Mo hl,) erhielt anläßlich seines fünfzigjährigen Doctor-Jubiläums von dem Könige von Vaiern ein fchr schmeichelhaftes Handschreiben. — ^Auch eine Noth.) Die „Stuttgarter Vlirger-zeiluug" schreibt: Im Gebäude der StaatShaupllassc kommt jetzt eine noch nie dagewesene Verlegenheit vor: die Millio-uennoth, da die zur Aufbewahrung der Staalsgelder bestimmten Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. Ein verflos« senen Samstag hier angekommener Antheil von der französischen Kriegscontribulion mußlc deshalb wegen Mangels an Raum nach der königlichen Münze gebracht werden. — (Der russische Un l errichlsministe r), welcher sich seit einiger Zeit in Vcili» b» findet, wohnte mil eiuem feiner Seclionschcfs oftmals den Lehrstunden in den höheren Vürgerfchulen bei, um dort nützliche Wahrnehmungen zu machen, die er fpäler in feinem Nesfort praktisch zu verwerthen gedenkt. Es ist dies geradezu ci» bisher unerhörtes Factum, daß der Fachminister eines mächtigen auswärtigen Staates iu eigener Person als Hospitant in einer Schulstube mit der Absicht erscheint, sich daselbst didaktischen Studien zn widmen. Sogar der Mikado von Japan hat sich der Erkenntniß nicht verschlossen, und die japanc-sischen Jünglinge, welche aus diesem entlegensten Erdwinkel nach Berlin gesendet wurden, solicu, nach allein, was über sie verlautet, trefflich gedeihen. Man Hal sic vvu ciuander abgesondert, bei Privatfamilicn untergebracht, und mehrere dieser hintcrasialischcu Eleven sind nach kurzer Frist iu der Kenntniß der deutschen Sprache schon so weit vorgerückt, daß sie mit vollem Verständniß dcm öffentlichen Unterrichte folgen können. — (Auf St. Thomas) wurde« am 21. August durch eiu Erdbeben, von Sturm begleitet, alle Häuser beschädigt und gegeu hundert zerstört. 150 Personen sind theils todt, thcilS verwundet. — (Cholera.) Wie die „Ostfee-Ztg." schreibt, gras-sirt in Lithauen die Cholera-Epidemie »och immer mit un» geschwächter Heftigkeit. AuS den veröffentlichten amlllchcn Berichten geht hervor, daß von den Erkrankten in der Regel mehr als die Hälfte mit Tode abgeht. In Wllna hat die Seuche in letzter Zeit auch aus den höheren lStcludcn und wohlhabenden Klassen zahlreiche Opfer ge< fordert. Die größten Verheerungen richtet jedoch die Epidemie unter dem massenhaften jüdischen Proletariat der llemcn Städte und unter der dem Trunk ergebenen ländlichen Bevölkerung an. Nach einer'Meldung der „Köln. Ztg." ist es jetzt amtlich feststellt, daß nun auch die Cholera in Tilsit. Justerburg uud Elbing epidemisch ausgebrochen ist. Aus Holland melcet ein französischer Consul, daß in Tchidam und Rotterdam die Brechruhr häufig vorkommt; in Paris sind in der Zeit vom 19. bis 25,' v. M. 728 Personen verschiedenen Darmleiden erlegen; in London starben vom 13. bis 19. v. M. 40 Personen sgegen 15 in der Vorwoche) an der Brechruhr. In Königsberg sind am 25sten v. M. beim Polizeipräsidium angemeldet: ertrankt 89 und gestorben 40 Personen. Iu der Woche vom 18. bis 25. v. M. sind daselbst, wie die „Köln. Ztg." berichtet, A29 Personen an der Cholera gestorben. In Alton» sind vom 19. bis 26. v. M. 10 Fälle von Cholera und sechs Fälle von Cholerine, im Ganzen 22 Fälle, mit tödllichem Auögauge vorgekommen. In Charkow sind neue Nothspitäler für Brechruhr-traule eröffnet worden; in Moskau waren am 24. v. M. 404 Perfonen au der Nrechruhr ertrankt; seit dem Beginn der Epidemie (13. März d. I.) erkrankten daselbst 4952 Personen, von denen 2309 starben. In Petersburg, wo die Epidemie bedeutend abnimmt und am 25. v. M. nur mehr 199 Kranke in Behandlung, Zuwachs und Sterblichkeit sehr gering waren, sind seitdem Beginn der Seuche (27. August'1870) 4869 Fälle vorgekommen, wovon 2079 mit Tod abgingen. Im Dorfe Czimochom (Kreis Lyl) mit 479 Ein< wohnern sind, wie auö Gumbinnen berichtet wird, 79 Cho« lcraerlrautungen vorgefallen, wovon 46 tödtlich verliefen. Die Regierung hat die ausgedehntesten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Locales. — (Tagesordnung) der am 5. d. M. staltfindenden Gemei nderath ssi tzung: 1. Vorträge der Rechtsseclion über den Wahlccnsus in der Stadtgemeinde Laibach für die Landtagöwahlen. 2. Vortrage der Finanz-section: a) über die Frage, ob zu Gunsten der Stadt-gemeinde ein Zuschlag zur Verzehrungssteuer bei jenen ver« zchrnugssteuerpflichtigen Gegenständen einzuführen sei, welche bisher einer städtischen Abgabe nicht unterworfen waren; d) über die beendete Liquidirung der Schuldigkeit und der EinHebung des Zinslreuzers fUr das Jahr 1870. 3. Vor« träge der Bausection: ll) wegen Herstellung eineS Canals längs der nördlichen Häuserreihe an der Klagenfurlerstraße; i!)) Liquidirung der Verdienfigebühr stir den Canal in ^Kuhlhale; c) Rechnung des Carl Tanzher über geliefertes Vauholz und Schniltrnateriale im Betrage von 1051 fl. 40 kr. 4. Vorträge der Schulsection: ü) wegen Flüssig-machung der Dotation für die Modellirschule; d> wegen Besetzung der neucrcirten Lehrerstellen an den städtischen Vollsschulcu; <-) wegen Besetzung teS Dienerspostens an der Oberrealschule. — (Die Ausstellung der Cnder'schen Aquarelle) wird heute im Zeichenfaale der Realschule eröffnet. Wir glauben den Befuch derfelben um fo dringen» der empfehlen zu fcllen, als die Ausstellung nur bis 12. d. M. dauert. — (Soiree.) Dem musilliebenden Publicum lönnen wir die Mittheilung machen, daß die ausgezeichnete Regi-mentöcapelle von Härtung Nr. 47 heute Abends um 7 Uhr abermals im Casinogarten eine OfficierS-Soiröe veranstaltet. — (Off iciers - Sche ibenfchießen.) Gestern Nachmittags um 3 Uhr fand ein Ofsiciers'Scheibenschießen auf der hiesigen Militärschießstätle am Fuße deS Golovc statt. Als hervorragendes Best erwähnen wir einen silbernen Becher von sehr hübscher Arbeit, welchen der Regiments» Inhaber Graf Huyn dem OfficierscorpS verehrte. Der Schießstand sowohl, als alle aus Anlaß des Festes aufgeschlagenen Zelte waren sehr hübsch mit Fahnen und Reisig decorirt und den ganzen Nachmittag bis spät Abends be» lebte eine zahlreiche Menschenmenge den Schießstand und ! die Höhe des BergeS, sich an den heiteren Weisen der beiden Musilcapcllen erfreuend. Die zwei ersten Beste wurden von zwei Osficieren der hiesigen Garnison und die drei weiteren von hier bei der Concenlrirung weilenden auswärtigen Officieren gewonnen. «„ ,, — (Theater-Nachricht.) Herr Walburg, der die Leitung der hiesigen Biihnc flir die kommende Saison übernommen, gibt soeben bekannt daß er mit «ner complellc» Opern-, Operette.,- und Schausp.elgesellschaft ore Vorstellungen am Sonntag den 17. September begmnen wird und zwar mit einem Prologe und dem socialen Schauspiele „Unsere Sklave»." Herr Walvurg verspricht gewählte Vorstellungen im Bereiche der Oper, Operette, des Schau-und Lustspiels, sowie der Gesangsposse und suchte durch Anschaffung der besten Novitäten nach Kräften den Anforderungen zu entsprechen. Das gleichzeitig veröffentlichte Ver-zeichniß der darstellenden Mitglieder weist solaenden Per. sonalstand aus: Herren: Wanisch, Heldentenor- Weaer lyrischer Tenor; Nedelto, Bariton, Regisseur- Prosek Bal riton; Hyuek, Scharf und Chlchit, Bassisten; Schulz, Opereltenlenvr; Schlesinger, Gesanaslomiler; Echönau, Charakterlomiter; Ehrenfest, jugendlicher Komiker; Scholz, Konuker und Operettensänger; Fürst, Heldenvater und N--gisteur; Nadler, Charatterspieler; Ströhl, Osin"Y und 1478 Hofbaucr. Viiter; Puls und Lackner, Helden; Meißne, ^reunnger und Roßmann. Liebhaber; Forster Verqel Schnapek und Anton, Chor und Nebenrollen. Damen Barch, dramatische Sängerin; Heß, Coloratur-Sängerin halda, jugendliche Säugerin; Leitner, Altistin; Habrich ^cal- und Operettensängerin; Zell, Mezzosopranistin Toldte, erste Heldin; Conrad, Lind und Cnhak Lieb habermnen; Nrst, tragische Mutter; Nedelko Anstands blauer und Langhof n u ere u Kronlande vou den Gerichten verurtdeilt - ^ur Ärres^rafe bi« zu 8 Tagen und darunter 3379 M 43Z W ; über 6 Tage bis zu 1 Monat 549 M 63 W - "' ^ Z» 3 Monaten 124 M.. 10 W.; über 3 dis sm>^""7^ M., 4 W.; - zur Kerkerstrafe ln« zu 1 M.nat und darunter 141 M. 14 W.; über 1 bis u '^"7" 464 ^, 36 W.; llber 6 Monate bi« u 4 U' ^ ^/^ ^' "b" 1 bis zu 3 Jahren 82 M,. ^ ' ^ > ^'^ ö" 5 Jahren 24 M., 2 W.; Über 5 ^,'" ^.? D'" ^ M" 2 W.; über 10 bis zu 20 11^. l """"'' ^^ Zahl der Verpflegstaqe betrug ^.477 slir Männer, 11.181 filr Weiber, die Erhal- wngskosten 5« 082 fl. — (Das ständige M i n iste r i a l'V er c ius^ comity beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit Vor. lagen der Sparkasse in Laibach wegen Anlegung von Gel< oern bel der Escomptebant in Graz. <,-« 7^ Ausstellung in Villach.) Zu der in ^u.ach vom 17. bis 20. September stattfindenden landwirth, 'chMlchen Ausstellung und der Wander^ersammlung färut^ uenjcher ^.ud> und Forstwirthe werden auf den Siid- und ^ud°Iföbahn,tc>tioncn ermäßigte Fahrkarten flir die Mit. «neoer 0er ^andwlrldschafisgescllschaft und fur die Aussteller ausgegeben. Erstere haben ihre Mitgliedskarte, letztere ihre Freikarte cm den Stationen vorzuweisen. 7." (Ergebniß der La ndqe n, e in d ew a h le n ß'^""tkn, Wahlbezirk Klagenfurt: Carl Stocken, ^ s ^ ^"^' Wahlbezirk Hermagor: Oswald )lscheümtzer Johann Mllonig (liberal). Wahlbezirk St ^o f N^'H^" ^"geb (liberal). Wahlbezirk ^Uillach: ke n.^ ^'.'^'^^ ^'"^ (liberal). Wahlbezirk Völ-era '' ^7."" ^"'^'"er (couseroativ), I. Ullmann ^ ' ^^bezuk Wolfsberg: Georg Pongratz, Philipp ^(co,chroat^). Im Wahlbcznke Spttal wurden noch g^waylt: 0r. Joseph Taurer und Josef Lar (beide liberal) ^ wurden demnach 11 Liberale und 3 Conservative gewählt. 77 (Die Curliste des Bades Krapina-^opllh) weist bis zum 26. August im Ganzen 1593 Partelen um 2147 Curgästen aus. Ginneselidct. Ml! obiie kosten. Ilevalezciöie Du »2lr> von I.onäoll. ^l wi^.'s!^'ü.""^^c""^ der delical.n N«v«I^i^« .k. l'.n'.v aNc Ma« ' i.rn Ä"^' ^'^"e °l'"c M^iciu und Kosten MNM5MW 5-chwm cl, Vlntanfsteigen, Ohrenbransm. Nebelt tmC^chm sold!t wahrend der Schwangnschaft, Diabett'«. Melancholie 3 maarniilq, RlMiimtlSmuS, Gicht, Vleichsucht Ausnm ^ ^W0 C«'.isic»tcn ,ber Genesungen, die Ar MeS wide^ Certific.at Nr. 58782. c?s.>>, ^^''"/"^».^ Appclitlosiglcit nnd°Erbrechm"n/ch"dem C ftci. Ihre vorlreffllche Nov«,^^i^o hat das Erbrechen c>nn',l ch gehoben n„d meinen Appttit hergestellt. Meine Ueber« an,,- /.„ ^rH>ortrefflichkett Ihrer N.v«^.^!. «cran?t nch^UN n i dcrn Leidenden bestcnS anzurathm. ^ ! ^^^.^^^ Carl Vera er. ! ', Certificat Nr, ^2914. _^ Wl'slcm. II. Scptemliir Itz ; folg lliigi-wmdet. so nabm ich i» H>üi;wi!iftl!iig meiuc ^.,ifll>cht z , Ihrcr Nc>vi,l^,^-^l'(!. Ich tc,,m dc„, liibl>i! O^t und Ihiil»» mcl . genug da„kc>', für diese lijslllche Gadc d^r Natur, t^ic fiir mi< ' die unberechmbarile Wohllhat gcn>rsen ii't. Franz Steinmann. Nahrhafttr alS Fleisch, mpart du- I<..v.I««oio.« bei Erwach , seum und ^ludern 50 Mal ihre» Piri^ ill Arzueicli > III Vk'chliüchsci, uun ' Psmld st 1.5>l». 1 Pf,„lb fl 3^ 2 Pfuud ft. 4.5)0. 5> Pfund fl ,0, l2 Pf.md fl. 20 24 Mm ' 12 Tas,m fl. 1.50, 24 Tassc» fl 2 s.<), ^,^ Tasscu sl 4 5.,. j Pulver filr 120 TasssU fl. 10, für ^« Tassen fl 20 für ^>?! , Tassm fl. 30. Zu belehrn dmch Vnrry du Varru ^ Co'm^ in ^Vivn, ^VHi1Ü30li«H«8« ^I-. 2. in I.HRbHoIi Ed M al,^ ill Marlnoc, st. Äolletnig. !,! zllal,c,isnrt P. «irnbach/i in Graz Oelirüoer Ol'errci i,,üllly r. i» Inuödrllck Diechll < Frank, i,i ^ili, Hasclmayer, in Pcst Türüt. in Pr°i I. Fürst, in Arum, ss. Eder. sowie in allen Städten lici cnill', l ApollMrii "iid öprccreihändler,!-, auch vrlftiidet das Wiener Han nach allen Gessenden gegen Postniiweisliiig oder Nachnahme, ! NtUlilr M (Original -Tclegramül dec „Laibüchcr Zeitung.") Paris, 3. September. Das Kriegssserich verurtheilte Lullicr ;„,» Tode. Urbai« u,,l Trinqnet zu lebenslängliche Zwangsarbeit-neun Äusseklagte »vurdel, ;ur Deportation zwei zu Gefängnisstrafen verurtheilt, zwei abe, freigesprochen. Bei den Wahlen dcr Vaiida.mn'illdeli in Kuril te, siegte die sogenannte „oeifassliuMriue" Partei. In Olierösterreich bcfmdci, sich unter den bishe, bekannten 19 Gewühlten der Landgemeinden 1? Candi^ dalcn des katholischen Pattöoercins. ! Bei den Landgemeind^wahlrn des Bezirks St. Io-j hann und Zcll am Scc iü ?dizi,urcz wurden ? Clerical, gewählt. Gastc i tl, 2. Seplcmber. Der König von Griechen« ' land ist hier eingetroffen. , München, 2. September. Der Landtag ist aus den 20. September einberufen. Versailles, 2. September. Eine Botschaft , des Präsidenten der Rcpudlil, Tdiertz', an die Nationalversammlung dankt silr den Vertrauensbeweis und verspricht Hingebung an die Interessen des Landes und Kräftigung dcsselben nach innen und außen. Die Dringlichkeit betreffs der Aufhebung des Bc-! lagerungszust'inocs wurde abgelehnt, nachdem die Regierung ' dagegen gesprochen hatte. Ii, Folge des Verbotes der S!pt7md'er7870.^'^ ''^°" ^'' ^««feier des 4ten Constantinopel. 2. Scptember. Aus guter 'Quelle wird berichtet, daß der Glohvezier Aali-Pascha ^ einen Nückfall hatte. Sein gegenwärtiger Zustai'd ist sehr kritisch, so daß die Aerzte das Schlimmste befürchten. Telegraphischer Wechsele ours oom 8. September. 5perc. Metalliauetz 5^.90 ^ 5p,„ Mttalliqncs mit Mai-nud Nooember-Z.u en 5,9.W - 5porc, Nalioual.Nnleh.u 70 20. - 1b'i0cr ^iaalo-Anlehci! I01.7,i. .. Baul-Actien 772 ^5. Act^e.. 296.80. - i.'°ud°u ^^0. - Silber n^ 7" ^^ M .n ' Kandel und Volkswirtljschastliches. Verlosungen. (1839er Lose.) Bei der Ziehunq am 2. d. M. wurden ans den am 1. Jänner 18/1 verloöten 22« Serien nachftei nd verze.chnote N?4 Oew.nn Nummer.l mit f.l^.den (wo st ? ssczogen m,d zwar ftcl der,va»Pttrtffer mit 220.000 G.ld a Nr. 70.441, der zweite Trchor >nit 50 000 dulden ^,. '?^ «9.72.. Ferner ^ 17.745 15.000 Gulden, dummer 71 M) w^ 29.07? 8i00 Gulden, Nummer 60 485 m^^ Gulden Nr. 21.089, 2l.464 und 105.^" W00 Gnlien^ " 42.047, 81.472 und N2.379, je 2500 Gulden Nr. 31,21 48 M 2; den zweiten Treffer » von 50.000 fl. gewinnt S, 542 Nr. 60; den dritten Treffer d von »5.000 fl. 'gewiiiltt Serie 1591 Nr, 50, nnd den vierteil r Treffer von »0.000 fl. gewinnt S. 54^ Nr. 34; ferner geivi»' » nen je 5000 ft,: S, 5^2 Nr. 4« nnd S. 1048 Nr. 78; »e ,; 2000 fl.: S. 1594 Nr. «8 nnd 91 und S. 1838 Nr 48; ie »000 fl.: S. 130 Nr. 11 S. 522 Nr. 23 S. 1'.94 Nr, 4 und 49 S. 1838 Nr. 19 und S. 2146 Nr. 34; weiters gewinnen je ' 500 fl.: S. 130 Nr. (>5 S. 526 Nr. 07 und 78 S. 542 Nr. 35 ^ und 51 S. 1048 Nr. 11 und 25 S. 1594 Nr. 32 51 69 und . 89 S. 1838 Nr. 7 und 76 lind S. 2146 Nr. 46 und 6^; un° Ii endlict, gewinnen je 400 fl,: S. 130 Nr. I 9 und 6t S. 55albanl'. Stand am ' 30. Ailgnst il' den Hanplpustci,: Vailtiiutel, Umlails 303.87?,5<»0 fl,! l Metallschatz 126.953,3«? fi; Mttallwl-chfel 22.80176^ ft,! i Slaatsnoten, Ein.mliesch 1,133.975 fl,; lHscamplc 113,707.138 fl.; . Pfcmddarlchm 37,883.400 fl. Die aliciülaufme Woche weit>l die stärlste Iülliispriichiiahmc deö Vanlcredits seit längeicr Zcit nach. Die Notellcirciilation ist um mrhr als 6,j Millluiicn gistifgsU. und zwar sind ,'!<5 — 35j.-,— Erdäpfel „ 2^0^------- Tauben „ ,_. I6 — — hülsen ,. 5 50-------, Heu pr. Ctr., alt 1 2l) - — Erbse« .. 5-- ,, '„ ,. „cu ^.----------- Fisolen „ 5 20------- Stroh ,. _. 90 .. >- Nlndsschmalz Pfd. -5.2 ------ Holz, hart., prKlft. - - 6 60 Schweineschmalz,, —4»;-— wnchr«, 22" - — 5 20 Speck, frisch, „ —3^!.. - Wciu, roth.,Eimrr .. 12^ aeriincl^i't „ — 42,-------— »in^r .. ------10 - Lottozirhung vom H. September. Trieft: 9 29 32 30 55. 6 U Mg. 744.t,(, -j-11.n wludstlli Nebel 2. 2 „ N. ! 743.,« ^21.» windstill heiter 0.oo 10., Ab., 742..!« >l.I3„ < windstill heiter 6ll. Mg. 741.«« > 9(, j wmdstill^' Nebel'"!" 3. 2 „ N. 73^».«2 -j-22.4 ! windstill heiter > 0c»o I0„ Ab. 7^9,«2 ^.,5.<> ^ windstill ^ heiter i Veldc Tage fast wollVüluS lind windstill. Abcndrolh. Dc>« vorgestrig? TacMnitü'l drr Wärme-s-15 2". das aestriac > 15 5°, bezlchnngswcise nm 16" imd 1-0" nntcr dem Normale. Verantwortlicher Nrdacl^iir: Iaiia, u. Klei 11 m a v r.' " Vürlendericht. ^Ule» 1. «Vcptembei'. Die Vürsc lvar wieder schr scü und wciin auch iNii^a?',,! ^,«. ^> >> P—5^------ K. Allgemeine O». WrundtntlastunaS-Vbliaativllen. «°wcn F«rl00sl. Oeld V°°rc Nm ' ' - ' z»5p«5t 96— 97-Nieder-Ocherreich' ' "^" ^- ^0 Ober-Oefterrcich . "^" ^-^ ^-^ Sicbeubiiran, . ' "°" 9450 95,— Smermar' . .' .' "^" 7675 7725 ""'°t. A«»o>. °ff,.,.^» ^^./°«^ Dou S " ^'7' " Prcliß. Cassenscheine. 1 .. 50j .. I ^ ^ ,' Silber . 119 „ 75 « 120 „ ^ " »kramische Grm'de.it'astmlgs - Obl'gation.n, Pll«