kUM' Prefs öl« "H— 71, Jahrgang *J®*»irt]lch siebenmal SchrtfHeltuag (Tel MmA, Hr. 2870) eewfc ffl f* “n9 u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul.4. fragen Rückporto beilegen Manuskripte werden nicht retumtort .. nv.x'uvw.' v . xxxvwxw\*.\\ WVx A WW ' a-ßi Nr. 239 Montag, den 7. September 1931 Inseraten« u. Abonnemente-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl 23 Din, für das übrige Ausland monatl 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Di«, Ißriborer Reituna Montags-Ausgabe Tit. LtC-ejska ^ JM L ju"bl js.113. Schachturnier in Bled ^urde die zehnte Runde des Llte Wrfi'et£ gespielt, die folgende Resul-^be Z7sD,e Partie Stol tz-F l o l, r 0 to e"/( ebenso die Partie T a r t a -t’ i! cijZqf / r c- Die Partie N i c m z o-i b’üoiBHrA' n ^ 0 § endete mit deni Siege ' .Die Partie B o g o l j u-v’ehttntm° 'Ü, ^ gewann Kostie. Die Partie Jr^ge Rh' , aroc39 endete mit der Nie-^istexz >'elmanns (der ersten des Welt-,eteh PQrt. ,efetn Turnier). Die beiden wei-Nd^NAljechin-Kashdan e P i d in a r wurden abge- , ,§eute 53 I e b, G. September. tt‘.bie iuimn!1.6 iie-1L Runde gespielt, wo- B l e d, 6. September. t, ,U|e Ul. m. ututtoe qeipieu, wo- • 5)ipCn Geister in den Vordergrund y 1 b ^ um 11 llfir fipnnmTPttP ^hrrrttp Unt 11 Uhr begonnene Partie §T5' ^ o i e m zowi tsch endete 1. l k AD b jubow eroffnete gegen I dem Damengambit, kam ins ^® t o und gewann auch die Partie. Sttt nicž e % }\ derlor eine sehr interessante ttL9e9en 5r j e ch i n. P i r c spielte sehr ^ Z n a l o 8, die Partie wurde Httb Äb in . w i. ^urn zweitenmale abgebrochen knq^jgitEn ^ jetzt die Chance, die Partie VJ, ‘dftif o-b °hr konnte durch gute ft i ,’ttggj Dartafotoer bereits Om e, sehen. Schlecht spielte K o-° s h d a n und verlor daher V. „ J e mu ' p stt e I m o n rt, gegen den ^ ) r, Uttttarra tnetn Aftern eröffnete, tour» P’ovr a,U^er Programm ihre ab-,e f°rt, wobei Flohr Sieger Roz; %■ ^Besuch beim Vapst vevomehrnd ?"!son'"">ch tu, .R o m, 6. September. fC? 6=1» $“,.t «-I"» iNsh, die rijf dft bisher unterbleiben W&l'f* häufenden Rei-n Putt } ,\bir ' Auffassung der ^ keinem "d ber..ErcSe diese Be- ,J"' letrter “““v1 PaS9etrÜBten ^reube zu (.Set ^ lieber h!>em nun der Konflikt J biz- ^rixtzjg ^hchert wird, zu beider ,fUtacjet Bnu„r P gelöst in mirfto n„ri %-<6=3S »; Ä in >in ^ ^«ffolinia:‘sb.ecnls für den An-uS ifo daß die M Be{ P-us 11. besei-n- bieymenben ^^ie, er werde sich Qit ÜSQdrr'v0,^611 verwirklichen hrfcheinlichkett gewinnen. Ö,U6fl H., ' - fr . 3tautllue"- Kl6l=t ° w 6 Ervkb'm on l^dgz^ .betIoutpt ,0 r 6. September ür?.e6et nf9 hea^n t°11 der amerikanisch, -r les, -ch, hCttl ?°rscher Königstage In Ljubljana loo.oco Menschen wohnen der Enlhüllung des König Veter-Denkmales bei — imposanter Verlauf der Festlichkeiten L j u b l j a n a, 6. September. Unter der riesigen Teilnahme von rund 100.000 Menschen, die aus allen Teilen Sloweniens zufammengeströmt waren, fand heute vormittags, nachd m das regnerische Wetter sich knapp vor der eigentlichen Zeremonie verflüchtigt hatte, in überaus festlich begangener Weise die Enthüllung eines Reiterdenkmales weiland König Peters l. vor dem Tr-prmiausgong des altrhrwürdigru Rathauses statt. S. M. der König hatte zu dieser Frier den General I l i 6 entsandt und die Negierung war durch die Minister Pucelj und Dr. Kramer vertreten. Auster b-m Banus waren aber auch die Spitzenvrrtre- ter aller staatlichen und autonomen sowie öffentlichen Körperschaften der Banats-Hauptstadt anwesend. Zur Feier waren u. a. auch die Bürgermeister Dr. Juva», Dr. Goričan (Celje), Brenčič (Ptuj), Pirc (Kranj) erschienen. Um das verhüllte Denkmal, ein Werk des Bildhauers Dolinar, ein Wald von Bannern, die Festtage dicht gefüllt. Nach dem Vortrag eines Sängerchors von 200 Kehlen hielt Ing. Lad. Bevc die Ent-hüllungsrede in Würdigung der großen Verdienste des alten Königs um die Freiheit der Slowenen und Jugoslawen. Nach der Enthüllung, aus dir die Absingung der Staatshymne erfolgte, wurden die Kränze der Abordnungen niedergelegt. Die ersten Kränze legten Bürgermeister Dr. Pur, Minister Dr. Kramer und Banus Dr. Marušič nieder. Sodann versammelten sich die Würdenträger an den Stufen des Denkmals, mo das imposante Desilee der in die Hunderte gehenden Gruppen, Vereine und Korporationen in farbenprächtigsten Bildern abgenommen wurde. Das Rathausgebäude war festlich illuminiert, die Stadt hat reich lichrn Flaggenschmuck angelegt und die Fenster der Strastenzüge um den Festplatz sowie auf demselben waren reichtlich mit Blumen geschmückt und beleuchtet. Die große Enthüllungsfeier machte auf die Bevölkerung den nachhaltigsten Eindruck. i, Die hegmbkRk SofSunion Acht geqen sieben Richter des .vaager Gerichtshofes bilden eine Zufallsmehrheit — Bedeutsames MinderZeitsnrteil . .. v" §ocw/ L°u der amerikanische ,'ns * > einer der Haupt- Hen^>zubİ^dert Expedition ist, N f°Ii Jetl ^ 6en/ die Nordpol- *=Ä'' 6i= mm ei. % beo Nordpol unter fehlt Morgen, Montag abends, wird sich der Välkerbundrat mit der letzten Phase der mehr als umstrittenen Frage der drutsch-österreichischen Zollunion zu beschäftigen haben, und man darf im Hinblick aus die Stimmung in BMrrbundkreisen damit rechnen, last dir ganze Angelegenheit einer glatten Erledigung zugesührt wird. Der Rat dürfte aller Voraussicht nach das Haager Urteil einfach zur Kenntnis nehmen bezw. bestätigen, so daß es bei den von der französischen Drlegation gutgeheitzenen Erklärungen Dr. Schobers und des deutschen Außenministers Dr. Curtius sein Bewenden haben dürfte. Man kann jetzt wirklich nicht mehr annehmen, daß die loyale Haltung Deutschlands und Oesterreichs in dieser Angelegenheit durch etwaige demütigende Gesten des Völkerbundes honoriert wird. Es gibt eigentlich keine richtig- Freude an dem Begräbnis der deutsch-österreichischen Zollunion, die man ja — „je früher desto besser" — in der Gruft der internationalen politischen Intermezzos sehen wollte, eine Stimmung übrigens, die sich in den Kommen taten der französischen Presse sehr deutlich abhebt. Wie wenig Anlaß dazu gegeben ist, des Endes der Zollunion froh zu sein, geht schon aus der Mechanik des Haager Urteilsspruches hervor. Gegen die deutsch-österreichische Rechtsausfassung betreffs der Zollunion spra-sich sich acht Richter des Haager Gerichtshofes aus, und zwar die Richter aus Frankreich, Polen, Rumänien, Italien, Spanien und drei Südamerikaner mit ständigem Wohnsitz in Paris. Die achte, also die entscheidende Stimme des politisch nicht ganz unbeeinflußten Urteils gab der kubanische Richter B u st a m e n t e ab, wodurch das Urteil feststellt, daß ein Zollregime, das auf Grund des Wiener Protokolls vom 19. März 1931 errichtet werden würde, zwar nicht gegen den Vertrag von St. Germa'n verstoße, jedoch mit dem Genfer Protokoll vom 4. Oktober 1922 nicht vereinbar sei. Wasser in einem besser ausgerüsteten Unterseeboot und zu einer günstigeren Zeit zu er-erreichen, in Aussicht gestellt haben. B e n f, 6. September. Sieben Richter der Minderheit, und zwar die Richter der Bereinigten Staaten- Englands, Belgiens, Hollands, Deutschlands und Chinas sowie der japanische Präsident Adat-schi H23IN erklärt, daß das beabsichtigte Zollregime zwischen Deutschland und Oesterreich weder mit dem Friedensvertrag noch mit dem Genfer Protokoll im Widerspruch stehe. Zu den bedeutenden Rechtsgelehrten, die der deutsch-österreichischen Rechtsausfassung zu-st'mmten, zählen neben Baron Adatschi noch Kellogg, Hurst, ein belgischer und holländl-schrr Richter sowie die deutsche Kapazität Dr. Walter Schücking. P a r i s, 6. September. Das „P a r i s M i d i" komemntiert den Haager Urteilsspruch in dem Sinne, daß Oesterreich völkerrechtlich in die Lage versetzt sei, nach Ablauf der Genfer Völkerbundanleihe im Jahre 1943 neuerdings in der Frage der Zollunion Verhandlungen anzubahnen, svfern vorher nicht ein anderes Zoll» arrangrment gefunden werde. Der Steifer der Sahara Das rätselhafte Schicksal von Jacques Lebaudy Von Max K l i n g e rn i t h Seit etwa 25 Jahren taucht in den Spalten der Weltpresse immer wieder die sogenannte „Affäre des Kaisers der Sahara" auf. Die meisten Leser betrachten diese abenteuerliche Erzählung als Spaß und schenken ihr wenig Glauben. Nur die wenigsten wissen, daß der Held der Geschichte, Jacques Lebaudy, tatsächlich in wichtige Geheimnisse eingeweiht war u. nicht nur ein phantastisch anmutende Laufbahn hinter sich hatte, sondern auch greifbare Ergebnisse seiner Abenteuer in Form einer Anzahl von Häusern in Paris und eines Vermöges von 100 Millionen. Francs hinterlassen konnte. Der Anfang der Geschichte spielte vor 25 Jahren. Ihre einzelnen Episoden fanden in den Luxuslokalen von Paris, Nizza, Trou-ville usw. statt. Champagner floß in Strömen, die frohe Gesellschaft, in der einige elegant gekleidete Herren aus der Pariser Lebewelt den Ton angaben, amüsierte sich bis in die frühen Morgenstunden. Die Zeche pflegte in der Regel von einem Mann bezahlt zu werden, dem es offensichtlich auf ein paar Tausendfrancscheine nicht ankam. Jacques Lebaudy griff in die Tasche seines tadellosen Smokings und beglich, ohne mit der Wimper zu zucken, die Rechnung, die ihm der Maitre d'Hotel mit tiefer Verbeugung überreichte. Es geschah aber oft, daß der freundliche und großzügige Gastgeber mitten in der schrankenlosen Ausgelassenheit der Tafelrunde plötzlich schwermütig wurde und in träumerische Gedanken versank. Bhne »in Wort zu sagen, hob er manchmal ganz unverhofft die Tafel auf und verließ schweigend das Lokal. So dauerte es eine Zeitlang, uni» die zahlreichen Freunde des Herrn Lebaudy gewöhnten sich allmählich an seine Launen. Eines Abends, nachdem eine Reihe auserlesener Gerichte bereits verzehrt waren und unzählige geleerte Weinflaschen unter den Tisch wanderten, ergriff Lebaudy das Wort und sagte melancholisch: „Meine l'eben Freunde, ich muß sie leider verlassen. Mein Volk ruft mich. Ich gehe zu meinen schwarzen Untertanen." Diese 2leußerung wurde von den Anwesenden als Scherz ausgefaßt, ja als Beweis dafür, daß große Woholmengen einen empfindlichen und nervösen Menschen wie Lebaudy es war, in einen Zustand völliger Unzurechnungsfähigkeit versetzen können. Als es sich in den nächsten Tagen herausgestellt hatte, daß Jacques Lebaudy aus Paris spurlos verschwunden war, zuckten alle seine Freunde mit den Achseln. Es vergingen Monate und Jahre. Man hörte nichts von Lebaudy. Aber gleichzeitig tauchten merkwürdige Gerüchte auf. Es wurde erzählt, daß irgendwo in Mittelafrika unter den schwarzen Eingeborenen ein „weißer Kaiser" herrsche, der sich und seine gleichfalls weiße Gemahlin mit märchenhaftem Luxus umgebe, und von seinem Volk als Verkörperung der göttlichen Gewalt aus Erden angesehen werde. Die einen wußten den „Kaiser der Sahara" int Berberland, die anderen dagegen meinten, er regiere über das Volk der Tuaregen. Von Zeit zu Zeit konnte man tn den Spalten großer eu> ropäischer Nachrichtenblätter merkwürdige Notizen lesen über die bevorstehende Reise des Kaisers der Sahara durch die Hauptstädte Europas oder über die angebliche Absicht der englischen Negierung, den Kaiser anzuerkennen. Die Oeffentlichkeit gewöhnte sich allmählich an die Existenz des geheimnisvollen Sahara-Herrschers, und viele Geschäftsinhaber in der Rue de 1a Paix in Paris und in der Regent Street in London trugen sich mit dem Gedanken, den imponierenden und nobel klingenden Titel eines Hoflieferanten Seiner Majestät des Kaisers der Sahara zu erwerben, um dadurch die verhaßte Konkurrenz mitten ins Herz zu treffen. Plötzlich aber verstummten die Gerüchte, die vom Glanz und von der Herrlichkeit des afrikanischen Potentaten zu erzählen wußten. Neue Gerüchte tauchten auf, diesmal über angebliche Unstimmigkeiten und Familienzerwürfnisse am Hofe des Kaisers der Sahara und über die Flucht der Kaiserin, die auf die kaiserliche Würde verzichtet hätte. Dann wurde es still um das Kaiserreich der Sahara. Einige Jahre später traf aus Newyork eine aufsehenerregende Kabelmeldung ein: „In einem Hotelzimmer in der 5. Avenue wurde ein gewisser Jacgues Lebaudy tot aufgefunden. Die gerichtlich-medizinische Un tersuchung stellte Selbstmord fest." Die Geschichte des „Kaisers der Sahara" hätte hiermit ihren Abschluß gefunden, wenn nicht eine sensationelle Gerichtsverhandlung die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Affäre Lebaudy wieder gelenkt hätte. Eine in den Kreisen der Pariser Halbwelt sehr gut bekannte junge Dame, Marguerite De-lieres, erhob vor dem Pariser Zivilgericht den Anspruch, rechtmäßige Erbin der Besitztümer uiid Hinterlassenschaften des verstorbenen „Kaisers" zu sein. Sie behauptete in ihrer Klageschrift, mit Jacgues Lebaudy eine zwar geheime, aber vollauf legale Ehe emgegangen zu sein. In der ersten Instanz wurde die Klägerin abgewiesen. Die „Klägerin-Witwe" hat Berufung eingelegt und hofft, legten Endes der Millionen des Herrschers der Sahara doch teilhaftig zu werden. Lokales M a r i b o r, den 6. September. Josef Stergers letzter Weg. Unter überaus großem Geleite wurde gestern Oberlandesgerichtsrat Josef Steiger zur letzten Ruhe gebettet. Unter den zahlreichen Trauergästen bemerkte man u. a. den Kreisinspektor Dr. S ch a u b a ch, den ehemaligen Kreisgerichtspräsidenten Doktor Toplak und den Vizepräsidenten des Kreisgerichtes Dr. P i h I e r. Außerdem be gleiteten ihren verstorbenen Berufskollegen zahlreiche Richter sowie das gesamte Amtspersonal des hiesigen Kreisgerichtes. Die kirchlichen Zeremonien nahm Pfarrer P. Balerian Landergott vor. Ehre seinem Angedenken! Den Verletzungen erlegen. Der Finanzer Anton Debevc, der, wie berichtet, vor einigen Tagen auf der Suche nach Schmugglern von einem Heuboden m die Tiefe stürzte, ist im hiesigen Krankenhaus den Verletzungen erlegen. Lebensmüde. Auf einem Garlenzaun in Pobrežje erhängte sich gestern früh der 52ährige Franz Cvetko aus Spuhlje bei Ptuj. Der Mann, der bei einem hiesigen Bauunternehmen bedienstet war, war bereits tot, als man ihn vorfand. Seine Leiche wurde auf den städtischen Friedhof überführt. Die eigene Frau angeschossen. In Gor. Radgona kam es dieser Tage zu einem tragischen Zwischenfall. Der Besitzer und Malermeister Ludwig Mlinarič geriet mit seiner Gattin Anna in angeheitertem Zustand in einen derart heftigen Streit, daß er in dessen Verlauf nach einem Revolver griff und auf die wehrlose Frau einen Schuß abfeuerte. Die Kugel traf die Frau in der Bauchgegend, sodaß ihr Zustand recht kritisch erscheint. ♦ Trenchcoat ist noch immer der praktischeste Uebergangs- und Wintermantel. In der richtigen Ausführung nur bei L. Ormk, Koroška 9. 10331 Attentate auf Ohren und Nasen Ein Kapitel menschlicher Grausamkeit Von Gerhard Krause. markt, und die Creeks und einige Tschitta-gong-Hügelstämme schneiden einer Frau, die der Untreue bezichtigt wurde, die Ohren ab . . . Bor etwa anderhalb Jahren wurde ein scheußlicher Fall eines Ohrenattentats aus Marseille gemeldet. Aus dem Platz St. Michel wurden einer Frau bei einer öffentlichen Feier von zwei Apachen die Ohren abgeschnitten. Die Attentäter hätten sich von hinten an die Frau gedrängt und mit dem Rasiermesser diese grausame Operation an ihr vollzogen, um sich in.den Besitz der Ohrringe zu bringen. Als auf die Hilferufe der Frau ein Polizist kam, waren die Uebeltäter schon über alle Berge . . . Im April 1926 wurde aus Warschau gemeldet: „Ein Fall, den die politische Kriminalchronik noch nicht verzeichnet hat, ereignete sich gestern in den Warteräumen des hiesigen Bahnhofes. Ein Eisenbahnabteil 2. Klasse, in dem sich die Bankbeamtin Koscie-leyski befand, bestieg ein Schauspieler namens Luczak, der unweit von Warschau wohnt und von der Koscielewski unterhalten wird. Vor einigen Tagen verließ die Bankbeamtin die Wohnung, die sie mit Luczak teilte und kehrte mit ihrer 8 Monate alten Tochter nach Warschau zurück, wo sie bei ihren Eltern Unterkunft fand. Der wütende Luczak verfolgte die Bankbeamtin ständig und bedrohte sie mehrere Male mit der Waffe. Im Augenblick, wo Luczak das Abteil bestieg, waren die beiden ganz allein. Nachdem die Koscielewski sich mit ihm einige Augenblicke lang ruhig unterhalten hatte, sprang Luczak auf, packte sie am Kopf, biß ihr blitzschnell die Nase ab und verschluckte den abgebissenen Nasenknochen mit Fleisch! Die Schwerverletzte, ganz mit Blut bespritzt, wurde im Eisenbahn-Ambulatorium verbunden und in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde verhaftet. Sind derartige Roheitsakte ein Zeichen unserer vielegerühmten Zivilisation?" Weiter lesen wir- „Der früheren Gelieb- „Zwischen zwei Frauen ist in einem Wirts haus in Gyula (Ungarn) eine Rauferei entstanden. Hierbei biß eine der Frauen der anderen die Nase ab. Die verwundete Frau hatte noch so viel Geistesgegenwart, ihre abgebissene Nase von der Erde aufzuheben und sich in emem Automobil ins Spital zu begeben." So war vor kurzem in einer ungarischen Zeitung eine Begebenheit, die alles andxre als einzig dastehend zu bezeichnen ist, zu lesen. Die Fälle der Ohren- und Nasenatten täte mehren sich in erschreckender Werse, man kann schon bald von einer Geschichte der Nasenbisse sprechen, man muß nur ein Spezialkapitel menschsicher Grausamkeit nachschlagen. Durch Unfälle, durch Tierbisse kann man feine Nase verlieren oder sie verstümmelt im Gesicht behalten. Häufiger find die Fälle, die wir einmal kurz behandeln wollen: den Nasenbiß und den Ohrenbiß (-schnitt) als Akt menschlicher Grausamkeit. In der Geschichte der Liebe spielt der Nasenbiß eine große Rolle, besonders in der Geschichte der Eifersucht. Der berühmte Forscher Harmon, jedem Serualgelehrten bekannt, berichtet von den Indianern an der östlichen Seite der „Rocky Mountains", daß sie in ihren Eifersuchtsanfüllen nicht bloß ihren Frauen die Haare abschne>den, sondern auch die Nase, und, so fährt er fort, „haben sie im Augenblick ihrer Leidenschaft kein Messer bei der Hand, so beißen sie die Nase mit den Zähnen ab . . . Es befriedigt den Mann, auf solche Art eine vermeintliche Beleidigung gerächt zu haben, und nachdem er die Schönheit seiner Gattin zerstört, folgert er, daß er sie gegen alle künftigen Verlockungen, Anstoß zu erregen, gesichert hat." Bei den Wilden ist diese Entstellung der treulosen Frau üblich, sie bekommt eben auf diese Weise ihren ewigen Denkzettel mit. Bei den Wamakuas übrigens wird, wie Schidlo, der vielseitigste aller Gelehrten, berichtet, weibliche Untreue mit völliger Durchschneidung der Oberlippe gebrand- der sich im Juli 1924 ereignete: _ 1, jährlicher Liebhaber. Wien ist wieder mal der Schauplatz einer kleinen Tragt die. Dorthea, eine große, blonde Dänin,^ die Geliebte des Gvldarbeitergehilfcn o , Leibel Franz Leibel hatte die unang| . me Gewohnheit, seine Freundin allna-furchtbar zu verprügeln, was schlißlich dazu zwang, die Hilfe der 4 anzurufen. Leibel wurde verhaftet, uno a in Anwesenheit Dorotheas, die das 4-schick des Herzallerliebsten mit frohem chen begrüßte. Da riß sich Leibel von ^ Schutzmann los, eilte auf Dorthea zu, ^ armte sie, scheinbar um Abschied , zu ^ men, biß ihr jedoch, während er sie 5“,., küßte, die Nasenspitze ab. Franz Leibel de vom Wiener Landesgericht wegen I rer Körperverletzung zu drei Monaten ker verurteilt. gy» Was übrigens die Verurteilung 66 t\, tentäter betrifft, so gab es darüber v ^ nem Vierteljahrtausend sogar noch pg, nungsverschiedenheiten, und zwar m ^ land. Erst seit 225 Jahren wird M“ ^ Nase als Glied des menschlichen Körp^^g. erkannt, 1705 war es, da hatte in e,ne,rtIeit, lischen Hafenstadt bei einem Wirtshau I der in arge Tätlichkeiten ausartete, eI - ein die 5)0’ ger Mann das Pech, einem anderen se abzubeißen und wurde aus diesem flj wegen Körperverletzung vor das -r ^ geladen. Dort machte nun der naselüsternen Engländers zum Erstaun die' aller den rechtlichen Einwand, daß 1 v0t, sem Falle gar keine Körperverletzung liege, da die Nase lediglich ein “ nicht aber ein reguläres Glied des ni chen Körpers sei, das aus Muskeln, ^yn und Venen bestehe. Und in der Tat ^ g(» sich die Richter, wie überliefert wird, ^ gumentationen des Verteidigers 5U und sprachen den Angeschuldigten P.V je* ser Ausgang der Sache machte srf1 englischen Justiz Kopfzerbrechen. bald darauf im Parlament eine Vorlage ein, die die formelle, Erkennung der Nase als Glied des et* des wem chen Körpers forderte und auch ^lah Im Jahre 1840 teilte ein fr011^cl1i Journal allen Ernstes folgende Mg y . mit: „In Lyon schnitt sich ein gjaft nem eben erst geschliffenen Messer w fjn ab. Sogleich wurde der Doktor ^ -Landsmann des bekannten Lustigu ^ Janin, Mitarbeiters des erwähntes nals, gerufen, der sofort im j,et Masse von Neugierigen, dem Koch [ yiB abgeschnittenen eine griechische schönsten Profil, die aus einem D-'Lrii if* flügel geschnitten war, ersetzte. Der ali ganz wohl und hat weiter nichts 311 ' von Zeit zu Zeit die hervorsprosstm dern auszurupfen. „rti Damit der Schluß nicht gar so. , D' ausfällt, noch eine Tatsächlichkeit ^ senbisses mit happy end, die aus ^ ^ ein 1877 gemeldet wird. Aus Eiferst# ■; Bauer in Toposya, so ging es do”1^ ai> die Zeitungen, seinem Weibe die,J gebissen. Der Bauer wollte aus ^ oerhüten, daß sich ein anderer in Die /rau zwischen zwei Welten Roman von L » d w I g von Wohl. Copyright by Carl Duncker Verlag, Ssc'ia. (28. Fortsetzung.) Als Gisela merkte, daß sie nun schon zum dritten Mal über die Washingtoner Street ging, riß sie sich zusammen. Man mußte etwas tun — damit, daß man ziellos in Detroit herumlief, kam man nicht weiter. Sie kaufte eine Zeitung und begann die Stellenangebote durchzusehen. Es mußte ja schließlich etwas für sie geben. Mit den fünfund sechzig Dollar, die'sie von Mrs Moran noch hatte, kam man nicht weit. Dienstmädchen — Aufwäscher — Privatsekretär ------ Wie traurig Mr. Moran ausgesehen hatte — wie ein großer Junge, dem irgendetwas Betrübliches passiert war. Unbegreiflich, daß Mr. Moran ihm ohne jede Nachforschung einfach davonging . . . „ - . . Geschirrwäscher — Bankbeamter — Personalchef — Zeichner —" «Fünftausend Dollar Beteiligung " Er war ganz geistesabwesend gewesen — v 1 v ni^t ?'nmal angesehen, als er ihr te Hand gab _ armer Kerl. We schrecklich ( mußte es sein, jemand zu lieben — _ Nähmädchen, gelernte Strumpfwirkerin. „HalldH, Madame, suchen Sie einen joö?" Eine gutmütige Stimme. Sie wandte sich um. Ein großer, vierschrötiger Mann stand vor ihr — eine kurze Pfeife im Mund und betrachtete sie angelegentlich. Job — er meinte wohl Stellung. „Ja, ich suche etwas." „Well — da drüben _ Nr. 41 — ist das Arbeitsamt — da kriegen Sie soviel Stellungsnachweise wie Sie wollen." „Ich werde hingehen, Sir", sagte Gisela dankbar. „Allright — werden schon was finden, 'd bye." Der Vierschrötige ruckte an seinem Hut zum Zeichen seines Grußes und stampfte weiter. Dankees. Man hilft ohne Phrasen, ohne. Floskeln, kurz, knapp, möglichst ohne Zeitverlust. Mau war Mitglied einer großen Gemeinschaft, die Arbeit hieß. Das verscheuchte das jämmerliche Gefühl des Alleinseins. Im Arbeitsnachweis empfing sie ein vertrocknet aussehender Mensch mit abstehenden Ohren und abgebissenen Finaernägeln. „Was können Sie?" „Ich war bis jetzt Gesellschafterin bei Mrs) Moran." Der Monn sah sie erstaunt an. „Was wollen Sie denn hier? Inserieren Sie doch." Gisela schüttelte den Kopf. „Ich möchte Arbeit haben, Sir." Der Vertrocknete zuckte oerständnislodie „Können Sie Klavier spielen?" „Etwas ja", sagte Gisela erstaunt. „Etwas, etwas! Können Sie einem achtjährigen Mädel Klavierunterricht geben, ja oder nein?" „Ich denke, ja." „Well — gehen Sie zu Mr. Blynn. 112 Franklin Street." „Danke, Sir." „Die nächste!" Ein irisches Dienstmädchen, das rchon längst unruhig von einem Bein auf das andere getreten war, schob sich heran. Mr. Blynn, 112 Franklin Street, war ein langer, schwerer Mann mit geöltem Haar. Er roch nach Tabak. „Kommen Sie 'rein, Madam", sagte er mit lächelnder Freundlichkeit. Das kleine Zimmer mit den billigen Tapeten war muffig und nicht sehr sauber. Ein kleines Mädchen mit merkwürdig frechem Gesichtsausdruck stand auf. ■ „Ist sie das?" fragte es mit quäkender Stimme. „Ja, dear — laß uns einen Augenblick allein." „Ja — aber benimm dich ordentlich. Ja." | Der freundlich Lächelnde wurde ; unter den Haarboden. Das kleine | mit dem frechen Gesichtsausdruck "s ! te aus dünnen Beinchen zur Tür d yj |0 „Ja, sehen Sie, Madam — ,m° keine Schwierigkeiten. Das Kind eine Hand, die es ein bißchen f#r „yiw Seit meine Frau fort ist" — —' ^.t 0 ein trauriges Gesicht „ich bin re seitdem, Madam." §o tut:ui, iviuuuui. ,, Er ergriff, Mitleid heischend, 1 die sie ihm, ohne zu begreifen, uti' ’ft - gu vuyvs-'l-—, y-Lt-- „Jch glaube, wir werden [ werden", sagte n und sah sie 1, „'s tut ordentlich wohl, Ar Frau zu sehen. Was Sie für haben — fast wie das meiner Er strich ihr darüber hin. _ m,. , Aber nun entzog sie ihm die V „Sie wünschen, daß ich .^L,# Klavierstunden gebe. Darf IC9 1 ' ■.(< sie zuletzt gespielt hat?" . 0 Ein souveräner Wink strich _ stunden aus der Welt. KesH 0 „Warum immer gleich vom ' ^n , den", lächelte der Freundlich11- » ^y ^ - Geschäft habe ich jeden Tag ^ undzwanzig Jahren. Aber / meiner Frau bin ich allem 9; &lich ® f Er sah sie forschend und F in1® „Glauben Sie, daß Sie stm wöbnen können?" folg it.) hat j» Ea!e nbgebissen. Am hailichten Tage reit @GlinMnC^en e'n Arbeiter seiner frühe« Q6ge6ifip, m Qu§ Wut die Nase vollkommen Beamten ’ 5Cr Däter wurde von Polizei-toolttp die ihn lynchen Muu'aänU r Unb '»s Gefängnis gebracht." einen wn? 0om Juli 1925. Ich teile betüeBe V'ten Jnll ohne Kommentar mit, ^qeiHnJ ^aben wir einen von den schon ^llen: ganz wie bei den Indes (i)e Tle tWu eilte blutüberströmt auf ^Ioopm A Um ben grausamen Gemahl zu höh und - ®Q^e wurde bald darauf gest: ,mr’ Verhör genommen, bemerkte Ws SOJtttpiQ G nuch so gern und habe die« i'etet fiff. .nu*. angewendet, damit kein an-^Qitn unx"l ’ie verliebe." Vergnügt zogen ""ih Hause ytau' nut um eine Nase kürzer, Mariborer Zeitung" Nummer 239. AmMtung in der ^auäurefammer <“'n ^chsstündiger Todeskampf. In bet P e. 'n h o r k, 6. September. >N gb0Tr "Züchtigten Blausäurekamnicr )e ^'wn-City Bon iBBtbe ;,!^n=^ich (Nevada) wurde zum ^logena ti'etfen Male eine Hinrichtung ?e" ehirtefH *rnner Spitts Gesa, der eilten rei-!' llllltbe b )6n ^uufmann umgebracht hat« Ct ®aS »um Tode gebracht. ^ll iButbe'i'n bent die Hinrichtung vollzo- to 'otbv •it A °Qt vorher hermetisch versiegelt hie du^ erteilte winkte 78 Perso-Kchz J? etn Fenster zusahen, zu und '’tflitttg cn "ach Beainn der Gas- lÄ^durch 'm, 16-000 Berufe Ste* für chr^-i1 heutzutage für Eltern f|Jne äuh.erf: .Ichulenilassenen Töchter und l . hb. gn.. hshtver, da alle Berufe über-Steiw^j^nswett wäre es, daß es iu?fn Iaht Ja6<\ roie e§ Berufsarten gibt. ga-A tttlnin,ml ^lt höher, als man all ge« v.- B bar;;t. ' Die ersten zuverlässigen An« lnde weit Ijt vittzy m * ®ai +,^ren Nechi^^ Riesenarbeit erfordern b+“ °atüBtr" A7 ei ■ - e"9liichen J ?bcrt sich in einer Statistik W 9Mttt ^rbeitsministeriums, die wohl V ret$u m 9anzcn Allgemeingültigkeit % [v, vu^ ßr ^ b'cutuux eiucu uiuen i-BUtib \ l Seiten umfassen würde. i??chgesteg.^^statistischen Einhebung wur-i Aetu?«' bn& e§ über 16.000 verschie-f Allerdings sind dabei $ei>n Wen, an die man im ^in?^9en ^,tricht denkt, und deren Be-n>ei5rjrt.tcht sehr verlockend klingen. ®=i*äftig,ngäar. wird „ ,e'Btto^rnannt- ®aš 'st nun aber kl p^^fen Tätigkeit, wie man nach heiJ h-litbelf r^en °nnehmen müßte, son r, sich um die Bedienung ^ntairrv J 0 e «eoienung von ^efbrr^Büte ’Z,Inen; Unter dem Titel „Wir S ; e7' $pQn ?ch eine schaffende Frau "^ilu^itfetei 1 "ber nur Arbeiterin "!”ilu ‘Bitferpi/ ' yi aver nur AroenertN 'Bit n,„ n und Webereien darunter. ^ti,h öton, biPn r.baF ^xikon Männer, die hw. sipr. jte in Kommission haben, . V'%n '7 '« Rommission haben, 'it Qt' ®in u» ile für andere verkaufen auch ^.'chr Name für einen Beruf ’VVbie die q^Bootmann- Das sind 'š i 'N deinen 20lI,e der großen Ozean-cht b„ ^f^Nzen x otert an Land schassen ch ba§ m ere.n Borhandensein man . Brusslexi^kon kennen lern:. ^te^!!chf bei öen Pflanzen !% \ai,ch bet Kru ich^iutote Menschen und 'ete 7' nich,t ch bet . ___________ S hchf.. Schei^^^rn sehen wir die Tat-chbe^ üger Unx auftreten und zwar ■ ’et n-- chn)eien ^?edehnter als bei den i° ist es auch b„ S n ""kgesch,7r Steilen verbunden, wSn ,rÄ‘ S'^ih-. - n eivP ^ die häufig lok^2entIich be?5'^itverbreitete Tat- bifUfch-wS.i; C Ha o^bens7'd »ertragen können. sind die Moose. :?usL: ;^en Monate 100,7 ttiei.; Un!er nnf,",rr“I ""aoachren tön-herg Bach Jüchsen. Bedingungen Hinb’nn, lporen fcimten s})0 l rHt nich. Bntersch;.v fdewahrung im ^t6c«sf^>!let2nn Sporen. Bon «nfi lt auf (S, lne 02,äb-BchiUugen h rUnb von ein« 2 tt d'bauptet. Auch die ** »Jen Sport vom Sonitta „Rapid" gefönt in Ljubljana Doppelstart der Schwarzblauen — 2:3 gegen „Primorje" und 3:1 gegen „Grafika" Die Schwarzblauen trugen gestern und heute in Ljubljana im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Sportplatzes des Sportklubs „Hermes" zwei Wettspiele aus, in denen sie mit ganz außergewöhnlichen Erfolg ihren schönen Formausschwung aufzeigen konnten. Die Mannschaft trat gestern mit drei Ersatzleuten und nicht wenig geschwächt von der langen Reise gegen den Meister „Primorje" an und bot eine ganz überraschende Leistung. Durch Kokot in Führung kommend, überrumpelte die Mannschaft förmlich die „Primorje"-Leute, die sich nur schwer zurechifinden konnten, um schließlich den Ausgleich herzustellen. Dessenungeachtet spielten die Schwarzblauen flott weiter und brachten die Gegner des öfteren in die größte Bedrängnis. „Primorje" war erst gegen Schluß ein ebenbürtiger Gegner. Ein Zufallstreffer brachte ihnen einen wenig überzeugenden, knappen Sieg. L j u b l j a n a, 6. September. Am zweiten Tag trat „Rapid" gegen „Grafika" an. Das Spiel wurde durch den starken Regenguß und Hagelschlag stark beeinträchtigt, sodaß beide Mannschaften alles aus sich herauszuholen gezwungen waren. Die Schwarzblauen übernahmen bald die Führung und lagen fast ständig im Angriff. Angriff auf Angriff rollte gegen das gegnerische Tor, sodaß nur die unregulären Bodenverhältnisse den Graphikern zu Hilfe kamen. Der Schlußstand von 3:1 drückt bei weitem nicht die Ueberlegenheit der Gäste aus. Die gute Leistung „Rapids" in Ljubljana fand in der dortigen Presse einen recht gefälligen Widerhall. In der Gesamtwertung des Turniers rangiert „Rapid" hinter „Primorje" an zweiter Stelle vor „Hermes", „žal" aus Subotica, „Grafika" und „Ilirija". Das Handicap-Tennisturnier Eindrucksvolle Spiele am ersten Tage Trotz des ungünstigen Wetters konnte gestern nachmittags das erste lokale Vorgabe-Tennisturnier auf den „Maribor"-Plätzen eröffnet werden. In die Ereignisse griffen gleich unsere besten Spieler ein, sodaß schon der erste Tag eine Reihe von sehenswerten Wettkämpfen bracht. Die Teilnahme von H i tz e l, Graf B o m b e l l e s, L e y r e r usw. bietet ja die beste Gewähr für den vollen Erfolg der Veranstaltung, zumal ihre Gegner mit ganz bedeutenden Vorgaben aus gestattet wurden. H i tz e l spielte bereits und gewann recht eindrucksvoll, wenn sich auch M a n d i l ausgezeichnet verteidigte. Hitzel siegte trotz der —30, -j-3/6-Vorgabe mit 6:5, 6:3. Aus der anderen Seite standen sich Voglar und J e g l i t s ch gegenüber. Voglar, der 15, +3/6 vorgab, entschied den Kampf mit 6:1, 6:4 zu seinen Gunsten, Jeglitsch wehrte sich zuweilen recht gut und erlief so manchen schweren Ball. H o f f e r und Loos waren gleich gewertet, sodaß ihr Zusammentreffen einen flotten Verlauf nahm. Hoffer siegte dank seiner größeren Sicherheit mit 6:3, 6:1. Babič gab B adl —3/6, +15 M a r i b o r, 6. September, vor und behielt nach flottem u. lehrreichen Spiel mit 6:5, 6:2 die Oberhand. H o l z i n-g e r spielte gegen Mautner recht aufopferungsvoll, da er desgleichen zu einer —15, 3/6-Vorgabe gezwungen war. Sepp siegte trotz kräftiger Gegenwehr Mautners mit 6:4, 6:4. Auch die Damen waren nicht untätig. Frau Babič traf mit Frl. H o l z i n g e r zusammen, die sich beide einen recht interessanten Kampf aufbürdeten, den schließlich doch die größere Routine von Frau Babič entschied. Frau Babič gewann mit 6:3, 6:1. Frl. L i r z er (—15) stand Frau Fischer gegenüber und behielt nach anregendem Kampf mit 6:3, 6:2 die Oberhand. Auch eine Ueberraschung brachte der gestrige Tag. Im einzigen durchgeführten Dop pel behielt Walter H a l b ä r t h mit seinem kleinen, aber gut spielenden Bruder Otto als Partner gegen P o 8 - V o g l a r, die zwar zu einer —30 Vorgabe gezwungen waren, mit 6:1, 6:3 die Oberhand. Die Kämpfe werden heute weitergeführt und morgen, Dienstag abgeschlossen. Die Gtaawmejfterschaft Gestern setzte die erste Hauptrunde der diesjährigen Staatsmeisterschaft der Fußballer ein. In Zagreb spielte „G r a d j a u-s k i" gegen „C o n c o r d i a" 2 :1. B. S. K. stand dem Sarajevoer „S a 5 I" gegenüber und siegte mit 4 : 0. „Maribors"-Jungmannen siegen in Ljubljana. Das erste Finalespiel um den „Jlirija"-Jwgendpokal endete gestern in Ljubljana mit einem Siege der „Maribor"-Elf mit 4:1. Samen der Blütenpflanzen weisen in ihrer Luftrockenheit bekannte Beispiele, des Schein todes auf und unterscheiden sich äußerlich nicht von einem toten Korn. Unsere Getreide sauten sind ohne jegliches Lebenszeichen und zeigen keinerlei Erscheinung des Wachstums oder der Assimilation, solange sie mit Papier umhüllt, in Gefässen oder sonstwo aufbewahrt werden. So bleiben Weizen-, Gersten« und Haferkörner zehn und mehr Jahre keimfähig und die Samen der Schmetterlingsblütler und kürbisartigen Gewächse oer mögen beispielsweise, in Schubladen trocken aufbewahrt, noch langer zu leben. Allerdings muß der Keimfähigkeit des Mumienweizens ins Reich der Fabel verwiesen werden. Alle diese Mumiensamen zerfallen und faulen, wenn man sie zum Kcinten bringen will. Außerdem gastierte auch die zweite Jugend „Maribors" in Ljubljana gegen „Ilirija" und konnte einen 2:1-Sieg davontragen. Auswärtige Spiele Split: Hajduk—Viktoria (Zagreb) 5 : 1 Osijek: Slavija—M. T. K. (Budapest) 3 : 3. Wien: Sportklub—Nicholson 1 : 1, W ak-ker—Hakoah 2 : 0, Rapid—Austria 6 : 3, Vienna—Adnura i ; o, Slovan—F. A. C. 3:2. Wer Fußballderby Einerseits die Tradition, aber vielmehr noch die Kontinuität des lokalen Spiel-programmes veranlaß'en unsere ehemaligen Meisterschaftsfinalisten noch einmal, einen Kampf um den stolzen Siegestitel auszufech-ten. Wie alle Jahre zuvor, wird natürlich auch diesmal diesem nochmaligen Waffen, gang der beiden Rivalen das regste Interesse entgegengebracht, dies umso mehr, als gerade zurzeit die Form beider Mannschaften völlig ausgeglichen erscheint. „Rapid" Hat dank dem guten Training in letzter Zeit einen erfreulichen Aufschwung in der Form zu verzeichnen, die schon in den letzten Spielen zeitweise stark hervorstach, sodaß sich der große Anhang der Mannschaft mit Recht großen Hoffnungen hingibt. Auch „Maribor" war W den letzten Tagen.nicht untätig und traf insbesondere für die herannahende Meisterschaftssaison große Vorbereitungen. In der Mannschaft wurde eine Umstellung vorgenommen, die sich als sehr gelungen erweisen dürste. Es gehen somit beide Gegner gefaßt in den Kampf, sodaß sich ihr Zusammentreffen wirklich interessant und spannend gestalten wird. Das Spiel geht am Dienstag, den 8. d. um 16 Uhr auf dem „Rapid"« Sportplatz in Szene. Radio > Montag, 7. September. Ljubljana, 12.15 und 13 Uhr: Reproduzierte Musik. — 18.30: Konzert. — 20: Schachbericht. _ 20.15: Konzert. _ Beo. grab, 20: Dvorak-Abend. — 21: Berliner Uebertragung. Anschließend Tanzmusik. _ Wien, 20: Schubert-Abend. _ 20.50: Konzert. — 22.50: Tanzmusik. — Mühlacker, 21.10: Konzert. — 22.30: Leichte Musik. — Bukarest, 21: Kammermusik. — 21.45: Lie-derabend. _ Rom, 21: Konzert. — Prag, 21.05: Konzert. _ Mailand, 20.45: Bühnen-stück. — 21.30: Kammermusik. — 22.30: Tanzmusik. — Budapest, 21.35: Konzert. An schließend: Nachtmusik. — Warschau, 20.30: Nedbals Operette „Polenblut". — 23: Tanz musik. — Daventry, 20: Promenadekonzert. — 22.20: Orchesterkonzert. _ 23.05: Tanzmusik. Rach dem Abendbrot... „Du liebst mich nicht mehrt" klagt die jun« ge Frau. „Wie kommst du auf diese verrückte Idee?" fragt der junge Ehemann. „Wir sind doch noch, fast in den Flitterwochen!" „Du liebst mich nicht mehr. Ich weiß es, ich fühle es!" „Aber, um Himmelswillen, woher willst du denn das wissen!? Ich liebe dich genau so wie vor zwei Monaten, mein Gutes, Kleines!" „Ach nein, wenn du mich noch lieben wür best, dann würdest du es mir auch sagen. Früher, ja, da hast du es mir jede halbe Stunde bestätigt, ganz innig, ganz von Herzen, da konnte ich gar nicht daran zweifeln." „Aber, Liebstes, Einziges, ich sage es dir doch auch jetzt jede halbe Stunde. Und glaube mir doch: ich liebe dich genau so wie immer, ich liebe dich ganz innig, ganz von Herzen. Ich bin toll vor Liebe zu dir. In alle Ewig-keit werde ich dich lieben, wahnsinnig lieben, vor Liebe zu dir vergehen . . . So, und jetzt laß mich, bitte die Zeitung weiter lesen." „Kleines" Reisegepäck. In der Reisesaison 1931 hat man wieder viele Personen beobachten können, die sich und ihren Mitreisenden das Leben durch die Mitnahme von zahlreichen Gepäckstücken schwer gemacht haben. Es scheint doch zu schwer zu sein, seine Sachen in ein oder zwei Koffern unterzubringen. Wer sich auf der Fahrt durch das allzureichliche Gepäck seines Mitreisenden belästigt fühlte, mag sich damit trösten, daß selbst das umfangreichste Gepäck nur ein Kinderspiel gegen das ist, was früher Vergnügungsreisende zu ihren Fahrten ans Meer oder ins Gebirge Mitnahmen. Typisches Merkmal der Postkutschen war der Berg von Hutschachteln, der als Reisegepäck von 1—2 Damen mühselig aufgebunden wer den werden mußte. Das sonstige Hab und Gut wurde in riesigen Reisekörben unterge» bracht, die häufig nur von mehreren Personen gehoben werden konnten. Doch auch die Herren waren in punkte Gepäck wenig bescheiden. Außer einer Unzahl von Kleidungsstücken nahmen sie Bücher, Tischwäsche und Silberbestecke mit, und öfters mußten sogar Möbelstücke zur Badereise verfrachtet werden. Von einem Reisenden wird berichtet, daß er regelmäßig ein Gemälde mitnahm, um sich an seinem Anblick zu erfreuen. Wahrscheinlich dürfte diese Freude aber einen materielleren Hintergrund gehabt haben, denn es war ein Bild von Raphael, und der Reifende furch eie wohl, daß es ihm in seiner Abwesenheit gestohlen werden konnte. Christian geht Hollywood. nach Roman von Werner Scheff Copyright by Novissima-Verlec, G. m. b. M., Berilo SW M, BeHe-AlHance-Straße 92. 43 Der Amerikaner wurde von einer Anzahl Leuten erwartet, die alle gleich gekleidet waren und offenbar zur Schiffsbesatzung gehörten. Beim Licht einer elektrischen Lampe, die über den Köpfen der hier Versammelten schaukelte, sah Christian, daß auch seine beiden Begleiter, die ihn nun wieder an Schultern und Armen gepackt hatten, Matrosen der Jacht waren. Beedley schien der Führer, wahrscheinlich war er sogar Kommandant dieses lichten Fahrzeuges Er sprach leise mit den Leuten, die darauf ebenso leise lachten und Christian mit dem Vergnügen von Jagern anstarrlen, denen es geglückt war, eine besonders gute Beute zu machen. Einer schickte sich an, auf ihn zuzutreten. Der Kerl hob schon den Fuß' so daß Christian vor seinem Tritt zurückwich, da schob ihn Beedley zur Seite. „Laß ihn in Ruhe, Bill", rief er^ ärgerlich, „wir sind keine Menschenschinder. Zuerst muß ich hören, was er uns von der Sache zu erzählen hat. Boys", wandte er sich an die beiden Matrosen, die Christian in die Mitte genommen hatten, „bringt ihn in die Bar. Wir wollen einmal mit ihm ein Wörtchen sprechen. Den anderen laßt inzwischen unten, den bringt erst, wenn ich es anordne." Er schien auf gemütlich-kameradschaftlichem Fuß mit seinen Untergebenen zu stehen. Aber sie parierten aufs Wort. Niemand widersprach ihm, das sollte Christian auch später merken. Während man den Gefangenen über das Verdeck schleppte, hinüber zu einer Tür, die in das Innere des Schisses führte, gingen ihm die letzten Worte durch den Kops Wer war der andere, von dem man hier sprach? Zugleich hatte er Gelegenheit, das Schiff zu bewundern, auf dessen Planken man ihn so entsetzlich behandelte. Er hatte gewiß noch nie vorher die Jacht irgend eines amerikanischen Multimillionärs betreten, aber er konnte sich nicht vorstellen, daß an Schönheit und Sauberkeit eines dieser sagenhaften Fahrzeuge an das silberhelle Schiff Beed-leys heranreichte. Man passierte eine Treppe und landete in einer entzückenden kleinen Bar, deren Ampeln nur ein mattlila Licht gaben. Hier standen ein paar Tische, auf denselben Gläser und Flaschen, dazwischen lagen ausgebreitet Karten, auf denen sich Beedley und seine Leute wahrscheinlich über die Gestaltung der Küste orientiert hatten, bevor sie zum Angriff auf die Billa Tousson geschritten waren. „So, Boys, stellt ihn da hinüber an die Bar", befahl Beedley, der die Aktentasche auf einen Tisch geworfen hatte, „und dann könnt Ihr uns allein lassen. Er weiß, daß wir ihm mindestens sieben Kugeln in den Leib schießen, venn er sich zu rühren wagt" Diese Drohung war brutal genug, doch sie überraschte Christian nicht mehr. Er war auf alles vorbereitet. Meso aber Beedley ge rade von sieben Kugeln sprach, die er ihm zugedacht hatte, begriff er nicht recht. Er stand dann gegen den hohen Bartisch gelehnt und wartete ab, was nun kommen würde. Alle verließen den Raum bis auf Beedley und zwei Männer, die besser gekleidet waren als die Matrosen, also offenbar an Bord der Jacht eine gehobene Stellung einnahmen. Beedley hatte vorher einem der Leute seinen Wettermantel und seine Mütze übergeben. Er sprach wiederum leise mit den beiden anderen Offizieren, von denen der eine klein, dick und kahlköpfig war, während der andere dadurch auffiel, daß sein Gesicht von Pockennarben zerrissen war und daß er ungewöhnlich stechende Augen hatte, mit denen er ab und zu wütend auf Christian blick te. o Die drei nahmen Platz, gossen sich zunächst einen guten Schluck Whisky ein, schwemmten ihn hinunter und zündeten ihre Pfeifen an. „Also, Doktor", wandte sich Beedley an den kleinen dicken Mann, den Christian für den Schiffsarzt hielt, „da haben wir den Burschen. Und nun wollen wir ihm ein paar Fragen vorlegen, damit wir endlich erfahren, wie sich die Sache abgespielt hat. — He, du Galgenvogel", richtete er an Christian das Wort, der bei dieser Anrede zusammenzuckte, „Unter welchem Vorwand hast du eigentlich Ted auf die Grande Gor-niche gelockt?" Christian glaubte nicht recht zu hören. „Wie meinen Sie das?" fragte er. „Zum Teufel, stell' dich nicht wieder so dumm! Ein Mann wie Ted war doch nicht plump genug, mit dir ohne weiteres da hinauf zu fahren. Du mußt ihm irgend etwas vorgeschwindelt haben. Wir sind uns nicht klar darüber, wie das möglich war. Ted ist ein sehr vorsichtiger Mann gewesen, er kann nicht ohne weiteres in die Falle gegangen sein." Christian starrte Beedley noch immer verständnislos an. Aber er begann zu ahnen, daß man ihn hier in einem Verdacht hatte, der irgendwie mit dem zusammenhing, was ihm Lore Reith heute nacht erzählt hatte. Der Leichenfund auf der Grande Corniche, die Erwähnung des Namens Ted... Er fing an zu kombinieren, und plötzlich glaubte er im Bilde zu sein. „Ich will dir einmal etwas sagen, mein Junge", fuhr der Kapitän der silbernen Jacht fort, „wenn du etwa glaubst, du kannst uns zum Narren halten, so täuschst du dich. Hier lege ich meine Uhr vor mich hin. Und wenn du uns nicht in drei Minuten genau erzählst hast, wie es dir gelungen ist, einen Ted Spealman um die Ecke zu bringen, dann gnade dir Gott. Mit Leuten deines Schlages verstehe ich umzugehen, merke dir das." „Ich habe Ted Spealman nie vor mir ge sehen", versicherte Christian, „ich bitte Sie, mir zu sagen, wer die Behauptung ausgestellt hat, daß ich dem Tode dieses Mannes nahestehe. Daß er tot ist, erfahre ich soeben aus Ihrem Munde. Nehmen Sie doch endlich Vernunft an", brauste der Gepeinigte dann auf, als Beedley mit einem entsetzlichen Lächeln den Kopf schüttelte, „jemand hat Sie belogen und mir eine Rolle zu geschrieben, die ich niemals gespielt habe." „Canaille!" sagte Beedley. Aber der Schiffsarzt mit dem gutmütigen Gesicht legte plötzlich seine Hand auf den Arm des Kapitäns, beugte sich ihm zu und sprach eifrig auf ihn ein. Was er sagte, war für Christian nicht verständlich. Aber nach mehrmaligem heftigen Schütteln des Kopfes, durch das sich Beedley anscheinend gegen die Ansicht des Doktor zu wehren suchte, stand der Führer des Schiffes plötzlich auf, öffnete die Tür und rief den draußen stehenden Matrosen einen Befehl zu. Dann schienen die drei Richter Christians für eine Weile nicht auf ihn zu achten, sondern sprachen wiederum dem Whisky und ihren kurzen Pfeifen zu. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. Eine Gestalt stolperte über die Schwelle, als habe jemand sie von draußen in den Raum gestoßen. Dann fiel die Tür wiederum ins Schloß. Als Christian sah, wer da schwankend an der Tür stand, war sein Verständnis für die Situation um ein'gutes Siück vorwärts gekommen. Denn es war Jeffries, den er da erblickte, Jeffries, die rothaarige Bulldogge, dem man ebenfalls die Hände gefesselt hatte und der so aussah, als habe er vor nicht allzu langer Zeit einen schweren Kampf bestanden. Eines seiner Augen war verschwol-len und sein Gesicht von Blut und Schweiß verschmiert. „Die beiden Herren kennen sich ja", ließ sich Beedley vernehmen, während sein Blick von Jeffries zu Christian wunderte, „'es ist unnötig, sich hier mit einer längeren Vorstellung aufzuhalten, Stehen bleiben, Jeffries", herrschte er seinen zweiten Gefangenen an, der sich kaum auf den Füßen halten konnte und unwillkürlich ein paar Schritte vorwärts getan hatte. Der dicke Doktor erhob sich: „Wir möchten von Ihnen noch einmal hören, Jeffries, wie sich der Tod Ted Spealmans gen hat", sagte er scharf. „Sie haben » vorhin ausführlich geschildert, al|o holen Sie es jetzt." 6ciw Jeffries blickte zu Boden. Er *)aI‘ -atU, Eintreten Christian bemerkt, war 3 mengefahren und schien von diesem sehen keineswegs erfreut. ^ Mann ba die heiserer Stimme sagte er: „Hat Af'sjß Greenhorn, ich habe ja nicht gewußt. er de. Als der schwieg, fuhr der ^ Doktor „Sie haben behauptet, daß dieser . Spealman in ein Auto gelockt, a'J’.^s, Grande Corniche gefahren und dor sen hat. Stimmt da?" Jeffries antwortete nicht. „ ;mH „Das ist eine erbärmliche Lüge, ^ Christian auf, für den es nun leinen ' fei mehr gab, „ich habe mit dem T ^ct Spealmans nichts zu tun gehabt, y" Haupt erst jetzt gehört, daß Spealma mehr am Leben ist." icfpch Alle Blicke waren auf Jeffries 5%^ Der kämpfte mit sich. Dann hob cl . ^it Atemzug seinen breiten Brustkastens ^ ■-« iaf Euch auch noch in die Hände fallen Da konnte ich alles auf ihn "bladen- ^ Für ein paar Augenblicke lstmi* Schweigen in dem kleinen, luxuriösen , jfl der Nacht. Dann griff der Schm^ r.eItior, seine Tasche, brachte ein Messer i 0 öffnete es und trat auf Christian 5 ' einem einzigen Schnitt befreite er seinen Fesseln. „Donnerwetter, Mann, da w* 0hn< wirklich Pech gehabt", stieß er auf Beedley zu achten, der gegen d'fi der Loyalität protestieren wollte, „lCb „oti es ja gleich gesagt, daß dieser Hnn ^ einem Jeffries wieder einmal lügt-der Schein war gegen Sie." ? ojafet „Doktor, Sie vergessen, daß er da■ ^ aus dem Safe geholt hat", ries ^ <ß während er neben den Schiffsarzt wolle er sein menschenfreundliches 1 j^n fcn wieder rückgängig machen, ,,°U' ^ Fall ist er ein Verbündeter Crow >en". . ^ i»!' Von drüben klang die Stimme ^ haarigen Bulldoggen: „Lassen Sie '■ t tt fen, Beedley» er ist ein Dummkopf, jit* hat nicht Schlechtes getan. Sie Jön frieden sein, daß Sie mich gefoB1 pi», was wollen Sie also dem Jungen den doch nur Crow und die W* haben." ... f Beedley drehte sich auf dem Abs um. „Ist das wahr, Jeffries?" „So wahr, wie ich hier stehe, Solange ich den Burschen gebraEf habe ich den Mund gehalten. H" ^ &ff wußt, daß er noch immer drüben • ^ Villa war, ich hätte mich 5)Urt^rief ^ Drohung dazu bringen lassen, den ihn zu schreiben. Hatte gehofft- e ^ längst über alle Berge und ntit 9 Geld und der Schmuck." ^.mekt (Fortsetzung in der Sonntag Jdemec A Verschiedenes Deckennähcrin übernimmt alte und neue Arbeiten zu billigsten Preisen. Geht auch ins Haus. Čepe, Cvetlicma 8. II202 Seltene Gelegenheit! Infolge Versetzung in eine Stadt, in der es keinen Strom gibt, bin ich gezwungen, einen erstklassigen Netzapparat gegen einen Batterieempfänger umzulauschen. Die Aufzahlung wäre sehr gering. Anzufragen aus Gefälligkeit bei der Firma Wipplinger. 11214 Achtung, Skifahrer! Jetzt ist es noch Zeit. 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In Maribor. - Für den Herausgeber jMMlllcb: Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft In Marlbor. s:« S Maribor, , > nieren. Zu Divjak, Mambos Leset und oerbre'