Nr. 277. Samstag, 2. December 1893. 112. Jahrgang. Umtlicher ^heil. kx,,^' ^ "nd k. Apostolische Majestät haben dem ss, "p^ann des Corpsartillerie-Regiments Freiherr von Kn« ^ ^"l Kosztolänyi von Nemcs-«"^.^oläny die Kämmererswürde taxfrei aller-""°l>lgft zu verleihen geruht. »., .Der Ninister des kaiserlichen Hauses und des l ^"rn hat die absolvierten Zöglinge der l. nnd ^Nentaiischen Akademie Alfred Ritter Steiger von zu ^^' Aristoteles Petrovic und August Kral zu.Consulareleven ernannt. sss-.^r Finanzminifter hat die Steuereinnehmer A'vnch Schmidt und Anton Rohrer zu Hauvt-di^""""^niern für den Bereich der Finanz-Landes« °"NWn in Graz ernannt. ss ..Der Ackcrbanminister hat den Ober-Forstcommissär ^^ndTepper zum Forstrathe ernannt. Nichtamtlicher Weil. Die Unterstützung der Handelsmarine. blln^ ^de. mit welcher Seine Excellenz der Herr die n . "'lter Graf Wurmbrand in die Debatte über den A ^b'ma. der Handelsmarine eingriff, findet in -wiener Blättern beifällige Würdigung, lrat l« '^"" ^"e Presse, sagt: «In die Debatte Nuln3 "^" Redner der Handelsminister Graf v°ra^ b ein, welcher die Vorlage seines Amts-Wb?? zu seiner eiqenen machte und sich sehr sym-llliH s« ^^ bie Bedürfnisse der Handelsmarine, aber ^ ^r lene unserer Küste äußerte.» Heil, . 'Fremdcnblatt. schreibt: «In wirkungsvoller sür i.i ^ bcr Herr Handclsminister Graf Wllrmbrand Nübt,V?Uierunasvorlage ein. Der Herr Mincher be-der 9-^^ "ste Gelegenheit, die ihm s.'it dem Antritte bti»^"ung des Handelsamtes zur Aeußerung sc'ner lichsjp. 3?"'lchen Anschauungen geboten war, in glück-»na n . "le. Trieft, Dalmatien und unsere Handels-Nchm/ "'""^" der Rede des Herrn Ministers ent-Gea n?/ ?°ss die Förderung ihrer Interessen dm den n eingehender, beharrlicher Arbeit auch für gennw Ressortminister bilden wird ... Das an-ß^mene Gesetz ist ein Erfolg, zu dem wir nicht bloß unfere wackere Handelsmarine, sondern auch unseren > Süden, aus dem sie ihre besten Kräfte schöpft, beglückwünschen können.» Die «Presse» äußert sich folgendermaßen: «Graf Wurmbrand bringt, das hat seine Rede gezeigt, den maritimm Interessen unseres Vaterlandes ein warmes Herz und ein volles Verständnis entgegen, und es muss ihm die Anerkennung gezollt werden, dass er dieselben von hohen Gesichtspunkten betrachtet. Er ist sich darüber klar, welche Bedeutung dem Seevcrkehre, der Entwicklung unseres See-Emporiums sowie unseres Küstenlandes für die Ausgestaltung unseres Handels inne« wohnt, und er verschließt sich nicht der Erkenntnis, dass die Unterstützung unserer Handelsmarine, wie dieselbe durch die Regierungsvorlage ins Auge gefasst wird, nur einen kleinen Theil der umfassenden Action darstellt, welche die Uebelstäude, an denen unsere maritimeu Verhältnisse leiden, zu beheben geeignet wäre. Dieser Erkenntnis, mit welcher sich der neue Handeleminister in Uebereinstimmung mit seinem Vorgänger brfindet, hat Graf Wurmbrand beredte Worte geliehen» In der «Deutschen Zeitung» heißt es: «Die programmatischen Worte des Grafen Wurmbrand werden den' Trnstern eine Bürgschaft dafür sein, dass Marquis Bacquehem nicht nur einen Nachfolger im Amte gefunden hat, sondern auch in der Erkennung jener Fragen, von denen das wirtschaftliche Wohl der Gesammtheit abhängt.» Das «Neue Wiener Tagblatt» und das «Extrablatt» constatieren, dass die Erklärungen des Herrn Handelsministcrs im ganzen Hause und insbesondere bei den Vertretern der Küstenländer sympathische Aufnahme gefunden haben. Mit Bezug auf die Landwehrqesetz-Novelle schreibt das «Neue Wiener Tagblatt. : «Die großen Parteien des Hauses stimmen darin überein, dass die Annahme dieser Vorlage ein Act gebieterischer Staatsnothw'ndig-keit sei. Sie inwlviert eine wesentliche Erhöhung der Militärlasten, allein da die Armeeverwaltung diese Opfer als unbedingt nothwendig bezeichnet, soll Oesterreich-Ungarn hinter den kolossalen Rüstnngen der anderen Großmächte nicht weit zurückbleiben, so ist das Parlament außerstande, dem Gesetze die Genehmigung zu versagen, will es nicht eine ungeheure Verantwortung auf sich laden, die möglicherweise die verhängnisvollsten Consequenzm nach sich' ziehen könnte.»_______________ Vom marollanischen Kriegsschauplätze. Marschall Martinez Campos hat sofort nach seiner Ankunft in Melllla dem Bruder des Sultans von Marokko, der wiederum, wie früher, von General Macias einen Waffenstillstand verlangt hatte, dieses Begehren zurückgewiesen und erklärt, er werde alsbald zum Angriff übergehen. In Spanien ist die alte Kampf« begeisterung durch die Nachricht. Martinez Campos sei zum Oberbefehlshaber im Riff-Feldzuge ernannt, neuer« dings geweckt worden. In Madrid bereitete die Menge dem Marschall eine stürmische Huldigung und empfieng ihn mit den Rufen: «Hoch Spanien, es lebe die Armee!» worauf Martinez Campos das Haupt entblößte und rief: «Es lebe der König!» Der Marschall soll auf Vorschlag des Kriegsministers Lopez Dominguezt der zuerst selbst nach dem Posten strebte, ernann, worden sein. 24.000 Mann sollen, wie es heißt. Mar. tinez Campos zur Verfügung gestellt werden. Aeneral Macias hat bis zu seiner Ankunft die militärischen Bewegungen einzustellen und der Marschall soll entscheiden, ob vielleicht die Operationsbasis an einen anderen Theil der Küste zu verlegen sei. Als Corps-Commandeure werden unter Martinez Campos die Generäle Chinchilla und Primo de Rivera befehligen, zu seinem Generalstabschef hat er den General-Lieutenant Polavirja ernannt. Der Minister des Auswärtigen. Moret, hat erklärt, er würde sein Amt niedergelegt haben, wenn er nicht überzeugt wäre, dass Martinez Campos sich auf die Züchtigung der Rissioten und den Ausbau des Forts Guariach beschränken werde. Der ministerielle »Correo» aber hält es trotzdem für nöthig, vor patriotischen Ausschreitungen zu warnen. Die nächste Zukunft wird zeigen, inwiefern alle Hoff« nungen und Befürchtungen, die sich an die Sendung des berühmtesten spanischen Generals nach Marotto knüpfen, berechtigt sind. Die Obrtstcuer. Einer Mittheilung drs Belgrader Correspondenten des «Fremdenblatt» zufolge versichert man dort, dass gegenüber der Note Oesterreich-Ungarns, betreffend die Obrtsteuer, die serbischen Regierungslreise die Ansicht vertreten, der Tarif, den die Regierung zur Bemessung dieser Steuer aufgestellt habe. sei nicht aufzuheben, da er eine innere Angelegenheit Serbiens sei; doch solle er den Veltragsstaaten gegenüber nicht imperativ an- Feuilleton. Steiner Alpen. lein?'^.° s°U ich mich hinlehren. Ich dumbes Brüder-Welt w-?° sp^ch wohl mancher Freund unserer Berg-knew ' <5"b b" letzten zwei Winter mit dem Lands-"enst>^ wscharts «Gargantua». als der heillose Na an, ^ ."bcr das Gebirge im Norden unserer Stadt ""desten durch die Tagesblätter tobte, ^lven? S^ °^l Gratzy —Sannthaler oder Steiner der s...c 6 war die vielumstrittene Frage, um die worts/'"a,ende Kampf wogte. Auf diese Frage ant-ist» . "U" ein Buch, das in letzter Zeit erschienen der ^. 'elbst in Kreisen, die sich sonst mit Fragen Aussps/""" Ncknenclatur nicht besasst n, berechtigtes Hlluni ""gt- Da der Frage in diesem Blatte bereits Hen n?^ben wurde." so wird es. glaube ich, man-bes >,"" "teressieren. den wesentlichen Gedankengang kennen '"^'ch und streng kritisch geschriebenen Buches "zu lernen. in ein- 6^"t> von der unbestrittenen Thatsache, dass sicherem"'^uschaftlichen Fehde zunächst eine klare und ^.^uorstellung des Streitobjcctes nach seinem ganzen ^bil^^mr Alpen. Ei» Veitrag zur Entwickluna.5a.eschichtc der hei,,, V,"ppnmllmcn vuu Dr. A»«,ist Wl,m Edlen von Mhmers. lachen ^ c^""l"' f'" PHYsilaNschc cijwnmphic an der t. l. trch-Mrch ^Hchule in Wien. Wien (Herold) 18!". Z" flehen "'dach Buchhandlung Jg. u. Klcinmayr ck Fed. Vambcrg m «Laibacher Zeitung, vom 12. bis Ib. December 1692. Umfange gewonnen werden muss. stellt Dr. v. Böhm zunächst in einem allgemeinen Theile fest. dass die beiden Gegner, zwischen denen der Streit in erster Linie entbrannt ist, Prof. Johannes Frischauf in Graz und Dr. Oskar Gratzy in Laibach, ganz verschieden gefasste Gebirgsgruppcn meinen nnd namentlich von dem, was Altmeister Schaubach unter den Bezeichnungen «Steiner Alpen» und «Sannthaler Alpen» sich vorgestellt hat, keine klare Anschauung haben. Wal), rend nämlich Gratzy bloß j?nen enggefassten Gebirgs-stock im Auge hat, der. dem Laibacher Felde entraqend, im Westen durch die Kanter, im Norden durch die Sann im Osten durch den Leutschbach begrenzt wird. lässt Frischauf seine Oebirgsgruppe im Wchen durch das Kankerthal. im Nordwesten dnrch das Vellachtl^l. im Norden durch das Mießthal, im Osten durch das Mießlingthal von Unterdraubnrg bis Wmdijch-Graz und weiterhin dnrch den Alpenrand über Schön stein nnd Frahlau nach Franz, im Süden durch dm Bergrand über Möttnig und Stein bis Höflein begrenzt sein. Während so'das Gebiet Gratzy's, das bloß die südlich von der Sann und westlich vom Lentschbache gelegenen G'birgsglicder in sich schließt, eine Boden-fläche von 340k,n" bedeckt, umfassen die «Sannthaler Alpen» Frischaufs mit dem Zuge der Ovceva, des Travnik. der Nadnha nnd des Ursulaberges im Norden, den Stöcken des Rogak, der Menina u. s. w. im Süden des Sannflusses bei 1200 km". also nahezu den dreifachen Flächenraum. Noch viel weiter wurde das Gebiet der «Sannthaler Alpen» von Schaubach gefasst, denn seine Alpengruppe reicht über das Bachergebirge und das ganze Hügelland von Cilli bis zur Sotla und Dräu und beträgt nicht weniger als daS Vierfache des Frischauf'schen und das Sechzehnfache des Gratzy'schen Gebirgsstockes. Wenn sich Frischauf hinsichts der Namensfrage aber auf den letztgenannten Nlpenforscher berufen zu können glaubt, so täusche er sich. denn gerade Schaubach habe die «Kalk-Hochqebirgsgruppe. die die Gebiete der Sau und Sann scheidet», beharrlich als «Steiner Alpen» bezeichnet. Nachdem einige Streiflichter auf Frischaufs Literatur« kenntnis gefallen, tritt d?r Verfasser der Frage näher, welche von den vorangeführten drei Gruppen am besten den Anforderungen genüge, die man bei der wissenschaftlichen Gliederung eines Gebirgsfystems in Gebirgs» grnpp'N an diese zu stellen hat. An die Spitze der darauf bezugnehmenden Entwicklungen wird zunächst der Nachweis gestellt, dafs die «Sannthaler Alpen» Schaubachs wie die unter demselben Namen gehende Grippe Flischiufs in wissenschaftlicher Hinsicht ganz unmögliche Gruppen sind, da sie vielfach Gebirgsglieder umfassen, die nichts weniger als eine Einheitlichkeit ihrer Physiognomie zur Schau tragen. Es gehe nicht an, orographisch selbständige Kalkgebirge, Urgebirge und nicht alpines Hüqelland zu einer Gruppe zusammenzuwürfeln, oder Glieder von einem fremdartigen MbirgK. zuge von diesem loszureißen und zu der Nachbargruppe zu gesellen. Dabei kann es nur Billigung finden, bassoon Dr. v. Böhm der Zug der Ooceoa (Usova) und des Travnil sowie der Ursulaberg endlich einmal unzweideutig den Karawanken zugesprochen werden, zu denen sie doch von rechtswegen gehören. In einem solgenden Capitel wird der Ostflüqel der südlichen Kallalpen nach den Gesetzen der heutigen Latbacher Zeitung Nr. 277 2370 2 December 18N gewendet werden, sondern nur eine Richtschnur für die Zollbeamten zur Beurtheilung der Wertdeclarationen bei der EinHebung der Obrtsteuer bilden. Wenn diese Meldung richtig ist, so steht Serbien noch immer auf dem Standpunkte, der die gerechten Beschwerden unserer Geschäftswelt hervorgerufen hat. Die ferbischen Zollbeamten halten sich an den Werttarif, den Serbien autonom aufgestellt hat, und wenn die Wertdeclaration des österreichisch-ungarischen Absenders niedriger als die Tarifziffer ist. erklären sie, es sei der Fall eingetreten, den Schiedsspruch der Sachverständigen einzuholen. Entscheiden diese, die Ware sei um mindestens zehn Procent zu tief declariert gewesen, so hat der Absender außer der Obrtsteuer eine Strafe von fünfzig Procent zu bezahlen. Das «Fremdenblatt» bemerkt hiezu: Die Behauptung, der Obrtsteuertarif sei eine rein innere Angelegenheit Serbiens, ist eine so merkwürdige, dass sich kaum voraussetzen lässt, die serbische Regierung wolle sie im Ernste aufstellen. Ebenso gut könnte jemand, der am offenen Fenster mit einem geladenen Gewehre hantiert und dadurch die Vorübergehenden gefährdet, behaupten, dies sei eine Angelegenheit, die nur ihn angehe, weil er in seinem eigenen Zimmer thun dürfe, was ihm beliebt. Die Aufstellung eines Obrtsteuertarifes widerspricht einfach dem Handelsvertrage und ist daher rechtswidrig. Politische Ueberficht. Laib ach, 1. December. In der gestrigen Sitzung des Abgeordneten« Hauses richteten die Abgeordneten Thurnher und Genossen an Se. Excellenz den Herrn Finanzminister die Anfrage, ob derselbe geneigt sei, mit thunlichster Beschleunigung ein klares, allgemein verständliches, den jetzigen Verhältnissen sich anpassendes Gebürengesetz auszuarbeiten und im Nbgeordnetenhause ehestens zur Vorlage zu bringen. Die Abgeordneten Döh und Genossen interpellierten Se. Excellenz den Herrn Minister des Innern in Angelegenheit des Erlasses vom 23. Mai 1892, wonach die Viehmärkte außerhalb der Städte, Märkte und Ortschaften zu verlegen sind. Die Bischofs-Conferenzen, welche im Wiener erzbischöflichen Palais stattgefunden haben, wurden gestern beendigt. In der gestrigen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses wurde die Wahl des Staatssecretärs Erdely unter dem üblichen Vorbehalt verisiciert. Landesvertheidigungs-Minister FZM. Baron Fejervary unterbreitete den Gesetzentwurf über das Re crutencontingent pco 1894 mit Berichten über die E» gebnisse der Prüfungen der Einjährig-Freiwilligen sowie über die Fälle von Selbstmorden in der Armee; ferner Gesetzentwürfe betreffend die Anmeldungspflicht der Angehörigen einiger Gruppen Landsturmpflichtiger und die Vermehrung der Gendarmerie. Die Vorlagen wurden an den Wehrausschuss geleitet. Das Gesetz über die Vermehrung des Richtelpersonals bei der königlichen Eurie und der königlichen Tafel wurde in dritter Lesung votiert und sodann das Budget des Landes» vertheidigungs-Ministeriumö in Verhandlung gezogen. Nächste Sitzung heute. Hinsichtlich des deutsch-russischen Handelsvertrages wird der «Allgemeinen Zeitung» aus Berlm telegraphiert, es sei in allen Hauptpunkten vollständiges Einverständnis zwischen den beiderseitigen Regierungen erzielt. Nur eine Anzahl von Nebenpunkten sei noch zu erledigen, die aber im einzelnen wie im ganzen nicht geeignet sind, den endgiltigen At> schluss zu verhindern. Es dürfe mit einiger Zuversicht angenommen werden, dass der Vertrag in längstens drei Wochen paraphiert und vollzogen sein und dem Reichstage gleich nach den Weihnachtiferien zugehen werde. In Bern tritt am 4. December die schwei -zerischeBundesversammlungzu ihrer ordentlichen Wintersession zusammen. ! Bezüglich der französischen wie der italienischen Ministerkrise ist man auf die Depeschen angewiesen, von welchen die eintreffenden Zeitungsberichte in der Regel überholt werden, die aberj mitunter auch selbst häusig variieren. Nach dcr letztens diesfälligen Depesche ist nun auch die französische! Ministerkrisis gelöst. ! Nach den umfassenden Meldungen über das Ver-' halten des Fürsten Ferdinand von Bulgarien und seines Hofes anlässlich des Todes des Grafen v. Hartenau darf man dem ritterlichen Benehmen des Herrschers von Bulgarien nicht genug Anerkennung zollen. Sein Armeebefehl an das Heer, seine Depesche an die Witwe des Grafen v. Hartenau, seine Vertretung bei der Leichenfeier, endlich die Theilnahme des Fürstenpaares bei dem feierlichen Empfange der Leiche sowie die den Brüdern und Verwandten des ersten Fürsten von Bulgarien gegenüber bewiesenen Aufmerksamkeiten lassen die Haltung des Fürsten Ferdinand im schönsten Lichte erscheinen. Die Agenzia Stefani meldet aus Rio de Janeiro vom 29. v. M.: Admiral de Mello hat mit mehreren seiner Schiffe die Bai von Rio de Janeiro in unbekannter Richtung verlassen. Man glaubt, dass er sich nach dem Süden begeben habe. Tagesnemgleiten. — (Franz Mair f) Gestern starb in Wien der Bürgerschul'Director und Componist Franz Mair ^ nach mehrwöchentlicher Krankheit im 73. Lebensjahre. Mairs Bedeutung lag ebenso auf musikalischem als pädagogischem Gebiete. Seine Lesebücher für Volts- und Bürgerschulen in sieben Theilen sind allbekannt. Als Componist schrieb er mehr als hundert Männerchüre, Messen und Lieder, Claliiei quartette und Orchesterstücke. Seine Chöre werden überall gesungen, seine Orchrster-stücke verbreiteten sich sogar in die neue Welt. Vor 30 Jahren gründete Mair den zweiten großen Männer-gesangverein Wiens, dessen Altchormeister und Ehrenmit» glied er blieb. Zum lehtenmale trat er als Chormeister beim IV. deutschen Sängerbundesseste auf, bei dem er die Gesammtaufführung dirigierte. — (Zum Attentatsversuch auf Kaiser Wilhelm und Grafen Caftrivi.) Nach Mittheilung des Berliner «Localanzeigers» ergab die amtliche chemische! Untersuchung beider Höllenmaschinen, dass das in denselben enthaltene Pulver nicht Nitroglycerin enthält und dass auch der Mechanismus dcr Maschine eine sichere Vürg-schaft für eine explosive Durchfchlagswirlung nicht bietet. Trotzdem müssen beide Sendungen nach der Absicht des Absenders sowie nach der chemischen Beschaffenheit als ExplosiKörper gefährlichster Art bezeichnet werden uno wird auch die Nachforschung nach dem Urheber des Budenstückes mit unvermindertem Eifer fortgesetzt. Ueber da« Ergebnis der chemischen Untersuchung der SprengmM wurde nach derselben Quelle dem Kaiser ein eingehender Bericht erstattet. Der Monarch, welcher anfangs, nm jedermann, an ein wohlvorbereitetes Attentat geglaubt, scherzte nunmehr über die «Höllenmaschine», die er em «Spielzeug» nannte, über das sich niemand ernstlich beunruhigen könne. Der Rapport, welchen ein nach Orleans ! geschickter Special-Commissär daselbst von der Post uno ! Eisenbahn erhielt, lautet: «Die Untersuchung wurde au, die letzten vier Wochen ausgedehnt; Colli mit den Adressen Kaiser Wilhelm oder Caprivi wurden nicht av-gesendet.. — Eine Prwatmeldung aus Orleans besagt, l dass der Name Dechanteau nicht existiert, wohl aber m« ! Spitzname sehr gebräuchlich ist; man sagt mit Vez,ehung lauf das Dorf Chanteau bei Orleans um einen beschränkten Menschen zu bezeichnen. ! — (Eine Encyklila über das Vlbe -studium.) Nach einer Meldung aus Rom ist die pap!'' liche EncrMa betreffend das Bibelstudium, deren M' blicierung für den 8. December in Aussicht genommen war, bereits der Oeffentlichleit übergeben worden. 2M an alle Bischöfe der Erde gerichtete Schriftstück »st von sehr großem Umfange. Der heilige Vater nimmt m dMe Kundgebung Stellung zu jenen zwei Richtungen m oer ! Nibelauslegung, deren eine sämmtliche Erzählungen oer Heiligen Schrift nahezu wörtlich nimmt, während dle an ^ dere der allegorifchen Deutung breiten Raum gewahrt- — (Die Eifen bahn kata strop he belM«, land.) Aus Venedig ver.auten über die Eisenbahnta" l strophe von Limito entsetzliche Details. Dieselbe erfolg ' infolge dichten Nebels, bei welchem der Zugsführer ° Signale übersah. Der Schnellzug bestand au» eine Schlafmagen und je drei Waggons erster, M'l" " dritter Classe; vier derselben wurden durch den ensehUcy Zusammenstoß förmlich ineinander geschachtelt. Gl'ich "°^ dem Zusammenstoße geriethen zwei Waggons durch e Explosion von Leuchtgas in Brand, die Telegraphendray wurden durch die Explosion zerrissen, wodurch eine " ständigung des Stationschefs in Mailand unwogl", ! wurde; derselbe wurde erst durch einen Eavallene-Vve, ^ welcher zufällig vorilberritt, von der Katastrophe um richtet. Der Schauplatz der Katastrophe bietet emen e schlichen Anblick dar. Derselbe ist mit Bruchstücken Materials, Leichen und menschlichen Gliedmaßen eN" ' es sollen noch mehrere Personen lebend unter den^u mern liegen. Die Zahl der Todten beträgt bei ^"'.^ runter drei vom Zugspersonale. Vom 40 "'Nah" Arbeitern ist die Hälfte umgekommen. Die im V^ wagen reisende bekannte Sängerin Elisa Frandin ^ unverletzt, mufste sich jedoch vor dem Brande durch e Sprung aus dem Fenster retten und erlitt mnere Ziehungen und eine Gehirnerschütterung. Ihr Gatte langt eine Million Francs Schadenersatz. c"an- -(Für die Verunglückten "o" ^ tan der.) Ihre l. und k. Hoheit Frau Erz^ u Elisabeth, die Mutter der Königin-Regentin von ^" z hat für die Verunglückten von Santander 10.0U" -P , gespendet. Wissenschaftlichen Gebirgskunde gegliedert und die Grenz« linie für die in Rede stehende Gruppe, die Böhm als östlichen Abschnitt der Jütischen Alpen bezeichnet, in nachstehender Weise gezogen: von Vigaun durch den Praprotnik- und Beligraven in den Feistritzgraben, von dort über den Feuca-Sattel ins Kankerthal, dann über den Seeberg und den Pavlic-Sattel ins Sulzbachthal und weiterhin über den Wistra-Sattel in den obersten Wiftragraben und durch den Schwarzgraben ins Sannthal und durch dieses bis Fraßlau; im Süden von Fraßlau über Franz, Möttnig, Stein am Rande des Alpengebirges weiter bis Höflein und das Savelhal entlang bis Vigaun. Dass diese Abgrenzung mit keiner der frühereu Kenner, beziehungsweise Namensschöpfer dieses Bergstockes identisch ist, sieht jeder mit dem Gebiete halb< Wegs Vertraute auf den ersten Blick. Vollständig neu in derselben ist, dass nunmehr die Doberca und der Stock des Krainer Storzic auch in diese Gruppe ge« zogen wird, was vielleicht der Wissenschaft Rechnung tragen mag, den touristischen Bedürfnissen aber jedenfalls stark ins Gesicht schlägt. Wenn man schon über die isolierte Stellung dieses kleinen Gebirgsstockes zwischen der Triglav-Gruppe und den Karawanken einerseits und den Alpen im Norden der Stadt Stein anderseits nicht hinwegzukommen vermeint, so möge man ihn ruhig, wie bisher, zu den Karawanken rechnen, unter die ihn Höhe und Gestalt, Aufbau und Material verweisen. Datzselbe gilt vom Rogac und der Menina, die in tektonischer und landschaftlicher Beziehung gegen das Hochgebirge westlich vom Leutschbache Abstiche A3",.' ^ °"ch dem unerfahrensten Beobachter nicht entgehen türmen. Ander» steht die Sache mit der durch die Vllnn abgetrennten ^cre oer maouya, die niemand, der ihre festgefügten Dachstein-Kalkmassen betreten hat. von dem Stocke der Ojstrica scheiden wird. Die neuesten geologischen Untersuchungen von Teller haben diese von allen Bergfahrern zugestandene Zusammengehörigkeit auch vom wissenschaftlichen Standpunkte aus glänzend gerechtfertigt. Aufs bereitwilligste unterschreibt der Berichterstatter, was Dr. v. Vöhm über die volksthümliche Benennung der Gebirge und Gebirgsgruppen, über land» wirtschaftliche, landschaftliche und wissenschaftliche Gebirgs-auffassung sagt. Der orographische Begriff «Alpen als Gebirgsgruppe» ist dem Volte thatsächlich fremd und wird es immer bleiben: «Die Gebirgsgruppen sind Kinder der Wissenschaft und nuissen deshalb auch von dieser getauft iverden» (S. 9). Das Volk in den Alpen kennt und benennt nur die Bergwelt seines Thales, und die Grenze für dieselbe läuft nicht den Flussläufen und Niederungen nach, sondern zuoberst über die Kämme, die sein Gebirgsbecken begrenzen. Nachdem der Verfasser noch die wissinschaftlichen Grundsätze, die für die Benennung von Gebirgsgruppen maßgebend sind, gestreift und insbesondere betont hat, dass der Name eines Thales sich zur Namengebung nur in dem Falle eignet, wenn dasselbe den übrigen Wasferrinnen des Gebirges gegenüber eine herrschende Stellung einnimmt und gewissermaßen das hydrographische Centrum der Gruppe darstellt, kommt er zum Schlüsse, dass hinsichtlich der in Rede stehenden Grupp' nur der Name «Steiner Alpeu» ernstlich in Betracht kommen könne. Der weitaus größte Theil des Buches ist den historischen Nachforschungen über die Bezeichnung unseres Gebirgszuges bei den älteren und neueren Autoren ge« widmet. Wir können nicht umhin, unserer ^^ > Freude über diesen Theil von Böhms tüchM" ^ Ausdruck zu geben. Sie zeugt von großem >""' - ^r. sicht, peinlichster Genauigkeit und anerkennm 9» ^ Vorurteilslosigkeit in der Untersuchung, "r liche sichere Beherrschung der statistischen Methode, 9 ^g Beobachtungsgabe und consequente geradezu ein Muster für ähnliche Unters werden dürfte. , m^nlol. del Nach einem prüfenden Blick auf ^alv", ^, mit seinen Bezeichnungen «Steinberger ^"^H ^r strizisches Schneegebirge» weder für die eme ^, die andere der fraglichen Benennungen"» u ^, führt werden kann, bezeichnet Dr. v. Boym ^ lehrten Franz Xav. Freiherr v. Wulfen mW " .^ Hacquet als diejenigen, welche in den ^ .^ die und 1778 zuerst den Namen Hauptmasse dieser Gebirgsgruppe gebraucht ya0z ^o Der Name weise somit ein Alter von nunu i^ ^<. Jahren auf und sei einer der ältesten UtN" gebräuchlichen Gebirgsgruppcnnamen. , h^ ner-Hieran schließen sich Ausführn u" .^r muthliche Bildung des Namens «Steiner "^^geN Naiuensübertraqungen bei der Vmennunq " ^teilt, s. w. Eine Musterung der bekanntesten alter ^ ^^ werke, die der Verfasser vornimmt, M^ „ «Steiner zeichnung -Steiner Alpen-, die querst v^°h^i,nmer Almen, gebraucht wird, immer welter stcy a" .^ ^rM, weiter gegen die Hauptmasse des GebirM^' ift. IM bis sie schließlich ganz von demselben ^NHnderts ^ Anfang der sechziger Iah« des vorigen Ml .^ „ Mitte der dreißiger Jahre des gegenmar^ ^'t eine Umschau bei etwa 40 StriftsteUerl» lnidochrr Zeitung Nr. 277. __________________ 2871 _____________ 2 D-rnndn- 1Y93 Local- und ProvinzmI-Nachlichten. ^(Allerhöchste Spenden.) Se. k. und k. «Posiclische Majestät haben der freiwilligen Feuerwehr w Vrunnborf' den Betrag von 60 fl. und der freiwilligen Feuerwehr in Kropp jenen von 160 fl. auS Allerhöchsten .) Die günstige Witterung der letzten Tage ließ die Hoffnung zu, dass der schöne und gesunde Eissport zur Freude seiner zahlreichen Anhänger in seine Rrchte treten werde. Wenngleich die Freude'momentan (wörtlich genommen) zu Wasser geworden, so ist anderseits der warme Regen äußerst günstig für die tadellofe Glätte der künftigen Eisbahn, und es dürfte außerdem der heurigen Saifon voraussichtlich eine fröhliche, lange Dauer befchieden fein. Die Eisbahn steht, sobald entsprechend günstiges Wetter eintritt, den Mitgliedern zur Verfügung. — (Verunglüclung.) Gestern um 6 Uhr früh ist beim Lastzuge Nr. 127/u. der Conducteur Vincenz Sajovic bei der Verschiebung in der Station Adelsberg zwischen die Wagenpuffer gekommen und derart verletzt worden, dass er nach einer halben Stunde darauf starb. Nach Constatierung des Todes durch den Arzt Herrn Dr. Kotzmuth wurde der Verunglückte in die Todten-kammer in Adelsberg übertragen. Derselbe hinterlässt eine Witwe mit zwei unversorgten Kindern. —r. — (Der Nikolaimarlt) mit seinen ungezählten Herrlichkeiten bietet nun der lieben Jugend eine reiche Ausbeute und versammelt ein ebenso zahlreiches wie dankbares kleines Publicum, das sich an den ausgestellten Schätzen nicht sattsehen kann. Mögen bei dieser Grlrgfnhrit die Glücklichen auch der Armen gedenken, in deren kahle Stube so selten ein Strahl sonnigen Glückes fällt. — (Oeffentliche Gewaltthätigkeit.) In der Nacht vom 4. auf den 5. November sind dem Besitzer Johann Ropret, vulgo Iamnik, in Grad Nr. 4 sieben Fensterscheiben durch Steinwürfe und ein Fenster fammt Nahmln und Scheibeu mit einer sieben Meter langen hölzernen Stange sowie auch einige Dachziegel am Hause zertrümmert worden. Die Gefahr war eine umso größere, da die Stange durch das Fenster in das Zimmer gestoßen wurde, wo ein Kind daneben in der Wiege lag und die Stange über die Wiege gelegen kam; hätte der Uübelthäter die Stange in etwas tieferer Richtung in das Zimmer gestoßen, so hätte er das Kind leicht damit beschädiget oder gar getödtet. Die nämlichen Uebelthäter haben auch in derselben Nacht im Hause des Besitzers Kalan in Grad Nr. 35 aus ebenfalls unbekannter Ursache fünf Fensterscheiben zerschlagen, wo die 9 Jahre alte Maria Kanduc der Gefahr einer Verletzung dadurch ausgesetzt war, dass sie neben einem Fenster im Bette lag und die zertrümmerten Fensterscheiben auf sie fielen. Die Thäter wurden in den Personen der als sehr gewalt« thätig geschilderten Johann Hoä'var, Besitzerssohn aus Grad, und Andreas Iereb, Nesitzerssohn von ebendaselbst, verhaftet und dem Bezirksgerichte in Krainburg eingeliefert. — Am 19. November l. I gegen 1 Uhr nach Mitternacht drangen die Gebrüder Andreas und Mathias Kozelj aus Veldes in das Haus des Kaischlers Johann Cunoeri in Menkui Nr. 17 im Radmannsdorfer Bezirke ein, verletzten ohne Ursache den Kaisckler, dessen Ehegattin sowie deren sechsjährigen Sohn. Johann Cunderi flüchtete sich, seine Familie im Stiche lassend, in das Haus seines Nachbars Simon Kunkie und sperrte das Hausthor ab. Die beiden Kozelj verfolgten ihn, und da sie ihn nicht erreichen konnten, schlugen sie beim genannten Hause vierzehn Fensterscheiben mit Holzstangen ein. Dieselben wollen ihre That im trunkenen Zustande begangen haben. I. — (Tod den stibitzen!) Arme Kibihe, auch euch hat das letzte Stündlein geschlagen! Der Zeitgeist schreitet furchtbar vorwärts und ihm fallen der Reihe nach alle alten Institutionen zum Opfer. Der Zeitgeist hat Throne und Kronen vernichtet, das idyllische Posthorn in die Rumpelkammer geworfen und nun steigt er auch den Kibitzer» auf die geschätzten Hühneraugen, welche — natürlich die Kibitze und nicht die Hühneraugen — ihm bald ein Noritnri w nklutHnt! zurufen werden. Da hat nämlich ein Herr Henri Dürre in Teplih in Vöhmen (alle Heinriche heißen dort Henri) einen Apparat erfun« den, der unter anderem auch die Aufgabe hat, «da« in die Karten blicken Unbefugter» (Nein, so was! Ein Kibitz und unbefugt!) hintanzuhalten. Der Apparat, der dies bezweckt, besteht aus 16 fächerartig angeordneten, hübsch geprägten Cartonblättern, welche so eingesalzt sind, dafs in jedes Vlättchen eine Karte eingepasst werden kann. Dieser Fächer kann durch das Anziehen einer Schnur ohne Anstrengung entfaltet werden, um die Karten in denselben zu ordnen. Sobald dies geschehen, sagt Herr Henri Dörre wörtlich — kann man, schon um da« lästige Kibitzen zu vermeiden, das Spiel zusammenklappen und es mit Blitzesschnelle in die zum Ausspielen gewünschte Lage bringen. Der «Fortuna'Kartenhalter», so benennt sich dieses neue Instrument, wird also eine ganze Revolution im Reiche der vier Farben hervorrufen, und er soll, wie wir schon erwähnten, dem Institute der Kibitze den Todesstoß versehen. Wir find sehr begierig, wie sich dieselben gegenüber dieser Neuerung verhalten werden; wohl das mindeste, was sie thun können, ist, eine Landesversammlung der Kibihe nach Agram einzuberufen. Sie dürfen nicht zusehen, wie man ihnen den Lebensfaden einfach abschneidet; sie müssen sich vereinigen. . . . Vereinigen? Das Wort hat in der letzten Zeit an Credit einigermaßen eingebüßt. . . . Lassen wir also die Rathschläge an die Kibihe; sie werden hoffentlich das Rechte finden, um ihre fchwer bedrohten Standet-l interessen vor dem meuchlerischen Schlage, den Herr Henri Dörre gegen sie zu führen im Begriffe ist, zu beschützen. — (Aus Rudolfswert) wird un» berichtet: Am 27. v. M. wurde in den Localitäten des hiesigen Casinovereines die heurige «Saison» mit einem Gesell» schastsabende eröffnet. Die Unterhaltung — gewürzt durch abwechselnde Vorträge von Piscen musikalischer und oeclamatorischer Natur — war äußerst animiert. Di» Trennungsstunde, es war halb 8 Uhr morgens, lieferte neuerdings den Beweis, dass es im Casinooereine wirtlich fröhlich und gemüthlich zugeht. Dass auch dem Tanzvergnügen angesichts der hübschen Vertreterinnen des «schwachen Geschlechtes» sehr gehuldigt worden ist, lässt sich erklären. Unserseits wünschen wir nur eine baldige Wiederholung eines derartig gelungenen Abende«. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) D« 22jährige Alois Zgavec aus Kovl, politischer Bezirk Loitsch, zuletzt Zwängling in der hiesigen ZtvangOarbeitsanftalt, war bei dem Arbeiter-Detachement in Assling beschäftigt. Am 6. August l. I ergriff er die Flucht, trieb sich sohin gefchäfts- und arbeitslos in Wäldern herum und entwendete einem unbekannten Eigenthümer in Overtrain einige Kleidungsstücke, die er anlegte, um nicht gleich erkannt und ergriffen zu werben. Auf seinen Streifungen kam er am 29. August l. I. nachts nach Orle, wo er die mit Getreide gefüllte Harpfe des Varthelmä Nebec absichtlich in Brand steckte. Der Angeklagte gestand umfassend und gab als Motiv an, bafs er dies that, um aus der Zwangsarbeitsanstalt in eine Strafanstaft zu kommen. Die auf das Verbrechen der Brandlegung, dann auf Uebertretung des Diebstahls und der Land-streicherei gerichteten Fragen wurden von den Geschwornen Nve,st, der Name «Steiner Alpen» in der wissen-AU'chen W,lt allgemein bekannt, ja, von einzelnen lMmlichen Bezeichnungen (wie .Oberburger Gebirge» «no'Feistritzer Gebirge») abgesehen, dcr ausschließlich Avrauchllche und herrschende. Eine Einschränkung dieses si^"? auf die südliche Vorlage des Gebirges, worauf ^ die «Steiner Almen»: Mala Planina, Velika ^lllNlna, KonMca u. s. w.. befinden, wie sie Frischauf »nlmlnt, läfst sich für diese Heit nirgends erweisen, bi« i? "'ssenschaftlicheu und Reiseliteratnr von 1«36 a f-k ^ ("w" 20 Werke werden namentlich an-UMyrt) finden wir die Bezeichnung «Steiner Alpen» ^°rzugt. daneben kommen jedoch auch die neueren "Mchnungen «Kocna. und «Sulzbacher Alpen» auf, unk "° und ausländischen Reisenden verallgememert "no aus landschaftlichen zu orographischen Begriffen rrweitert wurden. Auch in den folgenden drei Iahr-Unten selM wir diesen Namen ' die Oberherrschaft N"i. indem von 75) angezogenen Werken 56 (75 M.) gelben vorziehen, wahrend 17 die Bezeichnungen s^ulzbacher Alpen» (hauptsächlich steirifche Schrift-'''"er) und zwei die Benennung «Kocna» wählen. In ^weiteren Werken finden sich die Bezeichnungen ^ulzbacher Alpen, und «Steiner Alpen» gleichwertig Aneinander gebraucht. Den Hauptton legt Dr. von 3^"l ans den Nachweis, dass Schaubach, der im ^re 1845 die neue Bezeichnung .Sannthaler Alpen» ''^stellt hat, darunter, wie schon oben erwähnt, ein "Maus größeres Gebiet verstanden >md für den Hoch u^rgsstoH an der dreifachen Grenze von Krain, Kärntcn z"0 Steiermart ausdrücklich den alten Namen «Steiner "lpen, beibehalten hat. F. Hintner. Isast verspielt. Novelle von E. Wild. l25. Fortsetzung,) Herr von Buschberg, welcher der Gcs.llschafts' dame folgte, näherte sich ihr rasch und führte sie nach rinem Sessel. Das junge Mädchen sank halb leblos darauf nieder. Bleich und stumm hörte ste den Freiherrn an, der, wählend Frau Malten wieder hinauseilte, ihr in kurzer Fassung das Geschehene mittheilte. Heinrich von Decken war, nachdnn er von Schloss Bnschberg weggeritten, nicht nach Hanse gekommen. Als die Nacht vergangen war, ohne dass der Gutsherr erschienen war, schickten seine Lente nach Vuschberg, um dort Nachfrage halten zn lassen, aber mit dem einzigen Erfolg, dass dieselben Deckens herrenloses Pferd in der Nähe des Schlosses fanden. Das Thier war in einem abgehetzten Zustande. Wo aber weilte dessen Reiter? Von namenlosem Schmerz durchdrungen, hörte Antonie dcm Freiherrn zu; sie konnte das alles kanm fassen und glaubte, die Beute eines bösen Traumes zu fein. Ehe jldoch noch ein Wort über ihre Apveu ge. kommen, stürzte Frau Malten von nenem mit der Hiobspost herein, drunten im Hofe stehe ein Köhler-bnrsche, welcher behaupte, Herr von Decken liege todt in seines Vaters Hütte. Ein herzzerreißender Schrei brach sich von An« tonic's Lippen; sie fuhr von ihrem Sitze empor. «Todt, todt!» stieß sie aus, dann brach sie be« wusstlos zusammen. Der Freiherr stand regungslos wie zu Stein erstarrt. Ein dunkler Schatten flog über sein ehrliches Gesicht, während seine Augen mit undefinierbarem Ausdrucke auf Antonie ruhten, die in ihrem Sessel lag — selbst wie eine Todte. Minuten hindurch stand Herr von Vuschberg, rine Beute der widerstreitrndsten Empfindungen. Dann aber beugte er sich jäh nieder und hob die Ohnmächtige mit starken Armen empor, während Frau Malten m aller Hust Belebungsmittel herbeischafft. Als Antonie wieder die Augen aufschlug, sagte man ihr, dass der Freiherr das Haus verlassen habe, um sich Gewissheit über die Unglücksnachricht zu verschaffen. Antonie hörte alles still an; leine Thräne netzte ihre Augen, sie benahm sich ruhig und gefasst und erkundigte sich nur angelegentlich, wann Herr von Vuschberg zurück sein könne. Auf die Antwort: «In zwei Stunden,» bat sie, man möge sie allein lassen, sie bedürfe einzig der Ruhe. Frau Malten zögerte; der Freiherr hatte es ihr ans Herz gelegt, für Antonie Sorge zu tragen, aber das junge Mädchen beharrte so fest auf ihrem Willen, dass die gutherzige Frau sich endlich ins Nebenzimmer zurückzog, von welchem aus sie angstvoll auf jeden Laut, den Antonie von sich geben konnte, lanschte. Aber alles bli>b still. Endlos dehnten sich die Minuten, ehe sie zu Viertelstunden wurden. (Schluss solgt.) Laibacher Zeitung Nr. 277. 2372 2. Deeember 1893. gestern einhellig bejaht und der Angeklagte sohin vom Schwurgerichtshofe im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und zur schweren Kerlerstrafe in der Dauer von 10 Jahren, verschärft mit einem Fasttage monatlich, dann Anweisung des harten Lagers und einsamer Absperrung in dunkler Zelle am 30. August jedes Strafjahres, verurtheilt. — Vei der zweiten Verhandlung sahen Georg Ferlic aus Oberdobrava, Oswald Olivani aus Todras und Mathias Iereb aus Hotavlje, sämmtlich aus dem Gerichtsbezirke Bischoflack, wegen Verbrechens des Betruges auf der Anklagebank. Die Anklage behauptet, dass Georg Ferlic und Mathias Iereb, welch letzterer dem ersteren eine nicht sichergestellte Forderung per 405 st. schuldete, auf listige Weise und zum Zchaden der nachfolgenden Tabular' gläubiger für diese Forderung des Ferlic auf der überschuldeten Realität des Mathias Iereb einen sicheren Sah auf die Weise zu erwirken suchten, dass sie eine am siebenten Satze intabulierte, schon vor mehr als zwanzig Jahren bezahlte, grundbüchlich aber noch nicht gelöschte Forderung des Josef Kumer per 400 fl. im Cessions» wege auf Ferlic übertragen wollten. Zu dem Zwecke wen» deten sie sich zunächst an den ursprünglichen Gläubiger Josef Kumer, der ih,ien jedoch offen und ehrlich zur Antwort gab, dass er für eine solche unredliche, den späteren Gläubigern nachtheilige Action nicht zu haben sei. Nun bedienten sich Ferlic und Iereb einer anderen Lift, sie warben einen, dem Josef Kumer etwas ähnlichen sicheren Oswald Olivani zu dem Zwecke an, damit er die Rolle des Josef Kumer übernehme und sich beim Notar als solcher ausgebe. Dies geschah; Ferlic und Olivani begaben sich zum Notar nach Vischoflack, stellten daselbst den Olivani als den Gläubiger Kumer vor, und Olivani bestätigte auf diesbezügliches Vefragen ausdrücklich, dass er Josef Kumer sei, dass er für seine Forderung per vierhundert Gulden, bezüglich welcher er unter einem den Schuldschein vorwies, noch keine Zahlung erhalten habe und gesonnen sei, sie dem Ferlic zu cedieren. Infolge dieser Vorspiegelungen wurde sodann thatsächlich die Eessionsurkunde ausgefertigt. Allein noch am felben Tage kam der Schwindel auf, und es wurde vom Notar die Strafanzeige erstattet. Die Angeklagten, welche sich sehr zerknirscht und reumüthig zeigten, gestanden ihre obige Handlungsweise mit der Einschränkung, dass sie sich der Unzuläfsigleit und Strafbarteit derselben nicht bewusst waren. Den Geschwornen wurden drei Hauptfragen und zwei Zusahfragen betreffend die Schadenshöhe gestellt. Da die Geschwornen die drei Hauptfragen mit sieben gegen fünf Stimmen verneinten, wurden die Angeklagten frei« gesprochen. — (Ihre Majestät die Kaiserin) ist gestern morgens 8 Uhr 55 Minuten in Begleitung der Gräfin Miles und des GM. Berzeviczy in Trieft angekommen und trat um halb 2 Uhr auf der Dampsyacht «Greif» die Weiterreise an. Jeder Empfang war dankend abgelehnt. — Hoftafelinfpector Grill, welcher Ihre Maj-stät bisher auf ihren kleineren Seereisen begleitet hat, befindet sich auch diesmal im Gefolge derfelben. Inspector Grill hat seinerzeit auch Kaiser Maximilian nach Mexiko begleitet und zählte zu jenen Personen, welche bis zum Tode des unglücklichen Kaisers an dessen Seite blieben. Von einem in der ersten Hälfte des December vom «Greif» anzulaufenden Hafen aus wird die hohe Frau an Bord der sie erwartenden Dacht «Miramar» die weitere Seereise antreten. Ueber die Dauer der Reise selbst sind bestimmte Dispositionen noch nicht endgiltig festgefeht. Erst auf der Rückreise beabsichtigt die hohe Reisende, in Corfu zu landen, jedoch nur kurzen Aufenthalt daselbst zu nehmen. — (Zur Statistik des Post. und Tele« graphenwesens in Kr a in.) Aus einer soeben erschienenen Zusammenstellung der auf das Post- und Telegraphenwesen bezughabcnden Daten für das Jahr 1892 find folgende, das Land Kram betreffende Einzelheiten zu entnehmen: Im gedachten Jahre bestanden Hierlands 136 Post- und 85 Telegraphenanstalten; erstere vermehrten sich gegen das Vorjahr um 1, letztere hingegen um 4. Von den Postanstalten waren 2 ärarische mit, 1 ohne Poststallamt und 2 Postambulanzen. Nichtärarische Postämter und Postexpeditionen bestanden 120 und Post« ämter mit Poststationen 11. Die Zahl der öffentlichen Vriefpostlasten betrug 247; darunter bei Postämtern oder in den Städten und Orten, wo Postämter bestehen, 163, in den Landgemeinden 62 und auf Eifenbahnen 2. Die Gesammtlänge der Postcurse sowie die auf Landstraßen von der Post zurückgelegte Kilometerzahl betrug 1588 Postcurse.Kilometer und 1.392.678 durchlaufene Kilo« meter. Der Kategorie nach untertheilen sich die gefammten 142 Postcurse in 2 Deckelwagen und Packsahrten, 3 Cariol-fahrten, 61 Botenfahrten, 71 Fußbotenposten und 5 Rural-Posten. Die Zahl der Postcurse, auf welchen die Posten täglich verkehren, beziffert sich folgendermaßen: weniger als einmal 12, einmal 76, zweimal 23, dreimal und darüber 31. Die Zahl der Reisenden mit regelmäßiger Postbesörderung betrug 6800. Die Zahl der Unternehmer von Poslbesürderungen betrug 94, jene der Postillone 79, der Postwagen ? ärarische, 140 nichtärarische und jene °" Iugpserde bei subventionierten Fahrten 225. Die N, ^ ^ Postbesürderung benutzten Eisenbahnzüge del«! sich °u, 30. d« Postcurslange au, Eisenbahnen betrug 308 und die bei der Pnstbeförderung auf Eisen« bahnen durchlaufene Strecke 873.764 Kilometer. —o. * (Unglücksfall.) Am 22. v. M. wurde der Kaischlers-Sohn Josef Hodnik von Althammer, politischer Bezirk Radmannsdorf, der auf der Alpe «Voja» in Gesellschaft seiner Brüder Jakob und Valentin arbeitete, von einem Felsblocke, der sich plötzlich von der steilen Berglehne loslöste, getroffen und sofort getödtet. Der Leichnam des Verunglückten wurde in die Todtenkammer nach Mitterdorf gebracht und auf dem dortigen Ortsfriedhofe beerdigt. —r. — (Für Theaterkreise.) Der Oberste Gerichtshof hat eine für die Theaterkreife bedeutsame Entscheidung gefällt. Die schiedsgerichtlichen Urtheile der deutschen Bühnenverbands-Genossenschaft sind danach in Oesterreich ohneweiters vollstreckbar. Die ersten Folgen dieser Entscheidung wird ein Komiker am Raimund-Theater in Wien zu empfinden bekommen. Derselbe ist von einem deutschen Provinz-Theaterdirector auf Zahlung von tausend Mark wegen durch Krankheit unmöglich gewordener Erfüllung des Vertrages geklagt und vom Schiedsgerichte verurtheilt worden. * (Verhaftung zweier Münzfälfcher.) Am 25. v. M. verausgabten die Gebrüder Jakob und Martin Masterl aus Ehrengruben, politischer Bezirk Krainburg, am Markte zu Bischoflack Silbergulden» Falsificate, worauf sie sich entfernten. An dem fpäter aufgegriffenen Martin Masterl wurde durch die Gendarmerie eine Leibesdurchsuchunq vorgenommen und weitere sieben Stück Silbergulden-Falsificate vorgefunden; bei der Hausdurchsuchung fand man auch einige Stücke Zink. Die beiden Thäter wurden dem k. k. Bezirksgerichte in Bifchof-lack eingeliefert. —r. — (Ziehung der 1864er Staatslose.) Gezogene Serien: 195 260 307 379 729 817 934 977, 1060 1102 1849 2049 2470 2506 2606 2623 2919 2999 3164 3307 3358 3591 3658 3795 3906 3958. Den Haupttreffer gewann Serie 3958 Nr. 46, 20.000 fl. gewann S. 195 Nr. 20, 10.000 fl. gewann Sr. 195 Nr. 78, je 5000 fl. gewannen Serie 2049 Nr. 55 und S. 2999 Nr. «8, — (Aus Abbazia.) In der Zeit vom 23. bis 29. November sind in Abbazia 85 Curgäste angekommen. Am 1. November wurde an Stelle des bisherigen nicht-ärarischen ein ärarisches Post- und Telegraphenamt activiert. Die Station Mattuglie-Abbazia hat Herr Stations-chef Franz Nrezina übernommen. Am 3. December (1. Adventsonntag): In der Domlirche: Hochamt um 10 Uhr; Choralmesse, Graduate von A. Foerster, Offertorium von Dr. Fr. Witt, «Lone ^c»u» von E. Frey. In der Stadtpfarrkirche zu St. Jakob: Hochamt um 9 Uhr; Messe von A. Foerster, Graduate von Anton Foerster, Offertorium von Fr. Witt. Montag den 4. December: In der St. Florianslirche: Hochamt um 7 Uhr zu Ehren des hl. FranciScus Xaverius; Messe von Fr. Schöpf, Graduate von P. Rampis, Offertorium von M, Brosig. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 1. December. Im Abgeordnetenhause des Reichsrathes begann gestern die Specialdebatte über die Landwehr-Gesetznovelle. Se. Excellenz der Herr Landesuerthei-digungsminister FZM. Graf Welsersheimb nahm wiederholt an der Discussion theil. Vei Paragraph 1 beantragte Abg. Klait den Ausschluss der Kreise Cattaro und Ragusa. Abg. Graf Franz Coronini tritt für die Vorlage ein; selbe sei nicht eine Folge des Dreibundes, da auch bei einer anderen Combination eine Abrüstung nicht möglich sei. Abg. Finnkranz spricht gegen die Vorlage. Abgeordneter Dr. Kronawetter fordert die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassung des Gesetzes vom 24. Mai 1883. Nach seiner Ansicht involvirre der § 12 der Vorlage eine Verfassungsänderung, zu deren Annahme die Zwei-Drittel-Majorität nothwendig sei. Redner stellt sodann an den Vizepräsidenten eine dies^ bezügliche Anfrage. Nach längerer Debatte wurden die in Verhandlung gezogenen Paragraphe der Vorlage angenommen. Der Antrag Kronawetters wird abgelehnt, die Resolution Popovsly's betreffs Amnestiernng der ausgewanderten Stellungspflichtigen hingegen angenommen. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Gelegrarntns. Paris, 1. December. (Orig.-Tel,) Der Staatsanwalt von Orleans veisendtte an die Blätter folgende Notiz: «Aus den Mittheilung n, welche den Verwaltungsbehörden in Orleans zukamen, scheint hervorzugehen, dass die Frachtstücke, die an den deutschen Kaiser und an den Reichskanzler Grafen von (iaftrivi adressiert waren, auf der Post in Orleans zur Aufgabe gelangt seien. Die in den Bahnhöfen und Postämtern der Nachbarschaft angeordneten Nachforschungen wurden daher als nutzlos eingestellt.» Paris, 1. December, nachts. (Orig.-Tel.) Wie man versichert, werde Casimir Parier heute das Cabinet bilden. Dasselbe soll in folgender Weise zusammengesetzt sem: Casimir Parier, Präsident und Aueßeres; Raynal, Inneres ; Burdeau, Finanzen; Spnller, Unterricht; Dubost, Justiz; Ionnart, Handrl; General Mercier, Krieg. Ad' miral Laffon oder Admiral Leftvre, Marine; Loubet, Arbeiten; KerM, Ackerban; Delcassi, Unterstaats-fecretär für die Colonien. Berlin, I.December. Reichstag. Der Antrag des Abg. Grafen Hompesch (Centrum) auf Aufhebung des Iesuitengesetzes wurde bei namentlicher Abstimmung mit 173 gegen 163 Stimmen angenommen. Nom, 1. December. Die infolge des Eisenbahnunglückes bei Limito verursachten materiellen Schäden werden auf ungefähr^ Millionen Lire geschätzt. Die Angaben über die' Zahl der getödteten Personen schwanken zwischen 32 und 43, doch konnten bisher nur 22 Leichen constatiert werden. Die Strecke Tre-viglio-Mailand ist wieder im Betriebe. London, 30. November. Im Unterhause wurde die erste Lesung der Bill, welche zur Emission emer Anleihe von zehn Millionen für Ostindien die Ermächtigung ertheilt, bis zur nächsten Woche vertagt, weil Göschen wegen des Mangels einer Erklärung über den Zweck der Anleihe dieselbe beanständete. Montevideo, 1. December. Hier circuliert das M' rücht, dass Präsident Peixoto ermordet worden sei; da» Gerücht wird aber für unbegründet angesehen. . Newyork, 1. December. «World» und «Nrwyorl Herald, bestätigen, dass die Aufständischen in 3w Grande do Sul in der Schlacht am Rio Negro den General Isidoro gefangen nahmen. Die Schlacht dauerte den ganzen Mon'taq lind Dienstag. Die Aufständischen nahmen taufend Mann gefangen und belagern M Boci. Angekommene Fremde. Am 3(1. November. Hotel Elefant. Pollal, Hahn, Semcn, Wien. - Bozen, Kfm,, Lyon. — Slender. Reis., Dalmalien. — R. v. Aigncr, ^ spector, Wien. — v. Schmidt, l. und l. Hauptmann, Tuest. Kosar, Pfarrer, Dobrova.—Ackermann, Hamburg.-^-"Mcr, Wöllan. - Hudovcrnil s. Frau, Veldes. - Vefel, Dechant, Trnovo. ,. Hotel Stadt Wien. Sigmnnd. l. l. Commissar; Kroi. ssabrnaM, Beichcl, Wirt; Nüclert nnd Holländer, Reisende; Reuter, ^'^ Vrauncr und Hochhäuser, Wien. — Stem, Petersburg m Vühmen, — Vrachtel, Rcoierförster, Strafsbnrg. ^ Urbanuc, Oberlrain. — Kol'elM), Vauuntcrnehmcr, Villach. -^ """, l. und k. Hauptmann, Trieft. Hotel Siidbahuhof. Reichert, Graz. - Stampft Gottschee. ^ Eichclbcrgcr, Nzcszou. - Filosevic, worz. — K"l, Tolinem. Hotel Vaierischer Hof. EiZen, Duckelmann, Beamter, Laibacl). ^ Hafner, Reis,, Vischoflack. , ,. ^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Millouig. Privat. Hohenthurn. — Iosefa Iser, Reischdorf. — Mathilde, Ribnilar, LM. Biziak, ssiumc. _______. Verstorbene. Den 1. December. Matthäus Kristan, Schüler, 9 I-, Kuhthal N, Neckenknochenfraß. Lottoziehung vom 29. November. Prag: 42 5 81 57 75.______ N'eteorolllssische Beobachtungen in imda^^. H -k in zs «..st«' ß^Z ^ 7 U7Mg. 733 9 08" W. schwach Negen k > 10 I.2.N. 7323 30 NN. schwach bewölkt ^g"' 9 »Ab. 7325 16 NW. schwach ^el ^ Tagsüber regnerisch, nebelig. - Das Lagesmittel Temperatur 18", um 0-4° unter dem Normale^^^^^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschows y Ritter von Wisschrad. ^^. Die schönste Frau im alten Griechenland, Asp ^, die Freundin des Perillcs und des Praxiteles, soll ^ ',^,„crn haft verstauben haben, eine herrliche Kraftbrühe aus ^.^ ^ uud Lammfleisch zn lochen. Heutzutage hat es der ^or^) ^, Wissenschaft ermöglicht, dass die .Kunst, eine gute Suppe ^^ ten, popnlär im besten Sinne des Wortes N"""?"Hel,cn es, Damen sowohl wie schlichte ssranen ans dem Volle v", / ^ mit Hilfe des echten Liebig Company's Fleifch-li^rac^ ^. eine Tasse köstlicher Bouillon herzustellen sowie zu '^,/iuersal' thene Snppcn, Saucen uud Ragouts mit Hilfe Mes ^) mittels der modernen Küche kraft und Würze zn ueriely^^—. «ulaarische obligation«-»,. Die d" ändcrung aller Effectenmarlte steht im Zusa"'»,'"'!)"«^ Geldlicheren Erwartung einer bedeutenden ltrnlasjigunl!^^ er-Preises und einen weiteren Sinlen des Z"'s^mes. ^ fix öffnet die Auosicht auf eiue ansehnliche f'" verzinslichen Werte, ^und damit ist das lebhafte ^^,,rs-die bulgarischen Obligationen, das sich in der erneue ^. ,^^, avance ausdrückt, umsomrhr erklärt, als mc^'i"" . ^ "" derzciügen Course nicht nur eine hohe Rentabil, ai. , Zl„g< Hinblicke auf die angeführten Umstände auch die '"^,'^age erficht auf weitere Courscrhöhnng bei steigender ^ "^ti) öffnen. Laitmcher Zlitunss Nr. 277 2373 __________________________ 2. Dumber 1^5. Der «Vazar» schreibt im Heste 43 pro 1891 über Rich-ters Anlrr-Stciubaulasten folgendes: «Richtt'r^ Ttcinbanlaslen gehören zu den ftjeschenien siir dm W(',l)liachl5tislli, welche nicht aus ber Mode l^nincn, keiner Nesteisserten Einpfehlung bedürfen, aber ec; wohl verdienen, beim ycrannahen der schönen Weihnachtszeit den Eliern aufs neue ms Gedächtnis znriickgernfen zn werden. Die ssirma F. Ad. 'Nichtcr H Cie. in Wien, die Erzeugerin dieses sogenannten Anlrr.Steinbaulaslens (so benannt nach dem Anlcr, welcher als -chnhinnttc gilt), ist in umsichtiger Weise bemüht, allen m^gli< NM Wünsche des Publicums hinsichtlich der lUrchc der Kasten und oer Preise cntgegcnzlilommcn. Sie hat circa 5'! Original» «.!3gabcn der Steinbanlasten von :l5, lr. bis fl. 56. — aufstci. «end ,n den Handel gebracht nnd verlauft daneben noch Ergäu-zilngs. oder Vergrtthernngslasten, durch welche früher gelauste Ungmallasten in regelrechter Weise vergrößert werden. , Ue^cr den erziehlichen Wert von zeitgemäßen Vaulasten I"r d,c Kindrrseele herrschen leiucrlei Meinungsucrichicdeuheilcn "ehr! freuen wir uns, dass die technischen Fortschritte der Ncn< int cs ermUglichl haben, den Holzbaulasten durch den billigeren und vielseitigeren Strinbaulasten zu ersehen.» Drin Urlheile des «Vazar» schließen wir uns gern an: Achters Anler-Iteinbaulasten sind in der That das wertvollste ""ichenl für kleine und große Kinder. (5037 l>) If Verdauungsstörungen, I* Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbren- I* j=j ncn etc. sowie die Ije Katarrhe der Luftwege, bJ Ver8chleimung, Husten, Heiserkeit sind diejenigen Bq C"-) Krankheiten, in welchen (222) 5 g -^------—siJrewmiM || nach den Aussprüchen medicinischer Autoritäten Lw mit besonderem Erfolge angewendet wird. 1- M ?,"a«st «ltschcr, l. l. Landeszahlmristrr, gibt llen Prrwandten, ssreunden und Velannten die tief "r»vc>,dr Nachricht von dem Hinscheiden seiner lieben ^"lur, des wohlgrl'orencn Fräuleius Julie Pousche welche heute „,„ 2 Uhr nachmittag? nach lnrzem i„ ^"' ^"^'l)e>' mit den heiligen Slerbesacramenlcn, .ly^ein «4, Lebensjahre in lNcisnih sanft im Henn ^ujN)iasrn ist, >u!>k^ ^'dischc Hülle der theuren Verblichenen o «amotag den 2 Nercmber !«9^ u,u 9 Uhr vor-ni^ ''c "" Echlos^edäildc zn Ncifnch eingesegnet l'^'taU? " dortigen strirdhofc zur ewigen Ruhe lirs»,o heiligen Seelenmessen werden in der Pfarr-c,^.. ^" '«eifnil.z und in jener zu St. Peter iu Laibach u^irn Werden cmvfun^ ^"blichene wird dem frommen Andeuten iiaibach mn M, Noveinber 1893. (Statt jeder l'tsonderen Anzeige.) Mßk Afflp. Beehre mich, dem P. T. Publicum anzuzeigen, dass ich bestimmt gegen 14Ü. diese» Monates zu bleiben dem Aufenthalte in Lalbaoh eintreffen werde. Hochachtungsvoll Schweiger (5351) Zahnarzt. 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(Slbonn.'Sflr. 42.) ©eraber Xag. ilTorgcn Sonntag ben 3. Pocember \893 (Bin armes Älnbcl. *ßoffe mit ©cfotiß in brei 9(clfH (fec^ö 93übcrn) öon ütopolb Streun unb Karl iiinban. äRufif üon Üco^olb Ütufyn. Heller'sche Spielwerke. Mit den Heller'sohen Spielwerken wird die Mu&ik in die ganze Welt getragen, auf dass sie überall die Freude der Glücklichen erhöhe, die Unglücklichen tröste und allen Fernweilenden durch ihre Melodien herzbewegende Grtisse aus der Heimat sende. In Hotel«, Restaurationen u. s. w. ersetzen sie ein Orchester und erweisen sich als bestes Zugmittel; für obige empfehlen sich noch besonders die automatlsohen Werke, die beim Einwerfen eines Geldstückes spielen, wodurch die Ausgabe in kurzer Zeit gedeckt wird. Die Repertoirs sind mit großem Verständnis zusammengestellt und enthalten die beliebtesten Melodien auf dem Gebiete der Opern-, Operetten- und Tanzmusik, der Lieder und Choräle. Thatsache ist ferner, dass der Fabrikant, auf allen Ausstellungen mit ersten Preisen ausgezeichnet, Lieferant aller europäischen iföse ist und ihm jährlich Tausende von Anerkennungsschreiben zugeben. Die Uollcr'scben Spielwerkn sind daher als passendstes Gesohenk zu Weihnaohten, (icburts- oder Namenstagen, außerdem für Seelsorger, Lehrer und Kranke zu empfehlen. Man wende sich direot naoh Bern, selbst bei kleinen Aufträgen, da die Fabrik keine Niederlagen hat. Reparaturen, auch solche von fremden Werken, werden aufs beste besorgt, allere an Zahlungssfatt angenommen. Auf Wunsch werden Theilzahlungen bewilligt und illustrierte Preislisten franco zugesandt. (5196) 2—1 Neue braune tlili-Fteta zum Füllen für Rofosoo-Woine besonders geeignH, sind j zu verkaufen. Stück 4 kr.; beliebiges Quantum. Anfrage in d'-r Administration dieser Zeitung. (f>2f>5) 2—2 Der im Hofraume des Hauses Dampfmühlgasse Nr. 6 befindliche Stall fir zwei Pferde ist nebst Futterkammer, Heuboden und Wagen- Romlse zu vermieten und könnt« sogleich übernommen werden. Bezügliche Auskunft beim Eigenthümer Franz Pirker. (5263) 2-2 Im Hause Petersvorstadt Nr. 4, 1. Stook, ist eine bestehend aus drei Zimmern, Küche, Kammer, Dachkammer, Keller und Holzlege, ab 1. Februar 1894 zu vergeben. Anfrage beim Hausbesitzer: Petersstrasse Nr. 2, I. StOOk. (#3X5) fi Course an der Wiener Börse vom 1. December 1393. »°ch be« «Menm «ourM«.««. l.», ^taat».Anl»h«n. «elb W°« ln^o,,,' ^"'"bri . , . z»7N0 97 «i »Nils,«. 5'"ebnVrll Ociober »? 80 97 5» ^Nel ^,>" «walzlose , 250 n, 1<«'7b ,a»zs 500 fl, 14» — 145 s.N '^r <-^ ..." Umstell«« ss, ,L(> 50 l«n 50 ^dto, ^nlltziose . . ,n„ n,---------------- ^° ^°" ^!dbr, ^2n <"'/' 1^0,^ ^° Orsi^ n,^""!,, stsiisssre! N? 75 ll? 9» «>"°"erlresi^.^l"°""'wäl,r, ^^bti, ^'" "" »rnnei, N„m. N« s>N 9t! 7N ' «°. dw. per Ulllmo »° 5N W-7N 'chrtlbnunn,. ^°»z'I°! ^ »!"." fl- «- ^0 "' ba 118-50 ^MsH^N- °°' ""' ' "arI-Lubw.-V.8lx)ft.vU« !tl« « 2l? bcl «eld Ware vom Staate zur Zahlung übtrnommeue (5lsd. »Prior.» Obllgatlouen. lklisabethbahn N<>0 u. 3NNN M. '<>r »W M, 4"„, , . loa M. 2<«1 Vl, 4"/„...... 12« 50 128 50 ssranz Ioleph N. Em, 1««4 4"/„ 97 80 98 UU Galiz«che llarl Ludwl«, - Nahn Em, l«81 »00 fi. N, 4"/^ . 9« L0 9? l0 VllrarlbcrzerVahn.GmM^ l»»4, 4"/m td!v.2t.) <2.,<. l00fl. N, W-bN 97 — UN«. Voldrenle 4°/„ per Casse, !i<; 30 N!l b0 bto. dl°, b!o. prr Ulümo . . l10!i5^le« blo. Rente Kroueüwähr., 4°/„, ste,ierfre!fürli00tlr°»e»Nom, 94Ü5 94 35 4,/> dto. dto, b!o, per UMmll. «4 15 94 :!>, b».o.Kt.«.«l,V°lbl0NN.,4'/,"/n 184— 1^4>>N dtll, dto. V!lb. lM> fi., 4'/,°/« 101 .. 101 70 bt°. EtaatK^ObK«. (Un». vbftb.) V. I, 187«, 5°/^ . . l21 75 ,82 75 dtll^V^/oOchllNlregal «l>l,-Obl. in» 15 in» iz btü. PräM.'Unl, k 100 fi. «. W, 14« — 149 — t>t°, bto. k b«fi, «. 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L54 50 555 - «erlelillbanl, «ll«.. 140 st. . ,?3 — ,74 — Acllen »an tzlan»p«rl« Int» sper Vtü5). Nlbrecht-Nalm »«« fl. Etlb« . 9L-— re — «ulsta'Iepl. Elseilb, 80« fi. . . 1785 ,7<»ü Vöhm, Norbbllh» 150 fl. . . l»2N — 22l — „ Wefibahn »0» st. . . 873 —N74" «ujchklehiad» Ves. Oiftrr, 50« fi. CVl. . . . »! 1 — «94 50 Drau°z-N°rbb. l0O0st. CM. 2877, l885 Lemb.' ««inl,w,°Il>ssy- Ei'enb.' Veiell^ch. LM» «. G. , , . l«? 50 «53 5» Ll?hb,estcri.,lclcst,b00fl.«M. 4L2 —!463 — Oefter:, Noidwcflf>, »00st, Tllb. 2!ü 5« 216' - dtll. (llt. 8) 20« fi. E, . . 240 —^40 50 Prag-Duler ltisenb. 150st. Vllb. »8 5N »»-. Cicbenbürgrr Eisenbatin, erste. —'. ..-— Etnclllrill-ubahn 2<»n sl. L. . . 30!» 50 zil>'5« Niidbah» 2«U fl, lLUber . . . W4"?5 iN55n Vübnordd. Verb.-Ä, »0U st. CM. 1V4-. 194 20 Ir»m»lly.<»s1.,W.,.. 1?Nkl.l.w. 285-. - 26? — ,. E».lW?,«X>st. — — — - »ll», »Vare Tramway Ges.. neue Wr.,Prw» rität» Ac«en 10« fl. . . . 94 50 95 bN U»a,galz, «tilenb, 20« fi. Gilb« 202 50 2< 2 — Una.Westb Maab Vraz)2«Ufi,V. 200 50 »02 — Wiener LocelbahneN'Nct.»Ves. ?— -- — Zndullrit'Acli»» (per Stück). Vauaes., Mg, 0est,. 100 fi. . lv« — 107 -! ltnlidier ltisen und Vtahl-Ind. «Tllrl Tteinlol,len SV st. 745 - 74» — ,,ychlo«lmllhl", Papierf.,»N0fl. «c>5 — >2U6 50 ..Stryrrnn,", Papierf, u. V»V. 1s»ü — ll»4 50 Irifaller K?hlenN».°Vff. 70 st, »59 50,81.. Wllffens.-H,,n Lclhonfi., Ull«. ln Pest, »« fi......... «58— .-— «r. »lluaesellschllft ll>0 st. . .12^. 75 ,81 — Mtnerbeiael Zitüel-Uclien-Gef. 28« 50 ü»i zo z«ls»n. «msterbam....... »08 5« lv« «a Deutsche Plätze...... ei«o! yl 40 London........ lt4 5518480 Pari»......... 49 47. 4»-b5 Tt,.Peter«burz...... — — ..— Valuttn. Ducatcn........ b 8» b 9l L0-ffranc«-Vtück«..... »vz »«« Silber........ -- .._ Deu»llnlnl,ttN . . «1 27,! 01 zz lltnlirnüche Vllnlnolsn . . . 48 -> «'«(! Pllpiti.Nubel . ... l,1,, , ,i_