^H- Montag, 20. Fcbimr 1899. Jahrgang 118. Wacher Mum. n!"' Äiäl,^^ ^"Übersendung: ganzjährl« fl. 15. halbjährig fl. 7 »0. Im Comptoir: ^^ 'lnkcale bi» .,. ^ .V'^'bo. Für die Zustellung in« Haus nanzMvig fl. 1. — InsertlonSaebiir: Für -!^^^^^^^«u 4 geilen 25 lr., gröhere per Zeile « lr,: bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. Die «Laib. Ztss,» erscheint täglich, mit Ausnnhme der Eonn- nnd sseiertage. Die Ndmlnlftratlon befindet stch Tongrelsplah Nr. li, die Mtbaition Varmherzigergasfc Nr, l5. Sprechstunden der ^edacllvn von » bi« 10 Uhr vor< mittag?, Unfranlierte Vrief? «erden nicht angenominen, Manufcripte nicht zurückgestellt. ^ Amtlicher Theil. ^"l)i)chs5,/' ""b k. Apostolische Majestät haben mit ^ Et?ue ^5"'^ließung "om 0. Februar d. I. w i Pei'kp ^"u^u Matthias Kotzian und ! ^ dau.r^ ""läjslich ihrer erbetenen Versetzung "es Fi ^"den Nuhestand den Titel und Charakter ^ht "Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen Kaizl m. p. ?> ---------------- 3'e'l Dr ^lznlinister hat den Gerichtssecretär in Mtuten i 'V Diemer, den Staatsanwalts-Z d dr„ l«' ,^en Rudolf Edlen von Kendler ^^eiichsUecretär in Wien Josef Nickel zu ^nt. ^israthen beim Landesgerichte in Wien er- 3^" ^echÄ'öminister hat beim oberlandesgericht-?'>Un^""^-Departelnent in Graz de,l dortigen u,,'^ ""d d,,, . '""l Pozenel zum Oberrechnungs-3 "lt dem Titel und Charalter ^^""gsrathes bekleideten Rechnungsrevldenten ^ sum Nechnungsrathe crnailnt. »< ^-----------------------_______ "^/"s'^"" 1899 wurde in der l. l. Hof. und Staats-^iW°. ^°t Illllie,,^ ruchenijchen nnd troauschen lind das <^"e« ausae "p>. ^"'^ slovenijchen Ausgabe des Reichs« ^^^^u^ell und versendet. Nichtamtlicher Theil. , tzä ^^^k Faure l- l^n'V^ ?'"'" ^^""^ "ldlnen dem ver-tz' E^Ä "en Felix Faure eingehende Nach- ^1>leitT^b'" ^.g^ichaften Faures volle "üd "tlem trN ' "'^ verhehlen nicht, dass sein dtboss >b dem 5„ 1? Muinente der Republik eintrat K ^' luenn^!^"^ letzt eine schwierige Aufgabe !l!^ "hlen '"."wrgen daran gehe, den Nachfolger °N^u^ geben sogar der Be- l>,che n...^,,^ konnte eine napoleonistische oder 5«t "- Als ? ^""9 "ber eine Militärdlctatur ^^nanllt.n^"bldaten für die Präsidentschaft ^^!^^^DeKchauel,Freycinet, Cavaignac, Waldeck-Rousseau. Meline, Arisson, Nibot, Casimir Perier, Dupuy, Saussier, Zurlinden, Iamon, Bourgeois, Eambon, Constant. Das «Frrmdenblatt» betont, dass Faure nicht durch die Politik in die Höhe gekommen ist, sondern als Geschäftsmann, der eine ungewöhnliche Begabung besessen habe. In die Präsidentschaft habe er eine neue Nuance gebracht, indem er auf die Repräsentation als Staatsoberhanpt großes Gewicht legte. Er wollte aus der Präsidentschaft auf diese Weise, aber auch durch Theilnahme an militärischen Berathungen und Manövern etwas machen, und gewiss sei der Gedanke richtig, dass der oberste Chef der Staatsgewalt nicht ganz im Hintergründe verloren gehen dürfe, da die Nothwendigkeit eintreten kann, dass das Land auf sein Machtwort angewiesen ist. Die «Neue Freie Presse» sagt von ihm, er sei ein anständiger Bürgersmann gewesen mit den Vorzügen und Fehlern, welche durchschnittliche Leute seines Standes zu haben Pflegen. Als Präsident sei er auch ein Muster gewesen — allein salvo sri-oi-s ot 0Nli»8l0il6. Er sei in allen Lagen seines Lebens ein guter Repräsentant gewesen, nicht mehr. Dennoch sei das jähe Verschwinden dieser unbedeutenden Persönlichkeit ein schwerer Schlag für Frankreich, denn zu den Krisen, die das Land erschüttern: denen des Parlaments, der Armee, der Rechtspflege, geselle sich nun auch die Präsidentschaftskrise. Das «Neue Wiener Tagblatt» bezeichnet Faure als einen der glücklichsten aller Menschen, der ohne ausgesprochen republikanische Gesinnung, ohne genügende bezwingende Gaben, ohne militärische Wag-halsigkeit, mit nichts anderem ausgerüstet, als mit der seltenen Geschicklichkeit, immer auf jenem Platze zn stehen, wo das Glück jemanden suchte, zur höchsten Stelle in der französischen Republik gelangte. Auch der jähe Tod sei für ihn ein Glück gewesen, denn er habe ihn von der Gefahr befreit, dass auf seinem Blatt Geschichte vielleicht eine verunehrende Thatsache eingezeichnet stehen würde, die dem Geschichtschreiber dereinst das Recht gäbe, darnach den ganzen Mann zn beurtheilen, und dass er von dem politischen Schauplatze verschwand dnrch etwas, wovor der Mensch hilflos dasteht. Das Blatt versichert auch. dass in den hiesigen politischen Kreisen aufrichtige Theilnahme über das jähe Ende des Präsidenten Faure herrscht. Während seiner Präsidentschaft hatten sich die Be- ziehungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Frankreich ehr freundlich gestaltet. Die ruhige, leidenschaftslose und correcte Art, mit welcher Faure die continenwlcn Fragen behandelte, erwarben ihm im Auslande große Sympathien. Sowohl der Kaiser als der Minister des Aeußern Goluchowski gaben in warmen Worten an Madame Faure und die französische Negierung ihrem Beileid Ausdruck. Das «Wiener Tagblatt» befürchtet von der Präsidentenwahl eine Erschütterung, deren Gefahren unabsehbar seien. Der Tod Faures übersteige an polnischer Tragweite alles, was das Leben dieses Mannes je bedeuten konnte. Die «Reichswehr» führt aus, dass Felix Faure alles erreicht habe, was ein Mensch von bürgerlicher Herkunft erlangen kann. Er sei übrigens kein schlechter Präsident gewesen. Er habe das Repräsentieren vortrefflich verstanden. Das «Illustr. Wiener Extrablatt» findet die Erklärung, dass Faure die Unregelmäßigkeiten im Processe Dreyfus duldete, darin, dass er um alles in der Welt den Nimbus der Armee nicht wollte autasten lassen. Er habe nicht wenig dazu beigetragen, dass die Republik ins Wanken gerathen und in das Schlepptau einer militärisch-clericalen Reaction gerathen ist, welche Frankreich einem Bonaparte oder einem Orleans auszuliefern entschlossen sei. Der «Pester Lloyd» ist der Ansicht, sein Hintritt erhöhe wohl die Tagesverlegenheiten Frankreichs, dürfte aber die Tiefen des Volksgemüthes nicht aufwühlen, geschweige denn die Geister der europäischen Welt in allzu schmerzliche Bewegung versetzen. Er sei ein braver Mann schlecht und recht gewesen und habe seinen Platz mit Ehren ausgefüllt. Wenn man aber einen größeren Maßstab anlegen wollte, halte Fanre vor einer solchen Prüsung nur unzureichend stand. Er habe nicht vermocht, die innere Zerfahrenheit der Republik zu meistern, noch den sittlichen Niedergang aufzuhalten, noch die reactionären Agitationen zu verhindern. Demnach fei seine Präsidentschaft keine glückliche gewesen. Umso fataler werde die Frage, wie sich jetzt die Dinge gestalten werden, man wisse nicht, wer und was folgen werde. ! Feuilleton. In h.. . .-— "a ""Ueu Eigenschaft. ^ °eut Englischen von L. Eiebert. ^Htu?H hab. nl. ^""iehung.) ^llll!^ l)ln. "7ll)attpt keine Ideen nach dieser l'" K)M stand? c"e er etwas irritiert. Diese °'e ^chen ol" "^ so sonderbar. «Aber ich würde ^ vo "e Nelgung heiraten, und wenn sie ?e für l'e. «Si ^c^!° doch romantische Ideen!» ftltisl>^"stü,,di^^7 s"ilich „och jung, aber ich hätte °V^ Wer i,.^"lten, ich glaubte, Sie wären 3A^U'tlich l_."u vollen Ernst gesprochen: Sie habe mir die Sache °- anderen Ausweg. 3^" "M Ii° W'den Sie keinen Geschmack, und üblich ^ ^' viel weniger Beruf als Ver- v > W>r Una l^ 2"^sen Grade werden Sie 3 !"! ^ selbst'Iangig ^stehen, aber jeder junge H'^^ st« thun in dieser Welt, ^ und?h,beude 3 verdienen kann. so sollte er Dabei sprang sie ^'.<..'Ich bi^ schalen aus ihrem Schoß Ich i "bl HLas wullich bitter enttäuscht über < !^ädVe eines s'l-5" hübsches Gesicht vertritt ^>l ^r. Z "lchen Hauses mit weitem Part ^ ^tgisti' Sie sich „ach einer Frau mit " Ahrrr M,... "" Aussichten um! Das "Utter! Und jetzt klingeln Sie bitte! Die Köchin soll mir nämlich Syrup, Butter und Zucker in die Bibliothek schicken; ich will etwas totksL (den Malzbonbons ähnlich) machen.» «Sie werden —? Verzeihung!» rief Gerald. «Ich werde tolko« machen — toils«, wssoo!» wiederholte sie. «Haben Sie nie davon gehört? Kommen Sie, zuzusehen!» Er folgte ihr gehorsam und folterte sein Gehirn nicht mehr damit, sie verstehen zu lernen — es war vergebene Mühe — aber es lag eine Anziehungskraft in ihrer Art und Weise, der er nicht widerstehen konnte, und er sieng an, Mr. Singleton seine Wahl zu verzeihen. Sie war berauschend, ganz gleich, ob sechzig- oder sechzehnjährig — ob sie ihn wie eine Großmutter ermähnte oder, am Kamin kauernd, den Syrup in der Pfanne rührte und sich die Wangen sengte — er betete seine Stiefmutter an! Nun ist es allerdings wünschenswert, dass ein junger Mann die Wahl seines Vaters billigt, wenn dieser sich nochmals vermählt, dass aber die Billigung so weit geht, den Gegenstand dieser Wahl anbetungswürdig zu finden, ist indessen gewiss ganz und gar nicht wünschenswert und sehr bedrohlich sogar für die Oemüthsruhe des jungen Mannes. Aber gewisse Dinge gestehen wir uns schwer ein, und Gerald war in seinen Träumereien nicht ehrlicher als die meisten Menschen; allein endlich konnte er sich doch nicht länger verhehlen, dass er häufiger und mit größerem Interesse an seine Stiefmutter dachte, als es lhr oder seinem Vater erwünscht sein mochte; gleich darauf jagte r sich freilich: -Ach, Unsinn!» Aber wemge Tage engen Zusammenlebens zeitigen oft erstaunliche Nesul-täte und bald sagte er nicht länger «Unsinn», sondttN zog finster die Brauen zusammen und überlegte, wie er sich am schicklichsten auf- und davonmachen könnte. Während er nun niedergeschlagen nach einem Ausweg suchte, war in Mrs. Singletons Haltung eine nicht zu verkennende Veränderung wahrzunehmen. Sie begünstigte ihn weder mit ihren mütterlichen Nnwandlungen, noch benahm fie sich wie ein Schulmädchen ihm gegenüber. Es war kaum glaublich, aber sie erschien auf einmal fast schüchtern. Auch gieng sie ihm aus dem Wege, wo sie nur tounte, und als er sie einmal «Kate» nannte, erröthete sie. Vor acht Tagen hätte er sich eine Erklärung dafür erbeten, heute unterließ er es — ein Mangel an Neugierde, aus dem sich nicht weniger Schlüsse ziehen ließen. Mr. Singletons vierzehntägige Abwesenheit war beinahe abgelaufen, und diese Thatsache erschwerte Gerald die Ausführung seines Vorhabens. Doch war er entschlossen, den Weg der Pflicht zu gehen, und eines Morgens kam er mit dem Vorsatz ins 6>s-zimmer, seine gefasste Absicht auszusprecheu Sie saß am Tisch und las emen Br.ef, de d c Dorgenpost ihr gebracht hatte. Seine "genen Äne e ließ er ungeöffnet liegen, da er wahrnahm, dafs sie " HH km" schlechte Nachrichten?» fragte er. «Nein, nichts Besonderes!» entgegnete sie un« "^Dann versank sie in Nachdenken und erröthete lcbhaft, als ihre und seine Augcu plötzlich einander begegneten. «Kaffee?» fragte sie. «Ja. bitte!» antwortete er. ! (Schlu^solgt.) Laibacher Leitung Nr. 41. 304 20. Februar W^ Politische Uebersicht. Laibach, 18. Februar. Wie das «Fremden blatt» berichtet, ist in Prager unterrichteten Kreisen nicht bekannt, dass der Tag, an dem der böhmische Landtag zusammentreten soll, bereits festgesetzt sei. Es ist demnach auch die Angabe, dass der Landtag am 10. März zusammentreten werde, unrichtig. Nach dem «Hl as Na roda» habe sich die Situation für die Iungczechen ungünstiger gestaltet. Besonders habe Dr. Kramal durch seinen jüngsten Artikel die Lage verschlimmert. «Narodni Listy» wollen wissen, dass die Deutschen auf die czechischen Bedingungen nicht eingehen werden und dass der Verständigungsversuch missglücken werde, worauf dann die Entscheidung wahrscheinlich zu Ungunsten der Czechen erfolgen werde. Im Vereine der czechischen Advocate n theilte der Ausschuss mit, dass allen czechischen Advo-caten demnächst die Aufforderung des Vereines zugehen werde, sich durch ein collegiales Versprechen dahin zu verpflichten, bei den obersten Instanzen in Wien nur die czechische Sprache zu gebrauchen. An die Spitze dieser bindenden Verpflichtung sich zu stellen, werden die czechischen Abgeordneten, dieAdvocaten sind, ersucht werden. Am 26. d. M. findet in Troppau ein Parteitag der Deutschen Schlesiens statt. Die Tagesordnung lautet: 1.) Die Sprachenverordnungen für Schlesien und die Verstaatlichung des czechischen Gymnasiums in Troppau. 2.) Die politische Lage und die Haltung der katholischen Volkspartci. 3.) Der österreichisch-ungarische Ausgleich. 4.) Wahl eines Ausschusses zur Feststellung der Grundsätze für das gemeinsame Vorgehen der Deutschen Schlesiens. Als Hauptredner sind die Abg. Kaiser und Dr. Lecher in Aussicht genommen. Die Parteileitung des st eiermär tischen christlichen Bauernbundes veröffentlicht Folgendes: Im Hinblick auf die unterschiedlichen, zum Theil ganz falschen Gerüchte über die Ursachen der Sistierung der Thätigkeit des christlichen Banerndundes betrachtet es die unterfertigte Leitung der Bündlerischen Bauernpartei als ihre Pflicht, die Thatsache festzustellen, dass 1.) der christliche Bauernbund niemandem etwas schuldet; 2.) leine Veruntreuungen, welche den angeblichen Concurs des Bundes herbeigeführt haben sollen, vorgekommen sind, und 3.) die Aünolerijche Bauernpartei einer allfälligen Auflösung des Bundes, an die sie übrigens nicht glaubt, getrost, weil gerüstet, entgegeublickt. Mit dieser Erklärung steht die Thatsache im Widersprüche, dass gegen den Bauern-bund die strafgerichtliche Untersuchung wegen Crida bereits eingeleitet wurde. Der russische «Negier ungsbote» veröffentlicht ein kaiserliches Manifest, betreffend die Gesetzgebung Finnlands. In demselben wird ausgeführt, dajs der Kaiser zur Beseitigung voll Mängeln, welche bei legislativen Fragen zutage treten, die das ganze Reich betreffen, es als nützlich anerkannt hat, zur Ergänzung der bestehenden Bestimmungen eine bestimmte feste Ordnung für die Ausarbeitung und den Erlass von Gesetzen, welche eine allgemeine staatliche Bedeutung haben, festzustellen. Ferner foll jeder Gesetzentwurf nach Begutachtung desselben durch den finnländischen Generalgouverneur, den Minister - Staatssecretär von Finnland und den finnlandischen Senat dem Reichsrathe durch die Rcichsminister mit einem Gutachten des Senates und des Landtages vorgelegt werden. Der Neichsrath prüft alsdann den Gesetzentwurf gemeinschaftlich mit dem finnländischen Generalgouverncur, dem Minister-Staatssecretär von Finnland und den Mitgliedern des finnländischen Senates, welche vom Kaiser ernannt werden. Wie von serbischer Seite gemeldet wird, hat die Maßregelung mehrerer höherer Staatsbeamten radicaler Parteirichtung ihren einzigen Grund in dem constatierten Umstände, dass dieselben unter Außerachtlassung ihrer Pflichten als Staatsdiener und als Organe der Regierung sich gewisser Umtriebe zugunsten von Partei-Interessen schuldig gemacht haben. Das Cabinet Gjorgjevi«! werde, in strenger Befolgung des vom König dargelegten Programmes, nicht dulden, dass Beamte anderen Interessen dienen, als denen des Staates und der Gesammtheit des Volles. Es liege aber durchaus nicht in der Absicht dcr Regierung, die Rechte treuer Staatssunctionäre zu beeinträchtigen, mögen sie welcher Parteigesinnung immer huldigen. Die Wachsamkeit der Pforte bezüglich der Gefahr von Beunruhigungen des türkischen Gebietes von benachbarten Ländern aus beschränkt sich, wie aus Salonich berichtet wird, nicht auf Maßregeln gegenüber einer bulgarischen Bewegung, sondern es werden auch Montenegro gegenüber Vorkehrungen ähnlicher Art getroffen. So hat eine Officiers-Commission in der jüngsten Zeit eine Reihe von Arbeiten zur Sicherung der türkischen Grenze gegen etwaige Invasionen von Montenegro aus durchgeführt. Das Repräsentantenhaus zu Washington verwarf mit 127 gegen 109 Stimmen den Antrag Hepburns, feine Vorlage bezüglich des Nicaragua-Canals dem Budget-Entwürfe für verschiedene Ausgaben als Unterantrag anzureihen. Dieser Beschluss macht es unmöglich, dass in der gegenwärtigen Session des Congresses ein Entwurf bezüglich des Nicaragua-Canals zur Annahme gelangt. Tagesneuigteiten. — (EinLieblingöspielzeug Ludwigs XVI) wurde vor kurzem wieder aufgefunden. Es besteht nach einer Mittheilung des Patent- und technischen Bureaus voll Richard Luders in Görlitz alls einer mit zwei Pferdchen bespannten Droschke e>n ininmwro. Wurde diese am unteren Ende des Tisches durch Aufziehen einer Feder in Bewegung gesetzt, so knallte der Kutscher mit der Peitsche und die Pserdchen setzten sich in Trab. Am oberen Ende des Tisches, wo der König sah, angekommen, hielt die Droschke an, der Kutscher sprang vom Vock und öffnete die Thür des Wagens, worauf aus demselben ein elegant gekleidetes Dämchen herausstieg und dem König eine Bittschrift überreichte, die ihr in der Regel von einem wirtlichen Dämchen in die Hand gedrückt, beziehungsweise gesteckt war. Darauf bestieg die Dame wieder den Wagen und der Kutscher den Vock und in schnellem Trabe bewegten sich die Pferde wieder dem unteren Ende des Tisches zu. Dieses kleine mechanische Wunderwerk soll dem König und besonders auch den D"^ Hofes viel Freude gemacht haben. Man sieht da"^, weit die Technik bereits im XVII. Jahrhundert geschritten war. — (Druck ohne Druckerschwärze einer bedeutsamen Erfindung berichtet der f"'^, «Moniteur Industriel». Ein Mann Namens Ott', ein Verfahren erfunden haben, das berufen ^ könnte, auf die Entwickelung der Druckerei eineil K Einfluss zu üben. Die neuen Apparate sind v" Versammlung von Gelehrten und Sachverständig anderen geladenen Personen in Oroydon in " vorgeführt worden uud sollen lebhaftes Ersta"'". allen Anwesenden erregt haben. Technische ^il^ werden von unserer Quelle vorläufig nicht wieder zumal der Apparat eine recht verwickelte ZusaM>^ , besitzen soll, aber man erfährt wenigstens ^^. eigentliche Wesen der Erfindung einiges. Das ^ dessen sich Green bedient, wird vorher einer lB, chemischen Behandlung unterworfen. Wenn nu" ^ Presse das Papier mit den Typen in Berührung ^ so wird durch einen elektrischen Strom eine chelU^-,' änderung des Papiers in der Weise erzeugt, ba!" den Typen berührten Flächen eine schwarze 3" ^ nehmen. Der Vorgang vollzieht sich dadurch, ^ elektrische Strom den chemischen Stoff, mit "^ Papier getränkt ist, zerseht und an den zersetzten" eine unverlöschliche schwarze Färbung hervorruft-natürlich nicht nur mit Buchstaben der Fall, so"^ allen Typen, die überhaupt zum Drucke benM ' Es sollen noch einige Verbesserungen in der ^ vorgenommen werden und man darf wohl ^^" spannt sein, ob die bedeutungsvolle Nachricht durch Angaben ihre Bestätigung erfährt. .. — (Das Nrennglas als Heiln", Ein türkischer Arzt, Peter Apery aus C"lsta", hat in der Decembersitzung der französischen O^. für Hygiene eine Mittheilung gemacht, die sich ^ maßen zusammenfassen lässt: Vei gewissen aNp Krankheiten ist das Sonnenlicht den krankheitse"^, Keimen schädlich. Die concentrierten Sonnenstrahls -,' also eine noch stärkere Wirkung zur Abtödt""^ Bacterien ausüben. Das Vrennglas lässt > , günstigem Erfolge bei verschiedenen, bisher si^^' gehaltenen Krankheiten anwenden, z. V. bei^ ^, tuberculosen Geschwülsten u. s. w.; es soll auch ^', fehlbares Mittel gegen den Viss kranker "^l ^'' Thiere sein. Ueberhaupt dehnt Apery seine «Ph"^^ ' (von dem griechischen pkakäs, die Linse) auf a ,/, heiten aus, die durch irgend welche Gifte " ,, werden. Daneben erhofft er noch einen besondre . von der einzelnen Anwendung der verschiedet . des Sonnenspectrums als Heilmittel. Wie es ^ die Sache selbst bestellt sein mag, Herr ApelV - i schreibt die «Köln. Ztg.. — irrt jedenfalls da , er der erste zu sein glaubt, der das Vrenngla , Heilkunde einführen will. Vei dem alten V^^ er lesen: «Es gibt Bälle oder Kugeln von Kw^ < Glas, die, wenn sie der Sonne ausgesetzt ^Mi! . genügende Hitze entwickeln, um ein Kleidung ^ Brand zu setzen oder das todte Fleisch solch^ ,, fortzubeizen, bei denen ätzende Mittel angewand müssen.» .„?>' — (Das früheste Werk Rembr ^ wurde unlängst in einem abseits gelegenen^,/!' Zer Doctor. Roman aus dem Leben von L. Ideler. 37. Fortsetzung. «Ausländer gelten l» bemerkte Theodora. «Das weißt du doch!» «Mr. Wilson gilt überall,» betonte Edgar. «Er ist Civilingenieur uud verlehrt viel in Officiers-kreifen.» Dies war nicht ganz richtig; die Officiere hielten sich nach wie vor von dem Engländer fern, der ihnen nicht zusagte, aber es war dem Herrn infolge seiner unablässigen Bemühungen doch gelungen, wenigstens Bekanntschaften mit allerlei Militärbeamten, auch mit Unterofficieren, anzuknüpfen. Natürlich lernte er dadurch die einzelnen Officiere dem Ansehen und dem Namen nach kennen und sprach davon in anderen Kreisen von ihnen, als wären sie seine guten Bekannten. Der Engländer schien offenbar einen ganz bestimmten Zweck zu verfolgen. Nunmehr hatten die drei Wanderer die Klosterschenke erreicht. Auf der Veranda saß Rauenthal, eine Cigarre rauchend. «Das ist der Doctor!» sagte Theodora leise. Edgar stutzte, als er ihn erblickte. «Herr Dr. Rauenthal?» rief er fragend. Der Aligeredete erhob sich und bot dem Anlömm« ling die Hand. «Guten Abend, Herr Baron,» sagte er. «Ich hörte schon von den Damen, dass Sie einige Tage mit uns m Chorin verleben wollten.» «Die Welt scheint klein zu sein,» bemerkte Theo-dora, erstaunt über die Nilennungsscene. «Das liegt daran, dass wir alle aus Berlin kommen; das ist schließlich weiter nichts als ein großes Dorf!» murmelte Edgar übellaunig. Und als der Doctor wieder seinen Platz eingenommen hatte, setzte er leise hinzu: «Der fehlte hier auch gerade noch!» «Magst du ihn nicht?» fragte Olga. «Er ist ein Tugendfatzke, ein langweiliger Mensch! Macht der etwa Fräulein Nimpau den Hof? Hübsch genug ist sie ja!» «Ich glaube wohl,» erklärte Theodora nach einigem Besinnen. «Wir trafen sie neulich beide im Klosterhof, er hielt ihr einen Vortrag über das alte Gebäude und las ihr Gedichte vor.» «Entsetzlich!» rief Edgar. «Da muss ich denn doch eme andere Art von Unterhaltung aufbringen, wenn ich hier aushalten soll.» Er verschwand in seinem Zimmer und kam nach kurzer Zeit geschniegelt und liebenswürdig wieder zum Vorschein, küsste seiner Tante die Hand, ließ sich Frau Doctor Rimpau vorstellen und äußerte so unverhohlen seine Freude, die junge Lehrerin wiederzusehen, dass Olgas rothes Gesicht sich noch um einen Schein röther färbte, während Theodora boshaft lächelte. Auch Rauenthal blickte erstaunt auf den jungen Juristen, der hier ganz aus seiner sonstigen Blasiertheit heraustrat und nun wirklich sehr liebenswürdig war. Agnes verhielt sich ihm gegenüber freundlich, ganz uumerllich aber richtete sie zwischen sich und dem Baron eine Scheidewand auf, die Edgar in der ersten halben Stunde empfand und die ihn reizte. «Teufel,» dachte er, «hat denn etwa dieser langweilige Doctor schon einen Stein im Brett? Den werde ich doch noch kalt stellen können!» Und er verdoppelte seine Anstrengungen, ^ ^ Lehrerin zu gefallen. ^l^ Am andern Tage kamen die Freunde 6"^ ^ Mr. Wilson schüttelte dem Doctor lachend ^ '^ Seine Frende, Rauenthal wiederzusehen, 1",^ richtig. Der Engländer war klug genug, ^ l dass ihm dieser Herr viel mehr schaden " ^ . könne als der junge Baron, über den ^ ^ ^ spottete. Assessor v. Steinau hingegen war oe ^ ganz fremd, und Rauenthal empfand es ba^>j unbehaglich, dass dieser Herr seine Blicke 0'lw^, und prüfend auf ihn richtete. Er war >^hB'^ wufst, den jungen Juristen je gesehen zu ^.^/ war die Vermuthung, dass er beobachtet l" krankhaftes Misstrauen? ^,^/ Auch Herr v. Steinau fand Agnes ^'f/^^ hübsch, aber schließlich hatte eine vernwgensloi ^ j> zu wenig Interesse für ihn. Mr. Wilson p" , ^ sich völlig überrafcht. > ^> .M,'^ widmete sich ihr schon, ehe wir hier waren, ^ » nur der Engländer. Der scheint ihr allerdlW H Hof zu machen.» F>« Allerdings wurde Mr. Wilson M^5 ^« Tage Fräulein Rimpaus beständiger Beg^' M ^3?Mung Nr. 41. 305 20. Februar 1899. l^ht habtn w ^" ^ "" ^^ äwei Jahrhunderte lang ^" volle« P 6' obgleich es an deutlich sichtbarer Stelle ?b bas Tat, "'ssug ^ berühmten Niederländers Tranks ""/621 ^ägt. Demnach stammt es aus '."8h und da. "'^"- als er noch bei van Swancn-^>te. I ^"''" bei Lastmann lernte und erst 15 Jahre ^l. dass '^" stritt nun im «Athenaeum» die ".thun hah^ " ^ mit einem der «Vanitas "Gemälde ^ ^ Aim!,' "' ^"" Inventarium angeführt sind, ^"äsunfät, 6" ^tembrandts aufsetzten, als dieser für "H und v °r c> ?""" wurde. Das Bild ist vier Fuß ^ ^d vMs< ^ ^"' ""l ein dünnes Eichenbrett go "Mhile F"'73 gut erhalten. Es ist eine sorgfältig ? '^«e un? s '^^ü'- eme Menge in Pergament ' "lie «.."^"nandergcthürmte Bücher und Schrift-^ ^positim bekränzte Sturmhaube inlnitten ^ slcht G-."' "" Stahlkürass, auf dem ein Stunden-!" kr ^n, °^"^ ""iter Büsten u. a. m. Darunter >. ei« c, bes Tisches, auf dem die Gegenstände stoben c,.^ ""^s Band mit der mit römischen li?5U0 w^'?'"" Inschrift: ^oi-VÄro inoäu.n, .^Aatur ^ "luram^uo »o^ui, und unter dieser ?.^ld dlls'^.^" ^ ^21.. Im übrigen zeigt ^!nbian3"°ktcchMe .^^.^ ^lldunkel. aller ^s.C^//^"e Trauungen.) Mit ihrem I^°"t"al 1.,'"°?^ "uf der Schulter erschien kürzlich x! ^ch eine '""^ ^' dem Altare. Der Vogel ^"unMi„s.?: 9"ldcne Kette gehalten und während ? ^"^ Äe te, ?- ^^ "' auch sein gewohntes Lied- '^" vora f.« "Ölungen im Löwenkäfig sind bisher I"' Juli Itt'^5 wurde in Saint ^lm im s. ^l". Pauline Devcre, die als Thier- 2^ lberittm""! ^°'"b"l -arbeitete-, mit einem N""""s H«rry Vishop ^? ^ der N ^s. Ceremonie, bei der als Standes- ^fig mit ^^"""'""'" l""gierte, gieng in ^e i^^ '^s Löwen als Trauzeugen vor sich. Johannesburg in Südafrika «M'"'il sechs 9, ^us Filles ebenfalls in einem k! . ^ wur zw. "'! ^""l getraut. Der amtierende ' ? "' z°l, ^V^^ordcrt worden, auch mit ein- ^ ^e V^ «der vor, außerhalb des Käfigs zu -W^leid :c d m ^" ^^" Gelegeuheit das übliche "ch ?' das er' l„- ^"^igam erschieu dagegen in dem »M. "bte. As^ ? ^treten des Löwenkäfigs gewöhn- ' ?" 's die n,.^^ "'"hige Paar vereinigt war, be- ^ bochrufe.7?""^ beim Verlassen des Käfigs mit >^N^"' d« alle Thiere der Menagerie in Auf- " der Industrie zu Neumarktl ^5" Nede <7 gierten dankte A. Gafsner ' ^./^"huchsto m ^W " ausführte, dafs die er-l^^ als eine Anerkennung >«.? ""szufass n ?'""" und jener Neumarktls im ^li„ 2 ^bgele t.> '"' "^aus die erfreuliche Wahr-könne, dass die industrielle "<^e ih„ ^ln^r ersordme"m^""3" ""^^'^ große ma-k ^ ^e Arbe '' ^"'? '"^t geringe Anforde-'^ltsll 7' der au m,7 ' ^" senden Theilhaber stelle, l," ^?ie. A Ä""^u Mitarbeiterschaft seines Ge-M° ^ezirlZ. ' ^lanzmann, stellte im weiteren ^^H ^ M. Ostettenhofer die ^>>D>^^ Dekorierten für i" ^Ü«Ü^ g"f^' verstand, Mlterhiclt da^jnngc b'^. » engi ^ , !N,t ihin. Mitmlter plauder-^< ,!"te^S "emander. und Agnes sagte la- .^r .f^genlZ f^cht. dass sie in dem einsamen d^'"'"ne!"^en würde, ihre Sprachstudien ^a s ' "s der N ^^^ ^'ll war Mr. Wilson ^ ^"gerte. "°"' ^er sich über diese Zurück- ^'Tir^ ie ihm?,, ^.'hn eines Morgens be< ^'" Ei ^" wich /?'"dlich die Hand. '''tt'^''.> 3Hl'chte^ «us, Herr Doctor. >?lbtt^ Äiensch,^uenthal, «aber ich passe uicht ^'"tth,f"ef Agilen Ei, st^ ^ ,^ ^.^ ^'^'l^"w»lle„^!'un'n Sie mit nach dem X^ h"be das Svi?" alle Lawn-Tenuis fp.elen.. si. Zq^ ^ " Nie gelernt!. war die trübe ^ ^ si,?M)t s^"s Kommen Sie doch!» bat . ^^r^>"chte ^^" "^1'' l^e er be-"'ll >« ^Us^/ ^ S^ v„„,issten mich nicht ^ Hes>dte sick/^ steter Begleiter ist!. ''H> '^'"sch um und sah dem Doctor die ihnen zutheil gewordene Allerhöchste Auszeichnung an die Stufen des Thrones gelangen lasfen zu wollen und schloss mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den Iubelkaiscr, in das die versammelten Gäste mit Begeisterung einstimmten. Pfarrer F. Spendal gedachte als Präsident des Vincentius-Vereines im Verlaufe seiner Rede, unter Berührung der Verhältnisse in der Armenversorgung Neumarktls, der großen Verdienste Gassners um diesen Verein, der sich mit der Unterstützung von Armen befasst. Nicht nur die Gründung dieses Vereines, der alljährlich ungefähr 10U0 fl. für Arme ausgibt, fondern auch seiu Fortbestand und das von demselben gesammelte Vermögen von rund 8000 fl seien zuvörderst der Munificcnz Gassners zu verdanken, und wenn diese aufhöre, würde die Thätigkeit des Vereines ernstlich in Frage gestellt sein. An K. Mally sich wendend, erklärte Pfarrer Sftcudal, dass Mally nicht nur die Stelle eines Bürgermeisters bekleide, sondern von seinen Mitbürgern noch mit einer Reihe anderer Ehrenämter, wie der Obmann-stelle des Ortsschulrathes, des Sanitätsdistrictes, des Vezirksstraßenausschusses :c., betraut sei uud dass alle die Mitbürger und Wähler sich durch die Auszeichnung ihres Bürgermeisters und mehrfachen Obmannes geehrt fühlen müssen. Unter Hinweis auf die wichtigsten sanitären Bedürfnisse des Ortes und die Nothwendigkeit eines Armen- nnd Krankenhauses für Ncnmarktl gab Pfarrer Sftcndal der Hoffnung Ausdruck, dass es der Thatkraft des Bürgermeisters gelingen möge, wenigstens die Erbauung einer Wasserleitung und jene eines Armen» und Kraukeuhauscs ehestens zu verwirklichen. Die Dccoriertcn zu den erhaltenen Allerhöchsten Auszeichnungen nochmals beglückwünschend, streifte der Redner neuerdings die Pflichten des Besitzers gegenüber den Armen und Minderbemittelten, jene der Fabriksherren wider ihre Beamten uud Arbeiter, uud betoute, dass dcr Segen Gottes, welcher die bisherige Thätigkeit der Gefeierten begleitete, ihrem ferneren Schaffen nicht fehlen und dass auch sie nie vergessen mögen, mit Gott und der Mensch-heit ausgeglichen zu leben, auf dass sie dereinst beruhigt sagen können: Wir haben gethan, was unsere Pflicht war; loir haben nichts mitzunehmen, was in der Erde vermodern und in der Ewigkeit nicht gesühnt werden könnte. Nach einer Dankcsrcde Gassners, in welcher das gute Einvernehmen, das zwischen den Industriellen und der Geistlichkeit herrscht, freudig betont wurde, begaben sich die Gäste in den Speisesaal des Gasthuses. Den Reigen der Trinksprüche eröffnete Bürgermeister K. Mally. Ausgehend vom 50jährigen Rcgierungs-Iubiläum Sr. Majestät des Kaisers, gedachte der Sprecher des Fortschrittes, den die Industrie Oesterreichs während dieser Zeit machte, wie sich Handel und Verkehr hoben und wie auch für den Arbeiterstand im Wege der Gesetzgebung durch die Unfall- und Krankenversicherung !c. vorgcsorgt wurde. Mit dem Wunsche, dass der Iubel-kaiser seine» treuen Unterthanen noch lange in voller Geistesfrische nud Arbeitskrast erhalten bleiben möge, schloss der Bürgermeister seine Rede und lud die Gäste ein, ein dreimaliges Hoch auf Se. Majestät den Kaiser auszubringen, welcher Einladuug alle Anwesenden mit Begeisterung folgten. (Fortsetzung folgt.) — (Erzherzogin Maria Immaculata f) Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erz-Herzogin Maria Immacnlata ist am 18. d.M. um 9 Uhr 25 Minuten vormittags selig im Herrn entschlafen. Die erlauchte Verblichene, Witwe des verstorbenen Erzherzogs Karl Salvator, Tochter des Königs Fcrdi-nand 11. beider Sieilien, wurde am 14. April 1844 gc-boren, stand somit in« 55. Lebensjahre. Sie ist die Mutter der Erzherzoge Leopold und Franz Salvator, des Gemahls der Tochter Seiner Majestät des Kaisers, Erz-Herzogin Marie Valerie. Ihre k. und k. Hoheit war u. a. Protectorin des Landes-Hilfsvereines vom Rothen Kreuze in Laibach. Die Leiche wird Donnerstag nachmittags um 4 Uhr in der Kapuzinerkirche feierlich ciugcfegnet und dann in der Kapnzinergruft beigesetzt werden. — (Entscheidung in Angelegenheiten der Unfallversicherung.) Ueber eine einschlägige Beschwerde hat der Vcrwaltungsgerichtshof die Eut-schcidnng getroffen, dafs die A nhera chtla ffnn g thatsächlicher Umstände, welche für die Eiurcihung eines nnfallversicherungspflichtigen Betriebes in eine Gefahren-classe oder einen Prozentsatz von Einfluss sind und der Unfallvcrsicherungsaustalt zur Zeit der Einreihung lie-kannt sein mussten, derselbcu zur amtswegigcu Ali-ändcrung des rechtskräftigen Eiureihungsbescheides das Recht benimmt. —o. — (Von der Laibacher freiwilligen Feucrweh r.) Gestern um 9 Uhr vormittags fand im Saale der alten Schießftätte unter dem Vorsitze des Feuerwehrhauptmanncs Herrn Doberlet eine außerordentliche Gcueraluersammlung der Laibacher freiwilligen Feuerwehr statt. Vor Ucbergang zur Tagesordnung begrüßte Herr Fcuerwehrhauptmaun Doberlet die Feuerwehrmänner sowie den anwesenden Herrn Bürgermeister Hribar und wandte sich soda»» an die mit dem goldenen Verdiellsttrcuze ausgezeichneten Herren Zugshauptleute Achtschin und Schantl, indem er ihnen nach einer der Feier angemessenen Ansprache das Zeichen der Allerhöchsten Huld, durch welches infolge der ii9jährigen Thätigkeit der beiden Herren auch der Verein der freiwilligen Feuerwehr geehrt erscheine, an die Brust heftete uud seine Rede mit einem von der Versammlnng begeistert aufgenommenem dreifachen «Hoch» und «Slava» auf Se. Majestät schloss. Hierauf betonte Herr Bürgermeister Hribar, dass sich durch die Allerhöchste Auszeichnung nicht nur die freiwillige Feuerwehr, sonder» auch die Stadtgemeinde geehrt fühlen mufs, letztere aus dem Grunde, weil sie einen Theil ihrer Agenden, die Ausübung der Feuerpolizei, an die freiwillige Feuerwehr übertragen hat. Redner brachte den Herren Achtschin uud Schantl seine besten Glückwünsche dar und schloss mit einem dreifachen »Zivio» auf diefelben, unter einem an feine Gratulation den Wuufch knüpfend, die beiden Herren mögen wie bisher noch lange Jahre mit unermüdlicher Opferwilligkeit dem Besten des Gemeinwesens ihre bewährten Kräfte leihen. Herr Zugshauptmann Achtschiu dankte sür die dargebrachte» Glückwünsche und bemerkte, er werde in Gemeinschaft »lit Herrn Schantl die Gefühle des tiefgefühlten Dankes an competeuter Stelle zum Ausdrucke bringen. — Hierauf gieug die Verfammlung zum ersten Punkte der Tagesordnung über uud beschloss über Autrag des Ausschusses (Berichterstatter Herr Nüting), zum Andeuten an das Allerhöchste Regicrungs-jubiläum einen Fond zur Unterstützung dicustesuutauglicher und siecher Feuerwehrmänner anzulegen. Ein Laibacher Bürger Herr August Winkler hat zn diesem Zwecke bereits 500 st. gespendet; dazu kommen noch aus dem Neincrträgnisse der letzten Christbaumfeier 100 fl. — Ueber Alltrag des Herrn Drelse wurde der Wohlthäter des Vereines Herr August Wiutlcr einstimmig zum Ehren-mitgliedc gewühlt. Ueber den letzten Punkt der Tagesordnung inbetreff der Einführung des flouenischen Cominaudos cutspann sich eine bewegte Debatte. Während eine auf Grund einer mündlichen Rücksprache mit dem Feucrwehrhauptmann erfolgte Zuschrift des Herru Bürgermeisters, welche auch der Ausschuss zur Berücksichtigung empfahl, dahin abzielte, das flovenijche Commando nach Ablauf der jetzigen Wahlperiode, d. i. mit 1. Juli 1900, einzuführen und bishin alle erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, stellte Herr Achtschiu als Mitglied der Commandantschaft den Auänderungsantrag, das slovcnische Straßcueommcmdo sofort im August, nach erfolgter Ucberfiedlung in das nene Feuerwehrheim, hingegen das übrige Commando, der sprachlichen Schwierigkeiten halber, erst dann, und zwar successive einzuführen. Beide Anträge blieben ill der Minorität uud es wurde der Antrag, das flovenische Commando sofort einzuführen, zum Beschlusse erhoben. Sodann wurde die Geucraluersammluttg geschlossen. —n— — (Spende.) Die bekannte Wohlthäterin Frau Iosefine Hotschevarin Gurkfcld, welche im vergangenen Jahre zum Audenken an das fünfzigjährige Regiernngs-Iubiläum Seiner Majestät des Kaisers in Gurkfeld ein Krankenhaus um den Betrag von 30.000 fl. aufführen ließ, spendete aulässlich ihrer Dccorieruug mit dem Elisabeth-Orden für die innere Einrichtung uud Ausstattung dieser humanitären Anstalt den namhaften Betrag von 5200 fl. 2. "(Schieß st ationen gegen Hagel wetter.) Aus Tfchcruembl wird uus berichtet: In Anbetracht der günstigen Erfolge, welche bei den im Vorjahre in den Gemeinden Mottling nnd Drasic beim Herannahen der Hagelwetter vorgenommenen Schicßuersuchcu beobachtet wurden, werden ill» Gerichtsbezirke Mottling noch zwölf andere Stationen errichtet werden. Auch iu den benachbarten Gemeinden Winkel uud Petcrsdorf werden heuer Schießstationcn in Function treten. In den zuletzt-gcnanntcn Gemeinden wurden größere Complete neuer Weingärten hergestellt. Da Weißtraiu und besonders der Gerichtsbezirk Mottling fast alljährlich den Unbilden des Hagelwetters ausgesetzt ist, wäre es nur zu wünschen, dass die beabsichtigte Institution den daran sehnlichst geknüpften Hoffnungen der armen Bevölkerung Weißlrains, welche in den letzten Jahren auf dem Gebiete der Regenerierung der seinerzeit durch die Neblaus verwüsteten Weingärten große Fortschritte gemacht hat und in Bälde, falls sie ebeu von Hagelschäden verschont bleibt, auf namhafte Erträge aus dem Weinbaue hofft, voll entsprechen würde. —p. — (Curcom mission in Töplitz.) Bei der am 16. d. M. unter Vorsitz des Herrn k. k. Bezirks-hauptmanns R. v. Vcstcneck stattgefundenen Wahl der Curcommiffion in Töplitz wurde» gewählt: zum Cur-vorstcher Herr Paul v.Z huber, fürstl. Auersperg scher Forstmeister in Ainüot; zu oesse» Stellvertreter Herr Iguaz Paar, Curhausverwalter in Töplitz. —o— — (Gemeindevorstands wählen) Bei der am 30 v M. vollzogencu Wahl des Gemeindeuorstaildes der Ortsgemeindc Mulnu im Gerichtsbczirke Sittich wurde»! Anton Kittnar, Grundbesitzer in Mulau, zum Geim'indcvorstehcr, I,iimz Spcndal, Grundbesitzer iu Polje, und Franz Sever, Gruildbesitzer iu Mulau, zu Gemeinde-rathen gewählt. — Bei der Ergänzungswahl des Gc-meindcvorstandes der Ortsgemeinde Praprece wurde Joses Marksvic, Grundbesitzer in Martinsdorf, zum Gemeindevorsteher und Franz Stepec, Grundbesitzer in Marüns« dors, zum Gemeinderathe gewählt. Laibacher Zeitung Nr. 41. 306 20. Februar ISH. — (In Abbazia) sind in der Zeit vom 8. bis einschließlich 16. d. M. 466 Gäste, darunter am 12. d. Seine k. u. k. Hoheit Erzherzog Franz Ferdinand von Este, zum Curgebrauche eingetroffen. — Seit vorgestern weilen daselbst auch der Großherzog und die Großherzogin von Luxemburg. — (Der krainische Lehrerverein) veranstaltet Mittwoch den 22. d. M. im Zimmer der «grünen Insel» (deutsches Casino) um 6 Uhr abends einen Vortragsabend. Sprechen wird zuerst Herr Dr. Gratzy über einen Besuch in der Üehrmittelausstellung in Graz, dann Herr Turnlehrer Schmidt über die Ausgabe der Schule und der Familie bei Nückgratverkrümmungen. Um zahlreiches Erscheinen der Vereinsmitglieder wird gebeten. Gäste sind wie immer frenndlichst willkommen. — (Eine zweite Landes-Irrenanstalt in Steiermarl.) Der Gemeinderath von Cilli hat einstimmig beschlossen, an den Landesausschuss, beziehungsweise Landtag, eine Eingabe wegen Errichtung einer zweiten Landesirrenanstalt bei Eilli zu richten. — (Der Verein «Pravnil«) hält heute abends im «Narodni Dom» seinen dritten Vereins-abend ab. * (Einbruchdiebstahl.) In der Nacht vom 8. auf den 9. d. M. erfolgte unweit des Kulpaflusses ein Einbruch in den Weinkeller des Besitzers Josef Panjan aus Schöpfenlug. Daselbst wurden gegen 60 Liter Wein, wovon 40 Liter im Keller ausgelassen, und 20 Liter Essig, die vor dem Keller ausgegossen wurden, sowie eine eiserne Stange entwendet, wodurch dem Besitzer ein Gesammtschaden von 18 fl. erwuchs. In derselben Nacht wurde auch der bei der Kapelle im Orte Deöina aufgestellte Opferstock aufgerissen und demselben die wenigen darin befindlichen Kreuzer entnommen. Sodann brachen die Gauner in die Getreidekammer des Gemeindevorstehers Michael Fugina in Oberradence ein und entwendeten die daselbst aufbewahrten Kleidungsstücke und einige Selchwaren im Gesammtwerte von 31 fl., worauf sie noch — allerdings erfolglos — die vergitterten Fenster der der Besitzerin Maria Ionke in Oberradence gehörigen Getreidekammer auszuheben versuchten. Dieser Diebstähle verdächtig erscheinen drei Kroaten, welche am 8. d. M. mittelst eines Kahnes den Kulpafluss übersetzt und den Kahn an der Landungsstclle angebunden haben. Die Thäter wurden von der Gendarmerie-Patrouille aus Vornschloss und einer Patrouille des kroatischen Gendarmeriepostcns Severin verfolgt. —r. — (Gegen Influenza, Husten lc.) Man schreibt der «Mecklenburger Zeitung»: Als ein ebenso einfaches wie wohlschmeckendes und stets wirkendes Hausmittel ist Apfel thee zu empfehlen. Aepfel jeglicher Art werden mit der Schale in Kluften geschnitten, in ein Gefäß gethan und nur warmes Wasser daraufgegossen. Man setzt es in eine warme Ofenröhre. Nachdem es einige Stunden heiß gestanden, kann man schon den Thee davon abgießen und trinken. Etlichemal? kann man das Wasser erneuern — bis die Aepfel gänzlich ohne Kraft sind. Dieses Mittel ist so einfach, dafs es in jetziger Jahreszeit in keinem Haushalt, namentlich wo Kinder silld, fehlen sollte. Zu jeder Tageszeit kann man davon trinken. Wer recht elend und fiebrig ist, kann in Pausen von einer halben Stunde davon nehmen und wird große Erleichterung fühlen. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 16. auf den 17. d. M. wurden dreizehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar sieben wegen Vacierens, zwei wegen Äettelns, zwei wegen Ucbertretung der Veruntreuung, eine wegen Trunkenheit und eine wegen Vergehens nach § 8 St. G. und tz 45 des Wchrgesetzes. Franz Vortar aus Groß-Videm, politischer Bezirk Nudolfswert, wollte nämlich ohne Rcisepass vor Erfüllung der Militärdienstpflicht nach Amerika auswandern. —r. Theater, Kunst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Gestern nachmittags erfreuten sich Projections-Schauspiele, die unter dem Titel «Kosmos» von Heltmann ,, heftigen Debatte in der Kammer iu Angelegen^ ' Panamascandals gab Loubet im December 1^ , Demission als Minislerprasideut, verblieb aw.,! ueuen Ministerium Riliot. Am 10. Jänner 1693^ er sich denn doch zurückziehen, als man die »lG ^ erneuerte, ohne jedoch seine Rechtlichkeit anta^l können. Seit 16. Immer 1896 war Loubet ^' Präsident. Paris, 19. Februar. (12 Uhr 20 M, . früh.) Der Abend ist bisher ohne ernste Zw's^j verlaufen. Gegeu ^12 Uhr wurde das ^^l Montmartre, welches von Neugierigen überM^, z geräumt und durch die ^arao i-opukli^aino u""^ Sicherheitsageuteu aligesperrt. Zahlreiche ^ ^ wurden verhaftet, daruuter auch Graf OarY, ^ Verhaftung jedoch nicht aufrechterhalten wurde. >z. Paris, 19. Februar. (1 Uhr 49 3^ früh.) Zufolge der Kundgebungen am Alicnd > > Verhaftungen vorgeuommen, von welchen 150 ""> erhalten wurden. , :h Paris, 19. Februar. Die der Rev^', geneigteu Blätter werfen dem Präsidenten ^^!''^ ^ dass er von denjenigen gewählt worden sei, l Dreyfus vertheidigen, und machen ihm aB > Haltung iu der Affaire Panama und seine "^^ mäßige Begabung zum Vorwurfe. — Le M'l^H Beaurepaire greifeu deu Präsidenten Loubet li" < ^ de Paris, heftigst au; das Gleiche geschieht ^ «l Coppccs im «Gaulois». — Die revisions^"'' , ', Blätter wunoeru sich über die gegen ^/ß^ richteten Beleidigungen und geben der Ansl^, l' druck, das« seine Wahl eine absolut reftublila^, ^ «Matin, sagt, Loudet repräsentiert den M'^,,,^ Landes, eiue Aunäheruug an die Rechte zu ^' ,,'^ — Clemeuceau lobt in der «Aurore» und ^M, «Radical» die Ehrenhaftigkeit Loubets im bürg ßh, Ledeu und in der Politik. ,F^ Paris, 19. Februar. Präsident Loubet^^ bis zu seiner Installierung im Palais ^^ Palais Luxembourg. Er empfieng heute vorin" .^: Ministerpräsidenten Dupuy, die Minister und ^ ^ persönliche Freuude. Aus Aulass seiner ^M ^ Präsideuten der Republik erhält derselbe viele ^^ und Beglückwünschuugs-Telegramme. Vor de^ ^ Luxembourg herrscht vollständige Nuhe. ^ ^ < Schreiben, in welchem Aarthou seine DeliUl!^ Präsident der Gruppe der progressistischen ^^ j,,^ h anzeigt, erklärt derselbe, er lege infolge von ^ ,s. H Verschiedenheiten mit mehreren Eollcgen und " A,« schweren Krise der Republik sich seine ^"'>l ^ und Actionsfreiheit zu wahren, feine Stelle ',,'ljz Paris, 20. Februar. Der gestrige ^^ ruhig. Abends kamen vor dem Locale b^.„F'lz Anarchisten Sebastian Iaure geleiteten I^ ^ monstrationeu für und gegeu Luubet vor. ^.„ ',i^ eine Schlägerei, in welcher zwei National > l> wunoet wurden. Einige Verhaftungen ^!!^l>^!^l geiiolumeu. Ebeuso erfolgten vor der ^^ A ^" «I^ibl-6 pai-olo» Demonstrationen gegen 2oU Die Philippinen. (Original-Telegramm,) H jl^ >. Madrid, 19. Februar. Der Ministes k sich für die Vorlage, betreffend die Cessi"''^/^ lippiueu, ans. — Nunmehr wird die Verhau/l ss auf den Friedensvertrag bezughabendeu OeM ^l ,^ im Senate begiuueu. ^l ^V^ Washington, 19. Februar. Z" >W übersandte gestern der Negierung ein Tel^.Hl^ welchem es heißt, dass vorgestern in einem ' ,^' ^ Scharmützel 8 Amerikaner, daruuter 2 ^scl>,^ wundet wuroeu. In hiesigen amtlichen ^.,,,/,-^ auf Grund der Berichte über solche Z">" /' ^ angenommen, dass General Otis sich gezw"'^^ -,> dürfte, zur Offensive überzugehen, damit P^D ^ eine Stelluug gcwiuueu, welche sie währen" ^ zeit behaupte» können. ,, Gelegramtne. ^ Madrid, 18. Februar. (Orig.-Tel.) ^/' >,, des Ablebens Ihrer t. und k. Hoheit der dnl^i„ ^ Erzherzogiu Maria Immaculata '^/' ^ Hoftrauer in der Dauer von 30 Tagen, F > Rom, 19. Februar. (Orig.-Tel.) ^'^ iy Stefani» meldet: Wie versichert wird, ^«', "«^ Antwort des Vaticans auf die letzte cu > ^,', * ^ ülier die Abrüslungscoliferenz die Nützlich^,^ ^ nationalen Conflicten, welche iu elnen H ^ zuarten drohen, zur Mediation Zufluß ,M ^' Der Vaticau halte eine freiwillig ^/ Mediation für vortheilhafter als ein ^ ^ Schiedsgericht, U ^-H^eitung' Nr. 41. 307 20. Februar 1899. "ngelommene Fremde. 5 Vn> i» b°tel Stadt Wien. ^'buttu'Rett,^^' Klesslored, Privatier, s. Frau und 5??^' 0l'^rNe '""' ^^sen, - Körte, Kfm./ Berlin. - e«,' ^ultgatt ""antS^attin, s, Tochter. Görz. - Schneh, > t^m .^ ^ L°^^ 3^"fer. Reisender, Oraz. — Malbcce, ,' biiiltt ^'>bi°nn 'Hn'-: Marhml, Maler. Trieft. - Ebel, t^s'3rau.'^"'scher. Müller, Reisende. Gablonz. - ^lwS'l'. ^ud/wft"' Cantinerin, ttlagenfurt. - Hahn, ^,3^ ^ Tl°„! m,' ^ iioncariö. l. l. Notar, sammt Frau, 5lik Flitzer ^ "°°sbrungrr, Kflte.. Innsbruck - Schinck, i.'.! «>chw,'"'Vriinn ^^ ^"lliou. Gutsbesitzer, Kanter. - s l«^.N«i^ Gerber. Michel, Illel, Krietsch. ^ei^>">. Ctein^ ^"berg. Frimmel. Leitersdorfer. Szi» ^'NeiN^ Saphier. Unterberger, Porges, ' ^«rl. Ingenieur, Wien. ^!tt ^l°sess,^uar Baronin Sina, s. Nichte, sslaa.eufurt. ^^w,^"'s. Slllla ^b'N""', Ing.; Sonnenschein. Stubück, l ^, ?' l' F°mi>ie'K^?ll"' H'"' ^fltt.. Wien. - Katal,ni<>. - ^Venbern '^°l°to. -Dr. Exner, Raibl. - Lahar, '>2^ ^ ^°ntl Vl' ^n'.. Salzburg. - Kumar. Kfm,! ^«'"'^»n Ä/''^P'°g. - H°ier, Kfm,. Hamburg.! 5 ^>z!° ^ ^"l»,a?in^"'^"' KW-, Görz, - Ritter. Kfm,, ^ ^Dulnk'ä '?'^l'n. T"est. - Havas. Kfm., («r.» ^^P°lie. P ' sf/"". D.bn.nje. -Porges. Kfm., No» ^ ^^ü?»^^^" "l", Ielenie, ! ,^'., ^^wirtschaftliches. ^ ^ Nagen und" 1 ^ ^"^ ^"' ^""^" ^°"^ s''^ "' ^llHrel« ^ ' Marlt.Prei«' ^n, f.°", b'«' von bi« ' l"'-' ^ «?^ 3^" «"ter pr. Kilo . . - 85 - -^'tt ' 7^3" Eier pr. Stück . . - 2 ->-^ ^t . " du (. 5f) Rindfleisch pr. Kilo 58 -!-,!^, . ^^^1'" Kalbfleisch . -60 -! — ^lw ' u" °b0 Schweinefleisch . -58-'— H'Sm ' 5^ ^. Schöpsenfleisch . -40--Ü '!> x.,, ' I ^" b 60 Ahndet pr. Stück -50 - -.K„bllt°liter 18^-"!" Tauben . -20--l^len ' »^------Heu pr. q . . 2 20 - -"V>25l°.~W''''' H"z, hartes pr. ' ^!r?"z. ?0^-' Klaster 6>50--^»tt^ . «^ " —weiches, . 450------- ^er.. ^^ — Wem,ro.h..pr.Hktl.-------------- l°> ^^^^^l, - —weißer. »--------------- F ^^ "i'ehung vom 18. Februar. z^ie«! '' 2 49 31 20. H^^3^ ^"bllchluugcn^in^llibach. .">l ^ ^^Viittl. Luftdruck 736-0 n,m. 3 ^-^—^^"""l. ^usiorucl 736 0 mm. '!<< 'is^^40 8 °.» >». schwach theilw. heiter ^ 3^41^~?^~^- mäßig heiter l^'«lb ^1? ?>« ZO. schwach Nebel i >NG' .7414 3^ ONO. mäßig dewöllt 0 0 '^ T««"!»'! '40^9-^ ^. schwach heiter ^°NnAmn.i.N '^ ^ ^' W"°ch 'i N'bel ,0-0 ^"^3« ^ °er Te,„^^^^ ^ Samstag 4 2« ^ ^ta^^^^i^iehu^^^^^ Anton Funtek. Comptoir Julius Schillinger bejinöet sich nicht mehr philipphof, sondern Schcllcnburggassc jfr. 6 II. Stock. 5763-3 -^ Telephon J(r. 85. ^= Höchste Anerkennung Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin -Witwe Erzherzogin Stephanie. Stephanie- * * Zahntropfen von Apotheker Piccoli in Laibach Hoflieferant Seiner Heiligkeit des Papstes Leo XIII. Prämiiert in den hygien. Ausstellungen zu London, Paris, Genf, in der EI. internat. pharm. Ausstellung zu Prag 1896 und in der Jubiläums-Ausstellung Wien 1898. Zu wiederholtenmalen von Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin-Witwe Erysliorxofjii» St<%pliziiife zu HöYhstihrer Zufriedenheit (Secretariat-Schreiben Laxenhurg HOsten October 1894) angewandt, Höchstweiche zufolge Mittheilung Ihres Herrn Obersthosmeisters vom 27. December 1898 ad Z. 230 de 1897 gnädigst zu gestatten geruht hat, dass die vom Apotheker Piccoli in Laibach erfundenen und erzeugten Zahntropfen Stephanie-Zahntropfen benannt werden dürfen. (194) 10—6 Einige Tropfen ans Baumwolle und in den hohlen Zahn gegeben, stillen dessen Schmerzen. ^lanöestveatsr in Faibach. 87. Vorstclluug. Ungerade. Montag den 20. Fellruar Zum Vortheile der Schauspielerin Vl'atrice?lltenhofer. Des Meeres und der Liebe Wellen Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen von Franz v. Grillparzer. .'«»sanss t,alb 8 Uhr. End? U) Ub,. Dessentlicher Dank dem Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkircheu, N.»Oe. «Wcuu ich hier in die Oessentlichleit trete, so ist es deshalb, weil ich es zierst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheler in Neunlirchen, meinen innigsten Danl auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Wilhelms Thee in mciuem schmerz« lichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, anf diesen trefflichen Thee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch oulle drei Jahre bei jeder Wilterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefel» badcr in Baden bei Wien befreieu konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit fchmälcrte sich zusehends, mein Aussehe» trübte sich uud meine ganze Körper» kraft nahm ab. Nach vier Wochen langem Gebrauche des Wilhelms Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jeht, nachdem ich schon seit sechs Wochen keinen Thee mehr trinke, auch mein körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, Hass jeder, der iu ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesen, Thee nehmen, auch dru Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Vutschiu» Streitfeld, Oberstlieulenants'Gattin. (8815) 9-5' In Laibach zu haben bei Apotheker G. 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(Ung, Osll,'./ v, I. l«7«, b"/n..... «2! »^ l2l 5^ dt«. 4'/,"/<,EchMltregal-Nbl,°Ob! !Ni- ^ 1"l 8(, bt», Prüm-Unl. k 1UN ll, 0. W l6,-7k l6« i>0 bto, dlo, k b0 theih-Reg..Lole 4°/. !«(» ft. ,,<» ?ü '40 7r Grundkntl.' Gbligalione» (für 1U0 Andere ässentl. Anlehen. D«nau.Re,tm^ndr Wir» «>i ^ <<»z »» Anlegen b, Ltadi^rineinde Wie» (Ellber ud«r Oold) , . . . l»? — — - PiümlfN'Unl, b, Sladtlim, Wien i?8 ?-, mt«l!<>!)»^/„ilsslcs,500p,El, ^^ 80 li.» 40 Züdlm!,!! :i"/„ il Frcs. üon p. St, > >»>:?» blu, 5°/„^!iUU fl, p. 1U0fI. 12,','20 I2SÜ0 !1nl>, gallz. Nahn..... 1U.< »0 ius'3,' «»/, Uilterlrainer Vahnen . . SS »0 lU0 — zank'Alllen (per Stück). «Nglo-Otst. Na»! 2ua fl. eo«/„», "» " «zo 2ö Vantverein. Wiener. K'U fl, . 280 ?a »81 7° Vobcr,-Al!st,,Oesl,.2NUfl,S.4<>"/, «» - 4»» - Lrdt 'Anst. f, Hand, », G, "ü, fl, -'^ ^ dto. dto, per Ul'imo Sei,il.r. »'" " ^" " Creditbanl,«lll!,,m'g,. 2<>otl. . ^,"'^^ Depusitenbanl, «llg„ 2W fl, , "« ' ^ ^ 0estrrr,°u!>«»r, «anl. 600 st. . «^" ^ ,^dhr«M»». »ll«,. ««0 fl. '»»'- '" ' »eld Ware Altien «c>,t Vrxnopoll' Knlernehillungen (per Ltü«l>, «usfiss'Teftl, Llsenb. 300 fl, . l,!«i INsz- «ühm Nmbdnhil 15» fl. , . Ut.0 75 »51 ?.», Vulchtirlirnd« Eis, 5!i45 5C dto, dto, (lit, I!) L0« sl, G L'w ?!> LÄ7 H,'> Praa Duri'r Eiwib. 150 fl, 2, . lW — !<»1 — Llllalseisenbali» 200 fl. V. . 3«2 3-> »82 »>> Llldbllhn 20« fl. E. . . . «?'»5 », LNdnordd. 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