Vtäsummnim - preist: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . . 4 „ 20 . Btkrteljahrig. . * „ 10 „ «onatlich . . . — „ 70 „ M i t der Post: «anzjiihrig . . . »1 fl. - Ir. Halbjährig . . . 5 „ so „ vierteljährig. . i „ 75 „ Bür Zustellung in« Hans vierteljährig 25 kr., monatlich 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Ätloklion «ahnhosgasse fit. 112. rrpedilio« und Inseraten-6urran: »ongreßPlatz Nr. 81 reichten, offener Rechtsbrnch, die allgemeine Auflösung und Zersetzung sollten die Mittel abgeben, um den staatsmörderischcn Anschlägen zum Siege zu verhelfen. Nicht ungestraft macht ein Staat solche Experimente. Im Innern ist die Achtung vor Gesetz und Obrigkeit untergraben, die Moral der Völker arg geschädigt, der Raßenhaß bis zur Wuth aufgestachelt, der dem Reiche treueste uni anhänglichste Stamm durch die offizielle Verhöhnung und Mißachtung »erbittert, das Rechtsbcwußtsein tief erschüttert, alle staatsrechtlichen Verhältnisse verwirrt, der Kampf aller gegen alle entfesselt, brutale Gewaltherrschaft, ja der Bürgerkrieg in Aussicht gestellt. Nicht minder trostlos entfaltet sich uns das Bild nach außen. Mit allen unfern Nachbarn lebten wir in freundlichsten Beziehungen, mit Deutschland und Italien verknüpfen uns die Bande aufrichtigster Sympathie» und die Gemeinsamkeit der Interesse». Da auf einmal läßt die Entfesselung der ultramontanen und slavischen Elemente in unserm Reiche, die wüthende Sprache ihrer Organe gegen Berlin »nd Italien, die offene Drohung mit dem französischen und russischen Bündniß unsere Nadjbafti in einen Abgrund blicken voll unabsehbarer Wirrnisse für die Zukunft. Welches Vertrauen in die Beständigkeit eines Staatswesens und in dessen auswärtige Politik können die Nachbarmächte fassen, wo es nur von einem Zufalle abhängcn kann, ob ein Biomc oder ein Jesuit, wie Moriz Esterhazy, ans Ruder gelangen soll? Welchen Werth hat für sie ein freundschaftliches Verhältnis? mit Oesterreich, das in seiner Politik von Wandelung zu Wandelung eilt und alle Augenblicke in das Gegentheil Umschlagen kann? Wiederum stand Oesterreich bei der Fortdauer der Hohenwart'schen Wirtschaft und ihrer staatszersetzenden Wirkungen aus Böhmen und Galizien auf dem Punkte, nicht bloS jeden Rückhalt an Deutschland zu verlieren, sondern sich selbes nebst Rußland zum unversöhnlichsten Feinde zu machen. Das ist aber noch nicht das ganze Ergebniß deS Hohenwart'schen Friedens- und VersShillings-wertes nach innen wie nach außen. Auch in staatS-wirthschaftlicher Richtung stellt sich die Hohenwart'sche Sxperimeiitalpolitik als eine über die Maßen unglückselige dar; denn auf wirthschaftlicheiu Gebiete läßt sie auch nicht eine greifbare reforrnatorische That zurück, und was neun Monate verlorner Zeit für ein der finanziellen und wirtschaftlichen Reform in so hohem Grade bedürftiges Staatswesen wie das unsere zu bedeuten haben, liegt klar zu Tage. Oberstes Prinzip war der Umsturz des Bestehenden, da« Einreißeii des noch nicht Fertigen, und es ist eine Feuilleton. Winterleben. Die Schwalben sind fort. Weiße, glänzende Marienfäden fliegen an ihrer Stelle über die Felder und Gärten, und gelb, wehmüthig sieht der Herbst aus den Wäldern. Die Sommerwohnungen schließen der Reihe nach die Lider. Nur hier und dort sieht noch eine Stadtdanie ans dem offenen Fenster oder wandelt in den warmen Mittagsstunden im Freien. Sie hat keine Kinder, welche die Schule besuchen müssen, und ihr Mann scheut die Unbequemlichkeit nicht, täglich i„ feuchter Abendlust auf’s Land und im kalten Morgennebel zurück nach der Stadt zu fahren. Aber noch eine oder zwei Wochen, und auch fle sitzt wieder in ihrem großstädtischen Winterquartiere gleich den übrigen. Fast alle freuen sich, wieder in der Stadt zu sein, wie sie sich im Frühling freuten, sie verlassen zu können, denn so lange es Menschen gibt, ergötzt sie die Abwechslung. Doch da kommt die Statistik mit langem Gesichte und langen Ziffernreihen und verdirbt ihnen dir halbe Freude. Sie hat berechnet, daß der Mensch auf dem Lande durchschnittlich ein höheres Alter erreicht und daß eine Großstadt eigentlich ein lustiges Cayenne, eine glänzende Entreprise des pompes funöbres ist. Während auf dem Lande jährlich von 34 Mensche» einer stirbt, stirbt in großen, volkreichen Städten schon von je 25 einer. Ja das Verhältniß gestaltet sich für die Großstädter häufig noch viel ungünstiger. So geht in der englischen Fabriksstadt Manchester während eines Jahres jeder achtundzwanzigste Bewohner mit Tod ab, in der Umgebung der Stadt nur jeder sicbenundfünfzigste oder mit anderen Worten: das Stadtleben fordert dort doppelt so viele Opfer als das Landleben. Woher rührt aber diese auffallend größere Sterblichkeit in den Städten? Von zwei Ursachen. Die Landbewohner lelen in der Regel einfacher, ungekünstelter, naturgemäßer und sie haben reinere, gesundere Lust. Welchen fördernden Einfluß aber Reinheit und Güte der Luft auf den gan;en Organismus der Menschen üben, das sollten uns nicht erst Aerzte sagen; jeder weiß es, welcher gewohnt ist, ein wenig auf sich und seine Empfindungszustände zu achten. Und doch vergißt es sich so schnell und und leicht, wenn man der Sommerfrische den Rücken gekehrt hat! Große Städte machen schlechte Lust, und die Großstädter thun wenig, um sie zu verbessern ; thurmhohe Häuser, enge Straßen und Höfe, keine Bäume. Am meisten sorgt noch der Bautischler für den allgemeinen Gesundheilszustand, indem er schleuderhafte Arbeit, schlecht schließende Fenster liefert, welche den Austausch zwischen der Zimmer- und freien Luft begünstigen. Ein erwachsener Mensch verzehrt in einer Stunde 60 Kubikmeter reine Lust, das ist so viel, als ungefähr ein kleines Zimmer faßt. Nach Ablauf dieser Zeit hat er somit die Luft seines Wohugemaches, wenn es zu den kleineren gehört, vollständig auögenützt und würde sie nicht durch frische ersetzt, so könnte er ohne Nachtheil für seine Gesundheit darin nicht fort-athmen. Im Sommer erfolgt dieser Ersatz rasch und leicht durch Oeffnen der Fenster, aber im Winter leider so oft nur durch das Mallerwerk, welches die Luft durch feine feinen Poren wie durch ein Sieb durchstreichen läßt, und durch die Fugen des schlechten Fensterverschlusses. Ja häufig wird selbst dieser uoch mittelst Watte u. dgl. möglichst luftdicht gemacht, um die Wärme des theueren Brennmaterials besser zusammenzuhalten, und so dem Wohuraum die letzte, langsam, aber stetig wirkende Ventilation genommen; und langsam und stetig vergiftet sich sein Besitzer durch Einathmen dieser aus-genützten, ungesunden Luft. Er wird an dieser Vergiftung nicht nach einige» wenigen Stunden sterben, aber vielleicht nach Jahren und statt „an schlechter Lust gestorben" wird es in der Todtenliste wahrscheinlich heißen: an Lungentuberkulose oder Schwindsucht. Doch den ersten Keim des Uebels legte die ungesunde Wohnung. (Schluß folgt.) gräfliche That, daß man in einem Staate, statt aufzubauen und zu konsolidiren, zu erhalten und zu entwickeln, mit den politischen auch die wirthschaft-lichen Bande lockern darf, daß man statt die schaffenden Kräfte zusammenzuhalten, die zerstörenden und auflösenden von oben zu crmuthigen, zu kräftigen wagen darf. Es gab zwar eine Zeit, wo der Amtsgenosse des Grafen Hohenwart, Dr. Schaffte, der mit den größten Antheil an der volkswirthschastlichen Schädigung des Reiches hat, die „Zukunft Oesterreichs allein in der entschiedensten Abwendung vom stehenden Heerwesen und in höchster Pflege der allgemeinen menschlichen, allen Nationalitäten gemeinsamen, namentlich wirtschaftlichen Interessen" erblickte ; aber kaum war der unselige Mann österreichischer Handelsminister geworden, so plante er mit den Czechenführcrn den finanziellen und wirtschaftlichen Ruin des Reiches. Denn was anders hat es zu bedeuten, wenn er den Staat seines Steuerhoheitsrechtes beraubt und dieses Recht an die siebzehn Landtage austheilt, wenn er kein Bedenken trägt, das gefammte Verkehrswesen einem Chaos zu überantworten, wie es die Welt noch nicht erlebt. Man wähne nicht, daß solche Thatsachen, wenn sie auch noch glücklich beseitigt, ohne Rückwirkung bleiben auf das volkswirthschaftliche Gebiet. Scho» der Gebaute, daß man solche Zumuthungen, wie die staatswirthschaftlichen Ungeheuerlichkeiten der Fundamentalartikel, in Oesterreich von Aiutswegeu bereit ist, einem Parlamente vorzulegeu, muß alle Welt solchen Borgängen gegenüber zur Borsicht mahnen; denn nirgends ist die Verwirrung der Begriffe von Selbstverwaltung und staatlichem Hoheitsrcchte gefährlicher als auf volköwirthschaftlichem Gebiete. Politische Rundschau. Laibach, 30. Oktober. Jnlavd. Vorerst, scheint es, ist man nicht einmal über den Regierungögedanken einig, der an die Stelle des mit dem böhmischen Staatsrechte patti-renden Systems zu treten habe, um so weniger über die Persönlichkeiten, welche die Träger des neuen Systems werden sollen. Es hat einen laugen Kamps und harte Ueberwinduug gekostet, bis die Entschei-scheidung des Monarchen gegen Hohenwart und sein System gefallen, und dieser Umstand wirkt wohl noch heute lähmend aus die Entwicklung und Klärung der Vage. Der Uebergang vom böhnnscheu Staatsrecht zur reinen Versassungsmäßigkeit vollzieht sich aber auch nicht so leicht. Beweis dessen die Namen, die genannt werden, einen Moment auf der Oberfläche sich erhalten, um dann anderen Platz zu machen. Gewiß ist nur da« eine, daß an ein entschieden liberales, der Verfassungspartei entnommenes Ministerium am allerwenigsten gedacht wird, schon aus dem Grunde nicht, weil matt dem Liberalismus in Oesterreich weitere Zugeständnisse zu machen überhaupt nicht geneigt ist. Ein Symptom für sich schon bildet der von den Blättern gcitamtte Name Trauttmanusdorff. Einen Fingerzeig, welche Elemente sich an die Oberfläche drängen, bildet auch der Artikel des „Volksfreuud." Darnach erachten nunmehr, nachdem die katholischen Föderalisten abge-wirthschaftet, die katholischen Zentralisten ihre Zeit gekommen. „Wie die Dinge heute liegen," meint das Organ Rauschers, „fürchten wir nicht eine neue, verschlimmerte liberale Aera. Wenn die Konservativen es verstehen, aus den verschiedenen Lagern, in die sie sich zerstreut haben, sich zu sammeln und eine starke österreichische Reichspartei zu bilden, so gehört nur ihnen der Tag." Mehrere liberale Provinzblätter erheben bereits die Forderung, die abtreteuden Minister in Anklagestand zu versetzen. „Viele und unverzeihliche Sünden," schreibt der „Tagesbote aus Mähren," „lasten auf dem Ausgleichs-Ministerium, es wird dieselben zu büßen habe». Einmal muß dargethau werden, daß das Gesetz wegen der Verantwortlichkeit der Minister keine Chimäre ist; moralisch sind diese Herren schon von ganz Europa, mit Ausnahme EzechienS, verurtheilt." Noch schärfer drückt sich die Olmützer „Nene Zeit" aus. Sie sagt: „Die Miiiistcrattklage muß erhoben werden. Es muß ein Exempel slatnirt werden, damit die kommenden Geschlechter gesichert seien vor neuen Attentaten ans ihr gutes Recht, damit sie ruhig uud sicher wohnen und sich ihrer Arbeit freuen können. Wir werden nur dann beruhigt anfathinen und des Erreichten froh werden können, wenn das, was heute gescheitert ist, es auch für immer ist, wenn jeder, der es versuchen wollte, uns von nettem in jene verhängnisvollen Bahnen zu leiten, sicher ist, daß ihn die gerechte Strafe unausweichlich ereile." Aus Prag berichtet man, daß Elam und Rieger eine Schlußerklärung in Hohenwarts Händen zurückgelassen haben, und daß dieselbe im Landtage mit-getheilt werden wird, sobald das neue Reskript anlangt. Mit der Sitzung hiezu muß eben bis zur Bildung des Ministeriums gewartet werden, dem es obliegen wird, das Reskript gegenzuzeichnen. Die czechischen Führer haben, so sagt mau, Wien nicht verlassen, ohne zu sagen, daß sie sich nun wieder hinter die Deklaration verschanzen und zum passiven Widerstande zurückkehreu werden. Wie weit die czechtsche Nachgiebigkeit in den letzten Konferenzen in Wien gegangen ist, erfahren wir aus der „Politik," welche schreibt: „Rieger, Elam und Prajak werden mit Ehren vor unseren Landsleuten stcheu. Sie haben noch in der letzten Stunde sich bereit erklärt, den Einwürfen der Ungarn gerecht zu werden uud auf jede Berührung von Rechtsverhältnissen zu verzichten, welche Ungarn betreffen. Darüber hinaus konnten sie nicht gehen, ohne ihren Rechtsstandpunkt auszngeben und ohne sich geradezu vor der Welt zu prvstituiren. Frecheres ist wohl nie Mättiierit von solcher Fnhrerstellnng an« gesonnen worden, als sich zum Narren Hallen zu lassen zu Gunsten dieses Herrn Benst. Sie werden nicht verfehlen, ihre ablehnende Erwiderung gegen das Bcust-Andrassy'sche Reskript der Partei vorzulegen und somit an die Öffentlichkeit zu bringen. Schon heute darf ich versichern, daß sie sich damit sehen lassen können. Es ist ein wahrhaft staats-mättiiisches Aktenstück, in dev würdigsten Sprache abgefaßt; es wird in der Geschichte eine Rolle spielen. lieber feine Wirkung auf unsere Landsleute wird man hier bald Gelegenheit finden, nachzuden-fen, nun, wo es zum Nachdenken zu spät ist. In beit Kreisen, wo der Kronprinz von Sachsen und seine Hinterlassenschaft, der jetzige Reichskanzler, leider mehr gelten als die Vertreter einer Nation, wird man bald zu seinem Schaden gewahr werden, daß diese Nation eine Macht ist." Das ist echte unverfälschte Ezechenfprache, und sie klingt wesentlich anders als die milden Klagen im „Wanderer." Bei der Wiedereröffnung des uugarischeu Reichstages am 28. d. richtete der Abgeordnete von der äußersten Linken Helft) an den Ministerpräsidenten folgende Interpellation: In Anbetracht dessen, daß Ungarn mehr noch als jedes andere Land der Freundschaft seiner Nachbarländer bedarf; in Anbetracht dessen, daß diese Freundschaft uns nur dann gesichert ist, wenn Ungarn nicht durch eine Einmischung in fremde Angelegenheiten Fremde zur Einmischung in nngarsche Angelegenheiten be-berechtigt; in Anbetracht endlich der großen Gereiztheit, die gegenwärtig in Böhmen gegen Ungarn herrscht, frage ich den Ministerpräsidenten: 1. Ist es wahr, daß Gras Andrassy seinen Einfluß dazu geltend mache, um bie Bewilligung ber Forberungen bes böhmischen Landtages zu verhindern? 2. Wenn ja, womit motivirt der Herr Ministerpräsident bieses eigenmächtige, mit beit Interessen unb Gesetzen ber Nation unvereinbare Vorgehen? Die Interpellation wirb beut Ministerpräsidenten zugestellt werben. Die kroatische National Partei macht sich bereits barauf gefaßt, baß ber Lanbtag, in welchem sie eine so imposante Majorität hat, wieder aufgelöst wird, ohne jemals einberufen worden zu fein. Seitdem die Ausgleichspolitik in Westösterreich gescheitert ist, traut man nämlich dein Grafen An- drassy weit mehr Energie gegen die Kroaten zu, als in der Glanzperiode Hohenwarts. Nichtsdesto» weniger wird die Nationalpatici das ihrige aufbieten, um in dem nächstens wieder zusammentretenden ungarischen Reichstage dem Ministerium wenigstens mit Interpellationen unangenehm zu werden. Eine derselben wirb sich mit ber Frage beschäftigen, warum denn der kroatische Landtag noch immer nicht einberufen ist? Eine andere Interpellation, betreffend den Oguliuer Aufstand uud die Betheiligung der Fraktion Starceoic an demselben, dürfte voraussichtlich zu sehr lebhaften Debatten führen. Ausland. Die deutschen Zeitungen besprechen theilweise bereits heute die in Oesterreich eingetretene Wandlung und kommen ihr mit freundlichen Rathschlägen und Glückwünschen für uns zuvor. „Es wird jetzt an den Deutschen sein," meint die „Schles. Ztg.," „zu zeigen, daß sie auch nach dem Siege nicht erlahmen, sondern denselben zu benutzen verstehen. Jedenfalls begrüßen wir diesen Sieg des Dcntschthnms in Oesterreich als eine neue Friedensgarantie ttitb als weitere Befestigung bes Freundschaftsbündnisses zwischen Oesterreich uud dem Deutschen Reiche." Die „Frankfurter Ztg." sagt: „Man muß es im Interesse Oesterreichs tief bedauern, daß diese Entscheidung so spät gekommen ist, daß Graf Hohenwart so lange im Namen bet Krone sein Spiel treiben durste, aber wir wollen darum nicht versäumen, dem Nachbarreiche unb unseren StammeSgenossen in bemfetbeit Glück zu wünschen, baß bie Entscheibung jetzt endlich, in zwölfter Stunde erfolgt. Es wird schwierig, im höchsten Maße schwierig fein, die Sünden des Kabinett Hohenwart wieder gut zu machen, aber noch nicht unmöglich." Im deutf chen Reichstage ist nun der mehrenvähttle Antrag eingebracht worden, der Mecklenburg eine Verfassung verschaffen soll. Er ist von denmecklenburgischen Abgeordneten Büsing (Güstrow), Büsing (Rostock), Pogge (Schwerin), Pogge (Strelitz), Dr. Prosch, Westphal und Moriz Wiggers als Antragstellern gezeichnet und von zahlreichen Abgeordneten der liberalen Fraktionen unterstützt. Er führt sich in der Form eines Gesetzentwurfs ein, dessen einziger Artikel wie folgt lautet: „Hinter Artikel 3 der Verfassung des Deutschen Reiches wird als besonderer Artikel folgender Zusatz auf-genommen: In jedem Bundesstaate muß eilte aus Wahlen der Bevölkerung hervorgehende Vertretung bestehen, deren Zustimmung bei jedem Landesgesetz und bei der Feststellung des Staatshaushalts erforderlich ist." Wie sich wohl der Buudesrath zu diesem Anträge stellen wird? Lokal- und.Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (OffizielleErläuterung des Sprachen zwangSnkas in Kraut.) Bekanntlich wnrbe burch einen Erlaß des LandeSschulratheS von Krain vom 20.. .Oktober b. I. bie Verfügung getroffen, baß an den Mittelschulen von Laibach, Krainbnrg und Rndolfswerth der Unterricht utraquistifch eingerichtet^ werde. Dies wurde mit Recht als ein Sprachenzwangsgesetz und systematische Entdentschung der Lehr, anstatt«« in Krain gebeutet. Nun findet sich die amtliche „Grazer Zeitung" bewogen, in einem offiziösen, aus Wien batirten Aussatz beit Nachweis zu liefern, daß es sich um nichts anderes handle, als um die Durchführung bes gesetzlich bestimmten Prinzipes der Gleichberechtigung. Die gegebenen Verfügungen sollen sich zunächst nur auf das Schuljahr 1871/72 beschränken und sollen es möglich machen, daß je nach den Erfahrungen dieser Periode der Unterricht in be« verschobenen Gegenständen, entsprechend dem zu konsta-tirettden Bedürfnisse, deutsch oder slovenisch weiter« geführt werben könne. Es wurde auch angeotbnet, daß die Terminologie den Schülern stets in beiden Sprachen beigebracht werde, sowie daß die des Sloveuischen Unkundigen nur itt deutscher Sprache geprüft werden dürfen. Also der Sprachenzwang auf Probe! — (A b s ch ie d sf ei er.) SamStag Den 28>en b. M. wurde in einem obgefonderten Sofate bes allgemeinen Krankenhauses eine Vereinssitzung bet Aerzte Krains abgehalten. Die beiden Primarärzte Dr. Keesbacher unb Dr. Fux hielten wissenschaftliche Bor-träge. Nach bereit Beendigung erhol) sich ber Obmann Dr. Schiffrer unb gab den Empfinbungen Ausdruck, welche die Aerzte KrainS beim Scheiben bes Herrn SanitätsratheS Dr. Ga ust er erfüllen, eines Mannes, der so viel Ersprießliches für das Land nnb die ärztliche Wissenschaft gewirkt. Er bat den Scheidenden, feine Berufsgenossen im Andenken zu bewahren und noch fernerhin Mitglied des Vereines der Aerzte in Ärain bleiben zu wollen. Dr. G a u ft e r antwortete in gerührtem Tone, baß thm Kram stets in Erinnerung bleiben, und daß er es sich zur Ehre rechnen werbe, auch fernerhin dem Verein der Aerzte in Krain angehören zu dürfen. Hierauf richtete noch Herr Bezirkswundarzt Sa urau im Namen der Wundärzte Krains folgende Abschiedsworte an beti Scheidenden: „Verehrtester Herr (Sanitätsrath! Bei Ihrem Scheiden aus Krain bin ich beauftragt, im Namen ber Wundärzte KrainS Ihnen für Ihr echt humanes unb biederes Benehmen gegenüber ihren Kollegen, welches Sie namentlich bei ber Sanitäts>E»qu6te bekundet, den wärmsten und aufrichtigsten Dank auszudrücken. Nicht vermag ich Wort zn finden, um den Gefühlen vollkommenen Ausdruck zu verleihen, wie sie die Herzen der Wundärzte Krains erfüllen. Früh, viel zu früh werden Sie uns entrissen, namentlich angesichts der schweren Zeiten, denen wir entgegengehen. Aber wir bitten Sie, uns im Andenken zu behalten und uns Ihr ferneres Wohl' wollen und Ihre Unterstützung zu bewahren. Im Herzen der Wundärzte Krains wird Ihr Andenken gewiß unauslöschlich bewahrt werden." Dr. Gauster antwortete, gewiß werde er die wackeren Wundärzte Krains nie vergessen, und falls es ihm möglich und sich die Gelegenheit biete, nach Kräften ihnen feine Unterstützung angedeihen lassen. — Um 5 Uhr Abends versammelten sich die Vereinörnilglieder in einem Saale des Hotels, zum Elefanten, wo zu Ehren des scheidenden Dr. Gauster ein Abfchiedsmaht gegeben warb. Nach verschiedenen Toasten auf den Scheibenden und die hervorragenbsten Mitglieder des Vereins der Aerzte in Krain wurde auch der Ehrenmitglieder gedacht, na» mentlich auf Vorschlag deö Dr. Keesbacher Dr. Löschner mittelst Telegramms begrüßt. Ein glücklicher Zufall wollte cs, wie Dr. Gauster in längerer Rede betonte, daß die Feier gerade mit dem zehnten Stiftungstage deS Vereins der Aerzte (28. Oktober 1861) zusammentraf. Nachbem er die Wichtigkeit des Vereins für das Land, die Vortheile eines cinmüthigeu Zusammenwirkens der Aerzte auseinander gesetzt, brachte Dr. Gauster zum Schluffe noch einen Toast aus das Wohl fämmtücher Mitglieder des Vereins aus, dem mit einem donnernden, nicht enden wollenden Hoch «wieder! ward. Herr Prof. Dr. Valenta verlas sodann die eingelaufene» Korrespondenzen von Vereinsmitgliedern, welche verhindert waren, an der schönen Feier Theil zu nehmen. Erst spät in der Nacht endete die Feier, die einem Manne galt, der die allgemeine Achtung mit sich nimmt und dessen Verlust für Krain nicht fo batb ersetzt werden dürfte. Nie sah Laibach so viele Aerzte beisammen. Es halten sich aus allen Gauen bes Landes über dreißig Mitglider eingefunden. — (Zur Beachtung.) Wir machen unsere Leserinnen aufmerksam auf die heutige Beilage des „Tagblattes" die billigste und eleganteste periodische Zeitschrift, unter bem Titel „Hau« und Welt, Blatt für Deutschlands Frauen," welche außer den zahlreichen, meisterhaft ausgeführten Abbildungen, Schnittmustern u. s. w. auch belehrende und unterhaltende Aussätze bringen wird. — (Theater.) „Die rotlje Riefet," ein au Bühite»-effrtteii sonntäglicher Art reichgefegneteS, wenn auch sonst nicht ganz ohne Geschick gearbeitetes Charakterbild von Berla, wurde gestern zum ersten male gegeben und machte ein sehr gut besuchtes Haus. Die Darstellung war eine zufrieden-stellende und fanden die größeren Rollen in Fra» Paul-man», Herrn Schlesinger , Fran L ö e 8 und Fräulein Conrad eine ganz gute Besetzung. — Fra» 5c o , ein verdiente« und t’clirbtcs Mitglied unserer Bilhne in früheren Jahren, führte sich gestern in einer kleineren Rolle zum ersten male als neirngagirtt Kraft ei n unb wurde von dem Publikum freundlich begrüßt. Auch wir wollen ihr cm freundliche« „Willkommen'' zitnifen £imb freuen im«, in ihr eine betaintie, Uichnge Vertreterin ihre« Fache« für nufere Bithne gewonnen zu habe». Aus dem Bereinsleben. Tic «ltiierolueifnmmlmifi der filharnionischen Gesellschaft fand gestern den ‘<39. Oktober um 11 Uljr Bormittag im Fiirstcnhofe statt. Der Bercinsfekretär Reesbacher eröfsuete in Stellvertretung des abwesende» Direktors Schöppl dieselbe mit einer Ansprache, in welcher er aus die Xbütigkeit der scheidende» Direktion einen Rückblick warf. Er tonstatirte, baß der Verein sich in blühendem Zustande befinde, die Mitgliederzahl habe sich mit wenig Schwankungen auf gleicher Höie erhalten, die Äassegebahrnng zeige eilte, wenn auch nicht glänzende, so doch geregelte Finanzlage, Der Verein sei stets in jeder Richtung seinen Ber pstichtimgm nachgekommen, die Gesellschaft gewinne immer mehr Bode» im Vertrauen der Bevölkerung, und die Gesellschaft erfülle ihren Zw. cf, Musikkenntnisse zu oetullgemei« neu, au» durch liberale Bewilligung des Besuches der Sämle für unbemittelte Schüler. Aber auch in künstlerischer Richtung könne die Direktion mit besonderer Befriedigung ans die abgelaufene Zeitpermte zurückblicken, insbesondere auf das musikalische Ereigniß des letzten Jahres, die Beethovenfeier, welche der Stadt Laibach nicht nur Gelegenheit bot, dem großen Tonmeister formell Tribut z» zollen, sondern auch die Tonwerke desselben in so vollendeter Weise zn hören, wie selbe in Laibach gewiß noch nie gebärt wurden und vielleicht auch nicht mehr gehört werden dürften. Redner gedenkt hiebei der werktbätigen Theilnahme der Bevölkerung Laibach's und der Mitglieder der Gesellschaft, sowie der Energie und Ausdauer des Musikdirektors Nedved (Bravorufe) uud spricht schließlich den Genannten den Dank der Direktion aus. Redner bedauert die Resignation der Hcricu Regierungsrath Tschik und Dentschordens-Verwalter Pregel ans ihre Ehrenstellen in der Direktion, gedenkt ihrer langjährigen Thätigkeit, namentlich des elfteren als ausübende» Mitgliedes, des letztere» als des Nestors der filharntomschen Gesellschaft, er hofft, dieselben werde» der Gesellchaft ihre Theilnahme auch außerhalb der Direktion stehend bewahren uud beantragt, die Bersammlnng möge durch Erhebe» vo» den Sitze» ihren Dank ausspreche». (Die Versammlung erhebt sich unter Beifallsrufen.) Sodann spricht er den Dauk der Direktion aus den Kunstfreunden, welche die Gesellschaftszwecke durch Unterstützung förderten, insbesonders der löblichen Sparkasse und dem Fürstbischöfe von Laibach, welche je 100 fl. zn Vereinszwecke» spendeten. Der Borsitzenve gedenkt der Verdienste des ausgeschiedenen Lehrers an der Gesellschaftiischule, Herrn Jfarl Zappe's, in ber ehrendsten Weise, und widmet sodann einen warmen Nachruf dem verstorbenen ehemalige,l Gcsellschaftsdirektor und EHremnitgliede 2>r. H. Costa. Sodann bringt der Vorsitzende der Versammlung zur Keitntniß, das; die' Statuten des Vereins in ihrer neuen Fassung die Genehmigung der hohe» k. f. Regierung erhalten haben, und es sei daher, falls keine weiteren Anträge eingrbracht würden, zur Neuwahl auf Grundlage der neuen Statuten zu schreiten, wobei Redner den Wunsch ausspricht, es möge bei der Wahl wo möglich auf neue Kräfte uud auch aus den Kreisen der nichtanslibenden Mitglieder Bedacht genommen werden. Herr I. L e d e n i g beantragt, der scheidenden Direktion den Dank der Versammlung aus-zuspreche». (Lebhafter Beifall.) Bei der hierauf vorgenom-mciien Wahl werden 24 Stimmzettel abgegeben. Als ge gewählt erscheinen : Dr. Schöppl unb Samassa mit 24 Stimmen, Ferdinand Mahr, Dr. Keesbacher, Dr. Leitmaier, Can-toiti, Karl Kantiger, Dr. Schaffer, Julius Ledenig mit je 23 Stimmen, die Herren Enterich Mayer, Josef Twrdy und Joses Schulz mit je 22 Stimmen. Die Direktion besteht daher aus den genannten Herren, dem statutenmäßig ohne Wahl der Gesellschaftsdirektion an-gehörenden Musikdirektor Nebvvb und den Vertretern des Männerchors in der Direktion, dein Chorführer Josef Zöhrer, dem Tafelmeistcr Witt und dem Archivar Putre. Der Vorsitzende verkündete sodan» das Resultat der Wahl, theilt mit, daß, weit» die Neugewählte» von der auf sie entfallenden Wahl verständigt sein werden, die neue Direktion sofort zur Konstitmrung schreiten werde. Sodann wird die Versammlung geschlossen. Eingrsendet. (Postverkehr.) Unterm 20. Oktober d, I. brachte unser Blatt einen Artikel, welcher das saumselige Gebähten des Oberlaibacher Postamtes tilgte und unter einem einige Daten über den Postverkehr zwischen unserer Landeshauptstadt und Oberlaibach brachte. Das erftere ist richtig und besitzen wir die Belege dafür, das letztere ist unrichtig. Warum? Wir informirten uns über den Postverkehr bei einem hiesigen Herrn Post» bedienfteten, welcher eben nicht wußte, daß jener seit 6 oder 7 Jahren ein anderer geworden — unb daher unsere unrichtige Angabe. Wir ließen nun an Ort unb Stelle bie Erhebungen pflegen und erhielten folgeube richtige, wortgetreue Aufklärung der Sache: Die täglich zweimalige Abholung ber Post in Franz-borf ist feit 6 bis 7 Jahren ausgelassen unb zwar über spezielle Intervention des früheren Oberlaibacher Herrn AmtsvorsteherL Strohmeher; weshalb sich birser aber veranlaßt fand, den wichtigen Ort Obcrlaibacb im P o st verkehr über Loitsch mit ber Landeshauptstadt Laibach z lt verbinden, können wir ungeachtet aller möglichen Kombination »td't Herausfindeu (diePostboten-fahrt findet täglich um <> */, Abends nach Loitsch statt unb bringt von bort U Uhr Morgens bes folgeubeu Tages die Korrespondenz), und wir haben keinen anderen Ausweg, als auzuuekmeu, Herr Strohmeyer sei durch Ersparungsrücksichten geleitet worden; jedenfalls ein sehr schwer in 'die Wagschale fallender Grund. Wir würden, diesem Schritte analog, der Postdirektion in Triest empfehlen, alle von Triest »ach Laibach adressirten Briefe über Fiume und alle von Laibach nach Agram gebenden über Villach instradiren zu lasse», vielleicht ließe sich durch diese Maßregel ebenfalls ein Ersparnis; für das Aerar erzielen. Ob Herr Amtsvorsteher Strohmeiyr auf seine amtliche Korrespondenz preffirte, können wir nicht behaupten, aber so viel behaupten wir ans allerbester und übereinstimmender Quelle, daß er mit diesem Arrangement seinem Oberlaibacher Bezirk keinen Gefallen erwiesen hat. Wir erlauben uns die unmaßgebliche Ansicht aitszu» sprechen, daß bei derlei Maßnahmen stets das stark korre-spondirende Publikum, welches gerade in Oberlaibach bei bett Ziegeleibesitzern, Großindustrielle», La»desprodukte»händ-lern und sonstigen Geschäfts- und Gewerbsleuteu ganz respektable Vertreter Hat, nnb nicht ber Amtsvorsteher allein zu befragen sei, denn letzterer könnte auch mit eiltet monatlich einmaligen Postverbindung zwischen Laibach und Oberlaibach einverstanden fein, was am Ende dem übrigen Publikum boch nicht konveniren dürfte. Wir beanspruchen nun baldigste Abhilfe dieses Uebel-standes, und wenn die löbliche Postdirektion in Triest sich 6 bis 7 Jahre Zeit genommen hat, diesem Schlendrian gewähren zn können, so sind wir dafür fest entschlossen, diesen Gegenstand und noch ein länger verjährtes Register diverser Unterlaffungcu dem k. k. Handelsministerium zu unterbreiten. Die Laibacher Haitbels- und Gewerbekatntner wurde ob dieses Gegenstandes vor 2 und 1J Jahren, jedoch ebenfalls ohne Erfolg iuterpellirt, dieser Körper huldigt leider dem -selben Nichtinterventionsprinzipe wie die löbliche Postbirek tioir in Triest. „Schön langsam voran, schön langsam voran, „Das unser Apparat itachfonttnen kann." Wir wollen aber nicht mehr warten, sondern wir verlangen als steuerzahlende Bürger eine direkte Postverbindung mit der Landeshauptstadt Laibach oder eine täglich zweimalige mit Franzdors, wir verlangen eine naturgemäße Postverbindung, wie solche jedes größere Dorf in den übrigen Provinzen Zisleithaniens besitzt. Mehrere Oberlaibacher und Laibacher Geschäftsleute. Literarisches. Iiiir die Dai»e»welt. Die mit Recht so allgemein beliebte „Modenwelt" weiß in ihrer neuesten Nummer vo», 16. Oktober in geschmackvollster Weise ben winterlichen Toi letten tiebiltfniffen Rechnung zn tragen unb dabei auch noch der Nähe des Weihnachtsfestes zu gedenken mit einer reichen Zahl von Vorlagen für die schönsten und zierlichsten zu Ge schenken bestimmten Arbeiten. Winter-Mäntel, Jacken mtb ganze Kostüme, wie auch praktische Kapoten für ©amen und Kinder, begleitet von hübschen Einzetnheiten zur Garnitur und Ausstattung, erhalten auf der ejetragroßeti Beilage die genauen Schnittmuster, zwifche» denen noch viele sehr schön gezeichnete diatnenschiffern Platz gefunden haben.__________ Angekommene Fremde. Am 29. Oktober. Elefant. Rabicek, Kauotiikiis, Agram. — Wutscher, Hanbelsmann, St. Barthelme. - Likan, Wien. — Dolar, Rudolfswerth. — Zehner, k. k. Lieutenant. — Dr. Den, Adelsberg. — Guttmait, Kfm., Wien. Stiult Wien. Fischer, Kfm.. Wie». — Röthel, Kfm., Gottschee. — Trinke!, Kfm., Wien. — Dr. Sfttcara, Ra« tfchach. — Erlieft und Hartmann, Kaufleute, Wien. — Ketzel, Kansmannsgattin, unb Klaniit, Bezirksvorsteher, Stein. Balerlselier Hof. Deising, Privatier, Baiern. — Tossich, Trieft. ftlolii'en. Eichstätt, Handelsmann. — Truska und Hribal, Beamte, unb Gras Ottnik, Schneeberg. Telegramme. (Or ig. - T elegr. des „Laib. Tag bla lt.") Pest, 30. November. MontagS Sij-junfl des Unterhauses. Tisza iuterpellirt veu Ministerpräsidenten, ob er nicht glaube, daß Angesichts der ziüleithanischen Krise und des Umstandes, daß in Folge der Konsequenzen deS Ausgleichs der Minister-Präsident Ungarns zur Einmischnng gezwungen war, waS eine PräzedeuS für eine Einmischung zisleithanischer Minister ii, uugarische Angelegenheiten schaffe, die Herstellung der Personalunion uothweudig geworden sei. Witterung. Laibach, 30. Oktober. Dichter Morgennebel. Vormittags Aufheiterung. Sonniger Nachmittag. Windstill. Wärme: Morgens 6 Uhr -f 0.8', ’Jiadint. 2 Um + 6.0“ C. (1870 + 10.3"; 18KH -}- 2.4"). Barometer 734.51 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -> 4.2", das gestrige -j- 2.3° C., beziehungsweise um 4.3" und 5.8" unter dem Normale. Wiener Börse vom 28. Oktober. Stnntsfonds. 5>ac.')t:nre, öft.Pap. itc. Dt», ist.in Gilb. k«se von ihm . . . 8ojc ro.i 18C.0. ganze *o(e »e i 1860, Silnft. $räinie if*. v. 1864 . Ortmdentl.-Obl. rani-3ote(5b.. Künsl. Barcier <5.-4). fcfötbvitium. Bahn . Pfandbriefe. Ration. ö.W. »erloSb. ttng. Bob.-Ereditanft. vllg.öst.Bob.-tirebit. Mo. m «ga.tUdz. . ®etb | Mare I 67 90 51.- -(8— 68 10 1)2 -- üt 25 lut: 10 1, 0 11 H4 5(1 Dd iO 99.70 92. — 85 75 86 M:. 25 80 ou ®etb j ÜUatf Oeft. Hypoih.-Bani. —j 95 50 Prlortt&ts-Obllg. i @«b6.=®el. zu 500 »t. 108.KH.60 bto. Bon# Split. —.— 23? — Vlorbb. (100 fi. EM.) I0f> — 10'.2 > @ieb.=«.(200fl.ö.8B.) 1-8 id t8 5 Staatsbahn Pr. Stück 138.— 13» — Staatsb. Pr. St. 1867 137. - 13,.-!Kub0lf8b.(300n.Ö.JB.) »0 40 90 1): Frau,-Jos. (200 fi.S.) 93.— 99.Ü5 87 7) 74 88 — 74.60 780 — 782.— 2nH.25 25,.16 194 31' 294.50 !i4ö. 95 i. - iii>7 20,267 4H |268 — 270. 215' I -! 1119.70 120' üllilj 2115 ]19l 8(1 194.50 141 --1244.25 269 -1172 — 172 50 3 2.— 383 — 207. - 21 7 -0 174 —'l75 -181.— ,181.26 88 76 89. -87 501 88 106.-1106 51 86 2) 86 6<> Lose. Sreblt 100 fl. d. IIP. .185.—! 186. -Don.-Dampssch.-Bes.! ,u 100 ft. CM. . .1 — Trieftcr 100 fl. SM. . 120 50 121 60 bto. 50 fl. ö.ÜB. . 59.-160. Ofener . 40 fl. o.W. 32 -! 33 ■ Salm . „ 40 „ 40 so 11 60 Palssy . „ 40 „ 27.-: 89.- Clary . „ 40 „ iU.~ 1 38.- @t.@enoi«„ 40 „ 31.--' 82.- Winbischgrätz 20 , 23.—! 23 — Walbftem . 20 „ i9 60 21- »egl-oich . 10 , 14 — 16.— RubolsSflist. 106.Ö. 14.- 15.— Weohsel (3 Mon.) Ang«b.lOOft.sübb.W. Franks. 100 fl. „ „ London 10 Ps. Stcrl. Pari» 100 Francs . Ultimen, Äatt. Münz-Ducateu. 20-Franc«ftüd. . . »ereiusthaler . . . «»der . . 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