Nr. 87. Samstag am 15. April 1883. Die „Laibachn Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig n fl., hall». Mrtg 5 fl. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fi., halbj. 0 fl. Filr die Zustellung iu'S Hau« sind halbj. 50 fr. mehr zu entrichten. Ml der Post portofrei ganzl., unter Kreuzband und gr< drnckter Adresse l0 fi., halbj. 7 st. 00 kr. Vnserlinnsgebllhr fllr cine Garmond-SpalimM oder dm Ncmm drrseldri,, ist filr Imaligc Einschaltung 6 lr., filr 2malige 8 fr., für 3mlllige 10 lr. u. s. N). Zu diesen Grdithrcn ist noch drr Insertion? - Stempel per 30 lr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu ,u rechnen. Inserate bis 10 Zeilen lostn, I fl. 90 kr. für 3 Mal, 1 fl <0 lr. für 2 Mal und 90 lr. flll ! Mal lmit Inbegriff beS Insertionsftempels). c^aibache? Ieituna Der h. Feiertage wegen erscheint die nächste Nummer am Dinstag. Hmllicher Theil. cVc. f. l. Apostolische Majestät haben m!t Aller-höchster Entschlicßilüii vom 2'.». März d. I. dcn Domherrn deö Ti icstcr Kathrdralkapitels Vtichncl Schwab zum Domscholastcr und zum Schnlcnobcransschcr dcr Diözese Trieft-Eapo d'Istria allcrgnüdiast zu crncn-nen geruht. Das Staatsministerim hat im Einvernehme» mit dem Handelsminislcrinm die Errichtnng cincr Gc-incindcsparkassc iu Pcrg (Oesterreich ol> der Enuß) bewilligt und die Statulcu derselben genehmigt. Am 14. April 1865 wurde in der f. l. Hof< nud Stantsdruckcrci in Wien das VI. Stück °dcS Ncichsgcschblattcs ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 24 die Konvention zwischen Oesterreich und Mc< xiko vom ll). Oktober I8t>1 über die Auwcrbung cincs ssrciwilligcnlorps für den mexikanischen Mi< litärdicnst in den österreichischen Etaaleu und über die Behandlung der angeworbenen Flciwil-ligcu. (Abgeschlossen zn Wien am 1!>. Oktober 1^«l. Die kaiserlich österreichische Ratifikation, ddlo. Wien 1/j. Februar 1865, wnrdc grgcn die kaiserlich mexikanische Natificirnng, ddto. Mexiko 30. Jänner 1805, am 0. April 1805 zu Wien ausgewechselt.) Vom l. k. Ncdattious-Aurcau dcS Ncichsgcsctzblattcs. Nichtamtlicher Weil. Bei der für den Monat Februar 1805 zwischen dem t. l. Arrar nnd dcm lrninischeu Grund-Entla« stungs'Fondc gepflogenen Abrechnung ergaben sich die Einnahmen mit . . . 4^C.l>1 ft. W lr. nnd die Ausgaben mit . . ' 29.W8 „ 85 „ duhcr ein Fonds-Guthabcn pr. 12.785 „ 95 ., wodurch sich das Ende Jänner 1^<.!) verbliebene Acrarialant. ^n pr. . . . . . 76.2^Z ., 30 .. Änz'irt.' -''---- l^" ft' " lr. Laibach, 1^. April. Gegen das abgekürzte VerMrcn in der Budget-behandluug, so wie ncgcn dc^Briutö'schcu Antrag hat man seinerzeit geltend gemacht, die Dclailbcra-lhnng des Budgets sei ein Nccht des Dauses, und man mn,sc die Verfassung und die Nccht'c der Reichs, vcttretnng ,m Klcincn nnd Eiuzclncn wahrcn, daS sei mchl.ner al<^ Zcitneminn. Icht nnn leimen die-scll'eu O,nm,e e», Lamcuto, das; dnrch d c '"cr'öae. rnun der Ä.^e'a.h.,.^>. da.' «es mmte^fn nng.leben in Stockung nernthe, m?d de der« ^d Embernfnng des nngarischen Landtages weit h uan. geschoben werde; man ll^t, daß fnr die Verathn.m des Zolltarifs, dessen Vorlage Jedermann wnßlc lanm eine kurze Frist gegönnt sei, nnd die Abgcord-' nctcu nicht eiumal fiir ihre Priuatangclcgenhciten ^cit gewinnen dürften. Die Stenerrcfcrm wird ohncbin erst in eiuer zweiten Session zur Vorlage kommen können. Man hat es ja so haben wollen. Stimmen, welche ricthcn, den Pauschalabstrich anzunehmen, wurden servil genannt. Nun zeigte eS sich doch, daß es besser gewesen wäre, ihrem Rathe zn folgen. Aus Wicu wird der „AörsrnlMc" geschrieben: Wir glanbcn, das; der Preis, um welchen eine Vc» ständiguna, zwischen Oesterreich nnd Preußen zu erzielen ist, bald zur Sprache kommen müsse. i!i.'mn wir nnS nicht tnnschen, so ist es allerdings weder rinc lern-torialc Kompensation, noch eine Tcrritorial-^arantir, anf die mau hier Anspruch macht. Die eine ist Preußen nicht leicht möglich, dic andere hat lange nicht dcn Werth für Oesterreich, wie mau solchen irrigerweise allgemein annimmt. Das Wiener Kabinct hat zn viel Erfahrungen gemacht, daß die sogenannte Heiligkeit der Verträge nahezn mythisch geworden sei. Die Aufnahme der österreichischen l^esammtm on archie in dcn deutschen Bnnd hingegen scheint uus der ^rvic« pmii' Lttrvict! zu sein, welchen man hier in's Auge gefaßt hat, um Preußen anf dcn Zahn zu fühlen, ob es sich dic ^ösnng der Herzogthümer'^ragc in seinem Sinne etwas losten lassen wolle oder nicht." Einem interessanten Berichte aus London zufolge wäre am Tuilerienhofe eine bedeutsame Wendung in der römischen Frage bemerkbar; de? Prinzen Napo» lcon Einflnß sri seit seiner Erncnnung ,zum Präsidenten t>cS Geheimen Rathet« im Steinen; derselbe habe Vavnlcttc's Äernfnng vercmlnstt, nnd diese Bcrnfimg werde dcn Eintritt Äcncdctli's in das Ministerium an Stelle des Herrn Drouyn dc ^hnys herbeiführen Demgemäß habc SartigcS zu Nom erklärt, daß dic Konvention, drrcn Anerkennung dic päpstliche Regie-rnng entschieden verweigert, strikt ausgeführt wer« dcu soll. «feuilleton. Laibacher Plaudereien. (Ostern — Nilfcrstchimg in dcr Natur — Friihlings- Herolde — Cine Vittc — Vortehrnnacn — Wunsch — MMict anf die Cunccrtsaison.) Ostern, daö Fest der Auferstehung, ist wieder da. Die gesammle Ehristcnhcit begeht morgen nnd übermorgen die Feier desselben. Dnrch dic ganze Welt, durch alle Länder und Meere, iu den EiSfel» dlrn dcS ?lordeuS wie uutcr der brennenden Sonne Indiens ertönt dcr Frendcnruf: Christ ist erstanden! Das Leben hat gesiegt nbcr dcn Tod! Wahrheit und Licht haben Liigc nnd Finsterniß bezwungen! Es ist lcin Z»fall, daß unsere religiösen Fcslc stcts in eine, Zcit fallen, wo sie mit der Natur iu cineu gewissen Znsammenhang gebracht lvcrdm lüuncu. Sie sind ja mcist au Stelle heidnischer Feste gesctzt worden, welche nüscrc Vorfahren feierten, nm irgend ein IahreS-crciguiß dcr Natur zu begrüßen. Auch uuser Oslcru dinflc scincu Namen von einem altcu heidnischen Feste haben, das alljährlich zu Ehren dcr Frühling göllin Ostara gcfcicrl wurde. Wir wollen hicr nicht wcitcr unlcrsuchcu, ob diese Annahme unanfechtbar 'st; denn fiir solche lovfzcl brechende Forschungen ist das Feuilleton nicht dcr rechte Ort. Der „grünc Nasen des journalistischen Ruh,plätzchcu unter bcm Strich" bringt nur „Blüthen" hervor, dic kaum entfaltet, schncll vcrgrhcn. Dcr Fcuillctonist ist sich dessen auch bewußt; er überläßt mit Vcrgnügcn dcn gelehrten Zeitgenossen das Glück, iu Schwciuslcdcr gebunden zu werden Das Fest dcr Auferstehung ist das eigentliche Frnhlingsfest. Auferstehen! Auferstehen! tönt es durch Wald nud Thal; nnd überall treibt nnd sproßt es überall rcgt sich's iu Knospen nnd Keimen, übcral! drängt sich das Lcbcn hcrvor, überall ist Wicdcrcr-wachen, Anfcrstchcii. Und die Nicnschcn, sie feiern nicht nur die Auferstehung des Hcrru, stc selbst sind anfcrstalidcu ' Aus niedriger Hänser dumpfen Gemachern Ans Handwert«- und Gewerbes-Vaudcn ' Aus dem Druck von Giebeln und Dächern Aus der Straßen quetschender E„^ ^ Aus der Kirchen ehrwürdigen Nacht' Sind sie alle an's Licht gedrzcht . Vielleicht daß Goethe'S Schilderung der Osler-fe,cr '«.eder wahr wird, daß, wenn die Herrchen Taae me wir ,ie n der stillen Woche hatten, 7ch a« b r das ^cst h>n erhalten, di- gepu^t-u Mensche,, stch ,ns Freic ergießen, wie ein lange zurückgcstautcr ^>c Anlnnft dts Frühlings, dic Anfcrstcbnna dcr Natur, wird nicht nur von ss^d F a's^ nal,,itt; auch unserc Damenwelt scud t.s>c /ld' a s .c m.t bunten Farben in dcn Toiletl n d , Bca m ,'' "7" Saison verkünd^ Anf dc,"P.7m^ v i den Straßen dcr Stadt begegnet man ihnen s hou ehr hausig, und hat auch Gelegenheit, so man-c c Unangenehme dcr ncum Mode zn bcmcrk!n. Dic ctztcn trockenen Tage brachten schr viel verspäteten Marzenstaub. Nun haben aber die Meider an "än c »nommen, und dic Schleppen st,d genau um o u>rl gr^er, als d,c Krmolincn kleiner gcwordcn sind. ^u solchcn staubrcichcn Tagcn nun hinter einer Damc ycrzugchen, hciszt geradezu dic Tuberkulose hcrauöfor- """-"""" p'°Ph'jeih. wird, d»h wir . G»!!mns!»„l»!iv»,),,chm,,ich °nch d »,l.„ ^:i5uno'At^^x°Ü!^V^ .richten, deren Flamu/en dem'^.m Tag^s "v " z e.hen werden Da anch lein anderer Garten ei« n stigc Lage hat, so läßt sich wohl bcn7scin wi'^' ^"wllisatioi/spnnkt des gc ellw 3' m . .^ > ^"^!"^ 'äßt sich die dcn bcrcchtigten Wunschcu dcr Eastnomilglieder bisher noch wcuig rnt-""" Dircltion heibci, in dcm so vc . sch ncllen Garten einige Soiwcn oder andere Unter-hallnngen fnr d.c Gcscllsch.flsinitgliedcr zu vcraustal. ^ s^.^ "" " ""' l° ""br zu wünfchen, als das ^astenpiogramm ganz gefallcn ist nnd die Direktion doch anch Psl,chlr„ gcgen jene Mitglicder hat die nicht Tanzcr sind nud dic an den Faschmaßdäl,n ,,"< Uulcrhaltung für cin gauzcs Jahr stn u "^ ^ liu>r der Vorschrift über dic Heiraten in der k. l. Laud-Armcc enthaltene Bestimmung, wonach die im Genusse von Maria« Theresicn - Ordens «Pensionen stehenden Offiziere die Nachweisung der systcmmäßigcu Ncbeu < Einkünfte bei ihrcr Verchelichuug nur iusoferne zu leisten haben, als diefe ihre jährliche Ordenc'pcnsiou übersteigen, wird dahin abgeändert, daß, wenn in Hinkunft statt dcr sonstigen Sichcrstclllmg des Neben «Einkommens die Maria-Theresicn-OrdcnS-Pension gewidmet werdcn will, von dcm Ehewerbcr stctS ein solches Neben« Einkommen auszuweisen ist, welches mit Hinzurech-unnss dcr seiner lüuftigen Ehegattin für deu Witweufall gebührenden Ordens-Pensions - Hälfte, dcm für son- stige Ehcwcrbcr in glcichcr Charge und Eigenschaft vorgeschriebeucu Neben.Eiulomincil entspricht. Ans Venedig, 10. April, schreibt man der „Presse" : In dcr uächstcu Woche wird die Schlnß-vcrhaudluug in dem gegen die Theilnchmcr des lctztcu Putschversuches gerichteten Processe stattfinden, nnd zu diesem Behufe ciu cigcucr Gerichtshof u,ä Il0c nach Palmannova dclegirt werden, wo allein sich 138 Theil-nehlncr des Pntfches iu Haft befinden; ein anderer Theil derselben ist in dem nahen Mine untergebracht, so daß die Zahl dcr Angeklagten nnd dcr cinzuvcr-nehmcnden Zeugen mehrere Hundert beträgt. In Palma-uuova wird der Saal des Teatro coiumnnale sür dic Abhaltung der Schlnßvcrhandlung hcrgcrichtct. Die iu Vcnczicn hauscudcn Räuberbanden, an dcucn wir leider keinen Hcangcl leiden, schciuen sich in jeder Nichtnng die neapolitanischen Vriganti nnd deren Treiben znm Vorbilde genommen zu haben, und nnn auch die gewaltsamen Entführungen von Perfoucn und Erprcssnngcn von Löscgcldcrn für dieselben einführen zn wollen. Iu Villafranca wnrdc ein solcher Versuch gemacht, welcher freilich fchr fchlccht nnd znm bedeutenden Nachtheile der Ränbcr ausfiel. Der Gendarmerie-Posten von Villafranca wurde uämlich durch ciuc vertrauliche Mittheilung in Kenntniß gesetzt, daß vier bewaffnete Räuber eiu iu dcr Nahe liegendes Wirthshaus zu über-fallcu, uud da dcr Befitzcr dcosclbcn abwcscud sei, dcsscu l^attin zu entführen gedächten, um ciu austäudigcs Vösegcld für dieselbe eiuzucassircu. Eiuc aus ciuem Korporal und drei Gendarmen zusammcugcsctztc Patrouille begab sich auch sogleich dahiu uud umstellte das Haus. Richtig trafeu auch bald darauf die Räuber ein, begannen das Haus auszurauben, uud schickten sich eben au, die Wirthin zn binden nnd fortzuschleppen , als dic Patronille intcrveuirtc. Die Räuber setzten sich ,zur Wehre, uud es kam zu ciuem hitzigcu Kampfe, bei wclchcm dcr Gendarmerie-5torftoral uud ciu Gendarm leicht verwundet wurdeu, zwei Räuber sogleich todt am Platzc bliebcn, eiucr schwer verwundet nud einer gefaugeu, uud somit dic ganze Bande vernichtet wnrdc. Ausland. Verlin, 13. April. Der dem Abgeordneten, hause vorgelegte Plan für die Erweitcrnug der Flotte uerlaugt für die preußische Marine einen achlu»a.nc< bielcndcu Etaudpuult unter dcn Seemächten zweiten Ranges. Dazu sci e>.sordcrl,ich: cinc Schlachlfluttc von 10 Pauzcrfregattcn; 10 Pcmzcrbatlcricn (Kuppel, system) zur Vertheidigung der befestigten Küsten und Häfen; 8 gedeckte Schraubcnkorvcttrn von 28 Kauo-ncn; (l Glattdecksloruettcu von 17 Kanonen zum Schutze dcs überseeischen Handels; »; Dampfaviso's .zur Beobachtung dcs FcindcS nnd znm Dcpefchcn. dicnstc. Dcr Anschlag für dic Gcfammlkosten bclünft sich auf 34,503.500 Thciler. Dic Frist ,ur Ausfüh. rung des PlancS ist auf l2 Jahre festgesetzt. Hamburg. 12. April. Die Bürgerschaft lehnte soeben den Antrag des ScuateS ab, welcher eiuc Emis- siou uou Papiergeld vou dcr Genehmigung dcs Senates und der Bürgerschaft abhängig macht. Paris. Dcr Kaiser dcr Franzose» hat dic frnhcr crtheillc Ermächtigung ;ur Bildnug ciucS Gcn-darmcric-Korps für Vi'cxilo wicdcr zurückgezogen, weil bci dcm betreffenden Projekte bci dcr Ausführung mannigfache Schwierigkeiten zn nbcrwinocu gcwcse» wärcn. Nun soll crsl wicdcr ciu ucurr Plan ausge-fühlt weiden. Lissabon, ?. April. Das „Journal dc Eo-mcrcio" spricht von Unruhen, wclchc in cincm Artillerie.Detachemcnt, das znr Errichtnng eines Polygons nach VcuoaS noveS bcordcrt war, ausgclirochcn sein solleu. Auch iu Maccdo di EaueillcroS sollen Un-ordnnngcn zu>n AuSbruch gekommen sein. In der Dcpulirtenkammcr erklärte dcr Minister dcs Inner», daß er dem Eivilgonvcrucnr dcs dortigen Distrikts Bcfugniß gcgcbcu habe, zur Anfrcchlhaltuug der Ordnung Militär kommen zn lassen. Eiu Detachemcnt befindet sich bereits anf dcm Marsch. Athen. Die Regierung dcS Königs Gcorgios scheint sich nicht sicher zu fühlen. Sic trifft Maß-rcgclu, als wenn Athcn in Belagerungszustand vcr-setzt werden sollte. Ein Bataillon Infanterie liegt hinter dcm Palais; iu cincm von jchcr unruhigen Stadtviertel liegt eine Abtheilung Pompiers mit allem Haudwertszcug ausgerüstet, um Häuser zu stürmen. Eiu Dampfer wurde abgesendet nach Stylida, um ein > Bataillon Infanterie nach Athcn zu bringcn, während dic dortigen Gegenden von Räubern verheert wcrdcn. — Dic Umgegend von Athen ist mit irregulären Truppen bcfctzt. Es werden Protokolle aufgesetzt und dic Offiziere der Garnisou aufgefordert, Reverse zn unterschreiben, durch wclchc sic sich anfs Ncuc vcr, Pflichten, treu zu dienen und dcr Regierung zn gc< horchen. Beförderungen in dcr Armee uud Ordens' Verleihungen finden reichlich Statt, uud dic Palast' wache wird täglich ans dcr Hofküchc verpflegt. lM»n,ltculi>t.) Die Pforte hat beschlossen, ei» 15.000 Hi. starkes Truppcncorps unter dcm Befehle Said Pafcha's, Militär-Kommandanten von Aleppo, abzusenden, um die Acwohucr des Anti-Tanns in Kleinasien, am nordöstlichen Ende Karamanicn'ö, z»'' Uutcrwcrfung zn zwingen. Die Bezirke, nm dic cs sich handelt, werdcn durch zwci Gcbirgsgruppc» ^ bildet, dem Ko;audagh nnd dem Ghiardagh, die von ungefähr 21.000 Familien, theils lurlmanischcn Muscl' mauen, theils Armeniern, bewohnt wcrdcn. Diesc (^cbirg^stännnc halicn schun scit ciner Rcihe von Jahren wcdcr Stcncrn ncznhlt noch Mckrntcn nostlllt, »nd es gilt jetzt, diesem Widerstände ein Ende ,zu machcu. Dcr Expedition wird dcr frnhcrc Kommiffär in Bosnien, Djevdcl Effendi, bcigcgcbcn, welcher dic Untcr< wcrfung zuerst auf gütlichem Wcgc zu erwirken versuchen soll. Eiu Theil dcr Truppen hat sich bercitö nach Alexaudrclte eingeschifft. Die Pforte hat beschlösse!», für jetzt kcinc EiscnbahN'Konzcssioncn mehr zu ertheilet es liegt ihr uämlich ein allgemeiner Plan für d^ ganze Reich znr Erwägnng vor, nnd so lauge dar< über uicht culschicocu ist, sollen wcitcrc Schritte sus-pcndirt blcibcu. Dcr frühere Gesandte in Wien, Kalli- Mit dcm Eonccrtc am vorigen Montage hat die philharmonische Gesellschaft die Eouccrtsaison geschlossen. Weun wir emeu Blick auf das währeud dcrsclbcu Gebotene werfen, so können wir uicht audcrs als unsere Zufriedenheit darüber anssprechcn. Die Oberleitung dcs Vcrcius, dcr cineu so schönen Zweck verfolgt, nämlich „die Musik im ^andc zu pslegcn und zu fördern", war, wie immer, ciuc treffliche taktvolle, dem Zwcck entsprechende; ebenso war die artistische Direktion, anvertraut dcm Herrn A. Ncdved, cinc durch Fleiß und Geschmack ausgezeichnete. DaS zeigte» sämmtliche Eonccrtc nnd Aufführungen. In dcr Zeit vom 28. Oktober vorigen, bis 10. April dicscö Jahres veranstaltete die Gesellschaft 5 Eonccrte ohnc, 3 Eonccrte mit Entric, und cine Liedertafel; ferner brachte sie am Eäcilicnfcstc cinc ncuc Messe von Ncducd zur Aufführung uud iu den Eonccrtcn, wclchc Fräulciu Haasficld, Herr A. Ncdvcd und Herr Zöljrcr separat ucrauslaltetcn, wirltcn Gesellschasts-Mitglieder mit. Znr Aufführung lamcu außer dcr erwähnten Messe uud dcn verschiedenen Solo- odcr Quattcttpicccu: tt Onverturcu, 9 Mäiilicrchöre, 2 Symphonie» (Mozart (.'-Dur und Beethoven D-Dur), ciu Oratorilim (die „siebcu Worte" von Haydn) und Mcndclssohn's großartige Tonschöpfnug „Antigone" (zivcimal). Dic Anführung dieser Werke genügt, um darzuthun, daß unser obcn ausgesprochenes Urtheil ciu vollständig gcrcchtcS und kein übertriebenes ist. Die Verschwagerullgeu der Herrscherhäuser. (Vchluß.) >«,l^l.^'"l d"' römisch - katholischen Herrscher, mc ch als Mntclpunit die Familien voll Oesterreich mid Ba.cru hat, wlvd abgeschlossen durch dic Herr- scherhäuser vou Italicu, Spanien uud Portugal. Die Könige dicscr Bänder sind säiumlich mehr oder wcni-ger nahe mit den großen deutschen Familien verwandt, obgleich sich bci dcm spanischen Königshausc dic Neigung zcigt, sich möglichst wenig zu verschwägern, um so daS Blnt dcr Äouiboncn rein zu crhallcn. Heirate» zwischc» Vettern nnd Eonsincu erstcn und zwci-tcn Grades, häufig gcnng in allen Hcrrschcrfainilicn, sind bci dcm regierenden Hanse von Spanien so gc> wohnlich, daß sämmtliche Glicdcr desselben, mit nur zwci Ausnahmen, Ehe» mit Blutsverwandten ge-schlössen haben. Eheliche Verbindungen mit Spanien haben zn Kriege» nnd dcn heftigsten diplomatischen Kämpfe» geführt und doch, auffallender Wcisc, nur dazu beigetragen, dic regierende Familic mchr und mehr zu isolircn, statt sie mit andern europäischen Häuser» i» gc»aucre Vclbinduug zu bringen. Die letzte dieser Ehcu, die ganz Europa beinahe i» Flam, me» setzte, dic Vereinigung uämlich von Louis Philipp'S jüngstem Sohuc mit der Schwester der Koni-gin von Spanicn Hal politisch uicht den geringste» Erfolg gchabt. Sic hat cbc» uur cinc» schr ruhige» französischc» Prinzen in cinc» äußerst harmlose» spanische» Granden umgcwaudclt, ohne ihm mchr Aussicht odcr Einfluß auf die Rcgieluug zu gcbcn als dcr schünc Gardcoffizicl'Mmilloz gchabt hat, dcr cincn Handschuh dcr Gcmalin Ferdinand'S VII. iu dein richtigen Momente aufholi lind als Belohnung dafür die Hand dcr löuiglichcn Witwc empfing, nachdem dicfclbc geuan zehn Wochen iu Trauer gewesen war. Dic einzige direkte Vcrschwägcrnng dcS spanischen KömgShanseS mit anderen gekrönten Häupter» Enro-pa'S, die gegenwärtig besteht, ist die Vereinigung der Infautin Amalia, dcr jüngste» Schwester deS titulä-rc» Königs, »lit dem Prinzen Adalbert von Vaicrn, dcm jüngsten Vrndcr Maximilians II. Wie löuiglichc Verbindungen nicht dcn Erfolg gehabt habcn, deu fpanischc» Thron i» die Hände dcr jüngcrcn Bonrbone» von Frankreich zn spielen, so sind wiederholte Vcrschwägernngcn dcr regierenden Königsfamilie vou Ilalicn mit dcm Hanse HabSburg/ Lothringcil nicht im Stande gewesen, cinc Annäherung zwischen Italien nnd Oesterreich zn vcrmittcln. Durch dcu lctztcu Kricg in Obcritalien find, wcnig-stcuS für dcu Augenblick, dic früher so häufigen Vcl-binduugcu zwischc» dcn Höfen von Wien und Turin unterbrochen worden. Die Ehe der ällcstc» Tochter Viktor Emauuels mit Prinz Napoleon war bis zu gewissem Grade wohl durch die Verhältnisse herbeigeführt nnd bedingt; die Vclmäluug feiucS jüugsttU Kindes mit dem Könige uou Portugal war dagegen slchlbarlich cin frciwilligcr Schritt nach einer neuen Richtung hin und wurde als solcher in bcidcu Ländern begrüßt. — Im Gauzcn scheint eS, daß königlichen Familicnucrbiudungcu im Südcn Europa'S vitl mchr Bedeutung bcigemessen wird als im Norden. Das Ehcbüuduiß dcs vcrslorbcucu Königs von Preußen mit cincr römisch.latholischcu Priuzcssin rief sclbst untcr dcn eifrigste» deutschen Protestanten kann» eine Bemerkung hervor, und gcgcu die Vcrmälung dcs lctztverstorbcucn Königs von Baicru init cincr Protestantin wurdc vom Volle kcin Protest erhoben. I» Spanicn dagegen würde dic Verbindung dcr Königi»« mit einem Protestanten wahrscheinlich cinc Revolution erzeugt hake». In Portugal liefert die neuere Geschichte auch cincu eigenthümlich deutliche» Beweis von dcr Art, Wic dcr Stamm dcr dcnlschcn Herrscher allmälig sci"t Zweige und Splosscu über fcruliegcndc Throne alls" brcitct. Als dic verstorbene Königin, Donna Maria ll-, in daS Alter trat, sich zn uermälcii, wollte die Ml" sucht dcr frcmdcu Mächte ihr nicht erlanbcn, sich "'^ cinem französische» Prinzen odcr mit cincm Infai'lc" vou Spanien zu verbinden. Nach längerem Schwad 549 mati Bey, ist mit seiner Pension (7500 P. lnonatlich) nicht zufrieden nnd niacht Höhcrc Ansprüche. Muschavcr Pascha (Admiral Sir A. Elade) Hal sciiicu Posten alö Hafeuadiiliral in iioustautiuopel uicdergelcgt. Oberst Vcly Bey (Debitschey) ciuer der tüchtigsten Kavallerie-Offiziere in der tnrlischen Arincc, ist gestorben. Er war ans Ungarn gebürtig, begann scinc niilitärischc Lanfbahn in der östcrr. Arince, machte 1^^^» nnd 15>Uj die nngarischcn Revoliltious Fcldzi'ige mit nnd cmigrirtc mit Kossnth nach dcr Türkei. Lokal- nnd DrovinM-Nachrichten. Uaibach, 15. April. Das feierliche Leichcubcgäuguiß deS verstorbenen Oberstlieutenants Ioh. St and ei Sly fand gestern Nachmittag um ^ Uhr Stalt. Zwei Bataillone dcS Regiments Ludwig gaben das Ehrcngelcilc. Sc. lais. Hoheit, die Generalität nnd das Ossizicrlorps folgten dem Kondukte. Die Mililarmusik spielte nnr anf dem Wege zliin Friedhof Tranermärsche; anf dem Rück-wcgc verhielt sie sich. mit Rücksicht-auf den ernsten Tag, schweigend. — Dcr Besuch des heiligen Grabes in den ucr-schicdcncn Kirchen war gestern nnd vorgestern ein sehr starker, nnd waren in Folge dessen dic Straßen bis spät in die Nacht sehr belebt. — Gestern hat man die Leiche des einen im Grnbcr'schcn Kanal verunglückten Gymuasinlschülcrs, eines Kalin, bei dein Orte Kaschcl aufgefunden. — Schon dnrch einige Abende ist dcr Planet Merkur dem freien Auge sichtbar. Scinc Position ist beiläufig 10 Grade nutcr der Venus, etwas nord-westlich von dieser. Noch vor dem Eintritts, der Dnnkelhcit, bald nach dem Sichtbarwerden des Abend-stenies, macht er sich dnrch sein helles Licht bemerkbar und glänzt mit dcr Lichtstärke eines Sternes erster Größe über cine Stunde am westlichen Himmel. Gestern ging er um 8 Uhr 12 Minuten hinter dem Rosenbacher Verge nnter. Er halte am 12. April scinc größte östliche Ausweichung und ist nnnmchr rückläufig, daher er fchou in dcr zweiten Hälfte des April in den Strahlen der lVonnc verschwinden wird. Da sein Durchmesser dann nnr 8 Bogen-Sekunden beträgt, so erscheint er nnr dnrch ein gutes Fernrohr als ein Schcibchcn in der Phase des Halbmondes. — Es mag nebenbei bemerkt werden, daß dcr Merkur, obwohl er in unseren Breitengraden selten ficht« bar ist, worüber bekanntlich dcr berühmte KopcnnluS, dem es nie gelungen war, ihn zu scheu, noch auf dem Todteubeltc fein Bedauern ausdrückte, dem Laudvolkc i>l >ssraiu nicht unbekannt sci. Er wird innln, (limicil, — drv tleiiic Morncustcrn — genannt, weil cr in seiner größten westlichen Ausweichung, wo cr vor dcr Sonne am östlichen Himmel erscheint, zumal zur Zcit der Heumahd den Mähern, welche dem gestirnten Himmel eiuc größere Aufmerksamkeit als mancher gc< bildete Städter znznwcndcn pflegen, als ein ungewöhnlicher Stern auffiel. — Aus Klagen fürt wird gemeldet, daß die Nummer dcr „Draupost" vom 13. d. M. wegen cincS Artikels über die Umgcbnug Villachs mit Beschlag belegt wurde. Bei dcr Durchsuchung dcr Drnckcrci wurde das bezügliche Mannslript gefimdcn. lIchllchurrlMdinngen brim lt. k. ^audcsMlchte.j In der nächsten Woche fiudcu bei dem hic,igcn l. l. Lanocsgerichtc folgende Schlnßvcrhandlnngcn Statt: Am 19. April: Friedrich Langer — wegen Ehren« bclcidignna. Am 20. April: 1. MalhiaS ^upan und Franziska Gnpan - wegen Diebstahl; 2. MalhiaS Saman—wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit; ^. Franz B^uß — wegen schwerer körperlicher Beschädigung. Am 21. April: 1. Franz Paglovm« uud Lorenz Dex-mann — wegen Dicbstahl; 2. Ludwig KolSzycki -wegen Dicbstahl; 3. Gregor ^crovnll — wegen Dicbstahl. _____________ Vermischte Nachrichten. AnS Kissing cn hat man sichere Nach. richten, nach welchen nicht bloß die Kaisern, von Rußland, sondern anch die Kaiserin von Oesterreich dieses Jahr wieder die Trink- nnd Badekur daselbst zu gebrauchen gedenken. Wahrscheinlich wird anch dcr König von Baicrn zu gleicher Zcit einen Besuch in Kissingen machen. — Ein französisches Haus soll 2 Panzcrcorvetlcn und 6 Kanonenboote, welche anf einer französ. Wcrflc für dic coufödcrirtcu Staaten von Nordamerika gcbant worden sind, aber nicht abgeliefert werden konnten, der östcrr. Regierung zum iiaufe angeboten haben. Die beiden Panzcreo'rvcttcn sollten im armirten Zustande mit gezogenen 30 Pfündcrn zusammen 2 Mill. Gulden kosten. — Mit dem Tode dcr Gebrüder Grimm drohte die Gefahr, daß das große Nationalwcrl deutscher Wissenschaft und deutschen FlcißcS, da« Grimm'schc Wortcrbnch unvollendet bleibe oder mindestens dessen Fortsetzung in uubcrufcuc Hände falle. Da trat ciner ihrer eifrigsten nnd befähigtesten Mitarbeiter, dcr Gymnasiallehrer Dr. Hildcbrand auS Leipzig, mit dem ersten Hefte des von ihm ausgearbeiteten Buchstabens N vor die Oeffcnttichlcit. Die treffliche, der Begründer dcS Werkes vollkommen würdige Arbeit bewog eine Anzahl von Koryphäen dcr deutschen Sprachwissenschaft — unter ihnen auch Dr. Pfeiffer auö Wien — an die Stadtgememdc Leipzig da« Ersuchen zu stellen, dem Genannten znr Fortsetzung und Vollendung des Werkes die uöthigc Mnßc zu gewähren. Hierauf haben nnn dic Stadtverordneten von Leipzig in sehr anerkcnncnswerthcr Wcise beschlossen, „zur Förderung der deutschen Wissenschaft nnd als Anerkennung für Dr. Hildcbraod, den dic Gemeinde zu den liichliaslc,, ^cl)lci-„ dcr beiden städtifchcu Gym-nasieu zählt", unlcr Äclassuna, scmcS uollcn Gchallcs die Zahl der ihm oliliegcndcn wöcheullichru Veltioneu von 18 anf 8 herabzusetzen und dafür einen Hilfs» lchrcr mit 300 ft. Gehalt anzustellen: ein Opfer, welche« dic Stadt, die cS bringt, nnd dem Mann, für den cS gebracht wn-d, in gleichem Maße ehrt. Ncucjle Nachrichten und Telegramm. Verlitt, 13. April. Prinz Friedrich 5iarl begibt sich mit mehreren militärischen Begleitern nach Dnp pel nnd Alseu zu den Grundstcinleguugeu am 20. nnd 22. April. Verlin, 13. April. (N. Fr. Pr.) In liberalen Kreisen ist die Ansicht verbreitet, daß der Personenwechsel im Militär-Kabinett nur in Bezng anf die auswärtige Politik Bedeutung habe, nnd anfzu-fassen sei als Beginn dcr Lösung der österreichischen Allianz, ja vielleicht als Anfang der Lösung Preußens auS dem Verbände dcS dcntschen BuuocS, wenn Oesterreich mit dem Bund fortfahren würde, auf die Entscheidung dcr Hcrzogthümcrfrage Einfluß im „par-tilularistischcn Einue" zu üben, Kiel, 13. April. Dcr „Kieler Ztg." zufolge beschloß eine Versammlung von Nhcdcrn mit Majorität dic Annahme dcr preußischen Flagge. Dic Minorität hat dagegen protcstirt. FlenSburg, 13. April. Die hiesige „Nordd. Ztg." meldet: Am Itt. d. M. wird ein militärischer Gottesdienst zum Andenken dcr bei dem Sturme auf die Düpplcr Schanzen Gefallenen in dcr Nähe der Gräber bei dcr Schanze V stattfinden. Der Oberbefehlshaber, drei Bataillone Infanterie und eine Eskadron Eavalcrie werden der Feier beiwohnen. Dic GrcnzrcgnlirnngSlomlnissi'on hat dic Hanpl-arbeiten bccnbct; dic Grenzc wnrdc im Feldc'festgestellt. In wenigen Tagen werden die Protokolle gc» schlössen nnd dic Kommission sich vcrtagcn. PariS, 13. April. (N. Fr. Pr.) Kardinal An. lonclli wird heule hier erwartet. PariS, 13. April. (N. Fr, Pr.) Hcntc wurdc die europäische Telegraphen-Konvention unterzeichnet. — Die Gemcindcralhswahlen sind für ganz Frankreich anf dcn 6. Inui ausgeschrieben. — Bcrryer ist leidend und begibt sich anf daS Land. — Ueber Marseille eingelangte Nachrichten ans Ron, melden, daß cinc Menge Fremde aus Bcsorgniß von Ruhestörungen, dic sich gcstern bemerkbar machten, die Stadt plötzlich verläßt. «ondon, 13. April. (N. Fr. Pr.) Ex-König Franz hat sich entschlossen, Hieher zu übersiedeln, nachdem cr die ihm dnrch Odo Russell gemachte Offerte, in der gleich dem heiligen Baler auch ihm Malta zur Disposition gestcllt wird, abgclehut. Vondon, 13. April. Nachrichten anS Wcst-In' dien melden dcn AnSbrnch einer Revolution in Peru. Dcr Präfclt von Areguiva erklärte, General Pczct habe wegen dcS Vertrages mit Spanien aufgehört StaatSobcrhanptzu sein. Die Städte Alo, Arien, Moa.ua' qua, Taeua habci, sich der Bewegung angeschlossen. Athen, X. April. Dcr ssöuia. wird aleich nach Ostern cine Ncisc in die Provinzen antreten und den Sommcraiifcnthalt iu Corfu nehmen. Slew.Aork, I.April. Grants'Truppen wurden von dcn Konfödcrirtcn von Boyllon Plank road vcr-drängt, vertrieben hierauf dic Konfödcrirlcn nnd nah men White Oak road; man glaubt, Grants Hanpt-quartier fci cinc Meile vorgerückt. ken entschied sic sich für den Herzog von Lcuchtcubcrg, uud als dieser schon in dcn ersten zwci Monaten der Ehe starb, entstand eine nenc Schwierigkeit, dcr dic jnugc itönigin nnr durch die Erklärung entging, sich ln einer Vereinigung mit einem Prinzen des Hauses Eoburg verstehen zu wollen. Sie vermalte sich mit dem Prinzen Ferdinand von Sachsen-Eoburg in Lissabon. Die Ehe gestaltete sich zu einer außerordentlich glücklichen. Dcr Prinz verheiratete seinen ältesten Sohn sowohl, König Pedro V., wie scinc beiden Töchter mit Sprößlingen deutscher Hcrrschcrfamlicn nnd versetzte auf diese Weise das alte Hans von Braganza in weniger denn cincr Generation mit dcnt-sehcn Blute. Für dcn zweiten Sohn, den jetzigen König, war anch cine Vereinigung mit einer Prinzessin von Hohenzollcrn bestimmt, doch gelang cS einer einflußreichen Partei in Lissabon, cinc Vcrbiu-d.ma mit der Familie deS Königs Viktor Emanuel durchzusetzen. Diese Ehe lauu aber so wenig hindern, daß die königliche Linie von Portugal deutsch werde, wie daS italienische KönigshauS sich vor dcr Beimischung dculschcn Blutes schützen kann. Ncbcrgehcud von dcr römisch'kalholischcn zn der großen Grnppc dcr protestantischen Familien, wollen wir vorher ciuen Augenblick bei dem Hcrrscherhansc Rußlands verwcilcn. Die Glieder desselben, obgkich zur griechisch'k^holischen Kirche sich bekennend, haben stcls Ehcbündnisfc mit Protestanten geschlossen nnd durch ihre» Einsinß »icht wenig dazu beigetragen, deutsche Prinzen nnd Prinzessmen über alle Throne Enropa's zn verbreiten. Kaiser Alexander ist durch scine Mutter, cine Pm';cssin von Preußen, und scinc Gemalin, eine Schwester des regierenden Großherzogö von Hessen-Darmstadt, mit alle» ^lrmtt-n.^äuvtcrn Deutschlands nahe verwandt, während die Vcrmälung seiner Schwe-stcr Olga mit dein Könige von Württemberg ihn den Konigshänscrn von Holland uud Schwcdeu nahe bringt. Durch die frühere Ehe dcs Großsmstcu Noustantin mit cincr Prinzessin von Eobnrg ist die Verwandt-schaft mit dcr Familie dcS Königs Leopold von Belgien nnd mit dem Hause Habsburg, sowie feiner mit dem regierenden Hause von Portugal und — anf zweifachem Wcgc — mit Villor Emanucl hergestellt. Dic neue Linie von Dnncmml ist »ur ein Zweig der russischen Herrscherfamilic, nnd mit dem Kaiser von Frankreich ist Alexander 11. durch die Leuchlcnberg-fnmilic nnd durch seinen Schwager, dcn König von Württemberg, verwandt, dcr Vetter dcS Prinzen Napoleon ist. Die prcnßischc Königsfamilie ist eine der aus-gebrcitelsten Europa'S uud zählt gegenwärtig mehr als füufzig Glieder, seitdem dnrch Erlaß vom 20. März 1860 die Zweige der Hohcnzolleru-Hechingen nud Sigmariugcu zur Hauptlinic gezählt werden. ES cMirt lein Herrscherhaus in Deutschland, mit dem dic Hohcnzollcrn nicht anf direkte Wcifc mehr oder wcnigcr nahe verwandt wären. Unterstützt von Preußen und Rnßland, hat in »tucrcr Zeit dic Familie von Sachsen - Koburg sich durch glückliche Ehcvcrbinduugcn auf eine Weise cmporgcschwnngcn, wic cS scit den Tagcn dcr großen Habsburger Vcrmälungcn nicht wicdcr vor-gekommen. Prinz Leopold von Kobnrg, dcr jetzige König der Belgier, vermalte sich mit dcr Prinzessin Ehar-lottc, dcr einzigen Tochter des Pnnzrcgenlcn und prä-sumtivcn Erbin von Großbritannien. Nach dem Todc dicscr Gcmalin vermalte cr sicli mit einer Tochter Lndwig Philipp's, KöniaS von Frankreich. Anf ähnliche Wcise, wie daS Hans Sachsen, Koburg, aber wo möglich noch schneller hat sich iu letzter Zeit die Familie Holstein - Sondcrbnrg zu dm glänzendsten Aussichten erhoben. Die Geschichte dcS Slcigcns der beiden Häuser Gachscn-Koburg und SchleSwig-Holstein-Sonderblirg. Glücksbnrg zeigt besser, als irgend cin andcrcS Bei« spiel die Vcdcutnng königlicher Familienoerbindungen. Will man zum Schluß die gegenwärtige Post. liou sämmtlicher europäischer Herrscherhäuser in wem-gcn Worten bezeichnen, so lann man einfach sagen, daß sie eine große Familie bilden, und daß diese Familie deutsch ist. Nachdem die regierenden Für-stcnhä'uscr einmal angefangen hatten, sich unter cin-audcr durch die Bande deS Blutes zu verbinden, mußten sie nach dcm Gcsctzc dcr Majorität mit dcr Zcit deutsch werden. Die Gcsammtzahl europäischer Herrscher — mit Ansschluß dcS halbasiatischcn Sultans uud dcs Papstcs — bclrägt gegenwärtig neun uud dreißig; davon sind nicht wcnigcr als dreißig rcin deutsch, und von den übrigen ncnn noch vier deutschen UrspruugS. Dic fünf nichtdcntschcn Herrscher Enropa's, nämlich dic von Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Schweden, sind alle mehr oder weniger nahe mit dculschcn Fürftcnfamilien verwandt. Daß durch solche Verbindnngcn internationale Aunähernugcu gefördert wcrdcu müssen, scheint auf der Hand zu liegen, und ans solchen Gründen verdienen sie die Berücksichtigung aller Staatsmänner. Es ist kanm möglich, daß dic Blntvrrwandlschastctt sämmtlicher regierender Füv stcnsamilicn nicht cincn bcdcntendcn Einfluß anf die Gefchichtc Europa's anSübcu sollten. (W. Hl f) ^ Verantwortlicher Redakteur: Iguaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr 55 Fedor Vamberg in Laibach. 35«> Frcmden-Anzeige I»om 13, ?lpvil. Ttadt Tttieu. Dic Hrrvlü- Älir. Kul'sf, l, k, S^Uthal^» tcirath. vl'n M'rz. — K>l,f. s k. Ol'ls'Äauratl,, nod Ältiüai!!!, Bankbeamte, ^'oü Oniz, — Kilst, ^'ivil-I»geüitur, von Pv.iq — Gutlinan» v»» W>f». — Tschiull mid Wolf von Hottsch,,. Elephant. Ti,» Harren: ^ahu, (iiseul'alnl < ^uspestul, vl'» Tricst. — Gl,)ß. Vs,wa!!s>, vl,'N Äreittüan. Vaierisclicr Hvf. Die Hüls» .- !?lütrsch, ^abril.ntt, von Wini. Mohren. Hen- I.Nl'sch l'l'i» Graz. Ttcrnwarte. Heir Kutter, l s. Nolar, von Pl^nina. Verstorbcnc. Den 0. April. Ter Fran Ursula M,»schcg, Wirlhöwilwe, ihr Kind Lrust, alt A Monate, in der Htapnziner-^orstadt Nr. si'l, an Fraisen. — Franz Htar;, Taglöhn^r, alt 34 Jahre, im Zivilsp tal, und dem Ändrcai' Grabloviz, Tagr löhn«', sein Hlind Barbara, alt 4 Jahre, in der Polana-Vorstadt Nr, ^>!, Vcide ail der 5,'nugr:!: lälMNiiss. — Dem Herrn Josef Lanjch, Nestan: ratenr am Bahnhöfe, sein Kind Karl, alt tt Wochen, in der St. Petero-Vorstadt Nr. 14^>, am Magen-Tarmtatarrh. Ten 7. Dem Herrn Ignaz Thomann, Etriumetzmeifter nnd Han^besil/er, s^in Kind Antmlia, alt '/. Stnndc, nolhgrtauft, in dcr St. PtterS-Vorstadt Nr, ()I, am Echlagflusse. — Herr Max Kuscher, Hauptagcnt der l t. priv. Ni,l ^,!,'inl>,'!! >,!> ^uiul/, in Tricst, alt 58 Jahre, in di>r Sl^'t Nr. ZIO, an dcv i,'mia,e»sncht, — Tcm Hrn. Anton Umbe,ra/r, Orei^ler, scin stind Anton, alt 14 Monate, in der Etadt Nr. 1."N, ain Zehrfieber. Den 8. Johann Trmttcl, DdtifchcrZiM' mermann mid Hau^desitzer, alt 48 Jahre, in der Stadt Nr. 27, am Schlagftnsse. — Anna Gregorizh, Finanzwach-Äusseherowitn'e, alt 8«) Jahre, im Ziuilspital, an AItcri!sch>väche, Den 15. Dem Jakob Slrabe;, Thurn-mcßner, seine Gattin Anna, alt l><5 Jahre, in der Stadt ^)ir, ^i>2, und Johann Wolf, Zwänglina., alt 27 Iahn«, im ZwangKarlieitöhause, Beide an der ^nnacntnbcrlnlose. Den U). Johann Haa,en, Zwänglinc^, alt 31 Jahre, im ZwanaMrdeitshanse, an der ^ma.ent»Iierlnlose. — Mariana IcraS, Tag-löhiler^weid. alt 5i1 Jahre, i,n Ziuilspital, an dcr Lnngenlähmnna., Den 11. Fran Ignatia Ko^, lais. loui^l. Krciöwundar^tens - Witwe nnd Hausbcsitzcrln, starb im 5i8ten Lebensjahre, in dcr St. Peters-Vorstadt Nr. 88, an dcr Lnngentnbcrtnlose, — Etefcin Jerina, Inslitutc'f 5tal;I,i;hl, Schlosser am Vahn-hofc zn Marlinrg, srin Tohn Felir, alt ^en. Prcis vlcrlll^ähllich III Nummeri» i si 5U kr. f MK-Große "AMi Oemnn-SelluUUig. Ziehung 24. Mai. In dcn stattfiudcndcn 6 Gewinn» Zichnngcn luinincn >4.^fttt Prcisc von ft. 2tttt.«XVtt, »Ott.Otttt 2O «>«>«, «H ««<», «V OVO, z^V.ttttO :c. :c. znr Pcrthcilnng. Fnr obige Vcrlosnng kostcu dic uom Staatc auögcstclltcn Losc fl. (i das,'/,, fl. 3 das V,, !', da^ '/. in östcrr. Acmlnotcn. Dic Gcwinllt undZnglistcu wcr-dcn sofort nach dcn Bcrlosnngcn dcn Intcrcsscntcn zugeschickt. Uufträgc wcrden nntcr Zusichc-ruuss der strcngslcu Vcrschwicgcn-Ihcit proiupt auvgcführt durch das ! Großhandlungshans .lai. ^tl0wl .jun. & O). ! in Frankfurt am Mam. (091—3) ! am k. k. prl'v. ! Schieß st and e ! findet am ^l7. d. M. Statt. ! Vl< j^l>»« W'llk U^N» ^V«< I»»»lltt»^. ! Vaibach nm 15. April 1.^05). I (740) Die S'chiihcn-Vmjil'liung. K3M" ^H««»«.«L. "A3O Ich erlanlic mir dem geehrten Publikum anzuzeigen, das; ich die Kleider < Neinigungs Anstalt von meiner Schwester t5elll N>rllunscliest nberoommcn. Ta ich durch längere Zeit in oiescr Anstalt thälig genasen nnd mir die Mniipnllilmn ssr'iilldlicl) angeeignet habe, hoffe ich den Anforderungen in jeder Richtung zu enlspn'chi'n und billc um geneigten Znsprnch. 1 l—3) ssranziskanerplatz Nr. 4<>, ii. Stoct, im S ch l e ch t u e r'scheu Ha>,s,'. Drr an« den liesten m a g c n st ä r l e n d e n und li l u t r e i n i a, c u d e u >näu!^» von dmi Apothcler N. F Danbitz in Berlin bereitete N. F. Danbitz sche hat sich al^< kicjU^nr durch seine uwhltbnende Wirkung, besonders auf die Verdannna, n»d die dadurch bedingte, n c, r m a l e Blutbild n n g voil Aerzlc» »lnd Konsnüirnten die nngethcilte Anerkennung erworben. Hnr,i E. A. Daul> il, in Wien. ^ Ich taun e« nicht N!l!crlass!>u, der leidenden Menschheit inchlich zn sein, indem ich eö ;ur Oeffentlichleit lniiM, das! Ihr Kräuter. liqueur mir bei lneinen Iinterleibobe-schwcrdm solche gnte Dienste geleistet hat, daß ich denselben Jedem, dcr mit solchen Uebeln bchaftcl ist, besteno empfehle. Pee;prim (Ungarn), 23, Dezember 1tttt4. 2issmuud Tluer. Gcncr>il-I>cl>!l dc., cl!):e!> ^l. /- ViNll'ih'ichci, Fi^üililS ill NUc» l'ei C, Ä. I>»,,l>il), ljcrrengajsc s», nnd die auturisirtcn Niederlagen: in ^'aibach bei H«»k. «^,««»«,'«,«»-«lt«, in Gnrlfeld bei vT»t. ^»«»>»«<»l^<»«'. ^vcii» pi.'v Flasche l fl. i>. W. (3<:l!> JJch lial)P «lift Ehre hiemit anzuzeigen, dass ich unter meiner eigenen Firma ALBERT SAJIZ in der S|)itilIi;aSSe Hl'.S??, in dem nunmehr Herrn JOS. Konlill'sciuMi Hause, ein ECjS* Manufactur - Waarengeschäft "1^^ eröflnet luibe. Indem ich mich einem geneigten Zuspräche empfehle, gebe ich zugleich dio Versicherung, dsisa ich nacli Mögliclikeit alles anwenden werde, um die Zufriedenheit und das Vertrauen der 1'. Tr Abnehmer in vollem Masse zu verdienen. Ich werde stets gut ussortirt sein mit allen Gattungen I.oin\vamS< id , Woben, Croct.x, i Tä«eli7.ii^iotfsooif dann I?Ioli;iirM, ft'oil dck VIièvvoh, HlrickzAvipii, editor Pottciiilorfvr ISainiiwoII«' u. s. w. in besten Qualitäten. v Laibach am 8. April 1865. »_p (650-2) m/iltterl Ä«/#«. K 4^N un86rG ?. ^. kunllon! 2l?ir sahcu nnö sciucr Zeit ^nöthigt, den falschen auf Täuschuna. berechneten An,,abcn dcr Hcrrm Wiese nnd P. Kessels in Betreff dcr „lassen mit Dampfapparat" (Alaun) cinc ihnen gebührende 2v»'irdiss»,nss zu Thcil lucrdcn zn lassen. Wir forderten sowohl Hcrru Wiese als auch Hcrru Kessels öffentlich auf, wahrheitsssetreue Vewcise für dic Nichrisskeit ihrcr Anssabeu l'ciznbrin^cu, wa^ lns zur Ttunde bcidc Herren unterlassen habcu. Profcssol' Kessels, anstatt sich über obige Frage zu verantworten, verdächtigt nnscr neuestes Schloß. Wir forderten ihn am 8. d. M. auf, nach Wien zn lommc» nnd boten ihm für das ^»sHp^rrQ,» cincr »l»»<^«'r <^««,.„ «,»<'«<<»,» Prämie ') ohne (^cgeu. Einsatz. Dcr l'eo«'^»«'«' li»,», »l<.°l,t; wahrscheinlich uiu dic traurige Erfahrung sciucs Schülers H'^iese nichl crucucru zu nuisseu. Herr Kessels hat durch sein Ausbleibe" sciuc v«>«l<» I/,»liHl»i^oit l>«l,»<»,»tir<. 2^ir wollcu iu dicscr Angelegenheit nnt beiden Herren offentl'ich nichts mehr zn thun haben n'^ überlassen das Urtheil übcr deren (Charakter dciu >'. l. Publikn,«. Um abcr dem ssemeinschädlichen, dic Ehre und dic Interessen dcr einhri»»«^ schen Industrie in gleichem Grade vQrlt»t«Q»,» ^r<'tt,Q» dcs Herrn Kessels cin Ziel zn setzen, haben wir die gerichtlichen Schrille cingclcilcl' Vic», an, 14. April 1865. »>»!l»»,»!»»^""' '^"-"'..... 1000 >2tück Ducatell in Oold Prämie ,n a/ben, welcher das nellt voi, «»'«patentirte SlbloH ohne da;u aehürigc» Schlüssel öffnet, halten wir cmjlH' Hiezu kill halber Vogen Amts- und Ilitelligeilzblatt, dann Nr. 13 der „Blätter aus Kram."