Nl. 26«. Prllnumelatlon»pre<«: Im «omptolr ganzj. fl. 11, halbj, fi. 5 iw. FUi til ZustcNuna in» Hou» halbl- bo lr, Mil d» Post gnnzj. ft. l5, haldj. fi, ? 5«. Montag, 13. November. Ins«ltlon»z«bü,: Y«r Neint Inf«»te b!« >n 4 Z«ilen »5 lr.. niijhne pel Z«ile « ll., be! bfte«» Wicbcrholungen P«r.^lilc 8 l». 1882. Amtlicher Theil. Nll-.A' ^ ""b k. Apostolische Majestät haben mit L^ Msw Entschließung vom 7. November d. I. dem «denten des Kreisgerichtes in Neutitschein Johann s^un ^' ^hmelarj anläselich der erbetenen Ver< llnf s ^ ^" dauernden Ruhestand in neuerlicher !,,,, A"ung seiner vieljährigen treuen und ausgezeich« ein z?""^leistung taxfrei den Titel und Charakter * Hofralhes allergnäoigst zu verleihen geruht. __________ Prajäl m. p. be« 5" Ministerpräsident al« Leiter des Ministeriums tz' Zinnern hat die in der Krankenanstalt «Rudolph. "Ilung" erledigte Stelle eine« Professor« dem l. k. zv.^kntsarzte erster Classe und Universitäts-Docenten, ^ Dr. Unton Weichselbaum verliehen. Erkenntnis. llntt.?"/ l. k. Landesgericht Wien nIS Pressgericht hat aus l„ >'N der l. t, Staatsanwaltschaft erkannt, dass der Inhalt des ^ch,.,/ir. 21 drr periodischen Druckschrift „Social.politische W ""N der Metallarbeiter Oesterreichs" vom 2, November tz^,Waltrnen Artikels mit der Aufschrist „Ncr triisst die !t!ed„. « ^' ^r Stelle von „Die eigentliche Schuld dcr Unzu« iilch,'" bis .der Uebel Gröhles ist die Schuld" das Ver> ^'t Ä «,""lh ß <)5 » St. G. und dcr Inhalt des Artikels mit Ll^'lchrift „Die Arbeiter und die Wnhnungsnoth" in der !iht "n ^und daraus erwidern fromme Bourgeois" bis „Grund» Mni,, ^wirklichen" das Veraehen nach g 302 St. G, bc> dtth..,' ""^ hat nach ß 493 St. P O. das Verbot dcr Weiter-l^/"ung dieser Druckschrift ausgesprochen. Nichtamtlicher Theil. ,H ^l. Majestät der Kaiser haben, wie dir nHtnfurter H^uiia/ meldet, dem ersten kärnt kilie ii Kriegervereine filr Klagenfurt und Umgebung get ^erstiihung von lOl)fl.; ferner, wie das „Pra 3ltu, ^lalt" meldet, der Feuerwehr in der Stadt >^80st. und jrner in Iiric 60 si. zu spenden geruht. Delegation des Reichsrathes. tzyss.^ u d a p e st, 9. November. In der heute unter haltn ^ Obmannes Grafen Falke nhayn abge» tl^!"5 Sitzung des Vudgetausschusses der 3i^/"lhlichell Delegation, bei welcher von Seile der kr » ""N der Minister des Aeußern Graf Kalnoly. l>tt ^'^'Kriegsminister Graf Vylandt-Rheidt. ^""ch« » Finanzminister von Küllay. Admiral Vt, "°" Pöck und der Präsident des Obersten der ^"Mofes von Tuth anwesend waren, erfuchte ^uksi '"^'" über den Etat des Ministerium« des ^lG ' 3"iwr von Hübner, den Minister des !>et ssn"' "Utzlilnste über die allgemeinen Beziehungen t^iltn °t,"ch,e i" den auswärtigen Mächten zu er« ^8tt, »?"^ behielt sich für später weitere Aemer- iluf«A'"ls!er des Neußern Graf Külnoky: Die ^tllnch/' ^"^ ^'kse Frage zu erwidern, wird mir leicht ttthr^' '"dem ich eine sehr befriedigende Antwort zu ^'lchrn ^ ^" ^"^ bin. Die enge Freundfchaft M »." den beiden Kaiferstaaten Oestelleich.Ungarn M^s,"lschland basiert auf der Gemeinsamkeit großer "ich; ^n und ist eine Bürgschaft des Friedens. die !^Mssi> beiden Staaten, fondern überhaupt dem ?"nt , ^ Staatensysteme im allgemeinen zugute. M ^"d von allen Seiten mit Vertrauen begrüßt wirken ".b'tverftändlich konnten alle Mächte, die den !^lessj°^„ 'Heu und an der Erhaltung desselben ?ltden ' ?b' in diesen politischen Bund hineingezogen M sv», „ kann ich mit Befriedigung constatieren, ^'len ^ unsere Nachbarmächte diese Tendenzen .^ise/h^le friedlichen Ueberzeugungen, denen der ^er G,' "ussland so oft Ausdruck gegeben und auch ?" der »/^""a zu verschaffen gewussl hat. berechtigen .>" leine «»"/""^ bass von dieser Seite für den Frie-Mte u„?^'"^ b"^' wknn auch im Publicum ver-^loranis ° Vorübergehende Erscheinungen übertriebene ^llnsch'^.hervorgerufen haben. Italien hat den !?att än,H^" Anschauungen der beiden Kaisermächte ^n ,H 'fetzen . unzweideutig manifestiert. Wir f!> en w^^^'^ungen sorgfältig gepflegt und 'H'gt an« 5!"' l° dass dieselben al« vollkommen ge< ""L«!ehen werden können. Wenn der Besuch des Königs in Wien bisher nicht zurückgegeben wurde, hat dies in anderen Verhältnissen seinen Grund. und die herzlichen Beziehungen der Höfe und Regierungen sind dadurch nicht berührt. Nnch mit den Westmächten stehen wir in den besten Relationen. Unser Verhältnis zu Frankreich ist vollkommen ungetrübt; die egyp^ tischen Wirren haben uns gerade Gelegenheit gegeben, die bereits früher bestandenen guten Beziehungen zu England, die sich auf vielfache gemeinsame Interessen gründen, noch zu kräftigen. Ich kann alfo fagen. so-weit menschliche Voraussicht reicht, werden wir eine Störung des Friedens nicht zu befürchten haben. Un. sere Aufgabe wird e« allerdings bleiben, diese günstigen Verhältnisse zu pflegen und zu befestigen, und ich kann die Versicherung aussprechen. dafs die Regierung gewiss dieser ihrer Aufgabe nach all n Richtungen mit vollem Nachdrucke nachzukommen bestrebt sein wird. Referent Freiherr von Hübner stellt nun fol. gende Fragen: 1.) Wie stehen die Verhandlungen, betreffend die verschiedenen auf die Donau-Schiffahrt bezüglichen Fragen? 2.) Ist mbetreff der Orient. Bahnen eine Beseitigung der dermalen noch obwalten» den Hindernisse zu gewärtigen? Darf man insbeson-dere hoffen, dass der für den österreichisch-ungarischen Hcmdelbvcrlihr so wichtige Anschluss an die Mitro» wiza.Salonichi.Vahn bald zustande kommen wird? 3.) Haben die jüngsten Ereignisse in Egyplen einen nachtheiligen Einfluss auf die Beschissung des Suez. canales ausgeübt? Ist für die Sicherheit desselben m Zukunft gesorgt? U'beihaupt. waS ist. wenn man so sagen darf, das staatsrechtliche Veihältnis dieses Canale«? Deleg. Dr. von Plener: Die Beziehungen zu Serbien haben sich in den letzten Paar Jahren in er. freulicher Weise gebessert. Allein in der allerletzten Zeit scheint wieder eine kritische Situation eingetreten zu sein. Die dortige Opposition beutet alles gegen den österreichischen Emflusz aus. Insbesondere war dies mit dem Zusammenbruche der „Union generate" der Fall. welche dort allgemein al« eine von Oesterreich patronisierte Gruppe galt. wobei man freilich in Ser« bien irrigerweise da« auswärtige Ministerium mit der cisleithllnischen Regierung verwechselte. Der Bau der serbischen Eisenbahnen schien durch die Pariser Kata. strophe bedroht. Redner ersucht daher den Minister des Aeuhern um Auskunft über die Laqe des dortigen Eisenbahnbaues. eventuell um Mittheilung über die in weiterer Linie sich daran anschließenden türkischen Eisen» bahnlimen. Nach den Mittheilungen des Reichs« Finanz-ministers kam der auswärtige Einfluss, der bei dem Ausstände in der Herzegowina bemerkbar war, in«, besondere von Montenegro. Ohne der bosnischen De. batte vorzugreifen, ist es auch jetzt schon von Interesse, über das int?, nationale Verhältnis zu Montenegro An«kunft zu erhalten, insbesondere darüber, ob Oester-reich'Ungarn Grund zu Beschwerden gegen die fürstliche Regierung aus Nnlass des Ausstände« habe, so. wie über die Frage der Flüchtlinge. Werden diese letzteren dort erhalten? Ist über ihre Repatriierung verhandelt worden? Deleg. Dr. Ritter v. Demel stellt, anknüpfend an die vom Deleg. Dr. v. Plener besprochene Slel-lung Montenegro« im friedliche», Eoncerte Europas neben den Großmächten Oesterreich gegenüber, zwri Fragen: I.) Auf welchen Rückhalt lässt sich die stets beruhigende Haltung mindestens der montenegrinischen Bevölkerung zu Oesterreich bei dem selbstverständlichen guten Einvernehmen des Fürsten von Montenegro mit Oesterreich, so weit es demselben möglich ist. zurückführen ? Nach der Ansicht des Interpellanten bildet Rufs. land diesen Rückhalt. Ferner scheint, unbeschadet der eben vom Minister des Neußern abgegebenen beruhi» genden Erklärungen über die freundnachbarlichen Ve» ziehungen von Nussland und Oesterreich und des ersteren staatsosficiellen Kreisen die äußere friedliche Haltung mindestens wieder in den weittsten Kreisen der russischen Bevölkerung gerade jetzt einen dran. genden kriegerischen Inhalt nach mehreren Richtungen zu bergen, der jeden Augenblick zum Durchbrüche kommen kann. und es ist mehr als wahrscheinlich, dass bis zur Wahl des günstigen Momente« für diese stets drohende Enthüllung der wahren Situation Russ» lands Oesterreich gegenüber zunächst der montenegrinischen Bevölkerung die Aufgabe zugewiesen ist, die russische Vorhut zur steten Beunruhigung Oesterreichs im dermaligen Frieden zu bilden. 2.) Wie lässt sich diese Stellung Russlands zu. gunsten der bisherigen Haltung dcr montenegrinischen Bevölkerung gegen Oesterreich mit des ersteren zur Schau getragenen Freundnachbarschafl für Oesterreich vereinbaren uud auf die Dauer erklären? Obmann Graf Falke nhayn: Ursprünglich wurden handelspolitische Fragen gestellt. Mir scheint nun, dass das Gebiet der Fragen weiter ausgedehnt wird. Es wäre daher zu empfehlen, die Fragen zu trennen. Hierauf stellt Deleg. Ritter v. Vrocholski folgende Frage: Trägt die Regierung de« Fürsten-thums Montenegro oder die montenegrinische Bevölkerung nach der Ansicht der k. und l. Regierung Schuld an dem Aufruhre, welcher in der Herzegowina und in Bosnien stattgehabt hat? Minister des Äeuhern Graf Kälnoky: Ich glaube, daf« man bei der ganzen Beurtheilung der montenegrinische,, Frage von einem zu hohen Standpunkte ausgeht. D>e Erwartungen von den Leistungen der Regierung von Montenegro können nicht so hoch geschraubt werden. u»d man kann von letzterer schwer verlangen, was man von einem vollkommen modern eingerichteten Gouvernement in Anspruch nehmen darf. Die internationalen Verpflichtungen Montenegros bleiben allerdings dieselben wie die jedes selbständigen Staates; aber man muss sich gegenwärtig halten, dass t»e Institutionen in diesem Lande nicht in glei« cher Weise ausgebildet sind wie im modernen Staats-wesen. Wenn die montenegrinische Regierung auch den besten Willen hat, ihren Verpflichtungen nachzukommen, so oüifte sie doch nicht immer die Mittel besitzen, diese Verpflichtungen vollständig zu erfüllen. Es muss weiter in Betracht gezogen werden, dass in einem Falle wie hier, wo die Bevölkerung auf beiden Seilen der Grenze seit langer Zeit sympathisiert, ei sehr schwer ist, ihr Zusammenwirken zu hindern und zu überwachen. Wir natürlich müssen unsererseits bei der fürstlichen Negierung immer auf das energischeste dahin wirken, dass sie alle lhr zugebote stehenden Mittel unweigerlich verwende, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen; aber wir können uns nicht der Erwartung hingeben, dass sie thatsächlich allen Anforderungen des nationalen Rechtes nachzukommen in der Lage fein wird. Die allgemeinen Beziehungen mit dem Fürsten sind wirklich gut; es waren zwar Schwankungen im Laufe der Ereigmsse zu beobachten, aber »ir können in keinem Falle fagen, oafs, wenn wir in der Lage waren, eine direct« Forderung an den Fürsten zu stellen, wir irgend einem Widerstände feinerseits begegnet wären. Was die Bemerkungen des Herrn Deleg. Demel hinsichtlich des angeblichen Rückhalte« betrifft, den Montenegro in feinem feindlichen Ver. halten uns gegenüber anderwärts gefunden hatte, «»fs ich vor allem bemerken, dafs die Stellung Montenegros überhaupt leine feindliche gewefen ist; e» »ar vorwiegend die Connivenz der Bewohner, welche oler-dings uns große Schwierigkeiten bei Niederwerfung des Aufstandes bereitet hat. Es haben thalsächlich Ermunterungen des Nufstandes und hinterlistige Ein« Wirkungen von Seite einzelner Bewohner stattgefunden; aber dieselben lönnen in keiner Weise auf die Negie-rung zurückgeführt werden. Ich sehe keinen Nachweis, dass eine auswärtige Macht irgendwie hinter der Sache steht; ich habe wenigstens nicht den geringsten Anhultspunlt gefunden. Dieses anzunehmen: die Reise des Fürsten nach Petersburg, ist in der Publicistik außerordentlich auf-gebauscht worden. Die Fürsten von Montenegro haben seit Jahrhunderten ihre Deputationen nach Peteisburg geschickt, und es kann nicht geleugnet werben, dass wir unsererseits in früheren Zeiten diesem Fürsten-thume zu wenig Aufmelksamleit zugewendet haben. Es lönnen in dieser Beziehung so manche Unter-lassungsfehler vorgekommen sein. In der letzten Reise des Fürsten sehe ich aber keine uns feindliche politische Spitze. Wir müssen mit Nachsicht und Geduld die Bevölkerung in Montenegro zur Ueberzeugung bringen, dass ihr materielles Wohl und Heil aus un serer Seite zu finden ist. Durch hundertjährige Kämpfe um ihr Dasein sind die Montenegriner Krieger geworden. Seit dem Berliner Vertrage jedoch, wo sie bestimmte Grenzen und eine neue staatliche Stellung Lalbacher Zcitnng Nr 260 2214 13. November 1882- erhallen haften, ist t^r Grund zu dauernder Beunruhigung und zu Kämpfen für sie weggefallen, und wird das Vo!k bei geduldiger Einwirkung auch der friedlichen A'beit allmählich zugeführt werden können. Bezüglich der Flüchtlinge, die noch iü Montenegro sir>d, ist zu bemerken, dass sie zum Theile aus Krwosljanern, zum Theile aus Hrrzegowzen bestehen und daselbst nach montenegrinischer Gewohnheit mit dem sogenannten Tain, einer kleinen Unterstützung in Cerealien, betheilt werden. Bezüglich ihrer Rückkehr haben keine eigentlichen Verhandlungen mit Montenegro stattgefunden. Für die H^rzegowzen ist im Monate April eine Amnestie erlassen worden, und es handelt sich dermalen nur darum, dass ihnen in Montenegro klar gemacht wird, dass sie dort nichts zu erwarten, dass sie dagegen nichts zu befürchten haben, wenn sie hie« her zurückkehren. In einzelnen Fällen hat thatsächlich auch die Rückteh, stattgefunden, und ist zu hoffen, dass auch die übrigen Flüchtlinge auf Glund der Amnestie in ihre Heimatsoltc zurückkehren werden. Bei den Kri» vosijanern ist weniaer Hoffnung vorhanden, dass sie zurückkehren, da dieselben sich drr Strenge des Gesetzes unterwerfen müssen. Per Fürst von Montenegro hat übrigens die Verpflichtung übernommen, sie entfernt von der Grenze zu internieren, und, soweit dies möglich, am Rücktritte zu hindern, und ist auch dieser Ver-pflichtung bisher nachgekommen. Bezüglich Serbiens kann ich. wie der Herr Interpellant hervorgehoben hat, nur mit Befriedigung constatieren. dass die Haltung desselben während der letzten Krise eine voll« kommrn loyale und correcte war und dass daselbst der Wunsch nach einem Anschlüsse an Oesterreich.Ungarn auch derzeit vorherrscht; dass dagegen auch eine Partei vorhanden ist, welche der Annäherung an Oesterreich.Ungarn feindlich gesinnt ist und gegen dieselbe arbeitet, ist vollkommen richtig, doch ist diese Gegnerschaft nicht gegen die Idee eines näheren Ver-hältnisses zu Oesterreich-Ungarn gerichtet, sondern es sind hiebli wesentlich persönliche Interessen im Spiele. Es mag die Gehässigkeit gegen Oesterreich in man--chen Fällen dazu benutzt werden, andere zu stürzen, um selbst wieder zur Macht zu gelangen. Es lässt sich nicht leugnen, dass im Lande eine latente Mi« nisterlrisiz jüngst bestanden hat und vielleicht derzeit noch besteht. Nach welcher Richtung dieselbe gelöst werden Wird, kann von hier aus nicht gesagt werden; aber man sieht in Serbien allmählich mehr und mehr ein, dass der materielle Vortheil des Landes die Richtung nach Oesterreich«Ungarn einschlägt, und das Eine ist gewiss, dass der König in seinem Entschlüsse verharrt, an der Oesterreich-Ungarn gegenüber eingenommenen Politik festzuhalten. Was den Bau der Eisenbahnen betrifft. so ist nicht zu leugnen, dass derselbe durch die von dem Herrn Interpellanten berührte finanzielle Katastrophe in seinem Fortschreiten gehindert worden ist. Es ist nun von Seite der Opposition im Lande der Versuch gemacht worden, für diese Katastrophe auch Oesterreich-Ungarn, beziehungsweise dessen Regie-rung, verantwortlich zu machen. Dieser von der Oppo< sition erhobene Vorwurf ist aber jedenfalls nach beiden Richtungen vollkommen unbegründet. Weder von Seite der gemeinfamen Regierung noch der einzelnen Regie« rungen wurde in dieser Sache dem Lande irgend etwas aufgedrängt. Zum Theile mag auf die Arbeiten des E'senbahnbaues auch die Unbestimmtheit inbetreff des Anschlusses an die türkischen Linien mit eingewirkt haben. Dies dürfte aber in der nächsten Zeit durch die Klärung der Frage behoben werden können. Deleg. Dr. Ritter von Demel: Meine zweite Frage ist davon ausgegangen, dass ich meinte, Russland bildet dort den Rückhalt. Meine dritte Frage lautet: Da Bulgarien sich gewiss mindestens in der Machtsvhäre des russischen Einflusses befindet, wie er> klärt sich bei den so sehr verbürgten friedlichen Beziehungen Russlands zu Oesterreich.Ungarn, dass ge-rade von Bulgarien aus eine montenegrinische Angriffs-Organisation in Scene gesetzt werden konnte? Minister Graf Kälnoky: Was die von Herrn Dr. Demel berührte Ansammlung von Montenegrin!» schen Scharen zur Unterstützung des Aufstandes in Bulgarien betrifft, so war die Pflicht, in dieser Richtung mit Entschiedenheit aufzutreten, nicht so sehr auf russischer als auf unserer Seite, und wir haben auch nicht gesäumt, sobald die erste Kenntnis von der Bildung derartiger Banden zu uns gelangt ist, die entschiedensten Reclamationen bei der bulgarischen Regie« rung, und zwar mit Erfolg, zu erheben. Die Banden wurden mit Hilfe sowohl der serbischen als auch der bulgatischen Regierung zerstreut, und es ist nur einem kleinen Theile gelungen, sich durchzuschlagen und bis in die Nähe des Schauplatzes des Aufstandes zu ge langen. U,brigms constatiert der Minister, dass er von Montenegro aus nach der Constellation der dortigen Verhältnisse eine Gefahr für Oesterreich nach keiner Richtung finden könne. Montenegro sei seiner geographischen Lage nach von allen Seiten einge-Mossn,. emerinls von den albanesischen Stämmen, anderelsenz von den eventuellen montenegrinischen AspnaUonen gennsz mcht holdem Sandschatat. vom Norden aus endlich von Oesterreich-Ungarn. Jede-ernstere Gefährdung erscheint schon durch diese Situa-! tion ausgeschlossen. sFortschung folgt.) Wien, 9. November. (Orig..Eorr.) Die Hauptthemata der publicistischen Discussion bilden noch immer die verschiedenen ministeriellen Erklärungen in den Delegationen. Was die Frage der Armee-Organisation anbetrifft, so lässt sich constatieren, dass die Aufklärung Sr. Excellenz des Kriegs Ministers die in der Presse aufgetauchten Bedenken vollkommen zerstreut haben. Diese wurden zumeist vom nationalen Standpunkte aus geäußert, denn über das T^ritorialsystem selbst herrscht unter den Fachleuten nur eine Meinung, und wurde dasselbe ja auch schon seit Jahren in der Presse empfohlen. Dass der Geist unserer Armee durch die Neuerung nicht leiden wird, ist aber gewiss; das Heer hat in den trübsten Tagen die Einheit unserer Monarchie repräsentiert. — ,.In deinem Lager ist Oesterreich" sang unser großer Dichter — und wird es allzeit von diesem österreichischen Geiste erfüllt bleiben. Die jüngsten Erklärungen Seiner Excellenz des Ministers v. Källay über Bosnien h iben ebenfalls allerorten einen guten Eindruck gemacht, denn sie trugen das Gepräge vollster Wahrheit und Ans-richtigkeit. Man weiß. wie viel Unklarheiten und Un< richtigkeiten absichtlich und unabsichilich üb>r die Ver« Hältnisse in den occupierten Ländern verkündet wu den, was zu vielen falschen Urtheilen und Ansichten Anlass gab. Um so erfreulicher wirkt das getreue Bild, welches Herr v. M'ay von den wirklichen Verhältnissen entwarf. Die Straßenscenen im VII. Bezirke und den westlichen Vororten haben sich gestern wiederholt, und war diesmal jenes verdächtige Element, welches mit der Ord' nung auf gespanntem Fuße stcht, stärker vertreten, wenn auch die weitaus überwiegende Mehrzahl aus bloßen Neugierigem bestand, die trotz aller Warnungen „überall dabei sein müssen." Gegenüber einzelnen auswärtigen Blättern, welche von Arbeiter-Strites und Arbeiterunruhen sprachen, muss constatiert werden, dass von Strikes keine Rede ist und das Gros der Exceden-ten aus Buben und Arbeitsscheuen besteht. Die Be-völket'ung selbst, welche dieser Scenen müde wird, geht daran, die Behörden bei der Herstellung und Anf« rechthallung der Ruhe zu unterstützen, so hat z. B. die freiwillige Fcu'twchr eines Vorortes sich zur Verfügung gestellt. Die behördlichen Maßregeln finden ungetheilte Zustimmung, sie zeugen von ebensoviel Energie wie Klugheit, und gewähren die Bürgschaft, dass aus diesen Sttaßenscenen keine sogenannte Bewegung ernsten Charakters sich entwickeln wird Haben nur einmal die „Neugierigen" eingesehen, dass es etwas riskant ist, jeder «Hetz'" beizuwohnen, dann werden auch die p,ar Tumultuanten, die damit ihre „Deckung" verloren haben werden, rasch verschwinden. Zur Lage. Bekanntlich waren es die böhmischen Delegierten Dr. Bareuther und Dr. V. Plener, welche gelegentlich der Debatte über die neue Armee-Organisation im Vudgetausschusse der Reichsraths-D, legation allerlei Besorgnisse vor dem Hineintragen des naliv' nalen Zwistes in die Armee Ausdruck gabeu und von diesem Standpunkte aus insbesondere die neue territoriale Dislocation in Böhmen tadelten. Hören wir nun, wie sich ein diesen beiden Abgeordneten sonst ge-sinnungsverwandtes Blatt, die „Bohemia", übrr die bezügliche Frage äußert: „Vergegenwärtigen wir uns einmal — so schreibt das Blatt — die thatsächlichen Resultate der neNen Dislocation in nationaler Hinsicht. Da finden wir z. B.. dass in Böhmen künftig 45 böhmische. 6 ungarische Infanteriebataillons, 5 böhmische Iägerbataillone, 1 ungarisches und 3 böhmische Cavallerieregimenter, 2 böhmische Feldartillerie»Regi-menter und zumeist böhmische Extratruppen dislociert sein werden. Nun muss man sich aber gegenwärtig halten, dass „böhmische" Truppenkörper nicht gleichbedeutend mit „czechischen" sind, und dass auch in Garnisonen mit vorwiegend oder ausschließlich böhmischen Truppen das czechische Element nicht zu überwiegen braucht. So garnisonieren z. B. in Prag derzeit 3 ungarische und 12 böhmische Bataillone; unter letzteren sind aber 4 cgerländische, d. h. durchwegs deutsche, 3 deutsche und czechische und nur 5 fast durchwegs czechische Bataillone. Einzelne böhmische Regimenter, wie Nr. 42, 73, 92, sind fast durchwegs deutsch, die meisten anderen stark gemischt." Das Blatt schließt seine Auseinandersetzungen mit folgenden Worten: „In der strammen Disciplin — in der altösterreichischen, einträchtigen Gesinnung der Osficiers-corps, in der strengen Wahrung der einenden Bande aller Armeetheile, der deutschen Armee« und Dienstsprache, in dem strengen Niederhalten aller von außen kommenden oder durch einzelne Personen propagierten einseitig nationalen Regungen, in der Bewahrung des guten alten Geistes der Armee liegt allein das sicherste Mittel gegen das Eindringen des NationalilätenhaderS in die Armee." Auch die „Schlesische Zeitung" sp"^ sich in einem Budapester Briefe ähnlich aus. S>e sagt: „Die Armee ist in Oesterreich das mächtige O'gan, welches in allen inneren Kämpfen, gegemlbtt allen auflösenden und zersetzenden P lrteibestrebili'M die staatliche Einheilsidee repräsentiert, nnd es 'st schwer zu glauben, dass die Absicht bestehen soll, an dieser Thaisache, sei es in dieser oder jener ssolM, rütteln zu lassen. Man hat seinerzeit die einheitliche gemeinsame Armee durch den Dualismus nicht a«' tasten lassen, und man darf wohl hoffen, dass man auch in Zukunft darauf bedacht sein weide, dass je»e» Band, welches die Armee zu einer unerschütterlich^ Gesammtheit verknüpft, nicht durch nationale Stl»' mm'gen gelockert werde." Aus Paris wird unterm 9. November gemeldet: Die anf die aus' wartime Politik bezügliche Slelle der ministeriellen Declaration lautet wie folgt: Sie wollten, dass dtt Friede nach außen erhalten bleibe. Wir können kW, behaupten, dass nichts ihn zu stören scheine. Die A^ ziehunqen zu den Großmächten befestigen sich durch eine loyale Beachtung der gegenseitigen Pflichten. D>e gleichzeitige Ernennung von Botschaftern in Paw und Rom gibt Zeugnis von den freundschaftlichen Dispositionen, welche die beiden Nationen und beiden Regierungen beseelen. Die vor unserer Uebernahme der Negierungsgewalt in Egypten eingetretenen V,"' Wicklungen haben seicher zu einer englischen Mil'ta^ occupation geführt. Diese in der europä'schcn Pol"' so neue Thalsache wirft Fragen auf, welche uns M besonders berühren. Das Londoner Cabinet M^ letzteren vor einigen Tagen aus freien Stücken in «^ Handlung genommen, und wir studieren die Vorschlag welche es uns machte. Sobald die Verhandlung^ welche mit freundschaftlicher Höflichkeit geführt n>el> den, ein Ergebnis haben werden, weiden wir lelM" bekannt geben. Wie dem auch sei — verhehlen ^ sich dies nicht — die Quelle unseres auswärtigen E"' flnssts liegt hier, sie ist bei Ihnen. Je nach °M Charakter, welchen Sie der inneren Politik verlelye" werden, wird die Action Frankreichs nach auße" fruchtbar oder unfruchtbar fein. Die ministerielle Declaration drückt den fe>^ Entschluss aus. die öffentliche Ordnung zu erhalle" und mit Ruhe, aber ohne Schwäche alle Versus' dieselben zu stören, zu unterdrücken. Sie verlad' dass das Parlament für den Augenblick jene FrA' beiseite setze, welche die Uebereinstimmung der ^ müther und die Bildung einer gouvernementalen 3M . heit hindern könnten. Vor allem möge das ÄlM und dann das Gesetz gegen die rückfälligen Verb>e^ berathen werden. Die Regierung constaliert die DrM lichkeit, die Uebelthäter vom französischen Boden « entfernen und nach den Colonien zu senden. ^ Die Declaration kündigt weiters verschiedenes setzentwürfe an, darunter uamenllich eine Vorlage U" die Gerichtsorganisation, eine Vorlage, durch tvel^ die Aufeinanderfolge der großen öffentlichen Arbe« endgillig geregelt wird, eine Vorlage zur Ergänz" ° der Nrconstiluierung der Land- und Seestreitlrul ' eine solche zur Ergänzung der Verwaltung»-, OericY nnd Finanzorganisation in Tunis,- eine Vorlage ^ ssörderung der Ausbreitung dei Colonisierung in ^ gerien, endlich einen Gesetzentwurf, durch welche" ^, Entwicklung der französischen Colonialmacht >^ gestellt wird. ^ Die Erklärung spricht die Hoffnung au»' ^ Kammer werde es anerkennen, dass die auswaNU Angelegenheiten unter schwierigen Umständen unt ^ H heit. Wachsamkeit und strenger Beachtung unserer^" .^ geleitet wurden. Im Innern bemühte sich das -"l sterium, die Gemüther zu beruhigen Ideen der " ^ söhnlichkeit und Beschwichtiguug zu ""breiten ^ gleichzeitig die Achtung vor der öffentlichen ^l"".^ zu sichern. Sie werden, so wie wir, eine compro'N' rende Solidarität zurückweisen, Sie werden '"AH' statten, dass Unbekannte, Ungenannte, wahrhafte" ^ lhäter. die Nachsicht der Gesetze bis zum V^e" missbrauchcnd, überallhin Verführung ""d ^^ tragen, friedliche Leute einschüchtern, dadurch ^ ^, Veit paralysieren und unaufhörlich trachten, "^ h^. ftublik in Verruf Zu bringen, um sie zu vero^ ^ Das Cabinet rechnet dabei anf die Unterstütz"^ ^ Parlamentes; es will keine zufälligen u"M"N jert, joritäten; es glaubt, dass eine Majontat el'i ^ welche entschlossen ist. der Rlpublit eine da""^^ und starke Regierung zu geben, welche energy unbedingte Achtung der Gesetze dringt. .., ^ be- Unter diesen Bedingungen sind die Ml" i^ ^, reit, ihre Aufgabe fortzusetzen, und wenn >" '" gu"g trauen erlangen, so werden sie keine «M» sparen, dasselbe zu rechtfertige». >,,r M"' Die ministerielle Elllärung wurde von " ^^ mer günstig aufgenommen; aber viele Depmier ^ abwesend. Nlchts scheint dls jetzt den Bc>la' ^, Cabinets zu bedrohen. Drr Passus g^F!' ,erZ"' archisten begegnete speciell im Senate entsch'eor. stimmung. linibacher Zeitung Nr. 2N0 2215 13. November l»». M., wird berichtet: Im Unterhause vertheidigte in °er Vebatte über den Antrag Northcotes auf Verwer-Mg der Cloture-Vill Gladstone in längerer Rebe °>e Regierungsvorlage und erklärte, die Nation Erlange, dass ihre Vertreter weniger "den und mehr zustande b ringen. Die Rebe-llelyett in der Kammer sei jetzt nicht vorhanden, son °"n durch die Obstruction erdrosselt. Zu den irischen ^eputlerten gewendet, erklärt Gladstone: ..Sie ver. angen locale Selbstverwaltung. Ich habe an einer Frage ein größeres Interesse als an dieser, und «war an eiimn loculen Selsgovernment auf breiter "veraler Grundlage; aber wie wollen Sie diese und unoere Mahregeln erlangen, wenn Sie Geschäfte des Wses behindern?" Gladstone erinnert schließlich an ^"Wurys Worte im Jahre ,877. wo er elllärte. °» Unterhaus werde nie dulden, dass seine 000jäh» "Uen Traditionen in der Atmosphäre eitlen Geschwätzes Moien gehe». Die Debatte wurde vertagt. . Arnold kündigt an. dass er zur Bekämpfung des "Mragrs Sir St. Northcotes über Egypten ein "tnendement beantragen werde, nach welchem das pauz hie jetzige Verwendung der englischen Truppen ^ «NYPten zur Aufrechthaltung des Friedens und A Dldnung EgYPtens und um den Egyvtern die Mstverwaltung zu sichern, sür nothwendig hält. — s^Utte kündigt an, er werde ehestens den Antrag ^uen. dasg h^ ^^z bedauert, dass. nachdem . ab, sj^ England bedingunglos ergeben, er ansgelie-> lt wach, um vor ein egyplijches Tribunal gestellt zu Hagesneuigkeiten. Vororten Fünshaus, Sechshaus. Rudolfsheim. y°Udenzdorf. Ober« und Unter Meidling wurden am °tn ^'^>Neten Gemeindevorstände wenden sich daher an ^ff^lunden Sinn aller Bewohner mit der väterlichen H ''"derung: '^lger! Haltet Euch fern Von allen Demonstrationen! ß,y ^erlneidel sorgfältig diejenigen Gassen und Stra» dt^.^lche der Schauplatz so lulbulentcr Scenen waren, beuten ^ sturen Familienangehörigen. Euren Haus» !U v ' ^^lnentlich Euren Lehrjungen, abends das Haus so^ ^denkt. Mitbürger, dass eine so geflissentliche und die "^vte Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung tll»H schaurigsten Folgen für die gesummte VevNlkerung ^ U« ziehen müsste! ^lnii ,"" "^" ^""^e Iucht im Hause und in der lly hk lyedenkt. dajs durch Euer treues Festhalten ^kdtt dnung. durch Euren echten Bürgersinn alles ^t,! m^ binnen kurzem — vollkommen gut werden ^O?^' HnUet seft am Gesetze, am trenen Sinn llrz^ ""ng und Ruhe l Dann wird — mit vereinten l«»nn ^" die allgemeine Ruhe. Sicherheit und Ord« ^>lh wieder hergestellt werden! hlil,,^ Gemeindevorstünde von Fünfhaus. Rudolfs« T^^echKhaus. Ober-Meidling. Unter.Meidling und ll>kis^ idorf. am <). November 1^2. — Die Bürger-^ »>> ""lius Hugl. Josef Ullmann. ThaddänS Fiantz. ^nharb! ^'edrich. Ignaz Ielebor und Michael ^rde H ^^" turbulenten Vorgängen vom 8. d. M, "oth^ °!" ^ abends, wie eS die Situation dringend ^gebot U ^ erscheinen lassen, ein größeres Militär-^^ k'ttfaltet. Fünf Compagnien Infanterie, eine "lhn der Stadt verweilen möchte.— Die gleiche Formalität beobachtete > auch ein Abgesandter der Tumnltnanten. der den Grafen persönlich sprechen und sich der Gesellschaft gegenüber entschuldigen wollte. Doch Graf Attems bedeutete beiden mit aller Entschiedenheit, dass. da ein Mitglied der Gesellschaft und nebenbei ein kaiserlicher Ossicier, welcher sich nur einer loyale» Patriotischen That rühmen kann. so tief beleidigt worden fei. die übrigen sich leinen Angen. blick länger in einer Stadt aushalten können, welche die einfachsten Grundsätze des Völkerrechtes zweier jetzt be freundeten Staaten fo sehr zu verletzen sich erkühnte. Gleich darauf verließ die Gesellschaft die kleine Festung. — (Die „Strauß-Strophe" im Kuss-Walzer.) Die 250. Aufführung deS «Luftigen Krieg" im Berliner Friedrich Wilhelmftäbtischen Theater hat auch eine neue Variation des „Kusswalzers" zuwege gebracht. Als die Festvorstellung ihren Anfang nahm und Johann Strauß an das mit Blumen. Kränzen und kostbaren Bändern geschmückte Dirigentenpult trat. brauste ein mächtiger, nicht endenwollender Beifallssturm durch das Haus. Immer wieber mufste sich der Meister von neuem dem Publicum znwenden Die animierte beifalls« lustige Stimmung blieb während der ganzen Vorstellung in Permanenz. Der zweite Act brachte eine originelle Ueberraschung. die in erster Linie für den Vomponisten berechnet war. Als der ..Ku fswa lzer". den Herr Steiner vortrug, stürmisch cia capo verlangt wurde, trat der Sänger vor und stimmte eine neue Strophe an. deren Text anfänglich Strauß sichtlich befremdete. Auch das Publicum war verblüfft, bis es aus dem Inhalte merkte, dass es auf eine Huldigung für den Schöpfer der Operette abgesehen war. Nachdem der „Strauß Walzer" zu Ende war, brach wieder ein frenetischer Beifall los. der nicht früher endete, als bis Herr Steiner sich herbeiließ, auch die Jubiläums Einlage zu wiederholen. Wir lassen nachstehend den Text des ..Strauß-Walzers" folgen: „Nnr für Natur hegte sie Sympathie. Unter Bäumen sührs Traumen Liebte Gräfin Melamc. Ach welche Lust fühlt das .herz. hebt b!e Bruft. Wenn im Schatten grüner Matten Man fo hmschwäimt unbcwujst. Dieser Walzer, melodisch charmant, Dieser Knrg, pilant amüsant, Ja, ein Meisler ist'S, der's erfand, Es cill sein Ruf von Land zu Land. Welch ein Zander ist'«, der uns bezwingt, Der uns Seele und Fühe beschwingt, Wenn mit Anmut sein heitres Genie Schafft des Frohsinns Harmonie, Ja — Nur für Natur hra,» nuch er Sympathie. Strömt die helle Donauwclle Seiner Tö»c Melodie, Johann Strauß ist'S, der heut aus Wien Unter seinen Freunden erschien. Ihm wird huld'a.unst jetzt weit und breit Von Millionen, die er hat erfreut. Wenn im Tanze sich schmiegt Paar an Paar Und des Leben« Lust wird offenbar, Klingt im Neigen wie im Gefang Nnr fein echter Herzensllang. Ja sür Natur hegt auch er Sympathie, Strömt die helle Donauwclle Seiner Töne Melodie. Durch unfer Hans siegreich flog Fledermaus, Neue Siege im lust'nen ilriege hat errungen Johann Strauh.'" Zum Schlnsse der Vorstellung überreichte Frau Director Frihsche dem Meister Strauh. während das Publicum stehend applaudierte, einen riesigen Lorbeerlranz. der mit zwei gewaltigen schwarzgelben Ntlasschleifen geschmückt war. — (Die Gebeine des Cid.) Der bekannte Schriftsteller Wilhelm Lauser hat bei einem Besuche in Sigmaringen in der dortigen berühmten Sammlung einen lleinen Sarkophag entdeckt, welcher die Gebeine des romantischen spanischen Helden (5 i b enthält. Die Documente der Echtheit waren vorhanden Die Gebeine waren IKOK während der Napoleon'schen Invasion aus dem von französischen Soldaten erbrochenen Grabe in einem Kloster bei Burgos vom Fürsten Salm-Dick und einem französischen Officier. Lamartillet, gesammelt und in einem lleinen Sarkophag, nach dem Muster des zu Burgos befindlichen, geborgen worden. Fürst Salm.Dick hatte sich später testamentarisch dem Fürsten Karl Anton von Hohenzollern vermacht. Durch Vermittlung des spanischen Akademikers Tubino sollen dieselben nunmehr nach Madrid zurückgebracht werden Locales. — (Ernennung) Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den Bezirlsgerichtsadjuncten Leopold ö^u zel auf sein Ansuchen von Seisenberg nach Lack verseht und den Auscultanlen Wrilharb Ganoini zum Bezirlsgerichtsadjumten in Seisenberg ernannt — (OoIIo^jum Uülikiium,) Gestern Sonntag nachmittags halb 5 Uhr fand durch Se. fürstliche Gnaden den hochwürdigsten Fürstbischof Dr. Pogaöar die feierliche Einweihung des vom Vincentius»Vereine in der Polanastraße neu erbauten Knaben'Waisenhauses Olwxium Ulll-jaiium statt. Dem feierlichen Acte wohnten der Herr Landetpräsident A. Winller sammt Frau Gemahlin, Landeshauptmann Graf Thurn, Bürgermeister Grasselli. Landesausschuss Desch. mann. die hochw. Herren Dompropst I. Suppan. Propst Dr, Iarc; die Domherren Pfarrer Urbas. Ja-mejec. Dr. Gogala und Ieran, die Herren Pfarrer Ho-cevar und Nozmann. die Theologieprofcssoren Flies und Smcrelar. mehrere Priester des Ordens der WW. EE. Patres Franciscaner, das Damencomite des Vincentius-Vereins und ein zahlreiches Publicum bei, außerdem die Waisenknaben und »Mädchen, ledere aus dem Baronin Lichtenthurn'schen Institute. (Wir kommen auf diese schone Feier noch aussührlicher zurück Anm, d. Red.) — (Photograph! sche Aufnahmen.) Der hiesige tüchtige Photograph Herr Julius Müller hat in der letzten Ieit einige dankenswerte Aufnahmen ge- Laibacher Zeitung Nr. 260 221« 13. November 1882. macht. Er beeilte sich. den zahlreichen Freunden und Verehrern weiland des Herrn Dr. Ritter v. Bleiweis « Trsteniöli eine Erinnerung zu bieten, durch sofortige Aufnahme des kürzlich auf dem Friedhofe zu St. Christoph gesetzten Grabmonumentes, welches Bild wir als treff« lich gelungen bezeichnen müssen und der Aufmerksamkeit der betreffenden Kreise bestens empfehlen. Weiters hat Herr Müller vom Schlossberge aus fünf aneinander« gereihte Aufnahmen der Stadt Laibach in der Aus« dehnung von der t. l. Tabatfabr»! bis zum Südbahnhof versucht, welcher Versuch fehr gut ausfiel und ein vorzügliches Panorama dieser Stadthälftc darstellt. — (Unsere Landsmännin Frl. Helene Pesfiak) die gegenwärtig im Stadttheater in Breslau im Engagement steht, hat, wie man nnS mittheilt, einen sehr ehrenvollen Antrag nach Australien erhalten. — (Aus Trieft) schreibt man unterm 11. d. M. über die Schiller-Feier im „Schiller»Verein": Die Träger dreier in den hiesigen musikalischen Kreisen wohlbekannten Namen verkündete uns das gestrige Eon-certprogramm als willkommene Gäste, darunter Fräulein Eberhart aus Laibach. Die bedeutendste, mit größter Spannung erwartete Novität dieses Concertes war das „italienische Liederspiel" für Soli und gemischten Chor von Engelsberg, das, Dank der guten Ausführung, auch hier einen fehr vortheilhaften Eindruck gemacht und sich die beifälligste Aufnahme errungen. Die an« spruchslose liebenswürdige Composition, welche viele effectvolle, glücklich erfundene Stellen enthält, die mit ihren frifchen Melodien ganz unmittelbar wirken, fand in Fräulein Clementine Eberhart (aus Laibach) und dem Herrn Purgleitner (aus Graz). den Mitgliedern der hiesigen Liedertafel Hoiebar und Iimmermann. fowie dem Damen« und Männerchore deS Schiller «Vereins eine entsprechende Interpretation, welche ganz geeignet war. sich den lebhaftesten Beifall zu erwerben, an dem es auch die Zuhörer nicht fehlen ließen. Frl. Eber« hart, über die wir uns schon bei ihrem ersten Auf. treten in Trieft lobend ausgesprochen, erfreute noch durch den Vortrag zweier Lieder von Ienfen: „Ich glaubte, die Schwalbe" und »Frühlingsnacht", welch' letzteres die Sängerin auf allgemeines Verlangen zur Wiederholung bringen mufste. Die Einleitungsnummer des Concertes brachte Schuberts Trio in Nä-äur, dessen Wiedergabe von Seite des Frl. Charlotte von Cisl und der Herren Heller und Piacezzi eine sehr lobenswerte war. Frl. von Eisl erwies sich auch in den Clavierstücken: »Am Quell", in Schumanns Studie für den Pedalflügel und Liszts „Rigoletto«Parllphrase" als eine technisch durchgebildete Pianistin, deren weicher An» schlag ganz besonders in den zarten Stellen vollständig zum Durchbruche kam. Frl. von Eisl wurde verdienter« mähen durch reiche Beifallsbezeigungen und Hervoriufe ausgezeichnet. — (Landfchaftliches Th e ate r.) Gestern gieng bei recht gut besuchtem Hause zum erstenmale in dieser Saison Iapperts überaus lustige Posse „Ein Böhm in Amerika" in Scene und fand wieder reichlichen Beifall. Die ganz vorzüglichen Leistungen der Damen Frl. v. Wagner (Localsängerin Geiringer) und Frau Wallhof (Sarah Mandelblüh), sowie des Herrn Di, rectors Mondheim (Mehlspeishändler Pawliczek) sind vom Vorjahre bekannt und erregten auch in der gestrigen Vorstellung außerordentliche Wirkung. Neu waren heuer die Herren Ewald (Aaron Mandelblüh). Hopp (Kaffee« fieder Degelmayer) und Tauber (Capitän), die ihren Aufgaben vollkommen gerecht wurden. Frisch spielten und sangen die Fräulein Lougin. Kadletz und Edels» bach (Ballettmädchen); die sechs Töchter des Kaffee« sieders waren bestens repräsentiert durch die Fräulein Germain. Gerra. Löffle r. Wille und die Frauen Haim und Schneidt. Herr Paulmann charakterisierte den „Imprefsario Schaueuburg" nicht übel. Bekannt war wieder die im ganzen ansprechende Leistung des Herrn Auspih als ,Steuermann". — Frau« lein Karoly bot in der »Marianka" das Bild der selbst in der Residenz Aufsehen erregenden Hannakin, »wie sie leibt und lebt". —cs. — (Kallinas Posttarife) beginnen mit erstem Jänner 1883 den 14. Jahrgang. Dieselben enthalten in leicht übersichtlicher Zusammenstellung alle auf die Aufgabe der Brief- und Fahrpostsendungen wie auf den Verkehr mit der Post überhaupt bezüglichen Bestim-mungen, die Tarife zur fchnellen Berechnung der Post« gebüren für Griefe, Correspondenzkarten, Drucksachen, Warenmuster, Geld« und Frachtsendungen, Nachnahmen. Postanweisungen »c. nach allen europäischen- und außer« europäischen Ländern, dann die Bestimmungen für den telegraphischen Verkehr und die vollständigen Tele« graphentarife. ferner ein Verzeichnis der Hauptstädte und der wichtigsten Handelsorte der Welt, mit Angabe der Nummer, unter welcher die Taxe zu finden ist, eine kurzgefafste geographifche Uebersicht aller Länder der Welt und endlich eine fchön ausgeführte Weltkarte, auf welcher mittelst Tondruck alle dem allgemeinen Post« vereine angehiirigen Länder nebst Angabe der Postbrief« tax?« ersichtlich sind. Die Karte enthält auch sämmtliche Postdamp^ch^. und Telegraphenverbindungen. Der Pränumeratwnzprei» für das Jahr beträgt 1 st ö. W. und ,st derselbe an die Verlagshandlung N, V. Wald»' heim ,n »Ulen — 11, Taborst56 -'^ balbfrucht . -,- «70 Kalbfleisch .-50"^ beiden „ 4 55 5 73z Schweinefleisch „ —52 ^^ Virse „ 4 87 5 55^ Schöpsenfleisch „ -28^ " Kukuruz „ 6 40 « 52 Hähndel pr. Stuck - 95 Erdäpfel 100 Kilo 2 68-------Tauben „ ^. 16 ^ ^ Linsen pr. Heltollt. 8-----------heu 100 Kilo . . 2 86 ^ Erbsen „ 8----------Stroh „ . . 183 " Fisolen . 9-----------H"lz. hart., pr. vier „<,,. Rindsschmalz Kilo — 94------- Q.'Metcr -- 6 A Schweineschmalz „ —88-------weiches, , — 4^" Spccl. frisch , — 80-------Wein. roth,, 100M. - — 20 ^ — geräuchert, —82------- -Weiber . — 18^ Verstorbene. Den 1 y. November. Ludwig Rihtcrstt. Väclerge' lens'Sohn, 3 M., Franzcnsquai 29, GehirnlMenwasscrjuch' Den 11. N o v c m b e r. Katharina Stof, Hausbesitzers' Witwe. 78 I., Stadtwaldstrasjc Nr. 12. Leberentartung. ^ Maria Hace, Fabrilsarbcitcrin. 42 I., Petersstraße Nr. ", Tuberculose. Theater. Heute (ungerader Tag): Krieg im Frieden, llustsp^l _____m 5 Acten von G, v. Moser und F. v. Schöitthan. Lottoziehungcn vom 11. November: Trieft: 1 65 60 59 39. Linz: 89 12 77 59 51. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. "5 -Z m n - : 3 ?'Z Z ^ Dr !; 6 3? ^Z 7 U.Mg. 734 51 '^50"windstill " Nebel '' „ 11. 2 „ N. 728 78 ^- 6 2 SW. «chwach bewölkt 0"" » . Ab. 728 56 -»- 6 2 O. schwach bewölkt ^,^ 7 U Mg.'7?^45'^2^ ^^chwäch ' halbheiter ^ 12. 2 . N. 735 49 4> 7 0 W. schwa ch heiter "'"" 9 , Ab. 737 72 -^ l'8 windstill sternenhell Den 11. morgens dichter, stark nässender Nebel biS B Uhr anhaltend, dann dunkle Wolkenzüge, taaMbcr öfter NAz Den 12. herrlicher Tag. Alpenglühen: sternenhelle Nacht. A, Tagesmitlel der Wärme an beiden Tagen -j- 4 8" uud -^ ^ beziehungsweise um 0 2« über und 0 8" unter dem Norway Verantwortlicher Redacteur: Otto mar Bamberg- Auf die heutige Annonce „Anlaae und SpccullttionsläH des Banlhauses „Ueitha", Wien, bitten wir besonders z" a«^ W Danksagung. » W Für die so vielseitige, liebevolle und aufmerl" W M same Theilnahme anlässlich des Ablebens mcilicr « M unvergesslichen, innigstgeliebten Gattin > » Maria Zesser »el. Pollack > W sowie für die vielen prachtvollen Kranzspenden fasst M ^ ich in meinem und im Namen meiner Kinder dcn « M innigsten und tiefgefühlten Dank. > > Franz M". » W Gurlfcld am 7. November 1882. > bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk erprobt bei Husten, HaUkrankhelton, Magen-und Blase" katarrh. PASTILLEN fVerdauu^gszeltchen)- Heinrich Mattoni, Karlsbad^i^ '—'—^=::^si Etiquette u.Korkbrand KATTUN' ^ wie nebenstehend M* > oirCCUÜfil FR Kenaa m beacliten. jjLojnUP^ 221» Course an der Wiener Görse vom l 1. November 1 «N3. «clb Ware ^ Stants.Nnlehe». eilNnl«......."" ''" l««3 4° ° zV'.' /"" ' "l 7° '»» .'<> l»«!n ^"""°s< . . loo« ,72- lulls' «°«°-«en.^ 'p^.^I^ da",M ^°"lchcin«. rückzahl. ^«'«°Ib«Nt7«°/. . . . . ll95s. l,n S5 . i.°I^"' . Q^'Anl. ixuss. ö.W.K. ,!>3 7l. ,8tl,<. ' «l»at«.Obl, (UN«. Ostb.) ,10 - no kc , «.x^.,« ^ VomI. 1U7« »« 8l, 8» — ^^"'««'«Nl.k loafl.o.w. N8- ,18 b« N, ' "'» ^°s° 4»/° ,00 fi. . . 100 2c 10, <0 «"»dentl.. Obligattone» z°z,V«........°«-.°7- z°/.ft°H""ch.jchl .... ,04,50 --- ^°"°"!<«.ünb,launische -'33-1'"'- «»«Ik Wo« /, fiebenl>«rglsche.....98ü« 98 75, b°/, TemlsvaroVanattl . . »b l5 Sl< 7l> »»/»ungarische......9875 9975 Nnbere öffentl. Unlehen. D°nau.M««..role b«/« ,00 fi. . ll5 75 11«,s, blo. «nleihe i«7», ftenllftei , 10« ib 106 — Nnleben d. Slabtgemcindt Nicn 10» — i«l dlo. in 5a , „ 5°/n . — —------- dto. in 5N „ „ > — — Oefi..ung. Van! verl. 5°/, . . i^n 50 loo 4 bto. , 4'/,°/« . . IbU Ik lvl, 8!, bto. „ 4°/n . . 94 1» 84 »<, Nng, aUa.Vobencr«bil°»ctiengeI. in Pest in «4 I. veil. b'/,°/<> , —»— — — Priorität«. Obligationen. (sür 10« ft.», Elisabeth.«Leftbahn l. «kmilfion 97 ?e SU — herbinands.Norbbahn in Silb, »Nb b<< INK — hranz-Iojci'Bahn.....lv! 50 101 75 Halizijchc «ail - kudwia » Vahn .'<«<» fi. S, 4>/,»/n . , is,u".!> !0(.'4«> Held War.-Oefterr. «»rbwestbahn .... »« 3c 10« «l. kitblndürgel.......«,5^ «,75, Elaa««bahn 1. Emission , . 1??^- ,7« — blibbahn b »«/,......,3« 5° I«- « " .. ^"/,......uz, 5,o ,,875 Nn»..«al«z. »ah«.....9, ,<> ^.^.^ Diverse U«se (per Slils). Lreditlose I«, fi..... 174 5><» ,?s. - «llard-^e 40 fi...... „.75 ,^,,^ 4"/. Donau.Dampfsch. ,«» fi. , !lH — ,<>» 5<, Osener Vosc 4<» fi. . . ^.^ »«, ,^ Palssh.l!°!« 4« fi. . . . ^ ' «5,.^ ,« . Mudolf.kole lo fi...... i^.sz 1» ll. kalm-l'ose 40 fi, ... <;,.,.« ^» s.,, Ct..!»cn°>e«'^fe4N ff. , ' ' ,,.!.« .7,.. Walbsscin Lo»r 20 ft. . . , ' ^77^. ^.5.,, Windischnratz^ose l!0 ft. , , '^52 <(, ^ Van! Actien (pel «IÜD. »ngl°'0estell, Vanl I»ofi. . . <» Elbt.»«lnft. i- Hand u. O. i«l> ft. »04 7« »us. -2rbl,,Nnst.. «Ng. Ung. «m> ft. , ,1,4 7k ,^°> ill. Dcp°sitenb^«llg !.ua fi. . . . «>. 70 „H ,5 ««complt'Ges., Nilbelöst. zoo ft, «70 — «go -Hypothelenb., oft. ,<»<» N, »z»/„ «. —— — — Lanberbanl oft. ^«> st. G. 50»/,^. _.^. ^,^ Oefterr.-llng, «ans.....»,5 _ »57 ^ U»i°nl>anl il'l, fi......,i»80lis.^c> «r<,>><,!>» Äl!„, ,40 ft, . ,44-— ,44,50 ^ell. War« Nctien von Transport» Unternehmnngen oN !iAl.....587—589 — Drau.L'! !»! 5.!: ..OI,b,'Iiro!,II7,<>N.E>, ,81 5.0 I«« -fferdinandll-Nordl'. loon N N. Silb I«i —!>m. . Aiin!lilg>,rcfcrL4 »5 dlo. llu» !l. Silber !»27 z», »«7 ?b Prag'Tüiicr «iilcnb. l5l»N.S>lb. b» —, b» 5>(, Rudolf. «l>bn z»0 fl. Silber ina-7.^1«? i!s> Siebendui^cr «iisenb. !tl»u fl. S le, 5.0 l«^ — Slaal^riundib!, ^lw fl ö, W, 85.0 ?s> Gllbbabn «VN ss. Silber . . . 13» b0 140 — Sitb'Ä'll'rbt'. !i!crb.<«. «ooff.LM jibi — 151 b» Tb?if>Vabn W0 N. ö. W, . , 247 7k ^48 — Il<,m»»t).»es..Wl. 170«. ». V, «9 75, >»0 — , wr, neue ?N N. . . — — - — !lll,l«porl.<^?!?lIlK!,f< ,on N. . Ivi — ,0» — Turnail'Nraluv «<^> N. i>. w, . — — — — Ung.^nli,, «iilen!, ^Uüfl, ?i!b„ 1«!'- 1«! 50 Nnss, »lordoftbadn ?!»» N. Sil!»^ l«l -.^inz! — Un«,WeNl,.s«aaI' lll>, >,< Wien leu<< N. , —— —»» ll>!cnbab!lw,'t'cil>,i, I, 2l>0ll. 4<>"/„ —-- — - „ 7» zz n, , ,,^ »!!cn .»nb-Gel. ^<»0 ss. l7ß 5Y >??-«<» >,. H,Ie,,iaf<, luu fl. . ,z« — >!»« 5^ ^,. Ocft. in W, ,00 fi n.i «k ,« — «,!>,»,»! «ol)!tnw.'^>e!. ic>l> ft. . — — — ^ Devisen. Deutsche Playe......, Par,« ...... < Petersburg.......—^ ^^ Valuten. Ducatcn........z-o«^ 5«, »N.stranc«»Vtll!le.....>'48>! l»<95 Denude Meianlno«z ,"! Namen Sr. Majestät des Kaisevs hat °<^'. l!a>'dcsstericht in ^aibach a's Prrjs' u'cW auf Antrc>n der l. l. Staatsanwaltschaft >'" lischt crlannt: l»L^ ^^°lt des in der Nummer 254 der hllll«, !^^ in sliwcilischcr Sprache erscheinenden f! j 'Ichcn Zeitschrift ^Ic.vc,»!,! tl»u«^"' ^nillncud «lit „v /»äi^uin «llüoln «lo-be«»,," und endend mit «lul:i88o viclulmtur", «Mlde den objectiven Thatbestand des Vc» "^3 ^«"l die öffentliche Ruhe und Ordnung ll5^" St. G. 4z,. ^s werde dacher zufolge der 88 489 und tz,y °" Etrofproccfsordiiung die von der l. l. H,h"'vllnwaltfchast in Laibach vrrsiiate Beschlag' '«!»? >, dummer 254 der Zeitschrift «8Io-""!,, ""o,I" vom «. November 1882 bestätiget b°!,i ,?"ll der 88 :l<> und U? des Pressgesel.;cs I8«z" Dezember 1662, R. G. Bl. Nr. 6 für lNll^^eitcrverbreituug der gedachten Num-bell.^°otrn. a',^ Vernichtllng der mit Beschlag bes ^" lk^mplare derselben und auf Zerstörung ^°bciz des beansiänd.'tcn ArlitelS erkannt. >^^)^m^^^«n^er 1882. ____ ^'^12) Nr^20.086. ^zel»runu»fteuer - Packloerfteigerunll. »ui^ °n der l. f. Finanzdirection in Klagenfurt ^tlsi, 'bnkgeben. h^^ z,^ Einhebung der "Nb Oi^'Mleucr von Fleisch. Wein. Nein» »lis di, '^"°st »m Stcueramtsbezirle St. Paul lih»,»'. '"nucr des Jahres 1883 und mit still. Inender Erneuerung auch für die Iah'-e l>te> (v?" 1W5 oder auch unbedingt für die ^°M!i!l ^^' ^^ ""b 18«5i im Wege der kstimm ' ^krsleigcrung unter den nachstehenden "Nngen verpachtet wird: ') D'e Versteigerung wird do^. «m 18. November 1882. ^cctio^, um ^Uhr. bei der l. l. Finanz. ^I,N .' ln Klllgcnfurt vorgenommen, und s °Nt>w, ""Handlung an diesem Tage nicht sl>n,w°'. werden sollte, in der weiters zu bc° ^l"ack" ""^ bei der Versteigerung bekannt-„ 2) > Z«t fortgeseht werden, ^zchr»» ^ Uusrusspreis ist bezüglich der "ltnn,""nssleuer """ 3'kisch mit dein Jahres-^tunn^"" l300 fl. und bezüglich der Ve» !"it drw' ^" "on Wein. Wein- und Obstmost ^^..'tietrllge von 7700 fl . sohin in dem 8 "u^ae von 9000 fl. ö. W.. bestimmt, ftklas, our Pachtung wird jeder StaalSbüracr '"> il^s'"' welche,,, lein geschliches Hindernis situ"'^ den Fall sind contraetbrüchige Ver« > d?. n^'^nchter sowie alle jene. sowohl >t sni^^ernahmc als von der Fortsetzung ^chtwö?" Pachtung ausgeschlossen, welche "Nt wL^." ^"^s Verbrechens mit einer Strasc v> ">-l>en sind. !!^l»n!us<3"?^^"kn, welche wegen eines aus .5tt <,'."^l begangenen Vergehens oder wegen Ul »vel? Ucbcrtrctuna verlirthfllt wurden, "l!sÜI^l> infolge ^^ Strafgesetzes über Ge-n^en ,z "ungen wegen Schleichhandels oder k,- lsuchun schweren Gefällsübertretung m b ^bsw""N »cz°llen und gestraft oder wegen 2<°,"U rechtlicher Äewcise von dem Straf-U ^n n^Uezähit wurden, sind durch sechs. Hide V"nkt der Uebertretuna. oder wenn ?/" s«ln^ ^""" 'st' der Entdeckung der- "°Lclchi^t»c Jahre als Pachtuuaöbcwerbcr Vn?^incsV^^"l^' ^«h'gleit zur Ein^ j!^ Vllchti'^, Pachtvertrages überhaupt hat sich Nl^d'e N^ vor dem Beginne der Pachtung b'viirdia b""n« bcr F'nauzbchürde mit lvln ^^ Vier Dlxumrnten auszuweisen, dt^' h" v«"m^"^"s^igrrung thcilnchmrn ith„». " ^css,nn der Versteigerung einen " theile des Ausrusspieises gleich- kommenden Velrag im Baren ober in inlnndi-schcn Staalsoblistatinncn oder in anderen Wcrt. essecten, loelche kraft besonderer <^rfetzc oder Anordnungen von der Finanzverwaltuna, als OeschiijtScaulion angenommen werden dürfen, als Vadlum zu erlegen. Dieses Vadium kann auch durch Bestellung einer plipillarsichcren Hypothek geleistet werden, und ist hierül'er die mit der Bestätigung der erfolgten Einverleibung versehene Psandbestel» lnucMrklinde, der neueste Grlmdbuchsanszug lind eine vidimiertc Äl'fcllrift des Protokolles über eine höchstens drei Jahre vor dem Uicl» tationstaae vorgenommene gerichtl. Schätzung der Hypothelarrealität vorzulegen, Der Wert der Obligationen oder Werteffccten wird nach dein zur Zeit des Erlages bekannten letzten Vöisencourse, jedoch keinesfalls über dem Nominalwcrle berechnet. Die einer Verlosung unterliegenden Papiere müssen mit einer glaubwürdigen Bestätigung versehen sein, dass dicfclbcn noch nicht gezogen worden sind. Die Annehmbarkeit des Vndinms zu prüfen steht der Lieitationscommission zn. geaen deren Ausspruch leine Einwendung zulässig ist. Nach beendigter ^»citation wird blüh das Vom Vcstbielcr erlegte Vadium als vorläufige Caution zurückbehalten, den übrigen Licitantrn aber werden ihre erlegten Varbeträgc oder Werteffectcn. resp. die auf Hypothckarcaution bezüglichen Urkunden zurückgestellt und die k. l. Finanzdi'rclion wird nötigenfalls die Einwilli. gung zur bücherlichcn Löschung des Pfandrechtes ertheilen. Die Einvcrleibuug und Löschung haben die Licitantcn auf ^ihre eigenen Kosten zu be« wirken. 5.) Es werden auch schriftliche Anbote an» genommen. Derlei Anbote (welche dermal dem Stempel von 50 Nculrcuzer für den Augen unterliefen) müssen jedoch mit dem Vadiuin belegt fein, den bestimmten Pachtschillings. Betrag sowohl in Ziffern als auch!u Buchstaben ausgedrückt ent-halten, und es darf darin leine Clansrl vor» kommen, die mit den Bestimmungen, der gegen-wältigen Ankündigung und mit den übrigen Pachtbcdingnissen nicht im Einklänge wäre. Diese schriftlichen Offerte sind nach folgen» dem Formulare zu verfassen: „Ich Unterzeichneter biete sür den Bezug der Verzehrungssteucr vo»......... lhlci >st das Pachtobject genau nach dieser Licitation«-nnlündigung zu bezeichnen) auf die Feit vom bis ........ 18.. den lährllchen Pachtschilling von .... fl. .. lr., fagr: Gulden ........ ...... Kreuzer östcrr. Währ. mit der Erklärung an, dass mir die Uicitations. und Pachtbedingnisse. denen ich mich unbedingt unterziehe, genau bekannt sind, und ich für dcn vorstehenden Anbot mit dem beiliegenden zehn- proccnligrn Vadium von -----fl. .. lr. östcrr. Währ. hafte." Datum............ Defc schriftlichen Offerte sind vor der Lici-talion bei dem Vorsteher der l. l. Finanzdirection in Klagensurt bis zum 18. November 1882, vormittags um 10 Uhr, versiegelt zu überreichen, und werden, sobald die mündliche Licitation acschlossen ist, eröffnet nnd bclannt gemacht. Sobald die Eröffnung schriftlicher Offerte, wobei die Ofserentcn zugegen fein können, be» ginnt werden leine nachträglichen fchnftlichen oder mündlichen Anbote mehr angenommen. Schriftliche Offerte werden säion mi« Be-ginn der Stunde der mündlichen Versteigerung nicht mehr zugelassen. . Lauten ein mündliche« und ein schriftliches Anbot auf dcn gleichen Betrag, fo wird dem ersteren der Vorzug gegeben, bei gleichen schrlft. lichen Anboten entscheidet die Verlosimg, welche sogleich au Ort und Stelle nach der Wahl der LicitlltionScommission vorgenommen werden wird. (i.) Wer nicht sür sich. sondern im' Namen rini-s anderen licüiert, mufs sich mit einer gerichtlich oder notariell legalisierten speciellen Voll,nacht ausweisen und ihr dicfclbc übergeben. 7) Wenn mrhrrrr Peifonen in lycfellsckaft lieitieren, fo haften sie zur ungetheilten Hand, d. h. Alle für Einen und Einer für Alle, für die Erfüllung der übernommenen Contralts-Verbindlichkeiten. Wird ein schriftliches Offert von mehreren Personen gemeinschaftlich gemacht, so muss es die ausdrückliche Erklärung enthalten, dass die Offcrentcn die solidarische Hastung für die genaue Erfüllung der Pachlbedingnissc übcr^ nehmen. 8) Die Versteigerung geschieht unter Vor-behalt der Genehmigung, nnd es ist der Lici. tationsact sür den Bestbirter durch sein Anbot, sür die l. l. Finanzverwaltung aber erst von der Zustellung der Genehmigung an verbindlich. 9.) Der Ersteher wird mit Beginn der Pachtperiode dnrch die t l. Finanzbehörbe in das Pachtstrschäst eingesetzt. Derselbe hat zur Sicherstellunq seines Pacht-schillings längstens binnen acht Tagen nach der geschehenen Zustellung der Genehmigung der Pllchtvelslrinl,e„ n>iid. Die Licitlltionsbrdlnalllsse lliio Vuranschläge können in den a/wöhnlichrn Anitc-stlinden hier» amts eingesehen werden. Ortsschulrach Untnloitsch, am ii. Novem» ber^1882.____ ____________________ (4082-3) Hunämackun». Nr. 8805. Vom l, l Bezirksgerichte Nllssensuf, wird bclannt gemacht, dais die aus Grundlage der zum Behufe der Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgcmcindc Gorcnjavas gepflogenen Erhebungen versasöti-n Besitzbogm nebst den berichtigten Verzeichnisse!! der Liegenschaften, der Mnppl-iicopien und den Erhebungs-Protokollen durch 14 Taac, vom Tage der rrsten Einschaltung dieser Kundmachung an, zu jedermanns Einsicht in der biesgccichtl. Nmtsl«nzlei anfliegen. Für den Fall, als Einwendungen gegen die Richtigkeit dieser Vcsitzboa.cn erhoben werden sollten, wird zur Vornahme wcitcrcl Erhebungen der Tag auf den 22. November 1882 vorläufig in der Gerichtökanzlci bestimmt, Zugleich wird dcn Interessenten bekannt gegeben, dass die Uebertraguna, der nach §118 des allg. GrnndblichsgefrtzeS ainortisirrbaren Pl!-vatforderungen in die neuen Giundbuchscinlagen unterbleiben kann, wenn der Verpflichtete noch vor der Verfassung dicser Einlagen darum ansucht. K. l. Vezirlsgericht Nassenfuh, am 0. No-vembcr 1382. (46!l8—3) Hunämllckuny. Nr. 6634. Vom l. l. Bezirksgerichte Krainburg wird bclannt gemacht, dass die behufs Anlegnng eines neuen Grundbuches für die Catastralgemciude Flöduig angefertigten Besitzbogrn, Lirgenschastsverzeich-nisse und Mappe, vom Hentigcn angefangen, zur allgemeinen Einsicht aufliegen. Sollten Einwendungen erhoben werden, so werben die weiteren Erhebungen am 13. November 1882 gcpfloqen werden. Die Ucbcrtragung amortisierbarer Förde» rungen in das neue Grundbuch wird unter-bleiben, wenn der Verpflichtete vor der Vcr--fassung dieser Einlagen darum ansuchi. ll. l. Bezirksgericht Krainburg, am 3. No« vcmber 18«ll. (4641—3) Gäiclul>Vl,rlallunn. Nr 8525 I.) Franz K^arl i n von Mittcrbirlendors 8,id Art. 75 als Schmied; 2.) Mathias Gra brc von Klanc »ub Url. 14 als Schwrinschlächtcr: 3) Francisca Graschitz von Krainbmg »ud Art,?ll7 als Vreislerin; 4.) Maria Bidanz von Obcrsessniz »ud Art. 12 als Krämerin; 5.) Franz Icglii von Oberselsniz. »ud Art 13 als Wirt besteuert, gegenwärtig un« bekannten Aufenthaltes, werden aufgefordert, ihre beim l l Steneramte Krainburg ausstehenden Erwcrbstcucibelläge binnen vierzehn Tagen nach der dritten Einschaltung dieses Edictcs in das Amtsblatt der „Lailiachcr Zeitui'q" umso gewisser einzuzahlen, als ansonsten ihre Gewerbe von Amlswegen ssclöscht werden. Kl Bczirl'haupimllnnschast Krainbura. am 31. Oliober 1382.