Wbacher Zeitung. Nr ,23 I». >,. b»lbl st. »«. ft«l di» .'jnfic.'w», l«« H«,« Freitag, l. Juni. » s«Un> »b l»„ »»Sn« pl Heil« « l».; »,! «f»«« 1877. Amtlicher Theil. ^ 3e. l. und l. Apostolische Majestät haben mit «Uerhöchslcr Entschließung vom 25>. Mai d. I. dcm ^afen Sigismund Berchtold in Anerlennnng seiner ^vorragenden Verdienste um die Landeskultur das Eom» ^"deurlreuz dcS ^eopold-Ordens taffrei allergnädigst »" verleihen geruht. , Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mil ?""hüchstcr Entschließung vom 20. Nai d. I. dem ^°Ulch«n Sichcrheilswachmanne in Ora; Joseph Pbschl " «lnerlennung der von demselben mit eigener Bebens ^»hr bewirllcn Rettung eines Menschen vom Tode /° Ertrinkens daS silberne Verdienstkrcuz allcrgnlldigst ^ verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Oesterrcichischel Neichsrath. 25v. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 29. Mai. l^, ^ul einer vom Finanzministcr eingelaufenen Zu» iuÜ "^klt das Ges.'h über die Nachtragslr editc S, Staalsvoranschlage pro lK77 die Allerhöchste "llioli. ^ ^rstcr Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite «lU"g des Gesetzentwurfes (Regierungsoorlagc) Über dcn "" ciner Lokalbahn von Wien nach A spang, h, In der Generaldebatte spricht Abg. Ausp < h gegen ^! Vorlage. Redner will höchstens eine Linie Neustadt. ^ng concessiomcrl wissen, da durch eine ^inie Wien» .T^er-Ncustadt eine Parallelbahn zur Südbahn ye. Mn und die letztere in ihrem Privilegium geschä« " würde. H^bg. Dr. Nuß bestreitet, daß die Concession der ^/Hn der Errichtung der projektiertet, Bahn im ^ stehe, und betont, daß nur ein Minimum der ldit^lllfe für die letztere in Anspruch genommen lessic^' " Pflügt ist gegen die Erthrilung der Eon« s.-»>,»,„ ^ ver» breiten suche. Die Ausstcllung v rzug noch Störung ' ' " ! y^ u:,d was s> noch mil die Sicherheit dc: Arbeit z„ j^utzcil, wcl ser." Der Marschall besichtigte, rüstig bergauf, bergab über Baugerüste, durch Pfützen und Koth schreitend, die einzelnen Baustellen, wobei cr von den Arbeitern mit dcn Rufen: ,M lebe die Republik! Ls lebe Mac Mahon!" empfangen wurde, passierte die Iena-Brücke, welche, wie ihm Herr Krantz bestätigte, erweitert werben soll. und durchwanderte das ganze Marsfeld bis zur Militär-schule. Hu dem Gouverneur von Paris Herrn l'Ad» mirault gewendet, saate er: »Oe»»»l, »ir lnüste« m» jeden Preis oei, «r,eg«»»«ßer « HM»»» »«cht». d«ß nach der Ausslelluu« D»»»che G<»W«»W ». halten bleiben. D»« »t, Senalor Aublelicque begrüßt wurde. Auf e«»« Ansprache dt« letzteren erwiderte der Marschall: ,Hch freue mich, hier auf« neue die lebhafte Theilnah«« bekunden zu kennen, welche ich für die Fortschritte de« Nclerbaue« und der Industrie hege; aber ich ergreife zugleich dies: Gelegenheit, um allen und n«nnnüllch den arbcilenden Kreisen zu erklären, daß der politische >ct, den ich soeben vollzogen habt, sie beruhigen und mit Hlp verficht erfüllen «uß. lir hat lediglich den Zweck, meiner ^ ?e wiederzugl' i, fte bedarf i der innerci c>e und dn» Fiicllü nach »u^en S« tonnen fort»» a»f diese Wohllhiitcn zalj .likrliH w. (F«r»1e»un,.) 5tl> «!°" einer Unzahl kleiner bedeutungsloser Nation, bl^^slhen, wird da« osmanische Reich in großen ^eni" ^" Osmanen. Slaven. Rumänen, Griechen, ^>« llf c" ""^ Semiten, nämlich Arabern, bewohnt, llz^lrschtnb, Rasse sind natürlich d»e Tittken, rich. ^^ Us "^^lnanen" genannte ^amil« d:s großen, über t«n < ^ ^°ll Ritter v. Scherzer hat vor mehreren ^f„ ».^"n darauf hingewiesen, wie an der lleinasiali. ltilt, "lüfte ba» Oriechenlh^m immer mehr fich au«. ^ nz^ ^t Türken nach dcm Innern zurückdränge; ^htr 2 ^^ Thatsache beooachtett jüngst auch stranz von ^li,. . "' den von ihm besuchten lleinasialischen In. ^l'lis^^ '^ bas vor zwanzig Jahren noch gesprochene 'en Abkömmlingen der allen Eroberer .....l,riq geblieben, die stch auch noch heule ^«- (Kinder der Eroberer) nennen. Die heu-ligen Oimam" aber find em Mischvolt, das sich durch den ^«lam al« Gemeinschaft und Nation fühlt. Wissen' schafilich mag die »dstammunj;, die freilich nach dem Gesaglen schwer zu constalicrcn sein dürfte, in Betracht kommen — politisch lann nur die Religion maßgebend sein. Der Sohn de« griechischen, albanesischen, bosnischen oder bulgarischen Vey« oder Aga«. der nach Glamlml übersiedelt und dort in Staat«dlenfte tritt, vergißt bald die Rasse seine« Vater«, und bei seinen Nachkommen ift gcwiß jede Spur davon verwischt." In diesen Ausführungen ist Wahre« und Falsche« derart unter einand:r gemengt, daß der Unkundige sicher in die Irre geführt wird. Richtig ist, daß die heutigen Osmancn der europäischen Türkei zum großen Iheilc ein Mischvull sind, und erfreulich ist gewiß auch, au« Edhem Pascha« Munde das Bekenntnis zu vernehmen, daß «< nur mehr wenige echte Nachkömmlinge der alten Eroberer gebe, womit die Behauptung von dem Dahinschwinde« de« echten O«manenlhum« die werlhoollsle Vtstäti» gung empsangt. Echte Osmancn llben nur noch in Uften als compact! Vollcrgruppe, doch hat F. Kanitz die Erfahrung gemacht, daß c« in Alt'Serbien, Vosnien und Bulgarien wol leine etwa« bedeutendere Stadt gibt, in welcher daS asialisch.lürlische Element nicht windeften« durch einige Individuen vertreten wäre. Ihre Zahl tft aber gegenüber der einaebornen Bevölkerung eine verschwindend kleine. Wa« Rumelien anbetrifft, so ist ln den Städten da« stetige Zurückweichen de« mohameda-nischen Elemente« vor dem gebildeteren, han^elsthätiueren Oricchcn. und Bulgarenlhume eine unbestreitbare That-jache. Auf dem rande geht e« nicht viel besser. Die mohamedanische Bevölkerung, unter welcher nicht U« der allosmanischc Stamm, sondern auch die de« Isla» er cmoen Bollselcmenle zu verstehen sind, wirb i>" "tl. jc mchr man sich von Varna weftwärt» gegen Serbien bewegt. Im nordwestlichen Bulgarien fehlt sie dcinahc gänzlich. Kanitz s«nt» dort die ehemals türkischen Gchoste sTschifllil«) großlenlhcil« verfallen oder in christlichen Handen. Uir empfanden darauß die '>hre, dah nicht blo« da« osmanijche vollslhum l^nc.t^, uuH 98« der ?age durch Verletzung der Verfassung herauszutreten. Ich zweifle nicht daran, daß das Land bald begreifen wird: was ich gethan, habe nur das einzige Zle! des hliligen Frankreich und der Regierung, die es sich gege< ben." Der „Moniteur universe!" fordert infolge dessen das linke Centrum auf, sich der Regierung und dem Kabinett anzuschließen. Die Bewegung in Äonftantinopel. In Konstantinopel herrscht augenblicklich Ruhe, und scheint die gährende Bewegung der letzten Tage, Danl den energischen Maßregeln der Regierung, vorderhand zum Stillstande gekommen zu sein, ohne daß es eines Einschreitens durch militärische Gewalt bedurft hätte. Gleichzeitig mit dem Belagerungszustände wurde in Konstantinopel ein Kriegsgericht eingesetzt, welche« die Befugnis hat, alle wegen Verbrechen gegen die Sicherheit des Staates Angeklagten im Falle der Ueber« Weisung zur Zwangsarbeit und zur Festungshaft zu oerurtheilcn. Die gleicher Verbrechen oder Vergehen ver< süchtigen fremden Staatsangehörigen werden mit ;waugs» weiser Eipulsion bedroht. Die Vertagung der Kammer gilt als unmittelbar bevorstehend. Sultan Abdul Hamid hat angeblich verboten, ihm von der Zurückberufung Mithab Paschas zu sprechen. — Ueber die Lage der Dinge kurz vor der Demonstration der Sofias und die derselben vorangegangenen Verhandlungen im türki« schen Parlamente theilt man der „Pol. Korr." in einem Briefe aus Konstantinopel, ddto. 18. Mai, folgende interessante Details mit: „Der absolute Mangel an Nachrichten von der asiatischen Armee, der Verlust des Panzerschiffes „Lütf i DMil" in dcr Donau und die Kunde, daß die Russen bei Matschin Fuß gefaßt haben, brachten die mohame» dänische Vevöllerung schon seit mchreren Tagen in m> geheuere Aufregung. In ihrem Zorne erging sie sich in Invcctiven gegen den Schwager des Sultans, Mahmud Pascha, und den Kriegsminister Redif Pascha, welche für alles dereits geschehene und noch eintretende Unglück verantwortlich gemacht werden. Man sprach bereits van einem Ministerwechsel und von einer Volksbewegung in Gtambul, welche den Sturz des Ministeriums und die Wie« derberufung Mithad Paschas für den Fall zum Zwecke hatte, als Mehmed Ruchdi Pascha Muterdjin, ehemaliger Sa» drazam, nicht einwilligen sollte, die Oberleitung dcr Geschäfte zu übernehmen, letzterer war selbst Gegen» stand einer Manifestation. Mehrere Ulemas und an« dere Persönlichkeiten begaben sich zu ihm, um ihn zum Wiedereintritte in das öffentliche Leben zu vermögen, da er dcr Einzige sei, dcr unter den gegenwärtig«,, Ver« hültnisscn den Staat retten könne. Mchemed Ruchdi schützte sein vorgerücktes Alter und seine zerrüttete Ge> sundheit vor, belobte die von den Ministern entwickelte Thätigkeit und rieth den Manifestanten, ruhig zu bleiben und Vertrauen in die Regierung zu setzen. Tagsdarauf machte sich der mohamedanische De< putieite Henicheherli.Zad6 Achmed Efendi in der üffenl» lichen Kammersitzung zum Echo der Mißstimmung de« Volke«. Er sagte, während der Feind an unseren T!o ren steht, thut weder die Kammer noch die Regierung etwa«, und vergeuden dieselben die Zeit mit müssigen Debatten. Er verlangte Aufklärungen über die Armeen in Ufien und Rumelien. erklärte, daß die öffentliche Me» nung mit Mulhtar Pascha, über dessen Schicksal man im unklaren ist, wenig zufrieden sei, und drückte ftin der Islam vor dem oorschreilenden Christenthum« gegen Often zurückweicht. Es ist auch nur bis zu einem gewissen Grade zu« lässig, zu sagen, daß den heutigen Osmanen die Rtli> gion statt der Nationalität gelte. In der That ist die« die Anschauung, welche der Koran lehrt, indem er nur Gläubige und Ungläubige kennt. Die Geschichte des I«. lam ist aber da, um zu bezeugen, daß die im Koran verpönte Unterscheidung zwischen Alt» und Neu.Muselmännern überall thatsächlich gemacht worden ist. Wenn auch der nach Stambul überfiedelnde Albanese oder Slave, der in den Dienst der Hohen Pforte tritt, allenfalls die Nationalität seines Vaters vergißt, um ganz Moslim zu werden, so ift doch die Zahl derer, welche eben nach KonftantlnZpel übersiedeln und Staatsdienste nehmen können, «ine so relativ kleine, daß fte leinen Au«schlaa zu geben vermag. Ganz anders vtrhäll e« sich mit der seinerzeit zum Islam au« Nühlichkeitsrücksichten über getretenen Vandbeoülkerung. Sehen wir von den bo«. nischen Moslim« ab. welche in der That fanatisch ihrem Glauben ergeben scheinen, so hat derselbe weder bei den Bulgaren noch bei den »lbanesen tiefe Wurzel gefaßt. Dieselben sind vielmehr al« Kryptochristen zu betrachtln. und Kanitz spricht von d«n Pomaci, d. h. den mo«limi> fchen Bulgaren, deren e« übrigen« nur wenige gibt, die wahlbegründete Meinung au«, daß bei einem etwaigen Umschwünge in der Türkei, ««lcher den numerisch star« keren Christen da« politische Regiment ausliefern würde, diese pseudc Hen Bulaaren ooraussichilich zur Religion ihrc. ------ der sie noch immer im O Heimen huldigen, wieder zurückkehren »erden, und zwar ganz genau so, wie viele pseudomoslimische Albanesen die« unter mißlicheren Verhältnissen versucht oder gethan. (ForyVtzunß folgt.) Befremden darüber aus, daß die Regierung bisher noch leinen außerordentlichen Kommissar nach Analolien ent« sandte, der über die dortigen Vorgänge Aufklärung ver. schassen sollte. Er für seinen Theil finde es merkwürdig, daß der Sera«lier Redif Pascha noch immer in Kon. stantlnopel welle, während fein Platz an der Spitze einer der beiden Armeen ist. ?jenichtherli billigt wird. Die Lage war, wie gejagt, m,c sehr schlechte und die Aussicht eine ziemlich düstere, al« die Meldung von der Einnahme von Suchumtale eintraf. Diese gute Nachricht änderte mit einem male die ganze Situation. Die Türken faßten wieder Muth und das Ministerium fühlt sich erneuert etwa« sicherer." Politische Uebersicht Laibach, Ai.Mai. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat Diens» tag nach kurzer Vertagung seine Verhandl,.nacn wieder aufgenommen. Vor dcr öffentlichen Sitzung hielten die Klubs Versammlungen, in welchen die Tagesordnung diskutiert wurde. Die ungarischen Minister sowie bie Mehrzahl der Mitglieder der ungarischen Quoten«Deputation trafen Dienstag nachmittags in Wien ein. Wie schon gemeldet, ist I. Szlavy Vorsitzender und Mai Fall Schriftführer dir Deputation. Dcr Stalthalter von Dalmazien FZM. Baron Rodich wohnte am Atz. d. M. in Ealtaro einem Truppen» manöver bei und besichtigte sodann dic im Bau: be» griffene Montenegriner Straße sowie die Forts l^orazda und Trinity. Tagsdarauf begab fich der Statthalter nach Ragusa, allwo er bis .'51. d. M. verbleibt. Bezüglich der Zollverhandlungen mit Deutsch» land meldet „Ellenör": „Die Delegierten Ungarns zu den Zolloerhandlungen mit Deutschland haben sich Montag uach Wien begeben, wo auch die deutschcn Abgeordneten nächstertagc eintreffen. Unsere Vertreter sind bezüglich der Wünsche, welche die deutschen Vertreter anläßlich dcr letzten Verhandlungen äußerten, mit neueren Instructions versehen worden." Die deutschen Delegierten werden Ende dieser, spätestens im Beginn der lammen, den Woche in Wien erwartet. Gegen den preußischen Bischof Blum von Lim» bürg wurde nunmehr ebenfalls da« Absttzungsoerfahren von dem Kirchengerichlshofe in Berlin für den 13. Iun, anberaumt. Der „Kreuzzeltung" zufolge wäre die Kabinett«, ordre wegen Verstärkung der Garnisonen in Elsaß» Lothringen vollzogen. Es heißt, daß zwei in der Rheinprooinz stehende Infanterie Regimenter, ein rhei' nische« Iäaerbataillon und zwei Kaoallerie«Regimenlel davon berührt würden. Ein Rundschreiben de« fr anzöfl fchen Minister. Präsidenten Herzog ocn Vroglie an die Generalvrocura» toren legt dar, daß Mac Mahon verfassungsmäßig eine neue politische Ri^tung inaugurieren und da« Umstch« greifen radikaler Theorien aufhallen wollte. Er fordlrl di: Procurutoren auf, die Beobachtung der Gesetze zu überwachen, welche die Moral, Religion »md da« Eigen thum, namentlich gegen die Angriffe einer rohen Presse schützen, insbefondere gegen die Apologie der Commune, gegen die Beleidigung des Staatsoberhaupt:«, gegen falsche, beunruhigende Nachrichten sowie gegen die Ver ltumdung einzuschreiten, welche glauben machen w!ll, in Frankreich existiere eine Parlel. verbrecherisch genug, den Krieg entfesseln zu «ollen. — Die „Temp«" zweifelt niHt daran, daß das Ministerium vom Senate die Er» mächtlgung zur Auflösung des andern Hause« erhall. Er fordert daher seine polltlscheu Freunde dringet«"!, sich schon jetzt zu dem großen Wahlkampf zu lüft"' daran erinnernd, daß zum Ueberfluß auch noch Oemeinbl' und Generalrathswahlen bevorstehen. Aus England wird berichtet, daß anläßlich dtt ernsten politischen Lage die Königin ihren Sommer-aufenlhalt in dem wcitentlegencn Balmoral frühM abbrechen und nach der Insel Wight übersiedeln wird, um leichter mit dem Kabinett verkehren zu können. Die Debatte über die neue Zuckersteuer. welche da« italienische Parlament in den letzten Tagen biM ligte, hat in der Sitzung vom 25. d. eine zlemM heftige Szene zwischen den Ministern und einigen rad'' kalen Abgeordneten herbeigeführt. In derfelben Sitzung hielt Tajani von der Linken eine sehr heftige Rede MN das Ministerium, weil es in Sizilien leinc seiner ZU' sagen erfüllt habe. Nachrichten aus Spanien zufolge wurden '" Pampclona und San Sebastian militärische VorsM' maßregeln getroffen, da man eine republikanische «?' Hebung befürchtet. Infolge der Demission de« griechischen Kabine»! Deligeorgi« erfolgte die Berufung Komunduro« z"^ König, und fcheint die Uebernahme der Bildung tint' neuen Kabinett« seinerseits um so gewisser, als er D der Unterstützung aller oppositionellen Parteien bereit« versichert hat. Die Aussicht auf ein Coalitions M'lM' rium ist groß. Am 29. d. haben in Athen vor dlM °' niglichen Rlsidenzschloß und der Wohnung des »lM Admiral« Kanaris kriegerische Volks. Demonstration stattgefunden Das russische Geschwader, welche« sich b>«h" in ben amerikanischen Gewässern aufhielt, soll, nach dll ..Augsburg« allgemeinen Zeitung." nur lheilweise "«« Kronstadt zurücklehren, dagegen ein Theil desselben b" Gibraltar Stellung nehmen, um die Schiff: aufzublll" gen, welche für die Tülle, bestimmte Kriea«contrlbal>be sühren. Nach einer Meldung desselben Blatte« <"» Malta soll der Großfürst Konstantin im Monat 3»"' mit einem Geschwader von jech« Panzerschiffen von Krönst»" auszulaufen gedenken, um, wie es helht, Smyrna/ besehen. — Russischerseil« wird betont, daß oil ^ lachen Alifwiegelun^sversuche leicht an der Donau ^ genzüge hervorrufen könnten. Ruhland verzichtet M auf solche Hilfsmittel und räth vielmehr, wo, w' Alpcnländern. mit AuSnahme der höheren Lagen, . meutlich in Kürnlen, in den Vorländern der Alp"! ^. i„ den Karstländern und in Ungarn sammt ') ^ ländcrn mit ziemlich wenigen Ausnahmen größten»^ vollzogen. In Islrien gibt es schon 15) Centimeters ^ Pflanzen. In Galizlen und der Bukowina h'^^e konnten der großen Nässe wegcn bisher nur sehr " ^ Kartoffeln angebaut werden. Ueber die früh ^ .^» Kartoffeln wird von keiner Seite geklagt. An Orten werden die Kartoffeln bereits behackt. ,^ht Die Rüben sind in den Nordwestländcrn " ^ gänzlich, ln Ungarn gröhtenlheils angebaut. ' ^ Nordostländern aber wird mit dem Anbaue "'^ Anfang gemacht. In den Alpen und deren A"> "<" ist meistentheils das Aussetzen der im Garten «^ "^ Pflanzen üblich, so weit aber die Aussaat a", ^ Felde angewendet wird. ist dieselbe auch be"''^nie" zoqen. 'Nachbauten infolge erfrorener Rübtnjaate" ,^„. vtrhaltnismäßlq selten und. so weil die Bench" „ ji, nur in den ' >ern vor. oaacaen ""^ ,F Ungarn ,r,,. ,aaten aus dem l^" ^ zweiten male angebaut werden, weil die erste 6" ^re« das Unkraut gänzlich erstickt worden war. 5" ^chel^ bei der vorherrschenden Nässe beinahe "be"".^ a"^ müsse», die nmstm -aalen bereits behackt wer ^l' iolche. auf de»eu die Nübenpflänzchen noch " bar sind. '" 5)"stlb Hopfen wird in Böhmen «ben aes""^"' el^ z«'Nt sich bisher grüßerenlheil« schwach, in der sehr gehemmt. ..,„ gM' Ueber den ,1rühlein »ird in Sch"'" gh""" Nothklee steht mit oerhältnl«müßi« wenigen " 989 m den Nord»est> und Noroostlündern gut, in ben übrigen Bändern beider Reichshülsten sehr gut. Doch vird sehr häufig ein gewisser Stillstand im Wachs» Hume hervorgehoben, durch welchen allerdings nicht nur b!t Grünsülterung sowol als Heu>Ernle verschoben, son» btln auch da« Ocsammlergebnis der Ernte beeintrüchti. set wird. In Istrlen blüht Imarnatklee um drei Wo» chln s^gz^ ^^ ^ normalen Jahrgängen. Frostschaden st am Rolhllee beinahe nirgends bemerkbar. Die Grün. lütlerung mit Nothllee hat, so weit Berichte reichen, noch "llge>,d« begonnen. Luzerne hingegen wird in Ungarn Aon ziemlich allgemein, zum Theile seit Anfang des "lonals gemüht, liefert ab:r nur ein ziemlich unbefric-^endes Ergebnis, da dieselbe durch die Fruste »n vie» l" Orlen starl gelitten hat. Wiesen verhallen ftch im allgemeinen wie der Roth» 'let. Der Grasnmch« ist meisten« dicht, aber die Ve-lttallon sehr gehemmt, so daß die Ernte verspätet und "lchl in dem Maße ergiebig ausfallen wird, als früher »Hofft werden durfte. Die neuerlichen Nachrichten über den Stand des feines bestätigen, daß in Niederösterrelch sowie im Wichen Mähren dle Froste nur wenig geschadet haben, >wie auch, daß in Sleiermarl die braun gewordenen ^nosptn großerenthell« nachtrelben, ferner, baß in Kraln ^ Frostschäden in einzelnen ^agen bedeutend, in vielen A" gan^ unbedeutend sind, und daß für Südtlrol und "blz °?"sti8tt nämlich einerseits allzusehr die Gabel, und ^nlenbildung. das heißt verwandelte Vlülenlriebe in ^fruchtbare Gebilde, anderscit« wurde dadurch im Gt> "Ut von Trienl eine Krankheit der Rebe, die „Schwind, ^l' (der Brenner), obwol bisher nur sehr vereinzelt, ^"gerufen. Eine weiteie Nusbreitunz des Oidiums ^ürz wurde hingegen nicht beobachtet. (Schluß folgt) tzagesneuigkeiten. -^(Sl. Oenoiö-l?ose.) Die Verhandlungen wegen Flause» der »ährischen und schlesischen Gll'er de» Grosen ^- Genol« find — wie die „Presse" meldet - so gut al« be» ^«. und wird nur die Nllslehr de« seit einigen lagen verreisten ^Itn Liechtenstein abgewartet, um den Vertrag zn ratificieren. -^"trhiri werden zur endgMigen Perseclion,erung de» Vntnuse« /^> «ehrere Wochen »erstrlichen, da da« Wiener kandeBgerichl. .V« »l« luralell'thillde den Vertrag zu genehmigen hol. »dg» »^eiss ,ine UeberprUfnng durch Sachverständig, veranlassen l^> UM sich llhti die «ngemlssenh:,» de» llanspreis» (2 Mil. j^ 100.000 ft.) zn vergewissern. Nachdem der «evlsion«. t«^ ^" ^ ^ljred Schmidt gegen die Vestellung eine« ssu. ^ »»» Obersten Gerichl»h°ft abwei«lich beschieden worden ll«l»^ ^" Kurator Dr. Salomon nunmehr ein von dem gra> l>t, ?'°°''!chen Vertreter milgeserligle« Gesuch um »»»solgung l»»n ^°°l«l°nb« rlberrelchen. Da sllgllch die aufrechte «tledi ^ l disss, ^,^^^, ^lttll lurzem zu gewllrligen ist. so »ird bt»H«'l ^ ^^^' zwischen dem Kurator und dem gräflich Ge» le»n, ^Mieter Dr. v. Haberler eine nicht unwesentliche Dis» , l Der Kurator »ill nämlich d,e nächste Ziehung vor dem ^, ^ v«rnel,»en lassen, um die nach dem msprünglichm ^ ! " ^'^m I«,l s«ll,ge T,l»ung»qu,t, bezahlen »u lünnen ^ ^ ^l«stn St, Geno»» mchl in di, i'age zn versehen, mit ^. °" 'hm eingegangenen Velbinblschleiten im «uckftande ,u "»!l I"' "^""l> Dr. v. Haber!« der »nsicht ist. bah man sich H " Ä'ehnngen nicht beeilen müsse, Iedenlall« ,fi. wie der ^l>« ^" ^lngslegsnhel» sich farstelll. alle «n»sichl ans Eiuhal, " uilprtlnglichen Z,ehung«pl»ne« vorhanden. U 1^ "" Zw,igv,rein,« der deutschen Gchillerftlslung t» 3«Hn ^, '" lnlnehmen. daß v«n dem Uebelschnsse de« Jahre« ^VMsit, ^^ ^2^ fi. s,z ll. zugunsten de« Vororte« !iK44 fi. bl^'"^tlt» und 1422 fi. l? lr. dem Wiener Zweigvereine ver» ^'ü,, ^^ l'htere Summe dmch HinzusUgnng de« verfligdaren !li,, ^°l" 3°dr, 1875 p« I'il« fi, 18 lr. «uf 2934 fi. 35, tr. ^N '" Zahlt 1«?6 an Unterstützungen l«7 »n der Zahl) i^ ^. ""»n««»bt wurden, so verblieb snde I«76 ,m verl««. ^, ^ "°u ll»04 fi. »b lr Der Zwe,»verein zllhlt ,e,n». '^ Mitglieder und e,n Ehrenmitglied 3l>^^'n Ultheil «lbel Mozart vor 77I»hr,n.) "Ntz > ^^tlssonten Sammlung von Vriesen der Prinzen Heinrich h,y^^^"°n° von Preußen an die Vrasen und di, VrNfin ^ in ""»«arck. welche eben in verlm erschienen sind. findet ^. ''"km nm I5>. Dezember l«00 gsschriebenen vrilse folssenbe »^ N'wltlht Stelle: ^»m lehtm Fseiiog würd, ein Viusil» ^llll!" ^°l"' (Kirchsnmnfis) »usgssilhs«. welche« viele r,ut« l'lnyb '""' ^" verir°»e« söge ich Ihnen, daß ich fi, abscheulich «III ^^ bad,; „ «ftHlllenmusil ,» lehll nur noch eine Kanone. ^»Nl, "'"lt machen einen H0llenla>«, Man sagt. daß die ^°t>h<>« »l'ehrt ist. ich antworte, daß fie »ie der ^vlessi»«" vvn "^N,.^ ^' °en man bl»nnbtlnng»»llrdig fi„btt, de» aber ^ith . ^ « brennenden » » g « « n.) «n» W«1chan " "^l ff. Pf - ^«schrieben: ^D« «« verflossenen S»»nl»g von hier nach Peler«burg abgelassene Passagierzug gerieth in der! Nähe der Station Pljuffa in Vrand. Ehe man von dem Unsalle! noch etwo« wahrnahm, stand schon der drill, Waggon hmier der Maschine in hellen Flammen, und vergeben« bemühten sich Ton. due-telllt und Passagiere nach dem Sliel, daß nicht auch noch andere Waggon« zerstört wurden; aber der von den Flammen bereit« ergriffene brannte bi« aus den Trund nieder. Nun halle sich aber in demselben -e« war ein Schlaswaggon — nolorischerweise der japanefische Mililllrassenl von Petersburg aufgehalten, und e« tonnte daher niemand daran zweifeln, bah der arme Mann verkohlt sei, Vllh, rend man ober nach seinen Utberrefien suchte, lam aus dem Ve» leise eine von lllbeitein getriebene Draisine angesahren, und aus dllser lag mit verbundenem Kopse und verbundener Hand de? — Verrnihte. Der vrand halle ihn im Vchlast Überrascht «ll» der Qualm ihn endlich weckte, sprang er, rasch entschlossn,, zum Waagonsenfler in« Feld hinau«. wo ihn gleich daraus Vahn-arbeiter sanden. Die Verletzungen be« japmefischen Mllilllragenten find zum VlUcke leine schweren," fokales. Die Laibacher SanitiltS-EnaMe. ll. Molivenbericht zu den Antrügen beS EladtphysilcrS Dr. Kovatsch: (Fortsetzn»,.) Nachdem ich hier möglichst kurz und genau den Gedanlengang des VectionSberichtes über die Reform drS Senkgruben, und Nbfuhrsiftem« in ^aibach fkizzicrt zu habcn glaube, wcrde ich mir erlauben, bei aller An< crlennung und Würdigung der vom Herrn Baurath Potocnil dieser Frage zugewendeten Aufmerksamkeit und Mühe. doch einige Bemerkungen zu machen und meine unmaßgeblichen Ansichten darzulegen, und ungeachtet meiner Zustimmung zu den vom Herrn Eanitalsrath Doktor «resbacher hinsichtlich der Reform und Verbesserung des jetzigen Scnlglubensistems gestellten Antrüge und Vil, ligung deß von demselben vorgeschlagenen pneumatischen NbfuhrsistemS doch mehrere eigene Antrüge zu stellen, welche im logischen Zusammenhange auch die Antrüge der Section und des Herrn Sanitülsrathes Dr. llcesbacher mit umfassen. ^aibach ist clnc reine und gesunde Etadt. Das erste Adjectiv „rein", mag wol von den Gierzigerjahren noch herrühren, wo ttaibach schon mehr Kanüle besaß, als manche Borstüdtc in größeren Siadlen, in denen derUnrath auf die Gasse geworfen und geschüttet wurde und die Absatlswasser im offenen Rinnsale übrr die Gasse ftossen, seit dieser Zeit haben jedoch andere Gladte mit aller Energie für Vsseltiauna der «lbfallftoffc Vorsorg, ae« troffen, wühlend bei uns außer dcr Nnllauna einiger hinsichtlich des Oesalls meistens fehlerhafter, nach keinem einheitlichen Plane errichteter Kanüle nichts ge» fchah. Daß bei dieser Sachlage demnach andere Städte einen bedeutenden Vorsprung vor Vaibach gewannen, zum Beispiel Graz, wo unter 4 » ch ist im Wege de» Slabtmagistrate» der r«nde»» Hauptstadt Linz ein weiterer S««melbelr»g v,n 69 fi. 33 lr zugunsten der Abgebrannten »«» Cevtce, Vr«d n»tz Oberloitsch ringelaufm. — (Flohl!leichn»w»pr»jession.) Vei halb-heiterem Himmel vollzog sich g,fisrn in der üblichen Ordnung der feierlich, Umzug der vom Herrn ßilrstvischose l>r us b-m longreh» platze vor der Kloftsssrouenlirche »«ren die au»gerUlt!en In, sanlerie», Jäger» und Urtillerielruppen «n einem Tressen »sgestellt. Vlach Vrha't de« bischsfilchen Segen» defili^len di^tllxn vor de» Herrn Vrigadier VVt. «iller r>. S ch a u e r und rUtllen sod«nn in ihre teasernen «b Nn der Au«rU«l»ng hotte »nch der hieftze Mili!lll»Vtler«»envlr»in mit snner F»h« theil« genommm. — svan Hell.) Infolge de» Narmatage« fand gestern leine Theatervorstellung statt. Heule gehn, al« drille Vorstellung im Abonnement Vlr 2 — Scribe« ^Vlemoiren de« Teu, sel«" in Scene; bi, Partie de« ,.«,ber<" darin ist «»« »n> vongen Jahre a!« eine Vlanzrolle van Hell» belnlM, — M«» gen oder übermorgen dürfte die erste Aufführung ,er „ Fleder« »a,«^ nm»glichl »n»«». — (Geprellt) A« 4.» vl. ««neu zu dem Grnnbb^itz« und K«stwirth Johann Snedic in Pcfavc drei ländlich, ftdoch netl gltleidete Vllnner, welche lm Kralndurger over Steiner Du^«lt lpsachen, und ldeilten demlelb«, setz« D,h,^mn»»l»,ll mil, daß ft« im vefitz, üuheil» gelungen« St««l»n,ten,e gen»»l«> IrnpPnlttrp« »il »n«n»hme der V«tter„n, welche bi «adeßund «Vtelllmz n»h»«'. erstiegen nämlich von zwei Seiten den Schl> ckeI. D«» «egim^" Iellolii und ein Zug Husaren nahmen den Anstieg »«» Statlegz Über lyuch und b,e Goftingrr Hülle. Der Abmarsch von Graz erfolgte um l» Uhr morgen» und schon um lO'/. Uhr »,r die «l»-lonne aus dem Plnteau de» Schöckel» <4544') ausgestellt und em-pfing den «ommandlerende». Se. llioellen, Herrn FZVl Varvn ltuhn. der dsn Anstieg von Nabegnnd au« gemacht h«n,, mit Ningendem Sp'ele. Um halb I Uhr langte da» «egimenl Vrzhel» zog Fran, K«tl nnd die zwei«, Ab, i> G»z an und hotten !°mil ein gewiß ungewöhnlich,« nnd ßlällznch»» Veispiel von Vlarschlüchligleit gegeben. -(ZnmUngl««l«s«llans de«N«n,«)»«I«». rist, von dessen °m Pfingstmontage aus dem «an,« erf«lßM Ve«. «nglUckung wn lllrzlich berichm«,. ist »er lsjäW»» Gy»« nas'aft D cu»Iriest Derselbe bestieg »« genannten läge i» Gesellschast einiger «ameraden den ««no« und h«Ut b»« ll»» glllll, be,m Abstiege «der eim am Abstürze gege, Plluxlb »«-fwvliche. nru, »b «letn h«h, FelO»°nd z« fil««M. Ncker bie 990 von seinen zu Tod« beftilrztm Kameraden im nächsten Dorfe erstattete Anzeige, machten sich einig« Banern mit Rettungsmatcriale auf, ihn zu suchtn. Dieselben fanden ihn m arg zugerichtetem Zustande, mit mehreren schweren Verletzungen, darunter einer tiefen Kopfwunde, bewnßtlo« liegen nnd brachten ihn in die nächste Vehausung. Nach mehrtägiger Vew,ßtlofigleit lam derselbe endlich wieder zu sich, »nd ist. wie wir huren, die Hoffnung nicht ganz auszugeben, ihn am Leben zu erhalten, wenngleich snne Verletzungen al« sehr schwere bezeichnet werde». — (Herr Rudolf Falb) Der Astronom Herr Ru-dnlf Falb hat diesertage seine alte Mutler in Obdach besucht, um von ihr vor seiner Abreise nach Südamerika Abschied zu nehmen. Professor Falb »ird sich am 14. Juni ans dem Dampfer ,Ibi«" in Hamburg einschiffen, um nach sechswächentlicher See-fahrt in Valparaiso einzutreffen. Der junge strebsame Gelehrte wird in Südamerika seine Veobachtungen aus Erdbeben, vulkanische Eruptionen nnd auf den Einfluß des Monde« ans Luftströmungen lenlcn, nnd gedenlt auch in Nordamerika Vortrüge über kosmische Physik zu haltn». Professor Falb will in Amerika zwei Jahre verbringen _____________ Theater. Wie wir schon in unserer vorgestrigen Nitiz mit V'rgnllgen conftalielten, hielt der vom Herrn van Hell gelenlte The«si>«» larren in die Hallen unsere« Musentempel« einen von sehr gun« ftigen Nebenumfttlnden begleiteten Emzilg. Der sogenannte Nonne« monat will nn« den Abschied müglichft erlsichlern und macht consequent, w«l «r begonnen, auch am Schlüsse noch allen Vorsicht'» gen Leuten den Ausenthalt «m Freleu nicht nur unterlag« müg« lichst unleiblich, sondern deck Abend« geradezu unmöglich, f° daß man gewissermaßen ei» VedUrsni« fühlt, den Drang nach Gesell-fch,ft — »enn e« schon nicht darum wäre, um dlt nothwendig! Vrholung«;eit möglichst angenehm zu verbiinqen — auch zur Er» zielung lener Nehagl'chlell zu bethätigen, welche bei der außen herrschenden Temperatur de« Abend« ein erleuchteter Saal in un» dann in um so höherem Hrade hervorruft, wenn er von einem an» «Mhigen Kranze zener Erscheinungen gefüllt ist, von denen der Dicht« sagt; „Und in der Grazie züchtigem Schleier siähren sie wachsam da« ewige Feuer Schöner Vefühle mit heiliger Hand." Wenn wir damit sagen wollen, taß die gegenwärtigen Tem peratutsverhilltnifst dem Unternehme» günstig sind. so lsnnleman doch auch in dem Rufe. den sich Herr van Hell durch sein vor« jährige« Gastspiel in La'bach gesichert hat und der seiner heurigen Gesellschaft au« dem Süden unsere« Vaterland«« voran«ging, «lne Varantie dafür erbl,cten. daß die Leistungen der Truppe, welche von «inigen in der Vuhnenwelt wohlllmgenden Namen illu» filiert ist, auch erhöhten Anforderungen unsere« kritischen Publi» lnm« entsprechen werden. In der Th.it waren auch die belten, unserer Vesprechnng heute vorliegenden Abende «ok dem günstig« sten innern und äußern Erfolge begleitet. Die Stilrungen. »elche die bekannten OrchefterschnnengltUen in der Lcüffnungeoorftellung hervorriefen und welche vielleicht dulch AufiMrung irgend ein-« ganz gtstcheiten elnheillichen Dr,ma« oder Lustspiel« de« angekündigten Repertoire« hätten vermieden weiden können, »aren laum fllhlbar gemacht worden durch die musterhafte Darstellung de« geänderten Programm«. Zum Entr«: lernten wir Dienstag in der Molle de« „Vonjou" m H«llei« antiquiertem Lustspiel „Die Wiener in Parls" Herrn P a n s a kennen, e,nen sharatlerdarfieller eisten Nange«, der den Vcifall de« Publikums in» Sturm eroberte und sich auch bei seinem zweiten Auftreten «l« ,Schw»ld»ch" in ,Mem Leopold" »l« ein Künstler präsen« »iert«, von dem wir manchen Oenuß im Verlausi der nächsten läge gewärtigen können. Auch die übngen in der elfterwähnten Piece beschästigten Darsteller müssen durch»«« al« entsprechend be« zeichnet werden. Insbesonder« glauben wlr in dem Liebhaber Herrn Stollberg sowie dem Vesangslomiler Herrn Fried» »an» schon bei ihre« ersten Auftreten würdige Vertreter ihrer Fächer gesunden zu haben, nicht zu vera/ssen der Darstellerin von »lütterrollen. Frau «reit. welcher a!« „Vonjon'«" Gattin die gemüthliche Wienerin sehr gut gelungen »ar. „ E l« e o o lllo mm e n« F i au " ist «in äußerst hei« lerer Gcher^ von A. Görlitz. «ine ergötzliche Posse unter der psend Bezeichnung Schwant, »n welcher Herr »an Hell »l« . ^s e>n?n Ve»eis seiner vielseitigen Begabung lie» ferte unc in ! nier Molle die Komik wider Willen, die sogenannte Situationskomik, so ausgezeichnet znm Ansdrnck brachte, daß da« Publikum in «ine rasend« Heilellleil versetzt wurde, wie wir sie in nnseim Theater noch mchl oft gehurt zu hoben glauben E« war lein Gelächter mehr, da» man härte, e« war hier ein Schluchzen, dort ein Johlen, da« lange, nachdem der Vorhang schon gefallen war. sich eist legte Zum Schlüsse jen?s Abend« hurten wir auch einige Ope« rettenträfte, welche bei Klavierbegleitung ,,Die schöne Tal«« lhea" so gut zu Gehör brachten, daß man da« Orchester leicht vermißte Frl. Jäger vor ellern entfaltete »l« ,.Gal»thea" sehr schätzbare Stimmittel, eme vollkommene Schule nnd eine prickelnd« «loloralnr. Der Tenor de« Herrn KUstner ist äußerst wohlklin. gend nnd rangiert in die so schätz'n«wer:he Klasse be« hohen Va-i'ton Leider konnte sich Herr Hüftner nicht recht entfallen, weil er schlecht «»«ponlert wai. Herr Friedmann erledigte die dankbare Partie de« „Myba«" in gesanglicher Beziehung ebenso gut, wie er auch den komischen Theil der Rolle anspruch«lo« und doch durchschlagend zur Wirkung brachte. Die Soubrette Fll. Lie derzeit endlich war ein reizend«« „O»ny«Mildl." An ihrer angenehmen Stimme ist »««besondere der bedeutende Umsang zu bewundern. — In .Mein Leopold", einem Vollsflllck besier Sorle. »on L'Arronge, das bei den bisherigen Nufsllhrungen in kaibach nie zn der ihm gebürenden Geltung kommen konnte, ge« bürt der erste Platz Herrn Schaffer, einem Komiker p«-excellence, der die Molle de« alten „Weigel" musterhajl durch« fühlte und die Heiterkeit de« Publikums unanegesttzt in Älb/m hielt. In Spiel, Mimik nnd Gesang wirkte er hinreihend und wurde unzählige male gerufen. Herr van Hell schuff au« dem „Rudolf Starle" eme llafsische Figur; warum er sich jedoch mit dem ihm durchaus nicht geläufigen Wiener Dialekt quälte, ist un» nicht rech! begreiflich, da e« dach auch nicht in Wien geborene deutsche Schuftergefellen genug gibt, die in Wien Werlführer und M'ifter werden. Daß der Dichter au« dieser Roll« nicht k tout pi-ix einm Lerchenfelber gemacht wissen wollte, scheint uu» der Umstand zu beweisen, daß er ihn .Starke" nannte, sonst müßte ein »Starll" oder dergleichen daraus geworden sein. — Ob» zwar fill» Herr Frledm » nn mit Fleiß und Erfolg des „Mehl» meier" annahm, so scheint e« doch, d«ß fein Habilu« dem Typi> schen derartiger Figuren «lwas abträglich ist. Unter den Damen haben sich Frl. Lubin, ein allerliebste« schnippische« Stuben» mädchm, und Frl. L i eb erzeit al« «Emma", durch ihr zwei» malige« Auftreten in der Gunst de« Publikums bereit« ganz fett-gesetzt; für da« sentimentale O-nre ist Frl. Löwe engagiert, eine Dame, die sich fleißig verspricht nnd uder ein »ohlllmgfnde« Organ verfügt. In die Partie der..Llara" scheint sie sich nicht recht hineingefunden zu haben. Von Episoden erwähnen wir der Vollftän» diglei: wegen nnd dem wahren Verdienste zuliebe den „M>e. lisch" de» Herrn Sthamer, der mit sein« «««gezeichnet gewühlten Ma«le drastisch wirlle. Nach dem b,«her Gesehenen und Gehörten stehen un« somit sehr genußreiche Abende in Aussicht, nmsomehr, als wir in Herrn van Hell einen Meister de« Ensemble's kennen. Die Theolermufil mird von der Kapclle de« 5,'j. Infanterie-Regiment» unter per» sönlicher Leitung des Herrn Kapellmeister« —. ^l°"' bahn 18550. 20.zr°nle«fiücle 1024'/., ungarilche Kttbilacti«« 119 50. österreichische Francobanl — —. ilflerreichifche AnglobeV 6775. Lombarden 74 —. Unionbanl 44 50. »nftro-orientMche Vanl ——, Llol,d»cr,en3l8 —, anftro-ollomanifch, Vanl ^'^' tUrlische Lose 12—. Kommunal. «nlehen 0l50. «»ip"'"' - —. Ooldrenle 77 70. Handel und Golkswiithschaslliches, L«lbach. .i<» Ma,. Aus dem h'nliqen Marlte sind erschienen : Ä Wagen mit Vetreide. 7 Wagen mit Heu und stt<">' 24 Nagen und 3 Schiffe mit Holz l«1 Kubilmeler). Durchschnitt«.Preise. «»«.. «„..,, ViN'^l^ si. f.. st.!»,.!! si. l,^^ Weizen pr.Heltolit. ,2 15 14 7,^ «nlter pr. Kil« . -!85 - ^ »orn ^ 7 ko « 2()l «ier pr. StUck ^ l, ^ ^ «erste « 5 5 92 Milch pr. Liter -7^"^ H°f« « 4 22 450 Rindfleisch pr. Kilo -''' " Halbfrucht « -------«,o Kalbfleisch » ^ "> Heiden ^ ß.'j^ 6 92 Schweinefleisch „ "i H'rse ^ 5 3<; 5 :>7 Bchüpfenfleisch „ 32 -^ Kuluruh ^ ^5/> 747 Hilhndel pr. StUck - 35 >^ Erdäpfel 100 Kilo «25,------ T»»ben ^ -16-^ Linsen Heltoliter 12----------- Heu 100 Kilo . «!6? ^! ^ «trbsen . 1,----------- tztroh ^ 2s7-" Fisolen . 7 50------- Hol,, hart., pr, vw ^,^, Rindeschmal, Kilo - W------- Q..Meter ^ 6A Schweineschmalz^ -84-------—weiche«. « ^ ^ <"» Speck, fnsch ^ - 78------- Wein.rolh.1W Lit. - ^ 24 " - ,er»uchert » -75 -!- ^Weiher. ^ _ 20^ Lottoziehung vom li0. Mai: ______Vrünn: 41 89 16 78 29. Meteorolossischc Beobachtungen in Laibach^. 7 U. Mg. 724 ., ^-15., SW. schwach bewölkt 30 2 » N z 735.«, ^20., SN. heftig z bnvdlN <)."» 9^ Ab., 736«. .».14« windstill ! bew»llt ^_ 7U.»g. 7^6,, ^16« WKW.schw. bewölkt 3l. 2 ^ »i. , 737.« ^-18? jSW. mäßig bewöllt l»F« 9 „ Ad. j 738», ^-16.« S«. schwach! bewlllt Den 30. und 31. Mai. Veide T»«e d,e gleichen Niltelll"^ uerhllllnisse. «»hallend trübe, lein sonnenbllck, tass«ubtt w>n°» Da« vorgestrige Tage«mit»el der Wärme j 16 8', da« «^ ^ 17 1», bezithungeweife gleich und u» 02'Über dem Norm verantwortlicher Redacteur: Olt«m»r V«mbel«^ » Danlsagullg. > D FUr die in hiefiqen vev'l'b' > M «egebene herzliche Tl»e,ln»h«e tnilhleno der Kranl^u « W und snr die zahlreiche VeLleilung der Leiche der ßl»» » ! Antonia Fur ! W »ur lehten Ruhestätte sprechen hie«it den innigsten » W D»nl «n» > I die trauernden Hinterbliebene««^^ Ä^^t'seN^t'll^^ ^^"' ^ ^°^ ^ ^^ ^" durchan« seftbleibender Tendenz der Kurse verfiel die Vörse in Unlhätigleit, n«chde» ,tni«e «bg«b« der «peenlalion «usglnomlN" P»Pi«r»te . . b«Nb K9 - «Ub«l»te........ 64 8t» 64 5' »»ldn«l......... 7075 7O90 ii»l«, 18«........ 80b - 306— , I»4........ i0S- 10?- » 18«)........ N^25 !05 75 » 18« (Fünftel) ... 11^25, ,1^7.', » lW4........ 1.^4 25) 1.i4 75 Un,. Pr«n«n.«e»nli«rnn,«.«,s, . . ,<)2zh Is2 50 2)smHnm»Pf»Hdb«^«i« . . iHH__ ^^l^ ^ Oesterrt'chisch« «««tzschei« . ' ^80 1< 0 10 Ung. !«ubahn«Aul..... ^ 3b5<1 Ung Gch«M»«l« «» I. 1874 34 75 95 25 »nlehen ». ««»HtPMwde »<» w v. v......... »4 - 94 ho «n»«dentl«ftn»g«-c»lt«»tt«ln». V»H»N>. . . . >04- - - «ieder«ft«rr«ich 104 — - — O«liZ«n.......... »875 84-bO «>ld »«« Silbenbürge«.......70 50 71 - lem-sei Van««......78- 73 50 Ungarn..........78«b 73 ?ö «cNeu von v«nle« »nglo»»sterr. v«»t ..... «»« ^ ft>> ,5 «redit«na»ll........ 13550 13550 D«p«fitenb ßran,« Joseph « Vahn . . 114— 1145^ s»!<,ische Kae1.Lnt»»i,.V,hn . 2U« — 2OU25 Kaschan-Oderberger Vahn . . 82 25 8?< ?s^ Lemberg-««,no»ih« Vahn . 9^«ü 99 75 kloyb-ch^ellsch. . . «,0 - 88« - Oellerr. Nord»eftb»hn . . ""25 IW oXI stndalf»,Vahn . s.lj 104 50 St»«l«t,»hn.........^./><1 22075 «»»bahn.........7450 7b- lhei«.««b»........,ßo - ,61 — Ungar.»,allz. Verbindungsbahn — — — — Ungarische «ordastbahn . . . 88 5», "<< . Vt»«r tr»m»»y.O selllch. . — Pf«n»bliefe. »llg.»l. K«l.end»<«.«.. 1.»« 'A.7b «s^ Siebenbilrger Vahn . . ,?7^ l0?^ «»««t«b«hn I.««......°,.h<1 'Azz M b'/,......^. ^ G»»z«hn, v»n«.....' ^""' "-"Ho «nl bnchche Pl»> . . ' l?8l0 Zljso e«ntz«l. t»r,t Sicht. . - ZM ^ l^.zb ?«,««. lang« M4« ' ' bl <^ Pni« ....... ' ' «,l»i«rte« ^«^ Dn,«.«. .... «5 "./>-" " ««p«le,n«d',r . . 10^l"/»' ^ , Dnllsch« «l^chs« S3 - ^ , banlnotnl ' ^""^ «1^" »r«»»«ch« »rnndnltl»«"^ g«r« ^ zl< Vriv«l«otl«un«: «eld»" ^« ^ Kredit 135 50 bi< 1sb s3. 32. ,«^«. ,Ä^,lV «üü^>!!"^.'. !"«?«" "^ bl« »9 -. «ilberrem, 643b ,i« 64 4ö. Gslökentt 70 7^ bi« 70 85 ------ <«««<« 1»7sü tzt« 1«l1b. «>P««»W 10«l'/. »»« zy^7 <^h„ zi2 20 tt« l12 20.