Lmbacher Leitung. Nr. 13«. PränumerationSprei«: Im Comptoir aan,j. fl. ll, halbj. fi. 5.5N. ssilr die Zustellung inö Haus halbj.5Ulr. Mit bciPost gauzj.st.I5, H.Ul>j.fi.?.5O. Montag, 3. Iuui Insert« onsgedühi bl« lO gellen: imalsiNlr., üm.80lr., 3ni. i fi.', sonst pr. Zeile im. N lr., 2m.8lr., 3m. 10 lr. u. f. w. Inscrtio!iics Hcmnhaustg. Ew. k. l. apostolische Majestät! Dcm crhabcucu Ztufc folgcud, mit welchem Ew. Majestät dcm Rcichsralhc die Bahucu sciucr vcrfassuugs-mäßigen Thätigkeit wieder eröffneten, hält es das Herrenhaus bci seinem Zusammentritte für die erste "uud driugcudstc Pflicht, an deu Stufcu dcs allerhöchsten Throueö den ehrfurchtsvollen Dank auszusprcchen für ^llilletoll. Nencstc Nntcrsnchnnssen alterthiimlichcr Vefcstissttllsscu in Main. Bon «p. Hitzi,,ger. I. In den „Mittheilungen des historischen Vereins für Krain" nnd theilwcise anch in diesem Blatte sind schon Berichte über römische Maucrwällc, Eastelle uud Stmidwgcr läugs der Kette dcr julischeu Alvcu, von dcr Höhe des Birnbaumcrwaldcs bci Hrusica bis Fiumc am Aieeresslrandc, mehr oder wcuigcr ausführlich gc-gcbcu wm-deu. Vor allem waren die festen Standlagcr s<^,>t!'!>) am dies- nnd jenseitigen Fuße dcr Alpen, bei Obcrlaibach ^mi'<»>'!"5, ^llilio n^l IVooiliu) nnd bci Leidenschaft (;>i"> .1üI,->, !,.! I>m>>) genannt, dann wurden die Maucrwälle, Thürme uud Eastelle augcführt, die sich zuerst über die Höhen zwischen Obcrlaibach nnd Loitsch, dann zwischen Voitsch und ssrusica am Kamme dcs Berges Scrujak. endlich von ^ruöica sclbst gcgcu den Laurcnziberg ob Kalteii' fcld deutlich uud uuunicrbrochcn verfolgen lassen. Endlich wurde darauf hiugcdcntct, daß sich Rcstc von altcu Nällcn nnd Vcstcn auch längs dcö das Poikthal ab-schlicßeudcu GcbirgSrückeus, von Illynsch-FeiiMz bis in die Gegend zwischcu Adclsbcrg uud Präwald, bcmcrkeu lassen ' Näheres übcr die Beschaffenheit dieser letzteren Befestigungen ist jedoch bisher weder von dieser Seite, noch von Seiten des viel gerühmten Geschichtsforschers ^ Dr. Kaudlcr zu Trieft, dcr diese Gegenden seit mehr ^ als zwanzig Jahren öfters persönlich begangen, an den, Tag gegeben worden. Erst in letzter Zeit, wo zum Behufe dcr Gruud-^ entlastuug Walduugeu und Huthweiden vielfältig bc- , gmigeu uud vcrmesscu werdeu, kommt auch iu dcr Poikii!lm!, d. i. ober dcu Felswänden, weil cr eben übcr solchen steht. Nicht weit davon zeigt sich eine zweite gleichartige, in länglich rnudcr Form aufgeführte, Z bis 4 Joch begreifende Umwallung mit eiucr Thnrm-ruiue am Südwestendc; sie sührt den Namcu ^ll"i «»r-xl, die alle Vestc, und N'ird vom Volte häufig, wcun auch unrichtig, als das ehemalige alte Schloß Nußdorf augc-scheu. Aehnlichc feste Orte sind westwärts von Prestranek und Slaviua au deu Puulteu ,Uü!l!l! lillun^ undGradiscc zu crkcuucn. Nun folgt südlich von der Station St. Peter uud uordwestwärts vou Sagorje die allem Ansehen uach ciust grosi«rtigste Vel'tc der Gegeud, Schiller» t^abor, sloveuisch gewöhnlich einfach 'l'l'bm- oder auch ^! !i,!'<)!-gcuauilt. Die Ortsgcgeud ist von 9lalllr aus schr geschützt; dic Nord- und dic Westseitc bildcu hohc, senkrecht abfallcudc Felswände, die Oslscitc ist ciu steil absteigcudcs Gchängc, und gegcu Nordwcst krümutt sich iu hinlänglicher Eutfcruuug ciu mächtigcr Vcrgwall, dcr zugleich ciu bedeutendes Gefilde einschließt; dcr höchste Puukt dcr Vcstc ragt 2W Fuß über dcr Mccresfiäche 1200 Fuß übcr dcm Rckaflussc und 500 Fuß übcr der Ortschaft Sagorje empor. D1c Ruiucu dcr ciugcullichm, ursprünglichcu, stark gciuaucrtcn Vcste, wclchc vou den Herren von Rannach im füufzchntcn Iahrhuudcrtc zu ciucm Tabor wicder hergestellt wurden, nehmen eine Fläche von 00 Klafter Lange uud 20 Klafter Breite cin; ost- und südwärts von dcrsclbcu schließen zweifache, mit und ohne Mörtel errichtete Steinmauern mit ihren Ncstcn die Ortschaft Schillcrtabor sammt einem großen Theile ihrer Accker uud Wiesen in einer Länge von 30t) uud einer Breite von 100 Klaftcru cin. Von den fünf runden uud viereckigen Thürmen, welche zn Valvasorö Zeit die eigentliche Beste beschützten, aber theil- 826 den Entschluß, mit welchen: Ew. Majestät cine clicnso unheilvolle als creignißschwerc Periode dcs bcdancrlichstcn Stillstandes in dcm Vcrfassuugslebcu dcö Reiches zuin Abschlüsse zn führen nnd dic in der jüngsten Vergangenheit schmerzlich entbehrte verfassnngsiuäßigc Mitwir» lnng der in diesem ReichSrathe vertretenen Königreiche nnd Bänder an den höchsten Staatsanfgaben ncnerdingö in Ansprnch zil nchnicn gcrnhtcn. Mit gleichem ehrerbietigen Danke nnd mit wieder-erwachende!» Hoffnungen für unser Vcrfnfsnngslcbcn begrüßen wir die erneuerte kaiserliche Znsagc, daß die Herstellung constitntioneller Einrichtungen auf gesicherter Grundlage daö unabänderliche Ziel der Bestrebungen Ew. Majestät geblieben. Getragen von der Ucbcrzcuguug, daß der ruhmreiche Bestand dcö Kaiserreichs, der dan-ernde, innere Friede nnd mit ihm die Wohlfahrt aller Länder nnd Böller Oesterreichs nur anf dem nncrschüt-terlichcn Fnndanicntc eines allseitig anerkannten, geach-teten nnd unantastbaren Vcrfassungsrechtcs zu sichern und zu crhaltcu sei, wird das Herrenhaus znr Erreichung dieses hohen Zieles, sowie zur Lösnng aller anderen ihlu versassnngsmäßig zugewiesenen Aufgaben mit rcdlichcin Eifer nnd mit nin so größerer Ansdaucr ulid Hingebung mitwirlen, je weniger es sich den tiefen Ernst der Vage und die zahlreichen Schwierigkeiten, von welchen diese nmgcben ist, verhehlen kaun und will. Denn noch nie, so weil die Blätter der Geschichte reichen, war dieses Reich gleichzeitig von einer solchen Wucht der mannigfachsten Bedrängnisse nnd Vcrwickluugeu heimgesucht, wie in der lctzleu verhäugnißvollcn Epoche. Indem Ew. Majestät unsere Blicke auf das Feld der uns demnächst in Aussicht stehenden Wirksamkeit lenkten, treten nns in erster Reihe die staatsrechtlichen Beziehungen der in diesem Reichsrathc vertretenen Königreiche nnd Bänder zn dem Königreiche Ungarn vor das Auge, Bei dem hier anzustrebenden Ziele, nämlich der Herstellung des Einklanges zwischen den Rcchtsan' sprüchen des Königreiches Ungarn nnd den durch das allerhöchste Diplom vom 20. October 1866 nnd allerhöchste Patent vom 26. Februar 1861 verliehenen Staats» grnndgesetzcn, sieht aber das Herrenhaus laut der demselben gewordenen allerhöchsten Mittheilung der vollen Freiheit seines Ausgangspunktes ciuc nicht zn umgehende Bcgreuznng in der Thatsache gezogen, daß mit dem Kö» nigreichc Ungarn ein vorläufiges Abkommen bereits getroffen ist, welches dessen Zusammengehörigkeit mit der Gesammtmonarchic, den inneren Frieden des Reiches nnd dessen Machtstellung nach Anßcn sicherzustellen bestimmt ist. Ew. Majestät! Während die Bcstrclinngcn aller europäischen, insbesondere der nns benachbarten Großstaa-ten in vcrstälttem Maße dahin gerichtet sind, ihre Macht-slellnng sowohl durch Gebietszuwachs, als vor allem dnrch straffere einheitliche Staatsformen zn erhöhen, mnß eine staatsrechtliche Zweithcilnng des schon dnrch seine Vage im Hcrzcu Europa's dem Anprall aller politischen Stürme des Wclttheils preisgegebenen Kaiserreiches in diesem Augenblicke nach dem Verluste ciucr gesegneten Provinz nnd dem Ausscheiden nnS dem deutschcu Bun-desvereinc nns mit den begründetsten uud schwersten Vc-sorgnisscn erfüllen. Obfchou das HcrrcnhanS diese Besorgnisse uicht verschweigen darf, uud obschon es in dieser Frage den bisher festgehaltenen Standpnnlt nnch gegenwärtig uicht uerlängnet, so kaun es doch das Gewicht von Ereignissen nnd Thatsachen, welche aber anßer seiner Verantwort. lichkcit liegen, sowie die Macht der drängenden Zeit-umstände uicht verkennen. Es kaun sich demnach der an den Reichsralh herantretenden Obliegenheit nicht ent> ziehen, anch seinerseits in patriotischem nnd versöhnlichen! Geiste zn dem von Ew. Majestät angebahnten Ausgleiche mitzuwirken, auf daß dic neue Ordnung der Dinge für die verfassungsmäßigen Rechte nnd Freiheiten aller Rcichstheilc in Wahrheit das gleiche Allsmaß und dic gleiche Sicherheit verbürge, abcr anch die nncrläß-lichen Grnndbcdingnugen sür die gesicherte Stellung nnd das erhöhte Ansehen Gesammt-Oesterreichs im europäischen Staatenverbande, sowie für dessen danernde innere Wohlfahrt nnd Befriedigung gewährleiste. Wir rechnen dahin die Anfrcchthallnng der Hccrcsciuheit, die gerechte Betheiligung der einzelnen Reichötheilc an den Staatslasten nnd der Staatsschuld, die Gleichmäßigkeit und Uebereinstimmung der beiderseitigen Gesetzgebung anf den Gcbic^ ten des Stcucrwescus uud der höheren uollswirthschaft schaftlichcnAnfgaben; ferner fürdic gemeinsamen Angelegenheiten einen conslitittioncllcn Organismus der Vcrtr» trctnngSlörpcr, in welchem die geregelte Geschäflshand» lnng ermöglicht und zugleich dic Znsammengchörigkeit aller Rcichsthcilc ausgeprägt ist; vor allcm aber genü-gendc Garantien für die kräftige Handhabung nnd Durchführung der bezüglichen legislativen Beschlüsse anch im Wege der Administration. In diesem Sinne nnd in stetem Hinblick auf die unerläßlichen Erfordernisse dcö Gesammtrciches werde» wir anch die in Aussicht steheudcu Vorlagen über die nothwendig werdenden Abänderungen des a. h. Patentes vom 26. Fcbrnar 1801 cincr gewissenhaften nnd gründlichen Prüfung nntcrziehcn, nicht ganz ohue Hoffuuug ans die Möglichkeit, das jetzt Erreichbare, wenngleich noch Uugeuügcnde, durch wohlwollendes Entgegenkommen, gegenseitige Achtung des Rechtes nud durch die Gleichartigkeit vitaler Interessen jene Gestaltung gewinnen und vou jcucm Geiste erfüllt zn fchcn, welche in der Befriedigung nnd im Zusammenwirken der Theile die volle Hingebung an das Gedeihen dcs Ganzen allseitig anzn-bahucn vermögen. Wir begrüßen die von Ew. Majestät zugesicherte Vorlage cincs Gesetzes über Miuistcrverautwortlichteit nnd cincr dcn constitntioncllcn Anforderungen entsprechenden Modification dcs l< 1Z des a. h. Patentes vom 26. Februar 1861 als eiuc nothwendige Vcrvollständi gnng, Belebung nnd Befestigung unserer Verfassung^ gcsctzc. Diese nnd alle weiteren, sowie die mit der a. H. Entschließung vom 4. Fcbrnar d. I. dcn Landtagen verheißenen, insbesondere die auf Erweiterung der Laudcs-aulonomie abzielenden nnd der Vereinbarung mit dein Rcichsralhc vorbchaltcnen Gesetzvorlagen wcvdcn uom Herrenhaus» einer der Wichtigkeit des Gegenstandes an gemessenen eingehenden Behandlung unterzogen werden. Ebenso werden wir dcn finanziellen Angelegenheiten, wie anch den seit der letzten Sitzungsperiode ergriffenen außerordentlichen Maßregeln nnscrc volle Aufmerksamkeit uud die gründlichsten Erwägungen widmen uud nnser eifrigstes Bemühen daranf richten, daß dnrch die Mitwirkniig dcs Rcichsrathcs die Gebahrung und Eoutrole der Fi nanzcn wieder in die verfassungsmäßige:! Bahnen gc^ leitet, dic unterbrochenen Austrcbnngcn znr Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshanshalte wieder anfgc-nommcn, die Valutavcrhältuisse uud das ösfcutliche Ere ditwcsen allmälig wieder cincr befriedigenden Gestaltung zngeführt werden. Wir müssen an der Hoffnnng festhalten, daß bei weise schon in Ruinen lagen, sind gegenwärtig die Reste noch gnt zn erkennen; dic von ihm angeführten vier Thürme in der Umfaugsmancr sind jedoch völlig zerfallen. Die Kirche St. Martini steht am Sndcndc dcs Mcmcrwalles mit besonderer Einfriednug. Eiu Theil der uoch vorhandenen Mancrrestc zeugt dnrch seine bc-sondcrc Bauweise für römischen Ursprung; vielc hicr gcfnndcnc Broncc-, Silber- nnd Goldmüuzcu, wie auch Bronccgcräthschnftcn nnd alte Waffenstücke bewcifen, daß der Ort unter den Römern einen bcdcnlendeu Waffen-platz bilden mußte. Manche Reste von den ohuc Mörtel aufgcsührlcu Steinwällcn mögen noch in vorrömische Zeiten zurückreichen. Bei einem alten Geographen kommt für diese Gegcud der OMnamc ^Iimim» vor, welcher sich auf Schillertabor, All»! lülnn-, beziehen läßt. Anf dem weiterlaufenden Gcbirgstamme sind süd« westwärts von Sagorjc wieder zerfallene Maneru ans bloßem Stein von cincr altcn, 160 Klafter langen nud 40 Klafter brcitcn Umwallnng vorhanden, die am Nord-ende Reste cincs ordentlich gcmauerlcn Thurmes zcigt nnd den Namcn l^rlu!,«(',.' führt. Ticfcr hinab, auf einer Anhöhe südwcstwärtö von G r a fcn brn n n , findet sich cin anderes ^>!>ll,.^'!>, ^ne Uinwallnng in einer Länge von 120 nnd cincr Breite vou 60 Klaftern, von Resten mehrerer Zwischenmauern durchzogen; am Nordwcstende dieser Umwallnng sind gleichfalls Spuren cincs Thür-nies zu crlcnncu. Anch die Gegend von Qcmbije ist nicht ohnc Rcste solcher Stciuwälle, in jcncr Gegend ist auch in einer senkrechten Felswand dic untcr dem Namcn p.,mo lül,!»r bckanntc alte Znflnchtsgrottc. Endlich finden sich anf dcr steil aufstcigcnden Hochfläche im Nordosten von ss cistriz, bei dcn Rnincn dcr Kirche S. Uchatii, Rcslc cincr altcn Umwallnug, dic zu Valvasors Zeit noch zu einen« Tabor diente. Anßer dcr nnn bcschricbcnen, am Gcbirgskammc fortlanfcudcu Kcttc vou altcrthümlichcn Bcfeslignugcn finden sich andcrc mehr vcrcinzcltc Vcrschauzuligcn auf hervorragenden Anhöhen. Znnächst mögen zn dcn be-rcits Anfangs crwähntcu römischen Mancrwällcn und festen Orten dic vou Hruöica südosllvärts in cincr Reihe befindlichen nnd mit dcr dortigen Vcstc vereint die einzelnen Alpcnpässe absperrenden, offenbar römischen Eastcllc angeführt werden. Zuerst finden fich südostwärts von Hruöica im Zuge dcs Maucrwallcs auf dcr bcwal-dctcn Auhöhc V.llki lil^^jünoveo Reste ciucs Eastells, ^'lix! genannt. Ein zwcitcs Eastcll, welches iui Mittcl-altcr dcn Grund zn cincin Tabor abgab, stand im Ortc Kaltcnfeld anf cincr Anhöhe an der alten von Präwald über Landol gegen Planina führenden Straße; einzelne Münzen nnd Bronccsachcn, dann cin Stein mit cincr Inschrift, die hicr gcfnndcn worden, bezeugen dcn Ort als cinsligcn römischcn Postcn. Eiu besonders festes Easlcll stand auf dcm stcil emporragenden Bergrücken ob Adclöbcrg, welcher gewöhnlich dcr Schloßbcrg und slovcnisch ^<"'<6 gcnaunt wird nnd 2130 Fnß übcr dcm Ntccrc sich crhcbt. Dic Grundlagen der eigentlichen, anch im Mittelaltcr schr starken Vcstc, in cincr Läugc von 20 nnd cincr Vrcitc von 10 Klaftern, zcigcn römifchc Bauwcisc; cinc am uordöstlichcn Stande dcr oberen Bcrgflächc 100 5tlaftcr weit fortlansendc Mancr, ohne Spuren vou Vtörtcl, hat ganz das Aussehen cincs altcrthümlichcu Stcinwallcs; anch sind in frühcrer Zcit cinzclnc röinischc Münzcu daselbst gcfundcu wordcu. Ob dcr bei cincm altcn Geographen vorkommende, mit dein slovcnischcn po»l<^m, ähnlich lautende Name pol,,^,»» hichcr zu beziehen sci, mag dahingestellt sein. dcr uns obliegenden Lösung der großen und dauernden finanziellen Aufgaben dnrch das Gcrcchtigkcits- und Vil-ligtcitsgefühl der Vertreter Ungarns uns jcuer freie Spielraum zn Vereinbarungen mit den Ländern der ungarischen Krone offen bleibe, welcher allein es ermöglicht, dic von Ew. Majestät betonte Hauptaufgabe, au welcher Wohl und Wehe vou Generationen dcr in dicscin Reichsrathc vcrtrcteucn Länder hängt, gcdeihlich zn erfüllen, nämlich Vorsorge zn treffen, daß kein Theil über cinc nnucrhällnisüiiäßigc Belastung zu klagen habe. Ew. Majestät! Oesterreichs Völker sehnen sich nach dancrndcm chreuhafleu Frieden, um in uugcstörter red-lichcr Arbeit die Schätze, welche Gottes Segen in Füllc übcr dieses Reich ausgestreut hat, für sich, für ihre Kiudcr nnd für das Vatcrland nntzbar zn machcn; Schätze, dic aber nur dauu wahrhaft unerschöpflich find, wenn sic in gcrcgcltcr Thätigkeit gewonnen und mit weise haushaltenden! Maße ausgebeutet werden. Gerne wcrfcu sie nach dem hochherzigen Worte Ew. Majestät den Schleier des Vcrgcssens übcr eine nahe Vergangenheit nnd stimmen jcncr Politik bei, wclchc im Gcistc dcr Versöhnlichkeit nach dcr Genugthuung strebt, dnrch cigcncs Schaffen Ungunst nnd Feindschaft in Achtung nnd Zuneigung zn verwandeln, eine Politik, die um so erhabener und edler bleiben wird, je mehr Oesterreich dnrch eigene Kraft fich wieder crhcbt nnd crstarkt. Allein kein Schleier ist groß uud dicht genug, nm all' die Schäden und Wunden, an denen der Staalskörpcr leidet, zu verhüllen, — uud er sollte es auch nicht! Denn ans ihrem Anblicke schöpfen wir dic Lchrc dcr Mittel, dnrch welche die dancrndc Heilung der Leiden nud frische Lebenskraft zu gcwiuncu ist. Gestatten Ew. Majestät dcm Hcrrcnhausc mit chrfnrchtsvollcm Frcimnthe scinc Ueberzeugung ausznsprcchcn, daß die verjüngende Wieder-erstarkung des Reiches nur auf dem Wege cincs weisen Anschlusses an die schöpfcrifchcu nnd zugleich erhaltenden Ideen dcr Gegenwart, dnrch cinc cinsichlsvollc Gcwäh-rnng ihrer bcrcchtigtcn Forderungen nnd dnrch deren Verkörperung in dcn Institntioncn und Organen dcs Staatslcbeus zu erreichen und zu sichern sei. Die crhöhtc Pflege geistiger Enltnr erweist sich auch iu gesteigerter materieller Wohlfahrt dankbar nud die Werke und Werthe dcr Friedcnsarbeit werden Oesterreichs Schwert, sollte es wieder znr Vertheidigung gc-zogcn werden müssen, neuerdings stählen nnd schärfen. Mit loyaler Hingebung uud pflichttreuer Ansdaner wird das Herrenhaus in scinem verfassungsmäßigen Berufe mitwirken znr Begründnng dcs unter deu Auspicieu Ew. Majestät augcstrcbtcn Werkes des Friedens nnd der Eintracht. Möge cs nntcr dcs Himmclö Schutze vou cmcin nlücklichcn Erfolgc gekrönt werden zum Rnhiuc des Thrones, zur MachlcrlMmig dcö Mciches, zu ^oyl-fahrt aller dem Scepter Ew. Majestät anvcrlraulen itöuigreichc nnd Länder, auf daß das Wort des kaiserlichen Ahnherrn wahr bleibe fort uud fort, nnd Oesterreich anch in dcm Bodeu der Neuzeit anf den unerschütterlichen Grnndsäulen dcö Rcchtcs uud dcr Freiheit bestehe, dauere nnd blühe bis in dic spätcsten Tage. Gott erhalte, segne nnd beglücke Ew. Majestät! Gott schütze und segne das Kaiserreich! I. D. Cardinal Ran scher, Obmann. Anton Ancrspcrg, Berichterstatter. Zw'ß-Enlnmrf lieg IbgrlirdnttenhlNlsco. E w. l. k. apostolische M a j c st ä t: Ew. Majestät haben in ihrcr Weisheit nnd Gc-rcchtiglcit dnrch die Einberufung des Rcichsralhcs den verfassnngsmäßigcu Zustand sür die iu demselben vertretenen Königreiche nnd Ländcr wieder hergestellt. Nach cincm Zcilranmc von zwei Iahreu ist es dcm Abgcorductcnhansc widcr möglich, an dcn Stufen dcs a. h. Throncs scinc Stimmc zn crhcbcn. Es warcn zwci für Ocstcrrcich vcrhängnißvollc Jahre! Was für dic Länder, in wclchcn die Grnndgcsetzc vom 20. Octobcr 1860 und 26. Fcbrnar 1861 dnrch Iahrc in Wirtsamkcit gcwcseu, bereits fcststaud nnd gesicherte Grundlage weiterer Entwicklung war, wurdc wic-dcr in Fragc gcslcllt. Ubcr dic wichtigsten Staatsangelegenheiten wurdc ohuc allc Mitwirkung und Eontrolc dcr Volksvertretung verfügt nnd dadurch der Ercdit des Reiches empfindlichst geschädigt, was anf die damit in-» uig verknüpften materiellen Interessen Aller dic nachthci-ligstc Rückwirkung übtc. So kam cs, daß sich nach dcn schweren Schicksalsschlägcn, die das Rcich im vorigeil Jahre trafen, fo viele patriotische Herzen völliger Hoffnungslosigkeit hingaben, daß sich das bange Gefühl dcr Eulmuthigung uud dcs Mißtrauens in die Zukunft dcs Reichcs dcr Gcmüthcr bemächtigte uud immer weiter greifende Verbreitung fand. Unter solchen Verhältnissen tritt das Abgeordnetenhaus wieder zusammen, im vollen Bewußtseiu der unermeßlich gewachsenen Schwierigkeiten der Lage uud der überwältigenden Größe der Anfgabcn, wclchc dcr Lösnng harren, aber anch im Bewußtsein scincr Pflichten gegen Thron uud Volt n»d durchdrungen von der Ucberzcn-gnng, daß seine Stärke und Kraft nur darin liegt, wcuu cS jederzeit die Anschauungen, Wünsche nnd Bedürfnisse der Bevölkerung nuvcrholcn zum Ausdruck briugt. Wir siud'erfüllt von dcn, Bcwußtsciu dcr Nothwendigkeit rascher Ordnung dcr staatlichen Verhältnisse, 827 durch welche die Sichcrstcllung des inneren Friedens im Reiche bedingt ist. In dicfer Äezichnng ist nunmehr die Wiederherstellung der Verfassung des Königreiches Ungarn That« sachc geworden, eine Thatsache, welche dic Ordnung der gelneillsaiueu Allgelegenheiten, sowie die Anseinandcrsetzuug der finanziellen nnd voltswirthschaftlichcu Beziehungen zu dcu Bändern der ungarischen Krone nothwendig und unaufschiebbar macht. Wir müssen es lebhaft beklagen, daß die Sistirnng der Wirksamkeit des Gruudgcsctzcs vom 20. Fcbrnar 1861 der verfassungsmäßigen Vertretung der nicht ungarischen Königreiche nnd Vändcr bisher die Möglichkeit benahm, iu Betreff dieser Ordmn'g uud Auseinander-setznng ihre Anschaunngcn geltend zu macheu, uud das; somit die erwünschte nnd beiden Theilen gerechte und ersprießliche, leinen Theil nnvcrhällnißmäßig belastende Regelung dcrsclbcu uicht sofort iu's ^cben trcteu kauu. Allein das hochherzige Vertrauen, mit welchem Ew. Majestät der legalen Bcrtrctuug Ihres Königreiches Ungarn entgegenkamen, berechtigt mich nus zu der Hoffnung anf eine glückliche ^ösnng dieser hochwichtigen Aufgabe uud legt uns die Verpflichtung auf, die gcbotcuc Gelegenheit zur Vcrstäudiguug über die Orduung der staatlichen Verhältnisse nach dicscr Richtung bereitwillig zu benutzen. Wenn wir hiebci die Wahrnug der Itcchtc uud Iutcresseu der von uus vertretenen Königreiche nnd Vändcr znr nnverbrüchlichcn Richtschnur uuseres Hau-dclus uchlueu werden uud uchmcu müsseu, so kaun hierin -- wir erwarten es mit Zuversicht — kein Hinderniß der Verständigung liegen. Denn eine Vercinbaruug vcr» mag uur dnuu, weuu sic ailf der Anerkennung ilnd Ach-lllng der gegcuscitigcu stechte beruht uud dcu gegcbcncu uud sich vielfältig berührendcu Intcresseu Rechilnng trägt, jene allseitige Befriedigung hervorzurufeu, welche alleiu die (bewähr festeu, dancrudeu Bcslaudes iu sich schließt. Die befahren, welche beide Theile des Reiches, wenn wir uueiuig siud, vou allcu Sciteu bedrohcu, sowie die Lehren, welche wir alle ans den Erfahrnngcn der letzten Jahre im reichlichen Maße zu schöpfen iu der Lage waren, mahnen ernst uud ciudriuglich alle unter dem Scepter Ew. Majestät lebenden Völker, dahin zn streben, daß das begonnene Werk in solcher Weise glücklich vollendet werde. Die Revision und Ergänzung des Grundgesetzes vom 2tt. Februar I^l'1 ist aber auch in anderer Bc-zichuug ciuc nnaufschieblichc Nothwendigkeit. Das Ab' geordnetcnliaus suhlt sich verpflichtet, in ehrfurchtsvoller Offenheit auszusprcchcn, daß dns allerorts tieferschütterte Vcrtrancn nur dann wieder wachgerufen und gefestigt und daö natürliche Rcchtsgcfnhl nnr dann befriedigt werden könne, wenn die vcrsassuugSmäßigcu Rcchlc deo Reichsralhes mit Bürgschaften gleichen Werthes umgeben werden, wie jene, deren sich die ungarische Verfassulig erfreut. Die Eonsolidinmg dcr staatliche» Verhälluissc ist durch dic festgewurzelte Uebcrzcngnug bedingt, daß das Vclfassnugsrccht ciuc Wahrheit, daß sein Bestand und scinc zeitgemäße Fortentwickluug gegen jede Anfech tnng gefichcrt scicn. Solche Ucbcrzcngnug ist aber nicht möglich, wenn nicht hier wie dort unverbrüchlich gilt, daß ohnc die Zustimmung dcr Volksvertretung kein Gesetz ills Vcbcn trctcu kann. Eben deshalb würden wir gcgcn unsere Pflicht verfehlen, wollten wir verschweigen, wie schmerzlich es alle Kreise der Bevölkerung empfanden, daß dic kaiserliche Vcrordnnng vom 2^. December 1tt, welche das HccrcS-crgänznngsgcsctz vom ^l>. September ll^ in seinen wesci/tlichstcn Bestimmungen abändert und so übcrans ticf i>l allc ^ebeuoverhältuissc ciugrcift, ohuc verfassuugS-mäßigc Zustimmung dcr Vollsvcrtrctuug crlasscn unirdc, uud daß daSsclbc übcr dic Eiusprachc dcs uugarischcu Reichstages zwar für Ungarn anßcr Wirksamkeit trat, dagcgcu dic Eiusprachc dcr andcrcu Laudtagc ganz un-berücksichtigt nnd ohuc allc Wirkung blieb, ja bis jetzt noch nicht einmal erklärt wordcu ist, jcnc Verordnung werde dem Reichsrathc zur vcrfafsuugsmäßigen Behand-Inng vorgelegt werden, was das Hans der Abgeordneten mii aller Znversicht crlvartet. Wir "begrüßen mit Frcudc dic Zusagc der Vorlage iu Betreff der Miuistcrverautwortlicht'eit. Dcuu war auch die Verantwortlichkeit der Miuislcr im Principe schon anerkannt, so hat sich doch dic dnrch solchc Aner-kcnnnng schon bcgründcte, blos moralische Verantwortlichkeit bisher als völlig wirkungslos crwicsen. Nnr dic gesetzliche Noriuiruug derselben als eine wahrhaftige, juristische Verautworllichleit vermag Beruhignug zu gc> währcu, daß Vorkommnisse, welche dem Verfassungsrcchle direct zuwidcrlaufeu, iu Hinkuuft uicht luehr wcrdcu eintreten können. Nicht minder sorgfältiger Prüfuug wcrdcu wir dic in Alissicht gestellte Vorlage i» Betreff ciucr deu cou-stitutioucllcu Auforderungcn cntsprcchcndcn Modification dcö § 13 unlerzichcn. Wir müsseu aber unser Bcfrem den darüber aussprccheu, daß Angesichts dcr allcrhöchstcn WillcnsmeinilNg, diese für das Verfafsuugsiecht so ver häuguißvoll gc'wordcuc Bestimmung nicht mehr fortbestehen zn lassen, Ew. Majestät Regierung dennoch bis anf die allerjüngste Zeit herab Maßregeln in Gegenständen ergriffen hat, welche vcrfassnngsmajzlg zn dcm Wirknngsk'rcisc der Volksvertretung gehören, nnd bcl welchen es gar sehr fraglich ist, ob sie anch uur als dringlich uud unaufschiebbar sich darstcllcu lassen. Wir schcu daher dcu Vorlagen in Betreff aller dieser Maßregeln cutgcgeu, iudcm wir die Erwartung anssprcchen müssen, daß so weit es nnr immer möglich, mit ihrer weilereu Durchführuug so lauge inue gchalteu werde, bis dem Reichsrathe dic Gclcgcnhcit geboten würde, sich darüber ausznsprechcn. Blos formelle Vcrsassuugsgaraulicn, mögen sie anch noch so nmfasscnd sein, können indessen für sich alleiu die gcrcchtcn Erwartnngen dcr Bevölkerung uicht befriedigen. Die Reform der gcsammlen Gesctzgcbuug uud.' Verwaltung im Sinne dcr Freiheit und des Fortschrittes ist ciu dringendes Bedürfniß. Es ist Icdermaun ciu-lenchtend, daß fast allc Theile der Iustizgcsctzgcbuug umfassender Umgestaltung bedürfcu, abcr nicht minder klar, daß bis dahin, wo dcrcu vollstäudigc Durchführung möglich ist, nicht mit dcr Bcscitiguug ciuzclucr schrcicu-dcr Gcsctzcsgcbrccheu zugewartet wcrdcu kaun, solchc viel-mehr im Wege dcr Eiuzclgcsctzgcbilug bewirkt wcrdcu muß. Dic politischen Rechte der Staatsbürger nnd insbesondere das Recht, Vereine zu bilden, sich zn versammeln uud in dcr Presse frei zn änßern, erfordern als-baldige Rcgclnng im constitntioncllcn Geiste nnd nach dcm Vorbilde dcr Gcsctzgcbnng in den vorgeschrittenen Staaten. Wir werden gerne bereit sein, zur Erwcitcruug der Autonomie dcr einzelnen Königreiche nnd Bänder in jenem, allen gerechtfertigten Ansprüchen Rücksicht tragenden Sinne mitzuwirken, welcher sich in den erhabenen Worten Ew. Majestät ansfpricht. Wir müssen cS abcr auch als eine unabweislichc Nothwendigkeit bezeichnen, daß im Wcgc dcr vcrfassuugs' mäßigen Gesetzgebung an die Revision dcs Eoncordals in jcncn Aczichnngcn gcschrittcn wcrdc, wclchc in den Bercich dcr Staatsgcsctzgebnug fallcu. Wir ehren dic Unabhängigkeit dcr Kirche uud siud wcit cutfcrnt, dcrsclbcu jcmals zn uahc trctcu zn wollcu. Wir siud abcr auch übcrzcugt, daß wcdcr ein Gcsctz noch cin Vertrag sür alle Zutnuft stechte uuwidcrruftich aufgcbcu töuuc, wclchc uach dcr hcutigcu Entwickllmg dcs staatlichen Bebens zu dcn wcfcntlichcn Hohcitsrcchtcu dcs Staates gehören. Wir halten eö für munöglich, daß dcr Staat sich scincr Rcchtc in Vczug auf dic Ausnbnug dcr Justiz-gcwalt uud auf dic Gcsctzgcbuug in Sachen des Ul^ tcrrichts zn Gnnsten eiuer°, vou ihm völlig nnabhäu-gigcu Atacht habc cntälißcru oder sich des Rechtes begeben löuucn, das natürlichslc aller politischen Rcchtc, das dcr Glcichhcit aller Staatsbürgcr vor dcm Gcsctzc, ohuc Rücksicht auf dic Eonscssion, wclchcr sie angchörcli, inl vollsten Umfaugc vcrwirllichcu zu dürfcil. Vor allcm wichtig nnd drängclld ist die Finanzlage. Niemand vcr-mag sich mchr dcr Ueberzeugung zn verschließen, daß dic fl'imuzicllcil Ealamilätcu dcu ticsgchendstcu Einfluß iiocu anf allc Vcrhälluissc dcs StaatSlcbens, sowic anf die Wohlfahrt allcr cinzclncu Staatobürgcr. Schon bcim Bcgiune der vorigeu Scsfioil sprach das Abgeordneten» Hans Ew. Majestät freimüthig seiue Ucbcrzcugnug aus, daß die Fiunuzlagc dcs Reiches cillc sehr ernste sei, daß die stete Benützung dcs öffcntlichcn ErcditS auch iu Iahrcn dcS Friedens zll schweren Bedrängnissen führen müsse nnd endlich zu unhcilvollcu Kriscu führcn löuuc. Scit jcucr Zeit hat sich der Ernst der Finanzlage in wahrhaft bedentlichcr Weise gesteigert. Es fand eiuc fortwährende Vermehrung der Staatsschuld statt uud habcu dadnrch die sür Verziusuug lmd Vertrags' mäßigc Tilgung dcr Staatsschuld crforderlichc Summcu au sich uud insbcsonocrc inl Verhältniß zu dcm wcscnt-lich verulindcrten StaatScinkommen, welches für dic nächste Zcit cinc Stcigcrung uicht hoffcn läßt, außer» ordentliche Dimenfioneu augenommcu. Die beställdigc Äeuützuug des der Erschöpfung nahe»» Staatscredits, wozn lloch dcr völligc Maugel allcr Eontrolc dnrch ciilc Voltsvertretnng taill, bewirkte, daß dic Aufbriuguug dcr crforderlich gewordene,, An^ lehen nnr mchr nnlcr dcu drückeudstcu Bediiignugeu möglich war. So mußtc dcnn zn dcm bcdcntlichslcu allcr Mittel der Geldbeschaffung, zltr ansgcdchntcn Hinausgabc von Staatspapicrgcld gcschrittcn wcrdcn. 'Dadnrch wlirdc dic Eonsolidiruug dcr ^andcswähruug, welche mit gro^ ßeu Opferu nahezu erreicht worden war, uenerdiugS iu liuabsehbare Ferne gerückt. Dieser Znstand der ^andeswährnng, so wie die sinanzicllcn und Ercditznständc überhaupt übcn in iln-mcr dclltlichcr wahrnchmbarcr Wcisc dic cmpfindlichslc Rückwirtllüg auf dic produclivcu Kräfte dcö Valcrlan^ dcs, dcrcn Hebung dic uucrläßliche Gruudlagc aller gc-deihlicheil Eiltwicklnng bildet. Das Halls der Abgeordneten wird diesen All' gclcgcnhcitcn nud deu zu gcwärtigeudcu Vorlageu die gewissenhafteste Anflucrlsamteit znwcudcu; cs kann jc« doch nicht uutcrlasscu, schon jctzt scin tiefes Bcdailcrn da-rübcr an^znsprccheu, daß noch vor Knrzcul, ohuc dic Mit^ wirlllng dcr Volkovcrtrctilng, abznwartcn, außcrordcut-lichc Vcrpflichtullgcn für dcn Staatsschatz eingegangen nnd wcit auöfchcudc Uutcruchmuugcu bcgouucu wurden, wclchc große Ausgabcu für dic Zukunft iu Ausslcht stcllcu. Das HauS der Abgeordneten mnß die znvcrsichtlichc Erwartnug ausdrücken, daß in dicscr Wcisc uicht mehr vorgegangen, vielmehr AllcS, was davon noch ungeschehen gemacht wcrdcu kann, wcrdc rückgängig gemacht werden. Dcuu jencs Vorgchcn ist uutcr dcu gcgcbcucu Verhältnissen nicht blos für die hart bedrückten Steuerpflichtigen bedenklich, sondern anch geradczn cinc Gefährdung der Rcchtc dcr Staatsglänbigcr. Zugleich mit dem Frieden im Innern des Reiches bedarf Oesterreich zur Vösnng dcr ihm ucucrdiugs uud untcr crschwcrtcn Verhältnissen gestellten Ausgabe dcs Fricdcus uach Außcn. Dcr Wcrth dcr erfolgreichen Schritte wclchc dic kaiserliche Regierung znr Erhaltnng dcs euro-päischcu Fricdcuö uutcruahm, wird durch dic uuumwuu-dcuc Erklärung crhöhl, daß ihr jcdcr Gcoantc an Wic« dcrvcrgcltnng frcmd sci. Das Abgeordnetenhaus theilt die Ucbcrzcuguug, daß das, was im Vereine mit der Krone zur Wiedergewinnung des allgemeinen Wohlstandes und znr Herstellung eines uuumstößlich gesicherten Vcrfassuugslcbeus auf Grundlage freier nud uationalcr Entwicklung geleistet nnd geschaffen wird, im Stande ist, die Machtstcllnng dcs Rcichcs kräftig zn wahren. Eucrc Majestät! Wir köunen und dürfen nns nicht verbergen, daß sich Oesterreich an einem Wcndcpnnktc besindc, wclchcr für scinc ganze Zukunft, ja für seinen Bestand entscheidend ist. Das Hans der Abgeordneten wird mit stets bewährter Loyalität uud Hiugcbuug seinen großen Aufgaben gerecht zu wcrdcu bestrebt sciu. Möge alle Völker, welche die Vorsehung dcm Scepter Euercr Majestät auvcrtraut hat, der Geist dcr Vcr söhulichkcit bcscclcu, möge sie iu klarer nnd verständiger Anffassnng der Lage die Ueberzeugung durchdringen, daß uur dnrch ihrc vcrcintc Kraft dic Ucbcrwindnng der Draugfalc möglich fci, wclchc schou iu uahcr Zntnnft übcr nus hereinbrechen können, daß abcr Uuciuigkcit Allen sicheres Verderben briugc! Gott schütze Oesterreich, Gott erhalte und segne Encre Majestät! Oesterreich. Pest, 31. Mai. In dcr heutigen Sitzung dcr D cput irtcu tafcl wurdcu dic Gcsctzcutwürfc bezüglich dcs Palatius, dcr Erncnnnng dcs Ministcriums, dcr Natioilalgardc und dcs BndgctS definitiv a »l gcnommcn. Dann rcfcrirtc in Vcrhindcrnng Escn^ gcri's dcr Schriftführer Georg Ivannovich im Namcn dcr 8tcgn i c olardcp u tat i ou, daß dicsc wcgeu dcr ulaugelhasleu Form dcr Abdaukuugsilrtuudcu dcs Köuigs Ferdinand uud dcs Erzherzogs Frauz Karl uicht an dic Vcrfassnng des Inauguraldiploms gcheu könne; dcr Vandtag n,ögc dahcr in dicscr Vczichuug ciucu Beschluß fassen. Dic Dcputirtcutafcl wird hierüber morgen Nachmittags um 4 Uhr berathcu. Iu der Sitzuug dcr M n g un t c u i afcl wurkc dcr Gcsetzcutwurs übcr die gcmciusmucu Augclcgcilhcileu verlesen uud wird derselbe morgen in Verhandlung genommen. Nach dcr offcnt^ lichcn Sitzung hiclt jcdcs Hans cinc gchcimc Bc-ralhnng. - 31. Mai. Die Vorarbeiten zur Einhangung der zwei Schiffbrücken, durch wclchc der Verkehr zwischcu Pest uud Ofcu bei Gclcgeuhcit der Kröunng erleichtert wcrdcn soll, sind hclltc in Angriff gcnommcn wordcu. - - Dcm „Idöt Tauuja" zufolgc hat dcr Primas sich auf tclcgraphifchcm Wcgc au dcu Papst mit der Bittc gcwcndct, cs mögc aus Aulaß dcr Kröllling die Dispens vom Pf iug stfa m stagfastcu gegeben wcrdcn. Es foll ans Rom cinc aMstigc Antwort bcrcits cingctrosfcn scin. Ausland. Verlin, 31. Mai. In dcr heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wlirdc die norddeutsche Buudcsverfafsuug iu zwcitcr ^csuug bci Namcnsanfrnf luit ^7 gegcu '.»3 Stimmen augc-noulmeu. Gcgcn dic Annahme sprachen die Abgcord ucteu Waldcck, '.vlichaelis uud Virchow. (>, Eapitinic streiten untcr 828 einander iu Syra, denn jedcr will das Schiff auf dieser Fahrt commandircn. Endlich ist die )lachricht über die in Petersburg erfolgte Verlobung uuscres Königs mit der sechzehnjährigen Tochter d^s russischen Großfürsten Constnntin auch nach Athen gclommcn. Die Freude unserer Bevvllernng läßt sich uicht beschreiben; überall sprach man davon. In nllen Kirchen Aihens wurden Tedeumö abgehalten. Abends strahlte uuserc Hauptstadt iu ciucm Fcucrmcer; der Priuz-Ncgcnt wurdc mit tauscudstiiumigcu Hochrnfcu begrüßt; Musil'bandcu durch-zogcit die Straßen bis gegen Mitternacht. Gestern war bei Hofe Empfang, Abends Galadicner. Das Aild der künftigen Königin der Hellenen ist in allen Schaufenstern zu seheu; die Photographen haben am ersten Tage schon Tausende von Exemplaren verlauft. Seit der Ar.kunft des Königs Georg in Griechenland, vor drei Jahren, hat Athen ein schöneres Fest nicht gesehen. Fünf ncnc nautisch Schnlen wnrdcn errichtet, in Syra, Hydra, Sftczia, Galaridi und Argostoli auf der Insel Kephalonicn. Herr Renicri, der Viccdircctor der Natioualbauk, der znr För» dcruug der neuen griechischen Anleihe nach Europa giug und uuläugst auch Trieft besuchte, ist mit dem letzten Lloyddampser in Athen angekommen. Die Nmgebnngcu von Triftolizza im Pcloponncsc wurden von großen Heu» schreckcuschwärmen heimgesucht. Die übrigen Provinzen Griechenlands sind heuer von dieser Geißel frei. Die kretischen Repräsentanten, die mit Gewalt nach Eoustau-tiuopcl gebracht wurden uud dort gegen ihre WM pro-tcslirteu, siud hier augctounucu. Die türkische Regierung wollte sie einsperren lassen, aber sie entkamen auf ciucm klciucu griechischen Segelschiffe, das nach dem Pyräns bestimmt war. ____ Hassebueuigtieiten. — (A u ö Nicn.) Lie Vcsestigunsssarbciten auf dem Laae,berge haben seit zehn Tagen wahlhast große Fortschritte gemalt. Sechszehn hohe Crdwälle, wllche filr die Schanzen deslinuul sind, tröncu in einer Ausdchiiuüg von ungefähr 5i000 Schritten den Aerg und können das Terrain gegen Osten, ENdcu und lhcilweise auch gegen Norden bis an die Dona» mit schweren Feldgeschützen beherrschen. Zahlreiche Fahnen und Aussleclsttnige» bezeichnen das ganze zur Aefe> sligung bestimmte Terrain. — Das Tagesgespräch in gewissen Kl«,'sen der Residenz bildet, wie die „Corr. Sp." schreibt, seit liniqen Tagen die Lntdeclung einer Spielhölle in der Privat-Wohnung eines ehemaligen Osjiciers, wo Roulette um ziem? lich hohes Geld gespielt wurde. Die Entdeckung geschah in Folge einer anonymen Anzeige b,i der Sicherheitsbehörde, welche sich an einem bestimmten Abende in die bezeichnete Wohnung verfügte und daselbst eine zahlreiche Gesellschaft bei dem genannten Spiele überraschte. Locales. — (Ernennung.) Der Oberstlieutenant Josef uon Feldegg des Infanterie Regiments Frcihei r von K u h n Nr. 17 wurde zum Obcrst und Negimcittsconunandantcn bi'i dem Infanterie-Negimente Kaiser Franz Joses Nr. I ernannt, mit Vorbehalt des Ranges filr seinen Vordermann, Oberst' lieutenant Reicher. Ferner wurde Oberstlieutenant Moriz Ritter v. Io «' lsou uom Infanterie Negimente Gras Haugwil; Nr. 38 z,lm Insanterie-Negimentc Freihelr v. Kühn Nr. 17 übersetzt. — (Das Kränzchen im Casino), welches am verflossenen Samstag von dem Osficierscorps des 79. Linien-InsanterieRegimentv gegeben wurde, war sehr gut besucht. Die Räume waren geschmackvoll gebiert, und man hatte Gelegenheit, einen durch geschmackvolle Toilette gehobenen Damenflor zu bewundern, wrlcher dem in Anbetracht der Iah» reszeit etwas ermüdenden Tanzvergnügen bis zum frühen Morgen mit gleichem (5ifer sich hingab. — (Spende.) Der husigc V»chb!»der Herr Math. Gerber hat den Soldaten unseres heimischen Infanterie' Regiments in Nozeu (Tirol) 50 Gebetbücher geschenkt. — (Aus der Metelto « Stift un g) filr Ver« dienslr um die slovenische Sprache und die O b st z u ch t erhielten heuer Prämien zu 50 sl. die Lehrer: G. Urauie in Prefer, I. Sa je in Prüdaßl, Andr. Legat in Sagor. K. Demsar in Senoselsch. Joses Nattelj in Neisniz und I. Lulan in Koprlunil. — (Erinner li n göfeie r.) Zu Ehren des inPrag als Director des Mstädlcr Gymnasiums verstorbenen Herrn Neiasek, welcher auch durch mehrere Jahre dem hiesigen Gymnasium vorstand, wurde von seinen Schillern ein Grab« stein gesetzt und vor Kurzem feierlich eingeweiht. — (2 a n it ä i 6 w es e n.) Der kärntnerische Laodes« auZschus; hat an den hiesigen mitgetheilt, daß Kär«itncrinnen nicht langer als 4 Wochen vor der Geburt auf der Gebär-Anstalt aufgenommen werden düifeu, und dah selbe nach der Geburt ohuc Aufnahme am zwölften Tage sammt dem Kinde zu entlassen sind; er, rc,p. Kärnten, zahle suxsl teilten Kreuzer! — was sagt die Humanität?? u. (Korrespondenz. II. Iesseniz, 30. Mai. Uebcrall hört man von Frost und Hagel, bei uns flehen aber sowohl die Feldfrüchte, als die Weinreben aufs herrlichste i wir haben im allgemeinen immer sehr warm, welches auf eine gute Qualität und Quan« titüt von Wein hoffen Iaht i die Körnerfrüchte zeigen weniger Stroh, dafür mehr Frucht. Im allgemeine», wenn sonst leine Äcmentar-Ereignissc vorkommen, haben wir die vollste Hoffnung auf eine ausgezeichnete Wein-, Früchten- und Heuernte, auch die Erdäpfel lassen auf eine gute Fcchsung lMcn._________________________________________ Rcuejlt Post. Ofen, 1. Juni. Sc. Majestät der Kaiser sind heute um 4 Uhr Morgcus in Begleitung des Herrn Ersten Geueraladjutauten FZM. Grafen v. Erennevillc, des Ersten Obcrslhofmeislcrs Fnrsten Hohcnlohe, des Staatsrathcö Ritter u. Ärann, der Hofräthc v. Papay uud Iluhof hier eingetroffen. Schloß Hetzendorf, 1. Juni. Ihre kaiserliche Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Mathilde hat die vcrfloffeuc Nacht mehrere Stunden ruhig geschlafen uud wurdc heule Morgcus nach Schloß Hetzeudorf gebracht. Der Transport dahin wurdc vou der hohen Kraulen ganz gut ettragcn. Prof. Pitha. Dr. Schmerling. Für die Generaldebatte über die Adresfe haben sich im Abgeordnctcuhausc bereits nachfolgende Redner einzeichnen lasfcn: Tfchabuschnigg, Kremer, Pcrgcr, Pleucr, Sturm, Mcude, Hauisch, Frauz Groß, Tomnn, lHvelec, Skcue, Gschuitzer uud Äiühlfeld. So viel bisher betauut, werden die Abgeordneten Pergcr, Plcner, Äicude, Dr. Groß, Gschnitzcr und Mühlfeld für die Adresse, Dr. Toman, Svctcc und Slcne gegen dieselbe sprechen. Die „Wr. Ztg." schreibt: Bon Washington giug fernere telegraphische Depesche vom Zl. Mai ein: Que^ rctaro wurdc am ls>. in den frühen Äiorgeustunden dilrch Uebcrrumpluna, gcnonuucü. Der Baiser zog sich in dic obere Stadt zurück, allein ein heftiger Arlillerieaugriff zwang Ihn Sich auf Discretion zu ergeben, mit Mejia und Eastillo y Eos. Die Depesche Escodcdo's ist voui 1<>. datirt. Bis dahin war lein Gewaltaet erfolgt. Ein anderes gntcs Zeichen in Be^ng auf die Absichten von Juarez ist die Freilassung von <><>0 iu Pnebla gefauge^ ucu Ausläuderu. Uebrigeus verwendet sich die Regiernug der Bereinigten Staalcu uachdruellich für die Freilaffnng des Kaisers und dafür, daß für den persönlichen Schutz Sr. Majestät bis zur Einschiffnng gesorgt werde. __ Telegramme. Pest, 1. Inui. Iu der heutigen Sitzung der Magua tcntafel wnrdc der Gesetzentwurf über die gemeiusa m e u A nge legcnhc i ten in der General-nud Specialdeballe erledigt uud ciustimniig au genommen. Um 5> Uhr wird abermals ciue Sitzung der Maguatcutasel abgehalten. -Pest, l. Juni. Die M ag n a ten ta fcl nahn, nm halb 0 Uhr die vier Gesetzentwürfe, den Palatin, das Miuisterinm, die Natioualgardc und die Gudget-votiruug betreffend, fowic dcu Äcfchlußeutwurf in Betreff der Militärgreuzc cutgcgcu. Die Bcrhandluug hierüber wurdc auf Äioutag anberanmt und dann die Sitzung fuspcndirt. ^iiltlerweile faßte die Dcputirteutafel dcu Beschluß, die Thronentsagungen König Ferdinands V. und des Erzherzogs Franz Karl zu inartienliren uud die Ncgnicolardcputation mit der Ansarbeitung der betreffenden Gesetzvorlage zu beauftragen. Dieser Beschluß uud der gestrige Bericht der Reguiealardeputation wurdc der Magualeutafcl um 7^ Uhr Abends verlesen. Die Berhaudluug darüber wird ebenfalls Montag stattfinden, Verlin, 1. Juni. Die „Krcuzzeituug" vernimm», daß die Rci ch s tag sw a h lcn am 15». Inli sein wcr< den. Die Bnndcsrathseröffnnng findet ani I. Angnst und die 9tcichslagseröfsnllug ani 1. September statt. Aufaugs October wählen die neuen Länder für dcu preußischen Vaudtag, welcher Aufaugs November ^isam-mcntrilt, uachdem Ende October die Proviuziallaudtage verfammclt waren. Telegraphische Wechselcourft vom I.Inn,. 5p<>rc. Vlelalllqueö «0. — 5»prre. VieialliqueS mit Mni- und Noucmbcr-Zinscn<)2.50. — bftere.Mtianal AuklM 70.10 - - Oant« aclicn ?51. — Cr^dttaetien I8t. — 18»i0l-r Btacilönnll'hl'!! W U<». — Sildcr 122.50. — Soudan 1^. — K. t. Ducatcn 5.«<>. Keschästs-Zeitung. liaibach, 1. Juni. Nuf dem henlig/u Marltr sind cr. sihi^iiou: 5» Wagen mit Hcii und Tlroh (Heu "l< Clr. '),^l Psd, Stroh !)7 (5>v. 72 ^fd.) -15 Wagen und t0 Schiffe (-10 Klasln) mit Hol;. ____________DurchschuittS-Preise. _____ ^ll,^^li. fl. lr. fl., lr. Wch''„ pr, sichln l! ^<»j 7 33 ^ Butter Pr. Pfund ^.!_^ Koru „ 4-- 4 12 Eier pr, T!i!ll —1>_.!^. (^>ste ,. 3 40 .'; S.hopstnfleisch „ ^. ^, — - Kulünih „ — 3'.>5> Hiihnd^l pr. Sliill — 30 — Cidäpftl „ 3----------- Taubl'u „ -13------- linsen „ 5i «0 — — Heu pr. Zeuturr — W ^. l'ildscn „ 4 80— Stroh „ —(-,,)._,... ssis^ll'ii „ 0------— Holz, hart., prKlst. —!-, 7 50 Nin^schmal^ Psd, -45> ------ -weiches, „ —'..> s> .<-,<) Schniciiisschmal; „ -44,..— Wein, rolhcr, pr. ! Speck, frisch, „ — 35» — - Eimer - —14 — -- lirlänchert „ —40 — — weißer „ — — 1s» - 2lttste komm cue Fremde. Am 3l. Mai. Htadt Wie». Dic Herreu: Polocuif. — Vcriiite, ssm'sln»>istti', von Schn^-dor^. Pcll, Oeschäfl^reistnder, von Nüimi. -- W^!i;ow(oi>!>i Aicheldnrci uon Wien. (5lcft!,a!,t. Die Herrni: ^lalliiig, HcmdluiiMvis., iw,i ^»nil- I'rnck. - - ,l'ral„PPN', Handliiü^^cis uon Wi.'ii. - Kirsch, k. f. ^^'lstül'nll'iia,!!, vo» <^ra;, .5?ais<,»r von ^^sl^vrcicl). Die Hcrr^!!: ^cö^ina,!. ^^i,!,!cr von ss^'istli',. — ^'illrl^ C»!»!»i<<, uuii Tnroii«. Binc.'ischor Hof. H^rr Schilf Priv^üer, von Gra^. Mc'lil'l'«», Hcrr Iiiiiln-, Iiig^iiui!-, von Suez. -- Fian Waller, Modistin, von Trilst, <; li. Ml,. 327 <,l ^-12.'? wiüdiüll "'^W^^rnl <>,<>« 1. 2 „ N. , 327.1!) ^-22... >ui!idstill ' halbhcilrr ! Rl'^eu. 10.. Ad. j 327,?i 13,!> windstill l heiler , tropfen <;N. Mq. 327.85 - l').!i ! windstill heiter 2. 2 „ N. 32!vl»? -!-22.!» !>!W, s, schiu. Halbheit^ 0.<>« »0 „ Ab. ! 326,.!i ' -15..; ^NW. s. schw. h^itcr , Den 1. Mol'a,mro»h. Die Wol^n s^hr laiilismu ziehend. Nml, 3 llhr I'iochni. sclül'ö O^>vi!tcr in Ost. (5iii;rliie Re^'iüropftii. ?l>.'end<< Wclinl^nchlrn in SO, — Dm 2, iu di>r Frii!, dünner ^icticl iu N.; spn'ler l>au; heiler, Nachiiutlag O>witterwolll'!i iu N. Abnid-roth Starlc Thauliilduug. Bride Tnac sehr hliß. Ruhige Lust. P.-ra.ilwol.'tllch5r N^ael^lr.- I!,uai» n. Kleium 7 ,: r KllfftthllW-ErijffNngl" Gefertigter empfiehlt sich dem gcchrtcu P. T. Pu-blicum zum Besuche sciues im Frühlich'scheu Hause, B^ieuer ^iuie, ueu ctablirieu Kaffeehauses. P. Gitty. Börj'cnbcrlchl. 2Uieu, 30. Mai. Dic Sliiuniuuii andcnn'rud giiustig. Foudö lind Nclic>l lirdeutcud höher bezahlt. Dcr>ifni und Valuten '^ pl^t. billiger zu hadeu. (Äcld »vieder adündnnt, Geschäft uameullich iu Papieren uillfaugreich. ^>effe»tliche Schuld. Gcld Waare Iu ü. W. zu 5»pEl. silr 100 fl. 55.Ü0 5C -- Iu östnr. Währmia. stnierfrci 01.40 l>!,,;0 V» Stounanl. in ö W. u. I. l«^i4 zu 5M. rilctzahlliar . s!1.75) Ü2.-^, Slcun'luil. iu ö. W. v. I. l.^'>4 ^u .'.P^l. rül^ahlbar . l^.iX' "!>.l(> Sildrr-Anl^hün vou 1^4 . . 77/0 7«.l>0 Si3,75> ftl.2:'> ^at.-Alil.luitIäii.'.läl)»p.zu5/'/.. 70.W 71-- „ „ „ Apr.-l^oup. .. 5 „ 70.50 ?0.0 dctlo mit Mai-Coup. „ 5» „ «;2,:>0 »;2.?0 delto.....,^i" l-,2.75 '>-l^> Mit Verlos, u. 1.1^39 . . . :"-- '^.- 1851 . > ^-^ ?!>-^ " ^ ^ " 1«s)0zu500sl. ^.<" 8^.70 ,1860,100,, »2.25, N.n " " „ ,. 18K4 „ 100 „ «0.20 80,30 CoiuU'Rcutcnsch, zn 42 I., !>»»t. 17 25) 17.75, N der Krouländer (sur WN sl.) Gr.-Eutl.-Oblig. Nird^östcrreich . . /,n 5,"/, 87.— 87.50 obcrüstcrrcich . ,. 5, „ i»0.— ^l.— Geld Waare Salzburg .... zu 5°/» 8«-- «?.- Böhmen .... „5 „ 89.5,0 !)('.- Mähreu .... „5, „ 90.5)0 91.50 Schlesim .... ,. 5 ,. 88.50 89.- Stei^rinarl ... „ 5) „ 8l>. - 8tt.— Ungarn.....,. 5, „ 71.50 72.25 Tcmescr-Baullt . . ,. 5. „ 71.50 72.-- Croatian und Slavonicu „ 5 „ ?.'),5i0 7n.50 Galizicu .... „5, „ 08.75 »;9.75 SieliciibürglU . . . „ 5, „ 07.75 08.25 Bukuviua .... ,.5 „ 0".— 0^.50 Uug. m. d. V.-C, 1607 „ 5 „ 08.-^ 0«.59 To'u.B. m. d.B.-C. 1807 „ 5 „ 07.75 0«. - Acticn (Pr. Stlls). Nat>oullll,anl (ohuc Dividende) 723.— 725,— zt.Frvd,-N>.N'dv.z!i 1000fl. C,M, 1085.- 1088.— Krcdit-Anstall ;n 200 fl, ö. W, 1d5.- - 1x5.20 N.ii, Ellconl.-G^.y,5>»<)sl,ü.W. s>09.— <;12.— S.-E.-G.zu200fl.CM o.50,»ssr, 23^.70 23^: W Kais. Elis. Bahn zu 200 st. (5M. 142.25 I'l2.75 Sitd,-uordd,Vcr.-A.200 „ „ I^ü.s^l, 129 50 Sud,St.-,l.-ueu.u.z.-i.E.200fl. I9>j'.— 199- Gal. Karl-Lud.-B. z.200si,EM.. 230 230.75 Geld Waare, BUHm. Westbahu zu 200 fl. . 150,— 150,50 Oest.Don.-DamPfsch.-Gcs.^« 485.- 480.— Oesterreich. Vloyd in Trich Z 3 184.— 18«;.— W!cu.Dampfm.-Ael>;,500st.ij.W. 435.— 440.— Pester K'cltt'iidriiäc .... 3?0.— 380.— Anglo-Austria- Baut zu 20l> st, 9<>,50 97.5.0 ^'cuibergür Ccrilolvitzrr Aetiru . Ifti.— 181.50 Pf.illdbriefe (für 100 st.) National- j 10jähvigc u. I. bank auf > 1857 zu . 5,''/.. 105.— —.— (5. M. ^ verloi 9'».30 Una. '?'od.-Cn-d.-Anst. zu 5'/, ., 80.75 87.75 Ach. öst. Bodcu.En'dit-'.'lnstall v'crlottbar zu 5'/,. iu Silber t05i.— 105,50 Douiailicn-, 5pcre. iu Silber . --.— —.— Lose (pr. Stitck.) Crcd,-A.f.H u.O.z. 100st. o,W. 127.50 127.75 Dou.-DlllPfsch,-G.z.100sl,CM «8.50 89.50 Sladlgnu. Oscu „ 40 „ 0. W. 25.— 20.. Estrrh'azy „ 40 „ CM. 90.— 95.— Salm ,. 40 „ „ . 30,5,0 31.- Pallssy „ 40 „ „ . 24.- 25.- Geld Waare Clan, zu 40 st. CM. 25.— 20.- St. Geuois „ 40 „ „ . 2^i.— 23 — Wiudisch^vätz „ 20 „ „ . 17.— 1« — Waldstmi „ ^0 „ „ . 2l,.- 22.- Kealrvich „ 10 „ „ . 12. - 12.50 Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 11.75 12.25 M e ch se l. (3 Mannte.) Aussöbul g siir 100 st sitdd. W. 10 l.75 105 20 ^vaulfiilta.M 1<»0 sl. drlto 105.25 105 50 Hamburg, fiir 100 Marl Bauto 92 50 92.80 London für 10 Pf. Sterling . 125,80 120.20 Paris flir 100 Franko . .' . 50.— 50.10 (?ours der Gcldsorten Gclo Waare K. Müuz-Ducateu 5 st. 93 lr. 5 st. 94 lr. Napoleouöd'or . .10,, 0 „ 10 „ 0,^ „ 9tuss. Impn'ial^ . 10 „ 29 „ 10 ., 3>»' ,. Vorriuölhaler . . 1 ., 85^ „ 1 „ «,; ^ Silbcv . . 124 „ — „I2l „ ^5 „ Krainische Ornndeutlastungö-Obligalioiicu, Pri-uatuotiruug: 80 Geld, 88 Waare