Mbacher Zeitung. Nr. 19. Pr«nunltl«t«»!!eprei«: Im Vomptoil gauzj. ft. li, halbj. fi. 5 !i!», sslir b>« ZustlNunn in« h»u« b«lbi, i0 ll. Mil d« Post gonzj, st. 15., hslbj, 7 b0. Freitag, 34. Jänner. Iuserlionsgebilti ssiir llein« Inserate bi« zu < Feilen «5 lr., größere per »ieile « kr.; bei öfteren Wiederholungen Per Zeile 3 lr. 1879. Nichtamtlicher Neil, Unsere Handelsbeziehungen zu Frankreich. . Die erwartete Regierungsvorlage, betreffend die ^ AMreich abgeschlossene Declaration, ist Dienstag lm Abgeordnetenhause eingebracht worden. Die Vorlage enthält drei Erklärungen; die erste, bereits am '>. Jänner d. I. unterzeichnete, betrifft die Verläugeruug des Schiffahrtsvertragcs, der Konsularconventiou, der ^onveutlon über den Schutz der Autorrechte n. s. w.; t"e zweite vom 20. Jänner d. I. statuiert die gegen Augc Behandlung auf dem Fuße dcr meistbegünstigten Gallon für Ein Jahr; die dritte endlich, gleichfalls vom 20., ist eine erläuternde Nachtragsertlärnng. Die ^Wurmigen lauten: „Die Negierung Sr. Majestät des Kaisers von "esterreich, Königs von Böhmen u. s. w. und Apostolischen Königs von Ungar», und die Regierung der Miizüsischen Republik — in Erwägung, daß der zwi« !chen Oesterreich-Ungarn und Frankreich am II. Dezember 1800 abgeschlossene und durch dic Acte von, 60. November 1676, K. Juni 1877, ^4. Dezember 1K77 Und ." Oester'rl^ ^?'""Ng Sr. Majestät des Kaisers von lisäien N,' . ^ von Böhmen n. s. w. und Aposto- Ulchen Königs von Ungarn, und die Regierung der französischen Repnblik — in Erwägung, daß der zwischen OesterreickMngarn und Frankreich am l!. De> zember I806 abgeschlossene Handelsvertrag seit dem 31. Dezember 1878 aufgehört hat in Kraft zu stehen, und in der Erkenntnis, daß cs im Interesse der beiden Länder dringlich ist, ihre Handelsbeziehungen bis zum Abschlüsse elnes nenen Vertrages provisorisch zu regeln, übrigens gleichmäßig von dem Wunsche geleitet, diese Beziehungen auszudehnen nnd zu entwickeln, sind über nachstl'hmde Bestimmungen übereingekommen: Artikel 1. Die beiden hohen vertragschließenden Theile sichern stch gegenseitig >n allem, was die Einfnhr. Ausfuhr und Dnlchfnhr betrifft, die Behandlung auf dem Fuße dcr meistbegünstigten Nalion zn. Artit.'l 2. Die gegenwärtige Convention wird sofort nach dem Austausche dcr Ratlftcatlonrn m straft treten, welcher zu Wien in dcr möglichst kürzesten Frist stattfinden wird, sobald die dnrch die Verfasfungsgrsetze der beiden vertrag schließenden Mächte vorgeschobenen Förmlichkeiten erfüllt sein werden. Dieselbe wird bis 3 l. Dezember 187<> m Kraft bleiben. Urlnnd dessen haben die hiezn gehörig erinachtlgtcn Unterfertigten das gegenwärtige Ucbcremtomincn uitterzcichuct und demselben ihre Siegel beigcdrückl. Andrassy. Vogue." "^ei der Unterzeichiinna dcr am hcntigen Tage zwischen Ocstcrrcich.Ungarn und Frankreich abgeschlossenen provisorychcn Handelsconvention hat der unter ertlgtc franzo,ijchc Botschafter über Auftrag seiner Legierung erklärt, daß h/zü^lich der nach Frankreich eingeführten We.ne die ÄchaMuna anf dem Fnße dei meistbegünstigten Nation diejenige ist, welche Spa-men und Ilalieil zugestanden ist nnd wonach die s'-emdcn Welne bei ihrer Einfuhr nach Frankreich dem ZoUjatze von drei Fra«cs fünfzig Centimei per Hctto-liter nnterliegen. Der unterfertigte Minister dc3 Aentzeru Sr. Majestät des Kaisers und Königs hat von o.eser Erklärung Act aenomme,, „nd seinerseits erklärt, daß m dev Fassung des Artikel« 1 der oben erwähnten provismischen Handelsconvention dic Worte E.nfuhr, Ausfuhr nud Durchfuhr" j„ ihrem weitesten ^»lue zn nehmen sind nnd daß dic Behandlung auf dem Fuße dcr meistbegünstigten Nation den Unterthanen und den Provenienzen der beiden Länder unter allen Umständen und m allen Beziehungen, welche yandelsgoschäste betreffen, zugesichert ist, wobei übri-gcus wohlverstanden ist, daß der allgemeinc Grnnd-jatz, wonach von der Behandlung auf dem Fuße der meistbegünstigten Nation die Begünstignngen, welche angrenzenden Staaten zur Erleichterung de« Grenz-vcrkehrs gewährt sind oder künftig gemährt werden, ausgeschlossen sind, keinen Eintrag erleidet. Urtund dessen haben die Unterfertigten die gegenwärtige Er^ klärnng unterzeichnet und derselben ihre Sieael beigedrückt. Nndrassy. Vogue," Österreichischer Neichsrath. 417. Sitzung des Abgeordnetenhauses Wien, 22. Jänner. Abg. Fü'rth referiert über den Handels -und Schisfahrtsvertrag mit Italien und empfiehlt dic Annahme desselben gemäß der Regierungsvorlage. Dr. Kopp (gegen) beklagt die kurze Frist, welche der Vorberathung dieses wichtigen Gegenstandes ein-geräumt war. Er bedauert auch, daß nicht der autonome italienische Tarif vorgelegt wurde, da doch erst durch eine Vergleichuug mit demselben constatiert werden könne, ob der neue Vertrag günstig sei oder nicht. Der Redner betont die Nachtheile, welche der Antrag für Oesterreich haben müsse; insbesondere werde die Seidenindustrie schwer durch ihn leiden. (Beifall links.) Abg. Tcuschl (für) vertheidigt den Vertrag, der den Export dcr Monarchie bedentend hebrn werde. Wcnn anch einige Detailbestimmungen vielleicht noch günstiger hätten abgeschlossen werden können, so sei der Vertrag im großen und ganzen doch cin entschiedener Vortheil. (Beifall,) v. Pacher (gegen) bemerkt, daß jetzt in Europa der Zollkrieg herrsche, und daß sich alle Staaten rüsten, ihren autonomen Tarif zu vertheidigen, während Oesterreich als einzige Waffe nnr den zehn-perzentigeu Znschlag habe. Handelsminister v. Chlumecky macht auf die großen Schwicrigteitcn aufmerksam, welche das Zustandekommen des Vertrages gemacht hat. Unter den heutigen Verhältnissen war absolut nicht mchr zu erreichen; dcr Zollkrieg hätte aber großen Schaden gebracht ohne die Hoffnung, durch ibn ein günstigeres Resultat für die Zukunft zu erzwingen. Oesterreich war der erste Staat, dem es gelang, mit Italieu in ein halbwegs annehmbares Vertragsverhällnis zu treten, wobei noch zu bemerken ist, daß andere Staaten, wie z. B. Frankreich, für Italien handelspolitisch wichtiger sind, so daß es sich für dieselben gewisse Concessionen vorbehalten mußte. Der Minister schildert hierauf dir Phasen der seit 1875, dauernden Ver-Handlungen und widerlegt einige Bemerkungen Kopps, welcher der Regierung auch InconsequeKz in ihrer Handelspolitik vorgeworfen hatte; der Minister habe vielmehr in seiller siebenjährigen Amtsführung sowol politisch als handelspolitisch stets dieselben Prinzipien befolgt. Er empfiehlt die Annahme des Vertrages. (Beifall.) Nach dem Schlußworte des Referenten Furth wird der Handelsvertrag mit Italien mit allen gegen 7 Stimmen angenommen. Das Haus fetzt hierauf die Generaldebatte über dcn Berliner Vertrag fort. Feuilleton. Alera oder auf dunklen Wegen. Roman von Vd, Alngncr. (Furtsehmig.) Mr. Kollys machte ein trauriges Gesicht. „Nicht vor einem Monat!" rief er unwillig. „Sie sthen, feine Glieder sind geschwollen," ent-gegnete der Doktor, „und seine Füße haben fast den doppelten Umfang ihrer normalen Gröhe. Die Wär-teriü hat allcs gethan, was ich und jeder andere auch gethan haben würde, und ich kann nur noch einige kräftigere Mittel verordnen, nm den Rücktritt der Geschwulst zu beschlennigen. Das meiste aber kommt auf die Pflege an nnd auf Ruhe." Mr. Kullys warf sich resigniert in den nächsten Stuhl. Der Graf bemerkte den sorgeuvollen Ausdruck auf seinem Gesicht. „Was ist dir, alter Freund?" fragte er. „Du hast etwas auf dem Herzen." „Das habe ich/' gestand'.Mr. Kollys offen. „Ich hörte gestern in Athen, daß in England große Anstrengungen zn unserer Äefreinng gemacht worden sind. Die englische Regierung hat sich an die griechische gewendet mit ernsten Forderungen, daß sogleich dic energischsten Maßregeln zu unserer Befreinng und zur Bestrafung der Bauoiteu getroffen werden sollten. Das ganze Land ist in der größten Aufregung ge-Wesen, und meine arme Mutter ist vor Schreck und Angst so krank geworden, daß sie am Rande des Grabes steht. Nichts kann sie wiederherstellen, als mein Anblick." ,Daun mußt du sogleich zu ihr reisen, Bertin." „U„d dich hier lassm?" „Gew.ß," erklärte der junge Graf entschieden. dc^dn'geM" U" "ufgchoben, und bestehe darauf, . .Ich dachte, daß wir dich wenigstens nach Athen brmgcn tonnten," sprach Mr'noll^s ? w cu. Mes Logis aussuchen, uud'wenu Wi.b,a am komml, konnte er dich pflegen." ^ ..Ich verlange nicht nach Wilbraham." entgeg-nete der Graf bitter. „Er darf auf keinen Fall hier. her kommen. Mein ttcin'r Briggs kann mich pflegen. Sorge dich nicht um mich, Berlin; denn wie on siehst bin ich hier in guten Händm. Gehe nach England zn deiner alten Mutter. Ich werde dir nachkommen sobald ich in, stände bin, die Reise zu machen." „Ich will rciscn. Gewiß, ich muß meinc Mutter sehen; sie grämt sich sonst zu Tode um mich. Aber es wird mir schwer, dich m diesem Znstande zurücklassen zn müssen, in einem fremden Laiide und nnler Menschen, die du nie znvor gesehen hast." ,.Laß mich außer F>age und thue deine Pflicht, Nertm," saate Lord Kingscourt. „Dn hättest gar "lcht zu „liv zurückkommen sollen. Dadurch hast du drei Tage versäumt. Mein lieber, trencr Freund, ich weiß, daß oeiue Sorgen sich heute um deine Mutter nnd mich getheilt haben. Du hättest den Arzt zn mir schicken und sofort zu ihr reisen sollen." „Ich dachte, du wärest noch in der Hütte, und wollte dich nach Athen bringen. Bist du auch sicher, daß dn mich nicht entbehren wirst?" „Nicht im geringsten," erwiderte der Graf in einem Tone. der jeden Zweifel beseitigte. „Dann will ich morgen nach Athen zurückkehren. Den andern Tag fährt ein Dampfer ab, den ich benutzen will." „Nimm den Doktor mit dir," sagte der Graf. „Ich habe dich noch um eine Gefälligkeit zu bitten, Äertin. Mein Wirth ist eine Art Einsiedler — ei,: Mcnschcnhnsser möchte ich sagen, — und ich bitte dich. mcinr Adresse weder W,lbraham, wenn du ihn treffen solltest, noch sonst einem unserer Bekannten oder Freunde in Athen zu geben. Ich möchte nicht, daß mein Wirih von Besuchern belästigt uud in seiner rnhigen Lebensweise gestört wird, und' offen gestanden, auch ich habe kein Verlangen, jemanden zn sehen, bis ich wieder auf meinen Füßen biu." Mr. Kollyz versprach, über den Aufenthalt seines Freundes das strengste Schweigen zn beobachten. Er verweilte noch einige Zeit bei dem Kranken; dann wünschte er ihm eine gute Nacht uud Lebewohl und begab sich auf sein Zimmer. Der Arzt hatte sich schon längst zurückgezogen. Am andern Morgen bei Tagesanbruch, als sem Freund noch im festen' Schlafe lag, reiste Kollys mit dem Doktor wieder nach Athen, nachdem sie be, dem Haufe des Weingärtners zu den Soldaten gestoßen waren, und unter deren Schuhe fetzten ste iyre Reise fort. 1«5< Gr enter (gegen) meint, der Parlamentarismus könne doch nicht in Gefahr sein, da das Parlament jetzt zwar nicht das Jahrhundert, dafür aber alle Großmächte Europa's in die Schranken gerufen habe, nm über ihr Werk, den Berliner Vertrag, zu Gericht zu sitzen. Man möge sich jedoch hüten, eines der wichtigsten Rechte der Krone anzutasten. Der Redner erklärt sich in erster Linie für den Antrag Dunajewski und nur eventuell für del« Majoritätsantrag. Er schildert die verschiedenen Richtungen der Verfassuugs-partei in der Orientfrage. Das Vorgehen der Minorität sei das umgestülpte objektive Verfahren. Bei diesem will der Staatsanwalt den Artikel packen, ohne dem Verfasser wehe zu thnn, währeud die Minorität der Politik Andrassy's zustimmt, ihn selbst aber stürzen will. Man wende jetzt auf die hochwichtigsten Angelegenheiten advokatorischc Silbenstecherei an. Was soll die Welt denken, wenn hier gesagt wird, unsere Armee sei zu einem Raubzug ausmarschiert. Man wolle die Occupation Bosniens zum Sündendock der finanziellen Mlßstände in Oesterreich machen. Dieselben seien aber die Wirkung der liberalen Wirthschaft. Die Verfassungspartei habe den Grafen An-drassy oft genug aufgefordert, mit Bismarck in Freundschaft zu treten, damit war aber selbstverständlich auch das Bündnis mit Rußland gegeben, und die Occupation ist daher mit ein Resultat der Haltung der Verfassungspartei. Die Besehung Bosniens war eine Nothwendigkeit, seit die Selbständigkeit Serbiens und Montenegro's nicht mehr zu hindern war. Der Redner protestiert hierauf namens Tirols gegen die von einer Seite vorgebrachte Parallele Hadschi Loja's mit Andreas Hofer. (Beifall rechts, Unruhe links.) Freiherr v. Scharschmidt (für) weist aus dem Wortlaute der Verfassung die Competenz des Reichs-rathes nach und motiviert in ausführlicher Weise seinen bereits bekannten Resolutionsmitrag, womit dcr Berliner Vertrag gemäß der Majorität anerkannt, aber zugleich an den Inhalt der Adresse erinnert wird. Der Antrag wird genügend unterstützt. Die Debatte wird abgebrochen. Abg. Steudel interpelliert die Regierung wegen der Vorkehrungen gegen die Rotzkrantheit der aus Bosnien kommenden Pferde. Nächste Sitzung morgen. ^ Zur Orientfrage. Nach einer Versicherung der „Agence Russe", deren Bestätigung jedoch erst abzuwarten sein wird, war dcr vorgestrige Tag zur Unterzeichnung des russisch - türkischen Friedens«ertrages bestimmt. Der Grund, weshalb die bekanntlich schon längere Zeit hindurch in Aussicht gestellte Unter fertiguug immer wieder verzögert wurde, soll in dem Hinzutreten eines neueu russisch - rumänischen Conflictes gelegen sein. Es sind nämlich Differenzen entstanden wegen der Abgrenzung der Dobrndscha von Bulgarien in der Umgebuug von Silistria. Rumänien beansprucht dort mehr Land, als Rußland zugestehen will, und deshalb mußte die Pforte im Interesse Rußlands den rumänischen Ansprüchen Widerstand leisten. Nach einer der „Pol. Korr." aus Bukarest zukommenden Mittheilung vom 21. d. M. sott die rumänische Regierung sich entschieden haben, Sulina zum Freihafen zu erkläre,,. Weiter steht die rumänische Regierung im Begriffe, im Wege eines Notenaustausches die beendigten Arbeiten der beßarabischen Grenzregulierungs-Kommission, so weit es sich um den Kilia-Arm handelt, zu ratificieren. Wie aus Belgrad gemeldet wird, hat die Skupschtina in Nisch das Gesammtbndget nach zehntägigen Debatten votiert. Nur am Kriegsbudget, welches nach der Regierungsvorlage über sieben Millionen Francs betragen sollte, wnrden anderthalb Millionen Francs von der Skupschtina abgestrichen. Dadurch wird ohne Zweifel die im Oktober mit einem stehenden Heere von 15,000 Mann projektierte Heeres-organisation eine nachträgliche Rectification erfahren müssen. Zur Herstellung des Gleichgewichts im Extra ordinarium der Regierungsvorlage' hatte der Finanz-minister neue Steuern projektiert, welche eine Million Francs eintragen sollten. Die Skupschtina hat mehrere der bezügliche» Steuergesetze abgelehnt, worauf der Minister W. Iovanovie die Demission gab, welche jedoch vom Fürsten Milan nicht angenommen wnrde. ^ Die Staatsausgaben Serbiens betraaen jetzt über 25 Millionen Francs. Die griechische Grenzreguliernngs-Kommission hat sich am 20. d. M. mit dem Dampfer von Piräus «ach Arta begeben. Die Verhandlungen sollen in dem griechischen Grenzdorfe Anino, südöstlich Arta, geführt werden. Berichte aus Athen versichern, daß die Lösung der schwebenden Fragen nicht sehr bald erfolgen wird, da Mukhtar Pascha als türkischer Kommissär die Albanesen zu bearbeiten weiß. Die Eisenbahnfrage in Serbien. Die Eisenbahnfrage steht in Serbien gegenwärtig in erster Linie auf der Tagesordnung. Nach den Ausführungen des „Istot" zu schließen', der als das Organ der Regierungspartei eine besondere Beachtung verdient, gewinnt in den maßgebenden Kreisen Belgrads die Ansicht immer mehr die Oberhand, daß die Eisenbahn aus politisch-ökonomischen, wie nicht minder aus fiuanziellen Gründen mit Staatsmitteln zn bauen sei. Es wird auf das Vorgehen gewisser Staaten gewiesen, welche gleichfalls den Bau ihrer Eisenbahnen nicht an Private abgegeben haben uud dabei sich gut befinden. Unter anderem heißt es in einem Artikel des genannten Blattes: „Wir dürfen nicht die sehr wichtige Thatsache, vergessen, daß, wenn der Staat sich entschließen würde, den Van dev Eisenbahn einer Privatgesellschaft zn übergeben, er dadurch nicht nur unzweifelhafte finanzielle Vortheile, welche nach unseren zwel Kriegeil keinesfalls aus den Augen zn verlieren wären, aus dcr Hand geben würde, wofür er keinen Ersatz bekäme, sondern zngleich unsere schwache Production in einem beiweitem größeren Maße der fremdländischen Speculation aussetzen würde, welche gegen uus gar keiue Rücksichten hätte. Das ist ein so wichtiges Factnm, daß es an und für sich genügend wäre, nm in uns den Gedanken zu erwecke,,, daß wir mit eigenen Mitteln die Eisenbahn bauen." Nach Berichten der „Pol. Korr." aus Nisch wird in diesem Jahre zur Ausführung der Eisenbahn-Eonvention mit Oesterreich-Ungarn energisch geschritten werden. Indem aber der Anschlnßpunkt' an die Eisenbahn von Salonichi noch immer nicht bestimmt ist, da die Türkei bis jetzt solche Anschlüsse proponiert hatte, welche für Serbien uugünstig waren, so dürfte der Eisenbahnbmi vor 1680 nicht in Angriff genommen werden. Die Bahn soll die Richtung über Zupovac nehmen, mithin nicht über Aleksinac gehen, wobei wahrscheinlich das günstig gelegene Krusevac, diese alte Zareustadl. mehr berücksichtigt sein wird. Aleksinac Am nächsten Tage befand sich Mr. Kollys an Bord des Dampfschiffes auf dem Wege nach England. „Armer Kingscourt!" sprach er zu sich selbst, als er an der Schntzwehr lehnte und auf das zurückweichende Gestade Griechenlands blickte. „Das Abenteuer ist für mich zu Ende; wie wird es für ihn endigen? Es ist mir fast, als ob ihm noch mehr bevorstünde. Nichts würde mich bewegen können, ihn zu verlassen, wenn meine Mutter nicht so dringend nach mir verlaute. Doch er hat noch seinen treuen Diener bei sich. Jener Stasfo ist ein edler Mann, wer er auch sein mag — und doch kann ich mich einer gewissen Aengstlichkeit nicht erwehren. Ich möchte wissen, wie für Kingscourt das Abentener enden wird." _______________ li. Kapitel. Ein schwerer Abschied. Der junge Graf war mehrere Wochen lang sehr krank, und mehrmals fürchtete die alte Aminka, daß ihre schon oft erprobte Geschicklichkeit in diefem Falle nichts auszurichteu vermöge, daß ihr Patient sterben oder für sein ganzes ferneres Leben krank bleiben würde. Die Feuchtigkeit und Kälte in der Räuberhöhle hatten furchtbar zerstörend auf die sonst so kräftige Gesundheit und den starten Körper des Grafen gewirkt, und scine Leiden waren beständig und schmerzlich. Als seilte Krankheit den höchsten Grad erreicht hatte und Aminka und Briggs gleich machtlos waren, ihu zu besänftigen und aufzuheitern, erschien wieder ein rettender Engel in der Gestalt Alexa's an seinem Bett. In Anbetracht des bedenklichen Znstandes des Kranken hatte ihr Vater ihr die Erlaubnis ertheilt, diesen zu besuchen, und nun verweilte sie den größten Theil des Tages bei ihm. In ihrer sanften, heiteren Weise sprach sie mit ihm, las ihm vor und sang. Sie gab ihm seine Medizin, und wenn der Schmerz ihn überwältigte und große Schweißtropfen auf seine Stirn trieb, strich ihre kleine, weiche und kühlende Hand dieselben hinweg. Wenn er in seinen Leiden verzagen wollte, genügte ein tröstendes Wort von ihr, ja ein theilnehmender Blick ihrer wundervollen, bezaubernden Auge,,, seinen Muth wieder aufzurichten und ihn mit neuer Hoffnung zu beleben. Ihre Anwesenheit brachte ihm stets Ruhe und Trost, und war sie abwesend, sehnte er sich nach ihr mit der Ungeduld eines kranke,, Kindes nach seiner Pflegerin. Manchmal stiegen in Mr. Strange Bedenken auf, den Bitten seiner Tochter nachgegeben zu haben und sie jetzt so nnbeschränkt ihres sich selbst aufgebürdeten Amtes walten zu lassen, aber jedesmal verdrängte er diese Bedenken wieder. . „Was taun es schaden?" fragte er sich selbst. «Sie half auch Spiridion pflegen. Fraueu find von Natur barmherzige Schwestern, - geborene Wärterinnen. Ich konnte dem Drängen des guten Kindes nicht widerstehen; ich kann ihr menschenfrenndliches Wert nicht unbarmherzig unterbrechen. Der Znfall hat den Nimm in unser Haus geführt, er ist anf unsere Hilfe angewiesen. Wir müssen ihm gegenüber unsere Schuldigkeit thnn „nd das Uebrige der Vor-fehnng überlassen." (Fortsetzung folgt.) käme auf diefe Weife um zwei Stunden weiter von der Eisenbahn zu liegen. Ucbrigens ist diesbezüglich noch nichts endgiltig beschlossen worden, und wären erst Traciernngen zu inachen. Im Lanfe dieses I>i gc^ storben und :i in Behandlung verblieben find. Nachdem alle in den Ortschaften Prischib, Starizkoje, Ni-tolskoje, Udotschnoje und Michmlowskoje erkrankten Personen gestochen sind, gibt es dort infolge der mil aller Strenge durchgeführten Absperrung keine Kran" ken. Somit ist jetzt die Aufmerksamkeit besonders anf die Desinfection der Hänser der genannten Ortschaften, m welchen sich Kranke befanden, und auf die Staniza Wetljanka zu richten, um diefer Epidemie ein Ziel zn setzen, deren ansteckender Eharatter augenscheinlich ist und durch die Sterblichkeit überrascht, da alle Kranken ungeachtet der verschiedenen lokalen Bedingungen, nnter welchen sie sich in hygienischer und diätetischer Hinsicht befanden, starbm; Ansnahmen sind nicht voi' gekommen." Hagesnmigkeilen. — (G r aß e r E i n b r u ch s d i e b st a h l i n P r a g ) Montag nachts wurde, in drr belebtesten Straßr Prags — am Graben, — wo Nachtwächter und Patrouille scheinbar mehr als genügend wachen, ein Einbnlch^ diebstahl verübt, und zwar mit einer Dreistigkeit, l»e allgemeine Sensatwn erweckt. Der Inwelierladen der Firma Muneles und Inwald wurde zwischen 12 ""d 2 Uhr. offenbar mit einem Nachschlüssel. geöffnet, wo' rauf die Gauner in den Fächern nnd Schubladen auf^ räumten. Nach beiläufiger Schätzung beträgt der Werth der gestohlenen Juwelen mehr wie 20.000 fl. M't der Kenntnis eines Fachmannes wnrden gerade die kostbare' und leicht transportablen Pretiosen ausgewählt. Ä"" 169 scheinen d,e Diebe genug Muße zu ihrer Arbeit gehabt l zu haben, dn sie ihre Auswahl nur zu gut getroffen und d»e leeren Etuis zurückließen. Besonders hatten sie es aufBrlllantwarenund goldene Uhren abgesehen. Sieben große und sechsundfünfzig kleinere Brillantringe, eine vedeutende Anzahl von Garnituren, Medaillons und Anhängseln, 50 güldene Damenuhrcn werden vermißt, ^o weit bekannt ist. bemerkte der Hausmeister des Hauses, in welchem sich der Laden befindet, von, Hofe aus um Mitternacht in dem hinter dem Laden befindlichen Comptoir Licht. Er avisierte den Nachtwächter davon, untersuchte mit diesem von anßen die Gewölbthur, fand sic aber verschlossen. Er wollte auch den Besitzer davon verständigen, aber trotz des vielen Läuteus Wurde chm das Thür in dem Hause, in welchen, sich die Wohnung des Juweliers befindet, nicht geöffnet, er kehrte daher zurück, und weil er anch bei feiner Rückkunft den ^llden versperrt fand, legte er sich wieder nieder. Gegen ^ Uhr früh fand die Sicherheitswache die Thür des >zmvel,crladens offen nnd holte jetzt den Besitzer, der a«! den ersten Blick leider nur den bereits verübten uedeutenden Diebstahl constatieren konnte. Bemerkens-^nh ist, daß erst vor vier Wochen das Portale des Fadens neu gemacht wurde und daß Samstag noch an ^"denthüre gearbeitet wurde. Deshalb hatte man «uch die Auslage ausgeräumt und die Werthsachen in en Schubfächer» im Laden aufbewahrt, woher der Dieb ocmn die besten Waren holte. « ^(Concurs Strousberg.) Diefer riesige oncurs ist nunmehr nach mehr als dreijähriger Dauer oeendlgt. Am 24. Oktober 1875 wurde Dr. Strous. verg in Moskau verhaftet, im Monate November des- eldcn Jahres wurde der Concurs eröffnet. In Prag 'M ganzen (in Prag nnd Berlin) stellen sich dir passiven auf rund 95 bis 90 Mill. Mark. Die Zahl der stimmberechtigten Gläubiger Strousbergs hat sich m Berlm auf 347 Personen, in Prag auf WO Per-Men belaufen, so daß insgesammt 537 Personen bei vem Cuncurse als Gläubiger betheiligt gewesen sind N sVn?.^'^"? """. Neb Hühnern.) Wie der s'!.^ ^'^'^"^"' """' hat man bei dem Versuch Rebhühner zu zähmen, einen großen Schritt vorwärts gemacht, indem Reallehrer Schuster ein Mittel wd das bekanntlich nur im Freien. G°rten gedeihende Rebhuhn an der Flucht as«? ^Z"^"' ^ Schimmln 'das Bru?-geschaft unmöglich zu machen, Schuster schlitzt die, fünf äußren Schwungfedern der Reihe nach auf, so daß Spitze und K.el unverletzt bleiben. Dadurch ist die Flug-lra t gebrochen, ohne daß der vorerwähnte Uebelstand eintreten würde. Sobald das Rebhuhn merkt, daß es 3/,/!^ ?""' 6"""h"t es sich rasch ein und sucht le Gesellschaft der anderen Haushühner. Das gezähmte m.V" l^ 2" bis 30 Eier, und wenn anch die "«schlüpfenden Jungen in der ersten Generation noch '?!."°Uständig zahm werden, so dürfte doch bei fort- er^l .Zucht'mg die vollständige Zähmung unschwer zu 'i "en ,em, was bei der Genügsamkeit des Nebhuhns " ?Ä" AMHeil für den Haushalt wäre. London liVm/'" Luftballon zum Pol.) Aus der Rücktet V / '"'^ gemeldet: ,Schon bald nach wurde der Vm?^ blen englischen Nordpol - Expedition Luftballons In bÄ^'""^' ä'" Erreichung des Poles See Cheyne mit ^"' ^"^r s" ist Kapitän zur ?eifbaren Plan dieser Art, zu Unterstü^.' . ^ '^ lchon von verschiedenen Seiten de si n d? ^Z'lagt worden, hervorgetreten. Cheyne. Kavi ä. T/n.', ^"^^^"'" '"'gemacht, will mit dem /" "' ^^ons auf eigene Kosten zu lie-in versprochen, zunächst auf gewöhnliche Weife Mit einem Schiffe soweit vordringen, als das Eis es gestattet. Dann sollen drri ÄallvnS von je einer Tonne Tragtraft mit dem mitgesührten Gase gefüllt und über c,ner dreieckigen Grundfläche vereinigt werden Sie haben die Boote, Schlitten, Vorräthc lc., sowie die Mannschaften zu tragen. Bevor die eigentliche Fahrt mit denselben beginnt, werden beobachtende Versuche über die herrschende Windrichtung augestellt. Nachdem dergestalt der einzuschlagende Cours festgestellt worden, wird die Lustballonfahrt angetreten. Ist ein Hinabsteigen nöthig, so wird das Gas aus den Ballons in den mitgeführtcn Behälter in durch mechanische Mittel verdichtete»! Znstande übergeführt. Bei Windstille ziehen die Mannfchafteu den ganzen, durch die Ballons in schwebe gehaltenen Apparat an Seilen vorwärts Chcync hofft bis zum künftigen Frühjahr die Mittel zur Ausführung des angedenteten Planes zusammenzubringen. - (Eisenbahnmarder.) Der „ St. Petersburger Zeitung" wird ans Bialystok iu Russisch - Pulen geschrieben: „Die Klagen des geschäftstreibenden Publi. luniZ, daß die aus den, Auslande kommenden und dorten beförderten Waren erhebliche Mancos aufweifen, "ehmen kein Ende. Werden die Güter auf den Em< "'""Mationen nachgewogen, fo stimmt in der Regel das Gewicht, weil Steine eingefchoben sind oder weil gewisse ""re,, ihrer Natur nach auf dem Transporte Feuchtig- keit anziehen und dadurch schwerer werden; nach einiger Lagerung verschwindet dieses scheinbar richtige Gewichtsverhältnis. Alle Beschwerden nnd Reelamationen führten zu keinem endgiltigen Resultate. Man erzählt sich Seltsames von der schamlosen Offenkundigkeit, mit welcher eine nach Hunderten zählende Bande von Eisenbahn» mardern ihr schändliches Gewerbe betreibt. Verschlossene Waggons, mit Spiritus beladen, werden angebohrt und die Fässer ihres Inhaltes entleert. Es soll sich mancher' Spediteur dieser Langfinger bedienen, wenn ihm infolge unrichtiger Gewichtsangabe Confiscation des Gutes droht. Mit dem geraubten Diebsgute wird ungescheut ein schwunghafter Handel betrieben," — (Nicht übel.) Daß die russischen Geistlichen ihr geistliches Amt oft recht weltlich auffassen, ist hinlänglich bekannt, weniger aber die raffinierte Schlauheit, mit der sie ihre Schafe zu scheeren verstehen. Ein kleines Beispiel wird die von ihnen angewandte Methode verständlich machen. Ein junger Bauer, welcher sich in ein anderes Dorf verheiratete, verlangte von seinem Popen den erforderlichen Schein. „Sehr gut, mein Lieber," sagte der Pope. „den Schein kannst du haben, ich muß aber vorher eine kleine Abrechnung mit dir halten. Du verläßt unser Dorf; hast du daran gedacht, was ich dabei verliere? Für die Trauung sagen wir zehn Rubel. Deine Frau wird Kinder haben — sagen wir: nun, meinetwegen sieben, macht fiir sieben Taufen, sieben Handtücher und das Gebet sechs Rubel dreißig Kopeken. Von deinen Kindern werden einige sterben — sagen wir: vier — macht für vier Beerdigungen vier Rubel. Du kannst eine Tochter zu verheiraten haben, macht für den Schein emcn Rubel', ferner einen Sohn - nun. Gott mit ihm. den rechnen wir zn den Rekruten Alfo in Summa beträgt das 21 Rubel 30 Kopeken, sagen wir rund 20 Rubel. Ist es nicht fu? — Der Baurr kratzte sich im Nacken und s,igte endlich: „Dn kannst jn aber vorher sterben. Vatka. alt genng bist du dazn." „Freilich, mein Lieber." versetzte der Pope, „sterben müssen wir alle, und darum wollen wir's bei W Rubeln bewenden lassen." Der Bailer mußte 10 Rubel für den Schein zahlen. fokales. Anb dem Gemrinderathe. Laibach, 21. Jänner. (Sckilns,.) lll. Berichte der Magistratssection. l.) GN. Dr. Ritter u. Kai ten egger referiert liuer den in Antrag gebrachte,, Bau eines Steges übcr de„ Grllbei'schl'i, Kanal und beantragt, es möge mit Hinblick ans die bedeutenden Kosten und i»i< Rücksicht anf den zu denselben in keinen, Verhältnisse stehenden Nutzen, den die Bewohner des Vorortes ssraoeezky-dvrf daraus ziehcn könnten, vun der Aufstellung eines Steges über den Gruber'fchen Kanal derzeit und für so lange abgesehen werden, bis sich die Population daselbst wesentlich vermehrt huben oder durch die höhere Kultur des Golovcberges wenigstens ein Velgnngungs oil anch für die nblige Bevölkerung der Stadt Lalbach geschaffen sein werde. GN. Regal, bedauert die durch diesen Antrag bezweckte Hinansschiebung des Projektes und glaubt, daß der Ankauf des Grundes für die Herstellung des Zuganges zum Stege ^ich höchstens auf -l0 bis 50 fl. belaufen dürfte. Da die derzeitige Construction der Brücke, weil Joche in das Bett des Grnber'schen Kanals eingeschlagen werden müssen, erst von der Zu stimmnng des Morastkulturausschusscs abhängt, so beantragt Redner, es möge der Magistrat beauftragt werden, den Plan eines Steges mit Vermeidung von Jochen vorzulegen nnd zugleich mit de» Besitzen, des Grmides wegen Abtretung desselben zum Zwecke der Herstcllllng des Zuganges zu unterhandeln. Referent GR. Dr. Ritter v. Kaltcnegger entgegiiet. das; das städtische Vauamt im Sinue des Gemeinoeialhsbrsä)ll,ss,>s den Plan für den Steg entworfen habe nnd zwar, da man einen billige,. Steg m. Ange hatte, emen solchen aus Holzconstrnction. Es ko.me daher von Planes keine Rede sem. außer man würde eine lost spicligere Construction aus Cisen beschließen. Referent weist ferner auf die Schwierigkeiten hin, die sich bei der Herstellung des Steges mit der Verzehrnngs-swierpachtung ergeben würden, da durch den Steg die Linie durchbrochen würde, und befürwortet nochmals die Annahme des Settionsantruges. Bei der Äbstimmnilg wird der Antrag des Ge-mcinderalhcs Negali abgelehnt und hieranf der Sec-tionsantrag mit großer Majorität angenommen. 2.) Mi. Dr. Ritter u. Kaltenegger referiert über die Acpflanzung einer auf dem Schloßbergc gelegenen städtischen Parzelle und stellt den Antrag, der Stadtmagistrat werde beauftragt: :>) Von dem Anerbieten des k. k. Forstinspeeto-rates im Namen des Gemeinderathes dankend Gebrauch zu machen; d) demgemäß unter der vom genannten Inspectorate zugesicherten Leitung und der Beistellung der erforderlichen Fichtenftslänzlinge deren Verpflanzung auf der am Schloßberge gelegenen Hutweide-Parzelle Nr. 49/^r im heurigen Frühjahre durchzuführen; c) hiebe,' besondern Bedacht zu nchmen, bah die Weiterentwicklung der Pflanzung zur parfähnlichen Behandlung führen könne, so daß schon jrht an dazu geeigneten Stellen die Anpflanzung von emigen größeren, baldigen Schatten versprechenden Lailbbäumen nicht unbedingt ansgeschlossen werde; seln der Betrag von 5 fl. 30 kr. und für die infolge Ueberschwemmung hart mitgenommenen Inwohner von Untersecdors der Betrag von 5 fl.. 10 kr. eingesammelt und dem Luilmcher Stadtmagistrate übergeben. — (Aus Gurtfeld.) Nach mehrjähriger Gepflogenheit hat der Ortsschulrath in Gurlfeld auch im Laufe des Monates Jänner d. I. unter den dortigen Schulfreunden zur Anschaffung von Kleidungsstücken für arme und gesittete Schulkinder eine Sammlung milder Beiträge veranstaltet. Dieselbe ergnb außer einigen Spenden in Stoffen den namhaften Betrag von lOl st. in Barem und ermöglichte, daß 3(1 Kinder mit warmen Winterkleidern bethrilt wurden. Mit Bezug hierauf ersucht uns die dortige Schulleitung, allen edlen Spendern, die zu diesem schönen Werke beigetrageu haben, im Namen der beschenkten Jugend den wärmsten Dank ausznsprcchen. — (Gemeinbewahl.) Bei der am 28. v. Vi. stattgehabten Neuwahl des Gemeindeborstandes von Unterdcutschau wurden Josef Göstel von Prerigel zum Gemeindevorsteher. Georg Iaklitsch. Postmeister in Unterdeutschau, und Johann Mantel von Prerigel zu Gcmeinderäthen gewählt. — (Leykam - Iosefsthal.) Bei der vorgestern in Anwesenheit eines Regierungstominisjärs und eines Notars statutenmäßig vorgenommenen vierten Ziehung der Prioritätsobligationcn der Leylam - Josefe thaler Actiengesellschaft wurden nachstehende Nummern gezogen: 13 97 200 287 388 l>4tt 70« ?45 ?60 805 873 926 1033 1043 1055 1105 1114 112« 1140 1141. Die Rückzahlung dieser Obligationen "'. dem vollen Nominalbetrage von je si. 200 0, W. erfolgt vom lIuli d. I. angefangen an der Hauptlasse der Gesellschaft in Graz. 17N — (Trauriger Concurs.) Für die zahlreichen Gläubiger der bekanntlich in Concurs verfallenen fteirischen Kreditbank entfällt nach dem vom Massa-lierwalter Dr. Layer dem Grazer Landesgcrichte kürzlich vorgelegten Vertheilungsentwurfe aus den nachträglich realisierten Buchforderungen noch eine Quote von etwas über drei Perzent. Nachdem die Gläubiger bereits 6'/z Perzent ihrer' Forderungen erhalten haben, s» ergibt sich für sie aus dem Eoncurse im ganzen eine Realisierung von nicht ganz 10 Perzent. Das Wiener Aushilfscomitc verliert dabei, wie die „Tgvst." mittheilt, 270.000 Gulden. — (Amtsveruntreuung.) Der 26 Jahre alte gewesene Postmeister von Hrastnigg, Eduard Gotts^ bacher, stand am 16. d. M. vor den Schranken des Ge-schwornengerichts in Cilli, um sich wegen des Verbrechens der Amtsveruntreuung zu verantworten. Eduard Gottsbacher trat im Mai 1876 in Hrastnigg den Dienst eines t, k. Postmeisters an. Am 18. Jänner 1878 wurde bei diesem Amte eine unvermuthete Scontrierung vorgenommen, bei welcher der scontrierende Kommissär einen Abgang von 104 st. 38'/, kr. entdeckte, den Eduard Gotts-bacher nicht rechtfertigen und auch nicht ersetzen konnte, sondern angab, daß er am 24. Dezember 1877 die während seiner zeitweiligen Abwesenheit in den Händen oei Ezpeditors Rudolf Sigl gewesene Amtsführung übernommen habe, daß die Kasse in Ordnung gewesen sei, er aber beim Rechnungsabschlüsse am 3. Jänner 1878 einen Kasse-Abgang von 81 st. 14 kr. wahrgenommen, den Rechnungsfehler jedoch trotz aller Mühe nicht gefunden habe. Der Angeklagte suchte die Schuld auf seinen Schwager zu schieben, welcher am 3. Jänner 1878 seine momentane Abwesenheit vom Amtslolale benutzt hätte, um aus der Kasse, von welcher er die Schlüssel abzuziehen vergessen, einen Geldbetrag von hundert Gulden zu entwenden. Aus den sorgfältig gepflogenen Erhebungen geht jedoch hervor, daß Eduard Gottöuacher eine fehr ungenaue Amtsgebarung führte, indem er Postvurschußsendungen nicht verbuchte, Postanweisungseinnahmen zu wenig verrechnete oder nicht vollständig auszahlte. Bei all' diesen unredlichen Vorgängen bemühte er sich, den Verdacht von sich abzulenken und auf dritte Personen zu leiten, ohne dieselben jedoch geradehin zu beschuldigen. Das Resultat der Erhebungen und der wider ihn eingeleiteten Untersuchung ergab, daß Eduard Gottsbacher einen Gesammtbetrag von 191 st. 93l/, kr. für sich aus den Postgefällsgeldern entwendete. Da sich aber im Verlaufe der Verhandlung heraus« gestellt hatte, daß noch manches unaufgeklärt sei, so wurde nach einem Berichte der „Gr. Ztg." über Antrag des Anklägers zur Erhebung von neu vorgebrachten, für die Entscheidung maßgebenden Umständen die Hauvt-oerhandlung vertagt. ____________ Neueste Post. Wien, 22. Jänner. Am 24. d.M. beginnen im Ministerium dei Innern die Konferenzen wegen der Pest. Die Mitglieder derselben sind Fintelnburg aus Berlin, Schneider und Areisky aus Wien und Gruß aus Pest. Man weiß noch gar nichts Verläßliches über die Art der Pest und deren Verbreitung, glaubt aber, daß sie nicht miasmatischer, sondern blos conta-giöser Natur sei. — Die Nordbahn stellte den direkten Durchgang und Wagenverkehr mit den Eil- und Persunenzügen zwischen Wien und Warschau ein. Prag, 22. Jänner. (Presse.) Der Polizei gelang es, die Einbrecher, welche Sonntag nachts den Pretioscndiebstahl in dem Laden der Juweliere Mu-neles nnd Inwald verübt haben, zu entdecken und alle gestohlenen Pretiosen in dem Vorort Michle aufzufinden. Der Haupthäter ist ein gestern nachts verhafteter Tischlergeselle Namens Junge. — Wie die „Narodni Listy" mittheilen, wurde neuerdings ein „Geheunbund" von neun Burschen in strafgerichtliche Untersuchung gezogen. Berlin, 22. Jänner. Die „Nordd. Allq. Ztg." sagt: In zuständigen Kreifen ist nichts davon bekannt. tM Bismarck den Gesetzentwurf über die Strafgewalt des Reichstages zurückziehen wolle. R o m, 22. Jänner. Im Senate erklärte bei Fortsetzung der Debatte über die auswärtige Politik Minister Depretis, das Prinzip der religiösen Freiheit sei die Bedingung für die Anerkennung von Serbien und Rumänien. Es sei im Interesse Italiens, daß bezüglich der Regentschaft von Tunis keine radicale Aenderung eintrete. Die Regierung werde über der Ausführung aller Bestimmungen des Berliner Vertrages loyal wachen. Hierauf wird die von Depretis acceptierte Tagesordnung Montezemolo's angenommen. London. 22. Jänner. (Triester Ztg.) Aus Kandahar wird gemeldet, daß im Gerichtshöfe die Hinrichtung eines Einwohners durch den Strang stattfand. Derselbe hatte zwei Tage früher einen Pistolenschuß auf den Lieutenant Willis der 4. Artilleriebrigade abgefeuert, und letzterer wurde zwar schwer, doch nicht tödtlich verwundet. Auch auf den englifchen Platzkomlnandanten Major St. John wurde ein Schuß von einem Fanatiker abgefeuert, derselbe verfehlte indeß sein Ziel. Auch der Kapitän Hervey von der Punjab ^ Kavallerie und ein Sergeant der Festnngs-artillerie wurden gleichfalls die Opfer von meuchlerischen Ueberfällen; beide wnrden verwundet. General Stewart hat das Standrecht über Kandahar und Umgebung verhängt nnd die fofortige Ablieferung aller Waffen verfügt. Belgrad, 22. Jänner. Der Verfassungsausschuß der Skupschtina lehnte es ab, die Gleichberechtigung aller Confessionen und die Abschaffung der Konsular-juriidictionm noch in dieser Session auf die Tagesordnung zu fetzen. Das russische Gouvernement accep« tierte nicht den zum Gesandten in Petersburg ernannten Obersten Catargiu seiner rumänischen Nationalität wegen; Oberst Sava Grutt wurde zum serbischen Gesandten in Nußland ernannt. Konstantinopel, 22. Jänner. Savfet Pascha ist nach Paris abgereist und Aarisi Pascha von dort angekommen. — Das Gerücht uon einem Pestfalle im Bosporus und in Salonichi ist gänzlich nnwahr. — Die Pforte beschloß Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest. Charkow, 22. Jänner. Infolge bereits dreitägigen sehr heftigen Schneegestöbers wurde der Betrieb der Charkow-Asow-Eisenbahn heute eingestellt; mit der Befreiung des Bahnkörpers vom Schnee sind 7000 Arbeiter beschäftigt. Die Pultawa^ nnd Sumy-vahnen stellten ebenfalls den Verkehr ein. Auf der Se-bastopoler und Moskau-Kursker Bahn ist der Verkehr äußerst erschwert. Telegrafischer Wechselkurs. vom 23. Jänner. Papier-Rente 6155. — Silber - Rente «3- -. — Gold-Rente 73 0.',. 1860er Staats-Anlcheu 113 50. — AankÄctien 780. - Kredit - Actien 215 40. — London 116 70. — Silber 100—. K. t. Münz - Dukaten 5 55. — 20 - Franken - Stücke 933. 100'Reichsmart 57 65. Wien. 23. Jänner, 2'/, Uhr nachmittags. (Schluszkurse., Kreditacticn 215 25, 1860er Lose N3 50. 1664er Lose 142- , österreichische M„le in Papier 6155. Staatsvahn 240 50, Nocdbahn 203-50, 20-Franlmslilckt 933',,, ungar. Kreditaclien 213-75, österreichische Francobant - '—, österreichische A»!,lolianl 35'—, Lombarden 64 Unionliant 64 25, Llocidacticn 5?0 —, türkische Lose 20 20. Euinmunal-Anleben 89 25. Egyptische -, Goldrente 74-. uiiMlischc Goldrente '-, Flau, Lottoziehuug vom 22. Jänner: Brunn: 58 377^55 30. Theater. Heute lungernder Tag) dritte und vorletzte Gastvorstellung des Dialelttomiters klcmcus Grün vom Wiener Stadttheater: Der gebildete Hausknecht oder: verfehlte Prü fungen. Posse mit Gesang in 1 Act von Johann Nestroll, Ein verkanntes Genie. Soloszcnc nüt Gesang, versaßt und vorgetragen von Herrn Elcmens Grün. — Die einzige Tochter oder: Ein gemüthlicher Pole, Schwan! in 1 Act von Alexander Graf Fredro. Deutsch von Alex. Rosen, kandel und Golksmrthsckaftliches. Laibach, 22. Jänner. Auf dem heutigen Markte sind -schienen: 5 Wagen mit Getreide, 3 Wagen mit Heu und itroh. 15 Wagen und 3 Schiffe mit Holz (32 Kubikmeter). Durchschnittspreise, äeizen pr.Hettolit, 6 50 U^ Nutter pr. Kilo . — go-j-- orn „ 4 55 5 20 Eier pr. Stüä . . —2z—,- berste „ 4 6 4 30 Milch pr. Liter . — 7 - - laser „ 2 76 3 27 Rindfleisch pr. Kilo -54------ >albfrucht „ ------- 5 70 Kalbfleisch „ —48------ meiden „ 4 55 4 6» Schweinefleisch „ — 44------- 'irsc „ 4 55 4 3? Schöpsenfleisch —36-------- !ulurutz „ 4 20 4 61 Hähndcl pr. Stuck —60------- Erdäpfel 100 Kilo 3 20--------Tauben „ — 17------- insen pr. Hektolit, 7------------heu 100 Kilo (alt) 1 87------ -rbsen „ 7 50-------Ätroh „ . . 150----- -isolen „ 7 50-------' Holz. hart., pr. vier tindsschmalz Kilo — 9V------- Q.-M«tcr____3 - ichweincschmalz „ — 76 — -! — weiches, „------6 -- 'pecl, frisch „ - 54-------Wein, roth., 100 Lit.-------24 - — geräuchert „ — 70------— weißer ., -------20 — Angekommene Fremde. Am 23. Jänner. >,tel Ttabt Wien. salamar, Pfarrer, Etanga. — Engl, Mor- genstern, Hostnit, Oresnit, Kozlit, Görich, Anschitz und Vul- «layer, Kaufleute, Winter, Fabrikant, Wien. — Stoh, Steuer« Executor, Egg, — Kramer, Pfarrer, Obcrkrain. — Withalm, Nealitätenbesiher, Graz. — Frank, Berlin, ?«tel Elefant. Aohutinstl), Güterverwalter, Savenstein. -" Gambach, Holzhändler. Nadstadt. - Püchler und Schuldeö, Kaufleute, Netfchit, Fabrikant, Wien. tierischer Hof. Gerschin, Besitzer. Innerlraw. — Vusta Maria, Klagensnrt. Sternwarte. Kolenc, Kram. — Marintte, Venzel, Pajl und Prasnil, Sittich. ».<»-, ltohren. Bcrtoldi. Tirol. — Ratot, Trieft. Verstorbene. Den 22. Jänner. Franzisla Praschet, OberaufseherSti»», 5 Monate 26 Tage, am Never Nr. 6, Tuberkulose. Den 23. Jänner. Maria Noniar, Hausbesitzersaattiü, 2 Jahre, PctcrSstraße Nr. 45, Lungentuberkulose. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ! -k W tt - ^ ?3Z > "» ^ ^^ » ^° ^ßß ?U.Ma 74095 00" windstill" "bewölts" !3 2 „ N. 740 04 ^- 14 O. schwach bewölkt 0 00 9 „ Ab. 730 54 ^. 14 W. schluach bewölkt Trüber Tag, Thauwetter. Das Taaeslnittel der TeMpt" atur^0 9°, um^9^über^dcm Normale.________^. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberg. Gott dem Allmächtigen ha> es gefallen, am Mittwoch brn 22. Jänner »ach langem Krankenlager den Herrn Franz Roschek, l. l. Gendarmerie Wachtmeister, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, aus diesem Leben abzuberufen. Das Leichenbegängnis findet Freitag den 24ftcn Jänner nachmittags um 4 Uhr vom Militnrspilalc cuis statt. Er ruhe in Frieden! Laib ach, den 23. Jänner I«?9. Die Kameraden. lN^so»»!^»'!.'^»' W""' 22. Jänner, ll Uhr) Die Börse war im allgemeinen nicht eben flau, speziell die Actien der Transportgesellschaften, welche den Aertchr mit dem Osten vel' Ol)l.s^Nl/5.l.!^/l. mitteln, wurden stärker ansgcboten. »elt> Na« Papierrente........6180 «190 Silberrente........63 20 «3 30 Voldrente.........74 - 74 1.5 Lose. 1839........314 — 316 „ 1854........10925 10950 „ I860........N375 114' - ,. 1860 (zu 100 fl.j. . . 126 25 126 75 ., 1864........14250 14275 Ung. Priimien-Aul.....7950 79 75 Kredit.L..........161 - 161 50 siudolfs'Ü.........15 50 iß ^ Prämienanl. der Stadt Wien 90 25 90 50 DonllU-Negulierungs.Lose . 10450 10475 Domänen »Pfandbriefe . . . 143 144 — Oesterr. Schatzscheine 1881 rück» zahlbar.........9875 99' Oesterr. Schatzscheinc 1882 rüäz. 97 25 97 75 Ungarische Goldrente . . 83 30 83 40 Ungarische Eisenbahn-Anleihe , 101 25 10150 Ungarische EiscnbahN'Anleihc, EumulatlUstücle......101 101 25 Ungarische Schahanw. vom I. 1874 ,.........N8 - 11850 Unlehen der Stadtgemeinde Wien in N, V......95 75 96 »ell. Ware GrunÄeutlattuugK'vbligatisnen. Vöhmen.........102— 103 — Niederiisterreich......104 50 105 — Galizieu ........85 50 86 Siebenbürgen......74— 75 - Temeser Nanat......7650 7725 Unzarn , .........80 50 8150 Aetlen von Vanlen. Veld wnre Anglo-österr. Bank.....9775 98 — Kreditanstalt .......219 75 220 - Depositenbank.......161 162 — Kreditanstalt, ungar.....217 25 21750 Oesterrcichisch - ungarische Bank 787 - 789 — Unionbant ........6725 6750 Vertehrsbanl.......10625 10675 Wiener Bankverein.....106 — 106 50 Actie« von TransvsrtUnterneh mnngen Geld ivare Alföld.Bahn .......116 50 N7-' Donau-Dampffchiff.'Gesellschaft 508- 510-Elisabeth-Wcstvahn.....I58'50 159 50 Ferdinands»Nordbahn . . 2050-2055 — Franz.Ioseph'Äahn .... 12950 12975 Galizische Karl < Ludwig. Nahn 224- - 224 25 Kaschau-Odcrberger Bahn . . 10l?5 102 — Lemberg.Ezcrnowitzer Vahll . 122 V5 »23 25 Lloyd ' Gesellschaft.....591-593- Oesterr. Nordwestbahn . . . 11075 111 — Nudolfs'Bahn......116 50 117 - Staatsbahn........244 - 244 50 Südbahn.........65 50 65 75 Theih-Nahn........182 - 182 50 Ungar>galiz. Verbindungsbahn 8150 U2 -Ungarische Nordostbahn . . . 11575 116 .-Wiener Tramwau.Gcsellsch. . 166 - 166 25 Pfandbriefe. Allg.öst.Nodenkreditanst.(i.Gd.) 110 50 111 — « » „ si.N.'V.) 96-25 96'50 Oestcrreichisch. ungarische Bank 99 90 100- Ung. Vodenkredit-Inst. (V./, bis 9 34. Silber 1U0— bis 10U .