^l^4. Donnerstag, 5. Iiinim 1899. Jahrgang 118. Aibacher O Leitung. ^.U"!"?."'"'2<'«ls: Mlt Post Versendung: «anzjihrig fl. 15, halbjährig fl. 75». Im Comptolr: ^ Dle «Laib. Ztg.. erlchewt täglich. m!t Nuönahme der Sonn- u»b Feiertage. Die Ubmlniftration befindet sich lwln c!', ^' halMhrig fi. 550. Für die Zustellung in« Hans ganzjährig fl. 1. — InsertlonSgebUr: Fiir V llongrelsplah Äir. ^, die Uiedactlun «armherzigergasse «r. 15. Lprechstunde» der Redaction von 8 bl« 10 Uhr vor. ""ne ^iMerate bis zu 4 Zellen 25 lr., größere per Zeile 6 lr,; be« öfteren Wiederholungen per Zeile 8 lr. ^ mittag«, Uüfraiiliertt Briefe werden nicht angenommen, Manuscripts nicht zurüctgestelit.i W^" Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer am Samstag den 7. Jänner. Amtlicher Theil. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. November v. I. aNergnadigst zu gestatten geruht, dass der Ministerial-rath und Vorstand der Präsidial-Kanzlei des Ministerraths - Präsidiums Dr. Eugen Freiherr Hauen-!chlld-Bauer von Przerab den königlich vmenschen Verdienst-Orden vom heiligen Michael zweiter Classe mit dem Sterne und den fürstlich oulganschen Civil-Verdienst-Orden dritter Classe annehmen und tragen dürfe. A« ^'^ k. und l. Apostolische Majestät haben mit "uerhochster Entschließung vom 28. November v. I. uuergnadlgst z« gestatten geruht, dass der Erste Oberst-Mllelster Prinz Rudolf von und zu Li echten-nw' "^ königlich baierischen St. Hubertus - Orden I"wle deil königlich sächsischen Orden der Rautenkrone annehmen und tragen dürfe. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben dem ^andychafts-Attache' und Lieutenant in der Reserve «e« königlich ungarischen Fünfkirchner Landwehr-^Mrenregunents Nr. 8 Alexander Grafen Ester-^,, öh von Galäntha die Kümmererswürde taxfrei allergnadigst zu verleihen geruht. vln ^"?^ ^' ""^ k. Apostolische Majestät haben mit "ueryuchstem Handschreiben vom 21. December v. I. "cm Kammervurftchcr weiland Ihrer t. und k. Hoheit ul ., "lMauchtlgslM Erzherzogin Maria Antouia, ^ruMrzogln - Wllwe von Tuscana, Peter Grafen oli 1 olati von und zu Hei l ige n b ru n n " n o Bauhof das Comthurkreuz dcs Franz Ioscf- roens mit dem Sterne, höchstderen Hofdame Amalle orellll vo^ Lazarinl den Elisabcty - Orden zweltcr "asse, dem Kammer - Official Johann Nossl das Wloene Verdicnsttreuz mtt der Krone, der Kamnierfrau wanclsca Wette ngl die Elisabeth-Medaille und ^!", ^""ler Johann Quirchmajer sowie dem ^auner Franz Neudorfcr das silberne Vcrdicnst-^euz mit der Krone aUergnädigst zu verleihen geruht. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. December v. I. allergnadigst zu gestatten geruht, dass der außerordentliche und bevollmächtigte Votschafter Marius Freiherr von Pasetti - F rieden bu rg das Großkreuz des königlich italienischen Mauritius- und Lazarus - Ordens, der t. und l. Lcgationsrath erster Katcgoric Kajetan Merey von Kapos-Möre das Comthinkrcuz erster Classe des königlich sächsischen Albrechts-Ordens das Oroßofficicrskreuz des königlich italienischen Kronen-Ordens und den kaiserlich japanischen Orden vom heiligen Schatze zweiter Classe und der t. und k. Attache Leon Freiherr de Vaux das Ritterkreuz des päpstlichen Pius-Ordens annehmen und tragen dürfe.__________ Ven 1. Jänner 1898 wurde in der l. l. Hof« und Staats» druckerei das 1. Stück des NeichsgeselMattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 3. Jänner 1899 wurde in der k. l. Hof- und Staats» druckerei das 1.XXV!!.. l.XXV!lI. und I.XXX. Stück der kroatischen und das I^XXXli. Stück der böhmischen Ausgabe des ltteichs« gesetzblattes vom Jahre 1898 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die kaiserliche Botschaft an die Lalldtage. Mit der «Rcfcriptfrage» und dcr durch die Allerhöchste Landtagsbutschaft geschaffenen Situation beschäftigt sich vielfach auch dle Prouinzpresse. So meint die Linzer «Tagespost», die Landtagsbotschaft sei, trotzdem sie die Czcchcn nicht befriedige, für die Deutschen deshalb verletzend, weil das Wort von dem erweiterten Spielräume der Landtage an die Thronrede vom Jahre 1897 anklinge, mit welcher Graf Badeni einen Schritt vorwärts auf der von Taaffc betretenen schiefen Ebene gethan habe. Der «Przeglad» erklärt, das Allerhöchste Refcript entspreche der Adresse des galizischcn Landtages. Das Blatt wirft den Czcchcn vor, da>s sie im Reichsrathe dein autonomistischcn Principe zustimmen, im Landtage jedoch auf andere verwandte Parteien keine Rücksicht nehmen. Die böhmischen Zeitungsstimmen mahnen durchaus zur Ruhe und zu nüchtcrncr Ueberlegung. Insbesondere betont «Hlas Naruda», das czechische Volt dürfe sich im gegenwärtigen Augenblicke nicht von der Leidenschaft, fondern nur vom Verstande leiten lassen. «Närodni Politika» erwartet, dass auch in der deutschböhmischen Bevölkerung ruhige Ucberlegung die Oberhand gewinne, denn dann sei der Moment für eine Verständigung zwischen beiden Volksstämmen gekommen. Vorläufig müsse die Parole lauten: Eintracht daheim und fester Zusamincuschluss mit der Rechten auf dcm Boden des Wiener Parlaments. Mit diesen Ausführungen deckt sich im wesentlichen ein Stimmungsbericht dcr «Plzenske' Listy», welcher mit Befriedigung feststellt, dass die durch das Allerhöchste Rescript anfanglich hervorgerufene Bewegung nun cincr ruhigeren Auffassung platzgcmacht habe. Im czechischcn Landtagsclub sei denn auch fast einstimmig der Wunsch ausgesprochen worden, die czechi-schen Abgeordneten mögen trotz dcr eben erlittenen Enttäuschung an dcr bisherigen Taktik festhalten und vor allem die Rechte so festigen, dass sie zu der angedeuteten Action sich fähig erweise. Das genannte Blatt warnt ebenso wie «Hlasy od Vlanika» vor unüberlegten Schritten. Die kaiserliche Botschaft enthalte immerhin manch Erfrenliches und nichts, was gegen die Adresse des Landtages gerichtet wäre. In seinem Organe, den «Poduisocke Listy», erklärt der Abgeordnete Dr. Pac^k, eine Enttäuschung ob des Inhalts dcr kaiserlichen Botschaft fei nicht am Platze. Wer die Verhältnisse kennt, wusste und musste wissen, dass die Czcchrn diesmal eine «staatsrechtliche Antwort» nicht erhalten werden. Es wäre unklug, um des Rescripts willen in die Opposition zu gehen, die ganze politische Constellation zu zerschlagen nnd so der Linlcn in den Sattcl zu helfen. Wcr dies thue, handle gcgen die Interefsen des böhmischen Volkes. Wcnn das Rescript nicht dasjenige enthält, was die czechischen Abgeordneten gewünscht hatten, so enthalte es doch auch nichts gcgcn fic. Die Rechte müsse sich nunmehr zu-sammcnschlicßcn und auf die Regierung im Sinne der Autonomie und der Gleichberechtlgung einwirken. Denselben Standpunkt vertreten «Morauskä Or-lice», «Pondölni Listu», «Iicinst^ Vöstnit» und «Budivoj», indem sie conftatieren, dass rücksichtlich der Botschaft, von dcr man wusste, dass sie kaum anders ausfallen werde, allenthalben eine ruhigere Auffassung platzgcgriffcn habe. Eine Aenderung der Parteitalül aus diesem Anlasse sei absolut ausgeschlossen. Feuilleton. Die Burg Oberstem. Von Professor Anton Kaspret. (Fortsetzung.) ränn,.^ ""^^ noch die Aefprcchnng der Wohu-GM',"'un Obergeschosse an der StadtM gelege.me U Bur. ^'"^b des Thorcs und Einganges in Nu<^ befand sich der Festjaal (Mußhaus, ,n1>ä. ^ ^' N"lg.l)err auch sein Mal war ^ A,^'"' "'ber dcr Thür und den Fenstern ttner <^?""" d" Herren von Thu?n und aus ^ ^^ s."'". ""gebracht. Der Fußboden, wclchcr aus Es nch bestand, wurde bci Festllchtntcn und in winterlicher Zcit mit Teppichen b g? w r wclä, wben"dnk°" M.b^ ^^^"lch^ verbreiteten. Nur dle Fenster dcs ^""ßyauses, dcr anstoßenden Herrenzimmer, Stuben Kammern und der ThurmkapM warm vcrglast; hin-^egen waren die Fenster der übrigen WohmMudc Mölw, ä"?" ^m und Klappen geschlossen. Die waren "/^"?l"c>le und in ocn übr.gen Zimmern Wank ^"s' ..schwerfällig und masscnhaft. An dcr Stülilp > Spelsesaalcs zogen sich Baute oder stanocn wr,' l/ we^e mtt Decken, wrichcn Msscn und Pol- nur nn/^ ^?"' D" Agende nahm lctztcre nicht 3uemlÄ,"?^l und Arm, wndcrn u großcrer B -fandÄ " 7^«!"'^ ^'u ^"bogen. G?wöhnl.ch bc-das TZ/",^ ^itte dcs Saales e.n CredcnMch für Dick. 3^;"^' "' bcn Wänden entlang standen dic Nmb/^^^?^^''den Inventar (Oberstein. Uten November 1556) befanden sich in den Herrenzimmern der Burg neunzchn Polster, neun Hauptkisscn, zehn Decken, elf Tische, sieben Stühle und ein lcderner Sessel. Anstoßend an den Speisesaal und über dem ob-erwähntcn langcn Keller lag im Obergeschosse cinc schönc, weitc und langc Hcrrcnstubc, im erstcn Stock-wcrtc des Bcrchfrits elile zlammcr und über dcr Bad-stubc ein kleines «Stüblc,. aus wclchcm man ^in die Thurnilapclle gelangte. Mnthmaßlich waren diese Burg-räumc für die Verwandtcn und für jene Mstc bestimmt, welche Ulan bcsondcrs auszeichnen wollte. Mit dem Kapcllcnthurmc schloss die Rclhe der wehrhaften Gcbäudc, welche den Burghof all der Stadtleite (lints vom Elngange) umfassten, ab. Nun wenden wir uns jcncn Burganlagcn zu, wclchc dcn Bnrg-Hof an der Gcuirgsscitc (rcchts vom Eingänge) ein-ichlosscn. Im Erdgeschosse dcr Ocbäudc, welche rcchts vom Burgthore standcn, bcsandcn sich einc Stubc mit Ofcn und cine Kammer fur das Gcfindc; anstohcnd daran lag dic Küchc und cinc tlcinc Spciscstnbc (Muß-Häuschen). Bcr wcitcrc Rauni v>,'rthciltc sich aus cmcn tlcincn, gcwölbtcn und cincn großen, nicht gewölbten Kcller. Eluc cnge, gewölbte Ulld mit Backofen vcrsehcne Küchc schloss dle im Erdgcschossc dicscr Anlagen bc-findlichcn Raumc ab. Ini Obcrgcjchosse dicscs Gcbäudcflügels bcfand sich die ständige Wohnung dcs Burgherrn, bc>lchcnd aus emcr hofscitlg gclcgcncn Kammer und einciu grabcnseitig gc-legencu Stübchcn, bcldc über dcn glcichnamigcn ^taumcn dcs Erdgcjchosscs. Im Anschlnjsc daran tiefand sich cin geräumiges Speisezimmer, cinc Stube und obcr dcr gewölbten engen Küche eine gewölbte Kammer, welche oie Wohnräume des rechtsseitigen Obcrgcschosscs abjchlojs. Die innere Einrichtung bestand aus Tischen, Bänken, Stühlen, Gestellen, Betten und Truhen. Unter allen Einrichtungsgegellstäuden war das Bett der Burgfrau besonders reich und wertvoll ausgestattet, wie denn überhaupt kostbare Betten den Stolz der Burgfrau bildeten. Das Bcttgestell (Spannbctt) war hoch, brcit und fest, das Bett selbst niedrig, aber reich ausgestattet. Zu unterst lag ein Federbett; darüber war eine gesteppte, seidene Decke (Kolter) gebreitet. Nnter dem Kopfe lag ein rundlicher Polster uud darauf ein scincs, weiches Kopfkissen. Zur Bedeckung dicnte eine abgcnähte Dccke oder cin Federbett (Tuchct), und um das Bctt herum gab es grüne Taffct-Vorhänge. Neben dem Bette stand eine niedrige Bank, wclche mit Polstern und bunten Scldcndcckcn belcgt war; vor dicjcr lag cin Tcppich oder cine Rchdcckc ausgcbreitet. Bclicbt warcn grüuc, braune, schwarzc, wcißc, braun-grün-carricrtc uud übcrhaupt bunlichcctigc und gestrcifte Hcckcn. Nach dcm Iiwcntar gab cS ncunzchn scidene Dcckcn, sicbcn Bcttumhängc, acht Rauh- und vier Tijchocckcn. Zu dcn wcrwollcn Mobilicn gchörtcn auch oie Truhcn, in wclchcn kostbare Gcgcn>tändc, wie Lcinwand, Schmnckgcgcnstände, Gcld uno andcres auf« bciuahrt wurdcll. Im Inventar sind achtzchn Truhen und cin vergitterter Almcr (Schrank) niit Schriften ucrzcichnct. Wlchtigc Rcchtsurkunden, Briefe und Actcn wurdcn in dcr mtt ciucr cijcrncn Thüre ver-schlosscnen, gcwölbtcn Kanliner über der engen Küche sorgfältig aufbewahrt. Als die lanocsfürstlichm Comnüssärc im Jahre 1570 nach Oberstein tamm und m Abweselihclt des Burgherrn die Vorweisung des Nrbars, der Pfand-verschreilnmg und der Naurechnungen verlangten, konnte Laibacher Zeitung Nr. 4. 26 5. Jänner 1899. Diese Rückkehr zur ruhigen Erwägung scheint der «Arbeiter-Zeitung» höchlichst zu missfallen. Gegen Dr. Pacäk glaubt das Blatt sich der czechischen Wähler annehmen zu müssen, indem es schreibt, mit diesen werde ein schmähliches Spiel getrieben. Die jungczechi-schen Abgeordneten hätten keine Grundsätze mehr, sondern 'Postulate», keine politische Energie, sondern staatsmännische «Geduld». Auch das «Deutsche Volksblatt» meint, anknüpfend an den Artikel Pacäts, die Enttäuschten seien nicht unter den jungczechischen Abgeordneten, sondern uuter den Wählern zu suchen, und darum sei auch eher daran zu glauben, dass der Czechen-Club die Rescript-frage zum Anlasse nehmen werde, dem Grafen Thun den Dieust aufzusagen. Die ganze Hoffnung der jung-czechischen Partei beruhe darauf, dass ihr der «Umfall» iu der Ausgleichsfrage mit einer Erweiterung der Länder-Autonomie bezahlt werden wird. Damit werden aber, wie das Blatt vorhersagt, weder die Ezechrn, noch die Deutschen zufriedeu sein. Politische Ueberficht. Laibach, 4, Jänner. Wie das «Neue Wiener Tagblatt» berichtet, verlautet in parlamentarischen Kreisen, dass der Reichs-rath entweder am 12. oder am 17. d. M. seine Thätigkeit wieder aufnehmen werde. Auch soll in der nächsten Zeit ein Pairsschub erfolgen. Das Herrenhaus zählt gegenwärtig 219 Mitglieder. Seit den letzten am 24. März 1897 eingetretenen neuen Mitgliedern hat das Herrenhaus 16 Mitglieder durch den Tod verloren. Statthalter FZM. David hat, wie die «Neue Freie Presse» berichtet, diesertage eine umfangreiche Nenkschrift über die Nothwendigkeit einer Eisenbahnverbindung Dalmatiens mit der Monarchie, insbesondere über Kroatien, an das österreichische Ministerium gerichtet. Ein Exemplar der Denkschrift soll auch dem Minister des Aeußern, Grafen Goluchowski, übersendet worden sein. Die Denkschrift entwickelt die Nothwendigkeit dieses Vahnvaues, ^ insbesondere vom strategischen Gesichtspunkte. Nach einer aus Rom zugehende» Meldung wird das Gerücht, wonach zwifchen dem heiligen Stuhles und dem russischen Cabinet Verhandlungen über die Errichtung einer päpstlichen Nuntiatur in^ St. Petersburg eingeleitet worden wären oder demnächst eröffnet werden sollen, auch in den vaticanischen Kreisen als zutreffend bezeichnet. Es fehle,! wie man betont, bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge überhaupt an einer Grundlage für einen solchen Plan, da die Schaffung einer ständigen diplomatischen Vertretung des Vaticans in St. Petersburg ohne vorherige vollständige Regelung der Stellung der katholischen Kirche in Russland durch eine Art Concordat nicht m Erwägung gezogen werden könne. Nun sei es in den letzten Jahren allerdings gelungen, über einige wichtigere Punkte dieser Angelegenheit eine Verständigung zu erzielen, es gelte jedoch noch, eine Reihe weiterer Fragen zu regeln, und ehe dieses Ziel erreicht wird, könne auch von dem erwähnten Projecte nicht die Rede sein. Die in Velgrad erscheinenden «Male Novine» ! weisen darauf hin, dass die Sprache der officiösen ' bulgarischen Organe, insbesondere des »Mir», gegen-i über Serbien mit den amtlichen Kundgebungen der bulgarischen Regierung nicht im Einklang stehe. Das Belgrader Blatt gebe dem Wunsche Ausdruck, dass die erwähnten Organe den berechtigten Empfindungen der mit Vulgarieu in normalen, freundschaftlichen ^ Beziehungen stehenden Nachbarstaaten Rechnung tragen mögen. Auf dieser Forderung müsse umsomehr beharrt werden, als die serbische Presse, namentlich jener Theil derselben, welcher den Regierungskreisen nahe stehe, dem Fürstenthume gegenüber alle gebotene Rücksicht beobachte und sich in dieser Beziehung einer correcten Sprache befleißige. Die Streitfrage, die feit längerer Zeit bezüglich des Besitzes der Kirche in Kuman ova zwischen den dortigen Serben und Bulgaren herrschte, ist nunmehr als beigelegt anzusehen. Die serbische Bevölkerung ist nämlich zur Annahme des letzten Vorschlages der türkischen Behörden bereit, wonach den Patriarchisten Geldmittel und ein Terrain zum Baue einer für fie bestimmten neuen Kirche zur Verfügung gestellt werden sollen. Wie aus Athen gemeldet wird, sind unter den Führern der Kreter infolge persönlicher Rivalitäten Streitigkeiten ausgebrochen, welche Dr. Sphakianakis bereits bestimmt hatten, die Insel zu verlassen und sich nach Griechenland zu begeben. Auf Ansucheu des Prinzen Georg habe er indessen seinen Entschluss fallen lassen. Der Obercommissär biete alles auf, um den Reibungen zwischen den Führern ein Ende zu machen und überhaupt die Keime von Parteibildungen, welche die Regenerierung Kretas erschweren müssten, zu beseitigen. Tagesneuigleiten. — (Das Vergelt's Gott des Minister-Präsidenten.) Die «Tetschen-Vooenbacher Zeitung» 5 gab vorigen Samstag eine Sonderbeilage aus, ill der es am Schlüsse hieß: Die Trauerkunde (von dem Tode der Gräfin Thun) wird in allen Kreisen unserer Bevölkerung , die tiefste Theilnahme hervorrufen. Schlichte Menschlichkeit ^ und hohes weibliches Pflichtgefühl hatten sich in Gräfin ^Thun zu einer verehrungswürdigen Persönlichkeit vereinigt. Hochachtung und Liebe hat man ihr im Leben gezollt, Thränen aufrichtiger Trauer und ein segenvolles ! Gedenken wird man ihrem Tode weihen. — Sonntag traf von Wien nachstehendes Telegramm ein: »Verehrliche Redaction der >Tetschen-Booenbachcr Zeitung'! Für die Extra-Ausgabe und den schlichten, schönen, liebevollen Nachruf ein von Herzen kommendes ,Vergelt's Gott!< Thun.» — (Die Kunst gegen den Alkohol.) Ein Preisausschreiben für ein Gemälde zur Bekämpfung des Alloholismus ist vom belgischen Minister des Innern erlassen worden. Als Preis für die beste Arbeit sind 1000 Francs bestimmt. Von dem preisgekrönten Gemälde sollen Farbendrucke zur Verbreitung in den öffentlichen Gebäuden und Schulen vertheilt werden. Das Beispiel des deutschen Vereines, die bildende Kunst in den Dienst der Trunksuchtsbelämpfung zu stellen durch Schaffung von Brunnenmodellen, hat somit rafche Na«? ahmung gefunden. — (Von einer gepfändeten Eisenbahn' station) wird aus Palermo geschrieben: Die Verwal' tung der Eisenbahn Palermo-Corleone hatte seit zehnIahrel keine Einkommensteuer gezahlt. Durch Reklamationen, V? schwerden und andere Mittel erlangte sie fortwähret Stundungen, so dass der Steuererheber Ritter PaM laroo zuletzt etwa 235.000 Lire zu fordern hatte. Al> die Verwaltung am 27. December eine festgesetzte Rat« von 47.000 Lire nicht zahlen wollte oder konnte, sch"t> der Steuererheber in aller Form Rechtens zur Pfändung des Hauptbahnhofcs in Palermo und des Verwaltungs' gebäudcs. Die Linie Palermo-Corleone hat bis jetzt den Unternehmern nur wenig Freude bereitet, da sie fast gal nichts abwirft. — (Eine Riesenkarte.) Ein kartographisch^ Institut in Petersburg ist gegenwärtig mit dem Drull einer Niesenkarte des europäischen Russland beschäftig Die Karte wird 150 Quadrat-Arschin messen (ei" Arschin — 0 71 Meter) und nicht allein alle Dörfer, sondern auch Meiereien und einzelnen Gebäude verzeichnen Nach ihrer Fertigstellung wird die Karte zur Welt' ausstellung nach Paris geschickt werden. — (Shakespeare.) Ueber Shakespeares EiN" kommen und Vermögensverhältnisse macht das neue Werl von Sidney Lee: «Leben William Shakespeares» An< gaben. Lee berechnet das durchschnittliche Jahreseinkommen des Schauspielers Shakespeare bis zum Jahre 1599 au! 130 Pfund Sterling ^ 1040 Pfund Sterling unserel Währung, was vermuthlich zu nieder gegriffen ist. 159s wurde er Theilhaber des Globe-Theaters und erhielt, wie Lee annimmt, zwei von den 16 Antheilscheinen; diese Einnahmequelle würde sein Jahreseinkommen auf 6t)6 Pfund Sterling — 5000 Pfund Sterling in unserer Zeit erhöhen. Von dieser bedeutenden Summe konnte Shakespeare 100 Pfund Sterling jährlich beiseite legen! der Unterhalt seiner Familie und einige Zeit auch seinel Eltern würde weitere 100 Pfund Sterling in Anspruch nehmen, so dass dem Schanspieler eine genügende Summe verblieb, um auf großem Fuße zu leben. Wenn man diese Berechnung als richtig ansieht, so muss Shakespeare ein geringeres Einkommen gehabt haben als die bedeutendsten Schauspieler seiner Zeit, die nicht auch noch VühneN' dichter waren. Sicher ist, dass er in den letzten vier odel fünf Jahren seines Lebens verhältnismäßig arm war 1611 hörte er auf, für die Bühne zu schreiben und Theilhaber am Globc-Theater zu sein. In seinem Testa-mente verfügte er bloß über 1230 Pfund Sterling, gleich 10.000 Pfund Sterling in Grundbesitz und Bat' geld, wovon weniger als drei Viertel ein Einkommen abwarfen. — (Das verrückt gewordene Grenzzeichen.) In §919 des neuen bürgerlichen Gesetzbuches für das deutsche Reich liest man: «Der Eigenthümer eines Grundstückes kann von dem Eigenthümer eines Nach' bargrunostückes verlangen, dass dieser zur Errichtung fester Grenzzeichen und, wenn ein Grenzzeichen verrückt oder unkenntlich geworden ist, zur Wiederherstellung mit' wirkt.» --------------------------------- z der Verwalter Melchior Hasibar dem Verlangen nicht entsprechen, da Graf Thurn die Archivkammer fest «erschlossen hielt und niemandem den Eintritt gestattete. In G emä'ßheit der landesfürstlichen Anordnung musste jede Burg mit den nöthigen Hand- und Feuerwaffen, die gewöhnlich in den Hohlräumen der Thürme aufbewahrt wurden, ausgerüstet sein. In Oberstein befanden sich um 1570 folgende Waffen: drei Kanonen auf Rädern, ein kupferner Mörser, eine kleine Kanone, zweiundzwanzig Hackenbüchsen, zehn Handstöre (Stangen), ein Harnischstöckl («altvaterisch»), eine blauverbrämte Satteldecke, ein leinener Schurz und zu Iagdzweckeu fünf Hirsch- und zwei Wolfsnetze. Die Archivtammer fchloss die rechtsseitigen Burg-anlagcn ab, wie der erwähnte Kapellenthurm die linksseitigen. Beide Endbauteu verband eine hohe, starte, theils gedeckte, theils ungedeckte Ringmauer, welche au der Nordseite den Burghof einschloss. Neben der Archivkammer auf einer vorspringenden Ecke stand noch ein starker, dreieckiger Thurm zur Deckung der Ringmauer und der anliegenden Bauten. An der Innenseite der Ringmauer befand sich ein Wehrgang auf hölzernen Tragbalken, welcher zu den Schießscharten und Zinnen führte. An der Außenseite der Ringmauerecke, und zwar in der Höhe des Daches und an der Stelle, welche den schönsten und weitesten Ausblick bot, war ein eckiges Erkerthürmchen (Lugerker) angebaut, zu welchem an der Innenseite ein hölzerner Wehrgang führte. An den Seitenwändcn waren Oeffnungen angebracht, durch welche man die Außeu-seiten der umliegenden Ringmauer bestreichen und durch wohlgezielte Schüsse die Annäherung der Feinde verhindern tonnte. (Schluss folgt.) I)er Zoctor. Roman aus dem Leben von L. Ibeler. 3. Fortsetzung. Einen Augenblick stand er seinem Todfeinde wortlos gegenüber, dessen Augen in maßloser Wildheit funkelten; dann streckte der Doctor zögernd die Hand aus. «Ich bitte um Vergebung!» sagte er leise. «Es thut mir selbst so furchtbar leid. Mein Leben wollte ich hingeben, könnte ich das Unglück ungeschehen machen!» «Hund!» rief der Arbeiter. «Meinst du, du köuntest mich mit so ein paar Redensarten abspeisen? Dein Leben!» Er lachte in gellendem Höhne auf; dann fchmetterte jäh die geballte, eisenharte Arbeiterfaust dem blassen Manne in das Antlitz, dass sofort ein Alut-strom aufspritzte. Ausrufe des Unwillens wurden laut. «Pfui,» sagte eine resolute Nachbarsfrau, «wie kanu cill Meusch nur so gemein sein! Nehmen Sie sich doch in acht, Krause, dass Sie nicht auch einmal die Schuld am Tode eines anderen Menschen tragen! So etwas bestraft sich!» «Friedrich,» bat die blasse Frau, «bringe dich doch nicht muthwillig ins Unglück; wir haben schon Unglück genug! Lass den Doctor gehen! Mit Willen hat er es nicht gethan!» Der Arbeiter stieß die Frau zurück und erhob von neuem die Faust zum Schlage. «Auf der Stelle schlage ich den Giftmischer todt! Er hat's verdient! Moroete er mein Kind, so soll auch er daran glauben!» schrie er. Der Schuhmann fiel dem Tobenden in den Arw — einige Nachbarn traten hinzu und hielten ihn mit allen Kräften fest. Es war eine erschütternde Scene — der beinahe sinnlose Arbeiter, dessen Augen vor Wuth fast aus den Höhlen traten und der sich vergebens loszureißen strebte, um sich von neuem auf sein Opfer zu stürzen — ihm gegenüber der juuge Doctor, über dessett todteubleiches Gesicht eiu breiter Blutstrom rann, und daneben das friedliche Antlitz des entschlafenen kleinen Dulders und die weinenden Franen. Keinen Schmerzenslaut hatte Doctor Rauenthal ausgestoßen, als ihn der furchtbare Schlag traf; seine seelische Qual war viel größer. Ihm wäre es eine Erleichterung gewesen, hätte er in diesem Augenblicke sein Leben unter dem eisernen Griffe des wüthenden Mannes aushauchen können. Eine Menschenmenge hatte sich vor dem Hause angesammelt; eine Frau riss das Feilster auf uud rief kreischend um Hilfe. Mehrere Schutzleute eilten hastig die Treppen hinauf. Der Wachtmeister, der sie führte, drang ohneweiters in das Zimmer und postierte seine Mannschaften. Er machte sich rafch die nöthigen Notizen. DattN trat er auf deu Doctor zu. «Ich muss Sie zur Wache führen, Herr Doctor!» sagte er, nachdem er den Sachverhalt erfahren hatte. «Ich bin bereit,» erwiderte der junge Mann in müdem Tone, «und würde mich selbst den Gerichten gestellt haben!» Der menschenfreundliche Beamte betrachtete ihn mitleidig. Laibacher Zeitung Nr. 4._____________ 27 5. Jänner 1899. Vocal- und Provinzial-Nachrichten. Das Volksschulwesen der Landeshauptstadt Laibach am Schlüsse des Schuljahres 1897/98. Mitgetheilt vom l. l. Beznls'Schulinspector Prof. Franz Levec. Der k. k. Stadtschulrath ill Laibach hat in seiner Sitzung vom 21. September 1898 den Beschluss gefasst, behufs Orientierung des Publicums die wichtigsten, das -Uolksschulwesen der Landeshauptstadt betreffenden Daten zu veröffentlichen, und hat den Unterzeichneten mit der Durchführung dieses Beschlusses betraut. Mit der Veröffentlichung der nachstehenden Zeilen glaubt derselbe den Intentionen und dein Auftrage des Stadtschulrathes nach Thunlichkeit zu entsprechen. I- Zahl und äußerer Zustand der Volksschulen. ^ 4. Oeffentliche Volksschulen. ^ l « , , 5 ZZ «ach der Nach dem - der »ff,».,^. " ««- Unterrichtssprache Geschlechte ^ »«'lsschulen I I ^----------------------- ,.----------------§^ V<« ganz- Z^ K ^« L^ Mab- ^, N^! ___________3 täaig ^z 3 IH HZ K'l'- misch, ^H^assig ^ 1 1^ __ ^. ^ __ ^^ ^erclafsig^ _^. ^, - ^^ ^ ^" "l" ^^ ^ Himfclassig ^ ^__ ^. I^ " I^ ^ "^ ^' Eechsclaffig 1 i __^ "^ '^' ^ ^ - 9 Htclassi» 1 11 ^ '^H^'V 'H" w Cmnmett . . > 8 8 > 4 2 ! 2 l 4 ^ ^ ^ Diese öffentlichen Volksschulen sind: m.f i>^'^ ^ städtische zwciclassige flovenische Volksschule nus dem ttarolillengrunde, mit zwei Classen und 87 All-lags- und 28 Wiederholungsschüleru. ük. '^" ^"^assige deutsch - slovenische t. t. Knaben-uoungsjchule, mit vier Classen und 96 Schülern, üf,, '/^^ vierclassige deutsch-slovenische k. k. Mädchen« "vungsjchule. mit vier Classen und 129 Schülerinnen. „ ., ^-) Die I. städtische fünfclassige slovenische Knaben-f» c N"" '" der Komensky-Gasse. mit fünf Stanim- und Wf Parallelclassen und 571 Schülern, vns,^ , ^ ^ städtische fünfclassige slovenische Knaben-5?3 ^" ^" Zois-Straße, mit fünf Stamm- und lunf Parallelclassen und 5U8 Schülern, f^ , ^ .^/ städtische fünfclassige deutsche Knabenvolks-schule mtt fünf Classen und 205 Schülern. <<5,s Dle städtische sechsclassige deutsche Mädchenvolks-!i7u ^^! '^^ Stamm- und drei Parallelclassen und 678 Schulerinnen. vnl,äl^^ städtische achtclassige slovenischc Mädchen-w"*'F"7 bei St. Jacob, mit acht Stamm- und zwei parallelclassen und 414 Schülernmen. - Der Zustand der Schullocalitäteu ist: lehr gut bei fünf Schulen, «ut bei einer Schule, s^,.Ainder gut bei zwei Schulen, uämlich bei der llck.??« lechsclassigen deutschen und bei der städtischen ^classlgen slovenischcn Mädchenvolksschule, die beide in ,,« .l" uenneleten, ^^ Schulzwecke nicht geeigneten Privat-hause untergebracht sind Die Einrichtuugsstücke befinden sich: m emem sehr guten Zustande an fünf Schulen, m emem guten Zustande an zwei Schulen, und O^,./" ^m minder guten Zustande an einer achtclassigen slovenischen Sie i^N" Sie sich doch das Blut ab! So kölnen la mcht auf dle Straße gehen!, sagte er. WH V^5 fuhr der Doctor sich mit dem Taschen. ""he Tuch färbte sich das Nl^""b ""^ """ tiefen Stirnwunde quoll einen l" '"""^ "'^er nach. Der Arbeiter hatte aens '°2"'°""ten Schlagring getragen, ihn vielleicht er a?5^" dein Zwecke angesteckt, um den Arzt, den verlchen ^°^' ^"" ^«^es ansah, schwir zu Der alte Sanitätsrath faltete sein eigenes Taschen- Wch^zusammen und band es dem Verwundeten um den scktt^A*.^"6 ^efer, als ich dachte!» meinte er kopf-,cyuttelnb. lndem er die Wunde betrachtete, meisi^ « h" ."5 zugeschlagen!, erwiderte der Wacht-äre f.« ^" """" ^lick auf deu Arbeiter. .Zu be-N.« ^".^ ^'"' "ber es war doch nur ein so N -""^ -'!"' bbse Absicht. Du lieber Himmel, ' «was kann ledem einmal passieren!» ^er Sanitätsrath nickte. °uck nn" .««er solchen Schuld ist keiner von uns ein7D"^?^^^'^l. s«gte er. Nehmen Sie kann V^'. b'" Wachtmeister. Meiu armer College rann ft^ ,a kaum auf den Füßen halten!- Rauen^l ^?"eg"'bten und nahuien Doctor ^Tre^n^ der traurige^ug bewegte (Fvrtfetzllng folgt.) Oeffentliche Bürgerschulen sind im Stadtschulbezirke Laibach leider keine vorhanden. ». Privat-Volls' und Vürgerschnlen. ») Privat-Vürgerschulen, Nach ^ ^ Z5 U^r "«""" ZZ ^« «lategorle -? K richts Unterrichtsspracht ^ A, ^^ der Nürgerschulen Z^_______________________________H^ V " aanl- Mäb- ^ ^ °" ' slovenisch deutsch chen. Vrriclassil, > 2 2 j 1 1 > 2 > 6 SuulUlell . . > 2 2 > I ! 1 ^ 2^ ^ ll Diese beiden Schulen sind die äußere und die innere Ursulinen-Privat-Mädchenbürgerschule, von denen die erste 9l>, die zweite 115 Schülerinnen zählt. d) Privat.Volksschulen. ^ Nach ^ der Nach der Nnch dem ^ ». Unter- °3 ^ Kategone der KZ richls Unterrichtssprache Geschlechte -^ N.!l«schule., NZ ^^____________________________Z2 ^ «anz- sl°. , ^ deutsch- »na- Viläd' ZZ V " ° _' ,.. deutsch sl°< ben- chen» ^ wgin uen.sch ^„ifch s^„^ fch.,^ Vierclassig ^ 2 1 1 — > 2 ^ 8^ ^suttfclassig ^ 2^ ^, — 1 — 2 Ib^ Sechsclasstg ^____1^___1^ —^ — —____1 ^ ^6 Achtclassig i i — 1 — __ i 8 Summen s ti I 6 ^ 3 ! 2^j 1 s 2 I 4 37 Diese Privat-Volksschulen sind: 1.) Die vierclassige slovenische Knabenvolksschule im «Collegium Marianum» mit 157 mterneil Schülern. 2.) Die vierclassige deutsche Knabenvolksschule des Deutschen Schulvereins mit 176 Schülern. 3.) Die fünfclassige äußere slovenische Ursulinen-Mädchenvolksschule mit füuf Stamm- und fünf Parallel-classen und 539 Schülerinnen. 4.) Die füufclassige innere utraquistische Nrsuliueu-Mädchenvolksschule mit fünf Classen und 203 Schülerinnen. 5.) Die fcchsclassige slovenische Mädchenvolksschule im Mädchenwaisenhause der Freiin von Lichtenthurn mit sechs Classen und 279 Schülerinnen. 6.) Die achtclassige deutsche Mädchenvolksschule des Fräuleius Irma Huth mit 81 Schülerinnen. Hiebei wird bemerkt: n.) dass sowohl die beiden Privat - Bürgerschulen, wie alle Privat-Volksschulen das Oeffeutlichlcitsrecht genießen; d) dass die räumliche Unterbringuug und die Einrichtung an der Knaben-Volksschule im «Collegium Marianum», an jener des Deutschen Schulvereius, an der Mädchen-Waisenhausschule und an der inneren Ursuliucn - Bürgerschule als sehr gut, au den übrigen drei Ursuliuenschulcn und all der achtclassigcn Privat-Mädchenvolksschule theils als gut, theils als entsprechend bezeichnet werden kann. (Fortsetzung folgt.) — (Durch zugsgebür.) Die Vergütung, welche das Militär-Aerar im Jahre 1899 für die der Mann-fchaft vom Officiers-Stellucrtrctcr abwärts auf dem Durchzuge vom Quartierträger gebürende Mittagskost zu leisten hat, wurde laut einer uns zugehenden Mittheilung für die Stadt Laibach mit 24 kr., für die übrigen Marschstationen mit 19 5 kr. festgesetzt. —o. — (Militärisches.) Im Anhange zu der gestern auszugsweise mitgetheilten Ernennung von Re-servelicutenants brigen wir die Mittheilung, dass auch Herr Emil Mazi des 4. bosnischen Regiments zum Reservelieutenant befördert wurde. — (Avancement pro 1. Jänner 1899 im Amtsbereiche der k. l. Staatsbahn-Direction Villach.) Im Nachstehenden theilen wir die auf Kraiu bezüglichen Beförderungen, beziehungsweise Ernennungen mit. Es wurden befördert: in die Dienstclasse VII Matthias Wolfschütz, Ingenieur in Nu-dolfswert; in die Dienstclasse VIII Franz Smola, Adjuuct in Laibach; in die Dicnstclasse IX Ignaz Novak, Assistent in Rudolfswert; in die Dienstclasse X Eduard Kovac, Aspirant in Podnart-Kropv. — Zum Beamten wurde Hciurich Rebolj, Stationsaufseher in Reifnitz, zu Be-anltenaspiranten wurden Ignaz Perne, Volontär in Kraiuburg, und Vinccnz Slof, Volontär in Podnart-Kropp, ernannt. In den Kategorien der Diener erfolgten im allgemeinen: 262 Beförderungen, 121 Vorrückungcn und 69 Ernennungen. In den Kategorien der Wächter: 65 Beförderungen und 18 Ernennungen. In der Kategorie der Mauipulantinnen : 12 Beförderungen. Außerdem wurde füuf im Taglohn stehenden Bediensteten das Taggeld erhöht. — (Lehr er versa mm lung.) Am 30. Dccbr. v. I. fand in Reifnitz eine Plenarversammlung des 81ov. uöitcHsko ärustvo für den Bezirk Gottschee statt. In den Ausschuss wurden gewählt: Stefan Tomsit als Obmann, Maria Schweiger als Obmaunstellvertreterin, Johanna Arko als Cassierin, Franz Stefanttö als Schriftführer und Josef Hribar als Ausschusömttglicd. —>n— ---- (Laibacher Studenten- und Volkslüche.) Der neugewählte Verwaltuugsrath der Laibacher Stubenten- und Volksküche hat sich wie folgt constituiert: Herr August Drelse Obmann, Herr Orosl, Polenec Obmannstellvertreter, Herr Dr. Josef Stars Cassier Herr Eduard Regnard Oekonom, Herr I. Nag lit Schriftführer, Frau Iosefine Kos Küchenvorsteherin, Frau I. Fleischmann deren Stellvertreterin. — (Die slovenische Central-Darlehens-casse in Gurlfeld) hatte im Jahre 1898 nachstehenden Geldverkehr. Einnahmen: Rückgezahlte Darlehen und bei anderen Geldinstituten (p03ujilui«o) behobene Gelder 32.044 fl. 72 kr., Zinsen davon 463 fl. 26 kr., Spareinlagen 17.475 st. 9 kr., eingezahlte Antheile 2303 fl. 33 kr., Eintrittsgebüren 61 fl. 58 kr., zusammen mit der Barschaft zu Beginn des Jahres (im Betrage von 1462 fl. 81 kr.) 53.810 fl. 79 kr. —Aus-gaben: Darlehen und angelegte Gelder 46.309 fl. 8 kr., behobene Spareinlagen 3114 st. 3? kr., Regieauslagen 9 fl. 79 kr., Interessen von Spareinlagen 366 fl. 56 kr., rückgezahlte Anlehen 2981 fl., Interessen der Antheile 68 fl. 47 kr., rückgezahlte Antheile 508 st. 4 kr., unmittelbare Gebüren und Nentensteuer 12 ft. 61 kr., Geschenke für wohlthätige Zwecke 50 fl., zusammen mit der Barschaft (390 fl. 87 kr.) am Ende des Jahres 53.810 st. 79 kr. Der Gesammtverkehr belief sich also auf 107.621 st. 53 kr. 2. — (Sanitäres.) Aus Adelsberg geht uns die Nachricht zu, dass die in den Gemeinden Britof, Famlje und Grafenbrunn herrschende Typhusepidemie in letzterer Zeit zum Stillstande gebracht wurde, dagegen diese Krankheit in Adelsberg selbst auftrat und von derselben 17 Personen befallen wurden. Als Ursache dieser epidemischen Ausbreitung wurde der Genuss von Wasser aus zwei Brunnen eruiert, nach deren Sperruug in den Ertrankungen Stillstand eintrat, so dass Hoffnung vorhanden ist, die Epidemie bald zum Erlöschen zu bringen. — Der Keuchhusten herrscht derzeit nur noch in dev Gemeinde Wippach. In vier Ortschaften stehen sieben Trachomlranke ill ärztlicher Behandlung. —o. — (Erloschene Epidemien.) In Banjalola ist die Schafblatterncpidemie und in Niederdorf bei Reifnih die Mumpseftidemie gänzlich erloschen, indem alle II, beziehungsweise alle 72 erkrankten Kinder wieder genesen sind. —o. "'(Eisenbahn-Unfall.) Am 3. d. M. um halb 9 Uhr abends wurde der Arbeiter der Südbahn Bartholomäus Svetliu, wohnhaft in Gleinitz, politischer Bezirk Umgebuug Laibach, durch eigenes Verschulden von der Locomotive des Lastenzuges Nr. 124 der Südbahn bei der Uebersctzung auf der Martinsstraße erfasst und so schwer verletzt, dass derselbe in das hiesige Landesspital transportiert werden musste. —r. — (Aus dem Vereinsleben.) Wie uns mitgetheilt wird, ist in Stein die Gründung eines Musil-vereines «Nostno ^aädono ärnstvo» im Zuge; die bezüglichen Statuten wurden vom Comits zur behördlichen Genehmigung bereits überreicht. —o. — (Der Leseverein in Gurkfeld) veranstaltete ani Sylvesterabend für seine Mitglieder eine recht angenehme Unterhaltung. Es wurde die Posse «VIa,2nicu, v prvom niiägtropju» von jungen Dilettanten und Dilettantinnen recht brav aufgeführt, und die Sänger und Sängerinnen brachten einige gute Gesangsviecen zum Vortrage. 2. — (Der Gemein de-Ausschuss von Sanct Martin bei Littai) votierte in seiner letzten Sitzung 50 Kronen für das Monument Seiner Majestät des Kaisers in Laibach; ferner entfandte derfelbe Gefuche um Gründullg einer slovenischen Universität sowie eines Oberlandesgerichtes in Laibach. — n,— — (Aus Weiße nfels) schreibt man uns vom 3. d. M.: Nachdem die Masernepidemie unter der Schul-jugeud beinahe erloschen ist, wurde der Unterricht an der hiesigen Volksschule am 2. Jänner wieder aufgenommen. — Der heurige Winter brachte erst am Sylvestertage den ersten Schnee. Während wir am 4. December 1697 bereits einen über 1 in hohen Schneefall zu verzeichnen hatten, konnte man voriges Jahr um diese Zeit blühende Erdbeeren, Schneerosen, Veilchen und Frühlingsenzian pflücken, was in einem so hohen Gebirgsorte wie Weißenfels (800 m) wohl als wirklich seltener Fall zu bezeichnen ist. Gestern regnete es während des Tages, abends blitzte und donnerte es und heute haben wir wieder frifchen Schnee. — (Erstochen.) Man schreibt uns aus Reifnitz: Der 24jährige Hüblersohn Franz Ambrozic aus Susje bei Neifnitz erstach am 2. Jänner gegen halb 9 Uhr abends den 42jährigen Grundbesitzer Rudolf Arlo von Brcze vor dem Wirtshause des Zilec in Oberdorf. Der freche Geselle hatte im Wirtshausc durch seine Groß-thuerci den Gästen soviel zu schaffen gegeben, dass man ihn vor die Thüre setzte. Dortselbst stellte er sich auf die Lauer und wartete, mit seinem Taschenmesser bewaffnet, auf den zuerst Herausgehenden. Das Unglück wollte es, dass Arko, keinen Ueberfall gewärtigend, als erster heraustrat. Ambrozic stürzte sich sofort auf ihn und warf ihn mit drei Messerstichen zu Boden. Hierauf begab er sich in ein zweites Gasthaus in Breg, woselbst ihn die Gendarmerie gegen Mitternacht abhole. — Ambrozic war im October von seinem dreijährigen Präsenzdienst nach Hause gekommen und hatte die Absicht, am 5. b. nach Amerika auszuwandern —m— Laibacher Zeitung Nr. 4. 26 5. Jänner 1399.'"^ — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 25. bis 31. December kamen in Laibach 18 Kinder zur Welt, dagegen starben 1? Personen, und zwar an Diphtheritis 1, Tuberculose 3, Entzündung derAthmungs-organe 2, infolge Schlagflusses 2 und an sonftigen Krankheiten 9 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 6 Ortsfremde und 11 Personen aus Anstalten. Von Infectionskrantheiten wurden gemeldet: Typhus 3, Diph< theritis 4, Erysipelas 2 und Schafblattern 1 Fall. — (Die akademische Ferialverbin« dung «Sava ») veranstaltet Samstag den 7. Jänner im großen Saale des «Narodni Dom» ein Concert in Verbindung mit einer Tanzunterhaltung. An der Veranstaltung, deren Reinerträgnis dem Cyrill- und Mcthod-verein und dem Preserendcnkmale zugeführt werden wird, wirkt das Orchester der hiesigen Militärkapelle mit. — Anfang präcise 8 Uhr abends; Eintritt 1 k. — (Dieb stahl.) In der Nacht zum 24. v. M. wurden dem Kaischler Franz Kranjec in Toftol, Ge-richtsbezirk Zirknitz, aus versperrter Kammer Kleidungs« stücke, Bett« und Tischzeug und einige Esswaren im Ge-sammtwerte von 64 st. 27 kr. sowie weiters dem Johann Melinda in Topol 1 Liter Brantwein und circa 30 kr. Kleingeld gestohlen. Des Diebstahles verdächtig erscheint ein Zigeunerpaar. l. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 2. auf den 3. d. M. wurden sieben Verhaftungen vor« genommen, und zwar fünf wegen Trunkenheit und Excesses und zwei wegen Vacierens. —r. 2lu»io» «»or». Freitag den 6. Jänner (Erscheinung des Herrn) Pontifical« mt in der Domkirche um 10 Uhr: Instrumental-Messe «Axulwt» von Dr. Franz Witt; Graduate und Offer-torium von Anton Foerster. In der Stadtpfarrtirche zu St. Jakob am 6. Jänner Hochamt um 8 Uhr: Messe von Karl Kempter; Graduate von I. Carli; Offertorium von Ioh. Bapt. Tresch. Theater, Kunft und Literatur. * (Deutsche Bühne.) In einer geistvollen Abhandlung über die Frage: «Soll ein Künstler heiraten?» lässt Daudet den verheirateten Maler zum Dichter, der für das Glück der Ehe fchwärmt, sprechen: «Für uns Künstler, Maler, Dichter, Schauspieler, Bildhauer, Musiker, die wir außerhalb des gewöhnlichen Lebens stehen und nur damit beschäftigt sind, es zu studieren und darzustellen, indem wir uns ein wenig weiter davon entfernt halten ... für uns kann die Ehe nur ein Ausuahms-fall sein. Für das nervöse, anspruchslose, leicht erregbare Wesen, das erwachsene Kind, das man Künstler nennt, bedarf es eines besonderen, seltenen Frauentypus, der fast niemals zu finden ist . . .» Aehnlich sucht das Lebens« bild «Kinder der Bühne» des dänischen Dichters Jones diese heikle Frage zu beantworten, indem es uns drei Schauspielerehepaare vorführt, deren Eheleben im Grunde genommen keine genügende Lösung der Frage bringt. Und selbst die zwei Hauptpersonen des Stückes lassen uns über das verfängliche Thema im unklaren, denn dass die hausbackene Gattin eines großen Künstlers, deren Wesen danach angethan ist, das Talent ihres Gatten zu ver« ringern «der zu vernichten, sich über Nacht zu jenem seltenen Frauentypus entwickeln sollte, erscheint unglaubwürdig. Die Stärke des Stückes besteht hingegen in der lebensvollen Charakterisierung einzelner Ki'mstlergestaltcn in den gut geschaute» und nachempfundenen Bildern aus dem Schauspielernden, die der Komödie einen eigenartigen Reiz verleihen. Es ist nicht alles neu in derselben, aber das Alte ist gut angebracht und mit gesundem Humor durchtraukt, die Sprechweise einfach und zutreffend. Das Stück enthält eine große Zahl von Hauptrollen und bietet einem gut geschulten und oisciplinierten Personale Gelegenheit, seine Kunst im seinabgetünten Zusammenspiclzu erhärten. Bekanntlich leistet hierin die Gesellschaft der deutschen Bühne Rühmenswertes, und wir erfreuten uns daher einer wohlvorbereiteten, abgerundeten Vorstellung, welche einen besseren Besuch verdient hätte. Lob und Anerkennung gebürt allen Künstlern, vor allen den Darstellern des wichtigsten Ehepaares, Frau Schlesinger, die geschmackvolle Toiletten ins Treffen führte, und Herrn I ansen, die auch warmen Beifall fanden. Herr Wähle, der in ebenso origineller wie packender Art einen alten, verkommenen Schauspieler mit köstlicher brummiger Laune spielte, wurde wiederholt auf offener Scene gerufen. Sehr gewinnend gab Herr Rudolph emeu Küustler, der es vorzieht, frei von Ehebanden zu bleiben; recht brav spielten ihre belangreichen Partien Fräulein Hell und Ingcr, die Herren Göttler, Stieber und Schwalbt. Die übrigen Darsteller verdarben nichts. Die Regie that sich durch geschickte Inscenierung des Stückes hervor. ^. — (Aus der Theaterkanzlei.) Samstag und Sonntag wird die Operetten-Neuheit «Der schöne Nigo» in Scene gehen. Dem Werke, das Humor und eine graziöse, leichte Musik ausweist, wird hoffentlich der Wiener Erfolg auch hier treu bleibell. Für sorgfältige Insccuierung und Ausstattung wurden die nöthigen Vorkehrungen getroffen. Der Vorverlauf für beide Aufführungen beginnt schon heute. — (Das erste österreichische Damenquartett) trat jüngst in Trieft mit großem Erfolge auf. Die «Triester Zeitung» rühmt namentlich den weichen, in der Höhe vollklingenden Sopran der Frau Rosina Ederet sowie den Contralto des Fräuleins von To-nazza, «dessen tiefe Noten bisweilen wie OrgMang ertönten und trotz ihrer Kraft ganz ungezwungen und leicht hervortraten.» — (II. Concert der < Glasbella Matt c a ..) An Stelle der Frau Kulich-Dr. Üinhart, welche durch einen Krantheitsanfall leider auf einige Zeit an jeder gesanglichen Mitwirkung verhindert ist, hat das Chormitglied Fräulein Mira Dev die Sopran-Solostellen übernommen. — (Wohlthätigleits - Akademie.) Der Nothwendigkeit, den alternden und invaliden Bilhncn-mitgliedern Oesterreichs eine Altersversorgung zu schaffen, wurde von verschiedenen Seiten wiederholt Erwähnung gethan. Die traurige Thatsache, dass verdienstliche Mitglieder deutscher Bühnen nur allzuoft dem grüßten Elende preisgegeben find, hat nun in Wiener Fachkreisen eine Bewegung hervorgerufen, welche dahin abzielt, solcher unverschuldeten Unbill zu steuern. — Die Mitglieder der deutschen Bühne in Laibach veranstalten, wie bereits erwähnt, am 6. d. M. in der Glashalle der Casinorestau-ration einen Ro nachtrabend, dessen Ertrag dem Altersfonds österreichischer Bühnenangehürigen zugeführt werden soll. Die leitenden Honoratioren, welche der Veranstaltung in liebenswürdigster Weise ihre Unterstützung zugesagt haben, erhoffen vom hiesigen Publicum fördernde Unterstützung. — (Prachtausgabe der Gedichte von Franz Preset en.) Die hiesige Verlagsbuchhandlung Jg. v. Kleinmayr , e»ne Note, welche die von der letztereu in der Note ^17-November gemachten Einwendungen gegen die Mvljcherselts angegebenen Fälle albanesifcher Gewalt- i Mtlgletten richtigstellt und erklärt, den zum Schlüsse l oer türllschen Note ausgesprochenen Wunsch nicht er- t füllen zu können. Neuigkeiten vom Büchermarkte. ' ^5. ^" ^^" Zeit sind auch diesmal wieder die neuen - W« "?» ^ beiden viel benutzten Behelfe für das Verkehrs« Un« '-prochaslas Eifenbahnlarte von Oesterreich. ' v°n ^"^ und 'Prochaslas Stationen-Verzeichnis das ^b/^'^^^"' «fchienen. Diefe Ausgaben für bäll«"^ ^89» entsprechen m jeder Hinsicht den neuesten Ner- X !- ». '^ Bearbeitung ist mit größter Sorgfalt durchgeführt Wer, , ^ " Garantie für die Aerläfslichleit der beiden ' Lr»«^ "^ Drei neue Romane, respective längere . der <3l, r."^"' «öffnen das 4. Heft des neuen Jahrganges M,^""'^"rten Octav.Hefte von «Ueber Uand und ^ beft!« 1^^. ^""' Deutsche Verlags-Anstalt). Preis jedes l V,'_,^ lr. - Kalender pro 1698. Wir lönnen den emvi!^« °" Kalender.Verlag unseren Lesern warm iür 2« ""^ ^ 'st bekannt, dass die Kalender dieser Firma elben na" ^^""be «nd Bedarfsfälle Sorge tragen. Die- wegen umn2 ^!" zu verzeichnen ist ihrer großen Anzahl ausa«.i^« .Ul^' ader emlge wollen wir doch erwähnen: Ein «N"chneer Erzählungs.Kalenoer z.B. ist der «Oesterr. gestattet" /^"x ' welcher in einem besonders reich auK. einiae el^«n^^?°^""s "fliegt. Ferner machen wir auf den «Staffelei. (Nippes-) Ka- feinrM ,< ^" «Bijou.Kalender, aufmerlsam. «Die neuett, «^ - ^"^e' und Notizbuch) enthält pro 1899 das Herr!« 1.^ der Erzherzogin Isabella. Auch ein .Haus- «erlaa z^^ .b"' erscheint jetzt neu im PerleS'schen zinsfra'»-« ^°-M "^"ge Aufsätze über Steuer, und Miet- Ved »^?^"' ^ ^"äthig in Jg. v. Kleinmayr K "to. Nambergs Buchhandlung in Laibach. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Priva?"^' I°""er. Baron Müller. Gutsbesitzer; Urbach, bura m^^'. ^ Schreiber und Wachs, Verwalter, Lunden« trieft 3 ' Oberförster, Herinsburg. - Kelmpacher, Student, Kflte Nl^ ^"^ ^°lf, Klemen, Reisende; Herling, Glanz, Gast^i^'^^^^^pl)' k- u. l. Kapellmeister. Laibach. — Mally, — Si/k ^»^"' Sagor. — Mandl. Reisender, s. Frau. Fiume. ^ley, Melsender, Budapest. Am 4. Jänner. Adler, Braun, Keng, Reisende; Singer, Rubin, Jung, Me., Wien. — Opperti, Ingenieur; Mayer, Kfm., Fiume. — Iedliczla, Reisender, Brunn. — Nom, Privat, Goltschee. — Lazarovic, Kfm., Budapest. — Stern, Kfm., Linz. — Svoboda, Notar, s, Gemahlin, Neumarktl. — Fuchs, Privat, Kanter. — Grando, Holzhändlcr, Lees. — Sauer, Ksm., Groß. Kanitzza. — Kosir, Pfarrer, Wippach. — Novak, Stations-Vorstand, s. Gemahlin, RubolfSwert. Verstorbene. Nn, 4. December. Maria Niriek, Arbeiterin, 68 I., Floriansgasse 11, Lungenentzündung. Volkswirtschaftliches. Laibach, 4. Jänner. Auf dem heutigen Markte sind er» chienen: 2 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und Stroh und 12 Wagen mit Holz. Durchschnitts.Preise. Marlt.Prei«'» Marlt.Prei«" von b<« von bt« fl. lr. fl.ilr, fl. lrV fl.lr? Weizen pr. 100 kß 10 50 11 — Butter pr. Kilo. . — 85 —'— Korn . 8 50 8 50 Eier pr. Stück . . — 3; — — Gerste » 7 50 8 - Milch pr. Liter . . — 8 -!— Hafer » 6,50 6 75 Rindfleisch pr. Kilo - 64—j— Halbsrucht » —-------— Kalbfleisch » —60------- Heiden » 8 50 9— Schweinefleisch » — 56------- Hirse » 8 50 7— Schüpsenfleifch » —!36------- Kuluruz » 6 50 6 - Hähndel pr. Stück —!45------- Erdäpfel » 3-------— Lauben » —18------- Linsen Hektoliter 12 — — — Heu pr. q .. 178------- Erbsen » 10^-------,— Stroh ...170------- Fisolelt » M-------!— Holz, hartes pr. I Rindsschmalz Kilo —^95 —>— Klafter 6 80------- Schweineschmalz » 76-------— weiches, » 5------------ Speck, frisch . 68--------Wein,roth., pr.Hktl. 24------------ — geräuchert » — >?2--------— weißer, » 30,------------! Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 in, ß LZ LL? ö^ «nstchl K«Z "7^2A7N^ 73^6 L'ss' 3iNO. schwach fast^heiter 9 » Ab. 735^1___2-0 SW. mäßig Heilw. bew^ 5. > 7 ÜVMgTs 740^2 , -2-3 >'SW. schwach > Nebel > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 14«, Nor« male -27'. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. Modebericht Winter 1898/99. Die bekannte Seiden Fabrik G. Henneberg in Zürich schreibt uns: Auch für die kommende Saison haben wir leinen sogenannten ton» angebenden neuen Seidenstoff zu verzeichnen; immer noch steht das Taffetgewebe in der Gunst der Mode, neben Latin mor-vo>ll«ux und 8urak; dagegen sind weniger carrierte Stoffe bestellt worden, sondern mehr gestreifte; und für uächstcs Früh« jähr dürften wohl «Streifen» in allen Geweben die Führung übernehmen. Nichtsdestoweniger ist die Vorliebe für Schotten noch nicht gewichen; sie werden nach wie vor von Paris nnb London gesucht und bestellt, ebenso in ganz unglaublich großen Quantitäten ^»ssLt^ 6linnßeaiit (Schillerseide) in den ent-zückendsten Farben^Combinationen, und zwar einfach glatt, wie auch gestreift und gemustcrt. Kleine Hrmare-Effectc in schwarz, weiß, einfarbig und dl^ngeant sind sehr begehrt und dürften wohl noch einige Saisons überdauern. Die sogenannten L»,rrö-Seiden (quergestreifte) wurden versucht als tonangebend einzuführen, doch dürfte diese Mode wohl nicht von langer Dauer sein. Auch Uerveilleux in schwarz und farbig, (^nin68, 8atin Duane«!»«, ktkäximir und 6w8 äs ^,onär«8 sind viel bestellt worden; in Damasten werden Figuren« und Ranlen.Muster bevorzugt neben ganz kleinen Effecten. — Von neuen Farben sind grau, pfaublau und braun fowie nammtlich die violetten, grünen (ssrpent) und kirschrothen Nuancen in allen Nbstu» fungen. (43») (54) St. 46481. Licitacija. TT eo"boto d.n© 7s. t. aao.. ob 11. uri dopoldne, vršila se bode pri podpisanem uradu mlnuendo-lloitaolja za preskrbljovanje voinje prl odgonskej postajl oböine LJubljanake za leto 1899. Podjetniki se k tej licitaciji vabijo s pristavkom, da je prevzemniku vložiti 50 gld. kavcije. Magistrat deželnega stolnega mesta Ljubljane dne 2. januarja 1899. Wegen plötzlloher Abreise ist eine billige, praktlsohe (59) 3—1 "WV'olmm.wiJEficj bestehend aus zwei Zimmern, Kammer und Holzlege, Römerstrasse 20, II. Stook, sofort za vergeben. Panorama international. Congressplatz 14. (4973, Donnerstag den 5. und Freitag den 6. Jänner Die Schweiz und Montblanc-Besteigung. Tannochinin-Haartinctur wirkt sicher gegen Ausfallen der Haare, gegen Sohuppen, stärkt den Haarboden und kräftigt den Haarwuchs. PV ZEioa. Flacon. 5O 1er. ~^p| Alleln-Depöt: (4239) 10 »Mariahilf» -Apotheke des M. Leustek, Laibach. Telephon Nr. 68. 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Obli»atwn,u. Cliali„ 6«« u. 80«l M. ^"/„ ad <<>«/„ L, St. . . ll4l«> llb'!< Elilabethbllhn, 4«0 u. LN00 m! 2U0 M, 4»/„ . N»'?0 —'- Frcmz Il),<>f Ä., Cm, 1884, 4»/, »» «» WO 4l Galizüchr liarl-«„dwia°Vab«, dil)sfsf Ltücte 4°/.. , , , . l»0»ö 100 Li Vorlnlbrrgrr Vahu, «>> l2 t»o, Nfüte In ttlU!,l,!währ 4»/. s>rm'llrci lilrW!»NtU!!e,lN>)m, 9? »N Ss ic 4"/„ dto, d!o, per Ultinw . . »?-»<) S8 tt dtu Lllt, Al,GuId<0»sl,,4>//'^ »6'7b »« Uö dtn, dto, Silver 1W sl,, 4'/,"/, >18 40 l^o <« dlo Lia.uö Oblig, ^Ung, Oüb.) v. I, 187«, 5«/„..... «2l'io l»2 - b>°.->'/,"/<>2chM!lreaaIHl,I,Obl lWü^ l«i ^ dlu. Vläi» ülül, k luo fl, ü W lü9 — l6«' btn dto, il b«fl. 0, W, 158 7H 15» 7-, Theih»ieg.'Lole 4»/, luu fl, l«? ?s»,»» ?ü Glundtntl..Gt>liyaliontn (fül 1«, «. LU.). 4«^ ungarische (l00 fl. s, W,) ^55«) l>6 H0 4°/, lroatische und slavonischt »<'>- «s - Andt« üssentl. Anlehen. Donau-Rtg.Lose ü",« .... l»8'— 130'— bU». .«illrlhe l87» . . 1U« — l09 — Unlehe» der Ltabi Würz . . 112- - — — «nleljen d, S»>id!„em i»be Wien 104 30 «NV— Anlehen d, Stablüemeindr Wie» (N»Iber uder Guldj . . . . 1«« b« i«? 5« Plimlen A»l. b. Ktabtgm.W «elb Wa« Psandblieft (sül 100 fl.). Vodci, all«, üst, . Präül.'Schldv, 8"/„, I, 3m. 1,8 b« litt .<><. blo, dta, »«/«. II, «tin, il? b, I1»2i> N c>slerl La,>dee°HyP.«'!st, i°/, »8 80 100 «0 Oest, m>l>. «'n"l «rl. i°/„ . . lou lu 101 iu dto. dlo, ülMr, ,, 4"/„ . . loa-iu lOi-iu Lparcasle,<.0st,,20I, ü'/,°/»vl. lOü-5o —-— PrloritälZ-ylillgationen (liu- u»ll fl,). lftrbinandö Noldbcch» ,->j, l',00 p. Lt. i»» z,b l81'- blu, k,«/„!l2A»fl, p, loo fl. ,',V Va!i,i..... IOö'3« l<1ö'3'> ^ Untcltraiüer Vnhoen . . - — —-- ßank'Altien (per Stück). «ng!° iües«, Pa»l 2«<> fl, «0-/» ». 1^5 ü>> 15« — Uaüluerei». Wie»«, 1<><» fl. . »b« - 2s? - «odcr,.Ä»st,,Oejl,.N>! -«„st. f, Ha„d, », G üll> II. —'— ----^ dlo dto, per Ultimo öeptbr. 3N1 »i »e» »b Lreditdaiit. Mg, »»!,,. N!«fl, . "0-»«»'- Dcposils,chn„l. «Nss,, NX, fl . »"1 »<)»«<«' !t^m„pie^!,, «b>«sl„ ünn fl. 7«'^'"'- Giro »llalienv.Wieiicr, 20Ufl. »i»- ««1 " Vände.bnül, Oest,. »00 ,l. . . »»»40 »^ »^ Oesterr, u»«ar Vm,l, 600 ft. . S38 — »4» — U,!io„l>anl X00 sl..... W?-bft«93'Ü0 ^>«l»,l«»«nl. »««,.. u» «. , 7, »0 ?» ^0 «eld Ware Hrtien «on Transport-Unternehmungen (per Elück). «ulsia Tepl, Eisenb, »00 fl, . '"5 l««3- Wlim, «oidbah» ,50 fl, , . 248 —LliO — Vlischtiehradn- !tis, ünu sl, CM. '?-» l?8« dlo, bto, (!it. Il) 200 fl. , «b3 —«bz — Donau ' Dampfschiffah, <« Ges., iDesterr., 50 «Ul — Pra„°Dnxer Eisenb, l!>0 sl. S.. 10l — K'2 »ü Slaalseileübnhn 200 sl, S. . »«» 7b 3U4-2' Ssldlml,!, 2"» fl, S, , , , , 6Ü-25 «0 ?' Lüd„oldd «erb.-Ä. 200 fl, ÜVl. w« ^5 208 lin tramway Ges.,Wr,.,70sl,«.W. —— ^-'— dto, Em, l«U7, 200 fl, . . bS4'— LU?'— Tramway Oe>,, NeueWr., Prio» rltä«« Äeüen l<»0 fl, . . . «26 - «»» — U»„,-aaliz, E!se»b,20»fl. Silber 2l4'bo 2«b - Ung.Uestb,(Naab «illz)2U0fl,S. »1» ü» »14 5^> »ttener ««calbahnen. »ct.»V«s. — — ^- — Indufirit'Zctien (per LtNck). «anaes., Nlla, öst,. wo fl. . . '"'- US °<, «gydier Eile»» und Stahl>Inb. <>> W!e» NM fl..... Sü — 86-K0 «isenbahüw, Ueüi« . Erste, «0 fl. 1.1? 40 138 — ,,«Ibeli,ai)l", Papiers, u, V,Ol. L2 ?ü »3 - Alefinger Brauerei 100 fl. , . ,<;? _ ,«» hu Moilla» «KejeNlch,, Oest,-alpine 19? «5 19? ?z Plllger I»d,°Aes, 2 fl. si>9-—9«» — Sal«»'Iarj, NtelnlMen SO fl. HU? — ««0 — .,LchI»^«Ml". Pü^lerf, «X> U. ,oä _ ^ - ..«»«tzm»/'. 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