Nr. 18,. Samstaa. 8. Auaust 1908. l27. Jahrgang Wbacher Zeitung VliinüMtraiillnöpreis: Mit «osturrjenburiss! nanzjähii» 30 li, halbjHl,riss <5 ll. ^m Kontor: ya»zjät,nn N X, halbjährig 41 X, ssür die Zustrllunss in« Hnu« ssanzjährifi L K. — Insertlonsgebtthr: Für lleinc Inlrrotc bis zu 4 Zeilen K0 k, ssröftere prr slrils li! >>! bri Vftcri» Wirdeihollmn,'!! prr Zsile « k. l Dir «^aibnckrr ^siomn» rrjchsint tÄsslich, mil iiusnahme t>er i^onu» u»b ^rifrlogr, >)>s Rldmlniftlntion bfftnbe! ^ sich Milloii<:s!rllhc Nr. 20; dir Nedaltlo» Lnlmalinnasir Nr, 1«, Sprechstnnd!-» t,sr ^rdaltion run « bis 10 Ubl s bo, mittaffs. Unfranliertr ^rirfs wcrden nicht anlilnommln, Maiiliüliv», üiib! ^«lilllgitt«'!!«. ^ctepyon-Vtr. ocr ?«eonii«»n »^2 Amtlicher Heil. Den 6. August IW8 wurde i„ der l. l. Hof- und Staats» druckcrei das I^X , I^XI, und I.XII. Ttück der italienischen Nus» gäbe des Neichsgcsetzblattcs des Jahrganges 1908 ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vomtt. August 1W8 (Nr. 1M>) wurde die Weitcrverbreitung folgender Preß. erzeugnisse verboten: Nr. 174 «v^iennilc suo^nslii» vom 30. Juli 190». Broschüre: «I^roi« 6'un liiboll«» I'iotro Xrnpntliino. Opolll puddlieutll, con nntn o prelllxiau« 6», ^liso« lioelu». ?rim», oclixiai!« inlo^r», iwlilln», prvvoclut», <1' una uuov», pro-lllxioi!« 3.!i8ta kn».r<:Iij<:<). 1>. V^'it>.'rs s.'i ^'s Pflicht der ^liut^orsiauc', das dcm Vürsier durch dic Verfassung qewa'hrlcist.'te blecht der frei»)u Ausübuua, deö Wahlrechtes uuver letzt M erhalteu. Deshalb w^rdeu die Kreispräfef-teu beauftragt, stieuge dafiir zu sorgen, daß b^i Wahlei^ seitens der staatlichen Organe iede unbe^-fngle (5innn'schung hintangehalteu werde; ebenso dürfe die freie Vleiuuugsä'us;eruug inneihalb der gefetzlichen Grenzen, uicht beeinträchtigt werden. Pei Nahrnng strei^gor Gesetzlichkeit werde jedermann den Behörden Vertrauen eubgegenbringen uud sie nicht, als Institutionen betrachten, welcheu mau ai>5weicheu müsse. Jede (5igeuMächtigkeit, parteiische Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen, uud Nutätigkeit lverde der ^Viiilisier alo grob.' Dieu-stesnachlässigkeiten in strengster Weise ahnden. Minister Milosavljevi6 genießt da5 Veriraueu aller politischeu Parteien, daß er den Willen, wie die (5'uergie besitzt, seiueu Weisuugeu die uötigo Ach-tnug zu verschaffeu uud nu't der Ieit Nebelstände aiK'zurotleu, welche seit Iahrzehut?u das Haupt-hiuderuis der ruhigen (5utwicklung der inueren Verhältnisse Terbiens bilden. Finnland. Man schreibt aus Petersburg: Der letzte fiuu läudische Landtag hat bekauntlich vor weniger al5 eiuem Vierteljahre durch eiueu Ukas des Zareu ein vorzeitiges (5nde gefuudcu. Im Zusammen^ hauge mit der Landtagsauflöstiug stand auch die Ersetzuug des bisherigen (^eneralgouverueurs Ger hard, dem mau allzu große >tonnivenz gegen finnischen Partikaiismus zum Vorwurfe machte, durch deu jetzigen obersten finnischen Machthaber General Böckmann. Der Auflösung vorausgegangen waren unheilbare ^ionflikle '.wischen den verschiedenen bürgerlichen PaNeien einerseits und den Sozial-demokrateu auf der anderen Seite, aber auch politische >tuudgebuugen des ^audtages, die ihre Spitze gegen das Kaiserreich richteten uud den Präsidenten des Ministerrates, P. A. Stolypin, zu d^u br-kaunten Erkläluugeu iu dei' Neichsduma sowie zur alobaldigeu Feststelluug der KompetenZen des Ministerrates gegenüber deu finnläudischeu ^andes-bchörden alif dem Verordnnngowoge nnter kaiserlicher Sanktion führten. Aus die Auflösung des Landtages folgte der Rücktritt dcs fiuuläudischen Senats, dessen 3('cnbilduug auf Gruudlage d<^' Schaffung einer >loalitionsvertretuug sämtlicher Parteien im Seuat uur nach Ileberloindung der äußersten Schwierigkeiten iu zwölfter Ttuude gelaug. Das Ergebnis der Neuwahlen zum fiun-läudischen Saiin hat keiue weseutlichc Verschiebung iu der Stärke der Parteigruppen hervorgerufen und man steht deshalb der Neueröffuiiug des neu-gewählteu l^audtages trotz des gescheheneu Zusam-menschlnsses der bürgerliä>eu Parteieu in dem >tampfe gegen die Sozialoemotratnl nicht ohne Besorgnis gegenüber. Die Parieistreitigkeiten zloi-schen den Altfinnen uud den Sozialdemokraten über das Vorrecht der finnischen Sprache dauern in früherer Schärfe fort. In vielen Versammlungen werden Neden gehalten, in denen man nachzuweisen sucht, daß die ueue Geschäftsordnung für finuläudische Au gelegen hei ten (Passieren deö Ministerrates in Petersburg) deu Grundgesetzen des Landes widerstreitet-, es werdeu Resolutionen gefaßt, daß dein Landtag anfgeiragen werde, dagegen sowie gegen die Bewilligung von Gelderu für militärische Zwecke zu kämpfen. Weder das Verhältnis der Politischeil Kräfte, in welchem die Altfinnen LruiUewn. Teufclchen. Novellcttc von Willy Scharla«. sNachbruct verbot,».) Kapitän Grammont vom 1!^'. Linienregiment war ein famoser Kerl. Tüchtig und schneidig als Soldat, besaß er eine gediegene Bilduug uud kani, beim Avancement nach Wahl alljährlich in s^rage. Was wunder, daß er in deu Herzen der Schö-ueu die entsetzlichsten Verheerungen anrichtete, ob er nun iu einer Garnison des kühlen Nordens stand oder in den heißen Süden versetzt wnrde. Hier in Limoges waren grauen wie Mädchen geneigt, ihm llnmännlichkeit vorzuwerfen; denn anch die feurigsten Pfeile alls ihren schwarzen Angen prallten von der Brust des Kapitäus wie von einem Kieselsteine ab. Dem aber lag nichts an leichten! Siegen über ivrauenherzen, da ihm eiu widriges Geschick einen Sieg vor dem feinde immer noch versagte. Nur für den Dienst hatte er Iuteresse und meinte, zur Liebe und Heirat noch ^eit genug zu habeu, wenn, er Vataillouschef geworden, was in eiuigeu Iahreu der 5vall sein mußte. Gleich augenchm, als Untergebener wie als Vorgesetzter, ging er korrekt uud kühl seiueu geraden Weg vorwärts, der ihn unweigerlich eimnal ZU der Stellung eines Korpskomnuindanten führen mußte. Vr bemühte sich, auf dieseiu Wege weder rechts noch liuks zu blicken, mn nicht auf Abwege zu geraten. Einmal sah er aber doch nach links, als es lianz wunderlich neben ihm aufleuchtete, so eigentümlich rot. Ein Mädchenkopf war es, ein lustiger, lachen^ oer Mädcheukopf, eiu frisches, rosiges Gesichtchen, aus dem weiße Zä'hue uud leuchteude Aligen her vorblitzten, das wie von einem Heiligenschein von einem Kranz flammender nnd glitzernder roter Löckchen umrahmt wurde. Eitel Gold. Unwillkürlich blieb der Kapitän stehen und schante diesem Wunder, uach. „Tensel!" murmelte er, aber so laut, daß sie es hören mußte. „Teufelchen!" erwiderte sie lachend, indem sie sich umwendete und ihm einen Blitz aus ihrei" Augeu spendierte. Dann lief sie in ein kleines Haus der Schwanengasse. Und nun begiug Grammont die erste große Dummheit seiues Lebens; er verliebte sich bis zur Verrücktheit iu das Teufelchen, wie die kleine ?)vette Bidal in ganz Limoges hieß. Und damit nicht genug, Kameradschaft, Dienst, Vorgesetzte und Untergebene traten vor dem leuchtenden Bild des Tenfelchens zurück, sogar die Aussicht auf den Korp^kommandanten verlor von ihrem Reiz. Der (5apitain warb um ?)vette, heiratete sie und schwamm in einem Meer von eitel Glück und Seligkeit. Selbst ein weiser Salomo hätte nicht ent, scheiden können, wer von den jungen Eheleuteu verliebter war, er oder ?)vette. Uud sie genossen das Lel>en uud das Vergnügen-, denn die Iugeud ist noch kürzer- als das Leben uud gar erst das Verguügeu. Schließlich a,ber kann man doch nicht deu gauzeu Tag ülx'r verliebt sein, uud so meinte der Capitain eines Tages zu seiuer kleinen ^rau etwas zaghaft, ob sie sich uicht ein wenig mn den Haushalt kümmern möchte. Gewiß sollte sie nicht vicl arbeiten, uur ein klein wenig. Da hielt ihm aber Teufelchen die kleinen weißen Patschhändchen hin, ans denen kleine rosige Grübchen zum küssen geradezu herausforderten, uud fragte leichthin: „Mit den Händen?" Was konnte er da anders tun, als die Händchen ergreifen, sein an denselben befestigtes Frauchen an sich und auf seiueu Schoß zu ziehen und solauge zu küssen, bis sie ihn kitzelte. Das kouute er nämlich nicht vertragen. Teufelchen aber tat nach wie vor nichts; man hätte es denn als Arbeit ansehen müssen, daß sie sich für ihreu (5apitaiu niedlich machte, höchstens den neuesten .'liomau las, ein Liedchen znr Laute trällerte uud uach ihm ausspähend stuudenlang im Fenster lag. Kcun er endlich, begaun das Vergnügen. Natürlich speiste man im Gasthaus. Te/nu erstens konnte Ciarisse so gnt wie gar nicht kochen, und dann hatte man die amüsanteste Gesellschaft täglich gratis. Was konnte es denn auch auf die Flasche Sekt ankommen, die zuweilen foendiert werden mußte, wenn Madame ein schöller Strauß überreicht wurde. Und dann die reizenden Ttuuden im (5cn> So lebte dcr Capitain wie Gc.tt in Frankreich, ueiu uoch bei weiteiu besser-, denn der hatte uur eiuen alteu Teufel mit Hörnern uud Pferdefuß, aber fcin solch reizendes Teufelchcn wie er. Das gin-neu Schoß uud versuchte mit der Hand die Falten auf seiner Stirn wegzuwischen „Die kleiden meinen hubnheu (5ap,tam sehr schlecht. — Nun, was ist los?" „Nur ich allein bin daran schuld — ich und du ^_ das heißt ich am meisten." „Ich und du? Erlaube mal — woran denn?" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 181._____________________ 1680 8. August 1908. ausschlaggebend werden dürften, noch die Methoden der Taktik, wie die Wünsche zur Erhaltung der konstitutionellen Freiheiten zu verwirklichen! sind, gelien in dem weiten Auseinandcrgehen der Parteien eine Garantie für Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes in der neuen Landesvertrctnilg., Immerhin steht zu hoffen, daß es der Besonnenheit des arbeitsfreudig vorwärtsstrebendcn finnischen Volkes in der Mehrheit, seiner Vertretung unter der ruhigen und wohlwollenden Ehrung der Verwaltungsgeschäfte durch den neu eingcsetz-tcn Senat gelingen möchte, die bestehenden Gegensätze auszugleichen und zur russischen Regierung den unerläßlichen festen Kontakt herzustellen. Tas Kabinett Stolypin ist weit davon entfernt, das geringste der freiheitlichen Rechte Finnlands anzutasten, aber auch mindestens ebenso fern von dem Gedanken, die Hoheitsrechte des Zaren auch nur in die Diskussion des Vertretungskörpers hineinziehen zu lassen. Nach einer Meldung aus Helsingfors wurde in der Versammlung der Landtagsabgeordnetcn der Iungfinne Swinhuevud, der auch den beiden letzten Tagungen der Landtage präsidierte, zum Talman gewählt. Zu Vizepräsidenten, wurden ein sozialistischer Abgeordneter und ein Altfinne gewählt. ______________________ Politische üleberftcht. Laib ach, 7. August. Tie „Reichspost" knüpft an die Nachricht, daß dem Handelsminister Dr. Franz Fiedler, dein Ackerbauminister Tr. Alfred Ebcnho ch , dem Minister für öffentliche Arbeiten Tr. Albert G e ß -m a n n , dein Minister Karl P r a » e k und dem Minister für Landesverteidigung FML. Friedrich v. Georgi die Würde eines Geheimen Rates verliehen wurde, folgende Bemerkungen: Unter den Ausgezeichneten befinden sich zwei Christlichsoziale und ein Bauer. Der Tag, an dem zum erstenmale erklärte Mitglieder der christlichsozialcn Partei die Geheimratswürde erreichen, sei ein bedeutungsvoller, nicht nur für die Ausgezeichneten uud die Partei selbst, sondern in der Geschichte der parteipolitischen Entwicklung, Oesterreichs über-! Haupt. Es dürfe in Oesterreich keine Position mehr geben, die ein Privileg der Gegner des christlichen Volkes bliebe. Ans Petersburg wird gemeldet: Tie „Börseu-zcitnng" veröffentlicht eine bereits länger zurückliegende Unterredung des Kaisers Wilhel m mit dem russis ch cnBots ch afte r in Berlin. Der Kaiser habe auf die Besserung der deutschrussischcn Beziehungen nach dem japanischen Kriege infolge der lovalen Haltung Teutschlands hingewiesen, während andere Länder, beispielsweise England, den Japanern nicht nur platonische Sympathie zuwendeten. In letzterer Zeit sei jedoch eine Abküh- lung des deuych - rujstichen Verhältnises infolge mißgünstiger Stimmung einiger einflußreichen Persönlichkeiten, hauptsächlich infolge der aggressiven Politik der russischen Presse, eingetreten. Der Kaiser habe dies als ungerechtfertigt erklärt und den Botschafter, gebeten, möglichst auf die Beendigung der antideutschen Agitation hinzuwirken. Ter Botschafter habe seinerseits den Baiser der freundschaftlichen Gesinnung der Russen gegenüber Teutschlalld und dem deutschen Kaiser versichert. Aus Paris wird berichtet: An unterrichteten Stellen erklärt man, daß Präsident, FalliKres lind der Minister des Aeußern, Pich on, von ihrer russischen und skandinavischen R e i s e hinsichtlich der allgemeinen internationalen Lage und der Erhaltung des europäischen Friedens äußerst günstige Eindrücke mitgebracht haben. Die Besprechnngen, die ill Reval gepflogen wurden, trugen einen sehr aufrichtigen Charakter und umfaßten alle für die beiden Mächte irgendwie ill Betracht kommenden Fragen. Tas Ergebnis dieses Meinungsaustausches ist die Herstellung einer vollständigeil Uebereinstimmung über alle auf dem Gebiete der internationalen Politik im Vordergründe stehenden Angelegenheiten, wodurch leichte Mißverständnisse, die in der Vergangenheit auf^ getaucht sein mögen, gänzlich zerstreut wurden. Auch für die haudelspolitischen Beziehungen zwischen Frankreich uud Rußlaud werden von dem Vräsideutcnbesuche in Neval güustigc Wirkungen erwartet. Der apostolische Delegat in Kuba, Mou-signore Aversa, ist, wie man aus Rom schreibt, dort eingetroffen, um mit dem Heiligen, Stuhl gewisse Fragen zu besprechen, die, sich auf seine Mission bei der kubanischen Regierung beziehen. Es handelt sich in der Hauptsache um die Liquidierung der Kirchcngüter und um die Reorganisierung der katholischen Kirche in Kuba. Tas Gerücht, daß Msgr. Aversa für eine andere Stellung auserschen sei, ist unbegründet. Er hat sich bisher seiner Aufgabe zur Zufriedenheit des Heiligen Stuhls entledigt und es wird nicht daran gedacht, ihn durch jemand anderen zu ersehen, solange seine Mission nicht vollständig durchgeführt ist. Seine Rückkehr nach Kuba wird im Herbst erfolgen. Zu der in manchen Kreisen erörterten Frage, ob die Ereignisse in der Türkei auf die Lage K retas eine Rückwirkung ausüben könnten, wird alis Paris berichtet, daß nach der, dort herrschenden Ansicht dies nicht anzunehmen sei. Die Leiter der jungtürkischcn Partei, die sich bisher als besonnene Politiker erwiesen, werdeil kaum auf den nn-klugcn Plan verfallen, die Wiederherstellung der Suzeränität des Sultans auf der Insel in ihrem früheren Umfange zu versuchen. Man könne daher vorausseheil, daß Kreta von de!r großen Umwälzung in der Türkei unberührt lind die staatsrechtliche 5/n<1l" dl>!' Tdlil'I ÜNN«'» «inill'i i lis^ili<'n 5iii,->1 Tagesneuigleiten. — (Seltsame Trauung.) Kürzlich fand, wie die Petersburger „Vjedomosii" melden, eine seltsame Trauung in der Peter-Paulsfestung statt. Unter anderen politischen Sträflingen befindet sich dort die 22jährigc Tochter eines Aezirlsrichters aus Aitomir, welche zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden ist!, weil sie in die Verschwörungsaffäre der sogenannten „44" verwickelt war. Das junge schöne Mädchen, welches unier dem Namen die Mar-tova bekannt ist, wünschte sich mit einem Studenten der Philosophie der Universität iliev, namens Matusow, zu verehelichen. Die russischen Behörden gaben diesem Verlangen auch nach und die Verlobten wurden in Anwesenheit des Gouverneurs der Peter Paulsfestung getraut. Charakteristisch für russische Verhältnisse ist es, daß die Braut in Handfesseln vor den Altar geführt wurde. Die Ketten wurden ihr erst abgenommen, als der Pope erklärte, die Trauung sonst nicht vornehmen zu wollen. Gleich nach der Vermählung reiste der junge Ehemann wieder nach Kiev zurück, um seine Studien weiter fortzusehen. Die beiden hoffen, daß die Marlova nach einigen Jahren begnadigt werden wird. — (Luxus.) In Paris kam soeben ein Prozeß zur Verhandlung, der auf den ungeheueren Luxus der Lebedamen ein bezeichnendes Licht wirft. Die „Schöne Otero" war veitlagt, für Lieferung von fünf Kleidern die stattliche Summe von 4700 Franken zu bezahlen. Die Rechnung setzte sich folgendermaßen zusammen: Gin Odalislen-Teelleid 750 Franken, ein Mandarinen-Teelleid 1200 Franken, für einen leichten Mantel 1000 Franken, für ein einfaches Strandlleid 530 Franken, für ein Ophelia-Kleid 12W Franken. Der Anwalt der Belle Otero erklärte, daß die Preise übertrieben hoch wären, und verlangte eine juridische Bewertung. Da aber diese Kleider bereits im Jahre 1905 geliefert wurden, und sich daher nicht mehr im Besitze der Belle Qtero befinden, so war eine gerichtliche Bewertung unmöglich und die VeNe Qtero wurde, trotzdem sie dem Vorsitzenden ihr entrüstetes, noch immer schönes Antlitz zeigte, zur Zahlung dieser Rechnung verurteilt. — (Eine Hinrichtung mit dem Dampfhammer.) Ein schauerlicher Alt von Lynchjustiz wurde an einem Polizeispione in Tula vollzogen. Ein Polizist hatte an einer Versammlung der Arbeiter der dortigen Stahlwerke teilgenommen. Während der Versammlung ertönte plötzlich der Ruf: „Achtung! Ein Spion ist hier!" Sofort wurden alle Türen geschlossen, die Arbeiter stürzten sich auf das Mitglied der geheimen Polizei, banden ihn und legten ihn auf den Amboß des riesigen Dampfhammers. Im nächsten Augenblicke wurde das Nerl in Betrieb gesetzt und der 30 Tonnen schwere Hammer sauste auf den Unglücklichen nieder, der natürlich sofort vollständig zermalmt war. — (Gin vergeßlicher Selbstmörder.) Die Gattin eines Pariser Kaufmannes, die auf dem Lande weilte, erhielt einen langen Klagebrief ihres Mannes, der mit den Worten schloß: „Wenn Du diesen Brief erhältst, bin ich eine Leiche." Die Frau eilte sofort nach Paris und in die Wohnung ihres Mannes. Die Tür seines Schlaf- Der Weg zum Leben. Roman von Erich Vdenftein. (27. Fortsetzung.) (Nachdruck verboicn.) IV. Als Wolfgang Nemcsins dem Kondukteur seine Fahrkarte zum kupieren reichte, fiel sein Vlick auf zwei uneröffnetc Briefe, die in seiner Brieftasche lagen. Ielzt erst fiel ihm ein, daß er sie bereits gestern erhalteu. eben als er mit Hedwig jenen letzteil Nachmittagsspaziergang antrat. Völlig in Anspruch genommen von den widersprechenden Gedanken, hotte er nicht weiter daran gedacht. Der eine war von Renate, der andere trug die Schriftzüge seiner Nichte Claudia, und kaum säst er wieder allein im Coup6, als er die Briefe öffnete. Renate, deren steile, spitze Schrift regelmäßig wie eine Schar Bajonette auf dem Papier standen, klagte über ihre Nerven, die durch allerhand häusliche Widerwärtigkeiten über die Maßen alteriert, seien. Ihr neues Gespann — das schönste der Stadt — mache ihr Torgen, die teuer gekauften Pferde wären so schreckhaft, daß sie täglich nur mit der Angst ausfahre, fchließlich in irgend einem Graben zu landen. „. . . Konrad ist rücksichtslos, wie gewöhnlich; gestern kam cr ill den ^alon, während ich Besuch hatte; ich stellte ilm vor und erwartete wenigstens so viel Höflichkeit für meine Gäste, daß er einige Worte spreche. Natürlich vergebens. Wie ein Bauer verbeugte er sich uud geht stumm zur anderen Tür hinaus. Später hatten wir darüber eine Auseinandersetzung, doch wurde er gleich so grob, daß ich es unter meiner Würde hielt, weiter zu verhandeln. Er wagte mir vorzuwerfen, daß ich eine schlechte Gattin, eine kalte Mutter sei — einzig darum, weil ich mich weigere, iu dem von mir sontenierten Haus die rüde Bande seiner ehemaligen Regimentskameraden zu empfangen! Und weil ich den Knn-bcn gegenüber auf rücksichtslose Strenge dringe. Knaben braucheil Strenge; Zärtlichkeit, Liebe verweichlicheil nur, und icl) will wenigstens Männer aus ihnen machen. Jetzt bat er ihnen allen drei Fahrräder gekauft, seitdem ist mein Haus die reiue Rettungs-austalt. Friedrich stürzte und verstanchte sich die Hand, Konstantin rannte ein altes Weib nieder, und ich mußte die Krankenkostcn zahlen, Emmerich schlug sich die Nase blutig usw. Herr Sieratin, ist als Hofmeister die reine Null, beansprucht aber im übrigen als ,Familicnmitglied' behandelt zu werden, d. h., er nimmt es übel, wenn ich ihn kurzlveg ,Sicratin' nenne, und tat sehr beleidigt, als ich neulich bei einer Ausfahrt die Knaben in dem Wagen und ihn anf dem Bock neben dem Kutscher sitzen ließ. Diese anspruchsvollen Herren von Habenichtse, welche trotz ihres hohen Salärs oder eben, deswegen nicht einseheil wollen, daß sie schließlich doch nur besser bezahlte Dienstboten sind, alt^riercn mich immer. Gottlob, sehe ich wenigstens in diesem Punkte bei den Knaben das Gefühl ihrer bevor-zugten Stellung. Nur Konrad ist — mir zum Trost — mit diesem Sieratin ein Herz und eine Seele. Nun, lange wird es nicht dmiern, denn im, Herbste nehme ich mir selbstverständlich einen an-dcreii. Oder aber, ich gebe die Knaben ans dem, Hause und sehe mich nach einer Mamsell mn, welche mir die Last des Hanshaltes abnimmt. Tu siehst, lieber Wolfgang, ich bin nicht auf Rosen gebettet. Vielleicht wird mir die Geschichte eines Tages zu dumm, ich jage den Hofmeister davon, überlasse Konrad seiller .gewählten Gesellschaft', und gehe mit den drei Rangen irgendwo aufs Land, nach Ischl oder Aussee oder sonstwohin . . ." Wolfgang steckte den Brief ärgerlich in die Tasche. Wirklich, Renatens Hochmut überstieg die Grenze des Erlaubten! Sie, die immer den Wert der Bildung betonte, bescch so wenig davon, daß sie in dein Hofmeister ihrer Kinder einen Dienstboten sah und sich über die Arroganz ihrer Sprößlinge ihm gegenüber noch freut.'. Nud dann, dil» elmge Pochen aufs Geld, als ob nicht gerade sie die Erfahrnng gemacht, wie wenig es im Grunde ihnen allen gebracht hatte! Früher, wo noch niemand wußte, wieviel der alte Nemesius besaß, wo man, einfach und sparsam lebte, wie irgend eine der anderen Bürgerfamilien,, wareil sie verhältnismäßig glücklich uud zufrieden gewesen. Nnd jetzt? Er ballte das Papier zusammen, lieber nicht daran denken. Und da war noch Claudias Brief. Auch nichts Erfreuliches vermutlich, nur. so ein Pflicht bericht an den Vormund, gegen, den man anf dem Papier liebenswürdig sein konnte, da er — Gott sei Dank — ja so weit weg war. Elandi komme, allein Dn kannst Dir gar nicht vorstelleil, wie schön es hier ist und wieviel Gesellschaft wir stets um uns haben. Täglich machen wir Ausflüge zu Wasser und zu Laud, uud dreimal habe ich bereits getanzt, sogar Giti, die wir immer mit ihrer Beleibtheit ärgern, durfte mit. denn Mama meint, Du würdest wohl nichts dagegen haben; Sommerkränzchen zählen ja nicht!" Laibacher Heitunq Nr. 181. 1 6ft1 8. August 1908. zimmers war verschlossen. Sie lief zur Polizei und ließ die Tür gewaltsam aufbrechen. Da fand sie ihren Mann schnarchend im Vett. Es stellte sich heraus, daß« der brade Mann total betrunken war und in der Betrunkenheit vergessen hatte, das offene Kohlenbecken, das im Zimmer stand, anzuzünden. — (Ein schlauer S ch a ch z u g.) Sehr ungalant ist der in Rotlach-Egern erscheinende „Alpen-Bote" gegen die Damen, dic im Theater nicht die Hüte abnehmen wollen. Er berichtet in seiner Nummer vom 1, August über eine Vorstellung des Vauerntheaters und schreibt zum Schluß: „Sehr angenehm empfunden wurde die Tatsache, daß die verehelichten Damen der freundlichen. Aufforderung, die Hüte im Theater abzunehmen, bis auf einige wenige nachkamen . . ., deren Hüte nur zusammen mit dem Kopfhaar abgenommen werben tonnen." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. K. k. Zcntralkommissioll filr Kunst- nnd historische Denkmale. Den „Mitteilungen der l. l. Zentrallommission für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denk» male" (dritte Folge, Nr. li, 1908) entnehmen wir folgende auf Krain bezügliche Notizen: — (L a i b a ch, Schloß.) Der Gcncrallonservator berichtet, daß an der Westseite die den ehemaligen Spazierhof der Gefangenen umschließende hohe und kahle Mauer entfernt und an der Brüstung der vorliegenden Terrasse die früher bestandenen Zinnen bloßgelegt und mit Zementplatten überdeckt wurden. — (Billichgraz, Schloß, Brünne n.) Ueber Antrag des Korrespondenten Svoboda Verwendet sich die Zentrallommission. daß die mit dem Einstürze drohende Stcineinfllssung des Ziehbrunnens gesichert werde. — (Vodcsi<', Filiallirche. Wandmalereien,) Der Generallonscrvator empfiehlt folgendes Re-staurierungsprogramm: Blohlegung und Fixierung der Malereien an der Innenseite des Chores- Schließung eines Sprunges in dem» künstlerisch wertvollsten, wohl von einem Tiroler Meister des 15. Jahrhunderts stammenden Gemälde der hl. Georg und Florian im Dachbodcnraume der Vorhalle, Reinigung der darunter befindlichen Bilder von der zum Teil noch anhaftenden Tünche, der Bilder an der Nordscite von dem vegetabilischen Ueberzug und Firicrung. Einverstanden. — (Nrdo, Pfarre Jauchen, St. Nikolaus-lapclle.) Konservator Franke berichtet, daß das Kirche lein einen Zyklus wertvoller, zum Teil noch vcrtünchter gotischer Wandmalereien enthält. Er beantragt deren vollstän" digc Bloßlegung und Sicherung. Die Zentrallommission leitet weitere Schritte ein. — (Brodbei Wocheincr F c i st r i h, Filial-lirchc, Fresken.) Der Gencrallonscrvator berichtet, daß im Chore Wandmalereien aus der Wende des 16. zum 17. Jahrhundert zutage getreten seien, und zwar: hinter dem Altar ein von zwei Engeln gehaltenes Veronilatuch. an den Laibungen des Fensters hinter dem Altare die Umrisse Wolfgang lächelte. Wie gütig von Grcte, an seine Moimmg Zu denken! „(Astern wm'iX' unsere Gesellschaft vergrößert durch cincu Cousin Mamas, den sie sehr lieb zu haben scheint. Offen abstanden: Mir gefällt er nicht besonders, er hat so — wie soll ich nur sagen? — so sonderbare Manieren. Uebrigens soll er Maler sein. Er brachte auch einen freund mit, der uns all? der Neihe nach Photographierte und mir sehr den, Hof macht. Mamas Cousin, den wir Ouk^I nenneil — Du wirst ihn gewis; kennen, er heiszt Fcllner." — Hier fuhr Wolfgang zusammen, als habe er einen Schlag bekommen. „Unerhört! Unn'hö'rt! Sie wagt es, diesen Menschen vor ihre Töchter zu bringen!" Er mußte sich den, Schtveis; von der Stirn, trocknen. Dann dachte er daran, wi^ er mit diesen, svelluer, bekaunt geworden war. Theodor wa'r, ei-st kurze Zeit tot. Grete ging noch in tiefer Trauer, da war dieses Snbjekt in M. aufgetaucht. Man wußte nicht, wovon ei- lobte, niemand kannte ihn, nur Frau (^rete Nemesius behauptete nachher, daß er ein „Jugendfreund" von ihr sei. Ohne daß je-mand in der Familie es ahnt?, vei-kehrte sie mit ihm, besuchte ihn in seinen Atelier, gab ihm (^Id nnd ließ sich schlichlich von ihm malen! Als Nymphe! Wolfgang schauderte, wenn er an die Photographie dieses Bildes dachte, man hatte ihm nur den Abdruck gezeigt, das Onginal war angeblich nach Amerika verkauft worden. Die Familie Nemesius hätte nie etwas von i>U'ser schändlichen Affäre erfahren, wenn, Fellner m seiner Unverschämtheit, nachdem (Nrete seine Forderungen nicht mehr erfüllen konnte, sich nicht au Wolfgang gewandt hätte, um eine größere zweier Ritter im Harnisch und rechts vom Altar ein mehr-armiger Leuchter auf Marmorgrund. Die Zcntrallommission leitet eine probeweise Vloßlegung der Malereien ein. — (Dolec. Filiallirche. St. Andreas.) Die Zcntrallommission bewilligt für die Reparatur des Daches und die Sicherung der Malereien eine Subvention von 350 X. — (Dra5go5e, Kirche, Altäre.) Das l. t. Ministerium für Kultus und Unterricht bewilligt zur Restaurierung der Altäre eine Subvention von 3000 X unter der Bedingung, daß die Arbeiten nach dem von der Zentrallommission aufgestellten Programm und in stetem Einvernehmen mit ihr durchgeführt werden. — (Ehren gru be n, Bildstock.) Der General-lonservator berichtet, bah ein aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts stammender vom Erdbeben stark mitgenommener Bildstock auf dem Wege nach Pevno dringend der Restaurierung bedürfe. Insbesondere sei die Vcrlittung der Sprünge und die Einziehung von Schlichen notwendig. Die Zentrallommission pflegt weitere Erhebungen. — (Gillbi»5e. Fillallirch« St. Veit. Statuen.) Konservator Avsec berichtet, daß er gegen die Uebertragung einiger auf dem Dachboden der Kirche St. Veit verwahrter Statuen in das Kloster Sittich leine Einwendung erhoben habe. — (Krtina bei St. Veit, F i l i a l l i r ch e.) Die Zcntrallommission verwendet sich wegen Vornahme einiger dringlich notwendiger baulicher Reparaturen. — (Mosch nach, Pfarrkirche.) Konservator Vurnil berichtet, daß die Kirche unter Beibehaltung der Dachform mit Eternitschiefcr gedeckt werden soll. Die Zentrallommission erklärt sich mit grauem Eternitschiefer einverstanden, da eine Wiederherstellung des schadhaften Schindeldaches aus feuerpolizeilichen Gründen ausgeschloffen ist und geeignetes Ziegclmaterial in der dortigen Gegend nur schwer zu beschaffen wäre. — (Prapreöe. Filiallirche.) Die Zcniral-tommifsion regt die Vornahme baulicher Reparaturen an diefer tunsthistorisch hochbedeutenden, aus dem Beginne des 16. Jahrhunderts stammenden und fast unberührten Kirche an. — (T a b o r beiIauchen . itirche St. Kuni -gunde, Grabstein.) Ueber Anregung des Konservators Franke verwendet sich die Zentrallommission, daß ein im Pflaster eingelassener Grabstein des Jahres 1646 mit reich ausgebildetem Wappenaufsahe gehoben und an der Innenwand der Kirche aufgestellt werde. Ans mcincn Wanderungen durch Krain. VI. In der P re b v r a t n i c a - Hö h l e bei Groß-Laschih. Ich fügte mich dem allgemeinen Wunfche und erzählte nachstrhendes: Wir sind heute zur Prcdvratnica-Höhlc unsere eigenen Wege gegangen, aber der Besucher von Groß-Laschitz wird lieber den bequemeren Weg am Restaurant Grebenc (rechts) vorziehen, denn die Höhle ist nur etwa fünf Minuten von hier in nordwestlicher Richtung entfernt. Außer dem Herrn Unzufrieden, der es indes lieber in Groß-Laschitz mit ^ummc zu erpressen. Die Photographie sollte feiner Forderung den gehörigen Nachdruck geben. (5r war ein guter Spekulant, dieser Fellner, der ganz genau den Punk! kannte, an dem oie Nemei'nl5 sterblich waren. Ihre Ehre. Man. bezahlte ihin alles, was er wollte, ließ sich die Photographien aushändigen und einen Nevero ausschreiben, wo durch Fellner sich verpflichtete, ebenfalls nach Amerika auszuwandern für immer. Die ganze (beschichte war nicht billig gewesen. Grete. vollständig erdrückt von ihrer Tchuld, wan,te und wußte nichts zu ihrer lHntschuldigung vorzu-bringen. Sie gelobte Vessenmg und unterwarf sich scheinbar willig der Beaufsichtigung, welcl)e. die Familie für notwendig hielt. 3cie mehr hatte sie offen, zu rebellieren gewagt, und wenn man ihr auch weiterhin nicht auf derartige Schamlosigkeiten kam. so zeugten doch allerlei pekuniäre Unregelmäßigkeiten, ^iigen und kleine Vetrügereicn davon, daß ihr Inneres sich nicht gebessert hatte. Nnd mm wagte dieser Mensch sich alx'rmals zu uäheru, und sie gab ihn für einen Venoandten auö! Wolfgaug wunderte sich nur, daß ttrete Claudia nicht am Schreiben verhindert hatte. Aber vielleicht wußte sie nicht darum? Er las weiter: „. . . will mich durchaus malen, er sagt, das gäbe ein herrliches Vild, wenn ich ihm z. B. als .Catarina Col-nary' säße. Noch, wciß ich nicht, ob ich darauf eingehen li>erde. Nun muß ich aber schliefen. Mama ist mit (Mi uud den anderen schon längst spazieren gegangen, ich kann Dir n'icht ein mal einen (^rrch von ihr übermitteln, denn der bedanke. Dir zu schreiben, kam mir ganz plötzlich. Hoffend, daß es cmch Dir gut gebt. grüßt Dich he'r,^ lich Deine Nichte (5lmi5ia." (Fortsetzung folgt.) einen Versuchungen zu turi hatte, haben wir alle gesehen, daß sich die Höhle in einer tiefen Talschlucht, und zwar unterhalb eines ausgesprochenen Karstteirains. „Na la^kili ^i-ottc>Ii" genannt, ähnlich wie Pu^le Peöi. hinter Vusch und Baum verbirgt. Noch vor der Predvratnica, auf dem gleichen Wege. nur einige Schritte davon entfernt, befindet sich die ziemlich geräumige Grotte „Konjkoica" mit einigen Scitengängen, die noch Spuren von einst reichen Tropfsteinen auszuweisen hat. Hierin foil einst auch der Grotten-olm sl'i-cik'ri« nng-uinc-uk) vorgekommen sein; bei meinem flüchtigen Bcfuche lonnte ich mit diesem Höhlenbewohner leider leine Bekanntschaft schließen. Die Grotte ist derzeit abgesperrt, nicht etwa weil schon die meisten Tropfsteine devastiert worden wären, sondern nur dem für eine Grotte profanen Zwecke zuliebe, damit hierin Viervorräte und bergl. aufbewahrt werden. Dessenungeachtet lohnt es sich. auch mit der Konj^icagrotte Bekanntschaft zu schließen; den Schlüssel mutz man sich in einem der Restaurants holen. Achtunggebietend empfängt die große, wildzerllüftete Predvratnica den Besucher. Beim letzten neugedeckten Häuschen steigt man die Berglehne hinab in die kühle, romantische Talschlucht; einige Schritte rechts, und schon steht man vor dem massiven, bis auf den oberen Vlateaurand hinaufragenden Felsenlomplex. In einem von üppigem Gras und Strauchwerk umrandeten Bette kommt von der zumeist bewaldeten Anhöhe. „Kobile" genannt, ein Bach in eiligen Sprüngen hcruntrrgehüpft. Aber kurz vor dem großen türlofen Eingang« in die etwa 40 Meter lange und beim Eingänge 10 Meter hohe. dann immer niederer werbende Vorhalle macht er plötzlich Halt und berfchwindet durch die zerrissenen, porösen Adern des Kalkstein-Unterbaues. So zahm gebärdet er sich jedoch nicht immer. Gibt es einmal größere Niederschläge, so kommt auch dieser muntere Junge in wilder Empörung seinen Weg herabgeströmt, mit seinen Ricsenmassen die ganze Vorhalle sowie die inneren Räume erfüllend. Was er im Laufe von Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden dem Kalksteine Uebles und anderseits doch so großartig Wunderliches angetan, darüber kann sich der Besucher ein einigermaßen klares Bild verschaffen, wenn er die ganze Haupthalle und die Nebenhallen besichtigt. Trotzdem Hai dieser so mächtige Nach noch leinen Namen; ich habe ihn. weil er in „Kobile" daheim ist und jetzt in feinem Loufe gar fo abgemagert erscheint, auf den Namen „Kobil^ica" getauft. Aber er hat mir diese ohne seine Zustimmung vorgenommene Taufe, so ich die 5>0 taghellbeschienenen Schritte zurückgelegt hatte und die enge Spalte ohne weiteres passieren wollte, ziemlich übel angerechnet. Ich befand mich unerwartet in seinem bis über die Fußgelenke reicl,< » kühlen Naß. Damit ermähnte er mich zur Vorsicht. Ich l> kletterte den engen Spalt, so gut ich's eben lonnte. Meinen Fuß wieder dem Boden vertrauend, gelangte ich 10 Schritte weiter. Der Gang wurde wieder höher und neigte sich gegen Osten zu. Beim weiteren Vorbringen begegnete ich beiderseits mehreren Sinterbildungen, meist nur rohen mechanischen Tropfsieinbildunsssderfuchen. Und dringt man nocy einige Schritte vorwärts, so muß man zur rechten Hand kleinen, mit Wasser gefüllten Seebeclen ausweichen. Viel. leicht 10 Schritte weiter dehnt sich der Gang nach Nordost, bis man nach 20 Schritten zu einem Brette kommt, wo ein größeres, bis zum Knie reichendes Wasserreservoir die weitere, scharf fü'döstlich verlaufende Enge zu versperren versucht. Aber ich half mir nach einigen Versuchen auch über dieses Hindernis hinweg, bis ich nach etwa 10 Schritten wieder festen Boden faßte. Gin tunnelartiger Gang folgt, zuerst in südlicher, bann wieder in südöstlicher Richtung. Beiderseits Wassertümpel. di< mich aber nicht mehr störten — naß war ich ohnehin schon bis an die Knie! — Mein „Tunnel" führte imme- weiter; die Luft wurde reiner, die Decke wölbte sich höher. Es fieberte alles in mir bei dem Gedanken, wohin und wie weit ich eigentlich wohl vordringen werde. Nach etwa 80 Schritten gelangte ich zu einem neuen Hindernis. Linls versperrte mir ein großer an di< rechte Wand geneigter Fels den Durchgang; rechts lagen große, von der Decke herabgesttirzte Felstrümmer. die mit dem erwähnten linken Felsstücke eine enge Spalte bildeten. Ich zwängte und drängte mich hindurch und als ich jenseits der Spalte anlangte, da blieb ich vor Staunen wie ange» wurzelt stehen. Ein hoher, geräumiger Dom, dessen Felswände mit bizarren, teils von erosiven Mächten, teils von Sinierlrusie ausgeführten Bildungen geschmückt nxiren. Wasserfalle ?c. empfingen mich da in einer tiefernsten, fast möchte ich sagen, titefanovi<:, Besitzer und Schuhmacher in Rudolfswert; Karl Narboris-, Besitzer und Kaufmann in Rudolfswert; Josef Cvelan. Besitzer in Klein-Cilava; Johann Planin^et. Besitzer in Dolnje Kamence; Anton Medbed, Besitzer in Lo<"nai Franz GraXiö, Besitzer in Gotendorf; Franz Voöic-, Besitzer und Kaufmann in Rudolfswert; Franz Moüma, Besitzer und Wirt in Rudolfswert; Franz Nohrman, Besitzer und Wirt in Klein-Slatenegg. II. — (Die Eichen bäume in K r a i n) stehen fast überbürdet unter der schweren Last der heuer über alles Erwarten gut geratenen Eicheln, die bekanntlich ein vorzügliches Schweinefutter liefern. Desgleichen ist ein sehr gutes Knoppernjahr ^u gewärtigen. Kc.—. — (S ti pe n d i e n v e r l c i hu n g.) Seine Exzellenz der Minister für Kultus und Unterricht hat für das Sommersemester 1908/1909 (einschließlich der Hauptferien) Stiftendien für Fcrienreisen nach Italien und Griechenland folgenden Professoren an Mittelschulen verliehen: Dr. Franz Ahammer vom Staatsgymnasium in Leoben, Dr. Josef Cihula vom Staats-Real- und Obergymnasium in Klattau, Stanislaus Homme vom Fünften Staatsgymnasium und Dr. Venno Ianowsli vom Sechsten Staatsgymnasium in Lemberg, Dr. Otto Iauler vom Zweiten Staatsgymnasium in Laibach, Eduard Kirschnel vom Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichtssprache in Prag-Neustadt (Graben), Vladimir Kmiciliewicz vom Zweiten Staatsgymnasium in Ezernowitz, Rudolf Neuhöfer vom Ersten böhmischen Staatsgymnasium in Brunn, Dr. Mauriz Schuster vom Staatsgymnasium in Wiener-Neustadt und Dr. Emanuel Tonini vom Staatsgymnasium in Noveretto. " (Gewerbliches Schulwesen) Im l. l. Schulbücher-Verlage in Wien ist der zweite Teil des vom Seltionsrate Dr. Heinrich Ncdl verfaßten Werkes „Die Verwaltung der gewerblichen Lehranstalten in Oesterreich. Eine systematische Zusammenstellung der hierüber bestehenden Vorschriften" (Preis eines Exemplares broschiert 4 X 25 k, in engl. Leinwand gebunden 4 X 70 1,) erschienen. Wie der erste so verfolgt auch der zweite Teil der auf amtlichen Quellen fußenden Arbeit den Zweck, das sehr reiche Vorschriftsmateriale unter strenger Scheidung der erlassenen von den gültigen Normen in leicht übersichtlicher Weise zur Darstellung zu bringen. Bei der großen Fülle der einschlägigen Vorschriften und bei der Schwierigkeit, sich ihre Kenntnis zu verschaffen — viel« Normen sind überhaupt nicht publiziert — wird die Arbeit zunächst den Schulvorständen und den sonstigen Administrativorganen der Unterrichtsverwaltung, wie nicht minder den zur Verwaltung der gewerblichen Lehranstalten berufenen Behörden wertvolle Dienste leisten; die Publikation wird aber auch denjenigen, welche den gewerblichen Lehranstalten ein Interesse entgegenbringen, ein willkommener Behelf sein, da sie eine Orientierung im vielgestaltigen System der gewerblichen Untcrrichtsanstaltcn in Oesterreich ermöglicht. Der erschienene zweite Teil zerfällt in zwei Abschnitte. Im ersten Abschnitte werden die Rechtsverhältnisse des Personales (Begründung des Dienstverhältnisses, Rechte und Pflichten :c.) zur Sftrachc gebracht. Im zweiten Abschnitt werden die Angelegenheiten der Schüler (Aufnahmsbedingungen, Aufnahmsftrüfun-g«n, Pflichten, Zeugnis- und Berechtigungswesen. Schul-gebühren lc.) behandelt. Der dritte Abschnitt skizziert den Netriebcm den Schulen (Schullolalitäten, Einrichtungs-qegenstände, Lchrpläne, Lern- und Lehrmittelwesen, Verwendung und Verrechnung der Dotationen ?c,). Den Abschluß des zweiten Teiles bildet ein chronologisches Register aller bisher erschienenen Vorschriften. —r. — (Erledigte Stelle eines landschaftlichen Vezi rls tierarz tes.) Wie man uns aus Fürstenfeld (Steiermarl) mitteilt, hat die dortige Vezirls-vertretung den Beschluß gefaßt, für die zu besetzende Stelle eines landschaftlichen Vezirks-Tierarztes im Martte Ilz außer dem vom steiermärkischen Landesausschuh dotierten Iahresgehalt von 1200 X eine Separat-Nemuneration von jährlich 400 X (eventuell auch einen höheren Betrag) bis zur Geyaltsregulierung, zu Handen des betreffenden Tierarztes zu bezahlen. Gesuche um Verleihung dieser Stelle sind an den steiermärkischen Landesausschuß in Graz zu richten. Da die Entfernung bis zur nächsten Apotheke (Fllrstenfcld) zu groß ist. wäre der betreffende Tierarzt angewiesen, sich eine Hausapotheke zu halten. — (Ein neues Speditionsunternehmen.) .Herr Josef Slerl eröffnet mit dem 8. d. M. ein Speditionsunternehmen und hat seine Vureaulolalitäten im Hause Nr. 16 am Kongreßplatze, hofseits, im 1. Stocke etabliert. Das Nähere besagt das heutige Inserat. N. * (Eine eitle Kellnerin.) Die kaum 18 Lenze zählende Kellnerin Anna Viber aus Neubau, Bezirk Hartberg in Steicrmarl, war eine kurze Zeit beim Gastwirte Johann Robavs in St. Martin bei Littai bedienstct. Vorgestern vormittag machte sie einen Ausflug nach Laibach und nahm in der Eile einen ihrem Dienstgeber gehörigen Geldbetrag von 150 X mit. In unferer Stadt verwandelte sich die schöne blonde Maid im Verlaufe einer Stunde zu einem Stadtfräulein. Ihre Metamorphose vollzog sich in einem Hotel, wo sie sich dementsprechend auch als A. G., Offizialstochter aus Graz, meldete. Sie trug einen schönen modefarbigen plissierten Rock, eine schöne durchbrochene Bluse, ferner «inen weißen, dem Eiffelturm ähnlichen Strohhut, an den Füßchen Lackschnürschuhe und zur Vervollständigung in der Hand einen weißen seidenen Sonnenschirm. Für diese Umwandlung hatte sie in verschiedenen Geschäften über 60 X gezahlt. Die Piber brachte die ??acht außer dem Hotel zu und wurde morgens verhaftet. In ihrem Besitze fand sich noch ein Geldbetrag von 84 X bor. Das Kriminal-evidenzbureau stellte fest, daß nach dieser Maid das Bezirksgericht in Graz schon seit Dezember v. I. wegen eines Diebstahles gefahndet hatte. Das Mädchen wurde dem Landesgerichte eingeliefert. Üaibacher Zeitung Nr. 181. 1683 8. August 1908. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 26. Juli bis 1. August kamen in Laitxich 23 Kinder zur Welt (29-90 pro Mille), darunter 2 Totgeburten, dagegen starben 20 Personen (26'00 pro Mille), und zwar an Diphthcritis 1, an Tuberkulose 6 (5 Ortsfremde), infolge Schlagflusses 1, an sonstigen Krankheiten 12 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 11 Ortsfremde (55 <55) und 13 Personen aus Anstalten (65 <7o). Infeltions-erlranlungen wurden gemeldet: Masern 2, Scharlach 1, Keuchhusten 1, Diphtheritis 3. — (Ein seltener Fall.) In Unterfelb bei St. Varthelmä in Unterlrain lebt ein Ehepaar, namens Gorenc, vulgo Miloslovic», schon 54 Jahre in glücklicher Ehe, rüstig und gesund inmitten einer Schar von Kindern, Enkeln und Urenkeln. Die Frau zählt zur Zeit 73. der Mann 78 Jahre. Vor kurzem beging nun die alte Frau ihren Namenstag in schlichter und einfacher Weise, wie dies auf dem Lande gang und gäbe ist. Da kam auf einem einfachen Vauernwagen eine noch ältere, trotzdem noch fchr rüstige Frau angefahren. Sie sprang ohne jedwede Mithilfe herab und eilte ins Haus zu ihrer den Namenstag feiernden Tochter. Die 98jährige Gratulantin war aufmerksam genug gewesen, ihre in Ratex liegende Wirtschaft, die sie noch immer in eigener Person umsichtig leitet, für einen Nachmittag zu verlassen und den weiten Weg zurückzulegen, um einige Stunden an Seite ihres „Kindes" zuzubringen. Ics—. — (Der Wasserstand des Laibach flu sses.) der gestern UM '^8 Uhr früh noch 15 Zentimeter unter dem Normale betrug, weist heute infolge der gestrigen heftigen Regengüsse in Innerlrain sowie in der Umgebung von Obcrlaibach ein Plus von 185 Zentimetern auf. Es ist noch immer ein geringes Steigen des Wassers zu beobachten, ko—. " (Der Vlitz als Artillerist.) Gestern mn ^1 Uhr nachmittags schlug der Blitz in den Leitungsdraht zu den Feucrlanonen auf dem Schloßbcrge ein und brachte eine Kanone zur Entladung. In der Stadt wähnte man allgemein, es sei ein Feuer signalisiert worden. " (Unfall.) Vorgestern wurde der Bergarbeiter Franz Vrodar in Sagor durch die Werlsbahn überfahren und ihm der linke Oberschenkel total zermalmt. Der lebensgefährlich Verletzte wurdc ins hiesige Krankenhaus gebracht. — (Gin großes Militärtonzert) findet morgen im großen Saale des Hotels „Unwn" statt. Es wird die vollständige Musittapelle des Infanterieregiments ??l. 27 lonMticrrn. * (N ü cl l c h r von Auswanderern.) Vorgestern fuhr durch Laibach ein Sonderzug aus Trieft, der über 700 Kroaten und Ungarn in ihre Heimat beförderte. " (Verloren) wurden eine Damcnhandtaschc mit vier Zwanziglroncnnoten und 4 X Kleingeld, ein Geldtäschchen mit 21 X 80 1i nebst mehreren Briefmarken und Stempeln. — (Nichtige Zeit.) Landhausuhr am 8. August: -<- 9 Sekunden, das heißt, es müssen zu der Zeit des ersten Viertelstundenschlages 9 Sekunden dazugerechnet werden, um die richtige mitleleuropäischc Zeit zu erhalten. Theater, Kunst und Meratur. — (Der Theaterzettel als Kaiserhuldig u n g.) Eine eigenartige Huldigungsfeier zum Jubiläum Seiner Majestät des Kaisers wird von den österreichischen Theaterleitern geplant. Es handelt sich darum, den Alxnd des tomim'nden zweiten Dezember als Fcstvor-siellung zu begehen, als Kaiserhuldigungsfcicr sämtlicher Buhnen Oesterreichs. Aus diesem Anlasse wollen sämtliche Theater für ihre Vorstellungen einen ganz gleich gearteten Zettel drucken lassen, sowohl ganz gleich im Format, als auch in seiner sonstigen Herstellung, aus weißem Atlas Mit goldenen Lettern. Diese Theaterzettel sollen zugleich zu wohltätigem Zwecke, zugunsten des Vereines „Fürs .Kind", bcr bedürftige Kinder österreichischer Schauspieler unterstützt, verlauft werden; je ein Zettel aus jedem Theater aber soll, in einem großen Prachtbanbe gebunden, Seiner Maje stät dem Kaiser als Iubiläumsgcschenl der österreichischen Bühnen überreicht werden. — (Der V ü h n c n re l o r d des „Sherlock Holmes".) Nach einer Statistik, die in französischen Blättern veröffentlicht wird, hat der dramatisierte „Sherlock Holmetz" in den verschiedenen Ländern folgende Auffüh-rungsziffern erreicht: Amerika, Klondyle, Philippinen ^200, England. Australien, Kanada und englische Kolonien 1000, Deutschland und Oesterreich-Ungarn 600, Spanien und Portugal l.00. Frankreich. Belgien und Schweiz 700. Nußland und Sibirien 400, Türlei und Numänicn 200. Illu»io». »».era in der PomUirche. Sonntag den 9. August (Heil. AlfonZ Maria de Ligorio — vom 2. August) um 10 Uhr Hochamt: Cäcilienmesse von Adolf Kaim, Graduate Nc-inui- tui von Anton Foerskr. Offertorium liouorn, Ourninum, Choral. In der Kladtpfnrrkirchc Kt. Jakob. Sonntag den 9. August (heil. Alfons) um 9 Uhr Hochamt: Dritte Sonntags-Messe in Il-clui- von Fr. Schöpf, Graduate Hloinoi- iui von Anton Foerster, Offcrtorium Honoi-a, choraliter, darnach ^.vo Nlli-ia don I. N. Tresch. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die Ereignisse in der Türkei. K o n st a n t i n op c l, 7. August. Der Sclamlil fand heute unter großem Andrang der Bevölkerung im Iildiz statt. Die Zahl der seit frühem Morgen herbeigeströmten Personen betrug mehrere tausend. Sowohl auf der Hin-als auch auf der Rückfahrt wurdc der Sultan von den Truppen und vom Publikum begeistert altlamiert, wofür er grüßend dankte. Das ganze diplomatische Korps und eine Anzahl angesehener Fremden mit ihren Damen wohnten in einem besonderen Kiosk der Zeremonie an. Ko n st an ti n opel, 7. August. Nach dem Selamlil wird das gesamte diplomatische Korps in Kollcltivaudicnz empfangen. Wie vor dem Selamlik verlautete, will der Sultan in dieser Audienz in Gegenwart des den erkrankten Minister des Acußern vertretenden Großwesirs Kiamil-Pascha offiziell die Wiederherstellung der Verfassung bekanntgeben. K o n st a n t i n o p e l, 7. August. Der Sultan empfing nach dem Sclamlil das neue Ministerium und bann das diplomatische Korps. Der Sultan verlas vor den Diplomaten in türkischer Sprache eine Erklärung, welche sagt, daß der Sultan die Verfassung wieder hergestellt habe, und er gab sein Herrscherwort, daß er diese achten und künftighin strikte nach der Verfassung handeln werde, Tcwfil-Pascha übersetzte diese Erklärung in das Französische. Dann erwiderte der italienische Botschafter, er wiederhole die Glückwünsche des diplomatischen Korps und gebe der Freude Ausdruck über dieses Ereignis, welches die ganze Welt erfreue. Der Botschafter schloß mit Wünschen für den Sultan und die edle türkische Nation. Hierauf reichte bcr Sultan jedem Missionschef die Hand und sprach seine Freude aus, das diplomatische Korp5 um sich zu sehen, K o n st a n t i n o pe l. 7. August. Am Schlüsse der heutigen Audienz hat der Sultan das diplomatische Korps ersucht, seinen Dank den Souveränen für ihre freundliche Gesinnung zu übermitteln. Beim vorhergehende» Empfange hat das Ministerium dem Sultan den Eid geleistet. Die Diplomatie ist jetzt einmütig der Hoffnung, daß eine Besserung der Lage zu erwarten sei. K onsia nt i n opel, 7. August. Das jungtürlische Komilee für Einheit und Fortschritt veröffentlicht eine bc-mrrlcnbwcrtc längere Mitteilung an die Bevöllerung. die besagt: Der Sultan hat Freiheit und Verfassung gewährt, was im ganzen Lande Dankbarkeit für den Sultan erweckt. Der Sultan erklärte, daß er von der Treue und den guten Absichten des Komitees für Einheit und Fortschritt überzeugt sei und daß sein Herrschcrwille nur das Wohlergehen und Glück des Landes wünsche. Es sei zwischen dem .Herrscher und dem Volle leine verräterische Kraft mehr; der Beweis dafür sei die Tatsache, daß dem Lande ein ehre» Haftes und loyales Ministerium gegeben wurbc. Das neue Ministerium sei des Vertrauens aller würdig. Das .Komitee rat der Nation, sich dem Programm von Heizen anzuschließen. Das Komitee habe leine Vollmachten, sich in die Ne-gierungsgcschäftc zu mischen oder bezüglich der Ernennung der Vcamtcn einzugreifen. Was die Maßregeln anlangt, die gegen gcwisje Personen des alten Regimes zu ergreifen seien, so bilden sie in den zuständigen Staatsämtern den Gegenstand einer Prüfung, weshalb ungesetzmahigc Einmischungen zn vermeiden seien. Niemand habe das Recht, im Namen bcr Nation die Bestrafung anderer zu verlangen. Aus diesen Gründen empfehle das Komitee Achtung und Unterwerfung gegenüber dem Sultan fowie Vertrauen zum Ministerium, das nach seinen Taten zu beurteilen sein wirb. Schließlich wirb die Bevölkerung aufgefordert, daß jeder seinen eigenen Geschäften nachgehen möge. E t e i n a m a n ge r. 7. August. Die Ortschaft Koam ist beinahe vollständig niedergebrannt, desgleichen die Ortschaft Felsö-Paty. Petersburg. 7. August. Das Ministerium des Acuhern wird morgen eine Note bezüglich Mazedoniens veröffentlichen. Petersburg, 7. August. (Petersburger Telegraphen-Agentur.) Nach einer amtlichen Mitteilung ist auf dem am 1. August aus Jaffa in Odessa eingetroffencn Dampfer „Mospit Lazarev" eine pestverbächtige Erkrankung festgestellt worden. Die Erkrankte, eine aus Jerusalem zurückgekehrte Bulgarin, wurde isoliert. Die übrigen Passn, giere und dir Besatzung wurden einer dreitägigen Bcob achtung auf dem Dampfer unterworfen. Der Dampfer und das Gepäck wurden desinfiziert. Die Erkrankte befindet sich auf dem Wege der Besserung. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Vanatorium T>r. Luithlen. Äm 24. Juli d, I, wurde in Gegenwart von Vertretern der Wissenschaft und behörd» lichcr Funktionäre in Wien, VIII., Aueispergstraße i). ein eigens zu diejem Zwecke errichteter Neubau, das erste Spezialsana« torium für Krankheiten der Haut und Harnwege eröffnet. Die Anstalt liegt zentral, enthält 34 Krankenzimmer mit eigenen Toiletten und Badezimmer, Röntgenabteilung, alle Methoden der phys, Therapie, Wasserbetten, zwei große OperationSjüle mit Nebenräumen :c. Elegante Reprasrntationssäle und ein von bcr Umgebung vollständig abgeschlossener Garten bieten dem Kranken Erholung und angenehmen Aufenthalt. Eine von den übrigen Teilen drs Hauses vollständig getrennte Abteilung ermöglicht die ambulatorische Behandlung von Patienten, jedoch nur nach Vorschrift des auswärtigen, behandelnden Arztes. Lpezialistisch geschulte Ärzte und Wartepersonen versehen den Dienst in drr Anstalt, ^20b) Angekommene Fremde. Grand Hotel Union, Am 7. August, Siuva. Galizien. — Küret, Kaplan Wcißenstein, - Treu, Gutsbesitzer, Tressen, Ganz, Kfm., Frankfurt. -- Heckmann, Inspektor; Pallai. Direktor; Schneider, cu«ll, pliil.: Äöhm. Südbahndirettor; boffmann, Montag, Schubert, Teeger. Lalouschek. Lobstein. Kiräly. Angrl. Kflte., Wien. ^ Simniz. Bayreuth, — Vizjan. Delan Moräutsch. Weber. Engster, Ingenicure. Zürich. - Scheibnick. Kfm.; Pilschar, Professor; Dr. Nronrs. mit Frau, Graz, — Dr, Dereani, Tressen. — Hagar, Kaplan, Planina. — Vuggberry, Kfm., St. Gallcu, — Filipp. Graf. Kslte,, Prag. — Heyol, Van« Oberlommissäi-; Professor Vallarini, Kunstmaler, mit Flau, Trieft. — Vezdetu. mit Familie, Pilsen. - Matzura, Ing., Idria, — Wiesingrr, .hanptinann. Bjelovar. — Ritter von Spinler, Obrrmg., Marburg. - Popooic. Kfm,, Agram. — Vcccrina. mit Tochtrr. Finmc, — Nntar, Kaplan, (Wrz. Verstorbene. Am 6. August. Maria L,,ng, Spartassebeamtens« gattin. 2ft I., Alter Markt '-<(). ?dtl8i» pulm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Serhöhe ,^'2 m Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. ff ^K!Z- ,3« 7 ii li. Hl 7310 itt s^O. schwach , Stegen ! ........ < 9 UNK 7301 16 i! O. mähig ' bewölkt 8 > ? U. ,5 > 728 1 j 15-«, SO. schwach , Nebel 47 8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15 8°. Nor» male 1!)'4°. mark, Kärnten und Krain: Veränderlich, stellenweise Meder« schlage, mähige Winde, mäßig verändlrt. llllmählich besser, un< beständiges Wcttl-r; für das Knftrnland: veränderlich «it stcllenweiscn Niederschlagen, abstauende Winbr. mäßig verin» dert, allmählich besser, Ausheiterung. Seismische Berichte nud Beobachtungen der Laibacher t>s!!,!!!r!!l,s wirb lNs„bs,< Llüsssgiobs!' slnMs!,!!-?!: )I««!chIilsss b!« zu , Vlilliimlsr .ie!>r «chwnch». vo» « ln« ^ »Ichwnch., du,, l! l>>« 4 Millimrlsr» .»Miss «n,f., um, 4 t,,«> -.swil., lw» 7 bi« ,0 Milliiiü-ü-ri, »!sl,r «nll. »ich Mx»? >0 M»,i, .!!!,!?<>. l!,!!',,h!' a»' nils,, ^süt,,',». Vortreffliches Schutzmittel! £ Btlffl Krankheiten; 5 Jj| sl dem reinen fe m m Granitfelsen fed lH^^P entspringend. Bei vielen Epidemien plämend bewährt. Niederlage bei deu Jlcrreu Mlobael Kastner und Peter Lassnlk i« Lalbaoh. (läJ74) )• -, von „Kattoni« OlaAhflbler" «elwlen, die Originalfla»che I! u.'rbMmn b«i Tim-.ht »or ihren Augen offnen » Jawen und ,j, im) iu lniochten. ll8Mllßs!l.l!.ll.Le!iesz!8t3M3stei!. Maßstab I: 7b,(XX). P«is per Nlalt 1 X in Taschenformat auf Leinwand gespannt IX 80 t>. Hl>. l>. zieinullllll t N Nlllllhllßs AGlllllllW in Aaibach. Laibacher Zeitung Nr. 181. 1684 8. August 1908 Emma Kiesliug geb. Stabler gibt schmerzgebeugt im eigenen wie im Namen ihrer Kinder Hugo und Günther und der übrigen Verwandten die Trauernachricht von dem Ableben ihres innigstgeliebten Gatten, bezw. Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels, des Herrn Karl Aieslmg Direktors der Papierfabrik „Leykam-Iosefsthal" in Zwischenwiissern, Görtschach, welcher am tt. August um 1 Uhr mittags, nach längerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, im 49. Lebensjahre sanft verschieden ist. Die entseelte Hülle des teuren Verblichenen wird Samstag, den 8. August um 4 Uhr nachmittags in der Leichenhalle vor dem Paulustore, wohin dieselbe der Aufbahrung wegen über-bracht wurde, feierlich eingesegnet und nach dem St. Peter-Friedhofe zur ewigen Ruhe überführt. Die heil. Seelenmessen werden Montag, den 10. d. M. um 9 Uhr vormittags iu der Haupt- und Stadtpfarrkirche Zum heil. Blut gelesen. Graz, am 6. August 1908. ^02) Statt jeder besonderen Anzeige. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen KnrMattej vom 7. Angust lW8. Die notierten Kurse »erstehen sich in Kronenwährung, Di. Notierung sämtlicher Altien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück, Gelb Ware Allgemeine Staats schuld. «einheitliche Rente: »«» lonver. steuerfrei, ".ronen (Mai-Nov.) per Kusie . , 9« 30 96 50 b etto (Iänn.-Iuli) per Kasse 9« 20 96 40 4-2«/<, ö, W. Noten 0 ft. 4"/^i50 7k>l5!i-75 l««0er ,, 1W fl. 4"/„2>6 502^0-50 1864er ,. 10>ft. . ,«KO2bü«4Ä5 1864er ., 50 fl. , .260 2526420 Dom.-Pfanbbr, k 120 fl, 5" „ 281 4<> 283 40 Staatsschuld d. i. Reichsrate vertretenen König» reiche und Länder. üsterr. Volbrente steuerfr.,Gold per Kasie . . . , 4»/„li5 8011«-üsterr. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4" „ 96 45 8s 65 delto per Ultimo . , , 4°/„ »« 4ü 86 6l ^st Investition«-Rente, stfr. »r. per Kasse . . »v,°/.. «7'3" »? b« Giftnillh!l'Zlaal,schnId. I »«schrtilungen. Hlisabeth-Bahn i. G.. steuerfr., zu l».»<« fl.....4"/„ —'--------'- ifra,« Ioseph-Bahn in Silber (div, St.) , . . . 5>/<°/„l1s7»,lS"?l »al!». Karl Ludvig-Bahn (div, Ltücke) Kronen . . , 4'V„ 96 10 «? ^ 'Xudolf-Bahn in Kronenwähr. steucrfr. (biv. St.) . . 4"/„ 96 U 97 K Vorarlberger Bahn. stfr.. 400 und 2U00 Kronen . . 4°/„ 9S 20 97 2l Fu zlalll«schulonellchit>inngtn »bgeftlniplltl ^istnbahN'Aktien llilabeth-V, 2W sl. KM, 5'///« von 400 Kr......460 - 464 — detto Linz-Bubweis 200 fl. ö. w. S, b»//'/n - - .488 — 435'-ortto Salzburg-Iiro! 200 fl. ö. W, S. 5"/„ , . , .420 - 422'-^remstal-Vahn 200 u, 2000 llr. 4"/, 19l^«!!f,- Gelb Ware P«» Staate zu, Zahlung ill,«' n»»«tue »isenbllliN'Pllorltät«- Piligalionln. Böhm. Wcstbahn. Em, 1885, 400, 2000 U. 111.»«» Kl, 4"/„ 9650 8750 Elisabeth Bahn L«0 u, 3000 M. 4 ab 10"/„......115- N6 — «lisabeth-Bahn 400 u, 2U0« M, 4"/„........11325114 2b Ferdinands-Älordbahn Gm. 1886 98-1» 8ü 10 detto Em, 19U4 9« 40 99 40 Franz Ioleph-Aahn il, T, »"/„ ,03 25 >04'2Ü oollo 400 ü, 5000 Nr, »>/,"/„ 86— 87 — Vorarlberger Bahn 0'8? l>0 delto il 50 sl ,83 5Nl«7b0 Theis, Reg. Lo!c 4"/^ . , . . 142 » >4«-e<> 4°/„ ungar. Oruildei-.tl.-vblig, 9l»-tk 94 15 4>V„ lroat. u. llav, Vrbentl.-llbl, »3 50 94 50 Andere öffentliche Nnlehen. Äosn, Lanbes-Nnl. (dio.) 4«/n 90-75 81 75 Vosn,-Herceg, ltisenb. -Landes- «nlchen sblv,'» 4>/,"/„ , . 98 10 89-1» 5"/„ Tonau Reg.-Anleihe 1878 105'- —-Wiener Verlehrs-Anl. . , 4"/^ 8b9l> 8« «0 detto 1900 4°,, 95 S0 8S ill) «nlelien der Stadt Wien , . 101 5>' «02 50 detto (S. ober G.) 1874 120- - !21 — detto (1884).....937N V4'?0 detto 07 f. 100 Kr. . . 4>/»"/<> 8S-75 8775 Pfandbriefe usw. !t!udenlr,,allg.ijst.i, 50I.ul. 4"/„ 9520 9«"/,«,„ 102- — - detto «5 I. veil. . . . 4°/, 87 25 8l«'25 ilrcb. Inst., üsterr,, s.Verl, Unl. u. öffentl. Aro. Kat, ^,. 4'Vn 96 25 97-25 Landesb, d. tlü». ftwlizirn und Lodom, 57'/, I. riiclz. 4"/n 93 90 94-S0 Mähr. Hypothelenb. «eil, 4"/« 96 5c 9750 N.-ösicrr, Landes Hyp.-Nnst. 4"/« 97'^ 98-- detto inll. li"/„ Pr. veil, 3'/,"/<> «9 - —- dctlo N,-Echlilbjch. verl. »'/,"/» »9- 80-— detto veil......4"/° 86 75 87-75 Österr,-ungar. Nanl 50 Jahre verl, 4"/, ». W..... 98-6« 89-60 bettn 4"/„ Kr...... 86-80 9« 80 2parl., Erste bst.,«0I. verl. 4"« 98-85 99 8ü Eisenbahn-Prioritäts» Obligationen. Osterr. Nordwestb, 200 fl. E. . 103-50 104-50 Staatsliah» f<>0 Fr..... 403- 4^5'— Nüdbahn il 3"/„ Jänner-Ilili 500 ssr. sper Vt.) . . . 275-25 277 25 Llldbllhn ^ 5-/N i00 fl. L. 0. E 12,-10 122 10 Diverse Lose. z>erzw«liche f»s«. 3"/n Äodenlredit-Lvle n»eriin»llch» Los«. Blidap, Vnsilila (Dombau) 5 fl. i8-90 21-80 Kreditlose l0N i0 fl. KM . . . 230- 240 — Türl. L.-Ä.-Anl, Präm.-Obllg. 400 Fr. per Kc>sse . . . 183-50 i«2 25 bettn per Medio . . . 182-7 183-75 Geld Ware liener Nomm.-Uose v. I, 1874 492- 50^-— cw.-Tch. d. »"/„ Präm.-Schuld b. İde»lr.-«lnst, — ?»;-— Aktien. Vllln»port»zlni«nngln. »lsin-Trpliyer Vi!enb. 500 sl. 2400 - 24,4- »Üdülische Äioidbah» 150 sl. . 404-50 406 50 wschtiehrader Eisb, e>«0 fl, li^M, 28«5 — 2875'- detto (lit, li) 200 fl. per Ult. 1065 — 0?«' -!onau - Nampslchlfsahrt« - Ges., 1.. l, l. prlv., 500 fl, KVi, 99S-— «NN2-- )ux. Uudenbacker (t,-A. ^00 Kr. 551-— 55,5- ser'dina»b«?tordb. Ivonfl, KM. 5085»— 5100 -^aschau - Oberberger Eisenbahn 20» fl, S.......359'— 36l-- leml>,-ü,ern.-Ias,>LiIenbllh,i- WclcNichaf!. 200 fl. S, . , 560— 5«,-. lo»o, ust., Trieft, 5<>0fl., KM, >,s9-- 4«»-. üsterr, Nordwestbah» 2»u fl, N, 452 — 454 50 betto (lit.l!) 200 fl, S.p, U,t, 452-- 454-., jrag-Tuxer ltisenb, lOOfl.abgst, 22ü'- 223'50 :!aal«e>!cnb, ^00 sl. S. per Ult. 69!-- 6ü2 — -üdbahn 20a fl. Silber per Ult. 107 75 108 75 lübnorddeutiche Vrrbindungsb, 200f>,KM......40250 403- ^iansportGes., intern,. A,-G. 200 Kr...... ^.-^ Ku — Ingar, Nestbahn (Raab-Gra») 2"0 U. S.......4O3._ 4<,?._ Nr. Lolalb-VlNlenVes. L00 ll. 220 — L30-— Vanlen. lüglo-Östeir. Vanl. 120 ll. , 893 75 29475 ljanlvcrei», Wiener per Kasse - '- —'- betto per Ultimo 5^0 65 521 Ü5 lwdeulr.-Anst. üsl,, Z00 Kr. . 105»-- 1062 - ientr,Vod. Krebbl. öst. 2NU fl, 53«'— 534'— lrebitllüstal! siir Handel und Gewerbe, 160 fl.. per Kasse —'— —-- betlo per Ultimo «27 25 628 25 irebilhanl, ung. allg,, 200 fl. 738 — 740- ^eposltenbaül, all«.. 200 fl. , 455 - 456--telompte - Ocselllchaft, nieder- üsterr,, 400 Kr.....bk0-5N 581-— l»iro- u, Kasfenverein, Wiener, 200 fl........455 - 457-— )t,p°,hclei!banl, «st. 20UKr. 5"/„ 2»<'— 288--^äiiderbanl, üsterr., 200 II., per Kasse.......- -— - '- detto per Ultimo 43460 435-«c .Merlur", Wechselsiuli.-Altien Gesellschaft, 200 fl. . , H83'- 59»-- INerr,-»naar. «a»l ,.!00 kr,!i?37--^ 1747'- Me<0 ! 'A-ao Unionbanl 20» fl...... 538'50 Ü4U — Unionbanl, böhmische 10l> fl, . 245- 24« — Herlchrsbant, alia, l4« fl, . , 332'- »35 — 1nl>uf1rlt'ßuttNllt0sl. 706'-- ?l0 — (tiseiibayiwerlehrs-Anstalt, öst., 10« fl........ 883'- 38« — ltiseiibahnw-Leilig,, erst«. I0Nfl. :88- L01-— „(tlbemiihl", Papiers, n, V,-G, 10« f>........ 191-- 1,3.. lileltr,-Oes,, allg, üsterr,, Äwfl. 39»— 400 — Eleltr.MelrM,,. intern. 200 fl. 5K3'- 56?-— ltlcln.-Velellsch,, Wr. l» Liqu. 2l8 - >2l-Hirtenbergcr Patr.-. Züiidh. u, Mct.-ssabril 4<>0 kr. . . 9»7- 841- Liesingcr Brauerei I0»> fl. . . 247— «50 — Muntan-Wes., «st. alpine IM sl. 669— 670- > ..Polbi-Hiltte". TiegclgMtahl- ss.N.G. 200 sl..... 428- 433 — PragerEilen-Industric-Oesellsch. 200 fl........ ^680 — -69«'— Riina- Murann - Ealgo-Tarjaner EiWlw. 100 fl..... 556 «5 557 25 Zalgo-Iarj. Steinlohlen 10» fl. 566— 570 — „Schlöglmühl". Papiers.,200fl. 800'— 3U4-— ..Schodnica", «. W. f. Petrol.- Industrie. 500 Kr. ... 462 — 4«»-— ,,Lte>ilcr»!!U!!".Paplerl.u,P,W. 431-- 434 — Trifailcr «ohlenw-W, 70 fl. . 268-- 270-Tiirl. Tabalregie-Ve!. 20«, ssr. per Kasse......--'- —-— detto per Ultimo . . . 88»-— 3«1 — Waffens, Ges. üsterr.. 100 fl. . 531-- 5^4-- Wr, Nannelellschast, 100 fl. . . 140- ,42'- Wienerbcrgc Ziegels,-Alt.-Wel. 706- 716 — Devisen. z»ljl pichln» und Kchtäl». Amsterdam....... 198-35 ,»«55 Teutsche Äanlpläye . . . . 117 35 !,7'55 Italienische ^anlplätzc . . , 9b'30 »^45 London........ 239-35 23»1 ' 2 5>-^ von Kcnten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, •¦» • ^->* lWJm«»^«5MT irnviu, U^puiM voil" 1^**|M)8IIH; B Loden etc., Devincu nnil Vnlnten. |i Bank- "U-32.dL ¦^Tech.sleigesch.äift I ^».tor oler»n.«m Var^dilme Ä«r Part»i. I _______ Los-Versicherung._________________(84) Kaibaeli, Ntrii.ariraMMo. Verzlmang von Bareinlagen Im Konto-Korrenl and auf Blra-Konto, I