Nr. 19. Montag, 25. Jänner 190». 128. Jahrgang. Mbacher Mma Vrämlmrrpsciö: Mi» Posi»n: nniizjnln'in .W X. licol'jnln'n lü k Im «l»,>»< tässl'ch, nn< ?!»e>whi»!' drr To»n- »üb ssrirrlng!-, T>r illdniinislinlion l>ssi»det sich Milll'öiöstrlifü' N, 20: dir Mrdattio,! WilIoöi<'sI,r j)l>s, Uiilrllülicrlo trieft wcrden nicht annrnommen, Äiianuüliple »ich! zulücl^ftelll. Telephon-Nr. der Ncdaltion 52. Amtlicher Teil. Seinc k. und k. Apostolische Majestät haben Nlit Allerhöchster Entschließung vom l. Dezember v. I. dein Geheimtämmerer Seiner Heiligkeit des Papstes, Domherrn Prinzen Adam Sapieha das .Mmlurtreuz des Franz Joseph-Ordens mit dem Sterne allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Jänner d. I. den Ersten Setrelär der Handels- und Gc-wcrbekannner in Wien, Rcgicrungsrat ^Itichard Riedl zum Sektionschef <>xti>!, «tlituin ini Handelsuiinisteriuni allergnädigst zu ernennen geruht. M ataja m. i>. Den 22. Immer 19^> wurde in der k, l. Hof- und Zwats» brilliere, das OXV., (XVI. „nd (XX, Slücl drr slov.-nischen ?l»sliatir dl's Nl'ichSlic'clU'lattl-S s'es I,>l,rq!N,qcs 1A>« sowie dc,^ I. Slüct der sloucnischrn Ausgabe des NeichSgesclMattes des Jahrganges lW'.) ausgegeben und vmendrt. ! Nnch dcm Amisdlatte zu, «Wien.r Zutuns,, vom 22. Ilinncr 1909 (Nr. 17, wurde die Wcitervcrbrcitung folgender Prc>> erzenssnisse verboten: Nr. 4 .Alldeutsches Tassdlatt vom !!'. Jänner I9l>9. «Eiü'upa-? Fürstnl ii» Sitteospieqll drr >tarilatl,r». l,er» aussse^eden von (Gustav ,^ah>i lZiuttMlt-Vcrlin, Hermann Schmidts Prrlaq', 1«. nnd 2". Limning. Nr. 1 .Wrubi n» vom 1i!»ki ^:,r<>il» vom 12,Iämler 1909. Nr, 14.i .l^.'^müücif»!,/><»«>,. vom I» Iä'ner l^N^, Prnckichrist: .ö«»»vä, i>i^'> n »«^»»l,»^!» »,»m>«c!>. «c^-ns,n!m 5. V<»t,i-nd)s / Dolmcli I'n^rliie», Drucker: Julius Iani, in P:aq. Nr. 1 «>l1»,,1<1 !'ss)»'> uom I.",. Jänner 1909. Nr. 1 «'I' Inovn'xv Kxtill» vom 1!i Iäum'r !^>W. Nr 3 .OW-lw.Iüi'^i»«)'. vom 15, Iamn-r 1U09. Nr. !-l «Ii,<,/,v<,^» vom lb, Jänner 1!)<>9, Nr, 2 '6<.'!ckli Vull.',',. vom N>, äimrr 1!»09. __________________^___________! Nichtamtlicher Geil. Die kretische Frage. Im Stande der kretischen Angelegenheiten ist, wie man aus Paris berichtet, eine neue Wendung in naher Zeit kaum zu erwarten. Es kann als gc-wis; gellen, das; weder von Frankreich noch von den drei anderen Schutzmächtcn der Insel gegenwärtig eine Initiative in dieser Richtung ausgehen wird; insbesondere läßt sich versichern, das; keines dieser Kabinette eine Aktion in Erwägung zieht, welche aus eine Veränderung des ^l!><,i« m Munde, stolzierte er schwerfällig umher. Hattt' man dennoch Zweifel an der Echtheit der „Wasserratte gehegt, so wären sie sofort zerstoben, wenn man einmal Kapitän Lehmanns Sprechen vernomnicn. ^r fluchte in fo kräftigen Ausdrücken, da,; die grauen sich entsetzten und selbst die ältesten Droschken-kutscher darüber erschraken. . . ^„. Auf dem Großen Ozean als Sohn eines Scc-lapiläns geboren, kannte Kapitän Lehmann — jo nannten ihn alle Friedeberger, groß und Mm " kein anderes Leben als das auf dem Schisse. Er hatte auch gehofft, dereinst eiuen echten, rechten Seemannstod zu sterben; aber eine seltsame ^rantheil zwang ihn, die geliebte See zu verlassen uud sich uuter deu verachteten Landratten anzusiedeln. Er hatte die Salzkrankheit; er war „gesalzen". So seltsam es klingt, es war Tatsache: die Seeluft hatte den guten Kapitän Lehmann so mit Salz imprägniert, daß er sich jetzt durch die Laud-lust wieder '„entsalzen" lassen mußte. Deshalb hatte er sich im Mecklenburgischen angesiedelt, uu, dort iu der klaren, reinen Luft feine Gesundheit zu stärkeu und in den zahlreichen kleinen Seen einen kleinen Ersatz für die verlassenen großen Wasser vor Augen zu haben. Eine Villa, die er sich auf einer kleinen Anhöhe erbauen ließ, war, so weit es anging, als Schiff eingerichtet uud mit Mitbringseln aus aller Herren Länder ausgeschmückt. Zum Diener hatte er einen Menschen, der in Au5seheu, Gang und Fluchen genau seinen Herrn kopierte. Er war ein geborener Friedebcrgcr, del erst vor einem Jahre nach nngesähr zwanzigjähriger Abwesenheit in seine Vaterstadt zurückkehrte. Arm wie er gegangen, kam er wieder. Über die Zeit seiner Abwesenheit erzählte er, daß er erst als Schiffsjunge und dann als Matrose große Seefahrten gemacht habe. Als Kapitän Lehmann davon erfuhr, fluchte er einen greulichen Fluch des Entzückens und ließ gleich bei Johann Becker anfragen, ob er nicht bei ihm Diener werden wollte. Der sagte freudig zu. So häuften denn Kapitän Lehmann und sein Jan einträchtig zusammen. Unter solchen Umständen ist es begreiflich, daß Friedebergs Slaotvertreter von vornherein im klaren darüber waren, daß der Kapitän die Reise nach Kopenhagen unternehmen müßte. Es handelte sich um eine kurze Seefahrt von Stralsund nach Schweden hinüber. Kapitän Lchmann war gar nicht sonderlich erfreut über deu ehrenvollen Antrag. Er fürchtete für seine Gesundheit. 5taum, daß er wieder einigermaßen hergestellt war, sollte er wieder auf die See hinaus. Da es aber dem allgemeinen Zureden gegenüber galt, sein .Renommee zu wahren, nahm er an. Am nächsten Morgen fagte Kapitän Lchmann zu seinen! Diener: „Jan, du mußt die Koffer Packen!" „Packen? Wieso?" „Wir fahren nach Kopenhagen." „Da müssen wir ja über See reisen!" jammerte Jan. „Gewiß doch. Heute nachmittag sin'd wir bereits auf Schiff." Jan wurde blcicks. Er blickte seinen Herrn verlegen an. „Wir Haben's doch hier so hübsch gemütlich." „Da hast du recht, Jan. Mir macht die Reise auch lciu Vergnügen, aber wir müssen." Sie fuhren ab. Als sie in Stralsund ankamen, wollte Jan den Vahnhos verlassen. „Holla, min Jong!" rief Kapitän Lehmann in der besten Laune. „Töw en bekken!" Und er ging an den Fahrkartenschalter und kaufie zwei Billets dritter Klasse nach Kopenhagen. Jan riß die Augen weit auf. Neugierig folgte er seinem Herrn in den Wartesaal. Erst als sie den Zug uach Doberan bestiegen, ging ihm ein Licht auf. Aha, dachte er, der Kapitän fürchtet sich wegen seiner Krankheit. Es wurde eine lange Fahrt. Eine sehr lange Fahrt. Oft mußten die beiden Reisenden umsteigen: aber endlich kamen sie doch in Nyborg an. Dort mußten sie sich übersetzen lassen nach Korsör. Kapitän Lchmann mietete sich einen SciiM" zur Überfahrt und zahlte ihm gleich den "'sbc'dun- enen Fährlohn. Das war nicht wohlgetan, de n als Kapitän Lehmann und se.n Jan emc halbe Laibacher Zeitung Nr. 19.___________ ____________ 164 25. Jänner 190 < drohen deshalb wieder mit Selbsthilfe für den Fall, daß die Behörden nicht wirksame Maßregeln zum Schutze der Griechen und ihrer Rechte treffen. Der jüngste Erlaß des Ministers des Innern, Hilmi Pascha, an die Gcncralgouvcrncure der mazedonischen Vilajete hat im allgemeinen einen guten Eindruck hervorgebracht. Hilmi Pascha ist viel daran gelegen, das Ansehen der Behörden in Mazedonien zu erhöhen und Ordnung zu schaffen. Die Valis werden angewiesen, keine Übergriffe und Nachlässigkeiten mehr zu dulden. Gegen die willkürlichen Verfügungen gewisser Politischer Komitees und Klubs soll energisch Stellung genommen werden. Das Kricgsministcrium wurde veranlaßt, den Militärbehörden in Mazedonien die nötigen Weisungen zu erteilen, damit sie bei Widersetzlichkeiten sofort zur Unterstützung der Zivilbchördcn bereit seien. Man verspricht sich eine Besserung der Zustände für den Fall, daß die Verfügungen Hilmi Paschas streng gehandhabt werden. Politische Ueberllcht. Laib ach, 23. Jänner. Das „Fremdenblatt" wendet sich gegen das Verhalten der Parteien zu der geplanten nationalen Vcrständigungsenquete, das auf einer mißverständlichen Auffassung der angeregten Aktion und ihres Zweckes beruhe. Tie Negierung wollte den Parteien Gelegenheit bieten, sich über die vorbereiteten Gesetzentwürfe gutachtlich zu äußern. ,Tas ist unbedingt ein Akt der politischen Courtoisie, dessen entsprechende Erwiderung durch die Parteien keinesfalls als Entgegenkommen gegenüber der Negierung betrachtet werden darf. Hat doch die Negierung selbst kein größeres Interesse an dem Gelingen des Ausglcichswerkcs, als Teutsche oder Czc-chcn. Ja, es kann ohne Verlcnnung der tatsächlichen Verhältnisse behauptet werden, daß die Volksvertreter weit mehr am Gelingen des Versuches beteiligt sind, weil dadurch eine feste Grundlage für ein gedeihliches Zusammenwirken der großen parlamentarischen Parteien im Abqcordnetenhause zum Wohle der weitesten Voltsschichten geschaffen würde, die unter der Fortdauer des nationalen Kampfes schwer leiden und darum seine Beendigung angelegentlich herbeiwünschen. Das „Fremdenblatt" schreibt: Seit einiger Zeit kann man die Bemerkung machen, daß in der Öffentlichkeit sich die Gepflogenheit herausgebildet hat, Verfügungen der Regierung auf einzelne Beamte zurückzuführen, wobei die Beweggründe ihrer dienstlichen Handlungen in national-Politischen Erwägungen gesucht werden. Es wird dadurch diesen Beamten eine Stellung zugeschrieben, die ihnen in Wirklichkeit gar nicht zukommt. Für die Negierungsatte der einzelnen Ministerien im Sinne der verfassungsmäßigen Bestimmungen haften einzig und allein die Ncssortchefs, während der rechtliche Wirkungskreis der übrigen Funktionäre dadurch begrenzt ist, daß sie bloß den Charakter von Mitarbeitern und Hilfsorgancn haben, welche an die Weisungen des verantwortlichen Leiters gebunden sind. Außer diesen haben die Funktionäre der Zentralstellen kein selbständiges Entschließungs- und Entscheidungsrecht. Es sollte demnach endgültig mit der uuzukömmlichcn Übung gebrochen werden, einzelne Amtspersonen herauszugreifen und zum Gegenstände einer ebenso unzutreffenden wie wirkungslosen öffentlichen Kritk zu machen. In bezug auf die Nachricht, daß Kaiser Nikolaus für den Herbst l. I. eine Neise nach Frankreich plane, wird aus Paris gemeldet, daß die dortigen amtlichen Kreise hievon bisher keine Kenntnis haben. Wie man aus Paris meldet, hält man es auf Grund neuerer Nachrichten für wahrscheinlich, daß eine Begegnung des Königs (5duard mit dem Präsidenten Fälliges Ende Februar oder Anfang März stattfinden wird. Die Gelegenheit wird hic-für bei der Durchreife des Königs nach Südfrankreich geboten werden. Die kalifornischen Zeitungen verlangen, wie der „Standard" aus Ncwyort meldet, die Nückkehr der amerikanischen Schlachtflottc nach der pazifischen Küste, da diese gegen einen japanischen Angriff nicht verteidigt sei. Auch Nandolph Hearst fordere die Rückkehr der Flotte. Demselben Blatte zufolge empfiehlt ein jetzt veröffentlichter Bericht des Ge-neralstabcs der amerikanischen Armee den unverzüglichen Bau von Vcfestigmigen im Hafen von San Pedro bei Los Angeles. Die Befestigungen würden 700.00N Pfund kosten. In dem Berichte heißt es: Wenn man das Fehlen eines wirksamen Widerstandes zur See voraussetze, so könne eine gewisse Oricntmacht im Laufe eines Monats, von dem Augenblicke an gerechnet, in dem feindliche Absichten überhaupt nur vermutet werden, 100.000 Mann an der pazifischen Küste landen und diese Zahl am Ende des zweiten Monats bis auf 300.000 gebracht haben. Sei die Westküste aber einmal in Fcindcs-hand, so würde es den Vereinigten Staaten unmöglich sein, sie wieder zurückzuerobern. Tagesncuisstcitm. — lKöuig Vbuard und die moderne Talomc.j Über das gesellschaftliche Leben in den englischen Hoftreisen plaudert der „Newyurk American" nnd erzählt dabei auch von ciner jnngen Tame, deren Lebensgewohnhei» ten bei den im Vann des Hofzeremoniells stehenden Gc> mülern nicht selten Verwirrung hervorruft. Es ist Lady Euslanza Stewart Richardson, die Nichte der Her-zogin vun Sutherland, eine begeisterte Anhängerin aller Spurtsübungen- ihre Schießtnnsl, die sie sowohl mit dem Gewehr als anch mit dem Revolver ausübt, ist in eingeweihten Kreisen berühmt, und man erzählt sich, das; Lady Costanzas Kugel niemals ihr Ziel verfehlt. Ungleich ist sie eine verwegene Reiterin, und ihre höchste ^rendc ist es, ans dem Nucken ihres Pferdes allerlei gefährliche Akrobatenstücke auszuführen. Statt seiden» haariger Schußhündchen züchtet sie Schlangen als Hans' genossen: vor allem aber ist sie eine vielbewnnoerte Tänzerin. Als im vergangenen Herbste Lady Eostanza als Gast bei dem Herzoqspaar von Westminster weilte, verbrachte auch König Ednard und die Königin eine Nuche auf dem HerzoMchlos;. Man bemühte sich na» tnrlich, dem Königspaar so viel Unterhaltung als mög-lich zn bieten, nnd schließlich oat man auch Lady (>o. stanza, den König dnrch ihre Tanztunst zn entzücken. Sie war ohne weiteres bereit, und wenige Augenblicke später erschien sie in den sieben Schleiern der Salome und begann ihren Tanz, dessen erste leise wogende Ve-wequnqen allmählich zu wilder Leidenschastlichleit an» schwollen. Lady Eostanza tanzte wundervoll nnd mit einer Inbrunst, als czelle es, den König Herodes selbsl zu faszinicrcn. Mit a.ros;en Augen, in denen Vewun-dernng, Entzücken und das vom gnten Tun geforderte leise Erstannen sich spiegelte, folgte die vornehme Ge-sellschast den Vewegunqen der schönen Tänzerin. König Eduard war nicht weniger begeistert als die anderen; aber am meisten bewunderte doch wohl Sir Ernest Eassel, der bekannte Finanzicr.Philanthrup nnd Freund des Königs, die Grazie und das Feuer von Lady Eo-stanza. Er stand neben dem König, seine Wangen röteten sich, und als am Schlnsse des Tanzes der Veisall los-brach, gehörte Sir Ernest zu den eifrigsten. Ader in» mitten des Applauses stürzte nnn die schöne Tänzerin, der Salome-Nolle eingedenk, vor dem König aus die Knie, nnd mit einschmeichelnder, nnr von dem hast-vollen Atem bewegter Stimme bittet sie: „Und nnn, Sire, bitte ich um meinen Lohn: man reiche mir ans einer Silberschüssel das Haupt von Sir Ernest Eassel." Die kühne Bitte fand ihr Echo in einem brausenden Gelächter aller Anwesenden, das um so lebhafter war, als Sir Ernest in den Kreisen der höchsten englischen Aristokratie manche Gegner halle. Auch König Ednard stimmte in die Fröhlichkeit ein nnd meinte schließlich „Sie wissen, ich bin nicht der König Herodes, aber Ihre Tanzkunst hat mir nicht weniger gefallen . . ." — Greueltaten auf den Philippinen.) In Wa> shington wnrdc ein amtlicher Vericht über Menschen» opser publiziert, die zu religiösen Zwecken anf den Philippinen in der letzten Zeit vorkamen. Darnach ver° sammelte sich lürzlich eine ssroße Anzahl don Eingeb» renen in einem Orte in der Provinz Moroland, uni das Leben eines .Kindes den Göttern darzubringen. Das Kind hies; Salnm, der die Zeremonie vollziehende Prie» sler Ansig. Der Vericht gibt auch die Namen und den Wohnort aller Teilnehmer bekannt. Das unglückliche Kind wnrde an einen Baum gebunden, eine Lanze Stunde später im Boote auf dem Wasser schwammen, fiel der Führer Plötzlich lang in den Kahn hin. Er war total betrunken. Zum Unglück kam im selben Augenblick eine größere Welle angerollt, die das kleine Fahrzeug verdächtig hin und her schwanken ließ. „Jan!" rief Kapitän Lehmann voller Angst und Preßte fest seines Dieners Arm. „Jan! Du mußt das Boot lenken. Ich will's dir schon sagen — ich bin gar kein Seemann. Ich war früher Vurcauvorstehcr, bis ich von einer reichen Tante erbte. In meiner freien Zeit habe ich immer See-gcfchichten und Seeabentcuer gelesen. Auf dem Wasser bin ich nur ein einziges Mal gefahren. Von Stralsund nach Nügcn hinüber; aber da bin ich gleich seekrank geworden. Jan, du mußt uns retten!" „Kapitän," war Jans verlegene Antwort, „ich habe auch geschwindelt. Ich bin nie Matrose gewesen." „Was sagst du?" „Ich bin all die Jahre, da ich fort war, Vier-zapfer gewesen in Berlin. Von Vootfahren hab' ich keine Ahnung." „Dann ist alles vorbei!" rief Kapitän Lch-mann. Aber glücklicherweise hatte sich der Schiffer inzwischen soweit ermuntert, daß er das Boot ungefährdet seinem Ziele zuführen konnte. Als Kapitän Lehmann nach glücklicher Erledigung der Hinterlassenschaftsgcschichtc mit seinem Diener wieder in Friedeberg angelangt war, ließ er gleich all das mit schwerem Gelde erworbene Schiffszeug fortschaffen. Er felbst und sein Johann, dessen Schweigen er mit einem lebenslänglichen Dienstvcrtrage erkaufen mußte, gingen fortan in gleicher Kleidung wie alle Friedebcrgcr. Und fluchen tat er nur noch^ wenn jemand von der Ncisc nach Kopenhagen sprach. Die junge Exzellenz. Roman von weorg Hartwig. 5 25. Jänner 19W. unterhalb der Achsel eingesetzt und dl'r Rumps mit einem kräftigen Stoß buchstäblich eiltzlvei gerisseu. Alle Teil» nehmer an der Zeremonie erhielten hierauf kleine Stück» che» des Leichnams zum A»de»len. Der Rest wurde be» graben. Der Priester und die Teilnehmer wurdeu ver» haftet uud zu längeren Kerkerstraseu verurteilt. Tie Slrase lvlirde aber uoch uicht vollzogen, da die Leute versprochen hatten, niemals wieder Meuschenopfer dar» zubringen. — Mn origineller Vorschlag) ist iu Schopsheiin im oberbadischen'Wiesental von einem Herrn gemacht worden. Er schlägt iu der Presse vor, zum Schuhe der Singvögel einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder leine Tame mehr grüßen, die einen Vogelbalg aus den, .Hut trägt. Der Ausruf schließt mit de» Worten: ' „Ein holdes Weib wählt Vlumeu, auch Bänder steh'» ihr gut, ein stolzes würgt die Vögel uud steckt sie auf deu Hut. Ich grüß' dich, schönste Blume, in frischer Morgenlust uud weig're Gruß dem Valge mit seinem Moderdust. Ich bitte um Nachdruck." ________ Mal- und Plomuzial-Nachrichtm. Nach Ädclsbcrg. Von (Y And. Pcrlo, Grotwlsclretär in Mclsberg. (Fortsetzung.) AIs ich meinen Vorlrag über die unterirdische Märchenwelt des barstes, den' meine Reisegeuosseu mit stets wachsendem Interesse verfolgten, beendet hatte, lam der Wirt und versprach, die Eintrittskarten pünktlich zu besorgen. Wir gingen daun, von der Eisenbahnsahrt doch recht ermüdet, bald zur Ruhe. Am audereu Morgen halte sich der Vorasturm etwas gelegt; der »legen strömte aber uuch unaufhörlich vom grauumzogene» Himmel herab. Die elegaute Equi» Page des Hotels fuhr vor. Wir stiegeu eiu, uud fort ging die Fahrt. Erst durch den Ort, dann eine schöne Aller entlang zum Eingcmg der Grotte, die ungefähr 20 Mi» nuten hinter dem Orte liegt, Li»ts von uns dehnte sich eine fruchtbare Ebene aus. Den Hintergrund bildete die wolkenumzogei.e Riesenmauer des Nanosgebirges. Durch die Ebene schlängeile sich in vielfach gewun-denem Lause, durch de» anhaltenden Regen starl g» schwellt, der Poiksluß bis an den mäßig bewachsene» Karsthügel heran, vor dem wir ausstiegen. Dort llassl der Berg, und in feinem Innern verschwindet brausend der Fluß, nachdem er lurz vor seiuem Verschluinden »och eiilige mächtige Sägemühlen getrieben hat. Über diesem Flußlauf etwas rechts seillvär'ts befindet sich der eigent» liche Grolleneingang, von mächtigen Tannen beschattet. Wir waren nicht die einzigen Grotlengäste. Trotz der Ungunst des Wetters halte sich ein ganz stattliches Häuf» lein Tonristen vor dem Eingänge angesammelt und wartete auf die Führer, bis das eiserne Portal, das elwas in de» Verg hinein die Höhle von der Anßen» Welt abschließt, geöffnet werden sollte. Endlich tame,, drei Männer, Einwohner von Adelsberg, deren Verus der ist, Grollensührer zu sein. Eiuen schmalen Gang geht es in den Verg hineiu. Die Führer zünden Wachskerzen an, die sie an lange» Stange» tragen. Aus einmal hören wir ein mächtiges Rauschen uud Brausen. Wir stehen in einem gewaltigen Gewölbe. Elektrische Bogenlampen werfen ihr bleiches Licht in die duutle Tiefe, wo unter einer eisernen Arücke der Fluß — eben derselbe, Poik — zwischen Steinen und Geröll dahi»rauscht, um alsbald wieder i» emem gähnenden schwarzen Loch zu verschwinden. 28 Meter hoch ist die Wölbung dieses sogenannte» „Große» Domes", des ältesten 'Teiles der Grotte und des em-ziqen, der bis znm Jahre 1818 bekannt war. Wir steigen alls 84 Stnsen znm Flnsse hinunter und gehen über d,e eiserne Nrücke jene» Weg, der uns weiter ms ^nnere der Grotte führen wird. . ^ ^ Es beginnt nun eine eigenartige Wanderung aus schönen trockenen Kiespfaden, die 2^ Stunden m An» pruch uimn't. Ja, bequeme Leute können ,,ch fast durch die acmze Grotte auf eiuer lleiuen sogenannten „.^oll-bahn" fahre» lassen, deren kleine Wagen von den ^.h. rern geschoben werden. An geblichen Stellen s.nd Schutigeländer angebracht, so da,; der Vejnch der Giolle leine Strapaze, sondern eben nur ein angenehmei Spa^ ziergang ist. Die Temperatur in der- ^ 's lm So.... mer und im Winter konstant und betragt ^ bs 2 Grad Celsius, die Luft ist also vou angenehmer Fnsche. Wir flehen nnn am Eingänge der !^.'"nu'n Kaiser Ferdina.id-Grotte. Um zunächst emen Ubeibl.ck übe' die ganze Höhle zu gebe», lasse .ch^h.er emen Plau folge!.. Wir geheu durch d.e Kaiser ^"' ." ' imd Elisabeth-Grotte uud gelaugen zu», ("lanzpn kte uuserer Wanderung, zum sogenannte» Nr^ß" ^wa-rie»berg. Von hier geht es znrück e.nen «nd leu Ga»^ zur Kai er Ferdinand^Grotle nnd w.eder durch d » w -ßen Dom zum Ausgaug. U»ser Weg .» der Giolte d nur die Hauptteile betrifft, hat ccho d,c Gestalt der ^^Di> Sehenswürdigkeiten der Grotie, die in dieser Pracht, AbM'chslung und Menge e.nz.g 'n ^de sberg vorkommen, sind jeue wunderbaren Troplstem b die als Säulen vom Voden ausragen, als Zacken und Schleier von dem Gewölbe herniederhäi.gen, tausend und aber tauseud au Zahl, bald hellschimmerud wie Wachs, glänzend wie EiSgebilde, bald blitzend und sun» kelnd loie zahllose Tiamauteu. Der geschäftigen Erlä». teruugeu der Groltensührer, die jenen Gebilden im Lause der Zeile» Name» gegeben haben, bedarf es gar nicht, »m diese überraschende Fülle von formen, die hier i» der Stille der ewigen Nacht entstanden sind uud noch Weiler wachsen, immer aufs nene wieder zu bewundern uud anzustaunen. Fortsetzung folgt.) "" Sektion Krain des D. u. Ö. Alpenvcrcincs. Die Sektion Krain des D. u. ^. Alpenvereines hiell am 22. d. M. abends im Kasino ihre Iahreshanpt. vcrsammlung ab. Der Obmann der Sektion, Herr Dr. Rudolf Rösch nik, begrüßte die Versammlung, hub e.uige »vichlige Vorkommnisse aus der Tätigkeit der Sek. lion im vergangenen Jahre hervor und erteilte dem Schriftführer, Herrn Dr. Rudolf Nothaug, das Wort zur Erslaltuug des Tätigkeitsberichtes. Der Tätigkeitsbericht bespricht die Schwierigkeiten, mit denen die Sektion zn kämpfen hatte. Nach Durch, suhrung des bereits beschlossenen Baues eines nenen Reitweges zum Deschmannhause, womit die ausgedehnte Wegbauläligleit im Triglavgebiele eiue» ualurlichen Abfchluß findet, >oird sich die Sektion Krain in der Wegbautätigteit auf die Erhaltung ihrer Anlage» und Tafeln, die mit allen Mitteln erstrebt werden muß, beschränke» könne». Über Antrag des Ausschusses wnrdeu die Nedingnugen beschlösse», unter denen die Sektion Krain bereit wäre, die Maria Theresien.Hütle, die sie gegenwärtig sür den Gesamtverein verwaltet, in ihr Eigentum zu übernehmen. Wie alljährlich wird anch heuer mit dem Ausdrucke des herzlichsten Dankes an alle, auch au die nicht namentlich genannten Freuude uud Förderer hervor» gehoben, daß die Tätigkeit der Sektion nur durch die ihr gewährte Unterstützung ermöglicht wurde. Auch hener haben das Eisenbahnministerium und der Ge-samlverein namhafte Unterstützungen gewährt. Der be-währte Gönner Herr Konsul Kamillo Vetter hat sich neuerlich mit einer Widmung von 500 X sür die nächsten Jahre eingestellt. Bei der Hauptversammlung in München war die Sektion Krain" durch die Heireu Heinrich Ludwig und I. Aichiuger vertreten. Die Beziehungen zu den nahestehenden Vereinen, insbesondere jene zum Karawankengau Klagensurt, wareu sehr rege. Der wertvolle» Persöl.lichen Fühlung, nähme unter den vertretenen Sektionen diente außer-dem ein gemeinsamer Ausslug auf die (^'rua Prft, der vou, herrlichsten Wetter begünstigt war. Am 16. Jän-ncr hielt Herr Prosefsor Dr. I auter eiueu Vortrag über die österreichifche» Nalkalpeu, am 9. April Herr Albert Blattmaun aus Wie» einen Vortrag über die Ersteigung der Triglavnordwand. A» beiden'Aben-den wurdeu prächtige Lichtbilder vorgeführt. Der Ausschuß erledigte seiue Geschäfte i» dreizehn Situingen. Der alpinen Rettungsstelle in Mujstrana fiel die tranrige Aufgabe zu, die Nachforschungeu nach dem Bergsteiger Karl Wagner einzuleiten, der am 18ten Aiignst an der Triglavnordwand verunglückt war. Der Vorstand der Rettungsstelle, Herr Philipp W inzig. wnrde hiebei vom Mitgliede Herrn Hans K lein tät kräftig unierstültt. Die mühsame Nachforschnngsarbeit die erst am 25. August zur Aussindung der Leiche sührtc, besorgte der alpine Rettnngsausschuß Wien, wobei di> Bergführer der Sektion itrain i» lobenswerter Weist mitwirkte». Der Mitgliederstand betrug 317 (gegenüber 31« im Vorjahre). Durch den Tod wurden der Sektion zwe, langjährige treue Mitglieder, die Herreu Peter Laß n i l und Franz K o I l m a n n entrissen. Die Versamm lung ehrte das Andenken der Dahingeschiedenen dnrcl Erheben von den Sitzen. Der Bericht bespricht sodann die Bewirtschaftung der Schntzhülten, die allgemein befriedigte; die Hütlei! erfreuten/sich einer großen Znnahme des Besuches. hinsichtlich der Weganlagen ist besonders hervor-zuHeben, daß durch den Bergführer Loreuz Skantar eiu prächtiger ueuer Weg vom Nordausgang der Ustov. nica-Alpe quer au» Hang über der Trstja-Alm, dani, ober der unlere» To^.Alui nnd an der oberen To,^ Alm vorbei am To^Hang auswärts ausgebaut wurde, wo sich der ueue Weg lan der Stelle, loo der Veldesei Weg von der Konj^ica.Alm herüber kommt) an de>-Alp'envereinsweg (oberhalb Velo Pulje zum Krmasattel) anschließt. Um den neuen Weg auch sür jene Berg. steiger, welche vom Wocheiner See kommen, ganz aus-nützen zu können, wurde ein Steig von Althammer über die Alpe Blatuica auf die Uskuvniea.Alm mar-liert. Die ssrage der Wocheiuer Triglavaustiege dürfte mit dem ueueii Wege, welcher uun alle Höhenvcrluste der alteu Wocheiner Steige vermeidet, in gleich guter Weise sowohl von Althammer wie von Millerdorf ans benutzt werde» ta»» u»d iu bezug auf landschaftliche Schönheit und Bequemlichkeit den größten Beifall auch bei der einheimischen Bevölkerung findet, endgültig ge-löst seiu. Der Hüttenbesuch betrug im Jahre 1908: Descl> manuhaus 568, Maria Theresteu-Hiitte 327, Triglav-s((»Hütte 179, Voßhülte 700, Zoishütte 238, Kahlkvgel-)ütte 668, Valvasorhütte 131. Der Gau Aßliug zählte 20 Mitglieder und be-sorgte die Vereinslätigleit in den Kcirawanten. l'Iber den Rechnuugsabschluß berichtete der Schatz» meister Herr Ottumar Bamberg juu. Darnach bc» lrugeu die Einnahme» 13.506 X 11 b, die Ausgaben 13.375 X 83 i>. Der Voranschlag für das Jahr 1909 mit 9750 X Auslagen, denen 7393 X 54 i, Einnahmen gegenüber stehen, wurde angenommeu. Bei der Neuwahl wurden folgende Herren ein» stimmig in den Ausschuß gewählt: Dr. Rudolf Rösch, nil, Obmann; Dr. Rudolf Thomanu, Dr. Rudolf Rot hang, Karl Tschech, Max Kiemen» tschitsch, Heinrich Ludwig und 5iarl Kos. Dr. R oschuit gedachte »och in ehrenden Worten der durch Versetzuug aus Laibach entzogenen vortress» lichen Arbeitskraft des Herrn Ing. ^ranz Schwin» genschuß. Schließlich wurde durch die Versammlung dem rührigen Obmanne, Herrn Dr. Rudolf Rösch» uil, feruer dem bisherigen Ausschüsse und dem aus den. Alisschusse geschiedenen^Schatzineister, .Herrn Otto» mar Nam berg juu., der wärmste Dank für die er» solgreiche Tätigkeit ausgesprochen. Iahrcshanptvcrsammlunss des kaufmännischen Vereines «Merkur». Gesteru um 10 Uhr vormittags hielt der slove-nische kaufmännische Verein „Merkur" uuter dem Vor. sitze seiues Vereinspräsidenteu, des Herrn Lilleg, bei äußerst reger Beteiligung feine diesjährige urdent. liche Generalversammlung ab. Den Gegenstand der Tagesordnung bildete außer der Ansprache des Vorsitzenden, der Berichte des Ver-einsselretärs, des Kassiers uud der Rechuuugsprüser sewie der Neuwahlen in den Vorsitz und Ausschuß die Vorlage eines Entwnrses der Statute» für den kauj» mäunischeu Unterslützungsfonds. Nachdem der Vorsitzende die Anwesenden in herz. lichen Worte» begrüßt hatte, gedachte er der im ab. gelaufenen Vereinsjahre dahingeschiedenen Vereins» milglieder, worauf sich die Anweseudeu zum Zeichen ihres Beileids von den Sitzen erhoben. Hieraus erstattete der Vereiusselretär, Herr Golub, zum zweiten Punkte der Tagesordnung übergeheud, uameus des Vereins» ausschusses den Tätigkeitsbericht über das abgelansene Geschäftsjahr, dem loir nachstehende Ausführuugeu ent» nehmen: Der Ausschuß war auch in der abgelaufenen Tä» tigteitsperiode bemüht, zum Nutzeu des Vereines uud Wühle seiuer Mitglieder feine beste» Kräfte einzusetze». So hat er in der ^rage der Peusiuusversicheruug der Privataugestellteu sein Möglichstes getan, um alle Hau» delsangeslelllen ohne Unterschied dieser Wohlsahrlsinsti» tulion teilhafl werden zu seheu. Die Vorschrifteu über deu Nefähigu»gs»achweis fiir Ha»delsgewerbe, zu dereu Dlirchfiihrung der Verein seinerzeit entsprechende Stel» lung geiiomulen hat, sind bereits ein Jahr lang in An» wcnduug uud eröffnen uuserem Handelsstande zweifel. los die Perspektive einer besseren Zutuust. Die Gesetze, welche die Regeluug der Ruhepause» iu deu Haudels» gewerbe» uud das Dieustverhältuis der Haudelsauge» stellten zum Gegenstände haben, sind zwar vom Reichs. iat bereits angenommen, und durften, da das Herren» haus mit der Annahme voraussichtlich nicht zögern wird, noch im Henrigen Jahre den Vereinsmitgliedern im Fachorgane „Vestnil" in detaillierter Diskussion be' laul.t gemacht werden. Das Land Krain hat eine zweitlassige Handels» schule errichtet, dereu erster Jahrgang heuer eröffnet wnrde; der Verein tat bereits die nötigen Schritte, um die maßgebenden Faktoren zu veranlassen, schleu» nigst auch aus die Kreierung einer höheren Handels» lehranstalt zu driugeu, da die eben errichtete Handels» schule nur lokale Vedeutuug hat, die Frage einer höhe-reu Haudclslehraustalt aber mit der Eröffnung der Dalmatiner Bahnverbindung und mit der wirlfchafl. lichen Ausgestaltung Bosnieus-Hercegoviuas, die nach Verleihung der Konstitution ohne Zweifel ganz uuge» wohnlichen Aufschwung nehmeu wird — zu einer unab» weislich aktuelle» geworde» ist. Ein wirtschaftlicher Ausschwung der Länder aber ist nur möglich, weun das Schulweseu und speziell das lausmänuische uud gewerb» liche Fachschulwesen — typische Erfolge weist Böhmen auf — entsprechend entwickelt ist. Die im abgelaufeneu Vereinsjahr gegrüudcte Han» dels» uud Gewerbegeuofseuschaft hat als .'i» erst seit Jahr uud Tag bestehendes Geldinstitut sehr schöne Er» folge ausznweifen. Über Initiative des Vereines hat das Laibacher Handelsgremium feinen Wirkungskreis nam» haft erweitert, indem es sämtliche Laibacher Handels» leute, welche eine Steuer vou über 20 X e»trichte», in feinen Kreis zog. Der Verein steht auch mit den Brüder» mganisationen iu Eilli uud Marburg in lontinuier« licher Fühluug. Iu der abgelaufene» Tätigleitsperiode hat der Ausschuß iu 11 Sitzuuge» die lausenden Angelegeuhei» teu erledigt. Treu standen ihm hiebei in den vielsei» ligen Agenden die einzelnen Sektionen zur Seite. So hatteu nameutlich die Redaktions-, die Stelleiwermitl. luugs- uud die Unterhaltuugsseltion ein weitausgreifsn. des' Operationsfeld. Die Redaktionsabteilung hat ur oas laufende Jahr wieder einen WÄ>'ch "^ Fachlaleuder herausgegeben und er ul/t d''^ !ung der in den weitesten K"' " ^ c>en Monatsfachrevue „Traovsli Vestntt e,ne yoye Laibacher Zeitung Nr. 19. _________________ 166 25. Jänner 1909. ziehlichc und crudilive Ausgabe für deu ztaufmaulls-stand. Die Zahl der Abonnenten hat im Jahre 1906 in erfreulicher Weise zugenommen. Über Initiative die» ser Sektion hat der Verein iin Berichtsjahre ein ncncs Lehrbuch in sloveuischcr Sprache, die einfache und dop» pelte Buchführung, herausgegeben, bearbeitet vom Ma» gistralsrevidenten Ivan Volc, »uas dem Vereine einen Spesenauswand von 2800 X verursachte. Nach erfolg-tem Absatz dieses Buches beabsichtigt der Verein ein Lehrbuch der kaufmännischen Korrespondenz in stove-nischer Sprache hcrauszugebeu. Hand in Hand mit der Redaktionsabteilung funktionierte die Lehrsektion, welche Unterrichtsturse für italienische Sprache, Buchhaltungs» Wesen und Eisenbahntarifvorschriften unterhielt, die sämtlich sehr befriedigende Erfolge auswiesen. Ähnliche Kurse sind heuer trotz Bemühung des Vereines wegen zu geringer Beteiligung nicht zustande gekommen. Eine rege und erfolgreiche Tätigkeit weist die Stellenvermitt-lungsseltion auf, welche 165!!! Geschäslsstücke erledigt und daneben über 800 Stück Formularien versendet hat. Bei der Vermittlungsstelle wurdeu 31,8 Vakanzen an» gemeldet- in 97 Fälleu wurden Erfolge bekanntgegeben, und zwar bei Anstellungen von Kontoristen uud Buch» Haltern, Kontoristinnen, Kassierinnen und Verkäufer» iuuen. Bis jetzt zahlten die Arbeitgeber anläßlich der Vermittlungsaktion eiue klciuc Gebühr, in Hinkunft soll — dies wird im Namen des Ausschusses beantrag! — die Vermittlung unentgeltlich geschehen. Die Verguügungsscktion hat im verflossenen Som» mer ein in größerem Stil angelegtes Volksfest vcr-anstaltet, das einen Reingewinn von zirka 2500 lv ein» brachte. Der Vereinsansschuß erledigt eine angenehme Pflicht, indem er den mitwirkenden Damen, dem Festausschusse sowie alleil Firmeu und sonstigen Per» sonen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, seinen Dank ausspricht. An der Feier beteiligte sich in wirksamer Weise auch der Verciussängerchur, der sich auch bei auderen Gelegenheiten Hervortal. Der Verein hat ferner für die Abhaltnng von Vor. trägen Sorge getragen und solche auch auswärts, so in Cilli und in Marburg, veranstaltet. Den Vereiusmitglicdern stand jederzeit die unent-gcltliche Benützung einer reichhaltigen Bibliothek und cit'.ls Leseraumes' mit 35 Zeitschriften offen, welche Institute eilrig benützt wurden. Im Berichtsjahre wur-den 1132 Bücher ausgeliehen. Der Verein unterhielt eine Auskunftsstelle, die sich als äußerst nützlich erwies. Es wurden Belehrungen m Rechts« und Eiscnbahnvorschristen erteilt, ebenso in Angelegenheit der Vörsennsancen, der Verzchrnnas-st«.lier, der Landesauslage ans Wein, Bier und Branut-wein, Ratschläge in Rellamesachen erteilt, Daten über Firmen, Übersetzungen aus fremden Sprachen und dergt. besorgt. An Spenden und Unterstützungen sind dem Vereine zugctommen: 20 X vou der Stammtischgcsellschaft im Restaurant Pcrles, vom Herrn Robert Kollmann zum ehrenden Angedenken an seinen verstorbenen Vater 1000 X, von Herrn Gruska 50 Iv, von Herrn Franz Majdw in Iar^e 50 X, von der Vorschußkasse in Reisnitz 50 X, von der „Kmetsta Posojilnica" in Laibach 50 X nnd von Herrn Aug. Vidic in Trata 20 X. Vcrcinspräsident kais. Rat Mnrnik spendete 100 X für den Unterslützuugssonds, die Haudelsauge» stcllteu führten als Erträgnis des Tanztränzchens vom 15. Februar v. I. 190 X ab, die Unterstützung seitens der Handelskammer betrug 500 X, die seitens des Gre» miums der Kaufleute 400 X nnd als Verkaufserlös für die Kafseesnrrogate kamen von Herrn Iela<"-in 7<>U Kronen 24 Heller ein. Der Verein zählte im Berichtsjahre 608 Mitglie-der, 1 Ehrenmitglied, 2 gründende, 532 ordentliche und 73 unterstützende. Das Vereinsorgan „Trguvski Vest» nit" wurde den Mitgliedern gratis verabfolgt und zählte überdies 215 Äbouueuten. Der Bericht des Vercinssctrctärs wurde geneh» migcnd zur Kenntnis genommen, worauf der Vereins, kassier, Herr Vlach, den Rechenschaftsbericht sür das algelaufeuc Jahr erstattete. Seinen Ausführungen ent» nchmcn wir, daß der Reingewinn im Berichtsjahre 9767 X 69 1l ausmacht, während sich die Ausgaben auf 9812 X 20 b belaufe» — so daß der Ausfall aus dem Dispositionsfonds des Vorjahres gedeckt werden mußte, ein Umstand, der darin seine Erklärung findet, daß die Auslagen im letzten Jahre sehr groß waren und der Aufwand für die Bücher allein 2571 X 1 K be» trug. Der Dispositionsfonds stellt sich indes noch immer aus 1240 X 30 k und auf 2000 X an Genofsenschafts-anteilcn der Handels» nnd Gewerbegenossenschaft. Der Fonds für den „Trgovski Dom" »vies Ende 1908 16.644 X 60 Ii auf, halte also ciue Erhöhung vou 5707 X 5 !l ersahreu, der Unterstützungsfonds aber be» trug 8113 X 20 li nnd halte sicl/somit nm 2839 X 27 n vermehrt. Der Kassastandsbericht wurde zur Kenntnis genoi». men nnd hierauf von den Rechnungsprüfern, den Her» rcn Meja <"- und Pernzzi, als richtig befunden er. klärt, worauf das Absolutorium erfolgte. Handelskammerfekrctär Dr. Windifcher erstat-iete, nachdem er einen Überblick über die einzelnen Ge> biete der weilausgrcisendcn Vereinstätigkeit geboten und insbesondere dessen cruditive nnd humanitäre Ziele her-vorgehoben hatte, den Bericht über das Statut, betref. send den UuterstützunMondö für stellenlose Vereinsmil-alicder und deren Witwen und Waisen, welches auf Grund der vor kurzem uci noo abgehaltenen Versamm- lung nnd der Beschlüsse des Vereinsansschusses ausgear. beitet worden war. Das Institut ist eine Wohlsahrts» einrichtung, die prinzipiell uur Vcreiusmilgliederu zu» kommen soll, und wird von einem sünfgliedrigen Kura» torium verwaltet. Unterstützungen werden an unter, slützungsbedürflige Vereinsmilglieder, die erwiesener, maßen nnd nnverschuldelerweije stellenlos sind, serner an invalide Vcreinsangehörigc uud deren Witwen und Waisen verabfolgt. Anspruch auf Unterstützung haben jedoch nur solche Petenlen, die schon mindestens sechs Monate Vcreinsmitglieder sind. Die Unterstützung wird auf die Höchstdauer von sechs Wochen innerhalb eines Jahres gewährt. Hiebei kann auf Grund sallweisen Beschlusses auch die Beitragsquotc sür die Versicherung ans die Tauer der Stellenlosigkeil vom Vereine em-ricytet werden. Die Unterstützungen für Stellenlose sind fixiert, und zwar unterscheiden sie sich derart, daß ältere Mitglieder aus höhere, jüugere hingegen nur aus gerin» gerc Beteiligungsquoten Anspruch erhoben können. Die Unterstützung für Invalide kommt satzungsgcmäß nnr solchen Bittstellern zu, die schon weuigsteus drei Jahre ^lilglicder waren und den Beweis erbringen, daß sie trotz Anmelduug im Handels-Kranken- und Unterstüt-zungsvcrcin in Laibach keine Aufnahme gefunden habeu, Witwen und Waisen aber kommt die Veteilnng nnr dann zu, wenn der Ehegatte oder Voter wenigstens drei Jahre Vereinsmitglied war. Hu diesem Satzungseutwursc, der eines aus defsen lausenden Einnahmen mit der Summe von 600 X, welche Anträge einstimmig angenommen wurdeu. Schließlich sei bemerkt, daß über Antrag des Vor» sitzenden dem Handelskammersckretär Herrn Dr. Win» d i s ch e r als Vorstand der Redaklions- und Lehrsel. tiou und Herrn Volk als Leiter der Vermittlnngs-und Auskunstsabtcilung für ihre aufopfernde nnd er» sprießlichc Tätigkeit der Dank der Gencralersammlung ausgesprochen wurde. Das Ergebnis der Wahlen in den Vursitz und Ausschuß war folgendes: Vorsitzender: kaiserlicher Rat Herr Murnik, erster Vorsitzeuder.Stellvertreter .Herr Lilleg, zweiter Vorsitzender»Stellvertrcter Herr D r ^ 5a r, Vorsitzender des Schiedsgerichtes Herr Tottor Triller, sämtlich i^r »c^lunililion^in. Durch Zettel» Wahl wurdeu in den Ausschuß gewählt aus der Reihe der selbständigen Kaufleute die Herren: Frauz Ber-jat, Ivau Icla 5 iu , Ignaz Keßler, Ivan K u » stevc, Andreas 5 arab on. Alis der Reihe der Hau-delsangestelltcn die Herren: Panl Favjani, Franz I ane, Oroslav Iezer 5 ct, Franz K oval-, Ignaz Novak, Silvester Kkerb ine, Ludwig Va5i5, Ivan Volk, Josef Nlach , Josef 5 e l o v i n. Ans Reihe der unterstützenden Mitglieder die Herren: Franz Golub , Dr. Viktor M u r n'i k und Dr. Franz Win-di scher. Als Rechnungsprüfer die Herren: Ivan M e j a 5 und August Pcruzz i. Der Vorsitzende schloß die Versammlung nach zwei» slündiger Dauer. — lMilitärisches.j Oberleutnant Iaroslav Vej» lupek wurde vom Landwehrinfauterieregiment Laibach Nr. 27 znm LIR Gravosa Nr. 37 transferiert. — In das Verhältnis „anßer Dienst" wnrde versetzt, als zum Truppendienst in der Landwehr untaug-lich, zu Lokaldicnsteu geeignet, der Leutuant im nicht-aktiven Stande Matthias Rothel Mifenthaltsort Laibach) des Landwehrinfantcrieregiments Marburg Nr. 26. — Der erbetene Austritt aus der k. t. Land-wehr, bei Ablegung der Ofsizicrscharge wurde uach voll-strcckter gesetzlicher Laudwehrdienstpslicht bewilligt dem Leutnant Robert Findeis des Landwehrinfanlerie-regiments Klagenfurt Nr. 4. * lNcsctzuuss einer provisorischen Nezirksförstcr» stclle.j Im Bereiche der politischen Verwaltung Cteier-marks ist eine provisorische Vezirksförstcrstelle mit deu Mcmmäßigeu Bezügen gegen dreimonatliche Küu» digung, eventuell eine provisorische Forstgehilsenstelle mit dem Taggeldpauschale von jährlich 960 X nnd mit einem Zehrgelde von 2 X per Tag für änßerc Dienst» Verrichtungen gegen cinuwnatlichc Kündigung zu be» setzeu. Die eigenhändig geschriebenen, gehörig belegten Gesuche sind bis 13. Februar 1909 im vurschriftsmäßi-gen Wege bei der k. t. Statthalterei in Graz einzubrin» gen. —,?. * lAus dem Volloschuldienste.) Der k. k. Landes. schulrat für Kram hat den Eintritt der lehrbefähigleu Lehrerin Fräulein Hilde Mahr an der vierllassigen Privatvolksschule > des Laibacher SchulkuratoriuinS in Sava-Aßliug genehmigend znr Kenntnis genommen. - lVon der neuen Landwchrlaserne.j Zwischen dem einen Trakte der neuen Kaserne nnd den Monturs» objelteu der alten Kaserne ist für lcichtertranite Mann» schaft ^Marodeure) die Aufführung eines moderneu Marodepavillons projektiert, unr ist man noch nicht dar-über schlüssig, ob er längs der Grnberstraße oder zwi-scheu dem nördlichen Trakte und der gegenüberliegenden Einsricduugsmaucr aufgestellt werden soll. Außer die. sem Projette erfolgt die volltummeuc Herstellung des noch nicht reguliertcu Husraumes als Exerzierplatzes. Behufs Verbiuduug beider Kaseruhöse erfolgt beim jct» zigen Montursgebäude ein Durchbruch der Einfrie-dungsmalier. x. — Mcrstellnng eines Mautschranlcns.j Der bisher durch viele Jahre bei der Uutcrtrainer Brücke auf» gestellte Mautschranteu wird nach Fertigstellung des neueu städtischen Einuehmerhauses an dcr Untertraincr Straße (gegenüber den Auerschcn Vrauhausobjeklen) dorthin überstellt werden. Das neue Einnehmerhauö wird iin Mai seinem Zwecke übergeben werden. x. — lZnieitcr voltstümlicher Vortraq des Kasino» Vereines.) In der Glashalle des Kasiilo sprach Schrift-steller Tagliapielra Freilag abends über „die goldene Stadt". Der Redner begann mit dem Gesicht eines Priesters 452, der auf den damals angeblich völlig öden Laguneninselu des heutigen Venedig im Geiste die ganze Herrlichkeit der späteren Meerestöni-gin schaute. Das rasche Anwachsen der damals begrün-deten Stadt sei der günstigen Lage zwischen Orient uud Okzident, der aus dieser Lage sich ergebenden politischen Unabhängigkeit, dem starken SolidaritätSgesühl der Ve« wohner, der tiefen Religiosität der Republik von Cl. Markus zuzuschreiben. Die Beziehungen des cut« stehenden Venedigs zu unsereu südösterreichischeu Orten Aquileja uud Grado erwähnte der Redner überhaupt nicht. I>l Wahrheit ist Aquileja iu höherem Maße als Padua als Mutter Venedigs anzusehen, deren Erbe die stolze Handelsstadt antraf während das Patriarchat Venedigs von Grado stammt. An der Hand von teil» weise etwas mangelhaften Prujcltionsbildcrn führte der Vortragende hierauf.die Markuskirche, deu Dogeupalasl, das Arsenal, die Frarilirche, das Goldonidenkmal vor, indem er diese Monumente eingehend vom Standpunkt der Stillundc und Geschichte aus erläuterte. Weiterhin schilderte er das Wirtschaftsleben der einzigartigen Lagnucusladt, Handel, Gewerbe, Industrie, Verfassung. Die Stadt, welche hellte etwa 150.0s«) Einwohner zählt, wies ill den mittelalterlichen Glanzlagen deren 400.000 cms- Im Jahre 1421 beschäftigte der Haudel 3345 Schiffe mit 36.000 Matroseu lind 16.000' Schiffsbau-arbeitern und brachte einen Reingewinn für den Staat von zwanzig Millionen. Glasindustrie, Spitzeil» nnd Lederwarencrzeugung, Weberei standen in der höchsten Blüte. Dcr ungeheure Reichtum, welcher hierdurch auf-gehäuft wurde, fand seinen plastischen Ausdruck in der stolzen Palastarchilcltur Venedigs, wie sie besonders die schönste Straße dcr Welt, der Eaualc Grande, zur Schall stellt. In vielen Vilderu wurden die berühm-tcstcu Paläste gezeigt. Hier wie auch in den älteren Kirchen zeigt Venedig ein Durcheinander der allcrver-schicdensteu Stilciuslüsse: romanische, gotische, byzan-linische, maurische Formen, was neben dem Reichtum nnd der Mannigfaltigkeit der alls aller Welt zusammen-gebrachteu Materialien den eigeuarligcu Reiz der Vene-ticmischen Kunst hervorbringt. Der Redner charcikleri-sierte dauu au der Hand vou Bildern die wichtigsten venetianischen Maler: Bellini, Earpaceio, Giorgione, Tizian, Tintoretto, Paolo Veronese, Tiepolu — Palma Necchio wurde dabei ganz übersehen, obgleich er sich in einzelnen seiner Bilder (deren das l. t.' lunslhistorische Museum in Wien mehrere dcr schönsten besitzt), würdig dem herrlichen Künstlerpaar Giorgione-Tizian anreiht. Daß Tintoretto nencrdings als majestätischer Ausklang dcr Renaissancetunsl viel höher eingeschätzt wird, kali, nicht znm Ausdrucke. — Ter Stoss ist s>/uuermeßlich, daß es begreiflich und notwendig war, wenn vieles nur flüchtig oder gar nicht gestreift wurde, wie z. V. Vene-digs Lileraturleistungen lGoldoni usw.) und die bedeu-tende Rolle, die Venedig gerade in der nordischen Lite-ratur spielte lShatespear'e, Goethe, Platen usw.). -Die uichl gerade tief geheudeu, aber gefälligen nnd formvvllendetcn Ausführungeil schloffen'ziemlich pessi-mistisch mit dem Ausblick auf allmähliches Vergehen einer zerbröckelnden, versinkenden Stadt, deren stolzes Wahrzeichen, der Campanile von St. Markus, bereits 1902 in Schutt saul. NaS an seiner Stelle wieder auf-geballt wird, ist die schlechte Kopie au Stelle des wert-volleu Originals, ein Erzeugnis der Pietät, aber nicht mehr dcr stolzen Kraft, wie sie eiust uuler dem Markus-banner sich regte, im heutig c n Venedig aber crstor-den sei. ' ' 1^. II. ^~ sSanitäts.Wochenbcricht.j In der Zeit vom 10. bis 16. Jänner kamen in Laibach 19 Kinder zur Wcll s.24-70 pro Mille), dagegen starben 23 Personen l29-90 pro Mille), nnd zwar an Masern 2, an Tuber-tlilose 6 l2 Ortsfremde), insolgc Unfalles 2, durch Selbstmord 1, an sonstigen Krankheiten 13 Personen. Unter den Verstorbenen bcsandcn sich 6 Ortsfremde l26 08 '/,) und 9 Pcrsoncn aus Anstallcn (39:13 ^). In-sektionsertrantungen wurden gemeldet: Masern 6, Scharlach 3, Keuchhusten 3, Tiphtheritis 1, Rotlauf 1, ätMlischc Augenkransheil 1. — lTanzkränzchcn der Staatödielier.) Der Zweig-verein Laibnch des Ersten österreichischen Staalsdicner-Vereines veranstaltete Samstag abends im großen Saale des Hotels „Union" ein Tanzlränzchen, das sich eines sehr guten Besuches erfreute uud in auimierler Weise verlies. Der geräumige Äallsaal samt Galerien war in distinguiert geschmackvoller Weise mit Blatt-Pflanzen geschmückt nnd ließ auf dem Stirnpudinm, wo zahlreiche Houoraliureu Platz genommeu hatten, die wcißschimmerndc Marmorbüste Seiner Majestät des Kaisers aus grünem Hiutcrgruude in stilvollem Ar-rcmgcment hervorlrelen. Von den dielen Persönlichlei- Laibacher Zcitnng Nr. 19. 167 25. Jänner 1909. ten, die als Vertreter der Spihcn der Behörden die Veranstaltung mit ihrem Nesnche beehrt hatten, crwäh. nen wir die Herren Husväle Grafen Chorinsky, Vizepräsidenten Pajl nnd ssinauzdirettor .^t l i m e n t. Tem Tan^verqnilqen wnrde in animierter Weise qehnl' digl; namentlich war die Veleüisnina, an den Quadrillen nnd den Vesedas eine reqe. An den Quadrillen nahmen durchschnittlich 50 Paare teil. Das Neinerlräsinis flieht dem UnterstichunMondS des Staatsdienervereines zn. — lEchadcnscucr.j Am 20. d. M. qeqen II Uhr nachts brach im Wirtschaftsgebäude des Fürsten Hugo zu Windischqräh in Slateuegg bei Liltai aus bisher un-ciufqetlärlc Weise ein ^ener'auö. Der Schaden belräqt, da 'mehrere Besitzer ihr Hen dort aufbewahrt hie!teil und das ganze dem ^euer zum Opfer fiel, über 5000 K. Zum Glücke waren sämtliche Nachbarqebäude niit Schnee bedeckt, wlidnrch das Ulnsichgrcifeu des Brandes ver» hindert wurde. —"!— — lStatistisches.j ^aut statistischer Verichte sind seit dem Monate Juli 1907 bis 31. Dezember 1308 innd 45)00 Kramer aus Amerika zurnckqelehrl; unter ihnen hauptsächlich Arbeiter nnd Prusesswnisten smoie etwa 5^ Andiente lGruildbesiher). x. — lWochcnvichmartt in Laibach.j Auf den Wochen-viehmartt in ^aibach am 20. d. M. nunden 88 Pferde, 120 Ochsen, 5,9 5rühe nud 13 Kälber aufgctrieben. Auf dem Nindermarlle notierten die Preise bei Maslochsen «2 bis 68 l<, bei Halbsellen Ochsen 5,6 bis 62 1< nnd bei Cinstellochsen 5>0 bis 5>6 l< siir den Meterzentner LebeildsieU'icht. " iWcm gehören die Milchkannen?j In Verwah. rung der städtischen Polizei befinden sich noch immer vier blecherne Milchkannen verschiedenen Inhaltes; der Eigentümer wolle sich im Zimmer Nr. 5 melden. — Herrenlose Hunde ohne Maulkorb.j Fast regel-mäßig an jedem Wochen- nnd Munalsmarlttaqe stre,-sen v'erlansene ^iandhnnde dnrch die Straßen unserer Stadt. Diese Neslien sind siir die Stadtbevölkernna. eine sürnlliche Plage. Es Wäre wohl nicht zu viel oer-langt, wenn ein Gehilse des städtischen Wasenmeisters speziell diesen Exemplaren nnd deren Eigentümern seine Aufmerksamkeit widmen würde! x-, " lVcrschollrnj ist seit 20. Dezember 1906 der m Derganje Sela, politischer Nezirk ^lindolsswerl, gebo-rene 50jäl)riae .Holzhnner Michael Pngelj. Pngelj ist ein notorischer Trinler, l)at einen ziemlich langen schwarzen Schnnrrbarl lind trng schwarze Kleidung. * lVcrlorcn) wurde: eine Pferdedecke, ein schwär-zer Mnss, ein Geldtäschchen mit 16 X, l'ine silbernc Damennhr, eine ^ehnlronennotc, eine, Zwanzisitronen» note und ein Geldtäschchen mit 20 X. Thrator. Nullst nud Ittrratnr. — Dlovenisches Theater.j Das Schauspiel ,,I^!c nllr^i", das gestern nachmittags vor dicht besetztem Hanse in Szene ging, ist ein Vorläufer des Volksftückes „Il.ikovliM^i". Darin wird die Vorgeschichte, warum der Ingenieur Ferdinand von Vasaj schließlich zum Näuberhauptmann wird, in vier Alten vorgeführt. Das Sujet ist jedenfalls dramatisch genng, obwohl es nichts besonderes bietet' es ermöglicht einige frische Volts-szenen und theatralische Alljchlüsse, mit denen die Histo-rie eines tückischen Nebenbuhlers und einer verführ, ten Vraut verwuben ist. Das Stück scheint langlebig z» sein, es ist aber anch langatmig und würde namentlich in den ^iebesergüssen Lauras und Vasajs kräftige Striche vertragen. Das komische Moment wird durch einen Schneider vertreten, einen Äramarbas, der in den Krieg gegen die Napoleonischen Trnppen zieht und dem bei den ersten Flintenschüssen die Knie schlottern. Was den, gnten Manne an Wch ahgeht, muß durch eine spaßhaste Adjustierung nnd ein spaßiges Getue erseht werden. Diesen beiden Anforderungen wnrde Herr Povhö in vollem Maße gerecht. Man lachte fehr. Er tonnte mit feinem Pnblitnm, diefes mit ihm zufrieden sein Das Sonntagspnblitnm braucht Konzessionen uild gibt anch gerne Konzessionen. Und zudem erachtet Perr Povhu den wundervollen ^aibacher Vorstadld,alelt als unbedingt notwendig, um eine Figur humoristisch aus-zustatten, namentlich wenn ihn ein erbgefe,fener — Eillier Schneider spricht. Das gleiche gilt naturlich auch für den Gastwirt, den Herr K ri 5aj vorzustellen halte. - Unttr den <5anptkrästen sind die Damen Bor^t-nikoVa, Thallrjeva nnd Nnt^etova ,owie die Herren Nu^iä, Dragn inov.. nnd Top at mit kob zu "'""en. -/^ der ^ f,h. rung wirkte eine Abteilung des Orchesters der Slove-Nischen Philharmonie mit, brachte aber auch ""^ G'' sangseinlagen z.,ln Vortrage, d'c, n ' ch t de.« ^mpmn-sten Parma zum Autor habe.i, w,e ans der Angabe^s Theaterzettels geschlosseii werden konnte - " ^ lslus der deutschen Thcaterlanzle. j Heute ge-langt D' Alberts sensationelle Opernnenhe. .Tni a d zur Erslaussührnnq. Als Sebast.ano ga «eil dcr Ov l ° baryton 5xvr Theo Werner ans Graz,' d e nln-gen Hauplpartien sind in den Ha.lden der Damen Sen-berk, Michajlovich, o. S^mout Wag-schal nnd W andr e »i soMe der .Herr n I o ch l, Vink^ Kamlvald und Conle T e l I , n i. ^-D»v P b,lc,m> wird „«,,.,«,. d»r,'.,! a,.lm«< m,^ ,c. Niwmch >vird dic Oprr wk'd«!,»!! wtldc,,. Telegramme des k. k. Teleglaphen-Korrespondenz-Vureaus. Dcr Bummel iu Praq. Praq, 24. Jänner. Aei dem heutigen Vummel der deutschen Studenten aus dem Graben kam es wiederholt mit dem böhmischen Publikum zu Konflikten. Die Wache stellte jedesmal die Nnhe her. Infolge eines neuer-lichen Konfliktes wnrde die Situation bedrohlich. Die Gendarmerie ränmte den ganzeil Graben, mußte aber bei der Zerstreuung der Menge, welche heftigen Wider, stand leistete und anch Steine lvarf, mit blanker Wasse vorgehen. Verlegungen sind, soweit bisher bekannt ist, nicht vorgekommen. Die Zerstreuung gelang nach tur» zer Zeit. Vormittags fanden mehrere Verhaftungen statt. Der Abend ist bis auf einiges Gedränge aus dem Graben ruhig verlausen. Das Erdbeben in Siiditalicn. Messina, 23. Jänner. Um halb 8 Uhr abendo würdr hier ein sehr starkes wellenförmiges Erdbeben in der Dauer von acht Sekunden verspürt. Die Varaclcn gerieten in eine schwankende Newegnng. Tie Nevölke-iüng wurde von Schreck ersaßt. Auch an Vord dcr vor Messina liegenden Schisse wurde das Erdbeben ver» spürt. iNe.qssio di Cnlabria, 23. Jänner. Um 7 Uhr 20 Minuten abends wurde ein leichter Erdstoß verspürt. Vier Minnten später folgte ein heftiger Erdstoß von gleicher Stärke wie der am 28. Dezember, glücklicher» weise aber nnr von kurzer Dauer. Mehrere bereits ge-borslene Mauern stürzten ein. Die Veoöllerung wurde von großer Panik ergrisse». ^ Ein sehr heftiger Erd» stoß wurde auch in Palmi, Bagnara, Scilla nnd Villa San Giovanni verspürt. Die Bevölkerung geriet überall in große Ansregnng. Opfer an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Sofia. 24. Jänner. Heute morgens wnrde ein Be-sehl erlassen, womit dreizehn Neservejahrgänge aller Wassengattnngen der achten Stara Zagoraer ^ Grenz-division telegraphisch zn einer dreiwöchentlichen Was. senübnng einbernsen werden. Die Division wird da-dnrch ans den vollen Kriegsfland gesetzt. Man ver-,,'lidet absichtlich die Nezeichnnng Mobilisation. Diese Maßnahme wurde, wie an kompetentem Orte versichert wird, deshalb getroffen, »veil die Negierung eine Nach. richt erhallen hat, wonach im Grenzgebiete Adrianopel große Truppenbewegungen stattfinden nnd die Türkei die Veschnng zweier strategisch wichtiger Grenzpnnklc beabfichtige. Der Ministerpräsident soll morgen in die. sein Sinne eine Interpellation beantworten und diese Maßnahme begründen. Vcl.qrad, 24. Jänner. Das Amtsblatt verösfeni-licht einen Ulaz des Königs, wonach Dr. Vujiö zum Gesandten in Nom ernannt wird. Velssrad, 24. Jänner. „Zvono" kündigt an, daß sich der altradilale Parteiführer Pa^ic- wegen des Miß-ersolges dcr von ihm in dcr bekannten Nesolntion der Stnp^lina inangnrierten äußeren Politik vom poli-tischen Leben zurückziehen dürste. ______ Verantwortlicher Ncdaltenr: Anton F u n t c l. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 25 li ud 23, Iäniie i'. Pcrlo, Weil, ssischer. Hirsch!, Picl, Stei". Mandclj. Weih, Schloß. Spitzer. Wtr.; <«weiz. Floissl, Wolfs. AttiiMr. tterp. Wriü. Wcltor. Schlesiil-lier Klei», AlinlU. Euenl>'l, Weiler, Nniming. Pfeifer, Wollen' bel'n. .hcrlii,^ B-odcr. Weiß, Blummthal. Swgle, v Slcess, Bock I„,i?lii Pilfel, l,«lneis. No tanscher, Noll'z. Wafzne», »isde.; Baron «oib; Braun. Pr'v.; Wenzle, Fabr; Sä.wlllz. Fabr..Dir.; Weiß, Vertr,, Wien. — Thäte. Kfm., Iesle. — Leilciliir, Inss,; Oblal, !«fm.; Slubic, Kaplan, Oberlaibach. — Graf ^airach. Abbazia. Reiß, Dir., Gbrz. — Ianowitz; ssolsnicnin. Oulterel. Fiirst, zriltr,. Graz. - Naii,', Besitzer, llnteilram. — Sommer, lifm,, Bregrnz, — Zlipau, Pfarrer. Kopanj. — Hajdi,äll, Forstin,, ^ahacovic - Telel, Naufm., Prosnnh, - Nucovi^a. Florenz. — Plncal, Nid,. Brüun, — l«olia s. Frau, Rudolfewert. — Platen'l.Rid. Ramoos. Pfarr. («roß Laschitz. — Dr. (Nruntar, Adv.. Tolmein. - Neumann, Nsd., Plan. — Eisrnlohl, Rsd,, Linz — Pintar. - Scimcz, Varnsdorf. — Nenhuber, Ob »ltom,; Neumann, Rsd.; Pitolini, «fm.. Trieft. - Weber, Kfm., Zalilog. — Märte. Hotelier, Wochciner Feistritz. - «lemm, St, Marein, — Ioanc'i<-, Giotz-ssrnndbes,, Zwischenwässern, — Schnurdreher, Kfm,, Pilsen. — Dr. Horvat, Samobor. Iosle, ssfm. Steinbrüct. Hotel Elefant. Nm 28, Jänner. Dr. Frank, Dr. Schulz, Advolaten; Zelinger, Faiber.ibesi^er; Tedlaiel, Herlin^ Hanr. Pollal, Beck, Breuer, Medal, Oberhammer. Ste,ner. Rabrnstein. Ja» novih, Teltsch, Kflte., Wien. — Millauh. Forst^sssteut, Afzlinss. — Edler v, Dettelc,, Privat, s, Frau. Äiichoflack. — Teleti, F,schcr. Kflte., Budapest. — Schnidlin. Nfm,, Na.ram, — v, Äiidri?. Ufüi, Graz. — Hitm'l, Pfarrer, Obeilrain, — Äpiiisscr, Kfm,. Tulplnrs, -Teubler. Winter. Freund. Kflt, Wien. Verstorbene. Äm 20. Jänner. Maria Pei'ssie, Pferdesensalsgattin, 48 I., Radehtiistraße ^!, ^1lll><^nli«inu8 onrni,. Landcstheater in Laibach. l!l». Vorstellung. Gerader Tag. Hente Montag den 25. Jänner Gastspiel des Opernsäna.ers Theo Werner. Zum erstenmal: G i e f c a n d. Musildrama in einem Vorspiel und zwei Aufzügen von Eugen D'Albert. Anfang um '/,« Uhr. E»de 10 Uhr. ^otlozichungc» am 23. Jänner l!)0!). Graz: «2 7tt i>7 29 73 Wien: tt!) 5?j )2 29 90 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. <2eeliälie 30«'ii m. Mittl. !>nf 7 U7F. '> 74b 1 s-I6 1, SW, schwach s » ' 1 0 ii Das Tagesmittel dcr Temperatur vom Samstag be« trägt -7-3°, Normale -22°, vom Sonntag -97°, Normale -2-1°, Seismische Berichte nnd Beobachtungen dcr Lllibllchcr Erdbebenwarte (N^ründst von dcr Nllliii. Tparlasse i«97), (Ort: Gebäude der l, l. Staats-Oberrealjchule.) Lage: Nördl.Breite 46" 03'; Östl.Länge von Greenwich 14« 31'. Vcbcn berichte:* Am 1« Jänner 4 Uhr ^5 Min. Erdstoß i» Cassano Ionio lCosenza). Am 1!^, Jänner ge» gen 2 Ulir 45 Min. Erdstoß I V. Grades in Vico Garga. nico lFoggia). ?lm I!1. Iänxir wurden ii,fl>l«e Erdbebens oder Vergiuischer 50 km südlich von Tctuan mehrere große Dörfer zerstört sowie einige Himocrtc von Menichen gelötet. Äm ^0. In,iner gegen >« Ui'i und « Ut,r 15 Min. Auszeich, nnngen in Catania, Taranto, Ischia, Rocca di Papa und Urbino; gegen 21 Uhr Erschütterung in Le» sina sTalmatien). Am 21. Jänner gegen ! Uhr und gegen 2 Uhr 1b Min, zwei Erdstöße in Baja (Unqarn). Boden un ruhe gestern und heute unverändert. " Die Heiln »gal»»!, l'sziclirn sich ans mitlsleliropäilchr Zrit und werben von Viilleriillch, bis Mi!trr»acht 0 Uhr l>i« il4 Uhr «ezählt. Marianne Steinmetz sseb Nolli und Julius Steinmetz, k u. k Leutnant im 27. Inf.-Rc^,, gcl'M im euicunl sowie im Flamen ihres Sühnchcns Julius und der übrigen Aiwerwliüdtc!, allen Freundeu imd Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr innilMclicbtcr Vater, bezw. Schwiegcr- und Großvater, Herr FeliX Nolli heute um halb 10 Uhr vormittags nach langem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakra« mcntcn, im 64. Lebensjahre sanft verschieden ist. Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird Dienstag den 2li. d. M. nm halb 3 Uhr nachmittags im Trancrhause Wlilf^asse Nr. 10 feierlich eingesegnet uud sodann nach dem Frictchofe zum Heil, Kreuz zur letzten Nnhc überfuhrt. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Laibach, am 24. Jänner 1909. Veerdiaunasansllllt ssr. Dobtllet. üoibacher Zeitung Nr, 19, I«8 25, Jänner I»09, Kurse au der Wiener Börse (uach dem offiziellen Kursblattc) vom 23. Jänner 1909. Nie notierten Kurse verstehen sich in Kronenwähriiüa. Tie iNolierunn sämtlicher Altic» u»d dor «Niversen Lole» »ersteh! sich per Slück. Geld Wate Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"/, lunver steuerfrei, Kronen «Wai-Nov.) per Kasse , . 94 ?0 94 40 dctto ('»änn-IuIl» per hasse 94 ,5 94 2b 4 2"/„ ö, W, Nuten »-— 18«0er „ 10a sl. 4"/„ ^l« - 214 Isü^r „ lUO »I. . , 264 25 268 i> 5 1^S4er ., 50 !I, , . 2»>4 2 26» 2,' Dom.-Pfandbr. 5 120 sl, 5"/« 29U 25 291 25 Staatsschuld der im Ncichsrate vertretenen itönigreiche uud Länder. Oesterr. Goldrente steuerfr.. Gold per Nasse , , . . 4"/» 114 75 1,4 95 vesterr. Rente in Kronenwäh., steuerfrei, per Kasse . 4"/„ 94 25 9445 det,o per Ultimo . , 4"/» 9425 U4i5 Oeft. Invettitions Rente, steuer- ^ fiei, Kr, per Kasse 2>/i°'<> 83 75 83 95 Eisenbahn, staatsschuldverschreibungen. Vlisabeth-' ahn i, O,, steuerfrei, zu inooo fl, , , , 4"/„ — — — — Franz Ioseph-Bahn, in Silber !div, öl,, , , , »'/<"/„ »1» 10 ,19 10 Valizische «arl Ludwig-Bahn ! ios>l u. 10 00l» Kronen 4"/« 95'50 96 50 Elisabcih Vah„ «00 u. 3000 Vl, 4 ab 10"/„......Il5 15, ,,6 15 «klisabeth-Vahn 400 u. 2000 M. 4"/«........1,4 85 1,5 85 Ferdinands-Nordbahn Lm.,886 9«'— 97--detto Em. >!0! 9«— !,? — Franz Ioirph-Bahn , Silber. 4"/n . 9540 ft64<> Una.-OalizVah» 1,'N0 fl,S, 5>"„ < 3- l«»4'- dcito -«00 u. 500N X Z'/i"/,> 85 30 86Ü0 Vorarlberaer Bah» Em, 18», (diu. Et), Silber. 4"„ . 9530 96 A» Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/« una. «oldrente per Kasse . 110 20 ,1040 4"/« drtto per Ultimo ilO'lU liu'^0 4"/« unss. Nexte in Kroüeiiwähr., fteueisrei. per Nasse . . 91— 9>20 4"/„ dettu per Ulümo 9, - üi?" 3'/,«/., detto per Kasse . 8070 8"'!'0 U»g, Prämienanleihe 5 loa ll. l88.n 19250 detto il 50 fl >8^ 5« l'.'2 5<> Thein.-Rea.-llole 4"/„. . . .,42' ,46- 4"/n »na, Grund 'tl,.lll,lig. . !<2'40 93^0 4"/„ lroat. u. sin Orunbentl. Obliaalwnen . . , . 93—94 — Andere öffentl. Nnlrhen. Vos». Laüdesanlehen idiv.' 4"/« 9110 9210 Bosn.-bercess. Gi!e»b.-Landes- Vlülehe» sdiu,> 4'^"/» . . 9735 9«'35 5"/„ Dona» Nea. Anlehen ,878 '03 '^0 ,04 2U Wiener Verlehrsanlehe!! 4«/„ . li5 30 9» »0 deito ^9N0 4"/„ ! 5'»»» 9»! »u Anletien der Stadt Wien . .!,>,- ,02- detto 2i» 9« 25 detto V, I, ,908 . . , !'5 40 !»« ,5 VörsenbauAülehenverlosb. 4°/„ i>5.8» 96d0 Russische Sinatsanl. v, I. 1!>06 f. ,00 li per Kasse . 5"/„ —'— - — detto per UUimo !>"/„ SL'20 g<>65 Vulss, Staats-Hnpolhelaraul, hrn ,»92......6"/„ «20'7ö !21"7i> Geld Ware Aula. Staats Wolbanlcihc ,907 f. ,00 Kronen. . ^//'/n »«»0 »7 8« Pfandbriefe usw. Vodeulredit, alia, österr., in 5N Iatire» verlosbar . 4"» 94— 95 — Vül,m. Hnpothelenb., uerl. 4"/» W'45 974" Zentral.>', I. riictz. 4« „ 93ü5 N4'25 Vlähr. Hupothsfenb., ue,l. 4"/„ 96- 96 ü 5 N. österr^andeL-Hyp. V!ns<.4"/„ !'«'b0 97l>« detto iull. ^"/„^r.verl. 3>2"^> ^' »'.» — bctto tt.SchuIdsch.uerl.»'/,"/., «»' «^" detto verl.....4"/„ 96'2:'> U7 2', Oesterr.una. Va»l. 50 Jahre uerl., 4°/„ ö. W, ... U7'6V 9» «o deüo 4"'„ KronenW. . . 9»'65 9!>,5 Sparl. Erste üst. «u I.verl.4°/n 99- 100 Eiscnbahn-Prioritäts-Obligationen. Oesterr. Nordwsstbah,!200sl. C. 10325 ,04 25 Staatebah» s>00 Fr..... »90- 387 - Lüdbah» k 3"/» Iänner-Iull 5Nl> ssr. sper El.) . . . ^2- 265- Südbahn u ü"/„ 20« sl. s.o. V, l»»'70 ,lü'70 Diverse Lose. ,Per Slücl.) Verzinsliche Lose. 3°/n Bodeulsedit-Lose Em. ,8«« 27,' 0 277^0 dclto 5'25 '^7, 25 5 V„ Donau Reau,..Lose ,09 ü. 2612» 267Ü5 Seib.Präm..AnI.p.,„0Fr.2«/. "'^ ^ u« Unverzinsliche Lose. ^udap. '^asilila (Dombau, 5 fl. 20-N0 2280 Kreditlose ,00 sl^..... 464' - 474 — Clan, iiusc ^N tt. K.-M. . . 142— >52- Oiener i^ose 40 sl...... 225— - - PalsjN'Uose 40 fl. NVM. . . >93-203 -RMsN Kreuz. öst. Grs, v., lN fl. 52 2», !>i'25 Ruten Nreuz. unss. Wes, v., 5 sl. 2740 li«'40 Rudols Lose !0 II......66— 70'^ Salm kose 40 fl. K'.-M. . . li45— 255 -Türl. «. B. Ä,„,.Psäin.-l)blla. 400 Fr. per Kasse . . . >«!-"' >«'" dillu per We"io . . . >^3 50 >»4 50 Oeld Ware Wiener Komm.-Lose v. ss. ,«74 4»2— 4I!2' — «ew.-Sch. b. 3"/„ Präm. Ecliulb. d. Vodenll.-Msl. '— dettu ,!>i. U, '^uu !l. per Ult. ,04»— ,U5» — Doi'au TaiüpischiUahrts Oss.,,., l. l. priv,, 500 »l. K, M, . 925'— 93, — P»r Bodrichachrrliiienb.-lNNKr "><8- 552- sserdiüandoNurkb. ,0N0sI.«W. '»„30— 50^5 — Ka!chc»l - Oderbeiger (iisenba!),, 200 fl. S....... N7- 35,9 — Lemb. Ezerü.-Iassn-Eis^ibahu- Ge!ell!cha«, 2' d't'o !i>. N)^00fichast, internal., AM, 200 Krons« . . . ilU — 120 — Unaar. Weslbah» (Naab Oraz> 200 fl. E....... 407 — 409- Wiener Lulalb-Mt.-Ves. 200 fl. 200-. 205 50 Vanlen. Analo Oesterr. Baiil, ,20 fl. . 2!>3'— 294 — BaulUsrcin, Wiener, per Kasse - '^ - — dello per Uliimo 51350 5>4'.->N ^oVenlr.-Nnst.aNa. öst.,:«U0Nr. lNs,? - 10 1 — Zel!t7^.Bl)d. Kredbi.,i!st., 200sl. 520- 527 — Kreditanstalt für Handel imb W'w., UxO Kr.. per Kafse . -'— —'— deüu per Ultimo 62975» 620 75, nredittm»!, »nq. alln,. 200 Kr. 72«'5» 72550 Drrusi!e»lm„l allss, 200 sl. . 456— 458-Eolumvle Mesellschast. nieder- österreichische, 400 .— 5!'0 — Giro- u. Kasjeiw.. Wr.. 20l> fl. 448— 452 — Hüputhl'lenbl, üst. !-0N Kr, 5"„ ^83— 2»6 — «äudelbanl.üs!,, 200 sl., p.Kasse - -' - br'lo per Uliimo 437 75 48875 .Merlur., Weckselstub-Altien- «esellschast, 200 sl, . . . 600 — 604 veslrrr. »na.Banl, 14N0Kro»en ,747— !757 - Uuiunbanl, ^00 s>..... 53l?5 5:i^'- U,nonba»l, bühmilche. ,»N sl. . 24,»— 246' Verlrlirobaul, ally., l4<> fl. . 3392', 34"'2!> Weld war» Industliennternehmnnnen. Äauaelellichas!, allaem. österr., >N0 fl........ ,55— 159 - Brüze' «ohlenbcrabaii Gcsrllsch. ,00 fl........ 720'— 70S — (tisenbah!,vsllehrs-Nnst.,llsterr.. !0N sl........ 402— 404 ' Eilenbaliuw.-Leihss,. erste, 100 fl. 202'- ^06 — »Elbemühl», Papierfabrik »nd Verl-Wesellichall, l<>» fl. . ,82 - ,83 — E!eltr..Gel.,alla österr., 200 fl. 396— 3S9 — Elelir.Me!,, intern,, -^00 sl. . —— — — «tlrltr-Ältitn Ges. vereiniate . 214— 2,5 bv Hinterberaer Patr.-, Mudh,- u. Met. Fa ril. 400 Kronen . 9?»— 97" — Liesinaer Brauerei 1NU sl. . . 22i' 226 — Moutan-Wes., üst.alpiue, 100fl. «30 90 «31 8V 'Poldi - Hütte», Tiea,'Iguf,st<,h>. ss.Ait. Oss'lllcha!,, 200 sl. 415 - 418-— Praaer Eiseninbustrienesrllschaft liNo fl........ 2375 - 23«5 — Rima Murann Salau Tarjaner (tüenw ,0« fl..... 52775 52N'75 Tal, 0 Tarj. Nteinloklen ,0« sl, 58l 50 58550 'SchIüaelillüI,I.,Papie!f,.!>00sl, 302— 306-'Echudüiea», A-W, für Petrol,- Industrie, 5,0» Kronen . 455'— 4L»'b »Llel>re»müh!», Papiersabril u. PerlaaMeselllchal! . . . 430— 435 — Trilaüer Kuhlenw. «es, 70 fl. 274 — 277 — Türl. Tabalreaiencs, 2<>0 Fr. per Nasse....... -'— —'— deltu per Ultimo «L6— 332'— Wnfsenf.Wes., österr., 100 ll. . 603 - 607 — Wiener Vauae!ellichast, 100 fl. >45— 14N — Wienerberacr Zieaelf. Alt. Wes. Suo- «<>0'— Devisen. N«lze Eichten und Vcheckö. Amsterdam....... ,!>N50' «!'» ?s> Deutsche Panlplähe .... 116!»? 1!?,7 Italienische «anlplähc . . . !»495 951» iiondo,!........ 23!!', 5 23990 Paris......... !»5'2.'< ! 5.40 St. Pelrrsbur«...... 25,-- 252 — Zürich und «asel..... 95'1b U5 2? Valuten. Dülatc»........ ,,36 l,4l> ^«.ss7n>,fcn-S»N5 ,17 lö I!a!lenisä,e Vanlnulen . . . «!4'9> 95'!0 Rubel Stuten....... > s,,'> 25, Ein~ und Vcrksuf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Verslc herung.______ Bank- und ¦VVoclislorftjT-^chiift: I ,nili irli, •-;*• ¦**'• •.....^^->. Privat-Depots (Safe-Deposits) unter eigenem Verschluß der Partei. Ver?ln