LMcher TaMt. Redaction imb Expedition: Babnhosgasie Nr. 1b. Nr. 68. ytinemcTetienfeteile: gilt Laibach: »anzj. fl. S 40; -Zustellnna in« Hali« vrtlj. 86 !r. Mil bet Post : danzjahr. H. 18. Mittwoch,Z4.Marz188v. Morgen: Maria Lerk. Ucbermorgm: Charsreitag. on «pre i se: Lin. . „ (jpoltiae Petit,eile k * tr., bri i *> wiednholungen k 3 ft. Bn. I lit Itigen bi« 6 geile« SO ft. DM" DeS h. FeiertageS wegrn erscheint die aSchste Rummer am Freitag, den 26. Miirz. Zu den GemeinderathSwahlen. So scharf und bestimmt anch die Gemeinbe--Crbnung, bezirhungSweise daS Gemeindestatut die Schranken gezogen hat, innerhalb welcher eine jede Kemeindevertretung ihres VerwaltungSamtes zu walten hat, so liegt eS doch im Wesen unserer von politischen Gegensatzen durchwiihlten Gegen-toort, dass eben diese Gegensatze auch auf das communale Gebiet verpflanzt und dort zu den matzgebenden Gesichtspunkten fiir die Abstimmung gemacht werden. Dass ein solcher Vorgang von den bedenklichsten, ja geradezu verderblichen Fol-gen fiir eine Gerneinbe sein kanu, debars taunt tines Beweises. Denn tocher soll toohl die sach-liche Wiirdigung eines cben zur Verhandlung ge« langenden GegenstanbeS kommen, toenn man bei demselben sich weniger urn beffen innereS Wesen, foiibetit vielmehr nur borum tummert, roie ber politische Gegner barilber benft, uni letzterem in dieser seiner Anschauung ohne jebwebe Rficksicht auf bie im Jnteresse bes Gemeinbewohles wun-scheuswerte Erlebigung ber Frage Opposition machen zu fdnnen ? Ebtnfo berechtigt, als es uus erscheint, toenn im Schohe einer Gemeinbevertre-tung sich tierfchiebene Clubs herausbilden, welche ihre Entstehung auf bie Uebereiiiftimmung ihrer Mitglieber in heroorragenberen wirtschaftlichen Tagesfragen zuriickfuhren lassen, ebenso unmotiviert ist es, tvenn ber politische Stanbpunkt in bie Ge-meiiibeftube ubertragen unb zum entscheibenben Moment in ber Behanbluug gemeiubetoirtschaftlicher Fragen gemacht toirb. Hat in einer Gerneinbe biefer Unfug einmal tingtnffen, bann macht er sich auch selbstverstanb-lich besonbers bei Neutoahlen siihlbar, auf welche bann ganz uunbthigertoeife ber ganze Apparat einer politischen Agitation unb politische Schlag. toorte angeroenbet toerben, welche ba8 Urtheil ber Wahler zu Dertoirren nut leiber allzusehr geeignetfinb. Wir halten es fiir unsere Pflicht, angesichts ber becorstehenben Erganzungsroahlen fiir ben Laibacher (Semeinberath auf biesen Uebelstanb schou beshalb ausmertsam zu machen, rotil bie Gesahr nur zu nahe liegt, bass bit nationale Partei in gewohnter Weise auch biese Wahlen bazu ousbeuten roirb, urn ihre in ber letzten Zeit erlangte gfinstige Stellung ber Regierung gegeniiber zur Beein-slussung ber Wahler zu verroerten. Wir halten eine solche Methobe fiir wurbtloS unb haben es um so weniger nvthwendig, fiir die von nns ver-tretene Richtung im ©emeinberathe burch politische Phrasen Propaganba zu machen, Weil eben bie Erfvlge, beren sich bie gegenroartige Majoritat ber Gemeinbevertretung auf ben ihr rechtmcitzig zusteheiiben Verwaltnngsgebieten ruhmen kann, bie befte Ewpsehlung fiir bie von unferer Partei zur Neuwahl ober zur Wieberwahl tiorgefchlagenen Can-bibaten abgeben. Allerbings hat es biese Majoritat abgelehnt, bem von nationaler Seite beantragten Vertrauens-votum fur bas Coalitionscabinet beizuftimmen, unb man roirb sich vielleicht nicht entbloben, baraus ben Schlnss zu ziehen, bass bit toahlberechtigten Beamten Laibachs tiner Partei ihre Unterstiitzung versageu miissten, welche ber Regierung feinb* felig gegeniiber tritt. Wir unfererjeils miissten eine solche Folgerung als auf erfchlichenen Vor-aussetzungen unb gesalschten Prcimissen beruhenb zuriickweisen. Denn gehoren auch bie Mitglieber bet Majoritat in ber Gemeinbevertretung ber Vetsassungspattei an, so sinb fie boch von bem Momente an, in toelchem fie ben Rathssaal im (Semeinbehaufe betreten, nur bie Reprasentauten ber Commune Laibachs, toelchen nichts ferner liegt, als burch eine Herbeizerrung politifcher $agf8*. fragen ben vorurtheilsfrcien Blick in Gemeinde«, Slngelegenheiten zu triiben. Unb au8 biefem iin: Gefetze fclbft liegenben Grunbe mufsten fie sich auch bogegen crflaren, als tibel btrathentr Partei* cifer ber Rationalen ben Laibacher Gerneinberath veranlaffen wollte, sich ein Urthtil flbtr bit THL-tigfeit ber gegentoartigen Regierung anzumatzen. Wenn baher in toenigen Taaen bie Gerneinbe* wahler unserer ©tabt an bit Urnt treten, haben fie sich auch vot allem gegenroartig zu halten^ bass eS sich babei nicht um eine politische Demonstration, nicht um bie ©timmenabgabe zn Gunsttn bes eintn ober bes anberen politischen Partei* mannes, bes einen ober bes anberen Regierung«« systems, sonbern nur um bie AuSwahl von Man* nern hanbelt, roelchen man bie Sorge um die Serroaltung bes Gemeinbevermogens mit bem ruhigen Bewusstseiu iiberlasfen kann, bass fie sich bei ihren Befchliiffen stets nur von ber sachlichen Tragweite bes Betathungsgegenstandes stir daS Wohl bet Gerneinbe leiten Iasien. Vesterreich-Vlngarn. Me Lemberger Bliitter berichten, sinb bie Serhanblungett zroischen bem Grasen Taaffe unb bem Executivcomite ber FS* beralisten noch nicht abgeschlossen, sonbern sollen nach ben Dfterferien toieber aufgenommen roetben. Es toirb hinzugefiigt, Graf Taaffe Habe schon in ber etsten Confetenz, in »richer die Rechte in allgemeinen Umriffen ihre Wiinfche formulierte, sein ©treben gezeigt, sich mit ber Rechten zu ver* ftanbigen, eine Phrase, bie wohl nichts anberes besagen will, als bass man von Taaffe noch wei-tere Zugestanbniffe im ©ittne ber Autonomisten erroartet. Als Trost gegeniiber folchen AuSsichttn kann uns bie Entschiebenheit gelten, mit welcher bie Vetsassungspattei bes Herrenhauses anlasslich ber gestern ersolgten Berathung fiber bit Btwil- Wi & Ieuilleton. Erika. Novelle von F. v. S t e n g e l. (Fortsetzung.) „Wie ihr Vater wiinscht, mit bleibt fie bit ffirifa." „Lassen wir den Stamen, sagen Sie mit lieber, ttarum meine Tochter hier bteiben soll?" ,,Weil sie noch tin Kind ist und die Muttet-sorge nicht cntbehren fann." „Jch toetbe fiir sie zu sorgen toisfen." „Jch beztoeifle dies.« „Jch Habe tocittragende PlLne fiir ihre Zu-lunft, die sich getade jetzt vetwirkiichen lassen." „Dats ich diese PlLne kennen?" „Gewiss, ich benfe sie zu vetheitaten." „Und mit toent ?" „@estatten Sie mit, den Namen zu vetschwei-gtn, ich fann bis jetzt noch nicht barfiber sptechen, — tr ist ubrigens vom besten Klange." „Jch Habe ein Recht, den zu kennen, bem das Kind antiertraut werden soll, ich, als Pflegerin, als Mutter!" „Jch kann den Namen jetzt nicht nennen, toenn ich nicht alle meine Plane ini Keime ersticken will." „Dann zweisle ich on ber Ehrenhaftigkeit dieser Plane, denn meiner Verschwiegenheit, wenn diese nSthig, kSnnen Sie doch sicher sein," sagte die Alte streng, „aber Sie toagen nicht, mich in diefe fchBncn Plane einzutoeihen!" „@rafin!" „Ottmar Waldheim nahm es nie so gcnau mit den Mitteln zu seinen Ztoecken, um sich fiber meine SBorte ereifern zu kSnnen," sagte fie fchnei« dend fait. „Jch vertoeigete meine Eintoilligung zu Erikas ©ehen." „So ist ber Wille bes Vaters nicht matzgebend fiir ein unmfindiges Kind?" „Des Vaters! Hat sich Graf Waldheim je als Vater benommen? Ueberlieh er nicht seine Tochter fremden Hcinden, die lmveranttoortlich an dem Kinde handelten? Gab er fie nicht hin, ein wider-wartiges, ihm im Wege stehendes GefchSps? — seine eigenen Worte! — und jetzt, wo es gilt, irgenbwelchcn chrgeizigcn Plan ins Leben zu rufen, jetzt fpricht er von Vaterrcchtcn!" „Sie gehen zu weit, Frau GrSsin, konnte ich bas Kind warten, ist es meine Schuld, dass die Lente, die ich bezahlte, es vernachlcijsigten?" „Er fragt noch!" rief WalpurgiS empSrt. „Schcime dich, Ottmar Waldheim! Ich trrfithe fiir den, den ich einst meinen Sohn nannte! Ich Ioffe Erika nicht von mit, ehe ich fiber ihr Geschick be-ruhigt bin." „Gut," sagte ber Graf, „©ie fbitnen ruhig fein, unb bamit Sie sehen, bass ich bie besten Ab-sichten Habe, verspreche ich Jhnen aus mein Ehren-wort, Marias Hanb nur mit beren Eintoilligung zu vergeben. Sinb Sie zusrieben? Stber bamit sie Gelegenheit Habe, ben Gotten zu toahlen, rnufS fie fofort mit mit in bie ©tabt. Willigen Sie tin?" Frau Wolpurgis sah ben Sohn scharf an; ti lag ettoas hinter biefer Nachgiebigkeit, — mit toe!« then Mitteln toollie er bas Ja erzwingen? Dass er nur an ein fetches bachte, bas mit seinen Pla-nen stimmte, bas wusste sie. „Jch bin zusrieben," sagte sie zLgernb, „aber biese Einwilligung muss eine ganz sreiwillige fein." *Eine sreiwillige, natfirlich," toieberholte er, aber seiner Mutter entgieng bas HSHnische LScheln nicht, welches bie Worte begleitete. ,,Ottmar," sagte sie, unb tiefe Ttauer sproch aus ihren Zfigen, „du sinnst auf ©chlimmes, ich fehc es, noch rneht, ich fiihle es. Abet wehe dir, wenn bent Kinde ein Leib gefchieht! Eine jede ligung deS Zwanzig-Millionen-Credits durch Ritter v. Schmerling die Erklarung abgeben lieh, dasS man daS aus sachlichen Griinden abgegebene zu-ftimmcnbe Votum durchauS nicht als erne Kund-gcbung zu Gunsten der Regierung auffassen diirfe. Prager Meldungen zufolge ist der von jung-czechischer Seite candidierte Professor Krejci von seiner Bewerbung urn das Landtagsmandat des Bezirkes Horzowitz infolge des altczechischen Par-teiterrorismus zuruckgetreten. Wie dem „N. Wr. Tagbl." berichtet wird, find im Nordosten Bosniens, und zwar haupt-sachlich in Tllrkisch-Kroazien und im Sandschak von Banjaluka, seit kurzeui bewaffnete Banden auf-getaucht, welche die ofsentliche Sicherheit in hohem Grade gefahrden. Dieses Gesindel, welches seiner-zeit unter bent ihnen vom Commandanten des OccupationsheereS beigelegten Titel „Gebirgs-rauberbanden" bei Pete und BihaL den osterrei-chischen Generalen zeitweilig ziemlich viel zu schafsen gegeben, Hat sich zwar vorlaufig wohl ge-HLtet, einen Conflict mit der bewaffneten Macht herbeizufuhren, und die zahlreichen, zur Ans-spahung und Verfolgung der Banden auSgesandten Militarpatrouillen kehrten stetS unverrichteter Cache Heim; rs wurde jedoch festgestellt, dass die Raub-gesellen, von denen sich insbesondere zwei Serben, RamenS Jovo ZutiL und Obrad NesimoviL, her-vorthaten, zahlreiche Anhanger unter der LandeS-bevolkerung hatten, welche sie auf das genaueste von deit gegen sie geplanten Streifungen unter-richteten. Die Militarbehorden haben nun, um diesem Treiben ein Ziel zu setzen, energische Mahregeln gegen diese Banditen und ihre Hel-ferShclfer ergriffen und fur die von den Raubern heimgesuchten Districte das Standrecht proclamiert. Dagegen ist einem Berichte der „Pol. Corr." zufolge gegriindete Aussicht vorhanden, dass die Nachbarfchaft Albaniens bald aushoren werde, cine Ursache von Befiirchtnngen fur die im Limgebiete stehenden bsterreichischen Occupationstruppen zu sein. In einem aus Prisrend vom 12. d. da-tterten Briefe wird namlich constatiert, dass der Gouverneur von Kossowo, Nazis Pascha, in der letzten Zeit eisrig bemiiht war, durch Bespre-chungen, welche er in Djakova, Jpek und Prisrend mit albanesischen Optimaten hatte, diese stir die Herstellung der Ordnung im Sandschake von Novibazar zu gewinnen unb ihnen bie Gesahren einer gegen bie Ssterreichische Occupation bes Lim-gebietes gerichteten Agitation barzulegen. Der Bali suchte insbesonbere in einer Versammlung der albanesischen Fiihrer zu Djakova denselben Throne, welche Erika weint, komme iiber dich und werde dir zum Flnche. Ist dir's nicht genug, die Hand zum Verderben Elsas gereicht zu haben? WaS Erika heute ist, war Elsa, ehe ihr sie an den Hof schlepptet und sie verdarbt. Ottmar, mein doppelter Finch komme iiber dich, wenn Erika cine Elsa wird! Nochmals flehe ich, lass mir das Kind, lasS c8 mir, nur noch fur ein paar Jahre!" „Nein," entgegnrte der Graf fait. „Wozn die Tragik? Meine Tochter geht jetzt mit mir — und die alten Gefchichten liehe man anch besscr ruhcn, die haben nichts hier zu schaffeii. — Uebrigens wie-berhole ich mein Verfprechen, Marias Hand foll nut mit ihrein eigenen Willen vcrgcbcn werden, natiirlich behalte ich mir vor, ihre Wahl zu lenten." „®ott weitz durch Welche Mittel." „ Mutter!" ,Jch kcnne meinen Sohn," fagtc sie bitter. Die Morgennebel hiengcn noch an ben Ab-HSngen, ein weitzer Schlcicr decktc alles, die Sonne war noch nicht hintec den Bergen hervorgekoinmen, tiefe Schatten lagen auf dem Walde unb Schwei-gen herrschte tingsum, aber tin srifcher Lufthanch fom iiber die HSHen unb bewegte die Kronen der einen Begriff von der osterreichifchen Heeresmacht zu geben und ihnen begreiflich zu machen, dass der Sultan tnit bent grotzen Nachbar in gutem Einvernehmen leben wolle, unb bass man bem Reiche einen schtechten Dienst erweisen wurbe, wenn man bas bestehenbe VertragsverhaltniS er-schiittern wollte. Die Bersammclten entschuldigten den Brigantaggio in der Limgegettb mit der dort herrschenden Roth der Bevolkerung. Derselbe werde hoffenllich im Fruhling, wenn sich neue Erwerbsquellen erschlietzen, verschwinden. In der-selben, am 4. d. stattgehabten Versammlung soll auch eine Art Ansrus an die Albanesen deL Rovi-bazarer Sandschaks verabredet worden sein, den acht der vornehmsten Optimaten unterzeichneten und der nachstens im Limgebiete verbreitet wer-den durste. Schwei?. Das Rustungsfieber der Grotz-staaten hat anch auf die Schweiz zuriickgewirkt. Heute vor acht Tageu fand namlich in Bern eine von Officieren der eidgenosfischen Armee ein* beruseue Volksversammlung zur Beralhung der Frage der schweizerischen Landbesestigung statt. Die Versammlung, an der sich alle Stande be-theiligten, acceptierte cinstimmig solgende Resolu-tionen: 1.) Alle Opser fur Vermehrung uusercr Wehrkraft werden dem Sande erst damt von Rutzen sein, wenn wir durch geeignete Vorkeh-rungen die wichtigeren Einfahrtstrahen bcfcstigen und baburch eine feinbliche Ueberrumplung ver« httten unb die Wehrkraft unscrer Landwehr er-hohen; 2.) die Befestigung utiferer Grenze ist ein Gebot der Rothwehr und der Selbsterhaltung; 3.) durch Unterlassung derselben werden sich die-jenigen, welche in ihrer Stellung dazu berusen find, die Unabhangigkeit des Landes zu wahrert, eine schwere Verantwortlichkeit ausbiirden; 4.) die Versammlung hosst, dass die eidgenossischen Rathe die nothwendigen ©rebite fur eine rationale Lan-besbesestigung unb Befchaffung von Positions-geschiitzen bewiUigeu werden, jeboch ohne Schma-lerung ber fur bie ubrigen militarischen Zwecke, insbesonbere fur AuSrustung unb Bcwaffnung ber Truppen, erforberlichen Summen, unbspricht ihrer-seits bie Bereilwilligkeit aus, bie erforberlichen Opfer zu bringen. — Zu biesen Beschlussen burf-ten bie Ausfuhrungcu einer aus ber Feber eines schweizerischen Stabsofficiers herruhrenben unb kiirzlich in Bern erfchieiienen Broschure sehr viel beigetragen haben. Der Verfafser fiihrt namlich barin bett Rachweis, bass sowohl bas sranzosische Eisenbahnsystem als auch bie sranzosischen Be-sestigungen an ben Siibostgrenzen ausschliehlich mit ber Absicht angelcgt sinb, bie beutfche Rhein- Baume leise und sanst, wie ein mahnender Wccker, bairn zog er hinunter ins Thai, unb wo er hin-kam, flitsterten bie Zweige unb neigten sich griihend gegen einanber. Die Holme unb Grafer zitterten vor bem kuhlcn Hauchc unb fchiltteltcn den Mor-genthau ab. Da unb dort regte sich ein Vogel, leise schwache Accorbe anschlagenb, abcr noch schalltc tein Morgenlied der Sonne entgegen. Das Forsthans lag noch in ticfcm Schatten, als bie Thiir gebffnet wurbe und Walter heraus-trat. Er stand einen Angenblick dort, danit rief er seiiiem Hunbc, der eben aus der Hiitte triechend die Glieber reckte, unb spielte mit bem Thier, das auf seinen Rus nun ftcudig herbeitam. Hierauf iiber-schritt er den Bach unb schlug, von bem Hunbe gefolgt, einen Waldweg ein. Er gieng in Gedanten, ohne viel auf den Pfad zu achten, der ihn nach der BerghShe fuhrte, wo er vor wenigen Tagen von Erita das Gkstandnis ihrer Liebe erhalten hatte. Er eiltc riistig vor-wartS, der Weg war weit, unb bie Erwartung be-fliigelte feiite Schritte. Weiiig achtete er bes erwachenben Tages, ihm fagte bas Fliistern in ben Zweigen, bas Zwitschern unb Sum men nut Eines, bas taufenbmol wieder-holtc Wort: Erita scheidct I (Fortscpung folflt.) front durch die Schweiz zu umgehen und den Krieg nach Sitdwestbeutschland zu tragctt. England. Die Gerijchte iiber eine deutsch-ojterreichisch - englische Trippelallianz werden an-lasslich der Reuwahleu in bas Parlament von ben sogenannten cnglischen Liberalen zu Angriffen auf die Regierung ausgebeutet. Rachdent bereitS Gladstone sich in einer nahezu pobelhaftcn Weise iiber Oefterreich ausgelassen, sieht sich Hartington veranlasst, bie Opposition seiner Partei gegen diese Trippelallianz, welche sich allerdingS zunachst gegen die Politik Veaconssielbs kehrt, ntehr sachlich zu begriinden. Er hat namlich in einer am 22. d. abgehalteneit Wahlrebe erffart, dass er zwar nichtS gegen Oefterreich und Deutschland einzuwenden Habe, dass abet angesichts ber gegenwartigen Zu-stande Enropas cine solche Allianz als ntehr oder weniger gegen gewisse aitbere Machte Europas ge-ričitet angefehen werden miisste. So sehr England auch bestrebt ist, ben europaifcherf Friebeil aufrechtzuerhalten, so lviirbe es boch kein Biind-nis zulassen, Welches Misstrauen oder Uebelwollen gegen Frankreich andeutete. Im Oberhause erklarle ber Staatssecrctar fur Jndien, Viscount Cranbrook, auf eine Slnfrage Duravens, cs fei noch nicht ntoglich, bie Grenz-linie Afghanistans festzustellen oder anzugeben, durch welche Mittel man die Suprcmatie iiber Afghanistan herzustellen beabsichtigt. Herat sei nicht von so gro&er Wichtigkeil, und noch weniger damt, wenn England ben Distritt von Kanbahar und mehrere Passe besitze. Beziiglich Herats be-stehe kein Einverstaiidnis mit Russland unb keineL mit Persien. Unter gewissen Umstanbett biirfte es aber nicht so gefahrlich sein, wenn Persien Herat besitze. Alle diese Fragen mussten vorher utt-gelvst bleiben, bis bie Regierung sehe, was im Frtthjahrc geschehe. Cranbrook hosst bie baldigste Pacificierung Afghanistans unb dass dassclbe bei gehorigen Vorsichtsmatzregeln von eigenen Herr-schern regiert werbe. Als cine Charaktcristik bet AbschreckungS-ntittel, welcher sich bie irischett Agitatoren be* bienen, mag die Rede gelten, mit welcher Biggar auf einem zu Ehren ber Riickkeht Parnells zu Bonbon abgehalteneit Banketie einen Toast beant-wortete. Der Sinn derselben ist: Die Welt sah, was Hartmann in Russlanb gethan. Wenn bie constitutionellen Mittel, welche bie Jrlander jetzt im Parlamente zur Anwendung bringen, ihren Zweck verfehlen sollten, so glaube er, so tbnnte, auch Jrland einen Hartmann producicren und dieser wahrscheinlich mit besierem Resultate wirkcn. Nussland. Die „Wiener Atlgemeine Ztg." erzahlt, dass sie Gelegenheit hatte, Einsicht in eitt Petersburger Telegramm zu nehtnen, welches einer diftinguierten Wiener Personlichkeit wertvolle Auf-fchliiffe iiber die Zukunftsplane der russischen Politik gibt. „®ras Melitoff," fo heiht es in ber De-pefche, „hat bem Kaiser einen Plan šiit bie um-sassenbe Reorganisation ber Verwaltung vorgelegt. Die Hauptziige sinb: Abschaffung des birigteren-ben Senats, Uebertragung seiner Agettbett an die Ministerien, Verstarknng des ReichsratheS dutch biirgerliche Mitglieber, Abschaffung ber politischen Polizei, Einschrankung der Rechte des heiligen. Synod, Besetznng der Gonverneursposten mit Civil-Staatsbeamteii, Abschaffung ber Eisenbahn-Gendarmerie, (Sreicmitg eines Polizei-Jnstitute^ nach franzosischem Muster, vollstanbige Trennung zwischen Justiz unb Verwaltung, Aufhebung bet administrativen Jurisdiction unb Revision ber Bauernacte von 1861. Der Hauptches soll von" ber Atmahme bieses Projected sein Verbleiben im Arnte abhaiigig gemacht haben; nach Durchfiihrung besselben in alien Punften sei seine Mission beeiibet. Hof- unb Beamtenadel erhebcit insbesonbere gegeit bie Aufhebung bes seit 1711 besteheitben biri-gierenben Senats Einspruch. Die Bevolkerung bagegen wirb die Aufhebung bieser aiitiquiertett Institution, welche als Mittelstuse zwischen Reich**, Tcitf) und Ministerium den Dienstgang verlang-samt, freudig begruhen. Erst burnt wurden lctz-jere ihrer Aufgabe entsprechen konncn. Auf jeden Jall stehen grohe Verandcrungen in belt Personal ien bevor. Unterrichtsminister Tolstoj soll bem-ncichst fallen unb Martinoff, Gehilfe bež Minivers be« Jnnern, an seine Stelle kommen. Dol-gorufoff soll pensioniert, Kotzebue unter Erhe-bung in ben Fnrstenstanb burch Albebinski von Wilna ersctzt roerben. Die in Petersburg tier* tneitet geroesenen Geruchte von bem Rucktritte Me-likoffs sinb salsch." Vermischtes. — Ein Besuch bei der Kaiserin Charlotte. Never den Besuch. welchen Kronprinz Rudolf in Begleitung der KSnigin der Belgier unb der Prinzessin Stephanie der Kaiserin Charlotte von Mexico, seiner Tante, abstattete, wird der „N. sr. Pr." telegraphiert: Die KSnigin stellte auf Schloss Bouchout der Kaiserin sowohl den Kronprinzen Rudolf als anch die Prinzessin Stephanie vor, Welche zum erstenmale den Witwensitz ihrer unglficklichen Haute besuchte. Die Kaiserin ergieng sich mehrmals. jedoch jedesmal nur kurze Zeit, iin Schlosspark mit ihren Gasten. Sie war von ihren Hofdamen, bem FrSulein Mnser und bem Leibarzt Moreau begleitet. Jhre Uuterhaltung lietz wenig von ihrer Krankheit merken; sie sprach jedoch stets nur wenige Minuten. Wie man versichert, befindet sich die Kaiserin kSr-perlich wohl. — Sangersahrt nach Briissel. Dent Botstanbe des Wiener Mannergesangvereins. Herrn Dr. Olschbanr, wurde neulich vorn Obersthofrneister Ffirsten Hohenlohe die Mittheilung gernacht, bass der Kaiser fiber die von, Vereine geplante Reise nach Briissel, urn dort der Prinzessin Stephanie von Belgien cine Serenade zu bringen, ungerneiu ersrcut sei. Dr. Olschbaur wird dcmnachft auch dent belgischen Gesandten in Wien, Herrn Jonghe d'Ar-doye, von der in Anssicht genommenen Ovation Mittheilung niachen. — Standrecht in Bosnien. Man schreilit aus Serajewo vorn 17. d.: Das Rauber-wesen in den Bezirkeu Bihac unb Banjaluka hat in jungster Zeit so bedenkliche Dirnensionen an-genpmmcn, dass sich die Militarbehvrbe am 9. d. veranlasst fand, in diesen Bezirken bas Standrecht zu publiciereu. Zugleich wurden mittelst verlaut-barter Proclamation nachsolgende Pramien fiir das Zustandebringen von Ranbern ausgesetzt, und zwar fiir die Einlieferung eines Rauberffihrers, todt oder lebeud, 40 Ducaten, fur eineu Rauber 20 Ducaten unb fiir die Bekanntgabe bes Unterstandes eines Raubers 10 Ducaten. Die Pramien toerdett aus ben Kassen der KreisbehSrben auf Anweisung des betreffenden Militar - UntersuchungSgerichtes aus* bezahlt. — Telegraphifche TodeSanzeige. €ine Dame in der Schweiz erhielt, wie daS „Schw. Aff.-Bl' mitthtilt, vor kurzem von ihrer in Deutschland wohnenden Freuudin folgendeS vielsagende Te-legramm : „©estetu starb mein theurer Mann. Bet-(ust burch eiite Lebensvrrsicherung vollkommen gedeckt." Local- und provinzial-^ngelegenheiten. — („ Slo v. Ratoi>" unb der nene Lanbesprafibent von Krain.) Das Organ ber jetzigen slovenischen Regierungsmanner begrfitzt ben iteu ernannten Lanbesprafibeuten mit der zuver-fichtlichen Hoffnung, er werbe die von Ritter von Kalliua inaugurierte Aera der vollen Objectivitat in Krain fortsetzen, daitn werbe es einer Slovenisiernng bes Landes nicht bedurfen, denn in Krain wohnen ohnehin lanter Slovene«, die bloh Slovenisch ken-/*ett, daS Deutsche werbe ihnen nur in den Schnlen eingeblaut, daher kSnne in Krain vom Deutschthum oder von daselbst wohnenden Dentschen gar keine Rede sei«. Schlietzlich bemerkt „Slov. 9lar.": „Herr Winkler ist ein ehrlicher, offenherziger Charaktcr, wir haben vollen Grund, uns fiber seine Bemsung nach Krain zu beglfickwfinschen. Es ist das erstemal, dass Krain einen Regierungslciter befommt, ber nicht nur vollkommen des Slovenischen im Worte machtig, sondern auch slovenisch literarifch gebildet ist. Er fennt vollkommen die froinischen Verhalt-nisse, unb es werben ihn barfiber bit krainischen Reichsrothsabgeorbnetcn aufklaten, mit denen er tagtagtich in Wien in Berfihrung geweseu ist. Wir rufen daher Herrn Winkler in ber Hoffnung, er werbe nicht vom Wege abweichen, ben Kallina ihm vorgezeichnet hat, begeistert zu: Zivio der neue LandeSprasident! ber slovenische ReichSrathsabgeord* nete Winkler!" AlS wir dieses etwas geschraubte „^ivio" in ben Spalten des „Rarod" lasen, trauten wir kaum unseren Augcn, denn es waren unS noch in tebhafter Erinnerung die unflathigen Beschim-pfutigen, mit denen der Reichsrathscandidat Winkler vor nicht ganz eiuein jJaljre in ben Spalten beS namlichen Blattes tractiert tuurbe. Wir bringen zur Erheiterung unserer Leser nur einc kleine Blu-menlese ber tiiebenswurdigteiten, in benett sich damals die Herreit Bošnjak unb Consorten gegenfiber Herrn Winkler tibrrboten. Im „Ratod" vom 17. Juni 1879 war zu lesen: „Es ware eine Schande fiir die GSrzer Slovenen unb ein boseS Beispiel fiir bit fibtigeu Slovenen, roemt man nicht ben Can-didaten Winkler abfchfittelte, derselbe hat mentals mit den Slovenen im Reichsrathe geftimmt." In der Rummer vom 20. Juni 187 9 erklarte „Ra-rod" tine von Winkler in slovenischcr Sprache vet-sasste, nnter seine Wahlet vertheilte Wahlbroschfire als ein Versteckenspiel hiitter bem Rficken anderer, als ein bureankratisches Phrasengedrefche. Der Ehten-„Rarob" vom 2 3. Marj 1880 Suhert sich fiber den namlichen Gegenstanb folgcndetmahen: „®egen Herrn Winkler wurde bei dec letzten Reichsraths-wahl arg ogitiert, aber bie GSrzer Slovenen kehrten sich nicht daran, sie fchentten ihm ihr Bertrauen, fie wahlten ihn zum Slbgeordueten. Winkler gab einc in cotrecter slovenischcr Sprache geschriebene Broschfire hcraus, worin er seine Unabhangigkeit betonte und hervorhob, dass er in ber abgelausenen Reichsrathssession gewiffenhaft fiir bas Wohl der Slovencu gesorgt unb gearbeitet Habe, dass er ein treuer Sohn bes Bolkcs sei. Unb bies — ist auch volle Wahrheit. Winkltr hat es burch fein Bor-gehen beim Beginne ber jetzigen Session bewiesen." Das grbbfte Geschfitz seuerte Dr. Bošnjak gegen Winkler am 25. Juni 1879 ab. Damals brachte „Rarob" Folgendes: „Ans bem GSrzischen erhal- ten wir wunberbare, HSchst unfrcundliche Rachrichten. Wir besorgen, dass unter drei aufgetauchten Can-didaten fur die Canbgemeiudeit der Jafagcr (kimo-vec) zum abgethanen Lasser'schen Regimente, Hosrath Winkler, den Sieg davoittragen werde. Dies ware wohl eine Schande fiir das so oft gcrfihmte Selbstbewusstsein der GSrzer Slovenen." In der Rummer vom 28. Juni 1879 wurde ben GSrzer Slovenen der ©egencanbidat Dr. Tonkli gegen-fiber dem Kimovec Winkler mittelst besonderen Auf-ruses einbringenbft ancmpfohlen: „Einiget euch — hieh es bafelbst — auf Dr. Tonkli, dann sinb wir bet Furcht vor Winkler los unb ledig, bie natio-nate Ehrc ist gcrettet." Sonberbare Wandlung in ben Anschauungcn bet Hcrrcu Bošnjak unb Consorten ! Der von ihnen vor taunt einem Jahre ge-siirchtete Winkler soil nunntehr als Lanbesprasident ihre Rathfchlage entgegennehmen, er soll missliebige Beamten ihrer Stelleu entsetzen, das Deutsche aus den Schnlen eliminieren unb alien slovenischen Schmerzen gerecht toctden. »Slovenski Rarod" sagt zwar: Wir kennen Herrn Winkler genau; allein er verschweigt ben wichtigen Umstand, dass den krainischen Abgeordneten, obwohl Winkler bem Club Hohenwatt beigetrctcn war, dessen Jnaussichtnahmc fiir ben Lanbesprasibentenpostcn in Kraiu sehr un= btquem gewesen ist. Gras Taaffe wurdt von ihntn btftfirmt, dtm Abgeordneten GSdl-Lannoy diefett Posten zu verleihen. Die .Bemsung WiuklerS war tine Nicdcrlagc fiir ben thrgtizigtn steirischen Abgeordneten, ffir ben Bufenfreunb Dr. BoKnjaks, bem erst Dot kurzem bus so hti§ ersehnte Portefeuille bes Unterridhtsministeriums ebensalls ein unersfiHtet Wunsch geblieben ist. Hinter ben Zivios beS „Ra-rob" ffir Winkler steckt tint grotzt Btrstimmung fibtr ben erlittenen Dutchfall bes GSbl-Lannoy. Die utkomische Rode, bit „Rarobw unb stint Pa* tront in bieser Affaire spielen, gabe ©toff ffir tin an brastischen Momtnttn reiches Lustspicl, es kSnnte bctitclt werben: „Rcichsrathscandidat unb Lanbes« prasibent". Wir wfinschcn, bass sich ein slovenischcr Dramatiket bieses lohnenben StoffeS bemachtige — (Frommt SEBfinfcht.) Ueber bie Rebtn* obfichten, welche mit bet Ernennung bes Hoftathej Anbrcas Winkler zum Landesprasidenten verknfipft fein burften, wirb bem „Reucn Wiener Tagblatt" aus Laibach gefchrieben: „Dem neueu Landesprasidenten sallt aber noch tine schwierige Aufgabt zu. Wahrenb sein Borganger im Amte, Herr v. Wib« mann, gelegentlich bet letzten Lanbtagswahlen eine Lanbesvcrtretung zu erringen verstanb, beren Ma» joritat vetsaffungstreu ist, wirb Herr Winkler bie entgegengesetzte Richtung einzuschlageu genSthigt fein, um sich zu dchanpttn, unb uni bies Zicl ber ©la* visictung des Lanbtages Icichter zu etreichen, musste eben Herr Winkler bas Lanbesprasidium erhotten. Er war bishet Hofrath beim BcrwaltungSgctichtS-hoft; biese Stelle wirb jetzt Herrn Kaltenegger au» geboten werben, ber in gcwissem ©innt als bos Haupt ber krainischen Betfaffungspartei angefeheit wirb. Herr Kaltenegger, ein gemafjigter Siberaler, ist namlich Sanbcshauptmann von Krain; gelingt es, ihn ffir ben Plan zu gewinnen, ben jetzt fchmie* rigen Posten bes LanbcshauptmanneS mit bem ruhigett beim BerwaltungsgerichtShof in Wien zu vertauschen, bann wirb Reichsrathsabgcorbncter Poklukar — wie Herr Winkler ber Fraction Hohen-wart angehSrend — zum SanbeShauptmann crnannt unb bie ©lavifierung bes Lanbtages vollzieht sich schnell; cntfcheibet sich Herr Kaltenegger ffir bas Berbleibeu auf feinem Posten in Laibach, wo tr gltichztitig tint (eitenbe ©ttllt bei ber Finanzpro-curatur einnimmt, bann ist bie Folge davon eine endlosc Reihe von Conflicten zwifchen ber autonomen Lanbesvcrtretung unb bem Bcrtretcr bes Ministcrinrns, bie auch zohere Raturen als Herrn Kaltenegger mfirbe macht." Wir sinb nun aHer« dings nicht in ber Sage, irgenbtoelche Burgschast ffir bie Richtigkcit obiger Mittheilung zu itbcrnch-mcn. Doch gewinnt cs ganz ben Anschcin, als ob wir es hiebei wirklich mit einem frontmen Wunsche ber pfaffisch-nationalen Liga zu thun haben, welcher bie fiber jeden Borwurf erhabene Slmtierung be# jetzigen LandeshauptmanncS schon langft ein Dorn itn gieifche war. Dass aber Poklukar, biefer gewaltigc ©chwatzer vor bem Herrn, ber weit eher zu cittern Borbcter als zu einem parlumentarifchen Wirkungskreisc geboren erfcheint, SanbeShauptmann von Krain roerben solltc. flingt zu brollig, als bass roir biesem Theile bet Melbung irgenb welchen Glauben beimeffen kSnnten. — (Die BScke bes „ Tagblatt*.) An-lasslich einer Bemerkung bes „Rarob", dass bet Rebacteur bes „$agblatt“ bereits in nachster Zeit bie Rebaction cities anberen Blattes fibernehmen werbe, biene ber Redaction bes „Rarob" jut ge* faUigen Kenntnis, bass Dr. Kraus noch laitgere Zeit bie rebactioneHen Geschaftc bes „Xagblatt" besorgen wirb, als bas gewifsen Krciscn attgenehm fein bfirfte. Was aber bie BSckc anbelangt, bie bas „Tagblatt" unter seiner jetzigen Redaction ge-schossen haben soll, mSgc bie SSerficherung genfigen, bass schon bie Rebactioncn ber nationalen Preffe burch ihre productive Thatigkcit an BSckcn bosfir sorgcn, dass an dcrlei Wilb ffir ben ©chussbebarf des .Tagblatt" keiu Mangel cinlritt. — (KrainischeBaugesellschast.) Den 88. April, nachmittagS 5 Uhr, findet im ersten Etocke be# Hotel« ,,Sta-t Wien" die sechSte orbent« liche Versammlung bet krainischen Baugesellschaft mit nachfolgenbem Programme statt: 1.) Vortrag be# GeschiiftsberichteS und ber Bilanz; 2.) Bericht be# RevisionSausschusieS unb Ertheilung deS Ab-solutoriumS; 3.) BeschlusLfassung iiber bit Ver« wendung deS ReingewinneS; 4.) ErgSnzungS- unb Reuwahl von VrrwaltnngSrSthen; 5.) Neuwahl beS RevisionSauSschusse#; 6.) onbert nach § 84 bet Etatuten einjubtingenbe AntrSge. Witterung. Laibach, 24. Miirz. Wolkenloser Himmel, schwacher Ost. Temperatur: morgens 7 Uhr — 4 0°, nachmittagS 2 Uhr + 7 0° C. (1879 + 4 8», 1878 + 3 4' C.) Barometer im Fallen, 745‘43 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel ber Temperatur -s- 11*, um 3 4« unter bent Normale. Echmerzerfullt geben bie Bcfertigten im Namen aller Berwanbten unb Bekannten bie traurige Nachricht, bass eS bem Allmiichtigen gefallen hat, ben Herrn Pollack. Cottonbrnck - Fabriks- unb RealitiiteNbesitzer, nach kurzer schm erzlicher Krankheit, versehen mit ben heil. Sterbesacramcnten, am 23. Miirz b. I. in seinem 81. Lebensjahre in .ein bessercs Jen-seits abzuberusen. Das Leichenbegangnis finbet Donnerstag, ben 25. Miirz, uni 8 Uhr frith vom Trauerhausc Nr. 174 a us statt. Die heil. Seclennteffen loerben in ber hier-ortigen Psarrkirche gelescn merbcn. Der theurc Berblichcne roirb bent fromntcn Anbenken seiner Berwanbten unb Bekannten empsohlen. N eum arktl am 23. Miirz 1880. Francisca Pollack geB. Napreth, als Gattin. Abolf Pollack, Hansbesitzer unb Hanbelsmann in Laibach ; Josef Pollack, HauSbesitzer in Krain-burg; Gottsrieb Pollack, Hanbelsmann in Tricst; Ig. L. Pollack, Shawlsabrikant in Wien; Stanislaus Pollack. Ledersabrikant in Neumarktl; Wilhelm Pollack, Jngenieur in Wien; Fer-dinanb Pollack, Fabnksbesitzer in Pittsburg in Norbamerifa; Raimnnb Pollack, k. k. Kreis-gerichtsanwalt in Rubolsswert, als SLHne. — Maria Smolej geb. Pollack, Schulrathsgattin in Laibach; Jeanette Pollack unb Theobora Pollack, als Tvchter. Wiener BLrsr vom 23. Miirz. AN,. imuld. Pavierrentc............ Silberrenre............ '»olbrcntc............. SraatSlose. 1864. . . I860. . , 1860 |U 100 st. 1864. . . •ruedentlafluiifls- SUigalianea. Galiztev............... Siebenditrgen . . . tcmcicr Banal . . . Qngatn ................ Mntlm Aoltfctn. Douau-Regul.-Lose Hug. Pramienanlehen Wiener Luleheu . . . U