Deutsche Macht (Krüöer „Hissier Zeitung"). j mtitatldk ff. —M, uirttct;ä$ng ff. 1.50, (aUi|ät)na I. »uqjihrig ff. 8—. ®ü P«fidd»n, tiettcljülirij 11«. ff. ».«. ff. *.io. Kit dnjetnt Kammer T h. 3*|tr*lt »»ch T»r>«: b«> »flrr«, W>l»«?l>»lll»zrn »»r^pieSknd«» N-d-II. »»»wilrU »eh«c» z»>er»l« flr »»kr «I»ll alle d-dn»-»»«, (■nttr.rfSciiluiuB »«« 9s- »nt an. BcKttio» HcricUD. R. «tmiBiltotio» HrriNlj. (. E»r«chffu»t<» »t« «glich, »U Hulttotm« der So»«- u»» <*»»»»»1« äalnitBiwrn nicht txrßlksichliget. egB=^ ----- -—j---——•— .... --- Rr. 45. Cilli, Donnerstag, den 5. Juni 1884. IX. Jahrgang. Deutsche Keße. Vorüber sind die herrlichen, dem deutschen C^ulvereine gewidmet gewesenen Festtage, ver-lürngen die Ju^elstürme echt deutschnationaler ?-!.ieisitrung; nur tiefe Erregung über unver-gliche Eindrücke und erhebende Momente zit-im noch in den Herzen der Festtheilnehmer nach. Unsere schöne Landeshauptstadt Graz hat tf gezeigt, wie eine deutsche Gemeinde ohne liirmenbf Belustigungen weihevolle Feste zu ar-niqirtn und durchzuführen versteht. Wir lern-in das Hochgefühl einer wirklich nationalen Feier an den heurigen Pfingsttagen zum ersten Mle kennen. Wir sahen mit namenloser Freude, daß. so verschiedenartig auch die politischen Scha-brupflen der Deutschen in einzelnen Fragen sein mwcit. in nationaler Beziehung Alles, was ir» Mivie Beachtung beanspruche» darf, auf einer Hödt angelangt ist, welche schönste Aussichten auf eine glückliche und verheißungsvolle Zukunft bietet. Tie nationale Gleichgiltigkeit der Deut-(tyn, sie ist in'» Fabelbuch geschrieben, und mit elementarer Gewalt, gleich dem jungen Frühling, durchzieht ein ncubelebender schwarz-»lh ?,oli>««er Hauch Oesterreichs deutsche Lande. Allüberall hat sich die Erkenntniß Bahn gebrochen. daß in unserem Vaterlande die Schöpfer und Erhalter des Reiches nie um ihre Eigen-an zu bangen gebraucht hätten, wenn sie weniger einem doctrinären Liberalismus und mehr chrni nationalen Regungen gefolgt wären. Der »abonale JndisterentismuS der Deutschen war dir Urquell slavischer Ueberhebung. Im deut-schm schulverein« wurde uns endlich der Prinz geboren, welcher das Dornröschen Deutschthum m dem Schlaf« küßte, in den es leider GotteS frühere liberale Regierungen gelullt hatten, mit einem Grafen Toafe war eS beschieden, dem xi^aniittn Prinzen die engbegrenzten, dornenvollen Lize nach dem Zauberschlosse zu weisen. Muth, ?on dcn Diamantenfeldern Südafrikas erhält die „Köln. Ztg" einen hochinteressanten Bericht, dem wir Rachfolgendes auszugsweise entnehmen. In der von etwa .'»000 Weiße» unb 10.MH) Schwarzen bewohnten, fast voll« fiäntäg aus galvanisirtem wellenförmigen Eisen-blich erbauten Dtamantenstadt Kimberley war vi!M erster Gang natürlich zur Mine, und ich daß ich noch nie in meinem Leben in solchem Maße von einem neuen, fremdartigen Ginörucf überwältigt worden bin, wie hier in iiimberley. Mitten in der Stadt gähnt Einem plötzlich ein Abgrund entgegen, in dem die Eingeweide der Erde bloßgelegt werden, ein Loch, dessen Dimensionen so colossal sind, daß N in grausiger Tiefe arbeitenden Menschen kau», größer als Punkte erscheinen, ein von Aenschenhänden gegrabenes offenes Loch von übn tioO Meter Umfang und über 150 Meter Tiefe! Und diese Mine ist nicht einmal die größte inttimberley, Und alle diese Millionen von Tonnen Erde sind in zehn Jahren herausge-lrayi, gewaschen und gesiebt worden, nur um «taten Mode-Artikel, einen im Grunde nichtigen Tand .zu gewinnen, mi* dem wir uns aus Eitelkeit behängen, ebenso wie der Kaffer sich mit Perlen, der Wilde sich mit Federn oder Ausdauer und Ueberzeugung verwandelten glück-lich die Dornen in Rosen, deren vollentfaltete Blüthen die energischen Bemühungen krönen. Und wenn auch unter die Rosen sich noch manch? Natter schleicht und sich an die Fersen des Fortschrittes zu heften sucht, so erregt die« nicht mehr Furcht, sondern Abscheu. Mögen daher auch unsere nationalen Geg-ner den dentschen Schulverein unentwegt in allen Tonarten verdächtigen und die gehässigsten Verleumdungen über denselben verbreiten, sie werden dessen sichtbares {Wachsen und Blühen nicht im geringsten beeinträchtigen, wohl aber zu noch größeren Krastenfaltungen anspornen. Der deutsche Schulverein ist ein nationales Palladium geworden, das auch von unseren geeinten StammeSgenossen im Nachbarreiche geschützt und vertheidigt wird. Die Blüth? Deutsch-Österreichs, darunter auch erste Adels-geschlechter, schaaren sich bereits um dieses Palla-dium. Jedem, der den Versammlungen in Graz beiwohnte, und die zündenden Reden anhörte, dem schwoll das Herz vor Freude und stolzer Genugthuung, ein Deutscher zu sein und theil-zunahmen an dem Friedenswerke, Licht und Auf' klärung, wenn auch nur indirect, verbreite» zu helfen und in so gewählter Gesellschaft für die ge-liebte Muttersprache einzutreten. KommendeZeiten, werden die Frivolität gewisser Aspirationen in ihrer ganzen Nacktheit darthun und den heutigen Kämpfen der Deutschen Oesterreichs gerecht werden. WaS heute von den Besten unseres Volkes angestrebt wird, wird in kaum einem Decennium zur That geworden sein, und der ganze Fluch der Lächerlichkeit wird jene Pygmäen treffen, welche da wähnten, deutschen Geist, deutsche Cultur und Gesittung entbehre» zu können. Ruhigen BlutcS können wir der Zukunft entgegensehen, sie ist unser. Wir fühlen unsere Stärke, wir kennen unsere Kraft und be-sitzen Mutd genug, letztere im Wettkampfe um Zähnen schmückt. Der erste Diamant in Süd-afrika wurde im Jahre 1807 gefunden, ohne daß man dieser Entdeckung Anfangs viel Werth beilegte; im Jahre 1860 kaufte ein Farmer den später als „Stern von Südafrika" in den Besitz der schönen Lady Dudley übergegangenen 83karätigen Stein (es war vielleicht der 50. Diamant, der überhaupt gefunden wurde) von einem Kaffer-Zauberer, oder vielmehr er tauschte dem Zauberer seine ganze Farm mit Vieh, Menschen und allem daraus gegen den Dia-mant ein, den er gleich darauf wieder für '/,MillionMark verkaufte. AnfangS1870bega»nen Einwanderer nach dem Baalfluß zu ziehen und dort Diamanten auf eigene Rechnung zu graben. aber erst im Jahr« 1872 stieß man aus die reichen Lager in Kimberley selbst, wo dann binnen Kurzem Tausende von DiggerS, alte Goldgräber aus Kalifornien und Australien, weggejagte Handlungsbeflissene, desertirte Sol-daten, überhaupt Adenteurer aller Art zusam-menströmten. Am 27. März 1884 wurde in dem der Victoria-Compagnie gehörigen Claim der De Beer-Mine ein prächtiger Diamant auf dem Felde gefunden; derselbe wiegt 802 Karat, ist ein regelmäßiger Octaeder, hat keine Flecken und ist der größte Stein, der jemals in Kim-berley gefunden worden ist. Sein Werth be-trägt über zwei Millionen Mark. Diamanten unsere heiligsten Güter zu erprobe«. Gegen Enunciationen, wie sie am Pfingstmontage in Graz laut wurden, fruchten weder die geheimen Wühlereien unserer Gegner, »och die Polizei» verböte des herrschenden Systems. Je mehr Feinde, desto mehr Ehre, ist die Parole der Deutschen im nationalen Kampfe, und, wie die Erfahrung lehrt, führt ja auch jeder neue An-griff gegen unsrre Positionen uns neue, frische Hilfstruppen zu. Wir deutsche Untersteirer aber, die unser liebes schönes HeimatSland in erster Linie gegen die slavische, vom Größenwahne gepeitschte Hpringfluth vertheidigen, wir haben bei den deutschen Festen der Pfingsttage in Graz es wieder einsehen gelernt, wie nothwendig unsere Abwehr ist, wir haben aber auch neue Sieges-Zuversicht und frifche Lust gewonnen, d«>n Strauß, welchen uns Neid und Mißgunst, Haß und Rückschritt octroyirten, auszufechten und die unscheinbarste Position mit allen Kräften zu be-Häupten. Wir fürchten weder die Gegner noch ihre KampfeSweise. Möge man es uns aber nicht verdenken, wenn wir gegen Niedertracht und Perfidie, gegen Lüg« und Verleumdung auch die stärksten Mittel der Abwehr ergreifen. Vor Allem aber wollen wir uns noch enger um den deutschen Schnlverein gruppiren und seiner segensreichen Mission im Unterlande die Wege bahnen. Wundfchau. sDie neuenLandeSpräsidenten.j Man schreibt uns ans Wien: Im Gegensatz zu der bisher von fast sämmtlichen Regierungen beobachteten Gepflogenheit, bei der Ernennung der Vorsitzenden, beziehungsweise der Vorsitzenden-Stellvertreter in der Weise vorzugehen, daß der Vorsitzende der Majorität, der Vorsitzende-Stell-Vertreter der Minorität entnommen wurden. kommen nur in einem ganz bestimmten Ge-stein (blue ground) dem „blauen Grunde" vor, welches aber mit dem Reef, dem nicht dia-manthaltigen Gestein, gerade so vermischt ist. wie etwa Syrup, den man unter einigen» Rühren in ein Faß Thee gießen würde, mit letzterem. Es gibt keinen blauen Grund, der keinen Diamant enthält, ebenso wie man nie einen Diamanten in anderem als eben im blauen Grund findet. Nun kostet das Herausschaf-fen des werthvollen GrundeS aus solch unge-heuren Tiefen schon Geld genug, wie viel also erst daS des werthlosen ReesS. Man suchte da-her die nutzlosen Stellen unbearbeitet zu lassen, während man dem blauen Gestein, zumal an den Rändern des Riesenlochs, desto eifriger nach-grub. Die Folge war dann, daß eines schönen Tags erst die eine, dann die andere Wand herabrutschte und daß heute beinahe sämmtliche Claims vom Reef verschüttet sind, den heraus-zuschafien daS nöthige Capital fehlt; würde diese Arbeit doch in der Kimberley-Mine allein über 16 Millionen Mark kosten! Heutzutage zahlt keine einzige Diamantengesellschaft Divi« dende. Die Gewinnung des Diamanten ist im l Uebrigen ziemlich einfach, sobald das Gestein einmal anS der Tiefe herausgeholt ist. Morgens ! bei Sonnenaufgang ruft eine Glocke die schwärzen 2 absichtigt, wie wir hören, der Herr Minister-Präsident diesmal die Posten der LandtagSprä-sidenten durchwegs mit Männern seiner eigenen Couleur zu besetzen. Demgemäß würden jene vier Landtage, in denen jetzt schon eine deutsch-liberale Majorität mit Bestimmtheit progno-sticht werden kann, zu Präsidenten nicht iide-rale, verfassungstreue Deutsche, sondern Schö-psungen deS Herrn Grafen Taaffe erhalten. So z. B. heißt eS, daß für Niederösterreich Schottenabt Hauswirth, ein Parteigänger der Rechten, als Landesmarschall in Aussicht genom-men sei. Auch Mähren soll unter allen Um-ständen einen Landeshauptmann erhalten, welcher der voraussichtlichen deutsch-liberalen Majorität nicht entnommen wird. Für Schlesien dürften sich iu dieser Richtung allerdings einige Schwie-rigkeiteu ergeben; denn die Auswahl unter denn nicht verfassungstreuen Candidaten ist spottschlecht. Was in Steiermark geschehen wird, scheint Se. Excellenz Graf Taaffe bis dato selber nicht zu wissen; vermuthlich, — weil es auch Fürst AloiS Liechtenstein noch nicht weiß. IranKreich.^V e r f a s s u n g s r e v i s i o n.] In Frankreich hat man sich bis tief in die Pfingstwoche hinein mit der Ver-fassungsrevisiou beschäftigt. An das Zu-standekommen der Revision, die ihre Spitze gegen den Senat richtet, ist schwerlich zu denken, da selbst fortgeschrittene Republikaner die Meinung hegen, daß die Zusammensetzung des Senats so gefährlich nicht sei wie das radicale Vorwärts-drängen der Jntransigenten. Gegen Madagaskar geht nun die Republik mit großer Energie vor. Hngkand. jDaS ewigWeibliche im Parlamen t.) Einige Wähler im südlichen London beabsichtigen bei der nächstenParlamentS-wähl Miß Helene Taylor, die Stieftochter Stnart Mill's, als Unterhaus-Candidaten für den Londoner Wahlbezirk Sonthwark aufzustellen. Obwohl die Frauen in England kein parlamen-tarischeS Stimmrecht besitzen, sollen, wie es heißt, ver Erwählung einer Frau zu einem UnterhauSmitglied keine gesetzlichen Hindernisse im Wege stehen. Beiläufig bemerkt, werden von liberaler wie konservativer Seite große An--strengungen gemach», um anläßlich der neuen Wahlresorm das parlamentarische Stimmrecht auch auf selbstständige Frauen auszudehnen. Nicht nur die Führer der Torypartei, sondern auch deren Frauen intereffiren sich lebhaft für die Erreichung der lang angestrebten Resorm. ßgypten. [Ein zweiter falscher Prophet.) Statt eines Propheten giebt es jetzt im Sudan deren zwei. Der Mahdi hat in Darsur einen, wie es fast scheint, nicht ganz ungefährlichen Nebenbuhler bekommen, der ihm starken Abbruch thut. Der neue Mahdi soll zur Grubenarbeit. Im Gänsemarsch klettern die Leute — es werden heute wohl noch 8000 Kaffern in den Minen beschäftigt — die steil abfallenden Wände hinab, nachdem sie vorher ihre eigenen Kleider ausgezogen und dafür einen ArbeitSanzug angelegt haben: wie Eivechsen scheinen sie sich an die schwindelnden Pfade zu heften. Unten angekommen, graben sie mit Picke und Schaufel den blauen Grund an den Stellen auS, wo am Abend vorher mit Dynamit ge-sprengt morde» ist, und laden denselben in runde eiserne Behälter vo» 16 bis 32 Kubikfuß In-halt, die an Drahtseilen nach dem Rande der Minen hinaufgezogen werden. Der Aufenthalt unten in der Grube ist durchaus nicht gemüth-lich: da rasseln Hunderte solcher riesiger Eimer auf und ab; stets glaubt man, einer derselben müsse Einem ohne Fehl auf das werthe Haupt fallen; Dynamit liegt i» unheimlichen Mengen zuni Schuß bereit, bei jedem Tritt stolpert oder tritt man in einige Kubikmeter Schlamm und Wasser; dabei hatte ich steis ein Gefühl, ich kaun es nicht anders als mit Furcht bezeichnen, das in dem Wunsche seinen Ausdruck fanl: Wen» du erst einmal glücklich wieder oben wärst! Die schwarzen Arbeiter führen ein hartes D asein; nur eine Stunde im Tage gönnt man „Deutsche Wacht." nach der Behauptung seiner Anhänger die wunderbare Eigenschaft besitzen, sich unsichtbar zu machen. Der alte Mahdi hatte nämlich Truppen gegen den neuen geschickt, um ihn ge-sangen zu nehmen; als aber diese den neuen Mahdi schon umringt hatten, verschwand der-selbe plötzlich von seinem Divan „in die Luft". Diese Erzählungen scheinen wenigstens auf Zwistigkeiten unter den Arabern selbst hinzu-denten. Nach einer anderen Nachricht sollen die Truppen deS neuen Mahdi die des alten geschlagen habe». Jedenfalls ist eS höchst selt-sau«, daß Mohamed Achmed noch immer nicht am Weißen Nil erschienen ist, wo er schon längst erwartet wurde. Die inneren Zwistig-leiten erklären allerdings zur Genüge diesen Umstand. Kleine Höronik. sA u f l ö s u n g d e r L a n d t a g e.] Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht ein kaiserliches Patent vom 29. v. M., durch welches die Land-tage von Niederöfterreich, Oberösterreich, Salz-bürg, Steiermark, Körnten, Bukowina, Mähren, Schlesien und Vorarlberg aufgelöst und die Neuwahlen für diese Landtage angeordnet werden. [S t u d e n t e n st t i f e inSerajewo.j Wir lesen in der „Bosn. Post": Die Schüler des hiesigen Real-Gymnasiums hatten sich vor einiger Zeit an den Direktor mit der Bitte ge-wendet, ein Maifest abhalten zu dürfen, welches Ansuchen jedoch im Hinblicke auf das für die hiesige Schuljugend bereits arrangirte Fest ab-fchlägig beschieden wurde, worauf die Schüler in dieser Angelegenheit eine Eingabe bei der Landesregierung einreichten. Nachdeut dieselbe nicht mit der gewünschten Eile erledigt wurde, beschlossen die Herren Schuljungen, aufgewiegelt von einigen Rädelsführer», in einer im Beud-basi Garten abgehaltenen Conferen'z auf eigene Faust vorzugehen, und letzte» Dienstag versam-Hielten sie sich wohl in ihren Schulzimmern, an-statt jedoch die Ankunft der Lehrer behufs Ab-Haltung der gewöhnlichen Unterrichtsstunden zu erwarten, zogen sie mit rührender Einigkeit, die einer besseren Sache würoig gewesen wäre, hinaus, um das begehrte Maifest auch ohne Bewilligung abzuhalten, ihren verblüfften Pro-fefforen das Nachsehe« überlassend. Aller Wahrscheinlichkeit noch dürste das nun folgende Nach-spiel für die Betheiligten uni vieles weniger amüsant fein, als das improvisirte Maifest. >D er Massenmörder i n N e a p e l,j der Soldat MiSdea, welcher, wie bekannt, am Abend deS Ostersonntags in der Kaserne eine Anzahl vonGewehrschüssen abfeuerte, und mehrere Soldaten tödtete, wurde nach »«ehr tägiger Ver-Handlung zur„Erschießung von hinten" verurtheilt. ihnen, um innerhalb derselben den ganzen Weg ous der Mine nach ihren Baracken hin und zurück zu laufen und dort ihre Mahlzeit zu kochen und zu verzehren. Zu anthropologischen Studien begab ich mich täglich bei Sonnenuntergang in die Zink-buden, in welchen die aus den Gruben kommenden Kaffern auf Diamanten untersucht werden. Dieselben entledigen sich ihrer Arbeits-tracht und haben dann vollkommen unbekleidet einen Raum zu passiven, in welchem ihnen mehrere Aufseher die Haare, Ohren u. s. w. besichtigen, ihnen den Mund aufreißen und die Gegend unter der Zunge, sowie den Schlund oft zolltief absuchen, bis sie zum Schluß einen äußerst komischen Luftsprung ausführen müssen. Dennoch stehlen die Leute in unberechenbarem Maße; die beliebteste Manier ist Verschlucken der Steine; Verdächtige werden dann niit Ricinusöl geprüft, und bei einem solchen Kerl fand man kürzlich nicht nur 30 Karat kleiner Steine, sondern außerdem einen Solitär von Haselnuß-größe (NB. 14 Karat!) Der Kauf und Verkauf der Diamanten nach dem Auslande oder gar in Kimberley selbst ist allen möglichen Förmlichkeiten unter-worsen; nehmen wir den — allerdings kaum möglichen — Fall an. ein Minenbesitzer hätte 1884 sE in ganzes ConsulatvorS« richt g e l a d en.] Wie ein italienisches Blau anzeigt, hat das Ministerium des Ausmärb gen in Rom den Appellhof in Aneona biju deligirt, das gesammte Personale deS italienische» ConsulatcS in Constantinopel, gegen die Beschuldigung vorliegt, daß eS amilich« Actenstücke entstellt und gefälscht habe, cw seine Schranken zu citiren, um über dasselt« zu Gericht zu sitzen. In Fol^e dessen mist der Consul Simondetti mit seinem zehn flöim starken Personale, unter den: sich auch diej Consulats-Dolmetsche befinden, in den nächste! Tagen aus Constantinopel in Ancona ein. [Ein ehrlicher Finder v erd»'-t e t.] Aus Rom wird geschrieben: „5» einigen Tagen stieg aus einem Omnibus da letzte der Insassen aus. Der Conducteur blickk^ in den Wagen und bemerkte unter dem -ist eine Tasche, welche sich bei näherer^ Besichü-j gung als mit Gold gefüllt erwies. Ohne jty einen Augenblick zu besinne», eilte der dn« Mann dem langsam dahingehenden FahrM nach und reichte ihm die Tasche. Dieser na:n sie erstaunt in Empfang und öffnete sie, w« um zu sehen, ob der kostbare Inhalt nicht o* getastet sei. Hierauf reichte er eine der dim liegenden Visitkarten dem Conducteur und sagte: „Hier ist meine Adresse, kommen -» inorgen zu mir, ich werde ihre Ehrlichkeit ■«» dig belohnen." Am nächsten Morgen fand '1$ der Conducteur, von frohen Hoffnungen eijiiil; in den« bezeichneten Hause ein. wo ihn b« Dienerschaft nicht vorlassen wollte. Er sand« dem Herrn deS Hauses vie Meldung, erkom« wegen der verlorenen Tasche. Alsbald ftäritt ein Fremder freudenstrahlend heraus, und alt der Conducteur ihn« das Vorgefalle««e erzählt?, schüttelte er vorerst ungläubig den Kopf. Caa aber ließ er den Mann durch eine Carabimm verhaften. Unglücklicher Weise hatte der Änv die gefundene Tasche nicht dem Eigenthums, sondern einem Gauner gegeben, der ihn and» Adresse des wahre» EigenthümerS verwies. ai ihn rasch vom Halse zu bekommen. Patückh gelang es dem ehrlichen Finder bald, D> Unschuld zu beweisen." [Glück m u ß der Mensch hadi«> — und der mit einein auS der Tasche gucke«:« silbernen Löffel, nach den« Vermählungsdliit deS Großfürsten Constanti» auf der Trepoe M^ unteren Etage des Petersburger WnlctpaUi von einem Polizisten angehaltene HilfSdieiin Jj hatte Glück! Nachdem er bereits zu d« Monaten Gefängniß vernrtheilt, erschien bei d« Verhandlung der AppellationSklage im Ftüöcafrj richterplenum als rettender Entlastung»-der Hoffourier, der ihm über seine ftiietn Dienstleistungen ein gutes Zeugniß an&ftcLti und bemerkte, daß die Diener bie_ Geivohnhtt! hätten, Löffel und dergleichen zu sich zu stickt«. mir einen seiner Steine so ohne Weiteres kaust, so würde ich «nich der Gefahr ausz«i«ß haben, ohne Gnade wegen unerlaubten l\> mantenankaufS zu fünfjähriger Zwan^mdat ven«rtheilt zu werden. Trotz aller VorsichismH> regeln werden nämlich noch immer Diamant» in ganz unglaublicher Menge gestohlen tä unter der Hand für Spottpreise verkauft; trk besten Autoritäten haben mir vorgerechmt, dq in den letzten 12 Jahren für über lSV Milli»-nen Mark i wählt habe, sagte eine Freundin der jungen Frau entschuldigend: „Ihre Trauer um den xcstarbenen Pat war so heftig und so tief zu-ßtoch, daß ihr wirklich nichts Anderes übrig Kid, als so schnell wie möglich den schwärzesten Seger von ganz Gorhamville zu heirathen." Amtlich e Warnung.! Auf einer Gemeindetafel stand einst zu lesen: Hiermit rnird zur allgemeine» Kenntniß gebracht, daß k? Vieh nicht mit brennenden Cigarren und oienen Lichtern, sondern nur mit Laternen ge-filtert werden darf. [Siiibttmuii d.j Mama: Nun sträube Tich nicht länger, Käthchen, und geh' hübsch zu Bett! Sieh' einmal, die kleinen Küchlein geben auch schon schlafen! Käthchen: Ja, die alle Henne gcljt aber auch mit. Locates und Wrovinciates. Eilli, -t. Juni. r n e n n u n g.j Der Ober-Bergcommissär Herr Emanuel Riedl wurde zum Bergrathe er-nannt. Diese Ernennung erregt gewiß in allen Ureisen unserer Stadt ungetheilte Freude, ist doch der Genannte einer der opferwilligsten und unermüdlichsten Förderer gemeinnütziger Interessen und Ziele. Ihm dankt das Local-mufeum die gegenwärtige Entwicklung. Seiner ZnMeiiz und Ausdauer ist auch die Inangriffnahme der RestaurirungSarbeite» in der Schloß-ruiuc Lbercilli zuzuschreiben. Seine Verdienste um die Verschönerung der Stadt sind zu be-turnt, als daß wir dieselben besonders anzu-führen brauchten. Wir wünschen nur, daß Hm Bergrath Riedl noch durch eine lange Ruhe von Jahren mit gleicher Lust und Liebe seine umfassenden Kenntnisse und seine reichen 8«t in Strömen fließen ließen. Die geheime Polizei ist gut organisirt, sie kennt beinahe alle Hehler; da sie aber trotz aller Schlauheit doch me bit Steine selbst bei den Hehlern finden würde, so werden diese in der Weise abgefaßt, daß man ihnen durch drefsirte Kaffern Steine zum Kauf anbieten läßt. Gehen sie in die Falle so sind sie ihrer Strafe sicher. Diese Leute aber erwarten ihr Verhüngniß täglich und stündlich, sie zahlen vielleicht 2 L. für einen ctcin von 100 L. Werth, und werden sie dann zuleyt einmal abgefaßt, so sitzen sie ihre zehn Iahn und kehren als reiche Leute in ihre Hei-gut zurück. Einmal fand man bei einem Hehler,' dcc in Capstadt schon an Bord sich sicher dachte, sieben Pfund Diamanten! Jeder Minenbesitzer, Diamantenkäufer oder Makler — es gibt deren eine große Älkiige, trotzdem eine bezügliche Concession M. 400 oder M. 600 jährlich kostet — muß eine ganz genaue Liste sämmtlicher producirten sowie der ge- oder verkauften Steine führen. Tiefe Listen werden monatlich einer eigenen Be-Horde eingereicht, welche dieselben genau ver-gleicht und. da die Anzahl der im Handel kindlichen Diamanten genau den Unterschied der gewaschenen und verlausten, d. h. ausgeführten und wiederuut eingeschriebenen Steine bilden „Deutsche Wacht." Erfahrungen dem von ihm so sehr geliebten Cilli widmen könnte. [P er s o n a ln a ch r i ch t.Z AuS Tüffer wird uns gemeldet: Der neue Hauptpfarrer Herr Johann Schuscha trifft am 5. Juni 1884 mit dem NachmittagSzuge in Tüffer ein. wo-selbst derselbe von der Geistlichkeit und vom Genieinderathe festlich empfangen werden wird. [Ehrenbürge r.j Der Gemeindeaus-schuß von Pickerndors hat dem Herrn Dr. Oth-mar Reiser wegen seiner zahlreichen Verdienste um die Förderung der materiellen und geisti-gen Interessen einstimmig das Ehrenbürger-recht verliehen. [Fortschrittsverein.) Die Jahres-Versammlung deS nntersteirifchen Fortschritts-Vereines wird am 29. d. in Windisch-Feistritz stattfinden. [Attentat auf eine deutsche Fahn e.j Man schreibt uns aus Graz : Kaum ist der Unwille über die Provoeationen, welche das Deutschthum selbst der urdeutscheu Stadt von Seite slavischer Militaristen inGösting erfahren hat. einigermaßen verraucht, und schon ist von der-selben Seite her ein neuer Angriff erfolgt. In der Nacht nämlich von Montag aus Dienstag haben es fünf Soldaten flavifcher Nationalität aus dem hiesigen k. k. Verpflegsmagazin ver-sucht, mittelst Hinaufwerfen ihrer Seitengewehre die im Hause Nr. 25 in der Schörgelgasse aus-hängende deutsche Fahne herunterzureißen. Dabei blieb der Säbel des einen der slavischen Helden in der hoch angebrachten Zahne hängen. Während sich dieselben nun bemühten, den Säbel mittelst herbeigebrachter Stangen herunterzuholen, wurden sie von den HauSleuten überrascht! Der Säbel wurde von letztereu aus der Fahne genommen und am anderen Mor-gen auf dem Bureau der Sicher^eitSbehörde deponirt. [S t e ie r m ä rki f ch e r K u n st v e r e i n in G r st z.] Am 29. Juni findet die Gewinnst-ziehung statt. Znr Verlosung gelangen folgende Oelgemälde: Nidia, aus den letzten Tagen von Pompeji, von Ed. Kasparides, 500 fl. — Maria, die trauernde Mutter, von Th. Me-ticher, 400 fl. — Motiv vom Gailthal. von Alfred Zoff. 300 fl. — Pfingstfonntag. von I. Elminger, 250 fl. — Gestörte Mahlzeit, von I. Schmitzberger, 225 fl. — Das Ständchen, von H. Breting, 200 fl. — Mutterliebe, von W. Kray, 200 fl. — Kühe auf der Weide, von C. Bühlmayer, 200 fl. — Mühle, von C. Reinherz, 150 fl. — Hofbräuhausbier. von I. Gaißer, 120 fl. — Stilleben, von L. Kohrl. 120 fl. — Heimkehr, von A. Gerafch. 100 fl. — Waldschenke, aus Götz von Berlichingen. von C. Brioschi, 100 fl. — Ferner 4 Aquarelle i» 70 fl. 6 Albums ä 20 bis 70 fl. 10 eingerahmte Kupferstiche und für alle weiteren Ge-winne je zwei große Kupferstiche: Die Ver- muß, so ist sie im Stande, jedem Menschen, der einen gestohlenen Diamanten ge« oder ver-kauft hat, nachzuweisen, daß er ihn nicht aus gesetzliche Weise erworben haben kann, da er sich nicht in den Listen findet, keinen „Stamm-bäum" hat. Besteuert werten die Steine in der Weise, daß jeder Besitzer eines Claims M. 10 monatlich, der Exporteur außerdem lU% vom Werthe zahlen muß. Die Diamantenkäufer beziehen die Steine entweder unmittelbar von den Producenten oder der Handel wird diuch Makler besorgt, die, mit großen Brieftaschen bewaffnet, geschäf-tig von Händler zu Händler eilen. In Bureaux, die oft nicht größer als eine Thcaterloge sind, sitzen diese hinter einem mit weißem Löschpapier überzogenen Schreibtisch, aus dem sie die Steine prüfen, wiegen, soUire» und abschätzen. Die Diamanten werden dann in Packetche» wie Brausepulver eingefaltet und in Blechdosen ver-packt, in welchen' sie, nachdem die Dosen noch in Leinwand eingenäht worden sind, mit der Post alle nach London gesandt werden; erst von dort aus zerstreuen sie sich über die ganze Welt. » theidigung und der Klosterbrand, Pendants nach C. F. Lessing. Nur gezahlte Antheilscheine neh-men an der Verlosung Theil. Die Zahl der Gewinne ist derart berechnet, daß auf.j* 50 verloste Antheilscheine ein Treffer entfüllt. Da jeder gezahlte Anteilschein a 3 ff. außer dem eventuellen Gewinn ein Prämienblatt erhält, welches im Kunsthandel den dreifachen Preis kostet, und da die Prämien des fteiermärkischen Kunstvereines wirkliche Kunstblätter sind, so werden alle Kunstfreunde aufmerksam gemacht, diese günstige Gelegenheit nicht zu versäumen. AlS diesjährige Prämien werden bereits ausgegeben : „Deutsche Patrizierin", großer, ganz vorzüglicher Farbendruck nach A. Ebert, und „Andreas Hosers letzter Gang", großer Kupfer-stich nach Defregger. Beide Bilder finden allge-meinen Beifall, und ist zu ersteren bereits ein Pendant: „Altdeutsche Dame" vorhanden, zu letzterem wird ein solches vorbereitet. [ U n t e r st e i r i f ch e B ä d e r. ] Im Kaiser Franz JosefS-Bade Tüffer sind bis zum 3. Juni 133 Gäste zum Curgebrauche eingetroffen. [Die S o ko l - F a h ne n w e i h e in P r a ß b e r g] ist hinter den Erwartungen be> trächtlich zurückgeblieben, was auf die dortigen Chauvinisten hoffentlich eine ernüchternde Wir-kung hervorbringen wird. Wir erwarten, daß sich die slovenische Presse in gewohnter Manier aus der fatalen Situation zu ziehen beflissen sei» wird. Entweder wird die Feier ohne viel Federlesen als großartig hingestellt oder den» Regen die Ursache der schwachen Betheiligung zugeschrieben werden. Wie dem auch sei, die Sache ist mit viel Länn und ohne Zweifel auch mit viel Geld vorbereitet worden, und doch ziemlich kläglich in Scene gegangen. Als Fahnen-mutter figurirte die Frau des Herrn Minifterial-rathes Wassitfch, welchem wir schon wiederholt aus politischer Fährte begegneten, und der gewiß zu den enrogirtesten Slaven gerechnet werden darf. Die Fahnenrede Dr. Vosnjak's ist nach keiner Richtung hin erwähnenSwerth. umsoweiliger, als sie eine ganz »»richtige Farben-lehrc und gar keine seiner „Vosnjak'schen Wahr-heilen" enthielt. Der schleichende Mitbürger hielt sich öffentlich sehr reservirt, dagegen entwickelte Starosta Lippold eine so männlich kräftige Stimme, die mau ihm gar nicht mehr zugetraut hätte. Die Reden paßten zur Stimmung der durchnäßten Theilnehmer, deren in summa «ummarum 82 — darunter ungefähr 70Sokolisten aus Kroatien und Laibach — per Bahn nach Cilli, und von da per Praßberger Landauer «Leiterwagen) nach Praßberg gekommen waren. Nebenbei bemerkt, fuhren fechS solcher Laudauer unbesetzt zurück. Auf der Hin» und Rückfahrt ereigneten sich mehrere nicht uninteressante Vorfälle, die wir nächstens mittheilen werden. Einer davou dürste unter der Rubrik „AuS dem Gerichtssaale" näher erörtert werden. [Ein aufgehobenes Verbot.) Aus Wien wird unS geschrieben: Der Statt-Halter von Steiermark hat dem slovenischcn Sokolvereine in Untersteiermark in Praßberg die Abhaltung der Fahnenweihe darum nicht gestattet, weil derselbe auf seiner Fahne nur die Embleme deS großslavischen Reiches angebracht hatte. Gegen diese Verfügung des Statthalters sollen die Abgeordneten VoSnjak. Gödel-Lannoq und Raiö persönlich beim Herrn Minister-Präsidenten, Grafen Taaffe. Beschwerde geführt haben, und auf die Expertise deS Baron Gödel-Lannoy hin. der bekanntlich bei seiner Candidatur in den Reichsrath einige slovenische Sätze mechanisch anSwendig lernte, um seine Wähler glauben zu machen, er verstünde mit ihnen in ihrer Sprache zu sprechen, und der dem Minister-Präsidenten versicherte, daß diese Embleme nicht russisch, sondern slovenisch seien, hat derselbe die Verfügung des Statthalters trotzGutachten der politischen Behörden aufgehoben und die Abhaltung des Festes bewilligt. Daß diefe ministerielle Verfügung die Autorität der fteiermärkischen Behörden bei den Nationalen nicht erhöhen wird, wird wohl keinem Zweifel unterliegen. [Eine kleine Fortsetzung der St. Georgner Excesses Der Sattler- 4 Meister Sirec in St. Georgen, welcher sich am 18. Mai an der Gründung der Ortsgruppe betheiligte, halte am verflossenen Montage in Achatzi ungefähr eine halbe Stunde von St. Georgen eine geschäftliche Verrichtung. Als er nach Hause zurückkehren wollte, wurde er von circa 30 Burschen bemerkt. Letztere machten auf ihn sofort unter den Rufen: „Wir haben einen Deulschthümler. erschlagen wir ihn" eine Attaque. Sirec bekam Hiebe auf Kopf und Arme und erlitt nicht unbedeutende Verletzungen. Er sah sich daher genöthigt, sich in daS Gasthaus deS Zmok zurückzuziehen. Doch auch dorthin zogen ihm die Burschen nach. Ihre Drohung wär« vielleicht auch in Erfüllung gegangen, wenn nicht plötzlich vier Freunde des Genannten er-schienen wären und im Vereine mit ihm die Excedenten zerstreut hätten, denn trotz aller Renommistereien ist die Courage der Bauernbur-schen nicht weit her. [S ch u b b e w e g u n g.] Im abgelaufenen Monate wurden durch das hiesige Stadtamt 55 Schüblinge expedirt. Die Zahl der vom ge-nannten Amte gefällten VerschiebungSerkennt-nisse betrug 21. In die Arbeitshäuser Messen-dorf und Lankowitz wurde je ein Individuum auS dem Sprengel der hiesigen Bezirkshauptmann-schast abgeliefert. [Ein Heldenthat.) In der Nacht vom Pfingstmontage prügelten am Bahnhofe von Cilli circa 20 Agramer Sokolisten, welche als kroatische Culturträger an der Weihe der Sokolfahne in Praßberg theilgenommen hatten, aus bisher unbekannten Ursachen einen slove-nischen Bauernburschen aus Unterkötting. Die Polizei, welche zwar sofort intervenirte, konnte leider in dem wirren Gedränge die Räbels-nicht eruireu. Sie konnte nur conftatiren, daß ungefähr 20 Falkensed erhälter über den gedach-ten Burschen herfielen und ihn blutig schlugen. Ob wohl die slovenisch-clericale Presse die küh-neu Herren Sokolisten, welche ihrem, wie es scheint auf der Praßberger Fahrt eingesoge-nen Aerger Luft machen wollten, gegen ihren StammeSgenossen vertheidigen wird? Möglich wäre es immerhin, und zwar schon aus dem Grunde, weil man die Sympathien der kroati-fch>m Brüder nicht gerne verscherzen möchte. Wir machen hiedurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren K a u f m a n n & ® i in o u in Hamburg besonders aufmerkfam Wer Neigung zu einem interessanten wenig kostspieligen Glücks» versuche hat, dem kann die Beiheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen aus-gestalteten, staatlich garantirten Geldverloosung nur bestens empfohlen werden. O Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer verehrten Leser auf die Annonce der wohlre-nommirten Firma Valentin & Co., Hamburg, die Hamburger Geld Lotterie betreffend, welche zweifelsohne das Interesse des Publicums in Anspruch nehmen muß und Jedem Gelegenheit bietet, für eine geringe Ausgabe fein Glück zu versuchen. Eingesendet.*) Der Aufsatz in der letzten Nummer vom 1. Juni d. I. der „Deutschen Wacht": „Jndi-eationen für den Gebrauch der Sannbäder", veranlaßt einen in dieser Specialität nicht un-bewanderten Arzt zu der folgenden, jeder Ge-reiztheit fernstehenden, objectiven Aeußerung: Ueber den Umstand, ob ein derartiger Aufsatz, in dieser Fassung. auS Rücksichten für den heutigen Stand der Wissenschaft überhaupt geeignet ist, in einem politischen Blatte ver-öffentlich« zu werden, hinweggehend, wendet sich der Einsender dieser Zeilen nur gegen den Schlußpassus: •) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. ..z>n»isch- 3M<" ......... ganz abgesehen davon, daß die Patienten ihre freie Willensbestimmung be-halten gegenüber den oft lyrannisirenden Ver-haltungS-Voychriften in den Kaltwasser-Heil-Anstalten." Was mit diesen Worten gesagt ist, über-steigt den gewöhnlichen Inhalt ärztlicher Publi-catiouen in politischen Blättern, und die Entgegnung ist eine ganz einfache, wohl von einem jeden in diesem Fache versirten Arzte vertretene. Gerade die Einschränkung der „freien W i l l e n S b e st i m m u n g" und die „oft lyrannisirenden Ver hal-tungs maßregeln in den Kaltwasser-H e i l - A n st a l t e u" sind der mäch-ligeFactor, welcher jährlich Tau-senden und Tausenden ihre ange-griffeneGefundheit wiedergiebt. Die „tyrannisirenden Verhaltungsmaßregeln" sind das strenge Regime, welches von einem jeden Kranken, wenn er überhaupt einen Erfolg be-absichtiget. bifolgt und von einen» jeden Arzte, wenn er ein günstiges Resultat anstrebt, ange-ordnet werden muß." Mit der gemüthlichen, „freien Willensbe-stimmuug" geht es nicht, und der Herr Autor deS in Rede stehenden Aufsatzes wird sich, so-bald er den vorzüglichen Sannbädern etwas abgewinnen und dies« auf medicinische Basis stellen will, dazu bequemen müssen, jenem Re- Sime zu huldigen, dem die ganze jüngere Aerzte-Generation ergeben ist. In Weitere« sich hier einzulassen, dazu sind die Spallen eines politischen BlatteS nicht geeignet. Zur sachlichen DiScussion in einem medicinischen Fachjournale möge der Autor dkS in Rede stehenden Aussatzes über den Einsender dieser Zeilen, der seine Anonymität sogleich ab-legen wird, verfügen. Der Ausschuß des Stadi-VerschönerungS-Vereines hat unter Anschluß einer 5 fl. - Rote nachstehendes freundliches Schreiben erhalten: „In dankbarer Anerkennung für das ver-ständnißvolle und opferwillige Wirken deS Cillier Stadt-ÄerschönerungS - Vereines im Jnleresse der deßhalb auch gerne nach Cilli kommenden Fremden beehrt sich der ergebenst Gefertigte, den Antrag zu stellen, es wolle vom Vereine auch den Fremden Gelegenheit geboten werden, in einen zu entrichtenden Fremdeilfond ihr Schärflein einstießen lassen zu dürfen und bittet zu diesem Zwecke die beiliegende kleine Gabe freundlichst entgegennehmen zu wollen. Cilli. im Mai 1884. Ein in Cilli heimisch gewordener Fremder." Indem der Ausschuß der angenehmen Pflicht, dem edlen Spender auf das wärmste zu danken, sich entledigt, bittet er denselben, freundlichst mit ihm sobald als möglich in direcle Verbindung zu treten und mit ihm zu berathen, auf welche Weife ungesäumt der vor-liegende Antrag zu Gunsten deS Stadt-Verschö-nerungS-VereinS am zweckdienlichsten zu rea-lisiren sein wird. Damit aber den P. T. Fremden schon jetzt Gelegenheit geboten wird, die Vereins-zwecke mit fördern zu helfen, liegen in den Papierhandlungen der Herrn Theophil Drexl und Johann Rakusch fortan Fremdenbücher mit der angelegentlichen Bitte auf, von den-selben freundlichst Gebrauch machen zu wollen. Der Ausschuß des Stadt-Verschöuerungs-VereinS.. Gerichts saat. Dienstag, 3.Juni. [Schwere kör-p e r l i ch e Verletzung.) der 24 Jahre alte Bürgerssohn Franz Cajnko auS Wernsee befand sich am Abende vom 10. Februar mit. dem Knechte Michael Srsen und dem Bürger-söhne Franz Stefaneö in einem Gasthause sei-nes HeimatSortes. Als er im Laufe der Un° terhaltung von Srsen dessen Tabakspfeife verlangte und dieser dem Verlangen nicht will-fahrte, kam es zu einem Wortstreite, der füg-lich in eine Balgerei ausartete, bei welcher Cajnko dem SrSen mehrere Messerstiche ver- 1884 ' setzte, wodurch Letzterer das rechte Auge m-büßte. Franz Cajnko wurde sodm nach 6« Verbiete der Geschwornen zu 3 Jahren M)«k> ren, mit Fasten verschärften Kerkers verurtheck [R a u b.] Der Knecht Lorenz KoUar. t» reits wegen Diebstahls und anderer 5)tlii& achtmal abgestraft, hatte am 9. März nach 10 Hin Abends bei der Brück« in St. Lorenz-i^ di, Anton Wessiak mit einem Prügel einen Zchlq auf den Kopf versetzt und dann die Geldlich i»wie die Tabakspfeife des besinnungslos ß Boden Gestürzten sich gewaltsam angmM Lorenz Kollar wurde daher nach dem Äaje-spruche der Geschwornen zu einer scharn fünfjährigen Kerkerst rase, verschärst mit Faßa. verurtheilt. Gleichzeitig wurde die 6bUiu| unter Polizeiaussicht nach verbüßter Strafe an* gesprochen. Aus dem AmtsStatte. Kundmachungen. ConcurS-Eröff»»j über das Vermögen des Herrn Mori; Hanma prot. Kaufmann» in Petrau. Concil» Commissär Bezirksrichler Dr. Josef Ritt« « Scheuchenstuel, Masseverwalter Dr. Josef Advocat. Tags. 16. Juni in Peltau. &4fl Cilli. Licitationen. 3. exec. FeilbieniM der Realitäten des Dr. Franz Straselli « Repitsch, Großokitsch nnd W«llauicheg. Äjchi Werth 8560 fl. am 7. Juni. B.-G. Prtta*.-Der Maria Cetnivte verehlichle Kolz Nr. 422'/i und 422'/, A. W. ad Anleim-a Sch.-W. 558 fl. 2 kr. am 10 Juni. Peltau. — Der Maria Hauplmann in Sch.-W. 14380 fl. 40 kr. am 11. Juni. &4j Marburg l. D. U. — Der Frau Maria in iNjMarburg. Sch. W. 6122 fl. am 11. Z» B. G. Marburg l. D. U. — DeS Johann ä der Apollonia Simoniö in PauluSberg Werth 1590 fl. 39 kr. — DeS Franz find« iu Barberovnik. Sch.W. 1488 fl. 31 kr. — it Josefa Wellner gebornen Bresnik in Mich Sch.W. 4713 fl. 78 kr. — Mathias in Kulmberg Sch.-W. 1220 fl. 75 kr. — h A. Waupotiö in Rumäne«?. Sch.W. 2931 — Des Thomas Pelek in Klu> aroveö. ZchH Werth 1043 fl. 53 kr. sämmtlich am ll.^» B.-G. Friedau. — Relicitation der Rcaltraa des A Lipan von Silovetz. Sch.-W. 470 fL u 7 Juni B.-G. Rann. — Des Alois und M Gertraud Simoniü Urb.-Nr. 299^/,, ad Eiat feld Sch.-W. 1180 fl. Meistboth 720 i a 11. Juni. B.-G. Peltau. — 3. execunve Z«i bietung der Realitäten deS Gregor und » Agnes SabukoZek in Pletowarje Sch.-W. am 7. Juni. St. del. B.-G. Cilli. — » Johann Fordermayer in Gonobitz Werth 1730 fl. am 7 Juni. B.-G. Angekommene fremde. Hotel Erzherzog Johan». Franz Wibmer, Realitätenbesiyer, » tau. — Dr. M. Reiser, Marburg. — II S'xtus. Ritter v. Fichtenau, Advocat, JuliuS Zigull. k. k. Oberlieutenant. Wien. -Dr. Johann Oser, k. k. Professor, Wi-n. ^ Jfidor Gutmann. Techniker. Wien. — lauS Dundaczek, Techniker, Wien. —Juli«» mann, Techniker, Wien. — Ed. Ehrlich. Techia Wien. — Ferdinand Ulzer, Techniker. Sri — Josef Albert KarpluS. Student, Siiii.» Adolf Kliemetfchek. Affiftenl, an der k! technischen Hochschule in Wien. — KM Ritter von Helly, Student, Graz. — T!i«M Pszczolka, dipl. Apotheker, Bielitz, — M Blärck, Privat, Wien. — Frau Julie ^li» mayer. DirectorSgattin, Si^ek. — Frau iloa Popelka s. Familie, Private. Graz. — a Adolf Schwarz, AdvocaturS-Candidcil, Sq Kauifza. — Karl von Cckus, Appellanin-Ä Agram. — Leopold Manhart, Kaufmann. Z> — Sigfried Alexander, Reisender. Wie». — i Schmidhamnier, Hütten-Ingenieur. Gustav Schmidhanlmer, Ingenieur, iüitfönl — Dr. Julius Ritter von Plager. Ac?» Graz. — Julius Pfrimer, k. k. Hsf-La lieferant, Marburg. 1884 „Deutsch, Wacht 7 Ein sehr schöner, grosser Weiitartei mit einem schonen Herrenhaus und separater Winzerei, »ehr grosser deutscher Presse, Keller, Garten und Wiesen mit 100 Obstbäumen. grosser Waldung ist sofort wegen Kränklichkeit des Besitzer« zu verkaufen. Auskunft in der Administration d. Hl. 381—3 Damenhüte, il«li nur haut ■■ouvrnutrx, von 11. 1.30 in. als auch in reichster Ausstattung, ebenso Kinderhüte verfertiget und halt reiche Auswahl T. Hexschmann, Modistin ans Wie«, Cilli, PostniM Nr« 29. Aacb wird modernisirt. | Filialdr-pOt in Sauerbrunn. Man biete dem Glücke die Hand! 300,000 Mark Hauptgewinn im günstigsten Falle bietet die Hamburger grosse Geld-Verloosunjt, w iche vom Staate genehmigt nnd garantirt ist. Die vortheilhaste Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Motaten durch 7 Classen von 100.000 Loosen 50.500 Ue-«tinnr zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 500,(100 speciell aber 1 Gew. ä M. 800.000 20 Gew. ä M. 10.000 1 Gew. ä M. 200.000 56 Gew. a M. 5000 2 Gew. ä M. 100.000 IOC Gew. a M. 3000 1 Gew. ä M. 90,000 253 Gew. ä M. 2000 1 Gew. a M. 80.000 6 Gew. ä M. 1500 2 Gew. ä M. 70,000 515 Gew. a M. 1000 1 Gew. ä M. 60.000 1036 Gew. ä M. 500 2 Gew. » M. 50,000 29020 Gew. ä M. 115 1 Gew. u M. 80,000 19.4« Gewinne ä M. 200, 5 Gew. ä M. 20.000 150, 124, 100, 94, 67, 3 Gew. ä M. 15.000 ' 40, 20. Von die-en Gewinnet gelungen in erster Classe 4000 im Gesammtbetrage von M. 1'7.000 zur Ver-loosung. Der Haupttreffer lter Classe betragt M. 50 000 und steigert sich in 2tcr auf Mark 60 000, 3ter M. 70 000 4ter V. SO.000 Rt r M. 90 000. titer M. 100.000, in 7ter aber ans eventuell V. 500 000 spec. M. 300 000, 200 000 < tc. Die nächst.» Gewinnziehung erster Classe dieser grossen vom Staate garantirden Geldverloosung ist amtlich festgestellt und findet schon am II. und 12. Juni d. i. statt tun! kostet hierzu 1 ganzes Original-Loos nur ti- 3.50 kr. si. W. I halbes „ „ „ 1.75 „ „ 1 viertel „ „ „ — »0 „ „ Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung. Postanweisung oder Nachnahme des Betrages mit der grössten SSorgfi.lt ausgeführt und erhält Jedermann von uns die mit dein Staatswappen versehenen Original-Loose selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt, aus welchen sowohl die Eintheilung der Gewinne auf die verschiedenen Cluaenziehnngen, als auch die betreffenden Einlagebeträge zu ersehen sind, und senden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan fraaco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Nieht-Convenienz die Loose g<$rh tonn bei einem solchen auf der •«lldfMtrn H»nI» gegrütultten Unltmthmtn überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, man beliebe daher schon der nahen Ziehung halber alle Aufträge baldigst direct zu richten an Kaufmann & Simon, Bank- nnd Wechsel-Geschäft in Hamburg. P.8. Wir 'Unken hierdurch für da« uns seltner geschenkte Vertrauen und bitten durch Einsicht nahmr: in i!cq ■MtUlllli Plan sich v&n «len groftiartl^en Gewian i'hanccn tu übertrugen, wclchc dic*c \ «r)oo»uujten bieten. D. O. I Murrrr .Thmimici' Hegt ein froni>ert tle* beMmutilfn ttnuA-InfPHfOi 4' »»• Mn»»»b»tt'a be(. irnrntis trir tiii*nx rerehrlirhet* !.««• brxnMffer* ausmer/uta»»* uin-eAcu. Jllarli 500,000 im gtückttchsten Aalle. Die große vom Zt-rale Hamburg garantirte Geldlotterie erfreut sich durch bie Reichhaltigkeit ber in derselben zur Verloosunq lammenden Gewinne sowie durch die größtmöglichste Garantie für prompte Gewinnauszahlung liberal! der größten Beliebtheit, Dieselbe wirb be» Bestimmungen des Planes gemäß von einer besonders hiejür eingesexien General Tirection geleitet und daS ganze Unter-nehmen vom Staate überwacht. Es werden in wenigen Monate» von der ersten bi» zur siebenten Classe unter 100,000 Loosen 50,500 Loose sicher mit Gewinnen gezogen. Darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 500 000. speciell aber: RZb—4 Prämie Gewinn Gewinne Gewinn Gewinn Gewinne Gewinn Gewinne Gewinn Gewinne Gewinne Mari.100.000 200 000 100 000 »0 000 *0 000 70.000 60 000 50 000 30,000 20 000 15 000 26 Gewinne i Mark 10.000 !>6 Gewinne ä „ 5 000 10»« Gewinne ä „ 3,000 253 Gewinne ä „ 2,000 C Gewinne a „ 1,500 515 Gewinne i „ 1,000 10.16 Gewinne ä „ 500 29020 Gewinne ä „ 145 19463 Gewinne ä „ 200, 150 124, 100, 04, 67, 40, 20 -c. Von diesen Gewinnen werben in der ersten Claffe 4000 im Gesammtbetrage von M- 157,000 verloost. Der Haupttreffer ber ersten Classe beträgt Mark 50,000 unb steigert sich in der zweiten Claffe aus Marl 60,000, dritten Mark 70,000, vierten Mark 80.000, fünften Mark 90,000, sechsten Mark 100,000 und in der siebenten Claffe aus eventuell Mark 500,000, speciell aber M- 300,000, 200,000 !c. k. Zu ber Gewinnziehung ber ersten ö lasse kostet Ein ganzes Originallos fl. 3.50 (?in halbes Originattos „ 1.73 Ein viertel Originallos „ 0.S0 Gegen Einsendung des Betrages in Banknoten, Postanweisung oder in Freimarken werden die bei unS eingehenden Aufträge prompt aufgeführt. ES erhält Jeder die mit dem Staats-wapven versehenen Originollose in Händen und zu gleicher Zeit den amtlichen Plan, a«S welchem alle« Nähere, wie Gewinneintheilung^ ZiebungS"ata und Einlagen der verschiedenen Classen zu ersehen ist. Sowrt nach Ziehung erhält jeder Theilnebmer die amtliche mit dem Staatswappen versehene Kr-winnliste, welche deutlich bie Gewinne und die respectiven Nummern angibt, die gewonnen Haben. — Die Auszahlung der Gewinne geschieht planmäßig prompt unter TtaatSgarantie. Aus Verlangen versenden wir den amtlichen Plan im Voraus gratis und erklären uns serner bereit, die nicht conveni-tenden Loose, welche u»S rechtzeitig vor Ziehung retournirt werden, wieder zurückzunehmen und den dasür erhaltenen Betrag sofort z'urüdzuerstattcn Da zu diesen Gewinnziehungen täglich sehr zahlreiche Aufträge bei uns eingehen, so ersuchen wir, um alle Bestellungen mit Sorgsalt ausführen zu können, dieselben baldmöglichst, jedenfalls aber vor dem 11. Juni 1884 uns direct zugehen zu lassen. YALEITIH besserem Hause, beider Landessprachen mächtig, findet sofort Aufnahme in der gemischten Waarenhandlung des IdL- Xjösctm.ig-g' in Sanerbrunn. 372—2 500,000 Mark zu gewinnen* Diese enorme Summe beträgt im glQcUichsten Falle der Haupttreffer in der von der Regierung mit dem ganzen Stmtsvcrmögen garantirten Hamburger Geldlotterie. Die Lotterie enthält 50.500 Gewinne, welche in 7 Abtheilungen ausgelost werden. Mehr wie die Hälfte aller Loose müssen gewinnen. Keine Lotterie bietet solch'günstige Gewinnchancen. Speciell sind die 50.500 Gewinne wie folgt eingetheilt: 1 Prämie a Mark 300.000 1 Gewinn ä 200.000 2 Gewinne a 1 >»0.000 > Gewinn ä 00.000 1 Gewinn ä 80,000 2 Gewinne ä 70,000 1 Gewinn ä 60.000 2 Gewinne a 30.000 1 Gewinn a 30.000 5 Gewinne a 20.000 3 Gewinne ä 1S.OOO 26 Gewinne ä 10.000 56 Gewinne ä 3,000 106 Gewinne a 3,000 253 Gewinne a 2.000 6 Gewinn« ä 1.300 515 Gewinne ä 1.000 103ti Gewinne ä 300 60 Gewinne ä 200 63 Gewinne a ISO 29020 Gewinne ä 143 l'J340 Gewinne a M. 124, 100, 94, 07. 40 Der Prei#. der Lpose ist amtlieh festgestellt nnd beträgt für die erste Abtheilung: Gest. Währ. 3 30 für ganze Originalloos« „ „ 1.73 für halbe Griginalloosa „ „ —.90 för viertel Originalloose Wir bitten mit den Bestellungen den entfallen-den Betrag in Banknoten oder in fi&terr.-uneir. Postmarken zu übersenden; am Bequemsten ist die Zusendung pr. Postanweisung. Bei Zusendung der bestellten Loose legen wir das amtliche Ziehungsprogramm bei, woraus Alles genau zu ersehen ist. — Sollte irgend einem Empfänger das Ziehungsprogramm nicht foiv<-niren, sind wir bereit, die Loose yot Beginn 1er Ziehung zurückzunehmen, und das dafür bezahlt« Geld zu retourniren. Der Name jedes Bestellers wird in den Lotterie Registern notirt, und sofort nach jeder Ziefanag erhalt jeder Loosbesitzer von uns direct, ohne dass eine Aufforderung nöthig ist, die amtlicL-Ziehungsliste. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt tinter Staatscotrole nach jeder Ziehung. Unsere Firma besteht schon seit mehr als Jahren und seit dieser Zeit waren wir schon oft in der Lage, in Oesterreirh-Üngsrn Haupttreffer von 250.000, 100.000, 80.000. 60.000. 40.000 MM etc. auszubezahlen und haben dadurch das Gitirk vieler Familien in Oesterreich-Cngam begründ«!. Tausende werden oft an Cnternebniungen genagt, wo der in Aussicht stehende Gewinn noch ungewiß es ist daher jedenfalls eben so richtig, einige Golden für den Ankauf eines Loose* zu wagea in einer vom Staate ausgehenden und garantirte« Lotterie, die solch' grossartige Chancen bietst, nnd wo man sofort ein grosses C apital erreich i n kann. In Anbetracht der bedeutenden Theilnahm-.', welche für diese Staatslotterie in sichere Ansticht steht, bitten wir die Bestellungen schnell möglichst zu übersenden, keinesfalls aber später als II. Juni d. J., weil an diesem Tage die Ziehung si sswl«l«* rrufl Ich beginnt. Man beliebe die Bestellung direct an uns la adressiren. Co. 378-1 Hamburg. JUi - — w■.i-rtn; Verantwortlicher Redacteur Max Heanzxi.