^l.i.. l_Oi). " halbi,s,l)li, Mil derbst »'«z! ^'s>, O'lr! st,? 50 >«^»,^V^^^, ^. ^NHtTsl. l»..d, .bolunu^ P°r .^c>l, 3 l., ^.^^717. Amtlicher Theil. Kaiserliche Verordnung vom 38. Juli 1884, betreffend die Gewährung von Unterstützungen aus Staatsmitteln für die durch Überschwemmungen heim gesuchten Gegenden von Calizien, Lodomerien und Krakau. Auf Grund des H 14 des Staatsgrundgesehes vom 21. Dezember 18U7 (N. G. Al. Nr. 141) finde Ich anzuordnen wie folgt: § 1. Meine Regierung wird ermächtigt, zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Bevölkerung in den durch die Überschwemmungen im Monate Juni d. I. heimgesuchten Gegenden Meine« Königreiches Galizien und Lodomerien mit dem Großherzogthume Krakau Beiträge aus Staatsmitteln bis zum Belaufe von 800000 ft. nach Maßgabe des wirklichen Bedarfes zu etfolgen. § 2. Von diefem Betrage kann die Regierung die Theilbeträge von 440000 fl. zur Veralifolgung nicht zurückzuzahlender Unterstützungen und von 00000 Gulden zur Begleichung der Ankaufslosteu von Spizasalz für hilfsbedürftige Landwirte zur Erhaltung des Vieh-standes und Hintanhaltung ansteckender Thierkranl-heitrn verwenden. Auch der Theilbetrag von 60000 fl. wird von den mit Spizasalz belheilten Landwirten nicht zurück» zuzahlen sein. ß 3. Der Theilbetraq von 300 000 fl. aus Staatsmitteln kann als unverzinslicher Vorschuss zur Beschaffung des nölhigen Sameng>>treides für den Winteranbuu an hilfsbedülftige Landwirte gegrn Uebernahme der Haftung von Seite des Landes-fondes für den Gefammlvorschuss von 300 000 fl. erfolgt werden. § 4. Die Rückzahlung der Vorschüsse hat vom 1. Jänner 1886 an in fechs Jahresraten zu geschehen. § 5. Rechtsutkunden, Eingaben und Protokolle über die gewährten Unterstützungen und Vorschüsse sind stempel« und gebürenfrei. Infoweit es der Landesausschuss für nothwendig erachtet, für die unter der Haftung des Landesfondes den einzelnen hilfsbedürftig?« Landwirten gegebenen Vorschüsse die bücherliche Sichelstellung zu veranlassen, ,st dafür leine Oebür zu entrichten. 3 6. Rückständige Raten werden von den mit ^orschüsfen Belheiligten im Verwaltungswege einzubringen sein. § 7. Mit dem Vollzuge dieser Verordnung, welche mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind Meine Minister des Innern und der Finanzen beauftragt. Ischl am 28. Juli 1884. Franz Joseph in. p. Taaffe m. p., Ziemialkowski in. p., Falken- hayn m. i>., Prazül in. p., Conrad m. p., Welsersheimb m. p., Dunajewski in. p., Pino in. p. Gesetz vom 11. Juli 1884, betreffend die Beitragsleistung des Staatsschatzes zu den Kosten der Regulierung des Glan-Flusses in Kärnten. Mit Zustimmung der beiden Häuser des Reichs-rathes finde Ich anzuordnen wie folgt: 8 1. Der Staatsschatz leistet zu den auf 195000 Gulden veranschlagtem Kosten der nach dem Landes, gesehe für Kärnten vom heutigen Tage auszuführenden Regulierung des Glan-Flusses den Beitrag von 5)8 500 Gulden. Dieser Beitrag ist während der Bauperiode in gleichen Jahresraten in den zur Durchführung der Regulierung bestimmten Fond einzuzahlen. In dieser Beilragsleistung sind jene Beträge in« begriffen, zu denen etwa der Staat als Adjacent oder Interessent verpflichtet wäre. § 2. Mein Ackerbauminister und Mein Finanz, minister sind mit dem Vollzuge diefeS Gesetzes betraut. Ijchl am 11. Juli 1884. Franz Joseph m. p. Taaffem.p, Falkenhaynm.p, Dunajewskim p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Major des Ruhestande« Karl Pavel als Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Classe in Gcmähheit der Ordens-statuten den Ritterstand allergnädiast »u verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Juli d. I. den Canonicus-Senior Gregor Schell an der zum Dom« scholasticus und den Consistorialkanzler und Canonicus des Collegiatstifteb St. Nicolaus zu Straßburg Lam-bert Einfpieler zum Domherrn des Gurler Käthe-dralcapitels allergnädigst zu ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. Juli d. I. dem außerordentlichen Professor und Vorstande des histo-logischen Institutes an der l. l. Universität mit deutscher Vortragssprache in Prag Dr. Sigmund Mayer den Tiiel und Charakter eines ordentlichen Professors allergnädigst zu verleihen geruht. Conrad« Eybesfeld m. p. Der Handelsminister hat den bei der Kreisbehörde in Travnik als Kreisarzt in Verwendung stehenden Med. Dr. Wilhelm Straffer zum Seesanitätsarzt bei dem Hafen- und Seesanitäts'CaPltanate in Trieft ernannt. __________ Am 7. August 1834 wurde in der l. t. hos« und Staat«. druckcrei in Wien da« XI<. Eliick des Neichsnesetzblattes, vor< läufig nur in deutscher Ausgabe, ausgegeben und ver» sendet. Dasselbe enthält unter Nr. 127 die Verordnung des Finanzministeriums vom 8. Juli 1884, betreffend die Entrichtung der Stcmpelstcbürcn siir in ^onn vou Telegrammen aus Äosnien und der herze-ssowina eingebrachte Eingaben' ??r. 128 das Geseh vom 11. Juli 1884. betreffend die Vei> tm^slristuna, des Staatsschatzes zu den Kosten der Regu-licrunss des Glan-Flusscs in Kärnteu; Nr. 12!) die Verordnung des Finlliizministeriums vom 27. Juli 1884. betreffend die Erlnutcruna des Puulles 2 des 8 1<> der DuichführunaMorschrift zum allgemeinen Zolltarife; Nr. 13U die laiscrlichc Verordnung vom 2«, Juli 1884. bctres» send dic Gewährung von Unterstichunn.cn aus Staatsmitteln sür die durch Ueberschwemmungen heimgesuchte!« Gegenden von Galizicn. Lodomciicn und Kralau; Nr. 131 die Verordnung des Ministeriums des Innern vom 1. August 1884, womit eine Erläuterung zur Verordnung vom 14. März 1884 "> sonst erhalten wii'den. ""h.^ w ^^ß„, ziem-Preise« der I^.'A,ffH„, abgesehen a so von t""b "?.H au« «"derin «runden besser zur Kellnem Lailmcher Zeitung Nr. 183 1514 9. Augnst l»34. zu so Überaus stürmischen Scenen, wie sie selbst in den durch ihre excessive Lebhaftigkeit berüchtigten französischen Kammersitzungen selten erlebt wurden. Um der kleinlichsten Formfragen willen provocierten die Monarchisten und Radicalen wüste Scandale, und an. lässlich der Discussion über die Frage, ob der Ent-wurf der Verfassungsrevision vor oder nach der Ails« losung der Bureaux vorgelegt werden soll, wäre es zwischen dem Conseilspräsidenten und dcm ehemaligen Pariser Polizeipräsidenten Nndrieux beinahe zu einem Handgemenge gekommen. Schlichlich sah sich der Präsidi'nt der Nationalversammlung genöthigt, die Sitzung nach dreistündiger Dauer zu unterbrechen. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung gelang es, ein der Regierung günstiges Ergebnis zu erzielen, so dass die Wahl einer aus fünfzehn Mitgliedern be stehenden Vorberathungs-Commission durch das Listen» scrutinium angenommen wurde. Die Monarchisten mit den radicalen und intran« sigenten Republikanern sind mit rührender Ueberein« stimmung bestrebt, die Republik zu diScredilieren. Die Manifeste, welche Plon.Plon von Zeit zu Zeit in die Welt setzt, sind wohl geeignet, Heiterkeit zu erregen, aber die Agitation der äußersten Linken verdient größere Beachtung, denn nur sie ist imstande, die Chancen der royalistischen Umsturzpartci günstiger zu gestalten. Die oppositionellen Bestrebungen, den Verlauf der Congressarbeiten durch fortwährende Slö« rungen zu hemmen, können selbst durch die strenge Geschäftsleitung der Nationalversammlung nicht verhindert werden, aber schließlich wird es doch wohl zur unveränderten Annahme der vom Senate amendierten und von der Kammer in dieser Form genehmigten Revisionsvorlage kommen. Zu beneiden sind die Herren Gesetzgeber der Republik diesmal nicht. In einem mäßig großen Saale müssen alle Senatoren und Deputierte, 857 an der Zahl, Platz finden und stundenlang in einer afrikanischen Glühhitze beisammensitzen. Dazu die H'he der Debatten, die Ausdünstung des alle disponiblen Räume füllenden Auditoriums! Und das alles wegen einer ziemlich belanglosen Vorlage, die den pompösen Titel einer Verfassungsrevision trägt. Jules Ferry mag es schon selber im Innern be« dauern, dass er sich durch das Geschrei der radicalen Opposition zur Verfassungsrevision habe drängen lassen. Die junge Republik bedarf vor allem einer gewissen Stabilität ihrer Staatseinrichtungen. Die Ver« fasjung ist die Basis eines jeden modernen Staats« roejens, an welcher ohne zwingende Nothwendigkeit nie gerüttelt werden dürfte. Nun gehört d«r französische Senat durchaus nicht zu jenen ersten Kammern, mit denen eine freisinnige Regierung nicht auskommen könnte. Die Republik hat im französischen Senate eine riesige Majorität und die Senatoren sind der Mehr« heit nach eher demokratisch als reactionär veranlagt. Aus purer Taktik hat sich Feny nichtsdestoweniger veranlasst gesehen, die Revisionsvorlage einzubringen, die ihm schon manche schlaflose Nacht bereitet hat und auch in den nächsten Tagen die Regierungsluft ver-gällen dürfte. Der Senat wahrte mit Zähigkeit seine Rechte auf die Feststellung des Staatsbudgets, und Feriy, welcher Anfangs die Weglassung des diesbezüglichen achten Artikels und der Revisiontvorlage als „Enthauptung" derselben bezeichnet hatte, willigte endlich in diese und bewog auch die Kammer zur Nach« giebigkeit. Nun fragt es sich aber, ob im Congresse nicht eine Wiederaufnahme dieses Artikels in die Verfas« sung verlangt wird. Das dürfte zu großen Debatten Anlass geben, wie man ja überhaupt von verschiedenen Seiten die Befürchtung ausspricht, der Congress werde seine Berathungen nicht auf die vorherges-henen Punkte beschränken. Es gibt eine stattliche Anzahl von Dep»« tierten, welche schon in der Kammer offen erklärt haben, dass sie sich durch die Annahme di-r Revisions' Vorlage in der Kammer für nicht gebunden im Con> gress erachten, und von dieser Seite drohen der Nc-gierunq die unangenehmsten Ueberraschungen. Und selbst wenn nach heillosem Spectakrl alles glatt abläuft — da ja die Regierung auf eine Ma-jorität von circa 500 Stimmen rechnet — was hat Frankreich mit dieser Numpf-Revision gewognen? Die jehr problematische Demokratisierung des Senals, die Abschaffung der öffentlichen Gebete, die doch nicht qe-schadet haben konnte», und eine nicht bedeutende Ver« besserung des Senatiwahlgesetzes. Die Bestimmung, dass die republikanische Staalsform fortan nicht mehr Gegenstand der Discussion bilden dürfe, enlbehrt jeden Praltischel, Wertes, denn die Herren Staatöstreichser haben bekanntlich auch bisher sich blutwenig um Gesetze gekümmert. Grotze Erfolge si»d daher von der vielbesprochenen Verfassungsrevision nicht zu erwarten, und die Freunde der Ordnung können froh sein, wenn der Congress ohne merkliche Schädigung des Ansehens der Republik abläuft. Inland. (Sanitäre Anordnungen.) Das k. k. Mini« stcrium des Innern hat wegen Beerdigung der an Infektionskrankheiten Verstorbenen nachfolgende Vorsichtsmaßregel» angeordnet: 1.) Alle Leichen, bei denen die Gefahr der Ueb,r-tragung einer ansteckenden Krankheit besteht oder welche vermöge ihrer Beschaffenheit eine erhebliche Verunreinigung des Luftlreises besorgen lassen, sollen ehebaldigst nach vorgenommener Beschauung aus dcm Sterbehause entfernt und in entsprechend eingerichtete Leichenkammern überbracht werden. 2.) Die Leichen der an Blattern. Scharlach, Diphtheritis, Cholera, Flecktyphus oder Ruhr Verstorbenen sollen im Sterbehause bis zu ihrer Beerdigung nur dann belassen werden, wenn die Wohnungs-verhältl'isse es zulassen, dass zur Beisetzung der Leiche b>2 zu ihlkr Beerdigung nn besonderes, für die Zeit lediglich zur Aufbewahrung der Leiche dienendes, von dem Familienverlehre abschliehbares Gemach Verwendet werde. 3.) Zur allfälligen Decorierung des Trauergemaches und zur Aufbahrung solcher Leichen sollen die von der Leichenbestattungs-Unternehmung zu derlei Zwecken allgemein benutzten Geräthe und Paramertte nicht verwendet und soll auch die Schaustellung solcher Leichen verboten werden. 4.) Die Beschau«Aerzte sollen verpflichtet werden, nach dem Ergebnisse des Leichenbeschaubefundes die Angehörigen oder Wohnungsgeber des Verstorbenen von den zur Wahrung der sanitären Interessen erforderlichen Vorkehrungen in Kenntnis zu sehen und zu bestimmen, ob die in den vorstehendeil Punkten enthaltenen Vorsichten durchzuführen sind. Auch sollen sie verhalten werden, zu dem Behufe auch der Gemeindevorstehung die Anzeige zu erstalten, damit dieselbe im Sinne des Sanitälsgesetzes §4, lit. 2., die geeigneten localen Vorkehrungen unverzüglich zur Ausführung bringe. (In Kärnten) fanden gestern die Landtags' Wahlen in den sieben Landgemeinde>Wahlbezirken Klagenfurt, Völkermarlt, Wolfsberg. St. Veit. V'llach, Spittal und Hermagor statt. Auf jeden dieser Wahlbezirke entfallen zwei Abgeordnete, so dass im ganzen 14 Vertreter zu wählen sind. Das Resultat ist un« bis zur Stunde nicht brlannt. — Auch ii, Stemmark, woselbst die Wahlen am 19. d. M. beginnen, sind die Wahlvorbereitungen bereits in vollem Zuge. (Kroatien.) Vorgestern Nachmittag fand im Schoße der kroatischen Landesregierung eine Conferenz statt, in welcher definitive Beschlüsse über die Leitung und Erhaltung des Naiionallheaters gefasst wurde». Die Erhaltung der Oper ist nunmehr definitiv gesichert, auch wurde in dieser Consevenz bereits das Comite, soweit es von der Landesregierung ernannt wird, zusammengestellt. Demzufolge wird Re-gielunsss-Secretcir Kneisel als Regierungs-Commissär das Präsidium im Comite und die uneingeschränkte disciplinäre Gewalt über die Theatermitgliedcr innehaben. Als Mitglieder des Comites sind die Herren Obergespan Vardian. Sectionsrath Ianko Iultovit, Secretär Eugen Tomii und Ingenieur Theodor Zloch in Aussicht genommen. Die Namen der seitens des Vemeinderathes zu wählenden zwei Mitglieder sind noch unbekannt. Ausland. (Aus Berlin) wird geschrieben: „In unseren amtlichen Kreisen steht man dem Scheitern der Con« ferenz „kühl bis ans Herz hinan" gegenüber. Entschieden bestrilten wird nur, dass Deutschland mit seiner Anregung hinsichtlich der Besserung dlS egyp-tischen Gesundheitswesens etwa die Absicht gehabt habe, das Scheitern der Conferenz herbeizuführen. Deutschland habe vielmehr ebenso ehrlich wie jede andere Macht eine befriedigende Lösung der euyptischeli Finanzfrage gewünscht. Aber freilich habe sich Fürst Bismarck gehütet, noch einmal die undankbare Rolle eines „ehrlichen Mallers" zu übernehmen, wie man vielleicht im auswärtigen Amte zu London erwartet hatte, und seinen großen Einfluss zu Gunsten einer Lösung um jeden Preis in die Wagschale zu werfen-Schon allein die schlimmen Erfahrungen, die er damit bei der Berlin?r Conferenz gemacht hat, hätten ihn davon zurückgehalten. Wie er sich damals die Feind» schaft Russlands zugezogen habe, so würde er diesmal die öffentliche Meinung Frankreich« gegen sich aufgebracht haben, und dazu habe er nicht die ge-ringste Lust verspürt. Vergebens werde die englische Regierung den Versuch machen, die Verantwortlichkeit auf andere Schultern abzuwälzen. Im übrigen gedenkt sich Deutschland vorläufig ganz auf die Rolle eines Zuschauers zu beschränken und abzurosten, welche Schritte Herr Gladstone thun wird, um sich au« der selbstverschuldeten Verlegenheit herauszuarbeiten." (Die Revision der französischen Verfassung) wird vom Congress« nun doch über die ursprünglich gezogene Schranke hinaus erweitert. An-drieux hat den Antrag an den Autschuss geleitet, es mögen Mitglieder der Familien, welche früher in Frankreich geherrscht haben, von der Präsidentenwahl ausgeschlossen und überhaupt als unfähig zur Ueber- Diese Gründe sind einerseits ökonomische, andererseits ethische. Die Leistung eines Kellners steht in der Regel in keinem entsprechenden Verhältnisse zu seiner Kraft, und die« ist die Ursache, warum im Gebirge, wo viele Arbeiten die volle Kraft eines Mannes erfordern, die Kellnerei ausschließlich dem weiblichen Geschlechte zugewiesen ist. Man muss in den Nlpenländern gelebt haben, um die Bedeutung der „Kellnerin" geziemend würdigen zu können, und das Gerücht: „auf der ,Post' oder beim ,Adler' ist eine neue Kellnerin", muss auf einen unmittelbar eingewirkt haben, wenn man erkennen soll, dass die Kellnerin ein Factor ist, mit dem man rechnen muss — in jeder Beziehung. Man muss gesehen haben, wie an einem solchen Tage die Stammtische statt wie gewöhnlich um 6 schon um 4 Uhr abend« vollständig beseht sind und wie dieses Gerücht sogar eine Wählerversammlung frustrierte und die Gründung einer Sparcasse auf einige Ze t hinausschob. Zuerst spricht man über die neue Kellnerin, über ihle «ugen, ihre Haare, ihre Zähne, ihren Wuchs und ihren Körperbau, au« welchem die Schlaumeier Anhaltspunkte für die Kenntnis ihrer Biographie herauszufinden trachten; dann spricht man mit ihr und bald spsicht sie über die Leute mit der Gewandlh'it eines ..Dorf.Lehmann", dessen Stelle sie vollkommen "^ Niemand kennt die Verhältnisse jeder Art im Orte so wie die Kellnerin, denn der Wein macht red» selig und indiScret. Sie hat für jeden ein gutes Woit, einen «heilnahmsvollen Blick, und so manchem, dem momentan da« Absatzgebiet für Blumen verschlossen ist, eröffnet sie willig ein provisorisches bis auf weiteres, mit einer Hingebung und Geduld, die geradezu bewunderungswürdig ist. Sie ist die öffentliche Freundin, ihr Freundfchaftsnotar und insbesondere dem Junggesellen ist sie eine Art Familien-Surrogat und steht dem theilnahmsvoll bei in allen Lagen des Lebens. Sie ist eben nicht nur Kellnerin, sondern auch Weib. Und wenn sie fortzieht — e« geschieht dies meistens, weil sie geheiratet oder eben weil sie nicht geheiratet wird — erfafst jeglichen eine eigenthümliche Schwermuth, in der nur der Gedanke Trost gewährt, dass jede scheidende Kellnerin eine neue nach sich zieht. Das blendend weiße Häubchen neckisch auf dem Kopfe, fchwebt die Hebe graziös durch die Näum. lichkeiten, und jede ist bemüht, der anderen an Auf-merksamleit für die Gäste zuvorzukommen. Sie haben für jeden einen freundlichen Blick, ein verbindliches Wort. und alles in Sitte und Ehren. Wie angenehm klingt nur die ständige Frage: «Hat's geschmeckt?" Wie lächerlich würde sich dagegen cin Kellner mit einem weihen Häubchen und einem Latzschürze ausnehmen! Und mit welch' gewinnender Art versteht es die hübsche Lina, die Stelle einer Zahl« lellnerin zu versehen! Man spürt fast nichts, wenn man ihr bezahlt; sie lächelt emem das Geld förmlich aus der Tasche. Und so gewinnen beide, Wirt und Gast. bei der weibliche» Bedienung. Man hat zugleich Wein und Weib und man braucht sich dazu nur etwas zu singen, um aufzuhören, ein Narr zu sein, oder aber. wie es manchem bei der weiblichen Bed enung passiert, erst recht einer zu werden. I)l-. tt. I?. 3ean Loup, der Irrsinnige von Mareille. Roman nach Emile N i ch c l> u >i rg von Mai v«n Weißenthurn. (95 Forlschuna.) Mas ist aus Jean Loup geworden?" fragte das Mädchen nach einer Pause. „Jean Loup ist nicht mehr im Wald von M-reille," entgegnete Jacques Vaillant. ^Ein edelmüthM Mann ließ ihn erziehen und unterrichten. Heute ist Jean Loup, welchen du als Wilden gekannt, ein ciol' lisiertes Wesen, gleich jedem von uns." Fidele kam in großen Sprüngen daher, Gertrude, welche im Esszimmer zurückgeblieben nia>', folgte ihm. „Tritt näher. Gertrude, fürchte nichts!" rief ihr der Capitän entgegen. «Johanna ist uns wiedergegeben! Meine Tochter ist vollständig genesen." . „O" — und die Alte schluchzte vor Freude — »w^ glücklich bin ich, wie glücklich!" Und sie eilte mit einer Geschäftigkeit von darnttl», als sei sie noch ein leichtfühigcli junges Mädchen. Jubelnd rief sie dem Doctor entgegen: „Johanna ist geheilt! Sie erinnert sich an aU^> Ach. welches Glück, Herr Doctor, welche« Glück'-' Herr Legendre beeilte sich. in dm Garten zu gehe"- Nun durste er sich zeigen, ohn: dass ma".""^ einen nachtheiligen Eindruck auf die Kranke befürchte, mu>ste. „ ... Johanna sah, wie er langsam auf die Lau^ zukam. m .,, «Herr Doclor Legendre." sprach Jacques -o"" ^ Laibachcr Zeitung Nr. 183 l515 nähme eines durch Wahl übertragenen Mandats und «hrenamles erklärt werden. Die Negierung erklärte Nch mit diese» Maßregel gegen die Prätendenten ein-Verstanden und der Ausschujs acceptierte den Vorschlag. Der Nusschufs-Verichterstaiter Gerville-Reache hat in der vmgestligen Sitzung beryls seinen Gericht er. stattet, wobei es abermals zu so wilden, tumultuari« lchen Scencn fan,, wie am e,stcu Sihungstaa/. Der-arlige Scenen können wohl den AbschlusZ der Be-talhuogen verzögern, sie werden aber ihr Endergebnis nicht zu alterieren vermögen. Diese« ist durch die erhebliche Majorität, über welche die Regierung verfiigt, gesichert. Durch Aufnahme des Antrages Andrieux wider die Prätendenten in die Revision ist überdies die Coalition der Rechten und Linlen gesprengt. Die Gruppen der Radicalen werden selbstverständlich mit besonderem Nachdrucke für besagten Antrag ins Zeug gehen, wahrend die Monarchisten nichte unversucht lassen werden, um denselben zu werfen oder wenigstens um der Fahnenehre willen so nachdrücklich wie nur immer möglich zu bekämpfen. (Aus Constantinopel) wird gemeldet: Zwischen der Pforte und der internationalen Gesundheils-Commission ist ein ernster Conflict enlstanden. Die Mitglieder der letzleren protestierten, mit Ausnahme des englischen Delegierten, energisch gegen die (int» scheidung der Pforte, die Quarantamefnst zu vetlän-«eln, und erklärten, dass sie sich nicht langer sür ermächtigt hielten, in einem Rathe zu sitzen, dessen Con< stitution in dieser Weise verletzt werde. Sie beabsich» ligen, den fremden Botschaftern und Gesandten in Lon« stantinopel die Auflösung der Gesundheitsh>cr G'fana".sch^ ^ ^^ Herr von Sima.f. dache s.^^ .. ^, .Ich habc chr ^".ence^^ ^ lch lhUN zu sich s'lb" ' ^^ill oder nichl. fie mufs sich fügen.« ko,mls. ob ," ^setmng folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 183 151« 9. Auanst !834. 3.) Das Schuhmachergewerbe könnte für den politischen Bezirk Krainburg eine Genossenschaft bilden. 4.) Desgleichen auch die Schmiede, Nagelschmiede, Schlosser, Spengler, Kupferschmiede, Gürtler, Wagner; Uhrmacher, Büchsenmacher, Decimalwagenverfertiger, ii. zw. für die politischen Bezirke Adelsberg, Krainburg, Laibach Umgebung und Radmannsdorf je eine Genossenschaft. (Fortsetzung folgt.) Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Leichenbegängnisse) Gestern nachmittags um 4 Uhr wurde der Leichnam der am 6. August hier Verstorbenen Frau Franziska Freiin von Minutillo zum Südbahnhofe überführt, um mittelst der Vahn nach Amschelberg nannt werden. Unter jedem Billard und unter jedem Tisch HM irgend ein edler Vierfüßler Siesta. Tritt man einem solchen — was häufig unvermeidlich — auf die Pfoten oder auf den Schweif, so läuft man Gefahr, dass er einem die Zähne .einseht". Thut er das nicht, so ist das die reine Liebenswürdig!! it von dem Hunde. Wir Menschen pflegen uns ja auch nicht ungestraft nuf die Hühneraugen treten zu lassen. Außerdem wird man auch beim Essen belästigt. Nicht selten geschieht es aber auch, dass die Bestien aneinander gerathen. Meistens ist ein Knochen oder sonstiger Speiserest der cu8U8 deili. Da gibts dann einen gar grausamlilichen Kampf, der erst durch die Intervention der befrackten Ganymede sein Ende findet. Dies sind derzeit die Annehmlichkeiten des Wirtshauslebens. Wir begreifen, dass ein Wirt allein nicht imstande ist. dem Unfug ein Ende zu machen. Es würden ihm seine hundebssitzenden Gäste ausbleiben und er so zu Schaden kommen. Uns will bediinken. dass dies einzig und allein auf polizeilichem Wege gelöst werben kann Wir empfehlen diesen oksus der löblichen Behörde zur gefälligen Darnachachtung. — (Promenade-Musik.) Für die morgen mittags in der Sternallee stattfindende Promenade-Musik wurde folgendes Programm festgestellt: 1) Marsch; 2.) Ouvertüre «Emma d'Antiochia" von Mercadante; 3.) ..Lagunen". Walzer von Strauß; 4) Entree. Act auS „Lohengrin" von Richard Wagner; 5) „Apropos". Polka franc, von Strauß; 6.) „Diabel", Galopp von Wronsky. * (Das Landwehr-Schützen bataillon Nr. 24). welches bis jetzt in Rudolfswert dislociert war. kommt am 9. September l. I zum ständigen Nuf> enthalte nach Laibach. Genanntes Bataillon wird in dem sogenannten Zuckerraffinerie-Gebäude einquartiert, wel« ches aus diesem Grunde gegenwärtig ganz neu adaptiert wird. — (Prügelei) Vorgestern abends fand eine Prügelei in der Krakauvorstadt zwischen mehreren Burschen statt. Das Kampffeld am Krakauer-Damm wurde ihnen bald zu enge, so dass sie sich in die Gradüöca warfen, woselbst nach längerer Zeit, nachdem die meisten von ihnen die Güte und Nässe der Grat^ica persönlich erprobt hatten, endlich die Rauferei beendet wurde. — (Rauferei.) Während der am 3 August in der Sitticher Pfarrkirche ftattgefundenen Primiz hat während der Predigt der Nesitzerssohn Fr. Kaviet aus Lerchenfeld vor dem Haupteingange in die Kirche dem Besitzerssohn Josef Okufca aus Oberdraga. angeblich ohne Veranlassung, mit einem Messer in die Herzgegend einen circa 5 Centimeter tiefen Stich beigebracht, welcher als lebensgefährlich bezeichnet wird. Der Verletzte wurde in daS Haus des Besitzers A. Hrast übertragen und da. selbst ärztlich gepflegt. — Nachdem Kavsek nach ver« übter That sich in die Kirche geflüchtet hat. wurden behufs Habhaftwerdung desselben sämmtliche Ausaänge aus der Kirche von Gendarmerie-Patrouillen unauffällig und ohne Störung deS Gottesdienstes besetzt. Nach Beendianng des Gottesdienstes kam Kavsck zwischen der dichten Volksmenge aus der Kirche und ergriff sofort die Flucht, wurde jedoch von den Gendarmen eingeholt und arretiert. Kavöek, welcher der That vollkommen geständig ist und angibt, Alufca aus dem Grunde gestochen zu haben, weil ihn derselbe bei der Kirche hat prügeln wollen, wurde dem k. k. Bezirksgerichte in Sittich eingeliefert. — (Eine Kuh gestohlen.) Auf dem gestrigen Viehmarkte wurde einem Bauer während der Zeit, als er sich im benachbarten Gasthause ein Frühstück gVnnte. seine zu Markte gebrachte Kuh. die er an einem Pflocke angebunden hatte, gestohlen. — (R0m ergrab.) In Dernovo bei Gurlfeld wurde ein römisches Grab aufgedeckt, dessen innere Wände mit interessanten Fresken geschmückt sind. Ge« funden wurden bei dieser Gelegenheit nur Bruchstücke von Thongefäßen. Annst und Aiteratuu. — (Der literarische Nachlass Laubes) ent» hält auhcr einer Novelle hauptsächlich ältere Arbeiten, namcnt-lich aus den ersten Jahren seiner schriftstellerischen Thätigkeit. Die hinterlassenen Schriften werden unverzüglich geordnet und dem wesentlichen Inhalte nach zur Kenntnis des Publicums gebracht werden. Eine diesbezügliche Veröffentlichung steht baldigst zu erwarten. — («Von Pol zu Pol") Von der trefflich rcdi-gierten Revue „Von Pol zu Pol" ist uns soeben Heft I slicue Folge) in musterhaft schöner Ausstattung zugekommen. Dasselbe weist folgenden Inhalt auf: Vogelzwitschern, eine Novelle vou Rosa Varach. -- Dichteraarbcn, Gedichte von Josef Eötvös, Egon Rail. Elemente Vondi. dann je ei» ser» lüsches, böhmisches und japauesisches Volkslied. — Ein Dorfheiliger, Erzählung aus dem Böhmischen dcS Svato pluk Tech. — Graue Gespenster von Margarethe Halm. — Toto. eine Skizze aus dem Italienischen deS Amiunzio. — Das Märchen vom Glück von Robby Jones, — Der Mutter Gebet. Gedicht von Arthur Hcixzmann. —Die Brücke von Ess eg. Gedicht von Paul Frltsche. — Zigeu-n errache. ein Cultmbild aus Ungarn, von 2. Vruch-Slnn. — Moufflou. aus dem Englischen der Quida. -Der letzte Affe. aus dem Spanischen des Eduardo dc Palacio, — Der durchlöcherte Kreuzer, aus dem Italienischen des L. Capuana. — Ende gut, alles gut, aus dem Fran« zösischen von D. Mon. — Aus dem Märchen- und Sagenschatze der Völker. — Adria. wie sch ö » bist du!, Gedicht von Louise Pessiack. — Was man i » Afrika von uns denkt, von Ewald Paul. Modcrne Aesthetik, von F. von Kapff-Essenther, — Böhmische Dichter der Gc« gen wart, von Karl Müller. — Briefe über Frauen« literatur, von Prof. H. Groh — Zum Schluss: üiterarische Rundschau. Wie wir seinerzeit schon betont habcn. hat Vrehmcrs Ncvue „Von Pol zu Pol" es sich zur Aufgabe gemacht, ihrcn Lesern neben der Kenntnis neuer, hervorragendster Erzeugüisse deutscher Autoren hauptsächlich das Verständnis und den Ei», blick in das geistige Schaffen anderer Nationen zu vermitteln und die reichen Schätze bisheriger Aschcnlnödcl'Litcratun'll zu erschlichen. Diese ihre Aufgabe hat die Revue „Von Pol zu Pol" trotz ihres noch so jungen Bestandes in glänzender Ncise erfüllt, indem sie die prächtigsten Leistungen auf dem Gebiete der Literatur aus nicht weniger als fünfundzwanzig Sprachen ihren Lesern zugänglich machte. Auch die slovenische Litciatur fand bisher schon in dieser Ncvue ihre Vertreter und l,abcn, wie man u»s mittheilt, mehrere namhafte sloven! sche Literate« für die Zukunft ihre Mitwirku»a zugesagt. Wir empfehlen „Von Pol zu Pol" unseren Lesern auf das beste. Bezüglich der Bezugsbedingungen verweisen wir auf den unserer heutigen Nummer beiliegenden Prospect. Alle hier besprochenen Werke sind vorrälhig uder werdm schnellstens besorgt durch die Buchhandlung von Ja. v. »lein. mayr H? Fed. Bamberg. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Völkermatkt, 8. August. Hier wurden anlässlich der Landtagswahl die flovenischen Candidaten Franz Muri, Wirt in Seeland, und Andreas EinsPieler, pensionierter k. k. Professor in Klagenfurt, gewählt. Wien, 8. August. Heute morgens 5 Uhr hat die Hinrichtung Stellmachers stattgefunden. Zur Hinrichtung hatte außer der Gerichtscommission m'" den Journal-Berichterstattern niemand Zutritt ge-funden, im gaiizen waren 16 Personen anwesend. Der große Hof des Landesgerichtsgcbä'udcs, in dem die Hinrichtung vollzogen wurde, war um 4 Uhr morgens von Iustiz.Soldalen dicht besltzt, die ein Quarii «m den Nichtvlatz bildeten. Um dirse Stunde haiten sikehrnngen getroffen worden. Sicherheits« und Iustizwache hielt das ganze Gebäude besetzt; Detective« und berittene Wache durch' streiften die ganze Umgegend. Scharfrichter Will"'' bacher hatte mit seinen Gehilfen im Gebäude iibel< nachtet. Der Morgen dämmerte eben heran, als sich d^ Pforte öffnete, die von den Zellen in den Galgenhos filhrt, und todtenbleich, Angstschweiß auf der Stirne, trat Stellmacher heran. Von der benachbarten Alser-kirche verhallte eben der letzte Glockenschlag, der d»e fünfte Stunde anzeigte. Stellmacher sprach kein Wm/, ließ sich ruhig entkleiden, binden und trat freiwillig unter den Pflock. Im nächsten Augenblicke schon hatte das schaurige Werk begonnen. Binnen vier Minute« war Stellmacher, wie der Arzt constaticrle, todt. Dls ganze Procedur dauerte sechs Minuten. Schon nach der ersten Minute schien es, als sei alles Leben alls dem Köiper Stellmachers entflohen, plötzlich aber gerieth er in so heftige Zuckungen, dass der e>>^ gerammte Pflock schaukelte. Pfarrer Kublikck trat da"" vor und hielt eine ergreifende Ansprache an die A»' wesenden, in welcher er tief beklagt?, dass Stellmacher die Tröstungen der Religion ausgcschl^gen habe. ^ flehte für ihn die Vnade Gotles herab. Z,nn Schluß wurde ein gedrucktes Urtheil und die Darstellung dcr That vertheilt, danu verließen alle den Hof, der soso" geschlossen wurde. Vor dem Landesgerichts-Vebäude war trotz der frühen Morgenstunde eine größere Me"' schenmenge angesammelt. Berlin, 8. August. Der Kaiser ist im besten Wohl' sein um 8 Uhl 23 Minuten vormittags in Vroßbeere« eingetroffen und begab sich alsbald im offenen vierspännigen Wagen nach Babelsberg. Paris, 8. August. Das „Journal Officiel" ver' öffentlicht den Bericht der mit der Conlrole der Expe/ rimente Dr. Pasteurs über die Prophylaxis gegen v>e Wuth betrauten Commission. Die letztere eillält, sie habe die Experimente verfolgt, welche entschiedene 3t«' sultate liefert. Dr. Pasteurs Behauptungen seien gM richtig. Versailles, 8. August. Der Congress schloss U'iler tumulluarischen Scenen die Generaldebatte und g'e"6 in die Specialdebatte ein. Das die Einberufung einel Constituante verlangende Amendement wurde abgeleh"'' Toulon, 8. August. Von gestern bis heute starbe" hier b. in Marseille tt Personen an der Cholera- Salerno, N. August. Der hiesige PulverlhurM w in die Luft geflogen, wobei 3 Personen gelobtet lit'v d^ei verwundet wurden. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 7U.Mg. 737.76 -j-17.1 SW. schwach bewölkt i«5t> 8, 2 „ N. 787.93 ^80,3 NO. schwach bewölkt ! w^eit 9 „ Ab. 738.42 4-17,6 NO. schwach heiter , "^ Vormittags Regen, nachmittags Aufheiterung; molidheu Nacht. Das Tagesmittcl der Wärme 4> 18,3°, um 0.5° unt^ dnn^Normale. ______^ _______Verantwortlicher Redacteur: I. Nagllk. yX\SAJ U\J-----IU%J Bestes Trinkwasser bei Epidemien. ——-^^Xu^bSSSS bestes Tisch- uirfrischiiiigsgetränk erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh. ____ Heinrich lattoii, Karlstad oufl Wien. 1517 Course an der Wiener sörse vom 8. August 1NN4. (??<.« d^ 0^,^ ^,^0 «eld war, Vta«ts-«nlehe«. «°t«m5 I04'lo veftrii. !Notenr«nte, steiierfr«! , »e «5^ ! b 4V Ilnss. Goldrent« «»/, . . . , iLl'lO 122 zs, ...» <«/«.... »L40^ »» b^ . Papierrenle »»/<, .... 8»>o5 b» io , «iscnb.«Anl. lünfi. ö.w.S. 14L— l<3 56 , Oftb^hn.Prioritlite» . . ge-30 »« ,o » Sla»t«,lDbl. (llng. Ostb.) N8 5<> — . » , vom I. l»7« lo» lw ^(2 50 , PlH»!»n«»lnl.^1oafl.!!,w. 117 — 11^ 75 lhllt'«eg..i!ole 4»/° 100 fi. . . 1« sc, >1«' - Vrnndentl. > Obllgatlsnen (für 100 st.«..»<). l°/° damische.......10« 50 — - «"/»gal!,ische.......lui 50 10i — »V« Mllhillche.......Istl» 76 —'— »°/«n<u.«ess..z!o------- «uleheT, b, Stadtsstmeinbe Wien ,0« — 10i^0 Unlehcn b. Stadtaemeinbt Wleu (Gllbn od« «old) ....-------—'— Präml«ll-»ul.b.Sl»btl,«m.wi«n ILL — llL bo Pfandbriefe , , <°/« . i,«'^c »» — dt«. Prämien^Schulbuerschr.3«/» »? t5 Ä7'?ü Oest. Hypoth«l«ubanl 1«j. 5«/,°/° - - ------- 0eft..un„. «an! verl. 5°/, . . 10!« 10 >0i «5 btl>. , ä>/,'/, . . 101 10 loi 30 bto. , 4°/. . . »5-50 l»5 8c, Nng, allg.Vobnicl«««' no« ss. O. «>/,»/„ . . ico,<, Illc »0 Oefterl. »lorbwestbahn . . . . il»t — 1L4 xu «iebendlllg».....»7 35 97 s,l, Geld wa« Vt»al«b»hn 1. «misfion . . , 18? — 1b?'?!< »llbbahn k »"^......>«'«<, 1<5 bv , 5 5"/»......>„ 5>c. l^z — Nnl>.»,allz. »ay» . . . . »,K0 »8^0 Diverse Uose (P« Sl^is). «reditlose 10NN......17-1 —izc> — 2lalh>>Lose ff, , 1,5-50 »,« -kalbachn Prlimleil.Nnlehen «N fi, «z »s. «< 25. Osen^l isc 40 ll......4,50 «,'/5l> Palfsh.e°I<: <0 ft......Ih-50 4»- Nöthen »reu,, 5ft. Ots. v. ,0 st. l» - 13 ^5 Galm-«ose 4U fi...... ,^,5^, 55- Gt,»<»enl>i««i!os!: 40 fi., . . 4,— 4,5c» Waldflcin»l!lise »<» ft. . . . ' «g — z»>. Wlnbischglätz.Lole w fl. . . ' z» 75 »3 »5 Vanl - Nctie« (per et to« 55. ««c°,»Pte-Oef.. Kiedcroft. 50yfl. «^, -!«zo -Hppotheleub. öft. »l>0 fi. »5°/, i. «-..! «5— öanderbanl öft, !iu<» ss. G. 50"/.». -.<>! 4ü K 3 «l< lDesterr.'Ung. «aul.....865>-»<,l> — Uulonbllnl 100 ss......1^5 ?l .0« — ?!erl!chr«ba',!f All». ,4» N, , 14«-— I4H 5U »«Id «»»re Uctlen von Lransport» Nnternchmnngen (per Vlilck,, «lbrecht»Vahn zoo fi, «ilb?? . «lfell"Ni»M«l,«.ch!tzl00sl.'»,ilb. ,78-75 »7i»-. «usfig.>I«pl.>l!s^l>,z»o sl. «m,------— - V5H». storbbllhn 150 fi. . . . 18^ l>0 lbl — , Wcfibaln z»o N, . . — — B»s«»t!eh«ab« «isb, 500 fi. «Vl, 875 - 830 — , Ml,«) «00 fi. .-------— - Donau » Dampssch»fillbrt» Ves. Oefierr. 500 fi. «M.....5» - 55« — Drl,n.«is,(«at,.Db...8)»00ff,Y 1?,— l7?5o Dnl»Vob«nbachel«..«.»noN.V---------------- »lisabech,»ahn 200 fi. «M. . , 23^ ,2 It,»5«, , ein,'Vub»vt<» »00 fi. . . . »o5 5« 20c — ,Vlzb.'Tirol.ill. ss«tbinanb««!Notbb, 1000 st. «Vl, »ir0 ?,4(,!» ssran».Iose^'Vnhn »00 fi. Tilt, 20? 51^8-— KünfNlcheN'Vatcsn Hls.xoafi.K »l« - ii4 -«alz.KarI»Lubw' . O,»»««zfiach«i8'50 Uovd, oft.»«»»., Tr>est500fi,l:^. »,0 - 55» -Vefierr. Notdwestb, iuu ft. «Ub. i?i l»/ 50 dto. (Ut, «/ ^ou ss. Silber .!i8l «5 '.81 bn Prag.Duiel Hisenb. i50fl.Tilb. —---------- «ubolf. «,h» it»» ss. Silb« . 181-ü5,15l l^o Kiebenbiirger Eisenb. ,«0 fl. S, 1?7 5^ l?» — ! O«>^ V«re Vlldbahn ,00 ss, Vlll« ,^14»^i0 '4»«0 Siib.N^rbb, ^crb,'«.«0ss.«Vt '4l>- 14» 5,.» lbcih.Nahn »ON !l, «, W, . . ,l,0 . »50 »i li»MW»h»G«l,,Vi, 1?N ss. z. V. l1>i' »Is. 5l. , wt. neue l"0 «. . , 1«3 108 2b TlantPnsl.Gtsrlllchiitt lO» N. . -- — — lurnnu'^rawp «05 ss. ö. W. . — — -— Un«.,^,Ii» «iscnb. «,uff. «!lk>« !?i — l?i l.0 Ung. Nlndoftbadn »00 ss, Vilb« ll» !»l, 1»?' Nn^.U!estd.(«,ab.Vla,,^<»ofi.8. i?s ^>) l?4- » I»d»ftrio.»ctle» (per Vtüll). ybl und «ndber», «isen» »nb Etahl.Inb. in Wien 100 fi. . — - -— «>I«nI>!,bnw..^<:l» »» Prager «isen.I! l».-Ves. »00 fi, 194 lc 1S5 — Sala0'Tar>. «lisenraff, I0l> fi. , iiv 11? ül> w»ffenf..V, Oeft. in W. IN« fi. — — —>. . Irifail« »ohlen».'»ts. 100 st. . . — —-— Devise«. Deutich« Plätze......b» 55 «f.A L?llbl>».........Ill 5!) !X1 7^ P«l«.........48 «<< 4<,»5 Pttersburg......—'- —— Valuten. Ducaten........ »74 »?» «0