^16^__________ Freitag, 20. Jänner 1899. Jahrgang 118. Macher W Zeitung. ^——------__________'"^'________________ ,/»°»«Mr!8 si. ii^ hall>iäb^^^°'^^ ^!« nd « ng: gllnMhria fl. 15. halbjährig sl. 7 5». Im L ° mptolr : ^ Vie e I»!erate bi« .^ 4 n»ii,,. « ^" b>e Zustellung in« Hau« ganzjährig jl. l. — InsertionSncbUr: Für X Eongrelsplah Nr. 2, die «tdactlon Äarmherzigergalse Nr. 1b, Sprechstunden der Redaction von 8 bis l0 Uhr vor. lr-> «rohere per geile 6 k,; bei öfteren Wiedelholuogen per Ze,Ie 3 lr. ^ mittag«. Unfranlierte Äriese werden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. " Amtlicher Theil. Keutman? in 7)r Apostolische Majestät haben dem .Molaus q>, s" ^e"e des Dragoner-Regiments ^r. 12 Al^"^"'^ Großfürst von Russland ^und dem 5?^? """ Gniewosz v. Olexow 3tilolaus I "^"«utenant des Dragoner-Regiments Nourcv kip 3^ ^" Russland Nr. 5 Franz von , taxfrei allergnädlgst zu ^llerh?^/ "nd k. Aposto^ Majestät haben mit sLllttdesaerickt^ ..'^^^ung vo.n 5. Jänner d. I. dem ''Pfaundler i ^!"^ Bezirksgerichts-Vorsteher Josef ^"betenen Npsi ^ ^ludcnz anläjslich der von demselben ^"terlreul k.« "^^ '" °^" dauernden Ruhestand das ^"hen gerM ^ Iosef-Ordens allergnädigst zu «llerhüchste/'^bl. Apostolische Majestät haben mit b'"lna ^reiin ^ '^^^ung vom 7. Jänner d. I. die ^tlftsdame dz ?" Salls-Samaden zur Extern, 'n Wien alle^'.'^"^^ Savoyen'jchen Damenstiftes ""«Madigst zu ernennen geruht. ^lerhöchster^"^k. Apostolische Majestät haben mit '3^nung«revid V''^^ 3"" 6. Jänner d. I. dem ^'en Wenzel """' ,°" Fulanz-Landesdirect.on in ! betenen^mck,,.^^"^ anlässlich der von ihm er» 5"» Titel und A" ^'" dauernden Ruhestand taxfrei , gnädigst zu verleid "^^ ""^ ^iechnungsrathes aller- s< ^. ---------^___ Kaizl iu. p. ^"erhöGer^^.^^°^"ische Majestät haben mit ^uungsraw, V^b"^ """ 12. Jänner d. I. dem > ^paNementZ n, m ^"""besgerichtlichen Rechnungs-^^ der von. ^"" ^ef Tobiaschek aus " ^""nden Nu ,s^ '^^en erbetenen Versetzung in den ^er Krone N^t> >s goldene Verdiensttteuz n.lt i' "Uergnad.g^t zu verleihen geruht. ^ ^ —^________ l ^iM?Xu' N?""' '" '« t. t. H^ und Staats-I°W 1«^llovenischeu Fber rumänischen nnd das 1.XXXIV. " "^'l uno versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Obstruction. Die Wiederaufnahme der Obstruction in der neuen Tagnng des Abgeordnetenhauses steht im Vorder«, gründe der publicistischen Erörterung. Ein großer! Theil der Blätter begegnet der «neuesten Taktik» mit^ entschiedenem Widerspruch. Uebermäßige Begeisterung und Hoffnungsfrcudigkeit vermag dieselbe aber auch den oppositionellen Organen nicht einzustoßen. Typisch hiefür ist die Aeußerung der «Neuen Freien Presse», welche keinen Anstand nimmt, die Gefahren der Obstruction insbesondere mit Rücksicht auf das österreichisch-ungarische Ausgleichswerk nach« drücklich hervorzuheben. Allerdings meint sie, es sei aussichtslos, von den erregten deutschen Wählerschaften zu verlangen, dass sie sich alle diese nachtheiligen Folgen gegenwärtig halten. Wohl aber könne von der Regierung solcher Weitblick gefordert werden. Es bleibe daher der österreichischen Regierung nichts anderes übrig, als das Beispiel der ungarischen nachzuahmen, d. h. pflichtgemäß mit der Opposition zu verhandeln. In mehreren, und zwar auch in oppositionellen Blättern werden Zweifel in der Richtung laut, ob die Obstruction angesichts der numerischen Schwäche ihrer Theilnehmer auch wirtlich durchzuführen sein werde. Das «Fremden-Blatt» meint, es dürste vom Standpunkte der parlamentarischen Arithmetik aus einigermaßen zu bezweifeln sein, ob die Obstruction auf die Dauer stets die nothwendige Stimmenzahl beisammenhalten könne. Das Blatt stellt überdies fest, dass zwar das Obstructions-Instrument gespielt werde, der Resonanzboden aber fehle. Denn niemand im Abgeordnetenhause könne sich dem Eindrucke entziehen, dass auf der Linken jene Erbitterung der Gemüther, die früher in der Obstruction ihren gewissermaßen elementaren Ausdruck gefunden habe, derzeit nicht vorhanden fei. Das «Vaterland» rügt die Grundsatzlosigkeit der Obstruction. Die erste namentliche Abstimmung habe gestern der Aufnahme einer czechifchen Petition ins Protokoll gegolten. So arbeiteten die Deutschnationalen selbst an der Einführung der czechischen Verhandlungs» spräche im Parlament. Das Blatt weist ferner darauf hin, dass die Obstruierung der Recruten-Vorlage in schroffstem Widersprüche stehe mit der Haltung der Opposition in der Frage des deutschösterreichischen Bündnisses, welches doch auf ein- verständlicher Verwendung der beiderseitigen militärischen Kräfte beruhe. Uebereinstimmend damit erklärt das «Deutsche Volksblatt», die christlich-sociale Partei lege Wert darauf, zu betonen, dass ihr insbesondere eine Obstruierung der Recruten-Vorlage nicht zweckmäßig erscheine, weil es aus Rücksicht für die Machtstellung des Reiches sowie auf das Bündnis mit dem deutschen Reiche nicht angehe, dass ein solches Gesetz nicht verfassungsmäßig zustande komme. Deshalb erklärt es auch die «Reichswehr» als charakteristisch für die «Rücksichtslosigkeit der Oftposition, dass sie gerade bei der Vorlage über das Recruten-Contingent mit der Obstruction eingesetzt habe. Denn gerade hier kämen gar keine besonderen Partei-Interessen ins Spiel, gerade bei diesem Gesetze handle es sich um nichts anderes als um ein Gebot der Staatsnothwendigkeit.» Besonders streng geht die «Arbeiter-Zeitung» mit der Obstruction ins Gericht. «Die deutsche Llnke — schreibt das Blatt — schlägt das Parlament todt, obwohl sie weiß, dass das Höchste, was sie zu erreichen vermag, nur sein kann, der Regierung die Bahn freizumachen, genau in dem Moment, wo sie sie braucht, um mit den Ungarn abzuschließen.» Den Deutschbürgerlichen wird vorgeworfen, dass sie das Parlament zerstören und Oesterreich dem Absolutismus ausliefern, ohne dabei auch nur den geringsten nationalen Vortheil zu erreichen: «Aber freilich, eines glauben sie zu retten, was ihnen über alles geht: ihre Mandate». Das «Extrablatt» beklagt die Wiederanfnahme der Obstruction namentlich im Hinblick aust das Aus-gleichswerk. Die Opposition zwinge die Regierung, von dem durch die Obstruction gelähmten Parlament abzusehen und ans Grund des § 14 einen Ausgleich mit Ungarn abzuschließen, so gut oder so schlecht sie ihn erreichen könne. Denn irgend ein Ausgleich müsse geschlossen werden. Wenn nun dieser «Nothausgleich» für Oesterreich ungünstig ausfallen sollte, so werde die Opposition das Recht verwirkt haben, darüber Klage zu führen, da sie doch die Zeit und die Gelegenheit absichtlich verpasst habe, ihn im Parlament zu amendieren oder zu Falle zu bringen. Das «Neue Wiener Tagblatt» gibt einer Zuschrift aus Parlamentarischen Kreisen Raum, die ein verschämtes, aber darum nicht weniger wertvolles Geständnis enthält. Für die Beurtheilung des Verhaltens der einzelnen Parteien, heißt es hier, trete die Ansicht in den Vordergrund, dass die mechanische Feuilleton. "llge Fräuleiustift im Herzogthume ! A Kram. °" Landschafter Josef Pseiser. . >. Derzn,..,, ^°"Wmg.) ? k k^t nach"h" bes Willbriefes erfuhr im Laufe r° nil'>' vorerst stellte das V/^udische 3" '' Ansicht "uf, dass das 'dafür? zur'An^^ ausschließliches Er- 'st' s°"dern dass gen3^' ""ch 2 ^ .^A'"' wenigstens des Ritte - °"l "bliche Verdienste ainä" Anschau ^^'7^'eten-Stelle dagegen ver° Töchter des der^.^u e» seien ,..^ Z? Erlangung der Prä- Zlnsp^ltände ande'e^ l ür tli^? ''"auf haben ^,., ^ " eben owenig einen ! jähg^^the ^de? ^ als die Töchter landes- ^ beson^^nstleistuna ^ « ^'^ d,e leine zehn- ton7^ °der kome wurde >^' Ansicht d r S^ k?" ^in nachweise.. ^ ^ Iuli^'N d.e' En scheiku ^?^^'"dneten.Stelle 'Mae ^' 6' ^H Z ?er yofkanzlei vom ' dass auch Tü^" c^'atze als die '"'" iu den Präbende? Achter olcher krainischen " berufen stnd. die. obschon nicht die krainische Landstandschaft, doch wenigstens den erbländischen Ritterstand besitzen.' — Weiters stellte das k. k. Staatsministerium aus Anlass eines speciellen Falles mit dem Erlasse vom 19. April 1861, Z. 7366, den Grundsatz ans, dass auch Töchter jener Väter, die sich als landesfürstliche Räthe oder Stabs-officiere im Lande oder um das Land Kram Verdienste erworben haben, wenigstens vom krainischen Adel sein müssen, um competmzfähig zu sein. Dagegen überreichte der trainischc Landesausschuss eine Majestätsvorstellung, in welcher er die Ansicht vertrat, dass der Adelstand bei dieser erwähnten Kategorie von Bewerberinnen nicht Competenzerfordernis sei und dass im Hinblick auf deu § 8 des allg. bürg. Gesetzbuches nur der Allerhöchste Gesetzgeber zur authentischen Interpretation der Stiftsatzungen berufen sei. Hierüber geruhten Seine Majestät laut Staatsministerialcrlasses vom 17. Juli 1861, Z. 14.124, eine Verfügnng nicht zu treffen. Infolge dessen beschloss der Landesausschuss, bis zur Herablangung einer authentischen Interpretation consequent bei seiner Anschauung zu verharren.' Die gleiche Ansicht zu verfechten, nahm der Landesausschuss später nochmals Anlass. Hierüber ist ihm zufolge Staatsministerialerlasscs vom 26. September 1863, Z. 18.484, von Seite der k. l. Landesregierung die Mittheilung geworden, dass das Staatsministcrium, welches als oberste Stiftungsbchörde für die Beachtung und richtige Auslegung der Statuten Sorge zu tragen ^iiind^ Archiv, Z. 76 und 230 6n 1N0. Fasc. 3—4. l » UandesauKschM, I> 72 nnd 18s cle 1861. Fa«. III. 3. hat, die in seinem Erlasse vom 19. April 1861, Zahl 7366, enthaltene Auslegung des 5. Artikels der Stiftsstatuten mit dem allerunterthänigsten Vortrage vom 1. April 1861 zur Allerhöchsten Kenntnis gebracht, dass aber Seine Majestät in die Vorstellung des krainischen Landesausschusses gegen die Auslegung des Artikels 5 nicht einzugehen geruhte, dass demnach das Staatsministerium an der im Erlasse vom 19. April 1861, Z. 7366, enthaltenen Auslegung der Statuten festhalten müsse.' Die Concursausschreibungen erledigter Stiftplätze, wie sie anfänglich üblich waren, wurden zwar infolge der Hoftanzleidecrete vom 17. Jänner und 20. Mai 182^, Z. 1040 und 11.628, mit der Gubernial-currende vom 6. März 1829, Z. 29.530, abgestellt und gleichzeitig wurde die Vormerkung der Competen-tinncn angeordnet. Im Hinblicke jedoch auf d.e von der Zeit der Vormerkung bis zum Erledlgungsfalle eines Stiftplatzes möglichen Veränderungen der m den Satzunqsartikcln 3 und 4 enthaltenen Bedingungen wurde über einen im Jahre 1871 vom LandesauKschusse gestellten Antrag zufolge Allerhöchster Ermächt.gung vom 29. Mai 1872 die k. l. Landesregierung mit dem Erlasse des Ministeriums des Innern vom 1. Juni ,87^, Z. 8452, angewiesen, die künftig in Erledigung kommenden krainischen Fräuleinstifts - Prallenden im Voncurswcge auszuschreiben. ' Laudesausschujs, I. 3235 ä« 1663. Fasc. lll. 3. (FoUsehung folgt.) Laibacker Heituna Nr. 16. 122 20. Jänner 1^— Obstruction als Nothmittel gegenüber dem augenblick» lichen Bedürfnisse der Regierung nach dem Recruten-gesetze allerdings unausweichlich, dass sie aber nur ein Nothmittel sei, welches auch für die Opposition seine Nachtheile habe. «Es wird jetzt offen zugestanden, dass die erste Lesung des ungarischen Ausgleiches für die nationalen Parteien nichts anderes war als eine andere und praktischere Form der Obstruction. Bei Beginn der ,neuen Taltlt< konnte das freilich nicht direct gesagt werden und konnte man deshalb den unberechtigten Angriffen gegen die ,neue Taktik nicht scharf genug entgegnen.» Das Bekenntnis kommt spät. Aber die Wahrheit kommt ja stets zur rechten Zeit. Politische Ueberficht. Laib ach, !9. Jänner. Ueber die vorgestrige Sitzung der parlamentarischen Commission der Rechten melden die «Narodni Listy»: Die Debatte über die politische und parlamentarische Lage war sehr lebhaft. Der Tenor aller Reden — es betheiligten sich Vertreter aller Parteien an der Debatte — war ein vollkommen übereinstimmender, und zwar in doppelter Hinsicht: einmal in Bezug auf die Erneuerung der Solidarität, das anderemal in dem Nachdruck, mit welchem verlangt werde, die Regierung wolle die Vertrauensmänner der Majorität über ihre eigenen Absichten für die nächste Zukunft benachrichtigen und sich zu irgendwelchem, aber bestimmtem Vorgehen entschließen. In dieser Forderung waren die Sprecher aller Parteien einig. Graf Thun wird über dieselbe informiert und ersucht werden, sich in der Couferenz der Clubobmänner der Rechten einzufinden und daselbst die Pläne des Cabinets darzulegen. Zur nächsten Con-ferenz der parlamentarischen Commission werden die der Rechten angehörenden parlamentarischen Minister Freiherr Di Pauli, Dr. v. Iedrzejowicz und Doctor Kaizl eingeladen werden. Die Rechte wünscht Klarheit über das Verhältnis der Regierung zur Majorität uud über die Absichten des Ministeriums zu haben. Das «Fremdenblatt» gedenkt des bevorstehenden Jubiläums der Handels- und Gewerbekammer, zählt die mannigfachen Verdienste dieser Institution und insbesondere diejenigen der Wiener Kammer auf und plaidiert für die Errichtung von Handelskammern im Auslande. Der deutsche Reichstag berieth gestern den Antrag des Abgeordneten Klinlowström auf Einfügung eines Paragraphen in das Strafgesetzbuch, wonach Beamten und Mitglieder der Presse wegen Veröffentlichung geheimer amtlicher Schriftstücke zu bestrafen feien. Der Antragsteller hob hervor, dass sich der Antrag insbesondere gegen die Socialdemokratie richte. Die Ueberweisung des Antrages an eine Commission wurde mit allen gegen die Stimmen beider conservative« Frac-tionen abgelehnt. Nach einer der «Pol. Eorr.» aus Belgrad zugehenden Meldung hat dort der ostentative Hinweis der von Cetinje aus inspirierten Organe auf den Umstand, dass sich unter den Höfen, von welchen Fürst Nikolaus anlässlich seines Namenstages beglückwünscht wurde, der serbische nicht befunden habe, Befremden hervorgerufen. Die «Male Novine» heben demgegenüber die Thatsache hervor, dass das an demselben Tage gefeierte Patrouatsfest der Dynastie Obrenovic, dem doch für das serbische Volk eine ganz andere und viel höhere Bedeutung zukomme, als dem außerhalb Montenegros nirgends als Fest betrachteten Namenstage des Fürsten Nikolaus, in Ce-tinje vollständig ignoriert worden, und dem Könige Alexander bei dieser Gelegenheit seitens des Fürsten kein Glückwunsch zugekommen sei. Wie aus Belgrad gemeldet wird, ist das neue Gesetz, durch welches die Legislaturperioden der Skupschtina von drei auf fünf Jahre verlängert werden, ausschließlich auf den an der maß gebendsten Stelle gehegten Wunsch zurückzuführen, dir Perioden der Wahlagitation, welche das Land in der Regel in große Erregung versetzt und Handel und Wandel sehr nachtheilig beeinflusst haben, seltener zu machen. Diese Motive werden von der öffentlichen Meinung gewürdigt und das Gesetz finde bei der Bevölkerung sehr beifällige Aufnahme. Aus Stockholm wird vom 18. Jänner gemeldet: Der Reichstag wurde heute eröffnet. Die Thronrede besagt, dass die Beziehungen zu den fremden Mächten sehr freundschaftliche sind. Die Thronrede erwähnt in sympathischen Worten des Abrüstungsvorschlages des Zaren und fährt fort, Schweden müsse trotzdem feine geringe Militärmacht beibehalten und vergrößern. Die «Pol. Corr.» meldet aus Petersburg, dafs die Circularnote mit dem Programme der Abrüstungsconferenz den Cabineten nicht durch die russischen Vertretungen im Ausland übermittelt wurde, sondern am 12. Jänner seitens des Ministeriums des Aeußern den in Petersburg accreditierten Vertretern der Mächte übergeben wurde. General Garati eri, dessen Laufbahn durch die Niederlage, welche ihm die Abefjinier bei Adua beibrachten, ein so unglückliches Ende genommen hat, veröffentlicht in der «Revue des deux Mondes» einen Aufsatz über England und die abessinische Frage. Der General, der trotz allem gewiss als ein Kenner des Landes vom militärischen und geographischen Standpunkte aus gelteu darf, ist der Ansicht, dass es am leichtesten von Westen her zugänglich sei, das heißt vom Sudan, den die Engländer jetzt erobert haben. Abessinien gehöre zum Gebiete des Nil und könne von da aus beeinflusst und beherrscht werden. Es sei nicht vorauszusetzen, dass ein Reich, welches einen so losen inneren Zusammenhang habe und beständig von Bürgerlriegen heimgesucht sei, sich auf die Dauer dem von Westen her ausgeübten Drucke einer Großmacht entziehen könne, besonders wenn dieselbe über das vortreffliche fudanische Soldatenmaterial verfüge. Tagesneuigleiten. — (Neun Tage im Schneegrabe.) Von einem Iakutenmädchen, das neun Tage in einem Schnee-grabe verbracht hat, eine Begebenheit, die nicht nur die Aufmerksamkeit wissensbegierigcr Leser, sondern auch ge< lehrter Forscher verdient, erzählt Mcd.» Dr. Iochelson in seinen eben erscheinenden Reiseschilderungen «In Polargegenden»: Das Mädchen, Timir-Kyß mit Namen, von ! feinem Stiefvater ausgeschickt, um eine Fracht an einen 60 Werst entfernt wohnenden Kaufmann zn liefern, wird unterwegs vom Nebel und starkem Schneesturm überfallen. Auf dem Pferde fitzend und an einem Riemen, der am Sattellopfe befestigt ist, seine «Narte» (jakutischer Schlitten) mitschleppend — eine andere Art, den H anzuspannen, kennt man in jenen Gegenden ni?^ es schließlich nach fruchtlosem Umherirren vor».;, gezwungen, abzusteigen, bindet die Narte mit de^v an das Pferd und schläft eine Nacht hindurch. „5, am nächsten Tage wieder das Pferd besteigen ^ dieses sich los und verschwindet im Nebel, sei»^ verwehen im Schnee. Timir-Kyß irrt den g^n auf dem See, wo ihr der Unfall begegnet ^»a und legt sich schließlich am Ufer nieder, um ai»'ß Morgen in einem — Schneegrabe aufzuwachen,le rechten Seite liegend, kann sie sich kannl rühre», 3, aber endlich den linken Arm frei und es g^ll oben ein Loch durch den Schneehaufen zu botM» dieses Loch sieht sie nun draußen Tag um ^ Nacht um Nacht vorüberziehen, sie fühlt nicht nicht Kälte, nur brennenden Durst, den sie n>^ nicht stillen kann. Endlich wird sie von Abgesa"^ Kaufmannes, der sie vergeblich erwartet hat, ^u — die Art und Weise des Auffindens ist (in sh, «Mutler Erde») in der anziehend naiven SP^e^ Leute selbst wiedergegeben — wird mit Messern ^ aus dem gefrorenen Schnee herausgemeißclt ^'n, Hause gebracht, nachdem sie neun volle Tage, t^x erführt, dem Nahrungsmangel und der Kälte'n widerstanden hat. Die ersten Tage hindurch be'"' Thee mit Blut zu trinken (man sagt nämlich ^,st ohne lebendiges Blut ein Mensch nicht zu retten/ kann erst nach und nach genesen. Merkwürdig ')! dass sie ihre Geistesfrische während der ganzen ^r im geringsten verloren hat. — Dieses PhänoN^u wohl die Ansicht widerlegen, dass in PolargeM Verbremmngsprocess, der Stoffwechsel im nA« Organismus infolge Einathmens von kalter ^>l kräftiger vor sich gehe als in unserem Klima. ^ 0 wäre es nicht möglich, volle neunmal vieru^ Stunden ohne Nahrung im Schnee zuzubringen^! zu bleiben. ,.)e — (Marzipan.) Arg verkannt wurde ^ Marzipantuchell, den die Töchter eines schwedW, Pastors zu einer landwirtschaftlichen Ausstellung^ Provinzstadt eingesendet hatten in der Hoffn"^! Prämie zu erhalten und damit ihrem alten ^ Weihnachtsfreude zu bereiten. Eines Tages, ^ Familie bei Tische saß, kam ein großes ^ Schreiben an, welches also lautete: «Das P^f. Collegium der siebenten Gruppe, welche Stallgeb^u das zugehörige Baumaterial umfasst, hat den 3'Ü, Minni und Netty Hansen eine goldene M^u erkannt für die von ihnen ausgestellte Probe z^.^ belag von Stallungen und Meiereien. Obgleich sammensetzung der vorzüglichen Masse nicht '^ die Statuten erfordern — genau angegeben ll das Richter-Collegium nicht unterlassen, dieses " < Erzeugnis zu prämiieren. Selbst neubeschlage^' werden nicht imstande sein, einen mit Fliese«^ eingesendeten Materials belegten Stallboden ^ schädigen.» " — (Der Schatz des Piraten.) ^ teuerlicher Process erregt gegenwärtig in ^!^., Interesse von Hoch und Niedrig. Der städti!^ gärtner daselbst ist gegen den Multimillionär ' Astor auf Herausgabe des Schatzes des P^« ' Kidd klagbar geworden. Kidd, der legendäre ^' vom Anfang des vorigen Jahrhunderts, beruh ^ feine Grcuelthaten und seinen fabelhaften Reichs ' Zer Doctor. Roman aus dem Leben von L. Ideler. 14. Fortsetzung. «Ich muss mich verabschieden; ich habe meinem Onkel in der Wilhelmstraße noch einen Pflichtschuldigen Besuch zu machen und dazu ist jetzt gerade noch die Zeit!» sagte er und ein Zug von unmuthiger Langeweile flog über fein hübsches Gesicht. «Thun Sie wohl sehr gern?» spottete der Eng« länder. Der junge Jurist zog eine Grimasse, und die beiden anderen Herren giengen weiter. «Was ist das für ein Leben!» fagte Mr. Wilson rasch. «Keinen Zweck und kein Ziel im Auge, nur Zeitvergeudung und Scheu vor jeder Arbeit! Wie könnt ihr Deutschen etwas erreichen, wenn ihr nicht arbeiten mögt?» «Es arbeiten viele deutsche Männer,» versetzte Doctor Rauenthal ernst. «Sie brauchen nicht zu denken, dass alle in diesen Ständen vornehme Müßggänger sind.» Der Engländer sah ihn von der Seite an. «Von Ihnen glaube ich, dass Sie arbeiten,» sagte er. «Ich meine sogar, Sie arbeiten zuviel, denn Sie sehen sehr blass und angestrengt aus.» «Mir ist nicht recht wohl,» gestand Nauenthal ein, «schon seit einigen Tagen nicht mehr!» «Gehen Sie nach Hause, legen Sie sich zu Bett und lassen Sie den Arzt rufen, es fcheint mir ein Fieber bei Ihnen im Anzüge.» rieth der Engländer. «Aber eine Frage erlauben Sie mir noch vorher, Herr Doctor. Was arbeiten Sie?» «Ich bin Feuilletonredacteur einer großen Tageszeitung und habe als folcher sehr viel zu thun, zugleich bin ich Schriftsteller,» antwortete Rauenthal. Ueber Mr. Wilsons sonst so ruhiges Antlitz flog ein Zug spöttischer Verachtung. «Literal?» sagte er gedehnt. «Das seid ihr Deutschen doch eigentlich alle! Ihr seid so sehr unpraktisch, sonst würdet ihr nicht diese Beschäftigung wählen, die nichts einbringen kann!» «Reich wird man als Schriftsteller allerdings wohl nur fetten,» antwortete Nauenthal, trübe lächelnd, «doch mich interessiert der Beruf. Die Gedanken eines Voltes sind eins seiner edelsten Güter!» Der Engländer schnippte ungeduldig mit den Fingern. «Die deutschen Ideale!» spöttelte er. «Weiter habt ihr aber auch nichts! Und bei denen verhungert der Poet!» «Nicht immer!» erwiderte der junge Doctor belustigt. «Mich, zum Beispiel, schützt mein kleines Privat» vermögen vor dem Hungcrtode!» Mr. Wilson horchte auf. «Ah, Privatvermögen!» warf er ein. «Das ist gut! Aber es ist wohl nicht viel?» «Ihr drüben, jenseits des Canals, würdet es nicht viel nennen!» versetzte Rauenthal. Der Engländer blieb stehen und fafste feinen Begleiter am Rockknopf. «Möchten Sie es nicht verdoppeln?» fragte er. «Etwa durch Speculation«!, bei denen ich möglicherweise alles verlieren könnte? Ich danke!» ent« gegnete der Doctor. «Nein, ich bin zufrieden; ich kann anständig leben und erwerbe mir, ^,^ ich mein Capital nicht hätte, meinen Levels ^ völlig!» ^>, «Wieder die deutsche Genügsamkeit! A werden niemals reich!» Mr. Wilson sprach.^ lebhaft; wieder fuukelte in feinen grauen ^> grünliche Flamme. «Ich schwärme für den .^ reich zu werden mit einem Schlag. Ein g^, mögen auf einmal zu erwerben, nicht vo" V Jahr eine bescheidene Existenz zu fristen ^ " ^ Ziel meines Lebens, und ich spanne meine s"' an, um es zu erreichen!» „c.ac^ Seine Augen glühten, die ganze kraflw ^ zog sich zusammen, wie zum Sprunge. ^ «Und deshalb kommen Sie nach ^> in das Land, in dem, wie Sie selbst >^ Ideale sind?» fragte der Doctor, halb betl^ ^, fpöttifch. ge, Mr. Wilson war schon wieder ganz/"K «Warum nicht?» meinte er kaltblütigst) Deutschland ist Geld; die unpraktische" ^l), wissen es nur nicht zu finden. Auf Wieder,^,, Doctor! Es war mir ein Vergnügen, Sie e leruen!» . ^i< Und der Engländer presste die Ha'^5 tors in der seinigen zusammen, wie in einc> ,„ stock; dann gieng er mit langen Schritten j< straße hinab. A^ Rauenthal sah ihm uach, mit ihm gM t< brennendem Kopfe. ki (Fortsetzung folgt.) -^!!^ 123 20. Jänner 1899. ^tz ."V"" I"lel der Pacific-Küste seine 1'lelanM o "7 Der A^? ^"! "'"" "«r zur Ebbezeit V ine Auneichnun.^. ^ !"' ^" 3"'mlie Astor fand 5Znsel ^^55..' .""^ den Liieridian der wüsten unterirdischen Schatzes verrieth. '^um VbVha ten ^ ^ ""^ ""d lcgte damit den Grund '".lürtn wM 2« ' " ^" Nstor.Familie. Der Ober-'" n°Age Eiae^ m ^"'^"' ^ss seine Vorfahren recht- ^'°ls n 2 d^ ' ^7^ Bandes gewesen sind und "'Maten H, u.3 ^' "" Rückgabe des Schatzes des "Ms Swmcbn ^ ! ""t Hlnseszinsen. Das lann ein "^^raten^I"? ""^" " "enn nicht der ganze Ahnsw ist " ""' "'"' Auflage von Dumas' Monte cht/ Wal- utt^Proviuzial-stachrichteuT" ><°nnt. H^a"»^ Vrühlstraße) ist, wie be. ^urchgesüh m3 ^ ." ""'"' ^'bäude dortselbst bereits Merlan "", "nrde dem Verkehre übergeben. Behufs ^« Nmlst d ' s^s ^"^'""^ Verbindung derselben mit "' wtas dortiel . . '^ "' ^" den Besitzern Ahlin und " "einde abael^ ^' "^ lchleilden Flachen von der Ge-"'^rdeu. Die ^ -^""'" ^^ ^M'ovriation ^Wonnen ^ die ^^H^ schon die Wasserung ^st sür die l"! " (Der s ^""penode in Aussicht gestellt. 6'?« Bauarbeiten °be! ^ bau au der N ömerstraß e.) '^"nenden 5,a n ""^esem an der St. Iakobsbrncke be-<"'u VaN^svl^ '. ^^ "" "erflossenm Herbste bis Windung mit 1. ^ U^lM' Nach durchgeführter Ver-"5"' "n komn'P >. '^^'^ bestehenden Seitencanälen wer-^" der 3iömers.^" .""'hjahre diese Herstellungsarbcitcn ^'°"äe,cht und 1.7. . ä"r Triestcr- (Bleiweis-) Straße '""> *' (Der N^'^ühN werdeil. l"">r«be beim3°" ^^' '"-'"en städtischen Eis-/Wen, bereits ^?°^'Schlosse) ist, wie wir ver-e/"it Eis gefüllt ' "gestellt. Die Grube wird nunmehr M' ^* l D "^chft ,,^ "c^ ^tadttheil Udmat) erhält V"n. Der nenan. "«!""'^ sowie Gassen-und Straßen-^"ung und a l" ^ u?"" blitzt ebenfalls die Wa ser-3, ' " ( N ,. ^^ Beleuchtung. ^"he der Demonstrationen begann. Ms l^"' in welch "?"' ^ l ° j m e r den.onstrierte I °l^ ^sselb^" i. ' ""en Untertiefer «secierte und i3«r w' "neu Ja ''7? ^""^ einheilen ließ, ?ve.^ "'"'''g als l?s fei dem nach einer Schädel-?/e ^'^ und zwar n. ^ ""' Cellnloidplatte zur An-i 3 "ne Q, ," «"em Erfolge, kam. Hierauf Ma 7^ " lün 7re ^.""greise.^den Dar.noperationen K ecknV« luni^^""ngen fügte. Prof. Dr. von > u "' b" dcr c ^ ' /"' s^u mit rhachtischem 'z! ns."^ ^nd ^'"K°iserschuitt voruahm, so dass ' Mne '"' " zw/'ben erhalten blieben. Fern r "^r^ die er bei desperat B'"^ Dr. G 7 Mem Erfolge exstirpiert hatte. 3« 3 ^"hrte acht Fälle von c. 'er3^"3 der hci u,. ^7' "e alle ohne änherliche ^ ^ ''"^euse n D "7? ^"^fiihrt wurden, thells M i^' ^eesbach-?"?^de..de, Landesregiernngs-"^ n?^""essanteu und l'^'^ ^" ^" Vortragenden wi n ves,1' Versam lmm ^?'?'" Demonstration?., den '^Mt^?^^ "n "ser V«'U«^?"°« wurde ^""^°"'°w «rüder in Ka„di» , ^>° d^ ^.« «»» Auw.w°°"°""""l°«, - Die Johl 5««5 >.,,?° «« '««4 u,7" ^"^" «^tt !ich «e«e« — (Der Laibacher Nicycle-Club) hielt seine XIV. ordentliche Hauptverfammluug am 17. d. M. in feiuem Casino-Clubzimmer unter zahlreicher Betheiligung ab. Die ausführlichen Berichte des Schriftwartes, Fahrwartes, Zeugwartes und Säckelwartes erbrachten den erfreulichen Beweis, dafs der Club auch im verflossenen Jahre allen Anforderungen, die man an einen Sportverein stellt, in reichem Maße gerecht wurde. Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: Herr Peter Kosler (Obmann), Herr Iofef Moro (Obmannstellvertreter), Herr Emil Schrautzcr (I. Fahrwart), Herr August Drclse (11. Fahrwart), Herr Hans Ianesch (1. Schriftwart), Herr Karl Tschcch (II. Schriftwart), Herr Franz Terdina (I. Säckelwart), Herr Siegmund Wutscher (II. Sackel-wart), Herr Anton Arko (Zeugwart). — (Telegraphen verkehr mit Manilla und Iacmel > H a i t i ^.) Telegramme mit politischen Nachrichten unterliegen in Manilla dcr Negierungseensur. Da die Landlinicn Haiti-Iacmel wieder hergestellt wurden, so werden Telegramme für Iacmel auf Haiti nicht mehr mit der Post von Port au Prince aus, sondern auf telegraphischem Wege weitcrbefördert. — (Erdbeben.) Man fchreibt uns aus B ifchof lack: Am vergangenen Mittwoch abends um U Uhr 45 Minuten war hier ein ziemlich starkes, mit geringem unterirdischen Donnern verbundenes Erdbeben wahr-zuuehmeu. Der Stoß erfolgte in verticaler Richtung. In Altlack verließen fogar einige Leute ihre Wohnungen. -»- — (Das vorgestrige Erdbeben) wurde laut der bisher eingelaufenen Meldungen auch außer Laibach, so in Schischta, St. Veit bei Laibach, Sanct Martin unter dem Großgallenberg, in Voditz, Domschale, Großlupp und Vruundorf, jedoch nicht überall in der gleichen Stärke, gespürt. * (Plötzlich gestorben.) Am 16. l. M. war, wie man uns aus R adma nnsdors mittheilt, der Besitzer Josef Peilar aus Kronau Nr. 13 in Gesellschaft von mehreren anderen Infassen aus Kronau damit beschäftigt, Sägetlötzc auf Handschlitten aus dem Gebirge herabzuschaffen. Gegen halb 1 Uhr nachmittags wurde auf der Alpe «Bcrlog» Mittagsrast gemacht. Plötzlich klagte Josef Pecar über ein Unwohlsein, fiel nach einigen Minute» zusammen und verschied, ohne daS Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Pecar, der eine Witwe mit 6 Kindern im Alter von 1^/, bis 24 Jahren hinterlässt, ist nach Angabe des Districtsarztes in Kronau einem Herzschlage erlegen. —r. ** (Zur vorjährigen Weinernte.) Die im Rudolfswerter und Gurlfelder Bezirke gewonnene Qualität findet, insbesondere der bekannte «Cvicek», noch immer eine starke Abnahme und ist die Nachfrage nach demselben eine sehr rege. Die Preise erweisen sich loco als mittelhoch (150, ittU und 180 fl. per Hektoliter). Iu letzterer Zeit wurden aus den genannten Gegenden auch nach Laibach mehrere hundert Hektoliter diefer Gattung verführt. — (Aus Bischoflack) berichtet man uns: Dcr hiesige Verschöneruugsvcrein hielt am vergangenen Mittwoch seine zweite Generalversammlung ab. Dem Berichte des Vorsitzenden Herrn Flis entuehmen wir, dass der Verein im vorigen Jahre 64 Mitglieder, darunter 6 Gründer und 58 Iahresmitglieder, zählte. Dem Vereine, welcher insbesondere die Errichtung einer städt. Badeanstalt bezweckt, wird, wie der Obmann mit Dank constatierte, auch in diesem Jahre die Stadtgemeinde eine ergiebige Geldaushilfe zukommen lassen. Ueber Antrag des Herrn Bürgermeisters Lencek wurden in den Ausschuss folgende Herren gewählt: Julius Flis (Obmann), Franz Mikus (Obmann-Stellvertreter), Erwin Burdych (Cassier), Leo Lavric und Lorenz Susnik (Ausschussmitglieder). —»— * (Angeblicher Postü berfall.) Aus Neudorf wird uus gemeldet: Am 13. d. M. gegen 8 Uhr abends warf ein Individuum, dessen Absicht unbekannt ist, an der durch die Walduug führenden Straße an der Grenze des Gendarmeriepostens Suchen, nach Aussage des Postillons Josef Levstek von Travnik, einen Stein auf den Postwagen und zertrümmerte damit die Scheibe der Blendlaterne dieses Wagens. Wie die Erhebungen ergaben, fingierte der Postillon Levstek diesen Postübcrfall, da die benannte Blendlaterne sammt der darin sich be-fnndeuen Lampe gar nicht beschädigt wurde. —i-. * (Einbruchsdiebstahl.) In der Nacht vom 11. auf den 12. d. M. wurde von bisher unbekannten Thätern im Gcfchäftslocale des Kaufmaunes Franz Slibar in Selzach ein Einbruchsdiebstahl verübt. Die Einbrecher waren, wie der Localaugeuschein ergab, mittelst Leiter durch eiu Fenster im ersten Stockwerte, das sie eingedrückt hatten, in das Haus des genannten Kaufmaunes eingedrungen, hatten die im Hause in das Geschäftslocal führende Thür mittelst Nachschlüssels geöffnet, im Gcschäfts-localc die Schublade, iu welcher Geld aufbewahrt war, mit Stcmmeiseu aufgebrochen und aus derselben einen Betrag von etwa 250 fl. in verschiedenen Geldsorten sowie einige Kartcnbriefe und Corrcspondenzkarten entwendet. Nach verübter That entfernten sich die Einbrecher durch das rückwärtige Hausthor. Die Ausforschung der Thäter ist im Zuge. ' ^ — (Unglücksfall.) Man schreibt uns aus Littal: Die in der Spinnfabrik der Firma Schwarz, Zublin & Conlp. in Grazdorf bei Littai als Fabriks-arbeiterin beschäftigte Maria Kralj von Rann bei Littai gerieth am verflossenen Samstag mit dem ebenfalls in diefer Fabrik beschäftigten Oehler Ioh. Ablauf in einen Wortwechsel, der sich ani Mittwoch wiederholte. Ablauf wies die ihn beschimpfende Kralj zweimal weg und gab fchließlich derfelben, da sie ihn nicht in Ruhe ließ, eiuen leichten Stoß, infolgedessen die Kralj bei ihrer schwächlichen Körperconstitution so unglücklich zu Boden siel, dass sie sich hiebei den linken Oberschenkel brach und für dauernd erwerbsunfähig werden dürfte. —ik. — (Verunglückt.) Am 16. d. M. vormittag« waren der 67 Jahre alte Besitzer Johann Birl vulgo Zakotnit ans St. Martin bei Laibach und fein Knecht Josef Tomazii am Rande des Waldes «Na gmajni» nächst Zadvor mit dem Aufladeu von Föhrenholz beschäftigt. Nach vollbrachter Arbeit trieb Birk das Vieh an, während der Knecht den Wagen des hängenden Terrains halber am rückwärtigen Theile stützte. Allein das Fuhrwerk war nicht von der Stelle zu bringen. Als nun Äirk auf die linke Seite des Weges trat und das Vieh neuerdings antrieb, lenkte dasselbe plötzlich nach links, worauf der fchwer beladene Wagen umstürzte und gerade auf Birk fiel, während der Knecht noch rechtzeitig entkam. Letzterer konnte den Verunglückten nur mehr als Leiche unter dem Wagen hervorziehen. —l. — (Ertrunken.) Am 16. d. M. begab sich die 13 Jahre alte Aesitzerstochter Francisca Kebe in Unterseedorf, Hs.-Nr. 28, Gerichtsbezirk Zirtuitz, zu der beim Haufe befindlichen Cisterne, um Wasser zu holen. Da dieselbe nicht sofort zurücklehrte, forschte mau nach ihr und fand sie in der Cisterne liegen. Nach Verlauf von zehn Minuten wurde sie mittelst Leiter bewusstlos heraufgezogen. Die sofort und dann unter der Leitung des Arztes Herrn Dr. Dcrcani aus Zirknitz vorgenommenen Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die vorgenommene Obduction ergab, dass das Mädchen an Erstickung durch Ertrinken gestorben sei. Ob eine Fahrlässigkeit vorliegt, werdeil die gerichtlichen Erhebungen darthun. — (Unsere Ausfuhr nach Brasilien.) Ueber Waren aus Oesterrcich-Ungarn, welche in Brasilien einen Markt haben, ist einem Berichte des österreichisch-ungarischen Consulates in Sao Paulo zu entnehmen: Gnt eingeführt sind Cosmanoser Artikel, als Kleiderstoffe uud Taschentücher. Desgleichen werden österreichische Kattune als Prachtware anerkannt. Billige Wolltnche ans Brunn, Neichenberg und Iägerndorf würden heutzutage noch den englischen Fabrikaten empfindliche Concurrenz bieten können. Gut bekannt sind Kurzware österreichischer Provenienz, überhaupt unter dem Namen Gablonzer Waren, vornehmlich Knöpfe und Nadeln; desgleichen Posamentierwarcn. Als wichtige Artikel des österreichisch - ungarischen Exporthandels nach hieher wären noch folgende anzuführen: Herrenwäfche, Schuhwerk, Bronze- uud Galanteriewaren, Fächer, Schreib- und Rauchrcquisiten, Porzellan, Glas, Papier und gebogene Möbel; letztere werden ausschließlich aus Oesterreich-Ungarn bezogen. Weiter wird noch importiert: Eisen uud Stahl, Maschinen und Maschinentheile und Fahrräder. Einen weiteren, zwar keinen großen, aber lohnenden Exportartikel bilden Sensen und Sicheln aus Steiermark und Krain. Dieselben sind hier seit verhältnismäßig kurzer Zeit eingeführt, die Nachfrage darnach nimmt jedoch ständig zu. Der ungarische Mehl-import ist auf ein Minimum zusammeugeschrumpft, desgleichen die Einfuhr ungarischer Weine. Letztere wurden von einer hiesigen, gegenwärtig nicht mehr bestehenden Firma derart discreditiert, dass die Einfuhr infolge des gerechtfertigten Mifstrauen so gut wie aufgehört hat. Leichte Naturwcme, z. B. Tiroler, Unterkraincr, Istria-ner:c. ließen sich bei der bekannten Thatsache, dass guter unverfälschter Wein hierzulande nur gegen schweres Geld oder gar nicht zu erlangen ist, ebenfalls gut anbringen. Ueberhaupt würde sich die Wcineinfuhr in Händen eines tüchtigen, fachkundigen uud reellen Kaufmannes zu einem blühenden Geschäfte gestalten. Oesterreichischc Liqnenre, wie dcr dalmatinische Maraschino, sind am hiesigen Platze bestens bekannt; der Mangel an gnter, zweckentsprechender Reclame allein lässt diesen Artikel sich nicht gehörig verbreiten. Dasselbe gilt von Conservcn im allgemeinen, speciell von Sardinen und anderen Fische conserven in Blechdosen. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 17. auf den 16. d. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vacierens e.ne wegen Excesses, eine wegen Ucbertretung des Diebstahls und eme wegen Vergehens nach 8» St. G. und 8 45 des Wehr-gesetzcs (Jakob Fortuna aus Smrche; derselbe wurde im Besitz eines falschen Passes angetroffen.) —r. — (Ans Abbazia.) In der Zeit vom 8. lns 17. Jänner sind in Abbazia 237 Gäste zum Curgebrauche eingetroffen. _______________________________ Theater, Kunst und Meratnr. * (Deutsche Bühne.) Hermann Sudermann, der sich in seinen Werken als ebenso berechnender Theatraliker, wie markiger Charalteristiker und muthiger SittenWderer erwiesen hat, verzichtet m stmer «Schmetter- Laibacher Zeitung Nr. 16.............. .......... 124 20. Jänner 1s^ lingsschlacht» nicht nur auf eine der Grundbedingungen der dramatischen Bewegung, aus die Contrastwirkungen, sondern er zerflattert auch die Handlung, welche die fortschreitende Entwickelung eines oder mehrerer Lebensschicksale seilt soll, in unzählige heitere und ernste Motive; freilich sind das mit der Hand eines Künstlers gezeichnete Einzelzüge, die sich zu einem breiten Lebensbilde zusammenschließen, das mit bcwundernswerter Licht- und Schattenvertheiluug den Typus der verarmten Beamtenfamilie erstehen lässt. Sudermann schildert Zustände, aber keine Ereignisse, es ist meisterliche Stimmungsmacherei, welche Wirkung ausübt, weil in jedem der Momcntbildcr, die sich zu einem fesselnden Sittengemälde aus der Welt der verschämten Armut aneinanderreihen, viel herbe Wahrheit liegt. Um in den Sumpf, ans welchem die zu voller Plastik herausgemeihelten, von wärmstem Lebensblute durchtränkten Gestalten, die Hergenthcim'sche Familien» sippe, der alte Winkelmann und der Handelsreisende auf» steigen, Fluss und Vewegnng zu bringen, wird eine Scene im dritten Acte zu einem wüsten Theatereffect, in welchem Naturalistisches und Sentimentales eine eigenartige Vermischung eingehen, ausgenützt. Ist auch die Führung der Handlung anfechtbar, die ausgezeichnete Charakteristik der einzelnen, frisches Leben ausathmenden Gestalten, die Natürlichkeit des Dialogs muss voll anerkannt werden, insbesondere ist die verlotterte Wirtschaft der Hergentheims meisterhaft gezeichnet, kurz, die Dichtung ist fesselnd von Anfang bis zu Ende. — Die erste Aufführung der «Schmetterlingsschlacht» war vortrefflich und machte den Darstellern alle Ehre. Für die begehrliche Steuerinspectors-Witwe, deren sittliche Verkommenheit durch die Mutterliebe gemildert erscheint, fand Fräulein von Schweick-hardt ebenso natürliche wie innige Töne. Die schöne verwitwete Tochter Else spielte Fräulein Hell, welche allerdings die Schmetterlingsnatur des lebcuslustigen jungen Weibes zu sentimental angehaucht und allzu zurückhaltend ausdrückte, die brave, fleißige und verwendbare Schauspielerin jedoch nicht verleugnete. Die beschränkte, phlegmatische Laura gab Frl. Altenhofer ganz entsprechend. Eine überraschend wirksame Leistung bot Fräulein Inger als Darstellerin der Rost. Die junge Dame sah sehr zierlich aus und brachte die wechseluden Stimmungen des kleinen Mädchens sehr liebenswürdig lind lebensfrisch zum Ausdrucke. Durch größere äußere Nuhe und weniger Ueber-deutlichkeit würde die Gestaltung noch gewinnen. Den Prachtkerl von Handlungsreisenden spielten Herr Iansen frisch, weltgewandt und überzeugend. Der egoistische Geld-mensch und Grobian, der sür alle feineren Seelenregungen nur eine schnodderige Bemerkung hat, wurde vou Herrn Wähle lebensecht, mit packender Wirkung ausgezeichnet charakterisiert. Für die minder dankbare Rolle des jungen Winkelmann, eines großen, haltlosen Jungen, fand Herr Nudolfth den richtigen gedämpften Ton. Herr Schwelb zeigte in der gelungenen Herausarbeitung der Figur des Oberlehrers schöne Begabung, Herr Rochc war als Apothekerlehrling von guter Wirkung. Bei allen Rollen zeigte sich die gleiche Sorgfalt, lobenswertes Können uud Bestreben. So gestaltete sich die ganze Vorstellung höchst stimmungsvoll und für alle, die an lebenswahren Wirkungen Freude empfinden, genussreich. Das zahlreiche Publicum lohnte auch die vortreffliche Darstellung durch reichen, wiederholten und sehr warmen Beifall. 5. — (Aus der Theaterkanzlei.) Heute gelaugt die Operette «Hofnarr» zur Aufführung. Sonntag findet die 70., Montag die 69. Vorstellung statt. Dieser Serienwechsel ist nöthig, um den geradeu Tagen wieder eine Sonntagsvorstellung und den ungeraden die Operette «Donna Iuanita» zu bieten; letztere wurde auch von vielen auswärtigen Theaterfreunde» verlangt. Das Repertoire ist für die nächste Zeit folgendermaßen festgestellt: am 22. «Tolle Nacht», Ausstattungsposse, Nr. 70; am 23. «Donna Iuanita», Operette, Nr. 69; am 2b. «Faust», Tragödie vsn Goethe, Nr. 71; am 26. l ein Pistolenduell mit einmaligem KugelweM, ^ Beide Duellanten blieben unverletzt, eine VH ^ fand nicht statt. Ferner forderte Daniel drei M ; des Torontaler Repräsentantcukörpers wegen a^ . ihn beleidigender Ausdrücke, die gelegentlich l>' s Ehren des Obergespans veranstalteten Banketts gl ^ waren. Weitcrs sandte Ronay Herrn Daiw j Zeugen, diese kamen jedoch überein, die Affaire ^ l Schwurgericht zu leiten. ^ Die Officiersdeputatlonen in Wien. (Original'Telegramm,^ Wien, 19. Jänner. Die Officiers'MP" des preußischen Kaiser Franz Gardc-Greimdicr-M begibt sich am 21. d. M. nach Budapest und v°! nach Kaschau, um dem Infanterie-Regiment l' ^ einen Besuch abzustatten. Wien, 19. Jänner. Die Officiers-D^i des russischen Kexholm'schcn Leibgarde-Regiments Franz Josef ist nachmittags hier eingetroffen'' der Hofburg abgestiegen. Gelsgrarnrne. ' Wien, 19. Jänner. (Orig. - Tel.) ^ ü, Ikwl-o Graf Szecheny wurde vormittags, ^' , des Aeuhern Graf Goluchowsti nachnuM Sr. Majestät dem Kaiser in besonderer »>' empfangen. z Wien, 19. Jänner. (Orig.-Tel.) Das ruf Königspaar ist hier eingetroffen und setzt b>' ^ nach Sigmaringen über Berlin fort. ^ i Wien, 19. Jänner. (Orig.-Tel.) Heute "' ^ tagsfand unter ungemein großer Betheiligung das^ begängnis des Herrcnhausmitgliedes Oberstliell. ^ Fürsten Karl Liechtenstein statt. An demselben "' . außer den Familienangehörigen Minlsterpräside', Thun mit einigen Mitgliedern des Cabinets, ^ > Mitglieder des diplomatischen Corps, die G^ der Chef des Generalstabs FZM. Freiherr v^ viele Mitglieder der Aristokratie und die hier ^ -Officiersdeputation des Kaiser Franz-Garde-O^ Regiments theil. ,, , Verlin, 19. Jänner. (Reichstag.) Auf ^ mängelung einiger Abgeordneter bei der BenM Etats des Reichsamts des Innern wies Staa^ , Posadowski den Vonuurf der völligen StockM j socialen Gesetzgebung als unbegründet zuli>", , Äundesstaat könne nicht so schnell Gesetze pr^ , wie ein einzelner Staat; gehen wir, sagte Ned^, langsam, aber besonnen vor, denn wenn wir ^ < mit unreifen Gesetzen belasten, so trägt die rcgierung eine folgenschwere Verantwortn^, « darauf ist Rücksicht zu nehmen, dafs die 3! mit dem ConcurlenMnpf im Auslande nie U werde. Bei den Verhandlungen übrr Schutz^ ^ auf dem socialen Gebiete ergaben sich <, Schwierigkeiten, wie einerseits hygienische nN^ l Zwccke zu erreichen seien, anderseits, dass der ^ < kein Schaden zugefügt würde. Der Entwurf ^ ^ ordnung liegt dem Vundesrathe vor. In A öffenUichung des Berichtes des Gewerlie-Il'U Beamten liegt eine große Bevorzugung der ^ ^ gegenüber den anderen Aerufsständen vor. ' i einer Auregung des Abg. Fischer lasse ich die c , Berichte der Anssichtsbeamten organisch zusa»'^ Die Bemängelung dieses Berichtes seitens des^l , ueteu Wurm ist ungerechtfertigt, ich bin berel^ < über den ungenügenden Schutz der GesnN^ « Arbeiter auf das eingehendste zu prüfen. W'^ schließt der Staatssekretär, in der Fürsorge I, arbeitenden Classen nicht ruhen, wir werdeil ' nicht durch einen nervösen Dilettantismus zu ^ verleiten lassen, die wir für unpraktifch und ^ führbar halten. (Beifall.) Die WeiterberathU^ 8 morgen statt. i ^ Paris, 19. Jänner (Orig.-Tel.) sKaM^,, Vaillant verlangt über die Abrüstungsco'^ -interpellieren. Minister des Aeußern Ha""', widert, er werde gelegentlich der Berathung § H gets des Ministeriums des Aeußern hicrMl, ^ rnugeu geben. Dcp. Vaillant zieht hierauf sein ^ zurück. Dep. Grousset fordert die Einsetz'^ parlamentarischen Commission zur Prüfung ^ der unterseeischen Torpedoboote. Der Mal^,, erklärt, eine parlamentarische Commission ,^ ^. den praktischen Versuchen nicht theilnehmen, ^ der Controlc vou Fachleuten stattfinden. «5 nister cuustatiert, dass das unterseeische ^^ «Gustav Cede» bei den Versuche» gezeigt.^ es alle Eigenschaften besitze, die man huH/ Lancierens von Torpedos und der Seeti'H l r< wartet hätte. Frankreich sei die einzige A^A^ ^ praktisches unterseeisches Torpedoboot besitze- ^ ^ ^ Gruusset beharrt auf feiner Forderung .U»^j « die Dringlichkeit für dieselbe, welche mit p 121 Stimmen abgelehnt wird. Sodann w" neraldedatte über das Bndget fortgesetzt. -^*L^!fl^l6_^^ 125 20. Sännet 1899. M ""»""ulinene fremde. Hi'Men. -_ Now^Pr7cur^Kn?""°"^'"^'^^"sch, M s. Gemahlin Villack Ä' ^ ^' ^ Spatny, Baumeister, ^ Wildon. -Nuba, ^nl.n^^'.^ühlenbcsider, s. Gemahlin 3«1 K«nerth Nl^Z e W^^°Äl'lsel'Inw^ Trieft! ^schale. ~. ssrüblH Z^' ^. 17 Obtircher, Reisender. Dom- ts i^fm.. Oberlaibach. - Baum. ,!e PUestei.Verlrain !v ^ter, St. Oswald. - Schlager "< berg,' Schneid/^ Kfm., Waidhosen. - Kulen^ " ^ heimer, Reiner N' ''^ "^'"' ^"ftlil. - Bürll, Heppen- feiner, Kste.',^ ^««Kr. Schwefels Schreiber. König, Teuchert, l » V Ä^si-? ^'?°/ ^n'.. Nöhmisch-Kamnih. - .„. ^^ ^ ^berlleutenant, s. Gemahlin. Gr'-Narchor. ^ Am Verstorbene. M> Wentrstraße 1»? MaV/smu^" ^'°' Inwohnerin. 64 I„ K » Im Vivilspitale. liuptur"i°^i^""^' ^"'" ^nit, Arbeiter, 40 I., l)^Ium()^eredli^"c?^' Iulmnna Frantar. Kellnerin, 28 I.. !B'to°iti8 cdron ^ ^°^°"" ^"°oil, Inwohner. 68 I., ?eri' en ^ ^ ^^ ____________ Lottoziehung vom^Iä^ ^ ^^"ll: 7« u 28 57 20. Wö! '^"^'-------,______Seehöhe 306-2 ni. ,F ^ l?U7M^^4-^^^"-^ig theiln,, bew. lieü>' Daz T«^ ^ ^'^ ^' zml. start, bewiillt j 0 0 „ ^ m°l^_8^"""«l der gestrigen Temperatur 5 2', N°r- s, ^ ^__^^W°rtlicher Reda^u^^,^Fu^I^^" Volkswirtschaftliches. Laibach, 18. Jänner. Auf dem heutigen Marlte sind er. schienen: 4 Wagen mit llletreide. 7 Wagen mit Heu und Stroh und 12 Wagen mit Holz. Durchschnitts.Preise. ^Mllrll.Prtisj Vlärtt.Prei» von bis von bi» fl."kr7 fl. lr. fl. lr. flV>lr7 Weizen pr. 100 lcz 10 50 10 80 Butter pr. Kilo . . — 85------- Korn » 8 50 6 80 Eier pr. Stilcl . . — 3------- Gerste » 6.- 7 50 Milch pr. Liter . . — 8------- Hafer » 6 50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo -64—,— Halbsrucht » —-----------Kalbfleisch . —60------- Heiden » 8 50 850 Schweinefleisch > —58------- Hirse , g__ u_" Schöpsenfleisch . —36------- ltuluruz » 6 50 5 70 Hähndel pr. Stilck — 50-------^ Erdäpfel » 3-------^— Tauben » —^18-------^ Linsen Hektoliter 12-------— Heu pr. Riudsschmalz Kilo —96 —l- Klafter 656------- Schweineschmalz » 76------ — weiches, » 4 80-------^ Speck, frisch » 66 — Wein.roth., pr.Hltl.-------24 — > — geräuchert » —^70 - — — weißer, »-------30 — ! UuszeichnttNg. Se. t. u. l. Npost. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 27. December 1898 geruht, dem ^ l. u. t. Hoflieferanten Heinrich Mattoni, Besitzer der be« kannten Miurralwasser-Firma in Wien, den Titel eines k. u. l. Kammer-Lieferanten allergnädigst zu verleihen. (257 a) i Be-wäuh.xte Tannochinin-Haartinctur wirkt sicher gegen Ausfallen der Haare, gegen Schuppen, stärkt den Haarboden und kräftigt den Haarwuchs. P^" ZESis. Placoa SO 1er. ~fß% Allein-Dopöt: (4239) 12 « Mariahilf» -Apotheke des M. Leustek, Laibach. Telephon Nr. 68. Umgehender Poitversandt. Aanöeslyeater in Faibach. 68. Vorstellung. Gerade. Freitag den 20. Jänner Zum Vortheile des Kapellmeisters Karl «uer Der Hofnarr. Romantisch.lomische Operette in drei Arten von Hugo Wittmann und Julius Bauer. — Musil von Adolf Müller jun. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. vessentlicher Danl dem Herrn Franz Wilhelm, Apotheler in Neunkirchen, N. Oe. «Wenn ich hier in die Oeffentlichleit trete, fo ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht anfehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheler in Neunlirchen, meinen innigsten Dank auszufprechen für die Dienste, die mir dessen Wilhelms Thee in meinem schmerz, lichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, aus diesen trefflichen Thee aufmrrkfam zu machen. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei jeder Witteruugsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefel, bädcr in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körper« traft nahm ab. Nach vier Wochen langem Gebrauche des Wilhelms Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jetzt. nachdem ich schon seit sechs Wochen keinen Thee mehr trinke, auch mein körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, dass jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Vutschin. Streitfeld, Oberstlieulcnants.Gattin. (3815) 9—4 In Laibach zu haben bei Apotheler O. Piccoli. V6nüdictine. Es muss selbst den Unbetheiligten Freude machen, festzustellen, wie bei der großen Coucurrenz in feineu Liqueuren die Vönedictine Fücamp, nicht allein ihren alten Platz behauptet, fonderu immer mehr au allererste Stelle rückt. Mit der Civilisation gleichen Schritt haltend, ist die Vönidictinc in der alten und neuen Welt gleich heimisch und zur Königin aller Liqueure geworden. Man stehe nicht vom Tische auf, ohne sich ein Gläschen Vön6dicline servieren zu lassen- Schreiber dieses bleibt ihrer wie eines guten Freundes stets gedenkend. Course an der Wiener Börse vom 19. Jänner 1899. 3^demoMenn EourMatte rod" 5!"°» .. "l - . lou ft, ,1,4 50 19!, b« Velb >«a« Vo« Gt«ate z«, gnhll^lg übernommene msenb.'Prlor.» Ol>llzati«ntn. ElilabeNiliahn 600 u, «X» «. . . i«/„ ad 1»"/„ «t. Lt. ... ll4'5>) libkN Vlisahslhbahil, 400 u. 2000 Vl. 2«, M, 4"/n...... Nv bU — — sslllüz.Ioics A.. Vlirnilberger Bahn. Ein. «884, 4«/<. (div. St,) 2,. f, 100 fl. N. »«'«, l0l) «U Ung. Goldreote 4°/„ per «ass» »» ?« l«8 9i> dto. dto. per Ultimo . . . . l1ö?N11»S« d!u. Ne»!e in Kroücnuähl,, 4"/» steuert! risiir 20» Krone» Nom, »7»0 »s i« 4"/» dto, dto. per Ultimo . , »?'9O »«'«" dto St, /^ »«'« «»«i bto. dto. Silber lUU l> , 4>/,"/. <»0 - »20 «l» bto, Slnatö-obllg, (Ung, Ostb.) v. I. t«?6. 5"/«..... ,2l' - !21 ?" b!o,4>/,'V„üchanlrtgllI°?lbl.-0bl lU0'60 >«> 8» bto, Prü>n,°A»l.5 luu fl, ö, W, l«i - löl — dlo, dtu. i^ ü0fl. ö, W, l.>l'nN Theiß-Rtg.'Üose 4»/, l Gbligalione» (ftit 100 sl. LM.). <»^ migarlsche (100 sl, e, «.) . »z«« »6s!' 4»/, koattsche und llauunisch« . »?'— »s - ß»d«r« üssenll. Hnlehen. Don»u.«e<,..Lole 5°/„, . . . <3l-—<»« - bt,. .Nlllelhe l8?5 . . lU» 2ü lW'U° Nnlehen der St>idt Oürz . . li»' - — — Nnlehen d. Stadt,emvmbe Wlen l04b0 10ö'3<> Nnleden d. Stabiaemcinde Wlen (Vllber oder Gold! , . . . 12k 50 !2N'50 Prämlen-Anl, d. Vladtgm.Men i??- VöllebTu^lnleh«», «ilosb. i"/, llXI 50 10« Ä' 4«<, »»<«« »««»«»'»»»«h«» . 88 2ö! 99 ill, »«ld Ware ßftnbbrleft (für ioo sl.). «odcr, aUg,Sst,il,b0I v«l.4'/t 9^30 99», dto, P,Äm,.Schlbv, «"/«, l, , ll.Em, tl7'ä0 <<»»Ä N üslcrr, lill,ibe«°Hyp,Mnst, 4«/, «U !«> 100 60 Oest,»!!«, Vnnl verl. 4«/„ . . luu lu ioi 10 dtll, dlu, üojähr. „ 4"/, . . 100-10 »01 iu Oparcasse.i.öst., »0I.b'/,°/ovl. loü'bo — - Prioritälüybligalionen (liir 100 fl.). Ferdinand.? Nl"-bbat,n Vm, 188« 101- - 101 2o Oesterr, Norbwestbahn . . . 110'—11080 3l,i.i!«daI,„^.<,llFrcs,ü0Nv,St. »2«-— —'— Lüddal,» A"/„ i» Frc«. üvu p. St. is» »ä ,81^5 bto, ü"/„K80U ll, p. 10U fI. 1l!» 50 ,26 t>(> Un8,»c>"!>z Vahn..... 1 «>/, Unterlrainei Nahnen . . 9» bft 100 — ßank'Äctien (per Glück). «lnglo^est, Va»l 200 fl. SO"/, ». 1«-- ll^ «0 Vanluerein, Wiener, I<>0 fl. . 2b? 75 268 «ö «odcr,Ä!>st,,Oes!,.2N"!l,T,4N"/, 43» — 48t - Vrdl Anst, <, Hand,», O, tlwfl, —-— —— dto. dto, per Ullinw Leptbr. 3S0'10 »60 « «lrebitbanl, All« »ng,. 2U0 jl. . ä»0 — 391- Depositenbanl, All«,. 2W fl, . »^2 b0 22<ü0 C^comple Gc!,, Ndrüsl,, 500 fl. 740 — 745'- Giro u, Eaüenv,, Wiener, 200 fl. 2i9 - ««0-5» Hl,pu,,0est..200ll,25«/o5u>9«- »tllll»,»b«nl. »ll»., «UN. , 173 50 174 bN »«ld war, Altien «on Ir«n«p!»rt» Anttrnehnlungen (per Stück). «lufsig'tepl, Elsenb. 3NN fl, . l615 l«»0- Nöhm, «urdbahn 150 fl. . . «<»'— »49 — Vüschticyraber ltis, 50N fl, ) l?«0 dto dto, (üt. M 200 fl. . «43 —«4l< — D«>i«u »Dampflchlssahlt« < ««f., vesteri., 5l«> sl, CM, ..455 — 457'— Di!xİbenbacher Lloyd, Oest,, Trieft, 5«a fl,«M. 430 — 433 5« veslerl. «orbwestb, 200 fl. O. »4°—,4«- dto, dto. llit, U) 200 ft. I. 2ä»— «60 — Prag'Vxxer Eiienb. lü» fl, I. . 100 «5 ,01 2,>> Slaalseisenbahn 200 fl. <3. . 362 - 8Ü2 5ü Oüdliahn 2l»0 fl. S..... Sö'?i> «N?'. Küdlwrdb, Verb'N. »00 fl. «Vl. 208 80 20»X0 «rllmway-Ges,,Wr,.17Ufl.«.W. —---------'- dto, - 128 — Unn-aaliz, llileiib, 2O'»sl, Silber l>»4'4« 2154N Una. Äesll,,(3lllllb Krai)^«>sI,K. «12 50 »13« «ienei L«calbahnen. »ct,.««s. —-— — — 3«>ustrie'Actien (per Stück). »äuge!.. Mg. »ft,. 100 si. . . N4-5U tl« -^ «gebier «tisen. und Vtahl'Inb. in Wien 100 fl..... S4 50 95 50 «ile»hal,n«,Lelliss,, Erste. 80 fl. 140 — 141 50 ..Elbemuhl", Papiers, u, V.>V. Sl-— 92 — üieftnger Urauerel »00 fl. . . 178 — 180 — Vlont»!, Gelellich.. Oest» alpine 208 15 «08 «5 Präger «isen Iud «es. 200 fl. 980 — 994 — Galuu-tarj, Sttinlolilen «0 fl. 642 — 644 — „Kchl»»l»ü»l" Papiers, »0« ll. 207- 209- „»»»tz«l».^, <»pl»rj. ». ».-«. 1SU 5>) ls5 50 Veld Ware lrifallcl Kohlenw-Oef, 70 st. »82 — ,«« 50 Waffens..«.,Oest.in Wien.lonfl. !S5— ^89 — Wl'g8on.L«ihanst,.«llll,,inPeft, «Lr. Vaugesellschaft w» fl. .' ^ ?^H U.'ü Ui«n«rberatr Zicgel.«ct!en^»«<. ,«.^, „z _ Diverse z«ft (per Stück). Vudapeft'VaNlica (Dombau) . g.70 7.^. «rebitlose 100 ft...... ^88 25 «»S-.- «Iarl,'Uofe 40 fl. EM. . . . ßo-75 yi 7z 4»„Donan>Dampfsch. l00sl,LVl. 17^.^. >8o — Osener Lose 40 fl..... gz.zy __.__ Palffy.Lole 40 fl, CM. . . . gz.^ gz.z^ Nutlie» Kreuz, Oest.G,s,v, 10fl, z^^. ^7^ «othe» Kreuz, llna, Wef, >., 5fl. ^.^ ^,75 Galm Lose 40 fl, lr, .... — — — — Paluten. Vueaten....... . 571 5-73 2« ssrancl'Stucke..... 955, 95U, Deu?„ v Uhrmacher- ßehilfe rf ftndet Stelle hei (255) i_i > cj/ Ja«ko 'jtf (212T----—~^=-^?^______ :o^ G. 351/98 Stelle, Jurija Stelle, Marijano Stelle, Marijo Stelle roj. Babizh in Andreja Stelle, ter njihove dedièe in pravne naslednike, katerih bivališèe je ne-znano, so se pndale pri c. kr. okrajni sodniji v Kamniku: ad 1.) Gašperju Terpotec iz Strajn; ad 2.) Jeri Gvirn iz Mlake, tožbe zaradi izbrisa tabu-larn h sfavkov. Na podslavi teh tožb se je dolo-Öila ustna sporna razprava na 15. februarja 18 99, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodišèu, v razpravni dvorani ät. 2. V obrambo pravic loženih se po-stavljata za skrbnika: ad 1.) Luka Bergant iz Kamnika; ad 2.) Janez Remc iz Mlake. Ta skrbnika bosta zastopala to-žence v oznamenjeni pravni stvari na njihovo nevarnost in stroške, dokler se ti ne oglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblaäöenca. G. kr. okrajno sodišèe v Kamniku, dn6 29. decembra 1898. (224) Firm. 204. I Zadr. II. 28. Razglas. Pri c. kr. deželni kot trgovski sod-n.ji v Ljubljani se je izvršil vpis firme; Hranilnica in posojilnica na Gojzdu, registrovanazadraga z neoinejeno zavezo v zadružni register. Zadruga se opira na zadružna pravila z dn6 20. decembra 1898. ima svoj sedež na Gojzdu in namen, raz-mere svojih èlanov v nravnem in gmotnem oziru zboljšavati, v to svrho: a) prejemati denar (hranilne vloge) na obresti; b) dobivati si denarna sredstva s svo-jim zadružnim kreditom, in c) dajati posojila. Zaveza zadružnikov je neomejena; zadružni delež znaša jeden goldinar. Naèelritvo obsfoji iz naèelnika in 4 odbornikov, katere izvoli oböni zbor za eno leto. Taèasni udje naèelstva so: 1.) Miklavž Kuhar, posestnik na Gojzdu, naèelnik. 2.) Miha Sušnik, poseatnik na Gojzdu št. 1; 3.) Lovrenc Urh, posestnik na Gojzdu St. 13; 4.) Anton Oinovsek, posestnik na Gojzdu St. 4; 5.) Ahacij RomSak, posestnik na Krivèeveiu, odborniki. Naèelstvo podpisuje v imenu za-druge tako, da se podpiseta dva uda pod firmo zadruge, kalera naj bode pisana ali s peèatom natisnjena. Svoje sklepe razglaša naöelstvo z oznanili, v uradnici nabitimi. Dan, ura, kraj in dnevni red obè-nega zbora razglasiti je osem dni prej v dnevniku «Slovencu>, izhajajoèem v Ljubljani. C. kr. deželna sodnija v Ljubljani, odd. Ill, dn* 29. decembra 1898.