„/ttihtil, stk Alle." Nr. SV Sonntag, Mörz tVVS ^>1. Jahrgang tie „Marburger Zeitung" krscheint jeden Soniitat^, Miiiwoch und Preise — siir Marbttrg: gan^jäiiriq lialbjähng 3 st., vierteljährig) 1 fl. üv tr'. für Anstellung lii» Hant monntlich IV tr. — mitPostversenduNt^: i^anzjiilirig fl., ln'Il'jlihrit^ 4 fl., vierte!jiilirig 2 fl. Die ein Mnl gesptUtene Garmondzeilc wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, beijweunallger mit 15, bei dreiMtUiger mii '.i» kr. liere^tniet, wo;n fiu' jedesmalige Linschaltun,; 39 kr. Jttseratcn-Zlempel,;et'ül)r kommen. Zur ^1,'schichl«' s Tnges. Dic Verhandlungen im Herrenhause b säiästigcn allc ! Leuten, insbesondere aus den Grbirgsortschaft,«. über die russische Grenze, angtbltch zum Baue der Odessa Baltaer Bahn, zu locken. ES gelang ihnen so^^ar aus den Städten der dortigen Otgend eine namhafte Anzahl von Handwkrt^rn. hauptsächlich Maurer- und Aiinmellcut^, mit sich zu sühren. (NkMÜther sehr lebhast Die KonkordatSputei slchrt ihre kühnste» Streiter!Am Ettde ivären solche AuStvanderun^^en, an sich genommen, noch fein ittS Tresfr«. alirr die Gegner dleibeu ihnen dle Antlvort nicht schuldig, sonderliches Unglück, wenn sie nicht den Charakter einer osfenen Hinnei-Kultusminister HnSner liat dic Slellung des Ministeriums zur Frage offen ^gung des gemeinrn BolteS zu Rußland bekundeten. Leider ist dies der dargelegt nnd sollen die bestimmtesten Erklärungen zu erlvartkn sein, daß F.'ll. Dank den langjähtigen bureautratischen Saumseligkeiten, und der die pallamentarischen Minister itach dem vorliegenden Beschlufl deS Ai)-! unverzeihlichen, weil absichtlichen Blindheit sritderer Regierungen. geordnelenhaultS die Fortführung der Grschaste auf sich zu «»htnei» nicht Einige Berliner Blätter «vidmen dem zwanzigsten Jahrestage in der Lage tvären. tvcnn das Herrenhaus in Lachen deS El»e. und deS der M ä r z« R e V o l u t i o n in Berlin, dem IS März, zeitgemäße LchulgeseheS durch seinen Beschluß, sei eS auch nur durch Annalime de» BertagungSantrag'S. sich in Widerspruch mit tem Abgeordnetenhause setzte. Die in Rom schlvebenden Verhandlungen, «velhe Beust noch itn vorigen Ialzre. vor der Bildung deS parlamentarischen Ministeriums eingclcilet. Betrachtungen. Am entschiedensten spricht sich die „Zukunft" auS, die An-gesichtS der schlvebenden HochverratljS'Prozesse folgende Mahnung an die sreisiunige Partei richtet: „Die Lehre, die ivir aus der Geschichte von zwanzig )ahren ziehen und heute nach ivie vor verkünven. ist: Schaffet, daß bat t ieses Miliifterium soglctäi. als eS zur Ausarbeitung der Weisungen!daS Recht mit Recht zur Macht »verde! Wartet nicht, die Hand im Schoß sür den Botschaster in Rom eingeladen wurde, als nnvorgreifltch sür die'nnd den Kops in Träumen, bis der überrutnpelnde Zusall euch tviedee einmal ein unverdientes Stückchen Erfolges zuwerfe; «ver die Frucht mit Rccht als die seine verlangen will, möge mtt dem Säen beginnen. Das liegt in eurer, in unserer Hand trotz alledem. Auch in unseren Reihen thut eine HeereS Organisation notb. auch uns/re Partei bedarf der Klarheit und Sicherheit im Budget ihrer Mlttcl. Und tvahrlich. eS ist an der Zeit, daß man dessen gedenke!" Das „Journal de St. Petersbonrg" findet, wie norddeutschen Blättern gemeldet wird, die in der ungarischen Delegation abgegebenen Erklärungen über dic Politik Oesterreichs in der orientali« schett Frage in hohem Grade unklar und ungcnitgend. Zu tvessen Gttnsten — slägt das l)albamtliche Blatt — würde wohl Oesterreich sich einmischen, ivenu eine Erhebung der christlichen Bevölkerung in der Türkei olinr Bethriligung einer anderen europäischen Macht stattWde? Auch der „Nord" tvüuscht. gleich seinem Petersburger Kollegen, daß man die christ» Gesetzgebung erklärt. Die ostgalizische Bevölkerung stkht unter dem Einfluffe m.b^crcr llundert moskoivitischer Agenten, die Alles daran setzen, sie der abendlündischen Kultur zu entirelnden. ES ist z'var dem Statthalter ge-luttgen, dieser Agentschast d.i» hauptsächliche Element zu entreißen, womit sie die Landbevölkerung sür ihre Zwecke gekirrt; denn die jcit Äal,rcn sich fruehtloS hinziehende Angelegenliett der Ablösung der bäuerlichen Dienst-barktiten lvird krästig durchgeführt, um durch schnelle Beendi gung derselben ein für allemal der galizischen Zankapjelgeschichte ein Ziel zu setzen — aber d e geheime Propaganda findet neue Mittrl und Wege, um d.,s Land« Volk in steter Aufregung zu ei halten. Den Haitptschauplatz ilii er versuche bilden die Bezirke um Kolotnea heruin. Der dortige Bauer zeichuet sich durch seine Gntmüthigkeit. abcr zugleich durch Rolcheit auS; moSkowitischc Agenten benützen nun den henugen Rolhzusland, nm ganz. Schaaren von Eine seltsame /rau. Vß« S (3 Fortsetzung) „E» ist Pflicht, daß ich rede." sagte der Magister. „Ja, mein Herr, die Roth der armen Menschen ist groß, uttd um so drückender, alS sie un-verschuldet in diese ttaulige Lage gerathen sind. Der alte Herr von Bornstedt war einst ein reicher RiltergntSbesitzkr. aber ein schurkischer Freund brachte ihn durch einen Prozeß, dessen Einzelnheiten ich nicht wiederholen kann, um das Seine. Die BoSlieit dieses Freundes ging so treit. daß der arme Mann selbst die Revenüen herauSzahlen mußte, die er während der Daner deS Prozesses bezogen lzalte. So kain cö. daß die Familie mit cinrtn Schlage in daS tiesste Elend gerieth. Sie iuandte sich zunächst näch Breslau, wo Anna und Adolph — dies iil nämlich ihr Brndcr — durch Arbeit die Subsistenzmittcl sür die belagtcn Aeltern zu erringen hofften: aber sie tänschlen sich, und in den zwei Jahren, die sit dort lebten. Milßten sie die »»»enigen Kostbarkeit, n nach uiid nach VN kaust n. Da starb die Mutli^r, und der Schmerz gesellte sich den RahrungSjtZrgen bei." „Hat denn der alte Herr keine Ar.unde gehabt?" fragte Philipp, der Mlt Mühe seine Fassung erhielt. s^nviß. licber Herr ; ab^r lvas sind die Freunde in der Roth? Sie boten dein Bedrängten ein Alinoseu. ivie tnair eS einem gemeinen Bettler giebt. Herr von Bornstedt war zu stolz, uni cS anzunehmen, er darbte lieber. alS sich so ties zu denlüthigen. )m Drange der höchsten Notl) schrieb Anna an mich, ihren alten Lehrer. Sic setzte inich von ihrem Unglücke in Kenntniß und bat utn AuSknnst dariiber. o!) sich ilzi in ^.^eipzig keine lLrlverbSqnelle offne, d», sie eine g schickte Stickerin sei; sie hal,e ersahren. daß dic Meßstadt vorzüglich der Ort sei. wo man der-artige Produkte vortheilhast lchsetze. Äch liiußte. daß ein reichlicher Gr-tvinn ans di ser Veschästigung z» ziehen sei. und deshalb schrieb ich lu der Freude mclncS Helzens, das; Herr von Boinstedt mit seinen Kiitdern gleich kommen möge. Naler und Tochter betraten Leipzig als blntarm, Leute, die Reise hatte dic l.tztrn Habseligkeiten verschlungen. Meine Gefühle bei diesein Wiedersehen kann ich Ihl»en nicht schildern, lieblr Herr; ich sag' Ihnen nur. daß ich den niederträchtigen Freund, einen Edelmann, noch im Grabe verwünschte, der ein solches Unglück angerichtet hatte. Mein ehemaliger Brotherr ivard nun mein Gast, und ich arbeitete täglich einige Stunden länger, um die vermehrten Ausgaben bestreiten zu können. Leider ist dte Feder hentzutage ein schtvaches Wertzeug. und ich getieth trotz meiner Allstrengungen bald in Schulden. Die gute Anna sand Anfangs Nicht gleich Arixit. und alS sie endlich nach Wochen Aufträge erhielt, tvard ihr nur so wenig Lohn dafür, daß sie kaum davon leben konnte. Ich ivollte meine eigene Armutli verbergen; aber da lteß mir eine» TagS »in Gläubiger tneine Bibliothek abpsänden. und die guten Leute wußten nun Alles. Seit dieser Zeit ireigerten sie sich, irgend ettvaS von mir anzunehmen. Anna arbeitete und darbte, und jorgte heimlich ttoch silc meine Kinder! ' „Sagten Sic nicht, d.,ß Anna noch einen Bruder hal?e?" Utiter-brach Philipp den Erzälller. „Ganz recht! Der junge Mann !zat in Breslau schon die Familie Verlassen, um aus seine eigene Faust etivaS zn unternehmen. Er will Unlersttitzung set.deii. sobald er kann. Wie man vcrmuthet. ist er nach ^^^erlin gegangen. Es ist ein 3alu' verflossen, und noch hat er nichts von sich hören lasscu. Doch hören Sie lveiter. daS Unglück der armen Mensclien ist noch nicht zn Ende. Bor vierzehn Tagen mache ich mit dem allen Herrn eine Promenade. Da begegnet unS ein Advokat, er glicht Herrn von Bornstedt und sreut sich Miendlich. ihn in Leipzig zu sehen. Nach «inciii kurzen Gespräche entfernt er sich ivieder, indem er dem bekümmiitiN Greise herzlich die Hand drückt. Woher sich diese Be-kanntjchast datirt, weip ich nicht, und ich ivollte auch nicht darnach sragen. iveil ich iieinerkte. daß dteseS irnverhoffte Begegnen einen peinlichen Ein-dittck ans nteinen alten Freund anSgeübt hatte. AiN solgendei» Morgen ward der armc Heir von Bornstedt rriegen ciner alten Wechselschuld voa drciljNlideit Tijalcrn ln daS Schuldgesängniß gesperrt, tvo er sich in diesein Augenblicke noch besitidet. Ih lies zu dem Advokateii, schilderte ihm die BerhältNisle deS Berhasteten und bat um Freilassuug umsonst, der wackere A!ann sigte mir l^öhnend: dergleichen Geschichten kennen »vir. Herr von Bornstedt hat Geld, er will eS nur nicht heranSgeliett. Zch habe den Wechsel an ZaIilungSstalt angenommen nnd iverde ihii verwer-then. Mag eS kosten lraS eS wolle, ich drücke die Zitrone auS. so lang« noch ein Tropscn Sast darin ist! Die armc Anna erhielt dieselbe Antwort. So stehen di.- Sachen, und nun können Sie sich erklären, waruin daS Fräulein so bemüht ist. dreihundert Thaler anzuschaffen." „Wer ist der Advokat?" fragte Pl,ll,pp hastig. licht Bevölkerung der Türkei gewähren laffe. und strenge an dem Grund, satze der Nichteinmischung fksthalte; eine Einmischung Otslcrreichs würde sicherlich auch die der „übrigen Mächte" »ur Folge habeu und den F» jeden gefährden, statt ihn zu sichern. — DaS Schlagwort zu diesen Velrachtungen ist offenbar in der Newastadt ausgegeben worden. Daß nordamerikanische Haus der Reprüseutan. ten hat zwölf Artikel «ls einzelne Punkte der gegen den Präsiden!en Johnson erhobeneu Anklage auf schwere Vergehen und Uebertretungen angenommen. Der Versuch. Stanton aus dem Kriegsministerium zu entfernen und Thomas ohne Beirath und Genehmigung des Senates anzustellen; Berschwörun^. um sich mit Gewalt des Staatseiftenthums im Kriegsministerium zu bkmächtigen; der Versuch. General Emery im Widerspruch mit den bkstchenden Gesetzen zu veranlassen. Befehle auSzu-führen, die ihm nicht durch Grant übermittelt wurden ; Ableugnung dcr gesedlichen Macht des Kongresses; Versuche, die Ausführung der Rekon« strumons' Akte zu hindern; Anklagen gegen den Kongreß in öffentlichen Reden in für den obersten Staatsbeamten ungeziemenden Ausdrücken und Verlesung der Verfassung durch Außerachtlassung bestimmter Gesetze — bilden im Wesentlichen den Inhalt dieser Beschuldigungen. C!r»icht««»g et«er ««d Gewerbekammer i« Marburg. Marburg, 21. März. Um die Interessen des Handels und der Gewerbe zu fördern, sind 19VV Handels' und Gewerbekammern errichtet worden. Das politische Spstem war aber der Bolkswirthschast nicht günstig — der Wirkungs-kreis der Handels- und Vewerbekammern war zu beschränkt, und diese Vermochten es nicht, eine gedeihliche Thätigkeit zu entfalten. Die verfassungsmäßige Entwicklung des ft»mtlichen Lebens bat nun-mehr begonnen und ist die UeberzeuMg allgemein, doß von dcr Siche« rung dieser Entwicklung auch die Ankunft des Reiches abhängt. Geschirmt von einer volksthümlicheren Politik wird auch die Volkswirth« schaft den längst ersehnten Aufschwung nehmen. Dieses Ziel erstreben zu helfen, ist heute mrhr als je Aufgabe der Handels- und Gewerbekammern und foll auch zu diesem BeHufe die Erweiterung ihres Wirkungskreises in Ausficht stehen. Nach dem bezüglichen Gesetze, welches die Regierung dem hohen Reichsrathe vorgeleat. soll die Steiermark auch tüustlji nur in zwei Kammerbezirke Graz und Leoben — eingetheilt werden und wurde t^er Grazer Bezirk die ehemaligen Kreise Graz und Marburg mit einer Bevölkerung von 800.0VV Seelen umfassen. Die Interessen des Handels und der Gewerbe im Marburaer Kreise find aber von so eigener Art. so wichtig und mannigfach, daß die Pflege derselben durch eine besondere Handels- und Ge'vnbekammer mit dem Sitze in Marburg als noth-wendig, mindestens als wünschenslverth erscheint. Der Marburger Kreis — das eigentliche Unterland — zählt 400.000 Bewohner; unter diesen gibt es 3b12 Fabrikanten und GewerbSleute, 219 Handelsleute. 511 Hilssarbeiter beim Handel. 782S Hilssarbeiter bei den Gewerben. Der Magister nannte ihn und beschrieb se frei. Der Unterschied der Stände ist verschwunden, und daS habe nicht wenig dazu beigetragen, Land und Bolk zu heben. (Nolhstand in Sieilien) Wie groß der Nothstand selbst in den reichsten Provinzen de» rtichen SicilitnS ist. beweist folgende Schilde-rung der Redenzione in Eatania: „Drci Dinge braucht Tieilien. um in Frieden zu leben : erstens Brod. ziveitenS Brod. und dritten« Brod. Ohne «ines ditser drei Dinge wird Sicilieu umstürzen und daS Wehe wird allgemein sein. NieinalS ivar das Elend so allgemein und schrecklich^ niemals war man so lräge. so stumm, so grausam und schwach ... S^or wenigen Tagen vergistete sich hier in der alten Kornk^nnmer Sieiliens. in der Stadt des Uebttflusi s. ein junger Mann, um sich d,n Qualen der Noth zu entzing vor-zulegen, ü. Die medizinische Fakultät der Wiener Hochschule ist um ein Gutachten zu ersuchen. 6. Die Brunnen in der Nahe des Friedhofes sollen chemisch untersucht werden. — Betreffs der Laudt^gSwahl in Windlsch Graz wnrde l»eschlofsen: Da Herr Dr. Mulle nach glaubwürdigen Zeugew aussagen den Versuch gemacht, die Beschwerden gegen den Mauthpächter bei dem vom Finanzminister abgeordneten Ministerialrath abzuschwächen, so erklärt der polltisch-volkswirthschaftliche Verein „Forljchrttt" in Marburg; die Wähler des Wahlkreises Windlsch Graz mjjgen iijr Vertrauen dem Herrn Dr. Mulle nur dann schenken, wenn er in einer Sitzung der landwirthschaftlichen Filiale Marburg sich gegen die bezügliche Anschul digung gerechtfuligt. (Wa h l.) Herr Johann Girftmayr ist an der Stelle deS Verstor denen Bürgermermeisters Herrn Andreas Tappeiner zum Direktor der Sparkasse gewählt worden. lHe ? r v. Bertalan) hat das Theater in Älagensurt gepachtet. (Die Volksversammlung), betreffend die Petition um Errichtung einer Handels« und Gewerbekammcr in Marburg, wird am nächsten Mittwoch, 11 Uhr Vormittag, im Saale dcS Herrn Kartin stattfinden. Letzte Post. Di« »»»handt««,»» »,« H»rr»«h««s»« «b»r »as dauern fort. Di- Stuffen sollen ganz Turkefta« befetzt habe». Eingesandt. Herr Redakte l»l! Der gefertigte Gemeindevorsteher sieht sich veranlaßt, aus das in Ihrem geschätzten Blatte Nr. 33 vom IS. d. M. enthaltene „Eingesandt" und die weitere „Berichtignng" Folgendes zu entgegnen: Die Tragweite einer von der politischen Vntssequestration gegen die zerichtliche Lizitation, oder eigentlich gegen die Erstehe? der Lizitationsob' ekte angewcndkten derartigen Maßregel wohlberechnend, hat sich der Ge-fertigte jeder Intervention bei dem fraglichen Akt enthalten und genügt zu seiner Rechtfertigung seine dem Herrn Gerichtskommissär noch vor dem Beginne der Lizitation abgegebene Erklärung. D.r Herr Verfasser des „Eingesandt" muß daher dem Gefertigten, otiwohl er ihn doch schon sehr lange kennt, in seiner Beängstigung sehr wenig gesunden HauSverstand zutrauen, wenn er vermuthet. der Gefertigte würde sich im vorliegenden Falle ein solches Recht anmaßen, und die GenSdarnulie gegen Unv rschuldete. ja selbst gegen Einheimische da< Ba« jonnet säll n lassen. Uebrij^enS war eS in Kranich»feld noch nie der Fall, daß bei einer ezekntiven oder freiwilligen Feilbietung von Parteien solche Ausschreitungen vorkamen, sül i^cren Hintant>altung die k.k. Gensdarmerie nothwendig ge. Wesen »värc. obichon elien nur in Kranichsfeld lauter „Betrunkene" gefun« den iverden >l'ollen. Joseph Pischega, Kranichsseld am 17. März l868. Gemeinde Vorsteher. ^ ^ Et«g«fandt. An den EittskNder der mit „Ein Freund der Konsequenz" unterzeichneten offenen Frage! Sie nennen sich mit Unrecht etneu Freund der Konsequenz, denn wahrend Lie mich öffentlich angreiscu, verbergen Sie Zhren eigenen Namen feige hinter dem Mantel der Anonymität uud schl'Udern auS dem Hinter« h'llte perfide Verdächtigungen aus Ähren Gegner. Äch fordere Sie auf. Ihren Namen zu nennen, da ich nur einem Gegner Autwort geben kann, der das Licht des Tages nicht schlUt. Marbnrg den 21. März 18ö8. Dr. Mulle. Geschäftsberichte. Marburg. S1.März.tWochenmortt»btricht.) Weizen fi. 6.12, Korn si. 4.40, Verste fl. S.30. Hafer fl 2.20, «ukuruk fl. ».0ö, Heiden fl. 5.—, Hirse fl. 8.—, Erdäpfel fl. 1.SS pr» Mehen. Rindfleisch 24 kr., Kalbileisch 26 tr., Schwein, fleisch INN» 26 tr. pr. Pfund. Holz, hart 30" fl. 0.—, 18« fl. ü.80, detto weich 30" fl. o.—, l")" fl. S.— pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.60, weich fl. 0.S0 pr. Vtetzen. Heu fl. 1/20, Stroh, Lager» fl. 1. — , Streu- fl. 0.60 pr. Ceutner. Heule Toniitag den 22. März 1S6S! A«« vorletzte« Male: 0«lv«rt Soir«« der M«jilll»aptllt >t5 7. Kaiser-Zäger Dataillvi»: Anfang 7 Uhr. — Entree 12 kr. (174 Für gute Bedienung ist besonders gesorgt. L UM ftischt Miiz Ätimftr bei A. Tchetel, Herrengasse. Nur bei Abnahme von mindestens 20 Flaschen tritt der en ßros-Preis ein. Kommunal - Mädchenschule. Der l.Knrs für 1867/68 schließt mit 24. März. Die Klassifikation und die schriftlichen Arbeiten der Schülerinnen liegen vom 26. d. M. bis 1. April von 10—11 Uhr Vormittags in den betreffenden Lehr-zimmern zur geneigten Einsicht auf. Die Lehrer der Anstalt sind der angenehmen Erwartung, daß die P. T. Eltern oder deren Stellvertreter von dieser Bekanntgabe gefälligen Gebrauch machen werden, da die regere Theilnahme, überhaupt daS Zusammengehen der Schule uud deS Hauses geradezu unentbehrliche Faktoren znm erfreulichen Resultate find. Marburg am 22. März 1868. l69) Die Leitnug her Herr« V. I?»pp, Sahnar)! in Wie«, Stadt, Bognergasse Ne. 2. loll Iialze Ikr ßvpi'üü Ullti Kefnnäen. 11 ?roko>»or smyrirtor kvotor maxniüvua, ?rokes80l' ävi' Ic. Ic. Xliriik ziu k. gäedgisokor Hosratk oto. Zu haben: in Marburg bei Herrn Paktalari, Kpotl»eker und in Caichmann'» Kunsthandlung ; in Cilli bei Herrn Crisprr und in Danlnbach's Apotheke. Volltmsnn'ii pllotoxrApIliiiellkr 8»!»» in ZNarblirg (Äichk ^nrten) ist von NUN an tL. FIiol» geöffnet und es finden die Aufnahmen ununterbrochen von 9 Uhr Früh bis 5 Uhr Abends statt. (38 NLTVKW' Ztrohhiit-Enriziiiz ii Mardirg, l?o) Schulgaffe, halt ein reich sortirtes Lager von Herren-, Damen« und Kinderhüten und empfiehlt sich gleichzeitig im Pupen, Färben nnd Modernisiren aller Gattungen Strohhiite, bei schnellster Bedienung zu den billigsten Preisen. Kundmachung. ^ Das k. k. Postamt macht »viederholt die Parteien, tvelche Zeitungen halten, aufmerksam, daß nur diejenigen Zeitungen durch die Briesträger zugestellt werden, für welche die Gebühr von einem halben Kreuzer pr. Ezetnplar für einen Monat vorhinein bezahlt wird. An dem späteren lKrhalt der Zeitungen tragen nur die Parteien selbst die Schuld, wenn sie selbe nicht bei de»n k.k. Bahnhospostamte zur angemessenen Zeit abholen l.^ssen. K. k. Postamt Marburg am 21. März 1868. Kols- wul LUI»«rviu»r«a, allss itmtlioli IrvvtroUirt uaä punsirt, siuä in xrc>s8sr./^usvabl illi» I^kzxgr. »ei Herrenßliüki«!, kaz^er'gekes II»us, i» Ilardai^. lLöS" Vrxllt mit welchen ?OV.O00 Gulden DM' schoi, am 1. RSSS zu gtwiniilii kr , 50 kr. Stempel, aus ie 10 Stück 1 gratis zu haben bei Voetcker Comp., Men. 160) Kolowrat-Ring 4. Frankirte Zusendung der Ziehungsliste 30 kr. — AnstrSge gegen ganze Nachnahme können nicht effektuirt werde». Berantwortiicher Redakteur: Kranz WieSthaler. H. St. et. G. Druck nnd Verlag von Eduard Janschih in Marburg.