str Alle.' Str. S« Sonntag, ». MSrz I««8. vi>. Jahrgang .»Mütburger Atitung" erscheint jede» Soniitn^^, Mittwoch und s^reita^^. Preise —- kür Marbiira; aaiujäliricl L kl lialbilib^ia K niert^li.lkrii, i il k,-,» »..tt.» ____________^ ^ '""ö» für jedesmalige Eittschaltu»g S0 kr. Inserateu.Stempel^ebuhr kommen. Zur ^geschichte üt.> Tnties;. Wie der „Bolkssreund" bcritlilu. ist ttcNtslenS ei» minifteriel' l eS Rundschreiben trglntgen. dl,s zuz^llich als Weiiuul; in Preß, jachen dient. DaS Koitkordat sei allcrdinj^s nicht mehr zu kalten. In UnMtt sci tS durch den Umschivung der DiNj^e nns turzm» Wegc besci-ti„t und zu d,n Todten gewoifen wordeti; diesseits der L?eitha stünden ilim die t^rncllmigten Grundlechte strundsüplich cnttMn; nlso müsse e» salltN. Wus aber an die Stelle desselben tritt, werde der Kirche nichts von ilirem Glänze und it>rer Wirtjamkcit n. limen, vielmehr de» Haß. den das Konkordat gegen sie ivachgernfen. b-seitigen und ihr neue Blilihen aus d'M Boden strsetzlichtr Fr,iheit ermö;ll«ch>n. In der ungarischen Dele.l a tio » kam eS noch vor dem Eintrcteu in die Berathung ül,cr den Voranschlag deS Ministeriums deS Arußern zu einer sehr erregten Verhandlung, lloloman TiSza verlangte zur Wahrung der Lelbständigkeit Ungarns, diese auch in der amtlichen Zitnlatur gcgenübtr auSwärti.^en ?)!iichtett zu konsl'niren. indem eS heißt ..5).ft»rrkich und Ungarn" oder „O'sterreichisch nttgtirischer Staatenbund." Das ganze Haus gab diesrm Beschlüsse srine Znstimmung und Gras Andrassy kam gar arg inS GcdräNj^r. als »r itn Bewußtsci» seiner tnini-sterieUen GteUu^ sich vor die Bresche drS gemeinsamen Ministeriums stellen wollte. Man erinnklte ihn ganz «ngenirt an die Grenze setner Zuständigkeit in diesem H^nise und es blieb nichts andircS übrig, als einen diplomatischen Rückzu,t anzutreten. Im papstlichen Ministerium soll eine KriilS unmittelbar bevorstehen. Der Minist r de» Handels und der öfftNtlichen Arbeiten hat seine Entlassung eingereicht und der Papst bat dieselbe angenommen. Auch General Kanzler, der Waffenininister. soll die seinige angeboten haben. Wie es heißt, hat der Papst dem Gencral erst kürzlich sehr lebhafte Borwürfe gemacht. „Von allen Seiten. General." hätte der heilige Vater gesagt „laufen Klagen gegen Sie ein. Sie haben sehr Unrecht, so geringschätzig das einheimische Element, dessen tvir sosehr bedürftig sind, zu behandeln". So weit die Nachricht sranzösischer Blätter. Ob der Papst wirtlich die Worte gesprochen, die m,n ihm hier in den Mund legt, mag freilich Der schwarze Domino. Von Ä. s. Die junge Gräfin Charlotte von F., eine schone itnd geistreiche Dame in Paris, tvar nur erst zwei Jahre verheiratet, «iber schon nahm ste an ihrem eleganten Manne eine Gleichgültigkeit tvahr. die sie tnit Schmerz und Eisersucht erfüllte. Während der Gatte seine .stlnbö be-suchte, tvie »r vorgab, blieb die Gatlin. die sich sonst ljMtsig an der Seite des GraftN jMil^t. allein in ihrem großen Hotel. ..Werden »vir nächsten Donnerstag den Maskenball in der Oper besuchen, lieber ftranz?" fragte sie eines TageS bei Tische den Grafen. „Nächsten DonnerStaj^? Mein liebeS Kind, der Maskenball trifft m t eitler Klubgesellschaft zusatnmcn. die ich unmöglich versänmen kann, da ich zu dem Komit6 derselben gehöre." „Könntest Du Dich mir zu Liebe nicht frei machrn?" Der Graf führte so triftige Gründe an. daß die Gräfin, eine takt' volle Dame, nicht iveiter in ihn drang, und schwiej^. früher hatte sie rin Opskr gebracht, wenn sie ihren Mann aus dru Ball begleitete, wo die sashionable Welt von Paris sich versammelle, und jej^t lveigerte er sich, ihr den kleinen Wunsch zu erfüllen. Die arme Frau nahm »n. daß der Graf ohne sie den Ball besuchen «»»sirde, den er srüljer uin keinen Preis versäumt hätte. WaS die Eifersucht argivöhnte, machte Hermine von S.. eine Freundin. zur Gewißheit. „Ich wette.sagte Hermine. „daß DcinMann aus dcm Balle nicht sehlt l Die KlubS versammeln sich un solchen Abent^en nichl. da alle Mit-gUeder den Maskenball besuchen." ..DaS wäre entseplich!" Msterte tranrig die junge Frau. „O. hätte ich Gcivißheit!" „Diese zu erlangen, wird nicht schwer sein, meine arme Charlotte." „Aber wie?" „Du kennst Deinen Mann am Gange, an seiner gattzen Haltung, wie er sich auch koslümiren maj^; ich besorge zwei Einlaßkarten, und tvir besuchen al» einfache Domino s den Ball. Eine Stunde gmügt. um den bezweifelt werden. Zum mindesten dürsten ihn die thatsächlichen Verhält-Nisse kaum zu einer derartigen Rüge berechtigen. Die Wunder deS heiligen Chafsepot und die Legion von AntibeS u s w. beweisen wohl zur Genüge, daß der Vatikan sich bisher iveit mehr aus fremde Hilfe, als auf das „einheimische Element" gestützt. Die heftige Sprach e der französischen Regierungs-presse gegen lkußland mag ihren Grund darin haben, daß Frankreich dcm nordischen Staate und England gegenüber nm jeden Preis leinen etwaS abgeschwächten Einslnß im Morgenlande wieder zu geivinnen sncht. da eS schon in der nächstni Zukunft entscheidende Ereignisse dort erwartet. Die Nachrichten auS Konstantinopl! widerstreben dieser Ausfaffuna durchaus nichl. Der bisherige Kriegs minister Rttchdy Pascha ist gestürzt und durch den Gouverneur von Bagdad. Namik Pascha, ersetzt worden. Omer Pascha übernimmt die Leitun., dcS KriegSministeriumS bis zur Ankuust NamikS. Die Pforte trifft init großer Eile nach allen Seiten BertheidigungSmaßregeln. DaS Blaubuch über Abyssiuien. tvelcheS dem englischen Parlar,»ente vorgelejU wurde, enthält auch Depeschen über die untvillkommeue Einmischung teS BieekönigS von E.typten. Am 3. Jänner schreibt Stanley an den englischen Agenten in Kairo, er habe erfahren, daß die egyptische Regierung 10.000 Mann nach Snakin nnd Massaua gesandt, angeblich utn Angriffe d.r Abyssinier abzuwehren und aus Verlangen den Engländern zu hrlfen. Ltanlet) lehnt sehr entschieden die angebotene Hilfe ab und beauftragt Stanton. tein Bicckönig begreiflich zu machen, daß die An-sammlung einer solch.» Truppcumassc nur geeignet sei. Mißtrauen gegen die Engländer bei jenen Stäinnun zu jätn. an deren Freundschaft ihnen am meisten gelegen sein müsse; daß außerdem die egyptischen Truppen die Berproviantirung der Engländer erschweren. Stanton entledigt sich seines Auftrages und meldet in e-ner Drp.sche vom 10. Jänner, der Bieetönig habe ihm geantwortet, daß die Ziffer der nach der Grenze gefandten Soldaten sehr übertrieben word. n. ES sei nichts weiter geschehen, als daß die Garnison von Sudan um l20v Mann Verstärkt worden; die Garnison von Massaua sei im Ganzen l500 Man» staik. Auf die dringenden Borstellungen deS englischen Agenten erklärt sich der Bieekönig schließlich bereit, ein Bataillon ans Massaua zurückzuziehen. Saal zu durchspäh,n. Siehst Du ihn nicht, so kannst Dn Dich beruhigen, er b«>t Dir die Walirh.it gtsa^it." ..B'sorge Kostüme und Einlaßkarten!" Der verhängnisivoUe Donnerstag erschien. Nach dem Diner. daS um fünf »lhr eing nominen ward, kustte der Graf seine Gattin, und ging in den Klub. Charlotte trocknete eine Thräne, als sie sich in ihrem Boudoir allein befand. Die Befürchtung, den Gatten in der Oper zn treffen, schnürte ihr die Brust zusammen. Ilm z.hn Uhr erschien Hermine; um elf Uhr verlissten beide Frauen, mit H^ilbmaSken und Domino s versehen. paS Hotel. Ein Fiaker brachte ile nach der Oper. Der Ball war unge« wöhnltch zahlreich besucht. Piächtit^e MaSken wogten im dichten Ge-dränge durch d.» glänzend erleuchteten Saal. Charlotte hing mit klopfen-dem Herzen an dein Arme der Freundin, in jeder MaSke glanbte sie den nngctreuen Gallen zu erblicken. Die beiden weiblichen Domino'S. die allein durch den Saal irrtell. erregten bald Aufmerksamkeit. Ein Pascha, in strahlendem Kostüine. verfolgte sie. „Hertnine." flüsterte die grau, „der Türke, der uns nicht anS den Augen läßt, scheint mein Mann zu sein. Siel, nur. eS ist seine Gestalt, sein Gang. Biellcicht hat er mich erkannt." „Das kann Dir nur lieb sein." antivortet die Freundin; ^'n diesem Falle weiß er. daß Du seine heimlichen Schliche kennst. Er geht ohne Dich zn Balle, folglich hast Du daS Recht, ohlte ihn zn gehin. Doch sieh' nur. jsj^t nähert er sich jener Damengruppe - rr redet die Türkin an — wir wollen näher gehen nnd ihn belauschen." Der Pascha ergriff die Hand der OdaliSke. einer reizenden, üppigen Frauengestalt. und zog sie in die Reihen der Tänzer; sie mischten sich in die Mazurka, die so eben epkntirt ward. Charlvtte hätte darauf ge-Ichworelt, daß der Pascha ihr Mann sei. und daß er auS Rücksicht für seine Tänzelin daS türkische Kostüm g^ivahlt habe. Ihr Schmerz läßt sich nicht beschreiben. Je n»ehr sie den Pascha beoliachtete. je deutlicher glanbte sie ihren Mann zu erkennen. DaS waren seine Manieren beim Tanzen. daS war sein brauneS Haar. daS sich iin Nacken kräuselte. daS war sein schöner Kinnbart, der unter der HalbmaSke hervorquoll. daS war mit rintm Worte die elegante Tonrnnre. die ihn vor vielen Männern auszeichnete. Und wie zärtlich schlang rr seinen Arm um die schlanke. Dt» Selbstverwaltung de< Bezirke« ««d da« Stexerwese«. Marburg. 7. Äiärz. Erzirlen wir die Selbslverwaltu»»g des Btzirkes. wie wir die selbe gefordert und bilden sich Hauptgcmeinbt». so töqnen ditse fütilicl» dkk Stenern einheden. Wird das Steuerwesen gtvrdntt. wie es im freikn Berfaffnngsftaate rechtlich und wirthschaftlich gescheheij muß, dann g'b» es nur e»ne Steuer — die Vermögen«' und Vinfom«e»Bkuer. wklchs im Berhältniß zu? Größe des Bermögkns und Einkömmens zunimtNi. und nicht allcjn die Einhebung, sondern auch die Bemessung dcr Steuer ist dann Sache der Gemeinden. Die Gesammtheit der Vertreter aller zu einer Hauptgemeinde verej. «igten kleineren Gemeinden, welchcr lvir in dieser Beziehung die Ber-tretnngen der Städte gleich stellen, ist die Sttueitommiffion. Haben die Volksvertreter die Steuer bewilligt und ist das Gesep rechtskräslig ».e-worden, so entwirft der Beamte der Gemeinde, der auch das Grundbuch führt, ein Berzeichniß der Steuerpftichtigen mit einem genauen Ausweist über den Besitzstand und die Belastung desselben. Die ltoMWiffion übermittelt jedem Pflichtigen einen Sttuerbogcn. der zwei Spalten enthält mit der Ueberschrist: Selbstschützung ^ Schätzung durch die ltommifsion. Jeder Pflichtige hat v>erztl»n Tage grift, um die eine Spalte auszufüllen, sein Btrniögen. seine Schulden sein Einkommen mit den kleinsten Einzelnheiten anzugeben und seine Stener selbst zu berechnen. Unterläßt der Pflichtige die Selbstschätzung dant» hat die Kommission die Steuer zu bemessrn. Dif Kommission prüft auch die Selbstschätzun^n; find di»st unrichtig, dann wird da» Betreffnis festgesetzt und dem Pflichtigen milgetheilt: anerkennt dieser die Bemessung nicht, so steht es ihm srei. binnen acht Tagen sich zu be. schweren. Die Steuerschützung durch die Kommission wird den Pflichtigen zugestellt mit dem Beifügen, allfällige Beschwrrden binnen acht Tagen zu überreichen. Hat der Bezirksausschuß alle Beschwcrden geprüft, so ivird die Entscheidung den Gemeinden bekannt ge,leben und die Einhebun,, der Steuern beginnt, die nach Abzng der Einhebungsgibühr — z. B. von hundert Gulden einen halben — an d»n Bezirksausschuß abgesührt werden sammt ollen Belegen. Der Bezirksausschuß prüft, ob die Einhebung und Ablieferung in der Ordnung vor fich gt^langen. «nd sendet die Steuern der Landeskasse. Werden die Gemeinde« und Bezirtsumlagen nicht getrennt bemessen und eingehoben, sondern als Zuschlüge zur Reichs» stener, dann müssen vor der Ablieferung der 2teu,r an den Bezirtsans-schuß «ad an die Landeskaffe die Zuschläge für die Gemeinde nnd den Bezirk abgerechnet werden. Diese Art der Bemessuag und Einhebung der Steuer ist die ein» sächsle, billigste nnd sicherste. Erklären die Steuerpflichtizten ihren Willen in lier Presse, in Vereinen, in Volksversammlungen, und machen ke ihr Recht in gesetzlicher Weise geltend, dann ist die Stunde bald gekommen, wo dieser Wille zum Gesetze wird. vermischte Nachrichtea. (Ein gemüthlicher Ansenthalt) Nach swtistischen Angaben sind auf Java in einem 3ahre 148, in einem zweiten lbl Menschen durch tiger zerrissen worden. D«n Krokodilen dienten in einem Jahre 50. den Schlangen 20—40 Menschen zur Speise. elastische Taille d,r Odaliske, die leicht wie ein Sylph durch ten Saal schwebte. Plötzlich war das Tänzerpaar verschwunden „Komm, komm!" flüsterte Hermine, indem sie die Freundin mit sich sortzog. „Wohin?" „In die Nische dort, welche der Pascha betreten hat" Charlotte ließ sich willenlos fortziehen. Ehe die beiden grauen die Nische erreichten, die fich in einem Winkel deS großen Saales befand, wurden fie von einem Dutzend PolichineUs und Harleqnins umringt, die auf ausgelassene Weise ihre Maskensreiheit benützten; sie schlugen mit ihren klappernden Stöcken anfeinander los. quiekten, schlien und trieben das tollste Zeug. Ein neuer Hausen komischer Masken vergrößette daS Gedränge, und nach wenigen Minuten ivaren die beiden Frauen getrennt, die sich die tolle Schaar zum Gegenstand ihrer Scherze genommr» zu habe» schien. Die arme Charlotte b'fand sich allein in einem ltreise neckender Harlequins, die Grimassen schneidend sie umtanzten. Ein lautes Gelächter der zuschauenden Masken begleitete diese Szene, die absichtlich hervorgernfen zu sein schien. Charlotte war dem Umsinken nahe; sie fürchtete, daß man sie erkennen würde, oder vielleicht schon erkannt iiabe. Auf ihre bittenden Geberden antwortete man durch Lachen. Der Tumult ward immer ärger, da in diesem Augenblicke ein neu^r Maskenzug im Saale erschien. Die Harlequins mußten berauscht sein. Da the,lte die hohe Ge^lt eines Maanes den Kreis; er trug einen eleganten schwarzen Domino, eine ftine Halbmaske und ein schwarze» Barett mit weißer Aeder, die über den Rücken herabwallte. „Zurück!" rief er mit kräftiger Stimme, und durch die Löcher der Maske sah man seine vor Entrüstung glühenden Augen. „Diese Dame sieht unter meinem Schutze." Und zugleich schob er die Harlequins bei Seite. Ein lauteS Ge-murmel erhob sich. Der Domino kümmerte sich nicht dnrum. „Ich bitte, reichen Sie mir Ihren Arm. Madame!" sagte er ruhig. „Kühren Sie mich aus dem Saale, mein Herr, ich beschwöre Sic!" flüsterte die bedrängte grau. Der Domino zögerte nicht. Fünf Minuten später standen Beide an dem Portale des Opeicnhauses. Charlotte hing zitternd an dem Arme (Grundbesitzver.iältnisse in England.) Professor gaweett, einer der hervorragendsten englischen Bolköwirtbichaftslihrer der Gegenwart, hielt neulich einen Bortrag über die Zukunft der englischen Landbevölkerung, worin er die Mängel der Bertheilung des..ländlichen Grundbesitzes in England in lebhaftcn Farben schilderte. Derselbe berief sich aus den von allen Bolkswirthschastslehrern anerkannten Satz, daß das Wol)lkrgel»en eineS Landes nicht so srhe von der Anhäufung, sondern von der Bertheilung des Reichthums unter die Bewohner abhänge. Und vo» ditsem Gesichtspunkte aus bemerkte er, daß überall, wo das Land von selbständigen kleinen Grundbesitzern bebaut werde, sich mehr Wohlstand zeigt als in den ländlichen Bezirken Von England. Die Erfahrnng in England zeige, daß die Anhäufung des Landes in wenigen Händen, der Großgrundbtsip. nicht zum Wohle der Gesammtheit gereiche. Die Schilde» rung. die der gclehite Bolkswirth. der auch ein angesehenes freisinniges Parlamentsmit.ilied ist. Von dem Zustande des englischen Baneru gab. sind sehr trüber Natur. Der englische Bauer btfindet sich am Rande des Elends. Er l)at keine Hilssquellen für einen regnerischen Tag. Wenn er auch genug erwerben kann, um seinen Kinder« Brot zu geben, so kann er sie doch nicht auch nur nothdürftig erziehen. Denn anch so lauge er arbeitsfähig ist ist er doch nicht mehr als ein Armcr. den» im Falle der Kst'nkheit und b.i herannahendem Ait.r das Arbeitsh.,us als Ähn für seine Mühe b«vorsteht. Nichts ist so sehr den Geist liceinträchtigend. tvie der Mangel, und dieser lastet schwer auf dem englischen ländlichen Arbeiter und hält ihn in einem Zustande der Rohhcit. wo ihm selbst das Bestreben nach Btrbrsserung seiner Lage abzugehen scheint Diese Lage der ländlichen Bcvölk INN.; ist allerdings zum größten Tljeile dur^v Mängel der englischen G.s.tzgebung wie verkehrte Anschauungen, die sich im gesellschastliche« Steden eingebüri^ert haben, veranlaßt. Das Zusammenhalten großer Lände« reien »n einer Hand wird durch die Gesej^e. besonders soiveit sie fich auf die Arlstokrali- beziehen, begünstigt. Ferner erlauben die Gesetze jedem Bater die freie Verfügung über die Theilnng seines Vermögens unter seine Kinder. Die» sührt nun zufolge einer gewi^en aristokratischen Neignng des wohlhabenden Engländers dazu, den sämmtlichen Grundbesitz iminer wie-der aus ein Kind übergehen zu lassen, auf daß in diesem der Glanz und das Ansehen des Namens gewahrt bleilie. Daher kommt denn die große Anhäufung des Grundbesitzes in tvenigeu Händen — Dieser Hiaweis ans die Wohlthat einer reichen Aristokratie und der Ei Haltung des Großgrundbesitzes für ein Land, wie es in dem angeführten Bortrage ausgemalt ist. möchte doch ivohl geeignet sein, gewisse Volk'wirthschasts' und Staatslehter von ihren v rdrebten Anschauungen und nichtigen Anpreisungen des Nutzens einer zeichen und mächtigen Aristokratie und von der Notyivendigkeit der Erhaltung des Großgrundbesitzes aus Rücksichten für das altgrmeine und zweckmäßige Wohl zurückzuführen oder doch wenigstens die Zahl jener, die solche Behauptungen glauben mögen, auf ein Geringes zusammenschmelzen zu lassen. (Pferdefleisch.) In Berlin nimmt der Genuß von Pferdefleisch sehr zu. Äm vorigen Jahre wurden 3ö00 Pferde geschlachtet. Mit den Dälme» iviro ein starker Handel nach Spanien getrieben. i^Gege nse itige Lebensversicherung.) In Sachseuhausen bei Frankfurt bksteht eine s. g. Sterbekasse - »iue Leb»nsverstcheruags-Anstalt, die auf Gegenseitigkeit und voller Selbständigkeit beruht. Das Vermögen beträgt 17.000 fl., die Zal:l der Mitglieder 8b0. Jedes derselbe« legt wöchentlich 12 kr. ein. »vogegen beim Toöe eines Milgli»des dtss'N Hittteriassenen sofort 150 fl. ausbezahlt w.rden. Diese Summe soll aus 200 fl. erhötit tverden. sobald die Mitgliederzahl 1000 beträgt. Auf-naltMssahig ist nur. wer das 3ö. Leb nsjahr noch nicht überschritten. Bis jetzt eihätt fltse Sterbekasse. »i>te alle deraltig n Kassen, ihre Mitglieder ihres Schützers, fie vermochte kaum noch sich ausrecht zu erhalten. Ein dichtes Schlieegeslöber hatte sich erhoben, die Nacht war rauh und kalt. „Einen Wagen, mein Herr l" flüsterte die arme grau. „Ich bin so erschöpit. dap ich nicht gehen kann!" Der Domino ries nach einem Fiaker. Das Unglück wollte, daß in diejem Augenblicke kein Wagen aus dem Platze tvar. Der eiskalte Wind tricb eine Fluih von Schnee auf die teicht gekleidete Charlotte. „Hier können wir nicht bleiben!" murmelte mitleidig der Domino ..Um des Himinels iiiillen. führen Sie mich nicht wieder in den Saal zurück." „Abrr Sie sind kraltk. Madame! Wohin ivenden ii»ir uns? Ah. dort drüben ist noch ein Kase offen — folgen Sie mir — ich werde eincn Wagen bestellen lassen!" Die Gräfin ließ sich führen Ihre kleinen, mit Atlasschuhen beklei» deten Füßchen mußten den Schnee durchwaten Zitternd vor Kälte und Eischöpfnng trat sie in das Kaffeehaus. Ivo sie halb ohnmächtig auf einen Sessel sank. Der Domino ivar aus das Eifrigste um seine Dame bemilht. „Madaine. in diesem Zustande können Sie den Heimweg nicht an-tielen. Sie müssen etii»as genießen. Sie müfs«n fich erfrischen. Erlauben Sie inir. daß ich die Sorge für Sie übernehme. Ich bitte Sie zu Gaste. Kellner, die Speisenkarte. Zwei Flaschen Champagner!" Charlotte wollte ablehnen; der großmüthige Protektor ließ fie nicht zu Worte kommen. „Wir speisen zusammen. Madame." sagte er; „dann hole ich einen Wagen, und Sie fahren in ihre Wohnung." Das Betragen d.s Dominos war so liebenstvürdig. so dezent, daß Charlotte fich der freundlichen Gewalt fügte, zumal da sie annehmen durfte, der Fremde sei ein Kavalier. Man sprach über die Ausgelassen-heit. die jetzt auf dem Opernballe herrichte. Der Domino ivar entrüstet. In seiner Entrüstung verzehrte er Trüffeln. Pasteten, gebratenes Geflügel und Kompots. kurz, das Feinste, was die Epeisenkarte aufzuweisen hatte. Dazu trank er einige Flaschen Chainpagner. Die arme Gräfin berührte Einiges von den Speisen, um nicht undankbar zu erscheinen. Nach einer halben Stunde hatte der Domino seine Mahtzeiten vollendet. au» d-n Kreisen derArbeitkr und kleinen Handwerker; nur W-nige befinden sich unter ihnen, deren Beruf sie in die Kanzlei,n u.üv. führt, und doch dürste eine solche Kaffe auch diesen Perso»»en von hoher Wichligkeit und lehr großem Rutztn sein; denn was dem armen, bedürftigen Arbkitcr Bortheil bringt und Bkruhigung gewährt, wird auch dort wirken. (A o l l e i n n a h m e n Oester re ichs.) Dieselbe» haben im e,stcn H.,lbjahr 1SÜ7 4.753.049 s!. krtragar zu besuchen. Die Magd benützte auch dieje GtlesMheit. entwendete zwan-ztg Wülste und das vovräth'ge Rauchslelsch uud suchte eu» Bersteck ans dein Htuboden. Dort wuide sie entdeckt uud nachdetn man ihr die gestohlrnen Geg «stände abgenommen, wurde sie durchs Dors s^ctri»ben. von d,r zu» sammenj,«!aufenen Menge, namentlich aber von den ergrimmten Weibern, verhöhnt und gestoßen. 3n St. Margarethen aus dein Draufelde. tvo die achtzeh, jährige Unschuld bei einem Grundbenj^cr über Nacht blieb, stahl sie der Tochter des Hauses die besseren Kleider uuv steckte sämmtliche Schlüssel ein. Die gerichtliche Verfolgung ist eingeleitet. (Belohnte Gastfrennd sch aft.) Zoseph Pak. Grundbesi>»er ln Pößuitzhose». befand sich am 2V. v. M. Abends in einem benachbarten Wi thshause. als ei» junger, gut getleidet r Mann dort Unterkunst suchte, >l e,ten Mangels an Raum jedoch nicht ausgenommen wurde. Pak erössnetc d m Fremden, ei^öunt in seiner Wohnung übernachte«. l»egab sich mit demselben nach Hause, zeigte ihm die Limmer, die Stallung. den Keller und trank mit ihm' bis 1 Uhr nach Mitternacht, «vorauf beide zur Ruhe gingen und in einem Bitte schllesen. Um 3Uhr erwachte P.^k und sah Licht ln der Stube, fchlies jedoch au.zenbllcklich tvieder ein. Morgens um 7 Uhr. als er das Bett Verließ, war der Frernde nirgends mehr zu trblickeu; der HSngekaften im Schlaszimmer stand aber ossen und fehlten eine silberne Spindeluhr und Kleidungsstücke im (Sesammtwerthe von 39 fl. (Grad aus dem Wirthshaus . . .) Auton Tomaschitsch. Schuhmacher in Brunndorf, ging am 1. März Abends 9'/, Uhr in das Muster'tche Wirthshaus. um für seine Mutter ein Seidel Wein zu holen. Ein Spengler der Bahnwerkstatt brachte ihm dort ein Gläschen zu; der Schuster erklärte aber, daß er sich selbst Wein zahlen könne. Nachdem sich Beide in gröblichster Weise beschimpst. versöhnten ne sich tvieder. verließen miteinander das Wirthshans und nahmen drei Seidel Wein mit. Der „Wie suhlen sie sich. Ml'dame?" fragte er. „Mir ist Keffer." „Gut. so hole ich aus der Stelle einen Wagen." „Aber wie soll ich Ihne« danken, mein Herr?" „Dadurch, daß sie annehmen, ich habe Ihnen auch nicht den gering-sten Dienst geleistet. Was ich that. würde ein jeder Kavalier an ineiner Stelle gethan haben." „O. so krönen Sie das Werk Ihrer Großmuth dadurch, daß Sie mir rasch einen Wagen besorgen." „Ehe Sie yoch eine Taste Thke getrut'ken hal'en. werde ich zurück« gekehrt sein. Gar^on. eine Tasse Thee mit Biscuit!" Der Domino wischte sich den Mund mit der Serviette, nnd verließ hastig den Saal. Charlotte «vartete zehn, ztvanzig Minuten, eine lialbe Stunde — der Schüher blieb auS. Einige Masken traten ein und ließen sich Etsrischuugen geben. Die Befürchtung, ihr Mann könne früher zurück-kehren, als sie. trieb die Gräfin, den Heimweg anzutreten. Der Fremde »vird keinen Wagen finden können." dachte sie; „er verzeiht mir sicherlich, loenn er mich nicht mehr antrifft." Sie hüllte sich in ihren Doinino, um sich zu entsernen. Der Kellner trat iyr entgegen. „Mein Freuttd," flüsterte Charlotte, „wenn der Herr im Domino zurückkehrt, so sagen Sie ihm, ich lasse wegen meiner Entfernung um Entschuldigung bitten. „Soll geschehen." war die Antwort; „doch zuvor bezahleu Sie." Die Gräfin erschrak; sie erinnerte sich, daß sie kein Geld zu sich ge-steckt, da Hermtne für AllcS gesorgt hatte. „Hier ist die Rechnung." suhr der Kellner sort; „jener Herr hat mich an Sie getviesen. als er sich entfernte." „An mich?" „Meine Frau wird bezahlen, hat er mir gesagt." Hätte die Maske nicht daS niedliche Gesicht der Gräsin bedeckt, so würde der Kellner gesehen haben, wie sie vor Scham erröthete. denn sie begriff. l>aß si, einem Abenteurer in die Hände gefallen war, der auf ihre jkoften ein vortreffliches Nachtessen zu sich genommen hatte. Die Rech. Speilgser. det seine ZttrÜcksetzung noch itlcht verschlkerzk hatte.'schrie unter-weg«: „Schuster! mir ist Alles gleich, ob du todt bist, oder ich!" faßte wnen Gegner am Halse und »vollte ihm die volle Flasche in'» Ge-ficht tchlagen wurde jedoch gezwungen, loszulassen, nachdem er den Hemd-ttagen zerrissen. Äm Hofe bei Tomaschitsch angekommen, verlangte der Spengler, sein Begl.tter möge ihm die Hand reichen; dieser weigerte sich aber, ^^uiuf »hm der Spengler die Weinflasche in s Geficht warf und zwei Schneidezahne einschlug. .. (Ste,»rmSrkisch«t Sängers ist.) Der AuMut de» Iteiermartilchei, Sängerbünde« hat die Herren: Franj Adt> I. S. SnaeK. berg, Z. Herbeck und M. Slorch eingeladen, für da» Sängeriest, da« IM September hier statlfinden soll. Tindichtungen zu übersenden Snppe, die am Mittwoch nnd D»»ner»tag übe, di« Büline aiaa «ich. «et« da» Orchester nntcr der Leitung de» Herrn Kapellmeistei» Hohl bciond.r» ^«. Die Chöre waren stärker brseKt, al« gewöhnlich: der i^hor am v'g'nne and der Hnsarenchor gefielen am meisten. Der Zwei, gesang jwi,chen Frau von »ertalan (Viima) «ad Herrn Urban (Her. mann), da« Beraihn»g«li-d. die Roman« de» Herrn Urban, da» Spott, led dcr Fr»u von Bertala'n. der Zweigesaog zwischen grau von Birl«. (^I-uo») waren tSIanzparti.n der Aufführung. Eine «öst^che g.gnr war Her. Stander al» Bürgermeister. grSulei!. 00d>r (Stephan) sang etwa» unverständlich. Der Sesana vor dem örunn«, IN 3. Akte war n^t immer sicher genng. Die „Leichte «aval-^rie iit mehr Larm. und A«»ftalt«ng»st«it «i,d reicht in künstlerischer Beziehnug nicht an die Operette - „Flott-Bursche". Da» Publikum, welche» zahlreicher eingefunden, al» am zweiten, verhielt lich kühler, al» die Leistung verdiente. . S'L'u die Mauthordnung.) Wie un» Mitge hei t wird, am S. d^ M. im Austrage de» Finanzminister» ein Miai-tteualiath hier angekommen, um die Besthwerden gegen die willkürliche Handhabung der Mauthordnung zn untersuchen und haben gestern Nach-? ÄGasthause „zur Stadt Wien" Berhandlungen mit den von der Bolksveisainmlung erivählten Bertlauensmännern stattgefundeu. Wie lange halten wir unter früheren Regierungen ivarten müssen, bi» man Wünschen und Forderungen entsprochen und eine Untersuchung eingeleitet? (Evaug e l i s che Gemeinde.) Die Fastenpredigt wird heute Nachmittag um 3 Uhr gehalten, am nächsten Sonittage jedoch um 10 llhr Vormittag und wechselt die Stunde in dieser Weise an jedem Sonntage. « l, lkSversamml n n g.) Morgen den 9. März um 10 Uhr vormittag findet im Saale des Herrn Kartin eine Volksversammlung statt, in der zuerst die Frage verhandelt wird, ivelche der Landesausschuß L' btt Bezirksvertretungen gestellt: ob sie nicht gewisse Geschäfte, wie: Depositen. S^iariat. vtenereinhebung. Waisenamt... übernehmen wollen. Der zweite Gegenstand der Berathung ist die Frage, ob die Platzkreuzer in »Harburg lu der Ordnung eingehoben werden, wie e» die Statthalterei der Gemeinde «ngeräumt. Die hohe Wichtigkeit beider Fragen läßt eine sehr zahlreiche Betheiligung wünschen. Letzte Post. ».Ä? ^meinderaths-Wahlen i« Kroatien find beendet nnd hat die a«K»leich»frenndliche Partei die Mehrheit erlanat. a» - Der französische Gesandte in »eriin sall die Tendnna de» Vrinz^i Napolean ai» eine politische an^meldet haben. Aweeten. italienische Stegiernng macht AnkSnfe zn militärischen Die Uahnenftncht im päpstlichen Heere dauert fort. iiuug betrug 65 Franken. Es erschiene» immer mehr Masten. Der Kellner sah die Dame mit argwöhnischen Blicken an. '.Nehmen Sie, nelimen Sie!" sa^^te die Gräfin, indem sie mit zittenider Hand eines ihrer Armbänder löste. „Morgen früh werde ich die tNechnung bezahlen und den Schmuck zurückfordern." Charlotte athmete auf. al» sie in das Freie trat. Eine große Gruppe Fiaker hielt vor dem Opernhause, in dem die Ballmusit rauschte. Sie bestieg einen Wagen und ließ sich nach ihrer Wohnuug fahren, tvo der Thurst^her den Kntscher bezahlte. Kaum hatte sie ihr Zimmer be-treten als auch der Gras n.,ch Hanse kam; sie hörte, e» an dem Schließen und Otfsiien dcr Thüren. Wußte sie nun. ob er auf dem Opernballe gewesen ,vc»r? Sie verbrachte eine traurige Nacht. Schon früh am nächsten Morgen kam Hermine. um sich i»ach der Freundin zu erkundigen. t..l)arlotte erzählte ihr Abenteuer, und ba! die junge Dame, da sie einer drittel» Person sich nicht anvertrauen könne, das Armband zurückzuholen. Hermine nahm die Rechnung und fuhr ab. Nach kaum einer Stunde trat sie wieder zn der harrenden Charlotte in das Zimmer. „Der Kellner sagte mir venvnndert. daß der Herr, der diese Nacht die Zeche gemacht, d>n Schmnck snr seine Frau schon vor einer Stunde mit 65 Franks eingelöst habe." Die Gräfin war bleich; sie hatte ein Armband verloren, daS einen Werth von sünf^ehntausend Franken hatte. Dam't das Abenteuer der Ballnacht nicht bekannt wurde, mußte sie den Verlust ruhig erleiden. „Das sind die Folgen der Eifersucht l" rief sie au«. . Tage später erfuhr sie. daß der Graf zehntausend Frattten iN derselben Nacht verspielt hatte. ..Das war eine theure Nacht!" sagte Hermine, ivelche die Nachricht uberbrachte. „Ich bezahle sie gern." antivortete Charlotte lächelnd, „denn ich habe nun die Gelvißl)eit. dliß dcr schöne Pascha eine fremde Person »var." Von dem schivarzen Domino hat man nie wieder etwas gehört. iVerew „Merkur".) In einer kleinen Stadt MittelsteiermarkS eine Temischtwaarenhandlung zu verpachten. — In Graz Mode Confettions-Posten zu beschen. — Anfragen beim Stellenvermittlnngs Comit6 des „Merkur" in Marburg. Geschäftsberichte. Marburg. 7. März. Mochen markt »der icht.) Weizen fl. 6.50, Korn st. 4.65, »erste fl. S.3Ü. Hafer ft 2.40. «uturutz fl. 3.60. Heiden fl. 3.25. Hirse fl. 5.20, Erdöpstl ff. 1.3S p» Metzen. Rindfleisch 24 kr., Kalbfleisch 26 kr., Schweui« fleisch luna 26 tr. pr. Pfund. Holz, hart 30" fl. V.- , 18" fl. ü.30. detto weich 3V" fl. 0.^, 13- fl. pr. Klafter. Holzkohle» hart fl. 0.60, weich ft. 0.50 pr. Vtehen. Heu fl. 1.20, Stroh, Lager- fl. 0.95, Streu- fl. 0.6K pr. Cent!,er. Ilm ävn ^üulsvken meiner ?. ?»tienten xereellt 2N ^erävv, iverckv iek susnskms^vige «ueli 8oni»tn^ öei! 8. <1. H. 2UM 2iveo>ce Lsdnärstlioller lixeratione» vte. n»vk HArdUsz Icomwen unck 2U äen xe^ödnlielien Ktun^en —Z2 unl! l—6 vkr) im KkstKoke «/.ur 7r«ude" Limmer ^r. 2 oräiniren. H arN lS se, 2i»kn»r2t. WeiN'Lizitation. RSVO Wimer AuS dem Anna Brudermann'schen Nachlasse zu Pettau lverden KO.» II. und MwSv»«»«r von prakt. Zahnarzt und PrivilegiumSinhaber in Wien, Stadt, Vognergasse Nr. S. Diese» ZLunüvasser, von 6er lödl. wiener n»eü»«nise!»en ?»Icn1tät »pxrodirt n»ü ünrvd eigene 20z»drixe ?rax»s erprodt, deHv»drt siel» vor»nx!iod xexen ^e^«Pu!vr». nur der gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt wird, fonder:» auch die Glasur der Zähne an Weiße und Zartheit immer Preis pr. Schachtel 63 kr. österr. Währ. Obgenannte Zahnpasta ist eines der bequemsten ZahnreinigungSmittel, da sie keiner-lei gesundheitsschädliche Stoffe enthält; die mineralischen Bestandtheile wirken auf daS Email der Zähne, ohne selbe anzugreifen, sowie dle organischen Gemengthe-le der Pasta reinigend, sowohl da» Schmelz als auch die Schleimhäute erfrischen und beleben, die Mundtbeile durch den Zusatz der ätherischen Oele erfrischen, die Zähne an Weiße und Reinheit zunehmen. Besonders zu empfehlen ist ielbe Reisenden zu Waffer und zu Land, da sie weder verschüttet werden kann, noch durch den täglich nassen Gebrauch verdirbt. 10 AM-Preis pr. Dose I fl. 32 kr. österr. Währ. Diese Zahn-Plombe au» dem Pulver und der Flüssigkeit, welche zur Ausfüllung hohler kariö-^?ky»"Hßtpu!vt. sex Zähne verwendet wird, um ihnen die ursprüngliche Farbe wieder zu geben und dadurch der Verbreitung der weiter um sich greifenden Karies Schranken zu sehen, wodurch die fernere Ansammlung der Speisenreste, sowie auch de» Speichels und anderer Klüßigkeiten, und die weitere Auflockerung der Knochenmasse bis zu den Zähnen (wodurch Zahnschmerzen entstehen) verhindert wird. Preis pr. Etui 2 fl. 10 kr. österr. Währ. dieser seiner vortrefflichen Eigenschaften halber überall, selbst in Deutschland, der Schweiz. Türkei. England, Amerika, Holland. 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Gaitcubau Vtstllschost) sind i» Marburg zu haben bei I?'. li^oIIsbrttWx üss) in dir Tegetthoffstraßk. Anerkennungsschreiben. Wuiheu, 31. Jttli 1666. Euer Wchlgeboren! (vesttllnng.) Jt>r Malzextrakt ist wirklich anSgezeichuet, ich danke herzlich nnd zeichne mich mit der volltommettsten Hochachtung al» Ihr egebeuster Theodor Vrzyborsky, k. k. Ainanzrath. AM^Die eehte Malzextrakt-Ghokolade wird anstatt de» erhij^nden Caffee'» und Thee'< und der auvereu verstopfeudeu Ehokoladen als kräftigere Nah. ruttg gcnommen. «W zur Einberufung der Verlassenschaftsgläubiger n^,ch dem am 7. November 1866 im Kranketchause zu Marburg ad intestato verstorbenen Mathias Lorber aus Ja ring. Alle Jene, lvelche an die Berlassenschaft des am 7. November 1866 im Krankenhause zu Marburg ohne Hinterlassung einer letztwilligen An-ordnttng vtlstoibknen ÄmvohnerS aus Ja/ing, Mathias Lorber, eine Forderung zu stellen haben, »verde»hiermit aufgefordert, in der Kanzlei des k. k. Notars Dr. Franz Radey, Grazervorstadt zu Mar« bürg, zur Anmeldung und Dartliuung ihrer Ansprüche am 14. April 1868 Bormittags 9 Ulir zu erscheinen oder ihre Gesuche bis dahin schriftlich zu »tlierreichlN. lvidrigenS dtnselben an die Verlafsenschaft. ivenn sie durch die Bezahlung der an^meldeten und liquidirten Forl^erungea erschöpft würde, kein lveitcrer Anspruch zustünde, als insofern? ihnen ein Pfandrecht gebührt. (145 Marburg am ü. März 1868. Dr. Fr. Radey. Eisenbahn-Fahrordnttng fiir Marburg. Nach Wien: Nach Trieft: Abführt: 6 Nh? SS Min yriih. Abfahrt: 8 Uhr 14 Min. Früh. 7 Uhr ö Min Abends. 8 Nhr 48 Min. Abend». Nach Billach: Abfahrt: S Nhr Früh. Verantwortlicher Redakteur: Franz Wiest Haler. Druck nnd Verlag von Sduard Ianschitz in Marbi»rg.