^ ^_______^^ Donnerstag, 15. Jänner 1903. 122. Jahrgang. TMlMllM' Zeitung. ^ ^"lnate i) ^"° 4 «5,,..^'» >"" «""'l!""8 >»s bc»>« u«,.,^hnu ^ l<, - I>„>>o »,, groh^c per geile 12 ki bei üslere« Wlederliul»»^!! pcr Zeile ll l.. 13 ----------------------- Die »Laibacher Zeitung» erscheint tilglich, mit Axsnnhme der Sonn» und sseiertage. Vie Adminlstrallon befinde» sich Kongrchplah Nr. li, die Mednlliou LalmaÜünasle Nr, 0. Sprechstunbrii der «rbaktioi! von 8 bis 10 Uhr vormittag«. Unfrankierte Äricsc werden nicht angenommen, Wanujlripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Teil. '' ruckttt? d!?« ^'^-:)^ wurde in der k. l. Hof. und Staats, f «be ausgeA^ in deutscher Aus ^'ck«e? das?Ä'" V^"""e in der l. l. Hof- und Staa.s ><3tilck b-i rm^. ""^ ^l. Stück der polnischen, ba8 c^xvi. lov-nischen « ^ /"' ."'^c?^ ^X- Stück der böhmischen und ^utzgegN H'^ Neichsgesetzblattes vom ^e IW^ ^«r vom 13.Iän- ^.^eunnisse^verboten " Welterverbreitung folgender Preß. !j 1!-^'"'^^^' vom 20. Dezember 1902. ^ Nichtamtlicher Teil. ^ Zur inneren Lage. ^fohte?NM!s.ss^^ Exetutivkoinitee in Prag ge^ ''' bo'M,d.n. ^ ^^'au'" in den Wiener Blättern ^äl dÜM?^^ Beurteilung. Das „Fre.nbenblatt" '' «^ Mr « ^'" ^""bnnü des Parlamentes /^art^die b'e: 3^"'^.^"^ ^^ die czechische stänöig freic Oä^.'?.^"'"^"^ ^es Hauses voll-^lowohl Mr di. 9 v^'"^" '""'^ "'lch den freien Vlick das «b^M ^5^'Nnisse dos eigmen Vol es wie fur .°"lmuntt l^ Völker u^ für das Par- ""it fewdlich g!s^ ^ Dah das Hm's den Czeck^en '"'"'N.N anstrebt N ! ' ""mehr den Frieden mit ^ Etwas gedämvw.- - !"'^ ^' ^echm gewiß. '^men Presse" d 5 /"'^ ^s Urteil der „9tenen H entziehen tan,/ d^> " "' ""^ bem Eindrucke nicht war, keine Ü^N^'^" '" ^'"" '")r darauf bedacht .^siandiaunn mis? ^ abzubrechen, welche zur Ver° lU'llung d^v "c fs"' ^"'^'"' ^"' zu' Wiederher-ol° rates v^ °, ^^ungsinaßigen Funktion des Neichs° der An^s ", ^"' Parlamentariscl)on Vehandlunc; also f".^ "^^"'lagcn führen können. Man brauche Mckn,,^ ?"^ hoffnungslos dem ncnen Sessions» ^ "^"'des Reichsrates eiügegenzuschcni. dah dil> cv " bt das „Illuftr. Wiener Extrablatt", ^breche,, '""^"^^n die Vnicken nicht hinter sich ab-^ wallten und zu weiteren Verhandlungen gc- neigt seien; die Zeiten seien auch nicht dmiiach angetan, daß man den Vogen zu straff spannen dürfte, und es stehe m'el auf dem, Spiele. Skeptischer faßt die „Arbeiterzeitung" die Sach° läge auf. Sie hält es für aussichtslos, die Inngczechen znm Anfgeben ihrer. Politik bewegen zu wollen, und isi überzeugt, daß „mit Zureden allein die Obstruktion nicht zu besiegen ist". Das „Neue Wiener Journal" sagt von den Prager Beschlüssen, sie seien entweder ein Zeichen der Unsicherheit oder ein Beweis, „daß man zu nnlauteren ^lvecken die Unsicherheit fortbestehen lassen will." Offenbar werde bezweckt, dem Parlament und Regie° rnng „den Frieden zu diktieren." Einen nenen Weg im vollen Lichte der Oeffentlichkeit über alle Hindernisse hinweg erzwingen, das sei es, was Oesterreich nottue. Die „Zeit" gibt einer deutschen Stimme Ausdruck, welche erklärt, daß „die deutschen Parteien dnrch ihre Obmänner den Versuch unternehmen werden, über die Mittel zu beraten, die etwa zu ergreifen wären, um die Parlamentskrise endlich zu beseitigen." , Das „Neue Wiener Tagblatt" bezeichnet die Si» tuation als eine solche, welä)e den deutschen Parteien dringend nahelegt, sich rechtzeitig über ein einheitliches Vorgehen zu einigen. Die „Deutsche Zeitung" sieht in allem VislMigen „lauter Verschleiern, Ausweichen und Umgehen". An den TeutsäM sei es, „den gordischen Knoten zu zerhauen, da er hartnäckig jeder Lösnng widerstrebt". Man müsse die Czechen vor die Entscheidung stellen. Ebenso fordert die „Oesterreichisn> Voltszeitnng", daß die deutschon Parteien ernstlich bedacht seien, dem czechischen Vorgange durch eine Gegenorganisation Schach zu bieten. Es könne keineswegs nn Interesse des Parlamentes gelegen sein, daß die Czechen ganz nach ihrem Gutdünken sich zu Herren der Sachlage macheu. Vatikan. Nach einem der „Pol. Korr." aus Nom zugehen» den Berichte scheint es sicher zu sein, daß mit Ende des Päpstlichen Jubeljahres im kommenden März der Papst ein Konsistorium abhalten wird, in welchem die nenen Kardinalsernennnngen erfolgen sollen. Als italienische Kandidaten für den Purpur werden der Ehrcnpatriarch von Konstantinopel, Msgr. Novella, und der Ehrenpatriarch von Antiochia, Msgr. Passe, rini, genannt. Es heißt ferner, daß Zur Ausfüllung der durch den Tod der Kardinäle Missia und Schlauch entstandenen Lücken ein österreichischer und ein unga-rischer Kardinal ernannt werden soll. Als österrei« chische Kandidaten nennt man den Fürsterzbischof Katschthaler von Salzburg und den Fürsterzbischof Dr. Kohn von Olmüh; als ungarische Kandidaten den Erzbischof Samassa von Erlan und den Bischof Maj° lath. Es ist auch die Nede davon, daß der Papst möglicherweise einen neuen deutschen Kardinal ernennen werde, obwohl dieser Ernennung noch einige aller» dmgs nur formale Schwierigkeiten entgegenstehen. Der crzbischöfliche Stuhl von Köln wäre wohl der-jenige, der in erster Linie für die Kardinalswürde in Betracht käme, allein Erzbischof Fischer ist erst vor kurzem ernannt worden und noch nicht einmal Prä-konisiert. Es entspricht nun nicht dem Brauche des Vatikans, einem Kirchenwürdenträgcr bald nach seiner Bernfnng auf einen Bischofssitz den Kardinals-rang zu verleihen, sondern man legt Gewicht darauf, daß eine gewisse Zeit zwischen den beiden Vorgängen verlaufe. Dennoch ist diese Schwierigkeit nicht als eins unüberwindliche anzusehen, und es wäre möglich, daß man sich diesmal im Hinblicke auf die ausgezeich^ neten Beziehungen zwischen dem Vatikan und Berlin an den erwähnten Brauch nicht binden würde. Politische Uebersicht. Laibach. 14. Jänner. „Hlas Naroda" folgert aus den Äefchlüfsen des czechischen V x ek u ti v - K o mit ees , dcrh die vorangegangene Debatte im Geiste der Mäßigung und Besonnenheit geführt worden fei. Wäre dies nicht der Fall gewesen, dann hätte der Antrag Dr. Gr6grs, die weitere Beteiligung an der Verständigungs«Kon-ferenz abzulehnen, größere Zustimmung gefunden, während er tatsächlich mit großer Stimmenmehrheit abgelehnt worden sei. ^ Feuilleton. Gtizze^ Mikroben des Signor Sferlazzo. iß! "" Zurgi Gapuana. Aulorisierte Uebersehuna ^ von Katharina Vreuning. ^ , (Nachdruck verboten.) l^ ^.^präch kam auf Mikroben. ^ll'wö^Mu/?!???^/" s" ^wichtig, um in einer 5 5°"°r M^ erörtert zu werden", sagte 5wng mit d?. / "^ ^" ,ch ein wenig die Füh. °dacht7 ,d ^ ""'^ "ichen Welt verloren: ich be-' "' "'chr n i^ ''' was we andere.: tun, habe aber nicht s"n. Mt^"^ N""" Meinung würde wertlos ^Nnökeln und 6 ? '""!"" "^ nur die Kraft der ^ wird atrop is^°Z7."^ Wdern auch das Gehirn "i nicht mehr in s^"?^' """ Ideen vennag man strht fögar ^ '^, ""W'"limen, M begreifen; man laubig gegonübe!n?^bl^koit der Tatsache un-^ "lit, so kann Ick ^,^^'aous, '""s die Mikroben be> " Cavalier. ^ ^""' ""e pichte erzählen." "3lor hatt /?"'^.5^l^o - sein Deputier- .: 'b^wesseV^bw^ bleibe nicht, wew ge^^ kleinen Lebe^ "bor bis v >ein a ? ^^"berall befindm, von denm '- 'lls i naer ' " wahren nmnand etwas wußte. Maubns^ i ""' ^" Aufschneidereien koinm '' '''' T^"^ "ch bislang keine Sorge um ^ ^a^i,^? " !'^ ", seineni Hausarzte. ?°?"'ch ^'le Mikrobm? Soll oniuna.en glaubeil?" „Sind Sie ebenso unwmend wle die Bauen:?" erwiderte der Arzt. „Erleuchten Sie nach, erklären Sie mir alles; deswegen komme ich ja nur." Anstatt ihn aber zu erleuchten, jagte der Mann der Wissenschaft ihm geradezu Schrecken ein. „Mllionen! Im Wasser, im Gemüse, im Brot, in den. Blumen, in uns selbst, zwischen den Zähnen, unter den Nägeln, in den Eingeweiden, in der Luft, die wir einatmen! Sogar im Paradies!" schloß der gottlose Lästerer. Bei Nennung dieses Wortes hatte der Cavaliere mißtrauisch den Kopf geschüttelt, überzeugt, daß jener absichtlich übertrieben hatte, um ihn ängstlich zu machen. Eines Tages aber, als der infame Doktor Sferlazzo auf der Straße antraf, faßte er ihn beim Ann und nahm ihn mit sich in sein Studierzimme:'. „Wollen Sie Mikroben sehen?" „Wo sind sie?" .Hier." Der Doktor stellte eine Glasröhre vor ihm auf, die unten einen Finger hoch mit Gelatine angefüllt war; dann forderte er den Cavaliere auf, sich vor einen Tisch zu setzen, auf dem ein Mikroskop stand nnd weihte ihn in die Welt des Unsichtbaren ein. „Nun, sehen Sie, wie sie hin und her schießen, diese, kleinen schwarzen Dillger! Sie sind dreißig-tausendmal vergrößert." „Welche Art Mikroben ist es?" „Es sind Typhusmikroben." Der Cavaliere sprang vom Stuhle auf. Wollw der Mann ihn denn töten, oder ihn wenigstens krank machen, um daZ P^ranügen zu hakm. Um i« Wien c' „solche Scl>erze treibt man nicht, Dottoro." „Es ist ja keine Gefahr dabei."____________ Das mußte anch der Fall sein, sonst hätte d«r Doktor nicht ungestraft die Gelatine hin und her be» wegt. Dennoch fühlte Sferlazzo sich nicht ganz be« nihigt, obgleich der Doktor ihn vom Kopf bis zu Fuß mit einer Quecksilberchlorürlösung bespritzte und ihn geheißen hatte, sich mit dem gleichen präparierten Wasser die Hände zu waschen, nachdem er dieZ an seiner eigenen Person getan hatte. In der darauffolgenden Nacht schloß der arm« Cavaliere kein Auge. „Betrachten wir die Sache, 'mal vernunftgemäß", sagte er bei sich. „Diese Doktoren, diese Gelehrten sind mehr oder weniger Scharlatans; sie versuchen, uns etwas weiszumachen, weil sie überzeugt sind, daß wir, unwissend wie wir sind, sie nicht Lügen strafn: können. Wollte mir jene:- Professor nicht noch gestern vorspiegeln, daß die Entfernung der Erde von der Bonne bis auf ein Millimeter festgestellt worden ist! Hat man etwa Ingenieure hinaufgeschickt, uin es anszumessen? Märchen! Marktschreiereien! Und das Licht der Sterne braucht zehn, zwöls, zwanzigtausei^d Iahn», um hier unten anzulangen! Man hat wohl ihre von den Bürgermeistern beglaubigten Pässe besehet,. Fabeln! Aufschneidereien! Doch diese sind wemgstens darmlos, die Geschichte von den Mikroben aber . . Ach was, die Aerzte sehen nur ihren Vortml dann. W(mn sie nichts von dcr Krankheit verstehen, sagen ste einem c,ern5c ms Gesicht: Mikroben!', entziehen sich jeglicher Verantwortlichkeit nnd überlassen eö uns, auf der Hut zu sein, uns vorzusehen! . . . Und wis war es früher? Die Welt besteht doch schon seit etlichen Jahrhunderten . . , früher lebten die Menschen zwei» Laibacher Zeitung Nr. 11. 89 15. I^ner 19^. Der „Figaro" schreibt in einem Artikel über die parlamentarische Lage, die Hauptstärke des Mnister» Präsidenten Combe 3 liege darin, daß er, wie man in gilt nnterrichteten Kreisen wisse, keinen besonderen Wert darauf lege, cnn Nuder zu bleiben. Man behaupte sogar, er habe sich nach dem Beispiele des früheren Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau be» reits die Frist für seinen Rücktritt gesetzt. Sobald die Frage der Kongregationen erledigt sei, würde Combes gehen. Das russische Minister-Komitee beging am letzten Samstag in St. Petersburg die Feier feines hundertjährigen Bestehens, der Kaiser Niko» laus mit mehreren Großfürsten beiwohnte. Der Zar hat aus diesem Anlasse seinen Bruder, den Groß. fürsten< Thronfolger, zürn Mitglicde des Minister-Komitees ernannt, an dieses selbst einen Gnadenbrief gerichtet, der die Verdienste des durch das Manifest vom 8. September 1802 begründeten Komitees und der Ministerien huldvoll auerkennt, und dem Vor-sitzenden des Komitees Durnowo den Andreas«Orden verliehen. Neber die Dardanellenfrage schreiben die „Novosti": „Die Schwarzmeer°FIotte", bemerken sie, „ ist im Schwarzen Meer eingeschlossen. Tie russischen Tchwarzmeer-Häfen sind für die russisch. Kriegb» schiffe, die aus dem Mittelländischen Meere dort einlaufen möchten, verboten. Allerdings bleibt der Trost, das; auch die europäischen, Kriegsschiffe nicht ins Schwarze Meer können, wie aber die Erfahrung gezeigt hat, ist diefer Trost ganz illusorisch. Der beste Beweis dafür, daß die Situation einer in ihren Ge-wässern eingeschlossenen Militärmacht ganz abnorm ist, liegt darin, daß die englischen Zeitungen selbst diese Frage jetzt aufgeworfen haben und einige von ihnen direkt sagen, es sei an der Zeit, dieser Anomalie, die zu einem direkten Anachronismus geworden sei, ein Ende zn machen. Das Hauptargument zu Gunsten der Schließung der Meerengen für Kriegsschiffe ist die Furcht, daß die russische Flotte Konstantinopel erobern könnte. Die Hinfälligkeit dieses Arguments ist jedoch augenscheinlich: die Oeffnung der Meer° engen wird auch anderen Kriegsflotten die Möglichkeit geben, an den Mauern von Konstantinopel vor-beizudampfen: die Gefahr ist also völlig eingebildet. Und es ist sonderbar! Durch die Straße von Gibraltar und den Suezkanal fahren die Kriegsschiffe aller Nationen, ohne daß es jemanden beunruhigt. Warum sollen die Dardanellen und der Bosporus eine Ausnahme bilden? Wir glauben nicht, daß diese Frage jetzt auf die Tagesordnung gestellt werden könnte. Aber es ist schon gut, daß die öffentliche Meinung Englands anfängt, fich mehr oder weniger unpar» teiisch zu ihr zu verhalten." Der russische „Negierungsbote" publiziert einen Befehl des Kriegsministers Kuropatkin über die E r > richtnng einer A m ur - U ssu ri» F l o t-ti11e, welche, als Teil der Militärbezirke von Amnr und Ussuri, die Ueberwachung der mandschurischen Grenze, der Ufer der Flüsse Amur und Nssuri besor. gen, die Handelsschiffe und alle anderen Fahrzeuge auf dem Amur, dein Ussuri und den Nebenflüssen gegen Ueberfälle durch chinesische Piraten (Chunchu-sen) beschützen, sowie den regelmäßigen Verkehr zwi- schen den an den Flüssen Ussuri und Songatsch liegen» den Kosaken-Ansiedlungen unterhalten soll. In Kriegszeiten. hat die Flottille den Transport der Kosaken, der Reservisten, der Pferde, Wagen und alles anderen Knegslnaterials nach den vorher bestimmten Sammelplätzen zu besorgen. Die von dem Kriegsrate ausgearbeiteten Vorschriften für diese Flottille sind bereits vom Zaren sanktioniert worden. Aus Iohan n esburg, l3. Jänner, wird gemeldet: Die Besprechungen, welche C h amberlai n mit führenden Persönlichkeiten hatte, versprechen Erfolg. Bezüglich der Abmachungen lnrsieren Verschiß dene Gerüchte. Im allgemeinen wird berichtet, es sei eine garantierte Reichsnnleihe von 30 Millionen Pfnnd Sterling für reproduktive Anlagen beabfich-tigt. Bezüglich des Beitrages zu den Kriegskosten glaubt man, er werde sich auf 3(1 Millionen Pfund Sterling beziffern und die Zahlung werde auf drei Jahre verteilt werden. Tagesueuigteitell. — (Von Papst Leo) erzählt ein englisches Vlatt: Der Papst hört immer gern von merkwürdigen Fällen von Langlebigkeit. Neulich las ihm sein Sekretär folgenden Ausschnitt vor: „Eine Frau aus Vercelli, Fclkita Niviera, im Iahrc 1800 geboren, ist seit ihrer Kindheit bei einer Gesellschaft umherwandernder Marktschreier und hat ihr ganzrs Leben damit zugebracht, von einem Jahrmarkt in Piemont zum anderen zu ziehen; der Wagen der Truppe ist ihr einziges Heim. Sie führt noch dasselbe Leben und obgleich sie durch ihre 102 Jahre gebückt ist . . ." «Wie ich", unterbrach ihn der Papst, „aber ich bin nicht so alt . . ." „bewahrt sie eine große Geistesllarheit und erinnert sich an alle Ereignisse ihres langen Lebens . . ." „Wie ich, wie ich . . ." „Sogar in dieser kalten Jahreszeit kommt sie bei Tagesanbruch aus dem Wagen ins Freie . . ." „Das tonnte ich nicht tun", sagte der Heilige Vater nachdenklich, „aber ich werbe Doltor Üapponi von dem Fall erzählen." — (Hohe Sam m l e r.) Der deutsche Kaiser ist ein Handschriftensammler und bevorzugt besonders Vriefe von Heerführern, die sich in den Kriegen zu Ende des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts einen Namen machten. Er hat schon als Prinz diese Sammlung begonnen, die wohl die vollständigste in ihrer Art sein dürfte. Ferner zählen die Könige von Schweben und Numänien zu den Handschriflcn-sammlern. Alexander III, von Rußland besah die schönste Kollektion Briefmarken und Raubvögel. Auch der König von Serbien sammelt Briefmarken, während der König von England ein förmliches Museum von Tabakspfeifen anlegte. Die Königin Viktoria von England hatte eine Sammlung der verschiedensten Kleiber, die sie getragen, und eine Sammlung Fingerhüte! unter ihnen soll sich derjenige befinden, dessen Maria Theresia sich bediente. Königin Margarita von Italien sammelte jahrelang Perlen für ihre Schwiegertochter und hat außerdem eine Sammlung von Schuhen und Handschuhen, die einst Kaiserinnen und Königinnen trugen, barunter sind Stücke, die Marie Antoinette, Katharina II., Christine von Schweben, Elisabeth von England getragen. — (Neue Telephon-Apparate.) Gegenwärtig werben in Wien neue Telephon.Apparate demonstriert, die das Interesse von Fachmännern und Laien erwecken. Es ist ein Telephon ohne Sprechmuschel unb ein tragbarer Telephon-Apparat' bribe hat ber schwebische Oberleutnant Ljungmann erfunden. Der Apparat ohne Sprechmuschel sieht wie ein Tischtelephon aus, an dem nur eine Muschel angebracht ist. bie man ans Ohr legt; biese Muschel enthält aber auch bie zur Aufnahme ber Töne erforderliche Membrane. Ueber bie Art unb Weise, in ber bie innere Zusam- menstellung angeordnet ist, will der Erfinder sich "'.. ßern. Der Apparat fungiert aber ausgezeichnet, el^ empfindlich, welcher Umstand gestattet, baß man g«'^ sprechen kann unb doch deutlich gehört wirb; vol^ Tagen würbe ber Apparat auf ber Strecke Wien-2l^ geschaltet, unb das Ergebnis war ein sehr günstig^ tragbare Telephon ist zunächst für militärische und,, bahnzweclc bestimmt. Militärische Vorposten und Pa>^ können sich mit Hilfe dieses Apparates unter Vcniip^ auf der Landstraße befindlichen ^Telegraphen- un^ phonlcitungen mit einer beliebigen Station in Vel^ setzen, der Zugsführer eines Eisenbahntrains kann!> der Strecke aus mit dcr nächsten Station verbind^, Ideal schwebt dem Erfinder vor, daß die Reisenden''. tunft mit seinem Apparate vom Eisenbahncoupö solA pbonicren können. Auch das tragbare Telephon tvl>l^ probiert und soll bei den letzten Kaisermanövern gute« geleistet haben. — (Das Kurschiff für Lungen ll« In der Zeitschrift „Tuberlulosis" besprechen Dr. ! unb H. Maurer bie Vorzüge, die die Seefahrt für b>< gcnlranten hat. Die Ausnutzung dieser Vorteile f aber daran, daß die gewöhnlichen Schiffe nicht fiir ^ lung von Kranken bestimmt sind, sondern für die Re>H sunder. Darum sind die hygienischen Einrichtungen «'^ Falle ausreichend für Lungenkranke. Die DampfsclM,. vor allem ungeeignet wegen ber NauchentwicleluL Stampfens der Maschinen und des Fettgeruches, aA die gewöhnlichen Segelschiffe sind nicht bie passenden ' Haltsräume für solche Kranke. Darum haben sich bl> Autoren eingehend mit der Schaffung eines schwing Sanatoriums beschäftigt. Nach genauen Studien '. einem Fachmann ein Projekt für ein Segelschiff. ^ auch Maschinen besitzt, ausgearbeitet worden. B^ haben sie sich auch mit der Frage beschäftigt, welches auf der See wohl das geeignetste sei. Sie sind na^, spräche mit vielen erfahrenen Seeleuten zu der Ansichl^ men, daß die besten und günstigsten Bedingungen da?', ostpassat bietet. Die Kanarischen Inseln liegen zu je^ in diesem Gebiete und würden als Ausgangspunkt ^. gefähr zwei bis vier Wochen dauernden Segelreisen Z" len sein. Das Klima des Norbostpassat bietet alle ^ des Meeresllimas. Die Temperatur ist Tag unb 3lH gleichmäßig. Selbst die im Juli herrschende Nä'r^ 25 Grad Celsius spürt man laum, da der aus NordostH mähig niederfallende Wind bie angenehme Kühlung ^ führt. Auch bcr Feuchtigkeitsgehalt' ber Luft ist so s" leinen Schwanlungen unterworfen; bas Wetter ist ^ ohne Ausnahme schön. — (Ein Klavier — gestohlc n.) Die M ber Gaunerzunft sind geradezu unerschöpflich in ^ finbung neuer Tricls. So hat der biefertage in ^ verübte Diebstahl eines Klaviers jedenfalls Anspr^ Originalität. Das Klavier wurde einer Frau Felbm^ stöhlen. Sie weilte bei Anverwandten zu Besuch; u,n^/ hatte sie die Wohnung unter Aufsicht des Dienstü^ gelassen. Kurze Zeit, nachdem sich Frau Feldmann ^ hatte, erschienen drei Männer in ber Wohnung und f^? das Mädchen auf, ihnen das im Salon befindliche ^ auszufolgen. Die Männer wiesen eine diesen Auftl^ haltende Visitenkarte ber Frau Felbmann vor. Das' gläubige Mädchen entsprach ohneweitcrs dem Verlaß fremden Männer, die das Klavier aus der Wohnung ^ auf einen bereitstehenden Wagen hoben und sich nn'l selben entfernten. Als Frau Felbmann gegen Mittag Hause kam, war sie über die Erzählung des DicnstM^ nicht wenig erstaunt, weil sie niemanden beauftrag!, bas Klavier abzuholen. Auf erfolgte Anzeige leitete ^ lizci bic Recherchen ein. Es würbe ermittelt, bah die ^ bas Klavier um 368 X verseht hatten. Von ben ? fehlt bisher jebe Spur. hundert, vierhundert Jahre. Wo waren damals die Mikroben? Hat der liebe Gott sie hente den Aerzten zu Gefallen geschaffen? Nichts als Märchen unb Re» tlame! . . . Und doch, wer weiß? Ich habe sie ja mit meinen eigenen Augen gesehen, diese häßlichen Typhusbazillen!" Er wandte sich die ganze Nacht von der einen Seite auf die andere, jeden Augenblick wiederholend: „Netrachten wir die Sache einmal vernunftgemäß." Aber beim Morgendämmern vernünftelte er nicht mehr, aus Furcht vor den schrecklichen Bakterien. Was geschah? Einen Monat später erkrankte er am Typhus. „Ach, Dottore, seien Sie ein Ehrenmann und heilen Sie mich, wein: Sie nicht wollen, daß ich Sie im Sterben verfluche." „Ja, ich werde Sie heilen", antwortete scheltend der Doktor und sagte: „Meden Sie keinen Unsinn!" Vierzig Grad Fieber! Während des Phantasierens glaubte der arme Kavaliere von den, durch die Gläser des Mkroskops geschauten schwartn VnMen zernagt zu werden. Schlafsucht, Niedergeschlagenheit, alle Uebel, die der Typhus mit sich bringt. In den kurzen klaren Zwischenränmen, die das Fieber und das Phantasieren ihm gewährten, sagte er sich Depro-fundis und Requiems her und warf dem Arzte feind-selige Blicke zu, der noch die Frechheit besaß, ihm zu versichern: „Jetzt sind wir anßer Gefahr." Wie durch ein Wunder war der Cavaliere der Todesgefahr entschlüpft, dabei aber ein ganz anderer Mensch geworden. (Echluß folgt.) Die rote socke. Kliminalroman von Ernst von Waldow. (Fortsetzung.) Hatte Tante Isabella vielleicht doch recht mit ihrer Behauptung, daß ein Abgrund ihn von Angelika trenne? Um dies zu wissen, mußte er die Braut lind ihre Mutter sehen und sprechen: sein Gefühl würde ihm der richtige Leitstern sein. So völlig von diesen Empfindungen überwältigt, hatte Roderich ganz vergessen, daß zur Feier des Henri« gen Tages eine größere Gesellschaft bei der Gräsin Landskron versammelt sei, und ohue sich nur die Mühe zu geben, vor dein Spiegel des Vorsaales seinen Anzug zu ordnen, warf er nur einem der Diener feinen Paletot zu und trat in dm Salon. Die Spannnng und angstvolle Erwartung der dort versammelten Gesellschaft war bereits auf das höchste gestiegen, als derjenige, mit dessen Person aller Gedanken sich beschäftigten, nun endlich ersahen. Aber in welchem Zustande! Das war kein glück-licher Bräutigam, der auf den Flügeln der Liebe her. beigeeilt kam, die Braut am Abend vor der Hochzeit zu begrüßen. Angelika konnte sich trotz ihrer mühsam bewahrten Fassung eines leichten Allsrufes uicht enthalten und anch Gräfin Mary, die neben Roderichs Mutter faß, zuckte erschreckt zusammen, während letztere den Blick angstvoll auf dem geliebten Sohne ruhen ließ. Nur die Greisin bewahrte auch in diesem Moment ihre vornehme Ruhe und streckte dein Großneffen, der fich ihr zuerst mit ehrerbietigem Gruße M die Hand entgegen, so freundlich und gelassen sei durchaus nichts Ungewöhnliches vorgefallen-. Roderich indessen, bemerkend, daß er den ^ Punkt der allgemeinen Aufmerksamkeit bildete, ^ noch verwirrter, und fühlend, daß man allerseits Erklärung von ihm erwartete, entschuldigte el spätes Kommen durch ein Unwohlsein, welch^. plötzlich überfallen habe nnd das noch jetzt nicht ^ gewichen sei. . Obgleich ein jeder mehr oder minder die "I, zcugung hatte, daß es sich hier nur um eine Aus" handelte, ließ sich das doch niemand merken. , Nur Leutnant von Werding und Haup^ Spangenberg, zwei Regimentskameraden Nod^ stellten leise die Frage an ihn, ob etwa ein ^ Handel zu schlichten sei und er ihren Beistand nM Roderick) dankte den Frenndcn, indem er N^, zwungenem Lächelu die Versicherung gab, dah ^ dergleichen vorgefallen sei und der kleiuc Unfall. cher ihn betroffen, nur auf eine Indisposition del' ven zurückzuführen wäre. , „Also doch ein Unfall?" fragte Qucian, der ^ in diesem Augenblicke sich genähert hatte, um vo^. Bräutigam Abschied zu nehmen. „Da waren "'^ Damen Besorgnisse, die wir zu verscheuchen traclA also doch nicht unbegründet? Unser verehrter A staatsanwalt behauptete zwar, daß in der gutei^ Wien alles sicher sei, nnd dennoch —" „Sie irren, Herr von Frieddeim", versetzte ^ rich kalt, „wenn Sie einen Schwindelalisall, dl'l. allerlei UnannelmUichkeiten zuzog, einen ^ ^aibacher Zeitimg Nr. 11. 89 15. Jänner 1903. s'ch"'.w', n '^°sle Klatschsucht.) Standen da an t. el^ "lten Tage des Dezembers zwei Klatschbasen am in g^ " ""° hechelten ihre guten Freunde, getreuen Nach- vol'" und dergleichen durch. Dabei verging die Zeit. denn es "-2l^'Ä. '°e"'g' "as die beiden Lästerzungen über den nstigU wachsten wußten. Jedem Loche im Strumpf der Frau ub",s^> . °o., ^"ge früh und abends den ganzen Körper kalt l"s Nir ^7"? /"' "^ ""lerem Planeten abgespielt. '' emfe b.n . .^"^^ltrophen es gegeben haben mag. um ^ lä ^ heutige Nelief aufzudrücken, ^^aturer^ u ^"scheu ^ute mehr denn je. diesen seltenen '^,°ch v 7'^" nachzuspüren, um dem Sitze und der llr-^de N ' ,7'bel.nl.chen Naturgewalt näw zu kommen. ^ Hchnf^ ^.n. ^r" " "'^""' Erdbcbenforschunq zu diesem ^r dürfte der richtige sein? der am ! ^uchunasm/. ^ ^ /e. ^'"" ""be. nämlich die Unter-' M' EM m ü ^^' derInstrumente. welche er gemein- w°lle und die jene Vewegungs-getreu darstellen sollen, die dem ^'Nd ^ es d . i ' ^"' ^'""e "'cht "äh" bestimmbar ?«ih l"r l'ck. '!Ä ^lch vorüberziehen als eine Stoß-'^hmpt alsVw^'^'""^"^ ^" 3" langsa.n. um über-^Dernbe^y. ^ ^ ""^ Schwankung empfunden zu werden ^llig^^N" ^"" ^°che nun d.r verschiedenen zu-°" Vertilalpendeln. Wasserwagen. Hunderten gemuch >oor. 7 ''^' !"^ '" ^'^"en Jahr-groben, die er ^ ^l. ^!^ ^" einige interessante Stich-^msch-meteorologischn ^^^""ungen phyfttalisch-astrono-^wir eine »venig bam,^'^ """^t hatte, von denen "'bestätigt, daß die ^ n^? "^ben wollen, die den Sah ^chr.^ahr^omm3w^'!3nn"' ^^"' von Men-^lsien Teile ft!ne7 ^^^"^^1 nämlich Eclermann i,n G°etl)emitten >. Ä^°^ "" Goethe. Einst klingelte ^ hat er s in , ' . m^^^ ^^ ^er Kammerdiener eintrat, '^"chtet deV^n s^°"bett "' ""s Auster gerollt nnd be^ >agt G^ he" 7^"5"lt dn nichts am Himmel gesehen?" ^ Wird foii- >, " >"h^ ^ann. als ihm verneinende Antwort '^Posten „!' ^uf' einmal nach der Wache, und frag' den "cldet ^ 5 ' "'°^ gesehen!" Als der Diener zurückkehrt und '. und b^s ^ "'^ bemerkt habe. liegt Goethe noch ebenso !dcmn ,,^s" unverwandt den Himmel: ..Höre", sagt er wir lwli n ''!! '" "uem bedeutenden Moment! Entweder ' tonunen '"^ ^''" Augenblicke ein Erdbeben, oder wir be-' 'icht dak « ^ ^ '" ^ einigen Wochen lam die Nach-' Word«,, s,; "^"lelben ^^^ ein Teil von Messina zerstört ! Uppa?a?e'^s^"c!<"^ ^'^"^e nun. wie sich aus älteren ' — "" 'Miehllch das moderne Seismometer hcraus- '^nttma!^''' ^"^ '^ ^urchallc) von keinerlei Ve° 'H'st" besser ^. -^ s^ ^^.^ ^^.^ ^^^.z^^^,. schnml^ '<> ^"'^ d"'' Lcicholli bmiertt. wolch^ die ä"? ?^'^"' ^ Vörs.nsp.lulanten u.uspi.lt^ '^i^t l,a^' ^"' "^"' ^rsichen.na n.r s.hr «.- su mUr^m'.^""^ Ferdinande von üangenber^ heute N^ > ^ ""'uldint und ihr in so unvereinbarer ernsw ^^'^?^' ^ "'t"U'en gegeben, daß über die konnk' ' '^" Bewerbung kein Zlveifel obwalten mit ^^m'^'!^"""""lt, seit Jahren Witwer und ^loamt ?a i l ^?""'"' "b"' einer starken ^amilie ^h ^enn^'.^ uxäberun, eines freier., der für nm d " ^? ''s,^"' '"chl unborn und obwohl Ferdi. l'atte ^. . ' ."^'"' ^naendfreunde zuc^ew^det unbemittelt, erst am V.. el„. . "" '.schon Laufbahn stand, so N'ar sie ein ' mV5''""'?^ "'^"^n, lnn nicht den V rhät^ m Necnmn, tmaend. ihrem Iugrndtramne Val^ anN >""!." ""Nur No nm eine w'te Versorauna, ü d, '),' ^-! ^/alelch n, den Stand setzte, etwas ou Ankunft ihrer inneren 0^>fchlvist,r zu tun n^hmond/n ^'Ä^""''""^ ^'we^un^ der abfchied^ sich "n S?"^' '"7 " "^""" ^^'tter gelungen. "'^^fl^nwnerkt ,u näh.rn- seine H.nd "^"^rich. auch wir müssen jetzt cu>wi. der Vater kristallisierte und beschrieb ein solches. Hierauf demonstrierte er mit Hilfe von Modellen die Instrumente, welche an der Laibacher Warte schon seit sechs Jahren im Beobachtungsdienste stehen, und zwar die Apparate von Viccntini. ferner eine Reihe mechanisch registrierender Horizuntalpendel. Mit den genannten Apparaten war es möglich, in Laibach die ! stärksten örtlichen Erschütterungen sowie die schwächsten Bewegungen des Bodens, mögen sie nun von nal)cn oder fernen Heiden ausgegangen sein, in Form deutlicher Linienbilder, „Diagramme", festzuhalten, aus welchen bereits manche interessante Einzelheit herauszulesen möglich war. Der Vortragende demonstrierte sodann in recht anschaulicher Weise bicWellenbewegung auf demWasfer, die der Versammlung in starler Vergrößerung mit Hilfe eines Projektionsapparates an der Projektionsleinwand gezeigt wurde. An einem Beifpiele. wie etwa eine Seemine sich nach der Oberfläche des Wassers fortpflanzt, erläuterte er in leicht faßlicher Form die Natur der Erdbebenwellcn, aus welcher Betrachtung sich die Tatsache ergibt, daß auch bei Erdbeben zweierlei Wellenarten auftreten, eine lungitudinalc und eine transversale, wovon die erstere den Weg vom Herde der Erregung durch die Erde, die letztere auf der Oberfläche der Erde weiter fortpflanzt. Da sich nnn jede dieser Mcllcnartcn in einer ganz typischen Weise an den Instrumenten einzeichnet und das A'itverhältnis der verschiedenen Arten bekannt ist, so läßt sich in der Regel leicht bei Fernbeben die Herddistanz nach den Bildern, welche von den Instrumenten erhalten werden, bestimmen. Herr Professor Velar zeigte auch eine Reihe solcher Vcbenaufzeichmmgen mit dem Projektionsapparate, und zwar Bilder von örtlicher Erschütterung, dann Fernbeben innerhalb 100 km bis 20.000 kin Hcrddistanz. Er wies die eklatante Achnlichtcit der Bebcnbildcr von einem und dem-sttben Herde nach und knüpfte daran die Bemerkung, baß bei einem reichlichen Material, wie es die Laibacher Erdbebenwarte während ihres sechsjährigen Bestandes gesammelt hat. noch den Bildern der Instrumente sofort gesagt werden könne. ut> ein neuer Herd oder ein alter in Tätigkeit getreten sei. Der Vortragende zeigte ferner eine Reihe von Störungsbildern an den Instrumenten, hervorgerufen durch den Verkehr in der Stadt und durch Erscheinungen meteorologischer Natnr. und erhärtete, daß diese leicht von den Bildern durch seismische Velvegung unterschieden werden könnten. Im Anschlüsse'daran führte der Professor sein transportables Horizonlalpendel vor. welches als das erste dieser Art in den Dienst der Eisenbahnbrückenmessungen gestellt wurde. Bemerkt zu werden verdienen die einschlägigen Bilder, die durch fahrende Züge auf den Eisenbahnbrücken entstehen und die eine direkte Messung der vorübergehenden und der bleibenden Durchbiegungen möglich machen. Eine Serie von'25 klassischen Bildern, die Zerstörungen durch Erdbeben wiedergaben, und zwar vom großen japans schen Erdbeben 1891, vom griechischen Erdbeben von Lolris und Mäanbertal, September 1899. fesselten in holdem Maße das Interesse. Bei den Bildern vom japanisch Erdbeben fiel es insbesondere auf, wie schlecht die europäischen Bauten dabei weggekommen sind, während die Vambushütten der Eingeborenen in der Regel nur das Dach verloren, das später wieder aufgesetzt wurde. Der Vortragende bemerkte noch. daß die Ziele und Auf-gabcu der mode/nen Erdbebensorschnng weiter gesteckt seien, als nur die Stärke. Richtung und Anzahl der Stöße oder bei Fernbebcn die .Herddistanz festzustellen; das Hauptziel st- vielmehr die Erforschung des Erdinnern. Indem die Vebenwellen ans jener Tiefe stammen, die dein menschlichen Auge für immer verschlossen bleiben wird. so dürften diese einzigen Voten aus dem Erbinnern uns dieser Frage näher bringen. Er schloß mit den Worten des Königsberger Philosophen: „Wir kennen die Oberfläche des Erbbodens, wenn es ouf die Weitläufigkeit (Oberfläche) ankommt, ziemlich vollständig; allein wir haben noch eine Welt unter unseren Füßen, niit der wir zur Zeit nur sehr wemg bekannt sind." ist völlig erschöpft! er selbst hat mich gebeten, ihn fort» zuführen. Du wirst natürlich noch hier bleiben und erst später allein nachkommen. Deshalb bitte ich dich, teile mir in zwei Worten mit, welcher Unfall dir zugestoßen ist; ich sterbe vor Unruhe, wenn ich so lange auf die Lösung dieses Rätsels warten soll. Man sprach von ei nein Duell —" „Beruhige dich, liebe Mutter — os ist nichts — obwohl ich nicht leugnen null. dast die Sache mich allerierte. Wenn du mir versprichst, gegen den ^ater zu schweigen —" „Wie kannst du nur glauben, daß ich so unvor-sichtig sein könnte, dem blinden Manne, dessen Nerven der äußersten Schonung bedürfen, aufregende MW teilungen zu machend" „So wisse denn, Mutter — Tante Isabella ist angekommen!" „Ich ahnte es!" flüsterte Gräfin Antonie er» bleichend. „Sie ließ mich zu sich bitten: ich hatte eine sehr aufregende Szene mit ihr. kas; dir jetzt an diesen An> deutungen genügen. Wenn ich heimkomme und wir allein sind, sollst dn alles wissen." „Armer Noderich!" erwiderte die Mutter, ihm Ue Hand drückend, dann schieden sie. „Endlich allein!" sprach Noderich mit einen, liefen Atemzüge der Erleichterung, alö er mit Ange-lila in das trauliche Gemach trat, welches an den Salon stieß, in dem zuvor der bunte Schwärm ge-scherzt und gelacht hatte. (Fortsetzung folgt.) Bei der Vorführung der wohlgelungenen Projektionen unterstützte den Vortragende Herr Prof. S ch r a u tz e r. Wir wollen noch bemerken, daß Herr Professor Nelar über Erdbeben bereits in einer Reihe von Städten, wie in Fiume, Brescia. Karlsbad und Wien (zweimal). Vorträge gehalten hat und daß derselbe über dieses Thema in Laibach das erstemal sprach. Es wäre nur wünschenswert, daß Vorträge über diese moderne Wissenschaft, in der unsere Erdbebenwarte eine hervorragende Stelle einnimmt, sich weiteren Kreisen erschlössen. ^. v. ,1. Garnisonsball. Im großen Saale des „Narobni Dom" fand sich gestern abends anläßlich des vom hiesigen Offizierskorps veranstalteten Kränzchens eine glänzende Gesellschaft ein. Dank dem Entgegenkommen des Herrn Bürgermeisters Hriba r, welcher den Vlattpflanzenschmuct aus dem städtischen Garten in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt hatte, sowie dein bewährten Geschmacke der Firma NagI as trug der Saal ein des Balles würbiges Gepräge und repräsentierte sich in zwar einfacher, aber dafür desto stilvollerer Vornehmheit. Das Arrangement der Veranstaltung hatte unter dem Ehrenpräsidium Seiner Exzellenz des Herrn Feldmarschall-Leutnanis v. Ehavanne ein Komitee übernommen, dem nachstehende Herren angehörten: Major Schmidt (Obmann), die Hauptleute Colerus und Reindl, Rittmeister Constenzer. die Oberleutnante Ezerny , Ko -sinsli. Qrel und v. V a v i ch, Offizial Grasmayer. Oberleutnant Navratil, die Leutnante Vartovich, Hanusch und Horvat fowie Oberarzt Drahorad. Vor Beginn des Balles machte Ihre Exzellenz Frau v. Chavannc, der das Komitee eine prachtvolle Vulett-spende verehrte, in liebenswürdigster Weise die Honneurs, worauf der Ball von den Komiteemitgliedern mit den Offi-ziersdamen eröffnet wurde. Es entwickelte sich alsbald ein Karnevalsvergnügen, das sowohl hinsichtlich des vorzüglichen Arrangements als auch des illustren Charakters, welchen dasselbe allenthalben aufwies, ohue Zweifel in der Reihe der diesjährigen Faschingsveranstaltungen einen der hervorragendsten Plätze behauptcu wird. lleberdies erbrachte der Ball den Beweis von den Sympathien, welche die hiesige Gesellschaft dem Offizierskorps entgegenbringt. Unter den Gästen beehrten denselben mit ihrer Anwesenl)eit: Seine Exzellenz Landcspräsident Freil)err v. He in mit Frau Gemahlin. Exzellenz v. Höchsmann. die Hofräte v. Ruling, Lubec. v. Schemerl, Landesgerichtspräsident Le-v i <" n i l. Vizepräsident Pajk. die Landesrcgierungsräte Marquis Ferdinand v. Gozani und v, Kaltenegger, Oberlandesgerichtsrat Dr. Ferjan 5 i 5 , die Bezirlshaupt-leute Haas und Ritter v. Laschan, der Präsident der lrainischen Advotatenlammer Dr. Majaron. der Präsident der trainischen Handels- und Gewerbetammer Lenar -ö i <>. die Lanbesausschußbeisitzer Grasselti. Dottor Schaffer und Dr. T a v 5 a r . die Direktoren Lcvec nnd Senelovis sowie sonstige, den besten Gesellschaftskreisen angchörige Teilnehmer. Die Damentoileticn zeichneten sich durch gewählte Eleganz aus; überhaupt gewährte der Tauzsaal in seiner harmonisch gestimmten Vornehmheit einen blendenden Anblick, s" daß sich das Komitee wohl des Verdienstes rühmen lann, eine Veranstaltung geboten zu haben, welche sich jener im Vorjahre würdig anschließt. Mag sie auch nicht so zahlreich wie die vorherigen besucht gewesen sein — das eine kann ohne loeiteres behauptet werden, sie stand derselben, »oas den exquisiten Totaleindrucl anbelangt, in nichts nach. Die Stimmung war bis in dir vorgerückten Stunden die denkbar belebteste; die Herren erwiesen sich als unermüdliche Tänzer, die Herreninsel ging in der flutenden Tanzlust nahezu ganz nntcr, und die Regimentsmusil konnte, obschon sn> Bewunderungswürdiges leistete, den Ansprüchen der tanzenden Paare kaum gerecht werden. Die erste und zweite Quadrille, von den Herren Oberleutnant Kosinsti und Leutnant Horvat. Hauptmann Eolerus und Oberleutnant Czernh in mustergültiger Weise geleitet, zählten je 56 Paare; an der dritten Quadrille dürften sich deren noch mehr beteiligt haben. Nicht unerwähnt dürfen bei alledem die Damcnspenden (Sprih-flacons mit Nnn ., ,^ s l < 5 l MMMUM s "enl^ »"uch der Universität nur unter ^Voraussetzung de. achtjähr.gen Realschulstudmms zu aewahrcn. wurde mit großer Majorität angenommen. — (Tele gr a phc nd i en st.) Nei dem temporären Postamte in Birnbaum wurde für die Dauer des lrisenbcchn-baues die Errichtung des Trlegraphendienstes bewilligt, -o. Laibachcr Zeituna Nr. 11. 90 15. Jänner 1903. — (Die Laibllcher Haushalt ungsschule l^<3 n »p Q l^ inj gk a »oin^) ersucht uns mitzuteilen, dah nun die Mitgtiederbciträge abgesammelt werden. Der Ausschuß bittet die bisherigen Mitglieder, dem Vereine auch künftighin treu bleiben sowie demselben einige neue Mitglieder zuführen zu wollen. " (Alpines F e st.) Die großartigen Vorbereitungen für das eigenartige Fest, das die Sektion Kram des Deutschen und Qestcrreichischen Alvenvereines am 17. d. veranstaltet, sind dem Abschlüsse nahe. Wer Gelegenheit hatte, die prächtigen Gebilde, die Künstlerhand geschaffen, zu schauen, ist von dem überwältigenden Eindrucke überzeugt, den das Ganze in seiner Vollendung auf den Besucher ausüben wird. Doch wollen wir den Schleier von den Herrlichkeiten nicht vorzeitig lüften; möge man sich mit den schon gemachten Andeutungen begnügen, um so größer wird die Üebcrraschung, das freudige Staunen sein. Der Saal wird am Samstag um 8 Uhr abends geöffnet; der Einzug des Triglav-Königs samt Gefolge findet sodann um ^9 Uhr statt. Die Galerie bleibt für die Besucher gesperrt. Der parkettierte Voden des Saales ist zum Tanze hergerichtet, daher die biederen Aelpler und Touristen nicht etwa durch allzu charakteristische, benagelte Beschuhung seine Bestimmung grausam zerstören wollen. — (Die Laibacher Verein stapelle) veranstaltet heute abends 8 Uhr ein Konzert in der Restauration des Herrn Fantini. Eintrittsgebühr 40 k, Mitglieder frei. — (Die freiwillige Feuerwehr in Wei-ßenfels) veranstaltet am 17. b. M. im Gasthofe „Zur Post" ein Faschingstränzchen. Die Musik besorgt die Tarviser Bürgerlorftslaftelle. — (Der Arbeiter-Gesangverein „Vorwärts" in L a i b a ch) wird Sonntag um 2 Uhr nachmittags im Gasthause zum „Steirer", Ncsselstraße, seine Generalversammlung abhalten. — Derselbe Verein veranstaltet den 15. Februar um 8 Uhr abends im Kasino-Glassalon einen L u m p e n b a l l. — (Der Sololverein in Ibria) hielt am 5 d. M. in den Vcreinslolalitäten seine Generalversammlung ab. Nach der Ansprache des Herrn Vereinsstarosta Jan G r ud en erstattete der Vereinsselretär seinen Bericht über die Vereinstätigleii im abgelaufenen Solarjahre. Demselben entnehmen wir folgende Daten: Im verflossenen Jahre hat sich der Verein sein Vereinsbanner angeschafft und aus Anlaß der Weihe desfelben ein großes Fest veranstaltet, über dessen Verlauf wir seinerzeit berichtet haben, Außerdem arrangierte der Verein ein Fest im Fasching, einen Ausflug mit Tanzunterhaltung zum „Zagoda" in Ieli5ni Vrh, ein öffentliches Turnen der Mitglieder und des Nachwuchses scwie mehrere Fußpartien für die Vereinsmitglieder in die Umgebung von Idria. Der Verein hat auch eine Bibliothek gegründet, die heute 192 Bücher Zählt. — Wie aus dem Rechenschaftsberichte des Herrn Julius Novak zu ersehen ist, hatte der Verein 2905, X 17 1> Einkünfte, 2828 X 02 li Auslagen, woraus sich ein Kassarest von 82 X 15 I» ergibt. — Im Namen der Vereinsrcuisoren konstatierte Herr I. S el i a t, daß die Rechnungen und das Gebaren des Ausschusses in bester Ordnung gefunden worden sind, — Herr Noval gab hierauf einen tcchnifchen Bericht, aus dem hervorgeht, wie fleißig das Turnen geübt wurde. Hierauf ging die Wahl des Ausschusses vor sich. Gewählt wurden die Herren: Jan Gruden (Starosta), Dragotin Lapajne (dessen Stellvertreter), Dragotin Harwell, Franz K a r -önit. Julius Noval, Mijo Tratnil, Dragotin 5; pet, Joses Lapajne. Andreas Primoöiö (Ausschußmitglieder), Josef Kepctavec, Anton Ferjan-5 i ö und Johann Tula 5 (Stellvertreter). Hierauf wurde noch die Aenderung der Vereinsstaiulen akzeptiert. li,. — (S ä n ge r a be n d,) Die Vereine Dni. p^v^a s^'u»tvo und „Glasbena Matica" in Rudolfswert veranstalten übermorgen in den dortigen ^italnica-Lolalitäten einen Sängerabend mit Konzertnnmmern und Tanz. Beginn 8 Uhr, Eintrittsgcbühr 1 X per Perfon, Familienkarten 2 X, Studentenlarten 30 li. — (Vom Gottfcheer Kohlenbergwerke.) Die Trifailer Kohlenwerlsgesellschaft als Besitzerin des Braunkohlenbergbaues in Gotischee beabsichtigt die Kohlen-unb Materialfördcrung auf ihrer Bergwerlseisenbahn vcn der Verladerampe bis zu den beiden Förderschächten Barbara- und Iosefibaufeld mit Lokomotiven zu betreiben. Wie uns mitgeteilt wird, hat die Werlsleitung um die diesbezüglich erforderliche Bewilligung bereits angefucht. —u. — (Ueberfall.) Der Gastwirt Josef Tlavc aus Iauerburg wurde am 8. b. M. abends, als er von Sava nach Hause fuhr, von einem Burschen angehalten und mit einem Taschenmesser am linken Arme so schwer verletzt, daß er infolge Blutverlustes zeitweilig ohnmächtig wurde. Dem Genbarmerievosten Aßling gelang es nach einer 20stiindigen Verfolgung, den Täter in der Person des 20 Jahre alten Taglöhners Ialob Temlja aus Oberlaze zu eruieren und zu verhaften. —I. * (Verhaftung.) Der 19 Jahre alte Franz Slrabec aus Vrunndorf. Knecht bei der Handelsfirma I. Perdan am Kaiser Ioscfsplatzr. wurde verhaftet und dem Gerichte eingeliefert, weil er sich das Geld. das ihm von der Firma zum Verteilen an einzelne Abnehmer von Preßhefe übergeben wurde, angeeignet und für sich verbraucht hatte. " (Naufexz e ß.) Die Arbeiter Johann Kemerl lind Franz Kad^u», beide wohnhaft Kleine Schisfergasse, nnd Franz Laorin, wohnhaft Rö'inerstrahe. wurden am 12, d, nachts auf der Triesterstraße, unweit des Gasthauses „Pri Boben5lu", von zwei Burschen angefallen und durchgeprügelt. ' " (Tierquälcre i.) Der Fleischhaucrlehrling Jakob Klerjanec, Petersstraße, trieb gestern nachmittags einen Ochsen in die Schlllchthalle. Da der Ochs nicht weiter gehen wollte, stach ihn stlerjanec mit dem Messer in den Schenkel und brachte ihm eine 14 mn tiefe Wunde bei. Gegen den rohen Fleischhanerlehrling wurde die Anzeige erstattet und Wird die Strafamtshandlung eingeleitet werden. * (Mit dem Messer.) Am 12. d. M. wurde in Oberlaibach der 52 Jahre alte Arbeiter Johann Kiiöaj aus Stara Vas. Gemeinde ^ire, von einem gwissen Matiöiö, mit dem er in einem Stalle in Streit geriet, mit dem Messer am Körper und am Kopfe verleht. Kriöaj soll 21 Stich- und Schnittwunden erhalten haben. Er wurde in das hiesigeKranlcnhaus überführt, während Matiöiü demGerichte eingeliefert wurde. * (Nach Amerika.) Gestern nachts sind vom Südbahnhofe aus 161 Personen nach Amerika abgereist. Theater, Kunst und Literatur. - (DeutschcBühn c.) Maeterlincks „Monna Vanna", das bedeutsamste literarische Wert der jüngsten Zeit, das uns so überzeugend schildert, wie der tleinocnlcnde Mensch den Großdcntcnden zur Lüge zwingt, damit letzterer seine reine Ueberzeugung rette, ging gestern mit großem Erfolge in Szene und übte tiefen Eindruck, Die darstellenden Künstler haben in dem Stücke schwere Aufgaben zu lösen; ihre gestrigen anerkennenswerten Leistungen gaben ein schönes Zeugnis für ihr ernstes Streben und ihren Fleiß. Insbesondere fchuf Fräulein Müller, der Dichtung entsprechend, in Monna Vanna eine bedeutende Gestalt. Ein eingehender Bericht folgt morgen. — Das Theater war gut besucht. ^. " (Konzert Willy Vurmester.) Der Geigen-lünstler Herr Willy B u r m e st e r gab bei seinem zweiten Konzerte in Laibach, das vorgestern stattfand, neuerlich überzeugende Proben seiner hohen Künstlerschaft; wieder stand das zahlreiche Publikum im Banne einer ans Wunderbare streifenden, glänzenden Virtuosität aus dem Adel tiefer künstlerischer Empfindung, durch die erst alle technische Bravour im musitalischen Ideal aufgelöst wird. Er ist ein Künstler im wahren Sinne des Wortes, denn seine geradezu unbegrenzte Technik hat den geistvollen Musiker nicht verkümmern lassen, das beweist er in der Interpretation klassischer Meister. Burmester ist ein Sänger auf seinem Instrumente, und der Reichtum an Stärleschattlerungen und Tonnuancen ist vor allem das Verdienst seiner rechten Hand. die den Bogen führt. Allerdings fällt auch den Fingern der Linken ein sehr wichtiges Teil der Tonbildung zu. sie verschaffen den Passagen die scharfe Klarheit, sie bringen das süße Vibrato des Tones hervor, sie haben das Schleifen. Glissando zu besorgen, aber ihre Bemühungen werden doch erst erfolggekrönt dnrch die kunstvolle Arbeit des Vogens. Während man nun beim Klavierspieler den eigentlichen Tonbildungs-prozeß. die Anschlagslunsi. nicht bis zum letzten Punlt definieren kann. ist man beim Geiger förmlich im stände, den Ton entstehen zu sehen. Man kann infolgedessen die Vorzüge eines Geigers, was die Vogenführung anbelangt, geradezu beweisen, während über den Anschlag des Klavierspielers in letzter Instanz doch nur der individuelle Geschmack entscheidet. Vurmester gehört zu den langatmigen Geigern, an deren Spitze Joachim steht. Aus dem resultieren alle Vorzüge seiner Vogenführung. denn vermöge der Ruhe und Qelonomie des Bogens kann die Abschattierung des Tones kontrolliert werden. Nach dem Piano hin wird Vnrmestcrs Spiel kaum übertroffcn werden tonnen und auch sein Forte ist durchaus edel. denn nie erhält man den Eindruck, als ob sein Arm bleischwer auf dein Vogen läge. Daß Vurmestcr ei» berufener Interpret klassischer Musik ist, bewies er durch den stillvollen Vortrag der I^lni'-Sonatc von Beethoven. Während er den ersten Satz, der in seiner formalistischen Haltung weniger Eindruck ausübt, mit diskreter Zartheit hinzauberte, wirkte sein breit ausströmender, seclenvoller, aus der Tiefe schöpfender Gesangston. im herrlichen Adagio, ergreifend. Die Schönheit nnd den Wohlllang im Aufbau der Kantilene tonnten wir wieder in dem von Burmester schon im ersten Konzerte gespielten Air von Bach bewundern. Vor kurzem hatten wir Gelegenheit, diese tiefwirkende Komposition von einem Ecllovirtuoscn zu hören; fast könnte man sich bei Burmcster der Täuschung hingeben, den saftigen Gesangston eines Cello wieder zu vernehmen, wenn er in immer stärkerem Anschwellen, in langatmigen Bogen seine (?-Saite singen läßt. Mit entzückender, anmutiger Grazie fpielte der Künstler ein Menuett von Mozart, wunderbar ein Präludium von Bach. eine jener liebenswürdigen Werke des Altmeisters für Geige, denen auch ein modernes Publikum mit wohligem Behagen lauscht. In der geistvollen Faust-, Phantasie von Wieniawsti sind alle erdenklichen Schwierigkeiten des Viulinspieles in blendender, charakteristischer Weise verwertet. Die staunrnerregenbe Sicherheit, mit welcher Anrmcster die glänzendste Technil beherrscht, die sich hier und in, „Hercntanz" von Paganini zum Phänomenalen erweitert, ohne ihr eine ins Auge fallende Wichtigkeit aufzuprägen, ist das bezeichnende Merkmal feiner großen Künstlerschaft, Wir müßten jedoch bereits Gesagtes wiederholen, wollten wir nochmals in die EinzellMen der Vorzüge des großen Künstlers eingehen. Jede ist an und für sich bcwundernswert und i nübertrcfflich durch die Kühnheit, Reinheit nnd Sicherheit dei Ausführung. Die Zuhörer lauschten tatsächlich mit atem-bcllcmmender Aufmerksamkeit den Wunbern eines Virtuosen-tums, das selbst den größten Meistern zum Teile unüberwindliche Schwierigkeiten bereitete. Wie spielt Vurmcster dieses Flautato in süßem, weichem Gesänge, diese entzückenden langgezogenen Töne nach? Wer wagte diese Terzen- und Oltavens'lalen, diese Jagd mit drei- und vierstimmigen Akkorden, das hingeworfene Pizzilato. die Meisterschaft des Trillers, die Sprünge, das Stallato. die Reinheit und Gebundenheit des mehrstimmigen Spiels nachzuahmen, ae-schweige denn zu übertreffen? — Die Aufnahme des Künstlers konnte nicht glänzender, der Beifall nicht begeisterter sein, so daß sich der Künstler sogar zu drei Zugaben, „Spanische Tänze" von Sarasate und „Melodie" von Massenet lind die in jüngster Zeit unvermeidliche „Träumerei" von Schumann — wir hörten das allerdings wunderholdc Stück nun in drei einander folgenden Konzerten — veranlaßt sah, bic sämilich mit freudiger Anerkennung empfangen wurden. - An Herrn Mayer- M a h r hat .Herr Vurmester einen ebenbürtigen Klavierbegleiter. Die Vorzüge dieses trcffM Pianisten, seine zarte Unterordnung, sein Anschmiegen,-völliges Aufgeheii in den Solisten verdienen nicht min^ Bewunderung als des letzteren Leistungen. Als Solist ^ ihm natürlich die wenig dankbare Rolle zu, mit dem gewa^ gen Eindrucke der großen Künstlerschaft Burmesters inH Schranken zu treten. Gin Beweis von der Gediegenheit se>A eigenen Künstlerschaft, daß Herr Mayer-Mahr das Inters des Publikums durch den kräftigen, ernsten und charalterW schen Vortrag von Beethovens berühmten 82 Variationen A fesseln vermochte und in einer Polonaise von Liszt, die ^ geistreicher Verwendung des Klaviercffeltes strotzt, z^7 Herr Mayer-Mahr eine hochentwickelte Technil, Energie l>^ Kraft, die jedoch mit Manier im Kampfe lagen. Das PU^ tum spendete dem Künstler reichen Veifall und nötigte " zu einer Zugabc; er spielte ein nettes Stückchen uns l!i>b' tannter Herkunft; einem Gerüchte zufolge soll Herr Ma^' Mahr der Komponist desselben sein, es kann jedoch auch ^ anderer sich Urheber nennen, die Welt wird nichts verlieb wenn das Inkognito gewahrt bleibt. A' Ausweis über den Stand der Tierseuche«' in Krain fiir die Zeit vom 3. bis 10. Jänner »903. , Es herrscht: l der Nottauf bei Schweinen im Bezirke Littai in den^ mrindrn Schaln« (1 Geh.), St, Veit (1 Geh,); ., die Lchweinepest im Vezirle Gottschee in der Gemeinde iM (5 Gel».); im Ärzirke Krainburg in den Gemeinden St. Geol^ (1 Geh.), Predaßl (1 Geh.), Zirllach (1 Geh); a ch am 10. Jänner 1903. . Telegramme des lt. k. Telegrnphen.ßonespondenz'ZureauS' Die sächsische Hofaffärc Genf. 14. Jänner. Die Nachricht eines Wiener Vlc^ von einem Uebrreinlommen i» Vetreff der Ehescheidung b Kronprinzen und der Kronprinzessin von Sachsen und ^ sich die Kronprinzessin nach einem böhmischen Schlosse ^, rückziehen werbe, wird der schweizerischen Depesck>cnage^ von maßgebender Seite als Phantasiegebilde bezeichnet. ^! Verhandlnngen zwischen den Anwälten dcs Kronprinzen ^' der Kronprinzessin werden voraussichtlich heule beendet. Venezuela. Paris. 14. Jänner. ..Matin" meldet ans Cal<^' vom 13. d.: Die venezuelanische Regierung, die 2^ Millio^' Volivars braucht, berief alle hervorragenden Handelst auf die Präfeltur von Caracas, um diese Summe durch ^ sondere Besteuerung der reichsten Bürger zu erlangen- ^ In Euniana haben englische Vlockaoelrcuzer sämtlich? v^ zuclanischen Boote weggenommen und fortgeschafft. Caracas, 14, Jänner. 1100 Aufständische grO/ am 6, d. Cumana an, das durch 500 Mann Negi?llMß', trnppen verteidigt wurde. Nach siebenstünbigem' Geft^ zogen sich die Aufständischen unter Zurücklasfung von ^ Gefangenen, 800 Gewehren und 2900 Patronen zurück. Wi lle m st a ad, 14. Jänner. Trotz der Blockade >o>l für die Anfständifchcn täglich Munition aus Curasao f^ geschafft. Marokko. Tanger. 14. Jänner. (Mitteilung der Ageuce ^ vas.) Heute ist ein Eilbote aus Fez hier eingetroffen. ^ versichert, daß er beruhigende Nachrichten gebracht h^ Ueber die von ausländischen Blättern veröffentlichte W, dung, der Sultan wäre von den Aufständifchen geschla^ worden nnd hätte sich nach dem Westen zurückgezogen, ist ^ nichts bekannt. Wien, 14. Jänner. Gegenüber der Meldung der „Ae' liner Vollszcituug". daß llniversiiätsftrofessor Erhard ^ in seinem Buche „Der Katholizismus und das 20. Iahrt,^ dert" von der Kongregation des Index beanständeten Slc"' widerrufen und deren Austilgung versprochen habe. erl!^ das katholische Organ „Meichspost". in der Lage zu s^ diese Nachricht als in allen Teilen auf vollständig fals^ Informationen beruhend zu bezeichnen, Budapest, 14. Jänner. Die des Mordes und N"> be2 angeklagte Tischlersgattin Petro, welche den Age»'^ Erdet) ermordete, dessen Leichnam zerstückelte und in ein< Kinderwagen auf einen Vaugrund führte und die Leichen^' daselbst niederlegte, wurde von den Geschwornen des ^ bn'chens der in starker Aufregung vollführten vorsätzlich Tötung und des Diebstahles schuldig gesprochen und zu c>^ Gesamtstrafe von sechs Jahren Kerkers mit Einrechnunsi fünfmonatlichen Unterfuchungshaft und fünf Jahren 6? Verlust verurteilt. Berlin, 15. Jänner. Der Kronprinz ist gesi^ abends nach Petersburg abgereist. ^Lmbacher Zeitung Nr. II. 91 15. Männer 1M3 . Angelomuleue Fremde. ^ Hotel Elefant. Ä^,^ü!^?' und 11. Jänner. Gold.nann, Läwy. N°ll b'u Nl'^"'. 3'"' P°U"l' Grün. Dr^ler/ Vernel V^u^ ^ ^''^latt. Fr°.ill, Plan. Günsberger. Wein^ «ei end ' ^^," Slrel.na«, Reisender. Miölolcz. - Dula. Lain?. «^^"^' - Element, Reisender, Budapest -Ve?' N'°Ä"«^u'bruck. -Back. Selretiir der -Riunione.; ^N°r « m '^ l' ^'V' »ieiwber: Giberti. Privat. Trieft! hard Aw l ^m?Ä> .""' ^ "Ä""' Kfm.. Cilli. - Pr.Leon-nic° - Dew7t^ lll"' ''Sohn. Sebe- «slte.. K:e?tz K atL) ' '' ^""' ^°«' - Nadiiet, Vreyle, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Miltl. Luftdruck 736 0 mm. <. 2U.N. 757-7 -2-6 SO. mäßig Schnee 9 » Ab. 741-4 -4-7 SO. schwach bewöllt 151 7 U.F. ! 744-9! -4 8, SO. schwach , bewölkt ! 0'i, Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -3-4°, Normale: -2 6«. Verantwortlicher Rebalteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am 11. Jänner. Stanlo Temnilar, Student, 12 I., Rathausplah 3, ölymuzitiL t»acil»ri8. Am 12. Jänner. Maria Carli, Fabrilsarl eiterin, 40 I., Sparlassestraße 2. — Franz Swga, Arbeitcrssohn, b M., Tiiesterstrahe 26, Lro^eliiti» capillaris. Kurse an der Wiener Börse vom 14. Jänner 1903. ^« °e°, o^n Kurs«««« ____^" notierten Kuise verstehen sich in itionenwährüng, Die Notierung sämtlicher «lltie» und der «Tiuerscii Uose» »ersteht sich per Stiicl. ..st'«Wer '' ?^3 ' ^l54 5«lzü ü« B'^",^ndh'r.l2^^ ^^^7 ZSl°°l°schull.d,lim3,ich°. ^"t,y,llr»t.n.nAünlgr.lch. ,l"^. undzänd«. ^ p3 «?""''"fr.. 100 fl.. ^.ä«Izb..Ilr.^,l-,,^-S,^ S. ^ K«l.Lubw.^', ««I sl ^/ "» - 4z. ^ " <>> von »cx> n. . >l,»^. Gelb Ware Vo« Gtaate zur Zahlung »lernommen» G»stnb..Plior. vbllnatlone». Elisabethbahn LUV u. 80U0 M. EKsabethbahn, 400 u. «000 M. ^,^° -......... N9l»U IIW30 Franz Josef-«., «m, l««4 (diu. _,St.)Sllb.. 4°/»..... 3U8k lW8ü Val^lscht «ail «udwig «ah« (b,v St.) Ellb, 4«/» . . . l»g 7u ,u»'?!i «iorarlberger Nahn, «m, l8S4 (bw. st.) Hllb. 4°/« . . . oo?!,l<,0 7c> SlalltLschulH d,r Land« d,r ungarisch»« Kran«. 4«/, ung. Gllibrente p«r »asse . ,8 l^l »z. 4°/o Kto. «enle lu Kroncnwähr., ..Ntuerfrei. per basst ... S8 95 S8 ,h <"/» dto. btu. dto. per UKiini, , »» «z I>U <>5 Ung. 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Landc« H^ip, ung. «anl 40>,^HHi. lxrl, 4»/»......... l00 6« 1U1 SU bto. dto, zojühr, verl. 4°/, luo uo lUl «u Nparlafse, l,«ft.,«"I.,oerl.4"/<> 1004« l«l 40 ^istnbahN'Prlolltät»« Obligationen. Ferbinandz.Äorboahn Em. I88S l0l - 102-- Oesterr Hiordwtftbahn . . . »09 ?z ll« 7,^ OtaatSbahn....... -»4ü ün _>- Liidbahn il 3«/<,verz.Iänn.°Iull Ll>6 ^0 29ft 20 btu, l^ z°/, . . . . . l»l «5 ,x8 «5 Ung,-galiz. Bahn..... ^«« N<> i«u u» 4°/o Untertralner Vahnen . . »8 K0 «« - Kivtls» tos, (per Ntück). Vtrzinollche Lose. »0/, vodlülreblt^Lose sl. . —'— — - 5°/» Donau.Negul.'Lol« . - > 28ä — Lg? — Unverzinsliche iiose. Vubnp.basilica (Dombau) 5 fl. 18-40 20 4U «rebltlosr 10U sl...... 484 - 4«8 — lllaiy ^ole 4« sl. LM. - - - >«2'^ 182 — O!cucr i:u!e 4U sl..... 180'— 200 - Palül, L°lc 40 sl. LM. . . . l?« — i«!i - «otri,»neuz, Ocst. Ves.,v. 10ll. dd?b b«-?t> „ „ uua. „ „ 'ubols.liost 10 ll...... ?»'— 77-' i «Impose 40 sl......— —------- !».».-Genole.Lose 40 sl. . . . —'— — - Wiener «°mm,.Lose v. 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Jahresbericht. 2) Neuwahl des Vorstandes. 3) Allfälliges. lun« beEchTußFaliwdöß diese Hauptvenamm. ^ÄeSS lUnnähAg,Sein 8ollle> weil nicht ^BJKen V Dnttel der in La'bach an-fi^tum8Uher?KmitiUe?er ers"hienen ist, ^sammhZ ab?nd8 el>endaeine neuerliche ^ttwSlr1 derselben Tagesordnung der ÖnV \Rücksichl ttuf die Anz*h' «chieneßen beschlußfähig ist. (178) Uihach, den 16. Jänner 1903. ¦. . ....__ Der Vorstand. (5l85)3-3 im mrwega proglasj Andrej Keržiè I e la • ^v,*1"*^«-1844.v Ömarai hT" h novenibra «elelaS'UpSld'-17116^6 s« od |i,iMn 'at)Ustl1 domovino in «Utoto nii g asa niè ves o »iem Rlasitve post°PanJe v namen pro-Vsakdo p°8režanega za mrlvega. Uh ^krbniku gospodu Gregorju vanem U' kar bl vedel ° imeno- do !¦ januarja 1904. Andrej Keržiè se pozivlja, da se zglasi pri podpisanem sodišèu ali mu na drug naèin da na znanje, da še živi. Po 1. januarju 1904 razsodilo bo scdisee po zopetni proänji o progla-sitvi za mrtvega. C.kr. deželna aodnija v Ljubljani, odd. Ill, dne 22. decembra 1902. (174) C. 7/3, C. 9/3 1. 1. Oklic. Zoper 1.) Andreja Obreza iz Cirk-nice ter 2.) Lizo Marolt iz ülake, oziroma njune nepoznane dediöe in pravne naslednike, katerih bivaliäöe je neznano, sta se podali pri c. kr. okrajni sodniji v Cirknici po: ad 1.)' Francelu Majdiö iz Vira, ad 2.) An-! tonu Marolt iz Ulake ät. 1, oba za-stopana po c. kr. notarju Leopoldu Vehovar v Cirknici, tožbi zaradi ugo-tovitve plaèila in zastaranja hipo-tekarnih terjatev v znesku ad 1.) 400 K a prip., ad 2.) 257 gld. 50 kr. s prip. Na podstavi tožb odreja se narok za ustno sporno razpravo na dan 19. januarja 1903, ob pol 10 uri dopoldne, pri tej ßod-niji, v sobi st.). V obrambo pravic tožencev se po-stavlja za skrbnika gospod Matevž /avrsnik, posestnik v Cirknici, kateri bo zastopal taiste v lej pravni reèi na njüi nevarnost in stroške, dokle/ se isü sami ne zglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblasöence. C. kr. okrajna sodnija v Cirknici, odd. I, dne 9. januarja 1903. = Tbomasphosphatmehl. = Direkter Import awja-s Kunstdünger. Jeweilige Bestellungen werden sofort von unserem Lager in Triest effektuiert. ARA & VIZZICH-TRIEST. t. 337. " Prve dolonjske posojilnice registrirane zadruge 2 neomejenim poroštvom v Metliki sklièe Be s tern na 26. januarja 1903 ob 9. uri dopoludoe v obèinsko pisarno v Metliki 7. dostavkom, da, ako k temu obènemu zboru v smislu § 39. posojilti;ènih pravil dovolj povabljenih priälo ne bi, bode drugo obèno zhorovanjo dno 16. ft-bruarja I9O3 oIj isti uri in na istein kraju, ter da se bode ta dan o na dnevni red slavljenih predtnetib brez ozira na Stevilo navzoèib druätvenikov sklepalo. (176) 2—1 Dnevni «•«»«! k obènemu zboru je sledeèi: 1.) Nagovor ravnatolja. 2.) PoroÈilo blagajnika. 3.) Poroèilo nadzorstvenega odbora. 4) Potrjenje raènna z& leto 1902. 6.) Fredlog bilance za leto 1902. ... . • ^«„„1;««;/, nrnHni« 6.) Odobrenje kupa Metliäke graflfine v last po.oj.ln.ce in dovoljcnjc prodaje drugib lastnih zcmljiäc. 7.) Predlogi druätvenikov. Nadzorstvo Prve dolenjske posojilnice v Metliki dne 11. jannarja 1903. Nafelnik: Ant. Terfiek. Laibacker Neituna Nr. 11. 92 15. Jänner 1903. •^"¦^¦^¦¦^^^ r.ÄrtÄh Triester Kaiser-Kronen-Krystall-Od Y^ 1 ¦¦ 1 T " 1 L CSi*C5lm«rlÄ«it;» - Petroleum). (6013) 1O-J' I 1 Sl SV A /\ fa /\ *M A ¦ A I 1 /l ¦! I Vorzüge: Absolut weiße Flamme, beim Brennen geruchlos und unentzündbar. I IUU Vlllllllvlf-1 I Illll In Original-Kannen k 15 Kilo per Kilo 56 h, offen per Liter 48 h. - Einsatz für die Kanne" I III il klllllllllkllll lillllll rucht zu leisten Provinz-Aufträge erfolgen in Kisten k 2 Kannen franko Emballage. 1/liü ÜVUVUUtV JJlVlIt Niederlage für Krain: Michael Kastner in Laibach. VJBSJBJBJIaBaSMBjBJBJBJBJBjBJB^BMBMMBJBMB^B^BBBMBJBHBjBJB^BflBjBHgJBJB^BV ¦•* Beste und billigste Beleuchtung für Fabriken. 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