Nr. 171. Freitag am 28. Juli 1865. Dit „Laibache, Muna." «Ichlint. nü^ Ausnahme b« Sonn- und Feiertage, ttlglich, iu,d lostet sammt dm Veilayen im Comptoir ganzjiilirtg n st., halb-jährig 5 fl. 50 lr., mit Hreuzdand im Eomptoii «anzj. 12 st., halbj. 6 st. Fllr die Zustellung in's Haus sind halb!. b0 ft. mehr zn mtrlchten. Ml der Post partosrel ganzl., unter «rnizband und gr» druckte, Adresse 15 fi., halbj. 7 st. »0 kr. UnseNlonsgebühr ftlr ci:,t Gurmolid-Spaltenzei!, ober dm Naui^l d^selbrn, ifl sill Imuligc Einschale Mug 6 fr., fllr 2maligc 8 lr,, für Smul'ge l0 lr. u. s, w. Zu diesen Gebühren ist noch der InstrliouV - Stempe! per 30 fr, fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Inserate t>i« 10 Zeilen losten 1 st. 90 k. ittr 3 Mal, 1 fl. 40 lr. fttr 2 Mal und 90 tr. ftlr 1 Mal smit Inbezrifs des InsertionsftempelS). Telegramm. Der StliatMmistcr an das Lan-drsprülldinm in Lllilillch. HOicu, 27. Juli. Heute uul cilf Uhr Vormittags wurde die Session des NcichSralhcS durch Se. t. t. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Lndwig Bill or, als Stellvertreter Sr. l. f. apostolischen M^cstät, feierlich geschlossen. Die Schlußrede lautet: „Geehrte Mitglieder de6 Reichsrathes! Es ist mir der ehrenvolle Auftrag zu Theil geworden, Namens Sr. k. k. apostolischen Majestät die gegenwärtige Reichörathssession feierlichst zu schließen. Indem ich dieser Aufgabe nachkomme, begrüsie ich Sie, Erzherzoge, Prinzen deö kaiserl. Hauses, hochwürdigste, erlauchte und geehrte Herren von beiden Häu^ sern deö Reichsrathes. Vorab liegt mir ob, eine angenehme Pflicht zu erfüllen, indem ich für den patriotischen Eifer und die unermüd-liche Thätigkeit, welche sowohl in den Ausschüssen, als im Schooße beider Häuser bei den Verathungen so vieler wichtiger Gegenstände zu Tage getreten sind, die volle Anerkennung unseres allergnädigsten Herrn und Kaisers auszusprechen habe. Wohl erkennend den Einfluß, welchen die Belebung des Verkehrs und der Industrie auf die allgemeine Wohlfahrt hat, war ein großer Theil Ihrer Thätigkeit den Vera-th.ingen solcher Vorlagen gewidmet, welche die Beförderung der industriellen Thätigkeit im Zulande, die Ausmittlung des für dieselbe nothwendigen gesetzlichen Schutzes und die hilfreiche Unterstützung von Seite der Staatsgewalt für Unternehmen, die als die wirksamsten Förderungsmittel für industrielle und Naturproduktion, für Handel und Gewerbe anzusehen sind, zum Ziele haben. Die Gründe, welche Sie nach ciner sorgfältigen, kenntnisreichen Prüfung zur Annahme des neuen Zoll- und Handelsvertrages mit den deutschen Zoll-Handelsvereinsstaaten bewogen, haben auch den Entschluß Seiner Majestät bei der Unterzeichnung geleitet; wir dürfen uns der Hoffnung hingeben, daß bei ciner frischen un.) muthigen Spannung der industriellen Kraft und Intelligenz des Bandes und bei einer raschen, umsichtigen Benützung der durch den Vertrag eröffneten Vortheile dieses Werk wesentlich zur Vermehrung der Wohlfahrt des Reiches beitragen werde. Unter anerkennenswerthem, gegenseitigem Entgegenkommen beider Häuser sind mehrere zur Bestreitung der Bedürfnisse des Staats- haushaltes nothwendige Gesetze, namentlich das Finanzgesch für das Jahr 18U."», zu Stande gekommen. Volle Würdigung verdient das bei der eingehenden Berathung dieses Gesetzes zu Tage getretene Streben, in Verwendung der vorhandenen Mittel für Bedürfnisse des Staatshaushaltes eine bis zu jener Grenze gehende Sparsamkeit zu beobachten, welche, ohne die innere Kraft der Monarchie und deren Machtstellung nach Außen zu schwächen, nicht überschritten werden darf. Die Erhaltung des allgemeinen europäischen Friedens, welche von jeher die Aufgabe der kaiserlichen Regierung war, wird auch fortan der Gegenstand ihreo ernsten Bestrebens sein. In der schlcswig-holsteinischen Frage wird Se. Majestät, im Einvernehmen mit Ihrem erhabenen Bundesgenossen, dem König von Preußen, dieselbe einer Lösung entgegenzuführen trachten, wie sie den Interessen Gesammtdeutschlands und der Stel-lung .Oesterreichs im deutschen Bunde entspricht. Gewichtige Gründe, welche daS Ge-sammtinteresse der Monarchie berühren und eben deswegen in dem Schoße beider Häuser selbst patriotischen und beredten Ausdruck gefunden, rathen zur beschleunigten Einberufung der legalen Vertreter der Völker in den östlichen Theilen des Reiches und führen die Nothwendigkeit mit sich, von der Berathung des Finanzgesetzes für das Jahr I8i»u in dieser Session abzusehen. Durchlauchtigste, hochwürdigste, erlauchte, hochgeehrte Herren! Die Befriedigung, mit welcher der Gedanke bei den Erfolgen Ihres einsichtsvollen patriotischen Wirkens weilt, vermag doch das tief innige Streben nicht zu schwächen, cs möge cine gemeinsame Behandlung der allen Königreichen und Ländern gemeinschaftllchen Rechte, Pflichten und Interessen in naher Zukunft ein festes Band der Einigung.um alle Völker dieses Reiches schließen. Es wurzelt dieses Streben in dem Erkennen der Lebensbedingungen der Monarchie, es wurzelt in den edlen Gefühlen treuer Liebe und Anhänglichkeit an den Thron und das Gesammtvaterland. Wo eine Hofflwng auf so festem Grunde ruht, wird, was jetzt als heißer Wunsch einen kräftigen Ausdruck findet, mit der Hilfe Gottes wohl bald als gelungene That zur frohen Verkündung heranreifen!" Die PersammllMg brach am Schlüsse der Nebt in ein dreimaliges stürmisches Hoch auf Se. Maj.. stät auS. Zmlsichei Theil. 3e. t. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15». Juli d. I. dem Mi» nislerialrathe und Kauzlcidircltor im t. l. Justizministerium Iatob Reinlcin Ritter von Mnricnburg die Annahme und daö Tragen dcö ihm vom souve» rainen Johauuitcr-Orden verliehenen Donatlrcuzcs dieses Ordens allcrgnädigst zu bewilligen geruht. St. t. t. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 17. Juli d. I. auf Vorschlag der Gemeinden und der Provinzial'Kongregation, so wie der l. v. Zentral« Kongregation den Dr. Giro« lamo Nobilc Ste echini zum Dcputirtcn der Stadt Vassano bei der l. u. Zcutrnl'Kougregation allergnä« digst zu ernennen gernht. Zugleich haben Allerhöchstdieselben dem wegen Ablaufes der AmtSdaucr ausgetretenen Eavalicre Al« bcrlo Parolini für seine als Depulirlcr bei der l. v. Zcntlal'ilongrcgation geleisteten langjährigen und ersprießlichen Dienste die Allerhöchste Zufriedenheit auszudrücken geruht. Daö Ministerium deß Acußern hat einvcruehmlich mit jenem dcS Handels den bei dem l. t. Konsulate in Galatz fystcmisirteu Kanzlcrposlcn dem l, l. Vize-Klluzlcr Richard France Schi verliehen. Dc>- SlaatSmmistcr hat den Gymnasialsupplen« ten Prosper Boll a zum wiillichen Lehrer fill die lombardisch - venctianischen StaalSgymnasien ernannt. NichlaiMcher Theil. vaibach, 27. Juli. Die Schlußrede dcS Fürsten (iarlos AuerSperg in der letzten Sitzung dcS Herrenhauses findet gerech, lcrwcise die günstigste Beurtheilung. Die „O. D. P." schreibt: Nachdem Fürst Carlos NuerSpcrg in dem ersten Theile feiner Rede mit wirtlicher Absicht von dem „gemeinsamen Wohlc des weiten Kaiserreichs", vou „dem verfassungsmäßigen Zustandekommen dcS OudgctS" :c. gesprochen, benutzte er die Eiwähnimy der sicbtnbürgischcn Eisenbahn zu einer demonstrative»! hindculuna auf die liothwendiac Einheit in den nro» ßcn NcichSaügclrgcnheitcu: „Dem Grokfiii sleiithume Siebenbürgen und feinen Vertretern ist der lmlällndare Beweis gegeben, daß die Velbrudelllna im österrci» chischcn Patriotismus zu den großen StaatSzwrcken sofort dem Gedeihe» des eigenen ^andcSwohleS ;» Gute lommcu muß, weil dicfer Patriotismus leine Intcrcsscuschcidung leimt." Man wird jenseits der ^citha aus diesen Worten die Thatsache heraushöre», daß es uicht blos „Profcssoreu, Atwolaten und Ionr. ualislcn sind, welche in Oesterreich für die Februar« Verfassung daS Wort führen", soudcrn daß anch Man» ucr, welche den ersten Familien des Reiches augchö« reu, im Namen ciucr Versammlung, in welcher die Magnaten Oesterreichs erblichen Sitz und Stimme habcu, für die Aufrechterhaltung der Verfassung iu feierlicher Stunde ihre Stimme erheben! Ein weite» rcr Satz der gcuanutcn Ncde illustrirt diese Gcsm< mmg noch präziser, uud zwar nicht bloS nach dieser Seile, sondern auch nach Oben hin. „Es möge un, scrc Berechtigung (sagte Fürst Aucrspcrg am Schlüsse) dem gemeinsamen Wohlc dcS wcitcru Kaiserreichs daS Wort zu sprechen, ebenso wirksam fortleben" als die treuen Gefühle gegen den Kaiser. Der Präsident des Herrenhauses hat demnach in der Rede die Idee der Ncichsciuhcil und die 5off« nung auf den unverlmmmrtcn Fortbestand der bishc. O54 rigcu lonstilnlionellcn Jostilulionen entschieden betont; er sprach dabci scinc innerste Ueberzeugung aus und auch das Haus stimmte dem Fürstell duich lanlcn Zuruf bei. Dicse Haltimg unseres Herrenhauses gibt von dessen verfassungsmäßiger Gesinnung erfreuliches Zeugniß und bcstärlt uns mit Recht in der Hoffnung, daß anch das neue Ministerium nur ans konstitutio« nellcn Wegen wandeln werde. — Auch die „Presse" erhebt ihre Stimme für die NeichScinhcit und für die Nolhwcudiglcil der Behand-lung gcmcinsamcr Angelegenheiten durch eine Reichs-Vertretung iZentralparlament). S« schreibt - Ein Prinzip gibtcS. das festgehalten werden muß: das Prinzip der konstitutionellen Behandlung der Reichs« Angelegenheiten. Was Baron EotuöS neuerlich gegen die Idee eines Zcnlraler Ministerbank: McnSdorff, Schmerling, Mecs^ry. Lasser, Plcncr, Hcin, Scllionschef Kalch-berg, FML. Schiller (Kriegsminister- Tlellvertreltl), Mlnisterialralh Gobbi (Finanzministerium),Ministerial-rath Schmidt (Handelsministerium). Nach Vorlesung des Protokolls steNt Kardinal Rauscher, als Obmann dcr PclitionSlommission. den Antrag, das hohe Haus wolle beschließen, die noch nicht erledigten Petitionen seien den betreffenden Ministerien zur Kcnntnißnahme und allfülligen Per« fügnng zu übermitteln. (Angenommen) Fürst Iablonowski rcferirt in Folge dcS gestrigen Beschlusses über daS Gesetz, betreffend die ürmüßissung dcr Branntweinsteuer. — Er beantragt.-1. Das Gesetz in der vom Adgeordnetcnhause be» schlosscnen Fassung anzunehmen, 2. tie Regierung aber zu ersuchen, in Betracht der Unzulänglichkeit der Hcrabminderung dcr Steuer von 6 auf 5) kr., bei der Erzeugung eine weitere supplcmentarischc Erleichterung im geeigneten Wegc eintreten zu lassen, Präsident eröffnet die Debatte über dcn ersten Antrag. Fürst Salm unterstützt den Antrag. Der Be« richtcrstalter habe wohl darauf hingewiesen, daß das Oesetz Lücken habe, aber etwaS sei besser als nichts, man müsse wenigstens die Herabsetzung der Steuer von 6 auf 5> kr. retten. Diese Herabsetzung betrage circa 16 pEt., welche bei der gedrückten Lage der Industrie jcdeufalls annehmbar ist. DaS Gesetz wird hierauf in zweiter und dritter Lesung angenommen. Präsident eröffnet die Debatte über den zweiten Antrag. Fürst Salm unterstützt denselben. Er sieht tn demselben nicht nur eine Erleichterung für den Indu« ftriellen, sondern auch einen Vortheil für den Staats-schah durch Hebung und Vermehrung der Pro« bullion. Auch diescr Antrag wird hierauf angenommen. Graf Wickenburg trügt hierauf den Bericht der Kommission über das Gesetz, betreffend die Bahn von Prag über Rakonitz nach Eger vor. Die Kommission stellt den Antrag, den Gesetz, entwurf in dcr vom Abgeotdnctenhause beschlossenen Fassung anzunehmen. DaS Gesctz wird ohne Debatte «u kioc angenommen und in dritter Lesung endgiltig zum Ve« schluh erhoben. Graf Nickenburg referirt auch über da« Gesetz, betreffend die Bahn von Natschitz über Saah und Kommotan an die bömisch - füchsische Grenze bei Oeipert. Die Koiumissian beantragt auch hier die unveränderte Annahme des vom Abgeordnetenhaus beschlos-scnen Gesetzentwurfes, welcher Antrag angenommen und daS Gesetz in dritter Lesung zum Beschluß er. hoben wird. Die Tagesordnung ist erschöpft. Präsident ersucht daS hohe Haus, die Veri> filatorcn zur Anerkennung der Richtigkeit des Prolo-lollS zu bevollmächtigen (angenommen), ferner spricht der Präsident den beiden Schriftführern die Bestie» bigung über ihre entsprechende Verwendung ans. (DaS HauS erhebt slch zum Zeichen der Zustimmung und bleibt wahrend dcr Rede des Präsidenten er» hoben.) (Schluß folgt.» Oesterreich. Wien, 24. Juli. Die „Italic" Hal vor Kurzem die Nachricht veröffentlicht, daß Sc. Heiligkeit den Bcschluß gefaßt habe, ein ökumenisches Konzil zn berufen. Wir huren, daß die Nachricht dcS italieuischcn Blattes begründet sei. Sc. Helligleit hat wirklich deu Bcschluß gefaßt, ein allgemeines Konzil zn berufen. Dasselbe wird jedoch nicht am 15. September 1866, sondern erst im Jahre 1^67 zusammentreten. Man versichert, daß dic ttirchcufürstcn schon binnen Kurze::: übcr die Fragen in Kenntniß gesetzt werden sollen, welche die von dem h. Vater berufene Pcrsammluug zu erörtern haben wird. Diese Fragen werden ausschließlich das kanonische Recht und die Kircheudisziplin behandeln. trieft, 26. Inli. Die Konmlilsion, welche sich auS Aulaß der Inangriffnahme dcr Hafcnvcrbesscrung mit dcr Berathung über den zu erbauenden, dem Veitchi entsprechenden Bahnhof befassen soll, wird am 16. August hicr zusnmmcnlrclcn. — 26. Juli. Die Cholera ist in Alefandricu erloschen. Assrau», 24. Juli. „Domobran" erfährt aus verläßlicher Quelle, daß die Südbahngesellschaft selbst nun an dcn Ausbau der Linie Agram-Fiume denke. „Domobran" erklärt, nicht unterrichtet zn sein, ob der Landtag neuerdings verschoben werden werde. Einer Korrespondenz des „Domobran" zufolge wurde Fiumc durch das Gerücht allarrnirl, daß die Marine-Alademie in Trieft und nicht in Fiume wie. der errichtet werden solle, und wurde dic Verwendung der Hofkanzlci dagegen in Anspruch genommen. «Pest, 24. Juli. ..Politilai Hetilap" verwahrt sich dagegen, daß nur ditscs Blatt allein, indem cS für die Freiheit Ungarns kämpft, dic Machlstellung der Monarchie und die Freiheit der Völker Oester» reichS nicht anßcr Augen lasse. Ebenso denke die ganze Partei in Ungarn, welche die Zukunft ihre« Vaterlandes durch die Begründung und Entwicklung der konstitutionellen Freiheit zu sichern strebt. Dabei aber wendet sich Herr Baron ltöloos, der Veifasser beS angezogenen Artikels, gcgen die Idee eincS Zentral« Parlaments und sagt im Wesentlichen: „Es läßt sich schwer läugnen, daß die Monarchie ohne gemeinsame Erledigung gewisser Angelegenheiten ihre Machtstellung nicht aufrecht erhalten kann und daß unserer lonslilu. tionellcn Freiheit ihre wichtigsten Garantien entzogen wären, falls jene Angelegenheiten durch die absolute Gewalt des Monarchen entschieden würden. Ebenso »»'zweifelhaft ist eS anch. daß bei einem gemcinschaft. lichen Parlament die Selbslsländigleit Ungarns un> möglich ist und daß eine solche Institution früher oder später, immerhin aber sicher, die Verschmelzulig unseres Baterlande« nach sich ziehen würde. Diese beiden Behauptungen, welche von Denen, die sich an diescr wichtigen Diskussion bethciligen, gegeueinandei vorgebracht werden, find gleich richtig, gleich unläug-bar; aber ebenso unlängbar ist eS nach unserer An» sichl. daß die gemeinschaftliche Behandlung einzelner, prüzis definirter Gegenstände noch kein gemeinsames Parlament ist und daß die<5)tf.ihren, welche sich für die Scldftsländigfcit unsere« Vaterlandes aus einem gemeinsamen Parlamente oder auS dem Bestände des Reichsralhes ergeben, dann nicht auftauchen. wenn über AlleS, was vermöge unserer durch die pragmatische Sanktion übernommenen Pflichten zwischen unS und der Monarchie gemeinsam geworden (im Sinne der von dcr „Debatte" gebrachten Artikel), durch von dcr ungarischen und österreichischen legislative zu die« sem Zwecke entsendete Bevollmächtigte verhandelt, ja — wenn die Nothwendigkeit cS erheischt — beschlossen wird. Und wer sieht nicht ein. daß, wenn diese unsere Ansicht richtig ist, alsdann daS ganze Rai-fonuement, als wäre die verfassungsmäßige Lösung der zwischen unS obschwedcnden Fragen darum unmöglich, weil Ungarn einstimmig sich gegen ein ge-meinsame« Parlament erlläit und die Anklage, als stünden unsere Forderungen im Widersprnch mit der Machtstellung der Monarchie und mit der konstitutionellen Freiheit dcr Voller Oesterreichs, ill fich zu« sammeufäUt. Kaun Jemand die« lüugntn? Wir haben cS oftmals erfahren, daß Viele ill Oesterreich souderbaic Begriffe vom Parlament habe,'. Wenn sie eine Körpeischaft sehen, die ndcr die öffentlichen Angelegenheiten öffentlich dcbatliil, übcr die StaatSauSgabcn fpricht, dic Minister intcrucllirt, so ist dies nach ihrer Ansicht ein Parlament, und sie würden so vielleicht auch jene Versammlung nennen, in wclchcr die Bevollmächtigten dcr ungarischcn und österreichischen Vcgislalive über die ihrer Eulschcioung anheimgegebenen gemeinsamen Angclrgcnhcilcn dcr Monarchic berathen. Wer abcr über den Gegenstand ernstlich gedacht hat. weiß es, daß das, was eine berathende Körperschaft zum Pcnlamtlil macht, nicht in gewissen Formen, die sie bei ihren Bcralhuugcn ciuhült, bcsteht, sondern in jcncr geschgcbcrischcn Machlfüllc, welche die Nation in die Hand ihrer Vertreter legt, und die darum außer dcm Sanktions» rechte dcS Monarchen leine anderen Grenzen hat, als welche die Körperschaft sich selber setzt. Wer das weiß, dcr wird in jenem Falle, wo die Gesetzgebungen zweier, durch die Identität des Monarchen und durch gemeinsame Intciesscn und Pflichten geeinigter, sonst abcr sellistsländiger Vliüder jede au« ihrer eigenen Mille eine gewisse Anzahl Abgeordneter wühlen, welche über voraus bestimmte und gcnnu begrenzte Fragen gemeinsam zu berathen oder, wenn cS nöthig, zu beschließen haben -- nnr eine Delegation sehen, deren HrciS ein engerer oder weiterer scin kaun, die auf mehr oder weniger wichtige Gegenstände ihren Einfluß ausdehnen lalln, die abcr darnm tcin Paila» ment ist, weil eine solche Versammlung niemals die legislative Gewalt dcr Nation repräsenlirt, sondern innerhalb des ihr genau vorgeschriebenen Wirkungskreises als dcr Bevollmächtigte dcr legislativen dcr bciden Theile dcr Monarchie auftritt. Hleusatz, 2l. Juli. Vergangenen Sonntag haben um II Uhr Nachts 5 Räuber aus Fclduarac das Kloster Kovilj überfallen, die Thore auogcliol'ln >md dem Archimcmdritcn unter Beibringung lwu argen, jedoch nicht ltbcnsgcfährllchcn Verletzungen am Kopse den Bctrag von 11 blitation des llirslilintü dcr angestellten Uutersuchuugcn von keiner Scltc cl>va vollen Gedränges von Neugierigen. Graf Kouigscgg stellte ihr vorerst den Grafen Walewsli vor, dann den Fürsten Thurn uud Taxis, den Grafen v. d. Goltz, preußischen Gesandten in Paris, den Baron Bonnemaun, mctlcnburgischen Gesandten iu Paris, uud andere Notabilitäten. Die Gräfin KönigSegg stellte dcr Kaiserin vorerst die Gräfinnen WalcwSta und Labudoy^re uor, deren Toiletten miltclst allge» meinen Stinnurechlö deu erstcn Preis davontrugen. Bei der Vorstellung lountc es an „Beobachtern" nicht fehlen. Sie standen mit der Uhr ill der Hand auf ihrcu Poslcu uud meldeten nach Paris: die Kaiserin Elisabeth hat sich mit dem Grafen Walewöli gcnan eine Viertelstunde, mit dem Grafen v. d. Goltz gcnan cinc Minute untcrhallcn. Die „Beobachter" signali-sircu diesen Zcitnntcrschicd alö ein politisches Ercigniß und sie wnrdcll ein Ohr dafür gcbu,, wenn sic mcl> den tonnten, was die Kaiserin dem Grafen Walcwsli gesagt, dem Grafen v. d. Goltz nicht gesagt hat. — Die französischen Journale legen dcn Vorgängen in Köln cinc ziemlich ernste Bedculuug bei, wenn sie sich auch über die Tragweite uud die Ziel» pimltc dcr Bewegung ganz eigenthümliche Vorstellungen machen. So schreibt dcr „Aueuir national": „Die Gemüther siud sehr gcrcizt uud der Konftill zwischcu Polizei und Gericht hat dic Aufregung noch vermehrt. Herr v. Bismarck sollte wissen, daß das Verbieten dcr Bankette Unglück bringt, Es wäre doch gar eigenthümlich, wenn unö Prcußcu selber dic Rhciuprovmzcu in die Arme jagte!" — Dcr französisch.spuuischc Handelsucitrag soll noch in dicscm Munale, u,id zwar iu Madrid, rati» sizirt werden. Bukarest, 25. Juli. Alle ans Konstanlinopcl kommenden Reisenden müssen in Giurgcvo Qnaran-lainc halten. Nach dcn neuesten Mitlhcilnngcu aus Mexiko (über Havanna) hat Gcucral de Castagnl) an der Spitze ciucö schwachen DrtachcmcntS ein starkes juari« stischcS KorftS bci la Passiou geschlagen. — Marschall Bazainc hat am 25. Inui scinc Hochzeit mit großem Pomp gefeiert. Dcr Kaiser und die Kaisciin wohnten derselben bci. — Geucral wicjia hat au dcn amcri« lanischcn General Brown wegen des kürzlichcn Vorfalls am Rio Grande gcschricbcn. (Ein amerikanischer Posten soll auf zwci französische Offiziere geschossen haben.) General Brown hat erwiedert, er habe ciue strenge llntersnchnng angeordnet nud werde jede Vcr-letzuug der Neutralität auf das Schärfste ahnden. Lokal- nn> ProvWal-Nachrichten. «aibach, 28. Juli. Heute Nachmittag um fünf Uhr findet eine Sitzung des Gemeinde: athcs Statt. Auf dcr Tages» ordmina stehen: Mittheilungen des Vorsitzenden und Interpellationen; Vorlrag dcr III. Sektion, die Brückenmanlh au dcr Karlstädter Linie betreffend; Vortrage der IV. Sclliou: n) über dcu Antrag des Wenzel Knbclla, dic Errichtung cincö ThcilcS dcr Qucnmaucr betreffend, !,) wegen weiterer Bewilligung dcS technischen Diurnistcn; Vottiag der VII. Scllion, betreffend die Rcchnuug dcr Obcrrcalschul. Direktion pro l 864^5. Geheime Sitz u n g -. Aufnahmen ill den Gcmcindc Verband und Vcrlcihnng dcS Bürger» rechtes. Hicianf folgt cine vertrauliche Besprcchuug dcr Gemciudcrathe, betreffend dic El höhuug dcr Ein. nahmen der Stadt ^aibach. - Künftige» Souutag 9 Uhr tommt iu dcr hiesiacu St. Jakobslirchc eiue Figuralmessc von Frau ^ Anna Pcßiat unter Mlwirkuug vou Mitgliedern ^ der ^iwvni^ll zur Ausführung. ^ Am 30. d. M. Nachmillag 5 Uhr wird bcu Mügliedcru dcS „Laibachcr Turnvereins" dic inzwi'^ chen auS Wien eingelangte prachtvolle Fahne durch den Sprechwart übergeben werden, zu welchem Ende sich die Mitglieder am Sommerlurnplatze versam-meln, um fodann mit ihrem Gauner nach einem lurzen Marsche zum „grüucu Berge" zu ziehen und dort eine Nachfeier des fatlifch bereits abgehaltene» FahuenfcsteS zu begehen. — Die bcrcitS früher wegtu DicbstahlS abge-strafte dienstlose Magd Mariana s. auS St. Veit eutwendete gestern im ^adeu des Krümers Orcschct ein Stück Baumwollenstoff im Werthe von 33 fl. 20 lr., wurde aber alobald angehalten und dem Strafgerichte übergeben. — Dcr vom UntcrsuchungSgerichlc Marburg wegen Veruntreuung verfolgte Bildcrhandler Aulon E. von Srcdnig, im Bczirlc Eauale, wurde sammt dcn veruntreuten Effekten hier angehalten. f Adelsberg, 25. Juli. Das Ungewittcr, welches am 22. d. M. Nachmittags über die Poil zog, hatte zwei Unglücksfülle zur Folgt. In einem Wächter. Haufe zwischen ÄdclSberg und Prestrauel wurde am Fenster ciu neunjähriger Knabe durch die Wirluug dcS auf dcr nicht gesperrten Tclegrapheulcitung ein« fahrenden elektrischen Strahles gctodlel, während die andern inuerhalb bcfiüdlichcu Pcrfouen nur bcläubl wurden. Weiterhin wurden iu der Adclsbcrgcr Wal-duug bei eiucr daselbst weidenden Heerde ein Ochs uud eiue Kuh gelödlet. Heute wurde auf der Straße von hier gegen Präwald ein Fuhrlnecht von einem mit Baumstämmen beladeuen Wagen erdrückt und furchtbar verstümmelt. — Am 26. d.M. geriethen in Graz die Kleider eincS Mädchens auf dem Wege durch die Seufzerallee plötzlich in Brand. Das Mädchen flüchtete sich in dcn Baron Berg'schcn Garlcn, woselbst cS. bcrcils von oben bis nnlcn in hellen Flamme» stehend, vou dcr Frau des Garlncrs iu eiuc Wassertufc gestellt uud dcr Brand gclöscht wurde. Die Arme war aber bereits so sehr am Körper verbrannt, daß sie in daS städtische Krankenhaus gebracht werden mnßte. Die Verletzungen sollcu lebensgefährlich fein. Die Ursache dieses Uuglückcs dürfte nach der Ausicht der Vcrun. glücktcu ein Tabakraucher sei», dcr lurz vorher au ihr vorübergegangen. — Beim Fahnenzuge der Sänger in Dresden, der sich am 22. Abends vom NalhhauSplatze in die unterhalb des WaldschlößchcnS an dcr Elbe gelegene Festhalte bewegte, schrilt daS Banner des Grazer Mann ergcsaugvere ineS, welches dermalen als steierisches Vundesbanner figurirt. als erste« voraus. Bci dcr hierauf iu der Festhallt stattgefuu. deuc» Vcgrüßuua dcr Sänger übergab Herr Wastiau, Inacniellr a»S Gr,,z, eilict, prachtvollen nnd volllom» lnci, f.isch erhalle.,-,, Si.a.lß von Lllfte»,ose,, l,„l> Odclwc.ß als Gr.,ß a„s der Stciermark und sprach hlebe« cinlge passende Verse. Dic Festgabe wurde mit Jubtl aufgenommen. Witner VachnchltN. Wien. 27. Juli. Sc. Majestät der Kaiser haben den zu Deutsch. Kreutz, im Ococnburger Konntale, durch Feuer Ver< unglücktcn cinc Unterstützung von vierhundert Gulden zu bewillige,, geruht uud diescu Betrag dem nnga« rischen Hoflanzlcr zur VcrlhcilungSoeranlassung zu-mittcln lassen. — Die „Zcllcr Ztg." bringt die Nachricht, daß dcr Kaiser von Oesterreich dem Zenlralcomit«; telegra-phisch cincn herzlichen Gruß zugesandt hat, mit wcl. chcm er daS nächste NundcSfcst in seiner Hauptstadt willkommen heißt. -l"ch der Magistrat von Wien hat bereits eil, freundliches Einladuugsschreiben an den Bundesvorstand aclangm lassen. — Die ScltionSchtfS dcS Finanzministeriums Garoi, Hock und Rofcnscld sollcu um Pensionirung eingeschritten sein. — Das Finauzgcsctz für 1865 erhielt vorgestern die Sanktion dcr Krone uud soll bereits morgen im Ncichsgcsetzblatt erschemm. — Die noch z» ernennenden 18 Obergcspäne bclrcffend, schreibt man aus Pest, daß der Vorschlag dcs früheren Hoflanzlcrs Grafen Autou Zichy gciuz« lich verworfen wurde. <-s ist dagegen beschlossen worden, die Erbobcrgcspännc m ihre vollen Rechte uud Würden wieder einzüsetz"'. Vermischte Nachrichten. Oesterreich zählte im Jahre 1363 im Gan-zeu 3230 Brauereien, darunter l,59 Etablissement«, welche 5000 bis 10.000 fl.. „„d 173 Brauereien, 'welche über 10.000 st- (darunter einige selbst über ^ 300 000 fl) VerzchruugSsteucr entrichteten. — Vor zwci Jahren schoß in Frankfurt ein deutscher Schütze nach der Festscheibc ..Deutschland", hatlc aber daS Mißgeschick, dic Scheibe gar nicht zu treffen. Hinter ihm stand ein Tiroler. „Brüder!", sagte derselbe, iudcm cr seinem deutschen Kameraden auf die Schulter klopfte, „das Vaterland muß grö» ßcr fein!" Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Nerlin, 25. Juli, Abends. (Verspätet eilig«, langt.) Dcr „Staatsanzeiger" erklärt die von mehrere» Zeitungen gebrachte Nachricht, daß der Königin von Seiten des Kaisers Napoleon eine Einladung zu einem Gesuche in Biarritz zugegangen sei, für erfunden. Die Nachricht mehrerer Blätter über die morgige Abreise der Königin ist verfrüht. Alton«, 25>. Juli. Der Redakteur der „Tchles-wig. holsteinischen Ztg.", Hcrr May , wurde heute Früh auf Befehl dcS Generalkommando'S durch eine preußische Eskorte unter Mitnahme sämmtlicher Papiere verhaftet uud mit dem Frühzuge der Kieler Eisenbahn nordwärts abgeführt. Die Zeitung er« scheint unverändert fort. PariS, 26. Juli. Der „Monitenr" meldet die Erucunung des Deputirten Corla zum Senator. London, 25. Juli. Der ..Grcat.Eastern", «0 Seemeilen von dcr Küste entfernt, telegraphist nach Palenlia über einen IsolirungSfehler, welcher wahr« fcheinlich nahe der VerpftcchtungSstellc vorhanden sei. Dampfer „Caroline" führt zu der als leicht und fchnell aussührbar geschilderten Reparatur. Im Ucbrigcn blieb das Kabel im vollkommensten Zustande. Sig« nale deutlich. London. 25. Juli. (N. Fr. Pr.) Wic die neuesten Berichte aus New-Aorl melden, wird Johnson in einer Privat-Informatiou an die diplomatic fchcn Vertreter dcr Union gegen dic französisch-belgische österreichische Occupation Mexikos protcstiren und die Aufrechterhaltung der Monroe«Doltrin betonen. Valentin, 25. Juli, Nachmittags. Die Isoli-rungSmängcl dcS atlautischcn Kabels ninrdeu vorge-funden und ist denselben abgeholfen. DaS Kabel ist iu bester Verfassung. Ergebniß der Sammlungen für das zn errichtende Kinderspital. (Veröffentlicht dutch das lonslitmtte vrov. Dnm-N!____ Bernard....... I __ ^. __ Herr Michael Umnigg . ' . -^. 50 -_ .__ Herr Josef Pulre..... I — _____ Frau Maria Sagorz . . . 150_____ Herr von Goldeustciu . . I — .— .» Ungenannt....... __ i()_____ Ein Greisler....... __ io __ __ Herrn Hauptmann v. Freu nd . l —_____ Herr Gregor Sanet. . . . 5— _____ Frau Maria Thomih... I— i — Frau Maria Kosjet . . . . 3 — --------- Frau Wilhelminc Drizhal . I—-------- Herr Ferdinand Kralic . . . — 60------------- Frau Henrietle Rizzi ... I—------------- Ungenannt....... l —----------- Frau Theresc v. Raav... 2—----------- Hcrr Kiesew-tler . . . . 1— ----------- Herr Eduard Puppo . . . . I —----------- Uugenaunt....... 1 —_______ Frau Vaurath Schaum bürg. 3— 2 __ Frau Maria Pagon - . . 2 — ----------- Frau Nloisia Orel .... 2 —______ Herr Franz Schuft erschitsch 3—-------- Frau Theresia Pauli<^ in Summa 61 60 4 — Summa des letzten AuSweiseS . 364 l 59 28!> 20 und 6 Silberlhaler,_______________ Hauptsumme 3703 19 293 20 uud 6 Silberthaltr, ii vollständige Vettel», 1 Kiubesbetlchcn, 2 Polster l Matratze, Roßhaare für eine Malratzl und 2 Strohsücke. (ssorljltzuna solgt.) Verantwortlicher Redakteur.- Issna, v. Klcinmayr. Druck und Verlag von ' <1»^tt Telegraphische Esstkte.l- mil» ^.lechsel ^nrl< , an dcr l. k. öffentlichen Börse in Nien. 7.'/, Mttalliqnes <^'.2,', l"»'.0-cv Anleihe <.»s» l'5> ''". Siat..»nleh. 7^.45 NUber . . W?,t - Laudoi! . UN.- iilf» . 175»,7" «. l. Mutate» 7».^ Frcmden - Hn^eige ?c>,n 2»'». ^u!!. Ttavt Wlen. Di, Heri,,! : von V'^^ts. l l, Ol'f"i, ?!>« P>:>«, — Ulbrich. K.nlsmann. von ^l<- chsül'tl-.i, — (5l's,l!lch. '»'omrl'lsidcr, l'on L»! ^il^i,e>. H.n>dl,m.^-Xnd,,l. ans Aöln:l5N. U<«l«fcl>,c« nnd ill.nt. N'^nisch E,!«r^I ,^l.ul Hi^ffll von Tli,st. Elephant. Tic H,rrlN : N,i?es>v »nd Zil^cl. K.l,lfl.l»t,. nvd 2lttlMlin,s, Hjovi<. i^^7- F<>n> Waiiu^'. Lru?,)te. von ?llissnl,rfer, '. f. Haiiptü'^nu. «cn ^tlo»H (1497-2) Nr. I447. Erilluclttll^ an ren Inked Kas!l".'ip. linbefa, llten ^lns siltl'y lllll'tsalmtc«! Änfcntl'altes. »lid seiocn unbekalxlen Rechtsnachfolgern l'i.rilll! lrinuerl: tfs babe Andreas OgrinzvonO^rin^b, wider eisselden die Kla^e ans Ve»jal»r!» >l"d Orloschencrllarung ocr Say^oü pr 40 fl, 2<^ kr. <'. ^. c. >ul» l'l'l'o. '.' M.' l^65. Z. 1447. hiefamt« eil!g,»,<,ch, wcnudel zlll sllmnmnschen Verhalillllüs, dl« Ta^whunq auf rc» flüd li Uhr. mil dciu 'Allban^e res H. l^ c>er all'ld. Entschließung vom 18. l^s« lober l>!45 a.i^ec>7r>,et. lind den Ossl,?^ ltl» wegen ,hreS lindekaiuNell Allfei'lb.illsc' Iovan» Illienz voi» GloßlasHiß al^ l'u r»l»>l lul :nlun> ails i^re Olfabr m>? Kcstsli l'estellt N'llloe. Ttssf" werden rieselben zu l«sm Ends vllilHndiqet, r^ß sse al^nf.ilis;u rechl,r Zeil selbst ^.« »ijchein,!,. eder slck smei' olirsr" S.'chlVifl ^l ma«,1.'lll h^i's». willigen'? kiese Rsil'lssiiche mit l»cm alif^estelNeü Kuralor uctd.inrelt werren wire. z<. l. Pti!rl^mt Gl?ßlc,sch H als G,-ll.1:t. am .',. (1499-^)' Nr. 857. Griullcrultg an Maria >'l,val<, l,'crch:e l'«^!I'!'!'.,-. und lbr, aUiälli^s'.l Nschlsliach^lgll, sämmtlich lllll'tk^nluten ^«lseludalteö. Von ?lM l. t. Vc^irlsamle E.,.^, a!-? Oelilbt. wiro drr M.iria >,»vz,!^ l)sl sl„Iiä)te!l l':,>l'l'2,', uiw iliieii alls^lli^en Nschtsn.'chfol^lN. sämmtlich lüll'rl.uuilcn ?l»s,nll'alle<'. liiern,,! ennnlrt- Os l.'al»e K.'spcr l'i,>l!' Urd. pl.nii. 17. März I^iiiV Z 857. l'ieramts eingebracht. worl'lbcr z»r mündlichen Vechanrllmg lie Tag' saßnng auf dc» 21. Oktober 1805. frül) 9 Uln. nut ecm Äichan^e res §. ^^ a. G. O. anq> ordnet, lint) len Ge. klagten »regen il'rcs unbclonnlen «uf. enll^ltls Nutoi, l'l-, nx,- u^>, K.rün:, «i^ c,lsi,l,)s »6 l,clu!« ans ihre Gefahr uur Kostsn bcsscllt words. DesslN wcrscn dicsclbcii zu den, E>,lc vtrNandigel. daß sie allenfalls i» rechter Ze,t jsldst ,„ e,scheinen, oder slch eii.cn aud,xtn Sachwalter zu bestsl^en nut) anber „ambaft zn machen h.^'en. lridri« qens kilse Rechlssache mit dem aufge stlUlen Htlil^tov v)srhandelt werden wild. .ss, k,'Vlzileeamt E^g. als Gericht am 17. März I865. (1504-1) Nr. 478^. Grelutive Fcilbictung. Von dem s. s. Pczirk^amle Gollsch.s, als Ocricht. wird diemit bckaiuU gemacht: ES sei ül'll ras Aiisllchsl', lrr Ios.f,, Trailil'iisch von Mooolu^lo, lurch Htrxi Dr. Wl>ilr>lki (Yolochse >vs,>ln i-llZ dlN! Z>>h!ul»^al>f ,ra^ vom 2.;. März I8lsl, Z U>«j8 sch»»^'tf^l 105) ft. 5. W. <'- ". «', l» t)is ^slllil'e öff«»iliche VerNei^llliüg dcr s.r VrNl«il ^el'?sg'l'. iin (K luttl'uche t>sr Hl'art Eotlichce 1'<>m l, l-"l. 172 rl'l> ll'»»,<»,,4,l'l'N ^i^llalilal inl ^lsichili<1 schl^'encn E^ayiuigSircrche uon d Alig-ft. 2lj. O< plumber lmo :^ l. Oklolicr 1 8l)5. ledeömal Vl'lmilMqs l,m 9 Ul)l. im Anils stßc mil dcn, Aüliangr l'csl«,ml noirlli. c^aü oie fti!;lil'ictcl,?f Re.Uital inir i'l, ^er lehtel' i>eildiellü>g auch unler 0e«>, HchahllngSwllll« <,«, ocn Mlilll'ictenden Iiintangtgtde!! ««rde. Das Schayllng^rrotokc'Il. der Grnnd. buchKckllal'l nud l)achl: Es sci sibcr das Ansuchen des Gcoig lllid Il'sef Vrubizh von Havi^n^n. dlnch Hcrrn Dr. Wenldikier rc»,, Golljchc, qe. gcn Iodann Wclf uon l^dcr^au ^»'c, ^4 luegcll a«s vem Vergleiche vom ^ )l>l< l^')0. Z. ^<)20. Ichlilciger 57 si ^ji kr, o. W. l-. ,. <-. in lie ercllilwt öffentliche VerNelgciung llr dem ^chlcril gedörige». im Gruntbuche der Hcrischaf, Gollschre >u!» l'ol». 2 komnieüssü ?icillltlil >m gclichllich erl'l'-l»eiien Schaßll»gü!Vlrtl.'t u slße mil dem Äül'ange l'lftlmml worden, caß dll ffilzudillenüe Viealnäl »mr dl» i^cr llßtcn ^cill'icllliig a»ch unter dem Schähul^Hwevtde an ten Mnslvielenden hllllal!gegsl.'cl> nitire. Tacz Schayllng^prollkoll, dcr Grmtt. buch^eflrali »l»r die ^!zil.Ulon5lic0!i,g!,isss löinlen del oiesem Gcr-chle in den gen öd", llchcn Amiesllmcv!: eingssedcn wcrr<'!i. K. k. Bezirksamt Gollschee. als Ge« richt, am 18. Iunl 1865. (150'>—1) Nr. 5(116. Erclutivc Fcilbietullss. Von dem l. k, Pczlilean-.le Goll>chee. als O,richt, wird hiemil dckanilt gemacht: ^s sei scher das 'Ansuchen des Il'se» Konlg von Klcisch. ^^e» Matlnall König von Schalteueorf. wegen a»ö rem Vtlgle,chc uoni 12. Augusl 1N02. Z, 45:;2. schnloigll 472 si. ö. W. c. ^. o. j„ ^, sfllllNvc öffeulliche 'izerftelgerui'g der ocm Zeptern gehörigfi,. im Gruüol'iichc dtl Hilrschaft Goilsche, >„!, ^»ni. II ^ol. 280 vorkommenden Neaütät im^ gelichlllch etyol'lnen LchaplmgolollllV oon 075 ft. ö. W. glwiUiget und zur, Vornahme derselben die Termine znr^ ^sildllliins.Z.Tagsaßuilg m,f sei, 2 2. 'A n g ll sl. 2 0. September nub 2 4 Oktober 1805. jedesmal Vormittags nm 9 Uhr. im Amtssiye mit dem Anha ^ge bestimmt worden, daß lie fell-'iliiltei'.lc Nea> lität nur bei der leßlen F,ilb 0lin l. l. Kezlrlöamlc E^'N,chce. alü Glricht, wire hlcmit belaunt geniacht: (iö sei über das Äusluhrn des Sic> f.!» ^p von Keli.vo f gegen Georg Ma'!l,'cin von Stalzer» wqgen ans ren, Verglc,chc vom 12. -Zuni 1^i2, Z .^640, schuldiger 40(1 ft (5. M. <:. «. «. in l»l «llslillyc ösfellllichl Versteigerung dcr. lein 5.'sßtll» gc^öugen. im GlUl^buä'e c,r Hlllschnfl Golischce 'I'«in. 2l. I'<»I. 28^ö oorkolnit'lttdcl, Hul'realitäl im ge. richtllch erdo^'r, en S>1'aVuli^wsr!l)c uo» 140 fi H. M. gewtlNget Pl,o zur Vor» nayme dtlseltxn die elelulliuen Feilbie« lungstagsaßüngen altf den 10. August. 2 0. September m>d .'!1. Oktober 1805. jedesmal Vormtiiags um 9 Nhr, im Amlö> slße mit dem Anhange l'esl,»nmt worden, oaü dle flilzuvictendc Realität nur bei oer leyle» sscill'ietmig ailch u»ler drni Schäyuügswcrlhe an de» Meisldielc»deu hinlangegeben werde. Daö Hchäßu„g>?prl?tokolß, der Gln»d> kuchoerlrall n»o 0l, ^lzllat!e»llShedi>lg»issc lö»»ll! i» oen gewöhnlichen Amlssluudcn hlllamlS llllgejlhsn wlrkeu .9. k. Vezirk?aml (Hottichee. alZ Gc> richt, am ^. I.liii 18le Goils^cc »iIS Gtricht. »V«l0 hilMit l>ck^nitt gemacht: Es sei über das «lusllchcl, res Herrn Josef Ionke von Obelmöftl «ege,, F^al!^ Tckauz vlin ^lnxselo wegen ans dcm Uithcile vom ltt. März 18ll5. Z, 2000. !chuldi.,ll ^ ft b W. c. 5., ,.. in lit crekutwc öffculliche Vclslelgcrlnig leiDsn, letzte,n glhöligei». »n Grunlln>che bcv Hclllchasl Gollschec 1'.»m. V. l'oi. 08.'l vollonlmeuocn Hudrealltät im gerichtlich erhol eütü Schäßuüg.'werthc von .'Ml fi. ösl. W, gewilligtt und zur Vo>nahmt octjswln die erckullvtu Zcilblllu»g^tag> s'lt)Uligc!, aul den 2 4. Aug u st. 20. September uno 2 4. 0 llol, er 1805. lede^mal Vormlll.'gs uin 9Uhr. im Amts' slpc mit den» Aühange heslimml norden, d.lß oie feilzl'l'llllnde Realität linr bei der leßten Fsill'iciung auch nnler tl>l> Schäyungswerll'c an lcn Mciftbielenocu bliitaligegll'ci! »rerde. Las SchäYl,iig5prolc>koll. ter Grund Duchocltrakl und die ^'zilalionsl'ldiüg' »isse können bei diesen» Gerichte in dc» gcn'öhnlichrn AmlSstlmden cingcschen irerdcn. K. k. Bezirksamt Gollschee, nls Oc> licht, am I."», Zlili IX<;5. (1494-2) Nr. 10:!0, Crcllltivc Fcilbictllng. Voil dem l. f. Vczilköamte Groß. I>,s>1,lß als Gericht. w,rd biemit l'ekaum gemacht! Es sci über das Ansuche» dls Malhi^ Gredtliz von Großlaschil) gegcn Iohaiul Skull von PoSn'lou wtgeu aus dem Vergleiche vom .^. Juli 1840. Z. 202, schillekgcr 2l<> fi. öst. 2l.V c-. ,-. c. in die ereklilirc öffrulliche Vclstcigerung der. dcm i.'sl)lcrn .^l'örig.n. im Giuno« l'üche der Grafschafi Ä»cr>orrg .>>»l) Url>.» ?lr, 790. 3tttf..3ir. <'.0<> uoikommsilblu Nsalilat sammt '?lil> nuo Zugcl'ör i!l> gerichllich rrhobeuen Schäyuugöwlilhc von 19.-ll fl. 0l1 kr. oft, W. glwiliigel. und zur V^rnadine t-erscllien die drei zsill'!cllll,g,lla^sat)ul!gl„ auf den 10 August. !0 Scplcinl»er und 10, Oktober 1805, jedesmal Vormittags 9 Ulir. hieranü« mil dlm Anhange bestimmt worden, daß dic fcilzubielenre Ncaiitat nur bei der leylen i^cilbielung auch unter dcm Schäz« zuilgSwcrthc an den Meistbietenden hint« angegeben wcrdc. Das Hchaßuugsprolokoll. der Grund» buchscllrakl »no lie ^izllatlouSl'edinginsse können bci diesem Gllichte i» den gcivöl":' lichen Amlsslunocn eingesehen werdcn K. k. Vczirksamt GroßlaschiN. alö Gericht, am !.".. M.'i 1.^'.5>. (^7il '!) Nr. 4l<»5. Zweite creflltive Fcilbictuttl,. Mit Vszug auf das Eoill ,,'oil, .'!, März 1«(^>. Z. 2^7l). nmt) slinncll. r>>>Ü in der Olssinion^s.^'e dee A»!»..' Zhcl'alj von Plll'io. Veziik Cub.n, qe. ^cu Iaklch Lcdnlak von ^uschip ,» feilbicilülg gcschrlltln wird. z^. k. Bezirksamt Ftinlip. als G^ nchl. ain 2l. I,,!! 1^05. l\ (Joi'OIU'llL alitorisiltcr städt. Tnllzlchrcr an^ -Assram, erlaubt sich, das hicsigc i'. '1'. Pulililunl auf seine Amve» scnhcit anfmerlsam zn machen, und wird derselbe, falls sich binnen 1-4 Tagen dic erforderliche Zahl gcncia/ tcr Anfragen herausstellt", dic dchörd-lichc Ätwilligunc; zur Eröffnung ei» »cr Ta,,;schule mif die Dauer sci. ncr Ferienzeit (Ende Oktober) so> fort lmsnchcn. Zu treffen: Stadt Wien, Nr. 2!5. (1480-2) Ein Mädchm, mächtig der reulschen und slovenischlN Sprache und aller wsil'lichen Hand.^< beit. wl'nschl in einem soliden H»ause als Vonne odcr in elnem Ten^lt'e ^< nnlersommeü. ?ial»sss Ansknnfl im (»ompioir dcr «ilaibnchcr Zeitung." (l512) Das Cllsmo-VllrteM , tmditt inor^n SimiStJIU den ;>!>, Jllli Stntt. Von dor l)iroktioii dos Oanino-Voivinos, Lai bach, am 28. Juli 18C>:>. j (7!i5> K.) Dn<ü illcinigc Depot dcs Wicucr Cilycorin- Ei^en - U<|iicurK lint! dl« Glycerin - Sscn - Mgcn - Liqueurs fur Kra'n ist bei ^Tllll«»«»« .7«,-,)«>r. Apolhclcr in l'aibach. PrciS cincr stiußcu Flaschc 2 fl , ciucr llcinen sslaschc « fl. 3.» li, Äci Bcslelsnnsscn wird dic (5mballaa,e billigst bcrcchnct. Hiezu ciu halber Bogen Amts- und Illtelligeuzbllttt.