Wacher Zeitung. At-. ./.56. Samstag den 29. December 1849. g. 2357. (3) Nr. «525. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Gurtseld wird dem Martin iVutscher, unbekaimten Aufenthaltes, und seinen gleichfalls unbekannte» Erben und Nechtsinachjol' g,rn, hiemit bekannt gegeden: Os l)ade wioer sie Io. ftph Patzet von Kleinmerschou »ul» pr. i«. Juni I. I., Z. »525, die Klage auf Anerkennung dcö ^igeltthli.-mes der im Grundbuche der Herrschait Pleteriach «l,li Rtcts.Nr 504 verkommenden Realität in Klemme» schou Hieramts überreicht, worüber zum ordentlichen mündlichen Verfahren die Tagsatzung auf den 15. März 1850, früh 9 Uhr vor diesem Gerichte mit dem Anhange des §. 29 a. G O. angeordnet wurde. Da dem Bezirksgerichte der Aufenthalt der Ge^ klagten unbekannt ist, so fand man ihnrn auf ihre! Gefahr und Kosten in der Person des Hrn, Joseph Grätzel von Gurkleld, einen ('»il'.ilOl' » Grund- duchs-Folio 6l vorkommenden, auf 205 fi. tö. M. geschätztcn Weingarten s,.mmt Keller uild Zisterne, und l») der in Semi«' «ul, Conscr.^Nr. l7 liegenden, im Grundbuche dcs Gutes Snnik «»,!> Rcctf.. Nr. )7I vorkommenden, auf 4l5 st. bewirtheten Vier- telhube, wl'gen schuldiger 26 ft. 5?» kr. (Z. M. sammt Nebenvelbmdlichr'eiten bewilliget, und sryen zu deren Vornahme dlei Feil' biltungstags.ltzungen, nämlich auf den II. Iannlr, ll. Februar und II. März 18ä0, im'ner Vornlit tag von 9 — I2 Uhr im Orte der Pfandre^itatsn mit dem Beisatz, aligeordnit worden, dl,ß die l?ci der l. oder il F^!lbillu>,gst>,gsatzung „icht vlrkausten Pfand, e^>litä'l»n bei der Hl. F,ill',etUügstagsatzMlg auch unter 0cm Schätzuiigswerttze würt^n hintange-geben werdei!. Die Licitationsbedingnisse, die Schätzung und die Grundbuchsextracte könlien hiergerichts eingesehen werden. Bezirksgericht Krupp am 25. Nov. 1849. Z. 2555. (5) '^l. 5U7. (5 0 i c l. 3, am neu.'n Markt, ist für kommende Georgier im ^. Stocke ein Quarter, bestehend aus 7 Zimmern, Küche, Keller, Speisekammer, Holzleg/ und ciner StaUung, zu vermielyen. Das Nähere ist dn der Hauömeisterin zu el fragen. Z 229^. (6) Verkauf eines schonen Landgutes in Krain- Dasselbe liegt fest an einer Commerzialstraße, 5 Stunden von Laibach entfernt, und hat ein großartig gebautes Wohngebaude von 9 gemalten Zimmern, alle möglichen Wirthschaftögebäude und 16 Joch Grundstücke, worunter ein großer Buchenwald, aus dem sogleich 3 —4(W Klafter Holz genommen werden können, Von der Straße führt zum Hause eine schöne Pappel-Allee, und eignet sich diese Realität nicht bloß zu einem ruhigen Landsitze, sondern auch zu jedem Geschäftsbetriebe. Der gewiß billige Preis dieser Realität ist 45lttt fl. C M. sammt l,inliu5 ,n5il-ucluz, und die Zahlungsbedingnisse sind sehr vortheilhast pestellt. Directe Käufer erfahren das Nähere im Geschafts-Comptoir des Anton Klepp am Hauptplatze Nr. 225 zu Gratz. Briefe Franco. Z 2259. (5) Mittwoch mn 2. .lönn^r 1850 erfolgt bestimmt und unwiderruflich in Wien, öffentlich und in Gegenwart zweier k. k. Notare die deitte Verlosung von HOOQ Gewinne der gezogenen Serien 35 und 4, sind der sprechendste Beweis, wle sehr diese Ren-renlcheine vielen andern Lotterie-Papieren vorzuziehen sind. Die auf diese Verlosung entfallenden PpHntieN - GeWitttte von 20,0OO fi., 5OOO fi., s^tttt fi. C. M , und so abwärts bi« 54 fi., wer->den laut Verlosungsplan Em Monat Nl'ch der Ziehung, d. i. vom 2 Februar,660 angefangen, bei dem Wcchselhause Arnstein uno Oskeles m Wien auebezahlt, oas ^efertisste Großhandlungshaus bezahlt sie «ber auck sogleich «ach der Ziehung unter Abzug von 4pCt. DlSconlo. Dasselbe ist durch den Ankauf einer jchs nahmhaften Parthie Como-Nenten/ckeine ln der angenehmen Lage, sie zudem billigsten Course zu verkaufen und kauft sie nach der Ziehung wieder zurück. D«ese Rentenscheine werden auck fortan m allen Verwechslunas Nnreaur verkauft und gekauft. Wien im December ,649. k. k. priv. Großhändler, Stadt, Kärntnerstraße Nr. 1049, erste» stock, v^ü-vi« dem Hotel zum wilden Mann. In Laibach sind derlei Rentenscheine zu haben bei _______________________________________________Handelsmann vor der Franzensbrücke. Z. 2370. (2) "" -^"----------- Im Golloretto schen Kaffehhause sind vom l. Jänner 1850 halbjährig mehrere Zeitungen zu vergeben, als: Allaemeine Wiener Abendblatt, Gratzer, Illustrirte Zeitung :c. " ' ">^«r^ Z. 2328" (3) " Am H. Jänner R8K» uno an jedem folgenden Samstage erscheint in der Buchhandlung des Gduard Ludewig in Gratz die religiöse Zeitschrift: Das Urchristenthum, redigirt und herausgegeben von Anton Kutscher«. Die Tendenz dieser Zeitschrift ist: „Beförderung des religiösen Fortschrittes und Forlbilduna des Christenthums zur Wcltteligion." Pränumerationsprcis für i Quartal 20 kr. loco Gratz; für Auswärtige mittelst PostVersendung 3l> kr.; einzelne Blätter kosten 2 kr. C. M. Der Ertrag ist für Kranke ohne Unterschied der Confessionen bestimmt. 2«V Z. 2324. (2) Pränumerations - Anzeige. Verantwortlicher Redakteur: F. Nitter von Seyfrie>. Erscheint taglich zweimal, als Morgen- und Abendblatt, mit Ausnahme Sonntag Abends und Montag Früh. Nachdem wir unsern geehrten t> 's. Abnehmern die Anzeige erstatteten, daß der »Wanderer« vom 14. November an in abermals und zwar bedeutend vergrößertem Formate erscheint, erlauben wu uns durch einige Wortc die Aufmerksamkeit aus diese bereits anerkannte und weitverbreitete politische Zeitung zu richten. Die bedeutende Vergrößerung des Formates setzt uns in die Lage, jede irgend wie wichtige Frage, möge sie nun im politischen, national-ökonomischen oder socialem Gebiete auftreten, sogleich der Besprechung zu unterziehen. Ein gewählter und in allen Krönlandern der Monarchie befindlicher Kttis von Mitarbeitern hat sich uns angeschlossen, und uns dadurch in die Lage gesetzt, theils durch Leitartikel, theils durch schnelle Mittheilung von Vorkommnissen, ein eben so treues als wahrhaftes Bild von dem Zustande des Reiches zu liefern. Der gleiche Fall ist es auf den ^ wichtigsten Puncten des Auslandes. ! Üm aber neben den, politischen Fragen, auch die nothwendigerweise wieder mit Kraft hervortretenden Interessen der Wissenschaft, der Literatur und Kunst ebenso allseitig vertreten zu können, wird das Feuilleton in mannigfaltiger Abwechslung ebenso sehr das Gebiet des Romans und der Novelle als der wissenschaftlichen und belletristischen Kritik, so wie die Besprechung aller neuen Kunsterscheinungen überhaupt bringen; das Feuilleton wird im Jänner l^5tt mit einem socialen Roman aus der Feder eines unserer ausgewähltesten Romandichter beginnen. Die Post-Expedition der Morgen- und Abendblätter geschieht täglich zweimal, durch welche Einrichtung der auswärtige Abonnent die politischen Nachrichten durch unsere Zeitung mindestens zwölf Stunden früher als durch andere Blatter, und zwar unter völlig geschlossenem (äouvert erhält. Der Pranumeralionsprels: für Morgm- Ulid Abendblatt ist in Wlen: ganzjährig 12 ft.; — haldjähng 6 st ; — vierteljährig I ft. Mn täglicher zwein^Ngov Ponverseudung unter völlig geschlossenem Couverre: ganzjäprig 15 ft; — Halbjahr 7 ft. 30 kr.; — vlerlchahng 3 ft. H5 kr. C. M- Man pränumerirt vom 1. oder 15. jedes beliebigen Monats an. Jedes Postamt ist verpflichtet, die Pränumerationsbetrage unter der Adresse: „Au die Expedition des Wanderer i Wien" unfrankirt zu übernehmen und einzusenden. Wie«, im December 1849. Verlag des Wanderer, Stadt, Dorothcergujse Nr. 11tt8. Bei^eopold Hommer in Wien, Stadt Dorotyecrgasse Nr. 11W lst erschienen, und in allen Buchhandlungen zu haben: 2Z" Für jeden Htcuerpfiichtigeu wichtig. Das Einkommen - Steuer - Gesetz vom V». Qetober R84». Gemeinfaßlich erklärt von Qtto Hübner. Inhalt: Geschichte und Wesen der Einkommensteuer, — Gesetz vom 29. October 1849 und Erläuterung der einzelnen Paragraphs In Umschlag gebunden, Preis: 20 kr. (5. M. Vogl's Volkskalender für 1850, geb. 36 kr.; Küchenkalender für 1850, geb. 24 kr. C. M. Z. 2353. (1) Bei Jg. v. Kleinmayer, so wie in allen übrigen Buchhandlnngen in Laibach ist zu haben: Die Entschädigung der Grundlasten i n Steiermark, Kärnten und Krain und das hiebei zu beobachtende Verfahren für Grund» und Ivhentherren, Pfarrer und verpflichtete Grundbesitzer vcn Fr. I. Schöpf. IuMen u. Ökonomen. Gra; >849 gi, 8. im Umschl. bvosch. 40 kl'. C M. Die allgemeine Aufmerksamkeit ist gegenwärtig auf die Durchführung der Grund- entlastung und .'! uömittlung der Entschädigung gerichtet. Eine große Zcch! der Bewohner der 3 Kronlander ist dabei bcthci-ligt; der eine will schnell wisscn, was er ansprechen könne, der Andere, was er zu zahlen habe. Die 3 erschienenen Gesetze enthalten nur die allgemeinen Bestimmungen. Allein es bleiben noch viele Fragen zu erörtern übrig, die bei der Verhandlung zur Sprache kommen werden, und sowohl nach dem Privatrechte als nach der Landesverfassung, so wie den öconomischen Grundsätzen zu beantworten sind. Der Herr Verfasser, der durch seine zahlreichen Schriften bekannt ist, und selbst in einer Provinz an der Entlastung Theil gen ommen, veröffentlicht in dem hier fraglichen Werke seine Ansichten über den Beweis des Vezugstitels und die Art der Entschädigung. Dasselbe ist für die Grund- und lZehentherrn überhaupt Gültenbesitzer, 'so wie für die verpflichteten Grundbesitzer, selbst für die Distri cts - Commissionen ein wichtiges Hilfsbuch. i Jeder kann hieraus entnehmen, ob und welche Entschädigung er zu Recht habe, oder was er zu zahlen schuldig sei. Die beigefügten Rechnungsschlüssel geben !cine schnelle Uebersicht der für alle Arten von Schuldigkeiten, besonders für die Robot entfallenden Entschädigung. Handbuch l f ü r Steuer-Dezi rksbeamte von tarl Nittcr von Leutendors, st st. Sts!ler-(Zo!ttrolls-(5ommissar. l gr. tt. Graz 184S. Preis drosch. 2 st. CM. Dieses mit dem unermüdetsten Fleiße, einer seltenen Genauigkeit und Deutlichkeit abgefaßte Werk dürfte für die neucn Herren Bteuerbeamten, um sich mit dem Ganzen ihres Wirkungskreises bekannt zu machen, besonders anzuempfehlen seyn. Es enthalt 3tt im schwarzen und rothen Druck ausgeführte, mit erläuternden Beispielen versehene Formu-laricn über die bei den Stcuer-Bezirksobriq-leiten für die Evidenz Haltung des Steuer-(5 atast erb, für die Steuerverrechnungs - Manipulation und für die periodischen Eingaben vorkommenden Bücher, Registerien und Ausweise. Damit ferner alle im Steu-crwesen künftig erscheinende Vorschriften am gehörigen Orte von den Besitzern handschriftlich nachgetragen werden können, sind nach jedem Kapitel nnbedruckte (leere) Blätter und Seiten auf Postpapier angefügt; durch diese Einrichtung kann das Werk stets eine Uebersicht der allerneuesten Verordnungen darbieten. Die Brauchbarkeit dieses Handbuches ist übrigens nicht allein für das Hcrzogthum Steiermark, sondern auch für da6 Erzherzogthum Oesterreich ob und unter der Enns und für die Königreiche Böhmen, Galizien, Illyrien und die Grafschaft Tirol berechnet. Z. 23U5. (I) Hnküttdigung. Uuch für das Jahr 1850 erscheint täglich, mit Ausnahme der Montage, das volksthümliche Tageblatt: Der Wiener Bote. (Iweiter Jahrgang.) Hauptredactcur: Dr. Halfinger. Mitredacteur : Adalbert Stifter. Die leitenden Artikel besprechen stets die wichtigsten Tagesfragen. Die Neuigkeiten der Residenz, so wie a lle Na ch richten au s den Provinzen und dem Auslande, werden mit jedem andern Morgenblatte gleich schnell und in klare rZ usammensteI lung geliefert. Der Pränumerationspreiß für Wien ist: Ganzjährig l fl. Att kr., halbjährig 4tt kr. und vieneljährig 24 kr. C. M. Auch wird für Wien monatliche Pränumeration pr. zO fr. E. M. anstenvmmen. Mit Postsendung: Ganzjährig 2 fl., halbjährig I ft., vierteljährig :w kr. (5. M. Bestellungsbriefc mit der Angabe »Zeitungsgelder" werden bei allen k. k. Postämtern angenommen und ohne Portobezahlung der Redaction eingesendet. ^ Die Redaction befindet sich auf der Freiung, im Graf Hardegg'schen Hause Nr. 22V, 2. Stiege, 2. Stock,' Thür Nr. 7. Der Hanptverschleiß und die Abgabe der Blätter an die p. '!'. Herren Wiener Pränumcranten ist am Peter, Kühfußgasse Nr. 5,75, in A. Dorfmeister'ö Verlagsbuchhandlung.