^105, TXl««W,, 1». M«I 1887. l«», IahlM,,,, Ieitung. «anlU """«nsprelö' ^lit P o ft v e r s e n d u n g: ganzl«hrig fl, 10, halbjährig sl. ?,L0. Im Eomptoir: lV"s ll. N, halbjährig fl. b.ou. Yilr die Zustellung in« Hau« gan»jähr,g i« zu < Zeilen 2b tr., größere per Zeile 6 k.; bei «fteren Wiederholungen pi, Zeile S lr. Die ,,vaibachcr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. Die «bminlftration befindet fich Nahnhofgasse l5, die Redaction Wicncrftraße l5. — Nnfranfierte Vrlefe werben nicht angenommen und Manuscriple nicht zurückgestellt. Amtlicher Meil. U_^e. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Vb,fester Entschließung von, 4. Mai d. I. dem llus U s ^"chtsralhe "' ^rakan Dr. Anton Rotschek ben w ^ ^^ angesnchteu Versetzung in den bleiben-hyf ^"hestand taxfrei den Titel nnd Charakter eines l atlM aNergnädigst zn verleihen geruht. Prazäk m. p. ^3' ^ und k. Apostolische Majestät haben mit Lo«?Mer Entschließung vom 4. Mai d. I. dem "esuerichtsrathe ;„ Klagenfurt Johann Hopf-t>^ ^ n.e r aus Anlass der angcsuchtm Versetzung in l)h Leibenden Ruhestand den Titel und Charakter emes ll^. "desgerichtsrathes mit Nachsicht der Taxe aller-^Mtzll verleihen geruht. Prazäk m. p. Nichtamtlicher Mil. Schmerlings Sprachenaiitrag. -- Wien. 8. Mai. „^ ^ln ernster nnd denkwürdiger Tag liegt hinter i^'. Das Herrenhaus hat gestern über den Iustiz-^'lesial-Erlass vom 23. September 1886 geurthcilt W^üt überwiegender Mehrheit dessen gesetzliche Un° hMbarkeit und politische Unbedenklichkeit anerkannt. h«lk ^^ ^"^ Fraget welche seit mehr als einem Htb ^"^ ^^ politischen Kreise Oesterreichs in koa ^^' vor dem competentesten Forum zur Aus-y^^'3 gelangt. Von allem Anfang an haben wir, üer»f, ^ der durch den Prazäk'sch"» Erlass hervor-^t l^en Erregung keine Berechtigung zuerkennen und Ml' ^"^ ^ eine geschickte und weitverzweigte ^lMs zurückführen konnten, die Einbringung des ^/"M Schmerling aus dem einen Grunde begrüßt, ^ ^ bie Angelegenheit vor ein Forum gebracht siHe/' biv sie einer ernsten und sachlichen Discussion ^tt cr"^ ^'"'^ ^ ^^" Agitation entzogen war. ÜH ^Ullss ist nunmehr nach allen Seiten hin gründ' besuAplüft, er ist als gesetzmäßig nnd unbedenklich !,» ben worden, und wir dürfen vielleicht die Hoff-UW.""^sprechen, dass sowohl die in großem Stil leih Discussion wie das Endergebnis derselben klä-<^. llnd beruhigend ans die öffentliche Meinung wirken ^iew ^" ^ir nun uns anschicken, die Debatte, welche hir? '"kschlllsse vorhergieng, zu würdigen, so müssen ^e^ ^^^' ^^^n unser Unvermögen bekennen, dieser ^M ^chkn Fülle an politischer Weisheit und V/^^3' au parlamentarischer Gewandtheit nnd ^ H^abe auch nur annähernd gerecht zu werden. In ^H^Atzung wurde sowohl die rechtliche als die po« ^ Seite dieses Erlasses in erschöpfender Weise be->^i ^ "ud es theilten sich in diese Aufgabe Unger "kt <^ k"er von der Linken, Randa und Maaßen von ^ ^nseite. Es war ein eigenthümlicher und glück- ^ !^i Ä.ull, dass die juristische Beleuchtung der Frage ^chle 'kw znfiel, welche zu deu glänzendsten ^ v," der österreichischen Iurisprlldeuz zählen: Mh""ger, der Bahnbrecher der historischen Rechtk-l^lstÄ '" Oesterreich, der große Schüler des großen !^ di ^^lgny, der Verfasser eines epochalen und ktle/ ^^erne Civilrechtswissenschaft grundlegenden M. ^' Zugleich ein Parlamentsredner allerersten Ran> ^eis^."'e Macht des Wortes mit geradezu souveräner ii ' N ^ beherrscht; und auf der andern Seite .gei ?^ba, eine hervorragende Zierde der durch "Hl f>, M^mdeten Schule und ein Mann, auf den Uh d? ^'"e Nation mit Recht stolz ist. sondern der ZM "' Namen Oesterreichs im wissenschaftlichen > H^e der Völker zu hohen Ehren gebracht hat. » Flan ^" ^"'^' "" es, dass die juristische Seite ^isH Ue. die wir immer als die wichtigste und einzig ^ IH "'^e bezeichnet haben, von solchen Leuchten > ^,'sf^'denz erörtert wurde, denn nunmehr darf ^ d?., ^"""ehmen, dass alles, was sich filr und ,?tina" ^lllss an ernsten und stichhaltigen Gründen ^ >v^^l' '" erschöpfender Weise ins Feld ge- Es dürfte wohl wenige Deöatter geben, die es wie Unger verstehen, die schwierigste nnd verworrenste juristische Frage in so gefälliger, anmuthender Art zu besprechen, wenige auch,' welche die eventuellen Schwächen ihrer Argumentation so geschickt und erfolgreich mit den blendendsten Kunstgriffen der Dia« lektik zu vcrhülleu vermögen. Mit doppeltem Ernste tritt daher gegenüber einem solchen Redner an den unparteiischen Aenrtheiler die Pflicht heran, den Kern der Sache seiner verführerischen Hülle zu entkleiden und sich zur klaren Elkenntnis der Stichhaltigkeit des Vorgebrachten durchzuringen. Wir wollen also die Grundlagen der Unger'scheu Beweisführung einer näheren Prüfung unterziehen. Der Prazät'sche Erlass soll ungesetzlich sein, weil er den Grundsatz der internen deutschen Gerichtssprache verletzt. Wo ist dieser Grund-satz ausgesprochen? Ausgesprochen, sagt Unger, das hnßt geschlich normiert, ist er im allgemeinen nicht, aber er beruht auf Gewohuheitsrecht. Gewohnheitsrecht! Jeder Jurist weiß, wie gefährlich das Argw ment ist; gefährlich, weil es so überaus schwierig ist, den wahren Inhalt des Gewohnheitsrechtes zu erforschen. Das ist auch der Grund, warum die moderne Rechtscntwicklung seit einem Jahrhundert nach der Emancipation vom Gewohnheitsrechte drängt, warum auf den meisten Gebieten an dessen Stelle gesatztes Recht getreten ist, warum auch unser bürgerliches Gesetzbuch, eine der weisesten Schöpfungen moderner Legislation, klar und strenge befiehlt: «Auf Gewohnheiten kann nur in den Fällen, in welchen sich ein Gesetz darauf beruft, Rücksicht genommen werden.» Das Gewohnheitsrecht, sehen wir, ist deshalb eine schwache Grundlage der Beweisführung. Codisiciert wurde der Grundsatz der innern dentschen Amtssprache niemals. Die Gerlchts-Instruction vom Jahre 1853, anf welche sich die Gegner des Erlasses verufen, enthält keinen einzigen Paragraphen, welcher der internen Amtssprache auch nur mit Einem Worte Erwähnung thäte, nnd wir haben auch heute wieder vergebens gewartet, ob nicht der Meister der Gesetzeskunde nns diese nebulosen Gesetzesbestimmungen schwarz auf weiß zeigen werde. Es wurde aber auch niemals für nöthig befnnden, jenes Princip gesetzlich festzustellen, ja, Hofrath Doctor Rauda konnte mit vollem Rechte erwidern, dass die Linke während ihrer jahrelangen Herrschaft dies niemals versucht hat, dass im Gegentheile diese Partei es war, welche immer und immer wieder jenen vermeintlichen Grundsatz durchbrochen; dass diese Partei es war, welche in Krakau und Lemberg die polnische, in Innsbruck uud Zara die italienische Dienstsprache eingeführt hat. Die Linke hat fort und fort Ausnahmen von der Regel geschaffen, nud wenn Ungcr sagt, dass Ausnahmen den Grundsatz nicht aufhrben, so ist die These in ihrer Allgemeinheit wohl unanfechtbar; allein wir dürfen die Frage stellen: Hat jene Partei ein Recht, als Anwalt der Regel aufzutreten, welche selbst die meisten und erheblichsten Ausnahmen geschaffen uud dadurch deu Beweis erbracht hat, wie wenig Wert sie selbst der Regel beilegt? Unger selbst scheint gefühlt zu haben, dass ihm hier der sichere Boden fehlt, nnd so richtete er denn seine Angriffe mit plötzlicher Frontschwenkung nach einer anderen Richtung: Die Regierung sei, wenn schon der Erlass mcritorisch nicht anljefochten werden könne, nicht berechtigt gewesen, denselben in Form einer einfachen Ministerialverordnung hinauszugebcn. Allein auch hier durfte Rauda mit Fug entgegnen, dass es gerade wieder die Linke war, welche ähnliche Auurd-nuugen im Wege einfacher Ministerialerlässe traf. Der Herbst'sche Erlass, der inhaltlich und wörtlich mit der Prazät'schen Verordnung übereinstimmt, wurde ebenfalls ohne Einholung einer Allerhöchsteu Entschließung hinausgegeben, und es ist undenkbar, dass der gleiche Vorgang einmal, wenn er von Dr. Herbst ausgeht, gesetzlich uuaufechtbar, das auderemal. wenn es sich um Barou PraZät handelt, ungesetzlich sein soll. Wenn zu alledem erwogen wird, dass die Praxis, welche durch die Verordnung vom 23. September v. I. für das Prager Obergericht eingeführt wurde, seit Jahrhunderten bei den ersten Instanzen besteht, so kann wohl gesagt werden, dass die Gesetzmäßigkeit der Ver> ordnung aus der Debatte intact hervorgeht. Wir haben nun von competentester Seite vernommen, was sich für und wider vorbringen lässt, uud Auklage wie Vertheidigung gestatten keinen andern Schluss, als dass die Illegalität der Verordnung nicht erwiesen werden konnte. Die Regierung griff zweimal und jedesmal in wirkungsvoller Weise in die Debatte ein. Baron Prazäk unterzog sich der Mühe, noch einmal alles anzuführen, was für die Legalität und Zweckmäßigkeit der Verordnung spricht. Er zeigte, dass Unger und Herbst keinen Anstand nahmen, für Dalmatien nnd Galizien dasselbe zu thun, was nunmehr, da es Böhmen betrifft, eine so staatsgefahrliche Action sein soll, und dass frühere Regierungen der Linken selbst es waren, welche in der Praxis der Uebersetzung des Urtheils eine Gefährdung der Justiz erkannten. Gleichzeitig nahm der Leiter des Justizministeriums Gelegen-heit, feierlich zu versichern, dass die Regierung selbst auf die Erhaltung der deutschen Amtssprache den größten Wert lege. Diese Erklärung im Vereine mit den bedeutsame» politischen Erwägungen, denen sowohl Baron Prazät als der Ministe, Präsident Graf Taaffe Ausdruck gab, machten auf die Versammlung tiefen Eindruck und werden denselben wohl auch außerhalb des Hauses nicht verfehlen. Was sonst noch von illustren Rednern gesprochen wurde, können wir nicht einzeln der Besprechung würdigen. Das Eine aber darf wohl als ein erfreuliches und erhebendes Moment hervorgehoben werden, dass von mehreren Seiten der ehrliche nnd warmempfundene Wunsch nach endlicher Beilegung der nationalen Zwi-stigkeiten geäu ert wurde, dass hier — iu beabsichtigtem Contraste zu gewissen Vorfällen im anderen Haufe — Worte des edelsten Patriotismus gesprochen wurden, und dass gerade ein Redner von der Linken es war. der die deutsch-nati nalen Excesse ernst und rückhaltslos verdammte. Als erster Redner erhielt Graf Falken hayn das Wort zur Begründung seines Minoritätsantrages. Redner und seine Gesinnnugsgenossen bezweifelten an« fangs die Competenz des Hauses und waren geneigt, für Uebergang zur Tagesordnung zu stimmen, kamen aber davon ab, damit es nicht scheine, als wage man nicht, auf die Sache einzugchen, die doch vollkommen klarstehe. Die Commissions-Verhandlungen legten die vollste juridische und politische Berechtiguug der Verordnung dar. Sein Antrag wie jener Schmerlings seien einheitlich consequent, der Antrag der Majorität nicht; letzterer sei nur das Resultat von Zufälligkeiten. Die Abstimmung gleiche einer Lossprechung ad instan-tia und enthalte einen gewissen Vorwurf gegen die Regierung, mit welchem er und seine Frennde nicht einverstanden seien. Dr. Unger wendet sich gegen die Erklärungen des Grafen Taaffe vom 22. April und weist die In» sinuation. dass seine Gesinnungsgenossen die Discnssion absichtlich verzögerten, zurück. Die Verzögerung entstand durch die außerordentliche Delegation der Aus« gleichsverhandlnngen; die Opposition sei eine patriotische uud kämpfe mit offenem Visier. Die Regierung behauptet, die Verordnung widerspreche nicht dem Gruudsatze, dass die innere Amtssprache in Prag und Brunn die deutsche sei; deuuoch wolle sie die Verordnung mit Hinweis anf andere Ausnahmen in Tirol, Dalmaticn und Galizien vertheidigen. Redner sucht nachzuweisen, dass der von der Regierung aufgestellte Unterschied zwischen innerer Dienstsprache und Gerichtssprache nicht existiere. Die Regierung sei nicht berechtigt gewesen, die deutsche Amtssprache, deren Geltung auf Gewohnheitsrechten beruhe, durch eine bloße Mmi-sterialverordnung abzuschaffen. In Böhmen speciell sei das Deutsche sogar gesetzlich die Amtssprache, durch das Gesetz, welches bestimmt, dass die rsliitio lueturuin deutsch geschehen müsse. Die Berufung auf den Art. 19 der Staatsgrundgesehe sei irrelevant, denn die Urtheile werden nicht namens des Landes, sondern des Staates erlassen. Bestände die Verordnung zurecht, so müsste man das Oberste Gericht in so viel Senate theilen als es Landessprachen gibt. Selbst das Oktoberdiplom spricht von einem authentischen Text des Gesetzes, näm- Laibllchcr Zeitung Nr. 105 ____________________ 886 10. Mai^<>. lich dem deutschen; es gibt also eine deutsche Amtssprache. Redner und seine Gesinnungsgenossen haben zwar keine Aussicht durchzudringeu, aber sie kämpfen fiir die Einheit der Sprache und der Justiz des Staates. (Lebhafter Beifall links.) Professor Dr. Maaßen will die Verordnung, deren Gesetzmäßigkeit außer Frage stehe, von der politischeu Seite betrachten. Durch den Krieg von 1866 sei Oesterreich aus Deutschland ausgeschlossen. Eine Vereinigung der Deutschen Oesterreichs mit dem Deutschen Reiche sei politisch und moralisch unmöglich; es bleibt den Deutschen Oesterreichs also nichts übrig, als die Trennung als ein definitives politisches Factum zu betrachten. Oesterreich ist fortan auf sich allein angewiesen und muss trachten, seine Völker auf der Vasis der Gleichberechtigung zu einem harmonischen Ganzen zu gestalten, nmsomehr als der nationale Ehrgeiz in unserer Zeit besonders lebhast sei. Ein Privilegium der deutschen Sprache in Oesterreich existiere nicht; die historischen Momente verloren durch die Umstände ihre Realität. Die Deutschen gelten in Oesterreich fortan nur fo viel, als ihrer jetzigen Stellung entspricht; ebenso müssen die Deutschen auch das Recht der anderen Nationen anerkennen. Seit acht Jahren arbeitet die Regierung daran, den Frieden unter den Nationen herbeizuführen; wenn dies Ziel bisher noch nicht erreicht wurde, liege die Schuld nicht an dem Mini-sterinm Taaffe. Die Behauptung aber, dass die Verhältnisse jetzt schlimmer seien als früher, ist vollkommen unrichtig. Dies gelte nur scheinbar für die Oberfläche, unter dieser sei eine mächtige Strömung im Volke für den Frieden. Die angegriffene Verordnung beruhe anf einem richtigen Princip, denn die Gerichte sind fürs Volk da, nicht umgekehrt. Redner werde daher gegen den zweiten Punkt des Commissionsantrages stimmen. (Beifall rechts.) Minister und Leiter des Justizministeriums Freiherr v. Prazük constatiert vor allem, dass die Auslegungen, welche Herr Dr. Unger den Erklärungen der Negieruug vom 22. April d. I. gegeben habe, nicht richtig seien. Die Regierungen haben sich stets bestrebt, die Einheit des Reiches mit den Arten der Länder nnd Völker zu vereinigen, wodurch sie auch dem Willen Sr. Majestät des Kaisers entsprachen. Aus diesem Grunde wnrde 1867 auch die Gleichberechtigung gesetzt lich festgestellt und aus diesem Grunde sind seit 1868 viele Verordnungen erschienen, welche sich auf den Gebrauch anderer Sprachen als der deutschen beziehen. Eine Verordnung vom 22. April 1872, von einem Mi-nisterimn also, welchem Herr Dr. Ungcr angehörte, wurde die Anwendung der serbo-kroatischen Sprache in Dalmatien geregelt. Das Recht der Regierungen, solche Verordnungen zu erlassen, sei niemals angezweifelt worden. Mitbestimmend für die Erlassuug der angegriffenen Verordnung war auch das Bestreben, den Geschäftsgang in Prag zu vereinfachen. Was Herr Dr. Unger über das Gewohnheitsrecht der Sprache gesagt hat, stimme nicht nut der obenerwähnten Verordnung von 1872, denn ill Dalmatien war das Italienische die gewohnheitsmäßige Amtssprache. Den Unterschied der inneren Dienstsprache einerseits nnd der Gerichtssprache, d. h. der Sprache des Verkehrs mit den Parteien, halte die Regierung bestimmt aufrecht. Sie habe ihn nicht erfunden, sondern er beruhe iu den Thatsachen. Ein so entwickeltes Volk, wie das czechische, könne nicht immer bloß mit Uebersetzungen abgefertigt werden. Doch habe dies mit dem inneren Dienst, mit dem Verkehr mit den Oberbehörden nichts zn thun, denn dieser sei, selbst was die Zuschriften aus Galizien betreffe, deutsch. Wenn die Opposition anf ihren patriotischen und dynastischen Sinn hinweise, so mache auch die Negierung auf diesen Sinn Anspruch uud erinnere daran, dass Se. Majestät der Kaiser keine bevorzugten Nationalitäten kenne nnd mit gleicher Liebe alle Völker umfasse, was ja auch die Throurede ausgedrückt habe, welche Oesterreich als den Hort für das Recht seiner Länder und Völker bezeichnet. Der Minister schließt mit den Worten: Wahrheit uud Gerechtigkeit. (Beifall rechts.) Edl. v. Pleuer vergleicht den Geschäftsgang beim Prager Oberlandesgericht iu der Zeit vor der Verordnung mit jenem nach Erlass derselben, und findet, dass es nicht nothwendig war, sie zu geben; vielmehr erwecke sie iu Verbindung mit anderen Handlungen der Negieruug, z. B. der Nttivierung der böhmischen Universität in Prag, der Aeuderuug der Wahlordnuug des böhmischen Großgrundbesitzes u. s. w., Misstraueu. Er tritt fiir die unbediugte Aufrechthaltung der deutschen Sprache in Oesterreich als Amts- lind Staatssprache ein. (Beifall links.) Prof. Dr. Randa weist zunächst nach, dass der Unterschied zwischeu dcr iuueren Dienst- uud Gerichtssprache für die Parteien vollkommen berechtigt sei. Redner weist ausführlich die Gesetzmäßigkeit der Verordnung nach. Die Deutschen hätten keine Ursache empfindlich'zu sein, denn das Deutsche sei die Sprache der Armee, des Reichsrathcs, des Reichsgesetzblattcs u. s. w. So wie es aber nicht mehr die Sprache der Landcs-gesetzblätter sei, so dürfe mal, auch nicht verlangen, dass es die Sprache der Gerichte in den Ländern sein müsse, was scholl die Beispiele aus Galizien, Dalmatien und Südtirol beweisen. Hiebei handle es sich durchaus nicht um bloße Ausnahmen, denn die Bestimmungen umfassen ganze Ländercomplexe. Die Verordnung war nothwendig, um eine rasche und gesicherte Rechtssprechuug zu ermöglicheil. Was das Gesetz von 1644 betreffe, so ordne dasselbe nur die rklalio lao-wi-um in deutscher Sprache an, d. h. also das, was man heute den Vortrag oder das Gutachten nenne, Das Urtheil aber musste in dcr Sprache drr Partei erfolgen. Die Verorduuug stehe also mit dem Gesetze nicht im Widerspruch, und Redner halte sie nach Mr Seite hin für gerechtfertigt. Ill der Abcndsitzung erklärte Fürst Carlos Auerspcrg. dass die Verorduung Veunruhiguug iu die deutsche Bevölkeruug getragen hab?. Wcun das Haus dem Antrage Falkeuhayns zustimme, wäre es ein Freibrief für die Regierung und wäre Gefahr vorhanden, dass noch weitere Opfer an Particularismus gebracht werden. Fürst Lobkowitz motivierte eingehend, wärmn er mit dem Antrage der Commission nicht einverstanden sei, obwohl er denselben geschäftsordnungsmäßig als Obmann unterschrieben habe. Er bezweifelt nicht das Recht der Regierung, die Verordnung zu erlassen uud führt aus, dass die Ordnung der Spracheufrage nur läuderweisc geschehen könne. Immer müsse die Gleichberechtigung gewahrt und dem praktischen Bedürfnis Rechnung getragen wcrden. Redner bespricht seine Erfahrungen als Vorsitzender im böhmischen Laudesausschusse, wo der Geschäftsgaug trotz der Zweisprachigkeit einfach und geregelt sei. Der Ruf nach der Zweitheilung Böhmens werde im Hause keinen Anhänger haben, weil er in seinen äußersteu Cousequen-zen die Zertrümmerung Oesterreichs bedeute. Redner und seine Gesinnungsgenossen werden stimmen gemäß ihrem warmen, aufrichtigen, von ihren Vätern ererbten österreichischen Patriotismus. (Lebhafter Beifall rechts.) Ministerpräsident Graf Taaffe tritt der Aeußerung des Fürsten Auersperg von einem «Freibrief» entgegen; denn die Regiernng eines constitutionellen Staates hält sich au die Verfassung und Gesetze. Der österreichische Staatsgedanke habe stets der Regierung vorgeschwebt lind werde ihr immer vorschweben. Andernfalls wäre sie nicht würdig, auf diefem Platze zu seil». Die Regierung legt Verwahrung ein gegen den Antrag Schmerling, da sie schon in der Commission die Gesetzmäßigkeit der Verordnung nachgewiesen habe. Der Commissionsantrag greift in die Executiugewalt der Regierung ein, weshalb sie gegen denselben ist. Der Antrag Falkenhayns entspricht ganz der Rechtsüberzeugung der Regierung; dieselbe empfiehlt ihn daher zur Annahme. (Lebhafter Beifall rechts.) Ritter von Schmerling bemerkt, dass er in diesem Hause nicht als Präsident des Obersteil Ge> richtshofes, sondern als Mitglied spreche und Autläge stelle: der Vorwurf, dass der Autrag eiuc Auklage gegen die Regierung enthalte, sei ungerechtfertigt. Die Constatierung einer abweichenden Meinung ist keine Anklage. Die rechtliche Seite der Frage ist znm mindesten zweifelhaft. Die Behauptung, dass die Rege-luug der Sprachenfrage der Executive zugehöre, sei eiu zweischneidiges Schwert; denn eine Verordnung köune vou einer anderen Regierung aufgehoben werden. Redner polemisiert gegen Lobkowitz und sagt. von einer Schädigung der Autorität der Regierung könne nicht gesprochen werden; auch die jetzige Regierung wolle zweifellos da3 Beste, aber niemand sei unfehlbar. Redner und feine Genossen werden sich sehr freuen, wenn die Ereignisse beweisen, dass sie zu schwarz ge« sehen. (Lebhafter Beifall.) Nach dem Schlussworte des Referenten Con-rad'Eybesfeld wurde zur Abstimmung geschritten und Punkt 1 des Majoritätsantrages mit großer Majorität abgelehnt, Punkt 2 desselben mit 72 gegen 47 Stimmen abgelehnt. Der Minoritätsantrag des Ritter von Schmerling wurde abgelehnt. Der Minoritätsantrag des Grafen Falke n-hayn wurde iu beiden Theilen ange-n o nl m e n. Zum Schlüsse gelangte eine Interpellation des Grafen Chorinsky und Genossen an den Ackerbauminister zur Verlesung, welche dahin geht, welche Maßregeln dasselbe zu treffen gedenkt, damit die den österreichischen Landwirten durch die Einfuhr von rumänischem Vieh nach Oesterreich drohenden Nachtheile abgewendet werden. — Hierauf wurde die Sitzung um 10 Uhr geschlossen. Die nächste Sitzung wird im schrift< lichen Wege bekanntgegeben werden. Politische Ueberlicht. (Aus dem Abgeordn etenhause.) Das Abgeordnetenhaus berieth Samstag in einer sechsstüu-digeu Sitzung das Etat des Ministeriums des Iuucrn zu Ende. Die Debatten spielten sich unter großer Theil-nahmsllisigieit und vor fast leeren Bänken ab, wril es die meisten Abgeordneten vorzogen, den M" lullgen des Herrenhauses als Zuhörer belM^ Die Discussion drehte sich meistens um locale deiin. Es seien hier nachstehende Momente ^ gehoben. Abgeordneter Zukljr empfahl die ^ fiihruug mehlerer Ballten zur Verhütung voN "^, schwenummgeu in Oberkraiu uud beantragte eltle., bezüglich? Resolution, welche genügend uuterstützt' ^ Abgeordueter Siegel besprach speciell im ",.,^ auf die Verhältnisse in Schlesieu. die Nothwe"^. der Uuterstützuug des Kleiugewerbcstaudes be« ^ fi'chrung von Staatsbanleu, währeud AbcM Dr. Angerer im Interesse des FremdenverM , Tirol den Bau mehrerer Straßen empfahl. ^ "^ Herr v. Sommaruga erörterte die VestmmnMg ^ Wiener StadterweitcrunMoudes im Si»ue eincr z > mäßigen Verwendung für Wieu. Abgeordneter ,^ Hompes ch forderte den Ban von ReichsstrM ^ Galizien und die Einstellung eines entsprechenden^ träges iu das nächstjährige Budget, Abgeordneter ^ v. Proskowetz befürwortete clue systematise^,, geluug des Straßennetzes der Mouarchic. Velin ^ «Wasserbau' setzte sich Abgeordneter Dr. Nojc.l^ die Regulieruug des Aupaflusses eil,, währeno d>e geordneten Graf Hompesch uud Ritter u. -p^,,, fowetz auf die Nothwendigkeit der Flussregnliew« iu Gallon, respective Mähren, hinwiese». WgeMN , Doblhamer forderte eine Regulierung der V"^ uud Abgeordneter Dr. Lueger einen entsprcm .^ Staatsbeitrag für die Ueberwölbuug des Wiens'"^ Letzterer brachte eine diesbezügliche ResolliNo» , welche genügend unterstützt wurde. ^ (Natural - Verpflegsstationcn.) ^ Laudeöausschuss von Kärnten hat sich iu MsM^ eines einschlägigen Laudtagsbeschlusses bezüglich del ^ richtung vou Natural-VerpflegKstatiuneil, in w^ arbeits-, subsistenz- uud mittellose, jedoch arbeit^, Reisende ohne Unterschied der Zuständigkeil '^^M, session gegen Leistung einer angemessenen hä^ ^ gewerblichen oder landwirtschaftlichen Arbeit f»l.^ kurze, 18 Stunden nicht übersteigende Zeit ^M" ^ nud Verpflegung finden sollen, mit den La'^e ^. schüssen der anderen österreichischen Lä'udcr i»s ^,. vernehmen gesetzt. Auf Grund der einlangende» ^ > achten wird dann der Bericht an den Landtaü ! diese Angelegenheit festgestellt werde». Ae< (Aus Trieft) wird uus berichtet: D" ^ meiuderath genehmigte in der Specialdebatte d^ .^. zwölf Paragraphe des mit der Regiernng wegen l ^. nähme der neueu Docksaulagen abzuschließenden u ^ einkommens unverändert nach langer Berathung- lv ^ wurden die seinerzeit von Piccoli nnd Consort ^, stellten Anträge anf Beitragsleistung zu den ^ einer eventuell hier zu errichtenden italienischen "^ sität acceptiert. Die Beitragsleistung hätte die ^ ^ der Beistellimg eines Uuiversitätsgebäudes i»n ! von 600000 ft. :c. .^c" (Die Thätigkeit des ungarl'^ Reichstages) uähert sich ihrem Eude. ^ ^ nur noch abgewartet, dass auch der österreichische ^ ^. rath die auf den Ausgleich bezüglichen Vorlag^ ledige. Im Verlaufe dieser Woche wird bas ^hsi gesetz erledigt und damit die meritorische Thätlgl ^. Reichstags zum Abschlüsse gebracht werden. Der ^. entwnrf, betreffend die Wahlmissbräuche, wird, ^ ^ sam wie infolge einer Verständignng unter de> ^l telVn, von der Tagesordnung abgesetzt werden» ^z Schluss der gegenwärtigen Legislaturperiode des^,^ tags, welcher durch Se. Majestät persönlich ^aß wird, dürfte zwischen dem 18. und 25. M' ^r finden. Es werden bereits die aus Anlass ^r ^ herkuuft des Monarchen erforderlichen VorM getroffen. Fl" (Kroatien.) Der Banus von KroaN"' . / nimmt in Begleitung des Sectiouschefs Stan'"" ^, des Secretärs Spitzer eine Reise nach ^ ;^ Vorerst begibt sich der Banus „ach Budapest, ' ^' nach Vukovar. Diesmal will er hauptsächlich " ^ malige Grenzterritorium: den Oradiökaner. Vro Peterwardeiner District, besuchen. -cch^ (Zur Vorgeschichte der bos" ^ ' Occupation.) Der «Pester Lloyd» w'ede^ F Erwiderung auf die Auslassungen der «^^ h^ Ztg.» vom 5. Mai, dass es nicht wahr sei, " ß^ unsere Monarchie lediglich um den Preis der ^> bllllg zweier Provinzen den Russen im Orle ^ Hand gelassen. Das Blatt zweifelt nicht da" d die Beantwortung der Iranyi'schen Interval"'«F' Unrichtigkeit der vou den deutschen Blättern nW Behauptung l rweisen werde. . . ^ ^ (Im deutschen Lesung der Vrautweinstener-Vorlage fnch^ M stattfinden. Die Zahl der beim Reichstage '^ ^ anf diese Angelegenheit eingegangenen P^'^>Mll^l. von Tag zu Tag und beweist, welch tiefe f^l ^ Frage der Brantweiusteuer im Volte heruorge ^ . Die erste Lesung wird voraussichtlich '""iz^if^ Auspruch nehmen; die Vorlage geht dalUl HF!" au eine Commission, deren Berathungen j»'" jacher Zeitung Nr. 105__________________________________887 ^ ^^ ^8?. ^ .ausdehnen werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass H ln Berlin anwesenden Minister der snddentschen "en sich ^,^ d^, Ae^athnngen betheiligen werden, w! ! ^ " r Sitnation anf dein Aallan.) Es lji '" nicht, dass wii in diesein Jahre einem friedfer-diin! ^"u>r entgegengehen. Die bnlgarische Frage such "°ch längere Zeit offen bleiben, auf Kreta ist lc>ll, ^ kleine Revolte niedergeschlagen worden, nnd W^". ^M Meldungen vor^ dass im nördlichen leit?"' allenthalben Unruhen ansgebrochen find. Schon ,W 5 " bischt dort volle Anarchie, und alle vier e>! i ^lge ist der Gouverneur in Skutari genöthigt, Nm^ ^^^guien nach der Sadrima zu entsenden, um Am n? > - ^ sonstigen Uurnhestifteru entgegenzutreten. W ^^bitenlande gährt es unausgesetzt, und jüngst H r.^ anch zn einer blutige» Schlägerei zwischen den H llMmumen bei Ipek und Djakovu gekommen sein. ^lcheinlich hat es sich dabei nur um Feldschä'den lU f,,^lehraub gehaudelt, den zu ahnden die türkischen morden principiell uuterlasseu. der ^^^ukreich.) Ob in der bevorstehenden Krisis, !M <^ ^"züsische Cabinet entgegengeht, die Popula-Et<>sl ^cmgers ausreichen werde, diesen in seiner Nttv!'^ ^l erhalten, lassen die ans Paris zugehenden ttsn! "^ überans zweifelhaft erscheiueu. Der Miss-^9' von welchem die Ersindung des neuen französi-l>tt). ^^engmittrls Melinit begleitet ist, und den man lich I deutscherseits mit Behagen affichiert. wird schwer-sesi ^ beitragen, die Stellung Bonlaugers zu be- ^ (Die Ministerkrisis in Serbien.) Nach tM ' ^^ "^" aus Belgrad erfährt, dürfte die ser-^ Ministcrkrists erst uach der Abreise der Köuigiu l^^un diese überhaupt stattfindet — zur Lösung ^, men. Nie der Correspondent der «Presse» die ^!z^" momentan auffasst, ist es wahrscheinlich. >w ^^aniu abermals mit der Bildung des Cabi- betraut werden wird. i^lCentral asiatische Verhältnisse.) Auch G "^M'linopeler, mit den centralasiatischen Verhalt-M? ^"^uer vertrauten Kreisen zweifelt man an dem Keuche eines offenen Conflictes zwifchen Russland 3z^. England für eine nähere Znknnft entschieden. !„ ^l'b entwickle allerdings eine große Thätigkeit, nm ^Manistail die Sympathien für Russland, welche ^ - ^"" breitere Wurzeln geschlagen hätten, als ^ock^. ^Nemeinen auuehme, thunlichst zu vermehren; lisch/ ^nne gerade wegen der nnzweifelhaften mora-^fortschritte Russlands in Afghanistan, durch ^k>ll« ^ ^'^' künftiges Operationsfeld ebenso ge^ 3ll>l«s ^^ wirksam vorbereite, kein offener Schritt <^lds. durch welchen die Gefahr der Collision Aten ^M'o ""'^ werden könnte, als wahrscheinlich Tagesneuigleiten. ^ ^- Majestät der Kaiser haben den nachbenann-zivy^.^villigen Feuerwehren in Niederösterreich, nnd '^ dol? freiwilligen Fenerwehr in Groß-Reinprechts ^ . "schen Bezirke Zwcttl, der freiwilligen Feuer-^>o^ ' ^tzluannsdorf am Kamp im politifchen Bezirke ^ dlll^ ^^ freiwilligen Fenerwehr in Spannberg >i> 3j! ^en Bezirke Groß-Enzcrsdurf, Unterstützungen ü>,« ^rage von 100, beziehungsweise «0 und «0 fl. ^illi^ Allerhöchsten Privatmitteln allergnädigst zu ^u geruht. ^^_______ ^R^ ^l)Ulmer-Uebungs-Escadre.) Wie wir ^ B ' ^ Se. Majestät der Kaiser die Aufstellung ^ °^Mer-Uebungsescadre genehlnigt, deren Manöver ^ ginnen sollen, Die Escadrc loird aus folgenden '^'' bestehen: den Casemattschiffen: «Tegetthoff», ''^M» lind «Erzherzog Albrecht»; den Kreuzern: ^!e». ' «Leopard» nnd «Lnssin»; den Torpedo-^'/^dlcr», «Falke», «Condor» und «Bussard» und ^II ?^°s Nr. IX. X. XI. XII. XIII, XX, XXI. " ^lln ' ^lV. XXV. XXVI. XXVII und XXVIII; '^"'psern: «Elisabeth» und «Pola», dem Tender: ?^ta?' "'^ "Mich den Avisodampfern: 'Greif» und s^/'k'. — Im Monate Inni sollen an Stelle der He. "°vt-Ilottille uud dereu Beischiffen die Casematt-l>en ^"°" Juan», «Kaiser Max» uud «Prinz Eugen > e» ^ ^and der Escadre aufgenommen werden, ei^ z>ve> 3>" ^ 3 iume) »vird uns geschrieben: Vor .'l oft Monaten logierte sich hier im «Hotel Europa» ^ 3a,"v'^"' hervorragender Wiener Banquier mit oi> ^'gtci/ y ^n, nachdem von einem in Abbazia be-^eseh^ Aufenthalt wegen dortigen Wohnungsmangels X^iillm ^" unlsste. Die stattliche Anzahl von zwölf ^ "d q°s! '""de für die Herrschaft und Dienerschaft z/?er ^'^t. und ebenso wurden die Ansprüche der 'v^'gt w auf Verpflegung und Bedienung vollauf >N> die I- ^ zweimonatlichen, Aufenthalte im Hotel ^^ un^"^"^"""ll verlangt, dieselbe aber zu hoch V^' ^ "ur nach einigen zugestandenen Abstrichen >^> ^ ^ H^elier, Herr Josef Gorup, dem es ^uses /!""'"e als au Erhaltnng des ausgezeich. >"nes Hotels zu thnn war, glallbte sein reelles Vorgehen gegen alle seine Gäste, also auch gegen die reiche Wiener Familie, nicht besser documcntieren zu können, als dass er die betreffende, in der Hotclrechnung ausgewiesene Summe, nämlich 3N0U fl,, in uneigennützigster Weise für das Kinderasyl «Clotilde» bestimmte nnd diesen ungewöhnlich großen Betrag der Direction des geuaunten Kinderasyls zustellen ließ. — (Nene Cavallerie-Kaserne,) In Seebach bei Villach, wo bisher zwei Escadronen Uhlancn untergebracht sind, wird nebst der bereits bestehenden Ca-vallerie-Kaserne eine nene nach den neuesten Anforderungen von Herrn Karl Brandt in Villach, den, auch die alte Kaserne gehört, aufgebaut und eine dritte Escadron in derselben dislociert. — (Der Steruenhimmel) ist gegenwärtig von ganz besonderer Pracht und Schönheit. Die Gestirne des Nordens blicken mit eiuem Glänze anf uns hernieder, welchen zu fchauen uuserem Auge uicht allzu häufig vergönnt ist. Schon geraume Zeit zuvor, ehe die Sonne noch ihrem Untergänge sich zuneigt, nimmt ein scharf spähendes Auge, sofern es mit dem Stande der Gestirne einigermaßen vertraut ist, hoch am südwestlichen Himmel den Abendstern oder die Venus wahr, dessen Glanz mit der zunehmenden Dnnlelheit fort uud fort sich steigert, bis er eudlich alle Sterue des Firmamentes an Helligkeit weit hinter sich zurücklässt. Lange zuvor, ehe die Venus diesen Helligkeitsgrad erreicht hat, taucht am Süd-hiutmcl der gleich einem Demant funkelnde Sirius auf, welcher uns noch einmal seinen Abschiedsgruß zuzuwinken scheint, nm binnen kurzem mit seiner glänzenden Umgebung, den Sternbildern des Orion, des kleinen Hundes, der Zwillinge u. s. w., wieder auf fast eiu Jahr vou der Bildfläche des Horizontes zu verschwinden. Nachdem die stacht ihre Fittige ausgebreitet hat und auch die Sterne vierter und fünfter Größe mit bloßen, Auge erkennbar sind, erhebt sich als Dritter im Bunde am fernen Ost-Himmel der majestätische Jupiter, welcher mit seinem ruhig blinkenden Lichte sich der Venus würdig aureiht. Diese drei Gestirne scheinen förmlich miteinander wetteifern zu wollen, indem sie die übrigen, selbst die hellsten Sterne, an Intensität des Lichtes weit übertreffen. Ihnen gesellt sich als ebenfalls vorübergehender Gast mit seinem allerdings bedeutend blässeren Lichte der Saturn, im Sternbilde der Zwillinge, zu, welcher mit dem Sirius fast in demselben Meridian, jedoch bedeutend höher als dieser steht. Doch nur uoch einige Nächte wird der Sternen-himmcl in solcher Pracht sich zeigen, weil dann das Mondlicht den Sternenglanz beeinträchtigt. — (Jubiläum des Prager «Sokol».) In, Hinblicke auf das polizeiliche Verbot, welches den Sokol-Festzug anlässlich der 25jährigeu Jubiläumsfeier sowie deu festlichen Empfang der aus Amerika kommenden czechischen Gäste in Prag untersagte, beschloss der Fcstausschuss des Sokol-Vercius, von der Veranstaltung der Jubelfeier überhaupt abzusehen. Die amerikanischen Czechen werden telegraphisch ersucht werden, die beabsichtigte Collectivfahrt nach Prag zu unterlassen. — (Zum Brande in Efteries.) Das «Budapester Journal» meldet, dass in Eperies zahlreiche Menschen vermisst werden. Aus dem Stefanie-Kloster spraug ciu Mädchen in den Hof, wo es todt liegen blieb. Drei andere Mädchen werden vermisst. Eine Fran drang in ihre brennende Wuhnnng nnd warf ihr bereits todtes Kind aus dem Fenster. Sie selbst wnrde wie durch ein Wunder gerettet. Eiuc aufgebahrte Leiche ist gerade vor dem Begräbnis verbrannt. Zahlreiche Familien campieren im Freien. Ueber 4(10 Häuser siud theils eingeäschert, theils eingestürzt. — (Neise nach dem Nordcap.) Zur Zeit der Mitternachtssonne beabsichtigt der österreichische Tou-ristenclnb eine Neisc nach den, Nordcap. Den, reichen Neiscprogramme eutuehmeu wir der Kürze halber nur folgende Daten, indem uähere Auskünfte für Neifelustigc im Clnbbnreau, Wieu, I. Bezirk, Herreugasse 23, bereitwilligst ertheilt werden. Die Neisc geht über Dresden, Berlin, Stettin, Copenhagen und Christiania durch deu interessantesten Theil Norwegens über Dronthcim bis zum Nordcap. Die Reisekosten dürften fich anf 450 Francs belaufen. Es wird die Neise per Eisenbahn in Waggons zweiter Classe, per Dampfboot mit erster Classe zurückgelegt. — (Schließung der czcchischcn Buchhandlung in Wie n.) Die czechische Buchhandlung des Herrn Stanislans Prazäk, die einzige in Wien, welche sich zur Aufgabe gemacht hatte, die czechische Litcratnr in Wien zu verbreiten, ist diescrtage wegen uugnnstisM Geschäftsganges gesperrt wurden. — (Dnell mit tödlichem Ausgange.) Aus Budapest wird berichtet: Der Hörer der Mediciu Ludwig Szabu crschoss Sonntag in, Duell deu Hörer der Rechte Ernst Weidlich. Die Veranlassung zum Duell gab ein Wortwechsel in, Kaffeehause. ^ (Häusliche Gerechtigkeit.) Mutter (zur weinenden Anna): «Gib twch nach, Anna, sei die Gescheitere!» — Anna: «Nein, Mama, erst gestern musste ich die Gescheitere sein, und hentc soll ich's wieder sein! Die Neihe ist nicht an mir, souderu an der Clara.» Local- und Prooinzial-Nachrichten. — (Verhandlnngen des Neichsrathcs.) Das Abgeordnetenhaus setzte gestern die Specialdebatte über den Staatsvorauschlag beim Etat des Landcsver-theidigungs-Miuistcriums fort. Derselbe wurde rasch erledigt. Eine größere Debatte entspaun fich bei Verhandlung des Cultus- und Unterrichtsbudgcts. Au der Debatte bethciligtc sich in hervorragender Weise auch Sc. Excellenz der Herr Unterrichtsministcr Dr. von Gantsch; außerdem sprachen die Abgeordneten Dr. Weitlof nnd Professor Suklje. Abgeordneter Aukljc erklärte, dass er mit den Maßnahmen der Unterrichtsverwaltung vollkommen einverstanden sei und dass dieselbe inbctrcff der Vorkehrungen für die Supplenten volle Anerkennung verdiene. Nur mit der Action gegen die Ucberfüllnng der Mittelschulen ist er nicht ganz einverstanden; es solle nämlich nicht der fiscalische Standpunkt, wie er sich in dor Erhöhung des Unterrichtsgeldes geltend mache, hervorgekehrt werden. Wenn man den Schülerzufluss von den Gymnasien ablenken »volle, dann müsse mau für die Vermehrung der landwirtschaftliche,, und gewerblichen Fachschule» Sorge tragen. Er begrüße es feruer mit Freude, dass Mittelschullehrer in das Unterrichtsministerium berufen wurden, nur möchte er wünschen, dass Professoren aller Nationalitäten dieser Ehre theilhaftig werden. Inbetreff der Reform der Gymnasien warnt Redner vor der Creieruug einer neunten Classe, denn diese Maßregel würde für jede» Schüler ein Mehrerfordernis von 300 fl. ausmacheu. Mau möge dafür lieber die Zweistufigkeit des Gymuasiums aufhebeu. In-betrcff der Lehrmittel gibt Redner der Ueberzeugung Ausdruck, dass die Monopolisierung und Verwohlfeilung der Lehrbücher durch den Schulbücherverlag nicht anzustreben sei, weil infolge der dann aufgehobenen Coucur-renz die Qualität der Lehrbücher keineswegs gewinnen würde. Redner bespricht ferner die nothwendige Pflege der deutsche», Sprache an den slavischen Mittelschule,, und betont den Grundsah, dass die Schüler des Deutsche,, in Wort uud Schrift mächtig sein sollen. Dieser Grundsatz sei nur insofern controvers, dass der Fachunterricht nicht selbst in dieser Sprache ertheilt werden solle, wenn nicht die Mittelschule den Charakter einer Erziehungsanstalt gänzlich verlieren und zu einer formellen sprachlichen Drillanstalt herabgedrückt werden solle. (Beifall rechts.) Was die begehrte Stelle des zweiten Sectionschefs im Unterrichtsministerium anbelange, fo müsse die Sache von einen, höheren Gesichtspnnkte aufgefasst uud beurtheilt werden. Das Bedürfnis sei nachgewiesen, und nach den letzten Erklärnngen der Regierung sei die Majorität zu der Erwartung berechtigt, dass sie mit Ernst und Energie an die Lösung ihres Programmes schreiten werde. Redner beantragt daher, die für die Stelle des zweiten Scctions-chefs in Anspruch genommene Summe von 5000 fl. in das Budget einzustellen. (Beifall rechts.) — Hieranf wurde die Verhandlung abgebrochen. Nächste Sitzung heute. — (An die Adresfe der «Tagespost».) Die über Krain stets so «wohlinformierte» Grazer «Tagespost» citierte unlängst Se. Excellenz den Herrn Uuterrichtsministcr aus den gestrigen Tag persönlich nach Laibach nnd wusste bereits in einem «Der Unterrichts« minister in Laibach» überschriebenen Artikel über seine Inspicierung der hiesigen Mittelschulen zu berichte,,, während der Herr Minister — wie jedermann wissen mnsste — im Abgeordnetenhanse des Reichsrathes das Budget seines Nessorts zn vertreten hat. Wir zweifeln nicht daran, dass der Herr Unterrichtsminister anch uns Krämern bei nächster Gelegenheit die Ehre seines Besuches schenken werde, und werden sein Erscheinen in Laibach mit Freude begrüßen, weil dann Se. Excellenz sich aus eigener Anschauung wird überzeugen können, welcher Contrast zwischen den thatsächlichen Verhältnissen und den verlogenen Corrcspondenzen des bekannten «unverfälscht deutschen» Berichterstatters der «Tagespost» uud anderer gesnmungs-verwandter Blätter besteht. — (Gründungsfeier der Laibacher Volksküche,) Die von der Leituug des Laibacher Volksküchen-Vereines veranstaltete Erinnerungsfeier an den zehnjährigen Bestand der Laibachcr Volksküche fand am Sonntag den 8. d. M. statt und wurde vou eiuer heil. Messe mit Tcdcnm in der Kirche bei den Franen Ursu-liueriunen eingeleitet. Der hochw. Herr Domcapitnlar Msg. Ieran las die hl. Messe und die WW. EE. Frauen Ursulinerinnen begleiteten dieselbe mit weihevollem Gesang und Orgclspiel. Diesem Festgottcsdienste wohnten der Obmann Herr Haufttmann Vincenz H übschma n n sowie viele Damen und Herren des Vereines bei. Aus der Kirche verfügten sich dann die Betheiligten in die Volks-küche-Localitätcn, um sich mit den schon früher daselbst anwesenden Fnuctionärinnen zu vereinigen und ihre Thätigkeit aufzunehmen. Um 11 Uhr begann die Freibcspei-stlug der tägliche,, Gäste und der Stadtarmen. Es wurden zncrst die Studcuteu und die täglichen Gäslc bedient. Das Mem, bestaud aus Rcissnppe, Rindfleisch mit eingebrannten Erdäpfeln, Kalbsbraten mit gemischtem Salat, Gugelhnpf, Brot, Bier und Wein. Alle ließe» sich die sehr gut uud äußerst sorgfältig zubereitete,, Speisen, welche unter persönlicher Leitung und Ucbcrwachung der Damen Küchcnvorstehl'rin Fran Therese Hübsch mann, Frau Lailmcher Zeitung Nr. 105 888 10.MaiM^, Caroline Ahn und Frau Anna von Fiechtl gekocht worden waren, wohlschmecken. Inzwischen waren der Herr Landespräsident Baron Winkler, Frau Baronin Emilie Winkler, der Landeshauptmann GrafThurn -Valsassina, Bürgermeister Grasselli und der hochwürdige Herr Capitular Msgr. Ieran erschienen, welche sich insgesammt sehr eingehend für die Feier interessierten und sich genau von allem informieren ließen. Dieselben unternahmen sodauu unter Führnng der Fran Küchen-Vorsteherin Theresc Hübschmann und des Herrn Obmannes Hauptmann Hübsch mann einen Nuudgaug und beehrten sogar die Küche selbst, wo alles in regster Thätigkeit sich befand, und die thätigen Damen, die ins-gesnmmt anwesend waren, durch ihren Eintritt, wo sich insbesondere die Frau Baronin Winkler höchst anerkennend über die aufopfernde Wirksamkeit der Damen des Vereines aussprach. Die Bespeisuug hatte mittlerweile ihren ungestörten Fortgang genommen, denn als die erste Serie der Gäste ihr Mahl beendet, wurden die im städtischen Versorgungshanse untergebrachten Armen mit denselben Speisen und Getränken, an Quantität und Qualität in nichts von jenen der ersten Serie verschieden, bespeist. Für jene Armen, welche nicht kommen konnten — 39 an der Zahl — wurde das gleiche Essen in das Versorgungshaus gesandt. Sowohl die täglichen Gäste als auch die Armen hatten sich bemüht, in netter Kleidung zu erscheinen, und es sahen auch die letzteren nicht im mindesten unsauber aus. Alle erfreuten sich sichtlich an dem Gereichten und verließen vergnügt die sich ihnen im Laufe von zehn Jahren fchon so oft wohlthätig erwiesenen Räume. Im ganzen wurden 400 Personen, darunter nahe an 200 Studenten, dann 9 Kinder aus dem Kindergarten des deutschen Schulvercins und die täglichen Gäste (an 100) und die Stadtarmen bespeist. Die schöne Feier hatte um 1 Uhr uachmittags ihr Ende erreicht, Auch zu dieser Feier hatten eine Reihe edler Wohlthäter und Gönner des Volksküchen-Vereines milde Gaben in Barem gespendet sowie auch mehrere Fässer Bier und Wein geschenkt. Den Wein spendete die edel-sinnige Protectorin des Vereines, Frau Ieannette Rech er, das Bier die Herren Au er, Kosler und König, Herr Zoppitsch hatte schon am letzten Sonntag ein Fass Bier für die Studenten in die Volksküche geschickt. Allen diesen warmherzigen Menschenfreunden, durch deren humanen Sinn die Freibefpeifung am 8. Mai ermöglicht wurde, fagt die Vereinslcitung im Namen der Armen au diefcr Stelle den innigsten, herzlichsten Dank. Den gleichen Dank spricht sie auch den Damen aus, die mit unermüd' lichem Fleiße nnd aufopferungsvollster Hingebung halsen, die Bcspeisung durchzuführen, sowie den wackeren Func-tionären des Vereins, die sich auch in regster Weise an der Feier betheiligten. An der sonntäglichen Erinnerungsfeier waren — außer zwei Dameu, den Fräuleins Irma Kaucic und Thekla Nnda, welche durch Unwohlfein an der Theilnahme am Feste verhindert waren — fämmt-liche Vereinsdamen anwefend. Viele derfelben, so die Frau Küchenvorsteherin Hübschmann, die Kiichen-vurstcheriu-Stelluertretcrin Frau C. Ahn, Frau Anna von Fiechtl, Frau Irma Mayer, ferner die Fräulein: Jenny Rccher, Minna Honig, Amalie und Paula Els -ner, gehören dem Vereine seit dessen Gründung an, nnd es können somit dieselben auf eine schöne, segensreiche Wirksamkeit zurückblicken, wie dies die Festschrift des genannten Vereines befagt. Außer den eben genannten Damen waren bei der Erinnerungsfeier thätig mitwirkend die Fraue«: Christine Kavcic und Hedwig v. Radics sowie die Fräulein Thekla Ahn, Caroline von Alpi und die beiden Schwestern Tisch. Von den Herren des Verwaltungsausschusses waren anwesend die Herren: Obmann Hübschmann, Obmann-Stellvertreter A. Drelse, Schriftführer Dr. I. Stare", Cassier Haufttman M. Zit -terer, Ritter von Casa-Cavalchina, Oekouom C. Lachainer, sowie die Ausschüsse: I. Kaucic und A. Maye r. Die Herren Drelse und Dr. Stare zählen ebenfalls zu den ältesten Mitgliedern des Vereins, den» sie beide seit dessen Gründung angehören. — (?ro äomo.) Wie wir ans dem uns nun vorliegenden stenographischen Protokolle der 140. Sitzung des Abgeordnetenhauses ersehen, hat der Abgeordnete Dr. Picke rt anlässlich der Verhandlung des Budgettitels «Kostcu der officiellen Zeitungen» die «Regierungsblätter» als «höchst unanständig», «als Kampforgane gegen das deutsche Volk iu Oesterreich», die «an Gemeinheit geradezu das denkbar Höchste leiste«», genannt. Pa diese Pauschal-Verlcumduug indirect auch gegen unser Blatt gerichtet ist, fordern wir den Herrn Abgeordneten Dr. Pickert auf, aus unserem Blatte die Beweise für diese seine Behauptungen zu erbringen, wenn er sich nicht dem Vorwurfe haltloser Verleumdung und tendenziöser Unwahrheit aussetzen will. — (Todesfall.) Vorgestern um 4 Uhr nachmittags ist der hochw. Herr Franz Hrovat, gewesener Stadtpfarrer bei St. Jakob in Laibach, später Rector des österreichischen Pilgerhauses in Jerusalem, nach langem, schmerzlichem Leiden gestorben. Der Verblichene war zu St. Varlhelmä bei Rudolfswert am 28. September 181 :i geboreu, wurde am 12. August 18A8 zum Priester geweiht und war dann Cooperator in Sagor, Pülland, Sittich, Haselbach und seit 13. Iuui 1845 Stadtftfarr-Cuopevntor zu St. Jakob in Laibach, Am 2, April 1850 wurde er als Stadtpfarrer investiert und unternahm noch im selben Jahre eine Pilgerreise nach Rom, bei welcher Gelegenheit er die Reliquien des heil. Felix für die Stadtpfarrkirche St. Jakob erwarb. Unter den mannigfaltigen Renovierungen, die der Verstorbene für die Stadtpfarrkirche St. Jakob veranlafst hat, ist zu erwähueu die schöne marmorne Kanzel (ein Werk des verstorbenen Steinmetzmeisters Ignaz Thomann), der Kreuzweg und mehrere künstlerisch ausgestattete Paramente, ferner die Glocken, die Orgel und der Tabernakel für die Filialkirchc Sanct Florian. Am 25. März 18U7 legte der Verstorbene, zum Rector des österreichischen Pilgerhospizes in Jerusalem ernannt, die Stelle eines Stadtpfarrers von Sanct Jakob nieder. Während seines Aufenthaltes in Jerusalem, als Se. Majestät Kaiser Franz Josef Icrufalem besuchte und später auch der Eröffnung des Suezcauals beiwohnte, nahm Allerhöchstderselbe im österreichischen Pilgerhospiz in Jerusalem sein Absteigequartier, und der verstorbene Rector Hrovat war eifrigst bemüht, die Räume des Hospizes aus diesem Anlasse auf das fchönste zu renovieren, wofür Se. Majestät ihm einen wertvollen Brillantring mit seinem Namenszuge und eine goldene Schnupftabatdofe zum Geschenke machte, während der Patriarch von Jerusalem ihn mit dem Ritterkreuze des Ordens vom hl. Grabe auszeichnete. Die Geschenke Sr. Majestät des Kaisers hat der Verstorbene vor einigen Jahren dem Papste Leo XIII verehrt. Wcgeu eines acuten Augenleidens kehrte Hrovat nach fünfjährigem Aufenthalte im Orient nach Laibach zurück, wo er seine letzten Tage verlebte. Ueber fein Vermögen hat der Verstorbene in christlicher Charitas verfügt. Den größten Theil desfelben werden die wohlthätigen Institute des Vincenzvereiues erhalten, in erster Linie das Waisenhalls «Collegium Mariannm». Ehre dem Andenken des edlen Priesters nnd Frenndes der Armen! — (Gemeinderaths-Sitzung.) Heute um 6Uhr abends findet eiue öffentliche Gemeiudcraths-Sitzung mit nachstehender Tagesordnung statt: 1.) Mittheilungen des Vorsitzenden. 2.) Wahl des Vicebürgermeisters. 3.) Wahl der acht standigeu Sectionen des Gemeinderathes. 4.) Er-gänzungswahleu in die übrigen Sectionen und Commissionen. 5.) Berichte der Bausection: ») über das Licitationsergebnis, betreffend die Vergebung der Stein-metzarbeiten pro 1887; d) betreffs Regulierung der Schießstättstraße; o) über die Schlussabrechnung für die Herstellung der Quaimaueru unter der Hradetzkybrücke. (i.) Bericht der Polizeisection über die Errichtung der sechsten Apotheke in Laibach. — Hierauf geheime Sitzung. — (In Veldes) ist der dortige Hotelier Herr Johann Mallner zum Bürgermeister gewählt worden. — (Südbahn.) Vom 12. Mai angefangen tritt eine neue Fahrordnung in Wirksamkeit. Die Personellzüge haben rücksichtlich der bisherigen Ankunfts- und Abfahrtszeiten keine Veränderung erlitten, ausgenommen, dass statt des bis nnn nach Cilli verkehrenden Secundärzuges ein gemischter Zug nach und von Cilli verkehren wird. Ankunft in Laibach um 9 Uhr 40 Minuten vormittags, Abfahrt von Laibach um 5 Uhr 45 Miuuten nachmittags. Die Tageseilzügc Nr. 3 und 4 führen vom 12ten Mai an zwifchen Wien uud Steinbrück nur Wage» I. und II. Classe. — (Wochenausweis der Sterbefälle.) Dem soeben publicierten 17. Wochenausweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: ^. L Gesammtzahl ^. LZ^? ^.N^ dcr Z^ ß^-« Städte ß «^ Verstorbenen ^ °Z°Z «-3Z _______________ ^ 2 3«^, Z3Z "..^ w. zuw- ^ M" Laib ach . 27 480 12 9 21 8 39,7 Wien, . . 790 881 257 247 504 65 33,2 Prag. . . 184 009 80 70 150 34 42,4 Graz. . . 104 740 46 38 34 13 41,7 Klagenfurt 19 521 7 8 1b 5 40,0 Trieft . . 157 159 45 33 78 3 25,8 Gürz. . . 22 545 9 10 19 1 43,8 Pula. . . 26823 3 7 10 3 19.4 Iara. .. 12326 2 5 7 2 29,5 Von der Gesammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 47,6 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (Vieh markt.) Der gestrige monatliche Vieh-martt war schlecht besucht, wozu wohl der Umstand beigetragen haben mag, dass erst vor acht Tagen der große Jahr- und Viehmarkt stattgefuuden, aber auch dcr Umstand, dass ob der an zwei Pferden in Laibach constatier-ten Rotzkrantheit sämmtliche Pferde aus dem Pomörium der Landeshauptstadt vom Auftriebe ausgeschlossen wareu, andere Pferdebesitzer aber Bedenken trugen, ihre Pferde auf den Markt zu stellen. Iusgefammt wurden 441 Stück Ochsen, Kühe, Pferde uud Kälber aufgetrieben, und war der Verkauf matt. - (Bad Tüffer.) Im Kaiser-Franz-Iosef-Bad Tüffer find lallt dcr foeben ansgegcbeneu ersten Cur- und Fremdeuliste bisher 87 Personen zum Curgebrauche ein getroffen. Ueueste Post. Original-Telegramme der «Laibachelö » Budapest, 9. Mai. Gestern abends gieng h'"^ großes Gewitter mit Regen und Hagel nieder. ^. massenhaft niederströmende Wasser drang "l °, Kcllerwohimngci! ein, vou wo es die FeucrwcYl pumpen musste. Der Verkehr der Zahnradbahn >"> , eingestellt werden, weil vom Ofner Gcbirgc das ^> ^ in Strömen herunter floss. Auf der Dona» '" ebenfalls wM'u des großen Sturmes Vcrkchrsston>n^ statt. In der äußeren Franzstadt und iu der IM stehen ganze Gassen unter Wasser. ^ ^ ','lMM, 9. Mai. Der verhaftete deutsche ^ lieutenant Arthur vou Wiunia., Gatte der vew'^ Hochstaplerm Marie Wiuuig,'geboruru Gräfin K^ wurde heute alls freien Fuß gesetzt untei der D Stofferer, Pferdehändler, Trient. — Pugel, Reisend"',M bürg. — Harak, Fabrikant, Domzale. — Marusich, ^'" Privatiers, und Markgraf, Lieutenant, Trieft. M»^ Gasthof Siidlmhlchof. Pollna, Obcrlieutenant, Wien. -" Advoc.-Candidat, St. Marlin bei Littai. „ ^tz. ^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Errath, Kfm., Nas!"'"" Omeröu, Kfm., Wisell. ^^ Gasthof Sternwarte. Vernil und Iancic, Privatiers, ^^ — Vodnit, Privatier, Cilli. — ssunder, Privatier.".^ b>ng. - Koscm und Mesicel, Privatiers, Üichte'""^ Levstit, Lehrer, Senosetsch. — Smola, Major, Ml«""" Perl», Lehrer, Hünigstein. — Tovani, Kfm., Ndmc^^ Verstorbene. ^ Den 6. Mai. Franz Vehar, Tischlcrssohn. 13 ^" gang A, Bronchitis. Olü^ Den 7. Ma i, Maria Hitti, Arbeiterslochter, 2 ^-< ^ gassl- 5. Tuberculose. «.^tcl, ^ Den 7. Mai. Cölestine Eersen, Conductenrs-^cv und 1 Mun., Feldnasse 38, LuiMnentziinduna.. . Pftl^ Den 8. M ai. Franz Hrovat, pensionicrtel ^ 74 I., Petersstraße 27. Wassersucht. ^ «, O Den 9. Mai. Peter Ambroz, Stadlarmer, 7?,^O« «.'««"»D 7Ä"M^7"M.37 ^iD"'^M schuach" theilw. hk'l" l>/ i) ^ . N. 734.65 18,2 O. schwach Iheilw. h ^ i< » Ab. 736.80 11.8 O. schwach 'theilw- ye ^ Tagsüber meist bewölkt, etwas windig; Abendrot).^, ^ leuchten in SW. Das Tagesmittel der Wärme 14," über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagl^-^^ M>s^ Meil'age. ""^! ^^ Der heutigen «Laibacher Zeitung» liegt silr die p ^, ^' Abonnenten eine Abonnements Einladung auf das rungen erscheinende Geographisch - statistische bei. ^ BesteNungen auf obiges Merk übernimmt "" ssorlsetzung pünktlich nach Erscheinen ,,s^ Jg. 1,. Oleinmayr ^ Fed. B"'" Ouchl)»n,dlu»9' I ^^bachcr Zeitung Nr. 105 ______6W ^ ^. ^^^ Course an der Wiener Börse vom 8. Mai 1887. Ma. ^ o^-ie^ L.urödl.tt.. 2 Geld ^ar?> ^S,.- ^ ^ ^ x«! z:^z ^ ' ,°7 ^2>» - ^" z°, st°uze 500 „ 135'-!>^5 .'.< ^'' ß»Ü. . fünftel iuu „ 13« 5o!i»? - ^ ^'««Mo,,. . . luo ^' ,65. 75, !t!b,2s """enscheine , , per St. —------------ ^ttt^»,A°lb«nle, steuerfrei . in»c,,i2io "lotenrente. fteuerfrri , z>6'9N 97,,» .^ ^""te <»/ . . . . lOo-.'^K'l.'«!» ' illl^«?l° 5«/« .... "7 50 87 bb . c!.°^"oritcile» . . i»? «u! u« 2U , "°^ Qbl,^I»g.tIstbahn) I«? 25127-70 » ^!ü>',',i H vom I, l87« . »14 «»115 40 ^"i'i>^'^'«nl.5was!.ö.W. l!» — Nb'40 ^b »t'ose 4»,, IU0 fl, . . 124 ^ Geld Ware 5°/„ Temeser «anat . . . .104 75-.-5°^ ungarische......I04.70io5 40 ' Nndere »fieutl. Nnlehen. ^ Doi>au-«eg.»eose 5°/» 100 fl. . »10 - 11« 5« blo. Anleihe l»7«. Neuerfrel . i«5 ?bi«L »5 -, «nlcbcn d. Stabtg>'mcinde Wien 105-- 105 5<> l Anlchen d, Stablgemeinde Wien! (Silbe, und Gold) . . . . !l»«-?si 133 75 Priimien.»!nl,d,ct^tgcm,2l>iel! ^22 — 125 bo o Pfandbriefe " (für 100 si.) »dodeli«, allg. österr, <>/,"/„ Gold. 125 75 i«e?s> " d,°. in bu .. „ 4'/, °/° ^c>L">oi,lo b dto. in 5l» > , 4°/» . »«'" »7 «U ' st?. Pramien-Echuldverschr.I»/«!!«^- 'uiv,,, " c est,Hyp>.'chctt!'bc,nl i0j. 5'/»°/° '«»">» — - ° Q. !..»!,!g, il'anl ver,, 5°/« . . 100 7510125 " dt". , 4V,°/« - 102 «0 102- 0 i,^, ^. 4°/« . . 98-55 !v'-' Unq, «Na, Bodencllbil«Nctieng«s. ü, Pc<> i» I. l«üt» ve,I, 5'/,°/>> ""'--------^ Priorilü - 100 75 1l»1'l!, . Oest«l. »loldweftbahn . , nu 20 lv«! 70 . Ciedcnbittoel.......------—'— Stüatsbllhn I, Emission . . lU8 50 2(1'» 50 Siidbahn k 8«/o.....1<8 — 148 50 „ i^ ü°>«.....1«575Ii!0 25 Nnn.'galiz. Nahn.....9» 70 100 80 Diverse Uofe (per Stll«), Crebillose 100 fl...... i?5»—175 50 Elard-kole 40 fl...... 44>2b —.. 4«/« DonaU'Dampssch. W0fl. , N3 75 «14 2!i Laibachel Prämien-Nnleh, L0fl, 19 i<0 20 — Ofencr Voje 4U sl..... 48 L» 4ü 25» Valfiy^^le 40 N..... 45 75 44 25 Molhe» Kreuz, oft. Gef.v, w s., 14 4o 14 70 »lubols-i!ose iu st..... ,«.^. i» ^ Ealm-Vole 4« fl..... H7-5? t« 2k St,-Gcnois°i.'o'- Windlschgiäh-Vose 30 fl. , . ^« 75 4425 Vanl-Nctlen „ ^ Bbncr,»Anft,,Ocft,L00fl.S.4U°/o _.-__ I___ i. ,!i - ! <>« — ^»»derb,, öst. ^uo sl, Ä.5U".(, ,l . . . '875 —'977._ Uill«!a>a»t !iuu ,l, . . , !l05 4l, «05 i!ellcl!leba,il, Allg, I4u sl, .^>5(> 00 Il.1'— Actleu von Transport» Un!"rnehmnngen. (per Stü«l). «lbrecht'Vahn »00 fl. Silber .----------- Mfölb'ssium,»Vahii zno fl. Vilb i«n 7518i 50 «ulsig'Tepl. Viseiil'. üUo fl.CM--------------- Vöhm, 3lolbl>ahü ,5u fl. . 179-?!, 180 50 „ Weftbal?» üvo fl, . . i?7'-2?8 50 «ufchtiehraber «Lift. 5«u fl. LM,---------------- „ (lit. I«) »00 fl. »N5-207 — Donau ' TampsfchissahrtS > Ge< Oeslcrr. 5>uo fl. EM. . . . »38 — 840 - Drau-Eis, (Uat.«Db.«^.)2U0fl.S.---------------- Dur-Nobenbacher Sl,b.,T!i.III. <ö, l8?»ü«u fl.S, — — —-— Ferdlnands-Noldl!. 1000 fl, 6Si, «449 »453 «ra»»«Iosef.^ahn »00 fl, Silber--------------- ssüuslirchcil>Äarclei«isb.200sl.V,-------—'— Kaliz,«all.l>llbwtg-Ä.l!oafI..b.200 !l. 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Moè in pravica, 3.) Teleèja peèenka, 4.) Bojim se te, 5.) Ponarejeni bankovci, 6.) Kako je Kotarjev Peter pokoro delal, ker je krompir kradel, 7.) Èrta iz življenja politiènega agi-tatorja. Herabgesetzter Preis: per Band 60 kr. in elegantem Ganzleinenband 1 fl.; bei Bestellungen von auswärts empfehlen wir Einsendung des Geldbetrages per Postanweisung und für die Francatur per Band 10 kr. mehr. (1962—3) St. 1347. Obj ava. Vsem se naznanja, da je c. kr. deželna sodüija spoznala Valentina Ambrožièa iz Keroice za blaziu'ga in da je temu za kuratorja po.stavljeu Janez Žumer iz (iornjih Goiij. C. kr. okrajno sodiSèe v lladovljici dne 1. aprib ly87. •Todbad I^ij>ik in Slavonien Eisenbahnstation Pakrac-Lipik (Sü(lbahn-Lini«i). Einzige heisse Jod-Thermalquelle am Continent oonstante Wärme 64l Celsius, Bade- und Trinkquelle ersten Ranges. Die reinen, unverfälschten Lipiker Jod-Thermalbäder empfehlen sich vorzüglich bei den katarrhalischen Zustünden und Erkrankungen aller Schleimhäute, namentlich des Magens und des Unterleibes, bei rheumatischen und gichtischen liebeln. Blut- und Drüsen-Krkrankungen scrophulöser und anderer Art, Frauenleiden und ihren Folgen, chronischen Hautleiden u. s. w. Als Badearzt fungiert Dr. Thomas v. Marschalko. Das Jodbad Lipik in Slavonien ist in einem Bergkessel reizend gelegen, besitzt ein schönes grosses Curhötel nebst zahlreichen anderen Wohnräumen, ein Sanatorium, einen ausgedehnten schattigen, prachtvollen Park, neue, luxuriös ausgestattete Baderäume mit Bassin-, Wannen- und Porzellanbädern; Conversations-Säle, vorzügliche Curmusik. Dauer der Sommer-Saison April bis Oktober. Ausführliche Prospecte und jegliche Auskunft erhältlich durch die Direction des Jodbades Lipik. Lipiker Jodwasser-Versandt erfolgt ununterbrochen in stets frischer Füllung; vorräthig in allen Älinerahvasser- und Spezerei-Handlungen der österreichisch-ungarischen Monarchie. (1745) 5—4 Jean Schrey Luxusbäckerei Verkaufsgewölbe im v. Gerliczy'schen Hause (Judengasse). Ich beehre mich, meinen p. t. Kundschaften und dem verehrten Publicuin hiemit anzuzeigen, dass ich zur Bequemlichkeit meiner verehrten Kunden ein neues Maiifsaewie in der Jimgasse eröffnet habe, in welchem täglioh dreimal frisches Gebäok, 6 Uhr früh und 10 vormittags frisoh.es Kornbrot zu haben sein wird, gleichwie in meinem Verkaufsgewölbe in der Elefanten-gasse neben dem Hotel Elefant und in meinem Hause Burgstallgasse Nr. 5. In allen drei Verkaufsgewölben werden Bestellungen behufs Zustellung von Gebäck auch in kleinster Quantität angenommen und pünktlich besorgt. (2099) 3—1 Hochachtungsvoll JTeail Schrey, Bäckermeister. (2004—1) Nr. i:^1. Bekanntmachung. Hierüber werden dem unbekannt wu in Amerika abwesenden Execnten Johann Koeeuar voil Krenzdurf Nr. 24 sowie dein verstorbenen TabnlanMibigerMartin Tome von Plimostek, respective deren unbekannten Erben nnd Rechtsnachfolgern, nnd zwar: dem ersteren Herr Johann Ivanetie von Mottling nnd dem letztern Herr Leopold Gang! von Mottling als Cnratur a«l -leimn bestellt nnd denselben derAnmeldilNgs-nndLiqilidiernngsbescheid vom W. März 1887, Z. 1-NI, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Mottling, am 30. März l.887. (2008-1) Nr. 304n 0. April 1887.