IIItt R sc? SchlHNlINMW. «D»»GI«»»G SlvilöLva uitk« < l^d« Mhol«, vumiUlV . . v. l»'» Zustellen , » » » Durch PSfk , » » » Ausland: «o»Mch » » » V'^ Ewalm»m»er . . . . » «.veilas«. lH0 Sonnlaa^Nummer . . , t'»-Vit v«ft«llu»g wr ^em»i M «» Aw» «ementAdetrsy ^ SlowentW tK» MtM»» it««> etae»Mona«, a«tz»hald »MtiAi»» dretvionat« ei«zusen d«».Su Briefe ohneAatSVchtW Ii,!«?at»«ani»ol)m« « ««Tibi» t«t h»? Rdmintitratuin »lies 4 t« Lwblt«» w» «»lMW» W» t, MM» Sloe^>. «oß,^ A,M>n>etlh H«L». Wiener Brief. W i e n, 24. Jänner. IN! Mnanz- u. Dudgetausschuß des österreichischen Nationalrates brachte tzandelsmi-nister Dr. Schürsf verschiedene interessante Mitteilungen über die Berhöltnisie im Aster» reichischen Bahnwesen. Darnach verhandeln die österreichischen Bundesbahnen mit ausländischen Stellen wegen Gewährung von Krediten zur Fortführung verschiedener Elektrifizierungsarbeiten, die insgesamt rund 100 Millionen Goldkronen kosten würden. Die in Betracht kommenden ausländischen Geldgeber verlangen jedoch Sicherheiten, die nur in der Weise gewährt werden könnten, daß n»an unter Umständen Eisenibahnmate-rial und Grundbesitz verpfändet. Da nun Oesterreich nach dem Friedensvertrag nicht berechtigt ist, ohne Zustimmung des Völkerbundes derartige Transaktionen durchzuflih-ren, handelt es fich zunächst darum, die Genehmigung des Völkerbundes zu erlangen. Gelingt es, die projektierten Ar^iten in An-zu nehmen, so wäre die heimische Industrie dadurch auf lange Zeit hinaus mit Beschäftigung versehen» was zugleich auch eine Verminderung der Arbeitslosigkeit und eine Besserung der.Handelsbilanz nach sich ziehen mllkte. Im Zusammenhange mit diesem Ver-Handlungsgegenstande wurden auch charakteristische Interpellationen eingebracht, die sich auf die Verhältnisse in den Schlas- und Epeisewagen beziehen. Die Interpellanten berufen sich da>Üei auf die Aeußerungen von Oesterreich besuchenden Ausländern, die die schlechte Verpflegung in den österreichischen Speisewagen beanständen. Der Minister teilt puf diese Anfrage mit, daß er eine Untersuchung eingeleitet und festgestellt hat, daß die Verpflegung in den österreichischen Speisewagen billiger sei als anderlvärts und als in der Vorkriegszeit, wenn man die nach dem Umstürze und nach dem Zerfalle der Monarchie hinzugekommenen aufierordentlichen Lasten beri'icksichtige. Sollten die der Schlaf- und Speisewagengesollschaft zur Kenntnis gebrachten Wünsche nicht!^rücksichtigt werden, so würde die Regierung mit Geldbus^en vorgehen, wozu ste im Sinne der mit der Internationalen Schlafwagengesellschaft best.'hcn-den Verträge befugt sei. Einen breiten Raum in der öffentlichen Diskussion nimmt momentan auch die Anwesenheit des sriiheren Chess der «sterrei. chisch-ungarischen Artillerie, des gewesenen Erzherzogs Leopold Galvator, ein, der nach dem Zusammenbruche mit seiner Familie in das .Heimatland seiner Gattin, einer geborenen Prinzessin von Kastilien, übersiedelt ist ?lnd seicher in Barcelona wohnt. Nur ein ,Sohn des vormaligen Erzherzogs namens Rainer hat auf alle seine Titel und Wiirden verzichtet, den Cid auf die Verfassung der österreichischen Republik abgelegt und ist in Wien geblic^ben, wo er sich als ziemlich erfolgreicher Kaufniann betätigt. In den lei,-' ten Tagen ist nun bekannt geworden, das; Leopold Salvator von der österreichischen Regierung die Erlaubnis erhalten hat, einen Monat in Oesterreich zu verweilen, um hier vermögensrechtliche Fragen zu lösen. Gleichzeitig wurde verlautbart, dak sich der eiusti« ge Erzherzog bereits ans einem seiner Schlös-ser in der Nähe von Wien befindet. Von so-zialdemokratifcher Seite wird nnn in Wort und Schrift nachdrücklich die jo^ortige Ent^er- ?U«rlh«r, Mittwoch, des 2S ISnuer tS2S Nr 22 — SS. Äahri. Savaftler an der Bwgrader «nIverM. Änter Anwesenden des Kvnlgs. Veograd, 27. Jänner. Heute vormittags fand in der Aula der hiesigen Universität die Hl. Savaseier statt, der auher den Professoren und der Studentenschaft, sowie zahlreicher Persönlichkeiten auch E. M. der König, Ministerpräsident Pa^i^^, Unterrichtsminister Pribiöevic, Kriegsminister 'General Trifn-noviö, AckerbanmiNistcr Krsta Mileti(^ und andere beiwohnten. Der König wurde bei sei- Diellntetsuchung gegen Rablt Beograd, 27. Jänner. Das Innenministerium seht die Veröffentlichung der Dokumente, welche Radi6 und seine engeren Parteifreunde belasten, fort. Heute gelangte zur Veröffentlichung ein Schreiben des Wiener sowjetrussischen Gesandten an Nadiö, worin jener für die Einberufung einer Balkankonse-renz in Zagreb eintritt. Das Schreiben ist mit 29. September 1V24 datiert. Weiters ersucht der Gesandte im selben S6)reiben Na-diü, er möge eine Zusammenkunft nahe der jugoslawischen Grenze ermöglichen, oder aber für Zagreb festsehen. Für den lejueren Fall müsse ihm Radie ein Einreisnnsnnl besorgen. '' Deutschland unv die ctiNUerten. Veograd, 27. Jänner. Die von den alliierten Regierungen an den deutschen Reichskanzler übergebene Kollektivnvte stellt fest, daß die alliierten Regierungen keine Absicht haben, sich wegen der Räumung der Kölner Zone in irgendwelche Verhandlungen einzulassen, solange Deutschland nicht alle Verpflichtungen erfüllt hat und die Erfüllung des § 429 des Versailler Vertrages festgestellt wird. Ebenso sind die alliierten Regierungen nicht geneigt, sich in die Erörterung ^ - in der Note von: 5. Jänner l. aufgestellten Bel)auptungen ein^^ulassen, werden aber in kürzester Zeit eine Antwortnote übermitteln. Die Reichsregierung hat sich in ihrer heutigen Sitzung mit dicser Kollektivnote befasit uud die Antwortnote bereits genebinigt. Wie verlautet, wird die Antwort den Vertretern der alliierten Regierungen bereits niorgen übermittelt und gleichzeitig veröffentlicht werden. ner Ankunft stürmisch begrüßt. Die Feier eröffnete der Rektor der Universität nnt einer ?lnsprache, worauf der Gesangverein Obilie die Sava-Hymne sang. .Hierauf wurden die preisgekrönten Arkieiten der Studenten verlesen. Abends findet in» Osfiziersheim ein Offiziersball statt, dessen Reingewinn deni Studentenunterstü'^^nngsfonde zuflies^t. Den Ball wird anch das ^tönigspaar besuchen. Riesenbrand tn DosanÄl Brod. Bosanski Brod, 27. Jänner. .Heilte früh um 1.2.^ geriet das Lagerhaus der hiesigen Eisenbahndirektion aus unbekannten Gründen in Brand. Das Feuer verbreitete sich blitzschnell auf die Nacl)varsnlijekte und drohte noch gV'siere Dimensionen anzunehiuen. Die Feuerwehr, die Val?nliediensteten sowie die gesamte Bewohnerschaft waren benn'lht, das Feuer einzudämmen. Erst gegen N Uhr vormittags gelang es, den Brand zu lokalisieren und jede weitere Gefahr zu beseitigen. Noch im Laufe d?s heutigen Tages nnrd eine strenge Untersuchung einqel^i^t, um die Ursache des Brandes festzustellen. Der deutsche Gesandte be! Ninöie. Brograd, 27. Jänner. Der dentsche Gesandte in Beograd von Oldhansen besuchte heute vormittags den Ans;euminister Dr. Nin eiv und erknudigte sich über den Vorfall d^s Obmannes der dentsehen Partei Dr. Kraft, der vergangenen Sonntag auf einer Agila-tionsreise schwer verteitt wurde. Chefredakteur Max Wolss geslorden. Berlil?, 23. Jänner. Cbefredakteur Mar Wolff von der „B. Z. ani Mittag" ist heute nachts Plötzlich gestorben. Der neue Oberkommissär von Marokko. London. 2l?. Jänner. Nach hier vorliegenden Nachrichten aus Madrid wird General Bar-rera zuni Obertolnniisiär von Marokko ernannt werden. Barrera war Adjutant des jilönigs und Mitglied des Generalstabes. nung Leopold Salvators verlangt. Die Sozialdemokraten beanständen auch, das; erst kürzlich zwei früheren Erzherzoginnen (Maria Theresia und Maria Annnnziata) gest.u-tet worden sei, einige Wochen in Wien Ailf-enthalt zu nek)men, wo sie nach ihreil Ania-^'n ärztliche Hilfe iil Anspruch nahinen. Die Sozialdemokraten fordern, daß das Verf is^ sttngügesetz, das den Habsburgern den Auf' enthalt in Oesterreich verbiete, soserne sie nicht auf il)re Würden verzichten und den republikanischen Treueid leisten, litckenloS zur Anwendung komme. Die wirtschaftliche Krise in Oesterreich dauert leider imgcachtet allen Abwehrmakufib-men und Gegenbemühnugen fort. Wenn irgend etlvas diese traurige Tatsache deutli(l) illustriert, so ist eS wohl der Umstand, daß iu Wien, der traditionellen Stadt des TlMer-Wesens, gerade die Theater jetzt fortges.'ht in ernsten Ltalauntäten stecken. Bekailntlich spielen das älteste Wiener Operettentheater --das Carltheater nnd die als Seiteu'tnck der Staatsoper auf populärer Basis gegründete Volksoper bereit? auf Teilung der Einnahmen durch die Mitglieder, da sich k.n,e Direktion lindet^ dic die in ^roheu Z^ajsiven befiudlichen Institute übernehuien. Das t)e-richt hat etx'n über das vor zirta .zu'ei Jal> ren iu, Zentruui der Lt> >t errichtete derue Theater", das ganz nach Pariser Muster hauptsächlich zur Pflege des französischen Salonlustspicleb gl^cl^affen wurde und über eiu erstklassiges Ensemble verfügt, dns ''',s-gleichsverfahren lvege« etnia 15, Milliarden Passiven eröffnet. Mau liert, das', der Dir't-tor der Kainmerspiele uud der Neneu Wi.'uer Büline, zweier angesel)ener Prosatt,eater, in Zahinngsstoclung ist, niobei übrigens erwähnt sei, das^ dieser Direttor durch Jahre einer der führenden Tl?eaterlrititer nnd Bi'ch-nenautoren war. Eben wird berichtet, das; die Renaifsancebühne uu'gen unerfüllter Geld Verpflichtungen ihre Pforten sperrt, ein Prosatheater u icköusten literarischen A'nbili.>< nen, das vor einigeu Jahren vom .'lie gen Burgtln'aterliel'ling .<^.'>arrn Walsen ae« leitet wurde, der nachlx'r lvegen seiner Sorgen bl^i diesem Institute mit seiner l^iatrin und seinem Sohne durch Selbstuiord so tragisch endete. Knrz: der Tbeaterkrach in Wien ist kein leeres Wort geblieben, znnml «inch die übrigen Bühnen nlit bösen .Heninningeti zu iäin^seil haben, Vor einer Rekonstruktion des Prager Kabinetts? Prag, 2<'. Jänner. Ministerpräsident Söeh la fährt heute nach deui Süden. Während seiner Abwesenheit wird er vom Eisenbahnminister Ctribrny vertreten werden. Für die nächste Zeit wird eine Rekonstruktion d-'ö Kabinetts erwartet. Tie Feste zu Ehren des Kijnigs von Spanien. Madrid, 2l^. Jänner. Die Feste zu Ehren des .sU^nigs wurden gestern mit großer Begeisterung sortgesetzt. Abends fand im KönigS-Palast ein Bankett zu Ehren der Mitglieder des Direktoriums, der politischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Kreise des Landes statt. Anch die Vertreter der zuianzig größten Städte Spaniens nahmen daran teil. Es wur den zahlreiche Reden gehalten, in denen die s'iunelgnng des Volkes znm Ausdruck gebracht wurde. Auf das Bcsnkett folgte ein Ball, zn denl 2(X) an'.nesende Bnrgerineister des Landes geladen waren. Wirtschaftlicher Boykott SowjetruhlandS ilber England. London, 20. Jänner. Die Blätter melden ans Kopenhagen, daß die Sowjetregierung den wirtschaftlichen Boykott über England proklamiert hab<'. Ausgedehnte Bestellungen von Flacbd' und Baumwolle werden über Deutschland nnd Frankreich geleitet werden. Gerüchte über vosnische Mobilisierun-?Smaß-nahmen. Berlin, Jänner. Seit einigen Tagen wird die deutsche Oeffeutlichkeit beruuruhigt durch an-iebliche Mobilisierungsnachrichten, dic aus Polen eintreffen. Es wird behanp-tet, daß diese angeblichen polnischen Mobili-siernngsmaßnabmen sich entweder gegen Danzig oder gegen Preußische Gebiete richten. -cn--. BSrtenbertcht Mrich, 27. ^u'inner. Paris Veograd 8.50, London 24.8?, Prag 15.40, Mailand 21. l.'), Newvork ül^.10, Wien l).007!^. Zagreli, 27. Jänner. Paris i^20 bis I?4, ^)Nrich llVli bis 11 London 292.10 bis 20s).W. Wien 1 l'is s^.0^74, Prag 1^^0 50 bis 1^!'>.'>0, Mailand 2^1.bis 254.-10, New-yort inblick darauf, das; sich einiqe Operationen der j^omnnssion noch in 'Dnrchfttl^rulit? befinden. der Vi^tschafterkonfcrenz nickit vor Ablauf eines Monates übermittelt werdk'n. Die Antwort der 5tönser<'n^ auf die lekte deutsche ??ofe k-etr'sfend die ^tölner ,^on.^ betone neuerlich dl? Anfzäblnnq der de'ttschen Verfehlungen und werde erst nach Ucbermittlung de'^ endnl'stiac'n Verzchte^ der s^ontrollkom-mission t^eliefert werden. Ve^^ücilich der deutschen Araumente c^ecien die Aufrechierhi^ltung der Bes'.'tzunst werde sich die Note aus die Mittcilunsi beschranken, das; die Ansicht der Alliierten von der Deutschlands abw'iche. — Das griechisch - bnlqariscke MinderbeitS abkommen als Quelle neuer K''i?!^sgesa5ircn. Die liriechische Neciierunsi bat ihren (^Gesandten in Bern beanftrasit, deni Volkerbunde mitzuteilen, das^ sie seder.^eit c^eneisit sei, ihren aus den Minderl^eitsverträl^en enrsyre-ck^enden Verpflichtungen nachzn?on?men, da^. sie aber das mit Buls^arien abaeschloss>'ne Min derbcit'5abkomnken der ^rie^l^ischen Natioual-persammlunq nicht zur Annnlnue vorleiien köune. Tic qriecbischc' Neaierune^ lx'liriindet ibr Poraeben damit, daft nach den (srklärnn-nen osfi»iieller bulaarischer kreise dies Ab-kounnen so- irrtumlich au?s?eleat wird, dcif; die öffentliche Meinuna sowobl Iu-iosla-oiens kkls auch (Griechenland^' der Meinnna v.^nelsie. dieses Minderbe'tsabkommen könne neue Krieche auf dein Balkan bervorrus.'n. — Die !>!?^ilitl''rkl'ntrc»Ne in Oesterreich. Aus Wien wird berichtet: Die von der Bot-schafterkonser''nz anaeordnete neuerliche militärische fron!rolle, die (^eneraliuspektion in Oesterreich, aebt ibrem (?nde entqeqen. Die Mitf?lieder der interalliierten militärischen Kontrollkommission arbeiten ulit l^rostem leiser. Nicht nur alle WasfeuHestäude wurden cienau nachqevruft, foudern auch die Ctan-deslisten dfr Mannschaften, obwobl es bekannt ist. das^ die 5>öbe des österreichischen Mannschaftsswnde? nicht einuml die im ??rie densvertraa fcstqesekten Kontinaente erreicht, so dasz beute ein Abaanq von nabezu 1s).(^l>s) Mann bestebt. (?s wurden auch die militärischen Devots in Klosterne??bura, ^oru-'nburq. Krems, Wien. W'-'ner-Nenstadt uud Lin.^ sie-nau untersucht. Trotz dieser strengen Kontrolle ist es nirgends zu Beanständuuqen gekommen, mit Ansnabme der Ttaatssabrif auf dcr Simmerinaer .^^e!de. wo bekanutlich ei-niae Kanonen durch die Kommission als scher flüssiq be^ichnet wurden. Bon Privatbetrieben wurden die listerreichischen Werke iui ?lr-senal, die Anlaaen der 0)emeinde im soae-nannten ??euqebäude und die Wöller-'^dorfer Werke besichtiat. Di-' Ins'iektion in Wollersdorf ist noch nicht beendet. — Nückkchr Keronskis navitin"i^'''er A^ernnder.^eren-fki, der im Jahre Is>l7 als Regierungschef Dke Tastatur ver arößten Orgel der Weit. Die größte Orgel der Welt befindet sich in: Grandatl)eater in Pittsburg in.Amerika. Das Grandatheater ist eines der schönsten Theater der Welt. Unsere Aufnahme zeigt den Organisten beim Spiele an der Orgel. von den Bolschewisten besiegt nnd beseitigt wurde, hat sich seht mit den Cowsets verständigt und wird schon in der nächsten Zeit nach Nußland znrüf'.k''^ren. Kerenski wurde durch einen besonderen Ak'oesandten der Zowjetre-gierung eingeladen, der direkt aus '.'cZkau gekommen war, um lnit Kerenski zu verhandeln. Die „5!eit" gibt aber diese Meldung mit allem B^'-'l^'ebalt wieder, da sie bisher noch keine Bestätigung gefunden hat. — Die vier Proqrammpunkte sp«^ni-schen Diktators. Aus Madrid wird berichtet: Sonntag abends hielt Primo de Nivera in einer Massenvcrsamnilnna sine gros;«? Politische Rede, in der er sich über die zukunfti.ie (Entwicklung der Politischen Lage in Spanien nuszerte. (5r führte auS, daß cr die Diktatur aus vier (Gründen eingesetzt habe: nmulich zur Bekäulpfung des Separatismus, des Sun dikalismus, zur Besserung der wirtschaftlichen Lage nnd znr Lösung des Marolkoprobl.'ms. Alle vier Fragen seien noch nicht völlig bereinigt. Mit Schärfe, fulir Vrimo de Niv?ra fort, werden separatistische '?^e!trc!bi.ngen einzelner Landesteile uuterdriickt werden. Wer Spanien nicht über alles stellt, darf n'cht im Lande bleiben und kein össeuisich^ö geistliches oder militärisches Auit bekleiden, (^)egen soziale Aufrührer wird die gröszte Stren.ie zur Anwendung gelangen. Die wirtsch.-istlil'he Lage bat sich gebesiert. als das D.'si.nt von einer Milliarde auf ^00 Millioneu P's^tas zuriV'l^aeaaugen ist. D.ie in ?lus>'cht genommene Lösung der Marokkofrage wird gestatten, das Defizit zuu: Schwinden zn '»ringen. In Marokko liegen die gröi'zl'n Schwierigkeiten bei Danger. Vorläufig n»us^ die Ma--rokkofrage noch in Schwebe bleib'u, doch bereits so viel erreicht, das^ ibr-: pl.sinsg vor-bereitl't werden kann. Auch das Schulpro-blem ist zu lösen. f)ier ist die (?^inführun i von (?inheitslebrl^'",chern geplailt, dke den Unterricht auf religiöse, Patriotische (^^ruudlaaen stellen soll. Die Philosophen der Freiheit dürften nicht' schädliche Gedanken in die Kindergehirne verpflanzen. Darum wird anch der im Lande weitverbreitete Unterricht in den Klosterschulen beibehalten werden. — Rege Flottenbautätigkeit Japans. Wie die Zeitungen aus Tokio melden, herrscht derzeit in Japan eine rege Flottenbautätigkeit. Japan baut sechs leichte Kreu,zer von Tonnen Rauminhalt. Ferner l^at die ^c:Vr-ni-sche Admiralität eine Serie von Unterseebooten in Bestellung gegeben, die fast so gros; wie leichte Kreuzer sind und einen Aktionsradius von 151.000 Kilometer haben. — Die Revolution in Chile. Aus Mailand wird berichtet: Der vmn revolutionären Militärkomitee in Chile zur Ue'bernahme der Präsidentschaft eingeladene ehemalige Senats Präsident Alessaudri weilt gegenwärtig mit seiner Frau und seinem Sekretär in Venedig. (?r erklärte, der chilenische Botschafter in Rom habe ihm ein Telegramm gesandt, das soeben gebildete vrovisorisrbe Regierungsdirektorlum babe den Botschafter beauftragt, an ihn, Ales-sandri, die (Einladung zu richten, nach l ahnte, denn die (Gräfin war sehr angegriffen nnd uiüde. (^raf Bernbausen mus^te sich dein c>fsi^e-meiuen Wunsche seiuer Familie siigeu, obwohl er ungehalten darüber war, im l?piel und im Flirt uüt schönen'Frauen !!?iterbro-chen zu werden. Kapitel. Der (^iusährkg-Freiwilsige Frit^ I^iisi.liug Uwr voin ^.^iachuiittagsdieust heiuigekonimeu. (5r unechte eS sich beguem, vertauschte deu Waffeurock mit der Litewka, bra?n:te sich eiin Zigarette au uud streckte die niüden 0)lieder auf dein Diwan aus. Sein Zimiuer ulachte eiueu recht geuluili« chen uud auch vwl.Ihabeudeu (^iudruck- er hatte verschieoeue eigene Möbel: eineii Lttub- sessel, einen Schreibtisch und einen Diwan, die, im Verein mit den Bildern an den Wänden, die er sich zugelegt, dem Raum das Uupersönliche nahmen, das sonst meisten Z den "möblierten Zi^nuiern" eigen ist. (?r dachte an das kleine, brauuhaarige, süs;e Mädehen, das er gestern untta.is zunl ersten Male wieder gesehen hatte, uud zwar in Begleitung einer sehr schöueu .ind ele-gauteu Dame — leider aber nur r.iu weitem, so das; er weder Gruß noch Bli.k hatte au-briugen können. Nicht lange konnte er sich den -ün.'n (^^e-dauken hingeben. Seine Miuter störte ihn. „Die Paketpost !var eben da. .^>err Lties;« ling!" sagte sie wichtig uud lächelnd, in-deul sie an der schwarzseideuen Schürze ber-nuterstrich und mit der Zunge über die Lippen fuhr wie in (srumrtung von etwas Gn-teul. Wie elektrisiert sprailg er auf, seine Müdigkeit vergesseud. „Wohl von Muttern?" Sie nickte zustiuüueud und brachte das Paket herein. Dauu luar sie beiul Oesfnen behilflich. denn sie wus'.te, das; da jedesulal etwas für sie abfiel von deiu, was aus der reichgefüllten Speisekausuu'r der Mutter ihres „niöblierteu.Herru" kaiu. (^^eschäftig brachte sie Deller und Schüss^lu herbei. Ihre Ai,geu rnbten förmlich zärtlich ouf deui grosieu Stück Schiulell uiit dem ro-^g schiunnerudeu S!'eck darau, üet'kosteu das Stück Pökelzuuge, da? gebrateue Huhu, die leckeren Würste uud die Büchseil^ in denen verschiedene Sulzen und (^eleeS waren. Weiter kamen zum Vorschein ein Dutzend Krapfen und eine Flasche Rum. Kiesjling schmunzelte. „Mutter scheint zu denken, hier gibt'S keinen Proviant—". Dann hielt er einen Brief in der .Hand nnd schüttelte ihn leimt. Als er darin leise klirrte, nickte er befriedigt vor sich hin. ..Aha, wieder 'n Paar (Goldfüchse! Beim Milchgeld Schmu geiuacht. Die köuuen wirg erade gebrauchen." Frau Bennewitz schmunzelte auch. Ihre Aussichten besserten sich immer mehr. (^ut gelauut rief Kießliug: „Na, denn mal her mit 'uein Teller und 'uem Messer, Frau Bennewitz!" ^ Wenn sie anch protestierte: „Nee, nicht so viel, ich warte wahrhaftig nicht darauf, Hert Kieszling! Nee, nicht doch, das kann ich ja doch gar nicht verlangen!", so war dieser Einspruch doch nicht ernstlich gemeint. Sie frente sich uud genosi die .Herrlichkeiten schon ini vorails. „Ach, wenn der Maler Florsted da oben int dritten Stock auch nnr einmal solche Wurstkisteu kriegte, wie sie beim Herrn ^t^iesiliug alle vierzehn Tage einlmlfen!" fnhr sie gescs)wätng fort. „Der arme Mensch dauert mich. Nichts zu beif;en und nichts zu brerben, nichts zu tuu, als den ganzen Tag Bilder uialeu, die ihm doch kein Mensch abkauft — und dabei doch iinmer lieb und gnter Laune! Uud so 'n hübscher, seiner Mann! Man sieht gleich, daß er waS Besseres gewesen ijt-^ s genaue PersonZbeschreibung w den Händen d?r Polizei. t. Ungeheure Zunahme der SittlichkeitS» verbrechen i« Berlin. In Berlin häufen sich in erschreckender Weise die SittlichkeilSvor' brechen, und zwar besonders an Kinde>:n. Vergangenen Sonntac; wurde ein Kunstschlosser verhaftet, dem bisher 30 Fälle von Sittlichkeitsverbrechen an Kindern nachsi^ wiesen werden konnten. t. Hungersnot in Ruhland. Die Sowletre-slicrung hat die Kopien des Berichtes über d'n Bericht der Schullehrer auS den Hungerdistrikten konfisziert. Darin führen die Leh^ rer aus, das^ die Schulen Spiräl^^rn gleichen, siefflllt uüt Kindern, die an Ttrophulsfe und Tul'crkulofe, Folgen der Uniccernährun.i, leiden. Die Sterblichkeit bei den schulvflichti-aen Kindern beträgt 50 Prozent, bei LUndern unter diesem Alter 90 Prozent. Die !dunz^'rs-noL unter den Bnucrn ist so groh, das', sie die Lehrer überfi.'l v.,.. l.digiich weil s'.e Sows^'t-vrgane sind. Die zur Unterdrückuu»^ der Aufstände entsandten Soldaten verlinftl.'ten an-diirerseits gerade die Lehrer, die ihnen uls die Ursache des Aufruhrs bezeichnet r.'urden. Des halb haben viele Lehrer auf dem flachen Lan-d? 's>re Täti;^feit «eingestellt und s'ch in die geflüchtet. t. Drahtloses Licht. Aus Newyor? berichten Blättermeldunqen: Der Präsident der Wice' Radiokompagnie, namens Hough, h?t erklärt. daß es der Gesellschaft nach Meijähri' gen Versuchen gelungen sei, eine Erfin'iuna zu verwirklichen, die es gestattet, elektrisches Licht auf drabtlosem Wege »>u übertra'ieu. Die Gesellschaft wird in der nächsten ^.'it Ap» parate gegen einen monatlichen Mietzins von zwei Dollar an ibre Kunden abaeb^'n. t. Eine neue Nordpolexpebition Am>^nd-senS. Aus jiojienhagen wird «^^em'ldet: Die norwegische RcEierung hal im Staatsrat den Vorschlag genultht, der norwe^iifche Ttaat soll Raoul Amund/^n in der Weise Hilfe kc-'i?-men, daß die Regierung das ?ran?i>ortst!nff „Fram" ausrüstet. Die G.^samtkorten dcr Expedition werden voraussichtlich K. betragen. Von diesen hat der Anl.'rifaner (?ls wort, der als Photograph und Observaivr an der Expedition teilnimmt, 600-^00 ji?ro-nen gestiftet. Den Nest bofft Amnudsen durch Vorschüsse von jonrnalistiki^en 5?onorarett so« wie durch Verkauf von Postbriefmarken aufbringen zu können. t. Influenza-Epidemie in Tokio, amerikanischen Zeitnngeit berickitei.'. w'it't in der Hauptstadt Iavans furchibare In^ fluenza-sspidemie. c?s sind bishi'r üb^r M00 Todesfälle zu verzeichnen. DleSonnenNnkernls am 24. Äünner. Beobachtungen durch den Niesen-Zeppelin „Los Angele)". Aus Newyork wird berichtet: Bei i'ickilen Witterungsverhältnissen wurde di.' Sonnenfinsternis in Nevyork beoi^ackiet. llnq.cheure Menschenmengen betrachteten das Zchilifti'l das wie ein Volksfest mit ^^libel brgrüszt wurde. Der Oivfel der Stlei^klasett. 'WMU' Nur durch unermüdlichen Fleiß und zähe Ausdauer sind die Tänzerinnen in d^'r die hi-^chsten Leistungen zu erzielen. Unser Beinahe liä-^e die Sonn.n's.nstorniZ tin ?)pfer gefvl-Z'^rt. Das Lun^ch^f „Los '.'Inqe--lcs", das l'^i dlu wissensch.)?:l-chi'n tül.gen eine j(ianptrolle bildete, wäre r.in t'in 5>aar zerstört rc^o.ven. Das Lilslsch'ff, das bl-reits am Vorabend hätte ains'-vgen s ll^n, krimte wege^ heftiger Seit.'n.V'iiioe die >>atte die ganze Nacht hindurch nich^ vi^rlnisen. ljurz l'or Morgengrauen flauten ^ l?b l>nd in sch'vieriaen ?)'an^'nevn gelaes !)-.".n tan jtl"!,?'. ^aS Lustschisf aut' ^ei >)alle bringen. Ka'.nn batte das Li'ftschif' die ^')alle verlassen, als plöhlich eine eins.'lzte, die beinahe die -^''-klt^'nlaiinschaft uinris;. Mi!- äuf^i'rsten Anstrenli'i'.ia^'n ^li.'lten die L' ute die Taue, wobei sie i'i^ den haviq«'-frorenen Be^oen .'^cschleift wurden. D<'r W!nd stos, sties^ die Spitze des Luflschiffes b.'inahc auf den Boden an?, doch .vUl)' im l^?.Uen Auaenblick noch ein Unbcil vermieden, da die ???aschinen r.'cht^^eitig in Gana qes.'.tt und das Luftschiff nordwärts gewendet werden konnte. Die Temperatur betrug 2s> Grad nnter'Nnll Die ..Los Änaeles" erhob sicki darauf in Z000 Fuß kreiste "iber ?tan-tuclet und gab durch Nadio S^erlckite seincr Veobachtung.'n. Der Ozean war durch Wolken bed.'t-lt. Achtzehn Pbotograpliieu und zwei Noll.'n Flln?-' aufual'men konnteu ans der ..Los Anq.'I'S" gentacht werden. Wälu-end die ibre Bilder machten, waren die A''tronomeu ihrerseits eifriq an der Arbeit. Der Sv.kto-graph verzeichnete die bekannten (5s''ii'enle der Sonne, während nnt besonderen ^^nslrn-menteil nach neuen (5'leiiu'nten geforscht ivur-de. Zunächst schien es. als ob die Wolken die Be. obachtung verhindern wiivden. doch gerade Feuilleton. Kurze Ebrontt der Nädti-fchin Studlenbwliotdek in Maribor für da» Der-waltungsjavr it924. Die Studienbibliothek in Maribor vollendete mit 3l. Dezember 19S4 das zweit^ Jahr ihrer Tätigkeit als öffentliches^ dem Genlein-wohle dienendes Kulturinstitut. Da es die Verhältnisse nicht gestatten, über das verwi-chene Verwaltungsjahr eineil eigenen Jahresbericht in Druck zu legen, so fei wenigstens im Wege unserer Tagesblätter das Wichtig, stc in bezug auf die Geschichte, Organisation und Statistik dieser Schöpfung der Oe cnt-lichkelt zur Kenntnis gebracht. N>n dic Wcn>>c dkS IN. Ialilhui,t.krt sühl- ten etliche slowenische Patrioten das Bediirf-nis nach der Gründung eines Jinstitutes für die Pflege der historischen lvie volksknudli-chen Forschung des slonienischen llnterlandes im bestandenen (-^erzogtunie Steiermark. Sie den sogenannten „Geschichtsverein' (.„^godovinsko drllStvo"1 der flch zugleich die Anfgal>e ftellte. allseits das vorhandonc Malkrinl für kie (^iNndmin einer wlssenschafllichm Vibliols'rk smil. miis, e.n«S Archivs und Museums) zu smumeln und in Z!!l!r!bor kcnzniiricrcn, zn^'"!ch aber anch eine 5?e'one auszugeben, die die erwähnten Wissensgebiete Publizistisch fördern soll. Der silhrende Geist war hiebe! der Theologieprofessor Dr. Franz ^iovarie. Zahlreiche Vertreter der slen'enischen Intelligenz spendeten daraufhin schon bei Lebzeiten für die ^u schaffende Bibliothek reiches Bücher-' Material oder widnieten ihr ihre Bücher-schätze als Vermächtnis. Der erste Präsident des Vereines, Pfarrer Mr. Slekovee, ging z. gleick Ntit gllteni Beispiel voran, c^pen-den dieser Provenienz bilden den Grttn<»stock unserer l: St-td!enbihlio-thck. Eine weitere (Ergänzung erfuhr die Bib-liotiiel nach deni Znsannnenbrnche Oesterreich llligaiN'?. ^^nfl)lge der nengeschafsenen Poli-tiselnn lHältnisse gab e^^ Pli'l^üch etliche herrenlos gewordene Bibliotheken, die nun sciteno der Leitung des genailnten l^^''s>h!chls-vereilles in ihre Obhut genoninien nnnden. Cs wareil dies uankeutlich die ^eihbibüothe-keu des Tl'eater-' und .^iasiuovereines und die ^üdn?arlln"ul,erei. die allerding., nicht in ch-rem VollU'erte ülvrnoinnien werden kennten we-l znr kritischen Zeit zahlreiche Werke wie einzelne Bünde ansgebe—' --.i-".,. die nicht wieder rne^gestellt »onrden. 7^nfolp'e Inkon?^ plettlx'it niils;ten daher nn'hrere >I)nnderte von Werken dieser 5.''erkunst a"s"'s<,i ^^>'n Vierden, nachdeni die Bestrebnnaen d'r '^i- ......"-'Unna. ^ liu'rch ^tauf zu ergänzen, nnr mehr zuni aeringen Bild zeigt die bekann^^' amerikanliche '^än/^e-rin Iosephine Carter Waddel in einer eigenartigen Pose. bevor die Verfinsterung eintrat, umgab ein strahlend blaner Himmel die Sonne. Man sah flies-ieude Schatten und hofft, das; es gelungen ist, die Schattenränder anf den Bildern fesi'.nbalten. Die Astrononien sind ausserordentlich zufrieden nnd hoffen, dasi die Beobachtungen zu neuen Entdeckungen geführt halx'n. Allerdings wird man über die wissenschaftlichen Ergebnisse Sicheres nicht vor einigen Jahren wissen. Die „Loc' Anqe-le'5" kehrte nach der Sonnenfinsternis in ihre Halle Der Verlauf der Sonnenfinsternis winde ilber das aan^^" Land durch Funlsin'nch verbreitet. Beelachtnn'i'-'ve^sten waren alle füuf-.^ig ?l>'eill.ii allsi^e'^^''^lt nnd kentrollierten den Dnrcl'-^l'na d's Mondschattens durch den Staat Neivyork. NlüGs-'WkN gM Mmtdvr. M a r i b o r. S7. Iäuner. n?. der lc^tcn s^cit mehren s'^ Nnbernseuc die nnd die lilell-'i netc.leln der f^^esi^en Plak-'^tierunnsan-stf.lLen mit ^^lt^kat^n. besonders noliiischen !lt?s, o^me ?s???e.:^e Vewillil^unc^ de? ^"nient"'^:er be:le!l^<'n. machen nnlmerik-sam. d!?ft ss?l/'^es V.'Zraes'en strcsb.ir ist und alle solch'n ohne ^>i»sna^'me zu? Anzeige n?erde'.'. aber werden ?^s'??^te ouk s'n'ien der .<^?ranse'e^ik'^ten k')r ik^de selben Fällen eine entsprechende ^clo'^nui.g aus. ?'arli'orska tksk^rna h. d. in !"?arihyr Plak^itieruns^saus'/'lt „Unlün" in Ma« rlbor. «WWW? Teile nnt Erfolg eiidete. Ueberdies ist es naheliegend, das; iiii ersten Riiniinel aiich vieles von Unberi!'t ivnrde, wiir-deil die vorhaiideilen Bücher gleiclifalls unserer Bibliothek nnter Vorbehalt des Eigen-tnn.'^rechtes zur Verfiiaiiiig gestellt. Die Bibliothek nabm iin verwichenen Jahre einen völlig iineriuarleten Aiifschroiing. Die Zahl der Besucher erhöhte sich aiif 8'.19 (gegen ea. 1800 ini Jahre die 11.W Wer ke lgegen ini Ialire entliehen. Hiebe: ist die Zahl jener Werte, die ,lnr im Lesesaale benutzt wnrden. liicht eingezülilt. da i'.iangels an Personal keiiie genalie Evidenz gesülirt werden toiinte. —' Die Tage-^fre-aneiiz. die in: !^>ahre noch zwischen 5 b's 15) Perseiieii ;x'ndelte, erhöhte sich iin Jahre anf ais Mindest- nnd 07 als Höchstzahl. Bon den entlehiiten Werkeii entfiel lingefälzr eiii Drittel auf solche loissen-sc1?as:licl»er, der )^^'est auf solcl,e belletristischer ^'üchtiii'g. Anoschlie^lich unsseiischaftliche?L.^er ke wurdeii auch ani-^ivart«? an Literaten verbeugt, iind zwar nae», Ptiii. ^ram. Sn. Le« na!t, Pi^l'alje, Murc'la Sobota, Ljilbtjana nnd Beog'ad. Sl«iMtIche» M»» Dem T«hre l»24 ia MOrihsr. Der Eisenbahnverkehr i» Maribor. Auf unseren Bahnhöfen herrscht in den letzten Jahren ein reges Leben und allgemein wird betont, daß speziell der .tzauptbihnhof nicht mehr den Anforderungen entspricht. Ilm sich über unseren Eisenbahnverkehr cin klares Bild schaffen zu können, wandte sich unser Berichterstatter an die kompetenten Stel« len und erhielt folgeude interessante statistische Daten: Im verflossenen Jahre sind aus Maribor abgereist, und zwar: vom Hauptbahnhose W.I09, vom Kärntnerbahnhofe 7.^.50'^, zu-saniinen also 014.5^15 Personen. Eingereist '.sind in derselben Zeit auf dein .Hauptbahnhose auf dem Kärtnerbahnhofe l;0.v75, zusammen also K03.0J7 Personen. Der Gefamtverkehr betrug 1,244.551 Personen. Insgesamt sind 38.477 Personen mehr engcl!oinmen als abgereist. In diefcn Zahlen sind die Militärtransporte sowie die ..Freikarten" nicht inbegriffen. Der größte Perso-ne.u^erkchl war in den Monaten August und September. Für Auslandsreifen wurden die meisten Karten für Oesterreich, insbesondere für Graz und Wien ausgegeben. Der Personenverkehr steigert sich von Jahr zu Jahr. Auch der Warenverkehr wird immer grö-szer. Leider liegen genaue statistische Daten nicht vor. Allein im Monate November wurden am hiesigen .Hauptbahnhofe ?i.8sz.V501 Kilogramin Aaren eingeführt und 17,197.804 Kilogramin Waren ausgeführt. Der Gefault» verkehr dürfte nur am Hauptbahnhose zirka 500 Millionen Kilogramm betragen. Schon diese Zahlen allein beweisen, daß die hiesigen Bahnanlagen diesen höh.., Anforderungen nicht mehr entsprechen. Wenn man noch in Betracht zieht, das, sich der Ber. kehr mit dem Ausbau der Kreisbelzitrde nnd der damit zusammenhängenden Entwicklung unserer Stadt noch steigern loird, ist eine Bstgrötzerung der gesamten Bahitanlage dri« gend notwendig. Sollte der h^ssigc Bahnhof zu einer internationalen Station er^be« ivcrden, dann ist eine Neuanl,^gs, bezm. Ber» gröherung durch Zubauten unumgänglich. Der Frachtenbanhof wird, wie bereits ge. pla/t. nach Tezno verlegt werden mtissen. Es wäre auch interessant, zu .viss'n. wieoiel Eiunakimen die Eisenbahnverwaltung im verfloffenen Jahre in Marlbor hatte, doch liegen darüber noch keine genauen Daten vor. Die Volkszählung ?n .>^ar'bor. Wie bekannt, fand im Monate Dezember v. I. eine Volkszählung nach dem Stande vom 1. Dczember 1924 statt. Die Zählung ergclb folgende Statistik: Ohne Einrcchnunq der hier stationierten Militärpersonen und der in den Gerichtsgefängnissen und in der Strafa,istalt befindlichen Gefangenen äblt Maribor 28.379 Einwohner, und zwar männ^'-lien ""d 15.201 ' Gefchlechtes. ?lach der Staatszugehörigkeit sind davon 26.872 Jugoslawen, 603 Oestcr-reic?her. 419 Tschechoslow^'^»' s ^'aliener 72 Russen, 41 ..ngarn, 29 Reichsdeutsk^e, 7 ,vranzosen. !2 Polen. 6 Schweizer, 6 Amerikaner "-d 2 Griechen. In den Gerichts- und Sehr erwünscht kommt das Bestehen unserer Bibliothek auch den staatlichen Behörden, die sich iin Lauf des Jahres wiederholt an die Direktion um Bücher. Zeitschriften sowie AuS künfte verschiedenster Art wendeten. Die Einkünfte beliefen sich im Verwalungs jähre 1924 aiif 52.585 Din., und zwar: die Dotation der Ztadtgemeinde im Betrage von 20.000 und Din. ordentlichen und 22.000 Din aujzerordentlichen Kredites; die freiwilligen Speiiden betrugen 4100 Din. und die Taren für das Entleihen von Bi'ichcrn nach Hause l)495 Din. Von diesen Einnahmen wurde im Voriah« re mit einciit Aufwände von 29.000 Din. die Einrichtung des zweiten Büchersaales nach den modernsten Ersakjrungen der Bibliotheks technik beschafft und zuui Teile auch schon der dritte Saal, der zugleich als öffentliche Lesesalle bestiinint ist. c^nzurichten begonnen. Zu diefein speziellen Zivecke spendeten, wie schon ftinerzeit veröffentlicht wurde, sechs Holzhändler in NuSe au6i noch zwei gro^ ^uliren von Brettern. An Büchern erfiibr die Bibliothek im Iah-re 1924 folgende Verinehrungeu: am Ge-scheiiken 2424, an Pflichtexemplaren M9. dilrch Ankauf 10.'i2 und durch Umtausch <^9 Band<'. Hiebei sind jedoch die jährlichen Fort-se(mngen der periodischen Zeitschristen nicht mitgerechiiet. Iii diese Za^'i ist schon ^nl'berspende des verstorbenen Mäzens unserer Bibliothek, Dr. PaiHl Turner, die in Fram laa un^ ans E4L U KtrafbauSaci^mflnissen dürften sich ca. 8v0 Personen befinden. Zusammen mit den hier stationierten Militärp^r^'nx'n bc'triiiit die Be-dölkerung Naribc'rs rund <^inwo^ner ' Der Aremdenoertehr in Maribor. l Der Fremdenverkehr in Mari bor war im kerslossenc-n 7>ahr? zwar ziemlich ret^e, dc'ch könnte er noch dicl grösser sein, wenn er einerseits durch dl? b<'i uns hcrrscheudc nungsnot, andererseit'3 aber durM die allqc-meine wirlschaftliche Lage i nd die Neiseein-fchränkungcn lPas;- und usw.) uicht geheu^mt wiirde. In'5ges.^mt wurden im vcrslosscnen Iabrc ln den v>otelc' und .'^'^erders-cn i?<>.5>99 Personen an- und abl^cineldet. In Privativohnun' gen wurden Inländer ansscmeldet und b.<)50 abqeineldet. ^.'iuoländer wurden in Vri-vatwohnungeu anliemeldet nnd 1.7.^7 abgemeldet. Der (^'csamlfremdl^nv^'rkehr betrug also im verslcsseucn Jahr.: Zt.i.389 Personen. m. Evk^nflelischeS. Äzn Mittwoch findet in der Pfarrfanzlei die Bibelstunde um 7 Uhr aüendo statt. Jedermann ist herzlichst cini^c-laden. m. BvltSuniversität. Älle jene, die sich nir den seröe-troatisäien .'^urs qi'uieldet haben, Verden ausg.'sordi'rt, zuverlä'siq an der ersten Zusü'i',ni. ulunit am Tonnerötaq den 29. d. ?)?. um 7 Uhr abend.^ teilzunehmen. ni. L^in Kind im Kanal! G^'stern nachulit--tags hörte ein Passant in dcr '?cühe des ''.'ln-standsortcc' ini ^ladtpaike ein sonderbares Winseln und '^"^'inen, all ob ein iitind ir--gendwo gcquäil 7oerd<'. "Aufinerksam lau-jcheild, enldecklc er ichließliä), dasi die Laute aus einem !.tanal tauien, we16)er vou! Anstandsorte zum .<)attptkanal führt. Sofort verstänöisite er den nächsten Waänuann. Die ser war natürlich aucl) nicht wenig erstaunt, begab siu? sos^^rt an Ort und Stelle und überzeugte sich selbst davon, d'ilig.^n Schrittet ging er .^lir Vachstilbe und telephonierle an die ^eue'.iueljr um .<'>llfc. Tie ^euernx'hr erschien sol'i.^it nnt den nötil>'n (Geräten an Ort und Stelle und nalnu die Bergung'^arbeiten vor. eingehender Untersuchung wurde festgestellt. d>ch die ^ianalleiiuug aufgerissen werden müsse, .^eiue leichte ?lrl>eit bei dieser §dältcl Toch e«? handelt sich ja uin ein iunge^?, unbeholfenes Menschenleben! Nasche .^'»ilfe tut daher not, dachten die ^enerwehrlelite und flruben im Schweis^e ihres Angesichtes die gefrorene (5rde auf. Endlich war n,an so weit, daß man das f>ereus ersticleude Viuselu ganz deutlich vernelunen sonnte, '^orh ein letzter fester .?>ieb und die lekte Scholle wurde aus-gehorcn. Poll Erwartung standen einige Neu gierige I^erun,. Ein '^^'ehrniann beugte sich tief ins Loch und holte das .^lind b..'rauS. A'^ge-msine Enni'nuna wurde laut, als ein noch deutlicheres Weinen des indes vernek)nibar wurde. Toch N'>er beschreibt die Verwunderung, als dcr Wehr'nann nut lachender Miene einen zugebundenen ^aa — fünf jungen .'^'^unden zutage si^^rderte! Einige umchten sich darob lustig, die Webrleute aber rücften verstinnnt heim. wahrscheinlich wallle jemand, den s?ine .^'^ündin zu reich beschenkte, dieses Geschenk le^.'iwerden. ^elb't''dend wird der hartherzige Mann wegen Tierquälerei /^ur Anzeige gebracht, norau'^gesetzt, das; er aussindig aeunicht werden kann. m. Eine naive k^rage. Wir erhielten s^I-gende Zus!2'riit: Es ist zwar nicht schi^in, es- Nänden bestand, einbezogen, nicht ab^'r der in Mariber erliegende Teil, der in'r'Ige der noch n'ch^ s'eeneclen Verlaüenichaftsangele-genheit l)iöl)er nach nicht übernommen werden konnte. T-ie?" gro7>^^. uicist au.' wertvollen Werten be''tcbende Sammlung erhielt die Auf stellunq in einer eigenen l^tellage, die zum bleibenden Andenf-'n an den grascherzigen Wohltäter als ..?'b!ie>td''ca Turneriana" besonders gk'kennzeichnct wurde. ?>ür Einbind?rar^eiten wurd-'n Tin. verausgabt. u-»abei htrvorgchobeu werden mus;, da^ d'tt Entleiher nnn .»^i'ichern, mit ganz vereinzelten Ausnalinien. volles Verständnis iür deren weitgehendste Scl)onllng an d n Tag l gten. Im Vorjahre saimten au6? nuhr-re Angebote 'iir d'M Ankauf von Privalbibliotb« ken ein. Von diesen wurde die eine uni Tili, angekauft; die Ernn'rbuug der iibi'.gcil. die Mar die Lü.^cu der eiu<,clueu Iachgruppeu unseres Vüchervestaudcs wesentlich eigänzt hatten, nuls'.te jedoch uiaugels an ^Geldmitteln unterbleiben, bezw. ausgeschobei. uxrdeu. Tie Sludienöibliothek ist von hervorragen ^r kultureller Bedeutung für die Stadt Ma« ribor. Dos Streben nach <>)ründung von Siadtbibliotl^cken, die der Einwohnerschaft ßine jederzeit zugängliche Beratungssteile in ^ a r b a e s«r fentlich eingeftehen zu muffen, daß ich deS öfteren überladen" mit der Polizei zu tun hatte. Da ich aber dadnrch gewissermaßen zum Wohltäter unserer Stadtarmen wurde, würde es mich sehr interessieren, Wieniel im verflossenen Jahre an solchen „Beiträgen" eingelaufen sind nnd für die Stadtarmcn ver wendet wurde. Vielleicht können Sic, Herr Nedakleur. dies in Erfahrung bringen und uns — denn ich bin ja nicht der einzige, der auf diese Weise „GuteS" für die Stadtarmen tat — durä) Verbffentlick)ung in Ihrem Blatte zur Kenntnis bringen. — Einer, der gerne ins Glaserl guckt. — (Anm. der Red.: Wir haben zwar in derlei Sachen keinen Ein blick, doch hoffen wir, daß diese Frage daS Polizeikominissariat gerne beantworten wird.) nl. Erstickung durch LeuchigaZ. Äer 57- 'ährige Nachtwächter Ferdinand Ji-lNk. be-di''ujt>^t bei der Firma Josef Reich iN dcr elbslverständlichkcit, das; sich in jeder Stadt eine Stadtbibliothek befinden müsse. Lange nachlicr folgten diefem Beispiele erst die ^^ranzoseu. Engländer, Deuts6)en und Ame-risaner. — Jene Städte, die keine Universi-talbibliolheken besitzen, und die vorerst auch nicht die eigentliche Bestimutung haben, die allgemeine Volksbildung zu Pflegen, müssen aocr etuias für ihre steuerzahlcnden Bewohner tun. UN, denselben die notwendige geistige Aahrliug in tnnlichst opserloser und dabei !eitl>t zugänglicher zu bieten; nnd dieses ist nuu in Maribor verwirklicht. Ehre und '^ank dal)er allen jenen weitvor^ blilkendeu Männeril, die schon vor einem Vierteljahr hunderte die ersten ^Vausteine zu unserer l>.'utigen Studienlnbliotlnt znlrugen und dara?i nnenttm'gt bis heute weiterbauten! Möge aber auch nie der Tag konnnen, an dem siu'i in dieser ullurstätte l>linde Politi-sll)e Leidenschakien verankern, denn Wissen. Bildung und ?>^ul!ur umlsen für alle 'Seiten eln dlcitien. ^unkoini!. Zekkung» .....' "i >''!!?« Hi'i sll- >. Stocheichte« «WO WM. p. «uSteichNUNge«. Herr Franz Tonlak, a die ttipischen Merkmale di'fer Krankheit in den meisten »Fällen nicht wahrgmointnen werden können. Wahrscheinlich hakten wir eS mit einer vollkommen neuen l^undcleuche zu tun, die noch gefährlicheren Charakters zu fein fcheint. Mit Rücksicht daraus k.^nn den .Hundebesitzern nicht genug oft ail? .Herz gelegt werden, ihre Hunde nicht in«« Freie zu lassen. Tdeoter und Kunst. Uatto»althe«ter t« Maribor. Dienstag den S7. Jänner: Geschlossen. Mittwoch den 28. Jänner: „Im Wirbel", Ab. B. Donnerstag den L9. Jänner: „Die Süßigkeiten des Fainilienlebens", Ab. C (Kou-pone). 4 Die Eintrittskarten sür die Ge^lspiele der Moskauer Kiinstlertruppe „HudoZestveni-ki" sind ab heute an der Tageskasse erhältlich. tUno. k. Durg-.^ino. Hyt schon der erste Teil ^'es Monuinentalfilms „Der Gli^ctncr von '^o* tre-Damc" allgemeinen Anklang und Bermn-derung gefunden, so ist dics beini zweitcn Teil, der seit gestern Montag beganp iind bis einschließlich Mittwoch läuft, in umso größil.reul Maße lwch der Fall. Die Handlung steigert sich zu dramatischer, packender Wucht. Jeder, der den Roman 5^ugoS gelesen bat, muß erstaunt sein über die Meisterhand, die diesen gewaltigen Roman iin gedrängten Film in so s)ervorragendcr Weise sowohl schauspielerisch wie auch technisch glänzend zu nieistern verstand. Der Film, der eine Sehe nsnnirdigkci t darstellt, die man wirklich selten zu sehen Gelegenheit hat, findet auch denrentsprechenden Anklang — ausverkaufte 5^äuser. Die. Direktion, die auch diesmal die 5^oftcn eines fo teu'en FilmS nicht gescheut hat, tat mit diesem Werke wieder einen ihrer glücklichen Griffe. -lit- Doftswtttschoft^ X Rovisader Produktenbörse o« 2«. Iuu. ner. Weizen 472.!^ bis 475, Mais 207. .0, Weizenmehl „8" 23.'», Aleie i75.50. Tendiei6 und hat dieses so aus-gedt'hnt, dag sie nicht weniger als fi^nfzehn große Reismühlcn bcsiszt, und einen bedeutenden Teil dcr amerikanischen Reis Erzeugung kontrolliert. Anoere Frauen sind alS Geschäfts leiter von Eisenbahnen und großen OmntbuS unternchmun'^en tätig. Eine ^eologin, Kcn-stanze Elrich, Mitglied des amerikanischen Bergwcrksiustituts, ist die Sachveriländige ci-ller großen Pi^troleumgesellschast ln Oklahoma. — Der dänische Reichstag wird sich demnächst u?it einen» Vorschlag der Regierung besäiästigeu, dcr den Franen das Recht zur Bekleidung eines PsarraiuteZ zuerkennen soll. Da die Deuiokraten für diesen Vorschlag der sozialdemokratischen Regierung stiutmen werden, so ist seine Annahute gesichert. :iiührend die Haltung der ersten ji'ammer noch zweifelhaft ist. Moderne Romane und andere klassische Werke der Weltliteratur werden zu HAchstell Preisell gekaust. Anträge an d« Verwal< tung, . skom ?3. lS2S aebttra - e Z -1iu «esf? ? Neuheiten auf dem Bü b. Dr. Varl Holbhau«. Spuren der SiSzeit i« Faunenblld von Suropa. (Veröffentlichungen deS Naturhistorischen Museums in Wien, Heft 4.) Wien 1V24. Selbstverlag des „Vereines der Freunde des Natiirhtstorischen Museums", Burg-rillg 7, Wien l.) Auslieseruug durch den Bttcki< Handel: Gerlach und Wiedliug, Elisabethstrafze 13 Wien 1. - .«.ileinoktav. 24 Seiten, reich illustr., Preis 7500 K. — Vom Bestreben geleitet, die Musealsiiunttlungen in noch höherem Grade als bisher lVemeingut deS Volkes werden zu lassen und üleitore Kreise qn der Museumsarbeit teil-ilel)inen zu lassen, von der die Schaukästen nur den sichtbarsten Teil darstellen, unternimmt das Naturliistori^cke Museum in Wien die Heraus» gal,e einer neuen Schriftenreihe, die ergän^^end neb!?n seine asten „Aniialen" tritt. — Tiesc Schriften erscheinen in freier Folge; jedes Heft ist in sich abgeschlossen und einzeln käuflich. Sie sollen in wisknsch'istlichem Geist und gemeinoer-siendlicher ??".sk'.lng niitnrwissensüaftliche Fra-jl.nl — auch 'u ihrer Äi^ziehung ;nin Mensäien — darstellen Es ist dabei ebenso an allgemein orientierende Schriften gedacht, wie an Führer du!.lki Saminlungen selbst oner durch die Sammlung?-aruppen, an Hilf'Zbi'icher si:r?lnssannnlnng.'n und sonstige' Handweiser, durch die zwischen Museen und ^effentlichkeit der so nöti^^e ^t0u!a?t ausrechl-erhasteu w^'rdeu soss. Der Preis der .Hefte ist s.'» niedrig, d.'s; jedernianu, auch der Schuljugend, die ?sn'chifs'.lug nieisiich ist, '.un'.al eS sich um lein auf (Gewinn terechnetk's Unteviiebinen handelt. — Die norli>.gelide Arbeit behandelt jene eige.< tüinUch'.'n Tatsachen der Tierverbreitiing. mel6)e noch in der gegenwärtigen Fauna C'uro^'as die (5insli"isse der Eiszeit erkennen lassen. ?i.'i't)rend der Zeit intensi^.iftcr L.'ergsetscherung, als die ?llpen eine gewaltige Ciowiiste wa,en nnd das nordische Inlandeis sich bis an den Nand der Sudeten nnd Liaipathen nach Süden vorschob, lei'.te i'n «'isfreien Mi.ttesei'.rova eine sältelie^'en-de ?'!''vwest. meltber d^s Maninii?t. ferner Mo-s6n:sr>c>)>^. ^'ennuinge. Renntier. Schnee h.iie. ?7in'eesnil? nebst mancherlei nochi'ordischen Srbnecken niid '','i^ern ang.'hörlen. ?'lS das s'li-ma wieder milder wurde, ve''"'ochten manch? dieser arlti^chen Tierformen sich gleichwohl in Mittel», te'^weike seilst Ssidenro^'a ?u erb!''lten, indem sie sich bier in? f'ocs'ge^'irge znrürl'.ogen. ' ^''one ' Alren. «n^nre« näen, Abru".en uiw. treffen wir die^e merkwür-digeu Cis"'itiib''rreste in io gro^'er Individuen« znbl. s'e im Fannenbild unserer ^''s'irge iu aufsälliglter Weise hervortreten. Holdliaus be« snricht die Zusammensevnng uud g-'ographi'che Ve?-' "ltung dieler Reliltfauna und be^chliefst sei-' u? ?s' ^'eit mit einer kurzen -q der en« ^ n''.'ät'csien LandV'cift, wie sich dieselbe zur ?eit der intcus'>st''n Verglet^cherunq darstellte. Eine Cis-'.'!t?arte und eine ylnzahl von Tierbildern! sind der Arbeit beigegeben. ^ b. Roma aeterno. Abreisj'jiunstkaleuder auf d. ^ Jahr her^i'gegeben von Prälat K. ^iim', mel und Matth, leerster. 65 Abbildungen mit fimssprachigen Erläuterungen (deutsch, italienisch, spanisch, fr.'nzösisch, englisch). Vielfabriges Tek-selblatt. Gm. 2.—, u)w. Frk. 3.50. Lire ll.—. Mont-^n^ "''.'erlag A..(N., Aiirich-Stuttgart. — Das „ewige" Rom, die seltsamste uud auzieheudste al-ler Städte, Zielpunkt der Wüuscke und Gedanken von Tausenden von Menschen, mar oft Gegen« stand knnstgeschichtlickier Darstelluugeu. Noch nie aber wurde der Versuch gema6)t, aus so knappem Nal>m die Bedeutung und Schönheit von Roms wichtigsten Knnstdenkmälern zu zeigeu. Die hier llnvählte Form des Abreiß-Waudkalenders erweist sich als glücklich, die ti5 groszen, besonders gllt gedruckten Bilder sind ausgezeichuet zusam-meugesteNt. Man empfängt somit hier die an Umsang kleinste, aber klug und mit sicherer Kennt nis gearbeitete Kunstgeschichte Roms. Die Uu-vergauglichkeit in seiner geistigen Wirkung uud Neherrschlnig verdaukt Rom der autikeil Welt, die in klassischen Meisterwerken in seinen Maueru noch fortlebt, mid vou der starke geistige Ströme aus gegailgeu siud, uud dem Zeitalter der großen Päpste. Diese haben an seinem äußeren Bestände in regster, zielsicherer Schaffenslnft gearbeitet; die antiken .«^lnustschäpe lies^en sie heben und sorg-sam sauimelu: es eutstanden neue Wuuder auf allen .'»fnllstgebieten, die nus ebeufo unvergänglich teuer stnd wie sene antiken. Zur Verwirklichung ihrer Plaue haben die Päpfte die bedeutendfteu ulld grosteu Kitnstler alle in ihreu Bereich ge-zogeu und ihrer ^tunst Cnfaltuug gegebeu Die berühmtesten Künstler der Geschichte haben Rom au.sgebaut uud geschmückt. Fast uuübersehbar ist der Reichtum dieser Stadt an Schöpfuugen der Baukunst, Innenarchitektur, Plastik uud Malerei, des ziuusthandwerkes uud der Gartenbaukunst. Wer Roms Kunstwerke kennt, der kennt seine Geschi6)te nnd die Geschi6)te geistiger Bewegungen. Nicht jedem ist es aber möglich, grössere Werke zn erwerben, um sich geschichtliche» Studien hinzngeben oder gar an Ort nlid Stelle solche zu betreibeu, und doch ist Rom, daS ewige Ziel der Nordvölker, silr jeden von uus wenigstens einmal im ^ebeu Ziel der Sehnsu6)t gewesen. Jenen Tauseudeu, die an eine Jtalienfahrt ni6)t denken können, nicht in der ewigen St:ldt wandeln können, bietet dieser Kalender durch ausgezeichi.et gewählte Bilder eine gedrängte, aber völlig ausreichende Uebersicht i'lber di? ^'iinst denkmale und geweihten Stättcu Roms. Deu Herausgebern ist es gelungen, ein kleines Kunstwerk zustande zn bringen, daS ans jedem Vürkier« tiscl) liegen sollte. Der Verl.^g, der den besonders schöllen .llfsslvsfe, ihrer speziellen Eigenschask'n, der Zn-lereitt'ug zn Avpreturm^issen nnd ihrer Verwendung zi::n Anpretieven von leinenen, baur.'wol-leneu, seideneu und wollenen Gnvebeu-, feuersichere nnd wnsserdichtc Appivuir^n nel.st den haupiiäcsillchsten nnischinellen Voi richtnugen. Ein l^'^ind- und >>ilfsbn6) flir Ap preteure, Trucker, svärber, '-I^leicher, Wüschereien und Textil'-Lehr-anlialtef. 'v^ou Friedrich Pollenn. Mit i'.'i A'bil^ düngen. Vierte, vollständig un'i^earbeili'te Auslage. Bi^igen Oltav. Gui. geb. t^n». . zu be.'ieh.'u bei A .Hirtlebeu's Ve:la.i iu i!^^'ien. — Nach eiueni verbältuisuiäs'.ig lurzeu Zeitrainu ist die vierte Umarbeitung dieses '^^^er-leS notwendig geworden, was wobl den bi'sten Veweis erlningt, ds'sz es d^n Ansorderinigen der ?ra'^is voll ntld gnn entsvrochen b-kt. Auch bei der Neubearbeitnug ist Wer^ darnus g'segt nwr-deu. die in'wischl'n geniachten Verbesserungen niit anf'nn^hmen Wohl sind keine h''r^orrog'.'nden Nenl)eiteu ^^n verzeick'nen. denn d''r A^'v'.eienr ist darauf auaewiesen mit alten, langst bekinn^'n ?^iehltossen. d''ncn sich nnr .inön'!hm>7wei'e einmal ein nener zugesellt, zn arbeiten nnd die her-vor.'.nb!ingenden (^^feite fu^'en mehr aus der me-chani'cben Veband?nng. Nicht-^de^toweniger bietet das Buch auch in seiner E'gänning einen wertvollen Bebels fiir jeden A^'nvetenr, in deni er sich vielkiich Rat ln'len k'^rnn. Die mech-'ni'cheu Vorricbtnngen ^»r Darstel'iini'z der Ai'vretnrniit--tel. sowie aucs> die Maschiuen znm Einbringen sind mit be'onde" r Sorgfalt beliandelt nud den wiclit'gen Abkcl^'ns^ bildet die Untersucknnig der Avvretnl, die fiir den prakti'V'en Anpreteur von hoheui Werte ist. Die Arbeit wird sich gewist auch in ihrer vierteu Anflöge wieder der besten Auf-nahnle erfrenen. b. AuhersZnnli6ie Wahrnehmung. Erperinlen-telle Stndie i'lber den sog. Tranceznstand. ?'.nl Sanitätsrat Dr. Gustav Pagenstecher, Mexiko. Mit einer Einführnng von Dr. Waldemar vou Wasielewski uud eiuer Abbildung. 100 Seiten Quart. Preis geh. 2.50 Dm. 1024. Carl Marhold Verlagsbuchhaudlung, HaNe a. S. — Der Verfasser, seit Jahrzeinlten als hochangesehener Arzt in Mexiko tätig, ist, selbst vom überzeugten Materialismus ausgehend, dlirch znfällige Beobachtungen in seiner Praxis in dieser seiner Welt-anschanuug erschi'lttert worden. Einmal auf daS okkulte Gebiet hiugeleukt, vertieft er sick, darein nlit aller wifseuschaftlichen Griindlichkeit und gelangt auf dem Wege des Experimentes zu der sensationellen Feststellung, da^ es in der Tat eine „außersinnliche Wahrnehmung" gibt, d. h. daß wir zum Sellen uicht uubedingt der Angcn, znm .^^ören nicht unbedingt der Ohren usw. bedlirseu. Seine zahlreichen Versuche über die Phüuomeue des Traucezustaudes und — vor allem — der Psuchometrie haben das größte Aufsehen in Anie-rila erregt, wo fie durch die Beröffeutlichungeu der American Society for Pftichical Ram>.u. ew'.g suche.^den Id'/c. icniu.^ !xiuliNt'.' u'.ld an di^r schNthten Naivität Maries großen Ueberseedampfers" die ja aliu icbon vou und so erhr^>: sitl» oa'o "-iiuch über alle ^Zettlichleil eiuem ainerikanischeu C-ericlNe bestätigte Tatsaäu' festgestellt, das'» die „Lusitania" Munition an Vord t)atte — und damit die Trcg.reite dieser Problenie einhüllt. Scheu devl)ilb, aber auch um seiner anderen Ergebnisse halber wird das ans^eroidenllich fesselnd geschriebene Bucli bei Anhängern wie Gegnern des Olkultlsunls die lebhasteste Beachtung sinden. b. Hermann Löns: „Lüttjemann und Püttjc-rinÄM" und andere Mü'rckien. Mit l'''j Original-Steinzeiclinungeu von Fritz .f>aus Eggers. Iu stiinstler-.Halbleineuband gebunden M. . — Adolf Sponholt^ Verlag G. m. b. .H , .Hannover. -- Man soll mit Snperlativen sehr sparsam umgehen. Wenn wir aber sagen, dasz die LönZ-Ge-dächtni'f-Stiftung ihren Mitgliedern da) sckii^'uste l^^escheiilbuca auf deu Tisch legt, so trefseu diese Worte wirllicl) zu. Als erste il)rer P'lchergal'eu bietet die Lvus>GedächtniS-Stiftung ihren Mitgliedern ein Märchenbuch von Eigenart und ^Schönheit an, eine S^^nnnlnng der schönsten .Hei-denlä''chen von !c>ermann Löns. 5)'ärchen, die der schwere Dust norddeutscher Lands'bast durcknneht. Märche^l, die von Pucks uud Wichten erzilblen, wie sie den Bauern Schabe riuic? und bö'e ?! reiche spielen, oder il-.uen helfen, wenn sie nlt zn ihnen sind, Mädchen, die ein wirlsicher Meist-'r geschrieben hat. In einer gin', eigenen Art, die uian als kongenial be'^eirbnen kann, illustrierte Fri^i .^>'ns Egaers das Werk so. das; "^-ild nnd Wort zu einer nnirennbaren Eirb^it zns.immen-sel>me!-/.'i't. Die !I^riginal-Stein^^^ei5''.'. ingen des siuus'levs ln.'s?'->abrige Bilder) sind in ve'''>'n-deter Nevrodu^tirn iut Osfset-Ve'ii'bren wieder-a.geben. Das Biicb ist bei d?e''er herv'.irraa':''''en Ai!ss^>'ttung wir'^ich nnt M^. sehr bissig, jedenfalls wesentlich billiger, als alle gleich.rer-t'gen Visderbs'ck'er. Die nil'dr'ae Prei''>'lelsiN'>'' ist n'ir dadurch möglich aewe^i'n. d^s; da-^ ?^'.lch nur an Piilgüeder de" Lvn'?-G''d">''s'tni^^?^'stnna ab- hinaus zu ei'.'.eiu Werk reiner, flarer Äiieuschlich-.eit. Die äu!;e.it sorgsaine Uebertragung N. '.'!ich-tcrs trisst au'7ge')eiel,l'.et deu I^erzerglnckeudeu Tou des Lrigiuals und inacht .^umiuuierl nü! deui sergfältig>u Druck liua der liarmonischen Aus-staltuug oac. Werk ,;u eineui be-.wiugendeu Buch, das tuan li.st und liest, bis uian zn Ende ist, uud das noch sortllingt, wenn mau es aus der Hauo gelegt hat. b. Tslstoi, Drei Uebertvagen von Alerauder Elias.berg und Paioel !!!>'irh!rn. Mit uicc farbigen Vollbildern u.'icl? Lrigiualaguarel« len un.d zehn Schwarz-Weis^-^^eicl i'.ii.geu uud Bu6?schulu Fritz Löwen, .^^'^er.^-^^^'erlag A. l'«). Wieu'L.ipzig, ' l-'ros',o'tav. S. l-' ^uzlei-aen. — Die illtistrierte Märclenrcihe d." Herz-"^^erlages, in der A. v ^.?'.rnl!n: F"irst und Sänger .'^>a!''aolt, O. Wilde: Drei ^V>'änhen, Ch. Dickent: Tis .Heiinchen aui Herd, ericljienen sind, h^it sich denl Ar-a' i'' d der Erini'.eriiu.'' des Leserü eingeprägt. Die drei bi? vier i>''^gen len ^^^l^nd", in el^gantein .Hochformat, so-g'u.lig ged'.uert, nut bunten !^^ollbilde'.n und r-icheul VnchschiüiuÜ, von ersten i '.s^riert und ge n.. geblnlden. ivi-rden bisi^er von Pre"e utld mit etn.s.lun'.'i^em Beifall -'ge- noniuren. Nnn wnrde die Reihe uui eiueu weiteren B'and vermel?rt: Leo Tolnoi: Drei Märchen. Es is^ eine Neul^eit, Toistoi al? Mär6)en-dichler zn >elieti, i'.nv entspricht di^^eh so s^ t-enr >^eseu seiner ">"''l?ing-^lu!tst. Die einfache Handlung, die einsacheu Leute, das Miisvieleu '>en Hiuiu'el und .Halle N! d die Versläriiug znm 2 .)lusi sii?d die MtUc!?enban''^un.g zu dein wun-derl'ar ^ch^ichlei? uud innig"-' iu der Sprache, den die beiden riihinlicheu Ilebersetzer an?g"/ie'^'"t bewUirt haben. Da'^u toviutt nach Tolstois tiefe ^l!e!igi:^'''f^"-^' ^,,1^ sein e^ 'ter .'^'^n-Ulor. l'nd so less.'n wir nns in Stiunn'n'g ver-'et'.en durch die Crzählung vou den „D ei Grei- gegeben wird. Schon, um die'es Bnch enverben ü'""' das Wort Gottes lel)rt. bis 'n sei'.n''n. n''"cht^n wir en^''sel^len, der ?^i'tnnq 'u werden. Der '^>'itg?l''^"''"it"'''g inr dil-'es Iobr beträgt nnr Mk. 1.— nnd ist meg---.-t fj-,^ Mk. 2.— zinnmwen an die l^'e'chä^t'stelle der '?l!''!'"^ in ein'.nü'n.dl'n die illu- i'^rie^'t" ^ro""''te a>''o!^'t. Auch die ^^^'i-'^^'b'udlilu' aeu dürfe?! d-^s Buch uur au Mitglied' der cll'tuva ^bgebeu. b. Andr^. ..Die Gc^'ichle ein ric." Va-ede von 'ig autoris'e'le N- ^Uer. Herz-Ve'''ag A. Wien Lei'V'.ig. Il'i.'!. L^stav, Zeilen. .<>>'-'lbieinen. — Ans die'em B-ch de"^ jüngsten Frankreicbs svric^'t ein nener Geist der Menschlichkeit, des Mitleids nnd der Erkenntnis ewiger Aufgaben. Laillens Buch, von Bildrac> lnit warulen Worten eingeleitet, ist tein frivoler Enthüllintgsroinan. solidern ein liebevoll an?ge-bantes Werk voll tiefer Erkennini? der niensch-lichen Natnr. Die „Geschichte eiuer Marie" ist ein Ein^elschicksal uud doch zugleich das Lebeu der lcideuden und duldenden Frau ^^leiubürgerli-cbeiu !äreise eutwachseu. erfährt Marie Freude uud Kumlner der ersten Liebe, erstes Ä^'utlergliick und tiefsten Schmerz beint Tod ibres Glindes In Brüssel uud Loudou begitnit uini sur sie eiu l)ar-tes, lummervolles Leben, auf der Strasse, uuter ^tavaliereu, Gaunern und Dirtuni. Aber Marie bleibt stets, die sie war, eiu niitleidiges und an-sprnäisloses Geschöpf iitinitten des Sumpfes, der sie nmgibt. Im zweiten Teil führt sie das Leben init Henn) Ronlant zusammen, einer problenta-tischen Dichternattlr, ill der viel aus dein Leben des Autors verkörpert erscheint. Marie ist das zärtlichste Haltsiuütter6)eu uud .Heurn tuacl>t sie währeud seiuer scsm,?reu Nerveu?rau'l)eit zu sei-uer Ehegattin. Doch mni verfällt er vou einer Dnntntheit IN die aitdere: bald lverden ne Bau< eru und Hithnerzüchtcr ans dem La,ide. bald ein sonderbares Ehepaar in der Stadt, bald wird Heitr») Trappist, bald seht er sich iii eiin'r -le«--tungsredaktion fest, und zuui Sclilnsse eittd.'ckt er eilte intellektuelle Freundin, nm derentwillen er Marie verläßt, ohne dast sie einander böse werden. So schreibt er für sie: Die Geschichte einer Marie. — Der einzigartige Rei^ des Buches liegt in der teils iuuigeit, teils irouischeu Art der Dar stelliiug, die durch das ganze Werk hiiidurch siels uur aits deul Ideeukreis der beidett Halii'tper-svlteu herausgesponueit ist. So verklären sich die ^ cs klar wird das', das Wort uicku alles sei. Und wir le'eu mit iiu >blässlger Erwartung, mit Freude ilud tiesster s^iüiveliilg zugleich die vielleicht scin'nsse Volkserziihliing Tolstois: „Wovoil die Men'chen leben", die Erzählung voui süi^digen Engel, der itackt nnd blo»', aur die Erde hinab ntun> eilt Meu'cheudaseiu zn fülzre» nnd zn leben, was deit Meuschen gegebeli ist und w^>. nicht. Eilie reizende kleine Bauern- liliö Deusel.'ge» scinchte: „Wie der Teuiel deu Brotkanteu verdiente", indem er tiänilich deit Vaueru den ?chuivs gab, schliesu deu '<'and. Die I'lustr.Uio-nen Fritz Löivl.ais, der selt'st iihrelling 3tu-dieit in ^lüis'.Iand g.'weilt hat, aeben ivil.'lich ruf-äscbe Tvpeit uild echieil Ti'Ütei'cheil l'^eist un der. Uud »vir ersreueu ulls au dei? prächtig revradu-zietleu Aauarelleu, ai? iln'er innstischen Ties?, ihrer kernigen Bodeu''täll,.''igteil uud dem drastischen .Hnu:or. Ent',ückende Initialen nnd Vignetten begleilelt die drei Erzähluligen, und der Bilchdeckel ist, tief bedeulsantliild rei-end zuglnch, nnt deni säenden Bauern gesch'.nücll, den ein Ten selchen NM Nocl'chosi zuvit. Wir siud überzuigt, das; aucli dieser Banli, auf blütenweißein Javier, in der charakterisli'chelt Schivabacberfraktur ae« drllckt uud in erd!.'rannes Leinen gebunden, dic? gleiche Aueikenuung fillden ivird, wie die lnsli'--rigeit Bällde der illuürienen Märcheurekbe, z'nd ihr ueue Frenitde ^nfi>bien lvird. b. Polv?l?, Mit Auty ul'.d Lwmel zum Psauett' lfzron. .^>kurt Voiviinlel Berlaa. Verlin-Gruue-ivald, 2'>l> Seiteil, Abb. liud ! .Quirle, '^auz/-leiueu —. — Die ail iveüeu GesicbtsDnnIlc n orielltierte pelit'sclie Reisetn'schreibuug ist ne»'cl? uicht überall bekaiirtt. Hii^r uun liegt der sp^zn« ueut» Ulld oft hlilllorvoll geschriebeile Bericht ü^'er eiile Nielse durch Borderasieu (Kurien. Pal 'stiüta, Arabiell, Mesopotaiuieir. Persien) im Ialire ver lind zeigt, lvie eilt Ainerilaiter lllit gesundem Menscl'ellverstaitk^ Ulld eiiler glänzeilden pall.i-schel? Bildung die dlirch den Völlerbnud uud s.^-ue Maildatare, Frall'reic?) ul,d Eilglaud, iveillo-^ verwirrte i'olitische Lage ili dieiel: Ländern der .^.lilusilt betrachtet. Es fügt sich das zn'analos in die Erzübllillg dieser Nesse eilt, die ivorimuis.g — li'aghaing angelegt, ältesie ivie llcneste Vv'a-derun/.sluitiel sicl, diell'tbar n,acl)t. Inie>-essante und glüuzeltd nnedergegebene ^^^ilder geb''>l cineir Begrüs Volt Lalldsi^llast lillr'» Menschelt und zei gen, ivie nberliolt doch die lalidlällfigcn v-arsiel-luligen siiid, di" iliali bei lilis von deii ältesten Ulltiirlä ldeilt der Welt l)it. Wannmg. jedermann meiner Frau ««ria S>»r.Ia«eie «n Brezje. «emelnde Irl,ovct Nr. 47. ««id oder Seldeswerl zu leihen, da ich l«r sie nichi yasle und keine Schulden meiner Frau bezahle. CigenbauMein offen «.i ?!a§ede» per Itter u vl«ar -!u Iiaben dei 8^»^ iilica i^s. i?. S O Abonniert die Mardurger SO Zkltuna. si? ist das billigst« I? .::Talib»att Sloweniens O»»« »«O Veite v »Marburger Z-ltung' ??mnMsr'22'vom ?3.'J5nn?? IM Kleiner Anzeiger. Versthitde»«« Sch»et»«a?chi»»«, R«ch««a. Aopier«aschine». Typen» stachdrucker. Opalogrophe und Zubehöre. Echoplrographi, Blet-Niftspihmoschinen. Briefordner Eyitem .Indus", Schnellhefter, NoUen fürKopierma'chinen, Pos«-Kissen. Stempelfarben, Wachspg. Pierfarben. Massenlocher. Erstes SpezitllleschSft iUr Schreidmaschi, nen und Büroariitlei, Aak. A»d. Vegak» To., «xidvr. St». ve«»k« «lie« 7, Telephon 10t). Keine Filiale! «iaea» Soo»»al.«»v«rak»». ««r»NDN« sUr «en «6 Tarlchen, 7?^ls>0.')i>N Twnr, wird 9cqen qute Verzinsung und Sicherstellung auf mrlirere i-tcid! Häuser ausgenommen. Antrüge unter „Hänser" an die Berw. 722 (^ut'i"li,'n>'c5 G«?mislbtwarenge- jchäft NN der Peripherie der Stadt Umstände Halver zu verkaufen. 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Vom tlekzten Lckmerre eiMIIt Leeden v. VsterZ nncl ()nkcl5, cles klessn »vi velciier vicnstsxs. 6en 27. .länner 1925 um 7 Ukr krük in treuer k!iitillun^ geknes Oienste.'? uner>v.irtet im 79. I^ebenssadre 8/,nkt und xcittcir^eden ver8l:1lje^en i8t. Die entseelte ttulle de« teuren VeidUclienen xvirc! vanaerstaZ äen 2?. .s.1nner um l6. I^lir n«climitta^5 in 6er I.eic1iendaUe des 5tAlIti5cl^en k^rieä» Iwlez in pc)dreZ!ie leierUcti eingesegnet uncl soclqnn äortseldst im k^^milienzrabe ^ur letizten l^utie de'itgttet. Die keilikze Seelenmesse vlrä k'reitaA, den 30. ^tlnner um 1t«ld 9 I.)kr !u der I^rsuZlislianer-pfarrl^irclle xxelesen. j^lciribor, den !^7. .länner 192'!». Nsrlanne Zaut, Osttin. kuSiolk. sseräinsnä nnä 5«ekan Zaut. Lükne. ^!Ie lldrigen V«»Wan仫n. L3Z WVMWWiUW »WWW» » WWW Nettes Fräulein alis gut. .Haust. nut .>!el'.ntnie 's^er w^'ibli'.hen Handarbeiten, sinket schienen Wirtnngskreis und ^iulom'nen. Ansr. 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