Nr. 2^._ "^'______ Dienstag, ^. Februar 1907._______126. Jahrgang. Mbacher Zeitung 3/ hüll>jä»°i?ii 1? N ^ n.^n^'?."'1«' »O""al>ng !l» X. hlllbiüwa 15 ii. Im »«..tor- ganzjähri« l, « ,u . «eil ,'.,,., ^"""° i"s Haus gauzjäliiia. 2 X. - In,erti°»Sgebiihr: l^üi llelne I,„crate _________ ' » ^eliii, ^u l,. g^h^e per Ze.ie lli b; l,ei üjleren Wiedeihol»»gcn per Zrile » d. Die «Laibacher Zeltnüg. erscheint täglich, mit Ausnahme der Sunn- und Feieitanc. Die Administration befindet sich Kongrehplah Nr. 2, die »iedallion Valmalingasse Nr. lU. Sprechstunde» der Redaltiu» vv» U bis '0 Uhr v»r mittags. Uiisraillicite Uriefe werde» nicht angcnummc», Manuslriple nicht zurüctgcstellt. Amtlicher Heil'. Über Ernlächtigling des k. k. MinisterilUlis des Innern hat d,e k. k. Landesregierllng in Laibach d,e von der „Vereinigte Bierbrauereien Sachsenfeld und Markt Tiisfer, Aktiengesellschaft in Laibach" erbetene, in der Generalversauliulluig voni 14. Iän ner 19l)il beschlossene Änderung dor ^ 7, <),'!(>, ", l2, l^. l? und 2« der Statnten genehmigt. Heute wird das I. Stück des Landesgeschblllttes für Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 1 das Gesetz vom 8. Jänner 1907. betreffend die Wasserversorgung der Stadt Krainburg und Umgebung. Nr. 8 die Verlautbarung der l. l. Laudesressicrung vom 22. Jänner 1907. Z. 1238. betreffend die Umwandlung der be-stehende» Faßeichstelle iu Gurlfeld in ein komplettes Aichamt. Nr. 3 die Kundmachung der l. l. Landesregierung vom 23. Iän» ner 1907. g. 867. betreffend die Festsetzung der Militär» durchzugsgebühr für die geit vom 1. Jänner 1907 bis 31, Dezember 1W7. B«m der «cdaltiou des Landesgesetzblattes für Krain. Aaibach, am b. Februar 1907. Nach dem Amtsblattezur vom 2. Februar 1U07 (Nr. 28) wurde die Weiterverbrcitung folgender Preß. erztuanifse verboten: Nr. b ^lonitor» vom 27. Jänner 1907. MchtclnrMcher^eil7 Die Vorwahlen zur Duma. Über das bisherige Ergebnis der Vorwahlen zur Duma schreibt die „St. Petersburger Politische Korrespondenz" -. Visher kann inan nur annehmen, das; die extremen Parteien beider Dichtungen am ttarksten vertreten sein werden. Die Mittelparteien haben bisher keine besonderen Aussichten auf Er solg^ebenso keinen die Kadetten. Die Wahlnlänner der Fabriksarbeiter sind im deiche, so lueit man e5 nach den llicht vollständigen und teilweise tendenziös gefärbten Nachrichten beurleileii t'ann, lvie in der Xiesideuz dlirchlvegs Sozialdemokrateli. Unklar ist das Bild der Wahlen bei den Bauern. Hier sollen die Monarchisten, „Gemäßigten" nnd „Parteilosen" die Oberhand haben. Der Begriff „Monarchist" wird heutzutage immer weiter; im Innern des weiches nennen sich die monarchisch Gesinnten sämtlich „Monarchisten", mögen sie zum „Verbände russischer Leute", zur kleinen „Partei der Rechtsordnung" oder zum „Oktober-Verbände" gehören, konservativ sind heute die Bauern fast alle. Die russischen Bauern im Südwesten haben dao durch die Wahl ihrer Geistlichkeit bewiesen. Noch un-bestimmter sind die Begriffe „Gemäßigte" und „Parteilofe". Die Mehrzahl der Bauern hat sich auch jetzt keiuer bestimmten Partei angeschlossen, stellt aber ihre konkreten Forderungen, so das; zu erwarten ist, daß die Bauern auch in der neuen Duma ei lie eigeue Bauernpartei bilden werden, die nicht so radilalliberal sein wird wie die ill der letzten Hieichsdnma. Die Hofbesitzer, vermögende Baueru und Geistlichen gehören sämtlich zu den rechts stehenden Elementen uud haben dementsprechend gewählt. Auch auf dem flachen Lande haben die „Ot'tobristen" und „Kadetten" tanm irgend welche Erfolge. Teilweise übereinstimmend hiemit schreibt die „St. Petersbnrger Zeitung": Eines scheint jetzt schon mit Gewißheit festzustehen: Tie uächsteNeichs-duma wird kein Abtlatsch der ersten sein. Die äußerste Rechte, die in der ersten Duma nicht zu Worte kam, wird in der zweiten vertreten sein. Wie stark, ist nicht Vorallszusehen, aber man kann annehmen, daß sie, gestützt auf das Wohlwollen weiterer Negieruugslreise und auf den ausgebreiteten Nussischeu Vollsverbaud, durchaus nicht bescheiden ^nrücktreten wird. Ferner ist als sicher anzunehmen, daß die radikalen linken Parteien, die sich diesmal überall an den Wahlen beteiligen, mindestens ebenso viel Abgeordnete stellen, werden wie für die erste Duma. Die Hoffnung anf ein arbeitsfähiges Haus gründet fich darauf, daß cin ausschlaggebendes Zentrum dnrch die gemäßigten. Parteien geschaffen wird. Sind diese Parleien -vor allem kommt der Verband vom 17. Oktober hier in Betracht - start genug, daß sich die gemäßigten Elemente von links und rechts an sie an-lehnen löunen, dann kaun eine Arbeitsfnhigkeii er-zielt werden. Zu den bisher bekannten Parteien hat fich eine neue, die „volkssozialistische" Partei, gesellt, die erst iu den letzten Monaten sich konstituiert lind ihr Programm veröffentlicht hat. An ihrer Spitze stehen die Publizisten Annenokij, Mjatotin und Pe-«echonov. Bis vor kurzem hatten sie der sozial-revolutionären Partei nahegestandeil, sind aber der Meinung, daß mit den überlieferten Anschauungen der au ein unterirdisches Dasein gebündelten sozial revolutionären Partei nicht mehr auszukommen ist. Deshalb haben sie eine neue Partei gegründet, die, obgleich sozialistisch und revolutionär, sich die Aufgabe stellt, offen für ihre Sache zu wirken, sich einen großen Anhang unter den breiten Be-völkeruugsfchichten zu schaffen und ihn zu, einer tatkräftigen Partei zu organisieren. Sie haben sogar verflicht, ihre Partei legalisieren zu lassen, selbstverständlich ohne Erfolg. An dem Wahlfeldzuge nehmen fie lebhaften Anteil und treten in fast jeder Versammlung der Kadetten und der Oktobn-sten als Opponenten auf. Trotzdem läßt der von ihnen so sehnsüchtig erwartete Massenanhang anf sich warten. Ihr Programm ist: Achtstundentag, staatlich festgesetzter Minimallohn für die Arbeiter mW freies Laud für die Bauern. Politische Uebersicht. Laib ach, 4. Februar. Das „Fremdenblatt" ist alls Grund verlaß licher Informationen in der Lage zu konstatieren, daß die Mitteilungen eines ungarischen Vlattes, wo Feuilleton. Der glückliche Erfinder. Von Walter Anrdi«g. (Nachdruck verboten,) .Matthäus Lingner hatte den jungen Ehemiker. u".i,ett einigen Monaten bei ihm beschäftigt war. '" lem^ Privatkontor beschieden. ^ ',v"h halx' Ihre», Vater, meinem lieben alten ^ninde, versprechen müssen, Sie zu systematischem -nveiten anzuhalten," sagte der behäbige Greis, ^'"' l"'t^s, von reichlichein Weingenuß stark ge-,s^i.7 ''^ aus dem Nahmen der silberweißen '.mlpt- und Barthaare gutmütig herauslächelte. 3'^n ?"^'"' ^"' N"'"^ scin iu der Fabrik, und v'' ""/ ^" ""k"me, könnten die Leute Indigo '" Labm^"' '" """' "''N''l ""'s",- Sie sitzen oder i.. ,""!'" und braueu da eine Herensalbe EMm^v"^^ äusammen." -..... Nch der ^ie, Herr Lingner," verteidigte "achenden Erfindn'.'^ "^' «l""be, oilier epoche- Ack >n.- ? " "'s der Spur zu sein --" """läufig w^r^l^'" Zerbrach ihn der Alte. auf. Er >nV.. " . ""' ^" beschräukten sich dar "üve» Di, ' ' ^ schon abmacht sind, auszu-"nster Arbe t "!!^'^ 'ch Ihnen die Erfindung amährt w..i/ ,^' ^^ u^^i umner ihre,i Mai,n inento."' ^^"'"' "ls phantastische Er.peri- Mai,i?w,'^"?'' "l'"' unt cine»: Schlage ein reicher ^luen. loenn ---------" Ihnen eino'?'^^' ^"^ '""""' ^au", ich werde (beschichte erzählen." rot h7reinbrin' " ^'Ü eiile Flasche Eltviller Spät i ^Mbung<'u und füllte selbst die Gläser. knarre gMlig-^?" Es saß sich gar belobig in deli großen Leder-fallteuils, iii diesem gemütlich altvaterischen Zim liler. auS dem man durch ein riesengroßes Feilster auf den betriebsamen Nheinstrom uud auf das anmutige, in der Sommersunne funkelude Ufer hinaussehen konnte. „Vor vierzig Jahren," begann der Greis, „ich hatte damals gerade nach meines Vaters Tod die Leitnng der Fabrik übernommen, war ein gewisser Egbert Walter an Ihrer Stelle, den auch die Er-sindertarantel gestochen hatte. Er hatte etwas los, der arme Teufel, war ein ganz brauchbarer Mensch', aber es paßte ihm nicht, im Ochsenschritt vorwärts zu kommen, er wollte das Glück an seinen Wagen spannen, daß es mit ihm über alle anderen Menschen hinausflöge. Er rang und rang wie ein Verzweifelter, aber nichts wollte ihm getingelt. Sein kleines Vermögen und das seiner hübschen jungen Frau ging bald dabei in die Binsen. Und da sich Jahr um Jahr ein Dinger Walter in der Familie einstellte, ging es bald knapp genug in dem engen Hanse her. Nie ein begossener Pudel strich Egbert Walter durch die Fabrik. Das Leben war ihm zur Last. ^l'lir, wenn ich ihn mir von Zeit zu Zeit einmal vornahm lind ihm sagte: Mann, sehen Sie denn deu Wald vor Bäumen nicht?! Tuchen Ihr Glück, uud daheim hockt es hinter Ihrem Ofen! Die tapfere tleine Frau, die mit solcher Liebe an Ihnen hängt, ohne Muiren Ihre Lauueu erträgt lind so treulich Ihnen bilft. Ihr Schicksal wieder iu die Hand zu triegeu, die fröhlichen, pausbäckigen Buben uud Mädchen, die an Ihnen hinanfkrabbeln — ist das lein Segen, kein Glück, um das Tausende Sie beneiden?! Wenn ich ihm das vorhielt, dann riß er sich wieder für einige Tage zusammen. Bis wieder eine neue verrückte Idee ihn gepackt hatte. Schließlich fing er an bummelig zu werden, verkochte nnd verbrodelte seine genialen Einfälle, die billig wie Brombeeren wareu, iu meinen teuren betonen nnd pfiff auf seine Berufspflichten. So oft mir aber der Geduldsfaden knackte, erschien Fran Walter weinend und händeringend in meinem,^on tor und ging erst wieder fort. wenn ich versvrochen liatte, abermals beide Augeu zuzudrücken. Inzwischen waren die vier ältesten Walters schon ausgeflogen und hatten sich hier herum ihre eigenen Nester gebaut. Die schöne Mutter vou ehe mals war ein frühzeitig verhuzeltes und vergräiu tes Mütterchen geworden. Egbert Walter selbst, der ein so forfcher >terl gewesen war. sah alls wie der Schatten seines Großvaters." Der jllnge ^'hemiker brach pflichtschuldigst in ein wieherndes Gelächter aus. Der alte Herr schmuuzelte, leerte seiu Glas, füllte es von neuem und fuhr in seiner Erzählung fort: „Paffen Sie auf. Die Geschichte wird tragi tomisch. Ich hatte schon tagelang ganz fürchterlichen Gerüchen in der Fabrik nachgeschnüffelt, die mir be< ständig aufdriuglicher und penetranter zu werde» fchienen. Weiß der Tenfel, warnm ich nicht gleich an meinen hartnäckigen Erfinder gedacht habe. Eines Morgens endlich tan, ich ihm anf die Spur. Als ich die Fabrik betrat, sprang mir ein so entsetz licher Moschusgestank an die stehle, das; ich fast erstickte. Ich stürze die Treppe hinaus, baste durch alle Gänge, reiße die Tür zum Laboratorinm auf. Da hüpft mein Egbert Walter wie ein Besessener auf cilwüi Ä<'il« umher, tlatfcht iu die Hände nud jubelt in einem fort: Ich hab's! ich hab's! — Hatte der Mensch doch wirklich nach zwanzigjährigem Bemühen ein ausgezeichnetes Verfahren zur Herstellung von künstlichem Moschns entdeckt." (Schluh folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 29. 256 Februar 9. ^ ^1907. nach Freiherr von Ähren.thal den: serbiscl>en (>>esandteu S i li> i c'' erklärt hätte, die letzte serbische ?lote sei nicht geeignet, die Fortsetzung der H a n -d els v e r t ra g s v e r h andIunge n zu erleichtern, durchaus unrichtig sind. Das VIatt stellt fest, daß die Unterredung einen sehr herzlichen (äharakter au sich trug, indem der Minister deö Äußern sehr erfreut war, die Beziehungen mit dem ihm seit Jahren bekannten Herrn Simi^ wieder aufzunehmen. Das „Fremdenblatt" führt, auf die Regie-r u n gslu n d g e b u n g an die Wähler noch einmal zurückkommend, aus: daß die Negierung derart auf außerparlamentarisäjem Wege an die Vevölke-rnng herantritt, sei tief in den gegenwärtigen Stand der politischen Dinge gegründet. Die Bevölkerung, welche mit Begeisterung für die Wahlreform eingetreten war. verlange eine klare, offene und gemeinverständliche Politik. Eine solche Politik kaun aber nur die der Verständigung, der wirtschaftlichen und sozialen Reform sein. Die ^>rund)üge dieser Politik finden sich in der Kundgebung der Regierung mit seltenem Nachdruck ausgesprochen. Und darum darf man hoffen, das; das Wahlprogramm der Regierung anch das Wahlprogramm aller jener Nähler sein, wird, die ein starkes und blühendes Österreich, die Bändigung der nationalen Zwietracht uud den nur durch ein ruhig arbeiteudes Abgeordueten-haus zu sichernden wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt wollen. Die „Ostcrr. Voltszeitung" bemerkt zur Demission Polonyis, daß dieser ganz der Mann sei. der sich die oppositionellen Strömungen innerhalb der Unabhängigkeitspartei zunutze machen könnte. Vv sei nicht ausgeschlossen, daß er sich noch einmal, vielleicht nicht zur Freude seiner frühereu Ministerkollegen, wieder erhebt. — Auch das „Wiener Deutsche Tagblatt" meint, es sei nicht ausgeschlossen, daß Polouyi einmal als Führer der parlamentarischen Opposition die Majorität gewinnt. Die Polonrn'-Krise tritt nur in eine Panse. — Die „Arbeiterzeitung" sagt. Polonyi sei der erste Politiker Ungarns, dem die öffentliche Erörterung seiner kleinen Fehltritte die Karriere verdorben hat. Nach einer Meldung aus Paris wird in diplomatischen Kreisen die Meinung geäußert, daß den bisher wahrnehmbaren Anzeichen nach der Zusam mentritt der zweiten HaagerFriede n s kon-fercnz erst im Laufe des Sommers möglich sein dürfte. Die Entsendung eines Vertreters des Heiligen Stuhles ill die Konferenz wird für unwahrscheinlich angesehen. Die Nachricht, daß König Eduard beabsichtige, sich gelegentlich seines bevorstehenden Aufenthaltes in Biarritz vou dort uach Earterets in den Pyrenäen zu begeben, ist uach einer Meldung aus London irrig. Es ist sehr wahrscheinlich, daß König Eduard fast den gcmzen Monat März in Biarritz zubringen wird, und zu vermuten, daß auf den Besuch in Biarritz anfangs April die Kreuzfahrt im Mittelmeer, die er bekanntlich alljährlich unternimmt, folgen wird. Nach einer Meldung aus Konstantinopel verlautet dort gerüchtweise, daß der Khedive von Ägypten, Abba s Pascha, sich in einiger Zeit nach London begeben werde. Die Reise soll auf eine Einladung seitens des Königs Eduard erfolgen. Bei diesem Anlasse wird in Kreisen, die mit der Umgebung des Khedive in Fühlung stehen, erklärt, daß die aus Kairo verbreiteten Darstellungen, wonach verschiedene Angelegenheiten zu einer Spannung zwischen dem Vizekönig uud Lord Cromer geführt hätteu, sehr übertrieben zu sein scheinen. Wie der „Daily Telegraph" meldet, bringen die N ew Dork e r Zeitungen äußerst erregte Artikel über einen 5t. rieg m i t I a p a n. Trotz der Versicherungen des Kriegssekretärs Taft, daß ein derartiges Gerede vollkommen sinnlos sei, wird in den Artikeln dargelegt, das einzige Mittel, den Krieg mit Japan zu verhindern, sei, alle Maßnahmen wieder rückgängig zu machen, die man ergriffen hat, um die linder der Japaner vou der gemeinsamen Erziehung mit den Kindern der Weißen auszuschließen. — Die „Daily News" melden aus zuverlässiger Quelle aus Washington: Die letzte Note des japanischen Botschafters Vicomte Aoki gelte tatsächlich als Ultimatum, da fie die Behandlung der Japaner seitens Kaliforniens einen natio-ualen Affront nenne. Die offiziellen kreise geben zu, daß seit dem Jahre 1898 keine derartige diplomatische Krise bestanden habe. — Aus Washington wird ferner gemeldet: Die Beamten des Staatsdepartements verurteilen es, daß die New Yorker Blätter neuerdings Gerüchte über einen K'rieg mit Japan bringen, da diese gänzlich nnbegründet seien und nur dazu dienen könnten, die vernunftgemäße Regelung der Frage zu verhindern, Tagesneuigleiten. - (Rockefellers P e r r ü ck o.) Dah Amerikas lvichster Mann, kein freigebiger Herr ist, >oeiß man schon längst. Besonders dein Staat schenkt Rockefeller ungern etwas. Die New sorter Zollbehörde bewahrt jetzt eine — Perrücke des Milliardärs uud führt ihreNr^ssen einen Streit mit ihm. Es muß ein schönes, gediegenes Exemplar sein, denn die Zollbeamten schätzen sie auf !>75 Franken. Sie kommt aus Frank-reich, wo Rockefeller im verflossenen Jahre geweilt hat. Er hat sie in Compi^gne bei einein Friseur bestellt, der sie ihm nachsendete. Rockefeller behauptet, die Perrücke sei nicht mehr als 5 Franken wert. Das ist allerdings fchou ziemlich arg! Wer wird einem Rockefeller zumuten, daß er seines Schädels berühmte Kahlheit mit einer Fünffrankcn-Perrücke bedeckt? Da hat oie New Yorker Zollbehörde schon recht, lvenn sie nicht locker läßt. "-- (Wie lang würde ein Fingernagel,) wenn man ihn niemals abschnitte? Eine englische Zeitschrift hat es unternommen, diese wich tige Frage zu beantworten. Das Wachstum des Na gels beträgt in der Woche etlva ein Zweiunddreißigstel Zoll. also im Jahre etwa I^Zoll. Ein gewöhnliclM-Fingernagel würde etwa 4^2 Monate brauchen, nm nachzMvachsen: bei einem ?0jährigen Mann kann man also annehmen, daß er seine Nägel Itttt Mal völlig erneuert hat. Wenn man die Länge jeden Nagels mit einein halben Zoll ansetzt, so würden aus jedem Finder 7 Fuß 9 Zoll Nagel gewachsen sein, und wenn man fie, nio beschl^ hätte, so würde der Siebzigjährig? nicht weniger^ 771^ Fuß lange N 'äaÄ mit sich tragen. (Ein bö 1 cr Hereinfal l.) AnH Peters-bürg, wird geschrieben: Der russische Teehändler Po lnbojarinov, der ein halbes Dutzend Millionen sein ei gell nennt, war nicht mir immens reich, er war cmch verliebt, ganz so wie das einem gut erhaltenen Zwei-unösicbziger zukommt. Die Danie seines Herzens war Aristotratin, loenigsteus auf dem Brettl; denn sie nannte sick) Barollesse Lilienskjöld, Dazu sang sie in allen gangbaren Sprachen. Es gelang der flotten Schwedin leicht, sich in das Herz Polubojarinovs hineilizusingen, und ehe die Saison zn Ende war, befand sich die Eroberin im Besitze dreier WcchsÄ, deren jeder auf 100.000 Rubel lautete. :i00.lXD Rubel silld immerhin ein recht anständiges Nebellhonorar, selbst für eine Künstlerin von der Qualität der schönen Baronesse. Das fand eine» Tages offenbar cruch der gute Polubojarinov, dessen Liebesrausch inzwischen wohl einigermaßen verflogen loar. Kurz er verstand es, die Baronesse zu überreden, ihm die WeclM zurück zugeben, indem er ihr gleichzeitig versprach, sie in seinein Testament mit 300.000 Rubel zu bedenken. Beide gingell flugs zum Notar und alles schien in der schönsten Ordnung. AIs Polubojarinov nach einem halben Jahre vorschriftsmäßig das Zeitliche gesegnet hatte und die Baronesse tieftrauernd lierbei-geeilt war, mn ihre vereinsamte!» !il>0.0(X) Rubel in Empfang zu nehmen, da fand sich, daß der schlaue KauflMr noch vor seinem Tode ein neues Testament errichtet hatte, in dem von der schönen SäM'din mit leine!», Wörtcl)en mehr die Rede loar. Nun hat die Baronesse gegen, die Erben ihres in seiner Großmut und Liebe gleich wankelmütigen Verehrers einen Prozeß angestrengt. Der gute Polubojarinov aber ticl>ert sicher noch im Grabe nno frent sich seiner gut gelungenen Intrige. ^ (Ein Mißve r st än dn i s.) Der „Arizona Kicker" hat schon manche hübsche Histörä>en in die Welt gesetzt: wie immer, ist jedoch auch hier der Ml freiwillige Witz der beste. Einer der besten Mitarbeiter des Blattes starb und sein Tod wurde voll seinen Kollegen sehr betrauert. Am Tage nach dem Be° grädilis fand ein Befua>r die ganze Redaktion in ernstem Gespräch über den Verstorbeilen versammelt. „Ja, es ist ein unersetzlicher Verlust," meinte der Besucher. Er seufzte und sah sich nn Zimmer um. „Und ich frene mich," fuhr er fort, „daß Ihr sein Andenken, durch das Aufhängen von Tvauereurblelneu ehrt." — „Trauerembleme? Wir haben, nichts auf-gehängt", erwiderte ein gewisser Read. - „Aber dort hängt doch Krepp!" Der Befuck)er wieH mit dem Finger an die Wand. — „Krepp? Ihr seid veirriickt! Das ist doch das Retaktionshandtilch"! (Iminer Geschäfts in annI) (In Aine rika.) A.: „Hast du für den Eisenbahnunfall Schmerzensgeld erhallen, Bill?" — B.: „GauH gewiß! ÄX) Dollar für mich und 200 Dollar für meine Frau." - A.: ..Deine Frau? Ick) habe gar nichts davon ge-hört, daß fie anch verletzt wurde." — N.: „Wurde sie anch nicht, aber ich hatte die Geistesgegenwart, ihr einen Schlag mit meinem Fuß über den Kopf zu gebeil." Unrecht Gut. Roman von V. Voronh. (56. Fortsetzung.) (Nachdruck uerbottll.) „Und die dir unter Umständen cmch dienen kann," „Inwiefern?" „Damit bist du nötigenfalls vielleicht imstande, des Kommcrzienrats Einwilligung, welche er ver-mutlich nicht so ohne weiteres gibt, zu erzwingen." Wie eine Flamme lohte es über Arsenes bleiches Gesicht hin. „Das hätte ich lieber nicht von dir gehört, Madeleine!" rief sie entrüstet. „Solcher Mittel würde ich mich schämen und bedarf ihrer auch nicht. Unsere Liebe ist stark genug, um alle Hindernisse zu be-kämpfen; dessen sei versichert!" „Die deinige wird's wohl sein." „Zweifelst du denn, daß sie in gleichem Maße erwidert wird?" „Ich will hoffen, daß ein solck^r Zweifel nn. berechtigt ist." „Schon die Annahme der Möglichkeit: Guio» meine es nicht ernstlich, verletzte mich tief." „Und doch vertraust du selbst ihm nicht nn-bedingt." „Madeleine!" „Mein liebes Kind. wir nehmen honte Abschied und vielleicht auf immer. Ich kehre wohl nie mehr nach Deutschland zurück. Lasse uns doch aufrichtig nnd offen miteinander sprechen. Ich bin keine hochgebildete Person uud auch keine hochdcnkendc, besitze aber mehr Erfahrung als du und darf mir das Zeugnis aus stellen, es mit dir stets treu und ehrlich im Sinn ge° habt zu haben. Ich kenne dich anch so gut, wie kaum manche Mutter ihr Kind, das liast du ja cben vorhin bestätigt." «Ja -" „Und deshalb lvein ich sel>r genan, lrxiö in dir vorgeht." „Ja. ja, Madeleine, dir vermochte ich nie etwas zu verbergen. „Siehst du wohl? Du magst sprechen, wie 05 dir beliebt, ich verstehe schon, was echt ist und was du dir selbst mit aller Gewalt einreden möchtest. Es ist mir längst klar geworden, wie !>u dich quälst und ängstigst, glauben willst und nicht kannst, wie du iu dieser Stunde glücklich bist und ill der nächsten den Boden unter deinen Füßen wanken fühlst. Ich weiß wohl, welche Frage dich beständig beschäftigt, welche Gedanken uud Befürchtungen dich unablässig versol geil, was dir den Schlummer raubt und an deinem Herzen nagt. Das sind eben die Zweifel, welche kein anderer äußern soll und die sich mit giftigen Zähnen in dein Innerstes cingebissen haben und dich nicht loslassen. Du bist eine viel zu überlegene Nntnr, mn nicht zu erkennen, daß Guido eine minderwertige ist." „Schweige!" „Bah! Jetzt habe ich vielleicht zum letztenmal Gelegenheit, mit dir zu reden nnd ich will sie nicht ungesäumt verstreichen lassen. Was liegt mir an Leutnant Guido? Was an der ganzen Familie Huber? Dank bin ich ihnen nicht schuldig. Sie bezahlten meine ehrliche, imibsame, schwere Arbeit unö weiter geschab nichts für mich. Deine Tante ist eine gute Frau, aber mn Ende — ich lieferte und fie kaufte. Ich bot preis» würdige Ware und verlangte Nieder, noch empfing ich mehr, als nur zukam. Diese Leute stehen nur sohin alle fern, aber dich liebe ich und du sollst keine Niete ziehen in der großen Lelx'nslotterie. Deshalb sä>enkte ich dir em Los, lvelcl)es gewinnen muß. Begehe uuu nicht die Dummheit, es nngenützt verfallen zu lassen. Nimm dnneil, Vorteil uxchr. ehe es zu spät wird. Wa5 ich hente in deine Hände legte, wiegt schwerer als gar viele Beteuerungen nnd Versprechungen." „Madeleine, was maM du ans mir? Ich habe als Kind so viel Häßliches gesehen, daß der Schmelz frommen, heiligen Glaubens an das Gute und Reine von meinem Empfinden abgestreift ist wie der Blüten, staub von den Schwingen des Schmetterlings, ivelchen eine rohe Hand anfaßte. Aber ich bitte dich, lasse meine Zweifel schlummern, werte sie nicht auf, wünM vielmehr, onß sie nie Gewalt über mich gewinnen, wenn ich dir wirklich wert und teuer bin. Dn uennst mich einen überlegenen Charakter das bin ich nicht, sondern stehe schlvantend zwischen gnt und böse. Es heißt, das Unglück habe eine läuternde Macht. Dem widerspreche ich! Mich würde es »licht besser mackieu, sondern mein ganzes Denken und Fühlen vergiften, Ich mnß all Gnidos Liebe glauben, wenn ich nicht au Gott, an mir. an der ganzen Welt uud ihren Satznw gen irre werden sott. — Hast dn Ul-sache, ilm für schlecht zu halten?" (Fortsetzung folgt.) Laibachcr 257 5. Februar 1907. Lotal- Mld Provinzial-Nachrichten. — (Sitzung des k. k. Landes schul rates für Krniu am 2^. Jänner 1907.) Ernmm! ^illd^u ^u Oberlehrern, nud Mar siir Watsch tx'r de finitive Lebrer Johann Vlagajne iii Hrva^ki Prod, fii,r Fi Sittich, Ailguste E rbe / ni t' in Maria-Md wid Mana Z n a n c in Döbernil, alle auf ihren dcrmallgen Dienstposten. Weiters wurde ernannt zur Lehrerin in St. Martin unter dein Großkahlenberge die definitive Lehrerin Adele Fabiani in HI. Geist bei Pöltschach und zum definitiven Lehrer und Schul leiter in Großlnpp der guieszierte, Lehrer Josef Piu -l a r. Verseht wurden die defiintiven Lehrerinnen Maria Urüiö in Podtraj nach Oberfeld bei Wippach, Anna Kra » ovec von Großgaber an die Mäd chenschule in Neifnitz und Dorothea Tereani voni Hl. Berge nach Watsch. In den danernden Rnhe stand wurden versetzt der Oberlehrer Angust Ada^ ni i <- iu St. Peter in Laibach und der Lehi-er Franz Mauri u in Üichtenbach. - Eine Disziplinarange. lcgenheit wurde der Erledigung zngeführt. Bewilligt wurde die Errichtung einer Erkurrendoschule ,n Marti,lsberg. die Erlveiteruilg der einklassigeii Volksschule in Islack auf zwei Klassen, die Erweiterung d^'r vierklajsigen Volksschule in Nassenfns; auf Wnf Klasseu und die Errichtnng eines Knabenkinder ^ garteiis in, Ursnliüerinnenkonvente in Bischoflack Beschlüsse unirden gefaßt über die Neuregelung der Gebalte des Lehr^rsonals an der Vürgerschnle in Guttfeld nnd lvegm der in Personalangelegenheitrn an das k. t. Ministerium für Kultur nn,d Unterricht zu stellenden Anträge. Entschieden wurde über einen Rekurs, betreffend die Bewilligung von DienftalterZ-zulagen. sowie über die Gesuche mn Einführung des ungeteilten Vormittagsunterrichtes an den Schulen in ^ohannistal. Natschach bei Steinbrück, Tavenstein, Nmldegg, Arch nnd Tr/i5öe. Endlich wurden die vMsp^tionsberichte, betreffend die Voltsschulen in Nirterdon bei Gottschce, Qienfcld, Mosel, Stalzern uno Altlag, erledigt. . (Militärisches.) Seine Majestät der « "lse r hat dein Obechleutnant Marimilim, H au. ler des Infanterieregiments Hoch- nnd Deutsch-"!5^er Nr. 4 den Adelsstand mit dem Ehrenworte "^dler" verliehen. Obel-stlentnant H a n s e r hatte bis ^u N'mer an, 1, Mai WM erfolgten Ernennung znm ^"Mtleutncmt im Infanterieregiment Nr. 7 in Graz awlent. ~ Den, Assistenzarzt im nichtaktiven Stande 1^ ""^ N othenpieler des Landwehrinfanterie" ^gunents Nr, 1 lvurde der erbetene Austritt aus ^ ^/""olvehr bei Ablegnug des Offizicrscharak-^'.'. ^'^lstrecktcrgesetzlicherLalidwehrdienstpflicht. bennütgt lAufenthaltsort Althofen). de ^. ^^ ^ ust ie r u u g s ä n d e r ungen bei dm,^.'^"^""'^^ ^'" l""gst A'liegter, bei dar.n .""""' "'"" aufreibenden Dienste der Gm-^ei i.!^ c"'^"'^" Wuusch dünte iu der kürzesten Mr,e s^I ' " ^b"'- Wie luir erfahren, dürfte in ein Erlaü l""' ^'' ^"udesverteidignngolninisterinins rnngen in ^7'!^"!^"' '""rden, der niehrsache Ände-tnsft >n An's^/""'"""a der k. k. Gendarmerie w lich N^tgehend Adn'^'"^'' ^'"^ '".besondere zie,n. Patrouille.Menst ^^''"''"'"chte Wen für da. f und" ^' ^"ichriften werden sich lantbarw dem Wek'n n^"' ""^ ^ ^udu>ehr ver- ' ' (E r n ^.' "^ anpassen. D"' Vräsidi m .'" « ^ l 'n Finanz d i e n st e.) b'n Finanzlwch ^ kralnnchen Finanzdirettion hat "un Alois A r,n eIini 3'veiter Klasse ernannt. lieute nwlnni^ " "^^ Gemeinderat) hält "'t folgende,?"' "'" '^ ^^' eine ordentliche Sitzung sonal- und R^^'d""'" "d: l.) Berichte der Per ") über die N"^'' ^'f'rent Dr. Triller): städtische,: ^ - ^ "" ^"' Statuten der Laibacher Überqenstiftllng in die Verwaltung des Stadtmagistrales; <1) itber den Anschlns; an den. Be-nl'lns) deo Gl-'ineinderate-'' üi ^iei, '>nd>.lre'is o.'^ ,,^,!' telle; (.») über die Äuderung der Gemeinöeordnnng nnd der Gemeindewahlordnung für die Landeshauptstadt Laibach. 2.) Berichte der Finanzfettioni ;>.) über die Gesuche ^>es Slovenijchen Alpenvereine.5 uni Beitragsleistuiig zu den Kosten des Lehrturses für Bergführer unt> nur Erhöhung der Snbvention l Referent Ma 1 ly); d) über die letzte Stontrierung der stcu)ti>chen Sparkasse (Referent L e, n ü e); <:) ülx'r das Gesuch des Kranken- und Untcrftützungsvereines der Hilfs- und Privatbeamten in Kram nm Unterstützung (Referent Len.<5e); 6) ülx'r dais Gesuch des Aus« Schusses des I. österreichischen Seehospizes in Gmdo, betreffend die alljährliche Absenkung einer größeren Anzahl von skrofulösen Kindern nach Grado (Referent Lenöe); <>) über die Zusä)rift der Haudels-und Gelvcrbekanuner um Beitragsleistung zur Er rich-lnng eines Institutes für Gewerbeförderung in Krain (Referent K n e z); l) über das Gesuch des slovenischen kaufmännischeli Vereilles „Merkur" um Subvention (Referent K nez); ^) über das Gesuch des Landes' Verbandes für die Förderung des Fremdenverkehres in Krain um Subvention (Referent K nez); n) ülx'r das Gesuch des Begräbnisvereines Marienbrnder-sckiaft un^ Subvention (Referent K n e z); i) über die Forderungen der Hausbesitzer Ivan Srebot und August Adamii:, betreffend die Entschädigung der an die Slaidtgemeinde abgetretenen Grundstücke (Referent M e g 1 i <>); !<) iiber den Vorschlag des Stadt!naa> straws inbetreff der Remuneration für die Inspcltion des Laibacher Schloßberges (Referent Megli 5) - !) iiber das Gesnch des „Zweigvereines Krain des österreichischen Hilfsvereiues für Lungenkranke" um Subvention (Referent Meglil-); in) über den Vorschlag des Bürgermeisters, betreffend die AnsclMsung von besonderen Abzeichen für die Gemeinderäte bei festlichen Anlässen (Referent L e n öe). ^ 3.) Berill)te der Bausektiun: a) iiber die Hintan-gäbe der Tischler- nnd Schlojserarbciten beim Ban des Gebäudes für die städtische höhere Mädchenschule (Rc serent H a n u 5): d) über den Retnrs des t. k. Ober landesgerichtsratcs Josef Martinjat gegen den Be-sclioid des Stadtiuag ist rates, betreffend die Ein rich, lnng der Senkgrube (Refei-ent Ha n u 8); <^) iiber die Ergänzung der Zentralheizung für die nenadapt!er ten Lehrziinmer i>i der städtischen höheren Töchterschule in Laibach nnd über die Erwirtung des hie-zu er. sorderlichen Kredites im Betrage von 822 X 77 k ^Referent Hann ^); ä) übtt- den Netnrs des Doktor Otto Vallentschag gegen den Baubescheid des Stadt-magistrates, betreffend die Anlage eines Trottoirs an der neucrbauteu Villa in der ^ubicgasse (Referent l^ubic). — Berichte der Polizeisektion: a) iiber den Einspruch des Franziskanerkonventes inbetreff derRri-nignng des Trottoirs an der Miklokix'straße (Rc-ferent Franchetti): d) über das Gesuch der Stein-tohlenverkäufe-r um Abschaffung des § 2 der Be° stimmnngeli iiber den (Re- ferent Dr. Ritter von Blei weis): <-) über einige Abänderungen der Fiakertarife (Referent Dr. O r a -x e n); 6) über die Zuschrift des t. nnd k. li. Korps konnnandos in Graz, betreffend die Verlegung der Pnlvertürme und der Munilionsmagazine mn Lai< bacher F<'lde (Referent Dr. Ritter von Bleiweis). 5.) Berichte der Schnlfcttion'. :l) über das Gefuch oer Leitung der achttlassigen Privatmädchenschule im Waisenhause Lichtenthurn um Snbvention, für den Änlanf von Schuleinrichtnngsstücken (Referent D i ni. » i k): I>) iiber den Jahresbericht der Direktion der Kaiser Franz Josef I. städtischen höheren Töchterfchnle pro 1905/19U« (Referent l^u b i c). — 0.) Bericht des Direktorimns des städtischen Elettrizitätslrx'rkes über den Vorschlag des Landesverbandes für die Hobung des Fremdenverkehres in Krain. betreffend die Beleuchtung des Laibacher Schlohberges zur Nachtzeit dnrch einen eigenen Reflektor (Referent ^ubic). ^ 7.) Berichte des Direktoriums des städtischen Wasserwerkes (Referent Dr. Ritter von B l e i w e i s): u) über die Znfchrift des k. k. Landesgerichtes in Laibach um Abschreibung der Gebühr für Wasserinehrver branch: !>) nnd c^) iiber ähnliche Gesnclx' ^ D. Rol>-^'t' und des I. Vider. (V e r e i n s ni e s en. i Das l. t, Landes-präsidinm sür Krain hat die Bildung einer Orts grnppe des Vereines „Südmark" mit dem Sitze in Enclien im Bezirke GottM'e, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Vereinsgefehes zur Xenntnis genommen, '^- (Der Uut.'rstützu il gsverei n für d ü rftige Zöglinge an der k. k. Lehrer-nnd Lehreri n uenbildungsa n st a l t) hält Freitag den ^. d. M., nm 4 Uhr nachmittag im K^on° n renzziinmer st'iiu' ordentliche Hanptversmnmlnng ab. (K rainischer Lehrerverei n.) Sams° tag, den 2. d. M., fand die Hanptversamlnlung des Keramischen Lehrervereines statt. Nach dem Berichte !^^s Obman'.'es, in welchcm besonders h<.rvo'.-!'.i'>>o,l, lumpen: die von der vorjährigen Hauptversammlung beschlossenen Ehrnngen der beiden Ehrenmitglieder, der Herren Pros. Dr. Nejedli und Direktor Prof. Dr. BintX'r, die Spenden der KrainiMn Spartasse, der Südmart und der Österreichs deutschen Jugend nnd die Gründung des deutscheil Lelirerverbandes für Kraiu und Küstenland, erfolgten die Berichte des Säclelwartes und des Schriftleiters. Die Berichte wurden genehmigt. Über Antrag des Ehrenmitgliedes Herrn Dr. A i n de r wurde dem abtretenden Aus» schnsfe für dessen Mühewaltung der Dank ausgesprochen. Eine Angelegenheit bezüglich der Drncliegimg der „Laibacher Schulzeitnng" wnrde dem Allsschusse, zur Erledigung übertragen. Die Neuwahl ninszte über Verlangen der Hauptversammlung zlveimal vorge-nommen werden. Jin ersten Waiilgange ell'chienen ge lvählt: Prof. Schrautzer, Obmann, Prof. Horget, Stellvertreter, Lehrerin Frl. Pctri5n:, Schriftführe-riu, Lehrer Verzin, Zahllneister: Ausschüsse: Ober» lehrer Eiseilhut, Iiistitntsvorsteherin Frl. Hans;, Üeh rerin Frl. Kolischogg, Prof. Dr. Pnfchnig, Prof. Schniidt. Der zweite Wahlgang ergab: Professor Schrautzer, Obmann, Pros Herget, Stellvertreter, Lehrerin Frl. Petriöie, Schriftführerin, Lehrer Ber« sin, Zahlmeister: Ansschnsse: Oberlehrei- Eiseilhnt, Institutsvorsteherin Frl. Haiiß, Lehreriii Frl. Kon^ schegg, Prof. Peerz, Prof. Schmidt. - Profesfor Schrantzer lohnte die Obmannschaft ab, da er die zweite Wahl als nicht rechtskräftig erkannte. (V ortrag über R. Wag n e r s „R i l« g des Nibelungen".) Dienstag, den 19. d. M., ulil '/2 ^ Uhr abends hält Herr Dr. Fritz Zangge r iin Valk 0 nsaale des K a sin 0 einen allgemein zugänglichen Vortrag über den „Ring des Nibelungen" von Richard Wagner. Das Werk wird im Hinblicke auf die bevorstehende Aufführung der „Walküre" sowohl seiuem Stoffe als seinem Gehalte nach erläutert werden. Die ..Walküre" soll anherdem auch in musikalischer Hinsicht besproclx'n werden. Die Ans» führnng des nlusikalisäien Teiles hat Herr Franz Löhrl von der Philharnionischen Gesellschaft freund» lichft übernommen. (N e I i gi 0 n sp h i l 0 s 0 p h i scher 35 0 r » l rag.) Hellte abend 8 Uhr findet im Evangelischen Genieindesaale ein Vortrag des Herrn Vikars Fritz V 0 lz iiber „Imanuel Kant" statt. Eintritt srei. Der folgende Vortrag wird den „IdealisnlnsGoethes" behandeln. (Supplierung i nl Lehr jache.) Den bis zmu Schlüsse des lanfendeli Schuljahres krank» hcitshalber beurlaubten Gyniiiasialprofessor Herrn Dr. Josef Marin to ili Rudolsswert wird in den Klassen des Obergv.mnasiums Herr Kapitularpropst Dr. Elbert, in den Klassen des Unterglmniasiums Herr Vikar Franz Watzl substitinereu. (Zum Fremdenverkehre in Laibach.» Im Monate Jänner sind in Laibach :»l<)tt Fremde abgestiegeii (iml 1A2 n^ehr als iin VcttNionate nnd nm 1/1 nlehr als im gleichen Monate des Vor jahres). Von diesen entfallen ans die Hotels: Elefant ll!W, Union .'»88. Stadt Wien 1«7, Lloyd 153, Kaifer von Österreich li-l, «trukelj l12, Ilirija 135, Sü^ bahnhof 121, Grajzer 1!l1, Valierischer Hof K2, auf die übrigen Gasthöfe und ^be,rnachtnngsstätten ^17, x. " (Ein S el b stiu 0 r dk a li d i dat.) Gestern gegen ^6 Uhr früh vor der Ankunft eines Persollen zuges wurde auf dem nördlichen Geleise der Südbahn station von dem Eifenbabnwächter ein in eine Uni^ forin gekleideter Mann wegen unbefngten Gehens auf den Schienen mit Gewalt lveggezogen. Der Unbe lanilte riß sich los und betrat wieder das Geleise, von wo er nenerlich. und zwar kmipp vor Kein beraii bransenden Zuge entsernt wnrde. (V on der Erdbebe n w a r te.) Ani :i. d. verzeichlieteii die photograiphisch registrierenden Hori zontalpenoel ^in schlvacl>es Fernbeben. Die ersten Vor-länfer setzten lini !< Uhr 1 Minute li Sekunden abend ein. Die Hanptbewegnng begaiin um i) Ubr 25 Minn-ten 1 Setunden l,nd erreichte um 9 Uhr 2(! Minnt.m 2! Sekunden das Marimum mit deni Hauptallsschlag von ^ Millinietern. Die Bewegung hielt bis aeaen 10 Uhr :il) Minuten an. Die Herodi'sta»,; wurde auf 75 Kilometer geschätzt. lt. (K a r n eval s f e st.) Der Verein d-er Bll binder lc. Österreichs, Ortsgruppe Qiibach, ueranstal-tet an, F die Höhe von 7785 I< 34 !i erreichten. Die Gesmnteinnahnien betrngen 'im Jahre 1903 9510 l< 46 II und im Jahre 1900 15.702 I< 65 !i, die Gesamtausgalxn im Jahre 19l)3 9329 K 1 I> nnd im Jahre l9(X; 12.110 1< 46 k. Der Reservefond betrug im Jahre 1903 325 i< 34 n, im Jahre 19l)6 7394 k 7l I,- das Gesamtvermögen bezifferte sich im Jahre 1!X»3 mit 501!» K 95 1, nnd im Jahre 19M mit 11.051 37 l>- der Verkehr endlich belies sich im Jahre 1903 ailf 17.867 X 70 ll und im Jahre 1906 auf 40.472 X 76 1». — Die Hanptversamm'lnng nahn, den Bericht mit Beifall zur Kenntnis ilnd sprach dem Ne-giernngssefretär tx'i der Ve,zn-Lshauptn,annschaft Loitsch, Herrn Silvester D o n, i c e l j, fiir alle Sorge nnd Mühe, die er der Reorganisierung der Vezirks-krankenkasse zugewendet hatte, ihr^'n Tank ans, während dem Gerentei,, Herrn Leopold Pnneuh. für dessen ans;erorde!,tliche Tätigkeit eine entsprechende Remuneration gewahrt wurde. Über Antrag des .Herrn Ivan Sicherl wurde beschlossen, die disponiblen Vnrbeträge statt in der Postsparkasse in einer einheimischen Sparkasse anzulegen. — Zum Schlüsse wurde der Vorstand sowie der Anfsichtsrat gewählt. Dem Vorstande gehören an: Wenzel Drabck aus Unterloitsch als Obmann, Julius Lcnassi ans Oberloitsch als Obmannstellvertreter, Franz Ver b i ö aus Oberloitsch. Josef L a p n h ans Nnterloitsch, Io^ haun K^ ov 6 ca aus Brod, Franz ß kr be c aus La,cw: in den Äuffichtsrat wurden Franz U r b a s. Ivan Rihar und Joses N u s, alle drei aus Oberloitsch, Ivan Mihevc nnd Ivan Sicherl, beide auo Unterloitsch. nnd Franz l-; e r k o aus Zirknitz berufen. — (Vodnikball in Adelsberg.) Der mn 2. d. M. in den oberen Lokalitäten des Hotels ..Znr nngoriscl)<'n Krone" von, Adclsberger (''italinca. mreinc veranstaltete Vodnikball wies einen bedeutend besseren Vcsnch als in den Vorjahren auf. Die zahlreichen BesuäM'innen der Unterhaltung wurden vom Ausschüsse mit einer geschmackvollen Damenspendc überrascht. Dem Tanzvergnügen wnrdc bis in die frühesten Morgenstunden gehuldigt. Die Quadrillen, deren Arrangement Herr Handelsmann Anton Dir-rich bereitwilligst übernommen hatte, wurden von 24 Paaren getanzt. c— - (Gro tte n bc s nch im Monate Iän-nc'r.) Die Adelsberger Grotte wnrde im Monate Jänner von 26 Personen besucht und dio Grotten -eintrittsgclder bcliesen sich auf 92 K Iln Monate Jänner des abgelaufenen Jahres hingegen war die Grotte von 50 Personen besucht worden und die Einnahmen, aus dem Grottenentree hatten 266 K be-tragen. Die ungewöhnlich strenge Kälte und die an« danernd.cn Vorastürme übten einen äußerst ungünstigen Einfluß auf den diesjährigen Grottenbesnch im Monate Jänner ans. Der regelmäßige Grotten-besuch findet im Monate Febrnar täglich um halb li Uhr vormittags statt, und das Entree beträgt por Person 5 X. an Sonn- und Feiertagen 3 I< per Person. Mit 1. März beginnt die Saison, die bis Ende Oktober danert. Während dieser Zeit i st die Adels-berger Grotte täglich zweimal, und zwar um halb 11 Uhr vormittags und um halb 4 Uhr nachmittags, jedesmal zn den vorstehend angegebenen Preisen znr Besichtigung geöffnet. —<... (Todcsf a l l.) Wre man uns mitteilt, starb vor kurzem in Wien die Gemahlin des heimatliche!, Dichters Ludwig G e r m o l, i k, Frau Amalie Ger -monik (geboren zn Landstran 1830). Der sang-freudigen Fran ist seinerzeit der Name „K r a i n c r Lerche" geworden, weil sie nebst Kunstliedern auch die schönsten volksmelodischen Motive aus Krain vor-zutraget verstand, rein nnd tadellos, manchmal von ihrer treuen Freundin, der Frau Prof. Klementine K h o m (in Meidling bei Wien) am Klavier begleitet. Ihren, Manne war die Verstorbene in dessen literary iclwr Tätigkeit bei Übersetzung slovenischer Lieder- ins Tentschc vielfach behilflich und sie trug wesentlich dazi bei, ihre Heimatgesä'nge in weiteren, Kreisen zu verbreiten, namentlich auch durch die bei Andr^ in Offen» bach am Main erschienenen Note na no gaben, die in 10.l>00 Exemplaren ausgegeben, wnroen. — (Todeine 5 Ki n d es.) A,n 3l). v. M. vor-nnttag ließ die 28jährige, verehelichte Inwohnerin Io-sefa Vratovö in Nosenegg, Geri6)tsbeHirk Wippach, ihr 2'/^iähriges Töchterlein Iohanila u, der Küche beim Herdfeuer oh>,e Aufsicht zurück und ging Koäiwasser holen. AIs sie nach luenigen Minuten zurückkehrte, stand das Kind bereits in Flammen. Noch am selben Tage nachmittag starb das Kind an den erlittenen Brandwunden. —u— - (Feuer.) Am 27. v. M. abend brach ün Schnlhanse zu Zt. Mi ser trotz der bestehenden Leitung von den Insassen der erwähnten Ortschaften ans dem Schwerenbache, l>ezw. ans den, Gnrtflnsse weit hergeholt werden mns;. Die Stadtgemeinde Nudolfowerl übte dnrch volle vier Jahre Gednld- nun konnte sie, da die Insassen durch-aus nicht eines Besseren zu belehren sind, nur zu diesem Mitwl greifen, weil sie sonst selbst durch die er-höhten Regiekosten ganz unverantwoillich geschädigt sein würde. — (Theater in Gott s ch e e., Herr ThecUer-direktor L. Zu son, der Gottschee mit seiner Gesell-schaft am 30. Jänner verließ, um in Tarvis seinen Musentempcl aufzuschlagen, hat in seiner letzten Vor. stellung auch del, Herr», Gymnasialprofessor Dr. Karl P rodinger zu Wort kommen lassen, indem er zwei kleinere dramatische Werte desselben zur Ausführung brachte. Das eine. „Letzte Liebe", bobandelt die Lei-denschaft eines alternden Junggesellen >md zngleich Universitätsprufessors für seine Schülerin, die indes einen, Kandidaten zugetan ist, der knapp vor der Prüfnng steht. Ein Springinsfeld, ist er vollkommen n»vorbereitet, das Mädchen weis, k'doch unter den, Vorwande für ihre Freundin zu bitten, den Professor weich zu stinuncn und so herumzukriegen, daß er die Zusage gibt, del, Kandidaten durchzulassen, worauf sie sich als „Freundin" zn erkennen gibt. Der Professor ist schmerzlich überrascht, verspricht aber, sein Wort zu halten, schweren Herzens auf seine „letzte Liebe" zu verzichten und ein glückliches Paar zu machen. Der Vorwurf ist nicht neu, doch gefchickt, wenn auch ettvas breit, dnrchgeführt. die Sprache gewählt, das Ganze von gnter Wirknng. Das zweite Stück, „Der Bürgermeister", dreht fich nm eine kleine Schuld, die zNx,'i früher eng befrenndete Bauern zu erbitterten Geg. nern inacht. Der Glänbiger hat den Schuldschein ver^ lorcn, der Schuldner diesen gefunden und leugnet den Empfang des Geldes. Die Tochter des Dorsbürger-meisters macht nun ihren Einfluß anf den fchmucken, jungen, reichen und (versteht sich) ledigen Glänbiger geltend, die Versolmnng erfolgt nnd der eben von einer Stierschan zurückgekehrte, angeheiterte Bürger meister führt seine Tochter den, edelmütigen „Hies" in die Arme. Dioser einfache Vorgang ist treu beobachtet, die Weitschweifigkeit bänerlicher Erzählungs-knnst zutreffend wiedergegeben, die Charakterzeich-nnng gnt behandelt. Beide Stücke, um deren vollendete Wiedergabe sich die braven Schauspieler redlich bemühten, fanden wohlwollenden Beifall: der Dichter mnßte nach jedem Aktschlnß erscheinen. Mit dieser Abschiedsvorstellung endete eine mehr als dreimonatliche Spielzeit, die den Gottscheern nnd gewiß anch Herrn Direktor Znson samt seiner Gesellschaft in angenehmer Erinnernng bleiben wird. * (Wie d e r ei „ C h ilhe n e r.) Gestern abend hat ein „„bekannter, elegant gekleideter Mann mit jüdischen, Typns beim Einlanfe einiger Uhrcntäsch chen einem Uhrmacher am Rathansplatze eine anf den, Ladentafche gelegene Zehnkronennote entwendet. Der Ganner versuchte ein gleiches Manöver in einen, Ge-schäfte am Kongreßplatze. Daher Vorsicht! * (Zugelaufen) ist zum Besitzer Johann Tomich in Unter ßi^ka Nr. 20 ein junger, schwarzer Hund mit langen Ohren. " (Den Bauch aufgeschlitzt.) Vora/estern wurde der Bergknappe Matthias König ans Gottschoc. dein ein Kamerad im Streite mit dem Messer ten, Bauch aufgeschlitzt, hatte, ins Lan>desspital gebracht. Theater, ßunft und Literatur. ** (Deutsche Nüh ne.) In einen, dichterischen Nachrufe von Walter Gottheil an Richard Wagner findet fich der schöne Ausruf: „Wer ihn nicht liebte, wird ihn nie, vcrsteh'n, wer ihn nicht fühlt, der wird ihn nie begreifeil: Nur wer ihn ahnt, erfaßt sein Sturmesweh'n." Diese Worte gelten nicht allein der großen Menge, vielmehr in höherer Deutung den Künstlern, die be° rufeu sind, die herrlichen Gestalten des Meisters zu verkörpern. Die Kunst lebt aber unr in dem Herzen, das an sie glanbt, daher können ideale Erwartungen einzig und allein in Künstlern Erfüllung fiudeu, die deu Meister und seine Schöpfungen lieben und an seine Kunst, durch die er den Geist seines Volkes geweckt hat, glauben. Die Aufführung von „Lohengrill" hat uns nnn belehrt, daß die Künstler der deutschen Bühne von Liebe zum großen Meister beseelt, durch den Glauben an seine Kunst gestärkt, ihr Bestes auf^ boten, un, trotz zahlreicher Hindernisse die unsterblichen Schönheiten des Wertes ans Tageslicht zu fördern und damit eine künstlerische Tat zu schaffen. de,nn jede Schöpfung Waguers bedeutet ein Stück Welt-geschichte iu Kunsttaten, Welcher Gewinn fiir die Kunst, wenn es gelänge, durch häufigere Auffübrunss wahrer, echter Kunstwerke den liederlichen Operetten schnnd zn verdrängen. Leider sind wir noch weit davon entfernt! Freilich hat sich die Mnsik Wagners seit der Zeit, da Gnmprecht del, „Lohengrin" Ton,gowinsel nnd Speidel ihn Mailäserschachtel nannte, Pietsch über die Berserker und die Gänse nnter Wagners Allhängern Witze machte, die Welt erobert. Da liegt ja allc's so klar, daß man eigentlich gar nicht darüber zn reden hat. Wir leben so nnter den, Trncke seiner Personsichkeit, das; wir jetzt schon sicher sind, von den nachgeborenen Geschlechtern den Stempel des Epi' gonentnms zu erhalten. Und doch. welch krasser Wider-sprnch! Hier das volle Erkenntnis der hehren K^unst. die das Theater zn einer heiligen Stätte nmwandeln soll, von der aus eine Regeneration nnserer Kultur erfolgen müßte, doi-t zu gleicher Zeit die Vergöttening des Operettenblödsilms! Die wahre Liebe ist das nicht, wenn die xte Aufführung dor „Lustigen Witwe" einen relativ besseren Besnch ausweist als die zweite deZ „Lohengrin", Die wahre Liebe ist das nicht, wein, die Besucher durch Znspättommen das herrliche Vorspiel stören, zur unrechten Zeit Beifall klatschen oder zi schen! In jedem Menschen lebt eine Dosis Idealis-mns nnd Kunstreligion, aber leider fehlt es den mei» sten an Kraft, das ästhetische Ideal hochzuhalten gegen die gemeineren Ideale der Mode. Eine schöne Anfgabe der Berufenen wär's daher, die Kunstreligion zu för dern, zn pflegen und zu erhalten! - Die gestrige Aufführung zeigte gegen die vorangegangene insofern einen Fortschritt, als Ratschläge der >lritit zum Teile befolgt wurden und fomit manches Widersinnige schwand,Für die orkranktenNassisten war in besonderer ^nvm-kommenheit Opernsänger Herr Lorenz ein-gesprnngen, der als König edle Würde in, Auftreten und Vortrag bekundete. Die Vcrkörperuug der gros^n und herrlichen Ideale Wagners, die Hnldgestaitcn. deren Stirne im ätherisclien Lichtglanze leuchtet, deren Tarstellung vollendete Meisterschaft heischt, kann die Provinzbühne nicht bieten. Aber die Künstler der deut° schen Bühne besitzen so viele schätzenswerte und gewin-nende Porzüge und so ante Anlagen, daß sie das Wesentliche des Werkes zum Ausdrucke brachten und damit die erhebende Wirkuug, die del, Zuhörer in eine höhere Sphäre hebt, erzielten. Nochmals sei daher Dank und warme Anerkennung demDirigenten Herrn Dr. H es; und deu Künstlern, den Herren Malten, K a nt. He r m a n n sonne den Damen Schnl z und Palven . endlich den, vielangestrengten Orchester ausgedrückt. 'l. ., (1) c> m in k v <> t.) Inhalt der 2. Nummer: l,) Ivan Cal, k a r: Bruder Eduard. 2.) Zvoni -mir: Wenn sich die Augen begegnen. 3.) Fr. S. F i i, x g a r: Unter der Sonne der Freiheit. 4. j Anton M e d v e d: Und jetzt? 5.) Anton M edved: Ohne Ende. 6.) Vajda Ka z a k: KleinruMche Volkslieder und Kolomeikas. 7.) I. Lena.rt: Kamienice nud Hotin. «.) Anton Medved: Ich. 9.) Anton Med-ued: An die Verleumder. 10.)Ksaverij Audrejev: Der Schatz. 11.) Anton Medved: Nach dem Tode. ,2.) Ivan Lah: Weihnachtsbild. 13.) Anton Med. ved: Der Lebensweg. 14.) Zvonimir: Das Lied 5<>,- Ingend. 15.) Josef Van dot: Du mein Söhn-chen. 16.) Lea Fatur: Da blühen die Akazien. 17.) Literatur. 18.) Dies und jenes. 1'9.) A. Urni?: Schach. " Das Heft enthält 13 Illustrationen. Laibacher Zeitung Nr. 29. 259 5. Februar 1907. — ( 0as" ) Inhalt des zweiten Hofws: 1.) Dr ^osof G c udcn: Frmiz von Assist und d«- moderne Subjcttivi3„n,s. 2.) .^anoniluo Idmi Su ^ nil- An den Grcnzrn dcr Uilcxdlichtril, :l.) Dr, A. U «eniönil: „Neue Wl-ltanfchcuulNA'n." l.) Prof. Jan Magiern: Die Mor^'nröw der polnischen Literatur. "') L, Leu erd: Von, Absolnri^nnv bis zur Konstitntion in Nlchlcmd. 6.) Dr. Fr. Grivec: Nrues über des l. l. Telegllllijell.Slillesllllllljtlli.VlliellUK. Aqrani, 1. Fclnuar. Gostt'rn fand eine von ^X^» Personen besnchte Prot7U. F. 737-3 >-1-0> windstill ! Schnee j15 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -14°, Normale -13°. Monatsüberficht. Der verflossene Monat Jänner war sehr lalt uud unwirsch. - Die Äcobachtunqen am Thermometer liefern durchschnittlich in Celsiusgradc»: Um 7 Uhr früh -<» I", um 2 Uhr nachmittags -09°, um lj Uhr abends -34°, so bah die mittlere Lufttemperatur des Monates -3 4° beträgt, um 1-l° unter dem Normale; Maximum !) 3° am 3,, Mini. mum -20 1 am 1; ein selimdäres Minimum, -19 4°, war am 23. — Die Beobachtungen am Varometer gaben 741 2 mm als mittleren Luftdruck des Monates, um 5 2 mm über dem Nor> lnale; Maximum 760 5 min am 24. früh, Minimum 719 8 am 30. mittags. Nasse Tage gab es 10; der Niederschlug, vor« wiegend Schnee, betragt 71 9 mm, davon entfallen auf den 3. allein 29 1 mm. Die vom Dezember übernommene Schnee» decke wurde in den ersten Tagen von warmen Westwinden gut zur Hälfte geschmolzen, aber der talte Jänner sorgte dafür, daß sie fast bis zur früheren Höhe anwuchs. — Nebel hatten wir an 8 Tagen; unter den Winden war der SO vorHerr, schend; oft meldete sich auch der NO, — Im laufenden Mo« nate Februar kommt der Mond am 9. frühmorgens in Erd' nähe. Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtek. Wegen dringender Abreise noch zu verkaufen: (458) Zwei sehr gut erhaltene olivengrüne Plüsoh-fauteulls, Llnoleum-Teppiohe, fast neuer Herrenmantel und diverse Kleidungsstücke. Anzufragen Körriftratraßo 12, II. Stock, links, oder beim Hausbesorger. Einladung ju dem j\[ittwoch den 6. Februar 1907 in der Restauration ,,^uera Wol/gassc /fr. 12 statt findenden ){ausballe. Jty[usik des Laibacher ^exiettes. ^nfang um halb 9 l{hr. £intritt 40 geller, i/m jahtreichen Zuspruch bittet hochachtend Jia/^ob Tronicl. Die Kamilie Tamafsa gibt hiemit Nach. richt vom Hinscheiden ihrer lieben Tante und Großtante, der Frau Lranziska Haan geb. Gdlen von Franken die nach langem Leiden im 85. Lebensjahre am 3. d. M. verschieden ist. Das Begräbnis findet am 5. o. M. um 4'/< Uhr nachmittags vom Sterdehause Alter Markt 4 anS auf dem Friedhofe zum Hl. Kreuz statt. Laibach, am 4. Februar 1W7. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilattej vom 4. Februar 1907. D!< notttrten Kurie verstehen sich in lllanenwilhiung. Dle «o^e^u«, sämtlicher «Nt und der „Diversen Uole" «xrfteht ftch p« «tüct. Geld W»re klUgemeine Staats» schuld. ""kitliche Rente: l°nv. fttuerfiei. ttronen d,^"Z°d) per Kasse . . W 15 88»-, v«^""'l»«br..Au8.) ^3'^»Silber (Npi«4er " ^"" ^l, 4 °/n 8l>< 25 !!,»!!.', l8»4tr " lu» fl. . . ü«g 7.1 «88 '/, »«.'«sandbr. b 1«),l. 5°/„li8u?^8z,?!, Vta«tssch»ld>.i.«ei«s. "te »ertlttenen llönig. reiche «nd Uänder. -^^ «olbrente. stsr.. Gold "ft. I.'«st.ti°^„t,- ^° W2. «.„ "V^,»°«.«„,'«'«'°» Velb Narr D°» H<»ale ,ui ZAhllln, 2b«» n«««eul »ttn,l!»5n'Priorität»» ßbl!g» Gilb. 4«/„ . . 8S«r UV-^t, «alizijche Karl Ludwig,-Vah» ibw, St.) Gilb. 4°/« . . 9S 2< l(,o », Una.-galiz. Nahn 2ou fl. L. b°/, lli >°>o l izi °» «orarlberger Äahn Vm. l884 (biU. Et,) TUb. 4°/, . . M'2ü W0'2Ä Staatsschuld der Läuder der »»garischen Kro»e. 4"/u ung, Voldrente per Kasse . l14 45114 »!ü 4«/„ detto per Ultimo 1,4 bo 114 ?o 4°/« ung. Reilte in Kronen- »Hhr, stfrei per «ane . . W - W »^ 4«/„ detto per Ultimo 9« 05 l« 25 .1'/,"/« detto per Kasse . »4 ?ü «^ S?) llng. PrümleN'Nnl. k 100 sl. , 2<>8-?»> »04 ?^ detto tl 50 fl. , ?.°> ll,>4 7 thelh-Neg.-Lose 4»/» . . li>« ?5 lü4 ?ü °/, uuglli. Orunbentl.'Oblig 9b 7i» 9« ?."> 4°/„ lroat. u. slav. Vrundenll.^ vblig........86 10 — — Andere öffentliche Unleyen. 6o«!i. Uandc«.Ä»l. (dlv.) 4°/u 94'jO »5 4» t>osn.°her«g. Eilend. - Landes» Nnlehen (biu,) 4'/,°/» . 93'6<» ilX» 6, i>°/u Donau «e«.-Anleihe 18?» 10b- 10« ^ ivlencr «erlehr«-«nlelhe 4°/« 9« !5 l»u <' betto 19U0 4°/» 9U'?b 10» L<> ilnlehen der Stadt Wien . . ll»li'?!, <»3 ?ö betto (L. ob. G.) . . .12l^>>^^4> detlo (i«94) . , , . 9? 4l' «8 ^< detto (1898) . , , . »9-«5 io!> :l,' dett» (1900) , . . . «»'»!> l«<> 8^ detto Ino.-U.) 190» 8» k>o «'0 55 ürsebau «nleyen verloib. S°/>. 9» - «nn Äulg, Ltaat«etsenb.-HyP.°Anl. l«89 Gold , . . . 6"/u l!6'6ü llg 6 Äüla. Staats. Hypothelar Nnl. 189!i , , . «"/° >«» »" <^/,"/<> . . . 101— 1«»-Zentral «00..Kreb.-Bt., «sterr., «KI. uerl. 4"/» ... 89-50 »so »<> ^red.-I»ft..«slerr.. <. Verl..Unt. u.üffrntl,Arb,Klll.^vl.4"/« 98^U 88 2" Uand««b. d, K«n. «allzien und Lodum. 5?>/, I, ruckz. 4"/« 97'l>n »8 l>», iltähr, Hvpothelenb. oerl. 4°/« 8l» lb 1W - ^..üsterr. «llndes.Ht,p..«nst.4°/, S9i>o ilX»k>c> detto lnN.»°/«Pr. verl. »>/,°/n 82- 98- d«tt« «..Schulblch. verl. 3'/,°/, 8i-?ü »»7l> detto verl. 4«/« 39-4«' 100 4> Österr..u!,,,ar. Vanl 50 Mr. veil. 4°/u ö. W..... 98-15 100 ,5 detto 4°/« Kr..... »9»" KW-«' Zparl. I. öst., «0I. verl. 4°/« l<» 75 —- - Gisenbahu.Priorititts. Obligationen. ^erdi«llnd«.- —- detto Em, 19l>4 —— —-— Oslerr. Nordwestb. >!U<> sl, E. lUi> »^ INß'2 ötaal«bahn bu« ssr..... 42« 5,' — -iidbahn ll L°/„ Iünner.Iull bo« Fr. (per Vt.) . . . 31 b 4" 81? 4> Züdbahn ^ ü°/u..... 184 t>o «liü 8, Diverse Lose (per Ettlll), P«zln»llche f»l». 3"/» Äodenlredit.Uose »m. 188« 274 ?K »«4 ?h dett, Em. l889 284'?!, 294 7b >"/<> Donau'Menullerungs-liose 100 fl. ö. W..... ^58- 268 Zerb.Piilm..«lnl. v.KioFr.AO/u 100— i«»-- Pn«lliln»l 24 ?.^ 'N«d!!lu!e l00 >«re» «reuz, »st. Ocs, v,, 10 fl. 47- 49- iolei, «l-reuz, una, Ges, v., b fl. 28 50 3u 5«' «»dolf.iio!e 1" fl...... 5«-— >i<> - ',alm.U»l!> 40 f>. lf. M. , , t»5'— ^«4'— «eld W»re lürl. «t..«..«nl. Präm,.0bIig. 400 ssr, per Kasse . . . 1<» 75 ,K9 75 «» detto per M. . , , «68 9" Iß» «<) , Wiener Komm,»Lose v. 1.1874 49? bO 508 -«ew..Sch.d. 3"/,Präm..Schuldu. t>. «odtn»r..«nst, m. «oidbal,« l5N fl, . 8«3- Z?«--Vulcktiehrader «isb. l»o sl. KM. »9,8 - ü»88 -dcttu (M, ll> 20« sl, per Ult. nzz — n»5 — Dona« »DamvffchisfahitS»Ges., 1., «, l. priv,. 5<,0fl. KM. l«»« — 1«'« Duz.Nodcnbacher Elsb. 400 Kr, i^8l- bß3-> ^erbioanbö.Nordd. l000fl.KM. 56I5-— b«3ü-«emb..«zer»,.IaN». Lisenbahn» Oe!eMckast, liW sl. 3 , 577-— K81--«loyd.üsterr.. Trieft..5»«fl.KVt. »5«— 860--Österr. «oidwestbahn 800 fl. S. 458- 459 5' detto(Ut, U.)2<»«fl.b. P.Ult 45,3 bü 45«-Prag.Puxerltisenb. INl'fl.abgst 222 - 2»« Ltaatseisb. 2 i«8b<> snbnorddeutsche Verbindungsb, 200 fl. KM......405-SO 40« «<' Tramway. Ges., neue Wiener, Prlorltüts.Ultien 100 «.. — — —-lln„ar. Westbahu («aab>«raz) 2N>> fl. S.......404— 404-5! i»r. L°lalb..«NieN'V«f. 200 fl. 190-------- Vanleu. «»„lo^sterr. «anl. 1»N sl. . . »!« — 81? - Baütverein, Wiener, per Kasse —— ------ dctto per Ultimo . . . 5?,) 75 571 75 Aodeulr.'Anst, »strrr.,!iN«sl.S <<>82-- 1«88 ^en«.>Vob.'Kiedb, »N., 2NN fl. 5b«- 5«1 ttiedilanslalt für Handel und »ewerbe, 1N0 fl, per Kasse — - —--detto per Ultimo a«? »5 «88s.»> »rrdi,ba,!f allg. ung.. 200 fl . «35- ««« Lrpüsilrübaül, alll,., 200 sl. , 472- 474--(telomple < Oesellschalt, nieder» «sterr., 4<»0 Kronen . . , 60k 20 «0b?< Giro» u:ib llassenoerein, Wiener, 2«<> fl........465'- 4?l-- Hupothelenbaül, österreichische, ü»l> sl, »(!"/« E.....2S2-— L95- ^aiidrrblliil, üNerr, 200 fl. per Kas!e.......470 5« 471 ä' drtti,' per U!«n. Äauges, allg, dsterr., 100 fl. , 1»5 - 13? — ^rOxer «ohlenbrrgb. «es. 1«!» sl. 7««- 77U — ltisrnbnhn»,.Ueihg,,erste.i«ofl. »1480 5<5—- ..Elbemühl", Papiers. u.B.O 200 - 202 50 ItlerN'Ves.. allg.efttrr.,20ofl, 448- 4l»a — detto internal, 200 fl, »57— »4«>»<> Hlrtenberger Patr.»< Zündh. n Met.ssabril 4au Kr, . . l!4» — 11»3 — ^irstnaer Brauerei lun sl, , , 2«? — 2", X!egelgus,stahl> ss..U..«. 200 sl. ... ü«4 — b»4 20 Vraaer Vifen. Ind.» «es. «tm. 1905, 200 sl...... 2ö«»'— 2«7» — XimN'Mlirany »Talgo'Tarjaner Eisenw. >ao fl..... l»?i-z«5 5?« «» 2alao>Tarj Oteinlohlen lou fl, «<»9 - »l» — .VchlgglmW", Papiers., «n«fl. 2b5- 358 — ,.Schodnica". N..«. f. Petrol.. Ind., bt»o Kr..... b«s — bW- „Steyrermühl". Paplerfabrtl und «j.»...... 4N4 470 - Irifailrr Kohlenw,.«, 70 fl. . 28U-- »85 — tüll. Tabar««le.»es. «0« ffr. per Kasie —— —'— detto per Ultimo 4«? 5U 4«»-50 Waffsnf.Ges,, öfterr., in Wien in« fl........ 559— ÜS4-— Wllgaon.Leihanftalt, allgem., in Pest. 40« »1..... — — — — «1. «augesellschllsl inn fl. . . ««8- «70- Wienerberger Zie„elf,.NN..Ges. »lü- «»-- Devisen. z»r,e zlchl«, «>» Scheck». »lmsterdam....... t9«'95 1«» 1» Deutsche P'Hhe...... 1»? l»<> »5 70 ijarl«......... Si °>»' S» «5 ^iirich und Vasel..... Sb 27' Sö-4»' Valuten. Lulatei! ....... 1« »n 114« ^0°^lll»le» Stucle..... 19 0><' 19 11' ">.Marl Llttlte...... 2! 4X li8 ü» deutsche üirichsbanlnoten . . ll?^2 ll? «ll .Nalicuilche «Uanluote» . . 9b n« 9n 82" 2 53" |vo" Reut«» ?7,lKL- ^^a. Verkauf l>««enV.'*11 br'*'s*'11« l*rlorli*l«n, Aktien, (4) icm »?•vimpn und Vuliitun. Bauixlc- -o.ii.ca. "^7"ecli.slerg-eiscixäft Privat - Depot» (Safe - Deposits) ~CTxi.t9i eS.g'en.emVoischl'O.aa d.»r Fecrt*!. VarzlRsnng ven Bareinlagen im Konto-Korrtnt und tut Giro-Konto.