Ireitag den 7. September 1877. XVI. Jahrgang D.e Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig ö fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. K0 kr- snr Zustellung _iu» Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zelle. Kritgsbrrtitschlist «od Volksrrcht. Marburg, 6. September. Selbst ist der Mann und das eben macht den Ztechtüstaat vollkoinmen, daß kein Bürger desseltiei» aus em Recht verzichtet, welches er ttnnlittelbar ausilbe»» kann. Die freiwillige Einengung des politischen Wirtut^gSkreises, die Ueliertragung eines Aechtes darf im Nechtsstaate grundsätzlich nur dort geschehen, wo aus il»neren Grlittden die Selbstthätigkeit nicht »nöglich ist, wie z. B. bei der Eiltlverslmg eines Gesetzes. Das unbeschränkte Recht der Vertretung, die Kriegsbereitschaft zu bewilligen, ist noch imttter nicht das ungctheilte, wahre Volksrecht und besteht dieses darin, dab ein solcher Beschluß der Vertretung nur dann in Kraft erwächst, beziehungsweise m der konstitutionellen Monarchie dem Herrscher zur Genehmigung vorgelegt werden darf, weun alle wahlfähigen Staats-bittger in eigens geboteiui» Versammlllngen ihre Stimme abgeben und die Mehrheit entschieden. Das Wesen auch der konstitutionellen Monarchie verträgt sich also gar wohl mit diesein -iiolksrechte und bietet die Aussiihrung keine Schwierigkeit. Genaue Liften der Stimtnberech-tigten, eine ziveckmäbige Organisation der Stimmgemeinden, die /tranime Gliederung der Behörden, Post, Eisenbahn und Telegraph ermöglichen es, binnen längstens einer Woche das Gesammtergebnch der Abstinimung zweifellos und gesetzlich bindend zu kennen und zu veröffentlichen. Der Krieg, dessen Vorläufer die Kriegsbe« reitschast, ist das Höchste, was der Staat leisten, wozu das Volt sich verpflichten kann und diesen! Aeußersten entspricht im Rechtsstaate nur das höchste Recht — die Volksabstimmung. Zur Sttuerrrsorm. I WalterSkirchcn hat in seiner Rede, welche er in Auffee an die Wähler gehalten, auch ilber die Steuerreform gesprochen. Diese Rede zählt zu den besten, die jemals über deil fraglichen Gegenstand belehrt und ausgeklärt und geben wir dieselbe in folgendein Auszuge wieder: Ich halte die Idee, in unfer Steuer-System eine veränderliche, progressive Personal-Eiitkom-lnensteuer einzusligen, um mit dein Systetn der Zuschläge zu den ErtragSsteuerli brechen und ihnen eine gröbere Stabilität verleihen zu können und doch die Möglichkeit zu besitzen, für wechselnde Staatsbedürfnisse auch eine sich ihnen anschuliegende Einnahmepost zu haben, für eine richtige. Die meisten Ertragssteuern sollen und tnüssen eine gewisse Stabilität besitzen, wenn sie nicht zu VermitgenSverrückungen werden sollen, die das Gesetz stets vermeiden muß. Diefe Stabilität der Ertragssteuern und ihres gegenseitigen AZerhältilisses zu einander ist auch aus dem Grunde wüitschenswerth, weil sonst bei jeder Veränderung dieses Verhältnisses ganz unvermeidlich Koilstikte zwischen den einzelnen Gruppen der Grund-, Häuser- und Erwerbssteuerträger entstehen würden, deren jede natürlicherweise die Last auf die andern Gruppen wälzen wollte. Es ist da von hohem Interesse für die Gesammtheit, daß derlei Konflikte durch die Stabilisirung der Kontingente oder Perzente dieser Steuern vermieden werden, währeild es nicht denselben Bedenken begegnet, wenn das Kontingeltt, das heiht die Hauptsteuersumme, für die Einkoinmensteuer alljährlich vom Par- lamente fixirt wird und auch den Umständen angemessen wechselt. Auch läßt sich nicht verkennen, daß die Ertragssteuern, welche das Objekt tresfen, ohne Rücksicht, ob der Besi^er desselben den Ertrag für sich verwendeil oder zur Jnterefsenzal)lung für Schulden verwenden mub, an die äußere Grenze il)rer Znlässigkeit gelangt sind. Ebensowenig könnte ich dafür sein, oei» indirekten Steuern und Finanz-Zöllen eine größere Ausdehnung zu geben. Einige sind nach unserer Versassung gemeinsame Einnahmen beider Reichshälste»». Die indirekten Abgäbet» auf Luxusgegenstände tragen wenig ein. Die auf nothwendige VerbrauchSartikel haben den Nachtheil, daß sie von de»n Aermern «inen bedeutend höhern Perzentfatz seines Einkonlmens in Anspruch nehnien, als vom Reichen. Denn es niag Jemand hundertmal mehr Revenuen besitzen als ein Anderer, so wird er doch nicht in der Lage sein, auch hundertmal mehr zu esseti und zu trinken, als der Arule und wenn er es versuchen wollte, so wäre wahrscheinlich die Folge, daß ihm der Appetit gänzlich vergehen würde. Die Einkommensteuer bietet ein A!ittel, indem sie die Reichern in größernr Maßs'tabe heranzieht, die Belastung, tvelche durch die indirekten Steuern mit verhältnißmäszlg stärkerm Drucke aus den Schultern der Aermern ruht, wieder auszugleichen. Nun läßt sich aber uicht leugnen, daß, seitdein die Frage einer progres-sivell Einkommensteuer in den europäischen Staaten den Gegenstand wissenschaftlicher und legislativer Behandlung bildet, es auch nicht an prinzipiellen Gegnern einer solchen fehlt, und selbst ihre Freunde haben zugestanden, daß die Bedetlken, welche dagegen geltend gemacht K e n i l l e t o n. Kcr bSjc Nachbar. Vo» Levin Schiicking. ^Korlsez»»»tj.) „llnd was hat Ihre Entschlüsse so schnell und so vollständig verändert „Ich bin Ihnen keine Rechenschaft darltber schuldig, glanb tch . . . worüber ich Ihnen Rechenjchast schuldig bin, ehe «vir auselnander-gehen, das ist etwas Anderes, und die kotnme ich Ihnen zu geben!" „Rechenschaft lnir? Ich glaubte . . „Rechenschaft über Ihre Statue, Ihre Flora, an der Sie so gewaltig hängen!" „Ach, die Flora!" sagte Horst. . . „in der That, ich gab Ihnen den Auftrag nachzu» forschen ..." „Es bedarf »ncht langen ForschenS. Die Flora l)at der alte SchoUlieck. Der alte Mensch hat mich versillirt, sie ihm zu überlassen, ohite mir im geringsten anzudeuten, welchen eigentlichen Werth solch ein Kunstwerk l)abe ... Ich ahnte ihn nicht . . . was versteh' ich von Kunstwerken l . Er gab nur hundert Thaler dafür. Ich nahm sie gern. Ich hatte Drainirungen vorzunehtnen unv die Kassen »varen leer; ich glaubte allen Dank zu verdienen, daß ich hundert Tl)aler mehr hineinschaffte für die alte Scharteke. Jetzt, tvo ich erfahren habe, daß solch ein Ding zehnuml meljr werth ift, daß der alte Spitzbube tnich aus'ü Rnchloseste überlistet hat. zwingt mich mein Gewissen, Ihnen den wahren Sachverhalt mizutheilen . . . Sie werden jetzt sofort Schollbeck auf Herausgabe anklagen, Sie werden den Prozeß unbedingt gewinnen; ich tvar gar nicht autorisirt zu der Veräußerung, uud ich bin zu jedem Zeugniß in Jhreln Interesse erbötig . . „Sie sagen lnir da seltsaine Dinge, All-lner", versetzte Horst ruhig in die Züge des Mannes blickend. „Also Herr von Schollbeck hat die Flora . . . und ich soll einen Prozeß darlltn beginnen... Sie wollen mein Zeuge sein ... in der That, Sie halben einen fürchterlichen Haß auf die Familie meines Nachbars geivorfen ... Sie liaden mir alles mögliche Schlechte von ihnen nulgelheiU, Sie halben lnir geratheii, durch dei» Ankauf voii Falkenrieth einen Lieblingswniisch voii Fräulein Euge»iie zu zerstören . . . jetzt soll ich deii-alten .'j>errn noch diirch eineii Prozeß versolgeii . . . ulid dazwischen erbieten Sie sich doch ivieder zuin Champion für Herrn von Ambotten . . . selt- sa»n das in der That, und Sie werden es wohl iratürlich finden, daß ich einige Aiisklä-rung ivüllsche, bevor ich mich von Jhneii zinn Werkzeug der Absichten machen lasse, die Sie ohne jedeii Ziveisel bei alledeiii haben . . Das ist eine sehr beleidigeiide Voroitü-setzung", suhr Alliner aus; ich habe Ihnei» imiiter ehrlich gesagt, ivas meine lleberzeugnilg ivar." „Gestatteii sie niir. inein werthester Herr Alliner, daß ich darali zweifle", fuhr Horst in seiner kühlen Ruhe fort. „Ich habe aus zil-fälligen Unterredungen, die ich niit Herrn von Ainbotteii und Franlein voii Scholllieck lnitte, den Schlich gezogen, daß Sie beflisien gewesen silid, Niir falsche Vorstellungen voii ineiiien Räch barn zu luacheil, und daß Sie in eiliein aii-dern Verhältniß zii denselbeii stehen, als Sie vorgeben." „Es kanii inir sehr gleichgiltig feili. ivelche Schlüsse Sie ziehen", versetzte Allnier ausspriii-geiid; „ich t)al'e Ihnen gesagt, was ich Jhneii noch sagen wollte . . „Aber ich nicht, ivas i ch Jlinen noch sageii ivollte, deShall' veriveilen Sie iioch eiiieii Aiigen blick . . . Sie haben von ineinem helitigeii Abenteuer iiiit Funileiii Engenie gehört, das l)'at Sie beunruhigt, und deshalb haben Sie es für an der Zeit gehalten, Ihre letzte Karte werden können, nur unter gewissen Voraussetzungen als beseitigt, anzusehen sind und ei« praktische« Nesultat auch nur unter gewissen Bedingungen erwartet werden darf. Der wichtigste, weil gegen das Prinzip selbst gerichtete Einwurs gegen die -Nesteuerung nach dem Einkommen und ganz besonders gegeil eine solche in progressiver Weise ist meines Er-achtens die Behauptung, daß man sich bei den Staatsabgaben an den Grundsatz des möglichst gleichen Werthes von Leistung und Gegenleistung halten müsse, und daß, was der Staat vom Einzelnen nimmt, im Verhältnib zu dem stehen soll, was der Staat diesem Einzelnen bietet. Jede andere Theorie sichre, so meint man, zur Willkür, zur Vermögens-Konfiskation, zur Verletzung des Eigenthumsrechtes, zum Kommunislnus. Der Staat dürfe viel nehmen von Jenen, denen er viel leistet, wenn und weil seine Dienste für sie groben Werth haben, er dürfe aber nicht nehmen, lediglich, weil Jemand viel hat, ohne Rücksicht auf seine Gegenleistung. Nun erkenne ich gern die ganze Wahrheit und Bedeutung jenes Grundsatzes an, daß jede Leistung ihrer Gegenleistnng zn entsprechen habe, und meine, daß es möglich ist, jeden zu argen Eingriff gegen diesen Grundsatz, wo es sich um die Privatwirthschast und die Beziehungen der einzelnen Individuen zu einander handelt, gesetzlich hintanzuhalten. Wo es sich aber um die Staatswirthschaft l)andelt, ist es nicht möglich, mit diesen? Grundsatze allein die Richtschnur des Handelns in allen Verhältnissen zu finden, wenn ich auch durchaus nicht behaupten will, daß er ganz unberücksichtigt zu bleiben hat. Wie in fast allen Angelegenheiten volks-wirthschaftlicher und politischer Natur läßt sich auch hier kein absolutes alleiniges Prinzip aufstellen; ein jedes, welches man ausstellt, kann nur eine relative Bedeutung beanspruchen, und gar verschieden sind die Standpunkte, von denen aus man die Dinge betrachten muß. will man zu befriedigenden Lösungen gelangen. Der Staat leistet seinen Bürgern gar Manches, dessen Werth ganz zweifellos, aber auch ganz unmöglich in Ziffern auszudrücken ist, und jeder Generation obliegt nicht nur die Pflicht, für das, was ihr selbst nützt, zu sorgen, sondern auch die Ein» richtungen zu erhalten und zu schaffen, die dem Staatsorganismus Dauer verleihen und den kommenden Generationen nöthig sind. Das Erbe der Vergangenheit schon, in dessen Besitz auszuspielen, mich in einen Prozeß wider Scholl-1 beck zu Hetzen — ist es nicht so?" „Von einem Alienteuer ... das Zsie mit Eugenie gehabt, Hab' ich nichts gehört", fiel Allmer hestig ein, „aber ich rathe Ihnen", setzte er mit einer furchtbar ausbrechenden Lei-denschastlichkeit hinzu, „keine weiteren Abenteuer mit dieser Dame zu suchen, sollst jag' ich Ihnen eine Kugel durch den Kops, so wahr ich Allmer heiße!" „In der That?" sagte Horst bitter auflachend; „so habe ich recht gesehen — das ist des Pudels Kern. Nun wohl, da ich ebenso große Lust habe, Sie für Ihre Verrätherei zu straftn, so kann ja uns Beiden geholfen werden .. . haben Sie jetzt die Güte, mich zu verlassen ... ich bin Ihrer Sendung mit Vorschlägen des Wann? und Wo ? gewärtig. Gehen Sie." „Sie werden von mir hören", sagte Allmer und ging. — Am andern Morger, als Horst das Frühstück gebracht wurde, meldete ihm der bediente, daß der Herr Administrator in der Frühe abgereist sei, mit der Aeußerung, er werde nicht wieder zurückkehren. „Desto besser!" sagte Horst, diesmal sehr beruhigt und ohne jeden Anflug von Selbstvorwürfen. wir uns befinden und das man so hänfig viel zu gering anschlägt, legt uns Pflichten auf, die Zukunft nicht als etwas, was uns nichts angeht, zu betrachten. Aus der Unmöglichkeit nnn, einerseits einer genauen Abschätzung des Werlhes vieler Dienste, die uns der Staat leistet, und aus der allgemeinen Pflicht, für allgemeine Staatszwecke zu lorgen, folgt aber, daß zur Vertl)eilung der Staatslasten auch noch ein anderer Grundsatz als nur jener von: Gleichgewichte von Leistung und Gegenleistullg zu .Hilfe genommen werden muß. Wo es sich ltin eine Pflichterfüllung haii-delt, dort halte ich nicht den empfangeneil Vortheil allein, sondern auch das Können, die Lei-stungssähigkett, für die Grenze der zu beanspruchenden Leistung. Fragen wir nun weiter nach einem Mittel, diese Leistungsfähigkeit des Einzelnen zu er kennen, so müssen wir zugestehen, daß es Niemandem und niemals gelingen wird, diese Leistungsfähigkeit des EinzeUlöll ganz richtig abzu-schätzen und alle Faktoren zu berücksichtigen, die sie erhöl)en oder vermindern werden. Wohl aber bietet uns das reine Einkommen ein brauchbares Mittel, einen Anhaltspunkt, und zwar den sichersten, den man finden kann, nm zu einer Schätzung derselben zu gelangen. Und da es schon bei oberflächlicher Beobachtuug bemerkt werden kann, daß Jeinand, dessen Einkomnren aus liegenden Gütern oder Kapitalien besteht, gewiß leichter etwas davon abgeben kann als ein Anderer, der sich dasselbe Eutkvmmen durch persönliche geistige oder körperliche Arbeit verschafft. so wird auch die Beibehaltung müßiger Ertragssteuern neben der EinkOMmensteuer sich rechtfertigen lassen, ohne als eiile Doppelbesteuerung verwerflich zu erscheinen. Nehmen wir zwei Menschen mit 1000 fl. Nein Einkom^ men. Der Eine bezieht es aus Grundbesitz oder aus Kapitalien, der Andere aus persönlicher Arbeit. Der Erstere braucht sich unl seine alten Tage keine»» Sorgei» hinzugeben, er wird seine Rente fortbeziehen, auch wenn er keine Ersparnisse zurücklegt. Der Andere wlrv, um sich ein sorgenssreies Alter zn sichern und mit gleicher Ruhe der Zukunft entgegenzusehen, sich Ent-behrunge»» auferlegeu müssen. Ueberdies ist der Besitz kein Hinderniß, sich noch nebstbei durch Arbeit etwas zu erwerben, das steht jedem Be-sij^enden frei. Wer aber durch Arbeit verdient, hat nicht die gleiche Moglichkrit, sich auch noch eine Rente aus Besitz zu verschaffen. Es wäre daher eine verschiedene Besteue- Als er ein paar Stunden später in den Hos hinabging, um satteln zu lassen uud den Weg nach SchoUbeck anzutreten, kam er an der offenen Thiir von Allmer's Zinnner vorüber, aus dem eine Magd den Staub sortkehrte; in dem Kehricht lagen zerrissene Stücke eines Bil letS . . . Horst nahm sie aus und indem er sie zusammenfügte, las er die Worte: „Nach einer längeren Erörterung, die ich eben mit meiner Tochter halte, sehe ich mich zu meinem Bedauern gezwungei», Sie zu bitten, Ihre Besuche in meinem Hause nicht fortsetzen zu wollen. Seien Sie dagegen überzeugt, daß in der bewußten Angelegenheit mich nichts zu einem Schritte führen kann, der Sie kompro-mittiren würde. AchtuugSvoll von Schollbeck." „Der ritterliche alte Herr!- sagte Horst lächelnd, „wie besorgt er ist, diesen Lügner nicht zu komproinittiren! Und dies also ist der Schlüssel zu AllmerS Geständniß und Absichten von gestern Abend . . . Wie kann die Leidenschast einen ehrlichen Menschen zum Schuste machen!" Nach einer starken halben Stunde hatte er die Brücke von Haus Schollbeck erreicht. Der Mann im Wächterhäuschen nickte diesmal, ehe er noch eine Frage uach der Herrschaft ausgesprochen, bejahend zu und Horst überließ ihm die Sorge für sein Pferd. Dann schritt er der rung der Einkommen nach ihren verschiedene»! Quellen lnUig und gerecht oder, ivas praktisch aus dasselbe hinausläust, die Komliiniruiig eine» Einkommen- m»t einer Vermögenssteuer. Ich hielte es theoretisch sttr das Rationellste, iveil die Ertragssteuern, welche die Verschulduils, nicht berücksichtigen, nicht als reine Verinögeils steueri» wirken; die Ertragssteuern würden sich dagegen besonders dafür eignen, den Gemeinde» und Bezirken ihre Einnahmen zuzusiihren, weil die meisten der Aufgaben der Genleiaden »»»d Bezirke eil»en Charakter an sich tragen, bei de»»i jener Grundsatz der Leist»,ng und Gegenleistung inehr in den Vordergrund tritt, als der einer öffentlichen Pflicht. So z»ttn Beispiel liegt di»' Herstellung eiues Gelneindeioeges im Znteressc der betreffenden Grul»dstücke, ohne Ritcksicht, oli atis dieselben mehr oder weitiger intabulirt ist, oder stistet ein Danlm, un» Felder vor lleber-schwemlnnngsgefahr zn schützen, den gleichen Nutzen für die verschuldeten und unverschuldeten Grundstücke. Da nun aber die vollständige Ueberlaffu^lg der Ertragssteuer an die Gemeindeil und die Einführung einer Vermögenssteuer als Staatssteuer an ihre Stelle zu große llmwäl-zungen »nit sich bringen »vürde und eine Neil)t von tiefgreifellden Verfassungsänderungen voraussetzte, so inag man imlnerhi»» die Ertrags stenern al»ch als Staatssteuer nnd als ein Surrogat einer Vennögenssteuer beibehalten. Eine» Vorzug oder richtiger eine Ergänzung bieten sie auch u»Ueugbar gegenüber der Eintoinmen stener als einzigen Steuer, »veil sie verhindern, daß reiche Leute, die ihren Grundbesitz, »veil sii die Rente aus deinselben entbehren kön»»ett, z^ Luxuszwecken, Gärten, Wildparks u. s. w. ver we»lden, dafür keine Steuer zahlen. Die Er tragsjteuer bemißt eben nicht das wirklich er-zielte Einkomme»!, sol»deril sie foll den durch schnittlich erzielbaren Ertrag berücksichtigen i das ist also in gewisser Beziehtt>»g auch ei»i Vorzug. Zur Geschichte des Tnnes. Die Beivegung, von den Sparkasse!! drohende Steuernachtheile abzuwetirei», breitet sich welter aus. Das Abgeordnetenhaus wird in den betreffenden Petitioiie»» ersucht, diesen Kassen überhaupt ei»le schonendere Behandlung angedeihen zu lassen und na»nentlich die Ge meinde-Sparkassen den Erwerbs- und ZÜirth-schastSgenosse»lschasten gleichz»lstellen. Die Verordnung, betreffend die Verwen dung jener „Individuen", welche zuln eigent ElngangSthür zu; ehe er sie erreicht, trat ihn« Eugenie i»n Morgena»lzug, ein Körbchen mil Arbeit in der Ha»»d, entgegen, sie »vollte sich zu dem Platze »»n Schatten des alten Thur»l»eö begeden. Als sie Horst erblickte, übergoß eine dullkle Röthe ihr Gesicht bis unter die Haarwurzeln. Ebenso verlegen, »vie sie. streckte ihr Horst die Ha»ld «»»tgegen, die sie leise drückte. „Sie kolnlnen früh", sagte sie, „der Vater ist noch in seinei» Zimmern." „Ich komme früh, weil ich Ihnen viel zu sagen habe", versetzte Horst . . . „es ist mir so, als hätte ich den ganze»» Tag dazu nöthig und »vürde doch dari»» nicht sertig." „In der That", antwortete Eugenie rasch »nit »vachsender Verlegenheit. „Sie haben gewiß viel, recht viel zu erzähle»» . . . und wir da gegen habe»» Ihnen viel, recht viel zn zeigen; der Vater wird ^ie nicht entlassen, oh»»e daß Sie alle seine Herrlichkeiten bewundert habe»! . . . komlnen S»e, ich will Jh»»en eine»» Vi'r-geschlnack davon geben ... es ist zwar grau« jam, daß ich den Vater uin einen Theil seines Vergnüge»!S bringe, aber ... ich möchte Jh»»ett et»vas zeigen, das Sie gleich sehen solle»» . . . to»l»»nen Sie hierhin, die Treppen hil»aus!" Horst war an Eugeniens Seite in das Haus eingetreten, in einen Flur, wo seltsame Geweihe von Dam» und Elenthieren llber den lichen Kriegsdienste untauglich sind, greift aus das Gebiet der Gesetzgebung hinüber. Grundsätzliche Bedenken und die innere Wichtigkeit des Falles haben den Abgeordneten Sturm und zwanzig Genossen veranlaßt, deb-wegen an das Gesammtministerium eine Frage zu stellen. Die russische Presse sucht endlich den gesährlichsten Feind ihres Volkes dort, wo er gewiß zu sindkn ist, nänilich in der „Ci^esell-schast" selbst. Die Fäulniß in jenen Kreisen muß schonungslos ausgedeckt werden ; hier rettet blos die Selbsterkentttnisz, welche zum Entschluß, zur Ausführung krästigt. Der plötzliche Tod des greisen Thiers ist ein schwerer Schlag sür die republikanische Sache Frankreichs; er wird die Gemäßigten und die Nothrepublikaner vor der Wahl in die Arme Mac Mahons führen — aus Furcht vor Gam-betta. Frankreich weiß von solchen Wandlungen zu erzählein ____ Ver»mschte Nachrichten. (Sicherheitspolizei. Gelegenheit macht Diebe.) Im Londoner Polizeiderichte für 1876 schreibt der Verfasser, Oberst Henderson: „Während des legten Jahres wurden L530 Fenster und 16.769 Thüren offen oder unsicher befestigt gefunden und wurden die Bewohner gewarnt. Als Beleg für die durch solche Nachlässigkeit seitens der Eigeilthümer hervorgerufene Versuchung kann ich hinzufügen, daß von 48Z4 diebischen Einschleichungen 3513 durch offen gelassene THÜren und Fenster gemacht wurden. '^39 in meublirte Häuser, die ohne Aussicht gelassen waren, 477 in unbeaussichtigte, noch nicht sertig gebaute Häuser, mithin im Ganzen von 4834 Einbrüchen nicht weniger als 4229 mehr oder minder der Nachlässigkeit zuzuschreiben silld." (Gesu n dheits zu stand des Pa pstes.) Der römische Berichterstatter der „Times" tele« graphirt: Der Papst leidet an sehr großer Ent-träftung. Der Schlaf übermannt ihn leicht und häustg, und er hat kaum Krast genug, irgend einem Geschäft seine Aufmerksamkeit zuzuwenden. Eine Camarilla herrscht im Vatikan und l)att delt im Namen des Papstes, und jene Periode der Verwirrung nnd Jntrigue hat begonnen, die eine Krisis vorbereitet. (Der Blitz und die Gasrohre n.) Der Berichterstatter eines Berliner Blattes schreibt: Bei den letzten Gewittern ist mehrfach Gelegenheit gewefen, den Einfluß von Gas-und Wasserleitungsröhren auf die Richtung eines einschlagenden Blitzes zu beobachten. Die dullkelgebohnten Thüren prangten. Eine Treppe . mit schwerem Geländer aus Eichenholz führte i>» den ersten Stock, und der Treppenraum, der Korridor, zu welchem die Stufen führten, Alles zeigte, daß man sich im Haufe eines Sammlers befand. In Schränken, auf Konfolen, an den Wänden standen ausgestopfte Thiere aller Art; große Uhus und Naubvögel fchweb-ten an Drähten ausgehängt von der Decke nieder; alte Bilder hingen über den Thüren. Als Eugenie eine von diesen öffnete, trat Horst in ein ^abinet, welches zur Hälfte eine Sammluug von Oelgemälden sehr verschiedenen Werths, wie es Horst bei einem flüchtigen Ueberblick schien, einnahm, während an der gegenüberliegenden Wand Schränke stände»,, die mit Terracotten, Majoliken und altem Porzellan aller Art angefüllt waren. „Und setzen Sie bei mir die Stimmung voraus. Fräuleiu Eugenie, daß ich das jetzt ansehen, bewundern soll? " fragte Horst, seine Blicke zu dem jungen Mädchen zurückkehren lassend und it)r Auge sucheiid. (Schluß folgt.. Einsührnng von Gas- und Wasserleitungsröhren in Gebäuden, die mit Blitzalileitern versehen stnd, hat nämlich den Charakter des Schutzes, den die Blitzableiter bis daliin getvährten, wesentlich verändert, indem solche Gebäude zwar gegen Beschädigung ntechaitischer Art geschützt, jedoch um so mehr der Beschädigung durch das Feuer ausgesetzt sind. Der Blitz springt nämlich in solchen Gt-bättven meist vom Blitzableiter ab in die Leitungsröhren nnd zivar seli)st dann, wenn die Entferiiung der letzteren vom Blitzableiter 16 und nsehr Fitß beträgt, und wenn 4 Fuß dicke Mauern zwischen beiden sich be-fitlden. (Hartgeld. Di e Si l b e r w ä h rung.) Auf dem volkSwirthschaftlichen Kongresse in Graz wird Ottolnar Haupt über die Silberivahrung berichten uitd solgeitden Antrag stellen: „Der Kongreß österreichischer Volkswirthe spricht die Ueberzeugung aus, daß für Oesterreich die Herstellung der Valuta nur auf Grund der bereits bestehenden Silberwährung durchzuführen sei, und einpfiehlt die schleunige Aufnahme eines gemeinsamen österreichisch-ungarischen AnlehenS — ob in Gold oder in Silber, bleibt vorläufig noch eine offene Frage — um mit Hilse desselben von der momentan günstigen Konjunktur behuss Erwerbung des nöthigen Silbers profi-tiren und die Baarzahlungen auftlehineu zu können." .Nituljultier Uerichti'. (Privilegiu m.) Herr Koi»rad Prosch in Marburg t)at seinerzeit einen Zterstich- und Stickapparat erfunden, welcher aus allen Nähmaschinen, die einen auf- und abbeweglichen Nadelarm haben, angebracht werden kann. Das ausfchließliche Privilegium, dem lKrfinder vom österreichifchen Handelsministerium und vom ungarischen Ministerium sür Landwirthschaft, Industrie und Handel auf zwei Jahre bereits ertheilt, ist nun auf die Dauer des dritte« Jahres verläi'gert worden. (P r i v a t-V o l k s s ch u l e.) Die Kloster-schule in Nazareth bei Oberburg ist vom Landes-Schulrath als Privat-Volksschule erklärt worden. (Brand.) In Saldenhofei» sind das Wohnhaus und die WirthfchastSgebäude des Grundbesitzers Georg Schgnz fainmt Fahrnissen, Futter und dreißig Stück Vieh abgebrannt. Der Schadet» beträgt 5000 fl., die Versicherung nur 700 fl. (Feuer.) Jiu Hause des Grundbesitzers Joliann Widina^er zu Gießkübcl, Gemeinde Tail»ach, entstattd bei»n Backen des Brodes Feuer und beläuft sich der Schaden auf 1200 fl. Der Eigenthümer »var bis zun» Betrage von 800 ft. versichert. (Ertrunken.) Der achtjährige Winzersohn Franz Kußlnann zu Murberg. Gerichtsbezirk Ober-Nadkersburg, ist bei»« Baden in der Mur ertru»»ken. (Blitz nnd Bran d.) Z»r Heil Kreuz gerieth der Stall des Grundbesitzers Johann Butschelak dur^ einen Blitzstrahl in Brand. Dieses Gebände, das Wohi»ha»»s und die Ge-treidekan»mer wurden eingeäschert und berechnet der Eige»ithüiner seinen Schaden aus 3000 fl, welcher zuin Theile durch die Versicherung gedeckt ist. (Neue Fir m a.) In das Register des Kreisgerichtes Cilli ist die Firina „AleLal»der Tolnbasko, Besitzer eil»er Landesprodukten-, Schleifstein- und ge»nifchten Waaren-Handlung" lnlt der Hauptniederlafsung in Nohilsch eingetragen ivorde»». (Ernenn NN g.) Herr Jol)ann Lipp, Gymnasiallehrer in Ried, ist zum Lehrer ain hiesigen vjylnnasluin ernannt »vordei». (S ch ü l e r a r b e i t e»».) Samstag Vor-»nttlug 9 Uhr tviro in der Ober Rcalschnle die Ausstellung von Schülerarbeiten des Freihand-Zetchnens eröffnet u»rd dauert dieselbe bis einschließlich Montag den 17. Septeinber. Das Eintrittsgeld — 10 kr. für die Person — wird zur Unterstützung armer und würdiger Studen-teu gewidmet. Die Gediegenheit diefer Arbeiten u>ld der edle Zweck lassen auch Heuer eitien sehr zahlreichen Besuch erwarten. (Evangelische Ge»neinde.) A»n nächsten Sonntage findet in der hiesigen evang. Kirche znr gewohnten Stunde ein öffentlicher Gottesdienst statt. > (Bildung skurs sür Lehrerinnen »veiblicher Handarbeiten.) Die Aufnahine der Zöglinge in diesen Kurs findet a»n 14. Septötnber Vorn»ittag bei der Direktion der liiesigeit Mädchen-Bürgerschule statt. Erforderlich sind: das zurückgelegte 17. Altersjahr oder dessen Vollendung iin Kalenderjahre — sittliche Unbescholtenheit uiid körperliche Tüchtigkeit — das EntlassungSzeugiiiß der Volksschule — einige Geübtheit in Handarbeiten, welche durch eine Ausnahmsprüfung »lachzuweisen ist. Letzte ^ost. Von den Türken wird ein Donavkbkr-gang bei Widdin geplant. Die Russe» haben Lovca nach zwölf-stündigem Kampfe eingenommen. Plevna ist von IkamSnen «nd zwei russischen Armeekorps beinahe einge-schloffen. Die Russen find bei Kadiköi votlftSndig aeschlagen worden. Die Vortruppen der Türken befinden fich zwei Wegstunden vor Bicla. Die türkische Hauptarmee unter Me-hemed Ali steht, anf Rustschuk gestiitzt, zwi-schen der Donau und den Stusse«. Im Schipkapaß wird eine sehr heftiae Tchlacht geschlagen. Die Stussen find bei Igdir (Grivan) konzentrirt. Gingefandt. Spar- und Vorschuß-Konsortium des ersten all-geineinen Bemnten-Vereines der österr.-ungar. Monarchie in Marburg. AuStveiS bis 1. Septe»nber 1877. Zahl der Mitglieder 100 i»lit l56, darunter 122 vollei»igezahltett und 34 ill Monatrate»l zu zahlenden Antheilen. A»»theilseinlagen.....6898 fl.— kr. A»lfgenoinme»le Darleihen . . 3750 ,, — ,, Unbehob::,»e Dividenden pro l876 (7«/o)..........6„ Bezahlte Zinsen für Vorschüsse . 478 „ 96 „ Reservefo»rd....... 244,, 20 „ Einnahlnen: 11384 fl. 22 kr. 62 Vorschüsse . 11056 fi.10kr. Zinsen sür Darleihen .... 61 „ 1 „ Steinpel, Steueri», Porti zc. 19 „ 83 „ Angelegte Baarschafti. d. Sparkasse 247 „ 28 „ Ausgaben: 11384 fl. 22 kr. Ein Antheil beträgt 50 fl. und kann in Moimtraten ^ 1 fl., die Einschreib - Gebühr von 2 fl. ka»ln in Monatraten a 20 kr. erlegt werden. Beitritts-Erklärungen übernehmen: Der Obmaim: Herr Gyinnasial-Direktor Gutscher (täglich von 11—12 Uhr in der Direktionskanzlei des k. k. Gymnasiums), wo auch die Vorschußgesuche zu überreichen sind. DerKassier: Herr Sparkasse-Sekretär Hieber (von 3—5 Uhr Nachm. im Sparkasselokale), wo auch alle Zahlungen für das Konsortium zu leisten sind. Der Buchhalter: Herr Escomptebank-Kassier Gärtner (von 3—5 Uhr Nachin. inl Lokale der Marburger Escoinptebank.) Ftlsentleller bei Gams. 1025) Bei günstiger Wltter»ing Sonntag den 9. September 1877 Anfang Nachmittags 3 Uhr. Eintritt frei. Zu recht zahlreichem Besuch ladet höflichst ein ^0». Course der Wiener Börse. 6. September. Einheitliche Staatsschuld ^ Creditaktien . . 201.25 in Noten . 64.30 London . . 119.25 in Silder . 67.20 Silber .... 104.45 Toldrente .... 74.70 Napoleond'or . . 9.56 1v60er St..Anl..Lose 112.50> K. t. Münz-Dukalen 5.69 Bankaktien . . . 850.—! 100 Reichsmark . 58.60 UM^ klivmilti Kötii' kivi'ilalle. Heute Freitag den 7. September Von der beliebten Knaven-WuMkapetle ausLeiönitz unter psrsönlicher Leitun;^ ihres Musikletzrers und Kapellmeisters Ansani^ 7 Uhr. Entree frei. (1020 Bei ungilnsllger Gitterung im Salon. Am 8. und 9. September spielt diese Kapelle in^ Branhanse „zum wilden Mann" in Pettan. von ^ 1024 des Keihundzeichneils an der k. l. Oberrealschule zu Marburg. Die Ausstellung wird Samstag den 8. Sept. eröfsttkt und Moutag den 17. d. M. geschlossen. Zu besichtigen tägllch von 9—12 Uhr Vor- und 3—5 Uhr Nachmittag. Eintritt pr. Person 10 kr. zu Gunsten des Franz-Joses-VereineS zur Unterstüßung armer und lvürdiger Studenten der Anstalt. ZVie Direktion. Ehre, dtm dem Chrc grdührt! Am 29. v. M. hielt Herr PollaneK, Lehrer in St. Lorenzen a. d. K. B. eine kleine Musitprobe seiner zwölf noch die Volksschule besuchenden Schüler ab. Es verdient dieser Herr Lehrer volles Lob; die Kinder machten ihre Sache sehr gut; dos sehr gelvählte Publikum zeichnete den Herrn Lehrer sowie die Atnder durch Beisallsbezeugun. gen aus. Herr Obmann Michelitsch, Herr Wihmann und Hcrr Kommissär Grill hielten dem eifrigen Lehrer lobende Anerkennungsreden._(1023 ,^ur «»Illenld»" i» Marburg. Ich erlaube mir ergebenst die Anzeige zu machtN, daß ich die Restanration „zur Mehlgmbe" in Marburg im Hnuse der Frau Maria Schräml über nommen habe. Me>n eifrigstes Bestreben wird eS sein, durch rine wohlbesteUte Küche, gutes Götz'scheS Bier, vorzügliche Weine aus der Schraml'schen Weingrohhandlung und aukmerk-saute Bedienung dl)s Vertrauen des geehrten Publikums zu erlangen. Mittagskost tvird so-ivohl in als auch außer dem Hause verabreicht. 1021) Hochachtungsvoll Kajetan Heim, Restaurateur. 1013) An der Zn Verlust gerathen: E'n Päckchen Speise-Marken aus F. Gschaider lautend, am Wege von der Tegetthoffstraße zum Castno. — Gegen Belohnung abzugeben im Comptoir d. Bl. (1026 S Koststudenten werdet, in Wohnung und Vepflegung genommen in der s^lößergasse Nr. 5._(1018 Ein schönes jungeö in jeder Richtung vor» zilgliches Pferd, zwei halbgedeckte Wägen, ein schwerer Fuhrwagen sowie eine neue Häckselmaschine verkauft (997 de« Mer Htesch in Waröurg a. Z>. beginnt das Schullahr mit 1. Oktober d. I. Die Schule umfaßt 2 Jahrgänge. Der ranfinännisebe UnterrichtseurS für Mädchen beginnt mit 24 September und dauert 10 Monate. Unterrichtsgegenstände; Handelsarithmetik, einfache Buchhaltung, Wechselrecht, Eortespondenz und Handelswissenschast. Programme tverden auf Vi'rlangen franko zugesandt und lveiteie AuSkilnfte bereit-willigst ertheilt vom _Direktor Peter Resch, Kaiserstraße 4. Kundmachung. Wegen Sicherstellung der traiteurmaßigen Berköstigung im hiesigen k. k. Truppen-Spilal für die Periode vom 1. Jänner bis Ende Dezember 1878 wird die diesfällige Offert-Verhandlung am »kV. September l. I. um II Uhr Vormittag bei der k. k. Mllitar-Jntendanz zu Graz stattfinde«. Bei der di'sbezüglichen Verhandlung können die Anbote nicht nur nach den einzelnen Speisegattungen, sondern auch nach den vorgeschriebenen sechs Diät Portionen, dann der Pottion sür die Kommandirten, beziehultgStveise Wärterinnen, per Kopf und Tag gestellt iverden. Die beziiglichen Beiverber haben in den mit einer 50 kr. Stempelmarke zu versehenden Offerten die Anbote deutlich mit Ziffern und Buchstaben ohtle alle Korrektur zu schreiben und dürfen keinerlei Radirungen b<»virkl lve>tdrn. In den Offerten dürfen durchaus keine be« oingungswtisen Anbote oi)er aus andere Offerte Bezug habende Nachläffe, sowie auch kune Ausnahmen von dcn LizitationSbediilgungen enthalten sein. Ferner muß der Offerent in seinem AnbotS-schreiben ausdrücklich erklären, in nichts von den vorgeschriebenen LizitutionS- und Kontraklsbedin-gungen abzuweichen; endlich muß dem Offerte das Vadium, dann daS ortSbehördlich ausgestellte und polltischerseitö bestätigte Solidiiäts- und Leistungs-sähigkeite-Zeugniß beigelegt und ausdrücklich erklärt werden, daß der Offerent im Falle der Erstehung fich verpflichte, nach erhaltener offizieller Kenntniß hievon, daS Vadium zur vollen Kaution zu ergänzen. Nachtraiis-Offerte iverden keine angenommen. Das Offert am Couvert mit der Ueberschrift „Offert für das Truppen-Spiial zu Marburg" veisehkN, hat versiegelt und an die k. k. Militär-Intendanz zu Graz adressirt, bei dieser bis zum 29. September l. 3. längstens 11 Uhr Bormittags einzulangen. Die sonstigen LizitationSbedingnisse können in der Spitalskanzlei zu Marl?urg vom 5. d.M. an, von 9—12 Uhr Vor» und von 2—5 Uhr Nachmittags eingesehen iverden. Marburti ain 5. September 1877. Die VkrtvaltungS'Kommiffio» des k. k. Truppen-Spitals Marburg._ (1010 Stlläivreils» tverden im Hause Nr. 14, Kaisersti^aße, nächst Realschule in ganze Verpflegung aufgenommen. Auskunft wir) ertheilt in Spatzek's Schuh Niederlage. Herruigasse Nr. 28._(l019 Kostknaben. Neben der Realschule werden bei einer anständigen Familie Kostknaben in solide Verpflegung aufgenommen. Auch gegen Vergütung von Viktualieti. (100L Schillerstraße Nr. 167, I. Stock rechts._ Studierende aus besieren Häujern werden im Hause Nr. 8, Urbanigasse, ln ganze Verpflegung bei billigsten Preisen ausgenommen. Auskunft wird erlheilt: Apothekergasse Nt. 6, im 1. Stock._(996 2 Kostknaveu werden aufgenommen: Lendpltiß Nr. 14, 1. Stock Darleihen. Ich eloeire Kapitalien gegen sichere Hypothek und 7"/« Verzinsung. — Anfragen sind brieflitij an mich zu richten. (101'^ _ Dr. Dnchatsch. Weintraube«» frisch vom Stocke (10V3 zu verkaufeu: Domplatz Nr. I». 1 schön möblirtts Zimmer im 1 Stock ist sogleich zu vergeben. Anfrage Domplatz Nr. 6. (840 Ssiiirtol» (612 in »ailiuix, titietil's LtirlvUij»!«« pholojienphische« Ärbeite». Fässer weingriin, 5- und 10-eimrige zu haben in Schraml'ö Kellerei, Tegetthvffstraße 47. (967 VorstvUuulä wird zu taufen gesucht. Derselbe muß sehr hübsch, mittlerer Raee und gut dressirt sein; Alter nicht über 3 Jahre. (100V Anträge an I. Rest in Gonobitz. zum sogleichen Eintritte eine solide Kellnerin (ältere Person), welche den Wein im Vorhinein bezahlen kann. Lohn sehr gut. (998 Auskunft im Comptoir d. Bl. Sehr einträgliche Lederer Realität i« Zvberfteiermar? ist zu verkaufen. (900 Näheres im Comptoir des Blattes. Gutenhart i« Stranitze« an der von Cilli nach GonobiK führenden Koin-merzial-Straße, aus 4 Joch Rebengrund, 6 Joch Wiesen meist mit Obst, 3 Joch Wald, 2 Joä Aecker, dann Gärten, 9 Wohnzimmer, 2 ge-ivöitite Wein- und Gemüse^Keller. Pferde-, Rind-Vieh- und Borstenvieh-Stallungen, Waschküche zc. aus Familienverhältniffen sogleich zu haben. Auch kann ein anstoßender Besiß aus 21 Joch Acker», Wies- und Waldgrund, dann ein Acker», Wald- und WieSgrund mit 9 Joch beigegeben werden. — Die reichlich zu ertvartende Wein fechsung kann mit erworben, daS Ganze auch gegen ein HauS in Marburg eingetauscht werden. Aliskunft durch die Kanzlei deS Herrn Dr. Mulls in Marburg. (988 Dampf-«.Waonenbad i« der Kürntlikr-Vorjtadt täglich von V Uhr Früh bis V Uhr Abends. 106) Alois Schmiderer. «erautwortliche Uedottiou, Druck und B-rtaa von «duard Saajchid tv Vtardur,^.