Nr. 298.____________Montag, 31. Dcccmbci 1900. ________ Jahrgang 119. Mbacher Mnng. Inlnalt b°, ,u 4 «lllen 5» l». ,rl»»e pe? Zclle 1« b: be< «»teren W<«derh°lun«en pn grl tsptarsll» vom 20. December 1900. Nichtamtlicher Theil. Die Vorgänge in China. Aus Paris wird berichtet, dass die dortigen politischen Kreise, so befriedigt sie auch über das endlich nach dreimonatlichen Verathungen bezüglich der Friedens-bedingungen mit China erzielte Einvernehmen der Mächte sind, daraus doch nicht den Schluss ziehen, dass die endgiltige Lösung der chinesischen Schwierig« leiten schon sehr nahe gerückt sei. Man halte es für wahrscheinlich, dass der Hof den wichtigsten Forderungen der Mächte leine entschiedene Ablehnung entgegensehen, sondern wieder zu Verschleppungen und Winlelzügen seine Zuflucht nehmen werde. Es gelte auch für saft zweifellos, dass der Hof die Provinz Schensi nicht verlassen werde, so lange die Sache nicht vollständig ge> klärt ist und die in Peking und Umgebung befindlichen Truppen nicht zurückgezogen sind. Und da sich der Feuilleton. Der Burenführer Dewet. Ueber die Taktik des ausgezeichneten Burenführers Dewet geben einige Canadier, die sich zeitweilig in der Gefangenschaft desselben befanden, interessanten Auf« schluss. Aus den Erzählungen dieser entlassenen Ge-fangenen geht zunächst einmal hervor, dass die allgemeine Annahme, Dewet sei durchaus nicht durch Trains und Gepäck in seinen Bewegungen gehindert, vollkommen auf Irrthum beruht. Der Soldat Burnside vom Royal Canadian Special Service-Regiment berichtet ausdrücklich, dass sowohl er als auch viele seiner Kameraden, die mit ihm zusammen in Kroon-stadt gefangen genommen wurden, die Wagen mit eigenen Augen gesehen haben. Sie fügen nur hinzu, dass die Zugochsen bedeutend besser gewesen seien, als die der Engländer. Das war in dem ersten Theile des Jahres, als Dewet noch über elf Geschütze verfügte. Seit dieser Zeit ist er fortwährend gejagt worden, und trotzdem ist er in der Lage gewesen, die ganze Zeit über den grüßten Theil seines schweren Transports im Dienste zu behalten. Diese bedeutende Leistung lässt sich nur dadurch erklären, dass der Vorposten- und «uftlärungsdienst der Buren ein ausgezeichneter ist. Die Leute Dewets sind aus allen Theilen des Landes recrutiert, und jeder District ist somit wenigstens einem theile seiner Leute ganz genau bekannt. So kommt es. daft der bekannte Ausspmch General Vullers. dass di« Südafrikaner, die in dem Lande der kolossalen Dimensionen geboren seien, in der Lage seien, zwei Meilen weiter zu sehen als Europäer, bis zu einem gewissen Grade richtig ist. Diese Leute, die Land und Leute ganz genau kennen, schickt Dewet in kleinen Abtheilungen von zwei bis drei Mann, oft aber auch einzeln aus. Dieselben nehmen einige Handpferde mit sich und sind so in der Lage, einige Tage auszubleiben. Ihre Aufgabe besteht darin, das ganze Land nach Anzeichen für die Anwesenheit des Feindes abzusuchen, und leiner von ihnen lehrt zurück, ohne dafs er irgend welche Information zu bringen hat. So kommt es, dafs Dewet Über alle Bewegungen der Engländer bis in die kleinsten Details hinein vollkommen orientiert ist. Lange Zeit, ehe seine Nachhut mit dem Verfolger zum Kampfe kommt, ist dann schon der Train auf eine weite Entfernung vorangeschickt worden, ebenso die Munitionscolonne; es bleiben nur so viele Wagen zurück, wie für den Kampf nöthig sind. Bei vielen Gelegenheiten haben sich die Engländer eingebildet, dass sie einen Kampf mit der gesammten Streitmacht Dewets ausgefochten hätten, während sie thatsächlich nur einen Theil der Nachhut, die allerdings in solchen Fällen aus den besten Schützen zu bestehen pflegt, bekämpft hatten. Ochsenwagen, Munitionswagen und die Gefangenen waren schon lange vorher voraus-geschickt worden. Die Verfolger sind bereits ermattet wenn es ihnen gelungen ist, den Aurenführer zum Kampfe zu zwingen, und nach den ermüdenden Kämpfen ist natürlich nicht daran zu denken, die Verfolgung noch weiter fortzusetzen. Gewöhnlich ist das auch oben-drein noch unter dem Schutze der Dunkelheit geschehen Sobald sie sich in außerordentlicher Bedrängnis be. finden, vertheilen sich die Buren in ganz kleine Ub- theilungen, die nach den verschiedensten Richtunaen auselnanderellen und erst, wenn die unmittelbare Gefabr kommen " "" """ ^"" Punkte zusammen. «,.^ A W" aber noch andere Gründe mit, die auch ihr Theil dazu beitragen, dass Dewet und seine Begleiter fur die Briten unerreichbar sind. So nd seme Leute alle ausgezeichnet beritten; außerdem führen dn^n^ Anzahl guter Pferde mit sich. Die Ge" fangenen sagen außerdem noch, dass der soaenannte Capwagen, bekanntlich ein sehr handliches zw Nae« Fahrzeug vlel zur Beweglichkeit dieser Abthett7naen ^5 3^ .dlese Wagen werden viele Sachen A müs en ^" ^"""" die Pferde tragen Ueber den Durchbruch Dewets durch die Truvven ?! ?e"er°ls Knoz, den selbst ein englisches Glatt als du brillanteste Waffenthat dieses Krieaes k-zeichnet, liegen die folgenden näheren Mi Munaen vor: «General Knox' Idee der Grenze des Basutolandes und von der anaen Lime befestigter Stellungen von Thaba-Nchu ?3 2adYbrand wo Oberst Thorneycroft mü einem stand, gebildete Ecke zu treiben b« briWe H»up.c°w,e Laibacher Neiwna Nr. 296. 2498 31. December 1900. Hof in seiner jetzigen Residenz in vollkommener Sicherheit fühle, so sei sehr zu besorgen, dass er nichts thun werde, um die Beschleunigung der Verhandlungen herbeizuführen, eher das Gegentheil. Hiezu kommt, dass die Haltung der Amerikaner, wiewohl sie ihre Unterschrift der gemeinsamen Note nicht verweigern wollten, um nicht die Verantwortung für das Scheitern der Verhandlungen auf sich zu laden, doch nicht ge» eignet ist, die gewohnheitsgemäßen diplomatischen Kunst« stücke Li-Hung-Tschangs in Verschweigungen. Spitz« sindigleiten und Ränken abzuwehren. Man sehe voraus, dass insbesondere die Frage der von China zu gewährenden Schadenersätze und der zu leistenden Sicher-stellung noch zu sehr langwierigen Berathungen An> lass geben werde. Nichtsdestoweniger sei man der Meinung, es sei als ein Glück zu betrachten, dass die chinesische Frage sich auf einem guten Wege zur Lösung befinde, ohne einen Conflict zwischen den intervenierenden Mächten herbeigeführt zu haben. Man habe zu Beginn der Verhandlungen mit Recht die Möglichkeit ernster Verwickelungen befürchtet, die sich ergeben hätten, wenn man sich nicht allseits den Grundsatz der Erhaltung der Integrität des chinesischen Reiches zur Pflicht gemacht hätte. Dies sei die unerlässliche Vorbedingung für die Wirksamkeit des Einvernehmens der Mächte gewesen. Politische Uebersicht. Laibach. 29. December. Die Frage der Wiederherstellung der alten Majorität der Rechten wird in den czechischen Blättern lebhaft besprochen. In der «Moravsla Orlice» und im «Hlas Näroda» wird übereinstimmend gemeldet, dass der Polenclub nur unter der Bedingung seine Politik der freien Hand aufzugeben geneigt sei, falls die Czechen ihre Obstruction einstellen und alles vermeiden, was die Obstruction wieder ausleben lafsen könnte. Dagegen streben die Südflaven ein Zusammengehen mit dem Czechenclub an. Die Polen verlangen aber auch das Einstellen des Kampfes der Jung« czechen gegen die katholische Voltspartei, sie sind gegen jede Verfassungsänderung und wollen nur, dass die Verfassung im autonomistischen Sinne interpretiert werde. Schwieriger gestalte sich für die katholische Vollspartei der Wiedereintritt in die Majorität der Rechten. Da die Deutschen die Erneuerung der Majo. rität der Rechten mit Misstrauen verfolgen, sei anzunehmen, dass sich sofort ein wilder Kampf gegen dieselbe erheben würde. Das «Fremdenblatt» lenkt die Aufmerksamkeit auf eine in einem czechischen Blatte veröffentlichte politische Studie des ehemaligen Abge-ordneten Dr. Karl Mattusch, aus welcher hervorgehe, dass die nächste Zukunft durch einige Sonnen, strahlen erhellt fein werde. Dr. Mattusch grhe von der Voraussetzung aus, dass der Reichsrath durch eine turbulente Opposition an seiner Thätigkeit nicht gehindert werden wird, und fordere die Vorlage eines ncuen Reichsgesetzes zur Lösung der Sprachcnfrage. Er verwerfe zwar die deutsche Vermittlungssprache, allein da er erkläre, dass die Czechen «vor sprachlichen Concessionen zu Gunsten einer einheitlichen Staatsverwaltung in den durch ein wirkliches und nicht bloß eingebildetes Bedürfnis festgesteckten Grenzen nicht zurückschrecken, so würde es keine unüberwindlichen Schwierigkeiten machen, der Sache einen Namen zu geben, der die einen befriedigt, ohne die anderen zu verletzen. Vielleicht werde das Wort eines unverdächtigen Patrioten wie Dr. Mattusch nicht ohne nachhaltige Wirkung auf die Iungczechen bleiben, der ihnen in Erinnerung bringt, welche Veränderungen seit einem Jahrhundert das czechische Volk erlebt hat. Die «Reichspost» glaubt eine Reihe von Besserungssymptomen constatieren zu können und zählt hiezu insbesondere die Abwendung des Liberalismus in den Kionländern, namentlich in Böhmen, von der Wiener Fortschrittspartei, deren Candidate» denn auch von dem Wiener liberalen Hauptorgane als die letzten Säulen des Liberalismus in Oesterreich betrachtet würden. Die«OstdeutscheRunosch au» veröffentlicht den Wahlaufruf des deutschnationalen Vereines für Oesterreich, welcher zur Wahl von Radicalen namentlich aus dem Gesichtspunkte auffordert, dass die Deutschen nur dann die ihnen gebürende Stellung im Staate wieder erringen weroen, wenn sie bekunden, dass der Raoicalismus unter ihnen feste Wurzeln gefchlagen hat. Gegenüber den öfter wiederlehrenden Nachrichten von einem Gegenbesuche der italienischen Flotte als Erwiderung des Besuches, den die französische Flotte in den sardinischen Gewässern anlässlich der Anwesenheit weiland des Königs Humbert auf Sardinien abgestattet hat, bemerkt eine Mittheilung aus Rom, dass sich diese Angelegenheit an den amtlichen Stellen zur Zeit nicht auf der Tagesordnung beftnde. Es sei selbstverständlich, dass die>er Gegenbesuch erfolgen wird, es müsse aber dafür nach dem allgemein herrschenden Brauche eine geeignete Gele-genheit. wie sie etwa der Aufenthalt des Präsidenten der Republik an einem der italienischen Grenze nahe gelegenen Punkte bieten würde, abgewartet werden. Aus den Ereignissen auf dem Kriegsschauplatze inSüdafrila zieht die «Neue Freie Presse» den Schluss, dass die Engländer daselbst gern zur Ruhe kommen möchten, sofern ihnen von den Buren selbst die Möglichkeit geboten werde. Der Guerillakrieg ziehe sich in die Länge, eine Intervention sei nicht zu besorgen, und ohne Schwäche zu verrathen, könne England heute sich zum Frieden geneigt zeigen, wenn Präsident Krüger ihn verlangen würde. Die staatliche Unabhängigkeit der Buren sei nicht zu retten, aber Zugeständnisse colomaler Autonomie und Selbstverwaltung konnten ihnen geboten werden. Es sei zu verwundern, dass Krüger im Haag bleibe und nicht selbst nach London gehe. Auf diplomatische Ver-mittlung habe er nicht zu rechnen, aber an diplomatischer Unterstützung und auch an englischem Entgegen« kommen würde es ihm gewiss nicht fehlen, wenn er selbst an England heranträte, um unter loyalem Verzicht auf die ohnedies nicht mehr zu rettende Unabhängigkeit der beiden südafrikanischen Republiken den Buren die Bürgschaft erträglicher nationaler Existenz und Entwickelung unter britischer Herrschaft zu sichern. Zu solcher Lösung scheine der jetzige Moment der Depression in England angesichts ,der neuesten üdafrilanischen Nachrichten wie geschaffen zu sein. Tagesneuigleiten. « ^ (Feurige Zeichen von den Marsbewohn e t n.) Man weih, dass der Planet Mars, wie die Erde, mit einer Atmosphäre umgeben ist, man glaubt, Meere und Festland auf ihm zu erkennen und hat diesen Meeren auch schon Namen gegeben. Weil nun die Natur im ganzen Weltall nach gleichen Gesetzen baut und formt, so will man als gewiss annehmen, dass der Mars wie die Erde von Thieren und Menschen bewohnt ist, das« auf ihm Pflanzen gedeihen. Schon seit fast einem Jahrhundert besteht der Glaube von dem Vorhandensein menschenartiger Wesen auf dem Mars. Und so manchesmal ist in den Köpfen phantasicbegabter Astronomen der Wunsch aufgetaucht, mit den etwaigen Geschöpfen in den fernen Planeten in Correspondenz zu treten. Dieser Wunsch ist schon recht alt. Als man noch der Meinung war, dass der Mond bewohnt sein könnte — das war im achtzehnten Jahrhunderte — machte ein Mathematiker den Vorschlag, auf einem weiten Gebiete der Erde geometrische Figuren in feurigen Linien herzustellen, die für die Mondbewohner bei Nacht klar fichtbar sein sollten. Wenn die Mondbewohner denkende Wesen seien, müssten sie diese mathematische Sprache verstehen und uns Erdbewohnern in gleichen Zeichen antworten. Im neunzehnten Jahrhunderte hat einer der größten deutschen Mathem,tiler, Gauß, halb im Scherz, halb im Ernst, eine ähnliche geometrische Zeichensprache für den Mars vorgeschlagen. Jüngst hat nun der Astronom Douglah am Lowell'Obseruatorlum in Flagstoss (Vereinigte Staaten, Arizona) in der Nacht auf der Nordseite des Mars. wo man ein Meer vermuthet, durch 70 Minuten Lichterscheinungrn beobachtet. Douglaß hat diese Beobachtung telegraphisch dem Director der Sternwarte am Harward-College in Cambridge, dem Astronomen Pickering, mitgetheilt, und dieser ließ die Nachricht an das astronomische Centralbureau in Kiel gelangen, von wo sie dann an lämmtliche astronomische Observatorien der Erde weitergegeben wurde. Diese Meldung wurde von einer Seite noch weiter dahin ergänzt, dass diese Lichterscheinungen sich in der Form einer mehrere hundert Kilometer langen Lichtlinie offenbarten, die plvhlich ausflammte und erlosch. Die Erscheinung wird erst beurtheilt werden können, wenn Dou-glaß die Photographie, die er wohl gemacht haben dürfte, an die astronomischen Institute versendet haben wird. 3)ie vorläufige wissenschaftliche Auslegung der Erscheinung geht dahin, dass es wohl große, hochgehende Wollenzüge am Mars gewesen sein mbgen, die im Sonnenlichte erglänzten. Damit wird freilich die Annahme, dass die Llchterfchelnung ein Feuerzeichen der Marsmenschen gewesen sei, ganz und gar hinfällig. Trotzdem will man aber den Gedanken an die Möglichkeit einer Verständigung mit dem Mars und seinen Bewohnern nicht völlig aufgeben. Die Feststellung der geradlinigen Eanäle an seiner Oberfläche hat der Anficht, dass er von vernunftbegabten Wesen bewohnt sei, neue Nahrung geboten. — (Eine Pariser Spihbubengeschlchte.) In einer der letzten Nächte hatte der Einbrecher N«gust Rampal in der Rue be Romainville zu Paris einen Delicatessenladen entdeckt, auf dessen Thüre seine Nach' schlüssel passten und war gegen 3 Uhr nachts W das Geschäftslocale getreten. Mitten in der schönsten Arbeit wurde er aber durch Geräusch gestört. Schnell verlöschte er sein Licht. Offenbar war ein Polizeiagent auf feiner Epur. Rampal versteckte sich hinter einem Sacke und Dewetidorp, drei Meilen von der von den Buren besetzten, start verschanzten Stellung bei Geluk entfernt. Demi hatte anfcheinend die Meldung erhalten, dass Oberst Whtte auf dem Wege Dewetsdorp-Thaba-Nchu erschienen war, und er beschloss, sofort aufzubrechen; wie gewöhnlich folgte ihm Knox. Dewet jedoch hatte einen Vorlprung von einigen Stunden, den er aufs beste ausnutzte, wie die zahllosen an seiner Marschllnie zurückgelassenen Pftrde bewiesen. Im Lause des Tages stieß Haaibroecks Commando zu ihm und belde marcherten direct auf Spnng-haan. etwa 1b Meilen östlich von Thaba-Nchu ge-legen. zu. Krox war um diese Zeit etwa eine Stunde hinter Dewet. der endlich gefasst zu sein schien. Aber seine verzweifelte Lage erforderte verzweifelte Maß« regeln. Er lieh durch Haasbroeck im Wtsten einen Scheinangriff auf Victoria-Nel, südlich von Thaba-Nchu, unternehmen, während er selbst die verwegenste That des ganzen Krieges ausführte. Der Springhaan-N^l, ein vier Meilen breiter, ebener Pass, wird am Eingänge durch zwei fortartige Positionen beherrscht. Oberst Thorneycroft beobachtete zudcm mit dcr Artillerie die Buren von einem östlich des Passes gelegenen Hügel. Plötzlich bot sich ein prächtiges Schauspiel dar. Das ganze 2500 Mann starke Aurenheer begann im Galopp u„d «n aufgelöster Formation durch den Pass zu jagen. Sofort eröffnete die britifche Infanterie und Artillerie ein mörderliches Feuer. Die Buren wandten sich vor dem Feuer au« Thormycrosts Stellung nach Wchen um den Fuh eines Hügels herum, wo sie nur dem Feuer emer Stellung ausgesetzt waren. Jedenfalls war Dewet» Plan vollauf gelungen.» Mohammed Müllers Mandat. Eine Testamentögcschichte von C. TPielmann. (Schluss.) ! Für die guten Dienste, die Fasatti meiner Sache, vom Zufalle allerdings dabei in seltsamen Verkettungen begünstigt, mittelbar geleistet hatte, wollten wir ihm Evas Bilderladen, der immerhin einen nicht ganz unerheblichen Wert repräsentierte, als Honorar anbieten, was der alte Italiener denn auch mit Freuden annahm, dankbar anerkennend, dass wir ihm damit zur Selbständigkeit und einem eigenen Heim verhalfen. Auf unserer kleinen Hochzeitsreise hatten wir von Newyorl aus die Niagarafülle besucht. Meine junge Gattin für ihr neues Vaterland von vornherein einzunehmen, gieng ich mit ihr nach Deutschland nicht über Hamburg, sondern mit der Red-Star-Linie über Antwerpen und dann weiter den ganzen Rhein hinauf. Eva war von dem, was sich an Schönem und Großem ihren Blicken, ihrer empsindungsvollen Seele darbot, entzückt, begeistert. Nn einem Nachmittage kamen wir in unserem Städtchen an, giengen zu Fuh nach Evas ererbtem Grundstücke und zogen dort am Gitter die Glocke. j Der alte Diener, von dem einzigen noch übrig gebliebenen alten Hunde begleitet, erschien, da er die Ankunft der Erbm Tag für Tag erwartet hatte, an der Pforte in großer Livree, v^n der er für den Empfang der jungen Herrin die Trauerabzeichen entfernt hatte. Der alte Hund. der dem alten Diener den Gar-tenweg hinunter ein wenig vorausgelaufen war, kläffte uns durch das Gitter an, nachdem aber die Pforte sich uns aufgethan, beschnoberte er Eva von allen Seiten und richtete sich dann wedelnd an ihr auf. «Ein freundliches Omen, Eva.» sagte ich. um» Eva streichelte dem alten Thiere lieblosend den Kop.l- «Frau Eva Müller, die von mir glücklich " Amerika aufgefundene Erbin Ihres verstorbenen HerA mein lieber, alter Ruthard.» wandte ich mich an ^ alten Diener, ihm die Hand reichend, welchem B«M Eva folgte. Hher Der alte Diener machte zwar Verbeuguns ^ Verbeugung, setzte auch mehrmals zum N"e ' aber kein Wort wollte ihm über die 2'pp^ ^ großen, weit aufgerissenen Augen nur sl"^escblaaen an, als diese den kleinen Reiseschleier hatte. Endlich kam es in zitternden, a»^m, Lauten über seine Zunge: «Die Frau »l"v ' Müller verjüngt — verjüngt!» «„«and, was der «Nun,, sagte Eva, die sogle'ch ,H"°oas kleine alte Mann meinte, da ich ihr natM"^ "«««-Bild aus dem Kopfe de« Punch M^" U^nun. mein lieber, alter Ruthard, da «nn" schon seit langem!. .„ ^ar noch etwas sehr j Sie sagte das in em m zw° ^^n. und verzw.ckten Deutsch, wenn auch deren Sinn nicht ihre Worte selbst, so ovu, , ' ""^"^s, <5na Müller Frau Rechtsanwalt Mo-hammeNll" lch Ihnen wohl kaum noch Laibacher Zeitung Nr. 298. _________________2499_______________________________________31 December 1900. wartete. In der That trat eln Mensch in den Raum und schien nach irgend einem Gegenstände zu suchen. Rampal zog sein Messer. Als sich der andere dem Sacke näherte, sprang er vor, stieß ihm sein Messer in den Leib und eilte ins Freie — direct zwei Schuhleuten in die Arme, die den Spuren des zweiten Einbrechers, denn ein solcher war auch der neue Eindringling gewesen, ge> folgt waren. Rampal wurde entwaffnet, gebunden, und jetzt erst holten die Schuhleute den verwundeten Dieb Nr. 2 aus dem Laden. Dieser zweite, der 19jährige Josef Courtet, eln mehrfach vorbestrafter Dieb, musste auf einer Tragbahre zum Polizeibureau getragen werden. Rampal war außer sich, dass er einen «Collegen» so übel zugerichtet hatte. Aber Courtet reichte ihm seine biedere Rechte: «Ich verzeihe dir, es war ein MisS-verftändnis.» — (DasHühnchen.)In seinem letzten «Journal d'un Vaudevilliste» gibt Ernest Vlum folgendes Ge-schichtchen zum besten: Der soeben verstorbene Admiral Miot war ein reizender Causeur. Man hörte ihm bei Tische sehr gerne zu, und er wusste immer etwas zu er« zählen, wenn es nicht etwa gerade Hühnchen gab. Vor Hühnchen empfand er einen furchtbaren Schauder. Eines Tage« erzählte er auch den Grund. Er wurde bekanntlich als Erster nach Madagaskar geschickt. Stebenundzwanzig Monate blieb er im Lande, und fiebenundzwanzia Monate war er vom Morgen bis zum Abende gezwungen, Hühnchen zu essen, die einzige angemessene Nahrung, die es dort gab. Und was sür Hühnchen l Sie waren mager und hektisch, kosteten übrigens auch nur vier bis fünf SouS. Als er sich eine« Tages bei seinem Koche beklagte, dass das berühmte Weiß deö Hühnchens eigentlich eine Fabel Wäre, da in dem Lande der Schwarzen sogar das Geflügel schwarz geworden wäre, servierte ihm der Koch abends einen Hühnerflügel, der weißer war als Hermelin. Das Erstaunen des Admirals war umso größer, als der be» sagte Flügel auch ausnahmsweise zart und schmackhaft war. Was bedeutet dieses Geheimnis? Woher kam diese« Wunder? «Ich habe für dieses Huhn mehr bezahlt als für die anderen, das ist alles», antwortete der Koch. «Das hätten Sie fchon längst thun sollen», erwiderte der Ndmiral. Aber am nächsten Tage war baS servierte Huhn wieder schwarz und hektisch. Auf die heftigen Vorwürfe des Admirals senkte der Koch den Kopf und sagte schließlich: «Ich will lieber alles gestehen, denn ich fürchte, das gute Hühnchen von gestern war lein Hühnchen.» «Was glauben Sie denn. dass es war?» «Ich weih nicht! Aber der Eingeborene, von dem ich es gelauft hatte, machte ein so merkwürdiges Gesicht; außerdem hat er es mir nicht lm ganzen verlauft, sondern in Stücken. Diese Teufel von Schwarzen sind zu allem fähig. Man sagt ja auch, dass seit einiger Zeit . . . Europäer im Innern ermordet Worden sind.» Der Ndmiral schauderte und latter Schweiß stand ihm auf der Stirn . . . vielleicht hatte er Menschen-fteisch gegessen. Da er im Zweifel war, zog er es vor, mit Ergebung auf das hektische und zähe Huhn von früher zurückzukommen, und niemals wollte er die Namen der verschwundenen Europäer wissen. «Ich hatte zu große Furcht», fügte er lachend hinzu, «einen Freund gegessen zu haben!» — (Ein Indianermäbchen als Schrift, stell erin.) Man fchreibt aus Chamberlain: Zitkala.sa, ein Indlanermädchen vom Stamme der Ogalalla-Sioux. wird eine Geschichte ihrer Rasse schreiben. Sie hat sich kürzlich bei ihrer Mutter in Süo-Dalota aufgehalten, um dort Legenden, Traditionen und sonstiges Material zu sammeln. Zitlala-sa, ober Red-Virb, ist eln echtes Sioux-Mädchen, aber hochgebildet. Ihren ersten Unterricht erhielt fie in der Indianerschule in Pennsylvanien, als sie zehn erst besonders barzuthun, mein lieber, alter Ruthard, Ihnen und Demoiselle Schlüter,» sagte ich, «Sie haben es gewiss beide schon aus meinem Telegramm aus Newyorl herausgelesen.» «Wir haben es, Herr Mohammed Müller,> bestätigte der Alte. «und alles ist zum Empfange der jungen Herrfchaft in Joachim Jakob Müllers — meines wohlseligen Herrn — Hause vorbereitet. Und so bitte ich denn, folgen Sie dem alten Ruthard in Ihr neues Heim, und möge Frau Eva Mohammed Müller darin ihr Leben lang die Sonne sein, die es durchleuchtet und durchwärmt.» Und so zogen wir denn nach dieser geschraubten Anrede des alten Dieners Joachim Jakob Müllers ln das Haus seines wohlseligen Herrn ein, dessen Mandat ich ausgeführt hatte mit all der Treue, die ich dem Mandanten bei Uebernahme des Mandates einst gelobte. In Eva Mohammed Müllers kleinem Boudoir steht an bevorzugter Stelle ein Prunktischchen, dessen Platte eine Glasscheibe von rubinrothem Glase bildet. In dem hohlen Raume darunter liegt auf einem sei« benen Kissen, auf den Lorbeeren ruhend, die er sich um uns erworben, Johann Daniel Müllers Mr. Punch, wie eine Reliquie behütet und bewahrt und umstrahlt von den in Goldstickerei prangenden, symbolischen Worten: Mohammed Müllers Mandat. Jahre alt war. Die junge Dame ist nicht nur schrift-stellerisch thätig, sondern auch sonst vielseitig gebildet. Sie spielt vorzüglich Violine, ist eln eifriges Mitglied der Bostoner literarischen Gesellschaft und dabei noch eine echte Indianerin geblieben, welche ihr Voll liebt und der die weiten Prairien unvergesslich geblieben, auf denen sie ihre Kindheit verlebt hat. Die Geschichte der Sioux-indiancr, welche Zitlala-sa augenblicklich schreibt, wird jedenfalls ein interessantes Nuch werden und einen wertvollen Veitrag zur allgemeinen Geschichte von Nordamerika bilden. Local- und Provinzial-Nachrichten. Kaiserliche Verordnungen. ' Die gestrige «Wiener Zeitung» veröffentlicht sechs kaiserliche Verordnungen. Von denselben betrifft die erste die Forterhebung der Steuern und Abgaben, sowie die Be-streitung des Staatsaufwandes in der Zeit vom 1. Jänner bis Ende Juni 1901. Von den auf Kraln entfallenden Crediten (Beträgen) können noch folgende bis Ende Juni 1901 verwendet werben und sind, insoweit sie nicht bis Ende des Jahres 1900 zur Verwendung grlangten, so zu behandeln, als wenn dieselben im Voranschläge des Jahres 1901 bewilligt worden wären: ä. Im Etat des Ministeriums des Innern: Der in der kaiserlichen Verordnung vom 27. December 1899 für das Jahr 1899 für den Bau eines Regierungsgebäudes in Laibach vorgesehene Betrag von 96.000 X. v. Im Etat des Ministeriums für Cultus und Unterricht: Der mit dem Flnanz-gesetze für das Jahr 1895 für Vauherstellungen im Lycealgebäude in Laibach bewilligte und mit der kaiserlichen Verordnung oom 24. Juni 1900 bis Ende De-cember 1900 verlängerte Credit von 19.800 k; der ln der kaiserlichen Verordnung vom 27. December 1899 für das Jahr 1699 auf Bauten und Realitätenanläuse zur Unterbringung des Staatsgymnasiums in Laibach als 3. Rate vorgesehene Betrag von 154.000 k. 0. Im Etat des Justizministerium«: Der mit dem Finanzgesehe für das Jahr 1897 für den Ankauf eines Baugrundes für das GerichtSgebäude in Laibach bewilligte und mit der kaiserlichen Verordnung vom 24. Juni bis Ende December 1900 verlängerte Credit von 44.260 k; der in derselben Verordnung sür das Jahr 1899 für den Bau eines Gerichtsgebäudes in Lai-bach als 3. Rate vorgesehene Betrag von 100.000 k; der in derselben Verordnung für das Jahr 1899 für den Anlauf und die Abaptierung der Kaferne in Rubolfs-wert zu Gerichtszwecken als 3. Rate vorgesehene Betrag von 100.000 X. — Eine zweite kaiserliche Verordnung betrifft die Ver-fassung des Central-Rechnungsabschlusses über den Staatshaushalt für das Jahr 1900 und die Weiterverwendung von der Gebarungsperiobe des Jahres 1900 angehörenden Beträgen bis Ende des Jahres 1901. Das Oefammt-erfordernis beträgt 1.566,437.416 «, die Bedeckung 1.586,686.851 X. Die Investitionsausgaben für das Jahr 1900 belaufen sich auf 69,529.400 X, die Ein-nahmen auf 1,149.100 X. Von den etatmäßigen Ausgaben entfallen auf Krain: 5ud Titel Straßenbau: Umlegung der Agramer Reichsstraße nächst Treffen zwischen Kilometer 57-580 und 51-335, politischer Bezirk Rudolfswert, (erste Rate) 30.000 X. Umlegung der Karlstädter Reichsstraße zwischen Kandia und Unter-Schwerenbach, Kilometer 0 bis 4/4, politischer Bezirk Rudolfswert, (zweite Rate) von 50.000 X; 5ud Titel Wasserbau: Saveregulierung 152.200 X; «ud Titel Auslagen für archäologische Zwecke 6000 X; «ub Titel Ausgaben des Religionsfonds 472.200 X, Vorschuss gegen Ersah 10.000 X; sud Titel Mittelschulen: Bauten und Realitätenantäufe: Unter« bringung des Staatsgymnasiums in Laibach (vierte und letzte Rate) 40.000 X, Adafttierung. Einrichtung und Unterrichtserfordernisse 2«00 X; °ud Titel Montanwerke: Sanierungsbeitrag für die Bruderlaben und für die Stadt Idria für beide zusammen 173.650 X; sub Titel Justiz. Verwaltung: für den Bau eines Gerichtsgebäudes in Laibach (vierte Rate) 200.000 X, für den Ankauf und die Adaptierung der Kaserne in Rudolfswert (restliche) 70.000 X, für den Bau eines NmtsgebäudeS im Rad-mamiöborf (erste Rate) 34.000 X; «ud Titel vierproc. Vorschüsse an die Staatsgarantie genießenden Bahnen: Laibach-Oberlaibach 8000 X. — Durch eine weitere kaiserliche Verordnung wird die Dotation des staatlichen Meliorationssonds von 2,000,000 X um 500.000 X erhöht. Die restlichen kaiserlichen Verordnungen betreffen die Verlängerung der Wirksamkeit des für Triest und Muggia im Jahre 1895 erlassenen Steuer- und Gebürenbefreiungs-gesehes, sowie der mit dem Gesetze vom Jahre 1893 den Seehandelsschiffen eingeräumten Steuerbefreiung, ferner die Beitragsleistung aus Staatsmitteln für die Donau« Dampfschiffahrt«-Gesellschaft auf die Dauer des Jahres 1901. «5lovsn8l(g solslcg ^gtios». Der pädagogisch - literarische Verein »8lov«n«K» ßoisk» U»tie»» hielt vorgestern nachmittags im großen Saale des «Mestni Dom» seine erste Generalversammlung ab, zu welcher an 130 Vereinsmitglieder aus allen Theilen Krains sowie aus den angrenzenden Kronländern erschienen waren. Die Versammlung eröffnete der provi» sorische Vorsitzende Herr Director Schreiner aus Marburg, indem er zunächst Seiner Majestät deS Kaisers als unseres obersten, allergnäoigsten Herrn gedachte und die Anwesenden aufforderte, ein dreimaliges «Zivio» auf Seine Majestät den Kaiser auszubringen. Die Versammlung leistete dieser Aufforderung mit freudigem Herzen Folge. Herr Director Schreiner begrüßte sodann Herrn Bürgermeister Hribar in dessen Eigenschaft als Vorsitzender des t. t. Stadtschulrathes in Laibach und hielt hierauf eine längere Ansprache, in welcher er die Bedeutung und den Zweck des neugegrünbeten Vereines erörterte. Es sei bisher auf dem Gebiete der slooenischen pädagogischen Literatur zwar so manches geschehen, allein in all der Thätigkeit einzelner Schriftsteller sei lein System gelegen und daher könne auch von einem rechten Erfolge nicht die Rede fein. Diesem Uebelftande beabsichtigt die «8lov«ugll» iolgk» ölktio»», welche die Lehrerschaft aller Lehrstufen vereinigen soll, abzuhelfen. Der Contact zwischen Volls- und Mittelschule sei bisher ein geringer gewesen; in Deutschland sei diese Scheidewand schon vor längerer Zeit gefallen und in jedem pädagogischen Vereine seien dortselbst Volks- und Mittelschullehrer vereinigt. Deshalb sei es mit Freuden zu begrüßen, dass der Aufforderung des proviforischen Ausschusses Lehrkräfte aller Unterrichtestufen Folge geleistet haben; alle haben ja dieselbe Aufgabe : die Erziehung des Volles! In seinen Ausführungen fortfahrend, betonte Herr Director Schreiner, dass dem Vereine die ersten pädagogischen Schriftsteller ihre Unterstützung bereits zugesagt haben und dass der Ausschuss vorderhand ln erster Reihe auf Schriften praktischen Inhaltes bebacht sein werde. Die «8i<,vsnsll» 3oI«I« ölktie»» steht auf leinem politischen Standpunkte, ste verfolgt einzig und allein pädagogisch'wissenschaftliche Zwecke, daher lönne in den Kreis derselben, ohne Rücksicht auf Parteischattierungen, jedermann, dem der Fortschritt de« slovenischen Schul« wesens am Herzen liege, eintreten. Nach dieser Nnfprache, die mit lebhaftem Veifalle aufgenommen wurde, ergriff Herr Bürgermeister Hribar da« Wort. Es gebe in unserem «Zeitalter der Ver« einigungen», namentlich auf politischem Gebiete viele Vereine, die nicht gerade zum allgemeinen Wohle gereichen; anders stehe es aber um Vereinigungen rein cultureller Richtung, wie es auch die «8I«venlck» «uluk» >l»tie»» ist. Die gesammle Lehrerschaft habe sich zu einem mächtigen Strome vereinigt, auf welchem das Schiff slovenischer Bildung treiben möge. Redner begrüßte mit Freuden die Bestimmung in den Statuten, dass der neue Verein seinen Sitz in Laibach habe; seitens der Lehrerschaft sel dadurch Laibach als Mittelpunkt des slovenischen Volle« anerkannt worden. Der Herr Bürgermeister entbot schließ» llch der Versammlung den herzlichsten Gruß im Namen der Stadt Laibach und deren Vertretung, sowie in seinem Namen, und gab die Zuficherung, dass er stets aus vollem Herzen die Bestrebungen des Vereines unterstützen werde. (Beifall.) Dann gelangten die eingelaufenen Vegrüßungs-telegramme zur Verlesung, worauf Herr Oberlehrer Gabriel über die bisherige Thätigkeit des provisorischen Ausschusses berichtete. Er erwähnte unter anderem, dass Seine Excellenz der Herr Landespräsident einer Deputation gegenüber seine lebhafte Befriedigung über die Ziele des Vereines zum Ausdrucke gebracht habe; er berichtete über die Genesis des Vereines, der im pädagogischen Vereine in Gurkseld seinen Vorgänger besitze, und gab zuletzt eine Uebersicht der bisher belgetretenen Mitglieder. Die näheren Daten über den letzten Punlt brachte indessen der Vereinscassier Herr Director Senelovlc zur Kenntnis. Der Verein zählt 582 Mitglieder, barunter acht Gründer, und verfügt über ein Vermögen von 2028 X. 128 Mitglieder haben ihre Beiträge bisher noch nicht eingezahlt. Es sei zu erwarten, dass der Verein inlürze an 10N0 Mitglieder zählen werde. Unter den bisherigen Mitgliedern find Geistliche. Lehrer, Volksschulen, Ortsschulräthe, ein Nezirlsschulrath (für die Umgebung Görz) tc. vertreten. Der Stand des Vereine« sei also zur Zeit als ein sehr befriedigender zu bezeichnen. Zum nächsten Punkte der Tagesordnung übergehend, nahm die Versammlung über Antrag des Herrn Professors Wllibald Zupankit die Statuten «n dloe an. In den Vereinsausschuss wurden per «,<:«! »matlonvm auf die Dauer von drei Jahren gewählt die Herren: Director Schreiner zum Obmann, ferner zu Ausschuse-Mitgliedern ») für Krain: Director Senelovit, Director Franz Hu bad, Oberlehrer Gabriel, Lehr« Dim nil; d) sür Vteiermarl: Professor Dr. Vezjal und Oberlehrer Strmie«; e) fürS Küstenland und sür Kärnten: Professor Nezirlsschulinspector Finzgar und Professor Bejel. Zu Stellvertretern wurden gewählt die 'Herren: Vezlrlsfchulinspector Hume, G« Krain). Ob«. Laibacher Zeitung Nr. 293 ___________________________ 2500_____________________________________________31. December 1900. lehrer Mesicek (für Steiermarl) und Professor Apih (fürs Küstenland und für Kiirnten), Dem Ausschüsse gehurt seiner Herr Professor Levec als Redacteur der Vereinspublicationen an. — Revisoren find die Herren: Professor Dr. Svetina, Professor Macher und Lehrer Krulec. Den nächsten Punlt der Tagesordnung bildete die Bestimmung der Honorare für literarische Werle und für dir Haufttfunctionäre. Herr Oberlehrer Gabrsek stellte hiezu den Antrag, Originalwerte mit 40 bis 48 X, Uebersetzungen mit 32 k per Druckbogen zu honorieren; die Bestimmung der Honorare für Hauptfunctionäre fei dem neuen Ausschüsse zu überlassen. Der Antrag wurde nach lurzer Debatte, in welche die Herren Oberlehrer Strmsel und Director Schreiner eingriffen, angenommen. Ueber den Voranschlag für die folgenden drei Jahre referierte Herr Director Senekoviö. Wenn man auf die Drucklegung der Vereinspublicationen 2000 X und auf die Verwaltungslosten 500 k rechne, fo ergäbe sich fürs erste Jahr ein Ueberschuss von etwa 500 k, der eventuell für ein weiteres pädagogisches Werl verwendet werden könnte; im zweiten und dritten Jahre könnte der Verein auf 800 Mitglieder rechnen, welche den Betrag von 3200 X einzahlen würden. — Der Voranschlag gelangte nach einigen Bemerkungen des Herrn Oberlehrers Strmsel und der Herren Directoren Schreiner undHubad zur Annahme. In betreff der vorgelegten Geschäftsordnung stellte Herr Oberlehrer Strmsek den Antrag:, dieselbe sei erst der künftigen Vollversammlung zur Berathung vorzu« legen. (Angenommen.) Beim letzten Punkte der Tagesordnung: Anträge der Vereinsmitglieder, äußerte Herr Oberlehrer Mesiöel den Wunsch, der Ausschuss möge zunächst ») ein Buch für Realien herausgeben und im Anschlüsse daran die Abänderung der Ministerialverordnung, berzufolge eigene Lehrbücher für Realien an weniger als vierclassigen Volksschulen nicht zulässig sind, erwirken; b) der Ausschuss möge eine Umformung der Volksschul'Lese-bücher und c) eine Umformung der Sprachbücher in Angriff nehmen. Nach einigen aufklärenden Bemerkungen des Vorfitzenden, denen zufolge der Ausfchufs all diese Wünsche bis auf jenen, der die gedachte Mlnifterialverordnung betrifft, in Erwägung gezogen habe, schloss Herr Director Schreiner die Versammlung mit dem Danke für seine Wahl zum Vereinsobmanne, sowie für die so zahlreiche Betheiligung, mit der Bitte um tbatlräftige Unterstützung und endlich mit dem Wunsche auf ein gedeihliches Wirken im neuen Jahre und im neuen Jahrhunderte ! __________ — (gur bevorstehenden Reichsraths-wahl in derStadt Laibach.) In der vorgestern abends im Casino - Glasfalon abgehaltenen Wähler-Versammlung der deutschen Relchsrathswähler der Stadt Laibach wurde nach längerer Debatte unter anderem der Beschluss gefasst, es sei an den k. l. Landesregierungsrath Herrn Ludwig Marquis von Gozanl mit dem Ersuchen heranzutreten, er möge als Wahlbewerber für die am 3. Jänner 1901 stattfindende Wahl eines Relchsraths-abgeordneten für die Stadt Laibach auftreten, beziehungsweise die ihm angebotene Candidatur annehmen. Herr Landesregierungsrath Marquis von Oozani hat es mit Rücksicht auf verschiedene Erwägungen zwingender Natur abgelehnt, diesem Rufe Folge zu leisten. — In einer gestern abgehaltenen neuerlichen Wählerversammlung wurde sohin beschlossen, Herrn Fabrilsbefiher Johann Vaumgartner als Candidate« zu berufen. — (Der Laibacher Gemeinderath) hält heute um 5 Uhr nachmittags eine außerordentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Berichte der Finanzsection: ») über den Voranschlag des Lotterie-anlehens pro 1901 (Referent Senelovii); d) über die Zuschrift der evangelischen Gemeinde, betreffend die Entfernung der hölzernen Verkaufsbuden an der Maria! Theresien-Straße (Referent Dr. Pojar); o) über die z Zuschrift des krainischen Landesausschusses, betreffend den Ergänzungsbau der Landwehrkaserne und Veitragsleistung zu demselben (Referent Dr. Pozar); ä) über das Gesuch des Kranken-Unterstühungsvereines der Hilfsund Pnvatbeamten in Krain um Unterstützung (Referent Dr. Stari); «) über die Zuschrift des I. Hausbesitzervereines in Laibach und über die Gesuche einiger Hausbesitzer, betreffend die Rückerstattung des drelprocent. Nnlehens (Referent Dr. Hudnik); 5) über das Geiuch des «Oesterreichischen Vühnenvereines» um Unterstützung (Referent T en elovii). — 2.) Bericht der vereinigten Schul« und Finanzfection über den Anlauf eines Baugrundes für da« Gebäude der Staatsqcwerbeschule (Referent Subic). — 3) Berichte der Bauscction ») über die Collaudierung der Kuhnstrahe und der verlängerten Nonnengass-, der dortigen Canalisation und der Canalisation der Schiehstüttgasse; d) über die Vergebung der Tischler- und Schlosserarbeiten bei der städtischen Mädchenschule bei <3t. Jakob und beim städtischen Jubiläum«.Armenhause in Umat; o) über die Anlage eines Platzes vor dem Iustizgebäude; ä) über einige Umänderungen beim Gebäude des Jubiläums-Armenhauses; e) über den Recurs der Premk'schen Erben gegen die Aaubcwilligung für das Gebäude des Philipp Zu» panilil an deren Mauer (Referent Zuzek); l) über die Zu-schrift der Actiengesellschaft Siemens H Halste, betreffend die neben der jetzigen Petersbrücke zu bauende Brücke; 8) über die Nivellierung der Straßen am Iubiläums-Armenhause (Referent Senekovit). — 4.) Bericht der Schulfection über die Verwendung der Mateusch'schen Stiftung im Schuljahre 1699/1900 an der städtischen Volksfchule am Karolinengrunde (Referent Kozal). — 5.) Berichte der Polizeifection: ») über den Vorschlag der Gemeindevertretung in Prag, betreffend eine kürzere und billigere Verbindung zwischen Prag und Trieft über Laibach ; d) über die Vergebung der Fuhr für Schüblinge und Iwänglinge fowie des Vorspannes für die Laibacher freiwillige Feuerwehr für die kommenden drei Jahre (Referent Dr. Ritter Bleiweis o. Trsteniili). — 6.) Bericht des Directoriums des städtischen Eleltricitäts« Werkes über den Voranschlag dieses Werkes pro 1901 (Referent Senetovik). — 7.) Selbständiger Antrag des Gemeinderathes Johann Tosti, betreffend die Behebung eines sanitären Uebelstandes. — 8.) Berichte der Finanzsection über das Gesuch eines Hausbesitzers um Bewilligung eines dreiprocentigen Anlehens und über das Gesuch eines Bediensteten um Unterstützung (Referent Dr. Stari). — 9.) Bericht der Schulfection über die Verleihung von drei Kaiser Franz Josef - Ztiftplätzen k 100 X an Realfchüler (Referent Gubic). -- (Ziehung der Laibacher Lofe.) Am 2. Jänner, um 10 Uhr vormittags, findet in den Räumen der hiesigen Stadtcafse die öffentliche Ziehung der Laibacher Lose statt. Aus diesem Grunde bleibt am genannten Tage die Stadtcasse für den Par-teienverlehr gefchlossen. — (Evangelischer Sylvester - Gottesdienst.) Heute abends 5 Uhr findet in der evangelischen Christuslirche der übliche Sylvester - Gottesdienst statt, zu welchem selbstverständlich jedermann Zutritt hat. — (Beim l. l. Verwaltungs-Gerichts-hofe) wirb heute um halb 1 Uhr nachmittags eine öffentliche mündliche Verhandlung über die Beschwerde der Stadtgemeinde Laibach wider den lrainischen Landes-ausschuss und Fürsten Karl Auersperg wegen einer Abtheilung auf Bauplätze stattfinden. — (Schul sperre.) Wegen der fortdauernd ungünstigen Gesundheitsverhältnisse unter der Schuljugend bleibt, wie schon verfügt, auch die Uebungsschule an der hiesigen l. t. Lehrerbildungsanftalt bis auf weiteres gefchlossen. —o. — (Die Handels- und Gewerbelammer in Laib ach) hält am Donnerstag, den 3. Jänner 1901, um 2 Uhr nachmittags, im Magistratssaale eine öffentliche Sitzung mit nachstehender Tagesordnung: 1.) Mittheilungen des Präsidiums. 2.) Vorlage des Protokolls der letzten Sitzung. 3.) Gesuch des A. S. in Laibach um eine Vuchdruckerei'Concession in Stein. 4.) Recurs der E. P,, Inhaberin eines Rauchfanglehrergewerbes, gegen die Ablehnung deS I. K. als Stellvertreters bei der Ausübung des Gewerbes. 5.) Gesuch des I. P. um Aus-dehnung der Concession der Privatagentie auf Ein- und Verlauf von Häufern :c. und um Ertheilung der Con« cession für ein Informationsbureau über die Credit-Verhältnisse von Firmen. 6.) Eingabe der Firma Schwarz, Zublin H Comp, betreffend die Schnellzüge der Südbahn. 7.) Kammer-Voranschlag pro 1901. 8.) Vertrauliche Sitzung. — (Aus den Lehrervereinen.) Im «Na-rodni Dom» fand vorgestern um 6 Uhr vormittags unter dem Vorsitze deS Herrn Bezirksschulinspectors Zumer die 6. Generalversammlung des Vereines für die Errichtung eines Lehrerconvictes statt. Das Vereinsvermögen beträgt gegen» wärtig 12 871 X 10 K. In den neuen Ausschuss wurden die Herren Andreas Zumer, Franz Gabriel, Josef Ce puder, Georg Rejel, Franz Hrnagoj, Jakob Dim nil, Jakob Furl an, Johann Krulec und Johann Lilar gewählt. — An diefe Versammlung schloss sich die 31. Generalversammlung des slovenischen Lehrervereines, bei welcher Herr Georg ReZel den Vorsitz führte. Das Vereinsvermöqen beläuft sich auf 602 X 92 k. Ein Antrag, betreffend das Disciplinary gefetz, und ein weiterer Antrag, wonach jede freie Lehrstelle gefetzlich auszuschreiben sei, wurden angenommen. In den neuen Nusschuss wurden die Herren Georg Rezel, Franz Gabriel. Josef Verbit, Franz Ürnagoj. Jakob Dimnil, Jakob Furlan, Lukas Ielenc, Lorenz Letnar und Johann Lllar entsendet. — (Der Gylvefterabenb des Laibacher Turnvereine« «Sokol») nimmt heut« um 8 Uhr im Sololsaale des «Narodni Dom» seine« Anfang. An demselben werben der Gefangvereln , für Nicht-Mitglieder 1 K. — (Der latholifche Gesellenverein in Laibach) veranstaltet am Neujahrstage in seinem Verelnshaufe (Komenslygasse) eine Weihnachtsfeier, auf deren Programme sich die Männerchöre «i^i ^«üe»!»» von A. Sachs, «<)d »tolotju» von P. Pichl, «Dumvviu»» von A. Sachs, die Arie des Ivan au« dem Singspiele «I'oKarLlci plomiöi» von Dr. B. Ipavec und endlich das dreiactige Schauspiel «V boiiöui uoöi», übersetzt von Ios. Volc, befinden. Beginn um 6 Uhr abends; Entrie 1 X. 60 b, 40 l, und 20 b. — (Sylvesterabend ln Littai.) Der slovenische Lesevereln in Littai veranstaltet seinen üblichen Sylvesterabend um 8 Uhr abends in den Gasthaus« localitäten der Frau Aloifia Haslinger in Llttai. Auf dem Programme befinden sich Productionen des heimlfchen Streichquartettes, Gesangsvorträge, ein Iuzliazar lc. ik. — (Sterbefälle.) Im Markte Watfch starb am 28. d. M. der dortige Handelsmann und Grundbesitzer Herr Johann Grilc nach längerer Krankheit im Alter von 62 Jahren und wurde gestern daselbst begraben. Der Verstorbene erfreute sich ob seines con< cilianten Wesens sowohl im Markte als auch in der weiteren Umgebung allgemeiner Beliebtheit. — Wie man uns aus Eisnern berichtet, ist vorgestern abends dortselbst die dortige Lehrerin Fräulein Anna Rekar im jugenb» lichen Alter von 22 Jahren gestorben. — (Leseverein in Gurlfeld) In der am 28. d. M. stattgefundenen Generalversammlung wurde« in die Verelnsleitung für das künftige Jahr nachstehende Herren gewählt: Dr. Thomas Romih (als Obmann), Dr. I. Pompe, Val. Novak, Victor Aumann und F. Jotter. V—u. — (Im Steiner Curhause) findet heute um halb 8 Uhr abends eine Syloesterfeier nebst einem Tanzkränzchen statt. Auch werden sich die Illusionisten ' Chambly und Karoec producieren. Entrse 60 K. — (Schonzeit für Wlldarten.) Im Monate Jänner stehen folgende Wildarten in Schonung: männliches Roth- und Dammwilb, Gemsböcke, Gemsaelhe und Gemslitze, Rehgelße und Rehlitz-, Feld- und Alpenhafen (in der zweiten Monatshälfte), Auer- und Birkhähne, Auer- und Virlhennen, Rebhühner und Wachteln. — (Todtfchlag.) Der 19 Jahre alte Johann Pavsii, Taglöhner und Iimmermann in Podrecje, Gerichtsbezirl Kralnburg, hat sich dem l. l. üandesgericht in Laibach mit der Selbstanzeige gestellt, dass er am 27. d. M. um halb 9 Uhr abend« in einem Raufhandel den 19 Jahre alten Wirtsfohn Karl Vohinec in Podreije mit einem offenen Taschenmesser in die Brust gestoßen habe, worauf derfelbe nach einer Viertelstunde gestorben sei. Pavsic wurde ln Haft genommen. —I. — (Freunde der Tanzkunst) seien hlemlt auf den Tanzlehrer Herrn Vlulio Morterra auf-merksam gemacht, welcher im großen Saale des Hotels «Stadt Wien» Stunden im Tanzunterrichte gibt. Näheres in der Annonce. i« d«r Fonrkirch«. Um Mitternacht vom Sylvesterabende zum Neujahr (Schlufs des Jahrhunderte«) Pontifical' amt: Cäcilienmesse von Adolf Kaim, Graduate von Zoenl» Sluhersl^, Offertorium von Josef Haydn. Dienstag, den 1. Jänner 1901 (A' schneidung des Herrn), Pontiftcalamt um 10 Uhr» Instrumentalmesse von Moriz Nroftg, Graduate von Idenlo Tluhersl?, Offertorium von Josef Haydn. In der Ktadtpsarrkirche St. Zakob. Montag, den 31. December (am Sylvester-abende). um Mitternacht Hochamt: Sonntagsmesse Nr. 3 in Uäur von Franz Schöpf, Graduate «Viä«r"0t 0MN08 üno» tarrk«» von Anton Foerfter, OffertoriulN «I'm »uut oasli» von G. E. Stehle. Dienstag, den 1. Jänner 1901, "" 9 Uhr Hochamt: Dritte Messe in ^-mol! von Vernha" Hahn. Graduate und Offertorium wie um MtternaYl am Sylvester-Abende. _______. Theater, Kunst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Vorgestern sand bel gut besuchtem Hause eine Reprise der zuglräft'ge Operette «Geisha» statt. Die Vorstellung war avgerun deter als ihre Vorgängerinnen und erzielte wieder emen großen Erfolg, um den sich hauptfächlich Frau Wo^' Frl. Vckerth, die Herren Pistol, Rochell Schiller verdient machten. ^ vor« — (Die Eomsdie 3ran?atse) ""« gestern wieder eröffnet. Oavstes.) -(Eine neue Papst Leo XIII. arbeitet an einer Dichtung. Eintritt des neuen Jahrhundert« feiern ^»^'^ da« christliche Gegenstück zum ^rme" Horaz bilden soll. Die Dichtung wird oemnayn veffentllchlelt übergeben werden. Laibacher Zeitunq Nr. 298. 2501____________________________________ 8,. December 1900. Telegramme des k. k. Gelegraphen.Eorresp.-Zureaus. Aus Südafrika. London 30. December. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Newcastle vom gestrigen: Wie aus guter Quelle verlautet, benachrichtigte Lows Botha die Commandanten. Präsident Krüger habe Informationen gesendet, wonach die Buren entweder die Wassen niederlegen oder den Kampf ganz allem fortsetzen müssten, da jede Hoffnung auf Hilfe ausgeschlossen sel. Die Vorgänge in China. Paris. 30. December. Die «Agence Havas» meldet aus Peking: Tsching und Li-Hung-Tschang übermittelten den Gesandten ein Edict, worm der Kaiser die Note der Mächte anmmmt und d« Vc-vollmächtigten anweist, über die Einstellung der Femd-seligkeiten zu verhandeln. Die z>. 5. ^t>oi»«^»^» der «Kaitmcher Zeitung», bei welchen das Abonnement mit diesem Monate endet, werden höflichst ersucht, die weitere Pra-numeration ti^icii^^ zu erneuern, um die Expedition ununterbrochen veranlassen m können. Angekommene Fremde. Hotel Grajzer. Am 29 December. Cavwn. Ingenieur. Tenlih an k.'r embalm - Mogofchch, Private. Klosternruburg. - Vabnial. Nr^ °r Nudolfewert - Hahn. Privat. Floridsdorf (Wien). -IS f. Gemahlin. Ksm.; Pistner. Manbl Privatiers Oraz. - Walter Bahnbeamter, Drauburg. - Rosenberg Steiner. ! N-ilenNädter' Mte Ngram. - Sonnbühler. Förster, Neumarl . Verstorbene. Am 26 December, Maria Podrelar, Krämersgattm. 52 I. 3"^6, T^ubercuw^ ^^^ ^^.^., sobn ?^Ta«e Polana-Straße 60. Lebensschwache. '^ ' Im Civilspitale. Am 26. December. Francisca Merhar, Kindermädchen, il^ <^ Miti» mecli», purulent» ^eninßlti« , Am 27- December. Franz Strukel, Vchlossergehllfe. l 26 I., I^ieUU» ckron. _______^»»«»«—— Volkswirtschaftliches. i.ailiach 2 9. December. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 1? Wagen mit Holz. ericylene. Durcl,schnitts-Pre,fe. ---------.----------------N^IW^ M°rlt.lMM. Prri« _,^«ls-^ Weizen p'. - > - ' ^ b0 B^tter^. . . ^1 8^ -«°rn ' ' ' ! «W Milch pr, üitn , , - 14 — Vafcr ___KalbNn ch » lib----- Halbfrucht ' ' - " ^2 50 Schweinefleisch . 1 20 - -Heiden ' ' """ !^ Schöpsenfleisch . - 80 - -Nru7neu ^ ' - - N 60 Mndel pr. Stück - 90 - -ErdäM ..." - 4 80 Tauben - - 6b - -N"n ' 'Ilb-!-Holz^,pr.Cbm. 7 65--Speck, srisch . l3^ - wnßer, — geräuchert . I 42------ ___ Aanöestheater in Aarbach. 54. Vorstellg. Heute Montag, 31. Dec. Ger°d. T°g. Ein toller Einfall. Schwan! in vier Acten von Karl Laufs. Anfang 6 Uhr. 55. Vorstellg. Mittwoch, den 8. Jänner Unger. Tag. Hie Chansonnette. Operette in drei Acten von Dellinger. Lottoziehung vom 29. December. Linz: 29 11 20 87 89 Trieft: 19 65 89 29 90 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scehühc 306-2 m. Mittl. Lustdruck 736'0 mm. «u ^U. N. 7273 32 Ab. 728 6 15 SW. schwach bewöllt ?U.Mg. 729 8 -0 2 SW. mäßig Gewollt 30 2 » N. 7308 1 8 SW. schwach heiter 00 9 » Nb. 732-1 -20 windstill Nebel 31, l?U.Mg.! ?30 1 j -3 3j NO. schwach > Nebel ^00 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag 2 0« und vom Sonntag -0-1°, Normale: -2' 6 °. beziehungsweise -26°. Verantwortlicher Redacteur' Anton Funtel. Getreu unserem alte« Principe, unseren Lesern nur bewährte, vorzügliche Altilel zu empfehlen, machen wir auf das Nahn. und Mundreinigungs.Mlttcl Osan, der bcstbelannten Wiener ssirma Anton I. Czerny speciell aufmerlsam, welches allen lniaienischen Anforderungen der Neuze,t ent-svricht und geradezu ideal genannt werden muss. Das-selbe bat in lürzest?r Zeit allgemeine Anerlennung und größte Verbreitung qcfundcn. Zu haben ist Osan in den meisten Apotheken und Droauerim. wo nicht, lasse man sofort durch das betreffende Geschäft bestellen oder wende sich an die Fabrilsadresse Anton c> Ezcrnv Wien XVIII.. Karl Ludwig-Straße 6, eventuell in die Hauptmederlage I., W°llsischg°fse 5. (4220a) Soeben erschien: Oliopiii JPr^lude von (4829) 2—2 Graf L. Tolstoi. TolstoiS Gegenschrift zur Kreutzer-Sonate. -tr*L~ Frei© ZKI 1-2O. -e^- Zu beziehen von Ig.v.Kleinmayr&Fed.Bambergs Buchhandlung Laibach, Congressplatz 2. Nachstehende kaufen sich von den üblichen Neujahrsgratulationen zugunsten der Ortsarmen von Neumarktl los: | C. B. Mally Ida Mally Karl Ruech Josef Potokar Franz Spendal Ant. Jegliè Niko Theurschuh Vine. Eggenberger Ritter v. Andrioli Rieh. Mally Fried. Ankemius W. Swoboda J. Häusermann L. Bortolotti Jul. Goeken Jean. Goeken Herrn. Goeken G. Bathelt Dr. Kladva S. Rieger Joh. Jelenc Dr. Jagodic M. Lonèar H. Engelsb erger Ant. Globotschnigg Ludw. Pollak Ant. Renko A. Zelenka A. Schiffrer Ch. Moline P. Jugowiz L. Knapp S. Lassnik Jos. Peharc G. Bocak Jak. Solar Jos. Dornig Vine. Wilfan Jos. Brejc Jos. Belcher M. Rozman Jos. Klofutar Ch. Salberger. lIM^MöVH-ü Monatzimmer I. 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Depot in Laibach (4701)5—5 Apotheke Piccoli „zum Engel" Wienerstrasse. Danksagung. Für die vielen tröstlichen Beileidsbezeugungen, die uns während der Krankheit und beim Hinscheiden unserer lieben, unvergesslichen Tochter und Schwester, des Fräuleins Jeannette Vidic zugekommen sind und die zahlreiche ehrende Betheiligung am Leichenbegängnisse sowie für die schönen Kranzspenden sprechen wir auf diesem Wege unserm tiefgefühlten Danl aus. Insbesondere danken wir den Vereinsmitgliedern der «l^lainic»» und den hochverehrten Sängern für den ergreifenden Vrabgesang. (4848) Die trauernden Hinterbliebenen. Oberlaibach am 27. December 1W0. Laibacher Zeitung Nr. 298. 2502 31. December 1900. Course an der Wiener Börse vom 29. December »Wl>. Die notierten «loulse verstehen sich ix Kronenwahrung. Die Notierung sämmtlicher «ctlen und der «Diversen Lose» versteht sich per stück. All,»m»in» Staatsschuld. """ "°" «inheitl. Rent« in Noten Mai» November p. «. 4 «»/„. . . 98 75 S» 95 inNot.Febr.'»u,.pr.«.4»°/« 98 «ä 98 85 ,,Gllb.I«n.'3uli pi./<> 176 - 178 - «8««« .. 500 l. 4°/» 18b—186 50 l8«l« „ 100 l. »°„ 1«4- 166'- »864er „ 100 l. .. »88 — 200- Kto. „ »»st - - 198 — 200 Vom. Psandbr. i^ 180 fl. 5«/, . guy — 80» — zlaat»schuld der lm Aeich«. rath» vertretenen König» l»lch» und zander. Oesterr. «oldrente. stfr., 100. fl.. per «affa.....4°/, ll? Süll? 8z dt«. Rente ln Kronenwähi.. stfr., per «laffa.....4«/, 98 b?0 c>tsterr.Invefti»i»n».Uentt,ftfr.. per «affa .... »V»°/° 84 30 84 50 »lse»b»h«.e»a«t»schnlvve». schreibungen. Vlisabethbahn in V., steuerfrei, zu 24,000 «rronen . . 4"/, i,g b« 114 50 Franz »Josef.«ahn in Silber (dlv.Et.).....»'/,'/« i«)»n»«» — «udolftbahn in Kronenwühr. steuerfrei («<». St.) . . 4«/„ 95 80 »S »0 Vorarlbergbahn ln Kronenwähr- steuerfr.. 400 »r.. . . 4°,< 95 80 96 «0 Zu «taat»sch«lbv«rse» abgeAemp. Eisenb.'Actitn. «tlisabethiahn 20» st. CM. b'//« von «00 fl.......49» — 498 — bto. Linz>Vud». »00 ft. «. W. ü Una. Lt.'Eis.°«lnl. «old 100 fl. 119 75 1»u 75 btll. btll. Silber 100 fl. . . . 99 80 l0» »0 dt«. Staat«°Obllg. (Ung. Oftb.) v. 1.18?«....... 119— — — dtu, Echantre«al'«bl«I..0«Ii8, , 98 80 99 »0 bto.Präm..«,k1N0sl,—»00«r. l6N — 166 75 bt«. blo, k 50 sl.--«00«r. 1«6'— 166-75 Thtih'Reg.°L°l« 4°/» .... 140- !41- 4»/„ ungar. «runbentl.'vblla. 917« 92 70 4°/« ll«at. und stav«n. bett« 92 75 9375 Ander« Hssenll. Anlehen. b°/» Donau'Rea..«lnleihe 1878 . 10«— 107 — »nleben ber Vtabt «örz . . — — — - «nlehen b. Vtabt Wien . . , 10»'40 108-40 bto. bto. (Silber od. Volb) U2--12Ä-50 dto. dto. (18S4) .... 93— 94- - dt«. dt«. (1898) .... 9b 80 86 2N VOrfebllu-?lnl«h en, v«lo«b. »°/„ i»N'4z 101 45 4«/« »^»ln,'- Vande«<«nlehen . 97'50 — — «eld Ware Psandbrleft «tl. Vobcr. alla.«st.in50I.uerl.4«/, 93 75 9475 N,°5fterr,Lande«-Ht,p..«nft.4«/„ 9«6<» 97 60 Oett.-un«. Van! 40'/^ähr. Verl. 4«/„......... 98 «5 99 25 bt«. dt». 50jHhl, V«l. 4»/„ . 98 35 «9 25 Gpllicafft, 1.est.,«0I.,U«ll.4«/„ 98 25 9925 EiftnbahN'Vriorilät»' Pbllgatlon»«. sserdlnllnd«-Nordbahn 0 fl. . 45U 50 4n»l »l»°^« 198 — «00 25 Geld Wao, Lälid«lba>,l, vest,, 20» sl. . . 407 — 40» — Oefterr,-ungllr. Vanl, 600 sl. . «»»0 1694 Uüwnbanl li00 sl..... 541— 543 — »erlehrlbanl, NN,,., 140 fl. . 325 — 3L7 — znduliri»'Vnl»r> n»hmunz»n. «»»«es., «ll«. «st,, 100 sl. . . »bl - 1b4— «gybier «isen» und Ttahl.Inb. in Wien ,00 sl..... 199-75 200 — Eiseübahnw^Uelha.,Erste, «00fl. 88k'—888— „Elbemühl", Papiers. «. «..<». I!,« - 1«ü-— iileslüger Vrauerel 100 fl. . . 8NS-75 8!0'— Mm,tll»««e8!l'-- ,,3chlöglmübl", Papiers. «00 s'. ...- «90 — ,,Ltetirerm/' Papiers. >l. «.«<«. 3l>4 3l>7'— Tiisaller »ohlenw.°Ves. 70 st, 4»0 460— Wllffenf.^».,Oeß.in W48 — 6b» — Devisen. Kurze Sichten. Amsterdam....... 199 »0 1»s 50 Dtutsche Platze...... 1,? S5 «1? 35 Lmibon........ 240'«0 l!4<>'3N Pari«......... ^ 75 9b'87 3t. Petn,«bvüss...... — —'- Dalutelu Ducaten........ 1139 1143 »0'ffranc« Stlille..... 191» 1«'lS Deutsche «eichlbanlnotel! . . 117 «5 »17 8» Italienische «anlnoten , . . 90 90 911» «ubel'Noten...... 2 «,4 »Ü^ Tn-n- ¦w.n.d, "V«rlc»,-va.L v«n Beaten, Pfandbriefen, rrlorltaien, Ac tie», I >!>¦ «tc, Devlaen and ValuUn. Lot -Venioherung. «F« €>• Mayer B«.23.]i:- -cL33.dL T^7"eclxi9ler-O-eBcli.aLft Lnlbach, Spitalgain«. Privat-Depot« (Safe-DepoHit») »irzliti0| tu BirElilnu !¦ CMtMirrwt- Ml its ttre-lnt». Igubljanska kreditna banka Laibacher Creditbank in Iittihaich, Spitiilganse Nr. 2. ¦dfö XVectLselstvLlse eTseneidlg;. >^>- niuunt Spareinlagen auf KinIuK^büchcl ent^(.'^i>,n und vereinst nie mit 4o/o vom Taf;e iillUKe t>iN xuui ICückzahlangHtnge. 2<>/<> lienleiiNteaer von dielen Spareinlagen xnhlt die Jtank aus eigenem. (s.Sfifi) Die siaibachcr Crcilltbank zahlt auch griissero I3oträgo dlino Kilndigun^ aua. Auswärtigen Einlegern Htolien auf Wunscli Post-HparcaHHa-ErlagHclieine zur Verfügung hehuft portoi'rcler Ein«endung dor Hoträgo.