t ünotbutg Amtliches Organ des Verlii and Schriltlelhing: Marbure a. d. Dran, Badgasse Nr. 6, Fernruf; 25-67. 25-i(6. 25-69. Ab 18.30 Uhr ist die Schrlftleltuni nur auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht röckjjesandt. — Bei Anfrtien ist das Rückporto belzalesen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.()08 ■NnLflBBt woefc—tegi M Ipl _ taaitef-SoMtafl 15 Ipi Sie irisch ^^^Tatbundes Erscheint wöchentlich sechsnX ^ izcitung (mit Austialinie der Sonn- und Feiertage). fie^Uffspreis (im ilbar) monatlich RM 2.10 cinschl, Postge- bühr; bei Lieferung im Streiftan^^ügl. Porto; bei Abholen in der OesciiäftsstcUc RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 tuziigl. 36 Rpf. Zustellgebühr Ott. 35 !}1tar&urg-2)rau, S>onneretao, 4.3(&ruar 1943 93.2ia{>roana Die Kämpfer von Stalingrad werden ewig leben Fanal unsterblichen deutschen Heldentums Dat Ringen um Stalingrad Ist xu Ende — Zweimalige Uebergabs — Ferdarung abgelehnt —. Schulter an Schulter fochten Generale« Offiziere und Mannschaften bit lur letzten Patrone Marburg» 3. Februar 1943 Unter der IfskeolireaEfaline, die auf der liActolea l^lne tob StallOKrid gehlBt wurde, vollKOf sich der letzte Kampf der Helden der L Armee.' Generale^ Offiziere, Unteroffiziere and Miflstchaften taten bis zur letzten Mög-lichkali Ihre harte Pflicht Weit draußen im Ostens mehr als 2000 Kilometer von der Hel-aMt eotfemt» lagen sie woehen- nnd monate-lanc» Ii den Ruinen einer gigantlsclien Indu-itrlestadt festgelirailt, die eine Waffenme-tropoie des anerblttllchsten Feindes Europas war« Sie lagen dort abgeschlossen vom Ihren Kanerades, die die lebendige Kette bis zur Heimat bilden konnten, sie waren umrinRt von einer tausendfachen Übermacht in bestialischer Wut anstürmender Feinde, die aus dem Norden, Süden, Westen, Osten, Uber das Eia ^r Wolga den Masseneinsatz schwerer und schwerster Waffen heranzogen, die eine Mauer ständig aufbrüllender Oeschütze und Qranatwerfer um sie hfcrum türmten, die sogar das letzte Flugzeug in den Knmpf warten und so die tlölle de» Erdkampfes bis Uber den täglichen und nächtlichen Himmel hinauftrieben. Mit dem unaufhörlichen Feuerha^ gel quollen die Scharen sämtlicher Völkerschaften bis zum fernsten Osten gegen das Chi^ der Ruinenstadt heran, in immer ncuco Wellen sich ablösend und zu Immer neuen Bergen von Toten sich aufhäufend, die vom Feuer unserer eingeschlossenen Heldenschar dahlflgemlht wurden* Es' gab keine Pause In diesem monatelangen Kampf, kein Ausruhen lleB dieses ewige Anstürmen zu, kaum datt sidi die Verwundeten Minuten der Crmat-timt gönnten. Die Berge angehäufter Muhl-tlon fraB das Dauerfeuer der Ahwchrwaffen, immer schwieriger und spärlicher wurde der Nachschub durch den opferreichen Einsatz unserer Luftwaffe, immer enger wurde der Raum, der in den zu Staub zermahlenen Ruinen doch Deckung bot. Der Kampf ist nun zu Fnde. Fin Heldenlied allerhöchsten kämpferischen Einsatzes, wie ihn die Geschichte vielleicht nur alle paar Jahrtausende von einem Volke fordert, ist mit seinen letzten stol/eti Akkorden verklungen. Noch sind wir nicht berufen, über den militärischen Verlauf diei»cs heroischen Ringens Worte lu verlleren, aber eines steht fest; Ihr Opfer war nicht umsonst. Sic starben damit Deutschland lebe, mehr noch, ein uanzer Erdteil, der Sinn seiner Geschichte, die von all seines Völkern zusammengetragene ungeheure Kultur haben durch jene Tat ihre Rechtfertigung und ihren Anspruch auf Wel-tcffejtlstenz erbracht. Was der deutsche Soldat, über sich selbst hinausgewachsen, in diesem Kampfe aus der /ilrte seines dreimal gepanzerten Herzens leistete, ist,In seinem ganzen Umfang dem Verstände noch unfaßbar, ist im Heroismus so elnzigartle und einmalig, daß die Nation nur in tiefster Ehrfurcht aui diese Männer schauen kann, die ^lles von sich geworfen, vas einmal ihr persönliches Leben ausmachte, und die nur kämpften und opferten und opferten und kämpften. Ihr Kampf unter den Üesety,en des entfesselt rasenden Krieges war so gewaltig, daQ er künftigen Zelten einen neuen Maßstab soldatischen Heldentums überliefern wird. Uns aber Ist der Kampf und der unermeßliche Heldengeist eine totale Verpflichtung, die jeden von uns unabdingbar und ganz persönlich angeht. Denn Stallngrad, und was zwischen seiften Trümmern unerbittlich sich voll-7.0g, ist uns ein Fanal letzter Selbstbesinnung. Wenn wir den unermeßlichen Einsatz, den die Kämpfer von Stallngrad Tag um Tag und Woche um Woche leisteten, in schwelgender Phrfurcht, aber auch In flammendem Stolz auf diese MSnner und ihr Hcldentuin recht begreifen, so wird ihr Kampf uiul ihre l'o-desnot zur Sturnifaiifare des ttröüeren Sie-nes. Demi ihr Beispiel ist es, das uns alle bis-'■'erigen Vor.ttcMiinjien iinfijebeTi ISHi nnd urts *^0 unerbittlich hart macht, uns jene hfirleste Häns lehrt, die in uns keinen Raum mehr läßt zu einem anderen (Irclanken als dem ai« den S'eK. .Has Schicksal fordert in diesem totalen Kriege von uns die letzte, die totale Bewährung, — und die Männer vo;i Stalin- Getreu ihrem Fahneneid Fülirerliauptquartier, 3. Februar Das Oberkommando der Wöhr macht gibt bekannt: Der Kampf um Stalingrad ist zu Ende. Ihrem Fahneneid bis zum let/.ten Atemzug getreu Ist die A. Armee unter der vorbildlichen Führung des (Jeneralieldmarschalts Paulus der Übermacht des Feindes und der Ungunst der Verhältnisse erlegen. Ihr Schicksal wird von einer Flakdivision der deutschen l.uftwaffe, zwei rumänischen Divisionen und einem kroatischen Regiment geteilt, die in treuer Wnifcnbriiderschait mit den Kameraden des deutschen Heeres Ihre Pflicht bis zum Auliersten getan haben. Noch ist es nicht an der Zeit, deu Verlauf der Operationen zu schildern, die zu dieser Entwicklung geführt haben. Eines aber kann schon heute gesagt werden: Das Opfer der Armee war nicht umsonst. Als Dollwerk der iiistorlschen europliischcn Mission hat sie viele Wochen hindurch den Ansturm von seüis sowjetischen Armeen gebrochen. Vom Feinde völlig eingesclilossen, hielt sie In weiteren Wochen schwersten Ringens nnd härtester Entbehrungen starke Kräfte des ücgncrs gebunden. Sie gab damit der deutschen Führung die Zeit und die Möglichkeit, zu Uegenmai^nahmen, von deren Durchführung da^ Schicksal der gesamten Ostfront abliing. ■ Vor diese Aufgabe gestellt, hat die 6. Armee schließlich auch durchgehalten, als mit der Dauer der EinschileUung und dem Fortgang der Operationen die Luitwaffe, trotz äuller-ster Anstrengungen und schwerster Verluste, auüerstnnde war, eine ausreichende Luftversorgung sicherzustellen und die Mögiichkeft des f'ntsatzes mehr und mehr und schlietl-iich ganz dahinschwand. Die zweimnt vom (legiier verlangte Ohergnbe iand stolze Ablehnung. Unter der Hakenkreuzfahne, die auf der liöchsten Ruine von Stalingrad weithin sichtbar gehlBt wurde, vollzog slch<»dcr iefzte Kampf. Generale, Ofil/Iere, Unteroffiziere und Mannschaiten lochten Schulter -an Schulter bis /.ur letzten Patrone, Sie starben, damit Deutschland lebe. Ihr Vorbild wird sich auswirken bis in die feruNlen Zeiten, alier unwahren bolschewistischen PropaKanda zum Trotz. Die Divisionen der 6. Armee aber sind bereits im neuen Entstehen begriifen. ZekhM«kt: PV fTVhmi-TMMMrt) iiiiiiinfiiiiiniiiiiiifniiniiiiiiiiiiiiimnnifmininnnfnirrifTiiiiiniiiiii()iiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiifi grad erbrachten sie und haben uns gezeigt. wie sie aussieht. ihr Beispiel ist freilich für die meisten von uns auf unerreichbarer Höht, aber aji diesem Beispiel muß jeder einzelne von uns, muß der letztfe unbekannte und namenlose Volksgenosse. sich selber,'das immer noch bescheidene Maß seines persönlichen Einsatzes, seiner Pflichtiund seines Opfers ausrichten. Das ist der einzig nocly gültige Maßstab! Dann aber wird der in aller Zukunft unseres Volkes unvergängliche, weiterwlTkende Ruf der Helden voti Stalingrad in dem absoluten hnt-sclieidungskriege, den wir zu bestehen haben. zur (Juelle neuer gewaltiger Kräfte der Nation nnd des eiullichen Steges geworden sein! Die Heiden von Stallngrad haben neue. uns alle uiilö bar verpflichtende Maßstäl)p Rcschaffen für die stählerne Härte der eher neu Herzen, die kein (iraneti entfcsscitei Schiücht^fn mehr erschüttern uiui kein loJ mehr ht/zwingen kann, Sie haben In ilircm Kampf, der alles, was bisher menschlicher Kampf- und Leidens- und Opferfäliigkcit libcriiaupt zumutbar und möglich schien, weit übersteigert, neue (irenzen des Willens abgesteckt und neue Räume der Seele erschlossen, die wir imn alle mit der Kraft unserer Herzen und der härtesten Härte unseres Willens zum l.cben und also zum Kampf und zum Siege ausfüllen müssen und ausfüllen werden! Es wird uns, wenn wir auf die Kämpfe von Staiiiigrail schauen, plötzlich alles so fern, was uns gestern an persöniiciicn Dingeti und Anliegen, an liebgewordenen und auch im Kriege nocii bewalirten Lebensgewohnheiten. an den eigenen kleinen utul groHen Nöten noch so fialie erschien. Ls wird plötzlich alles so nichtig, was riiclit dem einen und einzigen Ziele dient: den Sieg mi totalen Kriege zu gewinnen. Und wenn je einer in einer klein-nuitigen Stniule verzagt ^cin sollte, so wird ihm wie ein Posannenstoß der Name Stalin-grad in die Ohren dröhnen. - und er wird wieder wissen, was seine Pflicht ist, und ei" wird einen weiteren Ring von Eisen um sein Herz legen. Nichts, nichts, gar nichts mehr gibt es, was jetzt wichtig wäre für unser l.eben, das grnlk allgemeine und das kleine persönliche Leben, als allein die äußerste Anstrengung, den totalen Krieg zu gewinnen, (int ist, was uns noch stärker macht, dem Kriege zu geben, was des Krieges ist. ~ sclileelu ist utid vcr-derblich. was uns aiicli nur einen ein/igcii Augenblick ablenkt von dieser alleinigen Aufgabe, • So isi im großen Spiegel des (ir^chehrns von Slalingrad unser Leben sehr cini.ich ac-\M»rden und unsere Pflicht überaus klSagte ich, wer ich bin, wer ich war? Ich vergas es wohl völlig. Aber Sie müssen nicht denken, daß mich hier irgend etwas verwirre, daß mich Bevorstehendes beunruhigen oder peinigen könnte. Was mit mir wird, ist gleichgültig. Ich schrieb schon lange die Hoffnung ab und setzte die Ungewißheit ein. Ich floh, ich lief über, zerrissen, verasweifelt. Nein, ich war nicht Irgendftwas, ich war Irgendwer, einer unter tausend namenlosen Offizieren der Armee. Groß geworden durch die Armee und zerstampft durch die Armee. Ich führte eine Kompanie, ich führte eine zweite, eine dritte. Versagte ich? Drei Kompanien, ich holte sie nacheinander aus den Ausbildungsdepots, aber ich brachte keine davon zurück. Bauemburschen aus der Ukraine, Sibirier, Kaukasier und Moskauer standen in den Zügen. Niemand kehrte von Ihnen zurück. Und darm kamen täglich die Briefe, einer wie der andere; wo ist mein Mann, mein Sohn, Genosse Oberleutnant? Es nützte nichts, daß ich schließlich die Briefe nicht mehr öffnete, nicht mehr las. Sie quälten mi beide Seiten Verluste erlitten hätten<, bringt nun der Londoner Nachrichtendienst insofern noch eine Steigening, als er meldet, da« beide Seiten >schwcre Verlusten erlitten hätten. London gibt also immerhin schon zu, daß die Verluste der Nordamerikaner schwer waren, Roosevelts Version von »Verlusten auf beiden Seiten« war allerding» diplomatischer und in diesem Fall sogar wahrer, denn die Versenkung von zwei USA-Schlachtschiffen und drei Kreuzern ^^'urde in der Tat mit dem außerordentlich geringen Verlust von z;wel japanischen Flugzeugen erkauft. Wenn der Londoner Nachrichtendienst weiter meinte, ein Sprecher in Washington habe erklärt, daß die Japaner »bereits nach dem ersten Schuß den Sieg gemeldet« hätten, so beweist diese kindische Behauptung nur die nervöse Verlegenheit der Washingtoner und Londoner Ajntsetellen. Die Japanische Sondermeldung über die Schlacht, die ant 29. und 30. Januar stattfand, wurde bekanntlich erst am 1. Februar bekanntgegeben. Schließlich iat es aber gleichgültig, mit welcher Verspätung sich Roosevelt wieder einmal entschließt, die neuen schweren Verluste zuzugeben. Wichtig iski daß auch diese Schlachtschiffe auf dem Meeresgrund ruhen und die Lage in Australien hierdurch Immer RenJhx CKorallen- jS'ee Sclicrl-Bilderüicnst bedrohlicher für die Anglo-Amerikaner wird. Daß dem so ist, muji sogar der Londoner Nachrichtendienst wissen, der am heutigen Mittwoch folgende Meldung verbreitete: »Im australischen Abgeordnetenhaus bestätigte Curtln heute die Meldungen, daß sich die Japaner in den vergangenen Wochen auf den von ihnen besetzten, Australien vorgelagerten Inseln zusammengezogen haben. Die Japaner verstärkten ihre Kräite auf diesen Inseln, und ee* wird für die Regierung des Commonwealth notwendig sein, Jede Art von Schutzmaßnahmen eu treffen. Und Curtln muß es schließlich ganz genau wissen. Nach zuletJrt: in Stockhohn vorliegenden Berichten aus Washington hat sich das USA-Marlnedepartcment jetzt zu der MitteUung bequemt, daß »im Verlauf der letzten Tage im Raum der Salomonen-Inseln zahlreiche tJberwassergcfcchte und Luftkämpfe zwischen USA-Streitkräften und jRpaniachen Truppen stattfanden«. Beide Seiten, heißt CS in dem amtlichen Bcrlcht weiter, hätten Verluste erlitten. Eine Bekarmtgabe von Einzelheiten In diesem Augenblick ^vü^de Jedoch den Erfolg 2ni künftigen Operationen in diesem Raum gefähiflen. Die japanischen Meldungen über die Verluste der Vereinigten Staaten seien stark übertricbeiL Bs sind Immer dieselben faulen Ausreden, auf die die phantasielosen Kriegshetzer verfallen, werm es darum geht, dem Irregeführten Volk einmal die Wal^heit zu gestehen. Bisher jedenfalls ist Wajahlngton Immer noch gezwungen gewesen, die Richtigkeit Jaipanl-Rcher Schlachtberichte 7:uzugeben, wenn auch erst nach sehr geraumer Zeit In zwei Monaten 176 feindUciie Flugzeuge vemkiitet In den Monaten Dezember und Januar wurden im Verlauf japanischer Luftangriffe auf Kalkutta, Tschlttagong und Feni 176 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder am Boden ;&eratört, Krasnodar begannen, bisher etwa zur Hälfte aufgeriebeu. Alle diese Kämpfe, die am 31. Jdnudr von neuem entbranoAco und am !• Fe* bruar noch andauerten, dienten zur Sicherung nnserer Bewegungen an der Ontflankft der Kdukasusfront, deren planmilßigen Ablauf der Feind nicht tu ,stören vermochte. U-Boot-%>r^ii in London Stockholm. 3. Pobruar Der Schifialirt'ikorrc.spondent der »York-shirc Post« niaclite in einem Artikel seinen Lesern klar, daß Cnglands -ganze Zukunft davon abhänge, ob es in der Läse sei, »Großadmiral DoenitÄ eine Antwort zu geben«. »Seit Juni 1941 haben wir keine amtlichen Zahlen über unsere Schiffsverluste erhalten«, schreibt das Blatt wörtlich. »E.s scheint jedoch, als ob * sie sich im Jahre 1942 den schlimmen Zahlen von 1917 näherten, wenn sie nicht gar gleich hoch waren. Wenn die Antiachsenmächte ihre Offensive auf Europa ausdehnen wollen, werden Millionen Tonnen Schiffsraum benötigt, Schiffsraum, der gc schützt werden muß. Jedes Schiff, das jetzt versenkt wird, macht die geplante Expedi* tion schwieriKer. Zweifellos wurde dies« Sachlage in Casablanca eingehend geprüft, und die Anwesenheit des Ministers für Kriegs-transporte, Lord Leathers. zeigt, da9 den Schiffen in dem Plan, der jetzt ausgearbeitet wird, sehr große Bedeutung beigemessen wird.« »Der Anti-U-BcK)tkrieg«, so heißt es weiter, »ist ein Kampf, der, wenn er verloren wird, gleichbedeutend mit dem Mißlingen der gesamten Strategie der Achsengegner ist. AU unsere Pläne für eine Offcnsivaktion würden zusammenbrechen, wenn die U-Boote nnhe-siegt bleiben.« Appetit der USA auf Indien ^ Bangkok, 3. Februar Roosevelts persönlicher Vertreter in Indien, Philipp, zdgte auf einer Pressekonferenz in Labore wie groß der Appetit der USA lüt Indien iet. »Wir Amerikaner«, so sagte er. >sind sehr an Indien interessert und müssen es sei«. Ich gaube, unser Intere&se ist heute größer als je zuvor, weil jetzt unsere Soldaten hier and.c Abschließend, bemerkte er, das USA-Votk habe viel Sympathie für die Inder, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sein Besuch in Indien die Freundschaft Indien.USA fördern werde. Die wahre Aufgabe Philipps, Indien für die Übernahme durch die USA reif zu machen, ist hier in besonders freundliche Worte wie >In-tercssc«, »Sympathie« und »Freundschaft« gekleidet Oberschwemmuntfen in Schweden Stockholm, 3. Februar Die infolge des ungewöhnlich warmen Wetters in Schweden viel zu früh einsetzenden Frühjahrsüberschwemmungen haben einen außerordentlich großen Umfang angenommen. Aus sämtlichen Qebicten Schönens und Smo. lands kommen Berichte über eine bedrohliche Verschlechterung der Lage. Die S^en und Bäche steigen mit rekodarSger Qeschwindig. kcit. In der Landschaft Blekinge stehen jproße Ackergebiete unter Wasser. Überall steht' das Wasser meterhoch auf den Straßen, und das Verkehrschaos wird im. mer größer. Kleine Bäche sind zu reißenden Flüssen an{;eschwollen, sodaß viele einsam liegende Höfe völlig von jeder Verbindung abgeschnitten sind. Auch der größte Binnensee Schonens, der Ring-See, ist über seine Ufer getreten. Bombenattefitat gegen Zioidsteafährer in Palästina. In den frühen Morgenstunden des Dienstag explodierten vor den Häusern von zwei Zionistenführem in Petah Tikva bei Tel Aviv mehrere Bomben. Über die Urheber des Attentats sowie über die angerichteten Schäden liegen noch keine Meldungen vor. Flugzeugunglück in Iran. Der Direktor des »Public Rclafions Bureau» in Teheran. St^"-phen Childs, Stabsottizler der britischen LufN waffe, sowie mehrere höhere Offiziere des iranischen Heeres wurden am 18. Januar einem Flugzeugabsturz 70 Meilen westlich von Teheran getötet. Trotz ausgedehnter Suchaktionen konnten die Trümmer des Flugzeuges erst jetzt gefunden werden. GroSfener In cdneir cfaUenlschen Stadt. Ein gewaltigf* Groöfeuer hat das Zentrum dsr chileni^heti Stadt Calburo vollständig vernichtfit. Zwölf Häuserblocks wurden völlin eingeäschert. Uber 1500 Personen sind ohne Obdach. Der Schadcn wird aul 30 Millionen Pesos geschätzt. Zu dan Aulräumungsarbei-ten wurde Militär eingesetzt. Golden« Pagode In Rangun durch Bombeo-angriff zerstört Die beräimte goldene Pagode in Rangun wurde ein Opfer eines feindlichen Liiitangriffs. Siebeii feindlich« Bomber warfen über der buddhistischen Pagode die vor allem auch unter dem Namen Schweda-gon-Pagode bekannt ist, Bomben ab. Eine davon traf die Pagode und zerstörte sie. Prack and Verlas: M«rbure«r Verlus- and Dmcktrel-Qes. m. b. H. VerUssleltuas: Czon Biomsartner; tlauptschrlftleiter; Anton Qerschack (z. Z. hi UrUnb) — Stellvertretender Hauptscbriltlelter; Robert Kratzer' Alle In Marbars a. d. Draa. Bad>casse t Znr Zelt fOr Anreimen die Prelsllst« Nr. 2 vom I. JuH I94i eOltis. Ausfall der Lteferoofr de» Blattet bei höherer Qew»Jt oder BetrlebsstArunK clbt keinen Afltorucli iw Sttckxabluna dta BMustgtldM f Immet jmeäet jdos Hetdentied 4u ftotd Ungestüme Angriffswucht - härteste Abwehr — Kampf um die Ruinen der abgebrannten Ortschaft ■" Bölschewisten stürmen ohne Gewehr — Zwanzig, dreißig, vierzig Angriffe in einer Woche Als die Bolschewisten K . ... räumen muß-, mehr? Aber wir bekommen kein Feuer von | wohl der Sturm immer wilder tobt. Jetzt teiTr hatten sie die Stadt sinnlos und gründ-, dort drüben, nur von vorn knallt uns ein | wird ea auch klar warum sie nicht schießen, liph zerstört. Heute hat der Winter, gerade j Maschinengewehr dauernd an, zwingt uns I S;e haben gar keine Gewehre! Wirklich, die i.. 1 , immer tiefer in den Schnee, Handgranaten j meisten haben ein Seiten^jewehr an einen fertigmachen. Man reibt sich eine Sekunde ' Stock gebunden. Manche haben nur einen lang die Hände im Schnee. Auf der Stirne als ob er dies vertuschen möchte, seinen dicken weißen Mantel über die Ruinen gebreitet, über die verkohlten Balken, über die Trümmer, über das Elend und das verbogene Bettgestell. Nur ein paar gemauerte Schornsteine stehen noch, ein paar winzige Holzhütten wie Spielzeugschachteln, geductt hinter den Wällen von Schnee. Wäre der kalte Wind nicht, der heulend um die Ruinen pfeift und mit dem Rauch spielt, der schwarz aus den Kaminen dieser Hütten quillt, man könnte glauben, man wäre in einer Toten-Btadt. Mögen ste nur kommen . . . Das Städtchen verdient diesen Namen nicht zu uhrecht. Denn draußen in der weiten Niederung, bis hinüber, wo sich schwarz der Wald in den matten Winterhimmel reckt, liegen hundert und aberhundert tote Bolschewisten und der Sturm hat weiß über sie den Schneehügel geweht. Immer wieder, zehnmal, zwanzigmal und lioch öfter sind sie angerannt, um den Trümmerhaufen zurückzuerobern, zwanzigmal und noch öfter erstickte Ihr wildes „Urrääh" im Feuer der paar Ma-■chinengewehre, die den Ortsrand halten. Wochenlang geht das nun so. Nur gestern war Ruhe. Hat der Gegner endlich genug? Die Männer in den Hütten, die Schützen einer Kompanie und einige Fernsprecher, die die Verbindung nach rückwärts aufrecht erhalten, sind immer bereit. Müde und bleich hebt sich der Tag aus den verschneiten Feldern, die sich vor der Trümmerstadt breiten. Der Zug, der jetzt draußen die Sicherung 'überhimmt; macht sich fertig zur Ablösung. Die Pelze und Wollwesten, die aus der Heimat gekommen waren, kann man jetzt gut gebrauchen, denn Schneetreiben hat einge-B^itzt, das Eis sticht wie mit Nadeln in die Gesichter. Die Sicht ist schlecht geworden. Der Wind, der um die Ruinen pfeift, holt trotz der Pelze schnell die letzte Wärme aus ■ dem Körper. Wir marschieren. Eigentlich ist es kein Marschieren, es ist ein Stapfen durch den weichen Pulverschnee, ein Ent-gegenstemmen gegen den Sturm, der über die Niederung rast. Vergeh Wommen gleiten Schatten über das weiOe Feld Dann halten wir wieder, um etwas zu verschnaufen. Kaum, daß man Luft bekommt, hols der Teufel I Ein paar hundert Meter weiter liegen die Kameraden, die wir ablösen. Weiter! Minuten dehnen sich zur Ewigkeit und doch kommt man in diesen Minuten nicht vorwärts. Nur langsam, Meter um Meter. Der Schnee wird weicher und tiefer, rutscht in den Schaft der Knobelbecher. Diese ekelhafte, eisige Feuchtigkeit an den Füßen! Wir müssen uns beeilen, in einer halben Stunde ist es Tag. Eine halbe Stunde — früher ist man die paar hundert Meter in fünf Minuten gelaufen. Doch der Winter ist ein harter Gegner. Wir müssen gleich da sein. Da gleiten verschwommen die Schatten über das weiße Feld. Links fällt ein Schuß. Maschinengewehre rattern los, vor uns spritzt in langer Reihe der Pulverschnee auf, hin und her. Die Bolschewisten greifen an. Wieder. Zum wievielten Male eigentlich? Auge — Kimme — Korn — Haltepunkt Da sind wir gerade noch zurerht gekommen. Die Kälte kriecht ^angsam von untpn herauf, die wir uns tief m den Schnoe wühlen.. Der darapf^fide Atem schmilzt eine Grube in den Schnee vor unserem Gesicht. Deckung, Deckung! Man muß uns von drüben sehen können, denn hjarsrharf spritzen die Garben an uns vorbei. Mit den Zahnen reißen wir die hartgefrorenen Handschuhe herunter. Das Maschinengewehr ist eiskalt. Nohen uns wirft einer Handgranaten," Sind sie schon so nah? Man kann kaum etwas erkennen. Es Ist immer wieder dasselbe. Ob auf dem Exerz-ierplafz, im Manöver oder jetzt, da der Tod über das Schnpefeld peitscht, schneller noch als Kälte und Sturm, eisern umfaßt die Hand das Gewehr, in vollendeter Ruhe wird der Gurt eingelegt, tausendmal geübt, tausendmal oder noch öfter im Kampf erprobt. 'Spürst du, Kamerad, wie die Hände langsam blau werden, wie die Füße wie Eisklumpen lienenf Er merkt es genau so wenig wie alle anderen, er weiß jetzt nur: Auge— Kimme^Korn—Haltepimkt ... er weiß nur, -daß der Feind sich wieder blutige Köpfe holen muß. Hvjndertmal sind w!r schon so ge--leqen unr'- immer haben wir gefühlt und qo-wnßt, daß wir die Herren sind über das Feld, ob wie damals, die Sonne die Erde dörrte .oder, wie jetzt, die artmme Kälte den Atem gefriert. Es ist so, man hat noch Zeit 7Um Denken, während Gurt um Gurt avis den beißen T.Mufen bnmmert. Brnndiing von Sturm und Schnee Irpendwer brüllt. Man kann kaum etwas verstehen in dieser Brandung von Sturm. Schnee und knarrendem Tod. Dazu noch die wollenen Ohrenschlitzer, Wer will da etwas von der '•echten Flanke . .. Unwillkürlich scha4fn wir nach rechts, wo flinf^^ig Meter weiter ein paar verkümmerte Bfiume die kahlen Aate in das Grau recken. Man glaubt nicht recht zu sehen. Iht das möglich? Bis dahinüber find sie schon gekommen? Fast unbemerkt haben sich die Bolschewisten her-ätiarbeiten können. Zehn, dreißig, «Indfi perlt der Schweiß, der gleich gefriert. Vierundzwanzig Grad minus. Handgranaten sausen dazwischen An unflerer rechten F^anke sind sie auf dreißig Meter heran. Sie schießen noch immer nicht. Sie müssen uns aber doch gesehen haben. Ein Blick genügt. Wir brauchen keine großen Worte oder Befehle. Jeder weiß, was er zu tun hat. Das Ma-schinen-gewehr übernimmt die Sicherung nach vorn. Der Feind drüben muß zum Schweigen gebracht werden, damit wir unsere Handgranaten los werden. Werm das Maschinengewehr da drüben weiterschießt, können wir nicht werfen. Da werden wir abgeschossen wie Hasen. Loa .,, Taktaktaktak ,.. Rechter Hand kommen sie Immer näher. Man hört ihr Schreien, ob- Stock, einige nur ein Messer in der Hand. Wie im Bauernkrieg. Es fehlen nur Sense und Morgenstern. Eigentlich müßte, man lachen, wenn das Lachen nicht so weh täte bei dieser Hundekälte. Da hauen auch schon unsere Handgranaten dazwischen. Eine nach der anderen. Ge-wehrschü.sKse, eine ^Ta-^^chinenpistole macht noch mit. Die Wirkung l.st furchtbar. De** Tod rast über da.^ weiße Feld und Blut gefriert rot im glitzernden Schnee. Da kommt auch die Winter.sonne, und ihre fahlen Strahlen brechen sich flimmernd Im Wirbel der Flocken. Das Feuer schweigt. In unserem Bunker verbindet der Gefreite einen leichten Streifschuß. Das war alles. Aber rhindcstens ein halbes hundert tote Bolschewisten krallen dort draußen die starren Hände In den Schnee. Kriegsberichter Hann« Pfeiiffer, PK .■JiM. Vit» % F^K-Au[n.ihinc: Kriegsberichter Kcmpe-.^tl.- (Wb) Jeder Mann eine Festung Ein Tapferer schlägt skh durch An Schlaf war natürlich nicht mehr zu denken, als sich die Nachricht veibreiteto, unser Kamerad sei wieder da. iJ4 Stunden hatten wir auf den T<.)lgeglfiubten gewartet, hatten ihn dreimal auigeyeben in dieser Zeit und doch immer wieder gehofft, sein str()hl)lonr die ' Mündnug geschleuder.t, hatte ihr Werk getan. Das Maschinengewehr war zerrissen. Die, Schützen zwei und drei fielen, und ich seihst spürte einen Sfhmerz im Pii' n und einen Srhlaq vor die Stirn, der miri f: - Sckun;it*n bewußtlos machte. Als ich v.'ieder zu mir kam, wt es still, unheiiT.l'f h still, Sichor qlauhtcn ^ii'^ K 'me-rad^m, daß es ciuch mich eiwischt h tti-. hinterher um jerlcn Preis. Tino nc i r.:an>,te zerriß die Stille und jani m'r 7vi-i P 'ue Splitter in die Glieder, l'nd d inn l i - .'h ich los mft zusaminongobissenen Z.^hri'''n inrn* r in Tuchliihlung mit dem schiieena- Id- hodon. Wem doch wpn:f'sl--ns dif^ über dem A'.igo rieht so l lii' n '■ i.'e if'h, als ich rf icidi' Wit-:?r d . wischte und den Kopf hob, r!.- cnh i ^ >- n zwischen den Kriinp.'firht. n d j I Gewehr im .Anschl g Rnntr^^n V. . 1 schon knfjtterte es h rü''nr an-? d -n h- 1-feuerqc 'Vehr, srhnn fuhr nur d'o n,,r! ■ ■ r den Rücken und ich e'rh.'cll S'ü ". Die Pistole hatte ich noch, nnd t'-nt/ ^ n-der Schmerzen drückte ich eM^m I . mal und noch einmal, und ol-i r' v s Unheil anrirhten konnten, Wijr-Mi di» \". ?-logerer erledigt. ■Aber auch meine Kr"-;fte w"» n hti T Sollte ich hier l.-iiqsrim verbla* Und v. der ranpcHe ich mi- h iUT 'Moir-'-rt- v >r-wärts, fand hi!;aiis a' s '' in \" ■ ! i:n ! zusammen, als ich in dv r ■ I ..i -r eines Dorfes er' lies ■ irr niC! ' p e . . T ■ .i/' v.äs». Vri;,, v' - ■'1 - •' Jt CK Aufiuiliii: Das' ist die Hölle vod Staliutfrad J5eite 4 >MartmTper Zefturrpf« 4. Febroar 1W3 Nwnifler 35 Voik und IKutUu Vorstudienausbildung für Mädel Auslese, Begdbtenförderung und Eheprobleme Als Gegenstück zu der nur für die männliche Jugend gültigen Einrichtung des Langemarckstudiums wurde vor kurzem auch eine „Vorstudienausbildung für Mädel" geschaffen. Ihr Ziel ist die Erlangung der Reife für das Hochschulstudium Den Weg däzu ebnet ein zweijähriges Vorstudium, das ira Gegensatz zu dem späteren Hochschulbesuch als Gemeinschaftserziehung internatsmäßig durchgeführt wird. Die neue Einrichtung will vorhandenen Rcciabiingen dazu helfen, sich vollwertig zu entfalten. Durch planmäßige Begabtenförderung der weiblichen Jugend wird ihr heute eine nicht geringe Zahl von aufstrebenden Entwicklungsgängen, z. B. zur Gewerbelehrerin, Jugcndiniteiin, Meisterin usw., erschlossen Es ist nunmehr die Möglichkeit gegeben, hocliwertigen Nachwuchs unter den berufstätigen Mädchen nicht nur in mittelwertigem Einsatz zu binden, sondern auch in jene weiterführende Aufstiegsberufe zu lenken, die dringenden Bedarf haben, wobei nur an Philologinnen, Arztinnen, Volkswirtinnen u. a. er'nnnrt sei. Noch aus einem weiteren Anlaß bleibt aber eine Vorstiidienaiishildung in Betracht zu ziehen, Krioqssrhicksa! und Spätreife bedingen manche innerliche Veränderungen in der Einstellung zum Beruf, Es wandelt sich nämMch vielfach auch eine zunächst nur kurzfristig aufgofoßte Berufstätigkeit zum innerlich veipflich^enden Lebensberuf, Bei diesem nachgeholten Studium berufstätiger Mädchen und Frauen sind, wie d^e Reichs-juqendfiihrung betont, auch biologische Gesichtspunkte 7u borlenken. Allgemein wird heute der biologische Gedanke hei Förde-rungsmaßncThmen in den Mittelpunkt gestellt. Auch bei der Vorstudienausbildung der Mädel ergibt sich die Frage, ob nicht etwa durch verzögerten Termin, erhöhte Ansprüche an den Lebenspartner und mögliche Erschwernisse in der Beschaffung der Aussteuer eine Eheschließung ungiinstig heelnfhißt wird. Ein Dichter sieht die rote Gefahr Edwin Erich Dwinger erkannte den Rolschewismus als Bedrohung der Weltkultur Wenn eine, so ist Dwinjer, dessen Denken und Schaffen «eit mehr als zwei Jahrzehnten um die völkervernichtenJe Wirkung des Bolschewismus kreist, berufen, über das Thema des Bolschewismus als Hedrohuns: der WeltkuUur zu sprechen. Als blutjunger Fähnrich g'inff er an die Ostfront und kam bald, schwerverwundet in russische Oe-fanffenschaft. Im sibirischen OefangenenlnEer hat er den Ausbruch des Bolschewismus erlebt. Dwinger nahm dann selbst an der furchtbaren Auseinandersetzung zwischen Rot und Weiß teil, in der die russische Kultur und Intelligenz in einem Meer von Blut und Oualcn untergeffanEen ist, während Europa den Bolschewismus immer noch als ein nur russisches Problem ansah, das auf das europäische Schicksal niemals Einfluß haben könne, Dwin>;er war, wie TaRehuchaufzeich-nunffcn jener Ta^e belegen, einer iler ersten, die den Bolschewisnms als eine Bedrohung der Kultur und Gesittung der ganzen Welt erkannten, wie sie in der Oeschichte noch niemals dagewesen ist. Als Teilnehmer an dem Vormarsch in der Sowjetunion in einem Panzer-Regiment im Sommer 1941 hat Dwin-ger dann erlebt, was Stalin aus dem Leninschen Bolschewismus von 1917 gemacht hat und was in dem knappen Vierteljahrhundert aus dem nissischen Volke von damals geworden ist. In dieser Zeit ist das Russentum von ehemals nach Ausrottung seiner germanisch durchbluteten Oberschicht zu jener willenlos fanatisicrten Masse geworden, in deren Oe-hirn nichts mehr von den Werten ihrer völkischen Kultur von ehemals lebt unJa, Georg«, sagte sie, und sie sprach zum Jiohne wie zum Vater, denn sie vermochte im Augenblick die beiden nicht voneinander zu scheiden, »so ist dein Vater auch hinausge-Rogen«. Sie schwieg und .«Dag Ist recht so, sieh nur« — und sie begab sich zum Glasschrank, der zwischen den be'den Fenstern der Wohnstube aufgestellt war, und öffnete ihn — »hier liegt das Filseme Kreuz, das sie mir von der Front geschickt haben. Ich habe es in den Schrank gelegt und .gelt dieser Stunde nicht mehr berührt Aber Ich habe es mir jeden Abend vor dem Schlafengehen angesehen, es war mein Gebet Ich nehme es auch jetzt nicht von seinem Platz. Aber ich will dir das Kreuz deines Vaters schenken, wenn du dir die gleiche Auszeichnung erworben hast.« Diese Worte fielen Ihr nicht leicht, aber Georg merkte nichts davon. Er sprang auf, die Augen leuchtend und die Hand am Seitengewehr, und er stand, wie er sonst wohl vor seinem Leutnant stehen mochte, wenn der ihm einen Befehl erteilte. >Das Kreuz des Vaters willst du mir dann wirklich geben?« fragte er beinahe atemlos vor Erregung. Die Großmutter hatte das Kreuz immer wie ein Hcüigtum gehütet. Die alte Frau nickte, imd es fiel ihr selbst diese« Nicken schwer. Der Enkel küßte sie und ging aiB ielne Zeit um war. Sie öffnete das Fenster und sah ihm nach, bis sich seine hohe Gestalt Im Trubel der verkehrsreichen Straße verloren hatte. Dann hielt sie ihre Tränen nicht mehr zurück, da.s Weinen tat ihr doch gut, sie fühlte, wie es sie erleichterte trotz aller Schwemls, die sie betroffen. Sie hielt aber auch Zwiesprache mit Georg, dem Sohn, sie sagte zu ihm, dessen Bildnis ihr gegenüber an der Wand hing, daß sie sich nicht täusche an der ZuKunft, die ihr auch den Sohne.ssohn nehmen werde, sie ahne es in der Hellsichtigkeit ihres Alters. Sie blickte auf dag Bild, das den Sohn m semer jugendlichen Frische zeigte, und sie empfand wie niemals zuvor, wie sehr der Enkel ihm aus dem Gesicht geschnitten war, einem stolzen Gesicht, das ihr Mann auch sein eigen hatte nennen können. Die Woche ging vorbei. Georg hatte eine Karte geschickt, er hatte geschrieben, d^ß er auf der Fahrt gegen Osten sei, es gehe Ihm gut und er freue sich schon heute auf den Tag, der ihn als Träger des Eisemen Kreuzes sehen werde. Denn für ihn bedeute das gewiß mehr als für die anderen Kameraden, er könne dann ja des väterlichen Kreuzes als eines Geschenkes Ihrer guten alten Hände und ihres liebenden Herzens gewärtig sein. Die Großmutter, als sie die Zellen oftmals gelesen hatte, legte die Karte in den Glasschrank zum Kreuz des Sohnes, und sie wachte am Abend vor seinem Bild und hielt wieder Zwiesprache mit ihm. Und der Heldentod des Enkeld stand nicht mehr Im Nebel der^hnung, sie wußte zur Stunde, daß er gleich dem Vater Jn fremder Erde schlafen werde. Aber es war ihr Blut, das sich für den Sieg der Gerechtigkeit mit einsetzte, und es ist Immer schwer zu ertragen, das eigene Blut In Gefahr zu sehen, ohne es retten zu können. Sie bat jedoch Gott an keinem Tag, den Enkel vor allen anderen zu schützen. So fühlte sie sich selber als einer Mutter nach, die einen Sohn nicht etwa geboren und erzogen hatte, daß Pein Geschlecht sich In der Sattheit eines beköhimlichen Lebens verlöre. Dieser GedanJce wurde wieder stärker in ihr. Es kamen noch zwei Karten von Georgs Hand, dann aber blieb jeder Gruß aus. Der Rundfimk und die Zeltungen meldeten von den Kämpfen im Osten und eines Tages hieß es, daß ein heldisches Ringen eingesetzt habe, härter als je zuvor. Die alte Frau war seit dieser Stunde ganz ruhig Im Innern, sie wimderte sich darüber, aber sie glaubte nicht, daß der Enkel außer Gefahr gewesen sei, im Getrentell, sie ahnte, daß sich etwas Großes und Heiliges durch ihn verbreiten und sie bis an ihr Ende Über alles Leid erheben werde. Sie erfuhr auch bald, was geschehen war. Eines Tages erhielt sie ein Päckchen aus dem Felde. Sie hielt es lange in der Hand, erwägend, ob sie es denn nicht uneröffnet In den Glasschrank neben das Kreuz dea Sohnes und die Karten des Enkels, die gleichsam die Vorhut dieser Sendung gewesen waren, legen sollte. Sie wußte, als sie ! das Päckchen ansah, daß der Enkel tot war. I Dann löste sie aber doch Schnur und Hülle I und hob den Deckel auf. Da lagen ein Ei-j semes Kreua;, die Erkennungsmarke des I Enkels und ein gefaltetes Blatt auf dem Bo-1 den der kleinen Schachtet Sie war Tvfecht fähig zu weinen, «ie war ja auch nicht bestürzt gewesen, sie sah nur atif das Eiserne Kreuz, Schließlich nahm sie das Blatt und las die paar Zellen, von fremder Hand geschrieben. Es stand da, ihr Enkel Georg sei gefallen und er habe, ehe sie zum Sturm angetreten seien, den Wunsch geäußert, sie sollten, wenn er nicht mehr zurückkehre, das Kreuz, das ihm kurz vorher an die Brust geheftet worden war, an seine Großmutter mit der Bitte senden, die Auszeichnung In den Glasschrank zu legert Derm weim ihm schon das Kreuz des Vaters verwehrt sei, so wolle er das seine auf dem würdigsten Platz wissen, den es dafür gebe. Der Leutnant hatte seinen Namen daruntergesetzt Da legte die alte Frau das Kreuz de« Enkels in den Schrank zu dem andern, und es dünkte aSs wie ein Wunder, daß ihr so feierlich im Herzen war; sie hätte nicht zu klagen vermocht. Sie dankte Gott, dali ihr Enkel mit einem reinen Gedanken In den Tod gegangen war, wie ihn die Helden unseres Volkes Immerzu gepflegt hatten, jene Helden, von denen die Geschichte kündet als von Männern, seien sie auch namenlos, der edelsten Taten. Mummer 35 »Majfwfgef Zeltunpf« 4. F^bruir 1M3 Seffe 3 Aus Siaät und £and Wir WiSSüH. daß wir Sie: eo mflssen Hand auf& Her*, lieber VolksgenosM In Jer Heimat, hast du bis heute von der Kriegszeit als Notaelt v.el gespürt? Gewiß, auch du mußt dich einschränken, du mußt mehr und schwerer arbeiten als Im Frieden, nimmst Verzichte und Entbehrungen auf dich; du hast auch deine Sorgen. Du hast sogar zuFiätziicn einige Aufgaben übernommen, du hast deine Spenden für das Kriegs-WHW froiwillig erhöht und hast auch sonst immer wieder zu beweisen versucht, daß du den Emst der Zeit verstehst und im Gleichtakt mit den anderen Volksgenossen marschierst, die vielleicht ein hohes Opfer mit dem Tod eines lieben Angehörigen für den Krieg brachten. Aber die letzten Kraftanspannungen, die letzten Reserven haben wir alle noch nicht aus iuib herausgeholt. Totaler Krieg aber fordert: Aufgebot aller Kräfte, Zupacken des letzten Mannes, der letzten Frau an den Aufgaben der Kriegführung. Notzeit kann nur überwunden werden, wenn sich die geballte Kraft der Nation In dem einen heißen Wollen vereinigt, alles an Entschlossenheit, an Fleiß, an Mut und an bis heute ungekannter Opferbereltschaft aufzubieten, um den Sieg an unsere Fahnen zu zfwlngen. Wir alle haben Jetzt nur das SU tun, was dem harten, unerbittlichen Kampfe dient Es gibt keine andere Wahl: entweder Sieg oder Untergang, BVeiheit oder Bolschewismus, Durchbruch zu strahlender Zukunft oder Sturz ins finstere Nichts. Keiner hat das klarer erkannt als der to-doamutige deutsche Soldat im Osten, der Träger des totalen Krieges in seiner härtesten, erbarmungslosesten Konsequenz. Er geht durch eine Hölle des Grauens; er kämpft mit den Infernalischen Kräften einer 20 Jahre lang gegen uns aufgebauten ECriegsmaschine, gegen die seelenloee Sturheit immer aufs neue heranbrausender, wohl-gerüsteter Massenheere. Der deutsche Soldat im Osten kämpft und leidet, darbt und friert, blutet und stirbt im Zeichen des totalen Krieges, im eZichen unvergänglichen deutschen Soldatentunui Als leuchtendes Fanal und zwingende Mahnung an die deutsche Heimat imd die europäische Welt steht vor uns der wahrhaft heroische Kampf unserer Soldaten in Btalingrad. Wer, wie die Helden von Stalingrad, gegen eine erdrückende Übermacht von Menschen imd Material, in einem Hagel von Feuer und Elsen, unter für uns alle unvorstellbaren Leiden und Entbehrungen Wunder der Tapferkeit vollbrachte, der bleibt seinem Volke ewiges Vorbild, der fordert unerbittlich durch sein unvergängliches Heldentum von jedem einzelnen Im Volke, Ihm nachzueifern In der Erfüllung schwerster Pflichten, die dieser Krieg uns allen auferlegt. Der Ruf an dich, lieber Volksgenosse, ergeht in schicksalsharter Stunde. Immer hat der FHihrer nur das vom deutschen Volke gefordert, was notwendig ist; auch Im Kriege Ist es nicht anders. Wir alle wissen, daß wir siegen müssen. Wir alle müssen um unser Leben und um unsere Zukunft kämpfen. Die Kraft unserer Herzen, HIme und Fäuste, die ganze leidenschaftliche Entschlossenheit, flammende Wut und unbeirrbare Kampfbereitschaft unseres Volkes kann heute nur dem einen großen Ziele dienen: Totaler Krieg an der Front imd In der Heimat, bis die Feinde für Immer niederdezwungen sind. Die Bedeulung der deutschen Rüste and der Alpen Dr. Schalbcqter spmch Im Auftrag de« Volksblldungswerkes Marburg Durch Ausfall d<>s geopoliUsch^n Vor-irag'CS dK's Volksbihliiiigswerkes Marburg in der vorigen Woche vereinte Sludienral Dr. Karl Schall>crger sicine l>eid<'n Vor-Irägc „Die deutsche Küsle, das Tor in die Well" und „Die Alpcii, eine Aufj^alni oder Sperre" in einem Vorürag am Diens-lagabend. ' Dr. Schalber^r verglich rinleilend Gebirge, Flüsse, Pässe und ähnliche Gege-iHjnheiten eines Landes mit Organen des Körpers, von denen keines vernachlässigt Vierden darf, wenn nicht dor ganze Orca-nismus angegi'iffen werden soll. Von der Gestaltung der Küsle hängl das I>clK!n, die I Politik und die Wirtschaft unseres Volkes ' ^nauso sehr ab wie von den Alpen. Dcs-I halb ist es begrüßenswert, daß im neuen I Deutschland der Alpenlönder die Küsle und ihre Mensclicn Kcnnenleml und der I Niederdeutsche dagegen die Alpen ver-j stehen lernt. Die Küsbe wird als das Geburtsland des ! indo^rmanischen Volkstums angesehen. iVon nier kamen auch die Franken, die für lange Zeit Europa beherrschten. Der einzige Stamm, der ihnen ernstlichen Widersland leistete, war auch der einzig soetüchtige der damaligen Zeit: die Niedersachsen. Von ihnen ging die Seelüchtigkeil auf die Wikinger über, die das Franlicnreich mit Raubfahrten bis nach Paris bedrohten. Zur gleichen Zeit fielen die Ungarn im Südostes! des Reiches ein. Auch Heinrich der Löwe erkannte die Bedeutung der Küste als Flankendeckung für seine Ostpolitik. Ali dann der Küste durch den Staat kein Schutz mehr gewährt wurde, machten sich die norddeutschen Slädle selbständig, und so ftrft-stand die mächtige Hanse. Doch als die Zeit des Kiolonisi^ens kam, hatte sie nicht gtniigcnd staatliche Macht So mußte Deulschland zusehen, wie Spanier, Portugiesen. Franzosen und Holländer die Well unter sich aufieilten, weil die deutschen Kaiser anderen Problemen zugewandt waren. Erst Rismarck trieb wieder aktive Küsten-, also aucli Kolonialpolilik. Durch den Schlcswitj-llolsteinschen Krieg brachte er dieses wichtige Gebiet ztuücKj durch den Krieg 18üG schied er Österreich aus der Küslcnpolilik aus. Er ließ den Friedrich-Wilhclins-Kanal bauen und verband so Ost- und NordSioe. Zur Küste gehören Schiffe und zu Schiffen Kolonien. Desi-halb wird es nur ein starkes Reich geben, wenn die Küste stark ist Keine geringere Bedeutung als der Küste ff^llt den Alpen ru. Im Gegensatz zu den Pyrenäen und dem Kaukasus sind sie von Längs Ifllcrn durchschnitten, die durch Vegelation und Klima für Rastplätze geeignet süid. Germanischer Er-oberungsdrang erschloß die Alpen in der Nord-Südrichtunc. Tirol und Salzburg richteten auf dem Weg nach Süden >\egsta-» tionen und Sicherheitsposten ein. Kärnten besiedelte das Drau- und Sawetal. So ^schickt die Habsburger in derSüd-ostpoiitik waren, so ungeschickt erwiesen sie sich in der AlpenpoUtik. Da sie selbst aus dem Südwesten des Reiches stammten betrachteten sie das Gebirge in der West-Ostrichtung. Die Nord-Sudbesiedlung hörte auf, und diese West-Ost-belrachtungsweise wirkte sich bis in das Nachkriegs-Öslerreich aus, das von Frankreich her beeinflußt wurde. Erst _ der Führer erkannte wieder die Nord-Südl)0-deulung der Alpen. Kärnten bekam seine südöstlichen Ausgänge wieder und die Steiermark gewann wieder Raum im Süden. SL Errichtting von Kreltsippen-ämtern im Unterland Das Verordnungs- und Amtsblatt des Chefs der Zivilverwaltung vom 26. Januar 1943 bringt unter anderem auch eine Verordnung über die Errichtung von Kreissippenämtern in der Untersteiermark, wonach mit Wirkung vom 1. Januar f943 in den Landkreisen der Untersteiermark und Im Stadtkreis Marburg a. d. Drau Kreissippenämter errichtet werden. Diese sind Bestandteile der Behörde des Landrates bezw. Oberbürgermeisters. Der Zeitpunkt der Aufnahme des Dienstbetriebes der einzelnen Kreissippenämter wird durch Erlaß bestimmt werden. Den Kreissippenämtern obliegt die Aufbewahrung und Ergänzung der bis zur Einführung der staatlichen iVlatrikcnführung in der Untersteiermark geführten Matriken und die Bearbeitung aller Fragen, die mit dem Ahnennachweis und der Sippenforschung verbunden sind. Die von den Kreisslppenfimtern ausgestellten Urkunden besitzen volle Beweiskraft. m. Drei Vofkskutturwerkgruppeu In Lntten-berg. in der Kreisstadt Luttenberg wurde neben der Laienspielgruppe, die unter der Leltunj: von Kameradin Irmgard Strasser anläßlich des WHW-Konzertes Ihre Feuerprobe bestanden hat, eine weitere Gruppe, Bauernmusik, Ins Leben gerufen. Diese Gruppe leitet Pg. Flach. Welters wurde unter der Leitung des Pg. Hans Harlng dne Volks-musikgruppc gegründet. Sämtliche drei Gruppen des Volkskulturwerkes bewiesen am vergangenen Sonntag bei einem Volkskonzert, daß sie gewillt sind, echte Volkskultur unter die Bevölkerung zu tragen. So bildet die Kreisstadt nun auch Im Volkskulturwerk den Mittelpunkt des Kreises, von dem aus in Kürze in verschiedenen Ortschaften selbständige Gruppen errichtet werden. m. Todesfälle. In der Tauriskerstraße 3 in Marburg starb das Friseurstöchterlein Regina Mesner aus der Bubakgasse 12 In Marburg. — In Wien verschied der 30jährige Hermann Kager aus Brunndorf bei Marburg, Kem-stockgasse 1. Femer sind In Marburg gestorben: Die 12jährige Lokomotivführerstochter Gertrude Kramarschitz aus der Gottschalkstraße 4 und der 33jährige Winzer Johann Mazun aus Pleschiwetz 16. m. Neue Klettervorrichtung für Holzfäller. Ein Alfelder Revierförster konstruierte einen neuen Apparat zum Erklettern von Bäumen, der die bisherigen, an den den Innenseiten der Schuhe angebrachten Stahlpicke! über. flüßig macht und sie durch zwei kletterstufen ersetzt die von Tragseilen gehalten werden. Diese Stufen ermöglichen nicht nur ein gefahrloses Erklettern des Baumes sondern gleichzeitig ein bequemes Stehen und Arbei. ten, wobei Axt und Säge mühelos mitgenom-men werden können. Die neue Konstruktion ist in Forstbetrieben bereits praktisch erprobt. Der Geist von 1813 Aus dem Aufruf zu Beginn der Freiheitskriege Große Opfer werden von allen Ständen gefordert werden. Denn unser Beginnen ist groß und nicht germg die Zahl und die Mittel unserer Feinde. Aber welche Opier auch von einzelnen gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligsten Güter nicht auf, für die wir sie hingeben, für die wir streiten und siegen müssen, wenn wir nicht aulhören wollen, Preußen und Deutsche zu sein. Es ist der letzte entscheidende Kampf, den wir bestehen für unsere Unabhängigkeit, unsem Wohlstand. Allein wir dürfen mit Zuversicht vertrauen; Gott und unser fester Wille werden unserer gerechten Sache den Sieg verleihen, mit ihm einen sicheren glorreichen Frieden und die Wiederkehr einer glückUchen Zeit.. Sofortige Schließung aller Un-terhaltungsstatten bis 6. Februar Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat nach der liekannlgalKj der Verlautbarung des Ol)erkomman?los der Wehrmacht über das Ende des HeU deiikampfes der 6. Armee an der Wolga die Schließung aller Theater, Filmtheater, Varietes und ähnlicher Unterhailungsstäl-ten ab sofort, bis einschließlich Samstag, den 6. Februar, angeordnet Ebenso wird jedo öffentliche Veranstaltung künstlerischer oder untcrhallender Art für diese Zeit untersagt m. Ausbildung von Obstbaumwarten In Welxelsteln. In der Gauforschungsanstalt für Obstbau, Gartenbau uttd Fruchtverwertung in Weixelstein wird ein Ausbildungslehrgang für Obstbauniwarte durchgeführt. Der Leiir-gang wird in drei Teilen abgehalten, damit die Ostbaumwarte ihre Pflichten in den drei Jahreszeiten kennen lernen. m. Im Marburger Krankenhaus suchten Hilfe: Die 30jährige landwirtschaftliche Arbeiterin Aloisia Wagner aus Ober>Täubllng glitt auf der Straße aus und brach sich den linken Arm. — Einen Oberschenkelbruch erlitt durch Sturz der 69jahrige Kriegsinvallda Stefan Skodei aus Windlschfeistritz. — Die 56jährige Auszüglerin Maria Eckart aus Do-browzen kam zu Fall und brach sich das rechte Bein. — In Langenberg bei Lapriach fiel die 57jährige Hilfsarbeitersgattin Gertrude Sket, wobei sie sich einen linken Armbruch zuzog. — Den rechten Fuß verstauchte »ich die 43jährige Fabriksarbeiterin Katharina Schweiger aus Rast. — In Wittmannsdorf erlitt der 42Jährige Hilfsarbeiter Alois Roiko einen rechten Behibruch. — Ein kleiner Knochen blieb der 43jährigen Hilfsarbeitersgattin Maria Neschitsch aus Wuchern in der Speiseröhre stecken. — Den linken Arm brach sich die 66jährige Inkassantensgattin Maria Uraniek aus Marburg, Lendplatz. Bnlgeltliclie Mitteilungen Stetrlsoher Heimatbund — KreisflUiriing Marburg-Stadt Alle In Marburg dauernd wohnhaften Blutordens. und Ehrenzeichenträger werden gebeten, sich sweckfl Evldenzftlhrung schriftlich unter Angabe der Wohnungsanschrift und der Mitgliedsnummer der NSDAP bei der KreisfUhrung Marburg-Stadt, Führungsamt n, Gerichthofgasse 1/n, ehestens zu melden. Auch um deine Zukunft kämpfen unsere Soldaten. Lass dich von ihnen nicht beschämen und soende bei der Peichsstrassensammluns am 6. u. 7. Februar! Was das Vaterland fordert Ansprache Friedrichs des GroOen an seine Generale und Offiziere am Vorabend der Schlacht bei Leuthen »Ihnen meine Herren, ist es bekannt, daß es dem Prinzen von Lothringen gelungen ist, Schweidnitz zu erobern, den Herzog von Bevern zu schlagen und sich Meister von Breslau zu machen, während Ich gezwungen war, den Fortschritten der Franzosen und Reichsvölker Einhalt zu tun. Ein Teil von Schlesien, meine Hauptstadt und alle meine darin befindlich gewesenen Kriegsbedürfnisse sind verloren gegangen, und meine Widerwärtigkeiten würden aufs höchste gestiegen sein, setzte ich nicht ein unbegrenztes Vertrauen in Ihren Mut, Ihre Standhaftigkeit und Ihre Vaterlandsliebe, die Sie bei so vielen Gelegenheiten mir bewiesen haben. Ich erkenne diese dem Vaterlande und mir geleisteten Dienste mit der innigsten Rührung meines Herzens. Es ist fast keiner unter Ihnen, der sich nicht durch e'ne große ehrenvolle Handlung ausgezeichnet hätte, und ich schmeichle mir daher, Sie werden bei vorfallender Gelegenheit nichts an dem mangeln lassen, was der Staat von Ihrer Tapferkeit zu fordern berechtigt ist. Ich werde nun gegen alle Regeln der Kunst die beinahe dreimal stärkere Armee des Pr'nzen Karl angreifen, wo ich sie finde. Es Ist hier nicht die Frage von der Anzahl der Feinde noch von der Wichtigkeit Ihres gewühlten Postens; alles dieses, hoffe ich, wird die Hcr/liaftigkeit meiner Truppen und die richtige Befolgung meiner Dispositionen zu überwinden suchen. Ich muß diesen Schritt wagen, odur es ist alles verloren; wir müssen den Feind schlagen oder uns alle vor seinen Batterien begraben lassen. So denke ich — so werde ich bandeln. Machen Sie diesen meinen Entschluß allen Offizieren der Armee bekannt; bereiten Sie den gemeinen Mann zu den Auftritten vor, die bald folgen werden, und kündigen Sie ihnen an, daß ich mich berechtigt halte, unbedingten Gehorsam zu fordern. Ist aber einer oder der andere unter Ihnen, der sich fürchtet, alle Gefahren mit mir zu teilen, der kann noch heute seinen Abschied erhalten, ohne von mir den geringsten Vorwurf za leiden.« »Ja«, sagte der Major Billerbeck, »das müßte ein infamer Hundsfott sein: nun wäre es Zeltl« — Die Rede des Königs durchströmte die Adern der anwesenden Helden, fachte ein neues Feuer In Ihnen an, sich durch ausgezeichnete Tapferkeit hervorzutun und Blut und Leben für Ihren großen Monarchen aufzuopfern, der diesen Eindruck mit der innigsten Zufriedenheit bemerkte. > Eine heilige Stille, die von selten der Zuhörer erfolgte, und eine gewisse Begeisterung, die er in ihren Gesichtszügen wahrnahm, bürgte ihm für die volle Ergebenheit seiner Armee. Mit einem freundlichen Lächeln fuhr er darauf fort: »Schon im voraus hielt Ich mich überzeugt, daß keiner von Ihnen mich verlassen würde; ich rechne also ganz auf Ihre treue Hilfe und auf den gewissen Sieg. Sollte ich bleiben und Sie für Ihre mir geleisteten Dienste nicht belohnen können, so muß es das Vaterland tun. Gehen Sie nun ins Lager und wiederholen Ihren Regimentern, was Sie jetzt von mir gehört haben.« So lange hatte Friedrich IL In dem Tone der Überzeugung geredet, um den Enthusiasmus seiner Zuhörer anzufachen: jetzt aber sprach er wieder als König und kündigte die Strafen an, die er über die verhängen wollte, die ihre Schuldigkeit verabsäumen würden: »Das Regiment Kavallerie, das nicht gleich, wenn es befohlen wird, sich unaufhaltsam in den Feind stürzt, lasse Ich gleich nach der Schlacht absitzen und mache es zu einem Garnlsonsregimente. Das Bataillon Infanterie, das, es treffe, worauf es wolle, nur zu stocken anfängt, verliert die Fahnen und die Säbel, und ich lasse Ihm die Borten von der Montierung abschneiden. Nun leben Sie wohl, meine Herren; in kurzem haben wir den Feind geschlagen, oder wir sehen uns nie wieder. —« Am Abend ritt der König selbst durch das Lager und begrüßte die Truppen. »Nun. Kinder, wie wirds morgen aussehen? Der Feind ist noch einmal so stark als wir«, sagte er zu einigen Leuten vom pommerseben Infanterieregiment »Das laß du nur gut sein; es sind doch keine Pommern darunter.« »Ja freilich«, sagte Friedrich Iflchelnd, »sonst könnte ich die Bataille nicht wagen. Nun schlaft wohl; morgen haben wir also den Feind geschlagen, oder wir sind alle totl« Bei Tagesanbruch am 5. Dezember rückten die Preußen zur Schlacht. An Ihrer Spitze reitet der König. Die Kolonnen singen zur Feldmusik fromme Lieder. »Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun sebühret. wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet, gib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ichs soll, und wenn Ichs tu, so gib, daß es gerate wohl.« Ein General fragt, ob er die Soldaten schweigen heißen solle. »Nein!« antwortete der König, »lasse Er dasi Mit solcne.i Leuten wird Gott mir heute gewiß den Sieg verleihen.« Dem Offizier aber, der Ihn in der Schlacht mit einigen Soldaten decken sollte, befahl der König: »Ich werde mich heute bei der Schlacht mehr aussetzen »ifissen als sonst Er verläßt mich nicht und ^iht acht, daß ich nicht dem Feind in die Hände falle. Bleib ich, so bedeckt Er den Körper gieich mit seinem Mantel and läßt einei Waiden holen. Er legt den Körper in den Wagen und s^gt keinem ein Wort. Die Srhbch» geht fort und der FelJJ — der wird geschlagen!« Gegen 1 Uhr mittags kam man an den Feind, und die ^ch'acht begaTi. Jm 5 Uhr war die völlige Niederlage des Feindes entschieden. iiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiininiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiip Vor dem Bild des Führers Wenn Ich nur zweifle, schau Ich auf dein BUd, Dein Auge sagt mir, wem allein uns gilt. So manche Stunde eprech loh wohl mit dir, AUi wärst du nah und wüßtest mm von mir. Wo humer einer still whpd vor der Tat, Br kommt zu dir, du bitter Kamerad. In deinem Antlitz steht es ernst tlnd rein. Was es bedeutet, Deutschlands Sohn zu •ein, Herybert Menzel »Mart)iirger Zeitung« 4. Februar 1943 Steirische Holzknechtleut' Kampf mit dem Wald — Kostbarstes Urgut — das Holz! W«nn wir in unserem Gau auf einem •einer zahlreichen Berg^f^ipfel stehen, sei es nun in Oberatelermark oder Im Unterland, so sehen wir unter uns, um und um, ein grünes Meer. Es sind unsere Wätder, neben unseren Erzen und Kohlen das kostbarste Ur-gut des Steirerlandes. Unser Gau ist der Hauptlieferant des Reiches mit Holz; auf seinen Schienenfiträngen rollen täglich lange Reihen von Wag^gons mit den Stämmen zu ihren Bestimmungsorten. Steirlsches Holz! Es muß gepflegt und gerodet werden, behütet und bewahrt — und es muB auch xmter den kräftigen Beilschlägen unserer Waldarbeiter fallen. In unserem heutigen Aufsatz wollen wir uns nun mit den steirischen Holzknechtleut' befaßen, mit jenen Menschen, die im jahrzehntelangen Kampf mit dem Wald hart und zäh geworden sind wie die wuchtigen Stämme, denen sie zu Leibe rücken. Es ist auch ein Kampf, den sie zu bestehen haben und ein gefahrvoller und mühseliger. Geschlägert wird in Steiermark Waldbestand, der oft Uber 1500 Meter Höhe reicht; es sind Schläge im Hochgebirge, oft erst in tagelanger Wanderung von menschlicher Behausung entfernt Jäher Witterungswechsel, Temperaturstürze mit plötzlich hereinbrechenden Schneestürmen erfordern eine besonders widerstandsfähige und harte Natur unserer Holzknechtleut. Man sieht dies Urnen Ja auch an. Begegnet man so einem Holzschlägertrupp, einer iMarmrottec, die meist aus vier bis fünf Mann b^teht, so blickt man ihr wohl eine Zeitlang sinnend nach, diesen klobigen, schwelgenden Gestalten mit dem Beil am Rücken, die. Im Bestehen gegen die Urgewalten der Natur unerschütterlich, von eigener, erdgebundener Philosophie und wohl auch — derb humorvoll geworden sind! Man braucht bloß einen Tag lang unter diesen prächtigen Menschen geweilt zu haben. In ihrem seltsamen, einsamen Waldleben \ihter-getaucht zu sein, ihren Liedern imd Späßen lauschen können, um' dies zu erkennen. Sogar der >Gaimlingc hält schon fest mit den Alten mit. >Galntling« nennt man in der Holzfälleraprache einen >Liehrbuben«, der mit in den »Schlag« genommen wird. Meist nimmt ihn der Vater mit, es kommt aber vor, daß auch noch der Großvater mit einem >Sapienc unter dem Arm — eine Spitzhacke, die zum Vorziehen der Stämme dient — mit marschiert. Das Holzfällertum bleibt ja durch Generation in der Familie. Die Holz-fällerleut wachflen mit dem Holz aiif und das kleine Bäumchen, über das am Kahlschlag der Großvater hinweggestiegen ist —■ das wird der >GaimIing«, sein Kindeskind einmal schJag'ein. »Schlagreif« wird ein Baum im Alter von siebzig bis neunzig Jahren. » Oft, bei einer somtnerlichen Wanderung, bleiben wir im Wald stehen. Ein Prasseln durchschneidet die Stüle, ein Knacken und Brechen, das mit einem dumpfen Krach sein Ende fmdet. Ein Riese ist gefallen, ein »bemoostes Haupt«, eine gewaltige Tanne ist zur Erde geschlagen. Rings um sie rauschen noch die Zweige und Äste ihrer Brüder und Schwestern auf, aLs ob sie seufzten über den Tod ihres Nachbarn, der jahrzehntelang den wildesten Stürmen getrotzt hat. Liegt der Baum still, dann kommen die Holzfäller hinzu und die weitere Arbeit beginnt. Der Baum wird entastet und entrindet, was mit dem sogesnarmten »Schinder«, einem Schürfeisen geschieht und schließlich »abgelängt«, das heißt, in eine bestimmte Länge, dem Verwendungsssweck angepaßt, geschnitten. Herrlicher, würziger Duft nach Harz und fnachgeschnittenem Holz durchzieht bald den Wald und kündet schon von weitem die Stelle eines Holzschlä^ertplstzes, Aus den Rindenstücken formen die HoUsknechtleut lange, aufgeschichtete Gebilde, die kleinen, niederen Hütten ähneln. Die Rinde ist ein wichtiges Abfallaprodukt der Holzfällerei, da sie als »Lohe« zur I^ederverarbeltung unumgänglich notwendii^ ist. Ein anderer Trupip unserer' Holzpfällerpar-tie ist mittlerweile den nächsten Baum an- gegangen. Zweldrittel des Stammes wird zuerst angesägt — in modernen Forstbetrieben geschieht dies wohl mit der motorisierten Zugsäge — in das 1 etzte Drittel wird ein Kerb gschlagen, der »Span«. Dieser Kerb erst bestimmt die mutmaßliche Fallrichtung des Baumes. Dazu gehört große Fachkenntnis. Immer wieder kommt es vor, daß ein Baum von der gewünschten Fallrichtung abweicht — ein großes Gefahrenmoment im Holzfällerberuf. Wie oft lesen wir doch, daß warton! Oft sehen wir den Wald vom Berg herab eine Schneiße durchziehen, eine »Holzriese«. Sie dient der sogenannten »Riesen-bringung«. Diese »Riese« ist der Ausbau einer bestimmten Gefftllsrichtung zum Tal, durch die die Stämme hinuntersausen. Na-Res Wetter, oder Vereisung ist hier natürlich die Grundbedingung für einen flotten Transport. Bevorzugt ist die Bringung im Winter. Mit Hörnerschlitten, auf denen die St.ämme geschichtet sind, von einem Mann ^14 U' Beschwerliche Talfahrt Aufnahmen: Stcffen-Lichtbild, Uraz Holzeinholung vom Griraming (aus 1800 Meter Höhe) mittels Handschlittens ein Holzknecht vom stürzenden Baum erschlagen wurde... Zäh wehrt sich der Baum gegen die Todesschläge, die ihn treffen. Mächtig ist oft der Umfang ihres Leibes, in dem das Beil die Wunden schlägt. Unter den Baumi-iesen in Steiermark — die allerdings größtenteils unter Naturschutz stehen — mögen nur eine Fichte mit über sechs Metern Umfang bei Obdach genannt sein (Alter ungefähr 300 Jahre), Tarmen von über vier Metern Umfang am Bachem und eine Edelkastanie bei Weiz mit nahezu zehn Metern Durchmesser. ^Andere Laubhölzer mit über ZiChn Metern Umfang sind in Steiermark jedoch keine Seltenheit, ja Im Weichbild von Graz, in der Körösistraße am Mühlgang, finden wir sogar eine Weide mit ungefähr sieben Metern Stammumfang! Die Schlägerungen finden üi Steiermark üi den Monaten Mai bis August stAtt, wenn das Holz in der Saftzeit steht. Schwierig und mühsam ist dann die »Bririgung« der gefällten Baumstämme, der Transport ins Tal bi« zur Bahnstation. Zum Unterschied zu anderem Beginnen muß man hier nicht auf Schönwetter, sondern auf Schlechtwetter geführt, wie wir auf dem Büd sehen, geht CS zu Tal, oft in gefahrvoller Fahrt, Ein richtiger Holzknecht zu werden, Ist heute auch nicht leicht. Die »Fachschaft der Waldarbeiter« besitzt im Schloß Sommerau bei Mürzzuschlag eine Waldarbeiterschule. Nach zweijähriger Lehrzeit macht der Anwärter seine Facharbeiterprüfung, nach weiteren zwei Jahren erst die Hau-nieiaterprüfung. Viel gibt es zu lernen und zu wissen im Holzfällerberuf, so bei der Wind brucharbeit, bei der gebrochene Bäume aufgepölzt werden müssen. Hier entfaltet auch die Unfallverhütung ihre Vorsorge. Zum Schluß besuchen wir unsere stelri-Bchen Holzfallerlcut in ihrer Hütte, die sie Im Bergwäld in der Nähe des Sclilages gezimmert haben. Der Wald gab das Material; Holz und Rinde. Wochenlang hausen sie hier in weltabgeschiedener Einsamkeit Dorf und Haus ist weit — der Proviant für lange Zeit mußte mit Rucksack und »Kraxen« herauf geschleppt werden. Sind aber die hallenden Axtschläge bei sinkender Sonne verklungen, dann gibt es bei den Holzknechtleuten gemütlichen Feierabend, über offenem Feuer Bchmorrt ein richtiger »Holz- Der Holzknecht steuert seinen Schlitten knechtschmarren« und vor dem Schlafengehen klingen aus ihren Kehlen uralte, stelrl« sehe HeimaUieder auf, begleitet von der Zither, die bei richtigen Holzknechtleut' nicht fehlen darf! Hans Auer Kund|{ebu]i|{ in Rohitsch-Sauer-brunn Schon vor der Kundgebung anläßlich des Gedenkens an die Machtübernahme vor 10 Jahren bot Rohitsch-Sauerbnmn ein festlich gehobenes Bild: singende Jugend in schmuk-ker Uniform und anmarschierende Wehrmannschaft belebten das Straßenbild. Noch ehe die Kundgebung begann, war der geräumige Saal des Gasthofes „Zur Post" überfüllt. Es waren alle Unifonnträger, alle Amtsträger der Ortsgruppenführung, alle Zellen-und Blockiührer, viele Gäste und ein Großteil der hiesigen Bevölkerung erschienen. Nach einer Meldung des Kam. Schentjurz' an den Ortsgruppenf^rer eröffnete der Fanfarenzug der Deutschen Jugend die Veranstaltung. Kamerad Eigler, Elfriede Miklau, Else Ruß tmd ein Mitglied der Deutschen Jugend gaben in einer Sprechfolge eine anschatiliche Darstellung vom Sinn der Machtergreifung durch Adolf Hitler und die nationalsozialistische Bewegung. Der Hoheitsträger Ing. Miglltsch gab ein umfassendes Bild der geschichtlichen Wende, die mit der Machtübernahme gekommen Ist. Verweisend auf die Winterschlacht im Osten 'Sprach er von der jetzigen Bewährungsprobe, die von uns allen Pflichten und Opfer fordert, die aber bestanden werden und enden wird mit dem Siege und Ruhme Großdeutschlands. An der Kundgebung, die mit den Liedern der Nation endete, schloß sich in Heiligen Kreuz eine Kranzniederlegung am Denkmal der Gefallenen des Krieges. m, Unterstelrtsche Standesamt« berichten. Das Standesamt Pettau meldet in der dritten Januarwoche elf Geburten, denen sieben Sterbefdlle gegenüberstehen. Aus dem Leben wurden abberufen: den Eheleuten Koller ein Töchterchen, femer Maria Kolaritsch, Johann Weselitsch, Anton Hrga, Richard Mitterleh-ner, Johann Schabeder und Franz Kramber-qer. Den Bund fürs Leben gingen ein Anton Tschusch mit Maria Rois und Othmar We-lunschek mit Maria Meie. Pragerhof meldet drei Geburten. In Windischdorf ließen sich trauen Vinzenz Schmautz mit Kunigunde Bergles. In Tüchern ist eine Geburt zu verzeichnen. Standesamtlich getraut wurden Karl Medwed mit Maria Güsei, Josef Flierz mit Franziska Sioica und Josef Auschner mit Franziska Uratnik. In Rohitsch-Sauerbrunr sind sieben Gt^urten gemeldet. Gestorben sind Johann LesiaJc und Johann Ferlesch. F Ple Soramyr- der üoUkiiecht« i-im. UtUta SkhMMQfl d«f S^bUtleos Nummey 35 >Maiturger Zeitung« 4. Februar 1043 SeHe 7 Wm soll ich werden? \Can0 halle er an s<4nem „Tau-r.lu'.rsclvitT" zu arbeiten t>rgonne.n. Eine, lechnischc Zeitwhrifl uns den Sechzijjt^r Jahren äußerlr sich nae.hinals über diese, Firi'indnng: „Die Form des Scliiffos Ist der eines Fisches sehr ähnlich, und auch der Mochanisinns cnlspriehl den Bewef^unj^s-organen der Fisclie. Zum IIcIkmi und vScn-keti des Tauehersehiffes dient ein I/Utt-komprimieruJiRSiipparal, inilti'ls welch«'"« dem Schilf ein gröliin'cs ^»der kleineres Volumen gegelwa werden kann, .sodaß us steigt oder fällt. Cberdies bewirkt Pistol-nik zweitens das Hel>e.n und Senke.u auch durch Einlassen und Auspnnii>en des Wus-^rs aus den eigens hierzu bcsliniinlen Zellen. Ferner drittens durch zwei äiiHerst originell und sinnreich konslruiertc Schrauben, welche beliebig serielllet werden können und zugleich als ^folor selbst dienon*. Mit einem solchen Modell unternahm der Erfinder damals Versuchsfahrten auf dem Wörthersee, t>ei denen er mittels einer langen Leine, wn einem Kahn aus sein „U-Bool" steuerte. a. Wie weit Ut es zur Sonne? Die Entfernung unserer Erde von der Sonne laßt sich am besten dtirch ein kleines Beispipl veranschaulichen. Ein Flugzeug, da.s eine Stundengeschwindigkeit von 200 Kilometpr entwickelt, müßte 85 Jahre fliegen, um die Sonne zu erreichen. Diese gewaltige Strecke legt das Licht in acht Minuten zurück. a. Eine vielseitige Arznei. Ein fiußprordent-llch beliebtes Heilmitlel war in früheren Zeiten der Rosmarin. In den ältesten Arzneibüchern kann man lesen, daß er gegen Gjrht, Rheuma, Schwärhe/ustände, gegen Schwindsucht und gegen Flypochondrle angewendet wurde. Dazu wurden die RoswiHrinblüten gc' trocknet, zu einem feinen Pulver zerrieben, und dieses in einem Beutelchen uro den rechten Arm gebunden. Erfolg gar^ntiertl? H. Wie schlafen ile Vögel? Es ist wenig bekannt, daß Vogelnpsler im rillgetneinpn nicht zum Schlafen dienen. Die Vögrl hauen ihre Nester lediglich, um die Eier darin aus-zubrüter» und später die Brut aufzuziehen. Eigentliche „Schlafnester", die ihnen zugleich einen Schutz gegen die Unbilden der Witterung bieten, bauen sich nur die Spatzen. Mit Vorliebe wählen sie sich dafür das trockene Efeugestrüpp an der Hauswand, wo man sie am frühen Morgen lärmen und schilpen hört. Macht Wasser wonn in kleiner Kanne, nur halb voll I sei die Badewanne! S«!te 8 »Martwirger ZeWungt 4. Fcbruir 1943 ^hlfmT^er 35 9uc die 9tau Kinder fordern Gerechtigkeit Dl« Erwachaenen drücken d!e Kinder, ob groß oder klein, bo gemt nieder, ttAtt ihnen ein Aufrichten zu gewähren, du sie nötig haben. «Ind durchaua nicht alle Kinder ßo »vorlaut«, wi« die Erwachsenen annehmen. Manchmal verbirgt Bich hinter dreisten Worten und selbetbewußtem Gebaren eine große Ängstlichkeit. Die Kinder tun nur so well eie den Versuch machem ihr wahres Wesen zu verbergen. Wenn dann die Erwachsenen schelten und «ich den Kindern gegenüber ald die Beherrschenden aufeplelen, dann steigert sich die Unsicherheit des Kindes. Nur nicht Immer den Kindern ihre Jugend vorwerfen, kelnefl-fallfl das Kind immer schlecht machen und seine Fehler unterstreichen! Ein Kind brau(;ht ebenso wie die Erwachsenen Aner-itennung und Zutrauen. Ungerechte Behandlung vertragen. die Kinder nicht, sie leiden darunter und werden mißtrauisch. i Kinder alnd selbst meist von Natur gerecht und haben ein feines Gefühl dafür wenn man sie ungerecht behandelt. Gerechte j Beurteilung eines kindlichen Fehler«, ist deshalb Vorbedingung eines guten Einflusses. Wo ebi Kind »ich verstanden fühlt, wird es meist seinen Fehler zugeben, niemals aber dort, wo es Mißverstehen und ein Nicht-glauben wollen herausfühlt. An4:ela Seil Zitronenschalen trocknen Jede Zitrone sollte, ehe der Saft ausgepreßt wird, dünn abgeschält werden. Die Schale trocknet man, um sie später als vorzügliche Würze zu süßen Suppen oder Süßspeisen zu verwenden. Man kann auch die frische Zitronenschale klein schneiden und sie mit Zuk-Kcr lagenweise In ein Schraubglas drüciten. Sie läßt sich dann später als Küclieiiwürze verwenden und gibt dem *Oebäck ein hervorragendes wirksames Atoma. Die kalte Platte Eine appetitlich anzusehende kalte Platte ist eine Freude für den Abendbrottisch. Sie enthält entweder die Beilage für den Kartoffelsalat oder Aufschnitt für das Brot. Früher war es eine Kleinigkeit, sie beim Fisch- und Fleischhändler einzukaufen, heute zeigt die Hausfrau ihre Erfindungsgabe und ihre ganze sorgliche Liebe bei ihrer Herstellung. Sehen wir uns einmal eine solche Platte an: Entlang der Mitte wurden Scheiben von Gemüse-Sülze aufgereiht, die aus Kalbsfuß- brühe und Gemüse hergcitellt wurde. Ein Schälchen mitWeißkäse ungarisch (vermischt mit Salz und Paprika) und ein andere« mit Kfäuterweißkäse (gemischt mit Schnittlauch) stehen sich farbenfreudig gegenüber. Rechts und links dsvon liegen einige Scheiben, die vom Fleischpudding übrigblieben, den es gestern Mittag gab (^as Hackfleisch wurde mit Kräutern, geriebenen Kartoffeln und Ei oder Ei-Ersatz gestreckt). Dazwischen liegen einige pikant eingemachte grüne Tomaten. Pe-tersilienzweige verzieren das ganze. Es gibt Hausfrauen, die solche Platte immer wieder anders gestalten können. Mal ist es ein gekochtes, hartes und fein geschnittenes Ei. ein andermal ist es Fisch, der zur Vielseitigkeit verhilft. Eingemachte rote Rüben sind als Ergänzung immer beliebt, eine Salzgurke findet stets Freunde. Muschelfleisch als Gabelbissen oder als Gelee zubereitet macht Freude. Es ist nicht einfach, eine solche Platte zusammenzustellen, sie macht Arbeit. Aber sie belohnt durch strahlende Gesichter der Tischgäste. Elise Skibbe Schädling Spatz Die Schädlichkeit des Spatzen ist allgemein bekannt. Fünfmal im Jahre 'irütct die Spätzin und legt jeweilig sechs C'er. Werden fA-Sf uJtB ^4^ tu af4 Ä/ unB ...... ' zu erß\ zu Az/ J€4^ t, fktM €S (une AstiiatJf rr/uue-n, CLAUSFWiri davon vier ausgebrütet, so bedeutet dis lähr-llch einen Nachwuchs von 20 Jungvögeln bei einer Spätzin. Nach Berechnung erfahrener Landwirte beträgt der Körnerverbrauch eines Spatzen von Mai bis Oktober etwa 200 gr 1000 Spatzen würden also rund 200 kg wtrt vollstes Futter und Brotgetreide vernichten Das bedeutet, daß unserer Ernahrungswlrt Schaft Jährlich durch SpatzenfrtB ungeahnte Verluste entstehen, die wir uns heute nicht leisten können. Landwirte, schützt eure Sämereien, denkt an den großen Verlast durch Spatzenfraß in euren Qetreldefeldem! Keine relndansage dem Spatz, aber Bekämpfung der Spaticn-plage, die uns wertvollstes Vermögen kostet und andere nützliche Singvögel vertreibt! -Ttai BEKAMHYGABE Ihre Praxis hat eröffnet tmd empfiehlt sich: Dipl. Hebamme FANNY HEOENBART, Marburg a. d. Drau, Nagystraße 26, Part. 67 fOr WOLlDiCKEN werden bei Pot. 1182 ?7-II-K BEZUGSCHEINE f. tkOHtOtStliU» H«rr«ngaM* Nr. II Kleiner Rnzeiier Jedes Wort kostet fOr StfUeoKCsuch« 6 Rpl das lettredruckte Wort 16 Rpl fflr Qeld- ßcalltl-teoverkehi Briefwechsel und Heirat 13 Rol das Wort W Rpl fflr alle Obrlgen Wortanseigen 10 RpI das Wort 30 Rpi. Der Wortprei» eilt bli to II Buchstaben le bei ZusfB- lettRednicktt lettKedruckte ..... Wort KennwortsebUhr bri Abholutie der AnRcbote 39 Rot dum dufth Post oder Boten 70 Rpl AuskunftsRcbAhr fOr AnzeiKen mit dem VermerkT •Auskunlt In der VerwallunK oder Oeschlltsstelle« 20 Rpl Antelgen AnnahmeschluB: Am Taee vor Erscheinen otn 16 Uhr Kleine Anteilen werden nur eegen Voreinsendiinit des Betrafrei (auch tOltlite Brlrfmurken) aiilRenommen. MindestKebOhr für eine Kleine Ancelee 1 RM entj;egeng«nommen. ^1^1^^ Amtliche ^ Bekanntmachungen Der Oberbürgermeister dCf Stadt Marburg.Drau WIrtscfiaftsamt Verlautbarung Die Ausgabe der 4. Reichskleiderkarte für den Krois Marburg.Stadt erfolgt durch die Blockführer des Steirischen fleiniatbundes in den nächsten Tagen. Einsprüche wegen Nichtcrhalt der 4. Reichskleiderkarte können erst ab 8, Fe. hruar 1943, in der Zeit von 8 bis 16 Uhr, entgegengenommen werden u. zw. in der nachstehend angeführten Reihenfolge; Buchstabe A am R. Februar, B am 9. Februar, C D am 10. F'ehriMr, K F am II. Februar, (i II am 12. Februar. I J am Kl f*ebruar, K am l.*!. Februar, I. am 16. Februar, M am 17. Februar, N 0 am 18. Februar. P Q am 10. Februar, R am 20. Februar, S am 22. Februar. Sch am 23. Februar, T am 24. Februar, UV am 25. Februar, W am 26. Februar. XYZ am 27. Februar 1943. I4.ll-k I, A.; Dr. Weber. iUotääUH uftä Zu kaufen ifesucfit Vnia Im Rohbau in Marburg zu mieten oder kaufen gesucht. Schriftliche Angebote zu richten an Fuchs, Marburg, Blücherstraße 23, 16-II-k-2 2ii yttkouftH Gaskocher RM vW.—, Petroleumkocher RM 30.—, zu^ ver. kaufen. Anfragen Vormittag, Bisiak, Hindenburgstraße 51, II. St., Marburg. 70.3 Großes Mad^nnenbild um 20 RM zu verkaufen. 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Der Meldepflicht unterliegt jeder, der die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzt (FREMDE STAATSANGEHÖRIGE, StHUTZANüEHöRIGE. STAATENLOSE und PERSONEN MIT ZWEIFELHAFTER STAATSANGEHÖ. RIGKEIT). Deutsche Staatsangehörige über 15 Jahre, die neben der deutschen eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, haben gleichfalls bis zum 20. Februar 1943 der Meldebehörde, in deren Bezirk sie ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt haben, ihre fremde Staatsangehörigkeit unter Angalie ihres Geburtstages, ihres Geburtsortes und ihrer Wohnung anzuzeigen. Für minderjährige Kinder ist der gesetzliche Ver. Ireter anzeigepflichtig. Wer der Meldepflicht oder Anzcigepflicht nicht nachkommt oder dabei unrichtige oder unvollständige Angaben n'acht wird mit Gefängnis und mit Geldstrafe oder mit einer di^r Strafen bestraft. Außerdem kann ihm der Aufent. halt in der Untersteiermark verboten werden. Marbiirg.Drau, den 30. Januar 1943. 2g ii.K Dr. WALLNER. Vor EiBficIlaof toB ArMu* IkriftM ■»& di« ZMtimaiang 4m rastäadifea Arbcituuntes' •iofcholt weHen. 2 Küchen mfidchen, 1 Serviererin, werden aufgenommen. Vorzustellen Derniastia, Marburg, Tegetthoffstr. 18. 83.6 Einige Frauen zum Aiifräu-men werden für dauernd aufgenommen. Kost und Woh-nung im Hause. Sonntags frei. Marburg, Schönererstr. 4, Schule. 82-6 2 brave Friseurlehrmädchen werden aufgenommen. Anfra. gen in der Verw. 81.6 Haustelephoa dringend zu kaufen gesucht. Anträge mit Preisangabe unrer »Haustele-plion« an die Geschäftsstelle Marburger Zeltunie (Pichlcr) Pettau.__2n-lf-k-4 (jut erhaltener Damcnfrüh-lahrsmantcl und Nachmittagskleid zu kaufen gesucht. Angebote unter »Mittlere üröße« an die Verw. 47-4 ilßliiküiSlUhi Mit besten Nachfragen suche Stellung als Sitzkassierin in einem Geschfift in Marburg. Oefl. Zuschriften unter »A. F. 150« an die Verw. 76-5 Lehrling für Oeniischtwarcn. handlung. körperlich stark, wird sof/irt aufgenommen. Kost ufTd Wohnung im Hause. Anträge an die Firma An-' tonie Penitsch. Marburg, Vik-tringhofgasse 9. 80.6 6 Frauen werden zu Aufräu. men und Putzen gesucht. ('•in7*HnfirT halbtä«*"" n '-r für morgens und abend» Marburg, Schön-^" "sirali 1 Schule. 78-6 Auh-öamerlnnen. täglich auf 3—4 Stunden für Büroräume, ab sofort gesucht. Vorzuspre. chen täglich zwischen 8--12 Uhr bei der Wechselseitigen Ver.sicherungsanstalt Süd. mark, Marburg, Nagystraße Nn 17. 63.6 Nette Bedienerin wird aufge-nommen von 8—12. Marburg. Sackgasse 6. 77-6 Alterer Fleischhauergehilfe u. Lehrling, mit etwas Lehrzeit bevorzugt, werden sofort auf. fenonimen. Fleischhauerrti äff, Marburg, Friedrich-Lud. wig-Jahnplatz 1. 62 6 Oartc*.:-''>eHer(innen) wer. den aufgenommen. Gärt, nerei Jemetz, Ooethestr. 16, Marburg. 24-6 Schmerzerfüllt geben wir die traurige Nachricht daß uns unser lieher Gatte. Vater, Großvater und Schwiegervater, Herr ANTON KUCHAR Amtsdiener am 3. Februar 1943, im 57. Lebensjahre für immer lassen hat. Die Beisetzung des teuren Verstorbenen findet am Freitag, den 5. Februar 1943, um 16 Uhr. von der Auflialirungshalle des Krankenhauses nach dem Städtischen Friedhof aus, statt. Pettau, den 3. Februar 1943. A»oisia Kuchar, Gattin; Anton, Otto, Hans. Max, Albert und Felix, Söhne; Anni und Stefl, Töchter. und die übrigen Verwandten. 29-11.K hl unsagbarem Schmerz geben wir allen Ver- wandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß uns unsere unvergeßliche und innigstgeliejjte Gattin, Mutter. Tochter und Nichte, Frau Justine Supanlschitsch geb. Globotschnik Dienstag, den 2. Februar 1043, nach kurzem schweren Leiden für immer veria«Ben hat; Die Überführung der teuren Heimgegangenen erfolgt vom Krankenhaus in Cilll nach Sachsenfeld am Donnerstag, den 4. Februar 1943. worauf die Beisetzung um 16 Uhr am Grtsfriedhofe im Familiengrab, stattfindet. Sachsenfeld. Hofrain, den 4. Februar 1943. In tiefer Trauer: Adolf Supantschitsch, Hauptmann a. D., Gatte; Friede, Töchterchen, und die Familien Wretscher. Bouvfer und Lorber. HMIIBURS.BER6EDORF 1 3^» Deutschlaridund vTelen Stooten ddrWelt oIsHersteller von QualltäffterzeugniMen bekannt Verkäuferia für Spezerei und Milchgeschäft wird gesucht. Anzufragen bei Reisp Josefl-ne, Marburg, Melllngcrstraße Nr. 9._^ Wäscherin für Haus- nnd Leibwäsche für 2 Personen gesucht. Jonkc, Marburg, Adolf-Hitler-Platz 24, III. St., recht.s. 51-6 Schönes Zimmer und Küche für Ha^smelsterleute zu ver. geben. Anfragen in der Ver. waltung. fi4-7 Schlafstelle zu vergeben. — Marburg, Augas.se 15. 64-7 jumtUkptsudU Möbliertes Zimmer, möglichst im Stadtzentrum, von soliden Herrn zu mieten gesucht. An. träge unter »Snlid« an die Verwaltung. ^ 94-8 Berufstätige Frau sucht leeres Zimmer. — Zuschriften unter »1.5. Februar« an die Verwaltung. 95.8 StaataangesteliW sucht dringend möbliertes Zimmer. An. träge unter »Zentrum Stadt« an die Verwaltung. 85-8 junsfer Jagdhund mit Marke und Halsband, auf den Na. men »Rex« hörend, veriau. fen. Gegen Belohnung abzu. geben bei Pergier, Marburg, Mühlgasse 44. 88-13 Orößere Menge Lösch um, sonst abzugeben. Fa. Franz, Marburg, J^ellingerstraß^ 1 Steuerfreie Anschaffungarück-lagen können Sie schon jetzt machen, auch wenn Sie für spät. Lieferzeit eine Schreib, oder Rechenmaschine sowie Verviefältiger bei der Firma Karbeutz, Marburg, bestellen. 581.14 HutsakMi »Eiegance«, Mar. bürg, Tegetthoffstraße 42, er. sucht die werten Kunden bis zum 6, Februar die Hütte ab. zuholen. 91-14 Neue Klavierharmonika mit fit) Bässen tausche für gutes Sportherrenfahrrad. Zuschriften unter »Klavierharmonika^ an die Verwaltung. » 65.14 Kinderloses berytstätiges Ehepaar sucht ehestens möbliertes Zweibettzimmer ohne Bettwäsche. Angebote unter »Sonnig« an die Verw. 53-8 hMUaytdusU Griine GoldlülHeder, Marke »Pelikan«, gefunden. An-i Schrift in der Verw. _^.13! Armbanduhr am Wege So. j phienplatz bis Gerichtshofgasse verloren. Der ehriiche Finder wird gebeten selbe gegen Belohnung in der Ge.. richtshofgaase 26/11, rechts, 90.131 .,. Ii W W"**" ** Hirkrwt «nkrMchkv. »1^ w«le»tw eh« SCHMOIL-PASTA abzugeben. Ciebe allen Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, daß me^m lieber Gatte, herzensguter Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Martin Ofner Überaufseher i. R. am DienÄtag, den 2. Februar 1943, um 13 Uhr. nach langer Kranltheit plötzlich verschieden i«t. Das Begräbnis findet am Donnerstag, den 4. Fe. bniar 1943, um 15.30 Uhr, vom Stadtfriedhof in Drau, weiler aus, statt. Marburg-Drau. Lankowitz, Hamburg, Herne (Westfalen), den 3, Februar 1943. In tiefer Trauer: Marie Ofner, Gattin; Martin, Hubert und Herbert, alle-'z. Z. im Felde, Söhne, und alle üt>rigen Verwandten. 68 Wir verlieren in dem Verstorbenen ein langjÄh. rige« treues Gefolgschaftsmitglied, dem wir stets ein ehrendes Gedenken bewähren werden. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma »Siid.Seide« G. m. b. H., Marburg.Melling. mamm