MI» M» ,M» PMl» vk, 1 so 70.1»»,?g»ng sir. SSTVs V»««Id»u » v»et»^oIiWMi fl«i wtz»i«v. ßßr. H0S«): Ick»»»,. >1.4. S42 Kllttvoek, clan 24. Dezember 1330 >« M »^aridae: ^rklSvv» »l. 4 0«ug»p?o<»o: ZI tili, 7v,<»l!sn ?< «jnn:»» pv,f 23 01», M it« Wi^o> ««««Ü. M vt». Q«z»lnu««»«r t bt» > Mariborer KmMg Wr»k«»«I»G RillMtol Sizaalie ?Rsek4at»e?»er i» dester Utk! dttttzster pttzlswze t K 1. ?ui«»o eisssidok. Klek»»n«l?ov» 7 VoNttk vom Tage «»glaub» Wahlreform g-sichsrt. England hat seine „kleine Revolution". Durch den ^chiluß der Arteiterpartei wur die die DllrlMingung einer Wahlreforin uutzer Avaye gestellt. Uin diese Wahlrefor», löemühen sich schon seit langem die Liikera-ien. Liberalen werden a'uch die grijßten Nittzntetzsr !»sr Aenderung sein, dii? das englische Wa-Hlsystem babd erfahren wird. Die englisch« Waylvesorm b^teht in der Einftlhrung einer 'sosenannten Mternativ-wÄhl. Bisher war eS in jedem engllsch<.'n Wachlibezirk gang uttd Aiilbe, daß der gewählte »iandidd ist nun bestrebt, einen anderen Ausweg zu finden; j«^r Wähler schreibt die Namen von zivei Kandidaten auf. die ihm genehm sind. Der erstgenannte Kandi-dat gilt ails bevorzugt. Gewinnt keiner von den im Wahlzettel zuerst Henanntell Kandidaten die alsolute Mehrheit, so lverden die Alternativstiminen zugerechnet. EI braucht kaium gesagt zu iverden, daß ein solches System ein Seq'M für Partei ist, die in der Mitte Awischcn den beiden anderen steht. Denn lhr Kandidat hat die meisten Cl)ancen, die Mernativstimmen aus sich zu vereinen. Es wird kaum einem englischen Wähler einfallen, den Arbeiterpartei-ler oder Konservativen zu wäihlen bezw. umKekehrt. Wohl aber wird eS heißen: La-bourmann oder Li^beraler, bezw. Konservativer oder Liberaler. So wird die Mittel-Partei vvn dem sonst sicheren Untergang in England bewahrt. Das ist der Dank der La»b»ur-Party für die Unterstützung, die ihr die Ltberailen ^it der Ueberncrhme der Regierungsgeschäste durch MVer völlig aiuS, um die Frage aiufzu-werf«?n: Ist eS mit T^rdieu in dieser Knm-T'errainsonderung. flir die Nivellsiening der mer endgültig aus? Ist anstelle der Rcchts-mchrheit eine Lin'ksmehrheit getreten, die Pch in der nächst. Zeit weit, verstärken wird? DInIIo Bnltianu-t- VlStzNches Ableben des Führers der Iwerolen Partei Rumäniens AtO. B u k a r e st, M. Dezember. In Mihaesti ist gestern abends der Führer der liberalen Partei und hervorragende Staatsmann Vintila Bratianu plötzlich gestorben. Sonntag nachmittags war Bratiauu auf feine Besitzungen in Mihacsti abgereisj, um dort die Weihnachtsfeiertage zu verbringen. Der Dahingeschiedene litt schon längere Zeit »n einer Arterienverkalkung. Gestern nachmittags unternahm er einen Spaz^rgang. Pliitzlich wurde er von Unwohlsein ergriffen und stiirzte ohnmächtig zusammen. D?r sofort ^rbeigerltfene Arzt stellte einen Si^ag-anfall fest, der t»e« Staatsmann auf der einen Seite vollkommen gelälMt hatte. Bra-timlu wurde fosort in das Schlos; iiberfiihrt, wo er abends, ohne das Bewusjtsein erlangt zu haben, einen zweiten Schlagansall erlitt, er bald daraus erlag. ?lls die ans Bukarest telegraphisch berufene Frau Bratianu anlangte, fand sie ihren Gatten bereits tot allem die Stabilisierung des Lei und die Wiederherstellung des Gleichgewichtes im Gtaatsl)aushalt, als Numitnien bereits der finanzielle Zusammenbruch drohte. Nach Ableben des Bruders Jonel trat Bintila an die Spitze des Kabinetts, doch muhte er bald Professor Manin weichen. Bei den nach folgenden Wahlen erlitt die liberale Partei, das Lebenswerk der Familie Bratianu, eine furchtbare Niederlage, von der sie sich n'cht mehr erholen konnte. Die einst eügewaltige Partei wurde in die Opposition gedrängt. Name Bratianu trat anläßlich der gro ßen Debatte liLer die Riickkehr des KvnigS Carol in den Vordergrund. Vintila Bratianu und seine Partei legten den größten Widerstand gegen die Riiilkehr Carols an den Teg. El»en die Stellungnahme zn dieser w'.chtigen Frage bewirkte eine Spaltung in den Reihen der Liberalen, wodurch die Partei noch mehr an Ansehen verlor. Das pl-jtzlichx Ableben des grok^en Staats mannes löste in der OessentliiMeit allgemeines Beileid ans. Rumän'en hat mit ihm einen großen Staatsmann nnd gllilMden Patrioten verloren. Drakonische Strafen M FaMUengegner tS Jahre schweren Kerkers stir lünlisaschiMsche Propaganda R o nl, 23. Dezember. vor. Die Leiche wird nach Bukarest iiberfiihrt und dort morgen mit allen Ehren beigefetzt «erde«. Vintita Vratianu wurde im Jahre 1888 in Bukarest geboren. Sein Bater war der bekannte große Staatsmann nnd mel)rmali-ge Ministerpräsident, der die liberale Partei gegründet hatte. Zusammen mit feinem älteren Bruder Jonel widmete sich Vintila der Politik und teilte sich mit dem Bruder in der Nachfolgerschaft feines Baters in der Partelleitung. Nach dem im Jahre 1L^7 erfolgten Ableben feines Bruders ilberiiahm Bintila allein die Leitung der liberalen Partei. Bintila Bratianu bekleidete fchon in jungen Jahren hohe Posten. So war er noch vor dem Kriege mehrere Jahre Biirgermei-ster der rumänifckien Residenz. A^ch dem Umsturz war er Mitglied mehrerer Ke^bk-nette und bekleidete die Finanzporteseuille. In seiner Eigenschaft fichrte er mehrere wichtige Finanzreformen durch, fo vor Vor dem außerordentlichen Tribunal zum Schutze des Staates hatte sich eine Gruppe von Männern und Frauen wegen antifaschi^ stifcher Propaganda zu verantworten. Die Gerichtsverhandlung war sehr kurz, da die mriften Angeklagten ihre Si^ld offen zvge-standen. Der Gerichtshof fprach Frau DeBofis nnd Frau Tentori von der Anklage frei, da es sich ikn Lause der Verhandlung klar gezeigt hatte, daß sie iiberhaupt nicht gcninßt hatte, um es sich gehandelt hat. Die ^lngcklagte erklärte, sie habe die ihr Lbergebenen Schriften und Flugzettel in ihre? Wohnmlg auf der Maschine vervielfältigt, ohne dieselben gelesen zu haben, da sie sich um Politik nicht intereffiere. Ausschlaggebend dürste auch der Umstand gewesen fein, daß in der Verhandlung ein Brief ver-lefen wurde, in dem Frau De BosiS Mnffo-lini für die schöne Bel)andlung in der Untersuchungshaft dankt. Die drei Angeklagten G e l m e t t i, Benedetti und Marchi wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Hingegen wttrden Niario Vinciguerra nnd Renzo Rendi zu siinszehn Jahren ^weren Kerkers verurteilt, da sie unum-Mnden erklärten, Cegner d^s Faschismus HU fxin jtnd im Menste dessen Beseitigung Aestandon zu haben. Die Vcrhniidlung gegen La uro De Bvfis wurde vertagt, weil dieser Angeklagte nach d?r Sch zriz ge< fltichtet ist. Der Prozeß wird in Välde wie« der ausgenommen und der Flüchtling in con« tumatiam verurteilt werden, da seine Schuld erwiesen ist. Kann iek ldnen nickt treden! jVieine >Vsren Änä nur mit xerinxem I^ut^ett kalkuliert. Um itker llen in clen nocli ZU erdüiien. «ebe ick einen 10 Volgsn I>Z»eS»is5» 2uk meine seknn von Haus au5 nletleren ?rei-!is. clle an allsn. Oolcl- als Lili^cr^e- ken?itLnlIen nnä Dlireii ülkentllck iiinlj. 50 äsö c!er !(uncls äen k^sclUav selkst Irontrollisren kann, kenutzen 8io äle (^cle->?enkeit ml6 kauten Lis >vvrttieztäiic1iLt.'n Sciimueki 1748^ s. Vtirvn». (inlck- unä KiUiervi'sren (lISNoLllS ul. 5. Auswirkungen der Agrarvsreinbarungen LM. B e o g r a d, 23. DeMlber. Der Verband der tschcchoslmvalischen Kon suingencssenschaflen traf init dem serbischen i^ierband der Agrargenossew'chaften und dsr Privilegierten Ci^portgesellschaft eine Vereinbarung, luonach der Konsuniverband seinen Lebcnsttlitteil.'edarf ausschließlich nur auf ju-goslawischen Märkten decken wird. Dieser Beschluß wird die jugoslawische Ausfuhr von Bodenpro-d-ukten sicherlich etn>aS beleben, da der VeBaud der Lionsutt:genossen 'schnsten Einkäufe von rund 2 Millionen Dschechokronen tätigt, davon nnl niindestenA 100 Millionen Lebensmittel. Wie aus Prag berichtet wird, sind Ber-hlindl>ungen im Kange. unr dem Beisipiel de^' Verbandes der Konsumgenossenschaften allch andere GenossenschaftSzentralen folgen zu lassen. Die Hernn'.iehnng des fugoslaivi-schen ?)!arktes zur Teckilng des tschechoflo-walttschen Lebensmittclbedarses wird vor llllenl auf den Abschluß der Agrarvereinba^ ruTpgen zurttckgesMrt. Zum ersten Mal im französischen Parlament der letzten Legislatur ist eine srnn.zv-sische Regierung auf die Unterstiltzunsi durch die Sozialisten angewiesen und wirb von den Sozialisten untersti'iitt. Das alte Linkskartell, wie es sich nach dem II. Mai 19? 1 gebildet hat, ist wieder auferstanden. Die Wege der französischen Kammer sind uner-forschlich. Das vorherige Parlament bat uiit einer Linksrogievimg begonnen und mit Poincarö-Tardien geengt. Dabei besaß es eine ausgesprochene Linksme?)rheit. Das jetzige Parlanient. mehr rechts gerichtet, begann init Tnrdieir und kommt uiln zu einer Linkslegierung, ^st diese Linlsregie- rung eine (5pisode, oder das Zeichen innerer Wandlung? Diese Frage ist die Schick salssrage der Negierung Ste<'g. Noch läßt es sich nicht übersehen, ob der knapp? Kammer sieg des Linkssenator? ein Zufall'5sieg mar oder der Beginn der stetigen Linksaera. In der fra-nzij'sischen Presse gingen die Meinungen darüber auseinander. Es ist anzunehmen, daß die äiißerst interessante Sitnation, die sich im französischen Parlainent gebildet hat, schon bald eine endgültige ^^lcirnng er-fährt. Mer schon heute st>?A fest, dasi die Schlacht, die das Kabinett Stee.g geick^Iagen hat, ein Vorspiel, ein sehr bezeichne»lde-^ Vsrspicl zu den Wahlen IM sowie zu de^ Präsidentenwahlen 1931 war. Der Generalstabschef im ZuchihauS. Es geschieht nicht alle Tage, daß ein Keueralstabs<^f l^n heute aus morgen inS Zuchl^lMus wandert. Dieser seltene Fall ereignete sich nnnmehr in F'^nnland. Oberst ?ö a l l e n i u S ist der traurige Held eines u^erkwürdigen Abeuteiiers, das hiermit sein endgültiges Ende findet. Vor eini j'.en Moimten wurde der ehen?alige finnische Ttaatspriisident Ctahllierg zn'amnien mit seiner bejahrten Frmi entführt und in die Nähe der russisclxn (^re»?^e gebracht. An ihm. einenl der siilirendpn Staatsmänner „zvmrwvrrr Vittwockj. den ??. Dezember lyIO Finnlands, sollte das bewührte Kampfmitte erprobt werden, das die Lappo-Männer in der letzten Zeit an ihren politischen Feinden mit Trfelg anwandten. Äe Anhänger der Lappo.Bewegung sagten s^ch: Wer Zdommu nlst oder kommunistensreundlich ist, soll nach Rußland abdampfen. Gesagt: getan: der Betreffende wurde ohne Geld, GepSck und Ausweispapiere, von einem russischen Ein reisevisum ganz abgesehen, kurzerhand über die Grenze ab^scho^n. Diesem Versa kjren das zu einem Konflikt mit Moskau führte sollte auch der Vertreter der gemähigten bürgerlichen Kreise, der Exvräsident Stahl Aerg, unterworfen werden. Nur durch einen Zufall mißglückte das gut vorbereitete Un ternehmen. Ein Auto hatte sich verspätet der Anschluß nwrde verpaßt, die eingeschüch terten Tüter ergriffen die Flucht. Sie wur i>en auch entdeckt, die Spuren führten zum Kemralsto'b in .^lfingfors. Der Hauptver onstalter war der Generalstaibschef selbst. Während der Gerichtsverhandlung such ten Oberst Wallenius und die wichtigsten Mittäter. Oberstleutnant Kmisaari und .Rechtsanwalt Iaaskari, sich mit — Trun kenheit zu entschuldigen. Mer erstens ha ein Generalstabschef eS nicht so weit kom nien lassen dürfen, daß er nicht weiß, was er tut, und zweitens ist Finnland seit Iah ren „trocken". Durch die hilflosen und faden scheinigen Vetteidigungsversuche der Ange klagten drohte das Ansehen Finnlands mch minder gefährdet zu werden, als durch die Tat selbst. So kam es zu höchst zulässigen Strafen für alle Angeklagten, selbst wenn diese Strafen nackträstlich gemildert nxrden sollten, ist die Ehre des finnländischen Staates gerettet, was auch bewiesen werden sollte. eine neue moäerne Pgrfum-Xrestlan äss !1suse8. ^ ^ ^ s-» l ^ Vle ?um >VeItrut eelsneten tZesickrz» roulces. Len6re «ie rose« icl s»?o Kouge ^sn^srine oiireen Idnen titr 6te vorritelicke yualt-tSt 6er neuen 8edüpkua«en. Vortrvtvo«: PK. v. V^KV - /aered 8mleikls8ovs ul. 23 l'elevkon dlr. 49—99. H«»ndschuh«. jedermann geht in ein .^^^ndschuhgeichäft. Aber als er wieder herauskommt, )at er nichts gekaust. „Nanu", frayt Mücke, „weshalb denn nicht?- „Dumme Sache", z/uckt Fodermann die AWln, „ich habe meine .Handfchn^nnm-ver vergessen." Heiße Würstchen. Federmann und Mücke sitvn im D-Z>ug. Draußen auf dem Bahnsteig steljt ein Mann und ruft (nicht zu laut allerdings): „.Heiße Würstchen!" „Wie kann", schüttelt Federlnanu den ^li'Pf, „wie kann ein Mann nur Würstchen heißen." Affront gegen England WledekoufroNen der Koiontalfroae durch Deutschland — Segen sebe Befltzerg»elfung durch die Siegerftoaten Berlin, 23. Dezemler. Die Frage der Mandatsoerteilung über die ehemaligen deutsSien Kolonien wird neuerdings aufgerollt« Ten Anlaß dazu gab eine Borsprach« des Deutschen Kolonialvereines beim Außenminister Dr. C n r t i u s in dieser Angelegenheit. Der Präses des Bereines Dr. Schnee, der längere Zeit als Gouverneur in den sildasrikanischen Ko-lonien tätig war, überreichte als Führer der Deputation dem Minister eine ausführliche Denkschrift, worin der Regierung vorgeworfen wird, sie habe die Forderung »ach Rückgabe der deutschen Kolonien in den letzten Jahren mit viel zu wenig Nachdruck verfochten. Man miisse der Mitwelt bündig erklären, daß das deutsche Volk unbedingt Kolonien brauche, um seine Industrie wieder aufzubauen. Der Minister trat in seiner Antwort der Behauptung, die Reichsregierung bringe der Kolonialsroge zu wenig Interesse entgegen, entschieden entgegen und erNSrte, die Regierung habe bereits vor sechs Iahren in einer Denkschrist an den Völkerbund ihren Standpunkt genau präzisiert und beharre nach wie vor aus der Betrauung mit Mandaten iiber die ehemaligen deutschen Kolonien. Wie die übrigen Großmächte, mlisse auch Deutschland Kolonien besitzen, da es ohne diese seine Mirtschast nicht ausrichten könne. Sws diese Frage seien auch der srü-here Außenminister Dr. Stresemann im Juni des Vorjahres und vor einem h-all^n Jahr Redner selbst zurückgekommen. In seinen weiteren Aussührungen meint« Dr. Curtius, w letzter Zeit bemühen sich einige Ntüchte, ihre Mandatsgebiete ihrem Ko lonialbesitz anzugliedern oder dieselben wenigstens in selbständige Kolonien umzuwandeln. Dagegen mlisse jedoch Deutschland mit allen Mitteln auftreten, da dadurch seine vitalsten Interessen stark bedroht seien. Das deutsche Volt kSnne niemals zulasien, daß seine ehemaligen Kolonien je in andere Hän« de iibergehen. Die Erklärungen deS AußenmwisterS werden in diplomatischen Kreisen lebljaft kommentiert. Man ist ilberzevgt, d. Rede habe England gegolten, daS Rhodesien und daS Tanganji?a-Gebiet an die südafrikanischen Dominions anschließen will. Die Ausführun gen Dr. SurtiuS' werben als eine Art Drohung gegen diese Bestrebungen Londons aus gefaßt, da im Falle einer Umwandlung der vom Völkerbund verliehenen Mandate in Kolonien oder gar deren Anschluß an die britischen Dominions die Ueberseegebiete sür Deuts^and sür immer verloren wären. Man ist der Meinung, daß deshalb die ReichSre-gierung die MandatSsrage in einer der näch sten Tagungen des Bölkerbundrates ossiziell ausrollen werde. » L o n d o n, 23. Dezember. Die Erklärungen des deutsche« Außenministers Dr. Curtius hinsichtlich der Rückgabe der ehemals deutschen Kolonien habe» W der Oessentlichk^it ein lauteS Echo gefundeu. Die Presse bespricht ewgehend die Angelegenheit und meint, die AuSsÜhmngen des deutschen Außenministers feien i« erster Linie als ein Assront gkgen England auszu» fassen. Jedenfalls wird die Angelegenheit auch im Parlament zur Sprache kommen. Masaryks WeWachtSgrüße Der Krieg gehörl i« dir Ber«ana««h»ik — Ä»ii«st««te« l»U gedeihe« ««d ftch r«lch ea>»ick«l« Prag, 23. Dezember. Präsident Masaryk empfing den Vertreter der Beograder „Politika" und sprach mit ihm über verschiedene aktuelle Probleme. Der greise Präsident ist hinsichtlich des Welt sriedens sehr optimistisch und meint, der gesunde Verstand werde überall über der Brutalität triumphieren. Er sei sest davon überzeugt, daß der surchtbare Weltdrand alle Völker der Erde eines Bessereu. belehrt habe und daß der Krieg zur Vergangenhyit gerechnet werden könne. Kriegsbesürchtungen hätten keine Grundlage, da die Beziehun-^en zwischen den Nationen, wenn man von kleinen llnstimmigkeiten absehe, zusriedenstellend seien. Der Präsident sprach den Wunsch aus, Jugoslawien möge gedeihen und sich rasch entwickeln. Bor allem wünsche er i!^ ewe möglichst vollkommene nationale Einheit. Die Verwaltung müsie aus die Höhe gebracht werden und dieselbe Stuse einnehmen wie das Heer, das überall als heworragend anerkannt werde. Das Volk möge so viel Bildungsstätten als möglich erhalten, seine Han delSmarine sobald als möglich auf eine respektable Höhe bringen und vor allem die Landwirtschast pslegen, da Jugoslawien vor allem ein Agrarstaat sei. In erster Linie wünscht Masaryk dem jungen Staate Frieden, uneingeschränkten Frieden, um sich ungestört entwickeln zu können. Nach 24tiahswkr oußee Dienst aesteM wurde die englische Königsbarke, die fast t ^tönige von England gestanden hat und zwei?inl'f,ls' ?>>livsinnd<;rte lang im Dienste'j »etzt in das Neue Meeresmuseum in Green- wich übergeführt wurde. Aus dem Znlande Im K ü st e n l a u d e ist dieser Tage empfindliche Kälte eingetreten. Das gesamte Gebirge in der Umgebung ist eingeschneit. Infolge Glatteises mußte gestern auf dx'r Straße bei Kri-iSte der A u t o s» n s v e r« e h r mit Erikvenica und dcn iibrizen tädten der oberen Adria u n t e r b r o-chen werden. .Heute trat Tauwetter ein, so daß die Autobusse wieder den normalen Verkehr aufnek)men konnten. « Da sich die .Hoteliers und Gastwirte in N o v i sa d weigerten, d'e u..n der?l torenzent raleiil Zagreb boan- spruchten Tantieinen für die bei den.stonzer ten zur Aufführung konimen^-'l' ^«"'ikstiick,' zu bezahlen, wird die Ani^lekieiih.'lt dnrcki Prozeß ausgetragen werden. Die große, dreistöckige '^^i-npfmühle in Sv. M i t r o v i c a ist ge'! i, bis auf den Grund a b g e b r a n n t. (5? drol^te ernste Gefahr, daß die brennenden Balken auch auf die nahegele-genen Magazine, ,vo l5» Waxigons Mehl einaesaqert waren, fallen und dort einen ?1rand berncrrnfen. Die Eigentümer der Mühle, die ?^r!"ider Daki 6, Onren 2!^ Minuten v'^r lirnfb de' ^ran^ des mit dem >< An- gestellten erklären, es babe sich um eine ?ie- schäftsreise gchandelt. Die abgebrannte Mühle stellte einen Wert von 7 Millionen Dinar dar, war jedoch bloß auf 3.3 Millionen Dinar versic^rt. Die EntstehungSursa-che des Brandes ist bisi^r unaufgeklärt, rüchtweise verlautet, das Feuer sei durch Kurzschluß v-rursacht worden. Zu erwähnen ist. daß die Arbeit wie gewöhnlich um !8 Uhr eingestellt wurde und der Brand erst 2^ Stunden später ausbrach. Das Inventar der Mühle kennte gerettet werden. p?Gl»«ssGrß dllUg «G «tz?G »«I« ZUMG»«? ZlßIG?, »>. HS Winteranfang Die kürzesten Tage des Jahres. Winteranfang kündet der Kalender. Wi«-teranfang! Hat nicht bereits seit längerer Zeit die Kälte ihren Einzug gehalten? Hatten wir nicht schon SchneeMe und leichten Frost? Die Asttonomen sinid anderer Ansicht. Sie können sich nicht nach dem jewei-ligen Wetterausfall richten. Sie müssen einen testimnrten Tag ÄS den des Winteranfangs bestimmen, und Kwar ist daKil der 22. Dezember gewählt worden, weil an i)m die Sonne ihre größte südliche Deklination erreicht. Die kälteren Temperaturen zu die« ser Jahreszeit werden, von anderen mete.z-rologischen Einflüssen abgesehen, durch den niedrigen Stand der Sonne veranlaßt, der ein schräges Auffallen der Strahlen verursacht, sowie durch die kürzere Dauer deS BeriveilenS der Sonne über deni Horizont. Für uns sind die tyliischen WintermvMte Dezember, Januar un>d Februar. Eigentüm licherweise empfindet man bereits den De-zenliber als einen Monat strenger Kälte, als einen ausgesprochenen Wintermonat, während beispielsweise der Juni, der den Som-nieranfang bringt, häusig gar nicht als Som ^ mermonat geniertet wird. Das liegt wohl haupt'ächlich daran, daß viele Menschen ge-! gen Kälte se.ir empsindlich sind, während sie I selkst heiße Temperaturen verhältnismäßig leicht ertragen. Die Erfahrung lehrt, daß die kälteste Zeit nicht im Dezember eintritt, sondern erst in d''»l''!kng.el der Ia^ nuar — der südlickien der ^i'li — der kälteste Mvnat des ^abre? ist. ES wäre demnach ner^rnlit. sekt schon ein tV^samturteil über diesen Winter sällen zu nMen auf Grund der bisher ein'^etretenen Temperaturen. Frühestens Ende Februar, initunter aber erst '''^"rz können solche Ilr- Il'ile Den Wetterp'.ophe- ten inuk man schon ganz misUrauen. Denn Mittwochs tzen S4. DezemSe» IDSV t»otz zahireicher ««such« gibt -s jetzt kvw« einwandfreie wissenschaftliche Grundlage, dt« vorauAstchtlich« T^etterbildung üver ei-«en längeren Zeitraum zu bestimmen. ES wurden zwar in letzter Zeit einige rec^ be-achtliche Krfvlge erzielt. Aber die Zuver-lüffigk^t dieser Methode ist dami? noch nicht unter Beweis gestellt, dafi sie in zwei, drei Jahren ein einigennaken richtiges ResMat «brachte. Die Zeit des Winteron^geS ist durch ^ kürzesten Tage des ^hrss ^ekennzeich. Mt. Noch nicht einmal «in Drittel des Taget erscheint die Sonne irßer dem Horizont Awischen ^onnen«us^nfl und Gonnennnter Owg liegen am kürzesten T<^^e deZ Jahres, d erfordern nicht allein einen grossen ArbeitSaufnmnd zur Beseitigung der fcillen-den Gchneemassen, sondern verurslichen auch erhebliche Wsten und störende Zeitverluste dei Transporten. Winterkurorte möchten einen langen Vinter, um die Soison ent'pre-cheich ausnutzen M können. J,n Interesse dsi Gesamtwirtschaft ^ schon aonz abgesehen von landwirtschaftlichen Fragen läge es. wenn der Winter nicht zu lange dauerte, schon damit die Bauarbeiten, die stets zu einer erheblichen Entlastung deS Arbeitsmarktes führen, wieder aufgenommen werden können. Bei so verschiedenen Interessen kann man kaum sagen, der Winter möge kalt otter milde werden. Das Beste ist schon, das zu tun, womit wir uns sowieso abfinden müssen, alles dcnl „himmlischen" RatsMus; zu überlassen. D. O. Nero. derkoiferttcheSLnaer Der amerikanische Schriftsteller Ardiir Weigall startete mit einet neuen, echt ame-rikaniischen Gensation. (?r veröffentlichte ein Buch unter den: Titel: „Nero, der kaiserliche länger", in dem er die allgemein "^er» breitete Auffassung uu;zustoßen oersucht, daß ltaiser Nero ein blutdürstiger Tyrann war und d^n Brand der ewigan Ttadt a»lf dem Gewissen hat. Weigall behauptet in seinem Buch, daß Nero in Wirklichkeit ein Liebling des römischen Volkes war. Durch seine tühnen Üieformen und hervorra^^en-den Leistungen auf dem Gebiete dcr schön?» Künste hätte sich Nero den Has; gewiss,'? Patrizjerkreise zugezogen. Das rö,niscl)e Pa triziat suchte mit allen Mitteln, deii Kaiser, der sich als Dichter und Sänlger produ« zierte, verhaßt M machen. Der amerikain« sch« Schriftsteller erdreistet sich weiter zu behaupten, daß der katastrophale Brand NomS ckcht vom Kaiser Nero, sondern von den Christen selbst verschuldet wurde. Die Christen hätten, nach Meinung Weigalls. Renn abtfichtlich in Brand siesetzt, um auf disse Weise das Ende der alten ^idnischen Welt herbeizuführen. Durch die Aussagen Ver Zeltgenossen, die den dichterisch begob-^n Kaiser haftten, wurden die Geschichts-schrei-ter Roms später irregeleitet und !n der Annahme bestärkt, Nero eine Be-st!e in men!schlich«r Gestalt war. Me Vr-Mlungen von den (Greueltaten Nero? seien ein Produkt der Verleumdung. Soweit A?" tur Weigall . . Eigentümlich sind dieie amerikanischen Forscher von der Art Wei-gallS. Nus der Suche nach neuen Sensationen sind sie bereit, alle bisherigen historischen Feststelluni^en zlU leuanen^ Im stillen lacht wahrscl^einlich s^rr Weistall selbst Über die vielen imiven Leute, die sein Buch lesen und dem Autor zu den Dollars verhellen, .Maril^irer ^uminer Hölle auf Erden Dts Du!kanousbruO aui Äada, kint bep furchtbafsten Dof einer ungeheuren Sxploslon? AusBerlin wird vom 2L. d. terichtet: Alle Nachrichten ans R ederlöndisch. Indien stimmen darin üb-rein, daß es sich bei dem Ausbruch des Vulkans Merapi um eine der furchtbarsten Naturkatastrophen bändelt, die jemals über RiederlLndisch.^ndien here ngebrschcn ist. Das P!?biet um Straenhoenq ist zn einer wahren Hölle geworden. ungeheurer ^walt wirft der Lav^^» Müssen mehrere hundert Meter hoch in die Luft; unausgesetzt ist surch tb ares unterirbischesRollen t»ernthm-bar. Der Krater ist in schwere Ranchivolken gel)üllt. Die Bevölkerung hat in wildir Pa» nik die Flucht ergrissen. In fieologischen ^Fachkreisen rechnet man mit der Möglichkeit einer bevor stellenden ungeheuren E x p l o s i o n, da die im Lsuse der Jahre im Bnlkaninnern angesammelten riesigen Laoamasscn durch de enge Kratzrsssnttng kaum ausgestoften werden können. Amazonen im N kämpft hat. (Nebengedanke des Beschauer Ob diese Amazonen, deren (Gegnerschaft iticht unwillkommen sein dürfte, auch in so niedlichen Stöckelschuhen in den Ml'^?n'-"-,nor denden Krieg gezogen sind?) Die VfoNt der Tränen Der Sklavenhandel dllthl — Aasfehenerregende Mtllellanae» der englischen Presse Die englische Presse bringt aufsehenerregende Einzelheiten über die afrikanischen Sklavenmärtte. In der arabischen Ttadt Jeddah werden regelnmsiig solckie Sklaven-märlte abgehalten, w» Männer und Frauen verkauft werden. Die Frauen kommeil aber in gröszerer Zahl, da die Lklnvenhänd ler viele Kunden unter den arabischen Für sten und Häuptlingen hal>en, deren .^xrreins sie mit jungen Mädchen versorgen. D^'r Preis sür ein hi'chsches Mädchen beträ.st zirka LOlXX) Dinar. Der 5-klanennm'. kt von Jeddah hält die hl^chsten Preise in Afrika, ^ das Risiko hier am grössten ist. ?)!e Stlaven n>orden aus Südabessinien Ubmcht. Manch' nierden sogar von der (.!>^ttinen-iiüsti' transportiert. Der Sklaventransport ist zienilich teuer, da der lange Weg zu Fils; zuriickgelegt werden muß. Aus Sicherheit'?^ gründen läßt man l>ft einen solchen Sklaven zug als Pilgerzug wandern. Die Unkosten norden durch die kiohen Bestechungsgel>der, die unterwegs an alle örtlichen Behörden verteilt iverden nii'issen. noch bedeutend erhöht. Wer nicht genug Geld hat. um die hohen Preise auf dem Tklavemnarkt zu bezahlen, kann in anderen Orten billigere W-are erhalten und />war am leichtesten in Babel-Mandeb. Der Name dieses Ortes ist für ilin charakteristiscs>. (lr heißt die Pforte der Tränen Hier wird ein lebhafter Handel mit größeren SchiifÄadun^en lebendi-ger uienschlicher „Ware" getrieben, die aus Afrika ül^r das Rote Meer nach Arabien verfrachtet wird. Ain .^s'lreichsten sind lvi diesem Transport Mädchen und junge Frau en mts Sudan vertreten. Neuer ameslkanischet Vrophet Amerika ist ein Land, wo Propheteil wie Pilze nach einem Reg<'n emporschießen, ^^or kurzen: gründete ein gewisser G. H a ui lu a r eine nene Sekte. lSr stammt aus St. ^'oui'^ und be'ich'iftigte sich früher mit der Fabrikation von Schnaps und Likör. Mr. .'^^auuii'u! behaiil>tet, die Menschheit könnte nur dann glücklich werden, nx'nn sie auf den Biinnien sihen und sich mit Obst ernähren wü.de. Eine tl^lonie wurde von Hammar aegrüN'' det, deren Mitglieder tagelang an? holi^i Bäumen sitzen und nichts außer Nüssen und Rohfrüchten essen^ b'ine solch? ^^eleno^nt verwandelt, nach Ueberzeugung de? '.Nr. Hammar, einen 70iälirigen t^reis in ein^n 29jäl'r!gen Innglin>i. '^'^r Prophet 'elli't ist bereits ltti Jahre alt. llettert aber an den Bäumen wie ein Aife empor. ^ Nun gründete Mr. 5^auiinar eine Filiale seiner Kolonie in l5ilrr>vn an den lliern de'> Venfer Sees, wo er eine Villa besitU. Dort übt er in einem herrlichen Park seine A» fenmethoden mis^ Leider betrachtet die 'ch vei Serische Regierung die Baunmlrobatik der ln'uen Sekte ziemlich kritisch Einigen er--zeittrischen Amerikanern, die sich dem Prv-pheten anschlies^en wollten, wnrde die Einreisebewilligung nach der Zchiveiz verioei-gcrt. lZin d chter A s ch » » r e g e n. der von einem NvlfenArtich beFettet ist, fällt auf die gan'e l^'c^cnd ni»eder, wodurch die Land->ch.tst mit einer hohen Schlammkru-st e überzogen wuri»e. Unter den Tausenden von Flüchtlingen, die nach den Städten MiUel-^avaZ m'sliichtet find, des ndtn sich viele Wahnsinnige. Der Ei^en» l>ahnyer?cl)7 ist a,ff d?r gan.«en Strecke unterbrechen. In Amsterdam h.^bcn die öffentlichen Gebände a»tf Halbmast geflaggt. Begegnung im Llrwa'd In denl überseeischen i5lub im .'^aag be^ richtete ein holländischer Kolonialoffi^ier, der jahrelang feinen Dienst in den? hollän-discheil (^ntiana versah, über eine B.'gegnnna mit geflüchteten französischen Sträfi!n^>'!i. An der Spitze einer Patr'^nille k^hrt».' d. holländische Offizier dnrch den Urwald aus Albina nach seinem Standort zurück. (?S ist !'iue unglaublich schwere Arbeit, sich mi!^ dem Mi'sser einen schuialen i!?eg durch den Wald ',11 babnesl. Während die Soldaten nut lan gen Messern diese Arbeit oerrichteten, stie« sM sie pli^l^lich auf drei Menschengeistalten. Es niaren aus dl.'r srau^ösischen .?uäflinac^-koloni.tl<'ider waren zerlej^tt. Ihre ein^^ij^-i Wasjeil waren ^olzftaugen und Holzlugeln. Die drei Männer fühlt^^ sich offensichtlich wie Natten in der Falle, als sie die holländische Patrouille erblick!r.n. Sie waren aber .'»u sekir ersck^övit, nm dn.- Flucht zn ergreifen. (5rs.'. als sie erfuhren, daß sie sich auf holländischem (Gebiet befanden, atimeten sie etwas erleichtert auf. Sie erzählte?! ihre Abenteuer. Aus leeren Benzinkannen mit Lianen zusmnmengeSunden bauten sie s'ch eine Art Fähre, auf der sie über den Ärenz^ ström Marowyen nach dem holländischen Ge biet herüberkamen. Dort begann der Kampf mit denl Urwald. Mühselig bahnten sich die Flüchtlinge den Weg. Sie ernährten siu^ von gefangenen Vögeln und zündeteir sich auf die Ärt der Wilden ein Feuer an, indem sie zwei ausgetrocknete Holzklnmpen gestene-nander rieben. Den Vorschlag des Offiziers, sie nach der holländischen Bezirksstadt Paramaribo zn befördern, lehnten die Sträflinge ab. Sie fürchteten, an die französischen Behörden ausgeliefert zu werden. .Zum Abschied gabev die Soldaten den Flnchtlingezi einige Konservenbüchsen un>d ein paar Streichholzschach te!n. Ueber die Letzteren freuten sie sich wie die .Kinder. Man hat diefe Lente nie mehr zu fehen bekommen. Wahrscheinlich ging.!.: sie in dem tropischen Urwald unter. Sndaaitiaei' Weef»iel im des Rats dtt Dolkskommtfsare Die Zentral^^ekniive der Son'jet-Union enthob den Vorsitzenden des Nats der ^ ?n 'Dezember il M IIIUWllt K in modernster Ausführung werden für Weih nachten »nd Reujahr zu konkurrenzlosen Schlagerpreisen ausverkauft« Benlltzen Sie die günstige Gelegenheit. (früher A. Sifsmanu) » «»lGleO»n«IeOHssii «. Z7 /IsZcaFS <^HF^SF»FZc Juorgtn ist Weidna?)aftig kein anderes Thema mehr als das: Morgen ist Weihnachten; Das fällt nun schon auf di? Nerven. Noch abends, nachdeui die Jungen und Mädchen zu Bett gebracht sind, plap. pern die Miindchen von dem. was kommen soll. Wt fröhlichen Christgedanken schlaifen sie ein. Wie heistt es doch? „Aln Tag vor dem heiligen A-bend, da liegen die Kinder im Traum . . M a r i b o r, 23. Dezember. gen zwecks Aufnahme in den „Unterhaltungs kalender" der „Mariborer Zeitung" unverzüglich der Redaktion bekanntgeben. m. Promotion. Samstag wurde an dcr Universität in Wien Frl. .?enia Osann aus Sv. Marjeta ob Pcsniei zum Doktor der Philosophie promoviert. Wir gratulierenl m. Vermählung. In Wien fand vor einigen Tagen die Vermählung des .Herrn Jng. Hugo Rei thofer aus Wien m.L Frl. Mimi S chnide r aus Pobreije bei Maribor statt. Unsere herzlichsten Wückwün sche! m. Erleichterungen bei staatlichen Liefe, tungen. Das Finanzministerium traf die Verfügung, daß für kleinere, im § 86, Punkt 13 des Gesetzes über die staatliche Rechniings ! legung vorgesehene und lO.VVO Dinar nicht übersteigende staatliche Lieferungen, die unmittelbar und ohne öffentliche Versteigerung vorgenommen werden, die Vorlegung der Bestätigung der Steuerbehi^rde über die entrichteten Steuern nicht mehr ni^tig ist. Dle Warenelnsuhrfieuer Am 3. Oktober faßte bekanntlich der städtische Genieinderat den Beschluß, zur Deckung des Ausfalles im nächstjährigen Voranschlag eine neue Gemeindeabgabe einzn ren, die städtische Einfuhrsteuer, die als eine Erweiterung der bisherigen Pflastcrst^'ucr angesehen werden kann. Diese EinnalMs-quelle wird auf mindestens 1,75v.0lX) Dinar im Jahr veranschlagt. 'Das FinanMinisterium hat nun diesen Beschluß des Gemeinderates bestätigt, sodaß die neue Steuer mit Neujahr in Kraft tritt. Das Reglement über die Einhebung dieser Gemeindesteuer liegt in der städtischen Buch Haltung zur Einsicht auf. Parteien, die diese Steuer monatlich oder pauschaliert zu entrichten wünschen, werden eingeladen, sobald als möglich in der städtischen Buchhaltiinn vorzusprechen. — Die Steuer wird mit gewissen Ausnahmen von allen in das Stadtgebiet eingeführten Waren eingehoben. Für mit der Bahn ankommende Waren wird die Steuer in derfelb. Weise eingehoben, wie eS bisher für die Pflastersteuer der Fall war. Neu ist die Einhebung der Steuer für Postsendungen durch Postorgane. Die übrigen eingeführten Waren müssen zwecks Bemessung der Steuer der städtischen Buchhaltung unverzüglich angemeldet werden. m. Achtung, Inserenten! Die P. T. Ins«-renten der „Mariborer Zeitung" werden höflichst darauf aufmerksam gemacht, die In-^ate für die G a m » t a g, den 27. d. er-scheinende Sonntagsnummer wegen der beiden Weihnachtsfeiertage schon bis spSteftenS morgen, Mittwoch abends in der Verwaltung deS MatteS abgeben zu wollen. Später einlaufende Auf-träge können mU Rückficht auf die wrz be. mesiene Arbeitszeit auf keinen Fall berücksichtigt «erde«. — Die Verwaltung. m. Evangelisches. Gottesdiensto'-dniwg für die Feiertage: Am 25. d. um I«) Uhr Festgottesdienst in der Christiiskirche. an-Wießend MendmaHlsfeier. Am 31. d. um haG Uhr Jahresschluß-Gottesdienst in ^r ChriswSkir^. Am 1. J^ner um 10 Uhr NeujahrSfestgottes^ienst in der Ehri-stuSkirche, anschließend Mendmablskeier. m. Das Mariborer Theater — Banalinsti- tutwn. Mit dem neuen Staatsvoranschlnq wurden allen Theatern mit Ausnahme der Nationaltb-zter von Beogrnd, Zagreb und Ljubljana die bisherigen Subventionen gestrichen und gleichzeitig deren Verwaltung den einzelnen Banalverwaltunqen übertragen. Somit erscheint nun der Bestand unseres Theaters auch für weiterhin gesichert. m. Unterhaltungskalender. Gesellschaften md Vereine wollen die Termine ihrer dies--ährigen Unterhaltungen und Veranstaltuu- m. Die Revue „Dur und Moll — Ernst und Toll" von Prof. Hermann Frisch wird, wie bereits gemeldet, auf allgemeines Verlangen S a m s t a den 27. d. wiederholt. Dem Wunsche des Publikums nnrd auch dadurch Rechn-ung getragen, daß nicht nur anf der Galerie, sondern auch im Saale Tische aufgestellt werden, so daß nur 10 Sesselreihen zur Aufstellung gelangen, «während die übrigen Plätze bei Tischen genommen werden können. Der Kartenvorverkauf hat in der Misikalienhandlung H ö f e r, Ulica 10. oktobra, bereits begonnen. Da bereits viele Matzvormerkttnacn eii^elangt sind, empfiehlt es sich, die Plätze noch vor den Feiertagen reservieren M lassen. m. Nicht verwechseln! Der am 7. Jänner l931 in Maribor konzertierende Donkosaken chor unter Leitung des Dirigenten Serge I a r o f f, wolle nicht mit anderen russischen Chören, die auch unter dem vielverspre chenden Namen „Donkosaken" auftreten, ver-nxichselt werden. Diese kleinen Chöre ki^nnen sich mit der Kunst der Jaroff-Donkosaken freilich nicht messen. Die „Schutzmarke" des echten Donkosakenchores ist der Ärigent Ja-roff, der mit seiner wackeren Truppe eben dieser Tage aus Amerika in Bremerhaven eintrifft. m. Reue Leitung des Verbandes der Ju-goslawisch > tschechoslowakischen Ligen in Ju« goflawien. Vergangene Woc^ fand im tschechoslowakischen Heim in Bepgrad die Generalversammlung des Verbandes der Jugoslawisch-tschechoslowakischen Ligen in Jugoslawien statt. Anr Generalversammlung trafen zahlreiche Delegierte von 14 Ligen ein. Auch der neue tschechoslow. Gesandte Doktor Flieder mit seiner Frau und höheren Beamten der Gesandschaft war anwesend. Bei den Wahlen der neuen Leitung wurden u. a. gc'-»vählt: Zum Vorsitzenden Minister Dr. Kosta K u n a n u ?! i- zu Vizepräsidenten: MolM-dilo M i l o 8 c v i Ehef inl Kultusministerium, Frau Milada Dr. Flieder. Gattin des tschechoslow. Gesandten, Dr. August R e i s m a n, Advokat in Maribor, Dr. Ste-van M a r k o v i Gymnasialdirektor in Sarajevo. Nächstes Jahr findet in Olmütz und Prag ein gemeinsamer.^tongreß der jugoslawisch - tschechoslowakischen Ligen statt. m. Der llnterstiipungsverein für arme Schüler in Maribor spriclit allen ^'ribltätern des V-'reines seinen wärmsten D>ank aus. Die Weihnachts^reude der Aermsten sei die Genugtuung d-en'eniaen. die die ?^eik?nachts bescherung ermöglicht haben. Besonderer Dank gebührt den Damen und .Herren, bezw. Unternehmungen und Firmen: Posa-jilniea v Mariboru. Wk^-^erer. Union> Nar banka, Weibbi'^fios Dr Gruk Vachta. Vz^aLnik, N. F. Halbärt) und Reiser, Rud. Kiffmann, Pinter 6^ Lenart, Pelikan, Franz, Plemelj, Dr. Robiö. .Hausmaninger. W. .Heinz, Dr. Ploj, Wesiak, Dr. Benj. Jpavi:, Dr. Kartin, GiiStin. Sternad, Pfrinier, Ant. Kiffmann, Hutter. Feldin, Majer, Berg. Braun. Segula, Ul-aga-Scinicz, Turad. Freund, JanLiö und jene zwei Firmen, die der Gabe nicht den Namen beigesetzt haben. Zugleich sei der Dank allen Spendern von Obst für den Weihnachts-bazar ausg^prochen. m. Die Städtische Sparkasse in Maribor teilt dem P. T. Publikum mit, daß Mittwoch den ^4. d. die Anstalt geschlossen sein wird. m. Städtisches Vad. Das Dampfbad ist morgen, Mittwoch, nur für Herren geöffnet. Ueber die Feiertage bleib-t da? Bad geschlossen. m. Nach dem l. Jänner kein Autotaxi ohne Taxameter. Im Sinne einer Entscheidung der Banalverwaltung ist ab 1. Jänner jede Autodroschke mit einem Taxameter zu versehen. Dieselben müssen an einer sichtbaren S^lle angebracht und bei Nacht beleuchtet werden. m. „Sokol"«Gründung in Tezno. Die gründende Generalversammlung des Turnvereines „Sokol" in Tezno findet am 4. Jänner 1931 (erster Sonntag nach Neujahr) in der Schl^le in Tezno statt. Zwischen 14 u. 15 Uhr fft die Einschreibung neuer Mitglieder, darauf Waihl des Ausschusses. — „Sokol"-Mitglieder und -Freunde willkommen! m. Die Schweiz, das klassische Land '^eS 5ki sportes, findet im herrlichen Kiilturtonfilm ..Der Sohn der weißen Be r g e" die schönste Interpretation. Dieser wunderschöne Film wird vom Verband der Kultur vereine vom 2.^. bis 31. d. im Burg-Kino vorgeführt werden. Unvergeßlich bleiben die Szenen der Alpenromantik und der Winterspiele um die Skimeisterschaft in Grindel bo-den. Niemand versäume es, die Feiertage zu benützen, um diesen eigenartigen Film zu sehen und zu hören. m. Bemessung des GebührenSquioalentS. Tie Steuerverwaltung macht alle Besitzer von Liegenschaften (öffentliche Korporationen, politische, Kirchen- und Schulgemeinden, Vereine, öffentliche Handelsgesellschaften u. dgl., Genossensc!^ften usw.), die der Entrichtung der (^gänzungs - Uebertra^ gungstaxc (Gebührenäquwalent) unterliegen, darauf aufmerksam, daß hinsichtlich des gesamten unbeweglichen Vermögens die Immobilien (Grundstücke und Bauten) zwecks Bemessung dieser Taxe für die nächsten fünf Jahre bis 15. Jänner 1931 anzumelden sind. Säumige werden diese Taxe im doppelten Ausmaße zu entrichten haben. m Wichtig für Auswanderer nach Frank» reich. (?s ist schon öfters vorgekommen, daß der französische Konsul in Ljubljana Arbeitern, die nach Frankreich auszuwandern gedachten, das Visum verweigerte, weil ihre (^I^urts- und Personalangaben mit denen im Arbeitsvertrag enthaltenen Daten nicht übereinstimmten. Der vom französischen Ar-beitslninisteriuni unterzeichnete Arbeitsvertrag hat genau dieselben Daten zu enthalten wie der Reisepaß, da sich sonst Ähwierigkei-ten ergeben können. Arbeiter, die nach Frankreich auszuwandern gedenken, werden anf diesen Umstand aufmerksam gemacht, um sie vor Schaden zu bewahren. Es muß betont werden, daß die Uebereinstimmung der Personalangaben bei Krantenunterstiitiun-gen nsw. äußerst wichtig ist. m. Die hockHerzigen Kleidcrspendeu des hiesigen bekannten Manufakturwarengeschäftes des Herrn Zo 8 tariS mögen im Laufe des morgigen (Mittwoch) Bormittags in der Redaktion d^r „Mariborer Zeitung" behoben werden. Die Wahl fiel auf drei wirklich unterstützungsbedürftige Frauen. Es sind dies: K olen c Maria, Kriegsinvali-densgattin, Vojak^niSki trg 2; Kaiser Maria, KriegsinvaliT^ensgattin, Vrbanova ulica 2; H o r v a t Cäcilie, Jnvalidensgat-tin, wohnhaft in der Dajnkova ulica_Baracke A. Die Genannteu ersucht, irg. ein Dokument zwecks Feststellung der Identität mitzubringen. m. Sine Reihe von Unterstützungen lieh im Laufe des vergangenen Jahres der hie-sige Verein der P o l i z e i a n g e st e l l-ten und Pensionisten seinen Mitgliedern zukommen. Am 19. d. gewährte der Verein den notleidendsten Witwen und Waisen als Weihnachtsgeschenk «ine schöne Anzahl von namhaften Geldspenden. Der Verein veraus gabte in diesem Jahre nicht weniger als 11.000 Dinar an Unterstvtzungen und 6000 Dinar an Sterbegeldern. m. Kamniea bei Maribor. Allen Spen« dern und Kinderfreunden, die für die Niko-lobefcherung der 13S armen Schulkinder in Kamnica mit Bekleidungsstücken, Waren, Schulrequifiten, Gebäck usw. beigetragen haben, wird hiemit herzlichst gedankt. Der Be-scherungsauSschuß. m. Das Rote «reuz in Pobreije bringt am Stefanstag, den 26. d. um 19 Uhr im Gasthaussaale l^r Frau Rojkv daS Lust spiel „Der Dieb in der Mühle" zur Aufführung. Der Reingewinn ist für wohltätige Zwecke bestimmt. m. Verstorbene. der Vorwoche sind in Maribor gestorben: Maria Fürst, BeamtenS gottin, 45 Jahre alt; Jeliflava Zega, Schülerin, 11 I.; Adam Serjac, Schlosier der St.-B., S1 I.; Ivan Jaklii!, Hausierer, 85 I.; Marko Knezar, Beamter d. St.-B., 58 J>: Josef Jrgoliö, Spengler der St.-B., 7l I.; Ivan Auff, Lokomotivführer, 51 I.; Wilhelm GradiSnik, Heizerssohn, 6 I.; tsa-briela Hermann, ^ufmaNnsgattin, 30 J.; Stanislaus Kramberger, Fleischhauerssohn, 4 J.; Juliana Strauß, Private, S6 I.; ?ll-bert Baizer, Ingenieur, 4! Jahre. m. Moderne Romane, gut erhaltene Bücher, kauft antiquarisch die VokkSbibliothek im „Narodni dom". Anträge nimmt schriftlich oder mündlich die Leitung zu jeder Amts stunde entgegen. m. Bei der ArbeitSbSrse in Maribor s u- chen Arbeit: 14 Oekonomen, Ver« Walter, 19 Knechte, Feldarbeiter, 16 Winzer, Meier, 3 Bergarbeiter, 2 Gärtner, 5 Steinklopfer, 16 Schmiede, 7 Eisendreher, Gießer, 7 Spengler, 29 Bau- und Maschinen schlosser, 20 Tischler, 10 Wagner, 6 Faßbinder, 2 Säger, 7 Lel^rer, Sattler, 4 Weber, L Tapezierer, 24 Schneider, 8 Schuhmacher. 6 Frieseure, 3 Buchbinder, 8 Müller, 19 Bäcker, 10 Fleischhauer, 9 Kellner, Schank-burschen, 19 Zimmermaler, Anstreicher, 18 Maurer. 10 Zimmerleute, 8 Heizer, Maschinisten, 2l Aushilfsarbeiter, 1 Magd, 1 Wirt schafterin, 1 Mafchinftrickerin, 6 Kleide:, .i-cherinnen, Weißnäherinnen, 6 Wäscherinnen, Büglerinnen, 1 Modistin. 8 Kellnerinnen, 5 Gasthausküchengehilfinnen, 2 perfekte Gasthausköchinnen, 5 Handelsgehilsinnen, 3 Ver käuferinnen für eine Zuckerbäckerei, Ii Fa-liriksarbeiterinnen, 2 .^uSmeisterinnen. 60 Wirtschafterinnen, Köchinnen, Dienst-, Stuben-, Kindermädchen, Bedienerinnen, 14 weibl. Kanzleikräfte. Erzieherinnen, 1 Kan-Mkraft. — A r v e i t erhalten: 2 Knechte. 12 Winzer, Mier, I Hirte, 1 Speng ler, 1 Schlaffer, S Waffenschmiede, 1 Schuhmacher. S Müller, 1 Schriftonmaler, 2 PHo-tographen, mehrere Lehrlinge (Ähmiede, Tischler), ferner 7 .Köchinnen, 8 Dienstmädchen, 1 Stubenmädchen. 12 Kinderfränleins, 2 Erziel)erinnen, 1 Wchin zur Gendarmerie, 2 Verkäuferinnen ins Nüffet, 2 Maschinstrickerinnen. l Lehrmädchen (Modistin). m Mariborer Arbeitsmarkt. Vom 14. bis 20. d. haben bei der NrEeitSbörse in Maribor 96 Männer und .84 Frauen Arbeit gesucht, 76 Dienstvlnj»e waren ftei, Arbeit erhielt»^ 37 Männer unid 33 Frauen, 11 Personen wurde" außer Evidenz gesetzt und am Ende der Woche verblieben noch 634 Perjonen in Evidenz. — Ab 1. Jänner biß 20. Dezember Haiden hingegen 4928 Männer und 2761 Frauen Arbeit gesucht, sreie Dienstplätze waren 6037, Arbeit erhielten 2613 Männer und 2158 Frauen, 299 Personen reisten auf Arbeitsuche ab und 1960 Personen wurden außer Evidenz gesetzt. Gegen Ende des Jab'es ist der Aribeitsmangel i.m Steigen be^ffen. m. Spurlos verschwunden. ZaniStag vor» mittag hatte der Angestellte Paul F. der hiesigen Fabrik Braun auf der Post meh-rere wichtige Angelegenheiten .zu erledigen, Mtttwom, den ?4. ^ezemver ISN .Marsbc'rer ??umm^r Zs? bMKIM «jag soldGt «In» k>rmlo«o Le-kttitung ^oltvrOefkf»akuna«N nsok »lok rlOksn tl»nn?^ Varmsg äovk nlvkt lmm«r 6l« ljsserkfanlttvn »u» «iok Gold»t kor»»» «tla.KfSttO ru «oköpfvn, >l ci»« kZ/^VKK-XiHU» VGgt. 7^.°/ zu welchem 'Ikx?ck ihm die Firma einen l^ldtetraq voil Ü712 Dinar und ein Fahrrad zur Verfügung steNte. Trotz dreitäi^iqen Wartens ist jedoch der gute Mann noch immer nicht zuriick^ckehrt. Mit der Anl^leflen-heit wird ßch nun auch die Polizei beschäftigen. m. RlicksichtS^ole Autsraserei. ?ll-! slestcrn allündS der hiesige Fu'briverk.7«kesiher ^erdo Mattel mit einem Doppelsp^änner durch die Nuk^ka ceÜn heimwärts kuhr. s>7m ihm in der Dunkoll'^eit pivtzlich ein ?n'enauto in so uirkjeimlicher GMwindil^feit entgegen, daß ein Unglück unvermeidlich war. ^m nächsten Augenblick wurde das (Velfälirt gegen das eiserne Stras^cnst^Iänder geprestt. Ein Pserd wurde hiebet auf der linken Seite schwer verletzt. Ter unbekannte Antoheld suchte eilends das Weite. m. Unfall. (Gestern gec'en Mitternacht stürzte an der Ecke Gosposka ulica—Klav-ni try ein diijährtger Passant, ein gewisier I e d l i L k a, am schliipfrigen Noden aus und zog sich eine nicht unbedenkliche Wun-de am Kopfe z^u. Die rasch atiisierte Net-tungsabtcilung brachte ihn nach Anlegung eines 3'ertaudes in seine Wohnun^g. m. Gpenden. Für den armen Invaliden spendete Aut. S. 20 Dinar. — Fiir die An« tituberkuloscnliga erlegte Frau Jenny T ch e r b a u m den Betrag von LS Dinar. Herzlichen Dank! nl. Wetterbericht, v. SA. De^^mber 8 Nhr: Feuchtigkeitsmesser 5, Barometerstand 7b0, Temperatur 0, Windrichtung M, Bewölkung ganz, Niederschlag Nebel. » Feinsten Teerum bereiten Tie sich selbst mit original Rumkomposition „R umo l", langjährige Spezialität der Drogerie I. Thür. Maribor, Gosposka ulica 17377 * Der Mariborer Sktklub veranstaltet vom Lü. Dezember bis 1. IZnner einen Tkikurs am „Pesek" unter !>er Leitung des Herrn B r v a r aus Ljlchljana. Anmeldungen im llhrenhaius S t o > e c. Iurüi-Leva ulica 8. . * Mes ist ans Liebe ewgestellt. Ter schZ^N' ste Silvester - Abend in der velika kavarna. * Lebige und kleine Familien essen billig und gut nur in der Sifentlichen ^slche am SlomSkov trq 6. ,7,), 4 * Autolms Maribor—Ptuj ?5. Tezeinber kein Verkehr. 17512 * Au ben Weihnachten! Am Christtng u. Stefanitag Früh- und Mendkonzerte der Kaipelle Wer-gles. Im Hrfsalon Kapelle ^^u« ka. !73Ys> ^ TrenchtoatS. Ueber.^iekjer. Hnbertusmän tel. Leberröcke. Fege. Plüsche. Tck'ne-sck»"?'?. Gchneestiefel, Galoschen sowie sämtliche Ma nufakturwaren Teilzaljlnnq. 0rnik. Mari, bor. KoroZlft» 9. * Passenbes Weihnachtsgeschenk. Dieser Tage besichtigte ich die Ansligen d^r Mariborer l^eschäste. Ich ging auch an der Auslage dc'r „Prometna baui^na druZba" ((^es. m. H.) in der Aleksandrova cesta Ii), vorbei. Bor dieser interessanten Auslage mub j man unwillkürlich stehen bleiben. In ber Auslage ficht man ein prachtvolles Glückshorn, das Gold- und Tilbermünzen ausschüttet. Das Auge ruht an den Losen der Etaats - Klassenlotterie, man sieht aber auch Lose der „Iadranska straLa", der Kriegs schadenrente, des Serbischen Roten Kreuzes und Tabaklose. In der Meinung, mit einem dieser Lose meiner Frau eine große Freude zu bereiten, trat ich ins Lokal und erstand ein Los. Die Frau belobte mich daheim und sagte mir vergnügt, ist hätte tatsächlich da? passendste Weihnachtsgeschenk gewählt. 1755."^ Herr Nova» geht einkaufen „Man dreht den Dinar viermal um, ehe man rhn ausgiebt, lieber Freunt», bei mir wächst das (V/eld auch nicht. Kommen Sie einmal mit mir und Sie werden sehen, was man so für seine Familie braucht. Meine Frau will da einen Mantel mit Pel^^beiatz, mein Bub braucht einen neuen Wintermantel, für die Tochter muß ich dringend ein Schulkleid haben und ich selbst, lieber Freund, brauche einen An^ug und zivei Mäntel. Bei dem kleinen heutigen Einkommen ist es nicht so leicht, alle diese Wünsche zu befriedigen." Mein Freund N o w a k ist ein großer Pessimist und als wir das Geschäft !^r Firma L. O r n i k in der K o r o 8 k a c e st a S betreten, faltet er seine Stirne. Ein brünetter Verkäufer kommt uns» entgegen. „Stoff für einen Damenmantel." — „Bitte sehr." Man legt uns einen wunderschonen schwar zen S e i d e n p l ü s ch vor, dann neuesten T w e e d in verschiedenen Farben, sodann schwarzes Tuch und blauen Rips. Dazu noch amerikanischen Opvossum, der sich auf dem Seidenpls?sch liervorram'nd ausninlmt. Für den Dvec'd kommen Kid5-kiauen fKarakül) in ?^et''ncht, zum schwarzen Tuch Pai^t schwarzer Persianer und den blauen Rips Putzt ein kurzhaarige? graue? Fell. Freund Nowak ist beim ersten Mantel a'.'bl;<'ben. Soeben kommt Herr Or n i k selbst aus der Lkanzlei und legt uns selbst Stoffe fiir den Knabenmantel vor. (^',anz besonders emdkieM er einen für' alle Wittenmgen kefouders praktischen H u-bertusmantel aus echtem .^kauiel-haar, der das praktischeste ''ür e n^^'u ^inaüeu darstellt. Wi^d genommen. s^ür die kleine d e n k a, d'i' k'-'üer in die erste Klasse gebt. ze!"t ^i^rr '^r'nk "inen W o l l r i P?. doppelt breit in allen Farben um 70 Dinar. Fiir Kinder ist das am besten, weil dieser Stoff dauerhaft und strapazsäÜia ist. Mr ^^rau Nowak zeigt er aber noch S ch n e e st i e f e l in vielen Formen nnd Farben, die ^anz entzückend sind und außerordentlich vraktijch. n>eil sie in dieser Kälte vor Frost und Feuchtigkeit schützen> Brillierend ist der „Natascha"-Wimpassing - Halbstiekel mit Karakülbe'atz und Zivvverschluß in schwarz und gelb. — Wird gekauft. Herr Nowak kraucht eigentlich einen Wintermantel, einen Frühjasirsniantel, einen Uebergangsmantel. einen Regenmantel. einm Stau'bmantel iür leine Dienstsahr. ten und einen Regenschirm. Das geht aber n^cht. Soviel l^eld hat er nicht. Nun bringt Herr Or n i k einen Trenchcoat. Ein Trenchcoat ist ein Winterniantel, weil er mit einer nxlrmen Kamelhaareinlage gefüttert ist. Er ist ein Frühsahrsmantel. weil man dann die Wintereinlage ausknöpfen kann. Er ist ein Ueber^anqsmantel, weil -.'r leicht ist. Er ist ein Regenmantel, weil .'r die Billrotheinlage hat und dak?er wasserdicht ist und er ersek' den Regenschirm, iveil er alle Kleider schuht. So c'in Trenchcoat ist das i d e a l st e K l e i d u n g s st ü ck, das sedermann besitzen mns^te. ^''err Nowak kauft einen Trenchcoat in helldrap mit Lcderkui)psen. Spezi'''Ikraa?nvers!'s>l»si. Aer-melverspannung und breitem Gürtel nlit Lederschitalle um lMX) Dinar. Für einen eleganten Anz-ug zei^t Herr O r n i k einen ^chön dessiniertei« braunen e n g l i f ch e n S t o f f. l5r ist aus reiner Scha^ivolle. mit zarten '.eitlosen Streiken, wie sie ietü io modern sind, in sehr diskreter Musterung, s" daß der Anzug als Reiseanzng, Straßenanzug .inö sogar auch als Abendan,zug zu nernvnden ist. ?lußerdem zeiat er noch nnter zahllosen anderen einen S v o r t a n z u g st o f f >n grauer Schafuwlle, der sich durcki ganz besondere Strapazsähigkeit auszeichnet. Herr Nowak entscheidet sich für den brau, nen Äammgarnanzug. Es kommt zum Zahlen. Die Rechnung beträgt, einMießlich oller Zubehöre für die ganze Familienausstattung bei 5000 Dinar. Herr Nowak hat aber bloß etum .W00 Dinar bei sicki Er hat keinesfalls "»amit gerechnet, daß er soviel einkaufen wird und HStte sich, wenn die Ware ihn durch ihr? Qualität nicht verführt hätte, kaum dazu herbei-gelassen. Die kritische Situation wird aber einfach dadurch gerettet, daß Herr Ornik erklärt. Herr Nowak könne ja ganz einfach eine kleine Anzahlung leisten und den Rest in sechs kleinen Monatsraten verteilt, bezahlen. Dieser Borschlag wird akzeptiert und .Herr Nowak bezahlt einstweilen 2000 Dinar, so daß ihui noch immer ein recht schi>ner Betrag übrig bleibt, um sich und seiner Familie ein frohes und angenehmes Weibnachtsfest zu bereiten^ Das Notwendigste wurde setzt gekauft. Herr Ornik zeigt jetzt noch ein riesiges Lager an verschiedenen Textilwaren, wte Leintücher, Kappendecken, Damast-gradl, Matratzengraidl, Satine und Clote für Bettdecken. Jnlete. dann Battiste, Chif-fone, nieiß und färbig für Leiblväscl^. Zephirs, Frenge und Popeline für Herrenhemden, dann Flanelle und Barckiente für Wäsche, Schlafröcke, Pyjamas und Hauskleider, Trikot und Lederhandschuhe, Kratvat-ten, Herrensocken^ und Strümpfe, Damenstrümpfe in allen Preislagen und Farben, Wirkwaren. Pulovers, Westen, Jumper für groß und klein, fertige Herrenwäsche und noch viele kleine Modeartikel. Dann kommen wir ins Lager für B e r u f S k l e i -d u n g. Da finden wir Lederröcke, Leder-Autonmntel, für .Herren und Damen, Ka-mel'haarpelerinen, Hubertusmäntel für Jäger, Uniformen, für vkfiziere, Finanz, Gen darmerie, Polizei und Eisenbahner. Wir vera-bschieden uns von Herrn Ornik und Herr Nowak beinerkt bei dieser Gelegen heit. daß er nie gewußt l^at. daß es in Maribor ein Spezinlgesckiäst gäbe, in welchem Ulan faktisch alle Vekleidungsgegenstände von A bis Z in so großer AliÄval^l bei soliden Preisen zu derart angenehmen Zahlungsbedingungen erhalten könne. Seinen Fri'chjcrhrseinkauf deckt er bestimmt bei L. Orni? in Maribor, KoroSka cesta 9. szls «Av VI» Z« -- 6a» »eköiKO A» a Ä Hofe ein Häuschen, in welchem die Kanzleiräume untergebracht werden sollen. sl. Personalnachrichten. Zur hiesigen Pos! wurde die Beamtin Frl. Mara P e t r i i! versetzt. Auch das Steueramt bekam in dem Steueramtskontrollor Herrn I. S t a r e aus Novo mesto einen neuen Beamten. Kwo Vurg,Lonkino. .^eute, Dienstag, letzter Tag: deutscher Großtoufilm „Barearola" Brand in der Oper). — Mittwoch bleibt das Kino geschlossen. UnioN'Tonkino. Heute zun: letztenmal die anmutige Filmoperette in deutscher Sprache »3-^-2-1". — Mittwoch bleibt das Kino g e s ch l o s s e n. Apollo-Kino. Donnerstag, den 25. und Freitag, den 20 d> das Schlagerprogramm: „Das HanS des Schreckens". Nach dem gleich namigen Roman. Stark ern'«'^ ' - ''^'-<'ise! Diana-Kino in Stubenei. Donnerstag, d. 25. und Freitag, den 26. d.: „Der Psarrer von Kirchfeld". Das Meisterwerk unt Wilhelm D i e t e r l e. Wiedereröffnungsvor-stellung. Aus Vtuj P. Evangelisches. Gottesdienstordnung für die Feiertage: Am 20. d. fStesanitag) um i0 Uhr Festgottesdienst, anschließend Abend mahlfeier. Am -t. Jänner um l0 Uhr Neu-jahrKfestgotlesdienst. P. Die Autobuslinie Maribor Ptuj wird am Christtage. d. ' am 25. d. r. ^ ch t verkehren. P. Eine neue Elektrizitätsgenosscnschast wurde dieser Tage in der Gemeinde' Vrst ' je - B udina gegrüud^'t. Obmann i't Herr Direktor Ugon v. V e st e n e k und Vizeobmann .Herr Schneidermeister Alexander R a j kl. Mit den Eleftrisizierunfisarbei-ten wurde bereits begonnen. Aus Glovenloradec ^sl. Bauuachrichten. D^a die Holzindustrie Steiner und Söhne ihre bisherigen Kanzlei rälune mit ueueul Iak>re an den neuen Käufer abtreten muß, so l'aut dieselbe an. der Hauptstraße gegenüber ^uptlie^n Aus (Zelje GiädNscher Semeinderat Der Gemeindemt von Celje hielt am .Freitag, den 19. d. von 18.20 bis 20 Uhr eine ordentliche Sitzung unter dem Borsitz des Bürgermeisters Dr. Gvriöan «b. Eingangs wurde nach einer kurzen Debatte ein Antrag des GR. Dr. Breöko und Genossen angenommen, wonach die Stadtgemeinde beim Ministerprästdium und bei der Banal Verwaltung die Anordnung der Wahl eines neuen Berwaltungsausschusses der Städtische« Sparkasse betreiben soll. Finanzausschuh (Referent GR. Dr. VreL-ko). Der Kanal unter dem.Hause des Herrn Jakob ßeme Aa kresijo wird ausgebessert werden, da er im Keller oft das Eindringen von Äasser verursacht. — Die König Ale-xander-Kaserne wird nicht geweißt und auch auf der Südseite der Kaserne kein Zaun er richtet werden, da im Voranschlag dafür keine Deckung vorhanden ist. — Me verehelichten städtischen Arbeiter erhalten Heuer als Weihnachtsgabe wieder zu 2Öl) Dinar, die ledigen Arlbeiter aiber zu 200 Dinar. — Einige Angelegenheiten wurden in geheimer Sitzung erledigt. Wirtschaftsausschuß sReferent GR. Prof. Mravljak): Die Banparzellen zwischen den FcBriken der Firmen Schimmel Eo. und Wein-berger beim Unterlahnho-f werden der Firma Schimmel St Co. zum Preise von 20 Dinar sür den Quadratmeter verkauft. Falls sich für die Bauparzellen auf der Nord seite der Fabrik ..Metka" beim Oberlahnhof Interessenten melden sollten, wird die erwähnte Fabrik darüber in Kenntnis gesetzt werden. Gewerbeaussch<»tz (Referent GR. Doibo» viLnik). Einer Autobiisfonzession des Herrn Josef Dobavnik in ZoZtanj für die Linie SMani-BraSlovLe-Pol^ela-Eelse wurde der Lokalkedarf abgesprochen. Kultur, unb Fremdenverkehrsausschuh (Referent GR. Boglar). Ein l^such des Komponiften Dr. Anton Schwab, man mö. ge die Jpavi:asscr errichtet weri)en. Wafserresulierungsausjlyuh sReferent GR. Direktor Brinar). Der Referent erstat tete einen auSführlickien Bericht üker die Sannreg-ulierung in Verbindung mit der Verlegilng des Sannl'<'ttes unter d-'n Schli^'ß berg in der Ricktung gegen Breg. Die Stadtgeme'nde wird ''er Banalverwaltiin^i gegen Rüssza^l?'!g Dinar kür die Terron'ouderunii. sür die NivellGerung der Nummer Smm m<> fS? dnsleisch find unverändert qe-blisten und betraaen j« nach der Qualität biß 13 und Zs^ Dinar. Da^ l^nbileisch listet <4 bis 16 Dinar, a!t'M» ?ta»onalM«ater in Morlbor «E»erfOkre Dienstag, 8.?. Dezember: Geschlosieu. Vkittnwch, L4 Dezember: Seschlosftn. Donnerstag, 25. Dezember, 1Ü Uhr: „Ma-din", .^ndervorstessuncl. ^ 20 Uhr: „Graf von Hurembntg". Nenelnftndiert «nd neu insieniert. A»m ersten Mal ln dieser Saison. Freitag, 20 Dezember. 15 Uhr: „MexON-dra". ffupone. — 30 Uhr: „Die Puppe". Kiipone. Eamßtqg^ ?7 ^^'«pmber. 20 Uhr: ^Verkauf te Vrant". Üful'one. Konntag. Dezember, 1ü Uhr: „?ttadin". Zsittdervorstessuna. Envone. — 20 Uhr: „Graf von Svi?emdurg". siem vnterstiltzunesverekn l^sukkjana, potl IrnnLo 2. Sport MlK gkdt lm Vondban-v»rboaö vor? Wie bereitß berichtet, fand vergangenen Zonntag in Zagreb die diesjährige Jahreshauptversammlung des .Handbal^nbandeS statt, deren lmerquicklicher Verlauf kaum die KrisiS im .yandballspott beseitigen dürste. Die bisherige Einteilung des gesamten Territoriums in zwei d. i. in einen östlicken u. westlichen Unterverband wurde beibehalten, nur wurde der Sitz deS westlichen Unterverbandes von Ljublfann nach Zaffreb verlegt. Für diesen Entschluß war auch der Umstand maßgebend, dasj die Zahl der handbcilltrei-benden Dereine in ,^greb gestiegen und da-gestefs dieselbe im Bereiche von Ljubljana gesunken ist. Der Verband beabsichtigt dnrch energische Maßnahmen doch einmal Ordnung und Disziplin in den Reihen unserer Handballorganisationen zu schaffen. : GK. Rapide Die fiir heute, Dienstag, einberufene .yauPtanSschußfitzung findet nicht statt. : GkkkehraSnge für Kinder «nd »lnftinier wir^d die Vin^rsportsektion deZ CK. R a-p i d zu den ?^iertaflen in der nächsten Um-aebung, falls heute und moraen der nbtig? Zcbnee fällt, durchführen. Die ?^u!sammen-fünfte fitsden an?eiden?re!erwi^,'n um ^lb 14 U^?r im Stadtvs^rf ^oberes Ende der Ga. spo?ka usiea) statt. aenti^ender Teilneli. mewÜzahl wich <»!'ch am Nl>rmittaa de? Dezember ein Uebuna^la,tf vorgenommen. Vs»»« 5!clIZlufei'. /^uirAstun» ttn6 «leiedtelti? iiilli? mit f»ei,-mLnnizeiier verstunie unci keöienun«. 17475 ti^kievk. sk4Z5iei INS t Mercedes A^^ike unternimmt ein neues Projekt und will nun die Meeren-ne Möschen den beiden Neufeelandinseln durchschwimmen. : Lndwiq Vavolee — bei der Zliremdente« lfton in Algier. Der ehemalige ut,d seinerzeit erfolgreiche Norteldi-'er der Mannschaft d<'? Mari^or Hudniia P v a l e e ist schon vor länlLtseiyee Wpaiti G«schk»VE in feinstem Leder. Amateur-Album, schreib moppen. PoesievÜch-r. ^orte-mom,aie-ssal?icher. Nriefpapie-«s. Vapiechonditlftg Nmvak^ Mo SpoSka ul. 9. 1K28N DW» Dknme auf 6 Neonate ae-sucht für bares Kassaaelchäst. VkvNotliAe Entichäd>iaunq ARI Dinar und 1V?ii vom Reina»' winn. Unter „Dringend" cin d. Oerw._ 17»24 Komme« Sie — schaue» Sie — da«« kause« Siel villiq Vril-lantringe, welche schon von Din. 4kiy an zu haben sind bei U. Stumpf, Voldarbeiter. ^o-O0tka S. 17d48 Vl^ « >»«»-»«ße «Od V«- iiarsSartikel die ßiBendite« Weib nochtSqesAenket Kompl. Getckipnf kassetten. 5^h« tungSerleichtkr' imaen! T^erlan» gen Sie VreisNstkn! Vboto-^i'n-trole Maribor. '»'rn Gvotod« ». _ Gichltenfch«nf Meft-mdrtw« ee« ßa M-a fmven Wboere? netzte N5i»me. Prima M 10 Din_,7^8 GOei»«»»». „nk .i^immerma^erei --- immer modp??»? Muster — ?'ron»vn?»'7,t-Ne. Aitftkn belvrat schnell imi^ dMio ?tmn!i slml>ro??I5 oirii-Ska ulira N._ Uknhn«. Gkvft'nniter. Mut»»'? und Klnt» » ^nkbar kür eiw Kamera lind. Ofstkffftz neni'lle? Viodelle: Pl>«''>meher. Z7YSK Vrima Sigknbä',weine per Li« ter 12 Dinar. 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Küste. 17k^ Allen VerrftdaNe« wie ')bit» kttltureubesihern zur aittiqen Kenntns?. dost ich ab GamSfag torNaufend ieden weiteren Mi« woch nn^ ^amRtan alle Gorten lenüqend miSaereiste aebroifte sortierte Vl-nfel l»u bl^lbsten >'>'i''n"na tzU. ."naSV»'1l ?kvan lRiiitlliK lforoefa «--»n., l-q 1«», Ä)itUtvoä). ven -'4. Dezember Zu dieser Farce nimmt man Champignon stele und -schalen — die Köpfe werden zum Garnieren verwendet, — hackt sie fein, schwitzt sie in Butter, dämpft sie einige Minuten mit einer handvoll geriebener Semmel, etwas Tomatenpüree, Salz, Pfeffer, nimmt sie vom Feuer, rührt 1 Ei dazu und füllt damit den Fisch. Er wird in einer Pfanne mit 1 Glas Weisswein, Salz, Pfeffer und 1 Stück Butter unter öfterem Begießen im Ofen garge-niacht. Dann entfernt man den Faden, richtet ihn auf ovaler warmer Schüssel an, umgibt ihn mit den gedämpften in Würfeln geschnittenen Champignons oder Steinpilzen, sodaß er wie in einem Kranz gebettet liegt und überfüllt ihn mit folgender Sauce: 1 Stück Butter läßt man zergehen und gibt den Saft Yt Zitrone, Salz, Pfeffer und den eingekochten Fischfond hinzu. h Karpfenklösschen Im Reisrand mit Ragout. 250 g rohes Karpfenfleisch wird feingeliackt, unter allmählicher Zugabe von 3 Eigelb, Pfeffer und Salz und durch ein Sieb gestrieben. Auf bemehltcm Brett wird diese Farce mit Mehl bestreut, zu einer 2 cm dicken Wurst gerollt, diese in 4 cm lange Stücke geschnitten, mit dem Messer etwas flachgedrückt, auf ein mit gebuttertem Papier, belegtes Blech gelegt und im Ofen ganz langsam gebacken.l ohne daß sie sich färben. Wenn sie anfangen, aufzulaufen, bestreicht man sie leicht mit zerlassener Butter und läßt sie fertigbacken, was dann in H Stunde geschehen ist. Vorher hat man fertigen Bouillonreis in eine Randform gedrückt und in der Röhre warmgehalten. Einige gedämpfte, in Scheibchen geschnittene Champignons, vom Kern gedrehte gedämpfte Oliven, in Essigwasser gargekochte Kalbsmilch oder Karpfenmilchen, in Stücke geschnitten, werden mit etwas Madeirasauce gebunden. Dann werden die mit Trüffel dekorierten Klößchen auf den Reisrand rings um das Ragout gestellt, auf welches man noch fingerlange au >gebackene Stinte oder Grundeln le-2':n kann, um es schön hoch anzurichten. Witz und Humor ArOnzHfisch. „Ich bin oft w Paris gewesen", erzählt Federmanu. „Ah", horcht da ein Mann mit einem schwarzen Schnurr^bavt auf, „parkez-vouS franHais?" „Wie?" fragt Federmami. „Parlez-vouS fvan^ais?" „Me?" „Der Herr fragt", greift da Mücke ein, du Französisch sprichst." „Aber natürlich", sagt Federmann, „perfett.- als eine glänzende ErholitilH betrachten könne. Ev wie auch ich waren zuerst beide überrascht u. überhaupt kcincs Tnt'chlusscs ^ähig und wir baten die Dame uns wcnifl' stens eine Stunde Zeit zum Neberlegcu zu geben. Die Frau Major war zufrieden und vor» abschiedet? sich überaus liebenswürdisl. Sie legte Ev noch einmal ans Herz, sich diese günstige l^lcgenheit, einmal etivas anderes von der schönen, weiten Welt zu sekien, als unsere alte Stadt hier, nicht entgehen zu lassen und aisch ihrem Bruder dadurch die Möglichkeit, sein umfangreiches Romanmanuskript in der Schweiz zu vollenden, zu geben. Die Frau Major ivar kaunl ei.ne halbe stunde fort, als Ev, die sich in k!ir Stüb-chen eingeschlossen k>atte, um niit sich selber einig zu werden, herauskam und mir fest ent'schlossen erklärte, daß sie das Anerbieten des Konsuls annehme u. ihn in die Tchux-iz begleiten woNe. natürlich nur unter der Bedingung, dast ich sie für diese kur^e ?^'t freigäbe. Sie hätte daS bestimmte V-efühl, daß sie über ihr gegenwärtiies aros^es 5?eid hinwegkommen könne, wenn sie in eine vi^llig neue Nmaebung versetzt würde, wenn sie durch stündlich neue Eindrücke mit t^e« w<,lt ihren Grübeleien entrissen werden kl^nnte. Sie betrachte eS als eine Füaung des HiuimelS, als ein anädiaes Ge'chenk, daß sie nun wenigstens fürs erste der Gefahr einer Begegnung mit ^hnen. lieber Herr Doktor, enthoben würde. Sie fürchtete, dasz Ihr Anblick olles, was sie allmählich in sich niedergekämpft, in Aufruhr bringen würde." Frau Wanner schlang verlegen die Finger ineinander und >r>arf einen scheuen Se> tenblick auf den jungen Arzt: „so. nun wissen Sie alles, .'^rr Doktor, und Sie sind mir sichcr nicht böse über meine Offenheit." Ein weiches Lächeln stt neb^'n die Fra>u, ihr ver« traulich die .^''and auf die Schulter legend: „st^anz und gar nicht bin ich böse, Mut. ter Wanner... im Gegenteil, ich sehe darmls. daß Ev mich ^liehen will, wie sehr sie mich noch eigentlich liebt, und ich fürchte deshalb auch die Entfernung, d-e sie z vischen uns gelegt ha^. nicht. Mag Ev in nier oder mag sie erst in acht Wochen wiederkehren. sie wird meinem Herzen noch genau so teuer sein wie ich dem ihren. Sie soll sich erholen in der schönen Schn>eiz: sie soll fri>-he, sonnige Stunden dort erleben und soll die (Äcinnerung an alles Leid über Bord Eversen. Nur soll sie die Liebe zu mir in sich bewahren und zu mir Hnrückkehren als — meine Braiut . . . 5^ch bitte Sie, lieike Frau, schreiben Sie ihr das, sobald sie Nachricht von ihr haken." Frau Wanner, die sich nun eben^lls erhoben l^atte, um'pannte wie beschwörend seinen Arm: „Sie n>agen zuviel für mein K'ind. Herr Doktor", stammelte sie. „Denken Sie an die Kälnpfe, die Sie mit Ihrer Familie durchzufechten haben, wenn Sie Ihr Vorhabeil n>ahr mac^n wollen. Ihr Vater hat sich von dem ersten Schlag noch nicht erholt. Sie sind sein einziger Sohn, sein Stobz, seine Stütze, seine .Hoffnung." Doch der junge Arzt schüttelte mit entschiedener Bewegung den Z^pf: „Ich fürchte diese Kampfe nicht niehr. Jetzt, da ich vor die Gefahr gestellt wurde, Ev endgültig M verlieren, hat'e ich erst richtig erkannt, wie sehr mein ganze? Lieben, Sehnen und .Hoffen in ihr verankert liegt. Wenn es zu Hanse and zu erwidern und mit einein befreiten und fro?)^n Ausdruck im Gesikbt zi» entgegnen: „Ich vertraue Ihnen vollkommen. Herr Doktor und glau!^, daß sie alles damnset-;en werden, mein K'ind W eineni glücklichen Mensck)en zu machen." .AZarikiorer ,^eltung^' Nummer Ik? ^Irtsckaktlicke kunclseksu ÄnternaNonaler Gier- Das Eis scheint gebrochen und die Tendenz der G e f l ü g e l p r e i s e in die ^he gehen zu wollen. Ebenfalls verzelcy-nen Milano und Berlin in der vergangenen Woche endlich den schon längst notwendigen Preisanstieg, der anfangs wohl nur fehr fchwach, rmnrerhin aber deutlich ausgeprägt ist. Hiezu muß freilich bemerkt werden, daß das starke Nachlassen der Zufuhren auf den ausländischen Märkten mitgewirkt hat, daß das Weihnachtsgeflügel etwas teurer wurde. Milano kaufte zu 7.50 bis 8 Lire pro Kilo und ist damit um 0.50 bis 1__Lire gestiegen. Die Nachfrage ist dort stcirk angestiegen. Auch in B e r l i n ist die Nachfrage stärker geworden. Dort ist das Abflauen der Zufuhren ebenso zu bemerken wie in Italien. Die Preise zeigen wohl ansteigende Tendenz, der Anstieg betrilgt einst^veilen noch recyt wenig. In der Vorwoche notierte Berlin für Lebendgeflügel 0.7.^; bis 0.80, für geschlachtetes Geflügel 1.0!) bis 1.10 Mark pro Pfund. und GtflllaelmorN Dunggrube angelegt haben, die einen Verlust an Düngeriverten verhindert und einev undurchlässigen Boden hat. Auf den einheimischen Märkten find die Zufuhren etwas schMcher geworden. Die Preise waren 13 bis 14 Dinar Pro Kilo. Der Truthühnermarkt in London hat sich infolge des nahen Feiertages stark belebt, trohdem sind die Preise unverändert geblieben, weil sich die Zufuh« ren noch immer nicht verringert haben. Die Preise sind daher unverändert 8 bis 9 Penny pro Pfund. Im I n l a n d sind die Zuflch-ren an Truthühnern schon recht schwach geworden. Die Situation ist ungeklärt. Preise: 13 bis I i Dinar pro Kilo. Die Nachfrage nach Frischeiern ist mehr als ruhig und der Handel verhält sich darum auch überaus reserviert. Schweiz und Deutschland bezahlten in der vergangenen Woche 190 bis ^ Schw. Fr. pro Kiste franko Schii'eizer oder deutscher Grenze. Italien kaufte auf Basis SW bis 7S0 Lire pro Kiste franko italienischer Grenze. Die einheimischen Groß' Marktpreise sind unveri'.idert U5 'bis 125 Dinar. Börsenbericht Zürich, 23. Dezember, ^^visen: Beo» grab 9.12k, Paris S0.257.-;, London 25.00125 Newyork 511.80, Mailand 2f?.W, Prag 15.28, Wien 72.50, Budapest 90.175, Berlin 122.st85. L j u b l j a n a, 23. Dezember. Devisen: Berlin 13''"'1, Budc^pest s>88.22, Zürich 1005.90, W cn 704.53. Lond-on 373.09. New vork 56.31. Paris 221.08, Prag 167.40, Trieft 295.4025. X Preissenkungsaktion. Die Gemeinde Temeljei (Bezirk Djakovol setzte sür Brot aus Zweiermehl einen Hi»WpreiS von silr Brot auS Sechsermehl einen Preis von 2 Dinar je Kilogramm, ferner 50 Para für Wassersemmeln je Stiick im Gewichte vor in Dekagramm, gegen 4 Dekagramm bisher, sür Kipfeln im Gewichte von K Dekagramm nnd sllr Brezeln im Gewichte von 5 Deka» gramm fest. X Anmeldungen von Spareinlagen bei der früheren Postsparkasse in Budapest. Am !. November d. I. ist die Konvention über die frühere Postsparkasse in Budavest ".^m 7. November 1922 in Krait getreten. Die Besitzer von Spar- und Scheckeinlagen sowie Nenteudepositen bei der früheren Postspar. kasse in Budapest werden aufmerksam gemacht, soferne sie es bisher unterlassen haben, iHre Forderungen bei der Beograder Postsparkasse getend zu machen. Die Anmel-dungssrist endet am 1. Fober kommenden Jahres Verspätete Anmeldungen können nicht in Betracht gezogen werden. Die In-)a»^r von Spareinlagen uiüssen außer dem Sparbücliel auch einen Heimatsck)ein »der einen Ausweis von der Polizei bezw. den Nachlveis erbringen, daß sie sowohl am 28. Feber sowie auch heute auf jugoslawischem Gebiet ansässig sind. Die Inhaber von Scheck konten müssen den letzten KontenauSzuz unterbreiten. Die Inhaber von Renten-depostten haben außer deui Rentenbüchlein noch ein StaatsbürMschaftszeugnis beizubringen. Anmeldungen sind unmittelbar an die Postsparkasse in Beograd zu richten. In teressenten, die ihre Forderungen gegenüber der Bu'dapester Postsvarkasse schon im Mai 1928 geltend gemacht haben, niögen ihre Ansprüche nicht noch einmal erheben. X Zwangsanlagen von Dungstätten in Italien. Kürzlich hat der italienische Ministerrat ein l^setz veribschiedet, das die D-ungivirtschaft des Landes rec'eln foll. Es ist mit diesem Ge'etz die zwangsweise Anlage von Dunggvuben verfügt morden. Je-der Besitzer von mindestens zwei Pserden oder zwei Rindern muß innerhalb von drei Iahren nach Erscheinen des Gesetzes eine 2Micf)erfd)au b. Musikalische Katzen. Die Katze versteht es nämlich wie kein anderes Tier, die Musik zu genießen- Im Dezember-Heft des Kosmos, Handweiser für Naturfreunde (Eranckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart) ist davon ein rührend-komisches Beispiel zu lesen. Eine Umschau von Dr. Maxim Bin.;; »Neue Wege der Forschung«, die das Heft einleitet, wirft interessante Schlaglichter auf den Umfang unseres Weltbildes von heute. Weiterhin ist in dem Heft über Schizophrenie, über Bäume, die rauchen und nicht brennen, von Wäldern, Wolken, Wilsten, von einem Tier, von dem man nicht weiß, ob es existiert, von springenden und tanzenden Bohnen die Rede. Da außer drei starken und reich illustrierten Monatsheften im Vierteljahr auch noch ein Buch geliefert wird, und das alles für nur RM. 2.—, so Ist fa der Bezug dieser seit Jahrzehnten im Dienst der Volksbildung stehenden Zeitschrift jedermann möglich. b. Ein kleiner Held. Lebensgeschichte eines Gnadenkindes von Otto Theodor Müller. Ganzleinen Mk. 4.—, kartoniert Mk- 2.90. Verlag »Ars sacra« Josef Müller, München 13, Friedrichstraße 18. WA Jahre alt ist der Held dieses Buches geworden. In den wenigen Jahren seit seinem Heimgang (1925) ist er bereits der Liebling der Kinderwelt In den katholischen Ländern geworden. Während eine kleine Ausgabe für die Kinder selbst bestimmt ist, wendet sich diese an Erwachsene, besonders Eltern, Priester, Erzieher, die darin reiche Anregung fiir sich selbst und ihr Erziehungswerk finden werden. 21. Fortsetzung. Da stand die Schwester des Konsuls Martens vor der Tür u. bat mich um eine Unter redu:^. Ich führte sie ins Wohnzimmer hinein. Sie saß gerade an der Stelle, wo Sie augeMickl^ch sitzen, Herr Doktor. Ev kam aus ihrem Zimmer venmutdert hinzu, na, kurz und gut, nach einigen belanglosen, freundlichen Redensarten, ginlg die Dame auf den Aernyunkt ihres Besuches üver. Ihr Bruder müsse am nächsten Tage nach Genf, wo sein neuestes Drama zur Nuffü). rung Klange; nran wünschte, daß er selber der Generalprobe, die ü'bermorgen schon stattfindet, beiml>hnen solle. Da es schon längst beschlossene Sache sei, daß auch sie, die Schwester, bei der Ura-'ifführnnq des Stückes aniv0cend sein wollte, würde sie natürlich morgen eliensalls mitreisen. Da ihr Bruder nun aenemvärtig an einem Roman. der haupt^5ck»lich am sck>?»nen Vier-waldstiidter See und in St. Moritz spielt, arbeite, wolle er seinen in der Cchn>eiz auf e'ni-^e Wockx'n anödebnen, um ^ann gleich an Ort und Stelle d''n Sto^f für seine neue Arbeit zu bekommen. Er hätte nun sehr gern Ev mitgenommen damit .i!e Fortsetzung seines Romans keine Unter« lbrechnnc, erleiden branck^' Natürlich wäre die Arbeitszeit in der Schweiz nur au^ ein paar Stun^den täglich bejchrcinkt. so daß Tv die iitnige Zeit zu ihrer Verfügung halte u. ihren dortigen Aufenthalt zugleich » b. Fünf in der Süds«. Roman von Robert Jacques. tVerlag ktnorr K Hirth G. m. b. H. München). RM. 3.80, Leinen RM. 4.80. Das neueste Werk zeigt des Dichters Erfüllnngsdrang abendländischer Zehnsucht nach der großen Ferne. l5s ist im besonderen Traumerfüllung für drei junge HeiMpfe, die die Fahrt m die zauberhaften Tropen wagen. Echan auf der langen Seefahrt erliegen sie schier zweifacher Lockung, der des WeibeS und der des Geldes Verwundert und verwirrt betreten sie das üppige Eiland, wo Landschaft und Leidenschaft sie vollends in ihren Bann schlagen. Scheinbar leicht n. spielerisch wie der Passatwink weht die Erzählung dahin und dach enthüllt sicl! in ihr feinstes, manchmal grausames Spiel der Seelen und der Rassen. Mar??o7 L«el»«»vll »d« 4lM Stüell l»zsen»ä d.» loitie,,» ullo» t ,1»-»-vi» >1« owili«»»»»? Vilil .L ?Sk' W» »» >^ 6« O»«»'' .. .« .»«> 0rt-° V«ä« ksumun« Vencsuk »«o« «I, M«», «II? »«»« »»« v»! - MZItAILSV ««:«?. QV8l»QS«)^ TIQie^ IS i-eii^5?kk «Uli «toonax kcme» 5uvovi72 >>tz We«U e »»«I »«G »»»WM VW» »» Zi^xov pkk«^vec. »«akivoik. S0»p05iea vricK s u««., 0«5I»?»»«I»I-u-o 5MUP.»«»«ir kAr Veil>ii»elitev l Vr»>»m SlosUe See^ullg« 8komdr> foU»sed 0o»»u-l(»rpfea »eckte l-«deaäe K»rptea veUlll»ie»»e 8up»aNe 00»p0»1t» Z2 MM SssSK»?« »««NgVN i ^ MMM' ?ssl»cl»« tzWMIie Kerpien, Neckte 5ck»tte >,-« »v,«zed«a «mpliedN dilli«,« ^arldonks^ tzl§1^si^ns ri.ei.st«»ck lc^lio7 'IIIlMINttlIIlllWNlNIIMIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllllllllllNIllll xxmiWIiÜiii!! von Ukren, Qc)1(1v»kren, sovie Qrsm-mvpkonen de-8t«N8,ra»ckest, bilUß^st «.Nrüi ur»s <^0SP05k» kS l)ro5t«» l.!queur>Vo»iere« w j^dm»ekvv»»«e piekunA^ «up»»se Lo»i»o»k» Z2 OchOGckchchchO»4O»»»OOOO Lr dringt «tesksld «tle sten vra! sinä lettt sekon so dUll« lu ksden. 0»m«nz Mr »«rrvn i IVsitv, «wtt iZute Ltrspsl-vestvn 7V»», AS»> 8tr»oaz?H^e«te. «emu8tsrt IN-», IZV-» ^esto m!t Xrmeen 7^»» kewMollvests. kswvlkssrt» 1 TV'» VorälireiiHveste. sekir tesek - H«» ?«ll0Hvvr kür 6ea Sport HOS»», H TS rkkotjseken. rot........^2V^- 8vG»t«r lum HoekseliNeSen Ltrielcjseken, rsloe >Vollo .... ^arme HanÄseliuIlo. 8trllmpfs unä Locken! Das Neueste ln 8elk8td!nI« icisInGNL HVestmi. «l»tt .... v<»H4'.mikv. 'besten, «emtt8tort . » von «ukv. puklover mlt Kraeen « von svtv. kHffester, gekr vsrm - von " I^Aclekenjsclierw - - » vo» «»tv. ?ar clle Vßcd5ten ^iedunxen vilä ä«r )wk»«k vcm l. K?ss5e, ?kek,unx Z. ISnner. » VW 25 — tvr 6ss Vieftel-^08 empkokwn 6ufet» Kla5s«nlott«rie - ^osen v»nti»» po»Iov»Int« veiI All. »Hmidor. Vo»po»k» uII» ^ Kiut uuä Ve»k»uk vo» V»luten unä >VeNp»p!«ien tu ^8PLI^ — Vruek tl«r »Z^»ridor»lt» tl»tl>rn»« ln i^sridoe. »» für >^v -. N See VleihaadttsaiqcC Von Draga N i t s c h e-H e g e d u s i c. Es gehört schon eine Portion Heldenmut dazu, des Abends in den Herzpunkt der Stadt zu sehen, wenn man noch so klein, wie Mariechen ist. Aber sie hat diesen Heldenmut, denn sie muß Geld verdienen. Uni den Hals hat man ihr an einem Riemen ein Brettchen umgehängt, auf dem ein drolliges Spielzeug: steht. Kleine, bunte Vögelchen aus Samt, in deren Seite ein Schlüssel steckt. Wenn man diesen Schlüssel herumdreht, so fängt das Vögleiti zu tanzen an. Eigentlich ist es mehr ein zitterndes, gehetztes Trippeln, bang und grotesk, — und ebenso trippelt Mariechen an ihrer Straßenecke. Denn es ist bitterkalt. Die Schaufenster starren in Lichtgirlanden; Reklamen flammen, die Mauern reden mit Feuerungen, Raketen schießen in den Himmel, von allen Seiten glüht und sprüht und glitzert es. In denLuit Ist ein betäubendes Schwirren. Das Tuten der Autos, das Brüllen der Zeitungsrufer, — hundertstim- mig erklingt der Chor, — und dazwischen Mariechens kleine, brüchige Kinderstimme: »1 Schilling das Stück. — 1 Schilling nur...« Niemand hört es, niemand bleibt stehen. Die Menschen haben Eile rasch in ihr warmes Zimmer zu kommen, denn es ist Weihnachtsabend. Und kein Blick fällt auf das kleine, schläfrige Kin-dergesicht, mit dem müden, erfrorenen Lächeln, dem ^rotesk hüpfenden, magern Körper. Jetzt kommt ein dicker Junge vorbei, warm in sein Pelzmäntelclien gehüllt, von Mama sorglich geführt. »1 Schilling nur!" bettelte Mariechen mit beschwörender Stimme, und läßt ihr Vöglein tanzen. Der Junge bleibt stehen. »Kauf mir das, Ma-ma!c »Komm nur Bubi, zu Hause wartet das Christkindlein mit vielen schönen Sachen.« Aber Bubi beliarrt: »Ich möchte aber das haben !« Mariechens Herzchen pocht höher. »1 Schilling!« fleht sie und hebt das Vöglein dem Jungen entgegen. Aber Mama dirigiert den Jungen ärgerlich auf die andere Straßenseite, — »nur rasch, Bubi, rasch — Zwei blendende Lichter blitzen unvermittelt durch die Nacht — ein dunkles Ungetüm fegt heran ... Ein fassungsloser Schrei: »Bubi!«... Die Hupe eines Autos fährt schneidend dazwischen... Und Mariechen starrt mit großen, verstörten Augen auf die Menschen, die herangelaufen kommen, immer mehr Menschen, — und sich um die liegt. Sein Miitzchen ist von den Locken geglitten, jammernde Frau scharen, deren Kind am Boden an der Wange klebt etwas Blut. »Platz da!« kommandiert der Schutzmann, und aus der Nebengasse, wo ein Sanatorium liegt, bringen sie eine Tragbahre. Mariechen geht zitternd hinterher. Ueber dem Tor leuchtet eine große Milchglasglocke. Der Portier öffnet weit, die Luft ist warm und riecht nach Karbol. Ein langer Gang und noch einer, — dann verschwindet die Tragbahre hinter einer weißlakier-ten Türe. Mariechen macht sich ganz klein und wartet. Wartet, bis sich die Türe wieder auftut und die Träiier herauskommen. Später folgen zwei Herren Fridolin« «« Und Friede den Mensehen auf Erden Sie HukzzssZh und dec Suiweinefuct Von Antoinette TInti. •• • 9 m Wir stehen im Vorzimmer der Erfüllungen und warten. Durch die schmalen Pitzrn der Türe schwingt ein Leuchten und ein feiner Duft nach Warme, Glanz und Freude heraus. Und wir ba'ten den Atem an und denken: Alle Wünsche, alle Sehnsucht, alles Hoffen ist In diesem Vorzimmer vereint und wartet auf den Augenblick, da ein süßer hauchdünner Glockenklang ertönt: dal! ein Mensch geboren wurde, der die Erfüllung bringt. Erfüllung? Vielleicht ist es nur ein Phantom. Vielleicht ist es nur der Ausdruck des Unmöglichen, des nie Erreichbaren, des Unerfüllbaren, vielleicht ist es nur das Irrlichtgegaukel der eigenen Seele. das irgendwo in Her eigenen tiefen Ferne, einem Wandelsterne jrlelcb, am Horizonte gleißt. Vielleicht ist es nur die Triebkraft der Wesen, der Antrieb des ■ ebens? Bedeutet d°nn Er-füllung nicht für jeden Menschen anderes? Ist nicht das F''id zufrieden m't den kleinsten Pinnen und der Mensch oft mit den put^gehst^n Nehensäch-«j'-^VMten9 Ist es »Erfüllung«, wen*1 hier mit Spielzeug, dort mit einem Kleid, da mit feicntum und rlort mit einom Hut hier mit einem Teller warben Elsers und dort mit einer Reise vol'hracht wird? Ist es »Erfüllung«, wenn ein lichter Blick, ein gutes Wort, ein liebes Lachen, ein leuchtendes Gewähren ausreicht? lind wenn Minuten, Stunden, Tage, Wochen Monate, Jahre softer neue Sehnsucht neues Hoffen, neues Pannen. neues Hungern nach Erfüllung unsere Herzen packt? Kasnar. Me'chior und Balthasar, drei Könige aus fernen Landen sind dem Sterne nachgezogen -inrl haben das Wunder erlebt Ihnen ist Erfüllung geworden zu Bethlehem, als sie das strahlende Kind in der Krippe trafen und donnernde Worte in ihren Ohren klangen: »Fhrc sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden«. i ».., und Friede den Menschen auf Erden...!« Das Ist es. was hier fehlt, während wir ein Leben lang Im Vorzimmer der Erfüllungen stehen und Hoffen und Sehnen und Wünschen und Bangen auf eine Karte setzen und den Atem anhalten und warten, weil wir nicht anders zu können glauben. Während wir hasten und Jagen und das Gestrüpp der eigenen Seele imm^r dlchtT. Immer undurchdringlicher wird und das Innere Auge sich trübt und irre sieht den falschen Glanz der falschen Sterne. Ein Mensch Ist in Bethlehem geboren, der die Erfüllung bringt! Der rechte Stern weist auch den rechten Weg dahin... Aber der Stern leuchtet uns vergebens. Wir seilen ihn nicht. Wir fassen ihn nicht in diesem Zeitalter des »Ichlebens«, des »Sichselbst-senug-« seins« und des Ellenbogen-, Faust- und Muskel* denkens Im Vorzimmer der Erfüllungen stehen die Kleinen und die Großen, die Glänb,nren und die Ungläubigen, die Gott suchen und die an lhr*m Bankkonto genug haben. Die Mensch sind und die sich nur so nennen, die Triebhaften und die Individualitäten, das Vorzimmer der Erfüllungen umfaßt sie alle, ganz ohne Ausnahme und sie alle warten auf das große Wunder. Und plötzlich Öffnet sich die Tür und im vollen Glanz erscheint das große WtmHer rW Menschwerdung. der Erfüllung und sein Strahl ^eht in die kleinste Hütte, in die erbärmlichste Behausung und in das kleinmütigste Herz hinein, das schon ver- Freundlich blinken die Zinken des zauberhaften Schlosses in der Abendsonne, aus dessen hohem Turmfenster die launenhafte Prinzessin Anmerisa ins weite Land blickt. Sie denkt nach, was sie sich wieder einmal so recht Außergewöhnliches wünschen konnte. Auf der staubigen Landstraße wird ein Reiter sichtbar. Es ist Dallos der Schweinehirt, der auf seinem Lieblingsschweincl.cn »Koha« in die weite Welt reitet. Die Prinzessin läßt Dallos mit Koha rufen und Dallos muLlte die Prinzessin reiten lehren. Der alte König schüttelte darob den Koof und sprach: »Kind, Kind. Du bringst mir mit deinen Launen mehr Sorge als der ganze Hofstaat mit Koch und Küchenjrngcn dazu«. Anmerisa wurde auch des Reitens bald überdrüssig und »Koha« das Schwcinchen wurde bald so dick, daß es nur mit Mühe umherwackclte. Dallos, welcher sich am Hofe nichts abgehen ließ, hatte nun'große Sorge, daß Koha und er in Ungnade fallen und vom Hofe fort müßten. Deshalb schnitt er aus einer Weide eine Pfeife zurccht, auf welcher er allv Vogelstimmcn spielte. Als die Pi i z°srin wieder einen schlechten Tag hatte, spielte er f'ott unter Ihrem Fenster darauf los. Es war, als ob sieh alle Sänger des Waldes versammelt hatten, um der launenhaften Prinzessin ein Ständchen zu bringen. So spielte Dalles jeden Abend und die Prinzessin körnte n'~\t erfahren, wer der Spieler sei, denn railos saß in einer Regenwassertonne. So sehr r«ucb die Prinzessin suchen Heß, in die Tonne infekt* niemand. Als Dallos wieder eines Abends so schön spHte und die Wächter nach dem flrehelmnlsvollen SnieW den Garten aberma!« durchsuchten, den Musikanten aber nicht fanden, rief die Prinzessin zum Fenster hinaus: »Ich will das Instrument haben n '^Irrann was willst du dafür!« »F^en K'H T ip- pen«, rief Dallos aus der Tonne. Die Prinzessin war zuerst sehr erzürnt, doch konnte sie ihre Laune nicht bezähmen und rief: »Es sei denn!« Und Dallos bekam den Kuß, die Prinzessin aber die Flöte und spielte nun, wann es ihr beliebte. Der König jedoch schüttelte sein greises Haupt und sprach: »Kind, Kind, du bringst mich mit deinen I aunen noch ins Grab'. Anmerisa aber achtete nicht auf die Worte ihres Vaters und ließ auch weiter Ihren Launen freies Spiel. Sie wurde der Flöte bald überdrüssig und f Ines Tages snaltete sie dieselbe in viele kleine Stücke und der Küchenjunge mußte ein lustiges PeuoivVn daraus machen Der König jagte nun Dallos vom Hofe. Da nun Koha so dick geworden, daß sie nur mehr in ihrem Stalle sitzen konnte und an eine Weiterreise mit ihr nicht zu denken war. verstockte sich Dallos u. sann nach, womit er die Prinzessin gewinnen konnte, um immer auf dem Hofe zu bleiben. Er zimmerte einen zweiräderigen Karren und baute in den Rädern eine Musik ein, dann verkleidete er sich und fuhr dan.it einigemal über den Hof, wobei der Farrcn eine himmlische Musik spielte. Die Prinzessin ließ abermals nach dem Musikarten suchen. Lallos jedoch war klug und hatte siel? und seinen Karren nicht verraten. Die Prinzessin machte nun im ga?ten Lai/Je kund, sie gebe aemjenigen, der ihr diese liebliche Musik bringen würde was rr wolle und sie müsse die Musik auf jeden Fall und recht bald haben. Der König aber, welcher das Schlimmste befürchtete, ließ unter dem Adel seines Landes verkünden, daß derjenige der Fürsten, Grafen un«l Parone Anmerisa zur Frau bekomme, der ihr diese Musik bringe. Es kamen viel Adelige mit Geigen, Flöten, Trommel und Trompeten, ja sogar ganze Kapellen brachte man mit, aber die Prinzess'n ließ all ? spielen und hatte dann ein großes Vergnügen, ah sie mit langen Gesichtern zum Tore hinauszöge und beharrte darauf, sie wolle nur jenen zum Mai * ne. der diese himmlische Musik habe und sei es selbst ein Schweinehirt. Der alte König aber sprach tieftraurig: »Kind, ic!i sterbe, wenn du es so weiter treibst«. Der Schweinehirt, als er Anmerisas Wort hörte, schickte ihr nun einen Zettel, darauf stand: »ich wurde verkannt, Alsbald verbannt Und muß nun alleine spielen. Gib mir Deine Hand Zum ewigen Band Wir wollen dann zusammen spielen«. Und darunter setzte er seinen Namen, ganz verschnörkelt. als wenn er ein Prinz wäre, dann fuhr er einige Male mit seinem Karren über den Hof. Die Prinzessin kam schnell herbeigelaufen und da sie bereits einige Takte kannte, sang sie als Antwort : * »Du bist nicht verbannt Nimm meine Hand Und laß zusammen uns spielen«. Der Schweinehirt aber stellte schnell seinen Ks -ren hin und bat um den Brautkuß. Si$ Jtelertm Hochzelt und Dallos war nicht mehr den S^n^M" nehlrt, sondern hieß Prinz Dallos und er fifltr scftie Braut selbst auf seinem Karren mit der?hlritfftischen Musik in die Kirche. Koha kam als Hochzeitsbrat^n auf den Tuch und in Pallos Au^n p^nzte eine Träne, all er des treuen Tieres gedachte. Anmerisa und Dallos w*ren ein glüpkllchet Paar und labten noch viele Jahre. Der a1+o König aber Vlatrte und trauljtei «Ja ihm seine Tochter nicht gehorchte und mußte b Jd darauf auch sterben. zweifelt hat am eigenen Hoffen. Und ein Meer von Wärme. Freude und T l^be f^t durch die kalte Welt: *Ehre sH Pott In der Höhe und Friede den Menschen auf Erden ...« Seit zweitausend Jahren vollzieht sich das Wunder und seit zweitausend Jahren klingt auch der Ruf. Aber wir sehen nur den Glanz und baden uns in der Wärme und entzünden ein kurzes Strohfeuer der Liebe In unserem Herzen. Und dann verlassen wir das Z'mmer der erfüllten Träume und gehen hinaus in das Leben und verriegeln alle Türen, die zur Erkenntnis führen hinter uns und sind wieder die alten und gehen wieder den gleichen in weißen Mänteln, Bubis Mama zwischen ihnen. »Also nichts Gefährliches gnädige Frau — das gebrochene Beinchen wird bald gehellt sein, — ein bischen Fieber...« *lch möchte meinem Mann die Nachricht persönlich überbringen..sagt die Mama und trennt sich zögernd von der Türe. Das ist der Augenblick, in dem Mariechen behend ins Zimmer schlüpft. Weiße Betten... viele weiße Betten, ein ganzer Saal... Mariechens Augen suchen und bleiben plötzlich geblendet an einem großen Christbaum hängen, der mitten im Saal steht. So ein großer Christbaum! Eine Stimme reißt sie aus ihrer seligen Be-täubnis. »Was willst du denn hier?« Schwestern mit großen Elügelhauben mustern erstaunt Ihre Acrm-lichkelt. »Ich will zu Rubi, den sie eben hergebracht haben, »flüsterte Mariechen und versucht ihre ze- rissenen Schuhe unter dem Kleidersaum zu verbergen. »Das geht nicht!« sagt die Oberschwester streng. Aber schon bat Mariechen das kleine, rote Kindergesicht in den Kissen erspäht. »Bubi!« ruft sie und ihre Arme heben sieh in maßloser Zärtlichkeit Ihn zu umschlingen. Da sieht er die Vögel. »Gib!« begehrt er ungeduldig und seine Augen glänzen. Mariechen nickt beflissen, umständlich sucht sie das schönste Vögelchen aus ihrer Sammlung. Einen Augenblick — einen flüchtigen Augenblick taucht das Gesicht ihres Ziehvaters vor ihr auf, der sie weiren des geschenkten Spielzeuges zu Rede stellen, vielleicht schlagen wird — dann gibt sie es unbedenklich in die fieberheißen Kinderhände. Bubis Augen umfassen erstaunt das begehrte Geschenk und dann die ganze für ihn geheimnisvolle Gestalt der Spenderin. »Bist du der Weihnachtsengel?« lispelt er schcu> Weg der Faust u. des Hasses, wie ehedem, als das Wunder des Glanzes noch nicht geschehen war. Die Fenster der Seele sind mit deiji Silbelag zu Spielen geworden, wir sehen nicht den andern Menschen, nur uns selbst, und selbst uns nur verzerrt und in den Formen und Aeußerungen, wie wir selbst es bestimmen. Der Ruf Ist umsonst verklungen und unter den Menschen Ist nicht Friede reworden. Das Wunder ist für uns vergangen und wir stecken dann wieder Im alten Gleis, als ob nichts geschehen wäre, als ob sich nicht die Tore des Lebens vor uns geöffnet hätten, als hätten wir nie mit verhaltenem Atem auf die Minuten gewartet, in welchen das feine, süße Klingen des silbernen Glöckchens zu uns gesprochen, die Weihe der heiligen Nacht uns ganz gefaßt und zu Kindern, für Sekunden, zu schuldbefreiten, sündenlosen Kindern gemacht hat • Wir stehen wieder im Vorzimmer der Erfüllung und warten. Durch die schmalen Ritzen der Türe schwingt wieder ein Leuchten und ein ferner Duft nach Wärme, Glanz und Freude heraus. Und wir halten den AU'in an und denken: Alle Wünsche, alle Sehnsucht, alles Hoffen Ist in diesem Vorzimmer vereint und wartet auf den Augenblick, da ein süßer, hauchdünner Glockenkhmg ertönt: das ein Mensch geboren wurde, der die große Erfüllung bringt. Quida $ähd m die Weihnachten Von Mara v. V e s t e n. Sein Inserat überbot alle den Anzeigenteil der Tagesblätter füllenden Einladungen zu Weihnachtsexkursionen. Eine Flut von Antwortbriefen überschwemmte seinen Schreibtisch. Aus allen Kreisen, Berufen, Altersstufen. Den meisten war das gewünschte Lichtbild beigefügt. Aufmerksarn studierte Guido Redern Briefe und Photos. Hm — de gustibus . . . Manches legte er gleich ad acta. Zuletzt — den ganzen Stoß beiseiteschiebend — nahm er nur ein Schreiben wieder vor. Dem gelblich marmorierten Papier entströmte, kaum wahrnehmbar, hauchzarter Duft. Im Kontrast dazu die Schrift: kühn hingeschmissen wie eine, Duellherausforderung. Mit belustigtem Lächeln las Guido Redern: »Mein Herr! Sie haben Geschmack — Weihnachten am Mittelmeer auf eigener Jacht! ... Sie werden zahlreiche — sagen wir: Offerte erhalten. Leider sind viele gewillt, um den Preis einer märchenhaften Reise plus schöner Geschenke Ihre Liebenswürdigkeit mit in den Kauf zu nehmen. — Das Bild, das ich mir von Ihnen mache: schwarzumräu-derte Brille, am kleinen Finger ein Solitär, Haar mehr als schütter, dafür Embopoint entsprechend Ihrem Alter und Ihrer Finanzlage , . . Doch Sie wagen, pochend auf Ihre Brieftasche . .. Trotzdem — staunen Sie: ich fahre mit! 5ie denken jetzt: dazu gehören zwei . . . Nun ich sage: Sie werden mich mitnehmen! — Ich reflektiere jedoch im Grunde nicht auf diese Fahrt, noch weniger auf Ihre Geschenke oder gar auf Ihre Liebenswürdigkeiten — all dies kann ich mir auch außerhalb Ihrer Person verschaffen ... Meine Schönheit ist nicht überwältigend — auch sonst werden Sie Enttäuschungen erleben. Ich bin keine ä tout prix-Begleiterin! Fröhliche Weihnachten!« Laut lachte Guido auf: Verflixte kleine Hexe — na warte ! . . . Mir scheint, das werden sogar recht fröhliche Weihnachten werden! Paar Briefe gingen noch hin und her. Und entgegen den sonst üblichen Reiseausstattungswünschen wurde jedes Geschenk, sowie ein früheres Zusammentreffen strikt abgelehnt... Wer und wie war sie eigentlich? — Am Ende eine bejahrte, verbissene Weiblichkeit — oder eine Frau, die sich einen gewagten Scherz erlaubte . . .? Das hieß eigentlich »die Katze im Sack kaufen« — kaufen? . . Ein häßliches Wort — Im Heimathafen seiner Luxusjacht »Elektra«. — Und zu vereinbarter Stunde stand sie vor ihm: schlank, blond, mit Saphiraugen — lichter Pelzmantel — bildhübsch und totschick! — Sehr belustigt glitten ihre Blicke über seine mehr als behäbige Fissur. Hatte ich Recht? — spöttelte es um ihren entzückenden Mund ... Wie ein lichter Traum wiegte sich die weiße .lacht auf der blauen Wellenunendlichkeit. — An Deck in tadelloser Jachtdreß — Desiree. Abends bei Tisch, in Gesellschaftstoilette, entwickelte sie den berückenden Charme der Weltdame und — wahrte Distanz. Er durfte >S!e Desiree« sagen und mußte es sich gefallen lassen, als guter, alter Onkel behandelt zu werden. — Es war die unpro-grammgemäßeste aller Weihnachtsreisen . . . Weihnachstag! Und die »Elektra ankerte vor Taormina. -Desiree — heute Abend kommt das Christkind .. . wünschen Sie — wünschen Sie ...« Und sie lächelte den »guten Cfnkel« bezwingend an: »Ich wünsche mir — daß Sie heute Ihren Steuermann beurlauben .... Er soll mich an Land begleiten ...« Niederschmetternde Enttäuschung — doch dann, mit gemessener Verbeugung: »Ihr Wunsch ist mir Befehl!« Die antiken Ruinen der Arena, umwuchert von der verschwenderischen Fülle ewig grüner, duftender Büsche. Durch die rötlichen Säulen schimmerte dunkelblau das Meer, aus dem weiße Schaum fetzen an die grauen Felsen brandeten. In königlicher Ferne und Erhabenheit ragte der Aetna. Wie ein Dankopfer schwebte über seinem schneegekröntem Haupt die Rauchwolke, die sich im atlasblauem Himmel verlor. Inmitten dieser Symphonie von Farben und Düften stand wie ein junger Heros — der braungebrannte, schlanke Steuermann vor Desir6e: »Ihr Weihnachtswunsch war für mich das schönste Geschenk . . .« In seiner Stimme schwangen jubelnde Weihnachtsglocken. Und D6siree, strahlend übermütig: »Werden Sie Steuermann meiner Jacht —!« »Sie auch . ..? Besitzen ...?« Glutrot wurde sie — doch, nun sie einmal den ersten Schritt getan . . . und er, als Steuermann konnte es doch nicht wagen! »Ich sage Jacht .. . früher hieß es: Lenken des Lebensschiffleins . . .« Lange, lange Minuten des Schweigens. Dann sprach er: »Einstweilen dürfen wir aber die .Elektra* nicht ohne ihren Herrn lassen ...« Und in Desir6es ungläubiges Staunen hinein: »Ich bin nämlich — Guido Redern ...« »Und — und — der gute, dicke Alte . . .?« stammelte sie. »Den habe ich mir bloß ausgeborgt,« lachte er fröhlich, »um einer gewissen kampfifichtigen Dame die Antwort auf ihre mir vermeinte Lektion zu erteilen ....« Lächeln »Wie, wenn man aus der Ironie eine Philosophie schüfe«, frug neulich mein alter Freund, ein verbummelter Philosoph. »Ja, aus dem leichten Zug um den Mund ein festgefügtes System der Erkenntnis! Die leichtgeschürzten, zufällig hinfliegenden Bemerkungen des Mundwinkels, diese kostbaren Andeutungen über Welt und Leben, die Strahlen des Geistes, die ungemerkt auftauchen, um ebenso rasch unterzugehen, sie müßte man in ein Strahlenbündel einfangen können.« Und er lachte verschmitzt. »Ihre Systeme! Wohl, wohl, ausgesponnene. peinvolle Gedank^nHn'W häufig totgeboren. Lächeln lernen Sie. Und das Lächeln vei> stehen'« donn'Tt° or faktisch. »Das gäbe eine Philosophie, Ein Bild vielleicht, in dem sich nicht die Welt in eurem Sinne, aber umsomehr das Leben unseres Geistes abspiegelte. Und es wäre gar-Hicht so übel, aus dem Ernst, dem furchtbar bedrückenden, dem schulmeisterhaft zugeschnürten, herauszukommen. Wäre es denn nicht möglich, daß nun der lachende Mensch das Geschäft des denkenden übernähme? Und wäre nicht manches in den Verkettungen des Einzelgeschickes und im Völkergewoge danach ungetan, uns zum Lächeln zu bringen! Wir haben uns aber das Lächeln abgewöhnt, und werden von Jugend auf zu einem gewissen Ernst gemahnt, der uns im Leben die Ansicht der Dinge und Geschehnisse trübt. Man lehrt uns, alles nach bestimmten ernsten Zweckgedanken auffassen, als wäre das Leben wirklich jener gesetzmäßige Bau, in dem jede Erscheinung notwendig diese Folge und Wirkung nähme.« Und wenn dann die Mannigfaltigkeit des Lebens, das bunte Spiel des Zufalles unseren Annahmen ein Schnippchen spielt, schreien wir auf, erschrocken über »diese unvorhergesehene« Wen- dung unseres Geschickes, vermögen uns nicht mit dem Eingetretenen abzufinden. Ja, uns fehlt das Lächeln' Wir können im Leben nicht auf unsere Kosten kommen, die meisten von uns müssen mit Unterbilanz und seelischem Defizit arbeiten, denn wir investieren zu viel Emst bei den Bemühungen um das Leben. Wir sind 4as indirekte Wesen gewesen. Jawohl, die Sache ist eine ganz ernste. Alle Erziehungsmächte, die an dem heutigen Menschen arbeiten, haben ihn gelehrt, diese Investition machen. Der Staat, die Kirche, die Gesellschaft, die ganze Umwelt, die auf den Einzelnen einstürmt, alle breiten ihre Fmgarme aus, lassen den Neugeborenen kaum zu Atem kommen und gebieten dem neuen Ankömmling: recht ernst sein. Er möge nur vertrauensvoll seine Persönlichkeit sein bißchen Ich ernstlich bei ihnen deponieren, der Väter Brauch artig mitmachen, das Bestehende als heilig ansehen, dann wird er Erbe all dieser Herrlichkeit. So kann er es recht weit bringen. Nur nicht lächeln. Ueberall den gehörigen, angemessenen Ernst. Das Lachen eines Jungen entthront die Gepflogenheiten der Alten. Lächeln gar wirkt tödlich. Da erheben die Ungezogenheiten der Jahrhunderte, die Götter am Olymp schrecken zusammen, Jupiter donnert nur, wenn die Menschen hübsch ernst über ihre Erdennot klagen ... Wenn hier einer lächelt, dann erbebt clor alte Donnerer. ihm wird's bange vor den kaustischen, feinen Sarkasmus der Jidischen. Der griesgrämige Groller wird nervös, wenn die Erdenkinder, über das Erbe der Jahrtausende lächelnd, neue Lebenswege rv^hen. Aber lächeln muß mau können. Das vermögen nur die Wenigsten. I achen, hell auflachen über die Verkehrtheiten, Unzulänglichkeiten der Anderen, das bringen wir leicht fertig. Da braucht nur an der Oberfläche der Erscheinung eine Welle zu kräu- seln, etwas Ungewohntes fn 'der To>m aufzutauchen, ein unmoderner Frauenhut, eine veraltete, von der Mode abgetane Kleidung, eine uns ungewohnte Farbenzusammensetzung, — wir lachen auf. Das Lachen berührt das Wesen der Dinge nicht, es bleibt an der Peripherie. Erst wo es als Ausdruck der souveränen Ueberlegenheit erscheint, fein, abgetönt, etwas schwermütig und doch nicht blaß, sondern blutvoll, da wird es zur Kunst. Da wird es zur Waffe. Macht gebietende, zukunftweisende Kraft. Lachen kann die Menge, jede Burleske, jeder groteske Witz, reizt die Menge zum Lachen. Was ihre Vorstellungswelt, ihren ererbten Denkgewohnheiten fremdartig ist. prickelt die Lu-chmuskeln der Masse. Stimmt die Massenseele heiterer. An das Wesen der Dinge, das Unaussprechliche und Gewaltige im Leben, das Titanische und Große reicht dies Lachen, diese Massen-heiterkeit nicht heran. Ebenso wenig, wie das Gegenteil, die tiefe andächtige Lebensstimmung der Massenseele eigen ist. Lächeln ist das Eigengut des genialen Menschen. Der außerordentlich tief in die Welt blickt, dem das Leben tausend Rätsel aufgibt, für den das Gewisse und Bündige des Lebens in Fluß geraten, dem die Möglichkeiten des menschlichen Geistes, die Zufälligkeiten des kommenden Tages, die Sehnsucht künftiger Geschlechter und der Kummer der vergangenen am Herzen nagt. Das sind dann die großen Ironiker. Wenn sie so hineinschauen in das Kaleidoskop der Welt und zwischen des Lebens buntem Getriebe, dem rasch wechselnden Bilderspiel der Jahrhunderte und ihrem eigenen Herzen die Brücke suchen, um einzutreten in das bunte Spiel, und die Kluft empfinden, die sie trennt, dann werden sie ironisch. Dann lächeln sie; es ist der Seele Triumph, nicht ihre Ohnmacht, dieses Lächeln. Die alten Propheten haben so gelächelt; zwischen ihren Donnerworten, mit denen sie eine neue soziale Welt verkünden, höre ich immer diese Ironie. Der Sieg der freien Seele über die Wirklichkeit Sokrates hielt mit seiner Ironie ganz Athen zum Besten. Er war die volle Freiheit seines Geistes, die Unabhängigkeit von seiner sozialen Schicht, die ihn unbekümmert um äußere Not zum Helden der Ironie werden ließ. Er trieb sich mit seinen Mitbürgern herum, als nähme er ihr Getue ernst, und mit einem feinen Wort, ei-nem schalkhaften Mundverziehen sagte er ihnen, daß er ihr ganzes Treiben als Spiel ansehe. Die Ueberlegenheit seines Geistes ließ ihn diese Menschen, diese Umgebung nicht für voll nehmen. Nach anderen, reicheren Lebensgestaltungen dürstete sein Herz. Diesem Kontrast zwischen innerem Reichtum und äußerer Armut erwuchs seine Ironie. Der Ironiker, der große, echte, fühlt immer den Gegensatz zwischen der Welt, wie sie um ihn her ist und dem Bilde des Lebens, das ihm als Ideal vorschwebt. Damm kehrt dieses somatische Lächeln so oft bei großen Menschen wieder. Es liegt in diesem Zuge eine ätzende Kraft etwas Negierendes, aber ebenso sehr ein positives Wollen im Hintergrunde, das anderen Bedürfnissen, neuen seelischen Höhepunkten den Weg zeigt Von Kant wird erzählt er sei ein geistvoller Plauderer gewesen, der bei Tische seine Gäste mit feinen ironischen Gesprächen unterhielt , Der frühverstorbene französische Dichter und iilosoph Guyeau ist in seinen Werken ironisch gestimmt. Seine Schriften werden jetzt erst beachtet. Sie behandeln die Fragen der Moral, Religion und Kunst. Es ist wirklich erquickend, in diesen Büchern zu blättern. Neben der streng wissenschaftlichen Art der Behandlung in glänzender Sprache, klingt als Resonanzboden des Betrachtens ein ironischer Weltschmerz. Nachdem er das Leben beschrieben, peinlichst genau die Tiefen des Seins ausgemessen, den Weltprozeß in seiner Allheit an uns vorüberziehen läßt, alle Harmonien des Lebens an unserem Ohre klingen, dann tönt leise der ironische Unterton, der sachte kichernd all das in Frage stellt, was der Künstler geschaffen, der Lebensphilosoph als Wert anerkennt, der Dichter besungen und der Denker errungen. Diese Ironie klingt bei Guyeau schwermütig, eine Schwermut die nur gemildert wird durch die dichterische Kraft seines Herzens. Er ist der Ironiker französischen Geiste s, er lächelt über das reiche Erbe der Kultur. Nietzsche hat die Schriften Guyeaus, seines Schicksalsbruders, genau gekannt; sie lebten zu gleicher Zeit, ohne sich zu kennen in Nizza und träumten wahlverwandte Gedanken. Nietzsche, wie Schopenhauer vor ihm, besaß feine Ironie, seine Philosophie ist mannigfach ironisch gestimmt Dies ist zum Teil ein Grund für dessen faszinierende Wirkung. So erzählte mir mein Freund von den Wirkungen des Lächelns, wie es Minister stürzt, und Parlamentsparteien scheu macht. Es Ist immer ein Sieg der Persönlichkeit über die Wirklichkeit. Echte, wahre Philosophie. Als ich ihm nun sehnsüchtig sagte, ich möchte doch diese Kunst des Lächelns mir aneitrnen. da antwortete er schelmisch: Ja, zum Lächeln, Bester, gehört mehr als Philosophie. Lr. Qe&diidUen xm xlie £ie h oo «iunsi Rubin. JxUsacfien »Liebes Kind,« tadelte sanft und eindringlich der ältere Gatte, »das geht wirklich nicht so weiter! Du verlierst dich ganz in unfruchtbaren Träumereien. Stelle dich endlich auf den Boden der reale 1 Wirklichkeit! Ich will nicht, daß man in meinen Bekanntenkreisen über dich lächelt. Wir leben in einer Welt der Tatsachen, gewöhne dich daran, mit ihnen zu rechnen. Es ist lächerlich von Pinnen zu reden, die »schön wären«, die man »gerne hätte* oder von etwas, »das man tun möchte, aber nicht tun kann«. Meute findet sich jeder mit dein Tatsächlichen ab. Verstehst du mich endlich, liebes Kind?« Lächelnd nickte die kleine Frau ein: »Ja!« Sie hatte ebenso wunderschön geträumt von köstlichen Dingen. an die sie sich immer nur im Traum heranmachte. r>!ch gehe jetzt in den Klub, liebes Kind, du aber magst über meine Worte nachdenken und künftighin: Keine Phantasien mehr, sondern Tatsachen!« Nach dem Wcf^ang des Prediger-Gemahls erhob sich die kleine Frau vom Divan, Ring ein paarmal durchs Zimmer, blieb beim Tclcnhnn stehen riet* eine Nummer an. sprach mit jemand, zog sich dann um und verließ die Wohnung. Unterwegs winkte sie einem Auto, stieg ein, fuhr vor ein bekanntes Modeiini^is und danach völlig neubeklei-dct. nach einem Villenvorort. Vor einem Landhause ließ sie halten tmd schickte das Auto weg. Fln junger IVnun öffnete Ihr mit dem Jnbelruf: »Ria. I 'ebste. das h?Ute leh mir träumen lassen, daß du meinen Bitten endlich Oehör schenkst! Ich dachte schon, du spieltest bloß mit mir.« »Ach. du. Ich wollte dich ja eben mit der Tat sache Überraschen!« sa^te die kleine Frau und schmiegte sich an den Freund, der sie die Treppen hinaufführte. F.lnige Tage später stürmte Rias Oatte sehr aufgeregt ins Zimmer, ein Bricfblatt schwenkend: »Was soll das heißen9 Da schickt mir eine Modenfirma die Rechnung über von dir gekaufte Sachen. Kannst du mir eine Frklärung dafür geben?« ^Tatsachen. mein Heber!« entgegnete die kleine Frau gelassen, -»Ich wollte eben nicht mehr von diesen Dingen bloß träumen.« * Mie und dec Dicket »Weißt du neulich bei Robert« erzählt M*e ihrer Freundin, bei der sie gerade auf Besuch weilt, »ich kam etwas spater hin. als wir uns verabredet hatten und der Äff war schon weg. Seine Wirtin aber, die doch den zweiten Zimmerschlüssel besitzt, ließ mich eintreten in der Meinung, daß er bald wieder käme. Na. es wäre mir natürlich nicht eingefallen auf seine Rückkehr zu warten, aber ich fand zufällig ein Buch, einen spannenden Roman, den ich gleich an Ort und Stelle zu Fnde las. Nein, gelesen ist zu wenig gesagt, hineingefressen habe icli mich in die Geschichte. Du, den Autor muß ich kennen lernen!« »Wie heißt er denn?« »Seinen Namen hrbe ich nicht behalten, aber das Ruch heißt: .Zuviel Herz'.« »Das Ist doch von Wa'ter Bergmann. Der wohnt in der I Indenstraße 35. erste Ftnge rechts.« »Adie du bist einzig! Dafür bekommst du einen Kuß. Und nun leb' wohl Ich muß mich umkleiden gehen. Was meinst du. werde Ich ihm in dem schwarzen, rückwärts verlängertem Samtkleid gefallen?« »Wem?« »Schäfchen du! Natürlich dem Dichter. Ich mache Ihm einen Besuch.« Mie wirft ihrer Freund'n eine Kußhand zu, dann huscM sie graziös zur Tür hinaus. Am Abend läutet das Telephon bo Abschaffung des Großzupauats, der BojdrksflnanzdircWion usw. Die hiesigen Kaufleute und Gewerbetreibenden, ah^r auch die Oeld-in^tlt"te fühlen di^s am Ffij- alle diese Ver- Jcrfr. vv-rl Frcnf7 jr,,"cc~M Mm d'1*!n1t "e Energie verdoppeln und alle maß* geh r Vn Faktoren zur Mitarbeit heranziehen miir^n. Die Obsternte brachte nn^ 'ist unerwartet« Einkfi'ffe Hier wird man OiHlen fr ständigen und noch gp'fWen Verdienst fmden mii?sAn Die Obst-sehen (•'" in den verratenen zwei Agnaten in genflrgt werden sollen. Frfo'ge einer solchen sy einflussen. Die Steuerfähigkeit der landwirtschaftlichen Bevölkerung ist aber dennoch gering. Einige ßanate sind infolge ihrer geologischen Beschaffenheit passiv, so daß sie die Gesamt-Wirtschaft bc-lasten. Aus dieser Schilderung kann zusammenfassend gesagt werden daß das Draubanat eine ganz besondere Rolle im Gesamtwirtschaftslebcn des Staates spielt, da die verhältnismäßig gut entwickelte Industrie, welche stark für den Export arbeitet, ■nicht nur die Handelsbilanz höht, sondern viele heimische Arbeitskräfte beschäftigt und dem Staate noch außerdem beträchtliche Steuern abliefert. Das Draubanat überbietet daher alle übrigen Banate an wirtschaftlich. Bedeutung für den Staat Infolgedessen wird auch die Lin 1 'die wirtschaftlichen Bedürfnisse unseres Banates immer zufriedenstellender und auch der klaglos funktionierende Vervaltungsannarat gerade im hiesigen Banate ist für deren Prosperität äußerst fördernd. Aus gelegentlichen Acußerungen maßgebender Persönlichkeiten entnimmt man mit Genugtuung, daß sich auch die Regierung der Bedeutung Sloweniens als eines wichtigen staatlichen Wirtschaftsfaktors vollbcwußt ist. Zweifellos ist das Draubanat schon von Natur aus berufen, im Wirtschaftsleben Jugoslawiens eine hervorragende Rolle zu spielen. Die Naturschätze, die es in den a'1Pfro^nhnt#'n Fo^t^n. riecio-en Erzlagern und noch un ausgenützten Wasserkräften und FaturschÖnheiten besitzt, sind von unschätzbarem Wert. Zu diesen natürlichen Vorbedingungen treten noch andere Momente, die für die wirtschaftliche Geltung des Draubanates von entscheidender Wichtigkeit sind. Wegen der Arrarpassivität unseres Gebietes .sah sich die Bevölkerung gezwungen, im Handel und Gewerbe ihre Entwicklung zu suchcn. So brachten wir einen starken Kader von geschickten, unternehmungslustigen und soliden Kaufleuten und Gewerbetreibenden in den gemeinsamen Staat mit. Unsere svstematiseh aufgebauten Organisationen dienten anderen Gebieten als Vorbild. Die Onalitäterzeugnisse unseres Gewerbetreibenden erlangten gar bald im ganzen Staat den besten Ruf. Alan kann mit Stolz feststellen, daß wir gegenwärtig in den vornehmsten Palästen der Residenz — um nur das, neue Parlamentsgebäude zu erwähnen — zahlreiche Meisterarbelten finden, die von unseren Gewerbetreibenden mit viel Geschick und Mühe hergestellt worden sind Unsere Industrie, mit einem großen Bestand von zähen und teilweise auch gut aualifizierten Arbeitern, ist in ständiger Entwicklung begriffen. Es entstehen immer neue Lhiternebmungen. und es ist zu hoffen, daß wir auch in Zukunft den Charakter des industriell am meisten entwickelten Gebietes Jugoslawiens bewahren werden können. Kein Wunder, daß sich angesichts solcher Vorbedingungen bei uns auch das Bank- und Krcdit-gcnossenschaftswescn günstig entwickeln mußte. Wir besitzen außer neun Banken mit Zentralen u. Filialen in allen größeren Ort l/..:.-,» n^TIQ verhältnismäßig größere wirtschaftliehe Erschütterungen und Katastrophen, wie sie in anderen Sranten mit gefestigteren wirtschaftlichen Verhältnissen und älterer Wirtschaftskultur tagtäglich zu verzeichnen sind, durchmacht, ist das beste Zeichen dafür, daß unser Wirtschaftslehen auf gesunden, festen und realen Grundlagen basiert. Diese Tatsache soll uns auch die sicherste Gewähr dafür sein, daß wir die gegenwärtigen, wahrhaft sehr schweren Zeiten ohne gn'ßcre Erschütterungen überwinden werden und daß wir der scbließlichen Beruhigung des furchtbaren Sturmes der gegenwärtig erbarmungslos in der ganzen Welt wütet, voll Hoffnung entgegensehen können. Unter dem Eindruck solr^er Weltereignisse bietet uns ein Püekbliek auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse in unserer engeren Heimat, in dem nun zu Ende gehenden Jahr, kein erfreuliches Bild. Die Hn1^,1"tern''hmunnren in ihrer Ex'stenz vom Ausland am meiern *»bMn«r|e Maust! Da liegen wir und sitzen nun in der kleinen durchrauchten Hütte: und lachen, singen, trinken, kochen, heizen, Wachsein, erzählen... Alles unter Gleichgesinnten: Nur Du fehlst! Weil Du so einen harten Kopf hast. Härter als draußen die vereiste Schncekruste. Es geschieht Dir schon recht! Feiere nur den heiligen Abend inmitten der Tanten, Basen, Nichten, Schwiegermütter und Katzen. Singe mit sanfter Stimme und Rührung im Antlitz das Tannenbaumlied im gebenedeiten Familienkreis. Weil Du so einen harten Kopf hast und nicht mitwolltest. Arme Mausi! Unser Christbaum beleuchtet mit seinen drei Kerzen nur spärlich die ordentliche Unordnung im Raum. Alles überfüllt! Drüben in der Ecke liegt die Beba, begraben unter einem Strohsack, auf welchem der Inhalt unzähliger Rucksäcke herumkollert. Sie kämmt sich gerade mit meinem Rasierapparat und — weil sie nicht so einen harten Kopf hat wie Du — leihe ich Ihr auch meine neue, auf Hochglanz polierte Rasiermesserklinge, die sie als Spiegel verwendet. Noch mehr! Ich trage sie (die Klinge) um die (Beba) herum, damit sie (die Beba) sich in ihr Tder Klinge) von allen Seiten betrachten kann. Und deshalb ist sie (die Beba) zu mir so lieb und schenkt mir einen... Es geschieht Dir schon recht! Dir und Deinem harten Kopf! Und gemütlich warm und mollig ist es hier! Ja! Trotz der 1500 m und trotz der Minus 17 Grad. Eben krönt der Otati mit dem dritten kalten Umschlag seine Glatze. Damit Du im Bilde bist: Die drei Tippeln hat er sich gestern geholt, beim Thea-terspielen. Du weißt ja, wie niedrig der Plafond hier oben ist — für die Hauptrolle in »Schillers« Räuber schon gar! Und außerdem hat er (der Otati) nicht so einen harten Schädel wie Du! (Jawohl Du!) Drüben flickt die Sonja die Hosen vom Jo2a und er ihre zersplitterte Skispitze. Der Fredl singt mit unheimlicher Regelmäßigkeit alle fünf Minuten das Weihnachtslied. Märchenhaft falsch! Urd der Xandl ist soeben das Hemd In der Bratröhre verbrannt, beim trocknen, und das bißchen Weihrauch, das der Erwin zur Christfeier geopfert hat, kommt jetzt nicht mehr zur Geltung. Schade! Der Gustl kocht wieder für alle den Tee im La-voir und flucht auf norwegisch über das Tröpfeln der trocknenden Socken über'm Herd, Mein Gott! Wegen der paar Tropfen einen derartigen Spektakel! Wo doch der Tee ohne dies mit den Fensterbalken zugedeckt ist. Z'wegen dem Aroma meint der Karlek! Heinz, die liebe Seele verteilt Kakes und saure Gurken. Crstere schmecken nach Skiwachs, letztere nach Paraffin. Das kommt davon, wenn im Rucksack die Innentaschen nicht verschlossen sind. Und überhaupt sollten die Rucksäcke in der heiligen Nacht nicht als Polster benutzt werden — wo doch das viele Zuckerwerk darin ist! Und Weihnachtsgeschenke hat es gestern hier oben gegeben! Noch jetzt brennt mir die Kehle vom Likör, den die Martha herauf gebracht. Wir alle haben was davon gehabt, nur Du nichts. Weil Du so einen Dickschädel hast und nicht da bist. Der Edo hat ein neues Skiwachs bekommen, ganz dünnflüssig! Ich glaube die Fettflecke davon kriegen wir aus den Hemden nicht mehr heraus. Schade. Dem Tajci hat die Mary ein halbes Kilo roher Schnitzeln spendiert und dieser hat sie (die Schnitzel) sogleich im Schnee begraben. Und kann sie jetzt nicht mehr finden. Zu blöd so etwas — wo er es doch richtiges Kalbsschnitz war!! Mehr darüber mündlich. Der Fritz hat uns die Weihnachts-Palatschin-ken gebraten, noch größer und noch verbrannter als im Vorjahr. Denn das kleine Lavoir war nicht mehr zu finden. Die Mira hat uns den Christbaum geschmückt, mit Stanlol bewickelten Löffeln, Gabeln, Konservenbüchsen, Teebonben und leeren Nivca-Creme-Schachteln. Seegras aus der alten Hirlenniatratze in der Küche ersetzte das Fn^e'-haar. Ich aber mußte den Weihnachtsmann spin- V' ... Hütte, Weihnachten.. • len — eingehüllt in einer, einstmals rosa gewesenen Tischdecke. Meine Ansprache hättest Du hören sollen! Ueberall Tränen. (Der alte Ofen raucht noch immer so furchtbar — wie vor fünf Jahren). Als Engel fungierte die Silva. — mit nur einem Flügel. Wegen Materialmangels. Deshalb mußte das arme Hascherl während der ganzen Bescherung Profil stehen und zum Schluß ist ihr erst der Papierflügel an einer Christbaumkerze verbrannt. Nachher haben wir alle das Lied »Hellige Nacht« gesungen — immer rührender — bis es richtig falsch war. Heute sind wir ununterbrochen auf den Bretteln herum gefahren und gefallen. Die Sonne hat lauter Lust und Freude und Unkenntnis der Skl-gescheint den ganzen Tag und wir haben uns vor itechnik im Schnee herum fewälzt. Wie zur Sommerszeit auf der Strandbank. Wirklich! Jetzt sitzen wir müde aber voll Humor hinter, vor, auf und unter dem Ofen herum und reiben uns gegenseitig den Buckel — well das Hemd so schneller trocknet und man dadurch viel Wäsche spart. Die mit Nivea-Creme beschmierten Gesichter grinsen, glänzen und riechen. Jeder will Witze' erzählen. Keiner will schlafen gehen. Wegen Platzmangels. Du weist ja, fünf Betten, und wir sind achtundzwanzig. Und nicht alle davon mit schlanker Linie, wie Du... Wie Du siehst, geht es uns hier oben famos! Seit Wochen haben wir uns solche Weihnachten gewünscht. Trotz harter Pritschen, Kälte und vieler Kniebeißer bis herauf. Dafür scheint hier die Sonne. Die Höhensonne!!! Unser Weihnachtsgeschenk! Unser Glück! Und wir werden sie morgen. eingebrannt auf unseren Rücken, in vielen Te-lemark-Bögen zu Tal bringen. Wenn Du nur nicht so einen harten Schädel hättest! In aller File hundert BussiÜ! Dein, trotz der Nivea-Creme, nach Ziegenstall duftender Andri