Nr. 123. Donnerstag, 2. Juni 1887. 106. Illh,MNg. OMacher Zeitung. VriinumcrattonSprels: Mit Postvcrsendung: ganzjählig fl. 15. halbjährig sl. 7,i;a. Im Lomptoir: s"»Nähviss sl,il, y.ildiäbriss sl, b.bO, Fi!r dir Zustellung uiS Haut« ganzjährig fl, i. — Insertillnöaebnr: Fiii lleine Inserate l,i« zu < Zeilen 25 lr.. größere per Heile ß f^,; b«i östere» Wiederholungen pr, Zeile L lr. Die ..vaibachcr Zeitung" erscheint täglich mit Nu?»cchmc der Sonn> und Feiertage. Die Ndmlnlftration befindet sich «ahrchosgasse 15, die Redaction Wienerstrahe 15, — Unsranlierte »riefe werben nicht angenommen und Manuscnpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Mil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Merhöchst unterzeichnetem Diplome dem Major des Manterieregiments Graf Hnyn Nr. 13 Julius Frodl ^Adelstand niit dem Ehrenworte «Ekler» nnd dem Radicate «Frohenbühl» allergnädigst zu verleihen geruht. .. Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit "llerhüchstrr Entschließung vom 23. Mai d. I. dem ^'echisch.katholischen Pfarrer in Kricke nnd dem bischöf-'chrn Vicar von Efseg Michael Nitolie das Nitter-^uz des Franz-Ioseph-Ordens allerguädigst zn ver-^'hen gernht._________ ., Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Mai d. I. dem ^hrer der Composition am Konservatorium der Oesell-Mft der Musikfreunde in Wien Franz Krenn das ^lterkreuz des Franz-Ioseph-Ordens lind dem Chor-Agenten in Wien Cyrill Wolf das goldene Ver-"enstkreuz mit der Krone allergnädigst zn verleihen vüht. __________________________ Nichtamtlicher Weil. Die Sterblichkeit in Laibach. i. > Die statistische Centralcommission veröffentlicht in ?ktn diesjährigen Aprilhefte der «Statistischen Monat' M-ift. ciuc von dem k. k. Seetwusrnthe Dr. Emauucl «usy verfasste Zusammenstellung über «die Sterb-Weit in den größeren österreichischen Städten und ^'Meinden im Jahre 1886». Es ist unseren Lesern plannt, dass znfolge Initiative der k. k. statistischen ^tttralcommission 49 Städte und Gemeinden mit mehr "ls 15 000 Einwohnern regelmäßig alle Wochen Be-Wc über ihre Sterblichkeit an die gedachte Commis-^' eingesendet haben, nnd dass sich auch die Stadt ^bach diesem Vorgänge angeschlossen hat, nnd auf ^Nldlage dieser Wochenberichte ist die statistische Cen-^commission nnn in der Lage, schon jetzt einen all-^einen Ueberblick über die Sterblichkeit im allge-^'"rn und die der einzelnen Todesarten in den gelten Städten nnd Gemeinden zn geben. >;,, Unter diesen 49 Orten sind sämmtliche Hanpt->^e der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder, die wichtigsten Industrie-Orte nnd mehrere in anderer Beziehung bemerkenswerte Orte vertreten. Eine solche Statistik ist gewiss in hohem Grade interessant nnd gestattet nnter dem Vorbehalte einer vorsichtigen Kritik manche Schlüsse über die Abhäugigkcit der betreffenden Mortalitätsergebuisse von den eigenartigen Verhältnissen dieser Gemeinden, und es ist also eine Art an der Hand wissenschaftlicher Daten geübte Selbstprüfung der Stadt Laibach anf ihre Gesundheit, wenn wir sehen, in welchem Verhältnisse die Sterblichkeit nnserer Stadt zu audereu, namentlich bezüglich Lage, Klima, Größe u. s. w,. ähnlichen Städten steht. Wir wollen vorausschicken, dass Laibach eine Zahl von 27 290 Einwohnen« hat nnd dass die Haupt^ und einige bedentendc Städte der alpinen Provinzen sich, nud zwar Graz mit 103 670, Linz mit 44 431, Salzburg mit 26 536, Görz mit 22 295, Innsbruck mit 21950, Trient mit 20085. Klagcnfnrt mit 19401 nnd Marburg mit 19 228 beziffern, nnd dass Laibach in Ansehung ihrer Vewohnrrzahl die dritte Hauptstadt der eigeutlichen AlMprouinzen nnd die achte aller Landes' hanptstädte ist. Bezüglich der Sterb lichkeit im allaemei -nen wurde anf den Umstand Aedacht genommen, dass in den großen Städten uud Indnstrie-Orten ein be-dentender Fremdenverkehr besteht und in manche derselben, insbesondere in solche, welche allgemeine Heilanstalten besitzen oder znm klimatischen Curanfenthalte dienen, kranke Personen zahlreich znreisen, daher bei Ermittlung des pi'0'iniIIo-Verhältnisses der Iahresmorta-lität sowohl anf die Gesammtstcrblichkeit in den Städten als auf jene der eigentlichen, ansässigen Bevölkerung ohne Ortsfremde Rücksicht genommen wurde. Die größte Sterblichkeit nnter allen Städten zeigt Drohobyez in Galizien mit 48,1 pol' milw mit Ortsfremden (44.0 ohne Ortsfremde). Die n ä ch st u n g n n -stigste Ziffer zeigt Laibach mit 44.7 ,> y r mill« (mit Ortsfremden; die Ziffer der Ortsfremden ist nicht angegeben); die dritt«' Stadt ist Warnsdorf mit 40.2 (36.6 ohne Ortsfremde), dann folgt Iglan mit 39.9 (34.5 ohne Ortsfremde). Trieft mit 39.8 (39.0 ohne Ortsfremde; in Trieft herrschte bekanntlich die Cholera). Die günstigste Ziffer zeigt Fünfhaus mit 21,4 (19.6 ohne Ortsfremde). Die Hauptstädte der Alpculändcr rangieren wie folg«: Laibach 44.7 mit Ortsfremden; Klagenfurt 36,1 mit Ortsfremden (24.3 ohne Ortsfremde); Linz 34.8 mit Ortsfremden (28,9 ohne Ortsfremde); Görz 32.5 mit Ortsfremden (31.9 ohne Ortsfremde); Graz 30,4 mit Ortsfremden (26,7 ohne Ortsfremde); Marbnrg 29.6 mit Ortsfremden (22,3 ohne Ortsfremde); Innsbruck 28.8 mit Ortsfremden (24.3 ohne Ortsfremde); Salzburg 28,1 mil Ortsfremden (24,2 ohne Ortsfremde); Trient 23.1 mit Ortsfremden (21.2 ohne Ortsfremde). Der Durchschnitt der Sterblichkeit aller 49 Orte beträgt 31,7 mit Ortsfremden. 28,6 ohne Ortsfremde. Laibach steht also um 13 über dem Durchschnitte der Sterblichkeit mit Ortsfremden, der mittlere Durchschnitt der Ortsfremden beträgt 9,8. also ist die Sterblichkeit selbst nach Abzug des mittleren Ortsfremden-Calcnls noch immer größer, und zwar bedeutend größer, als in allen übrigen Hauptstädten der Alpenländer nnd als der Durchschnitt der Sterblichkeit ohne Ortsfremde, der nur 28.6 beträgt. Es starbcnalso in deu schlechtsituier -ten dieser Städte (Laibach. Drohobycz) mehr als noch einmal so viel Einwohner von je Tausend, als in den best sit nierten. Dr. Kusy bemerkt hiezu ganz richtig: «Hierin muss für die ersteren gewiss ein mächtiger Ansporn liegen, durch entsprechende sanitäre Vorkehruugen den letzteren nachzueifern, um die Hekatomben von Menschenopfern zu ersparen, welche die derzeitigen Zustände von ihnen erheischen.» Wie große Erfolge auf dem Gebiete der Assanierung der Städte erzielt werden können, davon geben die günstigen Mortalitäts-Ergebnisse in der Reichs-Hauptstadt Wien ein beredtes Zeugnis. Wien hat ein pio-wM6-Verhältnis von 28,5 mit und 25,1 ohn? Ortsfremde und war einstens wegen seiner Sterblichkeit verrufen. Wien hat sich also durch die Hochquellenleitung, den ausgedehnten Umbau und Neuban von Häusern, durch eine wohlorganisierte Sanitätsverwal' tnng zu einer der gesündesten Städte Oesterreichs emporgeschwungen. Node des Abg. Dr. Potllllar, gehalten :n der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 12. Mai anlässlich der Debatte betreffs der österreichischen Veitragsqnote zu den gemeinsamen Auslagen. (Schluss.) Nach dieser kleinen Abschweifung zu der Präci-puumfrage kehre ich wieder znm Gegenstande znrück, und ich kann über das Endresnltat nur dasjenige wiederholen, was ich zn Anfang vorgebracht habe. Die Erhaltung des tztlUu« czuu ist ein Comftromiss, bei welchem, wenn irgend einem Theile ein materieller Feuilleton. Gradignica die Tcufelshöhle, ^e tiefste der bisher bekannten Karsthöhlen. Vom l. l. Forstassisteuten Wilhelm Pntick. III. > > Am Boden angelangt, trachtete ich zuerst, festen »? 5" fassen, um mich aus den, Fahrzeug loszumachen h" das von oben eingehängte zweite Seil zn errci-z "- Jetzt erst athmete ich frei anf, gab das Signal ,y glücklichen Ankuufl, und ein hundertfaches «Zivio» ^ dir Antwort von oben. Ueber diese Herzlichkeit der I, lchancr höchst erfreut, stieg ich langsam mit allen H„ k" in, Ruckjack mitgenommenen Sachen, einen h'kllvchrhelm am Kopfe und ein Grubenlicht in der s,H "> nach der Tiefe nnd erreichte bald eine vollständig hj^ Stelle auf der linken Seite der Teufclshöhle. ließ ich erst wieder das Sicherheits-Scil los. ä>llu> äwischen war das schwebende Fahrzeng wieder »^ Mögen worden nnd der erste meiner Arbeiter !'l»n° " siir ihn bestimmten Requisiten auf der laug-^'6? Abfahrt. Ihm fiel auch die Aufgabe zu. alle er-hFaren lockeren Steine von der untersten Partie der ^ ?wand abzulassen, weshalb ich eine vor dem ^>z I^^'l sicher Position aufsuchen musste. Vou hier 1^ wlinto ich mit Ruhe die ersten Eindrücke der ko->lii,, ru Dimensionen dieser Bauten einer Unterwelt ge-^ili"' ^" bei solchen Beobachtungen nnd späteren ^>»q?/U"gen die Phantasie leicht zn Uebertreibungen '»'»'n wird. so möchte ick, nur diesbezüglich bemer. ken, dass es hier gar nicht nöthig erscheint, die Scenerie in allzn scharfen Farben zu malen, denn es ist schon die Großartigkeit der Dimensionen in allem hiureicheud, eine richtige Vorstellung dieser unterirdischen Verhältnisse in correcter Wahrheit jedem Leser zu verschaffen. Ein circa 30 in hohes, rein gothisches Portal mit einem zum Abstürze nahegefährdcten Bogen war aus der geräumigen Vorhalle, wo ich die Arbeiter erwartete, zu sehen, der Boden, mit enormen Fclsblöcken nnd einer mächtigen Schutthalde bedeckt, hielt steil abwärts, so dass die von dem ersten Arbeiter in der nutersteu Partie seiner Eiufahrt abgelassenen Steine mit rasender Geschwindigkeit in die Tiefe rollten. Am Wege wurden von diesen Trümmern andere Steine noch locker gemacht, so dass ein endlos scheinendes Rollen und Dröhnen aus der Tiefe zu höreu war. Daraus konnte ich schon auf dasjenige einen Schluss ziehen, was uns die weitere Expedition an Schwierigkeiten mit sich zu bringen versprochen hatte. Während ein Arbeiter nach dem andern in bester Ordnnng, jeder mit seinem Gepäck, bei mir angelangt war, fertigte ich einzelne Skizzen dieser unterirdischen Wildnisan^ Ein förmliches Materiallager der erforderlichen Gegenstände wurde in t er Vorhalle aufgestapelt, als noch die letzten minder wichtigen Requisiten, in einem großen Korbe nnd in Decken gehüllt, die nntcrsteu 5 in der Fahrt, zum Glücke ohue große Havarieu, aus dem nicht am besten verschnürten Korbe herabgestürzt waren. Die Strickleiter bildete den letzten Transport dieses Tages, nnd nnn giengen wir an die Recognusciernng nud Untersuchung, während der jüngste Arbeiter auf unserem Lagerplatz^ zurückbleiben musste, um eiueu verhältnismäßig be-' quemercn Boden zu ebnen, der uns für die Raststuuden aufnehmen sollte. Der Abstieg nach der Tiefe war nnr entlang der linken Höhlenwand möglich, zudem an den gefährlichsten Stellen der bedeutenden Trümmcrgesteinsmassen der Weg in der meist übor 25 in hohen Steilwand gesucht werden musste. Mehr als 3t)0 m schiefer Lauge bildet dieser von mir als Kraus-Gang — zn Ehren des Höhlenforschers Franz Kraus — bezeichnete Theil der Tenfelshöhle einen gigantischen Bau uuter« irdischer Räume, deren Wandnngen nnd Sohle genau das Streichen des tausendfach unterhöhlten Kacstkalkes deutlich von Nordwest nach Südost erkennen lassen. Wie in vieleil hundert audereu Fällen, ist auch diese geradezu enorme Höhle dadurch entstanden, dass hier die einstige Zwischenlagerung eines vom Wasser leicht zerstörbaren Kreidekalkes infolge der continuierlich wir» kendcn Dislocation nnd der Dynamik des dnrchströ-menden Metcorwafsers entfernt wurde. An einzelnen Stellen finden sich noch ziemlich mächtige Reste solcher Gesteinsnlllssen. zwischen den weit mehr resistenten Kalkschichteu der Triasformation eingekeilt. Von der Decke sind nur äußerst wenige Stalagmite, uud diese wieder nur in auffallend rudimentären Formen zn sehen. Die Ursache dieser auffallend geringen Tropfstcin-bilduna. kann nur darin gelegen sein, dass bei der heftigen Luftströmung ans der Tiefe der untersten Etage der Tcufelshöhle die Temperatur der Luft neben ihrer hohen relativen Feuchtigkeit kaum 6.5" (.'< anzeigte. In den Grotten des Karstes, wo die Tropfsteinbildnng wahre Wunder der Calcyt-Umgestaltnngen aufgestapelt, ist, wie z. V. iu der großartig schone» Adelsberger Wliacher Zeitung Nr. 123 1044 2. Juni 1887. Schaden daraus gewiss erwächst, es unsere Neichs-hälfte ist, die dabei den Schaden erleidet. Nun ist es ja richtig, dass jene Anregungen, welche der Herr Vorredner gebracht hat, gewiss beachtenswert sind. Es wäre ja sehr wünschenswert, wenn wir nene Einnahmsquellen finden könnten, aus welchen diese Kosten für den gemeinsamen Staatsaufwand zu bestreiten warn». Vielleicht dass sich in diesem Falle die Möglichkeit bietet, auch die Zustimmung von Seite Ungarns dafür zu bekommen, und es wäre sogar eigentlich das Richtige — um die ganze Qnotenfrage von d'."' sereö Handels. Und hier bitte ich die Herren. B ein wenig die Karte unseres Eisenbahnwesens lM Augen zu halten. Vergleichen Sie da einen Theil dc's Nordens mit unserem äußersten Nordostcu, und ungleichen Sie diese beiden Theile mit dem Süden. 3") glaube, wenn es sich um die Anlegung von Verkehrsmitteln handelt, so ist allerdings eine gewisse Vor< sicht geboten. Mau muss sich hüten. Ausgabe,, ^ macheu, von welchen im vorhinein sicher ist, dass ^ sich nicht rentieren werden. Aber man darf dabei mchl vergessen, dass gewisse Ausgaben für Verkehrsmittel, sei es für Straßen, s^i es für Eisenbahnen, uud w! habe hier in erster Linie vor Augen das künftige Local' eisenbahnuetz, auf welches wir ja harren, — man daN sich also nicht verhehlen, dass diese Fragen so tief ^ die wirtschaftliche Leistuugsfähigkeit der einzelnen 2ä>>' der eingreifen, dass mit jedem Jahre Aufschub elll großer Verlust an der Leistungsfähigkeit der b^tresf^ den Länder zu verzeichnen ist. , Desgleichen muss ich unseres M> lioralionswes^' Erwähnung thun, welches, dank dem Bestreben ^ gegenwärtigen Regieruug, in ein besseres Geleise g?" kommen ist. Es ist allerdings noch sehr viel zu th»"' Es ist die Regulierung der Flüsse im Norden, "" Süden und auch iu der Mitte des Reiches durcli^ führen, es ist aus lange brachliegenden Strecken ^' des fruchtbares Land zu machen. nnd auch hier gu' dasjenige, was ick betreffs der Straßen gesagt HM» dass nämlich eiu jedes Jahr Aufschub einen groß^ Entgaug am Ertrage bedeutet. Wenn ich einiger F^ aus meinem engeren Heimatslaude eruähne, so iü ^ die große Frage der Eutsumpfung des Laibucher Viool^ die Regulierung der Gurk, von welcker ein verehr^ College letzthin gesprochen hat, die Regulierung ^ Gewässer der oberen Save, der Wurzeuer Save, da^ die Entwässerung der Innerkrainer Flächen bei P^ nina, Zirknitz u. s. w. Ich will in diese Details h^ nicht eingehen, aber es ist gewiss von größter W'^ tigkeit, uud ich würde es als allgemeines Ziel linset Staatswirtschaft der hohen Negierung empfehlen, dies^ Gegenstände die größte Aufmerkfamkeit zuzuwenden. Ich komme zum Schlüsse. Meiue Herren! .^ liegt Ihnen ein Antrag vor, gegen welchen von kei>^ Seite des hohen Hanfes ein Einspruch erhoben n^' Ich kann auch noch darauf hinweisen, dass die 2>^ Handlungen in unserer Quotendeftutation, desglei^' die gemeinsamen Verhandlungen des Subcomite's bei^ Deputationen so rein sachliche waren, dass dabei ^ keine Nuance der verschiedenen Parteistellung irgend^ zum Ausdrucke gelangte, und dadurch war es möglw dass bei einer gewiss so wichtigen Frage, welche! eimn Theil jener Fragen bildet, die den Bestand de S'aates bedingen, nahezu kein Widerspruch erho^' wurde. Ich habe vorher angedeutet, in welchen Oele»^ sich die wirtschaftliche Politik unferes Staates beuH Grotte, eine Jahrestemperatur von 11" (5 zu beobachten, welche diesen seit Iahrtauseudeu walteudeu Bilduugs« process wesentlich fördert. Trotz des vorangegangenen rcgenlofcn Wetters durch mehr als 14 Tage tonnte ich in diesem Theile der Gradisnica ein beständiges Abtropfen von der Decke uud von den Wänden beobachten. Die wichtigste Bedingung zur Tropfstein-bildnng würde also auch hier nicht mangeln, wenn nur die Temperatur uicht beständig anf jener Tiefe sich erhalten würde, welche i» den eigeutlichen Grotten des Karstes niemals vorkommt. Obertags zeigte mir das Thermometer vor der Einfahrt 32" (^, unten jedoch kaum 7 Grade, während die TropfwWr in vielen stagnierenden Becken gerade auf tt" (< temperiert waren. Trotz alledem verschaffte uns allen dreien die Anstrengung des Abstieges nur eine Empfindung der Wärme, wie man dieselbe in einer Sommerfrifche genießt, wenn man des Nachts eine recht befchwcrliche Bergpartie nnleruimmt, die jedoch meistens früher hinanf- und dann erst herabfühlt, hingegen bei unseren Höhlenpartien, jedoch nicht aus bloßem Vergnügen, der Weg zuerst hinunter« und dann wieder hinaufführen sollte. Am ganzen Wege nach dieser ewigen Finsternis konnte ich zeitweilig nur mit Hilfe von angezündeten Magncsiumdrähten wieder einen Theil uuserer endlos scheinenden Teufelühöhle iu seiner Configuration überblicken. Anf eine andere Weise konnte hier die Form uud Gestalt der stellruweise über 30 m hohen Decke uicht deutlich geuug beleuchtet werdeu. Zur Belruchtuug der nächsten Umgebung dienten uns ganz primitive Grubenlampen, die wohl am b,'sten für solch ungebahnte Wege sich bewähren. An der linken Seite am unteren Ende des Kraus-Ganges zeigte sich eine ganz respectable Weitung des Höhltürraumes, welche domähnlich, über 30 in breit uud an 40 in hoch, successive gegen Norden aufsteigt. Zu Ehren des rühmlichst bekannten Geologen, Hofrathes Franz von Hauer benannte ich diese großartige uud herrliche Partie der Gradi^uica mit dem Namen «Hauer-Dom >. Es liegen gleich vor dem Eingänge iu dcu Hauer-Dom einzelne Felsblöcke von der Größe kleiner Landhäuser iuzwischen einer wild gelagerten Schutthalde, unter welcher ein lebhaftes Vächlein hervorsprudelt. Iu der Ferne hörteu wir eiueu Wasserfall rausche», und als uus der mühsame Weg über einzelne vollständig versiuterte Felsblöcke näher führte, sah ich zum Er^ stauueu vou der fast 30 m hoheu Decke eiuen sehr lebhaften Tropfenfall in ein kaum 3 m" großes Wasserbecken fich abstürzen, wobei innerhalb nnd ringsum die Sohle des Beckens mit prachtvoll abgeschliffenen stalagmitischen Bildungen wie übersäet war. Gestalt, Form uud Aussehen dieser loseu Stalagmite führten dieselben in die Literatur nuter dem Namen Höhlcnpt'rlen oder des Teufels Confect ein, wiewohl dieselben alls Gips-grubeu lange bekannt si»d, war mein Fundort solcher Bildungen alis Kalt im HaucoDom der Gradisnica der erste dieser Art. Auch in diesem weiten Raume, wo wir trotz intensiven Lichtes auf manche» Stellen kaum die Decke gewahren lonute», war die Luft iu ei»er fühlbare» Ström»»g uud zeigte ebcufalls gege» das Wasser des Tropfbeckeus vo» l> Grad Celsius eiue uur »ahez» eineu halbeu Grad höhere Temperatnr. Das eisigkalte Wasser war eö kaum möglich zu trinken, uud der mitgetragene Wein hat während der mehrstündig Höhleuexistenz eine ebenso unangenehme Frische geze'ß' dass es nicht anders gieng, als weiter zu durs^> bis wir wieder zu unserem Lügerplatze zurückkehrt' Sorgfältig wurde» mm alle Spalten, Klüfte >^ niedere» Schläuche ringsum in den Wänden unters»^ wobei wir nach nnd nach die kolossalen Räume ^ Hauer-Domes immer weiter untersuchten und g^^ zeitig bereits die nöthigen Vorbereitungen zur ^. messung getroffen habe». Gegenüber dem EiuaMI in den Hauer-Dom wurde in einer hohen F^6^"!,Z ali deren Fuß ein 10 m im Durchmeffer Haltes Luch nach einer tieferen Höhlenctage führt, ein p^ tiger Stalaktit von der Gestalt und Farbe eines M' kolbens entdeckt, und bezeichnete ich auch deuselben den Riesettkukuruz. ,^> Mit größter Vorsicht w»rde an dieser Stelle ^ Arbriter an ein Seil gebuude», »m, von mir uud zweiten Arbeiter festgehalten, eine» vorspringe"^. Felsen zu erreiche», vou wo er das Senkblei '" j„ nächste Höhleuetage unterhalb des NieseukukurUZ',^ das tieft Kaar. herablasse» konnte. Es zeigte . Messung hier eine Tiefe von mehr alö 40 m euu ^ einer überhängenden Fclsenwaud zu eiuer wasserW ^, de» Höhle, welche zufolge der Situatiou nur a" Strickleiter erreicht werdeu konnte. ,s.^ Diese Stelle bildete den Ort des ersten ^'^l Hindernisses der Untersnchnng lind erforderte"" i^,» Nllbcoeuteude Vorbereitungen, die erst nach einer Rast uud Stärkung an die Reihe kommen sollte - »acher Zeitung Nr. 123 1045 2. IM 1887. ?! ich habe einen Appell an die Herren von der ^gleriing gerichtet, ich will einen solchen mich an die kehrten Herren des hohen Hauses richten, s Meine Herren! Wenn Sie jene nationalen Streiten, welche uns seit den letzten acht Jahren eine ^gichige Thätigkeit auf wirtschaftlichem Gebiete fast ""Möglich gemacht haben, beiseite lassen, wenn Sie sich Ä den Stundpnnkt der Gerechtigkeit stellen (Bravo! ^lcwu! rechts), wenn Sie sich auf den Standpunkt ^sercr gewiss fur alle gerechten Staatsgrundgesetze ,^i«, wenn Sie nicht die natürliche Erscheinung per-^lreseieren, wie wir sie ja in den jüngsten Tagen ^r erlebt haben, dass die qroße Majorität des an-7^» hohen Hauses sich für das Princip, in welchem ^fach der Spruch zum Ausdrucke kommt: ^uum cui-^, ausgcsprocheu hat, wenn Sie solche Fragen bei-'^e lassen, dann werden wir die Leistungsfähigkeit Aerer Reichshälste mit Unterstützung der Regierung ^ausgiebig zu heben imstande sein. dass wir über ^>l Jahre nicht mehr zu beklagen haben werden: Wir ^ überlastet! Wir werden vielmehr sagen können: ^'r haben diese Quote, aber wir können selbe anch l°gen. Ich empfehle Ihnen daher die Annahme des MtlagrZ, wie derselbe von dem geehrten Herrn Vor-^r empfohlen wurde. (Beifall rechts. Redner wird "Mtig beglückwünscht.) Politische Uebersicht. ^ (Aus dem Reichs-Kriegsministerium.) Mteru übernahm der Reichs - Kriegsminister Graf MMldt»Rheidt wieder die Geschäfte, und sobald die ^arbeiten für die Zusammenstellung des Kriegs-^dgets pro 1888 beendet seiu werden.' was Aufaugs ""Mlst der Fall sein dürfte, wird der Minister einen Eiteren vierwöchentlichen Urlanb antreten. (Slavischer Club,) Dem «Pester Lloyd» ^ld aus Wien gemeldet, dass in der letzten Zeit von kn Iungczechen Verhandlungen wegen der Bildung k'Netz „euen parlamentarischen Verbandes eingeleitet ' ^rden sind. Für sich allein zu schwach, um einen Abständigen Clnb bilden zu können, haben Gr^gr und Bussen an die «radicaleu» Slovenen und die Dal-^tiner die Aufforderung ergeheu lafseu. sich init ihnen ^ verbünden. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die ^venischeu Abgeordneten Lust verspüren sollten, für 'e Inngczcchen Kastanien ans dem Feuer zu holen. (Znr Sprachenfrage.) Wie aus Pisino ^Meldet wird, hat die dortige neue Gemeindevertretung beschlossen, anstatt der italienischen die kroatische Sprache ^5 Amtssprache der Gemeinde einznführcu. Gegen diesen Beschluss hat eine Anzahl von Gemeinde Augchö-l'gen den Recurs eingebracht. (Iuugczechische Demonstrationc n.) Die ^llgczechischc Studeuteuschaft Prags hat die Pfingst-!^e zu Demonstrationen ziemlich lebhafte:, Charakters Mltzt, die sich direct gegen Dr. Rieger und die czechi-Mn Professoren Zucker und Kaizl kehrten, welche in ^ Frage deutscher Staatsprüfuugen au der czcchischeu ^iversttät mit Gre^gr uud Kaumtz nicht gemeinsame ^che gemacht hatten. Den altczechischen Abgeordneten ^ Journalen wurde ein eclatantes Misstraueusvotum ^eilt, die Journale wurden aus den Studeutenlocaleu ^ies^,. die Redactionen kamen mit einigen ciu-Mlagencu Fenstern davon. Die Polizei intervenierte, "^i Studenten wurden verhaftet. , (Das uugarische Oberhaus) hat drei ^ Mitglieder cl halten. Die bisherige» Abgeordneten Sigmuud Vohus. Josef Gall uud Anton Zichy wur^ den, wie das ungarische Amtsblatt mittheilt, auf Lebens-dauer ius Oberhaus berufe». (Fürst Nikola iu Wien.) Der Fürst von Montenegro wnrde vorgestern, begleitet von seinem Ministerpräsidenten Vozo Petrovic. vom Kaiser empfangen und erhielt später dessen Gegenbesuch. Der Fürst uud Bozo Petrovic besuchten dann Kälnoky, (Zur bulgarischen Frage) Wie der «Pol. Corr.» aus Constantinopel gemeldet wird. sind der Pforte bereits die Antworten aller Mächte ans ihre letzte Circularuote iu der bulgarischen Frage zugekommen. Dieselben lauteten — bis auf jene dcs Petersburger Cabiuets — insgesammt dahin, dass die Mächte in den von der Pforte angeregten Meinungsaustausch über die Mittel zu einer Beschleunigung der Lösung der bulgarischen Frage einzutreten geneigt seien. Das Petersburger Cabiuet erklärte jedoch, dass es in Auf-rechthaltnng seines ursprünglichen Standpunktes nicht in der Lage sei, sich an einem derartigen Meinungsaustausche zu betheiligcu, so lauge die gegeuwärtige Regierung in Bulgarien sich am Ruder befinde. (Frankreich.) Das Ereignis des Tages bildet in Frankreich die endgiltigc Erledigung der französischen Cabinetskrisis durch ein Ministerium Nouuier, das der Feindschaft der Radiealen wie der äußersten Linken sicher ist. Charakteristisch ist der endgiltige Rücktritt Boulangers, den nnr ängstliche Gemüther für unmöglich gehalten haben. Zudem sind wir überzeugt, dass der Brand der Komischen Oper momentan in Paris das öffentliche Interefse so sehr absorbiert, dass man darauf uergefsen wird, für Boulcmger zn demonstrieren. (Aus den baltischen Provinzen.) Nach Petersburger Nachrichten sieht man daselbst die Verfügung der Negierung, dass der Unterricht in den Privatschulen in den baltischen Provinzen in deutscher oder esthnischer Sprache nur nach vorher eingeholter behördlicher Ermächtiguug ertheilt werdeu darf, als deu Vorläufer einer Verfügung an, durch welche die kürzlich auqeorduete obligatorische Einführung der russischen Unterrichtssprache in deu öffentlichen Schulen der baltischen Provinzen auch auf die Privatlehraustaltcu ausgedehnt werden wird. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Vrünner Zeituug» meldet, der Gemeinde Malinek zur Bestreitung von Schul baukost en KM fl. zn spenden geruht. — (Generalslabsreise.) Wie wir erfahren, wird die im laufenden Jahre nnter Leitung dcs Chefs des Gencralstabcs FML, Freiherr» von B c ck vorzunehmende Generalstabsrcise am 5. Juni von Tarnow aus, als dem Versammlungsorte, beginnen, ohne Unterbrechung bis zum 25. Juni dauern und Recognoscierungsritle von Tarnow nach Neumarkt und von Neumarkt nach Rosenberg, ferner Uebungen nächst Tarnow, Ncumarkt, Rosenberg und Poprad umfassen. — (Grazer Schloss bergb a h u.) Der Gedanke, eine Zahnrad- oder, eine Drahtseilbahn auf den Grazer Schlossbcrg herzustellen, wurde seit Jahren wiederholt in Betracht genommen; man plante einen Anszug entweder von der Sackstraße aus oder auch vom jetzigen Turnplätze außerhalb des Paulusthorcs mit der Station Schwcizerhaus. Nun ist der Erbauer der Pferdebahnen in Trieft, Linz und Lemberg, Ingenieur S ch midt, nm eine Vorconcesswn für eine Schlossbergbahn eingeschritten, welche möglichst vom Centrum der Stadt aus auf das Plateau hinaufführen soll. Nach dem Ergebnisse der vorzunehmenden technischen Erhebuugeu wird es sich herausstellen, ob für eine solche Bergbahn das Drahtseil- oder das Zahnradsystem sich mehr empfehle. — (Haydu-Denkmal in Wien.) Auf dem Platze vor der Mariahilferkirche in Wien erhebt sich seit Moutag das dem unsterblichen Tonkünstler Josef H a y dn von einer Auzahl von Bürgern Wiens gewidmete Denkmal. Leicht erhobenen Hanptes blickt Haydn gegen den Himmel, die hohe Gestalt ist von einem znr Hälfte übcrgcworfeuen Mantel bedeckt, in der Rechten hält der geniale Coin-ponist der Volkshymne einen Griffel. Den Sockel des einfach aber geschmackvoll gearbeiteten Monumentes zieren nnr die Worte in Gold: Josef Haydu. — (Für Jäger nnd Jagd freunde.) Herr Rcwul Ritter von Dombrowski hat eine Schusswaffe construiert und auch bereits die Patentierung derselben für die österreichisch ungarische Monarchie und in den auswärtigen Staaten angemeldet, welche die derselben beigelegte Bezeichnung «Ünivcrsal-Iagdgewehr» in vollem Maße rechtfertigt und folgende Vorzüge aufweist: Die mit eigenartigen geraden Zügen cylindrisch gebohrten, bloß 75 Centimeter langen Läufe werden auf maschinellem Wege — somit durchaus gleichartig in der Ansfnh' rung und Leistung — vollkommen schussfertig erzeugt. Die Läufe schießen alle Schrotnummern mit eminenter Durchschlagskraft und überdies eine vom Erfinder eigens für diese Waffe modellierte Kugel mit voller Treffsicherheit ans die Distanz von 50 bis NO Metern. Die Ersparnis an Munition beträgt trotz der vorzüglichen Schuss-leistnng gegenüber den gegenwärtig in Gebrauch stehenden Schrotgewchrcn 30 Procent. — (Feuer im neuen Hofburgtheater.) Wie uns ans Wien berichtet wird, brach vorgestern abends im neuen Burgtheater ein Brand ans, der glücklicherweise bald gelöscht wurde. Es ist nuu das zweitemal, dass in dem noch nicht vollendeten neuen Bühnenhaus Feuer aus-gcbrochen ist. — (Der Schutzengel der Kinder.) Freitag nachmittags stürzte in einem Hause in der Heiurichstraße in Graz der dreijährige Trödlerssohn Golubovic vom Gange des ersten Stockwertes, wo er das Geländer mittelst eines Sessels erklettert hatte, in den Hofraum hinab, ohne dass er sich irgend eine Verletzung zugezogen hätte. — (Zahnradbahn auf den Dobratfch.) Einer Mittheilung aus Klagcnfurt zufolge bewirbt sich der Obcringenieur Emil Bergcr in St. Pulten um die Bcwillignng znr Vornahme technischer Vorarbeiten für eine nurmalsftnrige Localbahn von Villach über Bleiberg nach Oberkreulh nnd für eine Zahnradbahn, abzweigend von irgend eiuem Punkte der vorgeuaunten Trace auf die Rudolfshühc der Villacher Alpe. — (Die neneste Unterrichtssprache.) Wie wir vernehmen, hat der nicdcrösterreichische Landesschul-ralh auf Grund einer diesbezüglichen Eingabe die Erricht uug von Untcrrichtscurfen der Volaftük-Sprache als Correspondent und Sprache an den Handels-Lehranstalten gestattet. — (Ausbruch des Aetna.) Vorgestern hat ein Ausbruch des Centralkraters des Aetna stattgefunden. Gegenwärtig werden Dampf und Afche ausgeworfen. Der Ausbruch scheint aber zuzunehmen. — (Weise Definition.) «Was ist Kunst?» — «Kunst ist etwas, was man nicht kann; denn, wenn man's einmal kann, ist's keine Knnst mehr!» Zer kleine Kelö. ?lus dem Russlschm des F. M. Dostojevsti von « * 5 (5. Fortsetzung.) h Mit meiner Rolle fertig, lief ich. mich nmzuklci-5"' und trat zehn Minuten später heraus auf die Klasse j„ Wz, Garten. Fast zu gleicher Zeit trat '8 einer anderen Thür Mine M*. uud gerade uns Knüller tauchte auch ihr selbstzufriedcuer Gemahl ^' der aus dem Garteu zurückkehrte: er hatte soeben si Nanze Gruppe vuu Tamen dorthiu begleitet uud <„ burt von Hand zu Hand irgend einem flinken ^ÄiLr «orvcMl. abgeliefert. Die Begegnung zwischen ^ "n und Frau war offenbar unerwartet. M-me M* i,^oe aus uubekaunteu Gründeu plötzlich verlegcu z^ e>u leichter Uumuth blitzte in ihrer ungeduldigen ky lNmg durch. Der Gatte, der sorglos eiue Arie leil, ^ pfiff und deu gauzeu Weg über tiefsinnig „,'"' Backenbart glättete, verzog jetzt bei dem Zusam-sie lrffen mit seiner Frau sein Gesicht nnd mnsterte c,,,':^le ich mich jetzt erinnere, mit einem wcchreu In- '!Uolblick. ^. 'Geht es iu deu Garten?» fragte er, Sonnen-»^/ ""d Buch iu deu Häudeu der Frau bemerkeud. 'yf„'!' ins Wäldchen., erwiderte sie, leicht errüthend. z."Ueu,?. - .Mit ihm...» entfuhr es M-me M^s ^7"' wobei sie auf mich wies. «Ich spaziere dcs ^'ns allein., setzte sie mit unsicherer, uubeslimmter, Stimme hinzu, ganz so wie weun man zum erstenmal im Lt'ben lügt. «Hm. . . Und ich habe soeben eine ganze Gesellschaft dahin begleitet. Da sammeln sich alle bei der Blumenlaube, N—i das Geleit zn geben. Er reist, wie Sie wissen... es ist ihm da irgend ein Unglück pajsiert, in Odessa.. . Ihre Cousine (er meinte die Blondine) lacht nnd weint fast, alles durchciuander, man wird aus ihr nicht klug. Sie sagte mir übrigeus, dass Sie aus irgend einer Ursache auf N—i böse seien uud darum uicht gieugeu, ihm das Geleit zu geben. Natürlich Unsiuu?» — «Sie scherzt,» antwortete M-me M*, die Stufen der Terrasse hmabsteigend. «Also das ist Ihr täglicher c^vulivl' .^rvuM?» setzte Mr M* hinzu, den Mund verziehend und mich mit seiuem Lorgnon fixierend. «Page!» schrie ich, geärgert durch das Lorgnon und deu Spott, uud ihm gerade ius Gesicht lachend, übersprang ich in einem Satz drei Terrasscnstufen. . . «Glück' auf den Weg!» murmelte M-i M* uud gieug seinen eigenen Weg. Natürlich war ich sogleich au M me M* herangetreten, sowie sie nur ihrem Mann auf mich zeigte, uud stellte mich, als ob sie mich schou vor einer volleu Stunde aufgefordert und als ob ich schon seit eiuem ganzen Monat mit ihr des Morgens spazieren gegangen. Aber ich kouute auf keiue Weise capieren, warum sie so verlegeu uud verwirrt wurde und was sie im Sinne hatte, als sie zu einer kleineu Lüge griff? Warum hatte sie nicht eiufach gesagt, dass sie allem gehe? Jetzt wusste ich nicht einmal, wie ich sie ansehen sollte; abcv staunenerfüllt begann ich doch all- mählich, ihr höchst naiv ins Gesicht zu blicken; doch ebenso wie vor einer Stunde bei der Probe, bemerkte sie auch jetzt weder meiue Blicke uvch meiue stummen Frageu. Immer dieselbe quäleude Sorge, aber noch unverhüllter, noch tiefer als damals, prägte sich auf ihrem Gesicht, in ihrer Erregtheit, ihrem Gange ans. Sie eilte irgend wohin uud blickte unruhig in jede Allee, auf jrdeu Seiteupfad, dabei stets uach der Gartenseite zurückschallend. Auch ich war auf etwas gespauut. Plötzlich hörtcu wir hiuter uns Pferdetrittc. Ts war eine ganze Cavalcade vou Reiterinnen uud Reitern, die den N—i geleiteten, der auf so jähe Weise aus uuserer Gesellschaft schied. Uuter deu Damen befand sich auch meine Blondine, von der Mr. M* gesprochen uud uuu dcreu Thränen er erzählte. Aber nach ihrer Gewohnheit lächle sie wie ein Kind und tummelte sich lustig auf eiuem prächtige» Brauueu. An uus heran« gekommen, zog N—i seinen Hut. hielt jedoch weder an noch sagte er zn M-me M* ein Wort. Bald entschwand das ganze Geschwader uuseren Augen. Ich blickte auf M-me M* und Hütte vor Erstauueu beiuahe aufgeschrien: sie stand blass wie ein Taschentuch da. uud große Thräneu eutströmtcn ihren Augen. Zufällig begrgneteu sich uusere Blicke: M-me M* erröthcte Plötzlich, waudtc sich auf eiuen Angenblick ab, und Unrnhe und Ver-drnss dnrchzuckteu uuverkeunbar ihr Gesicht. Ich war überflüssig, schlimmer denn gestern — das war klarer als der Tag, aber was sollte ich mit mir anfangen? ^aibachcr Zeitung Nr. 123 ____________________________1046________________________ 2. Juni 1887. Local- mld Provinzial-Nachlichten. K.k. Landwirtschafts-Gesellschaft für Krain. (Fortsetzung.) Der Gesellschafts-Secretär Herr Pirc theilte mit, dass die k. k. Lanowirtfchafts-Gcfellfchaftcn in Görz, Ro-vcredo, Magenfurt, Graz, Wien, Troppau, Lembcrg, Trieft und Arünn zu ihrem Vertreter bei der Generalversammlung der krainischen Landwirtschafts-Gesellschaft den Präsidenten, Landeshauptmann Grafen Thurn, die k. k. Land-wirtschafts-Gcsellschaft in Salzburg den Vicepräsidentcn Joses Friedrich Seunig zu ihrem Vertreter ernannte. Ueber den Rechenschaftsbericht des Central-Ausschusses, welcher übrigens an die Vercinsmitglieder gedruckt in beiden Sprachen vertheilt wurde, referierte der Gesell-schafts-Secrctär Herr Pirc, welcher zunächst bemerkte, dass einiges davon bereits der Herr Gesellschafts-Präsident erwähnt habe; nur einzelne Momente wolle er noch kurz berühren. Bezüglich der Staatssubvcutionen für verschiedene landwirtschaftliche Zwecke herrsche bei den Filialen noch vielfältig die irrige Anschauung, als könnte der Cen-tral°Ansschnss nber die Vertheilnng ganz selbständig verfügen. Die Snbueutionen erhalten schon seitens des k, k. Ackerbauiuinisterinms ihre bestimmte Widmung Der Cen-tral-Ansschuss petitioniere wohl für verschiedene Zweige der Landwirtschaft um Subvention, allein bei den bedrängten finanziellen Verhältnisse» sei das Ackerbau-ministcrium kaum in der Lage, auch nur ein Drittheil der angesuchten Subventionen zn bewilligen, daher auch vielfältigen Wüuschcn seitens des Comites znr Vertheilung der Staatssubventionen nicht entsprochen werden könne. Der Beschlnss der letzten Generalversammlung, in Loitsch eine nene landwirtschaftliche Filiale zn errichten, hat sich als ein sehr glücklicher erwiesen, denn die landwirtschaftliche Filiale in Loitsch ist eine äußerst thätige, die Mitgliederzahl schon vom Anfange an bedeutend. Die Filiale habe bereits einen schönen Obstgarten errichtet, die Obst-banmzucht in ihrem Sprengel ausnehmend verbreitet, und der Obsorge des Filialvorstandes ist es zu danken, dass der Ort Loitsch neuerlich einen liceneierten Znchlstier erhalten hat. Die Gesellschaft zählt nunmehr 27 Filialen. Mit Ende des Jahres 1886 fasste der Central-Ansschuss den Beschluss, den «Kmctovalec» als selbst-ständigcs Vereinsorgan erscheinen zu lassen. Die Kosten hicfiir seien sehr bedeutend, und das Auslangen werde nur gefuuden werden, wenn sich die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft uud der Abounenten, wie bis nun, vermehrt, was bestimmt anzuhoffen sei. Der Gesellschasts-Versnchshof hat ein vollständig neues Arrangement in der Benützung und Bcpflanznng erhalten sowie eine neue Einfriedung, weil die frühere vollkommen defect war. Die Landwirtschafts-Gesellschast erhielt zu diesem Zwecke Subventionen vom k. k. Ackerbauministerium und vom krai-nischen Landtage. Betreffs der großen Anzahl von Obst-bäumchcn wird der Central-Ansschuss in der Lage sein, dieselben womöglich unentgeltlich oder doch gegen eine geringe Entschädigung an die Landwirte Krains abzugebeu. Die Hnfbcschlags-Lehranstalt, über deren Thätigkeit ein besonderer gedruckter Bericht vorliegt, erfreute sich einer ziemlich lebhaften Frequenz seitens der Schmiede vom Lande, nur wäre es zu wüuschen, dass die Gemeinden tüchtige Schmiede mit Geldunterstützungen versehen, damit es selbeu ermöglicht würde, in dieser Anstalt den Hnfbeschlag in rationeller Weise zn erlernen. Schließlich stellte der Gesellschafts-Secretär den Antrag, die Generalversammlung möge den Bericht des Central-Aus-schusscs zur Kenntnis nehmen, welcher Antrag einstimmig angenommen wurde. Der Gesellschafts - Secrctär Herr Pirc referierte sodann über die Oesellschaftsrechnung pro 188si und den Voranschlag pro 1888. Die Gesellschastsrcchnnng pro l86li weist an Empfängen und Allsgaben die Summe von 7A4li st. 58 kr. mit eiucm Cassereste am Schlüsse des Jahres per l>08 fl. 58 kr. ans. Das Inventar und zngleich die Bilanz zeigt mit Ende 1880 den gesellschaftlichen Aclivvermögcnsstand von 34 488 st. 16 kr. Das Präliminare pro 1888 beziffert sich in den Einnahmen mit 4213 st., ebenso hoch sind die Ausgaben. Der Ncch-nnngsabschlnss der Einnahmen und Ausgaben über die Staatssubventionen, welche der Central-Ansschnss nach Anordnung des t. l. Ackerbauministeriums verwaltete, zeigt i)232 fl. 62 kr. in den Einnahmen und bis auf die Summe von 780 st. 4 kr. an bereits angewiesenen, aber noch nicht verwendeten Subventionen in den Ausgaben. Der Referent beantragte die Genehmigung sämmtlicher Rechnungen. lFortschmia. folgt.) —. (Kronprinz Rudolf in Stcicrmark.) Wie bereits gemeldet, wird das durchlanchligste Kron-prinzenpaar in der zweiten Hälfte des Monats Oktober eine Reise nach Steiermark unternehmen. Wie verlautet, wird Kronprinz Rudolf mit Kronprinzessin Stefanie bei dieser Gelegenheit auch Cilli, Marburg und Pettau besuchen. — (Firm ungs reise.) Der hochwiirdigstc Herr Fürstbischof Dr. Miffia wird im Lause des Monats Juni in den nachstehenden Orten das Sacrament der hl, Firmung ertheilen: Am 18, Juni in St, Veit ob Wippach, am 19. Juni in Wippach, am 2N. Juni in Sturije, am 21. Iuui in Schwarzenberg ob Idria, am 22. Juni in Idria, am 23. Juni in Hire, am 24. Juni in Pölland bei Bischoflack, am 25. Juni in Eisnern und am 26. Juni in Altlag. — (Todesfall.) Der Bürgermeister von Klagenfurt, Herr Gabriel Ritter vou Iessernigg, ist vorgestern abends an einem Herzleiden gestorben. — (Promenade-Concert,) Heute um halb 6 Uhr nachmittags findet in der Sternallee ein Promenade-Concert mit nachstehendem Programm statt: 1,) «Ans Hieb nnd Stich», Marsch aus der Operette «Der Hofnarr» von Müller; 2.) «Manufcripte», Walzer von Ed. Strauß; 3.) «Fidelio», Ouvertüre von Bcethoveu; 4) «Für alt und jung», Polka fran^aise von Oslislo; 5.) Concert Polonaise von Schräm; 6.) «Vinca», Galopp von Ziehrer. — («N arodua Tiskarna».) In der technischen Leitung der «Narodna Tiskarna» in Laibach ist mit dem gestrigen Tage ein Personenwechsel eingetreten, indem an Stelle des Herrn Max Armic Herr Alois Rudolf mit der Verwaltung der Druckerei uud der Administration des «Slovensti Narod» betraut worden ist. — (OPernabend in Cilli.) Cilli wird demnächst auch einen Opcrnabend veranstalten. Kunstkräfte unter Mitwirkung einiger Damen aus der Stadt nnd des dortigen Gesangsucreines wollen Kreutzers «Nachtlager von Granada» zugunsten des Cillier Musikvcreines zur Aufführung bringen. — (Retraite.) Im Falle günstiger Witterung findet Samstag den 4. Juni, 8 Uhr abends, ein Zapfenstreich, ausgeführt von der Kapelle des 17. Infanterieregiments, statt; desgleichen Samstag den 11. Juni. — (Aus dem Schwurger ichtss aale.) Bei der gestrigen ersten Schwurgerichtsuerhandlung war der 24 Jahre alte Sebastian Bukovnit, Taglöhner aus Rupa, des Verbrechens des Todtschlages angeklagt. Am 19. März d, I. hat der Angeklagte den Johann Zorman mit einem Holzscheit einen Schlag versetzt, so dass Zorman infolge der erhaltenen Verletzung starb. Die Geschwornen sprachen den Angeklagten einstimmig schuldig, und der Gerichtshof vernrtheilte ihn zu 7 Iahreu schweren, mit einer Faste in jedem Monate verschärften Kerkers. — Bei der nachmittägigen zweiten Verhaudlung war der 35 Jahre alte Kaifchler Josef Zalaznit des Verbrechens des Todtschlages angeklagt, begangen dadnrch, dass er am 23. April d. I. in Innergoritz den Jakob Slovnik mit einem Holzprügel geschlagen und mit den Stiefeln gestoßen habe. Die Geschwornen verneinten die Schuldfrage mit elf gegen eine Stimme. Der Angeklagte wurde infolge dessen vom Gerichtshofe freigesprochen. — (Pferdeprä m ii er un g,) Die Pferdeprä-miieruug von Muttcrstuten, jungen Stuten uud Stutsohlen findet für das Jahr 1887 in Radmannsdorf am 1. September, in Mannsburg am 2. September, in Oberlaibach am 3. September, in Reifnitz am 5. September nnd in St. Barthelmä am 7. September — allerorts um 9 Uhr vormittags, statt, wobei 57 Prämien von 10 bis 40 fl. im Gesammtvctrage von 1095 st. und dreißig filberne Medaillen zur Verthcilnng gelangen werden. — (M a tu r i tä t s p r ü f u u g e u.) An der t. k. Lehrer- und Lehreriumn-Bildungsanstalt in Laibach werden die schriftlichen Reifeprüfungen am 6. Juni, die mündlichen am 1. Juli beginnen. — (Aus den Curort en.) Laut uns soeben zugekommenen Curlisten sind in Krapin a-Top l itz 278 Personen, im Iodbad Üipit 150 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. __________________ Neueste Post. Original-Telegramme der «LaibacherZtg.» Hamburg, 1. Juni. Eine Feuersbrnust verzehrte gestern abends sechs Quaischupften, brannte zwei englische Schiffe aus nud beschädigte mehrere andere. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Paris, I. Juni. General Boulauger übergab gestern seinem Nachfolger die Agrudcn des KriraMiui-sterimns, einpfiena. hente vormittags die Directoren desselben und verließ sodann Paris. Paris, 1. Juni. Anläsülich des Militärfestes sammelte sich vor der Oper eine nach Tausenden zählende Volksmenge uud rief: «Vive Voulanger!» Die Polizei hielt die Ordnung aufrecht. Eine Vande von 200 Köpfen zog nach dem Elyiev, um die Rückoerusnng Boulaugers zu fordern, wurde aber von der Polizei zerstreut. Gegenwärtig ist alles ruhig. Paris, 1. Juni. Die RäumnncMrbeiten sind in der Theaterruiue beendigt; es wurden nur mehr un^ geformte Fragmente nnd geschmolzene Metallstücke ^ funden. Die amtlich festgestellte Zahl der Opfer beträgt 70, wovon 58 agnosciert wurden, überdies sind zwri Wagen mit menschlichen Hö'rpcrtheilen in die Morgue gebracht worden. London, 1. Juni. Lord Salisbury entsendete den Herzog vou Norfolk nach Rom, um mit dem Vatican Verhandluugen zur Wiederaufnahme der diplomatisch»n Beziehungen zwischen England nnd dem päpstliche»! Stuhle anznlüüpfen. Lüttich, I. Juni. Der Streik im Bassin vo" Serving lind an beiden Maas-Ufern erscheint beendigt, iil allen Kohlengruben wurde die Arbeit wiedrr aus' genommen. Petersburg, 1. Juni. Der Neichsrath entschied be< züglich d»s Projectes der Vestenernnq der ausländiM" Pässe mit großer Majorität, dass nur die bishciM' Steuer auf halbjährige Pässe von fünf auf zehn N»w zu erhöhen sei. Wol'kswirtschliftliches. Nlltwlfwctt, 31. Mai. Die Durchschnittspreise stellten s^ auf dem heiligen Marlle wie folgt: !l, tr, >'l. ^ Weizen per Hektoliter 7 58 Eier pr. Stück - - - ^! u Korn . — — Milch pr. Liter . . . ^ .. Gerste » 4 3» Rindfleisch pr. Kilo . - ^ Hafer . 2 > 61 Kalbfleisch » . .^ 4» Halbsnichl » 6 2 Schweinefleisch » . ^ ^ Heiden » 4 23 Schöpsenfleisch ' - ^ ^ Hirse . 5 69 Hähudel ftr. Stiick - - ^ ;, Kukuruz » 4 55 Tauben > . . — ^" Erdäpfel pr. Meter Ctr. 2 56 Heu pr. 100 Kilo . . - ^ Linien pr, Hektoliter . — — Stroh 100 » . . — " Erbsen » — — Holz, hartes, pr. Cubil- — ^7 Fisolen . ---------Meter..... 3 -'' Riudöschmalz pr, Mo — 80 Holz, weiches, pr.Cubil- Schweineschmalz » — 80 Meter..... — ^ Speck, frisch, , — — Weiu,roth.,pr,Heltolit. 16^ Speck, geräuchert, » — 80 Weiu, weißer, » 10-^ AngctomMilc Fremde. Am 31. Mai. Hotel Stadt Wicn. Freiherr vou Gagcru, k. k. Geheimnis' Keiser. Goldmami uud Rainer, Kaufleute, Wien. — V>'^' uich, Realschüler, Berbir. — Pirchau, Kauf«,., sammt C^I"' Marburg. — Fantini, Gutsvcrwaltrr Mallrgg. — Ka»'-' taiserl. Rath, Trieft. Hotel Elefant. Baruch, Privatier, sammt Frau, California,"" Stulart, l. k. Concipist; Blas, uud Mautner, ssauslente, W'^' Herrmauu, Advocat, samml Frau, Prag. — Sindelm, K"»!' mann, Przibram. — Grünwald uud Eifenftndter, Kaufleute» Szulnol. — Peteruel, l. l. Oberlieutenant, Klagen,urt. ^ vou Wurzbach, Gutsbesitzer, sammt Frau, Landspil'is. ^" Valleneic, Besitzer, Dornegg, — Iuuis, Besitzer, Plauiua, "" Pedriui Theresr, Private, sammt Tochter, Treviso. Hotel Baierischrr Hof. Bosil,, Kaufmann, Trieft. — WinO Kaufman», Gotischer, — Lesjak, Lohgerber, Scvsla Gora. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Hrovat nnd Maluar, VeMl Seismbrrg. — Rudolf, Schriftsetzer, s. Frau, Laibach. Gasthof Stcrilwartc. Schleimer, Privatier, sammt Frau, »l^ Gaglitö Maria, Private, Gotlschee, — Lavreneic, BesM' Oberseld, — Tavear, Pfarrer, Sciseubera., — Koeuvau, ^ siher. sammt Frau, Großlaschih. — Vruink, Besitzer, Triwm'> — Vregar, Besitzer, uud Aigclc, Lehrer, Rob. Verstorbene. Den 3 l. Mai. Maria Kerzisnil, Priuatbcamtens-Tlicht^ l5 I.. Petersstrasie 23, Tubcreulose, Deu 1. Iuui. Rudolf Bruneie, Arbeiters-Suhn, 1 7,. M^ uate, Polanadnmm 48, Fraisen. — Johann Bizjak, Arbeit»'^ Sohn, 1 Monat, Älter Marlt 1l, Darmtalarrh, Im Spitalc: Den 30. Mai. Karl Zupan. Kuccht, 41 I., infolge "" litteuer Verlehuug, — Jakob Bergaut, Zimmcnuaun, 45 3" Tubereulose. — Maria Ieloveau,' Kaischlers^Gattiu, 5? I' Fetll'nbolie. Mctcorolossijchc Bcobachtungen in ^aibach. Z -^ ^Zß zZ ^^ inssch, s-^ ?ll.Mg.j 737,W "?6^ ÄW.schwach bewW " ^c» I.2.N. 737.W 15..8 SO. schwach bewölkt ^e„ !< . '»" 1,6° unter dem Normale. verantwortlicher Redacteur: I. Naglie. Als Folgen des ewigen Kreislaufes der Natur begegnet man im Frühjahr häiisigen Klagen über Kopsschiuer,^'!^ Müdigkeit i» den Gliedern, Äliüaudr.iug nach Kopf nnd Bi»st''. Man nehme die überall rühmlichst brannten Apolheler R.VraM'' Tchweizerpillen, nud obige Crscheinuuge» loerdeu alsbald r»'> schwinden. Erhältlich il Schachtel 70 Kreuzer iu deu Apothe^ (6) 48—22 bestes Tisch- u. Erfrischungsgetränk erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Mapen-und Blasenkatarrh. Heioricb Mattosi, Karlsbad mil Wien. __________ 1047 2. Juni l887. Course an der Wiener Börse vom 1. Juni 1887. N^ dm. os^ue« Courm«^ ««ei!' Ware, „ l3taats.Nulehcn. ^,',"Unte ....... 81 <0 81 00 ,z/!"tcme....... 82 ,e 82'vl, !^" <°/° Otll«,t«,ose 250 fi, 128 - 12!! -' >i«<^ 3°'° ganze boo „ >3« ?!< l.i« 5« >^7 ^° yttnftcl K»« „ '3« ?k>'»? 2« I«zl^ Staatslose ^^ ^ 1«3 50 184.- ""°'Nenl?nH^«N, Goldre»te, Nenersrei . li8-,!5 112 k0 ""r- »totenrente, steuerfrei . i»?'— «7.iü "« Golbrenli 4°/„ . . . . »oll «5 lo« — ' Lnpicrrenle 5°/° .... ««'-. 8820 " İnb.-Anl.,l!0sl.ö,W,S. i.^-'bl'.^o " 5M'ahi^,.i2rj,üten - > l"^l, 8K-80 ' ^^aleObl.dluN.^ft^ahl!) 1»?-------'^ ' ,,, , ., „ V«U! I, 1U78 . 114 75 115 50 th^'"n,ien,Nnl. 5,»,n ll- °. w. I2ii ^122 50 ^'°'«>,'° "'ednöfwicichischc . . . 10U—110 — l«,' °°rröfte,rcichischc , , . . 10b - — - U'^'nschc....... 1U5KN10«/,U z°' ?oat,sche und slauonischc . ,04 50 10« — ^°'"benbür.,lschc..... 104 U0 10b i(. Velb Ware 5°/„ Temeser Banat . . . .104 50105 — 5<"o ungarische ..... 104.50105 — Andere öffentl. Nnlehen. H^onau Neg,'kose 5°/^ l«o fl. . il«-60 117^20 dlo. Anleihe 1878, steuerfrei . 10« 60 10? 50 «niche» d. ktabtgemeinde Wien I05,2bio6 — Llülehen d. Etablgenieinde Wien (Silber und Gold) .... I3Ä— >32 75 Prämien-AnI, d, El,>btger>!, Wie» I2ft 50 12S «0 Pfaudbiicfe (siil lou fi.) H,'.dcncr. aUg.österr,4°/u VoId. l2« 2512? — dto. in 50 „ „ 4>/, °/<> ^l>l"->01'4U dto. in 5U „ « 4°/o . »« 7U 97^0 dto. Prämien-Echuldv»fchr,3°/„ 101' li in, ?s> »I cst.^ypc>the!enda»r lOj. b>/,°/° 10> !>U !U2 5» O^l.,unn. Bunt Verl. 5"/« . . 100 — 100 40 dlo. ^ 4V,"/° . 10ii(!0i0A.— dlr, „ .!«/„ . . »8 75 8i« L5 lln>,, aiiq Botei,crct!l»Uct,cnges. ill Pest »n I. 18»8 verl, !'>',, °/i, —'—. —'— Prioritäts'Obligatiouen (für Ilw fi.) «üüsalelh Wefibah» 1, Emission ^— _-^ Feldinai!de°3!oldl>lll)il >n ^.ilbei 100 l»0 i«ii — nranz-Zl^es-^nhn.....__.^. __,_ Valizis>i» Bahn Em. 1K8! «l»0 !>, E. -!' i",<, . 10130 10170 Oefteri. Nordwesid.id» , , , ,<,g g» ,y7_ ^iet'eni'iir^e' - , , ,!____! __-__ Staal«I,ahn 1. Emission . . 198-- i»8 ?5 EÜdbahN i» 3«/n.....148—I4N-5N « i» 5>«/i,.....l,z<7 — 12?5a Unc,.»naliz. Nahn.....ial, 4« iu0 90 Diverse Lose (per Stil«), Lrediilose lou fi..... i?«'75> 177-^5 >«5Ii>ry-Lole <0 fi. , . . ampssch. 100 fi. , lis 75 N4 2l' ^l'llcheiPrlimie!i-«nlch,«o ft. 19 75 ««55 Olcuev Lose 4U f,..... ^,^ -- Palffy-^ose 40 fi. .... ,5— 45 75 Rothen Kieu^, öft. Ges.». i«sl. 14 50 K 8« Nubols-^ose 10 fl..... zu— in — Salm.Lose 4o sl..... 58— - — St.-Genois.Loje 40 fl. . . ' 58-2, 58 75 walbstciN'Losc !iü fl. . 37 _ 1,7 75 Winbischaräl)^'ole ^u sl. ' ^ ^« 75 ,li 2^ Vank'Nctien >i-^ "1 ^ « ^"."^"«'« ^'^°°^T.^ 245 75 24« "l! ^r.dttbanl. ÄUg, Uug. 2l,0sl. .^7 .-«8''50 Teposileul'.nl. Al!»j.2..U fl. ,!i7b-i?7__ ^v^ii,ple°<Äej,,Nieol:rl>st,5U0fl.^4i;,—!h5<,^. Hypoiyelenv., ost.^uofl, ^5'V«^. .:4-— «n.^ ^»derv., ös!. ..00sl ^.50« „ E.!^1 75232 «5 Umoutanl ü!>n ,». , , , zy7 75^08 — Aeticn von Transport' Uuternehmnngen. spn Stüll). Albrecht.Vahn 200 fl. Silb« , -'--------— AlföIb.Fium,'Vahn 3N0 sl. Gilb, 18» - 183 50 «uffi^tepl. Liseich. z!ausI,il,M---------------- Vohm, Nordbabu ,50 fl, . , i?g'K018'»'ü» „ Westbahn ^00 fl, , , 281—25!»-»ulchtiehiadcr «kilb. 500 isl.S. —'- —'- sseidmanb««Nordl>. I0uu fl. ,^!0a jl, ö.3v,-------—'— itadlcnb^lü Llscnbahn I0u il. .-------—'— »ascha.:.!^derb.c>ufl.^i.,iu4-^4UL -Ocstcrr.vlordwestb. ^U0 sl. Suo, iß^__ ^0 5c bto. (lit.il) !iüu ,l. Silber . in« — ieu 2c Prag'Duler Eisenl», i50sl. Silv/ zij.^ z4._ «Udols-, >>!)« 200 sl. S> !>>!! li8« — 18Ü bc ! 2iebe^!)ul^,i «,ij^'nl>. !ev Wa^ Südbabn L«0 fl. Silber . . . 75 75 7« 25 Süd«Norbb.>«erb..Ä.»onfl.!iM, 15« — 157 — Theiß-Vabii »00 fl. ö. W. . , -.-,- — — Tramway.Ges,, wr. i?o fl. ö. A). 232^^ 23» 75 „ Wr,, neu 100 fl, «Z-— — —- -Nng.» 170 — Uüg, Novbosldahn ÄUO fl. Silber u>5'4o l<;5 ?u Uu«.Wcftb.(Maab.Graz)»oafl.S. .6«z- - l8ü 50 Inbnftrie'Ncticn (per VtilÄ). Egybi und Äindberg, Visen« und Stahl-Iiib. in Wien ion fl, , —.- —>.. !ils^nbah»w,<^eihg. I, 8U fl. 40"/^ 74— 77 25 „^lvcumhl", Papierf. u. V.»G. «»-- «S'ili Montan-O^sellsch., öfterr.»>,lpine 18>— 1« 10 Prag« Hiien-Iiio.-Ges, 2 Waffens.-A., Oeft. mW. 100 iband 62 kr., soeben erschienen und vorräthig bei (2416) 3-1 ^UIleiiyr & FetBaiiiteg Buchhandlung, Laibach. ^resixelxt ¦(t feine Reparaturwerkstätte in Littai ein tiicliip Eisenflreher •Ulascleflsclsser. 'om Sere Leute und solche, welche der ^neti Sprache mächtig sind, bevorzugt. '''J(ir e m^ Angabe bisheriger Verweilest und der Lohnansprüche an Z. 1887 ^ feslante Littai. (241oJ 2—1 St. Jacobs-Tropfen, MW» Zurvöllisscn nnb sichcrcnHcilunn MWM^ nllrrMnsscii-mldNcrueiilciben, selbst M)I>H^ folchcr, die allrll bisherigen Heil» W <> »liittl!! widerstände», speciell für WIW chronische» Mnssc»catarrl>, Manen- ^W I M schwäche, Kolile», zlrmnpse, schlechte ^M W Verdammn, Ä»astaeftihlc, Herz- !^?^ l^^ llopse», Kopfschmerze» lc. Die l>»<. "^^.-'^ .I,r<'<»l»!>!.'l'r<»i»l»„>, »ach dem "------ Neccpt der «»i'l'U«««,'- .V,., ^»«,»^1»« dcs griech. liln^t«^« bt «' ^ > is U2 «I, >r l>«»te„I««lIl»Nn«^<» "och , ^"Umides kestillirt, wouon jede einzelne ^b !, "'^' "l!> Heilnnttel den ersten Platz e!»»imml, br '""' dnrch die Znsa,mnc»sev»»n bei dem We- S der V,><»,»<'<>„ sicheren Erfola. ^ .."'° - 1 ssl"sli>e «<> zlr., arosie Flasche Ö. W. >>»!,''''" Nenc» Ei,!sc»d»na oder Nachnahme. Zu ,'t "' den Apotheke». b ^^."'lU IHLl'üt: ». 8°bu1l, U«Ui0V«r, ^ "«rütrilüLL L. ^^' ^'>jf<>l.^,»<>tll«ll "^2) Nr. 9452. ^ltte e^rec. Feilbietunq '^'N k. k. Bezirksgerichte Laas wird ^ gemacht: !< ^ ^ird die mit dem Bescheide uum 'ii, ^ust 1886, Z. 5450, auf den >?^'"ber 1886 augeordnete dritte ^» ^^bittnng der dem Ieruej Mlakar '^^bcnf,>ld aehöriaen, gerichtlich auf "'t/' g/schätzten Realität Einl.-Nr. 141 '^„..Malg^neiiide Valienfeld init dem " Anhange auf den Xi. 8. Juli 1887, ^ihM von 9 bis 12 Uhr, hier- ^ "vertragen. ^^ "m 29. Dezember 1886. Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankten ist das berühmte Werk: Dr. Retail's Selbstbewalirimg. 80. Aufl. Mit 27 Abbildungen. Preis 2 fl. Lese es jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken u»n Herr Peter PerZe von Tschertlenibl bestellt, decretiert und demselben der dies-qevichlliche Nealschätzllngsbcscheid voiu 10. März 1887, Z. 1459, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, ani 10. März 1887.____________________ (2315—2) Nr. 3780. Bekanntmachnng. Der mit Beschluss des k. k. Landes-gerichtes Laibach vom 9. April 1887, Z. 2707, für wahusiuuig erklärteu Maria Krizaj vou Uutcrloitsch (5at.-Nr. 51 ist Franz Krizaj dort zum Curator bestellt worden. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 9ten Mai ^,887^________________________ (2382—2) Nr. 349. Erinnerung an die nnbckannt lvo abwesenden Johann Verderb er und Johann Schneller von Nessrlthal. Von dem k. k. Bezirksgerichte Gutt-schee wird den unbekannt wo abwesenden Johann Verderber nnd Johann Schneller von Nesselthal hiemit erinnert: Es habe wider sie bei diesem Gerichte I. G. Wnchse von Nesfelthal die Bagatellklage ,)c:tc». 26 fl. s. A. eingebracht, worüber die Tagsatzuug auf den 17. Inni 1887, vormittags nm 9 Uhr, angeordnet worden ist. Da der Aufenthaltsort der Geklagten dich'm Gerichte uubekaunt uud dieselben vielleicht alls den k. t. Erblonden ab-luesend sind, so hat man zn deren Ver-trctnug und auf ihre Gefahr und Kosten den Herrn Florian Tomitsch von Gottschee als Curator üci uolum bestellt. Die Geklagten werden hievon zn dem zur rechten Zeit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestellen und diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnuugsmäßigen Wege einschreiten und die zu ihrer Ver-theidiguug erforderlichen Schritte einleiten können, widrigens diese Rechtssache mit dem ausgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gcrichtsordnnng verhandelt werden uud die Geklagten, welchen es übrigens freisteht, ihre Rechtsbehelfe anch dem benannten Cnrator an die Hand zu geben, sich die aus einer Verabsäumuug eutsteheudcn Folgen selbst bciznmessen haben werden. K. k. Bezirksgericht Gottschee, am 5. Mai 1887. (2152—3) St. 2779. Razglas. Z odlokom z due 13. marca 1887, štev. 1503, na danes doloèena prva izvršilna dražba Jure Hribarjevegu posestva pod vložuo št. 305 katastralno obèiue Bregana bila je brezvspešna ter se bode vršila dne 8. junija 1887 druga izvršilna dražba. C. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici due 11. ma ja 1887. (1549-3) Nr. 176. Bekanntmachung. Dem Peter Lakner von Altemuarlt. unbekannten Aufenthaltes, rücksichtlich dessen unbekauutcn Rechtsnachfolgern, wurde über die Klage 66 pl-ass. 13ten Jänner 1887. Z. 176, der Maria Lakner von Gerdenschlag wegen 18 fi. Herr Peter PerZe von Tschernembl als Cnrator a6 ac;wm bestellt nnd diesem der Klagsbescheid, womit znm Vagatellver-fahrcil die Tagsatzuug auf den 25. Juni 1887, vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet wurde, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tscherncmbl, am 15, Jänner 1887.