Nr. 56. Mittwoch, 10. März 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Mma A/« A5x. ."6V"ls: Wz, Postvrrssnd»»!,: nanzjälirin W li, hnldjährin 1s, «, Im «untur: ssai'Mw!, ' ''"l'ial'Nl, N K, ssi,7 dir NuslrNmin ins Hau« na»zja!,r>l, 2 K. - Iiisertilln^gtbilhr: ssür llri»!' Iülcrnir "'s zu 4 Zcill»,, 5>n ^,. nrüftere per Z<>!lc «i!d; dri öftere» Wiederhol»»^» Pl'r Zrilc 8 k, Dir «iinibnchrr ^ritnng» erscheint tässlich, mil Ail8»ahme der Co»!!- >mb sseieriage. Tie Ädminiftrnti»« l'rfinbel sich Milloziüstrnsir i«r, 2»! die ilicdnltion Milloßic'ftrllsie Nr. 2N, Eprechsülübe» der Nednlüo» vui, « bis 1« Ubl vl,rmitrs«cllt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Teil. Der k. k. Landespräsident im Hcrzogtume Krain hat dein Lokomotivauswascher inl Hcizhause der k. k. priv. Südbahngesellschaft in Laibach >i.arl Pogas'nik die niit dem Allerhöchsten Handschreiben vom 1^. August 1^9^ gestiftete Ehrenmedaille für ^jährige treue Dienste zuerkannt. Nichtamtlicher Heil. Österreich-Ungarn «nd Serbien. Aus Budapest wird berichtet: Tie ungarische Hresse billigt einstiininig den Schritt, welchen die ofterreichisch-ungarische Regierung durch den Gesandten Grafen von Forgüch in Belgrad unternehmen ließ. „Vudapesti Hirlap" erklärt, die Taktik Serbiens konnte von nnserem Auswärtigen Aiill nicht richtiger, lvürdevoller und korrekter beanlwor^ tet iverden, als durch die Botschaft, welche Graf ^org!»ch überbrachte. Österreich-Ungarn hat vor der Mizen Welt den Beweis erbracht, daß es seine kor-^tte Haltung keinen Augenblick verliert und seine Rechte in einer Weise zu vertreten weiß, welche von memandcm bekrittelt werden kann. „Pesti Naplo" l)"fft, daß liunmehr der Weg znm Frieden gefunden worden sei und sich die ganze Diplomatie in den ^icnst der Friedensidee stellen wird. Nur unsere vollständige Schlagfertigkeit und unsere Kriegsvor-Bereitungen haben uns vor einenl kriege gerettet. "Az Ujs-.g" ist der Ansicht, daß die serbische Regie-rung nunmehr ihre falsche Politik aufgebeil und das Entgegenkommen Österreich-Ungarns auf wirtschaft- wird. Das offizielle Organ der Unabhängigkeitspartei, „Budapest", bezeichnet den Schritt unseres Auswärtigen Amtes als ein energisches Auftreten, welches dennoch großherzig sei. Dein friedlichen Serbien wolle die Monarchie entgegenkommen, dein kriegslustigen Serbien aber zur Kenntnis bringen, daß man auch eine andere Sprache zu führen verstehe. Das „Nene Poster Journal" meint, es wäre wnnschenswert gewesen, daß das Kommunique unseres auswärtigen Amtes in Begleitung eines klaren Kommentare veröffentlicht worden wäre, damit es selbst von Übelwollenden nicht falsch aufgefaßt werden könnte. Militärluftschiffahrt in Amerika. Die ersten Versuche, die in den Vereinigten Staaten von Amerika mit einen, lenkbaren Lufl-schiff unternommen worden sind, haben nunmehr zu einem günstigen Ergebnis geführt, indem der vom Kapitän Baldwin vom Signalkorps konstruierte Ballon seitens der im Fort Myer angenommen wurde. Aue erklärlichen Gründen sind bis jetzt noch nicht alle Einzelheiten über die Konstruktion des amerikanischen Offiziers veröffentlicht. Nur soviel wurde bekannt, daß der Gasbehälter des Luftschiffes eine Länge von lili Fuß, die Gondel von 70 Fuß hat. Die Hülle bo steht aus zwei Lagen Seide, die durch eine Kautschukschicht voneinander getrennt sind. Im Innern des Ballons find Ballonets und eine Luft-kammer angebracht, um einer etwaigen Ausdehnung bei hoher Temperatur das Gleichgewicht zu halten. Der Motor von ,iU Pfcrdekräftcn ist außerordentlich leicht, denn er wiegt nur 120 Pfunde» er ist mil vier Zylindern ausgestattet und setzt eine 10 Fuß laiige Schraube in Bewegung. Kapitän Baldwin hat für seine Erfindung von der Regierung der Vereinigten Staaten den geringen Betrag von 6500 Dollar erhalten. Von einem grüßen materiellen Verdienst kann dabei um so weniger die Rede sein. als der Offizier sämtliche, nicht unbeträchtliche Unkosten aus seiner Tasche zahlen mußte, so namentlich während der Probefahrten, wo die Löhne der Arbeiter und Maschinisten allein täglich 100 Dollar erforderten. Um so mehr Anerkennung und Lob findet Kapitän Baldwin in allen militärischen Kreisen, weil er, ein Veteran auf dem Gebiet der Luftschiffahrt, bereits ^000 erfolgreiche Aufstiege unternommen, und trotz mancherlei Fehlschläge und Ärgernisse nicht geruht hat, bis er seine Konstruktion zn einem glücklichen Ende führte. Das Kriegsdepartemenl hat nach Abnahme des Ballons beschlossen, ihn im Fort Omaha (Nebraska) unterzubringen und dorthin auch die Militär-Luftschiffer, abteilung zu verlegen-, ein Schuppen von ^00 Fuß Länge und 7.'» Fuß Höhe wurde unverzüglich in Angriff genommen. Bezüglich der militärischen Verwendung des Ballons in Kriegszeiten liegt zunächst die Absicht vor, ihn ill amerikanischen Gewässern gegen dort kreuzende feindliche Schiffe zu benutzen, wobei allerdings daran erinnert werden inag, dass auf der letzteil Haager Konferenz die Vertreter der Vereinigten Staaten die einzigen gewesen sind, die sich auf den Standpunkt gestellt haben, daß die Vc-tämpsung von Schiffen von Luftschiffen aus kriegsrechtlich nicht zulässig sein solle, wenigstens solange nicht, bis jene die Ballons unter Feuer nehmen. Sachverständige haben berechnet, daß ein kriegs» mäßig ausgerüstetes Luftschiff :'.0 bis 40 mit brisantem Sprengstoff geladene Granaten von 30 Feuilleton. Schatten an der Wand. Viach dem Russischen des Sowssub »ou Aol'dfchcr Hwstikov. (Nachdruck verbule»,) Fedor Pru^kov saß in seinem Zimmer, die Aufgaben für die Schule zu erledigen. Doch er war heute nicht bei der Sache. Ganz 'im Gegensatz zu sonst. Er hatte im Salon einen Zeitschriftenprospekt gefunden, auf dein Silhouetten abgebildet waren, die auf die Wand fixiert werden konnten. Die Bilder spukten ihn, im Kopfe herum, wäh-nnd er in der Grammatik blätterte. Sie ließen ihm keine Ruhe, bis er aufsprang, die Lampe zurückrückte und den Versuch machte. Es war nicht leicht. Da stand zuerst ein Indianer, dann ein Frauenkopf, ein Schwan und ciu Tiger. Er wand die Finger eifrig hin und her. Erst vorgeblich, dann endlich eine Ähnlichkeit erzielend. l'lber den Korridor huschten Schritte. Schnell "lte Fedor an seineil Platz, steckte das Blatt ein und beugte sich errötend über sein Buch. Es war die Mutter.' „Komm Tee trinken, mein Junge!" Von dem Kronleuchter her wob sich ein geimpftes Licht durch das Speisezimmer. Der Tee-kcssel summte ein leises Lied. Frau Pru^kov saß still und dachte. Fedor rührte in seinem Glase. Dann hob er ocn Löffel, voll dem aus ein schwacher Schalicn-streif sich über die weiße Tischdecke hinzog. Er verachte aus dem Streifen eine Figur zu bilden; doch l's mißlang. Nun blickte er zu den Vorhängen hin und zn deren Schatten, die sich von der Wand abHobel,. Der eine glich einer sitzenden Katze. „Nie war es denn heute in it dem Französi' 'chcn?" ftug die Mutter. „Eine Katze," antwortete Fcdor lebhaft und wurde dann glühend rot. „Was sprichst du für törichtes Zeug, Kind?" „Vergib, Mama! Ich hatte^ nicht hingehört." Am folgenden Tage übte Fedor wieder seine Schattenbilder. Er brachte sic schon fast alle heraus. Nur der Tiger wollte ihm nicht gelingen. So eifrig war er bei der Sache, daß er es nicht merkte, als Plötzlich seine Mutter hereinkam. Verwirrt ließ er die Hände sinken und versteckte die Vorlage. „Was hattest du da, Fcdor? Gib her!" Ihre sanfte, wohllautende Stimme durchhufchtc ein Klang von Verwunderung. '„Nichts, Mama, ich------------" „Ich sah doch, daß du etwas ln der Hand hieltest. Zeige es sofort her!" Fedor zog widerstrebend das Blatt aus der Tasche und reichte es der Mutler hin. Ein verlegenes Lächeln der Scham lag auf seinem Gesicht. „Schatten sind's, Mania. Ich versuchte sie auf die Wand zu werfen." „Und die versteckst du vor mir? Zeige mal deine Kunst!" Fedor bog seine Finger und bildete die Schatten. „Nun mache aber deine Aufgaben fertig, mein Liebling! Nicht die Zcil vertändeln!" „Gewiß, Mama. Ich hatte nur ein klein wenig geübt." Zärtlich strich ihre schlanke Hand durch sein dunkles Haar. „Du bist mein guter Junge!" Als sich die Tür hinter ihr schloß, stürzte sich Fedor mit Feuereifer auf seine Arbeiten. Er schämte sich, bei einer Beschäftigung betroffen zu sein, die er seiner nicht würdig erachtete. Den Prospekt legte er ganz hinten in das Fach seines Schreibtisches, wo er länger als eine Woche unangerührt liegen blieb. Aber eines Abends, als er seine Arbeiten erledigt hatte und gar keine Lust zum Lesen verspürte, fiel ihm das Schattenspiel wieder ein. Er holte die Bilder vor und übte. Er schnitt sich aus Karton kleine Streischen, womit er die Schatten vervollständigte und ausschmückte. Die Sache machte ihm nun, da sie reichhaltiger geworden, so viel Spaß, daß er seine Aufgaben darob vernachlässigte. Er war schon immer ein Träumer gewesen. Jetzt bildete er sich aus den Schalten Figuren, mit denen er sprach, mit denen er sich eine neue Welt schuf. Das ging die Abende hindurch, bis ihn wieder seine Mutter überraschte. „Nun gib mir das Ding her!" sagte sie streng. „Mir scheint, daß deine Arbeiten darunter leiden. Auch den Tag über bist du so sinnend und spielst mit den Fingern." Sie nahm das Blatt an sich und ging hinaus. Fedor schämte sich noch mehr wie das erstemal. Er fühlte, daß seine Mutter recht hatte-, aber dennoch tonnte er die Sehnsucht nach den ihm liebgewordenen Schatten nicht bannen. Etwas wie Trotz quoll in ihm auf. Er brauchte das Blatt ja gar nicht. Die Figuren und noch viel mehr als die aufgezeichneten hatte er im Kopfe. Frau Pru^kov saß im Speisezimmer. Vor ihr lag das Blatt mit den Schattenbildern, die sie aufmerksam betrachtete. Sie überlegte, was denn eigentlich so reizvoll an den Silhouetten wäre, daß sie ihren fleißigeil, braven Fedor derart beeinflußten. Sie verstand es nicht. Aus diesem unklaren Gefühl herans überkam es sie wie Angst vor einer ungewissen Gefahr. Entschlossen sprang sie aus, löschte die Lampc, zündete eine Kerze an und stellte sie aus das Mini enl ischchen. Dann begann sie bedachtsam ihre Hände so zu legen, wie es die Abl'ildunm'n lonstantinopel begeben, um über die übrigen ill den früheren Verhandlungen offen gebliebenen Fragen mit der Türkei ein Übereinkommen abzuschließen. Tie Verhandlungen über diese fragen waren schon seinerzeit sehr weit gediehen, so daß deren Erledigung nach bulgarischem Tafürhalten in lurzcr Zeit möglich sein dürfte. Man glaubt auch, daß der neue Großwefir Hilmi Pascha darauf Wert legen wird, die Verständigung zu beschleunigen, um Bulgarien seine Sympathien zu beweisen. Wie aus Bukarest geschriebell wird, sind die politischen kreise von dem Umstände, daß völlig Ferdinand dort bei der Rückreise nach ^Bulgarien Aufenthalt genommen hat, sehr angenehm berührt worden. Tie rumänische Presse begrüßte den hohen Gast mit sehr freundlichen Worten, ill denen die große staatsmännische Begabung des Königs lebhafte Würdigung erfuhr. Die der Regierung nahe» stehende „Ind^Pendanee Roumaine" betonte, daß die bedeutenden Verdienste, die sich König Ferdinand durch seine Wirksamkeit um den Fortschritt und den Frieden erworbeil hat, in Rumänien sehr warme Anerkennung findeil. Ter alte Tory-Wahllreis Glasgow (Zentral), den die Liberalen im Jahre 1906 zum erstenmale mit einer geringen Mehrheit von einigen Hundert Stimmen erobert hatten, ist in der Ersatzwahl von den Unionisten mit einer Mehrheit von 211!l Stimmen zurückerobert worden. All und für sich wäre die Rückkehr dieses Wahlkreises znr Tory-Partci wenig auffällig und die liberalen Blätter sind auch bemüht, sich möglichst gleichgültig zu stellen über die erlittene Schlappe, aber die Wahl hat in diesem Falle eine besondere Bedeutung, weil der siegreiche unionistische Kandidat, Scott Tickson, als erklärter Schutzzöllncr ill den Wahlkampf eintrat, während sein Gegner, der frühere Unionist und jetzige Liberale Gibson Bowles, den Freihandel auf seine Fahne geschrieben hatte. Eine weitere Bedeutung hat der Sieg der Unionisten in Glasgow noch dadurch, daß er der erste ist, den die Opposition seit den großen Wahlen ill Schottland davongetragen hat. Ter Jubel der Tarisreformer, der beim Bekanntwerden des Wahlergebnisses im Unterhausc ausbrach und in der unio-nistischcn Presse starken Widerhall fand, ist daher zu verstehen. Glasgow hat eine Wählerschaft, die zum großen Teile aus Arbeitern besteht, und alle Bemühungen, den Sieg des Tarifreformkandidatcn als nebensächlich hinzustellen, sind vergeblich gegenüber der Tatsache, daß sich die Arbeiterschaft Glasgows für die Tarifreform erklärt hat. Zcntral-Glasgow ist der zehnte Wahlkreis, den die Regierungspartei seit den allgemeinen Wahlen verloren hat. Tagesnemgleiten. — sÄindcrideale.j Das „Niederländische medizinische Wochenblatt" lieferte in der letzten Nummer einen interessanten Veilrag znr Psychologie des lindes, (iin belgischer Arzt hatte an etwa 8>><> Schullinder im Alter von 7 bis zu 16 Jahren unter Vermeidnng jed» weoer Art von Suggestion die Frage gerichtet, welcher Person ans ihrer Umgelmng oder ans ihnn Lesebüchern sie am liebsten ähnlich sein möchten. Aus den Antworten ergab sich, das; das ^ind im Alter von sieben Jahren gewöhnlich in Vater oder Mntter sein Ideal sieht. Aber bald lrilt eine Ändernng ein, der Horizont des lindes erweitert sich, es sängt an, anch seine Eltern mit kriti» schein Angc zu betrachten, und wenn voll siebenjährigen etwa NO Prozent in einem ihrer Ellern das Ideal sin» den, dann ist bei neunjährigen der Prozentsatz bereits auf 2<1 gesunken, nnd nnter den dreizehnjährigen war nur noch ein Kind, das an seinem alten Ideal fest. hielt. Anf den Unterschied in der Entwicklung von Knaben nnd Mädchen wirft diese Untersuchung ein ganz besonders interessantes Licht. Im Aller von acht Jahren wählen von den Mndern, deren Ideale nicht mehr die Eltern sind, 1<> Prozenl der Knaben und 8 Prozent der Mädchen ihre Helden ans ihrer nächsten Umgebung lLehrer, Kameraden usw.)' Helden ans der Geschichte oder den Legenden treten in diesem Aller noch nicht als Kinderideale auf, bei den Mädchen steigt die Zahl der voit ihnen verehrten Personen ihrer Umgebnng all» mählich alif 48 Prozent im 13. Jahr, während bei den Knaben nach dem 1 l. Jahr eine rasche Abnahme dieser Ideale stattfindet, an deren Stelle die Verehrnng von Gestallen ans der Geschichte oder berühmter Zeit' genossen tritt, überraschend ist die Tatsache, daß die Mädchen von 7 bis zu 13 Jahren ihr Ideal bei dem anderen Geschlecht snchen, während bei den Knaben die Ailzahl Verehrer des weiblichen Geschlechts im Aller von 8 und 9 Jahren nnr noch 10 Prozenl beträgt, in» vom 12. Jahre an ans Nnll zn sinken. Körperliche Eigenschaften spielen bei den Idealen der Mädchen eine hervorragende Rolle, bei den .Knaben aber Überhang nicht. Eharaktereigenschaften werden von den Mädchen viel höher geschätzt als von Knaben' 46 Prozent der ersteren rühmen die Güte, Frenndlichteit oder VarM' Herzigkeit ihrer Ideale, aber nur 15 Prozent der Knaben wissen von dieser Art der Eharallereigenschaslcn z» rühmen. Vemerlenswert ist es ebenfalls, das; dic Wertschätzung von Besitz und Reichtnm bei den Knaben von 12 oder l!j Jahren vrozenlnaliler beinahe ver« schwindet, bei den Mädchen vom !). Jahre an sich danernd cms derselben Höhe erhält. — Was die Zahlen anlangt, so wird sie wohl niemand beschwören können, aber die allgemeine Richtung der Neigungen dürstc wohl getroffen sein und gibt zu denlen. — Tiamanten. Vor etwa Jahresfrist trat Jacobs in Unterhandlungen mit einem betannlc» Johannesburger Spekulanten,' Spinner, nnd das Nc^ snllat war, daß diese beiden Männer, von den zwci Söhnen Jacobs begleitet, nach den, Norden anszogc'N, dnrch Gegenden, die selten von Weißen dlirchlrelizl wer» den. Bei ihrer Rückkehr brachten sie den Schatz nicht mi>, aber sie behaupten bestimmt, die Stelle gesnnde» ,',>' haben, wo er liegt. Nur Schwierigleilen des Transport nnd Mangel an Nahrung nnd Wasser veranlaßlen su', vorlänsig znrückzulehren. Bald werden sie wieder cms' brechen, um sich in del, Besitz der Reichtümer zn setzen- — Mne Ttundc mehr Zeit in Engla'nd.j Ans Lon» don wird gemeldet: Tas Unterhaus hat die sogenan»ll' „Daylight Saving Vill" in zweiter Lesung mil l^ gegeil !<18 Stimmen angenommen. Durch dieses Gescl) soll von Ende April bis Ende September die össc-nl' liche Zeitrechnung gegen die Zeit von Greenwich nm ei»^ Clnnde vorgerückt werden. Diese Maßnahme soll dell> Volke eine Stunde der Mnße »nd der Erholung bc> Tageslicht gewinnen. Es isl wenig Aussicht vorhnndcn, daß diese Vorlage während der lausenden Session Gescp werden wird. Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (K10. Fortsetzung.) lNachdrult M'rdul!'!!.! „Schwatze nicht!" fiel der Graf aufs schwerste gereift ein. „Andreas soll mich auskleiden. Tu legst dich, wohin du gehörst. Auf die Matte vor meiner Tür. Fort!" Bana rührte sich nicht. „Gib mir Erlaubnis, Herr, mit meinen Leuten lieimzulehren. Ich kann dir nichts mehr nützen. Tie würdeil mich zu uuserer Hütte geleiteil. Allein könnte mir die Reise zu beschwerlich werden. Ich will nicht leben dort, nur sterben." „Spar' deine Litanei bis morgen", unterbrach iim der Graf mit völlig ausgehender Geduld. „Nenn die braunen Hallunken Fersellgeld gegeben haben, wird dir der Hcimatskitzel vergangen sein. Laß das Gewinsel. Ich habe genug Unsinn gehört. Schaffe Andreas herbei! Seit Ihr denn allesamt des Teufels liier geworden, während ich den Nucken gewandt dabe. Fort!" „Du willst nicht, Herr", murmelte der Inder, indem ihm das Blut wieder rot vor den Augen zn flimmern begann. „Heulweib!" sagte der Graf verächtlich und wandte sich ab, rief ihm aber noch über die Schulter zu: „Wenn du glaubst, mir etwas abtrotzen zu können, so bist du ein Narr dazu." Bana ließ die über der Brust gekreuzten Arme auseinander fallen. Ein rascher, tückischer Blick glitt aus seinen heißen Augen nach der Stelle, wo er .zuvor geruht. Tann schlich er leise dorthin zurück und kauerte auf seiner Matte nieder. Eine Stunde mochte vergangen sein. Koleman ^echtiilg hatte aufgehört, mit unbesiegbarer Schlaf- losigkeit zu kämpfen. Eine starke Dosis Morphium, deren er häufig bedürfte, führte ihn rasch in tiefen Schlummer, ill eilteil bilderreicheil Traum, in wet^ chein er Helene in Gestalt einer weißen Lotosblume hoch über züngelnden Feuersäulen schweben sah. Geräuschlos öffnete sich die Tür. Nicht weiter, als der schmale Körper des Inders bedurste, durch den Spalt zu schlüpfcu. Schatten gleich schwebte er auf nackten Sohlen durchs Gemach, der Lagerstätte entgegen. „Tie da schwiegen, sagen zu allem ,Ia'." Tas Tolchmesser, welches der Indier der noch geöffneten Schublade entnahm, stieß leise gegell die halb geöffnete Pulvcrschachtel an. Vana duckte sich nieder in die tiefe Tämme-rung hinler den Vorhängen des Betthimmels. Wie ein Raubtier, das zum Sprunge ansetzt. In dem matten Zwielicht der Dcckenampcl leuchteten seine schwarzen Augen wie Karfunkelsteine. Koleman atmete schwerer. Aber er regte sich nicht. Jetzt, mit einem geschmeidigen Satz aufschnellend, warf der Indier den bewaffneten Arm zurück und schwang sich vorwärts. Einen flüchtigen Moment bohrten sich seine Blicke mit fieberndem Glänze in das farblose Antlitz des Grafen, dann funkelte die Schneide wie ein Blitz auf, beschrieb einen strahlenden Kreis in der Luft und versank tief, bis ails Messcrhcst in Koleman Nechtings Brust. Ter Graf hatte noch einen Moment des Erwa^ chens, des Bewußtseins. Er öffnete die Augen und griff nach dem Tolch. Da er ihn aus der Wunde riß, trat ihm der Tod ans Herz. Sein Arm sank mit jäher Gewalt, wie niedergeschlagen, von der Brust herab über den Bettrand bis zur Erde. Kein Seufzer, noch Röcheln entstieg den sich öffnenden Lippen. Eine leichte Streckung des Körpers. Alles war vorüber. — Vana, dessen Geschmeidigkeit bis dahin durch die Macht fanalischer Erregung sich auf der V"!^ erhalten, verlor, in der Mitte des Gemaches steheiN' das Gesicht gegen die Tür gewandt, plötzlich ^ Herrschaft über seine Glieder. Eine wühlende innere Hitze, als ob alles Ä» der Adern nach seiuen Lungen ströme, Preßte W ein qualvolles Gefühl der Ersticlungsuol ab. -^' lähmendem Truck stieg diese heiße, wallende Ma! aus seiner Brust zur Kehle empor, während dünn Schleier, sich rasch verdichlend, über seine Aug" sanken. Ein gurgelnder Aufschrei riß Bana wie Y'^ gestreckt zu Boden, indes aus seinem Munde oc tödliche Bluterguß in heißem ^Strome sich über o Teppich des Gemaches ergoß. Mit Windeseile durchlief am folgenden M"^ gen das Gerücht dieses unerhörten Vorfalles ^ Residenz. ^„ An des Freiherrn Tür Poclile es z""'l'^'. Beamter aus Großminten war der Boie, !"'>"' Herrn von Lückcns immer sieghafte Selbstbcyc sshung für einen Moment niederschmetterte, >>)>' Sprache beraubte. ^.^ Koleman tot? Was wurde aus Helens ^ aus seinem ohnehin unnatürlich gespannten n milienlcben? ^ ^>n Herr von Lücken empfand bei diesen """ , viel mehr ein Gefühl geringen Vorwurfes gegcu Ermordeten, als Regungen des Mitleids. <^, Er ging zu seiner Tochter. Ihr Herz bra u / er nicht zu schonen. Nur ihren getäuschten geiz beklagte er. . , .^n Helcnens Schuld war es nicht, da,'. " u,l menschliches Entsetzen sür letzteren nahm. ^ ^ „Ich bin tief, tief erschüttert," sagtc !"' .) Antlitz gegen die Brust neigend. lFortsMng M Laibachcr Zeitung Nr. 5N. 483 10. März 1909. ^ sDas Ende dcr Telcphonfräulcin.j Aus Wien '»»eldel man: Die Telepholldireltion trägt sich »nl der Absicht, illnerhalb z^veier Iahn' in Wien den anto-malischen Betrieb der Telephonzeillrale durchzuführen. Diese Reform, die eiue Beseitigung der vielen Klagen über de>l Telephoubetrieb anstrebt, wird das Ellde eines ganzen Nernfsz»veiges bedenteu: dcn Telephousränlei» »vird hiednrch die Beschäsliglüig e»tzoge». Die erste Mil» leilnng über dieses Projekt ersllhr die Öffentlichkeit durch eine» Vorlrag, die im Verein der österreichischen Post. und Telephoninteressenlen gehalten »vnrde. Eiiler Eiilladling des genannten Vereines ^olge leistend, hiell l'mnlich Ban»berkoulmissär ,Hai»s ^öderl an, letzten D,skussionsabend eiilen Portrag über „Störungen nnd Auslande im Telephonbetriebe". Der Vortragende zeigle a» der Hand von Apparaten nnd Modellen, daß d,e ^nstände im Telephonbetriebe aus Slöruug des maschi-nelleu »ud Leilnngsapparals, auf Mailipülalionsfehler 'u der Zentrale, znin größteil Teil aber ans fehler der lell'phonierenden Parteien zurückzuführen sind. Ingenieur ^öderl machte ferner die interessante Mitteilung, oas; in zuiei Jahren der Umbau der Telephouzentraie Wiens für den Anlmnalenbetrieb vorgenoinmen wird. Damit enlfälll die Arbeil der Telephondame» nnd die einzelnen Abonnenten werden die Verbindungen unter» einander selbst herstellen. Freilich werde man dann iiber Störungen mit niemand mehr Hader» tonnen als mit dem — Automaten. Störungen aber, schloß der Vortragende seine Anssührnngen, werden bestehen, fo° lange das Telephon besteht. — Die Ankündigung, daß die Telephondamen dnrch Automaten ersetzt werden, wurde von der Versammlung mil lebhaflem Beifall ans» genommen. — lübcr dcn Appetit dcr Ticrcj fchreibt die be-kannte Monalschrisl Kosmos ^Stllltgarl): Die Redens-art „er ißt wie ein Vögelchen" beruht auf sehr un-genaner Natnrbeobachlnng, deun es ist Tatsache, daß gerade die Vögel bei ihrer erstaunlichen Regsamkeit nnd ihre», raschen Stoffwechsel eiu ungemem großes Nah-rungsbedürfnis bekunden. Dies trifft namentlich für die infellenfresfeudeu Singvögel zu, bei denen man fest» gestellt hat, daß sie täglich nngefähr das Anderthalb-fache ihres eigenen Körpergewichtes verzehren. Noch viel erstaunlichere ^reßleislnugen komme» aber iu der niedereil Tierwell vor. So verkehren gewisse Ranpen» arte» in eiuem Mo»at das 6000sache ihres eige»en Geunchls, lind ein tieiuer Blutegel voil 0 2 Gramin veriuag zll einer einzigen Mahlzeit 4'/^mal so viel Blut ,,n saugell, als er selbst wiegt. Merkwürdig ist es auch, d"ß viele Tiere scharfe Glsle ohne Schaden zu ver» tragen vermögen. So verzehren Vögel Beeren nnd Samen, die bei Menschen unbedingt tödlich wirken wür» ""', uild Rüsselkäfer fressen sogar ohne Schaden Strych. ;>'», Sleiusruchlstecher Blausäure, nnd nicht wenig In» st'lteu verbringen ihr ganzes Dasei» in giftigen Pilzen. — Wn zehnfacher Mörder.) Aus Paris wird tele-lNaphierl- Vor der Strafkammer zn Bordeanx spielte s'ch eiue interessante Szeue ab. Ein luehrsach vm^ bestraftes Individuum namens «ran wnrde wegen osfeiltlicher Gewalttätigkeit zn einein Jahre Kerker verurteilt. «ml> halle beteuert, daß er nnschul» d'g sei. Nachdeul aber das Urteil gefällt war, rief er ans: „Ich habe es getan, aber nnu habe ich genug vom Leben. Ich fordere die Gnillotine. Ich verdiene sie ehrlich, denn ich habe iu den letzten drei Jahren zchu Mordlale» begaugeu." Gran zählte nnn seine Morde aus nnd sagte: „forschen Sie nur uach, Herr Slaatsainvalt, Sie werden sehen, daß alles wahr ist." Die Untersuchung wurde sofort eingeleitet. — Wie tcucr ist der „Ncwyort Herald"?) Durch eine reizende Anekdote wird der weltbekannte Besitzer des „Newyorl Herald", Mr. Gordon Bennel, charakterisiert. Jüngst beabsichtigte eine große amerikanische Gesellschaft den „Newylirl Herald" anznkaufen nnd bat den Besitzer telegraphisch, ihr nmgehend den „günstig-ste» Preis" anzugeben. Mr. Nennels Antwort ivar prompt und ausführlich. Er telegraphierte zurück: Iu der Woche 3 Cents, Sonntags 5 Cents. I. Gordon Bennct. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Altc Häuser iu Laibach. Geschichtsermuerungen von P. v. NadicS. III. l Fortsetzung.) Die Neihc dcr Hausbesitzer. Als erster nrknndlich nachlveisbarer Besitzer dieses Hauses erscheint eine markante Persönlichkeit des ans» ^henden !6. nnd beginnenden 17. Iahrhnnderts, der lnnnisch.landschaftliche Land- nnd Schrannenschreiber Herr Melchior Pantaleon, »velcher als Protestant >» de» Tagen der Gegenresormalioil des Landes ver» Unesen, aber noch 1610 sich Hierlands anfhielt nnd nach ^lze anch hier gestorben sein soll/ Als Inhaber des Hanses wird er znerst bei Val» basor genannt, »nd zwar zum Jahre 1588; nuser ^l)rmlist registriert nämlich mit der Marginalnolei ^Nerschaden iu Laibach folgendes: Anno 1583 den 14 Martzen ist das ^euer zu Laybach bei M. Panlaleon, Llindfchreiber anskolnn'en, wodnrch die Teutsche Gasse, ^outsche Kirche, zwel) Häuser in der Eollingiter sSali» ' Elze: Die Universität Tübingen und die Studierenden «us Kram, p. 18, Amn. 3, linger) Gasse und des Tentschen Hanses Malierhos in der Krakan in die Asche gelegt." '' Melchior Panlaleon ans Kaisersperg in Unter-steier, eiil liesse des frai>liscl)en Landschreibers Melchior Stoffel, studierte iu Tübingen, wo er 1567 den Magi° slergrad erwarb, dann iu Slraßburg, von wo er 1572 von der lrainischen Landschaft als Cchrannenproknralor »ach Laibach berufen wurde. Die Ia»dschaslliche» Schra». nenproknratoreil oder Landschranilenadvolateil wnrden vom Schrannengericht angestellt, hallen das Recht, bei allen Tribunalen zu advozieren; sie »varel, beeidet nnd geuossen eine Vesoldnug. Sie standen bezüglich ihres Verhaltens nnter strenger Anfsicht; den Advokaten, der dnrch Schmähungen das Maß überschritt, konnte der Landeshauptmann ans der Stelle mit scharfen Verweisen, mit Geldbußen, ja selbst mit Kerker bestrafen. Als Verdienst bezogen die Advokaten anfänglich fiius Pro-zent ohne Unterschied, die Schranuenordnlmg von 1571 statuierte jedoch gesetzlich, daß i» „dispntierlichen" lind appellierten Prozessen fünf oder sechs Prozent, in an-deren zwei Prozent passiert waren." Roch vier Jahren dieser Tätigkeit gab Magister Melchwr Pantaleon das Amt als Cchrannenproknrator l57« alls, wurde aber kurze Zeit darnach <1579) vom Magistrate der Stadt Laibach i» Dienste genommen, und zivar als Stadtschreiber, damaliger Zeit der einzige ^onzeptsbeamte der Stadt, der die Protokolle der Stadt-ralsitznngen führte nud die nötigen Schriftstücke des Ma-gistrates'ausfertigte. Von dieser Stelle berief ihn zwei Jahre später die'Landschaft wieder zu sich. (5r wurde ^581 Landschreiber und 1587 Land- nnd Schranuen» schreiber. Als solcher führte er die Protokolle nnd halle anch die Ausfertigung dcr Urkunden, Gerichtszengbriese nsw. zn besorgen- er bezog hicsür außer der Besoldung eine Taxe, von welcher ein Teil kraft uralten Gebrauches an den Landcsvcrwescr oder an den Landeshanplman», lveuu er selbst im Amte fungierte, und zwar vo» Be-hebuissen nnd Übergaben V2, wn Schirmbriesen '/« ab. zulieferil war; vom übrigen mußte er die ^auzlei nnd das Expedit erhalten nnd besorgen.' Magister Melchior Panlaleon war auch zugleich seitens der Landschaft in den Aussichtsausschuß über die „evangelische Landschasts» schnle" nnter dem Rektorale des Nilodeinns T^rischlin enlsendet l1583).« Vom Erzherzog'Regeulen von Illnerösterreich ^er» dinand geadelt," nnnde er von der krainifchen Landschaft im Jahre 16l>1 5, 6. ^ebrnar, vermählt Jakob Pantalem,, Land-schreiber, Sohn des Kaspar mit Justine von Tauben-Hauer; „'IV«l,('l> (lc>inn'U«i o>t in-clu! ^oiniU'« lilxni !>!>!.>>l^ l''t ,>i'ln«iinn plr««", ohne weitere Nennung von Name», wahrscheinlich waren diese adeligen Zeugen Protestanten. Daß Jakobs Vater Melchior Panlaleon hier Caspar genau»! wird, mag die Erllärnng darin finden, daß er auf alle Namen der hl. drei «önige ge» lauft war, für sich aber im Gebrauche den Namen Melchior bevorzugt halle. Jakob machte bereits verbratet als lrainischer Landmann einen Zng gegen die Gurken mit, geriet iu Gefangenschaft, ans welcher er stch erst nach zwei Jahren dnrch schweres Lojegeld sreunachte. Die kraiuische Laudschaft hatte stch betreffs de^ mehrerwähuleu Landesverweisuug vou Vater nnd Soh° nen Paillaleoi, mit Nerufling aus dereu Laudmaunschast N'iederholt bei der i. ö. Regierung m Graz behnfs deren Belassnng in, Lande verwendet »nd auch, w,e die betref-sellden Regiernngs- nnd landschaftlichen Akten in den Archiven der Grazer Stalthalterei und des hiesigen landschaftlichen Mnsenms beweisen, mehrmalige ^rist-erslrectnngen ernnrkl, namentlich anch loegeil der vielen Verdienste, die sich insbesondere Melchior Pantaleon um die Rechtssührnng des Landes erworben halle. Diese Rücksichtnahme aiif seine Verdienste stimmt auch mit der Ansführnng <5nriers," der nnter besonderem Ver-»reis ans Pantaleon belout, daß Ferdinand ll., speziell bei lnudschasllich Angestellten betreffs längerer „Be-lafsuug" Ausnahmen »nachte, wo fie sich dnrch die be« sonderen Verhältnisse rechtfertigten. l,Schlnß f^igt.) ' Ehre des Herzosstmus .«ram, III (XI), p. 717. " Dimi^: Das Landfchramiensscricht in Laid.ich; Ver-hcmdllüicicil und Mitteilungr,, der jurist,schm Grsrllichaft in Lailiach'i8tt5, p. 2^!> fs. ' Et'cnda. p. 23!), ^ . , ^ ' Elzc: Pnmuil Trubers Vnese, Tiibinge,, l897. p, 544. ° Elze: Die Universität Tübingen usw,, p. >tt. Anm, :!. " Dimitz: Geschichte «raws, III. p, -j-jß. " Illlol, «nd David waren »b!»ii an der Tübinger Uni» vcrsität immatriluliert. Elze, a, a. O„ p, 61. " El^c. a. a. O., p. 18, Änm. 3. " Geschichte Kaisei Ferdinand II., Band IV, p. 248. Kaiserin und Königin Maria Theresia.Tiist» plälzc.j In der k. l. Theresianischen Akademie in Wien kommen mit Beginn des Studienjahres 1909/1910 zwei Kaiserin nnd Königin Maria Theresia-Tliftplätzc deulsch.erbländischer Abteilung zur Nesetzuug, wozu adelige Jüngliuge katholischer Religion, welche das achte Lebensjahr bereits erreich! lind das zwölfte noch nicht überschritten haben, bernsen sind. Die Gesuche sind mil der Nachweisnng über den erbläudischen, bezw- vstcr» reichischen Adel, mit dem Taufscheine, Impflings» und Gesnndheilszeuguisse, welch letzleres von einem staat-lichen Sanitätsorgane ausgestellt oder doch bestätigt sein muß, dann mit den Schulzeuguissen der letzten zwel Semester zu belege». Sie haben Name», Eharaller und Wohnort der Ellern der Kandidaten, bei Verwaisten die Nachweisnng dieses Umstandes, die Verdienste des Vaters oder der Familie überhaupt, das Einkommen und die Vermögensverhällnisse der Eltern nnd der 5ian. didaten, die Zahl der versorgten und unversorgten Ge» schwister sowie die allfälligen Bezüge des Kandidaten oder seiner Geschwister aus öffeutlichen Kassen oder Stiftungen, mit den einschlägigen schriftlichen Belegen zu enthalten. Anch ist die Erklärnng abzngeben, daß nnd von wem für die Kandidaten die jährliche» Neben» anslagen i» dem ans der Stiftnngsdolation nicht be» deckte» Restbeträge von 5<»o K werden bestritlen wer-den. Da bei der Würdigung der einlangenden Gesuche lediglich die darin angeführte» Taten nnd die bcziig» liche» beigebrachten Belege in Betracht kommen, sind Bernfnngen anf etwa in früheren Bewerbnngsgesnchen gemachte Angaben »der damals vorgelegte Behelfe zu vermeiden. — Die Gesuche sind au das k. l. Mini» slerium des Innern zu stilisiere» nnd längstens bis 10. April bei jener politischen Landesbehörde einznbrin» gen, in deren Verwallnngsgebiete der Bewerber seinen Wohnsitz hat. Gesnche von Personen, welche nnler Mili» lärgerichtsbarkeil stehen, sind im Wege der vorgesetzten Militärkommanden an die betreffende politische Landes» behörde zn richte». —r. " iKnschläge und Merkblätter.) Nach 3 ! 1 dcr am 1. April I. I. in Wirksamkeit tretende» Miüisteria!» Verordnung vom 15. April 1908, R. G. Bl. Nr. 81, mit welcher Vorschrifteil zum Schntze des Lebens und der Gesundheit der mit gewerblichen Anstreicher», Lat» lierer» und Malerarbeilen beschäftigten Personen er» lassen werden, ist in allen Arbeilsräumen, in welchen mil Bleiweis; oder bleihaltigen Verbindungen gearbeitet wird, diese Verordnnng n» leicht zugänglicher Stelle an» zuschlagen nnd in stets leserlichem Zustande zu erhallen. Nach der weiteren Vorschrift ist jedem Arbeiter, dcr zn Arbeiten mit Vleiweiß oder bleihaltigen Verbindnn» ge» hercmgezoge» wird, bei Antritt des Arbeilsverhält. »isses ein Exemplar des als Beilage zur zitierten Vcr» ordnung abgedruckten Merkblattes uucutgeltlich auszu» solgeu. Die Buchdruckerei „M-iteljska Tiskarna" in Laibach hat die fraglichen Anschläge nnd Merkblätter in slovenischer Sprache hergestellt. Sie sind bei ihr, und zwar die Allschläge nm den Preis von 70 !>, die Merk» blälter nm den Preis von 10 !> per Stück erhältlich. —r. — süber cinc Milliarde bei den Gerichten bcpo-nieri.) Ans dem kürzlich bei der Statistischen Zentral» kommissiun veröffentlichten Zahlenmaterial über die zivilgerichlliche» Deposite» bringe» die „Statistischen Mitteilungen" nähere Daten, denen folgendes entnom» inen sei. Die Zahl der Depositenmassen betrug mit Schluß des vorletzten Jahres 433.349, nnd diese» Mas» se» entspricht ein Wert von einer Milliarde nnd 38 Millionen Kronen. Vom Landesgerichtssvrengel Wien wurde nahezn eine halbe Milliarde deponiert, dann kommen die Alpeuläuder mit 236 Millionen, die Su» delenländer mit 23^, die Karpathen lander mit 65 und die Karslländer mit 45 Millionen Kronen. Der durch« schuillliche Wert eiues Depots betrug im Landesgerichts» Iprenge! Wie» 8587 X, am niedrigsten war er in dcn Karpathenländern mit 596 l<; in den anderen früher bezeichneten Gebieten schwankte der Wcrt zwischen 1371 und 2910 K. Bei der Österreichisch.ungarischen Bank befanden sich von den zivilgerichllichen Depositen 4214 Massen im Werte von 383 Millionen Kronen in Ver. waltnng. » " lPersonalicn der Ttaatsciscnbahnverwaltunq.j Ernannt wnrde Rudolf S ch midt, Revident der Ostcr» reichischen Staatsbahnen, k. t. Siaatsbahndirektiun Prag, znm Kassenrevisor bei der k. k. Stacnsbahn-direktion Trieft. — Verfetzt wnrde Rudolf Bittncr, Vanassistenl der Österreichischen Staatsbahnen, k. k. Slaatsbahndirektion Triest, in den Amtsbereich der k. k. Siaalsbahndirektion Pilsen. . —r. — lTodcsfall.j Vorgestern starb im hiesigen Sana» lorinm Leuninnm der k. k. Oberlandesgerichtsrat i. R. Herr Laurenz U15 a r im 73. Lebensjahre. Der Vcr» blichene war im Jahre 1836 in Stein geboren, absol» vierte das Gymnasinm in Laibach n»d die juridischen Studien i,l Wie», diente hierauf dnrch seclis Jahre als Militärandilor in Wien nnd an der seinerzeitigen Mili-tärgrenze in Slavonien. Im Jahre 1872 trat er in den Ziviljiistizdienst über, in dem er bis zum Jahre 1900 verblieb, da er in den bleibenden Ruhestand ver» setzt wnrde. Im Jahre 1698 war er von Seiner Maje» tät dein Kaiser mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet worden. — lDic erste Tchwalbc.j Ein armes SäMalble»,, das unvorsichtig ge»ng schon »»sere ,wch Fluren au gesuchi, mußte ihre. ""»o.h 'ml de ^< büßen. Das Tierchen wnrde gestern, noch wmm, am Rain ansqesnnden. Laibachcr Zeitung Nr. 56. 484 10. März 1909. — Schulgeld an dcn Mittelschulen.j Seine E^rze!' lenz der Miilister für Knltus und Unterricht hat eine Ncuredigierung dcr auf das Schulgeld an dcn Staats' mittelschnlen bezüglichen Vorschriften angeordnet. Tiefe Aildernilg ist der Mimsterialverordnung vom 11. Juni 1906, betreffend das Prüfen nnd Klafsifizieren an den Mittelschulen, angepaßt. — sSemesterschluß an dcn Wiener Hochschulen.) An der Wiener Universität werden die Vorlesnngen des Wintersemesters Samstag den 13. d. nnd an den Kliniken am 19. d. beendet. Än der Technischen Hoch» schule hat bereits mit I. d. M. der Soinmersemester seinen Anfang genommen. An dieser Hochschule entfallen die Semesterferien. Tie Inskriptionen für den Sou«» mersemester finden in der Zeit vom l. bis 15. d. statt. An der Hochschule für Vodenlultnr endet der Winter» semester Mittwoch den 31. d. Die Inskriptionen für den Sommersemester finden in der Zeit vom 15. bis 29. April statt. An der Tierärztlichen Hochschule enden die Vorlesungen am 19. d. Die Semestralschlußprü» fungen dauern bis 26. März. Vom 15. bis 29. April finden die Inskriptionen für den Sommersemester statt. * ^Verleihung.) Dem in den Ruhestand getretenen Obersten und Landesgendarmeriekoumlandanten in Tal» matien, Herrn Josef Snpa n <"- i <' Edlen v. K roi» senan, wurde der Titel und Charakter eines General, majors verliehen. Ter Herr Generalmajor ist ein Krai» ner und war in den siebziger Jahren Rittmeister beim 12. La»desgendarmeriekommando in Laibach; er kom» mandierte die zweite Abteilung in Überlrain. — sWiederanfnahme de^' Vertchrö.) Auf der Strecke K!agenfnrl»Aßling, bezw. Trieft wurde nunmehr auch dcr Schnellzugsvertehr aufgenommen. Ebenso wurde der Frachtenverkehr mit der Beschränkung für die Statio» nen bis inklufiue Rosenbach und Tarvis auf der Strecke Klagenfurt-Aßling und Villach»Tarvis wieder ans» genommen. — öffentlicher Vortrug.) Gestern abends um halb 8 Uhr fand im großen Saale des Hotels „Union" ein öffentlicher Vortrag statt, wobei Herr Dr. Robida die Sprengmittel und Explosivgeschosse im modernen Kriegswesen eingehend besprach und seine höchst inter» essanten Erörterungen durch eine Menge praktisch durch» geführter Experimente und graphische Tarstellungen auf der Tafel erläuterte. Ter Vortragende war mit einer gauzen Rüstkammer physikalischer Apparate und chemischer Ingredienzien verseheil und arbeitete mit Hammer und Zange, Amboß und Retorte. Das Pu» blikum folgte feineu Aufführungen mit Epannnng und schenkte ihnen reichlichen Beifall. Die Beteiligung war sehr groß. Die Zahl der Besucher ist auf zweitaufeud anzuschlagen. Einen näheren Bericht bringen wir mor» gen. — (Ler Ausschuft des slovenischcn christlichsozialcn Verbandes in Laibach) hat sich, wie man uns mitteilt, folgendermaßen konstituiert: Präses Dr. Johann Ev. K rel, dessen Stellvertreter Lukas Smolnikar und Engen I are. Schriftführer Ivan Traven fürs Land, Ivan 5tefe für Laibach, Kassier Josef Eed» mat, Bibliothekar Franz Kos. — kaj in Krai», burg schuf auch im verflossenen Jahre eine Reihe ge» diegener Bildwerte. Hier mögen nnr die wichtigsten Schöpfungen Erwähnung finden: Das übcr zwei Meter hohe Bild dcs hl. Johanncs mit goldenem Hintergründe für die Lazaristcn in Laibach, das zwci Mclcr hohe Bild der Mater Dolorosa für dic Pfarrtirchc in Prcdosljc bei Krainburg, dic Vildcr des hl. Georg, des hl. Rochns und des hl. Eebastianus für eine Fahne dcr Tekanalslirche in Altlack, das Bild der Mater Dolorosa l> 10 Meter X <»9<> Meter) für Herrn Dr. Franz Perne, t. k. Gymnasialprofessor in Krainburg, einen Kreuzweg si Meter X <>'74 Meter) für dic Pfarrkirche in Vigauu bei Zirtnitz (nach dem bekannten Vorbilde Fürichs), zwei Frcskubildcr, uämlich dic hl. Katharina und den hl. Christoph an dcr Außenseite der Kirche in Lum bei Ncumarktl, mehrere große Fresko» gemälde im 15 Mctcr hohcn nnd 12 Meter breiten Presbylerium der ueucn Psarrtirchc in C'adram in Untersteiermark, dann dic ornamentalen Arbeiten (nach dem vom fb. Ordinariate in Marburg gutgeheißenen Entwnrfe), das Porträt seiner jüngsten Tochter und einer Frau aus Oberlärnten, das HI. Kreuz <2 76 Meter X 1 66 Meter) für die Dckanatskirche in Fraslan bei Cilli. — Herr Brada«ka, dcsscn Bil-dcr sich durch Farbenfrifche und glückliche Kompo-sitiun lobenswert hervortun, sci den heimischen Kirchen, bchördcn sowic Privaten bcstcns ancmpfohlcn. —^. — nisten in dcr Maske dcr Himmelsstürmcr gcsnllcn, s" will cs ihnen doch nicht gelingen, nils ueue musikalische Welten zn erobern, luie genial sic sich auch anstellen mögen. Es ist förmlich, als ob die Knnsl im Banin' liege, den zu lösen schier niemandem gelingen will. Schüchlern taucht hie »»d da eine neue Oper, eine neue Sinfonie aus, allerhand mühsam konzipierte Werke er» scheinen auf der Bildfläche, um ebenso rasch wieder zl> verschwinden. Wir warten daher noch immer des tommende» Mannes in der Mnsik und es ist wohlgetan, sich !»> stillen auf sein Warten vorzubereiten und gleich den klugen, biblische!, Jungfrauen Tl aus die Kanne ,',» gießen. Leider dauert das Warten lange, allzulange, doch dürfen wir uns darüber nicht wundern?Wer bcsii)l heutt' so viel Mut, Ausdauer nnd Idealismus, eiu Werk ledig» lich um dcr Kunst willen zu schaffen? Ist es nichl begnemer und vorteilhafter, den materiellen nnd gc'> schästlichen Standpunkt zu wahren, dem schlechten Ge-schmact entgegenzukommen und „populär" zn schreiben? Wir begrüßen daher mit Freuden jede neue Er» scheinnng, die auf dcm Nodcn eines idealen Kunst' slandpunktes steht, die unS ein Werk vermitlell, das im voraus aus billige Popularität verzichtet, innerste!» Dränge enlsprnngen ist, sich vornehmlich an die >nns>' kalisch Gebildete» wendet. Und von diesem SlandpunsU' ausgehend, bezeichnen wir die Uraufführung der sins» nischen Phantasie von Dr. Anton Rojie im sünftc'» Mitgliederkonzerte der Philharmonischeil Gesellschaft als ein besonderes Ereignis, zudem sein Komponist c'i» engerer Landsman» und im benachbarten Eilli in Amt nnd Würden ist. „Phantasie" ist ein weitgedehntcr Begriff, der dei» musikalischen Schildernngsvermögen eine» großen Spn'l' ranm cinränmt, da sic sich nichl dem Zwange feststehen' der Formen allpassen mnß. Der anfgeführlen PhaN' tasie fehlt es jedoch nicht an organischen, Gesiige, das sich leicht dnrch cinc knappe, dnrch den Mangel li» Rolenbeispielen freilich fehr erschwerte Beschreibnng des Werkes crwcisc» läßt. Dic Phantasie führt dc» Titcl „Es muß scin'' Auch dicscr Titcl läßt dcr Auslegung weitere» Sp"'l' raiü»; am nächsten dürfte man der Idee, die den, Km»' ponisten vorsch»,iebte, wohl kommen, wenn man a»" nimmt, daß er dainit den starken Eigenwille» ,»ein^ der sich über alles hiinvegsel'.t, alle Hindernifse siegrcicl) nimmt, also ein ählllicher Vorwnrs, N'ie loir ih>» ^'^' Liszt »ild Richard Strauß begegnen. Diesen Worten ist anch das Hauvlmotiv nnterlegl, das nach einer kurzen ruhigeil Ei»leit»»g mit lras' liger Energie voll den Holzbläser» gebracht wird. Dl'l zweite Absch»itt vermittelt uns ein inniges Gesaüg-/ thema von .Hi'rilern da»» Streicher», dem sich ein M','' lcs gesangliches Thema anschließt, das znm Haupli»^ und i» ^iner Steigernilg zn,n Abschlnsse führt, >vo be,^ Gesangslhenlen gemeinsam auftreten, um sanfl ^'l' klingend znm zweiten Teile überzuleiten. Diesen l'^ öffnet ei» wlinderschönes, inniges, breites Gesangs lheina der Eelli in D-nn>ll. das Klarinetten und H"' »er, da»» Violinen über»ehl»en. Die Dnrchsi'hl"!'!' dieses Themas bildet eiu tüchtiges Stück kontrapmu^ licher Arbeit. Es folgt im diatonischen Ansst'l'g, ^^ Thema erscheint in verkürzter Form in breita»sgl'dc'l)> ten, Orchester, und es tritt jetzt cin episodisches M»^ aus. Die sordinierlen Geigen wiederholen schließlich > zartesten Pianissimo das Gesangsthema, um in c'im Pizzilalo.Allord abznbrechell. - Der dritte Tl'>> >!^ eine fligenarlige Dnrchführnng des Hauptmotivs l schließt >»it einem Qrgelpunkt, aus welchen das H"^>^. moliv i» verschiede»c» Ncrsionc» gebracht >r»ird. dem Orgelpunlt tritt das Hanplthema i" ^"^, Nuten Fortissimo lPosaulleu, Trompeten) ans, '"" ' „ in wcilcrcr Folgc zu bcruhigcn. Dic libcrleitung drillen zu», vicrtcu Tcilc »vird durch das zM'>n' , .^ sailgstheina des ersten Teiles beslrille». Dial's ,^ iil verschiedellcn Farbe» alls. Der Ollavenspn»'!^,^ scherzandoartiger Form spiegelt ein Stink H""l'"' ^i -- Der vierte Teil bildet eine Wiederholung des li^ Teiles, jedoch srei von dessen zarte» Episoden, "' . .„ ster, strafferer K»appheit. Er behält seinen ""'';„ erilsteil Eharaller, bis er nach ciner Slelg"» '^^^ jähem Abbrechen zum zweiteil Thcma — dcm l ^1 ,^, lhcma aus dcn, ersten Tcilc — ^1",.. ws M^o, nicht mchr entfalten kann, inuncr drängend" ^^^ bis es geqnäll in Moll ertönt, nm abgebrocheil ' ^ den, Thenia gebildeten Slreicherfignre» m der ^ > Laibacher Zeiwng Nr. 5lx 485 M März 1909. vri sinken. — Dcr fünstc Tcil bc'qilllil uiil lmiqsmm'n Bahsiqurcn, dil> >>, nnrnhiqcn NhythumS üdc'vqc'hc». auf dcin sich, aus dl'v Tiofc l'inpoisloql'nd, das Haupt» nw:iv des sirußo, Entschlusses iu mächliqc'r Slciqcrunq und untor Vcrlnndnnq unt scim'r ciqcucn Uiulchrun^ und seiner Vevlüvzunq uiit dem Gesanqsthema des ersten Teiles zu eiuem lrästiqen, freudiqell Abschluß in N-<1>n- verbindet. Die Inslrumenlatwu - natürlich Meistersinger-Orchester — zeugt voll einem ausgeprägten wnalen Farbensinne. Der Behauptung, das Instrumentieren l^ege heutzutage sozusagen in der ^ilst, inöchlen »vir do.l) nicht ohne weiteres beistimmen. Solche 5llangwirfu»ge» z» schassen, Orchestermassen so wirlsam gegeneiuandev z»l führen, isl doch auch Sache einer besonderen Inspi-raliuu. Iedeiifalls blendet die „Phantasie" durch die Kühnheit ihrer Konzeption und durch das Raffinement der orchestralen Mache, doch muß zugegeben werden, das; der Komponist uicht nur über orchestrale Farben, juudern auch über Gedanken verfügt. Vielleicht würde die uachbesserude Hand eines ^öwc das Orchestrale in manchen Stelleu etwas relouchieren und es des allzu Massigen entkleiden, vielleicht wäre auch eine 5>iürznng der etwas allzulang geratenen l'Iberleiln»gsleile, ins» besondere jenes vom vierten zum fünften Teile vorteil» hastl Uns bereitete jedoch anch in seiller jetzigen ^orm das schöne Werk großen Geuuß. Sehr verbreitet ist die Neminiszenzenjägerei; wir zählen zu ihren entschiedenen (Gegnern und gehören daher nicht zu jenen Feiuschnüsslern, die hinter jede», übermäßigen Dreillang, hinter jedem Noualkord Wagner wittern. Unsere ganze moderne musikalische K'uNst nimmt ja von dem großen Äayrenlher Meister ihren Ausgang und sein Genie drückt auch seinen Epigone» ihr Merkmal alls. Wenn daher gewisfe «Hrinnernugen an des Meisters reiche Gedankenwelt auftauchen,' so >1l das ja eine ganz natürliche Sache, denn der gebil-dele Musiker wird sich immer an die besten Vorbilder halten und sie nachzuahmen trachten, ohue daß er seiue Selbständigkeit verliert oder an Eigenart einbüßt. Die „Phantasie" bildet eine Kette von großen technischen und rhythmischen Schwierigkeiten und stellt an das Orchester die höchsten Anfordernugen. Ihre glänzende, seinkünstlerische Ausführung, die dynamische wirksame Ansarbeilung war wieder ein hohes Verdienst des Mnsitdirellors Herrn ^ öhrer, der durch leb» hafleu, warmen Äeisall ausgezeichnet wnrde. Das Publikum bereilele dem Werte eine» großen Erfolg und zwang den Komponisten durch stürmischen Vasall, immer und immer wieder auf der Mufikbühne zu erscheinen. ' .Die andere Hälfte des Abends füllte die zweite ^,'llfunie von Vrnckner, die, in der bekannten groß-zügige» Art wiedergegeben, außerordentlich gefiel. Ve-Mders schlng das wi'e aus einem Guß ausgearbeitete Scherzo mit' seinem reizvollen Hanpnhema im ^rio zündend ein. Die mit vollster Hingabe gespielte Siu» M>> hielt das zahlreiche Publikum bis zum Iei)len Akkord i», Saale. Deutlicher vermag ein modernes Konzertpublil»,» s^ne Aueriennung wohl nicht zum Ausdructe zu briugeu. ' .'. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dir Valkaufrasscu. ^ranlsurt am Main, 9. März. Der Belgrader Vertreter der „Franks. Zeit." halte gestern eine Unter-Ndnng »,il dem serbische» Mi»isler des Änßern, Milo-vailovi<-, ivelcher erklärte, der friede sei zur Zeit keines-falls bedroht. Bezüglich der serbischen Antwortnote, welche zugleich mit der russischen Erwiderung vielleicht, scholl henle in, Wortlaute bekanntgegeben werden soll, äußerte sich der Minister, die Bereitwilligkeit, sich ohne Borbehalt dem Spruche Europas sügen 'zn wollen, sei der serbischen Regierung um so weuiger schwer gefallen, als ste schon zur Zeit der Ausrolluug der bosnisch-herce° govm,schen ^rnge diese keinesfalls als Streitfrage zwi-schen Österreich-Ungarn und Serbien, sondern a'l^ eminent europäische ^rage ausfaßte. Demnach habe anch Serbien gegenüber der 'Nachbarmonarchie »nnnter» brochen korrekte Veziehnngen ansrechl erhalten nnd wünsche sie auch künftig ausrecht zu erhallen, indem sie die internationalen Pflichten erfüllt. Belgrad, !>. März. Nachdem henle die definitive Zustimmung Nilßlands eingelangt isl, wird der InHall der serbischen Antwort morgen veröffentlicht werden. Polqrab, 9. März. „Zvono" meldet, daß der Krön-pnnz Georg dem russische» Gesandten einen längeren Vesuch abgestattet habe. Hiebei habe, wie das Blatt berichts-l, Eergejev bemerkt, er sei zur Erklärung er° 'nächtigt, daß Nnßland das vom Kaiser Nikolaus dem ^^onprinzen gegebene Versprechen erfüllen nnd sich im lV'gebene» Augenbücke an die Spitze der Aktion für den Schutz der serbischen Interessen stellen werde, selbst wen» es dabei z» den Waffe» greisen müsse. Koustantinopel, 9. März. Die ttammerlommission l>N' auswärtige Angelegenheilen hat henle die erste ^ralung des Eulenteprotokolles nnd des Motiven» beuche vorgenommen. Die Debatte in der Kammer tanu bestenfalls erst am Moulag statlsiudeu. Ko„stcn,tinopcl, 9. März. Die „Ienni Gazella" lind der „Itdam" meldei,, Serbien bereite eine militärische Aktion gegen den Sandschak Novibazar vor und !mmiere anßerdem Banden. Nach dem „Sabah" Hal die Pforte Nachrichten erhalten, daß Serbien in den San» dschak Generalstaböofsiziere zu mililärischen Studien entsende. j.lonstantiuopcl, 9. März. Der Großwesir sagte in einem Interview mit dein Nedallenr der „Turcnlie", über die bulgarische Enlschädignngsfrage sowie über die Napiialisaliou der Kriegsentschädigung bestehe volle Übereinstimmnng. Über lehtere >verden in Petersburg Berechnungen gemacht, die zweifellos bald beendet seiu werde». Bezüglich des Ententeprotokolls sagte Hilmi» Pascha, die Angelegenheit sei für die Negiernng ab» getan. In der Kammer werde die bezügliche Beratung in der nächsten Siting stattfillden. Bezüglich Serbiens hosst Hilmi'Pascha, es werde definitiv ans eine terri» loriale Entschädigung verzichten nnd sich nicht in Aben-leuer stilrzen, deren Konseqnenzen schrecklich für Ser-bien wären. Wechsel iu der bosnischen Laudcsrcssicnmg. Wien, 9. März. ^Verordnungsblatt für das t. u. k. Heer.)"Seme Maj.' der Kai for hat das nachstehende Handschreiben erlassen: „Lieber General der Kavallerie Edler v. Wiuzor! Sie haben dargelegt, wie, sehr die Ausdehuuug Meiuer Souveräuitätsrechle auf Vosuieu und die .^ercegovina, sowie die diesen Ländern uer» liehene Versassung Ihre Slellnilg als Landeschef beein-slussen n»d einen unmittelbare!, Kontakt mit der Be-völkerung nnd deren Vertretern erfordern, wozn die Ihnen abgehende vollständige Beherrschung der Landes» spräche je'lU unerläßlich ist. Iu klarer Erkenntnis die-sei Verhältnisse haben Sie auf die innehabende Stel» lnng verzichtet. Juden, Ich Ihr loyales Vorgehen bil-lige, Sie von dem Posten des Kommandanten des 15. Korps und kommaudierenden Generals in Sara-jevo, sowie des Ehefs der Landesregierung für Vos» nien und die Hercegovina enthebe nnd Mir Ihre wei» lere mililärische Verwendung vorbehalte, spreche Ich ^hnen für Ihre ans Ih">» bisherigen Posten gelei-steten vorzüglichen Dienste Meinen anfrichligen Dank ans und verleihe Ihneu iil vollster Allertennnng der-selben den ^reiherrnstand." Wlen, am 7. März l9<>9. ^ranz Josef m. i>. Wien, 9. März. sArmee-Verordnnnlpblatl.) Seine Majestät der K a iser hat den General der Infanterie Marian V a r e .^ a » i » von V a r e. z , Militär» und Landlvehr.Konimandanl in Zara, zum Kommandanten des 15». Korps, komluandiereudeu Ge»eral i» Sarajevo nnd znm Ehef der Landesregierung für Boome» und die Hercegooina ernannt. Die Kammcrwahlcn in Italien. Älom, 9. März. Bis jetzt sind 447 Wahlergebnisse bekannt. Gewählt wurden 214 bisherige Ministerielle nnd tt! neue, 40 bisherige Mitglieder der loustituti» nellen Opposition uud 2 ueue, 22 bisherige Radikale uud 9 nelie, l2 bisherige Nepnblilaner nud 5 neue, 18 bisherige Sozialisten und 1<> nene, 4 bisherige Katholiken und l l neue, Stichwahlen siud 69 erforderlich. Nom, 9. März. Im Wahlbezirke Montegiorgio ge» langt der christliche Sozialist Abb<"> Murri, der vom Papste a divinis suspendiert wurde, mit dem ministe» riellen Kandidaten Galetli in die Stichwahl. Es ist dies das erstemal, daß ein christlicher Sozialisl an den poli» tischen Wahlen teilnimmt. Lawillcnunglück. Böckstcin, 9. März. Bis znr Stunde sind aus den kompakten Schneemassen der au, 7. d. niedergegangenen Lawine siebzehn Töle ausgegraben worden; vierzehn Arbeiter wnrden gerettet, »">!> werde» vermißt. D,e Bergungsarbeiten 'werden mit gleicher Energie nn» uulerbrocheu sortgeset.t.________________________ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Ausweis über den Ttand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 2?. Februar bis «. März IWi). Es herrscht: der »lotlauf der Schweine im Vczirke Nudolfswert in der Gemeinde Hof (2 Geh.); «,. < < , . ^. , . die Schweinepest im Bezi.te Adc «berg m den Gcme.nden Dorneaq ('.) Geh.), Seele ,1 Geh) HodrrschiY (3 Geh.), Susjc (2 Geh.»; im Äczirte Litlai in der Gcmcmdc Rodockcndoif (1 Geh,): im Vczirle Nudolfswert in den Gemeinden Dödernit(1 Geh,,, Saaraz ll Geh ) - iin Vezirte Ticherncindi in den Gcinrinden Ältenmartt <1 Geh,), Düblic l,1 Geh.,, Dragatufch <^ Geh.), Wlliersberg (2 Geh.). Tribute (1 Geh.), Tscherncmbl (1 Geh.). Meinih (10 Geh.). ^. . die Wntlrantl,eit im Vczirlc Stem m der Gemeinde Wodih. Erlojcheu ist: der Milzbrand im Aezirlc Krainburg m der Gemeinde Mantfchitfch (1 Geh,); „, . der 3lotlans der Schweine nn Äczirle Llnbach Umgebung in der Gemeinde Horjul (l Geh.). A. ü. A^ndcoregicrui^g für Arain. Laib ach, am tt. März NjoU________ Angekommene Freinde. Grand Hotel Union. Am ft. März. Prziza, t ". k Oberleutnant; Kohn, Kirfchner, Kohnbcrsser. Wohiisct, Spitzrr. Veer, Xral), Puch. wald. Grad, Nfdc,; Porges, Ritschi. Wajta, Laudau, Hcrling, Kflte,; Vcrncckcr. alad. Maler, Wien. - Banquc, Fblt.. Pillach. — Kachnovir, Marinlovit, Iolsimovic, Abgdte, Belgrad. — Neliburger. Giltlcr, Kunstmaler, München, — Püchter, Vud» weis. - Werner, Nfm., Troppau. — Mucha, Rsd.' Wratschlo, I. l. Polizeirat; Dr. Viclhof s. Frau, Trieft. — Pollal, Her. mann, Mestih. Nsde,. Prag. — Dr. Schegula, Advokat, s, Fiau u. Tochter, Rudolfswert. — Zupan, Prof., Krainburg, — ttohr, Insp.; Weiß, Rsd.. Graz, — Daplia. Souliei, «flte.. Paris. — Seidel, Nsd.. Dresden. — Auselj, Gutsb., Brezo« vica — Dr. ilaisersberger, Gurkfeld. — Stert, Alten« marlt, — Eparcon, Vrhftolje. - Dubernil, Handelsmann, Suhor. — Ralouic, Finme. — Dr. Vilfan, Radmannsborf. Hotel Elefant. Am 7. März. Ulm, Großgrundbesitzer, Klagenfurt. — Dr. Rojic, t, t, Staatsanwaltsubstitut, s. Familie. Cilli. — Sixt, Werlsdirektor. Carpano. - Stückl, Privat. Gottschee. — Thumann. Privat. Nürnberg, — Vrnggmaler. de Gregorio. Me,. Trieft. - Gelach, Kfm., Eulcnbach - Valogh, Kfm.. Budapest. — Dickmann. Speiser. Fuchs. Glaser, Naß, Pollal. Wachsmann, Oslcrmann. Wolf, Lulnch. Kirschner, Löwli, Rubin, Gröger. Lüftner. Weiß. Ramsauer. Hermann, Kflte.; Hellvany. k. », t. Olierleutnant; Beer, Oberingenieur, Wien. Verstorbene. Am 8. März Johann Dcmsar. Schmiedmeister, 35 I., Maria Theresicn°Straße 6, Leberentartung. — Maria Pertnil. Private, 7« I., Millosicstrahe 3«, Marasmus. — Stephan Iu. van, Oberkondultcur i, R., «» I,, Domplat) 14. Tuberkulose. Lorcnz Ulcar. l, t, Oberlandesa/richtsrat i. R.. 7^ I., Sal' locherstraßc I I, llli,LM3,tlirill, lÄi-lünnm», proßwi»,«. Am 9. März, Fr. Daniel Glogousel, Franziskaner, 5ft I., Marienplatz 4, ^pnploxik,, c^i-sdri. — Elisabeth Slafar, Tischlerstochter, 3 Mmi., Quergasse 4. Herzschlag. ^audestheater in Laibach. «2. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Mittwoch den Itt. März 1»U9 Benefiz des Opcrettensängcrs Viktor Binder. Zum fünfzchntenmal: Ein Walzertraum. Operette in drei Atten von Felix Dörmann und Leopold Ja» cobson (mit freier Benützung einer Novelle aus Hans Müllers «Buch der Abenteurer»). — Musik von Oskar Straus. Anfang uni '/,X Uhr. Ende um 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Lalbach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ «2 ZZ^ Z^ Wind !b,zHwmM ZLZ _^_^__ ^I^_^!_________II^ q ^U.'N.' 7M-3^6^"M7Wv^ch^eilw^b^7^ "' Ä U. Ab. 732 8 2 4! S. schwach gewollt 10.> 7 U. F. ^ 733'2 j -0 l "NO. schwaä) " . > 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 3 5°, Nor» male 2 5°. Wettervoraussage für den 10. März: Für Steier» mark.Kärntcn und Krain: Trübes Wetter, lebhafte Winde, kalt, anhaltend; für das Küstenland: wechselnd bewölkt, stur-mische Bora, sehr kühl, unbeständig. Seismische Berichte und Beobachtungen t»cr Laibachcr Erdbebenwarte N>'s>!,md!'! nun dl'r Kiai», öparlnslr >W7), (Ort: Gebäude der t, t. Staais'Oberrealschnle.) Lage: Nürdl.Breite 46" 03'- Östl.Länge von Greenwich 14« 31'. V o d en u li ru h e ^ am 10, März am 12»Sekunden» Pendel und am 7«Srkuildenpcndcl «sehr schwach», am 4-SciuN' denpendel «mäßig start». * Die V ode » u » ru l> c wi>d i» fulnsilds!! Stärlessrodrn llalsifiziert: !?!>!slch!ässc bis z» l Älilliinrlsr «I»'l>! schioach», uon < bis u Miüimrlrr «Wunch», lwü 'mäs,iss starl», lw» 4 bis 7 Willinictrrn «Narl», vu,i ? bi? 10 Millmii'tt'r,! «ss!>c slarl» »»d iibrr 10 Willi»ir!ei «auhsl-ult>>'ii'>ich 'l>. - »?ll!,i!'»i!'i,,c Bud^niüiruhc» brdcliir! nlrichzrilin a»f!letr»b!> ^.^^^ß^^^^^m ^^ * ^B ^. ^^ A.^^^^^^^1 Ö7B) 42-2 Hinematograph Pfltim (früher Edison). I 'rojjrainm vom 10. bis 12. März 1909: 1.) Lehman« ist nicht tot. (Komisch.) — 2.) Falkenjagd. (Interessante Naturaufnahme.) — X.) Die Geisterhöhle. (Phantasie.) 4.) Ein Duell im 17. Jahrhundert. (Drama. Prachtvolle, lange dauernde Projektion in 2h Bildern und fünf Szenen: 1. Das Duell. II. Der Polizeipräsident wird verhöhnt. III. Ein gestörtes Vesperbrot. IV. Der Richtplatz. V. Der Kardinal ltichclieu verweigert seine Gnade.) — f>. • Der kleine Spitzbube. (Sehr komisch.) Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liesst ein Prospcll über das soeben in Liefeiungeu erscheinende Pracht» werk: Im Wandel der Jahrtausende, eine Weltsseschichte m Wort und Bild. von den frühesten Zeiten bis zur Geamwart reichend. Herausgegeben von Dr. Albrecht Wirth b" Das Laibacher Zeitung Nr. 56. 486 10. März 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 9. März 1909. Die notierte» Nurse verstehen sich in Kronenwährnng. Tic Nuticrnna. sämtlicher Aktien nnd drr »Diversen Lose» versteht sich per Stück. > Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Nenle: 4"/n tonuer. steuerfrei, Kronen l (Mai-Äuv,) per .Nasse , .! 94 zo 94 5»n delto l>^änn Juli) per Nasse! 94^5 34 45, 4'2«/„ 0, W, Noten lFcbr, Äug.) pe? Kasse......97 9a 98 10 4'2"/„ », W, Silber (AprilOlt.) V«r Kasse......! 97 95 «8',5 ,8S0er Etaatilose 500 fl. 4"/„ ,54 85 15« »5 l»»!«el „ 100 fl. 4°/„ 20U5U213'->0 18«4er ., 100 fl. . . ^8'-!272'— l«64er ., 50 fl. . . !,»«« 272 - Tom-Pfandbr, 5 120 fl, 5"/„ 290 294 — Staatsschuld der im llieichsrate vertretenen Königreiche uud Länder. c?csterr, «Yulorente steurrfr,, Gold per »ajs« , . . . 4"/« 115 - 115 L0 vcsterr, Rente in Kronenwäl^. stcucrsrri. per Kas,e, 4«/„ 9« 30 9< 5« dctlo per Uüimo , . 4«/,, 9425 !»4 45 Oest, InvcstiliunsRente, fteuer- frei. Kr, per Kasse 3'/,°/» 84-«, »4 5« »lsenbah«. l Ltaatsschulducrschreibnngrn. Elisabeth.'>al,n i, G,, steuerfrei, zu 10,000 fl, , , 4"/„ Il4 10 l15 10 Franz Ioseph-Vahn, in Silber i llk'30 li'.» 30 Galizische Narl Audwig-Äahn ! ldiv. Tt,) ftronen , 4"/„ 94 90 95 !»n Rudolf «aim, in nronenwähr, > steuerfrei, idiv, St,) , 4"/«! Sb 4b 96 ^5 Vorarlberg« Bahn, steuerfrei. 4ahn> Vriori<ätö.Oblia.a«ionen. ! Äühm, Wcstl'al!» Em, 1 »!'5, 400, , ^00» n, 10 . Silber, 4"/„ , Ub'15 96 15 Unss-Oaliz Bah» 2N<> fl. S. 5," „ 1«>4— K»b — dctto -iuo u, 50UN K Ä'/,°/n 8S'«N «780 Vorarlberaer Äah» Em, 18«t (biv. Et). Silber. 4"/« , 9b'2b> 36 !i5 Staatsschuld der Länder der ungarischen itrone. 4"/„ ung. Gllldrente per Kasse . Ill ^ lil'2« 4",„ detto per Ultimo 111 - ^lllüo 4"/„ una, Rente in Krmienwähr., ! steuerfrei, per Nasse . . 91'40! 9l«0 4"/,. delto per Ultimo 9i'!<5 <>I 55 3'/,"/,, detto per »asse . »2 !5 «2ü5 Ung, Prämienanleihe -l 100 fl. t>.« 5>> l üe 5,0 detto il 50 fl. 192 5«»>!!'»> !>u Thein..«ea,-^o!« 4"/„. , , ,143-147- 4"/„ UN«, lroat. u, !I(1 Orunbentl, Obligationen .... 9375 9475, Andere öffentl. Anlehen. Vusn, Landesanlshe» (div> 4"/„ 91'7b> 92 75 Boen-bcrcess, liisenl',-Landes- ! Änlehen ,div,> 4>//'/<> - ^ "'4l>, 9845 5"/« Dunan-Reg-Anlehen 1878 «03 20! — — Wiener Vcrlehrianlehrn ^"/„ , «b 35! 9635 detto 1900 4"/« !!ü'4b !!»> 45 «nlehen der Stadt Wien , . !l»'3—' ,0, detto lS. odei V.) 1874!l2l 0b 1^205 dettu (l»94)..... 93'U« 94-30 detto iGas» v. I, 189» , 95'35 9« 35 detto (Eleltr., u. I 1W0 94'!ib !»5 !>5 dctto lI'w. A,,U, I. 19U2 95'40 96 40 detto v, I. 1!»08 , . . üb 40 W 15 Vörienbau Anlehen vcrlosli. 4"/„ 3b,«<» 96 «0 Russische Slaalöanl. u, I, 1!»US f. ,0« X per Nasse . 5"/„ —'— —-— dettu per Ultimo 5"/„ W'50 97 — Bulg, Slaate-Hlipothelaranleheu! ! 189Ä 6"/,^ 120 25 t'^1 !i5, ! «eld Ware «ula, Staats Goldaulcihe «NU7 f, I0««ronen. . 4>//'/<, «»''^ «750 Pfandbriefe usw. ! Vodenlredi!, allq, üstcrr,, in 5N ! Ial,rr,i vcrluebar . 4"/« !>3 »0i 94!)0 Vöhm, HliputlMnb,, uerl, 4"/„ ««'75 9775 Zentral,-Bod,-ttred..«l.,o'sterr,, -»5 Jahre verl. . 4>//'/n l0l — 102 - elto «5 I. verl, , . 4"/„ 9S'b<> »7 50 Nled,-Intt,,üsterr,,f,Verl.-Un<,> u. üffcntl. Aid. «at./^ 4'Vn U4 25 !»5'!i5 Landesu. d. »öniar, Oalizir» u. Lodum., 57 >/2 I. riictz. 4"/« '-»350 !'4'50 Miihr. Hupolheleuli,, uci-I, 4i'V„ !»5'7» !>6 70 «,-0sterr,Lanbss.Ht,p,-Anst,4"/„ !'«'5U 37l>0 dettl>inl!,^"/nBr.uerl. »>/,,",„ ««" ^^ dctto K, Schuldsch, uerl, »V/V,, «»'" " ^ dctlo vcrl.....4°/„ 96'25> 97 25> Oeslerr, u»g, VanI, 50 Jahre verl,, 4"/„ u, W, ... !'7'6« W«0 delto 4",., »roncn-W, . . !»«l,u 9!i'5<> Eparl,, Ersteüst,,«!0I,!vcrl.4'Vc, !»!>'- - - Eisenbahn-Prioritäts-Oliligationen. Oeftcn' NurdwcstbnhnLNofl. 3. Wl - KG-Tlnalobahn 5,<>N Fr. . , , , 400 - 407' Lüdbah,! i», !<"/„ Iäuner-^Uli 50» ssr. lpcr St.) . . , 28»-- '""" Vüdbahn k 5"/„ 200 fl. S.o.O. 1l8'«««!> !l'>ü 5<^2?l 5» 5"/„ Donau Neaul, Lose 1U9 il, 260 -,26,;-. Serb,Präin, An!,P, t<>0Fr, 2"/, 8« «5 '.»4 «5 Unverzinsliche l!«se. ^ Vudap, Basilika (Dombani 5 fl, 2«-b0! 2«50 «rcdillose ion fl...... 464— 474 — LlaruLose ^0 fl, lr,-M, , . !145 — ,55 — Ofeuer Lose 40 sl...... 212 — 222'" Palfsy Lose 40 fl, tt,-M. . . Nil — fl. 51 — 55' - Rote» Kreuz, »na. Ges. »., 5 fl, 30 — 32 — Rudolf L^!c !N sl...... «6'— 70- SalmLule 40 sl. K-M, . , 24Ü— 256-Türl, E, «,-Äl»,.Präm,-Obl>t,, «0 Fr, pcr .«asje , , 1«4 25 ,«5 2l> delta per Mcftio . , , i«:i'75 ,«4'7i> Geld War, Wiener Komin,-Lose v. I, 1«74 483— 49« ^ Gew, Schd, 3"/„ Präin, Schuld, d.Äode»lr,.Anst, (tm, 1«»9 7050 74 5« Altien. Tranöportunternehmnnntn, Aussiss Tepüücr , 500 fl. 2240 - 22b2 - Mhmiiche Nurdbahn 150 fl. , 401'50 40,'l' V»,cht»!,rader(ti!b.5,«0fl,K,-M, 2730 — 2740 — betto 50- K60- sserdiüands.'.'turdb. 1000 fl. KM. 5180 — 5210-Kalchnu - Oberucracr Eisenbahn 20« fl. E....... »b«'- U57 50 Lrml>, Czern, Iassn-Eissubahn- Gcsclllchalt, 200 fl. S. . b52 — K5L - Lluud, üsterr., 400 Kronen , , 4l« - 418 — ves!err.«urdwestbllh!!,200f!.L. 444— 446- ditlo ,!it, !<) ^«Nfl. V.p. Ult, 444-j 445»- Vran-Tuxerliisenb, iN0fl,al>nsl. 2!!!—, 220 ^lant^iseul', ^00 fl, N, per Ult, 674 25, 675 ^5 Tudbahn '^00 fl E, per Ultimo 101 75 102 75 Südnurddeiüiche Velbindnngsl), liO» f!, «,-M..... 3!!4- - »96- Transportli/sellschaf!, internal,, A, O,, 200 Kronen , , . 110- 115 -U,! 447 50 44!< — (5ölumpte - Mesellschaft, nieder- österreichische. 400 Kronen 580— 581- «iru », Kasseiw. Wr. 200 fl, 451— 453 — H»p!)tl,rl!-nl!l., üst,. ^NOKr, 5"/„ 28b— 28U'- Lcn>delba»l, öst , 200 fl,, p, Kasse ------- delto per Ullimu 43350 4345«! .Merkur». Wechselst!,!,, Allic». Wescllschnst, ^00 fl, , . . N00'— 6<>4' Oesterr,!i»n,Ba»l, 14U0Kiuueu 1764— ,?74- Uniunbanl. «»<» sl..... 534 50 5355,0 Uüiunlmul, I,ühmi!che, 100 fl, , 246- 247— HellelM'l'aul, alla,, 14<> fl, , 8i0'- 34l 5>o ! <«eld l Wal e I»d»stric>!ntclnelMU»ilcn. Vanqriell'chaf!, nllsscm, üsterr,, 10« !l........ 173' >7b - Vri^e, «uhlenbernl'a» Gcjellsch. l00 II........ s>!>b- 70U' - Eisrnlmhiwerlclirs-'.'lust,, öslcrr.. 100 s!........ 409 - 4!U'"' Eisenl,al,nw.-Le!ha.,erl!e, 10Nfl. il00- :05^ »lilbemnhl», Papierfabril nnd Verl. Gesrllschaft, 1«0 fl. . 177 — 178 - Eleltr.-Ges., allaüstcrr., ^ONsl. 3»9'— 390«» r,Mel., intern,, ^00 fl. . —— — ^" Elellr, Älüen Ges,. vereinigte . 20»'— "l'37 - 104,1 — Liesingei ^raikvei 100 sl. , , Lift — ül9'^ Montan Mes, öst, alpine, 100fl, 63075 63!'?» »Polbi - Hülle». Tieg,'Ia.us!stahl- F, Alt-Oesellschas!. 200 sl, 4!0 - 4l3 — Prasser luseninbnstrienesellschaft 200 fl........ 2350 — 23«N' - Nima Muranu Salao-Tarjaner Cüenw >«0 fl..... 522 50 523 50 2al^,u Tarj, Lteiulohlen 100 fl. 5,55 — !>50 »l» «Lchlüaelmnlil», Papiers., lioosl, 302— 306-'Lchubuica., A -O, für Petrol,- Industrie, l>0„ K,u»e» , 402'- 40«''" «L!clircr»!Ül>I», Papiersabril u. !leraer Zieaelf, Ätt,-^es, 6«5'- »87 "<> Devisen. Nurzc dichte» und VcheckS. Amsterdam...... l«7'75 l!'»u^ Dentsche Vanlplähc . . , . !16 !»k' 1>7 >^. Ilalicuische «anlplähe , , , <>4'6» !"^' London........ li3ü'«0 u-!l> >" Pari«......... Ü5O5» !'^ l!"' Lt. Petersburg...... 252- ^^'^, Zürich und Vase!..... Ü5.N7 '.'ü ^ Valuten. Dnlaieu........ 1133 ^ N'^? !i« Fraulcn Llücle..... 1903 19'w' ^N-MarlStücle...... 2342^ 23^« Tenlsche ReichOIianlnotcn , , 11«!!»^' >^ ''^ .ltalirnisclie Vanluotcn , , , 94l>0 »4 ^^ Rnl,e, Noten....... ^52'! 2'b» Ein» und Verkauf v«i Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Versicherung;. JT. O. Mayer Bank- uticl Wechsltirjg^eschÄst I.^riitonori, StHtnrtr-iHN<», Privat-Depots (Safe-Deposits) unter eigenem Verschluß der Partei* Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Kirrent und auf filro-Kutt,