»tannmmiioM - Prnsk Fiir Laibach «.Bamberg) 3nfrrlion»iirti|t: tiit bit eiiifpallige Petit»eilc 3 k> 6ti zweimaliger Einschallung L 5 fr. breimal L 7 Ir. 3nfcttioneI jeteteial 30 ft iiei gtččeren Onfereten nnb dfteret činfcitlja cbenfalls dcr Ansang vom Ende. Dic-jcnige Nationalitat, ivclchc dort bic Herrschaft fiihrt unb roelchc der Begriff deS imgarischen StnatcS ausfiillt, hcitte auSgetcbt in dem Augenbticke, mo sich der FtzdcraliSmiiS festsetzte, unb roenn n ud) Vor-urtheile gegen bic Echmaben tjin unb toicbcr bies einzelne verkennen laffen sollte, bic Nation unb ihre Staatsmanncr roerben eS nicht verkennen. Man macht un« noch allerhand anberc Ein-toeubungen unb sdicint uns im giittidjen Wege boch Don utifcrem Jrrthume zuruckfiihren zu wollen; ba wcist man 5. B auf bic Schweiz hin unb sucht die Moglichkeit des FSderaliSnius fiir Oesterreich a« ihr zu cnrrifcti. (Ja die Schwei;!) Venn btr Analogic iiur nicht die Hauptsachc fehltc, ncirnlid): die Analogic. Jch will nicht eriuncrn, dah Oesterreich keine anerkannte europaische NeulralitSt genicht unb nicht genietzen fann, wcil seine Existenz barauf bafirt ist, dah es Grohstaat bleibt; id) will nicht barauf poin-tiren, dah die Schwciz crst dnrch den Untcrschicd ihrcr Vcrfassung gegeniiber ben Verfassungen jener Sander existirt, bic an sie grenjen, unb dah sic burch die Eiscrsncht dieser Machtc crhaltcn wird, wcil die Schwciz die Militar-Passagc fur Frankrcich, roic fiir Jtalien ist. Jch will nidjt barauf hinweisen, dah bic Schweiz, unter ihrer r.Publikanisd)cii Ver-fassnug seit Jahrhuubcrtcn lebenb, nicht cine ctno-grafifdje, aber boch cine politischc Nation gefchaffcu hat, unb bah sich bort jrbcr Franzose, jeber Deutsche, jeber Jtaliencr als Schweizer weitz; in Oesterreich, Habe id) schon gesagt, ocrmiffc id) das. Aber auf eincn Unterfchicb will id) aufmerffam madjctt unb dcr fchcint mir bcr wcsentlichstc unb tier zcr-ftort eben jebe Analogic: bic Schweiz ist bcwohnt °on brei grohcn Kultur-Nationen, unb wad bas bc-deuten soli, wohl wirb jebcm cinleuchtenb fein; bcr Deutsche, dcr in Gcns lcbt, dcr Franzose, der in Tessin lebt; er mag baburd) zu einem Franzosen, iu einem Jtaliencr wcrbcn, er gchort immer roiebcr kincr grohcn Kultur-Nation an, er bteibt immer toieber mitten im Vcrkchrc bcr Viilker, iiberall ver-stanben, wo Bildnng t)crrsd)t, er bteibt mitten im ^ebcn bcr grohen europaifchcn Gescllschaft; rocnbeti Sic bas auf unferc nationalen Berhaltnisse an, unb fogen Sie mir, ob bcr Deutsche Berhaltnisse hier finbet, wo er sich mit bem Schweizer oergleichcn laht. (Rnfc: Schr gut!) Aber, sagt man mis, Jhr haltct so sest. i° lachcrtid) scst an biefer Bcrfafsnng, mit bcr d»ch bic meistcn Botkcr nicht zufricbcn sinb ; ja Weine Herren, leibcr, leiber ist cs so, teiber zcigen die Erschcinungcn, bag nicht a lie VSlkcr jufricben sinb, aber ich mu§ auch eincs bemerfen: Bci bem Terrorismus, mit bem man biefe Setter hinter sich herfiihrt, ist mir immer noch nicht recht klar, roie viet ans biefen Vvlkem benn nicht befriebigt find. Aber fur gcwih angtnommen, roie ich wohl roei§, sic sinb nicht befriedigt, bauu stclle ich bie Srage ben Herren gegenuber: was benn sie fur cin Programm haben, das allc befricbigen rourbe? Eines Haben wir fchon gehiirt, bas uns gcwih nicht befriebigt, aber bie fetbft roaren unter einanber nicht befriebigt, benn was wird benn gcplant? Wahrcnb man hier anS einem fogenannten nationalen Hrrcdjte Lanber zerfchlagen unb ncuc barauS fchaffcn mSchle, will »man in BSHmcn bic b>)h-mifchc Krone, bas dohrnischc Staatsrcd)t, bahcr cin historischcs Rcd)t, herftellcn; in Bohrncn traumt man von einem biShmifchen ©eneraUanbtage unb Vcrcinigung alter bohmischcn Lanber auf Kosten jencs nationalen UrrechteS, bas boch auch fur bie Deutsche« bestehen solllc, unb man begnugt sich allcrdingS, biefe Pcrcinigung nur fur Mahrcn unb Schlcsicn anzusprcchcn; htitte man bie Beschciben-hcit be« Herrn Dr. VoZnjak, man rourbe, roic schon gesagt rourbe, bie Lausitz, man rourbe Thcite uon Polrn unb Branbcuburg begehren. (Heiterkeit.) Was ware die Folge btr Akzeptation bcs bShmi-sdjcn Staatsrcdites? Die Folgc ware cin eben so uimbhtingiges Gatizien ; datz bcr russischc Bar seine Tatzc gtcid) ans biescS Gatizien legen rourbe, bah bie Herren Rcsotutionisten unb Smotka'schcn De-motraten in Sibiricn bcr Berlcgcnycit iiberhobcn waren, ben ostcrreichischen Reichsrath zu desdiicken, (antoucrnbe Hcitcrfcit) ist klar, aber mehr uoch: bas bbhmifche Slaatsrecht unb der bohinischc <8cne-rat«tianbtag hat cine BorauSsetzung, vor der ben Herren auf jener Bank etwas bangc wcrbcn sollte, benn der bohmische ©encraltaiibtag hat eincn Ge-ncrattaiibtag in Wien zur BorauSsetzung, unb sie roirft man unS gtcid) zur Scute hin, roenn man jcncu ihr bohmisches SlaatSred)t nur gcroahvtc. Die czcd)isd)e Nation fann nicht so roeit gehcn, Oesterreich so aufzutosen, bah cS verant-roorttidjc Minister in Obcr- unb Niebcrbstcrreich, in Salzburg unb roeih Gott wo iiberall noch hotte. Die ezechische Nation plant ihreti ©cnerallaubtag unb sic iibcrlaht nns bcreitroitlig ben Gcncrallan btag in Wien, unb bah sie ban 11 erst recht germanisiren roiirbcn unb auf ben § 19 nicht mehr artifuliren biirften, daS fbnuten sie sich an den Fingcni ab= zahlen. Wiirden unscre Gegncr sich nicht ihre ober-ften Grunbsatze nach Wiinschm romantifcher Ge-suhlc unb Erinucrnngen non vornc herein konstru-ircn unb von so fonstruirten Grunbsatzen bie That-sachen bcrselben assimiliren rootten, roiirbcn sie cinen inbuktivcn Weg einschtagen, roiirbcn sic com Konkreten auf baS Allgerneinc schliehcn, unb nicht um-getehrt, wiirden sic die einzetncn Berhaltnisse prii-fen unb erroagen, roiirbcn sie auf bic Gcschichte, auf die Bevvlkcrnngszahlen, auf die Berthcilung bcr Bevolkcrung, kurz, roiirbcn fie auf a tie Um-stanbe Niidsidjt nehmcn, sie wiirden zu einem an-beren Schlnsic fommcn unb zu gcsunbcreit unb praftifchercn Strebungcn. Dazu gchort aber alter-bings VeibenidjaftSlosigteit unb btr Wille, bie Wahr-heit zu finben, unb teiber vermissc ich bensetben. Die Unruhen in Dalmatien. Die ..Tr. Ztg." schrcibt: Das in Marburg befiudtiche 9. unb bas in Graz sich retrutirenbe 27. Jagerbataillon sinb ebenfalls auf ben KricgS-stanb gesctzt roorben. — Die ttirfifche Rcgierung hat mit Bezug auf bie Unruhen in Dalmatien die Mitthcilung nach Wien getangcn taffen, bah sie die Grcnzspcrrc ftrcng aufrechterhatten roirb. — Am 9. b. rourbe cin Llvybbampfcr, roeldicr Sotbaten unb i?riegsuiateriat in Kattaro auSfchiffcn rootite, von ben aufriihrcrifchen Baucrn mit Flintcnfchiissen em-pfangcn unb muhte ben Hafen fchtcunigst vertasscn. — Im Einklange mit ben fur Dalmatien bereitS besteheubeu Anorbnungcn rourbe auch die Sendung von Waffen unb Munitioiisgegenstanden nach Montenegro cingesteCt. — Sorgestcrn find 400 Mann zur Complctirung deS Negimcntcs Hartung nach Dalmatien abgegangen. — Einem umtaufenben ®t-riichtc jufolge, bas sich jeboch hoffenttich nicht be-statigen roirb, feien cin Obcrst unb cin Adjutant — man jagt, vom Regimente Ernst — roetche den batmat. Jnsurgenten in muthiger Hattung entgegen-tratcn, von bensetben getdbtet roorben. Politische Rundschau. Laibach, 18. Oktober. Zwischcn Bresti, Lonyay unb bcr National-bank sinb SSerhanbtungen rccgen Regelung bcr Bantfrage cingclcitet. Wir haben vor einigen Wochcn berichtct, bah dcr ©tatthalterposten in ©teicrinart nicht bem Gra;er iBiirgermeister v. Frank, sonbern cincm Kavalier zugedacht sei, bcssen potitischer Gesinnnng cin gewisscr Grad LiberatismuS anhaftet; heutc wird biefe Mitthcilung dahin erganzt, dah der Lan-deSchcf von Karnten, Freiherr v. $ ii b c d,. bis vor ctroa cin unb einem hatben Jahre in Gorz, zum Nadjfolger bcs Freiherrn von Meesery auS-erschcn fein fotl. (W. T.) Dcr „Ungarifd)c Lloyd" fonstatirt in einem Leitartikel, bah lliigarn nach ciner fchlcctjten Eritte unb ohnc AuSsicht auf Exporthandcl nicht die Mit-tel Habe, ncuc Unlcrnchmungcn zn gvunben, auch nicht die Mittel, die Einzahlungcn fiir bereitS gc-grunbete Untcrnehmungen ;u befchafscn. DeShalb gebe eS nur noch cinen Rettungsanfcr, die Liquidation. llnd zroar fotten tiquibiren bic Untcrnehmungen, bci benen burd) ertittene Bertuste bcr BermSgensbcstand^ vcrringert ist, unb sotche, beren Akticn noch in Sinbikatcn ruhcn. Nach ciner glanzcnben Rebe Olozaga's gauen die Kortes die Ermachtigung zur gcrichtlichen Bersolgung von 17 Depntirten. Ein Schritt, der noch kiirzlich im krainischen Land* tage befampst rourbe, ist gegenroartig von der T irrkei gethan worbcn. Das ncuc, von her bortigen Re-gicrung erlaffene Schulgcsctz macht ben llnter« rich t in ben Elementarschulen obligator if ch. Das Gcsctz cnthatt genauc Bcstimmnngcn sorooht iiber etroaigc Ausnahmssallc, bic zu gcstatten feien, als auch iiber bie Kontrole, roclche von den Bc-Htirden hinsichttich dcr Bcobachtuvg dcs Gcsctzcs zu iibeit fei, sowie iibev die Zwangsmittel, welche ge-gen nachlassige Eltern anzuwendcn seien. Die Ele-mentarschulen sollen entweder mtiselmannifdi obcr christlich sein, je nach btm Charakter der Bcvolkerung, fur welche fie beftimmt find, dagegcn sollen dicjeni-gen Anstalten, welche ihre Zoglingc fitr den Bcsuch der Lizeen vorbereiten, einen gemischten Charakter tragen und ebensowohl muselmannische alS christ-liche ZLglinge aufnehmen. Meuschhett mangelt, datz schlietzlich Licht und Auf-1 Bersammluug, Nadhniittag 2 Uhr Festtafel. Am 1. Ro Zur Tagesgeschichte. — EineinTelegramm aus Kairo zusolge wer-den daselbst fur den Aufenthalt Sr. Majestat des Kaisers von O e st e r r e i ch die umfassendsten Bor-bereitungen getroffen; man sieht der Anknnft dessclben fur den 7. oder 8. November entgegen. Der Nilreise des Monarchen bis zum ersten Katarakt soll cine volle Woche (9. bis 16. November) geroibmet werden, wo-rauf die Abreise nach Port Said zu den Feierlichkci-ten am Suezkaual erfolgt. — Stefan Szilassy, cin zwanzigjahriger Bursche aus Gyomro, hat dieser Tage seinen Bater crmordet. Er lebte mit seinem trunksiichtigen Vater in sortwahrendeni Zank und beschlotz, auf den Rath eines Nachbars, bent er seine Lage ftagte, den Vater zu erschietzen. Da auf einen Pistolenschus; der Bater nicht sosort ftarb, tcbtcte der Morder sein Opser mit cinetn Handbeile volleuds unb verdargdann die Seiche int Static unter eiitcrn grotzen Haufcu von Kulnrnz-stengeln. Der Morder ist cin briinetter hiibscher Bursche uud hat seine schreckliche That ohite die ntinbefte Anfre-gung bent ©erichte erzahlt. klarung aitch in unferem schonen Hcimatlande liber Finsternih uud Geistesdruck obsiegen mitsse." Laibach zc. it. — (Gelegentlich des Abschiedes des Abgeordneten Herrn Hosrath Dr. Klun) von Laibach, vcrsatnmclte sich cine Anzahl von Ge-sinuungsgenosseit der verschiedensten Kreise am Freitag Abends im Klubzimnier der Kasinv-Restauration, rntt bent scheidenden Parteigenossen im trauteu Freundes-kreise die Ancrkennung slit sein Wirken auszusprecheu und des Vertraueus zu versicheru. Das; eS bei solchen Gelegenheiten an Tischreden nicht sehlte, brauchen wir wohl nicht erst zu versicheru. Abgeordneter Deschmann brachte den ersten Spruch aus auf den Maun, der alles, was er geworden, aus sich selbst gewordeu set. Er gab cine Skizze seines Lebenslauses, welches, mit Miihsal und Kamps urn des Lebens Noth begonnen, erst in Folge des vielen angesammelten Wissetts und dessen Berwerthung sich zu cittern freundlicheren gestal-tete. Er erwahnte die Berdienste Kluns um die Schule, rntt die ©eschidjte bež Landes, sowie auch seines mann-hafteu Einstehens fitr die ©ache des FortschrittS, als er in der Schulsrage im Reichsrathc sprach. Dr. Klun knupste in seiner Anlwort, in welcher er seinen Dank stir die tiiele thin bewieseue Frennbschast aussprach, an Deschmauns Worte an unb ergauzte dessen biograsische Skizze mit Ansiihrnng ber interessanten, aber gewitz wenig bekanuieu Thatsache, dah er seinen Bildungs-gattg als Setzer in der Eger'schen Bvchdruckerei be- gamt uud erst spater dutch bie Unterstiitzuug ties On- kels DeschmaunS zum Studieren kam. Klun sprach sobann iiber die gcgeiiwartige politische Situation, iiber bie AusgleichSfrage, wobei er cin festes, eitt entfchiebe Zwifchen bent Grafen vou Beaumont und dent Fiirsten Metternich sand in Kolu cin D it e l l | net? Beharren auf der Berfaffung bctoiite uud die Par-ftatt. Der Fiirst wurde leicht verwundet. (Der Graf, teigenoffeit zur Ausdauer mit den Wvrten aneiserte: von Beanmont hatte unter den Papieren seiner Frau, j Wir werden stegen, weil wir fiegeit miissen! Auch in durch die er mit dent Marschall Mac Mahon, der Familie Sina u. s. w. verschwagert ist, Briese von mehreren Herreu der Pariser Gesellschaft gefuudeu, die ihn veranlatzten, letztere aus die in diefen Kreisen iib-liche Art zur Rechenschast zu ziehen. Das „Jonrnal be Siege" meldet eiiteit iiujjcrft der Schweiz Habe die Bersassung cine Opposition ge-suubeit, ben ©onberbuttb, man Habe jcboch nicht bie Verfafsuug reuidirt uud auch keincn Ausgleich gefucht, fondern man beharrte auf der Berfaffung und siegte, unb heute hat die Berfaffung daselbst fcine Gegner, , keine Opposition uiehr. Reicher Beisall solgte dieser erbaulichen Borfall. Kiirzlich wurde ber Herr Psarrer von geistreichen Tischrede, welcher cine Reihe audercr solgte«, A tie in Belaien weaen Anariffs auf die Schamhaftig- auf Desckmanu. auf ben Biirncrmeiftcr auf deu Abaeorb- Aye iti Belgien wegen Angriffs auf die Schamhastig-feit von Madchen unter 14 Jahren gerichtlich verur-theilt. Trotz dieser Berurtheitung fanden es die geist-lichett Borgesetzten dieses wiirdigen Hirten stir auge-ntefsett, ihn in seinem geistlichen Amte zu belassen. auf Deschmann, auf ben Biirgermeister auf deu Abgeordneten v. Kaltenegger, anf die ausbauentde, im Gefiihle des Kampses fitr bie gute Sache selbst vor Jnsulten im Landtagssaale nicht zuriickschreckende zahe, versas-snngStreue Landtagsminoritat, aus das Biirgerthum, Darum bestieg er auch am Sonntag darauf wohlge-; auf tie Stadt Laibach, auf AnastasiuS Griin, den Sanger tnuth die Kanzel und hiett seiner ©emeinde cine sal-ber Freiheit, auf den jeder Krainer Ursache Habe stol. bnngsvolle Predigt iiber — Jngeuderziehung. Lokal- unb Provinzial-Angelegenheiteu. Lokal-Chronik. — ((Sine Bertraueusadresse.) Hosrath Dr. Klnn erhiclt am Tage vor seiner Abreise von \ stent von Herrn Ehrseld hier erne Bertrauensadresse, welche ausschlietzlich von I siud burchwegs neu restaurirt uud zwar in ausgezetch Handelskammerwahlern unterfertigt war. Die Adresse! ueter Weise, so dah Vieselben in Reichthum, Eleganz tragt 147 Unterschriftett, darunter die ersten Handels-1 unb Geschmack ber Atisstattuug uichtS zu wiinschen strmeti ber Stadt Laibach. Der Wortlaut dieser iibrig lasseu. Auch die innere Einrtchtuttg an Mobi- ; zu sein, auf Kromer, ben unertititdUchen Kautpeit siir * ; Jortschritt und Gesittung tin Baterlande, auf Kaiser-j seld, bett Prasibeuten des Abgeordnetenhauses, welche ■ a lie luit dem ungetheiltesten Beifalle aufgenonintm ; lmirben. (Sint spate Abendstuude erst treimte die ani-j mirte Gesellschaft. (Die Kasiuorestauratio n) wurde gc-eriSffnet. Die Lokalitaten Der Adresse ist solgender: „Die Anschauitngen dee Majoritat der Laibacher Handels- unb Gewerbekammer stintmeit keineswegs mit den liberalen Prinzipien iiberein, welche der intettigente Theil des Handels- und Gewerbestandes in Krain zu den seinigen gemacht hat und die von Ew. Hochwohlgebo-ren tit Jhrer Stellung als Reichsrathc abgeordneter und als Funktionar der Regierung im Jnteresse Oesterreichs und unseres engcrcn Baterlaudes mit Beharrlichkeit ver-fochteu werden. Die Gesertigten siihlensich baher veranlatzt, EnerHochwohlgeboren den warmstenDank und die volleste Ancrkennung siir das wackere Einstehen siir Freiheit und Rccht auszudriicken und die ausmunternde Zu-versicht beizusiigen, dah der beharrlichen Thatigkeit siir sreiheitlichc Entwicklnng anf dem Gebiete des Handels und Gcwerbes auch int Lande Krain die allseitige An-erfemumg zn Theil werden mufi, menu auch derzeit licit, Geschirr uud Wasche ist retch und geschmackvoll. Durch Hinzusligung zweicr diSher als Wohmtug bc-uiitzter Zimmer ist auch siir Naum geniigenb gesorgt, unb dainit, datz Herr Ehrseld das cine Zimmer als Klubzirnmer siir geschlosscue Gesellschasten re-servirt, hat er cittern lattg gefiihlteit Bediirsitisse abge-holsen. Da Herr Ehrseld sein schon in der „golde-neit Schnalle" erworbenes Renommee, stets durch gute Gelranke und Speisen siir seine ©čiste zn sorgcu, sich im Kastno ebenfalls behanpteu wird, so dars dem unternehmenden Wirthe cine sehr gnnstige Borhersage gestettt werden. Jedensalls verdankt ihm Laibach seine elegauteste Gasthausreftauration. — (Die z m e i t e Bersammlnng von Berg- und Httttenmcinnern) stndet am 31 ten Oktober und 1. November I. I. in Laibach stalt. Das Programm der Bersammlting ist solgcndermatzen be-einer von "den Fesseln alter Bornrtheile besaitgeiteit I ftiutmt: Am 30. Abends gegmseitige Begriitzung in Fraktion das Vcrstandnitz stir bie hochstcn Giiter ber i bett trn teren Kasinolokalitciten. Am 31. Bormittag vember Bormittag Bersammlnng, Nachmittags Besuch cines benachbarten indnstriellen Etablissements. Abends Kommers im Kastno. Unter den sachmannischen Fra-gett, welche zur Erurteruug kommen werden, sinden sich Borschlage zur Resormirung der Brnderladen, Re-formfragett bed Berggcsctzes und Anregnng ber Idee zur Bildnng cities krainischcn berg- und hiittenman« schen Bereins. — (Die Snbstitnirnng der ©telle ei tteS provisorischen Distriktsarztes) in Laibach wnrde von der Landesregiernng dem hiefigett Privatarzte Dr. Mader Ubertragen. — (Frtihzeitiger Winter.) SJiach dem heftigen Sirokalsturme, der gestern den ganzen Tag aithielt und heute Nachts von starken Regengiissen be-gleitet war, stellte sich in der Frith uni 4 Uhr ein Wettersturz mit eittent Sturme aus Nord cut. d^ach 5 Uhr cntlud sich sobann durch cine Stuude eitt fur diese JahreSzeit nngewohnliches Gewitter mit lattg rollenden Donncrschlagcn. lint 7 '/2 Uhr begann es zu schtteien, wahrend bes bichtesteu Schneesalles enttub sich spater um 9 Uhr eitt zweiteS ©emitter mit i» liiugerett Pausen crfolgcubcit elektrischcn ©ittlabuugeit. Der Schneesall halt an, uud es hat die Schtteedccke bereits die Machtigkeit von 2 Zott erreicht. Die Lanb-baume bengeit sich, tiiele davon brechcit unter der schweren Last. Ein so srnhzeitiger Schneesall wurde in ber ©bene von Laibach feit bent 15. Oktober 1837 nicht bcobachtet. — ^BIitzs ch lag.) Heute Morgens fchlug ber Blitz zweitnal int Kastell ein. Das erste mat auf ber Thurrnseite unb das zweite tnal auf der nordostlichen Skite. - (G efnndcn.) Im Lause der vorigenWoche wurde hier ein grujjercr ©cldbctrag gefunbett. Der Berlusttrager wolle sich biesfalls bcittt Stadtmagistrate anfragen. —- (D a L e b 1 e S ch achspiel,) welches auch in Laibach cine fcetrachtliche Aujahl vou Freunbeit zahlt, nimmt neuerer Zcit einen rccht erfreulichen Aus-schwuug in unfercr Stadt. Es werden soebett vvn Schachfretiitden Schachabende mit KonsultationSpartien arrangirt, die sehr viel Beisall von Scitctt der Be-theiligtett sinden. — (Die © o 11 s cheer und der A b g e ord-itete ©ve tec.) In der ©tadt © o 11 s chee herrscht grower Uitroille iiber bett Abgeorbncten LnkaS ©Oetec, wcil er jiingst int Landtagc zu Kroliters ‘Sorten: „Die Gottscheer stehen wic ein Maim fitr die deutsche ©ache ein," die Bemerknng fallen lies;: „Das ist nicht war" (To ni res). (Siuige Biirger uerlaugten, man mbge deu Abgeorbneteu ber dcutschcn Landgeincinden deS BcztrkcS ©ottfchee ob dieser Berdcichtigung ihrer deutschen Gesiunung dcS (ShrenbiirgerrcchtcS der ©tadt ©ottfchee siir verlustig erftaren, womit ihm fcinerzeit der Eiutritt in bett fraittifchen Landtag eroffuet wor-bcit war. Befounene Manner nteiueit jedoch, Herr Svetec fei eitt fvlcher Tansendkunstler in der So-sistik, datz er in der Lage fei, haarscharf zu bewcisen, er Habe bie beutfchen Gottscheer durch sein „Ni res" nicht beleibtgt, sonbent oielntehr geehrt. In biefer An-fchattmtg biirfteit die Biirger von Gottschee mtch durch die in ber letzten Laublagssitznug von ihm vorgebrachteu AuSfiihruttgen bestarkt werden, dettu dicsntal erl'lart er sogar, das; sein Borwurs: „die Aciuoritat Habe bett Berstand verlorcn," dnrchans nichts bcleidigendes cut* hatte. Mag baher der Unwillc der Gottscheer a itch ein vollkommcn gcrechter unb bei Mannertt von Bildnng crflarlicher sein, so wiirde doch jede Knndgebung des-felbcn abprallen ait der Dickhcintigkeit der Svetee'schen Sosistik. — (£) 6 e r 6 e r g v a t h I i ch c Fittsorge siir die Jdrianer ©chute.) Aus Jdria wird uns geschriebeit, datz daselbst die neuerbings angefiinbigte Sprachbegliicknngstheoric des Dr. B1 e i w e i s, bie matt schon langst stir abgethan hiett, ittfoferne einiges Aussehen erregt Habe, als ber jetzigc Abgeorbuete siir Jdria, Herr Oberbergrath Lipold, auch uitter den Mitunterzeichncrn des famosen Sprachenzwangsgesetzes zn lefen war. Man'weitz sich diese Schwenknng des bortigen Bertreters nicht zn erttareit. Wic lommt Jdria dazu, beim babilonischen Thurmbau der allge-meinen Sprach- und Begriffsverwirrung mitzmvirken? Der Herr Oberbergrath scheint vLllig vergessen zn haben, datz der Gemeinderath voir Jdria bereits in zwei srnheren Sessionen, als das Sprachenzwangsgesetz des Dr. Bleiweis im Landtage berathen wnrde, in ausfUhrlichen Denkschriften sich gegen die Slovenisirung der Jdrianer Schule und fiir die Beibehaltnng ihres vor-wiegend deutschen Charakters in den beiden oberen Klassen ttklart Habe. Der Herr Oberbergrath will die Jdrianer Schule zu einer Dorfschule mit ansschlietzlich slovenischer Unterrichtssprache degradiren, denn darlibcr gibt sich niemand einer Tauschung Hitt, welche Resultate in der Kenntnitz der deutschen Sprache bei der Schuljugend crzielt roiirben, menu sic allensalls uur ein paar Stunden in der Wochc mittelft der slovenischen Sprache gelehrt werden soll. In den Anschauungen des Herrn Dberbergrathes ist seit der Zeit, als er dent naliona-len Klub beitrat, eiue totale Sinnesanderung vor sich gegangen, deun er selbst hat ja noch vor kurzem den Jdrianer Lehrern, die mehrfache Geluste zeigten, die Derkschule zu slovenisiren, in wiederholten amtlichen Zuschristen und miindlichen Erklaruugeu den deutschen Untemcht erustlich ans Herz gelegt. Man kann da-her nur annehmen, bay Herr Sip old von den durch cinige Bollblutsloveuen im Landtage bisher zum Aus-drucke gelangten Bildungsresultaten des Slovcnismns f° sehr eutziickt set, dah er auch die Bergstadt Jdria >nit dieseiu ueuen Kulturelemeute ehethuulichst zu be-glucken wilnscht, daher das Haupthiuberuitz des mo-dernen slovenischen Bildungsganges, uamlich die deut-Iche Sprache, ans der Jdrianer Schule zn beseitigen ware. — (Fe ne r.) Das Gewitter, welches sich wah-rend des heute Bormittag eingetreteuen ersten Schnee-falleS unter heftigen Donnerschlagen entlud, hat in Loitsch ziemlichen Schaden verursacht. Der Blitz schlug in ein Wirthschaftsgebaude dcs dortigen Postmeisters, ziindete, und brannten in Folge dessen zwei Wirthschaftsgebaude nieder. — (Tode sfa ll.) Am 11. Oktober d. I. starb in Wien der Liquidator der Siidbahngesellschast, Fr. Stratzer, Ehrenmitglied der fill). Gesellschaft in Laibach. Derselbe steht noch im besten Andenken in nn-serer ©tabt, sowohl bei jeneu, die semen edlen Cha-rakter, als auch bei jeitcn, die sein Biolinspiel kennen zu lernen Gelegenheit hattcii. An ihm verlor die Mnsik einen ihrer wamsten Verehrer, seine Freuude ihren besten Freund. (Theater.) Bergangenen Diittwvch sand cine »icprise Oper .F a it ft ft a it. Wir hebcn barauS mit Bcfriedi-flung ltcrvor, datz tic Auffiihrnng cine germttietcre roar, als das erfte mat, datz Herr We n dlik ben „Mcfisto" Diet besser iang mib spilite, als bei brr erftcn Auffithrung, und bajj Fr>. R o m e r die Rolle des Siebel, vbroohl 'diefclbe gur Jndividualitat ihrer Stimme nicht pet jit mid wir tit fciejer Hinsicht die Besetzung der Nolle mit Frl. Alli z ar vor 5'c[)ctt, recht brav durchflihrte, Chvre und Orchester tvareit ^urchwegs befricdigcitd. DaS Haus war masiig besucht. — ^erganqenen Saiustag rourde die Donizettische Lukrezia »util brtttenmale vor einrm schwach bcsnchtcu Hausc gege-den. Diese Oper, schvn an sich nicht von jenem musikalischen ^cxthc ivie Fan ft, rotttbc aitrii nicht mit folchem Šifer Mtb mit solcher Hingebnng ans gesiihrt, wie die letztere Oper. ®it haben aus dieser Vorstellnng nur das Austreteu dcs Herrn Szalay als „Gennaro" 311 registriren. Hcrr Sza-l(U) ist tilt Besihe hiibscher, jedoch sckwacl'er Stiiiiiuittd; die ^hnische Schnlnng ist zwar noch keiue durchgebildete, dessen §piel .cm noch sehr primitives, dvch miissen wir diesen ganger, wenn auch nicht fill' die giohe Oper, so dvch als ^Pieltenor, i»sbesondere aber fiir Operetten als ciite gntc ‘Wquifition erkliiren und wir bcbauern mtr, bag Herr Sza- ais erstes Debut einen fiir ihn berzeit wohl noch nicht 9ccigticten Part iiberitohnt und sich dad inch dem Publikum P.ott seiner uuvorthcilhaftcsteii Seite zeigte. Frl. Eder und Ml. Allizar, die durch daS Trinklieb im ,-j. Akte stitrnti-Wen Beifall errang, fiihrtert ihre Anfgaben befriedigend durch. ^in krauker SDiatiit als uationnlcr Martirer. Fllr die unterdriickte sloveuische Nation muh windestens in jebctu Bierteljahre ein nationaler Martirer entbeckt werben. Da nun seit Jeschza unb Jantschberg schon ein geraumer Zeitraum vetslossen und bie Erfiubungsgabe ber slovenischen Journalistik in ber AnSschmiicknng jener mit beni Knittel und mit Steinwiirsen vollbrachten Heldenthaten erschvpst hatte, so rnutzte ans neuen Stoss Jagd gemacht werben, denn die Zeit der Ferien 'ist zu Ende und die liebe, nach Laibach einriickende landliche Schuljugend bedars geistiger Aufrcgung, die am suglichsten durch Erzahlung von Grauelthaten, die sich die Nemschku-tarji gegen die Rationale« erlauben, bewirkt wird. Glllcklicher Weise tras es sich nun, datz ein hiesiger Schuldirektor im Mouate August in einent Wirths-hause in Stein Zenge brntaler Provokativne« cities Nationalen war, wosiir letzterer zwar nicht, wie er es verdient hatte, aus die Stratze gesetzt lvurde, son-bent nur in einige unliebsame Berithrnngen gerieth. Wie seinerzeit in Jeschza unb in Josessthal nicht bie rohen Exzedenten, soitbeni Die harmlosen Stabler bie Schnlbtragenben waren, so solite auch biesmal bas gleiche Manover gegen einen Schulmann, der sich nicht der Gnade der Volkssiihrer ersrent, ins Werk gesetzt werden. „Novice" besitzt ohnehin eine Mei-sterschast darin, durch allerlei Auklageu gegen Lehrer, die ihr unliebsam siub, bie Schulbisziplin zu sestigen, unb so brachte fie beim auch als Prolog ihres Schul-programmes slir bas nachste Schuljahr zu Ansang Oktober eine gar rllhrende Geschichte, wie ein krank-licher Nationaler durch einen Schuldirektor „an die Wand gedrllckt rourde." Der Jnhalt des Vioviceberichtes ist beilausig dieser: „Ein kranklicher nationaler Be-anite aus Laibach, von lanunessronimem Sinn, ein-nehmenden Manieren und seltener Herzensgnte, die schon in semen sanften Blickeu sich ansspricht, ein ab-gesagter Feiud jebes geistigen Getrankes, nur fiir fri-sches Qnellenwasser und fiir die slovenischen Volks-fuhrer schwarmenb, brachte ben Sommer zum Kur-gebrauche in Stein zu. Den 30. August tarn er in einem Gasthanse mit zwei griminigen Remschkutars znsainmen, einer von ihneu ist ein Schulbirektor. Beibe sorberten ihn anf, mit ihneu Wein zu trinken, boch der krankliche Mann verweigerte es, da er we-gen seiner Gesunbheit nicht Wein trinken bi'trse. Die anwesenbe Wirthin meiitte, fie werbe ihn schon bazn bewegen, inbeui fie ihn ausfordern wolle, aus das Wohl der Herren Dr. Bleiweis und Dr. Costa, die schon so lange und so mannlich fiir die Rechte der Ration kampsen, ein Glas zn leereu. Als Berehrer groher Manner der Ration vergaf; ber Beamte alle Rncksichien fur feme Gesunbheit unb Icerte das Glas, boch wie zwei wlithenbe Wolfe fielen die beiden Rentsch-kutars iiber den lammessromiuen Maun her unb wlirgteu ihn, bis bie herbeigerufetie Gendarmerie der tumultuarischen Szene ein Enbe machte. Am anberen Zage batcn bie Schulbbewutzten sntzfallig ben Belei-bigtcit urn Berzeihuug, dieser verzieh grotzmiithig, ja es ist unverautwortlich, datz eine Zeitnngsnotiz durch Bervffeutlichuug jeues Aktes deni geiibten (ibeliuuthe einer grotzen Scele Abbrnch thut." Diese Erzahlung mag dem »Slovenski Rarod" zu unglaitbiviirbig gefchienen haben, baher er sic mit folgenben, bem wirklichen Sachverhalte naljcr kommen-bett Abiinberimgen reprobnzirte: Die Wirthin trank bem kranklichen Rationalen auf das Wohl ber Slovene«, ber Sloveninnen und ber D e ntf ch e it zu, worctuf biefev erroiderte: „Auf bas Wohl ber Nettisch« kutars wdUe er niemals trinken. Weiters naitnte cr einen poliiischen Gegner ber oben genamtten Bolks-silhrer wegeit seiner Stheitnahuie am letzteit Berfas-sungstage in Cilli einen „Lump" unb „Schuft," unb als er, von ben beiden Remschkutars zum Wibcrrufe aufgefordert, sich hiezit nicht herbeilietz, rourde er vou ihnen attakirt. Der slovenische Martirer ist nach ber Angabc beS „Slovenski Rarob" ber k. k. Staats-bnchhaltnngsbeamte in Laibach Andreas Mulej. Diese bicergireubeii Angaben zweier klassifchen Quelleu-roerke bes slovenischen Martirerthums werden nun bttrch eiue nns aus Stein zugekvtttmeite Viittheilitng bah in berichtiget, batz der krankliche, den Genus; geistiger Getranke scheuende Staatsbuchhaltuugsb.amte An dreas Mulej in Stein sehr sleitzig die Wirthshau-ser besuchte, hiebei uatiouale Propagauba machte intb bei verschiebeuen Anlassut ben nenesten Glaubensartikel bes slovenischen Htmmelreiches previgte: es miisse, be-vor ein Jahr vergeht, in alien Aemtcnt slovenisch am-tirt roerbeit. Ain Sage, ber ihm bie Martirerkrone eintrng, hatte er bereits in einem anberen Wirths-hanse eiliche Halbe Bier getrnnken, und da seine, nach nationatcit Thaten burstenbe Seele in bent verhangnih-vollen Wirthshause „beim Krištof" noch weiters mit einigen Halben Bier sich gefttirkt hatte, so ist wohl die Freigebigkeit ber Titulaturen „Schnst" und „8ump," womit er eine gcachtete Perfonlichfeit bebachte, crklar-lich. Einer ber beibett Remschkutars, ber ubrigens ein Jugenbsreuitb Mulejs ist, hatte ihn zu wiederholten inalen ersucht, bie Gesellschaft mit seinen gcwvhnten Stankereien nicht zn behelligen, unb als Mulej, zum Wiberrns jener gemeinen Beschimpsuitgen aufgeforbert, bies nicht thmi wollte, waren es nicht bie Remschkutars, fonbern ber krankliche Staatsbuchhaltuugsbearnte selbst, der seinen Jugenbfreund anpaifte unb roiirgte. Gliicklicher Weise gelaitg es, ben kranken Mann zn banbigen, was nicht ohne Schwierigkeiten geschchen mochte, ba sich biefer am folgenben Tage riihmte, an einent ber Gegner seiuett Stock zerbrochen zu haben. Schlietzlich wnrbe boch ein Ansgleich nber ben im engen Kreise stattgehabten Vorfall crzielt. Man solite zroar glanben, batz bie Initiative hiezu von bent k. Staats-buchhaltuugsbeamten, dent in feinent Partcihasse die Ehrentiiel „Ln>»p" nud „Schust" so gelciusig find, auSgegaitgen fei, doch roar dies nicht der Fall, unb cs ist roohl nur ber Kranklichkeit bes harmlosen Man-nes znzuschreiben, batz er hieraus vergaf;. Bielmehr fanben er und seine Gesinnnngsgenossen es fiir attge-zeigt, nachtraglich eiue in feiitem eigeiieit Jntereffe zu Stande gefomraeite Begleichnng in ben slovenischen Blat tern als Genugthuung, bie man einem „floveni-scheit Martirer" erwies, ja als kniesallige Abbitte bar-fteClen zu laffen. Wahrlich, ber Maim hat bie Be-richte ber liationaleit Blatter iiber Janlschberg unb Josessthal zur besten Rutzanwendung in propria causa studirt, er roare als ttaffifcher Berichterstatter nber na-tionale Priigeleiett und Exzesse dent „Slovenski Rarob" fanmit Kollegen besten« zu empsehlen. Aus bem Gerichtssaale. (Einbruckdiebstayl bei Luckmann unb Eger.) SSorsttzenber: LGR. K o s jek; ossentlicher Aitklager : StAS. Hren; Vertheidiger: Dr. Rudolph. Der bereits dreimal wegen Diebstahlcs, unb zwar mit drei-, siius- unb achtmouatlichem Kerker abgeftrafte Taglohner Mathias Suppan stand am 14. b. M., bes in biefen Blattern besprochenen Einbrnchsbiebstahles bei Luckmann angeklagt, vor Gericht. Derselbe geftanb die That mit bem, datz er sich in den Hos bei Luck-ntaitn emgeschlichen Habe, sich bafelbst einfpeneit lictz, in der Racht gegen 11 Uhr eiue grotze Brechstange nahnt unb bantit bie Gitter bes Komptoirs so weit verdog, batz cr sich burchzwangeu komite. Die Werth-heimsche Kasse, bie im Komptoir stanb, lietz er unan-getaftet, ebeitfo auch ben Schreibtisch bes Praktikauten; hingegen crbrach er ben Zahltisch, cntnahm bas Caritt befiitbliche Kleingelb — etwas uber 6 ft.; er crbrach weiters ben Schreibtisch bes jttngern Herrn Luckmann, stahl bie bafelbst befiitbliche Baarfchaft von ,15 ft. unb gitig bann in bas zweite Zimmer, wo er alle Labeit bfftiete, alle Briefschastcn untercinanber roars, zu sci-nent Berbrusse jeboch gar tein Geld vorsand unb sich baher mit ben vorgefnnbenen feineit Zigarrensorten begtiiigen mutzte. Die That geschah in der Racht com 11. aits ben 12. Marz. Am 4. Mai bemerkte eine Patronille nnserer Stadtroachmannschast zwei verdcichtige Gestaltat, bic sich in ber Nahe bes Fr. Eger'schen Berkanssgewblbes in ber Kothgasse zn fchaffen ittachteit. Die Patronille giitg auf bie beiden zu, allciti biefe uahmett eiligst Reitz-aus unb verschwanben. Zwei Tage barans erkannte ber ; Zivilwachmaun Plantz, welcher am Schlotzberge pa-trouiflirte, in einent Borbeikvmmenben einen jener . beiben Berbachtigen, itahui ihn sest unb saitb bei bem-: fclbcn Stemmeisen und Hacke. Der Arretirte war Math. Suppan. Wegen biefer beiben Verbrechen — bei Eger wurbe 1 ber Einbruch nur versucht — »vurbe Mathias Snp-l pan zn zroei Jahten schroeren Kerkers, verscharst mit = einttialigem Duukelarrest in jedem Monate und ein- - matigettt Fasten alle 14 Tage, verurlheilt. Derselbe : bat mu Borlage zur Berminbernng. Witteruug. Laibach. 18. Oktober Nachts Rcgen, in ber Frith >,m 4 Uhr Stiirm a us Nord, nach 5 Uhr ©emitter, nach Halb 8 Uhr triditer Schnee-fall, auch NachmittagS anhaltend. Abermals Gewitter nach O Uhr. Sarme: Morgens 6 Uhr + 4.1", Nachm. 2 Uhr + 0.7° (1868 + 10.8"; 1867 + 11.8“). Barometer im raschen fleigcit : 325.78'". Das vorgestrige Tagesmittel der Marine + 6.6°, urn 0.6" lmter, das gestrige 4- 9.0", urn 3 0" itber tern Normale. Gestern den ganzen Tag hestiger Siidwestwind, slotzweise stiirmisch. Der vorgestrige Nieder-schlag 7.30'", der gestrige erreichte die bedentende Hvhe von 22.20 Pariser Linien. Angekommene Fremde. Am 17. Oktober. Elel'ant. Graf Schonfeld, Steiermark. — Malnasy, Siebenbiirgen. — Schaffer, k. k. Oberl. — Hoeniger, Ratibor. — Novak, Steinbiicl'l. — fliifter, W.-Neustadt. — Baron Hultschin. — Kovaiic, Kausm., Driest — Singer, Kaufm., Alba. — Ritter v. Guttmaiinsthal, Weich-selstein. — Baron Tanffrer, Weichselburg. Siadt Wien. Deiella, Gutsbes., Planina. — Smola, — Gutsbes., Rudolfswerth. — Baron Apfaltrer, Gutsbes., Krenz. — Urbantschitsch, Gutsbes., HLflein — Gras Lan-tieri, Gutsbes., Wippach. — Jombart, Klingenfels. — Horak, k. k. Postsekretar, Driest. — Stendel, Kaufm., Wien. — Gliitzl, Jngenieur, Sckwaudorf. — Slitter von Fichtenau, f. k. Postmeister, Rudolfswerth. Berstorbene. Sen 15. Oktober. Franz Doruig, Paienial Invalide, alt 65 Jahre, in der Krakauvorstadt 9(r. 60 am Scklagflusse. Den 16. Oktober. Matthaus De Zan, TaglShuer, alt 66 Jahre, im Zivilspital am Lungenodem, sterbeud iiber-bmcht. — Dem Herrn Kaspar Doberlei, burgerl. Haus-besitzer, seine Dochter Maria, alt 44 Jahre, in der Diruau-vorstadt Nr. 31, uud die wohlgcborne Frau Karoline Sze-kely vou Bibarczfalva, lihtig. lirtg. peus. Beamtenswitwe, alt 37 Jahre, in der Krakauvorstadt Nr. 45, beide an der Lnn-geutuberkulose. — Gertraud Brosch, Jnwohnerswitwe, alt 76 Jahre, im Zivilspital an Altersschwache. Den 17. Oktober. Dem Hcrru Joses Paule, Trodler, seiit Kind Johann, alt l1/, Jahre, in der Tiruauvorstadt Nr. 13 an Fraisen. — Dem Herrn Karl Baudesch, Bahn-beamter, sein Kind Karl, alt 3'/, Monate, in der St. ^Se= tersvorstadt Nr. 68 an dcr Lungenlahmiing. Gedenktasel ilber die am 20. Oktober 1869 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Pakis'sche Real., Soderschiz, 4351 f(., BG. Reifnij. — 3. Feilb., Kavcic'sche Real., Dentschdorf, BG. Adclsbcrg. — Minuenbolijit. wegen Uebcrnahmc der Rauch-sangkehrerarbeiten im Priesterhause und im Lizealgebcinde vom 1. November 1869 bjshin 1872. Schristl. Osserte bei der Hilfsamterdirektion der Landesregierung. — 1. Feilb., Dobravc'sche Real., Dobrova, 500 ft., BG. Laibach. — 1. Feilb., Nncii'sche Real., Peče, 2237 ft. 80 kr, BG. Laibach. 1 Feilb., Zituik'sche tiieat., Binn, 1550 fl. 60 kr., BG. Laiback'. — 8. Feilb., Ceruagoj'sche Real., Piauzblichel, BG. Laibach. - 3. Feilb., Stopar'sche Real., Seebach, BG. Krain burg. — 1. Feilb., Bezlaj'sche Real., Biije, 2964 ft., BG. Laibach. — 1. Feilb., JakM'sche Real., Miedvejek, 156 fl., und Fqhrnisse 11 fl. 85 kr., BG. Nassensutz.___________ ' Wiener Biirse vom 16. Oktober. Staatsfonile. Sperc. dftctr. Wiidr. . bto. Rente, oft. Par. bto. bto. ost.in Silb. fiofe Bon ism . . . Sole von lSfiO, ganzc Lose von 1860, Staff. Pramienfch. v. 1861 . Grnndentl.- Obi. 1 Steiermark jNSpCt.! Kitrnlen. Lrain it. Jfiiftenlatib 5 „ ; Itngarn . . ju 5 „ 1 Stoat, a. Slav. 5 „ .Sicbenbitrg. „5 „ i Aotien, Slationalbant . . . Crebitanstall . . . N. 6. EScomPte-Gef. Anglo-Ssterr. Ban! . Deft. Bodencreb.-A.. Deft. HV«oth.°Banl . Steier. ESeompt.-Bk. Kaif. Ferb.-RordS. . Siibbahn-Gefellfch. . »aif.Elifabetb-Bahn. Sarl-Ltlbwig-Bahn ©ietenb. Eifenbahn . JSatf. Franz-Jofefsb.. Mnft..8arcfet E.-B. »lfijlb-Finm. Bahn . Pfaa&briofe. illation. O.W. vcrlrSO. ting. iOob.=(Ircbitan|t.i Allg.ost.Bob.-Ciebit. bto. in 880.riidj. . Gelb j Ware M.8.< 59.95 69.10 6D.20 88.— : 88.50 94,— 94.50 99.50 99.15 114,—111.1.50 92.— 92.50 ; 86.—I 94.— ' 79.251 80. 81.501 83.50 i 75.75j 76.- 715.— 717.— 264,—1254.50 818,—1816,— 245,—,845.50 262.—1264.— 77.— j 73, 21351 2137 253.—j 253.60 181,— 181.50 241.75)242.25 163— 162.25 175.- ! 175.25 174.— 174.50 162.— 166,- 93.05 90.50 107.50 90.— 94 91.5(1 108.50 90.50 Oest. Hypotb.-Bank J Prlorltats-ObUg. j ©ilbb..-@ef. iu 500 gr. 115.— bto. KonS 6pCt. 239.— Nordb. (100 fl. CM.) 92.— Gieb.-B.(200fl. o.W.) 86.75 RubolfSb.(SOOfl.o.W.) 91.— Franz-Jos. lSVO fl.S.) 91.80 Looe. Crebit 100 fl. 0. W. . Don.-'Dampffch.-Gef. ,u 100 fl. te!Vt. . . Triester 100 fl. EM. . bto. 50 fl. o.W. . Ofener . 40 fl. H.W, Salm . „ 40 „ PalffY . „ 40 „ Clary . „ 40 „ St. Geno'« „ 40 „ ?Linbifchgr!itz 20 „ Walbftetn . 20 „ rieglevich . 10 „ Nubolfsstist. lOii.W. Wechesl (3 Moll.) RnM.lOOfl.flibb.W. Franks. 100 fl. „ bonbon 10 Ps. Sterl. Parii> 100 Franc« . IHtiiiKon. Kail. Miin,-Ducaten. 20-FrancSftji-r. . . Bereinsthaler . . . ©ilber . . Warr 98.50 1)5.50 240.— 92.50 87.— 91.30 92.25 156.— 150 50 90.50 91.50 124.— 126- 56.- 84.50 35.5( 39.50 40.50 28,— 29.- 32.— 33- 3o 31.— 20.50 21.50 21.50 22.5C 14.50 15.- 14.— 15.- 102.10 102 30 102.20 102 30 122 80 122.90 48.80 48.85 5.85 s 5.86' 9.81' 9 825 1.81 1.810 120.25 120,6» Dcr tclegrasischc WechselkvurS ist wegen Li-nienstSrung ausgcblicben. Lottoziehung vom 16. Oktober. ____________Sri eft: (50 71 3 1 26 51.___________ Theater. H c nte: Rosa und RiiSchen, Schauspiel in 4 Akten. Morgen: Die Moiiche. Lustspiel in X Akten. Telegramm. Modrih- 16. Oktober. Die Insurgentcn Balencia'S ergaben fid). Die Truppen besctzten die Stadt. Die Sitzungen der KorteS find suspendirt Der Zeitpunkt der Wiedcraufnahme berfdbm ist § bestimmt. Soeben erfdncn uud ist durch Irii, v. Hlcin-mayr »V F. Bamberg’s Buchhandluna in Laibach zn beziehen: Acs atten Schafer Thomas neueste Profezetnns fUr das Jahr lHT^O. Prcis 8 kr. Hans mit Garten und Hof, geraumig, in Laibach, Gradischavorstadt Nr.5«, wird am 8. November, 13. Dezember 1869 und 17ten Sinner 1870 beim hiesigen k. k. Laudesaerichte exekutive lizitirt. Schatzungswerth 9800 fl. (353—1) FranMschkl itntrrridjt. Unterfertigte zeigt hiemit an, dafj fie ten llnterricht in der franzLsischen S p r a ch e mit 20. Cfto&cr mirier beginnt. NLHeres Thcatkrgassc Nr 18, 1. -Stock. (852—2) Lleonore Htackbauer. Air fnngfntnbfrkDtofr wird uaturgematz, o h n e i n n e r t i ch e SJieiifamente ge heilt. Slbreffe: E9r. IE. ISotf maim in Asrliaf- feiihui'jB' am Main. (Gegenseitig franko.) (330—3) Wir Franz Josef der Erste, * von GotteS Gnaben Kaiser von Oesterreich. Axostolischer Konig von Ungarn nnd 3351m,en ic. :c., flcbett sit to iff fit alien Denen. die e6 I’etrifft, bnfi lino Carl Polt, Parfnincnr in Wien. HernalS. ailerunterthaniaft vorgestellt hat, bull cr ctn Haarwuchsmittcl, oeiuiiuit: OrlentaUsche Krauter - Haarwuchs - imb aai'twuchs-Kraft-Eseenz, erfnnbcn hade, so liaben Wir Um\ von dem Wnnaohe eolettet, fiir 't das Wohl Unaerer Volker und fur die National - Industrie zu sorgen, nnb nutzllohe S Bestrebungen zn fordern, I’cloogen flefimbeii, kraft Unserer Itonlgllcheu Macht nnb beaon-deren Gnad® bent Carl Polt, femen Erben imb Ceffionaren fiir tic »enannte Erfindnna ein ailSschliesi itches Prtvileatnm tit Ungarn nnb Siebenbiirgen miter ben gefetzlichen Bebinqnngen zu ertheilen. . >'» Solge beffett Wtr Ench, Unseren getreiten llntcrthanen in Ungarn imb Siebenblirgeit, icbcn „ StanbeS, Ranges, Grabes, CharakterS nnb Amtes, die hievon wie intnter Knnbe erhallen, kraft biefer . „ , . Merer tlrtnnbc ausdrtickltch verorbnen nub bcfcMtit, baft Jl'r (inch gegen Carl Polt offentlich foloobl ais tin G-h-iincn letct1 Stdrung, Htnbernng imb jeben Berbotes cntlwltct, hingegcn ii;m im Bereiche Ungarn« imb ©icbciibiltaen« ben Genuft, Gebranch nnb die Berlocrlhung Uitferer ibm gnadigst beloiUigtcn Begiinstignngen —*■ ■ - ohne irgenb welcke Berlitrznng, Stornng nnb Behinberung zn geftatten, vielinehr fclben n™*" < imb Erlaubnift fiir gcfichcrt und egen jeglichen Stom, Bcrlcgcr biefc# NnsercS allcrgnabtgstcn Prtvtleginm« )N fchtitzen nnb zn wayren aid (Sucre Anfgabe nnd Pflicht erachtet imb anwider nicht lianfclt. urtunde bcffeit (mbcn Wtr gegenwaitlgei Privileginni in Nnserem Stamen aiiefcrtigcn laffeii. Gegeben zu Pest-Ofen am zehnten November Einlauseubachthitubert sechzig acht. PrivilegiumS-Abfchrist Zahl 16.784. Franz. Josef m. i». ^ i I * I ranz Josef (ler Krst t‘, von Gotten Gnaben Kaifer von Oesterreich, Konig von Ungarn nnb Bohmen ic. te. 3iad)betit Uliti Carl Polt, Parfumeur in Wien, Hernals, allernnlerthanigst vorgestellt liat, baft er narti • femcm bcften Wisfeu nnb Gewifsen ein HaarwuchSmittcl. gcnannt: OrlentaUsche Kriiuter - Haarwuchs-imbBartwuchs-Kraft-Essenz, erfuitbcit babe, so haben Wir lin« bewogen gesnnben. bent Carl Polt. feiiten Erben imb Cefsionaren, fiir die genannte Erfinbung cin ausschlieftliche« Privilegium in ben gefammten i'andcrit lttiferc« Reiche«, mit Ansnahme Unicretf SonigreicheS Ungarn nnb Siebenbiirgen, uitter den im Patente vi>m 14. Auauft enttyaltencii Bedingnngcn zn verleihen. E« foil ber Privilegirte nicht nnr biefc« ihm allcrgnadigst verliehenen Privileginm« fich zn ctfrcueit liabcn, sonbetn Wir verorbnen zngleich, daft toal;rcnb der Privilcgiiini«b-ner, von bem Tag- bet offentlicheit Siiinbmachung biefer llrluiibc ange fangeit, fich auftcr dem Privilegirten Iedermann enlhalten foil, die von Unit angczeigtc nnb befchricbcne Erstndnng auSzniiben. bei Bermeidnng der in ben 68 39 mtb 40 llnfctc« Patente« vom 1.1. August 1852 zu ben buriti festgefetzten ©elbfirafcn bis 1000 fl. o. W. oder in Aahiung« llnfayigkeitSfaUen zu dem biefiir zn biiftenbeit -Jlrrefte zn cichaltcit. Den SBcborbcn, die c« bctrifft, ertheilen wir ben gciticffenstett Bcfchl, fiber tic Hanbhabvng biefc« Privileginm« unb die bamit vcrbuitbcitcii Bedingnngcn zn wachen. Zu deffeu Bestatigung habcn Wir gegenwartige Urfitnbc in Unfccem Stamen ausfcrtigen itiib felbc mit Uitfcrcm kaiserlichen Jnficgcl bctraftigeii laffctt. So gcschehcn tit Unserer taiferfichcit Haupt- unb Stefibeitzstabt Wien am zchnten Tage bc« Monate« November im Jahre bes Heil« Eintanfendachthunbert sechzig und acht unb Uitferer Rcichc im zioanzigstcn. PrivtlegiumS-Abschrtst Zahl 20.41!)/«8S. Franz Josef IN. p. Jetzt i|i bis Wnnder entdcckt! Das allerneueste, bests und slohcrste Mlttel zur ,jZ3T Erlialtung nnd Beforderuns- des Wachsthums tier Kopfliaare und Barthaare "Wi ist uitter allen bi« jetzt eristirenben HaarionchSniittelu einzig imb allein bic von Sr. h. k. Apostol. Majestat dem Kaiser Franz Josef dem Ersten von Oesterreich, Konig von Ungarn unb Bohmen tc. ic., mit cittern ausfchlicftlichen I. (. Privileginm fiir ben ganzen Umfang ber f. 1. oftcrrcidiifdien ©tnateit nnb ber gesannnlen imgatifcheit Kronlanber uiit Patent vom 10. November 1868, Zahl 20.419/3580 nub Zahl 16.764, ansgezeichnete W p ientatis c It e Kriiuter - Haarwuchs - is u<8 Bart wuclis - Kraft - Essenz. (Wiimlvpemiitel gennnnt.) Bei regclmafiigcm Gebranchc unb richtigcr Anwendnng bicjcr'vortrcfflichcn Essenz, welche ait« Slraittcrit mtb Pflanzcn geprcftt toirb, mliffcn felbft ganz kahl gelootbeite Slellen be« Hanpte« vollbaarig ivcrbcit, grane imb rothe Haare bekoininen eine dnnNe gai-bc, Lberhanpt belt ergrauten Haaren gibt fie ihre natiirliche F-irl'e wicder zuriilt. biefclbcit fiir itiimet bi« iii tao l)ochfte Alter vor bem Ergraiien bemahrenb, ftiirtt den Haarboben auf wimberbare Weife. bcfcitiflt jebe Art von SchupPenbilbung tinnctt wcnigcn Tagen vollltandig, verhiitet das Antzsallcn ber Snare in Nirzester Zeit giinzlich iitib fiir immer unb gibt tent Haare ciitett natiiilicheu fchonen Glauz. a»~ Fiir Bai'tlose zum Bai'twuchs ist fcicfe Essenz ebenso vortresflich, wie fiir bad Kopfhaar, bemt ftc bicnt zur schnellen und unfehlbaren Beforderung eines vollen, kraftigen Bartwuchses, dejien Wirkung bei regelmahiger und bei richtiger Anwendnnq naraittirt, und bei ciucm vier bid sechs-nionatlichen Gebrauche selbst bet jnngen Leuten vou sechzehu Iahreu, wo uoch gar tent BartwuchS vorhanden ist, mit sicherein Erfolge in uuglanblich schneller Zeit gekront wird, wie auch kraukhaste Stelleu uach furgent Gebrauche biefer Wnnderessenz voll I; a (trig werdeu. 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