^47. 8amsta,i am 27. feslrnar 1864. Die „Laibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme dn Sonn- und Feiertage, ttlsslich, und lostet sammt dm Veilagen im Con^itoir ganzjahriF 11 fl., halb-jöhrtg 5 fl. 5,0 tr., ulit tlrellzlmnd im Comptoir ganzj. 12 fl., haibj. 6 fi. M die Zustellung in's Hans sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzf., untn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl., haluj. ? fl. 50 fr. Unsertionsgebiiyr für eine Garmond - SpaNcnzeile oder den Raum derselben, ist fttr Imalige Einschal-wng ß fr., f«r 2malige8lr., filr 3maligc l0lr. n. s. w. Zu diesen Gebllhren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für 3 Mal, 1 fl. 40 tr. fttr 2 Mal und 90 lr. für 1 Mal (mit Inbegriff des InsertionSstempels). Mit 1. May beginnt ein ncucö Abonnement auf dir „Laibachcr Zeitung." Wir machen besonders Jene darauf aufmerksam, welche über die Verhandlungen des schon am 2. März zusammentretenden krainischcn L and tagcö sofort erscheinende Gerichte zu lesen wünschen. lieber die Ereignisse nuf dcm Kriegsschauplätze, sowie über alle wichtigen Begeben hciteil in der ini^cren und äußeren Politik bringen wir Qristinal«Telegramme. Wir sind also bestrebt, allen Anforderungen deö Publikums au rill politisches Tageblatt der Provin; zu genügen. Der Pr»i>uumerationstPreis beträgt vom «. Mär; bis Vude Juni R8ttR: Im Comptoir offen......H fi. 68 kr Im (.^mptoir untcr Convert ... 4 ^ — « Für ^'aibach iu's Hans zugestellt . 4 ». — „ Mit Post unter Kreuzband .... 5 ., — ^ Vom «. Vtnrz bis Gnde December «8<54: Im Comptoir offen......9 fi. 18 kr. Im Comptoir unter Convert . . . 10 ,. — „ Für Laibach in's Haus zugestellt . Itt „ — « Md nn Ausgaben . . . . 5)2.:; 19 ,. 68 ^ sohin ein Fondsqutbaben pr, . 16.373 « 24'/. „ woruach sich das mit Ende November 1K63 verbliebene Acra-rialgnthaben pr...... 123.427 „ 31^ „ auf.........107.054 ft. 7 kr. rcduzirte. Von, krainischen Landes - Ausschüsse. Laibach, am 17. Februar 1804. Uaibach, 26. Februar. Os ist wobl kcincm Zweittl mchr unterworfen, l'aö die „bewaffneten Konferenzen" zu Stande koul< me». Wäbrcud die verbündete Armee in Schleswig forlfäjirt — nichts zu lbnn. als zn rekoguoszircn. werden die Diplomaten versuchen, den Nist zu sticken, der durch Europa qrl't. Gs müssen anncl'mbarc Vc> dingnngcn sein. die England gestellt hat. sonst wärrn oic oculschcil Mächte nicht daraus eingegangen, und es ist auzmiehsmu. d^ E„glan!) ilnem Standpunkte gerecht wcrdcu wil^. ^^ ,^^^ ^l^' u sich schließt, habeu wir schon gestern cntwiclVll. Mlt dem Tage. wo der deutsche 'Aimd znm erstenmal als selbstsländigcl politischer Faktor in Europa auf. tritt, hat er die alte Pcntarchic gestürzt, und cü dürfic mit dicscr Wandlnng. wenn sie geschickt bcnüt)l wlro. ein neues politisches System die'alte diploma, tische Gepflogenheit verdrängen! Wayrlich. diese di» ploinalischc Revolution kann sc» ersprieülich für den altcn Weltihcil lvcrden. daß dic Angclegcnl'rit der Helzogtl'ümcr dancdcn verschwindend klein erscheint, uni' oic dcnlich.oanischc Fragc m.r „ic, der dankcns. werthe Ansgangopnnkt eieser gewaltigen Ncnernng in der Wellgc,chichte fortleben würde Wenn aber die Diplomatie den Streit cntschei. den joll und nicht daS Schwert, so begreifen wir nicht, warnm die Operationen drr Armcc fortdauern soUen. Ein fcrucreb Blutvergießen wäre ja doch unnüß. Vom Krieftsschauplatze. Von dem Geiste, der in unserer tapfern Armee herrscht, von den freundlichen Beziehungen, die u». dcschadct einer strcuge» Disziplin zwischen Vorgescßlen uuo Uutcrgebciicu im österrcichischen Heere liestthen. liefert das nachfolgende Schrcioen einen charakicristi. scheu Beweis. Der Portier mn Westbahuhof iu Smichow bci Prag, Hnr Fiala, yalic einst als Un« lcroffizilr unter i)M^- Varon Gablcuz gedient. Das siegreiche Vordringen des 6. Armeckorps in Schles-wig erfüllte dci'sclbcn uut so Icbliaftcr Freude, daß er sich einschloß. seinem ehemaligen Kommandanten, an dem er mit i»uiger Verehrung hängt, seinen Glüetwuusch auf schriftlichem Wege darzubringen. Wie groß war, oic Ucrerraschung des braven Mannes, als er ganz uuerwarttt folgeudes Antwort.Schreiben des zclol'lrru erhielt: «Hauptquartier Apcuradc. den 15. Februar, ^cl'cr Frcund!^ Von allen Seiten er-halte ich Glückwünsche, von Hohen uuo von Niede. reu, uud von Jedem erfüllt es mich mit wahrhafter Freude und ist ein wahrer Balsam für mich; denn nicht ich. sondern die braven Truppen, welche ich die Ehre halic. zu lommandiren. werden dadurch geehrt und gelobt. Sehr gut crmnrrc ich mich noch dcr Zeiten von Brcgauza und Pioueuc und dcr braven Truppeu, die danwlö dort uutcr meinem Kommando gestanden haben. Wenn der hiesige Fcldzug beendet sein wird. werde ich »iber Prag nach Wicu zurück, kehren uud hoffe gewiß, dann Ihnen, lieber Hiala, die Hand drücken zu tonnen, gerade Ihnen. der. obgleich schon auS dem akliocn Dienste ausgeschieden, mit so uicl Liebe an Lr Majestät dem Kaiser, an der Armee nnd an sci»em allen Führer hängt. Indem ich also bestimmt darauf rechne. Sie'in Prag zu sehen, bleibe ich Ihr ivohlgewogenrr Gablcnz. FM?> Briefen aus Hamburg entnimmt die .Bohemia« Folgeudes! Die Öb^'i» der barinl'erzigen Schwe» stern, Frau Gräfin Condcubovc. ist mit drei Schwe« stern vou Hamburg nach Schleswig iu Begleitung i eines Agenten des Pragcr Comite's abgereist. Die andern vier aus Prag gekommenen barmberzigen Schwestern sind im Spital Vellc.Alliance in Mona, werden jedoch in wenigen Tagen auch uach Schlcs< wig reiseu. sobald in Hamburg Orsat) für sie ciutrisst. Die öslcrrcichischcu Spitäler in Hambnrg sii'd in bc^ ster Ordnung. Herr General Graf (5oudenl)ove sprach sich sehr lobeuo über dieselbcu aus. Die Ocstcrrcicher genießen in Hamburg die größten Sylnpatliien soioohl wegen ihrer Tapferkeit, als wegen ibrer Ansprnchö« losigkeit nnd Vescheidenbeit. Mit Nubc ertragen sie die größten Schmerzen uud schrecklichsten Operationen. Auch cie gefangenen Dänen, welche durch Hamburg tamen, können nicht genug von dcr Güte uud Herz« tichkeit der Oestcrreichcr crzäblcn. In Schleswig wurden die Gefangenen wie Brüder verpfisgt. Auf dcm Schlachtfeld dagegen sind die Oestcrreicher von den Dänen an, meisten gefürchtet. Von dcm guten (ziuocrnel)lnen, das zwischen den Oesterrcichern und ihren Hamburger Wirthen gleich bci ihrem Durch, marsch nach Schleswig sich feststellte, mag der U,u-staud Zeugniß gcbcu. daß. kaum daß ein Hamburger erfährt, cincr der bei ihm frühcr einquartiert gewc« seucn Oestcrrrichcr befinde sich liier im Spital, er sofort mit Wein und Zigarren ins Spital eilt, so daß die SpilaloerwallNügen sich manchmal veranlaßt sehen, dagegen zu remonstrircn. Neber das Vordringen der preußischen Oardc^ Husaren über die jnuscke Grenze schreibt der preußische „Staatsanzeiger" nach einem Bericht aus dem Haupt« quartier Hadersleben vom 19. d.: Von der Avantgarde der preußischen Garde«Di-vision ist gestcru bemerkt worden, daß dic dänischen Vorposten aus Wonsild sich zurückgezogen. Der Gc« ncral - ^il'Uieuant v. d. Mülbc gab den Befcbl, daß die Kavallerie der Avantgarde gegen Kolding vorgeben solle, um zu scheu, ob auch dieser Ort vou den Dänen geläumt sei; dann aber im schleswig'scheii Gebiet »ach Osten und N>stcn zn rckognoszinn. um zu sehen, ob hier noch clwaö vom Feinde zu ent« oeckei,. Eine Patrouille des Garde. Husareu » Regi» ui.uts war den vou Wonsild abziehenden Dänen auf Koldil^g gefolgt, hatte ric Bariikaden forigrrälimt. oie Stadl passirt uud war danu aus den Höhen des Pctcrsl'nrg auf etwa 30 dänische Dragoner nebst einiger feindlichen Infanterie gestoßen. Die Patronille erwartete hier das Eintreffen der 1. nnd 3 Eskadron ocs Garoc'HnsareN'Regiments unter Fübruug deS Majors v. Somniß. der sofort, etwa um 2 Uhr. zum Angriff der Dänen vorging, sie in dcr Richtung nach Frioclicia warf uud sie im Handgemenge bis Norrc-Bjert verfolgte. Dänische Infanterie nahm hier die Verfolgten auf uud sehte durch ihr aus einer guten Position abgegebenes Feucr «dem wcitcrn Vordringen des Majors v. Somuih eiu Ziel. Die Da» neu verloren 5 Todte und cs sind ihnen 5 Gefan« gcnc und ü Pferde abgenommen; unser Verlust be» staud in 2 Pferden todt. 5 Hnsarcn nnd 1 Pferd verwundet. — Die Avantgarde ist um 3 Uhr. ill Kolding eingerückt und hat die Vorpostcnlmie von der Straße uach Veilc bis über die uach Fridcricia anögcscßl. In Folge dieser Meldung ist dcm Gene-ral'^icutcnant v. d. Mülbc der Bcschl ertheilt. Koldiua. zwar mit dcr Avantgarde besept zn halten, jedoch nicht darüber hinaus vorzngchcu. Blaneuscldt. der berüchtigte Haldesvogt voit Flcckcby. soll jetzt sein auf Erschießung lautendes Or-kcnntuiß echallcn haben, das zur Bestätigung an den König von Preußeu geschickt sei. an len V/.ulel's.'idt gleichzeitig ein Gnadengesuch eingercichl habe. ^icich. zcilii, sind von seinem Aiutsnach^l^r ^^'' ^ "^ schchcn. ih.l wegen Amtsverluechen strafamchtllch zu verfolgen, >8S Oesterreich. Wien, 24. Februar. Dcr Landmarschall von Nicdrrostclreich Fürst Kolloredo Mannsfelo hat. wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, dlm Dr. Franz Echuselka das Einladungsschreiben zur Eröffnung des Landtags, so wie den übrigen Landtagsabgeordnelen. zustellen lassen. Es ist dieft Nachricht im Hinblick auf die Thatsache, daß im lV. Vezirke dcr Stadt Wien die Neuwalil eines Lanotagsabgeordneten an Stelle des Dr. Schnselka. der durch die erfolgte Verurtbei. lung wegen eines Prcßvcrgehens nach der Ansicht der k. k. Lanvesbehöroe seines Mandates verlustig wurde, ganz gewiß geeignet. das größte Aufsehen zu erregen. Näheren ^»formalionen zufolge sind wir in der Lage, Aufklälungcn hierüber zu geben. Zur Zeit nämlich. als dcr Landcsmarschall die Einladungsschreiben erließ, yatte er zwar durch die öffentlichen Blätter die Kemnniß erlangt, daß die Slatthalterei Herrn Schuselka's Mandat für ungiltig halte; da er jedoch ans offiziellem Wege hiervon nicht verständigt worden war. so erging auch ein (Einladungsschreiben an Dr. Schusclka. Die nachiräglich erfolgte offizielle Mitllicilung hat den Landesmarschall nicht veranlas» sen köimcn. die Einladung zurückzunehmen. Wien, 24. Februar. Die in diesen Tagen nmlaufenden Gerüchte, daß in Galizien der Belage-rnngszustand bevorstshe, haben sich jedenfalls im Worte, sowie in den diesem Worte entsprechenden Maßnah' men vergriffen. ES ist zwar kanm zu vermeiden, daß dle Regierung den außerordentlichen, für jeden Bewohner Galizien« unerträglichen und in keinem Staate der Welt zulässigen Zuständen dieses Lande« mit aller Entschifdlnl'eit ein Ende machen wird; aber soviel wir wisse», denkt man weder daran, den Be< lagerungSzustand zu erklären, noch mil Kriegsgerichten vorzugehen. Die Regierung wird wohl andere Mittel finden, ric revolutionären Elemente in dem blinde niedcrznhalle!'. Sie wird das um so leichter können. alS dir große Mehrheit der Bevölkerung dem Treiben der Revolutionäre entschieden abgeneigt ist. Krakau, 24. Februar. Die rege Theilnahme a„ den siegreichen Kämpfen unserer tapferen Armee m Schleswig zeigt sich offen a.ich bei unserer Bevöl» terung; so niurvc am gestrigen Tage in dcr Bern» hcudmerkirchc zu Tarnow über Veranlassung des dort statiomrten Bataillons von Martini InfalU-rie.Negi« mrnt für Ine von diesem Regimrule m Schleswig Gefallenen in Gegenwart der k. k. Offiziere und Veamtcn und niilcr lebhafter Belhciligung deS Pndli« knms ein feierlicher Trauergoltcsdilnst gehalten. — Soeben vernehme ich anS ganz glaubwürdiger Quelle nähere Details über einen beklagenswerihen Vorfall, welcher leicht Veranlassung zu Mißdeutungen und falschen Gerüchten geben könnte, daher ich mich beeile, den wirkliche» Tbalbesland mitzutheilen. Der mi! einer SlreifungspalrouiUe auf Nzezow beorderte Gen« darmc Koperna begegnete auf dem Wcge von Solo» Ion.' »ach Trzcboö eine in einem Schlitten fahrende Israelitin, welche, über lhrcn Reisczweck befragt, in so mißachtenden und verhöhnenden Worten jede Aus« kunfl verweigerte, dnß der Palrouilleführer sich ver-anlaßt fand. die Reisende unter Begleitung eines Mannes von dcr Patrouille, Namens Czuocl, nach Sololon an daö Bezirksamt abi'lcllen zu lassen. Als der Schlmen unterwegs an einen angeschwollenen Bach tliin, schleuderte die Iüoin das Gewehr des Soldaten absichtlich aus oem Schlitten und als der» >elbc herabsprang. um das Gewehr aufzuheben, ließ sie so heftig in die Pferde eml^urn. daß Ozuvek den dahlnfiiegenocn Schlitten nicht mehr erreichen konnte. Nachdem sein mehrmaliges Rufen zu halten unbc. achtel blieb und Czuock daber eine absichtliche Flucht voraussehen mußte, so machte er schließlich von seiner Waffe Gebrauch und der Schuß traf die Fabrcnde derart, daß sie bereilS todt nach Sokolon gebracht wurde, lis ist übrigens über diesen höchst beklagens» werthen Vorfall die gerichllichc Untersuchung bereits im Zuge. In neuester Zeit ist cS der Behörde gelungen, bei einem nächst Sl Johann gelegenen Nonnenkloster süilf junge l'eute zu verhaften, wie sie eben cine da« selbst stattgehabte gebrime Zuslimmcnluüfl verließen; einer derselben versuchte zu cnlftiehcu; bei Allen wurden zahlreiche komproiniltircnoe Papiere gefunden. Die in den letzten Tagen im Umlauf gestandenen Ge» rüchte von einem ernsteren Zusammclistoß zwischen Russen und Insurgenten bestätigen sich nicht. Ausland. Schleswig, 21. Februar. Troß dcr Proklama-tion des Hrn. v. Zedlih. welche von politischen De-monstrationen abräth und jener des Fcldmarschall Wrangel. welche vor Versuchen warnt, einer ftem« den Autorität Eingang im Lande z» verschaffen, berci» tet sich nun doch cioe großartige Landesdepulalion vor. welche in den ersten Tagen dcr nächsten Woche sich zum Herzog nach Kiel begeben und demselben im Namen Schleswigs lmlvigcn wird. Auf je 400 Ein-wohner soll ein Vertreter kommen, von Schleswig allein sollen 30 Depulirte sich anschließen, worunter sehr viele angesehene Bürger und Kapazitäten der Stadt. Da man die Aufforderungen l)iezu nicht öffentlich ergehen lassen konnte, um nicht schon im Keime 5ie Sache zu ersticken, so wurden die Verabredungen theils mündlich bei Vereisungen der verschiedenen Städte lind größeren Ortschaften, theils im brieflichen Wege abgemacht. Es fragt sich, waS Hr. v. Zedlih hirzu sagen wird , wenn s» — von Kiel aus über die vollbrachte Thatsache — Mittheilung crh.Uten haben wird. die aUcromgs eine bedeutungsvollere Demonstration genannt weroen kann. als gewisse Prollamirungen im Lande selbst, die lm Fluge geschahen und nicht leicht zu verhindern waren. Da die Deputation auch eine Huloigungsaoresse dem Herzog überreichen wird, so dürfte daraus ersichtlich werden, daß die Sache schon längere Zeit ln aller Stille vorbereitet wurde, ohne daß die Organe des Hrn. ZiuilkommissärS hiervon eine Abnung halten. Aller« l?lngs wäre Hr. v. Zcrlitz kaum in dcr Lage gewc. sen. selbst wenn er von dem Vorhaben Kunoe erhalten halle, selbes zu verhindern. Flensburg, 22. Februar. An der großen Lan. des-Dcputalwn. welclic — auS Dcpulirtcü aller Städte und größeren Ortschaften Schleswigs bestehend — in dcr nächsten Woche nach Kiel abgeht, werden sich von hier nicht weniger als 5)0 Deputirte detbei' ligen, Unsere Stadt hat seit dem Abzüge der Trnp« pen nach dem Norden und Osten wieder ihre gewöhnliche Physiognomie erhalten, die Zabl de6 zurückge« bliebenen österreichischen und preußischen Militärs ist eine sebr geringe. Die beiden Zlvillommissa'rc bewohnen Privat» Wohnungen, dinlrcn jedoch täglich gemeinschaftlich im Hotel Rasch, wo sie sich mit den Gästen in dcr freundlichsten und liebenswürdigsten Weisc unterhalten. Lokal- und ProvinM-Nachrichlen. Laibach, 27. Febrnar. Gestern Vormittag fand ln der Domllrche ein von Sr. fürstbischöftichen Gnaden Dr. Bartbolömäuö Widmcr celebrirtes solennes Hochamt zur Feier der Verleihung der Verfassung Statt, welchem Sc kats. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ernst mit dcr Generalität und dem Offizierkorps. Sc. Er< zellenz dcr Herr Statthalter mit dem Gremium der Landesregierung, sämmtliche Vel'örden, der Herr Landeshauptmann, medrerc Landtags-Abgeord. nete. der Magistrat und Gemelnderath, die übrigen Korporationen und eine große Anzahl Andächtiger beiwohnten. — Der Oberstlieutenant Lndwig v. N ü ling, des Infanterie - Regiments Prinz Hohenlohe- Langcnburg Nr. 17, ist mit Oberstencharakter ucl lionorr». pen« sionirt worden. — Ans Lack. 24. Febrnar. wird uns mitgetheilt: Am 23. d. M. früh 8 Uhr verbrcitelc sich hier die Kundc. daß Tags vorber Georg Pfeifer vo» St. Barbara u»d dessen 14jäbrige Hirlin Anna Fojkar von Lack in der bri 1^ Sttmde von Lc'ck cxllegencn Lipnik-Schlucht durch ri»en Lavinensturz verschüttet worden sein dürften, da man von ihnen nirgends eine bestimmte Spur finden könne. DaS k. k, Bezirksamt cnlsanvlc sogleich den Aktuar nebst den Be-zirkswundarzten an den Ort des Unglückes zur Erhebung und Hilfclcistnng. Zugleich wurden von der Gemeinde Lack Arbeiter aufgeboten, uno da wegen der einsame» und entfernten Lage der Lipnik'Schlucht vorallösichlllch die mlöreichetldcn Arbeitskräfte nicht schnell grillla allfzudnllgcu waren. uerwenocte sich der ÄczllkSvorstcl'er bei dem hiesigen k. k. Batterie.Kom-mandantcn Hrn. Hauptnmn:, Mart. Fcigcl des k. k. .'!. Allillcne'Rcg.. welcher mit dcr zuvorkommendsten Bc-rcilwilligkeit 20 Mann der k. k. Ballerte unverzüglich zur Verfügung stellte. Die Erhebung ergab, daß in dcr Lipnik-Schlucht bei 20 Lavinen ln einer Mäch« ligleit von 2 — 3 Klafler Höhe niedergegangen sind. Obwohl am 23. d. M. 60 Menschen den ganzen Tag über nut aller Anstrengung und unlcr sorgsamer zweckmäßiger Leilung an oer Auffindung der Verunglück« ten arbeiteten, gelang es doch erst am 25. d. M. Vormittags dieselben unter einer mächtigen Lavine Feuilleton. Laibacher Plaudereien. (Dic VerfassuiWsei« — Vom Landtage — Glrajjenzuftandt — Zur HlMaltcristil dcr Hausl'rsikn - Ein frommer Nlmsch.) Die Ftier der Perfassungsuerleihung hat sich heuer bei uns auf eine rein kirchliche beschränkt; weder durch Bankclle, noch durch andere geräuschvolle Fest. lichkeilen hat man sich daran zu erinnern gesucht, daß Oesterreich seit drei Jahren ein Staat der konstilutio-nellen Freiheit ist. um welches Gut selbst Frankreich uns beneidet; sogar die philharmonische Gesellschaft hat unterlassen, das gestern Abend gegebene Concert m ein Festconcert'zu verwandeln, was zu thun doch s-hr »ade lag. Läßt sich daraus schließen, daß die Verfassung an Sympalhicn verloren habe? Daß vielleicht eine Vorliebe für das Oktoberdiplom Plah gegriffen habe? O nein! Man betrachtet die Februar-Vcrf.issnng alS eine bereits so feste, so uoumstöblichc Ii,sti:nt:on. daß man sie so wenig feiert, wie man die Gesundheit feiert, wenn man in deren ruhigen Vesip ist. Als Oesterreich von der Krankheit des Absolutismus genaß. ta batte es allen Orunt». eine festliche Miene anzunebmen. und als die Oktobermänner das Fieber auf'e Neue wecken wollten, da war es geboten, ihnen durch demonstrative Anerken-«tma dessen, was sie zu stürzen versuchten, entgegen» HUlrctt!!.. Vei alleden, sind wir jedoch der Ansicht. b^ß eine allgemeine Verfassungsscier eingeführt werre. wenn — alle Völker des Reichs daran lheilznnehmen erklart haben. Die Leser dcs Feuilletons dürfen nicht fürchten, cs wcrde dasselbe durchweg politischer Natur sein; wir wissrn recht wohl. waS .) Nachmittags bei ihrem Helmgange auS Lack verschüttet worden, lvllloeil jedoch von ihren Angehörigen cr!l am 22. d uerm'ßl. — Die LanoeSbchorde in Klagenfurt hat nach einer Kuncnde vom 8. v. M. den Hornviehver» kehr mit Sleicrmarl uno Fkrain wieder freigegeben. — Aus Oilli, 23. Februar, schreibt man dcr Tast.": I" oer vormals Paul v. Puhcr'schcn Ge< werkschaft Store, welche ungeachtet oer erfolgten ^alilttiigscillstcllung dieser Firma in fortdauerndem Betriebe steht, fanden am 16. o. M. neuerdings Schießproben auf Panzerplatten Statt, und ergaben ein so gü»stigcs Resultat, daß auf Grundlage derselben K2 Platten an das Mililär-Aerar abgeliefert wurocn und eine Anlizivationszahlung an die Vcrwallu»g der Massa erfolgte. In den nächsten Tagen finoct eine Oläubigcrversammlung hier Statt, uo» deren Beschlüssen der weitere Forlbetrieb dcr Werke, sowie überhaupt die Abwicllllng dcö ganzen Arrangements abhängen wird. Nach den dcr finanjiellen Vilanz zu Orunoe gelegten Werthen dcr verschiedenen Puhcr'-schln Wcrkörealiläten erscheint die Firma im Ganzen aktiv — doch dürfte es für den Moment sehr schwer sein, die supponirten Werthe dieser Realitäten unter den 'gegenwärtig mißlichen Konstellationen dcr Eisen-Industrie zu realisircn. Unter diesen Umständen dürfte der Olaubigcrauöschuß vielleicht ein auf den Fortbetrieb ditscr Werke oinzielendeS Arrangement, etwa im Wege einer Aktien.Emission für die Gläubiger — für vorlheilhaft finoen. waS im Interesse der vielen an diesem weilverzweigten Vetriebe bcthciligten Familien zu wünschen wäre. Das Militär-Aerar ist mlt seinen Forderungen auf die Realitäten dieser Firma intabu-lirt und dürfte der Erfolg dcr gedachten Unterhmid-lungen von seiner Zustimmung bedingt sein. (Schluszvrrhandlullgen beim k. k. ^andesgerichto.) In der nächsten Woche finden bci dem hiesigen l.k. Van-desgcrichte folgende Schlußvcrhandlungcn Statt: Am 2. März: 1. Franz Obrexa — wegen schwerer kör< perlicher Beschädigung; 2. Iostf Petr,v<'i<- — wegen Religiollsstölnng; 3. Franz Debelal — wegen Vctrng. Am 3. März: I. Michael Srim«ek imd Mathias Meden __ »vegen schwerer körperlicher Beschädigung und Diebstahlj 2, FranzGovekar und Thomas Varaga — wegen Dicbstab!; 3. Johann Mestcl und Bartlmä Veöaj — wegen Dicbstahl. Am 4. März: 1. Jakob und Margarelha Stradiot — wegen Diedstahl; 2.Anlon Soor — wcgcn Pctrug' 3, Jakob Vergant — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 4. Martin Xdra/,ba — wegen Diebstahl. Wiener Nachrichten. Wien, 25. Februar. Wie das »Vaterland- meldet, ist unter den, dem patriotischen Damen-HilfScomit« eingesendeten Beittä» gen ein Paket von klemm Münzsorten im Werthe von 2 st, mit der Aufschrifl: ,vom Kronprinzen Nu» dolpl).". ES waren dieß Ersparnisse vom Taschen- rath kommen, und der steht über ihr. Ob das ein passender Kaxdioat ist für die nächsten Gemeinde« rathswahlen? Wir überlassen die Antwort den Wählern. Weiter! Da ist eine Strecke, schlecht aufge« hackt, schlecht gereinigt, so daß sie gefährlicher zu pas. siren ist, als die ganz vernachlässigte. Dcr Haus» btsiher erfüllt seine Pflichten uur der Form nach. nur so nebenbei. so obenhin; erdenkt: wag lüm» mert mich die Ocffentlichkeit, was schiert es mich, wie's vor dem Hause ist. wenn ich nnr innerhalb des-selben mich wohlblfiude. Um aber leine Unannehmlichkeiten zu haben, läßt er aufhacken, so daß er we-nigslcns sagen kann, tü sei geschehen. Ikm wäre '« lieber. cS gäbe leine Konstitution, kline Gemeinde, ^n gäbe es auch keine Scherereien. Ob das ein """didat für dcn Oemcinderalh ist? Wir überlassen "ltdlr den Wählern die Antwort. Weiler! Da ist l'n ga»z vorschriftmäßig gereinigtes Troltoir. aber ^bcn eem Hause ist ein Thorweg oder eine Garte». Waner, oder ein Magazin, und da zu reinigen ist Nicht befohlen, darum ist Schnee und Eis liegen gc» blieben, Der Vesiyer ist ein Mann. der um keinen Preis mehr thut. als er muß. dcr sich genau an bin Wortlaut rer Verordnung hält. und der vor der Mauer nicht reinigen ließe, selbst, wenn ein Paar Leute sich da die Beine brächen. — weil es nicht be-foblen ist. Ob das cin passender Kandidat ist? Wir werfen diese Fragen nur auf. um cinen lrommen Wunsch daran zu knüpfen: daß nämlich die Wähierschafl ihre Kandidaten uicht nur nach deren zur Schau getragener politischer Gesinnung, sondern ""ch nach seinem Verhalten als Staatsbürger und Gemeindemitglied, nach dem Erfüllen seiner Pflichten beurtheilen möge. bevor sie einen derselben zu ihrem Vertreter macht. gclde. die sich Se. lais. Hoheit nicht nehmen ließ. den verwundeten Kriegern zu widmen. — Das StaatSministeiinm hat angeordnet, daß ric Vornahmen von Neuwahlen der Gemelndcvertre-tnngen. wo solche auSorücklich verlangt werden, keinem Auslande unterliegen. — Dcr Major Prinz von Württemberg lss ge< stern vom Besuche seines ältern Bruders, deS Gene-rals in Schleswig. zurückgekehrt und wurde sofort zu Sr. Majestät berufen, wo er die güustigsten Nach-richten über die fortschreitende Besserung im Befinden oeS tapfern Verwundeten geben konnte. Auch in Berlin wnrdr aus demselben Anlasse der Prinz zum Könige v^n Preußen berufen. — Dcr liberale Land-lagsabgcordncte für Tirol Herr Pirchl in Kipblchl hat scln Mandat niedergelegt. Eoncert. Das gestern Abend stattgefundene vlerte Concert, welches die philharmonische Gesellschaft ihren Mit-gliedern gab. bestand nur aus fünf Nummern, dar-unter aber waren zwei, welche eö zu einem besonders interessanten stempelten: dcr erste Saß auS Beet-hovcn's Okloii-Concert für Piano uno Orchester, mit welchem der seit Herbst vorigen IahreS bei dcr Gesellschaft angestellte Musillehrcr Herr Horntckcl debulllte, uno Mendelssohn's ^-«I-Symphonie. Eröffnet wurde das Concert mit C. M. v. Weber's Ouvertüre zu .Euryanlhe«, welche uns in dieser Saison schon einmal geboten wurde. Das Orchester spielte sie recht präcise. Dann folgten zwei Lieder für zwei Sopran« uno zwei Allstimmen von Nedoed, gesungen von Knaben. Ncdved'S Schülern, welche Lieder rccht hub,ch gesungen und mit vielem Beifall aufgenommen wuroen. Daß ein Theil dieses Beifalls dem Lehrer galt, war offenbar. Ferner sang ein Milgllcd dcS Männerchors zwei Lieder für Barilon von Marschncr und erntete damit wohlverdienten Bet-fall. Begleitet wurden diese Lieder «Siehst Du daS Meer" und «Frühlingstreiben' von eincrDamc, welche einst ein sehr thätiges, mitwirkendes Mitglied der Gcicllschafl war. Sie spielte mit solcher Eleganz, mit solchem Verständniß, daß wir nur wünschen können, es möge diese Dame. die Schwester dcS SängerS. dem Vereine mit ihrem Talente nicht so ferne bleiben, wie in der lchten Zeit. Mit dem Vortrage des ersten Sahcs auS Pcet« hoven's OKoii-Eouccrt führte sich Herr Hornickel als ein äußerst gebildeter Musiker vor. Sein Spiel, durchweg edel und fein nüancirt. entbehrt zwar in etwas jener blendenden Kraft und Fülle, durch welche ciliorrc Pianisten nzellilc,,, dafür aber spricht daraus umiastco Verstäiidmß und tiefes Gefühl getragen durch vollendete Technik uno richtigem Ausdruck. Diese trefflichen Eigenschaften gelangten besonders in dcr eingelegten Cadcnz von Mosches z„r Gellnna und der am Schlüsse reichlich gespendet/Be.M d'H^ vorruf war wohlverdient. ' ^ Mendelssohns ^moN Symphonie bildete den zweiten Theil dcö Concertes. Wer diese in der That großartige Tondichtung noch nicht gehölt hat der kennt Mendelssohn in seiner ganzen Größe nicht Nicht cin SlN'in. sofern cin Mecr von schönen Ge-danken, wunderbaren Modulationen und Akkorden in edler und dabei doch höchst clüclithülnlichcr" y^H «ml bewunderungswürdige Instrum5ntaticn hervorgerufener Färbung, fluchet uns cntgsgen. Gz s,,^ „^^ die Bahnen Haydnö mid Mozarts. die Mendelssohn wan-delt. cr schließt u>,S eine ueue Welt von Schönheiten auf. Besonders übt der erste Sah dnrch seinen wun» dcrbaren vlelgestalligen und doch so einheitlichen, schön abgcschwsscnen Bau eine mächtige Wirkung auS. Im zweiten Sape ist eS daS lief Leidcnjchaftliche. mächtig Erregte, das u»scr Gcmuth hinreißt, während im dritten Säße die Seele in eine sanfte melancholische Stimmung velscßt wird. auS welcher sie endlich der reizende Irple Saß mit seinen wunderbar schönen Thematcn und seinem tmimphlrenden Gange weckt. Es war ein hoher Genuß, der uns geboten wurde, zumal das Orchester sich wirklich durch Präzision und Korrrllheil anözlichl'cle. Allen wahren Musikfreunden dürfte eS eine erfreuliche Nachricht sein. wenn wir mittheilen löniüsl'. daß das hcniichc Toowerk noch einmal zur Aufführung kommen werde. Schließlich erlauben wir uns die Direktion dcr Gesellschaft zu mtervelliren. weßhalb nicht für eine bessere Beleuchtung der VNege im Rldoulengel'äude Sorge getragen wird. Gellern Abend war es so finster, daß man die einzelnen Stufen kaum erkennen konnte. Ucuclle Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramme. Wien, «7. ssebruar. Auch Dänemark soll den Konferenzen beigetreten sein. Konferenzort ift London. Paris, HO. Februar. Der Prozeß gegen die Italiener ist beendet. Grecco und Trabucco sind zur Deportation, Tcaglioni und Imperatori zu Vttjahriger Haft verur« theilt worden. Dresden, 25. Februar. Das heutige „Dresdener Journal" bestätigt die Einstimmigtcit der Würzburger Konfcrcnzlicschlüssc und bezeichnet die Zcitungöangabcn über einen weitgehenden Plan Roggenbachö für erfunden. Es sei verabredet worden, über den Inhalt dcr Konfcrcnzbcschlüsse nichts durch die Presse mitzutheilen. Das Journal versichert weiter, die an der Konferenz bethciligtcn Regierungen scim bci ihren Beschlüssen von dcr Ansicht ausgegangen: Alles zu vermeiden, was dic schlcöwig'schc Kricgsaction der deutschen (Großmächte beeinträchtigen könnte; dagegen in dcr Rechtsfrage die bisherige Ansicht festzuhalten und mit allcn bundesmäßigeu Mitteln zur Geltung zu bringen. Frankfurt, 25. Februar. Der Scnat beschloß, angesichts der drohenden Lage des Bandes dem gc-schgebcnden Körper den Vorschlag zur Aushebung von H(X) Bürgersölmcn vorzulegen. Frankfurt, 25. Februar. In der heutigen Bundcstagssitzung erfolgte die Abstimmung über die Ausschußantriigc wegen des Londoner Traktates. Die Anträge 1 und 2 (Nichtvcrbindlichtcit und Nnausführ-barkeit für dcn Vnnd) wnrdcn nach dem österreichisch« preußischen Vorschlage abgelehnt. Die Anträge 3 und 4 (Nichtannahmc dcr Vollmacht des Freiherr« v. Dirckink und Beschleunigung dcs Vortragcs iiber die Erdfolgcfrage) wurdcn mit einer Majorität von einer Stimme angenommen. Oesterreich und Preußen linngcn ihvcn Antrag wegen ihrer ferneren Theilnahme an dcr Bundes-exetution in Holstein und Feststellung dcr Kommando-Verhältnisse cin. Die Abstimmung erfolgt am .'!. März. Sachsen und Württemberg beantragen die Ein-berufuug dcr holstcin'schcn Ständevcrsammlung. Frankfurt, 25. Februar (Abends). Die Groß. mächte beantragten in dcr heutigen Bundestagssitzung die Uebcrtraguug des Oberbefehles über die Exctutions-trnppcn an Preußen und die Ernennung zweier neuen großmächtlichen Zwiltommissärc. Dcr Antrag wnrde dem Ausschüsse zugewiesen, dic Abstimmung erfolgt in acht Tagcn. Dic „Frantfurtcr Postzcitlmg" meldet aus Wien vom 25. Februar: Die politische Basis dcr vorgc« schlagcncn Konfcrcnzcn sei: Dic europäischen Mächte garantircn dcn Hcrzogthiimcrn Antonomic nnd Unzer» trcnnlichtcit; an dem bisherigen Tcrritorialbcstaude wcrdc uichts geändert. Oesterreich und Preußen seien prinzipiell, vorbehaltlich dcr Zustimmung Frankreichs und Deutschlands, einverstanden. Dcr Fortgang des Krieges bliebe von dcn Verhandlungen unberührt. Verlin, 24. Februar (NachtS). Von der polnischen Grenze wird unter dem Heutigen gemeldet: Vom 22. März an müssen die Bewohner von Warschau jedes Geschlechts im Alter über merzclm Jahre beim Ausgehen cinen LegitimatioiiSschein bci sich tragen, lvidligcns sie als nicht legitimirt behandelt werden. Dcn Negicrungsbcamten wurde anbefohlen, eine Pro-tcstadressc gegen den Aufstand einzureichen. Ncndsburg, 24. Februar. Vorgestern fand in Haderslcbcn die Vertheiluug der Mcdailleu bci den Vrigadcn Oondrecourt und Nostiz Statt. Prinz Albrecht von Preußen heftete den Oestcrrcichern die Dekorationen an. Der Großhlrzog von Mecklenburg hat 20 Orden für die Kombattanten von Oeversee gesendet. Der österreichische Fcldtelcgravh bat in Haders-leben. Sievcrsscdt. Frocrup und Flcnsburg Stationen errichtet und wird übermorgen die Feldtelegraphen« station in Rendsburg vollendet scin. Konstantinopel, 20. Februar. Es wurdc dic Anshcbnng von 45! Bataillons Ncdifs anbefohlen; dieselben sind zur Reserve dcs zweiten und dritten Armeekorps bestimmt. Athen, 20. Februar. Dcr Staatsprotnrator nahm dic Vorladung dcs Hofmarschalls zurück; die Entlassung des letzteren wurdc nicht angenommen. Eine bedeutende Anzahl Junker wurdc aus dcr Armee entlassen. Zwci hier stationirtc österreichische Kricgs-dampfcr sind am 17. abgegangen. Die Abrüstung dcr Fregatte „Hellas" nnd eines großen Rädcr> dampfers wurde angeordnet. ----------------------zl^ , ,,, ——»- Cheater. Heute Samstag: Zum Vortheile d,S Sch"" spielers Herrn Hartmann: Don Carlos. Dramatisches Gedicht von F. Schiller. Morgen Sonntag: Ein ^en" Kwd. VolMück mit Gesang in:l Alte,,, "on 6- ^cgcrie. Verantwortlicher Redakteur: Iftnaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. »88 ^N^^tt!»!»!'!^! ^^ Vörsc criiffncte mit flnucren l^ülst», wurdc jcdoch auf die Nachricht, da>< »»» auch Funifrcich dcil ^oiifclcllzc» zugrsiiininl I^b,', schr fest, und warn, iiM'csmidlre Gold« Hll^lß^Ul»^tU)t. mün^n und Wechsel auf fremde Platze »'i.l nnd »m V,,, bis '/>«"/«. billiger anu.^bfttcl,. Vo» dcn Papicrcn lwbcn sich ^8l»l)»r-^ose u»» ''/,<»"/», ^»'cdit-'.'lct ni um mchr Tftien, alS I sl., (irtdillosr um ci>,cn halbc» Onldc» Müfti»<>l.- w^r d>c Äcsserllng lxi dei» Nürdbahu- und Stacitsbahn-AttilN, b»i dcn lnucn Prämicüschcinc». „no bci dcn ucr- d«'n ^.'). Fil'ruav. ^nslichcu Fondspapicrcn ill'crliauvt, nur iiir Mai Zinftil war dic i1lachfr>i^c lskliastcr. Ocld fthr stnssig. Veffeutliche Tchuld. ^. dl« Stantcs (süc 100 st.) Geld Waar.» In östcrr. Wäbrnng . zu 5"/« (!?.- 5"/. Anleh. v. I««N mit Nückz.7z 95.80 !> 79.50 National - Anl.lm, mit April-l5oupo»S . . „ t, .. 79.50 7!».W MtalliqilcS.....,5 ., 71,50 71.60 dctto mit Mai-Cunp. „5., 7l 70 71.90 ditto . . . . , ., 4z„ <>j. - , .. M»0 z„ 500 fl. 91,80 91.90 ., ., .. l««0 » 100 ., 9^..'Ocsi, n»l> Sa'.zl'. zu 5"/« 54.50 85. - V^'hnun . . ... 5 „ 9l 5!» '.»^— > (ij.,d Waare Ztcicrm., Kävut. u. .ssrain 5°/« 87 5.0 88 50 Mähren...... 5 „ 9.l50 ^5. Schlesicu..... 5 „ 88 50 89.— Ung,,r» ..... 5 , ?.l.50 74-^5 Tcmrscr Vanat , . . 5 ^ 72.— 72,25 Kroatin» uno Slavonien 5» „ 74.50 75.— Galizien . .... 5 ^ 71.25 71 75 Sitbrnblirgcu . . . . 5 „ 71 — 71 50 Vulowina..... 5 „ 70.50 71. „ m. d. Vcrl.-Cl. 1807 ^ „ 70,.^0 72 50 VcmtiamschlS Anl. 1859 5„ 92 92 50 Aktien (pr. Stnck.) '.'iatiuunlbauk...... 773,— 774.— Nredit-slnstalt zu 20s» ,1. o. W. 119.70 179.90 A. l', ^scl'iu -'i»»ss, z. 500 fl, o. 33. «)5l,— «;5. (5M. 17»i5.—17«7. Staat>?-^!s.-Gcs. zu200 ft. (M. oder 5(X> Fr......195,— 195 25 Kais. <5lis.-Balm z>, 2 125.75 12«!.— Süd. Staats-, >!'!«b 'ven. « ccutr. ital. «is 200 fl ö W. 500 Fr. mit «'siub.^il'li»:^ . , . . 2lx — 2l9.—> Gcld Waarc G,,!iz.Karl-klldw.-Vah!iz.200sl. (z.M........195.— 195.50 Ocst. Dou «D.imvfsch-ftirs. ^ ^ 481.— 4^2.-Oesterreich. i!Ioyb in Trieft 3 " 220,— 222.— Men Da»!p,in.-?ltt.-Gcs. '^ ,^ 440.— 450.— Peftcr 'itttcubrücke . . . ". .'j8l:.— A88 — Äöh,». Wcstl'ahu zu 200 fl. . 152.50 153. -!!,c!s;l'ahnMtieu 200 fl. C. M. lu. Il0 sl. (70"/«1 Einzahlung. 147 —------- Pfandbvife lsür l«»0 fl.) Natiolia!- ! I0jahngc v, I. Zulauf 185?'zu . 57^101.50 102.— (>, M. l verwsban' 5, „ 90.25 90 50 Nationaib.aus ö.'Ul.vcrlosb. 5 „ 85.90 8cw. zu 100 si rst. W. . . . 129. - 129,25 Do». D»n',sch -G. zu 100 fl. 6M. 8«.50 87 50 Siadtg.»,, Oscu „ 40 .. ö. W. 29— 29.50 ,^erl).,zy „ 40 ., „ 91.— 92.- >Hal!» „ "!0 .. „ 3125 3175 Geld Waarc Palffy zu 40 ft. CM. . 32 25 32 75 Na") „ ^» ., „ . 31.25 31.75 St. (Äeuli>ü „ 40 „ „ . i>>9.— 29.50 Wiudischgräl) ., 20 .. .. . i'j,— i;» s,<> Waldstcin „ 20 „ „ . 1»).25 19.75 Kc,,l.vich .. 10 „ „ . 15,.— 15.50 We6,scl. 3 H'i 0 u a t e. Gcld Waare Nusssburg fiir 100 ft sudd W. 100 25 100.50 Frankfnrt a. Vi. dltto 100 30 100.5» Hamlurg ,»r K'0 i0larl Aanto 89.— 89.25 ^ndru fur 10 'Lf. Sterling . 118.— 118.40 Paris fnr 100 Franks . . . 4«.li5 40 75 (5ours der Goldsorten. Weld Waare K.Mimz-Dutat.u 5 ft. 70 lr. 5 fl. 71 Nlr. Kvoiieu . . . . Kl „ 45 „ 1»; , 46 Napoleon^'or. . 9 „ 50 „ 9 ., 5), :iiu»s. Impcnalö. 9 ., 74 „ 9 „ 75 ^ ., Äereiuöthaler . . 1 „ 77 „ 1 „ ??z „ Lill'cr . . 118 „ — „118 „ 25' „ Telegrliphischc Effeltten- und Wechsel-Kurse an der t. k. öffentlichen Börse in Wien den 26. Fcdvuar 1864. 5"' Metalliqucö 71.«5 1860-cr Anleihe 91.ß0 5".. Nat.-Aulch. 79.55 SMcr . ..118,— Vcnlaltien . 773.— London . . . 118 — Kreditaltim . 180.— K. l, Dulaten 5 08V.° Freulden > Iln;eige. Hcn 2^."). Fcbrüa!. Ttadt Wien. .Die Herrn«: Fiirst NiudlsäMätz uon Haasbeig. — Nabe, ^irctlor, vou BrUnu. — Vcudnel.', Tilchfalinlalit, »üd Frcudcubcrg, Fabritmn, uo»i Reichcildrrss. — Tiefeubach, Kaufman.1, von Aicn. -^ Slarja, Postmeister, vou Kralliburci. — W?rtatjchttsch, Ncalilittcudlsifter, von Nüllstadil, Elephant. Die Hrrrsil - Brlllldcie. Agent, und Kur;, Kaufmann, vou Wien. - Erlcich und Tomafc-l'ilsch, Thrologm, von Gürz. -- Fischer, Kauf-manu, von Czatathiirn. Baicrischer Hof. ssr. Louisc Wcruicle, Priuatc, uon Schncr-bcrg. ,^ ,, .^ OWorbeue. Tcn 19. Fcbruar, Johann Klinar, Pms. l. t. Kan;lridien?r, alt 54 Jahre, iil dcr Stadt Nr. 58, an der ^uugenschwindsllcht. — Dem! Hcrrn Paul Godbato/l. k. Ti.anc'porte-Samuicl'-j hauÄ-Hauptmanu, sein Tohn Fran;, alt 10'/. Jahr»', in der Lladt Nr. 155, am Cronp. Den 2 '. Dem Ioi'cf Zhrrnal, Taalöhner, »cin Kind Johanna, all 4 Jahre, in dcr 3irnau^ Vorslad: !)lr. 18, an d>.>r brandillcn Halsbräune. — Frau Helena Matosel, Väctn'mcisteröwitN'!' und ^nnitutsarme, alt l,3 Jahre, in der Vtadt Nr. 124 , am Hchlayfl>>!>'. — Dem Martin Mrrvar, Taglöhner, sein Kind Frcmziüta, alt 17 Monate, in der ^tadt ^'r. 31, an Fraisen. — Dem wohla/liorncu Herrn Paul von Eöanady, l, l. Major ill Pension, sein Fräulein Tochter Ülolildc, all 7 Jahre, iu der Stadt Nr. 214, an der brandigen Angiua. — Martin Schenina, Inwohner, all 33 Jahre, im Zioilsvital Nr. 1, an der Gehirnlälmiuna,. Den 21. Tem 5la?par Papesch, Heiz-mcistcr, seine Gattin Maria, alt 49 Jahre, in der St. Peters Vorstadt Nr. 79, an dcr Lungen-sucht Den 23. Herr Johann Koöler, burger!. Großhändler, Haus- nnd RealitNtcubesitzcr, all 83 Iah«, in der Kapuziner - Vorstadt Nr. 58, und Herr Johann Kern. Privallehrcr, alt 03 Jahre, iin Ziuilspital Nr. 1 , beide cm der ^llugeiUcihmung. — Dem Peter Hartmann, Hchneiderglselleii, sein Kind Aloisia,allttMonctte, in der ^tadt Nr. 109, an der Gehirnlähmung. Teil 24. Johann Htnch, Inwohner, alt 49 Jahre, im Hiuilsvital Nr. 1, an der Gc-hirnlähuniuss, Deu 25. Jalob Podlcsuil, verrechnender Kellner, alt 36 Jahre, in dcr Kapuziner - Vor^ siadt Nr. 42, an der Lnugeulähuiuna,. - Maria Virl. Näherin, alt 22 Jahre. im Zivilspnal Nr. 1, an der 5'uua.cutliberlulosc, (343"-^ ^alllilljjlie - Zillier. Um anch die wenic, bemittelten in dcn Ztand ;n setzen, sich billige Portrcute ,zn ucrschnffen, empfehle ich meine Pano-typie-Portraits auf feinster Wachs» lcinwand. Diese Bilder übertreffen alle bis Mt crzcngtcn Portraits, waö Schön-licit und Dauerhaftigkeit anbelangt, lön ,:eü, l-hnc dasi selbe bcfchädigt, gewaschen werden nnd sind sehr billig. , Ttück .50 kr., H Ttiick HO kr. «<»,«« ^«^i^»> Photl'graf, am LongrcMatz. (3M—2) Nr. 17^4. Edikt. Vom geftltiglen l. k. städt sc'leg. Vlzirls^crichlt ^!aidach wiro dlemit fiuio gemacht: Os sei zur bedingten SichcistclUlng der Fotdernng des Franz Gnlz pr. 46 ft. sammt KoNc» dcr gerichlliche Pcrdot auf die vom Franz Aeamilsch uon Ol>cr> lailiach. min lliidckamM'ii ^»lclithaltcs. l.'cim Ht.^per Tschelcschnik ^l?» Hnl.' a>lö ocm SchuldlHcmc ron, 20. März 1848 zu ersuchenden 228 ft. 65 kr. bewlUigrl lvoroen. Hievon will> der undeklNint wo bc> finoüchc Franz Aoamilsch unl dem u.r^ Ilälioigel. raß ihm der l'ici'igc Ac>uokai Herr Dr. Nlioolf alS Culullir .^ !,clllü» aufgestlUt winde, welchen» er seine Vc^ l>lsc mitzutheilen oder diessm Ocrichtc emeu andern VeuoUmächuglel» !ittml)>^'l zu machen halie. wldrt^cns alle noch l>l dlcser Ncchtosache zu tifllchenocn <;e> richtllchen Vcroronli>,gcl> dem aufgcslcll' tc» Kurator zil^eilllit ivürdcil. nno et sich selbst ric Folge,, ftin,3 Aü^dl'il'en^! zi!;uschr>il'eu l'al'en weree. , ! il. k. städt. oeleg. V^irlvgf'ichl i.'ai > bach am l'i. Fcbiuar 1864. Wohnungen, 6 Zimmer oder anch weniger, Gassen ! seitt, an dcr Klagenfnrtcr ^inic „zur neuen Wel t", sind sogleich möblirt oder unmöblirt ncdst Kiichc, Stall :e. zu vergeben. ! Auskunft beim Gastwirth dortselbst. ^^ Gmtl ^ Vaker's Näh-Maschinen. Compagnie ist l{o«ton «fc ICw-YorK. Haupt-Agentur für ganz Krai« dci .lttkeÜM» und .4MM ll««. z^ahl eines ncncn N^^isions-Ausschusses znr Prüfung dcr Iahrcsrcchnuug uon 1863. ^ ^ ^>. Andere allfällige besondere Anlrägc. (z Hiczu cin halber Bogcil Anits- uud Iiltclligcnzbl.ttt, dam, Nr. 8 dcr „Plättcr aus Kram-